Dienstag, 17. Juli 1928 178. Jahrgang Nr. 166 Erstes Blatt Oer Kelloggpakt und die Mächte DerposträuberHeinvordem Schwurgericht SnotfBt von Bnjetge« für die lagesnnmmtr t>i» jim Nachmittag vorher. Preis fir 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlid) 8, avswLrl« 10 Neichspfennig, für N- klameanzeigen von 70 irm Breite 35 Nclchtpsennig, Platzvorschrift 20 •. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Will) Lange, verantwortlich für Vohtili Dr. Fr. Will) Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen leü Ernst Diumschein,- für den Anzeigenteil kurt tzillmann, sämtlich in Dietzen. Gi-liitt t. Rom. 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der berühmte italienische Staatsmann Giovanni ®iolitti, der vor, in und nach dem Kriege mehrfach Ministerpräsident gewesen ist, ist nach langem Kranksein auf seinem Landgut Cavour bei Turin im Alter von 86 Zähren gestorben. Oie Beweisaufnahme. Zusammenstotz zwischen Vorsitzendem und Verteidiger. Die 20jährige Braut de« Angeklagten, die Schneiderin Hedwig ©läske bekundete als Zeugin, Hein sei sehr arbeitsam gewesen, bis Lärm I a m. Dann stand Hein vollstä^>ig unter LarmS Ginftuh. Hein neigte auch schon immer zur Schwermut; dieser Zustand verschlimmerte sich später feit dem Verkehr mit Lärm. Ai« der Vorsitzende die Bluttat erwähnt, sagt die Zeugin: „Ja, ich war damals leider nicht da. sonst wäre vielleicht alles ander- gekommen. Bon mir hätte er sich vielleicht bereden lassen, sich selbst den Behörden zu stellen." Der Arbe '.er Fesche auS Jena bekundet. Acin habe ihn einmal dazu überreden wollen, m ein Lebensmittelgeschäft einzubrechen. Auf den Vorhalt deS Zeugen: „Und wenn sie unS erwischen?" erwiderte Hein: „Dann schießen wir sie über den Haufen." Dann wird der Meiler Lärm als Zeuge aufgerufen, der z. Z. als ^ntersuchungSgesangsner in Weimar s-cht und von dort heute inS Kobuvger Gefängnis transportiert wurde. Larin wird durch zwei Beamte in den Saal geführt; er trägt Handfesseln. Mit hocherhobenem Kopf mustert er die im Saal Anwesenden und Hein. AIS er an Hedwig Dläskc vorübergeführt wird, springt da« junge Mädchen mit geballten Fäusten aus und schreit: „Du bist an allem Schuld!" Der Vorsitzende verweist die Zeugin zur Ruhe und bemerkt: .Das scheint mehr voce weniger Theater zu sein. Das macht auf uns gar keinen Eindruck." Verteidiger Zustizrat Fränkel: .Ich habe nicht das Recht, die Prozeßsühruna zu kritisieren..." Vorsitzender (unterbrechend): .Dann unterlassen Sie diese Kritik." Verteidiger: .Ss handelt sich um ein Urteil, daS über die Zeugin gesprochen wird." Dors.: .Ich habe nur über ihr Benehmen gesprochen." Derteid.: .DaS ist menschlich begreiflich." Dors.: .Ich habe 3pnen nicht da« Wort erteilt. Jedenfalls verbitte ich mir ein für allemal, dah in mein: PrvzehleitungSrecht eingegriffen wird. Ich sage Ihnen noch einmal. Fräulein GläSke, lassen Sie das aufgeregte Benehmen. Ich meine es gut mit Ihnen." Damit ist der Zwischenfall erledigt. Lärm erklärt, er sei heute nicht in der Lage, irgendwelche Au-sagen zu machen, da er durch den unerwarteten Transport sehr aufgeregt sei. Staatsanwalt: .GS würde einen besseren Eindruck machen, wenn der Zeuge sofort aussagte. Durch die Eisenbahnfahrt von Weimar _ nach Koburg kann ein Mann wie Lärm unmöglich so heruntergekommen sein. Die Rächt wird er sicher nur benützen wollen, um sich zu überlegen, waS er aussagen will. Lärm bleibt bei seinem Standpunkt. Die Vernehmung wird auf Dienstag vertagt. Am 21. Dezember verübten beide den P o st - raub in OhligS, wobei ein Beamter von Hein erschossen wurde. Lärm und Hein viub- ten etwa 7000 Marr. Auf Vorhaltungen des Vorsitzenden erllärte der Angeklagte, er sei durch Lärm angestistet worden. Lärm wurde am 10. Januar 1928 in Saalfeld vechaftet. Hein fuhr später nach Plauen, wo er bei dem Maurerpolier Wagner einen ihn suchenden Beamten erschoß und einen zweiten verletzte. Bei Untersiemau hatte er einen Zufammenskoh mit dem Beamten Scheier. Der Angeklagte erklärte: „2Rit wurde ganz anders: ich weiß nicht, was weiter geschah. L» mar die» der einzige Fall, bei dem ich mich erinnere, daß ich die Waffe gezogen habe." — Vorsitzender: „Sie sollen, al» Scheier schon röchelnd am Boden lag, noch einmal umgekehrt sein und Scheier noch eine: Schuß in den stopf gegeben haben, um ihn endgültig zu erledigen. " — Hein: „Dann müßte ich ja ganz verrückt gewesen sein." Vorsitzender: „Sie begaben sich dann in den Bannwald, um sich zu verstecken." Hern: „Ich hatte gar keine Absichten, nur Triebe." Aus dem Wrge zum Waide hatte Hein noch während der Str«ke von 4 Kilometer einen Feuerkampf mit einem anderen Beamten, ohne dah jedoch jemand getroffen wurde. Hein sagt dazu: „2L6 ich angerufen wurde, war mir. als wenn rch erwachte. Ich weih noch. daß ich fragte, warum er mich verfolgte." Am 4. Februar 1928 gelang es, Hein festzunehmen. Auch hier machte er nochmaÜ den Versuch, den Beamten zu überwältigen. Zu seiner Verteidigung führt er an. dah er seit Jena nicht mehr ge^ch'.afen und m den nächsten acht Tagen nichts mehr gegessen habe. „Ich hatte überhaupt keme Gedanken erklärte er. „sondern fühlte nur ein unheimliches Brennen in mir. Ich verschlang ganze Hande voll Schnee und Eis, um diesen inneren Brand zu ersticken. Ich war außerordentlich erregt." Er habe bei seinen Taten keinerlei Heber- legung gehabt. Damit schließt d:e Vernehmung des Angelegten. Rach einer kurzen Paule eröffnet der Vorsitzende die Beweisaufnahme. die Rotwentngkeit berufen, ihre Rüstungslast weiter zu tragen. Wenn man den Krieg unmöglich macht, dann braucht man keine Mittel zur Kriegführung. Jetzt stehen die großen Militärmächte tatsächlich vor der Entscheidung darüber, ob auch dieses neue Friedensinftrument nur ein Stück Papier bleiben oder den Beginn wirklicher Abrüstung bedeuten soll. Wir gestehen offen, dah wir recht fkeptisch sind. Es wird vermutlich abermals ein großes Streiten darüber anheben, wer als erster dem Beispiel Deutschlands folgen soll, das ja mit der Abrüstung den Anfang gemacht hat. Frankreichs Antwort. Zur Unterzeichnung des AriegSächtungsvertrageS bereit. Par-iS, 16. Juli. (WD.) In der fran- zöfifchen Antwortnote auf den Pakt-Vorschlag KelloggS heißt eS: Zunächst ergibt sich auS der neuen Präambel, daß der vorgeschlagene Vertrag in der Tat den Zweck Hal. die friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern bauemb aufrechtzuerhalten. Die Regierung der Republik erllärt sich gern mit diesen neuen Bestimmungen einverstanden. Die Regierung der Republik nimmt andererseits auch gern Akt von der Auslegung, die die Regierung der Vereinigten Staaten dem neuen Vertrage gibt, um den verschiedenen französischer- seitS vorgebrachten Bemerkungen Rechnung zu tragen. Diese Auslegung läßt sich folg end ermaßen zusammenfallen: Am 3. Dezember wurde der bewaffnete HeberfaH aut das Postamt in Klosterlausnitz verübt, wobei die Postkasse in Höhe von 2000 Mk. beraubt wurde. Der Angeklagte sagt hierzu auS, Lärm habe ihn uroner auf gehe tzt. Gr (Hein) hätte sich nicht direkt an den Einbrüchen beteiligt. Dorfitzender: Die weiteren Einbrüche fallen in die zweite Hälfte deS Jahres 1927, M die Zeit, wo Sie eine auskömmliche Stellung hatten. Warum haben Sie es dann getan? Angeklagter: DaS kann ich nicht sagen. Vorsitzender: Sie sollen wiederholt geäußert haben, dah Sie Freude an solchen Taten hätten. Angeklagter: Davon weiß ich nichts. RichtS in dem neuen Verträge beschränkt oder beeinträchtigt irgendwie daS Recht der Selbstverteidigung. Jedes Dolk behält in dieser Hinsicht stets die Befugnis» sein Land gegen einen Angriff oder einen Einfall zu verteidigen Gs hat allein zu entscheiden, ob die Umstände es nötigen, zu seiner eigene^ Derteidi- aung zum Krieg zu schreiten. ZweAen« steht keine der Bestimmungen des neuen Vertrages im Widerspruch zu den Bestimmungen der DölkerbundSsahung und ebensowenig zu denen der Locarnvverträge oder der Reutralitätsverträge. Andererseits würde jede Derlettuna einer Bestimmung des neuen Dertrages durch eine der DertrqgSmächte die anderen DertragSmächte von selbst Von ihren Verpflichtungen gegen den Zuwiderhandelnden befreien Dank der Klarstellung, welche die neue Präambel so gebracht hat, und dank der andererseits dem Vertrag gegebenen Auslegung, sieht die Regierung der Republik zu chver De- nughnmg, daß sich die Bestimmungen mü den bestehenden Verträgen vereinbaren lassen, an denen Frankreich sonst alS VeNragsmacht beteiligt ist, und deren uneingeschränkte Achtung ihm Vertragstreue und guter Glaube natürlich zur unabwäslichen Pflicht machen. Angesichts dieser Sachlage und unter diesen Umständen freut sich die Regierung der Republik, der Re- ?ienmg der Vereinigten Staaten erklären zu örnien, daß sie nunmehr durchaus bereit ist, den Vertrag in der durch das Schreiben Eurer Exzellenz vom 23. Juni 1928 vorgeschlagenen Form zu unterzeichnen. DieVemehmungdesAngellagten Koburg. 16. Juli. (VDZ.) 3m alten Schwur- gerichtSsaal deS Landgerichtsgefängnisles Kv- b u r g begann die Verhandlung gegen den P o st- räuber Hein Auf einem Tisch liegen die Waffen, die Hein bei seinen Taten benutzt hat. Den Vorsitz führt Lanbgerichtsdirettet Dr. Schack. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Leimer. Die Verteidigung bat Iustiz- rat Fränkel. Insgesamt sind 35 Zeugen und 10 Sachverständige geladen Der Angeklagte macht einen rer^lltnismäßig frischen Eindruck. Hein ist 1902 in Düssetdorf-Gerresheim geboren und hat als ungelernter Arbeiter in Jena ge- leot Sr ist bisher nicht vorbestraft. AlS die Zeugen in den Saal gerufen werden, kommt es zu einer dramatischen Szene. Unter den Zeugen befindet sich auch die Mutter deS Angeklagten, die Invalidenrentnersfrau Maria Hein. Als sie ihren Sohn erblickt, weint sie laut auf. Dann bricht sie auf einem Stuhl zusammen. Die alte Frau muß schließlich aus dem Saal geführt werden. Man hört noch ihr lautes Weinen draußen Der Angeklagte Hein ist von dem Auftritt sichtlich erschüttert und weint. Der Zeuge Kriminalwachtmeister Richard Schumann leidet noch unter den ihm von Hein beigebrachten Verletzungen und kann sich nur auf Krücken in den Saal begeben Der Angeklagte Hein wird daraus über sein Leben vernommen. Er ist unter ärmlichen Verhältnissen in der Düsseldorfer Glas-Kolonie ausgewachsen. Er war der älteste unter vier ©s- fchwistern Bereits mit 13 Jahren wurde Hein von der Schule genommen, um zum Unterhalt der Familie beizutragen Er wurde ungelernter Arbeiter und wird als fleißig und ordentlich geschildert. Kurze Zeit hat er auch der shndi- kaliftifchen Arbeiterjugend angehört. 1923 wurde Hein gelegeuttich der Düsseldorfer Unruhen festgenommen. „Sie sollen dabei", so fährt der Vorsitzende fort, „von Polizisten miß. handelt worden sein und sollen geäußert haben, daß sie seit der Zeit einen tiefen haß gegen uniformierte polizeibeamle hegen." -- „Da» Gefühl haß ist mir vollständig fremd", erklärt der Angeklagte. — Der Vorsitzende erklärt darauf, auch er habe au» dem Aktenstudium den Eindruck gewonnen, daß ein andere» Motiv oorliegt. Auf rus dem verunglückten Wagen als Leiche geborgen wuvde, konnte das Töchterchen gerettet werden. Bon der Frau fehlt bisher, jede Nachricht. Die Untersuchung über den Hergang der Katastrophe nimmt ihren Fortgang. Am Niontag traf eine Untersuchungskom- miffion der Reichsbahndirektion Berlin in München ein. Die Sachlage wurde an Ort und Stelle in Augenschein genommen. Das erste Ergebnis dieser amtlichen Untersuchung wird voraussichtlich heute befanntgegeben werden. _____ ■——■11 1 iw ■ 11 ■ ■ ..... ....... Wie Malmgreen zugrunde ging. Oes Italieners Zappi Bericht über den Tod seines Gefährten. Kolvno. 16. Juli. (TU.) Wie aus Moskau berich/.et wird, hat Kapitän Zappi Samoilo- witsch einen Bericht über die Trennung von Moli.igrcen gegeben. Er erzählte etwa toi« folgt: - Als wir uns am 30. Juni zusammen mit Malm- greefa von Nobile trennten, wandten wir une^ zunächst nach Norden, da wir hofften, dor/. norwegische Fischer zu treffen. Wir hatten gr'ofee Entbehrungen auszustehen. und da/s Treibeis trug uns immer wieder von un- hrem Ziele, der Küste, fort. Nachdem wir zwei N^ochen lang unterwegs waren, toaren wir üur wenige Meilen südwestlich von dem ursprünglichen Orte des Unglücks entfcrntOllalmgreen toar nicht mehr imstande, den Marsch fvrtzu- fetzen er schlug unS vor. wir möchten ohne ihn weiter v 0 r g e b e n und alle Lebens- mittel mitnehmen Malmgreen bat, im voraus ein Grab für i h n im Eise auszuheben. in das er sich legt?. Wir taten das und Malmgreen legte sich in dieses Grab. Er gab uns feine Bussole und bat unS. diese feiner Mutter zu übermitteln. In den nächsten 24 Stunden kamen wir jedoch nur 100 Meter vorwärts. Don unserem Nachtlager konnten wir l^en. daß QHalmarcen iroch imstande war. den KrPf zu heben. Wir hielten an. in der Hoffnung, daß er uns folgen würde. Al- Malmgreen daS sah. rief er unS zu: .Geht. geht! Aus Kosten memes Lebens werdet ihr die anderen retten.“ Als wir am »rächsten Morgen unserem Marsch wieder aufna&mcn, konnten wir bei Malmgreen fein Leben mehr feftftellen. Aus keines unserer Zeichen antwortete Malmgreen mehr. Wir sahen die Versuche der Flieger, uns zu fin- ben. aber keines von den Flugzeugen de- merkte unsere Signale, mit Ausnahme non Tschuchnowfki, der waghalsig versuchte, bis zu m.s teruiileisugeben. Wir wären verloren gewesen. wenn uns die ..Kralsin" nicht ausgenommen batte“ Der Kapitän Mariano erklärte, es habe «eine Verwunderung erregt, daß Tschuch^ Wk' Aeroplan gewesen fei, der • her fie bxntoeggefloßen fei habe ihre Ledens- hoTtnuna-i mieber bew.at. Sie hätten wohl ge- u '''s. ö-:h unter bufen Bedingung« ke^n Schjss m Lage gen», «e» oäre ihren Äilk *u Tschuchnowfti gerettet. Der „Äraifin" sucht weiter. Moskau, 16. Juli. (WTB.s Gestern abend gegen 10 Uhr hat der ..Krassin" den Flieger Tschuchnowfki und seine Begleiter an Bord genommen. Der EiöbreHer wird nunmehr in der Adventsbai) Kohlen einnehmen und dann di« Suche nach Amundfen und Alef- fandri aufnehmen. Gleichzeitig wird Tfchuch- nowsll Erkundungsslüge untemebmen. Tschuchnowfki hat kurz nach seinem Eintreffen an Bord dem Expeditionsleiter Bericht erstattet. Danach hat er während seines Aufenthaltes auf dem Packeis nach Malmgreens Leiche gesucht, diese jedoch nicht gefunden. Tkach den Ortsbeschreibungen Zappis fei die Leiche nicht aufzufinden. In bet ganzen Gegend habe man keine Spuren von Menschen toafergenommen. Ss wird daher angenommen, daß die Leiche Malmgreens auf einer Eisscholle in unbestimmter Richtung abgetrieben worden ist. Em Ehrengericht gegen Aobile. Die Forderung eines dänischen Polarforschers. Kopenhagen, 16. 3uh. (Zel.) In der Leitung .Politiken" äußert sich der Polarforscher Peter Freuchen zu der Frage, wer Nobile richten aber freisprechen wolle und fordert die Einsetzung eines internationalen Shrenaerichts. Sr führt u. a. aus, dafe Dr Malmgreen vom Standpunkt des Polar- forschets aus gesehen, das wertvollste Mitglied der Erpedition gewesen sei. Äe unklaren Berichte Nobiles über die Vorgänge im Lager seien nicht dazu geeignet in der Oes- fentlichkeit Vertrauen zu erwecken. Es sei auch keineswegs geklärt, ob Malmgreen nicht etwa im Zorn über das Verhalten Nobiles das Lager auf d-m Eise verlassen habe. Wenn die beiden anderer'«t^S als Freurrde voneinander geschieh feum. könne man nicht begreifen, toa- ru m,71®6-1* Augelalf en habe, daß rin vlUnn mit einem gebrochenen Arm und olm« Waffen hd) in kn« furchtbarsten Gefahren begab Nobile selbst hab« in keinem Vertcht am* gebeutet, dafe Malmgreen mit Selbstmordabsichten umgegangen sei Diese Vorgänge forderten ein« Aufklärung, jedoch nicht durch Nobile und Italien, sondem vor einem in* ternationalen Forum Das internationale Ehren- oder Scb edsgeeicht solle natürlich nicht cingefeet werden, um zu strafen, sondern um aufzuklären. Man müsse folgend« Fragen stellen: 1. War die .Italia für den Poüirflug geeignet* Diese Frage sei von hervorragenden deutschen Luftschiff-Sachoerständigen verneint worden. 2. Waren Nobiles Maßnahmen nach her Katastrophe einwandfrei, so u. a. s e i n 8 e r • lassen der Mannschaft auf dem Eise? 3. Hat Nobile durch seine unklaren und widersprechenden Berichte eine Gefährdung der Hilfsexpedition verursacht? Wenn im nach, sten Jahre die Polarfonchuna im großen Stil wieder nufgenommen werden solle, so müste das Mißtrauen und der Unwille der Oeffentlichkeit gegen solche Unternehmungen vorher beseitigt werden.^ Entrüstung in Schweden. ' Stockholm. 1«. Juli. ($11) Der schwedische Ministerpräsident Skmann erklärte, feine Regierung untersuche die Möglichkeiten eines RechtsverfahrenS zum Tode Malmgrseos. Die Zeitung «Socialdemokraten" schreibt: Jeder neue Bericht über Malmareens Tod toirit noch unheilvolleres Licht über diese Tragödie. Warum haben chn die Italiener nicht nur zum Sterben allein gelassen, sondern auch noch sämtliche Lebensmittel m Ua c • nvmm« n? Immerhin bestand die Möglichkeit, dafe Flieger ihn dann finden und retten weiten. Eine gerichtliche Untersuchung tft unbedingt notwendig. Das Arieg8mmtftienum hat drei Flugzeuge zurückgezogen, während die übri» gen in Spitzbergen Derblewen. Aus aller Wett. Hitze und Waffernol in Berlin. Die Hundstags Hitze hält weiter an. 15 Hitz- schläge und mehrere Badeunfälle waren Montag wieder die Bilanz des abnormen Wetters In der Wasserversorgung Berlins traten Schwierigkeiten ein. In mehreren Stadtteilen gab es zeitweise überhaupt feine ober nur sehr trübe# Wasser. Fünf Kinder verbrannt. In dem Dorfe Saint Paer bei Aouen war in einer Scheune, in der sechs Kinder lm Alter von zwei bis sechs Jahren spielten, ein Brand ausgebrochen. Der in der Nähe wellenden Mutter war es gelungen, eine Wand einzudrücken und sämtliche Kinder, wenn auch mit schweren Brandwunden, zu retten. Heute wird berichtet, dafe fünf Kinder ihren Verletzungen erlegen sind, während das sechste i n Lebensgef ah r schwebt. Wartens Hache. Der amerikanische Architekt ver neuen Universitätsbibliothek von Löwen, Warren, hat sich offenbar immer noch nicht damit abgefunden, daß die Univerfitötsbehörden feine H« hinschrift auf der Frontballuftrade nicht anbringen liehen. Heute morgen fand man die neue Ballustrade zerstört. Der bereite verhaftete Täter, ein Maurerpolier, gab an, im Auftrage Karren» gehandelt zu haben. vergleich im hause Stinnes. Wie Berliner Abendblätter melden, ist der vor einem Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Reichsgerichtspräsipenten Dr. S i e m 0 n s anhängig« SchiedSstreit zwischen Edmund StinneS und feiner Mutter, Frau Hugo StinneS, durch einen Vergleich, der alle Meinungsverschiedenheiten ausräumt. ewtbgültig be i g e fe g t worden. Oie Wetterlage. R»$t 0 '2: >29 te TTlontaq, den f6. Juli28 ^abends ____ 7 JO io O f f® E \?6o $ ornit e vw«ig. G oedtflk • tcMeci a »r«v»,ma«rr<»• Personen) preffaALRHeiniour Obige Reifen kombiniert oder jede all unabhängige Reif« Prospekt u. Auskünfte d. Reisebüro Loeb. Gießen. TeL MG Mein Geschäft befindet sich jetzt in meinem Neubau Goethestrafee 22 nächst Südanlage Heinrich Böhringer Herren-Konfektion / Tuch Handlung tM ID Uolonialwaren- Srohhandlllng sucht einen alleren Lageristen und eine» Lehrling. Lchriftl. Angeb. mit ausführttchem Ve* beneiauf unt. 6657D an den «teft. Anz Junger, sauberer Bursche oder Laufjunge sofort gesucht Ü5274 __tfiebigstrafte 71. 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Hab’ ein russisch’ Lied im Ohr a. „Orlow“von B. Granichstaedten 10. Wandre, mein Herzchen wandre a.„Orlow“von B. Granichstaedten Krone ist das gröbte und gewaltigste Zlrkusunternehmen Europas. Krone hält alles, was er in seinen Ankündigungen verspricht. Viele Vorgänger des Zirkus Krone haben es mit ihren Ankündigungen nicht so genau genommen, Deshalb das berechtigte Mißtrauen des Publikums. Bei Krone füllt ein derartiges Mibtrauen gänzlich fort Krone bringt nach Gießen ein zirzensisches Schauspiel, wie es noch nicht gesehen wurde. Krone überbietet alles bisher Dagewesene bei weitem mit seinem kolossalen Aufwand an Menschen und Tieren. Das riesige Material bei der Ankunft bürgt schon zur Genüge für die riesigen Ausmaße der Krone-Schau. Mit Krone kommen: Kaukasische wilde Steppenreiter, Don-Kosaken, Neger, Japaner, Chinesen. Rifkabylen, Araber. Alle diese fremden Völker werden ihre geheimnisvollen Künste in einer noch nie gesehenen Art zeigen. Das Artisten-Heer ist ein auserlesenes. Nur die allerersten Kräfte sind vertreten Der Tierbestand des Zirkus Krone ist der größte, wie man Ihn bei einem Zirkus noch nicht gesehen hat. Krone hat nicht die kleine runde, altgrofoväterliche Manege, wo das Können von Menschen und Tieren nur in beschränktem Maße gezeigt werden kann. Krone besitzt eine riesige ovale Rennbahn, nur in diesem großen Schauterrain ist es Krone möglich, seine Massen in den unglaublichsten Leistungen in einer nie gesehenen Art auftreten zu lassen. Im Namen der trauernden Angehörigen: Wilhelmine Sommeriad geb. Sommeriad, Mittwoch, IS. Juli, versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28, nachm. ab 2 Uhr 32 große Schlafzimmer - Bilder, Möbel aller Art, 1 SSW-Gtettro« motor 3 PS, komplett f. neu, eine Transmissionswelle 4.50 Meter lang, 35 Millimeter Durchmesser mit 3 Kugelwandlagern, Obst« pressen, Dezimalwaage, Garten- stühle, Fahrräder u. v. a. Versteigerung bestimmt. Ludwig Havtmetz Auktionator und Taxator 1. AuftrittsHed d. Pagantui aus „Pa- ganini“.........von Fr. Löhar 2. Gern hab’ ich die Frau’n geküßt ans „Paganini“.... von Fr. L6har 3. Wolgalied aus „Zarewitsch“ von Fr. L6bar 4. Willst Du? aus „Zarewitsch" von Fr. L6har 5. Treu sein kann ich nicht, aus „Nachtin Venedig“ von Job. Strauß 6. Schlaf ein mein Blondengelein, Lied u. Serenade von Peres Freire 7. Grüß mir mein Wien, aus „Mariza" von E. Kalman 8. Kam der Tag, Lied aus „Drei- J*1 lac st. mürbe... ßitfa M also die Fr« tm tintm htttra aus betagt] btantaort Beziehun, führt, ui Bor 19 und Afg! Türkei b roitbtrf)oli aud) nur j füge 9?asn den Wölfen «chlmäßige um fiurbift iMchten, b ^p-rs'Ich lander, Ru nicht nur e geradezu e der sofort 1 gehen lasse klar gewesl Dor. Nur Gehilfe mW (feine Anfänger) per sofort oder zum 1. August 1918 aus Anwalts- u. Notariats- bureau gesucht. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf und GehaltSansprüchen unter 05241 an den (Siebener Anzeiger erbeten. »v I. Mittwoch, 18. 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Iuli 1928 Aotueei und Tau, erstklasslge Küche und Keller Das sind Zahlen, die gezählt werden müssen, und sie stimmen. — Die ganze Vorstellung, welche zirka 3 Stunden dauert, wird in einer filmartigen Geschwindigkeit abgewickelt. - Der Eindruck ist ein gewaltiger, den niemand vergibt 16 Jokeys zu gleicher Zeit. 18 Luftturnkünstler. — Für jeden Fußballspieler von großem Interesse.- Push-Ball zu Pferde. — Jokey- und Hindernisrennen, grandlöse Sportkämpfe. — Altrömische Wagenrennen, hervorragende Pferdedressuren von 60 Pferden zu gleicher Zeit Die lebenden Marmorgruppen. - Die tanzenden Elefanten. Neu! 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Persien und Afghanistan geführt und das ursprünglich von den Russen auegcdachte System der sog. defensiven Neu- tralilatsoerträge in einem D r e i b u n d. wenn auch vorlausig noch einen sehr lockeren der dre. orientalischen Staaten umgewondelt. Das ist ouhcrordent- lich bedeutsam Besonders wenn man sich dessen erinnert, daß die Vertragsabschlüsse Zwilchen den drei orientalischen Machten mit ziemlicher Leichtigkeit vor sich gmgen. während alle europäischen Staaten bei ihrem Versuch, mit Afghanistan anläßlich der Reise de» Königs Arnanulloh Vertrage abzuschliehen. kläglich abgeblitzt sind, nicht zuletzt England und Rutzland. Wenn man die politische Bedeutung der letzten Ereignisse abschätzen will, hat man somit gewisse Schwierigkeiten. Da die üblichen und hergebrachten Formeln versagen. Denn die letzten orientalischen Verträge lassen sich weder in ein antirussisches, noch in ein antienglisches System in Asien einordnen. Im Gegenteil, man kann sogar durchaus die Ansicht vertreten, daß vielmehr beide Verträge sowohl Engländern wie Russen schaden — weil sie nämlich die Unabhängigkeit der drei asiati- schen Länder von den imperialistischen Großmächten starken. Das ist wohl auch ihr Ziel. Obwohl man sich keine Waffenhilfe zugesagt Hot. ist doch gerade die Form, in der das Unterstützungsversprechcn gegeben wurde, nur als eine wirkliche Militär- a l l i a n z zu bewerten. Daß sich das nicht ausgesprochen gegen eine besondere Macht richtet, braucht dabei nicht zu stören. Denn es ist eben ganz etwa» anderes, ob England Asghanistan angreift, oder ob Rußland dies bei der Türkei macht, oder ob England die Türkei angreift, oder ob die beiden Mächte sich einander in die Haare geraten. In jedem Falle wird man eine Sondercntscheidung treffen müßen, da sa in allen Fällen immer erst noch in Teheran wird nachgefragt werden müssen, was Persien zu unternehmen gedenkt, das damit in Zukunft einen sehr wesentlichen Teil der Orient- Politik beeinflussen kann, trotz seiner militärischen und strategischen Schwäche. Denn mit Persien existiert bisher kein Abkommen, da» dieses Land zu einer militärischen Beteiligung gegen irgend jemand in irgendeinem Falle verpflichtet. Das mag wohl auch der Grund gewesen fein, warum im türkisch- afghanischen Vertrag eine s o vorsichtige Formel für die etwaige Waffenhilfe gewährt wurde... Dieser Mangel in den bisherigen Verträgen wirst also die Frage auf, was für eine Prognose man denn einem Unternehmen stellen soll, das von vornherein auf so unsicheren Füßen steht, wie dieser vorderasiatische Dreibund? Nun, das ist nicht schwer zu beantworten, wenn man sich die Wandlung in den Beziehungen der drei Länder zueinander vor Augen führt, wie sie vor dem Kriege bestanden. Dor 1914 waren die Beziehungen zwischen Persien und Asghanistan bzw zwischen Persien und der Türkei die denkbar schlechtesten, trotz vieler, oft wiederholter Freundschastsoersicherungen. Das war auch nur zu erklärlich. Die Erinnerung an die Feldzüge Nasreddin Schahs ließ den alten Haß zwischen den Völkern, von denen jedes sich als den eigentlich rechtmäßigen Herrn des anderen ansah, der Kampf um Kurdistan, das die Türken ganz für sich beanspruchten, die ständigen Räubereien der Afghanen an der persilchen Grenze, dazu die Intrigen der Eng- länder, Rußen, Franzosen und Amerikaner schufen nicht nur eine Atmosphäre des Mißtrauens, sondern geradezu einen latenten Kriegszustand, der sofort den ganzen Orient in Flammen hätte auf- gehen laßen, wenn nur die Großmächte sich darüber Har gewesen wären, was für sie dabei zu profitieren war Nur weil man nicht wußte, was bei einem derartigen Kriege für Jie europäischen Mächte heraus- kommen würde, hat man immer wieder zum Frieden geraten, nicht aber weil man Streitigkeiten verhindern wollte. Dazu kamen noch die scharfen Gegen- säge in der Religion der drei Völker, die damals von ihnen selbst als so trennend empfunden wurden, daß man es nicht wagen konnte. Türken, Perser und Afghanen überhaupt zusammen an einen Tisch zu fetzen Das ist heute zweifellos ander» geworden. Man suhlt sich nicht mehr als Anhänger einer streng orthodoxen Seite, sondern vielmehr als Muslim und Angehöriger der einen großen Religion, die in Mohammed ihren Propheten hakle und die sich als höherstehend preist, denn die älteren Religionen des Judentums und des Christentums. An die Stelle der Erinnerungen an die Unbill, die man sich gegenseitig antat, tritt die an die Demütigungen und Schändungen der Europäer im Weltkriege und die stolze Genugtuung, daß das Unterfangen zur Grün- düng eines zweiten Alexanderreichcs an dem heroischen Widerstand, an dem diplomatischen Genie der Perser und der kampfbereiten Entschlossenheit des freiheitliebenden Aftzhanenoolkes gescheitert sind. Gewiß wird der europäische Geschichtsschreiber die Schuld an den Niederlagen des Abendlandes zum Teil auch den Schwierigkeiten der unzugänglichen Wüsteneien der drei Länder zuschreiben, aber das hindert eben nicht, daß Türken, Perser und Asghanen in gleicher Weise sich als Sieger fühlen Diele Genieinsamkeil wird noch oerftärlt durch da» Bewußtsein, daß die Gefahr für die drei Länder noch nicht vorüber ist 'Noch immer droht das rote G . , p e n si vom Kreml beruh er und noch lauen der britifche Leu fprungbereit an den großen historischen Einfallstoren nach den Ländern, vor den Dardanellen, in Mesopotamien und in Indien, um fein Gold und feine Bajonette in das Herz der oorderasiatifchen Gebirgsländer zu tragen und fo Curzons großen Plan von einem „Imperium Britannicum Asiaticum“ doch noch zu oerroirflidjen Und daher weiß man auch, daß man sich solchen Gelüsten gegenüber zusammcnschließen muh. Das mag langsam gehen. Aber derOrienthatZeit. Don dem Turm seiner siebentausendjährigen Geschichte aus gesehen, spielen die paar Jahre, die man dazu braucht, keine Rolle. Inzwischen legt man eben Grundsteine, wie den türkisch-afghanischen, den per- fisch-afghanischen und den persisch-türkischen Vertrag und beseitigt Hinderniße der Annäherung,, wie die Plage der Grenzzwilchenfälle. Gewiß, e i n A n s a n g nur zum Asiatischen Dreibund — aber eben auch ein Anfang, der fo solide und gut fundiert ist, daß das eigentliche Gebäude ruhig erst später errichtet zu werden braucht oder eben dann schnell aufzurichten ist, wenn wirklich Not am Mann ist! Geschichten ans alter Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Der abgcschreckte Selbstmordkandidat. (aga) Reuhvrk. Vernehmet. geneigte Leser, die teils trübselige, teils ergötzliche Geschichte von Philipp Leary aus Reuyork. der beschlossen hatte, dem irdischen Jammertal auf immer zu entfliehen. Der Ausweg führte ihn direkt in den von der bekannten Brootlyn-Brücke überspannten East River, der Alt-Reuyvrk von der Langen Insel trennt. Eine Weile fah es so aus. als sollte Philipp Leary sein Ziel erreichen. Aber ein Polizist hatte ihn erspäht, und in der an sich durchaus berechtigten Meinung, es handle sich um einen Ertrinkenden, warf er Leary vom benachbarten Dock aus ein Seil zu. Leary rührte es nicht an. DaS Seil versank neben ihm. Leary griff nicht danach. Der Polizist zog es rasch ein unb schleuderte es zum zweitenmal dem Ertrinkenden zu. Wiederum lehnte Leary ab. Jetzt ging dem Schutzmann ein Licht auf, er zog seinen Revolver und rief Leary zu, wenn er nicht sofort aus dem Wasser herauskomme, werde er ihm eine blaue Bohize in den Leib jagen. Und Leary, der ins Wasser gesprungen war, um sich umzubringen, beeilte sich, der Aufforderung nachzukommen, um nicht umgebracht zu toerben. Das ist gerade lachhaft. Aber der einsichtsvolle Mensch wird Herrn LearyS Gebahren zu würdigen wißen. Es muß doch wohl recht störend sein, wenn man sich schon mal auf eine gewisse Todesarl versteift, alle Dorbereitungen getroffen hat und auf dem besten Wege ist, daß bann einer kommen unb einem mit einer anderen drohen sollte. Unb überhaupt, wie kann ber Mensch gerabe jetzt sterben wollen, wo wir eben bicht vor dem leider nur alle vier Jahve wieber- 'kehrenben heiteren Erlebnis einer Präsibenten- wahl stehen unb sämtliche Clowns der politischen Arena ihr DesteS tun. um unS zu amüfieren? Wir empfehlen Herrn Leary, mit ber Ausführung feines PlaneS minbestens bis Rovember zu warten. Don Carlos wird exhumiert. (w) QE a b r i b. Der ritterliche Stolz bes Spaniers ist weftbekannt. Dieses berühmte iberische Ehrgefühl kam erst jetzt wieder in einem Beschluß der spanischen Akademie der Wissenschaften zum Ausdruck. Diese will nämlich nichts Geringeres alS die Exhumierung der Leiche des Prinzen Carlos, um damit festzustellen, ob dieser im Zähre 1568 eines natürlichen Todes gestorben sei oder nicht. Der Leiter der historischen Abteilung der Akademie hat hierzu folgende Erklärung abgegeben: seit dreieinhalb Jahrhunderten munkelt man in der ganzen Welt, Prinz Carlos wäre von seinem Tater Philipp II. beseitigt worden. Sogar die Literatur hat sich mit dieser Materie befaßt, ohne daß von spanifcher Seite irgendetwas geschehen wäre, um dieses offenbare Märchen alS solches auch zu dokumentieren. Runmehr wollen wir die Wahrheit wissen. Mit den heutigen Hilfsmitteln der Wissenschaft läßt sich bei einer Exhumierung der Leiche des Prinzen ohne weiteres feststellen, ob dessen Tod natürlich war oder nicht. Entweder war Philipp II. ein Mörder, dann muh die Geschichte ein entsprechendes Urteil über ihn fällen, im gegenteiligen Falle muh aber ebenfalls Klarheit geschaffen werden." Unb so bürste benn als- balb mit ber Ausgrabung der Gebeine deS Prinzen Carlos begonnen werden. Der mechanische Detektiv. (a) Reuyork. Amerika hat bereits seit längerer Zeit den .Televox" — den Maschinenmenschen. Run besitzt eS auch einen maschinellen Detektiv. Der Pfarrer einer hiesigen Kirche. Michael MorriS. beflogte sich seit längerer Zeit bei ber Polizei, bah bie Armenbüchsen ber Kirche von Unbekannten regelmäßig ihres Inhalts beraubt würden, ohne daß eS gelänge, der Diebe habhaft zu werden. Da hatte der Kriminalkommissar Hisfey einen glänzenden Einfall. Er brachte an eine der Büchsen unauffällig einen kleinen photographischen Apparat mit mechanischer Auslösung an, der mit einer Dlitzlichteinrichtung verbunden war und in den Abendstunden eingeschaltet wurde. Mit Hilfe dieses Apparats gelang es tatsächlich, den Räuber ausfindig zu machen unb ihn seiner Tat zu überführen. Man prophezeit bem Hissevschen Maschinenbetektiv eine große Zukunft, aber nur in Reuyork. Denn in Chicago z. 2. ist heute schon jeber bessere Verbrecher maskiert. Treue unb Klage der Haremswächter (h) Konstantinopel. Dor einigen Tagen fanb hier eine ganz seltsame Versammlung statt. Die Eunuchen bes früheren kaiserlichen Harems führten Klage gegen ben Staat, ber sie ihrer Existenz betäubt habe, sich nunmehr aber nicht um sie kümmere, so bah die meisten von ihnen im größten Glend lebten. Bekanntlich hat Mustafa Kemal Pascha den Sultansharem aufgelöst, bie Frauen nach Hause geschickt unb bie Eunuchen entlaß- s e n. „Wir kamen am schlechtesten weg", erklärte einer ber Hauptredner auf der erwähnten Tagung. .wir sind die wirklichen Opfer der großen Umwälzung. Fast ein jeder konnte irgendwie unterkommen, nur wir nicht. Die Männer hätten ja vielleicht noch ein Einsehen und nähmen uns im Haushalt auf. Aber die Damen der türkischen Gesellschaft wollen nicht einmal davon hören, einen Eunuchen anzustellen. Sie sagen, wenn wir schon männliches Personal halt«, so sollen es auch wirkliche Männer sein." — Ein an- vor er Redner schlug nun folgenden Ausweg vor- .Schließlich , Io sagte er. .find wir bie letzten unseres Geschlechts Dieses stirbt aller Wahrscheinlichkeit mit uns aus. Die Oesfenllich- keit würde aber sicherlich mit brennendstem Interesse aushorchen, wenn wir auf Grund unserer Erlebnisse einige Intimitäten aus bem kaiserlichen Harem erzählten. Dann bürst« man sich vielleicht plötzlich sogar um uns reiben." — Der Debanke gefiel 2lbci einige ältere Eunuchen bezeichneten ein solches Vorgehen alS einen groben Vertrauensbruch unbmit biefer Argumentation blieben sie Sieger Zum lebhaften Verdruß sowie zur bitteren Enttäuschung einiger hiesiger amerikanischer Journalisten kam dann auch ein entsprechender Entschluß zustande. Groß ist das Elend der Haremswächter. noch größer aber ist ihre Treu«... Mit der Königvkronc in der Generalversammlung. (f) London. Kaum sind die großen Feierlichkeiten zu Ehren König Amanullahs vorüber, so beherbergen die Londoner bereits ein weiteres gekröntes Haupt ber Exotik in ihrer Metropole. SS ist kein Geringerer alS A t ta 0 f o r l. ber König von Akim 2riuama an ber afrikanischen Goldküfte. Dieses Gebiet wirb seit vielen Jahren von der sogenannten Akim Ltd. auSgebeutct. die ib en Sitz in London hat. Jetzt hat die Generalversammlung der De'ellschaft stattgeiunben. unb bei biefer Gelegenheit wurde der anwesende König Afori zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Se. Majestät, die übrigens auch von König Georg in Audienz empfangen wurde, erschien in vollem Ornat im Saale, üfori hatte sich etwas verspätet und ergriff denn auch gleich daS Wort zu einer Entf(Huldigung. .SS tut mir leid". Tagte er. .daß ich die Herren hab? warten lassen, aber ich war in Hayes, wo man interessante Grammophonplatten aufnahm." Rack die en Worten setzte er sich nieder, legte ben KönigSmantel ab. behielt jeboch bie goldene Krone auf dem Kopse. So hörte er den ganzen Jahresbericht sowie die daranschließende Debatte an. der er infolge seiner guten englischen Kenntnisse durchaus folgen konnte. »Meine Krone", so sagte er später, »ist nämlich auS demselben Gold« gefertigt, da« die Akim Ltd. auf meinem Gebiete findet." Als sich dann kein Redner mehr zum Wort gemeldet hatte, erhob sich Atta Oforl unb sprach: .Ich kenne bas ßanb, da- ich Ihnen vermietet habe, recht gut. Ich kann ruhig behaupten, bah es auherorbentlich goldreich ist. Wäre ich hiervon nicht überzeugt, so wäre ich auch nicht Mitglied Ihrer Gesellschaft geworden, sondern hätte mich einfach mit der Pacht begnügt, die Sie mir zahlen. Aber dort gibt eS Gold, ja noch mehr, sogar Diamanten. Hiervon steht in unserem Vertrage nichts, aber ich gebe ihnen trotzdem auch diese Schätze, und zwar umsonst." Hierauf plädierte der Regerkönia dafür.' dah man nur Leute nach Afrika schicke, die m i t den Eingeborenen umzugehen ver- ftünben. »Glauben Sie ja nicht", sagte Ofori mit erhobener Stimme, .daß der Afrikaner so dumm ist, wie man das in Europa vielfach annimmt. Er hat eint zu ihm passende Intelligenz, unb wer biese versteht, der kommt mit meinen Untertanen glänzend aus." Hieraus dankte De. Majestät für da« ihr entgegengebrachte Derttauen. daS sie stets zu würdigen verstehen werde. Zum Schluß scharten sich bie Aktionäre um König Atta unb schüttelten ihm warm die Hand. Amtsgericht Gießen. ' Gießen, 13. Juli. Sin Reisender war deS Kreditbetrugs unb ber Unterschka - gung angeklagt. Er hatte bei einem Schneiber einen Anzug bestellt, ben er prompt bezahlte. Hieraus bestellte er einen weiteren Anzug, den er teils bar, teil« mit einem Wechsel bezahlte. Der Wechsel würbe jeboch nicht eingelöst. Ferner soll er einer Firma, von ber er Drogen zum Weiterverkauf bezogen hatte, die einkassierten Beträge nicht abgeliefert unb somit unterschlagen haben. Die Beweisaufnahme ergab zwar einen Verdacht, ber jedoch zur Verurteilung nicht ausreichte Der Angeklagte wurde daher frei- g e s pr vchen. ©er Herr auf der Bank. Don Marianne Kamniher. Er lag schon auf ber Bank. alS wir ins Evup4 fticgen. ®r lag in Hemdsärmeln lang auS- geftredt. Heber feine Weste zog sich eine älhr- kette mit bunten Emaillebildchen: Photographien von seinen Kindern vielleicht. Knaben mit Matrosenmützen. Mädchen mit Bernsteinketten. Wir fetzten unS schweigend auf die gegenüberliegende Bank: Ein älteres Ehepaar, nach verjährter Mode sorgsam gekleidet, eine Krankenschwester oder Rönne, den Kops in einer weißen Haube aus steifem Stoff. Wir sitzen fragend dem Herrn gegenüber. »Wir ist auf der Fahrt schlecht geworden," sagt er endlich Sofort ist die Beziehung zwischen den beiden Bänken da. .Dielleicht etwas Baldriantropfen", sagt die Rönne, an ihrem schweren Rock nestelnd. Trinke ich nicht", antwortet der Herr ungehalten. .Etwas Tee mit Zitrone?" bemüht sich die sorgsam gelleidete Dame. Aber der Herr antwortet schon nicht mehr. Rur das große Taschentuch, das er sich über« Gesicht gelegt hat, will sagen, er wünsche nicht weiter indigniert zu werden. Wir sitzen schweigend da, nur darauf bedacht, ben kranken Herrn zu schönem Lautlos holt bie Dame ihre Räharbeit. blättert ber Herr im Kursbuch. .Kreuzstich?" fragt flüfternb bie Rönne. .Rein, Gretchensttch", gibt die Dame laut Io« zurück. Sann schweigen sie. Dis auf ber nächsten Station ber Herr unter dem Taschentuch den Hamen des Ortes zu erfahren wünscht. Don nun an teilen wir ihm den Ramen der Station mit, ohne dah er ausdrücklich darum zu bitten braucht. Unter bem Taschentuch nickt es beftätigenb. ®r ist Front Man muß ihm helfen. Schwarze Debanken des Zweifels, die sich in mein Hirn schleichen, verjage ich ängstlich. Er liegt in Hemdsärmeln auf bet Bank, er hat ein Taschentuch übers Gesicht gelegt: natürlich ist er krank. Run oben, scheint er eingeschlafen. Er ahnet tief unb regelmäßig. .Jetzt hat er enblich Ruhe." flüstert die Rönne. .Der arme Mann." äußert bie Dame zwischen ihren Grctchenstichen. Ja, er schläft unb mehr als bas: er schnarcht. Die Rönne ist bamit beschäftigt. ihm etwaige Fllegen von Kopf unb Händen zu scheuchen. Sie tut daS mit rührender Zartheit. Ohne ihn im Schnarchen zu stören. Run kommt aber eine Station. Man überlegt Ihm den Ramen sagen — bedeutet ihn Weckern Ihn schlafen lassen — hieße vielleicht ihn am Ort seiner Bestimmung vorbeifahren lassen. Wenn man nur wüßte, wohin er fahren wollte. Da entdeckt jemand fein Billett, das aus einer Westentasche lugt Sie einigen sich flüsternd, dah man im Intereise des Herrn nachsehen forme Die Rönne will behutsam das Billett aus der Tasche ziehen. — Da fühlt sie ihr Handgelenk mit eisernem Grift umspannt Der Herr ist aufgesprungen, hat mit der freien Hand die Coupe- tür auf gerissen (mit der anderen hält er bie Rönne gepackt) und .Hllfe! Taschendiebe! Schurken! Hilfe!" ruft er mit dröhnender Stimme auf den Bahnsteig. Stationsvorsteher Bahnbeamte. Publikum laufen zusammen. Der hemdsärmelige Wann bezichtet die bleiche Rönne des Taschendiebstahls. Die DHörde schreitet zur Aufnahme des Tatbestandes. Da aber tritt ein Herr alS Augenzeuge vor. zeigt eine Mitgliedskarte unb klärt die Situation Der Herr in Hemdsärmeln wird auf gefordert, die Rom» loszulassen Der Zug kann toeitergekitet werden In diesem Augenblick belehrt den Herrn, der die Szene verursacht hatte, ein Blick auf das Bahnhoksschild, dah eben dieS die Station seiner Bestimmung sei. Schreiend unb lästernd wirft er sein Gepäck auf den Bahnsteig und springt vom fahrenden Zug. Die zurückbleiben, ftnb vor Entsetzen starr. .Vielleicht war er gar nicht krank." fagt die Rönne tonlos. .Alles Schwindel!" meint die Dame empört. .Der gemeine Hundl" läht ber Herr zwischen ben Zähnen hindurch. — Dann schweigen sie. Ein Gewitter kam über sie. Run sind sie sich ganz nah. Die Dame stickt seufzend. Dir Rönne bewegt die Lippen über einem frommen Spruch Der Herr reiht nervös an den Blättern seines Kursbuches. Wir bleiben eng nebeneinander sitzen Niemand wagt sich auf die gegenüberliegende Bank, obgleich sie jetzt frei ist. pola Jlegri über ben Iuwelenglauben. Wenn sonst Äünftlerinnen unb besonder« Filmstars in ihrem Iuwelenschmuck nur ein Mittel sehen, ben Reiz ihrer Erscheinung zu heben, so steht Pola Regri in einem befonberen innerlichen Verhältnis zu ihren Kleinodien. bie sie in seltener Kostbarkeit 1H7 eigen nennt. »Ich glaube in Wahicheit. bah i-en Edelsteinen mystische Eigenschaften innewohnen". bekennt die Künstlerin in einem Londoner Blatte. „Jeder der Dielen schönen Steine, die ich besitze, erweckt in mir eine ganz besondere Stimmung. Ich schreibe diese einem tausendjährigen Mystizismus zu. der in dem Blut deS menschllchen Geschlechtes fortlebt. In meinen Filmen wähle ich meine Juwelen immer fo. dah sie mit ber beförderen Stimmung meiner Rolle harmonieren, unb mein Publikum fühlt ihre befonberen Eigenschaften heraus, bie das Menschengeschlecht immer in ihnen erkannt hat." Denn dieser Glaube an ben magischen Zauber schöner Steine hat feit ber Menschheit Kindheitstagen bestanben. und stets find gewisse Steine um ihrer wundertätigen Eigenschaften willen als Amulette und Talismane getragen worden In alten Zeiten wurden dem Diamanten, bem härtesten ber Steine, Eigenschaften gleich jenen, bie Aladdin« Wunberlampe befaß, zugeschrieben Sammlungen solcher tmmbertätiger Steine erben sich noch heute in manchen Hindulamilien Inbiens, dieser Schatz- lammer seltener Steine, vom Dater auf ben Sohn Seltsamerweise war im Mittelalter der Glaube an ben medizinischen Heilwert kostbarer Juwelen entstanden, ber auch später noch lebendig Sm ist. Eine Preisliste einer deutschen firma aus bem Jahre 1757 führt alle ne an, die als Bestandteile von Heilmitteln bad Herz gegen Gift und Krankheit«: zu schützen vermöchten Zu diesen für jeden Drogenhändler unentbehrlichen Steinen zählte man ben Hyazinth, Saphir, Smaragd. Topas, die Perl«, dralle, den Blutftein, Den Adlerstein und Jaspis. Wenn die erwartete Wirkung ber Steine auSblieb. so war man überzeugt, bah bie Juwelen nicht echt gewesen sinb. Der Achat galt als ein HellmittÄ gegen ben Bih von Spinnen unb Skorpionen unb gegen das Fieber. Dem Beryll wurde eine wohltätige Kraft bei Drüsenentzündungen. Augenleiden unb Schlucken zugesprochen, während man vom Karfunkel glaubte, daß er ben, ber chn trägt, giftfeft machte, aber ihn auch zugleich vor Traurigkeit. bösen Gebanlen unb Träumen bewahre. Korallen unb Smaragbe galten, wenn fie in ein Katzenfell eingehüllt und bem Patienten um ben HalS gehängt würben, als Der- treiber löblichen Fiebers. Da« größte Interesse wurde feit jeher bem Diamanten entgegen- gebracht, wie sich auch ber reichste Legenden- :raiu um bissen Stein geschlungen hat. Ihm wurden sechs Eigenschaften zugeschrieben: Sauer, Lüh. Salzig. Stechend, Bitter und Schars. Ist es bei diesem Reichtum Widers brechendster Eigenschaften daher ein Wunder, wenn man dem Diamanten die Fähigteit »utraute, alle Krankheiten und Hebel zu Hellen? Der Smaragd wurde im Mittelalter aanz besonders geschätzt, da man glaubte, er bewahre ein Krnd, an dessen Hals man ihn befestigt^hatte, vor epi- lepttschen Krämpfen und der Fallsucht. Der Hyazinth galt als Gegengift gegen Gifte, Jaspis als Heilmittel gegen Kolik und Beförderer einer regelmäßiaen Blutzirkulation, während man im Saphir ein Wittel gegen Phlegma, Galle, Blähungen unb Beulen sah. Dem B l u t ft e i n wurde eine besondere religiöse Bedeutung zugetellt, da man ihn häufig in christlichen Ornamenten verwandte. Das gleiche galt vom Saphir, der alS Siimblld de« Sternes von Bethlehem gedeutet wurde. Lange Iahr- bunberte hindurch haftete an bem Opal der düstere Glaube, daß er ein llnglückSstein wäre, diese Deutung mag vielleicht aus ber leichten Zerbrechlichkeit des Steines entstanden sein. Aber bie Königin Viktoria hat ben Aberglauben zu zerstören gewußt, inbem sie diesen reizvollen Ebelstein bevorzugte und auf diese Weise wieder in die allgemeine Dunst brachte. Heute ist e» ein beliebte« Brautgeschenk göoartca. •* Dlumenschmuckwettbewcrb der Vorgärten. 3n ben letzten Tagen fand durch eine Kommission des Verkehrs-Vereins eine De- sichttgung und Bewertung der zur Teilnahme an dem Gießener Dlumenschmuckwettbewcrb angemeldeten Dorgärten statt. Leider waren für diesen Teil des Blumenschmuckwettbewerbs nur 22 Vorgärten angemeldet, so daß eine ganze Anzahl weiterer prürniierungsfähiger schöner Gärten unberücksichtigt bleiben mußte, da der Derkehrsverein grundsätzlich nur solche Gärten berücksichtigen kann, die bei ihm zur Prämiierung vorher angemeldet waren. Die Anwendung dieses Grundsatzes ist notwendig, um Verwechslungen und sonstig« Mihhelligkeiten bei dem Wettbewerb von vornherein auszuschlichen Erfreulicherweise konnte die Kommission die meisten der besichtigten Vorgärten mit Prämien bedenken. AähereS hierüber wird später vom Vorstand deS DerkehrS-Dereins noch bekannt- gegeben werden. Auf ihrem Besichtigungsgange stellte die Kommission noch eine ganz« Reihe von Fenstern und Ballons fest, die ebenfalls schönen Blumenschmuck aufweisen und prämiierungsfähig sind, bis heute zur Berücksichtigung ber dem Wettbewerb aber noch nicht angemeldet wurden. Alm auch diesen Blumenfreunden die gebührend« Anerkennung für ihve lobenswerten Bemühungen Mir Verschönerung unseres Stadtbildes zuteil werden zu lassen, ist die Wettbewerbskommission des Verkehrs-Vereins bereit, bei der demruichsti- gen Bewertung der.Fenster und Balkons die jetzt noch nicht zum Wettbewerb angemeldeten Wohnungsinhaber mit zu berücksichtigen, wenn diese ihr« Anmeldung an den Verkehrs-Verein gelangen lassen. V* Strofjenfperrungen. Vom Oberhessischen Automobilklub ®. D. (A. o. D.), Gießen, werden uns folgende Straßensperrungen mitgeteilt: Büches — Büdingen im Zuge der Straße Ranstadt—Gelnhausen für alle Fahrzeuge bis aus weiteres, Umleitung über Orleshausen—Düdelsheim! km 0,5—3 im Zuge der Straße Dillenburg — Biedenkopf für alle Fahrzeuge bis etwa zum 31. Juli. Umleitung über Sechshelden—Manderbach—Frohnhausen. * Aufgehobene Straßensperrung. Dom Oberhessischen Automobil-Club E. V. (21. v. D.), Gießen wird uns folgende aufgehobene Straßensperrung mitgeteilt: Lollar —Sichertshausen im Zuge der Straße Gießen—Marburg. •* Arbeitsjubiläum. Der Gasaufnehmer Ludwig vogelhöfer feierte dieser Tage sein 25jährige» Arbeitssubiläum im Gas- und Wasser- werk. - Motorra dunfall. Am Sonntagabend stürzte in der Rahe der Karlsruhe ein Motor- radsabrer. als er einem anderen Fahrzeug ausweichen wollte, vom Rad und erlitt schwere Verletzungen am Fuße, außerdem erhebliche Hautabschürfungen. Gr wurde der Chirurgischen Klinik zugefü^t. Q3e8it{8lc&rcrpcrcjnQtic&en, Land hielt am Samstag im Hotel Kobel eine Versammlung ab. de trotz dec Hitze gut besucht i war. 3n einem sehr ausführlichen Vortrage behandelte Lehrer Melchior- Darmstadt die Reu- Gestaltung des Schreibunterrichts. Seit dem 21 Mai 19ßö besteht in Hessen eine Verfügung, wonach den Lehrern empfohlen wird, in ihren Klaffen Versuche mit der S ü t t e r l i n - S ch r i f t zu machen. 3m Kreise Gießen ist man auch bereits in vielen Schulen dazu ütergegangen, nach der neuen Methode schreiben zu lassen. Rach einleitenden Bemerkungen über die Geschichte der Schrift wies der Vortragende aui die Unzufriedenheit bin, die seit einigen 3ahren bei Lehrern und Eltern über die Schulschrift herrschte. Die Hauptschuld an dem Verlock der Schrift mißt der Vortragende der spitzen, a^s England eingesührten Stahlfeder bei. Schon vo. dem Kriege setzten deshalb Refformbestrebungen ein, besonders von dem Schriftllünstler S ü t t e r l i n. der in Verbindung mit Berliner Lehrern in langjähriger Arbeit eine neue Schrift erarbeitete. 5>iefe Schrift ist nun in Preußen obligatorisch eingelührt worden. Auch Hessen wird wohl in einiger Zeit einen Schritt vorwärts tun müssen. Reben Sütterlin waren noch andere Reformer an der Arbeit, Kuhl - m a n-n. Wagner und in Hessen besonders Prof Koch-Offenbach a. M der bekannte Schriftkünstler. 3n der Hauptsache beschäftigte sich Lehrer Melchior mit der Sütterlinschrift, die er den Anwesenden auf großen Tafeln verführte und dabei vor allem auf di« pädagogische ©eite der ganzen Angelegenheit hinwies. Zuerst komme das Kind, dann erst di« künstlerische Seite der Schriftfrage. 3n der ausgedehnten Aussprache wurden noch etliche wichtige Punkte berührt, so das Verhältnis der Steilschrift zur Stenographie, die Schrift in den kaufmännischen Betrieben usw. Doch kann man hier noch nirgends klare Stellung nehmen, da ja noch alles im Fluß ist. Jedenfalls konnte der Versammlungsleiter, Lehrer Hofmann- Lang-Göns, zum Schluß fest- stellen, daß eigentlich keine Stimme gegen die Eüt- terlinschrift laut geworden war. Man kann über die Klarheit, Deutlichkeit und vor allem über die Erlernbarkeit der neuen Schrift durch die Kinder nur der Meinung fein, daß sie einen Fortschritt bedeutet. Daß einzelne Formen noch verbesserungsbedürftig find, wurde auch vom Vortragenden anerkannt. Ein abschließendes Urteil aber kann erst in einigen Jahren gewonnen werden. ** Eine Helgolands ahrt, an der auch aus Gießen und Umgegend zahlreiche Reiselustige teilnahmen, (aus Butzbach allein waren 70 Personen vertreten), veranstaltete der Rorddeutsche Lloyd vom 7. bis 11. 3uli. Am ersten Tage ging die Reise bis Hannover. Der Sonntag war der alten Hansastadt Bremen gewidmet. Dom, Bleikeller, Börse, Rathaus und Verwaltungsgebäude des Rorddeutschen LlohdS wurden besichtigt. Rachmittags folgte eine Hafenrundfahrt und Besichtigung des neuen im Bau befindlichen Riesen- schnelldampfevs »Bremen" (46 000 Tonnen), Montags ging es nach Bremerhaven, daselbst ebenfalls Besichtigung etlicher Ozeandampfer und Ueberfahrt nach Helgolatrd. Gegen 11 Uhr wurde die Mannschaft des LeuchtturmS „Roter Sand" mit dem Deutschlandlied begrüßt. Um 12,30 Uhr legte der Dämpfer in Helgoland an. Dort Besichtigung des Ober- unb Unterlandes, Rundfahrten um hie 3nsel, zur Düne usw. Die Reisegesellschaft, die sich aus allen Bevölkerungsschichten zuseimmensetzte, man sah besonders viele alte Herren, die auch noch einmal das Meer sehen wollten, war hochbefriedigt von der Reise. ee Sinh.e itl icher KurS für die Marknoten während des Wiener Sängerbund e s f«e st e s. Die Oesterreichische Rationalbank hat mit Kreditinstituten und Bankfirmen vereinbart, daß ab 18.3uli für die Dauer deS Sängerbundes fest es biS einschließlich 23. 3uli der täglich festgesetzte offizielle Geldkurs für Mark- nolen abzüglich der üblichen Provision bis zum nächsten Tag um 12 Uhr als einheitlicher Ankauf skurs dec Kreditinstitute und Dankfirmen zu dienen hat. Dec auf diese Weise errechnete einheitliche Rettoankaufskurs für Marknoten wird Aus der provinzialhaupistadt. Gießen, den 17. 3ult 1928. Taten für Mittwoch, 18. Zuli Sonnenaufgang 4.04 Uhr, Sonnenuntergang 20.06 Uhr — Mondaufgang 5.02 Uhr, Monduntergang 2129 Uhr. , „ 1374 der Dichter Francesco Petrarca m zlrqua gestorben (geboren 1304); — 1721: der französische Maler Amoine Watteau, Hauptoertreter der Rokoko- zeit in Nogent gestorben (geboren 1684); — 1864 Me Dichterin Ricardo Huch in Braunschweig geboren; — 1870. Verkündigung des päpstlichen Unfehlbar keitsdogmas; — 1876: der Dichter und Sprachforscher Karl Simrotf in Bonn gestorben (geboren 1802); — 1915: Beginn der zweiten italienischen Isonzo-Offen sive. (Gießener 2vochcnrnarktprcise Es kosteteten auf dem heutigen Wochenmarll das Pfund: Butter 180 bi« 190; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bi« 140: Wirsing 15 bi« 20; Weißkraut 20; Rotkraut 35; gelbe Rüben 25 rote Rüben 15 bis 40; Spinat 23; Römischkohl 20; Bohnen 60; Erbsen 20 bis 25; Mischgemüse 20; Tomaten 20 bis 80; Zwiebeln 17 bis 20; Rhabarber 10 bis 15; Pilze 40; Kartoffeln 6 bi« 6>Aepsel 25 bi« 30; Birnen 40. Dörrobst 30; Kirschen 40 biS 55; Heidelbeeren 50 bis 60; Stachelbeeren 20 bis 50; Johannisbeeren 30 bis 40; Himbeeren 60 bi« 70; Erdbeeren 50 bi« 80; Walderdbeeren 80 bis 100; Pfirsiche 120; junge Hähne 100 bis 120; Suppenhühner 100 bis 120; das Stück Eier 13 bis 14, Blumenkohl 20 bi« biS 80; Salat 5 bi« 10; Salatgurken 30 bis 50; Einmochgurken 10; Oberkohlrabt 5 bis 10; Rettich 10 bis 25; Tauben 70 bis 80; da« Bund: Ra- dieSchen 10 bi« 15 Pfennig *> Möwe im Sturm. Roman von Sophie Kloech. 16. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Man munkelte, die Nadja Kutososs sei so etwas wie eine Fürstin. Wenigsten» hatte sie einmal er- dählt, sie habe ihre Jugend meist an der Riviera verlebt mit der leidenden Mutter und der Gesell- Ichofterin und der Erzieherin und „dem ganzen Tram". Worunter man sich eine zahllose Diener schatt vorstellen konnte. „Sie sind eine Komtesse Erdmannsdorf?- fragte |ic Maria einmal auf dem Heimweg, als sie sich ohne tu eueres angeschwssen hatte. „Nein? Nur von Erdmannsdorf? — So. — Nun ja. — Es ist beffer, man erzählt nicht, was man früher gewesen J. .™11" ®Je auch Wanzen in Ihren Zimmern? 9MNT So seien Sie froh? Ich habe sie schon -um v E^enmal. Diese Buben — 0 wie mir ekelt! Und Nefe»*rtt>imtn! - «- ist schlimm. Eie ziehen einem ba» Fell über da» Ohr — sagt man nicht so? Ich °*n zwei Jahn in München. Ich weih Bescheid. Wenn nicht im Sommer die Ausflüge waren in die Berge. und die Bälle im Fasching -- ..Da gehen Sie bin?" l^lii 5lijeüutfen. „Sie werden auch noch gehen. Man ^t nichts anderes. Oder stnd Sie noch reich? cic bie Theater besuchen und die guten Kon- zette? Ich kann e» nicht mehr. Man sinkt jo lana- sam. Immer ein bißchen tiefer. Erst noch Kino "oge Nun sitz' ich aiij dem ersten Platz wo die Soldaten' sitzen und die «tudentcn und die Kellnerinnen Die Lust ist schlimm. Aber eine Kusine ist Kellnerin in Hamburg. Da ist es noch schlimmer." „Dann bleibt ich lieber ganz zu Hause," jagte Maria. " „Sie halten e» nicht au» Wir brauchen Menschen Können wir nicht mehr über ihnen stehen, wollen mir zwischen ihnen stehen Leben Sie auch gort allein?" * 1 „Zusammen mit meiner Schwester. .Ist do» nun besser ober schlimmer' Wcim man gon^ allein ist, kann man wenigsten» jebeu Xxjp Schluß machen, wenn es einem ,u widcrl^ u»i ' Das halt mich über Doster, bah ich nur |o la na. mn machen muß, wie ich selber will. Und dann kommt mitunter eine Stunde —" Die grüngrauen Augen unter kurzgeschnittenem schwarzem Haar glimmerten auf, Maria sand dies Glimmern abstoßend. So hatte ©iulfetta blicken können, wenn ein Mann in Ihrer Nähe war. Trotzdem empfand sie Mitleid mit der andern. „Wenn es Ihnen einmal zu einsam ist, besuchen Sie uns. Hohenzollernstraße 84. Am Sonntagnachmittag treffen Sie uns immer." „Das hättest du nicht machen sollen," sagte Elena, als sie bauen erfuhr. „Kutusoff? Aller hoher Adel — und ganz heruntergekommen, wie e» scheint — Man kann sich begegnen auf Hosbällen — Wie alt ist sie denn?" „Vielleicht achtundzwanzig. Sie hat ein Mops« gesicht, aber kluge Augen." Elena, zuckte die Achseln. „Also warten wir es ab. Wann kommt dein Freund Godesheim endlich roieberf" ..Er sagte, bieses Mal würben es fünf Wochen werbe». Aber bie müssen bald um jein." „Wenig rücksichtsvoll von bem jungen Herrn, so oft abwesend zu fein. Wo er weiß, daß wir ihn oft brauchen." „Elena, du hast noch immer nicht das geringste Verständnis dafür, daß Menschen, die einen Beruf haben, diesen Beruf auch ausfüllen müssen. Wenn er auf Madeira zu zeichnen hat, so ist das ein großer Gluckssall für ihn. Er wirb wohl nachher roieber eine ganze Weile von dem Verdienst öeilerftubleren wollen. Ach. lieber heiliger Sebastian, worum haß du den Männern so viel mehr Möglichkeiten «. gehen, dos Leben anzupacken unb s um die Ausbreitung des Interesses an dem schonen Pferdesport muß der schlechte Besuch der Veranstaltung bedauert werden Erfreulich ist nur, baß hierdurch der sportliche Erfolg nicht beeinträchtig! wurde. Die Reit- und Fahrwettbewerbe, die ohne Unfall verliefen, zeitigten folgende Ergebnisse: Geländeritt. 1. Preis Unter'e'dwebel Hafner, 4. (W ^fl.)- Komp 15. Inf.-RegtS., Gießen. 2. W. Älingfäpr, Gießen. 3 Linie: Wachtmeister Walther, Art.- Regl.b, Fulda: 4. Hauptmann Hofmann, Inf.- Rcgt. 15. Gießen 5. Unlerwachtmeister. Art.- Regt. 5. Fulda: 6 Unterwachtmeifter Salzmann, Art -Regt. 5. SulDa: 7. Oberwachtmeister Gold- bad), Art.-Regt. 5. Fulda: 8. Leutnant Köstlin, Art.-Rcgt. 5, 5u5ba. I. Wettbewerb ländlicher Reilervereine. l.Preis Ländl. Reit- und Fahrverein Wettertal: 2. Reiterverein Großen-Linden. II. Vielscttigkeil»prufung für Mitglieder ländlicher Reit- und Fahroereine. 1. Preis A. Walter, Petterweil: 2. L. Schmidt, Leiterverein Rabenau: 3. H. Gottmann jun., Gießen. III. Reltroetfbcroerb für Jugendliche unter 16 Jahren. 1. Preis Albert Walter, Petterweil, und Ingrid v. Iaschke. Gießen: 2. Anneliese Kurz. Gießen: 3. August Lamm, Gießen: 4. Herbert v. Iaschke, Gießen: 5. Baronesse 6. v. Schnurbein, Ortenberg; 6. Baronrisc A. v. Schnurbein. Ortenberg- 7. Hüde Schmoll, Dießen: 8. R uth v. Iaschke, Dießen. IV. Eignungsprüfung für Wagenpferde (Einspänner). 1. Preis Richard Schepp, Oberhörgern: 2. Heinrich Dottmann jun., Gießen: 3. Fritz Wau. Droßen-Buseck. V. Dressurprüfung Klasse A (nicht öffentlich). 1. Preis Reinhold Eifer, Muschenheirn: 2. Heinrich Hofmann. fBergcrmüßle; 3. L. Schmidt, Reiteroerein Rabenau: 4. Frl Ingrid o laschte. Gießen: 5. Karl Faber: 6. Oberschüge (Euleiy 4. (M.-G.-) ftomp. 15.Inf.-Regt.: 7. Heinrich Müller, Ober Hörgern: 8. Anneliese Äur.v VI. Eignungsprüfung für Wagenpferde (Kaltblüter). 1. Preis Martin Heußner (Gießener Brauhaus). VII. Dressurprüfung Klasse L (nicht öffentlich). 1. Preis Dr. Kranz, Gießen 2. Rudolf Zülch, Gießen: 3. Oberinspektor Oertel, Marburg: 4. H. Gottnw.nn jun., Gießen. VIII. Ermunterungs-Jagdspringen. a) Für Jugendliche: l.Preis Unteroffizier Funk. 4. (M.-G.) Komp. 15.1.-R-, Gießen: 2. H. Walter, Petterweil: 3. Heinrich Eifer, Muschenheirn, 4. Oberschütze Euler, 4. (M.-G.) Komp 15.1 R., Gießen. b) 5ür a Ile übrigen Reiter: 1. Preis Hauptmann Hofmann, Inf.-Regt. 15. Gießen: 2. Unterfeldwebel Hafner. 4. (W -G )-Komp. Inf.- Regt. 15. Gießen: 3. Leutnant Petermann. 3nt» Regt. 15, Gießen: 4. Stabsgefreiter Hofmann, AusbLdungs-Btl. Inf.-Regt. 15, Warburg: 5. Oberleutnant Schäfer, Inf.-Regt. 15. Dießen 6. Rudolf Zulch, Gießen: 7. Hauptmann v-Stockhausen, Inf.-Regt. 15, Gießen. IX. Eignungsprüfung für Wagenpferde, warm blüter (Zweispänner). 1. Preis Firma Rmn & Eloos, Heuchelheim, 2. 4. (M.-G.)-Komp. Inf.-Regt 15. Gießen: 3. H. (flothnann jun., Gießen: 4. Karl Reu- fchaefer, Breidenbach: 5. Fritz Dsau. Großen- Bufeck. X. Dressurprüfung Klosse L (öffentlich) 1. Preis Major a. D. Rette, Frankfurt a. M; 2. Leutnant Kaul, Art.-Regt 5. Fulda: 3. Hauptmann v. Kolm, Art.»Regt. 5. Fulda: 4. Leutnant Köstlin, Art -Regt. 5, Fulda. XI. Sl. Georg-Preis. Jagdspringen-Ausgleich klaffe L (öffentUd)). 1. Preis Leutnant Köstlin, Art.-Regt.5. Fulda: 2- Oberwachtmeister KieSling, Art.^Regt. 5, Fulda; 3. llnterwachtmeister Salzmann, Art.-Regt. 5 Fulda: 4 Hauptmann v. Kalm, Art.-Regt. 5, Fulda: 5. Leutnant Köstlin, Art-Regt. 5, Fulda, 6. Hauptmann Hofmann, Inf.-Regt. 15, (fließen; 7. Oberleutnant Schäfer, Inf.-Regt. 15. Dießen: 6. Wilhelm Klingfpor, Dießen: 9 Oberwachtmeister Goldbach, Art.-Regt. 5. Fulda XIl. Jagdspringen-Ausgleich klasse M (öffentlich). 1. Preis Hauptmann v Kalm, Art.-Regt. 5. Fulda: 2. M. Beheim-Schwarzbach, Frankfurt am Main: 3. Unterwachtmeister Walther, Art.- Regt. 5, Fulda: 4. Unterwachtmeister Heß. Art- Rcgt. 5, Siriba; 5. Leutnant Köstlin, Art.-Regt. 5, Fulda. XIII. Gruppenspringen. a) Für ländliche Reiter: 1. Preis Reinhold Giser, Muschenheirn: 2. Heinrich (flifer, Muschenheirn. b) Für alle übrigen Reiter: 1. Preis Oberleutnant Schäser, Inf.-Regt. 15. Gießen, und Leutnant Petermann, Inf.-Regt. 15, Dießen: 2. Dr W. Klingfpor, Gießen, und Wilhelm Klingfpor, Dießen: 3. Unterfeldwebel Hafner, 4. (M.-G.)-Komp. Inf.-Regt. 15, Gießen, und Unterfeldwebel Hillgärtner, 4. (M-G.)-Komp. 3nf./Rcgt. 15, Gießen. XIV. Gewandheitsprüfung. 1. Preis Gefreiter Kurt Dauer, 3. Komp. Ins.« Regt. 15, Gießen: 2. Anton Kowalzik, Gießen. Gauwetischwimmen O. T. -o- Der Gau Hessen hielt das 5. Wettschwimmen seiner Turnerschwimmer am Sonntag In Wetzlar ab. Unter der Leitung des Gauschwimmwartes Franz Sauer (Gießen) wurden die verschiedenen Wettkämpfe durchge- sührt. an denen sich über 100 Schwimmer und Schwimmer, men mit 185 Meldungen beteiligten. Gegen Abend leitete Gauoberturnwart Wilhelm Will (Gießen) mit anerkennenden Worten für die Uebungsfreudigkeit und die Leistungen der Schwimmabteilungen die Siegerverkündigung cm und dankte der Lanitätskolonne Wetzlar für ihren opferfreudigen Dereitschaftsdienst auf dem Platze. Der Gauschwimmwari schloß mit dem Hinweis auf die bevorstehende Lahnstafsel und verlas die Urkunde, die von den 6ta$fcl- schwimmern in einer Metallkapfel zum Deutschen Turnfest nach Köln durchgegeben wird. Rach- stehend geben wir einen Auszug aus der Siegerliste: Ougenbturner, 14 bis 16 Jahre, 50 Meter Brustschwimmen. 16 Teilnehmer. 5 Sieger: 1. Sieg Helmut Rold. Tv. Wetzlar, und Hans Dog:. Tv. 1846 Gießen. 42'/. Sek. 2. Hans Schüler. Tv. Bad-Rauheim, 42», * Sek. 3. Willi Vlanarz. Tgde. Friedberg, 43l/s Sek — Hauptspringen: 1. Sieg Otto Kern. Tv. 1846 Gießen. 291 » Punkte. 2. Ernst Michael, Tv. 1846 Gießen. 27 P. Iugendturner, 16 bis 18 Jahre. 50 Meter Brustschwimmen: 1. Siegst Ernst Keßler, Tv. 1846 Gießen. 384 , Sek. 2. Hugo Baumann. Wtv. Gießen. 39- •, Sek. 3. Arthur Interthal, Tv. Wetzlar. 40' t Sek — 50 Meter Beliebig-Schwlmmen: 1. Sieg Kurt Grieshaber, Tgde. Friedberg. 32 Sek. 2. Arthur Interthal, Tv. Wetzlar 321,5 Sek. — Hauptspringen: 1. Sieg Paul Schneider, Tv. Wetzlar. 29*'2 Punkte. 2. Karl Schwinn. Tv. 1846 Gießen, 272 , P. 3. Hermann Scheer, Tv. Wetzlar. 27 P 4. Karl Breithauer. Tgde. Friedberg, 26! 3 P. — Mehrkampf: 1. Sieg Hermann Scheer, Tv. Wetzlar. 65 Punkte. 2. Karl Schwinn, Tv. 1846 Gießen. 63'/. P. 3. Wilh. Reinhard, Tgde. Friedberg. 61 P. Iugendturner, 14 bis 18 Jahre (Vereine ohne Winterbad) 50 Meter Brustschwimmen: 1. Sieg Walter Volk, Tv. Bad- Rauheim, 391 Sek. 2. Ernst Schäfer. Tv. Bad- Rauheim, 431 ; Sek. 3. Karl Albefer. Tv. Bad- Rauheim, 45^/» Sek. Turner, Unterstufe, über 18 Jahre. 100 Meter Brustschwimmen: 1. Sieg Walter Heppert, Tv. Wetzlar. 1.31*/» Se£ 2. Ernst Hirsch, Mrv. Gießen, 1-38V» Sek 3. Dr. Dinter, Mtv. Gießen. 1.391 . Sek. — 100 Meter Rückenschwimmen: 1. Sieg Kurl Horetzfeck, Tv. 1846 Gießen, 134?/« Sek. 2. Ludw. Gerchardt. Tv 1846 Gießen. 1.39 Sek. — 100 Meter Hand über Hand-Schw.mmen 1. 6kg Friedrich Fölsch, Tv Wetzlar 1.19 Sek Hauptspringen: 1. Sieg Walter Kupka. Tgde. Friedberg, 26^/, Punkte 2- Willi Stoll. Tv Bad-Rauheim, und Wstli Arzdächer, Tv 184c Dreßen, 26'/, P 3 Will» Appel Tv 1846 Gießen. 25 P. Mehrkampf 1 Sieg Dr Dtnler, Mtv ®kßen. 51* Putckte 2. Ernst Rernhardt. Tv. Bad-Rauhe m. 49» P 3. Walter Kupka. labe. Friedberg 48» , P 4 Heinrich Schäker, fflbe. Friedberg. 44» P 5. Wstlt Arzdächer. Tv. 1846 Gießen 43' P. 6. Willi Appri. Tv 1846 Gteßen. 42 P 7. Ruboll Dender. Tv. 1846 Gteßen. und Heinrich Fammert. Mtv. Gießen. 41 P. — 4x5 0 Meter Brust- staffel: 1 Steg Tv Bab-Rauheim. 2dS»'. Sek. — 4x10 0 Meter Lagenstaffel: 1. Sieg Tgbe. Friedberg. 6.36 S.5 Turner-Mittelstufe. Hauptspringen: 1. flieg Fritz Werner. Tv. 1846 Gtesten. 49 D. - 2 Ludwig Malkomesius. Mtv. Diesten. 43 P. - Mehrkampk: 1. flieg Fritz Werner Tv. 1846 'fließen. 80 P 2 Kurt Gerih. Tv. Bab- Rauheim. 73* 3 P 3. Ludwig Malkomesius. Mtv. Gießen, 70 P — 4x50-Weter-Lagen- staffel. 1. Sieg Tv. 1846 Gießen. 2.39 Min. AlterSturner. 35 bis 45 Jahre. 50- Meter-Brustschwim'nen: 1. Steger Wll- helm Bangel. Tv. Wetzlar. 51* ^Sek. - Heber 45 Jahre. 50-Meter-Drust schwimmen: 1. Sieger Louis Bogt. Tv. 1846 (fließen. 43» 5 Sek Dereinsstassel. 10>30 Meter beliebig 1. Sieg Tv. 1846 (fließen. 626" s Min. Hessensta sfel. 10 Läufer 4 Schwimmer (2600 Meter». 1. flieg Tv. Wetzlar. 13,17' , Min 2. Gießener Turnerschast, 14.21 Win. Wasserballspiel e, Turner-Jugend Tv. 1846 (fließen gegen Tv. Wetzlar 3:2. Turner Tv. 1846 (fließen, Sieger (kampflos). Jugend-Turnerinnen. 14 bis 16 Jahre. 50-Meter-Bru st schwimmen: 1. Sieg Hedwig Schmidt. Tv. Wetzlar, 46'/» Sek. 2. Gretel Hübner, Tv. Wetzlar. 46Sek 3. Gretel Schreier. Tv. 1846 Gießen 49 flek. 4. Gertrud Schmid. Tv. 1846 (fließen. 50»/s Sek. Hauptspringen. 1. Sieg Emilie WaaS. Tgde. Friedberg. 272 3 P 2. Anna Hieronymus und Elli Lüdke. Tgde. Friedberg. 27 *,'s P. 3. Grna Kuhlmann, Tv. Wetzlar, 26-/, P Jugend-Turnerinnen, 16 bis 18 Jahre, 50 Meter Brustschwimmen: 1. Sieg Irmgard Schupp. Tv. 1846 «fließen. 46V«, Sek., 2. Elisabeth TrechSler. Tv. 1846 (fließen. 47 Sek.: 3. Erna Bramm, Mtv. (fließen. 482, Sek. — 50 Meter Beliebig-flchwim- men: 1. Sieg Emmi Münnich, Tv. 1846 (fließen 43 Sek. Hauptspringen: 1 Sieg Elisabeth TrechSler. Tv. 1846 (fließen, 30 P, 2. Detti Blum, Mw. (fließen, 28 P Mehrkampf: 1. flieg Betti Blum. Mtv (fließen. 63 P.: 2. Elisabeth Trechsler, Tv. 1846 (fließen, 62 P. — 4x50 Meter B r u st st a s s el: 1. Sieger Tv. 1846 (fließen, 3.24V» Min. Turnerinnen-Unterstuse. über 18 Jahre, 100 Meter Brufts chwimmen: 1. Sieg Elfriede Münnich, Tv. 1846 (fließen, 1.47 Min. — 100 Meter Rückenschwimmen: 1. Sieg Gllsabeth Scheer. Tv. Wetzlar, 1.20«/» Min.: 2. Elfriede Münnich, Tv. 1846 Gießen, 1.40*?, Min. — Hauptspringen: 1. Sieg Hanni Weeg, Tv. 1846 (fließen. 32 P.: 2. L. Wagner, Tv. Bab-Rauheim,. 27V, P. — Mehrkampf: 1. Hanni Weeg, Tv. 1846 (fließen. 68 P.: 2. L. Wagner, Tr. Bab-Rau- heim, 541'8 P — 4x50 Meter Brust- ftaffet: 1. Sieg Tv. 1846 (fließen, 3.13 Min. Jaustball im Turngau Hessen (O T.) — Die führenden Fauftballmannschaften des Turngaues Hessen hatten bei den Faustball- pvkalspielen des Tum- und flportverrins 1860 in Marburg nochmals Gelegenheit, in zum Teil sehr schönen Spielen ihr Können zu zeigen. Zu sehr spannenden Kämpfen kam es in der M e i sterk lasse. Ausgezeichnete Ginzelspiel- leistungen wurden in dem Spiel Tgm. Friedberg gegen Akad. Tv. Marburg (27:33) gezeigt. Auch das SntschcidungSspiel in der Meisterklasse. von Tgm. Friedberg und Tv. 1846 (fließen auSgetragen. sah beide Mannschalten in guter Form. Der (flaumeifter, Tgm. Friedberg, gewann das Spiel mit 21:32. Auch in der ^-Klasse konnte man formvollendete Spiele beobachten. Das schöne Schlußspiel der ^-Klasse lieferten sich 2d. 18 46 Gießen und Tv. Frankenau, in dem (fließen mit 35:37 Sieger blieb. In der Tumerlnnen- klasfe wurde T. u. Spv. Marburg kampflos Sieger. unter den Iugeirdmannschastei: wurde die deS Tv. Lölbe als beste Mannschaft sestgestellt. Ein Gießener Schwimmer auf der Olympiade in Amsterdam. Bei der derrtschen Meisterschaft im Turmspringen. die am Sonntag im Berliner Stadion auS- getragen wurde und 14 Teilnehmer am Start sah, konnte Julius Rehborn vom (Siebener Schwimmverein den 4. Platz belesen. Bei dem Aus^cheidungskpringen für die Olympiade in Amsterdam, an dem auch bte besten Vertreter der Deutschen Turnerschast teil* nahmen, wurde er Dritter hinter Plumanns. Sparta-Köln. und Aieb'chläger. Schwtmmveoein Zeih. Damit hat sich Reh dorn neben Plumanns und Riebschläger als Vertreter Deutschlands aus der Olympiade placiert Sr wird am 28. Juli nach Dellenkirchen iahten, wo sich die Olympiateilnehmer des Deutschen Schwimmverbandes auf eine (flin- ladung der Stadt Gellenlirchcn hin versammeln und von dort aus gemei^schafllich nach Amsterdam abrei'en. Der Gießener S. V. sieht es mit Freuden, daß er einen Mann stellen kann, der den Flamen der Stadt © eßen über die Grenzen Deutschlands hinaus trägt und als einziger die Stadt (fließen auf der größten und bedeutendsten Olympiade vertritt. Demerkenöwert ist übrigens die Tatsache, daß auch die beiden Schwestern RehbornS, die von einem Schwimm fest des früheren 0. V. wohl manchem noch in guter Erinnerung sind, Deutschlands Farbe« m Amsterdam vertreten, und zwar Anni Rehborn im ®emenrüden» schwimmen 100 Meter und in der Damenfrei- ftilftnffel 4X100 Meter. Hanni Rehborn im Turmspringen. Giehener Gchwimmverein — Kasseler S. D. von 1898 78:49. Der Gießener Schwimmverein weilte am Sonntag in Kassel, tooßin ihn der Kasseler S. V. von 98 anläßlich feinet 30jädrigen Bestehens zu einem Klubkampf ringe laben hatte Die Veranstaltung nahm in der herrliche« Badeanlaac bei ÄaPder S B. rinnt harmonischen Bertaut Rachdem im Jahre 1924 in Warburg der G S B. von den Kasselern geschlagen worden war, ergab sich 1925 in (fließen rin Unentschieden, während 1926 der G S B. in Kassel bte Oberhand behielt. 1927 wurde kein Klubkamps aus- getragen. so daß man in btefem Jahre übet das Starkeverhältni» tnen g tm Bilde war. Trotzdem war man am Sonntag überrascht, daß der D. fl. B einen ganz überlcxienen Sieg feiern konnte In allen Lagen, sowohl bei den Damen, wie bei den Herren, waren bte Gießener die besseren, eben'o bestand eine lieber legen ßeit Im Springen, bte jedoch auf den schlechten Brette« wenig in Erscheinung trat, dx außerdem viel größer gewesen wäre, wenn nicht Rehborn durch die Deutschen We sterschaften verhindert gewesen wäre. Ledigltch im Wasserballspiel konnten bte Kasseler einen wohlverdienten flieg erringen. Die Gießener boten hierin tatsächlich nicht viel, insbesondere versagte der Sturm vollkommen. Das Resultat 5:0 druckt das Stärkeverhaltnis richtig aus und entspricht durchaus dem Spielverlauf. Zu den nachstehend aus geführten Grgebnissen sei noch bemerkt, baß die (fl. S D er sich oft nicht awrzufchwimmen brauchten, was bei Bewertung der Zeiten zu berücksichtigen ist t Bahnlänge 50 3Heter. Balken wende ohne Abstoß. Startsprung). 1. Freisttlftaffel 6x50 Meter 1.Gießen (Bickel. Krämer. Schaum. Weiß. Herbert. Dr. Sck> 3 Min. 27L Sek: 2. Kassel 3 Win. 28,6 Sek 2. Herren-Brust staffel 3x100 Meter: 1. (fließen (Zimmer L. Dr. Sck. Rothmann) 4:34,4; 2. Kassel 4:45,6. 3. Damen-Bruststaffel 3x100 Meter: 1. (fließen (Drill, Jäger. Schüler) 5:21,8. 2. Kassel 5 29.5. 4. Freistilstaffel 3X100 Meter 1. (Herbert. Bickel, Schaum) 4:05,6: 2. Kassel 4:15,9. 5. Damen-Iugendbrustschwimmen 100 Meter: 1. Emmi Schüler ((fließen) 1: 44,8; 2. Elster (Kassel) 1:48,4; 3. Lenka Handrick ((fließen) 1:50,8. 6. Lagenstaffel 3X100 Meter: 1. (fließen (Rothmann. Schaum. Herbert) 4:17,2; 2. Kassel 4:36,4. 7. Springen, fünf Kürsprünge: 1 Ernst Müller ((fließen) 58,42 Punkte; 2. Liepmann (Kassel) 52,42 P.; 3. van Loon Beer (Kassel) 48,60 P.; 4. Dr. Sck ((fließen) 46,50 P Müller fand sich aus den schlechten weichen Brettern überraschend gut zurecht, während dies bei Dr. E ck gar nicht der Fall war, der infolgedessen viel schlechter al- sonst sprang Eine großartige Leistung war die Teilnahme van Loon BeerS. eines allen Herrn von 64 Jahren! 8. Große Brust staffel 8x50 Meter: 1. (fließen (Stütz, Müller, Thraum, Brüning, 3immer !., Kraft I., Rothmann. Dr Eck) 5:32,8. 2. Kassel 5:39,8. Beachtung verdient die vom G. S. D. ei^ieltc Durchschnittszeit von 41,6 6et, die aber noch unter 41 Sek gelegen hätte, wenn bte Schlußleute sich auSgeschwominen hätten. 9. Wafferballfpiel: Kassel -Gießen 5:0. Deutsche Leichtathletikmeisterschaften. Der letzte Tag der deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Düsseldorf brachte folgende Sr- gebnisse; Deutscher Fehnkampfmeister wurde Barth- Rürdingen mit 534 Punkten. Die 4xl00-Weter-Stafsel konnte erwartungs- gemäß die Frankfurter Eintracht in der Besetzung (flcerling, Eldracher. Metzger, Salz in 41L vor dem S. 6. Charlottenburg in 42 und dem Berliner S. 6. in 42,1 gewinnen. 3n der 4<400-Meter Stassel siegte Teuto- nia-Derlin in der neuen deutschen Rekordzeit von 3:16,1; Zweiter wurde der Berliner S. T. in 3:21,5 (ebenfalls unter dem alten Rekord). Dritter Köln 99 in 3:25,9. Teutonia-Berlin gewann auch die 4x1500 Meter In 16:42 vor Preußen-Stettin in 16:58 und Hamburger S D. in 16:69. Handball im Turngau Lahn Oünsberg. Io. Großen-Vufeck 1 — Io. Londorf I 17:3 (10:3). Die Mannschaften trafen sich am Sonntag zu einem Derbandspiel in Lollar. Ls war das letzte Spiel der Derbandsrunde und es galt, den (flaumeifter sestzustellen. Dor dem Spiel stand ziemlich fest, daß sich Großen-Buseck seinen Titel alS vorjähriger Gaumeister nicht nehmen lassen würde. Das Spiel zeigte Klassenunterschied. Während bei Londorf nur ein Mann In Sturm Tore werfen konnte, waren es bei Droßen-Buseck alle 5 Stürmer, die Londorfs Heiligtum verletzten. Damit ist Großen-Buseck im zweiten Jahre (flaumeifter. Schiedsrichter Winter sehr gut. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Raunheim I — wiescck I 2:0. Wieseck hatte am Sonntag den Weg nach Raunheim unternommen, um sein letzte- Spiel der Borrunde gegen die dortige 1. Mannschaft auszutragen Das Spiel wurde durch die große Hitze beeinträchtigt Tlad) Anstoß entwickelte sich ein flotteS, scharfes Spiel Wiefeck war zeitweise stark überlegen, doch vermasselte bet Sturm die besten Sachen. Raunheim gelang es. durch einen schnellen Durchbruch in Führung zu gehen. Gin für Raunheim gegebener Blfmeter brachte diesem kurz vor Halbzeit das zweite Tor. Rach Halbzeit fiel das Spiel infolge der Hitze mehr und mehr ab. Der Schlußpfiff zeigte Raunhetm mit obigem Resultat alS glücklicher Sieger. Großcn-Linden I — Raunheim II 1:1. Großen-Linden hatte Raunheim- zwette Mannschaft zu Gast und fand einen gleichwertigen Gegner. Wohl waren die Platzbesther zeitweise überlegen, sie konnten jedoch keime zählbaren Erfolge buchen. Daubringen I — Lollar I 2:3. Lollars erste Mannschaft war zu einem Freundschaftsspiel nach Saubringen gegangen. Saubringen, das in der »weiten Bezirtsllasse spielt, gab auf eigenem Platz bisher immer einen nicht zu unterschätzenden Gegner ab. So auch am Sonntag Lollar, das mit Ersatz spielen mußte, hatte Mühe und Rot, die Angriffe der Platzbesitzer abzuwehren. Mit knapper Mühe gelang es ihnen, trotzdem mit obigem Resultat das Feld als Sieger zu verlassen. wiefeck H - Vrilflrin I 5:0. Dreiecks zweite Mannschaft hatte Beil stein I zu Gast. Hatte man beftimmt mit einem Siege btt ■ I# 6 i 5 3 2 Preis Pokale im statt: Blitz- und dem Schachmeister i »< 3. e e »l >\ Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse st r l 1 80,5 28 25.9 = « tt 10.9 10.4 e «H t 164 l« 140 # 153.75 141.5 ,43.75 160.5 150.6 Seehwtee. 139 i 1888.361 tt Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent Die dinier Den Papieren ongclührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt 10 6 10 W 11 u 10 ■o :o 181 163.6 188 163.5 163.25 Ito 154 136 228 118.5 Ui 10.6 2U0 198 136.75 10 . 0 . 6 . 6 . 0 . 6 U . 0 . 4 . 8 . 8 10 . 8 . 8 10 . 8 . 8 22» 7» 120 245 <3.65 71.5 475 181 *3 168 158.5 183 = o: A ’ wichtige Lösungen. Zu den Problemen Nr. 165 und 166: ö. Röhrich. Diesten. dein. (Wanderpreis. verteidigt Schachverein). 2., 3. und 4. Werte von 50, 40 und 30 Wk. Es finden austerdem noch Tombola-Turniere. Jespersen. 2. Dhl-e4 usw. 2. Sh3-f2+ usw. 2. Dhl -e4 usw. - r 111 11.61 10.75 2lle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 170. Don 3. 3. Metdelst. Schwarz. 275.5 180 165.5 ‘ 1*3 203 II 5re’ 7HF 168,86 12, n 112,17 59.38 2,58 111,25 81.16 68.89 12,46 73.17 Schach-Ecke. Gearbeitet von W Orbach. Letzte Nachrichten. Maffenvergiflungen in einer amerikanischen Fabrikstadi. Somerville (Massachusetts). 17. Iuli. (WTB. Funkspruch.) In mehreren gcostaren Fabriken der Stadt und der Umgegend entstand gestern eine ernste Panik, als im Laufe deS Nachmittags plötzlich die Arbeiter und Arbeiterinnen massenweise zusammenbrachen und in Ohnmacht fielen. In den hiesigen Farbwerten, wo allein 150 Arbeiter schwer erkrankten, war die Erkrankung so grost. dast der Betrieb geschlossen werden muhte, da die gesund gebliebenen Arbeiter mit dem Fortschaffen der Erkrankten nach dem Krankenhause beschäftigt waren. Die Ursache der Erkrankungen ist wahrscheinlich auf eine Massenvergiftung zurückzuführen. da die Arbeiterschaft sämtlicher betroffenen Fabriken von dem gleicf^n Bostoner Grohunternchmen mit der MittagSmahlzeit versorgt worden waren. 140 60.25 1V7 Ludw.Loewe . . . Wat. Automobil . . C renfteht 4 »oppd V ton bad) litt . . 'rtanff. öafdjtntl . «rchner..... ('cDliflenflatbl . . ............. ttediroette. . . • « yiaintrafrawill • < ............. •Rttarinlmer . . . Peter« Unltra . . < ffietr. Roeder . . . ttctgl 4 Hoeft n-, , €5% btt»l. »en 1913..... 4"o Un^atetche Äronenrte..... 4% rau «oUanlctbf 0.1911 . . 4% lürflltb# e«obäbbabn.«nl,, Sette I......... . 4% bHfll. Sette II....... 4lX. Sumdwen t»n»fTt. tüte. . . . 4K% »hitnOieo »olbanL von 1913 Wirtschaft. Die deutschen Zollerträge 1926/27. Aach den Berechnungen des Statistischen Reichsamts ergibt sich für das Kalenderjahr 1927 ein Zollauftornmen in Höhe von 1224,1 Will. Mk., daS gegenüber 1926 mit 840.4 Mill. Mark einen Meyrertrag von 383,7 Mill. Mk. bedeutet. Diese Ertragsberechnung schließt die durch Anrechnung von Einsuhrscheinen beglichenen Zölle ein, deren Betrag sich auf 21L Will. Mk. beziffert und erheblich hinter dem entsprechenden Betrage für 1926 mit 36,8 Mill. Mark zuiückbleibt. Der Grund für den Rückgang ist in der stark gesunkenen Getreideausfuhr zu erblicken: hinzu kommt, dast die Erteilung von Einfuhr!cheinen für Getreide im Iahre 1927 für fast ein ganzes Vierteljahr ausgesetzt worden war. Ein Ueberblid über die Verteilung der Zollerträge auf die einzelnen Warengruppen zeigt, dast alle Warengruppen im Iahre 1927 gegenüber dem Vorjahre einen erhöhten Zollertrag aufweisen. Als Warengruppen mit dem höchsten Zollertrag s.ehen weitaus an der Spitze die Erzeugnisse der Land - und Forstwirtschaft usw., Rahrungs- und Genustmittel, die im Iahre 1927 fast 74 Prozent, im Iahre 1926 sogar 75 Prozent des Gesamtzollertrages auf sich vereinigten. Beachtenswert ist, dast Leder und Lederwaren einen stark vermehrten Zollertrag lieferten. Der erhöhte Zoll- crtrag des Iohres 1927 ist vornehmlich die Folge der gestiegenen Ginfuhrmenge der Waren und der Ausweitung des Austen- Handelsvolumens. Für dieses Iahr must man jedoch unter Berücksichtigung des bereits erheblich zurückgegangenen Auhenhandelsvolu- mens mit einem verringerten Erträgnis der Zoll- einnahmen rechnen, so dast tatsächlich innerhalb dcS Haushalts das Zollauftornmen einen der Ge- sahrenvunkte für die zukünftige Gestaltung der Einnahmen und Ausgaben bildet. Gäste gerechnet, so wurde man sehr enttäuscht. Zwar war die Mannschaft körperlich den Einheimischen weit überlegen, sie muhte sich aber im Spiele den technisch besser spielenden Wieseckern mit 5:0 als geschlagen bekennen. Kurz vor Schluh sah sich der Schiedsrichter gezwungen, das Spiel abzupseifen. da die Gäste durch unfaires Betragen ein glückliches Ende des Spieles nicht zuliehen. Internationale Schachsestwvch« zu Wiesbaden. Der Wiesbadener Schachveretn veranstaltet in Verbindung mit der Wiesbadener Kurdirektion in der Zeit vom 14. bis 19. August 1928 eine internationale Schachfestwvche Für sämtliche Turniere sind dank des Entgegenkommens der Wiesbadener Kurverwaltung hohe Geld- und Ehrenpreise gestiftet worden. Es finden statt: 1. Wettkampf um den Silbernen Pokal der städtischen Kurverwaltung. 1. Preis Silber-Pokal im Werte von 200 Mk. und 250 Mk. bar. 2.Preis 200 Mk.: 3. Pr. 150 Mk.. 4 Pr. 100 Mk.. 5. Pr. 75 Ml.: 6. Pr. 50 Wk. und je ein kleiner Pokal. II. Reben-Turnier. 1. Preis 100 Mk. bar und Silber-Pokal im Werte von 50 Mk. Weitere Geld- und wertvolle Preise nach * D i e Weltkohlenbilanz 1 9 2 7. Dast sich auf dem Gebiete der Kohlenproduktion und Absatz in einem Mistverhältnis befinden, zuungunsten der Produktion, und daß dieses Mist- verhältnis eine der wesentlichsten Tlrsachen für die gegenwärtige Depreffion der Kohlenmärkte und damit des Bergbaues (Steinkohle) ist. beweist die auch in diesem Iahre herausgegebene Statistik des Reichskohlenverbandes. die wiederum eine Reihe von Zahlen über die Kohlenförderung der an der Weltproduktion beteiligten Länder enthält. Das Iahr 1927 hat eine Rekordförderung der Welt mit 1467 Millionen Metr. Tonnen (Stein- und Braunkohlenmengen zusammengerechnet) gebracht, was eine Steigerung gegenüber 1926 von 8,1 Prozent und gegenüber 1913 von 9,4 Prozent bedeutet. Interessant ist daS Vordringen der Braunkohle, die ihren hohen Anteilsah von 13 Prozent gegenüber der Steinkohle behaupten tonnte. Der gesamte Weltverbrauch an Kohlen, umgerechnet auf Steinkohlenwerte. stellte sich tm Iahre 1927 auf 1309,1, gegenüber 1202,0 in 1926 und 1257,4 in 1913. Ddr Weltverbrauch blieb jedoch mit rund 100 Millionen Tonnen gegenüber der Weltförderung in Höhe von 1403,8 Metr. Tonnen zurück, wenn man auch die Braunkohlenförderung nach Stein- kohlen werten mit der entsprechenden Minderbewertung einsetzt. * Erhöhung des Diskontsatzes der Oesterreichischen Rativnalbank. Der Generalrat der Oesterreichtschen Rationalbank hat gestern beschlossen, den Diskont- und Lornbardsah mit Wirkung vorn 17. Iuli auf 6l/3 Prozent und dementsprechend auch die Sähe im Darlehensgeschäft um Vi Prozent zu erhöhen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 17. Juli. Tendenz: etwas schwächer. Rachdem an der gestrigen Abendbörse die Tendenz eine Besserung erfahren hatte, eröffnete die Mutige Börse in etwas schwächerer Haltung, da die nachgebende Tendenz an der gestrigen Reutzorker Börse ungünstig wir! le. Bor allem jedoch stand der Markt wieder unter dem Druck der fast vollkommenen Geschäftslosigkeit und des weiterhin Herr- Roggen neuer Ernte wird vermehrt angeboten. Aus einzelnen Gegenden berichtet man, daß der Roggen- schnitt bevorstehe. Das Mehlgeschäft ist sehr still. Abschlüsse für Herbst kommen kaum zustande. Hafer ist nominell unverändert, jedoch lustlos. Gerste ruhig. Am Lieferungsmarkt lag Weizen schwächer, Roggen war in den Herbstsichten gehalten. Indes war Juli- roggen scharf rückgängig. Heute wurde erstmals die Dezembersicht notiert, die sich für Weizen um 2,2 und für Roggen um 2,5 Mark höher als die Oktobernotierung stellte. Sodann wird bekannt, daß die polnische Regierung Weizen, der spätestens am 13. Juli auf dem Wege nach Polen gebracht worden ist, dem neuen Einfuhrverbot noch nicht unterliegt. Es wurden notiert (1000 kg): Weizen, märkischer, 248 bis 250 Mark, Juli 258 bis 258,50 (Geld), September 259, Oktober 261 bis 261,50; Roggen, märkischer, 261 bis 264, Juli 266,50 bis 267, September 245,50, Oktober 248 bis 247,50: Sommergerste 240 bis 260; Wintergerste (neu) 212 bis 220; Hafer, märkischer, 241 bis 252, Juli 256,50; Mais (zollbegünstigter Futtermais) 253; (100 kg): Weizenmehl 30,75 bi» 34; Mggenmehl 35,40 bis 37,25; Weizenkleie 15,15 163.76 136.5 143 183,5 in 163.5 165 13S.5 970 Weiß. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 8 Steine. Kg2; Da7; Tel; Le4; e7; Bb2, b3, c5. Schwarz: 7 Steine. Kd4; Le3; Sa8; Ba2, b5, d5, e5. Endspiel Nr. 59. Don Troihki. Schwarz. schenden Ordermangels Daneben verstimmte die Tatsache, dah der G e t d m a r k t noch immer sehr angespannt blieb, trotzdem der Medio bereits überwunden ist und der gestrige 3l' tag keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Das Angebot war nicht groh. doch traten bei der sich oemerfbar machenden Aufnahmeunlust auf den meisten Marktgebieten etwa 1 bis 1L prozenrige Kursrückgänge ein. Die Werte, die gestern etwas stärker erhöht waren, erlitten grohe Einbußen. So eröffneten Zellstoff Waldhof 6.25 Prozent niedriger. Von den Elektrowerten gaben Ehade 14 Wk.. Siemens 3'/t Proz. und Gesfürel 4 Proz. nach. Am Kalimarkte lagen Aschaffenburger minus 5*/i Proz. ©bemie- markt eröffneten Farben ll 2 Proz. niebrtget. Von den Aatoattien verloren Adler l Proz^. Daimler l'/r Proz. Montanwerte lagen still und meist wenig verändert; nur Rheinische Braunkohlen waren '/, Proz. abgeschwächt^ Banken gaben etwa 1 bis l'/r Proz nach. Metallbank war leicht erholt. Schifsahrtswerte tonnten sich gut behaupten. Deutsche Anleihen lagen still. Von ausländischen Renten waren Rumänen etwas gefragt und fester. Goldrumänen 21. Im Verlaufe blieb die Haltung geschäftslos. Die Kursverände- rungen waren meist nur gering. Für Phönix machte sich etwas Interefse bemerkbar. Am Geldmarkt blieb die Rachfrage nach täglichem Geld unverändert 8 Proz. Am Devisenmarkt nannte man wenig veränderte Kurse. Mark gegen Dollar 4.1942 Pfunde 20,385. London gegen Kabel 4.807'/,, Paris 124,25, Mailand 92,82'/,. Madrid 29,54, Holland 12,O8'/4. Berliner Börse. Berlin, 17. Iuli. Das Ausschlaggebende, auch für die heutige Börse, war die immer noch vorherrschende fast vollkommene Geschäftslosigkeit. Hatte sich gestern nachmittag eine freundlichere Stimmung durchgeseht, so war diese nach dem schwachen Verlauf in Reuyork natürlich wieder verschwunden. Die Tendenz wird sicherlich auch in nächster Zeit stark vom Geldmarkt abhängig fein, der aber bisher noch sehr unklar liegt. Selbst aus Reu- hork lauten die Nachrichten verschieden. Während gestern drüben noch mit der Möglichkeit einer weiteren Heraufsetzung der Diskontrate gerechnet wurde, obwohl Tagesgeld reichlich vorhanden war, lagen heute Informationen vor, dah man in nächster Zeit eher mit einer Herabsetzung des Diskontes rechnen forme. Auch aus der Diskonterhöhung in Oesterreich von 6 auf 6,5 Prozent schloß man, daß die internationalen Geldverhältnisse angespannt bleiben werden. Bei minimalem Geschäft und sehr kleinem Ordereingang überwog heute zu den ersten Kursen die Abgabenneigung. Wie man schon vorbörslich taxiert hatte, betrugen die Verluste 1—3 Proz. im Durchschnitt, doch fand die herauskommende Ware ziemlich Dlankoaufnahme, und die Stimmung war vorübergehend nicht unfreundlich. Trotz pünktlichen Kaliabsahes tagen die Kaliwerte bis 10 Prozent gedrückt. Chade-Aktien verloren 13 Wk., Polyphon 10 Proz., Kunstseide 7 Proz. usw. Anleihen befestigter. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefmarkt ohne Umsatz. Der Geldmarkt war nach Lieberwindung des Zahltages etwas leichter. Tagesgeld 6.75 bis 8 Proz. Monatsgeld 7.75 bis 8.75 Proz. Warenwechsel etwa 7 Proz. Im Verlaufe weiter gefchästslos, uneinheitlich und überwiegend schwächer. Rur Karstadt lagen ziemlich fest und etwa 6 Proz. höher. Hier scheint im Zusammenhang mit der Amerikaanleihe daS Interesse des Auslandes wieder aufzuleben. Frankfurter Getre.vebörse. Frankfurt a. M., 17. Iuli. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Umsätze kamen kaum zustande. Weizen war genügend angeboten, ebenfalls Roggen. Die Preise hierfür bis 0,25 Mark nachgebend. Die übrigen Getreidearten blieben jedoch gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 25,75 Mk.: Roggen 27,50; Hafer (inl.) 27,75 bis 28,25; Mais (gelb, für Futterzwecke) 24,75 bis 25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 36 bis 36,25; Roggenmehl 37.25 bis 38; Weizenkleie 13,75 bis 15: Roggenkleie 15,75. — Tendenz: ruhig. Berliner Provuktenbörse. Berlin, 16. Juli. Zu Beginn der neuen Woche zeigte sich am Produktenmarkt dieselbe luftlose Stimmung wie am Samstag. Vom Auslande lagen An- regungen nicht vor, das günstige Erntewetter veranlaßte die Käufer zur Zurückhaltung. Ausland- Offerten für Brotgetreide waren unverändert, Jn- landweizen beaegnete trotz willigerer Forderungen keinem Interesse. Roggen alter Ernte wird weiter reichlich und zu nachgebenden Preisen angeboten. In neuem Getreide ist die Stimmung abwartend. 8 8 2 2 h Berlin. Li finit___________ Hranzön'che wOtcn..... Seid --ti.M— poflänbddic Noten...... 168,18 Sltalitnifthe Noten...... 22.05 VJonwatfdje Roten..... Demfch-Oesterr, i 100 ätojud 111,73 59,12 Rumänische Roten...... 2,54 Schwedische Roten...... 111,78 Schweivr Roten....... 80.84 Spanisch« Roten....... Tschechoslowakische Roten . . 68.61 12,40 Ungarische Roten . . ... 72,87 Frankfurt a. M Berlin Schluß l.Uhr. fluie i fiure Schlich- fturs Äniang ftun Datum: 16.7. 17.7. 16. 7. 17. 7l Holz in.........7 Heidelberger nemtid ■ • • • 10 llemrnt Karlstadt......® Öao6 4 Freitag......10 -chulidete Vatzenhoser . . . 1» £ (trotzte.........1J Ker. csianzstoss......J8 ............... • ** ,-iellstoss waUchos.....12 Zellstoff «schasfenbura ... 18 v bjrlotttnbuifln Waller . . • < I diauet Gal........® tat ml er Motor«......0 Tfmafl...... • • • 0 Adlern,erte »lever......6 142 171 !97.6 224.75 103.76 m 1 1 15 • 1 l 13% • •3 12 i_ 1 _ 142 342.25 304 608 518 291 323 126.5 193 23 101.25 64.5 Hl 844.9 304 60.1 503 291.5 222 128 65 192.5 102 111 yteilfnrt a. M Berlin l-Uhr- Schluß tinlang ftur» | Äure Nur» nur» Datum 16.7. | 17.7. 16 7. 6% Dt. Reiche t»r v. 1997 . . tl eni-erou» .uuie rnii ein». 87.25 — 87.5 - io|..Aechi> n ....... 61.2 51.5 - De4al. ohne Slu»los.-Rechte . . . 7% yranls. 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