mehr. daß die Parteien sich sorgfältig Id* 229 Archen anderes 11020 sie find nicht fehlen mag ziemlich gerin. darben®0 tklumpM Artikel! i Mk. an rWtrabeM schlossen, alle» In unserer Macht stehende zu tun, nm fo schnell wie möglich zu einer vollständigen und endgültigen Lösung der ans dem Kriege herrührenden Schwierigkeiten zu gelangen und auf diese Weise auf Grund gegenseitigen vertrauens die gedeihliche Entwicklung der Ve- ziehungen unserer Länder zu sichern." Hoffnung habe, daß die Parieren srch sorgfältig feder Handlung enthalten werden, die geeignet wäre, die Lage zu verschlechtern und eine frred- liche Regelung schwieriger zu gestalten. Der Am Freitag Schiedsspruch SeveringS. Berlin, 17. *S>e%. (Priv.-Tel.) Reichsimren- mimster Severing ist am Sonntag toiebcr in Berlin einget rossen. Severing hat seine Besprechungen mit den Vertretern der Ruhrindustrie und den Gewerkschaftsführern zum Abschluß gebracht und will nun im Zusammenhang mit diesen direkten Eindrücken über die wirtschaftliche Lage der Eisen- und Stahlindustrie noch einmal die Denkschriften durcharbeiten, die ihm bereit- bei ferner ersten Reise in das Industriegebiet übergeben worden sind. Aus dem gesamten Material. das zur Verfügung steht, soll jetzt das Fazit gezogen werden Am Donnerstag begibt sich der Reichsinnenminister wieder nach Dortmund, wo er am Freitagden Schiedsspruch verkünden will. Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den An- zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießern Annahme von Xnjtigcn für die Ta^esnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Ne- Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20°/, Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Man soll die Bedeutung dieser Verlautbarung weder unterschätzen noch überschätzen. Gewiß konnte man bei der in Lugano herrschenden mise- g e n for 1 setzen, die auf Grund der Vereinbarungen eingeleitet worden sind, die zwischen den ‘hälllidi. ivo h.die Firma; 2l,TeL163 m Das komlmmW der Außenmimßer. OieDerhaudlungen übereinevollständige und endgültigeLösuug werden fortgesetzt Lugano. 15. Dez. (1BB.) Von den Auhen- miniftern Frankreichs, Englands und Deutschlands wurde heute folgende- gemeinsames Kommunique ausgegeben: „Die Ratstagung hat es uns ermöglicht, die feit langem unterbrochene persönliche Verbindung zwischen uns wieder anfzunehmen unb in einen Meinungsaustausch einzutreten, der von sehr großem Ruhen gewesen ist. Diese Besprechungen haben uns dazu geführt, starker denn je davon überzeugt zu sein, daß eine Politik der Versöhnung und Annäherung unserer Länder am geeignetsten ist, den Arie- den zu sichern. Vieser Politik bleiben luk treu. In diesem Geiste werden wir die Verhandtun- Dölkerbundes erschüttert würbe. Ge° rabe wegen des Schutzes der Minderheiten, eine Säule des ganzen Völkerbundsgebäudes, haben viele ihre Hoffnung auf den Völkerbund aufgebaut und haben viele geglaubt, daß der Völkerbund etwas Reues für jene Leute biete, die eine andere Religion unb andere Gemütsentpfindungcn haben als der Staat, in dem sie wohnen. Der Völkerbund muh seine Hand schützend über die Minderheiten und ihre Rechte halten. Geschähe das nicht, dann würden jene Mächte sich überlegen müsten, ob sie im Völkerbund noch das Ideal sehen können, daS sie veranlastt hat. ihm beriutreten. 3d> wünsche daher, in der nächsten Session des Völkerbundsrates eine grundsätzliche Diskussion der nach den Abmachungen bestehen- den Minderheitenrechte zu eröffnen. nad? der englischen Uebersetzung der Erklärung ZaleskiS das Wort: „Mil dem größten Erstaunen bin ich der Rebe des polmf" ~ Ministers gefolgt. Ich bedauere, ni>. sagen zu ro raten, als daß aus dieser Rede der Geist des Hasses gesprochen hat gegen die deutschen Minderheiten und dah sie aufgerufen hat gegen die Menschen, die von dem Recht Gebrauch machen, das ihnen durch den Völkerbund garantiert worden ist, durch den Dölkerbunbsrat. der hier versammelt ist. Es kann sein, dah die einzelnen hier behandelten Fragen nicht von entscheidender Bedeutung sind, aber sie find nicht ohne Bedeutung, o nein, Herr Zaleski, ob ich meine Kinder erziehen lassen kann tn meiner Sprache und In der Kultur meines Volkes, das .....1 sein im Vergleich zu den anölungen oder den Frie- Reuyork, 16.De). (XU.) Rach südamerikanischen Zeitungsmeldungen haben zwischen bolivianischen unb paraguayischen Truppen blutige Kämpfe ftattgefunben. Die bolivianischen Truppen haben die Jorl» B oqueron und Rosa» Silva beseht. Bolivianische .Flugzeuge bombardierten die Stellung der Paraguayer am User des Pllcomayo-Jlusses. Wie au» La Paz gemeldet wird, erschien der Präsident von Bolivien zunächst im Kongreh und später vor einer 30 000 Köpfe zählenden Menge, um unter dem Jubel dec Bevölkerung Mitteilung von dem Sieg zu machen. Bolivien habe, so erklärte der Dräsi- bent, dem Völkerbunde mltgelelll, daß es Genugtuung verlangen könne unb militärische Mahnahmen ergreifen werde. Paraguay habe Truppen an vier vorgeschobenen Posten zusammengezogen unb neue Zusammenstöße herausbeschworen. Rach weiteren Meldungen aus La Pa; wird in Bolivien strenge Zensur geübt Die Reserven des Jahres 1926 unb 1927 find einberujen worben. 3n La Pa; stellten sich 13 000 Reservisten, von denen 3000 angenommen wurden. Die volksmeinung, beeinflußt durch die Zeitungsberichte, Versammlungen unb Reden, ist für Feindseligkeiten, aber die besseren Kreise sind für eine Intervention ftelloggs. Das Militär unterstützt den Präsidenten. Mit der Rückkehr der Männer, die wegen politischer vergehen deportiert worden sind, wirb die Lage wahrscheinlich ernst werden, wahrschein- lich wird die Militärpartri die Oberhand gewinnen. Die Marconi-Gesellschast hat die Verwaltung des Post- und Telegraphenwesens cm die Regierung abtreten müssen. Der ÄölkerSundsrai versaßt Telegramme. Aussichten auf eine außerordentliche Ratstagung. Lugano, 15. Dez. (WTD.) Der Völkerbunds rat beschäftigte sich in nichtöffentlicher Sitzung heute nachmittag mit dem Konflikt zwischen Paraguay und Bolivien. Der Ratspräsident wurde beauftragt, die (Sieb lungnähme des Völkerbundes zu dem Konflikt den beiden Regierungen durch ein Telegramm bekanntzugeben. Der Ratspräsident wurde beauftragt, die Angelegenheit weiter zu verfolgen unb gegebenenfalls eine auheror- dentliche Ratstagung etn^uberufen. 3n den beiden Telegrammen an Bolivien und Paraguay befindet sich ein identischer Tlbsatz, in bem ausgeführt wird, dah der VölkerbundSrat die Länder kam, In dessen Verlauf die paraguayischen Streitkräfte zurückgeschlagen wurden und bolivianische Abteilungen das Fort Doqueron besetzten. Dieses Fort, heißt es in der Depesche weiter, sei erst kürzlich von Paraguay in der Zone, auf die Dolivten von je her unbestreitbare Rechtsansprüche be.itze, erbaut worden. Die letzte Entwicklung der Dinge sei einzig bie natürliche Folge der Angriffe Paraguays in der vergangenen Woche. Paraguay, so schließt das Telegramm, ist nunmehr des Bruches internationaler Abkommen und des Derstohes gegen die Pjlicht aller zivilisierten Rationen, den Frieden zu bewahren, über,ührt. Driand hat darauf am späten Abend ein neues Telegramm an die beiden Regierungen von Bolivien und Paraguay gesandt, in dem er nochmals dringend auf die Empfehlungen des Dölker- bundsrats zur Einhaltung der Verpflichtungen des Dölkerbundpaktes und auf d ie in dieser Richtung von beiden Regierungen gemachten Versicherungen hinweist. Die neuen Ereignisse und d.e Fühlungnahme der beiderlei.igen Streitkräfte an der Grenze bildeten eine Gefahr für den Frieden, und würden Maßnahmen zur Vermeidung neuer Zwischenfälle notwendig, da solche den Erfolg einer friedlichen Regelung des Streitsalies in Frage stellen toürben. Lugano, IS. Dez. (WTB.) 3m Völkerbunds- tot, der süch heute vormittag ausschließlich mit den deutschen Minderheiten in Oberschlesien befaßte, kam es nach dem Abschluß der Tagesordnung zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall. Der polnische Außenminister Zaleski verlas eine längere Erklärung, in der er die Tätigkeit des Deutschen DolkS- b u n d e s als tn vieler Hinsicht in offenem Widerspruch mit dem Geist der Genfer Konvention stehend bezeichnete. Durch die zahlreichen Beschwerde,alle, bie vor den Völkerbund.rat gebracht werden, solle m der Welt der Eindruck erweckt werden, dah die Rechte der deutschen Minderheiten in Oberschlesien verletzt werden und die Verhältnisse In Oberschlesien unhaltbar seien. Rach längeren statistischen Angaben über die wirtschaftliche Entwicklung Oberschlesiens schloß er mit der Erklärung, dah die Beschwerden des Deutschen VolksbundeS unbegründet und lediglich dazu bestimmt seien, den Eindruck zu erwecken, dah die Lage in Oberschlesien noch insicher sei. Das bedeute einen offenen Mißbrauch der Bestimmungen der Minderhciten- verträge und der Genfer Konvention. Die Tagesordnung deS Völkerbundsrates werde mit Beschwerden des Deutschen VolksbundeS ü b erfüllt, und der Rat werde auf diese Weise genötigt, Fragen zu prüfen, die bei einer richtigen Bewertung nur von untergeordneter Bedeutung seien. Diese Diskussion könne mir daS Ansehen des Völkerbundes schädigen. Diese Erklärung, die volllommen unerwartet nach Erledigung der auf der Tagesordnung flehenden oberschlesischen Fragen abgegeben wurde, rief bei dem deutschen RatSmitglied Dr. Stresemann. der bei einem der Ahluhsätze unter lebhaftem Protest mit der Hand auf den Tisch schlug, größte Erregung hervor. ■Unter ungeheuerer Spannung deS dicht besetzten AatSfaales ergriff Stresemann ihre Fragen vor den Völkerbundsrat zu bringen? Wenn der Deutsche Vvlksbund hingestellt wird — so habe ich Sie verstanden — als eine auf die Dauer nicht zu duldende Organisation, die den Bestand des polnischen Staates erschüttert und Schwierigkeiten macht —, wenn gesagt wird, dah die Minderheiten tn einem Staat s i ch nicht organisieren und von ihren Rechten Gebrauch machen dürfen, sich an den Völkerbund zu wenden, der Erziehung der Kinder wegen, bedeutet das etwa, dah Gefahr für einen Staat besteht? - Ich danke deshalb Herrn Dondurand für seine Anregung, die Frage des Minderyeitenverfahrens vordem Rat zur grundsätzlichen Aussprache zu bringen. Ich erkläre mit aller Deutlichkeit, daß, wenn der Völkerbund einen anderen Standpunkt einnehmen würde, das Ansehen des rablen Stimmung nicht von vornherein damit rechnen, daß überhaupt eine solche gemeinsame Kundgebung zustande käme. 3n der Kundgebung selbst aber ist nichts enthalten, waS geeignet wäre, die schwere Sorge um die Zukunft dieser Verhandlungen zu vermindern. Zn Berliner politischen Kreisen macht man besonders darauf aufmerksam, daß die schweren Meinungsverfchiedenhri.en zwischen Stresemann und Briand unveimindert fortbestehen. Ollan kann sogar sagen, daß sich in Lugano dis Gesamtlage noch verschlech ert hat. Denn Frankreich macht nach wie vor die Räumung von der Zustimmung Deutschlands zu der berüch.iglen Kontrollkommission abhängig. Selbst wenn man einmal für die Repara.ionsfrage die Möglichkeit einer Einigung annimmt, bleibt für das politische Problem der Rheinlandräumung die unlösbare Schwierigkeit, die In den französischen Forderungen nach Verewigung der Kontrolle besteht. Deshalb dürfen die schönen Worte des Kommuniques der „5>rei“ nicht darüber hinwegtäuschen, daß die sachliche Lösung der Rheinlandsrage tn Lugano um nichts gefördert worden tft. Das Ergebnis der Lugano-Besprechungen. Elf Punkte des „iLxecljior". 93 a r i ß, 17. Dez. (WTB. Funkspruch.) Der Korrespondent des „Excelsior" tn Lugano will die Verhandlungen, die neben der Volkerbundsratstagung zwischen den drei Mächtevertretern gepflogen worden sind, in elf Punkten zusammenfassen können, die er wie folgt angibt: 1. Die Minister hätten sich verpflichtet, in Zukunft sich Kundgebungen zu enthalten, die das Werk von Locarno zerstören könnten. 2. Stresemann habe llargeftellL daß die Fortsetzung dieser Politik notroenöig sei, um nicht in Deutschland da»PrestigedesLocarno-Ab° kommens zu zerstören. 3. Wenn gegen den 15. Januar die Sachoerst ä n d i g e n zusammentreten, könnten die diplomatischen Verhandlungen unverzüglich wieder ausgenommen werden. Inzwischen wurden die drei Minister ihre Regierungen über die Verhandlungen von Lugano unterrichten, und erst dann könne man sich darüber Rechenschaft oblegen, ob öle Grundlagen eines Abkommens gefunden werden könnten. 4. Deutscherseits ist mit großem Nachdruck darauf bestanden worden, daß der Vergleichs- und Feststellungsausschuß nicht über das Jahr 1935 hinaus zugelassen werden könnte. 5. Die drei Minister hätten die Namen der Sachverständigen ousgctauscht, die sie zur Lösung des Reparationsproblems zu ernennen gedächten. 6. Stresemann habe auf dem deutschen Standpunkt bestanden, dah das Problem der Rheinlandräumung nicht mit dem der Reporationsverhand- langen verbunden werden dürfe. 7. Man habe sich jedoch dahin geeinigt, datz die Lösung des Problems auf der Grund- lagepraktischerpoliiischerGesichts- punkte gefunden werden müsse, ni: aber auf der Grundlage juristischer Gedankengänge. 8. Stresemann habe auf die Rach'eile hingewiesen. die die Besetzung für die deutsche De- völkerung darsielle und habe durchblicken lassen, er betrachte ßiese Besetzung als gegen bie deutsche Industrie gerichtet mit dem Zweck, die deu sche wirtschaftliche Konkurrenz auf dem Wel markt einzuschränken. Driand und Chamberlain hätten diese Auffassung lebhaft bekämpft. 9. Die Minister Bütten sich verpflichtet, nicht mehr Reden zu halten, die geeignet seien, schwere Mißverstandrisse hervorzuruseu. 10. Driand und Stresemann hätten nri ei.ander über den Anschluß gesprochen, aber diese Frage sei in das allgemeine Problem der aus der Tagesordnung stehenden und mit Chamberlain erörterten wirtschaftlichen und finanziellen Frage eingefugt wo. den. 11. Stresemcnn halte daran fest, daß im Falle die Sachverständigen für bie Repara ionen sich nicht einigen könnten oder wenn ihre Vorschläge nicht von allen interessierten Regierungen angenommen werden würden, der Dawesplan unverzüglich aufs neue in Kraft treten müsse. Stresemann verteidigt die Rechte der Mindecheiten Stürmischer Abschluß der Ratstagung von Lugano. - Scharfe Zurechtweisung des polnischen Außenministers. Aber es handel! sich um einen Teil des menschlichen Rechte», das den Minderheiten vom Völkerbund zu ihrem Schutz gegeben ist. Wie können Sie erklären, daß es „unerhört- sei, wenn die Minderheit itr Vberschlesien von diesem Recht Gebrauch ge- macht hat? Wie kommen Sie dazu, zu sagen, dah unsere Zeit hier durch oberfchlefische Min- dcrheitsbeschwerden „mißbraucht- wird, ganz im Gegensatz zu dem Berichterstatter, der mit außerordentlicher Mähe und mit dem Geist der Unparteilichkeit gearbeitet hat. Auch der Ratspräsident hat mit keinem Worte zum Ausdruck gebracht, daß hier Mißbrauch getrieben würde. Sie kennen das Genfer Abkommen; Sie wissen, daß das Recht besteht, an den Rat zu appellieren. Wenn die Zahl der vor den Rat gebrachten Falle steigt, warum dann nur dos Unrecht auf der einen Seite suchen? Warum denn weiier im Zusammenhang mit die- fen reinen Schulfragen eine Debatte über die i n - dustrielle Entwicklung Oberschlesiens ent- fesseln? Was sind das für politische Gr und e, Die Sie plötzlich veranlassen über die Üohlen- produktion. Über die Zinnproouktion, über die industrielle Entwicklung Oberfchlesiens generell hier Erklärungen abzugeben? Soll ich Ihnen etwa antworten mit der industriellen Entwicklung Deutschlands, die seit 1919 eine Auftvärtsbewegung zeigt? Was haben diese Ausführungen mit der Errichtung von Minderheitenschulen m Oberschlesien zu tun? Soll ich erwidern, daß Henle an der Spitze der liierte in Oberschiefien im wesentlichen deutsche Manner stehen und deutsche Intelligenz mltar&eitet? Soll ich erwidern, daß Sie diese Entwicklung, von der Sie gesprochen haben, gar nicht hätten erreichen können? Warum rütteln Sie das alles auf? Wollen alte Wunden aufreihen? wollen Sie gegen Deutschland polemisieren, lu bem Sie erklären, wie herrlich weit Sie es in Oberschlesien gebracht haben? Zch habe nichts Dagegen, wenn Sie an Den Dölkerbunbsrat gehen wollen; aber ich beziehe mich auf das, was wir hier biskutteren. Sie sprachen hauptsächlich gegen Den Deutschen Volksbund. Seit wann ist es den Minder- fetten verboten, Organisationen zu bilden imb Reue Kämpfe in Südamerika. Eine militärische Schlappe Paraguays. - Bolivien beseht das Zort Boqueron Kriegsstimmung in La paz. Rat erinnert daran, daß im Falle eines ©tret- teS zwischen zwei Völkerbunds staaten, der zum Abbruch der Beziehungen führen könnte, diese Staaten ohne Verletzung ihrer Derpflrchtungen unb insbesondere der aus Artikel 12 gegebenen Bestimmungen nichts unterlassen dürfen, zu einem der im Patt vorgesehenen Verfahren zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten zu schreiten. Der Rat wünscht dringend, darauf hinzuweisen, daß nach ferner ®rfob.TTuifl di< Ve schränken g aller militärischen Desensivmaßnahmen auf solche, die nicht als Angrisssmaßnahmen betrachtet werden können, sehr wichtig ist, bamit nicht die Gefahr entsteht, daß bewaffnete Streit- kräste miteinander in Fühlung kommen, was zu einer Erschwerung der Lage führen unb bie gegenwärtig im Gang befindlichen Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Friedens schwieriger gestalten würde. , Rach einer Reulermelbung hat der boltvtanische Minister bes Aeußern an Driand, bem gegenwärtigen Präsidenten des Dölkerbunbrates, ein neues Telegramm gerichtet, in dem es heißt, daß es, da neue Truppenabteilungen Paraguays auf bolivianische Forts einen Erscheint täglich,außer @ S- GlkMner Anzeiger scheinen einzelnerNummern General-Anzeiger für Oberhessen richten: Lkneiaer Sietzen. v ’ gtmnu.rtam uKiws. vnS tmt Verla«: VrSHI'sche Hntoerfttits=Bu ® wen» e »td bereiiM- mftrie uni 3u[ammen» -ttoe.fe aut r friere* flauen« innen geht eninbuftrie und diese 11. Letztere rbeugente i SlosseS ment yttlld» ÄS »ich batte. 9Qlt nach neue ^miuna ite •Ä S°'ZI ,rneute AZ? aa) v t !v ^ü-kgavg p «'«•’<* IK“1'1*» eit r s /«! MW Zi « SW W oV» k «*v \ s, '# frHANJ.Äl VfUPjwJ X* Metzgermeister Schwe im 71.Lebensjahr. troM, Terevbou 66 BabuboisLranc 59 rin’fl. «Bit Canbbi 11066D Seltersweg 36 11O77D Gewerbeverein Giehen •toleden. 11038D 11067D Freuds der HausfratH Garage 11069D Vereine 'nacht, 10 445 A (SemanOKi langes Bei Barzahlung 10 Proz. Rabatti VriMtzM« Alte Bürgermeisterei 071A unter gütiger Mitwirkung des Gesänge. „Heiterkeit", wozu wir unsere Mitglieder nebst Familien ergeb en st Ä-chvie' -lierge ti der zr Brandplafy (ALTES SCHLOSS) Overeite in 3 Allen von Rud. Sckanter und Ernft Welisch. Mustk a M. Krönt Bestellungen erbitte frühzeitig! ,W1D C. V. Kleinhenn mit kleinen Fehlern, in allen gangbaren Größen, zu bedeutend herabgesetzten Preisen Weihnächte, Haupisache! ^Ivh Lege haben! Uni) u"b Schivieri Du lieber. 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Auch die Llbstimmung über das neue Kirchen- steuergeseh ergibt Annahme in erster Lesung. Bei der zweiten Lesung dieses Gesetzes wendet sich Abg. Kaul (Soz.) gegen die Erklärung des Landbundes, daß er gegen das Kirchensteuer- ge'eh stimmen werde, wenn der Antrag Dr. Müller (Bbd.) abgelehnt werde. Dieses Vorgehen kennzeichne die Kirchenfeindlichkeit des Landbundes. Abg. Dr. Leuch t gen s (Bbd.) wendet sich gegen den Vorredner und erklärt, dah dec Landdund mit dein Antrag Dr. Müllers eine Ungerechtigkeit beseitigen wolle. Mit dem Gesetz werde ein Kotau vor dem reichen Manne ge- | macht, denn die Kapitalvermögenssteuer bleibe ohne kirchlichen Zuschuß. Der arme Dauer und Gewerbetreibende dagegen werde zur Kirchensteuer herangezogen. Rach weiteren Gegenbemerkungen der Abgeordneten Heinstadt (Zentr.) tmb Dr. Müller (Vbd.) wird das Gesetz auch in zweiter Lesung gegen die Stimmen des Land- bund's und der Kommunisten angerwmmen. Der Dmdbundantrag verfällt der Ablehnung. Das Haus beginnt dann mit der Beratung der Reg.erungsvorlage betr. Ka p i ta l e rh ö h un-g für die Wohnungsfürsorge-Gesell- schäft für Hessen von 40 000 auf 200 000 Mk. Auf eine Reihe von Beschwerden, die der Abg. Haury (Dt. Vp.) gegen die Geschäftsführung der Gesellschaft erhebt, bittet Minister Ko reit, dec Abgeordnete möge ihm sein Material zur Verfügung stellen. Fest stehe jedenfalls, dah die Gesellschaft über 1100 Wohnungsbauten betreut habe. Rachdem die Abgeordneten Lautenbacher (Zentr.) uni) Dr. Riepoth (Dt. Vp.) ebenfalls Klagen gegen die Geschäftsführung vor- gebracht haben, wird die Regierungsvorlage am» genommen mit dem Antrag Lautenbacher, der eine Zuwahl von drei Mitgliedern des Landtags zuni Vorstand und zum Aufsichtsrat der Gesellschaft vorsieht. Annahme findet auch ein Antrag We s p (Zentr.) auf Vornahnie einer Statistik über Arbeitsvermittlung und ein Antrag Späth (Zentr.) über Rebschäden- b-e k ä ni p s u n g s m i t t e l. Das Haus tei l bani in die Beratung der Anträge über die Entschädigung der Hagel» und Unwetter geschädigten ein. Der Ausschuß beantragt, dah die Ai träge durch die Rcgierungsantwort als erledigt erklärt werden. Abg. Schott (DDP.) gibt zu, dah die Regierung schneller als sonst gearbeitet habe. Leider seien in einzelnen Fällen keine Unterstützungen gewährt worden. Der Redner wünscht, dah diese Fälle nachträglich erledigt werden und bittet um eine Regierungsvoil.ige über die Hagelentschäli -ung. Minister K o r e l l erklärt, dah sich einzelne Här- ren bei der großen Zahl der Schadensfälle nicht vermeiden liehen. Lider seien aber feine Mittel begrenzt und neue nicht zu erwarten. Er hoffe bis spätestens zum Frühjahr kommenden Jahres den, Landtag den Entwurf eines Hagelversiche- runpsgesehes vorlegen zu können. Abg. G u h - manu (Landbund) sieht in der Hagelversicherung nicht dis Allheilmittel. Die Landwi.tschast müsse instand gesetzt werden, so viele Rücklagen machen, dah sie schweren Zeiten ruhig ent- Kinder-Weihnacht. Don Hans «Siemsen. Weihnachten ohne Kinder? Da fehlt ja die Hauptsache! Bloh wegen Weihnachten möchte ich Kinder haben! Und wenn es nicht mit soviel Umständen und Schwierigkeiten verbunden wäre — Du lieber Himmel, was hatten wir bloß alles zu tun vor Weihnachten! Vater was schenken, Mutter was schenken! August hatte es leicht. Der war schon älter, der konnte Lateinisch, der konjungierte „amo, amas, amat“. „ich liebe, du liebst, er liebt" — fein säuberlich auf einem Briefbogen geschrieben. Ein herrliches Wechnachts- geschenk für Vater! Aber das Aufregendste und das Schwerste war ja die Ueberraschung. Das man nichts verraten dürfte! Karl fand einen Ausweg: „Ich darf es dir nicht sagen. Mama. Aber ich will es dir vorslöten." Und flötete er: „Ta, ta, tü-ta, ta-ta." Und das hieß dann: „Eine Zinnnerlinde." Und was auswendig lernen! Was aufsagen! Jeder muhte sich selber was auswählen, und Karl hatte wieder was Besondere^. „Zwei Ziegen gingen über einen Bach." Das paht ja nun nicht grade ganz genau für Weihnachten, aber er schlug zwei Ziegen mit einer Klappe: er hatte das nämlich gerade „in der Schule gehabt". Ich machte es mir schwerer. Und ngchdem Vater die Weihnachtsgeschichte gelesen und wir Weihnachtslieder gesungen hatten, da kam ich dran und sagte auf: Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hifft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, dah wir alle Morgen 'Deseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Rot und Leid Rur größer durch die Traurigkeit. Das hatte schwere Mühe gekostet. Aber sehen Sie! — ich kann es noch heute. Und ich konnte damals durchaus nicht verstehen, daß die Großen aflje lächeln muhten. tz)as Schönste aber ist das „Vorher", die Erwartung. Ich weih nicht, wie das in anderen Häusern ist. Wir kannten keinen „Weihnachtsmann". Bei uns kam „das Christkind". Wir haben es zwar nie gesehen, ober wenn ein paar Doge vor Weihnachtsabend die große Stube plötzlich zugeschlossen war — und da rascheste eK so geheimnisvoll hinter der Tür. und unter der Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesseu) Montag. Dezember 1928 gegensehen könne. Der Redner protestiert gegen die Behauptung, der Landbund habe Mistel der offen.lichen Hilfsat ton zur Unterstützung der Landbund-Organisa ion verwandt. Qlbg. Glaser (Landbund) erhebt Klage wegen Verteilung von Raturalien, die dem Krei^amt Bensheim zu- geleitet wurden. Dec Bürgermeister, der der Linken angehöre, habe dort keinem Mi.glied des Landbundes etwas zukommen lassen und die Raturolien für die ®cmß der Staat noch tere Aufgaben übernehmen soll. Staatspräsident Adelung erklärt, daß die Gemeinden selbst den Wunsch hätten, Träger der Schulen zu sein. Rachdem sich noch der Abg. Haury (D. Vp.) für den Abänd erungsan rag eingesetzt und der Abg. Laubenöacher (Z.) einige Dedenlcn vorgebracht hatte, wird die Vorlage in erster und zweiter Lesung angenommen. Der Rest der Tagesordnung wird dann nach po'enischen Zwischenreben der Kommunisten erledigt. Präsident Delp entläßt gegen 18 Uhr mit Worten des. Dankes die Abgeordnsten in die Weihnachts.erien. Hessen und die Neugliederung VeffaffiMsreWche Gedanken zurMchmfonn. Don £)r. Hans Gmelin, ix ö. Professor des öffentlichen Hechts an der Landesuniversitat Gießen. in. Lösungsversuch/) Als Disgangspunkt wähle ich das Programm der Reichscegierung, weil anzunehmen ist, daß sich die Neugestaltung am ehesten auf seinem Boden vollzieht. Sehen wir von einigen nebensächlichen Punkten des Programms ab, so bleiben als Haupt' aufgaben: territoriale Neugliederung, Verfassungs- refoxm der Länder, Beseitigung des Dualismus zwischen Reich und Preußen, Einführung einer Austragsverwastung des Reiches. Dazu füge ich noch die im Programm der.Reichsregierung nicht genannte Neuregelung des Finanzausgleichs zwischen Reich und Ländern. 1. Die Frage der Neugliederung. Für die vielen kleinen Enklaven und Exklaven wird die Notwendigkeit einer Flurbereinigung allgemein anerkannt. Äie ist zum Teil auch schon ausgeführt, nämlich durch Staatsvertrag zwischen Sachsen und Thüringen, durch den die beiden Länder ihre Gebietssplitter austauschten. Aber die Reichsregierung fordert weiter, daß die Neugliederung sich nicht beschranken dürfe auf solche Gebiete, die infolge ihrer Gemengelage eine besonders erschwerte und kostspielige Verwaltung haben, daß vielmehr nur lei» stungsfähigo Länder weiterbestehen sollten. Was ist unter leistungsfähigen Ländern zu verstehen? Fallen banmter nur solche, deren Ausgaben ihre Steuerkraft nicht übersteigen? Dann müßten eigentlich alle Läirder verschwinden, auch Preußen, das sein Budget nur mit Muhe Gleichgewicht hält, namentlich aber Bayern, das für den größeren Teil seiner Ausgaben die Steuerkrast andrer Länder in Anspruch nimmt (1927: Anteil am Gesamtaufwand der Länder 19,53 v. H., an der Steuerkrast aber nur 9,7 v. H.). Also wird man unter leistungsfähigen Ländern wohl eher solche zu verstehen , *) Dgl. die Aufsätze K l u t c : Geographisck-e Voraussetzungen in Nr. 283 und 284 des G. A. vom 1. und 3. Dezember-, Aubin: Geschichtliche Betrachtungen in Nr. 287 und 289 des G.A. vom 6. und 8. Dezember: M o m b e r t: Die Revolution in ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung in Nr. 290 des G.A. vom 10. Dezember und Gmelin. Verfassungsrechtliche Gedanken zur Reichsreform I. und II. in Nr. 293 vom 13^Dezember und Nr. 295 vom 15. Dezember. haben, bei denen man unter normalen Verhältnissen erwarten kann, daß sie tunlichst mit eigener Steuerkraft den ihnen obliegenden Staatsaufgaben gerecht werden können. Dieser Bedingung können die ganz kleinen Länder wie Anhalt, die beiden Lippe, Braunschweig und Mecklenburg-Strelih nicht genügen. Es erscheint daher zweckmäßig, daß diese Länder nach dem Vorbild von Waldeck, dessen Aufnahme in Preußen sich eben vollzieht, in größeren Ländern eingegliedert werden (nämlich alle in Preu ßen, ausgenommen' Mecklenburg-Strelitz, das mit Mecklenburg-Schwerin und mit Lübeck zu einem Land zu vereinigen wäre). Dagegen könnten die übrigen Länder fortbestehen, darunter auch Hessen. Selbst noch Oldenburg, besten Ausgaben in gesun dem Verhältnis zur Steuerkrast des Landes stehen. Nicht entscheidend für die Lebensfähigkeit eines Landes dürfte fein der mangelnde Gebietszusammenhang, an bem mancher Pedant beim Betrachten der deutschen Landkarte Anstoß nimmt; denn die Unterbrechung des Staatsgebiets bringt feine wesentlichen Nachteile mit sich, vorausgesetzt, daß die Landesteile nicht zu weit voneinander entfernt liegen und jeder Teil für sich eine genügende Gröhe aufweist, wie bas bei Bayern und der Pfalz, bei Südhessen und Oberhessen der Fall ist. In der An- fangszest des deutschen Bundes, wo ein deutscher Staat gegen den anderen sich mit Zollschranken abschloß, bedeutete eine Gebietsunterbrechung für einen Staat allerdings ein schweres Hemmnis, aber heute, da die Zollschranken nur an dec Reichsgrenze bestehen, und alle wichtigeren Derkehrseinrichtungen, Post, Eisenbahnen, Wasserstraßen, in dec Hand des Reiches sind, gibt es doch keine unübersteiglichen Hindernisse für eine geordnete Verwaltung auch getrennter Landesteile. Nur an einer Stelle erwachsen aus der Trennung des Staatsgebiets wirkliche Schwierigkeiten, aus der Zerreißung des Reichsgebiets in zwei Teile burd> den polnischen Korridor, denn dort unterbrechen Zollschranken und andere Verkehrshindernisse eines nicht deutschfreundlich eingestellten Staatswesens die Verbindung der Reichsteilgebiete. Dort einmal Wandel zu schaffen, wäre wichtiger als jede Neugliederung innerhalb des Reiches. — Man. kann sich natürlich zweckmäßigere Landesgrenzen denken, als die heutigen; aber wenn man einmal an eine Neueinteilung herantritt, wird man auf eine Unzahl einander widersprechender Wünsche und nicht zuletzt auf maßlose Ansprüche der Großstädte stoßen; daher wird jede Lösung Unzufriedenheit Hervorrufen. Sollten da nicht die Unzuträglichkeiten der gegenwärtigen Grenzen noch das kleinere liebel sein? 2. Verfassungsreform der Länder. Die kostspielige Verwaltung der Länder ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß jedes von ihnen parlamentarische Regierung übernommen hat. Diese Form mag sich für das Reich eignen, da beinahe alle wichtigen Gesetze vom Reiche ausgehen, und des Reiches. die Reichsorganc auch über sonstige Lebensfragen des dcutschen Volkes zu entscheiden haben. Aber in den Ländern, denen heute im wesentlichen doch nur die Ausführung von Reichsgesetzen zusteht, also ver- waltende Tätigkeit, ist die parlamentarische Regierung nicht erforderlich; sie ist überflüssig, wo nicht gar "ein schädlicher Luxus. Man darf dies heute aus- sprechen, ohne den Vorwurf reaktionärer Gesinnung fürchten 311 müssen, denn auch auf demokratischer Seite ist die Unzweckmäßigkeit parlamentarischer Regierung in den Ländern zugegeben worden (ins- besondere von Koch-Weser). Vielleicht hätte schon manches Land die parlamentarische Regierung wieder aufgegeben, wenn die Reichsosrfassung den Ländern diese Regierung^ form nicht vorgeschrieben hätte. Diese, in Artikel 17 enthaltene Vorschrift muß daher abgeänbert werden. Ob es sich empfieht, nach Aufhebung dieser Schranke wiederum bindende Regeln für die Oraa nifalion der Länder aufzustellen, ist eine Frage für sich. Jedenfalls läge nahe, daß die deutschen Ander ihre Staatsleitung' nach schweizerischem Vorbild unv -gestalteten. So gut in der Schweiz sowohl im Bund wie in den Kantonen die Staatsleitung in die Hände von Kollegien gelegt ist, deren Mitglieder auf bestimmte Zeitdauer von dec Volksvertretung gewählt werden, ebensogut könnte auch in den deutschen Ländern die Wahl der Reaierung durch den Landtag auf eine bestimmte Reihe von Jahren (drei oder fünf) erfolgen. Dabei mag es dem einzelnen Land überlassen bleiben, ob es ein Regierungskolleg mit mehreren Ministern ober einen Einzelbeamten mit dec Staatsleitung betraut. Das wesentliche wäre, ba& der ober die Inhaber der Regierung während ihrer Amtszeit einem Mißtrauensvotum des Landtages nicht weichen müßten. 3. Beseitigung des Dualismus zwi- schen Reich undPreußen. Daß die aus dem Nebeneinanderbestehen des deutschen und des preußischen Staates sich ergebenden Schwierigketten nach Möglichkeit behoben werden müssen, steht außer Zweifel. Das kann aber geschehen, ohne daß man die Nachteile In Kauf nehmen muß, die mit der von Luther geplanten Verwandlung Preußens in ein Reichsland notwendigerweise verknüpft sind. Es könnte weitgehende Willensübereinstimmung zwischen dem Reich und Preußen erzielt werden, auch wenn man den preußischen Staat fortbesteben läßt. Zunächst ließe sich ohne Zwang eine teilweise Union der gesetzgebenden Organe verwirklichen: die in bem vergrößerten Preußen gewählten Reichstagsmitglieder könnten als preußischer Landtag tätig werden. Der preußische Staatsrat bliebe bestehen, und zwar mit größerem Recht als im Lutherschen Plane. Auch die Verbindung Der Staatsleitung läßt sich Herstellen. Nicht etwa in der Form einer Verbindung des Staatshaupts, benn eine Personalunion des Reichspräsidenten mit einer erst zu schaffenden Würde eines preußischen Staatspräsidenten wäre Tür sah manchmal ein Goldfaden oder ein Tannenzweig hervor —. wer anders konnte das fein? Das war das Christ.ind! Da halten wir nun in der Schule Raturgeschichte. Die Vögel hatten Flügel und Federn und Schnäbel und all so Zeugs. Und Karl fragte Mutter: „Mutter, sag: Hat das Christkind Flügel?" „Ja, mein Junge, das weiß ich nicht genau. Aber wahrscheinlich wird es wohl welche haben." „So?" sagte er. „Dann will ich dir was sagen: dann hat es auch einen Schnabel und keine Schnauze!" Aber Wissenschaft und Aufllärung taten dem großen Geheimnis keinen Abbruch. Es roch nach Weihnachten, und die Erwartung war kaum noch auszich allen. Weihnachten ohne Kinder — das ist ja nichts! Wer anders als Kinder könnte sich so freuen? Wer anders al Kinder könnte s 0 fingen: „O du fröhliche, 0 du selige!" — Wir Großen könnten's wohl auch noch manchmal. Aber in unserer glorreichen Erwachsenen-Dummheit schämen wir uns ein bißchen. Rhodos. Don Anton Schnack. Ich hatte den ganzen Vormittag nach den Delphinen gesehen; sie fpüLen im Kielwasser die ganze Fahr, ro . t>.*r tlei afii ijchen Küste he.üler. Plötzlich saß vor dem g irchi.chen Segler, der Oliven und Fügen von Rhodos holen soll:e, ein riefen!)af;C5 bleiernes Tier. Sieh da, dachte ich, ein Trion oder eine Rereide; es rührte sich nicht. Schwer lag es im Hocizon., aewal ig stieg es auf, höher und immer Hoyer. Ein blauer S.ein, der sich zur brei.en "Sarriere aus dehnte. Rhodos: von der Knabenphan'asie mit dem Koloß von Rhodos verknüpft, leg e mir das Meer auf seinen gläsernen Händen hin. Ach zehn Kilometer von den Sleingesügen der kleinasia.ischen Kiffte entfernt, erhebt sich Rhodos, ein Kall- steinplateau bis in die Spitze des 1240 Meter hohen Atabhrios. Wald und Abrnd kamen von der Insel herun.er: unvergeßlich das Panorama des Hafens und der Stadt. Wohin bin ich in meinen Stimmen gekommen, dachte ich; in b’t- Luft, die noch klar wie Stahl war, stand ein g.auec und kolossaler Riß von Zinnen und Türmen. Alle Fische waren vergessen, deren purpurroten Leib ich in der See sah. Das betörende Glas des Meeres, dessen Blau mir ungeheuer ins Auge schlug; dieses Bild war wie ein Traumgesicht und verwischte alles. Rhodos, die Stadt, ist Mittelalter, bon den Dampferlinien halb vergessen, ein Inferno des Schweigens und der Ve.wilderung in den S.raßen. Das ist das grausamste und tollste: die Mitternacht zu benutzen und im Schatten der großen Finsternis die Straßen der einstigen Rho- befer Ritter zu durchstolpern. Denn das zieht uns am meisten an; denn das erreg: uns am stärksten, zu sein wo die weifie Fahne der Ritter wehte, derer aus Burgund, aus Franken, ans der Ror- mandi, aus Polen, derer vom Rhein, von der Elbe und die die Spitzen ihrer Lanzen in das Heilige L.nd getragen ha ten. Von dort durch die türkischen Bogenschützen und Säbel ver rieben, hielten die Ri ter fast zweihundert Jahre gegen den türkischen Ansturm Rhodos Mauern, Türme, Paläste und Hospitäler. Ich gedenke des Großmeisters Pierre d'Au-- busson. O Herr Pierre d Aubusson, deine Ballade ist die Stadt, sind die Steinlöwen und die Loggien dec Hö,e, die sonnenheißen Zinnen der Türme, die Wappen an den Türen, die Scharten in den Mauern. Deine Zeit ist Rhodos, nicht die der Mykener, die die Insel mit verschollenen und verschwand nen 2tic e.ifl0b.cn besäten. Richt die der Dorer, die in Rhodos als reiche Kaufleute saßen u..b Wein, Gewürze und Früchte weit in den Osten des Mittelmeeres verfrachteten. In Rhodos Boden und Erde ruhen Athene und Zeus, Stiere und Zebus, Vasen und Bildwerke. Großartig hat sich hier die archäologische Arbeit gelohn.. Heute ist Rhodos leblos, leer, ein steinernes Gewirr, fahl und nackt unter dem Sonnenprunk Asiens. Avne Juden und Türken woh ien in den Höhlen der alten Stabt, quaderhaft mit hundert Toroog.n und leeren Fenstern, vom Meere Heraufsteigmd und von dem Gürtel zyklopischer Mauern eingeschlungen. Die Zett fft stillgestan- den. Der legendäre Glanz d^ Verfalls hängt über dem al en Rhodos. Wie Gespenster reiten die schweigsamen Windmühlen in das Meer hinein, das aQeö schon sah. Galeeren der Kreuzritter und das Torpedoboot der italienischen Kriegsslotte. Der griechische Segler Herakles, mit dem ich auffuhr, ha e Slo a-h'rz, Zwiebel und Schwämme geloben. Es roch viehisch rmd bacchantisch Mtt mildem Wind war die Luft geladen; ein reines und olympisches Blau lag über der Stadt. Die Mauern traten so ungefüg heraus als wollten sie noch viele Jahrtausende überdauern. Die Türme stachen mit fahlem Grimm in die ungetrübte Sonnen seide. Keiner der Schiffsknechte schien es zu hören, aber mir stach es bis ins Herz: ein Ton kam wie von einer Tuba her. Großartig, dache ich, die Kreuzritter blasen auf den Zinnen. Aber es war nur das Schiffshorn eines englischen Dampfers. Konjunktur. Don Hans Jiiebou. Döpper hat ein Warenhaus. Wilkens hak auch ein Warenhaus. Beide Warenhäuser liegen sich gegenüber. Die Konjunktur ist günftig. Bopp er mach An-« Beengungen. Wilkens mach auch Anstrengungen. „Entweder — oder", sagt er zu seinem Reklame- chef. „Entweder Döpper oder ich Erfinden Sie was!" Ter Rellamcchef erfindet was. Streicht das Haus himme.btau an. Richtet Scheinwerfer drauf. ^Ha!" sagt Bopper, als er das sieht. Beschlägt sein Haus mit Rickeiblech. And das Licht, das Willens bezahlt, reflektiert in Döppers Riffelblech. Die ganze Stadt sprich von Bopper. „Lich aus!" schreit Wilkens. Der Rektamecheh dreht das Licht aus. Streicht das Haus weih. Baut Fahrstühle. Streut Glühbirnen über die Fas, ade. „Rolltreppen!" sagt Bopper. „Reon-Röhren an die Fassade! Bis unter das Dach!" Die Stadt sieht, staunt. Wettet. Wer wird das Rennen machen? Wllkens baut eine Tairzbar in die Herrenkonfektion. Bopper eine Schwimmhalle in die Damenwäsche. Wilkens baut eine Rutschbahn. Bopper schneidet die Haare gratis. Wllkens legt jeder Rasierklinge einen ver,überten Apparat bei. Bopper jeder Schallplatte ein Grammophon Wilkens jeder QlutobrUIe ein... Die Leute wetten und wetten. 9:7 für Bopper. Und die Leute haben recht. Knapp vierundzwanzig Stunden vor Wilkmrs beantragt Döpper GeschäftSaufficht. den RrLeitskampf der rheinischrn Cisen^ auf Das ftarfe Ansteigen der Arbeitslosigkeit November . 180 828,19 im öu- Kunstgewerbliche Berufe Theater, Musik Gast- und Schankwirtschaf Verkehrsgewerbe Häusliche Dienste Lohnarbeit wechselnder Art Maschinisten und Heizer Kaufmännische Ang.,. Ute Bureauangestellte Techniker aller Art Freie Berufe werbe eine größere Arbeitslosigkeit hervor. Infolge der Entlassung der Zeitarbeiter durch die Reichsbahn verschlechterte sich die Lage des Verkehrsgewerbes bedeutend. Die -Zahl der Arbeitslosen an an- und ungelernten Arbeitern nahm infolge der Entlassungen int Baugewerbe und In der Metallindustrie stärker zu. Die steigende Tendenz der Arbeits^ losigkeit im Bezuck des Arbeitsamts Gießen wird durch vorstehendes Schaubild veranschaulicht. Zu bemerken ist hier noch, daß in der Woche vom 29. November bis 5. Dezember eine weitere Zunahme von 255 männlichen und 158 weiblichen Arbeitslosen zu verzeichnen ist. (Segenfiber dem Vormonat hat die Arbeitslosigkeit im November insgesamt um 133 Prozent zugenommen. Die Gesamtausgaben des Arbeitsamts Gießen belaufen sich: im Monat Oktober 1928 auf . 92 569,67 Mk. Baugewerbe ist auf den Saisonschluh rückzuführen, ebenso rief die Beendigung der Kursaison der Bäder auch int Gastwirtsge» - lag theatev; -hessischer 6 -profelfor ■ Waal 44 iinigung: $ tet Stabili „Der letzte Jabel vom ; — Stab chaterbureo ,iz. findet -durch das ' Htführle D| Mittwoch a holt Freitc letlentiieatf Schwalben' 'DiorlchM -von ocson Dpereltenl -gastiert, c holung t -abends fl Preisen „! Im Bereich des Arbeitsamtsbezirks Gießen hat sich die Lage des allgemeinen Arbeitsmarktes mit zunehmendem Tempo verschlechtert. 3nt einzelnen ist folgendes zu verzeichnen: 3n der Landwirtschaft war im Berichtsmonat das Steigen der Zahl der Arbeitsuchenden auf die durch die Jahreszeit bedingte Beendigung der Feldarbeiten zurückzuführen. Die Forstämter führ, en durch Einstellung von Holzhauern eine Anzahl Arbeitsuchende dem Arbeitsmarkt wieder zu. Die Aussperrung int Ruhrgebiet wirkte vorläufig nicht bemer'enswert verschlechternd auf die Marktlage ein. Ein Rückgang der 'Beschäftigung in der Industrie der Steine und Erde war in unserem Bezirk weniger Steigende Arbeitslosigkeit in Oberhessen Der November-Berichi des Arbeitsamtes Gießen. Die Ausgaben im Monat November sind im Verhältnis zum Monat Oktober auf rund 96 Prozent gestiegen. Die Ursache hierfür ist durch das Anwachsen der Arbeitslosenziffer bedingt. Der Arbeitsnachweis des Arbeitsamtsbezirks Gießen wurde im Berichtsmonat erfreulicherweise rege in Anspruch genommen. An Vermittlungen wurden getätigt: Land- und Forstwirtschaft 341, Industrie der Steine und Erden 7, Metallverarbeitung 25, Holz- und Schnitzstoffgewerbe 6, Nahrungsmittelgewerbe 2, Bekleidungsgewerbe 10, Rei.ngungsgewerbe 4, Baugewerbe 6. Gast- und Schankwirtschaft 22, Verkehrsgewerbe 1, häusliche Dienste 73, Lohnarbeit wechselnder Art 125, kaufmännische Angestellte 9, Dureauangestellte 3, insgesamt 634 Vermittlungen. ’ " Der der letzt« bar, orad starken D bahn wai stärker ali bei Serfel Mem Ä und am sti bisher no zielen. D stellte dai eine yroh bte Beforderungspreisc und rede Aenderung der Beförderungspreise. Diese Bestimmungen über Fahrplan und Befördermrgsfr reise sind jedoch mir insoweit vonuschreiben, als es im Jntewsse ■ des öffentlichen Verkehrs geboten ist. Wenn nicht das Reich, ein Land, eine andere öffentliche Körperschaft oder eine Gesellschaft, an der öffentliche Körperschaften überwiegend beteiligt sind. Unternehmer ist, so muh die Genehmigung diesem vorschreiben, daß er sich für alle Detriebsschädcn an Personen oder Sachen bei einer leistungsfähigen H a f t Pflicht ver- sicherungsanstalt versichert. Als Krof.fahrlinien im Sinne des Gesetzes g:Letr nicht die sog. Rundfahrten, d. h. Fahrten zu Besichtigungen oder Vergnügungszwecken, die ohne Wagenwechsel und unter Ausschluß der llnterwegsbedicnung zu dem Ausgangsort zurückführen. Erforderlich ist die behördliche Genehmigung nicht nur für den Betrieb einer Kraftfahrlinie, sondern auch für die Liebertragung der aus der Genehmigung erwachsenden Rechte und Pflichten des Unternehmers auf andere Personen. Wer den Betrieb einer Kraftfahrlinie ohne die erforderliche Genehmigung unternimmt; o\t ihn fvrtsetzt, nachdem die Genehmigung zurück- genommen ist, wird mit Geldstrafe odcr mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Zunahme -i- bzw. Berufsgruppe Arbeitsuchende am Abnahme Vorschlages noch zurückbleibt. (5s ist das Programm, das man nicht gerade schön mit „differenzierter Gesamtlösung" bezeichnet. Auch der Luthersche Erneuerungsbund hat sich, da er mit seinem Plane überall auf Widerspruch stieß, neuerdings zu ihm bekehrt. Die Anhänger des neuen Programms betreiben nur die Zusammenfassung von Reichs- und Landesbehörden und die Einfügung der kleineren Länder in das Gefüge der größeren unter möglichster Schonung der bewnde- ren Bedürfnisse des einzelnen Landes. Jreilicy sind auch bei so maßvollen Vorsätzen Uebertreibungen nicht ausgeschlossen. Namentlich ist Hessen bedroht, von dem nach den Worten des preußischen Ministerialdirekwrs Brecht auf der Tagung des republikanischen Reichsbundes (25. November) er« wartet wird, daß es seine Staatseinrichtungen aufgibt, und sich mit einem besonderen Schutz seiner Kultureinrichtungen begnügt. Industrie zurückzuführen, als auf die Witterungslage der jetzigen Jahreszeit. In der Metallindustrie und in ter Industrie der Maschinen, Instrumente und Apparate ist ein weiteres Sinken des Beschäftigungsgrades durch ein steigendes Angebot von Arbeitskräften, dem ein Zurückgehen der Nachfrage gegenübersteht, zu verzeichnen. Die Marktlage der Ledern industrie zeigte rückläufige Bewegung, ebenso war ein Abflauen der 'Beschäftigung in der Bau- und Möbelschreinerei zu verzeichnen. Durch den schlechten Absatz im Nah - rungs-undGenußmittelgewerbe war hauptsächlich die Zahl der arbeit.uchenden T a - bakarbeiterinnen weiter im Steigen begriffen. Der Arbeitsmarkt der Bekleidungs- industrie brachte weiterhin einen Rückgang der Beschäftigung. U e b e r s i ch t über die Zu- bzw. Abnahme der Arbeitsuchenden im Monat November 1928. Zunahme + bzw. Berufsgruppe Arbeitsuchende am Abnahme fönen oder von öffentlichen Körperschaften eingerichtet werden. Dagegen ist die Reichspost für ihre Linien, die sie zur Personen-' oder Postsachenbeförderung einrichtet, nicht verpflichtet, diese Genehmigung einzuholen, sondern nur verpflichtet, vier Wochen vorher der obersten Landesbehörde Anzeige zu erstatten, die gegen die beabsichtigte Einrichtung einer solchen Kraft fahr- linke der Reichspost Einspruch erheben kann. Wird Einspruch erhoben, weil nach Ansicht der obersten Landesbeh-örde den öffentlichen Interessen durch Einrichtung der Linie nicht genügend Rechnung getragen sei, und kommt eine Einigung nicht zustande, so entscheidet ein Schiedsgericht, zu dein das Reichsgericht den Vorsitzenden, die Reichspost und die oberste Landesbehörde je einen Beisitzer stellen. Die Genehmigung zur Einrichtung einer Kraftfahrlinie darf dem Unternehmer nur dann erteilt werden, wenn Gewähr für die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Betriebes geboten ist uni> das Unternehmen den öffentlichen Interessen nicht zuwiderläuft. Die Geirehmigung wird dem Unter* uehmer nur für feine Person erteilt. Das Unternehmen läuft dein öffentlichen Interesse zuwider, wenn es auf Wegen durchgeführt werden soll, die sich wegen i$re£ baulichen Zustandes für diesen Kraftwagenverkehr nicht eignen, oder wenn die Einrichtung einem bereits vorhandenen Der- kehrsunternehmen einen unbilligen Wettbewerb bereite!, oder ihrer dem öffentlichen Bedürfnis mehr entsprechenden 'Ausgestaltung vorgreist, ohne jedoch das öffentliche Verkehrsbedürfnis zweckmäßiger oder nach halliger zu befriedigen, oder die vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel vorteilhaft zu ergänzen Dor der Genehmigung des Antrages muß die Behörde die hn Derkehrsgebiete vorhandenen öffentlichen Verkehrsunternehmen und dieW e g e- unterhaltungspflichtigen hören Die Genehmigung wird auf Zeit erteilt; sie kann auch widerruflich erteilt werden, wenn es das öffentliche Interesse erfordert. Der Fahrplan und jede Aenderung desselben unterliegen der Genehmigung der zuständigen Behörde, ebenso "ulten Li Nnntbuil man wer dem hei . fachen, i 'st. Die' damit ße .Aerlehrsl gute Wirt " Der erreichte । bondemlig W Mi .gn tzch furter diesem < der neber Schönheit reine Ve ,Wuing 'n den 2 gleich sh Me, bah Astensreie ^Nen qe Mg der ie vpvvte Mte fid 4,Men ettoa^ J» verga k^'nfochi Urrodka ndere ^ngwa ' u s und i^S.der % >us uni ‘Ajrroi 5$ Aus der Provinzialhauptstadi. Gießen, den 17. Dezember 1928. Der industrialisierte Weihnachtsmann. Es laßt sich nicht ändern, daß sich auch der 'Weihnachtsmann industrialisierte. Wenn alles d_rauf bedacht ist, Zeit und Kraft zu (froren, sich zu org .nisiereir und den Arbeitsverbrauch zu vationali,irren, kann auch brr Weihnach smann nicht zurückstehen. Er läßt sich i.t diesvp Hinsicht, auch keine Gelegenheit mehr entgegen, ilnb er versteht dabei, seine Anerbieten recht schnlackhaft zu machen. Richt nur daß er alles recht bequem zubereitet, auch seine Auswahl ist sehr groß geworden. Da gibt es eine Fülle von Wonach s- gaben, an die eine frühere Genera ion gar nicht, denken konnte. Er schickt eine Auswahl grüner Waldbäume in die Stadt, Tannen und Fichen, ganz nach Wunsch, große und Heine, für jedes Bedürfnis und für jeden Geldbeutel berechnet. Rur ein paar Schritte über die Straße braucht man zu gehen, und schon hat man den Weihnachtsbaum, den man sich früher ost mit viel Mühe von weither holen nui&te, nachdem man dem Besitzer des Waldes gute Worte gegeben Halle. Gar nicht zu reden von den vielen Dingen, die in den Schaufenstern beivi liegen und in den Geschäften vor gelegt werden, wenn man danach fragt. Dom ein,achten Spielzeug bis zum komplizierten technischen Wunder, von der kllinen Hand- tasche bis zum reprasen'ablen Pelzmantel, vom geschmackvollen Selbstbinder bis zur s.i)engefüb- terten Hausjacke, alles steht zur Verfügung, alles ist ohne Mühe zu erreichen. Natürlich gehört das nötige Geld dazu. Aber auch da hat schon immer der Weihnachtsmann Rat gewußt. Zwar wird vorher immer gejammert, daß man gar nicht daran denken rann, mit Geschenken zu erfreuen. Aber am Weihnacht L" tage sieht die Sache dann doch meist ganz anders aus. Freilich: Heberall ist es nicht leicht, Weihnachten zu feiern, und mandjer muß auch in dieser Hinsicht der ungünstigen Zeit seinen Tribut zahlen. Doch selbst dort wird meist noch Rat geschafft, so daß kaum jemand mit völlig leeren Händen unter dem Weihnachtsbaum zu stehen braucht. Gerade der industrialisierte Wechnachts- mann bietet ja für wenig Geld schon recht Erfreuliches an. Wenn man natürlich an die Genüitswerte denlt, die der noch nicht industrialisierte Weihnachts- martn bot, wenn man sich vergegenwärtigt, Ule man meist mit ganz geringen Mitteln durch eigene Kunstfertigkeit und Bastelei allerhand Erfreuliches schuf und in dieser Bastelei ein gut Teil der Weihnachtsfreude vorweg nahm, dann merkt man erst die Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten vor sich gegangen sind. Aber Lwse Veränderungen sind unaufhaltbar. Cs komnll nur darauf an, daß man trotzdem versucht, dem Feste ein wenig von jener heimlichen Vorfreude zu geben, die auch das frühere Fest besaß. Es läßt sich unschwer erreichen, toiytu man nur will. Ganz ausgestorben ist auch die frühere Gepflogenheit iroch nicht. „Ich habe in den nächsten Wochen iroch viel zu tun," sagte mir letzthin einer, der gar nicht danach aus sah, als ob er viel für Bastelei üb ig hatte. „Meinem Jungen will ich eine Krippe schnitzen, und sein vorjähriges Spiel ist wieder in Ordnung zu bringen.“ Ich stelle mir den Mann vor, wie er in diesen Tagen seine freien Stunden dazu verwendet, unermüdlich bis gegen Mitternacht zu basteln, zu schnitzen, zu ordnen, stlnd wie er, werden es wohl noch Siele Väter tun. Die Frauenwelt aber wird erst recht dabei fein, aus ei ügen unbedeutenden Kleinigkeiten kleine KunstweÄe zu formen, die viel Freude bereiten können, weil man in der Gabe auch die Mühe achtet, die sich die Spender gegeben. Für den industrialisierten Weihnachts- mann bleibt trotzdem noch zu tun übrig. S. OeffentlicheAoiflandsarbeiteninHeffen Wie in früheren Jahren, so sollen auch im Winterhalbjahr 1928/29 wieder öffentli che Rotstandsarbeiten in größerem Umfange ausge.ührt werden. Zur verstärken Förderung von Rotstandsarbei en stehen im ORed}- nungsjahr 1928/29 an Reichs- und Landesmitteln je 1,2, zusammen 2,4 Mill. Mark zur Verfügung. Die Mrckel sind im Einvernehmen mit dem Landesarbeitsamt Hessen zu F.ankfurt a. M. ernt — zum Teil bereits i n Gange befindliche — Roll standsarbeiten verteilt worden, ti> einen Gesamtkostenaufwand von über 7 Mill. Mark er ordern und die Ableistung von rund 224000 QIrbci i>- losentagewerken ermöglichen. Bei der 'Ber citung der Reichs- und Landesmittel, über die bis zum Ende des laufenden Rechnungsjahres, also bis zum 31. März 1929, verfügt werden kann, sind Anträge aus Bezirken und Gemeinden, die unter besonders großer und langdauernder Arbeitslosigkeit leiden, bevorzugt berücksick.igt worden. In der Zell hont 1. April 1926 bis Witte Ro^ vember 1928 wurden insgesamt für öffentliche Rotstandsarbeiten, bei denen rund 1 200 000 Erwerbslos entagetoerfe geleistet wurden, 10600 000 Mark verstärkte Förderung aus Reichs- und ßan* desmitteln bewilligt. Dazu kamen noch die hn wesen lichen als Zuschuß gegebenen De rage für die Grundförderung von insgesamt etwa 3V» Misl. Mark. Don den Darlehen in der verstärkten Förderung entfallen auf die fünf Städte Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz and Worms nmü -3 M- geendet Oi' Das 9 ujen un? ■*A' - sichtlich । «^eirntn^ die na« ^Fe.ate etlichen - pas *Ny W btI- oW> DDh porige i 'eine M •- paffanten iijnfl 6W Tast 1136: i Cremona Varia co 1926); - fytbtt m (1829: btt ■ ae^rbtii (i KraMahrliniengesetz und Krafifahr.inlen-Verordnung. Das Kraftfahrliniengeseh, ein Reichsgeseh vom 26. August 1925, erlangt für die Gemeinden eine immer steigende Bedeutung, je mehr sich das Bedürfnis zur Einrichtung von besonderen Kraftwagenlinien, vielfach unter Zusammenschluß mehrerer Gemeinden zu Zweckverbän- den, herausstellt. Rach dem genannten Gesetz bedarf jeder, der über die Grenzen eines Gemeindebezirks hinaus die Beförderung von Personen oder Sachen mit Kraftfahrzeugen auf bestimmten Strecken gegen Entgelt betreiben will, d. h. Unternehmer von Krastfohrlinien, der Gerrehmigung der von der obersten Landesbehör7e bestimmten Behörde. Genehmigungspflichtig sind auf Grund der von der Reichsregierung zur Durchführung des Kraftfa^rliniencesetzes erinneren Verordnung vom 20. Oktober 1928 sämtliche Kraf tfahrlinien * Unternehmungen, mögen sie von natürlichen ober juristischen Per» bei der bloß repräsentativen Stellung des Staats- baupts wertlos. Dagegen wäre eine Berknüpfung beider Regierungen möglich. Gegen diese Vereinigung ist btefier immer geltend gemocht worden, daß sich dann der Fehler der Bismorckschen Venfossung, die hoppelte Berontwortlichkeit der vereinigten Regierung gegenüber zwei Volksvertretungen (Reichstag und Landtag) wieder einstelle. Aber dieser Vorwurf wird dadurch gegenstandslos, daß nach meinem Vorschlag die parlamentarische Regierung In den Ländern aufgegeben werden soll. Somit läge die Staatsleitung in Preußen in den Händen eines nom Landtag auf eine Anzahl von Jahren gewählten Kollegiums. Um die Verbindung mit der Reichsregierung zu gewinnen, könnten Reichs- Minister vorn preußischen Landtag zur Leitung des entsprechenden Ressorts in das preußische Regierungskollegium gewählt werden. Sie blieben im Sinn der parlamentarischen Regierung nur dem Reichstag verantwortlich. Immerhin müßte eine gewisse Rücksicht auf eine Regierungskrise im Reich geübt werden: wenn ein Reichsminister, der kraft Wahl des Landtags dem preußischen Regierungskollegium angehört, nach Rücktritt der Reichsregierung in das neue Reichskabinett nicht ausgenommen würde, so müßte dem preußischen Landtag Gelegenheit gegeben werden, darüber zu beschließen, ob der bisherige Reichsminister gleichwohl den preußischen Derwaltunaszweig weiterhin leiten soll. Denn unter Umständen — durchaus nicht immer — könnte das Zusammenwirken von Reich und Preußen beeinträchtigt werden, wenn ein bisheriger Reichsminister in leitender Stelle in der preußische« Verwaltung bliebe. Auch an den umgekehrten Fall märe zu denken: daß ein Reichsminister und Mitglied des preußischen Regierungskollegiums nach Ablauf der Amtszeit des preußischen Regierungskollegiums vom Landtag nicht wiedergewählt würde; bann müßte der Reichstag in Erwägung ziehen, ob sich ein Wechsel in der Person des Reichsministers empfiehlt. Gelingt erst die Verknüpfung der Staatsleitung, so bereitet die Verschmelzung Nachgeordneter Verwaltungsstellen keine ^Schwierigkeiten, namentlich, wenn in ausgedehntem Maße die Auftragsverteilung eingeführt würde. Und zwar nicht nur Verwaltung im Auftrag des Reichs durch preußische Behörden, sondern auch umgekehrt Verwaltung im Auftrage Preußens durch Reichsbehörden. Am einfachsten gestaltet sich die Zusammenlegung im Bereich unabhängiger Behörden, wie sie beim deutschen Rechnungshof (preußische Oberrech- nungsfammer) bereits gegeben ist. Ebenso könnte auch das preußische Oberverwaltungsgericht im Auftrag des Reichs als Reichsverwaltungsgerichts- hof tätig werden oder umgekehrt nach Umwandlung in ein Reichsverwaltungsgericht neben feiner reichsrechtlichen Zuständigkeit im Auftrage Preußens auch preußische Fälle entscheiden. Gleichzeitig müßte der preußische Einfluß im Reichsrat gestärkt werden. Allerdings nicht einfach dadurch, daß die Stimmen der preußischen Provinzen im Reichsrat nach dem Vorbild des Gesetzent- lyurfs von 1926 dem Staate dienstbar gemacht werden. Die den preußischen Provinzen In der Reichs- nerfaffung gemachte Konzession läßt sich nicbt kur- zerband rückgängig machen. Indes ließe sich die Zahl der dem preußischen Staate als solchem zu- stehenden Stimmen bei Gelegenheit der Eingliederung kleinerer norddeutscher Staaten in Preußen vermehren. Auch daran konnte man denken, dem Reiche als solchem, weil es seit dem Verschwindeir der Personalunion des Reichskanzlers mit dem preußischen Ministerpräsidenten nicht über die preußischen Stimmen im Reichsrat verfügen kann, einige Stimmen zu verleihen, um das Reich instand zu setzen, den Ausschlag zu geben. r. D i e Auftragsoerwaltung des Reiches. Darunter kann zweierlei verstanden werden: • entweder das Reich überläßt einen Teil feiner eigenen Verwaltung den Ländern, die sie dann entsprechend den Weisungen der Reichsregierung zu führen haben. Ober das Reich gliedert Teile der bisherigen Länderverwaltung feiner Verwaltungskompetenz ein, läßt jedoch Die Verwaltung durch die Länder im Auftrage des Reichs führen. Der erste Weg geht in dezentralisierender, der zweite in zentralisierender Richtung. Beide Wege mögen je nach der Beschaffenheit des Verwaltungszweiges am Platze sein. Jedenfalls ist die Auftragsverwaltung durchaus geeignet, die oft mangelhafte, aber sehr wünschenswerte Verknüpfung von Reichs- uni) Länderverwaltung herzustellen. Auch hier wieder sollte man jede Schablone vermeiden und daher je nach den Bedingungen des einzelnen Landes die Reichs- QuftragsDermaltung und die Länderverwaltung verschieben abgrenzen. Uebrigens ist die Reichsauftragsverwaltung keineswegs etwas Neues. In gewisser Beziehung vollzieht sich die ganze Verwaltunas- tätigkeit der Länder zur Ausführung von Reichsgesetzen als Auftragsverwaltung, da die Reichsregierung nach Artikel 15 der Reichsverfassung berechtigt ist, allgemeine Anweisungen für diese aus- führende Tätigkeit aufzustellen; freilich ohne das Recht, Befehle im Einzelsall an die Landesbehörden zu erteilen. Aber auch eigenlliche Auftragsverwaltung findet sich: so geschieht bie Verwaltung der Wasserstraßen des allgemeinen Verkehrs in Ermangelung von Reichsbehörden durch die Landesbehörden im Auftrag des Reiches. 5. Neuregelung b es Finanzausgleichs zwischen Reich und Ländern. Auch diesem Punkt sollte Beachtung geschenkt werden, wenngleich er im Programm der Reichsregierung nicht ausdrücklich erwähnt ist. Daß nad) dem unguicklichen Verlauf des Krieges das Reich auf einen großen Teil der direkten Steuern die Hand fegte, war durchaus notwendig, aber es unterliegt feinem Zweifel, daß die Erzbergersche Reichsfinanzreform in der Verreichlichung der Steuer- quellen über das Ziel hinausgeschossen ist. Sie hat das Eigenleben der Länder, sie hat die Selbstverwaltung der Gemeinden an der Wurzel getroffen. Ebenso wie es früher ein unwürdiger Zustand war, daß das Reich auf Matrikularbeiträge der Einzel- ftaaten angewiesen war, ist es heute untragbar, daß Einzelstaaten und Gemeinden überwiegend von Ueberroetfungen aus Reichsmitteln leben. Rur wenn bie Länder und Gemeinden ihre Ausgaben wieder vorzugsweise aus eigenen Einnahmequellen decken, werden sie ein gesundes, von Verantwortungsgefühl getragenes Eigendasein führen können. Die heutige Zuschuhwirtschaft gibt einen Anreiz zur Verschwendung. Daher dürfte eine Vermehrung Der finanziellen Selbständigkeit der Länder den Reichsfinanzen nicht zum Schaden gereichen. Ausblick: Obwohl schon letzt abzusehen ist, daß iveder der verstärkte Föderalismus, noch der Einheitsstaat, noch das Reichsland Preußen bald verwirklicht werden wird, schien es mir doch zweckmäßig, zu diesen Lösungen Stellung zu nehmen, weil vielleicht mancher Leser einem dieser Ziele zu- neigt. Aber keines dieser Ziele wird in nächster Zeit erreicht werben, vielmehr dürfte sich die Reichsreform in einem engeren Rahmen abspielen, der hinter den Zielpunkten meines gewiß gemäßigten £ 14. 28. ’S MÄNNLICH 3116 WEIBLICH *26 MANNUCH WEIBUCHl 1890 29* MÄNNLICH WEIBIKH 1*30 263 MÄNNLICH WEIBLICH 2379 362 31.10. 30.11. — zum Vormonat 2 1 — 1 11 11 — ft 87 109 + 22 50 58 4- 8 37 96 + 59 716 848 + 131 6 24 -r 18 97 104 1- 7 27 43 + 16 17 12 — 5 2 — — 2 31.10. 30.11. — zum Vormonat Land- und Forstwirtschaft 31 69 ,+ 38 Bergbau 47 40 —• 7 Industrie der Steine und Erden 113 182 4- 69 Metallverarbeitung 136 265 + 129 Chemische Industrie 1 3 .4- 2 Spinnstoffgewerbe 25 23 — 2 Papierherstellung 6 5 — 1 Lederindustrie 16 38 4- 22 Holzgewerbe 80 159 4- 79 Nahrungsmittelgewerbe 55 226 4-171 Bekleidungsgewerbe 92 113 4- 21 Reinigungsgewerbe 20 58 4- 38 Baugewerbe 207 1012 4- 805 Vervielfältigungsgewerbe 7 13 + 0 Ih 3 3 Will. Mark, während für Maßnahmen in den öanbjcgiricn eLtoa 7,3 MN. Mark Darlehen auf- gewendet toutten. Vie Beseitigung des Schnees. Das Polizeiamt teilt mit: Das Schleifen und Lodern, das Fahren mit sonstigen kleinen Schlitten aus öffentlichen Straßen, We- ' ijen und Platzen (sowohl aus dem Fahrdamm, wie aus den. Bürgersteigen) ist bei Strafe verboten. Zum Schuhe der Passanten sind ’ die Polizeibeamten angewiesen, dem Unfug entgegenzutreten und Zuwiderhandlungen unnach» sichtlich zur Anzeige zu bringen. Die Eltern stvecten guttun. den Kindern von deni Verbot Kenntnis zu geben, und auch die jungen Leute, die nach amtlicher Beobachtung sehr oft als Misse.äter in Betracht kommen, mögen die polizeilichen Anordnungen beachten. Weiter weist das Polizeiamt daraus hin. baß bei eintretendem größeren Schneefall es Pflicht der Hausbesitzer c>der der mit der Hausverwaltung betragen Personen ist, den frischgefallenen Schnee alsbald von den Bürgersteigen zu entfernen, wie es andererseits auch selbstverständlich ist, daß das Bestreuen der Fußsteige bet Glatteis ohne zuvorige Aufforderung durch die Polizeibeamten ’ eine im Interesse der Sicherheit der Straßen- passanten liegende Pflicht ist, deren Lichtbefolgung Strafe nach sich zieht. Daten für Dienstag, 18. Dezember. 1736: der Geigenbauer Antonio Stradivari in Cremona gestorben (geboren 1644); — 1786: Karl Maria von Weber in Eutin geboren (gestorben 1826); — 1803: der Dichter Johann Gottfr.ed von Herder in Weimar geftorben (geboren 1744); — '11829: der Naturforscher Jean de ßamartf in Paris gestorben (geboren 1744). Bornotizeu. — Tageskalender für Montag. Stadttheater: „Pinkepunk", 15.30 bis 18 Uhr. — Oder- bessischer Geschichtsoerein: Vortrag von Unioersitäts- •profeffor Dr. E. Stengel (Marburg), 8.15 Uhr im Hörsaal 44 des Vorlesunasgebäudes. — Vortraosoer- •rinigung: Kirchen- und Weihnachtskonzert, 8 Uhr in per Stadtkirche. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der letzte Walzer". — Astoria-Lichtfpiele: „Ein .Mädel vom Zirkus". r — Stadttheoter Gießen. Aus dem Stadt- theoterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, findet zum letztenmal die mit großem Erfolg durch das Frankfurter Neue Operettentheater auf- -geführte Operette „Eine Frau von Format" statt. Mittwoch wird „Der Prozeß Mary Dungan" wiederholt. Freitag gastiert das Frankfurter Neue Operettentheater zum erstenmal mit der Operette „Das Schwalbennest" von Ernst Marischka und Bruno Granichstäbten. Es wird für das Theaterpublikum von befonberem Interesse sein, daß der bekannte -Operettenkomiker Alois Resni in diesem Stuck gastiert. Sonntag nachmittag findet die erste Wiederholung des Kindermärchens „Pi kepunk" stall, abends als Frelndenoorstellung zu ermäßigten Preisen „Perlenkomädie" von Bruno Franck. * st. S?* »fers’& 98ort iurüd- tzis Kinie ohne ■^untnl, 0\r WS zurück, i**« Wadi. ! * 1928. ütemotiti. Zach Ser jyenn alleL .zu f froren, ^»verbrauch W Einsicht 7 NaM beqam W grvtz 9t, ‘ 1 gar nicht stoüH grüner \ und FichLn, ine, für jedrj uiel berechnet. Strafte braucht an den Deh- '■ ' oft mit viel nachdem man torlc gegeben . liefen Tugen, 3t unb in bat i man danach ii zum lompli» : il-inenhand- rlzmcntÄ, vom ur s.DegM- ersügimg, alles lld dazu. Wer Zeihnachlsmam immtt gÄM- . denken tann, in Weihnacht i't ganz anders t leity, Mib- M aud) in seinen Tribut vst noch *Mt 1 Mig Keren mm zu stehen le Mihnach:-' schon recht Sr- nütslocrtc dmill, [e Dchnuchts' lenwärligt, nie dn durch eiM llhand Erfreu- ri ein gut hm, dann merkt . in den leh'en nd. W-r di:fe Es kommt nut ucht, dem M Wrfreude zu zft besah. Es inan nur touL Mere i den imchM -c mir 1* iah, als ob er Reinem W« i bringen, o® ti diesen W unermüdlich •S&f feninöeffe« 6Ctcm Ä* Cßtf#9' &U -i bent ft”? n tnü «n onf rfoV- s' iber U- L bis Ä erden unter eint^ >eE, ^rdrn- di- A 0 Klage *• Der Silberne Sonntag, der zugleich der hüte Lag der Werbewoche „Gießen im Licht" war, brachte unserer Stadt ehren außerordentlich starken Verkehr von außerhalb. Oluf der Reichsbahn war der Zustrom des Publikums noch stärker als am Sonntag vorher: diesmal setzte Der Verkehr schon in den Morgenstunden in großem Maßstabe ein, um dann gegen Mittag und am frühen Nachmittag ein außerordentliches, "bisher noch nicht erreichtes Höchstmaß zu er» fielen. Bei der Rückkehr in den Abendstunden stellte das Publikum der Reichsbahn ebenfalls eine große Ausgabe, die aber durch die hochstzulässige Belastung aller Züge glatt und reibungslos gelöst wurde. Der 'Dahnberkehr war aus allen "Richtungen gleichstark. Auch die Kraftomnibuslinien hatten viel zu tun. Zleberall konnte man weit mehr als am Kupfernen Sonntag bei dem heimkehrenden Publikum die Feststellung machen, das gestern sehr lebhaft gekauft worden ist. Die Werbewoche und die im Zusammenhang damit stehenden Freilose der Warenlotterie des Verkehrsvereins haben also offenbar eine sehr 'cute Wirkung gezeitigt. ** Der Wintersport im Vogelsberg erreichte am gestrigen Somttag durch Sport-- Sonberaüge der Reichsbahn, die von Frankfurt mns gefahren wurden, ein großes Ausmaß. Auf dem Hoherodskopf und den Abhängen nach Breungeshain gab sich sozusagen die ganze Frank- 'futter Wintersportgemeinde ein Stell di ch:ia._ Auf diesem Sportgelände konnte der Skiläufer, der neben der Sportausübung auch die erhabene Schönheit des winterlichen Waldes genießen will, "feine Befriedigung finden; wollte er auf feine Rechnung kommen, so mußte er schon weit abseits in den 'Wald hineinziehen. Von Gießen aus war gleichfalls eine starke Schar von Skifreunden zum Vogelsberg geeilt, die aber dadurch eine er» HMich? Beeinträchtigung ihrer Sportfreude erlebte, daß die Reichsbahn, die bisher i.unter die kostenfreie Mitnahme des Sportgerätes in die Wagen gestattet hatte, diesmal für die Beförderung der Bretter eine Gebühr von 50 Pfennig ie Sportler erhob. Der Unwille des Publikums machte sich begreiflicherweise laut bemerkbar. Als mrgenehm empfand man aber, daß man zwischen hier und Schotten durchlausendenWagen» verkehr erhielt, so daß ein .Umsteigen in Ridda überflüssig wurde. Die Schneehöhe betrug gestern etwa 20 Zentimeter. ** Vereifachte Abfertigung von Win- terfportgeräten durch d i e Reichsba hn. Die Deutsche Reichsbahngesellschnst hat kürzlich die im vergangenen Winter versuchsweise eingeführte vereinfachte Abfertigung von Wintersportgeräten auf Fahrradkarten für diesen Winter noch auf einige andere Bezirke ausgedehnt. In dieser Beröfsent- tichung waren die Wintersportgebiete Rhön , Tau - nus und Vogelsberg nicht enthalten. Aus Antrag der Reichsbahndirektion Frankfurt hat nunmehr die Hauptverwaltung zugestimmt, daß dieses vereinfachte Abfertigungsverfahren auch für die Aufgabe von Wintersportgeräten von Stationen des Reichs- bahndirektionsbe. rkes Frankfurt aus nach Rhön, Taunus und Vogelsberg ab sofort versuchsweise ein= geführt wird. Das Abfertigungsoerfahren ist wie für das Fahrrad auf 150 Kilometer beschränkt. •• Autozusammenstoh. Am Samstag- mttiag kurz vor 1 Uhr erfolgte auf der Gäranlage in der Rahe der Goethestrahe ein Zusammenstoß zwischen einem Opel-Personenwagen von Lollar und einem Kraftomnibus deS Zweck» Verbandes Wieseck-Allen-Buseck Der Opelwagen kam, als er ein stehendes Fuhrwerk überholen wollte und der Lenker unmittelbar vor sich plötz- llch einen Handwagen bemerkte und deswegen scharf bremste, ins Rutschen und drehte sich so Die Verjährung am 31. Dezember 1928. Von Or. Röder, Äerlin-Echöneberg. Am 31. Dezember 1928 ist für alle Gläubiger wieder ein wichtiger Tag: an diesem Tage verjähren eine Anzahl von Ansprüchen, die aber noch aus der Verjährungsfrist herausgezogen werden können, wenn der Gläubiger rechtzeitig dahingehende Schritte unternimmt Diele Gläubiger handeln darin nicht vorsichtig genug. Die Folge davon ist eine Herauföeschwürang unnützer Kosten. 3ft eine Schuld gestundet, so ist die Verjährung gehemmt; die Verführung tritt erst am Schlüsse desjenigen Jahres ein, in welchem d e Schuld fällig wird. Richt in die Hemmung seinrede gehörm: die Einrede des Zurückbehaltungsrechts; d'.e Einrede des nicht gehörig erfüllten Vertrages (z. B. bei Beanstandungen von Waren, d'e zurück'egeben sind; daher beginnt die zweijährige Verjährung der Kauf- Preisforderung der Kaufleute schon mit dem Schlüsse des Jahres, an welchem die Forderung entstanden ist. nicht erst mit dem Schlüsse des 3ahres. in welchem tatsächlich die Lieferung erfolgt ist). Die Verjährung wird unterbrochen, wenn der Schuldner eine Abschlagszahlung oder Zinszahlung leistet; sie wird ferner unterbrochen, wenn der Schuldner eine Sicherheit stellt, oder die Schuld in einer anderen Weise anerkennt. Die Verjährung wird ferner unterbrochen durch Erhebung der Klage oder durch die Beantragung eines Zahlungsbefehls (sowohl die Klage, als auch der Antrag um den Zahlungsbefehl müssen zum 31. Dezember in der Gerichtsschreiberei eingelausen sein) od:r durch Geltendmachung dec Ausrechnung im Prozesse, oder durch Streitverkündung in dem Prozesse, von dessen Ausgang der Prozeß abhängt. Die Unterbrechung der Verjährung dauert fort, bis der Prozeß rechtskräftig entschiede oder anderweitig erledigt ift Kommt ein Prozeß zum Ruhen, so endigt die Unterbrechung mit der letzten Prozeßhandlung der Parteien oder des Gerichts. Ein rechtskräftig sestgestellter Anspruch verjährt erst in dreißig Jahren. Erst nach Vollendung der Verjährung ist der Schuldner berechtigt, die Zahlung zu verweigern. Rachstehend benannte Ansprüche, die im Laufe des 3ahres 1926 entstanden sind, verjähren am 3 1. Dezember 1928, sofern vom Gläubiger nicht rechtzettig eine der vorstehend näher beschriebenen Maßregeln ergriffen wird. Es sind dies die Ansprüche: 1. der Kaufleute, Fabrikanten. Handwcrker, für Lieferung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte, mit Einschluß der Auslagen; 2. derjenigen, welche Land- oder Forstwirtschaft betrüben für Lieferung von land- oder forüiiit sä,a tli.zen Er eugni.sen; 3. der (s.ii n.a'n nt rnchmun?cn, Spedi eure, Frach.fufr eu e, S i er Lohn u s « and Boten treten des Fahrge tes, der Frach , tel Fuhr- und Dotenfohnrs, mit Ci.schluß der Auslagen; 4. der Gastwirte und der e igm, w lche Speisen ober Getr n e g.w:rüsmä ig vrrabrci-.en, für Gewährung von Wohnungen und BeEstigung usw. mit Einschluß der Aus agen; 5. derj.migen. welche Loll.rielofe vertrcibeir, aus ie.n Vertriebe der Lose; 6. ierjrni'en, welche Räume und andere Sachen gew.r.smä ig d.mieten, we e.i des Miet i ses; 7. berfenigen, welche Ln Privatd enste stehnr, ire'cn des ®e'a t?, Loh .es ob r anderer Dienst- le üge. mit Ci.rschlutz der Aus agen usw. 8. der g wrrb.i^en Arbeiter — Gesellen, Gehilfen, Lehr inge, Fabrikarbeiter —, bet Tage- ^hner und Handarbeiter wegen des Loh es ober als T i. des Lofnes vor inbartcr Leistungen usw.; 9. der Lehrh:rren und Lehrmllster wegen des Lehrgeldes und anderer im Lehrvwtrage vereinbarter Leift'-ngen, sowie w"gen der für die Le)r.inge be(.r.ttenen Auslagm; 10. ter öffentlichen Ansta ten. welche dem Unterrichte, bet Erziehung, Verpflegung ober Heilung dienen, sowie ber Inhaber von Privat- ansta'ten solcher Art für Gewährung von Un erricht, Derpslegung ober Teilung unb für tie damit zusaimncnfängen en Aufw^n§ungcn; 11. der öffenllichen Lehrer unb der P ivatlehrer wezen ihrer Honorare, die Ansprüche ber öfsent- licher Lehrer jedoch nich^, wenn H-. auf Grund besondercr Ei..üb'ungen gestundet inb; 12. der A;rzte. insbesondre auch der Wundärzte, Geburtshel er, Zahn"rste und Tierärzte, sowie der Helammen für ihre Dienstleistungen, mit Einschluß der Auslagen; 13. der Rechtsanwl'lte, Rolare und Gerichtsvollzieher sowie al er Per on:n, di? zur De° for;ung gewi ser Geschäft» öf ent ich befielt ober zrwe as en sind, wegen ijrer Gebü>ren und Auslage , fow it nicht diese zur Staats ässe fliesten; 14. der Parleien toegen der ihren Rechtsanwälten g:Ieifteten Dorschü se; 15. der Zeugen unb Sachverständigen toegen ihrer Gebühren unb Auslagen. Hantelt es sich in ben unter 1, 2 unb 5 bezeichneten Ansprüchen um Lieferungen für den Gewerbebetrieb (a so Weiterverüußerungen usw.). so verjähren diese Ansprüche erst in vier Jahren also am 3L Dezember 1930. scharf seitlich, daß er den gerade heranfahrenden Wiesecker Omnibus anrannte. Der große Omnibus wurde durch den heftigen Anprall gegen die Bordsteine geworfen, wobei er einen Bruch ber rechten Vorderachse erlitt, während der Opelwagen an seinem Vorderteil stark zerstört wurde. Beide Wagen muhten abgeschleppt werden. Zum Glück kamen Personen nicht zu Schaden. ** Neuer Gehaltstarif im Baugewerbe. Vom Gewerkschaftsbund der Angestellten wird uns geschrieben: Auf Grund des im Baugewerbe abgeschlossenen Reichstarifvertrages für die kaufmännischen Angestellten im Baugewerbe haben die Angestelltenverbände mit dem Baugewerbever- band Sieg-Lahn einen Gehaltstarif für dieses Gebiet abgeschlossen. Der Tarifvertrag giU für den Kreis Sieaen-Stadt. Kreis Siegen-Land, Kreis Wittgenstein, Kreis Olve, vom Kreis Meschede die Orte südlich der Linie Schonholdhausen, Fredeburg, New astenberg, bis Treffpunkt Kreisgrenze Meschede-Biedenkopf einschließlich der genannten Orte, Kreis Waldbröhl, Kreis Attenkirchen, Oberwesterwaldtreis, Kreis Dillenburg, Kreis Wetzlar, Kreis Gießen, Kreis Marburg und Kreis Biedenkopf. = G i n hilfsbereiter Ausland- Gießener. In Ergänzung unseres Berichtes über die Hauptversammlung der Hessischen Vereinigung für Volkskunde in Lich sei noch nritge- teilt, daß ein besonders verdienter Förderer der gemeinnützigen unb wisfenschastlichen Bestrebungen ber Vereinigung Direktor Dr. Müller in Flix (bei Barcelona) ist, ein geborener Gießener. Obwohl als Stifter durch eine einmalige große Zuwendung von der Zahlung weiterer Beiträge eittbunden, unterstützt er bxe Vereinigung doch noch jährlich mit einer größeren Summe. Die Herausgabe ber Bände der „Hessischen Blätter für Volkskunde" war in den Rotiahren zum erheblichen Seil seiner im Dienste der Heimatpflege stehenden Opferwilligkeit zu danken. <■* Alle Rundfunkteilnehmer find kostenlos gegen Haftpflicht versichert! Tie Reichsrundfunk'e ellschaft hat mit fünf deutschen Ver ichcrungsgesellschaften für sämtliche Besitzer postalisch genehm'gter Rund- funkenpsangsanlaaen des Deutschen Reichel und des Freistaates Danzig eine Haftpflichtversicherung abgeschlchsen. Die Höchstleistung.m, bis am welchen Schäden von den Ver^icherungsgefell- schasten er'etzt werden, belau en sich bei Personenschäden auf 100 000 Reichsmark, bei Sachschäden auf 25 000 Reichsmark. Dir Versicherungsprämie wird von der Rcichsrundsar.kgesrllschaft bezahlt. Tie einzelnen Hörer erhallen also den gebotenen Versicherungsschutz ro'Lommen kostenlos. Aus den Verllcherungsbedingungen, die sämtlichen Rund- funkhörern noch gesondert übermittelt werden, wird folgendes mitgetlllt: Die Versicherung tritt am 1. Januar 1929 in Kraft. S'.e umfaßt alle Personen- und Sachschäden, die durch die Rund- funle.np angsanlage cinschlteßlich ber Hochantenne verursacht werden, soweit es sich um Schäden tautelt, die drillen Personen entstehen unb für die der Besitzer ber betret enden Emp angsanlage ober die mit chm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangeh' eigen haftp lichtig sind. Schäden an den Empfangsanlagen selbst, ganz gleich, auf welche Ursache sie zurückzu ustren sind, fallen nicht unter die Versicherung. ** Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 553 Ochsen, 145 Dullen, 1107 Kühe, 738 Färsen, 788 Kälber. 226 Schafe, 6721 Schweine. Berliner Börse. Berlin, 17. Dez. (WTD. Funttpruch.) 'Die neue Woche begann in weiter abwarte rder Haltung. Auch im heutigen grübDeuepr war bei sehr stillem Geschäft die Unternehmungslust äußerst klein und Kurse waren vorläufig überhaupt nicht zu hören. Ullimovorbereitungen und bevorstehende Feiertagsunterbrechungen dürften auch größeres Geschäft kaum auffommen lassen. Oberheffen. Landkreis Gietzen. L Wieseck, 17. Dez. Eine Weihnachtsfeier. tote sie unsere Gemeinde noch nicht gesehen hat, fand gestern im Kindergarten statt. Gall es doch, den Kleinsten eine Freude zu bereiten, und man kann feststellen, daß dies vollkommen gelungen ist. Wer Gelegenheit hatte, die frohe Kinderschar zu beobachten, der wird sich dieser Feier gerne erinnern. Waren schon alle Grwachserren bet dem Eintreten der Kinder in den Saal gespmrnt auf das, was kommen sollte, so wurden ihre Erwartungen nicht getäuscht. Hatten es doch die beiden Kinderfreundinnen verstanden, mit den drei- bis sechsjährigen Kindern ein Programm zu entwickeln, das an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig lieh. 3n bunter Folge wechselten Lieber, Gedichte unb Spiele. Der Nikolaus, brr selbstverständlich nicht fehlen bürste, wurde mit Angstgesi'hl ausgenommen, dagegen bas Chrisllinb, das die Geschenke mitbrachte, mit leuchtenden Augen begrüßt. Die Ellern, die die im Kindergarten von den ßeiterinjten geleistete Erziehungsarbeit am besten bewerten können. liehen es sich nicht nehrren, ihnen hierfür herzlichen Dank abzustatten, und überreichten ihnen als äuheres Daickzeichen ein Andenken der Wiesecker Töpserkunst. Mit Dankesworten ber Leiterinnen an die Eltern fand die Veranstaltung ihren 'Abschluß. : Beuern, 16. Dez. Die St off maleret hat auch in unserem Orte ihren Einzug gehaltem Malermeister Hch. Erb von her veranstaltete im allen Schulsaal eine Ausstellung selbstge'er- tigter Arbeiten auf die'em Geb'.ete. Die Aus- ste'. ung er.reute sich eines regen Be aches. Den Aroeiten, oie große Fertig!üt des jungen Ausstellers verrieten, wurde seitens der Einwohner großes Interesse entgegengebracht. — Ein eigenartiger Vorfall, der sich in unserem Dorse abspielte, verdient der Oessenlli^eit nicht vorenthalten zu werten. Eine hiesi'e Frau verlor im Jahre 190 3 bei der Verrichtung von landwirtschaftlichen 'Arbei.en auf ihrem Grundstück ihren goldenen Ehering. Nachdem ter Acker den Ring 25 Jahre treu bewahrt hat, wurde dieser von seiner Verliererin, jetzt allerdings glücklichen Fi'.derin, im Herbst 1928 in einer Scholle steckend wietergefunden. D Lich. 16. Dez. In der jüngsten Sitzung befaßte sich der Stabtvorstand zunächst mit ber Festsetzung ber Grundsätze für die Erhebung eines Wafsergelbes in ber Stabt Lich. Für einen von ber Verwaltung vorgelegten Tarif sand sich keine Mehrheit. Da keine bestimmten Abänberungsvorschl ge gestellt wurden, wird sich der Stadtvorstand in einer der nächsten Sitzungen mit der Angelegenheit erneut beschäftigen müssen. — Weiter beschäftigte sich ber Stabtvorstanb mit ber Festsetzung ber gemeindlichen Hundesteuer für bas Kalen- berjahr 1929. Es wurde beschlossen, die gemeindliche Hundesteicer auf 10 Mk. festzusehem und für den mehrfachen Hunde besitz einen Zuschlag in ber Weise zu erheben, bah für jeben folgen» ben Hund 20 Mk. mehr als für den vorhergehenden zu bezahlen sind. — Einem Anträge des hlesigen Amtsgerichts, ten für das Amtsgericht und das AmtsLer.chls efängnis benötigten Brennholzbedarf freihändig zum durchschnittlichen Versteigerungserws aus dem Stadtwald zu überlassen, wurde stattgegeben. — Mangels eines Bedürfnisses wurde von dem Ankauf eines Grundstückes im Gewann Roter Dusch, das der Stadt von einem hiesigen Landwirt zum Kauf angeboren worden ist, Abstand genommen. — Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daß das Reichspostministerium ben beabsichtigten Dostneubau in hiesiger Stadl genehmigt habe und bah ber mit der Deutschen Relchspost abzuschlleßende Vertrag gegenüber der ursprünglichen Fassung einige Aenderungen aufweise. Nach dem ersten Entwurf über die E» richtung eil.es Postneubaues durch bk Stabt Lich sollten bic vorgesehenen Baukosten 90 C00 Mark, das von der Relchspost zu gewährende Darlehen 63 600 Mk., das von der Stadt auf* öubringente Aesllaugeld 31 400 Mk. und die ich hieraus berechnende, an die Stadt zu zahlende Miete 78-12 Mk. jährlich betragen. Der neue Vertragsentwurf sehr nunmehr, in'olge 'Der- klelncrung ter Gebäude um eine Fcnste.achse. an Baukosten 83 800 Mk.. an Hypothekendarlehen der Deutschen Reichspost 59 200 Mk. und ein von ter Stadt auszubriu crtes Restbaugeld von 28 600 Mk. vor. Die jährlich an die Sladt zu entrichtende Miete be.ragc nunmehr 7242 Mk. Auherie n sei der Vertragsentwurf in § 12 insofern geändert worden, als die Stadt sich Der* pflichtet, sobald der Geldmarkt die Geld.eschas- fung zu einen niedrigeren Zinsluh als 9 Proz. gestattet das Restba-geld un.er entsprechender Ermäßigung der Mk e niedriger verzinslich unlerjubringen. Der neue Vertragsentwurf fand die e.nstimmige Genehm'gung deö Stadtvorstan* teS. Gleichzeitig wurde der Bürgermeister zun, Vertragsabschluß ermächtigt. Der Postneuoau muh aus Grund d'.c es Vertrages bis z-:m 1. Oft 1929 beziehbar fertigge'teUt fein. Es ist damit zu rechnen, daß bereits in den nächster Wochen seilcirS ber stäb ischeil Brul i ung — Hessisches Hochbauamt Gießen — die Ausschrcr'rung der Bauarbei en erfolg . da ni. i n zei igeu Frühjahr mit der Erstellung des Neubaues begonnen werten kann. — Auf Vorschlng des Wiesenvorst an- tes wurde beschlossen, im sogenannten Nieder* riedsgraben bei dem Straßendurchlaß durch die Ziegelgasse eine schon früher ciimal vorhanden gewesene Schleuse wieder einzubauen. (SeöenH Der Dnngernoen Mi! die verhindern uchenstammhvlz am 4. Dezember in Darmstadt beteiligt habe und folgenbe Höchstgebote, auf ten Festmeter ausgedrückl, eingegangen seien. (Die Prozentzahl der Landes- grunbpreife ist in Klammern gesetzt.) Duchrn- ftämme: Klasse A 3—60 Festmewr 26.30 Mark (75 Proz.); A 4—90 Frstme.er 33.70 Mk. (80 Prozent); A5—20 Frstmeer 40.70 Ml'. (81 Proz.); A 6—15 Festmeier 48.45 Mk. (80 P.oz ); N 3- -80 Festmeter 25.15 Mk. (86 Proz. als Stammholz. 109 Prozent als Schwellenholz); N 4—140 Fest- meter 25.10 Mk. (69 Proz.); N5-20 'Feftmeter 37.25 Mk. (87 Proz.); N 6—5 Festmeter 31 Marit (62 Proz.). Harnbuchenstämme: N 1—10 Festmeter 24.70 Mk.; N 2—20 Feftmeter 24.70 Mk.; N 3—5 Festmeter 24.70 Mark. Da die eingelegten Gebote als durchweg unzureichend bezeichnet wurden, beschloß dec Stadtvorstand, die Holz* submisfion nicht zu genehmigen und die Wei ere Preitentwicklmig abzuwarten. Das hiesige Forstamt soll beauftragt werten, mit der Firma Himmelsbach in Nidda tozilere Verhandlungen über Abschluß eines Vertrages über Lieferung von Schwellenholz zu führen. # Hungen, 16. Dez. Pfarrer Gockel von hier wurde durch Eirtschließung des.evanzelischNr Kirchenamtes in Kassel eine S eite an ter Marienkirche zu Hanau übertragen. Sein Scheiden von hier wird allgemein beteuert. Der Termin seines Wegganges steht noch nicht fest. s. T r a i s - H o r l o s f, 16. 5>ea. Bei der Wahl des Kirchenvvrstandes unseres Kircßfpiels, von tem je zwei Mllglieter den Genwinden Trais-Horloff, ältphe und Inheiden angehören, wurden gewählt: in Trais ter Altbürgermeister Dornmann und der Landwirt Ludwig Böcher, in Inheiden Ludwig Reitz und Wilhelm Stoll, in ältphe ter Altbürgermeister August Schneider unb Lanbwirt Heinrich Weber. _ Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 16. Dez. In der jüngsten Stadt verordneten Bersammlung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Die Hundesteuer für 1929 wird in gleicher Höhe wie im Vorjahre festgesetzt; sie beträgt für den ersten Hund 12 Marl, für den zweiten 30 Mark und für den dritten unb jeden weiteren 48 Mark. — Die den Ortsbürgern als L o s h o l z gewährte Nutzung soll infolge der angespannten Finanzlage der Stadt b c schränkt werden dadurch, daß künftig die Zahl der Ortsbürger verringert w.rd. Die jeß gen Octs- bürger sollen hierdurch in ihren Rechten nicht ge chmälert werden, sondern der Zugang solange ge perrt bleiben, bis die Ortsburger'aus die beschws ene Zahl reduziert sind. Es wird daher die Zahl der Losholzempfänger auf 180 und die abzugebendc Holzmenge auf 150 Festmeter beschränkt. — In ber Annahme, daß der hessische Staat die Hälfte der ent stehenden Kosten der Winterbeihilfe für Erwerbslose., Sozialrentner und Kleinrentner übermmmt, wird beschlossen, den am 1. Dezember d. I. vorhanden gewesenen Er werbslosen usw. nach Prüfting der Berhältnisie in jedem einzelnen Falle eine einmalige Winterbeihilse zu bewilligen. Diese beträgt: für Alleinstehende 10 Mark, für Verheiratete ohne Kinder 20 Mark, für Verheiratete mit 1 ober 2 Kindern 25 Mark, mit 3 und 4 Kindern 30 Mark unb mehr als 4 Kindern 35 Mgrk. Langfristige Erwerbslose und Ausgc steuerte erhallen als Sonderzufchläge: 1. soweit sic ein Jahr und länger erwerbslos sind a) Verheiratete mit Kindern 20 Mark, b) Alleinstehende und $ erheiratete ohne Kinder 10 Mark, 2. soweit sie ein halbes Jahr und länger dauernd erwerbslos sind a) Verheiratete mit Kindern 15 Mark, b) Allein- stehende und Verheiratete ohne Kinder 7,50 Mark, 3. soweit sie über ein Vierteljahr erwerbslos sind Verheiratete und Alleinstehende 5 Mark, 4. Ausgesteuerte, soweit sie nicht unter 1 bis 3 falben 10 Mark. Die Auszahlung erfolgt vor Weihnachten in bar. In einzelnen Fällen können anstatt der Bar- beihilfen Naturalien gegeben werden. Es sollen je Fall insgesamt nicht über 50 Mark bezahlt werden, ber zu errechnend Durchschnittsbelrag soll 40 Mark nicht übersteigen. 4. Bab-Nauhelm, 16. Dez. Un.er dem Vorsitz bes Stadtverordneten Etzel beschäftigte sich «ine gut besuchte Hanbwerk«r-V«r* möchten. Kreis Alsfeld. als MM g«M>n-tn geechOW 3um Weihnachtsfest firtjnpihprjn n7Z„'»“„o. OpEi.^ Zhre Vermahlung zeigen an für Küche nnb Haus r ItOTCD Heute Heute OCYLLIMOUSINE 8/4OPS 6^59 er non. Fernsprecher 781 Seltersweg 70 1U9I7A . . . A. von SchlPttow Kronprinz Alexis Ü779A 23 Astoria-Lichtspiele Von der Reise zurück Dr.NeiMun-Spengel I107OD ^amensiug , Nur Zubereitung: Aus dem mit Backin gemischten und gesiebten Mehl, der Butter, den beiden Eiern, Zucker, Salz und Zitronenschale muß man an kühlem Ort einen glatten Teig zusammenkneten undxdlescn dann dünn ausrollen. Mit einem Weinglas sticht man runde Kuchen aus und backt sie bei Mittelhitze lichtbraun. Die Aprikosenmarmelade wird mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt, 1 Fläschchen Rum-Aroma hinzugefügt und die Hälfte der kleinen Kuchen auf der Unterseite mit der Marmelade bestri- d ft schafi an in u. außer bem Haufe. Setüüen- berget Weg 33 B.’wre teri hir bk Dr. Oetkers Backpulver t*e 1 HGKHNAMIWN OP6DETT6 VON OWAR STRAUS R€*l6t M?. ACFTMUtt ooaisoN * Hauptmann Diu itri Sarrasow Lin-iskL der Hofmarschall.. . Die Königin Prinzessin Elena Eine Hofdame Gräfin Verti Gießen, den 15. Dezember 1928 Sremen, Lonirescarpe 39 Edgar Borrmann, Metzen Eifenware«. Haus- und Anchcuaerate. Ferner: Das reichhaltige, lustige Beiprogramm, Sowie: Die neueste Ufa-Wochenschau 3 nc ei le! ds fllG (1 un lii Sa. -er die Ä rrül ant ihr all -e Ti iel T- Premiere £t*ZT£ h. Ar lin ho \\i de ve Ql K g« me w nur toon Atz D Mt '01t( A tzh '4 Willy Fr.tech Flitz Rasp .. Sophie Pagay .. Liane Haid Ida Wüst . Suzy Vernon ntü stai tu den z-i' ihr hn Ät (Sc 2k M im ein im . bett wer geg Mi jah tes Ta Nng". Eine rege Aussprache schloß sich att, und es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß in gewissen Zeitabschnitten seitens der Handwerkskammern hier Sprechstunden abgehalten werden Zutaten: 375 g Mehl, Vs Päckchen Dr. Oetker’s Backin-Back- pulver, 250 g Butter, 125 g Zucker, 2 Eier. Salz, etwas Zitronenschale, 200 g Aprikosenmarme'ade, 2 Eßlöffel Wasser, 2 Fläschchen Dr. Oetker’s Rum-Aroma, 125 g Puderzucker, eingemachte Kirschen. Bade - Einrichtungen kauft man am besten bei Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 Bequeme Teilzahlungen Viele Referenzen entsprechend erhöhte das Berufungsgericht die Strafe auf 5 0 0 *2RL eben, auf die man die andere Hälfte der kleinen Kuchen legt. Aw dem Puderzucker, einem Eßlöffel Wasser und dem zweiten Fläschchen Rum-Aroma wird eine Glasur angerührt, mit der die kleine» Küchlein überzogen werden. Sie müssen in gelinder Wärme übertrocknen und werden dann in der Mitte mit einer abgetropften, eingemachten Kirsche be:egt. Meinem neuen farbig lllustr. Rezeptbuch, Ausgabe F entnommen, aus dem Sie auch Näheres über den vorzüglichen Back-, Koch- und Bratapparat „Küchenwunder" erfahren. Das Buch ist für 15 Pfg. in allen einschlägigen Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. U PA- FILM 8 Akte nach der gleichnamigen Operette von Oscar Strauß. — Ein Film von prickelnder überschäumeu- der Lebenslust. Personen des Spiels: urteilte daS Amtsgericht Ridda Sen Steinmetz zu 50 QHf. Geldstrafe. Seine Berufung war ohne Erfolg. Ein junger Mann hatte auf der Lehnheimer Kirmes einen anderen durch Tritte und Faustschläge schwer verletzt. Die Strafkammer ermäßigte die Strafe von drei auf eine Woche Gefängnis, weil der Verletzte den Streit Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriflleitung.) O. M. itt Gießen. Zhre Anfrage über die Zahlung eurer Rente aus der Angestelltenversicherung bzw. die Anrechnung dieser Rente auf ein späteres Ruhegehalt als Staatsbeamter kann an dieser Stelle nicht in erschöpfender Weise beantwortet werden, da in der Sach« mancherlei Hm* Dr. med. Otto Weimar Frau Elfriede Weimar geb. Knell zu T gr ar vc Hx du N Ich un um sein erst MM Wmim fett 1'69 benmljrt, mehrfach prämiiert, nteör. Greife, 3ab* lnnaser reich.erimn. .vnbiiL Lick. Kreta Gienen. 11002D stände und Vorschriften zu beachten sind, 8te hier nicht erörtert werden können. Die wenden sich wegen Auskunft a,u besten an den --(evisionS- beamten der Reichsversicherungsanstalt für Ange,telte, Herrn Busse, Gießen, Fra 1 urter Straße 53, oder an einen Vertrauensmann der Angestelltenversicherung. Die Adressen der Vertrauensleute können Sie bei dem Städtischen' Dc^sicherungsamt in Gießen erfahren. K. H. Wegen Ihrer Erfindung müssen Sie sich an das Reichs-Patentamt in 'Berlin wenden. Dort erhalten Sie auch alle Auskünfte. Lichtspielhaus Bahnhofstrabe 34 verursacht habe. Ein Pferdehändler aus der Provinz hatte em an Hufkrebs erkranktes Pferd als Schlachtpferd mit zwei anderen für zusammen 500 Mk. gekauft und dann ersteres als Gebrauchspferd unter Verschweigung der Krancheit für 900 Mk. verkauft. Wegen Betrugs war er zu 200 Mk. Geldstrafe verurteill worden. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft Ab beute bis einschließlich Mittwoch: Ein Mädel vom Zirkus Kin entzückender Zirkuatilm in 7 spannenden Akten, mit Justinen Clowns, wilden Tieren und dre>sierten Pferden. — Ferner: Anglerfreuden Akten. — Sowie: Ein seltsames Erlebnis Ein Tiertilm in 2 Akten. Kleine Strafkammer Gießen. • Gießen, 14. Dez. Ein Steinmetzmeister hatte eine etwa 75 Zentimeter hohe, 40 Zentimeter breite und 12 Zentimeter dicke Grabsteinplatte einfach auf den Sockel einer Grabstätte testelll, ohne sie irgendwie zu befestigen. Die Hatte fiel dann auch eines Tages um, ohne daß man einen besonderen Grund feststellen konnte, und verletzte ein Kind nicht unerheblich. Wegen fahrlässiger Körperverletzung ver- 2(b heute im Ausschank: 1928er Heddesheimer p. Glas 36 ps., Nasche über Straße 95 ps. 08813 sammlung mit wichtigen Fragen des Handwerks. Zunächst gab der Vorsitzende bekannt, daß sich die Bad-Rauheimer Vereinigung der Handwerker und Gewerbetreibenden dem kürzlich in Friedberg gegründeten Arbeitgeberkartell durch den Bezirksausschuß korporativ angeschlossen habe. Die Einzelmftglieber würden dadurch nicht belastet, hätten aber u. a. den Vorteil, dah die Vereinigung nun durch einen Syndikus berufsmäßig bei den Arbettsgerichten in Friedberg und Dad-Rauheim vertreten sei. Dr. Reif, der Syndikus der Handwerkskammer-Reben st alle Friedberg, referierte dann über Steuerträgern In längerer Aussprache nahm die Versammlung Stellung zur Frage des zu gründenden Kurve r e i n s und der vom Einzelhandel vorgeschlagenen Einrichtung einer Kurförderungsabgabe. Beschlossen wurde, zunächst eine abwartende Haltung in der Angelegenheit einzunehmen. Kreis Büdingen. # Echzell, 16. Dez. Der Gewerbeverein Echzell und Umgegend hielt im „Solm- ser Hof" seine Generalversammlung ab, die außerordentlich stark besucht war. Rach den üblichen Worten der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hermann Wogk 111. hielt Syndikus Dr. Reif von der Handwerkskammer zu Friedberg einen Vortrag über: „Lehrherr und Lehr- -cr. Homberg a.d.Ohm, 16.Dez. Die Holzhauerarbeiten haben in unseren Waldungen ihren Anfang genommen. Durch diese Arbeiten finden viele Leute auch während des Winters eine Gelegenheit zu lohnendem Verdienst. (,) Kestrich, 16. Dez. Der Gemeinderat hat den in der heutigen Zei bemerkenswerten Beschluß gefaßt, die Hundesteuer von 6 Mark auf 4 Mark her ab zusetzen. Mancher Hund, dessen Dasein von der Steuer ziemlich bedroht war, kann nun wieder froh sein Leben genießen. Für Weihnachten und zum Au'beben Aepfel von 30 -) an ver Prd., Goldparmäne 40 Schöner o. Bo?koov u. Graue Renette *.0 A s. 3nng, Gießen, Schulstr. 5 neben Gteßcner Anzeiger. Kohlen / Koks / Briketts Eierbriketts/Anthrazit Brennholz alles in erstklassig.Qualitäten laufend 11Ü74D jedes Quantum lieferbar H Sauer & Co.,Tel.1154 Lager und Bureau Walltorstr.48, Ecke Braugasse Sämtliche Backzutaten zur Weihnachtsbäckerei in nur erstklassigen Qualitäten empfiehlt Heinr. Driesch, Gießen eb ■Ul Ra At unj log flit ■3tinne ju 800 W 98481 208275 248?98 389795 24 ©etoHin« tu 500 TL 6396 41671 52958 5',<»64 112344 134011 270451 279856 286902 304523 326167 345760 98 »etomne i» 400 M. 9883 22886 23702 44074 61224 59878 73590 76127 84348 87913 97436 107991 122654 123330 128991 130311 137438 138311 140921 144105 163120 181316 193914 194700 199817 200424 228426 236188 247650 260381 250912 256802 273750 276328 281566 283157 298459 299138 316131 318647 324932 338380 356379 367708 359383 38'171 383162 390302 399168 236 »etomn« au 240 Hi 6108 14272 14463 18778 30706 31613 34902 38307 48160 61909 52727 64737 58569 62370 63428 67624 67815 73362 77456 78957 82422 83726 86612 87521 87967 90294 90388 96488 97029 98869 102276 109439 114917 117731 121402 123663 125330 129856 131190 135794 137415 137492 143075 143454 143690 163344 156652 157326 162694 166071 172081 173916 175162 175987 180011 180387 187118 191300 194077 198714 198801 199999 200315 200776 202628 204951 205478 209958 21'645 212348 213448 217317 219528 225969 226234 231836 232624 246399 257952 268116 260523 260628 266545 268799 270022 270674 275415 277538 278923 284443 299253 309623 314581 315224 317308 318298 321172 331481 331727 339627 339632 341945 342021 350265 362149 354885 356831 359996 364274 369545 371563 372913 373929 376258 389141 396810 399156 399918 Ja der Nochmittags-iehung wurden Gewiaae übet 120 M. gezogen 2 eestne. ja 100000 M 209'93 2 »MDinne tu 6000 W. 261602 2 tu 3000 ®L 88921 4 Sttotnne tu 1000 -M. 83554 197272 2 »<»1une t« 800 W 127264 38 ©«rinne .u 500 M. 7049 46760 69527 11678» 187748 227784 230079 265961 280603 2824i9 309205 342316 353752 356410 366621 371640 378467 384208 397623 1 16 ®etoinn« tu 400 421. 7660 8718 9205 12217 13663 14180 24715 27482 29984 45768 49410 62638 63326 89101 91935 100186 100887 109468 109799 113611 119614 124110 126889 128174 143674 144071 158672 168479 191049 197341 199808 207006 209051 214003 216357 229)07 238011 240627 244328 245141 245827 255738 256128 266825 283832 324374 325'29 335850 338312 347477 356502 358911 361114 361335 364829 368150 373649 39616' 268 ®etomtu tu 240 M 5651 8756 9754 9990 16731 21189 22309 26662 30800 36619 45536 46207 46338 47404 51760 55646 56467 56797 56865 60178 66024 68844 71693 73508 74249 77725 80432 81487 83195 88102 90706 104'60 109830 112622 115095 117261 118324 118393 118425 12'978 124536 125683 128249 129894 132268 133669 133924 137032 137079 138032 140286 140379 145215 146660 148812 149429 152700 156962 161116 166913 170725 174021 176288 176927 176955 177482 I78357 179134 183096 188311 188947 192270 195'69 206665 206703 209746 217015 223680 225423 226163 245293 247012 247760 248932 249752 264488 264399 272983 274834 278499 277025 283380 284203 298919 300082 302090 304939 308088 309875 319096 319681 326143 328636 332019 335708 342636 345572 346520 346821 347582 348472 348847 349512 360929 352009 352354 353425 3552'7 356311 367205 359077 370006 370270 375'24 375708 377101 379.398 379906 381255 382842 383255 383443 384068 394281 Die in der heutigen NuchmiNugsziehung gezogenen beiden Hauoigewmne von je HXXXN. M. fielen auf Nr 2"v198 tu Abteilung I nach Hannover in Ldrettung Q nach München. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. _____________________hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höbe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssuh 8 Prozent. Jraukfurt a. OT Berlin Frandlurt a- M Berlin _______________________________________________________________________________________________________________________________________! granhfurt a. M j Berlin Berlin 15 Dc-emver cielö | Briet . »tamönidje yf v ito? Di. «al-Ädlö«-Echutv mti tu» lof.-Sednen obnr «u6k>L-Äed)tt 7% Krankt hyp.-vk »owvl un- kündbar bis 1933 4H% »ibetntitb# tzi»p..tS«l 8toi. ®0lDP| V.E.S ata Sortrtefl»-Cbligetton. tüdtablbar 1932 4% Schweiz «uovesd.-am.. 4% OeitcrtrWdx »olbtte.. *,8o% Gehen Silberne . . *% Cnleneidi einheirl 8te- • <% Ungarijchk Wolone. *% Ungarische Siaalsr. v. 1010 4y,% de«gl van 1818 4% Ungarische Shoneuttt. 4% IM BoUanleUje v 1911 . . 4% Türkische Bagdadtatm-ALl., Serif 1 4% Dt«fll Serie II . *% Rumänen conüttt Stic. . . . 1%% Sbimäneit OnlbanL eee 1813 flilfl vtuyche »leu'Aäii tzamburg-ÄuirrUa flötet . . . t nomb -Sübam DamoUch. ■ ■ n boiuu Taowlichiii ■ - U Rorbbeulldier tilopD - QUlg Hcutidif (IteDhoidL . K* Barme, Bankverein 10 Berliner panvelrgeieUlch. U tummer, unb flrioa,.Barrl U Varmii u flottonallxm, 12 Deunch« Bank " Sietonlo-OlfleUIrtaft Äni.. 10 Dresdner Bank . . W Bliittlbturlctoe Sweüfced . » • ® RetalUMOtl ..... • 1 B’feMad' „ , • v . 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