Nr. 141 Erster Blaff 178. Jahrgang Montag, 18. Juni 1928 Erich«»»« »agl»ch,kNltzei Soxwtags mb ^«irrtags BeUegei. ®t«fc«nei JamUienbl&tiei 5saleski betonte, daß hic Au Yen po lull der polnischen Regierung durch die Wahrung der Ga - rantien der Friedensverträge, die Polens territoriale Integrität und Sicherheit verbürgen, bestimmt ist. Sin Verzicht aus diese kostbaren Pfänder ohne entsprechende vollwertige Gegenleistungen könne Polen nicht gleichgültig sein. Wenn man mit den Ausführungen ZaleskiS das Problem der Rheinlandräumui'g in Zusammenhang bringe, so sei der polnische Standpunkt der. dah an der Frage der Räumung des besetzten Gebietes Polen als Kontrahent des Versailler Vertrages in sehr erheblichem Matze beteiligt sei. Keinesfalls sei aber die polnische Regierung grundsätzlich gegen eine vorzeitige Rheinlandräumung bei entsprechenden vollwertigen Gegenleistungen Die polnische Regierung g*3bc nach wie vor den aufrichtigen Willen. sich mit seinem deutschen Rachbarstaat zu verständigen. Wie ernst es der polnischen Regierung tml dieser Verständigung sei, kennzeichne die Ernennung KnollS. der im kaiserlichen Deutschland einen hohen Derwaltungsposten in Posen bekleidete, zum künftigen Gesandten der Republik in Berlin. Die WirfschasfSverhandlungen mit polen. Roch feine Klärung. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers'. Berlin. 18. Juni. Trotz des höchst merkwürdigen Verhaltens der polnischen Regierung und vor allem des polnischen Außenministers Zaleski während seines jüngften Pariser Aufenthaltes bemüht sich Polen in der letzten Zeit rech« lebhaft darum, die seineczeit abgebrochenen Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland wieder in Fluß zu bringen. Dabei wird merkwürdigerweise immer wieder betont, daß die Verhandlungsaussichten doch durchaus günstig wären, so daß bereits bis zum Herbst mit dem Abschluß eines Prooiso» r i u m i zu rechnen sei. Ganz unverhohlen aibt man diesem Zusammenhang auch noch der Meinung Raum. daß die neue Regierung in Deutsch, land einen bedeutend günstigeren Abschluß er- mortem lalle. Dieser Optimismus seitens Polens dürfte beim doch etwas übertrieben fein. Bor allem ist es nicht richtig, daß amllicherfeits in den Verhandlungen um die Abänderung der Grenzzonen- ocrorbnung zwischen Deutschland und Polen bereits eine Einigung erzielt worden sei. indem Deutschland seinen Widerzland hätte fallen lassen. Die« entspricht m keiner Weise den Tatsachen. Gewiß wird Deutschland jede Anregung zu einer Fortführung der Verhandlungen ausnehmen, doch nur unter der Bedingung, datz sowohl die Grenzzonen» nervrdnung wie auch die R i e d e r l a s s u n g s - •rage in einem Deutschlands Interessen entipre- benden Sinne erledigt werden. Bei seiner Durchreise durch Berlin hat der polnische Außenminister keine Veranlassung genommen, irgendwelche zuständigen deutschen Stellen zu sprechen. Er ist in seinem Salonwagen verblieben, da er mit Rücksicht auf eine Gelenkentzündung den Dagen nicht verlaßen konnte. Allerdings laufen in den letzten lagen mannigfache Besprechungen, die sicher auch eine Klärung in der Gesamtlage herbeisühren werden. Ob es aber zu einer baldigen Wiederaufnahme der Verhandlungen kommen wird, hängt vollkommen von dem Verhalten der Polen ab. Stein Italienisch in den norhfirokr Schulen. Innsbruck. 17. Juni. (WTB.) Der Can» desschulrat von Tirol patte die Mitglieder >er Landesregierung, das Rektorat der Llniversi- täi. die Tiroler Rationalrätc und Landtagsabgeordneten, die Studentenschaft sowie Vertreter mehrerer völkischer Vereine und die P reffe au einer Versammlung eingeladen, in der zur W a hl der Fremdsprache Stellung genommen werden sollte, die als Wahlfach im Ge etz über die Einrichtung der Hauptschule vorgesehen ist. Die grotze Mehrheit der Erschienene- sprach sich gegen die Einführung des Unterrichts in der italienischen Sprache rnd für den Unterricht in der englischen Sprache aus. Der Landesschulrat fragte diese Einberufung veranlaßt, da gegen die Stellungnahme der Bezirks- und Stadtschulräte, we'.che sich säst einstimmig für die Einführung des italienischen Zaldwin über die Aachknegspwbleme. Oer englische Premier zur Abrüstungs- und Gicherheitsfroge. Wien, 18. 3unL (WB.) Die .Reue Freie Presse" veröffentlicht ein Gespräch, da- der Herausgeber des Blattes. Dr. Benedwt, in London mit dem englischen Premierminister Baldwin hatte. Baldwin sagte u a Es darf keinen Krieg mehr gebenI Das ist meine seste Ueberzeugung Ich war vor einiger Zeit in Frankreich und habe die Schlachtfelder bei D i m y gesehen und die Grabstätten unserer Soldaten und da habe ich mir gesagt, so etwas soll nie wieder eintreten. Der Krieg bringt ja auch alles Döse an die Oberfläche, das in der menschlichen Äultur schlummert, alles Vergiftende und alle Zwietracht Ich glaube, datz die westlichen Mächte schon jetzt in ein ruhigeres Fahrwasser geraten sind. Baldwin verurteilte dann alle Bestrebungen aufs schärfste, die geeignet erscheinen, bei den Böllern sa l s ch e Hoffnungen zu erwecken, und sagte über die Aktion Lord RothermereS zur Revision d.STrianonv rtr g ■ ugunflcn ilng rns Können Sie sich etwas Unverantwortlicheres und Gefährlicheres denken als diese Aktion? Darauf fuhr Baldwin fort: Es wird großer staatstnännischer Kunst bedürfen, um Konflikte zu schlichten. Besonders schwierig ist die Abrüstungsfrage. Es ist ja tatsächlich manchmal so. als ob die Hindernisse nur sehr langsam überwunden werden könnten. Die Abrüstung s- und die Sicherheitsfrage, das ist beinahe eine Schlange, die sich in den Schwanz bei b t Ich wäre einverstanden mit den weitgehendsten Beschränkungen, besonders im Hinblick auf den Luf tkampf. Es ist natürlich, datz. solange nun Rüstungen im heutigen Ausmaße vorhanden sind, die ÄricgSgefabr nicht gänzlich ausgeschaltet werden kann. Baldwin sprach weiter über Deutschland und erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand Dr. Stresemanns. dessen staatsmännisches Dirken er außerordentlich hoch schätze. .Ich liebe besonders München", sagte Baldwin, .mit seiner vorblldlichen Musll. Ich kenne auch Dresden sehr gut. eine wundervolle Stadt mit herrlichen Baudenkmälern." Sündige Entwicklung der Regierungsbildung. Zorischritie in den sachlichen Verhandlungen Müller-Frankens. Berlin, 17. Iuni. (V. D.Z.) 3m Reichstag ftmd Samstag vormittag beim 2Lbg. Müller- «tranken eine Aussprache der Vertreter der für die Regicrungrkoalition in Aussicht genommenen Par- k Besprechung drehte sich um die von den verschiedenen Parteien für das '.Regierung«- Programm aufgestellten Forderungen. Die arund- sätzliche Frage der Homogenität mit der preußischen Regierung wurde nicht berührt. An den Derhand' lungen waren nicht nur die Fraktionsführer, sondern auch die Sachreferenten der Fraktionen für Sozialpolitik, Finanzpolitik, Wirtschaftspolitik und andere Fragen, beteiligt. Vertreten waren die Sozialdemokratie, das Zentrum, die Deutsche Botts- partei, die Demokraten und die Daorifcye Volk». Partei. Den Fraktionsvertretern wurden auch die von der Wirtschaftspartei schrifllich überreichten Forderungen vorgelegt. Sie behandeln in der Hauptsache Milderung der Wohnungszwangs» wirtschast und Differenzierung der Arbeitszeitvorschriften zwischen Industrie, Handwerk und Klein» gewerbe. Die interfraktionellen Besprechungen wurden um 14 Uhr beendet. Ao» Kreisen der beleiliqleu Abgeordneten wird versichert, daß dicse Besprechungen immerhin einen erheblichen Schrill nach vorwärts bedeuten, denn sie haben gezeigt, daß sich über die meisten Jraqcn des Regierungs- Programme eine Verständigung finden lasten werde. Heber eine Reihe von Punkten konnte bereits eine Hebereinfllmmung herbei- geführf werden. Allerdings bewegten sich die Erörterungen mehr in einem allgemeinen Rahmen, ohne dah bereits Formulierungen feflgdegt wurden. Vas war auch gar nicht ander» möglich, denn die Besprechungen umfahlen bereit» einen großen Komplex von Fragen. Bei den autzenpolitischen Fragen haben sich keinerlei Schwierigkeiten ergeben. Cs dürfte auch für das Verhältnis des Reichs zu den Ländern eine gemeintame Linie gefunden werden. Es soll in der Regierungserklärung des neuen Kabinetts u. a. zum Ausdruck kommen, datz die ReichSregierung in der Frage der Reichs- ref orm nicht untätig fein toHL Der 3er- fassungSseiertag wurde gleichfalls ohne besondere Gegensätzlichkeiten besprochen, tpenn auch die Vollspartei iabei die Frage des RcichS- SündungStages in die Deba.le zog Bezüglich s Schulgesetzes wünschte das Zentrum Wahrung der ®cir;ffen6ireibcit und der Elternrechte Demokraten und Dolkspartei vertraten die Rolwendigkeit der staatlichen Schulhoheit und des geordneten Schuldet riebes. Die Sozialdemokraten wünschten Herabsetzung der Altersgrenze für die Sozialversicherten und Verbesterungen in der Arbeitslosenversicherung. Auch das Washingtoner Abkommen wird bei den kommenden Verhandlungen toemger Schwierigkeiten machen. Müller- Franken hatte iroch mit den Führern der Wirtschaftspartei eine besondere Besprechung über das von dieser Gruppe vorgelegte Wirt- IchaftSprogramm. Die interfraktionellen fripre- chungen gehen am Montag weiter und werden wohl auch noch Dienstag vormittag anbauern. Am Dienstag werden dann auch die Fraktionen zu dem Ergebnis der Verhandlungen Stellung zu nehmen haben. Die Koalitionssrage in Preußen. Abwartende Haltung der Negicrungöparteicn. In matzgebenden Kreisen der preußischen Regierungsparteien weist man darauf hin, datz die Vollspartei keinen Grund zu Zweifeln an der Erklärung deS Ministerpräsidenten Braun habe, dah auch für Preußen die Große Koalition als die jetzt gegebene (Regie- rungSsvrm zu betrachten sei. zumal diese Erklärung noch durch die Regierungsparteien in ihrer Stellungnahme zur Braunvede ausdrücklich unterstrichen worden ist. Schwierigkeiten beständen nicht, zumal auch über das sachl iche Programm der Zusammenarbeit in Preußen eine Einigung leicht herbeizusühren sein wird, da die Vollsparter ja schon einmal das Re- gierungSprogramm Brauns mitgemacht habe und da sich an diesem Regierungsprogramm nichts ändern würde. Zunächst muh abgewartet werden, welchen Vorsitzenden sich die Landtagsfrak- tion der Deutschen VolkSparlei wähben wird. Wan nennt den Abg. v. Eynern als Rach» folger 5)r v. Campes. Es wird erwartet, daß dann zunächst Besprechungen zwischen Zentrum und Deutscher Vollspartei über kulturelle Fragen stattfinden werden und dah im übrigen die interfraktionellen Besprechungen in Preußen in den ersten Tagen deS Iuli beginnen, wobei der Ausdruck „zu gegebener Zeit" für die Erweiterung der preußischen RegierungsbasrS den Hrühherbft bedeuten solle. Dor allem aber sind die preußischen Regierungsparteien entschlossen, dem Ministerpräsidenten auch in der Aussastung. daß die preußische Regierungsbildung sich völlig unabhängig von der Gestaltung der kommenden Reichsregierung zu vollziehen habe, wie dies ja jetzt auch in den Verhandlungen im Reichstag fckwn zum Ausdruck gekommen ist. zuzustimmen. Sprachunterricht- ausgesprochen hatten, starke Bedenken geltend gemacht tourben. Die Internationale Arbeitskonfrrenz. Annahme dcö Mindestlohnabkommcns. Genf. 17. Iuni. (WTB.) Die 11. Internationale Arbeitskonferenz wurde mit Ansprachen des Präsidenten, des früheren argentinischen Ministers Saavedra Lamas, und des Direktors des Arbeitsamtes, Albert Thomas, beendet. Die Endabstimmungen ergaben die endgültige Annahme des Liebereinkommens über die Einführung von Methoden zur Festsetzung von Mindestlöhnen und die entsprechenden Empfehlungen mit Richtlinien für seine Anwendung. Die Unternehmer- gruppe stimmte wiederum last geschlossen dagegen. Zwei in letzter Stund: eingebrachte Abanderungsanträge der älnternehmergruppe wurden mit starker Mehrheit abgelehnt. Die angenommene Konvention enthält nur die generellen Verpflichtungen zur Einführung des Mi ndesllohnvert ährens, wo nicht Kollektivverträge oder andere Verfahren bereits bestehen. Die Konvention, die der nationalen Gesetzgebung der einzelnen Staaten volle Freiheit läßt, in damit in Ländern mit stark organisierter Arbeiterschaft im wesentlichen nur auf gewisse^ ‘orige der Heimindustrie anwendbar. Ferner beschloß die Kon'eren.5, die Frage bet Veryutung von Arbeitsanfällen unter Genehmigung des hierzu ausgearbei.eten Fragebogens auf die Tagesordnung der nächsten Arbeitskon'erenz zu setzen. Den zweiten Punkt der neuen Tagesordnung bildet die Spezialfrage der Linsallverhütung beim Laden und Löschen von Schiffen. Ein besonders erfreuliches Ergebnis der abgelau'enen Tagung darf darin gesehen werden, daß durch die Reuwahl des Derwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes Deutschland in drei Gruppen des Benvaltungsrates vollberechtigt vertreten ist. Die Arbeiten zur Bergung Nobiles. Rom. 18. Iuni. (WTB. Funkspruch) Heber den Stand der Versuche zur Bergung RobilcS wird amtlich verlautbar Die .Eitta di Milano' teilte mit. daß am Sonntag um b Ubr abends RiNer Larsen und Lützow-Holm mit ih. • Flugzeugen gestartet sind. Heber die Ergebnisse dieses Aufllärungsfluies liegen Rachrichten noch nicht vor. jedoch ist geplant, sofort nach der Rückkehr der Flugzeuge unter dem Ko n- mando de» Alpenjäaerh.iu.'tmannS Sora eine rasch marschierende Abteilung zu entsenden, die auS zwei Führern mit Hundeschlitten bestehen toirb. Ihre Ausgabe ist. Robile zu erreichen, um ihm die notwendig st en Bedarfsartikel zu überbringen. Außerdem ist diese Streifabtrilung mit hinreichenden Vorräten ix-r- sehen. um die von der übrigen ,3talla"-ör- pedition abgetrennte Gruppe Mariano neu zu verprcv.anti r n Das Hil,-schiss .D r a ganz a" wird, wenn die zur Zeit günstigen Gi-per^ältnisse andauern, in östlicher Richtung Vorstößen. Die .6-itta di Milano" steht in direktem Funkverkehr mit dem Dampfer .Tanja" (?k der den Leiter der schwedischen HillSerpedi- tion an Bord hat. Er wird morgen in KingSbry eintreffen und dort vorüb.'rgehend bleiben, uni sich mit Kommandant Romagna zu verständigen. Der Dampfer .Tanja" wird dann nach der Virgobay toei ter fahren, wo eine Opera- fi onSbasiS eingerichtet werden soll. Die am Abend deS 13. Iuni von der Wahlenbergbah aufgebrochene Expedition Hst Weisung erb hcn. nach der Dedsrlybak) marschieren, um dort ein LebenSmi tteldepot anzulegen, daS gcgebcntniall» der Verproviantierung der Gruppe Mariano dienen soll. Heber den Verbleib dieser Gruppe liegen immer noch feine Nachrichten vor. Arn Schluß der Verlautbarung wird daraus hin- gewiesen. datz die Hllssschifte .Hobby ' und..Dra- ganza" ihre Meldungen an die .Eetta di Milano" erstatten, und daß die .Eitta di Milano" in dauerndem direkten sunlentelegraphischen Verkehr mit der römischen Station oon Rolu steht, so daß die italienische Regierung dauernd auf direktem und schnellstem Wege informiert wird. Amunösens Hilfsexpediiion. Der sranzöfifchc Kliegcr Äuilbaud m tromjoc angctommcn Tr 0 ms 0 e. 18. Iuni. (WTB. Funkspruch.) Der französische Flieger G u i l b a u d. der fich mit Amundsen zusammen an den Bemühungen zur Bergung RoblleS beteiligen wird, ist um 6.05 tlhr mit dem französischen Wasserflugzeug ..Lalham" hier dngetroffen. Amundsen wird von Leutnant Diedrtchson bc itet, der 1925 als einer der Diloten an dem Ro».<,Polflug der Amundfen-Gllsworth-Srpedilivn teil- genommen hat. Auch Seekapitän W i st i n g, der Amundsen bei fast allen seinen Erpeditionen, u. a. bei der Düdpolexpebition und auf der Rordpvlsahrt der ..Rorge" begleitet hat, wird sich Amundsen anschlietzen. Da das französische Flugzeug nicht alle Mitglieder der Expedition aufnehmen kann, so werden zwei der Herren die Fahrt nach Spitzbergen zu Schiff machen. Der Proviant und die AusrustungSaegenstände, die von Robile verlangt wurden, find bereits nach Bergen geschickt worden. Die Operaions- basiS der Sspedition auf Spitzbergen wird die AdventSbay sein, die zwischen 80 und 100 Kilometer südlich von Kingsbay liegt. Die Zeitungen weisen darauf hin, daß Amundsen genau vor 25 Iahren an Bord seines kleinen Schi>seS die Reise antrat, in deren Derlous er als erster nördlich deS amerikanischen Kontinents die Rordwestpassage durchfuhr. Diese seine erste selbständige Efpeditiov. machte Amundsens 21 am en in aller Welt bekannt. Der Kampf um das prayer Book. Rücktritt des Erzbischofs von Canterbury? London. 17. 3unt ($11.) 3m Londoner Palast deS Erzbischofs von (Sanier- burt) fand eine Konferenz der Diözesanbifchvfe statt, auf der über bu nach der endgültigen Ab- lehnug des abgeänderten Gebetbuches zu ergreifenden weiteren Schritte beraten wurde. Besonderes Interesse findet im Zusammet.hang mit der Abstimnuurg irn älnterhauS die Frage eines Rücktritts deS ErzbilchokS von Canterbury. Der bereits hochbetagte Kirchenfürst hatte in jüngerer Zeil bereits den Wunsch angedeutet, in näherer Zukunft von feinem Posten ^urückzutre- ten. Die Entscheioung im Hinterhaus wird, wie man verschiedentlich annimmt, diesen Entschluß beschleunigen. 3m erzbischöflichen Palais sind ganze Berge von Telegrammen und Briefen angegangen, in denen der Erzbi'chos der Sympathie aller Kreise anläßlich Oer Ablehnung des Gebetbuches. dem er mehr als 20jäi)rigc Arbeit gewidmet Halle, versichert wird. Inzwischen ist eine Kommission berufener Männer damit beschäftigt, den Entwurf eines Gebetbuches aufzustellen, der sowohl die Kirche von England, wie die Gegner des revidierten Gebetbuches befriedigen soll. In parlamentarischen Kreisen rechnet man daher mit der Möglichkeit einer weiteren Gebetbuch-Aussprache tm Un* terhaufe. Der Innenminister Sir William Ioyn- son Hicks, der Führer der Opposition gegen daS Gebetbuch, veröffentlicht eine Erklärung, tn der deS 70. 'S gegen- der befrist oct Holm, 16. Ium. (WTB.) Die Feier Geburtstages deS ÄonigS Gustaf in der Der 70. Geburtstag des Königs von Schweden. Tie Festlichkeiten in Stockholm. — Eine Ehrengabe der Nation. Moskau wünsch« Drrtt.sung -er Beziehungen zu Deutschland. der er sich nachdrücklich für die Mahnung der beiden Erzbischöfe einsetzt, in Ruhe und Frieden die verbleibenden Möglichkeiten einer Lösung zu prüfen und sich aller die Gegensätze verschärfenden Handlungen und Worte zu enthalten. Ein neuer Sprecher im britischen Unterhaus. Ministeriums und Staatsrat Duckwitz trafen gestern abend um 7 älbr von Berlin kommend ün Flugzeug ein, während daS Großflugzeug „Hermann Köhl" in Bremen eine Zwischenlandung machte und erst heute früh hier an* kommt. Das Wetter ist heute vormittag leicht böig, Regen wechselt mit Donnen schein ab. Oer Oonezprozeß. Weitere Verdächtigungen deutscher Firmen Moskau, 16. Juni. (WB) Bei der heuttgen Vernehmung gab der Angeklagte Bratanow s k t an, daß er zusammen mit Ä a f a - rinow die Verteilung der der Schädi- gungSor anisa.ion zugeflosftn:« Schmiergelder vorg-nommen habe. Der Staat Santo alt interessierte sich daiür, ob die deutschen Firmen aus eigener Initiative der Organisation Gelder zur Verfügung gestellt hätten, worauf Brat, nowski entgegnete, bie deutschen Firmen seien gezwungen gewesen, Provisionen an die Organisation zu zahlen da sie sonst keine Bestellungen seitens ber Organisation erhalten hättem 6o*ufcg?n Kassenwart der deutschen Zahler soll nach Dratanowskis Aussagen B l e y m a n n gewesen fein, der durch Vermittlung deS Angestellten Matow der Organisation 10 030 Hubel gezahlt habe. Auf die Frage, ob Bratanowski wisse, welche Bank hinter der 216.®. stehe, erwiderte der Angeklagte: soweit mir bekannt ist, die Deutsche Bank. Weiter gab Bratanowsli an, die Firma Knapp habe mit Gorletzki einen De rtrag über die zu zahlenden Schmiergelder gehabt. S e e b o l d, der sich schon vor dem Beschluß des Gerichtes, den Staatsanwalt zur Einleitung eine- UntersuchungSverfahienS ge;en ihn zu ersuchen, nach Moskau begeben hat. um sich bzw. seine Aussagen dem Gericht zur Verfügung zu stellen, ist noch nicht in Moskau einactrofsen. Eine vom Vertreter des WTB. heute Im Auswärtigen Amt gestellte Anfrage, ob dort etwas über eine etwaige Verhaftung Seebolds bekannt sei, wurde verneinend beantwortet. derhselm. Die Festlichkeiten nahmen bei schönem Wetter einen glänzenden Verlaus. DaS königliche Schloß war vom frühen Morgen an von einer großen Menschenmenge umgeben, die den König jedesmal, wenn er sich zeigte, begeistert grünte. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde dem Äbni- tm Schlotzhof von mehreren Gesangvereinen ein Wahl des neuen Sprechers vornehmen. Sir Robert Sanders wird für die Konservativen die Wahl Kapitän Fitzroy's vorschlagen und der Abgeordnete Bowermann für die Arbeiterpartei die Kandidatur Fitzroys unterstützen. Beide, der eine als Antragsteller, der andere als Antrag-Unterstützer, werden bann nach der Wahl den neuen Sprecher jeder an einer Hand traditionsgemäß auf leinen Stuhl ziehen, während der ncugewählte Sprecher ebenso traditionsgemäß symbolisch Widerstand leisten wird. Der Wunsch des Regierungseinpeitschers, daß auch ein Vertreter der Liberalen bei diesem Zeremoniell vertreten sein sollte, stößt deshalb auf einige Schwierigkeiten, da auch Fitzroy schließlich nur zwei Hände hat. Rach der Wahl wird sich das Unterhaus sogleich wieder aus den nächsten lag vertagen. Am Donnerstag wird sich dann als letzter Akt der Sprecher dem Oberhaus vor- stellen, das ihm die königliche Zustimmung zu seiner Wahl mitteilen wird. Moskau. 17. Juni. (WB.) S w e st i j a" schreibt. Die deutsche Sozialdemokratie, die un- abläffig die Aotwendigkeit einer sachlichen Orientierung gepredigt hat, hat an der Schwelle ihrer Regierungstätigkeit die beste Gelegenheit, lich zu überzeugen, daß weder Locarno noch der Beitritt zum Völkerbund auch nur eins der Probleme vor die Deutschland durch die Tatsache des Versailler Friedens gestellt wurde, gelöst hat. Davon zeugt auch die längste Erklärung ZalelkiS in Paris. Richt nur, Pans, sondern auch Warschau erlauben sich, für die Erfüllung von Versprechungen, die die deutsche Diplomatte in Locarno als unbedingt betrachtete, Bedingungen zu stel- l e n. Die Voraussagen der Sowjetpresse. Deutsch- land werde im DöUerbund einet äußerlich korrekten, doch innerlich feindlichen Front der Sieaermächte gegenüberstehen, seien vollauf in Erfüllung gegangen. Dies zeige besonders die letzte Eelsion der Vorbereitenden Abrüstungskommission. Die Grundlage der sowjetrussisch-deutschen Beziehungen hätten bisher Rapallo und der Handels- und Garantievertrag gebildet. Diese Beziehungen hätten sich trotz verschiedener Schwierigkeiten und zeitweiuger Störungen weiter entwickelt. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion feien nicht allein der AuS- Orud objektiver Tendenzen der Rachlriegsvcrhäll- niffe gewesen, indem sie den richtig erkannten Interessen de.dec Länder entsprochen hätten, fonbetn hätten auch einen ernsthaften Friede n s f a k t o r in der gegenwärtigen internationalen Konstellation gebildet. Die Aufgabe während der neuen Phase müsse bie weitere Festigung und Vertiefung dieser Beziehungen sein. Die .Iswestija" fährt fort: 3m Einklang mit der Ansicht sowohl der Rcgierungskrcise als auch der Oeffcntl chkeit der Sowjetunion glauben wir, daß die drei Verträge, die Deutschland und die Sowjetunion verknüpfen, notwendig, doch unzureich e n d für die neue Phase der deutsch-sowjetifti- schen Beziehungen sind. Die neue Phase muß sowohl mit neuen formalen als auch materiellen Elementen auf verschiedenen Gebieten erfüllt sein. Ohne sie gegenwärtig zu konkretisieren, könne man doch die Grundlinien sestlegen, nach denen sich die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen den bei- den Ländern vollziehen solle Zum Schluß schreibt das Blatt. Die Sozialdemokraten. die jetzt die verantwortliche Regierungspartei werden, geben sich für Anhänger des Friedens und des Ausbaues internationaler Wirtschaftsbeziehungen aus. Wir haben keine Veranlassung, uns darüber irgendwelchen Illusionen London, 16.3unL (TU.) Der Wechsel in Besetzt des Posten» des Sprechers im Unterhaus wird sich im Ganzen über vier läge ausdeh- nen und nach feil alther gebräuchlichen Formalitäten abjpiclen. Der gegenwärtige ävrecher des Unterhauses wird am kommenden Montag dem Unterhaus formell die Msicht seines Rü ck t r i 11 e s bekanntgeben, worauf Ministerprä- sident Baldwin einige Worte sprechen und den Antrag auf Neuwahl stellen wird. Gleichzeitig wird der Ministerpräsident erklären, daß er dem König ein Gesuch unterbreiten wird, dem jurütfgetretenen Sprecher für seine Verdienste eine besondere Anerkennung zuteil werden zu lassen, was die übliche Ernennung zum Viscount bebe ulet. Am Dienstag wird bann ber zurücktretenbe Sprecher feine Abschiedsrede halten, worauf ihm Minister- Präsident Baldwin für die Konservativen, Rom- sayMacdonald für die Arbeiterpartei, Clojjb George für bie Liberalen unb ber Alterspräfi- bent O E o n n o r ihren Tribut -ollen werben. Darauf wird bie Tagesordnung ihren weiteren Lauf nehmen, bis bann am Schluß ber Sitzung alle Un- terhausmitglieber am Stuhl bes Sprechers vorbei befUieren werden. Am Mittwoch wird bas Unterhaus als einzige Handlung bie hin-ugeben. Es versteht sich jedoch von selbst, bah unsere Ärgieruna jedem Schritt entgegen- kommen würde, ber zur Förberung ' gur.g des Friebens unb ber Entwicklung ber Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland unb ber Sowietunion beitragen könnte. Die nächste Zukunft wird zeigen, wie bas neue deutsche Kabinett mit einem Sozialdemokraten an ber Spitze zu biesem Problem Stellung nehmen wirb. — Man wirb biefe an bie Adresse der sozialdemokratischen Partei gerichtete Anregung in Berlin gewiß gern zur Kenntnis nehmen, zugleich aber auch mit Nach, druck darauf Hinweisen, daß e» vorläufig nicht den Anschein bat, als ob ber Sowjetreaierung ernstlich an einer Besserung bes Verhältnisses zu Deutsch- (anb läge. Die Art unb Weise jedenfalls, in der der Donez-Prozeh geführt wird, ist gewiß nicht geeignet, eine freundschaftlichere Atmosphäre zu Ruß- land zu schaffen. rifa zuteil geworden sei. Er sprach mit besonders herzlichen Worten von denen, die ihnen bei ihrer Landung in Grcenly Island und zur Fortsetzung ihrer Fahrt behllslich waren. Die Frage nach der Möglichkeit eines ständigen regelmäßigen Transozean-Flugdienstes wurde von den Fliegern übereinstimmend unbedingt bejaht. Die Flieger gedachten bann u.a. auch in ehrenden Worten ihrer ruhmreichen, aber unglücklichen Vorgänger Nungesser unb Eoli, deren Andenken in Amerika unb in ihren Herzen immer lebendig bleiben werde. W ä b r e n t ber lieber fahrt sind bie Flieger auf bem „Columbus" Gegenstanb lebhafter Sympathiebezeugungen ber Passagiere gewesen, bie von ihnen immer wieder Autogramme und Photographien erbaten. Die Flieger rühmten auch bie herzliche Begrüßung, die ihnen in Plymouth zutell geworben fei. „ , , Der Sonderberichterstatter deS „Montag hatte an Bord des „Columbus' eine Unterredung mit den Bremenfliegern. Er berichtet darüber folgendes: Der Eindruck in Amerika war nach den Schildcrungen der Flieger viel gewaltiger, als man es sich trotz aller Berichte von dort ausmalen kann. Immer wieder, oft in engerem Kreise, bei dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Rordamerika, ober bei Politikern und Dollarkönigen, wurden die enormen Leistungen Deutschlands auf jedem Gebiet hervorgehoben, und es wurde (ein Hehl daraus gemacht, daß man gern mit den Deutschen zufamme n - arbeiten und die Begehungen enger knüpfen möchte. Köhl, der den Flug den schönsten seines Lebens nennt, ist überzeugt davon, daß der Flugdienst, über den Ozean nach beiden Richtungen nur noch eine Frage von höchstens vier Jahren ist. und zwar mit Junkers Zlugzeuren unter amerikanischer Leitung. Junkers läßt sich drüben nieder. Deutschland habe — so erklärt Köhl durch feine innere Zwistigkeit in Flugdingen seine Chance nach dieser Seite hin verloren, wie überhaupt Köhl recht bitter ist. wenn er auf dieser Thema zu sprechen kommt. Er ist überzeugt, daß derselbe Flug, den er eben ausgeführt hat. schon zwei Jahre früher ausführbar war und nur an der Opposition ber Lufthansa scheiterte. ®r kann die Art seiner Enllassung durch die Lufthansa nicht Der- pePcn und kehrt nicht zu ihr zurück. Empfangsvorbereitungen in Bremerhaven. Bremerhaven, 18. Juni. (WTB. Funk» spruch.) In den älnterweserftädten Bremer- haven-Wesermünde werden die letzten Vorbereitungen zum Empfang der Ozeanflieger getroffen. Die Straßen und Häuser weisen reichen Flaggenschmuck auf und unaufhörlich pilgert schon feit den frühen Morgenstunden btc Menschenmenge zum Kaiserhalen, wo gegen 11 Uhr der „Columbus" mit Den Bremenfliegern e int reffen sollte Der Dampfer war jÄoch entgegen dem ursprünglich fest gefetzten Programm bereite um 5 älhr früh auf der Reede eingefroren, wo er v o r A nker ging. Auf dem Flugplatz Bremerhaven- Wesermünde entwickelte sich schon gestern ein großer Betrieb, da Dort Fliegergeschwader und Einzelflieger von München, Berlin. Hamburg. Lüneburg unD Bremen aus ringet offen sind, die zusammen mit heute vormittag noch ein- ireftcnden Flugzeugen den Fliegern eine Huldigung darbringen werden. Die Flugballe und der Flugplatz erwiesen sich als zu klein, so daß mehrere Flugzeuge unter freiem Himmel auige- fteilt werden mußten. Ministerialdirektor Brandenburg al» Vertreter des ReichSverkehrS- Aus aller Wett. Schneefall in Bagern. Traunstein, 18. Juni. (WTB. Funtfpruch.) Im Chiemgau ist ün Zusammenhang mit dem Temperaturrückgang Reuschnee bis aus 800 Meter herab' gefallen. Im Alpenvorland herrscht empfindliche Kälte. (Eröffnung des Tabakforschungstoslitul» für dos Deutsche Reich. DaS auf dem Gelände der Badischen Land- wirtschaftskammer in Forchheim neu errichtete TabatsorfchungSinstitut für das Deutsche Reich wurde durch Den Vorsitzenden des Kuratoriums für Statistik im Reich-Ministerium für Ernährung unb Landwirtschaft. Dr. Hosfmann, eröffnet. Staatssekretär Dr Hosfmann betonte, der Ertrag der deutschen Taoakernte betrage etwa e i n Viertel deS Gesamteinfuhrbebarfs an Tabakerzeugnissen ün Werte von 150 Millionen Mark jährlich. ES gelte jeftt, die Qualität au erhöhen Dazu solle das Tabak- forschungSinstttut dienen. Das Reich habe die Unterhaltung des Instituts übernommen, da Die Resultat: des Forschungsinstituts Dem Tabakanbau im ganzen Reich zugute kommen würden. Die Arbeiten des Instituts werden in wertvoller Weise ergänzt durch bie Forschung über Tabakvergärung, die mit Hnterftüijung deS ReiHs beim Kaiser-Wilhelm-Institut für Bi ochem ie in Berlin-Dahlem schon seit längerer Zeit im Dange sind. Rach einer Reihe von Glückwunschansprachen hielt der Direktor des Instituts. Dr. Äönig. einen Vortrag über die Geschichte deS deutschen Tabaks in Wissenschaft unb Praxis, woraus eine Führung durch daS Institut und die Versuchsanstalt folgte. Bismarcktog in Köln. 3m Großen Saale der Kölner Wesse inmitten der Pressa veranstaltete der Verein zur Errichtung eines B i s rn a r ck - 2 a t i o n albe n k rn a lS in Gestalt einer großen öffentlichen Kundgebung, woran etwa 5000 Personen teil- nah men, seinen zweiten Deutschen BiSmarcktoa. Schwarz-rot-goldene und tchwarz-weiß-rote Fahnen gruppiert um die überleben-große Büste des Altreichskanzlers gaben bem Riesensaale ein festliches Gepräge. Unter Den Anwesenden bemerkte man Abgeordnete sowie zahlreiche führende Persönlichkeiten der Reichs-. Staats» unb Kcmmunalbehörden. Rach dem von Rudolf Herzog gedichteten unb gesprochenen Festvorspruch begrüßte der erste Vorsitzende des Vereins. Staatsminifter a. D. Ett. Wallraf, die Anwesenden. AIS Hauptredner des Abends sprach der Reichstag-ahg. v. Äar borff über -Bismarcks LebenSwerk unb Ruhejahr . Der Redner sprach über die üuierpollttschen Kämpfe, die Bismarck während feiner Amtstätigkeit zu bestehen hatte, unb ließ diesem RücLlick die Mahnung folgen, über dem Werk und dem großen Staatsmann nicht den großen Menschen zu vergessen. Zum Schluß gab der Redner in zündenden Worten der Öffnung Ausdruck, es möge einst wieder die Stunde tommen. too e i n f r e i e t deutscher Rhein einmal wieder feine grünen Wellen in bas Meer ergieße, wo ein freie», stolzes und mächtiges Deutschland von sich einmal wieder fingen unb lagen dürfe. Von der Maa» bi» in die Memel, von ber Stütz bis an Oie „Bremen"-Flieger in Cherbourg. Köhl über die Möglichkeiten eines Transojeandienfted. E h e r b o u r g, 16. Juni. (WB ) Der Dampfer „(Kolumbus", auf bem bie „Bremen".Flieger nach Europa zurückreifen, ist heute 22 Uhr in Cherbourg angekommen. Zur Begrüßung ber „Bremen". Flieger begaben sich Vertreter der deutschen Botschaft unb des Norddeutschen Lloyd auf das S isf. An die Begrüßung schloß sich ein längeres Gespräch ber Besucher mit Kohl, Fitzmaunce unb von Hüneseld an. Dabei rühmte von Hüneseld besonders den großartigen Empfang, ber ihnen in Ame- Hauptstadt wurde um 8 Ilhr früh mit einem viertelstündigen Läuten von alten Kirchen der Stadt eingeleüel. Die Hauptstraßen und Platze Der Stadt sind mit Laubgewinden und Blumen seitlich geschmückt. Die öffentlichen Gebäude, die Privathauser und Schisse tragen überaus reichen Flaggenschmuck. Bereüs am frühen Morgen stattete die königliche Familie dem König ihre Glückwünsche ab. Kurz nach 10 Uhr fanden • sich Die Mitglieder der Regierung zur Gra- tulation ein. Das bemerkenswerteste Ereignis am Iubiläuyistag, bie älebergabe der großen Ehrengabe Der Ration an Den König. fanD um 11 Uhr statt. DaS große Geldgeschenk -n Höhe von 4 700 000 Kronen wird von König Gustaf einem Fonds für bie Krebsforschung zur Verfügung gestellt. Die mit ber Gabe überreichte Adresse ist aus Pergament ge- maü und befindet sich in einem Kasten von vergoldetem Silber und Emaille, auf dem in Gold- buchstaben zu lesen ist. Dem König Gustaf vom schwedischen Volke. Rach der Entgegennahme der - Rationalgabe fand ein Empfang statt, auf bem die Vertreter der Stadt Stockholm. Die Spitzen Der Behörden. Der Erzbischof ©öDcr- blom als Vertreter sämtlicher Bischöfe des Lande«. die Universitäten, die Robelstiftung usw. ihre Glückwünsche aussprachen. Das Diplomatische Korps entbot feine Glückwünsche durch feinen Doyen. Den finnischen Gesandten Sö- Ständchen bargebracht. Rach einer Huldigung durch Armee, Marine unb Flieger begab sich der König, von einem glänzenden Gefolge umgeben, nach ber Kaserne des Leib-Garbc-Reaiments. wo die ilebergabc neuer Fahnen erfolgte. Am Abend findet im Schloß ein Galadiner statt, zu dem 600 Personen geladen sind. Der Herr Reichspräsident hat an den König von Schweden anläßlich feines 70. Geburtstages nachstehende» Telegramm gerichtet: „In treuem Gedenken bitte ich Eure Majestät meine aufrichtigsten Glückwünsche zum heutigen Tage entgegennehmen zu wollen. Möge Eurer Majestät, dem das gütige Schicksal :m letzten Jahre erlaubte, auf eine zwanzigjährige segensreiche Regierung zurückzublickcn, iergbnnt sein, noch viele Jahre die Ge- fchicke des schwedischen Volke-, dem sich alle Deutschen in Freundschaft verbunden fühlen, zu leiten.“ Oie Wetterlage. In bis fein, steht Beim fjenferfoielen getötet. Schöneiche in ber Mark spielten mehrere 13- verurteilt würbe. Der Knabe mußte auf ein über eine Tonne gelegtes Brett treten. Ein anberer Knabe, ber ben f)enter barfteUte, warf über einen Baumaft eine Leine, macht« am anberen dnbe ber Leine eine Schlinge unb legte biefe bem „Verurteilten" um ben Hal». Thomas rutschte von bem Brett ab unb baumelte in ber Luft, wobei sich bie um ben Hals gelegte Schlinge je ft zog. Ede es feinen Spielkameraden gelang, iyn zu befreiet, war ber Knabe bereits erstickt. Bauernkrieg in Portugal. In ben Dörfern Terra», Barroso unb Toroa (Rorbportugal) sind Die Einwohner wegen totaler Streitigkeiten aneinander geraten und haben drei Stunden mtt Feuerwasfen und landwirtschaftlichen Geräten gegen einander gekämpft. 3toei Personen wurden getötet und zahlreiche andere verwundet. Beim Wettschwimmen ertrunken. Im Grimnitzsee würbe ein Wettschwimmen über 3200 Meter burchgesührt, am bem 28 ber heften Berliner Schwimmer tcilnahmen. Nach Beendigung des Schwimmens würbe ber 19 Jahre alte Schwimmer Alfred ßiepe vermißt. Sofort würbe durch die Rettungsboote der See ab* gesucht, von dem Schwimmer >edoch keine Spur gc* funden. Da Liepe sich feit Jahren an größeren Wettkämpfen beteiligte, fo muß angenommen werden, daß ihn ein Herzschlag getroffen hat. um 922 Uhr begann unb etwa sieben Minuten anhielt. Die Stadt war längere Zeit oh Licht. Der Materialschaden scheint beträchtlich zu Ob (Menschen zu Schaden gekommen sind, ün Augenblick noch nicht fest. 14jähriae Knaben Gerichtsverhand- l u n g, wobei ber 14jährige Sobn be» Lehrer» Thomas zum Tobe burch Den Strang ■iS? AB. L unb ' : , sicher au< 2.fct DI- •'a. eyt u • A Stzokvl 2. baj || -.*) auch " i1 sie Mutter !' renb pcrM ■ eidauijHufl ■ fiebn1 i ..-.A'ifl, ober ' Uii » te alles zu !c trNri tot» 101 dürfen alle d Jorgen w i der Eilend Bagen, hatte srin. Denn (torit er W y.c Sonne tu in daS Darc ruft der Mi ju feinen X bann laust du • Aprikofe, und i vergeht. Weih -cschmttkt hat, | toaren? t baren Miet’ -Uchlahö« 'itche Sitte. D 'chni, du M ; lschi n- srgrn 1 .'Heil, nur 'oäler. sie jal | heim Hot mi ■ ben Älaffenlt .Darum Ix .Dell sie c Aussatz schnell f ftm“ .3mmer?* , -^a jedesm *■1 darüber Id »hr? Dü | lachen < '*nn jeder |t ' M eft zu la il'chrieben. 11 einen gro ssL-r vir n lchretben." nun isf «tt. damit du Schi ja eur -Deiche Plld '-'nen Träm chm. und i 3^* doch be te» klS .ZI?' 64 TAM,We mi 'Evt man jj l> M % & I«,et *** i N - - E ich« • ®eim 6.-5, "'cht me: «tnei rfe rülito W«". I 1? [ ihn -nr?k?banöeru MW 3 ÖL fr- ben Belt, Deutschland. Deuttchland über alles, über alle» in ber Welt! Die Rebe Kardortt» wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Ausgrabungen in Persien. Ter deutsche Archäologe Prof. H e r tz f e 1 d, der in Diensten Der persischen Rcgicrung steht, hat bei feinen Ausgrabungen in ber Rähe von M e s HDimorghar zwischen PersepoliS unD Schiras vor einigen Tagen einen unter- irDischen Palast von gewaltiger Größe ent* deckt. Zur Zeit ist der obere Teil eine» steinernen Standbildes des Großen CyruS bloßgelegt worden. Das mit römischen S^chri tzeichen versehen ist. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt in Der Absicht. Den fehlenden Teil des Standbildes und andere Gegenstände auszufinden. Zwei amerikanifche Städte vom Tornado fast gänzlich zerstört. Der südliche Teil Der Provinz Oklahama wurde am Samstag von einem schweren Tornado heimgesucht. Besonders in Mialeidenschaft gezogen wurden Die beiden Städte Blair-Mountain - P a r k uno E n y D c t. Die Bewohner von Blair konnten noch vor J)er später eintretenden Unterbrechung aller "Verbindungen Hilferufe aussenden. Danach scheint es. daß die Stadt so gut wie ganz zerstört ist und die Derwüstungen ungeheuer sind. Zweihundert fr.i- willige Reifer sind zu ersten Hllselcistungen entsandt worden. Die Ana ab m über die Zahl der Toten schwanken. Fest ite&t einstweilen nur, daß drei Personen getötet unD 15 verletzt wurden. 3n Snyder wurden 50 Häuser zerstört. Von Dem Tornado wurde ein 6 Meilen breite- Gebiet im südwestlichen Ollahoma betroffen. Die Stabt Mexiko vom Erdbeben heimgesucht. Die Stadt Mexiko wurde am Sam-tagalend von einem schweren Erdbeben heimgefucht. das • AVevcxia. • "nd«n Orte aul lUitKÄ txl nNtrtyutrau ueie«r«! ». *w,^*’*< Jen ■isSs IdFfc «tomateh. ■l r-, &"• or k>n «%Ä» «* Mz ^S?en50fibl« ein 6 ffi *■ CNtnna £ *ebai ^thnyfn^t Hnn ö^itaadtTi ** by härt TTirajir L"3rU o6r. JMnf beträchM. fj*» rf mt n gEl Ipitlitn mdjrttt y, ■ri4tiofr|ei|, Sojn d« Lehm» °) den Strong nabt mu&t aut röt tt trtitn, tin anberrr tllte, oat] übn twr am anderen Tnd, bt: |te Weit dem „Ihre, -lhomar nils-t, nc in der ßuft. wobei ** W ft[l jOg. fr 'lang, ihn zu Mrr- erstickt. Portugal Darwso und Zoc< tiwohner wesen ’> W geraten und hcki •affen und lauter.- einander gekokt jetBtet und zahl' Mu« her Prvvin^iashaupistihi. Rieften, ten !8. 3uni 1325. (Zchirlausflüge. .aiU, matfr doch endlich deine 6I er gern zur Schule, (ernt auch tüchtig. ober die Ferien sind Ifrm doch da« I cbfte. Und dann der Spaziergang! Was gibt« Va alle« zu sehen! Ter Lehrer ist da auch ganz ander« wie sonst. 8r ist viel !uf:rer. und sprechen dürfen olle durcheinander. Morgen fahren sie zum erstenmal zusammen Li der Eifenbahn. Sie bekämen einen besonderen Dogen, hatte der Lehrer getagt Da« wird sicher fein. Wenn nur da« Wet'.er hält! Beständig läuft er hin au« und schaut nach dem Himmel, die Sonne ist oft von Wolken tetedt Er klopft an da« Barometer. Gott fei Dank! E« steigt Gr ruft der Mutter ein AbschiedZwort zu und geht za feinen Kameraden auf d e Strohe. Natürlich ist der 2üi*flug heute da« Ee- 'hrächsthemo. Hon« macht arofjc Augen, als er ■»art. wo« feine Schulgenol^en alle« mitnehmen wollen. Aber al« er abend« heimkvmmt und feine Dünsche Dorbrtngt. lacht ihn feine Mutter au& Laß sie nur! Da« brauchen wir alle« nicht Du 'vllst sehen, die schleppen sich ab. und nachher müssen fie es wieder Heimbringen. 3d) habe dir itoei tüchtige Butterbrote, ein« mit Wurst, ein» »«packt 3n der Flasche ist Kaf'ee. and dann hast >4 noch vier ApseMnen, eine Ta'el Schokolade rnd etwa« in der Xfite.“ .Wa« ist da«?" Han« guckt neugierig hinein. .Da« ist gedörrte« Obst." .Bein, da« brauch ich nicht." sagt er enttäuscht .Nimm S nur mit. du wirst sehen, es ist da« hefte Mittel gegen den Durst Wenn die Sonne beiß scheint und ihr womöglich einen Berg besteigt bann laust du c ine getrocknete Pflaume oder eine Aprikose, und du wirst sehen, wie dein Durst hergebt Weiht du nicht mehr, tote dir da« Obst ncschmeckl hat, al« wir im vorigen 3ahr verreist oarenV -n trttualfe. über dem A ter heften, tn. M frttMuq t \^oM» al|f iepe ottmi^L 6> .ngsboote btt Set . t Mch leine Spur ? hren an größeren &-■ [genommen werden, kcf troffen hol erlaae. 3a. schon, ober die andern fugen Kaubonbon« R iMren besser " Ach, lah doch da« Zeug! Da« ist eine amerikanische Sitte Wir bleiben lieber beim Obst Sollst r 'rhen. du bist mir noch dankbar für die Tüte. V;tt morgen die ganze Schule?" .Nein, nur unsere Älafc. Die andern gehen ■ 'odter. sie fahren aber nicht mit der Eisenbahn. .'>tlni hat mir gesagt, dah er sich gar nicht auf ten KloNenspoAieraana freut" .Worum denn nicht?" .Weil sic am andern Tag dann immer einen \ Aufsatz schreiben mühten. Da« tut er gar nicht H fern." . . Ommer?“ W */|? geht ja euer Zug. " — Welche Bilder mögen den kleinen Wanderer in. feinen Träumen umschweben?! Freuen wir un« mit ihm. und nehmen wir Teil an feinem Glück! ILar« doch bei und früher auch so. Unb wenn trir unsere Schuljahre Überblicken, leuchten die ^«Sullpoziergänge heute noch hervor al« besonder« «Höne Erlebnisse. Wenn du auch vielleicht allein he'fcr die Schönheiten deine« Vaterlandes dir irDanbcrn kannst, in der 3uaendzeit wollen wir Ufellichaft haben. Muntere Lieder und muntere feberntoorte muffen an« begleiten. Immer mehr lieht man ja ein, dah Wandern und Spielen r.re Lebensnotwendigkcit find. Tür den Lehrer ist es ja feine leichte Ausgabe, I) bi« 50 Schüler, manchmal noch mehr, einen langen Tag zu beaufsichtigens denn Gefahren daicm überall. Sei e« in der Ellenbahn, sei es tn einer verkehr «reichen Stadt. llnveraefllich ist mir noch die ^eitungSnotu rcyn vorigen 3abr. in der mitgeteilt wurde, dah - Ostpreußen ein Boot, das einen Tcll einer kchulkiasfe über einen See bringen foMe. unter» ri-.g. Die Halste der Kinder ertrank und der mehrer auch. Vielleicht war es für den Lehrer so :n besten. Senn was sollte er den armen Eltern ' en, wenn sie nach ihren Kindern fragten? ?och darf ein solche« Unglück nicht die Tcc- nr'aslung fein, nun zu sagen: Wir gefen grund- iiHlich nicht mehr spazieren. Nein! Wenn unsere Ritter ihr Vaterland richtig kennen und Neben ernen sollen, dann muffen fie wandern, dann riffen wir ihnen die Schönheiten der Heimat .eizen. Unb es freut mich, dah besonders in den ! >xren Klaffen immer mehr größere, rnehr- efige Wanderungen unternommen werden. Das - tarn heute mit ganz geringen Mitteln gemacht reiben, denn die Hauptschwierigfeit. das Hebet- iahten, wird durch die zahlreiche.-. Jugendherbergen. die in ganz Deutschland sind. I i'.änzend gelöst. Die Gründung unb der Ausbau kx deutschen Jugendherbergen ist eine wirkliche > Jet gewesen. Wenn die Kinder bei SchnlauS- Ujcn einmal diese Herbergen tennengelernt »"ben. dann werden sie auch später nach der fchulenttassung gern und oft darin tinfefrrtn. tarw“ -nben \ä\ «1» 8“ «< -- 'öf'e «-• ’ n.s^# Di‘Vlaregn cher Ge ch'.ch ..e in" umgetranbei: und Pros. J r b r. v dAopp an Nitgen« S elle zum Vorlchendea gewählt, dem 1891 Proi. Höhlbaum folgte. P.of O:to Buchner übernahm bic Gclchä te de« Beteirüoor iRenten im November 1895. Zwei Jahre später trat Prof. Höh 1 baum wieder an die Spitze deS Ve e ns, helfen Progra .. unk.e einer Nevt ion unterzogen und neue 21 c^«gebiete '«stgelegt wurden au« dem da nur.« err.chte.en Ausfchuh für Vollskunde hat f,ch de heu ige ^Hetslschr Dere.nig'mg lür Vol^kunde" entwickel:. Die Leitung ".<» Museums, das nun im neuen Schloß unlctgeiiradh. wat, übernahm an Pro'. Buchner« Stelle Har-p mann a. 'S). Eramet, bet fie bi« zu feinem im An ang des Jahres 1928 erfolgten Tod beh ell. Seit Zebcuat 1903 ist Geheime Nat B e h a g h e l der Borf .fronte des Bcre.nS. Heb«r die Tätigkeit des Verein« fei hier nur wenige« nenne.I. Die 21-1 .üge ber Mi.glieder, die vom Somme. 1878 a.) nach den verschiedensten, geschichttich in.c.e anten Otten ausge- lührt wurden, sind auch l.eu.e noch üblich. Ebenso werten, wie vom ersten Jahre ab. in iedem Winter einige Vorträge gehalten, die sich mit einem geschichtlichen Gegenstand unserer Provinz und ihrer näheren Umgebung zu belcfräftigcn pflegen. Nach Möglichkeit erscheint alljährlich ein Band der „Mttleilunzen", ter den Mit- gliedern unentgeltlich zugestelll wird. Diele Zeitschrift en.häll vom ersten Band (1879) ab wissenschaftliche Forschungteraebnifle aus älterer und neuerer Zeil, geschichtliche Darstellungen aus ber Vergangenheit Oberhesfens unb ber angrenzenden ®cb;e.e. den Jahresbericht de« Vereins und die Zahreslenchte des Museum«. Damit bildet der Gelchichtsve.ein einer wich.igen Faktor für ba« kullurelle Leben unserer cnge.cn Heimat unb verdient die Unlerftüfrung aller VevöllerungSkreise. Bolkskunstabend der Volkshochschule. Der musikalische Abend der Volkshochschule am Samötag stand im Zeichen Franz Schubert«, des llnvetgängltchen, dessen 100. Todestag« in diesem Jahre überall gedacht wird, •mberi war in erster Lulle der Meister des Lrede«, man kann sagen, der Schöpfer bei Liedes, der in genialer Art ba« Wert fortführen unb vollenden konnte, da« schon aitbere vor ihm unb zu feiner Zeit begonnen hatten. Aber er war es schllestllch erst, ber es zu seiner höchsten Höhe emporhob und ihm dabei den Stempel feines Wesens, seiner Art der Tonfprache auf- drückte, unb ihm fo ilnfterblileit gab. Schubert- ureigenstes Musizieren wurzelt im melodischen ®lement und die Fülle seiner Einfälle und Gedanken aetoinnt stet« feste Form unb Gestalt in der Melodie 3n seinen Symphonien und Klavierwerken zeigt sich daher auch überall da« Melodische als Träger der Dedankenaussprache. Nie versiegt der Born, immer neue Weisen entströmen ihm, unb feinen Liedern entquillt stet- von neuem die Kraft und Schönheit, die sie uns in unterer rhychmusgepeitschten melodie- armen Zeit so besonder« lieb unb wert machen. Von solch zwingender Kraft aber ist feine Musik, datz es nicht de« Tertes bedarf, um in feinen Liedern ihn und uns selber erleben zu können. Frau Cläre Schlesier-Altmann (Klavier) unb Frau Minna Wolf (Cbefana) waren zur Äusserung des geschmackvoll zu'ammen- gestellten Programm« gewonnen worden. Das Impromptu 6-Dur leitete den Abend ein. Hier Schubert in schönster Gestalt. Breite, ruhige Bah'chritte, lebhafte "Bewegung in ber Mittet- stimme und eine Melodie von unendlicher Tiefe und Innigkeit darüber. DaS folgende 3m- promptu-äs-Dur atmet Fröhlichkeit, Lebenslust und Mufizierfrcudigkeit. Der düstere cäL-Moll Hingt fast wie eine "Damuna. aber bas Frohe behält bie Oberhand und die luftige Sechs- zehntelbeweaung fteigert 'ich zu fchwungvollem Ab'chlust. Frau Tcvlesier-Allmann war den beiden Werken eine gewifsenhafle und musikalische Interpretin, die die Eigenarten und Schönheiten der Stücke wohl zur Geltung brachte. 3n den beiden Scherzi wurde un« Schubert von der heiteren Seite gezeigt. AuS chnen spricht da« Wiener BoUbluneu'ilantentum, das sich um bas Morgen nicht kümmert, solange e« heute seine gute Laune hat Auch hier konnte Frau Schlener-Altmann bei der stilgerechten, technisch sauber unb einwandfreien Wiedergabe den Zuhörern Schubert« 'Wesensart vermitteln. Bei dem ll-Dur-Scherzo wäre durch etwa« leb» ha'lcres Tempo die Grazie und Anmut, bie diesem Stück innewohnt, noch besser zur Geltung gclontmen. Sehr ‘iön wurde die Vortrags- folge durch die Drut'chen Tänze abgeschlossen, bic. ebenfalls musikalisch und rhnchm'.tch straff oorgetragen. ihre "Wirlung gamicht verfehlen konnten. Zwischen den eiuzelne-n KIaviervortrdgcu fang Frau Minna Wolf sechs Lieder. Frau Woll verfügt über ausge^ichnetes. durchgeblldeteS etimmatcrial. dessen Klang in jeder Lage warm und weich ist. und über eine Musikalität, die sie zu einer brionber« ausdrucksvollen Wiedergabe befähigt. .Lachen und Deinen'". .An die Mufll", und .WohinT fang sie gehaltvoll unb unter Verzicht auf jebc Aeuherlichreil. .An tue Mulik", diese Dankeshr-mne Schuberts an die heilige Kunst, gelang ihr ausgezeichnet, aber wußte sie auch der leichten Nüssiglell bet Melodie des .Wohin?" gerecht zu Serben. .Musensohn". .Aus den "Da fern zu fingen" unb .Seligkeit" wurden von ihr mit gleicher Feinheit der Auffassung unb ter thhchwi ch:n und dynann'chen Differenzierung tote berge ^eb-m. Frau Schlesier-Altmann bewältigte bie nicht immer leichte Aulgabe ber Begleitung ber Lieder mit sicherem feinfühligem Anpassungsvermögen. Der sehr h-rzllche Beifall war verdient unb nötigte F au Wol. noch zur Wiederholung von .Selra.... und .Wohin «n er olgrmchcr Abend für die Ausführenden- Bedauerlich bki?t nur. bast ter Besuch des Konzerts leitet nicht so war. wie es solche Veranstaltungen der Volks- Hoch chule verdienten. ln Sonntagszugeu wird der "Lnfchluh in Wetzlar mit Pz. 416 Gies-en —Koblenz. Viehen ab 14.01 und Pz. 1632 Köln— Giehen, Weylar ab 19.18. Giesten an 19.3c, erreicht. " Strabenspcrre. Wegen Änsführuna von Pflasterarbeiten ist die Kirchstrahe vom 3. Po- üvirepicr bis zum (Eingang der Peftalozztjchule für die Dauer von drei Tagen für allen Personenverkehr polizeilich gesperrt. •• Gastspiel Lilla ©urleuf Im Stadttheater Diesten. Aus dem Stadt- tfreatetbuteau wird uns g:sch?ieoen: Lilla Du- r i c u r, eine ber apartesten Persönlichkeiten ber deutschen Bühne, hat in Ma uahams Schauspiel ..Der Briet" ihr Glanzstück gefunten. Du- rieur. die ehrmalige Gattin prs bekanntrn Verlegers Paul a f 11 r c r. itt ei .e ter bedeutendsten Schauspielerinnen, die Berlin unb damit auch bie teutsche Bühne ce itzt. Als Qe«Iie in Maugham« .Brief" hat sie jetzt bei ihrem Wiener Gastspiel Triumphe g '.tert * Reue ® i t g < i < b e r des 6 t a b 11 fr e a ter». Man schreibt uns: Maria Koch vorn Bremer Schauspielhaus wurde dem Gießener Stabttfrcatcr unb Bad-Nauheim er Kurtheater für das Jach der ersten Salondame von Intendant Dr. Prasst; oer- pflichtet. Sie wird zugleich mit dem neuen Mitglied 0 A r z d o r f von den Münchner Kammerspielen anläßlich der Uraufführung von „Tänzer im Fasching" am 20. 3uni vor bas Vad-Rauhcimer, am 26. Zuni vor das Gießencr Publikum treten * Hüttenbirektor a. D. 'S r. Iantzen- Lollar 80 Jahre alt Woraen, am 19. Zuni. begeht Hüttenbirellor a. D. Dr.-Zng. b. c. Georg Jantzen seinen 80. Geburtstag. 23 Oahre hat ter Jubilar in den Diensten ter ButeruSschen Eisenwerke gestanden, zunächst als Betricb«ches. dann als Betriebsdirektor und fchliestlich als Hüttendircktor. in welcher Gigenschasi et nament- llch bie Entwicklung ter Sophienhülie förderte. Ianfren ist ein bervorragcntec Hüttensachmann. Seine Erfindungen auf dem Gebiete der Verwertung von Hochvienschlacke waven bahnbrechend. Gr ist u. a. ter Sriinder ber ßuttgranulelion der Hochofenschlacke. Seine grohen Verdienste auf dem Gebiete des Eiscnhüttenw^fens wurden 1919 vom Verein deutscher Gifenhüttenleute mit ter Verleihung ter Carl-Luez-Medaill: geehrt. Tie Bergakademie Tlausthal ernannte ihn 1923 zum Doktor-Ingenieur ehrenhalber Dr. Ianhen lebt seit 1916 im Ruhestände in Lollar St erfreut sich noch bester törv-rlicher und geistiger .Irisch: und nimmt an ter Entwicklung der Buteruefefren Eisenwerke regsten Anteil. • • Eine Achtzigjährige Morgen kann Frau Margarethe Berner von hier, Ederstrahe 1, in völlig geistiaer und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag begehen. • • Scrlegu ng des Gießener Flugtage». Der für den l.Iuli vorgesehene Flugsporttag in Gießen ist, wie uns heute mitgeteilt wird, auf den 8. Juli verlegt worden, weil ber 1. Zull bereits durch andere Äeranstallungen in Gießen in Anforuch genommen ist. •* Große Erfolge einer bekannten oberhesfifchen Schweinezucht. Auf der jüngsten Au-stellung bet Deutschen Sanb- wirrichasls-Gesellschaft in Leipzig war auch bie allseits bekannte Hochzucht tes teulschen Edel- fchweines auS ter Wirtschaft von Oekonomicrat Hoffmann in Hof - Güll vertreten. 3n schärfster Konkurrenz erh e fen neun ausgestellte Schweine einen 1. Preis, drei 2. Preise unb eine Anerkennung. Die Sammlung des Aussteller- wurde mit einem 3a-Prris ausgezeichnet. " Trinkt Milch! Vor 75 Jahren trat in Berlin eine Epidemie auf. Damals war das Strastenbild von milcktrinkenten Männern, grauen unb Äintern behrrricht. Auch Soldaten und Offiziere sah man öffentlich ihr Glas Milch trinken. 3n den letzten Jahren ist die Milch al« Volksgetränk ein wenig auS ter Mode gekommen Das ist im Interesse der VolkS- ge'undheit zu bedauern. An dem Lückaang tes MllchLenurtes mag wohl hauptsächlich schuld fein, daß die Milch während ter Kriegs- unb Nach- kriegsjahre nur krrapp zu haben war. was zur Folge halte, dah man 'ich ihrer entwöhnte. Gegenwärtig aber kann bie Milch wieder in ausreichendem Blaße bezogen teerten. Ss ist auch wirklich ein Genuß, sie zu trinken, da die Wissenschaft und Technik e« verstanden haben, durch Kühlung. Arinlichkeit. Pasteurisierung usw. bie Milch für alle Ansprüche an Güte und Hygiene und für längeren Transportae- eignet zu machen. Diese Behandlung ter Much ist für die Sommermonate von besonderer Bc- ” ^uwiderh andlungen gegen die Zagdwaffenpaßvervrdnung. Nach § 10 ter Hessischen Zagdwaffenpahverordnung in der Fällung ter Bekanntmachung vom 4. November 1914 verfällt jeder, der mit einem zur 3agb tauglichen Feuergewehr außerhalb eines Wohnortes erscheint — also auch ein Zagdvächter auf ber von ihm gepachteten Jagd — ohne Rücksicht auf die etwa wegen verübter Jagdvergehen besonder» ver» wirkten Strafen, für jeden Fall einer Zuanderhand» Lung in «ne Strafe gleich dem doppelten Stiroo der Jahre^gabe, wenn er sich zur Keck der Betretung nicht tm Bestfre bc» nötigen Jagd massen paße» oder Zeugnifsc» befindet, und ferner für jeden Fall tn eine Strafe ron fürf Mark, wenn er zur 3eit der Betretung die ersorderllche Legckimatlon zwar besitzt, aber aus Hnförtern dem brntfrliglcn Aufsicht beamten md)! vorzeigt Ergibt sich im elfteren Falle au» den Umstanden, daß eine Hinterziehung der Lbgabe nicht hat verübt werden können oder nicht beabsichtigt war, fo tritt doch eine Ordnungsstrafe im doppelten Betrage der Zafrresabgate ein. Zum Erlaß von Strafbescheiden der oordezeichneien art sind im Bereich de- Freistaates Hessen die Haupt Zollämter zuständig. • • Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 46 Cch'fn, 68 Bullen, 330 Färsen, 621 Kalber, 54 Schafe und 4745 Schweine. Einweihung des Hockschulftodions in Oannstadt. DSN Darmstadt, 17. Juni. 3n landschaftlich fchöner und geschützter Lage lleat ba» mustergülüae Stadion der Technischen Hochschule Darmstadt, das unter tätiger Mithilfe de» frei* fischen Staate», der Stadt Darmstadt, ber Industrie und der Student, nschajt In den Jahren nach dem Stncqe begonnen und setzt mit der Fertigstellung ter Neubauten und ter 100-Meter-Schwimmbahn seine Dollendund erfahren fraL Am Camotag frei* len sich zur Einweiduna der Lehrkörper der Technischen Hochschule Darmstadt, die Studenten- d-aft, zahlreiche Ehrengäste, darunter Staatcoräsi- 'ent Adelung mit mehreren Herren der Mini- tcrlen, Landtagspräsitent Delp, Bürgermelfler Bu^baum usw. eingefunden. Der Rektor ber Technischen Hochschule, Prosesior Dr.-Ing. Kammer eröffnete die Einwethungi-feierlichkest mit einer Begrüßungsansprache an die Erschienenen. Der Dorsitzende te» Akademischen Ausschusses für Lei- besubungen, Profesior Dr Ing. Heidebroek gab hierauf einen Abriß über die Entstedung»- geschichte de» Stadion». Er dankte allen Helfern und Spendern, bie die Erstellung dieser mufUrgültigen Anlage ermögllchten und übergab dann die Anlage ber Studentenschaft. Rektor Kammer gedachte darauf der besonderen Dcrdienste te» Hoch- schulfporUehrers Söllinger, ter sich um die Entstehung bc» Sportplatzes besonder» verdient gc- macht hat und gab sodann die Ernennung de» 2)b rektor» ter Nheinischen Elektrizitäts-Ä.-G in Mannheim, Baurat Heinrich Schöberl und de» Generalkonsul» Karl Mayer (Darmstadt) zu Ehrensenatoren der Hochschule bekannt. Der Vertreter der Studentenschaft Schmuck gab dem Dank seiner Kommilitonen für das frerrhehe Gc schenk Ausdruck und gelobte, durch regste Betört* Sim Sinne ter Erbauer tiefer Bflcgejtätte ter '»Übungen sich dieser Anlage würdig zu -eigen. Die 2000 aktiven Sportler der Technischen Hochschule gaben darauf ein Bild ihrer Betätigung in Den Dcrfcfrietenen Zweigen ter Leibesübungen. Bei den Wettkämpfen, dle sich anfchloften. erfocht die Handballmannschaft ter Technischen Hochschule Darmstadt einen 7:2- (3:2-) Sieg über die Universität Frankfurt und tm Fußball einen 4:0- (2.-0-) Sieg über die Technische Hochschule Karlsruhe, unterlag dagegen im Faustball gegen die Universität Gießen 44:64. Im Wasserball konnten die Pkalchesitzer gegen die Universität Heidelberg einen 2:0-6leg erringen. Am Abend fand In der Otto-Berndt-Halle eine gesellige Zusammenkunft von Lehrkörper, Studeutenschaft und Gästen statt. Amtsgericht Gießen. • Gießen, 12. Juni. Die Geschäftsleute können nicht bringend genug zur Vorsicht bei der Her- gäbe von Waren auf Kredit an unbekannte Personen gewarnt werden, wie folgender Fall lehrt. Der stellungslose Kaufmann R. ausFrankfurt a. M. fam zu zwei hiesigen Firmen und bestellte Waren auf Kredit, die er auch ausgeliefert erhielt. In dem einen Fall gab er an, er handle für einen langjährigen, guten Kunden der Firma, wo» nicht den Tatsachen entsprach. In dem anderen Fall legte er sich den Namen eines kreditwürdigen Kaufmann» bei. Er hatte sich auf diese W''se Waren im Werte von zusammen 170 Mark erschwindelt. Der erheblich vorbestrafte Angeklagte wurde wegen Betrug» zu einer G e f ä n g n i »st r a f e von drei Monaten verurteilt. Spielplan der Itrantfurter Theater. Opernh aus. Dienstag. 19. Juni. 19.30 bi« gegen 22 Uhr: Der Protagonist. Hierauf: Der Zar läßt sich photographieren. Mittwoch, 20. 3um. 19 30 bis gegen 22 Uhr: Der Troubadour. Donnerstag. 21. 3unl, 19.30 bi« 22 30 Uhr: Diener Blut. Freitag. 22. 3uni, 19.30 bi« nach 22 Uhr. Der Troubadour. SarnStag, 23. Juni. 19.30 bis g gen 22 Uhr: Eardillar. Sonntag, 24. Juni. 19.30 bi« gegen 22 Uhr: Der Protagonist. Hierauf: Der 3at läßt sich vhotogravh:cren. Montag. 25. Juni, 19 bis nach 22 Uyr: Die Jüdin. Schauspielhau«. Dienstag. 19. 3um, 20 bi« nach 22 Uhr: Vinzenz Fettmilch. Mittwoch. 20. Juni. 20 bis gegen 2230 Uhr: Tänzer im Falching. Donnerstag. 21. Juni. 20 bi« 23 Uhr: Othello. Freitag. 22 Juni. 20 bi« nach 22 Uhr Vinzenz Fettmilch. Samstag. 23. Juni, 20 bi« gegen 22.30 Uhr: Rheinische Dramatiker (Szenen- aJfüfrrungen und Vorlesungen). Sonntag. 24. Juni. 11 bis g:gen 13 Uhr: Matinee ter Rheinischen Dichter. 19.30 bt« nach 22.30 Uhr: Vinzenz ^eitmilch. Montag. 25. Juni. 20 bi« gegen 22.30 Uhr: Tänzer tm Fasching. Berliner Börse. Berlin, 18. Juni. (DTB. Funksoruch) Im heutigen Friifrverkehr ist es in den Bureaus der Banken noch sehr still. Die Tendenz scheint abwartend zu fein. Kurse werden noch nicht genannt Am Devisenmarkt nennt man Bari» 124,28, Mailand 92,70 bis 92,73, Spanien 29,48 bis 29,51, das Pfund 488,10 bis 488,15, den Dollar 4,1830. Sprechstunden der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Uhr nachmittag». Sams lag nachmittag geschloffen. Dr. Weinreichs MottenS(| • sicherer Schutz gegen Mottenfraß : Steiners Paradies-Betten: im 75. Lebensjahr. ■>8980 Danksagung. Wilhelm Fischer und Kinder. Gießen, den 18. Juni 1928. 5901D X z 5894 D «SU, Gerichtsvollzieher h. A. m Gießen, 3fienngftra6e 7 — Telephon 1289. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie H. Reucker Familie W. Reucker Familie Ch. Fernau. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem großen Verlust, der uns betroffen, sowie für die überaus trostreichenWorte des Herrn Pfarrers sagen herzlichen Dank Lollar, Aachen, Frankfurt a. M., den 17. Juni 1928. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juni, nachm. 3 Uhr, statt. Existenz General - Vertreter als dorlin.Bezirksletter gesucht. Hob. Berd^Ort u.Beruf fll. «Kosten!. Anltg. Kahmann ft Malier Hilden, Rhld.M Sensen, Sicheln,Wetzsteine wvte timtl. Garten und landvtrlschaltlldie Geräte Edüar Bomnann / Kietzen la Grubensand Putz- u.Maurersand ab Grube Marburger Straße frei Verwendungsstelle billigst K. Sier, Im Gartield 2 Telephon 1561 Telephon 1561 Heute morgen entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe ireusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Henriette Reucker geh. Nickel Welcher tastaiita vermietet einem anständig.Mteter <3 Personen» mit Dring'.tchkeitS- schein eine 2-3 • Zimmer« Wohnung mit Zubehör? Erbitte Angebote unter 5900D an d. tÄleh. An». «rättigen. iniell. Arbeiter stellt sofort für dauernd ein. Terrazzo- ob. Slunftfteinatbel- ter, od. welcher die- seS erlernen will, bevorzugt. i 4609 ti. Hchrader, Siein- u. Bildhaue» rtl Lelhieslsra, am Babnhc>f« ^nrrknmungm. Schäl ltlch ta al Im Äpocho»» Proflirlra, ar verfügt. Innendienst auf Äureau, kein Laben. Wohnungslage gleichgültig. Arbeits- freudige Herren können ein mood Monatseinkommen von JH. 50«.- und mehr erreichen. Sof. kurze Off. erbeten an Postschließfach 114 in Bad-Homburg. Dienstag, den 19. Ann» l. 3-, nachm. 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 4 Warenschränke, 1 Ladenkasse, 103 $L Likör, 1 Dauerbrenner, 2 Büfetts, 1 Frisiertoilette, l Schreibtisch, 1 Kredenz, 2 Bücherschränke, 1 Sassenschrank, 1 Schreibmaschine, 1 Eisschrank, 1 Waschmaschine, 1 Sofa, 1 Klavier, 1 Trumeau, 2 Chaiselongues, 1 Oelgemcllde, 30 Paar Lederhandschuhe, 20 Paar TenniSschuhc, 75 Paar Svortstrümpfe, 10 Pullover, 3 Tennisschläger, 100 Gummiblasen, 100 Paar Turnschuhe, 15 Paar Herrenschuhe, 30 Hemden, 100 Selbstbinder, 12 Paar Zugstiefe!, I Schrankgrammo- vhon, 1 Kleiderschrank, l Pferd. 10000 2000 Loseäl " rereendet »ach unter Necbnehee 20 Pfg. mehr. A. Dinkel mann, Warm *. Poelecbeckkonto 15194 Frankfurt a. M. Zobebea In Gießen bei Staatl. Lott.-Einn. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschciden meines lieben Mannes, unseres treuen Vaters, Schwiegervaters, Großvaters u.Urgroßvaters Herrn Kaspar Schepp III. sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Marguth für die trostreichen Worte, sowie für die Kranz- und Blumenspenden unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Schepp geb. Deines und Angehörige. Lindenstruth, den 15. Juni 1928. Heute morgen entschlief sanft nach schwerer Krankheit mein herzensguter Mann, unser Heber Onkel, der Beniner Friedrich Bank im 86. Lobensjahre. In tiefem Schmerz: Marie Bang geb. Behrens Gießen, den 16. Juni 1928. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 19. Juni, nachmittags 3 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 04604 Steuerberatung InReichs-,Landes-u.Kommunalsteuern Steuererklärungen, Einsprüche, Beschwerden, Revisionen. 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TBetlburg; und in all et durch Schilder und Plakate kenntlichen Geschälten Man lange ausdrücklich da» echte Köstritzer Schvarzbier mit dem g' setzLgesch Mappen-Ettkett.um vorAachahmungen geschützt zu sei» Nr. 14' Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Montag, ?8. Zuni 1928 Die 3eiqjion#(önn>fc des Mtt Klotter« find zu neuem Leben erwacht. Schon tm Dezember vorigen Jahre« hatte es im englischen Unterhaus einen lebhaften Streit um die Revision b e s Gebetbuches der a n g l i k a n i f ch e n Kirche gegeben, der mit der Riederlage des Erzbischofs von Eanterburv endete; aber es war nur eine verlorene Schlacht, der Krieg um die Ausgestaltung der englischen StaatSk,rche vor dem Parlament nahm seinen Fortgang Michl um Freihandel oder Schutzzoll, um den Tktgatbeiter- streil. die irische Selbstregierung oder die Der- sallung des British Empire ist so heftig. so lerdenschaltlich, so unter Einsatz der ganzen Persönlichkeit gekämpft worden wie um vieles neue Gebetbuch das seit mehr als zwanzig Jahren vorbereitet wirb, von dem nun aber viele Politiker fürchten, dah es die anglilanische Kirche, die zu den protestantischen Bekenntnissen gehört, all- mählrch zum Katholizismus hinüber üh:e und den Anschluß an Dom vordere.te Wil flammenden Worten, eisern und unnachgiebig hat der schol- ttlche Advokat Mitchell im Dezember und jetzt vor der Annäherung an den ’23alilan ge^ warnt und sich damit wohl zum erstenmal den Berlall hochkvnservativer Blatter verdient, die vorher von diesem Sozialisten nichts wissen wollten. ©eine Rede ritz das Parlament fort, be- gelsterte die Abgeordneten und besiegelte im Dezember das Scheitern des Gesetzentwurfes, der die Einführung des neuen ..Prayer Book" bestimmte. Auf den Tribünen und, wie Augenzeugen berichten, sogar im Plenum brachen Freunde der katholischen Richtung in Tränen au-, als das Ergebnis der Abstimmung bekannt wurde, und unter denen, Vic ihre Ordnen nicht zurückhallen konnten, befand sich auch der greife Erzbischof von Eanterbury. der Primas der anglikanischen Kirche, der das Haus als gebrochener Mann, auf zwei Geistliche gestützt, mühsam verliest. Das neue Gebetbuch ist geschaffen worden, um Vic anglikanische Kirche vor dem Zerfall zu bewahren und die Möglichkeit zu bieten, die verschiedenen Richtungen auf eine einheitliche Liturgie sestzulegen; nun droht der entfachte Kampf der Meinungen zu einem Kulturkampf Z" führen, der im Gegenteil den Zersetzungs- prozest beschleunigen wird. Ursprünglich unterschied sich die anglikanische Kirche, von Heinrich VIII. im Jahre 1533 geschaffen, nur wenig vom römischen Katholizismus. Erst allmählich entwickelte sich die englische StaätSkirche zu einer Lehre, die den reformatorischen Richtungen des Kontinents verwandt ist und auch viele gemeinsam« Füge mit dem deutschen Protestantismus aufweift, aber in der Kirchen Verfassung und dem Ritual zwischen dem Protestantismus und dem Katholizismus steht. 3m Jahre 1549 wurde von einem Komitee von Bischöfen und Theologen da- „Book of Eommon Praher", das ..allgemeine Gebetbuch", geschaffen und zur Agende der anglikanischen Staatskirche erhoben. Drei 3ahre darauf wurde dieses Buch zum erstenmal und im 3ahre 1559 zum zweitenmal im reformistischen Sinne revidiert. Seine heutige Gestalt erhielt dieses Gebetbuch dann im 3ahr« 1662; seitdem ist es nur zweimal, nämlich in den Jahren 1859 und 1872, unwesentlich verändert worden. Es ist in England fast stets so gewesen, dast die lebendigen Institutionen sich den veränderten Zeitverhältnissen anpastten und die Gesetze diesen Zustand dann später sanktionierten, während in kontinentalen Ländern die Gesetzgebung voran- zugehen pflegt, ihre Ausführung, die Umgestal- lang der Einrichtungen, aber nachhinlt. Das Gebetbuch ist im wesentlichen unverändert geblieben; aber es gibt längst Strömungen in der anglikanischen Kirche, die sich um die Vorschriften dieses Gebetbuches nicht mehr kümmern und ihre eigene Liturgie eingerichtet haben. D.e High Ehurch Party, zu der der gröstte Teil dec britischen Aristokratie gehört, und deren Vertreter zuweilen auch Anglo-Katholiken und R i t u a l i st e n genannt werden, hat den Gottesdienst mit der Zeit so auSgestaltet. dast ein unbefangener Beobachler. der während der Zeremonien in der Kirche weilt, glauben kann, einer katholischen Wesse beizuwohnen. Die Ritualisten sind für die Einführung von Bildern und Kruzi- fissen. benutzen Weihwasser, haben Mehgewänder und Mestglocken nach römischem Muster eingeführt. 'ind sogar Freude der Ohrenbe.chte und fordern, wenigstens zum Teil. Zölibat und OrdenSwesen. 3m 3uh 1899 etlichen die angli- konischen Erzbischöfe ein Verbot. Weihrauch und Prozession« lichter au benutzen, und ein 3ahr darauf erklärten sie eS auch für unzulässig, die Elemente deS Abendmahls in der Kirche aufzubewahren. D.e'c Mastnahmen tiefen den scharfen Widerspruch der Ritualisten hervor, fanden aber den Beifall der niederkirchlichen Partei, deren Anhänger auch Svan- geliker genannt werden, und der Broad Sh u rch Party, die in ihrer Weltanschauung dem deut'chen Protestantismus am nächsten steht. Run binden die Anordnungen der anglikanischen Erzbischöfe von Eanterbury und von V^rk tue Geistlichen und Gläubigen nicht" fo sehr, wie etwa eine päpstliche Entscheidung alle Katholiken verpflichtet. ES bildete sich also, entsprechend den verschiedenen religiösen Srrömun- gen, sine groste Mannigsaltigkeit von gottesdienstlichen Ritualen heraus, bei denen alle Spielarten von Zeremonien in bunter Abwechslung vertreten sind. Formell gilt nun für jede Richtung daS Prayer Book, und dadurch war bisher eine 5 über liehe Einheit gewahrt. Aber man erkannte, dast die Gefahr einer Zersplitterung der anglikanischen Kirche tatsächlich besteht, und setzte deshalb eine Kommission ein, die die kirchlichen Zustände prüfen und Abänderungsvorschläge auSarbeiten sollte. Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist der König von England, und deshalb erhielt die im 3ahre 1904 eingesetzte Studienkommission den Ramen ..Royal Eommission". Die Mitglieder dieser Studiengesellschast fahlen chre Arbeiten im 3ahre 1906 dahin zusammen, dah eine Umgestaltung des veralteten Gebetbuches von 1662 unvermeidlich sei. Seit dieser Zeit arbeitet man in England an der Revision des Buches. 3m 3ahre 1919 wurde dann durch den Church Assembly Act festgesetzt, dast die Kirchenversammlung das neue Gebetbuch auszuarbciten habe; da es sich aber um das Ritual der Staatskirche handelt, deren Oberhaupt der konstitutionelle König ist, bedarf das Gebetbuch der Genehmigung des Oberhauses und des Unterhauses. Es war nicht leicht, eine Einigung der Erzbischöfe und Bischöfe über daS neue Gebetbuch herbeizuführen. Der englische Premierminister Baldwin hat später einmal die anglikanische Kirche eine „Oase der Kompromisse" genannt und damit treffend zum Ausdruck gebracht, dast die Einigung der Kirchenfürsten nur möglich war. weil jeöcr der hohen Geistlichen auf einige seiner Wünsche verzichtete und zahlreiche Äompromiffe abgeschlossen wurden. 3m House of Lords fand das neue Prayer Book, das die Kommissionen auSgearbeitet hatten und daS von der Kirchenversammlung genehmigt worden war, ohne lange Dispute Billigung ; aber im Unterhaus begann ein heftiger Kampf der Meinungen, der jetzt mit der Ablehnung deS neuen Gebetbuches sein Ende gefunden hat; dort fürchteten zahlreiche Ab^ geordnete ohne Unterschied der Partei, dast das neue Gebetbuch die Reformation in England allmählich cufheben und den Anschlust an die römische Kirche herbeiführen würde. Das Parlament wurde im Dezember vorigen 3ahres ebenso wie jetzt plötzlich zu einer Art Kirchenlonzil; Parlamentarier, die sonst über den Staatshaushalt. über die Verwaltung der Kolonien, die Berechtigung deS Freihandels oder die Beziehungen zur Sowjetunion zu beraten pflegen, stritten sich über die Auffassung des Abendmahls und wünschten darüber zu entscheiden, ob die katholische Lehre von der Transsubstantiation anzunehmen fei im neuen Prayer Book wird nämlich auch diese Anschauung ausdrücklich zuge- Englands Kampf nm das prayer Vook Don George (Kroppen. Oberhessischer Kunstverein. Albrcchk-Dürcr ^cdächkniv Auöstcllung Die gestern eröffnete neue Ausstellung am Brandplatz, die vom Oberheffifchen Kunstverein gemeinfam mit dem Kunstwissenschaftlichen 3n- ftitut der Universität und der Gesellschaft der Giehener Kunstfreunde veranstaltet wurde, ist dem LebenSwerke Albrecht Dürers gewidmet, dem Meister zum Gedächtnis im 3 ah re der 400. Wiederkehr seines Todestage« (6. April 1928). Die Kollektion ist unter fachkundiger Leitung von Dr. 3ungjohann. Assistenten am Kunstwissenschaftlichen 3nfHtut, aus Beständen des Institute« sowie einiger angesehener Kunstverlage sehr übersichtlich zusammengestellt. Die Anordnung ist im wesentlichen nach chronologischen und genetischen Gesichtspunkten getroffen worden und entspricht etwa in ihrer Gruppierung und Unterteilung dem ganz knappen Datenabriv auS Dürers Leben, den man der Ausstellung zur Erläuterung als biographischen Wegweiser bei gegeben hat; es werden hier fünf Lebens- und Schaffensperioden abgegremt: die Lehrjahre unter Wohlgemut, die oberdeutschen Wan- derjahre. erste und zweite italienische Reife und die Reise nach den Riederlanden. ES kann natürliche rtpeife aus mancherlei ®rün- ben nicht Sinn und Aufgabe dieser Zeilen fein, im einzelnen oder auch nur in großen Zügen auf die künstlerische Bedeutung und auf die Entwicklungslinien der hier (in meist guten Reproduktionen 1 ausgestellten Arbeiten einzugehcn. Das ist nicht Sache eines Referates, dazu ist hier bei weitem nicht der Raum, und überdies ist anderwärts vielerlei Gelegenheit geboten, fich über die ästhetischen und entwicklungsgeschich:- liehen Probleme — wie sie sich in der Ausstellung überreichlich barbieten - ein- gohend und zuverlässig zu unterrichten. Hier kommt es vielmehr darauf an. im kleinen Ausschnitt und Ueberblick das Bild vom vielfältigen Reichtum künstlerischen Wesens und künstlerischer Ausdruckskraft in Dürer, wie es durch die Aus- stellung auf engem Raume vermittelt wird, an- deutend nachzuzeichnen, die groben Stationen und die wichtigsten Hauptwerke, welche gleich Meilensteinen den Schaffensweg des Nürnberger Meisters bezeichnen und abgrenzen. herauSzu- heben und zugleich sinnvoll in den gehörigen Zusammenhang einzuordnen. Die Gruppe „Der junge Dürer" wird ringe- leitet durch das berühmte erste Selbstbildnis des Dreizehnjährigen von 1484. bringt ferner jenes andere von 1493 und. neben etlichen Architekturstücken die Skizze der Agnes Dürer und ein (mutmaßliches) Porträt des Baiers. Aus der Zeit der ersten 3talienfaprt (1494 95- findet man eine Gruppe minder bekannter mythologischer und figürlicher Kompositionen. Das Dezennium zwilchen der ersten und zweiten italienischen Reise (1495 bis 1505) ist durch eine gröbere Reihe glänzender und großenteils sehr berühmter Stücke aus dem malerischen und graphischen Werk Dürers illustriert. Hierher gehört zum Beispiel das Selbstbildnis von 1498 (im Prado', das bekannteste große cn-face-Q3ruftbiIb. der Baumgärtner Altar (um 1500). Pirkheimers Bildnis von 1503. aus den Raturftudien der tausendfältig verbreiteten Feldhase, weiterhin die sehr liebliche »Madonna mit den Tieren und der . Gewappnete". neben vielem anderen Es folgen die Jahre 1505 bis 1507 der zweiten Gtalienreife; aus dieser Periode sind vor allem der prachtvolle .Kopf einer jugendlichen Frau". das .Rosenkranzfest" «Rudolphinum in Prag- von 1506 und die von Engeln betränktc .Madonna mit dem Zeisig" hervorzuheben. Die Zeit von der zweiten 3talienrcifc bis zur Tätigkeit für Kaiser Maximilian umspannt die 3ahre 1507 bis 1515. Hier sei insbesondere auf die (teilweise sehr bekannt gewordenen' sechs Studienblätter zum Helleraltar. 1508. hingewicsen 1515 bis 1520 währt öte Tätigkeit Dürers für den Kaiser Max. Reben allerlei oekorativen Studien fällt aus dieser Periode daS Blldnis des Michael Wohlgemut (1516) ins Auge, und jenes der Frau Agnes als St. Anna. 3n die 3ahre 152021 ist die Reife nach den Riederlanden zu verlegen: eine Reche hervorra- gender Bildnisköpse bezeichnet diefe Periode tm Schaffen Dürers Aus dem letzten Lebensjahre bis zum Tode. 1528. sind 3atob Muffels Porträt (1526). das letzte Abendmahl und die belassen Gerade die Lehre vom Wefen des Abendmahls bildet noch heule ebenfo wie vor 3ahr- hunderten, als die Reformation begann, den eigentlichen Kernpunkt bei religiösen Streites. ES gebt nicht nur um 3euhcrlid)leucn. um Formalitäten bei der Ausübung deS Gottesdienstes, sondern tatfächttch um wichtige Dogmen des Katholizismus. die von der Rriormation verworfen worden waren Bisher bestanden hierüber innerhalb der Staatskirche die verschiedenartigsten Meinungen; das Prayer Book unternahm es nun. die An'chauungen und die dadurch bedingte Ittur- gllche Praris der Anglo-Katholiken auch für die AUgemeinheit gültig zu machen Dieser Versuch hat zu einer ungeheuren Erregung in der getarnten englischen Bevölkerung geführt. Dast mit der Einführung deS neuen Gebetbuches an di« Wurzel der Staatslirchc die Afft gelegt wäre, bedarf keines Beweises. Geschichten aus aller Welt. Achmcd ^oflu auf Zrcicrofüßcn (s) Belgrad. Dah die Bäume auch in Albanien nicht in den Himmel wachsen — und sei es in den Ehehimmel hinein — beweist die .Liebes geschichte des alba- ntfchen Diktators Achmed Zogu Auch Diktatoren haben bekanntlich ihren Punkt, wo sie durchaus keine Uebermenschen, sondern sterblich sind — nämlich wenn es sich um daS weibliche Geschlecht und die Eitelkeit Hand.'It. Das war schon bei Rapoleon fo. der eine Kaisertochter zur Frau verlangte. Achmed Zogu. Ministerpräsident und Diktator von Albanien, hatte schon vor langem die lobenswerte Absicht, zu heiraten. Als er noch nicht Diktator war. da war er mit einer der reichsten Erbinnen Albaniens verlobt, mit der Tochter des früheren Ministerprä i enten Schefket Her- lac i. Aber diefe Lieae. die sich wohl hauptsächlich aus materielle und politische 3nterefien gründete, war verlloaen. alS Achmed Beziehungen zu 3talien □ngcfriüpfi hatte und als er sich mit der Freundschaft Mussolinis ei: e. wenn auch bescheidene, weltpolitische Rolle erobert hatte. Da meinte Herr Achmed, dah er nun wohl auf eine etwas vornehmere Heirat Anspruch machen dürfe — ja man sagt, sein Ehrgeiz sei sogar so weit gegangen, eine der italienischen königlichen Prinzessinnen zu ehelichen. Und Mussolini soll ihm auch ruhig eine Zeitlang bden stolzen Wahn gelassen haben, bis der zweite Tirana-Vertrag abgeschlossen war und Achmed Zogu zu einer Figur zweiten Grades auf dem mittelmeerischen Schachbrett Mussolinis herabgesunleit war. Da bat der grobe italienische Bruder dem Beinen Albanier freundschaftlich, aber deutlich zu verstehen gegeben, dah er doch wohl zu hoch hinaus wolle. Um den bitter Enttäuschten sich nicht zum Feinde zu machen, hat Mussolini die Pille etwas versüht und sich bereit erklärt, aus anderen Kö- nigsthronen Umschau nach einer passenden Gemahlin für den Beherrscher Albaniens zu halten. Deispiclswci c hat er sich bereit erklärt, bei König Fuad von Aegypten alS Freiwerber aufzutreten - und Herr Achmed bat mit Freuden zugestimmt. Run würde also doch eine richtige Königstochter von Geblüt den PräfidentenstuHl von Albanien teilen, und Achmeds stolze Träume wären immerhin in Erfüllung gegangen. Leider fehlt bisher immer noch die Zustimmung König Fuads, und da inzwischen schon ein halbes 3ahr vergangen ist. hat man in Albanien nur noch geringe Hoffnung auf das Zustandekommen der Heirat. 3a, ja — ob eS nicht doch besser ist. unter den Töchtern des Lande« Ausschau zu halten, die es sich noch zur Ehre anrechnen —7 Herr Rod la Rocque durch Krankheit verhindert. (v) Budapest. Die bekannte Hollywooder Filmprimadonna Dllma Banky beehrte kürzllch das alle Europa mit ihrem Besuch, wurde auf der Reise von ihrem nicht minder berühmten Gatten, dem Filmschauspieler Rod la Rocque begleitet, und das Ehepaar versäumte es nicht, unter anderem auch die Heimat der schönen Bilma, Ungarn. aufzusuchen. Selbstverständlich wurden die amerckanischen FUmsürsUichkeiten in Budapest mit Ehrungen verschiedenster Art überhäuft und sogar vom Staatsoberhaupt empfangen. Der geschäftstüchtige Inhaber eines Budapester Lichtspieltheaters dritten Ranges wollte feinerfeit« die Danky-la Rocque-Konjunktur ebenfalls nicht unausgenutzt lassen. Er lieh also in seinem lleinen „StunRinüituT einen uralten Banky-Film rollen Da er aber nur zu gut teuf'te. da^ der Banky zuliebe vermutlich nur Bonky-Schwärmer männlichen Geschlecht« da« Kino besuchen würden, zeigte er ohne Bedenken .in den beiden Hauptrollen Vilma Banky und ihr charmanter Gatte Rod la Rocque" an. um auf diese Weise auch die dem schneidigen Amerikaner gewogene Damenwelt in seine Bude zu locken. Der [leine Geschäststrick zeitigte dann auch ein auSrerkauste« Hau^ Leider war aber der Partner Banky« nicht ihr ONann, sondern Ronald E o l 1 m a n n, das Publikum fühlte sich betrogen und verlangte stürmisch nach dem an- gdürwigten Helden. Da« ungarische Temperam.nt drohte einen enden Strich durch die Rechnung des Herrn Direktor« zu machen; ein Skandal schien unvermeidlich zu sein. Da wurde es plötzlich hc'.l im Theater, am Kapellmeisterpult erschien ein eleganter Herr und hielt folgende Ansprache: .Romens der Direktion bitte ich um 3hre Rach- sicht. Herr Rod la Rocque war Iciaer durch Krankheit verhindert, und fo muhte im letzten Augenblick Herr Ronald ffpllmann seine Rolle übernehmen!" — Die Gemüter beruhigten sich, und der wackere .Sinfpringer" wurde lebhaft gefeiert Tas Haus ohne Haustür. (s) Warschau. Dah der Beste nicht in Frieden leben kann, wenn es dem bösen Rachbarn nicht gefällt, ist eine alte Weisheit, die im täglichen Leben ste;S neu bewahrheitet wird. DaS mußten kürz.ich die Bewohner eine« Warschauer Hause« zu ihrem Leidwesen erfahren, aber die ganze Stadt, besonders die Passanten der Hauptstraben, haben darüber gelacht! 3m Zentrum Warschau«, in einer Haupwer- kehrSstraste. steht ein Hau«, an dem lange Leitern lehnen. Menschen sammeln sich darum, neugierige strömen hinzu — ist ein Unglück geschehen. da« Baugerüst eingestürzt ...?? Rein. Aber ein Anblick bietet sich, der des Staunens und Gaffens wohl wert ist. Man stelle sich vor — bitte, im Zentrum einer Groh- und Hauptstadt!! —: Aus einem Fenster der oberen Stockwerke ist eine Dan« gestiegen und bemüht sich verzweifelt — am hellichten Tage! — eine der am Haus« lehnenden Leitern berunterzukneck-en. Eine Dame — gesetzt an Leben-alter und Leibesumfang, die ebensosehr durch eine mächtige Markttasche behindert ist wie durch ihre Röcke und die Blicke au« der Tiefe ... Sie hätte fast eine Sprosse verfehlt, wäre die Ausmerksam- teit der schauenden Menge nicht auf die anderen Leitern abgelenkt worden, die auch plötzlich von Menschen besetzt waren, die gleichsallS vom Fenster auf die Strahe strebten, und die nun der Menge Aufklärung über die« seltsame Schauspiel gaben. Ein nachbarlicher Zwist und Prozeh zweier Hausbesitzer lag der Sache zugrunde. Durch Ge- richtSbeschlub war dem Eigentümer des Rachbarhause« daS Recht eingeräumt worden, die Eingänge, die dieses Rachbarhaus führte, zu vermauern. Tatsächlich hatte der Hausherr von diesem Recht Gebrauch gemacht und die Hausbewohner, bic sich eine« schönen Morgens von der Auhenwelt abyeschnitten sahen, waren nun gezwungen, sich diese« ebenso originellen wie Luftigen Weges in« Freie zu bedienen. 3eyt sind die Behörden bemüht, eine Lösung dieses eigentümlichen Streitfalles zu finben. 3a — selbst die Haustür kann einem über Vacht vermauert werden, wenn es dem bösen Rachbarn und — dem Gericht so gefällt. rühmten Apostelfigurcn. sowie die Blldnisse Hieronymus Holzschuher und Hans 3mhoff zu bezeichnen 3nnerhalb der hier in allergröbsten Linien angedeuteten Entwicklung sind auf der Ausstellung eine Reihe stofflich und stilistisch gehöriger Gruppen angeordnet, die etwa mit den figurenreichen, barock anmuten den und von einer glühenden Phantasie belebten Blättern der Apokalypse von 1498 (1511) zu beginnen wären. Dann die 12 Blätter der „Großen Pasfion" und das .Marien- Icben"; unterbrochen durch das Triptychon des Dresdner Altar« (um 1500). 3n einer Vitrine angeordnet »Die kleine Passion" und die Kupfer - stichpassion. etwa 150812. 3n sehr schönen Reproduktionen endlich die nach dem 3ahrc 1504 ausgeführte sog. grüne Passion aus der Albertina in Wien. 3n einer besonderen Kupferstichfammttmg werden die berühmtesten Stücke gezeigt: man findet hier etwa den „Verlorenen Sohn", das „Meerwunder", „Ritter. Tod und Teufel". „Die große Fortuna", die „Melancholie". .Hieronymus im Gehaus", bas schöne Weihnachtsbild und verschiedene kleine Madonnen. die gekrönte, die „mit der Birne" und jene „an her Stadtmauer". Sehr charakteristisch für Dürers Arbeitsweise und rein technisch von hohem Interesse sind ferner die verschiedenen Proportionsstudien und anatomischen Skizzen zu „Adam und Eva". Eine begrüßenswerte und malerisch überaus feine Ergänzung des Gesamteindruckes bildet eine Gruppe von Ändschaftsaraquellen, worunter die ,^)rahtziehmühle". der ..Steinbruch" und einige Nürnberger Motive besonders heroorzuheben sind. Don den bekannten 9la tu rftücfen findet man ferner die Blaurake, das Käuzchen, das sog. große Rasenstück, den Akeleisiock unb die Eichhörnchen. Endlich ist einer Reihe kleinerer Driginalfupfer- stiche zu gedenken, die vor allem Passionsszenen darstellen. Die Ausstellung wurde am gestrigen Sonntagvor- mittag der Oeffenllichkell übergeben. Der erste Vorsitzende des Kunstvereins. Landgerichtsbirektor Bücking, hieß zunächst die erfreulich zahlreich Erschienenen mit kurzen Worten namens der drei veranstaltenden Institute roiüfommen. Hierauf ergriff der Direktor des Kunstwissenschaftlichen Instituts der CanbesuniDcrfität, Professor Dr. Ehr. Rauch, das Wort zu einem, in bic Ausstellung einführenden Bortrage über Dürers künstlerisches Lebenswerk. Dreimal in feinem Leben, fo führte der Bor- tragende aus, habe sich Dürer in feinem Schaffen Zu weltkünstlerischer Bedeutung erhoben; drei (Bipfel seien in feinem Werk zu bezeichnen, die feinen Ruhm begründet haben: die sog. Apokalypse von 1498, bann bie großen Kupferstiche ber Jahre 1513 und 1514, schließlich, gegen Enbe seines Lebens, bie Apoftelgemälbe. In der Apokalypse, die in ihrer visionären Gestaltung durchaus als Ausdruck der damaligen Zeit zu verstehen sei, verbinde sich eine hohe spätgotische Ueberliefcrung mit Dürers eigenem, aus neuem Formwillen geborenen Stil. Analyse unb Einzelbetrachtung unterstrichen ben metaphysisch, mystischen Charakter her Bilbersolge; weiterhin ging ber *Rebncr auf die künstlerischen unb menschliche» Entwicklungsstufen ein, bie den Weg zu diesem ersten Gipfelpunkt bezeichnen, wobei bie inneren Voraussetzungen der ersten Wanderjahre und der ersten Italienreife anbeutenb geschildert wurden Dann die Kupferstiche 1513/14: Im „Ritter trotz Tod und Teufel" fei wiederum der Geist ber Zeit gestattet, für die „Melancholie" wurde bie faustifch-nor- difche Grunbstimmung ber Komposition betont, beim .Hieronymus im Gehaus" bie "nordische Innenraum- ftimmunq unb bic Debeutuna bes Blattes in technischer Hinsicht, als bie enbgültige erfolgreiche Bewältigung der Perspektivengesetze unterstrichen. Als Vorläufer, besonders auch in formaler Hinsicht, wurde auf das „Marienleden" hingewiesen. Aus der zeitlich anlch!icß>.'ndcn Zwifchenperiode wurden bie technisch außerorbenttich gesteigerten und gereiften Porträizeichnungen, vor allem bas berühmte Bildnis ber allen Mutter Dürers heraus- gehoben. Als letzter Höhepunkt feien bann bie großen Apostelgemälde zu bezeichnen, bie italienifd^ Reminiszenzen mit eigenen, nordischen Elementen in Dürers Stil verbinden: ein Vermächtnis an bic deutsche Ration. — Gs wäre sehr zu wünschen, daß ber fernere Besuch ber Ausstellung, die, vor allem wissenschaftlich, didaktisch aufgebaut, von besonderem allgemeinbitbenben und volkserzieherischen Wert ist. ber Frequenz des Eröffnungstages einigermaßen entspricht. verein 1 Million Mk. 6 er ch füllen. von von von 943 851 Mk. Es 349 Konten und 345 139 Mk. ren tverke „Einigkeit" Lich (247 P.). _ Nachmittags gegen 3 Uhr bewegte sich der sest- 3 u g durch den Ort. Am Montägnachmittag wird ein Volks und Jugendfest auf dem ^estplatz veranstaltet ob die Worte flach und geistlos find Mensch steht doch da. das flache muß Ti<5 das Geistlose beleben, wenn du die Handlungen Dies würde auch befruchtend aus Handel und Gewerbe deS Bezirkes einwirken, welche ebenfalls unter den derzeitigen Verhältnissen zu leiben haben. Trotz dieser wenig günstigen Verhältnisse war das Geschäftsjahr 1927 für die Kasse ein Iahr überaus günstiger Weiterentwicklung. Der Gcsamt-Umsatz betrug 9 540 000 Mk.. gegenüber 6 500 000 Mk. im Vorjahr. Die Spareinlagen stiegen von 1267 Konten mit einem Bestand von 598 712 Mk. auf 1616^ Konten mit einem Bestand war mithin ein Zuwachs eine Bestandsvermehrung Reh. Darmstadt, sowie die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Zunächst wurde von dem Direktor der Geschäftsbericht des Vorstandes für das Iahr 1927 erstattet. Der Bericht weist u. a. darauf hin, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk im Geschäftsjahr 1927 durchaus nicht als günstig bezeichnet werden können. Wenn auch im allgemeinen durch die Belebung der Industrie mehr Arbeite- und Verdienstmöglichkeit geschaffen wurde, so machte sich das im Bezirk weniger bemerkbar und die Arbeitslosigkeit hielt immer noch am Ganz besonders aber sei es die Lage der Landwirtschaft, die als recht ungünstig bezeichnet werden müsse. Die reichliche Ernte des Iahres 1927 konnte infolge der ungünstigen Witterung nicht rechtzeitig eingebracht werden unb ein großer Teil ging zu Grunde. Für viele Landwirte bedeutete dies einen wesentlichen Einnahmeausfall. Hierzu komme noch, daß bte Preise für einen großen Teil der landwirtschaftlichen Produkte zu niedrig seien und nicht den heutigen Verhältnissen entsprächen. Es sei zu wünschen, daß es gelinge, hier eine Besserung zu cnielcn und die Kaufkraft der Landwirtschaft zu heben. Oberheffen. Landkreis Gießen. L Wieseck. 18. Iuni. Unfcr Bericht vom Samstag über den Voranschlag für 1928 enthält einen Druckfehler. Es must rich tig beifeen: die Grundsteuer hat sich auf 20132 Mk. ermäßigt, nicht auf 10132 Mk. (=) Lang-Göns. 17. Juni. Allmählich setzt auch hier die Heuernte ein. Es gibt zwar ziemlich viel Heu. aber die Güte lästt zu wünschen übrig; viele lange, harte Stengel, dos eigentliche gute Untergras fehlt. Wan hatte immer noch gehofft, hast wärmere Tage das Wachstum beschleunigten. leider wurden die Landwirte enttäuscht. Immerhin gibt es eine Mittelernte. — Rach Fertigstellung des Pflasters in der Früh- gaffe und Vollendung des größten Teiles unserer Friedhofsumzäunung gewährt die neue, sehr verbreiterte Skratze einen überaus schonen Anblick. Auch die alten Zäune der Rachbargärten sind verschwunden, und eine neue Einfriedigung hilft mit, dos gesamte Strahenbild zu heben. Besonders schon ist das Eingangstor des Friedhofes, das von zwei großen Pfeilern begrenzt wird. Wenn erst die angepslanzten Rotdornbäume und Platanen ihr schützendes Dach über den Eingang breiten, wird die Gesamtanlage voll und ganz wirken. : —: Aus dem Busecker Tal, 17. Iuni. Das kühle, von leichten Regenfällen begleitete Wetter der letzten Woche war für unsere Landleute sehr günstig, konnte doch die oft sehr nützliche Arbeit des Dickwurzsetzens glatt erledigt werden. Hier und da hat man bereits mit dem Schnitt des Heugrases begonnen. Wie in den Vorjahre,:, so liefern auch dieses Iahr wieder die trocken gelegenen Wiesen die besten Erträge. Der Stand des Getreides kann durchweg als recht gut bezeichnet werden. Die Fruchtselder bieten einen vorzüglichen Anblick und versprechen eine gute Ernte. War das vergangene Iahr für den Imker kein ertragreiches. so ist er auch in diesem Iahre wiederum in seinen Erwartungen getäuscht. Die Frühlingsmonate bis zur Heuernte, die Zeit der Blüte, hat unfern Immen bei der kalten Witterung nicht viel geben können. : —: Beuern, 17. Iuni. Rachdem unser allseits beliebter Forster Heinrich Koch II. nach 28jähriger Dienstzeit in den Ruhe st and verseht wurde, ist die Stelle zwecks Heu* besetzung ausgeschrieben worden. Da hier ein vom Staat erworbenes Haus als Woh- nung für den neuen Förster vorhanden ist, wird es wohl an Bewerbern nicht fehlen. Der 'Dienst wird zur Zeit vom Forstgehilfen Mohr aus Alsfeld versehen. § Grünberg 17. 3uni. Hier fand im Spar- laffcngebäube die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Bezirks- sparkasse Grünberg statt. Auster 41 Gemeindevertretern waren anwesend Oberregierungsrat Dr. Hetz als Vertreter des Kreisamtes Gietzen, der Vorsitzende des hessischen Sparkassen-- und Giroverbandes Iustizrat Dr. schlutz der hessischen Girozentrale und der kommunalen Landesbank zu einer gemeinsamen Bankanstalt zuzustimmen. Iustizrat Dr. Reh hatte vorher über die Verhandlungen wegen dieses Zusammenschlusses, die vor dem Abschlutz fielen, berichtet. Rach Erledigung einer Anfrage über den derzeitigen Stand der Aufwertung sprach noch Oberregierungdrat Dr. Hetz. Gr äußerte sich anerkennend über die Entwicklung der Kasse und deren Geschäftsführung. Die günstige Entwicklung der Kasse käme der Wirtschaft des Bezirks zugute, und es sei zu wünschen, datz sie anhalten möge und in der nächsten Mitgliederversammlung ein weiteres Anwachsen der Bestände festgestellt werden könne. Der Vorstand des hessischen Sparkassen- und Giroverbandes Iustizrat Dr. Reh äußerte sich besonders anerkennend über die Zinspolitik der Kasse, die bestrebt sei. den Zinssatz für Darlehen möglichst niedrig zu halten. Dies zeige, datz sich die Sparkasse ihren Verpflichtungen Andere Gemeinden. tote Herchenhain. Vollartshain. Michelbach und Rebgeshain haben die Schaffung von Weide- anlagen beschlossen, um an der Hebung der Viehzucht zu arbeiten. Die von dem hessischen Staat vorgesehenen BeisvielSwirt schäften, von den LandwirischaftSämtem beaufsichtigt und geleitet. sollen im Lause des Herbstes in mehreren Gemeinden eingerichtet werden. }' Gedern, 17. Juni Dieser Tage wellte eine Kommission des Moin-Lahn-Fulda- Jugendherbergenverbandes hier, um einen geeigneten Batiolatz für die neu zu errichtende Jugendherberge auszuwählen. Weil eine Kündigung der jetzigen Räume bevorftcht, soll keinerlei Geld mehr für Reparaturen dieser Herberge ousgegebcn werden. Zudem reichen deren Räume bei weitem nicht mehr aus, um die Wanderer alle zu beherbergen, die gerne hier weilen mochten. Bis jetzt sind in diesem Jahre bereits 25 Uebernachtungen mehr zu verzeichnen, als am gleichen Tage des Vorjahres. Der neue, einfach gehaltene Barackenbau wird voraussichtlich in der verlängerten Marktstratze erstehen. Er wird einen Schlafraum mit 15 bis 20 Betten, einen solchen mit 10 Betten, sowie einen Tagesraum enthalten. Bauplatz und Baumaterialien stellt die Stadt Gedern zur Verfügung, 300 Mark der Kreisausschutz, während für die gesamte Jnnenausstallting Der Mllin-Lahn-Fulda-Jugendherbergenverband auf- kommt. Kreis Alsfeld. (») Groh-Felda, 17. Juni. Der hiesigen Gebirgsmolkerei (Besitzer fjeinr. Römer) wurde auf der großen landwirtschaftlichen Wanderausstellung zu Leipzig für hervorragende Leistungen in der Camemberikäse-Fabrikation ein zweiter Preis, die silberne Medaille, zuerkannt. L_ Ruppertenrod, 17. Juni. Dieser Tage ereignete sich in unserem Dorfe gegenüber der Bürgermeisterei ein A u t o u n f a 11, der leicht schlimme Folgen hätte nach fich ziehen können. Ein in Richtung nach Alsfeld passierender Opel-Zwei- fitzer erlitt einen Achsenbruch. Rur dem Um» stände, datz der Fahrer unser Dorf in langsamem Tempo durchfuhr, ist es zuzuschreiben, datz gröberes Unheil verhütet werden konnte. Der Wagen wurde zur Scheune des Gastwirtes Karl D ö 11 abgeschleppt. Starkenburg. * Darmstadt, 17. Juni. Dieser Tage fand hier die erste Sitzung des neuen Aufsichtsrates der D e u t- fchcn Bau- und Siedclungsgemein- schäft e G. m. b. H. zu Darmstadt statt. Zum Vorsitzenden wurde Landrat a. D. Hartmann (Bad .Homburg v. d. £).), zum stellvertretenden Vorsitzenden ßanbtagsübgcoroncicr Professor Werner (Butzbach), zum Schriftführer Justizinspektor Walter (Darmstadt), zu dessen Stellvertreter Rektor K o st e r wieder heraus konnte, verhungert. Eine andere Erzählung von 3arnes Paint, „Murphys Herr", bringt eine Anzahl fragwürdiger Gestalten auf einer Insel im Indischen Ozean zusammen und läßt sie dann mit der Insel untergehen. Zwei Iahre danach verschwand eine Insel in der Dai von Bengal in ganz derselben Welle, die in dem Buch ausführlich geschildert war. Roch merkwürdiger waren die Folgen, die eine in einem Magazin veröffentlichte Geschichte hatte. Es wurde darin erzählt, wie ein Mann und eine Frau sich in ein elegantes Hotel eine Anzahl Juwelen zur Besichtigung bringen ließen, wie sie dann den Angestellten des Juwelengeschästes betäubten und mit der Beute entkamen. Diese Art des Juwelenraubes war damals iroch unbekannt, aber ein Iahr später wurde sie in London ganz nach der Angabe der Geschichte tatsächlich ausgeführt. Der Geschädigte, ein bekannter Juwelier, bcilagtc sich darauf bei dem Herausgeber der Zeitschrift. daß deren Inhalt offenbar dazu beitrage, ehrliche Kaufleute durch raffinierte Tricks ausrauben zu lasten. Liber der Herausgeber erwiderte, daß diese ehrlichen Kaufleute sich am besten schützen würden, wenn sie seine Zeitschrift aufmerksam läsen Als GalSwor- t h v s Drama _ Flucht" auf einer Reuyorker Bühne aufgeführt wurde, wiederholten fich die Vorgänge der Bühne mit einem eigenartigen Unterschiede im Leben. In dem Stück kriecht ein entkommener Verbrecher unter einer Bettstelle hervor, borgt sich ein Rasiermesser, rasiert fich selbst unb unterhält habet seine unfreiwilligen Gastgeber, ein Ehepaar, durch die Erzählung seiner Flucht In der Wirklichkeit drang der Verbrecher, mit einer Flinte bewaffnet, in daS Schlafzimmer ein. Als das Ehepaar von dem Geräusch erwachte, sah es den Eindringlich mit der Waffe in der Hand an der Tür lehnen. Da aber geschah etwas, was der Dramatiker nicht vvrauSgesehen hatte. Die Flinte fiel auf den Boden unb entlud sich und der wehrlos gewordene Einbrecher war nun geistesgegenwärtig genug, durch feine Unterßaltung8gabc das Ehepaar davon abzuhalten. die Polizei herbeizurufen. — Für die Echtheit dieser letzten ^wirklichen" Episode vermögen wir keine Gewähr zn übernehmen. Aber in Amerika ist alles möglich. (320 33 ); je einen ersten Hauptehrenpreis Männerchor Reu-Isenburg, Mannergesangverein Ober-Dres- sendorf (108 P); den zweiten Hauptehrenpreis Män- nergesangocrein Lützellinden (107 P). Klosse IIIA (aufgegebener Chor „D, kotzt mir meine Heimat". Gedicht von TV). Lange): 1. Preis Mannergesangverein „Einigkeit" Geisweid (207 Punkte); 2. Mannergesangverein Höchst a. d. N. und öuthfd)t’r Sängerchor „Melitta" Groß Auheim (je 204 P), 4. Mannergesangverein Horrweiler (202 P.); 5. Gesangverein „Germania' Kirchvers (190 P.). 1. Ehrenpreis Mannergesangverein „Einig- leit' Geisweid (104 V), 2. Guthscher Söngerchor „Melilla' Grotz-Auheim (103 P>. 1. Hauptehrenpreis Guthscher Sängcrchor „Melitta" Groß-Auheim (10* P.); 2. Haliptehrenpreis Mannergesangverein „Einigkeit" Geisweid (107 V ); Dirigentenpreis Man nergefangoercin „Einigkeit^ Geisweid (314 P ) Klosse 1B (aufgegebener Chor „Wanderlust", komponiert von R. Pracht): 1. Preis „Einigkeit" Lich (151 Punkte); 2. .Harmonie" Fauerbach v. d. H. (147 P.). Beide Vereine erhielten je einen ersten Ehrenpreis mit je 76 Punkten, den Hauptehrenpreis „Harmonie" Fauerbach (98 P.); Dirigentenpreis Sängersest in Wahenborn-Gieinberg. Watzenborn-Steinberg. 17. Iuni. Schon seit Jahrzehnten wird die Pflege des deutschen MannergesangeS in unserer Gemeinde durch eine zahlreiche Anhängerschaft in eifrigster Weise betrieben. Dres führte im Laufe der Jahre hier ^uf Gründung von fünf Gesangvereinen. An gegenseitigem Ansporn fehlt cs somit nicht, und cs kann ohne Lieberhebung gesagt werden, daß die hiesigen Vereine in ihren Leistungen durchweg auf einer beachtlichen Höhe stehen. Auf so manchem Wettstreit haben die einzelnen Vereine gezeigt. daß sie ein nicht zu unterschätzender Mitbewerber waren unb sich auch ebenbürlluen Vereinen gegenüber ehrenvoll behaupten und sie zum Teil überflügeln konnten. Im Vorjahre konnte der hiesige Gesangverein „Germania" die 60. Wiederkehr seines Grün- dungstoges feiern, mit dem ein GefanoSwettstreit verbunden war. In gleicher Weise beging der Gesangverein „Sänger kranz" im Iahre 1926 seine ZOjahinge Jubelfeier. Sein 60jähriges Bestehen gedenkt der Verein „Eintracht" im nächsten Iahre in festlicher Weise zu begehen und ebenfalls damit einen Gesangswettstreit zu verbinden. Seit gestern tragen die Häuser unserer Gemeinde reichen Fahnenschmuck. Ehrenpforten sind errichtet, Tannen gepflanzt. Die in per näheren und weiteren Umgebung allgemein bekannte „Mockswies" ist zum Festplotz hergerichtet. Der Gesangverein „Jugendfreund" feiert sein 40jähriges Bestehen im größeren Maßstab. Ein S ä n o e r s e st. mit dem ein Gesangs- toc 11 ft r c 11 verbunden ist. wird von ihm veranstaltet. Schon am Samstagnachmntag trafen auswärtige Vereine ein, die am Wettstreit teilnahmen. Abends gegen 8 Übt fand eine Gedächtnisfeier an Dem Denkmal der Gefallenen des Weltkrieges statt, dessen Umgebung fast ausschließlich von den Angehörigen der Gefallenen seit Jahren in mustergültiger Weise angelegt ist und in« standgehalten wird. In der Feschalle begann Dann abends gegen 9 Uhr der Festkommers. Rach dem durch den festgebenden Verein vorgetragenen Festgruß begrüßte der 1. Vorsitzende Ernst Schmitt die zahlreich erschienenen Gäste, alsdann beglückwünschte Bürgermeister Schäfer im Romen der Gemeinde den Verein zu seinem Jubiläum uno begrüßte die bereits von auswärts erschienenen Vereine. Lieder- und Konzertvorträge füllten den übrigen Teil des Programms aus. Recht beifällig ausgenommen wurde Die Aufführung der Liedersammlung. Südslawische DorfbllDer mit Orchesterbegleitung (von Jüngst). Am Sonntagvormiltag 9 Uhr begann das Klassen- und H a up t e h r e np re i s s i n- gen in der Wirtschaft „Zur Krone:' und „Zur Ludwigshöhe". Das Ergebnis des Wettsingens: Klasse I (aufgegebener Chor „Morgenhymue" von Heinrich Wagner): 1. Preis „Concordia" Hofheim (201 Punkte); 2. „Taunusklang" Ober-Reifenberg (184 P ); Ehrenpreis (93 P.), Hauptehrenpreis (101 P.), Dirigentenpreis (802 P.) „Concordia" Hof- heim. Klasse IA (aufgegebener Chor „O leuchte Tag" von Ant. Aug. Raas): 1. Preis „Liedertafel Haiger (223 Punkte); 2. Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (222 P.); 3. „Frohsinn" Lana-Göns (221 P.); 4. Mannergesangverein Wetzlar-Nieder- GIrmes (213 P.); 5. „Sängerlust" Somborn (208 P ). Jb einen ersten Ehrenpreis erhielten „Liedertafel" Haiger und „Frohsinn" Lang-Göns mit der gleichen ^Punktzahl 104. Den zweiten Ehrenpreis Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (102 P); den ersten Hauptehrenpreis Gesangverein „Brüderlich- -.keit" Neuenhain (106 P.); je einen zweiten Hauptehrenpreis „Liedertafel" saiger und „Frohsinn" Lang-Göns (je 105 P); Dirigentenpreis „Liedertafel" Haiger, „Frohsinn" Lang Göns, Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (je 320 P.) Klasse HA (aiifgcgebcncr Chor „O herrliche Jugend"): 1. Breis Mannerchor Neu-Isenburg (212 Punkte); 2. Männergesangverein Ober-Drefsendorf (211 P); 3. Männergesangverein „Harmonie" Rödgen, Mannergesangverein Lützellinden (je 210 P), 5. Männergesangverein Mainzlar (206 P.). Je einen ersten Ehrenpreis Männerchor Neu-Isenburg, Man- neraesangverein „Harmonie" Rödgen (je 106 P); 2. Ehrenpreis Männergesongverein Ober-Dressendorf (105P.); Dirigentenpreis Männerchor Neu-Isenburg als uJtS?4 S Us^fl» -Aer. > Ke qS *• !«jÄ* "n Wk u*f >nSpvrt oLS* !ZS M WL ;**S£ S8t dn Hj«.. ."**w hast uy^htt6 ■ k°vW >a St*jo «s M?hr!( JMl Don fr. ■®W* Jung. «L SLL ' Aichelbach m dvnDZ!. «L Sa; E>steS tu mchrcrm «Jw Jafle toeüit Lahn,Fllldg. 'des (jur, tnn >e neu zu mich, saunten. M ne bcDorflefjl, lol ■turtn bie|tr her- um reichen btrtn iU5, um bit Dun. gerne hier weilen n We bereits 25 djnen, als am glti- neue, einfach gehal- nausjidiUid) in her en. Er wird einen itten, einen folchen igesraum enthalten. stellt die Statt Rarf der Sensaus- e Innenausstattung rbergenoerbanb an- ld. uni. Ser hiesiger r fyinr. Römer) tyiftlifyn '®anbu' ragende ßtlßungtii m ein zweiter rille, y*nl. M T)W lay rV Miruder der Fall, der leicht ziehen linntn. Ein jerenber Opel-Zwei- u ch. Nur dem Um- Dorf in langsamem djteiben. dah grüße konnte. Ser Dagen tivittes Sarl Soll M liefet Tage fand hier ichtsratesder Deut' elungsgemer»' labt statt. zum Sor. 'Barlmann ivÄ tretenden Roriltzenden )r Werner (W Inspektor SflHjJ Sektor Softes MmpW K- >ti« «°»'L l unterg ^^ _ rfflcilC, Öl« m j juwclcng^'* 2rt Äff» H ra finicrtc Mr e^tUSn Hc ,cinc % -ä‘° nicuD^r‘1'1 einer j,f e< yt cm riet ff’taNI’t ternrester-. ftsSS? S'e nnd.■ftl4;cäc7^ NN Jjffi ikika1,1 (Schwanheim a.M.) ytnälfU Der Lüftichtsrat besagte sich mit einer Leihe von organisatorischen Maß- nahmen für den weiteren '.Ausbau der Denosten- schasi und beschloß eine neue Darlehensoer. gebung in fplje von rund 2 Millionen Mort für IN Darlehen Damit sind für das laufend-' 3adr Vits berei's 262 zinsfreie Darlehen mit rund 1.75 Millionen Marl vergeben. Auch auf den hiesigen Landesverband der ,,J. 8 6‘ entfallen wiederum mehrere Hauser Preußen. Mreifi Escylar. ii LeftIar, 17 Juni Die Lerabjchie- Dunfl deS städtischen Haushalte» für 192 8 läßt in diesem Jahre länger als fönst auf »ich warten Wie wir hören hängt dies auf der einen Seite mit den bisher nicht sicher übersehbaren (Itnnahmcpolicn auS Steuerübenveifunaen von Leich und Staat und aus der anderen Seit? mit der Höhe von Mehrausgaben deren Ausmaß sich auch erst in letzter Zen überleben lieh, zu- lammen. Wahrend der kitat des Kreises vor einigen Wochen bereits verabschiedet werden tonnte, und zwar mit einer Senkung der Kreis- umlagepro-ente. die weniger aus eine Teduzle- rung der Ausgaben, als aus eine höhere Steuer- beredjnungrundvermögcnsfteuer von 250 auf 300 Prvz. erhöht werden. Auch die Dewcrbesteuer, deren Sätze schon erheblich waren, soll etwas gesteigert werden, so bah ihr diesjähriges Soll mit 620 000 Mark in Ansatz gebracht ist. Die Gewerbesteuer wird hier nach dem Ertrag und der Lohnsurnme berechnet Weiter ist vorgesehen, daß die ftädtt- Ichen Belriebewerlc voraussichtlich einen höheren Betrag als Ueberlchuh ablicfcrn sollen. Belastet wird dec neue Etat ferner durch die notwendige Einstellung weiterer Dolizeikräfte. damit die der Stadt zugestandenc Kopfzahl von 25 Beamten erreicht wjrd, eine Zahl, die bei der immer gröber werdenden Ausdehnung der Stadt und bei der Notwendigkeit der Stellung einer gröberen Anzahl von DerkehrSpvluiften. per- hältnisrnäfzig klein erscheint. Die Besprechungen mit den Vertretern der Industrie. deS Handels unb Gewerbes haben begonnen, da diese gesetzlich vor der EtatSberatung zu Horen sind. Bei der geschilderten Sachlage dürste eS schwer halten. Abstriche von Bedeutung vorzunehmen, so daß mit diesem Etatsvoranschlag wohl gerechnet werden muh. Wie sich die Stadtverordneten zu der Sache stellen, steht noch nicht fest, da erst die Fraktion sbcratungen hier ÄIarbeit schassen formen und diese erst zu einem späteren Zeitpunkt einzu- ietzen pflegen. Ob bereits schon durch Kommis'ions- beratungen Vorarbeit geleistet worden ist. wird die nächste Zeit klarer erleben lassen. Was einzelne Positionen des Etats betrifft, so ist in erster Linie eine starke Erhöhung der Zinsen und Abträge auf Schulden zu verzeichnen, die besonders aber infolge der Erhöhung der laufenden Zinssätze für Anleihen cingctreten sind. Da die Stadt weiter durch eine sie stark belastende GesetzeSvor- f(fcrift Anteile von der erhobenen Lohnfummen- steuer an die Wohngemeinden der in hiesigen Betrieben beschäftigten Arbeiter zu zahlen gezwungen ist. gehen Teile dieser Einnahme, die man auf 80- -100 000 Mark schätzen kann, wieder verloren. Daß die hierdurch belastete Industrie bei weiteren Ansprüchen der Wohngemeinden des Kreifes. die hier immermehr versuchen, ihre Etats mit Hilse der Stadt auszudalanzieren erobt. die erforderlichen Arbeitskräfte aus hes-i'chen und nassauischen Gebieten zu rekrutieren, kann man verstehen. MMMSkNWeMWklN. Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm iSolbmann, Verlag. Leipzig 33 Fortjctzung. Nachdruck verboten. Alo der Wald hinter ihr lag. richtete sich ihr Blick empor, und sie sah eine schwache Röte im Osten. Der kommende Tag färbte bereits den Hirn mcl. Oh. wenn es nur erst Morgen wäre, betete sie in ihrem Herzen. Diesen Weg war sie vor zwei Tagen mit Dick Martin gegangen. Eine Welt des Grauens lag dazwischen. Dick Martin! Unwillkürlich blieb sie Heben, und ein Gefühl überwältigender Lehnjucht durchbebte sie schmerzhaft. Hatte sie sich nicht auch gegen ihn vergangen, als sie sich von Mrs. Codv m‘ die Falle locken lieh? Wenn sie es sich zum Prinzip gemacht hätte, nichts zu tun. ohne ihn erst um Rat zu fragen, fic hätte diese grausige Nacht nie erlebt. Aber sie gelobte sich, von jetzt an Schutz zu juchen in seiner ruhigen Straft. Ob. sie war gar nicht mehr stolz, Sybil Lansdown. sie sehnte sich demütig nach dem Halt eines starken Arms Inzwischen halle sie den Gutshof erreicht. Da klirrte olötzlich eine Sette, und der Hund sprang mit wildem (Bctläff in die Höhe. Einen Moment jchrok sie zusammen. Dann ent- spannten sich ihre Nerven. Der vertraute Ton einer realen Dell gab ihr plötzlich Mut und Selbstvertrauen zurück. Sie blieb stehen, pfiff leise und sprach mit ihm wie mit einem allen Bekannten. Dann näherte sie sich furchtlos der Hülle. Das wütende Bellen des ijunbes erstarb. Durch ge krauste Nüstern sog er die Lust ein. Da streckte sie ihre Hand aus. damit er ihren Geruch in sich auf- nehmen und erkennen konnte, daß sie kein feind liches Wesen sei. Ms fic wieder mit ihm sprach, rieb der Hund zutraulich feinen Kops an ihren Anicn. Liebkosend streichelte sie sein dichtes Fell und fühlte ihn unter ihrer Hand freudig erbeben. Wahrscheinlich war er bisher nichr durch Zärtlich feit verwöhnt worden. Ruhig ließ er zu, daß fic seine Kette von der Hundehütte löste und sie ergriff. Er wedelte munter den buschigen Schwanz und zog sie. selig über die unerhoffte Areihei.». mit sich. Sie überliest sich willig seiner kundigen Fuh turnen, Sport und Spiel. Oer deutsche Rekord im Oiskuswerfeu. Ser Glaube, da- nur Qüncr lanec. Zr.sicher und 3innen zu Wurfathlelen prädestiniert leien, well diese drei Völler fest Iahrzehnien das Monopol im Kugel ft osten und Diskuswerfen befitzen. in durch die Wettrekordleiftung von H i r f ch »c l d wanlend und durch den vo.i Paulus erzielten DiotuSwurf von 47.52 Meter weiter erschüttert worden- denn diele Leistung tlt so gut. dast fie dem Weltrekord des Qbncri- laners Hartranfi mit 47S9 Meter bedenksich nahekommt. Vach unteren Srmitidungen ist der deutsche Rekord im Disluswerlca feit der Begründung her Deutschen Lporibehörde für Leichtathletik im Jahre 1898 wi.' folgt verdefferi worden 29.95 in Willtz Dörr iZrankfuN a.M ) 1901. 31,25 .. «urt Frank lBerttnj 1902 33,10 .. Willy Dörr (3ranltud a. M , 1903, 34.67 .. Willy Dörr «Frankfurt a.M 1933. 37,45 .. Erni! Wels («sranlhirt a. M - 1904. 37,99 ,. Willy Dörr em bient mi: 3:2 iKmonnen. Wacker Halle in Gübdeusschland geschlagen Der mittel deutsche Fuhballmeister. Wacker Halle, trug am Lo.ne:ag und Sonntag zwei Wetttp c.e In Lübdcu:schland aus. die beide verloren gingen 3n ünchcn i'urdc Wacker am SomStag von dem silddcutfchen Meister, Bayern München, mit 6:0 und am Sonntag in Nürnberg von dem Fuhballlpvrt- verein Türnberg mit 2.1 geichlagen. süddeutsche Zußballsiege in Mitteldeutschland. Die am Samstag und Sonntag in Thüringen gastierenden silddc^i'chcn Vereine lonnkn ihre Spiele durch.veg erfolgreich gestalten. Der 1. Z 6. Türnberg chtug den 1. Sportverein Vera mit 3 I und blieb auch mit dem gleichen Ergebnis über den Sportverein Lövtha siegreich. V. f. A. Fürtb fertigte Wacker Dera tmt 3:2 ab. und die Würzburger Kickers behauptete:', sich gegen Sportklub Freiburg knapp mit 3:2. Die eptcl Bereinigung Fürth trug am Wochenende zwei Spiele in Mitteldeuttchland aus Am Samstag wurde der Dresdner Sportklub mit 7:4 (3:4) besiegt Am Sonntag konnten die Süddeutschen Fortuna Leipzig nur ein Unentschieden von 4:4 herauSholcn Um die deussche Wafferballmeisterfchast. 3m Vorrundenspiel um die deilljche Wasserball- rneisterlchast stieß gestern Westsalen (Dortmund) auf Hellas (Magdeburg). Die Magdeburger siegten mit Ole Berliner Wasserballmannschaft geschlagen. 3n dem B^isserbaU-Stadtekamos Budapest-Berlin, der am gestrigen Sonntag in Budapest zum Au»- trag kam, erlitt die Berliner Mannschaft eine einv- sindliche Niederlage Die Budapester Wasserbau- Sieben, die gleichbedeutend mit der ungarischen Na- lionalmoimschast ist. siegte mit dem hohen Ergebnis von 11:0 (5:0). Buder Bcflotta der Gießener ^Buder.Gesellschaft 1877. 3n dem Bericht über das Mcldeergebnis zur Regatta in der samstag-Nummer unseres Blattes ist ein Druckfehler unterlaufen: Es stehl dort versehentlich UL: es muß richtig heißen: XXIII. Ruder-Regatta der Gieftener Ruder-Gesellschaft 1877. Kasseler Ruderregatta. Aus der gestrigen Kasseler Tuberregatta wurden folgende Ergebnisse erzielt: Preis vom Herkules: 1. Tuberriege des Essener Turn- und Fechtllubs (Alleingang). Preis von der Löwenburg: 1. Tuberücrem Teumünstcr 1882. Preis von Hellen: Offenbacher Aubervcrein von 1874 (Alleingang. 1. Achter). Preis von ber Hanflaue: 1. Tuberklub Hanf«, Dortmund KlubpreiS: 1. Hannoverscher Tuberklub von 1880 Preis vom Habichlswalb: Tuberverein Deutseb- lanb-Hannoder. Ostmarkenpreis: Akabemlsch« Tuberverbinbung llnaaria-Hannover. Kaiserpreis. Offenbacher Tuberverein von 1874. (Alleingang 1. Vierer.) Preis von Wilhelmflhöhe: Tuberriege b«S Turn- unb Fechtklubs Essen Luckner-Preis: Tuberverein Deutschlanb-Han- nover. Fulba-Preis: Tuberklub Hansa-Dortmunb. Preis von Kassel Offenbacher Tuberbereln von 1874. Preis von ber Teuen Mühle Tuderverein Deutschlanb-Hannover. Preis von Freienhagen: Tuberverein Deutfch- lanb-Hamwver. Arbeiter'Turn- und Gportbund. Gestern fanb in Wiefeck der diesjährige Teichsarbeiterfporttag statt. Um die Mittagsstunde trafen sich die teilnehmenden Sportler und Sportlerinnen in Wicfeck Unter rung, unb je näher sic dem Herrenhaus kam, desto mehr schmolz die Eiskruste des Grauens von ihrer Seele. Sic stieß zunächst auf den Seitenflügel des Schlosses, das mit dunklen Fenstern schweigend im Morgengrauen lag. Ein gepflasterter Weg, den zu beiden «eiten Blumenbeete einfoßten. lief an der Front entlang. Als sie ihre Schritte auf den öementplatten lHirschen horte, ging sie am Rande bös Beetes entlang, um jedes Geräusch zu vermeiden. Der Hund lief neben ihr her. Zuweilen grub er die Schnauze neugierig schnüffelnd in die gehäufelte Erde Doch plötzlich hob er den Kopf und witterte argwöhnisch. Dann ließ er einen dunklen knurrenden Laut vernehmen und fletschte zornig die Zahne. Seine Augen funkelten, seine Nase richtete sich drehend gegen das Hous, während die gespitzten Ohren senkrecht am Kops standen. 3m felbc. Moment erhellte sich ein Fenster des Erdgeschosses. Sybil packte dcn Hund fester. „Still", Hüftertc sie. ihn befehlend anblickend, -sie trat auf das Beet, das sich zum Haus hin erhöhte. Sie ■ konnte bequem durch das Fenster blicken, das durch j keinen Vorhang verdeckt war. Sie schaute in einen hohen, bis zur Decke geiäfcl- | ten Raum, in dessen Mitte ein schwerer eichener ; Tisch stand. Und aus dem Tisch ... ihre Hand flog wm Mund, um den Schrei des Staunens zu er sticken ... blakte die Petroleumlampe, die noch eben — wie lange mochte es her fein — doch kaum fine Stunde? — die Tolengrun der celforbs schauerlich erhellt hatte. Erst schien dos Zimmer leer zu sein, bann bewegte sich etwas in ber Nähe bes offenen Stamms aus geädertem Marmor, unb plötzlich trar ein menschliches WcLn, anzuseHen wie ein Höhlenmensch der Troglobytenzeit, m den Lichtkreis ber Lampe. Er war überlebensgroß, aber in vollkommener Symmetrie gebaut, unter seiner bronzenen Haut spielten btc Muskeln, die cuf sei nen Armen wie Taue standen. Langes gelbes Haar floß ihm wie eine Löwenmähne über die Schullern. und ein dichter blonder Bart fraufte sich über seinem Kinn. Er trug ein Paar heller Leinenhosen. die oberhalb feiner Knie enbeten. Jetzt trat er an den Tisw unb hob die Lampe, um in das Zimmer zu spähen. 3n diesem Augenblick sah iic jein Gesicht. Es war bei aller wuchtigen Größe der Form beinahe edel geschnitten, kwch die grth ßen blauen Augen starrten bumm und glanzlos ins Leere. Das ganze Gesicht war ausdruckslos wie bas eines hochgrobig Schwachsinnigen, unb Sybils erster Widerwille erstarb in tiefstem Mitleid. War dos der Riese, vor dem fie geflohen war? Der arme Mensch ... er war ein harmloser Idiot. Das erste ruhige Wort hätte ihn gewiß besänftigt. Sie umklammerte die Schnauze des knurrenden Hundes, bamit er sie nicht verrate. Aber schon traf sie ein trauriger Blick feiner leeren Augen. Er stutzte unb blies bann rasch bie Lnmpc ans. So fort versank bas Zimmer in undurchbringllchc» Dunkel. Sybil trat auf ben Weg zurück. Sollte sie den Verwalter wecken? Nein, es war bester, sie lief zum Pförtnerhaus. Von dort halle iic nur wenige Schrille bis zum Dorfe. Doch kaum hatte sie die Allee cingefchlagen. bi? zum Parklor führte, da hörte sie Schritte. Männerschritte, di? rasch auf sie infamen. Der Hund zog die Rette an, und jein wütendes Gellöff durchichnitt die TotenslMe des grauenden Tages. Zwei dunkle Gestalten kamen rasch auf sie zu. „ißer ist da? Wenn Sie nicht an Sorten, lasse ich meinen Hund auf Sie los", drohte Sybil mit ichwankendcr Stimme. ..Großer Gott — Sybil Xlansbrion" Hang cs hell zurück, und im nächsten A- genblitf log sie ichluchzend an Dick Martins Br v ivährend der Hund sie ttiumphierend umtob' 26. ..still, still, geliebtes Kind." flüflenc Dick, als iic m abgerissenen Worten zu jprechcn anhud. „ich will fetzt noch nichts hören. Erft müssen Sie sich ausruhen. Unb wie lange ist es her. feit Sie etwas gegeßen haben?" „Seit gestern mittag", gestand Sybil kleinlaul. „Nun 'chen Sie — ich badjtc es mir schon, kommen Sie jetzt. Wir klinaeln den Verwalter aus dem Schlaf. Er soll heranfahren, was bas Haus Sdforb so unerwarteten Gästen zu bieten hat." Er schlang seinen Arm um sie unb zog sie mit sich unbekümmert um Sneed. ber bisfret folgte. Aber Sybil faßte ängstlich nach Dicks Hand. „Um Gottes willen nicht ins Haus", bat fie. „Ich habe gerade jetzt einen unheimlichen Menschen in einem Zimmer gesehen. Er ist ungejchlacht wie ein Riese ... « muß ein Wahnsinniger fein!" Sie schwieg überwältigt. Alles fiel ihr ein, was sie feit ihrer leeflunbc rrtit Eoby erlebt hatte »Ein — Riese?", fragte Dick betroffen. Seine Augen juchten Sneed. ver nickte unmertlld). Dann bat er Sybil, ihn zu beschreiben. Sie tat cs in stockenden Worten. Dick hütete sich, ihr feine Bestürzung au zeigen. „Ein Landstreicher oermullich, einer jener seltsamen Heiligen, die wie 3ohannes der Täufer Herumlaufen und von wilden Heuschrecken leben. 3d) habe ähnliche Burjchen schon im Hydepark gesehen Haben Sic keine Sorge, Sybil, wir sind zwei Iräftiae, gutbewcnfnetc Männer. Wir sürchten uns vor Ihrem Simson nicht!" Sie ließ sich gehorsam miuiehen. War eines ber Fenster offen , fragte Dick nach iner Pause bes Nachdenkens. Sybil schüttelte ben Kops. „3d) habe kein Fenster offen gesehen!" „Vielleicht ist er ein Schützling bes Verwalters", 'uchte Dick fie zu beruhigen. „Wir werben gleich hören!" i Er jetzte den langen stählernen Klingelzug mit heiligem Ruck in Bewegung Der hohle Slang brang abgeschwächt zurück. Dick streichelte sacht Sybils idjmale eiskalte Hand, und als er fühlte, wie fie zitterte, preßte er fie sanft an sich Dann gab er sie frei. Er haue Irinnen auf ben Steinfliefen ben fdgürfenben Schritt bes Verwalters gehört. _ Die Schritte hielten vor ber Tür. Eine grollenbe Stimme fragte: „Wer ist ba9 Was wollen Sie*'" __ „Machen Sie bitte auf", tagte Dick, ber die Stimme bes Verwalters erkannte, „hier ist Mr. Martin." Ketten rasselten. Ein Schloß krachte, knarrend öffnete sich die Tür. Der Verwalter trug eine schief geknöpfte Hofe über dem Nachthemd, seine Hand ichützte die flackernde Kerze. Das Acht wurde auf fein Gesicht zurückgeworfen unb traf ferne blin- zelnben Augen. „Mein Gott", jagte er, „woher kommen Ste denn? Ist etwas passiert?" „Genug." erwiderte Dick, „um alle Morgen- zeilunaen zu füllen. Sagen Sie mal zuerst, haben Sie Besuch?" (Fortsetzung folgt.) Führung bei Bezirks-Trommler- und Pfeifer- korps fand ein Um$ug durch die Straßen des Ortes nach dem schöngelegenen Lportpahe statt. Dort setzte sofort reges Leben ein. Sportler und Sportlerinnen mähen ihre Kräfte in Mann- schastslämpfen, Schüler und Schülerinnen trugen Pendelstafetten aus. Tauziehen. Hed- und Ballspiele sorgten für lebhafte Abwechslung. DieBe- zirksriege zeigte Hebungen am Barren, die allgemeinen Beifall fanden. Wir bringen nachstehend die ersten Siege der Mannschaftskämpfe: Aktive. Weitsprung (je Mannschaft 4 Mann): 1. Fr. Turnerschaft Krofdorf 21,65 Meter: 2. Freie Turner Heuchelheim 20,65 Meter: 3. Freie Turner Wißmar 19,90 Meter: 4. Freie Turner Wieseck 19,75 Meter. Hochsprung : 1. Freie Turner Wißmar 5.80 Meter: 2. Freie Turner Heuchelheim 5,55 Meter. Diskuswerfen: 1. Freie Turner Annerod 104,40 Meter: 2. Freie Turner Heuchelheim 95,50 Meter: 3. Freie Turner Krofdorf 91,05 Meter: 4. Freie Turner Wihmar 90,60 Meter: 5. Freie Turner Wieseck 75,85 Meter. Kugel st oh en: 1. Freie Turner Annerod 38,15 Meter: 2. Freie Turner Krofdorf 36,69 Meter: 3 Freie Turner Heuchelheim 36,05 Meter. 4. Freie Turner Kinzenbach 34,20 Meter: 5. Freie Turner Wihmar 34,20 Meter. Jugend: Deitsprung (je Mannschaft 4 Mann-: 1. Freie Turner Annerod 20,10 Meter: 2. Freie Turner Krofdorf 19.62 Meter: 3. Freie Turner Kinzenbach 19,50 Met.: 4. Fr. Turner Wieseck 18,45 Meter: 5. Freie Turner Wihmar 15,91 Meter. Hochsprung. 1. Freie Turner Krofdorf 5,60 Bieter, 2. Freie Turner Annerod 5,55 Meter, 3. Freie Turner Launsbach 5,35 Meter: 4. Freie - Turner Wihmar 5,10 Meter. Speerwerfen: 1. Freie Turner Annerod 126,30 Meter: 2. Freie Turner Wihmar 115,75 Meter: 3. Freie Turner Krofdorf 114,80 Meter; 4. Freie Turner Wieseck 92,30 Meter. Sportlerinnen. Freie Turner Heuchelheim Hochsprung: 4,60 Meter: Schleuderballwerfen: 101,36 Meter. Schüler. 75-Meter-Pendelstasette: a-Biannschast Wieseck 43,3 Sekunden: b-Mannfchast Wieseck 45,3 Sekunden: Freie Turner Kinzenbach 47,9 Sekunden: F"ie Turner Heuchelheim 48 Sekunden. Im Tauziehen war Wieseck weit überlegen. Schülerinnen. <5-Meter-Pendelstafette: 1. Freie Turner Wieleck 48 Sekunden: 2. Freie Turner Grohen-Linden 54 Sekunden. Den Abschluß der Veranstaltung bildete ein Fuhballwettfpiel zwischen Wieseck 1 — Naunheim I. lebhaft von einer überaus zahlreichen Zuschauer« menge begrüßt, betraten beide Mannschasten das Spielfeld. Bach Anstoh Naunheims, der bis zur Verteidigung ging, die aber klärte, folgte, zunächst ein Tasten nach den Schwächen beä Gegners. Naunheim fand sich bald und stattete manch gefährlichen Besuch dem Gegentor ab. Auch Wieseck kam allmählich auf, jedoch lieh der Sturm sein sonstiges Präzises Zuspiel ver- missen. In der 15. Minute konnte Naunheim durch seinen Mittelstürmer in Führung gehen. Bis Halbzeit folgte nun auf- und abwogende 3 Feldspiel, bei dem jede Partei noch eine Ecke erzielte, die aber nichts cinbiachten. Nach Seiten- wechsel setzte Wieseck sich in der gegnerischen Svielhälfte fest. Eine Viertelstunde lang hatten ' Verteidigung und Tormann Mühe und Not. die Angriffe abzuwehren. Manchmal lag der 1 Ausgleich in der Luft, doch die stabile Der- r tctöigung Naunheims klärte manches Mal zu hart. In der 24. Minute fonnte Naunheim leine Torzahl aus 2:0 erhöhen. Wohl erzielte Wieteck noch einige Ecken, die aber nichts einbrachten. Der Schluhplifi des Unparteiischen machte dem Spiele mit 2:0 für Naunheim, Eckverhältnis 5:4 für Wieseck, ein Ende. Vermischtes. Aus der Mngeftellteiibcroegung. Am 14. Iuni war der Führer der Bank- beamienfchaft, M. Fürstenberg, 25 Iahre Vorsitzender des Deutschen Bantbeamten-Dereins Er war seinerzeit der erste, der eine planmäßige und über das ganze Reich verbreitete Erweckung und Organisierung seiner Berufsgenossen durch- fuhrte. Als er 1903 an die Spitze des D. B. V. berufen wurde, zählte dieser, im Iahre 1894 ge- arundet, kaum 4000 Mitglieder. Heute sind in :f),n tast 50 Prozent aller kaufmännisch tätigen Bankangestellten Deutschlands zusammengeschlossen. Seinen Haupterfolg vor dem Kriege konnte er in dec nach jahrelangen und mühsamen Vorarbeiten erfolgten G.ündung einer Neutralen Pensionskasse erblicken, die im Iahre 1909 gemeinschaftlich mit dem Zentra lverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes ins Lcben gerufen wurde, gegenwärtig ein Vermögen von weit über 60 Millionen Mark besitzt und sich als eine außerordentlich segensreiche Einrichtung erweist. Ein Rekordausbrecher. Dor einigen Wochen wurde der Tischler Heu- her, der aus dem Zuchthaus in Kirchen i. Rhld. nusgebrochen war, in Wallhausen a. d. Helme gestellt, wo er sich mit seiner Frau in einem Gast haus eingemietet hatte. Durch einen Tprungaus de in Fenster entzog er sich der Verhaftung und entkam. In Wallhausen erneut festyenommen, brach der Ausbrecher trotz der verschärften Sicherungs- maßregeln aus dem Langerhäufener Polizeigefäng- nid wieder aus, nachdem er die starken Gitterstäbe des Zellenfensters auseinandergebogen hatte und am Blitzableiter non dem sehr hoch gelegenen Stockwerk hinabgeklettert war. Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf den Puffern eines Güterzuges nach Nordhausen ereilte Heußer erneut sein Schicksal. Schon damals kündigte er mit großer Gemütsruhe an, daß er doch wieder ausrücken werde. Schließlich ist ihm dieses Vorhaben a u f dem Transport von Nordhausen nach K i r d, e n gelungen. Er hatte sich der Fesselung ent- (cDiat und war aus dem fahrenden Zug gesprungen. Es fehlt jede Spur von ihm. Aus Leichtsinn die Mutter erschossen. In Hünghausen bei Plettenberg erschoß der vierzehnjährige Ernst Groll durch unvorsichtiges Hantieren mit einer Pistole seine Mutter. Die Verstorbene war Witwe und Mutter von drei unmündigen Kindern. Wirffchafi. Oie Anleiheverschuldung der deutschen Städte. Die mit der Iuni-Nummer der Zeitschrift „®er Städtetag" zum ersten Male erscheinenden „Statistischen Vierteliahresberichte" bringen u. a. Die Ergebnisse einer vom Deutschen Städtetag veranstalteten Erhebung über die A n l e i h e v e r - schuldung der deutschen Städte. Nach dieser Zusammenstellung betrug die langfristige Anleiheschuld ohne Ablösungs» und Aus- wertungsverpslichtungen für die Gesamtheit der deutschen Städte mit über 25 000 Einwohnern lohne Hansestädte) einschließlich ihrer Betriebe usw. am 31. März d. I. 2 012,2 Millionen Ml., wovon auf die Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern 52,4 Prozent entfallen. Die gesamte langfristige Anleiheschuld gliedert sich in 1 397,5 Millionen Reichsmark Inlandsanleihen und 614,7 Millionen Reichsmark Ausländsanleihen, d. h. 30,5 Prozent der Gesamtsumme. Der An- teilsah der Auslondsanlechen ist bei den größten Städten am höchsten (Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern 46,4 Prozent). Er liegt in den Städten geringerer Gröhe weit unter dem Durchschnitt, da in diesen auslandsanleihefähige Verwendungszwecke an Bedeutung zurücktreten. Ein umfassender ileberblid wird über die Ver- wen0ung der langfristigen Anleiheschuld geboten^ Bei den Inlandsanleihen ergeben sich als Houptverwendungszwede Wohnungsbau und Siedlungswesen (28,2 Prozent). 93,9 Prozent Oer langfristigen Ausländsanleihen find den Derforgungsbe- trieben und Verkehrsunternehmungen zugeführt worden, auf die Elektrizitätswerke allein entfallen 51.4 Prozent. Ein Betrag von 26,7 Millionen Reichsmark gebt auf Die in Der Kriegszeit von einer Reihe von Städten für Kriegswohl fahrts- d to_c cf e in der Schweiz aufgenommenen Anleihen zurück. Für die Verpflichtungen aus dem A n« leiheablosungs- und Aufwert ungs- geseh (ohne Hypotheken und Grundschulden) hat sich ein Betrag von 691,7 Millionen Reichsmark, oder 30,72 pro Kopf der Bevölkerung ergeben. Durch die Erhebung sind schließlich kurzfristige Schulden in Höhe von 664,7 Millionen Reichsmark ermittelt worden. Außerdem hatten die Städte als Ersah für noch nicht fällige ordentliche Einnahmen 146,6 Millionen Reichs- mart als Kassenkredite und vorübergehende Betriebskredite hereingenommen. Von den Schlachtviehmärkten. Infolge der schwülen Witterung war das Geschäft an den deutschen Schlachtviehmärkten in der Derichtswoche nur einigermaßen zufriedenstellend. zumal auch die Auftriebszahlen weiter steigende Tendenz uufwiestn. Zwar Dedten sich Wurst- und Konservenfabriken etwas mehr ein, doch legten anderseits die Dersandgeschäste große Zurückhaltung an den Tag. Auch von Den Arisch- fleischmärkten kam fein anregendes Moment. Der Handel verlief allgemein in ziemlich trägem Tempo, nur an Den Schasmärkten Haderte das Geschäft zuweilen etwas auf. — Ausgetrieben waren Großvieh 21 500 Stück (17 100), Kälber 20 300 (19 700-, Schafe 10500 (11800) und Schweine 82 200 (84 700). Arn Rindermarkt kamen die Bestände zumeist zu etwa vorwöchigen Preisen zur Räumung. Vollsleischige Ochsen, sowie Kühe und Färsen gaben unbedeutend nach. Kälber verkehrten bei schlechtem Geschäftsgang aus vorwiegend leicht ermäßigter Preisbasis. Schafe hatten durchweg guten Absatz. Gute Lämmer. Iährlinge und Iungschafe gingen glatt aus der Hand, so daß Der Auftrieb sich verschiedentlich als zu gering erwies. Am Schweinemarkt wurden die letzten Preise nur teilweise bewilligt. Besonders in schwerer Ware und in Sauen war das Geschäft recht schleppend. Gute leichte und sonstige fleischige Qualitäten waren jedoch ziemlich frühzeitig vergriffen und konnten auch vereinzelt Kleinigkeiten gewinnen. Man notierte in Pfennig per Pfund Lebendgewicht: Rinder Kälber Schale Schwernr Berlin 20-62 45-78 30-65 61 -70 Bremen 25-66 55-68 54-67 45-69 Breslau 20-56 50-75 43-62 54-65 Ehemnitz 25-60 55-82 50-60 58-72 DortmunD 28-67 50-90 — 54-73 Dresden 28-60 55-85 45-67 57 — 69 Düsteldors 22-65 50-83 — 62-75 Elberfeld 20-64 .50-82 — 55-63 Essen 27-65 42-110 45-60 62-75 Frankfurt W. 25- 62 60-82 — 60-68 Hamburg 15-70 40-87 20-66 55-67 Hannover 20-63 45-88 58-60 60-72 Husum — — — — Karlsruhe 18-62 58-64 — 55-70 Kastel 32-64 57-76 — 60-68 Kiel — — — — Köln 28-64 55-115 55-60 55-75 L.ipzig 23-63 45-83 44-67 56-71 Magdeburg 26-60 40-126 40-59 54-65 Mannheim 18-62 54-80 44-50 56-70 München 20-57 60-86 — 46-71 Stettin 15-54 30-75 20-58 60-71 Stuttgart 15-61 50-81 — 45-66 Zwickau 15-56 60-75 50-60 64-71 * Die amtliche Großhandelsindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 13. Iuni berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber der Vorwoche um 0,3 v. H. auf 141,2 (141,6) zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrorstofse um 0,8 o. H. auf 136,0 (137,1) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich um 0,3 v. H. auf 134,9 (135,3) gesenkt. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren hat um 0,1 v.H. auf 158,9 (158,5) angezogen. Süddeutsche Eisenbahngesell- schäft A. - G. . D a r m ft a D t. Für das Geschäftsjahr 1927 wird ein Betriebsüberschuß von 5,17 Mill. Mk. ausgewiesen. Nach 3,35 Mill. Mark Erneuerungsrücklage und 2,57 Mill. Mk. Abgaben verbleibt als Aeberschuh 1,26 Mill. Mk., wozu noch 0,38 Mill. Mk. Erträgnisse aus Beteiligungen und 0,48 Mill. Mk. Eingänge aus Zinsen kommen. Aus dem Reingewinn von 2,14 Mill. Mk. werden wieder 10 Prozent Dividende vorgrschlagen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 18. Juni. Tendenz: freundlich. Wie schon im Vormittagsverkehr festzustellen war, eröffnete die heutige Börse in freundlicher Haltung. Da vom Auslände und von feiten des Publikums kaum Orders Vorlagen, beschränkte sich das Geschäft im wesentlichen auf verschiedene bevorzugte Werte, in denen sich zeitweise recht lebhaftes Geschäft entwickelte. Der immer noch langsame Fortgang der Regierungsbildung mahnte dagegen weiter zur Zurückhaltung, so daß das Geschäft.beschränkt blieb. Am Kälimarkt bestand für Kali Aschersleben mit plus 9 v. H. und Westeregeln mit plus 5 v. H. verstärktes Interesse, Da hier Das gün- ftige Bezugsrecht und der gesteigerte Kaliabsatz, ebenso Der zeitweise in Erscheinung tretende Order mangel günstig wirkten. Auch für Schiffahrtswerte war das Interesse unter Schwankungen verstärkt. Nordlloyd konnten 3,75 v. H und Hapag 1,5 v. H. anziehen. Am Montanmarkt blieb Das Geschäft klein, und Die SUirsgeftaltung war hier nicht einheitlich. Klöckner konnten 1 v. H. anziehen, roatjrenD Har- pener mit minus 1 v. H. angeboten waren. Ober bedarf, Rheinstahl blieben gut behauptet. Dessauer Gas waren mit 0,50 v. H. weiter etwas gefragt. Adlerwerke eher angeboten und 2 v. H. schwächer. Am Farbenntarkt blieben I. G.-Farben mit minus 0,25 vH. schwächer. Scherdeanstalt büßten bei großem Angebot 1,5 v H. ein. Aschaffenburger Zellstoff ver- loren 2,75 o. H Am Elektromarkt hielten sich die Kursverluste und Gewinne die Waage. AEG. waren bei größerem Angebot 1,5 o. H. schwächer, Licht & Kraft verloren sogar 2 v. H. Etwas Nachfrage bestand für Danatbank mit plus 2,5 v.H. Am Ren- tenmartt war das Geschäft bei behaupteten Kursen still. Im weiteren Verlaufe schränkte sich das Geschäft ein. Die anfangs bevorzugten Werte, wie Mali Aschersleben, waren eher ongeboten, und zwar auf Gewinnsicherungen, und büßten dis zu 2 v. H. ein. Von Schiffahrtswerten waren Hapag 2 v.H. schwächer. Nordlloyd konnten dagegen 0,5 v. H. gewinnen. Am Devisenmärkte nannte man Mark gegen Dollar 4,1880, gegen Pfund 20,424, London gegen Kabel 4,8810, Paris 124,20, Madrid 29,56, Mailand 92,65. Berliner Börse. Berlin, 18. Juni. Da auch für heute Neuyork mit feinem unregelmäßigen Verlause keine Anregung bieten konnte, war im heutigen Vormittagsverkcbc eine abwartende Tendenz. Auch vorbörsstc.) schwankten Die Kurstaxen noch hin und her. Selbst von^den Großbanken trafen kaum Orders ein, ur.o die Spekulation wußte nicht, une-^icjid) vcrhaäca sollte. Es ist immer dasselbe Bild: an solchen Tagen genügt Interesse für einige Spezialwerte, um Dann zum offiziellen Beginn eine freundliche Grundst u. mung heroorzurufen. Man verwies ferner auf de.» leichten Verlauf des Geldmarktes und glaubt. Daj Der Ultimo diesmal leichter überwunden roerDeit könnte, da der offizielle Zahltag noch in diese.» Monat fällt. Die Kursentwicklung war nicht eii.- beitlich, jedoch gingen nur bei wenigen Kursen Die Abweichungen gegen den Samstagschluß über 2 v.H. hinaus. Größeres Geschäft hatten Oberkoks, Rin- gerswerke. Polyphon, Danatbank, Schiffahrtswerte. Kaliaktien. Auch Voigt & Haeffner lagen 8 v. H. höher. Bemerkenswert schwach notierten Sarotti mit minus 5 o. H. Ilse minus 5,5 v. H. und Etöhr mii us 6,25 v. H. Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer fast geschäftslos. Bosnier und Türken etwas schwächer. Psondbriefmarkt geschäftslos. Der Geldmartt war unverändert. Tägliches Geld 5 bis 7 v. H. Im Verlaufe wurde es allgemein etwas lebhafter. Spezialwerte, wie Karstadt, Tietz, Rheinische Braun- kohlen, Feldmühle traten stärker hervor. Kaliwerke und Banken waren um 1 bis 4 o. H. erhöht. Berliner Handelsgesellschaft und Reichsdank konnten bis 8 v. H. anziehen. Auffallend schwach lagen Dessauer Gas mit minus 2,5 v. H. Auch der Farbenmarkt war stark vernachlässigt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 18. Iuni. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte aus Anlaß dec schwachen AuslanDnotierungen in großer Zurückhaltung. Weizen. Hafer und Roggenmehl waren bei billigeren Preisen angeboten. Besonders schwach war Weizenmehl mit minus 0,50 Mart, ilmfätje sind nur in geringem Umfange zu vel- zeichnen. Es wurden notiert Weizen 26.50 Mark: Roggen 28,50; inl. Hafer 27,50 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 34,75: Mais igelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Hpe. zial 0, 37 bis 37,50; Roggenmehl 39,25 bis 39,75; Weizenkleie 14.10 bis 14,25; Roggenkleie 16,50 bis 16,75; Erbsen, je nach Qualität für Speist- zwecke, 32 bis 60: Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke. 50 bis 95; Hcm. süddeutsches, gur, gesund, trocken, 8,50 bis 9; Weizen- und 'Koggen- ft roh. drahtgepreht. 5 bis 5,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 4,25 bis 4.50; Trebe . getrocknet, 17,75 bis 18 Mark. Tendenz: schwach. frankfurter Schlachtvichmavlt. Frankfurt a . M., 18. Juni. Auftrieb: 12>0 Rinder, darunter 246 Ochsen, 68 Bullen, 626 Kühe, 330 Färsen, 630 Kälber, 54 Schafe, 4741 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: oollflcischiq ausgemästete höchsten Schlachtwerts, jüngere 60 bis 64 Mark, ältere 55 bis 59; sonstige vollfleischige jüngere 51 bis 54, ältere 45 bis 50. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55 bis 57; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 50 bis 51. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht iw irr 48 bis 52; sonstige vollfleischige oder ausgerüstete 42 bis 47; fleischige 37 bis 41; gering gnahrte 25 bis 36. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder). voll- fleischige, uusgemäftete, höchsten Schlachtwerts bl bis 63; vollfleischige 57 bis 60; fleischige 52 bis 56. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 81; mittlere Mast und Saugkälber 73 bis 77; geringe Kälber 60 bis 71. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 69 bis 72; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 69 bis 73; von etwa 200 bis 240 Pfund A'«*benD- gewicht 72 bis 75; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 64 bis 66 Mark. Marktverkauf: Am Rindermarkt reger Handel. Schweine mäßig rege, UeberftanD. Kälber und Schase ausoerfauff. Kurszettel -er Berliner und frankfurter Börse. r>,c hinter der Papieren onge'übrien Zistern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DiviDenDe an. — ReichsbankDiskont 7 Prozent, LombarDzinsfuß 8 Prozent. (yTmiifurt a. M Berlin Sd)(u|j> flur» 1-Ubr. hur» Schlug , Ansana hur» Sur» Datum 16. 6. - 18.6. 16 6. | 18. 6. 5% tl. Sctdifanlrfbr u. 1927 . Ti. ■?lnl..abl<'l.-2d'u!D mH Avö 87.3 87,5 fri tRrdncu ....... 81,33 —- 51.5 * 1 *' Te'fll. ebne 9tuClo|.-Hcd)te . . . 18.85 13 18.9 „ ,Xranl|. Hyv.-Bl. choldps un- lunt-bar Ml 1932....... l'i :tbrlnH betfil. certe II....... U.ti — 13,25 18.75 1L.2 i‘Xuinineu ronbrrt. Sie. . . . _ 1'4% 9fumfinen (lolbanl. boe 1913 — — 23.9 — JeutlJit ffilenbahn . . 4% * i)a,uburg.?lmcnta P-Uet ... 8 170,74 171 170,65 178,5 Pai.i> ^Obarr. fcmpfiifi. . . 3 -■ 6 5 283 ti-cridic Bank......10 167,75 168 5 IM TiÜantcwaickniAaft Änt.. . 10 16.'. 75 1^6. i: 166.5 166.75 Trtfbnrt Bank......10 166.5 166.7. 167.5 167 «ttttib'-utittc iJrrMtbüiit ... 9 207 — 208 5 24)9 ISeiallbent.........8 ........1? 149,5 275.5 149 -'M 150 *73 149.5 ■'if) Frankfurt a. M BerUu Schlich- «UfJ i-Uhr- iiurs Schiuh Kurs Anfang Hur* Datum: Ui. 6. 1» 6. 16. 6. 18 6. ......... - IS2 13 1SU.5 18.' 180.6 Scrgmann...... ■ .'06 -OG. 5 207.5 205 Ulcln. tieferungru. . . • . 10 174 174.75 174 •Jbtt unb Sruft .... . 10 z:u m 829.5 229 .rtltcn 4 rtuilicoume. . (Scf. f. (Fleht. Untern.. . . . 6 \w — I3H 129.25 . 10 .'■ii .79 275.5 277,25 Hamd. (Fleht. ?$erfc . . e . 10 — — Rhein. (Uefir...... • Ifi!i 1 GS 169.5 169 Schles. (rtekir...... e . 10 — - 2bl 362.5 c (bilden....... . . 6 407 .07 207.5 5lernen4 4 Palklc . . . . 12 !58 1'8 657.5 857.5 Iranirabio...... • . . 8 159.5 159.13 Lahmeyer 4 So..... • . 10 177 Bnbcnio....... ■ k7 85 85 85. ?5 Deutsche llrbol .... • . . 6 111 144 144.25 iSiicnet otdnfoL e . . . - . . 8 — 189 Eelsenklechener ... (. % 3- 1 128.75 139.85 140.6 140.4 (HRDener....... • • • V IGI 160 163 160.5 Hoesch Cijen. ..... . . 8 - — 142.5 JUe Bergbau ..... ftlodnertöcrfe..... e e S 26C 134.5 210,5 133.25 134?75 Ävln 'Äeiienei..... • . . 9 — 138.25 138..i Mannesmann . . . • . . S 140 . 140.13 141 140 Maneielbcr...... Cbcr(dilef. CFilcnb. Bedarf • . " 5 119.75 105 130 105.6 12V.25 iU.» 119.4 IOC. 75 Cteddih i. Äottinerle. . . fi 117 7. 'Ebuulr "Scrgbau . . . 96 >J“ 5 Rbeimsche '^rüunfnWen. . 1 4» ij jC6 ; SbeinftaW . . . L • • bereinigte etaLTte. ..... 6 Ctctri ^Deinen . . . . . • .9 sh 1.....10 Desir regeln......10 ÄalüDcrf Eaisbethml ... 15 162.5 97.5 56 '58 -'60 I6Z 163.5 55.75 263 ZG8 165 163 160.25 98.25 55.9 154,75 262.75 465 162 5 U8 98.25 55.4 265 464 0 m. ' 'tb. n.^nbuftrtt . • . 12 . . 6 « 4. j 175 375,5 138 374.5 - • . . 9 .'10 •10 * • . • • • • . . 6 100 103 103 104,75 • . . 6 100 103 104,75 Wra, eibchofl. . . . • . 11 301,6 an - — Frankfurt a. M -Berlin Schlich- ttnrs 1-Uhr- I Äur» Schiuh. 5t,.r» Unfan.j Kur» Tat um: IG. 6. 18. 6. | IG. k. [ 18. 6. Vhuu’P voummin . . . ■ . . 7 153 153.5 161 153.1. f-cibelbcrfler ilemrnt . . • . 10 142 142.13 — dement RarliUibt . . . . . S 175 —■ ÄSavb 4 yreiti'g .... . 10 148,13 147.25 — — Zdniltbrt# Taietihcfet . • . 15 — * ISO 360 Cfirocrfc....... ■ . 12 — — 320 320 ü’cr. .... . 18 — —• 705 703 Aemberg....... . 14 — * 641.5 639 .'.■Ilflüfl eulbbuf . . . • . 12 13 31» 311.5 3(rj Je.'iftuH Äidiaiienburg . . 1? 214 211.5 213 214 übadottenburoei L-aiier 7 — — 1.14 18 lejiaucr («co..... • . . 8 — — 220.75 222.25 laimler "intoren . . . • . . 0 1-0 120.75 119,75 120 le mag..... . . . 0 —1 — 58 57.13 Bdlerwcrte flleoer . . . • . . 5 117.5 115.5 117.5 116.5 Luvw. Loewe..... - . 10 — «• 244.5 246 9i.iL Änto ciebü .... . . 0 — — 150 94.7, Crrnftiin 4 Rcfüel . . • . . 5 — — 127 1Z7 üecnfmrb lieg . . . . B.imaa Meau'n . . . . •rtanff. S^mdrinen . . . . . 6 — E 815 317.5 . . 0 * ■ S1 80.5 ;».5 — (Hngnex....... . 11 — — 138 _ CiCDligmRarM . . . • e . •1 s — — .iungirör v. . ... . • . . 4 — S8.5 ted’rocrfc....... ■ * M IM * * iSalnhirftDerfe • . • • ■ . . 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Ceft abcefi -8.815 58,9.15 ■>8,82 68.94 Traa .... 12,389 12,409 U.387 13,407 ?elirab . ..3.S6 7,370 7,3.58 7,472 Budavek. 72,89 73,03 72.88 73,02 Bnlwtirn u.Ol'j 3.025 3.023 J.028 Piffabon . . 18,98 19.02 18,68 IM,72 TGütig. . . 11.55 81.7 1 81.49 81.65 »onft-ntin. 145 2,149 8,138 2.142 Bitten. . >.4 45 5,435 5,415 5,425 ffanaba . 1.169 1.177 4,168 4,176 llrn nol) . . 4.266 4.274 4.276 4.284 ixaro . . SO 925 20.961 30.91 ».97 llk.1 erst)' bOflJliö Ciofl« 2 fltid 5eichrk lohn, < fcfrint"1 r4«t- (ßitfctf1 ft Aisö ® 2or! Siti* V ante Jorgen Sajüttt het De geschuht! war. 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