Nr. 195 Erster Matt 178. Jahrgang Zreltag, 17. August 1928 6r|6)ti*i ,üqli^.a»tzki Sonntags axt fjewrlag* 6«U1|<1. Ttetzeno ^amtllrnbUttln ' ^rtnat 'm BiL Dir Scholl«. KaMtfBfjaciprdi. 2 7lfi4>sm«rt nnö 20 *^cld)5p|nndg ftr Tragt» lohn, auch bd Tlichttr- iche'nen einjelnerThtmrneni •nfolg« HSHtrer StwalL Ferufprechanfchltss,: 61. 64 und 112 Umschrift für Drohknach- richten Xwjdgfr cr sozialdemokratischen Sozialpoli- k k persönlich einzusehen. Es handelt sich dabei anscheinend um Konfusionen auf dem Gebiet der K r i s e n s u r s o r g e. deren Wirkungsbereich vet- ■-TTi>^v'rt ^ctcn verlängert werden soll. Weiter scheinen auch Erwägungen über eine wei- tere Co hn steuerscnkung eine gewisse Bolle zu 'Preten. Einzelne svzialdemokrattsä^ Kreise verfügen dabei möglichetwe.'e die Taktik. die Koa- lition nachträglich im Zusammenhang mit dem 4X|0>iuu des Panzerkreuzerbaues mit Degen» b c. r“ 2 9 cJl »u belasten, die selbstverständ- ftch auf Kosten deS Zen trums und der Deu t- Der Reichspräsident in Bremen. Hindenburg Taufpate des Lloyddampfers „Bremen". — Begeisterte Huldigungen. Bremen. 16. Aua. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutsch- l a n d s beschloß heute, alle Schritte zur schleunigen Durchführung eines Volksentscheids über den Panzerkreuzerbau einzuleiten. Die kommunistische Rcichstagssraktion wurde beauftragt, sofort die vorbereitenden Maßnahmen für die Einreichung eines Volksbegehren, zu treffen. wenigen Fahren dne neue Handelsflotte erstehen zu lasten, die auf leistungsfähigen, mustergültigen Fahrzeugen wieder die deutsche Flagge auf den Meeren zeigt Die deuls.t'e Schiffahrt hat aud) In den schwersten Tagen d-n Klauben an eine neue deutsche Zukunft auf C r nicht verloren. Zähe deutsche Kraft, hanseatischer lln ternehmungsgeist und treue Ausdauer haben fest- gehalten und wieder erneuert, was einst unser war am Seeverkehr. Zum Wiederaufbau unseres zufammevgebroche- nen Vaterlandes nach dem unglücklichen Kriegsende war die Schaffung der neuen Handelsmarine eine wirtschaftlich wie politisch besonder» wichtige Leistung, auf die alle, die an ihr mtt- grrolrft haben, Reeder, Ingenieure und Arbeiter, mit ehrlicher Befriedigung zurückbilcken können. Der heutige Tag ist für ben deutschen Schiss»- bau, wie für bie deutsche Seeschiffahrt von besonderer Bedeutung. Wir wollen heute alS neuestes unb gröfttes Fahrzeug der wiedererstandenen deutschen Handelsflotte dieses stolze Schiff seinem Element übergeben. LS ist mir in dieser Stunde ein aufrichtiges Bedürfnis, allen beiten. die mit Kopf und Hand an diesem Wcrle mitgewirkt hoben und noch weiter arbeiten werden, aber darüber hinaus zugleich auch allen, die seit dem Kriege wieder eine deutsche Handelsflotte geschaffen haben, namens des Reiches, wie eigenen RamenS warme Anerkennung undhcrz- l i ch e n Dank zu sagen. Dir aber, du stolzes Schiff, geben wir ben Hamen, den vor 70 Jahren der erste trans- atlantffche Lloyddampser erhielt, den Flamen Breme n-, und mit ihm das Wappen. da» hie Hoffnung und die Treue wie den Willen, b.e Wege zwischen den Böltern zu erschließen, verkörpert. Möge dies Schiff den deutschen willen zur friedlichen Mitarbeit unter den Völkern über die Meere bringen, möge es ein Glied mehr fein, das um? mit den Ländern jenseits deS OzeanS verbindet, und möge es uns mahnen, daß nur zusammengefaßte Kraft und einige» Wollen uns den Wiederaufstieg und die Selbstbehauptung In der Weil verbürgen! Mit diesem Wunsche taufe ich dich: m . — ii hl -ÜTTHlCn : 3m Anschluß an diese Worte vollzog der Reichspräsident per önllch den Taufakt. Klirrend zerbarst die Flasche beutichen Schaumwein» am Dua der .Bremen', woraus spontan da» Deutschlandlied ongef.immt wurde. Inzwischen hatte sich der Riesenbau des Schiffe» lang am in Bewegung gesetzt unb glitt mit immer schneller werbender Fahrt unter dem Jubel der Menschen- Französische Werkspionage in Deutschland. Ludwigshafen, 16. Aug. (XU.) Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sind kürzlich drei Angestellte der französischen Geheimpolizei, der sog. .Surctt", im besetzten Gebiet verhaftet worden Die Verhaf- teten sind drei Angestellte der 3. - G. - Sarbeninbuftrie in Ludwigshafen, imb -war der Laborant Fritz Hellmann, der Laborant Richard Müller, beide aus Ludwigshafen und der Techniker Franz Schwarzwälder au» Mannheim. Sie wurden nacheinander am 27. Juli, am 31. Juli und am 4. Attgust fest genommen. Bei der gleichzeitig in den Wohnungen der Derhasteten vorgenommenen Haussuchung fiel ein erdrückende» De - weismaterial in die Hände der deutschen Polizei, au» dem einwandfrei hervorgeht, dah die drei Angestellten im Dienste der französischen ..S u r e t s" standen und zu der von ihnen betriebenen Werkspionage in der deutschen chemischen Industrie benutzt wurden. Vic franzöfische IDcrffplonage erstreckte sich In der Hauptsache auf das werk Ludwigshafen rfnb Oppau der 3.-(B.-Jarben, aber auch auf die Leunawerke in Merseburg. Die Beziehungen be» Verhafteten zu dem fron» Aösischen Spionagedienst reichten bi» zum Dezember 1927 zurück. DaS Ziel bet französischen amtlichen Werkspionage war darauf gerichtet, neue, wichtige unb erfolgversprechende Betriebs- geh e im n i f f c auf Gebieten, die für die deutsche Wirtschaft weittragende Bedeutung haben, und geeignet find, die deutsche Volkswirtschaft vom AuSlande unabhängig zu machen auSzukundschaftcn und der f r a n z ö s t - schen Industrie au.-zuliesern. Obwohl eS tm letzten Augenblick gelang, die Machenschaften der .Lurets'' aufzudecken, konnte leider nicht mehr verhindert werden, dah bereits einige Betriebsgeheimnisse m die Hände der Gegenseite geraten sind. Die Auftraggeber der verhafteten Agenten sind der kommandierende Chef, der Lhesinstruktenr und einige Inspektoren der französischen Geheimpolizei. Trotzki nicht in Berlin. Berlin, 16. Aug. (WTB.i Die Preflestelle der hiesigen Botschaft bet Sowjetunion teilt mit. baß die Meldung, nach der Trotzki sich in Berlin arffhalten soll, glatt erfunden sei. Trotzll besindr sich nach wi evor in Alma 2L t a «Mittelasien'. Kein wirksamer Schuh in London gegen Lustangriffe. London, 16. Aug. (DB > Verschieden« Blätter melden, die bisherigen ßuftmanöoer hätten gezeigt, daß London gegen feindliche Luftangriffe nicht wirksam geschützt werden könne, ll. a. wird betont, daß die Kampfflugzeuge der Detteidiger weniger schnell seien, als die neuesten schweren Bombenflugzeuge der Angreifer. Zialienseindliche Kundgebungen in Spalaio. Rom. 16. Aug. sWTB., Die Agenzia Ste- fani meldet aus Spalato vom 15. August Während sich der ftalienische Konsul gestern abend zwilchen 8.30 und 9 Uhr mit dem Brzekon- ful und einigen Italienern im Marine-East- befand, veranstaltete ein« Gruppe Studenten und andere junge Leute, bi« sich in kurzem Diese wurden fachmännisch an geleitet und unterstützt von einer Persönlichkeit, die ihr Bureau in Pari» hat. Don dort au» reiften sie regelmäßig an ganz bestimmten Sogen in bk Industriezentren am Rhein, um bk Berichte und Ze.chnungen, bl« von der ,.Surebf" entwendet worden sind, auf ihre Verwendbarkeit für bie französische Industrie zu prüfen und den vuretö- Beamten und ihren He.'fertheifern weitere Anweisungen zu geben. Die Bezahlung bet Agenien für ihre Spionage!ätigkeit richtete sich nach dem Ergebnis der Prüfung. Airs Aeufterungen der 0uTet6 - Beamten gegenüber den verhasteten Agenten geht hervor, daft der fachmännisch« Leiter der Werkspionage an gewissen zen tralen Stellen in Part» ein- und auSgeht, Die Srrrel6-Deamten gingen bei der Anwerbung ihrer Agenten und Helfershelfer ohne alle Sch e u vor. tm Vertrauen darauf, dah sie al» Mitglieder der Besatzung »arme« dem Zugriff der deuffchen Justiz entzogen sind. Durch die Aufdeckung der Spionage In den Werken Ludwigshafen und Oppau In der 3.-G.- Jarbcnlnbuffrie ist einwandfrei festgestellt, daft bat französische amtliche Sptonagenctz über ganz Deutschland aipgebrritel ist. Ein weiterer Angestellter der I.-G.-Farben- industrie, der bi» 1927 im physikalischen Laboratorium im Werk Oppau unb bann in Leuna tätig war. war mit der Spionage in den Beuna- werken beauftragt für da» bie französische Werkspionage besonderes Interesse zeigte unb für das sie eifrig« Spion« suchte, während nach ihren Aeufterungen im Werk Ludwigshafen ein« genügende Anzahl von Agenten tätig war. Auch auf da» Werk Lever- - k u f e n Der I.-G.-Farbenindustrie unb vor allem aus die bortigen Betriebe bet pharmazeutischen Abteilung, sowie auf da» Werk H öch st a. M. war der sranzöstschc Werkspionagedienst bereits ausgedehnt, als durch di« Derhastung der Drei Angestellten in Ludwigshafen das gesamte Werkspionagesystem der ftartzösischen Suretö klar aus- gedeckt wurde. zusammengetan hatten, Kundgebungen gegen Italien, wobei sie feindliche Ruse auS- (tieften. Es wurden auch zwei Stühle geschleudert, deren einer den Tisch traf und den KonsNl cm linken Atm leicht verletzte. Die Polizei schritt ein und vertrieb die Manifestanten. Darauf verlieh der Konsul zusammen mit dem Dizekonsul das Easci unb begab sich zu einem Auw. das in einet Entfernung von weniger al« 100 Meter wartete Auf diefem kurzen Wege wurden bie Italiener trotz der Anwesenheit der Polizei von der Gruppe der Manifestanten umringt, die wiederum feindliche Rufe auS- stieften und die Italiener zu schlagen versuchten. Während de» AberidS dauerten dies« Umtriebe fort und machten das Eingreifen von Polizeikräften notwendig. Es soll habet zahlreiche Verwundete gegeben haben, auch toll ein Cenbann geschossen haben. Die Tatsache, dah die Behörden für gestern abend irgendeinen Zwilchenfall vorauSsahen, wird auch durch den Umstand bewiesen, daß vor Sonnenuntergang da» italienische Konsulat, sowie die italienischen Schulen und bie Häuser italienischer Gesellschaften Polizei- s ch u h erhalten hatten. Bisher ist keinerlei Beschädigung italienischen Eigentum« gemeldet worden. Der ttalienische Gesandte in Belgrad hat Anweisung erhalten, bei der südslawischen Regierung formellen Protest zu erheben und Entschädigung zu verlangen. mafien Gleitbahn hinab tnS Dass«. Sn diesem Augenblick brach Me Sonne durch. Empfang in -er Werfihalle. Aach Verlassen der Xauffan^ef begrüßte der Reich-Präsiden! eine Abordnung der Werftarbeiter und begab sich darauf »ur festlich hergerichteten Montagehall- der Werft, wo ein 3mM1) stattfand, zu dem 750 Personen geladen waren, hierbei nahm Präsident Heineken 6a3 Dort, um im Hamen des norddeutschen Lloyd zunächst dem Reichspräsidenten aufrichtigen und wärmsten Dank für die Vollziehung der Taufe zum Ausdruck zu bringen. Dr. Heineken gedachte dann der dem Versailler Frieden folgenden Iahrc harter und schwerer Arbeit. Dienst am Volke sei der Gesellschaft die Richtschnur bei allen ihrem Handeln gewesen, Dienst am Volke sei auch dieses neue Erzeugnis deutscher Schiffsbaukunst, deutscher Wissenschaft und Technik und deutschen Arbeitsfleihes. Der Präsident dankte allen, die daran mitgearbeitet haben und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland. Nach der Ansprache des Prafidenten Heineken sprach Bankier 3- F. Schröde r, Austichtsratmit- glied der Deschimag, der sich dem aufrichtigen, warmen Dank für den ehrenden Besuch des Reichspräsidenten von ganzem Herzen onschloß und u. a. weiter ausführte: „Wir sind uns bewußt, daß wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, nur in verständnisvoller Zusammenarbeit mit der deutschen Reederei erreichen können, deren Untern ehmungs- aeist ans die Aufgaben für unsere bisherige Tätigkeit gestellt hat, die sie uns hoffentlich auch weiter stellen wird. Dabei darf ich aber auch feststellen, daß Unternehmungsgeist und Wagemut auch für die A.-G -Weser die Voraussetzung für die Uebernahme des großen Auftrages waren, mußte doch erst weitgehende Konzentration erfolgen, um die Betriebsein, richtungen und die technischen Erfahrungen des Werkes so weit zu ergänzen, wie es nötig war, um alle Sicherheiten für das Gelingen eines derartig großen Kunstbaues zu schaffen. Eine große Werft, die aus dieser Konzentration entstanden ist, verfügt heute über in Jahrzehnten erworbene Er- fnhrungen erster deutscher Schiffsbaustätten, wie der Stettiner Vulkan und die Tecklenborg Werft. Sie ist in dieser Gestalt nach meiner Uebcrzeuaung ein unersetzlicher Wert auch für die deutsche Reederei, denn nur ihr Bestehen gibt die Gewähr, daß der deutschen Reederei auch in Zukunft die Er- teilung höchstwertiger Passagierdamp- fcraufträge auch in Deutschland im Wettbewerb möglich fein wird. Schröder schloß mit einem Hoch auf den Norddeutschen Lloyd. Am 16.45 Ahr verlieh 6er Reichspräsident 6ie Werft und unternahm an Bord des Dampfers ..Vorwerk" eine anderthalbstündige Rundfahrt durch den Hafen. Unter den zum Stapellauf geladenen Ehrengästen bemerkte man iua. Vertreter verschiedener Reichsämter, die diplomatischen Vertretungen, den Ehef der Marinelertung. Admiral Zenker, höhere Reichswehrvff'lLiere. Vertreter der deutschen Herberet und des Aeberseehandels, der Deutsch- Amerrkanischen Handelskammer, des Deutsch- Amerikanischen WirtschaftSverbandes, die Oberbürgermeister derjenigen deutschen Städte, nach denen die Dampfer des Rorddeutschen Lloyd benannt sind, sowie viele Mitglieder der hauptsächlichsten DerufSverbände und Vereine. Oer Reichspräsident ehrt den starken Willen zur Arbeit. r. Im Hause des Präsidenten Dr. Heineken JanD um 20 Ahr ein Abendessen in kleinem Kreise estatt, zu dem sich mit dem Re i chsp r ä s i de n- t e n und den Herren seiner Begleitung etwa 30 'Personen vereinigten, darunter der Präsident des Senates. Bürgermeister Dr. Donandt, Bürgermeister Deichmann die Senatoren Böhmers und Dr. A p e l, die Vizepräsidenten des Aussichtsrates des Lloyd. Hofmann und Strube, ferner von der Leitung des Lloyd Geheimrat Stimmina und Generaldirektor Glässel. vom Aufsichtsrat und der Leitung der Deschimag die Bankier- Schröder^ und v. Schwabach, foeoie Generaldirektor Stapelfeld. die Tochter und der Schwiegersohn de» Dr. Heineken. Herr und Frau v. Ahlefeld. der Wehrkveiskonimandeur, der Ehef der Marinestation der Rordsee. sowie die Präsidenten des Landessinanzamtes, der Reichsbahndirektion und der Oberpvstdivektion. Bei Tisch nahm Präsident Dr. Heineken daS Wort. Er dankte dem Reichspräsidenten nochmal- herzlich für seinen Besuch und überreichte ihm einen silbernen Pokal zur Erinnerung an den heutigen Tag. Der Reichspräsident erwiderte: .Haben Sie. Herr Präsident Heineken, herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte imö diese schöne Gabe der Erinnerung, mit der Sie mich erfreuten. Ich werde den heutigen Tag mit seinen großen Eindrücken nicht vergessen. Er zeigte mir, welch starker Wille zur Arbeit und zur Wiedererlangung deutscher Weltgeltung hier in Bremen und besonders beim Rorddeutschen Lloyd schafft und wirkt. Das zu erleben, war mir eine große Freude, und ich bin Ihnen und allen, die hier mithalfen, dafür dankbar. Ich erhebe mein Glas auf eine glückliche Weiterentwicklung deS Rorddeutschen Lloyd und auf Ihr und Ihres Hause« Wohlergehen." Abreise des Reichspräsidenten. Reichspräsident v. Hindenburg hat heute abend mittels fahrplanmäßigen Schnellzuges 12.04 Uhr Bremen in Richtung Hannover verlassen. Er wird nach einem kurzen Aufenthalt dortfelbst nach Bayern Weiterreisen, um dort feinen ge* planten Urlaub zu verbringen. Oorpmntter an den Norddeutsche nLloyd. Berlin, 16. «uaust. (WB.) Der Dcneraldirek- tor der Deutschen Reichsdahngesellschaft. Dr.-Ing. Dorp müll er hat an das Direktorium des Norddeutschen Lloyd folgendes Telegramm gerichtet: „l*m Norddeutschen 2koyd fprcdx ich zu den Stopcllaufen der neuen Riesendampser tfurc-pa* !Md „Bremen- zugleich namens der Ptutichen Neichsbahngesellschaft. wärm st «Glückwünsche aus. Möge den beiden stolzen Schiften, di» w n ch. kigc» Zeugnis für deutschem Können u n b Wollen ablegen, stets gliickyosl- Fahrt be- schieden sein. gez. Generaldirektor Dr.Äng Dorp, mülle r." Äheinland-Mnmng und Kellogg-Pakl. wir treiben weg von Locarno, und ein paar gehler können alles auf« Spiel setzen, was in lahreParis,16. Aug. (TU.) Die iberts" schreibt, es lasse sich nicht mehr verheimlichen, daß die deutsche Negierung durch Vermsttlung ihrer Botschafter in Paris, London, Brüssel und Rom sondiert habe, ob sie am 2 7. A u g u st die Rheinlandräiimung mit Aussicht auf 6170.3 verlangen könne. Die Antwort sei ablehnend ausgefallen und habe besagt, daß die Gelegenheit nicht günstig sei, da Kellogg nur zur Unterzeichnung des Paktes käme und nicht wünsche, in die europäischer. Angelegenheiten verwickelt zu werden. Die französische Regierung habe ju verstehen gegeben, daß sie der Räumung gegen Gegen- leiffungen und Garantien, die Im übrigen noch völlig unbestimmt seien, zustimmen würde. Die deutsche Regierung habe sich aus ihr m 0 - ralisches Recht zur Forderung du Räumung berufen und darauf hingewiesen, daß ein Recht nicht bezahlt werden könne. Trotzdem sei Deutschland im Geiste der Verständigung bereit, sich für die Räumung der Dritten Zone ein Rampen- sationsobjekt zu überlegen, falls die zweit« Zone vor 1930 geräumt würde. Die .Libertö" schließt ihre Ausführungen mit dem erneuten Hin- weis darauf, daß die Rheinlandraumung eine große Gefahr bedeute, weil Deutschland dadurch seine Hände in Mittel« und Osteuropa frei bekäme Polen hätte feine Unruhe bereits deutlich zu erkennen gegeben. Das Blatt schließt, di« französische Diplomatie befinde sich in einer sehr schwierigen Loge. Es werden ihr nicht leicht fallen, sich daraus zu befreien. Zu den Ausführungen der ,LibertL" bemerkt der Pariser Vertreter der Telunion. Wie wir zu wissen glauben, handelt es sich bei der in dem Pariser Blatt erwähnten Sondierung, die in Paris, London, Brüssel und Rom erfolgt sein soll, um keine Demarchen, sondern vielmehr um eine Ankündigung, in welcher Weife man in Deutschland beabsichtige, die Unterhaltung zwischen den Außenministern bei ihrer nächsten Zusammenkunft zu führen. Gedacht ist hierbei vielmehr an Genf als an Paris, da man sich auf deutscher Seite darüber vollkommen klar ist, daß der amerikanische Staatssekretär Kellogg an einer derartigen Unterhaltung nicht teilnehmen werde. Diese Ankündigung der von deutscher Seite beabsichtigten Gesprächs themata bezweckt auch dec Gegenfeile die Möglichkeit zu geben, sich für dic immerhin recht verwickelten Fragen Der Rheinlandräumung vorzubereilen, um nicht nachher auf Einwendungen zu stoßen, daß die technische «eite der Frage noch der Vorbereitung bedürfe. Von einer Ablehnung, von der Die „Liberte" spricht, kann daher unter keinen Umständen die Rede fein, wenn man sich Der- gegenmärtigt, daß deutscherseits nichts anderes als eine Ankündigung in loyaler Form erfolgte. Einberufung des französischen Ministerrates. Paris, 17. Mag. (IBIB. Zsunkfpruch.) „Mattn" bestätigt heute eine von einer in Paris erscheinenden amerikanischen Zeitung ausgesprochene Vermutung, daß entgegen der früheren Absicht doch noch vor dem 1. September ein Minist « rrat ftattfinixn soll. .JRafin“ erklärt, daß die Mitglieder der Regierung die Aufforderung erhalten haben, am 2 3. August einem Miniflerrat beizuwohnen und daß in der Aufforderung darauf aufmerksam gemacht wird, daß die tatsächliche Anwesenheit sämtlicher Minister unerläßlich sei. Diese unerwartete (Einberufung eines Ministerrate», so fährt das Blatt fort, und die ungebräuchliche Erwähnung der Unerlählichkeii der tatsächlichen Anwesenheit der Minister, lasten die Vermutung auf- femmert. daß im Verlauf der Beratungen der Ministerpräsident seine Kollegen mit nicht nur dringlichen. sondern auch besonder» wichtigen Problemen zu befaßen haben wird. Englische Besorgnisse. London, 16. Aug. (WTB.) „Manchester Guardian" sagt in einem Leitartikel: Riemand glaubt beute, daß England. Frankreich öder Deutschland Krieg wünschen. Aber toerm diese drei Länder nicht zusammen arbeiten können, um ihn zu verhindern, dann wirb der Krieg kommen. Gegenwärtig sind aber die Aussichten auf eine solche Zusammenarbeit gering, und sie werden immer geringer» In gewisser Hinsicht ist tatsächlich die Lage ernster. als in den Tagen von ßoeamo, wo Frankreich und Deutschland einander Vie Feinde gegenüberstanden. Das Blatt lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Reihe von Zwischenfällen". die nur verständlich sind, wenn man vor- tiussetzt, daß der Wunsch besteht, dieRhein- landbesehung aufreizend und herausfordernd zu machen. Gr fährt fort: Entweder ist dl.es das Ergebnis einer vorbedachten Politik, die zu der Annahme führen mühte, dah die brittsche Regierung Locarno und vieles andere aufgegeben habe, oder aber es ist das Ergebnis fahrlässiger Dummheit. In beiden Fällen sind die Aussichten e r n st. niemals waren Staat-kunst und gesunder Menschenverstand notwendiger als jetzt. Denn langer Bemühung für den Frieden gewonnen wurden ist. paialeve gegen die Abrüstung. Par.s. 16 Aug. «WB.) Der ..ORatin'' berichtet. dah Kriegsminister Painlrvt bei einem vom Stadrrat von Tre'voux bet Lyon gelegentlich der Einweihung eines Wasserwerks gegebenen Bankett em« Rede hielt, in der et nach dem Blatte ausführtc: Es ist hier mcht der Ort. ein wirtschaftliches Gesamtprogrannn zu entwickeln. Ich will jedoch wiederholen, daß ein Staatsmann für den Frieden arbeiten muh. Diele Meinung ist tief in mir verankert. Sie hat mir Kritik von feiten gewisser Persönlichkeiten der sozialistischen Partei eingetragen, di« die Maßnahmen der Vorsicht, die ich zur Reorganisierung des Heeres getroffen habe, für ungerechtfertigt halten. Ich bin davon überzeugt, daß die Stunde des Verzichtes auf R ü - stungen noch nicht gekommen ist. Iedes übermäßige Vertrauen und jede übermäßig« Edelmütigkeit erscheint mir heute deplaciertuni) gefährlich. Deshalb habe ch es für notwendig gehalten. Frankreich eine Defensivrüstung zu geben, die e» vor Angriffen schützt. Ich glaube behaupten zu können, daß diese Rüstung vorhanden ist. Oie Geheimdiplomatie om Verk. Paris, 16. Aug. (WB.) Die Haoas mitteilt, wird aus Gründen diplomatischer Zweck- m ä ß i gk e i t die Veröffentlichung des französisch • englischen Flottenab- kommens voraussichtlich einen gewissen Aufschub erfahren, damit den ausländischen Regierungen, denen das Abkommen mitgeteitt wurde, Zeit zu Meinungsäußerungen gegeben werde. Russische Aktivität in letzter Stunde. Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers". Berlin, 17. Aug. Dir Botschafter der Sowjet-Regierung hat gestern, wie wir hören, den Staatssekretär v Schubert im Auswärtigen Amt um eine Ain ter re bim g gebeten. Es liegt nahe, diese Besprechung mit dem Vertreter deS Re-chsauhenministers. der eben von einem Besuch Stresemanns in Oberhof nach Berlin zurückgekehrt ist, in Zusammenhang mit der Unterzeichnung deS Kellogg-Paktes zu bringen. Vor allem ist aber die rasche Folge auffällig, mit der Krestinski, der heute Der- lin verläßt, nach Besprechungen de« politischen Bureaus am Dienstag in Moskau, in der L i t * winow und Tschitscherin die mißenpoli- tifche Lage geschildert haben und m der, wie gemeldet wird, auch die Frage einer Vermittlung durch eine dritte Macht zum Zweck der Unter* zeichnung des Kellogg-Paktes diskutiert wurde, dem derzeitigen Leiter des deutschen Auswärtigen Amtes seinen Besuch angemeldet hat. Anscheinend ist e« Rußland darum zu tun, doch noch bis zum 27. August in die Liste der Unterzeichner des Kellogg-Pak- teS hereinzukommen. Diese Aktivität in letzter Stunde Dürfte aber wenig Aussicht auf Erfolg haben, da neben den prinzipiellen Gegensätzen in den Anschauungen Kelloggs und Tschitscherins in der Frage des AngriffSpakteS auch die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit die denkbar größten Schwierigkeiten bereitet. Lettland und Estland wollen dem Kellogg-Pakt beitreten. Riga, 16. Aug. (WTB.) Die.Konferenz ber Minister des Aeuheren Lettlands und Estlands hat beschlossen, nach der Pariser Unterzeichnung des Kellogg-PakteS. den dic Minister grundsätzlich prüften, übereinstimmende Schritte zum Beitritt der beiden Länder zu dem Pakt zu unternehmen. Amerika, Aegypten und England. Washington, 16. Aug. (WB.) Staatssekretär Kellogg übererickste hrute dem ägyptischen Geschäftsträger den Entwurf eines Schiedsgerichts- und Derglerchsvertrages. Dies bedeutet den 29. Schiedsgerichts- und den 18. Vergleichst»« rtrag, über den Sie Bereinigten Staaten feit Dezember vorigen Iahres Verhandlungen eingeleitet haben. Hierzu schreibt der Washingtoner Korrespondent der „Limes", Kellogg hätte den ersten Schritt vor seiner Abreife nach Europa zu tun. Man barf die Frage aufwerfen, ob der amerikanische Staatssekretär, der mindestens zwei Tage in London weilen wird, es nicht vorgezogen hat, seine Absicht zu einer vollendeten Tatf 0 ch « zu machen, bevor er in England eintrifft. Die Einladung an Aegypten wird vom Staatsdepartement Damit begründet, daß Aegypten souverän sei. Jede mögliche Quelle von Komplikationen konnte dadurch vermieden werden, daß in einem Vertrag Fragen, bi« eine Dritte Partei berühren, ausdrücklich ausgeiommen werden. Der Korrespondent schließt, hinter diesem Derttag aber steckt unzweifelhaft dic Empfii oung, daß die britisch« Regierung vielleicht nicht ganz damit einverstanden (ft. Eisenbahnkatastrophe in Jugoslawien. Bisher 20 lote und 30 Schwerverletzte. Zwei weitere schwere Unfälle. Belgrad, 16. Äug. 8nf der Strecke Risch— Skoplje entgleiste am Donnerelagmittag infolge Gleisbruche, ein Personen,ug und stürzte über öle Böschung ab. Dreizehn Tagen renroeu zertrümmert. Rach den ersten Meldungen sind über 100 Personen teils getötet, teil« schwer verletzt unter den Iiümmecn begraben worden. Rach den letzten Berichten wurden bereif» 2 0 lote und 30 Schwerverletzte geborgen, öle weiter gemeldet wird, ereigneten sich im jugoslawischen Eisenbahnwesen innerhalb der letzten 2 t Stunden noch zwei weitere schwere 11 n - fälle. So explodiert« der Dampfkessel der Lokomotive eine» Schnellzuges, der ooa Belgrad nach Risch unlcrweg, war. al» man eine neue kotzlensorlc au»probirr1e. Der au» dem firiiel entströmende Dampf verursacht« schwere Brandwunden de» fofomotivfüftrer» und eine» Ber- kehrsivspcklor», der sich gleichfalls auf der Mojchinr befand. Beide starben kurze Zeit daraus. Auch der Heizer wurde schwer verwundet. Lia Ingenieur. welcher im Augenblick Der Explosion von dem sich noch in Bewegung befindlichen Zuge ab- iprang, erlitt einen Schädelbrach und erlag . bensall, seinen Verletzungen. Bei Stoplje entgleiste ferner am Donnerstag eine Eiseabahndroisine und stürzie um. vier Liseabahnbeamke wurden schwer verletzt. Aus aller Wett. Tie Beisetzung des früheren Großherzogs von Baden Karlsruhe, 18. Aug. (WTB.) Unter großer Anteilnahme der Beuollerung aller Kreis« und Stände aus dem ganzen Londe erfolgte heute mittag Die Beisetzung de» früheren Großherzogs von Loden. In der eoanaelischen sladtkirche. in deren Schiff der Sarg aufgebahtt war, sand um 10.30 Uhr em feierlicher Gottes- b i e nft statt, an dem die Mitglieder des badischen Hauses, der König von Schweden, die Kömgtnwitwe von Württemberg, die Großherzogin von Ludern- bürg sowie Vertreter fast aller früheren deutsthen irüriteni)äufer teilnabmen. Ferner befand«» sich der Reichscrnädrungsminister Dietrich (Baden), di« gefamu badisch, r-laatsregierung mit dem Staats- Präsidenten Dr. Remmel« an der opifte, das Präsidium des Landtags, zahlreich« Landtogsobge- orbnet« unb Berhrel«r der weltlichen und geistlichen Behörden au» Dem ganzen Land« im Irauerge- folge. Prälat Dr. Schmitthenaer hielt die Trauertebe. Rach Dem (istmcsdienst bewegte sich der L e i ch c n z u g durch die gcDrängte Menschenmenge zum Mausoleum im Fosanengarten des früheren Schloßes, wo unter Gebet des Geist- lichen der Sarg in dic Gruft gesenkt wurde. Die Landeshauptstadt hatte Trauerschmuck angelegt; überall wehten auf Halbmast gefegte umflorte Fahnen. Dic Straßen, durH die sich ber Irauernifl bewegte, hatten oon der 5tabtcerea(tnng einheitlichen Trouerschmuck erhalten. Brandstiftung in einer Leipziger Polizeikaserne. Leipzig. 16. Aug. (LU.) Am Donnerstagfrüh gegen 5 Uhr bemerke man in Der Polizei k a se r n e in Leipzig-Möckern, daß aus dem Dachstuhl eines mit Mannschaften belegten und vom Äantinentoirt bewohnten Stockwerkes Feuer schlug. In mehr al« fünfstündiger Arbeit gelang es der Feuerwehr, Den Brand wenigstens auf seinen Herh zu befdfrränfen und namentlich das Weiterlaufen De«Feuers nach unten zu verhindern. Bei Der Brand- bekämvfung machte man die Entdeckung, daß mit großer Umsicht und über zwei große Stockwerke Des Dachstuhls verteilt, wenigsten- zwölf Brandherde gelegt worden waren. Die Brandstifter hatten auch di« Schlösser der eisenten Türen -um Dachboden beschädigt, sicherlich um di« Löscharbeiten zu erschweren. Zur Brandlegung wurden Hartspiritus und Holzwolle verwandt. Die ^rmitthingen der Kriminalpolizei haben htnsichtlich der Beweggründe für Die Brandstiftung bereit- einen ganz bestimmten Verdacht gezeitigt. Bi-her find neun Festnahmen «folgt. Erinnerungstafel auf (Bteenli) Island. Paris, 17. Aug. (WTB. FunkfpruchI Nach einer im „Neuyork Herold" veröffentlichten Meldung aus Montreal ist in Greenly Island «in« Gedenktafel zur Erinnerung an den D 3 « a n f l u g der „Bremen" gestern eingeweiht worden. Reu« Flugpläa« L«vi»«s. Paris, 17. Aug w ** •***«■ ee! ntcrgifi.vt»* •««crnBatua LmAWK» ^i-.uruoruii#iogc. Gin Tiefdruckwtrbrl liegt heute über Südskandi- nankn und hat unterem Gebiet auf seiner Rück- fette menen; in falte ozeonische Luftmass en zug«- iührt. fo daß c« m Der Rocht zu lerch^n Reoen- fä([en tarn und der Himmel beute morgen stark betoolft ist. TeTnperoturen find infolgedessen zurückgegangen. Do« Hochdruckgebiet hat sich jedoch verstärkt und wird allmählich feinen Einfluß bei uns gellend machen. Eö ist also m Den nächsten Tagen nnt besserem Wett« zu rechnen. W«tt«rvorau-fage für Samstag: Vorwiegend heiter. Temperaturen vorläufig men g ocränDer; und troden. Lufttemperonirrn am 16. August: mittag» 20®rab Celsius, abends 14 Grad (lettiud; am 17. August: morgens 13L Grad Celsius. Morimum 21^ Grad Celsius, Minimum 11.4 Grad Telfius. — Erdtemperaturen am 16. August: abends 19,2 Grob Celsius: -m 17. Augu't morgens 16 Grad Celsius. — Nieder- i^lng 3,5 Millimeter. — Lonnenfcheindouer 2K • otnnbfn. «rtn lonbtiiÄn t Ä bü ; äS ?3*fc ’-s-m J; S" »«»ä NM Ä,„. dL'L'" »•TfV» •*Iä :hH itoih SS-fib *W»n 3ö i_Uni> Wlfc ;n Stlnafr- rNerit. 01 ®°cntT8L t*?,1“ M. 6tfi Gießer», den 15. WM^LLAnzüge auch für Surren, Krack-, Lmoting-, (Sehrock- und EukaVay-Anzüge in allen Gkößen, Hosen in allen Größen u. Farben (auch für korpulente Herren), schwarze Hosen für Kellner, Sommer- joppen, Windjacken und Arbeitskleiber in allen Arten ;u staunend niedrigen Preisen bei L. Rosenrwelg, Gletze« L-eitersweg 55 1, Eingang Ecke Dolksdad Alle Schweine, lÄXÄJ‘.^**5 solch« mtt helfen »einen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jede» Futter 1 (Eßlöffel voll echte» RASSOL Xä mengen, verlangen Sie nur echtes Rastol In Originalstaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurtuk. Allem. Hersteller- Lnges- apotheke Gießen. Zu haben in allen Apotheken. 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Der Akademiker Bateau berechnete, daß d.ese Gntgafunq soviel Kraft verzehren würde wie da» Werk ül>erHaupt zu schassen imstande fei, und haft die Weiterleitung der gewonnenen Energie — falls sie überhaupt zu erzeugen sei gewaltige Äraflmengen benötigen würde. 2Iun erkannten Llaude und Boucherot daß die Wirtschaftlichkeit und die Qkrtoenbbarleit ihrer Erfindung nur durch einen groß angelegten Ikt- fuch bewiesen werden könne. Die Suche ^ach der geeigneten Fabrik begann. Die beiden Forscher eibiclien eine Dllcngc Absagen, /teine der französischen Fabriken wollte die notwendigen lech- /tischen Abwässer zur Ivrfügung steilen Endlich entschloß sich ein belgisches 3nbuRrieuntemco.'.;en in Lüttich, daS Waber aus den Hochöfen der Sociött Ougr6e-Marih.i) c zu liefern. DaS warme Wasser floß au» den Behältern der Hochöll-n, während das falte Wasser au» der Maas stammte. Allerdings hatte da» Wasser der Hochöfen nur 24 Grad und das Wasser der Maas schon 14 Grad Wärme; man mußte da» wanne Wasser also erst auf 34 Grad bringen, um da» Experiment den tm Ozean tatsächlich herrschenden Verhältnissen entsprechend durchzuführen. Später, so berichten die Grsinder, genügte eine Wärmespannung von 4 Grad, und die beiden Franzosen hoffen, ihr Verfahren derart zu vervollkommnen, daß ein Wänneunterfch'.ed von 2 Grad genügen wird. Das denkwürdige Experiment fand am 25. April d. 3. statt. E» war ein voller Erfolg. Die 60 P. S. starke Turbine lief genau so. wie e» errechnet wurde, und erzeugte 50 Kilowatt. Inzwischen befaßten sich auch die deutschen Fachkreise mit der Frage. auS dem Mcer Elektrizität zu gewinnen. Am 10. Februar 1927 hielt Ingenieur Dr. Bräuer im .Deutschen Wasserwirtschaft-- und Wasserkraftverband" einen Vortrag über daS Thema. .Die MeereS- toärme alS Energiequelle" Da Dr. Bräuer» Ausführungen bis heute stillschweigend hinge- nornmen und von niemand bezweifelt wurden, muß angenommen werden, daß die Fachkreise seine Ansichten teilen. Unter anderem erklärte dieser Ingenieur! .Der Energievorrat, den wir in Gestalt der kalten und warmen Wassermassen der Ozeane besitzen, ist die weitaus größte Energiequelle der Erde" Sr hält da« Vrojekt der beiden Franzosen durchführbar und ist sogar bemüht, in Deutschland einen ähnlichen Versuch zu unternehmen. Oluf der Technischen Hochschule in Eharlotten- burg stehen die Fachleute der Angelegenheit viel zurückhaltender gegenüber. Auch dort wird er- llärt. daß es theoretisch wohl möglich sei, auf die beschriebene Weise au« dem Meer Elektrizität zu gewinnen. Aber es muß berücksichtig! werden, daß noch viele Schwierigkeiten zu überwinden find, ehe au» der Theorie Wirklichkeit werden kann, tim die tm Kleinen angeftellten Versuche int großen Maßstab auSzusühren, kann man nur den Wärrneucherschied in einigen Meerestcilen ausnuhen. zwcklsellos am geeignetsten ist der I schwarte ". Deshalb ist es ebensowohl eine Schluß- | foigerung einfacher logischer Erwägung alS auch ein Resultat tatsächlich durch Erfahrung bestätigter Beobachtung, daß dle Abnahme des Dachse- bei uns durch den im engsten Zusammenhang mit den Lima tischen Schwankungen der letzten Winter rentabel« gestalteten Fang mit dem Eisen beschleunigt wurde, tind dies dürste einer der zwingendsten Gründe der DachSabnahrne sein, und ich will, solange das Dach» rückgang Problem und besonders die oben angedeutete Seuchenfrage noch nicht hinreichend geklärt ist, nicht gesagt haben, daß ich ihn für den alleinigen und daher ausschlaggebenden Holle, aber einer der am meisten mit ins Gewicht fallenden ist er jeden» fall«, zumal ja sowieso bei der nächtlichen Lebensweise de« Dachses eine andere RachftellungS- niöLichkett zu unproduktiv wäre und niemals zu der jetzt offenbar gewordenen Tragweite hatte führen formen. verstärk.en Frieden in Europa nicht traut. So bleibt nichts andere« als die Annäherung an Frankreich. S:e ist bewährt. Sie wird auch äußerlich betont, jetzt, wo d.-r Jahrestag des Siege» an der Westfront m den Tiätk-rn über alle Maßen gefeiert wird. Das gibt auch politische 3u1ammenIIängc tinb wenn man gleichzeitig auch für das deutsche Heer beute bewundernde Worte findet Da« ist der letzte Rachhall Don Locarno. Im Lich.e der zehn Jahre, die heule vergangen !md. betrachtet war Locarno die Todesurkundo der deutschen Macht. Politisch aber eine Episode Sie w-rd zu den Akten geschrieben Aber bic Schnecken machen dem englischen Aaiurfrcund Freude. Wie sie ihre Häuser tragen mit dieser bescheidenen Genügsamkeit, so vie der Deutsche den Dawesplan und die Bürde ferner Ohnmacht. Der englische Gärtner. Ehamberlain ist Rosenzüch.cr. hat Sinn dafür. Aber Lord Eushendun. sein S.ellvertreter. denkt in Realien, m Panzerschiffen, in Divisionen und Machtein- hellen. Wird Kellogg, sollte er wirklich kommen, verhmdern. daß jener un« mit lästiger Geste vom Tisch dec Hoffnung fegt? Wird Kellogg di« Schnecken au« dem Locarno-Garten entfernen? wurde dieser Warmeunterschied der Meeresschichten zum Ausgangspunkt einer äußerst bemerkenswerten Erfindung. Mit dem Problem haben sich nämlich die beiden französischen Gelehrten Georges (Staube und Paul Boucherot befchästtgt. die sich unter eigenartigen timftänben fermen lernten. Beide bewarben sich um dasselbe Fauteuil in der Pariser Akademie der Wissenschaften. Glaube wurde gewählt, und Boucherot, der ihm nicht ?ümte. begann mit seinem Rivalen eine gemein- ame Arbeit. Am 15. Vovember 1926 in einer Sitzung der Akademie der Wissenschaften in Paris, konnten Tlaude und Boucherot den Fachkreisen ein nachdenklich stimmende« Experiment zeigen. Zwei mächtige Glasglocken wurden auf den Boden des Sitzungssaales gestellt: die eine war mit 24 Grad warmem Wasser, die andere mit auftauendem SiS gefüllt. Aus der Glasglocke, die das warme Wasser enthielt und als Dampfkessel biente, wurde nun die Lust ausgepumpt, woraus sich Dampf entwickelte. der in die mit SiS gefüllte Glocke, den Kondensator, eindrang. 2tuf diese Weste könnte man au« dem Temperaturunterschied des Wasser- Kraft gewinnen. Zwischen beide Glasglocken wurde eine Miniaturturbine geschaltet, die der strömende Dampf in Bewegung setzte. Elektrizität Wo bleiben die Dachse in Oberheffen? Von «art «uholf $ifdjer. Seit Jahr und Tag mehren sich in deutschen 3ägcrlreden bic Klagen über den überall zutage tretenden Rückgang des hennlichsten und merkwürdigsten Bewohners unseres Waldes, des Dachses. Einsam lebt er in ausgedehnten Wäldern, verbrmgt den Tag unterirdisch in feinem lelbftgegrabcnen. nicht kunstlosen Bau. um allnächtlich der Jagd obzuliegen und Mäuse, Schlangen, Frösche und Insekten zu fangen oder auch sich von Obst, Sicheln. Bucheckern und Pflanzenwurzeln zu nähren. Den Winter ver- fchläst er gewöhnlich in dem metertiefen, weich auSgepolstenen Zentralkessel eines groben Mutterbaues und kommt nur gelegentlich, nachdem er seine hier aufgestapelten Vorräte verzehrt hat, zur Nachtzeit an besonders milden Wmtcrtagen aus feinem Bau, um zu trinken und Nahrung zu fich zu nehmen. Betm Eintritt harter Friste jedoch rollt er sich in dem den ganzen Kessel ausfüllenden Polsterwcrk zusammen. Die Smäh» rung erfolgt während befer Zeit hauptsächlich durch feine reiche Fettschicht, die er sich im Sommer und Herbst angemäRet hat. Völlig abgemagert kommt er alsdann im Frühjahr wieder Zum Vorschein. Aber einen regelrechten Winterschlaf, wie Murmeltier und S.ebenlchläser dies hin. hält der Dachs cbenfotoenig wie fein naher Verwandter, der Bär. Nebenbei gesagt fällt beim Dachs wiederum wie beim Bären auch die Zell der Trächtigkeit gerade mit den Wintermonaten zusammen, ein timst and, der sich schlecht verträgt mit der Vorstellung eines regelrechten Dintee- '^Enfes. Kur; und gut. seit ein paar Jahren suachEstch eine immer größer werdende Abnahme des Dachses auch in Ober Helsen bemerkbar. Aus "n«r großen Aeihe iron hessischen Revieren, in baicn er noch vor nicht allzulanger Zeit recht tauhg vertreten war, ist er innerhalb kurzer ertretung hat es in sich. Lulhendun wurde Rachsolger Lord Cecil« nach dessen Aücktritt von seinem Amt als englischer VölleroundSvertreter. Eushendun war englischer Worfführer neben Bridgeman, dem ersten See» lord. bei her Flottenkonseren, in Genf Dort sprach er wenig, aber waS er sagte, war rauh, selbstbewußt, realpvlltisch. 21« er zum Rachsol- ger Eer Engländer läßt fntz nicht gerne hinter» Licht führen, will sich Robinson auf Gpihbefgen. 3m Archiv der russischen Akademie der Wissenschaften ist kürzlich ein interessantes, längst ver- schollenes Schriftstück gefunden worden. Es ist der Bericht des Professors der russischen Akademie P. L. de Aoy über die abenteuerliche Expedition, die von einem russischen Kaufmann im Jahre 1743 nach Spitzbergen entsandt wurde. S.n Kaufmann des kleinen Städtchens Me'en im wellen Borden Außlarrds (Gouvernement von Archangelsk) rüstete einen Walfischfänger au« desien Besatzung 14 Mann betrug, um nach Walsischjägem, die vor einiger Zeit im Eismeer verschollen waren und von denen man w.sien wollte, daß fie sich auf Spitzbergen aufhielten, ju suchen. Das kleine Schiff wurde von EiS- rade für 12 Schüffe reichte, mitgenommen. Jetzt ing cm Leben an. das die Qlbenteucr Aobtn- fon« zur Wirklichkeit machte. Zuerst gelang e« den neuen ..RrPinsonen". 12 Füchse zu erlegen. Nachdem das Ptzilver verschossen war. mußten sie an Die Erlangung anderer Waffen denken, denn » fla° unzählige Eisbären. Mit Hilfe von Steinen, die zugleich als Hammer dienten. gelang eS, die Büchsen in Spieße unuu* arbeiten. Au« Aenntiorhäuten fertigten sie sich ©trtrfe an. Tie^elle dienten als Kleider. Aus Lehm wurde e ne Lampe hergestellt. Oel wurde aue Fett beredet Die Aot verwandelte die Leute in Fischer, Jäger, Zimmerleute, Schreiner, Schuster und Schneider. Im Lause von sechs Iah-ren richteten sie sich einen Haushalt ein. bet mit allen nötigen Geräten und Instrumenten versehen war. Ihre Jagdbeute betrug in dieser Seit zehn Eisbären. 250 (Remitiere 1000 Fächle und eine unzählige Menge von Walrossen. Siner von ihnen. Theodor M a r o g e n , brach unter den Anstrengungen de« harten Kampses mit der ' Hatur zusammen und ftatb. An enem August tage des Jahres 1749 sahen die drei am Leben Gebliebenen ein Schiff, da« sie wieder in die zivilisierte Welt zurückführte Al« der Bericht über da« abenteuerliche Leben dieser IRabinfonc in Petersburg durch die Arbeit L. Aotzs bekannt wurde, enffandte die Zarin Kacharina die Grvße eine Expedition auf drei großen Schiffen unter dem Befehl des Wmlral« Tschitschagoff m Jahre 1765 nach SpisK>ergen Erst viel später wurde Spitzbergen von nichtrussischen For'chern besucht. Da« wichtigste Resultat erhielte die 'chwedtsche Expedition uetcr der Leitung des bekannten Polarforschers Rordenskjöld >m 3abre 1864. Rordenffjöld gelang es unter unglaublichen Entbehrungen und Anstrengungen ns Innere Spitzbergen« zu bringen und alS erster eine genaue Karte der Insel zusammenzuftelten. Während Aordenlkjöld einen Berg untersuchte, wurde er von einem Eisbären übcrfatten. Der For- Vfotx. der von feinen Begleitern abgetrennt war, batte zusäll^ keine Waffe bei sich und verteidigte sich fo gut er konnte damit, daß er den ungehmr- ren Eisbären mit Steinen bombardierte. Trotzdem sprang der Bär auf ihn zu. machte aber plötzlich kehrt und rannte davon. Wie durch em Wunder war Rordenskjölds Leben gerettet. Die im Jahre 1868 von Göteborger DchissSreedern nach Spitzbergen entsandte Expedition erreichte unter der Leitung deS Kapitäns F. W. v. O 11 e r, die bis dahin noch nicht erreichte nördüchtze ©rabbreite von 81 Grad 42 Minuten. Heute ist I ein 5lug nach und über Spitzbergen eine ge* | wöhnsiche sportliche Leistung. l)r.P. der Versuch unternommen werden, zu untersuchen, welche Gründe hauvisächlich am Dachörückgang in unseren oberhessffchen Aevieren mittelbar und unmittelbar beteiligt sind, und ich bin mir bewußt, daß bieie Charakterisierung der ober hessischen Iagdverhaltnisse zum Teil auch in den anderen deutschen Geaenden «utriffL Wenn in den 3agb- zertfchritten für die allmählich immer deutlicher zutage tteienbe Verminderung des Dachse« gel- tenb gemacht wird, daß sie teilweise durch plötzlich beim Dachs auSgebrvchene Seuchen, von deren Existenz seicher die Wiffenschaft noch keine Ahnung hatte und die jetzt erst zum ersten Male beobachtet worden sind, daß sie ferner durch das Graben. Abwandern, memettoegen auch durch daS beobachtete Auffreffen der Iungdächse durch den MutterdachS hervorgerufen worden ist, so haben wir aber in den oberhessffchen Revieren in erster Linie als Haupturheber seines Verschwindenden Zang im Eisen anzusehen. Wurde von dem Auftreten einer Dachsseuche, vielleicht im Gegensatz zu norddeutschen Revieren, bei uns bisllmg noch nichts gemerkt, und ist daS Graben des Dachses wegen seiner fublerrancn Lebensweise und besonder- wegen seiner privllegierten Angewohnheit. ferner winterlichen Schlaffucht nur im Zentralmassiv tiefer, felsiger und ungtab- barer Mutterbaue zu frönen, nicht allein und vor allen Dmgen nicht so ausschlaggebend an feinem Rückgang beteiligt, wie es mancherwärtS hmgestellt wird, so kann es vor allen Dmgen nicht der unpräzffe Einwand des Abwanderns sein, da _ im Gegensatz zum übrigen Raubwill» gerade für den Dach- die Ehancen seiner Sxu- stenz viel günstiger geblieben sind und man ihn durchaus nicht als kullurkcheu bezeichnen kann, solange er sich noch dort wohlfühlt, wo die Agrikultur noch nicht mit den an bebaute Felder anstoßenden Gehölzen aufgeräumt hat. Dagegen mußte bei uns der Raubbau am Bestände des Dachte« um so spürbarer werden, als der Fang un Eisen noch von einem anderen Faktor entscheidend und entschieden günstig becinsiußt wurde, mch zwar ist dies, so selffatn es zutschst auf Anhieb fiingai mag. ein klimatsicher jattor, der ihm zum Würgengel geworden ist: die ununterbrochene Aufeinanderfolge der milden Winter. Gerade in den letzten Jahren wurden bei uns m Oberhessen allenthalben Dächte -u einer Zell gefangen, in der sie sonst vor den Augen der Menschhell verborgen blieben, und der fönst wenig versprechende Fang während der Wintermonate wußte nun um fo mehr die Jägerei für sich zu gewinnen, cüs diese Zell zu- I sammensiel mit der größten Wertperiode des I Raubtier Pelzes und in diesem Falle der _Dachs- mcht für dumm verlaufen lasien. Co ,st denn da« Dumder geworden: die^EntentcEordiale'' ist nicht nur eine diplomalifche, r.nc voll, >ch«. sie ist eine militärische Tatsache a ng^ land« und Amercka« Flotten sind gleich stark, v^u'üqllch der französsiovn Flotte ändert sich da« B.id. Diellech: ea.ärt sich auch au« kiffen: ®n:nbe bie pemlich hv'.iche Ar:, mit der die eng. I sche Prelle über den Robile - Flug 5c- vich et bat. Man will den zurückge'etzte:, Italienern leinen äußerlichen Anlaß xu einem Prff«e- feldzug geben. Man 'ä‘ ^aolbarleiteverosiich. tungen Mussolini bart gerade jetzt nicht grob ---t. Auch ze gen be . ;g.e Aeuherungei auf anderen Gebieten daß man dem wieder einmal 9,20. Aüg-st l voimlttags tw iMWn iudvigShlilg 1 öchvam" tiie larke Prima urig sesärdt sowie [Um Aufbinden der Bäume npßeblt ieinril W* Sicifto.. Babnbol""^ OMW mSamS . li6t i Aagvu>;' mKs In'cvMii.c -Sä« SB-- Ster! Golfstrom. während die trotnfc&en Meers - so führte man in der Technischen Hochschule aus - schon weniger in Krage kommen, und auch der Golfstrom ist nur dort gut verwendbar, wo er kalte Strömungen .überschneidet". An der Ostkanle der Reufundlandbank begegnet der Golfstrom an seiner nördlichen Grenze und an seiner Oberfläche dem kalten Polarstrom, auch Labradorstrom genannt. Diese Grenzlinie zwischen den beiden Ozeanströmungen verschiebt sich übrigens mit den Jahreszeiten, und auch darin liegt eine gewisse Schwierigkeit. An- dererseitS kann die Grenze zwischen dem Wasser des .kalten WalleS" oder Labradorströmung auf der einen und dem Golfstrom auf der andern Seite äußerst scharf sein, wie dies ia Admiral Wilne schon im Jahre 1861 beobachten konnte. 5Io r i Z> a wäre also — so ist die Meinung der Fachkreise — der geeignetste Platz der Welt zur Errichtung schwimmender Energiefabriken. Wenn eS nun auch zweifellos möglich ist. entsprechende ozeanische Elektrizitätswerke zu bauen, so ist damit das Problem, den Wärmeunterschied im Meerwasser wirtschaftlich auSzunühen. noch keineswegs gelöst. Bei solchen Projekten kommt eS nicht allein auf die technische Durchführbarkeit, sondern vor allem auf die Wirtschaftlichkeit deS Betriebes an. die bei dem gegenwärtigen (5tanZ> unserer Technik durchaus nicht gewährleistet ist. Wahrscheinlich würde sich heute die neue Ener- gieguelle viel teuerer stellen als die bisher üblichen Elektrizitätswerke. Es hat nur dann einen Sinn, elektrische Energie zu erzeugen, wenn man sie auf sebr große Entfernungen mit geringen Kosten weiterleiten kann, um dre auS dem Meer gewonnene Kraft auf dem Festland zu verwenden. E» ist aber nicht ausgeschlossen, dah diese Weiterleitung soviel Kraft vergeudet, dah von der ursprünglich erzeugten Energie nicht mehr viel übrig bleibt. Borläufig hat also nur der menschliche Deist, nicht aber die Wirtschaft der Völker einen neuen Sieg errungen; aber man kann damit rechnen, dah eS eines TageS gelinaen wird, die neue Erfindung auch wirtschaftlich auszunutzen und damit eine unerschöpfliche Energiequelle der Menschheit für alle Zeiten zu er- schliehen. Aus der Provinzialhauptstadt. G i e h e n. den 17. August 1928. Gegen rücksichtslose Motorradfahrer. 3n der Ocffentlichlcit beginnt allmählich mit Recht ein erbitterter Kampf gegen die R ü ck - sichtSlofigkeit eines Telles der Motorradfahrer, die sich tatsächlich immer mehr zu einer Plage für das Publikum auswächst. Es werden von den Polizeibehörden strenge Bestrafungen gefordert, sofern nachgewiesen werden kann, dah von den Fahrern absichtlich störende Geräusche mit den Maschinen gemacht werden. Eine bemerkenswerte Verordnung hat daraufhin jetzt der Potizeipräsident von Magdeburg erlassen. Dort werden diejenigen Motorradfahrer, die durch unnötiges Knattern ihrer Räder störenden Lärm verursachen, mit 50 Mk. bestraft, wenn ein Ver schulden nachgewiesen werden kann. Es find dort sogar besondere Polizeistreifen eingesetzt worden, btc durch die Straften fahren, um knatternde Motorräder festzustellen. (Zeder Motorradfahrer, dessen Rad sich in einem nicht ordnungsgemäßen Zustande befindet, muh ein amtliches Gutachten darüber beibringen, dah er daran keine Schall» hat. Für dieses Gutachten werden 50 Mk. verlangt. Die Magdeburger Polizei hofft, datz die Aussichten, steh ein solches Zeugnis verschaffen zu muffen, »md der Zeitverlust, den das Vorführen des Rades beim Kraftverkehr samt mit sich bringt, auf die Be- s»er absck-redend wirken und sie veranlassen, darauf zu achten, daß ihre Raden: in Ord- irung find. Die Magdeburger Polizei geht sogar noch weiter und hat auch das Publikum zur Durchführung der Verordnung aufgefordert. Aehnliche Bestimmungen sollen jetzt auch in Ber lin eingesührt werden, da auch dort das Geknatter der Motorräder geradezu zu einer Plage geworden ist. (3n Gießen nicht minder.) Dtefe Vorschriften genügen aber npch keineswegs, und sie müssen, wenn sie sich überhaupt Geltung verschaffen wollen, nicht nur für einzelne Städte, sondern für das ganze Reich durchtzeführt werden. Ein Umstand, der die lästigen RIotorgeräufche Verhängnisse. Vornan von Liesbei Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 2. Fortsetzung Nachdruck verboten. Plötzlich vernahm sie ein Pochen, es tönte dumpf an eine Tür. Sie schrak xufnmn*n. Sie stand mitten im Zimmer, die Hände auf das unruhige Herz gepreßt, und wartete. Da klopft« es wieder. Es ist etwas mit Eharles, durchzuckte sie. Sie wollte gehen, aber die Füße trugen sie nicht weit. An einem Türpfosten überkam sie ein Schwindel, sie hielt sich fest. Da klang wieder das Klopfen laut und heftig an die Tur. Und wie eine Vision kam es ihr. Ein Bild. <5ie sah ihren Sohn mit einer Wunde auf der Brust auf einer Bahre liegen, vier Männer orachten ihn an ... sie hielten vor der Haustür, klopften an den Laden ... er war tot ... „Tharles", schrie sie auf, und brach an der Tür zusammen. Die alte Artemis hotte ebenfalls das Klopfen gehört und eilte die Treppe hinunter auf bl osten Füßen. „Wer ist denn da?" rief ste hinter der verschlossenen Haustür. Und die Stimme Frau Odettes antwortete: „So machen Sie doch endlich auf, Artemis. Sie haben vergessen, den Schlüssel hinzulegen." Allmächtiger Gott, da» hatte sie wahrhaftig ganz vergessen! Die Alle holte mit zitternden Händen den grasten Hausschlüssel, drehte ihn ein, und die Tur bewegte sich, und Frau Odette stand auf der Schwelle ... regennah, mit verwirrtem Haar, über das sie die Kapuze des Capes gchogen hatte. „Ist das ein Detter!- sagte sie, und warf das Capes ab. „®i)tt, Madame-, jagte die Alte „Man must aber auch nicht Gott versuchen." Die junge Frau schüttelte ihr Haupt. „Die meinen Sie*" ..Bei einem solchen Wetter bleibt man daheim-, brummte die Alle. „Und wie Ihre Schuhe ans sehen, im!" zur Plage Hai werden lallen, auch der daß die Zunahme von führerfchein'reien Maschinen m der letzten Zell sich beträchtlich erhöht hat. und so fahren so ziemlich alle die. benen früher der Führerschein wegen irgendwelcher, natürlich oft schwerer Verstöße, entzogen wurde, auf solchen Motorrädern, und gerade diele Leute find es meist, die sich an keine Dorschrill halten. 3n dieser Beziehung soll denn auch zuerst Abhilfe geschossen werden. Es find denn auch gegenwärtig Bestrebungen im Gange, um auch für Leichtmotorräder den Führcrfchemzwan- wreder einzuführen. Taten für LamStag, 18 Arrgvst. Sonnenaufgang 4.40 Uhr, Sonnenuntergang 19.17 Uhr. — Mondausgang 7.52 Uhr, Mondunter- gang 20.47 Uhr. 1830: geboren flaifer Franz Joseph I. von Oesterreich, König von Ungarn, in Wien (gestorben 1916); — 1850: der Dichter Honors de Balzac in Paris geworben (geboren 1799); — 1870: Sieg der Deut schen bei Graoelotte-St. Privat, Schlacht bei Metz; — 1915: die Deutschen erobern Kowno. Vorrrotizen. — TagcskalenderfürFreitag. Verband Deutscher Dekorateure der Feinkost-, Lebens- und Genußmittelbranche e. V.. 8.30 Uhr, Vortrag im Hotel Schütz. — Lichtspielhaus, Bahnhofftraste: „Frühreife Jugend". — Astoria-Lichtspiele: „Tom Mir". — Im Finanzamts- und Versvr- gungsamtsgebaude wird z. Z. an dem Ausbau der Heizungsanlage gearbeitet; hiernach kommen die Arbeiten für den inneren Ausbau zur Ausführung. Rachdem der Materialtransport für die Rohbauarbeiten dieser Gebäude als beendet anzusehen sind, empfiehlt eS ffch, die Freigabe der Lessingftraße. insbesondere für d« Anwohner der Gnauthstrahe, für die hier der direkte Weg zur Stadt seit Jahren als eine Rot Wendigkeit cmzusprechen ist. herbeizuführen. •* S traf bareS Musizieren durch Radio-Lautsprecher. Mit der zunehmenden Verbreitung der Lautsprecher unter _ den Radiohörern mehrten sich die Klagen der, bösen" Rachbarn, von denen die häufig überlaufen Wiedergaben des Rundfunks störend empfunden wurden. Das Hessische Polizei amt in Darmstadt gibt jetzt bekannt, dah unter den Begriff des verbotenen Musizierens bei offenem Fenster. Singen oder Spielenlassen von mechanischen Musikapparaten, auch die Benutzung von Radiolautspvechem fällt Die Polizeiämter sind angewiesen worden, auch hiergegen unnachsichtlich einzuschreiten und Zuwiderhandelnde zur Anzeige zu bringen. ** Sprech st unden des deutschen Generalkonsuls in Saloniki in Frankfurt a.M. Der deutsche Generalkonsul beim deutschen Konsulat in Saloniki, Dr. Weber, erteilt am Freitag. 24. August d. I., an die am Handelsverkehr mit Griechenland — insbefondere^Maze- donien und Westthrazien — beteiligten Firmen, Einzelauskünfte. Firmen, die an den Sprechstunden am 24. August in der Zeit von 9 Uhr bis 13 Uhr teilnehmen wollen, werden gebeten, dies der Reichsnachrichtenstelle für Außenhandel, Frankfurt a. M„ Börse (Zimmer 43) bis zum 21. August mitzutsilen, damit eine Verteilung der Besucher auf die zur Verfügung stehende Zeit stattfinden kann. *• Kostenlose Auskunft über Eisen- bahntarife. Die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft hat zur Beratung des verkehrtreibenden Publikums in der Reichsbahn-Auskunftei für Güterverkehr. Berlin SW 11, ASkanischer Platz 5, eine zentrale Auskunftsstelle geschaffen, die in der Lage ist, über alle Angelegenheiten der Guter-. Tier und Etprehguttarife im In- und Auslandverkehr zuverlässig? Auskunft zu geben. Alle Anfragen werden völlig kostenlos in kürzester Frist beantwortet. ** Born Kaoallerieverein Gießen wird uns geschrieben: Am Samstag, 18. August, vollendet Herr Leutnant a. D. Hermann Knobel, Mühl st raste 9, sein 84. Lebensjahr. Der Jubilar hat die Feldzüge 1864 66 und 1870/71 rnitgernacht. Am 18. Januar 1871 war er als Feldgendarmeriewacht- meifter zur Reichsgründung und Ikafierprollamation in den Spicgelfaal von Versailles kommandiert. Nach dem Friedensschluß war er im Elsaß als Gcndarmerieoberwachtmeister tätig. 1919 wurde der fast 80jährige von den Franzosen ausgewiesen und fand in Gießen eine neue Heimat. Der Kavallerie- verein Gießen e. V., dessen Ehrenmitglied Herr „Nun, ich habe doch nicht gewußt, daß es ein solches Unwetter gibt.“ Die Alte schwieg; sie stand nicht gut mit der jungen Frau Gontard, obwohl sich eigentlich nichts gegen sie sagen ließ. Man durfte in diesem Hause nichts gegen Charles' Frau sagen. Die junge Frau war m ihr Schlafzimmer gegangen, und Artemis stieg wieder in ihre ÜRam faröe. Das war eine Nacht! Das Gewitter grollte weiter, der Regen schüttelte und klatschte in den Hof, und immer noch durchzuckten die schwarze Wolkenwand züngelnde Blitze. Es sah aus, als ob ber ganze Himmel zerriß und sich auf die Erde stürzen wollte. Ein Riesenfeuer flammte dort oben hinter den xer» riffenen Wolken. Unheimlich sah das aus. Wie das Jüngste Gericht. Die Alle zog sich das Federbett fest über die Ohren. Die junge Frau konnte sich morgen ausschlafen, aber ste mußte um fünf Uhr heraus. Und wahrend das Donnern schwächer wurde und die Blitze matter, schlief auch sie endlich ein. Als Artemis in der Frühe die Laden öffnete, sah sie den Gendarm in Begleitung eine« Mannes, den sie nicht kannte, über den Markt gehen. Sie schrillen eilends und wichtig daher. „Was taten sie denn schon so früh in der Stabt dachte sie, und sie begann, wie jeden Morgen, die Bellen zum Fenster hinauszuhängen. Dann kam endlich das nerfdjlafene Hausmädchen, die dicke Marie, angetrollt mit Eimer und Besen, um das Gastzimmer zu säubern. Artemis wirtschaftete in der Küche, machte Feuer an, deckte den Kos seelisch für die Leute und dann für die Herrschaft in dem kleinen Zimmerchen nach dem Hofe. da» gleichzeitig Herrn Gontard» Bureau nxrr. Lin eifemer Geldfehrank stand in der Ecke, ein einfacher Sekretär, ein runder Tisch und sechs abgeschabte Ledersttihle. Hier saß man gewöhnlich, vtur wenn Besuch erwartet wurde, wie gestern avend, aß man vomherau» in dem „Speisesoal", mit den ichweien. geschnitzten Möbeln, die dte jimge Frau mitgebracht hatte Der Kutscher kam herein, setzte sich an den Kaffee- tisch, machte seine Witze mit dem Hausmädchen. Knobel ist, veranstaltet zu Ehren des Altveteranen am Sametagabenö eine Feier. •• Oeffentliche Büch e r fra l l e Die Bü- cherausgcbe wird wegen ZnstandßetzungSar-eiten vom 20. August bis 4. September geschlossen. * Reue Briefmarken- und Bost. farten-SSutomaten. Die Deutsche Reichs post wird demnächst einige neue Modelle von Wertzeichen-Automaten dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die Automaten find in technischer Beziehung gegen die bisher gebräuchlichen wesentlich DernoUtommnet worden, so daß zu erwarten ist, daß sie den bered>rigten Ansprüchen des Publikums voll entsprechen werden. Zur Aufstellung find drei Tvpen vorgesehen. 1. Der 5äulenbrieftaften, eine Bereinigung von Automat und Briefkasten in großer Ausführung; 2. der Mehrsachgeber, der durch Drehung eines Knopfes die Entnahme verschiedener Postwertzeichen gestattet; 3. der Einzelgeber, der entweder Briefmarken ober Postkarten abgibt, aber nur halb so groß ist wie die allgemein gebräuchlichen Automaten. Sämllichc neuen Typen werden nach Einwurf der Geldstücke durch eine Handkurbel betätigt. * Zur Erwerbung des Deutschen Turn- und Sportab,reichens findet am kommenden Sonntag, 19. d.M., eine Prüfung in Gruppe V (Radfahrer) statt. Oberheffen. Lanvkreis Gießen. • Staufenberg, 16. Autz. Dies« Tage hielt der hiesige Gesangverein in feinem Vereins lokale eine außervrdeutliche Generalversmnm- lung ab. um über bte Begehung des nächstjährigen SOjabrigcn Bestehens zu beschließen. ES wurde bei gut« Beteiligung einstimmig be- fchlvffen. am Sonntag, 23. 3uni 1929 em Sängers« st verbunden mH Wertemgssingen des Lumda tal-Sängerbundes abzuhalten. Die ersten Rundschreiben bzw. Einladungen werden den benachbarten Vereinen in den nächsten Tagen zugehen. £rei» Ariedberg. WSR. Friedberg. 16. Aua. Rach einer Erkundigung an amtlicher Stelle haben öte zwei in Haist befindlichen Angestellten deS KreiSamtes insgesamt 9400 Mark unterschlagen. Die bisherigen Feststellungen ergaben, daß weitere Beamte ober Angestellte deS Kreis- amteS mit diesem Fall nichts zu tun haben. — Demnächst wird hier mit dem Bau einer Kriegersiedluna begonnen. Die Finanzierung ist durch die Wohnungsfursorgegesellschaft im Verein mit der Stadt Friedberg sicyergestcllt. Durch diese Bauten werden bnt Westen der Stadt 24 neue Wohnungen erstehen, die in gesundheitlicher Beziehung als mustergültig angesprochen werden können. — Auch in diesem Fahre soll am Sonntag. 7. Oktober, in der Halle des Schützenvereins ein Hauptobstmarkt abgehalten werden. Die vorjährige Veranstaltung hat besonders in der obsterzeugenden Landwirtschaft der Wetterau lebhaften Anllang gefunden und zahlreiche neue Geschäftsverbindungen zur Folge gehabt. Man rechnet trotz der zu erwartenden geringen Apfelernte mtt rffner guten Beschickung des Marktes. WSR. Butzbach, 16. Aug. Der Arbeiter Iohs. Jung aus Hochweisel, der, wie gemeldet, von einem Auto überfahren und schwer verletzt worden war, ist im Krankenhaus von Nieder Weisel seinen Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen über die näheren Umstände des Unfalls sind noch im Gange. Die Oeffnung ber Leiche ist seitens der Staatsanwaltschaft in Gießen veranlaßt worden. Streik Schotten. Aus dem Vogelsbergs 16. August. Dieses Jahr hat man in unserer Gegend wieder einmal eine reiche Gurkenernte. 3n den letzten Jahren sah eS hier nzit Gurken sehr schlecht aus. Diese Gewächse gedeihen hier nur in warmen, trockenen Sommern. Die Rohsten verhalten sich bei uns in der gleichen Weise. Es ist zu betonen. dah die Tomate, die man früher hier nie sah, sich auch die Gärten des Vogelsberges erobert Bei sachgemäßer Pflege und zeitiger Pflanzung liefert sie gute Erträge. Heute steht sie herrlich in unseren Gärten. i Stumpertenrod. 16. Aug. Seit Februar diese- Äahres war unsere Gemeinde an den Postautoverkehr Groh-Felda—Rie- bergemünben angeschlossen. Das zwischen den beiden genannten Orten verkehrende Postauto fuhr jeben Abend um 1 ,10 Ähr von Groh-Felda einer Flämin mit roten Wangen, roten Armen und rotem Haar. Sie brockten sich ihr Weißbrot in die großen, bunten Taffen und frühstückten. Dann ging Artemis in den Keller, um Gemüse und Fleisch heraufzuholen. Madame bestimmte den Küchenzettel immer die ganze Woche im voraus. Dennoch wunderte sich Artemis, weshalb Madame heute morgen solange auf sich warten ließ. Die junge Frau, nun ja, die lag gern im Bett, meist ließ sie sich sogar die Schokolade ans Bett bringen, aber Madame war dach sonst immer Punkt sechs Uhr unten. Dielleicht lag ihr noch das Gewitter in den Gliedern. Sie war immerhin fast siebfig Jahre alt. Madame ... und Herzkranke konnten einmal kein Gewitter vertragen. Sie klopfte die Koteletten, jchnitt das Gemüse in die Suppe, machte den Pastetenteig fertig und legte ihn in die Backjchüssel. Wenn der Eapitaine heute kam, sollte die Pastete mittags gebacken werden. Madame hatte nur noch keinen Nachtisch bestimmt. Es schlug sieben Uhr. Oben rührte sich noch immer nichts, das war ihr doch unheünlich. Sie trocknete sich die Hände an der blauen Schürze ab, stieg nach oben, klopfte an Madames Schlafzimmertür. Aber cs kam keine Antwort. Sie lauschte. Drinnen rührte sich nichts. Sie hörte nur den Wecker ticken. Sie rüttelte an der Tür ... aber sie war oerschloffen. „Madame, Madame!" Niemand antwortete; man hörte nur die Uhr im Zimmer ticken. Bon einer jähen Angst befallen, lief die Alte über den Flur und klopfte dort an die Schlafzimmertür der jungen Frau. „Run. was gibt es? antwortete die Helle Stimme ber jungen Fran verschlafen. ..Madame ... bitte, machen Sie doch rasch einmal auf.' Und Artemis stotterte „Ich weiß nicht, Madam- antwortet nicht, die Tür ist oerschloffen ... mir ist so angst.' Mir einem Satz war die junge 5rau aus dem Bett, warf sich einen Schlafrock um. und sie gingen hinüber. Sie klopften und riefen, niemanb gab Antwort. Ste schickten den Kutscher zum Schlaffer, aber dieser kam allein zurück, der schlosser sei eben ge- nach Stumpertenrod, blleb hter über Rächt Hegen, um am andern Morgen am 5 Uhr früh wieder nach Groh-Felda und dann weiter nachRteder- grmünden ui fahren. Seit gestern ist der Verkehr zwischen Stumpertenrod and Groh-Felda eingestellt werden. Damit ist der letzte Versuch, unter Dorf an den Postautoverkehr des Vogelsberges anzufchliehen. mißlungen. — Die Korn- und Gerstenernte ist seit der letzten Woche in vollem Gange und verspricht, wenn das Wetter in der nächsten Zeit gut bleibt, einen auten Ertrag Dagegen steht Der Weizen und Hafer noch überall auf dem Halm. Kreis Alsfeld. L Ilsdorf. 16. Aug. Die Gewerkschaft L u f e in Alsdorf-Weickartshain ist m den Besitz der GewerkschaftLuis «Rieder-Ohmen übergegangen. Zahrzehnceian^ arbeiteten beide Gewerkschaften friedlich i«bencinanüer. Run sind beide unter der Leitung von Direktor Schefzick vereinigt. — Heute ereignete sich hier ein beklagenswerter Unglücks fall. Der 22jährige LandwirtSsohn August Rausch stet, während seine Angehörigen mit dem Einfahren des Getreides beschäftigt waren, vomGerüst oder von der Leiter in die Tenne. Seine Eltern, fanden chn blutend auf dem Boden liegen. Der gerbet gerufene Arzt stellte vorläufig eine schwere Ge- ^rnerschütterung und innere Mutungen A Solms-Alsdorf. 16. Aug. Dw Gewohnheit der Landwirte, bet der anhaftenden Trockenheit Waffer zum Träicken des Viehes in offenen Gefäßen in den Hof zu stellen, hätte beinahe hier ein Opfer gefordert Gin zw»r- jShrigcS Kind, das aus dem Hofe spteite. während die Mutter in der Scheune deschäftigr war, fiel in eine C^utte mit Wasser nur dem Kopfe nach unten. Vom sicheren Tode rettete es eine zehnjährige Schülerin, die zufällig vorbeikam. Den längeren Bemühungen der Mutter gelang es. das Kind zum Atmen au bringen. Der _ Fall ist eine Mahnung für die Ellern, Kinder in diesem Alter niemals ohne Aufsicht zu taffen und für die ßanbtoirte. ihve Gefäß« ,uzudecken. Z Dannenrod, 16. Aug. Der Schnitt de« Roggen- und der Gerste farm hier als beendet angesehen werden. Der Ertrag war bei beiden Fruchtarten gut Durch zahlreiche Anwendung von künstlichem Dünger war bei dem hiesigen schweren, gut wasferhalteirden Lehm- bvden die Reife stark hinausgeschoben. Sin großer Teil der beiden Fruchtarten wurde bereits em gefahren Don Sommerdrusch soll in diesem Zähre abgesehen werden, damit die Gmtearbeilen durch Entzug der zum Maschinen erforderlichen Arbeitskräfte keine Störung erleiden. Mit dem Schnitt von Hafer und Weizen wurde vereinzelt begonnen. Da. wo starker Hederich bei Hafer auftrat, läßt der Grtrag ,zu wünschen übrig, sonst ist er zufriedenstellend Der 6 o m - merrübfen, der dieses Jahr wegen des zumeist auSgewinterten Winterrübsen (Raps) angebaut wurde, ist fast vollständig durch den sog. ,Häger", ehret schwarzen BlattlauSart. »et* nlch te t worden. Die Blütezeit der zahlreich ausgestellten Aecker hätte für die Bienen noch eine gute Spättracht abgegeben, zumal hier die Heidekrautblüten fehten. Die Himbeeren m den benachbarten Wäldern hatten wegen der Trockenheit deS 3uli eine sehr knappe Ernte, wogegen die Gartenhimbeeren recht zahlreiche, voll entwickelte Früchte erbrachten. Durch die letzten Regen hat der Stand der Hackfrüchte und des GrummetgraseS eine gute Besserung erfahren. Trotzdem die Frühkartoffeln noch knapp entwickelt sind, muß von vielen Leuten wegen Aufbrauchs der alten Vorräte zum Ernten des täglichen Bedarfs geschritten toerfrm. Starkenburg. WSR. Griesheim b. Darmstadt, 16. August. In den letzten Wochen ist in der hiesigen Gemarkung meist durch Marder und anderes Raubzeug den Geflügelhaltern ein ganz erheblicher Schaden zugefügt worden. Richt weniger al» 600 Stuck Federvieh sind durch diese Stall räuber verschwunden oder zerriffen worden. Für dre Erlegung der Marder Ljro. Ist daher eine Schuß- und Fangprämie von 3 Mark ausgesetzt worden Rheinheffen. WSR Aizeh. 16. Aug. Der 45 Jahre aite Kohlenablader Georg Bittmann rutschte von hott worden von der Polizei. Eine vorübergehende Fran, die ein Weißbrot unter dem Arme trug, rief herauf: „Haben sie schon gehört? Die mutter soll in der Rächt ermordet seins" Artemis riß das Fenster auf, aber die Frau war schon um die Ecke gegangen. «Haden Sie gehört, Madame, was die fügte* Ihre Tante ... aber wie kann das nur fein?' _ Mit zitternden Gliedern stand die junge Frau da. Sie hatte noch das Bund Schlüssel in ber Hand und war blaß, wie sie Attemis nach nie gesehen hatte. Endlich ging es. Ein Schlüssel paßte; fie öffneten die Tur. aber sie ging schwer auf, irgend etwas klemmte sich dazwischen. Der Kutscher stemmte sich nun fest gegen die Tür und hob sie aus den Angeln. Sie mfaen Frau Gontard am Boden liegen, mit dem Gesicht auf dem Teppich ... ^inz blau, schweratmend, mit geschlossenen Augen, ote trugen die Bewußtlose auf das Bett, entkleideten He und jagten nach einem Arzt. Dieser kam gleich Herüber und untersuchte die Kranke. Aber er gab wenig Hoffnung. Die Frauen liefen hin und her, holten Medikamente herbei, halfen, jagten den thnkber zur Stadt, in die Apotheke, llnterdeffen lag Frau Gontard auf dem Rucken, ihr Gesicht war allmählich wieder weiß geworden, sie atmete schwer und sah sich um, al« ob sie lernand suchte. „3ft Charles zurück?" „Rein. nein. Mama, ich bin es Ach du?" jagte die alte Dome, und wandte sich ab. ..Wo warst du denn gestern solange?" fragte fie und sah 6k junge Frau mit großen Augen an. Diese stellte ihr dic heiße Milch hkn. „Bci meiner Tante. Mama." „Bitt du dort über Rocht geblichen?' „Rein — ich kam noch her. Artemis hatte den Schlüsiel k, in zulegen vergessen.' du geklopft?' ,,3o, ich." »Ach so!" Die Augen der alten Dame schloffen sich müde. „Ich wollte, Charles käme, ehe alles vorbei rft." Odette beruhigte sie. Go rffetzang stttgt.) innrito •frttnK 1«tö 2- Rs SJ fiüg*1' gpi ufi ifRun vtdneb r.ot5 ■mite fall « heblx g-llch JlJi ^rc-ftc iwröäl dies große irühei denen .auf i eili des S der 1 ein fei Die . Dein I wert I am 24 veffcko cdüngei i Reimte MlUl Deßci schwor um i Zvord dürfen wart Ulan | Sita l boffitn 3<>iung, -Veile Ha länber, aüt y Im bi vor un jre Q xamps haben Kandh; n.d)t fl chm« Dadnö, wir uns Elfm die beu an den Mstztzls bet« 13 antz H Hecht »äen ( nachte, war ^gie, negte. . vir nich btevnfLu Mttn Dese Matifä' einer Kohlenhalde dm Wrftof m dem Logen- bv;e für dies« Arbeit auf- geaxnbeten Mittel tum mehr als e.ner halben Million haben sich gelohnt Deutschlands Bor- bertitung gmg n die Breite, und chr Erfolg g:na ebenso in die Breit«. Licht Spitzenteistung sondern Br« tenleistung war unser olym- P^chcs Zeichen, in dem wir kämpften und siegten: nicht irgendein Sport-Weltwunder, wie Lurmi. Weißmüller. Arne Borg, haben wir m di« Kampfbahn geführt, sondern lauter normal begabte. hcchtta nierle w.llensstarke Kämpfer di« natürlich« Blüte eines gesunden Dolles. Aus diesem zufriedenen Urteil mögt jedoch nfchk gefolgert werben. daß zu hin nichts mehr übrig bleibe. Bei genauerer Prüfung der Siruel- «rgebnifte geigt sich, daft wir fein wirklich groyeS Lennen gewonnen haben. Das soll bi« otym- mschen Ä»iele nicht Herabsehen. Es gibt aber, wenn auch nicht logisch beweisbar, fo doch ge- fühl-mästiq einen Wertunterschied in der Ern- 'chLyung der Wettkämpfe. Kein Zwellel z. B.. ^ast 'm Ludern der Achter, im Schwimmen die Drwerbe im freien Stil, in der Leichtathletik die großen Läuse als b:e Krone ihrer Sruvpen Zeiten. Und es gibt ungalant« Männer, die die gtr ngcr einlchätzen als di« Kämpse der Männer Was uns um b.efe schönsten Snd- ;€®e O^dracht hat. war in manchen Fällen offen- dar ein Uebermah an Dorbereirung. Die deut- Skiläufer im Winter gingen so biS auf« .«hte trainiert m den Kamps, datz sie der Auf- teguny^ Zhe mit olympischen Spielen verbunden ist. nicht gewachsen waren Des wiederholle auch bei den 6ontmerfr,ort«. Wir erlebten besonders de der Leichtathletik, wo vielfach di« be:«n Leistungen in den Zwischenkämpfen g^ergt wurden, m den eigentlichen SnÖkSrnpf« aber das Leyte fehlte. De Leistungshöhe war überschritten, das Zehrend« ber tagelzmg«n Aufregung hat jene Stahlhärte aufgewc.cht. bie zum Endsieg« unendb« lich ist. Und nur w ist «s zu «rklären daft u;v«r« Dskusw«rs«r um Meter weniger warfen als sie «S sonst zu tun pflegen. 3m ganzen hat aber d.e Leichtathletik den deutschen Sporrruhrn d eser Spiel« begründet, und die Schwerathletik mit Gewichtheben und Lingen besonders und Boxen zeigte uns als die führend« Ha hon; vom fr«i«n Lingkampf sehe ich dabei ab. weil er von uns nicht gepflegt wurde. Schmerzlich dagegen war btt Mißerfolg im Schwimmen, so stolz und froh wir auch über den Wasserballs eg sind. Dos WassersptIngen verdankt feine ganze erste Ausgestaltung unS Deutschen und war auch bislang unsere Meisterschaft. In den 16 Jahren seit Stockholm Hal sich diese Kunst ohne unseren Anteil sortentwicklt, und wir haben dies in einer bitteren Lehre erfahren müssen. I« bitterer wir sie empfinden, desto sicherer kommen wir wieder hoch. Ebenso betrüblich ist unser Versagen rm freien Stil. Da« wär« einmal eine Aufgabe für Öic Schulbehörden. Sehen si« planmätzig und lrühzeitig mit einem entsprechenden sport'uHen Schwimmunterricht ein, bann haben w.r in vier Jahren ben Vorsprung auf gefreit. Ich kann mir die Entrüstung über dielen Vorschlag vorstellln. al« ob etwa die Schulverwaltung dazu da wäre, olympllche Siege vorzubereiten. Lun, dazu ist sie vielleicht nicht da. Aber eine vollkommene Körpererziehung, in der das Freistilschwimmen ein wichtiger Bestandteil ist. gefrort ebenso zu ihren Aufgaben, wie eine vollkommene Geistes«cziehung. und wenn sie diesen Dorsch.ag einmal nur erörtern wollte, bann würbe der Deutsche Schwiimnvetband sicher dabei rnitzuwirken bereit fein. Dom Ludern weih -ch nur zu sagen, daß bet überlegene Zweiersieg einen Wechsel auf bi« Zukunft bedeutet. Sin Doll, das einen solchen Liemenzweier freraus- bringi. mutz auch unschlagbare Dieter und Achtet xufammcnfetyen können. Bedenklicher ist unsere Liedetlage im Siner. Wit sollten mehr Werl aufS Skull« logen und ich erlaube mir einen Vorschlag, der mit der Wettsahttordnung in Widerspruch steht und mit als unzünftig verübelt werden wird; man möge mehr Einerrennen veranstalten, unter Umständen auch unabhängig von groben Legattan. und zwar auch solche übet lange Strecken Im Segeln und Ladfehrev entsprachen die Erfolge nicht ganz den Erwartungen Im Fechten reichen wir m der Decha ft so orkauwf geladenen schwedischen Offytare alS wett überlegen. In Amsterdam waten urr ihnen völlig gewachsen. und unter Bester, der Pol zeioberbnttnant Kahl, wäre ’ogat als Sieger hTrvorgegangen, wenn nicht der leider unverbesierbarc Irrtum in der Zettbevechnung des Laufens vorgekommen wär«. Im Leiten gab es vorher nur em# Meinung in ausländischen wie beut?wen Fachkreisen: wir würden uns «ehr anständig halten, aber gegen Schweden. Italien. Frankreich. Holland nicht aufkommen können. Und nun wat sowohl darein deutsche Pferdematariak, wie auch die deutsch« Leickunst allen anderen gewachsen. In em em Wettbewerb , der uns ochmvifche Siegt beschert hätte, waren w:r unoertreten: im Turnen. Die Deutsche Turner'dfraft ist nicht M tylied des Internationalen Verbandes, in Wicksichkeit eines eurvpällchen Lumpspetbanbes. und wird es auch m4ft Werder. Und si« hatte Beforgn.ss«. in einen Wetttampf einzutreten, dessen Sch-.edsgeriche andere Anschauung und a-- deten Geschmack vertritt. Sie hätte es g'.cichwod'. hm sollen Denn auch d« Schwei<. die nach deut'chet Art turnt, bl.eb Sieger obwohl he un ernzelnen daneben bewertet wurde, was die romanischen und slawischen Lotionen auch auszu- nntzen verbuchten, bk lieberlegenfrcU der Schw« - wt Turner trat aber zu offenbar hervor Und d es wäre gewiß n.cht weniger bei den deutschen lumr cgrn bet Fall aewe'en. In Zukunft dar« bas beu: 91L6 Puntr«. 2. Knight lEug.anL- 83.48. 3. Schümm (D « utsch land> 81.64 2. Do«lauf. 1. Simaifa 101,34. 2. Dallitzcn > Amerika, 98.56, 3. Leh- born lDeukschlOTtdj 83.46 fnidfrt wie ttrtümlich an ,Ei«tz. Anz " gemeldet 63.46). 3. DoekMtt 1. DeSjatdiu« . T. To. 1846 I — Io. ftoiger I 7:0 (3.-0). Anläßlich eine» Deutschen-Turner Werftetage» st, Hoiger weilte die 1 Mannschaft de» I» v. 1846 al» iBflrft bei dem Dortigen Turnverein. Trotz meh- tercr Ersatzleuie gelang .» ihr, obige» Urjultal zu erzielen Da» Spiel war sehr schnell unb drsondtv Aaigrr war eifrig am Pall Lienn die «.istgeber zu keinem Erfolg famtn, so lag e» nur en ihrem 'chlechten Zusammenspiel im oturm unb an ber (»si,s,ener ftinterinani.schast. Der neue larmann meisterte bk wenigen aber scharsrn Bn» süddeutsche Verbandsgebiet. Die Aufgabe, die sich bie 1900er gestellt haben, ist schwer, denn Jlibba» 1. Jagend soll über eine gediegen« Spielstarke verfugen unb genießt außerdem den nicht ui unterschätzenbin Vorteil des eigenen 'Platzes. Die 3. Jugend fpitli erstmals in blefer Saison unb zwar zu Hause. (Regner ist die 1. Iugendels vom niugegrünbeten 6port» verein 1927 (fjermannftein) bei Wetzlar. Der Spiel- ausgang ist daher hierbei ungewiß. von brn Schulermannschastcn, die am Sonntag spielfrei sind, ist noch nachzutragen die Niederlage einer kombinierten Mannschaft gegen die verstärkte Schükerelf vom Sportverein 1920 (Heuchelheim». 19u0 hatte nur neun Mann tm Feld. Nelulfat 0:2. Beide Treffer waren haltbar. D. f. B. Am fommenbtn Sonntag faftrl die foanman»- schäft nach Bergen bei Frankfurt, um der Liga des dortigen Sportvereins ein fälliges Nückfpiel zu liefern. Das Vorspiel im Mai endete seinerzeit 4:2 für V s B. Allerdings muß dabei bcrücksiichiigt werden, daß Bergen damals nur mit neun Mann anlrat Die D. f B -Elf muß am kommenden Sonntag mit Ersatz, in erheblich geschwächter Ausstellung an- treten Trotzdem sollte es ihr möglich sein, ein einigermaßen günstiges Rejwtot zu erziesen, do die eingrstellten Ersatzleute tn der letzten Zeit recht gute Leistungen gezeigt haben. Bergen wird natur- hd) alles daransetzen, auf eigenem Platz bie tu Gießen erlittene Niederlage wieder wettzumachea. Auf hiesigem Motz empfängt bie Ligareseroe die 1. Mannichost des Fußbollverein» Büdingen zum Nückspiel. 3m Vorspiel mußte sich Gießen, nur zehn Monn stark, eine knapp« 2:3-Ni«derlog'' gefallen laßen. Legen der Abgabe von vier Spielern an die Ligamannschast muß auch die Reserveelf mit Ersatz antreten, so baß es ihr sehr schwer fallen wird, diesmal einen knappen Sieg herausmcholen, obwohl sie Iwo Lvrteil des eigenen Platze» Hot. Die Asten Herren wollen in Ermangelung «nur Alten-Herren-Esi als Gegner mit einer aktiven Mannschaft ihre Kräfte meifern Diesmal ist Stein» boch ber Gegner unb Gastgeber, ber um ein« Niederlage kaum herumkomrnev lallte. Die Alieu Herren vom V. f. L. werden sich jedoch weniger bar» traf verlegen, eine möglichst hohe Torzohl zu et* betrieb stilltegt. Die übrigen De triebe der Donnersmarck-Hütte trerben dadurch nicht betroffen. los gegenüber, und die Spekulation. geschwächt Leit, legte I ig Siegesaussichten gegen den ftar« Nur die Jugendmannschaft trifft auf h egner. » be- i ‘ ÄoQ&btfdK yiotrn . afaUtnHtfir {Roten Norwegische Noten. 163, 163.7! 162.75 um die bei einen gleichstarke» (Begncr und durfte die Dereins- ehre am kommenden Sonntag durch einen Sieg retten. Weib 'M— 167.78 21. #6 111,611 59,04 8,13 111,93 80,63 69,M 18,39 72.85 i ! ; J' 163.83 1VV 197.5 152.75 136.6 161,9 876,5 IM. <5 m 166.« 160.85 167.5 14! !W trotben, so baß nunmehr der gesamte Hochofen- Betriebe dec Don durch die fielen Verluste in der letzten große Zurückhaltung an den Tag. Hinzu kam, baß Frankfurt a. M.. 17. Aug. Zum Wochenschluß war die Lage am hiesigen Produktenmarkt kaum verändert. bestand etwas Rachfrage nach Weizen und Roggen. Das Angebot war jedoch ausreichend, so daß eine Preiserhöhung nicht eintrat. Der Mehlmarkt lag still. Futtermittel unverändert. £6 wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prvz. Auswuchs 24,55 Mark. Roggen 23,50, ©omm >r<,vrfte für Brauzwecke 27,50 bis 28 Hafer, inlänb. 26."5 bis 27, Mais (gelb) für Futterzwecke 23, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34 diS 34,25, Roggenmehl 33 25 bis 33,75, Deizenkleie 14,15, Roggenkleie 15,50. Tendenz ruhig j^-riin, l-> yiuflü? ttranjonfrfje Noten . . 153 136.5 »75.5 186.35 «8,5 166.4 160 167 Verhandlungen zwi'chen der Firma Hugo Stm- r.es und den Interessenten des Kupfer- und Messingwerkes in Langenberg sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Das Werk 1 wurde vor einiger Zeit an die Wirtschaftliche Bereinigung Deutscher Messingwerke in Köln verkauft. Werk 2 wurde von der .Firma Hugo ©tinnes an das Metallund Kaltwalzwerk Gebrüder Barme ;n Hohenlimburg verkauft. Die letztere Firma wird sofort mit den Sinrichtungsarbeiten beginnen, um das Werk betriebsfertig zu machen und in einigen Monaten mit der produktiven Arbeit zu beginnen. • Schwacher Geschäftsgang in der Wormser Lederindustrie In der ausgedehnten Wormser Lederindustrie wird lehr über flauen Geschäftsgang geklagt. Der Bedarf an Leder ist seit Monaten schwach und bat trotz des nahen Herbstes noch keine merkliche Belebung erfahren. Man hofft, daß bei einsetzen der kühlerer Witterung sowohl für Bedar s chuhwerk. als auch für Gesellfcha tsschuhe wieder eine stärkere Rachfrage einsetzen wird. Mit dem flauen Geschäftsgang in der Schuh- und Lederbranche gehen die Preisabschläge auf den letzten Hautrouktionen Hand in Hand. * Der gesamte Hochofenbetrieb auf Donnersmarck-Hütle stillgelegt Der letzte noch in Betrieb befindliche Hochofen der Donnersmarck-Hütte ist am Mittwoch gedämpft Infolge der Stillegung des Hochofenbetriebes sind etwa 200 Arbeiter entlaßen worden: es wird versucht, einen Teil der Entlassenen auf anderen Betrieben unterzubringen. • Lokomotivfabrik Henschel LSohn. G. m. b. H., Kassel. Wie die Lokomotivfabrik Henschel L Sohn, G. m. b. H.. Kassel, mitteilt, ist zwischen ihr und der Maschinenfabrik Buckau. R. Wolf. A.-G. in Magdeburg, zu der auch die Lokomotivfabrik vvrm. Hagans in Erfurt gehört, ein Der trag geschlossen worden, demzufolge die Maschinenfabrik Buckau, R. Wolf, A.-G., Magdeburg. zugunsten von Henschel & Sohn, ®. m. b. H., den Lokomotivbau auf gibt und die Firma Henschel & Sohn, G. m. b. H.. andererseits zugunsten von Buckau. R. Wolf. A.-G., vom Lokomobilbau zurücktritt. • Kapitalerhöhung der T. - Loren ; - A.-G., Berlin. Der Auffichtsrat beschloß, der auf den 20. September einzuberufenden außer- ordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals um 700 000 Mk. zum Erwerb dec Anteile der Gurlt D. m. b. H. vorzuschlagen. Ferner soll beschlossen werden, das Aktienkapital um weitere 2,53 Mill. Mk. auf 9.5 Mill. Mk. zu erhöhen. Diese neuen Aktien sollen den Aktionären im Verhältnis 3:1 zum Kurse von 120 Prozent angeboten werden. Die neuen Aktien sind ab 1. Januar 1929 dividendenberechtigt. * Aushebung der Berliner Medio liguidation genehmigt. Wie der Amlliche Preußische Pressedienst mitteilt, trugen Vertreter des Börsenvorstandes am Donnerstag dem Minister für Handel und Gewerbe unter Beteiligung des Staatskommissars bei der Berliner Börse die Gründe vor, 186,35 166 159.5 gab, daß der Minister der Durchführung des schlusses keine Hindernisse in den Weg zu legen denke. Frankfurter Börse F r a n.f f u r t a. M., 17. August. Tendenz: Kursgestaltung bei dieser Geschäftslosigkeit kleinstem Orderseingang ist. Frantiu... v. .i\.<ü.uvvic die zu dem einstimmigen Beschluß geführt haben, die Medioliquidation aufzuheben. Die Aussprache er- ' " ‘ ....... “ ...... Be- ge- DeviseiuuarU Derlm—Frankfurt a. 2 Xe 11 g r a $ fr 114)t Auszahlung. Ci - . 8 10 . 8 10 10 I u 1t 10 10 10 * em>ch.L*ftrrr,6100 Kemern Rumänisch« Roten..... Schwedische Noten ...... Schweiler Roten...... Sdänische Roten....... rlchtcho'lowciwche Roten . - Ilnaortich« Roten . . 168.44 23,04 112,04 59.38 2.55 112.37 *0.95 69, M 13.45 73.15 Rückgänge ergaben. Glanzstoff und Beinberg haben kleinere Deckungen oorgenommen und zogen 7 d. H. bzw. 9 d. H. an. Ein Beweis, wie stark 173,35 143,5 186.25 870 167 160 167.75 140 I «6.5 sfr Sn? SSx no'^S *>K Letzte Rachrichten. Unterschlagungen bei einer Münchener Baugenossenschaft. München. 17. Aug. IWTV. Funkspruch.) Der Geschäftsführer der Münchener Kleinwohn u n g s b a u g e n o s s c n f ch a s t, Rur- böck. hat zum Schaden der Baugenossenschaft 25 000Ml. unterschlagen Die Unterschlagung kam bei einer Rev'ion durch den 'Verband Bayerischer Baugenossenschaften ans Licht Ob von dem veruntreuten Gelde noch etwa- bei- gebracht werden kann, muß erst die im Gcnqe befindliche Untersuchung ergeben persische Kloiienbaupläne Paris. 17. Aug «WTB. Funkspruch ) Wie ..Ehicago Tribüne" au» Teheran gemeldet wird, hat Persien bei einer italienischen Werft den Dau des ersten persischen Torpedobootszerstörers in Auftrag gegeben. Das Schiff soll im Roten Meer stationiert werden. Die Regierung beabsichtigt, in den nächsten 5 Jahren 5 Zerstörer und einen Kreuzer zu bauen Diese Schiffe sollen von persischen Offizieren befehligt werden, die in der italienischen Marine ihre Ausbildung erhalten sollen. Oie Ergebnisse des Rhönsegelflugwettbewerbs. Fllegerlager Wasserkuppe, 18. Aug. 3m Leistungswettbewerb erhielt Kron- seid den Ehrenpreis des Forschungsinstituts und zwar dafür, daß er als erster Wolkenflüge unternahm und damit den Anstoß gegeben hat, daß im Wettbewerb größere Höhen erreicht wurden. 3m Fernsegelflugwettbewerb erhielt Rehring für eine Entfernung von 71,2 Kilometer den Preis von 3000 Mark. Den gern- jchulflugpreis teilten sich Kronfeld und Bachern mit je 1000 Mark. Den Strecken- forsch ungspreis erhielten Kronfeld für 41 Kilometer und Schulz für 34,250 Kilometer. \ Weitere Ergebnisse: Uebungswettbewerb: - K r o n s e l d erhielt den Dauerpreis für eine Flug- 7 zeit von 7:54 Stunden (gleichzeitig neuer Rhönrekord) Im Betrage von 900 Mk., Bachem erhielt ' für eine Flugzeit von 5:22 Stunden 600 Mark. Preis für Gcsamtflugdaucr: 1. Kronfeld mit einer Gesamislugdauer von 24:39,40 Stunden: 2. Bachem 15V,3 Stunden: 3. Ditimar mit 7:38 Stunden. Kronfeld erhielt für den Dauer- rekord nochmals 520 Mark und für den Höhenflug 500 Mark: Dittmar erhielt für einen Höhenrekord von 775 Meiern 1000 Mark. Schu 1 ungs Wettbewerb: 1. Krause mit einer Gesamt- sluadauer von 7:16,58: 2. Mecklenburg 2:08,29; 3. Dörnberg (Kassel) mitH urtig undWalli- s ch c k 1:45,47. Den Z i e l s l u g p r e i s erhielt das Flugzeug „Bad Nauheim , Führer H a r t m a n n , für eine mittlere Entfernung von 6,87 Metern sowie das Flugzeug „Karlsruhe" mit einer mittleren Entfernung von 9,99 Meter. Sieger im Lei- ftungsroettberoerb wurde Nehring, im Uebungswettbewerb Kronfeld und im Zielwett bewerb Krause. Es wurde noch eine Reihe von Prämien und Zusahpreifen oerieilt. In der O-Prü fung erhielten Krause, Hurtig, Wallischek und Konrad je 100 Mark. Kemmerick über sein 43-Etunden-Schwimmen. Der Dauerschwimmer Otto Kemmerich empfing am Donnerstagmittag den Danziger Vertreter der Sportredaktion der TelegraphenUnion, um ihm über sein 43stündiges Schwimmen vom Pillau nach Zoppot über mehr als 90 Kilometer, das von dortigen sportlichen Kreisen angc- zweifelt wird, nähere Angaben zu machen: Kemmerich startete am Dienstagsrüh um 3 Uhr in Pillau bei vollkommen ruhigem Wetter (Windstärke etwa 1 bis 2) und nahm lediglich einen Kompaß mit leuchtendem Zifferblatt, eine Uhr, eine Signalpfeife und eine Flasche mit Schokolade mit. Um jede Möglichkeit, an Land zu gehen, auszuschalten, gab er seinen Pah und seinen Kofferschlüssel einem Vertrauensmann, die dieser der Zoppoter Kurdirektion überbrachte. Um 9 Uhr vormittags klärte es sich auf, um 10 Uhr konnte Kemmerich zum letzten Male Pillau sehen. Um 2 Uhr nachmittags kam thm der letzte Streifen der Frischen Nehrung außer Sicht. Und damit begann der unangenehmere Teil des Schwimmens, da Kemmerich sich nunmehr zwölf Stunden lang nur nach seinem Kompaß richten konnte. Abends gegen 7.30 Uhr blieb seine Uhr stehen. Etwa gegen 3 Uhr morgens sichtete Kemmerich das Helaer Leuchtfeuer und stellte nun fest, daß er stark nordwestlich abgetrieben worden war. Unterwegs habe er verschiedene Dampfer und Boote angerufen, sei jedoch von keinem bemerkt worden. Erft etwa 3 Kilometer vor Zoppok, das er nachmittags etwa zwischen 4 und 5 Uhr sichtete, habe er ein Passagierboot angerufen, das ihn hörte. Daß ihn keines der von Zoppot ihm entgegengesandten Boote gesichtet habe, erklärte Kemmerich damit, daß er direkt von Norden auf Zoppot zugeschwommen sei, während die Boote alle in östlicher Richtung nach Pillau zu fuhren. Da es sich um eine lediglich private Sportleiftung handelt, wird eine Nachprüfung der Zuverlässigkeit der Angaben Kemmerichs nicht stattfinden. der hiesige Geldmarkt nach der Erleichterung von gestern mittag heute wieder etwas angespannter ist. Man motivierte das mit Anforderungen der Industrie, besonders aus dem Rheinland, und mit Steuerzahlungen. Tagesgeld 6 bi? 7,5 v. H. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel etwa 6,8-8 v. H. Die ersten Kurse zeigten fein ganz einheitliches Bild, gaben jedoch meist 1,5 bis 2 v. H. gegen gestern Schluß nach. Noch verhältnismäßig gut gehalten war der Elektromarkt. Bembcrg mar etwas stärker gedrückt, bei kaum nennenswertem Angebot. Deutsche Anleihen lagen kaum behauptet. Ausländer nicht einheitlich. Türken meist etwa? befestigt. Bosnier und Anatolier dagegen schwächer. Der Verlauf war weiter vollkommen g c • schäftslos. Zum Wochenfchluß fanden noch Glattstellungen statt, durch die sich teilweise weitere fUlfl. txuild)« OiltnMn . . f-H| . . Piotbtewtfrf?« Lloqd . . . . kMa. Deutsche SnedUanll. . . Hanner tpaitfrtrrln berliner HandettsetcUsch. . . frommer*- unb f rteat-^ent. SvirmfL u. gtationalMnt Deutsch« Bant..... £l*ft-ntfr'He|faW,ie(nL. • trrtbnet Bant rnttfftfiiti-tf a«wtftad Itetalldank ..... KrtAmn!...... Vor Beginn der Herbstrunde am 2. September herrscht im allgemeinen Ruhe auf den Spielfeldern des dritten Bezirkes. Nur Gießen unternimmt mit drei Mannschaften am kommenden Sonntag die Reise noch Höchst a.M., um gegen den Fußball- verein .Fertha" (Höchst a.M.) zu Freundschaftsspielen anzutreten. Die erste Mannschaft wird dort auf einen scharfen Gegner stoßen und schwerlich auf einen Sieg rechnen können. Auch die Ib-Mann- jchaft hat wenig Siegesaussichten gegen den stör- keren Wirtschaft. • Heyligenstaedt & C o. A --G , Gießen. Die Verwaltung der Heyligenstaedt & Co. 21.-O. beruft nunmehr eine neue Generalversammlung auf den 12. September ein, welche die der vertagten Generalversammlung vom 27. Juli gemachten Sanierungsvorschläge billigen soll. Diese Vorschläge lauten auf Zusammenlegung des Aktienkapitals im Verhältnis 5: 2 aus 520 000 2Hf. und Wiedererhi.'hung auf 800 000 Mk., doch soll die Generalversammlung in Abweichung von der früheren Tagesordnung nach Gutdünken eine andere Zusammenlegung beschließen, d. h. evtl, das Zusammenlegungsverhältnis noch verschärfen können. Der durch die Sanierung erzielte Buchgewinn soll zur Abdeckung der Tlnterbilanz bzw. Abschreibungen verwandt werden. ' Reichsarbeitsmini st er und Metallarbeiterstreik im Dillgebiet. Wie W. S. R. aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat der Reichsarbeitsminister die telegraphische Bitte des Kreistags vom 8. d. M. um Vermittlung in dem Streik abgelehnt, da die Lohn- frage im Dillgebiet durch verbindlich erklärten Schiedsspruch gellärt ist. Demzufolge hat in Ausführung eines Kreistagsbeschlusses der Landrat eine nochmalige Dermittlungsaktion zwischen den streitenden Parteien in die Wege zu leiten. * Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Kreditgenossenschaften. Runmehr liegt die Gesamtbilanz der 29 in der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Kreditgenossenschaften zusammengeschlossenen Genossenschaften vor. Aus ihr ergibt sich, daß am 30. Juni d. I. die Gesamtbilanzsumme 62,922 Mill. Mk. betrug, gegenüber 56,194 Mill. Mk. am 31. Dezember 1927 und 43,804 Mill. Mk. am 31. Dezember 1926. Die Tätigkeit der Genossenschaften (Richtung Schulze- Delitzsch) im 1. Halbjahr 1928 hat sich also ausgezeichnet angelassen. Die Mitgliederguthabea srnd von 5,811 Mill. Mk. aus 6,467 Mill. Mk. am 30. Juni d. 3. gestiegen. Die Rücklagen betragen 3,022 Mill. Mk. (am 31. Dezember 1927 2,392 Mill. Mk.) ohne Aufwertungsrücklagen, die Spareinlagen 30,266 Mill. (26,603 Mill. Mk.). Aus der Seite der Aktiven erscheinen u. a. Guthaben bei Danken irnd Genossenschaften 2,203 Mill. (2,354 Mill.). Kasse und laufende Barkonten 978 000 (1,122 Mill.) Wechselbestand 9,924 Mill. (7,378 Mill.) ausgeliehene Gelder 45,855 Mkll. (42,510 Mill.), Grundstücke und sonstiges Vermögen 2,262 Mill. (1,392 Mill.). • Verkäufe der Firma Hugo Stin- n e s. Die seit einigen Monaten gepflogenen Ul’ SS B' WVL V - u. CW S- • pol' zwar still, doch konnten sich auf Deckungen verschiedentlich kleinere Besserungen durchsetzen: io waren Farben und Rheinstahl bis zu 1 v. H. gc- bessert. Die Stimmung wurde etwas angeregt durch den weiterhin leichten Geldmarkt Der Satz für Tagesgeld ging auf 6.25 o. H. jurürf. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1954, gegen Pfunde 20,360, London gegen Kabel 4,8535, Paris 124.22, Mailand 92,80, Madrid 29,12 unb Holland 12,1013. berliner Börje. Berlin. 17. August. Am Vormittag herrschte an der Börte eine durchaus freundliche Stimmung. Die Auslandbörjen. besonders die Neuyorker, lagen fest. Am Geldmarkt in Neuyork war eine weitere Entlastung zu beobachten. Tagesgeld gab bis um 4 o. H. nach, so daß man durch bieie Tatsachen angeregt wurde. An der Börse schlug wider Erwarten diese Tendenz um. Die immer noch zunehmende Geschäftslosigkeit, die ihren Höhepunkt erreicht hat, beeinflußte die feste Tendenz des Vormittagsocrkehrs. Obwohl zahlreiche günstige Momente Vorlagen (ermähnt sei die Genehmigung der Medio-Liguidation-Abscha'. fung durch den Handelsmicklster, die bis jetzt sehr guten Ernteaussichten, der steigende' Absatz in der Kali-Industrie, die Entspannung an peiz^internatio nalen Geldmärkten), suchte man doch nach Gründen für die Geschäftslosigkeit und die sich hieraus ergebende Abschwächung, und sand sie in der inner- und außenpolitischen Lage. Das Publikum steht unverändert der Börse vollkommen teilnahms- hauptet. — Die Börsensituation war heute dieselbe wie gestern. Wieder lagen aus Neuyork günstige Nachrichten vor, die einer Aufwärtsbewegung am hiesigen Markte die Wege geebnet hätten. Man ver- wies besonders auf die starke Flüssigkeit des Neu- yorker Geldmarktes, doch wiederum konnte ke i n e Belebung an der Börse eintreten, da der Ordereingang weiterhin schleppend war. Kleinere Abgaben und Deckungskäufe der Kulisie hielten sich zwar die Waage, so daß man die Tendenz als behauptet bezeichnen konnte. Die ersten Kurse ergaben gegen die gestrige Abendbörse meist nur geringe Veränderungen. Es traten nur in einzelnen Fällen Abweichungen von über 1 v. H. ein. Farben waren eher angeboten und eröffneten 1,25 v. H. niedriger. Scheideanstalt war knapp behauptet. Am Elektromarkt lagen AEG., Licht & Kraft, ©effürel und Siemens kaum verändert. Don den Zellstoffwerien eröffneten Aschaffenburger Zellstoffwerte leicht erhöht. Montanwerte lagen fast geschäftslos. Von den Banken waren Deutsche Bank, Diskonto-Bank. Dresdner Bank bis 1 v. H. abgeschwächt. Adler waren nach dem gestrigen Kursrückgang nur geringfügig erholt: NSU. gaben etwas nach. Deutsche Anleihen lagen freundlich, Türken und Anatolier heute vernachlässigt, Russen etwas schwächer. Jin Freiverkehr waren Rusten gefragt, 1902er Russen 3,40 bis 3,45 v. H. Im Verlaufe blieb das Geschäft Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die binter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent. Äc> Durch ffurchc-^ Kgend der Mik Schicksal Senke. । Nords Rhone den Leib der fron Arundlin der Deu in füdliil Richtung: Norden c und Kfrr auf aller« Ahonelinic dir bin Durch fit' schen schen Sfibofi ixt jransof schen Mlir noch an die unb über V Wxr. heu bruifc&en € Ans b'v T.honcilliei hiMän-i. btbeuli zvllche Gerade als ®ar Msten ftanzöfif« Wunsch scheu Fe shstem d unzählig« und mit den Abc- noDlft^en Sm iüatn Tchvarzen der Mu Wchr hi sirich M W bin mit dem und den kürzeste nenmeer, gruppten »rn Die Dc fälschen £ Die Äömei 'n eine stac und der 6u lammenfali: grohe Org> »ionelenh reich nach svnderhrit. uvrübcrgef '°be sein, s'rictun.zlli- Lprachgrf romanisch tum die I an sich. Wiflldl W» bi Däuschun> .^ches 6l tote mit m^Mcr Lchlact Lob; die Elution ■Sp Zl1 "rue a 'S bL01 K zielen, als ein gutes, propagandistisch wirkendes Spiel vorzuführen. Don den 3ugenömannid)after. trag: nur die Erste ein Gesellschaftsspiel aus Sie hat auf eigenem Platz Gründergs 1. Fugend zum Gegner, lieber den Ausgang dieies Treffens kann im voraus nichts ge sagt werden, jedenfalls ist der Unterschied im Stärkcverhältnis zwischen den Gästen und der B. f. B. Els bei weitem nicht mehr so groß wie in der vergangenen Derbandsspielsaison. Grünberg hat sich bedeutend verbessert, während man von der Platzmannschaft noch nicht weiß, wie sie sich in der neuen Aufstellung zusammenfindet Die 1. Schülerelf hat aller Voraussicht die gleiche Aroßen'Buiecks zu Gast. Hier darf man einen knappen aber klaren Steg der kleinen V. f. B.er erwarten, die ihren Gästen vor allem an Wettspieler- sahntng vieles voraus haben. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. b. Die Leichtathletikabteilung dcr Sp.-Vg. 1900 gibt nächsten Sonntag noch einmal einem großen Teil ihrer Mitglieder Gelegenheit, sich im Wettkampf zu betätigen. Mit einer über 33 Mann starken Besetzung — zwei Drittel Aktive und ein Drittel Jugend — nehmen die 1900er an den Leichtathlettkwettkämpfen des Vereins für Rasenspiele Lich teil, die im Rahmen eines Spiel- und Sportwerbetages zum Austrag kommen Die Klassencinieilung ist so vorgenommen, daß für eine offene, eine Anfänger- und eine Jugendklasse Meldungen abgegeben werden können Es steht zu erwarten, daß die Spielvereinigungs- leutc auch diesmal ihr Können unter Beweis zu stellen vermögen. Da sie mit Ausnahme der Langstrecken alle Wettbewerbe belegt haben, werden sic sich schon ab und zu strecken müssen, um sich erfolgreich durchzusehen. Hosfent'ich wird die Veranstaltung ordnungsgemäß und glatt ab- gewickelt, dann wird sie sicherlich den ihr zu- gedachten Werbezweck nicht verfehlen. ».f.B. Leichtathletik. Die rührige Leichtathletikabteilung entsendet zu den leichtathletischen Wettkämpfen des V. f. R. Lich sechs Aktive und sechs Jugendliche bzw. Schüler. Arbeiter-Tunn- und Sportbund. Frankfurt a. TO Berlin Sd)lu|j.| 1-Uhr- Anfang ft ur» flur« ftur» ftur« Tahnn 16. 8. 17.8. | 16.8. 17. 8. 8% W. WdAiaiilfllX v. 19*7 . . TL Unl.-ffmfil -S8unDc4b.-anl.. 4% Crltenrldjifdie öolbttr.. . . - 30.76 30.9 4.20% Cffim cllbcrrtr. -* — • — 4% Oesterreich, dnbdtl. (Rtt . . — — — 4-p Ungartiäie «clbttt. ... io,te — 26.25 — 4% UnnaNschr Staat«!, v. 1910 . — — - — 4^% desal. von 1018 . . 4% Unsanjch« Rtonfidt..... 2,1 — i,05 2,15 4% Türf. tzollanlettze v. 1911 . 4% Türttitbr vagdadba-n-Anl. 10 — 11.25 Lerte 1 — 11.13 12,21 4% he»gl. kerlr ll....... 4% »tumSnen convert. Rte. . . • — —* 11 11,25 10.65 4H% RurnSven GoldaaL Bon 1913 24.95 — 54,65 — ^rmikfurt a. TO Berlin ^raiiihirt o. TO 'Berlin Schluß ftur. | 1-Uhr- ftur» Sdjtuft ftur» Bnlang Rur» schlutz-, ftur» | 1-Uhr- ftur» biO.ufl antanq ftur» ' ftur» Dalum: 16. N [ 17 & 16.8. 17 .8 Datmn: 16.8. 17.8. | 16. 8. j 17. 8. ............8 Bergmann.........9 Slettr. Lteferunge«.....10 Licht und -rast......10 tzeltro ck Guilleaume. . . . . V ®t\. f. Clettr. Untrm..... 10 Hamb. Qlcfti. Werte . • • • 10 Sibein. cilcstr. . ...... 9 Echlrs.Elcttr........10 kchuckert..... .... 8 Gkmeni ch Haltte ..... 12 Xtaniiablo ......... 8 Labmeyer Atta...... . 10 Buderu«.........5 Teutfche ttrdLI.......6 ttlfener Eletnkvhl«......8 Geilenkirchener . . |. H 9 4 ,177.75 ISO 215.5 138 , 270 177.5 85 127 155,5 256 177.25 201 1815 2IG 270 377,5 7 84 177 201 181 216.75 137.75 268,13 158 238 .'04 877 148.5 178,75 84,75 141 131.75 126,75 156 135.25 256,5 177 199.5 182 138,25 269,'. 157.5 152 Z37 «77.6 148,13 83,9 140.25 130,5 127.25 BbiliPP Holzmann......7 Heidelberger Lement .... 10 Lement ftarlftabt .....9 kSay« ch FreUag......1° Schulthei« Patzenhofer . . 15 COtoftte....... • 12 Ber. OHanjftoll..... 19 Bemberg........." Qeafloff Oalbbol.....1? lZellNols Hfd’affmhtra ... 12 rharlotlenkntrger öallet ... 7 Dessauer ...........9 Daimler Motoren..... 0 Tetnae .........J HMcroertt ............6 Ludw. Loewe . 1° Nat. Auto mobil . ° 145.5 165 216.25 109 182,5 186.5 317.13 ll» 439,73 297.5 195 5611.25 458 483 479 -87 35« 218.5 126.5 197.25 196.75 109,5 l n>9 L5 54.4 13» 134 444.5 | 240.1 M.75 «5 Harvener ...... 6 Hoe|ch «len..... 8 gift Bergbau .....8 134 255 Crtnftetn » ...........6 «’ **/.*.*.0 20,5 71,5 129.5 112.75 120 139 62 107 207 Boten. Sti» 1 • l 1 i 1 1 i • i 1 1 1 3 ' 15 S " S " jstllchierwerte Söln-Renetzen. ....... 9 TOanneltnam ........ 8 TOaisselber.........i cdeNchlei. Eilend. Btbarl ... 6 Lberlchlei. koHwerke ... 6 Pbdnir Bergbau 6H Rheintlche Braunkvdlen ... 10 Rbetnsiobl 1. ga6* 4'A RtebrckTOantan ...... 74 Ffrrtnlgtt €ldM®......C ClaH TOtnen . . . . 1 sh I avuSM . . . IS Dyuamlt Rodel ...... 5 Schet de anstal! ....... 9 Otalbschmlbt ...••••. ft Mtgeitoedr ..... s TOetaNgeleINchaßl. ..... 13 122.75 137.75 110.5 '.'2.-5 379 17,5 15! 448 -68 .'08 96.5 110.5 124.25 137 9» 143.5 <66 207.6 110,5 - 1-2,5 131,5 138 110 105 114.75 »2.25 780.5 143.5 150 »7,5 48,4 251,7! 259 443 267.6 1!6 96.75 181 187.5 103.25 114.75 »2 277.5 144 97.75 48.75 «53.20 258.5 443 vamaa-TOemrin ,1ranN. Maschine»......« «ritzner ..»•»• U Pevllgensioedt . ......® ^unghans....... 1 Of»rof(b > . u Aires lA.it ' 1,717 iti.K 1,771 1M.07 168.41 i.ho \S.34 ■ 58.425 -9.29 »8,41 111,81 113.0»; 111,60 >12.04 ftopenhaorn Ctodbolm 111,8b 112,18 112,05 112,4» 111,85 112.16 HZ,07 112.38 fcelnnatwi Jia nut . Pottboa. . . 10,65 21,93 20 , 345 10,57 <1.97 20.3*5 14,547 41,925 40,34 10.567 21.905 ZU, 38 'Rnrtorf . i.199.17 BeUwd ■ 13,422 •'.iri 12.44! 7,884 12.418 7.968 »2.4» 9« Hubcgt;'! . - 3.tt । 73,20 74.06 3.ro Bnliarno J.0T8 -.034 3.92- 4.034 l'HTabon 18.97 18.88 16,91 Taruio ■ - ftomLntir. 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