Nr. 219 Erster Blaff 178. Jahrgang Montag, ’Z. September 1928 Gietzener Anzeiger im General-Anzeiger für Oberhessen fit bir lagrtnueimrr bi« »e» AachmivMg rorbtt. Preis fir | m«, Hitze t*r Hnje:.;cn coe 27 _ Bwu bnkt> 8, aiteJrtt 10 Re»ch»pf»,n,g. fir Re- hUmran ton 7V u m Breit» 35 '.’ifi sirt*6ridetd H. taige ti «le»e«. Sdjrtfilrtting ,nd 6tf»äftslel!e: SifjiIWralte I. Wenig günstiger Ausgang der Genfer Sonntagsbesprechungen. Ein« Grundlage für neue Verhandlungen über die Räumungsfrage und das Reparationsproblem. —Vie deutsche Delegation wahrt ihren Standpunkt.-Rückkehr des Reichskanzlers. Oe ■(, II. Sept OB 13.) Vie dritte gemeinsame Besprechung Iber Me Frage der Rheinlanb- räumung wurde Sonntag nachmittag nach mehr al» bretftioblger Dauer gegen 1.45 Uhr beendet Deutschland war wieder durch Reichskanzler Silier and Staatssekretär o. Schubert oer- treten Für England nahm Lord Tushendun kett, für Frankreich 3 r I a n d, für Belgien f) q - man», für 3 lallen S dalo|a und für Japan A d o c L Da» gemeinsam vereinbarte H o m tn n n I- 4 ■ * über die Besprechung hat In der amtlichen deutschen Rebetfetzung folgenden Wortlaut: „Sm Schlutz der dritten Besprechung, die die Vertreter Deutschland», Belgien», Frankreich», Gtotzbritannlen». Italien» und Japan» obhielten, haben sie mit Befriedigung die freundschaftlichen Bedingungen feflgeftetlf, unter denen die wichtigen Fragen erörtert worden sind, welche der dfcgen- ftanb ihre» Meinungsaustausche» waren. Line Einigung ist in folgenden punften zwischen ihnen luflanbe gekommen 1. Uetzer die Eröffnung einer offiziel. len Verhandlung über die vom Reichskanzler vorgebrachten Forderungen nach vor- zeitiger Bheiulaudröumung: 2. über die Notwendigkeit, da» Beparationv- Problem vollständig und endgültig zu regeln and ,» diesem Zweck eine k o m m i f - II» n von Finanzsachverständigen der sechs Regierungen einzasetzen: 3. über den Grundsatz der Llnsefznng einer Feststellung»- und Vergleich»kommis- sio». Die Zusammensetzung, da» Funktionieren, der Gegenstand und die Dauer dieser Kommission find einer Verhandlung zwischen den Regierungen vorbehallen." Rach der Besprechung waren die Teilnehmer ein- schlieszllch der Dolmetscher Gäste beim Frühstück bei Lord Lushendon. Line weitere Besprechung während der fetzigen Tagung wird nicht mehr erwartet. räumung von riInnung nur b i s z Berfatfier Berttage fi um Jahre 1 935. dem im lür d e Räumung der te'erzten der gcgneritchen Seile »ichl anerkannt worden ist. CDenn man sich des ferneren einig geworden Ist über die flinfeoung einer Festste liungs- »nd Vergleichskommission. lo ift daher bervorzuhcben. daß deullcherseilö die Dauer einer frschen Rommisswn nach der erfolgten Defarnt- Zu dem Kommunique über die Verhandlungen tn der Rheinlanbsrage erfährt der Ssnderberichl- erftatter bei DDZ-Bureaus noch folgendes Das wichtigste Ergebnis und ein grosier Fortschritt gegenüber dem bisherigen Zustande ist. dast zum erstenmal die Rheinlandsrage offiziell mit den VefatzungSmächten verhandelt tperixn soll. Damit ist eine sichere und feste Grundlage für weitere Verhandlungen geschaffen, eine Valis, die hisfang fehlte und auf Grund deren die Möglich- fcit geschaffen ist. nunmehr dieses Problem, wie es der gerechte Anspruch des deutschen Volles fordert, bauernd in der Diskussion der Weir- IffenflkbfcÜ zu hallen Ss ist nicht zu leugnen, hast bei allem Fortschritt, der hierbei ^estAu- |cuen ist. dock) bedauerlicherweise diele gerechte Forderung des deutschen Volkes auf Desamt- The'e der deutschen bisiomati- on bestand darin, daß Deutschland auf ttruno des Artikels 431 des Zr.cdensver träges, ferner der Loearnovcrrräge und der vcrtiags- gemayen Gr.ullung der Entwafsnungsoerpll ch- ntng und der Dawes-Vestimmungen einen u n - Ud< : selbaren Rechtsanspruch auf J. ä u m u n g hat. Daher wurde jede 3er- gu-.dung mit ber R e p a r a t i o n s f r a g e ab gelernt und nur. da die Regelung der Separation«frage im dringenden Intere^e un- ■crer Volkswirtschaft liegt, parallele Verhandlungen über diesen schwierigen und wich- tigen ^ragenfonu?;cr als wünschenswert bezeichnet- Hierbei ist infofem ein Fortschritt zu ver- Gebiete vorgesehenen Termin, tragbar Ist. Sn diesem Standpunkt ist in den ganzen Debatten mit unbeugsamer Festigkeit fest gehalten worden, und es wurde deshalb auch ausdrücklich ium Ausdruck gebracht, bafi die Dauer der Äommii'ion den Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Regierungen bilden wird. Dadurch ist festgelegt, dah obn? Zustimmung der deutschen Regierung eine Verlängerung dieser Kommission über den genannten Zeitpunkt hinaus ausgeschlossen ist. Des weiteren sollen noch die Zusammensetzung, Has Funktionieren und die Befugnisse einer solchen ÄDramilfion zum Gegenstand von Derhand- bmgen zwilchen den Regierungen gemacht werken. Auf diesem Gebiete lind wohl, wenn man von Der anderen Seite die Ze il begrenz ang biS 1935 akzeptiert, besondere Lchwierigkeiten nicht zu erwarten. ze-.chnen. als eine Kommission von Ft- nanzsachverstänbigen der beteiligten Regierungen einberufen werden soll, beten Arbeiten eventuell unter Mitwirkung eines amerikanischen Beobachters eine endgültige und vollständige Lösung des Reparationsproblems torbeeeiten soll. Zusammensassend muh also gesagt werden, daß zwar das Ziel der deutschen Aktion nicht erreicht ist. bah aber bie Grundlage geschaffen ist, auf ber nun bie weitere biplomatilche Qlr- be-t sich aufbaut, von der man nur im Zn bereife nsbefondere Frankreichs unb Deutschlands, ober auch im Znteretze bet QM ne Dung der. Welt, hoffen must, bast tie möglichst halb zum Ab» schluh gebracht und damit eine RrieS Rheinlandes ist nicht von deutscher, sondern von alliierter Seite aufgeworfen worden. Der gegenwärtige franzö fische Standpunkt kann folgen bcc- masten zulammenge aht werden S-s handelt sich gegenwärtig nicht um eine FvrFetzung der Militärkontrolle deS Tiheinlandes sondern um die Einsetzung einer Zivilkommission, die die Tatsachen prüfen soll. Das Recht Deutschlands. den Völkerbund anzur-.'.'en. wirb hierburch nicht berührt. Die Schaffung einer Verglcichs- fommt, ton würde nützlich fein, weil hierdurch etwaige Mistverständnis e ausgeglichen werden können. Die Kommis ton mülle im Sinne des Deist es des Locarno Vertrages handeln. Dec deutsche Standpunkt wird b?mg?genüber folgendermaßen gekennzeichnet Die Auslegung der 'BJugnilfe ter lerglcichskommtl ion im Rheinland 6>nne leicht schwere Mihvcr - ständnifle htrvvrru'en. austerdem habe ltch die gegenwärtige deutsche Reg crung dahingch.nd entschieden, dast mit dem 21 Häuf 1935 die Bef ugnisfe dieser Kommission erledigt lein mühten. Es wird von 'et. en der deutschen Delegation zu die ec Frage ausdrück ich daraus hingewte'en. dast sich in den gegenwärtigen ‘BerfcanLlungen d e Gegensätze über b e c Frage nicht als unversöhnlich emre en haben MbI bie an den deutschen Vertreter li. den Bc- sprechongm der fünf Mächte gerichtete Frage, ob bie» bas letzte Wort der deutschen Regierung ist, ist mit grostcm Rachdruck erklärt worden, datz die deutsche Delegation »ich noch der von- nerstagbesprechung entschieden habe, über diese Frage den Standpunkt de» deutschen Kabinett» eiuzuholen. Rachdem da» Kabinett feinen bekannten Standpunkt bar gelegt hat, ist in der heutigen Sitzung die Frage geklärt worden, dast die» selbstverständlich da» letzte Wort ber Reich» regierung ist. I Rachdem diese Frage tn diesem Suuv beantwortet worden war. ist ferner in der butigm | Sitzung btc Frage aufgeworfen worden ob bie Gegensätze dadurch überbrückt werden konnten, dast zunächlt die Kontrolle im Rh.'.nland bi3 5um )ahre 1935 dauern foll. ober ob etwa ein weiteres Verbleiben ber Ä o m m 11 - fion angebracht fei 3n den Verhandlungen ist weiter testgestellt worlzrn. dast eine Reihe von E.nzeltragen noch der Märung bedürfen, unb zn inenfetzung die Der^leichskommission habe: soll, unb ob fte aus Zivilbeamten oder aus 7Rili!är- atiachees besteheit foll. Diese Fragen sinb völllg offen geblieben •in ins einzelne gehender deutscher Dorsch!?.g ist m den ^ferhindlungen keineswegs gemacht worden. Diele offenen Fragen müssen daher auf hem Wege diplomatischer Verhandlung geklärt werben. Von deutscher Seite wird sodann darauf hingewfesen. dast das amtliche Äommuniguv nuc btc Punkte auf zählt, über bh- eine Einigung erzielt worden tft. In ber heutigen Besprechung ist von ber deutschen Delegation ln»befonberr zum Au»druck gebracht worben, bah In Deutschland eine allgemeine Enttäuschung darüber herrscht, dast In der Räumungofragc nicht» erreicht worden sei. Die» muffe mit großem Hochdruck fcflgeftcüt werden. Eine Antwort von alliierter Seite Ist auf blefe deutsche Feststellung nicht erfolgt. Von feiten ber deutsch. Delegation wird feftgstellt. bah die Verhandlungen m Genf nicht abgebrochen worben sind, hast aber tn ber Räumungsfraqe während ber Genfer Verhandlungen jtoMfelloH nichts erreicht worben ist. Es wird daher den weiteren diplomatischen Verhandlungen Vorbehalten bleiben, bte Frage zu klären, um zu einem Ergebnis zu gelangen. Der Opt mismu^ ixe französilq-en Serie, der umummt dast bereittn wenigen atonalen Ergebnisfe erzielt werden können, wird auf deutscher Sette keineswegs geteilt Auch bie Frage der be l be r f e 111 g e n Kontrolle der Rheinlandzone ist in d.-n Verhandlungen erwähnt worden. Sie besitzt jedoch nur geringe Bedeutung, da eine Kontrolle der französischen Grenzzone keinen praktischen Vöert hätte. Zu der Frage, ob bic Vereinigten Staate n zu der Sachverstänbigenkommtstion für die Repara t i onsfragen zu gezogen werden sollen, wird von deutscher Seite darauf hingewiefen. dast ohne Zweifel, wenn auf amerikänischer Seite bet Wunsch hierfür bestehen sollte, ein Vertreter der Vereinigten Staaten zugezogen werden müsse. Zu den Fristen, zu detten die Gesamträumung auf der Grundlage der gegenwärtigen Verhandlungen erfolgen könne, ist in den Verhandlungen nichts erwähnt toerben Deutsch rsenS ist man der Ansicht, dast eine Desamträumung des Rheinlandes naiurgtmub auch eine Rückkehr des Saargeoietes mit sich bringe. Sine derartige Lösung sei auch schon in Thviry vorgesehen worden Vos Reichskabinctt zu den Genfer Problemen. Bic Einsetzung der Ausschüsse gebilligt. Berlin, 15. Sept (WIB.) Var Reichrkabl- nett Irak heute unter Vorsitz be» Reichsminister» ©roener zu einer Sitzung zusammen, an ber bie Reichsminister Cnrliu», Dietrich, o. (Butrarb, hii- fetblng, Seoering. Schätzei unb wiffell leilnahnun. Gegenstand ber eingehenben Beratung bifbete bie Loge in Genf, wie sie sich auf Grund ber Berichte ber Delegation barstest 1. Die Haltung ber Delegation in Genf fand einmütige Billigung. Die Stellungnahme des Reich»kablnett» zu den in Frage stehenden Problemen wurde bet Delegation telegraphisch übermittelt. Sie bezieht sich aus die Frage der Einsetzung eine» Feststellung»- und Der- öhnungsavsschusfe» und ferner bet Einsetzung eine» die Reparaliourfrage behandelnden riusschui-'c». Ju ber ersteren dieser beiden Fragen oerlrat bas Kabinett den Standpunkt, datz Deutschland ber Einsetzung ber Feststellung»- unb versöhnungskom- mlflion zuzustimmen bereit sei, ooraus^lfetzl, bafi die Tätigkeit dieser Kommission sich lediglich bl» 1 9 3 5 erstreckt, dem Jahre, in dem lanl Versailler Vertrag die dritte unb l-tzle besetzte Jene zu räumen ist. Roch nicht geklärl ist, wie eine solche Regelung mit Brt 4 Abs. 1 be» Cocarno- Dafte» In Einklang gebracht werden kann, ber eineftonlrolle überhaupt a u • I d) 11 e 6 L Diefe «osfastung be» ReichLkabinett» entiprichl übrigens dem Standpunkte Dr. Sfrefemanns, ber am 30. Januar in einer Reichslagrede erklärte, dah man nicht die üuffaffung Raum fasten lasten könne, als ob Deutschland bereit wäre, die Verkürzung der Rheinlandbefetzung mit banernben Alatz- nah me n ju erkaufen, die übet den Vertrag ooe Versailles hinansgehen. ; t. Ser Siart des „Gras Zeppelin" ansgeschoben i „Graf Zeppelin' lauten sehr wrderspre Sie zerstörende Mchi des Tomados Aus aller Wett Zweiter frtbenroeilrrfocb bet 3unfrr*nwrfr. ua-eua bet - cistol-Iupiter 6805 Meter um Flugzeug mit 500 Kilogramm Nutzlast überbot auch hier den Höhenweltretord um 250 am Hörster unerfaimt entkommen. Juan etwa und 30 Pro- wurden, iln- Inh/.E Tdepl wer Eli bügel Pe nt Abhi Anier *tt Felde Sota bei kMer.vor der wilden '2«§wor«, ’raui $nla und b bischen Inselgruppen. Man nimmt an, dast in San 70 Prozent der Privat Wohnungen -ent der GcschästSdäuser zerstört ' .f i'd'l hatte, stieg er am Nachmittag mit demselben —- ramm Hutzlast auf. 8t Neue» verbrechen de» Bremer Eilzugmörder» srstgestestt. Meter und gelangte demnach in die Höh« von 8830 Meier. Das gesamte Flugzeug woa etwa« über zwei Tonnen. Diplomingenieur Schinzin- aer konstatiert« nahezu 50 Grab Külte. Di« meisten Instrumente und die gesamte Kleidung waren vvlllommen vereist. Lisenbahnvnsall In btt Fränkischen Schweiz. Dr.> V°®19J V«ttre D, Dr Dr Dr zweiten ^one nicht mit der Preisgabe eines «ouoeranitätsrechts oder mit der Uebernahme neuerFinanzlasteo zu erkaufen. Namens der Stadtoerordnetenoersonunlung Oberbürgermeister Dr. Russell." Abreise des Reichskanzlers von Genf. Genf, 17. Sept. lWTB. Funlspruch) Netchskanzler Hermann Müller hat heut« nacht 1 Llhr 11 Min. in Begleitung t»on Staatssekretär Dr. Pünder und Reichspressechef Ministerialdirektor Dr. Z e ch l i n Gens verlassen, um über Baden-Baden die Rückreise nach Berlin anzutreten. Zum Abschied hatten sich am Bahnhof einaesunden: Staatssekretär Dr. v. Schubert mit den übrigen in Genf bleibenden Mitgliedern der deutschen Delegation, ferner der deutsche Llntergeneralsekretür Dufour-Fe- roncc und baS deutsche Mitglied der Informationsabteilung des BöUcrbundsclretariats Dr. Beer, der deutsche Generalkonsul Dr. B o e l - ckers und eine grober« Anzahl der hiesigen deutschen Pressevertreter. Die Nachforschungen der Harburger Ärbnuurf* Polizei nach dem Kunstmaler Smil Hopp der neniaen Montag den Direktor der Delmen- lcr Margarinewerke. Kranz Nordmann, tm Bremer Erlzug ermordet und beraubt hat, haben. d«m „Montag zufolge, zu der Feststellung go- führt, dast Hopp tm September 1-23 nachts im Haftpflichtvecslcherung hat die Firma noch nicht nachgewiesen. Die zuständigen Stellen arbeiten ihrerseits mit jeder möglichen Beschleunigung. Zur weiteren Erleichterung ist dem Luftschiffbau Zeppelin h.-utc mitgeteklt worden, dast das Neichsverk hrsnüni- fterium dazu bereit sei. den Luftraum über dem deutschen Teil des Bodensees als Flughafenzone anzuse^en, in der bekanntlich nach dem Luft- verlehrsgesey and) Flüge und Fahrten von Luftschiffen ohne Zulassung unter gewissen Voraus» setzungen erlaubt sind. Nur Kormalitaten-Kram. Friedrichshofen, 17. Sept. (X1L) Die Nachrichten über die Gründe für die Verzögerung der Startgenehmigung für Der Oberbürgermeister von Koblenz hat im Auftrage der Stadtverordnetenversammlung an die Neichsrcgieruna jnö an die deutsche Abordnung beim Bulkerbund in Genf folgende» Telegramm gerichtet: „Die Stadt Koblenz zu jedem weiteren Besatzungsopfer für das Daterland freudig bereit, bittet erneut und dringend die Befreiung der Trotzki in der Verbannung. Ein Hilferuf rni feine Freunde. Paris, 15. Sept. (WB) Dem .Matin" wird aus Moskau gemeldet, dast Trotzki, der in bem Gebirgsvrt Dierntz zwischen Ghine- sisch-Turkestan und der Mongolei 20 0 Kilometer von der nächsten Bahnlinie entfernt sich aufhalte, von der politischen Polizei streng überwacht werde. ES fei ihm aber kürzlich g Hungen, dem früheren russischen Botschafter in Paris, Rakowski, der in Astrachan am Kaspischen Meer lebe. Nachricht Autommcn zu lassen, Trotzki bitte seine Freunde um Hilfe und erkläre, di« voll tische Polizei wolle seinen Tod. Man h be ihn mehrere Tag: nicht mit Lebensmitteln versorgt und vor einiger Zeit hätten Rotgardisten auS einem Versteck heraus sein HauS beschossen. Sein Sohn und er hätten mit Jagdgewehren das Feuer erwidert. Als diese Vorfälle in Moskau bekannt geworden seien, hätten die Behörden sie zwar nicht dementiert, aber das Attentat als eine Aktion von isoliert Stehenden hingcstellt und bi« Ginleitung einer Untersuchung angekündigt. Am 28. August feien 33 Mitglieder der Opposition unb Freund« Trotzkis verhaftet worden. Rockford (Illinois), 15. Sept. (WTB.) Die Zahl der bei der Tvrnadokatastrophe getöteten Personen wird heute früh auf mindestens 75, die der Verwunde teil auf daS Doppelte geschätzt, und man vermutet, bah eine grobe Zahl Opfer noch unter den Trümmern von Fabriken und sonstigen gröberen Gebäuden begraben liegt. Der Tornado erreichte die Stadt am späten Nachmittag mit unerhörter Plötzlichkeit und Heftigkeit. Der sich rasch verdunkelnde Himmel war die einzige Warnung. Aus den mit furchtbarem dteföfe vorüberzlehen- ben Wirbelsturm folgte ein Wolkenbruch, der be» allgemeine Lhao» noch erhöhte. Spät nachtS waren Hunderte von Freiwilligen damit beschäftigt, die Opfer aus den Trümmerhaufen zu befreien. In einer eingestürzten Möbelfabrik wurden allein über 100 Personen verschüttet. Nach Schiiderungen von Augenzeugen wurde daS Fabrikgebäude buchstäblich in Stücke gerissen. Zuerst verschwand daS Dach, bami gab unter dem verminderten Lustdruck von innen die Wand nach, während der Wtnddruck von auhen die Insassen unter einem Hagel von Ziegelsteinen begrub. Glücklicherweise verhinderte der Wolkenbruch den Ausbruch von Bränden. Entsetzliche Szenen spielten sich bei der Bergung der stöhnenden Verwundeten aus den Trümmern ab. Automobile wurden mehrere huaderl Meter west durch die Lust getragen. Llettrische Drähte und Trümmer füllten die Straben, so daß die RettungSarbeit behindert wurde. Sie Verheerungen in Westindien. Neu York, 16. Sept. (WTB.) Associated Prest meldet au» Havanna. Die hier aus P o r t o r i c o eintreffenden dürftigen Berichte bezeichnen den Tornado als die vielleicht größte Katastrophe in der (Befdjidjle der kari- FrledrichShafen. 15 Sept. (WTB.) Wie Dr. Eckener dem Sonderberichterstatter deS WTB. gegen Mittag mitteilte, hat er sich enl- schliehen müssen, die Probefahrt für heute ahKusagen. obwohl das Wetter sich in- zwischen erheblich gebessert hat. Als Grund der Verschiebung bezeichnet« Dr. Eckener die Tatsache, dast die Aufstiegsgenehmiauna des Reichsverkehrsministeriums bisher noch nicht vorliegt. Gr habe angenommen, dast öS seinen Bemühungen gelingen würde, sie im Laufe des Vormittags in Händen zu haben. Nunmehr aber müsse die erste Fahrt auf Montag verschoben werden. Kurz nachdem der Ausstieg obgesetzt war, traf vom Aeichsverkehrsministerium telephonisch die Mitteilung ein dah Dr. Eckener die Genehmigung für Fahrten über den Bodensee habe. Auch die Erlaubnis für Fahrten über bewohntem Gebiet werde sofort erteilt werden, wenn gewisse Rückfragen beantwortet seien, auf die die Deutsche Versuchsanstalt für Luftschiffahrt noch Wert legt. Offenbar haben bei diesen Dingen also Mistverständ- nisse mitgespielt, die nun behoben sind, so dah der Aufstieg für Montag früh erwartet werden farm, wenn nicht außergewöhnlich schlechte Windverhältnisse eintreten. Verteidigung des Reichsverkehrsministeriums. Berlin, IS. Sept. (WD.'> Zu der Meldung aus dem Luftschiffbau Zeppelin, dah »Graf Zeppelin" heute nicht auslaufen könne, weil daS ReichSv« rkehrSministerium dieZulassuna nicht rechtzeitig ausgesprochen habe, obgleich die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt tn Derlin-Adlershof technisch« Bedenken nicht erhoben habe, erfahren wir von zuständiger Stelle, dah bie Zulassung nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht erteill werden durfte, weil die technische Anbcdenklichkeitserklä- r u n g der zuständigen Prüfstelle, der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, noch auSstand. Diese konnte jedoch nicht gegeben werden, weil der Luftschiffbau Zeppeiin mit gewissen technischen Aufklärungen noch im Rückstand ist. Auch die xn LustverkehrSgesetz vorgeschriebene gerichtet und insbesondere die Schiffahrt schwer betroffen. Man befürchtet, dah die Kaffee» ernte, die bereits auf den europäischen Märkten verkauft ist. vollkommen vernichtet ist. Auch die Vananenernte dürfte zum größten Teil zerstört sein. Associated Porst berichtet aus San Juan (Portorico): Laut Meldungen der Rettung .Gl Tiempo" sind in der an der Ostküste gelegenen Stadt Humacao bei der gestrigen Sturm- katastrophe 30 Personen getötet worden. Die Zuckerernte hat schweren Schaden erlitten. Berichte auS Nassau, der groben Stabt der Bahama-Insel, besagen, dah die KubelVerbindung mit den 400 Seemeilen südöstlich gelegenen Ina- gua-Inseln unterbrochen ist. Man befürchtet, dah Nassau selb st bedroht ist, da «S in der Richtung liegt, die der Tornado nach den letzten Meldungen nimmt. ES wird erwartet, dah der Sturm Sonntagmorgen die Bahama-Inseln erreichen wird. Obgleich der Wirbt hirm, der anscheinend auch die Bahama-Inseln berührt hat. dort, wie es scheint, nur wenig Schaden angerichtet hat, erzählen Berichte aus San Juan von furchtbaren Verwüstungen, tausend geschätzten Todesopfern und vielen Millionen Dollar» Schaden. Die Hälfte der Bevölkerung von Porto Rico ist obdachlos. In Äabelgrammen wird um Nahrungsmittel unb Kleider gebeten. Umbcrirrcnbe Flüchtlinge aus den benachbarten Städten berichten von schweren Todesopfern. Heue Sturmschäden in Amerika. Iacksvnville. 17. Sept. (WTB. Funk» sprach.) Der Wirbelsturm, der g?f!em in der öegenb von Miami die Südoftküste Floridas erreicht hat. wütete gestern am späten Nachmittag zwilchen Jupiter mit einet Geschwindigkeit von 100 englischen Meilen in der Stunde. Die Nachrichten aus dem betroffenen Gebiet treffen nur verstümmelt und unvollkommen ein, da sämtliche Telegraphen lei tungen .zerstört oder beschädigt sind. Von dem Sturm wurden auch verschieden« Kolonien der amerikanischen Millionäre betroffen. In zahlreichen Ortschaften brach unter der Bevölkerung eine Panik auS. Die Orte wurden noch den ersten Anzeichen des Sturmes geräumt. Das Wetlerdurcau in Washington erhielt aus Jupiter (Florida, ein Telegramm, wonach bie Sttmdengefchwindigkett des Tornados dort über 80 Meilen betrug Aus Tnrksisland wurden zwei englische Schoner an Land geworfen, wo fk zerschellten. gefähc ein Drittel der gesamten Bevölkerung ist obdachlos. Die besseren Wohnviertel, in denen Hundert« von Amerikanern wohnen, erlitten den schwersten Schaden, da das ©turm^entrum direkt über sie hinwegging. DaS amerikanische Rote Kreuz hat vorläufig 50 000 Dollar für bte Hilfsaktion zur Verfügung gestellt. Der Zerstörer -öilmer" ist mit einer Hckfselpedttion an Bord von Sbarleston nach Portorico in See gegangen. Di« Dirgin - Ins« l und die Turks-Insel sind ebenfalls von dem Tornado betroffen worden. Auch dort wurde grober Sachschaden an- ver Einsetzung eines die Separation »- frage behandelnden Ausschusses stimmte das Reichskabtnett ebenfall» zu, da ja diese Jrage u n - abhängig von der Jrage der Rhein- landräumnng behandelt werden soll. Die englische Auslegung. Enjhendun erwartet deutsche Vorschläge Bergleichölommission auch über 1935 hinaus Sens, IS. Sept (I1L) £ort> Cufhendun hat atu Sonntag nach Abschluß der drei Befpce- chungkn der sechs Mächte einigen matzgebenden englischen Jounmliften eine Erklärung abgegeben, die gerade im gegenwärtigen Augenblick autzerorbeulliche Bebeutang gewinnt, da sie über die offiziell herausgegebene Verlautbarung der heutigen Zusammenkunft weil hinausgehl und das tatsächliche Ergebnis eindeutig darlegt. Die 6r- klärung Lord Lufhendun», der in den Besprechungen der sechs Mächte den Vorsitz geführt hat, könne kurz folgendermaßen zusammengesaht werden: 1. Die Initiative für die weiteren Verhandlungen über die Räumung, insbesondere über die Bedingungen, unter denen die vechandlungen weitergeführt werden können, liegt ansfchliehlich bei der deutschen Regierung. Ls ist Ausgabe der deutschen Regierung, Vorschläge über die Regelung der Reparalionssrage den Alliierten vo »zu legen. 2. 3n der Reparalionssrage wünscht die englische Regierung bei der Mobilisierung der deutschen Reparationsschulden die gleiche Summe zu erhalten, die England den vereinigten Staaten zu zahlen Hal. 3. Es ist in den Verhandlungen feftgefteUt worden, dah die ZestslellungS' und Ver- gleich,kommissiou nicht einen militärischen, sondern einen rein zivilen Charakter tragen soll, jedoch ist nicht entschieden, ob Deutschland in dieser Kommission vertreten sein soll. Von französischer und belgischer Seite wird gegen eine Vertretung Deutschland» In dieser Kommission Einspruch erhoben. 4. Ls ist sestgesteltt worden, dah die Kontrolle dieser Kommission sich aus die deutsche ent- militarisierte Rheinlandzone beschränken soll, nicht jedoch auf andere Gebiete des Rheinlandes und nicht auf französisches Gebiet ausgedehnt. Es ist bisher nicht entschieden, ob die Dauer dieser Vergleichvkom- mission mit dem Jahre 1 9 3 5 ihren A b - s ch 1 u h findet, ober ob die Kommission darüber hinaus bestehen soll, von alliierter Seite wird gefordert: dah die Dauer dieser Kommission nicht begrenzt wird, jedenfalls aber über 1935 hinaus andauern soll. 5. Vie Kommission der Zinanzsach- Derftänblgcn für die Regelung der Repara- tionofrage soll sobald wie möglich eingesetzt werben. Die Verhandluirgen über bie Einsetzung der Der- gleichskomMission und für bie Räumung des Rheinland«» sollen gleichzeitig geführt werden. Die Verhandlungen sollen jedoch erst eröffnet werden, wenn Deutschland Vorschläge in tiefer Hinsicht den Alliierten oortegt Bnands Optimismus. . Pari», 16. Sept. (WB) Wie Havas aus Gens meldet, hat Minister des Aeuhern, l Briand, das offizielle DommuniquS über die heutige Sitzung des Sechserausschusseö kommen- F tiert und feine Befriedigung über den glücklichen Ausgang dieser Verhandlungen zum ♦ Ausdruck gebracht, die, wie er erklärte, die allgemeine Liquidation der alten Streitfragen erlauben würden. Die Räumung werde erst erfolgen, wenn die Einigung über die aufgeworfnen Fragen erzielt fein werde, aber schon jetzt könne ec sagen, er fei glücklich über die Herzlichkeit und das g egen, ei» tige 03 er trauen, die bei der Beratung Herr schien. Die Tattache, dah dieser Beratung ein Frühstück folgte, an dem alle Vertreter der interessierten Mächte tellnahmen, fei ein Zeichen dafür, dah der Charakter dieser Besprechungen der gleiche geblieben sei. — Diese Erklärung Briairds kann nicht darüber hinwcg- täuschen, datz wieder einmal in Genf wenig Positives herausgekommen ist. Was nützt die gegenseitige Herzlichkeit, wenn man Deutschland tn kaum einem Punkt entg.'gengekommen ist. Der Optimismus scheint in Anbetracht der tatsächlichen Lage wenig am Platze zu sein. Vie Rheinland« gegen die tlebernahme neuer Lasten. Rheinische Parteien zu den Genfer Verhandlungen. Köln, 15. Sept. (Priv.-Tel.) Der Wahlkreisver band Köln-Aachen her Deutschen Volk»- Partei hat an den Reichsaustenminister Dr. Sttesemann in Baden-Baden folgenbce Telegramm gesandt: Die Bevölkerung der Rheinprovinz verfolgt mit größter Besorgnis bk Der Handlungen in Genf und befürchtet bei Eingehen auf die l'ekanntgewordenen Vorschläge der Gegenseite u n - absehbare Folgen, die in keinem Verhältnis zu dem erftrebten Ziel stehen und unvereinbar sind mit der Politik von Locarno. Nachdem Diplomingenieur Schinzinger am Freitagvormtttag tote gemeldet, mit einem Flua-eua der Type W 34 (.Bremen--Typ«) mit Dristol-Iupiter-Motor den bisherigen Höhen- weltrekvrd mit 1000 Kilogramm Nutzlast von Im Namen der Nhelnischen Lande »verbände der Deutschnationalen Dolksportei hat der Lunbesoerbond Mittelrhein an den Grafen Westarp folgendes Telegramm gesandt: „Gang der Derhand lungen in Genf erfüllt uns mit schwerster B c s o r g n i s. Meldungen der franzSsischen und einiger deutscher Zeitungen lassen schliesten auf Annahme von weiteren über das Bersailler Diktat hinausgehenden Bedingungen, die in keiner Form für Reich und Rheinland tragbar sind. Wir Deutsch- nniionalen am Rhein bitten bringenbft, jeden denk- baren Einstuh in Berlin und tunlichst in Genf hiergegen auszuüben. Dir verzichten lieber auf Abkürzung der Besatzunyszeit als dast iraendwie geartete neue, die Hohcitsrechte oder den Auffttea Deutschlands beschrantend« Opfer gebracht werden/ -HM «ahlic^ 1 D« i. j&r- AMwblU ntnblu ytc M toheüi o6 rit: n#5 2el" hlrtftt V fx Äarto n« flM lchcn Sesc r.i? aber Sc tervorrag« ftänmt au in den Der emfoch un pick» am Llcckeelea «uf den 3 Die ®ei rariabilis), zstanM. M cj 3enti> 18 3--ch» Mecköpfch f&, Mik lantncrten ümige A' W genial k f)5d)h > >r. M m tuet w ten. Mi ■an den Duten Ä» der Dahlie ch e n d. Währenb von Derliicr zuständiger Stelle bas Fehlen der Llnbedenklichleit^erklärung der Versuchsanstalt und des Nachweise- der vor- geschriebenen Hastpslichtversüherung als Gründe der Deizögerung angesehen werden, wird in Friedrichshafen ctLärt, dast die von der Derfuchsanstalt gestellten Bedingungen erfüllt seien, und dast die Haftpflichtversicherung abgeschlossen fei. Ein Nachweis dieser Versicherung sei jedoch bisher von den Berliner Stellen nicht angefordert worden und deshalb auch nicht erfolgt. Es scheinen also keinerlei sachliche Bedenken gegen die Genehmigung vorhanden au feen, so dah damit zu rechnen ist. daß nach Erledigung der Formalitäten die endgültige Startgenehmigung unverzüglich erteilt wird. Ungünstige Wellerausfichten. Friedrichshafen, 18.Sept. o itik des Kabinetts Mad.en Mtzgdal hervor er: s«n wor'en sei. In- soig« des altmodischen Landinngwah.rechtes hab« diese Richtung allerdings vorläufig keiner'ei ausschlaggebenden Einslust auf die parlamen arische Lage gewinnen können. Auch dem nicht unerheblichen Stimmenzuwachs der Deutschen in Nordschleswig komme unter diesen llmständen mehr moralische, als pralttsch polit sche Bedeutung zu. au'geflärter Llrlachc unter dem Zuge um. folgcbeffen entgletfte der okrte Wagen und legte sich auf bie linke Seite. Dabet M da» 2> jährige Kind Anneliese be» Amtsanwalts Kunstmann vov NÜrnbeig auS dem Wogen und wurde getötet. Di« Mutier des Kindes ist etwas schwerer (Handverlcyungen links und Quetschungen am linken Oberarm und Schulter), weitere acht Reisenkte leichter verletzt. Der Sachschaden ist unbebeutenb. Der Zugverkehr erlitt geringe Verzögerungen. Die Ausräumungsarbeiten wurden noch am Abend beendet. Heber eenen Zuguns all in der Station Müggendorf in der Fränkischen Schweiz wird von der Gisenbahnd'-est-.on Nürnberg folgende amtliche Darstellung gegeben: De« Ginfahrt des Zuges 259 Aürnberg-Göbweinstein in Station 2Huggcndock stellte sich die Sinfahrtsweich«. die vorschriftsmästig bedient war. aus vorläu'ig un* Irr- 'M ITTXX V> t1A • »•-» * 5onntaa g 16. 5ept 1928.8* mgs. itlrpboe link Q8ID Astoria-Lichtspiele (im Abonnement nur Mark 1.50) Per Anzug nur Mark Dr. Meyerhoff vom 19. Sept ab verreist Saatbeizmittel Gennisan. 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Wan bk ibn bmsmiteln versorg n QtotgarMfkn aus , Haus belchol» hätten mit 3agbCf t M bi* Ä» Torben feien, dtttm y iwentiert. aff fftwfi w> ifDÜerr und Freund« tw 5W* S ch in di« minMie« met, -r^^v-^hunfl e geio®- -SSS1 -JKS • »ltt £ W*1'’ „,***'■ 11 , «rimw* 1 K M hebel' 'chün gccunDctc Sonn Hvrvorgcrufen wird Durch >< bM)tt zahlreichen, durch die Kultur hervor» gerufenen Aarben Varietäten tDcröen die Dahlien Mi einer wunderbaren Herbstzierde unserer Dörren. mit Staunen und Bewunderung betraget man den außerordentlichen Farbenreichtum der □Uten Varietäten und Arten der Leu^üchtungen der Dahlien im Blumengarten und in den OluA» fteilungen, wo die moderne Kunst des Gärtners Denn btt Spätsommer uns kable Dielen und leere Felder gebracht hat, dann Herrchen in der Vota des Felde« Die Doldenträger unD Aops» I4üticr vor Am Weg und Bai ne blüht neben der wilden Möhre Die blahblaue Lichoric oder Wegwarte, neben dem Iain form. dem Iohannis» kraut und dem Leinkraut der Thvmian. die Selka und da« Heer der Disteln und Ihrer vielen Aus der Prom'nzialhaupisiadt. Dieben, den 17. September 1928. Herbstblumen Wenn di« Boßen DH Garten» an sangen ab» zublühen, dann verkündigt die stolze Sonnen» Hum» den Segtwe DH nahenden Herbstes, und neben ihr bilden die Astern Georgmen und Dahlien, Di« Aanna und andere Herbstblüher die Zierde und den -rxbeuuf unterer Blmn en gärten. Die grohe Sonnenblume (Helianthus annu»), nne einjährige Ptianz«. Die zur natur» lachen Ordnung der ÄomoofHi»« gehöet. stammt au« Peru und wrrd wegen chres uattlubcn Wüchse» und wegen chrer grohe Blüten Schelde Dduhg tan Garten angev^lan.z: Die ölreichen Samen geben ein UJu. milde» Del. da» dem Prvvsueröl un Gaschmack säst gleichtommt. Der Bogelheund bewahrt die Blumenfcheiben mit den schwarzen Samenkörnern für den Winter auf, um bam:t die Vögel zu füttern. — Heben bet großen Sonnenblume wird jetzt bei uni Die und da auch die aui Brasilien stammende knollige Sonnenblume 'Helianthus tuherostu, wegen ihrer Knollen, der ^genannten Grdäpfel. anaepslanzt Die Änolleir au Yen rötlich, innen weih. Den Aar» 'offein ähnlich, erfrieren an Winter un Soden "acht und werden hoher von Oktober bt* April nach Bekleben auggegraben und tetüB roh. teils gefaxt, an Schafe. Lindvieh und Schweine ver» fürtert Sie enthülsen mehr Olahrungs stoss als Dw Äatlolein unD sind auch sür die Menschen eine gesunde, nahrhafte Speise wegen ihres lüft» sichen Geschmackes aber nicht beliebt. Die Pflanze tottb aber immer mehr eine Aulrur» und Vahr» Pflanze werden Die Gartenaster (Aster chinensis), eine hervorragende Zierde des herbstlichen Gartens, stammt aus 2 hi na und wird tn unseren Gärten in den verschiedensten Abänderungen der Farben, em fach und gefüllt, kultiviert Die weihe Aster wird am Totenfest und an Allerheiligen und Allerseelen in großer Menge als Grabes schmuck auf Den Friedhöfen verwendet. Die Georgine oder Dahlie (Georgine variables), etne unserer beliebtesten Garienäier- Dflanjen, die Modeblume der letzten Jahre bie aus Mercko stammt, wurde erst gegen Snde des 18. Jahrhunderts in Gurova ein geführt Die Blütenkopfchen mit ihrem doppelten Hüllkelch haben gelbe Scheibendlulen und purpurfarbige, gelbe, weihe ufw Otrablenblülen. 3n den vielen Gartenarten sind die Blumenköpfe gefüllt, indem tue Abhrenblunchen sich sämtlich in breite, zungen- förmige Blümchen verwandeln, wodurch deren am - Veränderung in Der Stadtverordnetenversammlung 2bi Stelle des Durch Wahl zu in Bürgermeister von Vilbel aus bem Stadtvaria ment ausgefchieDenen Stadtverordneten MoosDorf <öoa.) ist nunmehr der Lokomotivführer Wilhelm Wolf (So^- tn Di« Gieyener Stad l verordn ccnr ctl amml ung eingetreten. Verwandten, der Seine, sttzz^e Augentrost, die Skabirsa usw.. und ein Zel d d l ume n st r a ust macht bem Xahrrfrcunbc auf feinen herbstlichen Wanderungen immer eine b^mthe» Freude Aus den zum zweuenma» gemähten Wiesen stel l ftch 'Hüter Die Uengn» imD blattlos« Herbst - geißiofe eie und verkündet, „bem Tv durch die Farbe ihrer Blumen noch emma. kxc kbn- füchtlge Erinnerung an die schöne Aolenzeit des Sommers weckt, den S:nzug des rauhe." Spät» herbstes, da die letzten Blumen des (Danen« und des Feldes uns die demütige Vu:e zutlüstern, welche Dingelstedt so schön wiedergidt tn der Strophe Flehend mit gebrochncn Blicken 6agcn deute Amber mir. Mann. Du darfst uns ja nicht pflücken Denn wir sind die letzten hier Gr. Boruotizen. rageskalender für Montag Licht» spielhaus. Bahichosstrabe: Gastsv-.el des Pfälzer rrachtenensembles tPfälzer Anfcher' Astorta» Lichtfviele Wildwestschau. ** Straßenherstellungen. Seri einigen Tagen sind vom Marftplatz aus in drr Richtung nach dem Dalltvr HerireUungsarveuen an der Straßenpsiasterung entlang den Schienen der Giektrischen tm Gange Die dort nach den Schiencnschvx istungen cntstand.nen Schäden__ Pflaster werden durch eine Aeuheestigung der Schienen mit Mans c’Jbcr Lchlackenltei en und anschließender Pflasterung bsw. Asphaltierung Vvi'chrn den Schienen wieder behoben Die dtsher von der Afe Schulstrahe t<6 mir Da!lt>rttrahe. Ode 2stMt C < SOM* •'* H - »et** ff ireyefet» «" tM l-«<« Oft« eü »«W W< ll'UlaU tßcttcruo .tlsjagc. Das isländisch« lief hui sich zwar etwas abge- stacht, aber weiter südwärts ausgedrellrt Infolge Vesten fand eine Ostwort»oeNogerung des dohrn Druckes, ber sich gifk-rn noch über den süblichen Teil ber britischen Inseln erltrcrfte, statt Mittel» und Äorbdeutschlanb liegen im iluflörudbercid) von 770 Millimeter. Unter seinem LiafUth herrscht weiter trockenes Wetter. Die Temperaturen sti gen turch da» Umbrehen der Wind, nach Stidosten allg« - mein an. Wettervorhersage für Dienstag Stellenweise Frühnebel, tagsüber meist heiteres Wetter, etwa» warmer, trocken Litterunasaussichtenfür Mittwoch Wolkig mit Aufheiterung. Temperaturen noch an steigend. Lusttemoeraturcn am 16. September, mittag» 17/1 Grad Celsius, abends 13 Grad Celsius- am 17 5cp tember: morgen» Hß Grad ttrlfiu» Maximum IH,*1 Grad Celsius, Minimum 5,2 Grad Celsius haben wir uns in immer steigendem Umjange das Vertrauen zahlloser Hausfrauen erworben und Jahrzehnte hindurch erhalten. ! Jubllflums-Angebote In allen Filialen. t____________________________________________________________________________________________ Oie Dettei-lage. Gegen Staub ein Mittel nur OCedarMop und Politur. 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September (928 cm pl in tan i.i tan verschiedenen Gliedstaaten ta« Reiche» tarchgemackt hat. Wer beispielsweise' weist, wie stark noch heute in der Bevölkerung ta» Rheinland» tar Code Napoleon aus die Gestaltung de» Rechtsgesühl« einwirkt, der kann «nid» nicht verwundert darüber sein, dast die Qlnroentninn d.r qio'A’ ^>ichsgesetzgebung durch- au* nicht überall g dost sich auch die tan Ländern mehr « Einigkeit und Recht! Unsere sornre gewandte und fvrmdkr.appe Ze t hat für alle Fragen, de mit tar Cnltoidlimg uim 2 nhe-tSstaat zufammLnhär..>.n. noch ke-.n fchSnere» Wort gduntan. al» ..Bcrreichl chung". Auch auf tarn Z -burgrr 3ur llentag ist viel und leidenlchafriich iür und gegen die Berre.ch- lichung tat Öuftl) gesprochen worden, so dast man unA verleihen möge. wenn auch vir die» un- schdne Wort gebrauchen. W.r gestehen dah w.r c» gern in Stau* nehmen, wenn wir da ur einen Forttchritt auf tarn Wege zum Deutschen Staat gin emtau'chen Dabei tritt für uns tar Ro- uonalljietungtgcbdnfc. den tat Rcichsju'iiznuni- stet Koch -n seiner Salzburger Bearüßung«- ansprach« so lemperamentvoll udreien hat, durchaus hinter anderen ftootKpo.ili'chen Erwägungen Aurüd. Denn für da» Wesentliche, da» all* gerne.ntautsche Staatsgefühl. ist e» zunächst recht gleichgültig, ob tat eine oder andere Gerichts- ’ptengei besser gcfon.ttcn, da» eine oder andere Amtsgericht und mit ihm da» eine oder andere Richteramt c.ngc'part w.rden kann Der finanzielle Ruyef eil la an wirksam doch erst in Jahrzehnten in Erscheinung treten. Und wenn man uns begreif.id) machen könnte dast es für die Re.chsintc ressen besser ist, nicht am Uetadom- menen zu rühren nun. dann dürfen de fünfzig oder hundert Millionen Wad. die tat einer rein finanziell zuge'chnittenen TLitionalifierung»- aflion vielleicht eingefpart werden können^ auch feine Rolle spielen, selbst nicht in einem Staate her wie Deutschland auf allergröstte Sparsamkeit in seiner Haushait»gedarung sehen must. Rach unfet.-m Dafürhalten sind andere Gründe, die für die Berreichlichuna tat Justiz sprechen, lebt viel wesentlicher ®» ist ja ganz o fenfuntng. tast unser gesamtes RechtSleb.-n seit tar Revo- luticu. ja schon seit d.-n Krieg» ahren einen tiefgehenden Gärungspro.eß durchwacht. Wil tar sozialen und wirtschaftlichen Umschichtung, die die khten zehn Jahre gebracht haben, hat sich auch ein andere» Recht sgesühl entwickelt, da» großenteils in den bestehentan Götzen keinen Raum findet. 2» sei nur an die grosten Komplcre ta» Arta t 'rechtZ und Wir.schaftsrecht» erinnert, die noch in tar Entwicklung begriffen sind und sich nicht ohne weitere» in d e vorhandene Gesetz- gebnng einordnen lassen Diese Dinge drangen, dafür war die lebhafte Äartdltabalte auf tarn Salzburger Juriftentag ei t schlagendes Beispiel, zu einheitlicher Regelung im grösttmögltchen Rahmcn. allo nicht nur für ganz Deutschland, sondern möglichst auch unter Einbeziehung tar rsterteichirchen Länder. Run haben wir ja gewist schon die groben gesamltautschen Wodisikutionen ta» bürgerlichen Rechtd, ta» Strafrechts, ta» Handel-recht». 3&rc Anwendung unterliegt aber noch immer tan 3uflhtabnrtan tar Cinzelläntai. und auch tar utarz« ugteste Föderalist kann nicht gut leugnen, tast diese Amvendung in tau einzelnen Gebieten ta» Reiche» durchaus verschiedenartig ist. Da« bedeutet keinen Dorwurs für die Richter, son- tarn c« ist eine ganz natürliche Folge tar unterschiedlichen Entwicklung, die da» Rechts- ig ist. Hinzu kommt, -ng ta« Richter» in weniger stark unterscheidet. Die eng He. tgebuntanbctl des richterlichen Beamten, wie sie namentlich in tan Heineren tautltan Ländern vorwiegt. mag durchaus ihr Gute« haben. O» ist doch aber nicht wohl zu bestreiten, dah dadurch auch die Entwicklung tar Persönlichkeit, die dem Richteramt doch erst tat» letzte Gepräge gibt, seht eingeengt wird, toa» sich natürlich m allen Fragen, taten Bedeutung übe; die unnuttcl- Gießener Giadiiheater. Gastwiet «corg Alcrander: „Sybille? . . . «uhgcschlotten." Da» Gastspiel des Berliner Schauspielers Georg Alexander mit dem Driginaknfemblc des kleinen Kurfürstenbammlheatcrs „Die Tribüne" gibt zu allerlei tiefsinnigen Betrachtungen Anlast. Ahnungslosen Leuten dursten einmal die Augen aufgegangen sein über die bodenlose Verruchtheit reichryauplslädtischer Theaterspielpläne. Minder ahnungslofen Leuten aber möchte am Ende em wenig der Kopf gewackelt haben ob der Anspruchslosigkeit — oder llnerjättlichkeit: wie man’» nennen will — des diesbezüglichen Publi- kums. (firoa |o; solch ein Stuck, mit welchem die Leute reifen, ist. wie durch zahllose einschlägige „Presieslimmen' unwiderleglich bezeugt wird, der erfolgreiche Kassenschlager einer kaum begonnenen Saison. So etwas macht allabendlich volle Häuser. Mit dieser Pointe, die die Pariser Schwank- autoren seit Jahrzehnten und mit Vorliebe in Vertin zu Iota geritten haben, kann man immer aufs neue ein erwartungsvolles Parkett füttern, das es längst gelernt längst begriffen haben, längst auswendig wissen muhte: der bemann ift immer und unter allen Umständen der Dumme. Die Leute, sie hören es gerne. Da kann man nichts machen. Man mutz es ihnen immer wieder erzählen, wie Kindern ein Märchen. Sas he aus pariserisch zum tausendsten Male vorgekaut bekom- men haben, lassen sie sich auf ungarisch mit Wonne Sm taufenbuntarften oder zweiten Male verletzen. as tan Herren Vciller und Vernarb und Armont und (Berbibon und wie sie olle heißen, recht ift das kann Gyula S o m o g y i wahrhaftig billig »ein. Bei tan Franzosen wird in tar Regel spätestens im zweiten Akt (um die Situation eindeutig zu klären) ein geräumiges Bett ausgefahren. Bei den Ungarn aus MoknLrs Schule befindet sich dieses Möbel entweder im Nebenzimmer oder im ersten Stock. Das ift der Unterschied. Im übrigen muh der Referent bekennen, daß er schon vor der großen Pause in einiger Verlegenheit war, wie er diesen, von ihm unerbittlich geiorderten Bericht mit Anstand auf den erwünschten Umfang bringen solle. Nickt daß ihm nichts eingefallen wäre ... aber man kann und darf ja ickließlick nickt mehr erzählen als zu sehen und zu bnren war. Denn es handelt sich dach hier — manchmal möchte man fast lagen: leider — nicht darum, was bare Heimat hinau/g ht. ganz fr^mtar« aus- tr r;m mu* 3st e» ha nicht klb'.frcrtä dlich. tast jetar tarn tat B g ü' Deutschi.nd ütai ehe» g bt Ich ' ir die ikta tr.-gung tar ge- • amten 3u .U _u bi» Reich ciif.'it? Di. heran- wachlenta I-gmv v rsteht so manche Di-.ge. die sich aus taut b »h rig n Zustand notwendig g.tan. übet Haupt nicht mehr. 3ft es tai- spieksw i'e nia&t tragito. i ch dast vr u- stische Slud.nt. tar später auf Anstellung in pteustUck.n Lla t5M nften r.ch et noch hule nicht ob c Ge ichm g g d » tt u ik «t Justiz- :-un. .er» t und Machtwillen oder Geldverdiener, ehemalige Soldaten und viele, die unzählige Plünderungen und Morde aus dem Gewissen haben. Auch Richtrevolutionäre, die sich aus irgendeinem Grunde in Brasilien nicht halten konnten. Gesindel übelster und gesährlichster Art. von denen mancher mehr Morta auf dem Gewissen hat. als feine Hand Finger zählt, alle» ist t>a — und gebt ruhig und anständig seinem Tagewerk nach. Die argentinische Polizei ist ander» al» die brasi- bem Referenten, sondern was dem Autor eingefallen ist. Unb bem sind doch eben nur die abgelegten Aphorismen anderer Leute eingefallen. lieber die Frauen im allgemeinen unb über die Ehefrauen im besonderen, lieber das Verhältnis zwischen Mann unb Weib a) vor der Ehe, b) mäh- renb der Ehe, c) nach der Ehe. Wobei bie Männer allenfalls noch in erfahrene unb unerfahrene unterzuteilen wären. Ober in verheiratete unb unverheiratete. (Was nach Lornvgyi unb feinen zahlloien Vorrednern aus Paris unb Bubapesl gleichdebeu- tCnb ift mit armen Idioten unb beneidenswerten Weltweifen.) r Idioten, welche einen Freund auf ihre beargwöhnte Gattin loslassen, deren Treue unb unwandelbare (Ergebenheit zu prüfen. Unb schmun- jelnbe Kenner, die von der freundlich angebotenen Gelegenheit gerne Gebrauch machen. Bemerkenswert ist dabei, daß bie Frauen allenfalls in hübsche unb häßliche ungeteilt werben: andere Unterschiebe, etwa wie bei ben Männern, kommen überhaupt nicht in Betracht: was für die Einstellung der So- mogtzi unb Genossen überaus bezeichnend ist. 5er Idiot dieses Stückes, Peter, merkt natürlich nicht», obwohl er mit dem Opernglas im ©arten auf tarn Nußbaum hockt, wie ein ©eier, um die beiden Prüflinge im rechten Augenblick zu ertappen. Nichts merkt er. Er findet die Tür seiner Frau Sybille nachllicherweise verschlossen, läßt Groll unb Eifersucht fahren, legt aufatmend feine Hand für sie ins Feuer und erhärt mit weitausholender ©efte im hinreichend bekannten Brustton der Ueberyugung: Spbüle? . . Ausgeschlossen!!! Kaum hat er den Rücken gewendet unb das Zimmer verlassen, senkt sich der Vorhang über SnbiUe, der tvrau, und ©afton, dem Freunde, welche in inniger Umarmung eine schöne Gruppe stellen. Womit im Sinne dieses und ähnlicher Stücke alles in bester Ordnung ist. Das Gastspiel der „Tribüne" erwies sich, bei Licht besehen, als das Gastspiel eines Mannes: Georg Alexanders. Er war wirklich sehr drollig, er mochte vieles gut unb vieles vergeßen unb half über viele hinweg. Das Stück befiehl nämlich, wenn mir offen sein sollen, in allen drei Akten, aus Geschwätz. Alexander ist nun ganz der rechte Mann dazu, aus ieerem.albemem, frechem und belanglosem Geschwätz etwas zu machen. Er nufieli so ein paar -ätze vor sich hin. man hört es kaum, aber es ist sehr komisch, sein Gesickt dabei zu betrachten. . Dieser Mann kann unbddjrciblid) schöne t'se'ichier schneiden, er ist ein Mimiker non lächersicher Der- finnische; lehr korrekt und nv>rta i ch scharf: nur so ch. U sie diele Grenzg.seU.chafl i i wä-ach bi« zu tarn Tage, co eine n?uc Rc.olution in D asilien ; Hunderte diese- Leute wieder über die Grenze eilen läßt. Wiederum tri ff ft du deu'.sch' Kolonisten. aber immer verstreute: sid 11 le und tar ar gen! milche Staat b. drückt i xre Schulen: er will Argirntinier. nicht Deutlcharpenlinier! Da» Bölkermischmafch ist wonäglich nock größer al« in Rio Grande do Sul. du pal irrst sogar eine Schwetanpi ata' Der Argentinier se bst ift wie sein Staat straffer als tar Brasilianer, hier fließt fpani che» Blut, brühen portugiesische«, unb hier wie in Europa ist nicht allzuviel Achtung und Freundschaft unter beiden. Gs ist Februar, Hochsommer uni» e» kommen Regentage. E» regnet, wie es nur in Amerika regnen kann, und du genießt herzliche Gastfreundschaft überall und dringst ein wenig ein in da« Wesen dieser Mischbev Ikerung. Dann wieder plagt sich dein Pferd über regenglatte Dergwege bergauf, bergab, ve.finlt im Lehm, Morast, stolpert unb rutscht und du kannst nicht mehr zählen, wie ojl du am Botarn liegst und neu satteln mußt. .Schatz", so heißt dein Pserd, wird müde unb störrisch und deine Krast erlahmt unter dem ewigen Antreiben. Tag um Tag. Wie verlockend ist es, trockene« Böetter 0b5uirar.cn, sich dann in ein Frachtauto zu setzen, nach Pos ata» zu fahren und weiter mit der Eisenbahn nach Asunlion. Dort winken saubere Zimmer, ftatt herzlich gewährter Räume, au» tanen du des Rächt« bie Schweine jagen mußt - deutsche Be.'pjl.'gung womög.ich statt der schweren Landeskost in der Campagne, die ein europäischer Magen erst nach Jahren verträgt — dort winkt Ru^. statt tar täglichen Hnsicherheit seit fünf Monaten: wo wirst du heute abend bleitan? Da find Menschen, mit tauen du m gewohnter Weise sprechen kannst, nicht nur über da« Wetter, über die Kinder bes Hause», die Pflanzung, da» Dich, tan Handel, den Pfarrer, tan Lehrer, tau Klatsch und die nächste Revolution. Da sind Bücher, Zeitungen und Musik, vielleicht sogar ein Klavier otar ein Grammophon mit deutschen Platten. Du wirst Derbindung mit Deutschland bekommen, viele verlorene Briefe werben sich crnfinden — überhaupt die erste Rachricht! Du kommst heraus aus tan Geldsargen, brauchst nicht durch Photographieren wie jetzt die Reisekasse gcrata wieder einmal auffüllen und mit dem Bauer zusammen Geschäste machen: nichts ist schwieriger als da«. Aber du weißt auch ebenso sicher, daß du dann nicht» von Rordargentinien und Paraguay siehst, denn nur wer wie du jetzt durch da» Land zieht, lernt es ein wenig kennen. Gines Tages, schneller als du gedacht. liegt tat Parana vor dir in herrlicher Breite und rascher Strömung, jetzt nach dem großen Regen. Hnb gleich packt dick wieder die Sorge: wie sollst du mit deinem Pferd da hinüber? Run beginnen Wochen des Wartens und Fragen-, ta» Ber- wanblungsföhikeit. Er grinst, er feixt, er |chmun-091}ern deinem und ihrem holprigen Spa- nrsch utet die kleinen Dinge beZ Tages breit uno noch butter, gehst an einem Regenpau'en- tage mit in seine Pflanzung und hilfst bei der Arbeit mit primitiven Geräten, ober bu jagst auf btoBem Pferderucken hinter einer ausgerissenen Kuo tm Galopp her, oder hilfst, ein Schrein »u kastrieren. Sin junger Bursch, dessen Gesicht, wie hier häufig, an 3nfa$ ober Mongolen erinnert — tastet sich mit dir durch nachtschwar- zen Urwald zu einem Rancho, wo h?utc abend „gfaria", d h. Ball, ist. Du trinkst wie sie alten Eanna, den guten paraguayischen Zuckerrohr- auS großen Blech bechern, probierst eine Polka Paraguaho", und drückst dich wie sie bei- 'eite, att um Mitternacht die übliche Lchiesjerei zweier Eifersüchtigen erfolgt. Dein Pferd stapft tagelang durch Sumpf, bu sinkst oft bis zum Pferde- baiub ein und muht abspringend dein Pferd aufs Trockene peitschen. Du wirst oftmals vom Wege abirren und dich immer wieder Wundern, daß dein vorsichtig tastendes Pferd dich vor Gefahren behütet. Du passierst überschwemmte Kampe und dein Pferd marschiert manchen halben Tag im Wasser, mand# Stunde geht es bis zum Bauch und den Weg ahnst du nur. Du muht über gestürzte ober schwimmende Drücken, unter denen baS Aegenhochwasser braust, schreitest bis ytm Halse im Wasser — das Pferd am Zügel — durch reihende Bäche, durchschwimmst ohne Kleider mehrmals am Tage Flüsse und siehst voller Angst nach deinem mit der Strömung kämpfenden Pferd, baS am Zügel folgt. Und deine Sorge tn diesen Tagen ist nicht geringer, weil du allein bist. Du findest Gegenden, wo bu freundlich auf» genommen wirst und andere, wo man dir aus Ungefälligkeit ober Besorgnis am Abend das HauS verschließt. Du richtest dein Lager unter den Sträuchern und flüchtest alle Stunden, um dem Mondschein zu entaehen. in eine andere Ecke. Du kommst durch CanoeSteile, vor denen dich jeder warnte, du hast deine Pistole schuhbereit auf dem Sattel. daS lange Messer im Gurt und bist doch hilflos, wenn bu meilenweit durch den deckenden Urwald traben muht. Eines Abends wird man dir auch raten, dein Pferd an deine Lagerstatt anzublnben. bic, wie in Paraguay üblich, em Freien unter dem Borbach deS Ranchos ist. weil man dir dein Pferd holen will. Aber bu wirst überall glücklich passieren, denn die Dinge werden schlimmer gemacht als sie sind. 3e näher du Asunllon kommst, um so mehr häufen sich die Landstädtchen, kleine als Städte aufgeputzte Dörfer, sandig, still, weit und fveund- lich. Die Orte 3efuS und Trinidad, Duty und 3egroS, Billa Rica und 3nbebenbencia, Bytimi und Daraguari, Buyaguaron und 3tangua und schließlich Aregua bezeichnen deinen Weg nach Asunsion. Und eines Tage- fühlst du eS teutlich, bah Paraguay, seine Landschaft und feine Men- schen, daS letzte und schönste Stück deines Ritte« ist., ES ist Juni und es ist Winter und tatter Rord- toinb läßt dich frieren. Du hast dich in der Rühe vtzn Asunsion in Pension gegeben, fandest ein b«rtfcheS HauS mit einer bon waltenden beut» schen Hausfrau und damit alles, was du dir nach eipem so langen Abenteuerleben wünschen konntest. Du freust dich kindlich über tausend Dinge, die das Leben em wenig behaglich machen und deren Existenz du gänzlich vergaßest. Wenn du dann im Kvrbschaukelstuhl zurückgelehnt den Mate in der Qlbenbbämmcrung schlürfst, auf der überdachten Veranda beincS Hauses, und wenn dein Blick m die bläuliche Landschaft schweift, den Kamp voller Waldinseln und einzelner RanchoS, in Dämmerruhe getaucht, und du deine eigene Ruhe fühlst, bann werden erst richtig die Nten» schen, Dinge und Landschaft deutlich, die bu gc» sehen hast. Immer größer wird bas Bild und bald glaubst bu. cS gar nicht mehr mit einem Blick umfassen zu können, wieviel ein Jahr in Sübamerika zu Pferde geben kann, wenn du frei reist, ohne Reichtümer unb fernab ber großen Straße. Der Chorzow-Streit. Der endlose Streit um das Kalk st ick ft oss- wert Ehorzow scheint jetzt nach ber Entscheidung befl Haager Gerichtshofes enbaültlg seiner Bereinigung entgegenzugehen. Am 3. Juli 1922 beschlagnahmte Polen baS Werk unter Berufung auf fein Liquidationsgefetz, baS wiederum auf dem Bersailler Diktat beruhte, unb führte dazu an, bah cS zu biefer Maßnahme berechtig! fei. well die Inhaber beS Werkes, bie Obcr- schlesifchc n Stickstoffwerke, nur bie Scheinbefitzer wären, ba hinter ihnen als ber rechtmäßige Besitzer baS Reich stünde, so bah die Liquidationsparagraphen in biefem Falle in Anwenbung gebracht werden könnten. Damit begann ber Streit. Die Angelegenheit tarn, nachdem tm Wege direkter Verhandlungen eine Bereinigung völlig aussichtslos erschien, vor den Haager Gericht-dos. ber 1926 zum ersten Male bas für Deutschland sprechende Urteil fällte, nachdem ber deutsch« Sta nbpunkt als zu Recht bestehend anerkannt würbe Polen ließ sich durch bicfeS Urteil in seiner Haltung ober nach keiner Richtung hin beeinflussen, unb erst nach endlosen und jahrelangen Berhanblun- gen. die immer wieder erneut vor dem Haager Gerichtshof auSgetragen wurden, bequemte -ich die polnische Regierung dazu, einen Schadenersatzanspruch anzuerkennen, bot dafür aber eine Summe, die noch nicht einmal 25 Prozent ber beutfchen Forderungen auSmachte, Io daß Deutschland auf dieses Angebot nach keiner Richtung eingehen konnte. 3m übrigen rief die polnische Regierung auch noch ein polnisches Gericht an, das .rechtlich ber. polnischen Standpunkt belegen sollte. Und nunmehr ist endlich bk Sachlage dahingehend geklärt werden, daß Polen zur SchabenSersatzleistung verpflichtet worden ist, baß cS mit feinen Einwendungen gegen das Belitz recht ber Oter- «chlcsischen Stickstoffwerlc im Irrtum ist und daß nun im Wege eines Sachverständigen, rr fahrens Me H ö he der Schadensersatz- Los Angeles, eine neue Weltstadt. Die Stadt der Sonae und des Lichts. - Fünfzehafache Einwohnerzahl in 25 jo^rett. - Das künftige Industriezentrum am Stillen Ozean. Äon Fred <5. Äilliager. Wit dem Schlagwort ..amerikanische Sntwick- lung“ pflegt man bei uns die Ausdehnung *incr Stadt oder eines Unternehmens zu bezetchnan. die allzu schnell vor llch zu gehen scheint. Un- begreif.ich aber dünkt dem Europäer die Entwicklung einer Stadt, bic selbst für amerikanische Berhälln lle überaus schnell gewachsen ift. Reiche Bodenschätze, von einer raffinierten Bodenspeku- lat-.on mit großzügigster Reklame auSbojaunt, haben bewirkt, daß aus einem Keinen Dorf eine prächuge Riesenstadt entstanden ist, deren Raine LoS Angeles heute in der ganzen Welt bekannt ist. Roch immer werken bie Terraingesellschaften in riesigen Inseraten um neue zahlungskräftige Wltbüraer. verheißen schlaue Unternehmer selbst dem kleinsten amerckanischen Kapitalisten große Spekulationsgewinne, wenn er Grundbesitz in bet Aähe von Los Angeles erwirbt, unb noch immer pilgern Tausende von Abenteurern, Hochstaplern. Kapitalisten und Proletariern nach jenem Ort. von dem sie sich eine mehr ober weniger glänzende Existenz oder doch wenigstens auSreicyende Derbienftmöglichkcide« erhoffen. .Ort ber Königin der ®nael" hieß ursprünglich bas Dors LoS Angeles, das im Jahre 1781 von spanischen Missionaren gegründet worden ist. Roch hundert Jahre später war biefer Flecken im übrigen Amerika ganz unbekannt: aber im Jahre 1900 zählte bie Stabt schon 100000 Einwohner, unb ein Jahrzehnt darauf hatte sich dir Brwvhnerzahl verdoppelt. 1920 wohnten in Los Anglles — nach der Eingemeindung Hollywoods unb anderer Ortschaften — 500 000 Menschen, und heute sind eS f a st anderthalb Millionen. Roch überraschender unb g grntischer wirkt aber ber wirtschaftliche Aufschwung, den bie Stadt in den letzten Jahrzehnten genommen hat. In zehn Jahren hat sich ihr Ha.enexport mehr als verhundertfacht: während im Iah« 1915 für 750 000 Dollar Güter ausgisuhrt worben sind, hatte die Hafenausfuhr im Iah« 1927 einen Wert von 112 Millionen Dollar. Sechs Schisfeh.tslinien liefen im Jahre 1919 den Hafen der Stadt an, und h.ute entsenden 151 Darnpscrl.nlen ihr.' Schiffe dorthin. Allein im Jahre 1926 wurden 300 neue Fabriken eröffnet, unb in 730 Hotels stchrn 140 000 Betten zur Verfügung brr Gäste. Schon heute ist LoS Angeles der größte Bahnknotrnvunkt SübkalifornienS; die Stadt ist auf dem besten Weg, ein neuer amerikanischer Mittelpunkt ber Industrie, ber Schiffahrt und der Finanz zu werden. Alle Vorbrbingungon für eine solche Entwicklung sind gegeben, Denn selten ist eine Gegend von der Ra kur so verschwenderisch mit Gaden bedacht worden wie Südkalifornien. Herrliche Täler, romantische Schluchten und vor allem der „Pacific" umg ten LoS Angeles, ein angenehmes Klima erleichtert daS Leben feiner Bewohner, im Winter friert es sehr selben, und die SommertLge werben nicht allzu heiß, ba kühle Seewinde bie Stabtbewohner erfrischen. Dom Mai bis Oktober regnet eS nicht, unb auch bie Infekten, die uns im Sommer belästigen, sind dort fast unbekannt. Die Täler trag n Reben-, Orangen- unb Obstpslanzungen, prächtige Palmenhaine wechseln mit riesige1 Gärten ab, in denen Blumen und herrliche Früchte gedeihen. Wichtiger für den wirtschaftlichen Aufschwung dürfte es sein, baß eS um Los Angll^ herum mehr als 1100 Petroleumquellen gibt, unb schon im Jahre 1924 hatte bic Pe- troleumprobullion dieser Stadt einen Wert von fast 900 Millionen Mark. Ungeheure Vermögen sind durch diese zufällig entbedten Quellen entstanden. Roch heute zeigt man sich einen Hügel. Signal Hill, auf dem man die ersten Petroleumfelder fand. Ein Grundstücksmakler hatte daS Gelände angekauft und in viele kleine Felder geteilt, die ec zu geringen Anzahlungen verkaufte. Als mit dem Dau der ersten Häuser begonnen wurde, stieß man auf Petrv- leumquellen. die überaus ergiebig waren. Mit einem Schlag waren die kleinen Leute, die eine solche Hügelparzelle erstanden hatten, au Millionären geworden, denn große Petroleumgesellschaften kauften ihnen ihr Land gegen eine Beteiligung an ber Produktion ab. Später zahlte man bann ben glücklichen Besitzern diese- Terrains ungeheure Pauschalsummen, um bie Pro- buflionSteteiligung bamit abzulösen. Unmittelbar vor ber Stabt befindet sich außerdem ein umfangreiches Asphaltlager, das reiche Ausbeute verspricht. Die einzige Sorge bet Bewohner von LoS Angeles war der Mangel an Rieter- schlägen: aber auch dieser Mangel wurde dadurch behoben, daß man riesig« Wasserleitungen und großzügige künstliche Bewässerungsanlagen schuf. Kürzlich sind die Einrichtungen zur Der- sorgung von LoS Angeles mit Trinkwaller so großzügig erweitert worden, daß sogar 7>/, Millionen Menschen mit dem kühlen Raß versorgt werden können. Richt weniger als 47 riesige öffentliche Gärten hat Los Angeles aufzuweisen, ein prächtiges Iustizgebäute, d«i Mus«n und viele öffentliche Prunkgebäude legen von dem Reichtum dieser Stadt Zeugnis ab. Dor nicht allzu langer Zeit wurde sogar eine eigene Universität aeschaffen, die heute von 12 000 Studenten besucht wird, und 27 höhere Schulen. \o* wie 234 Volksschulen sorgen für die Ausbildung der Jugend. Seit einem Jahr hat man in LoS Angeles auch mit ben Dorbereitungen für bie Olympiade begonnen, die im Iahte 1932 dort stattfinden soll, unb ein Stadion mit 35 000 Sitzplätzen wird eigens für diesen Zweck errichtet werden. Selbstverständlich ist für die Verwaltung einer solchen Riesenstadt ein großer Apparat erforderlich: ein Oberbürgermeister unb zwölf Ratsherren haben alle Hände voll zu hm. um die Derwaltungsangelegenheilen zu erledigen. Unterstützt werden sie dabei von sechzehn Kommissionen. die auS je fünf Mitgliedern bestehen. Während der ganzen Rächt find die Landstraßen um LoS Angeles hell erleuchtet, unb die Stabt selbst prangt in einem Lichtmeer. Am schönsten aber finb die Gartenstädte, Me in einem riesenhaften Kranz die Stadt umgeben: dort liegen inmitten prächtiger Gärten und herrlicher Rasenplätze bie prunkvollen Paläste jener Milliardäre. die sich nach LoS Angeles zurückgezogen haben, um die Früchte ihres Reichtums zu genießen. Prächtige Autostraßen führen von der Stadt auS in bie nahen kalifornischenSce- b ä b e r, Me mit allem nur erdenklichen LuruS angelegt sind und prach igc HotriS aufweisen. Der gewöhnliche Sterbliche kann sich allerdings ben Aufenthalt in diesen Prachtbauten nicht erlauben, beim 20 0 Mark ist Wohl ber mebrigste Tagespreis, den man f ür ein Zimmer bezahlen muh. Tin Badeort, der Denetia heifft. stellt eine vollkommene Imitation DencbigS bar, sogar die zahlreichen Tauben deS MarkuSplatz?S fehlen nicht f!). Gin anderer Badeort ist Santa Barbara, baS vor drei Jahren von einem starken Erdbeben h.ßngesucht worden ist. Eine ganz betonte re Anziehungskraft von LoS Angeles bäbet se^bverständlich ber Stadtteil Hollywood, in dem die b e r ü hm testen Filmkünstler der Well wohnen. Pola Regri, Lilian Gish, Gloria Swanson. Matt) Pickford. DouglaS FairdankS. Thariie Chaplin und Harald Lloyd haben sich dort angeftetelt, unb auch deutsche Künstler, wie Tonrad D eidt, Emil 3 ann i n g S unb Lukitsch, haben dort eine zweite Heimat getunten. Reben ben amerikanischen Milliardären unb weltbekannten Filmschauspielern wohnen jedoch auch eine Anzahl Menschen, die in bitterster Rot leben, und doppelt tragisch wirkt neben diesem Glanz baS ungeheure Elend all jener jungen unb alten Leute, die viele Monate auf Beschäftigung durch eine Filmgesellschaft hof’en und meist hungernd unb unbeschäftigt den verschwenderischen LueuS ihrer glücklicheren Mitmenschen mit ansehen müssen. Der größte Teil ter Bewohner von LoS Angeles, ter über ein wenig Geld verfügt, spekuliert mit. Terrains, und sogar viele Arbeiter unb baS Hotelpersonal besitzen Grund unb Boten. Gegen geringe Anzahlung erwirbt man kleine Grundstücke, bie in kurzer Zeit mit beträchtlichem Gewinn weiter veräußert werten, ohne daß sie voll abgezahlt Worten sind. Große Banken beschäftigen sich ausschließlich mit ter Beleihung von Grundbesitz. unb die bestehende Grundsteuer umgeht man dadurch, daß man fl?tne provisori'che Häuser baut deren Derrn ietuna die Steuer wieder einbringt. Einen empfindlichen Strich durch die Rechnung ter Bodenspekulanten machte baS Orbbeben, daS vor drei Jahren Südka'ifornien heimsuchte, unb noch längere Zeit nach dieser Raturkatastrophe wollte niemand Grund unb 23oben in ben gefährdeten Gebieten erwerben. In wenigen Tagen stürzten die Preise für Terrain- beträchtlich, unb viele kleine Spekulanten verloren ihr Hab und Gut Aber schon nach einem halten Jahr, als kein weiteres Erdbeben erfolgte, beruhigten sich die Gemüter, ein neue- Hausse- treiten begann, und heute blüht die Bodenspekulation in LoS Angele- mehr beim je. leistung unter Zugrundelegung ter gegebenen Verhältnis e festgestcllt werten soll. Wenn man also jetzt auch iwch nicht weiß, in welcher Höhe ter Schadensersatz einmal tatsächlich geleistet werten wird, so ist doch nunmehr immeroin eine Rechtsgrundlage geschaffen worden, die. da tetbe Parteien den Gerichtshof anerkannt haben, die Basis für die endgültige Beilegung abgibt. Der UrteilStenot zerfällt, wie bereits gemeldet, in 9 Paragraphen, nach denen auf der einen Seite ter Tatbestand testgestellt wird, und andererseits da» weitere Verfahren eine Festlegung erhält Ss ift erfreulich, daß der deutsche Reihlsstandpunkt sich durchgefetzt hat. Damit ift em neuer Beweis gegeben, wie lehr es Deutfchland immer darauf ankommt, die internationalen '.steck,tsgrundfätze durchzufetzen, von vorn- herein war es aber für Deutfchland klar, daß ein geredüee Urteil zu gar keinem anderen Ziele kommen konnte. 'Senn ter Hohe Haager Gerichtshof trotz der einachenten Untersuchungen ben deutschen Standpunkt bestätigt hat so zeiat dies auf der an- teren Seite auch, mit welcher Objehioität man im Haag zu arbeiten gewohnt ift. Deutschland sieht deshalb mit Vertrauen dem kommenden Sachoer- ftünbigenverfnhren entgegen und ermattet nur, daß die bamit endgültige Lösung ben deutschen Forderungen entsprechend auch endgültig mit dieser streitmaterie, die im Grunde genommen nur ein ~=nmptom der rechtlich ungenauen Bestimmungen tes Bersailler Diktats barfuUt aufräumt Lprechftimden ber Redaktion 12 ick« 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Übe nachmittags Samstag nachmittag geschlossen S " Hifleeawfträge find lediglich an dir »efch-f,»stelle ja richte« Oberheffen. Landkreis (tiefcen. Mainzlar, 15. Sept Gestern nachmittag -wischen 6 unb 7 Uhr fuhr in ter Bahnbosstrate bic 55jährige Ehefrau Panzer von hier mit ihrem Ja brr ab. alS ihr bas Auto einer hiesigen Firma in lang'amer Sähet entgegen- kam. Aus die Signale tes Wagens wollte die anscheinend ün Fahren noch etwas unsichere Frau zur Seite unb von ihrem Fahrrad herunterfteigen. kam dabei aber auf bis jetzt noch nicht aufgcfl-irtc Dteisc dem Auto zu nahe, so bah sie von diesem erfaßt wurde. Sie erlitt einige Verletzungen am linken Dein und eine Hautabschürfung am Kops« Daß ber Unfall feinen schttmmcren AuSgang nahm, ist nur bem besonnenen unb langsamen Fahren des Wagenführers zu txrtbanfciL Die Frau wurde nach ihrer Wohnung verbracht, wo Dr. Schlapp-Lollar bk? erste ärztliche Hilfe leistete. OO Äleln-Cinbcn, 16. Sept Au, der jüngsten Gemeinberatsfitzung ist u. a. zu berichten: Schon lange bemühen sich bic hiesigen sporttreibenden Vereine um d.e Anlegung eines neuen Sportplatzes. Der terzeilige Sportplatz, am Dorf ausgang nach Großen-Linden zu geleoen. ist für feine Zwecke nicht geeignet Dor allen Dingen ift er viel zu klein, kaum 95 Meter lang, unb liegt In »ächfter Räte tes Friedhof«-, dasu auch noch zwischen zwei Hos- retten. Bei Regenwetter ist er einige tage später noch völlig verschla!nntt und unbenutzter DaS ^tößte liefet^ teftebMebodb la feiner ungünstigen h brbftranc inneres Doriee TU an bad non Glück »euac teuch avgetrietenc 2140* »erur l uckr f’nb Der Derncinterai erfamtfc au? Meten Grünten bic Rolwenbigfeit ter Schaffung ernrS neuen Sportplatzes an unb beauftragte ben Bürgermeister, bie erforterlichen Schr.tte zu unternehmen. — Die von einigen Seiten beantragte Neuregelung ber Befvlbung für die ©emeinbebeamten tourte abgelehnl. Nur dem Flurfchütz tourte eine Erhöhung feiner Der- mtung auf 1600 Mk. pro Jahr zuge-tenten. — Ebenfalls Adlehnung fanb ein Antrag ter 5rei* toiIItgen Feuc rtoehr bic um Gewähruna eines Zufchu'fes zur Anschaffung von AuS- rüftungSflegenftänten für ihre Stizer nachsuchte. — Für ten Standesbeamten betrachtete ter ©ememterat die im Dorankchtag für bal Rechnungsjahr 1926 eingestellte B^r^tung von 200 Mk. pro Jahr (bei 2000 Sintoohnern' als ausreichend unb lehnte ehtc Erhöhung biefer Summe ab. > AuS dem südlichen Kreis Gießen. 17. Sept. Infolge ter vi terons bcsteh.nten Grünfutterknappheit. die auf die spärlichen Regenfälle teS letzten Sommers zurückzufüh«n ift. tourte ter Landwirt gezwungen, dem Dtehfutter ent- fprechente Kraftfuttermittel zuzufetzeiz. um mche eine allzuarvße Lücke m ter Mi l chHezeu- gung auttommen zu lassen. Dieser Zusatz ber 5um Teil teuren Äraftfuritrmehd mußte aber naturgemäß ben Erzeugerpreis beeinflussen Der StallprciS ter 'Milch betrug seither in hiesiger Gegend 18 Pf. pro Liter, tm Motrat 3urü sogar nur 17 Pf. Die allzu große Spanne zwischen Erzeuger- unb Verbraucherpreis der Mllch, cck- auch bic, bedingt durch die Autterinapphetl besonders schwierigen Berhältnifse dieses 3ah«s. führten Vertreter des Landbunde- aus ben in Betracht kommenten Gemeinten zu einer Besprechung nach Kloster Arnsburg. In bieser Versammlung wurde styärfstens betont, baß die Dis- serenz zwischen Stall- unb Stadt- preiS z u hoch sei. unb beschlossen mit allen Rütteln daraus hinzuwirken. bie Spanne toietet auf 12 Pf. zu reduzieren, wie sie 1927 noch beftanb, mit anderen Worten: den St allpreis zu e r h ö h e n, um ber zur Zett schwierigen Lag« ter Lanbwirtfchaft tn ter Milch?rzeugung Rechnung zu tragen. Auf bie Preisgestaltung wirft« sich da- derart auS. bah bte ^llollecei nich: mehr wte seither 18 Pf. fonbecn 21 Pf. pro Liter bezahlen sollte. Um diese Regelung möglichst rasch herbeizuführen, drohte man sofort mit bem schärfsten Mittel, mit bem Lieferstreik Dieter besteht nun auch tatsächlich feit vorigen Freitag. Die Firma Gebrüder Grieb (Dießen), die wohl an dieser Angelegenh il am stärksten inteoelliert ist, hat in verschiedenen Gemeinten Verhandlungen gepflogen unb sich berertcrflärt. ten Stallpreis auf 20i o Pf. pro Liter zu erhöhen. Sie komrte aber feine Einigung mit ten Erzeuger,! herbeiführen. to:il man hier ben Preis von 21 Pf. pro Sller als eine gerechte Forderung oetrachtet. Die Nngelegcnh:ti soll nunmehr Durch ein Schiedsgericht erledigt werten, das sich aus Vertretern beider Parteien zu- sammensetzt und heute in Dießen verhandeln soll. KrciS Kriedberg. WSR. Friedberg, 16. Sept. Die hiesige Stadtverwaltung hat seit bem Frühjahr f ur Straßenbauten bis jetzt nmb 138 500 Wk. verausgabt. Mit diesem Betrage vermochte sie eine ganze Reihe von Wünschen bet Bürgerschaft zu erfüllen. Weitere Projekte müssen zu- rückgestellt werben bi- bie hierfür erforderlichen Gelber fluffig gemacht worben finb. 4- Nab Nauheim, 16. Sept Ein Ausflug, ten bie Gesang-abtrilung bet Hanauer Turngemeinbe h «tt nach unserer Stabt unternahm, sand in einem gemeinsam« Zusammensein mit ter GesangSriege teS hiesigen Turnverein- seinen Abschluß. Dabei ließ Pros. Gg Dender (Frankfurt a. M ), bet Kreissang.-wart tes Mittel! heinfteiseS ter Deutschen Turnerschaft, durch seinen Stellver- treter Schleicher (Hanau) tefontere Grüße an die Turnersänger überbringen. In längeren Ausführungen Derbrcit’te sich ber stellvertretend« KreiSwart |ür da- Singen über baS diesjährige ÄrciStoertungSfingen in Mainz, woran ISCO Turnersäi ger auS 37 mittelrhrinischen Gesangs- riegen tctlg.nommen d ben. Ei.igeh nd begründete ber Rebner ben Dert teS Zusammenschlusses ber Gesang-rieaen in ber Deutschen Turnerschaft. Das deutsch« Lied g.höre zum deutschen Turnen unb müsse vor allem von den Turnern gepflegt werten, bie tm zunehmenben Aller sich an ber ausgesprochenen turnerischen Arbeit im Dorrin nicht mehr beteiligen könnten. Da im Zumgau Hessen ein Zusammenschluß der (Mang liegen zu einet G a u s ä n g e r s ch a f t noch nicht erfolgt ist. regte ber Redner unter allgemeinem Beifall die balD.gi Einberufung eines Tu rnerfänger- tageS für den Gau Hessen nach Gießen an. WSR. Bad-Rau heim, 16. Sept. Der Ge- lamlbefuch unferer Badestadt betrug bis 13. September 35 530 Personen: anwesend traten am gleichen Tage noch 3981 Dategäste. Seit 1. 3a- nuar b. I wurden über 385 000 Bäder nerab- reicht. KreiS Büdingen. Büdingen, 16. Sept. Der Gemeinde- ra t beschloß in seiner jüngsten Sitzung, ben Marktplatz in feiner jetzigen Gestalt zu belassen und nur an ten unebenen Stellen weiter zu wr- belfern. Lnfchlleßend an ben befeftlgten Platz soll Ml -um Sportplatz, ber bic letzten 80 Steter Änge und die ganze Breite von ter Iahnstratze bis zum Fußpfad umfassen soll, ein für Reitübungen des Reit- und Fahrveretns geeigneter Platz angelegt werben. In Verlängerung ber fünf Meter breiten Straße, die bis xur Grenze tes befestigten Teils mei ter geführt werten soll, tft ein drei Meter breiter befeftlgttr ®eg bis zur Srunoftrahe anzulegen, zu dem bas Geläute von ter Fetdocrcmigung iu Lasten tes Feidbe«mi- aungStocgnettej atug.fdritten toerben foll, ba fünf* tigten biefer Weg nicht nur ben Zugang-weg zu ben angrenzenten Läuteteien hütet, fontern auch eine geeignete fahrbare Berbrnbuug von dem südöstlichen Stadtteil nach ten Sccmenländern. dem Siebe [berg und tem Zi:gelterg bar* stellt. DaS Hochbauamt wird er'ucht, nach diesen Gesichtspunkten ein Projekt au-zuarbeiten. in dem auch d« zweckentsprechende Herrichtung de- Reit- und Sportplätze- vorgesehen ist. Die seither für den Marktplatz ar?gewendeten Kosten s-.nd in dem Kostenvoranlchlag mit airf- zunehmen. Für fe.e Ausgestallung 5«S Sportplatzes soll ew Sachverständiger für Herrichtung do« Sportplätzen herangezvgen werden. — H er* auf wurde über die 'Sahl der Mitglieder für di« Marktbcputation beraten. Der GeTT^ntera: befchloh fee 'either beftanteme Marlttormn/sio« auszuheben unb tn eine NLnft- »tMitahon unvrutoanteln: ce biefe wurde» y wäh.ti Beil, 'ShtteTm. P’erbefySnbUr Frehmark, Abraham. Äanbrt»incnii; Höhrath, auguh. Äouf- mam 3öd«L Wilhelm, Uteixrrme ftet; Vehr. Qtoauil. >«t. Methfess«!, Äati O.. I QaiteHi; Aersingcr. -«tnrich. ßanbmitt; So 5ÜÜ Mar Äaufmamt; 6?am Reinhard Ätoll. Er Hal 87 Lenze kommen und gehen sehen und «rfr-ut sich noch einer guten körperll 'en und geizigen Frische. *.:cic «djoiun. 4 Aus dem Oberwald, 16. Sept. Während sich die Qtatur hier oben in b*n letzten Lagen stark herbstlich veränderte, hat auch die Besucherzahl unserer beliebten An-llugSpunkte beträchtlich ab genommen. Es uxht jetzt oben auf den kahlen Höhen de- Hohcrodskopfe« und bei Hcrchenhain ein sehr kühle- Lüstchen, die Aussicht ist häufig dunstig, dic reiche Blüten slora de- Gebt g - nimmt Abschied. Aber gerade jetzt her bienen zwei Seltenheiten de - Doglsbetge» Erwähnung, weil sie sowohl dem Auge bee ganz auf Schönheit eingestellten Beschauer-, wie auch dem Interesse d<- P lanzeir-rcuides einen schönen Genust bieten. Die eine Pilanze ist da- Springkraut. Sie findet sich an vielen windg.schützten Stellen de- Obcnoalbt*. Ihre herrlich Aitroncngdbcn großen Blüten mit dem riesigen Hontgspom hängen an feinen gebogenen Stielchen lenkrecht unter den rcgmfchützenden Blättern. Da die Blütezeit ihrem End: nahe ist. findet man auch schon die reiien Schoten, die eine grafte Eigentümlichkeit haben. Bei der geringsten Becüd- rung mit ihnen (5kiheln mit einem Grashalm genügt) rollen sich die fünf Wände der Fruchtkapseln fpiralenformig auf und schleudern die Samen nach allen Selten. Aul diese Art sorgt die Pflanze für ihre Ausbreitung, indem sic ihre Samen von Tieren ober Vögeln verschleppe« läßt. Darum hnßt sie auch Kräutlein Rührmichnichtan (Impatiens noh tangere). Eine in der Farbe noch mehr auf- leuchtende Schönheit ist die Frucht des Sumpf- schweinekrauts ober der Drachen- (Sdjlan- gen-)tours. Sie zeigt sich jetzt in ihrer ganzen Pracht in h.ltem Zieg lrot, wenn die Blüten- scheide, die Die re, enden Früchte umschließt, sich wieder geöffnet hat. Die P lan.ze gehört zu den Qlrong wachsen wächst an sumpfigrn Stellen und ist augervi deutlich gi.tig. Da- schließt nicht au-, bah man sich über den reich mit roten Früchten besetzten Stengel, der jetzt au« der kahlen Erde strahlt, sehr freuen kann. Ihre Hamen rühren her von der Form der Blätter oder des Wurzclstockes. Eine Verwandte ist die Zimmerpflanze Ealla mit ihrem herrlich duftenden Blutenkolben in der schneeweißen großen Blattschetde. Preußen. Mrcie Wetzlar. DLR. Wetzlar, 15. Sept. D,e große Be- trugsasfäre bet bet Dolk-da nk Wetz» I a r, bte nach monatelangem Berfähren Im Sommer diese« Jahre« mit der Terurtttfimg de« ver- antwortLich^" Kassierer- Drescher geendet hat. wirb nun erneut aufgcrollt. Drescher Hal am letzten Tage der Berufungsfrist durch seinen Verteidiger. Aecht-anwalt ’$hr. Ä a t), Sie- (um, Berufung euigdegt. Wie wir erfahren, ift dec Prozeß auf den lk. Oktober vor der Strafkammer de- LairdgerichtS Limburg angefetzt worden. Man rechnet mit einer Dauer von hier Tagen. — Der vor zwei Monaten m Angriff genommene Baueiner neuen Lahnbrucke schreitet niftig voran. Da die Witterung glück» licherwei'e nicht zu Hochwasser sührte, konnten die Fundamentierung«arbeiten der beiden Widerlager rafch zu Ende gebracht werden. Dte Spezialfirma Aatlon. Duisburg, ist mü dem Aufschlagen eine« Berschtebegetü'ter beschäftigt, um dte alte Brücke etwa 20 Meter flußaufwärts zu verschieben. Dann werden dte Widerlager mit der neuen 6ttentonÜruftion versehen Diese neue komplizierte Methode des Brückenbaues ist um deswillen erforderlich, weil der große Durch- gangsverkehr bei einet längeren Sperrung der Brücke U7>erträglche Berlchtöverhältnisse in der Inner, st adr herbeiführen würde. 0 Ä ö» ha fireife Wetzlar, 16. 6ept Aus der in Koblenz stattgehabten Landwirt- schaftlichen Provin zlalau-stellung bc« Landwirtschaftlichen Vereins für Rhein* vreußen konnte die Landwirtschaft bei Kreises Wetzlar, dte sich an der Ausstellung rege beteiligte, eine Anzcchl schöner Erfolge er- Oie Gafischulbeiträge für die höheren Schulen in Hessen. Don Sürgermeister Or. darl Döksiag, Alsfeld. auferlegen soll. Hiergegen wäre aber der berechtigte Einwand yi erheben, dah d c Herkunft* ite biete der Schüler in vielen Otten bee Lande« Derart ineinander verflochten find (man denke . ».D an die Jlteife Darmstadt und Eroß-Ger^iu ; Heppenheim und Bensheims und sich derart über die Drenzen von Ärel< und auch der Provinz 1 b-nau- au-dehnen, dah nur schwer ein richtige» s System für die Erhebung der Gastschulbeiträge «bilde: werden ttr.rite. denn die meisten Schulen haben Schiller au# vielen Äreifen. Will man die Gastschulbeiträge cinfübren, so wird also nicht« anderes übrig bleiben, als sie den einzelnen Gemeinden aufzuerlegen, denn letzten Endes würden sie von dem Kreis ober der Provinz doch wieder auf die einzelnen Scmelnben um* gelegt werden. Dann soll man den Umweg vermeiden und gleich an die richtige Stelle gehen. Alm namentlich in kleineren Gemeinden den Gastschuibe.trägen den .persönlichen Bci* gefchmack" tu nehmen und gewisse Un- annebm».-bleiten für die betreffenden Eltern zu nenne-Den. könnte die Berechnung so oorgenom- men werden, dah sich die Zahlung nicht auf dte Schüler des laufenden Schuljahr» be^ehk. sondern auf eine Durchschnittsziffer eine« mehrjährigen Zeitraum« Diese Art der Brrechnima würde auch die geredete lein. Der von Siaat«cat Block- Darmstadt in seiner obenerwähnten Abhaichlung gemachte Borschlag, Gemeinden, die weniger als fünf Schüler schicken, von den DastschuDe.trägen zu betreten, erscheint mckck durchführbar, da alsdatm viele Schulart- geme-inden Gefahr laufen würden, überhaupt feine Dastschulbei'träge zu erhalten, da tne meisten Derne.nden. nametrtlich in den kleineren Ott- fchafien im BvgelSberg und Odenwald, weniger als fünf Schüler in eine höhe« Schule enrt'rnben. Der Hauvteinwand der gegen die Dastichul- be-träge erhoben wird, geht dahin, dah die Schulortgemeinde durch da- Bestehen der höheren Schule wesentliche wirt1chastlick)e Vorteile hätte, und dah die Schulstadt, dte auch die Schüler aus dem platten Lande ihrer Umgebung auf- nehnte. ihre Bedeutung zum großen Teile ihrer Umgebung verdanke. Demgegenüber wäre darauf hinzuweiage für da- ideelle und materielle Wohl emes Landes und feiner Bewohner. 3m April b. 3- fanb an Hessischen Ministerium für Kultus- und Bildungrweten tn Darmstadt unter dem Vorsitz des Hesfifchen Staatspräfiden- ten aus Anregung der Hessischen Städte und Landgemeinden, dtc höhere Lchranstallen besitzen. ernt Konterenz zwischen den Vertretern der beteiligten Äommunen und den Verlottern der rinyinen Minilterten statt, die sich hauptsächlich um die Frage einer anbettoe it'e 3 lüber 3iäbr. und ältere 25v!lenj: 1. P«is. 150 Mark, Gemeinde Rauborn: Klasse 4 H—2!änc. Rinder : 2. Drei- 50 2HL Anton Engel V.. HörnShctm. Klaffe 5 (über 2-3jähr. Rinder) 1. Preis 150 222. auberDrn Beute Kammer- preismLn^. Adolf Redhartt Afbshau'en: Ib- P«is. 125 Wk. cufterbci:t filbcrne Der.-inspreis' münze Anton Engel V. HörnShcim: K aste 7 ältere Kühe,: l»-P«iS. 233 2Dt. und eine Tikch- ftanbubr. Witwe Anton Schwarz. HömShcim: Id-Preis, 200 2HL und große Kammerpreis, münze. Wilhelm Saltrnberqer. Griedelbach: 2a- P«is 125 23!. und bronzene 2tere'nsmünze. Fnet-rich Will. Atzbach: ibj)«!». 100 Wk.. Otto Schneider Hörnsheim Klaffe 11 (Sarnm- lungeni: L P-tts 200 2HL HerdbuchgeteMchaft dcs Kremes Wetzlar, b) Ziegen: Klasse l: 2. Preis, 25 2BL ®emeinbe hauten: Klaffe 4 2b-P«ts. 15 Wk.. Albert Enge! HörtrS- heün. Klaff« 5: 12^«iS. 30 M. und riet ne Kamntemen»nnimc Wilhel» Fuhr. Wetzler- Büblingshausen: lb-Prci-. 30 Mk und Degen* ftandsehrenpreis. Georg Weber. Lützellinden: ÄaHc 7: 2a-P«iS. 25 2HL. August Wedel II.. Hörnsheim: 2c-Preis 25 Wk., Alben Engel. Hörrcsheim: 3b-Preis. 25 Wk. Wilhelm Fuhr Wetzlar-BublingShaufen. Ze-Preu». 25 Wk^ Georg Hedrich. Härnsyeim: 3f-Prei-, 25 Mk. Will^'m Depler Hörnsheiin: Klaffe 8 (Seuranlungcji/: 4. Pre s. 30 Wl.. Kreis;.egen-zuchtr»7rein Wetzlar, c) Schweine. Klaste 6 lälte« Sauen; 2d- Srct«. 40 Mk.. und 3e-PniS. 30 2Ht, BuderuS- x G utsverwal tung Hol gut Altenberg. Für Leistungen auf dem Gebiete bet Beispiel- wirtschaften wurde dem Kvei'e W?tzlar, als an erster Stelle stehend ein Diplom be« Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen verlieben Die Buderus lche Guts Verwaltung, Hos- Kt Altenberg wurde für Leistungen auf dem biete der Saatgutwirtfchaftcn mit dem 1. Preis und der silbernen Medaille des Landwirtschaftlichen 25ereinS aasgezcichnel: drrDuts- verwalter erhielt einen GegenstandsehrenpreiS. rilltreis. M. Siset.rorh lAhrial-. 16 Sept, Ein schwererAuglücksfall, de« em 2Lerllchen- teber. zum Otter M, ereignete sich am Samötag. abenh im Bergwerk Der Bergmann Willi Biüder von bwr wurde durch herabftür» zenbe Eesteinsmaffen am Unterleib dermaßen verletzt daß er trotz schneller Allfc seinen Verletzungen erlag Der auf so tragische Weite um« Leben getommem 34 Iah« alle Bergmann hinterläßt Frau und b«i unmündige Kinder Maingav Lpd. Frankfurt a. M.. 15. Sept Am Freu, g vormitlag Ichni t (ich auf der Wllbellns- bcüdr ein etoK) 5 0i ä >r » g c t Wann mit einem Rafiermcstet Die Kehle durch und sprang bann von Der Brücke in Den Main 2km Fischern tonnte er nur noch di« Leiche geborgen werden Die Persönllch.eit des Toten lU noch unbekannt. Mißglücktcr 3aUonftorf. 2DC2L Darmstadt. 16. Sept. Heute vormittag tollte Der erste Start des größten deutschen Freiballons .Bartsch von Sigsseld" vom Sarmstädter 5bigplan au« erfolgciL Etwa 15 000 Iuscha er b t cn sich «in- Qtfunbax. doch wurden sie l.ider enttäuscht. Die Füllung de« Ballons mit Der man um 1 Ubr naa tü b go.Jk"a bat c war gegen 10 11 b mii.age beendel. Al» inan dann zu den Start- norbercitungcn lchrui setzten ft bnen ein. Dte die Arbeitm erschwerten und in die Länge zogen. Gegen 2 Ubr mittags wurde der 25allon plötzlich von einer starken B o e erfaßt n n D f a ft z u Boden gedrückt. Dabei muß die Reih le Ine durch irgendeinen Zufall in Tätigkeit gefetzt worden fein. zeigte fich ein großer Riß in Der Hülle, und nach wenigen Augenblicken fiel her Ballon in s i ch zusammen .8wel Pollzeibcamtc erlitten Gasvergi lungen. d e jedoch nicht l b.nsgv>sähe ich sl'.d zwrt weit. « Polizei- bcan.te crlit.cn Qurtschuna.m Wann der nächste Startversuch des .Bartsch von Cige.clh" vor (ich geben wird. Ist noch nicht bestimmt Berban-stagMit(elrhe»nischer Arbeitervereine. Zu Der 23 c r t r c t c r 1 ü g u n fl de« Mittel rheinischen Verbandes Evangelischer Arbeitervereine trasen am Samstag und gestern zahlreiche Delegierte In Gießen ein. Es befanden lieb darunter die Abordnungen der Vereine Darmstadt. Franksutt. Oberrad. Bockenheim. Sindlingen-Zeil-Heim. Griesheim. Höchst. Hanau. Kreuznach. Wiesbaden. Mainz, Offenbad), Dad-Homburg. Kassel, Cbet-Uriel, Rödeiheim. Roßdorf. Worms. Hahn bei Pfungstadt. Sossenheim. Butzbach und Wetzlar Der Gießener Herein hatte für zahlreiche Freiquartter« gesorgt. Am SamStag abend begann Dic Tagung mit einer geschloslenen 23ersammlung im Deoeinslokal, eS wurden interne 23crbanb;nnqclegenbei- ten geregelt Anschließend sprach Verbands- fetretar Ga u f e r - Darmstadt über das Thema .Zielklare Arbeü in unserer Bewegung Der Derbandsvorsttzendc. Psar«r H e ß - Darmstadt, wie- in seiner 25egrüßungSamprache auf dte Wichtigkeit ber Tagung und de- Tagungsortes Gießen hin Der Gedanlc der evangelischen Arbeiterbewegung habe in Gießen und In vielen Teilen Oberhessen» eine günstige Lkfnahme at- funden Ramens deS Gießener Verein« begrüßte dessen 1. Dor fitzender. Stabte Kirchner, die Gäste und Delegierten mit herzlichen Worten. Zur ^Verhandlung kamen zwei Llnträge von WormS. 1. Die Enführung eine- Verbandsabzeichens wurde grundsätzlich beschlossen. 2. Der Antrag aus Einrichtung einer lliüer- stützuvgslasse sür Dotsälle wurde einem heben- gliebrigcn Ausschuß überwiesen, bestehend au« oen Herren Lauser» Darmstadt, W l t t m a n n- Darmstadt. Kirchner- Gießen. Hof m ann- Höchst, U s n e r - Worrn«. Hepp- Zeil-hei«. I u m e l - Frankfurt 23erbandssekretär Lauser fordert in feinem Vorträge, daß Perfönlichkellen ausgebildet werden müßten. Die Den Gedanken der Bewegung In weite Kreis« der Bevölkerung tragen würden Redner gab zugleich Richtlinien über die Weiterarbeit in Den Vereinen An Den Dortrag schloß sich ein längerer Meinung-anA- taufch. Die Sonntagsveranstaltungen wurden eröffnet durch Ehvralbtasen vom Turme der Iohannes- krrche. Um 9J0 Uhr begann her Feftgottes- dienst in der IohamieSkirche, der stark befuchl war Der Posaunenchor der Luthergcmeinße, verstärkt durch Dläser auS Klein*Linden, wirkte babei mit bet Frauenchor de« Evangelischor Arbeiterve«inS Gic^n trug unter Leitung von Frau M Schäfer zur Verschönerung Der Feier durch zwei Ehö« bei. In der Festpr^igt sprach Pfarrer Schreiber (MainZ) über bas Bibelwort .Prüfet alles und das Gute behaltet" Prälat D. Dr. Diehl (Darmstadt- überbrachte die Grüße und Dünsche der hessischen Kirchen«gicrung und hielt eine zündend« Ansprache auf die Bedeutung der Evangelifchen Arbeiterve«ine für di« Kirche. Seiner Anfprache hatte er das Bibelwort Evangelium Markus Kap. 10, Vers 42—45 zugrunde gelegt. Die Mittagspause wurde ausgefüllt durch ein« Besprechung der Rechner der einzelnen Verba nd-vere ine und -'ine 25ellchtigung der Stabt unter Leitung de- 2. Vorsitzenden de- Gießener 23e«inS Karl Weller. Dte Öffentlich« D« r t r« t« r - T a g un g begann um 3 Uhr n EafL Selb be: recht starkem Bc'uch. Der Pofaunenchot trug aur E nleüung bas Musikstück vor- .Alle«, toa« Obern hat. lobe Öen Herrn . Der 23erbandsvorsitzendc, Psaoser Heß-Darmstadt begrüßte die 23ertrctcr ber Stadt, Der Inneren M.'fwn. der 22 Bruder- Dcreuw au« dem Verband Mittelchein. sowie des GastverernS Wetzlar. Schristlich« Grüße hatten entboten: her Evangelische Bund und Londes-' b»l>chof Karchäuter-Wiesbaden. Den Gruß der Ctabtoertoaltung Gießen überbrachte Stadtverordneter Dinn. Für den Oberhesflschen Verein für Innere Million sprach Prof. Weimer» Gteßen. er betonte di« Verbundenheit bet «van» gel'.!chen Arbeitervereine mit dem Streben dec Inneren Wi'sion, wat doch um 1892 gelegen!» sich ber Gründung de« hiesigen Vereins der un» vergeßsiche Pros. Stamm zugleich Vorsitzender des Arbeitervereins und des 23eretn« für Inne« Million. Dte Grüße de« Kurtzesiifchen banbes überbrachte 25erocmb«tef«tät Pöpke» Kallel. Der frühe« 1. Vorsitzende des ® .ebener Arbeiterve« ins, Prof. Heuf er gab einet Freude Ausdruck übet dte günstige Ensvickümg bet EvangeUchen Arbeitervereine Den Haupt» porfraq hielt Pfarrer Droenhvfs- Frankfurt a. M. über daS Thema: „Der D:«nst unserer Evangelischen Arbeitervereine an dem sozialen Fortschritt unseres Lottes". Er führte in seinem «inständigen Vortrag aus. dah die evangelischen Arbeitervereine dienen wollten und dieser Dienst gelt« dem sozialen Fortschritt des deutschen Lottes, dem Wiederaufbau unseres Vaterlandes. A cht Klassenkampf, Haß und Leid solle die Losung sein, sondern dienende Liebe an der Dolksgememschast und Schicksalsgememschaft nach dem Grundsätze: „Du sollst dein Lott mehr lieben als dich selbst." Bodelschwinghsch« Art und Tat sei notwendig. Redner forderte die Gebildeten aus, mitzuwirken im Sinne der evangelischen Arbeiterverein« am sozialen Fortschritt. Der Lors.tzende dankte dem Redner für den ausgeze chneten Lortrag und bat um dessen Ler- iw Lerbondsorgan. Um den vorzüglichen Eindruck der Rede nicht abzufchwächen. wurde von einer Aussprache abgesehen. — Der Vertreter vom Wetzlarer Lerein. Syrc Dock- bo rn, sprach den Dank seines Lereins für die freundliche Begrüßung und für den lehrreichen Dortrag aus. Rach Schluß der Tagung erfreute der Pc- saunenchor noch durch mehrere Chöre und Lieder. Lerbandsvorsitzender Heß dankte noch dem Vie- hener Lerein für die herzliche, gastfrei dl ich« Aufnahme und für die schöne Ausgeftattung der gesamten Tagung, sowie dem Posaunenchor und dem Frauenchor für ihre Mitwirkung, die wesentlich zur Hebung der Feier beigetragen habe. Oie neuen Leiter der Arbeitsämter. WSR. Bekanntlich werden die Arbeitsämter, die jetzt noch Lerwaltungszweige der Gemeinden bzw. Gemeindeverbände sind, mit Wirkung vom l. Oktober b. 3. durch die Reichsan st a l 1 für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung übernommen. Die Lorsihenden der Arbeitsämter sind in Zukunst die ersten Beamten des Arbeitsamts. Dce 40 Arbeitsämter, die jetzt noch im Landes- arbeitsbezirk Hessen bestehen, werden unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gesichtspunkte zu 18 Aernt e rn zusammengelegt. Für die Ernennung zu Dorfitzenbcn und deren Stell- Vertreter in den einzelnen Ilenuern des Bezirks Hessen wurden, wie wir erfahren, jetzt vom Dor- ftand der Reichsanstalt die folgenden Herren in Aussicht genommen: Arbeitsamt Frankfurt a. M Dr. 3. Frey, Bürgermeister in Gießen. Stellvertreter. A. Markgraf, Geschäftsführer des ArbeilSamts Fransturt; Darrn st a d t: G. 3 ö cke l, Geschäftsführer des Arbeitsamts Darmstadt, Stellvertreter: F. 3. Roh, Geschäfts!ührer des Arbeitsamts Bensheim, Hanau: V Weyprecht. Beamter des Be- rustScnntS in Darmstadt: Mainz, 3. Engelmann Geschäftsführer des Arbeitsamts Rkallrz; Wiesbaden: Dr W. Lins. Direktor des Landesarbeitsomis Hessen, Stellvertreter: H. Sälzer. Vefchästsführer des Arbeitsamts Wi.s- baden: Offenbach: W. Zschech. Geschäftsführer des Arbeitsamts Offenbach, Stellvertreter. A. Heime, Beamter des Arbeitsamts Offenbadb; Gießen: H. Bues, Geschäftsführer des Arbeitsamts Harburg- Marburg. D. Peers ch, Vefchästsführer deS Arbeitsamts Marburg: Limburg: 3. Wahl, Geschäftsführer des Arbeitsamts Limburg: Riederlahn st ein: A. Bertsch«, Vorsteher des Wohlfahrtsamts unb stellvertret mder Vorsitzender des Arbeitsamts Montabaur: Hersfeld: G. Verlach, Gewerkschaftssetre- tär in Hersfeld, Stellvertreter. Dr. Fritz Stey. Beamter deS Wohlfahrtsamts Oels (Schief ), Dillenburg. H. Lutz. GewerkschastSsekretär in Dillenburg: Wetzlar: O. Bärwinkel, Geschästssührer des Arbeitsamts Wetzlar: Fulda: Dr. W. R o m p e l, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Arbeitsamt Düffeldorf. Stellvertreter: F. Pfaff, Geschäftsführer des Arbeitsamts Wichenhausen, Kassel: Dr. F. Steinbrück, Geschäftsführer des Arbeitsamts Kassel. Stellvertreter: F. Brau- nersreuthcr. Gewerkschastssekretär in Kassel: C o rb ach: O. K o ch. Geschästssührer des Arbeitsamts Corbach; Treysa: G. Ludolph, Lehrer in Treysa; Worms K. Schmidt. Geschäftsführer des Arbritsamts Worms. Stellvertreter: L. Eastor. Beamter beim Arb.-ilsamt Worms. Für diejenigen Arbeitsämter, bei denen die Dorschläge für die stellvertretenden Vorsitzenden nicht gleichzeitig mit den Vorschlägen für die ersten Vorsitzenden cingereicht wurden, wird die Bestellung in den nächsten Tagen erfolgen. Heichsbahntanf und Schwerkriegsbeschädigte. Die Kriegerkameradschaft Haisia in Darmstadt teilt unS mit: Die von der Reich^bahnverwaltung beabsichtigte Erhöhung des Person en tarifS unter gleichzeitiger Schäftung eines Zweillaftensystems hat un:er den Schwerkr.egsbefchädigten eine erheblich« Beunruhigung hervorgcru en. Seit 3ahren genießen die Kriegsbeschädigten, 6ic nach Art ihrer Verletzung oder Gefundhcntsfchädigung während der Reife sitzen müssen, insofern eine Vergünstigung, als sie auf Grund eines besonderen Ausweises in der 3. Klasse zum Fahrpreis der 4. Klasse, in Schnellzügen außerdem gegen den tarifmäßigen Zuschlag befördert wurden. Auf Grund des künftigen Fortfalls der 4. Klasse befürchten die Schwerkriegsbeschädigten auch einen Fortfall dieser Vergünstigung, bei der in erster Linie die Fahrpreisermäßigung bisher txmfbar empfunden wurde. D:e Spihenver- bände der Kriegsbeschädigten haben deshalb, wie der Derband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Deutschen Reichskriezerbundes „Kyfshäuser" mitteilt, angeregt, daß die mit einem entsprechenden Ausweis versehenen Schwerlriegs- befchädigten in Zukunft aus Militärfahrkarte befördert werden, und zwar im allgemeinen in einem besonderen Kriegsbesch a- digtenabteil der Holzklasse und bei besondere schwerer Beschädigung in der Polsterklasse. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag. 1b. Sept von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Unter musikalischer Leitung des Generalmusikdirektors Erich Kleiber von der Staatsoper in Berlin: Garmen. Mittwoä), 19., von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Die Zauberflöte. Donnerstag. 20., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Garditlac. Freitag. 21., von 20 bis nach 22,30 Ubr: Der Troubadour Samstag. 22., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Samson und Dalila Sonntag. 23.. von 20 bis nach 22.45 Uhr Unter musikalischer Leitung des Generalmusikdirektors Leo Biech von der Staatsoper in Berlin: Fidelio. Montag. 24.. von 20 bis nach 22 30 Uhr: Madame Butterfly. — Schauspielhaus. Dienstag. 18. Otipt.. von 20 bis nach 22 33 Uhr Alt-Heidelberg. Mittwoch 19., von 20 bis gegen 22 Uhr: Kiabund. Die Liebe auf dem Lande hieraus: Tolstoi: Der erst« Branntweinbrenner. Donnerstag, 20.. von 20 bis 23 llhr: Othello. Freitag, 21.. von 20 bis 22.30 Uhr: Torguatv Tasto. Samstag. 22., von 20 bis gegen 22 Uhr: Die Liebe auf dem Land«: hieraus: Der erst« Brannt- wcnnbrenner. Sonntag. 23.. von 11 bis gegen 13 Uhr: Aufnahmeprüfung der Schauspielschule; von 19,30 bis 23 Uhr: Don Kariös. Momag. 2L von 19,30 bis 23 Uhr: Don KarloS Taten für TicnSkag, 18. September Sonnenaufgang 5.39 Uhr, Sonnenuntergang 18.09 Uhr. — Mondaufgang 10.20 Uhr, Monduntcrgana 19.52 Uhr - 1786: der Dichter Iustinus Kerner in Ludwigsburg geboren; — 1806: der Schriftsteller Heinrich Laube in Sprottau geboren; — 1819: der französische Physiker Löon Foucault in Paris geboren (gestorben 1868); — 1838: der Tiermaler Friedrich Qcbler in Dresden geboren (gestorben 1917); — 1926: der Literarhistoriker und Germanist Gustav Rothe gestorben (geboren 1859). in»erieren Driaot Gewinn {Stellenangebote seres be such,. [8260D SDeöltenr cyllllkk. Lerne Wer 8258D gesucht. Bauerntänze! Humoristische Szenen! Spitzen- und Solotänze! Urwüchsig. Pfälzer Humor! Heimatlieder! Tanzduos! Gesangsschlager! Sketsch! Sie lachen Tränen! gesucht. Besseres Mädchen, nicht unter Ist 3- alo Lernschwester Domen gesucht sürunsern Außendienst, sreste Bezüge und Provision. 06512 Lindenplatt 1, Zimmer 203. Jüngeres Mrmkii mit guter Etnofeb- lutiff. in klein. Haushalt »um 1. 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Loeb Annahme von Wetten in beliebiger Höhe Geringster Einsatz Mk. 2.— o^bt«0eWlnnmvuUekkeiton Auszahlang der Gewinne einen Tag nach dem Kennen, bportzeitumren und Nachschlagewerke liefen zur unverbindlichen Einsichtnahme auf. Resultate werden abends nach 6 Uhr bekanntgegeben. Borpoa Disistaq, den II. September im, (laden prele Pferd erennen statt In: Hoppegarten Joseph Nimeih, StaatI. kon«. Buchmacher. Offenbach am Hain <>roBe Marktstraße 46. Telephon Nr. 86144 « 8368U übBerein fa>rft- Ichule Schotten 615 Singe. 2. K.-K -Dereoi Xob* bdm (Kreis (Dieben) 571 Singe; Brzlrks-E i n - A c l m c l ft c r : tgyofmann. Erich. Robhelm, Dietzen 134 Ringe. Vieler erfk Versuch eines Be-idsfchietzens mutz alS voll gelungen betrachtet werben zeigte fich |d recht, tote in den verschiedenen Kreisen gearbeitet wi»d, trotzdem aber allem der Grundgedanke des gefuiibcn unb nottoenbigen Volks- fPotte« dauernd vor Augen flecht. Quin werben die Bezirk «meister sich am 7. Oktober In Marburg treffen, um dort um die Qanbeilmeift .t- schaft zu rümpfen. 3m nächsten Jahre wird, wie man dörr, auch eine Reichsmel st erschuft ansgefochten werden. Wirtschaft. Um die Kohle. Wenn irgendwo Rachrichten auftauchen, die den Kochlenmarkt betreff en. so Weitz man überall. datz e« sich um primärste fragen her Wirt- schaft handelt Denn die Ä»ble spielt in der Wirtschaft eine der bedeutendsten Rollen, zumal sie wenigstens heute noch neben ihrem Wette all Einnahmequelle m weitem Umfange auch einen Kräflewett darstellt Run ist in diesen Lagen in der Oeflentl ich keil wieder einmoi viel von Der deutschen K ohlenw i rt f chaft die Rede gewesen. Dadei sind die Zusammenhänge der Polemik autzervrdentlich verschiedenartig gelagert. Einmal stellt die deutsche Kohle im Rahmen der deutsch-polnischen Dirtschast-verhandiungen einen eminent wichtigen Faktor dar, ist doch Polen nach dem Kriege ein Kohlen land geworden, mit dem in beträchtlichem Matze auf dem Markte gerechnet werden mutz. Wetter haben bk Rachrichten von den Beschlüssen der englischen Regierung betreffend die Subvention Der englischen Kohlenrnduftrie das deutsche Kohlenproblem in den Mittelpunkt der öffentlichen Erörterungen gerückt Schließlich und im Zusammenhänge Damit hat Die Preisregulierung in der deutschen Kohlenwirtschast zu mannigfachen Au-etnander- fetzungen geführt, Die jetzt durch Die Rachrichten von den recht Verhängnis vollen Plänen Der Kohleneinfubrdro>selung eine neue Beleuchtung erfahren Run lässt sich Die Lage Der deutschen Kohlenwirtlchast für da« Jahr 1928 hn einzelnen noch nicht überblicken. Rach den Berichten, die monatlich abgegeben werden, ftnb Die Veränderungen in Den verschiedenen Kohlengebleien in be&ug auf das vergangene Jahr durchaus nicht crnbcUIxb gewesen, so datz man ein endgültiges ödamturted in einwandfreier Horm wohl erst am Ende des 3ahre- wird fällen können Die Essener Rachrichten von neuerlichen Forderungen zweck« Heraufsetzung der Kohlenpreise könnten bedenklich machen, doch wäre es verfehlt, schon jetzt daraus rrgendwelche Schlüsse zu ziehen, so- Deutscher Zußballsieg über Dänemark. Tic Dänen im Länderlampf nach hartem Kampf 2:1 geschlagen Die Kampfbahn de« neuen Städtischen Nürnberger Stadions war gestern bereits eine Stunde vor Beginn des vierten F u ßb a ll - L ä n d e r kampfes Deutschland — Dänemark bis auf den letzten Platz befeyt Vie Zahl der Zu'chauer ist mit 50 000 nicht zu hoch angegeben, von den Fahnenmasten reihten die flaggen in den Weich»-, Vänber- und Stadtfarbem sowie die de» Deutschen Fußballbunde» und des S j. v ^unf Minuten vor M Uhr betraten die Danen in weißen Hosen und roten gerier)» zuerst den Platz Die stapelle spielte die dänische Rationalhymne und intonierte, als die deutfchcn Spieler erschienen, da» Deutschlandlied, das von den Mafien mitgefungcr. wurde. Die deutsche (Elf spielte in schwarzen Hosen und wettzen Hemden. Bürgermeister Luppe hielt die Begrüßungsansprache. In beiden Tlannldiaflcn sind nur kleine ztenoe- rungen eingetreten. Bei Deutschland übernahm Der Fürther Leinberger den Posten de» jÄitid. Inufer», wahrend Heitkamp als linker Läufer spielte. Auch die Dänen hatten entgegen der ur- Ivrünglldjen Aufstellung In der Läuferreihe Zwei Posten neu besetzt. Al» Mittelläufer wurde Mod- s e n eingesetzt, al» rechter Läufer spielte G ö 1 k. Bet der Platzwahl zog B e i e r für Deutschland do» Los. Der Spielverlauf Die Deutschen müssen gegen Sonne und Dind spielen. Die Dänen verlieren beim Anstich Mort den £ofl, den Hofmann nach vorn treibt. Eine von link» hereingegebene Flanke wird von Schmid U. knapp neben dem Pfosten gestoppt. Bald darauf kommen die Dänen im Anschluß an einen Strafstoß in gefährliche Nähe de» dcutschen Tor». Die Angreifer werden aber von der deutschen Derteidi- qung gut abgewehrt Schon in der zweiten Minute kommt Deutschland zur ersten Ecke. Der von Weinmann gut hereingegcbene DaU wird von Pöttinger uufv Tor geköpst. Das Leder prallt jedoch von der Latte ab unb bringt Deutschland die zweite Ecke ein, die Hofmann ebenfalls hervorragend ausführt. .'Iber beide guten Torchancen verlaufen ergebnislos. In der neunten Minute fällt überraschend das erste Tor. Bei einem Angriff der Dänen stoppt Weber den Ball, fällt jedoch über da» Leder, das der Halb- linke der Dänen gcisle-: gegenwärtig erwischt und an dem sich hinwerfenden Wentorf vorbei zum ersten Treffer einsendet. Dänemark führt 1:0. Wohl ist die deutsche Mannschaft in den folgenden Minuten stark im Angriff. Aber es fehlt der letzte Nuck tum zahlbaren (Irfolge. Eine prachtvolle Flanke von Weinmann lenkt Pittlnger auf das dänische Tor. der linke dänische Verteidiger rettet, säst auf der Linie stehend In der 20. Minute ergibt eine unsichere Abwehr von Dendorf die edle Ecke für Dänemark, die aber ergebnislos verlauft. Horn vergibt in der 25. Minute den sicheren Ausgleich. Ein Strafstoß, den Leinberger ausführt, bringt Deutsch, lanb die vierte Ecke rin. Die starke Verteidigung der Danen läßt aber die -deutschen Stürmer nicht zum Schuß kommen. Der Gegenangriff der Dänen bringt ihnen die zweite Ecke ein, Vie ebenfalls nicht verwandett werden kann. Die Dänen kommen jetzt mehr und mehr auf und sind infolge ihrer ausge- bldjneten Ballbehandlung und ihre» guten Stell lungvsvieles leicht überlegen. Die deutsche Verleid! nung hat sich lange Zeit gefährlicher Angriffe zu erwehren. Auch mit der fünften Gxfe können die deutschen Stürmer nicht.- anfangen. Eine weitere gute Torgelegenheit läßt Schmid II. aus. Der Gegenstoß Der Dänen führt zur Ecke, Der sich gleich die nächste anreiht, die Mentors durch Fausten halt. In den Schluhminuten bis zur Paust- spielt Deutschland wohl leicht überlegen, aber nur eine Ecke Ist die ganze Ausbeute, Die wie Die vorhergehenDen nicht rcrroanDelt roerDen kann. Der Beginn Der zweiten Halbzeit sieht Die deutsche Elf in mächtigem Ansturm. Der Anstoß führt vor da» Dänentor, wird aber abgewehrt Eine weite Flanke kommt zum dänischen Linksaußen, der frei vor dem Tor steht, jedoch noch vorher ab- gibt so daß der Ball, da niemand zur Stelle ist, ins , Aus" geht- Pöttinger schießt dann bei einem Angriff des linken Flügels au» aussichtsreichster Position haushpch über das Tor. Die vierte Minute bringt dir siebente Ecke für Deutschland, die von den Dänen zur achten Ecke abgewehtt wird. In vier Minuien erzwingt der deutsche 5türm drei weitere Ecken bfi drückender Ueberiegcnheit, aber es Gelingt fein zöhlbarrr Erfolg. Der deutsche Sturm leidet an Ueberfombination. Er will Den Ball direkt in» Netz hinetnlragen. Endlich, in Der Dreizehnten Minute, iöIU der längst fällige Ausgleich. Der deutsche Sturm fetzt sich vor dem Dänentor fest. Der Lall roanbert ren Mann zu Mann, da kommt Heukampj heran und schießt wuchtig la Die rechte Ecke ein. Großer Jubel bei den Massen, die nunmehr die deutsche Elf stark anfeuern. Die deutsche (Elf liefert in her Folge ein gute» Spiel. Die Dänen werden stark zurückgedrängt und verstärken ihre verteiDi- düng. In der 17. Minute gibt e* einen gegen Deutlchlanü, der von den Dänen gut getreten. beinahe zum erneuten Führungstreffer geführt hätte. Ein wunderbar geschlossener Gegenangriff Der Deutschen vermehrt Die Zahl Der Ecken auf zwölf. In Der 22. Minute gibt Weinmann einen Strafstoß schön zur Mitte. Es entsteht ein furchtbare» Gedränge. Da kommt Hofmann heran unb schießt Den Ball wuchtig in» Tor. 2:1 für Deutschland. Unbeschreiblicher Jubel. Die deutschen Spieler befleißigen fich weiter eine» guten Spieles, vor allem der linke Flügel. Hofmann und Pöttinger fchaften immer wieder gefährsiche Situationen. Detter im Angriff liegend, erzwingt der deutsche Sturm noch eine, die dreizehnte Ecke. Aber zu zählbaren Erfolgen reicht e» nicht mehr aus. Fuhball Gtäbtekamps München—Bern. Der gestrige Slädiekarnps München Bern, brr in München au »getragen mürbe, en bete mit einem überlegenen Särge von 4:1 der Münchener Stadt - cif, trotzdem die besten Spieler zum Länderkampf in Nürnberg waren München fpidtc besonders vor der Pause stark überlegen und führte bis Aiun Seitenwechsel bererkS mit 3: 1. Hußball in Raffet. fturhdien Lasset — (Böttingen 6.-0 (4.-0). Wider Erwarten landete die Kasseler Mannschaft gestern in diesem Spiel einen unerwartet hohen Sieg. Sie beherrschte toäbrcnb des ganzen Spiels vollkouimen die Situation unb war trotz des mdjrfacfrm Ersatzes im ganzen Spiel ihrem Segnet überlegen. vallsplelklub Sport — Hessen 09 3:1 (1:0). 3n einem äußerst hartnäckigen Kampf trafen sich gestern diese Mannschaften. DalftpieUlub Spott ist auf Grund seiner besseren Gesamtleistung verdienter Sieger geworden. Hermannio — SpidBereinigung 2:2 (0:2). 3n diesem Spiel war die Spielvereinigung a-1 zuerst die bessere Mannschaft. 3n Der en Halbzeit kam Hermannia stark auf und c infolge feines äußerst eifrigen Spiels eine Gleichstellung erzielen. Zuhball im Bezirk Main-Hessen. 3n Süddeutsch!and stand gestern im Vordergründe des Interesses naturgemäß der Länder- kauips Deutschland - Dänematt in Nürnberg. Die Derbandssplelc waren diesmal weniger von ileberraschungen ausgezeichnet, alS an den letzten Sonntagen. 3n der Gruppe Main konnte Rotweiß Frankfurt seine führende Stellung behaupten, indem es auch sein fünftes Berbandsfpiel. und Atrar gegen Germania Bieber, mit 2:0 gewann. Er führt Damit mit zehn Dunklen t>Dnc jeden Vertu ft die Tabelle an. Roch weiter zurück- gefallen ist Der Futzballsportverein Jranffurt, der eS wiederum gegen die Offenbacher Kickers au Beinern Siege mrmgen konnte, sondern eine Riederlage von 2:1 einstecken mußte. Mit sechs Berlustpunkren dürste er kaum noch Gelegenheit Aum Eingreisen in die Spitzenkärnpfe haben, lleberzcuaend und drr Erwartung gemäß schlug dagegen die Frankfurter Eintracht auf eigenem Platze Hanau 60,94 mit 5:1. Hanau 93 amnlc feine Formverbefferung durch einen Sieg von 3; 1 -iber Union Riederrad erneut beweisen. Auch Fechenheim lieferte einen erfreulichen Beweis seiner Spielstärke durch einen Sieg von 3:1 über die Aschaffenburger Dittoria. 3u der Gruppe Hessen steht Wormotta Wormck nach bem gestrigen Stege über chren Lvkalgegner Alemannia Worms weiter ung<- 'ch»agen an Der Sprtzc unb toirb diese voraus- ' cht ftch auch bei den weiteren Kämpfen nicht abgeben. Dagegen mußte der Sporiverein Wiesbaden wiederum eine Riebrrla. Butzbach — VsR. SchvxncheÄn 2:6. Post Sp B. Frankfurt — DfB. Friedberg 12: 4. Gruppe B: F Vgg. 06 Äafid — T. u. S. D. Obersaulheim ausgefallen. S. B. Wiesbaden Wocmabia Worms 5:3. RlemonTria Worms — Germania Wiesbaden 5 0. Wiesbadener S. C. — Polizei v. B Worms 5. 10. Damen f piele: 1. Damen D. f. L. Sachsenhausen — F. Sp. D. Frankfurt 1:1. Post-Sp. D. Frankfurt - Sv. Dem. Eintracht 3: L Leichtathletiksportfest in Mainz Die Dom Mainzer Fußballsporwerein 05 gestern oeranfbrfkkn Leichtolhlttischcn Wettkämpfe nahmai vor einer sehr zahlreichen Zuschoucrmenge einen sportlich äußersk IpannenDcn Verlaus. Wenn auch neue Höchsllcistungen nicht ausgestellt wurden, |n näherten sich Doch Die gebotenen Leistungen meist den bestehenden Wekorden. Im einzelnen wurden folgende Ergebnisse crziell: 1 00 Meter: 1. Hornig (S. (£.. Ehartottenburg), 10^; 200 Meter: L Körnig, 22 Sekunden; 400 Meter: 1. Dr. Peltzer, (Preußen, Stettin), 49^; 2. Engelhard (Teutonia. Berlin), Handbreite zurück. 800 Meter: 1. Bocher (Teutonia. Berlin), 2:02. lüOOMcter: 1. Krause (Teutonia. Berlin) 3:06,1; 2. Schillgen (21.6.1., Darmstadt) 4.-00,2. 5000 Meter: 1. Luk (Teutonia, Berlin) 15:53; 2. Rapp (Preußen, Stettin) 15:56; 3. Single (Eintracht, Frankfurt a. TL) 16L9. 100 Meter für Damen: 1. Frl. Siebert (Preußen, cldtin) 13. Sekunden; 2. Frl. Lorenz (Eintracht, Frank- furt a. TL) 13,1. 4X100-Meter-Staifel: 1. S. E. Ehartottenburg 43,7; 2, Preußen Krefeld 220,1. 3X 100-Metcr.Staffel: 1. Preußen, Stettin 8:16,4. 4X100,Meter-Staffel für Damen : 1. Eintracht, Frankfurt a. M. 53,2; 2. Mainzer R.B. 05 58B- Hochsprung: 1. Wehm (Eintracht, Frankfurt a. TL) 1,70 Meter. Weit- I p r u n g : 1 Meier (6. E. (T.) 7^43 Meter. Speerwerfen: 1. Schnackert. Köln 99 59,90 Meter, 2. Hoffmeister, Münster 59^4 Meter. Diskuswerfen: Hoffmeister, Münster 46,90 Meter. Hoch s p r u n g für Damen: 1. oicbert (Preußen, Stettin) 1,30 Meter. Kugelstoßen für Damen: 1. Frl. Fleischer (Eintracht, Frankfurt a. M.) 10,02 Meter. Der Wekordoersuch des S- E. Preußen, Stettin über 4 X800 Meter mißlang. Die erziette Zett betrug 8:10,9, während der oeutsche Rekord auf 8:09 steht. Dr. Peltzer lief seine 800 Meter in 1:55. Reuer deutscher Frauenweltrekord. Bei den am gestrigen Sonntag in Augsburg «wßgetragenen leichtathletischen Wettkämpfen konnte 5täulein 2 ungkunz liltm) ihren am Bortonntag im beidarmigen Kugelstoßen ausgestellten Rekord von 2038 Meter mit Der neuen Leistung von 20.48 Meter noch verbessern. Das ADAE'Zeldbergrennen abgesagt. WSD. Das vom Allgemeinen Deutschen Au- tomobll-Slub alljährlich abgehaktene Feldbergrennen. das in diesem Jahr am Sonntag. 23. September, ftattfinbm sollte, toirb vorn Veranstalter abgesagt Du Ursache hierfür find Schwierig eiten, die sich der Erlangung einer ausreichenden Anzahl Schupomannschalttn zur Absperrung ber un besetzten Gebiet liegenden Rennstrecke en tg: gen gestellt haben. Die Besät, zungSbehvrbe l^nt cs ab. Poltzeimannfchalten Verhängnisse. Vornan von Liesbel Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale, 28. Fortletzung. Nachdruck verboten Der Portier kam herbei und war Dupon bd)ilf- sich, auszustcigen. Dann ging der Lapttainc auf \nxi Krücken langsam die teppichbelegte Treppe vor Thacle» hinauf, während der Diener mit Decken und Kissen folgte. „Io, so verändert man sich. Sieht nett au», wie ich hier herumichlenderc", sagte Dupon mit einem schmerzoerbisienen Lochen. „Dos hast du denn nur angeiangen. " Eharte» sah jetzt erst, wie abaemagert jein Freund mar. Sein Gesicht mar in die Länge gezogen von einem innerlichen Schmer;. Das Lucken lief jottmahrend von feinem linken Auge über die Gefichtshältte bis zum Mund. „Ich habe so einen edlen Gesichtsschnitt bekommen, nicht mahr, Madame Wiot?' fragte er im llorüberachen eine hübsche dicke Blondine, die. eine Rose in der Hand, an der Tür ihre» Kontor» stand. Sie lächelte und roarf Charles einen fragenden Slick zu. „Ein neuer Gast?" .Nein- Nur ein Gedeck mehr, Madame, und -ireas zu trinken, bitte." ..Ich werde den Kellner schicken, Herr Oberst." „Ach, du bsst inzwischen avanciert?" ,La , sagte Dupon trocken. „Aber mir wäre cs lieber, ich wäre wieder (Tapüaine. Damals harte man noch Deine, die man auf ein Pstrd klemmte, und mit denen man Pftaster trat" Im ersten Stock öffnete ihnen ein Diener die Tür zu einem großen, mit rotem Teppich ausgdeolen, elegant eingerichteten Zimmer. Die Tür ;um Bal- fon ftanb offen, man sah die Bäume de» Parks und der Allee, die am Park oordeizog. Durch das Grün der Blätter blitzte bas Dosier der Allier, die an der anderen Seite des Parks, unterhalb einer von den Parkbäumen beschatteten Promenade, bin- strömte. Das Zimmer war bett, luftig. Überall standen frische Wosen in großen Gläsern. Bilder, zwei bequeme messet mit hellen Bezügen waren neben die geöffnete Balkontür gerückt, an der ein gedeckter kleiner Tisch berettstand. „Du wohnst schön hier", meinte Charles. „Vornehm. Wir sind in der .(Blodx b'or1 abgestiegen, jeder noch seinem Wang." ,Ln ber .Gloche dort"" fragte Nene, indem er sich auf einen Sessel am Balkon niederiieß. ..Da» ist kein Wahmen für Odette." „Oh, sie hat sich sehr geändert, weißt du." ..Siejo bat sie sich geändert? Sie ist doch sicher noch hübsch?" „Sehr. Die Leute schauen ihr überall nach. In dem einfachsten Kleidchen wirkt sie immer wie eine große Dame. Aber sonst, weiht du, inneriich sst sie viel ernster geworden, seit Der Geschichte damals." „Was für eine Geschichte?" „Nun, mit ihrer Tonte Longevillc." „Ach so. Do» war eine üble Affäre. — Gaston", wandte sich Dupon an den Diener, „bringen Sie zwei Gedecke, und man soll eine Flasche Pommerp kaltstellen, ober gleich beraufbringen in (Eis. sonst tut er das doch nicht. Unb ror ber suppe zwei Dutzend Austern. — Die Sp#i,cfartc!" Der Diener reichte ihm das golbgcränberte Kärtchen. „Ommer der alte", lächelte Eharles. ..Gut. bringen Sie das zweimal, mtm Freund", sagte Wens, in die Weinkarte blickend, die chm der Kellner reichte, der lautlos eingetreten mar, „und den Tommen) in Eis sofort." „Gewiß. Herr Oberst." „Wens, sag', wann war da», als wir das letztemal zujamn^n getafelt haben?" fragte Charles, während der Diener sich entfernte. „Ich glaube, matte ... cs war an dem Zage, als ich zum letzten Male in P. war, imd deine Mutter erkrankte." „3a, richtig, dar» mar ein Tag! Man vergißt das alles, wenn man so in der Tretmühle steh», wie ich. Aber jetzt wird sich alle» ändern." Unb Charles berichtete von dem Umbau des „Lion b'or" und Den Umzug tn das neuhergerichtete Haus am Salbe, unb daß er bas Hotel verpachtet habe. „Und mein Hau» steht noch immer leer. Kannst du mir dafür keinen Pächter finden, alter Freund?" „Doch, eine Hoffnung habe ich. Der neue Pächter will Sommergäste nehmen und sich vergrößern. Er hatte große Pläne." ,Aat er auch Gcld?" „Natürlich. Es ist Meunier aus Chateaudun, du kennst ibn auch, er mar damals mit auf der Jagd, als du durch den Salb kamst." lieber das bleiche Gesicht Dupon» zuckte es leicht. Das eine Augenlid, das etwas herabhing, schloß sich fast ganz; die schmale Hand, axlche die Ziga- reue hielt, zitterte leicht. ,,E» ist der Meunier aus dem .Hotel de Baur- gogne‘ am Bahnhof in Cdateoudun." Ha, ich erinnere mich." Dupon rauchte und schaute aus dem Fenster «Hübsche Auslicht, nicht wahr?" „Wundervoll", bewunderte Charles. Er war Daran gewöhnt, alles was Dupon betraf, zu bewundern Seine Pferde, seine Erfolge bei den Frauen, seine Eleganz, seine Lebenskunst. „Du hattest stets das Geschick, dir emc angenehme Umgebung zu schaffen. Das geht hier alles wie auf Gummi. Die gedeckten Tische stehen da. Die Diener kommen unD der Sekt; man braucht nur auf den Knopk zu drücken." „3a, um es hinterher zu bezahlen", sagte Dupon. „Nun, das ift immer so." Der Diener hatte die Austern gebracht unb bedient« sie. „Sie seid ihr eigentlich gerade hierher geraten?" fragte Wens. Charles erzählt« von Ihrer Welse, non Den Schlössern, begeistert und etwa-, weitschweifig. „Ach ja, ich kenne das olles", sagte Dupon, „ich habe mal eine Hochzeitsreise dahin gemacht " „Mik deiner Gattin?" „Wein, mit einer anderen Dame. Es war heiß und staubig Dort und sehr anstrengend für Damen, die in der Geschichte nicht beschlagen sind unb die Könige immer verwechseln." Charles lochte. „Wie ich. Lei uns war do» um- pekehrt. Dos wußte Odette besser Unb du warft ja in Der Geschichte immer ein Licht." ,3ch habe mich ivenigften» bafur interessiert. Wa» full denn ein Husar in Nantes sonst an fangen"' Pferde. Frauen und eine gute Biblwihek. C» sind grausame Schlösser an der Loire mit blutiger Ber ganoenheit.' „Du hast recht", gab Charles zu „Odette wurde es schließlich zu viel. Sie ist etwas nervös fett der Geschichte, weißt du, damals." „Du nimmst doch von den Seezungen, lieber Freund, ober schmecken sie dir nicht?" „Danke, Wens. Ich schäme mich immer, weil e» mir jo gut ichmicki. Ich wünschte, daß ein Apo- theker einmal Pillen merbe. die den Appetit vertilgen. Damals, an dem gräßlichen Mittag, als ihr beide gor nichts essen konntet, weißt du noch. Da schmeck,e e» nur mir. Dieser Hunger ist plebejisch, aber was will man machen? Ich wiege hundert- achtzig Pfund." „Um dein Gewicht könnte man dich b, neiden. Charles. Ueberhauot, du bist eia glücklicher Mensch. Gesund unb robust Noch frisch wie vom Gymnasium. Ganz unoerbrauchk." Sie tranken den eisgekühlten Sekt und schauten nach dem Park hinüber, a»s Dem es frisch unb kühl heraufwehte. „Sie eine Prozession zieht das dort unten, von morgens bis abends" sagte Wens „Und wenn c« dunkel wird, kommen bk Paare. Alle Bänke sitzen voll an diesen warmen Sommerabenden, toie die Schnecken nach bem Wegen." (Fortsetzung folgt) Nachstehende 'Die Ziffer. etwas fester. Mittlere Mastlämmer unb mittlere Masthärnmel gaben an der unteren Pre sgreirze durchweg etwas nach Das Schweinegeschält lag ungünstiger bei unbedeutend nachgebenden Prei- len in fast allen Älaffen. amtliche Großhandelsindex- „ . Die auf den Stichtag des 12. Sep- icmher berechnete Großhandelsmdexziffer Les Statistischen Reichsamtes ist mit 139.8 gegenüber der Vorwoche (140,4) um 0.4 v. H. zuruckgegan- gen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,0 v. H aus 133.5 (134,9) gesunken. Die Indexziffer für Kolonialwaren stellte sich auf 134.9 (134.8). Die Indexziffer für industrielle Rohstoff« und Halbwaven hat um 0.3 v. H aus 133,4 (133,8) nachgegeben, wahrend diejenige für industrielle Fertigwaren mit 159,5 unverändert war. Preise in Pfennig per lange nicht die Begründung und Geg en begrün- düng dort.egt Aach der Stal ist d war die Lage der deutschen Kohlen Wirtschaft im vergangenen Jahre von einer starken Vermehrung der Kohlenproduktion gc- kennzeichnet Dagegen setzte damals schon eine Bewegung ein, die zu einer Steigerung der Einfuhr führte, während die Ausfuhr zurück ging. Diese Bewegung hat auch in diesem Jahre angehaltcn, was vor allem wohl damit Zusammenhängen dürste, daß sowohl die englische, als auch die polnische Konkurrenz auf dem Weltmärkte für Deutschland mit Rücksicht auf die Preisbildung immer fühlbarer wird Ob damit schon eine Gefahr für die KohlenwirtsHast in ausgesprochenem Sinne festgestcllt werden kann, bedarf einer eingehenden Prüfung Jedenfalls sind die pessimistischen Nachrichten, die vielfach in der Öffentlichkeit verbreitet werden, selbst wenn sie eine berechtigte Grundlage haben, doch nicht so peinlich geprüft, daß sie Aum Wertmaß- stab der allgemeinen Lage gemacht werden können. Der deutsche Koylenaußcnhandel wurde nach der Statistik dahingehend charakterisiert, dah die Einfuhr im Jahre 1913 in Millionen Tonnen für Steinkohle 10 557, für Koks 595. für Braunkohle 7108 betrug, dahingegen die Ausfuhr für Steückohle 36901, für Koks 6433 und für Brikette 861 Millionen Tonnen. Im Jahre 1927 war der Stand der Einfuhr in Millionen Tonnen für Steinkohle 4993, für Koks 222 und für Braun- lohle 2807, dagegen der Stand der Ausfuhr für Steinkohle 27 679, für Koks 8579 und für Bri- kette 1936 Millionen Tonnen Wie die Zahlen für dieses Jahr aussehen, muß abgewartei werden. Die Bedeutung, die der deutschen Kohle im Rahmen aller wirtschaftlichen Verhandlungen bei- gcmessen wird, zeigt jedenfalls, daß man bei den zuständigen Stellen sich der prinzipiellen Seite des Kohlenproblems bewußt ist. Absatzschwierigkeiten der Westerwälder Äasaltindustrie. Lpd. Auf Einladung des Regierungspräsiden- tcn von Wiesbaden fand im Kreishaus zu Limburg am Samstag eine Sitzung statt, zu der zahlreiche Vertreter der Behörden, der Eisen- bahnverwaltung. der Gewerlschaften, sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerkreisc der Westerwälder Dasalti n du st rie erschienen waren. Gegenstand der Beratungen waren die für die Steinindustrie des Westerwaldes im Laufe des Jahres ausgetretenen katastrophalen Absatzschwierigkeiten mit) die Auswirkungen hiervon, die sich in ständig steigernder Arbeitslosigkeit und Stillegung der Betriebe bemerkbar machen. Als Ursache der verhängnisvollen Krise wurde einstimmig eine gewisse ^leberproduktion bezeichnet, ferner die erheblich niedrigeren Konkurrenzpreise des Auslandes (Schweden) und nicht zuletzt auch die Aufrechterhaltung der alten, der Notlage der Westerwälder Bafaltindustric nicht Rechnung tragenden zu hohen Bahnsrachten. Zur Behebung der sich immer mehr verschärfenden Lage schlug die Versammlung vor. die im Anschluß an das günstige Konjunkturjahr 1925 eingerissene Ueberproduktion für die Folge durch Versagen der Genehmigung zur Errichtung neuer Bruchbetriebe zu beschneiden. Ferner soll eine Herabsetzung der Frachtsätze bei der Reichsbahn angestrebt werden. Die Besprechungen, die lediglich vorbereitenden Charakter trugen, wurden mit dem Beschluß zu Ende geführt, durch statistische Erhebungen zunächst die Grundlage für die angeregte Lieberleitung der arbeitslosen Steinbrucharbeiterschast in andere Derdienstinöglichkeiten herbeizuführen. i Von den Gchlachtviehmärkten. -Die Geschäftslage an den deutschen Schlacht- mehmärkten war in der Derichtsperiode im gan- Mn nicht unfreundlich. Der Handel nahm einen iLbertmegcnb mittelmäßigen Verlaus, in Schafen unö Schweinen ist eine leichte Einschränkung der Geschäststätigleit zu verzeichnen. Die Auftriebszahlen differierten gegen die Vorwoche lediglich bei Kälbern erheblicher, bei denen 19 000 gegen 16 800 Stück auf getrieben waren. Groß- , vieh war mit 22 700 gegen 22 000 Stück. Schafe mit 9500_ (10 200). und Schweine mit 84 000 (84 100) Stück vertreten. D e Preislage am Großviehmarlt verschob sich im großen und ganzen nur geringfügig. Zumeist 1 waren leichte Aufschläge in der Mchrzahl. Ra- ; mentlich Bullen fanden Käufer. Das Kälber- ‘ geschäft verlief trotz des erhöhten Angebots annehmbar. Mittlere Kälber waren stärker be- i gehrt und erzielten kleine Besserungen, wogegen geringe Kälber zumeist etwas nachgaben. Am Schafmarkt konnten sich die vorwöchigen Preise nur knapp behaupten. Prima Lämmer waren ! dagegen noch sehr knapp und in den Preisen i Born Internationalen Rvhstahl- ^ a r t e 1 l. Das Internationale Rohstahlkariell beauftragte eine Kommission mit der Hüter- suchung des deutschen Antrages auf Neutralisierung der jetzigen Produktion der deutschen Außenseiter. Die Frage soll auf der nächsten Zusammenkunft des Rohstahlkartells entschieden werden. Das deutsche Monatsexporlquantuin von 300 000 Tonnen blieb unverändert. Die Errichtung von internationalen Verkaufsverbänden wurde nicht besprochen. Die Frage wird erst später wieder Dor genommen werden. * Starke Produktionssteigerung der Automobilindustrie. Im Jahre 1928 verzeichnete die deutsche Kraftfahrzeugindustrie einen ungewöhnlich starken Aufschwung. Di? während der ersten 8 Monate bis Ende August erreichte Produktion an Personenwagen stieg um 36 Proz., der Absatz um 39 Proz. Während sich das Geschäft in Wagen mittlerer Stärke in engen Grenzen hielt, lag der Absatz von acht Zylinderwagen im August 70 Proz. und der der Kleinkrastwogen um 45 Proz. höher, als im Jahresdurchschnitt 1927. Der Gesamtumsatz der Lastkraftwagenindustrie erfuhr eine Steigerung um etwa 45 Proz. Einen geradezu glänzenden Aufschwung nahm die Motorradindustrie. Der Llmsatz hatte im August mit dem mehr als Zwölffachen des 1927 erreichten Monatsdurch- chnitts einen neuen Rekordstand zu verzeichnen. Trotzdem in den ersten beiden Septemberwochcm der saisonmäßige Rückgang stärker fühlbar wurde, bleibt die in diesem Jahre von der deutschen Automob (Industrie erzielte Produktionssteigerung >rozentual wesentlich größer, als in irgendeinem anderen Lande. 'Vereinigte Stahlwerke A.-G., Ab- teilung Bergbau. Die Aordstern-Zentral- kokerei dec Vereinigte Stahlwerke A.-G. bei Gelenk irchen wird nach ihrer Vollendung die modernste Anlage mit den größten Koksöfen der Welt fein. Die Batterie von 42 Koksöfen mit den großen Rebenprodultenanlagen zu .Sjerftellung von Teer, Benzol und Ammoniak stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Kohleverwertung dar. Die bisherige Tagesleistung eines Koksofens betrug im Höchstfälle 15 Tonnen' die neue Anlage wird die Tagesleistung eines Koksofens auf 30 Tonnen bringen. Bemerkenswert ist, daß der Betrieb mit neuesten Errungenschaften der Technik automatisiert wurde. Darüber hinaus ist von den Vereinigten Stahlwerken geplant, die ge- amte Anlage noch um das Vierfache zu der- gröhern. Rach Ausfüh -ung dieses Planes werden die Anlagen eine Tagesproduktion von 5200 Tonnen Koks. 60 Tonnen Benzol. 80 Ton- nen Ammoniak und 240 Tonnen Teer leisten Lebendgewicht Rinder Kälber Schale Schweine Berlin 18-58 52-86 34-70 68-78 Bremen 25-55 45-78 40-63 50-73 Breslau 16-54 40-70 25-63 66-78 Ehemnitz 22-68 65-88 41-62 64-80 Dortmund 25-64 55-90 — 62-78 Dresden 23-60 65-90 50-72 70-80 Düsteldorl 20-62 50-78 40-44 65-80 Elberfeld 20-61 55-85 — 65-80 Esten 25-62 55-115 56-58 62-78 Frankfurt M. 27-60 60-80 40-52 60-80 Hamburg 15-53 40-89 20-64 58-73 Hannover 22-60 40-90 45-67 60-74 Husum 20-58 — 44-56 —- Karlsruhe 12-56 50—79 — 70-80 Kastel 25-60 56-75 — 66-80 Kiel 20-55 34-78 43-62 50-73 Köln 18-62 54-115 37-58 65-80 Leipzig 25-62 45-80 25-69 65-78 Magdeburg 20-59 45-122 20-58 60-76 Mannheim 14-58 46-75 42-46 64-81 München 17-57 58-78 — 62-78 Stettin 15-56 30-78 20-62 60-79 Stuttgart 15-57 52-58 — 52-82 Zwickau 15-54 65-80 45-64 70-78 können und damit in der Koks- und Reben- produitengewinnung unerreicht fein. Als besonders günstiger LImstand ist der bereits fertig- gestellt? Ausbau d?s Nordstern-Hafens, der die Verfrachtung per Schift mehr als bisher ermöglicht. anzusehen. Arbeite rcntlaffungcn bei den Rheinischen Stahlwerken. Die allgemein schlechte Absatzlage im Kohlenbergbau hat zu der Entlassung ron 400 Arbeitern auf der Schnchtanlagc B rasiert in Marl der Rheinischen Stahlwerke geführt. Eine vollständige Stillegung der Zeche ist vorläufig nicht geplant. Man will versuchen, durch Umstellung auf eine Schicht den Betrieb ausrechtzuerhaltcn. Entdeckung neuer Goldvorkommen im belgischen Kongo. Das Symiaf (Syndikat Miniere Africam) hat in feiner Konzession im belgischen Kongo ein neues abbauwürdiges Goldvorkommen entdeckt. Die Gesellschaft beabsichtigt, zur Finanzierung dieser Äusbeu- hmgSarbeiten ihr Kapital zu erhöhen. Frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung bcs .Gießener Anzeiger»". Frankfurt a.M. 17. Sept. Tendenz: sester. Zum Wochenbkginn war die Stimmung allgemein e t w a j sester, da der bisherige 'Verlaus der gestrigen Besprechungen in Genf überwiegend günstig beurteilt wurde. Außerdem wirkte die feste Hal. tung der Neuyorker Börse von Samstag an. regend. Bei weiter sehr geringem Publikumsintcr- esse war die Umsatztötigkeit jedoch wieder ziemlich minimal, nur für einige Spezialwerte waren wieder einige Kauforders vorhanden. Bei nicht ganz einheitlicher Kursentwicklung lagen die ersten Notie- rungen gegen die letzten Kurse der Samstagabend- borse überwiegend 1 bis 3 v. H. fester. Stark gefragt waren Danatbank mit 4,-5 o. H und höher, während Reichsbank auf dem erhöhten Stand von Samstag unverändert einsetzten. Ferner setzten sich die Käufe für KIeyer bei einigem Markte fort (plus 2). Regeres Intereste machte sich außer- dem für Elektro werte geltend. Helten waren mit 3,5 v. Sy bevorzugt, auch Siemens mit plus 2d.Sy lebhafter gehandelt, Gesfürel gewannen 2^5 vH., Lichts-Kraft 1,5 und AEG. 1,25 0.5). Am Markte der Kaliaktien waren Westeregeln mit plus 3,5 o. H. verlangt. I.. G. - F a r b c n lagen 1 v. H. höher. Scheide- an st alt wieder nur knapp behauptet, doch ist die Börse von der Notwendigkeit einer baldigen Kaps, talserhöhung dieses Unternehmens fest überzeugt. Montanwerte ivaren vernachlässigt, da der Rückgang der Ruhrkohlenförderung und die Zunahme der Feierschichten verstimmten. Ferner verwies man auf die Arbeiterentlassungen bei Rhein- stahl. Buderus gaben trotz der günstigen Äalb- lahrsbilanz und zufriedenstellender Beschäftigung 1,25 o. Sy nach. Deutsche Anleihen waren freundlicher. Ausländische Renten meist ruhig. Im Verlaufe blieb die Stimmung fest, dabei war das Interesse auf AEG. konzentriert, die er- neut 2 v. Sy anzogen. Auch Kaliwerke roaren lebhafter gefragt. Salzdetfurth gewannen 8 v. H., Westeregeln weitere 1,75 d. Sy Am Montan markt zogen Rheinische Braun kohlen bei lebhaftesten Umsätzen 5,75 d. Sy an. Rhein stahl plus 2 d. Sy I. -G. - Forben und Scheideanstalt waren nur knapp behauptet. Der Geldmarkt war angespannt. Tägliches Geld zu 7,5 v Sy gesucht. Termingeld weiter sehr knapp. Devisen waren etwas befestigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1965, gegen Pfunde 20,359, London gegen Kabel 4,8510, Paris 124 20 Mailand 92,80, Madrid 29,70, Holland 12,0990.' Berliner Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 17. Sept. Die Börse eröffnete die neue Wock)e in etwas freundlicherer Haltung. Dor allem waren es politische Momente, die ein'en günstigen Eindruck heroorriefen. Wenn auch die Ansichten über die gestrigen Verhandlungen in Genf nicht ein- heitlich waren, konnte man doch feststellen, daß der Beschluß, über die vorzeitige Rheinlandräumung und über die Reparationen zu verhandeln, überwiegend freundlich Aufnahme« fand. Als anregendes Moment führte man noch die Festiakeit an der Neuyorker Börse von Samstag an. Das Geschäft mar im allgemeinen wieder sehr gering. Nicht weniger als 84 Werte, unter denen sich allein 16 Terminpapiere befanden, konnten wegen Ordersmangel zu den ersten Kursen nicht notiert werden. Es lagen vereinzelt kleine Kauforders vor, meist für Spezialwerte, die das Kursniveau im allgemeinen 1 bis 2 o. Sy, vereinzelt bis 3 o. Sy heben konnten. Don Banken waren Danatbank beachtet, während noch vorbörslich auf angeblich holländische Käufe der Kurs 3 bis 4 v. Sy höher lag, war die erste offizielle Notierung unverändert zu gestern mittag. Montanwerte waren vernachlässigt, da hier Mel düngen von Arbeiterentlassiingen von Rheinstahl und dem Rückgang der Ruhrkohlensörderung etwas verstimmten. Kaliwerte waren bageaen auf den an- hostend günstigen Kaliabsatz lebhafter imd fester. Elektrowerte waren etwas beachtet. Bergmann konnten 1 bis 3 r, Sy anziehen. Auch Polyphon und Svenska waren stärker befestigt. Für Ädlcrwerke zeigte sich stärkeres IMereste. schwach lagen Wiking Zement mit einem Verlust von 3v.H., auch Busch Waggon waren schwach. Der Geldmarkt war heilte angeipannt. Tagesgeld blieb mit 6 bis 8 v. H. ge- sucht, MonatsgeU) mit 8L5 bis 9L5 o. Sy gefragt. Warenwechsel etwa 7 v. Sy und darüber. Deutsche Anleihen lagen fest. Ausländer waren nicht ein freit- lich Bosnier 1 bis 1,50 v. H. höher. Anatolier schwach. 9m Verlause war die Haltung nicht ein- heitlich, doch eher etwas fester. St al inerte bis 2 v. Sy, Danatbank 1 v. Sy über Anfang Gesfürel lebfraher, dagegen waren Reichsbank 1,5 v.H. und Farben 1 v. Sy schwächer. F .^»:surtcr (Hctrcidcborsc Frankfurt a.M. 17. Sept. Der hiesige Prv- bultcnmarft eröffnete die neue Woche i . unverändert ruhiger Haltung Etwas angeregt durch die festeren Lluslandnoti^rungen. war Roggen lebhafter gefragt und die Preise iricht-^rhöht. Weizen bagegen angeboten und geringfügig gedrückt. Am Mehlmarkt konnte Roggenmehl im Einklang mit der Steigerung für Roggen 0.25 Mk. anziehen. Futtermittel waren vernachlässigt und etwas schwächer. Es wurden notiert Weizen 22,25 bis 22.50; Roggen 22; Sommergerste für Brauzwecke 26; ml. i)afer 21,75 bis 22.25, Mais (gelb) für Futterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33 bis 33.50; Roggenmehl 30,75 bis 31,25. Weizenkleie 12.90; Roggenkleie 13,25; Erbsen 32 bis 45; Linsen 50 bis 9o; Heu 9,50 bis 10; Weizen- und Roggenstroh, drah.'geprehl, 4. Weizen- und Roggenstroh, gebündell, 2,75 brs 3.25; Treber, getrocknet. 18,25 bis 18.50 Mark. Tendenz: ruhig. frankfurter Lchlachtvictzmarkt. Frankfurt a. M, 17. Sept. Austrieb: 2049 Rinder, darunter 557 Ochsen, 130 Bullen, 751 Kühe, 587 Färsen; 452 Kälber; 86 -schüfe; 6581 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 54 bis 57, ältere 50 bis 53; sonstige fleischige, jüngere 46 bis 49, ältere 42 bis 45. Bullen jüngere, noUflei- schige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 50; sonstige voll- sleischige oder ausaemästete 44 dis 47. ytuhc: jüngere, vollfleischiac, höchsten Schlachtwcn^ 44 bis 47; sonstige vollileischige od°r ausgemästete 40 bis 43; fleischige 34 bis 39; gering genährte bis 33. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 58: voll- fleischige 50 bis 54; fleischige 44 bis 49. — K ä l b e r: beste Mast- und Saugkälber 77 bis 80; mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 76; geringe Kälber 60 bis 71. — Schafe: Mastlämmcr und jüngere Masthärnmel (Wcideinast) 50 bis 56. — Schwein c Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76; vollfleischige von etwa 2^0 bis 300 Pfund Lebend aewicht 74 bis 77; von etwa 200 bis 240 Pfund 73 bis 76; von etwa 160 bis 200 Pfund 70 bis 76; fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 66 bis 72; Sauen 60 bis 64 Mark. — Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberftanb Schweine sehr gedruckt, Ueberftanb. Kälber und Schafe ruhig, ausoerkaust. Kunst und Wissenschaft. Düsseldorf erwirbt Frankfurter Kunstgegenständer Die im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M. untergebrachte Kunstsammlung deS Fürsten von Ä oh cnzo l lern - S : g m a r i n- gen soll teilweise an ande« Museen veräußert werden. Zum Zweck der Besichtigung und eines evtl. Kaufs trafen am Sonntagnachmittag der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dc. Lehr und eine Anzahl Stadtverornete in Frankfurt ein. Sie wurden im Städelschen Kunstinstitut vom Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Landmann begrüßt und besichtigten darauf die Sammlung. Die Düsseldorfer Gäste bleiben bis heute nachmittag in Frankfurt, um auch noch Stadion, Markthalle und einige Siedlungen anzusehen. Der Besuch gilt auch als Erwiderung eines Besuchs. den Frankfurter Stadtverordnete vor einiger Zeit in Düsseldorf machten. Buntes Allerlei. Beginn des Jernflug» Berlin—Königsberg—Sibirien. Die Flieger o W i n t e r f e I d und E i ch I e r sind am Samstag in Berlin 11.2-5 Uhr mit einem Klemm-Daimler-Leichtflugzeug (Typ L 2-5) zu einem Distanzflug über Königsberg nach Sibirien um den Hindenburg Pokal des D. L. V. gestartet. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ---------------------®lc b'ntcr den Papieren angcsübrten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Sraiinjurt a.M. Berlin ffrcuihfurt a. M. Berlin Jraufcfurt a. M Serlin Berlin. !□ SeoteDiber Äeld '•Bnef sajiug» Aura 1 eUQT* Äurs flurt »ntang Nur» Schlub- Aura t-Uhr- tturs Schluß Anfang flure Schlub- fiUT. '-Uhr- s^btub O"laii9 ^rcuiic'ltlche Jiottn..... pollänbtsche Violen..... Jtnlientlde Roten...... «onoefli,(l}* Roten...... ä 100 Krone» Wrnnäntitbe Roten...... ^chwebttche Roten...... 6t6toeUer Roten....... Svanttche Roten....... If4e4olüm>afv — 58.9 17,3 I 11.8 — 46J.fi >54.85 58,9 16.8 75.26 20,3 3.65 86,8 8.4 11.4 >8.35 11.4 84.85 164.5 143 301.5 is8 <78,7j - 52.9 17.3 — 11.8 : 162.75 195 154,6 133 143 30? 1« 7t «l 2LC.®...........8 Scrgmann..... ... 0 Hrftr. Vklerunge«.....10 L'ldjl und Krall......10 gelten & «Juilleaume.....6 ie|. 1. Llekti. Untern.. . • . 10 >aach. Slektr. Werte .... 10 lci. RoSeerfe . . . e Bergbau . 51^ «ftetmidx vrauulodleu... 10 RbeuxtW f. % 9* iS Riebtd iNoatan ...... 7^ irtetolflte Stobt»......6 21zun Trtntn . . . . • sh (oü 8l)dxt«e5e3.....10 San 83#6mg ä । । । g 1 1 । । । 11 । । il«0 25 143 3M 296 582.5 491 188.5 ria.rä ia.75 196.5 105.75 51.<6 133.5 <53.5 79.5 118.13 260.5 19 70. V 129.75 148 * 54 106.5 310.5 <97.25 484 <12,5 196.76 105.5 51.5 255.5 79.5 ttu 362.5 142 >5 September 17. Scptemb r Nnuliche -Jion nma Selb Brie» Amtliche Dotierung '*elb #rte? 8atn. fltn? dra --inrw Sbrtftiaata. ÄTDenbagen etodlolm . frelfinarort. Jtolitii. . . London. . . Renvork . . Parti.... 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