HUI 7 Erstes Blatt 178. Jahrgang Samstag, 19. Mai 1928 Erich«,»» 'ü-lich,a»tze, Sonntag« mt Swrtng» Bet lagen Gtrtz«n«7 $ f> ubgriot, für den übrigen Teil Ernst Blumid)dn, fir den Anzeigenteil Aurt hillmann, Idmtlid) in (Birken lequcm n Reform deS toefen —, nicht besser gegangen wäre, als seinem Äollcflen Luther, weil eine allmächtige Partei- burcaufrattc es aus bie Dauer als unbe----- und offensichtliche Mängel, die daS System in der Praxi» gezeigt hat. abstellt. Dir glauben unfl in der Annahme nicht zu irren, daß nicht zuletzt au» diesen Mängeln unseres Wahlsystem- so manche der Gruppen und Grüppchen, die in der Wah'stttistik unter der Sammelrubrik .Sonstige' zu finden sein werden, den Mut geschöpft haben, mit eigener Wahlliste vor die OeffentlichKit zu treten. Dir erwarten allerdings auch von dem gesunden Sinn unseres Volkes. baft es selbst feinem Wunsch nach einer Reform des Wahlrechts durch eine deutliche Abkehr von allem, was nach Splitterpartei aussieht, svontan Ausdruck gibt. 66 wäre der erste Schritt zur Besserung, wenn all diesen unnatürlichen Gebilden in statu nas- cendi der Hals gebrochen würde. — unnatürlich, weil sie sich ohne die BafiS einer gemeinsamen Weltanschauung lediglich zur Qkrtrctung engster wirtschaftlicher Internen oder in anderen Fällen als Folie für einzelne ehrgeizige oder verärgerte Politiker zufammengefunden haben. Namentlich auf die Millionen unserer Jungwähler, die am Sonntag zum ersten» empfand den eigenwilligen Mann mittel» der Parteidisziplin bei der Stange zu halten, toa» Wirth ihr allerdings auch zugestandenermaßen oft schwer genug gemacht har Will man also dieser Einstellung breiter Volksschichten Rechnung tragen, fo wird e»_einc der drängendsten Ausfein müsfen. sich gaben des neuen Reichstag» endlich zu einer gründlicher Wahlrecht» aufzurasfen. Die die graften Däh- lermafkn wieder an die Politik ftcranbrirgt Der Witte zur Macht. Th! fast siebenhundert Dahloorschlägen und mehr, al« |td)slau|cnb Kandidaten marschiert da» deutsche Bolt am 20. Mai zur Wahlurne, um den vierten Reichstag der Republik zu küren Nimmt man zu diesen erschreckenden Fahlen noch di» Tatsache, daß 31 Parteien in dem nun abgeschlossenen Wahlkampf um die Seele de» Dahier» gerungen haben, so ergibt sich da» nicht gerade erhebende Bild eine» unzweifelhaften Rekord» sommerlichster Parteizerrlssenheit, die Deutschland sich jemol» geleistet hat Die Ursachen zu dieser 3er- jplitteruna licaen zum guten teil gewiß in der Neigung Oe» Deutschen zu (Eigenbrötelei und Nör- Beisucht. Auch die dem Deutschen nicht ganz mit nrecht nachgesagtc Lust zu Vereinsmeierei und jtiiquenwcsen hat, in» politische übersetzt, sicherlich auch da» ihrige zu diesem heillosen Durcheinander beigetragen Daß endl.ch ausschließliche Standes- Interefien oder gar nur da» Interesse an einer be- sonderen Wirtschnsisfrage zur Bildung von Parteien geführt hat, beweisen schon die Firmenschil- der, unter Denen sich diese Gruppen zum Kamps um die Wahrung ihrer „Sonderbelange" — wie da» schöne neudeutsche Wort lautet — zusammen- gesunden Huben. Aber e» wäre leichtfertig, zu verkennen, daß neben dielen, nicht zuletzt im Volks- charakter begründeten Ursachen für die Z-rsplitte- rung unsere» Parteiwesens in wesentlichem Maße doch auch Gründe maßgebend sind, die im System liegen und mit einigem guten Willen behoben wer- den könnten Uns ist nach dem politischen Umsturz da» angeblich freieste und gerechteste Wahlrecht der Welt beschert worden. Aber Freiheit ist in der Praxi» eben nur mit Maß zu ertragen, und wenn bie Gerechtigkeit soweit geht, m t mathematischer Genauigkeit ein System auszukiügeln, das zwar jeden Einzelwillen in Rechnung stellt und keine Stimme unberücksichtigt laßt, aber über die psychologische Wirkung auf die Masse der Wähler unbebaut hinwegschreitet, fo kommen wir durch Freiheit und Gerechtigkeit in der praktischen Hand- Jabung schließlich xum schlechteste,. Wahlrecht der Belt, da» ein in seinen politischen Anschauungen durchaus gemäßigte» Blatt, wie die .Kölnische Zeitung", schon ein Zweiklassenwahlrecht genannt hat. Insofern nämlich, al» die Klasie der Parteifunktionäre durch die Ausst'luns Der Kandidaten zum Parlament die eigentlidje Wahl vollzieht und die Klasie der gen-ähnlichen Sterblichen gnäbigft zuge- lasien wird, mit ihrem beschränkten Untertanen,cr- Canb zwischen den einzelnen Parteien zu wählen, tren ferVgen Listen sie unbesehen ihren Konsens geben muß Da» klingt vielleicht etwas Traft, kommt aber leider heutzutage der Wirllichkeit sehr nahe, und man bad sich nicht Darüber täuschen, dah weiteste Kreise unteres Dolle« mit diesem Verfahren. wie eS sich unter dem Verhältniswahl- recht ausgebildet hat. in hohem Mafte unzufrieden sind. Sie wünschen keine derart weitgehende De- vonnundung durch die Parteibureaukratie. sondern erwarten von der Rückkehr zur Wahl von PerlSnlichkeiten ihre» eigensten Betrauens eine Befruchtung de« politischen Geben» und regere Anteilnahme de» ganzen Volke» an politischen Dingen. Sie haben mit Befremden gesehen, daft es möglich war. einen um Deutschlands Rettung au« höchster Rot so hochverdienten Mann, wie den ehemaligen Reichskanzler Dr. Luther an die Wand zu drücken, weil seine gewiß nicht jedermann bequeme und eigenartige Persönlichkeit sich nicht ohne weiteres dem Schema einfügen wollte. daS man für seine Kandidaten brauchte und sich für einen wirklichen Staatsmann von Format kein Platz mehr auf irgend einer Liste fand, nachdem die Vertreter aller möglichen berus-ständischen Interessen unter- aebracht waren. Sie mußten schließlich mit Erstaunen sehen, daft e» um ein Haar einer Persönlichkeit. wie dem ehemaligen ReichSkansier Dr. Wirth. man mag politisch zu ihm stehen wie man wolle — vir sind nie seine Freunde ge- Fünfzig Jahre Reichskanzlei. Oer He.chspräfident legt den Grundstein zu dem Erweiterungsbau des Hauses. Berlin, 18. Mai. (DB.) In Gegenwart des Reichspräsidenten fand heute am Tage be» 50jährigen Bestehen» der Reichskanzlei bie G r u n b • htinlegung des Erweiterungsbaues flott. Zu brr Grundsteinlegung waren neben dem Reichspräsidenten Mitglieder des R e i ch s k a b i • nett®. Die Spitzen der weltlichen und geistlichen Behörden und ein großer Kreis weiterer Gäste erschienen. Gegen 12.45 Uhr traf der Reichs- Präsident in Begleitung des Staatssekretär» Meißner vor dem Rcichskanzlergebäude ein, wo er vom Reichskanzler und dem Stoatsfekretär der Rcikskanzlei, Dr. Pünder, empfanaen wurde. Während eine Musikkaoclle der Reichswehr das fyiUeluja von Händel spielte, wurde der Reichspräsident in ein auf dem Baugrundstück errichtetes 3elt geleitet. Rach Bortrag des von Professor Georg Schumann für bie Feier komponierten Eymbolum von Goethe burch brn Domchor unter Leitung des Professor Rubel la» ber Reichspräsident bie von Ihm für den Grundstein vollzogene Urkunde, die folgenden Wortlaut hat: „Am heutigen läge, an dem die Reichskanzlei ihr 50jährige» Bestehen feiert, vollziehe ich die Grundsteinlegung zu ihrem Erweiterungsbau. Mit dankbarer Gesinnung gedenken wir bei dieser Gelegenheit de» Gründer» und Schöpfer» der Reichskanzlei, de» Fürsten Bismarck, des ersten Kanzlers de» Reiche». Wit müssen die auf den ersten Reichskanzler zurückgehende wertvolle Tradition hingebungsvoller Arbeit am Vaterlande, die in dem alten Gebäude vorbildlich gewesen ist. auch auf das neue f/au» übertragen! Und möge der alle Geist selbstlosen Dienste» für Deutsche» Reich und Deutsche» Volk der Reichskanzlei auch künftig bei Erfüllung der ihr obliegenden Pflichten und verantwortungsvollen Aufgaben sich bewähren zum Segen unseres Vaterlandes und seiner Zukunft." Berlin, IS. Mai 1928. Der Reichspräsident: ge). v. Hindenburg. Der Reichskanzler: Dr.h_c.2nar x. Runmchr ergriff der Rei chskanzler daS Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. folgendes aussührte: .Auf den Schultern des alten Reichskanzler-. deS Fürsten DiSrnarck, lastete ein fast übermenschliches Maft von Verantwortung und Arbeit, das nur ein Staatsmann von seinem gewaltigen Ausmaße bewältigen konnte. ES ist nur natürlich, daß er sich zur technischen Erledigung der ihm auf- erlegten Deschäst» 1 ast ein eigenes Amt schuf. daS feiner Perlon allein unterstand. Rach- dem der Reichstag die zur Errichtung der neuen Behörde erforderlichen Mittel bewilligt hatte, erging heute vor 50 Jahren die KabinettSorder, durch welche die Schaffung dieses neuen Amtes genehmigt und der vom Fürsten Bismarck selbst gewählte Rame .Reichskanzlei" ihm bei- ^t wurde Ihr Amtssitz war unser Reichs- erpalais. in dem sie sich heute noch befindet. Rach dem Umsturz hat unsere neue Verfassung dem Reichskanzler eine andere Stellung gegeben. Er allein ist nicht mehr dem Parlament verantwortlich, sondern jeder einzelne der Minister tragt für sein Resfort diese Verantwortung. Damit ist auch die Stellung der Reichskanzlei eine andere g.-worden. Sie ist über bie Behörde des Reichskanzlers hinaus- gewachsen zur Zentralbehörde der Reichsregierung Sie bat neben den von srüher übernommenen Ausgaben die Rolle eines Vermittlers zwischen den verschiedenen Ministern übernommen. Ein glückliches Zeichen will, daß unser all- verehrter Herr Reichspräsident die Grundsteinlegung rollziehen kann, an dem Tage, an dem die ReichSlanzlei das Fest ihres 50- jährigen Geburtstages begehen kann. Wir tbnnen und wollen nicht daran denken, einen Prachtbau zu errichten: er soll auch den unS folgenden Generationen tierer vor Augen führen. waS der heutigen Lage des Reiches und Volles entsprach So muß dieser Dau ein Sym- bol sein für den Wiederaufstieg unsere- Reiches und 'Volles in steter ernster und tatkrästiger Arbeit und strenger Pslichtersüllung. Rach dieser Ansprache legte mit Zustimmung dc» Reich-prasidenten der Staatssekretär der Reichskanzlei Urkunden und Münzen in die Kapsel, die alsdann von dem Overmeister der Berliner Klempner, Kunitz, verschlossen und von dem Staatssekretär der Reichskanzlei in den Grundstein versenkt wurde, während der Domchvr diese symbolische Handlung mit dem Liede: „Label den Herrn ..begleitete. Darauf begaben sich der Reichspräsident und der Reichskanzler nach der Stelle des Grundsteines, an der der Reichspräsident die eigentliche Grundsteinweihung In feierlicher Weise vornahm, indem er mit einer von dem Obermeister der Berliner Bauinnung, Schröter, empfangenen Kelle den bereitgdjal- ter.en Mörtel auf den Stein warf. Rach Aufsetzung be» Derschlußstücke» übergab ein Meister mit dem Zunftspruch: „Mit Gunst, Gott segne ein ehrliche» Handwerk, Meister und Gesellen!" den Hammer b chSbahn zutage. Dor allem dürste diese Einstellung von selten der Regierung her- vorgerufen sein durch ein allerdings etwas merkwürdiges Qkrfobren der Reichsbahn und ihres Prästanten. der noch vor Ueberrelchung der Tariferböhun^ödmllchritt an die Reichsregi- rung diese einem kleinen Kreis führender Journalisten übergab — allerdings mit b.-r Maßgabe. sie vertraulich zu behandeln —, so daß auf diesem Wege einige wichtige Mitteilungen doch an die Oessentllchkeit kamen. Wie zu erwarten war. scheint ein Beschluß über eine eindeutige Ablehnung d'S TariserhöhungSanttages nicht zustande gekommen zu sein. Die Regierung, die nach tkn gesetzlichen Verpflichtungen gehalten ist, biS spätesten- zum 22. Mai der Reichsbahn irgendeine Antwort zu erteilen, wird wohl In ber Hauptsache erklären, dah sie nur eine vor- läufige Ablehnung ausspricht und daß man daS Ergebnis weiterer Verhandlungen über die Möglichkeiten einer andersartigen F i - nanzierung — Kreditbeschaffung im Inland, Auslandanleihe und Aenderung der Abschreibeziffern in der Bilanz — abwarten müsse. Der AeichSverkchrSminister wird noch einige Rückfragen stellen. Dir ReichsregierunA soll genauere Angaben über ihre Bilanz, über ihm Vermögens st and und vor allem auch darüber machen, ob die von der Reich-bahngesellschast benötigten Mittel vorläufig nicht durch Kredite statt durch eine Tariferhöhung beschafft werden tonnen. mal zur Urne schreiten, setzen wir unsere Hoffnung. Ihr kritischer Blick, ihr gesundes Gefühl. ihr unbefangenes Urteil wird sie zu einer der großen politischen Parteien führen, die alS Ausdruck einer bestimmt umgrenzten Well- anfdiauung auS der Geschichte unsere- deutschen Volkes erwachsen und eng mit ihm verwurzelt ein Teil seines Selbst geworden sind. Ungeachtet aller Krittk an den abstoßenden Auswüchsen unsere- Parteiwesen-, wie sie namentlich der Idealismus unserer Jugend häufig und mit Recht übt, darf doch nicht daS eine verkannt werden, daß in unserem heutigen parlamentarischen Staat die großen Parteien alS I einzige Möglichkeit, einen politischen Dillen zum Ausdruck zu bringen, nicht entbehrt werden können. Und wählen heißt wollen, heißt Wille zur Macht. Seine Stimme an Splitterparteien verzetteln ober gar au- Abneigung gegen das herrschende System der Wahlhandlung überhaupt fernbleiben, heißt aber, sich freiwillig dieser polittschen Macht entäußern, die der Staat jedem seiner Bürger mit dem Stimmzettel in die Hand gelegt hat: heißt, daS stolze und heilige Recht preiSgeocn. um da- Generationen unserer Väter in heißen Kämpfen mit ihrem ganzen Herzen gerungen haben' heißt schließlich, den Parteien den Steigbügel zu Einfluß und Macht im eigenen Staat zu halten, deren Stärkung bei nüchterner Ucberlcgung man zu allerletzt wünschen würde. Worum geht es nun bei dieser Wahl? Welche Aufgaben erwarten den Reichstag, dm wir durch die Abgabe unseres Stimmzettels in dm Sattel heben sollen? 3n erster Linie, alles andere in den Schattm stellend, steht da da- große auften- polittsche Ziel einer Revision des DaweS- Plans mit der Wirkung einer enögültigen Begrenzung unserer Zahlungsverpflichtungen auf ein für die deutsche Wirtschaft erttägliches Maß. älnabhängig davon wird der Kampf um die längst überfällige Räumung der befefcten rheinischen Gebiete mit aller Energie weiterzuführen sein. Der amerikanisch? Pa.tvor- schlag einer internationalen Aechtung des Krieges und das AbrüstungZproblem ftnb für die deutsche Außenpolltik Waffen von unschätzbarem Wert im Ringen um die Gleichberechtigung Deutschland- im Konzert der Ration em Schärfste Aufmerksamkeit ersordert unsere O st g r e n z e, eine Garantierung durch ein sogenanntes Ostlocarno kann unter keinen Am ständen in Frage kommen, ilnfere Beziehungen zum österreichische Drudervolke im Sinne einer kulturellen und wirtschaftlichen Vorbereitung des politischen Anschlüsse- erfordern sorgsamste Pileae. Unterer ganzen Fürsorge bedürfen die deutschm Minderheiten jenseits der ReichSgrenzen, namentlich in Südtirol, dellen schmachwürdige Behandlung durch den italienischen Faszismus das einzige ernsthafte Hindernis für ein gutes Einvernehmen zwischen Deutschland und Italien bildet, Rennt man noch Rußland, das überaus Mffüile Problem der Weiterbildung unseres HandelSverttagsnetzeS. die mit den Reparationen eng zusammenhängende Frage der AuS- landanleihen. so haben wir mit wenig Strichen ein noch durchaus lückenhaftes außenpolitisches Programm, an dem der neue Reichstag sich schon die Zähne wird auSbeißen können. Huf dem Gebiet der inneren Politik erwarten wir von dem kommenden Parlament vor allem einmal energische Schritte zur Verwirklichung der immer wieder angetünbigten, aber auch stets in den bescheidensten Anfängen stecken gebliebenen L e r f a f s u n g s - und Derwaltungs. r c f o r m, wobei weniger Gewicht zu legen ist auf zwar gründliche, aber im Grunde doch wenig frucht- bare theoretische Erörterungen über prinzipielle Fragen, wie z. B. ob vom Einheitsstaat oder von einer föderativen Staatsoerfassung alles Heil zu erwarten ist, sondern endlich einmal, wenn auch in bescheidenstem Maße der Anfang gemacht wird zu einem Abbau unseres mammuihaften parlamentarischen Apparats, zu einer klaren Trennung der Aufgabenkreise von Reich, Landern und Gemein- den und zu einer Entlastung der staatlichen Ber« Wallung von Ausgaben, die ihrer Natur nach den Selbstoerwaltungskorpern oder privater Initiative überlassen bleiben müßten. Auf diesen Reform- arbeiten fußt der Finanzausgleich und die immer wieder angekündigte, aber heute noch erwartete Neuregelung des Steuerwesens mit der endlichen Senkung der öffentlichen Abgaben einschließlich der Soziallasten durch Beschrän- kung der sozialen Fürsorge auf ein für alle Teile ber Wirtschaft, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, tragbares Maß und größtmögliche Ausschöpfung der angesammelten Kapitalien zugunsten der Sozial- träger unter DeiHichl auf einen aus politischen Gründen übermäßig aulgeschwcmmten Berwal- tungsapparat und Einrichtungen, die in keinem Verhältnis zu der wirtschaftlichen Lage Deutsch- lands stehen. Damit sind wir schon mitten auf wirtschasts- politischem Gebiet, auf dem in letzter Zeit die Diskrepanz zwischen Arbeits- und Dirtfchastsmini- fterium sich besonders unheilvoll ausgeroirtt hat. Hier eine Aenderung, unter Umstanden durch Zu- fammenlcgung beider Ministerien in eine Hand her- beizuführen, ist eine besonders dringliche Aufgabe des neuen Reichstags. Den Ausbau der Nothllfe für unsere heimische Landwirtschaft, die in dem Notprogramm der letzten Reichsregierung hoff- nurgsroü begonnen wurde, :n Z-si.bach. . ang mit großzügiger Siedelungspolitik nchaml mit und Regierung angelegen (eir> Uhr, und FreÜaß, nicht mit offenem Auge zuseher rufsftanb wgrunbe geht, der———-----— mischten Agrarindustriestaat votdeken am 20A28 feste Erundelement des olaotdP^AM*>!r'<* e Angeklagten hereinae- führt und nehmen auf der linken Hälfte des Po- diums, umrähmt von GPU.-Wachtposten, Platz. Der Prozeßsaal ist am Anfang nur ipariich gefüllt, die Galerie falt gan» leer. In der D . ploma te n- löge sieht ntftn den deutschen Botschafter, Wr fl- len Br ockd.-rf f.Ra ntz au, sowie zahlreiche Beamte der deutschen Botschaft. Auch tue diplomaii- schen Vertreter tzrankretch» und Polens» Rach Schluß der Abendvorstellung kam es in einem der größten Kinopolaste im Berliner Westen zu Zwischenfällen, da das Publikum durch di« aufgefuhrte , „ Revue Angeblich enttäuscht worden war und da» IX Stunden. fallen wird. Last not teast die Kulturpolitik, fte liegt in ihrem Zentralprvblem, dem R e l ch S sch ul - gesetz für uns Hessen denkbar einfach. An unserer durch Jahrzehnte erprobten und bewährten christlichen Simultanschule lassen tou nicht rütteln. Wir halten grobe diese Schulart, die die Trennung des Volkes nach Konfesfwnen schon in frühestem Kindesaller vermelbet für ein hervorragendes Erziehungsmrttel zur Duldsamkeit und zu gegenseitigem Derstehenwollen m Fragen der Weltanschauung. Wir wurden ein Reichsschulgesetz als rückschrittlich empfinden das durch die Einführung der Konfessionsschule m bekenntnismähig gemischten Landesteilen die so häufig im Lauf der deutschen Geschichte unhellvoli zu Tage getretene Spaltung noch stärker unterstreichen würde, gleichzellig aber auch durch Zu» lafsur.g der weltlichen Schute den christlichen l Zchl -S Jan« * MSN tun. fall oW Vir i.MifK cni Jr nW Archen airr ä »er A Hyn ^atu drrchS-hau' prüsen un fit.' möglich^ 1 den die i Snbe \t:x Freiheilst denen er sollst. 3« lich, ralfdnkr IfjenT r Kattsindet, Acras-rnh fein# Jteit lagd -ro Mcr iHv fintet mar AurSduch vvhiv m< y' to;r über Deldbeutz Der gic Ihnnen. nenn v: dann dü und mit in vollen müssen ö aebung j der Dao einen pa Menschen der Still Haufe b leit M ßi^ktlDlü au-? -en B<' tgtÄ. vr'r Oit roh nicht §r:.ider' Aim al Ih^en |d urd J5r.ii trieb r.ehk Oit3e Bit bei l im morgige oebl bunt «»stier du Sb|timn onberleili a ll»cht lomm tarn vor fl 3m J)inb *tr Iti an J^Pboa a Itoidlung ’S* ytxn. ba M für raschl u> kt die Waffe d As ouj «fWngl;, Wttent ^tuei: -Trier Q .-‘■nmer-qj -kstn e * Hi la Äo • "2 trotz 1 ">cht geloS?*N. sjSa SU?};’ Wü sechs Ä 1 K-. Ä f, 22-, °fr tüt ra Pu Wä UMt bd^j* WR 'djf str U tz G 51 5°vksproch.) fr, 01 Wijltiltoki. CQt *Ujell| 9 ®> einem St^n. fjiüldxibo. in Jters ist nm |o ttegl. «ft von fai J^a r D>tt,'chnft,kch »n 1 feme» 70. dkbnrH- tfemeine Cieltrljiliu. Derflotbeufu, nachürm re Technik«, nne mch fiaujnwn» nnb Otga- rünber. Verdienste um fct wurden an dleser iebuitatafles eingehenü in folgendem nur ein wsr; a)i{^iy^tb?n. -6. Mai IM in V«> nann und dcivnbttc sich inbuftrkilen Eeschäslen ) daß diese, als sie 1883 Schaft, die Loriausemi sch neben dem (cittrtai h:a Sireflor iimil itor machte, (in die'er r allem der Lntwiä- ’i^äftes überra-end Die 300 lausmänntsch. n der MT. nach und zen bes > und Sus- )s eigenster ®erl Vach s wurde bann deutsch lorium der 8(10. de- ;f er Och vor allem die den Stieg yrtrümmer« ?0. angeicgen sei- la/• jlcute trat er auch, «la .eit bet Lcha^vng bet VH»** j wieder auWeMB> ierlage. ^>a"‘ cau^age- &s^*S ~xte KltUS'lr. .N ■ Det^üL fl kA^' 2)ert-^ r d-rsHs BiZ'-U: mar- K-ZM Aus -er Provinziashauptsiadt. Vietze», den 16. Wai 1928 llrlaubssorgea. Geht es 363« nicht auch jedes Iahr so um Pfingsten herum. das) öle eines Tag?- Heren Müller vdcr Staute in 2Heia vermißen 7 Sie torxr.cn es gar nicht verstehe», bafi er oder sxe nicht an thr.-m gewohnten Platze chre Arbeit tun, mrr.'en aber sosort bah ein Xraatbeil*- fall oder sonst was Schlimmes nicht Dorl.eyn Cann. Sie bähen sogar den 5 nbrucf. als hätten Sie eine r cht dumm« Frage g.-stellt. als 5k sich Oixt yerm Walter» od.*r KrLulein Meiers Abwesenheit wund rtm. Dis man es Ihnen nachsichtig beibringt, haft her oder hie Der- mißte o» Urlaub st. Idee Pflichten über» nehme» Kollegen und Kolleginnen, ohne Aufhebens davon zu machen. Sie erwarten ja später von Herrn Müller ober Fräulein Weier bic Gegenleistung Das) d r Detrieb nicht leidet, ha'ür sorgt hie sorg Llt:g burchgearbeitete Ur» laubtliftc, in die Sie sich ja vor eaige» Wochen auch ein tragen muhl.m. 3a. bai war acr nicht so ein'ach. Sie erinnern sich doch? Sir luchten vergeblich nach einem Mittel, Me lochen ausfinbig zu machm. in bennx es regten ober kühl fern würbe Als Sie sich damit aigciur.ben hatten, plagte Sie von neuem b:r 3t»‘cfbaU: fpät.r Urlaub — lange Dorfreube, at r ajnehmcr.b.3 Tageslicht, h.rtrftliche Weiche» in der '21atut, früher Urlaub — au schnell vorbei, jedoch hoh:r Genast des früdlo.nmer- lichen Daturlchen» Schltestlich mutzte bet Änoten durchgehauen toetöen. well bet Lh:s die Lifte prüfen unb ordnen wollte. Ihm fid die Aufgabe au. sich ir uzende Wünsche zu versöhnen. Aach dem ®ru;ib,ab Die Fcrnenwochen bleiben möglichst ben Fa.nilienvät r.i vorbeha.ten. würben bie schwierigsten Probleme gelöst, unb am ®nbe lernte sich jeber. in feinen Kalender die Freihcitötermtne ein tragen zu bürten, zwischen denen er unbeschränkter Hex^ feiner selbst sein sollte. Zunächst erschien es ja noch kaum glaublich. haft Tage kommen tonnten, an bmen kein rasselnder Wecker ein unerbittliche- .Auf- stchenk" ruft, keine Hetzjagd zur Arbeitsstelle ftattfinbet. keine Post auf Erledigung harrt, fein Fernsprecher, keine Schreibmafchlne, keine Akten, keine Koiten Anspruch.' stellen. DiS man eines Tages .rührt, haft Herr Müller ob.*r Fräulein Meier ibeen Urlaub arg.treten ha)en. Dann findet man. hast es ja höchste Zeit ist, sich ein Kursbuch anzuschassen unb bar über nachzudenlen, wohin man diesmal r . isen soll. Aber bi der Frage geben noch toi eie andere voraus. Können Wir überhauvt verreisen? Srlau.t bas unser Cbelbbtutel? Haben wir bas Rötige arzuzichen? Wer gietzt währenb unserer Avwetenh.it bie (Blumen, w r füttert dm Kanarienvogel ? Srft. wen» w.r wissen, hast all bas in Ordnung ist, bann biir en wir uns Prospekte senden lassen unb mit Pensionen vrrhanb-ln Um wirtlich in vollen Genuft unser r älrlaubszeit zu kommen, müssen wir uns bar über klar fein, welche Umgebung zu uns pajt. Dicht in brr Drbeutuna Der Dame, bie sich zu ihrem Frühjahr «kleid eL.cn paffenbm Hut kau t. sonb rn an inneren Mensche i gemeßen. 5Xr eine fühlt sich in der Stille verträumter Täler unb Wälder zu Hause, d r andere fühlt sich zu bet Unendlichkeit d s Me r s mit seine n unerschöpslichen Lichterspiel hi g. zog en, bet britte saugt Kraft an .*> den üb- r oältige iben Linien des Hochgel rge« Dies.- ihre innere Heimat entdecken viel: ost erst aus Reisen, unb wenn wir sie rod) nicht kennen, bann wollen w-r sie suchen. 5rv.iber Rat kann uns wenig bahn teilen. 21 un aber an bie Arbeit Vielleicht schlägt 3h -en schon bie Stunde, wrnn H rr Müller u; t> $t iuletn Meier von Erlebnissen strohenb Wied r.ehren? Turmalin. Die Bekanntgabe der Dahlresultate. Die bei den früheren Wahlen, so werben wir auch am morgigen Sonntag die Ergebnisse der Rctch^ag» wähl durch Aushang an den Fenstern unserer Geschäft» st ekle befanntgeben. Da bie Abstimmung um 5 Uhr nachmittag» beendet ist, anöerjeit» ober eine große Zahl von Listen in ve- tracht kommt, dürften die ersten Wahlergebnisse wohl kaum vor 6 Uhr nachmittag» zu erwarten fein. 3m Hinblick auf die sehr starke Inanspruchnahme unserer Telephone unb ben Dienst der Aufnahme- beamten am Radioapparat können wir sowohl am Telephon wie auch in der Redciktion keinerlei fl u • t u n f t erteilen, wenn nicht bie reibungslose Abwicklung unsere» Dienste» gefährdet sein soll. Stadtiheater Gießen. Man schreibt uns: Die vielen telephonischen Anfragen unb Dorbestellungen haben bereit- ergeben. bah das Publikum durch die Ankündigung des für Dienstag. 22. Mai, bevorstehenden Dastspiels de» Aeuen Operetten Theaters. Frankfurt a. M. freudig überrascht worden ist. Der Aussührung der 3ofef Ötrau6-Cperette . Frühlingslust" in Franllurt hat die dortige Presse einstimmig das gröflte Lob gezollt. Alle drei Auszüge seien stark beklatscht unb mehreres wiederholt worden. Man verlasse die Aufsührung mit ehrlichem Dank für etwas aus sich heraus Lustiges unb in dieser ursprünglichen Heiterkeit gut Gebotenes. Dos Operettentheater habe einen guten Griff mit der. Neueinstudierung dieser Operette getan. D.eses Gastspiel gilt als erste Dorstell»ng tm Lommer-Abonnement. die Abgabe von zwei Ad- s mitten bedeutet gegenüber ben Tagespreisen c \t Grlpamis von mehr als 30 Prozent. Täte» für Sonntag, 20. Mat. Sonnenaufgang 4.02 Uhr, Sonnenuntergang 19.51 . r — Monbaufgang 4LS Uhr, Monduntergang ?t 24 Uhr. <85: Äongü zu Ricäa (bis 25. August): — IW: T.ZTti erobert Magdeburg: — 1664. der Architekt • t-ca» Sch'.uter in Hamburg geboren (gestorben 1714); — 1764: der Bildhauer Gottfried Schadow in Berlin geboren (gestorben 1&50); — 1798: der Stenograph unb Si)stemersinder Dühetm Stolze in Berlln geboren (gestorben 1867); — 1799: ber -chri'tsteller Honors be Balzac in Tour» geboren gestorben 18501: — 1846: der Heerführer General Alexander von Luck in Münster geboren. Daten für Montag, 21. Mai. Sonnenaufgang 4.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.53 Uhr _ monbaufgang 3.07 Uhr, Äonbuntergang 22.44 Uhr 1471: Albrecht Dürer in Nürnberg geboren (gestorben 1528); — 1506: Thr-.stoph Kolumbus in xkflnboüb gestorben (geboren 1446); — 1786: der Geograph 9art Friedrich von Kloben in Vertin geboren (arfturben 1656) — 1809 der vtzllotopb Hermann Loge in Vautzen geboren (gestorben 1881); — 1925: Einweihung be» Hause» be» Deutschtums in Stuttgart Wifßcitfr f^odicnmnrftpreife 2s kosteten auf dem heutigen Wochen markt: Dukter 190 bis 210. Malte 30 bis 35. Wrrsing 45, Weitzkraut 25 Rotkraut 50. gelbe Rüben 25 bis 50. rote Rüben 15 bis 25. ©pinat 20, bi« 25. Römifchkvbl 20 bi* 25. Spargel 110 bis 150, Unter-Äohlrabi 10 bi« 12 Tomaten 140, Zwiebeln 20 bis 25. Rhabarber 20 biS 25. Kau- löffeln 4 dis 5. Aepfcl 15 tn« 40. Hon g 45. Suppenhühner 100 bi- 120 Df da« Pfund: Käfc (10 Ctüdl 63 bis 140 Pf.; Sier 11 bi« 12. Dlumenkvhl 90 bi« 180. Salat 20 bi« 30. Salat- gurten 60 bis 110, t)ber-Kohlrabi 30 bis 40. Lauch 10 bis 20. Rettich 15 bis 50. Seltene 20 bis 120. Tauben 70 bis 80 Pf. das Stück; Radieschen 15 bis 20 Pf. da» Dund. Pornotize«. — lagetfolenber für Samttag: Licht soielhau». .Der Htmmel auf Leden". — Astarm- LichtIpiele: ^Mann gegen Wann'. — lagetfalenoer für Sonntag: Iah- retfdt ber ev. K»rchengesangoereine den Dekanat» Gietzen tu Kirchbcrg Staufenberg. 2 Uhr Feftgottes- dienst in der Kirche zu Kirchberg. — S-angervereini- gung Aiiefcck: 7J0 Uhr, Konzert im neuen Saalbau „3um kühlen Grund' *— Damen Vereinigung 1877/78: 9.15 Uhr, gemeinsamer Kirchgang. Kapelle de» Alten Friedhofs. — Gießener Rudergcfcllfchasl 1877: 16.30 Uhr, ilnrubem. — Ruderklub Hasstn: 3.30 Uhr, Anrudern. — Sichlspielhau», Vahnhofstr.. „Der Himmel auf Erden'. — Astöria Lichtspiele: Wann gegen Wann'. — Paddler-Gilde Gießen Kommenden Montagabend Serbrabenb im Dereinslokal. Es wird dabei ein Vortrag über .Kanu- und Faltbootsport an ber Lahn' gehalten werden (Siehe Anzeige.) • •• Winisterialbesuch in ber Gießener Volksschule. Heute oormdtag wohnte Winifte- rialbircftor U r ft a b t in mehreren Grunbjchulklaisen ber Siebener Volksschule dem Unterricht bei. Ministerialdirektor Urstadt konnte sich dabei ein Bild machen von ber Älaffcnftärte in ben besuchten Klaffen unb hieraus bie Ucberzeuaung gewinnen, daß eine weitere Vermehrung der Schuistrllen dringend notwendig ist. •• Ernennung. Die Stadtverwaltung hat Professor Helmcke, der bereits sell 11 Jahren bei ber Leitung und Betreuung ber (Siebener Museen mit gearbeitet hat, als Nachfolger des verstorbenen Direk- tors Professor Dr. Kramer zum Direktor unserer Museen ernannt ••flufgebobeneStrafjcnfperrungen. W,e ber Oberhelsuche Automobilklub uns mittfilt, slnb folgende Siratzcnfpcrungen ausgehoben morden: die Sperrung Bellnhausen — km 97,3 im Zuge der Straße Gießen-Marburg: Lauterbach—Blitzen rod im Zuge ber Strafte Lauterbach—Herbstein ab 16. Mai; Lanbenhausen—Müs im Zuge ber Strafte Lauterbach—Fulda ab 14 Mai Die Museen sind am Sonntag von 11 bis 1 Uhr ae- ffnet. " Mni endlosen. Del dem Maienblafen heute abend 7 Uhr vorn Turme der Iohanneskirche kommen folgende Musttstücke -um Vortrag: 1 Choral „Jesu geh’ voran -. 2. Motette „Der fwrr ist mein Hirte'. 3. Vol'slied . D m (Bott will rechte (Bunft erweisens — Der Winter im Doqelsberg 3rn hoben Dvges»5erg will bet Winter immer noch nicht endgültig weiten. Am Himmrlfahrttai wech'elten Schnee- und Reoei'chiuer miteinander ab DaS junge Duchen- und Eichenlaub ist durch t m^cht in- solgedessen einen trostlosen, herb'tlichm (3ti- brurf. Auf dem Waldboden, ber biSwn en von einem leichten Schnceschimmer bedeckt ist. llegt noch viel Schneebruchgeöft Rur tocriy Anemonen erinnern daran, hast F'mbllng ist. "3ubiläumSbekuchautl demHohe- rodsk opf Ain Himmel a^rttag erschienen etne Anzahl Mikgllerer deS SN-Klub- Gietzen auf texn Hohero^-kopt. um dem Elubw.rt otetn. der jetzt 40 3ahre dort oben seines Amtes wallet, eine (Sprung darzubrlna.'n. Der 1. Dor- ltuende Dr. Wodaegc gedachte in einer Ansprache der Verdienste de« 3u5i*ar8 um den obcrhe si chen Sli-Sport. Herr Stein war in den 90er Bahren s-lbst einer der ersten S t- LSu'er im Vogelsberg gewesen. Dem 3uhdar trurde eine Cyrmurlunde überreicht, auf der die tti^'crliA r.-rtchneite .^uHjüfte au fefcn ist. — Musikalischer Abend. Der musi'a. lische Abend om Mittwoch zum Besten ber Klein- kinderbewahranstalt. war sehr gut besucht. Er war veranstaltet oou I^rt. Elisabeth Felchner und einigen ihrer Schülerinnen und Schüler, flufter- dem wirkten mit Frt. A Bostroern (Violine), Frl. Lore Sander und Frau Prof. 5) u rn m c l ,G-sarg) Die deinen letzte, en fm'1 ou Schule be» Herrn V Heermann, ber auch die Pcgle tung brr Gesänge übernommen hatte. Der erfte Teil ber farbieturgen wurde eingelötet durch b»e „Polonaise' in v-Mokl |u vier Händen von Schubert, die von firau Geheimrat Poppert und firl.Y rechne r sicher und eindrucksvoll aelpieft wurde E^ fHgie „(Elfen und Zwerge', ein Charak- terltüd für Klavier m t kleinen Gedichte nlagen. Da» Stück wurde sehr flott gespielt unb gesprochen von Walter Gundermann. Heinz Tolkewitz, Karl Weigand, Herma Hechler und Martha Krombach. Letztere hatte Gelegenheit, in dem folgenden Stück, einem Walzer von Stephan Heller, ihre gingerfert gfeit zu zeigen. Herma Hechler trug hierauf da» ,.2Inbarte-cantat>ile au» einer Klaoierfonote von ^ioiart vor und be- m e» damit ein sehr beachtliche» Können. Dasselbe ist von firt. 3ngeborg Poppert zu sagen, die die .chumoreske' tÄkaoier) von Grieg spielte. Den Sch'.utz be» erst:n Teil» bildete die „Variation' _in O Dur zu vier Händen von Beethoven. Da» Stück wurde von firau Geheimrat Poppert und firL E Zeichner sehr e^akt unb ansprechend vorge- ,ragen. Der zweite leit brachte zunächst bie Sonate für Klavier und Violine in B-Dur von Mozart, gespielt von Frl. E. fi e l ch n e r und firL A Bostroem. E» war keine leichte Aufgabe,» die sich die beiden Damen gestellt hatten sie hatten dabei aber reichlich Gelegenheit, ju -eigen, haft fie ihre Instrumente vorzüglich beherrsche». In firt. Lore Sander, bie hierauf vier Lieber: fieldeinsomkeit' unb „D, liebliche Dangen' von Brahms unb „Es weift unb rät es und „Schöne Fremde' von K. Schumann fang, lernte man eine hofnungsvolle Sängerin kennen, deren prachtvolle Sopranftimme etne nördliche flu*iltneng ©errät Den Schluft des genuftreichen Abends bildete der Vortrag von fünf Duetten: „Maria auf dem Berge', „In der Kirche', Jttnhenetme oom Böck- chen und oieie» Tieren und oou der schönen Zeit im Sommer* non Butor Heermann und _Wiegen- lieb' unb „Ländliche» Lied* von 5t. Schumann c : niir wirkte hier firau Prof Hummel mit, die ebenfalls über ein prächtige» Organ und et» sichere« unb gereifte» Können verfügt. Herr Heermann begleitete die Gttunye in formvollendeter Weife Vie dankbaren Zuhörer spendeten allen Darbietungen reichen Beifall. Der Abend war für bie Veranstalter ein voller Erfolg Deutsche Bolkspartei. Man beruhtet uns: Dieser Jag« h unter »a-lreicher Delc ligung b?r iSUeri der Schwimmerinnen unb Schwimmer, sowie 5mmben de« Schwimmsportes das Abschwim men bei Diestener Lchwimmverein« start Wenn schon bie ganze Aufmachung verriet, hast ein gtotster Zug in dem jetzt fünfjährttym Verein liegt, so wurde man durch die Worte de« ersten Dorsitzenben PaScoe danon überzeugl. da') die Grundsätze de« Vereiirs. die Gesundung der 3ugenb an Leib unb Seele. Derabscheuu -g des Matertalis'-nu« und Rückkehr zum 3bea[i3.nu«. sehr g-ate sind. Die Abwicklung doS Programm« vollzog sich mustergültig in rascher Folge unb zeigte durchweg ein gründliches Training, da« zu den besten Hoffnungen berechtigt; insbesondere konnte man recht gute Fortschritt« bei der jungen Wasser- ballmannscha.l seststellen. die Kombinetionen brachte, aus die ältere Mannschaften str^z sein könnten. Ferner überraschten die Damen des Verein« durch die mit grojer Hingabe unb nie ra ft ei-dem Ei er be« Herrn Sang Nng-übten Tarnen teigen und da« 5:.gurcnlegen; hier konnte man gute Erfolg' her Arbeit, ajer auch 3nter- essc an her Sache b ob achten. Starker Beifall loh"te daS wu d rvolle Bllb und ben Schöpfer. Mit Rücksicht auf eine gro'x Zahl jugendlicher Schwimmerinnen und Schwimmer wu.d? die PreiSverteiluna bei einem Familienabend am Samstag im Schützen haus vorgenommen. Richt nur die erzielte beste Zeit wurde prämiiert, man würdigte auch in gerecht -r Weise den Trat: i. g5bcsuch unb da« allgemeine Interesse. Sin gemütssche« Dei lammens ein. Wobei bte tanzlustige 3ugend auf ihre Kosten kwn. beendete taS in allen Punkten wohlg-.lungene Abschwimmen. Oberhessischer (Sängerbund. 5. Ve,irk be» hessischen und Veutschcu Sängerbünde». Ter in Rödgen bei Gießen stattgeha'tte S 2 n - gertag deS O b e r h e s s i s ch e n Sänger» bundeS l'gte wi d.rum Zeug tis ab. in welch hervortagender Weise ba3 deutsche Lied und ber b*utfdK Männcrgesang von den Tkrelnen gc- vflegt und gstördert wirb. 3n hervortagenber Weise tDurbcn dir selbstgewählten Ehöre unb Lolksliedcr von den BunbrSvereinen -um Dor- trag gebracht, so daß die zahlreich erfchiene- I neu Zuhörer sich immer toi der zu reichlichem | Beifall verarla't sahen. Mit Genugtuung kenn der Bund auf die vergangene Zeit zu-.ückblicken, merkte man doch, da') es jeder 'Serein ernst mit der Sang Skunft meint Bei herrlichem Wetter trafen sich die Verein« hn VereinSlofal d.S Gesa igverein) .Harmonie". Rachdem Vund.svorfitze.ider Müller. Lang- Göns, die Vereine und 3u&5rer begrünt hatte, begann bai Singen. Zwn Vortrag kamen Ehö-e von Elarus. Reumam. Wengert P ach«. Werth. Kemps usw. Volkslieder von Schaaf. Zöllner. Waldmeister. Schau«, Ragel ufw. VunbeSschrist- sührer Stroh Seo'en-Linden. leitete bie Vor- traaSfolge umsichtig und geschickt, so baft kurz rach 4 Ahr das Programm erledigt war. Vur.besvorsitze-der Müller dankte den Zuhörern und SLnaern für ihr 3nterefse unb gedachte nochmal« kurz der eblrn Vanges'unft. auf die er ein Hoch ausbri.ngrn lieft. Vei froher Deselliakeit blieben die Vereine dis gegen 7 Uhr Dem Vundesver in .Harmonie^ Rödgen gebührt herzlicher Gank für die g'tro’fcnen "VorbTreitun- gen. die ytn allfeitig befriedigenden Verlauf des Tages viel beitrugen. Preußen. Oer Trachtensestzug in Kirchhain. WER. Kirchhain. 18. Mai. Wohl selten hat unter alte» Ohm stöbtchen solche Menschenmengen m fernen Mauern gesehen, tote anlLh- lich des Tr achtenfeftzugesberam Himmel- fahr:tafle al« Glanzpunkt brr gegenwärtig hier ftart mbenben Gewerbeausstellung bezeichnet werden kann. Trotz des unbeftäribigen Wetters war bte Landbevölkerung aus dem hiesigen und den umliegende» Kreisen herbeigeeill, auch die Sisenbahn brachte aus Marburg Tausende. darunter zahlreiche Studenten. Der Trachtensestzug bot in seiner bunten Mannigfaltigkeit. den vielen Handwertergruppen ander alten unb der 3etztoeit, ben vielen Fest- wagen der Landorte, von denen jeher ein anderes Vild zeigte, einen prächtigen Anblick und löste pst spontanen Veisall ber Men^e aus. bie Kopf an Kopf bie fe*raften und Plätze umsäumte. Wen» auch später erwecke Regentchanee em- traten lo tonnte sich doch der fielUu* der ben Kirchhainern unb den K re» «bewohn ern alle 3d re machtc. unter strahlen Hern Sonnenschein entfalten. Daft die bewerb,.ausstellung einen starten Besuch aufzuweisen halte, soll nichi unerwähnt bleiben. tfrofifctier in Deülar H Detzlar, Ist. Mal. Heute mittag gegen 12 llhr brach in ber grotzen Kunstmuhle von 21 m e n b auf bi» jetzt noch nicht ausgeklärte Weis» Feuer au», da» fkt mit rasender Schnelligkeit auf ben Dachstock unb bie darunter liegenden 9t6 u m e auebreitete. Trotzdem bie stübttsche fieuer» axbc mu chrer Danipfspritze unb der Wotctleitet zur Stelle mar unb mit allen en Schlauchlinien eingrtff, roar bie Bekömöpsuna be» ficuer» bei ber grotzen Hohe be» Gebäude» unb der Enge der Strafte sehr schwierig. Besonder» den na* der Lahn feite zu fldeacnen Dachrauiuen war schlecht beijuromnxn. istiesige fieueraarben unb .liouchwoUen erfüllten bie läuft Spater triff noch bie Derkefeucrwehr ber Buderu»schen Etsenioerk« zur Bekümpsung be» fieuer» ein. Nach nxbrftunbi- ger. harter Arbeit gelang e» gegen 3 Uhr, Herr über ba» ficuer zu werben unb einen wesentliche» Teil ber Wehren au entlassen. Der Schabe», ben ber Besitzer ber Mühle, H. fl in e n b hat. ist sehr graft, da durch da» fieuer besonder» wertvolle Teile der Maschinerie vernichtet ober unbrauchbar gemacht worben slnb. Da,u kommt, baft burdj bie cinbringenben Dassermassen erheblicher Schaben an den grotzen Getreide- und Weblnoträfen enHlanb, ber auch nicht annäbernb abzuschotzen ist. In»gesamt bürste sich ber Schaben auf mehr al» hunderttausend Wart bemessen. Herr flmenb war zur Zeit damit beschäftigt, sein Wert bedeutend z» oergriftem; ber heutige Branb trifft ihn hoher doppelt schwer. Da» Geschäft wirb aber In vollem umfange w eitergeführt, da ber andere Mühlenbetrieö ber Firma bie Lieferung voll übernimmt Ärcto t^efllar. Q Au» dem Kreise Wetzlar, Ist. Mai. Segen ber W i i t e r u n g » s ch ä b e n im Vorjahre find ben Landwirten be» Kreise» Wetzlar 2 5p f). ber staatlichen Grundvermögen»- e u e r für bie landwirtschaftlich genutzten Grund- k'"'cke für >r'\ Rechnungsjahr 192S mit bem Ziele ber Niederschlagung geftunbet worben - - u u u e i i i n d e n, i J IHaL Am Himrnel- fahritage wurde das alljührliche Himmelfahrt f e ft infolge der unfreundlichen Witterung in unserer Kirche gefeiert. Gingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Ansprache des Prediger« Weng (Grotzen-Linden). der In feinen Ausführungen unter Zugrundelegung des Vtbei- toorle« Math 28.20 auf die Veoeutung der Himmelfahrt Lhristi für die gesamte Lhristen- hett hinwies Weiter sprachen nach Missionar Schl au brass (Diesten) und Lehrer Ratz (Ober-Hörgern), die sich in ihren tiesgründige» Ansprachen mit demselben Grundgedanken be- schäfiiaien Da« Schiustwort sprach ber Ort«» Eistliche. Pfarrer Koch, der die Veranstaltuna leie. Die Kollekte des Feste«, an dem auch iahlreiche auswärtige Gäste tetlnahmen, wurde er Önneren Mission zugeführt. Lpiclplan Der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 20. Mai, von 19’/» bi« nach 22 Uhr: Der Troubadour. Montag. 2U 18'/, bi« 22'/,: Lohenartn. Dien-tag. 22.. 20 bi« 22: 3oha nn -S lvautz - Abend zugunfte» der Wcgfchcide. Mittwoch. 23. 13'/,bt»22 Lardillx. Donnerstag. 24.. 19'/, bi« 22'/.; Soft fan tutte. Freitag. 25.. 19'/, bi« nach 22'/,: Der Ztgeuner- baroit SamStag. 26.. 19'/, hi« nach 21 y*: Ariadne auf ÄatoS. Sonntag,' 27„ 191/, bis nach 22 Der Troubadour. Montag. 28., 17 bis nach 22: Die Meistersinger von Aurnberg. Schauspielhaus. Svnn'.ag. 20. Wai. vo» 19'/. bi« 22 Hbr Schinder Hanne«. Montag. 21., 20 bi« 213/« Kadebrecht» Meineid Dien-tag. 22.. 20 bi« 23: Othello. Mittwoch. 23., 20 bis nach 22: Der -erbrochene Kcng. Hierauf: Georg« Dandin. Donnerstag. 21.. 20 bis nach 22: Mag der Prominente. Freitag. 25.. 20 bl« 23; Othello, SamStag. 26.. 20 bi- 23: Othello. Sonntag. 27.. 19V» bi« 22'/,- Reidhardt von Gneisenau. Montag. 23.. 15V, bi« 18: SchinderhanneL 20 bis nach 22: Ma, der Prominente. Berliner Börse. S e r I i n, 19 Mai. (WTB. fiunlspruch ) Dielleicht nicht ganz so fest wie gifkrn abend, kann sich aber doch im heutigen Volm.tlagsoerkehr bei ruhigem G.schast die freundliche Stimmung erhalten. Dieder besteht Interesse für die sog. Ämerikawerte, Banken, Farben, Siemens usw. Don dem heute erscheinende» Keichsbankausweis erwartet man eine gute Entlastung flm Devisenmarkt nennt man Part» 124.02, Mailand 92,65, Spanien 29,12, Amslerbam 12,1013, da» Pfund 468,25, den Dollar 4,1785 unb ben Den 46,30. Kirchlickte Trachricbien. Eoangeklsche (Bemekidet«. Sonntag, ben 20. Mai. Graubf Stadtkirche 8 Uhr: Psarrasfistent Hertel; rugleich Ehristenlehre für die Neukonfirrnirrten au» der Mar- kusgemeinbe, 9.30: Pfarrer Mahr; 11 Kinderkirch» für bie MaUhäu»gemeinbe. Pfarrer Mahr- — 3*- hanne»klrche. 8: Pfarrer flusfeld; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten au» ber Johanne»- gemembe; 9J0: Pfarrer Müller; 11: Kinderkirche für bie Lukasgemeinbe; Pfarrer Müller; 8: Dihelbespre- chuna im 5ohanne»faal; Pfarrer flusfeld. — Kapelle de» Alten firtebhos». 9.30: Pfarrer Lenz; ttbrifte»- lehre für die Neukonf,rmierten au» ber Luther- gemeinte; 11: Ki .derkirche. Pfarrer Cent. — Kirchberg. 10 Kirchberg; 11: hl. flbenbmahl für bie fügend von Ruttershausen. — IDlefrtf. 9-30 — Hause»- ktzarventrtch 8 30. Haufen; 10: Garbenteich. — tlch. 9.30: Stiftsbechant Kahn; Ehristenlehre für die männliche Iuaenb. 12.45: Kindergottesdienst; 2: Stiftepfarrer Schorlemmer — fllten Duseck. 10. — Watzenborn-Steinberg. 9: PredigtgoNesdienst. Katholische Gemeinden. Samstag, den 19. WaL Gleften. 4.30 unb 7 Uhr: Beichte Sonntag, ben 20. Mai. 6. Sonntag nach Oster». Dietzen. 6 30 Uhr: Beichte, 7: Messe; Kommunion ber Jungfrauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt, 11: Messe mit Predigt; 2: Ehr st entehre und Andacht; 3: Versammlung der fiungfrauen-Kongregation — (Brünberq. 9.45 Meste mit Predigt. — Hungen. 8 Messe mit Predigt. — Caabnd). 10: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. Gietzen. Dienstag, obenbs 7.45 Uhr, und fireitätz, abend» 8 Uhr, ist Maienandocht eonntan^'enft D,-2ler«t n. Tluotbrte» am 20.5 28 ehau Dr. Starr. Dr. Meverhoft. Hirschaorttzete. Sahen r»t: Dr. flbam. *D Anfrpift1156eHra6fMift yujiuiv «'"-aj-ii mit Crbcnnc und Oberförster a. D Frau Elite Schild Witwe Adam Künster Major d. R. a. D., aktiv 1881-1883. (Bienen. 5080 b Gießen, den 18. Mal 1928. 5O71D itrntr 03923 Herr Ludwig Feldbusdi empfinden können. In tiefer Trauer: Gedenken bewahren. 3l/e Uhr, aut dem Neuen Friedhof. 5072D Gießen, den 18. Mai 1928. [Verschiedenesj (exf.*u verm.Dchr.Ar.ged.u. üfiUiit a.d Wien. An« SVilb. Li», Raxiünnaqcnfnbrlt Aulweg 130, für Küche und HatiS «um 1. ;iunt, evtl, später gesucht. ftrau S. Bauer SelierSroeg 91 I. Besseres Mädchen voui Zkande, 19. I alt, bciv. Int Nähen, Bügeln, Kochen und Backen, sucht alsbald Stelle als von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 56 Jahren durch den Tod erlöst Umtausch etter Rae erklinge* Nähere* durch Molmto - Wert. Soliixn. rote neu, für grobe Man oreilrorr: U verkaufen. . 1# exir Nctkc -Apvarat, mit neuen Blatten, gegen Kasse f. 50 zu verkaufen. U8909 Yubnugürnhe 34 I Unterfertigter CC. betrauert das In Koblenz- Moaelwelh erfolgte Ableben seines lieben AH Oott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes, gutes Mütterchen, Schwiegermutter, Großmutter und Tante LanglingSbeim, Weviieinaaste 43. crm-i num xrrr Möbl. Zimmer sofort «ti Dcrm. 03931 (tliidtttbflr. 42 II. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Ludwig Feldbusdi Anna Hofmann als Brant und Kind. Gestern morgen 4‘/,Uhr verschied nach langem, schweren Leiden unser lieber Sohn, Bruder. Bräutigam. Vater und Neffe «■ verlaufen. -*• i m ber «efdwftifteüe Oawmfttah« 16. Ibea «Miefe, «nz. *** Gesucht «um 1. Juni als Aushilfe für 9 btS 10 Wochen sauberes, ehrliches iMMWev. '■Ivo? sagt die (fle- schäfivstelle b. «Mich. Anzeigers. [506SI) W. Zimmer. G. m. b. 0- (flteken, öabnbohtr. 12. Saubere, stelstige Stundenfrau gesucht 03881 sicher Str. 46 L Auf ein Hofgui tn brr Nähe «fliefien# «um 1. 6. ein ältere» IW. MWN da» gut bürgerlich kochen kann und alle Hau»- u.Ganrnarb mit verrichten billL gesucht. Zweiimadch oorbonben. Schritt!. Angeb u. 039*27 a b. «Miefe. Anzeiger erb. Alten-Busedt, Wieseck, Frankenbach, den 18. Mal 1928. Um stille Teilnahme bitten: Emma Schiel geb. Seipp Marie Thörner geb. Schiel Ernst Thörner. 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Don unterem R. ^.-Sonderberichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Straßburg, Mai. 1923. 'IR€bcA Land — ein Iahrtausend umkämpst und umworben in ewigem Widerstreit, der ®e- sinnungen abschleist, nicht steigen, und Nationen skeptisch macht, nicht zukunftsgläubig. Willen, jtiorpeit, Ziekbewußtsein, o ja, gibt es auch. Nur der Gegenstand wechselt, dem das alles gilt. Wechselt so rasch, dah, von duften betrachtet. Vie Gesinnungslosigkeit wirkt, was im Innern immer neues Sntslammtsein und immer neue Enttäuschung ist. Hier ist der Wunsch stärker als die Kraft und daS Wort tiefer als die Leidenschaft. Gin Hauch vom alten Oesterreich umgebt den Besucher In den Strasten der alten deutschen Grenzstadt Strahburg. Sehr leben-sprühend ist Strahburg gerade nicht. Die starke Vitalität seiner Bürger spielt sich in engen Kreisen ab. 3n den beiden Kaffeehäusern am Kleberplah verkehrt die Geschäftswelt. Hier wird gehandelt und getätigt, wie In Wien am Franz-IoscsS-Kai. Oder in östlicheren Bezirken Aber man legt Wert darauf, unter sich zu bleiben. WaS eben noch ein Warenmuster war. wird, tritt ein Fremder hinzu, plötzlich ein kleiner Grinnerungsgegenstand. den man einem Freund gerade einmal zeigen wollte. Wan ist sehr vorsichtig geworden — das ist vielleicht der Grundzug dieser Stadt. Häufig kommt e» vor. dah ein junger Krieger In französischer Uniform solche SrinnerungSgegen- stände in der Hand hält, die er mit sorgfältiger Kennermiene prüft. Denn die Söhne der Ge- fchästSwelt haben auch im bunten Rock, den sie mit ihrem ewigen unergründlichen Lächeln tragen. mehr Interesse an preiswerten Offerten, Trutzig — nein truhig ist diese Grenzstadt wirklich nicht. Hier gibt es keine Symbole, wie die Marienburg im Westen und Schloh Tirol im Süden. Keine geballten Fäuste. Nur Hände, die sich dem freundlich entgegen ft reden. den fte nicht abschütteln können. Schmale weihe Hände, die sehr viel gepflegter find als anderSwo. Hochgezüchtet ist dieses Volk. Die einfachsten Leute haben Bildung und Schliff. Und Kritik. Nirgends sieht man so viel Lächeln wie in den Strahen von Strahburg Und so wenig lachen. DaS Lächeln, das das Antlitz dieser Stadt trägt, ist nicht MaSke. Aber immerhin Abwehr. Befreiend ist es nicht — oder gar herzhaft. Nicht einmal die Strahenarbeiter in der Kneipe, nach Arbeitsfchluh. wissen. WaS daS heistt Gröh- len. Und im Bierlokal des Bürgers, zur Skatstunde. hört man in einem Saal voller Karten- portien nicht ein lautes Wort. Man erregt sich über gar nichts mehr. Am allerwenigsten über Politik. Immerhin! man spielt Skat und nicht Piquet Auch darin liegt ein Bekenntnis — freilich ein sehr disserenzierteS und hauchzartes. Das Lächeln von Strahburg macht nicht warm. SS nidt Gewährung, fragt man am KafleehauS- tifch, ob es erlaubt sei. Dlatz zu nehmen. Aber dann rüdt man nicht zusammen. Unergründlich wie die selige Mona Lisa lächelt ein bärtiger alter Hopsenhändler — er kann übrigen» auch Teiitilkausinann gewesen fein oder Melasscagent. aber die Hopfenhändler find hier in der Mehrzahl — als ich mich im Vorgarten deS .Rspu- blique" neben ihm niederlieh. Dann sprachen wir teils über da- Frühlinqswetter und teils über die Renovierung-arbeiten am Münster. Zu weiteren Geständnissen war er nicht zu haben. Gin harmloser Witz schnitt jeden Versuch ab, von etwa» anderem zu reden. Oefterreichisch? Nein — japanisch Die Japaner allein meistern die Abwehrwaffe ähnlich virtuos, die Lächeln heiht. Das Gießener Gtadttheaier in der Spielzeit 1927/28. Bei einem zusammcnfassenden Rückblick auf die nunmehr abgelaufene Winterfpielzeit unseres Stadttheaters ist vor allem eine» Sreig- nisse» zu gidenken. daS den vergangenen Theater- Winter in der Shronik der städtischen Bühne al» besonders bedeutsam erscheinen läht: in den ersten Februartagen diese» IafrreS konnte Intendant Ho rat Stelngoettcr fein 25jährige» Direktion», ubiläum begehen; er verabschiedete sich mit einer festlichen Aufrührung de» S h a k e a r c- schen .Sommer racht»traumes" vom Gießener Publikum und feinen künstlerischen und technischen Mitarbeitern am Theater Was Hofrat Dtein- Qoettcr In dem Dierteljahrhundert seine» Wirken» al» Theatcrdirektor für den Ausbau der städtischen Bühne und den Ruf Diehen» al» einer Pslegestätte schön r Künste geleistet hat, ist bei dieser Delegenpeit allenthalben anerkannt worden. Bald daraus übernahm bann der neugewählte Intendant. Dr. Roll P rasch, von Stuttgart kommend, die künstlerische und geschäftliche Geltung bei Theater». Der Intendantenwechsel war in unserem Falle von besonderer, weittragender Bedeutung insofern, als c# sich habet nicht allein um die Reubesetzung de» leitenden Postens, sondern um eine Gesamtpersonalfrage handelte, um eine grundlegende Reorganisation de» Mitglieder stände», die inzwischen eingeleitet ist und den Ausführungen in der kommenden Winterfpielzeit. teilweise auch schon in der sommerlichen Saison ein neue» Gesicht geben wird. Im Zusammenhang mit den bereit» abgeschlossenen oder zum Teil noch in der Schwebe befindlichen Gngagement» fei auch an dieser Stelle einer anerkennenswerten Neuerung gedacht, die in der Einführung von saft überall üblichen Gastspielen auf Engagement besucht, und womit sowohl dem Publikum wie der Presse Gelegenheit gegeben wird, die bevorstehende Umgestaltung de» Ensemble» zu versolgrn und zu beurteilen. Bei einem Ucb.rölick über die in der Winterfpielzeit (Oktober 192Z bi» April 1923) ins- gesamt aufgeführten Werke — Schauspiel. Oper. Operette — ist zunächst der Klassiker zu ge- benfen. di«, wie wir früher schon mehrfach betont haben und wie wir nachdrüdlich wiederholen möchten, unseres Erachtens durchaus den Grundstod. da» innere Fundament jedes guten Spiel- planes. insbesondere aber an einer mittleren Prvvinzbichne i Gießen!) bilden müffen. Auch die Gründe für diese Auffassung sind bei früheren Anlässen mehrfach bar gelegt worden; e» fei frier - als an der ganzen Glorie nebst Weltgeschichte. Auf die sie überhaupt freudig »u verzichten bereit wären. Man Hot ja in taufend Iahren gelernt, Opfer zu bringen. Nachtbetrieb ift unbekannt. Brausendes Leben in den Hauptverkehrsstraßen ebenso. Straß- bürg wird immer stiller. Die Leute leben zurückgezogen — und bann sterben sie schön langsam aus. Da» Wort vom letzten Elsässer flattert immer häufiger auf. Wird übrigen» ohne allen Groll ausgesprochen. Nur mit dem ewigen Lächeln um die Lippen, da» schon im Mai an den Oktober mahnt. Elsässische Kleinstadt. Solmar. Mühl- Hausen... es ist ziemlich dasselbe. Blitzblank vor Sauberkeit. Uralte, spitzgibelige Häuschen im Zentrum, schnurgerade Straften, die hinführen. Gepflegte Parkanlagen und funkelnagelneue Villenviertel rundum. Erinnerungen an die deutsche ..Tyrannei": die ButzenscheibenhäuSchen auS dem Mittelalter und die Lottages, die unmittelbar vor dem Krieae entstanden. Ieyt freilich von neuem Dreifaro übertüncht. Die Haupt- strafte heiht Rue de la R^publique, die Boulevards werden nach den Marschällen Foch, Iosfrs und Pstain benannt Well der deutsche Will- taritmu» glüdlich a Sg:trieben ist. • Sanfte», gemächliche» Leben. Schwabenland. Gin Nein bißchen pariserisch ist man geworden. Man lauft wehe Dlousen und bunte Bänder im Grand Magasin de» Mode» und besucht am Abend die Eornädie. Oder man besucht sie auch nicht Im Stadtpark ifts genau so schön. Wenn Frühling ift. Und billiger. Die De'chäste lassen zu wünschen übrig. Irgendwie hängt das mit verlorenem Hinterland zusammen. Mit Zollschranken. Tarifpositionen und ähnlichen Dingen, von denen man lieber nicht spricht Außerdem kann man sich im Stadtpark genau so gut lehr schwäbische Dinge fegen. Wiederum: wenn Frühling ist. Die jungen Leute bie frier, altmodisch, wie vor hundert Iahren. auf- und abspazieren, beiden nicht daran, das Wort vom letzten Msässer wahr zu machen. Im Gegenteil! ... Aber auch die jungen Leut« hier sind still und ruhig und beinahe g:brüdt Mit revolutionärer Gesinnung hat das nicht» zu tun. Rur mit der Stille, die über einem ganzen Land liegt Die Landschaft ift tx&er Farben. Kirsch- blütenbäume tm sanften Grün, wo immer ein Häuschen steht. Heber Felder und Diesen Hegt Freden. Aus den idyllischen HäuSchen frellich liegen Hypotheken. Trotzdem hört man sehr wenig von Notlage der Landwirtschaft und ähnlichen Problemen. Rur ein paar unverbesserliche Statistiker rechnen nach, daß der Viehstand dauernd fturüdgefrt und die Verschuldung steigt Die Bauern bn Gllah aber sind tnel weltweisere Leute als diese Statistiker. Sie rechnen gar nicht nach. Sie schweigen. Weil sie die allertieffte Philosophie — nicht wiflen, aber wittern. Die Philosophie, die in der Frage liegt: Wozu auch? ... Don Colin Roß. Der bekannte Weltreisende ist kürzlich von einer Fahrt quer durch Afrika zurüd- gekehrt und fchlldert nachstehend seine Eindrücke. Kein anderer Kontinent scheint mir in seiner önttoidlungeiinic so schwierig zu beurteilen. All da» Chaos der chinesischen Revolution läht doch ziemlich flar die zukünftige Neubildung eine« starken chinesischen Reiches erkennen. Aehnlich verhalt c» sich mit den Entwicklungstendenzen Indiens und der islamischen Länder, von Amerika und unserem eigenen Grdteil nicht zu reden. Aber bei Afrika zerfließen einem die Elemente. au» denen sich eine Morphologie diese» Kontinent» aufbauen liehe. 2ll» erstes fehlt zunächst einmal ein sicheres Urteil über die Kulturfähigkeit der verschiedenen Negervölker und ihre Eignung zur Bildung 'moderner Staaten. Wir wissen aus der innerafrikanischen Geschichte zu wenig, um darauf Rückschlüsse für die Zukunft ziehen zu können. Wir stehen auch zu sehr unter dem allgemeinen Urteil oder Vorurteil über bfe geringe Intelligenz de» Regers, seiner Faulheit und seiner Unfähigkeit zu kultureller und zivlli- satorischer Entwicklung, alS dah man nicht In feinem klaren Dlick getrübt würde, indem man entweder diese» allgemeine Urteil akzeptiert oder in Auflehnung dagegen den Neger überschätzt. Gin weitere» Moment der Unsicher- beit bedeutet die Wandlung der Leben S- bedingungen der Eingeborenen sowie der hygienischen Verhältnisse durch die europäische koloniale Herrschaft und die Fortschritte der Tropenmedizin. Kein anderer Kontinent litt je in gleichem Maße die Iahrtausende hindurch unter Krankheiten, welche die Energie und geistige Spannkraft der von ihnen "Betroffenen auf Lebenszeit lähmen, wie Afrika. Nachdem e» jedoch nunmehr den Anschein hat, al» ob die Tropenmedizin mit Schlafkrakheil wie mit Malaria fertig wird, um nur die wichtigsten afrikanischen Plagen zu nennen, muß man erst einmal abwarten, welche Eigenschaften ein Schwager entwickelt, der nicht von Kindheit an mit Malaria infiziert ist. Die Entwicklung der In günstigere hygienische Verhältnisse versetzten amerikanischen Reger legt die Vermutung nahe, daß die von der Malaria erlösten afrikanischen Schwarzen gröbere Energie und Aktivität entfalten werden. Don dieser Zukunftsmöglichkeit abgesehen, habe ich auf meiner letzten Reise ganz generell eine recht hohe Meinung von der Intelligenz der Eingeborenen erhalten, so daß ich die vielfach vertretene Ansicht von ihrer 3nfcriorität und Unfähigkeit zu eigener Kultur und Selbstverwaltung nicht au teilen vermag. WaS die Neger an der Westküste und in Uganda leisten, spricht ja auch dagegen. Und ich glaubt, sie würden in Südafrika das gleiche leisten, wenn nur das Ioch, unter dem die .Farbenschranle' sie halt, gelost würde. Eine ganz andere Frage ist, wie weit eine solche Entwicklung der schwarzen Afrikaner im europäischen Interesse liegt. ES ift ja seltsam, wie die Weißen im allgemeinen der Diskussion dieser Frage auSweichen, ja, wie man überhaupt vermeidet, sie konsequent zu Ende zu denken. Schon wenn man mit einem Amerikaner übet die Negerfrage spricht, weicht er einer ernsthaften Behandlung mit ein paar Phrasen au», daß der schwarze Mitbürger eben .erzogen" und auf die kulturelle Höhe der Weißen gebracht werden müßte und dergleichen mehr. Daß aber die große Schwierigkeit erst beginnt, wenn diese» restlo» durchgeführt, daran will er nicht denken. ES ift die reine Vogel-Strauß-Politik. Und ganz ebenfo verhält es sich mit der Gin- geborenenfrage Afrika». Da redct man von der Vormundschaft der weißen Völker und der Pflicht de» weißen Mannes, sie zur Selbstverwaltung au erziehen. Aber wa» werden soll, wenn die» ourchgeführt, davon redet man nicht. Und die I wenigsten wollen sich die peinliche Tatsache flat- machen. daß die restlose Erziehung und intellektuelle Erlüchtgung der Schwar»en das Ende der Weißen in Afrika bedeuten würde. Gin solche» Ende der weißen Herrschaft wäre aber keineswegs eine so einfache Lach? wie es sich manche Europäer vorzustellen scheinen. In Südafrika leben anderthalb Millionen Weiße, die feit Iahrhundrrten mit der afrikanischen Erde verwurzelt sind, und die sich nur nach einem äußersten, verzweifelten D brrstand von den Schwarzen majori fieren ließen. Aehnliche Derchältnifle cnnoldtln sich auf den oftafrika- nlfchen Hochländern, und darüber hinaus ist es noch lehr die Frage, wie Europa» Wirtschaft aut solche Umwälzungen in Afrika reagieren würde. Das afrikanische Prvblein ift ia aus dem Grunde so schwierig, weil c» nicht einmal in einem und demselben Lande in einheitlichem Sinne angepadt werden kann. Siedlung»- und Erportlnteressen stehen einander diametral gegenüber. Die Siedler sind daran interessiert, Die Schwarzen auf einem möglichst tiefen Niveau zu ba ten. um möglichst billige — heute kann man schon sagen, um überhaupt Arbeits- fräfte zu bekommen. Die G'Portindustrie ober braucht wohlhabende kaufkräftige Eingeborene. Wohlhabei d aber wird der Schwarze nie durch Arbeit auf d:r Farm, sondern nur durch eigene Kulturen. Uganda wäre nie der beste Abnehmer der englische i Fahrradindustrie Sworden, wenn nicht Die Engländer frier die aumwollkultur ein geführt und damit Die Eingeborenen zu Geld gebracht hätten. Dadurch ging aber Uganda für die weiße Besiedlung verloren. und gleichzeitig stellte e» mit wachsendem Wohlstand und wachsender Zivilisierung auch immer größere Ansprüche an Selbstverwaltung und Unabftängig'eit, Da» in Afrika arbeitende Kapital aber — das ist in der Hauptsache das Minenkapital — nimmt eine zwiespältige Stellung ein. Freilich spielt die Arbeiterfrage für dir Minen eine auS- schlaagebende Rolle, allein diese können wesentlich pöfrerc Löhne zahlen al» die Farmer. Und bei Dem ungeheuren Unterschiede in der Entlohnung schwarzer und weißer Arbeit haben die Minengesellscha^ten da» größte Int-resse an der Schulung und intellektuellen Hebung dr Qin» geborenen. Sin schwarzer Maschinist oder Heizer leistet da-selbe wie ein weißer und kostet noch nicht den fünften Teil. Au» diesem Grunde bilden die Äatanaa ninen in eigenen Schulen schwarze Techniker heran, und au» den gleichen Grün e suchen die südafrikanischen Minen die Farbenschranke zugunsten der Reger immer weiter nach oben zu rüden. Die Schwierigkeiten vermehren sich noch dadurch, daß jede europäische Nation, ja beinahe jedrr Gouverneur in feiner Kolonie bie Schwarzen wieder ander» bcchandelt. während durch Die Zunahme der Verkehrsmittel und durch die Sachsengängerei der Minenarbeiter die Kenntnis von dieser Verschiedenartigkeit der Ansprüche und der Möglichkeiten, gegenüber dem weißen Manne auf au trumpfen. In Afrika immer weiter verbreitet wird. Ich glaube nicht, daß sich In unserer Zeit ein zu nationalem Selbstbewuhtsein erwacht S Volk m seinem Freiheitsdrang auf die Dauer Niederhalten läßt. Das Brispiel Irland», ba» durch all die Uebermacht Englands nicht völlig vergewaltigt werden konnte, spricht da eine bereite Sprache. Ia, man farm ein Volk auch nicht mehr einfach au«rotten. wie da» Beispiel b.-r Armenier und Türken lehrt. Ich habe gar keinen Zweifel daran, daß der Freiheitsfamps von Ost- wie von Güdostasien unb Indien einen siegreichen Aus- gang nehmen wirb Aber in A \ r i t a liegen die Dinge doch ander». Hier ist In der Hauptsache von einem Freiheitskampf, ja nur von einem Freiheitsbewußtsein der Sing-borenen noch keine Rede. DaS Gelbstbestimmungsrecht und die Pa- bei nur kurz an zweierlei erinnert, einmal an I die für die Darsteller unbedingt erzieherische | Wirkung jeder klassischen Ausführung. Dann auch an die geschäftliche Seit? de» Unterfangen»: eine gute, durchgearbeitete Klassikervorstellung hat — mindestens bei un» in Dießen — noch nie einen ungünstigen Kassenrapport gezeitigt und wird immer ihre Anzirhungskraft ausüben. Die Aufführungen d S .vginonf. d s.Eingebildeten Kranken", de» .SominernachtStraumes" tu der vergangenen Spielzeit Dürften die» bestätigt haben. Außer den genannten Werken hatten wir noch .Maria Stuart" und zum Äleiftiubiläunr .Da» Käthchen von Heilbronn", da» allerdings infolge unzureichender Vorbereitung in wenig vorteilhafter Form bargeboten wurde. Im ganzen erscheint uns die Zahl der Klassiker tm letzten Winter im Verhältnis zu den übrigen, im Schau- spielrcpertoire erschienenen Stüden. und auch absolut, zu gering. Wir möchten wünschen, dah man gerade diesem Teil des ProarammS für den kommende i Winter besondere Aufmerksamkeit unb Pflege widmen werde. Was da» moderne deutsche Schauspiel angeht, so hatten wir neben Hauptmann (, College Crampton") und Sudermann (.Die Ehre") Bruno Franks geschickt gemachtes Kaflenstüd .Zwölstausend"; wertvoller sind zwei Werke aus dem letzten Teil des ab- aelau'enen Spielplane-: Kaisers .Brand im Opernhaus". in einer guten und sehr interessanten Inszenierung von Tannert. sowie Hasenelever» .Besserer Herr", mit dem der neue Intendant. Dr. Pral ch. sich al» Regisseur vorstellte unb einen wohlverdienten Srlolg herausspielte. Mit dem .Besseren Herrn" sind wir beim Lustspiel angelangt, richtiger getagt: bei der umfänglichen Kategorie der un- trag.fchen Schauspiele in allen Schattierungen zwischen Komödie unb Schwank. Von klassischen Werken wurden der „Sommer- nachtstraum" unb Moli» res .Singcf i'bcter Kranker" bereits mit Anerkennung erwähnt. Bei wechselndem Erfolge wurde ferner eine Anzahl moderner Lustspiele einheimischer und ausländischer Autoren gegeben. Zu loben waren als eine wohlgelungene Bereicherung de» Spielplanes die Aufführungen von Shaw» heiterem .Kapitän Draßbound" und von Gogols nachdenllichem und immer wied^. auch heute noch, gern gegebenen .Revisor". Als zugkräftige PublikumSstüde erwiesen sich Molnar» .Spiel im Schloß" unb WallaceS raffiniert eingefadelte Kriminal- komödie vom .Hexer". Einen höchst überflüpigen Thcaterfkandal. der ba» Renommee (Sieben» nicht gerade zu heben geeignet war. entfesselte 3oa- chimsonS harmloses Lustspielchen .Fünf von der Jazzband". Als glatte Fehlschläge erwiesen sich Salten» .Stärkeres Band", LonSdale» .Mr». Eheney» Ende" unb .Da» Kamel geht durch da» Nadelöhr" von Franttsek Langer. Wenn man von den eben genannten beiden Ausländern absehen will, Haven wir in der letzten Spielzeit mit fremden Stücken im allgemeinen nicht übel abgeschnitten. Woliöre. Shakespeare, Shaw und Gogol wurden bereit» erwähnt; ebenso Edgar Wallace. Da» Ibsen jubiläumsjahr bescherte unS eine überraschend gute Aufführung des lange versprochenen. szenisch schwierigen .Peer Gynt" mit der Gmegschen Musik; auch die .Nora" wurde in befriedigender Form neu einftublert. D» dürfen hier vielleicht, wir früher bei der gleichen Gelegenheit, einige Anregungen für die kommende Spielzcn eingeschaltet werden. Was die ausländische Bühnenliteratur betrifft, so würde e» zu begrüßen sein, wenn man ©trlnbberg und Oscar Wilde wieder einmal bei uns zu Worte kommen liehe, die beide hier seit längerer Zeit nicht auf dem Spielplan gestanden haben; Shaw wurde bisher gebührend berüdsichttgt; er ift so vielseitig unb stets interessant, daß man auch tm nächsten Winter nicht an ihm vorübergehen sollte. Don den alten Autoren sei Shakespeare erneut wärmstens empfohlen, auch mit den Lustspielen. Wir erinnern ferner an Ealderon, Moreto unb Goldoni. Für die deutfchen Klassiker haben wir schon gesprochen; im besonderen sei darauf hingewiesen, dah e» von Goethe, abgesehen vom .Faust", lange Zeit nicht» zu frören gab, unb wie dankbar e» ist, nicht nur de» klastischen, sondern auch des jungen Schiller sich anzuncchmen (. FieSco", .Kabale unb Liebe". .EarloS"). Kleist. Grillparzer, Hebbel bieten verlockende Aufaaben. Und wir werden nicht müde werden, un» für den engeren Landsmann, den hessischen Büchner nachdrücklich eimufeben. der zwar kein Klassiker ist. der aber schon längst einmal in einer guten Aufführung gerade in Gießen hätte gebracht werden müsten. Von den zahlreichen jungen deutschen Autoren möchten totr Unruh (.LouiS Ferdinand". .Bonaparte"), Zuckm aher (.Schindrr- hannes") und Götz (.Gneisenau") vor allem empfehlen; auch Ma? Mohr, Han» I o h st. Mar Mell unb der KleiftpreiSttäger Gerhard Menzel dürften für uns in Frage kommen. Der Pflege von Oper und Opere tte am Gießener ctabttfreater wurde auch tm letzten Winter gebührende Ausmerflamkett gewidmet. Die Aufführung de» schwierigen unb kostspieligen Wagnerfchen Ringes mit .Rheingold", .Walküre" und .Siegfried" wurde von den zahlreichen Musikfreunden unb Waanerianern in unserer Stadt lebhaft begrüßt. Die Abrundung de» Ringes mit brr .Götterdämmerung" sollte sich die Zfreaterlettung in der kommenden Spielzeit ebenso angelegen sein lassen, wie, wenn es fein kann, die Aufführung einer Mozartvper; wir haben lanae keine hier gehabt unb glauben mit dieser Anregung im Namen zaAreicher Opernintereslenten zu sprechen. Von Operetten, bie nunmehr, wie wir hören, auch tn den Sommer* spielplan übergehen sollen, hatten wir eine Wufterkarte von klassischen (.Zigeunerbaron". .Bettelstudent"), neueren (.EsardaSsürstin", .Der Soldat der Marie", .Dreimäberlfrau»“/ und neuen Etüden (.Zarewitsch'. .Madame Pompa- padour"); es wäre sehr erfreulich, wenn m der kommenden Spielzeit eine künstlerisch und aeschästlich gleichermaßen befriedigende Lösung des Gießener Operettenproblem» wenigstens an» zu bahnen wäre, welche in ihrer bisherigen Form ja immerhin noch einige# zu wünschen übrig ließ. G» ist zum Schluß einiger Gastspiele zu gedenken, die man der Inittative des neuen Intendanten zu verdanken hat, und welche allen Besuchern noch in bester Erinnerung sein dürften; G ö tz e n S herrlicher .HokuSpokus" und die große, immer noch bewundernswerte Schauspielkunst der Asta Nielsen (.Kameliendame") wird man lange nicht vergessen. Auch der ausgezeichneten Münchener Mario netrenspiele (die zur Zeit auf der .Pressa" gastieren) sei dankbar gedacht; sollte sich eine Wiederholung der Spiele m Gießen bewirken lassen, so wäre der Veranstaltung ein bedeutend besserer Besuch zu wünschen, alS er, widriger Umstände wegen, da» letzte Mal leibet zu verzeichnen war. lleber- haupt sollte es freudig anerkannt unb mit einem auSverkauften Hause gelohnt werden, wenn es der Theaterleitung (oft unter erheblichen Schwierigkeiten) gelingt, künstlerisch wertvolle Gastspiele an unserer Bühne zu ermöglichen. Don besonderen Veranstaltungen der letzten Spielzeit wären außer dem bereits erwähnten Sfrrenabenb für Hofrat Steingoetter noch das reizende unb außerordentlich erfolgreiche Weihnachtsmärchen .Peterchen» Monb- fahrt", da» eine bemerkenswerte Au'sührungS- ferie erzielte, unb eine Wohltättgkeitsvorstellung (.Der fröhliche Weinberg", zum Besten de» Personals namhaft zu machen. Heber die Zusammenstellung des SpielplcnrS für den Theaterwinter 1928/29, sowie über die umfangreichen Veränderungen im Ensemble unserer Bühne wird später, zu gegebener Zeit, I etliches zu sagen fein. Dr. Tb» role: Afrika den Afrikanern, fit von außen hereingetragen Danz gewiß haßt der Schwarze generell den Weißen, unabhängig von ungezählten Fällen äußerster Anhänglichkeit der Eingeborenen an ihre weißen Herren. Qlbcr in ihrer Mehrheit nehmen die Aeger die weihe Herrschaft doch als etwa- gegebenes, unvermeidliche-, nicht anders al- sie früher die Araberherrfchaft oder da- Regiment anderer Stämme oder die Despotie ihrer eigenen Tyrannen Hinnahmen. Das Beispiel der Südafrikaner zeigt ja auch, wie eine kleine weiße Oberschicht durch die Jahrhunderte hindurch die Schwarzen, xum Teil sehr tüchtige und kriegerische Böller, fast in gleicher Botmäßigkeit halten konnten. Ich glaube, daß durch eine zielbewußte Ein- gcborenenpolitik, welche den Schwarzen europäische Bildung nur in beschränktem Maße zuteilt und sie nicht über einen gewissen behaglichen Wohlstand kommen läßt, dos ^Erwachen der Sphinx" noch um ein Jahrhundert hinausgescboben werden kann. Eine solche Politik braucht keineswegs mit Sklaverei und Zwangsarbeit identisch zu sein. Unter sorgfältiger Schonung der Sitten und Gebräuche, der Tradition und Stammesbildungen kmrn ein« solche Politik für die Schwarzen glücklichere Lebensverhältnisse schaffen al- eine sortierte Zivilisation und Industrialisierung Afrikas. Dies« Zurückhaltung in der Erschließung de- Kontinents, den man noch vor kurzem den dunklen zu nennen beliebte, würde zwar das Kapital um eine rasche und nahe Gewinnchance bringen, aber Europa würde nicht schon mit afrikanischen Problemen belastet, während eS noch mitten in Konsolidierung und Aeugruppierung ftebt, und während die großen wirtschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen mit Amerika und Asien noch nicht ausgetragen sind. Sozialdemokratische Wahlerversammlung. Die zweite Wählrrversammlung der Sozialdemokratischen Partei sand gestern abend im Eafs Leib statt. TtaatLpräsibcitt Adelung als erster Redner ging zu Anfang seiner Rede aus die Koalitionsarbeit der Rechtsparteien in den letzten vier Jahren ein. Er betonte die Rotwendiglcit der Parteien, da der einzelne zu schwach iei, sich durchzusehen, aber daß jetzt so viele Splitterparteien auitreten. sei verderblich. Tie Splitterung sei staatspolitisch ein Rachteil. Ter Parlamenta i-mu- sei früher nicht verächtlich gemacht worden. Die Rechtsparteien wollten nichi die Demokratie, sondern die Diktatur. Ihr Ziel sei die Monarchie. Lieber die Gefahren, die der Staatssorm drohen, seien wir noch nicht hinaus. Der Staat müsse durch die Demokratie regiert werden, nicht durch diejenigen, die die Republik gar nicht wollen. Unverkennbar sei das Bestreben der Deutschnationalen, große Telle des Bolle- von der Wohl fernzuhalten durch Beschneiden des Wahlrechts. Daß der Bauernbund eigene Listen ausgestellt habe, beweis«, daß die Bauern kein Dertrauen mehr zur Deutschnationalen Partei hätten. Was die Schule betreffe, deren simultaner Eharaktcr sich in Hessen bewährt habe, so glaube er nicht, daß die ober- hessischen Bauern für die Konfessionsschule zu haben seien. Das die Konfessionsschule propagierende Zentrum vereinige alle Schichten der ' BevöKrung, zusammeng halten durch die angebliche Bedrohung der Religion. Die als religions- * feindlich bezeichnete Sozialdemokratie habe di-e religiöse Freiheit geschaffen, aber für sie gäbe es kein Kompromiß über die Konfessionsschule, 5 die Kirche könne auch unter gemeinsamer Schule gut auskommen. Die Deutsche BolkSportei sei zum großen Teil bemokratiefeindlich, mit ihr habe Stresemann seine liebe Rot. Die Demokratische Partei ringe zwischen sozialer und kapitalistischer Einstellung. Redner zog dann die Widersprüche in den Bestrebungen der Kommunisten unter Hinweis darauf. daß Rußland deutsche kapitalistische Finnen beschäftigt und Kapitalien im Ausland suche, in den KreiS seiner Betrachtungen und forderte Füllung der Slaatsform mit sozialem Geiste und Teilhastigwerden der Reinen Landwirte und Handwerker an den Segnungen der sozialen Fortschritte. Er richtete zum Schlüsse an die j -*- -• rielten die Bitte, zur Wahl zu gehen mit dem Borsatz«, alles zu tun, womit dem Volke ein teuft erwiesen werden könne. Rcichötagökandidat G. Bcckmanu behandelte im allgemeinen das Programm der Eozialdemolratie, unterzog die Politik der bis- berigen Koalition einer scharfen Kritik, besprach Die Haltung der Deutschnationalen in der Aufwertungsfrage. empfahl den Bauern, daß sie sich umstellen sollten durch Verbindung mit den Konsumgenossenschaften. Weiter empfahl er Abstriche am Etat der Reichswehr. In der Sozialpolitik habe die Sozialdemokratie ihre Schuldigkeit getan. Di« Zeit, in der der Sozialismus zur Tatsache werde, sei noch nicht abzusehen, aber da- Ziel zu erkämpfen sei Pflicht der Wähler am Wahltage. Da sich niemand zum Wort meldete, wurde die Bersammlung um 11 Uhr geschlossen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 20. Mai. 8 biS 9 llfir: Morgenfeier. 11 bi- 12: Dom M-nnheimer Besprechungsraum: Eello Konzert. 12 bis 12.30: Di« Elternstunde. 15.30 bis 16.30: Di« stunde der Iugend. 16.30 biS 16: Konzert deS Rundfunkorchester-: Richard Wagner (geb. 20. Mai 1813). 18 bis 19: Stunde deS Rhein- Malnischen Verbände- für VolkSbttdung. 19 bi- 19.30: Sportnachrichten. Ab 19.33 werden viertelstündlich Frankfurter b;w. Kasseler Tellresultate der Wahlen durchgegeben. 20.30: Bon Berlin Wiener Abend. 22 biS 23: Don Berlin: Wahl» ergebniffe aus dem ganzen Reich. Die örtlichen Ergebnisse werden von den Stationen Frankfurt a. M. und Kassel gegeben. In den Pausen Tanzmusik. Montag. 21. Mai. 15.45 biS 16.45: Studien-Mulik. 16 30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Di« Oper der Woche. 17.45 bi- 13.05: Die Lesestunde 13.30 bi- 19: .Reuhorker MomentaufnahmenVortrag von Erwin R. Ioseph. 19 bis 19.30: Die Schach, stunde. 19.30 biS 19.15: Englische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20 15: Konzert. Anschließend: Schallplatten-Konzert: »Dom Rhein zur Donau". Winke zur Reichstagswahl. Am morgigen Sonntag loll das wahlberechtigte deutsch« Volk wieder einmal von seinem h ö ch st e n Staatsbürgerrecht, dem W o h l r e ch t. Gebrauch machen. In unserem hessischen Reichs- tagswahlkreis stehen nicht weniger als ünfzehn Listen zur Entscheidung der Wähser- chaft. Das ist reichlich viel, dazu kommt aber noch, >aß auch durch die nach Geschlechtern getrennte Abstimmung die Wahlhandlung nicht gerade vereinfacht wird. Um unseren wähl- berechtigten Lesern Die Stimmabgabe etwas zu erleichtern, geben wir nachstehend einige Wink« über die wichtigsten Bestimmungen, die beim Wahlakt zu beachten sind. Wahlberechtigt sind nur diejenigen Personen, deren Namen in der Stimmkartei enthalten sind, oder die als Auswärtige einen Stimmschein besitzen. Die W a h l z e i t dauert von 8 Uhr vormittags bis öUhr nachmittags: vor 8 Uhr darf Namen und übergibt, sobald der Schriftführer den Namen in der Srimmkartei aufgefunden Hot. den Umschlag dem Wahlvorsteher, der ihn Dann in bk Urne wirft. Auf Erfordern hat sich der Stimmberechtigte dem Abstimmungsoorftand gegenüber über seine Person auszuweisen. Inhaber von Stimmscheinen nennen dem Wahlvorsteher unter Ueberreidjung des Stimmscheins ihren Namen, im übrigen vollzieht sich hier der Modus in derselben Weise wie eben geschildert. Man unterlasse auf dem Stimmzettel, nach- dem man das Kreuz in den Kreis der gewählten Partei gemacht hat, jedenZusatz oder a l l e B e - mertüngen, denn sonst ist der Stimmzettel u n- gültig. Wahlberechtigte, die des Schreibens unkundig ober durch körperliche Gebrechen behindert find, ihren Stimmzettel eigenhändig auszufüllen oder in den Umschlag zu legen und diesen dem Wahlvor stcher zu übergeben, dürfen sich im Dahlraum der Reichstagswahl Wahlkreis Hessen -Darmstadk 10 10 12 16 18 19 Deutscher Reichsblock der Geschädigten Schendel — Brauß — Lehmann — Wurm Deutsche Demokratische Partei Hellpach — Christ — Frau Grein — Bauer Kommunistische Partei Remmele — Dietz — (Balm — Wörtge Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitler-Bewegung) Strasser — Ringshausen — Schwinn — Feder Evangelische Volksgemeinschaft (Evangelische Partei Deutschlands) Weidner — Seyfried — Greb — Dietrich 12. Deutschnationale Volkspartei Frhr o. Preuschen — Frau Heraeus — Knecht — Dr. Kirnberger Volksrecht-Partei (Reichspariei für Volksrecht und Auswertung) Dr. Best — Schüttler — Porth — Frl. Walz Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei Dorsch 2 — Mossel — Glaser — Fenchel Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Mrt- schastspartei) Dr. Rhode — Schmidt — Nagel — Merkes Linke Kommunisten Ebner — Urbahns — Schapp 20. — Hartle Sozialdemokratische Partei Ulrich — Dr. David — Dr. Ouessel — Beckmann Deutsche Volkspartei Dr. Becker — Dingeldey — Wolf — Frl. Birnbaum Zentrum Dr. Bockius — Knoll — Dr. Bauer — Diehl H Q Alte Sozialdemokratische Partei Deutschlands 8 ©innig — Riekisch — Drexel — Heidt fl Völkisch-Rationaler Block | üjl Limpach — Bartholomäus — Wiegershaus — Moutoux 16 1? 18 keine Stimme abgegeben werden, nach 5 Uhr find nur noch diejenigen Personen zur 2(bftimmung zu- Aulajfen, die beim fünften Glockenschlag im Wahllokal anwesend waren. In Hessen wird diesmal unterschieden zwischen den Stimmen männlicher Wähler und denen der weiblichen Stimmberechtigten: die Männer erhalten zur Abstimmung blaue Umschläge, in die sie ihren Stimmzettel zu tun haben, die weiblichen Stimmberechtigten erhalten zu diesem Zwecke araue Umschläge. Mit Rücksicht auf die Verwendung der verschiedenfarbigen Um schlage erhält man bei der morgigen Wahl die Umschläge und Stimmzettel nicht, wie früher, am Eingänge zum Wahllokal, sondern sie werden durch zwei Beisitzer am Dorstandstisch ausgegeben, und zwar bgbient der eine Beisitzer ausschließlich die Männer, der andere die Frauen. Der Gang der Abstimmungshandlung geht wie folgt vor sich: Wenn der Stimmberechtigte an den Wahlvorstandstisch herantritt, nennt er seine Wohnung und feinen Namm. Nach dem festgestellt ist, daß die Stimmkartei den Namen des Wählers bzw. der Wählerin enthält, bekommt der männliche Stimmberechtigte einen blauen Umschlag und einen Stimmzettel, die Wählerin erhält bageaen einen grauen Umschlag und einen Stimmzettel. Nunmehr begeben sich die Stimm- berechtigten poin Dorstandc-tisch roeg an die Adson- derungsvorrichtung, wo sie hinter dem gegen fremde Sicht gedeckten Derschlag ihren Stimmzettel in dem Kreise derjenigen Liste, die sie wählen wollen, mit einem Kreuz ober in sonst eindeutig erkennbarer IMfe xeidjncn. Hinter dem Derschlag wird der Stimmzettel in den Umschlag getan. Da- nach begibt man sich wieder an den Dorstandstisch zurück, nennt erneut feine Wohnung und seinen Beihilfe einer Dertrauensperson bedienen. Der Stimmberechtigte muß aber persönlich im Wahllokal erscheinen. Abwesende können sich weder vertreten lassen, noch sonst an der Abstimmung teilnehmen, die Wahl der Dertrauensperson unterliegt der alleinigen Entschließung des Wahlberechtigten. Zum Schluß seien noch einige Beispiele dafür gegeben, wie man bei der Kennz«ich - nuna des Stimmzettels richtig verfährt. Wir drucken in diesem Zusammenhung den amtlichen Stimmzettel für unseren Wahl kreis Hessen-Darm st adt ab. Natürlich darf nicht etwa dieser Abdruck ausgeschnitten und zur Stimmabgabe verwandt werden, sondern es sind bei der Wahl einzigund allein die im Wahllokal verausgabten amtlichen Stimmzettel zu ge brauchen. Der die Absicht hat, die D e u t f d) nationale Bolkspartci zu wählen, macht sein Kreuz auf dem Stimmzettel in den ft reis hinter b e r Ziffer 2, wer die Deutsche Dolks- Partei wählen will, bringt sein Kreuz in den Kreis hinter der Ziffer 4 an, wer die Deutsche Demokratische Partei wählt, füllt den Kreis hinter der Ziffer 6 mit einem Kreuz aus, wer die Sozialdemokratische Partei wählen will, bringt sein Kreuz in dem Kreis hinter der Ziffer 1 an, ufro. D:r dürfen wohl annehmen, daß nach diesen für- 3«n Winken etwaige Unklarheiten, die hier und da bisher vielleicht noch bestanden haben, behoben sein werden. Zu wünschen bliebe nun nur noch daß unsere wahlberechtigten Mitbürger in Stadt und Land in recht großer Zahl an die Wahl- urne herantreten und durch ihre Stimmabgabe mit dazu beitragen, den polit schen Dillen unseres Volkes ln möglichst breitem Ausmaß kenntlich zu machen. 2.Ä 0-Ce auch biüiflt« VaOmiittl 4 kMöM GlM Oer G etabt Gi ftmtag, Den ■ Brntüta,, bf 'ndnujunqtn uch atiftbieient zu v s? ZÄ eiüicc oom sw Mdt MN WÄ mit SÄ"; KlijliguM 1 beim*. TonMi’ ia Dirtschaf »erfamml HalN tfttou» zah raren verttc ©orten dur ftnegrtbettt vefntdsn 2 fchast besonderen unter Leiü den ten 2ü nung (ringel wickelte sicj daß jedes ' Kamerad' dahin, beiir rung dahin Hebt aus 6 Destimmims wird, sllach tuedenben her Kamera Trais-Horst )er Dorsihei kkeichsprasid Ilchem Geist s. lltph. tetr der Cai in der hiesij den Zweck h weis« bei mittel dr das bartnäd Halle sich ei, v-inflcfimieil m itfl **”.'^21« Sol Sfetf berJbbfcm '-älachthos,, «ta Sobt) ?unfl- anld taftoiefe aus -ungrn, lotiti ®räben ' litittafl, b, •oTnuitagt । «Wito b6'Nfltn, s fct In dn Äläranl Nenusn *reiSStage »«ntiffagj fijnautf rchiffeu frl Ä , Är nun, Äotb üf?n8 fön Ä iSfc ss Oberhelfen. Landkreis Gießen. i Lollar, 18. Mai. Ein Unfall, der leicht jchlimmere Folgen hätte haben können, trug sich auf der M a r b u r g er St r a ß c, in der Nahe der Sei- ler»burg, zu. Dort wurde der Wagen dec- Schweine« Händlers Wilhelm Euler von hier von hinten von einem Personenauto angerannt, so daß der Hintere Teil des Wagens zertrümmert wurde, und die Schweine sich auf der Erde walzten. Euler wurde vom Wagen geschleudert. Die durch ein Wunder blieb er, abgesehen von Hautabschürfungen, u n • verletzt. t I r e i b a. b. Lda., 18. Mal. In der hiesigen Kirche predigte gestern vormittag im Hauptoottesdienst der Evangelist Reckelkamm von der Wichernoer. e l n i g u n g in Hamburg, abends berichtete er von der Arbeit seine» Vereins in deutschen Städten und Dörfern. 3 Allendors a. d. Lda , 18. Mai. Gestern wurde hier wiederum, wie die» schon seit einer Reihe von Jahren Brauch ist, ein Mifston »fest gefeiert. Wegen der ungünstigen Wieeccung mußte die ifeier diesmal in der Kirche stattfinden. Missionar W i e d m e i e r von der Basler Mission, des bereits 15 Jahre an der Goldküste tätig gewesen war, predigte sowohl im Vormittags- als auch im Nach- mittagsgoUesdienst. Außerdem spracben im Nachmittagsgottesdienst noch ein Missionar für Innere Mist Son aus Hamburg sowie ein Pfarrer au» Marburg. erschont wurde die Feier durch einen Posaunen» und Gemischten Chor Infolge der schlechten Witterung war der Besuch dc» Feste» von auswärt» nicht so zahlreich wie sonst. Die am Ausgang für die Basler Mission erhobene Kollekte ergab ein schöne» Resultat. G Aus der Rabenau, 18. Mai. Gegenwär. tig ist die Zeit der A p f e l b l ü t e. Es war in diesem Jahre nach der überreichen Blütensülle und folgenden Rekordobsternte de» Vorjahres von vorn- herein mit einem geringen Fruchtansatz zu rechnen. Man kann beobachten, daß nur ein kleiner Teil unterer Apfelbäume mehr oder weniger Dlütenschmuck trägt. Sehr selten trifft man einen Daum an, der so vollerblüht ist, wie sämtliche Apfelbäume im vergangenen Jahre. Wiederum sind e» diesmal die guten Apfelsorten, wie Harbertsrenette, Goldpar mäne, Sch >ner von Boskoop, Goldrenette von Dien heim, die den meisten Blütenansatz zeigen. Die» ist nur in geschützten und fruchtbaren Lagen der Fall. Wirtschaftsobst fällt diesmal vollständig aus. Da» ungünstige Wetter der letzten Tage behindert untere Bienen, die Blüten zu besuchen, um die De- fruchtung ungewollt zu besorgen: sollte diese Witte- rung noch einige Tage anhalten, so werden die eben in Blüte stehenden Bäume abgeblübt sein, und wir werden im Herbst einen Obstausfall erleben müssen. Besser als die Apfelbäume sind die Z w e t s ch e n - und Birnbäume durch die Blüte gekommen, die teilweise eine befriedigende Ernte bringen werden. — Fast alle Dörfer unserer Gegend werden gegen roärtig von der Grippe heimgesucht, die in den verschiedensten Formen auftritt. Hier und da zeigt sie sich in der gefährlichen Kopfgrippe, sehr oft tritt sie mit Lungenentzündung aemeinsam auf. In solchen Krankheitsfällen sind schon eine Reihe Opfer, besonders unter jungen Leuten, zu beklagen. - Grünberg, 18. Mai. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Reck- nungsablage für das RechnungSjayr 1 9 2 6/27 und der V o r a n s ch l a g für das Iahr 1 9 2 8/29 zur Beratung. Gemeinderechner Gebein g e r legte di« Rechnungsablage für da- Rechnungsjahr 1926/27 vor. Die Rechnungsablage wurde vom Demeinderat genehmigt. Ferner erläuterte Gcmeinderechner Gchringer den Voranschlag für da- Iahr 1928/29, der mit 203 985,66 Mk. in Einnahme und Ausgabe ab* schließt. Der Gemeinderat stimmte diesem Voranschlag zu. gt. Drüningen, 18. Mai. Die Spuren der Eisheiligen kann man jetzt hier und da deutlich wahvnehmen. Wo schon Frühkartoffeln aufgegangen waren, yaben die jungen Triebe stark Rot gelitten, und gekeimte Dohnen sind vollständig erfroren, so daß man die Beete nochmals bestellen muß. Man sollte vor Mitte Mai keine Bohnen in di« Erde brinaen. — Gin guter Fruchtansatz ist bei fast allen abgeblühten Bäumen festzuftellen: nur bei der Apselblüte läßt sich noch nicht- Sichere- sagen. — Die Imker beginnen auch tn diesem Iahr wieder ihr Klagelied anzustimmen. Die Entwicklung der Völker ist durch das kalte Wetter sehr dc ei nträchtigt worden. Es wäre den unermüdlichen Bienenvätern sehr zu wünschen, wenn nach so vielen Mißernten ihnen wieder einmal eine gute Honigernte würde. g. Holzheim, 18. Mai. Die Pächterin unsere» Gemeinde st cinbruch», die Gewerschast „M a r g o r e t h e", hat der Arbeiterschaft de» Stein- bruchs dieser Tage wegen Arbeitsmangel» gekündigt, da beabsichtigt ist, den Betrieb elnzu- stellen. Wie sich die Gemeindevcrwallung zu dieser Maßnahme stellen wird, ist bi» jetzt noch nicht de- könnt. Z) L i ch, 18. Mai. Am dritten Psingstfeiertag findet in Cid) der sogenannte Pfingstmarkt sZiegen-, Lämmer- und Schweinemarkt), verbunden mit einer Ziegenschau und Prämlierung, statt. Da die hiesigen Märkte in den letzten Jahren sich eine» zunehmenden Besuch» erfreuten, ist auch setzt wieder mit einem starken Auftrieb zu rechnen Aus die Bekanntmachung der Bürgermrifterri Lieh im Anzeigenteil fei besonders hingewiesen. ri. Lich. 18. Mai. Trotz de» kühlen Wetter- hatten sich gestrrn doch etwa zweihundert Leute zusammengefunden, um im Wald zwischen hier und Hattenrod in der f»genannten ,Mailbach", einer alten Siedlung des Klostrr- Schisfenberg, da- Mission-fest zu halten, da- alljährlich eine beliebte Dera, ftalturw für Lich und die umliegenden Orte bildet. Mit gespannter Aufmerksamkeit hört« man auf da-, wa- Missionar Schweickhart aus Heilbronn au- dem Lande seiner früheren Wirksamkeit, Indien, erzählte. Die Ansprache des Missionars war umrahmt von Liedern, die von dem Posaune nchor 21 ch begleitet wurden. Eine von Gtift-vfarrer Schorlemmer mit den Nieder-Bessinger Schulkindern gehaltene Himmelfahrt-Liturgi« eröffnete da- Fest. Das Schlußwort sprach Stists- dechant Kahn. Hungen, 18. Mai. Der Geflügel- und Dogelzuchtdere i n Hungen und« U m g egend hielt dieser Tag« im .Svlmser pof feine diesjährige Hauptversammlung ab. die gut besucht war. Nach Erledigung der Tagesordnung. Bericht über die in Gießen stattgehabte Verbandstitzung. die für den Herbst in Hungen vorgesefe-e Krei.-'e l ge schau, hatte Lehrer Schieferstein (Bettenhausen) die Freundlichkeit, einen Dortrag über Geflügel- teilte «1 : ' eit mehr a mb. unternahm vieler Tage ihre ädrige Lehrsohrt nach 5r tob her. • ■ • **/ uche der Lehranstalt für Obstbau und Landwirt- die pro tln|d)lu6 sich werden den Nürnberg M 013. I2ID en... Luyr 12.— JLK 9 — 6.— 4.50 22. Mai 5041B NS»« Bürgermefftcrci einzureichen, woselbst die ftraße 18, im Dachgeschoß, zur Einsicht offen. Angebot-vororucke, feine Zeich Vorrat nungen, werden, solange der 5096D Pdüchpi. 5095 D 25 Abteilungen. 4098 B 5109 D erste dies- g zum De- “ Firma Oppen- 5038D O-Cedar-Mop tu* btlliaere Fabrikate, sowie fänvlt*e ViiOiiiitteL Büviten. rVenlierleder ulro (l aar SorrmE. Silenhandiung Noßbach in Gießen: Der Eih der ist nach Mommenheim, Kreis ! beim, verlegt. Gießen, den 15. Mai 1928. Hessisches Amtsgericht. Zuschlagsfrist 4 Dochen. Gießen, den 19. Mai 1928. Hess. Hochbauamt Gießen. I. B.: Kuhlmann. Bedingungen bekonntgegeben werden. Stangenrod, den 17. Mai 1928. Bürgermeisterei. R n a u &. Unzerbrechliche Uhrgläser kaufen Sie bei schirme u. n. v. o. Berßeigerung bestimmt. Ludwig Harrmeg Uhrmachermeister Äug. Trebbe Kirchen platz Die Gemeinde Stangenrod verkauft auf dem Submisfionswege 5123D efhen fetten Simmentaler Bullen und einen ebenso fetten (Eber. Anschließend an die am Mittwoch, dem .1 Mai 192.S, vorm. 9 Uhr, slattsinveade kraSoerfleigerung wird die die4;ährige strasnuyunq von den rchneisen nab Mäh. Mitten der Waldungen der Stadl Gießen m verschiedenen Losen versteigert. Iießen, den 14. Mai 1928. Der Oberbürgermeifter.J. v.vr. Rosenberg. reicht, dort vom Dienstag, dem 22. d. M., ab abgegeben. Die Angebote sind verschloßen, mit ent- sprechender Aufschrift »ersehen, poftkti bi* Aum Dtenstag, dem 5. Avni 102*, vormittag» 11 Uhr, bei unterzeichnetem Amte, slephanstraße 18. Zimmer 9h. 1, einzu- reichen. woselbst die Eröffnung ftattfindct. Bekauntmnchuug. Ter vom Gcmeindcrat beratene Voranschlag für Sü. 1928 liegt vom Dienstag, 22. Mm, an eine Loche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen gegen denselben können während dieser Zeü dort schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlosien worden, zu der auch bk AuSmürker herangezogen werden. Obbornhofen, 18. Mai 1928. hesi. Bürgermeisterei Obbornhofen. Gießen, den 18. Mai 1928. Der Oberbürgermeister: I. B. Älingfpox. beträgt für Logen und I. Rang Borderplatz I. Sperrsitz und I. Rang Mitte......... II. Sperrsitz und I. Rang* Rückplatz........ III. Sperrsitz und II. Rang* Borderplatz....... auch wenn es die Kinde» tu spüren bekommen1 Im Augenblick macht je der mildreinigende Schaum der Lux Seifenflocken alles wieder frifch und rein. — er zaubert den Schmutz nur so heraus Für all die hübldhen Kinderfachen find Lux SelfenOodcen das Befie fie machen das Wakhen leicht und erhalten Gc» webe und Farben Meh . — Der D o g e'l » 'urct) treffliche Aufnahmen die Auktionator und Taxator Neuenweg 28, Telephon 1414. SEIFENFLOCKEN ‘Sunh'cfit * Monnhe/m Pfarrer Heumanns Heilmittel «eie vorvlllg hi der Niederlage Hirsch-Apotheke OieOen, l-raeklviter Strafte Nr. 4 Du Pfarrer Ilcumann-Boch *72 Seiten. ISO Abbildunfen, *r- alt jeder I eiet volhtindlg •,msonst und portofrei von Ludwig Heumann » Co., Lagerräume und Lagerkeller mit und ohne Bureau, zentrale Laae, Im ganzen oder getrennt, sofort zu vermieten. Schriftliche Angebote unter 50331) cm den Gtehener An-rtger erbeten. Die Ausgabe der SommerabonnemenlS, oie auch für in Aussicht genommene Operetten- usw. Gastspiele Gültigkeit habe«, erfolgt am 19., 21. und "* Bekauutuinchung. Ter Voranschlag der Gemeinde Climbach für Rj. 1928 liegt vom 20. bis zum 26. Mai L Z. einschließlich auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. 61 ist die Erhebung einer Umlage be- schlosien, zu der auch die AuSmürker beizutragen haben. Dimbach, den 18. Mai 1928. Bürgermeisterei Dimbach. Vißner. 5085 D .ucht Im allgemeinen und über 'Behandlung des ILiageflüge!» im besonderen au halten 9t beten lr zunächst, daß die wtrtfchatt.'iche Seite der OeNügelzuch: zu fördern und zu pflegen fei. do- »lt mehr Öler und 3unggeslügel produziert »erden, da immer noch Hunderte von Millionen dafür in» Ausland wandern. Dann stellte er die Frage Soll man nur Äafsezucht treiben, oder HupgeUügrlzuchl? Man könne beides miteinander vereinen uab doch zu einem guten Ziele kommen Der der Behandlung des 3unggeslügelS sehe man hauptsächlich auf “Bärme, Rrinlichtril. gutes eiweiNbaUiges Sutter, fei eS nun tierifcher oder i>’lan5: ftr Qlrt. 2n Hand von Bildern konnte an der Iheaterkoffe in der Zeit von 10 bi» 13 Uhr. 5041B flächen mit AaphanU. Kassstickstosf Kainil und Hederichpulper gleichze li^ g I eit bzw gespritzt worden 3n einem Donrag an Ort und Stellt erläuterte nun Bckerbautechniker Dü r l er an Hand dieser Ber.uche den Wirkungsgrad der verschiedenen BekämpsungSmittel und stellte vir- gleichende Preisberechnungen an. 2m radikalst n hatte 2ai'b3mt gewirkt, welche» gespritzt wird Da sich 6r. diesem Mittel irisch d e Lnkrsten auf 7 Mark für den Morgen ft:Jen. ist für kleinbäuersiche betriebe -lainil au bevorzugen. Trotzdem hierbei bedeutend größere Ge^ichts- mengen benutzt werden müssen, g'.eichl sich dies wieder dadurch au», daß .Rainit dem Boden c'eichzeilig für drei Jahre hinreichende Dung- ftnfle zusührt. Sür bicunigcn Landwirte, die Spritzmitlel zur ülntlautbekämvfung in Anwendung bringen wollen, hat die hiei.ge landwiri- schastl'.che Genossenschaft eine Lpr.tze angeschaft. Ä sitz Friedberg LSR Rockenberg, 18 Mai. In den D i r t • lchaftogebäuden des hiesigen Bürgermei- fltr» brach in der vergangenen Nacht gegen 3 Uhr sieuer aus, da» sofort um sich griff. Wahrend Wohnhaus und Sieb gerettet werden konnte, fielen alle anderen Baulichkeiten dem verheerenden Element zum Opfer. Bereits im Januar war eine Brand- stiftung an derselben Stelle festgeftellt worden. Luch jeht scheint es sich um dasselbe verbrechen, das in 18 Monaten zum | e d) ft e n Male hier oetiuchl wurde, zu handeln. Kreis Büdingen. F Ober-Widdersheim, 18. Mai. Der hicsiac Obst- und Gartenbauverein bat in der lleberzeugung, daß die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Obstes auf dem Weltmarkt in erster Linie durch strengste Verminderung der Dorten zu erzielen ist. im Winter die nötigen Vorbereitungen zum planmäßigen Ilmpfropfen getroffen. Unter Leitung des rührigen Vorsitzenden, de» VaumwartS Bartel, wurden olle unwirtfchatliche Sorten tragenden Obftbäume bezeichnet und zukammen- gestellt. Gegenwärtig ist eine Umpfropffolonne von fech» erfahrenen Pomologen der Nachbar- dörser mit der VeredlungSarbeit beschäftigt. 3n erster Linie wird Schöner von DoSkoop auf- gesetzt, und zwar auf Sorten wie' Schasnase. Trierischer Weinapfel u. a.. von denen man erfahrungsgemäß weiß, daß diese EtnheilSsor'.e darauf gut toeitergebt. Weiterhin gedeiht in den geschützten Lagen unserer Baumanlogen gut die Winter-Goldparmäne, fie leidet auch vechältniS- mäßig wenig unter Schädlingsbefall. weshalb sie alS weiter, Standardsorte umverede'.t wurde, und zwar hauptsächlich auf Rheinischer Bohnapssl und Weißäpsel. Um weitere Beobachtungen zu sammeln, wurde von den übrigen ab’.urncr'entcn «Ldelsorlen ein Daumrrgister ausgestellt und auf einzelne versuchsweise die beiden genannten ZukunitSsorten au'gcpltopft. Zweijährige Beobachtungen d urch den Kreisobstbauinspektor Metternich von Büdingen sollen die Grundlage sür die späterhin völlig durchzuführenden Umpfroplun^m bilden. Jeder Baumbesitzer zahlt pro Pfropfkopf den geringen Preis von sieben Pfennigen, der Obslbouverein trägt die übrigen Kosten. 3n diesem 3obre sollen über 4000 Köpfe ausgesetzt werden. Dlefe Art der Planwirtschaft auf genossenschaftlicher Grundlage verdiente allgemeine Nachahmung. dieses Rennen als stehende Einrichtung gedacht ist und von Jahr zu 3ahr Fahrer und Zuschauer mehrt, gehört e» gleichfalls In den cheimatssiin Die rasende Eile kann den bedächtigeren Zeitschritt, der im Gebirge vorherrscht, nur wirkungsvoll unterbrechen. — De Gewerbeschau in der hie- sigen Turnhalle zur Pfingstwoche wird der Tuch- und Leinenweberei, die einst überaus stark im Vogelsberg vertreten war, eine besondere Würdigung zukommen lassen. Reben dem modernen Debstuhl wild der alte, lärmende und polternde chandwebstuhl in Tätigkeit treten und den Vcschauein vor Äugen führen, wie mühsam der einstige Weber sein tägliches Brot verdiente. f Gedern, 18. Mai. Die Vorbereitungen zu dem PrämiierungSmarkt sind nun beendigt. Die Anmeldungen xur Bullenauktion sind recht zahlreich bei dem Land- wirtschastskammerauZschuß zu Dießen eingelaufen: sie stndet bestimmt im Anschluß an die Prämiierung am DienStaa, 22. Mai, statt. SS ist sehr wahrscheinlich, daß da» Leben und Treiben dc» Markte- von berufener Seit« ge- Stadttheater Gießen. Einladung zum Sommer-Abonnement. Während der Zeit von Ende Mai bis Mitte September 1928 wird oaS in Bad- Rau heim im sturtheater tätige Ensemble dee Gießener LtadttheatcrS hier Gast- spicle veranstalten und Werke bringen, die im vergangenen Spieljahr nicht gegeben wurden. Für diese Gastspiele wird ein Vorzugs- abonnement aufgelegt, und ist der Abonnent berechtigt, 6 Vorstellungen nach freier Wahl zu besuchen. Der Preis sür die 6 Vorstellungen Grasversteigerung Am Mittwoch, den 28. Mai 1928, vor- mittags 11 Ubr, wird in der Wirtschaft .Zum Treppchen' in Heuchelheim die GraSnutzung der staatlichen Liefen an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim 'ür das Jahr 1928 öffentlich losweife versteigert. 5078D Mainz, den 30. April 1928. Hessisches Wasserbanamt Mainz. r» Untee-Dibbcrsheim. 17 Mai 3m Gegensatz zu den benachbarten Dörfern ist bi er der Baumarkt verhältnismäßig belebt. 3m vergangenen 3abrt wurde h er cm Web.hau» err chtet in btderr. Jahre hab bereit» zwei im SrstehTn begriffen. Veues Bau- gelände »st an der Straße nach Ober-Widders- ve.m er chlofsen worden, wo der Gemeinde bei Dem Seithereimau ><;»verfahren eine mehrere Morgen arv'ie zug.teilt wurde, wovon jetzi q-.\ Bauluüigc Bauplähe in ÜX) di» 600 Quadratmeter Größe zum billigm Preiie von ILO Ml. abgegeben werden Da» Entgegenkommen der Ortsverwaltung iß besondere zu würdige», da die Bauherren melften» zu d.m crcr i gbemittelten Ortsbürgern geboren Tfltem ^er.’oramtn entsprech end werden sämtliche Fuhren zur Herbrischafsung der Baumaterial.en von den P!crdeb?sitzern noch im .Fron", wie man landläufig sich auebrueft. d. h. unentgeltlich aus» r sührt. - 3m hiesigen Gemeinde st ein- euch, der toeg n feine* guten PlattenbalaiteS die Mauersteine in die gante nähere Umgebung liefert, Hoden die Brecharbeiten wegen VlangelS an Aufträgen eingestellt werden müssen. Während im Vorjahre fast 1000 Kubikmeter gebrochen wurden, liegt bi» jetzt erst ein Drittel an Bestellungen vor AreiS Schotten. "** Schotten, 18. Mai Mit der bevorstehenden Erweiterung des hiesigen Bostamtv, die sich infolge räumlicher Enge und Unzulänglich- keil der ximieräume al» notwendig erweist, soll gleich;ritig der Teleplonbetrieb umgtbaul und ein Selbstanschlußamt errichtet werden Die Post trägt oorlag»welse die entstehenden Mafien; Verzinsung und Tilgung, die pro ...... jährlich auf etwa 10 Mk. belaufen, Teilnehmern auferlegt 3m Hinblick auf die Lor- teile und Annehmlichkeiten, die mit dieser Neuein- richtung verbunden find, wird die Tlebrausgabe kaum als Belastuna empfunden “ b e r g f 11 m, ber durch trefflich.__...... ... Schönheit der heimischen Dergwett und den Alllog ihrer Bewohner zum Ausdruck bringt, erfahrt insofern eine Bereicherung, als do» im Juni stattfindende Motorradrennen in seinem span nentften Verlaufe gekurbelt werden wird. Da yefomitiimdiniifl In unser Handelsregister Abteilung B wurde am 11. Mai 1928 bei der Birina Darmstadter und National!)emk, Äom- maiiditgescllschast auf Aktien, Zweigniederlassung Gießen, folgende» citch'c- tragen: Die Prokura des Emil Dietz ist erloschen. 5038D Gießen, den 15. Mai 1928. ________Hessisches Amtsgericht.________ Zagdverpüchtung. Am 3. Psingstfeierlag, dem 29. Mai, nachmittags 3 Uhr, loll die der Gemeinde gehörige, : in 2 Losen. Los I: 6 Stück ein- und zwrifl. äußere Tüten, 2 Stuck zweifl. Stalltüten, 9 Stück einst. Dreisüllunastüten, lv Schiebetüre, 100 laufende Meter Fußsockel. Los II: 2 Glas- abschlüsse, 19 Treifüllungätürcn, 18 lauf. Meter £»anbläufer, V Paar fllappläben, 120 qm Riemensußboden. Tie Lose I und II können auch an einen Unternehmet vergeben werden. 3. rchlosserarbeiten: 30 Stück ein- und zweifl. Tüten, 1 3d)iebetfirc, 2 ffllaft- abschlüsie und 9 Paar Älappläben aiuu- schlagen, 18 laufende Meter schmiedeeisernes Treppengeländer, 8 lauf. Meter Abschlußgeländet, 150 kg Fußkratz- und Lichtschachttoste. 4. Berpntzatbeiten und änßere An- ftreicherarbeiten in 2 Losen. Los 1: 368 qm Band- und Deckenputz im Keller, 4ö0 qm Deckenputz auf Massivdecken, 250 qm Tel- kenputz auf Hosidalkendecken, 1300 qm Wandputz. Los II: 304 qm Scheibenputz der äußeren Dänbe, Cclfarbenaiiftricb: 100 lausende Meter Haupt- und Dachbruch- aesims, 65 qm äußere» Holzwerk, 123 qm sienster, 109 laufende Meter Hängekandeln, 70 laufende Meter Absallrohrr. Tie Lose I und II können auch an einen Unternehmer vergeben werden. Die BetdingungSunterkagen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte, Stephan- ui* teiilaf-lmleigemg. 3« gefälligen Auftrag der Erden versteigere ich Montag, den 21. Mai, im „Lötven", Rencnweg 28, ad 2 Uhr: 2 Sofa» mit tzefsel, 1 Ausziehtisch, 3 Zimmerttsche, mehrere Derne Lische, 4 Äommpbcu, 4 Spiegel, Nachtschränkchen, Waschtische, Äleiderichtänke, L-and- uhren, 1 Sekrerär, Betten (gut erhalten), fküchenfchränke, Nähmaschinen, Eiashetd mit Tuch, Bilder und Semälde, 1 Chaiselongue. U. a.: 1 Schreibmaschine, 1 Sveise- ummer, Herren- u. Damenräder, 1 Herd, Grammophone, Auto-Jacken, -Mützen und -Handschuhe, 1 Brandkiste, Cfcn- elfen. ^Ken. Dn^9en «el- °n hier Dn« .‘."••r*ff* ?“Sa iba k 'n f MÄJ teile lattfinS? -- tflf9 aud} ™ 2 iiLnrö^n ,m m3 ft6- / " °°n auBmärti nch OIH OU33ann k,,. b 1 e- tts met ii Mr- ’Ä" ■$!“** ue.b 0kr tor obres non nc™ J Mlanloß ,u rtdjn,, & nur ein Heiner ua. weniger Blüttntcbnmtf nnn einen Doum an, der ’ Hnfje Apfelbäume im oet. ■um sind ei biesmai d^ larbedsreneüe, Gkha« ’P- ®oli>renelle oon JJ- •tnanfno .eigen, Die» lt djiboren Lagen der M Ml vollsländig aus. va» ien lQ9e dthindtrl unsere U besuchen, um die %e- esvrgen-, sollte diese ®itte- iljallen, so werden die eben >e obgebW fein, und mir DbftausfaU erleben müüen. le sind die Zweifchen- h die Blüte aefommen, die be ffrnte bringen werden | ■er Gegend ererben gegen e heimgefuchl, die in den , uflrill. hier und ba zeiat f Kopfgrippt, sehr oß otzünduna aemetn|am leilsfätlen stno schon eine I unter jungen Leuten, jg Mai. 3n bet jüngsstn ! ing flonb die Äech- as Äechnuns-iabr | nfülug für bt# 3abt Vmetndrrechner -e tz- chnnngbcif>iage füt bal oi. Die'Lechnungtadsage Ä grnchmitzt. Ferner er- ner Tchringer der Jahr 1928'29, der mit nähme und Ausgabe ab- rat stimmte diefem 2°^' 18. Mai. Die Spuren kann man jetzt ff "jj n. Do schon Fruhlar« waren, haben die sung" a, und gekeimte Dohnen sestzuftellen, nur b« ishs® .st-S >atcm sehr J Blt^ Mihernten chncn US- dritten Pf'AI^cn., P ingst^ mit einer inarUl-Älc W* i‘:run^5f# unebmcnbtn 'hren^Ä mit einem ÄS int «Rrsö auf SKO it .^-lsohkt'^sti'^ *%*$'■*$ hlmi wird Dreier Slim wird dann dem Jp- gelsbergstlm ringembt werben. Gebern, 18. Wat. Mir Me Pfingsttage ist emc Vltederfebensfeier der 3 ü n I- |ifljäbrig*n, von denen nn aroher Xr Äameraben Frank I., 3nsie den, und Vlev, Trais-Horlosl. e-rend gedacht worden trat, schloß i btt Vorsitzende mit einem Hoch auf den Detcbrlcn i Beichspräfidenten die von echt kameradschast- Ichem Geist getragene Dersan.mlung, s. M I P b • . 18. Mai. Dieser Xage peronPallete der LandwirtschastSkammerauöschuß Gießen | in der diesigen Gemarkung eine Führung, die ben Zweck hatte, anschaulich die Wlrkungö- ioeise verschiebener BekämpsungS- mittel b»s Hederichs barzutun Da vieS doS hartnäckigste Ackerunkraut der Wetlerau ist, .'»alte sich eine größere Anzahl Landwirte dazu vliigcfunben. Kurz zuvor waren bestimmte Acker- Aufosporfler Gesellschafien und Vereine AuSstüge u. Wochenendfahrten Luftkurort Biedenkopf Waldhotel Tannhäuser berrL Lage, gute Derpstegung. Sonntags Konzen und Gesellschaftstanz. Pension: 550 - 6.00 Wl- Prvivette bei: Terfebräbureau •leben, SelterSweg Tüchtigem Schlosser, Mechaniker usw. tft Gelegenheit geboten sich eine Existenz zu gründen. Maschinen für Masienlabrtkation u. Dreh- hbeiten werden unter sehr günstigen Be- diaiungen abgegeben. Echrtttl. Anoeboie unter 5108b an den (Stehen. Anz. erbeten. Bekanntiunchung. In unser Kandcslregister Abteilung A wurde eingetragen: Am I.Mai 1928 bei der Firma Friedrich Linker & Sohn in Gießen: Die Friedrich Linker sen. Witwe, Karoline feborene Leuning, ist mit Wirkung vom . April 1928 auS der offenen Wandels- acsellschaft aus^cschieden und diese er- loschen. Die Firma nebft Geschäft und dem Rechte der TDeiterfübrunq der seitherigen Firma ist mit Wirrimg vom gleichen Tage auf den Kaufmann Friedrich Linker jun. in Gießen unter Heber- nabmc der seither im Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Berbtndlichkeiten übergegangen, der daS Geschäft als Einzeüaufm'ann weiter- führt. Am 8. Mai 1928 bei der Firma Eduard Sack in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 11. Mai 1928: a) bei bet Firma Äeinrich Noll in Gießen: Dem Kaufmann August Noll in Gtesten ist Prokura erteilt, b) Bei der Firma ßeinricb Driesch in Gießen: Das Geschäft nebst Firma ist auf Aeinrich Driesch Wttwe Emmv geborene Luft in Gießen über- gegangen. Die Prokura der Winrich Driesch Ehefrau (rmmn geborene Luft in Gießen ist erloschen, c) Bei der Firma Trimnpf-LebenSmtttelhandlung, Inhaber Otto Lauer in Gießen: Die Firma ist erloschen, d) Bei der Firma Lcinrich man sehen wie gut genährtes Iunggeslügel gegen schlichlgenährteS in der Hälfte der Zeit ,ugenommen hat. Der sehr lehnriche Dortrog rief allgemeine Befriedigung hervor. Gs wäre »u wünschen, daß auch andere Dereine sich zum Nutzen der Geflügelzucht solche Vorträge sichern »ürden. f SteinheIm, 18. Mat. Die hiesige Ä n q • tzenkor tbllbu na »schule, in der auch bl? Lchüler vom benachbarten Bodheim eingeschult Bad-Nauheim •Tennis-Pavillon i£t eröffnet Akademischer Bonifazius-Verein Gieflen Am Dienstag, den 22. Mai 1928, um 8.15 Uhr abends, im Katholischen Vereinshaus, Liebigstraße 1. VORTRAG IM S. S. 1928 Thema: Gewissen und Gewissensentscheidung Redner: Privatdozent Dr. Müncker, Bonn Der Vortrag ist öffentlich und frei soaso CAFEAMEND Heute abend Wiedereröffnung des umgebauten und renovierten Lokals mit verstärkter HauskapeUe. Bis 4 Uhr nachts geöffnet Heute und morgen Einlage: Herr Oscar Wehle bekannter Conferencier und Vortragskünstler. S052D Paddler-Giwe / Gießen im O. ff. V. \ Werbe-Abend Montag, 21. fflai, 8.15 llhr abds.,t. Vereinslokal pulvermllhle „Kanu- und Falibooi«Gport an der Lahn" ZHebner: Herr M.H.Drand, Derlin, Gründer der V.G.G., Gportwart des Mark. Kreises i. Deutschen Ranu-Derband. Dir erwarten vollzähliges Erscheinen unserer Mitglieder und deren werter Angehörigen. Gäste und Interessenten sind herzlichst eingeladen. Der Vorstand. 03804 Handball Werbelag der Gießener Turnerschafi Sonntag, den 20. Mai 1928 UnlvevfltSi^Spotrtvlatz Vormittags: 10-11 llhr T.D. Heuchelheim II - M.T.D. III 11-12 llhr D.f.B. Schüler - M.T.D. Schüler Nachmittags: 2-3 Uhr B-Mannfchast der G. T. - Gr. Buseck I 3-4 llhr Gr.-Buseck Jugend - M. T. D. Jugend 4-5 Ubr A Mannschaft der G. T. - T. V. Wehlar I 6iiso 5-6 llhr T.D. Wehlar II - T.D. v.1846 II KuxmaniirTliuttir leicht und schnell/ rva^Ti UlllULW tnasdiinenfabrih Kuxmann s Colfielefeld Generalvertretung und Fabriknlcderlage: Fritz Sdiebaum, Giefeen Walltorstrabe 33 ursv Hausrat Giessen Llndenplatx 1 Schlafzimmer Wohnzimmer Küchen Einzelmöbel bequeme Teilzahlung Stoff Rarfen! Oie Verlobung unserer Rinder Elisabeth und Alexander zeigen wir hiermit an Lanbgerichtsrat Keller und Frau Oberforfimeisier Samberg u.Frau Gießen Würzburg Elisabeth Keller Or. Alexander Bamberg Verlobte Gießen Würzburg im Mai 1928 5060 D denn Aährbier schmeckt nochmal so gut aus dem bekannten Aährbier-Krügel l Fragen Sie dort, wo Sie Ihr Nährbier beziehen- — Nährbier ist der ideale Kräftigung-- und Gesundheit-, trank >ür Kranke und Schwache, werdens und stillende Mütter, Kinder und Erwachsene. Aährbier hat einen so hohen Extrakt- und einen so verschwindend geringen Alkoholgehalt, wie er von keinem anderen Kräftigungsbier auch nur annähernd erreicht wird. Es ist rein aus hochwertigen, besonders sortierten Malzen und Hopfen und im Gegensatz zu den sogenannten Earomelbieren ohne Zusatz von Zucker oder lonstiger Surrogate hergestellt. Alleinige Hersteller: Aktiengesellschaft Hackerbräu München. Der- tretet: Georg Heb streit, Biergrohhandlung, Klinikstr. 21, Tel. 163. Statt Karten! Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Willy Eisenhardt Elfriede Eisenhardt geb. Weiß Äingen Gießen Rochusstraße 14 Aordanlage 28 19. Mai 1926 ______-TlrrlMII______r-,____________________________________ Horft-ddmunb Oie Geburt eines gesunden Zungen zeigen in dankbarer Freude an Or. med. E. Wetter und Frau Emmy geb. Ringel Lad Salzschlirf, den 16. Mai 1928 5II9D Für die vielen Glückwünsche und Slumenspenden zu unserer silbernen Hochzeit danken wir herzlich f Friedrich llhl und Frau 4370A Volkshochschule Mittwoch. 23. Mai. 20 Ubr pünktlich. Universität. 11. Stoct, Höriaal 53 Portraa mit Lichtbildern Dürer in unserer Zeit Bortragender: Dr. Ludwig Neundörfer lOffenbachl Eintritt: a> Mitglied des sFreundeSraieS tret lBorweiS der Kanel- b) Vereins- mitglteder oder eingeschriebene Hörer 30 Pf. c) Nichtmttglteder 70 Pf. Anschllcstend an den Bortrag Besprechung von Interessenten an der Niirubcrgiastrt (LLochcncudsabrtl der hessischen Volkshochschulen. 5113D Die pflanzen der Heimat Der für Himmelfahrt geplante AnSflug tn den Schifsenberger Wald findet morgen, Sonntag. 20. Mat statt. Trefspunkt: Am Gasthaus zurStadt Lich.LlcherSlr-7Ubr. Bet ungllnsttger Witterung wird der AuS- flug auf den 2. Psingstseierlag festgesetzt. 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Wenn da» geidifeht dann pflegen die W8hler In den Entr0*tung*rul auixubredien r Nun Und wir wieder die La äderten (oder die Eingesetften oder dl« Geletmten) Haben Sie aber, meine Damen und Herren. JemaU gehört da» gerufen worden wflrt: Nun »Ind wir die Kuktrolten f Mit nichlm 1 L*du Seite. Lehn könnten entlfluedien. Kulrtrol enttSuidtf tiel Kukirolen Sie! Dexu brauchen Sie «unÄchit da» rielmUllonenfa* bewihrte Kuktrol- Hühneraugen-POaiier da» Sie In 3 Sekunden ron Ihren Qualen und In gana kurier Zeil »Icher »chmerxlo». uagetihrlfdi und unblutig von allen unllebiamen HOhnerlugeletn und allen laueend/ach verdammten Hornhäuten befreit E» Ut gani dOnn und drtckf de» halb nicht wie die In neuerer Zelt angeborenen Hühner au gen-Ringe Fußschmerzen, Brennen, Wundlaufen und MOdlgketl In den FOfcen be»etäxt da» Kukfrol-Fulbod. Veden Sie Ihre Fübe 2 bl» 3 mal wöchentlich In dem wohltuenden Kukfrob Fubbad und reiben Sie »le tOdtiig mit dem erfrUchenden Kuklrol- Streupuder ein. Sie werden dann »rondenlang gehen und »leben können, ohne mflde ru werden Da» Kukfrol-Fufcbad »tickt die Fflfce und madit »le wieder M*ch und leUtungdlhlg. Eine Sparpachung Kuktrol Fukbad flr 3 BAder au»reichend koitet nur 1 Mark Keulen Sie »Id» gleich In der n6ch»ten Drogerie oder Apotheke ein Kuidroi Hühner»ugen-Pfl*»ter K)r 83 Pfg . oder noch b«M«r. eine garue Kuklrol Fulpflegt Kur (Qr M. 2_ti. Kuklrol-Fabrlk Kurt Krlip, Bad Salzebnen. Kuklrol-Vorkaufsstellen: Kaiser Drogerie.Llndenplatzö. Lad- wlgsplati-Drogcrie, Roonstr.2, Viktoria-Drogerie, Marktstr.5- lM LUDWIG ALTER A. i iauPi an r\ i iiiai r— a 11/ r* l /■> r* a ■ Verlangen Sie K Verlangen Sie Katalog ORIGINALFABRIKPREISEN Liefert an und Prelellete Privatezu VERBÜRGEN QUALITÄT DARMSTADT ELISABETHENSTR;34 KIRSCHEN ALLEE-,ÖS MÖBELFABRIK U. GUTE FORM vk.1T Ükll't L-S » (prÜ fiei m(L' n-t-i l‘$ PatzvvrlL nen bcstr- ®tbid Otlti aonfltneA fegen. 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Zum Anstieg d mutzen w r b.-n beiten Wcg und ton nen ba Ki noch nal- an e n.r Bank vor »ei. di« un» einen schonm Blick auf einige Di r er b r Rabc-.au unb na n mtlich auf Dt r; Glau Anberg gewährt Am Fuß« des Berges 1 ressen wir unser altes Wegezeichen, da» uns zu uns r.*m Endziele Lollar '»ringt. Die ganze Wach rang ist in etwa 2 , Stundm aus- zufülren. ßilchcnbach — (BiUer — Lahnhof — Dlfelal — Laasphe (zwei läge). Wir fahren über Warburg nach dem freundlichen Städtchen Hilchenbach. 'Die zwar etwas lange Bah fahr ist jcdoch. namentlich in ihrem fetzten Teile, hochi t r 'fant und lann sich mürb g der Schwarzwa boah i an die Seite stellen. P;c Wanderung von fttießetbaeb nach de.n Lahn Hof ist überaus lohnend und bietet reiche Abwechselung. Wir folgen der vom Sauerländ r Geb' S- ver in a.ige! gten Markierung, die unS üb r eine ausfiwlLr ich« Höhe zunächst nach b?r ! hr reizend gel geaen Station Vormwald onngt und bann über dm durch Iung-Stilling (»«.'an iten Schlvßb ri mit spärlichen Resten einer eh.'inali- gen Burg zum Diller mit elseritein Turm, der uns eine w?ite. h r.liche Rundücht ermöglicht. Vorbei an Lützel g?laigm wir a'svalb aui b e sogenannt« Sisenstra'.e. wo unS der Wa'.d au - nimmt und nach schöner Wanderung au.h ga't- lichen, idyllisch gelegenen For thauS Hohenroth fü(rL Weiter auf der Sisenstcatze gehen wir an der ©kgguelle vorbei zum Lahnho!. wo wir ün Gasthof Heinrich aut unb preiswert üb machten. Dom Lahnhoi folgen wir roten Strichen über baS hübsch gelegene fteiligenborn burch daS überaus reizvolle Ilfetal und die Feudinger ftütte nach unfcmn Gnbziel, bem alS Luftkurort l»e- fannten LaaSphe Die Wanbcrung am ersten Tage bür.tc 4 Stunden, am zweiten Tage 4 » Stunden betragen und ist für Pfingsten besonders zu empfehlen. Gegen Gicht, Stein- u. Stoffwechsetteiden. Ermäßigte paufd^affuren (mindestens) 3 Wochen: pauschalpk-eis 51f.l89,-. Äewi'lslgung v. Kreditkuren auf Antrag 3m Kurhaus: Dochenpauschalpreis Mk. 80,50; im Badehos. Wochenpauschale Mk. 105,—. Auskunst auch über Hausturen durch die Badeverwaltung. Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Out bürßerllcbes Haus Gartenwirtschaft WD Touristen bestens empfohlen Hotel Pension Hospiz 34880 Bad-Nauheim Bcnekeatr. 6—N Telephon 2096 Behaglich«-« Hehn für Kurgäste. Dauer- mieten Paesantcn u. Wochenende. 76 L 96 B. Beste Kurlnire. neuzeitl. einecrich tet, vorsüyl. Ven>flraruuu. Preis H—12 M. BoDlnmadjeid) meinen WUMM? 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Als mär’ ein ,X* hineingestreut Sstnonqm Stelle eine» jeden der nachstehenden Wärter U_H LL LA pabne. Jolle. Inserat. Tieftor, Gespan. Pirat Rune, Ernte, ochale, ealur Burma. Tapir, Urne Rente. Lasche, Alla», Umbra, Pfingsturlaub. Dusecks messen wird. Berichtigung: 3n dem Bericht des Ball- spiel-Llubs 1920 über das am Sonntag auf dem Waldsportplah stattgefundene Spiel ferner ersten gegen die dritte Mannschaft des B. f. B. ist insofern ein Irrtum unterlaufen, als der Gegner der B. C.-Mannschaft nicht, wie angegeben, die Ligareserve, sondern die Dritte des B. t D. war. Fußball in Heuchelheim. Der Fußballverein Homberg a. d. Ohm, Ligamann, schäft, ist Gegner des Sportvereins 1920 am morgigen Sonntag. Homberg ist sehr spielstark. Bei kom p ttem Antreten sollten die Einheimischen auf eignem Platz gewinnen können. Die Jugend spielt gegen die Jugend von Klein- Linden. Auch hier sollten die Einheimischen ein kleines Plus voraus haben. Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. ö. Am morgigen Sonntag veranstaltet der Fußballverein Weilburg seine leichtathletischen Weltkämpfe. Die 1902er gehen mit über 20 Mann an den Start. Die Jugend ist durch einige talentierte Leute der älteren Jahrgänge vertreten. V. f. B Leichtathletik. Sin Teil der er Ihn Rennrnannfcha't der Leicht- athlelikabteilung des B. f. B. fährt am morgigen Sonntag nach Weilburg, um an den leichtathletischen Wettkämpfen des dor'igen Fußball- Vereins teilzunehmen. B. f. B. ist vertreten durch R. Fischer, Paulus, Mohl und Rinn. Hat der Ehor. abgesehen von der der Orgel auf feiner Rvrdfeite. im feine ursprüngliche Beschaffenheit zeigt das Schis' eine Gestalt, die 1870er Jahren durch den Einbau Historischer Verein für Hessen. Bor einigen Tagen unternahm der Historische Verein für Hessen seinen ersten Ausflug dieses Sommers. Das Ziel war Groh- S t e i n h e i m a m M a i n, das er zum letztenmal am 4. Juli 1914 besucht hatte. Trotz dem nicht freundlichen Wetter hatten sich von Darmstadt etwa zwei Dutzend Teilnehmer eingefunden. die durch Autobus dorthin befördert wurden. Aus Groh-Umstadt hatten sich auch ungefähr zehn Teilnehmer eingestellt. Studienrat Dr. Leopold Ingram, der einer seit Ende des sechzehnten Jahrhunderts in Groh-Stein- heim nachweisbaren Familie entstammt und in diesem Jahr in der Sammlung .Starkenburg in seiner Vergangenheit" den topographischen Teil einer Geschichte feines Heimatsstädtchens erscheinen lassen wird, hatte die Führung übernommen. Sie begann mit einer Besichtigung der Kirche, deren Geschichte und einzelne Sehenswürdigkeiten er kurz erläuterte. Der älteste Teil deS Gebäudes ist der Dieredige, zinnen- gekrönte Wehrturm, der der Stadtbefestigung gedient hatte, ehe er seine Bestimmung änderte, als im Jahre 1449 die Kirche von Klein- Steinheim, der älteren Siedlung, nach Groh- steinheim verlegt wurde, das durch die zAm erstenmal 1220 urkundlich erwähnte Burg der Herrn von Epvenstein größere Sicherheit g?gen Uebersälle von _Schnapphähnen" bot. Die Anlage des EhorS erfolgte in den Jahren von 1504—1510. Aus derselben Zeit stammt auch daS Ehorgestühl mit sinnreichen Holzschnitzereien, während die Altäre jüngeren Datums find. soll ein synonymes, sinn verwandtes Dort gesetzt werden. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben al». Ibann. aneinanbergefügt, eine Feftsttte. L bügeln- L gehorchen- 3. aufhöwn; 4. mäkeln: 5. oorfpkgetn; 6. reden: 7. zerlegen: 8. ein schliessen; Die Liebe gleicht dem April, Bald Frost, bald fröhliches Strahlen, Bald Blüten im Herzen, in Talen, Bald stürmisch und bald still. Bald heimliches Ringen und Sehnen, Bald Wolken, Regen und Tränen, 3m ewigen Schwanken und Wähnen. Der weiß, was werden will. (tfeibeL 9. quälen: 10. toben; 11. verhindern: 12. begegnen; 13. erzwingen: 14. beleben. Auflösungen. Ifierträtfel. Himmelfahrtstag. Wortspiel. 1. Lücke—Mücke: 2. Ur—Ar, 3. Alm—Ilm; 4. Mauer—Bauer; 5. Enkel—Onkel: 6. Kiesel— Wiefel; 7. Bord—Lord, 8. Lid—Eid. Maibowle. Magisches Doppel-Quadrat (Spidvereinigung 1900 Giehen. ö. Arn nwrgigen Sonntag hat die Ligamannschaft die im vergangenen Jahre zur 2. Bezirksliaatlas'e aufgestiegene 1. Elf von Sport und Spiel Oranten 1914 Frohnhausen als Gast. Die Vereinigten dürfen die Leute von der Dill nicht unterschätzen. Die Gäfte- elf wird technisch den Einheimifchen unterlegen sein, sie gleicht dieses Manko aber durch gröberen Eifer wieder auS. Auch die Ligareferven beider Vereine stehen sich morgen in Gießen gegenüber. Gelingt es den Platzherrn, eine einigermaßen konstante Elf ins Feld zu stellen, so sollten sic Sieger sein. Die dritte Mannschaft 1900’3 tritt der 1. Elf von Burkhards! elden entgegen. Die Frage nach dem Sieger ist sehr zweifelhaft. Die Alten Herren von 1900 messen mit den Alten Herren Frohnhausen s die Kräfte, wobei man die Gießener als Sieger erwarten darf. Die 1. Jugend 1900's empfängt die 1. Jugend vom D. f. D. Kurhessen-Marburg. Man erwartet mindestens ein Unentschieden für den Plahverein. Die 2. Jugend 1900 s spielt in Marburg gegen V. f. D. Kurhessen 2. Jugend. Der Spielausgang ist nicht vorauszusagen, da jeglicher Kräftevergleich fehlt. B. f. B Die Ligareserve empfängt morgen die zur süddeutschen A-Klasse gehörende erste Mannschaft des Sportvereins Büdingen zum Rückspiel. Das vor 14 Tagen dort stattgehabte Vorspiel verlor die nur neun Mann starke V. s. B.-Els knapp mit 2:3. Vollzählig antretend sollte man von ihr erwarten dürfen, dah sie jene Riederlage wieder wettmacht. Die Dritte löst eine Rückspielverpflichtung gegen Groben -Bus ecks Erste auf deren Pllitz ein. Wenn die D. f. B.-Dritte nicht wesentlich bessere Leistungen zeigt wie am Dorsonntag gegen B. C. 20. wird sie in Großen-Duseck um eine Riederlage kaum herumkommen. Die zweite Jugendmannschaft ist bei der ersten Jugend Großen-Duseck s zu Gast und sollte einen knappen Sieg mit nach G A 0 R Silbenrätsel. amt — den — chcn — de — e — eich — hoch — in — in — ja — kal — kätz — kon — leu — min — ne — nier — non — ree — rek — fcha — sis — stein — stinkt — tor — tur — oen Aus obigen 27 Silben find elf Wörter mit folgender Bedeutung au bilden: 1. kirchliche Handlung; 2. Ort in Alt-Griechenland; 3. schädlicher Schmetter- ling; 4. Schisfsankerplatz: 5. Warenbestandsauf- nähme: 6. Lehrertitel: 7. Naturtrieb: 8. biblische Person: 9. Raubtier; 10. Naaetier; 11. Weinort im Rheinland. — Geschah die Bildung richtig, ergeben die erste und vierte Buchstabenreihe, beidemal von vorn nach hinten gelten, den Namen eines nordischen Dichters und sein unlängst gefeiertes Jubiläum. Kreuzworträtsel die Rähe weltgeschichtlicher Ereignisse (Schlacht bei Hanau) gerückt, ebcnfo im Kriegs!ahre 1386. An den sehr beifällig aufgenommenen Vortrag reihte lich ein Rundgang iurch das malerische Städtchen mit seiner zum groben $eu wohlerhaltenen Stadtmauer. Besonders besichtigt wurden der Marktplatz mit dem durch seinen Erker ausgezeichneten Tauptbäusschen Haufe, dem 1911 errichteten, von dem Münchner Bildhauer Georg Dusch entworfenen Friedensdenkmal und dem Fachwerkhausc des Bürgermeister- Johannes Pförtner, bei dem wahrscheinlich 1521 Albrecht Dürer übernachtet Hal, 'owie daS Schlob. in dessen Hof Rektor Re uh aus Klein-Auheim interessante Hi Heilungen über daS im ver- aangenen Jahre in der Gegend entdeckte Gräberfeld von etwa einhundertundzwanzig römische« und späteren Gräbern, machte. Prof. Dr. K. Esselborn. Deutscher Alhletilspott-Verband Gausportfest mit Lntscheidungskampfen um die Gaumeisterschaft. Der 1. Sau des 7. Kreises des Deutschen Athletiksportverbandes hielt am Sonntag auf dem Sportplatz 1900 lein diesjähriges Sportfest ab. Die Einzelkämpfe begannen norm. 9 U&r und dauerten bis abends 7 Uhr. Abends wurde daS 35jährige Stiftungstest des festgebenden Vereins kl. Kraft- und Spori-Llub 1893) auf der LiebigS- höhe gefeiert. In dem dicht besetzten groben Saale wurde das Beste gezeigt. Vier dem Club über 25 Jahre angehörende Mitglieder erhielten vom Deutschen Athletik-Sporrverband die Ehrennadel des Verbandes, werter wurden noch sieben verdienstvolle Mitglieder mit der Ehrennadel des Clubs ausgezeichnet. Die Preisverteilung, die von Gauleiter H ü b e n t o l - Kassel und Uebungswari Beu sch-Kassel und M o o tz - Marburg vorgenommen wurde, hatte folgendes Ergebnis: Ehrenpreis für die beste Beteiligung: Sportvereinigung 1888 Marburg. 400-Meter-Stassettenlauf: 1. Ehrenpreis Marburg 48 Set.. 2. Preis Gießen 49 Sek. Aelte sten - Klaste (über 50 Jahre alt): Ranke-Kassel Gaumeister im Drctkampf und 2. Preis im Ringen, Aßenmacher-Kassel Gaumeifter im Ringen und 2. Preis im Dreikamps. _ , Altersklasse (über 35 Jahre) Schwergewicht: H. Staubach-Diehen Gau- meister im Dreikampf. 2. Preis im Ringen; Jung-Alsfeld 2. Preis im Dreikampf; Schleimer- Friedberg Gaumeister im Ringen und 3. Preis im Dreikampf. Altersklasse, Leichtgewicht: Holler- Friedberg Gaumeister im Dreikampf und 2. Preis im Ringen; Weintraut-Marburg 2. Preis im Ringen und 2. Preis im Dreikamps. H. Hart- mann-Gieben. Gaumeister im Ringen. Aktive Teilnehmer. Schwergewichtsklasse: Gäry-Marburg Ganmeister im Dreikampf. Fünfkampf. (Leichtathletik) Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoben: Ad. Schepers-Giesten Gaumeister im Ringen und 2. Preis im Dreikampf. Schwermi ttelgewicht: Himmelmann- Kassel, Gaumeister im Dreikampf und Ringen. Leichtmittelgewicht: Schwalm Bieber- Reimenrod, Gaumeister im Dreikampf und Steinstoben. 2. Preis Gewichtwerfen. Hardt, Friedberg. 2. Preis im Dreikampf. Herrmann, Marburg. 3. Preis im Dreikamps. Leichtgewicht: Braun. Kassel. Gaumeifter im Dreikampf. Günther. Kassel, 2. Preis im Dreikampf. Schevpers, Wilh., Giehen, Gau- meister im Ringen. Federgewicht: Staab, Friedberg, Gau- meister im Dreikamps und 2. Preis im Ringen. Kurouzik. Marburg. 2. Preis im Dreikampf und 3. Preis im Ringen. Schember, Alsfeld. Gaumeister im Ringen. Bantamgewicht: Wootz. Marburg, Dau- meister im Dreikampf. Kraft, Ulaeburg. 2. Preis im Drctkampf. Böcller. Marburg. 3. Preis im Dreikampf und 2. Preis im Ringen. Fliegengewicht: Schweizer. Marbura, Gaumeister im Dreikampf. Dickhaut, Alsfeld. Gaumeister im Ringen. Im Boxen, das in Giehen noch sehr wenig gezeigt wurde, war das Interesse der Zuschauer sehr groß. Es hatte folgendes Ergebnis. H a l b- zschwergewicht: Martin, Fr., Dassel, Gau- meifter. Beith. Giehen. 2. Preis. — Mittel- »sch wergewich!: Schmidt. Kassel, Gaumeister. Emmerich. Marburg. 2 .Preis. • Weltergewicht: Wagenpfcll, Giehen, Gau- meister. SchcperS. Giehen 2. Preis .— Leichtgewicht: Burhenn. Kas el, Gaumeister. Fink. Alsfeld, 2. Preis. — Federgewicht: Reumann. Kassel. Gaumeister. Lldelt, Giehen. 2. Preis. — Bantamgewicht: Dresselt. Kassel, Gaumeister. Lotz, Giehen, 2. Preis Fliegengewicht: Armreich, Gieren, Gaumeister. Resselrodt. Kassel, 2. Preis. Handball der O. T. Turnverein Grohcn-clnden (Jugend) — Turnverein Herborn (Jugend). Für kommenden Sonntag hat sich die Jugend des Id. Großen Linden die gleiche des To. Herborn verpflichtet. Da über die Spielstärke der Gäste nichts bekannt ist, muh man den Ausgang offenlassen. Handball in Heuchelheim. Die Handballer des Turnvereins haben am morgigen Sonntag den Turn- und Sportverein Butzbach zu Gast. Wenn fie die Leistung des vorigen Sonntags, aufbringen, dürfte es zu einem ehrenvollen Resultat langen. Handball im Lahn Dünsberg-Gau. (Barbcnteld) — Kinzenbach 6:2. Am Sonntag trafen sich diese Mannschaften aus dem Diesecker Platz zum fälligen Derbandsspiel Garbenteich konnte ein 1:0 Resultat bis zur Halbzeit herousholen. Nack- Halbzeit fanden sich beide Mann- schäften besser zusammen. Das Spiel endete schließlich mit dem oben mitgeteilten Ergebnis. D. f. B. Handbatt. V. f. B. — 2. ftomp. J.-R. 15 2:2. Die Handballmannschaft muhte sich Himmel- sahrt gegen die 2. Komp, mit einem Unentschieden begnügen. Nach anfänglicher Ueberlegenheit, die auch durch zweimalige Führung zum Ausdruck kam, muhte sie sich gegen Schluß den Ausgleich gefallen lassen und sich stark gegen die auf- gekommenen Reichswehrleute wehren, um eine nabeliegende Niederlage zu verhindern. Bei der Beurteilung des Spieles und des Resultats mutz allerdings berücksichtigt werden, daß B. s. B. mit mehrfachem Ersah anzutreten und den größten Teil der zweiten Halbzeit mit nur zehn Mann durchzusuhren gezwungen war. da der Halbrechte wegen Verletzung längere Zeit aus- scheiden mußte und nach feinem Wiedereintreten nur noch als Statist mitwirken konnte V. f. B. Die Ligamannschaft stand am Himmelfahrt, tage auf dem Waldsportplatz der Ligaelf von Lan - genfelbold gegenüber und gewann da» Spiel mit dem unerwartet hohen Siege von 8:1 Man konnte bei dem interessanten Kampfe die Feststellung machen, daß die 23. f. B. Ligaelf auf dem besten Wege ist, wieder in Form zu kommen. Bi» zur Halbzeit stand das Spiel 4:1 für Gießen. a: 1. alte türkische Handelsstadt: 5. Tierleiche; 8. geographische Bezeichnung; 9. Lustsprung; 11. schlangenartiger Pelz: 12. Begründer der neuen deutschen Landwirtschaft; 13. Nebenfluß der Weichsel in Galizien: 14. Titel; 15. französische Münze; 18. Schank- statte; 19. Körperteil: 23. weiblicher Personenname, 25. deutscher Dichter: 26. ehemaliger orientakifcher Herrschertitel: 27. Straubenart: 28. Feldmarschall des Großen Kurfürsten. d: Do, n oben nach unten: 1. Sportgerät: 2. Kurort in der Schwei,;. 3. Volks- gerneinschail, 4. Teil des Baumes: 5. Stabt in Südtirol : 6. Schickjalsgöttin: 7. Stabt tn der Rieder- lausitz: 10. Dorfohr: 14. bekannter verstorbener Kanzelredner: 15. Hafenstadt in Syrien; 16. andere Bezeichnung für Auftrag: 17. Hohcrpriester; 20. Dergweide, 21. Raubtier: 22. Bad in Hessen; 24. andere Bezeichnung für Ansehn. Diagonal: A—C Fell gruppe in bet Sächsi- schen Schweiz. — B—C Berufsgruppe. — F—D altes Längenmaß. — O—E alkoholisches Getränk. Eitnetzräifel Durch Einsetzen je eines weiteren Buchstabens in die nachstehenden acht Wörter, einerlei, an welcher Stelle, fallen acht neue Wörter gebildet werben, wo- gegen die eingesetzten Buchstaben, fügt man diese aneinander, einen Festschmuck nennen. Kai — Leer — Sigel — Eule — Patent — Gas — Oran — Mine Homonym Der Himmel ist's, wenn eingehüllt in Grau, Ein Haus wird's bald, wenn s fertig stehl im Bau, Oft werden's Betten neu von Frauenhand. Nie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Revakftonstffch. Vormundschaft. In der ..Voss. Zta." wirb erzählt: »in auch fonfl reichlich beschäftigter Vormund hat für eil Mündel e ne umfangt« die landwirtschaftliche Verwaltung zu führen, die ihm durch alljährlich dem Dormundschaftsgericht abzulegende Rechnung und die darauf erfoigende Prüfung bie’er Rechnung nicht besonders erfreulich gemacht wird. B« einer Rechnungsablegung stellt das Tormunb» schaftsgcricht u. a. fest, daß der Rachweis übet den Verbleib von sieden Ferkeln fehlt, die zu einem in dem Berichtsjahr erfolgten Wurf gehören Reben anderen ®r nnerungen zur Rech- nungsablegung wird daher der Vormund aufgefordert. sich über den Verbleib der fehlend« Ferkel zu äußern und den ausstehenden Rach- we^s au erbringen. Prompt schreibt er zurück: „Die sieben Ferkel hat der Eber gefressen, weck er nicht wollte daß sie nach feinem Tode unter die Vormundschaft des Amtsgerichts zu 3E. tarnen."4 cietzermann-Aaekbole. Ein berühmter Berliner Schriftsteller, der ein sehr eigentümliches Gesicht hat. wollte über alle» gern von Liebermann gemalt werden. Endlich brachte er ihn auch so weit. Rach der zweiten Sitzung fragte der. was seine Person angeht, immer etwas ängstliche Schriftsteller ,Hccr Profeftor. wird das auch ähnlich?4' Worauf Liebermann erwiderte: .Warten ,«f man, das wird noch zum Kotzen ähnlich. empöre gegeben wurde, um möglichst viele Plätze zu schaffen. 3m Ehvr befindet sich das Grab' mal deS 1639 verstorbenen Mainzer Rats Georg Johann von Ingelheim, das ihm fein Sohn 1687 errichten ließ. Die Rordseite deS Schiffes beherrscht das große Grabmal des 1528 verstorbenen und mit dem großen Humanisten seines Rarnens verwandten Mainzer Marschalls Frowin von Hutten und seiner Gemahlin. Hutten, der von dem ihn sehr hochschätzenden Ä aller May wegen feiner Einfachheit scherzhaft der .Heckenreiter" genannt wurde, stand den Humanisten nahe und brachte dem Luthertum Wohlwollen entgegen, ebenso wie sein Zeitgenosse, der 1450 gebotene und von I4£O bis zu feinem Tode im Jahre 1534 als Psarrer in Groß-Steinheim wirkende Pfarrer Johann Rosenbach oder Jn- dagine, wie er seinen Rainen nach Humanisten- sitte in Lateinische übersetzte Bon feinen astrologischen Studien zeugt noch ein von ihm verfaßtes Werk. Sehenswert ist u. a. da- eine Altarbild, das Maria auf dem Türkenkopf darftellt, sowie eine aus Hanau stammende Madonna. Rach Besichtigung der Kirche wurde der Kasfee in dem HosbrauhauS — dem Quartiere des Grafen v. Zeppelin vom 11. bis 12. Juli 1866 — eingenommen, woselbst Kabinettmeister Stick- fel die Gäste im Ramen der Stadt Steinheim begrüßte. Danach gab Studienrat Dr. Ingram in einem einstündigen Vortrag einen Heberbllck über die Geschichte der Stadt, die 1320 Stadt- rechte erhielt. 1424 mit vierzehn Dörfern von den Eppenfteinem um 24 000 Gulden an die Erzbischöfe von Mainz überging und infolgedessen ein Residenzstädtchen mit all seinen Vorzügen und Rachteilen wurde. Aus den daselbst gemachten Ausgrabungen läßt sich eine Siedlung bis in die Steinzeit zurückverfolgen, sowie in geschichtlicher Zeit das aufeinanderfolgende Vorhandensein von Kelten, Sueben. Römern, Alemannen und Franken nachweisen. Eine große Rolle spielte Groß-Steinheim in dem sechsten und siebten Jahrzehnt des fünfzehnten Jahrhunderts in den Kämpfen der Mainzer Erzbischöfe Diether von Isenburg, der eine besondere Vorliebe für die Stadt hätte, und Adolf II. von Rassau. Die Reformattonszeit ist durch die Ramen Frowin von Hutten und Johannes In- dagine gekennzeichnet. Im dreißigjährigen Krieg ist Groh-Steinheim von 1630 an Zeuge und Schauplatz wechselnden Kriegsglücks, und im siebenjährigen Krieg wurde es einmal von französischen Truppen überrumpelt. Im Jahre 1802 fiel es an Hessen-Darmstadt. Von 1808 biS 1810 dienten die damals wieder bewohnbar gemachten Reste des West- und SüdflügelS des Schlosses, dessen Ostflüget 1794 abgetragen wurde, dem zweiten Sohne des Grvßherzogs Ludewig I.. dem Prinzen Georg von Hessen (1780 bis 1856), zum Aufenthalt. Rach der Schlacht bei Leipzig wurde Groß-Steinheim wieder in S P P A Vermischtes. Lio frecher Poftraub. Ein frecher Raub gelang am Freitag am Hellen Tage in der belebtesten gen b Londons. Während die 'Beamten zum Lunch waren, hielt ein .Postwagen" vor der Postftllal« Ehapel Street. Ein paar Männer öffneten mü einem bereitgehaltenen Schlüssel die Tür, die von ein bis zwei Uhr nachmittags stebS geschlossen ist, schleppten den Stahlschrank zu ihrem Wagen und fuhren mit ihrer Beute davon. Der .Postwagen44 stellte sich als eine «schickte Bcrll:idu g eine* Rennautos heraus Während be3 Schranktransportes kamen übrigens einige Leute, die Briefmarken kaufen wollten in daS Postamt. Ihnen wurde gesagt, daß gerade .Jnven- t u r" gemacht würde und sie deshalb nicht bedient werden tonnten. Das Tollste aber war daß vor dem Gebäude sechs Tarameter aus Kunden toarteten und ein paar Eh^uffeu« den Räubern noch behilflich waren, den schweren Schrank in den Wagen zu schieben. Der Wert der Deute beträgt rund 30 000 Mk. Zwanzig Pilger In der wüste umgekommen. Wie aus Beirut gemeldet wird, hat e i n Auto mit 20 Pilgern bei der Fahrt durch die Wüst« von Bagdad nach Beirut den Weg verloren. Es wurde von einem englischen Flugzeug ausfindig gemacht, doch waren sämtlich« Insasten tot, als Hilfe ankam. Hause bringen. Die dritte Jugend hat st e t n dessen erste Jugend zum Gegner. Wenn die körperliche Ueberlegenheit der Platzmannschaft nicht allzu groß ist. darf man ihr ein gutes Abschneiden zutrauen. Dasselbe gilt von der zweiten Schüler-Elf, die ihre Kräfte mit der Ersten Echülermannschast ® roßen« Rösselsprung. ii i m n I i I m । e | n h | a f 'er 25 21 22 15 16 Don links nach rechts Stoffe zum Pflngstkleld nur von Carl llnwack Täglich Eingang letzter Neuheiten in Voile, Mousseline, Rohseide, Waschseide Seltersweg 85 __ ________________________ ______________am« azvre Mine Megtnb K le l«i beeren*. rnlie 26. 4134v 30TN aus hübschen ge- Sport-Anzüöe musterten 35” | Tiroltr-teta. Mr 8-8 lahme: 3.85, <14 iäWe:~18ii Bieten / Martlilrate 22 / Biene SdigeiM / SMaier HNO aussetzen. Gießen, den 15. Mai 1928 3428a Apfelwein *’”D IfäftfaUa 50750 ffeparätoren M ♦ für weisse Wäsche hkrtUr Ireeer, Eoi Wirki, BorUi ee* Dandf. Rniüqe itrovanille 'Schon wieder ßostffecke! Spezialhaus für Betten u. 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UrlvrungSz ugnts lür Züchter, BachweiO der Quarantäne für Händler- ES Dürfen nur Tiere aus unverseuchten Gemeinden der Streife Dietzen, Friedberg, Scholien und Büdingen aufgett leben werden Lu!triebSzeit vormitrags von 7-S'/, Uhr Ha$mlii«5 grobe Bolsözltfllgoiig, Konzell, loij Allerdings: Wir lehnen es grundsätzlich ab, minderwertige Qualitäten wegen des .billigen* Preises zu führen. Wir bringen in Bellen, Federn, Malratzen nur erprobte Qualitäten, für die wir jede Garantie bezüglich Farbechtheit, Reinheit, Füllkraft usw. übernehmen.--Dabei sind unsere Preise so kalkuliert, daß Sie bei gleich guter Qualität nirgends billiger kaufen können. Drucksachen aller Art lattong stilrein uitd^reirwen die vrilbl'sche vnioerßtStr-Vnickerei, B. lange, Gieße», Schvlßr. 7 Mäniol ,ur Uebcrgang, io Gabar- riulilcl dln« u. Covercoat in allen mod. 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Ab Stärkung; Srioathän alten Faci aber in iedend fttflim1 2950 Beltvorlagen in jeder Preislage 50091 lungSbedmgungen Zakob SeilerSwea Heporai -WerfHötte dieser 03023 I steile ohne Ueberi und schwierigen Ein Bruchband Dürtonp- MmMlnen Aller-, Diamant-, Presto-, Torpedo- Feirrl S?. L"." "Zus rr ■y, l Staletti. n."?S ®a £5 S’n $E* Ur. UZ viertes Matt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Samstag, 19. Mai (928 Moskau. rone;'Pro;etz,«irt^chaftö»ot,AönigSbtsuch Don unserem D. B. Moskauer Mitarbeiter. Moskau, Mai 1928. Denn man schon vor Wochen die Stimmung hier al» „ e h , der im schonen weihen flo- lonnensaal, der letzigen Zentrale der kommunistischen Gewerkschaften, des früheren Gebäudes der Moskauer Adelsgenossenschaft, stattfinden soll, mit seinem keil» sinnlosen, teils maßlos übertriebenen Anklage- material ist nur eine der wenigen, ja vielleicht sogar nicht die krasseste Aeuherung dieser Stimmung. Die anders haben sich die Dinge entwickelt, als es so viel« „Kenner" «owjetruhland» vor einem halben Jahre oorousgesagt haben, damals, als Stalin als vollständiger Sieger aus seinem Kampfe mit der Opposition herausging. Die „radikale" Opposition war unterworfen. Also — das wäre ja auch die „lofiifdx* Folgerung gewesen — ist für den „gemäßigten" Stalin die Bahn eiper ruhigeren Entwickelung, eines stufenweisen Abbaues des Kommu- ntsmu» frei. 2a man konnte sogar damals in aus- ländischen Kreisen hier in Moskau da» kühne Wort hören, dah in der Person von Stalin der russische Napoleon, der die wahren Errungen- schäften der Revolution konsolidieren und die vom ermüdeten Volke so heih ersehnte Ruhe und Ordnung ; bringen sollte, bereit» aus die historische Szene getreten wär,. Man übersah dabei nur eine Kleinigkeit, nämlich, dah die Dinge in der Sowjetunion ihre u r • eigene innere Logik haben, die sich durch keine au» den Schulbüchern entnommene Parallele beseitigen läßt. Was wäre einfacher, als dah die leitenden Kopfe aus nüchternen Erwäounqen der Machlerhalmng dem Lande diejenige Portion von wirtschaftlicher Freiheit verabreichten, di« unbedingt notwendig ist, damit die Bauern ihre Aecker im ausreichenden Mähe bestellen und die staatliche In- dustrie nicht in den Fesseln des Bureaukratisrnus erstickt. Aber wirtschaftliche Freiheit, das bedeutet die Stärkung des reichen Bauern, des „Nepmans" (bee Privat Händlers) und schließlich des „Spezis", des alten Fachmanns In der Staatsindustrie. Das sind aber in Wirklichkeit feine „Gespenster", sondern lebendige Feind« de» kommunistischen Regimes. Und daher die Folgerung: lieber das größte Risiko wirtschaftlicher Erslbiillerungen, als diesen Feinden wieder auf die Beine Helsen. Wie dem Boxkämpfer, der sich bei „neun" mit legten Kräften erhebt, um im nächsten Augenblick durch einen vernichtenden „knock-out" wieder zu Boden geschlagen au werden, ist'» in den legten zehn Jahren den russischen Bauern ergangen. Kaum hatte er angefongen, sich von den Folgen von Krieg, Hun- gersnot und vor allem des „Kriegvkommunismus" der ersten Jahr« zu erholen, kaum hatte die Ge- tveideoussuhr wenn auch nur die klägliche Zahl von etwa einem Sechstel der Dorkriegsausfuhr erreicht. als mit einem Schlage durch eine Flut von Beschlagnahmungen, steuerlichen Schikanen und andere Erprelsungen die schwachen Ansätze einer Besserung zunichte gemacht wurden. Die (Betreibe- bereitftellunaen haben im April einen noch nie ba- gewesenen T i e s st a n d erreicht. Der Eirport von Getreide Hot ausgehört, die Passioitöt de» Außenhandel» nimmt von Monat au Monat zu. Wichtiger noch sind die Riickwirkunaen auf die Psyche des Sowjet-Durchschnittsmenschen, des Arbeiters und des kleinen Sowjetbeamtcn. E» ist schwer für einen Außenstehenden, sich in die Stellung eine» Menschen xu versetzen, der seit 1918 jahrein, jahraus als „geistige" Nahrung nichts, aber überhaupt nichts, als die ofsizielle kommunistische Presse erhalten hat. Dor ollem, welche maßlosen Derwir- rungen haben in den Gemütern die spalten- und seitenlangen Berichte ijber die „Verschwörungen" im Kohlenbergbau verursacht: Berichte, an die sich in den letzten lagen ganz nach der glei- chen Schablone ausgezogene Berichte über die -tcrtil induftrie und die Tabakinduftrie gesellten. Bisher wurde ja nur in wahrhaft ermüdender Eintönigkeit über die Errungenschaften der nationalisierten, ftcot- "sichen 2nbuftric berichtet, wobei stets betont wurde, daß diese Erfolge dank der ausopfcrnden Tätigkeit de» Arbeiter» und des Sowjetbeamten, also auch der Ingenieure, und dank der Srjeitigung des früheren prohtgierigen kapitalistischen Beüncrs erreicht werden konnten. Plötzlich, ohne jeden Uedergang. ift über Nacht alles anders geworden: man hon nichts mehr von den Erfolgen, aber um so mehr von Millionen Verlusten, von absichtlich unter Wasser gestellten Gruben, von in den Fabrikhöien oer- rostenden kostbaren auslänbischen Maschinen. ja so- aar, daß deutsche Fabriken mit Absicht schlechte Maschinen geliefert hätten, um ... recht bald neue Aufträge auf neue Maschinen zu erhalten. Ebenso ist es mit der „aufopfernden" Tätigkeit der Sowjet- beamten bestellt: statt dessen eine Verschwörung von oben bi» unten, bis zu den Spitzen de» „Donugols" und anderer Staatstrusts. Und hier schießen die Leiter der Sowjetregierung in ihrem Anklageeiser ganz bestimmt über da» von ihnen gesetzte Ziel hinaus. Denn wenn der Leser der billigen Zeitungen, der immer und nicht ganz ohne Grund an die Macht- Vollkommenheit des bolschewistischen Staatsapparates geglaubt hat, nunmehr hört, daß dieser Staat durch die Machenschaften und Verschwörungen seiner Diener an den Rand de» Abgrundes gedrängt ist, was soll er bann überhaupt über die nächste Zukunft denken? Und wenn diese Stimmung durch neue E r- nährungssorgen, durch die sich vor den Läden häufenden „Schlangen" (nicht nur für Lebensmittel, auch für Kleiderwarcn, Seife usw.) noch gesteigert wird, so darf cs nicht wundrrnehmen. daß die Lust mit Elektrizität geladen ist — von den obersten Kreisen bi» zu den untersten. Mitten herein in diese Zeit der wachsenden Depression siel der Besuch de» afghanischen Königs. Es war das erste Mal, daß eine gekrönte Persönlichkeit, dazu noch ein orientalischer Despot, den Boden der „proletarischen Republik" betrat. Keine leichte Aufgabe für die kam- Soeben veröffentlicht Lord Beaver- b r o o k in einem großen Londoner 'Blatt Erinnerungen an den Beginn de- Weltkrieges. Gr schildert darin u. a., wie sich die Mitglieder deS englischen Kabinetts in der Stunde der Entscheidung zu einer Partie Bridge versammelten. So oft die kaum noch übersehbare Reihe der Memoiren von Dolitikern und Generälen, die den Ursprung und den Berlauf deS Weltkrieges in gehobenen Stellungen erlebten, um ein neueS Werk vermehrt wird, gedenkt man unwillkürlich des unvergänglichen Wortes des schwedischen StaatSkanz'er» Ofcnftierna, dah die Menschheit gar nicht ahne, mit wie geringer W e i S he i t sie regiert werde. Nur sehr wenige dieser Werke, mit denen sich bereits eine recht stattliche Bibliothek füllen ließe, erwecken nicht in dem Leser, der sich von ihrer ersten Seite durchgearbeitet hat bL6 zu ihrer letzten, das Gesühl einer gewissen Enttäuschung Lind da hat nun neu ich ein Engländer, Lord Beaverbrook. der bei Beginn deS Krieges dem Kabinett angehörte, zur Feder gegriffen und so lebhaft und ungeniert, wie man sich In England nach einem guten Diner bei altem Portwein unter Mannern zu unterhalten pflegt, die Stunden geschildert, die i m Ä u g u st 1914 der Entschließung Englands zur Teilnahme am Kriege unmittelbar vorangingen. Und Lord Beaverbrook hat auSgeplaudert, daß die In der Admiralität, bei Winston Churchill. dem Marineminister, In begreiflicher Erregung versammelten Kabi- nett-mitglieder sich schließlich zu einer Partie Bridge niedersetzten. Nur ein paar Minuten lang entfernte sich, nach dem Empfang von Depeschen, Winston Churchill von der Partie, bat einen anderen statt seiner die Karten zu halten, und eilte hinaus, um schnell öle Mobilmachung aller englischen Streit- kräste zur Sec anzuordnen. Dann wurde die Partie fortgesetzt, als wäre nichts vor« gesallen. Nur das Schicksal Europas war ja auch in diesen paar Minuten entschieden worden. munistisch« Regie. diesen Besuch dem eigenen Pudli- kum oerständlich und ..jchmackhaft" zu machen, auch wenn da» Won König" von der offiziellen Sowietpresse sorgfältig gemieden und durch da» an- gedliche annehmbare Wort „P a d i s ch a h" ersetzt wurde, Hinzu kam. daß her König gleich nach der Maiseier eintraf und noch die wellzertrummernben Aufschriften aus den Plakaten und Fahnen lesen konnte (wenn er e» eben konnte!). Die dem auch sei. der Königsbesuch ist alles in allem programmäßig verlausen, die Regie hat im ?rofoen und ganzen gekloppt. Dadurch, daß die Mos- auer Würdenträger sich für diesen Fall besondere schwarze Anzüge ansertigen ließen (ben „bourgeoisen" Frack anzuleaen — dazu konnte sich der Präsident der proletarischen Republik. Kalinin, auch bei einem solchen Falle nicht entschbeßen) und baß Aman Ullah aus Rücksicht auf seine Gastgeber bie schlichte Feld- uniform statt ber prunkvollen Galaunisorm trug, wurde jene Mittellinie geschassen, die sich dem herrschenden Tlifieu anpahte. In einer Hinsicht muß aber die Lowjetregierung den Königsbesuch al» einen außenpolitischen Mißerfolg buchen^ zu irgendwelchen herausfordernden Demonstrationen gegen England ließ sich der kluge Aman Ullah nicht »rovozieren. Die für den vorigen Sonntag ange- agte grandiose Luftparabe, bei der die neuen Luft- ahrieuge ber Roten Armee, bie sämtlich die Auf- (trift tragen ..Unsere Antwort an Chamberlain", Sie erst« Rolle spielen sollten, konnte nicht stattsin- den. ba ber Afghanenkönig sich rociaerte, ihr be-.zu- wohnen. Mehr Glück hatten bie Gastgeber beim Besuch be» Königs in der Kriegsakademie: hier würbe 21 man Ullah gewissermaßen überrumpelt unb gezwungen, einer längeren Vorlesung eines ber Professoren beizuwohnen. Das Thema lautete: „Die Kriege Afghanistans mit Englanb". Obwohl daS Spielen und besonders das Wetten In Englcmd bei hoch und niedrig, bei jung und alt ungemein beliebt ist. würde eS verkehrt sein, den Männern, die sich da im August 1914 in eine Partie Bridge vertieften, während der Telegraph die Mobilmachungsorder rund um die Erde nach allen englischen Besitzungen trug, Frivolität oder ZyniSmuS vorzuwerfen. Denn Bridge ist kein Hasardspiel — sallS man nicht jedes Kartenspiel Im Grund als ein Hasardspiel betrachten will —, sondern eS ist ein Spiel, das Ueberlegung, Berechnung und Kombinationsgabe voraus- setzt, und bei dem man mit „Bluff“ allein auf die Dauer nichts erreicht. Winston Churchill und seine Ministerkollegen lenkten ihre Gedanken ossenbar mit Absicht aus die Karten, um die Karten, um sich nicht von der zweifellos wohlerkannten Bedeutung deS Äugenbftcks überwältigen zu lassen. »ES gibt feinen Zusalll“ läßt Schiller feinen Wallenstein sprechen, und eS ist nur folgerichtig, wenn Wallenstein mit Hilfe SeniS, feines Qlflrologen, kommende Geschehnisse auS den Sternen lesen möchte. DaS ist nichts weiter alS ein blinder Fatalismus, nämlich die fteberzeugung, daß alleS^ was uns hieniedcn auf Erden widerfahren soll, von geheimnisvollen Mächten im voraus bestimmt ist und unser vermeintlicher freier Wille auf naiver Selbsttäuschung beruht. Wir glauben, zu schieben, und wir werden geschoben. Romanischen Völkern liegt der Fatalismus mehr im Blut als nordischen, und es ist beglaubigte Tatsache, daß sich Napoleon I. des öfteren vor einer Schlacht eine Kartenpatience legte, die nach ihm benannt geblieben und ziemlich kompliziert ist. Sein Fatalismus hinderte ihn im übrigen nicht, die Schlacht auf daS sorgsamste vorzuberetten und jede Ehance, die sich ihm bot, jeden Fehler seine- Gegners, so rasch wie energisch au-zunutzen. Zum Kartenspiel als Zeitvertreib mangelte ihm die Geduld. Ihm war nicht, tote Moltke, eine Partie Wh. st al- harmonischer Abschluß de- Tages Bedürfnis und Staatsmänner am Spieltisch. Oie Bridgepartie am Beginn des Weltkrieges. - Wie Napoleon die Karten befragte.-Bismarck und das Jeu.-Wenn Eduard VII. beim Spiel gewann. MMMdriWiSMen. Vornan von Edgar Wallare. Copyright by Wilhelm (Bolbmann, Verlag, Leipzig 11. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Ich seh« «» Ihnen an, Sie haben noch etwas auf dem Herzen", sagte er plötzlich und faßte Bertram Eoby scharf ins Auge. „Ich brauche Geld", gestand Eoby verdrießlich. Staktti sah Cody einen Moment an, dann bückte «r sich wortlos, schloß eine Schublade des Schreibtisches auf, entnahm Ihr eine zerbeulte Kassette, öffnete fk und legte ein dickes Notenbündel vor Eoby hin. „Da sich setzt unsere Zahl verringert hat, konnte Ihr Anteil erhöbt werben", sagte er. „Sollte ich da» Zeitliche segnen, so wirb auch da» Ihr Gewinn sein. Hingegen wenn Sie..." Eoby schauderte. , „Darum über so gräßliche Dinge sprechen , flagte er unb strich sich mit zitternder Hand über bk Glatze. „Freuen wir uns. dah wir leben und gesund sind. Dir haben uns schon viel zu weit von unseren ursprünglichen Plänen entfernt Denken Sie an ba» Bibelwort: Wer Menfchenblut vergießt ..." J>abe ich Meyschenblut vergossen?" „Das müßen Sie Ihr Gewisien fragen, nicht mich", sagte Eoby. Stalettis Lippen krausten sich in Hohn. „Es war einmal ein Mann, namens Lew Phee- ney", jagte er, jebes Won obwägend. „Er starb allerdings eines gewaltsamen Todes, aber ba man den Mörder nicht gefaßt hat, muß er sich wohl selber umgebracht haben." Er kicherte. „Ich siebe die Herrschaften nicht, bie ihr Herz der hohen Obrigkeit ausschütten. Das verdirbt das Geschäft: denn die Polizisten sind Leute ohne Phantasie und höhere biologische Bildung. Eie wissen nichts davon, um wi« vieles wertvoller ein Spinngewebe ist als die kleine Fliege, die darin zappelt! Sie wisien nicht ..." Er hielt plötzlich inne unb legte den Finger warnend auf den Mund. Eody war das leise Quietschen der Fensterläden entgangen, aber Stalettis überfeines Ohr halte es zweimal vernommen. „Es ist jemand draußen", flüsterte er. „Giaco?" hauchte Cody in banger Frage. „Nein, Giaco ist es nicht. Bleiben Sie hier. Ich werde nochscben!" Auf Zehenspitzen verließ er bas Zimmer. Cody härte noch das leise Knarren ber aufaeschlosienen Tür. Dann nicht» mehr. Nur ber Dino seufzt« in langen Stößen an ben Ecken de» Hauses. Dann kehrte Staletti zurück. Er blinzelte, als müsie er feine Augen erst roieber an das helle Licht gewöhnen, aber Cody hatte ihn schon einmal so gesehen und wußte, dag Stalettt in einer ungewöhnlichen Erregung war. Er legte einen Gegenstand auf den Tisch, ber wie bie Hörmuschel eines Telephon» aussah. Unten hing eine Gummistrippe herab. „Es hat jemand am Fenster gelauscht, mein Bester, und ich glaube zu ahnen, wer ... Sie sind im Auto aekommen? Denn ja, so wissen Sie, daß es gegen bie Verabredung war." ,Lch kam zu Fuß", log Bertram Eody. „Sic haben einen ausgezeichneten Ehauffeur, aber er ist 3U neugierig." „Ich sagte Ihnen doch, ich tarn zu Fuß — und allein I" „Er kann Ihnen heimlich gefolgt fein!" Er zog eine zerknüllte Mütze aus der Tasche. .«Haben Sie diese Mütze schon mal gesehen?" Eoby schüttelte den Kopf. „Er bat sie abgenommen, um bie Muschel ans Ohr zu legen. Ich konnte das Mikrophon leider nicht iinben, aber ich glaube bestimmt, daß er alles gehört hat. was hier besprochen wurde." „Aber es kann nicht Cawler gewesen sein", beharrte Eody. „Darum sollte er spionieren? Er ist der Reffe meiner Frau!" „Unb siebt sie wie feine leibliche Mutter", höhnte Stalettt Er zog da» Mützensutter nach außen unb las ben Namen des Fabrikanten ab. „Ein Spion in Ihrem Haus — das könnte für uns alle sehr peinlich enden!" ..Ausgeschlossen! Er weiß doch genau, wo sein Borteil liegt!" „Man sollte trotzdem ein wachsames Auge auf ihn haben. Was war er denn früher? Ein Autvdieb, dessen Bild in jedem Verbrecheralbum prangt. Jeder Kriminalbeamte kennt ihn. Als unser gemeinsamer Freund — wie heißt er doch noch gleich — Martini — nein, Martin — als Martin mich bas erste Mal heimjuchtc, erkannte er Cawler gleich roieber, unb ich war sofort durch ihn kompromittiert." „Das mag schon sein," gab Eody zögernd zu, „aber er ist selbst viel zu sehr in die Sache verwickelt, um den Angeber spielen zu können." Und er beugte sich über ben Tisch unb flüsterte lange und eingehend. In Stalettis Augen wuchs das Interesie. Mehrmals schlug er, heimlich belustigt, mit ber flachen Hanb auf den Tisch. „Schade", sagte er endlich, „daß Giaco vorhin nicht im ©arten war. Dann wären jetzt alle Zweifel behoben!" Er begleitete Eody zur Tür unb schaut« ihm nach, bis bie Dunkelheit ben kleinen Mann verschluckte. Cody fand sein Auto auf der gleichen Stelle wieder. Der Ehauffeur döste auf seinem Sitz. Er rieb sich die Augen, als Cody ihn am Arm rüttelte. „Tommy," fragte Eoby, unb seine Stimme war merkwürdig heiser, „du hast doch getan, was ich dir gesagt habe? Du bist mir doch nicht etwa heimlich gefolgt?" „Bei dem Hundewetter? Ich bin doch nicht ganz von allen guten Geistern verlaflen." Er bückte sich und schaltete die Lampe ein. Der Motor begann zu surren. Der Wagen federte. Eody stand und starrte feinen Chauffeur an. Er trug feine Kopfbedeckung. Cody bebte vor Zorn. „Cawler, wo hast du deine Mütze gelosten?" „Der Wind hat sie fortgeweht," erwiderte Tommy gelosten und ohne eine Spur von Verlegenheit. „Das sog ich dir, Tommy, wenn du mich zum Narren bä Int, sollst du es bitter bereuen!" „Steig ein unb rede kein dummes Zeug", brummte Tom Cawler unhöflich, unb ba er seinen Wagen anfuhr, ohne auf fernen Herrn Rücksicht zu nehmen, blieb Cody nicht, weiter übrig, als seine Wut zu mesttern und auf bas Trittbrett zu springen. Während ber ganzen Fahrt sah er Tommys kantiges Profil vor sich. Er grub sich ins Polster. Pläne des Hostes unb der Abwehr jagten in feinem Gehirn, ober er wußte, er konnte keinen ausfübren; denn er hatte sich schon zu sehr in Cawters Hand gegeben. Gewohnheit. Fatalist biS in bie Fingerspitzen war des kvriifchen ZmperatorS Neffe Napoleon III. (=c:n 5alaliömui bewirkte, baß er burch keines ber gegen ihn verübten Attentate ouS ber Zastung geriet. Obenbrrin war ihm einst von eintr Zigeunerin prophezeit worben, baß er .unter dem Messer'' ft erben würbe — „sous le bistouri** — so baß feine Kugel, keine Höllenmaschine ibm etwas an hoben konnte, Er ist wirklich .unter dem Messer" gestorben, zwar nicht unter bem Dolche eine- gegen Irin Leden Verschworenen, so doch unter dem Operation- mefser eines Chirurgen Fatalisten kann naturgemäß Hasardspiel nicht reizen. Der echte Hafardfpieler will stärker sein als da- Schicksal, will c-5 sich unterwerfen und setzt, wenn der Zufall sich gegen chn wendet, sckstießlich fein letztes Hab unb Gut. Hau- unb Hof ’ttuf bie Korte. Die Polittk, die .Kunst des Möglichen", schäftet aus ihrem Kalkül grunb« löhsich den Zufall, den Holarb, auS. verliert jedoch nicht bi« Eventualität aus dein 2uge. daß der dümmste Zufall unter Umständen Die raffiniertesten Kalküle glatt über den Haufen wirst. Sämttiche vorstellbaren Möglichkeiten zu überdenken und sich auf jede von ihnen einxu- stellen, raubte BiSmarck. wie er schreibt, bevor er ein Vorhaben in Angriff nahm, den Schlaf mancher feiner Vächte. Daft. die meist von Franzosen. den Bänezed und Blanc gepachteten Spielbanken in deutschen Kurorten aufgehoben würden, sobald er die Macht dazu hätte, nahm BiSmarck sich, vor, als er in den Jahren, die er alS preußischer Bundesgesandtee in Frankfurt am Main zubrachte, daS verderbliche Ginwirken de« öffentlichen Spiels auf blfi Moral beobachtet hatte. Charakteristischerweife gestand BlSmarck aber ein. nachdem er dem Tpiel in Baden-Baden zugeschaut hatte, er habe sich denken können, baß da- Spiel auch auf ihn seine dämonische Anziehungskraft nicht verfehlt haben würde, aber dann hätte es nicht ein Spiel um rin paar LvuiS dors oder rin paar hundert Taler — e- hätte ein Spiel .um- Danze" fein müssen. Drollig erscheint e- uns. wenn vormals hohes Spiel allen Ernstes al- eine vortreffliche Schule de- Mute- und der Kühnheit für Offiziere, zumal für Beiterof uiere, geschätzt wurde. Blücher, der .Marschall Vorwärts', war noch al- weißhaariger Siebziger eine unverbesserliche 3eu» ratte und warf das Geld mit vollen Händen an den Pharao tischen deS Palai- Voyal während der Okkupation ton Paris 1814 zum Fenster hinaus. Daß König Eduard VII. von England al- Thronfolger mit Passion .die Karle bog", verstrickte ihn in häßliche Händel und Prozesse. Ein angenehmer Partner beim Spiel war er nicht und trieb u. a. auch von einem deutschen Diplomaten, bem Grasen *K, in London einen rund 10 030 Pfund Sterling betragenden unbaren Spielgetoinn rücksicht-lo- drängend ein. Der deutsche Diplomat hatte au seinem Heil in Berlin einen immenS reichen, kinderlosen alten Onkel, der für ihn bezahlte. Äl- später auS dem die europäische Skandalchrvnik ständig mit Stofs versorgenden Prinzen von Wales der überraschend gescheite König Eduard VII. geworden war, versuchte man. nicht einmal ganz ohne Berechtigung, seinen Deist, insbesondere seine geschickte Menschenbehandlung, daraus zu- rückuführen. daß er beim Spiel feinen Berftanb geschärft unb bie Menschen gründlich studiert habe. Heute glaubt man bie .Diplomatie der alten Schule" endgültig überwunden — was aber keineswegs der Fall ist. 3m Gegenteil: sie ist immer noch lebendig genug. Zu ben Besonderheiten dieser Diplomatie der alten Schule gehörten Galanterie und Spiel al- unentbehrliche und selbstverständliche .dslassements" — „Entspannungen", und der Schreiber dieser Zellen war selbst Zeuge, wie ber damalige Botschafter deS Zaren mn Berliner Hose, Graf S ch u wa - l o to. auf diesem Gebiet brillierte. Wenn rin Ball in den glänzenden Räumen des Botschafter- palaiS unter den Linden zu Ende war, und die Schar der geladenen Düste nach Hause fuhr, war das Fest für Öen Grafen noch keine-toeg- beendet. Er zog sich mit den Attaches und den jüngsten Leutnants in einen verschwiegenen Salon zurück, wo noch manche Stunde dem Spiel 11. Mr. Havelock hatte kaum am andern Morgen sein Bureau betreten, als Dick sich melden lieh. Die buschigen Brauen be» Anwalts zogen sich beim Anblick seines Besuchers erstaunt in die Höye. ,Hch komme zu einer Beichte", begann Dick. Havelock zwinkerte mit den Augen. ,Lst es so schlimm?" Dick ging auf ben Scherz nicht ein. „Mott) schlimmer vielleicht, als es klingt,Mr. Have- lock. Ich habe Ihnen gestern etwas verheimlicht, bas Sie jetzt unbedingt erfahren muffen." Er erzählte ihm von bem Auffinden be» Lösch- papiers mit Codys Abresse. „Augenscheinlich steht Lorb Selsorb mit ihm in Derbinbung. Ich hielt es für meine Pflicht, biefer Spur nachzugchen." „Bertram Cody?" fragte Havelock stirnrunzelnd. „Der Name kommt mir bekannt vor." „Er war der Käufer ber Selforbschen Besitzungen in Australien", half Dick ein. Havelocks Gesicht klärte sich auf. ..Ah, jetzt erinnere ich mich. Der Fall war sogar nicht ohne Komplikation. Es würbe nach bem Sauf- abschluß auf bem Gelände eine Goldader entdeckt. Sogar die .Times' brachte darüber einen Artikel. Cody, natürlich! Wie konnte ich chn oergeffen! Aber eine persönliche Bekanntschaft mit Lord Selford halte ich für ausgeschlossen!" „Dorum bann ber Brief?" „Bielleicht eine Antwort auf eine Anfrage, die Cody an ihn gerichtet hat", mutmaßt« der Anwalt, sichtlich beunruhigt .Haden Sie Ihn denn nicht gefragt, ob er Lord Selford kennt?" „Er streitet jede Bekanntschaft und jeden Brief« wechsel mit Entschiedenheit ab, und eben bas scheint mir auffällig. Um so mehr, als ich kurz barauf eine Entdeckung machte, bie ihn unbedingt Lügen straft." Er legte Codys Notizbuch auf ben Tisch unb entfaltete es so, daß ber Schlüssel au» ber Seiterttasche herausfieL Mr. Havelock ncchm ihn und betrachtete ihn mit neugierigem Interesie. „Das ist ja ein merkwürdiges Dina — ein Schlüsiel. nicht wahr? Und den hat 3gmn Cody gegeben?" (Fortsetzung folgt) geopfert wurde, das Schuwalows große Leide.tschaU war, und in dem er ebenso Meister war wie in seinem diplomatischen Metier — er, der keiner der schlechtesten russischen Politiker war! L. v. Nordegg. 65. Jerbanb-taa der Hessischen Erwerbsund WirtschasiSzenoffenschasten. Der auS 27 Genossenschaften bestehende Verband der Hessischen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft hielt vor einigen Tagen seinen alljährlichen, diesmal den 65., VerbandStag in der alten kurhefsischen Stadt Melsungen an der Fulda ab. Nach einer geschlossenen Versammlung int Kasinosaale am Freitagabend, tn der wichtige innere Angelegenheiten des Verbandes zur Sprache kamen, fand am SamZtag die Tagung deS Verbandes. zu der sich etwa 100 Vertreter fast sämtlicher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossen- schäften des VerbandSgebietes eingefunden hatten, in Anwesenheit von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden, der Industrie- und Handelskammer Kassel u. a. m. statt. Die ausgedehnten Verhandlungen standen unter der Leitung deS DerbandSdirektors Let schert, der mit warmen Worten die Gäste begrüßte, die ihrerseits ausnahmslos bei ihren Dankesworten auch die hohe wirtschostliche Bedeutung deS deutschen Genossenschaftswesens für das VolkS- ganze, insbesondere den gewerblichen und wirtschaftlichen Mittelstand, in gebührender Weise hervorhoben. Terbandsdirektor Letschert kKassel) erstattete den Geschäftsbericht über die Tätigkeit des Verbandes im Geschäftsjahr 1927 und ging dabei zunächst eingehend auf die für das deutsche Wirtschaftsleben und die für es tätigen Genossenschaften besonders wichtigen Akte der Gesetzgebung ein, die der Gesundung und Kräftigung der Wirtschaft dienen sollen. Er streifte dabei die Vergleichsordnung. daS Gesetz über die Abwendung des Konkurses und das Kriegsschä- denschluhgesetz, die Möglichkeit der Anlegung von Mündelgeldern bei Genossenschaften, für die nach der Rechtsprechung die Beurteilung der Vermögenslage und der. Sicherheit einer Genossenschaft durch das Vormundschoftsgericht von aus- scklaggebender Bedeutung ist, und ging dann kurz au? die Bestimmungen des Arbeitszettgesehes, den Banlbeamtenbarif und die Steuerlasten ein. Er begrüßte die amerikanische Freigabe-Bill, die der deutschen Wirtschaft etwa 800 Millionen aufüßren werde, und besprach sodann die bei der Durchführung der Aufwertungsgesehgebung von den Genossenschajten als „den Banken deS Mittelstandes und der wirtschaftlich Schwachen" im Interesse des Volkstänzen geleisteten Arbeiten. Gr verlangt deshalb ihre gerechte Behandlung in der Steuergesetzgebung und Beseitigung brüdenbc*- Bestimmungen im Körverschaftssteucr- geseh. In besonders eingehender Weise beschäf- tiylc sich der Verbandsdirektor mit dem Verhältnis der Genossenschaften zu den öffentlichen Sparkassen. Diese letzteren sollten nicht den Personal-, sondern den Realkredit pflegen. „Wir sind die Perfonalkredit- instilute des Mittelstandes". Dagegen müssen die Sparkassen den Hypothelcnbedars, auch in landwirtschaftlichen und ländlichen Bezirken, pflegen. Die Genossenschaften wollten mit den Sparkassen in Frieden leben, dagegen deren Wirksamkeit ebenso wie die der Großbanken genau abgegrenzt wissen, deren Wirksamkeit sich fast ausschließlich aus' die Industrie zu erstrecken habe. Ohne Zweifel sei im Jahre 1928 ein Aufstieg zu ver- zAchnen; die Wirtschaft befinde sich 'allerdings njd) in einer Uebergangszeit. Die Notlage der Landwirtschaft übe unverkennbar eine ungünstige Wirkung auf die Gesamtlage aus. Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen bedürfe einer Rationalisierung. An Spekulations- aeschäs.en habe die Genossenschaft keinerlei Interesse. Das Gedeihen der Genossenschaften hänge vom Wir'en wahrhafter Person ich'ei'en ab. Eine stolze und starke Kapitalkraft stecke in den Genossenschaften, die bereits wieder mit 70 v. H. der 'Einlagen der Vorkriegszeit arbeiteten. Hierauf folgte ein Bortrag von Dr. Lang (Berlin) von der Anwaltschaft der deutschen Genossenschaften über „D i e K r e d i t p o l i t i k der Genossenschafte n." Die Kreditversorgung sei der schwächste Punkt der deutschen Wirtschaft. Nur der Solide und Ernstwollende solle der Genossenschaft beitreten. Er erinnerte hierbei an das Wort des Genossen- schastsanwalteS Prof. Dr. Stein: „Die Ge- nossenfchcVt ist die größte Leistung des deutschen BürgerstandeS." In den Großbanken arbeiteten 35 Prozent Auslandkredite. Die Trustbildung werde begünstigt. Der Großhandel leide unter Kapitalmangel, beeinflußt von den Großbanken, und führe einen Skistenzkampf. Auch dieser Redner verlangte Abgrenzung bet Wirtschaftsbetäti- gung von Genossenschaften und Sparkassen. In ausführlichster Weife behandelte Bankdirektor Bredenbreuker von der Dresdener Bank in Frankfurt a. M. .die verschiedenen Arten der Kreditsicherung" und gab den Anwesenden für letztere wichtige Fingerzeige. Mangel an Raum verbietet ein näheres Eingehen hierauf: iedenfall" sollte bei sog. Kreditübereignungen stets ein Anwalt zugezogcn werden Redner schloß mit den — richtig zu verstehenden — Worten: „Die beste Sicherung ist stets der Mensch. Er steht hohe'- als daS geschriebene Gesetz." Zwei weitere in Aussicht genommene Dorträge mußten der vorgeschrittenen Zeit und der abgehenden Züge wegen auSsallen. Aus der Melfunger Tagung waren auS Oberhessen. soweit wir bemerkten, Genossenschaften aus Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Grünberg, Lauterbach. Bad-Nauheim und Gießen (Handels- und Gewerbebank) vertreten. Als Ort der nächsten Tagung wurde Arolsen bestimmt. Wirtschost. Oie Reichsbank Mitte Mai. Rach dem Ausweis der ReichSbank vom 15. Mai hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 274,6 Will, auf 2140,3 Mill. Mark verringert, und zwar haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 291,4 Mill, auf 1985,9 Mill. Mark abgenommen, während die Lombardbe stände um 20,5 Mill, auf 59,7 Mill. Mark angewachsen sind. Die Anlage in Effekten ist mit 94,0 Mill. Mark weiterhin unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen insgesamt sind 269,4 Mill. Mark in die Kassen der Bank zurückgeströmt: im einzelnen hat der Umlauf an Reichsbantnoten um 251,8 Mill, auf 3937,1 Mill. Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 17,6 Mill, auf 565,5 Mill. Mark abgenommen. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheinen auf 60,1 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 463,5 Mill, eine Zunahme um 3,0 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und ö e cf ungefügigen Devisen zusammen sind mit 2253,7 Mill. Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2040,8 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 212,9 Mill. Mark aus- gewiescn. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 43,1 Prozent in der Vorwoche auf 51,2 Prozent, die durch Gold und dcckungsfähige Devisen von 52,8 Prozent auf 56.5 Prozent. Wochenbericht vom Sraiiffurter Effektenmarkt. Rach bem glatten Verlaus der Medioliquidation nahmen die fortgesetzten Käufe an der Effektenbörse größeres Ausmaß an, und die Engagements der Spekulation erreichten verschiedentlich bereits wieder einen beträchtlichen Umfang. Vor allem jedoch war es das Ausland, das auf Spezialgebieten weiterhin große Käufe vornahm und die allgemeine Stimmung dadurch wesentlich anregte. Verschiedene Werte erzielten dabei neue Gewinne bis zu 20 Prozent und darüber. Bald jedoch machte sich eine gewisse lieberfättigung mit Material bemerkbar, und von Tag zu Tag verstärkte sich das Reali- sationsbedürfniS der Spekulation. Aber nicht nur die berufsmäßigen Börsenkreise, sondern auch die Privatkundschaft lam mit größeren Verläufen an den Markt, während sich das Angebot von feiten des Auslandes in engeren Grenzen hielt. Jedoch machte sich die zu beobachtende Verringerung der Auslandorders, die dem Markte stets eine starke Stühe geboten hatten, u 'angenehm fühlbar, und der Kursdruck wurde schließlich ziemlich stark, fo daß eine allgemeine merkliche Abschwächung der Tendenz zu verzeichnen war. Der den eintretenben Kursabschlägen müssen jedoch die beträchtlichen Steigerungen, die vorher erzielt wvrdm waren, berücksichtigt werden, und im Vergleich zur Vorwoche konnten sich auf den meisten Marktgebieten teilweise noch ansehnliche Kursgewinne erhalten. Das Geschäft wurde im allgemeinen sehr rußig. Da die Aufnahmelust aetmg war und sich eine wachsende Unsicherheit bemerkbar machte, konnte das heraus- kommende Material nur schlecht unterg bracht werden. Eine stärkere Unsicherheit wurde hervor- gerufen durch die plötzliche ernsthaste Erkrankung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann. Daneben wirkte die durch die Verschärfung des Wahlkamp es ciag’lt.tenc innerpolitische Belebung geschäitshemmei.b. Ein Moment der Zurückhaltung war auch die bevorstehende Unterbrechung des Börsengeschäftes durch die Feiertage (Himmelfahrt und Pfingsten). Ungünftig toirlten ferner die abermalige Eisenpreis- erhöhung und vo^ allem die Denkschrift der Reichsbahn über die beabsichtigte Tariferhöhung. von der man in Börsenkreisen eine neue fühlbare Belastung der deutschen Wirtschaft mit Rech: befürchtet. Dec Geldmarkt war zum Zahltag, der im übrigen, wie man e5 erwartet hatte, keinerlei Schw-erigkeiten verursachte, natuigemäß etwas angespannter. Namentlich TageSgeld war zu 7 Prozent etwas stärker verlangt. Der Rachsrage konnte jedoch stets voll Genüge geleistet werden, und schon am nächsten Tage trat wieder eine gewisse Entspannung ein. Einige günstige Momente wie die weitere Besserung der Arbeits- marltlage und die starke Zunahme der ©Bareinlage i. konnten keine merkliche Wirkung auf die Gestaltung brr Tendenz ausüben. Gegenüber der vergangenen Woche waren zumeist Kurs- beffetungen von etwa 2 bis 5 Prozent zu verzeichnen. Infolge starker Mat^rialtnavph.it und lebf;afiem Auslandinteresse zogen Reichs- bank weiter bis 263 Prozent an. Lebhafteres Interesse bestand ferner vorübergehend Kir Mc- talfbanf, die auf angeblich englische Kätcke 10 Prozent gewannen. Kali Salzdet'urth erzielten eine Kursbrssrrung von rund 30 Proz.nt. Zellstoff Waldßoi zogen 16 Pro»ent. Bergmann 16,5 Prozent und Berliner HandrlSgesellscha t 9 Prozent an. Am Anleihemarkt lagen Ab- lösungsschuld und Schutzgebietsanleihe fester. Don Auslandrenten waren Rumänrn lebhafter verlangt und erhöht. Am Devisenmarkt war der Dollar angeboten, und die Mark erreichte einen neuen Höchststand. • Auslandanleihe derStadt Frankfurt a. M. Der Stadt Frankfurt a. M. ist eine Auslandanleihe in Höhe von 6,25 Millionen Dollar genehmigt worden. Die Stadt wählt einen 6,5 prozentigen Typ. Der Abschluß wird mit Rollens & Sons erfolgen, die der Stadt einen Auszahlungslurs von 96,5 Prozent offeriert haben. * Frankfurter Maschinenbau A.-G, üorm. Pokorny & Wittekind Frankfurt a. M. Die Generalversammlung erledigte die Regularien. Danach gelangen je 6 Prozent Dividende für 1926 und 1927 auf die Vorzugsaktien und eine solche von 6 Prozent auf die Stammaktien für 192c zur Verteilung Von Verwaltungsseite wurde betont, daß sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Grund der günstigen Konjunktur der Umfaß um 70 Prozent gehoben hätte. Man hoffe unter den gleichen Umständen im neuen Geschäftsjahr mindestens das gleiche Ergebnis erzielen zu können. 1 Voigt & Haeffner A.-G, Frank- f u r t a. M. Die Generalvrrsammlun,;. erledigte debattelos die Regularien und beschloß die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent auf die Stamm- und 7 Prozent auf die alten Vorzugsaktien. Die Geschäftslage im neuen Jahr wurde vom Vorstand als befriedigend bezeichnet. Der Auftragseingang halte sich auf unveränderter Höhe, so baß wieder ein befriebigcnbeS Ergebnis erhofft wirb. frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. TI., 19. Mai. Tendenz fester. 3m Anschluß an die feste Stimmung der gestrigen Abendbärse blieb die Tendenz im heutigen Dor« Mittagsverkehr freundlich. Das Geschäft war im allgemeinen ziemlich ruhig, da im Zusammenhang mit der rnorg gen Wahl eine gewisse Zurückhaltung geübt wurde. Anderseits wunde die Stimmung angeregt durch die weitere Entspan- nung der Reichs bank nach dem heute erschienenen Ausweis. Ferner verwies man auf den Rückgang der Arbeitslosenziffer im April. Außerdem befriedigte es, daß im Befinden Dr. 5 t r e fern a n n s eine merkliche Besserung eingetnten ist. Bei der ersten Notierung konnten sich zumeist einige kleine Kursbesserungen non 1 bis 2 Proz. durch fetzen. Für einige Äpezialwerle bestand aber etwas regeres Interesse. Don Auslandseite blieben vor allem Reichsbank, die unter Schwankungen 4 Proz. gewannen, gesucht. Am Montan- markt waren Mannesmann und Rheinische Braunkohlen, die je 3 Proz. gewannen, bevorzugt. Am Themiemarkt lagm I.-G.-Farben weiter leicht erhöht Scheideanstait gaben jedoch nach der erheblichen Steigerung an Der gestrigen Abendbärse auf Realisationen 3 Droz. nach. Zellstoff- werte lagen heute ruhig und gut behauptet. Am Elektromarkt gewannen Gesfürel und Sie- mens je 2 Proz., Bergmann, Sch.ickert und Lah- meycr waren je 1 Proz. gebessert, während ATG., Licht und Straft nur behauptet blieben. Karstadt gewannen 2,5 Proz. Deutfdjc Anleihen blieben bei stillem Geschäft behauptet. Don ausländischen Renten waren Türken auf die drohende Perzögerung Der Schuldenregelung etwas schwächer. Bon Amerikawerten nannte man im Frei- verkehr Enka mit 78 bie 79 Dollar, Glanzstoff mit 108 bis 109 Dollar. Im weiteren Verlauf blieb die Stimmung fest. Für die ersten Werte ergaben sich neue Sursbcfferungen von 1 bis 1,5 Proz Reichs- bank blieben rege gefragt Am Geldmarkt war IcgcsgclD zu 6,5 Proz. wieder etwas leichter. De- vifen blieben angeboten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,178050, gegen Pfund 20.401' London gegen Kabel 4,8820, Paris 124,02, Mailand 92,68, Madrid 29,11, Holland 12,10. Bcrltuc Börse. Berlin, 19- Mai. Die Kurse waren nicht so fest, wie an der gestrigen Abendbärse, die Tendenz war aber durchaus freundlich. Der erwartete schwache Verlauf der geflogen Reuyorker Börse machte keinen Eindruck, auch das Ableben des Geheimrats Deutsch von der AEG. hatte keinen Einfluß auf die Tendenz, dagegen hkd -man bic wc.ler erfreuliche Besserung im Befinden des Reichsaußenministers Dr. Stresemann hervor und vcrwics auf den Reichsbankausweis, der eine weitere angemessene Entlastung brachte. Soweit zu den ersten Kursen überhaupt Order» eingetroffen waren, konnte man kaum Aufschläge fest- stellen. Wänrcnd sich die Inlandkundschaft hierbei noch zurückhielt, kamen sehr potente Ausland- kreise und interessierten sich besonders für einige Spezialwertc. Die Kursgewinne gegen gestern Mittag betrugen 1 bis 3 Proz. und gingen bei Spezialwerten bis zu 10 Proz. Polyphon oerze ch- rieten einen von 21,50 Proz, hier liefen wieder starke englische Käufe ein. Sarotti fetzten ihre Auf wärtsbeweguna mit 8 Proz. fort. Reichsbank waren 5,75 Proz. höher, I.-G Farben und Siemens 5,5 Proz., Waldhof 6,5 Proz., Feldmühle 5 Proz., (Bcffürel 6 Proz. höher. Glanzstoff, bei denen man den 80^50proz. Bezugsrechtsabschlag berücksichtigen muß, eröffneten bedeutend schwacher. Deutsche Anleihen lagen fester Ausländische Ren- ten bei kleinen Umsätzen gehalten. Der Pfand- b rief markt war still. Der Geldmarkt war etwas angespannt. Tagesgeld 6,5 bi» S Pro,. Die übrigen Sätze unverändert. Im Verkaufe wurde die Tendenz uneinheitlich und eher ruhiger Die Spekulation schritt zu Oeroinnmitnahmen Sprit- werte lagen sehr lebhaft und 2 Proz. über Anfang. Später wurde das Geschäft allgemein wieder reger. Bergbau und Elektrowerte waren bevorzugt, die ersten Kurse eher noch überschritten. Wochenbericht vom Sranffurfer Echla»tviehmarlt. DaS Geschäst nm Frankfurter Schlachtviehmarkt konnte sich in dieser Woche wieder lebhafter gestalten. Besonaers Rinder. Kälber und Schafe waren lebhaft gehandelt, da hier eine stärkere Beteiligung deS Exportes zu bemerken war. Die Märkte wurden alle geräumt. 9tur Schweine waren am Nebenmarkt rußiger gehandelt, da hierin der Auftrieb gegenüber der vergangenen Woche ein bedeutend größerer war. Sonst dürfte noch die allgemein kühlere Witterung bem Markte eine Anregung gegeben haben, da sich aus diesem Grunde wieder größerer Bedars an Fleisch beim Publikum bemerkbar machte. Der Gesamtaustrieb bestand auS 1323 Rindern, darunter 268 Ochsen, 60 Bullen, 556 Küße und 320 Färsen, ferner au« 2010 Kälbern, 100 Schaken und 7095 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 60 Rinder und 62 Schafe weniger angetrieben, während 390 Kälber und 890 Schweine mehr zum Verkauf standen. • Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 61—64, II 58—60, B I 51 55. Bullen A 46-51. B 40- 45. C 34-39. Färsen A 60 bi« 64. B 54-59. Kälber B 78-82. C 70- 77. D 60 bis 69. Schafe A 50—55. B 42—49. Schweine B 55 59. C 55-57. I) 55-58, F 52 -54. Im Ver- gleich zu den Notierungen der vergangenen Woche waren Rinder bis zwei Mark, Schafe und Schweine bi- je eine Mark und Kälber bis vier Mark teurer. Sprechstunden der Nedattion 12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag» Samstag nachmittag geschlossen Für unverlangt eingesandte THanalftlple ohne beigefügtee Rückpolo wird feine Gewähr Bbernommen Geschäftsstelle ,o richten HnjcigcnauHrägc sind lediglich an Mt Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent. ffrauMurt a. M “Berlin Lchluh- ft” r« lälbT Äur» Sdj-u’j Bur» Vli'tang Rur* Saturn 11 6. 19.5. 18 5. 19. 5 5% D> R-IHSamrure v 1927 87.2 — d?.. - Dl Tin: ,'lbloi «schuld m l Ävslol iNtctiitii M 9 51.9 51.8 51,8 Desgl ohne Hüll | -Nichten 19.46 19,4 18.9 19.3 7% ftrai ti Hnp -B t^o dv> uiüunbbar bk >032 92.6 — — — 9tbetuliche Hvv -Baut Üiqu -wo dvt 74. rs - B iS Ö abo BorlrtegS-Od Uaeuontn. ruthabibar iv3e * * — 4’v ednu.u <5u bi»b -ttnl — — — <®/o Celtfrtttbtldir »oldrle • —■ 4.2U'\e Ccften Ich _ ilberrtt — — — * i« CfHrtrcid) em etil ‘Rtr — 4°.., Ungarische Äoidrir 26.25 E» 26.3 26 «' Unoarifajreiaater v 191U - — * 4',' D (11 VON 1913 — 4‘ Unganlche Xronenrie . . — — 1,8 — 4°/ luit ZoUanleibe v 1911 12.9 12.6 12.6 12.9 4°/. lürt Baadadbabn-Anl 18.6c a- eie 1 13 6 13.5 • 4V. deSal- Serie II 4% Rumänen conven Rte — — 12.'5 12.5 8,76 ** * 4*i," Rumänen Holbanl von IU19 8ilfl Stund), tftltnbabn 4' - 22.76 22,65 Hamburg-Ämrrita Pale'. • buinv -eubnin Fnutr Ich 8 165.25 166.78 •64.76 166 75 <17.75 — Puma Tanicfidntl 6 — 162,5 eiV.Zi 8 <52 tkrliuei HandelSg.lellsch- 12 ;7b.75 <78.6 Lommerr- und Privat-Bk 1 185 1X1 184. j 187.76 $armft. u Railonalbank l< 1X0.75 82 81 Deuk'che Ban! IV ■ 7 l«l lSr.b 170 . T'Skoulo Äelelllchaki flnt iC 165.65 16'.6 165.5 <66 DreSdnt, Bant 10 ltib.4 166.76 16b 167 T.'iirtioeutidie ÜKDüban! 9 — 515 il« Ti'eiallbdnt 8 145 143 5 lil 7ä 143.« R.tchätank.....iu rfl <76 <76 278,75 Frankfurt a. M Berlin Seeluft. A«re 1-Ubr. fiurs Sch uh fl’ir» 'äniang Äur* Tahirn: 18 5. 1 19 5. | 18 5. 1 19 5 81. 6 ..........7 Bergmann ........8 EleUr. ttiefernngen . .. 10 ütd)t 11116 .Rrati .... 10 stellen & Wuill cume ... .6 lief r Sictr llnicnt . . lu Hamb Vricftr Wert» . . Io Rbein Eleklr .... 8 klektr.......io SchnUen ....... 7 Liemen» A HatSkr . ... 16 Iran rodio . ....... 8 vl dcr 6 ....... v Teuhifie (Frböl........ Ekkener S einkohte.....8 Weiltnrndxntr f. % g. 4 Harvener........8 Hoesch Eisen.........5 gilt Bergbau........8 .mocknerwrrke ....... 5 Köln vieuessen .....»', “ annesmann - .s. g. < Man» tlbcr..... 7 CberfAlel Eisend, vedart 0 Cberftblrl Knkswrrke . v Pvonv Berg, an f I 3 Rbrinische Vrounkvdlcn io Rbeimla')! 0 Montan.....6 Bereinigte Clahlw- f. '/.st 3 Cfnrt ■ 1 * Kali Nlcher-^leb» i ... 10 Äaltötftfttaf ■ 16 Kai,wert BaUDtffurtb 12 J Ä stör en Jnduiir« ir Tonamii Rodel ... . r Echeid ans,au ...... ■ oldichwidl ..... 5 Ruaer^werlr......... MklaUgrseU chatt.....io 172 208.6 235.6 Hb <92 170 111.5 151,5 181.5 92 5 138.76 141 6 173 275 128 156.25 123 75 101 .106 iil 101.7. 30.13 186 i»7 •325 283 211 10'.75 97.5 1 36 • 1 ' 210. । 2 i * i 1 | i 35*. *11 * - 2 2 1 -31 . 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M verNn Sch'.utz n-r* i !-Ul,r- fli'r» Sch ul; R'rt flur Darum: -8 .V ' 19 5. 1”5 IS 5 Bbilivv Holtmann . . . x'z 160 161 161 Hcidelderacr Ucnient . . 8 — Htmtnt .Unrirmbt . .8 185 — — — ttoni A strriiaa . . . li 15V.76 160 — — SldultbelS Parendofer. . 16 — - J7t 374.5 Cfnv:rfc . . 1? * 327.6 353 Brr- Manjfioff.....1. - - 8 46 Bemdcrg......... s — — 693 — Zrlislo i valdbot . . 12 350.75 831 28.15 332 75 yrlUtoH Hfd)afi*nburn . ir .'14 214 75 £141 25 211 Lhartot! nburaer Wasser. 7 - * 133 134.25 riiantr DaS . >■ — — 217.25 Daimler Motor«.....c 118 118.25 11t. 117,75 Demag ...... o — 4’3 48.75 tiblerroerte Ätttitt.....0 95.6 95.75 M 96.2 Vnbtt. Vorirt .....1 — - 256 Rai Ttutomobll...... » — 91 91.5 Cnnft in Jt -ttovv«! .... « — * 127 Linke Hv'mann . . . . c • * Vccnbnrb Hev....... — 197.5 297.5 Bamag- eavlrt ..... o 23.5 ■■ 23 Granit Wh fet nen . . , . c <0 5 — 82 — SNtzne» ...... 124.6 * 134 Hevliaenftaedt........ 2». — - - stungban» ...... f 89.5 * »9.6 Lechwerke ........ 120.75 ■ B ainkraslwcrke ...... > 112.25 * ■2Piofl ...... io l| 1 131 110 Rekarlulmer ...... > 71 * 8» 15 Peter» Union ....... s 109.5 _ 108.6 Orbr Roeder ......If _ — l-oifll A Haesttttr .... r 18* — 1*7 ISO budd Buder ..... 0 161 123 152 Banfnolrn. Berlin. |n. .«at <#! A tirti Ämcrifanildw ‘JJom..... 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Ich bitte Sie, mir IhrVertrauen auch weiterhin entgegenzubringen und Ihre geschätzten Aufträge wie seither zuzuwenden. Mit vorzüglicher Hochachtung Heinrich Amend / Lahnmühle Wetzlar W . 03930 Wahlbureau Ostanlage 29 Fernruf 2437 Unsere Wähler die am Sonntag zur Abstimmung ein Auto benötigen, werden gebeten, es unter obigem Fernruf anzufordern. Wahlergebnisse Bekanntgabe durch Radio «Lautsprecher) am Sonntag ab 2O'I2 Uhr im Hindenburg. W3D Deutsche Volkspartei. Steppdecken mit WollfiiM oder mit Daimentöllnnö welche durch Dekorieren sowie durch Vorzeigen ganz wenig angeschmutzt sind, werden mit 307» Nachlaß verkauft Die Qualitäten der Steppdecken sind erstklassig und einwandfrei Gebr.Bär Betteilfabrik 'Marktstrabe 29 Telephon 271 Carmol jrthh-riihr* n* VhmeriPrifo' Men verwendet Camol Ht-MBer*) KT / JKflL be< Erk43tirnD 4. Hast du einen Stimmschein, so gebe ihn dem Abstim- mungsvorffrher und wählegemäß vorstehenden Angaben Der Oberbürgermeister 30740 sStäbt. 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