Nr. 221 Erster Blatt 178. Jahrgang Mittwoch, 19. September 1928 Lrlch««»' tägli^.aeb« Stnmiagt SwrUgs BrUegca. BUgcea 5e amtlichen Zulassungszeichen auf den Rumpf: „Ö. Z. 127“. Währenddessen hängt der „Gros Zeppelin" mit majestätischer Ruhe m den Drähten und Laufkatzen. Auf der Werft find alle Vorbereitungen getroffen, so daß der „Graf Zeppelin" jeden Augenblick ins Freie geführt werden kann. Das Riescntor der Halle steht offen. Die Motoren haben noch einen kurzen Probelauf gemacht. Die Haltemannschasten sind zur stelle. Die Mannschaft wartet auf den Befehl zum Aufsteigen. Dieser Befehl ztzgert sich aber immer weiter hinaus, da die Führung angefichts des großen Risikos immer noch eine Verminderung desWindes abwartet. Don Zeit zu Zeit werden neue Windmefsunaen vorgenommen, und Dr. Eckener berät mit seinen beiden Mitarbeitern Lehmann und Flemming, den stellvertretenden Kommandanten des Schisses. Der (Start. Xaö Schiff wird nutz der Halle gebracht. Um 3 Uhr hoi sich der wind soweit gelegt, daß man weiß, jetzt wird der „Gras Zepeptin" auf- steigen. Dr. Eckener gibt Beseht, da» lot ganz auf* zudrehen und den Zaun vor der Holle umzulegen. Hunderte von Händen greifen zu, die Holle weitet sich, so daß man, da do» volle Licht eindringt, jetzt die gigantische Größe de» Schiffe» erkennt. Die Schienen, auf denen die Laufkatzen den Zeppelin hatten, werden durch Einlegung von Verbindungsstücken bl» auf den Platz hinaus verlängert. Heue Kolonnen Arbeiter treten an; die Fäuste, die diese» Werk mitgefchoffen, ergreifen die halte- feite, die fich von der Gondel und den Selten au» fächerförmig nach allen Richtungen straffen. Dian kann alle diese Vorbereitungen, die außergewöhnlich sieberhast vor sich gehen und doch vorher genau festgelegt waren, nicht ohne innere Erregung beobachten. Rur Dr. Eckener gehl mit der gewohnten, unbewegten Ruhe umher, gibt hier ein Kommando, nimmt dort eine Meldung entgegen; dann vor dem Schiff noch eine kurze F ührerbe- s p r e ch u n g. Dr. Eckener hat seine Mitarbeiter um sich gesammelt und entwickelt ihnen in großen Zügen seinen Marschplan. Run werden die Sandsäcke abgehängt; bk Mo- torengondeln sind schon besetzt. Dann besteigt auch öle Besatzung da» Schiff — al» letzter Dr. Eckener. Lin Pfiff. Kommando. „Alles los- lasicn an der Gondel! Festhalten!" Die Holzböcke, auf denen die Gondel ruhte, fallen: Das Schift schwebt nun frei über dem Erdboden. Der Ballast wird ausprobiert. Aus ein neue» Kommando hebt sich der Bug de» Schifte»; von achtern wird Zufluß von IDafferballaff verlangt, dann liegt da» Schift wieder ruhig, c» ist auebalanriert. Liner der hinteren Motoren springt an, dann wieder Stille. Da. Schiss ist klar. Um 325 Uhr kommt der Marschbefehl. Die Arbeiter sehen sich in Bewegung und ziehen den riesigen Leib langsam au» der Holle heraus. Wieder springt ein Propeller an und drückt noch. (Einige Minuten später hat sich do» Schift im Freien schon nadj Unk» gedreht. Dos Manöver geht vollkommen glatt- Da» Schift lägt wosierballast ob, die Ma- schlnentclegraphen beginnen zu arbeiten und geben ba» Zeichen zum Anlauf. Kommando: Los! Alle vropel^er springen au, und das Schift hebt sich unter brausenden Hochrufen einer unübersehbaren Menschenmenge in langsamer Fahrt nach Westen. Einige Land- und wosierslugzeuge geben öem großen Kameraden das Geleit. lieber dem See wird Kurs noch Lindau eingeschlogen. wenige Minuten später ist dos Lustschiss den Blicken der zahlreichen Zuschauer enftchwunden. Da» große Werk ist gelungen. Da» deutsche Volk hat wieder seinen Zeppelin! „Gras Zeppelin" über dem Bodensee. Prüfungsarbeit an Bord. Bregenz, 18. Sept. (WB.) .Graf Zeppelin" erschien um 4 Uhr nachmittags von Lindau kommend in ruhigem Fluge über der Bregenzer Bucht und fuhr in der Richtung gegen die Schweizer Grenze weiter. Bier Flugzeuge begleiteten den .Graf Zeppelin" auf dem ersten Flug. In den Straßen der Stadt sammelten sich hie Leute, um das Luftschiff zu bewundern. Das Luftschift fährt weiter. 3m fahrenden Luftschiff sind offenbar alle Arbeiten, die sich auf Dermeffungen und Proben erstrecken, in vollem Gange. Schon bald nach dem Aufstieg nahm die Funkstation des Schiffes die Verbindung mit der Srde auf. Sie teilte mit daß das Luftschiff um 4,45 Uhr über Konstanz war. Schon wenige Minuten später aber erscheint der .Graf Zeppelin" erneut über Friedrichshafen. Gr zieht über dem Zluggelände große Kreise und entjernt sich dann wieder in der Richtung zum Bodensee. Rach 6 Uhr abends ist der „Graf Zeppelin" noch immer in der Luft. Die Funkstation der Werft hat jetzt keine Verbindung mehr mit ihm: er erscheint aber verschiedentlich über dem Werftgelände, so zuletzt noch um 6 Uhr. Man kann vorn Lande aus deutlich beobachten, wie das Luftschiff die vorgesehenen Prüfungen vornimmt wie es von langsamer Fahrt auf Marsch geht und umgekehrt (durch Schleifen, Höher- unb Riedergehen der Steuerung, die durchgeprobt wird). Um 6.15 Uhr erscheint der „Gras Zeppelin" wieder über dem Werstgelände. ®r zeigt d l e Landungsflagge, torrb also in den nächsten Minuten nieder gehen. Glückliche Landung. Eckener stürmisch begrüßt. Friedrichshafen, 18. Sept (WB.) Um 6.20 Uhr zog „Graf Zeppelin" noch einmal eine große Schleife über Friedrichshafen und den Bodensee. Als die Landungsflagge unter der Gondel sichtbar wurde, nahmen bie Landungs- mannschasten auf dem Gelände Aufstellung, um das Luftschiff zu erwarten. 3n der Mitte des Feldes ist ein großes weiheS Tuch mit rotem üuerft reifen aus gespannt. Der rote Streifen wird entfernt zum Zeichen, daß das LandungS- si a n a I ve r st a n d e n ist. 3n langsamem Fluge nähert sich das Luftschiff dem Landungsplatz. 3n etwa 100 Meter Höhe setzen die Propeller aus biS auf einen. Langsam neigt sich die Spitze, so daß man jetzt deutlich in die erleuchtete Gondel hineinschauon kann. Ganz plötzlich setzen die Motoren erneut ein und das Schiff fliegt noch einmal über die Werst hinweg. Offenbar ist das Schiff noch zu leicht und muh deshalb erst Gas ablasten. Um 6.48 Uhr erfolgte dann die glatte Landung. Das Schiff ging bis auf 200 Meter herunter und warf bann aus der Bugluke Ankerfesteln, an denen es bann langsam zur Grde gezogen wurde. Es wird nun vorsichtig zur Halle hinübergeführt. Dr. Eckener und die Besatzung des Luftschiffes wurden bei der Landung lebhaft begrüßt. namentlich Graf Brandenstein und feine Gattin, die Tochter deS Grafen Zeppelin, sprachen dem Führer des Luftschiffes ihre herzlichsten Glückwünsche aus. Um 19 50 Uhr war daS Schiss sicher in der Hall« geborgen, und zwar wurde es mit dem Bug zuerst hineingeführt. so daß es also dieselbe Lage hat wie vorher. Der Grund liegt darin, daß man mit westlichen Winden rechnet. 2n den Abendstunden bot das erleuchtete Luftschiff in feinem riesigen Ausmaße gegen den Himmel einen phantastischen Anblick. biS es langsam in der Halle verschwand. Glänzendes Ergebnis. Tr. Eckcaer findet feine Erwartungen übertroffen. Friedrichshafen, 18. Sept. (Dom Sonderberichterstatter de» WTB.) Gleich nach der Landung erklärte Dr. Lckener dem Sonderberichterstatter des WIB. in einer Unterredung, daß d i e Fahrt ausgezeichnet verlaufen und er mit dem Jing sehr zufrieden sei. Der „Gras Zeppelin" habe alle« gehalten, was er versprochen und wa» man von ihm erwartet habe. 3n mancher Beziehung habe er die Erwartungen sogar übertroffen. So hat die heutige jahtt schon gezeigt, daß das Schift ohne Anstrengung aus eine jluggeschwlndig- keit von 12 0 Kilometer zu bringen ist. Jedenfalls ist c» noch schneller al» der Z R II. Die Geschwindigkeit wurde auf der üblichen Wehstrecke Jrledrichshalen—Kehlen bei Ravensburg erprobt Diese Strecke, die 5700 Dieter lang ist, wurde zweimal durchfahren. Dabei hat sich auch die Manövrierfähigkeit de» Schifte» gtän- zend gezeigt. Höhen- und Seilensteuer funktionierten hervorragend, namentlich haben aber auch d i e Maschinen tadellos gearbeitet. Dabei hob Dr. Lckener besonders hervor, dah sie bei der Umstellung aus Rückwärtsfahrt seine Erwartungen gircd)lfcrligt hätten. Besondere Ausmerksamkeil wurde natürlich der Durchlüstung de» Schisse» zugewandt, da ja schon bei der Versuchsanstalt für Luftfahrt Bedenken wegen de» Iricbgase» bcstonden. Dr. Lckener erklärt, daß die Lüftung allen Ansprüchen in vollem Maße genüge, so dah er hoffe, daß diese Bedenken fich durch prakftsche Erprobung überwinden lassen. Die Ventile haben so gut funktioniert, sagte Dr. Lckener scherzend, daß ich beschlossen habe, im Schift einen Luftkurort einzurichten. Zum Schluß betonte Dr. Lckener noch, die Landung sei dadurch verzögert worden, daß die Jangldnen zu kurz gewesen seien und daß er gerade beim ersten Mate eine schöne Landung hätte zeigen wollen. Am Donnerstag ein zweiter Aufstieg. Friedrichshafen, 18. Sept (WB.) Dr. Eckener teilte den, Sonderberichterstatter deS WTB. mit daß der .Graf Zeppelin" morgen nicht wieder aufsteigen werde. Auf Grund der Erfahrungen, die sich bei der heuttgen Fahrt ergeben haben, find noch kleine Sinzel- verbesferungen notwendig, so an der Durchlus rungsanlage. die etwa» reichlich stark ist. Es ft! daher damit zu rechnen, daß diese 2lrbciten fv schnell beendet werden. daß voraussichtlich am Donnerstag die zweite Fahrt ongetroten werden kann. Bei Der heutigen Fahrt war übrigens die größte Höhe, die daS Luftschiff erreichte, 1400 Meter. Schuh im Luftkrieg. VernebclunghvtrsuchcübtrZndustriewtrltn Stuttgart, 19. Sept (WIB Funkspruch 1 Aus dem Flugplatz Böblingen bei eliittgort wurden gestern Mittag interessante Groß-Bernebe» lungsveriuche industrieller Werke unternommen, denen iniofern eine große Bedeutung zukommt, al» damit erstmal» in Deutschland die langjährigen 'Bestrebungen um einen Schutz i n b u ft r i e 11 e r Anlagen, Dörfer und Städte bei Fliegerangriffen im großen in die Tat umgesetzt wurde und die Verwendbarkeit der 'Jlebclfaure geprüft wurden. Ls wurden eine Anzahl Flieger mit Beobachtern entsandt, die über ihre Feststellungen genau Bericht erstatteten. Es stellte sich heraus, daß bie Nebelwolken nicht nur die eigentlichen Gebäude, sondern auch die ganze Umgegend derartig verhüllt hatten, daß nicht einmal die Umrisse der Gebäude mehr c r - könnt werden konnten. Die Versuche sind daher unbedingt al» völlig gelungen zu bezeichnen. 9er Reichskanzler spricht über feine Senser Reise. Enttäuschte Erwartungen aber keine deutschen Zugeständnisse. Berlin, 18. Sept. (WTB) Reichskan-ler Hermann Müller hatte bie Freundlichkeit, heute nach seiner Rückkehr dem E-hesredakteur im WTB. eine Unterredung zu gewähren, in der er sich über Verlauf und (Srgebnifte der Genfer Verhandlungen auSlieh. Auf bie Frage nach Zweck unb Ziel der von ihm mit den Besayungsl- mächten geführten Verhandlungen erklärte der Kanzler: „Ster Zweck dieser Verhandlungen war bie Geltendmachung unsereSRechtes auf eine sofortige Räumung der besetzten rheinifchcnGebiete und derSaar. Ueber die Grundlage und Derechttgung dieser These brauche ich mich nicht zu äußern: denn das ganze deutsche Volk ist bann einig, daß wir nach jeder Hinsicht bie Verpflichtungen erfüllt haben, die bie Doraussetzung dafür bilden. Juristisch: die deutsche Entwaffnung nach dem Dersalller Vertrag ist längst durchgeluhrt und festgestellt, die Leistungen der Verpflichtungen ans dem Dawesplan find regelmäßig erfolgt und bestätigt worben, das Recht aus Art. 431 also unzweifelhaft. Politisch: der Patt von Locarno, der formulierte Bestimmungen in dieser Hinsicht enthält, fordert feinem Geiste nach die Herstellung eines Vertrauensverhältnisses, daS mit der Besetzung des Gebietes des einen Vertragspartners durch die Truppen der anderen unvereinbar ist. und moralisch: die Besatzung bildet den Anlaß dauernder Schwierigkeiten und Zwischenfälle, die den guten Beziehungen zwischen den Völkern Abbruch tun." Aus bie Frage, inwieweit bie stattgehabten Besprechungen den oben gekennzeichneten Zweck erfüllt haben, erwiderte der Reichskanzler: „Da» gesamte deutsche Volk ist sich darüber einig, unb mir gestehen e» offen ein, daß bei ! diesen Verhandlungen das Ziel, die Befreiung des Rheinlande», nicht erreicht wurde. Die Reich»regierung teilt daher die schwere Lnttäuschung des deutschen Volke» über diese Ablehnung seine» Anspruch» in Genf in vollstem Maße. Immerhin ist doch insofern ein Fortschritt erreicht worden, als unsere Forderung im ersten der drei Dunkle, über die bisher Einverständnis herrscht, r e g l ft r i e r t wurde. 3m Gegensatz zu früheren, nur ganj unverbindlichen Besprechungen, wird hier zum ersten Blate offiziell von den Vertretern der Besatzungsmächte sowie 3apans die „Eröffnung einer offiziellen Verhandlung" über untere Forderung zugestan - den; von dem Augenblick aber, wo das Räumung sproblem erst offiziell auf der Tagesordnung steht, wird es nicht mehr von ihr verschwinden." „Wenn der erst« Punkt," fo me nte her Fragesteller, .in einem für Deutschland befr-etigenben Sinne aufgelegt werden kann — welche Beden» hing hat der folgende zweite, der die R e P a r a - tionssrage betrifft?“ — Der deutsche Standpunkt ju dieser Frag« ist bekanntlich der. dah die Räumung nicht von der Repara- tionSsrag« abhänig gemacht werben darf. Aber wir haben ein großes Onterefft an der Frage an sich; a^fo an der Festsetzung unserer Schuldsumme und der endgültigen Regelung unterer Zahlungen, und deshalb bedeutet auch die Eröffnung offizieller Verhandlungen über diese Fragen durch eine Expertenkommission einen großen Fortschritt. Die folgende Frage lautete: ..Ist dabei aus die 'Besprechungen von T h o i r v zuruckgegan- gen worden?" Der Kanzler antwortete: „Was man in 22)oirt) wollte, ist heute nicht mehr durch- zufühven. Wir konnten Vorschläge in dieser Richtung nicht mehr machen. (Sine Ttobilifierung größerer Gummen ist nicht möglich, ehe wir die Endsumme kennen, dte wir zu zahlen haben werden. Zu parallelen Verhandlungen über die Reparattonssvage find wir bereit, wie wir dazu immer bereit waven." Der dritte Punkt des Kommuniques, die Frage der Feftstellungs- und Vergleichs- f o m m i f f i o n steht also mit der Annahme eines SachverständigenausichuffeS für die Reparationsfrage nicht im Zusammenhang? „von französischer Seite Ist der Gedanke der Sicherheitsfrage in bie Besprechungen hineingetragen worden, von deutscher Seite sind keine formulierten Vorschläge erfolgt, aber wir hoben un» bereit erklärt, im Prinzip über die Schaffung einer solchen Kommission zu verhandeln. die nach erfolgter Gefamträu- m u n g und an Stelle einer Besatzung gewisse Funktionen bei etwaigen künftigen Differenzen übernehmen könnte. Zusammensetzung, Funktionieren, Arbeitsgebiet und Dauer einer solchen Kommission werden im einzelnen Gegen- stand von Verhandlungen sein, jedoch mit der Maßgabe, daß eine Dauer über 1 935, also über den Ablauf der Tnajrimaltermine für die Besetzung hinaus, für Deutschland nicht in Frage kommen kann." „Wie denken Sie sich nun, Herr Reichskanzler, bie weite re (5 ntwicklun g?e — „Darüber wird erst zu sprechen sein, wenn die gegenwärtigen Genfer Verhandlungen zu Ende find, wenn bei uns der Auswattige Ausschuß Stellung genommen hat usw Aber ich mochte doch zum wchlusfe betonen, dah die Erörterungen, fo schwierig sie im einzelnen waren, den Vorzug hoben, in der Weltöffentlichkeit einen außerordentlich großen Widerst a 11 zu finden, der uns angesichts der Stärke untere» Rechtsstandpunktes nur erwünscht sein kann." Das Reichskabinett billigt Müllers Politik. Vorläufig kein Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses Berlin, 18. Sept. (WB.) Der Reichskanzlei» berichtete am heutigen Dormitlag dem Reichs- fabtneti über die in Genf geführten Verhandlungen. DaS Reichskabinett billigte einstimmig die Haltung des Reichskanzlers und der deutschen Delegation unb dankte dem Reichskanzler für seine geschickte unb tatkräftige Führung der Verhandlungen Heber den Zusammentritt des Auswärtigen Aus- I ch u s s e s deS Reichstags zur Besprechung über die Genter Verhandlungen hat der Reichskanzler Müller mit dem Vorsitzenden des Ausschusses, Abg. Scheidemann vereinbart, daß der Ausschuß erst $ufammentreten soll, wenn die Völ.'er- bunbsVersammlung in Gens vollkommen abgeschlossen ist, da die parlamentarischen Vertreter noch in Genf anwesend fein sollen. Die Verzögerung für den Auswärtigen Ausschuß ist um fo unbedenklicher, als in den nächsten acht Tagen weder von deutscher Leite noch von der ©egenfette irgendwelche Schritte in den schwebenden Fragen zu erwarten sind. ienbt flvwakiiche Oie Detterlaqc. en. Die Agentur in der Lage, in ihm hat. r i e und bei , hab die Ne 5 a 5 r a teilt mit: Wir sind wrmellster Weise alle Ge- Hoovers Mrtschastsprogramm Line Wahlrede dcü republikanischen Präsidentschaftskandidaten Aus aller Wett. Tagung des Gustav-Adolf Verein». KrS-er Si 't tungen »erstörk sind. i n e Nichtuno g ftenaufiBÜrt-' ihnnJ Talev ft' omtiMmh W. - 20.39 Uhr. 1738: ftapi baren (ge[iot Attertlimssor saeboren 178 Provinz: — Nischen Hrmei »hemattge ch boten; — 1k Berlin gefiert W«3oftf< -laaesl nchW vvtsii rin M: 8 Ui hoksttahe: W enjcmbleJ ß „Wilbwestscho der Einwanderunasdeschränkuna ein. um ausländische ..Stcllenjüaer" ftrnzuhallen. Cer er. ilärte. die eigentliche Grundlage des nnrtlchaftl,ch«n Fortschrittes sei die volle Beschäftigung der Arbeiter. Die üllqcmcinc Loge b ' am rikanischen Industrie sei hoch befriedigend mit An nähme der B r a u n r o h i e n i n d u s Textilindustrie. Hoover ferbtn gierung alle Mittel anwend«, um deren t> Die Schlesienreise des Reichspräsidenten Stürmische Begrüßung Hindenburgs in Breslau. rüchte au dementieren, die heute im Ausland über Spanien umgehen. Es herrscht i m ganzen Lande vollkommene Ruhe. General Prüno de Rivera, der In Barcelona "rl Hooo. AttSfj Ki/b l^ahrt «8 Bet $>14 landgemeinden. Erwähnenswert ist, daß die etwa 50 000 Mitglieder umfassende slowakische lucherische Kirche im Gebiet des ehemaligen Ungarn ihren Wiedereintritt in den Gustao-Adolf-Verein Erholung zustandezubringen. In der Industrie als ganzes genommen, sei der Durchschnitt der Löhne heute hoher als se zuvor, und die Arbeitsstunden hätten abgenommen. Außerdem seien die amerikani- schen Löhne und der amerikanische Lebensstandard die höchsten in der Welt. Ein amerikanischer Loko- motioführer könne sich zweimal so viel kaufen wie ein britischer Lokomotivführer, fast dreimal so viel wie ein französischer und mehr als viermal so viel wie ein belgischer. Den Ausland markten müsse ernste und besondere Berücksichtigung zugewendet werden, damit mehr Produkte im Ausland verkauft werden könnten, um erhöhten Erwerb im Inland zustandeAubringen. Ebenso müsse man den Verkauf der Ueberschußprodukte der Farmer nach auswärtigen Landern energisch fördern. " Zur e tretungs Vemcmde nu tem Kirche^ Den bezeichne eme eigen flid teile erübrig Üirchengcmeii-, und Zvhame! ymeinbtoettr JPttru«. und bestimmi. iii tetben butd befannlgegeb "Dir r W tvirb wie Eabm vr Kratze verk beamten fini V» Anzeige . 2"so< m^sptattitQ b„y Nm Ä ♦’negeonftalt Newark (New Jersey). 18. bept. (WB.) Der republikanische Präsidentschaftskandidat f)ooocr betonte in einer Red« von neuem die Notwendigkeit ber Aufrechterhaltung der bestehenden hohen Schutzzölle, um den augenbUcklichen Stand ber Löhne der amerikanischcn Arbeiter doch, halten und die amerikanischen Märkte vor lieber- chwernmnna durch Auslandwaren schützen zu können. Hoover trat auch s ü r dasFortbestehen sdeschränkung ein, n*r" firn uth Der Reichs- Präsident ist, von Oberschlefien kommend, gegen 5.30 Uhr im Sonderzug auf dem DreSlauer HouPtbahnhvs eingefroren. Rach kurzer Begrüßung verließ ber Reichspräsident die Bahnhofshalle und schritt auf dem Bahnholsvorplah die Reihen der Veteranen von 1870'71 ab, dem sich das Abschre'ten der Ehrenkompagnie unb der Vorbeimarsch der elben anschloß. Sodarm wurden bie Automobil« bestiegen und die Fahrt ging unter brausendem Jubel des die Straßen dicht irnfäumenben Publikums nach dem Ober- Präsidium. Flieger umkreisten während des Em- langes den Bahnhofsvorplatz. Auch vor dem Oberpräsidium Ritten sich Tausende von Menschen angefammelt, die in begeisterte Hoch- und Hurrarufe ausbrachen, als sich der Kraftwagen des Reichspräsidenten näherte. In einem Bor- zimmer des OberpräsidiumS wurde dem Reichspräsidenten der- Fürstbischof Kardinal Bertram vvrgestellt. Ueberwältigend war der Eindruck, als sich im Hintergründe des groben Festsaale- die Flüglltüren D,fncte t unb die st a fe Gestalt bc» Reichspräsidenten sich an ber Seite des Fürstbischofs zeigt«. Fanfarenstöße und Paukenschläge begrüßten ihn. Rach Beendigung eines Musikstückes ergriff Oberpräsident Lüde- mamt das Wort zu einer begeistert aufgenommenen Ansprache. Ihr erwiderte der Reichspräsident mit Worten herzlichen Dankes für die gemein- [ame Einladung ber Provinz Nicderschlesien unb der Hauptstobt Breslau und für die Begrüßung durch olle Kreise der Bei.'lkerung. Weiter führte der Reichspräsident ans: Ich weiß und habe es erneut gestern und heute bestätigt gefunden, daß Schlesien eine lange Leidenszelt yinter sich hat unb daß trotz oller inzwischen geleisteten Wiederaufbauarbeit unb mancher in den letzten Jahren erzielten Fortschritte auch heute noch schwere Notstände auf den beiden Provinzen liegen. Aber wenn wir in Cinigkell zusammen stehen, und unsere in Sturm und Rotzeiten erprobte Kraft in einigem wollen zusammenfassen, werden wir diese Schwierigkeilen überwinden, helfen Sie, meine Herren, ein jeder an seinem Platze, dazu, über das Trennende der persönlichen Ansicht und de» persönlichen Interesses die Einigkeit in allen lebenswichtigen Fragen unserer Ration zu stellen, und Sic werden Ihrer engeren Heimat wie unserem großen vaterlande den besten Dienst erweisen. An bi? offizielle Feier schloß sich ein Tee im Gesellschaftsraum des Oberpräsidiums, währenddessen Fürst Hatzfeld-Trachenberg als Vorsitzender des Provinzialausschuffes den Herrn ReichSpräsidenteit begrüßte, indem et aus führte: Zinn ersten Wale m FriedenSzelten sehen wir Sie, hochgeehrter Herr Reichspräsident, in unterer Heimat, und das ganze schlesische Doll be- weilt, empflng h?ufc nachmittag Pressevertreter, um ihnen seine Befriedigung über den begeisterten Empfang auszusprechen, den die Bevöllerung von Barcelona bereitet SS xUh-v »'■ °b '' ’jiai übet jaden “ In Mrren- »-Ei 5««°Ä Der he ®ul nPd) em pari tat® to°m! mehr < Wr Lü. W ®a knecht eit ihm feu sicht da» C< «»chlofsrm r 'W. em unh (*rg;c:<9 nicht- . Vit r-wn ß«h! erstarrt nur tai tv& td< w. p .j;c 2ür des sch! üdtien im «ir.e -rotz« Vtt laut unb sch Jbtf.. Aim hie Dürft H LlrS Weit vollzogen unb bamit da» bereits vor dem Kriege bestehende Freundschaftsoerhällnis erneuert hat. Lin Opfer der Cuft. Madrid, 18. Sept. lWTD. Funffpruch.) Die Unteriuchung des Zählers des VallonS .His- pania" mit dem Major MolaS, den Höhenrekorb brechen wollte, ergab, datz der Ballon eine Höh« von nahezu I 1 000 Meter erreicht hat, Molas ist aber ungefähr in 9 000 Meter um« Leben gekommen, da ber Sauerstoffapparat nicht mehr funktioniert«, Lin rätselhafter IteberfaO. Der früher« demokratische Iustizminlster Meck- lenburaS, der jetzige Ministerialdirektor Dr. Brückner, wurde vormittags auf der Schl obstraße in Schwerin vor dem Re- gierungSgebäuve von einem vornehm gekleideten, unbekannten jungen Mann angeg riff en. Mit einer Hundepeitsche schlug der Unbekannt« auf Ministerialdirektor Brückner ein, zerschlug ihm die Drille und verletzte ihn durch wuchtige Schläge am Kopf. AlS der Landesschulrat Puls hinzukam, ergriff der Täter unerkannt die Flucht. Obwohl Augenzeugen eine ziemlich genaue Beschreibung des Täters geben konnten, ist eS der Polizei dis jetzt nicht gelungen, irgendrine Aufklärung zu schaffen. Der lleoetfaüenc selbst weiß auch keine SrflätuTm zu geben. Er nimmt an, daß er möglicherweise wegen eine- abgelehntcn Gnadengesuches angefallen worden ist. Die Affäre wirb noch rätfc-lhafter durch eine Mtt- teilmrg, nach bet ein Rostocker Rechtsanwalt gegen ben Ministerialdirektor Brückner Anzeige bei der Staatsanwaltschaft aernocht haben soll. Diese Anzeiae soll mit dem 11 bersall Aufammenbänam. Auch hi rüber to iß Mi. iftec a * Mreftot Brückner keine Aufklärung zu geben Schwer« Pilzvergiftungen. Nachdem erst vor einigen Tagen tn Sauerlach die Familie eines Münchener Pensionsinhaber- nach dem Genuß von Knollenblätterpilzen schwer erfranft und Me Frau unb ein fünf Jahre altes Kind an den Tktgiftungen gestorben sind, ist nun in München ein neuer schwerer Fall von Pilzvergistung zu verzeichnen. Hier erkrankte unter schweren Bergiftungserschrinungen nach dem Genuß von Pilzen der Obcrpvstschasfner IuliuS Seidl, feine Ehefrau und feine beiden 6 unb 9 Jahre alten Söhne. Der Oberpostschaffner ist bereits an ben Folgen der Deraiftuna gestorben, ebenso der ältere Sohu. Die Mutter und der zweite Sohn mutzten ins Krankenhaus gebracht werden. Ihr Zustand ist nicht lebensge- fähriich. ^vtnvtnigi. gitfiin. Qnire ewrtwt« vn-g • »teem • kenee a (i'iuptin. e K t O-* jew etcrire Oj» •iui«?' lOdsedvni >;eren**• . RtedIellchen Schloß ötThnba* mit dem Gießen ab ... , nach Ulrichstein wo furze Rast *grmad)t------ Alsdann ging» durch den bcrr ichen S)ecbftmorflen und bic schon rocht herbstlich gefärbten Wälder und Fluren über Lauterbach nach Schlitz. Rach Besichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten, meifi altertümlichen Lharaktrr- und der Zuchten 50 Derionen Um 7.30 Ähr gingS t»on I Gedern: Heinrich Müller II . Birklar. 1. Preis b tn schneidiger Fahri über Grünberg Henrich IHülIct II., Birklar. 2. PreiS: Gustav chstein wo furze Rast -gemacht wurde | Graufch, Dirilar: Wilhelm Parr V., Ruppertsburg: Otto ßotz Deilingen. 3 Preis Otto Köhler L, Langsdorf: Otto Lang, Sie nheim: Wilhelm Holzapfel, Strinheim Aneriennung: Heinrich Schäfer II.. Langd. Wilhelm Schmidt. Langsdorf; Derielde: Otto Pfannmüller. Rabertshausen Philipp Pflüger, Berstadt: Hermann DinlL Hungen Karl Zimmer. Lich: Äarl Schäfer. Inheiden Jüngere Kühe Ehrenpreis Äarl Zimmer. L«h 1 Preis Heinrich Köhler III . Langsdorf , Dcririb« Georg d-mmer VII . Billingen. 1 Preis: Gustav K rausch. Birilar: Otto Zimmer I.. BMin- gen 3 Preis 3mil öonnenburg, jungen; Wilhelm Weil. Inheiden Otto ßvtz Bllllngen Anerkennung: Wilhelm Weil. Inheiden Adolf Hof- mann, Hungen Philipp P Inger. Berstadt Philipp Schäfer, ßangb Ott» Vang Stein heim. Witwe Marie Schneider. Berstadt. Äa [binnen 1. Pret) Jakob Bender, ßangtborl: Ludwig Seipp. Bellersheim. 2 Pr Heinrich Jung Billingen. Heinrich Köhler III.. Langsdori Annl Bausch. LanaSdori Eduard Pa um. Langsdorf. Heinrich Metzger Rönnen- roth. 3. Preise Heinrich Schäfer II . Langd: Otto Pfannmüller. Rabe NS hau len: Otto Weber I., vengb. Jüngere Rinder. 1. Preis Wilhelm Gasche Musdrenbeim 2 Preis Äarl Boot I . Lich. 3. Preis Sonst Mar». Ruppertsburg. Heinrich Müller II.. Birklar. Adolf Hofmann Hungen: Richard Jockei Billingen August Hofmann. Hungen, Ludwig Äiö». Steinheim. Qllrerf Spamer Billingen: Anerkennungen: Äarl Müller. Hungen. August Hofmann. Hungen, Otto Röhler T. Langsdorf Familien. 1. Preise Heinrich Müller II. BirNar 2 Preis Heinrich Rödler III.. Langsdorf. 3. Preise Otto Röhler I. Langsdorf An- erfennuixg: Otto Pfannmüller. Rabertshausen. Bogrisbecger vletz Weitere Rühe Ehrenpreis August SchmouS. ßindenstratb. (Zwei 1 Preise Omft Zimmer Bingmühl?. 2 Preis Georg Bommers- beim. Billinaen Äarl Reblowfkh. Rieder-Bessingen. 3. Preis Gmst Zimmer, Bingmübte. Anerkennungen: Otto AicklaS. Hungeti Otto Jost. Bi Hingen Heinrich Pfarrer II.. Billingen. Jüngere Kühe 1 PreiS: Äarl Merle. Lich. 2 Preis Äarl Keblowlkv. Ql lebet-TMI Ingen; Otto Äriber II.. Billingen. 3. PreiS: Wilhelm Schwarz Utphe: Wilhelm Sauerwein, Hungen. Georg BommerShrim. Btlfingen Rinder 1. Preis: Wilhelm Schwarz. Utphe 2. PreiS: Wilhelm Parr. Ruppertsburg; Gmst Zimmer. BingmÜhle 3. Preis Ludwig Sonntag. Inheiden; Äarl Äeblowsfy. Rieder-Besltngei. Anerkennungen Wilhelm Sauerwein Hungn Friedrich Heckmann. Bangt* deS> C;e sind auf tpeifwm ge1 mü dem WaNerHOchen .Wafsclmusteri im Kupterirri druck bergestellt Vas Markenbild ze-.g! ein im schnellsten ,yUgc über der Erdkugel sm- ftiben Europa und Amerika dahlnglritendeS Zev- pelin-Lufischiff Rechts vom Markenbrld steht auf buntiem Gründ» in n>eihen lateinischen Groh* buchstabcn daS Wort .Europa ". hnt» daS Wort -Amerika'. In der gleichen Sa-r.ftart ist ober- halb deS Marienbildes btt Beschriftung .deutsche Luftpost und unten bat Wort .Re,ch»mari xu lesen In ben beiden unteren (Men befindet ftch ebenfalls auf bunflem Grunde — von einer Driften ßinienumrondung eingelaht — die Wert- tiffer Die Farben der Marien fmb: 2 Mark lau. 4 Mari schwarzbraun. Mit dem Barkauf der Morien wird am 20. September begonnen. Die Gefamtgebühr für eine mit dem Luftschiff zu befördernde Postkarte ist auf 2 Mark, für Oer Prämiierungsmarkt in Hungen. L Hungen, 18. Sept. Der gestern beer abge- Hellene Rindvieh- und Schweinemarkt war infolge der günstigen Witterung Qutzervrdent- lich gut besucht Es waren aufgetrieben 109 Stück Rindvieh und 660 Stück Ferkel Der Handel auf dem Ferkelmarkt war bet dem starken Angebot mäfjig; eS verblieb Ueberstand Die Preise bewegten sich für biS au 6 Wochen alte Ferkel für doS Stück 10 bte 12 OKI.. 7 bte 8 Wochen alte 13 biS 17 Mk., 8 ote 10 Wochen alte 18 biS 23 Mk . über 10 Wochen alte 24 bl< 30 Mk. je nach Beschaffenheit Besonderes Interesse fand der Handel m Bieh und die Prämiierung von solchem der Hess. Fleckvieh- und BvgelSberger Rasse. Hierbei konnte — wie gestern kurz gemeldri zur allgemeinen Besriedi^uiig sestgesdritt werden, hast die Landwirtschaft in ben letzten Jahren austerordentliche Fortschritte auf dem Gebiete der Reinzucht ernielt fcat Gs war nicht nut eine «roste Menge, sondern auch ganz hervorragendes Biehmaterial aufgetrieben Rach dem Auftrieb zu schliesten hat 0oS Dv - ge lSbe rger Dich auch in hiestger Gegend nicht unwesentlich an Boden gewonnen. InBul - len wurden verschiedene Beriäuse an Gemeinden abgeschlossen. Die Stadt Hungen hatte feint Äosten gescheut, um den Marit aus die Höhe zu bringen, und die Preisrichter in den Stand gefetzt, nach Möglichkeit den Züchtern für ihre ßriftunaen bte enttprechenden Preise zu-uerkennen. um damit allgemeine Befriedigung aussuldsen. GS steht zu erwarten, dah auch in Zuflucht der TRatti recht zahlreich beschickt wird. Infolge deS starken Auftri^S und der Güte deS Materials erforderte bte Prämiierung, bie folgenbeS Ergebnis hatte, längere Zeil hesiifches Aleckoleh (Simmentaler). Bullen über 2 Jahre. 1.PreiS Ge- j meinde Langsdorf. Jüngere Bullen. 1. PreiS. Georg Damer, RvthgeS: Adolf Bausch. Reichelsheim: Büraer- meister Steten. Reichelsheim 2. PreiS: Äarl Boqt 1. Lich: Heinrich Äöhler Hl., ßangSdori 3. PreiS: Wilhelm GaIifentag an Ruhestätte deS Hl Gottfried hatte sich Sonntag au» allen Teilen bet Provftiz austergewöhnlich groste Festgemeinde einge unden. 3m Dom sand zunächst ein Pontifikalamt statt, daS der Abt Plazidu» Bogel von Münstei- Schwarzach zelebriertc. Daran schlossen sich zwei groste Parallelvetsammlungen in den (Heftgen Gasthdusem. Im .Kühlen Grunde' sprach ReichStagSabgeordncter IooS über die Frage: .Was ist unS Arbeitern bi« Kirche?" 3n den Hao HauSwefen um hn Freut er kich feine» Daieint. dann ist er em d»etftü je 40 Vertreter bsRimmt Die Romen bet gewählten Personen wurden durch 2lu»hang in den Äirdberträumen bekanntgegeben. — Die Straß« t st feine Äohlenab- kade stelle Born Polizei amt wird mit gekeilt: D» wird wiederholt daraus hingewirien. daß nach ber Allgemeinen Straßenveriestrsordnung da» Wladsn von Kohlen, Kok» und dgl auf die Straße verboten unb strafbar ist. Die Polizeibeamten finb angewiesen, lebe Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. • P « rfonali«. (Ernannt wurde bet Beroal- tungsprahirani Wilhelm « a u f m a n n aus Rinder* bügen »um .Haflenlnfpeflor bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen, mit Dirfnng vom 1. September 1988. ____________________ eine halbe Ciunbc euiernten .Luchof Hier ist seit 3abrt. ÄrastomnibuS^Betrieb Dießen-Annerod Vorläufig sind für jeb« Woche zwei Fahrten, und zwar Dienstag» unb Donner»* tag», vorgesehen Für geschlossene Gesellschaften stehen die Wagen aber auch an anderen Tagen zur Dersügung Es ist zu begrüßen, daß hierdurch unteren Mitbürgern unb ben hier weilenden Fremden tüte regelmäßige Gelegenheit gegeben wird, die schöne Landschaft um Gießen herum bequem auftuchen zu können. Hosfentlich findet diese» Vorhaben der Firma HooS bte verdiente Unterstützung, damit aus diesen AusfluqS- fährten eine ständige Einrichtung wird Heber di« morgige Fahri ist Rähercs au» ber heutigen Anzeige eriichtlsttz. Don der Prooinzial-Pflegean- ftalt Ein Feiertag für die Insassen der Pronin- zialpsleoeonstalt war dieser Tage der alljährlich wie- berfehrenbe Ausflug In den Wald. Tiit dem Liede „Muß i denn zum Stäbtle hinaus" setzte sich, wie man uns berichtet, der ansehnliche Zug unter Teil* nähme ber Schwestern und de» sonstigen Personals noch dem Wanderziel, dem Hirtenbrunnen, In Marsch Dort angelangt, wurde unter den schattigen Bäumen zu froher Raft gelagert. Aus einem Pro- oiantroogen der Anstaltskuch« wurden die Au»- flugeteilnebmcr mit Kaffee und Kuchen, Ziaarren unb sonstigen Ersrischungen bewirtet Anschließend wurden Volkslieder gesungen, Spiele aufgesührt unb Tänze, die an Ueberlleferungen ou» den Spinnstuben erinnerten, gezeigt. Bei schönem Wetter oerlies der Ausflug zu allgemeiner Zufriedenheit, unb frohgemut kehrte man zu der Heimstätte In der Pfleoeanstalt zurück. Zum Schlüsse wurde allen, die für die Herrichtung dieser schönen «er- anstaltung sich bemüht hatten, in verdienter weise „Drei Basen" erörterte ber frühere ßanbtag»- abgeorbnete von Papen ba» Thema: .Die katholisch« Aktion. Später fand nach der Pontiftlalvesper in bet Kirche eine Versammlung statt, in ber Domkapitular Dr Lenhar t-Mainz imb Regierungsrat Di« h l-Darmstodt Ansprachen an bie Festgemrinbe richteten. Strliner Börse. Berlin, 19 Sepi (WTB. Funfspruch.) Nachdem gestern an den Esseftenmärkten Realisationsneiming voraeherrscht hatte, ist es heute früh sehr ruhig. Vorläufig lasier! man die lurfe wenig verändert Line Tendenz ist aber bei ber herrschenden Geschäftslosigkeit noch nich! zu erkennen. dtauft ZMwN.IM.MMI». stDfiüiKf Ware MO MM. Wilh. Goldberg, Wetzlar Qilelftreiie *, Fernruf 8861. (Ktruv Älrbeitsvergebnng. Für den Neubau des Finanzamt: Grün- berg (DberbeHee) sollen öffentlich verdungen werden: 8301D a) bie Glaserarbeiten, b) ber Innenputz. Angeboisvorbrucke sind, foaxü Vorrat reicht, beim Finanzamt Gründerg unb bei der unterzeichneten Baubehörde erhältlich, wo auch die übrigen Strbtngung Zimmer Wobnuna muH frei werden. Schriftl. Anaeb. um. 83091)0. d.Giess.Anz. Philipp Pirr V, Grohen-Linden, den 19. September 1928. Wohnungstausch| MWllgSlllM Geboren: 6 Zim.- Wobna. mir Zu- bebör und Bad fPlocksir. II. St. Großer ZirkusGim in 6 spannenden Akten. In den Hauptrollen- BernhardGoeteke. EllciiKürty. ferner Plttachan. Siegfried Aroo Helene von Boivary, Karl Auen. - Ferner: Sonntags-Ausflug Lustspiel in 2 Akten. - Sowie: Moderne Landwirtschaft Zlnsschelve der Leihen XIU und XIV am 2. Januar und 1. Jnli, der Tteche X am 1. «pdl und 1. Otto der fällig. Stücke zu GM 100. -, 200. -, 500. - ,1000. - und 5000. - Zchuhmacher- lehrling gesucht. Nähere» durch Lederband- lung Röbrig, Neustadt iA (06607 Aufforderung! Durch die Einführung einer neuen Buchungsmaschine im Sparverkehr ist die Ausstellung von neuen Sparkonten und Sparbüchern erforderlich geworden. 82220 Wir fordern daher die Sparbuchinhaber unserer Kaffe auf, in den üblichen Geschäftsstunden, vormittags von 8 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 4 Uhr, Samstags von 8 bis 1 Uhr, ihre Sparbücher zum Umtausch vorzulegen. Todesanzeige. Am 18. September, nachts 1 Uhr. verschied nach längerem Leiden unser Innlgatgeliebter Vater. Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Johannes Albach V. Gemeinderechner und Altveteran im Alter von 87 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Albach IX. Familie Johannes Albach IX. Elisabethe Wagner Wwe. geb. Albach Familie Johann Heinrich Brück Familie Heinrich Wagner. Burkhardsfelden, Reiskirchen, Lang-Göns, 18. September 1928. Berlin W s Fernspr.: Zentrum 8033-32 Heute letzter Tag: Wenn Menschen reif zur liehe werden Heute Abschieds-Vorstellung der Rhein-Pfälzer (Pfälzer Krischer) Jeden abend stürmischer Applaus. Ab morgen bis einschließlich Sonntag: Sühvende Monrevn-Gesellschaft sucht zum weiteren Ausbau de» Geschäft» (alle Sparten! möglichst für sofort fuchtigen, in Organisation u. Akgutsliton erfahr.Fachmann als Hnspekior für den Bezirk Provinz Oberbeffen mit Sitz in (Wehen. DirekiionSvertrag, festes Gehalt. Provision und Reisegeld. Ausführliche Bewerbungen mit Lichtbild und ErfolgSaufstellungen u. F.A.IB.805 durch Bndolf Blosse, Frankfurt a. BL 8152V Astoria-Lichtspiele Heute letzter Tag: WildwesMau °°- Die Bettlerin von Siambol Ab morgen bis einschließlich Sonntag: Lichtspielhaus Bahnhofstrahe 34 Zeichnung« nehmen alle Sanken, Sonkiert, epor- and «Slrotasten und die Hnftoll direkt enlaeaea. Sfui-iubrliiht prospettr und Zeichnunqtschein« sind del bieten <5 ft firn rrMItfl». der Zuteilung und früherer Zei»nung«tchluß bleibt Vorbehalten. 5932V zu nebenstehenden Formen: 35 0... Mk. 0.75 40 0... Hk. 0.80 500...Mk. 1.00 550... Mk. 1.10 Sämtl, Zubehör jorSelbrlufertl tut Wilhelm Abmann, Giefaen Bismarckstraße - Ecke Ludwigstraße «or. 1S” I'5 Bestelle Frische Seefische lebende Karpfen „ Schleien irische Näucherwarcn irische Marinaden T. u. B. itt. Mayonnaiic V« Psd. 50 Pf. Hummer, Krabben, Lelfardincn usw. ,e*D C. G. KleinbeDn. Bahnbosstr.59, Tel.66 Wohnung mögt, mit Küche und Bao, zum 1. 10. ob. später von jungem Ehepaar gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 83yDab.Wieh.WnA. ~~kechtsanwalt sucht ab 1. 10. 28 für dauernd 2 Zimmer für Bureau, mögt, obere Bohnbossir., oberer ^cltetoiueo, VlebiflftTabc. Schr. Anged. unter 06612 an d. Giess. Anz. erb Stubent sucht zum 1. November Zimmer müajichft 'Jüibe Uni' versitäi. Schriftliche Angeb. unter 06M»9 an den Giess. Sinz. 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(Sin weiterer Streitpunkt ist der Berechnungsmaßstab iür den Wert der Schiffe zur Zeit der Beschlagnahme. Die deutschen Reederei.» haben umfangreiche Gegenschriltsätze eingereicht die Verhandlungen dürften daher lange Zeit in Anspruch nehmen. Die von den deuttchen früheren Eigentümern angemeldeten Ansprüche belaufen sich auf insgesamt etwa 230 Millionen Dollar, die natürlich schon deswegen nicht in dieser Höhe anerkannt werden können, weil daS Freigabegesetz für Schiffe, Patente und Radiostattonen nur 10 0 Millionen Dollar al» Höchstgrenze vvrsieht. Oberheffen. Landkreis (Bietzen. 00 Klein-Linden, 18.6epL Nun bekommt auch unser Dorf wieder den Pfarrer mangel zu spüren. Da für den nach Engelstadt in Rhein Hessen versetzten Pfarrer Göbel ein Psarrassistent noch nicht ernannt ist, so hat vorerst Pfarrer Schultheiß von Großen Linden die Vertretung übernommen. al. Allendorf (Lahn). 18. Sept. Unsere Störche sind vor einigen Tagen wi der von hier weggezogen. Diesmal waren es sechs Stück, vier junge und zwei alte. Die Jungen hatten sich gut entwickelt. Der diesmal den Abzug der Schwalben au» unserem Orte beobachtet hat. muhte staunen. Am Donnerstag- Vormittag gegen 7 Uhr bot sich im mittleren Dors und in der Obergasse ein Schauspiel seltener Art. ®» sammelten sich nämlich Taufende von Schwalben, als wenn es zum Sammeln geblasen hätte. Gegen Mittag war dann feine Schwalbe mehr zu sehen. — Am Frettag. 21. September. farm der älteste hiesige Orts- b Ü r g « r seinen 8 6. Geburtstag feiern. Es ist der ® emeinbef i 2»g rubenöertoaf ter Johann Kaspar Diehmann, geboren am 21.Septemoer 1842 zu Allendorf (Lahn). Viehmann ist körperlich und geistig noch sehr rüsttg und noch jeden Tag in der GemeindekieSgrube tätig, die er während seiner Verwaltung als eine Mustergrube hingeftellt hat. is. Steinbach, 18. Sept. Die 91 e u p f I a ft e • rungderProvinzial st raste Gießen—Stein- hach vom Waldausgang dis Steinbach schreitet rüstig vorwärts, so dast die Straße im Laufe des nächsten Monats jedenfalls dem Verkehr wieder übergeben wird. Durch die Umleitung des Verkehrs, der zum größten Teile die Straße Gießen—Annerod—Stein- bad) belastet, ist hier bei der Einmündung dieser Straße auf die Straße Gießen—Lich, der sog. Kirche gaffe, ein gefährlicher Winkel entftanben. Am Sonntag ereignete sich hier der erste Unfall, indem ein Auto mit einem Motorrad zusammen- stieß. Das Motorrad wurde stark beschädigt, die beiden Passagiere kamen mit leichten Verletzungen davon. Ware das äuto nicht schnell zum Stehen gekommen, so halte der Zulammenftoh e:n tragudn» Ende genommen. — Die Äcrtoffeltrnic bat hier ihren Anfang genommen. Der Ertrag ist für den trockenen Sommer verhältnismäßig gut, so dast mit einer M < 11eternte gerechnet werben kann Der Behang ist sehr gut, nur sind die Knollen in der Ent- mufiung kleiner, aber durchweg gesund Zu den '.Ra- tursiltenheiten gehör! e», dast manche startosielfelder noch in voller Vlüte stehen, hier dürste jedenfalls der (Ertrag schlecht werden, da die Trockenheit auf die Entwicklung der Knollen starken Einfluß hat. ch Lich, 18. Sept. Einen in allen Teilen u>ohl- gelungenen und schön verlaufenen Familien- abend gab am Samstag in der hiesigen Turnhalle der Gesangverein „Cacilia" seinen aktiven und passiven Mitgliedern Gut vorgetragene öhare, zum Teil recht schwieriger Art, geleitet von Chor- meister Karl Stein, verschonten die Feier. Flotter Tanz bei guter Musik hielt die Teilnehmer bi» zum frühen Sonntagmoraen zusammen. F Obbornhofen 18 Sept. Der Turnverein .Gut Heil" (A. D. >. 2Hit glich he» Gaue» Wetterau bv» Allgemeinen Deutschen Tuc- nerbunhe», hielt am Sonntag unter Leitung feines ersten Vorsitzenden, Wilhelm Zulauf, fein diesjährige» Abturnen ab. In der Oberstufe traten die Detturner in zwei Riegen an. wooon die einen im volkstümlichen W ttkampf« (Sechskampf: Kugelstoßen. Deutscher Dreisprung, Weit- Iptingen. Freihoch, Freiweithoch und 103-Meter- ßauf), die anderen im Geräteturnen (Darren, Reck. Pserd) um den Sieg rangen. Im Sechskamps erhielt Willi Hensel d:n 1. Preis, dem damit auch der vom Verein gestiftete Wanderpreis zufällt, bestehend in einer Standuhr. 2 Pr. Heinrich BouimerSheim, 3. Pr. Otto Schneider. In der Geräteriege wurde Reinhold Kammer 1. Sieger Rudolf Leschhorn 2. Sieger. In der Mittelstufe wurde im Zwölfkampf geturnt, außer Pflichtübungen an den Geräten und Kugelstoßen, 10i0-Vleter-Laus. und Frciweuhochspringen war noch eine Freiübung vorgeschri ben. Hier erhielt Otto BvmmerSheim den 1. Preis. Karl Leschhorn den 2. Preis. In der Zöglingsriege errang den 1 Preis Otto Zimmer, den 2. Preis Otto Groß. Die Preisverteilung wurde durch den 1. Turnwarl Albert Leschhorn vorgenommen Hungen, 18. Sept. Wie wir kürUich berichteten. hat der Vergwerksdirektor i. R. S ch t f f- tn a n n von hier im Austrag des Denkmal- Pflegers im Heckenwald ein Hügelgrab öffnen lassen. Der Inhalt wurde von dem Denkmalpfleger. Professor Helmke (Sieben), bestimmt und das Alter des Grabes darnach sest- gelegt. Das Grab rührt von den ll r n e n selbe r l« u t« n her. die als Ackerbauer die srucht- baren Landstriche Mitteldeutschlands besiedelten und in dorsähnlichen Anlagen beieinander wohnten. An einzelnen Stellen, wie bei der vorliegenden Grabstätte, nahmen sie auch vom lieber» gangsgelände zum Gebirge Besitz. Wie die Fundstücke beweisen, war eS ein Brand grab, in dem sich die Knochenreste ohne Asche vereinzelt befanden, ganz zum Unterschied von dem vor mehreren Jahren in den „Psasfenwiefen" auf- gedeckten Grab, das eine größere Brandstätte mit einer teilweise bis zu 20 Zentimeter hohen Aschendecke aufwies. Das Alter des Grabes läßt sich durch die aufgefundene kleine Urne und deren Form und Verzierung, letztere bestehend aus einem eingeritzten, dreilinigen, etwas welligen Band, genau bestimmen. ES stammt aus der Zeit von 1200 bis 1000 vor Christ! Geburt, der letzten der fünf Bronzestusen. DaS Charakteristische an ihr ist das fast vollständige Fehlen von Metallbeigaben, besonders von Was- sen. Die Grabstätte hat also ein Alter von rund drei Jahrtausenden. (•) Lang-GönS. 19. Sept. Vor einigen Jahren sind die Gemeinden Dornholzhau- s e n und Lang-GönS übereingekommen, den Verbindungsweg (Mandlerweg) zwischen beiden Orten al» Straße auszubauen. Der Teil, der auf Dornholzhausen entfällt und bis in die Mitte des Waldes reicht, ist bereits fertig. Von unserer Gemeinde wird die Strohe in einzelnen Abschnitten gebaut. Run geht wieder ein längere» Stück der Vollendung entgegen, und e» sind der besonderen Lebenskrast bedürfe, um die Stoffe, die man im tierischen oder pflanzlichen Körper findet, zu erhalten, ließ sich nicht so leicht erschüttern. War Wöhler der En.d:ckcr. so war vor allem Liebig der Träger der Idee, der die chemische Cnntix'c organischer Raturstoffe ohne Lebenskraft weiter entwickelte. Schon hatte Kolle aus anorganischen Stossen, au» Schweselkohlen- stosf. Chlor und Wasser, die Essigsäure gewonnen. Der Franzose Bcrthelot gelangte von den ein- sachsten anorganischen Stoffen stufenweile zu komplizierten typisch oraanischen Verbindungen. A. W. Hosmann und seine Schüler erschlossen das Reich der Teersarbstosse. und was das bedeutet hat. lehren einige 3afclen. Schon vor dem Krieg hatten allein die Höchster Farbwerke über 11000 Farbstosstypen svnthett'ch heraestelll. Da- nials wurden In Deutschland jährlich 135 Will. Kilogramm Farbstolse erzeugt, darunter 22 Mill. Kilogramm künstlicher Indigo: heute beträgt d:e deutsihe Farbstosierzeugung etwa 80 Mill Kilogramm. Kolbe und Saute mann eröffneten auch die künstliche Gewinnung von Arzntistof en mit der Synthese der Salizylsäure im Jahre 1860. Schon vor dem Krieg gab e» rund 5000 künstlich« Htilstoffe. Wer kennt nicht daS Antipyrin, Veronal. Sulfonal. Coffein. Kokain. Adrenalin, Salvarsan. Germanin und viele andere synthetische Meisterltistungen. Geschenke an die leidende Menschheit. Schon im Jahre 1863 stellte der junge Ferkin das Cumarin de» Waldmeisters syn- thettsch her. 1875 gewannen Tiemann und H a a r m a nn das Vanillin. Auch der Veilchen» duft (Ionon) wurde durch chemische Künste gewonnen. Fast legionsweise wurden neue organische Verbindungen nach ganz bestimmten Methoden entdeckt. Heute fermen wir rund eine Diertelmillion solcher synthettsch gewonnenen und genau analvsicrten Verbindungen. Gewiße Vorstellungen über die Deröindungsmözlich'titen de» Kohlcnstosss und über d:e Lage und Atome im Raum hallen zur Entdeckung neuer Verbindungen, deren Eigenschaft man ziemlich genau Voraussagen konnte — bevor die Verbindungen selbst bekannt waren. Die Deuttchen haben den Löwenantell an diesen Stiftungen; namentlich die großen technischen Synthesen sind auf ihr Konto zu schrtibrn. Auch bei der beginnenden „Umorientierung der modernen chemischen Synthese", das heißt der Abkehr von den Rohstoslen (ober Halbprodukten) der lebenden Ratur und der künstlichen Ausbau- arbeit organischer Stosse aus Kohle. Wasser und Sust stehen die Deuttchen an erster Stelle. Wir getobmen den Hol-weist (Methanol), ja Aethylalkvhol. Essigsäure. Aceton und eine kaum übersehbare Zahl weiterer Abkömmlinge fluffiger Oelc im Grunde genommen au» Kohle und Was er oder aus Kohle und Wasserstoff (Dergin- verf ähren). Die künstliche Methanolproduktton wird mit 20 000 Tonnen (im Jahre 1927) beziffert. während in diesem Jahre die I.-G.- Farben-Fabriken an künstlichem Venzin etwa 100 000 Tonnen erzeugen wollen Synthetisch gc- bundenen St ckßofs erzeugen wir bis zu 700 003 Tonnen gegen 13000 Tonnen vor dem Krieg. Sowohl bei dem synthett^chen Ammoniak-Verfahren (nach Haber. Vosch. Mittasch« als auch bei den oraanischen Synthesen aus Kohle wirft — neben hohen Druden und hohen Temperaturen - - noch ein Agens mit. das an Stelle der einstigen .Lebenskraft' in d:r ganzen Ratur geheimnisvoll die chemischen Umsetzungen beschleunigt oder .belehr; der Katalysator oder die Kontakttubstanz. Wilhelm Ostwald war wohl der Mann, der vor allem den Begriff und die Bedeutung der Katalyse neu erfaßte. Seitdem man sich mit der Xatalnfe mehr beschäftigt, fühlt man. daß der bisher üblich: Weg. die fo» genannten organischen Verbindungen herzustellen, nicht der allein richtige sein kmm. Man ging bisher trtd zu drastisch vor. Außerordenvich hohe Temperaturen und Drucke wurden angewandt. Wie sticht das gegen die zarten Methed:" der lebenden Zelle ab. die aus Kohlensäure. Waf'er usw. ihwr Synthe'en vollzieht Die synthetische Wi scn'chast der Zukuirft muß diese Methoden des lebenden Organismus erforschen und damit auch die Lebensvorgänge selbst durch die Synthese cnträHcln. Das werden die ttächsten Ziel« der organischen Synthtie sein. Vor allem muß sie sich ben amorphen Kolloiden (leimartigen Stossen) zuwenden. Die lebende Zelle wird immer mehr als ein System von Kolloiden erkannt und unter diesen Zellkolloiden nehmen die Enzyme (oder Fermente) eine bevorzugte Stellung ein. Zweihundert Jahre nach der Wöhlerschen Entdeckung wird die Menschheit ettoa auf fünf Milliarden Seelen angewachsen fein. Wie wird für deren Rotdutit gesorgt werden? Die minerall- nur noch ein i je hunXrt Meter herzu stellen. Die Fertig stelsimg w rd von beiden Gemeinden au': lebhafteste begrüßt werden. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden und zu Inibercn Wahlvorschläge zur Kirchengcmein- devertrelung emgereicht ororben Die Wahl findet nächüen Sonntag statt Man tft auf den Ausgang allgemein gespannt. Ein Auto- Unfall, bet toch z si ch gnäbtg ablief, ereignete sich gestern aus ber Hauptstraße un'eres Dorfe». t.einer Hanomag, der b ntcr einem Wagen herfuhr, und einem entgegen omwenden Wagen anvwe.chen wollte, kam habet zu dicht an die Pferde, daß diese hochgmgen un> über da» Auto wegsetzten. Da» Auto mürbe ziemsich stark beschädig', lohnte aber nach längerer Pause feine Fahrt sortsetzen > Aus der nördliche» Wetterau. Woche» m:t nur wenige» Unterbrechungen vorherrsch: wirkt sich allmählich verheerend aus und gibt hem Landwirt zu ernsten Sorgen Anlaß. So z. K ItefM e» mr ber Futierknapphkit sehr schlünni Wa» seit Jahrzehnten noch nicht cingctretcn. ist j tz? W.rklichkei geworden. Schon jetzt muß der Landwirt xum Dörrsu11er greisen. das aber krnrch reichliche Grünsütterung von Grummetgra» nicht allzu große Vorräte aufweist. Wo bem Landmann in früheren Jahren gerade in dieser Jahreszeit Erbsen. Wicken, S.oppelllee und der dritte Schnitt de» Rotklee» al» Vieh- nahrung in Menge zur Verfügung standen, steht er beute mitunter vor kahle» Flächen, di« vielfach ganz verkümmerte Pflänzchen zeigen. "lUit der dritte Schnitt der tief wurzelnden Luzern« und ber Mai» konnten hier und da wtilerhelsen. jedoch warfen auch ftc gegemlber Vorjahren wesentlich geringere Erträge ab. 9er Latidwirt ist deshalb jetzt schon gezwungen, seinen Viehbestand .zu verringern Auch mit tvr Kartoffelernte steht e» nicht zum besten. E» wird aus gute», tiefgründigen Böden nur mit einer mittleren Ernte, auf geringeren Böden sogar mit einer schlechten Ernte gerechnet werben, können. Auch die Dickwurz find stellenweise in trockenen Sagen im Wachstum stark Aurückgeblicben und liescrn im Berg!eich zu Vorjahren nur geringe Ertrage. Mil berechtigter Sorge sieht der Landmann dem 'Winter entgegen. Glücklicherweise ist die di sjähriae Strohernte reichlich und gut auSg-!allen, so daß Stroh in großer Menge zu Fütterung»zwecken her» wendet werden kamt. Mrcie Aricddcrg. L Friedberg, 18. Sept. Im Ratskeller hier- felbft sand der Gausängertag de» Gaue» W c 11 e r a u statt, zu dem von den 28 angeboren» den Vereinen 24 ihre Vertreter entsandt baten. Der Vorsitzende. Lehrer Schenk (Melbach), bc» grüßte die 8r|d)icncncn, besonders die Vertreter deS neuen Mitgliedes „Heiterkeit" Rieder-Erlenbach, unb erstattete sodann bat Geschäftsbericht. Sine lebhafte Aussprache ent sacht« hierbei der Vertrag mit den Tvnsitzergefellfchasien: Afma und Gema. Sin diesbezüglicher Antrag soll dem 'BundeSsängerlag vorgelegt werden Der Vorsitzende forderte die Vertin« zur umgehenden Zahlung der hier iwch rückständigen Beträge auf. Im nächsten Jahre soll, genau wie im lausenden, in jedem Bezirk ein WertungSstngen ab» gehalten werden. Von einem gememfamen Gau» Dertungssingen wurde Abstand genommen, da der Gau bei dem VundeSseste tn Darmstadt tin Platzkonzert veranstalten wird. Der Gauchor- meister wurde beauftragt, die Chöre hierfür auszuwählen und einen Diriaententag abzuhallen. Der Vorsitzende gab den Termin des Bundes- sestes, die Höhe des Stil bei trage# utrf» verschiedene Einzelheiten über da» Fest bekannt; ec sorderte die Vereine zu möglichst geschlossener Teilnahme auf. Hieraus wurde ein erweiterter Gauvorstand gewählt. Gegen 6 Uhr schloß der Vorsitzende nach Erledigung Otinerer Anfragen die Versammlung. * Friedberg. 18. Sept. Die Zahl ber UnterstützungSempsänger ist im "Bezirk be» Arbeitsnachweis«« Friedberg- Büdingen in den letzt«,! 14 Tagen um fast scheu Bodenschätze sind bereit» jetzt fühlbar er» schöpft. Aber in hundert Jahren wird die chemische Synthe'c welsire Triumphe geie ert haben. Das Geheimnis der Enzym« ist enträtiell. und damit ein neuer Kontinent der Wissenschaft und Technik erschlossen. Zartere Methoden wird die technische Synthese dann anwenden. Ihre physikalischen Energien und chemischen Reaktion»- beschleunig ungen werden eine ungewöhnliche Steigerung erfahren haben. Der As imilations- vorgang der Pflanzen wird in wesentlichen Zügen ein lenkbarer geworden sein. Die Erzeugung besonder» gewünschter Rutzstoise wirb nach Menge unb Wach»tumszeit dem Willen dos Experimentators unlerlati gemacht. Luft Kohlensäure. Wassirbantpf, Wind«, die atntosphäri che Elektrizität und Sonnenstrahlung werden unmittelbar in unsere Dienste treten. Stand da» erste Jahrhundert brr vrgan schon Synthe e feil Wöhler unter ber Losung: Lo» von ber Lebenskraft, so möge bas zweite Iahrhuitdert unter ber Devise: xZurück zum Leben' svch »ollenben. Be- sonbers auf dem Gebiet b-r VolkSernäh- r u ng 1 ind noch große Probleme zu lösen, denn die Menschen, die in de» großen Induftnestädten angeflrrngt arbeiten brauchen hochwer.ige Rähr- mittel um den Anforderungen zu genügen, die täglich an si« gestellt werden Roch bilden Getreide und Fleifch die Haupt bost and teil c unserer Rahrung. daneben gewinnen aber Rährmittel an Bedcutilng. b c noch vor kurzer Zeit völlig unbekannt toaren. Die Lebensmdg!ichteiten des deutschen Volkes sind abhängig von der rastlosen Arbeit der Forscher und nicht nur in materieller, sondern vielmehr in ideeller Hinsicht haben die Entdeckungen von Deutschen dazu beige tragen, daß die Welt heute wieder mit Achtung und Bewunderung von unserer Wifsen- scha't spricht. DaS Volk d?r Er inder nennt man heute die Deuttchen denn in deutschen Laboratorien unb Studierzimmern sind in den letzten Jahren Entdeckungen gemacht worben, ble nicht nur wissenschaftlich« Fow.schri te von großer Tragweite bedeuteten. 13000 Naturforscher fitzen heute in Hamburg sstisammen. um ihr« Erfahrungen auszutauschen und um neue Anregungen zu empfangen. Mögen di« Ergebnisse dieser Tagung dazu dienen, bas Wohlergehen der ganzen Menschheit zu fördern. 100 OL st regen Insgesamt wurden in der Qlr- oeitslosenversicherung 768 Personen unterstützt, in der K r i f e n f ü r s o r g e 15. Rotstandsarbei- ter, die an der Riddaregulierung beschäftigt werden, sind 250 vorhanden. WSR. Friedberg, 18. Sept. In der vor einigen Iahren umgebauten Klosterkaserne, in der sich jetzt das Vermessung-- und Polizei amt befinden, ist der Messing- käfer festgestellt worden. — Bad-Vauheim. 18. Sept. Der Süd- bezirk de - Gaues 73 (Lahn) im Bunde Deutscher Radfahrer führte am Sonntag eine Bezirkswandersabrt aus. bk hier endete. Etwa 200 Radsportter trafen um die Mittagsstunde aus allen Himmelsrichtungen hier ein, besonders gut war Gießen vertreten. Unter Führung hiesiger Sportfreunde wurde ein Rund- gang durch das Dad und feine Anlagen unternommen. Im .Thaltzsienhof" war man dann noch einige Zeit gemütlich beisammen. Dabei begrüßte der Vorsitzende des hiesigen Radsahrervereins, Kaufmann O. Düsselberg, die Gäste' in deren Auftrag dankte Dezirksfahrwart Rein (Wiß- »nar) für die freundliche Aufnahme in Bad-Rau- heim und für die interessante Führung. Auch die Kraflsahrer-Vereinigung bcut- scher Aerzteim Gau 9 (Hessen. Hesscn-Rassau und Waldeck) hatte unsere Stadt am Sonntag al» Treffpunkt gewählt. In etwa 50 Autos trafen die Teilnehmer an der Fahrt hier ein Im Kurhaus sand eine geschäftliche Sitzung statt. Gin- gehend wurde da- Vad besichtigt. 4- Vad-Aauheim, 18. Sept Da» Kurth« ater (Gießener Stadttheater) beschloß am Sonnlaoabend seine diesjährige Spielzeit Als Abschiedsvorstellung gab es eine Erstaufführung, und zwar Gurt Vdtzens entzückendes Lustspiel „Ingeborg", das eine glänzende Wiedergabe erfuhr und zu einer der besten Aufführungen dieses Gommers wurde. Alle Darsteller Ingi borg Scherer, Iuliu» Bast 6, Luise Jüngling. Han» Haesen, Hans Tannert — wirkten äußerst sympathisch und sanden den stärksten Beifall der großen Theatergemeinde, die sich zum Abschied clnaefunden hatte. Im allgemeinen kann über den Verlauf der diesjährigen Theatersaison, die durch zahlreiche Erstaus- führunaen au-gezeichnet war, gesagt werden, daß sie recht erfolgreich war und dem Intendanten, Dr. P r a s ch. und feinem Ensemble starke Anerkennung zuteil wurde. - - Auch auf dem Gebiete der Musik war die diesjähriae Saison äußerst erfolgreich. Seitdem der Meminger Dirigent, Heinz B o n g a r tz, als Generalmusikdirektor an die Spitze de» staatlichen Kurorchesters berufen worden ist, hat sich daS Kunstleben außerordentlich entfaltet. Es wird allgemein anerkannt, daß er in den wenigen Monaten das Orchester auf eine Höhe gebracht hat, die von dem hohen Derant- worlungssinn des Dirigenten Kunde gibt. In den Sinsoniekonzerten wurden u. a. aufgesiihrt: 5. und 6. Bruckirer; I. Mahler! Toch Die chinesische Flöt«! Respighu Rossiniana: Wetzlers Asstsl-Lc- B. Mit der (^-Dur-Sinfonie von Schubert Generalmusikdirektor Bongartz einen beson- aroßen Erfolg. Von den Solisten wurden Glli Rey, Emanuel Kuermann, Riele Queling und Marika Linz besonders gefeiert. Erstmalig beranftaltcte die Kurverwaltung Deutsche Meisterfestspiele, und zwar Salome. 9. Sinfonie von Beethoven, Tristan und Isolde. Diese Beccrnstal- tungen wurden au Höhepunkten dcS mt:sikalischen LebenS der Saison. Unter der künstlerifchen Leitung deS neuen Generalmusikdirektors lösten sie bei dem Internationa len Publikum stürmische Begeisterung au». 6 Dad- Ra u he l m, 18. Sept. Die Bestrebungen, für die Wahl zur evangelischen Khrchengemeindevertretung die Einte aiam auf eine Einheitsliste herbeizusühren, ibf> gescheitert. Es sind nunmehr zwei W^hlvorschläge einaereicht, so daß die Wahl nach dem Borbildr der polttitoen Wahlen statt- flnbcn wird. Seit vielen Iahren ist Die hiesige israelitische Gemeinde bemüht, durch Errichtung einer neuen Synagoge den Bedürfnissen der menen Zeit, vor allem auch den Wünschen der israelitischen Kurgäste Rechnung zu tragen. Rach langen Vorbereitungen konnte im letzten Iah« die finanzielle Frage gelöst werden, nachdem der Grundstock deS Baufonds der Inflation zum Opfer gefallen war. Heilte wurde nun der erste Spatenstich zum Reubau vom Vorsteher der ifraeliüschen Demeiirde getan. Der Rohbau, der von der Firma I. B. Hofmailn Verhängnisse. Vornan von Liesbet Dill. Copyright by Martin Fcuchtwanger, Halle (Saale). 8°. Sortierung. Nachdruck verboten. Weite zündete sich eine fri|che Zigarette an. „Nun wird er mir beichten", dachte Charles, und er schaute besorgt in des freundes rnaacrcs Gesicht, über da» wieder das heftige Zucken lief. „Du solltest nicht so viel raudjen, Weite", meinte er. ..Doo macht mir auä) nicht» mehr. Laß nur und iunbe dir auch eine gute Zigarre an, au» dieser Ufte hier. Und dann werde ich dir das sagen, was ich auf der Seele habe. Die Damen behaupteten früher, ich habe kein Herz. Wozu broudjt man ein N«rz. In Nantes nie J)u|ar? Ich bitte dich. C» ging auch so. Wenn aber einmal bei mir ein bißchen, lagen wir, Herz dabei im Spiele iuai dann ist e» meist übel au»aegangen. Du hast immer gemeint, id) habe Gluck bei den Frauen? Ach. Charles, was heißt .(Dlüit? Sie flogen mir zu. Aber die wertvollen, die sich unb mid) «rnft nahmen, die, wenn es darauf ankam. für einen einftaubcn mit einem Heldenmut, den die Männer gewöhnlich gepadüel haben, die finbet man sehr, sehr leiten. Wo» ist eine Schlacht? C» wird befohlen: Angriff, und man geht hinein, weil man tofge|d)o||en würde, |o oder so. Wenn man heil herauskommt, das ist Zufall Nicht mehrt Mut?' ° ' * „Lieber Gott, uxi» haben fie für eine Geschichie »us der Jungfrau von Orleans gemacht! In ihrem nause in Drleau» gibt es eine Bibliothek non |ech> laufend Banden, die über diese» Hirtenmädchen geschrieben wurden. $di könnte eine Geschichte schreiben von einer Frau, die eine Heldin wa, man sech»iausend Bände über sie geschrieben hat. Von der kein Mensch weiß, roan sie getrogen hat unb wie sie e» getragen hat ... Ihn Seine «stimme schwankte: er warf die Zigarette In den Koniin, seine Hände packten die Sesteilebne „Greist dich do» nicht zu sehr an. lieber Freund ' meinte Charles, der die Erregung beobachtet,, die burd) des Freundes Körper zuckte mahrenb er die Worte hervorstieb. ausgeführt wird, soll schon in /zwei Monaten vollendet fein. Dic Einweihung wird im nächsten Mal erfolgen. Die Kosten deS Baue», der ein Schmuck unserer Stadt werden wird, sind auf etwa 150 000 Mk. veranschlagt. m Butzbach. 17. Sept Der gesteh« Weiheabend. den Gustav ^itbebrant in der hiesigen St. Marlusgemeinde veranstalte tete, badete ein Ereignis für unsere Stadt. Der Dovtragcnde verstand es meisterhaft, das große Mysterium von Golgatha m dramatischer Form auf die Herzen der Zuhörer wirken zu lassen, wozu noch die sctettichc Ausgestalkung des K.rchenraumee. den nur die Kerzen auf dem T sch des Vortragenden erhellten, und geeigirete Orgelmus-ck wesentlich bei trugen. Der mufifa- lü'che Teil lag in den Händen von Stehtct Bach dapier, der die einzelnen Passionsoilder unb deren Hauptstellen durch Werke von Beethoven, Wagner, Händel und Haydn umrahmt«, bzw. unterftrid), wodurch die Wirkung besonders an den Forti-ssnnostellen durch die Trompeten- und Posaunenregister unsere» prächtigen Orgelwerke» geradezu übcrttxHt.genb wurde. Wohnbach, 18. Sept. In diesen Tagen wurden auf dem Bahnhof Berstadt-Wohnbach die e r st e n Z w e 1 s ch c n verladen. Der Erzeugerpreis betrug 9 bis 10 Mk je Zentner. Ende der vergangenen Woche wurden 7 Mk bezahlt. Der Ertrag an Aepfeln und Birnen ist fast Rull. ~ Obwohl wir in unserer Gegend viel weniger Rre- derschläge erhielten als z. B. im Vogelsberg unb im Lahntal, stehen die Hackfrüchte doch gut. Bis setzt wurden nur Frühkartoffeln geerntet. Der Ertrag war etwa mittel. Die Spätkartosfeln haben noch grüne» Kraut. Probeernten haben ergeben, daß die Knollen wohl normal groß und gesund cnhmdelt sind, aber die Stückzahl und damit dic Ernte um mehr wie ein Viertel gegen das Vorjahr zurückbleibt. Auch haben, durch die späteinsetzenden RegcnfäUe veranlaßt. sich viele kleine Rachtouchskartoffeln gebildet Einen befriedigenden Stand zeigen die immer mehr zum Anbau kommenden Zuckerrüben. l>rt tocrd nur über die Knappheit an Grünfutlermitteln. Ärd* Büdingen. II Büdingen, 18. Sept Der hiesige Zweigverein de» D. H. C. hatte am Sonntag eine Wanderung auf die Herchenhainer Höh« unternommen, die, vom schönsten Wetter begünstigt, mit einer sehr hohen Teilnehmerzahl durchgeführt werden konnte. Am schönen De« fallenen-'Denkinal des Gesamt-D. H. E. wurde der neue Wimpel des Büdinger Iung-D. H. 6. geweiht Der Vorsitzende de» Büdinger B. H. C.« Zweigvereins, A. Schuch, hielt eine clndriug- liche Weiherede. Anschließend sprach V. H. E.- Bruder Schwarzhaupt über die Ziele der Iugendgrnpp«. Die Feier war durch gemeinsame Lieder und Darbietungen der Büdinger Iung- V. H. E.-Kapelle würdig umrahmt. Am Vater- Bender-Heiin wurde abgekocht, gespielt und gelungen. Um 4 lllyr erfolgte der Abmarsch über Herchenhain nach Gedern. Rach einem kleinen Imbiß fuhr man mit dem Abendzug nach Hause. * Echzell, 18. Sept. Der hiesige Klein- kaltberschützenverein, der erst seit zwei Jahren besteht, errang auf dem Preisschiepen in Hanau bei schärfster Konkurrenz die Deztrk»- meisterschast mit 149 Ringen durch Rudolf Ost beim, während Wilhelm Rückert die Meisterfchast hn Einzelschießen mit 140 Ringen bei 15 Schuß erwarb. Bereits Im Iahre 1926 besah der hiesige Verein die Krelsmeister- schaft Im Gruppenschießen unb die Meisterschaft hn Einzelschieben. nb. Aus dem Dekanat Ridda. 17. Sevt. Im KreiSverband Ridda der 21140- chenvereinigungen wurde gestern der I u - gendsonniag seterlich begangen. Vormittagsand in der Turnhalle zu Ridda ein sehr gut besuchter Iugendgottesdienst statt, in dem Iu- gendpsarrer von der Au auS Darmstadt in erbaulichen Worten über die beiden ungleichen Söhne auS Math. 21, VerS 28 bl» 31, predigte unb bi« Riddaer Mädchenvereinigung unter Leitung des Lehrers Dieter mehrere Lieder in erhebender Weis« vortrug. Rachmittags feierte der Mädchen ound Wallernhausen sein lOjährigeS Bestehen. Zu dieser Feier batten sich die Mädchenbunde aus Ridda, Eicyels- oorf-Ober-Schmitten, Ulfa, Ober-Widdersheim- Borsdorf, Hungen, Gedern, Wtening»°M«rkenfritz, Hrrzenhain unb fogar au» Reu-Isenburg mit übet 300 M tgliebem eingesunden. Unter Vorantritt des Posaunenchors Dallernhauten zogen die Mädchen verein« unb s^r viele Gäste au» der näheren Umgebung m'rt dem Bund« von Waltemhauten durch die "Hauptstraßen des Dorfes nach dem schönen Festplatze beim Psarrhau». Dort begrüßte Der Orlsge.stliche. Pfarrer Rau, in herzlicher 2Beifc die Festversammlung. Iu- gendpfarrer von der Au hielt dann die Festrede. worin er bi« Bedeutung unb den Zweck ber Mädchenverc nigungen schilderte. Die «inzete twu Mädchenbünde trugen schöire Gesänge unb Gedichte vor. Mehrere luftige Theaterftückchen unb gelungene Reigen boten toeitere Unterhaltung für bic fehr große Zahl der Festteilnehmer. Ein Fräulein aus Zwingenberg entbot dem Mädchenbunde Waliemhaufen herzliche Grüße unb Glückwünsche ihres Bundes. Das Fest nahm einen würdigen Verlaus. Dekan Icriba au» Ribda dankte zum Schluß allen Teilnehmern unb M.twirkenden bei der Feier, und besonders auch den gastfreundlichen Gin- wohnern von Wallernhanten, die die auswärtigen Mädchen in freigiebiger Weis« aufs beste bewirtet hatten. Urcio Schotten. n. Schotten. 18. Sept. An Stelle bei verstorbenen Zigarrenarbei ter» Frieds. Reumann IV. tritt der Schreiner Wilhelm Fritz nach Feststellmrg der Demeinde-Wahlkommission als Mitglied in den Gemeinde ra t ein. Fritz gehört der sozialdemokratischen Partei an. C Laubach. 18. Sept. Das Prci » schic- ßen der Kleinkaliberschützenvereine de» f f. Landjugendbundes wurde bei prächtigstem Wetter am Sonntag hier auf dem neuerbauten Schießstand abgehalten. Sic Beteiligung war sehr gut. unb auch die Ergebnisse müssen als gut bezeichnet werden. Zum erstenmal kam der von der Bundesleitung gestiftete Wanderpreis zur Verteilung, außerdem wurden die besten Einzelschützen durch Hindenburg- Plaketten ausgezeichnet, sowie eine Anzahl Ehrentafeln zur Verteilung gebracht. Den ersten Preis im Gruppenschießen, und damit den Wanderpreis für das Iahr 1928 29, errang die Schießabteilung der Iugendgrupp« Echzell mit 135 Ringen. 2. Pr. Schießgruppe Rod he im a.d. Horloff mit 118 Ringen, 3. Pr Schießgrupp« Laubach mit 113 R., 4. Pr. Schießgruppe Ober-Hörgern mit 106 R.. 5. Pr. Schiess ruppe Ruppertsburg mit 103 R.. 6. Pr. Schießgruppe Rodheim II mit 95 R., 7.Prei» Gchießgruppe Steinheim mit 92 R. Im Ginzel« schießen errang den 1.Pr. Hch. Dinding (Echzell). 2. Pr. Hch. Decker (Echzell), 3.Pr. Ludw Haas (Steinbach), 4. Pr. Wilh. Maier (Robheim), 5. Pr. Wilh. Wacker (Rodheirn a. d. Horloff). 6. Pr. Wilh. Rickla» (Rodheirn), 7. Pr. Hch. Becker (Ruppertsburg), 8. Pr. Hugo Fischer (Stemheim), 9. Pr. Erich Hofmann (Rodheim a. d. H.), 10. Pr. Hch. Günther (Laubach), 11. Pr. Rich. Wacker (Rodheirn a. d. H.), 12. Pr. Theodor Pape (Rodheirn), 13. Pr. Ferd. Schmidt (Steinheim), 14. Pr. Hch. Müller (Ober-HöMrn). + Groß- Sichen, 18. Sept. Die Wahl zur Kirchengemeindevertretung im Kirchspiel Groß-Eichen mit Klein-Eichen war auf den 23. d. M. festgesetzt wordem Da nur ein WahL- vorschlag «4ngeretcht wurde, gelten die auf diesem Vorschlag genannten Persoiren ohne weitere Wahlhandlung al» gewählt. ES sind im großen und ganzen ii: Mitglieder ber seitherigenKirchen- gemerndevertrrtung. Starkenburg. WSR. Darmstadt, 18. Sept. Run bat auch Hessen die neueste Errungenschaft, das Stahlhaus, erhalten. 'Bisher wurden in Hessen vier StahlhLuser errichtet, unb zwar in Gge-löbach bei Darmstadt ein Doppelhaus, das vier Zimmer mit Zubehör und zwei Mansarden saßt für jedes HauS, und in Mainz zwei Gtahlhauser mit 3-Ziminer-Wohnungen und je zwei Mansarden. Die Häuser wurden von ber Stahlhaus-G.mB.H. Duisburg-M. errichtet. Rheinhessen. WSR. Mainz, 18. Sept In einem Ladengeschäft wurde am Freitag ein falsches 50- Pfennig-Stück verausgabt. Als der betreff enbe am Samstag vormittag in dem gleichen Geschäft wieder erfchlen, um abermals ein 50- „Nein, im Gegenteil, es erleichtert mich: e» mußte ja doch einmal ... gesagt werden ... zwischen ... uns ..." „Zwischen uns?" fragte Charles mit großen 21uqen. „Za, zwischen uns", wiederholte Supon sehr ernst. Cr nahm dic silberne Krücke seines Stockes und suhr damit dem Blumenmuster des Teppichs nach, seine Stimme klang heiser, er atmete mühsam, und Charles mußte an seine Mutter denken. „Lieber Nenö, sagte er, „du bist heute nicht in der Stimmung, über solche oadjen zu sprechen, ich sehe es dir an. Geldangelegenheiten untreu nie etwas für dick). Was ist cs denn groß? Du hast e» gebraucht und ausgeacben. Du bist im Uunit groß Scworden, und nachher roar nichts da. Das war art für dich. Unb ich bin dir dankbar, daß du nicht zu einem Wucherer gegangen bist, sondern mir dein Vertrauen gefdjenft hast. Ich habe dir da» Geld gegeben, weil es mir In diesen Tagen eine Last war, und es liegt (a sicher bei dir. Hch habe nie gemahnt, und dic Zinsen habe ich nur gut- geschrieben. Geschäft ist Geschäft, Janen die Commis vovageurs. Wenn wir aber einmal die Sache berühren, so tue ich es wegen meinen Söhnen! Nicht meinetwegen, unb deshalb wäre es gut. wenn ich für all« Hätte eine Sicherheit hätte." „Du hast aber doch noch den Schuldschein von mir", sagte Rciü, ohne die Augen von den roten Blumen des Teppich» zu heben. „9a, den habe ich. Aber wenn innvischen, ich will da» einmal annebmen. du bei diesem Leben mehr brauchst, al» dir der Staat Pension gibt .. .* Nen6 sah auf.....Der Staat? Meine Pension? Davon bezahle ich meinen Diener, über glaubst du. daß der umsonst bei mir aushält? Ein Herr im '.HoQftuhl ist anspruchsvoll und empflndtid». Kurz und gut, it)QS meinst du eigentlich mit dem Schuldschein. CTbarle»’ Miene zeigte eine leichte Bertegenhelt. .15» ist so peinlich, lieber Nens, zwischen freunden, btefi Otelbfad)t -2ber die Geldsachen, denke Ich. sürd doch Mar zwischen iin»*, morf Nene ein. l(barte: schwieg Er hat so keine Ahnuna von Geschäften der gute Nen», dachte er. Wie soll man ihm da» erklär en, jetzt, da er so erregbar und lei- dcnb sttk „Nein, nein, bitte, erkläre mir da»", fuhr Ncns fort. „Du bist beunruhigt. Hast du denn den Schuldschein verloren? Ich stelle dir gern einen neuen aus. Oder sollen wir einen Akt aufnehmen lassen, wegen des Hauses? Auch dazu bin ich bereit. Da» sind doch alles Nebensachen." „Aber ich denke, davon sprechen wir dic ganze Zeit", sagte Charles. „Nem, Charte», die Geldangetegenheit ist geord- net. Du hast deinen Schuldsthein bekommen, und c» war nobel von dir, alter Freund, daß du dich da- mit abgefunden hast. Von mir aber toar ee nicht nobel, baß ich dir die Zinsen nicht bezahlt habe, aber ich dachte, er kann mich ja treten, und wartete darauf. Ich hätte dir zwar auch bann nicht» geschickt, denn ich hatte c» ja verbraucht." „Das ganz« Geld?" rief CHarle». .,9a, das ganze Geld. Nicht an einem Tao» natürlich. Aber ich hatte Spielschulden, hielt Rennpferde unb hatte Pech: ein Pferb brach ein Bein nmhrend des Nennens und mußte erschaffen wer den, na, unb jo weiter, llnb bic Frauen hielt man auch nicht umsonst. Ob man fie heiratet ober nicht. Dic Lleve ist eine Gelbfrage. Wenigsten» war sie bas für mich ... bl» auf eine einzige Ausnahme ..." (Er brach ab unb zog Striche auf dem Teppich. „Du könntest alfo eine Hypothek aufnehmen lassen beim Notar, auf mein Hau», aber es ruht schon leiber eine erste Hypothek barauf, bann würdest du In zweiter Linie kommen, verstehst du mich?" „Das ist ja nicht schwer zu verstehen", sagte Charles. .So hab« ich es auch aufgefaßt." ..Ich bin ja Immer ein leichtsinniger fterl ge- wesen , fuhr Ren» fort, „aber in Geldsachen bin ich anständia geblieben." „Das weiß ich. Reite. Du hast mir auch früher all die kleinen Schulden zurückgezahtt." Io, ober bic großen kann ich dir leider zu Leb- teilen nicht mehr zurückgeben. Und wenn du mir heute faajt, ich brauche das Geld, dann muß ich eben abschrammen, und »war sofort. Du brauchst mich nicht so groß anzusehen. Charte», da» ist kein Scherz. Die Pistole liegt Immer bereit in meinem Nachttisch, mit drei P.-.iionen geloben, gesichert, aber schußbereit." Pfennig-Stück anzubringen, würbe seine Fefs« nähme veranlaßt. E:n« Durchsuchung seiner Wohnung förderte bann die Gerätschaften zutage, die zur Herstellung des falschen Gelbe» verwendet wurden. Der Täter, ein 26jähriger Schlvssergeselle. ist geftänd.g unb gibt glaubhaft an, bisher etwa 20 Falsch stücke in Mi Verkehr gebracht zu haben. Preußen. Mrei» Wctzlar. 3 Krofdorf, 18. Sept. Am Sonntagnachmittag besuchte die Ehefrau des Landwirt» Vilhclm Dau- bcrtshäuscr von hier mit ihrem Dreijährigen Enkclkindc den neuen Friedhof. In einem unbewachten Augenblick machte sich das Kind an einem Grabstein zu schaffen. Dabci brach die obere Halste des Steines ab und traf das ftinb |o unglücklich, daß es noch in der Nacht in die Chirurgische Klinik nach Gießen übergeführt werden mußte, wo es ernst barnicberliegt. — Heute vormittag hat das dreiiäyrigc Kind des Hüttcnarbetter, Wilhelm Weber von hier ein Zchnpfennig- ft ü cf verschluckt, so daß auch hier die lieber- führung in die Klinik nach Gießen ersolgeg muhte. ' Dornholzhausen. 18. Sept. Der Gern cinderat beschäftigte sich in htner fünaften Sitzung mit der Vergebung der Instandfct- zu n g s arbei ten am hiesigen Schulhofe. Es wurden übertragen: bic Maurer- unb Wafferleitungsarbeiten dem 'Bamm ter nehm en Zöller-Dornholzhausen, bic Reupflafterung des Schulhose» dem Bauunternehmer Schäfer- 'Dornhotedausen. Dic Arbeiten erfordern einen Kostenaufwan.d von über 2000 Mark. O Oberkleen, 18. Sept Der Maurer Heinrich Krill von hier, ber hn Mai bet dem Zusammensturz einer Scheuneil- wand im benachbarten Vollnkirchen verletzt toirrbe, ist jetzt gestorben. Unter großer Beteiligung fand am Sonntag ferne Beerdigung statt. Maingau. WSR. Frankfurt a.M. 18. öept. Out lang aesuchtes Kleeblatt, das seit einigen Wochen Die Stadt unb ble nähere Umgebung heimsuchte unb es auf die Beraubung von Rollfuhrwerken und unbeauffWigt parkenden Autos abgesehen hatte, vor denen fein Fahrzeug mehr sicher war, ist jetzt von der Kriminaipolizet fest genommen worden. Es handelt (ich um Den au» dem Zuchthaus entwichenen Zuschneider Forster aus Pirmasens, den Krafttvagenführer Scheffler aus Chemnitz unb den Monteur Wollinger aus Chemnitz, die sich hier zusam- mengefunben hatten. Forster und Scheffler hob man aus den Betten aus, Wollinger ereilte fein Schicksal auf der Kaiserstraße. Da» Trio hat mit einem gemieteten Personenkraftwagen die Parkplätze und Haltestellen von Rollsuhrwerken angefahren unb aus den Fahrzeugen mitgehen heißen, wa» zu erreichen war. So sind dem Trio eine Anzahl wertvolle Frachtgut stücke mit Mänteln, Schuhen Stoffen unb Wäsche in bi« Hände gefallen, ebenso eine Reihe Reisegc- päckstücke, tote Reisekoffer. Handkoffer und Aktentaschen mit Inhalt. Das verwendbare Gut wurde in unb um Frankfurt abgesetzl. Es stnd dem Trio aber auch Sachen in die Hände gefallen. für die es keine Verwendung hatte, toi« Musterkoffer unb Rersekolletttonen. Sämtliche Sachen, bie vorgefunden würben, finb beschlagnahmt worden. — 'Der wegen mehrfachen Betrug» und Heiratsschwindel» gesuchte angebliche Ingenieur Alois Feuerbach von hier ist gestern in einem Kaffeehaus in Höchst fe st genommen worden. G leichzeittg wurde sein vor dem Gebäude stehende» Auto bcschtag- nahnrt. Feuerbach ist ein schon schwer vorbestrafter Mensch. Briefkasten der Redaktion. (Necht^gntachten sind ohne Verbindlichkeit der ' Schriftleltung.) H. C. Fall» cr> sich um einen industriellen Betrieb handelt, sind Sic zum Beitritt zu der Zwang»innung nicht verpflichtet! sie k ö n n e n aber beitreten. Lical jedoch ein handmcrkllchcr Betrieb vor, jo sind Sie zum Beitritt der Zwanas« Innung verpflichtet. Beachten Sie § 87 der ®c- wcrbcordnung. H. S. Wir empfehlen Ihnen, sich in einer Apotheke ober Drogerie nach dem Mittel zu erkundigen. „Und was wäre damit geänbert, wenn du dich erschießen wurdest!'" fragte Charles verwundert. „Dann bekämst du dein Geld sofort. Sei so gut gib einmal den Schlüssel her zu dem Kasten dort Er wies auf einen Frisiertisch, auf dem ein Schlüssel lag. „Danke, siehst du, dort auf meinem Schreibtisch die kleine, rote Kassette links? Schließ sie auf unb nimm bie Papiere heraus." Charles stand auf und schloß die Kassette auf. Sie mar mit Briesen und Rechnungen gefüllt, obenauf lag ein versiegelter Umschlag, darauf stand: „Mein letzter Wille." „Ia, Charles, darin ist mein Testament, und darin habe ich dich zum Universalerben eingesetzt." „Mich?" rief Charles. „9a, dich, mein Freund.. „Aber, rote kommst du dazu?" „Du meinst, das wäre eine Lächerlichkeit, weil ich nicht» zu vererben habe? Doch, Charles. Erstens wirft du sofort da» 5)aus unter Den Hammer Dringen, und vielleicht macht es dir Freude, meine Möbel unb bie Bibliothek zu übernehmen." Charte» war rot geworben wie ein Schuljunge Cr nahm die beiden Hände feine» Freunde». Cr konnte nicht sprechen. „Du sollst mir nicht dafür danken, guter Freund", fuhr Renö fort. ,.C» Ist nur eine Art Ehrenrettung ober ... w,c soll ich e» nennen?" „Ich versteh« dich gar nicht", rief Charte» Wie kannst du von Ehrenrettung fprecken ... zwischen un» .. zwei so alten Freunden!? Da» wäre |a noch schöner, wenn nun miteinander abredjnm wollte, wie mit einem Halsabschneider." „Du verstehst mich nicht. Charte»", sagte Neus. ..Laß mich einmal nusreden Ich muß sprechen, unb ich will sprechen, nachbem ich so lange geschwiegen habe. Nimmst bu eine Zigarre?" „Rein, danke." Cr ist wirklich sehr krank, buchte Charles. Aber man muß ihn reden lasten Wer weih, was rr mir zu sagen hat? Unb er schaute ben Freund erwartungsvoll an Aus dem Park kam entfernte Musik Eine Serenabe. Zarte Geigenfttrnmen fangen, und unter den alten Bäumen sah man Mm- fdwn nxmdcrn, die Kinder mtt bunten Luftballon^ die sie an dünnen Fäden hielten. (Fortsetzung folgt) J Aus der Wett des Films. berliner Zilmpremieren. ^Drovlin Jioufle.“ - ^Heimkehr/' - „Cong." jui Berlin wird uni geschrieben: Wit feinem «“Bo riete HaupidarfteUcr <$mtl Hanning*. Hai fid) ti. 2 vuvont eines 2D*drut erworbe-’ und c* hat drei Jahre gedauert. bis er mit fernem neuen Derk den alten Hufe: helfen Uraufführung n England ein großes Or- c gin* wur!" ec rft ein Gricugni» der British International Picture* Ltd-London — steht ftoff.xh uni) cheatraküch feinem 2r!iftenbrcma nahe, es handelt 1;d) um die Welt der großen Revue, deren Inbegriff hier das Pariser Theaser mit den rot.erenbwi mühlenflüflelr. unb thre Diva bi.de:i. die in Wirtlichkeit Mistinguette. Un Film Parysia heißt Aus dielern Milieu bot Dupont her auch das Manuskript schrieb, die Fabel bergek tet. der alternde Revuc-Gtar per- . ebt hi hi den Bräutigam seiner Tochter, her chre t'iebe erwidert, und er ft eine Automat ast ropde nach der üb', chen Arttojagb - Härt die Empfindungen beider, so Bast Parysia zum „Blpuiin Rouge", der Schn aut zu- vudfMtbel (eine recht unklarc seelische Angelegen- beit). Mag man zu dieser rührseligen Bajazzo- Tragdd'.e stehen wie mau will — der Film macht Irer alles wieder gut Er W mit einem rauschenden Ärekenbo ein: nächtliches Pari*. Licht- bänder. laufenbc Reklamen. Revue. Rod) nie vielleicht ist ciiw Revue aus so interessanten Einstellungen ans allen Dnkrtn vor und hinter der Biibnc gegeben worden, noch nie Haden Theafer- aufnahmen so sch.llernd und tempohast das Wesen einer gtnficu Revue erfaßt Wo die Handlung vom Oefseiirlcheii in das Private abbiegl. zu dem amourösen Äonfetft des Revue^tars. führt unbedingt Olga Tschechowa, welche unter der Ik.tung dieses Regisseurs einen Gipsrl ihrer Lauftxchn erreicht hat: wie die Alternde sich ihres Gefühls für den Jungen bewußt wird, wie s-.e mit zaghaften Fingern vor dem Spiegel die Runzeln unter den Augen und bi#c Falten am Halse ab taflet, wird für lange Feit ein erin- nerungswürdiges Bild bleiben Reben dieser rollen, plastischen Darstellung lomrnen di« beiden Mitspieler (Eve ® re!) und Jean *Br ab in) nicht sehr in Betracht. Großer Publikurnsersolg. zu dem der Mann an der Kamera (Werner Brandes) nicht toenig beiträgt. Aus der sehr schönen Rovslle „Karl und Anna", von Leonhard Frank, baden Fred Majo und Fritz Wendhaufen den Film Heimkehr" gemacht - ohne natürlich dem fee»ischen Gehalt und den innerlichen Wandlungen der Profa nahezukommen. Schon her veränderte Xiiei zeigt bie Einstellung der Manu- strchtverfaller zu ihrem Stoss an; es handelt sich um bi« Heimkehr Richards aus den sibirischen Bleibergwerken, der sein« Frau in heißer Umarmung mit feinem Kriegskameraden und Freund Stad trifft — das Enoch Arden-Motiv, hier durch die Freundschaft bet beiden Männer verschärft. Richard entsagt ferner Fvau, die ihn nicht mehr liebt, und zieht wieher als Maat in d.e Weit. — Stören am Beginn die häufigen 3toifd)«niitei. welche Seelisches durch daS Wort erklären wollen, so fallen sie im Verlauf der Handlung fast ganz fort, die inneren Stimmungen und Enlw.rtiungen verdichten sich, und auf eine ganz tmfillnischc. schlichte und unpathetische Art volHiebt sich hier das Geschehen zwischen den drei Menschen; cm Frlm, der weniger durch äußere Effekte als durch die Entwicklung innerlicher Dinge fcfldt. ein Groß film ohne Aufwand und foftfp.euge Bauten, den fein Regisseur Joe M a y mit aller Kunst einer reifen, aber wernalS auftrumpfenden Erfahrung gedreht hat. Außerordentlich starke Stimmungen, die zwischen den beiden Bi-brnlen der stbinschen Einöde und den Großstad lauf nah m,m von Hamburg und feinem Hafen hegen. größte Ausdruckskraft bei stärkster Bevhaitsnhett. bte sogar auf die bei feeli- schen Vorgängen unvermeidbaren Zwischentitel Der Mann mit der Idee. dhinefenfihn in Paris. Don Kurt ttersieu. 3n einer jener engen ftcilanßeigcnben Gasfen des labyrinchischen Gewirr» an den Hängen deS Montmartre liegt in einem alten, hohen, schmalen Hause, neuhergerichtet, einer jener kleinen Kinosäle, in denen man Filme sehen kann, die kein Boulevardtheater aus Angst vor der ..anfpruch-rtofen, inbi ferenten M^sfe zu spielen wagt. Ss gibt vier solcher kleinen Kinos in Paris, sie spielen RuNensilme. die spielen neuartige Versuche, die rein vom artistischen Herkommen. sie spielen alte, wertvolle Filme, zeigen Bildstreifen aus den ersten Zeiten des Films überhaupt man sieht, groß aus graue Wände zur Rechten und Linken projiziert, farrilatu- ristische TrtckzeichenMme — etwa- ganz Reues; sehr geeignet für Propagandazwecke, der Film- moniage gelingen hier überwältigend komische öhtfälle. . X1 ilnh man zeigt hort einen chinesischen Film, einen echten chinesischen Film, in Schanghai produziert. Ich habe ibn gesehen. Er ist herrlich, heiter, einfältig. Man sollte ihn auch in Deutschland zeigen. Sr würde nicht nur Sensation machen, sondern vor allem endlich einmal zeigen, wie es in China aussieht, wie sich die Mcn'chen dort bewegen, wir sie wohnen, wie merkwürdig sie denken, wie seltsame Einfälle sie haben. ES i’t nicht das ganze Ehina, das man hier fleht. Es ist ein Stück chinesischen Lebens. Fühlens, ein Stuck chinesischer Kultur vor allem 'n den wundervollen Bauten. Alles war von einer Primitivität, einer kindlichen Raivitäl. einer Schrulligkeit, und einer Anschaulichkeit zugleich. baß man nicht ans dem Staunen kam. Wir haben alle belustigt gelacht waren aber alle Slücklich. diesen Fllm zu sehen, mit wunderbaren linbfiden in Täler, Schluchten. Dörfer. Tempel. Räume. Hallen. Es gab nirgends Kulissen, nirgends gemalte Prospekte, alles nur echt und rein, unb nichts erinnerte an Erport Da ist ein junger Mann auf der Reife in die Stabt, sieht zufällig eine junge Schöne: natürlich Liebe auf den ersten Blick. Sie geraten in einen Tempel, wo das junge Mädchen ein Opfer bringen will. Der alte Tempel mit dem grotesken Turm liegt mitten in einsamen Bergen. verzichten kann. Gnthalllatnken von allen film- üb».eben Effekten machen dieses Drama zu einem der stärksten E.nbrücke, den die Spielzeit bisher txrm.ttvit hat Joe Man hat cs gewagt, fein »we stünblges Drama Mit drei Personen Karl, Xdxnb unb Anna aufzudauen. bargeftcflt durch Gustai- Fröhlich. Lar» Hanson unb Dita Pari», hem neuen .Fiimftem her Ufa; alle behaup.en s.ch angesichts ihrer schwierigen Aufgaben m.t viefem Können Io daß am Ende starker Beifall den Reg'feur mit zwei Darstellern Hervorrufe. Der F.lm ..Angst", nach einer Rovclle von Stesan c . g . zeigt b-e g.cichlaufenden Linien Uve.er Ehc.i. in Denen bic eine ung.ücklich und bk andere, wenn man fo sagen darf, glücklich vmittet st; in der letzten herr'cht allerhand ToLhe-.t. in der ersten aber bic Angst, die Elga Brink vor der Elkdeckung einer kleinen ehelichen Untrcuo haben muß. so daß Schert unb Ernst in gUchen Schalen gegenelnandergehalten werden. Unter SteinhofsS Leitung ein sehr sauberer unb anftänb g-sr Fr-n mit Henry 6 b- warbS. einem satinierend verhauenen Schau- sp.c.er. unb Gustav Fröhlich, hem als Darsteller guter Jungen bekannten Darsteller. Gin geschirtfes Publikum-snick. das sich l«se in die iu,d)au?r 'chine chelt. Der IRegiffeur Eichbckg hat das Verdienst, die chineascho. aber in Amerika geborene Ann May Wong in Deutschland gezeigt zu haben; fit ist Allistennn ome# Artisten (Heinrich Georg«), der fit allabendlich m Ifenctc als Lchaunummer unb auch fenlt m.t Meslcr.i bc- w rft. ein grober ungeschlachter Äerf. für den ’.c sich opfere Unb triefe junge libintfin hat c.nen schwermütig-erhabenen Re.z. ihr Lächeln ist von e.ner bozauberndsi ciob chen Süße, sein unb zerbrechlich ist Iw einer Welt voll Grauen unb Verbrechen ausgefetzt. wirlungsvväe Kontraste. > e b»fes schauspielerische Phänomen tounhciiHki unb unvergeßlich verkörpert. Der Film, in dem sic spielt. beißt ..S on g". er ist ein Schauer^-m mit d.e'er fremdländischen Köft- Der Amer.laner ..Rull 116 f arbeit betef- tivi'ch unb h.ntertreppen:.läßig mit allen bewahr- ten Requi'iton: Zallklappen. greifenden Händen. u?chlagenden Düren, Versenkungen und allem. was gut und bewährt .st. Unb Lionel Barrymore Hai bar.n bic Hauptrrxlo eines alten Herrn, bei hch teils wissenschastllch. teils Verbrecher.fch beschäftigt. Aber das Ganze ist eigentlich Reklamcsilui für Rcr, thc gor man policc dogc, einem wundervollen klugen beut- schen Po.zechund. ein herrliches Xicr. in allem unb jedem fernem berühmteren Kollegen Rin- f.nhr. vollkommen ebenbürtig Das übrige hat man schon sehr oft gefeben. am hübschesten bä Paul Lern, der b;ofe 5ilmfrunhialität in feinem ..Spuk tm Sch7oß" wundervoll parodiert hat. Vom Mm und seinen Leuten. Eine giftige Plauderei. Don Erich (Lffler. Das fertige Filniwcrk sebrn Sie, meine sehr verehrten Herrschaften, im Kinotheater, die Mühe und Arbeit, die darin stecken, ahnen Sie vielleicht auch aber imt den Menschen, die diese Arbeit leisteten, will ich Sie in nachstehenden Zeilen flüchtig bekanntmachen. Ratürlich nur mit den künstlerisch tätigen, sonst reichte der Raum nicht aus. Hat sich so eine Firma erst einmal entschlossen, ein neues „Ding zu drehen", so sucht sie nach beut Filmschrift st ekler, der das Sujet liefern soll. Das ßeißt. suchen braucht sie eigentlich nicht. Derartige Leute gibt es zu Hunderten, zu Taufenden. Vom Bäckergesellen bis zum Fabrikbesitzer, vom Portokassenrendanten her Bank bis zum gewichtigen Regierungsrat fühlen sich ilnqe\iiblte „berufen". Was sie einsenden. ist zum Teil wirtlich .Eigenes" — es macht gewöhnlich den unbrauchbaren Teil des Manuskriptes aus! — zum Teil Rachempfundenes. Gelesenes. Gehörtes. Gesehenes -- und daS darf die Filmgesellschast nicht erwerben. Der Unglücksmensch. der den Wust von Gingängen durchlesen soll, ihn auch mindestens eine 3citlang irgendwo verstaut unb dann zurückschickt. ist der Dramaturg. Seine besonderen Kennzeichen sind dunkele Haare, zu einer unentwirrbaren, duftenden Löwenmähne verkleistert Hornbrille und österreichischer Akzent. Manchmal stammt er auch wirtlich auS Oesterreich. Er haust gewöhnlich im vierten Stock des Hauses, in dem sich bic Filmgesellschaft eingenistet bat und verbringt seine Dienstzeit hinter Riesenstößen von Zeitungen. Zci.schristen und Dücherm auS beni er sich nicht gern h?rvorlocken läßt. Da er stets an die Fülle Papier unb Tinte denken muß. die unnütz von den „Autoren" vergeudet werden, wechseln feine Stimmungen zwischen ernst, traurig unb zornig-drohend. Man hüte sich vor ihm unb reize chn nicht. Sein gutes Gedächtnis für Gelesenes beweist er oft in von ihm herfaßten Filmen Hat der Dramaturg einmal konlurrenzneMos daS Wert eine# anderen bekannten Schriftstellers ausnahmsweise für „filmreif“ befunden, dann flü»t sich her Regisseur darüber her und zerpflückt es in hundert Einzelszenen, die ec .bearbeitet' und je nach dem Grade seiner 3bccn- fülle „ergänzt". Die Hauptmerkmale des Regisseurs sind ebenfalls wallende Mähne, russisch oder amerikanisch afflimati fiert er Akzent, cm tveißer Mantel, das Manuskriptbuch unter drm Arm und das Megaphon. Das ist der Fetisch dieses Mannes, mit dessen Hilfe er während der Aufnahmen so laut brüllen kann, daß fünfzig Meter im Almlrcife alle „angesprochenen" Lebewesen glatt an die Wand gedruckt werden. Er ist der Einzige, der toäbrcub bet Filmaufnahmen eine Meinung haben Darf, jeder Versuch anderer Individuen wird nicbergcbrültt. Ihm zur Seite steht der Hilssregisseur. auch Regieafsisteirt genannt, damit jemand da ist. der bic Verantwortung für Mißlungenes übernimmt. Die prächtigen Eigenschaften bfefc# Mannes kommen bann erst recht jur Geltuna. wenn er — der Fürst der Jilmbörse — die Komparserie (stehe untenI) engagiert. Des Regisseurs größter Feind ist her Filmschrisksteiler i ließe oben!), der niemals seine „Verbesserungen in der Handlung“ anerkennen will. Sein Freund und Soraenkind zugleich ist der .St a c". ein Lebewesen das bei der Nahrungssuche niemals tn Rudeln auftritt. Einsam, unnahbar. in glitzerndem Gefieder, sitzt er abseits in dem gläsernen Käsig und — kaut Gummi. Rur an der Futterstelle (Kantine genannt), ober für eine Zigarette wird er gesprächiger - wenn er sich auch niemals dem „Ofefrümcl unter sich" gegenüber bas geringste veracht. Er ist daS Wesen, demgegenüber bet Regisseur ferne Macht vergißt unb. wenn er weidlich.n Geschlechts ist, wirb der Lenker der Fümgrtchicke sogar säuselnd benot. Die Star-Launen sinb bekannt, ich versage mir. darüber zu schreiben (Mir steht ja nur wenig Platz zur Verfügung.) Sie sind daS einzige, was jebc Frau mit ben Filmgöttern gemeinsam hat Der Komparse ober Statist ist ein Herdentier. bas stets als Gesolge des StarS auf tritt -- wie der .Madenhacker" dem Krokodil stets Gefolgschaft leistet unb von ihm lebt. Sein Gefieder ist weniger schön als das des Stars, und meist Saisonware, bte aus Berlin, wo eS am Osten ist. bezogen wird Da Bewegung grsmtdh.itsförbernb Dort muß man länger verweilen, ilnb währenddem kommen Räuber, rücken vor den Tempel, und ihr Führer verlangt die Herausgabe des Mädcheirs. Im Tempel ist man außer sich Rur der junge Mann bleibt ruhig, wird noch ruhiger, als die Mutter der Schönen erklärt, sie würde nur dem Mann ihre Tochter zur Frau geben, der sie aus dieser entsetzlichen Lage befreien würde. 11 nb nun glaubt jeder, der liebende Jüngling mürbe fern Schwert ergreifen unb. . . Ter legt aber b:n Finger an die Rase unb erklärt nach einiger Lieberlegung „Ich hibo eine 3ßee." Alle sind erstaunt, neugierig, wir auch. Unb so kommt heraus, daß der junge Mann irgendwo einen Freund hat — der ist General und hat Soldaten, man solle ihm einen Boten schicken, dann käme Entsatz; vor allem aber mü’fe man zunächst von den Räubern eine dreitägige Bedenkzeit erbitten. Gesagt, ausgeführl. Die Räuber sind einverstanden, ziehen ab. Einen Boten auSsindig zu machen, macht Schwierigkeiten. Siner ist ganz sicher, aber der geht nur. wenn man ihn provoziert, nicht wenn man ihm einen Befehl gibt Man ruft allo daS Ge- Itnbe zusammen, erklärt, worum es sich handelt unb betont, außer jenem einen würde sich doch wohl jemand betet tertiären, ben Auftrag an ben General zu übernehmen. Riemand meldet sich. Aber jener eine ist tief beleidigt, tritt hervor, macht furchtbaren Krach, weil er auS- gefchlolfen fei, übernimmt die Ordre, schlägt sich durch die Räuberschar, kommt zum General unb kehrt mit einer Kompagnie zurück — gerade am dritten Tage, als die Räuber wieder vor dem Tempel erscheinen. Ss kommt draußen zu einem wütenden Kampf zwischen dem Räuberhauptmann und dem Kompagniesührer. hoch zu Roß. Der Räuber wird g^chlagen. Unb bic Soldaten ziehen unbelohnt av. Der Mann mit der Idee hat gesiegt. Aber in der Rocht uberfäUt ihn im Traum der Räuber von neuem, raubt die jun« Geliebte. entführt fie zu Pferde, der Liebenwe fetzt sich auf einen Federhalter, reitet in saufendem Galopp durch bie Lüfte hinterdrein, erreicht fie, sticht den Räuber mit hem Federhalter tot, bringt das Mädchen zurück, unb doch erhält er es immer noch nicht zur Frau. Am andern Morgen er Härt ihm die Mutter, fie würde ihm die Tochter zur Frau geben, aber er müsse zuvor fein E^unen machen. Der Mann mit der Idee ist ganz fassungslos und außer sich vor Schmerz, in tiefster Angst nimmt er Abschied, reist aus seinem Esel durchs weite Chinesenland in die Stabt, von Melancholie übersättigt. vergrämt, bekümmert, verängstigt. Aber er besteht fein Examen zur eigenen Derwunde- rung, zieht heim, erhält sein Mäbchen — Ende. Der Mann mit der Idee bat gesiegt, her Wann mit der siegreich tötenden Feder, der Mann mit ben Einfällen, bet Mann, her andere sich schlagen läßt und nur in Schweiß gerät, wenn geistig etwas von ihm verlangt wird und nur tm Traum zu töten vermag. Dieser Film heißt „Die Rose von Pu- S h u i“, und ich möchte ihn gern noch einmal feffen- War toirb aus dem Lächeln der? lmstarS? Auch der Schädel des großen PornpejuS wirb nach Hamlets melancholischem Wort zu Staub. Darum sollte es nut bcm Lächeln beS Filmstar- anders fein? Aber untere praktische Zeit läßt ben Glanz ber Filmbilder nicht erst in Staub zerfallen, sondern nützt die abgenutzten Bildstreifen noch gehörig aus. So kann es kommen, baß bai verfeihrerische Grübchen von Laura la Plante ein paar Wochen später ein Paar Schuhe schmückt, baß baS strahlende Lachen Wary Pickforbs in bem neuen Smail eines KrastwagenS verschwindet; her Hanbarlls eines Motorrades entsteht auS dem Stoss, in bcm da» kühnste Abenteuer Harry Piels verewigt war, ober man benutzt ahnungslos einen Kamm, auf dem noch vor kurzem Harold Lloyds Zahnreihen in ihrer vollen Pracht leuchteten. Das passiert mit ben Filmen, wenn fie Im Lichtspieltheater ausgedient haben? Wo endet das Lachen unb Weinen beS Filmstar-Bl Wie ist boi Schicksal jener unenb- ttchen Filmftreisenreihe. bic allabendlich unzählige erschüttert unb er!-ul? Wenn der Filmstreifen ..gekocht" ober genauer in seine Bestandteile anf- oelöst wirb, bann besteht er zu 10 Prozent aus Kampfer, zu 10 Prozent aus Gelatine. 1 Prozent aus Silber und 79 Prozent auS öelluloib. Für drei Mart Silber gewinnt man aus einem durchschnittlichen großen Drama von 5 bis 6 Allen, ganz gleich, ob Shapliu unb Pola Regri mit- «spiell haben ober ganz unbekannte Darsteller. Bei uns nutzt man bic aus bem Allfilm gewonnenen Bestandteile Kampfer unb Gelatine für die Herstellung von Ansichtspostkarte» aus, so baß ist. unb der Regisseur ihn gern „auf dem laufenden hält", strotz! er von Gesundheit, wenn er nicht was oll bet ieiner Haftung oorfommen soll bcm Hungertyphus schon tn frühen Jahren ■mm Opfer fällt Der Operateur bat tmi den Aerzten des Krankenhauses nur den langen, weißen Mantel gemein Cr ist ber Ritter des . ^Xaltefertreuzes' und ocrbicnf fein Geld „im Aanbumhtx-tKn". Seine Waffe ist bte Kamera, bte sehr gefürchtet ist. wett Ne alles, was sie objektiv erfaßt, unabänberfid) .festhälf Eine wichtige Pcrtonttchkell unb beitnoch ein Veilchen, bas tm Verborgenen blüht, ist ber Press cches Er haust im olx'rttcn Öiodtnerfe bei Hauses, in bcm |c*ie Gefellschaft ihr Dvanztt errichtete, damll ihn bequeme Leute nicht besuchen. 6cm Gehirn versorgt Hunberte von vfettungen mit Rcutgletten. cr verzapft die Rettan-.ebroschüren, macht Plakatvvrschläge. lammeil .Kritiken kurz, ist der geifrige Pol her Firma Das heißt, fotan.-e alles aut geh«. Schreitxm oder Ne ,-feUmtgen über eine Prentiere Heblet, hat man tut .Vorspann" einet Filme» troenhetnen Mitwirken den zu nennen vergessen, hat es bei ber Premiere nicht geklappt ober was sonst an Widerwärtigkeiten emtreten mag. so ist er der Blitzableiter für Zornige. Dann suchen ihn alle auf, bte tbn sonst kaum kennen wollen, unb sagen ,hm Ladens- wurbigteiten. bic ieben anderen Sterlüicheti glatt töten tönnfen Aber bte Prefsechess leben, ich reibe sie allo in bie Saaffc der IHdßäuler ein unb — betreibe sie km stillen lieber bem ganzen aber thront der Direktor, ber Repräsentant der Finna Er tH kenntlich an den guten Zigarren, her er raucht, auch paßt er am besten vn bie Klubfefsel Denn er guten Likör hat, ist er wegen Ucberbürbung mit Geschäften für niemanden zu sprechen Deutsche und tschechische Bäder, tn denen man neben Gell» auch Fett lottperben tann. sind beii.'bte Reisezieie dieser Herren Eine üble Anaewodnltz.it der Dtrekte ren war es einst, sich bet Sorgen die fie natürlich in Hülle unb Fülle, befand«rt wegen der Steuern, baden, die Haare auszuraufen Daher haben jetzt fast alle eine Glatze Die Frau D i rc 11 o r ist wegen ihrer Gaft- fveundschaft beliebt Meistvns will sie Filmstar U'erbcn. ober fie war es früher In biefem Falle ift falt stets hundert geaen eins zu wetten, daß ihr Gatte einst - Regisfeur war Kintopp-Romantik und Kriminalfilm. Don Alfred Zeisler. Kein Zweifel: Die Zeit des ..großen Detekttv- Schlagers" ift vorbei; vorbei jene Epoche, da Joe Deeds unb Stuart Webbs, btt Meister- belektive, un» ein« Gänfehaul nach bet an bereit über den Rücken jagten, unb Revolver, schwarze Masken und unterirdische Gänge unfl bis in unsere Träume verfolgten. Wir find nüchterner geworden, sachlicher, wir verlangen LebenSwahr<- heit unb crakle Klarheit Wer läßt sich beute nixß etnreben, baß er einen Bekannten nicht an tau- senb Dingen erkennen würde, wenn der so albern fein sollt«, sich aus Bartwolle ober geknüpften Haaren eine Matratze ins Gesicht zu Neben. Wern imponierte jetzt noch jener Trottel von Detektiv, der. die kur^e Pfeife tm tieffinnig herab- gezogenen Mundwinkel, hr einer Kleidung herum* lief, die ihn unter Taufenden sofort erkenntlich machte, unb wer lächelte heute nicht, wenn er in einem verfallenen Haufe. daS einer wüsten Verbrecherbanbe als Sxhlupfwinkel bient, technische Einrichtungen sieht, deren Anlage die Mitwirkung der besten Ingenieure vorauSfetzen würde Elellnsche Ußren. bie Etplosivnen aus* iöfen. versenkbare Tresors, geheime Oessnimgen, die durch einen Druck sich öffnen unb Menschen verschlingen Rein, für jene romantische Mischung au» wdbem Westen unb Berliner Osten, aus der Soi.nen stich-PHan taste schlechter Filmautoren unb den mfantklen RäubersPiel-Ass oztat Ionen zweitklaffiger Regisfeure find wir zu reis gc* fid> alfe ber KreiSlaus von Bild zu Bild fchl Hauptsächlich aber wirb in ben Filmverwertungsanstalten bas Zelluloid ausgenutzt unb weiter verarbeitet. Die größte derartige Fabrik in England, bte von einem Mr. Hyams geleitet wirb, ift von einem Lonboner Filuilorrespondenten besucht worden. der ein wehmütiges Lieb aus bi« Bergäng- liHkeil alle- Irbischen anstimmt. HyamS. ber alle bie Herrlichkeiten ber Filmkunst von ber Oberfläche beS BilbftreifcnS adwäfcht. verarbeitet wöchentlich mehr als eine Million Fuß Film. DaS Verfahren ist verhältnismäßig einfach. Der Film kommt erst tn große Behältnisse mit kaltem Dasfer unb wirb hier ausgeweicht, bann in Kessel mit kochendem Wasser, bem Chemikalien beigesetzt Unb. Das kochende Wasser entfernt jebe Spur her Emulsion In etwa drei Minuten. Diese Emulsion, bie baS Silber enthält, setzt sich am Boden des DesäßeS in Form einer dicken schwarzen Schicht ab, unb biefe Schicht wirb zweimal tn Der Woche entfernt, gefiltert unb gereinigt. HyamS wicS ein Stück Silber in ber Form eines kleinen Tennisballs vor unb erklärte, damit sei die Welk mehrere Monate lang in Entzücken unb Wehmut versetzt worben. „In bielem Stück Silber.“ sagte er „liegen 50 ber ßimeißenften Mienenspiele Gloria Swansons. einige leidenschaftliche Liebesszenen zwilchen Constance Xalmabge und Ronald Colman, ein Drama der Mutterliebe, bei dem älnzähllge gemeint haben, abenteuerliche Szenen, bei denen Richard Zalmabge mehrmals fein Leben aufS Spiel fetzte, und der spannendste Teil eines berühmten Lcheil-Dramas. Für uns ift da« alles ganz egal. Ob der Film „Ben Hur“ darstellte unb „Die zehn Gebote“ oder irgend ein minderwertiges Schaustück, wir zahlen 4 Pence für das Pfund unb kaufen sie nach ber Tonne.“ Der vollstänbig gereinigte Zelluloib-Streifen wird aus bem kochenden Wasser genommen, tn großen Dreh trommeln getrocknet unb bann aus hefige Räder aut gewunden. Im trockenen Zustand wird er dann artige löst unb nun zu ben verschiedenartigsten nützlichen Dingen verarbeitet, wie Hanb- arisfen, Schuhen, Schuhwichse, Ta'chenlämmen, Haarspangen und vielen anderen Dingen. Sv ift es also möglich, daß ber Filmstreifen in Verwandlungen wieder auftauchl. von denen der Besitzer eines solchen Zelluloidgeaenftandes feine 2lßnung hat, und hier endet daS Lächeln des Fllmstars.,, V—r f 1 — J-MH V Eiv-Nkm ist fot; Friede Wntm Wer auch heute noch stehen alle kriminalistischen Dinge, Raub und Mord an der Spitze im Mittelpunkt des Interesse-, und es ist für un- bezeichnend, dah dieses 3n- teteH« anscheinend m gleichem Mähe wächst in mtt chrer ständigen Auftlänings- i1*^*1* des Verbrechertums und Ä1“"8 ben Rimbus btf Geheimnis. T^rk^r f ‘T,ntmmt dadurch, dah sie den ^^FhS -T^ Hb, [emen Gegner entgölten und uns daran gewöhnt, grau- lige Tatsachen in nüchternen Berichten zur Kenntnis zu nehrncm und trotzdem Erschütterung und ^borung dabei zu empfinden, Und wenn heute der sachlich klare Bericht eine- Kapitalverbrechens durch die Presse geht, so packt uns das nicht weniger als die wüsten Schurkereien, denen der * *UC1rt2 ®e6b$ einstmals auf der Leinwand ,-sehde geschworen hatte. 5^ don heute, der ja ein Spiegel unserer r a lftl~wir vorsichtshalber: sein soll, der Film kann an den Problemen, die das Verbrechertum und seine Bekämpsung ständig neu ^übergehen. Und so sah man sich — schwer belastet durch Tradition und Er- mnerung an den seligen „Detektiv^Schlager" — öor der Äusgabe, den modernen Kriminal- Nlm zu schassen. Erstes Gesetz hierfür: Fort mit allen künstlich konstruierten Unmöglichkeiten, Lebensechtheit, Logik, Natürlichkeit in Handlung, Ausstattung und Darstellung, Roch eines ist beachtenswert: Der Zuschauer darf nicht mehr wrssen, als der Kriminalist, der einen geheimnisvollen Mord zu enträtseln hat, oben auf der Lernwand. Und jetzt soll im guten Kriminalfilm der Zuschauer Schritt für Schritt mit der Polizeibehörde und dem Kriminalkommissar, den ftaH aufklären, &ie verschiedenen Möglichkeiten erwägen, die unvorhergesehenen Ueverraschungen erleben, den Täter suchen, ihn sestnebmen. kurz in filmwirksam komprimierter Form alles miterleben, was sich in ben Presseberichten zwischen den prägnanten Sätzen „Bom Täter fehlt jede Spur" ... und „Der Täter verhaftet!" abspielt. Das ist, von emem fähigen Qtegiffeut geformt, bestimmt nicht weniger interessant, nicht minder packend als jener „Kintopp", den wir zwar glücklich überwunden haben, aber der Hundert tausende mit chronischer Kinogegnerschoft infiziert hat. Und es hat noch eine ethische Seite: Abschreckung! Der abgefeimte, routinierte Gannove wird kaum auf den Pfad bürgerlicher Tugend zurückzuführen sein. Aber die vielen Haltlosen, die romantischen Wirrköpfe, sie alle kann der Kriminalfilm warnen, kann chnev klarmachen, wie trostlos es ist, Verbrecher zu sein. Und wie gering bei Licht besehen die Aussichten sind, unentdeckt zu bleiben. Denn wenn heute der einfach angezogene, bürgerlich aussehende Herr fast freundlich sein „Kriminalpolizei! Ich muh sie bitten, mir zu folgen!“ sagt, dann fühlen wir: hinter ihm steht eine Staatsautorität, die sich die fähigsten menschlichen Kräfte unZ> die neuesten Errungenschaften der Technik bis zum Radio und Flugzeug dienstbar macht, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Wirtschaft. Oie ReichSbanl Mitte September. Nach dem AusweisderReichsbankvom 16. September hat die gesamte Kapitalanlage der Bank an Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 254 Millionen auf 2279,4 Millionen Mark angenommen, und zwar hat sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 273,3 .Millionen auf 2116,4 Millionen Mark und der an Reichsschatzwechseln um 4,5 Millionen auf 0 Millionen Mark vermindert, während der Lombardbestand um 23,8 Millionen auf 69,2 Millionen Mark ange- - wachsen ist. Die Anlage in Effekten ist mit 93,8 Millionen Mark weiterhin unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbank- scheinen zusammen sind 193,2 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückaeflossen. Im einzelnen hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 197,4 Millionen auf 4256,4 Millionen Mark verringert, derjenige an Rentenbankscheincn um 4,2 Millionen auf 550,5 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend betragen die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheinen 28,2 Millionen Mark. Die fremden Gelder zeigen mit 498,2 Millionen Mark eine Ab- nähme um 6,9 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen zusammen sind mit 2501 4 Millionen Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2310,1 Millionen Mark, die Bestände an deckungs- fähigen Devisen mit 191,2 Millionen Reichsmark aus- gewiesen. Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 51 o. H. in der Vorwoche auf 51,3 o. H, diejenige durch Gold und deckungslähige Devisen von 55 v. S). auf 58,8 o. H • Die Hessische Landesbank, Staatsbank, in Darmstadt, legt laut Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil reichsmündelsichere Gold-Hypochekenpfandbriefe zu 96,75 d. j). bei den Banken und Bankiers bis zum 10. Oktober zur Zeichnung auf. * Der Erzbergbau im Augu ft. lieber die Lage des Erzbergbaues im August wird berichtet: Lahn-Dill-GebieteinschließlichOber- Hessen: Die Nachrichten von den Verhandlungen über die Beilegung des Schwedenstreiks haben sich auf die Erzabrufe nachteilig bemerkbar gemacht. Schwebende Erzverkaussverhandlungen sind nicht zum Abschluß gelangt. Wenn die Hilfsmahnahmen der Behörden weiter auf sich warten lassen, ist mit der weiteren Stillegung von Gruben und Ablegung von Bergleuten zu rechnen. — Siegerland: Bei den Siegerländer Gruben ist die rückläufige Bewegung noch nicht zum Stillstand gekommen. Trotz eingeschränkter Förderung nehmen die Bestände von Monat zu Monat weiter zu, sie Haden sich seit Beginn dieses Jahres bereits verdoppelt. Es steht zu befürchten, dah noch mehr Gruben auf längere Zeit den Betrieb werden stillegen muffen, um die Lagerbestände zu verringern. Für b;e Gemeinden, in deren Bereich die Bergwerke liegen, werden fi* bei zunehmender Arbeitslosigkeit schwierige Verhältnisse ergeben. * Zuversichtliche Beurteilung des K a l i a b s a h e s. Die Vorgänge in der Kaliindustrie lassen das Endziel der Entwicklung in der Kaliindustrie noch nicht eindeutig erkennen. Doch zeig.m die immer wieder einsehenden Käufe in Anteilen von Kaliunternehnungen, daß die Ursache der Hausse dieser Werte keineswegs allein in rein spekulativen Momenten zu suchen ist, sondern daß Kräfte am Werke sind, die weitergehende Ziele verfolgen. Mit ausschlaggebend hierbei bleibt immer wieder auch die zuversichtliche Beurteilung der weiteren Entwicklung des Absatzmarktes seitens industrieller Kreise, wie sie auch schon vor einigen Monaten im Preise, den die Salzdetfurth-Gruppe für die Quote der Halleschen Kaliwerke zahlte, zum Ausdruck kam. In den ersten zehn Tagen des laufenden Monats sind bereits 421 700 Doppelzentner (378 700) Kali abgeseht worden. An unerledigten Auft ägen lagen noch 35 00 Doppelzentner (370 000) vor. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, daß sich in diesen Zahlen vor allen Dingen die Herbstbestellung mit reichlicher einsehenden Abrufen bemerkbar macht. * Auftrag der Reichspost für Hen- chel & Sohn. Wie WTB.'Handelsdienst erfährt, hat die Firma Henschel 8-Sohn in Kassel von der Reichspost einen Auftrag auf Lieferung von 28 Postomnibussen erhalten. * Neue Pfandbrief. Emissionen zu r Finanzierung des Wohnungsbaues. Die Preußische Landespfandbriefanstalt, die nach ihrer Satzung Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittelwohnunaen im Gebiete des Preußischen Staates gewährt, schreitet demnächst zur Emission neuer Pfandbriefe und Kommunalobligationen, um dem Wohnungsbau weitere Mittel zuzuführen. Grundkapital und Reserven betrafen zur Zeit 26,3 Millionen Reichsmark, Die An- talt wird in der Zeit vom 20. September bis 10. Oktober, wie sie im Anzeigenteil des heutigen Blattes bekanntgibt, drei Millionen Goldmark acht» irozentige Goldmarkpfandbriefe Reihe XIII zum Vorzugskurs von 97,50 v. H. (letzter Börsenkurs 98,25 v. H.) und 1 Million Goldmark 7-o. H.-Gold- mark-Pfandbriese, Reihe X, zum Borzugskurs von 90 d. S). (letzter Börsenkurs 91 o. H.) zur öffentlichen Zeichnung auflegen. Außerdem wird bis zur ersten amtlichen Notiz die Reihe XIV der 8-o. H.-Kommu- nabDbligationen zum Vorzugskurs von 95,25 o. H. zum Verkauf gestellt. Sämtliche Werte sind reichs- mündelsicher. Die Goldmarkpfandbriefe der Reihen X und XIII werden an der Berliner und Frankfurter Börse notiert und find bei der Reichsbank lombard- ähig in Klasse A. Der Antrag auf Zulassung der Kommunal-Obligationen Reihe XIV zum Börsen- handel und zum Lombardverkehr bei der Reichsbank wird in Kürze gestellt werden. * Reues amerikanisches Kreditinstitut mit deutscher Beteiligung. Rach dem Abschluß eingehender Vorarbeiten ist in Äeuyork seitens einer Bankengruppe, der auf amerikanischer Seite die Chase Securities Corporation und die Halseh Stuart & Co. und auf deutscher Seite idie Commerz- und Privatbank angehören, eine Gesellschaft unter dem Ramen „General Mortgage & Credit Corporation" gegründet worden. Der Zweck der Gesellschaft besteht in der Hergabe langfristiger Kredite, an industrielle Unternehmen mittleren Umfanges, sowie an landwirtschaftliche Betriebe, soweit mit diesen industrielle Unternehmungen verbunden sind. Die Gesellschaft wird ein autorisiertes Ka- pllal von 5 Mill. Dollar preferred shares haben mit der Berechtigung, ten fünffachen Betrag des Kapitals in Obligationen auszugeben. Außerdem werden 100 000 nennwertlose common shares geschaffen, von denen ein Teil den Inhabern der preferred shares überlassen wird. Es ist beabsichtigt. Darlehen an deutsche Kreditnehmer in Goldmark zu geben, und zwar allgemein gegen erststellige hypothekarische Sicherungen im Rahmen der Beleihung von Hypothekenbanken. e Die luxemburgische Eise n erze u - gung im August. Die luxemburgischen Hochofen (39 von 47) erzeugten im Monat August 233 521 Tonnen Roheisen, gegen 230 137 Tonnen im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres 1928. Die Stahlerzeugung belief sich auf 224 182 Tonnen, gegen einen Monatsdurchschnitt von 211700 Ton- neu im ersten Halbjahr 1928. • Gründung einer Kunstseiden - gesellschaft in Rumänien. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, bestätigen sich die Gerüchte über die beabsichtigte Gründung einer Kunstseiden- gesellschaft in Rumänien, an der auch die Vereinigten Glanzstoffabriken in Elberfeld beteiligt sind. Die Hälfte des Kapitals soll von den beteiligten Banken, der Rest von der beteiligten Jndustriegruppe Übernomen werden. Pferöemarff in Gießen. Auf dem heutigen Gießener Pferde- mar k t war ein außerordentlich großer Auftrieb zu verzeichnen. Zum Verkauf standen 410 Pferde und 37 Fohlen. Besonders war gutes Zuchtmatc- rial der Oldenburger- und der schweren Belgier- Raste vorhanden. Bei flauem Handel waren die Preise recht hoch, besonders bei schweren Belgiern. Je nach Güte des Pferdes wurden 1500 bis 3000 Mark verlangt, für Saugfohlen wurden Preise von 300 Mark gefordert. Uebcr die Prämiierung werden wir morgen noch berichten. FraukpurLer Börse. Frankfurt a. M., 19. Sept. Tendenz: unsicher und überwiegend schwächer. — Bereits vorbörslich machte sich an der Börse eine merkliche U n - sicherheit bemerkbar, und zu Beginn des offiziellen Verkehrs war die Haltung überroieaenb etwas schwächer. Die Kulisse bekundet im Hinblick auf die Ungewißheit über den herannahenden Ultimo weiter Entlastungsneigung, anderseits wur den in einigen Spezialwerten einige Käufe vor genommen, so daß die Kursentwicklung wieder nicht ganz einheitlich war. Meist traten jedoch gegen die gestrige Abendbörse Kurs- r ü tf g ä n g e von etwa 1 bis 2,5 v. H. ein. Die Börse litt wieder stark an dem unverändert herrschenden Ordersmangel. Die Umsatztätigkeit war daher im allgemeinen sehr eingeschränkt. Der Reichsbankausweis, der eine weitere normale Entlastung zeigt, wurde wenig beachtet, und der nicht einheitliche Schluß der gestrigen Neuyorker Börse konnte ebenfalls keine Stütze bieten. Merklich er- holl waren am Bankenmarkt Reichsbank, die auf verschiedene Käufe 4,5 v. H. gewannen. Auch Ber liner Handelsgesellschaft waren 2,5 v. H. gebessert. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich wieder in AEG. bei jedoch leicht rückgängigen Kursen. Ges- fürel gaben 2,5 o. H. nach, während Lahmeyer und Schuckert gut behauptet blieben. J.-G.-Farben eröffneten 1,25 v. H. abgeschwächt. Zellstoff Waldhof gaben 2,5 v. H. nach. Montanwerte lagen still und meist behauptet, nur Gelsenkirchen 1,5 v. H. schwächer. Am Markte der Autoaktien verloren Kleyer erneut 1,25 v. H. Deutsche Anleihen tvaren etwas gedrückt. Ausländische Renten ruhig. Goldrumänen zu 24,25 v. H. angeboten. Iw. Verlause hörte fast jede Geschäftstätigkeit auf. Die Kurse, die noch genannt wurden, waren meist wenig verändert. Für AEG. erhielt sich das Jn- tereste. Tägliches Geld war zu 6 v.H. weiter etwas leichter. Devisen waren etwas abgeschwächt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1955, gegen Pfund 20,356, London gegen Kabel 4,8510, Paris 124,23, Mailand 92,80, Madrid 29,35, Holland 12,0900. Berliner Börse. ‘Berlin, 19. Sept. Die Unsicherheit des Publikums war auch für die heutige Börse ausschlaggebend. Die Maller blieben fast orderlos und mußten wieder einen großen Teil der ersten Notierungen ausfallen lassen. Die Börse selbst war weiter mit der Vorversorgung für den Ultimo beschäftigt durch Befürchtungen hinsichtlich einer Erhöhung des Reportgeldsatzes, und zeigte auch heute eher weiter Realisativns- neigung. Anregungen lagen für die heutige Börse nicht vor, und soweit sie, wie z. B. durch den gestrigen Reichsbankausweis, eventuell noch vorhanden waren, sanden sie feine Beachtung. Die Kursveränderungen waren gering. Im allgemeinen konnte man ein- bis zweiprozentige Rückgänge gegen die gestrige Abendbörse feststellen. Darüber hinaus verloren Licht und Kraft. Evenska, Telephon Berliner und Schüben & Salzer b.s 4,5 Prozent. Durch feste Haltung fielen Schlesische Elektrizität und Reichs- bnnf auf, letztere konnten bei größeren Um« fatKn mit 310 nach 305 vrroörslich ein setzen. Deutsche Anleihen abbröckelnd. Ausländer fast gelchaftslos. Anatolier bis 0,5 Prozent schwächer. Schröder-Rumänen wurden mit 37,5 genannt. Pfandbriesmarkt noch unentwickelt. Geld bleibt weiter angespannt. Tägliches GAd 6 bis ö Prozent. Monatsgeld 8,25 bis 9.25. Warenwechsel 7 Prozent und darüber. Auch im Verlaufe machte sich der Ordersmangel lühlbar. Von Umsätzen konnte nur in wenigen Werten die Rede Verkehrsordnung erfordert Mchts gehen! 1 .......1- sein. So waren AGG., Kaliindustrie, Berliner Handelsgesellschaft und J.-G -Farben etwas lebhafter. Die nach den ersten Kursen in Rachwirkung des Reichsbankausweises sich ergebenden lleinen bis 1 Prozent betragenden Kurs- crhöhungen gingen später bei der herrschenden Lustlosigkeit wieder verloren und die Kurse bewegten sich etwa auf dem Anfangsniveau. Durch schwache Haltung fielen Svenska auf, die 4,50 Mk, unter Anfang umgingen. 5..mf/urtcr Getreidebörse Frankfurt a. Ti., 19. Sept. Tendenz: matt. Arn heutigen Markt war die Stimmung lustlos und allgemein schwach. Namenllich in Weizen ist das Angebot wieder größer geworden, so dah eine" Abschwächung um 25 Pf. eintrat. Am Mehlmarkt liegt das Geschäft weiter darnieder, namentlich Roggenmehl war angeboten. 3m übrigen blieben die Notierungen unverändert. Es wurden notiert: Weizen 22,25 Mark: Roggen 22; Sommergerste für Brau zwecke 26; Hafer, inländischer, 21,75 bis 22,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0), 33 bis 33,50; Roggenmehl 30,50 bis 31; Weizenkleie 12,90; Roggenkleie 13,25 Mark. Kunst und Wissenschaft. 100 Jahre Reclam. Am 1. Oktober d. I. feiert der Verlag Philipp Reclam jun. in Leipzig fein hundertjähriges Bestehen. Wir möchten schon jetzt auf dieses bedeutungsvolle Ereignis Hinweisen, denn man kann wohl ohne ilebertreibung lagen, daß Reclam durch seine einzig dastehende Universal-Bibliothek in der geistigen Entwicklung jedes gebildeten Deutschen eine Rolle spielt; viele bedeutende Männer haben dies dankbar anerkannt (so erst kürzlich Gerhart Hauptmann). Darüber hinaus aber hat Reclam deutsches Geistesgut in aller Welt verbreitet. Gs sei nur ermähnt, dah u. a. in Tokio eine große Auslieferungs- stellc der Universal-Bibliot^k besteht, die zweifellos viel dazu beigetragen hat, deutsche Kultur- werte in Japan bekannt zu machen. Auch in Paris hat Reclam seit kurzer Zeit wieder em Auslieferungslager. — Aus Anlaß seine- Jubiläums bereitet der Verlag zahlreiche wichtige Reuerscheinungen vor in der Universal-Bibliothek sollen drei Repräsentationsserien heraus- kommen, die das Vorhandene abrunden und ergänzen, darunter Rovellen von Knut Hamsun und Jakob Wassermann, em Opernführer von Händel bis zur Gegenwart, ein verschollenes Iugcndwerk des Philosophen Kuno Fischer, ein Sammelband Erzählungen aus Sowjetruhland und vieles andere. Die Ganzleinenbände der Universal-Dibliothek bekommen eine neue Ausstattung durch den bekannten Buchkünstler G. R. Weih. — Die HelioS-Klassiker werden durch eine neue Schiller- und Hölderlin-Ausgabe erweitert; von Goethes sämtlichen Werken erscheinen die letzten beiden Bände. — Brehms Tic rieben ist von Carl W. Reumann nach dem neuesten Stande der Wissenschaft bearbeitet worden und kommt bi einer achtbändigen IubiläumS-Ausgabe mit ganz neuen Tierphotographien und farbigen Tafeln nach Originalen bekannter Tiermaler heraus Auch die Reihe der großen Romane Reclams und die Sammlung „Junge Deutsche" wird zum Jubiläum des Verlages durch neue Werke fort» gefetjt, darunter auch eine Anthologie junger deutscher Lyrik. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent. Jrankfurt a. M flnltn Frankfurt a. M Vertin Frankfurt o. M Vertin Nur» 19 9. | 18.9. | 19.9. Datum: 184,5 1B4.Z5 181.25 3,4 84,75 26,7 125,75 ian|A< tu?nenne. 124,25 11,025 11.05 11,13 256 121,5 11 14,4 34.15 135,85 113,75 . 6 «Ü«. Veuych» «!«»»»> ■ . 4K HamLura-»««» «Li . . . 6 163 160.75 92 10 143.78 153,65 153,25 »5.65 297.5 B äufneten. 263 261.78 41t,75 m.5 | 103.1 11 110.5 110 155 371 134,5 148 11.1 11,05 300 188.5 t?».; 11.8 10,9 104.25 104.5 176,4 84.9 138.5 105 IM 103.5 190 84.6 137,7t io io 11 11 U io 10 10 <80.75 149.5 165.4 173 2.45 11.13 1'5 150 136.5 201.25 381 92 278.5 12 11,1» 138.35 806 104.6 111.6 92 279 143,25 121.5 132.25 136 113,75 105.25 111,18 92 279 144 154.25 271.75 159 155 165 170,4 6<6dbwl-Schuld mit Uuk- to|.-Wtd)trn......... Desai, ohne Nurwl-Rechte . . 1% grantf. 6CF.-6L «oldPf. un Btabba Ml 1983 ..... 4^ WjrttUite Hyp.-van! Liqu.- US.» abfl. 8oTtriffl4-CbU8iTtim., rück»adldar 1089 . ... 52.75 16,975 90,5 16.8 87'5 53,75 17 53,5 Schlust-I 1-Ubr- Sdiluh-i Unlanq Kur» Kur» Mur* Kur» Datum: 18. 9. 19. 9. 18. 9. | 19. 9. Vhiltvv yoijmann..... T7 140 140 141.5 Heidelberftei tlemeal .... 10 136 136 • Lemrnt xatiftaBI..... . 8 172 • _ Wand 4 Freitag...... 10 142.5 143 — GcbulifitU Lcchenhose« . . . 15 — — 336.5 335,75 Cftoetie......... 12 — — 292 5 293 vrr. Glanz noff ..... 18 — — 576 Bembcrg......... 14 — 185 Zellftoff SaN-hot..... 12 - 284 .86.5 •384 HeUfa-ff MLaffenbura . . . 12 — Ü0.I3 210,5 Lkarlofenvuracr Qafla . . - * —■ 126 5 TeHauet Sa, ..... . 8 — — 194.75 —- Daimler Motoren » . . 0 105 • 104,5 1U3.5 Demag ...... e e . 0 — — 53.25 53 Sdlcrwertr Älax* • • • • • . 6 — 134 135.75 135 Ladw. Loewe ....... 10 — —• 252 249 Rat. iLutomoMl ..•••• . 0 — 7» — Ctrntlfhi 4 Rcppd . • • • . 5 —■ — Leonharv 5trtt . . . • • • . e — <60.5 2 9 vamaa-Meyuin - • • • • • Krank'. Maichine» • • • • • . 0 . e 18,75 70 — 19 71 ii 126,5 d 127 _ Hevltaenftaedl .••••• Iunghan»..... e e e . o . 4 19,5 89,25 90 90 — Lechwerte. .«••••• . 8 114 114 ■ _ Mainkraittverte •••••• . 8 119 — ............ . . 10 HO — 141 111,5 Nekartulmer .•••••• . 8 53 — 54 Peter» Union . ...... . 8 106.75 — 107 _ Otcbi. Roeder ....... 10 — — Voigt 4 t.425 5,435 5,425 5.435 1 maba <.i>4 4,20! 4.274 4.19 4.30 Uru naD . 4.266 4.266 4,274 (4 tn . . . 80 855 20.893 48.85 40.8» 6fr(tn. ik. Leptrmder >8«ld Snt' Äin'rl tarn kör -Rota ..... vetariche $otrn ...... DäMtche Noten .... enoldtte Äaen 4,171 56,13 111,63 '0.11 «<41 111,0? ?o.3S beim «ayera lviiak SerlllS- R,lch»kaozlkt ’ Sia°bs^'°r- im1 berichtet, da schsfter o. ßoesch s^iässev darchgcsp IBtUetatbti habe vir Unter» xrichrbookpröfide" Im Io dtenf jnr M Repe «llen. tla ftnfrag rang, Mt Cänber jo einer 0COfit verhondlon! irfiftn nachmlllag i ftn Ittmln für diel nedj ildit sei!, und daß auch diese Zu Zihung de» tiuero leg«, wohl erst i der «ücktrhr der d frtflllm wird. »in« -sS «"2d bl« -lÄ” DatzernS Anre der sofort die ( I als ob (ich dahin । verberge, der b national oritnlb eine kühne K immer üblich i Derrn in Genf mi ncht nur den Au tags informierte, Auskunft gab. $ i fern Falle tun, to lallt örünbe 1 tim gdtcnb gemac tznirn die f tnar aen,die ünr bei e schulden ubemebn dosition der 2än ihnen deshalb wenigstens verstc sich ungefähr ein aber ist, wenigst dcr. ein zweiter ^ungskommis ’frn Derhandlun "nö vir wissen j damit verso n hmiergedankei tet das einen erb ^rechte aller der Tebitt hineinraae HrNen. vldenb ""^westenS dm L militariüerie fat M«. die be,!p. ”cr ßanö dann da i E?iyi'JDenn ni und d darüber la denn allo I ; i » und w i fl' I Eine neue ^lles so, . l-rie I I UNO bet 2?L?ari I ^daratix teivl ^ber -°Näch L- das ein ?,Q beit^ubt 1 °nn fei 7mun'tre ( KW S'.'ä eine ^ige