t i& 3«« aü 66 50 17 33 39 04 44 170 47 72 39 fit Kß Kti 109 170 ,03 125 ,02 ,71 149 135 177 174 168,36 y.oo 111,58 68,78 r,«o 111.« 88.4? 69.» ss 1,781 Hl.» 112.14 112.-9 10,58? 2|,9t-» ft',40‘ 4.1800 16,425 6O'J,« 68,99 U,50l5 **: fS s A S i0.« «,D 118.-2 H.'« 8,5*5 HJ.fi SO.-4 0.:< 18.40 -.kJ o. a i, 68 Men, 626 Sui Schafe, 4741 Schw.^ ! r: Ochsen: DoUflcnd) ’ chtwerts, jüngere 60. 9; sonstige »Meiste, bis 50. Bullen jünger Werts 55 bi» 57; jf sgemöslete 50 bi« *' , höchsten Tchlachiw-. chigc ober ausgemaiu । 41; gering gnohrte. en, 3ungrinber): «. chsten SchlachlMN- 60; sleischige 52 bis " Saugkälber 78 bis • Iber 73 bis u , gönn:: ine; $cttld)Wfint ubrr •q bis 72: oollstefch'9- «Pfund Lebendgewicht; ,5 240 Psund 5-din ,a 160 bis 200 M" SÄ'- ebendgewicht nbermartt rege fc? ,Md..Mberunb-<' ML „,n ^erte boten, «•:, Ä9 2 ° fi.u ' n 0^ v. ft /■ chvö. ^ek^A^V-r' Jen $om!, nr^-/ JhSSWj’hq ,Qum Oite,?...0’" 1 Woltoerk Um ; ' .■’S-Ä'XS'te Ä,n x7.2v^- S8s?Ä fl»en fitaS & S^ÜlaDrt^ ?Qc^er lagen 8 D f d fiherUkne5Qro,li w: °^U"d5töhr mi . "verändert. Ausland 8 L05, Der SelbZ «ft 5 bis 7 o ft etwoslebh» !.- «fcJW-irfÄ !etbm>ot. Salinen, °- H. erhöht. Berliner osbanf tonnten bis Wj lagen Nauer oer garbenmarh war ^rankstrl 38 6l<61Mi iteibcbötje, , Sunt Der Sranlhn- Ktc aus Anlaß btz gen in großer id Doggenmehl trnrc ingeboten. Delondrr- nit minus 0.50 Dar gcm Umfange zu De I: Weizen 26.50 Har 27,50 bis 28,25: >,75; MaiS Igelbi >. iehl, süddeutsches Cfr ^ehl 39,25 bis 3.3; 25; Doggenlleic Ito Qualität für Six';- je nach Qualität L en lüdSeutfchkS, gu. ükijen« unb fagiw 5,50; Weizen- unb 5 biS 4,50; Trete. ' rt Tendmz: IchwaOi chßrzchmarft. B.Suni. Austrieb; 1. 1.7$ >8. <» inj4 118.'* Ilt«' »JS S’.H' 15.*5 80.72 «'S S.51« 46,94 Ä LZ iS ilj Hr. 142 Erstes Blaff 178. Jahrgang Bicnsfag, 19. Znnl 1028 Erscheine »ÜgUch, außer Sonntags anb Tjnrrtags. Bellagea; Blehever JarntlieBMÄtter Heimat im Bild Die Scholle Bionats-Bejeaspreh; 2 Reichsmark unb 20 ^eichspfeKittg für Träger» lohn, and) bei Richter- Ichemen einzelner Nummern nfolg« holderer Gewalt. Fernfpr«chan|chlÜff«: 61, 64 unb 112. «uschrfst für Drahtnach» richten: 3w)dger «letze». postfcheckkoMo: Äfenhnn am Blain 116M. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen »mrtftlettigg nitö 6ef Ibgnet, für ben übrigen Iril Ernst Dlumschein: für ben Anzeigenteil Hurt fiinmnnn, sämtlich in (Sieben Oie Heimkehr der Ozeanflieger. , Der Heimat Gruß! (Tn feiner ®ttmPenmaana- $ic Appelle Frage, wie sind die von Kohl, Hüne eld und Fitzmaurice gemachten Erfahrungen a u s z u nu h e n unb zu verwerten? □Sie vermögen wir bie beiben Deutschen in ihrem ureigensten Sfrment als Bezwinger der Luft weiter nützllch zu beschäftigen und uns zu erhallen? Gerade diese letztere Frage wirb für uns um so ernster, als verlockende Angebote in Fülle jenseits des Ozeans an dis. Flieger herangctreten sind. Soll sich wieder einmal das besamende Schauspiel wiederholen, bah im kleinen Streit der Interessengegensätze wertvollste Äräfte uns verloren gehen, weil sie jenseits des Ozeans lohnendere Verwendung finden? Ober sollen sich nicht Mittel und Wege finden lassen, um uns die Tätigkeit eines Mannes, wie Köhl, zum Autzen der gesamten Fliegerei bauernd zu erhalten? Dies« Frage sollte ben Unterton der festlichen Veranstaltungen bilden, bie jetzt von allen Seiten zur Durchführung gelangen. GS ist nicht bamit getan, daß man unsere Helden ehrt, sondern man soll sie richtig ehren dadurch, bah man ihnen daS gewünschte Feld weiterer Betätigung cr- jchlieht. Hilfst nur im Jubel, sondern Im ernsten 6 treben soll wiederum daS Motto fein: Deutschland, Deutschland über alles! Zn gespannter Erwartung. Ter Pilgerzug nach Vrcmcrhaven. Bremen, 18. 3uni. (TU.) Ganz Nordwesl» deulfchland ermattet mit großer Spannung das (Eintreffen der deutschen Ozeanflleger. In den festlich geschmückten Straßen Bremerhavens, wo die Brenienfliegcr zuerst wieder deutschen Boden betreten werden, herrscht reges Leben und Treiben. In geschloßenen Abteilungen, kleineren Gruppen und auch einzeln pilgern die Bewohner, Abordnungen und Vereine feil den frühen ’JJlorgcnftun- ben zum Kolumbus-Quai, dem Anlegeplatz des Dampfers. Einige Betriebe haben für den bedeutungsvollen Tag die Angestellten und Arbeiter beurlaubt. Die Hotels haben leit Samstag nachmittag einen großen Fremdenziislrom zu bewältigen. Aus der Landsttaße von Bremen nach Untenoeser wimmelt es von Tausenden von Lastkraftwagen aller Art. Der Gau Via (Weser Ems) des A.D.A.E. ist seit den frühen Morgenstunden bemüht, die Spollerbildung seiner Mitglied er ordnungsmäßig durchzusühren. Leichte Regenschauer am Vormittag konnten die Menge von ihrer srohen Feststimmung nicht abhalten. Die Staffel der Verkehrssliegerschule Berlin sowie zahlreiche andere Flugzeuge trafen heute früh in Brmerhaven ein, um an dem (Empfang ihrer Fliegerkameraden keilzunehmen. Lm Geschwader stattete am frühen Vormittag, um der „Columbus" entgegen)!!fliegen. Auch Bremen felbft steht ganz im Zeichen der ankommenden Stieger. Aus der Umgegend find zahlreiche Son- Verzüge und unzählige Kraftwagen cingetroffcn. Die großen Hotels haben teilweise in den Reichs-, teils in den bremischen Farben geflaggt. Ganze Häuserzüge sind mit Tannengrün und Girlanden und in den bayerischen und irischen Flaggen geschmückt. Vegeistetter Empfang in Bremerhaven. ©er erste Willkomm. Tic Begrüßung dcö „Eolumbutz". Berlin, 18. Juni. (TU.) Schon frühzeitig fetzte auf bem .Tolumbu»' regeS Leben ein. Mit dem Ausbooten ber Passagiere begann man bereits um 6,30 iltrr. Llnunterbrvchen gingen bie Tenber vom Schiff zu bem Quai unb in bk Hafenstatton lief Zug um Jug em, Auto um Au do fuhr vor. Die Ankonnnenben würben von ber Kapelle bes Aorbbeutschen Llohb mit frohen Weisen begrüßt. Unter den ersten, bk zum „iSoIumbuK' herüberkamen, befanden sich natürlich bie Familienangehörigen ber Ozeanslieger und viele gute Bekannte unb Freunde. Als Ab» aefanbter ber Reichsregierung traf Minifterial- birettor Dranbenburg vom ReichSverlehrs- ministerimn ein, ber von ben Vertretern ber Stabt Bremen und bem Direktor beS Qtorbbeut- schen Lloyd, Stabtlänber. begleitet war. Die geladenen Gäste unb Pressevertreter wurden um 9 Uhr von bem Dampfer ^Rolanb" birett auf ben .Eolmnbus", ber wie alle anberen im Hafen liegenden Schiffe über bie Toppen geflaggt hatte, gebracht. Äirrx nach Ankunft auf bem .Eolumbus" erschienen bie Flieger Köhl, Fitzmaurice und v. Hünefelb mit ihren Angehörigen auf ber Kommanbobrücke, wo sie »unächst in ein Kreuzfeuer ber zahlreichen Prefsephotographen genommen wurden. Alle drei Flieger trugen das von ber amerikanischen Regierung verliehene FliegerehrenkreuK, Fitzmaurice irische - Fliegerunisorn!. Alsbalb begannen mit Menschen bicht besetzte Dampfer ben .CollrmbuS" zu umkreisen, bie ben Fliegern begeistert zujubelten. Flugzeuggeschwaber entboten ben Heimkehrenden die durch lebhafte- Tücher- schwenken bankten, die ersten Grüsze aus ber Luft. An Bord des „Columbus". Bremerhaven, 18.Juni. (DB.) Kurz nach 10 Uhr begann in der großen Gefellfchafrc-haUe des „Columbus" die erste offizielle Begrüßungsfeier, zu dcr sich mit den Fliegern deren Ange- hörigen, die Herren der Reederei, in Vertretung der Reichsregicrung Ministerialdirektor Brandenburg. für den Bremer Senat Dr. Duck- w i y . der Bremer amerikanische und englische Äon- sul, sowie zahlreiche Prefsevertteter aus dem ganzen Reiche cingefunben hatten. Als die Flteger die Halle betraten, wurden sie mit lebhaften Beifalls- kundgebungen empfangen. Geheimrat Stimming vom Norddeutschen Lloyd überreichte den Ozeanfliegern als Gabe der (Erinnerung und ber Rückschau auf bie Tage, die die Flieger an Bord dieses schönen Schiffes erlebten, eine Medaille, die ber Norbbeulfche Lloyb prägen ließ, um bie (Erinnerung an die Tatsache wachzu- halten, daß der Norddeutsche Lloyd mit der Geschichte bes Ozeanflugs ber „Bremen" in gewisser Weise verbunden ist und daß die Maichine der Ozeanflieger ben Namen ber Freien Hanfastadt Bremen, zugleich aber auch ben Namen e;res ber beiben großen Schiffe trägt, bie ber Norbbeutfche Lloyb noch in biefem Jahre glücklich vom Stapel lasten zu können hofte, als neues Glied in der Kette der Verbindung zwischen Vst und West. Geheimrat Stimming dankte daraus den Fliegern für den idealen Schwung, der ihrem Unternehmen inne mahnte und der einen fo ungeheuren Widerhall in dem großen Lande drüben unb barüber hinaus in ber ganzen Welt gehmben hat. Dieser Schwung, biefer Wille zur Tat, biefer Glaube seien moralische Kräfte, bk auch in bem Wiederaufbau unseres beutschen Vaterlandes lebendig geworden feien und weiter lebendig fein würden. Dafür, daß die Flieger die Tatsache des Vorhandenseins dieser moralischen Kräfte so unmittelbar vor Augen gerückt hätten, dafür gebühre ihnen unser Dank. Hierauf richtete der Redner in enallscher Sprache warme Worte ber Begrüßung unb ber Anetten- mmg kamerabschofllichen Fliegergeistes an Major Fitzmaurice. Weitere Begrüßungsansprachen. Ministerialdirektor Brandenburg vom ReichSvettehrsministernnn ettlärte, die Reichs- regierung habe den Wunsch gehabt, die drei Flieger beim Betreten deutschen Bodens willkommen zu heihen, ehe die offizielle Begrüßung in Berlin statlfinden werde. In Ausführung dieses Wunsches habe er sich herzlich gern hierher begeben unb heiße die Ozeanüberwinder im Hamen der Reichsregierung und im Hamen der Luftfahrt herzlich willkommen. Staatsrat Dr. D u ck w i tz überbrachte die Grüße Bremens, das eifrig für ben morgigen Empfang rüste. Im Rainen der Presse richtete bann Direktor Gustav Richter, geschäftsführender Vorsitzender des ReichSverbandeS der deutschen Presse, u. a. folgende Worte der Begrüßung an die Flieger: 2m Hamen des Reichsverbandes der Deutschen Press« habe ich bie Ehre, Sie bei Ihrer Rückkehr in bie Heimat herzlichst zu begrüßen und Ihnen auch namens der beutschen Prefse zu danken für Ihre kühne unb groß« Tat. Ihnen unb Ihrer bewunderungswürdigen Leistung gegenüber ist bie deutsche Presse in der glücklichen Lage gewesen, von der Kritik, bie ja auch ihres Amtes ist, zur reinen Bewunderung zurilckzukehren. Wieder einmal hat sich unser Voll bewundernd um eine große deutsche Kulturtal geschart und ist — trotz aller leidigen Zerllüftung und Zerissenheit - - zum Bewußtsein seiner unverbrüchlichen Einheit gekommen. Das bauten wir Ihnen und Ihrer hervorragenden Leistung. Sie werben gejühll haben, daß Sie bei Ihrer Fahrt nach Amerika begleitet, beschirmt und getragen waren von ben heißen Wünschen Millionen beutscher Herzen. — Rach weiteren Dcgrühungsanfprachen durch den amerikanischen und engfischen Konsul in Bremen ergriff Hauptmann Köhl, von stürmischem Beifall begrüßt, das Wort, um im Namen der Flieger den Dank für die herzliche Bewillkommnung zum Ausdruck zu bringen: „Wir bringen Ihnen", fo erklärte Köhl, „die Grüße unserer Landsleute aus Amerika. Wir haben zahlreiche amerikanische Großstädte besucht und überall sind uns unter den begeisterten Begrüßungen die Worte entgegengerufen worden: «Hoch Deutschland! Grüßt mir die deutsche Heimat!" Hierauf stellte Köhl den treuen Kampfgenossen der beiden deutschen Flieger, Major Fitzmaurice, unter herzlichem Jubel der Anwesenden vor. (Er schloß feine Dankrede mit einem Gruß an die deutsche Heimat. Nie Landung. Hünkfclds Tank an Deutschland. Langsam fuhr unterdessen der .Golumbus" in die Kaiserschleule ein, die zu beiden Seifen von tausenden von jubelnden Menschen umlagert war, die ihrer Deg.isterung in brausenden Hochrufen Ausdruck gaben. Köhl. Fitzmaurice und von Hünefelb standen auf der Kommandobrücke und winkten 'ichtlich erfreut der Menschenmenge zu. Die Schupo-Kapelle intonierte das Deutschlandlied, das von den Tausenden tn tiefer Bewegung mitgesungen wurde. Aller Jubel aber wurde übertönt durch das Geheul dcr Sirenen sämtlicher im Hafen liegenden Dampfer und durch das Motorengeknatter eines halben Dutzend von Flugzeugge!chwadern. die dauernd den .Columbus" umkreisten. Kurz vor 12 llhr legte der Dampfer in der Schleuse fest. Hierauf begaben sich die Vertreter der Bremerhave- • .er Behörden und ein Ehrenausschuß der Einwohnerschaft der älnterweserstädte an Bord. Rach herzlichen Degrühungsworten des Oberbürgermeisters von Bremerhaven nahm Freiherr von Hünefelb, sichtlich statt bewegt das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er ausführte: Alle für einen, einer für alle, das ist bet wahlfpruch unseres „Sremen"-Zkuges gewesen. unb so soll e» auch bleiben. Nachdem wir roll (Bolte» gnädiger Hllse in die Heimat zuruckgekehrt sind, in diesem Augenblick, da der „Columbus" die deutsche Muttererde wieder berührt hat, möchte ich Ihnen, zugleich auch im Namen meiner Kameraden, tiefbewegten Dank sagen für den so herzlichen Cmpfang. Wir wißen genau, daß so wie wir unsere deutsche Heimat lieben, ehren und achten. unser unerschrockener ÄfflDttUb if,- m a u r i c e sein grüne» Irland über alle» liebt, unb gerade deshalb habe ich da» Bewuhtsrin. auch In feinem Hamen die Gefühle auszudrücken. die uns in diesem Augenblick bewegen. Al» ich heute früh beim Erwachen hinaussah au» dem kleinen Fenster meiner Kabine und da» deutsche Land vor mir lag. zum erstenmal nach den 7sto- nalen. die für un» so Unerhörte» an Gescheiten und Erleben gebracht haben, rote wir un» e» niemals erträumt hätten, da habe ich erst einen Begriff von bem bekommen, rea» ber alte Dichter Homer seinen Odysseus erleben läßt, da dieser bei seiner Heimkehr nleberfniet und den heilt- gen Boden de» Mutterlandes küßt. Mehr zu sagen, vermag ich Im Augenblick nicht, und fo lassen Sie mich für die Itllnehmcr de» „BremcnM-3Higee Dank sagen. Wir nehmen da» herzliche Willkommen, das Sie uns bieten, an als für unsere Vaterländer bestimmt. Die „Bremen".Flieger wurden burd) erneuten herzlichen Beifall lebhaft gefeiert, dann spielte die Kapelle das Deutschlandlied, das die Anwesenden mitsangen, und bie irische Nationalhymne. Die Flieger sprechen. Bei dem Frühstück, bas bann der Rorb- deutsche Lloyb an Borb bes ..Eolumbus" gab, unb zu bem sich mit ben Fliegern imb ihren Angehörigen bi« Vertreter bes Rordbeutschen Lloyb. ber Reichsregierung, beS Bremer Senats unb ber Press« vereinigten, begriißte zunächst Geheimrat Sttmming bi« Gäste. Hauptmann Köhl sprach als Erst« ber Besatzung ber ..Bremen". AlS bie ..Bremen" in ber ersten Rächt in ben Kampf mit ben Elementen geriet, ba sei in ben drei Fliegern ein Gebet zu Gott enrpor- gestlegen. ..Herr, laß biesen Flug nicht scheitern um Deutschlands willen." Der Flug sei nicht angetreten, um Geld zu erwerben, sonbern aus bem sportlichen Impuls heraus, dasselbe zu leisten unb an demselben Ziel mitzuarbeiten, das die anderen europäischen Länder sich gesteckt hatten Die Schiffahrtsgesellschaften und insonderheit der Rorddeutsche Lloyd hätten die Grundbedingungen für diesen Slug überhaupt erst geschaffen. Hauptmann Köhl schilderte weiter die Verdienste der Junkers- Werke um das Gelingen des Fluges, und weiter die Freude, die sie empfanden, als in Irland der ehemalige Kriegsgegner, Major Fitzmaurice, als Freund zu ihnen traf. Gerade die treue Freundschaft mit dem ehemaligen Kriegsgegner Fitzmaurice sei es gewesen, was ihnen so viele Freunde drüben in Amerika erworben habe, denn es zeige sich bar n ber gute Wille, die Völker einander näbcrzn- b rin gen undzu versöhnen. Diesem Ziel soltte ver freundliche Wettkampf dienen. Der Redner schlost mit dem Gelöbnis, daß er und seine beiden Freunde weiterarbeiten würden an ber fort- schreitenben kulturellen Verbindung der Völler. Major Fitzmaurice dankte in humorvoller Weife auf englisch für bie Ehrungen. Zwar habe er kein Wort von aLen ben Reden verstanden, aber daS habe er aus den Worten Köhls .Kein Freund Zitz, maurice" herausge^rt. daß er gemeint fei, und deshalb bestätige er alleS. was K. hl von ihm gesagt habe. Er freue sich, nach Deutschland gekommen zu fein; denn er kenne seit 1914 die Deutschen und finkte sie riesig nett. Oer Haupt- anteil an dem Erfolg fei ihnen zuzulchr.'iben. Er müsse daher überaus dankbar fein, daß man auch ihn fo feiere und daß. er an dem Jubel über den Erfolg teilnehmen bür e. Gr fei gerührt über bie Begeisterung, mit der man sie überall au genommen habe und danke vielmals für bie Liebe, bie ihm das deutsche Volk entgegenbringe, ’e- fonders danke er dem Rorddeuttchen Lloyd, der Bevölkerung Amerikas für die in der Rot ac- leistele Hilfe und nun auch dem deutschen Volke, daS er feiner wärmsten Sympathie versichern könne. Freiherr von Hünefelb gab fobann der Freude Ausdruck, nunmehr die Kameraden begrüßen zu können, die seinerzeit auch das Mißlingen des e r st e n Fluges miterleb- ten. Der Flug habe eine Brücke nicht nur zwi- foen den Menschen, sondern auch zwischen der alten uno der neuen Welt geschaffen. Fitzmaurice sei ihnen nicht nur ein Kamerad gewesen, sondern auch zu ihrem Freunde getoor- beu. Als sie in Daldonnell angekommen seien, seien sie dessen bewußt gewesen, daß sie als Soldaten der alten W-lt von der neuen begrüßt worden seien und als Vortämpfer neuer Ideen. Er gedenke besonders dem Zusammentreffen mit Friftoft R ans en, das er als ein Oie Wetterlage, Flugzeugege be. Ec machte Dann Der Herr Reichspräsident empfing Den neugewählten ersten Vorsitzenden des Vereins für das Deutschtum im Ausland, Gesandren z. D. Wirkl. Geheimen Rat Freiherrn v. d. Busche, Der von dem zweiten Vorsitzenden des Vereins, Konteradmiral a. D. Seebohm. begleitet war. Der Herr Reichspräsident äußerte sich sehr befriedigt über die Tätigkeit des Vereins und wünschte ihm für seine künftige Arbeit besten Erfolg. Reichsauhenminister Dr. Stresemann wird in der kommenden Woche einen m ehrwöchigen Erholungsurlaub antreten, den er im südlichen Schwarzwald verbringen wird. Rach Meldungen auS Straßburg hat Baron Elaus Zorn von Bulach, der beim Antritt seiner Haft in da- Anstalt-kranken- haus eingeliesert worden war. wegen einer schweren RervenkrisiS in eine Privatkli» nik gebracht werden müssen. Das englische Oberhaus hat den Gesetzentwurf, der den Frauen im Alter von 21 Jahren das gleiche Wahlrecht verleiht wie den Männern, in dritter Lesung ohne Debatte angenommen. Der Entwurf, der bereits im Unterhaus angenommen war. wird nun Gesetz werden. 4Se ttc rvo i a US j age. In der Rinne tiefen Druckes, die sich in westöstlicher Richtung über die britisch«, Inseln. Hüt' landinavien und das Baltitum erstreckt, bewegt sich eine Störung, die über Rordwesteu- ropa Riederfchläge gebracht hat. Auch sie dürfte beim Dorüberzug in unserem Gebiet unter noch etwas ansteigenden Temperaturen zu zeitweisen Riederschlägen führen. Voraussage für Mittwoch: Wechselnde Bewölkung. Temperaturen noch etwa- ansteigend, zeitweise Regenfälle. .2 o r a uSsage für Donnerstage Wolkig m»t Aufheiterung. Temperaturen sc^vankend, ohne wesentliche Riederschläge. Lufttemperaturen an. 18. Juni: mittags 11,7 Grad Celsius, abends 8,5 Grad Celsius; am 19 Juni: nwrflen5 11,9 Grad Celsius. Maximum 15 Grad '“Huis. Minimum 7,9 Grad Celsius — Erdkernpera- ^0 Zentimeter Tiefe am 18. Juni: abends l?.7 6cad Celsius; am 19. Juni: morgens 12,7 Krad Celsius. — Niederschlag 3-8 Millimeter. — Sonnen- scheindauer 454 Stunden. Kleine politische Nachrichten. Der Herr Reichspräsident hat an den Herrn Reichsverweser von Ungarn. Admiral von Horthh in Budapest, folgendes Telegramm gerichtet: Eure Durchlaucht bitte ich. meine wärm st en Glückwünsche zur Vollendung des 6 0. Lebensjahres entgegen- nchmen zu wollen. Don Herzen wünsche uh, es möge Ihnen vergönnt sein, noch viele gesegnete Jahre in voller Gesundheit und Rüstigkeit zu erleben. In alter Kameradschaft und mit besten Grützen bin ich Ihr Reichspräsident v. Hindenburg. Ein neuer Versuch mit -em Raketenwagen. LPel fährt am Tamstag bei Hannover. Frankfurt a. 21Z., 18. Juni. (ZU.) Die Ge- schwindigkeilsoersuche des Opel-Rokelen.wage n s „R a f IIP sind endgültig auf Samstag, den 23. Juni, nachmittags 2 Uhr, festgelegt. Die jal)d findet auf der Eisenbahn st recke Burgwedel-Celle slall. Das Versuchsprogramm um- fahl drei verschiedene Fahrten mit jeweils gesteigerter Geschwindigkeit. Sollten die versuche den Erwartungen entsprechen und insbesondere die bisher unberechenbare Haftung des Fahrzeuges am Boden ausreichen, so wird Fritz von Opel bei einem vierten Versuche die höchste bisher von einem Fahrzeug erreichte Geschwindigkeit von 333 Stundenkilometer zu überbieten versuchen. Die Bremsung des Fahrzeuge» erfolgt durch automatisch ausgelöste Bremsvorrichtungen, in der Hauptsache jedoch durch Bremsrakete«, die nach Durchlaufen der Strecke entgegengesetzt der Fahrtrichtung entzündet werden. Die «Bremswirkung ist • so berechnet, datz auch bei Erreichung von Rekordzeiten der Bremsweg von drei Kilometer nicht überschritten wird. Woldemaras fordert Wilna. K o w n o, 18. Juni. (WB.) Am Montag fand in Kowno eine Zusammenkunft des litauischen Schützen Verbundes statt, an dem auch Ministerpräsident Woldemaras und Lan- desschutzministcr Generalleutnant Dauf antas teilnahmen. Woldemaras führte in seiner Ansprache aus, daß die Liste der für das Vaterland gefallenen Schützen noch nicht geschloffen sei. Man werde die Unabhängigkeit Litauens verteidigen und die Hauptstadt Wilna zurück- gewinnen müßen. Die großen Staaten forderten Litauen auf, mit Polen Frieden zu schließen. Die litauische Regierung würde aber bk Interessen Litauens tatkräftig verteidigen. Die Schützen mutzten aus diesem Grunde auf der Dacht sein. Der Ministerpräsident sprach die Hoffnung aus, datz unter den Fahnen des Schüs^nverbandes. die hrf) Otto Hammann f. Berlin, 19. Juni. (ZU.) Der langjährige Leiter der Presseabteilung des Auswärtige« Amtes, TTllai- sierialdirektor a. D. Exz. Dr. Otto Hamman«, ist am Montag im Aller von 76 Jahren in Fürsieaberg (Mecklenburg) gestorben. Königin Wilhelmina der Riederlande und die Kronprinzessin Juliana sind Montag morgen in Stockholm eingetroffcn. waren. Die einzelnen Punkte dieser Richtlinien wurden du. ^gesprochen. Ein Teil von ihnen ist bereits in einer Konferenz der übrigen für die Koalition in Frage kommenden Parteien besprochen worden. Anscheinend ist hierüber auch schon eine llebereinftimmung erzielt wor- den Lieber eine Reihe anderer bisher noch nicht besprochener Forderungen der Wirtschaftsvartei wird der Abg Müller-Franken zunächst mit dem sozialdemokratischen Frakiionsvorstond verhan- dcln. Sollte dabei eine Hebereinftimmung erzielt werden, so wird wahrscheinlich am Dienstag oder Mittwoch eine allgemeine Aussprache zwischen Öen sämtlichen für eine Große Koalition in Frage tommenöcn Parteien mit Ein - schluh der Wirtschaftspartei über bie noch offenen Punkte erfolgen. Dor Mittwoch dürsten weitere Verhandlungen nicht in Frage kommen. Oie Nachforschungen nach der „Italia". Nobile lichtet die norwegischen Flieger. Rom, 18. Juni. (Wolff.) Wie von der ,Eitta di Milano" gemeldet wird, sind die Flieger R i j- f er Larsen und Lützow-Holm von ihrem bereits gemeldeten GrkimdungSslug zurückgekehrt. ohne Robile gesichtet zu hoben. Dagegen Hot Robile die „Gitta di Milano" funktelegra- phisch angerufen und mitgeteilt, datz er die nicht im Saale befänden, die Litauer in der Hauptstadt einmarschieren würden. Ge- neraliculnant Da u k an las hab in seiner Rede Herrn-, der Völkerbund habe die Litauer oufgefor= dert. Palen gegenüber nachzugeben. Litauen wallte und walle auch jetzt kein Blutvergießen, wenn es aber notwendig sein würbe, die Unabhängigkeit zu I verteidigen, so würde sie verteidigt werden. Im Augenblick könne man noch nicht Vorhersagen, wie die palnisch-litauische Angelegenheit sich im September entwickeln werde. Das litauische Volk werde aber den Kampf bis zuletzt führen. Es würde siegen ober fallen. Zusammentreffen der Vorkämpfer neuer Ideen in Amerika empfunden habe. Sie seien keine Helden, sondern nur tapfere Soldaten, die einer Idee dienen wollten, die der Menschheit nütze und dem Vatcrlande Helse. Er hoffe, datz ihre Tal Deutschland in der Welt nützen werde Sie würden für ihre Ideen weiter kämpfen und notfalls erneut ihr Leben für die Herstellung einer Brücke zwischen der allen und der neuen Welt einfetzen. — Um 4 Llhr nachmittags wurde die „Columbus'" von der Kaiserfchleuse nach dem Ankerplatz des Kaiserhafens verholt. Die Flieger blieben an Bord des Schiffes, auf dem abends im kleinen Kreise eine Familienfeier stattfand. Bremen inSrwattung derFlieger Bremen, 19. Juni. (WTD. Funkspruch). Die alte Hansestadt steht vom frühen Morgen an im Zeichen der Heimkehr der „Bremen"-Flieger Die umfangreichen Vorbereitungen zu ihrem festlichen Empfang sind beendet. Gin Flaggenmeer von seltenem Ausmaß, Tausende von Wimpeln und reiche Kranzgebinde schmücken die Häuser und Gebäude aller Straßen im besonderen der Innenstadt und der Feststraßen, weiche die Flieger bei ihrem Ginzug passieren werden. Eine außerordentlich eindrucksvolle Ausschmückung hat vor allem der historische Marktplatz erfahren, insbesondere daS alle Rathaus, das in reichem Girlanden- und Ä schmuck mit den Bremischen, Bayerischen, und den Aeichsfarben drapiert, einen überaus imposanten Eindruck macht, nicht mürber der Schütting, das Haus der Handelskammer, die Börse, der Dom und alle weiteren zum Marktplatz gehörenden Gebäude. Durch die Straßen der Stadt wogt schon jetzt seit den frühen Morgenstunden unablässig eine in Erwartung der Dinge freudig bewegte Menschenmenge. Alm die Mittagstunde werden die DureauS der sämtlichen Privatunter- nehmunaen, sowie der staatlichen Behörden geschlossen werden, um den Angestellten Gelegenheit zu geben, an der Einzugsfeier teilzunehmen. Die Beteiligung an dieser dürfte daher aller Voraussicht nach ganz gewaltig fein, zumal das Wetter seit gestern Rachmittag wieder sonnig und wärmer geworden ist. Aus aller Welt. Dertreterversammlung des Deutschen AnwaltsberetnS. Der Deutsche Anwaltsverein hiell in Leipzig eine Bertre erversammlung ab, die sich hauptsächlich mit dem Reuaufbau des Vereins zu befassen hatte. Es wurde eine neue Satzung ausgenommen, die insbesondere eine Bezirks- gruppcngliederung des Vereins vvrsieht. die gleichzeitig mit der Reugliederung beantragte ®Offene*, o»eatai® «reuig. G oeaecii eRtgeÄ • Vfcn« 6 Gr »WM. e *eo#i K »*w Kn goto die Teeiptreter ln. vx Urnen ftfM«n Orir rul iickäcä Hermann Müllers Verhandlungen. Bislang kein Ergebnis erzielt. Berkin, 18. Juni. (Privatinformation.) Die Heu tigen interfraktionellen Verhandlungen über die Regierungsbildung dauerten bis noch 14 Uhr, ohne daß ein Ergebnis erzielt worden wäre. Sie werden am morgigen Dienstag, vormittags 10.30 Uhr, fortgesetzt werden, nachdem heute nachmittag zum Teil die Fraktionen — davon die Deutsche Deutsche Dolkspartei unter Teilnahme von Dr. otrefemann — zum Teil die Fraktionsvorstände erneut beraten haben werden. Im wesentlichen drehte sich die heutige Besprechung um Finanz, und W i r t s ch a f t s f r a g e n. Dabei verlangten die Sozialdemokraten Verminderung der Einkommensteifer für kleinere und mittlere Einkommen und schärfere Vermögenssteuern. Die Demokraten forderten ein Steuervereinheitlichungsgesep, dagegen wurde aber von der Bayrischen Volkspartei entschieden Widerspruch erhoben. In einigen anderen Punkten sind die Parteien sich offenbar nähergekommen. Auf ollen Seiten aber äußert man sich wenig befriedigt über den bisherigen Verlauf der Besprechungen. Es wird darauf hingeroiefen, daß ein so großer Kreis nur sehr schleppend verhandeln kann. Ziemlich all gemein ist die Ansicht, daß die Regierungsbildung noch ziemlich lange Zeit in Anspruch nehmen muß, wenn der Derhandlungsmodus nicht geändert wird. Oie Richtlinien der Wirtschaftspartei. Berlin. 18. Juni (B.D. Z.) Im Reichstag fand heute nachmittag eine Besprechung des Abg. Müller-Franken (6.) mit den Vertretern der Wirttchaftsparlei. den Abg Drewitz und Mollath. statt Zur Besprechung standen die R t ch t l i n i c n der Wirtschaftspaktes. die schon am Freitag überreicht worden Verlegung des DereinSsitzes von Leipzig nach Berlin wurde abgelehnt, so daß es bis zu- nächsten Dertreterversammlung in vier Jahren in dieser Beziehung beim alten bleibt. Der zweite Hauptgegenstand der Tagesordnung, nämlich die Frage, ob der Heber'rülümg des AnwallSstandeS öinxf) Zulassungsbeschränkung gesteuert werten soll, mutzte vertagt werden. Sr wird in eurer im Herbst dieses Jahres stattfindenden neuen Versammlung zur Erörterung gestellt werden. Ein ZeppelinFernstug Friedrichshafen—Kalifornien geplant. Associated Preß meldet aus Long Beach (Kalifornien): Bürgermeister Hauge kündigte an. er habe von Dr. Eckener die Rachricht erhallen, daß der neue Zeppelin, der in Friedrichshafen fetner Vollendung entgegengeht, im Juli einen direkten Fernflug von Friedrichs- hafen nach Long Beach versuchen werde. Dre Ankunft des Luftfchifses werde während der in Long Beach stattfindenden Ausstellung der pazlfrschen Südweststaaten erfolgen Die Be- amten der Ausstellung erklärten, sie würden dce Washingtoner Regierung ersuchen, den in "Panama transportablen Verankerungsmast nach Long Beach schaffen'zu^ttrsien. Gründung der Bayrischen Zugspihbaha-A.^S. Wie einer Berliner beteiligten Firma mitge- teut tmrb. erfolgte in München die Gründung der .Bayerischen Zugspitzbahn A A" mit ernem Kapital von 5 Millionen Reichsmark und dem Sitz in Garmisch. Zweck der Gesellschast ist der Dau einer gemischten Reibung S- und Zahnradbahn vom Bahnkwf Dar- misch-Pattenkirchen über 6ibfee zum Platt und einer Standseilbahn vom Platt auf den Zug- spitzgipsel. Die Baufrist läuft bis 31. Dezember 1932. Schneefall im Riesengebirge und in Böhmen. In der Rocht zum Sonntag hat es im Riesengebirge mehrfach kräftig geschneit, und auch im Laufe des Sonntags kam es auf dem Hochgebirge noch mehrfach zu starken Schnee- und Graupel- fällen. Dazu herrschte -eine empfindliche Kälte. 2luch 'n den böhmischen Randgebieten fiel gestern in der Höhe von 1000 Metern überall Schnee. vahnränber zwischen Halle und Leipzig. In einer der letzten Rächte ist der Postzug auf der Sttccke Halle-Leipzig beraubt worden. Man hat schon wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß aus den auf dieser Strecke verkehrenden Zugen Postpakete gestohlen worden sind. Diesem Zag, der gegen 121 . Uhr in Richtung Halle fährt, waren mehrere Paketwagen mit Post angehängt. Der Raub wurde bemerkt, als ein aus Richtung Halle kommender Zug e i n en S a ck Bettfedern, der auf dem Gleise lag. überfuhr und zerstreute. Runmehr stellte man durch Rachforschung fest, datz in der Rähe von Grohkuqel eine Menge Pakete auf den Schienen lag, die meist durch den Sturz beschädigt waren und Kaffee. Medikamente. Fahrradteile ufw. enthielten. Von den Dieben fehlt jede Spur. Sbensv konnte man sich bisher nicht erklären, wie sie zu den Gegenständen in den abgeschlossenen Wagen gelangt sind. Schwere» Autounglück. . $n Leipzia fuhr in der Ctsenbahnsttahe ein "hwerer Personenkraftwagen in eine ® nippe von Personen, die ein Kino nach Schluß der Vorstellung verließen. Zwei Frauen rour den sofort getötet, eine dritte fta r b auf dem Transpott zum Krankenhaufe. Mehrere Personen wurden schwer verletzt. rroch genaue Angaben über seine augenblickliche geogratchische Positton. Sein neuer Standort ist jetzt 80 Grad 33 Minuten nervlicher Breite und 27 Grad 12 Minuten östlicher Länge. Dieser Punkt ist ungefähr fünf Meilen östlich von der Fohn- Infel und ungefähr acht Meilen von der früher angegebenen Stelle entfernt. Larsen teilt mit. daß er bei seinem Fluge die Strecke Nordkap- Platte und Insel Rops einhielt, wahrend Lüt- z o w - H o l m auf 88 Grad 40 Muutten bis zur Rordspitze der Karlinsel flog. Bei der Rückkehr sah er an der Kap-Platte die Spuren des Hundeschlittens, der am 13. von der Wahlen- bergbucht ausge^angen war, und folgte dieser- Spur. Gr frnib fic bei der Insel Sporresby und nahm die Anwesenheit zweier Menschen wahr. Aus den Beobachtungen der Flieger ergibt sich daß in dem Gebiet, durch das die Gruppe Mariani marschiert, das Gis sich zum Marsche sehr gut eignet. Die beiden Flieger werden nach Umtausch eines Motors ihren Flug wieder ausnehmen, um an Hand der genauen Einzelheiten zu versuchen. Robile zu erreichen, welcher mitteilt, daß die atmosphärischen Verhältnisse und der Zustand des Eises sehr günstig sind. Gr hat gleichzeitig nach der Art der Behandlung eines Schienbeinbruches gefragt. Otto Hammann hat vier Reichskanzlern gebient. Er trat 1894 in das Auswärtige Amt ein und verlieh es 1916. In diesen 22 Jahren hat er dauernd Ira politischen Kampf gestanden, an einer Stelle, deren Bedeutung einer kleinen Zahl Unterrichteter von jeher wohlbekannt war. von der aber die große Öffentlichkeit erst weiß, seitdem sie mit den Kabinetten dem Wechsel der parlamentarischen Konstellation unterliegt. Ham- mann ist zwar mit seiner Person öffentlich niemals hervorgetreten, aber er hat bei den ReuHs- kanzlern, unter denen er arbeitete, eine Vertrauensstellung eingenommen, die ungewöhnllch war und diel Reid hervorrief. Gegenüber anderen Mitgliedern des Auswärtigen Amtes hatte er den Vorteil, daß er ein genauer Kenner der inneren Politik war, und wenn er auch das diplomatische Handwerk niemals ira Auslande aus geübt hat, so kann ihm doch nicht bestrllten werden, daß er außenpolitische Situationen in ihren entscheidenden Phasen und wichtigen Zusammenhängen mit Schärfe erfaßte und schnell und sicher in gefährlichen Situationen Rat erteilte. Er besaß bei hoher geistiger Feinheit eine Eigenschaft, die zum wahren Beamten gehört, mag sie auch nicht allzu häufig gefunden werden: Er sprach, wenn die Situation es verlangte, offen, rücksichtslos, selbst brutal und setzte sich für seine Auffassung mit aller Kraft, die ihm zu Gebote stand, ein. Seinen Verkehr mit der Presse beschränkte Ham- mann auf tägliche Gespräche mit dem Leiter des offiziösen Wolff-Bureaus, Dr. M a n t l e r, und mit den ihm persönlich nahestehenden Vertretern der Kölnischen Zeitung, Hern von Huhn, und der Frankfurter Zeitung, August Stein. Diese drei waren in regem Gedankenaustausch bei ihm tägliche Gäste. Das Verhältnis Hammanns zu dem jahrzehntelang allmächttgen Geheimrat von Holstein war nicht sehr hemlich. Holstein hiett den Pressechef wohl mit Recht für seinen Gegner, konnte ihm jedoch nicht, wie er dies mit vielen anderen getan hatte, „erledigen", da die Position Hamrnanns zu stark mar. Erst 1916 mit Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze trat Hammann in den Ruhestand. Er fühlte sich jedoch noch rüftig genug, um politisch und publizistisch wirken zu können. Im Winter 1917 erschien fein erstes Er innerungsbuch „Der neue Kurs", dem bald drei weitere Bände folgten. Der Freimut und die Objektivität, womit in diesen Schritten der Gang der deutschen Geschicke unter dem kaiserlichen Regime geschildert wird, wurde allgemein anerkannt. Oie deutsch-russischen Beziehungen. Die Antwort des „Vorwärts". Berlin, 19. Juni. (Tel.) Der „Vorwärts" nimmt zu dem Artikel der .I sve st i j a' über die deutsch-russischen Beziehungen und die Sozialdemokratie Stellung. Das sozialdenwkra- tische Parteiorgan weist darauf hin. daß der unbefriedigende Stand der Räumungsfrage und der gleich ungeschickte wie unbefuate Versuch Ialeskis. sich in diese Frage einzunnschen, nichts an der „TBeftorientierung" der sozialdemokratischen Partei ändern könnten. Im Rahmen dieser Politik fei aber der toeiterc 21 u8b au der deutsch-russischen Beziehungen keineswegs unmöglich, sondern vielmehr möglich und wünschenswert. Ihr scheine die Rolle eines Mittlers, der auf beiden Seiten Dertrauen genieße und auch kein Mißtrauen erwecke, der geographischen Lage Deutschlands und der geschichtlichen Entwicklung angemeffen. Die Sozialdemokratie sei. wie man auch in Rußland toiffe. die schärfste Gegnerin jeder Interventionspolitik. Die russische Presse habe allerdings ihre Gegner darüber nicht unterttchtet. Der Moskauer Jngenieurprozeß. Kownv. 19. 3uni. ($11.) Moskauer Zeitungen besagen, daß die Verhöre im Schachthpro- zeh in den letzten Tagen sehr beschleunigt werden, da auch in Moskau selbst das Interesse am Prozeß stark nachgelassen habe. Der schon lange erwartete Haupt- belastungsz.mge Kasarinvw fei noch nicht aufgetreten. Dagegen brachte die Montagssihung insofern eine Sensation, daß der Angeklagte Iu- s ch e w i h , der sich in der Voruntersuchung für schuldig erklätt hatte, jetzt sein Geständnis in vollem Umfang widerrief. Die Vernehmung hätte damals um 3 Uhr nachts stattgefunden und da er eines Asthmaanfalles wegen um Unterbrechung gebeten habe, die ihm verweigert worden wäre, habe er sämtliche Fragen bejahend beantwortet, um sich von den älntersuchungsqualen zu befreien. Die von Dem Ingenieur Seebvld Der Firma Knapp abgegebene Erklärung über die Aussagen Badstiebers wurde am Montag durch Rechts- anwalt Münte dem Vorsitzenden Wischinfki übergeben. Die Absicht Seebolds, sich freiwillig dem Gericht zu stellen, hat im Zuschcmerraum große Bewegung hervorgerufen. Staatsanwalt Kry len ko teilte mit. daß die vor deutschen Behörden unter Eid abgegebenen Aussagen KoesterS und Seebolds. sowie die Erklärung des Betriebsrates der Firma Knapp eingegangen seien. Die Aussagen Koesters und Seebolds seien formal allerdings bedeutungslos, da daS Sowjettecht den Eid nicht für einen formalen Beweis erachte. Krylenko meinte,, inhaltlich enthielten diese Aussagen „u n - begründete" Widerlegungen der Erklärungen Badstiebers, die von Personen aus- gehen, denen ein Kriminalverbrechen zur Last gelegt werde. Dennoch erachte es die Staatsanwaltschaft für zweckmäßig, diese Aussagen zu den Akten zu legen, sie spreche sich jedcch dagegen aus, mit der Erklärung des Betriebsrates ebenso zu verfahren, da sie lediglich feststelle, daß nach der Sowjettmion nicht schlechtere Maschinen geliefert wurden, als nach Frankreich und Deutschland, und feine Widerlegung Der Behauptung enthalte, daß die Maschinen schlecht gewesen seien. Da das eingegangene Material sehr umfangreich ist. vertagte das Ge- ttcht seine Beschlußfassung in dieser Angelegenheit auf morgen. Das Gericht gab Dann dem Gesuch des deutschen Ingenieurs Hobbe, Der im Donez-Becken arbeitete, ihn als Zeugen vor- zuladen, statt, Da er in seiner TätiKeit die Schad i g un gsar beit russischer Ingenieure wahrgenommen haben will. -----Rfjt 13= <2@ ?7Wa5 den 78 Juni 7A stends 26 211 > ^2, O « c bH IM Sommrrknr für ^lage. ----— wwe* Orts- J IO06*" 0 9 L22^> 5^1I^^2.7g-MlnL CREME MOU$OH - Z~ --------------------- --9 Ab-mA AbM A Verkäufe—I lMWfNffMMMfvW Cnftrfm/iflmi ♦♦hmm* -u—' SiBrelömafiDiü? bpOMMll 2 Singer Na! - I« Adler i. m. Schreib- modern, grün, ge- fdiinen. 1 gr DoöelQunöe deinem 3aL«^ u. mo- Enriebitfkeit 5980 D tinfl$bau|cn Vfarrbicnfl versieht epijkiloitar übertragen, der den Unterstützung der 9lad)barpfarm unserer hiesigen hielten al» mit logfüif. (EiftnbaNtafK em wogen in eint r Rino naö) Sdfwfo Dtk ^XQUtn W , btittt \iatb aui bcm r. Mehre« Pnfvnk- Gießen, den 18. Juni 1928. 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Juni, vn den beiden vergangenen Sonntagen hieU der hiesige ^t'ieaerverein sein diesjährige» Scheiben- schießen ab. Die Teilnahme mar besonders am le^en Tage sehr rege Die Schiehergebnisie waren, obwohl die höchste Ringzahl 36 nicht erreicht wurde, doch gut erzielten doch vier Schützen 35 ,ed>9m34 “nb 3el>n 33 Wngt Es kamen 27 Preise jur Verteilung in Form nützlicher Gebrauchsgegen- stande. Die vier ersten Preise erhielten: Wilhelm Peter, Heinrich Reichert, Heinrich Lang, v °°d in Bi^tnra. •JA hoi es in L,,.. Mneit, wd auch Mg6-.it mch SrauA . ■ ^"lphMche Mr. anog,bieten ftej e. W Uta» M ^9 in ? oti / w uge künbN'^. dvn r,?uli Au7?^ de- -en etfolnJ . etanl», * Hi n smifn 6,11 et »um inr*4, Er? *5 °ust btt 31 ------- Nähmaschinen. 1 großer Tis«-, t Belt, Bll- d" und Spiegel, Ueberzteber und verichiedene- anb. Mt berfaufe*. »ranfi. Gtr. 31 ll. 3o banne» 9 a Iber lab Für den Bereis bleibt nach Abzug der Unkotten ein namhafter Reingewinn. Er soll Verwendung finden jur Schaffung ausreichender ei[>fldc0cnbcü am Schutzenstand und zu desien llederdachunu ♦ Münster bei Lutz, 18 Iunu Unter fast ge schlotzener Beteiligung unserer <8imrinbeflliebcT und der Bevölkerung des nahen glliatotte» unserer Pfarrei. Ober Beffingen, wurde die sterbliche Hülle unsere» Ortspfarrcr» Peter AdI. beim, der 32 Fahre hier den Plarrluenst versah, zur letzten Ruhestätte gebracht Der Bestattung ging ein Trauergotte»dienst in unserer al lehr- würdigen Sieche voraus. Die Leichenrede hielt der Schwager des flerftorbenen, Professor Dr. Hoch au» Gießen, der die Treue de» Heimgegangenen tn Amt und Leden würdigte Die Nachrufe am Grade, brr von dem Pertreter der Pfarrei Lsirdera, in der Pfarrer Lhlheim vorher 8 Jahre amtiert hatte, von den Kirchen- und Orlsoorftanden. den Lehrern der beiden Gemeinden und Vertretern der Vereine gehalten murden. jeuoten von der Anerkennung und der Liebe, die dem Entschlafenen allerseits entgegengebracht wurden. An der Tr.iuerfeierlichkeil nahmen auch der Fürst von Solm»-Hohensolin». L i ch al» Patron der PsarrlteUe und der Superintendent von Dberbefkn, Oderkirchenrat Wagner, teil. L M ü n st e r. 19 3unu Die Verwaltung unserer durch den Tod von Pfarrer Ahl heim verwaisten P f a r r ft e 11 c wurde dem Pfarrer R i e » zu Et- Ein Sohn ist der Ernährer seiner Estern, wenn er sie dadurch, daß er $u ihrem angemefünen Leben» unter hast regelmäßig und in erheblichem Maße deifteuerl. vor Rot schützt. E» genügt also nicht, wenn der Lerstordeae einen -MS tt «re®* \S*v usi^e. 6 Ruckes/ die bnE^ be. cm ®^u ^lVcijeu -raturöi iu ^-DcchseE * ft mi«1«5 ’w^' 8s^- durch fortgesetzt sein und einen erhebllchenTeil de» Unterhalt» pebeth beben. Leistungen, zu denen der verstorbene Sohn »ertrag»nu ,g. y B m> folge eine» Uebergabeoertrag» verpflichiet war, begründen nicht die Ernährereigenschafl Daß der verstorbene der überwiegende Ernährer der Estern geworden wäre, kann nicht schon dann angenommen werden, wenn die Eltern jetzt in nicht ausreichenden wirtschaftlichen verdästrifsen leben Die (Eltern müden vielmehr berücksichtigen, daß sie den gleichen Unterhaltsanspruch an ihre noch leben den Kinder haben, und daß der verstorbene in der Regel in nijbt anderen wirtschaftlichen Verhältnissen leben würde, wie leine lebenden Geschwister Wenn diese au» wirtschaftlichen ober anderen Gründen zur .leit nicht für die Eltern au «reichend sorgen können, so wäre der Gefallene in der Regel dazu auch nicht in der Lage. Sind erwachsene, unoerheiratete Lin- der, besonder» Sahne. Dorbanben und berufstätig — eine vorübergehende Erwcrbnlostgkeit wird nicht berücksichtigt, denn diese hätte vermutlich auch den Gefallenen betroffen — so ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, daß der Gefallene der überwiegende Ernährer geworden wäre. Tatee für Mittwoch, 20 Juni Sonnenaufgang 3.43 llhr, Sonnenuntergang 20.19 Uhr — Mondausgang 6 09 Uhr, Monduntergana 23.20 Uhr 1805: der Maler Karl Dfterlcq in (Bötlingen geboren (gestorben 1891); — 1849. der Dichter stranz von Schönthan in Dien geboren (gestorben 1913); — 1868: der Maler und »rchitekt Richard Riemer- schmid in München geboren; — der Schriftsteller Walter vloem in Elberfeld geboren, — 1918: der Dichter Hermann Essig in Lichterfelde gestorben (geboren 1878): — 1Ä5 Volksentscheid über die Fürstenabfindung: — der Staatsrechtslehrer JUbert Piloti) in Würzburg gestorben (geboren 1864). Gießener Wochenmarktpreise 9e> kosteten auf dem heutigen Wochennwrkt da- Pfund. Butter 163 bi- 180; Matte 30 bi« 35; Käse (10 Stück» 60 hib 140; Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 18 bi- 20; gelbe Hüben 25 bi- 40 Spinat 25 bis 30; Römischloß! 20; Bohnen 40 bis 45; Spargel 120; Erbsen 45 bis 60; Misch- flemüfe 20; Tomaten 80 bt« 130; Zwiebeln 20 biS 25; Rhabarber 20; Kartv'feln 5 bis 6; Äepfcl 30 bi» 60; ttirschen 70 bi» 80; Stachelbeeren 30 bis 35; Erdbeeren 100 bi» 140; junge Hähne 100 bi» 120, Suppenhühner 100 bi» 120; da» Stück; Tauben 70 bi» SO, Sier 12 bi» 13; Blumenkohl 80 bi» 120, Salat 5 bi» 15. Salatgurken 30 bi» 65; Ober-Kohlrabi 10 bis 20. Rettich 10 bi» 30 ba« Bund' Radieschen 10 bi» 15 Pfennig Uornotizen. — T a g e skalender für Dienstag. Stadt ihr ater Gießen: Gastspiel Tiüa Durieux' in Maughams „Der Brief", Anfang 20 Uhr. Ende 22 Uhr. — v. f. D. Gießen: Iugendversammlung 8 Uhr im Dereinshaus, Waldsportplatz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Sensationsprozeß". — Wftoria- Lichtspiele. „Das Gefahrensignal". ;cie ,3 rieb berg. e Friedberg. 18. 3uwL Beim Arbeit»- a m t Friedberg wurden am 15. 3um insgesamt 687 Personen unterstützt. Damm waren ui der Rrbeit»lo!ein>ersicherung im Kreise Friab- bera 483. im Äreifc Budins 159 und in der Krisenunterstutzung 45. von denen nur eine im Kreise Büdingen wohnt. Der Rückgang ist l>auptsächlich auf die Aufnahmefähigkeit der Landwirtschaft in der Wetterau zurück^u'ühreu. C» konnten dort, zum Teil nur al» Aushilfe für die S^uerntc. jüngere Erwerbslose vermittelt werden. Auch al» Zettarbeiter bei der Reichsbahn und im Baugewerbe, da» in den Landorten durch die Verteilung der staatlichen Laudarlehen in de- fchränftem Maß Beschäftigung Kunden hat. wurde ein Teil der Tlbgemeweten untergebracht. Mrci» Büdingen. ■+■ Unter-Schmitten, 18. Juni. Die 6 taffe l f d) c Papierfabrik ist nach mehrwbchiger Kurzarbeit jetzt zur Do I l a r d e i t übergegannen. Einzelne Teilbetriebe, die der Scrarbeitung de» Pa- Siers dienen, wurden wieder eröffnet, so daß die ussicht besteht, in absehbarer Zeit mit der Bc schästigung de» ganzen Betriebe» rechnen zu können. LU. Bon der Landesuniversität. Dr. phiL Emst Zeh, der sich für das Jach der mittleren und neueren Kunstgeschichte zu habilitieren wünscht, wird am Donnerstag, 21. Juni, 17 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Znstituts, Lud- wigskniße 34, eine Probevorlesung über „Die Er- findungsgeschichte de» ostasiatischen Porzellans und seine erste Ausbreitung" halten. •e Reichsbahn-Personalie. Der Wagen- ausseher Gustav Markowiak, der bereite 21 ^ahre auf dem hiesigen Perfonenbahnhos tätig ist, wurde mit Wirkung vom 1. April b. 3. zum Wagen- meister ernannt • D ie Zimmermeister-ZwangS- 3nnung für Stadt und Landkreis Dießen hielt am Sonntag im „Scküpkapaß" dahier eine 3nnung»t>crfainmlung ab. Rach einer kurzen Srnleitung de» Obermeister» Rinker- Ronnenrvth wurde zunächst die Frage deS We.terbeft^en» der Innung einer Besprechung unterzogen. Dabei wurde teilweise die Auffassung vertreten, daß e» dem einzelnen Handwerker frei gestellt sein müsse, ob er einer gewerblichen Organiifah»n angehören wolle der nicht. Auch sei die Innung nicht in der Lage, die im Hand- merl. besonders bei der Vergebung von Arbeiten. noch zutage tretenden Wißständen zu beseitigen. Syndcku» Röhr von der Hand- Werkskammernebenftelle Dichen trat die'en Ausführungen entgegen und legte in überzeugender Weile die Vorteile de» beruflichen Zusammenschlusses in Zwang-innungen dar ES wurde beschlossen. die ZwangSinnung vorläufig bestehen au lassen. 3m weiteren Verlaufe der Derhand- lunaen berichtete der Obermeister über die Kassen- verhälmifte, die eine Mehrausgabe von 57,58 Mk. auftveisen. die aber durch rückständige Beiträge ausgeglichen wird. An Stelle deS verstorbenen ZünmermeisterS Kehler in Annerod wurde Zimmermeester Hrekeit in großer Auswahl C. Rübsamen, Gießen kifggs KosiMSNII, EiSenMIfl. Dc Md Cflpjlg, : L^r Poß-llg aui «aubl tootben. Han chmchmantz ymad)i, bawyembr. vhlen tooTbtn fml ’A Uhr in Achtur; yalttoagtn mit M bemerkt, all cr Ürr 3ug einen 6a- n Gleise lag äbebri kllte man bureb Tai Aähe von ins den Echienn hältniksrn de» Landes entsprechende Aenderun- aen an d.e'« Besnmmungen vorzunehmcn sei fein B»rt«l. Erwünscht kt. daß auch alle metnben bei der Vergebung von Arbeiten nach diesen Bestimmungen verfahren. Der Redner besprach dann in eingehe der Weise die all- gerne nen Bedingungen der ReichSverdingungS- ^rdnung und >e gte deren außerordent.iche Bedeutung ftir bc» fl?=*#»'• U(U(n N'1 Anime r^Ve5®J Nr. 142 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger tSeneral-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 19. Juni 1928 Sine neue Aera in Spanien. Don d. v. UngernEternbcrg. Spanien toll eine neue Tetloffung erhalten. Die Diktatur «General Primo b e Rivera» ift heute nicht mehr dieselbe, die sie nach dem Staatsstreich vom September 1923. die sie noch vor einem Jahr vor der Einberufung der Asamblea Tlacional war Schon alt Weihnachten 1025 die reine Militärdiktatur durch d,e sogenannte Zivildittatur ersetzt wurde, und Primo de Rivera nicht mehr alt General, sondern alt Ministerpräsident mit unbeschränkten Dollmachten die Zügel der Regierung in der Hand behielt, lieh sich die Weiterentwicklung der Sreignisse voraussehen. Primo de Rivera batte wiederholt versichert, bah seine Diktatur keine endgültige Regierungüsorm bedeute beh er (Spanien nur aut dem Sumps der parlamentarischen Korruption erretten, da» Parlciwesen vernichten, Ordnung und Ruhe wieberhersiellen wolle und dann solle da» Land selb st über seine neue Verfassung entscheiden, die seinen Bedürfnissen entspräche Am 10. Oktober 1927 versammelte sich im srüheren Tvrtetpolast die von chm einberusene Rationalverlamm- lung. Die alte Uebcrschrisl .Eongresfo de Di- putadot". die durch Jahrzehnte über hem Gebäude geprangt hatte, wurde durch eine neue .Asamblea Hacimuil" ersetzt 3ur Ausgabe der Asamblea gehörte unter anderem die Ausarbeitung einer neuen Verfass u n g. Die Rationalversammlung war trotz ihres tönen- den Rament nicht» weiter al» eine beratende Stammet, ihre Initiative war aust äufierfte beschränkt, ihre 400 Mitglieder waren zum gröhten Teil von der Regierung unter den tüchtigsten Männer des Königreichs, ohne Ansehung ihrer politischen Einstellung. al» Vertreter der verschiedenen Veruststünde ernannt worben. Parteipolitische Reden waren ihnen untersagt und ihre Immunität erstreckte sich nur auf den Sitzungssaal. Zum Präsidenten her Versammlung wurde der frühere Auhenminister Sr. DanguaS-Messia ernannt, der als einer der Führer der Union Patriotica ein treuer Anhänger der Diktatur und Primo de RiveraS ist. A!S Ritter beS JesuitenordenS vom Pilar besitzt er auch die Unterstützung deS in Spanien mächtigen KleruS. Bevor die Asamblea zusammentrelen konnte, war in Spanien ein heftiger theoretischer Streit um die Verfassung auSgcbrochen. Die srüheren Minister und Politiker auS der EorteSzeit. die durch die Schaffung der Asamblea Racional ihrer Hofsnungen und ihre» letzten Einflusses verlustig gingen, wurden beim König vorstellig und ziehen »hn^deS offenen Derfasfungtbruchet, fall» er der Rationalversammlung zustimme. Dabei ergab sich die seltsame Tatsache, dah sich die konservativen Kreise energischer gegen die Asamblea auflehnten, al» die Arbeiterkreise und die Sozialdemokraten, die eine neutrale Hal- tuna einnahmen. Der Erminister Gras Bu - C o fa 11 sagte z. D. in einer Eingabe an Don atfonfo, bah die noch immer geltende Der- «... >g vom Jahre 1876 durch den DolkSwillen v,. .fsen worden sei und bah eS ganz unzu- sig wäre, diese Verfassung durch cm einfaches Dekret umzustohen. Der Exminister Don Francisco Dergamin fügte hinzu, dah alle Minister. Staatsmänner, ja alle Spanier, die einst auf die Verfassung vereidigt worden seien, ihre Pflicht erkennen uiid mit allen Mitteln gegen die Reuordnung kämpfen mühten. Wenn Der König die Verfassung breche, so sei kein Spanier mehr verpflichtet. Monarchist zu fein. Aehnlich äiiherten sich Gras Romanones. Villanueva und andere sührende Politiker der Sorteszeit. Primo de Rivera trat den Rörglern mit der Erklärung entgegen, bah jede Verfassung Menschen- nxn sei und dah jedes Menschenwerk, wenn es sich alS untauglich erwiesen, abgeändert werden müsse: der ganze Streit um die Verfassung blieb ein Sturm tm Wasserglas. Die protestierenden Exministsr und EorleSpoliliker hatten in den breiten DolkSmassen gar keinen Anhang, die Vergangenheit schien endgültig begraben und die Asamblea Racional trat ohne alle Lottchen. Don (Sofie v. Uhde. Geben Sie sich keinen falschen Illusionen hin — Lottchen ist ein Mann. Sin männlicher Papagei, farbenprächtig, mit einem kecken roten Helm- bufch. So oft ich bei feiner Besitzerin zu Besuch bin, gerate ich in heftigen DiSput mit ihr wegen dieser Asseminierung eine» virilen Geschöpfe»: aber ganz ohne Erfolg. Lottchen ift und bleibt Lottchen. und ich kann mich nicht ander» au» der Affäre ziehen, al» indem ich wenigsten» der Lottchen sage. Als Lottchen inne ward, dah eine Eierschale kein dauernde» Domizil ist. und sich nach einem etwa» gröberen Aktionsradius umsah. rauschten um ihn die Wipfel der Urwälder. Aher da» soll 50 Jahre her fein, und da er. kaum flügge geworden, gefangen wurde und nach Deutfchland wanderte, so ist diele Urwaldjugend ohne Einfluß auf LottchcnS innere Gestalt geblieben. Lottchen ist ein Deutscher geworden, ob, mehr noch, er wurde Sachse. Der Lottchen redet utmnterbrochen. unmöglich, neben chm rc zu Worte zu kommen. Da feine Herrin von früh bi» abends eigentlich nichts anderes tut. al» mit chm zu lernen und dabei darauf achtet, dah er feine Sätze nur an paffender Stelle anbringt, so hat er wirllich in erstaunlichem Mähe gelernt, sich der menschlichen Sprache mit einem gewissen Sinn zu bedienen. Was er sagt, ist. von Knigge» Worte auS besehen, oft recht unpassend, niemals aber in bezug auf die Situation: irgendwie hat e» immer Hand und Fuh. Man kann wirllich Konversation mit ihm machen. Doch • er lebt in Sachsen. Und so ist sein Deutsch in jeder Hinsicht apart zu nennen, zumal seiner Zunge, von einem scharrenden R abgesehen, harte Buchstaben nicht licaen; und so ist er schon von vornherein für da» Idiom feiner Besitzerin prädestiniert. Lottchen wandert auf einem Schnabel und zwei einwärts gesetzten Füßen durch die ganze Wohnung und bintcrtdht all und überall in groh- züaiger Weise Rückstände, die wirllich ganz woanders hinge hören. Dazu plaudert er unablässig da» Blaue vom Himmel in seinem infernalischem Hemmnisse zusammen. Sie leistete fruchtbare Arbeit. die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse festigten sich unb Spanien wurde endgültig ein Land im Ausstieg Die Kommission der Rationalversammlung. die damit betraut worden war. hat nun den Entwurf der neuen Verfassung auSgearbeitet und ihn dem Plenum zur Bestätigung vorgelegt. Die neue Dcrtatsung ist nur in allgemeinen Zügen be- kanntgegeben Sie entspricht soweit e» sich beurteilen läht, nicht den üblichen demokratischen Idealen hc hat Eigenheiten, die in keinem anderen Staate bekannt sind. Die Hauptntacht erhält der sogenannte Eonsejo Real (königlicher Rat), der sich au» etwa 100 Mitgliedern, au» den erbberechtigten Granden Spanien» und au» einigen vom König ernannten Räten zufammen- setzt Er erhält da» Recht, den Dekreten Ge- seyeSkrast zu verleihen, sali» da» Unterhaus nicht tagt Der königliche Rat kann auch bei Ablehnung eine» Gesetzentwurfes durch die Zweite Kammer diesen von sich auS zum Gesetz erheben, er darf ferner ein bereit» vom Unterhau» angenommene» Gesetz zur nochmaligen Beratung zurückschicken Der königliche Rat ernennt auch die Richter des Obersten Gerichtshöfe». die vom Iustizminifter unabhängig gemacht werden. Da» Unterhaus fetzt sich zur Hälfte auS vom König und den Ministern ernannten Mitgliedern zufammen. die andere Hälttc wird nach allgemein gültigem Wahlrecht gewählt, jedoch dürfen die Kandidaten keine Parteiprogramme aufstellen und Parteipolitikcr fein. Die Regierung ist nicht vor den Kammern, sondern nur vor dem König verantwortlich. Rach- dem die Asamblea Racional dem VerfassungSent- tourf zugestimml hot. soll ein allgemeiner Volk»- entscheid chr endgültige Gesetzeskraft verleihen. Wer die Verhältnisse in Spanien kennt, der wird keinen Zweifel über die Annahme der neuen Verfasfung hegen. Wie vor dem Zufammentritt der Afamblea Racional regen sich auch jetzt wieder die alten Eortespolitiker und protestieren gegen die Einführung der neuen Versaffung. Primo de Rivera hat ihnen in der offiziösen Zeitung .La Racton" eine wenig bffriedigende Antwort gegeben. er fügte unter anderem, das) nach wie vov die überparteiliche Union Patriotica die Defchicke des Reich.-v« leiten werde Gr lehnt mit den schärfsten Worten die Wiederkehr der früher belasteten Exminister aus der EorteSzeit ab. Ein parteipolitische» Parlament werde in Spanien niemal» mehr auflcben können Er spricht gleichzeitig seine Absicht aus. evtl am 13. September, dem 5. Jahrestag seiner Diktatur. zurückzutreten und das verantwortliche Amt eine» Regierungschefs einem Rachfolger zu überladen Primo de Rivera ift zuckerkrank, und die übermäßige. aufopserunaSsreudige Arbeit hat ihn allzusehr ermüdet. Auf jeden Fall will er da» Ministerium des Aeuhern und bas Kriegsministerium. das er auhr dem Präsidium verwaltete, von Ressortministern besehen lassen. Da sich in der Person de» General» bisher alle Fäden der Diktatur vereinigten und da sein Ansehen und seine Autorität alle sozialen und politischen Ereignisse überschatteten, und da er auch bei seinen Feinden al» Kavalier und integrer Mann Achtung genoß, so ist e» fraglich, ob fein Austritt au» der Regierung so ohne weitere» sich wird durchführen lassen. Seine Vaterlandsliebe wird ihm den richtigen Weg zeigen, er hat seine viel beachtete Verlobung mit einem Fräulein Easellono» aufgelöst, weil die Dame sich angeblich an dunklen Börsengeschäften beteiligt hatte. Keine Familienrücksichten können seine Entschließungen beeinflussen. Man spricht davon, dast er feinen Vertrauensmann, den jungen Der- kehrSminister Grafen Guadalahorce, zu feinem Rachfolger bestimmt hat und dast e» ihm Vorbehalten bleiben wird, unter Primo de RiveraS Oberleitung das StoatSschisf aus der Diktatur in die neue Versaffung herüberzusteuern. Wie dem auch sein mag. auf alle Fälle hat eine neue Acra in Spanien begonnen. Sprechstunden der Redaktion. 12 bi» 1 llhr mittag». 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen. 3m Vorzimmer der Wüste. Von unserem römischen L -Korrespondenten. Tripoli» im Juni. Vor dem Throillaol Ihrer gelben Majestät, der libyschen Spb nr. liegt der noch heute durch den limes tupohtanu abget.ennt. Dartriaal. em auch nicht kleiner, schon . kwa» europäisch mit Klubsesseln und Touristenautos ausgeftatleter X kann ohne gefrefft den Ordentlich graft sind ja die Ausmaße, Tripolttanien ha' fd>ai- zungsweise 900 003 CUtihrattilomcter. dreimal so viel wie daS Mutterland Italien, aber man gewöhnt sich dran. Menschen, um deren Herkunft e» dunkel bestellt ist. die sich jedoch ganz so wie ihre Horfabrcn in dieser Gegend herumbalgen. g.eichviel ob Phönizier. Römer. Vandalen. Byzantiner, Araber. Berber. Spanier. Malteser. Türken oder Juden, gleichviel, ob um eine Herrschaft oder ein Sünfhrcftüd de» Fremden, dikfe schreienden, blitz- oder triefäugigen, in Eäsartogen oder Last- trägerburnusfe gehüllten Menschen bauen dir. sowie du auS dem Grandhotel berau4trittft, eine Autvbrille um die Rase, drängen dich in einen Ledersiy, der um kein Haar ander» auS- lieht alS der de» Gvokautos in Rom und Kairo, und schleudern dich mit wohlgezielten Fußtritten, wenigstens bat man diese Empfindung. durch das Wartezimmer in die Arme Ihrer gelben Majestät der Wüste. ?Imtl'd) 1k.fit dao gibt in torpedone, Ausflug im offenen Autobus. Wer e» unbedingt romanttfch haben will, es gibt ja auch solche Käuze, kann natürlich auch daS Kamel benützen, wie man noch immer abenteuerlich den Vesuv binaufrxiten rann, statt einfach die Drahtseilbahn zu benützen. Bei dem Kamel, daS übrigens immer ein Dromedar ift, liegt aber die Gefahr, ohne 3tri|cbcnfdlle an» Ziel zu kommen, kbr nahe, während da» Auto immerhin noch Wert darauf legt, ab und zu an der ungeeignetsten Stelle stecken zu bleiben, in welchem Falle den allahverfluchten RumiS die Aussicht winkt, entweder an Ort und Stelle ober erst nach einem vierzig stündig en Marsch durch die Wüste zu verschmachten. DaS darf und soll mau wissen, sonst iersteht man die unerschrockene Zähigkeit. mit der die italienischen Pioniere aus Tripolitanien ein modernes Land machen wollen, nur halb. Diese Streusandbüchse des Regno, durchsiebert von dem Ehrgeiz, es derjenigen deS heiligen römischen Reiches deutscher Ration nachzumachen, bat alle» das nicht, was Algerien so rasch zum Blühen brachte. Keine Bergketten und ff.neu Regen, keine Flüsse, keine Flora, keine - Fauna, von künunerlichen Ansätzen abgesehen. Jeder, der in BiSkra gewesen ist man kann, glaube ich. jetzt schon mit der Straßen bahn von Algier aus hinsahren — schwärmt von den Affen, die dort um die Fünsuhrteegälte herum turnen, e» gibt in ^cr französischen Rachbarkolonie Badeorte. die schon seit der Antike in Betrieb stehen, in manchen Gegenden von Tun!» fi. lienischer aus al» in Sizilien. Tripoli» dagegen. Tripoli» will erst noch erobert sein, mit Pickel und Schweiß, Maschinengewehre allein tun e» nicht. Die französische Kolonie ist hundert Jahre alt, die italienische erst fünf oder fünf- 8 ebn. Vorerst sieht es, wie gesagt, noch ganz manierlich auS: solange man in der Oase antichambriert. Kaum durch die Porta Benito durchgefahren. eine» der wenigen Tore in der von Schiehscharden durchschlihten. mit Glasscherben übersäten Stadtmauer, fühlt man sich ordentlich umschmeichelt von Palmen, schönen Dattelpalmen, deren Schlankheit der Orientale leider nicht so besingen kann wie unsereins, da bei ihm ja die Frauenschönheit nach dem Gewicht geht. Wälder von träumerischen Wipfeln, alttestamentliche Ziehbrunnen darunter, fveundliche Menschen, die den Arm zum römischen Droh heben. Mandelbäume. Oliven. Motorpflüge. Geraten wir in die Toskana? Ach nem. da schiebt sich etwas heran, da» verteufelt nach jüngster Vergangenheit schmeckt, eine endlose Streisenschlange. eine Kette von spanischen Reitern: der LimeS unserer Zeit. der Stacheldrahtverhau. Roch vor wen.gen Iah» ren floh h er Blut Aus der Lafette m den Kolonialkriegen 'itzt immer der Äauhnann. und so kann man jetzt sch 'n Konzessionen au(»crbalb der Oase haben, billige» Regierungsland in Hunderttau'end. u von Hektaren das aber bei Strafe der Kon' ^zieruug binnen einer bestimmten Frist kult.viert 'ein mufi Da hilft feine Ausrede mit dem trostlosen Detter oder dem ftyftchten ©amen und den unzuverlässigen Arbeiter asten. Rom schreibt eine schwere Hand Hut ab vor dem, wa» hier der Italiener des längst sagenb t gewordenen dolce (ar mente leistet. „3ft e» nun grün geworden da unten, haben Sie da» Grün ge'ehen? — so w.rd m ch Mussolini fragen wenn ich zuruckto:mtte. denn eint feiner hervorstechenden Eigenschaften ist bie Ungeduld. de in Wochen erzwingen möchte, was sich gerne Jahr, lang Zeit lassen würde. Run. so werde ich antworten von lästigem Buchengrüir kann noch keine Rede sein, felbü die schnellwüchsigen Akazien sträuben sich, gleich in den Himmel zu wachftn. aber der grüne Gürtel erwe.tert (ich, daS ist leine Frage Im Jahre 1919 waren es so zählt man hier die fn'i- baren Geschenke der Matur. 108 383 Bäume, jetzt sind eS 1482 000, die Setzttng« allerdings eingerechnet. Plötzlich hält der Wagen in einem aufgeregten Eingeborenenschwarm Urahne, Grofzmutter. Mutter und 5tmb stürzen mit wuchern mib Tep- v chen auf das ?)i emen Bergaserbrand zu löschen gäbe. Man springt heraus und ist auch schon buchstäblich in die bunten Dinger verwickelt. Kaufen soll man sie. Denn da» ist Sugh el Giunw, der Freftaa»markt. Für zehn Lire lriegt man eine wollgestickte Decke, an der Kinderhände wer weist wie viele Wochen benrmgebafte. 1 haben. Besonder» hingerissene Europäer greifen nach den itrobbeiigen, nach Wüste riechendeil Fezen. flül- pen sie gleich m b. t ItorfU 11 Stammtisch zu Hause sür Augen machen ü>erbe, über und erfahren erst fixier, haft es Teewärmer sind. Arabische Anpassung Run aber genug der Alltägliche»!, die Palmeii weichen zurück wie demütige Diener, der frembc Sahib braust in» Land hinein. Rein, zur Win- kn geht in ewiagleicher, nwndartiger Weise da» Meer mit, grotz. still und rätselblau. So lag e» um die Tri re men. so schmiegt es sich an die Panzerkreuzer, es ist zeitlos wie ein Gestirn, es duckt die hochfahrenden Gedanken. Die Slraste wendet sich beleidigt ab. Und gerät in Sand. Steppe. Wieder Sand. Die ersten gelben Dünen. ErfchütterndeS, «rar, isend« • 4 schlagt ein unsichtbarer Finger die Bibel aut. Da müht sich ein Eselchen dahin, halb gezogen von einem QHannc, der nicht auf,lebt. Tapp um ? app den Stock vor fich hinseht. Und auf dem Eselä>en fitzt eine dicht in Tücher gehüllte Frau, ein Kind in den Armen — die Flucht nach Aegypten Andere Seiten im Buch Gotte», andere Bilder. Diese Menschen wollen nichts wissen von elektrischem Licht und einem Waller, das rinnt, sowie man den Hahn aufdreht. Sie hassen unS um unserer Fortschritte willen sie lieben ihre Kargheit, ihr unabänderliches Vermähltfeln mit der glühenden Wüste um sich und dem gestirnten Himmel über sich. Vielleicht haben sie Recht, die Entwicklung darf nicht danach fragen Stolze Wüstensöhne hocken an der Strafte und klopfen Steine, grüben fafziftifch. Dort ist ein blenbend- weiste» Viereck mit bösartigen Zinnen, ein Fort, daS nicht mit fich fpaften lSftt. Gerade bringen zwei berittene Soldaten de» römischen Herrscher» einen Gefangenen ein. Wir schneiden eine Karawane mitten durch, wie ein Wurm krümmt fie fich zu beiden Seiten der Strohe. Die Dromedare haben ein hochmütige» Schauen viel hochmütiger al» ihre Herren. Schöne Tiere, verwachsen mit bcc Land- fchaft. Da» Pferd, das arabische Vollblut samt Schelk und Harem der Romane ist hier nicht zu Haufe, wo noch die ungezügelte Wildnis l-errscht. Ungezügelt? Da» imperiale Italien MusfollnlS kennt daS Wort nicht. Da find Dünen, die wandern und im Wandern alle» Geben ersticken Do nagele man sie festl Und fie werden festgenagelt. Deutsch. Aber in Abständen von einer Viertel- tunde unterbricht er sich, und e» erfolgt eine en timentale kleine Familienszene. die darin be- teht, dah der Lottchen fich vor feine Pflegemutter sinpflanzt, den Kops zur Seite legt und blinzelnd agt: .Hibsches Gindl", woraus ihm immer auf» neue die herzlich gerührt» Antwort wird: .Mei gute» Dierl" Sr Tagt auch zu mir zuweilen: .Hibsches Gind", und infolge bd en bin ich recht befreundet mit ihm. Aber allzuviel darf man sich daraus nicht einbilden: denn wenn er sehr guter Laune ist. so sagt er dasselbe auch zu dem alten Diener: da ist eS ja nun wieder gut dah er Lottchen bei6t. Wenn er nur nicht fo wahnsinnig sächsisch reden würde! An und für sich ift mir ja fein zweifelhafter Dialekt noch von Kinderzeiten her recht angenehm. Denn wenn mein Tater wütend wurde. To verfiel er urplötzlich in heimatliche Dresdener Laute, die einem ernsten erzieherischen Moment durchaus abträglich sind: und ich stand denn auch so erstickend an verhaltener Heike rftrit vor dem Erzürnten, dah ihm der Faden rih und er sich meist recht schnell und ohne Pointe, die wohl in einer Ohrfeige bestanden hätte, entfernte. Und fo habe ich alle Ursache, Lottchen» Dialekt zu lieben, aber es chokiert mich doch immer wieder auf» neue, dah die» exotische Geschöpf, um dessen leuchtendes Gefieder noch Ahnung ferner Urwaldheimat spielt. auSgerechnet sächfüch spricht. Trifft Lottchen einen in Hut und Mantel, dann wird er unternehmungslustig und ruft: .Ru, mach' mer mal nach Därne!" Wa» auf Deutsch beihen foll: Wie wär'S. werm wir mal nach Pirna führen? Wird ihm aber bann bedeutet, dah keine Wagenfahrt in Aussicht steht — bei der er immer mit darf —, sondern dah sein Zuhausebleiben beschlossen Ist. dann wird er übelnehmerisch. begibt sich mit einwärtSgeftellten Fühen abseits und schimpft: .Ru Harn Sie mal, das » aber ne fcheene Schweinerei!". Sr hat auch allen Grund, Pirna zu lieben: denn er dar, jedes Jahr einige Wochen dort zubringen. bei FZeunden. die ein wirkliche» Lottchen haben, ebenfalls Hunt mit rotem Schopf. Und es ift von grotesker Komik, wenn er verliebt vor ihr auf und abtrippelt und .hibsches Kindl" sagt, während sie, die nicht sprechen kann und überhaupt ein ganz unver- seinerte» Urwaldlottchen ist, ziemlich geistlos schaut und von feiner lebemännifchen Eourtoifie nicht» begreift Lottchen ist von beneidenswerter feelischer Heiterkeit. Rur wenn Äoffer gepackt werden, also ein längere» Alleinsein mit dem alten Johann bevorsteyi, den er al» einzige» erzieherische» Element Im Hause nicht besonder- liebt, dann wird er melancholisch: sein erstaunlicher Redesluh versiegt, und er äufjert nur noch lakonisch .schciylich!" Ec pseift auch: meist moderne Schlager und eigentlich immer recht unpassende Sachen, wie: .Denkste denn, ich brächte dich umsonst nach HauS". Dazu legt er den Kops aus die Seite und ist offenfunbig von seinem eigenen Liede gerührt. Aber wenn e» zu essen gibt verfliegt ihm alle Sentimentalität Er ist wirklich ab- fcheillich gierig, und wenn er schon ganz rund ist und wahrhaftig genug hat. schlägt er immer noch mit den Flügeln und schreit .Roch ein )cheeneS Demmchen, noch ein scheene» Bemrnchen! " Aber mit ein» wird er dann doch inne, dah er weih Gott nicht mehr kann, und nachdem er eine Welle ft essinnig geschwiegen hat. ent-emt er sich auf einwärl» gestellten Fühen. unter Hinterlassung eingangs erwähnter Rückstände Dor wenigen Tagen erreichte mich nun die betrübliche Kunde, dah der Lottchen ganz plötzlich und gant still in den Papaqeienhimmel entflogen ift. der meiner Anficht nach wohl auS ctmg heiteren, ewig blühenden Urwäldern besteht. Aber dort wird Lottchen vermutlich viel Befremden erregen mit feinem merkwürdigen Idiom, und niemand finden, mit dem er Konversation machen kann. Und fo wäre es schon in jeder Hinsicht besser gewesen, er würde noch ein wenig hier unten geblieben sein, wo er sich so viel Sympathien Tchus, wenn er mit seitlich geneigtem Kopie konstatierte: .Hibsches Dind!" Schiffbrüchig im Südpolareis. Sin tragische- Abenteuer haben Marrn schäft und Pastagrere de- französischen DegelschisseS „209ere“ bestehen müllen, die in bet Räbe der Ketauekn-Infri Schiffbruch erlitten. Die Mairn- fchaft und einige der Passagiere, im ganzen 82 Personen, darunter zwei Frauen unb e n zehnjährige- Mäbchen, sind jetzt auf dem Dampfer ..Kilbalkey" in der Tasel-Boi gelandet, und 5iap- städter Blätter bringen Berichte über ihre Erlebnisse. Die „Lozöre" segelte in 60 Fuh liefern Waller, al- sie plötzlich auf einen Fellen unten Wastet stieh und schwer beschädigt wurde. Der höchste Rotruf „S. O.S " wurde auSgefondt: Passagiere und Mannschaft landelen mit einigen Borräten auf der Insel, während die 600 000 Mark betragende Petroleumladung verloren tvar. Auf der Insel herrschte eine auherordentliche Kälte, und die Schiftbrüchigen. die sich in einem kleinen Gebäude zusammendränglen, hatten schwer zu leiben. Ihre Hoisnung aus Hilfe wurde auf eine harte Probe gestcLlt, unb al- fein C-riatj- schiff anlangte, fafttc man den verzweifelten Enllchluh, auf einem allen befchädigten Motor- fchvnet nach Australien zu fahren, um boti H Ife zu holen. Drei Perfonen, zwei m-innliche Pc.' a- giere und eine Frau, sollten auf der Insel Zurückbleiben. Schon vvrhe: hatte ein Mann nainen- Iaque- Legalloud« mit zwei Gefährten fck) in filtern He mm Fifcherboot auf den We^i g;ma <>t, um nach Rahrung zu suchen. DaS winzige Fahrzeug zerschellte in einem Schneesturm, aber die Männer krochen an die Küste und ve.suchten in dem Schneesturm ein unerforschtes (fr?b rgc mit Gletschern zu überschreiten, um eine Walfisch- ftation zu finben, die man dort vermutete. Die Männer waten halb erfroren, und Ichliehlich konnte Legalloudec nicht weitet. Seine Ge ährten trugen ihn eine Zeitlang, waren aber selbst out- äuhetste erschöpft. Da sagte Legalloudec plötzlich: ..Ich fühle mich helfet und kann gehen Geht voraus, ich komme nach." Die andern toollten ihn zunächst nicht zurücklaffen, aber er bestand darauf. Solange die andern noch in Sicht waren, schleppte et sich vorwärts, dann aber legte et sich nieder und opferte so sein Leben, damit seine Begleiter sich, durch ihn nicht gehindert, retten könnten. Einige Tage später erreichten sie die Walftschstation. Man rüstete eine Expedition au», die Iacque» Lagalloubec erfroren auf fand und im Meer begrub. Unter den Geretteten, die jetzt mit dem endlich angelangten Ersahschrft nach Kapstadt zurückgekehrt sind, bchnben sich feine Frau und Tochter. Onabratmefcrtrclfc TAngt man den feinen Flug- « fano ein, mit richtigen ^^malc^.i aus S)a Lafl.ci , | uni) Samar Ulen. daß er nicht mehr entweiche. kann. Heber Mulden und Hügel wird das Rctz gezLüen. immer weiter ausgreifend. Seltsam siebt dos aus, unnatürlich, aber sieghaft. Wan treibe Ackerbau. Weinbau. Oröau! Und in den schein' ;>ar unfruchtbaren Sand senkt sich der gläubige Damen Und dos Moseswunder geschieht' alles gedeiht, gedeiht ohne Dünaer. Wasser erbohrt man. Bald wird Tripolis seine Riviera haben, seine grüne, achthundert Kilometer lange Küste. et .nde reilTt sich an Stunde, die Sonne brennt bic S'aut zu Fetzen, endlich sticht wieder ein grünes Minaret ins Blau. Wir ha'ten gerade davor als der Muezzin auf den Söller hinaustritt. die Gläubigen zum Gebet zu mahnen. Die Moschee steht mit'en auf dem belebten Marktplatz von Homs, der Küstenstadt, aber niemand in der Menge rührt sich. Der Glaube an die grüne Fahne des Propheten ist erloschen. Gin unbeft- merborer Bölkerbrei feilscht um hausgemachte irdene Töpfe, sächsisches SmaiHege d)irt._ Halsagras. italienische K eiderstoffe. Und läßt sich photographieren. Ein Derkehrspoliftst schwingt die Peitsche. Der Schleier ist gefallen, von den Frauen und von den Märchen aus 1001 Rächt. Schwalmiülbahn Zella - Alsfeld Das Projekt einer Bahnverbindung des oberen preußischen Schwalmtales mit 2l Issel d als Fortsetzung der Linie Treysa — Z i e- genhain-Zella bis Alsseld beschäftigt die dortigen Kreise schon seit einer Reihe von wahren. Reuerdings ist die Angelegenheit wieder abgegriffen worden, und zwar im Zusammenhang mit dem Projekt der Vogelsberg- bahn Schotten—Alsfeld, als deren ge- gebene Fortsetzung und nächste Verbindung nut Kassel die Strecke Alsseld—Zella—Treysa erscheint. 3m Verfolge dieser Bestrebungen fand cm Sonntag in dem preußischen Schwalmorte Schrecksbach eine von etwa 200 Personen besuchte Versammlung unter der Leitung von Gutsbesitzer Steinmetz, Schrecksbach, statt, die sich mit dem Projekt Alsfeld—Zella befaßte Für den Kreis Ziegenhain war Landrat von Steinrück anwesend, für den Kreis Alsfeld Aegierungsrat Strack, ferner waren die Vertreter der Städte Alsseld uni) Ziegenhain, sowie zahlreiche Vertreter von Korporationen und wirtschaftlichen Organisationen zugegen. Lehrer Leuth, Holzburg, erstattete ein sehr sachlich gehaltenes Referat über den projektierten Dahnbau Alsseld -Zella. Die projektierte Strecke mürbe an letzterem Orte in die Dahn Hersfeld — Treysa einmünden. Der Redner wies darauf hin, daß die Bewohner des oberen Schwalmtales schon feit 25 Jahren diele Verbindung erstrebten, die eine wirtschaftliche Rotwendigleit sei. Die projektierte Strecke biete hinsichtlich des Güterverkehrs sehr günstige Aus- sichten, sowohl für die Sinfuhr, als auch für die Durchfuhr von Gütern. Auch die Haupt- Produkte des Vogelsberges. Basalt und Holz, tönnlen dann auf dem kürzesten Wege nach Rorden transportiert werden, wenn die projektierte Dogklsbergbahn Schotten—LÜsseld zur Ausführung komme. Der früher bestandene Gegensatz zwischen den Städten AlSseld und Ziegenhain, welcher der Durchführung des Proiettes Hemmungen bereitet habe, müsse auf- hören, und beide Städte sollten in friedlichem Wettbewerb zu einander treten, wenn sie durch . die Bahn Alsfeld-Ziegenhain verbunden seien. Der Redner schloß feine Ausführurmen mit einem Appell an die maßgebenden Behörden und Körperschaften der Kreise Ziegenhain und Alsfeld um tatkräftige Unterstützung des Projekts. . l Landrat von Stein rück ergänzte die Ausführungen des Redners an Hand der früheren Alten. Die Vertreter dev Stadt Alsfeld erklärten ihre volle Zustimmung zu dem Projekt, ebenso auch die anwesenden Gemeindevertreter der an der Strecke liegenden Schwalmorte. Der Bürgermeister der Stadt Ziegenhain erklärte, zu der Angelegenheit noch keine Stellung nehmen zu können, und behielt sich diese vor. Rach eingehender Aussprache wurde die Bildung eines vorbereitenden Ausschusses beschlossen aus Vertretern der in Betracht Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann. Verlag, Leipzig. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Er trat mit Sybil in di« Halle. Sneed folgte. Die Tür fiel hinter ihnen zu. ..Besuch? Ich?" fragte der Verwalter erstaunt. „Nein, ich bin mit meiner Frau allein hier." Er stieg auf einen Stuhl und bemühte sich um die altmodische Gasflamme, die sich unter reichlicher Derschwenduna übelriechender Düfte endlich zum Brennen entschloß. ,.Mrh Lansdown", sagte Dick zu dem Verwalter, „hol einen sehr merk würdigen Menschen in einem Zimmer des Erdgeschosses gesehen!" Der Verwalter stieg rom Sttchl herab unb sah Sybil mit weit offenen Augen an. Dann schüttelte er den Kops. „Unmöglich! Wer sollte hier wohl hereinkom- men'> Alle Türen und Fenster sind oerschloffen, uiid jeden Abend mache ich eine Runde durch das Haus!" ..Können Sie uns die Räume zeigen?" Der Verwalter nickte bereitwillig. Sie durchschritten zwei Zimmer, in jedem zün- dell' der Derwaller umständlich die Gaslampe an. Ader überall erklärte Sybil: Hier ist es nicht ge- wesen. Endlich, als die Tür zum dritten Zimmer geöfs« nct wurde, zuckte sie zurück. Ihre Augen suchten Dick. Hier, sagte ihr Blick. Einen Moment später lag der Raum im bleichen Licht seiner Gaskrone. Es war ein hohes Gemach, und es war ganz leer. Weder fand sich eine Spur von dem Eindringling, noch stand di« Petroleumlampe auf dem Tisch Schm fragte sich Sybil, ob ihre überreizten Nerven ihr vielleicht die Erscheinung oorgespiegelt hatten, da stieß Dick einen leisen Pfiff aus. Er hatte einen schweren Krückstock aus Eschenholz ent- deckt, der in dem Winkel zwischen dem oorsprü'- iirnben Kamin und der zurücktretenden Wand lehnte. Er hob ihn hoch und betrachtete ibn non allen Seiten. .Ist das Ihr Stock?" fragte er den Verwalter. kommenden Orte des oberen Schwalmtales. Als Vorlitzender des Ausfchuises wurde Gutsb.'rtzer Steinmetz. Schrecksbach, gewählt, ihn die er« orderlichen Mittel für die Vorarbeiten zu dem Projekt zu beschaffen, wurde angeregt. Pro Kops ber Bevölkerung der in Betracht kommenden Gemeinden einen Beitrag von 10 Pfennig zu erheben. Ein Vertreter des Ueberlandwerkes Kaffel erörterte am Schluffe der Versammlung die Möglichkeiten. die m Frage kommende Strecke als elektrische Dahn zu bauen, da das Gelände frer ür geeignet sei. Der Vorsitzende Steinmetz, Schrecksbach, schloß die ruhig unb sachlich verlaufene Versammlung mit dem Wunsch«, daß man nunmehr hoffentlich der Erfüllung des alten Wunsches der Bewohner des Schwalmta.'es nach einer Bahnverbindung sowohl nach Ziegenhain, als nach Alsfeld ein Stück näher kommen werde. Turnen, Sport und Spiel. dezirkslurnsest des 5. Sezirks im Turngau Hessen (D. T.) bpw. Gambach, 17. 3uni. ilnfer Ort prangte heute in reichem Flaggen- und Guirlan- benkpmud. Alle Bevölkerung^.e.se nahmen regen Anteil an dem volkstümlichen Bezirksturnfest des 5. Bezirks im Hessengau DL., mit dem die Feier des 25jährigen Bestehens unseres Turnvereins verbunden war. Schlichte Gedächtnisfeiern für die Toten vor der Ehrentafel für die gefallenen Mitglieder des Vereins und auf dem Friedhof bildeten gestern abend den würdigen Auftakt zum Fest. Der 2. Vorsitzende Konrad Grieb begleitete die Kranzniederlegungen mit tiefempfundenen Ansprachen. Ein Fackelzug führte bann die Orts- vereine nach dem Festplatz, woselbst turnerische Vorführungen des hiesigen Turnvereins, sowie sehr ansprechende Radreigen des Radfahrervereins „Wanderlust" das Programm des Abends verschönten. Heute früh fand das Wetturnen statt, das sehr gut beschickt war und trotz der falten Witterung gute Leistungen zeigte. Vor allem muh vielen Landvereinen uneingeschränktes Lob gezollt werden. Turner, 3ugenbturner und Schüler hatten einen Fünfkampf (Hvchsprung. Weit- sprung, Kugelstoßen, Lausen, Pflichtfreiübung) durchzuführen, während ein Dierfamps für die Altersturner (Kugelstoßen. Lauf, Weitsprung, Freiübung) und die Turnerinnen (Weitsprung, Äugelftoften, 2auf, Hoch- sprung) vvrgeschrieben war. Unter der umsichtigen Leitung der Dezirkstumwarte Hartmann (Dad-Rauheim) und Lang (Langgöns) wickelten sich die Wettkämpfe flott ab. Von der Gauleitung wohnten Gauoberturnwart W. Will (Gießen) und 2. Gauvertreter Schneider (Butzbach) der Veranstaltung bei. Rach dem Festzug, der am Rachmittag 20 Dezirksvereine und die Ortsvereine durch den gastlichen Festort führte, hielt der Vorsitzende des Festausschusses. Friedrich R ä ck, eine markige Begrüßungsansprache, und Frl. Paula Buß überreichte mit einem sinnigen Festspruch dem Jubelverein im Auftrage bet Turnerinnen als Erinnerungsgabe eine Fahnenschleife. Für den 5. Bezirk hieß Studienrat Thierolf (Friedberg) willlommen. Der Redner dankte dem Tv. Gambach für die mustergültige Vorbereitung des Dezirksturnens, dann aber auch für die 25 jährige treue und erfolgreiche Arbeit an der Juyend in der Deutschen Tumerschaft. Die allgememen Freiübungen. Sonderwettkämpse und ein Schauturnen der Dezirksbesten begegneten lebhaftem Interesse und warben wie das Wetturnen am Vormittag für die Tumsache. Der Derechnungsausschuh unter der erfahrenen Leitung von Heller (Langgöns) hatte zeitig seine mühevolle Arbeit beendet, und schon kurz nach 6 Uhr konnte ©tutnenrat Thierolf (Friedberg) den Siegern die schlichten ilrfunbcn mit Worten des Dankes und der Mahnung zu fleißiger Mitarbeit ausständigen. Aus der umfangreichen Siegerliste geben wir den nachfolgenden Auszug: Aktive Turner (38 Bewerber, 27 Sieger): Ehrensicger P. Boltz, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 98 Punkte: 1 Sieg R. Wagner, Tgm. Friedberg. 77 P.: 2. K. Kegel, Tgm. Friedberg. R. Wagner, T.u. Spv. Butzbach, 76 P.: 3. W. Klock. T- u. Spv. Butzbach, 74 P.: 5. Willi Fay. Tv. ©rüningen, 70 P.: 6. H. Thönges, Tv. Steinfurth. 68 P.: 9. G. Becker, Tv. Gambach, 60 P.: 14. W. Alban, Tv. Steinfurth, 54 P.: 15. Wilh. Philippi, Tv. Steinfurth. 53 P. ■■m m ii—■ itbim.'.j-.i n!■■!■■» ne'TWTi-rr'TEZS- _-aIUTW1 Jugendturner-Oberstufe (48 Bewerber. 45 Sieger): 1. Sieg Heinrich Müller. Tv. Holzheim. 105 Punkte: 2. L. Urff. T. u. Spv. Butzbach. H. Bierwirth, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 96 P.: W. Reinhard. Tgm. Friedberg. 90 P.: 5. Heinr. Jung, Tv. Holzheim, 82 P.: 7. Gustav Diehl, Tv. Cßirfiar, 79 P.: 9. Emst Hock. Tv. Lang-Göns, 77 P.: 11. Wilh. Dreier, Tv. Lang- Göns, W. Sauber. Tv. Lang-Göns, 73 P.: 12. Willi Dem. Tv. Lang-Göns. 72 P.: 13. R. Dender, Tv. Griedel, Erich Merz. Tv. Lang^Söns, Ehr. Schä er, Tv. ©rüningen. 69 P.: 14. Otto Leidig. Tv. Grüningen, 67 P.: 17. Gustav Rumpf. Tv. Gambach. 64 P.: 18. Karl Engel. Tv. ®rü- rringen. 63 P: 19. Karl Reitschmidl, Tv. Eber- ttadt. 62 P.: 20. Emst Gasche. Tv. Muschenheim. 61 P.: 21 Karl Buß. Tv. Holzheim. 60 P.. 23. Heinr. Dörr, Tv. Griedel. 57 P.: 24. W. Decker, Tv. Muschenheim, 55 P.. 25. Ph. Herbert, Tv. Eberstadt. 53 P. Jugendturner-Unterstufe (84 Bewerber, 63 Sieger): 1. Sieg Hermann Harnisch, Tv. Birllar. 105 Punkte: 2. A. Dender. T. u. Spv. Dutzbach. H. Steps. Tgm. Friedberg. 102 P.: 3. Walter Glaum, Tv. Holzheim. 93 P.: 8. Wilh. Weisel. Dv. Gambach. 82 P.: 10. Emll Morler. Tv. Holzheim. 80 P.: 12. Otto Müller. Tv. Birklar, 77 P.: 14. Heinr. Klöß, Tv. Steinfurth, 75 P.: 16. R. v. Diemar, Tv. Eberstadt. 73 P.: 17. Willi Weisel, Tv. Birklar, 72 P.: 18. Karl Wirth, Tv. Dirllar, Ludwig Reih, Tv. Holzheim, 71 P.: 19. Richard Dreier. Tv. Lang- Göns, 70 P.: 20. H. Lucas. Tv. Griedel. 69 P.: 23. Paul v. Diemar, Tv. Eberstadt, 65 P.: 24. Erwin Müll, Tv. Lang-Göns, Alfred v. Diemar, Tv. Ebrrstadt, Wilh. Ohlemutz, Tv. Gambach, 64 P.: 25. Konrad Huber, Tv. Steinfurth. 63 P.: 27. Karl Buß, Tv. Gambach, 58 P., 28. Rudolf Görlach. Tv. Holzheim. 57 P.: 31. Reinh. Wenzel, Tv. Lang-Göns. Aug. Dergk. Tv. Lang-Göns. Eugen Tröster, Tv. Griedel, Richard Wifsig, Tv. Holzheim. 54 P.: 32. Fritz Doller, Tv. Gambach. Fritz Dietz. Tv. Griedel. 53 P.: 33. A. Kops, Tv. Griedel. 52 P.: 34. Werner Weiß. Tv. Münzenberg. Fritz Müller, Tv. Münzenberg. 51 P.: 35. W. Schäfer, Tv. Eberstadt, Alb. Müller. Tv. Holzheim. 50 P. Schüler (113 Dewerber, 94 Sieger): 1. O. ßetflert, T. u. Sp. Dutzbach. 105 Punkte: 2. F. Deith, TV. 1860 Dad-Rauheim. 98 P.: 3. W. Geck, Tv. 1860 Bab-Rauheim, 97 P. 7. Heinr. Rumps, Tv. Gambach. 86 P.: 10. L. Egel. Tv. Steinfurth, 83 P.: 12. Albert Jäger, Tv. ©rüningen, Heinr. Dolp, Tv Steinfurth, 80 P.: 14. Ernst Ohly. Tv. Holzheim, 77 P.. 15. Heinr. Schneider, Tv. Dirllar, 76 P.: 16. Ph. Alban, Tv. Steinfurth, Heinr. Klee. Tv. Holzheim. 75 P.. 18. Hans Görlach. Tv. Eberstadt. 72 P.: 21. Rud Ruppel, Tv. Münzenberg, Karl Rühl, Tv. Steinfurth. 69 P., 22. ßubttng Drob, Tv. Steinfurth. 67 P.: 23. Heinr. Weisel, Tv. Dirllar, 66 P.: 24. Karl Jung. Tv. Holzheim, Karl Dingel. Tv. ©rüningen, Eugen Raumarm. Tv. Lang- Göns, Karl Krausch, Tv. Gambach. 65 P.: 25. Otto Fuchs, Tv. Lang-Göns. Gerhard Weiß. Tv. Münzenberg, Wilh. Klee, Tv. Holzheim. 64 P.: 26. Gg. Auppel, Tv. Griedel, Ernst Mattheis, Tv. Eberstadt. W. Weihrauch, Tv Gambach. 63 P., 29. E. Drod. Tv. Steinfurth. Heinr. Psanrckuchen, Tv. Holzheim, Alfr^) Seih. Tv. Muschenheim, W. Schössler, Tv. Gambach. 60 P.: 30. Karl Diehl, Tv. Holzheim. 59 P.: 31. Wilh. Gerlach. Tv. Holzheim. Wilh. Weil. Tv. Muschenheim. L. Volp. Tv. Steinfurth. Ernst Reusch, Tv. Lang-Göns. 58 P.: 32. Karl Thönges, Tv. Steinfurth. Wilh. Römer. Tv. Lang- Göns. 57 P.: 33. A. Dürr. Tv. Griedel. 55 P.: 35. Helmut Schmandt, Tv. Eberstadt. 53 P-, „Nein." erwiderte der Mann verdutzt, „und ich weiß auch nicht, wie er da hingekommen sein kann. Gestern abend war er jedenfalls noch nicht da." „Vielleicht haben Sie ihn übersehen", schmei chekke Dick. „llnnwglich. Meine Frau Hot gerade gestern abend den Marmor poliert Es tarn uns vor, als fei er fleckig geworden." „Merkwürdig —" sagte Dick langsam. „Man l'ollte meinen, es gibt keine Zauberer mehr^ im zwanzigsten Jahrhundert ... aber vielleicht —" er klopfte mit dem Finger auf die Täfelung, „sind die Wände hohl? Oder es existiert ein Geheimgang ... oder gar ein Jesuitenzimmer? So was hat man doch schon häufig in Romanen gelesen!" Seine Frage war ironifd) gemeint. Aber zu seinem Erstaunen erwiderte der Verwalter mit geheimnisvoll wichtiger Miene: „Ob die Wände hohl sind, weiß ich nicht. Aber ein Jesuitenzimmer soll es irgendwo geben. Sic frühere Wirtschafterin hat es mir erzählt, und die hat es wieder von dem perftorbenen Lord Selford " Dick bückte sich schweigend und ließ das Licht seiner Taschenlampe in den Kamin fallen. In gewissen Zwischenräumen waren eifern« Sprossen angebracht. Dort waren vor vielen Jahren die od)omfteinfeger hinausgekleitert, aber für die Körpermaße eines Riesen war der Hohlraum zu schmal. Er nahm noch einmal den Krückstock aus und untersuchte di« eisenbeschlagene Spitze. Noch saß ein Strumen feuchter, frischer Erde daran. „Was hallen Sie von dieser seltsamen Geschichte?" fragte ihn Sneed. Dick .zuckte die Achseln. „Ich tappe völlig im Dunkeln", sagte er. In diesem Moment fiel sein Vlick auf Sybil. Sie lehnte bleich am Stornin, und ihre Zähne schlugen wie im Frost zusammen. Sofort legte er den Stock auf den Tisch und brach seine Nachforschungen ob. Liebevoll führte er sie in das Wohnzimmer, in dem bald unter der kundigen Hand des Verwalters ein lustiges 5euer brannte. Dann begab er sich selbst mit ihm in die Küche, um den Kaffee zu brauen und das Brot zu rösten. Erst als Sybil sich erquickt Halle, bat Dick sie zu erzählen. __ Die beiden Männer hatten das bequeme Sofa nor den Samin geschoben, und zwilchen ihnen I sitzend die Füße von der (Bhit erwärmt, das Gesicht von der Flamme bestrahll, kam Sybil chr Abenteuer wie der Spuk eines Fiebertraumes vor. Sie sah sich losgelöst von ihren eigenen Erlebnissen unb konnte sich kaum mehr vorstellen, daß sie selber die Heldin aller dieser unausdenklichen Schrecknisse war. Doch als sie erzählte, wie Tom Eawler zurückgeblieben war, um sich dem Unhold entgegenzuwerfen, umkrampfte sie Dicks Arm. „Oh, Mr. Martin, Sie müssen alles tun, um sein Schicksal aufzuklären ... ich ... kann den Gedanken nicht ertragen, daß er inn meinetwillen zugrunde ging." Tränen rollten aus ihren Augen. Erst allmählich beruhigte sie sich und konnte fort- fahren. „Wenn ich nur wüßte, was Eody von mir wollte?" fragte Sybil, als sie geendet Halle. Dick schwieg. Roch schien es ihm nicht ratsam, den Schleier von der, Geheimnissen zu lüften, die Eodys Motive umgaben. Sybil starrte in den Kamin, in dem das Feuer knisternd die Tannenreijer zernagte. „Die Schreie waren furchtbar ..flüsterte jic. „unbeschreiblich ..Ihre Stimme versank in Grauen. Keiner der Männer wagte ihr zu sagen, daß ihnen das Drama dieser Schreie bekannt war. Langsam erhob sich Dick, um nach dem Himmel zu sehen. Sobald das Tageslicht es gestattet«, wollte er nach Eawler suchen. Qcr hatte es um Sybil verdient. Doch kaum hatte er sich dem Fenster genähert, da prallte er zurück. Die Allee herauf kam ein Auto. Noch hatte der Chauffeur den staubbedeckten Wagen nicht gebremst, da mürbe von innen der Schlag geöffnet. Dick sah in Havelocks aschgraues Gesicht und in seine verstörten Augen. Er rief ins Zimmer, wer zu erwarten sei und eilte zum Vortal. um den Anwalt zu empfangen. Havelock stürzte ihm mit fliegenden Rockschößen entgegen. „Wo ist Miß Lansdown? Mr. Martin, wo ist Miß Lcmsüoam?" keuchte er und packte Dick an beiden Aufichlägen. „Sie ist hier , sagte Dick. ..Aber wer hat Jhnetz gesagt, daß fi« in oeliorb Manor ju suchen sei? Ich sage ... es Jhnn .. gleich , fhurmelle Havelock zwi'chen schmerzhaften Atemstöhen. „Oh, 36. Alb. Winkler. Tv. Holzheim. Otto Klotz. Tv. Holtheim, Albert Klee, Tv. Holzheim. 52 P.: 37. W. Falk. To. Steinfurth. Kurt Boller Tv. Wuschen^im, 51 P.: 38. W. Briking. Tv. Münzenberg. W. Hamann. Tv. Griedel. 50 P. Altersstufe (7 Dewerber. 7 Sieger): 1. F. Schc fe. T. u. Svv. 'Dutzbach. 87 Punkte . 2. Willi Keßler. Tv. Lang-Göns. 70 P., 3. Ph. Röder, T. u. Spv. Dutzbach. 61 P Frauen-Dierkampf (33 Dewerber. 21 Sieger): 1. Gusti Gaudes. Tv. 1860 Dad-Rauheim. 74 Punkte: 2. Elli Langbein, T. u. Spv. Dutzl^ich, 71 P.: 3. Toni Helduser, T. u. Spv Dutzbach. 70 P.: 10. Marie Doch Tv. Gambach, 50 P.: 14. Lina Langsdorf. Tv Gambach. 45 P.; 61. Ottilie Kuhü Tv. Eberstadt. 43 P. Sonderwetturnen. Stabhochsprung: 1. W. Ro!h, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 2,85 Meter: 2. Wilh. DebuS. Tv. Münzenberg. 2,75 Meter: 3. K Faatz. Tv. 1860 Dad-Rauheim, 2,67 Meter. Gauiurnfest in Oberkleen. o Oberkleen. 18. Juni. Am 16- 17. und 13. Juni fand hier das 30. (3 5unlt ge ^ujunften voraiio^ Dannich« Können Sistr kt hielten f> fcnanii -es Tech «ar»« -rund d Sucheitsic besitzt » unb 2öf man den bigung Wnimsch Heute versit Pttfitnti' «amscha offen. 6pii 5. Ciner unb Span der Dil auf eine d baninfl h und Äste Whffpiele auch bere Mett drei Absage hausen hc such in k Heuen-El geschlossen. Hausen ni wegen etm Absage (ri Gegner hl Spielsonir Loren gegi ichädigt bi nicht mein Ifaffslpielt Sie frei( bas urfprü, Lietzener die erste ( das Iress 19005 i nen Spiel der Spie, Ionia Stei gegeben). „Da Zier für 6ie e: t'gte. lab i unb sand I tuen Tieh stunden s verdient n Liga- Aaresi DntteL Iti [. bchüll n. SG Die nüj ^wrmsüh, muhte |id LL mit den , mssen 'Hon mit ntger Ni te JS®- De sS' ES Sie 6^?ann sS1 3^ Ä? K.A M - 43 45 S: nrn. -A^j» t ’• 5mm£ ^erfleen. ,u ä 4 ta ^oZjJ 2® mü bet M. j* Ätumn $ L^nmbmu. ■ÖÜ^a N Ort au- »Ml ben Dvrfj^. JOtote ÄDTyeQ A J1 bei 2beM am ‘ W begann dal । der ßcutunmac ihoifl des Frau» HEr udmwWta »a bis 12 UHr, s» s einem Aeun- n) lerimien an# einen ber Uz'der Dohn- »um Teü in den M hatte. Dei der m folgerte Lrget» uh): 9fo*r äfentob; 1. Roten Mosch, KrMer^ »tier, ®ro6-Äarter tbcn; 5. Robert lag ufe): Shrenstkgr mob; L Rubi fob 2. Lodert Tünche 5rifbbcrg»5aaertc: tatben; 5. Lhrisn: stufe): 1. Rnict > RehrrndS, Skr cheim Md Keim-'- Net ÖH*nbofr m nfe): 1. Richard im Rauer. Ringer- M; 4. Äad M. Wtv stnsr): V Mar AW 6d)b. Mr bt; 4. Smnchen Jn* Sichen. , • ritufe): 1. M- Zvsl, Lieder-Roedat ; 4. Siesel Thom» Eichen. . ife): Uta»®£ M Seyb, $t» ; >t unb «otharma.^ icfren; 4. i, Ätcw-Äarm- iller. »M2.M kost. IsiedsZ«^ 5. Aäthe SfltoMC. M der ihn in* l*Ä krampfhaft und ttvcknac <äS»*e^' iöi^X «aefen m*- > schrick' ’”5 ’ । ich Selford ed?t.,(n ne İPeÄ'c* siir 31"1' befindet stch i «, 5 ^*a*hr Mat? **£- nit ? mtm Ä Äne» * f. "Ä &■” it sie rt.tr Erg »"* fr® k -r <* * Sie ettE Hochschulsport. 2m SamStag hatte die T. H Darmflabl anläßlich der Einweihung ihrer Sportanlagen eine Fauftballmannfchoft d« r Uni» versltd t Drehen eingeladen. Aicht d&tk Reid betrachtete di« ®i ebener Mannschaft die großzügigen herrlich gelegenen Mustern nte gen der T H 2vr einem Jahr ert formte dort der Llubentenlchaft eine mit allen modernen Einrichtungen versehene T-rnhallr gut Benutzung übergrden werden. Jetzt wurden auf dem €yorh>lo8 ein Sportbau und ein Lchwimm- beden e.nzeweiht deren Stehen auf 350 003 Ml. veranschlogr werden. Die Mittel wurden zum größten leit von privater £>anb aufgebracht Di« Feierlichkeiten selbst brachten der T. H. weitere 4 Tennisplätze einen Sptungtutm und einen Ailmapparat alt Stiftung ein. Degen den starken Wind konnten die Diehener sich vis zur Halbzeit mit 30:30 Punkten behaupten Aach dem Dechtel wurde Punkt für Punkt gewonnen, fo dah da« Endergebnis 44:64 zugunsten der Gießener Mannschaft war. Die Faustballrunde bei den Diehener Ster- Vvrationen hat bei einer Beteiligung von elf Mannschaften ihren Anfang genommen. Das Rönnen der Mannschaften ist nicht groß, der (Itter jedoch o uz verkennen 3n den Borrund cn h.elten sich bisher am besten die Burschenschaft Derknanta. die A. T 2 Aheinfranken und die Derbindung L. 6. Hafso-Ahenania Am Mittwoch trug die Handballmannfchaft des Technikums Friedberg ein Wettspiel gegen die Un ibe cf i tä t Dießen aus. Auf Drund besseren Zusammenspiels und größerer Einheitlichkeit gewann Friedberg 11:8. Dießen besitzt gute Einzelkräfte, besonder- im Sturm. Es fehlt jedoch der Mannschaft am genauen Zu- und Abspiel. Ein taktischer Fehler war es. dah man den verletzten Mittelläufer in die Verteidigung zurücknahm. Er kostete der Diehener Mannschaft den 6.eg Heute spielt die Fusiballmannlchaft der Uni» v«rsität Frankfurt a. M auf dem Uni- verfttäts-Spvrtplatz gegen die hiesige Hochschulmannschaft. Der AuSgang des Spieles ist völlig offen. Gpielvereinigung 1900 Gießen. ö. Einen ^schönen Scherz" erlaubte fich der 6 p. und 6 p. „Dranien 1914" Frohnhausen an der Dill. Die Spielvereinigung 1900 Gießen, die auf eine bereits acht Wochen zurüdUegende Verein- barunfl hin am Sonntag mit Liga-, Ligareservc- und Vlle.Herren-Mannschaft zur Austragung von Rückspielen nach Frohnhausen fahren wollte und auch bereits alle Vorbereitungen getroffen hatte, erhielt drei Tage vor den Spielen vom Gegner eine Absage. Begründung Ein Milglied von Frohnhausen hat am 8. d. M. bei einem persönlichen Be- such in Gießen Spiele mit der Liga und Alle- Herren-Els vom Verein für Bewegungsspiele ab- geschlossen An sich wäre der Spielausfall in Frohnhausen nicht so tragisch genommen worden, schon wegen einer evtl, beschämenden Niederlage, wenn dir Absage früher erfolat wäre, so daß 1900 noch andere Gegner hätte verpflichten können. So aber ist der Sptelsonntag. der der letzte der Saison war, oer- ioren gegangen. Frohnhausen dürfte sich selber ge- fchädigt haben, denn e» wird ihm fo leicht wohl nicht mehr gelingen, die vereinigten zu Freund- schastsspiclen nach dort zu bekommen Die freigewordene zweite (Elf 1900s trug dos ursprünglich für die vierte Mannschaft angesetzte Freundsch zu ersetzen. Jedoch zeigten sich die Eriatzleute ün besten Licht, vor allem teufte sich aber die Betrauung des seitherigen Linksaußen mit der 6 türm Führung sehr günstig au# Dor wenigen Zuschauern entwickelte sich bald ein flotte- Spiel. Die Dästc mit dem Wind im Rücken, unternahmen recht ge ähnlich aussehende Angriffe, konnten aber bie wicber gut in Form befindliche Hintcrmannschaft nicht überwinden. Auch die 1900er arbeiteten verschiedene Torchancen heraus, ohne jedoch etwas Zählbares zu cm üben. Erst kurz vor Halbzeit brachte ein von dem Rechtsaußen schön verwandelter Freiwurs den ersten Erfolg für bie SvielVereinigungsleute. 3n der zweiten Spielhälfte bekamen sie nun immer mehr das Heft in die Hand. Halblinker, Mittelstürmer, LinkSautzen und noch einmal Rschtsaußen warten ihre Tore. Den Friedbergern merkte man an. daß sie mit einem solchen Ausgang nicht gerechnet hatten. Trotz der hohen 2ZicOcrlagc (mellen bte Gäste einen schönen Handball und mül en als beachtenswerter Gegner angesehen werden. Den .Hauptmangel stellten d e ^Inentfchkol eTcheit and Schuß- unsicherheit int Sturm dar. Die 197‘er waren durchweg gut aufgelegt Die Hau: wieder Torwart und die beiden Der leidige 7. Auch bie Läuferonbe. insbesondTve ber unermüdliche Mittelläufer, taten ihre Schuldigkeit. Ter Sturm hatte durch die vorgenvuui'eire Umstellung viel an Schnelligkeit gewonnen. Halb inks, Linksaußen unb Rechtsaußen gingen zuwc .en schön auf bie Intentionen bcS Mittel'türmerS ein. Dem Schiedsrichter Stunde vom D. s. D. Dießen wurde fern Amt nicht allzu schwer gemacht, unb bie Parteien waren mit seinen Dnt'chcrdungrn zufrieben. Daffersportverein Hellas, Giehcn. Die Vorbereitungen zu ber am 23. unb 24. 3uni unter Leitung bcs Was er portvereins .HellaS" ftatifinbenben Regatta des Süddeutschen Ruber- verbanbes sind in vollem Dange Rach den dis jetzt getroffenen Vorarbeiten verspricht Mc Regatta einen glänzenden Verlauf zu nehmen. Die Vorrennen ftnden am Samslagnachrnittag ab 3 Uhr statt, während bie Hanptrennen Sonntag vormittag ab 9 Uhr unb nachm t ag ab 3 Uhr ausgefahren werben. Während ber Rennen am Svnntagnachmittag wirb bie Kapelle Weller noch für Unterhaltung fvrgen. Die Preise sind im Schaufenster bet Kunsthanblung Riebel. Marktplatz. ausgestellt. Deutsche Echvimm-Meifterschasten 1928. Der Deutsche Schwimmverbanb bringt diesmal seine deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahre zugleich Ausscheidungskämpfe für die Olympiade in Amsterdam sind, schon in den Tagen vom 13. bt» 15. Juli zur Durchführung. Die Vorbereitungen für das VerbandSfeft hat der Berliner Schwimmverein von 1878 übernommen. der alS ältester deutscher Schwmrm- txretn in diesem Jahre sein SOjährigeS Bestehen feiern kann. Eine deutsche Turnenn als Kanalschwimmerin. Die Turnerin 2Inni Weynell vorn Alten Turn- verein Breslau, die sich in Äöln am Etromschwirn- men und an ben anderen Schwimm kämpfen beteiligt, plant im Anschluß an das Deutsche Turnfest nach kurzer Dorbereitungszeit von Tolais aus die Durch- fchwimmung be» Aermelkanals. Neuer Zrauenweltrekord im Lausen. In Stockholm wurden am Santetag unb Sonntag Wettkämpfe ausgetragen, bte -.ugleich als Ausscheidung-kämpfe für bie olympischen Spiele gatten. <3mc hervorragende Leistung vollbrachte bte Schwebin Inga Dentzek, bie im 800» Meter-Laus einen neuen Weltrekord mit 2:20,5 Minuten auHtelÜc unb bamit ben von Frl. Rat» schauer (Deutschlanb) mit 2:23,8 Minuten gehaltenen Weltrekord erheblich unterbot. Mißglückter Raubüberfall bei Steinfurth. WSR. Steinfurth bei Bab-Äauheim, 18. Juni Der Chauffeur Emil Scheu auS Frankfurt a. M.. Schleiermacherstrahe 30, würbe in ber vergangenen Rächt am 5tanffurtcr Hauptbahn hos von zwei Männern ausgesorbcrt, eine Fahrt mit feinem Wagen nach Rab- Rau heim zu machen. Zwischen Rieberursel unb Oberursel würbe er plötzlich von einem ber Fahrgäste mit be m Revolver bebroh t unb aus gefordert, d^s Licht auszumachen und den 2>agcn zum Halten zu bringen. Darrn folgte eine Durchsuchung auf Waffen. Der Chauffeur wurde hierauf gezwungen, im Wagen Platz zu nehmen und einem der Männer die Führung des Wagens zu überlassen. Die F'.hrt ging über Ba>Rauheim nach Steinfurth Hier fuhren die Räuber m die Wissel-Heimer Straße und wollten von dort aus in einen Feldweg etn- biegen. Anscheinend hatten sie jedoch eine verkehrte Richtung, fo daß der Wagen znrückge» ftofjen werden muhte. Bei dieser Gelcgrnh.'it geriet baß Auto in ben Graben und war trotz aller Bemühungen nicht mehr herauSzu- brtngen Die unheimlichen Fahrgäste forderten nunmehr den Chauffeur auf. mit ihnen zu gehen. Im Söbcler Bergwü l b zwangen sie ihn, sich auf die Erde zu legen. Rach ben Auslagen beS Chauffeurs ist ihm lobann ber Äopf mit Mull bis auf tne Rasensr*he verpackt unb weißes Pulver daraus gestreut worden. Mit einem Strick wurde er nun an einen Baurn gebunden. Die Räuber verschwanden hieraus. Später gelang eS Scheu, sich von den Fesseln sreizumachen und gegen 4.30 Uhr auf der Bürgermeisterei Steinfurth Meldung von dem Vorfall zu machen. 2alb darauf wurde die Polizei in Bad-Rauhrim in KemikniS gefetzt. Der Derne rnderechner von Steinfurth, der den Angaben des ManneS mißtrauisch gegenüber- stand fand im Walde an der angegebenen Stelle bie Brief taf che be s Chauffeurs, die zerfchnittenen Stricke unb eine Dose mit weißem Pulver. Die bei ben Verbrecher sind heute früh in Bad-Rauheim verhaftet worben. Sie waren schwer bewaffnet. Bei bem Pulver hanbelt eS sich um DipS. das bei bem Uä>cr1anencn unzweifelhaft ben Erstickungstod herbeigeführt hätte, wenn es ihm nicht gelungen wäre, sich leihst zu befreien. Amtsgericht Gießen. ' Gießen, 15. Juni. Die Angeklagte S. hattc mit ihrem inzwifchen oerftorbencn Manne bei einem hiesigen Fahrrad hä ndsir ein Damenfahrrad auf Ab Zahlung gekauft. Der Fahrradhandler hatte sich bis zur Bezahlung des Äaufpreisis das Eigentumsrecht dorbehalten. Einige Ratenzahlungen waren auch ge leistet worden. Dor ber völligen Bezahlung des Kaufpreises wurde das Fahrrad von dem Ehepaar 6. weiteroerkauft. Das Verfahren gegen den Ehemann S. war infolge seines Todes eingestellt worben. Zur Verhandlung stand daher heute nur die Sache gegen die Dittve S. Das Gericht hielt die S. auf Grund der Beweisaufnahme der Unterschlagung für schuldig und erkannte unter Berücksichtigung der Notlage ber S. auf eine Geldstrafe von fünf undzwanzig Mark. Dirischast. Der Zünbholz Trust. Der Zündholz-Trust ben ber schwedische Gros'industrielle Ivar Ä reu gor vor einer Anzahl von Jahren begonnen, bami lange Zeit bmb-rd) uu stillen eiitwidcU unb tn ben letzten beiden Jahren in ben Vordergrund einer wett- c- rt(ä?a llchen Entwicklung getragen Hai. be» (chä:;g! seit einiger Zeit die Oessentlichkeit der versch ebensten Lander Seine Bedeutung wird am Vesten zunächst durch e.nige Zahlen odcrni* -e.chr.e: er arbciirt in rund 40 verschiedenen Ländern, lonrrollierr etwa 150 v^ündholzsabriken unb bc'chä llgr etwa 50 000 Arbeiter Hu seinem Äomct. flc.v.lb.- gcböien Banken, wie neuer» dinge bie Preußische ^ypolheken-Akl ienbank, beien Dermallungsrats-Dorsitz von Dr. Regen- danz auf Ivar Kreuzer Überlegungen ist: die Aktien des Trusts werden an den Börten van DcUm. Paris, Amkierdam. >^ürich, Botel, Bern unb Lausanne gehandelt, Kreuzer ist überdies als Großaktionär an ben berühmten Erzgruben von Draeages'^erg unb an ben übrigen größten schwedischen Unrernchmungen, bet Scparator-Gclellscha t. die londwirtschaftsiche Maschinen. der Ericlon, bte Te ephone herflellt. und der S. K. F.-Gesellschaft, ber Kugellager»Fabrik beteiligt. Da» Aktionsfeld des Zund- Hvlz-Trufts selbst, der vor etwa zwei Jahren die deutsche Zündholzsadrikation monopolisierte, hat sich nah^u über bie ganze Erb« aus- gebe b n t. Er hat Frankreich, dessen Produktion er nicht wunschgemäß übernehmen konnte, duvch Gewäd'ung von Anleihen leinen Plänen geneigt gemacht, er hat in Belgien vor kurzem nnt RegierungSun'.erftützung eine DcrkausSgemem- schäft der getarnten, unter feinem Drucke zu- lammengeIchlosienen Industrie geschaffen, unb er ist neue.ding- auch nach Chma gegangen, wo er mcrlwiirbigettDcik zunächst t*r polnischen Produknon einen Markt zu schaffen sucht. Abgesehen von einem sehr großzügigen, auf bie weitestgehende Rationalisierung und zweckmäßigste Produkt ionSverteilung abgestellten Konzern bandcll eS sich sonach um em Unter* nehmen von eminent politischer Bedeutung. Denn es hat in den meisten Fällen die Hil'e ber Regierungen für feine Rationali* sierungS- und RlonopolisierungSvestrebungen oe- funben unb sich nicht gescheut, bafür notigensiüls große bcfonbcrc Abgaben. Anleihen ober soziale Lasten zur Erleichterung des Staatssäcküs zu übernehmen. Ob dieses auf Untergrabung ber freien Konkurrenz gerichtete unb habet merkwürdigerweise von ben heimischen Sozialisten nicht etwa bekämpfte, sondern im Gegenteil begünstigte Unternehmen auf die Dauer nicht einen politischen Pferdefuß zeigt, läßt sich heute nicht mit Bestimmtheit vornu^sehen. Aber feine boli- tifche Bedeutung ist schon deshalb unverkennbar, weil es dazu beiträgt bem e^entrito gelegenen unb ber Einwohnerzahl nach au ben Kleinstaaten Europas zohlenben Schweben auf zunächst einem wirtschaftlich wichtigen Gebiete eine be- herrschenbe Rolle zu sichern, bie gewaltige Kapt- tcsimengen unter schwedische Kontrolle bringt. Die Rolle Ivar KreugerS wird schon heule vielfach mit derjenigen Hugo S11nne in feiner Blütezeit verglichen, und es ist noch nicht abzusehen, wo btjt vielseitige Aktivität dieses Mannes aushören wird, die. wie oben angeführt, bereits auf eine ganze Reihe von Gebieten über seine eigentliche .sioirz umgrenze hinaus über gegriffen Hal. Anerkannt muß freilich werden, daß das anfängliche Mißbehagen ber Oeffenllich- teii über bte fort schrei renbe Auslieferung einer Bebarssarlilel-Industrie an eine einzelne, noch dazu auslänbische Hand sich nach ber bisherigen vorsichtigen Taktik des Zünbhvlz^Trusts. ber Preiserhöhungen zu vermeiden unb Gewinne durch Rationalisierung zu sichern sucht, nicht al- berechtigt erwiesen hat. ' Hehligenftaedt & Comp., Werk* zeuamaschinensabrik unb Eisengi e ße re i. A. - G., Gießen. Heber ba« Unternehmen wird von zuständiger Stell? mit- geteilt: Die Verlängerung für bie Frist zur Veröffentlichung ber Bilanz ist beim zustänbigen Amtsgericht bis Anfang August beantragt worben Seit einiger Zeit schweben jetzt vor bem Abschluß stehende Verhandlungen übet ben Verkauf von Gelände mit Lagerhalle an ein sich hierfür interessierendes Unternehmen. Durch die hierfür heremfließenden Mittel, sowie durch die Ausnahme einer langfristigen Hypothek wird bte Bankschuld zum größten Teil getilgt. Die Bilanz für das ab gelaufene Geschäftsjahr wird, wie schon im borläufigen Bericht vorauSgesagt, noch einen Verlust ausweisen. Im laute oben Geschäftsjahr beginnen sich bte Ro tionalifierungs- maßnahinen auszuwirken. Der Auftragsbestanb ist zu befriedigenden Preisen recht günstig. Um das Bilanzbild vollkommen zu bereinigen, wird eine Zusammenlegung, über Deren Ausmaß Be* schlüste noch nicht gefaßt sind, erwogen. • 198 ft ä ö t i f e Ci|en5aba . 4>ambutfl4Hmmta Patel . Hamd.-Südam. Tampffd). Hansa 'Iflmpfldjtfl .... Norddeutscher Llovd . . . lauft. . Barmer Bankverein . . . berliner Handelögesellsch . Cummeq- und Prival-Bant Tarmst. u. -lattonalbank . Deutsche Bank Diltoirto-Gesellschakt fltrt.. Dresdner Ban! Mitteldeutsche Trcdiibant . VietaManl V>'e«ch4danl Röln Seuefjen..... Mannesmann Lberschles. injenb. Bedari cberschles. ftoWmertr . . Phonir Bergbau .... 'che Braunkohlen. 18. 6. ! 19.6. | 18.6. I 354 314 685 I 630 304 211 149 215.25 1115,25 54 I 110 1242.25 1 89.25 '123.75 JI3.75 RdeinNahl . . . s.Jahr 4^» iNttbed Montan......7,8 Bereinigte «tadln,. . Otani Minen . . . ftali Lscher,lebeo . . Äafl Westeregeln . . . Kntiivert €aUbetfurt6 9- tzarb n.Induftrle IUnamir Sobel . . . 358 317 691 640 310 113.75 131 218.13 118 56.5 114.75 245.5 92 126 317,25 25 80.25 H 7 220 152.5 . 8 . S 10 10 . 6 10 10 . 0 10 . 8 12 . 8 10 . 5 . 6 . 5 77~ volländiiche Noten ..... $Hn(knii61 15' 5 159 158,75 — — U7.75 97.5 — 98.13 97,75 — 54.75 53.5 250 251.5 258 25" 255 257 260.5 257.5 456,5 — 450 450 t73.25 272 474.25 271.75 —■ Hl — 209 .IM — (00.25 101.5 100.13 102 — 101.5 101 — —- — • 18. 9an« 19 IllUt Amtlich« Äotimnto Seid t*ru' Amtliche Notierung '4:id i 24elo * Ämenlani<(t)e No«,..... 4.16 4.18 belgische Noten ....... 58.4 58.47 Dänische Noten..... . 111,88 112,22 Esa'-kfche $»«■ SO.M3 20.443