Nr. 169 Erster Matt 178. Zahrgailg Srettog, 20. Juli 1928 ig ftr Trägt» lohn, and) bei Richter- scheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernjprechanschlüsj«: 61. 54 unb 112. L,schrifl für Drahtnachrichten: Anzeiger Stefctx. vo*schedtoiao: gtanffnrt am Mai, UM. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tfrntf «Ad Verlag: vrLhl'sche UniversN«r-v»ch' ww& Stetnörnderd R. fange tu Gießen. $d>riftlettnng und Geschastrstelle: 5chulittaße 7. .Iivahme oo, Hnjttaen für die lagesnummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, anstrurt« 10 Neichopfennig,' für Reklameanzeigen von 70n.m Breite 35 Reichspfennig, Platzvvrschrist 20*, mehr. Chefredakteur Dr. Friede Wich. Lange. Berantoortlid) für Politik Dr. Fr Wich Lange für Feuilleton Dr H Thyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumidbem, für den Anzeigenteil Äurt hillmann, sämtlich in England und die Meinlandräumung. Keine Londoner Initiative. Dem unserer Berliner Redaktion. Die liberale Haltung, die die britische Regie- nmg In allen Fragen der Rheinlandbesetzung etwa seit dem Ruhrtricg eingenommen bat, ist in Deutschland vielfach al« Zeichen britischer .Bereitwilligkeit zur Anerkennung der deutschen Thesen. mit denen der Anspruch aus so- fortige Räumung seit dem Abschluß de« Doioe-pakte- immer wieder vertreten wurde, auf- gefaßt worden. Wir stellen aber nur etwa« Selbstverständliches fest, wir wiederholen nur oft Gesagtes, wenn wir daraus Hinweisen, daß im besetzten Gebiet selbst wie in ganz Deutschland durch den schleppenden Gang der Dinge eine tiefe Enttäuschung Platz gegriffen hat, so daß in in London nicht wundernehmen darf, wenn die kürzlichen Erklärungen CbamberlainS im Unterbau« zur Räumungsfrage bei uns al« ein Ausweichen interpretiert werden. Mit der Versicherung deS Wohlwollens der britischen Regierung lind wir in den letzten 3abrcn allzu oft versorgt worden, als daß derartige höfliche und freundliche Redensarten be luns noch tieferen Eindruck machen könnten. Gewiß bekennt man sich in England immer wieder gern zu der Auffassung, daß Verträge nicht für die Ewigkeit bestimmt sind, und die TimeS hat erft dieser Tage wieder einen ausgezeichneten Artikel zur Erinnerung an den Berliner Vertrag von 1878 mit der Feststellung geschlossen, daß Derlräge ihrer Ratur nach veränderlich sind, das; sie den Verhältnissen an« gepaßt werden müssen oder unanwendbar werden. Sie hat damit zweifellos auf den ganzen Komplet der schwebenden Probleme, vor allem auf die Reparationsfragc und die Rheinlandräumung angespielt, und wir nehmen ihre allgemeine Feststellung bezüglich der Veränderlichkeit der Verträge gerade tm Hinblick auf daS Versailler Diktat gern zur Kenntnis. Wenn sie aber ihren Darlegungen noch eine Einschränkung anfügen zu müssen glaubt, indem sie sagt, daß die Veränderung tm geeigneten Augenblick erfolgen muß, nun. dieser Zeitpunkt ist schon mehrfach dagewe en. und man hat ihn immer wieder versäumt, versäumt auS reiner Lässigkeit und Bequemlichkeit, versäumt gerade vom englischen Standpunkt auS wegen deS Wunsche«, sich mit Paris nicht In politische Ungelegen beiten einzulassen. Von diesem Wunsch sind auch die Ausführungen Chamberlains im Unterhaus zur Rheinlandsrage beseelt gewesen, und wir dürfen von Deutschland niemals erwarten, dah non London auS eine wirksame Initiative aus die Freigabe d?s besetzten Gebietes ausgehen wird. DaS Schicksal deS Rheinlands ist ausschließlich in unsere eigenen Hände gegeben, und wir werden genötigt sein, die staatsmännisckxm Maximen der TimeS von der Lvbänderbarkeit der Verträge gegen den passiven Widerstand der englischen Regierung durchzusetzen. Der Zeitpunkt, an dem die zweite Zone geräumt werden muß, rückt immer näher, und mit ihm rückt auch Ser Tag heran, an dem Deutschland von sich auS einen neuen Vorstoß auf Befreiung seiner bc'etztcn Gebiete unternehmen muß. Möge dieser Tag das deutsche Volk geschlossen finden in dem Willen, sich um der Freiheit deS RheinlandeS willen nicht neue politische Fesseln auferlegen zu lassen. Paris erwartet ein deutsches Angebot. vlätterstimmcn zur Unterhauserklärung Chamberlains Paris, 20 Juli. (WTB. Funkspruch.) Zu den Erklärungen Chamberlains im Unterhaus über die Räumung des Rheinlandes schreibt „Doud re": Es ist etwas Verwirrung In den Ändern der ehemaligen Alliierten entstanden. Vielleicht werden diese ßänöer also gut daran tun, miteinander zu verhandeln. Die erste Zone soll im Januar 1930 und die letzte Zone 1935 geräumt werden. Wenn man aus unserem Pfand nochmaterielleoder moralische Vorteile ziehen will, dann wird es h ö ch st e Z e i t, sich zu verständigen. — „Gau« l o i s" schreibt: Die aufmerksame Prüfung der Aus- führungen Chamberlains im Unterhaus bestätigt den letzten Willen der englischen Regierung, ihre Truppen am Rhein nicht hinwcgzuziehen, bevor konkrete Vorschläge von den interessier ten Parteien gemacht seien. Offenbar ist es Sache Deutschlands als hauptsächlich inter« essierte Macht, die Initiative zu ergreifen und nicht die Räumung durch eine Rede zu fordern, man müßte vielmehr auf diplomatischem Wege etwas zum Ausgleich an b i e t e n , da es sich um ein Unterpfand handelt, dessen vorzeitige Preisgabe Frankreich, das auf Reparationen Anspruch bat, der Gefahr aussetzt, die Kosten des Krieges allein zu tragen. Die hier wieder einmal in zwei politisch entgegengesetzten Blättern zur Lage tretenbe Auffassung, als ob DeutsOand durch neue Angebote etwa auf wirtschaftlichem Gebiet die Räumung des besetzten Gebiets erkaufen müsse, ist durchaus irrig. Deutschland hat ein vertraglich verbrieftes Recht auf die Rheinlandräumuna. Die Zeiten, wo Frankreich für_ eine vorzeitige Rheinlandräumung noch Vorteile für sich hätte einhandeln können, sind endgültüf vorbei. Deutschland fordert nichts als sein gutes Recht, es fordert nun seinerseits Erfüllung der Verträge und kann warten, bis man ihm diese gewährt. Für neue zwecklose Opfer wird man das deutsche Volk schwerlich wieder oereitfinden. Englands Antwort an Kellogg Auch die Dominions sind zur Unterzeichnung bereit. London, 19. 3ult (WB.) Die britische 2ürt- wvrtnote vom 18. 3uni an den amerikanischen Geschäftsträger lautet in deutscher Uebersetzung xl a. wie folgt: .Ich freue mich. Sie davon in Kenntnis setzen zu können, dah die Regierung Seiner Majestät in Großbritannien den vorgeschlagenen Vertrag in der ton Ihnen übermittelten Form an« nimmt und sich freuen wird, ihm zu dem Zeitpunkt« und an dem Orte zu zeichnen, den die Regierung der Vereinigten Staaten zu diesem Zwecke angeben wird. Sie werden sich erinnern, daß ich in meiner vor ausgehenden Mitteilung vom 19. Mai aus geführt habe, wie wichtig eS für meine Regierung sei. daß der Grundsatz anerkannt werde, daß, wenn eine der Parteien dieses beabsichttglen Vertrages hx Verletzung seiner Bestimmungen zum Kriege schreitet, di« anderen Parteien automatisch von ihren vertragsmäßigen Verpflichtungen gegenüber dieser Partei entbunden würden. Ebenso wies ich daraus hin, dah die Beachtung der Verpflichtungen, die sich aus der V ö l - kerbundSsatzung xmb aus den Locarnoverträgen ergäben, die Grundlage der Politik der Regierung meines Landes bilde, unb daß diese keinem neuen Vertrage ihre Zustimmung geben könne, der diese Verpflichtungen ob schwächen oder untergraben würde. Die jetzt la der Promo bei ausgenommen« Bestimmung, wonach jeder Signatarmacht, weiche In Zukunst ihre nationalen Interessen durch striegsmaßnahmen gegen eine andere Signatarmacht zu fördern sucht, die Dorteile des Vertrages versagt werden sollen. Ist für meine Regierung befriedigend und ist jor Erledigung des In dem vorhergehenden Absatz zuerst erwähnten Punkte» ausreichend. Die Regierung 6r. Majestät in Großbritannien ist nach reiflicher Erwägung nicht der Ansicht, daß die Erfüllung der Verpflichtungen, welche sie in der Dölkerbundssatzung und in dem Vertrage von Locarno übernommen hat, durch die Annahme des vorgeschlagencn Vertrages ausgeschlossen wird. Sie tritt der von der deutschen Regierung in ihrem Schreiben vom 27. April mitgeteilten Auf- fassung bei, daß diese Verpflichtungen nichts enthalten, was mit dem von den Vereinigten Staaten vorgeschlagcnen Vertrage in Konsllkt kommen könnte. Meine Regierung hat mit besonderer De« friedigung bemerkt, daß all« Parteien be» Lo- carnooertrages jetzt ausgesordert worden sind, den neuen Vertrag als erste zu zeichnen, unb daß es der klare Wunsch der Regierung der Vereinigten Staaten ist, daß alle Mitglieder des Völkerbundes durch Zeichnung ober Beitritt Vertragsparteien werben sollen. Damit soviele Staaten wie möglich an ber neuen Bewegung teilnehmen können, hoffe ich, daß eine entsprechende allgemeine Einladung auf sie erstreckt wird. IDae die Stelle In meinem Schreiben vom 19. 2Tlai binsichllich gewisser Gebiete anlangt, deren Wohlfahrt unb Unverletzlichkeit ein besondere» Lebcnsinteresfe für unseren Frieden und unsere Sicherheit bildet, so brauche ich nur zu wiederholen, daß die Regierung Sr. Majestät von Großbrilaunien den neuen Vertrag unter der Voraussetzung annimmt, dah er ihre Handlungsfreiheit In dieser Be- Ziehung nicht beeinträchtigt. Ich befinbe mich vollkommen in Uebereinstimmung mit ben Ansichten, ble von Herrn Kellogg in seiner Rede vom 28. April ausgesprochen sind, daß der be« abstchtigte Vertrag in keiner Weise dasRechtzur Selb st Verteidigung einengt ober beeinträch« tigt, wie mit seiner Ansicht, daß es jedem Staate allein zu steht, zu entscheiden, wenn die Umstände kriegerische Maßnahmen zu diesem Zwecke notwendig machen. Im Lichte der vorstehenden Ausführungen ist die Regierung Sr. Majestät gern bereit, zugleich mit ben Vereinigten Staaten und mit allen anderen in gleicher Weise bereiten Regierungen einen endgültigen Vertrag über den Kriegsoerzicht zu zeichnen. DieAnfworiwtenderDominions ' London, 19.3tiH. (WTB.) In der heut« vom Foveign Office veröffentlichten und von Chamberlain unterzeichneten Antwortnote Australiens, dr« mit den gleichfalls von Chamberlain unterzeichneten Roten Südafrikas. Reu-Seelands unb Indiens der Antwortnote der britischen Regierung auf den Kellogg-Vorschlag beigefügt ist, heißt es u.a.: Dke australische Regierung nimmt die vom amerikanischen Staatssekretär gegebene Versicherung an, daß daS Recht der Selbstverteidigung in keiner Weif« von der Annahme des vorgeschlagenen Vertrage- beeinträchtigt werden wird. Die australisch« Regierung ist ebenfalls zu dem Befund gekommen, daß ber amerikanische Vertragsentwurf mit der Dölkerbundssatzung rricht unvereinbar ist. Sie betrachtet den Wortlaut des Vertrages als völlig befriedigend, sowett diese besonderen PunI!« rn Betracht kommen, und erklärt sich zur Unter- zeichnung des Vertrages tn der vorliegenden Fassung bereit. Sas io. Deutsche Sängerfest in Wien. Oer Begrüßungsabend. Wien, 19. Juli. (IU.) Am Donnerstagabend acht Uhr begann der offizielle Begrüßungsabend im Rahmen des 10. Deutschen Sängerbunbessestes in ber Sängerfall« im Prater. Schon lange vor Beginn war die Halle überfüllt. Auf der Sänger- bühne hatten der Thüringer Sängerbund, der Sängerbund der Sudetendeutschen, ber Steirische und der Ostmärkische Sängerbund Aufstellung genommen. Unter den Ehrengästen sah man den deutschen Gesandten Grasen Lerchenfeld, Bundeskanzler Dr. Seipel, die Minister Schürf f, Schmitz und Dr. Slama, den Bürgermeister von Wien, Seitz, den Landeshauptmann Du resch und ben Polizeipräsidenten Schober. Begleitet von den zujammengestellten Musikkapellen der Infanterie - Regimenter Rr. 4 und 5 eröffnete der Thüringer Sängerbund unter Leitung seines Chormeisters Rinkens den Begrüßungsabend. Nachdem der tosende Beifall, der die Hall« durchbraulte, verstummt war, begrüßte der Vorsitzende Des Hauptausschusses, Schulrat Dr. Josef Iaksch die Ehrengäste aus Wien und Deutschland sowie die Sänger aus den fernen Ländern, aus Amerika, Argentinien, Peru, Chile, Kalifornien usw., die sich alle in dem Gedanken zusammengefunden hätten, Schubertzu feiern unb zu bezeugen, daß alle von dem Wunsche beseelt seien, es müsse doch einmal die Bereinigung aller Deutschen zur Tat werden. Namentlich die Sänger aus Amerika aber sollten den sehnlichsten Wunsch eines Millionen« Volkes erfahren. Dann ergriff der Bundeskanzler Seipel daS Wort: .Liebe fautfefa Sänger! Im vorigen Jahre haben wir tn Wien wahrhaft unter der Anteilnahme der ganzen Welt Beethoven gefeiert Der große Söhn des Ryeinlandes hat tn unserem Wien den Gipfelpunkt der Musik erstiegen. Dies lieh 100 Jahve, nachdem er von uns gegangen war. noch unsere Stadt als den Vorort der musLali'chen Welt erscheinen. Heuer feiern wir einen anderen, ganz anderen, aber wieder in seiner ganzen Art e in 8 i gen GeniuS unserer Stadl: Franz Schubert Im Lied, im beschwingten und bcserlten Lied hat dieses Kind unserer Stadt das Höchste geleistet. Er ist am 19. Rovember 1828 als 32jähriger gestorben und hat mit der Kraft seiner unsterblichen sreund- schastss rohen, gebefreudigen Seele die Freundschaft der Welt errungen. Selbstverständlich spricht seine Konst nur zu jenen, die seine Töne und zugleich die Sprach« seiner ßieber ganz unmittelbar verstehen, weil eine verwandte deutsch« Seele in ihm lebt, weil dieselbe brutsche Muttersprache ihm zu eigen ist Zur Bekundung dieser Gemein- samkrit des Geistes sind Sie, deutsche Sänger, zu uns ins Schubertland Oesterreich gekommen. Ich heiße Eie im Ramen deS Volkes, das In diesem Lande wohnt, und im Römer seiner Regierung aufs herzlichste willkommen." Weitere Begrüßungsansprachen. Rachdem Bundesminister für Hnterridji, Schmitz, vor allem die allen Deutschen gemeinsame Kultur gepriesen hatte, hieß namenä der Stadt Wien Bürgermeister Seitz die Festgäste wMvmmen. Seine Rede gipfelte in der Aufforderung : „Deutsche seid stark im Willen zur Einheit. Denn di« Gmfaü wird Eure Tal fein.“ Der deutsche Gesandte Graf Lerchenfeld wieS sodann auf die tiefe Bedeutung des SängerbundesfesteS für die Bewertung des deutschen Äuiturlebcnei als Einheit und für die Einordnung der besonderen österreichischen Kultur in diese Einheit hin. „Wir alle," so sagte Gral Lerchenseld, „erblicken in der österreichischen Eigenart ein Kulturgut von unschätzbarem Wert«. Wer Oesterreich und Wien als aufmerksamer unb liebevoller Beobachter durchwandert, der muß erkennen, daß hier außerordenttiche Kulturwerie wohnen. Für den empfindsamen Deutschen aus Rord, Süd und West ist dieses Oesterreich von jeher von aufarordentt -cher Anziehung gewrien. So ist auch das zehnte deutsche Dundessängerfest ein Mittel, das österreichische Innenleben für das große deutsche Gesamtleben neu in Erscheinung treten zu lassen." llebergabe des Sundesbanners. Wien, 19.Juli. Im festlich geschmückten großen Stande rtfau5f aal wurde heute in Anwesenheit der zahlreichen bereits eingetroffenen Sängergäste und ber offiziellen Vertreter bas Bunbesbonncr, ba» bisher in ber früheren Feststabt Hannover m Verwahrung war, an ben Ost märkischen Sängerbund in feierlicher Weife übergeben. Bundesvorsitzender Friedrich L i st hielt, umgeben von den Chormeistern der einzelnen Sängerbünde, die Festrede, wonach Eduard Kremsers Deutsches Bittgebet mit Orgelbegleitung durch die Äinaer der alten Fesistodt Hannover zum Bort rag kam Die Feier wurde mit einer Reihe von Liedern und Ansprachen der einzelnen Bundesvorsitzenden eingeleitet. Die Chore dirigierten Hans S t i e b e r und Hans Heinrichs. An der Orgel spiette Professor Franz Schütz. Oie Ermordung Obregons. Tie Leiche des Präsidenten in die Heimat ttbergeführt Mexiko, 18. Juli. (W. B.) An der feierlichen Ucbcrfüfaung der Leiche Obregons zum Bahnst o f nahm auch das diplomatische Korps vollzählig teil. Präsident Calles, begleitet von den höchsten Regierungsbeamten und von Offizieren des Heeres und der Marine schritt hinter dem Sarge her. Kavallerie und Kadetten zu Pferde eröffneten den Zug, während hinter den amtlichen Persönlichkeiten die Leibwache des Präsidenten folgte, lieber dem Trauerzug kreisten Flugzeuge. Unmittelbar bevor der Sonderzug nach Sonora die Station verließ, hoben Tausende von politischen Anhängern des Toten die rechte Hand und legten den Schwur ab, seine Grundsätze fachzuhalten und für die Bestrafung der Schuldigen zu sorgen. Dies geschah auf Veranlassung eines Kongreßmitgliedes, das sich nach Ablegung des Eide» zu dem entblößten Haupte» neben ihm stehenden Präsidenten Calle» wandte und sagte: „Wir verlangen von Ihnen Gerechtigkeit durch B e ft r a f u n g der an Der Ermordung des Generals Obregon Schuldigen!" Der Präsident bestieg dann ben Eisenbahnzug, verlieh ihn aber auf einer Haltestelle unmittelbar vor ber Stadt unb kehrte nach ber Hauptstadt zurück, um persönlich die Nachforschungen nach den Urhebern de» Attentats fortzusetzen. ©er Mörder. (tzrotze Erregung in Mexiko. Mexiko, 18. Juli. (WB.) Die Polini teilt mit, daß 3of6 de Leon-Torral, oer ben Präsidenten Obregon erschoß, vor sechs Monaten von Qhiahalajara nach der Stadt Mexiko kam, um Arbeit zu suchen. Er rst 23 Jahre alt und hat eine Kunstschule besucht. Die Polizei sand bei ihm einen Rosenkranz und ein Bildnis des Priesters Mi guel Augustin, der nach dem Bombenanschlag auf General Obregon im Rovember vorigen Jahres hin gerichtet worden war. Die Polizei teilt ferner mit, der Gefangene habe bisher nicht zugegeben, daß er Mitwisser gehabt hab«. Die Frau und die Mutter deS Mörder« find ebenfalls verhaftet worden. Eine weitere Anzahl Personen ist verhaftet worden. Der neu ernannte Polizeichef Zertuche lehnte es ab. weitere Informationen zu geben, bevor die Untersuchung beendet ist Di« nach dem Attentat verhäng.e Zensur der Pressetelegramme ist inzwischen wieder aufgehoben worden. Die Stadt Mexiko befindet sich in einem noch nie dagewesenen Zustand politischer Erregung. Polizei und M»ü- tärpatrouillen ziehen durch die Straßen der Hauptstadt und auf den Wegen der Umgebung. Alle Truppen werden in den Kasernen für den Fall von Unruhen in Bereitschaft gehalten. Zahlreiche Gerüchte über aufrührerische Bewegungen waren hrule im Umlauf, aber alle erwiesen sich als unbegründet. Weder die Blätter noch die Regierung haben irgendwelche Rach- richten über Unruhen au- irgendeinem Teil des Landes erhalten. Römische Befürchtungen. London, 19. 3ulL (WTB.) Der Korrespondent der Morning Post in Rom mellet: Die Ermordung deS Generals Obregon wird einen ernsten Rückschlag für die Bemühungen bedeuten, den religiösen Frieden in Mexiko wieder Herzustelen. Ich erfahre, daß General Obregon versprochen hatte, die Haltung der mexikanischen Regierung zur katholischen Kirche unter Bedingungen, die vom Erzbischof Ruiz y Flores nach Rom überbracht worden waren, einer weitgehenden Revision zu unter- richen. Ich erfahre weiter, daß die Der.)and- lungen zu Ende geführt waren und dah ein sehr wichtiges Abkommen erzielt wurde. Oie Auffassung in Reuyork. Reuyvrk, 19. Juli. (WB.) Di« Blätter beschäftigen sich eingehend mit der weiteren Gestaltung der politischen Verhältnisse in Mexiko. ..Herald and Tribüne" sucht auf Grund der mexi- kani'chen Verfassung nachzuweisen, daß Calles ohne eine Verletzung der Verfassung nach e.ner kurzen Präsidentschaft etwa von Saenz alS provisorischen Präsidenten abermals zur Amtsführung zurückkehren könne. Erne ähnliche Ansicht wird auch von einigen pv- i tir- tung des KaPS Bruune abgegangen, um Hrlse zu suchen. Die linke Schulter Walrngreen« war Der Iet)t Lundboig vermutet au« den Brschrei- bungen, daß dasSchlüsselbein gebrochen war. Malmgreen hatte s e l b st den ^vrschlag gemacht, daß er und seine zwei Kameraden sich ° « r r. Alft. VmvX ( Oslo, 19. Juli. (Norsk Telegrambyraa.) Schweden und auch in Norwegen ist die Frage aus- geworfen worden, ob nicht Norwegen, das die Souveränität über Spitzbergen be- fitzt, in Uebercinstimmung mit den norwegischen Gesetzen über Unfälle zur See und in der Lust eine Untersuchung über die Katastrophe des Luftschiffes ,Ltalin" vornehmen könnte. Die Neuerung hat infolgedessen diese Frage erörtert. Da sich aber hierbei zahlreiche schwierige Probleme in bezug auf das Völkerrecht ergeben, hat die Negierung von irgendeiner Entscheidung über eine Untersuchung A b st a n d genommen: da sie der Ansicht ist, daß bei gebührender Berücksichtigung aller Seiten des bestehenden Problems Norwegen eine solche Untersuchung nur vornehmen könnte, wenn es von Italien darum ersucht wird. Oer Maulkorb. Nom, 19.3uli. (Agenzia Stesani.) Der Regierungschef hat angeordnet, daß alle bisher geretteten Teilnehmer an der ,Ztalia"-Expedition sofort z u r ü ck k e h r e n. Die „Gatto di Milano" wird sie bis Narwick bringen. Mussolini gab den formellen Befehl, daß sämtliche Mitglieder der Expedition f i ch jeglicher Botschaften. Erklärungen und Interviews zu enthalten haben. Die „Citta di Milano" wird von Narwick nach Kingsbay zurückkehren, um an den weiteren Nachforschungen noch der Gruppe Alessandri teilzunehmen. vergebliche Suche nach Amundsen. M o s k a u, 19. Juli. (WB.) Der Eisbrecher „M a - I q-gl n" stieß im Storefjord auf unpassierbares Tis zu zehn Fuß Stärke. Seine Nachforschungen nach Amundsen hatten kein Ergebnis. Der Eisbrecher begibt sich nunmehr weaen der Erschöpfung seiner Kohlenoorräte nach Archangelsk. Hölz in Berlin. Kommunistische Massendemonstrationen in der Rcichtzhauptstadt. Berlin, 19.Juli. (WB.) Anläßlich des Eintreffens von Max Hölz, der gestern aus dem Zuchthaus Sonnetiburg entlaßen worden ist. veranstalteten die Kommunisten eine Massendemonstration, zu der heute die „Rote Fahne" in einer Sxtra-AuSgabe aufgerufen hatte. DK Veranstaltung begann vor dem Amtsgerichte- gcbäude (Horben auf dem Drunnenplatz. wo sich die kommunistischen Derbände der umliegenden Stadtteile mit Musik und zahlreichen roten Fahnen versammelt hatten. Mar Hölz und Delegierte verschiedener kommunistischer Organisationen hielten Ansprachen, die mit einem Hoch aus die Weltrevolution endeten. Unter den Klängen der Internationale bewegte sich damt der Zug durch mehrere Hauptverkehrsstrassen des Aordens nach dem Lustgarten. Hölz hatte mit seinen engeren Bekannten auf einem großen Plattenwagen Platz genommen und antwortete auf die Hochrufe seiner Anhänger durch Schwenken einer roten Fahne. 3m Lustgarten hatten sich inzwischen die übrigen kommunistischen Organisationen mit Fahnen und Musikkapellen eingefunden. 3m Zug wurde ein riesiges Transparent mit der Inschrift mitgeführt: ..Die Wed- ding-Iungproletarier grüßen Max Hölz, den Schrecken der Bouraeoisic.“ Auch im Lustgarten hielten Hölz und Vertreter der kommunistischen Verbände verschiedene Ansprachen. Zwischenfälle sind bisher nicht gemeldet. Oie (Steuersenkuttgsvorlage vom Aeichsrat angenommen. Berlin, 19. Juli. Der Neichsrat beschloß mit 38 gegen 30 stimmen, die Sleuersenkungsvor- faße anzunehmcn. Gegen das Gesetz stimmten die Vertreter von Ostpreußen. Brandenburg Pom- mern, Niederschlesien. Westfalen und die Staaten Bayern. Württemberg. Sachsen. Thüringen und Oldenburg. Die Gegner der Vorlage betonten, daß die Einkünfte, die den Ländern und Gemeinden aus der Lohnsteuer Anständen, im Laufe des Etatsjahres nicht geschmälert werden dürften, und daß eine Senkung der Lohnsteuer erst nach Ablauf dec- Etatsjahres stattfinden könne, wie überhaupt Steuer- senkungen im allgemeinen n u r i m R a h m e n d e s Finanzausgleichs erledigt werden könnten. Einheitliche Ausbildung bei- Anwälte und Richter. Berlin, 19. Juli. sPriv -Tel.) 'Kelchs, ui; Minister Koch-Weser beabsichtigt, eine Euch- lichteit der Ausbildung zum Richteramt und zur Oie Untersuchung der Münchener Eisenbahnkatastrophe. Schwere Anschuldigungen gegen leitende Beamte. Eine Erklärung des Einheitöverbavds der Eisenbahner. Berlin, 19.3uIL Der Sinhettsverband der Eisenbahner, Bezirk SüddeutMand. veroficntlrcht eine Er.läruna zur Katastrophe eJ Dekret für drei Jahre aufgelöst md der König mit gesetzgeberischen Rechtsanwaltschaft vorzubereiten und durchzuführen. Eine solche Einheitlichkeit kann herbeigeführt werden durch ein einfaches Reichsgesetz, in dem das jetzt bc- stehende Gerichtsoerfassungsgesetz aus- gestaltet wird. Die volle Freizügigkeit der Rechtsanwälte kann erreicht werden durch eine Aenderung der Rechtsanwaltsordnung. Im Anschluß daran werden dann wohl Verhandlungen mit den Landern stattfinden müssen, um zu einer Vereinbarung zu kommen. Oie Regierungskrisis in Bayern. München, 19. Juli. (WT.) 3n den interfraktionellen Besprechungen, an denen auch Land- wirtschaftSministcr Fehr für den Bayerischen Bauernbund tcilgenommen hat, ist man vorbehaltlich der Zustimmung der beteiligten Fraktionen zu einer grundsätzlichen Einigung darüber gekommen, daß die drei sogenannten R e o o - lutionSmintsterien (für Handel, Soziales unb Landwirtschaft) auf gehoben und in ein Wirtschaftsministerium zusammen gefaßt werden sollen. Die Zahl der Ministerien würde damit von acht aus sechs vermindert. DaS neue Wirtschaftsministerium würde voraussichtlich dem Bauernbund überlassen bleiben, mög- licherweise auch das in diesem Ministerium zu schaffende Sekretariat für Landwirtschaft. Vollmachten versehen worden. Die Freiheit der Presse ist für unbestimmte Zeit abgeschafft. Das Betret ist vom König unb von sämtlichen Mitgliedern des KabinettS unterzeichnet. Die für Freitag unb SamStag festgesetzten Versammlungen b-r nationalistisch- radikalen Wafbparlci sind verboten toorben. Umfangreiche Vorsichtena'' nahmen sind von den Polizei- und Militärbehörden getroffen toorben, um die Ordnung im Lande aufrecht zuerhalten. Aus aller Welt. Lölvcnfiet '4 Leiche gefunden. Doulogne, ID. 3uIL iWTB) Die Leiche des belgischen Fin.:n.',manneS Löwenstein wurde heute von einem F.'cherboot auf der Hohe von Cap Gris Dez. etwa 10 Meilen von der Küste entfernt, auf dem Weiser treibenb auigefunben. Die Leiche, die nur mit einer Unterbot. Socken und Schuhen bek.eidet war, fft von Fischen ange- sressen und furchtbar entstellt. Besonders das Gesicht ist vollstäirbig unkenntlich. Die 3bentifi- zierung der Leiche war durch eine bei dem Toten gefundene Armbanduhr möglich, die der Bankier zu Lebzeiten g? ragen hatte. Doch einer anderen Meldung trug der To.e am Handgelenk eine Erkennungsmarke mit dem Damen unb der Adresse Löwenst: :is. Der Leichnam ist vorläufig von den Behörden beschlagnahmt toorben. Der Leichnam wurde durch einen Zufall auf der Höhr von Gap ®ri« Devon Fffchern gründen, dir wie alle Tage zum Makrelenfang ausgefahrc': waren. Da die Leiche bereit« stark in Verwesung übergegangen war, ist fie an die Oberfläche de« Meeres getrieben toorben. Detterkatastrophe in Bayern Das durch seine Paffionsspiele berühmte Oberammergau steht vollkommen unter Wasser. Durch einen furchtbar« Wolkenbruch wurden die Brücken, bie über bie Laine führen, fortgerissen Vor der Drücke zum Eiettrr.zi.ätswLrk stauen sich die von den Fluten angeschwemmten Baumstämme. Das Wa'ier oerbreitei sich über ganz Oberammergau. Infolge Kabelbruchs versagte a^ch die elektrische Lichtteitung, so daß bie Rettung da r betten im Scheine der Fackeln vorgenommm a>erdcn mutzten. Die in der Dähe liegenden Otticha ten habe» alle unter Wollenorüchcn zu Leiben. Ueberall treten bie Flüsse aus ihren Ufern und brmgen Hochwassergefahr mit sich. Heber die Füssener Gegend ging em furchtbares Gewitter nieder. Durch Blitzschläge steht der W a l d von Tegelberg bei Füllen feit Freitag üt einem Durchmesser von 350 Meter in Hellen Flammen. Wenn nicht starker Gewitterregen einsetzt, ist für den Hochwald das schlumstste zu befürchten. Opfer des Laden». Während Donnerstag noch von 25 Todesopfern durch Ertrinken in ganz Schlesien berichtet wurde, hat sich die Zahl nach den neuesten Meldungen inzwischen a u f 5 5 T o t e in der gesamten Pro- vinz Niederschlesien erhöht. Davon entfaflen allein 16 auf das Breslauer Stadtgebiet. In Wirklichkeit dürfte die Zahl noch viel höher fein, da bei weitem nicht alle Unfälle gemeldet werden. Feuersbrunst in einem pariser kon;erlsaal. Donnerstag nachmittag brach aus bisher noch unbekannter Ursache In dem neuen Pleyel- Konzertsaal, in dem Furtwängler unb Bruno Walcker bei ihrem Konzert in Pari« so glänzende Triumphe gefeiert haben, eine Feuersbrunst au«, die trotz des Eingreifen« von fünf Feuerwehrmannschaf ten rasch um sich griff. Bei den Aufräumung«arbeiten entdeckte man im Waschraum bie Leiche eine« Manne«, der vermutlich erstickt ist. 3m ganzen sind bei den Lvscharbeiten acht Feuerwehrleute leicht verletzt toorben. Die gesamte Einrichtung des großen Saale« ist zerstört toorben, tod£ renb das Aeutzere des Gebäude« nicht gelitten hat. Bei dem ums Leben gekommenen Amerikaner handelt eS sich um den 44jährigen Pianisten Oliver Denton au« dem Staate Massachussette. Sin peinliche« DadeerlebnU. Auf einer Wanderung im Kreise Hann^ Münden fühlten jtoci junge Mädchen au« Kassel das Bedürfnis, ein erquickendes Bob zu nehmen. Da fie keine Badeanzüge mit führten, suchten sie sich m der Dähe des Dorfe« Ginte eine geschützte Stelle aus und stiegen ohne Badeanzug in das Waffer. Sie hatten aber nicht mit zwei Hunden au« dem nahen Dorfe gerechnet, die, DahrungSmitteL witternd, sich an den Kleidern zu schaffen machten, sie zerriffm und schfietzlich auch noch gerade bie notwendigsten Kleidungsstücke mit in s Dorf schleppten. Den beiden Badenixen blieb nich « andere« übrig, als sich hinter einem Gebüsch zu verbergen imb auf irgendeine Erlösung au« der peinlichen Situation zu warten. Dach mehreren Stunden endlich kam ein Paddelboot Oorüberaefabren, dessen Insassen sich der beiden jungen Mädchen annahmen und für bie Herbeffchasfung der nötigen Kleider Sorge trugen. Schweres Autounglück in den Pyrenäen. Auf der Sttatze von Bayonne nachPau ist ein mit fünf Personen besetzte« Auto um» geschlagen und In Brand geraten. Bier der Insassen wurden auf der Stelle getötet. Ihre Leichen sind vollkommen verkohlt. Die fünfte Insassin, die mit brennenden Kleidern davonstürzte, brach in einiger Entfernung von der älnfallstelle tot zusammen. Die Ideittttat der fünf Verunglückten ist noch nicht festgesiellt. Oie Metteelage. «05t s5$S 116Ä 2c, Owoetnxn o«rner.»6»i6 •**} ♦ Schnee .-cDtt 3 MereotM1 •W'«*«»* k-cr.U' Oy d easMQt. IMSudwtH H v.c n eg«*-’ ° < LL rvctrervoraussage. Die Lustdruckoettellung zeigt wenig Aenderung, so daß weiterhin mit der Zufuhr omanischer Luft- massen iu rechnen ist. die zeüweise Bewölkung unb keine stärkere Erwärmung auflommen läßt. Wetteroorausfage für Samstag: Wolkig mit Aufheiterung: Temperaturen etwas ansteigend: trocken, westliche Winde. Witterungsaussicht-n für Sonntag: Weiterhin zeitweise wolkiges Wetter ohne stärkere Temperatursteigerung. 2uftlempctaiuren am 19. Juli: mittags 213 Grad Celsius, abends 15 Grad Celsius , am 20. Juli: morgens 16 Grad Celsius. Maximum 22,8 Grad Celsius, Minimum 10 Grad Celsius. — Erdtemperaturen am 19. Juli: abends 25,1 Grad Celsius, am 20. Juli: morgens 13,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7% Stunden. Aus der provinzialhaupisiadt. «Sieben, den 20. 3ull 1928. Von Gift in Blütenkelchen. Der grobe Dartentünfller Sommer frat Selb und Wald wieder mit unzähligen viel artigen Blumen gckchmlickt. uni) in vTrichwenderi'chrr Fülle leuchtet uns aui allen Wegen die herrliche bunu- Sinfonie der *2latur entgegen Auf den Wanderungen genießen die Menschen da- immer schöne Prangen und e* i t wohl *u Der* sieden, wenn alt und jung bestrebt lind, von dem Rsichtum ein wenig nach House zu nehmen. Hain GlaS und Bafe Erinnerung gebe an frohe Feierstunden in Got'^S ®arten. Besonder- sind e- die Wiesenblumen, die es ben Kindern angetan, doch wie so viel Schonet in der Weit Häßliche» birgt, lo enthalten auch viele dieser Blumen recht gefährliche Gifte. die bet zarteren Kindern Hautausschlage oder, wenn sie gar in den Mund genommen, zerkaut oder verschlugt werden. Fieber, erbrechen usw. -c,t machte Mitteilung über die ver- schiedenartlge Handhabung der Körperschaftssteuergesetzgebung durch die Finanzämter und insbesondere die Heranziehung der Gemeinde- Wasserleitungen zur Körperschaftssteuer. Während da» (iriaiuamt Grünberg und andere Gemeinden die Wasserleitungen mit erheblichen Beträgen zur Korperschastssteuer heranziehen. sei die- im Finanzamtsbezirk Gießen nicht der Fall. Es müsse eine Ermäßigung dieser Steuer, mindestens aber eine einheitliche Behandlung durch sämtliche Finanzämter erstrebt werden. Aach längerer Aussprache wurde vom Vorsitzenden zugesagt, dah durch den Landgeineindetag in dieser Lache die erforderlichen Schritte unternommen werden sollen. 2m Lichtspielhaus Bahnhofstraße läuft zur Zeit neben dem üblichen Beiprogramm ein Film, ber seines Inhaltes wegen besondere aftuelle Bedeutung beansprucht. Der Kampf um den § 218 des gegenwärtigen Strafgesetzbuches (Unterbrechung der Schwangerschaft) steht feit langem im Brennpunkt des politischen Meinungskampfes. Es ist daher nicht verwunderlich, dah auch der Film als Spiegelbild der Gegenwart sich diese- bielumftrittcncn und In seiner Behandlung aus mehrfachen Gründen äußerst heillen und delikaten Themas angenommen hat Es ist hier natürlich nicht der Platz, in eine sachliche Erörterung über das Für und Wider des Streitgegenstände- selbst einzuireten. Es muh nur soviel gesagt werden, dah der Film, wenn er schon als Wittel der politischen Propaganda auf tritt — feine Eignung hierzu wird auch in diesem Falle wieder zur Evidenz erwiesen - doch ein möglichst vielseitige- und umfassendes Bild der Streitfrage geben muh. Man wird unter voller Anerkennung der ein* wand freien und sogar ausgezeichneten Technik diesem unter der Qxcgie von I. und L. Fleck nach dem Manuskript von Jane Deh hergestellten Film „Frauenarzt Dr. Schäfer" nicht zugestehen können, dah er das von ihm behandelte Problem restlos erschöpft. Heben der hier fast nur angebeutelen hygienischen Seite wird die Frage der Moral behcrrfchend in den Mittelpunkt gestellt, während sozial- und bevölkerungs- politifche Gedankengänge völlig fehlen. Das ist natürlich ein gewisser Rachtell, der noch dadurch verstärkt wird, das den Fürsprechern des vom Füm bekämpften § 218 keine Gelegenheit gegeben wird, ihren Standpunkt fachlich zu vertreten. Von diesen Ausständen abgesehen («in regietechnisch hätte man gerade bei einem derartigen Film die über Gebühr ausgedehnten Bars-enen gerne veriniht) wird der an sich da- dellkate Thema außerordentlich dezent und fein behandelnde Film zweifellos seiner Ausgabe gerecht, weite Kreise auf die Bedeutung des Problems aufmerksam au machen. * Artilleristentag In Langsdorf. Am kommenden Sonntag findet in Langs borf eine Zusammenkunft der ehemaligen hessischen Feld- artilleriften statt, au der alle ehemaligen Feldartilleristen der hessischen Regimenter eingeladen sind. Der Bundespräsident, Generalleutnant a. D. Lxz. von K 1 e i n s ch m i t, wird der Veranstaltung beiwohnen, der Musikverein Aiederweisel unter der Vettung seine- Dirigenten 2 i e b a u wird zum Gelingen de- Tage- beitragen. Vormittags um 9 Llhr ist gemeinsamer Kirchgang der Langsdorier Kameraden, danach wird mit Musik -um Friedhof zur Kranzniederlegung an den Gräbern der im Weltkriege und im Kriege 1870/71 Gefallenen marschiert. Bon 11 bis 12 ilf)r findet im Dorfe Konzert statt. Rachmittags ab 2 Uhr bewegt sich ein Festzug durch die Dorfstrahen zum Feftplatze, wo Begrüßungen durch den Ortsvor- sitzeichen imt) den Bürgermeister erfolgen und anschließend der BundeSpräsioent. Generalleutnant von Kleinschmil, eine Ansprache halten wird. Die restlichen Stunden der Veranstaltung sind dem gemütlichen Beisammensein mit Konzert gewidmet. DiS jetzt haben sich bereit- über 250 Kameraden zur Teilnahme angcmeldet, man darf aber wohl damit rechnen, daß der Besuch dieses Artilleristentages durch die alten hessischen Feldartilleristen noch viel stärker werden wird. '• 61 r a n b f e ft. Am kommenden Sonntag veranstaltet der Männer-Dadev erein anläßlich des 92. Stiftung-festes ein Stranbfeft. Da- reichhaltige Programm sieht vor u. a. vormittag- von 8 bis 1 11 br ein Wettschwimmen aller Altersklassen, verbunden mit Verleihung des dem Gedächtnis des um die Schwimmkunst verdienten Mitgliedes C h r i ft i a n Zimmer gefristeten Wanderpreises. Bon 3 llhr ab findet da- Strartbfefl bestehend kn Konzert, Preisschießen und sonstige« Veranstaltungen statt. Es werden u. a. geboten Humoristische Wist erspiele Äinbcn>olonalk mit Bre»e1 Verteilung, Wurst«chnappen ün Wasser. Sackhüpfen uhr> 2« Schluß findet die Prrisr»cnc!u.-.g statt. ' Der Gau 73 «Lahni des BundeO Deutscher Aadfahrer hält vom tl bü 23. Juli in Krvsdors sein Gau-Sommerscst ab. D:c Veranstaltung verspricht den Besuchern durch Darbietungen verschiedenster Art einige genußreiche Stunde'.». Aähcres im heutigen Anzeigenteil. ” Eulbacher Markt in Erbach t O Die Stadl Erbach veranstaltet am fommenbm Sonntag und Montag thren bieAiäbrigen äulbader Markts der bekanntlich das größte und origt»elfte Volksfest deS Odenwald«- ist und stets weil über ben >.nwalde_- j ge» funden bat Die Darbietungen sind auch in diesem Jahre so vielscittg. daß ein Besuch zu empfehl em ist. Interessenten seien auf die gestrige Anzeig» hingcwiefen. Vermischtes. Jlcue Junbc im Trierer Icmpclbczlrk. Bei den umfangreichen Ausgrabungen bec Trier-Kommission, des AllbachialeS bei Trie», die der Leitung von S. Loeschka untersteh«^ find kürzlich wieder gut erhalten« Bildwerke und Altäre gesunden worden. Me für die Kenntnisse des einheimischen Dätte» kultus von größter Bedeutung sind. Da« beste Stück der neuen Funde ist ein die PferdegöttiM Epona darstellend^ Kultblld aus Jurakalk, das sich durch die vorzügliche Art ferner Ausiüch- rung und Erhaltung ausznchnet. Die Bedeutung der Trierer Ausgrabungen geht daraus hervor, daß eS bis jetzt gelungen ist an dieser Stelle b i e ersten Reste deS prähistort- fchcn Trier nachzurveisen. darüber ben größten Tempelbezir k nördlich bet Alpen zu linben, ben Sieg des Ehnstentums in Trier auf daS Jahr 337 festzulegen und schließlich auch noch bie ersten Wohnbauten des ältesten beutschen Trier ber frühfränkischen Zeit zu erkennen. 3ugcnbprei9 deutscher Erzähler 1928. Der Wettbewerb um den IuaendpreiS deutscher Erzähler 1928. der dem Verbände deut- sicher Erzähler von der Deutschen Buch- Gemeinschaft G. m. b. H. Berlin alljährlich in Höhe von 10 000 Mark gestiftet wird und im Einvernehmen mit dem preußischen Kultusministerium zur Verteilung gelangt, wird für das Jahr 1928 ausg.schrieben. Alle deut chen Autormr. die zur Zett der Einreichu>rg deS Manuskripts das 40. Lebensjahr nicht erreicht haben, werden zur Detelligung aufgefordert, (jugeias^en finb nur Romane, die in deutscher Mutterchrache abgefaht und bisher nicht zur Veröffentlichung gelangt sind. Das von dem Prersrichtercollegium mit dem Preise ausgezeichnete Werk wird von der Deutschen Buch-Gemeinschast G. m. b. H.. Berkin, tn einer garantierten Grstauslage von 10 000 Efem- plaren veröffentlicht, metür da- Horwrar zugleich mit dem Preise sofort zahlbar ist. Das Preisrichterkollegium seht sich zusammen au8 den Herren: Hanns Martin Elster, Georg Engel. OSkar Loerke, Julius Petersen, Jakob Schaffner, Hermann Stehr, Wiih. Wart- z o 1 d t. Der Preis für das Jahr 1927 entfiel an Walter Meckauer für seinen Roman „Die Bücher de- Kaisers Wutaf". wieder Sturm an ber chilenischen Küste. (Ein heftiger Sturm hat die Küste Ehiles beim- gesucht und einen großen Teil ber Hafen- und Be- estigungsanlagen zerstört. Der Sturm nahm einen fturs ber Küste entlang nach Süden und richtete auch in Valparaiso erheblichen Schaden an. Sprech stunde« der Redaktion 12 bi» 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen. Leests » fefnftt Kaffee-Susan Essenz verleiht dem Bohnen- u k kaffee erst den richtigen / x V,./ vollenMokkageschmack- Ein Versuch 1 wird Sie überzeugen. J / Mflttaa*0|e mb bex JL ®tüfceiulter 45 Pfg. ®rf>6r* Cdgtnalpalrl tntt btl , _ -Xj Kroßmiurn rtt 128 ®iamm Inhalt 35 pfA. Die Zigarette, die sich ihren Platz durch ihre Güte verdient hat Offizielle Statistiken zeigen, daß heute mehr Greiling- Auslese geraucht werden als je zuvor. - Dies ist das beste Lob, das je einer Zigarette gespendet worden ist W M W W< W W W IW Gau-Sommerfest Deutscher Radfahrer / 21—23. Juli in Krofdorf Am Samstag, dem 21. Juli, und am Sonntag, dem 22. Juli, Auto-Pendelverkehr bis 1 Uhr nachts. 67190 Zur Ernte empfehle: on< der . sonst wichtige Papiere bei;ufügcn! 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Familie Seidler Familie Mohr. tags 3y2 Uhr, bei Gastwirt Zinßer. Tagesordnung: 1. Erstattung deS Gefchäftsberichts für 1927. 2. Befchlußfasfung über die Genehmigung der Bilanz. 3. Befchlußfasfung über die Gewinnver- tellung. 4. Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstandes. 6. Vornahme von Ersatzwahlen. 6. BereinSangelegenheiten. Die Rechnung liegt vom 21. d. M. ab auf bepr Kassenbureau zur Einsichtnahme offen. Der glufsichtSrat des «Spar- und Vorschuß- Vereins zu Allendorf an der Lumda, 1 e.G.m.b.H. 6727D Lotz, Vorsitzender. Henkel ’s Scheuermittel putit alles' | Vernchiedenes| D.Drahlhaar- Hündin Vl4 Jahr alt, billig zu verkaufen oder gegen Ranhhaar- Teckel z.oertausch. Lehrer Schneider, VlVUGed, Tel. 2M9. Junger Mann, 28 Jahre, Schlosser, wünscht weg.Mangel an passender Darnrn- bekannischaft mit Jräulein gleichen Alter- in Briefwechsel zwecks späterer Heirat zu treffen. Schr. Angebote unt. 05316 an den Gieß. Anzeiger. Wer ist Heuer die Wald? I Verein« | eilig, und Vogelzucht- Verein GieBen u. ümg. 1897 e. V. Samstaa.2l.Juli, abends K1/, Ubr, tm Hessischen Hos: Monatsversammlung, tiireisoereinigüng- 875-1925. Sonntag, 22. Juli: Ausflug nach der Hardt. Abmarsch 8*/, Ubr nm. ab Lahnbrücke. Nr.M Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, 20. Juli (928 Das Rätsel Venizelos. Griechenland vorneucn fchwerenSonslilten Q3on unserem «.-Berichterstatter. Lochdruck, auch mit Quellenangabe, verboten I Athen, Juli 1028. Die Tatsache, bah DenizeloS aus» neue zue Wacht gelangt ist, hat in ganz Griechenland einen Sturm der Entrüstung hervorgcru- fen. Der kretische Staatsmann, der vor acht Jahren die heÜigsten Eide geschworen hat, sich niemals wieder in politische Angelegenheiten zu mischen, hat bie erste, lich ihm bietende Gc» legenhett benutzt, um in brutaler und dazu ztem- lich geschmackloser Weile daS zweite Äabmett Zaimts-Eafandar.s-Michalacopoutos zu stürzen und stii'e Kandidaten dem armen Prasldenten Eondururtis aulzuzwinaen. der wahrhaftig eine mehr al» undankbare Ausgabe zu erfüllen hat. DenizeloS hat sein Kabmeii auS Personen zweiten und bedien Grabes zufammengtietzt, die. anstatt selbst zu regieren, nur Marionetten an den ^dben von DenizeloS fein Werden. Man kann eigentlich sagen, bafj sich daS Äabmelt CBeni* AelM qu6 diesem selbst und auS einigen Sefrc- tären für die verschiedenen Ministerien zu- sammensetzt. Die Vorwande, die DenizeloS dazu dienten die Koalitionsregierung zu stürzen, waren d« Abkommen, die Eafandaris mit Frankreich und mit bet Danque Nationale (ibgelchlossen hat. . DaS Abkommen mit Frankreich, daS im Dezember 1927 abgeschlossen wurde, enthielt folgende Bestimmung. Frankreich bekommt von Griechenland die Summe von 727 Millionen Franken, von denen 75 Millionen Darvorschüfse enS. stutzen vor Endgeheimnissen, und schließ- ttch führt der Endpunkt an das Unbegreiftiche. g'Lebende rührt. Unb das Element w» z- dienst tätig, erwarb 1922 in Leidig die juristische Doktorwürde unb habLitierte ttch zwei Jahre später ebenda für Strafrecht und Prozeßrecht mit einer Schrift „Das RotstandsproÄem". Seit zwei Jahren wirkt v. Weber als Extraordinarius an der Prager deutschen Universität, ' —' 1 t , (n ber SpdfefanmtT vorrätig hat. Dieses ®e» richt bekommt man am besten in der „Casa Evncha". nahe der Sollt Sevlla im Zentrum Madrids Aeberhaupt bevorAuat der Svanier in seiner Küche die unglaublichsten Mischungen, die aber viel schmackhafter auSfallen als man gemeinhin glauben sollte. Zu ihnen gehört auch die Liertelstundensuvpe mit Fisch, Muscheln, har- ten Siern und geröstetem (Brot. Eine besondere Spezialität deS SüdspanierS ist noch die Zubereitung der verschiedensten Salate, von der Tomate angefangen bis auf Orange, sowie Süßspeisen. die nur für unseren Daumen meist -u stark gezuckert lind Die Äüdye btt großen Hotel« und Restaurants ist im Rahmen diele« Berichtes nicht erwähnenswert, unter der erprobten Leitung erstklassiger Küchenchef- bietet sie natürlich auch dem Verwöhntesten volle Befriedigung aller seiner Wünsche und Ansprüche, aber wer nach Spanien reist, will ja Land und Leute kennen lernen und dabei kann er unbesorgt auch seinen Magen den Kochkünsten einer Dulgcinea anvertrauen. Man hört oft von Reiselustigen die Befürchtung aussprechen, daß man in Spanien und vor allem in Madrid nicht gut essen kann: da« trifft wirklich nicht zu, und wer wirklich seinen heimischen Küchenzettel nicht entbehren will, der findet sogar frier dicke Erbsen mit Speck. Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Spätzle in den verschiedenen deutschen Bierwirt- fchasten, die sich in den letzten Zähren in Madrid niedergelassen haben und selbst von Spaniern viel besucht werden. Oberhessen. Landkreis Giessen. ♦ Ettingshausen. 19. Iuli. Sin hiesiger Einwohner hantierte in der Waschküche mit Benzin, ohne zu ahnen, daß sich unter dem Kessel noch glühende Asche befand. Plötzlich entstand eine Explosion, wobei der Mann am Kops imh Arm leicht verletzt wurde; nennenswerter Sachschaden ist nicht entstanden. Der Vorfall mag zur Warnung dienen. o. Obsr-Befsingen, 19. 3uli. Gin geradezu überreicher Segen an W a l d Himbeeren herrscht in dem Abraumgelände des hiesigen Basaltsteinbruchefe in der Rähe der Streuchesmühle. Da der Betrieb zur Zeit ruht, ist allen Beerensammlern, dank des Entgegenkommens deS Betriebsführ^rS der Basaltwerke. Gelegenheit geboten, hier rasch Töpfe und Eimer mit der würzigen Frucht zu füllen. Atrcid Schotten. | Ulrichstein, 19. Juli. Hier fand imPfann- slielschen Saale unter Teilnahme des Kreisamtes, Kreisbauamtes, Kreisgesundheits» unb Kreissckul- arntes eine Versammlung des Kreis- Vereins Schotten d e s H e s s i s ch e n L a n d-- gemeindetags statt. 9larf) Begrüßung der Erschienenen durch den Vorsitzenden. Bürgermeister Menget, Schotten, hielt Oberleutnant Judith von der Schutzpolizei ein ausgezeichnetes Referat iiber die Regelung des modernen Straßenverkehrs, über die vom Reich einheitlich getroffenen Bestimmungen über die Straßenschilder, Warnungstafeln, Verkehrszeichen u. dgl. In anschaulicher Weise erläuterte der Vortragende seine Ausführungen durch eine Reihe von Bildern und Zeichnungen. Eine Aussprache schloß sich an. Einen Beschluß faßte die Versammlung dahingehend, daß den Gemeinden die Anbringung der verschiedenen Schilder, befon- berft der Ortstafeln, nicht zugemutet werden könne, daß die Aufstellung der Ortstafeln Sache der Pro- vinFalstrahenoerwaltung sei. Medizinalrat Dr. Orth besprach alsdann einige Fragen, die sich auf das Slatzdesamtswesen, Ausstellung der Zählkarten, bezogen und bat um pünktliche Einhaltung der erlassenen Vorschriften und Termine. Näher verbreitete er sich über die Schulgesundheitspflege. Es muß erstrebt werden, daß überall im Kreis Schotten die schulärztliche Untersuchung der Kinder eingeführt wird. Seither erfolgte diese nur in den größeren Gemeinden. — Bürgermeister Menge! berichtete alsdann über die Tagungen des Hessischen Landgemeindetaas und des Oberhessischen Landgemeindetags. Mit der Provinzialdirektion unb dem Uebcrlanbrocrt hatten in Gießen nähere Verhanblungen statigefunben. um bic verschiebenen Klagen unb Beschwerden, bic bie Einführung bes neuen Stromtarifs im Gefolge hatten, zu bespre- chen. Auch bic Frage ber Straßenunterhaltung, Staubplage, Kleinpflastcrungen, Teerung ber Straßen, war eingchenb mit der Provinzial- straßenvermaltung verhanbelt worden. Die Provinz läßt Kleinpslasterung und Teerung der Ortsdurch- fahrten ausführen in einer Breite von fünf Meter, wenn die betreffende Gemeinde sich zur Hälfte an den Kosten beteiligt. Da diese Kosten sehr hoch sind, — ber Kilometer Kleinpflaster stellt sich auf etwa 55 000 Mark, der Quadratmeter Teerung kostet etwa 1,50 Mark — haben viele Gemeinden die Straßcnherftellungcn abgelehnt, da sie für sie 3U kospielig waren. — Die Versammlung beschloß weiter, zu fordern, daß den Gemeinden für bic Einziehung ber Handwerkskammcrbeiträge ebenfalls eine Hebegebühr von 3 v.H. wie bei den übrigen Organisationen jugcbilligt wird. Für den Vogelsberg soll ber Weidcgang bes Viehes auch an ben Sontagen gestattet werben. Entsprechenbe An- trage sollen an bic zuständigen Stellen weiter- geleitet werden. An bie Versammlung, die sehr am regenb oerfief, schloß sich im Gasthaus Pfannsticl ein Essen an, bei dem manche Rede gewech clt wurde ' Lardenbach. 19. Juli. Bei herrlichstem Vyefttocttcr feierte der Gesangverein E i n- t r a cht" Lardenbach-Kl er n-Gich en dieser '-tage fein Fahnenweihfest. Am Tw end. vor'Brgtnn des Festkonnnerses. fanden in beiden Dörfern Kranzniederlegungen an den Gefallenendenkmäler statt. Rag-dem der 1 Vor- fttKrtbe. K. Dietrich, den gefallenen Kameraden einige ehrende Worte gewidmet batte spielte Me Musikkapelle .Ich hott einen Kameraden.' 3m Anschluß an die Defallenenebrungen erfolgte Olbholung und Begrüßung der Kesselbacher Sangesbrüder, denen überaus herzlicher Empfang zuteil wurde. Öen tpoblgelungener Fackelzua. Lieder ber beiden Vereine, die von bester Schulung der Ö fröre zeugten, eine herzliche Ansprache des 1. Vorsttzenden des Kesselbacher Brudennn-eins mit Aeöerreichung eines von feinem Vereine gestifteten Fahnennaaels. und dvrwßttiche ?*ar- btehmgen der Musikkapelle Oesterreich. Hör- genau, hielten bie Sänger und die OrtSeinwvhner recht lange beisammen Der $autotfcHiag wurde mit dem Weckrufe eröffnet. Die Steinberger Sänger kamen 100 Mann stark, uw dem Ge- Kmgrerein .Eintracht" und dessen Dirigenten, Vebrcr Sommer, einen Gegettbesuch abm>aHcn I | OerOetekiiv des Fremdenverkehrs. Wie ein Reisehandbuch entsteht. — Inkognito durch fremde Lander. — Reise- Kebatttuv, ein neuer Beruf. — Oie schwarze Liste. Von Heinrich Göhring. Trotzdem das ersehnte Reisewetter noch immer nicht eingetragen ist. läßt sich die Reiselust der Erholungsuchenden nicht mehr eindämmen. _ Die Rerfebureaus werden von Fragenden bestürmt, und bei den Reisebriefkäften der Zeitungen türmen sich die Anfragen zu wahren Papierbergen. Richt selten werden die auskunftgebenden Beamten eines solchen Reisebureaus geradezu m ein Kreuzverhör genommen, und wehe dem armen Angestellten, wenn er die an ihn gestellten Fragen nicht bis ins kleinste beantworten kann. Bald tollt jemand einen mondänen Badeort genannt haben, in dem er den Trubes der Großstadt nicht allzusehr vermißt, bald sucht ein anderer einen stillen Flecken, wo er mit bescheidenen Mitteln neue Kräfte sammeln farm. Besonder gefürchtet aber sind diejenigen, die. ohne ein bestimmtes Reiseziel im Auge zu Habern, irgendeinen Ort suchen, der allen noch so hochgespannten Ansprüchen genügt. Wieviel Aerger imd Zeit könnte der Reisende sich und anderen ersparen, wenn-er em Buch zur Hand nähme, daS eigens für ihn geschrieben worden ist: das Reisehandbuch. Wohl die wenigsten, die einen solchen Reiseführer benutzen, ahnen, mit welcher Mühe und mit wieviel Kosten das Material zusammengetragen worden ist, das ein solches Buch enthalt. Ist doch s ogar durch die immer mehr zunehmenhe Verbreitung des Reiseführers ein neuer Beruf geschaffen worden: denn während sich bisher die Herausgeber eines Reisehandbuches darauf beschränkten. Berichte von ihren Korrespondenten in den verschiedenen Ländern einzufordem, sind sie seit einigen Zähren dazu übergegangen, eigene Vertreter zu entsenden. So mancher wird den Abgesandten eines Verlages glühend beneiden, dessen Beschäftigung scheinbar nur darin besteht, in schönen Ländern umherzureisen, und dafür erhält dieser Glückspilz auch noch Gehalt und Reisespesen. Ganz so glänzend ist aber das Los eines solchen Reisevedakteurs nicht, denn er muß in den zwei bis drei Monaten, die er gewöhnlich für ein bestimmtes Land gebraucht, angestrengt arbeiten, um seinen Verleger zufriedenzustellen. Richt weniger als zwölf Herren und eine Dame schickt em bekannter Reiseführer-Verlag in jedem Sommer auf einige Monate heraus, und wie emfige Dienen tragen sie ihre Erfahrungen zusammen, um sie in den Wintermonaten zu verarbeiten und dem Publikum nutzbar zu machen. Selbstverständlich dürfen diese Redaktionsvertreter keine Fahrt ins Blaue unternehmen: bevor sie ihre Reise antreten, muh ein genauer Reiseplan ausgearbeitet werden, damit nicht unnötige Spesen entstehen. Wenn nun der Vertreter eines scklchen Verlages in eine fremde Stadt kommt, darf er sich nicht etwa einen Führer nehmen, der ihm alle Sehenswürdigkeiten zeigt: er muh selbständig Forschungsreisen unternehmen, um vielleicht Reize feines neuen Aufenthaltortes zu entdecken, die vorher noch fein Reisehandbuch genannt hat. Ruch darf er nicht e ttoa in dem Hotel, in dem er wohnt, den Zweck seines Besuches ober seinen Beruf nennen. Bis zum Schluh seines Aufenthalts muh er streng fein Inkognito wahren, denn selbstverständlich würden die Hoteliers oder Inhaber von Pensionen dem Gast besondere Aufmerksamkeit schenken, wenn sie den Zweck seines Aufenthaltes kennen würden. Der Reisende des Verlages soll ja gerade feststellen, wie der Durchschnittsgast in bem betreffenden Hotel aufgehoben ist. Gr darf sich auch nicht um die geringste Sehenswürdigfeit seines Aufenthaltsortes Herumdrücken und muh gewissenhaft alle Museen, Kirchen, Bauwerke und Denkmäler besichtigen. Roch schwerer haben es diejenigen Reiseredakteure. die ein Gebirgsland aus suchen. Sie müssen gewissenhaft sämtliche größeren Hochtouren erledigen und dürfen dabei auch die größten Strapazen nicht scheuen. Selbstverständlich müssen die Redakteure, die von einem solchen Reisehandbuch-Verlag herausgeschickt werden, über eine gewisse Vorbildung verfügen. Sie müssen neben dem Reifezeugnis einer höheren Schule gute Sprachkenntnifse besitzen, und die vollkommene Beherrsch una der englischen und der französischen Sprache ist das mindeste, was von ihnen verlangt wird. Daneben müssen sie sich selbstverständlich in der Kunstgeschichte auskennen und ganz besonders müssen sie in Geographie beschlagen sein. Sollen sie doch reichhaltiges Material für die neuen Landkarten liefern, die der Verlag Herstellen läßt. Dor allem muh der Reisejournalift es verstehen, seine Eindrücke in knapper unb präziser Form zusammenzusossen. Bevor er hinausgeschickt wirb, macht er eine längere theoretische Ausbildung m ber Redaktion durch. Welche Arbeit diese Abgesandten eines Berlages zu leisten haben, geht daraus hervor, daß in einem Berliner Verlag bisher nicht weniger als 211 Spezia lbände erschienen find. Außerdem hat man vor kurzer Zeit begonnen. Ergänzungsbände ber- ouszugeben, die über die Geologie unb bie Pflanzen- unb Tierwelt ber verschiedenen Länder berichten. Professoren der geologischen Landes- anftaiten, der botanischen Museen unb ber zoologischen Institute sink) zur Mitarbeit herangezogen worben, und der Reisende, der sich eingehend über wissenschaftliche Einzelheiten seines neuen Aufent- haltvrtes informieren will, wirb in Zukunft weder ein Lexikon noch sonst irgendein dickes Werk wälzen müssen. Bisher sind derartige Sr- gänzungsbände über die bayerischen Alpen, die nvrdbayerischen Gebirge. Harz. Thüringen. Schwarzwald. Rordsee, Italien und das Riesengebirge erschienen. In nicht allzu ferner Zeit aber soll jedes Land seinen wissenfchoftlichen Ergänzungsband bekommen. Das Reisehandbuch hat sich im Lause ber letzten Iahrzehnte recht wesentlich verändert. Während sich die früheren Reisehandbücher meist in schönen Wendungen über die landschaftlichen Reize des fremden Landes und der einzelnen Ortschaften ergingen, verhältnismäßig breit schilderten, inwiefern bestimmte Kunstwerke ge- eignet seien, Freude bei dem Beschauer zu erregen oder ähnliche übers lässige Betrachtungen anstellten, geht der moderne Reiseführer den allgemeinen Beschreibungen bewußt aus dem Wege unb bemüht sich, konkrete Einzelheiten anzugeben. Das Reisehandbuch ist sachlicher geworden: denn ber moderne Mensch will lerne Lobeshymnen oder Raturschwärmereien lesen, er will wissen, wo er in einem fremden Ort gut aufgehoben ist. in welchen: Lokal man am besten speist, welcher Wein in der betreffenden Gegend empfehlenswert ist, was für Sehenswurdigkeiten eine Stadt bietet und wie er am schnellsten und bequemsten zu seinem Reiseziel gelangt Aber der Reiseführer soll den Reisenden nicht nur beraten, er übt nebenbei auch einen erzieherischen Wert aus, der für die Bequemlichkeit ber Fremden nicht zu unterschätzen ist. Wehe der Gaststätte, die von einem solchen Reisehandbuch als nicht empfehlenswert bezeichnet wird, weil man mit ihr schlechte Erfahrungen gemacht habe: sie wird von den Reifenden im weiten Bogen umgangen, unb jedes Hotel fürchtet, durch den Reiseführer einen schlechten Ruf zu bekommen. Besonders hat sich die Einrichtung eines Verlages bewährt, der seinem Reiseführer eine Karte beilegt, auf der die Besucher der verschiedenen Hotels berichten, ob sie mit ihren Gasthäusern zufrieden gewesen sind. Erst im vorigen Iafrr gingen einem Verlag mehrere empörte Zuschriften von Touristen zu. die in einem Hotel Dalmatiens übernachtet hatten. Da die Beschwerden über diese- Hotel sich dauernd wiederholten, sah der Herausgeber sich gezwun- gen, diese- Hotel in seinem RÄsesührer al- nicht empfehlenswert au bezeichnen. Der Erfolg war geradezu verblüffend, denn fchon in diesem Iafrr sind Zuschriften von sechs verschiedenen Seiten eingegangen, die fibereirrftimmenb besagen, daß die bisher gerügten Mißstände radikal beseitigt worden finb. Da in den letzten Iafrren das Publikum Länder bevorzugt, die es früher weniger besucht hat, so ergibt sich immer von neuem die Rotwendigkeit, neue Reiseführer herauszugeben oder die alten neu zu bearbeiten. Im letzten Iahre machte sich besonders die Rachfrage nach Reiseführern von Dalmatien und den österreichischen Ländern, Steiermark und Kärnten, bemerkbar, aber auch Madeira und bie Kanarischen Inseln sind ein beliebtes Reiseziel geworden. Besonderen Wert legen die Herausgeber von Reiseführern auf Anregungen aus dem Publi- fum; doch dürfen diese selbstverständlich nicht allzu egoistisch auSfallen. So kann man bie Wünsche derjenigen nicht erfüllen, die bie Herausgabe eines Spezialbande- verlangen, der unbekannte und uninteressante Orte beschreiben soll. Der Herausgeber eines Reiseführers muß vor allem darauf bedacht sein, sein -Unternehmen einträglich zu gestalten, beim bie Kosten für die Herstellung eines solchen Buches sind in den letzten Iahren dauernd gestiegen. Der Absatz eines Reiseführers scheint aber nur dann gesichert, wenn sein Preis möglichst niedriggehalten ist. Um 2 Uhr bewegte sich ein überaus großer Festzug durch die Ortfeit raßen. Airnähernd 40 Gastvereine folgten den Klängen der beiden Musikkapellen. Auf dem Feftplatze angekommen, trug der Festverein einen von Musillefrrer Blaß. Gießen, komponierten Begrüßungschor aufs trefflichste vor. Anschließend baran entbot der 1. Vorsitzende, K. Dietrich, in kernigen Worten ben Willkomineu-gruß Pfarrer König hielt die Festrede unb nahm die Weihe ber Fahne vor. Die Festdamen überreichten eine von den Frauen unb Jungfrauen gestiftete prächtige Fahnenschleife. Herr Becker. Kesselbach, überbrachte die herzlichsten Grüße deS Ohm-Lumda- taksängerbundes. Fortbildungfeschullehrer ® ber» l <\ Lollar, bie des Lahngausängerowrdes. Für 40 jährige treue Sängermitgliedschasl wurden sol- aenden Herren die Ehrenurkunde überreicht: Heinrich Keller II.. Förster Knöß. Karl Lind. Heinrich Rapp. Heinrich Sauer. Karl Buß. Die Gesang-vorträge der Gastvereinc boten sehr schöne Leistungen. Ein ausgezeichnet verlaufene* Fest hat ber Gesangverein „Eintracht" Larbenbach-Klein-Elck>en gefeiert, auf bas er unb bie übrige Ortseinwohnerkchatt mit Stolz zurückblicken kann. 4= Aus d e m Oberwald. 19. Juli. Eine vorzügliche Heuernte ist bi» auf den letzten Rest geborgen. Fast ganz ohne Regen ist fie beretngefommen. Denn auch die Menge hinter der Rekordernte des Vorjahres um etwa- zurück- fteht. so ist die Beschaffenheit dafür um so besser. Seit langen Iahren zum ersten Male wieder bat das nnmberbare Wetter bei ber Heuernte musterhaft geholfen. Während sich sonst die täg- lidxn Arbeiten am Heu auf viele Wochen er- diesmal in 14 Tagen alle- getan. Solches Tempo ist fett Menschengedenken nicht mitgemacht worden. Es wäre sehr erfreulich, wenn jetzt ein auSgiebiger Regen den Hackfrüchten die erfefrntc Feuchtigkeit brächte, beim daS Getreide steht vorzüglich, bis auf kleine Ausnahmen von Hafer, und Rüben und Kartoffeln versprechen ebenfalls sehr viel, wenn sie der Himmel einmal durchgreifend begießen würde. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. b. Ohm, 19. Iuli. Der geftriae Schweinema rkt war mit 273 Stück Ferkeln befahren. Der Markt war ruhig. Es waren nur wenig Käufer da unb dementsprechend die Rachfrage gering, so daß etwas Ucbcrftanb verblieb, obwohl durchschnittlich gutes und billiges Material zur Stelle war. ES kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel pro Kopf 15 biS 18 Mk. unb 10 biS 13 Wochen alte wurden mit 30 biS 38 Mk. bezahlt. Auch waren einige Stände am Krämermarkt aufgcWagen. Starkenburg. WSA. Darmstadt. 19. Iuli In ben gestrigen Morgenstunden gegen 3 Ufrr wurde der 28jährige Rangierer Wilhelm Trojan auf bem Bahnhof Kranichftein beim Rangieren überfahren und schwer verletzt Kurz nach der (Sinticfertmg m daS ötabtftanlenlxru* erlag er seinen Verletzungen. Lvd Darmstadt. 19. Iuli Wie andere Großstädte, - hilte für die Landwirtschaft bekannt. Für Hessen fftlt danach al» Umfchuldung«teedlt'nst,tut dre Hessische Landesbank lStaatsbank) tn Darmstadt. -Die Organisation, die in Ausfuhrm,g fldctK« dte Aufgabe t«t. da« Umschuldung«- kred'tnistitut bet der Durchführung der Um. schuldimg drückender landwirlfchafllicher Schulden durch geeignete Maßnahmen usw. zu unterstützen, wird für irden einzelnen Fall gebildet. Sie besteht au« einem Vertreter der RcuHorcg.crung, der Landesregierung und einem Gemeinde Vertreter Den Vorsitz führt die Landesregierung Die Mittel zur Schaltung der Leistungsfähigkeit der Organisation werden von dem UmschuldungS- kreditinstitut oorgelegt und auf Anfordern von ben Drägern der Organisation ersetzt, evtl. ,st ein Drille! aus die Gemeinden umzulegen. Die Zusammensetzung de« KreNtauSschulle« dessen Vorsitz der Direktor der Hessischen Landesbank führt und der sich seine GeschästSordnung selbst gibt, "wird in ß 3 der Verordnung bestimmt. Dem Arbeitsausschuß obliegt die Entschließung über die Darlehen-gewährung. In besonderen Fällen kann er Ne Entscheidung aber dem KreditauS- schus, überlassen. Die Tätigkeit der Mitgieder de« Kredit- und de« Arbeitsausschusses ist ehrenamtlich Der Srsatz von Auslagen usw. bleibt den Körperschaften, die ihre Vertreter jeweils entsenden, überlassen. Don der Kriegsgräbersürsorge. Soeben ist da« Iuliheft der .Kriegsgräberfür- sorgi.", der Bundeszeit'chrift de« VollSbuwde« Deutsche Kr egSgräberfürsorge, erschienen. Sem Inhalt ist gerade dc-wegen von besonderem Wert weil da« Heft im Anschluß an einen Vorbericht über die diesjährige BundoStagung de« VvllSbundes in Vlagdeburg eine Reihe statistischer Angaben über die Arbeit de« Volts- bundc« im vergangenen Jahre und in den Mo- ualen Januar bis einfchl. Mai dieses Iayres bringt. Dann enthalt e« einen Aussatz über die Ausgestaltung de« deutschen Kriegersried- hvses Vordruck im Slsah mit je einer Abbildung de« jetzigen Zustande« und de« Plane«, nach dem der Volksbund die Ausgestaltung des Friedhöfe« rornehmen wirb. Sin Bericht über eine Fahrt zu unseren Heldengräbern in A o r d - frankreich dürfte für die zahlreichen Ange- hörigen der Tausende in diesem Gebiet zur letzten Ruhe gebetteten Gefallenen von großem Interesse lein, desgleichen die Mitteilungen über die Arbeiten, die der Vvlksbund im engsten Sinnernehmen mit den Reich«behörden auf zahlreichen deutschen Kriegersriedhöfen im Ausland vorgenommen hat und weiter vorzunehmen beabsichtigt Leider ist die Zahl der Angehörigen, die Auskunft über die letzten Ruhestätten von Gefallenen, die in den östlichen Ländern wie Polen, Rußland. den Randstaaten. 3ugoflatoicn der Auferstehung entgegen schlummern, haben wollen, immer noch sehr gering. Der Dollsbund Deutsche Kriea«gräberfursorge ist dank des weitverzweigten Netze« seiner Verbindungen auch in diesen Ländern in der Lage, diesen Angehörigen helfend zur Seite zu stehen._________ Zeitschriften. — ..Reue Musik-Zeitung". Verlag Smst Klett, Stuttgart. Jahrgang 49. Heft 13. 14. — Das Ziel der SchrisllerNrng, die GegenwartS- kräfte erkennen zu lehren, ohne das wertvolle Vergangene zu übersehen, gibt diesen vorliegenden Heften das Gepräge. Hernnch Strobel, Berlin, führt positiv wertend in Strawinsky« neu klassizistisches Werk .Oedtpu« Re," ein. Hermann Wunsch gibt Erläuterungen für seine in Weimar urausgeführte Kammeroper „Don Juan« Sohn". Oskar Iamke will Gedicht und Lied voneinander trennen. Die Musik in der Malerei der Gegenwart beleuchtet Willi Wolfradt, Berlin: dazu Bildbeilagen von Oppenheiner, Earl Hofer. Erich Heckel. Konrad Westermey.er Juan Sri«. Ma? Beckmann, Slevogt und Marc Thagall. Auf des Schweizer Tonsetzer« K. H. Davids Oper „Traumwandel" wird ausführlich verwiesen (mit, Rotenbeispielen). Als eine Begabung. Die zu starken Hoffnungen berechtigt, wird Ernst Fischer. Linz a. d. D. erkannt. Ueberau« treffend und klar weih Otto Ursprung, München, wohl unser bester Kenner Der tathenischen Kirchenmusik, im Schlußteil feiner historischen Studie Die Beziehungen zwischen unserer weltlichen Musikentwick- Geschichten aus aller Welt. -usanne im Vade. — Pari«. Fräulein Susanne Lenglen. die .Susanne Dünna". wie sie allgemein genannt wird, heiratet. Die ganze Sportwelt war restlv« über» rascht. denn Susanne. Die ihre .drives" bi« jetzt immer genauest ausrechnete, schien Diesmal .daneben" zu schlagen. Die Tenncsweltmeisterin lernte nämlich chren Zukünsligen im — Bade (im ganz gewöhnlichen Familienbade) keimen und lieben und verlobte sich mit dem Glücklichen nach tcnnn achtundvierzig Stunden Hal« über Kops, ohne dabei zu wessen, ob sie überhaupt eine sogenannte gute .Partie" mache .Liebe gebt bei mir über alles", erklärte die junge Braut strahlend einem Reporter gegenüber, .die materiellen Verhältnisse meines Auserwählten interessieren mich ganz und gar nicht!" Um so mehr interessierte dies eben den Reporter, er recherchierte unb brachte bald daraus tn ör- fahrung. dost man der Lenglen doch Unrecht getan hat. Der drive .sitzt" nämlich auch in diesem Falle einwandfrei der Bräutigam ist ein amerikanischer Fabrikdirektvr mit einem ansehnlichen Verwögen. Tic „selige Insel" deS ShcpaarS Dodge. (a) Reuyork. Zwar hat sich Meister Döcklin die .Insel der Seligen" ein Nein wenig ander« vvrge- stellt als das Dild. welches das Riesengut deS Dvdgefchen Ehepaares bei Reuyork ^eigt, doch sind die Geschmäcker schließlich verschieden und insbesondere Dollarmilliardären kann man es nicht rerbieten, auf ihre ausgefallenste Weife felcg zu werden. Der Besitz de« Mister Hartleh Dodge und seiner Ehefrau Geraldine Rockefell cr-Dodge weist die ansehnliche Gröhe von viertausend Morgen auf und bildete seinerzeit außer einer Barm Halst von 150 Millionen Dollars daS Hochzectsgeschenk des alten IohitD. Rockefelleran feinen Schwiegersohn. Der selbst verdient auch gut seine zehn Millionen im Jahr, das Ehepaar kann also ganz anständig .atiSkommen." Mit dem Geldc wohl, .sonst" aber nicht gerade vorblld- lich. E« handelte sich nämlich nicht etwa um eine Liel>esheirat, sondern von jeher nur um eine Interessengemeinschaft. Dementsprechend wurde da der Devise .Er geht recht«. Sie gebt link«, das ist praktisch allerdings" weitestgehend Rechnung getragen: Die gnädige Frau haust in einem kleinen Schlößchen („nur" dreißig Räume und etwa sünfzehnköpsiges Dienstpersonal) am Südende des Riesengute«. während ihr Mann und Gebieter im .Westen", ein noch „bescheideneres" Landhaus bewohnt. Von einem gesellschaftlichen oder gar rnthnm Verkehr zwischen Mann und Frau kann man nicht gut sprechen: sie sehen einander meist nur jähr- lieb einmal Au« Anlaß der großen Hundeausstellung. die di« rühtiae Geraldine per an» Rollet und zu der auch ihr Mann ein geloben wird Die Hundeausstellung ist die .große Gelegenheit". wo sich die Mitglieder der .socictv", der F. nan zari stvkratie der U S A. zu der .Plebs', dem .göttlichen Volke' herablassen an diesem — aber nur an diesem! — Tage spielt die Abstammung der Ausstellung keine Rolle, nur die der Hunde. Die Dodge-Rockelei - lersche jährliche Musterschau der lleinen Vierbeiner ist ein weit wicht gereS Ereignis sür Ne Hundeliebhaber als irgendein Rationalfeiertag im alten Europa. Lange Eisenbahn- und Flugzeugreisen werden gemacht, um an der ..edlen Hundepatronesfe" Festmahl teilnehmen zu können: da können nut Inhaber von ausgezeichneten Tieren zu einer Einladung gelangen. Da» Frühstück kostet etwa 10 030 Dollars und es gibt mindesten« zehntausend Bürger tn den Staaten, welche Ne Einladung zu der Mahlzeit aus der neuzeitlichen .Insel der Seligen" restlo« selig macht. Die gesagt. Ne Geschmäcker sind eben ganz terschieden. . . . Ter gehcimniövottc Lchottc. (a) Reuy or^ Dah auch Droschkenkutscher manchmal recht profitable geschäftliche Einfälle haben können. hat ja jünglt erst Der .Eiserne G u st a v bewiesen, der einem .cm dit" »ufolge nicht nur an Erfahrungen, sondern auch an geldlichem Besitz reicher von seiner Spazierfahrt nach Paris zurückkommen soll, als er hingefähren ist. Er scheint in Reuvork ebenbürtige Kollegen zu besitzen, wie folgende 3nbi«[retion eine« amerikanischen ZeitungsPlauderer« lehrt. Danach kann es einem, wenn man sich in Reuyork ein Xari nimmt, in neunzig von hundert Fällen passieren. — vorausgesetzt, Dau man auf den Genfer de« Gefährts einen vertrauenserweckenden Eindruck macht, - dah dieser in dem Augenblick, wo er einem zuvorkommend den Wagenschlag öffnet, im Wagen innem plötzlich eine Flasche Whisky entdeckt, die .wahrfcheinlich der letzte Passagier, ein älterer Herr au« Schott- fa n t>, versehentlich liegen gelassen hat." Der edle .tan-DriDer" hat ein mitfühlende« Herz und überläht dir die Flasche diese« kostbaren Stoffes, gegen ein anständige« Entgelt, versteht sich. Am Abend besonder« floriert diese nebenamtliche Gefchäst der braven Rosse- und Autolenker, deren Darstellung nach also ein ganze« Heer älterer Herren au« Schottland Reuyork überschwemmt haben muh. (ung und dem heutigen kürchenmufikalischen Reu- schassen auszudecken. Heinz Jolle« toagt, einen kühnen Wunschzettel Franz Schuberts für da« Jahr 1928. Han« Meyer, Leipzig, fetzt sein« Einführung in die geistigen Grundlagen von Brahms Händel-Daria Nonen fort. Treffend« Bülder zeichnet Th. Wiesengrund, Adorno, in fernem Berliner Memorial. — .Zeitschrift für Musik." Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschristleiter: Dr. Alfred Heuh. Steingräber-Derlag, Leipzig, 95. Jahrgang, Heft 6. — Lieber Ne Herkunst der Familie Beethoven, insbesondere des GrohvaterS de« Meisters, haben Ne neuesten Forschungen von Prosellor Raymond Van Aerde. Mecheln, Licht gebreitet: Otto Redlich, Düsseldorf, berichtet über diese Ergebnisse und weih au« eigener Quellenarbeit zu ergänzen. Hermann Matzke, DreSlau, verweist aus das Werk von Als red Lorenz: .AbendlänNiche Musikgeschichte im Rhythmus der Generationen", einem Parallelwerk zu Wilhelm Pinders Arbeit über das Dencrationen- problcm in der europäischen Kunstgeschichte. A. Heuh stellt in scharfsinniger Weise stilistische Betrachtungen über Fr. Schuberts bisher verkannte Iugendbattade .Der Gok und Ne Daja- Derr" an. Zum Rachdenflrn vvgk terf an. was tf über das Beechoc^n-Orchestcrlonzert ohne Dirigenten des Leipziger Sinfome-Orchefker« zu sagen werh. Iön Leif«. Wiesbaden, beschießt seine Grundlagen Na«ischer Interpretation. Ausführliche Mulikberrchte. Al« MuNkbeUaoe Ne erwähnte Schubert-Ballade und eine Probe der von Dr Bernhard Engelke neu herausgegebenen .Schottischen und walisischen Volttlieder von 3d- leph Havdn. Brieffaflen her Redaktion. (Rcchtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftlkitung ) Stammgäste Gambrlnu». Die Weltsprache CFh*- ronto wurde 1887 von dem Warschauer Arzt t>r. 3 q m c n h o f erfunden B. 71. 100. In Ihrer Angelegenheit handelt fr sich um eine Anfrage mit dem Ziele. Ihnen ein bestimmte» vcejitzerungsunternehmen zu empfehlen. Auskünfte dieser An können wir aber au* naheliegenden Gründen nicht erteilen Wir empfehlen Ihnen, doch einmal bei den in Betracht kommenden Gießener Versicherungsagenturen. deren Anschriften Sie aus dem .'Idreßbuctz ersehen können, zweck» Auskunft anzufragen Gesund- hinter - gesund erbosten, schwäebUlbe - kräftigen, kranken - zur Genesung vevdelfe«, hkifit die Kinder richtig ernähren! Sräsjtr jochärzte bevorzugen und empfehlen und mw» illiltb! Man Mann tef auta sich. Unsere sekän« Wäsch« ist total ruiniert. Man hatte mir so en neues Waschmittel auf geredet, das selbsttätig waschen soll. Na, ich danke für solche •Selbstbetätigung». Nie wieder IWäix ich doch bei Nau- mann's Kernseife •Extrafeine Qualität» geblieben,di« gibt blendend weiße Wäsch« mit gutem, frischem Geruch und macht nicht arm. Kirchliche Aachrichten. Gottesdienst in der Synagoge (Sübanlage). Samstag, 21. Juli. Vorabend 7.45 Uhr: morgen» 8.30: abends 8.40 und 9.20 Uhr Israelitische Rcllglousgeiellichafl. Sabbatfeier den 21. Juli. Freitag abend 7.40 Uhr: Samstag vormittag 8. nachmittag» 4.30; Sabbatausgang 9.20. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abend» 7.15 Uhr. Berliner Börse. Berlin, 20. Juli. (WIB stunkspruch) Der heutige Früßverkehr lag ohne jede Anregung fast ge- schaslslos Eine besondere 'Bcmcflung ist auch vorläufig nicht zu leben Am Markt horte man starben etwa 262, Siemens 362,50, AlkA. 174 dis 174,50. Am Devisenmarkt nannte man Pari» 124,24, Mailand 92,80, Spanien 29,52, da» Pfund 486,32S und den Dollar 4,1890. DER GROSSE PREIS VON DEUTSCHLAND auf dem Nürburgring, 15. Juli 1928 (J4 Ein großer Tag für Mercedes-Benz und die gesamte deutsche Automobil-Industrie Gegen die Elite internationaler Marken und Fahrer gewinnt MERCEDES-BENZ einen DREIFACHEN SIEG in neuer Rekordzeit Erster: Caracciola-Werner Zweiter: Merz Dritter: Werner-Walb auf Mercedes-Benz-Sportwagen mit Contibereifung Schnellste Runde Caracciola in neuer Rekordzeit Der siegreiche, serienmäßige Mercedes-Benz-Sport- wagen fährt die 509,4 km Gebirgsrennstrecke mit einer Durchschnitts - Geschwindigkeit von 103 km. DAIMLER - BENZ A.-G. Verkaufstelle Frankfurt a. M., Abt. Personenwagen, Rathenauplatz 14- Vertretung: Faber A Schreiner G.m.b.H., Gießen, Südanlage 7, Fernr. 1341 Bettvorlagen größte Auswahl in allen Preislagen H. Hochstätter Mäusburg Zagdverpachtung. Die Iagdnutzung in dem gemeintchakt- lichcn Jagdbezirke Dellnhausea von etwa 324 Hektar Grundfläche wird am 4. August d. uachm. 3 Uhr, in der BeckerIchen Gastwirlfchaft hlcrfelbst öfferttlich meistbietend verpachtet werden. 6705V Bellnhausen, den 18. Juli 1928. Der Iagdvorsteher: Löwe. Berloreu am Mittwoch nachmtllag SMtIM Abzug, geg. Belohn. Innddurea«. eU* Gut bürgerl. MittigsM in gut bürgerl.Haufe. Wo. iagl d. Geschäftsstelle d. G. An». 08413 Achtung! Achtung! Grone Sendung Giumach- und Lalat gurken. IohaouiSdeereo, Stachel- beereu.Himbcereu^iricdeu.Avrikofe», Tomaten, Heidelbeeren uiw. elvgerronen. — Berkaus blllrg LamSiag hrüb aus dem Brandvlatz. (ringaog Botan. @artciL und Laden, Lclterswcg 3. Frau Frosch, Teleph. 1051 Bestellungen frei HauSl [05328 Wegen Umstellung meines Geschäftsbetriebe» verkaufe ich meine Grundstücke Schiifenberger Weg 24 Interessenten erhalten nähere Auskunft bei 6736V Ohert.Aalo-nnflFaMWrie Otto Göbel, kieken 6tatt Karten Für die anläßlich unserer goldenen Hoch- \ ;eik erwiesenen Aufmerksamkeiten sagea ! wir herzlichen Dank Gießen, den 19. Zull 19M Gottlieb Nauheimer und Frau ; 67I7V1 Kyfthäuser-Technikum Frankenhausen» Bchwaeb-n.flterkitromt. 4Wt fttr MmcA- n. So UenK f. UU». i. OftodL VERKAUF ISams£unli| Wetzlar, Eisenmarkt Zirkus Krone WMl-WeMiiiMe.v Heute abend Letzte Vorstellung Strandfest Vollständiger Spielplan / Preise der Plätze von t bis 1 Mk 6664D Extra-Angebot 666 ID ..Mk. 4.10, 3.90, Mk. 4.50, 3.90, Mk. 2.40, 2.25, ..Mk. 2.25, 1.80, Mk. 3.95, 3.40, 3.00, 67Ü4D in allen Größen vorrätig I Olm Frdr.Teipel, Gießen Bahnhofstraße 45 Markt 16 Hillebrandstraße 2 t>722d Eintritt frei! 6733D RASSOL geben 6714V Seine Schälkur. PreiS 2.77» Mk. 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Kunstslüge, ___Segelflüge,Pastagierflüge, Fallschirmabsprünge. :Oaucrerbt-eworragend in Güte, Reinheit, Nährwert und Geschmack, prämiiert in Darmstadt, Dortmund und -Leipzig mit Sieger. Ehrenpreis und ersten preisen. Diese vorzügliche Oualitätsmilch wird in Flaschen geliefert und stellt sich nur wenig teurer als die gewöhnliche Konsummilch. Erhältlich durch die Milchverkaufer und Verkaufsstellen der A10. ANA Sanitöls-Solonnentog verbunden mit 25-)ahrseier der Sanitätskolonne findet am 1. u. 2. Sept. b. J. in Gießen statt. Es wird für viele Sanitätsleute, zum großen Teil aus dem besetzten Gebiet Muotütt gesucht. Oer Alicefrauenverein bittet herzlich seine Mitbürger, recht viel Freiquartiere, besonders in den durch die Ferien leerstehenden Zimmer für eine Nacht zur Verfügung zu stellen. Anmeldungen bei Frau Prof. Kramer, Ludwigsvlatz 10, Frau Sanitätsrat Schliephake, Goethestraße 44 Oie Vorsitzende des Alice-Frauenvereins. 0532s SasaltM »nd Sand har laufend obAit- unt. Mitwirkung d. HERRN ADOLF FALKEN ehern. Mitglied des hiesigen Stadtheaters Sonntag, den 22. Juli 1928 b7l8D Cafe Amend ^rgen Samstag . Operetten- Abend I Gießen, Seltersweg _________________ ____________672Ja Neue Kartoffeln in prima Qualität empfiehlt billigst W.Hankel, Neuen Bäue 7. Teleph. 612. 45d Alle Schweine, JSÄÄ solche mit steifen Deinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Fuller 1 Ehlöffel voll echtes Gustav-Adols-Fest in GvoHett-Linden. Sonntag, den 22. Juli hält der Zweig- verein der Gustav-Adols-btiftuna fein JabrcSfcst in GroncnLinden. Der FeftgolleSdienft beginnt um '-'.2 Nhr, die Diachversammlung um "-4 Uhr Fefivrediger und Redner in der Nach- Versammlung ist Pfarrer Müller auS Olmütz i. Mähren. Jedermann ist herzlich eingeladen. Ter Kirckenvorstand. IÜ29D Vesuchi das größte Volksfest des Odenwaldes, den Eulbacher Markt in Grbach i.D. »u sich L PflHüdrt TO. >.- Jk «agMarttas ||t »«rte dmi« btlortne ,u imW* 3« habm h dkn Apoch., vro». i. «pafui Alfa Laval Separatoren Buttermaschinen. Milchkannen In groOer Auswahl Edgar Borrmann, Elsenhdlg. Mein Geschäft befindet sich jetzt In meinem Neubau Goethestrafee 22 nächst Südanlage Heinrich Böhringer Herren-Konfektion / Tuchhandlung mengen. Verlangen Sie nur echtes Raffol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: (Engel, apotheke (Stehen. Zu Haden In allen Ttpotheken. T^\ T7 O rTvT? in Kleiderstoffen, Waschstoffen, Seidenstoffen Jrv, JZ-/ kJ JL r> sowie in Weiß waren und Baumwollwaren! ===== Sämtliche Reste sind auf Extra'Tischen im Parterre ausgelegt! —■ Beachten Sie unser RESTE-FENSTER Jeder Rest wird auf Wunsch aus dem Fenster genommen! ES ladet freundlich« ein der Boritand. (^ommersprossen auch in den hartnäckigsten Fällen. werden in einigen Tagen unter (Garantie durch vaS echte unfchädlicheTelntverfchönerungS- miuet „Venn*" stärke Bigef. gefch.s IW" beseitigt "W Grober RESTE Korhaas Bad-Naulelm (fir.Efllinensaal) Abonnement*-Kin ladnnc für die Deutschen Meister - Jefispiele Straub — Beethoven — Wagner unter Mitwirkung d. staatl. ÄurorchesterS Leit.: Generalmusikdirektor HeinzBongarh Donnerstag, den 9. August, QbcnbS 81/, Uhr Salome Musikdrama in 1 Aus», nach Oskar WildeS gleichnam.Dichtung, Musik o.Rtch. Straub- Salome: Kammersängerin Aline Sanden, Staaisop.München.llerodss: Otto Sanger, Overnh. Frankfurt. Herodlaz: Emma Holl, Overnh. Frankfurt. Jockanaan: Kammersänger Michael Diep. Magdebg Marrabolh: Karl Jöken. StaatSover Berlin. Sonntag, den 13. Angnat, abends 51/» Uhr: Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie mit dem Schluhchor Schillers Ode »Lied an die Freude" Solisten: Anny Quistorv, Sovran, Leipzig MartbaAdams,Alt, Leipzig. Ernst Neubert Ten^Leivzig.ErnstOsterkamv,Bah. Leipzig Donneratag, den 16. Aagnst, abends 6*/i Uhr: Trietan und Isolde Mufikdrama i.3 Aufzügen v. Rich. Wagner Tristan: Gotthelf Pisior, Bayreuth Isolde: Bella Fortncr-Halbaerth, Ttädt. Over, Duisburg. Knrvenal: 5kammeriäng. Michael Diel), Magdeburg. Branglne: Emml Senst-Tbiefr, Opernhaus, Köln. König marke: Ernft Ofterkamo, Opernhaus Leipzig. Stimme d. jung. Seemanns: Kammer s.Waldem.Henke^toatSov.Berlin Aendernngen In der Besetzung Infolge Erkrankungen Vorbehalten. 6/170 Preise der Plätze: Im Abonnement für diese 3 Festveranstaltungen Logen 24.—, I. Saal- plan 21.—, II. Saalplatz und Mittel empöre 1. Heike 17.—, III. Saalplatz tu Mittelempore 2.-5. Reihe 13.—, Mllttelonipore blut. Reihen 10.— BDI. cflT Die Preise dieses Abonnements bringen für die Besucher eine bedeutende Ermäßigung gegenüber der Einzelpreise einer jeden Veranstaltung. Der Berkaus der ÄbonnementS findet statt an der Theaterkasse im Kurhaus (10 biS 12'r> 4—6*/4 und 8-9', x Uhr), Zigarren' Handlung S.Loeb (Agentur der Hamburg- Amerika-Linie» Gießen, Bahnhofstraße Bla, Musikaiienbandlg. Ehallier, Neuenweg 9, (Sieben. Schrtstliche Vorbestellungen find unter Hinzufügung des AbonnementSbe trooS an die Hessische Bad- und Kurver- roaltunfl, GeschäftS»immer Kurhaus, »u rtchteu. Auch erfolgen Zusendungen unter Nachnahme. Schlub der Vorbestellung für daS Abonnement 2. Auguft 19W.________ Sonntag, den 22. Juli 1928: Stiftungsfest des Radfahr-Vereins „All Heil", Annerod Ab 3 Uhr: Tanz bei Engelhardt. a Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für GLerhesseii) Freitag, 20. Juli 1928 Nr. 169 Drittes Blatt Turnen, Sport und Spiel. Schwimmwettkamvf Universität Gießen — Universitär Marburg. Am Mittwoch wurden im Anschluß an die grobe Laufstaffel in der Müllerschen Badcan- ft alt Schwimmwettkämpfe zwischen den Universitäten Diesten und Marburg au-getragen. war dies da« erste Mal. dah Mc Lchll.mmer der Diestener Studentenschaft gegen die Mannschaft einer anderen Universität antraten. Die ^Harburger zeigten sich in den meisten Wettbewerben überlegen, weshalb man sich um so mehr wunderte, dast sie rn der Brust- staffel 3 - 100 Meter, m der Diesten suherdte bessere Mannschaft an den Starr gebracht batte, nicht antraten Man sollte gerade bet akademischen Wettkämpfen erwarten können, bah eine Mannschaft auch zu einem weniger ausstchts- rei?nz gegen den wegen seiner Droste und Reichweite gesürchteten H e n k e. den langjährigen Klubmeifter vom Sportklub 1880 Frankfurt a. M., und verlor in einem wunderschönen, ungemein schnellen Spiel 6/0 6/1, konnte jedoch jederzeit daS Spiel offen halten. Den dritten Sah, der außer Konkurrenz gespielt wurde, gewann Kirchner 6/2. Ty. Deutsche Wafferballmeisterschast. Am Sonntag stehen sich in der Borschlustrunde um die deutsche Wa sserballmeist erfcha ft 4m Lister Bad zu Hannover der deutsche Weister Wasserfreunde Hannover und der süddeutsche Meister Bayern 07 Rürnberg gegenüber. Aebeiter-Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag fährt Raunheim nach Marburg, um gegen die dortige erste Mannschaft ihr fülliges Serienspiel auszutragen. Auch in diesem Spiel wird Raunheim Sieger bleiben. Lollar» erste Mannschaft hat Drotzen-Linden I zu Gast, um ein Freundschaftsspiel auszutragen. Lollar wird wohl Sieger bleiben, trotzdem werden die Gäste versuchen, den Einheimischen ein ebenbürtiges Spiel zu liefern. Wieseck I hat Wetzlar I zu Dast. Auch in diesem Freundschaftsspiel werden die Einheimischen Sieger bleiben, vorausgesetzt, daß sie eS nicht vvrziehen. mit reichlichem Ersatz anzutreten. Möwe im Sturm. Vornan von Sophie Kloerß. 19 Fortsetzung Nachdruck verboten Jetzt stand er unter der Galerie. Von oben sahen drei junge Leute, aus der Brüstung sitzend, hinunter zu ihm. Er kannte sie und hatte sie schon bewundert. Ein Mediziner, ein Photograph und ein Techniker, alle gleich wenig mit den Gütern dieser Erde gesegnet. Es tat ihrem Vergnügen keinen Abbruch. Zu weißen Sporthemden hatten sie grüne Satinhosen an, dazu der Photograph einen gelben Turban, der Mediziner einen Fez und der Techniker eine bunte Zipfelmütze. Je nach der Kopfbedeckung stellten sie einen indischen Fürsten, einen Türken und einen neapolitanischen Fischer vor. Man spürte es im ganzen Saal, daß Laune und Witz den Glanz ersetzen mußten, der in frühe- ren Jahren auf diejen Festen der Künstlerschaft herrschte. Neben blendend schönen und reichen Kostümen waren viele, die nur dem Namen nach Kostüme waren. Aber seltsam: gerade die Träger solcher Armseligkeiten waren die vergnügtesten. Heinz trug die lange blaue Hose und die weiße Matrosenbluse von Jan Maat, und bald hier, bald bort klang es ihm entgegen: .Heinz, geihst mit lang? Wat malt de Waterkant?" Jetzt er wollte gerade die Treppe zur Galerie hinaufsteigen. an die sich die Sogen schlossen, da stellte sich eine indische Schlangentonzerin in seinen Weg. „Die du suchst, hat einen anderen Freund gefunden!" An der tiefen, rauhen Stimme und dem scharfen R erkannte er fpfort Nadja Kutusoff. „Die ich suche, wechsell ihre Freunde nicht wie Handschuhe." ..Sie wird nicht viel Handschuhe haben zu wechseln, schätze ich. Warum hast du so wenig Auf- Httrjfamteit für eine, die dich gern hat?" „®er mit Schlangen spielt, wird leicht selbst zur ®d)Iangc ** ^ie grünlichen Augen hinter der Maske glimmer- „Dann sorg' du. daß dich die Schlange nicht beißt" -um* sich einem Cowboy, der neben Heinz erschien, förmlich in die Arme und rief: „Tanzen. oaß das träge Blut warm wird." „Ist das nötig bei dir?" fragte der Cowboy. Dann verschwanden sie in dem Wirbel der Tanzenden. Dieseck-Iugond hat Udenhausen-Jugend zum Rückspiel zu Dast und wird voraussichtlich Sieger bleiben Leun I fährt nach Beilstein und wird sich dort zwei wertvolle Punkte holen. (Sau Detterau. Bergfest (29. Gauturnfahrt). Don gutem Wetter begünstigt, konnte die Veranstaltung. die der Dau übernommen hatte, am Sonntag planmäßig durchgeführt werden. Der Wettkampf (Fünttamps der Turner in zwei Stufen, Dierkamps der Turnerinnen) dauerte bis etwa ' ,3 Uhr Nachmittags wurden noch die Sonderkämpfe in beidarmigem Kugelstoßen und Hvchsprung und eine lOxlOO-Meterstaffel au»- getragen. Siegerliste: Männer über 35 Jahre (Fünfkämpf). Wilh. Adam i Sichen) 1. Sieg; Heinr. Thomas (Eichen) 2. Sieg; Karl Pfannkoch «Berstadt) 3. Sieg. Turnerinnen, Oberstufe: Käthe Sryb (Eichen) 1. Sieg; Sannchen Kitz (Eichen) 2. Sieg. Turnerinnen, Unterftufe: Elli Jost (Rieder-RoSbach) 1. Sieg; Frieda Mörschel (Eichen) 2. Sieg. Turner, Oberstufe (52 Bewerber. 46 Sieger). Wilh. Zipfe (Watzenborn) l.Sieg; Heinr. Sellheim (Eichen) 2. Sieg. August Dillasch (Friedberg-Fauerbach) 3. Sieg; Philipp Schwarz (äLtphe) 6. Sieg; Karl Pitz (Watzenborn) 7. Sieg; Reinh. Schepp (PohlgönS) und Heinr. Sommer (Södel) 12. Sieg: Heinr. Schweitzer (Wvhnbach) 20. Sieg; Emst Schäfer (Watzenborn) 23. Sieg; Rudolf Rohrbach (Leihgestern) 24. Sieg; Richard 3öllcr (Leihgestern) 26. Sieg; Robert Tag (Utphe) 27. Sieg. Turner, Unterstufe (128 Bewerber. 54 Sieger): Han» Amend (Rendel) l.Sieg; Arthur Spohr lEichen) 2. Sieg; August Baie ('Olu Der- Rosbach) 3. Sieg. Adolf Reeb (Södel) 11. Sieg; Karl Wehrum «Watzenborn) 12. Sieg: Walter Schepp (Pohl-Dön») 13..Sieg; Adolf Stumpf (Wohnbachi 14. Sieg. Heinr. Bommersheun (Obbornhofen) 15 S.eg: Dustav Alt (Wohnbach) 16. Sieg; Heinr. Langsdorf (Leihgestern) 18. Sieg: Otto Martinie (Leihgestern) 19 Sieg; Julius Klein (Wvhnbach) 20. Sieg; Rudolf Leschhorn (Obbornhofen) 22. Sieg: Hernr. Schm and t (Watzenborn) 32. Sieg. Gchiedsrichtervcreinigung Gießen. Für nächsten Sonntag bat die SchiedSrichter- oereinigung Dießen ein Schiedsrichter- Belehrungsspiel nach Großen-Buseck gelegt. Gegner find eine Schiedsrichtermannschaft gegen die 1. M umschatt t>or Großen-Buseck. Ein Sieg der Dufecker dürste vorauszusehen sein; immerhin sind auch gute Äräfte bei den Gästen. Erfolgreiche Durchquerung der Zuider-Sec. Der holländischen Schwimmerin Frl, L e i b - brand ist eS am Mittwoch gelungen, trotz starker Gegenströmung die Zuidersee von Rord- often nach Südwesten zwilchen den Orten Sta- voren und Enkhuizen in 10 Stunden 35 Minuten zu durchschwimmen. Die Entfernung zwischen den beiden Orten beträgt 25 Kilometer. Degen der starken Gegenströmung und heftigen Wellenganges wurde die Schwimmerin sehr häufig auS ihrem Kurs geworfen. Turngau Hessen O. T. und 14. Deutsches Turnfest in Köln. —o— Mit der Schwimmst affel der vier Turngaue des L a h n t a l« s, die am kommenden Samstag und Sonntag unter der Oberleitung des Gauschwimmwartes Franz Sauer ((Siefien) ihre Urkunde auf der Lahnstrecke von Marburg biS Riederlahnstein von Hand zu Hand hinabgeben und dort mit der großen Rhein st afsel von Basel nach Köln vereinigen wird, tritt auch der DauHessenin daS 14. DeutscheTurn- f e st ein. Am Mittwochvormittag 8.04 wird ein Sonde rz u g unter Führung der Gauleitung von Gießen abfahren und etwa 4 00 Turner nach dem Bahnhof Köln-Ehrenseld bringen. Mittwochabend werden sich viele Turner zum erstenmal zusammen finden zur Teilnahme an der Eröffnungsfeier auf dem Reumarkt, wo der Bor- stand der Deutschen Turnerschaft die Leitung des Feste» vom Kölner Hauptausschuß übernimmt und daS Banner der D. T. an die Feststadt feierlich übergeben wird. Schon am Donnerstag früh beginnt da» W e 11- turnen der KreiSgruppe L zu der außer dem Kreis Westfalen-Lippe. Rheinland, den Gästen auch der Mittelrh einkreiS gehört. Unter den Kampfrichtern finben wir au» dem Dau Hessen Gauoberturnwart Wilhelm Will (Gießen), den Gauwart für da» Männerturnen Martin T e x t o r (Marburg), den Gauwart für daS Frauenturnen Rudolf Paul (Gießen), den Gauwart für da» Schwimmen Franz Sauer (Gießen), den Gaukaf enwart Wilhelm Oertel glüeder-Wöllstadt). die Bezirks turn warte Paul ch ü l c r (Wetzlare August Heberlein (Marburg) und August Bauian (Als eld) und den früheren Dautumwart für da» Dolkstumen W. Luckhardt (Marburg). Auf Grund der Aus- scheidungSkämpse hat der Gau He sen Teilnehmer bei allen Mehrkämpfen zu verzeichnen. 3n den Ablauf der Wettkämpfe der verschiedenen ilebungdgebicte sind Körpermessungen und ärztliche Untersuchungen eingegliedert, die für jeden Wettkämpfer auf seinem Wehblatt zusammen- gefaßt werden und der wissenschaftlichen Er- forschung der Leibesübungen dienen. Der Zwölfkampf der Männer (Jahrgänge 1909 bis 1889, Teilnehmerzahl 1321 Turner) umfaßt je zwei Pflicht- und eine Kürübung am Reck (sprunghoch) und Pferd (120 Meter hoch), eine Pflicht- und eine Äiirübung am Darren (1.60 Meter hoch), aus den vier Uebungsgruppen der allgemeinen Freiübungen der Männer eine Gruppe, die bei jedem einzelnen Turner etwa zwei Minuten vor der Ausführung durch das Lo» entschieden wird, urtb drei volkstümliche Hebungen. Es nehmen daran teil: Karl Reu- t e r, Tv. 1846 Gießen, Willi Sinnwell, Tv. 1860 Dad-Rauheim. Peter Boltz, Tv. 1860 Bad- Rauheim, Heinrich Keil, T.« u. Sp.-B. 1860 Marburg, Otto Textor, T- u. Sp.-D. 1860 Warburg. Heinrich Loh, Tv. Dorn-As anheim. Mariin Weih, Tv. Dvm-Assenheim. Paul Götsch, T.- u. Sp.-B. 1860 Marburg, Adolf Rathschlag, Tv. 1859 Ridda, und Heinrich Keller, Tv. Durgsolm». Der Zehnkampf (Geräte) der Männer (Jahrgänge 1909—1889, Teilnehmerzahl 344 Turner) umfaßt je zwei Pflicht- und eine Kürübung an Reck (fprunghvch). Barren (1,60 Meter hoch), upd Pferd (1,20 Meter hoch), eine Pflicht! rei- übung wie beim Zwölfkampf. Es nehmen daran teil Alfred Eckhardt, Tv. 1859 Ridda; Richard Seth. Tv. Grotzen-Lindcn und HanS Rehn, Tv. 1859 Ridda. Fü nskampf der Männer in volkstümlichen Hebungen (Jahrgänge 1910 bi» 1894, Teilnehmerzahl 2093 Turner). Es nehmen daran teil Fritz WeitershauS, Tv. Grohen- Linden: Wllli D e a u p a i n, T.- und Sp.-B. 1860 Marburg; Ludwig Walkomesius. Mtv. Gießen; Richard Wiener, Tv. 1860 Bad- Rauheim; Willi Klock, T.- und Sp.-B. Butz- Heinz hörte ein Lachen. Es war gar nicht laut, aber es fiel wie ein fllberncr Geigenton aus der Luft. An dem Lachen erkannte er Elena. Da würde auch Maria nicht fern fein. Wie er die Treppe hinaufkam, sah er gleich in der ersten Loge hinter der Galerie ein schwarzfeidcnes Gewand mitgoldgelbem Äragen, daran eine Kapuze in den gleichen Farben. Ein „Münchner Kindel" sah tief hineingedrückt in einem Sessel, hatte die Maske abgelegt und fab mit strahlend vergnügten Augen auf einen Falstaff, der der so echt war, daß Heinz, auch wenn er das Gesicht nicht gesehen, sofort auf den dicken Riedinger geschloffen hätte. Maria, ein wenig ermüdet, wie es schien, aber auch sehr heiter, saß einen halben Schritt hinter der Scharester, die sich bemühte, dem Buffo stark einzuheizen, was sie mit aller ihrer Grazie glänzend verstand. „Ein entzückender Junge müßen Sie gewesen fein, Sir John." „Du! Dur rief der Dicke. „Sie ist lange begraben." Er räusperte sich und sang: „3a, schon als Page Des Herzogs von Norfolk War ich ein Kerlchen, Flink wie ein fireifel. Blank wie ein Perlchen." Elenas Fächer klappte ihm leise auf den Mund. „Nicht fingen. Um aller lieben Heiligen willen, nicht fingen." „fiinb, ich trage ein Kapital in meiner Kehle." „So vergeude es nicht. D diese schrecklichen Menschen hier, alle müssen sie fingen. Als wenn sie dazu angestelll wären. Vorhin tanzte ich mit dem," sie wies auf den Maharadscha — „der summte so- fort: ,Wo hast du denn die schönen blauen Augen yer?', während sie doch gelb sind." Der Maharadscha, dessen braunes Haar etwas Künstlerisches haben sollte, aber nur etwas Der- wahrlostes hatte, schwang eines seiner langen Beine über die Brüstung, daß er rittlings auf ihr saß, und griff zur Zither. Seine langen Arme schwenkten weithin durch die Luft, dann griff er in die Saiten, die Augen auf Maria geheftet, die sich um feine werbenden Blicke so gor nicht kümmern wollte. ,Lch knie vor Euch als getreuer Da fall. Pfalzgräfin, Schönste der Frauen." „Nehmt ihm doch die Stampfe weg!" rief Elena. „Es ist schon schlimm, wenn einer beim Tanzen singt, der es kann, aber wenn einer es nicht kann und singt doch —" Der lange Mensch sah über sie hin die Schwester an. „Wollet mir doch, o Herrin, den Namen sagen, unter dem ich Euch verehren darf." „Regina," sagte Maria. ,Lhr könnt nicht anders heißen." „Und du, o süßes Labsal meiner Seele," flüsterte Falstaff Elena zu. „Ich/ Rosina. Ich kann doch auch nicht anders heißen. Eitel Süße, innen und außen. Warum musterst du mich plötzlich so mißtrauisch?" ,Hch weiß nicht, immer mein' ich, ich muß dich schon früher gesehen haben. Es muß lange her fein — aber da ist was — so in den Augen und im Profil, und wenn du lachst — Bist du eine verkleidete Fürstin?" „Hast du daran gezweifelt? Ich bin die Fürstin von Feuerland, und meine Schwester ist Herrin der SBafierjungfrauen." ,Lch muß einmal dein Bild gesehen haben — nein — ich ipufj dich selbst gesthen haben —" „(Ein Falstaff, der zum Grübler wird, ist unerträglich." Sie wandte sich von ihm ab und leerte das Sektglas, das ebenso schnell von dem Neapo- litaner wieder gefüllt wurde — er spielte den Ganymed, der dicke Riedinger bezahlte die Zeche —, und nickte dem langen Maharadscha zu. „Schade, daß man heutzutage für die Dame feines Herzens die Welt nicht mehr in Fetzen hauen kann, wie der Edle von lobinambur." ,Lhr müht Euch schon etwas anderes ausdenken, meiner königlichen Schwester zu gefallen. Wenn Ihr zum Beispiel auch das zweite Bein über die Brüstung würfet?" „E — Rosina," rief Maria, „gib keinen Unfug an!" Sie hatten alle viel Sekt getrunken, der wilde Braune sah aus, als fei er zu allen Dummheiten fähig. Er sah die Darnerin auf ihren Ruf hin schwermütig an. „Wollet Eurem Sklaven vergönnen. Euch zu ehren." Und da saß er schon so, daß beide Deine in den Saal hingen. .Haltet ihn fest," rief Maria, „er ist nicht mehr Herr seiner Sinne!" „Weg da unten!" rief der Inder und schwenkte die Hände abwehrend nach unten, wo sich die Menschen in dichter Menge stauten. .Lille weg. weg, Kopfsprung und hinein in die Flut." bach 1846; Heinrich 3 r n b, Mtv Güßen: Willi Reh rem Wtv. Dießen, imb Willi Loch. Tgde. Marburg. Neunkampf der Aelteren (1 Altersklasse. Jahrgänge 1888—1844 . 2. Alter, klasse Jahrgänge 1883 und ältere. Teilnehmerzayi 9)8 Turner), umfaßt für beide Klagen a'.s gleiche Pflichtübungen je eine Psllcht- und eine Kürübung am Reck (sprungbochV Darren 1.60 Meter hoch und Pferd <1.20 Meter hoch), emr Pflichtfreiübung wie beim Zwölfkampf und zwei volkstümliche lieb ungen. Es nennen teil. 1. Altersklasse. Anton Feuerstein, Tv. 1860 Bad- Raube-, m; Albert Rinn. Tv Heuche.heun; 2. Altersklasse. Karl Müller. Mtv Dießen. Fünfkampf der Aelteren in volkstümlichen Hebungen (1. Altersklasse. Jahrgänge 1893—1889 ; 2. Altersklasse. 1888 und ältere Jahrgänge. Teilnehmer zahl 1276 Turner,. Es nehmen teil. 1. Mtersklasse T. S chnei- der. Mtv. Dießen: Hermann Möller. Tv. Lauterbach; 2. Altersltas.e. Heinrich Klimme r. T.- und Sp.-B. Haina; Karl Weiß, Tv. Klein-Linden. Siebenkampf der Turnerinnen (3a&rgang lQ10 u-id ältere Teilnebmerzahl 1121 Turnerinnen), umfaßt je eine Pflichtübung am Reck, am Barren, am Pferd, eine FreiübmrgS- gruppe und drei voltütümliche llcbunacn Es nehmen teil Elfriede 31t ü n n ich. Tv. 1846 Gießen. Ria Schwan. Wtv. Gießen. Lott« Mohr. Tv. 1846 Gießen: Paula Hofmann. Mtv. Gießen. Dierkamvf der Turnerinnen in volkstümlichen Hebungen (Jahrgang 1910 und ältere, Teilnehmerzahl 661 Turnerinnen). ES nehmen Teil Tilli E s p a ch. Wtv. Gießen. Minna Stoll, Tv. 1860, Bad-Rauhrim. Alle diese Wehrt ämpse werden am DvnnerS- tagvonnittag erledigt. Am Rachmittag findet die Probe für da- Kreisturnen der Würmer statt. Gleichfalls am Donnerstagnachmittag ist die Probe für da» KreiSturnen der Frauen. Am Freitaignachmittag findet das KreiS - turnen der Frauen statt. Ain Abend bat der MittelrheinkreiS. l»zw. der Gau Hessen teil an der Wiederholung des Festabends in der großen Fest halle am Rhein in der .Pvessa", wo Oberbürgermeister Dr. Adenauer die Gäste begrüßen wird und die Aufführung de» Festspiele» , Feuer am Rhein" erfolgt. Am Freitag beginnen die Wettkämpfe im Schwimmen. Es sind beteiligt am Wettkampf 1. Wehrkampf: Hans Geismar, Tv. 1846 Dießen. Wilhelm Schäfer, Tgde. Friedberg; dieselben Turner auch am Wettkampf 2, Hauptspringen, und Wettkampf 10, Streckentauchen über 50 Meter Am Samstagvormittag folgen die Wettkämpfe der Frauen im Schwimmen. ss find beteiligt am Brustschwimmen über 100 Meter Tilli Arndt, Tv. 1846 Dießen, und Emmi M ü n n i ch Tv. 1846 Dießen; am Rückenschwimmen über 100 Meter Ida Rauscher. Tv. 1846 Dießen; am Streckentauchen über 40 Meter Idel Hau11, Tv. 1846 Gießen; an der Bruststaffel über 4x50 Meter Turnerinnen bcJ Tv. 1846 Gießen, ebenso an der Lagenstaffel über 4x50 Meter; am St, omschwimmen über 5000 Meter für Turner beteiligt sich Wilhelm Schä - f e r, Tgde. Friedberg. Am SamStagvormittag wickelt sich da» KreiS- turnen der Männer ab. Unter der Oberleitung des früheren Obertumtoartc» der D. T. Kunath (Bremen), vereinigen sich die AlierS- riegen zu einem Schauturnen am Samstagnachmittag in der Hauptkampsbahn. Zu diesenr Treffen stellt auch der Turnverein 1846 Gies>en eine Riege am Darren im durchschnittlichen Alter der Teilnehmer von 54 Jahren. Unter Leitung des TumwartS Karl Erb nehmen daran teil die Turner Geck. Erle, Baubel, Will, Mittermaier, Treuke, Mar ff, Spies, Köhler, Laudon, Bogt. Weber, Schmitz, Glagow, Bouffier. Ein lauter Schrei unten und oben, mit einem Salto mortale war er abgesprungen und unten gelandet. Alle drängten aus der Lotze auf die Galerie und sahen über die Brüstung. Ein bißchen in die Knie geknickt, richtete sich der Maharadscha wieder auf, sagte stolz zu den Umstehenden: „So ehrt ein Inder die Herrin seines Herzens," und drängte sich durch die lachenden Menschen zur Treppe zurück. Da stockte er doch, und sein Gesicht verzerrte sich. Die Knöchel und die Knie hatte er eklig bestoßen. Immerhin, das war es wert gewesen. Und sie würden in allen Ateliers drei Tage fang von seinem tollen Sprung reden. Er ließ so gern von sich reden, und er hatte es so wenig dazu. Oben empfing ihn lebhafter Beifall. Nur der Falstaff brummte: „Wenn einer schon den ganzen Sommer am Starnberger See auf den Sprung trainiert hat, wird er's am Ende auch mal im Saal fertigkriegen." Der Maharadscha verachtete ihn. Hatte er aber gehvsft, Maria mit dieser Tollheit zu imponieren, so sah er sich bitter enttäuscht. Heinz Godesheim hatte sich, als alle anderen zur Brüstung drängten, neben sie gesetzt und leise ihre Hand gefaßt. Sie wehrte ihm nicht. Da hob er die schlanken Finger an feine Lippen, küßte jeden leise und andächtig und sah ihr dabei zärtlich in die Augen. Und sie sah ihn wieder an und wehrte den Blicken nicht, alles zu sagen, was ihr die Seele füllte. So wohl, so still wurde ihr mit einemmal. Mitten in all der Unruhe, in dem Lachen und Carmen hatte sie ein Gesühl grenzenloser Verlassenheit gepackt. Wie ein Kind, das in eine fremde Welt gestoßen ist und niemand hat, bei dem es Zuflucht suchen kann, so kam sie sich vor. Mühsam nur hatte sie gelacht und geredet, immer mit dem heimlichen Empfinden: „Was tu* ich hier eigentlich? Warum sitze ich hier? Wäre ich doch daheim in meinem Zimmer." Und mit einemmal war alles gut und sie ganz geborgen. „Noch nicht einmal hast du mit mir getanzt." „Es war so voll. Und ich habe ja nU tanzen dürfen/ „Du wirst es schon lernen, ich führe dich. Dollen wir jetzt hinuntergehen?" (Fortsetzung folgt) wirtfchastsnnristcrs, rcr eßlk. S v fetzige fahren der Preis e^.^tjung a! die Turnerinnen, Dann Die runter, w ©w» iiuh-l-h tut yiei» »- —•- _ 7 atieteruna des Mittellh inkreiseS in einen der Hai teab^ .1, des T t:rechts durch krn - g.ieöcrung uw « » j z „ nx_-n. ; ■ .. r h-lf.rt - Vich da^u, daN er akeir » der f1 f l' y c = ? ■ree Berlin ^ranbfurt a. M g y. i a‘ <5?? BanfnoUu c < 't)ä ..i c einen 3ab- I 3 e = »j der 3 m 2än- eils an ter Zurückhaltung . des Rcichsrohlenra.s. bis 27,75, Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75 25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 35,50 35,75, Roggen mehl 36,50 bis 37, Weizenkleie Roggenkleie 15,75. Berliner Produktenbörse. Berlin, 19. Juli. 3m Einklang mit übernommen worden, lieber den Zeichnungstermin wurde noch nichts mily-.leilt. - Ratenzahlung aus dem 3ndu- striebelastungsgesey an den Repa- ralionsagenten. Zwischen der Dank für deur'che Zndustrie-Obligcttionen und dem raLagenlcn sirr Repara.ionszahlungen ist ein 21b» kommen d^s Inhalts gelto ren worden, daß aus den Beträgen, die zur Begleichung der am 25. August d. 3. fälligen Zahlung aus dem 3n* dustrie-Belaftungsgeseh von 150 Millionen Goldmari bei der Dank eingchen werde», zwei Laten in Höhe von zusammen 50 Millionen Goldmark bereits zu Ende die es und Anfang des kommenden Monats auf das Konto des Generalagenten für Reparationszahlungen bei der Reichsten! für Rechnung des T.euhänders tüc deutsche Obliga- biS bis 14, & des Großen c. Oie S. ndikate brki'-.en das bi-h:r gzuo.-. 25er- " r • Diskont von 6 Prozent von dem Lage der lung bis zum Fälligkeitsdatum. • Vorläufiges Ergebnis Schweinezählung in Preußen. Anschluß an die Erhebung in den anderen tionen eingezahlt werden. Die 3ndustricobliga- tioncnbain erhält auf diese Zahlungen •JU «I I IAO -V - V - f • scha'tsinii iier 'ührt chüehach dazu, daß ct olläut>:f<6e ‘Jloten ... $tJlienH<6e ‘Jloten...... ‘Jlorroeptfite ‘Jloten . .... Teutfdj-Ceflerr . • 100 Sronzu 'Jtumannte Noten...... Cchwedtiche Jloten ...... CdjrotUer 'Jloten....... evani'tLk ‘Jloten....... Xld)cd)ci!?:va’:!(tc 'Jloten . . Ungar ff du ‘Jloten . . . Devisenmarkt Derlai— L e I e g r a phtsche AuS,ab>nng. ' 8 ° 0. H.» A n l c i h e der Stadt Mainz. Die Verhandlungen über den Abschluß einer 8-v.H.-2ln- leihe der Stadt Mainz sind nunmehr zum Abschluß gekommen. Die Anleihe wird in Höhe von 4 Millionen fest und 2 Millionen auf Option vergeben. Der Zeichnungskurs beträgt 93 v. H. Die Anleihe ist von einem Konsortium Mainzer und auswärtiger Banken unter Führung der Disconto-Gesellschaft hin schon kleine Geschäft auf ein Minimum zusammen. und die Kurse bröckelten meist weiter etwa 1 d. $). ab. Der Geldmarkt war nicht verändert. Tägliches Geld 7 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1885, Pfunde 20,374, London gegen Kabel 4,8635, Paris 124,22, Mailand 92,85, Madrid 29,40, Holland 12.0838. Berliner Börse. Berlin, 20. Juli. Für die heutige Börse lagen Anregungen nicht vor Die Voraussage, daß die Neuyorker Börse heute schwächer werden würde, hat sich zwar nicht bestätigt-, mit Ausnahme des leichten Tagesgeldes konnte aber von hier andererseits auch keine Beeinflussung der Tendenz im günstigen Sinne eintreten. Die Versuche, das Geschäft zu beleben, find vorläufig noch nicht vernehmbar. Bei den Banken war es schon lange nicht so füll wie heute, und es kommen so gut wie gar feine neuen Orders zur Ausführung. Für Reportgcldcr bestanden erneut Befürchtungen, die aber bei der augenblicklichen Verfassung des internationalen und heimischen Geldmarktes keinen rechten Sinn haben. Es wäre unverständlich, wenn die Groh- bauten, und das sind doch die großen Geldgeber, auf diese Weise das an und für sich schon kleine Börsengeschäft weiter elnengen würden. Soweit bei den ersten Notierungen nur geringe Umsätze zustandekamen, hielten sich die Veränderungen in engen Grenzen bis zu 1 0. H. Nur ganz verein- zell waren Kursabweichungen von mehr als 2 0. H. festzustellen. So lagen Ase 4 0. H., Tietz 3,88 0. H., Svenska 4 Mark höher, dagegen hatten Iunghans 4 v. H. verloren. Anleihen waren wenig verändert. Ausländer still. Pfandbriefmarkt geschaftslos. Der Geldmarkt war weiter etwas leichter. Tagesgeld 6,25 bis 8 v. H. Die übrigen Sätze sind unverändert. 3m Verlause bröckelten die Kurse bei der herrschenden Lustlosigkeit um 1 dir 3 v. H. ab. Zellstoff verloren später 5 v.H. und - Polyphon saft 10 v. H. Zrankfurtcr Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 20. 3uIL Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte zum Wochenschluh weiter in sehr flauer Haltung. Mare von alter Ernte kam genügend an den Markt, dem aber kaum Aufnahmelust gegenüberstand: so war besonders Roggen in großen Mengen, und zwar billiger angeboten. Roggenmehl war stark abgeschwächt. auch Weizenmehl gab 25 Pf. nach. Einiges Sntereffe machte sich für Futtermittel bemerkbar. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 25,50, Weizen 2. gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs 26 75. Wci'en 3. geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 27.25 tem des Deutschen Reichs hat in Preußen am 1. 3uni d. 3. eine Schweinezählung stetigesunten. Der gesamte gegenwärtige Schwei nebe stand in Preußen beläuft sich nach dem Ergebnis, wie das Preußische Statistische Landesamt mitteilt, auf rund 13,7 Millionen Stück. Er besteht zum größten Teil (71 Prozent) aus jungen Tieren, d. h. aus rund 9,8 Millionen Lausern und Ferteln. Daneben enthält er rd. 1 260 000 Zuchtsauen und 72 000 Zuchteber An mehr oder weniger (chlachl.ei.fen über '3ahr alten, aus dem Bestand vom Lezember 1927 verbliebenen Schweinen, sind Millionen unter 1 Iahr und 200 000 über 1 rund 2,6 Millionen Stück, und zwar rund 2,4 Iahr alten Schweinen torhanten. Als Folge ter Abschlach tunaen int Winter waren am 1. 3uni b. 3. 2,2 Millionen schlachtreife Schweine toenicer als im Dezember 1927 vorhanden. * Stahlwertsverband A.-G. 3n der am 18. d. M. in Düsseldorf abgehaltenen Generalversammlung wurde die Bilanz für die Zeit vom 1. Ganuar bis 31. Dezember 1927 genehmigt. • Wohnungsbauanleihe der Ruhr « Wohnungsbau A.-G. in Reuyork. Die Ruhrwvhnunasbau A.-G. hat die Verhandlungen mit einer Bantengruppe unter Führung von Dillon, Read & Co., Reuyork, und Speyer & Co., Reuyork, für eine 6 prozentige Anleihe von 4.6 Mill. Dollars abgeschlossen. Die Anleihe läuft drei 3ahre. Es wird damit gerechnet, daß die Emission im Herbst erfolgen wird. Wie man hört, haben sich die Bankiers im Prinzip bereit erklärt, der Gesellschaft einen Zwischenkredit zu gewähren. Dieses ist die erste deutsche Woh- nunsbauanleihe auf dem Reuyorker Matikt. * Neue Ausdehnung derVereinigten G l a n z st 0 f f a b c i k e n Die Vereinigten Glanz- üoffobrifen A. G., Elberfeld, bat an der mit 3 970 000 Reichsmart Aktienkapital arbeitenden Spinnfaser- A.-G. in Elsterburg (Vogtland) Interesse genommen, indem sie eine starke Minderheitsbeteiligung übernommen hat. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 20. Juli. Tendenz: etwas schwächer. An der heutigen Börse machte sich eine stärkere Lustlosigkeit und Zurückhaltung geltend, die im Verlaufe eher noch zunahm, da neue Anregungen kaum vorlagen. So konnte der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse keinen Anreiz bieten, wenn man auch die am dortigen Geldmarkt fortschreitende Erleichterung mit Befriedigung betrachtete. Die Umsatztätigkeit war wieder gering und nach wie vor drückte der herrschende Ordermangel auf die Tendenz. Die Spekulation bekundete eher Abgabeneigung, so daß bei nicht einheitlicher Kursentwicklung die Rück- gänge im Ausmaße von etwa 1 bis 2 0. J). überwogen. Bei Reaktion auf die letzttägigen Steigerungen lagen Karstadt stark angeboten und 5 v. S). niedriger. Am Elektromarkt büßten Siemens 2 0. $)., Licht & Kraft und Schuckerl je 1,5 v. H. und AEG. 1 v. $). ein, während Gesfürel sich gut behaupten konnte. Am Chemie markt eröffneten Farben 1 0.5j. gedrückt, Holzverkohlung dagegen 1,5 v. H. fester. Bon den Z e l l ft 0 f f m c r» t e n verloren Waldhof 2,5 0. H. und Aschaffen- bürget 1 0.H. Montanwerte waren bei stillem Geschäft meist behauptet. Am Banken- markt gaben Commerzbank und' Deutsche Bank je 2 0.5). nach, Dresdner Bank lag jedoch etwas höher. Am A u 10 m a r k t konnten Adlerwerke weiter leicht anziehen. Ferner war Süddeutscher Zucker geringfügig erhöht. ® au unter* nehmungcn blieben behauptet. Am Anleihemarkt Ablösung für Neubejitz etwas abgeschwächt. Ausländische Renten weiter still. Rumänen glatt behauptet. Später schrumpfte das ohne- 5 2=4 Der Sonntagvormittag getort ganz tem F e st- in. Der Gau Hessen steht an v. Stell dir abren der Gauvereine an der Spitze, dahinter * Turnerinnen, dann die Turner. Dir Gin- Wirtschaft. Oie Aussichten für die deutsche Kohlenwirtschast. Der IahreSbericht ter A.-G. Reichslohlenver- banö, der wiederum sehr wertvolles statistisches Material über die Kohlenwirtschaft Deutschlands und der hauptsächlichen Länder Europas und Amerikas enthält, fuhrt aus. datz der Weltkohlenmarti im 3ahre 1927 unter dem Einfluß der Liquidation des großen englischen Bergarbeiterausstandes von 1926 gestanden hat. Der englische Kohlenbergbau kam nach Beendigung des Ausstandes schnell wieter in dolle Förderung. Die 3ahressörderung von 1927 mit 263,5 Millionen Tonnen überstieg die von 1925 um rund 16,5 Millionen Tonnen. Da der englische Bergbau etwa ein Viertel seiner Förderung exportiert, stand er vor ter Ausgabe, die Beziehungen zum Auslände, die durch die sieten- monatige Arbeitspause unterbrochen waren, wie- terherzustellen. Andererseits mußten die übrigen Kohlenexportlänter bestrebt fein, den Zuwachs an Förderung und Export, der ihnen aus dem englischen Dergarteiterausstand zugeflossen war, noch Möglichkeit sestzuhalten. Iedoch hat sich die Ausfuhr der auherenglischen Kohlenexport- lünder, nachdem die englische Kohle wieter auf dem Weltmarkt erschien, erklärlicherweise nicht auf dem Stande von 1926 halten lassen. Bemerkenswert ist indessen, daß diese Länder den Zuwachs an Export, den sie in 1926 gegenüber dem Vorjahr gewonnen hatten, keineswegs in vollem Umfange, sondern nur zu einem Teil eingebüßt haben. 3hr Export war in 1927 fast durchweg größer als in 1925. Beispielsweise exportierte Deutschland in 1927 39,1 Millionen gegen 54.0 in 1926 und 32,7 in 1925. England hat in 1927 mit 55,2 Millionen die Ausfuhr von 1925 mit 55,0 etwas überschritten, wobei allerdings zu beachten ist, daß das 3ahr 1925 für den englischen Bergbau die niedrigste Exportziffer während der letzten 30 3ahrc auf- zuweisen hatte Wenn sich auch die Wieder- einichaltung der englischen Kohle für die anderen Produkts onSlänter, rein mengenmäßig angesehen, ohne größere Schwierigkeiten vollzogen hat, so sieht die Sache von der Erlösseite her anders aus. Die Folge des ungewöhnlich starken Preiskampfes, an dem nicht nur die englische, sondern auch di« polnisch-oberschlesische Kohle teilnehmen, war, daß der Kohlenbergbau in allen europäischen Ländern ungünstige geldliche Ergebnisse zu beklagen halte. Man wird wohl kaum annehmen können, daß sich dieser Wettbewerb bald mildern wird, zumal auch Amerika wieder mit voller Förderung auf dem Weltmarkt auftritt. Daher verstärkt sich ter Ruf nach einer internationalen Kohlenverständigung. Der deutsche Kohlen- Bergbau wird sich den auf dieses Ziel gerichteten Destreoungen unter der Berücksichtigung feiner und der deutschen Wirtschaft Belange nicht entziehen. Ueber die Aussichten des laufenden Jahres läßt sich zur Zeit wenig sagen. Gewisse Anzeichen dürften vermuten lassen, daß der Impuls aus dem englischen Bergarb-riterstreik nachzulassen beginnt. Ausfuhr und Inlandver- brouch lassen eine gewisse Ermattung erkennen. Da ferner zu berücksichtigen ist, daß der Wett° bewerb im Auslände und damit der Druck auf die Erlöse noch schärfere Formen annehmen dürfte, so sind die Sorgen des deutschen Kohlenbergbaues für die Zukunft verständlich. AuS dem Bericht über die geschäftliche Tätigkeit des ReichSkohlenvcrbandes im 3ahre 1927 sind auch einige Ausführungen bezüglich der Koh- lenzwang-wirtfchaft von Interesse. Das Iahr 1927 stand während der ersten Monate im Zeichen lebhafter, aber vergeblicher Bemühungen der Syndikate, die durch Steigerung der Arbeitskosten erhöhten Selbstlosten durch Preis- erbohunj auszugleichen. Die dahin zielenden Anträge scheiterten teils an der Haltung des Reichs- Kurszeiiel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — ReichsbankdiSkonl 7 Prozent, Lombardzinsfuh 3 Prozent. Preisfestsetzung ist. Mäßige ^eichsbankenilastung Der Ausweis der Reichsbank per 14. 3 u l i zeigt eine für d e zweite 3u.lwo^, besonders wenn man einen Vergleich lNlt ter entsprechendem Zeit der Vormonate anftellt mäßige Entlastung. Die Abnahme ter Wechselte stände um 62 Mill. Mark spärlich, bis Mitte 3uli lind inSge'amt 235 Mill. Black Wechsel gegenüber der Ulttmceu^eichung vom 20. 3uni .n Höhe von 617 Mill. Mark zuruckge- zahlt worden. 3n den entsprechenden Vorguar- taten des Jahres war die Ultimoanspannung bis zur Mitte des ers:en Monats des neuen Quartals immer voll beseitigt, und es hatten sogar darüber hinaus Zurückzahlungen P.ah gegrif en, Io daß zum Ende cineS jeden Monats Die yltuno- anspannung des vorangeaangen.en mehr als au3- gcglich-en war. Wenn auch ter vorliegende Reichs- bankauswe^ trotz der geringen Entlastung auf der Ilküvseite eine Abnahme des Banknoten- umlaufs um 220 Mi.l. Mark zeigt, so kann dies an dem Gesamteindruck der Reichsbankentlastung als einer mäßigen nichts ändern, da diese Abnahme auf ter beträchtlichen Zunahme ter Girohaben aus den Steuereingängen des Reichs um 135 Mill. Mark beruht. Trotzdem sind von den Ende 3 uni neu in den Verkehr abgeflossenen 805 Mill. Mark Zablungsmittel erst 476 Mill. Mark bis zum 14. 3u!i zur Reichsbank zurück- geflossen.'- Der vorliegende Reichsbankausweis deutet darauf hin, daß die langfristige Finanzierung mehr und mehr an die Stelle der kurzfristigen tritt, eine Tendenz, die sich von Quartal zu Quartal langsam verstärlt hat und mit ter allmählich sich verringernden Rückzahlungssähigkeit der Wirtschaft zusammcnhängen dürste. Auch die geringe Lombardinanspruchnahme zum 3ulimedio um nur 17 Mill. Mark bestätigt diese Feststellung. Die Reichsbank hat mit ihrer bisherigen Stellungnahme zur D i s k 0 n t f r a g e, die sich als starke Zurückhaltung charakterisieren läßt, durchaus richtig operiert, indem sie die zum Mai und 3uni ei »getretenen starten Entlastungen nicht als Grund für irgendwelche Diskontteschlü se genommen hat. Ter immerhin auf Anspannung deutende Rcichsbankausweis vom 14.3uli hat der Reichsbant und terjenigen Kreisen der Wirtschaft, die eine Diskontermäßigung nicht erwartet haben, Recht gegeben. Wenn jetzt im Hinblick auf die Vorgänge am Reuyorker Geldmarkt, verstärkt durch die mäßige Reichsbantentlastung, von der Möglichkeit einer Diskonterhöhung gesprochen wird, so ist das ebenso falsch, wie man vorher von einer 'S,Lriontcrmäfäigung sprechen zu können glaubte. Befürchtungen einer deutschen Diskonterhöhung müssen vorläufig als übertrieben bezeichnet werten. Die Reichsbank wird bei den in den nächsten Wochen zu erwartenden stärkeren Entlastungen genügende Reserven in ihren Status sammeln können, um für die Herbstsaisonanspan- nung gerüstet zu sein. Konnte man vor wenigen Wochen, vielleicht berechtigt, eine Diskontennähi- gung für den Spätherbst erhoffen, so scheint auch diese Hoffnung bei ter gegenwärtigen Situation des deutschen und der internationalen Geldmärkte wohl nicht mehr am Platze zu sein. Oie Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Votksstaates Hessen weist für den Monat 3 uni folgende Zahlen nach: An Rohbraunkoh- len wurden gefördert 36 306 Tonnen, rerkauft wurden baren 13 315 Tonnen: der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Aus den »erarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 26 Tonnen ‘Braun» tohlenbrikekts, 324 Tonnen Rahprehsteine. Unter Berücksichtigung ter aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Seibstderbrauchs verblieben am Monatsschluh absatzfähig: 9702 Tonnen Rohkohlen«, 36 Tonnen Briketts, 596 Tonnen Raßpreßsteirui, zusammen 10 334 Tonnen Braunkohlen und Braun» kohlenprodulte im Gesamtwerte von 58 622 M. schwachen Haltung der überseeischen Terminbörsen waren die Offerten für Auslandgetreide erheblich ermäßigt Vom Verlaufe deS Liverpooler Marktes lagen gleichfalls flaue Meldungen vor, so daß die Grundtendenz der heutigen Produktenbörse weiter schwach war. Vom 3nlan2>e wurde Brotgetreide alter Ernte weiter über Bedarf angeboten, die Preise waren erneut rückgängig. Für Roggen neuer Ernte ist daS Angebot auch aus der Mark etwaS kleiner geworden, ba in den letzten Tagen vereinzelt niedergegangene Regenfälle die Verkäufer zur Zurückhaltung ver- anmffen. Das Mehlgefchaft hat sich nicht gebessert, die Verkäufer sind zu Preisnachlässen bereit. Hafer zeigt eine geringe Besserung, da- Hauptinteresse beschränkt sich icdvch auf sehr gute Qualitäten. Die Preise für Wintergerste sind unverändert, daS Geschäft bleibt klein. Am Lieferungsmarkt war Weizen recht schwach, unb es ergaben sich Einbußen bis zu 2,75 Mark Roggen war in ben Herbstsichten gleichfalls rückgängig, für 3uliroggen bestand einige Dek- kungsnachsrage, so daß die Rotiz um 1 Mark erhöht wurde. Die zu heute anaebienten 30 Tonnen Weizen wurden als kontraktlich erklärt. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt.. 246 bis 248, 3uli 256, Sepk. 254.75 bis 255. Oft. 255 G„ D^. 257,75 (matt); Roggen, märt. 256 biS 259, 3uli 263 bis 270, Sept. 243.50 biS 244 bis 443,75. Ott 244 bis 244.50 bis 24-1.25. Dez 245.75 (unregelmäßig); neue Wintergerste 205 bis 215 (ruhig); Hafer, märt. 239 bi8 250. 3uü 234 bis 254.75, Sept. 218. Mais, zollbegünstigter Futter- mais. 250 bis 253 (still); für je 100 kg: Weizenmehl 30,25 bis 33,75 (ruhig), Rogzenmshl 34.60 bis 36,75 (ruhig); Weizen!leie 15 (ruhig): Wei- zenkleiemelasse 15,90 biS 16,10; Roggenkleie 17 (ruhig); Viftoriaeibsen 45 bis 60; kleine Erbsen 35 bis 40; Futtererbsen 25 bis 27: Peluschken 27 bis 29; Ackerbohnen 24 bis 26. I» s-f WM 16.3*5 16.445 16«, 1* 168,76 «.01 22.09 111 fr- 112.12 58,SO 5S.lt 2.ISS 2.576 111,W* 111.8t 80.74 81,1« 68.56 68.84 12.385 12.425 n,v) 75.18 Frankfurt a. M. Frankfurt a. M | -öerlln 3rruuh|urt a. TI Berlin Schluß 1-Utjrr flure | nur» 5* u(i Aur* 71 n lang Rur* Stfclufe«1 Rur» | 1-Uhr- Rurs Schuch Rurs Unlang nure. Tat am 19 7. ' 20. 7. 18 7. 10. 7. Tctum: 19.7. 1 20 7. | 19. 7. 20.7. 6% Dt Krld^nltilx o. 1M? . Dl Bnl..flM6l -Sd)ult mit Hu*- otjrte eiuilo|.-Re43. 1 L(5.-3.........v lergmann..... ... 9 ie!tr. Cicferungen.....io ich! unb Krall .....10 eiten & Oiuillecume.....6 >c|. |. Gictn. Uniettu. ... io )cmb. Ulcltt. 2Bede .... 10 <«xin. Ulettr........v EAlel. ttlclti.......10 •djudea...... 8 rirmcn-J 6 HaUke.....12 'raneraSlo b abmeoei 6 6a...... . io luberu» ....... 6 :eui|dK Erdal.......6 'lener Lleinlohle......S kllenllrdKnet ... s. y, I, i •axDener 6 >eeich Ellen.........8 Hie Bergbau ........ 8 !lüdntnvrrfe ........7 feln-Seutilm........ 0 Rannrtmar.n...... . 8 Ran4|elber ........7 JlxrltMd.iJiltnb. Gebart . - . d :bvdd>U-|. Rutin edr . . 6 »ernbau . . Wi Kbeniidx erauniot'-i. 10 Rbetntabl 1. % Jahr Vn Hrbed SJtontan......7,2 ’emmatr etabta......6 iaai Wnen ......Iih lall e>d:.-ti'tbee.....io la.l »efu-refletn.....io tailiaerf 6a4brrturrt ... 15 1. • i*mbcn-3nbu*at . . . U i rnarett Nobel . .... 5 V% ibe । 1 2- | 174.5 197.75 166.25 213.75 130 <53. u 136.75 247Ü'5 198 161.75 147 81.5 138.13 148.5 110.5 228 122.5 127 <30.75 HO 103.5 115,4 ■30.25 y-6,5 139.5 98 50.75 151.5 .54 434 281.25 124.5 95.7. 17'2 196 5 168 214.5 129 158.75 148.5 245 196.v 360,25 120,5 UL5 US.25 U» 232 121.65 12». 5 130.y Hü 116 4 90 285.5 139.4 93 51.25 260.5 124.75 94.75 Schlich-; 1-Uhr- öch"»b R'ire •hitlang Rur» Rur» ] Rur» Datorn: 19. 7. 20. 7 | 19. 7. 20. 7. Dhilipp yo-g-nann . . . frelbrfbergcr (Semrm . . Central fiatifiaDi . . • OacB 4 gtcitej - • - Schultheis Daveichol« . Cfhuede....... 8er. tftbrnzstall ...» Bcmbng..... - Rellftolf ’Balbbof . . . 3ellitof| Alchallenbura . Charlottenburger Vai!« Tcliauer ..... Taünla Mawrc- . • • Temag ....... Mbletmede Älaex . • • Lubw. Soerre . ... e 9?at. automobil . . • • Crcniietn 4 Suiwpd . » Leonhard Zlrt - - Bamag-Seoirtn . . • • RrantT. SaftbbiCTi ••• Wdgnet....... Hecligenttaedt . • • • ^ungbani...... Lechwerte. . » » aiRUaf tnxde . • • • Bitag . • • • • 9?e!anulmet . . . • • Peter, Union . . • • • Riebt. Herber..... 8c(gt & paeifn« . . . 6übb. Zuck«..... • • . 7 10 . s 10 15 u 1? 14 12 12 . 7 . 8 . 0 . 0 . 6 10 . 0 . 6 . 6 . 0 . • 11 • 0 . 4 . 8 . 8 1' . 8 . 8 10 . 8 142 138 172 14i 126,5 114,5 - 23.6 72.5 IÜU 5.25 '4.9 112 117 66.1 308 210 '.51.25 5 16 H 4 1 1 1 4 1 II 4 1 1 1 1 1 8 i I 1 1 »e. 1 1 t 1 El 1 1 141.6 851 308.5 626 538 300 226 1.0.4 196.5 102 56,4 114 «I 79.75 lat <51 <3.5 71 130 142.5 61.13 108.5 151 351 308,5 297.5 129 194 25 102.4 55 115.5 80.5 122.25 254 I 2 142 — 19. IuU 20 Juli ^nultttir ’Jioti rau.. Amtliär Jjoncruna (Selb Sru 1 -selb ene- ix ott. 168,4« 169.80 »68«" 168.77 1, 7i>j l.luV 1. .68 58.395 1, »74 yrfi. cknrw -8.275 58. M 58,415 tfbrifttania - 111.82 112.04 HL86 114,08 3topcnh.-.a:n 112.92 112,14 Hl.1-2 114,14 Gtodbolm 112.68 112.Jü 112,07 U2.19 HelnugiorS. (Italien . . . 10,52. 21.335 10,547 21.-75 20,-96 10,51 21,33 10,55 -1.97 London. . . 2Ü.3a« 40.354 20.o94 ‘Jieunorf . . 4.1845 4,1926 4,1865 4.194» Pari-.... 16,385 lu.l-v lb,3b 10,4 2 Schiveiz . . >0,68 <*,7 4 Ml. 6» 80.75 Cva teo . . t»8,Vl Ui t 'J t J 69.3» Qavctn . . . 1,912 1,916 1.9.8 1.921 »Kto de 3an >.501 J.J63 0.5UÜ5 'J.5U4 Bten tn D - Ceft flbaefi 59.01 49,13 •»9.03 69.15 Prag . . . 12.44.1 12,421 U,4b4 12,4'40 8e()rab . . 7.363 7,377 7.458 7.372 Sabdoeft . . 72.89 73. Ul 72.93 73.07 Bul arten 3,017 3.023 3.01? 4.(123 »'»Rabon le.58 18.02 18.56 16. M 5’anvfl . . 81,48 dl,t.4 61.45 ?!Ä Äonft .ntfat 2.135 4,189 2.135 Etorn . . 6.415 5, 4