Nr. 66 Erstes Blatt 178. Jahrgang Samstag, 17. Mörz 1928 Erschein! lüglich.antz«! Sonntags nnb Friertags Beilagen. (Bteßener FamiUendlittter Heimat im Bild Die Scholle MsnatS'vezngrprel»: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzetnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechamt! chlüsse: 61, 54 und 112 Snfchrist für Drahtnach« richten Hnjeiger •lefjtB. povschecltonto. gtanffurtam Main 11686. GietzeimAnMger General-Anzeiger für Oberhefsen Vrvck nnd Verlag: vrLhl'sche UnwerfitLlr-vach. und Steinönidcret 8. Lange in Gietzen. Schriftlettung und Sefchäftsftelle: §chnlftraße 7. Lnoahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Restlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorfchrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyriol, für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein: für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen Die Wolke im Osten. Auch diese Woche hat ihre außenpolitische 6enfa- Hon gehabt, und zwar eine recht überraschende. Die russische Regierung hat es für zweckmäßig befunden, sechs reichsdsutlche Ingenieure, die im Auftrage großer deutscher Werke im Donez Becken, dem elften Industriegebiet Sudrußlands, mit der Montage von gelieferten deutschen Maschiney beschäftigt waren, zu verhaften und sie unter An- klage zu stellen, im Industriegebiet revolutionäre Umtriebe und Sabotageakte gegen die bolschewistische Herrschaft gefördert zu haben. Auch Russen will man den Prozeß machen, wegen gleicher De- litte, die der Vernichtung der bolschewistischen Industrie gelten sollten. Weder die politischen Machthaber in Moskau, noch die mit dem Fall betrauten Gerichtsbehörden von Rostow haben es bislang für nötig gehalten, über die Tatsache der Verhaftung hinaus irgendeine Erklärung oder gar irgend- welches Beweismaterial für die unerhörten An- schuldigungen zu verlautbaren, die man gegen Angehörige eines fremden und — wie man bislang wenigstens anzunehmen geneigt war —, befreundeten Staates, erhoben hat. Die deutschen Werke er- klären, daß die verhafteten Ingenieure zu ihren tüchtigsten und zuverlässigsten Angestellten gehörten, denen man irgendwelche Illoyalität gegenüber ihren Auftraggebern ober gar eine Einmischung in die innerpolitischen Verhältnisse eines fremden Landes nicht zutrauen könne. Sie haben über die Tatfache der Verhaftung hinaus nicht mehr erfahren, als die Allgemeinheit und das ist wenig genug. Lediglich der Vorsitzende des Rats der Volkskommissare, R y k o w ist vor dem Moskauer Sowjet mit wenigen Sätzen auf die Affäre zu sprechen gekommen. Sie waren so nichtssagend, wie das amtliche Kommunique. Es scheint auch, daß der deutsche SBotfdufter in Moskau, Graf Brockdorff-Rantzau, der sich in den vielen Jahren feiner Tätigkeit um die Vertiefung des sehr schwierigen und vielfach belüfteten Verhältnisses zwischen Deutschland und der Sowjetunion außerordentliche Verdienste erworben hat, keinerlei befriedigende Auskunft erhalten hat. Auch Stresemann hat in Berlin die erste Gelegenheit nach feiner Rückkehr aus Genf benutzt, um mit dem Botschafter K r e st i n s k i zu sprechen. Auch von dieser Seite war offenbar keine genügende Aufklärung zu bekommen. Denn das Reichs- tabinett hat nach der Unterredung des Außenministers beschlossen, in den deutsch ° russischen Wirtschaftsoerhandlungen, die im Au- genblick in Berlin stattfanden, eine Pause eintreten ru lassen, weil die, durch die Verhaftung der deutschen Ingenieure von feiten Rußlands gefchaffene Atmosphäre auf die Wirtschaftsbefprechungen unmöglich günstig einwirken könne. Es scheint nach Lage der Dinge keinem Zweifel zu unte •• egen, ß die Sowjetregierung nicht den kleinen Finger rühren wird, um in das Anklageoerfahren gegen die deutschen Staatsangehörigen einzugreifen. Der Prozeß wird vermutlich seinen Lauf nehmen, und wir werden froh sein müssen, wenn es dem deutschen Botschafter und dem zuständigen Generalkonsul in Charkow gelingt, für das leibliche Wohl der Gefangenen und für die Vertretung ihrer Interessen vor Gericht ausreichend Sorge zu tragen. Es ist für den Außenstehenden außerordentlich schwer, sich über die Motive klar zu werden, die für die Sowjetregierung maßgebend waren, wenn sie gerade in diesem Augenblick einen so schwerwiegenden Schritt gegen das Deutsche Reich unternahm. Eben ist in Genf der Ausschuß des Völkerbundes zur Vorbereitung der Abrüstungskonferenz zusammengetreten. Auch die Vereinigten Staaten, Sowjetrußland und die Türkei nehmen an den Beratungen teil. Rußland Hot schon auf der letzten Tagung einen radikalen Abrüstungsplan vorgelegt, der, auf ein diskutierbares Maß reduziert, sehr wohl die Grundlage für eine ernsthafte Debatte abgeben könnte. Die Sowjetdelegierten wissen aus der Vorgeschichte des Abrüstungsproblems ganz genau, daß bei jeder Erörterung dieser Art sie neben den kleinen, kaum ins Gewicht fallenden Staaten immer nur ausschließlich Deutschland auf ihrer Seite haben werden, wenn sie wirklich Durchgreifendes erreichen wollen. Seit Jahren schwebt über dem bolschewistischen Rußland das Damoklesschwert der britischen Einkreisung. Wenn es England bislang noch nicht gelungen ist, den Ring um Rußland an allen Seiten zu schließen, so liegt das doch ganz wesentlich daran, daß sich Deutschland entschieden geweigert hat, zwischen Ost und West zu optieren. Es hat stets daraus gesehen, daß die Waage mit den beiden Schalen Locarno und Berliner Vertrag ausbalancierte. Und trotz aller Lockungen auf der einen Seite und aller Widrigkeiten des Verhältnisses zur anderen, wird ein gerecht Denkender dock) sagen müssen, daß dieser Ausgleich der deutschen Politik im großen und ganzen gelungen ist. Sehr «zum Nutzen Rußlands, dem man nach den furchtbaren Jahren der bolschewistischen Revolution in der ganzen Welt mit äußerstem Mißtrauen und berechtigter Zurückhaltung begegnete. Die deutsch-russische Annäherung hat eigentlich erst eine Bresche in diese Mauer des Argwohns und der Ablehnung geschlagen. Wenn es'im Leben der Völker so etwas wie Dankbarkeit gäbe, würde man sich denken können, daß Moskau sich Deutschland gegenüber hierzu in gewissem Sinne verpflichtet fühlen wurde. Aber ganz abgesehen von irgendwelchen Gesuhlen. Auf he ist — unbeschadet der Bedeutung, die den In- ponberabilien in der Politik heute so gut, wie zu Bismarcks Zeiten, zukommt — niemals mit Sicherheit zu rechnen und doch wird man die offensichtliche Brüskierung, die die Verhaftung der deutschen Reichsangehörigen durch die Moskauer Regierung für Deutschland bedeutet, außenpolitisch gesehen, völlig unbegreiflich finden. Oie Herabsetzung des Gefriersleischkoniingenis. Ein Beschluß des Handelspolitischen Ausschusses. (1393.) Berlin, 16. Mär,. Der handelspolitische Ausschuß des Reichstages beschäftigte sich heute mit der Herabsetzung des Ge- friersleischkontingents auf 50 000 Tonnen. Abg Dr. Dessauer (Zenlr.) wandte sich zunächst gegen den Vorwurf, das Zentrum gefährde das Rotprogramm. Das Rotprogramm spreche lediglich von einem a 1l- mählichen Abbau des Gesriersleischkontingenls. nicht aber von Fohlen. Der Redner brachte dann den Beschluß der Zentrumsfraktion zur Kenntnis, der Herabsetzung des Gefriersleischkontingents aus 50 000 Tonnen unter der Bedingung j u j u ff i m - men. daß bei der Verteilung auch die Gegend von Mannheim berücksichtigt wird. Ferner besteht das Zentrum daraus, daß bei (Eintritt eines Rölst a n d e s in der Fleischversorgung von der Ermächtigung Gebrauch gemacht wird, das Kontingent zu erhöhen. Reichsernährungsministcr Schiele erklärte, daß bei Verteilung des herabgesetzten Gefrierslcischkon- tingents in erster Linie d i e nachgewiesenen großen Verbrauchszentren berücksichtigt werden sollen. Dazu gehöre auch das s ü d - we st deutsche Industriegebiet. Der Artikel 12 des Gesetzes räume ja ausdrücklich der Regierung das Recht ein, mit Zustimmung des Reichsrates und eines Ausschusses des Reichstages die zollfreie Einfuhr von Gefrierfleisch dem Stande der Fleischversorgung anzugleichen, hierin liege auch die Möglichkeit einer entsprechenden Regelung für Notzeiten In der Fleischversorgung. Die Schaffung eines Beirates von Sachverständigen, insbesondere von Mitgliedern des Reichsrats und des Reichstages für die Verteilung der landwirtschaftlichen Fonds aus dem Rotprogramm habe er selbst vorgeschlagen. Die Festlegung von Einzelheiten mühte der Vereinbarung zwischen den Parteien überlassen bleiben. Rach eingehender Aussprache wurde die Regierungsvorlage unter Stimmenthalt der Demokraten, die durch den Abg. Frhrn. von Richthosen erklären liehen, dah sie zu dem Gesetz noch nicht Stellung nehmen könnten, angenommen. Auf Antrag der Regierungsparteien tritt die Reuregelung des Gesriersleischkontingents a m 1 M a 1 d. I. in Kraft. Ebenfalls auf Antrag der Regierungsparteien wurde in dem Entwurf die Ermächtigung für die Reichsregierung eingefügt, für die im Sachlieferungsoerfahren zugebilligten Kontingente von Schweinen die Erteilung von Einfuhrscheinen zu bewilligen. (Ein Antrag der Sozialdemokraten, die für Schweine- und Schweinefleischausfuhr bewilligte Einfuhr auch auf Futtermittel, hauptsächlich Gerste und Futtermais auszustellen, wurde dagegen abgelehnt. Unter Stimmenthaltung der Deutschnationalen wurde zu dem Gesetz auch die vom Abg. Dr. Dessauer beantragte Entschliehung angenommen, die die Eigene Drahlmeldung des „Gießener Anzeigers" Berlin, 16. März. Die 'Bereinigten Staaten von Nordamerika haben durch ihren Staatssekretär Kellogg den Rationen der alten Welt sehr deutlich au verstehen gegeben, daß man in Washington bereit sei, sich an Verhandlungen über den Abschluß eines allgemeinen Friedenspaktes zu beteiligen, der jede kriegerische Auseinandersetzung in Zulun t ausschalten soll. Dieses Friedensangebot kommt insofern überraschend, da es den Anschein hatte, als habe sich die französisch-amerikanische Auseinandersetzung über einen Fr edenspakt zwischen Washington und Paris hoffnungslos t o t gelaufen. Richtig ist es allerdings, daß von dem Briandschen Angebot heute kein Mensch mehr spricht, nachdem Amerika es rundweg abgelehnt hatte, sich auf die Gedankengänge des französischen Außenministers einzulassen. Aus der Briandschen Anregung ist aber in den Vereinigten Staaten eine bedeutende Bewegung zugunsten eines Universal r edenspak'es he vorgewachsen. der sich die Washingtoner Regierung auf die Dauer nicht verschließen konnte. Infolgedessen hat sich Kellogg veranlaßt gesehen, im Rahmen eineS Vortrages an Europa das oben skizzierte Angebot zu richten. Die Pariser Presse ist durch die Rede Kelloggs einigermaßen überrascht worden sie hat sich auch bisher nur zu einigen kurzen Kommentaren aufzuraffen vermocht, aus denen aber soviel hervorgeht, daß man in Frankreich von einem allgemeinen Friedenspakt nach amerikanischem Muster durchaus nichts wissen will. Es wird an die Pariser Regierung die Aussorde- Einsetzung eines Beirates beim Reichs- ernährungsminislerium für die Verteilung der im Rotprogramm für die Landwirtschaft vorgesehenen Betriebe sordert. Ebenso wurde eine Entschließung des Zentrums angenommen, wonach zwei Willi o n c n von den 30 Millionen, die für die Regelung des Vieh- und Fleischmarktes bestimmt sind, von vornherein zugun st en der Organisationen der Erzeuger. Verbraucher und Fleischer abgezweigt werden sollen. rung gerichtet, den Genfer Kurs nicht zu verlassen, von dem allerdings nicht behauptet werden kann, daß er sich in der Richtung der Erhaltung des Friedens bewegt. Es ist zu begrüßen, daß sich die Verein t'N Staaten an die S üye der Friedensbewegung stellen wollen. Aus reiner Me s benlieb- t r se das fid'C’- nicht, weil sie selbst nicht toii.en, ob sie nid t doch noch eines Tages mit England o^er Japan zusammenstoßen und weil es sehr lei t möglich ist, dah ein Kr eg, in den Amer ka ver- toide’t wird, das gesamte Staatsgefüge der Union durch revoll tionäre Bewegungen er- schi t ern kann. Außerdem geraten die Bereinigten Staaten in eine immer schärfer zutage t elende Wirtschaftskrise hinein, wodurch ein hinreichender Grund gegeben ist, für die tatsächliche Sicher"ng des Friedens und damit für die Erhaltung eines kaufkräftigen Europas einzutreten. Aber ganz abgesehen davon, haben wir es hier doch ir t einem bebet Hamen Angebot zu tun, an dem die europäischen Regierungen nicht achtlos vorübergehen dürfen. Rur mödtm wir schon jetzt feststellen, dah ein umfassender Friedenspa t nur dann Sinn und Zweck hat wenn zuvor eine gesunde Basis geschaffen wird. Solange fremde Truppen am Rhein stehen, Millionen von deutschen Bolksgenvs en französischer, italienischer, polnischer, tschech scher oder juges awi cher Willkür ausge'iefert sind, solange man aus uns BNlliarden herauspumpt und damit die Kaufkraft unseres Volkes künstlich niedrig hält, wird der Unfriede in Zentraleuropa fortbestehen. Ein amerikanisches Friedensangebot. Seit Wochen müht sich eine russische Wirtschaftsdelegation in Berlin um das Zustandekommen eines neuen Abkommens. Rußland wünscht neue große Kredite von uns. Rußland will auch wieder Verhandlungen mit Frankreich und mit Oer amerikanischen Industrie anfnüpfen, um Kapital und Produktionsmittel seiner heimischen Industrie zuzuführen. Es kann doch unmöglich glauben, daß ein solch hemmungsloser Rückfall in schlimmste Methoden des Kriegslommunismus geeignet ist, im Ausland um Vertrauen zu der Zuverlässigkeit des herrschenden Sowjetregimes zu werben. Welcher Angehörige eines fremden Staates wird nach den Vorkommnissen dieser letzten Tage es leichten Herzens unternehmen, in der russischen Industrie Aufgaben irgendwelcher Art zu übernehmen, wenn er sich gleichzeitig der Gefahr aussetzen muß, nur auf Grund haltloser Verdächtigungen, hinter Schloß und Riegel zu kommen und womöglich in den berüchtigten Gefängnissen der Tscheka oder der G. P. U., wie sich die gleiche Institution neuerdings nennt, endgültig zu verschwinden. Das sind wahrlich Aussichten, die keinen Fremden locken dürften, Rußland bei dem Aufbau seiner, durch Krieg und Revolution bis zum Grunde zerstörten Wirtschaft zu helfen. Und das ist ebensowenig ein Anreiz für den ausländischen Kapitalismus, seine Gelder in der russischen Industrie ßu investieren, wenn er nicht sicher ist, ob nicht aus irgendwelchen innerpolitischen, propagandistischen Gründen morgen vielleicht die Fabriken, in denen sein Kapital arbeitet, kurz und klein geschlagen werden. Man ist bislang außerhalb Deutschlands außerordentlich vorsichtig gewesen, und nur mit größter Zurückhaltung an eine Beteiligung an dem russischen Geschäft herangetreten. Run ist natürlich in Paris und London nicht minder als in Reuyork die Schadenfreude groß über den Rückschlag, den das deutsch-russische Wirtschaftsoerhältnis durch diese unerhörte Affäre erfahren hat. Man reibt sich die Hände und tut sich besonders in Paris auf seine Schlauheit etwas zugute, daß man Deutschland hat voranaehen lassen, um den Bolschewisten erst einmal wieder europäische Verkehrsformen beizubringen, bevor man selbst sich mit ihm einläßt. Unb zweifellos ist heute bet uns — und auch bei denen, die stets für eine stärkere Forcierung des deutsch-russischen Verhältnllses. namentlich auch in politischer Hinsicht gewesen. sind — die 'Bestimmung und der Aerger über die unbegreiflichen Provokationen, die man sich in einigen Zwischenpausen von den Moskauer Herren hat gefallen lassen müssen, groß und berechtigt. Es ist noch in aller Erinnerung, wie vor einiger Zeit der Student Kindermann mit zwei Kommilitonen — alles durchaus harmlose Bürschchen, die aus einem gewissen neugierigen Drang nach der Feme Rußland besuchten — in die Klauen der Tscheka geriet und verurtellt wurde, um dann von Moskau als Geisel für den Austausch gegen in Deutschland verurteilte Kommunisten benutzt zu werden. Es ist kaum anzunehmen, daß man diesmal ähnliche verwerfliche Pläne hegt. Viel eher scheint es, als ob in der inneren Politik Rußlands sich wieder einmal ein Umschwung vorbereiten will. Eben sind Trotzki und die anderen Führer der Opposition nach berühmtem Muster der zaristischen Epoche in die Verbannung nach Sibirien gewandert, weil ihnen das Stalinsche Regime als ein Verrat am echten Kommunismus erschienen war. Und nun hat derselbe Stalin, der die radikalen Revolutionäre eben in die Wüste geschickt hat, nichts eiligeres zu tun. als die Ideen, um berettoitten sie verbannt wurden, zu seinen eigenen zu machen und in die Praxis umzusehen. Denn nichts anderes hat.es doch offenbar zu bedeuten, wenn man wieder daran geht, das kommunistische Proletariat gegen die Intelligenz und das Kapitol scharf zu machen. Ohne die meist aus dem Ausland bezogenen sog. „Spezialisten" hat man es ja überhaupt nicht fertig gebracht, die dem Privatkapital enteigneten und in die Regie des Staates überführten Jndustriewerke wieder in Gang zu bringen. Aber nie ganz verschwunden ist das Mißtrauen in die Redlichkeit und Loyalität dieser nichtkommunistischen „Spezialisten". Man hat immer gerne von Sabotageversuchen, namentlich der ehemaligen Besitzer der Werke, gesprochen, die zum Teil als Angestellte in ihren früheren Betrieben tätig sind, zum Teil vom Ausland her angeblich die Rückgewinnung ihres ihnen gewaltsam entrissenen Eigentums betreiben sollen. Rach zuverlässigen Berichten aus Rußland liegt die Industrie gerade im Donez-Decken, dem großen südrussischen WirtschaftsAentrum. trotz aller Hilfe des Auslandes, namentlich auch in finanzieller Hinsicht, auch heute noch völlig darnieder. Die bolschewistische Jndustriepolitik kann ihren Bankrott nicht länger mehr verschleiern. Es wäre daher verständlich, wenn sie nach irgendwelchen Sündenböcken suchte, denen man die Schuld für das Desastre der boolschewistischen Wirtschaftspolitik aufladen könnte. Solche völlig unmöglichen Methoden werden jedoch jedes Vertrauen in die ehrlichen Absichten der Moskauer Regierung untergraben, ohne das ein ohnehin schon schwieriges Zusammenarbeiten zwischen kapitalistischem und kommunistischem Wirtschaftssystem undenkbar ist. Die erste Folge hat Rußland bereits zu spüren bekommen. Es ist der Abbruch der Verhandlungen für ein neues Wirtschaftsabkommen mit Deutschland. Uns braucht dieses vorläufige Ende nicht leid zu sein, denn die Besprechungen waren in den letzten Tagen nur noch wenig verheißungsvoll. Die russischen Unterhändler suchten erneut einen möglichst hohen Kredit herauszuschlagen, ohne dafür ernsthafte Garantien für die Uebernahme deutscher Leistungen bieten zu wollen. Wir haben schon früher mit dem 300 Millionenkredit sehr fchiechte Erfahrungen aemadjt; denn Rußland hat in ftänbig geringerem Maße die deutsche Industrie mit Aufträgen bedacht, statt besten aber das deutsche Geld zu großzügigen Bestellungen, namentlich in Frankreich und in Amerika, benutzt, um damit diese beiden für günstige Wirtschaftsverhandlungen zu ködern. Es ist also durchaus begreiflich, daß wir in diesen neuen Verhandlungen nicht wieder auf den gleichen Leim zu kriechen wünschten, sondern ausreichende Garantien verlangten, damit das von Deutschland hergegebene Kapital auch voll und ganz zu Aufträgen an die deutsche Industrie verwandt wird. Die russischen Unterhändler schienen nicht bereit, diese Garantien zu geben, und so haben wir keinen Anlaß, dem vorläufig jedenfalls nicht zustande gekommenen Wirtschaftsabkommen nachzutrauern. Es ist jetzt Sache der Moskauer Regierung, ernsthaft darüber nachzudenken, ob ein besseres Verhältnis zu Deutschland der russischen Politik dienlich ist und ob eine ebenso überflüssige wie beleidigende Provokation, wie man sie Deutschland durch die auf Grund haltloser Verdächtigungen erfolgte Verhaftung deutscher Staatsangehöriger zugefügt hat, die Wiederhe stel- lung eines solchen erträglichen Verhältnisses nicht überhaupt unmöglich macht. Deutsche Forderungen. Die Protestnote Strcsemanns Berlin, 16. Mäm. (Privatinformation.) Das R e i ch s k a b i n e 11 hat heute abend im Reichstag eine Sitzung abgehalten, die sich aber, wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, nur mit laufenden Angelegenheiten beschäftigte, lieber die russische Frage ist nicht weiter beraten worden, weil aus Moskau inzwischen keine neuen Informationen eingetroffen sind. Das aide-m6moire, das Dr. Stresemann gestern dem russischen Botschafter überreicht hat, hat in anderer Formulierung ungefähr denselben Inhalt, wie die Verlautbarung, die der Oeffentlichkeit gestern abend übergeben wurde.- Entgegen der Mitteilung eines Berliner Abendblattes ist «bin Ersuchen um Zulassung deutscher Verteidiger für die Beschuldigten in dem aide-m6moire nicht enthalten; richtig ist. daß diese Forderung aber von demdeutschen Botschafter bei den Moskauer mündlichen Besprechungen gestellt worden ist. Was schließlich noch die Forderung nach einer Fühlungnahme der deutschen konsularischen Vertretung mit den deutschen Verhafteten anfangt, so weist man in politischen Kreisen daraus hin, daß sie sich ausdrücklich auf Paragraph 11 des Zusatz- Protokolls zum deutsch-russischen Niederkassungsver- trag gründet. Eine Zeitungsmeldung besagt, daß der verhaftete Ingenieur Goldstein von der AEG. schweizerischer Staatsangehöriger sei und daß deshalb die schweizerische Regierung sich dem Protest der deutschen RegieruiH angeschlossen habe Wie den Blättern mitgeteilt wird, ist von der letzteren Behauptung hier nichts bekannt. Im übrigen ist der bei der AEG. tätige Schweizer Goldstein nicht verhaftet. Der verhaftete Herr Goldstein stammt aus K o t t b u s. Moskau gibt nicht nach. Moskau. 16. März. (WTB.) Der Beschluß, die Verhandlung gegen die der Sabotage beschuldigten Personen beschleunigt zu führen, ist bere.ts vor dem Eintreffen des deutschen Memorandums erfolgt. Immerhin erhält sich in hiesigen Sowjetkreisen die Ansicht, daß die Freilassung der deutschen Ingenieure in einem gesonderten Verfahren kaum durchführbar ist, und daß selbst die Stellung einer Kaution die Verdunkelungsgefahr nicht ausschlösse. Die Stimmung und die Lage erscheint kompliziert, doch sind zweifellos Versuche im Gange, den deutschen Wünschen gerecht zu werden, unter der Voraussetzung allerdings, daß dies ohne Prestigeverlust möglich ist. Der Sowjetbotschafter in Berlin, Krestinski, fcol gestern nach der Unterredung mit Stresemann in Moskau telegraphisch um die Erlaubnis nachgesucht, persönlich über den ungünstigen E i n d r u st der Derha t.ing der deutschen Ingenieure zu berichten. Ein „Akt des Selbstschutzes" . . . sagt man in Moskau. Moskau. 17. März. (MTV. Funkspruch.) „Praroba“ schreibt zur Verhaftung der deutschen Ingenieure u. a.: ..Ls handelt sich um lebenswichtige, notwendige Akte des Selbstschutzes der Sowjetunion gegen konterrevolutionäre versuche. Die Sowjetregierung trägt keine Schuld daran, wenn einzelne ausländische Bürger an diesen Versuchen teilnehmen. Es ist die Pflicht mit der Sowjetunion befreundeter Regierungen, die eine Einmischung ihrer Bürger in die Angelegen- heilen der Sowjetunion nicht billigen, der Sowjek- rcgieruvg in ihrem Wunsche, derartiger Einmischung ein Ende zu bereiten, enlgegenzukommen. Der Beschluß der Sowjetregierung, die Teilnehmer an dem Komplott im Donezbecken dem öffentlichen Gericht zu übergeben, bietet Gewähr dafür, daß die öffentliche Meinung des Auslandes die Möglichkeit haben wird, Einsicht in das An- klagematerial zu erhalten." Keine Freilassung der französischen Kommunisten. Ei« sozialistischer Borstotz von der Regierung abgeschlagen. Pari«. 16.März. (WTB.) In der Rach- mittagSsitzung der Kammer stellte der sozialistische Abgeordnete LI h r y auf Grund des Art. 14 der Verfassung, der bestimmt, daß kein Kandidat für die Kammer in Haft behalten werden könne, den Antrag, daß die eine Gefängnisstrafe verbüßenden k o m m u » nistischen Abgeordneten Eachin, Vail- lant-Couturier und Marth in Freiheit gesetzt werden. Iustizminister B a r t h o u stellte die Vorfrage und die Vertrauensfrage und erklärte, daß die Regierung einen derartigen Antrag nicht annehmen könne. Die kommunistischen Abgeordneten würden, wenn sie frei- gelassen würden, darauf vor ihren Wählern nicht nur ihre Parteigrundsähe, die ihnen von einem auswärtigen Staat eingegeben worden seien, vertreten, sondern auch mit dem Gelde, das vom Auslande gekommen sei. Wahlpropaganda betreiben. Die drei kommunistischen Abgeordneten seien verurteilt worden. weil sie Militärpersonen hätten zum Lln- gehorsam verleiten wo.len, und weil die kommunistische Propaganda sich hauptsächlich gegen das Heer richte. Er legte der Kammer ein Dokument vor, aus dem sich ergibt, daß jedes Mitglied der kommunistischen Partei über sein Mili- tä^verhältnis und über das Regiment, bei dem eS mobilisiert werden solle, Auskunft geben müsse. Rach einer ziemlich erregten Debatte, in der der Abgeordnete Uhry vor allen Dingen auf den reaktionären Charakter der Regierungsmaßnahmen hinwies, wurde der Antrag der Regierung mit 340 gegen 150 Stimmen angenommen. Oer Zwischenfall auf dem „Royal Oak". Die beteiligten Offiziere find in England eingetrossen. London, 16. März. (WB.) Ein Kommunique der Admiralität bestätigt die Meldung, daß der Konteradmiral Collard, der Kapitän D e - j a r und der Kommandant Daniel vom Oberstkommandierenden der Marinestreitkräfte bis zur Durchführung der Untersuchung des Zwischenfalls aus dem Flaggschiff .Loyal Oak" vom Dien st enthoben sind. Wie der Reuter- Korrespondent in Malta erfährt, begann der Zwischenfall nach einer nichtamtlichen Darstellung mit einer Beschwerde, die in durchaus ordnungsgemäßer Art formuliert war. Daran schlossen sich persönliche Mei- nungsverschiedenheiten zwischen den drei interessierten Offizieren. Der Oberstkom- mondierende, Admiral Roger Keyes, bemühte sich, diese Meinungsverschiedenheiten beizulegen und machte den Vorschlag, daß der Konteradmiral seine Flagge statt aus der „Royal Oak" auf dem Linienschiff „R e - s o l u t i o n" hissen lasse. Der Konteradmiral Collard wies diesen Vorschlag zurück, infolgedessen gab ihm Keyes die Erlaubnis, seine Flagge niederholen zu lassen und gestattete Kapitän D e j a r und Kommandant Daniel, fith nach England au begeben. Kapitän Dejar und Kommandant Daniel sind gestern abend in London eingetroffen. Sie sprachen sofort auf der Admiralität vor, wo sie sich heute vormittag wiederum einfanden Sie bleiben ebenso wie Konteradmiral Collard von ihrem Amt« bis zum Abschluß der Untersuchung suspendiert. Der Zwischenfall beschäftigt die Presse nach wie vor in höchstem Maße, doch beruhen die Informationen der Blatter lediglich auf Gerüchten und Vermutungen. Es wird gemeldet, daß die Admira- lität, sobald sie den Bericht des Untersuchungsausschusses erhalte, darüber entscheiden wird, ob einer oer beteiligten Offiziere vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll. Verschiedene Blätter drücken ihr Erstaunen darüber aus, daß es nicht möglich gewesen fein soll, eine genaue Darstellung der Vorgänge auf drahtlosem Wege zu erhalten. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" glaubt sagen zu können, daß auf jeden Fall Kapitän Dejar, Kommandant Daniels und andere Offziere sich weigerten, unterKonter- admiral Collard in See zu gehen. Eine Reutermeldung aus Malta besagt, es bestehe dort allgemein die Auffassung, daß es sich nicht um Fra- aen gesellschaftlicher oder persönlicher Art handelt (einige Blätter sprachen von einem Konflikt wegen einer Jazzkapelle), sondern daß es um durchaus dienstliche Fragen ging. Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Von unserer Darmstädter Redaktion. Darmstadt, 16.März. Der Finanzausschuß setzte die Beratungen des Staatsooranschlags bei Kapitel 84 (Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft) fort. Ein Antrag Eberle, Reiber und Schreiber, worin die Regierung ersucht wird, für eine ausreichende Weinkontrolle zu sorgen, und zwar nicht nur in den Produktionsgebieten, sondern auch in den Konsumentengebieten fand einstimmig Annabme. Ein Antrag Eberle, die Regie- rung zu ersuchen, im Zusammenarbeiten mit dem Reich, der hessischen Landwirtschaft, den Produzenten und dem Großhandel eine intensive Werbetätigkeit für hessisches Obst und Gemüse einzuleiten und Mittel dafür bereitzustellen, wurde ebenfalls einstimmig angenommen, gleichfalls ein Antrag Maurer, Lux, Weckler, Fenchel und Eberle, einen neuen Titel in den Etat für Milchwirtschaft und Molkereiwesen einzustellen und 5000 Mk. hierfür einzusetzen. Das Kapitel 84 wurde genehmigt Zu Kapitel 85 (Landwirtschaftskammer) lagen Anträge der Abgeordneten Fenchel. Glaser und Eberle vor. den Zuschuß für die Ziegenzucht zur Durchführung von Leistungsprüfungen von 9120 Mk. aus 18 000 Mk. au erhöhen. Der Antrag wurde ebenso wie das Kapitel einstimmig genehmigt. Ferner wurden angenommen die Kapitel 86 (Reichsversicherung), 8? (Schlichtungswesen), 88 (Arbeitsnachweiswesen usw.), 89 (Landeskreditkasse). 90 (Bergbau), 93 (Gewerbeaufsicht). 94 (Dampfkesselprüfung). 95 (Eichwesen>. 96 (Gewerbemuseum und Bibliothek). 97 (Chemische Prüfungsstation zu Darmstadt) und 99 (Kunstgewerbliche Zwecke). Zu dem letzten Kapitel wurde der Antrag Eberle, die Summe von 2250 Mk., die dem Ministerium zur Förderung von Handel und Gewerbe sowie für unvorhergesehene Fälle zur Verfügung gestellt ist, auf 5000 Mk. zu erhöhen, angenommen. — Damit waren die zum Ministerium für Arbeit und Wirtschaft gehörenden Kapitel des Staatsvoranschlags erledigt und es wurde nunmehr in die Beratung des Iustizetats eingetreten. Kapitel 100 (Ministerium der Iustiz) wurde gegen eine Stimme angenommen, ebenso Kapitel 101 (Gerichte). Es wurden ferner genehmigt die Kapitel 102 und 103 (Zellenstrakanstalt Butzbach und Landeszuchthaus Marienschloß), 104 (Kriminalkassen), 105 (Hochbauwesen) und 106 (Stellvertretungs- und Aushilsskosten usw.). Dazu gab die Regierung eine Erklärung über den Fortgang und den Abschluß der Aufwertungsgeschäfte ab. Es sind danach diese Geschäfte ziemlich erledigt und die Regierung rechnet damit, daß im Spätherbst alle Arbeiten auf diesem Gebiet beendet sind. Kapitel 107 (Postgebühren^ wurde genehmigt. Damit sind alle Kapitel des Iustizetats erledigt. — Der Finanzausschuß wird am Dienstag, den Etat des Finanzministeriums in Angriff nehmen. Es bleiben außerdem noch übrig die Beratungen über das Finanzgesetz, den Vermögensteil, die Steuern und die Kirchen; man hosft hiermit in zwei Tagen fertig zu werden, so daß am Donnerstag mit der Beratung der Besoldungsordnung begonnen werden kann. In der übernächsten Woche wird voraussichtlich das Plenum des Landtags zusammentreten, um einige eilige Angelegenheiten zu erledigen. Oie hessische Gewerbesteuer. D a r m st a d t, 16. März. Vom Presseamt des Staa sministeriums wird mitgeteilt: Dem Landtag hat in den letzten Tagen die Reg ?cung einen Gewerbe st euergesetzentwui, für 1928 vorgelegt. Er ver v'gt nicht den Zweck, die Gewerbesteuer zu erhöhen, sondern will die Forderungen der Gewerbetreibenden nach neuen und gerechten Desteuerungsgrund- lagen er,ulen. Die jetzigen Grundlagen für die Umlegung der Gewerbesteuer sind ve.aitet (Betriebsvermögen vom 31. Dezember 1923, Umsatz des Iahies 1925). Die daraus erwachsenden Un- zutiäglichkeiten sind so stack, daß die Regierung glaubt, nicht auf das Reichsrastmengesetz für die Gewerbesteuer warten zu können, tenn dieses Gesetz tritt frühestens im Iah re 1929 in Kraft. Aus den Inhalt des Gesehen.Wurfs soll demnächst näher eingegangen werden, doch sei schon heute daraus hingewiesen, daß die Desteuerungsvor- schriften des Entwurfs die gleichen sind wie in dem vorjährigen Entwurf. Die beteiligten Berufsvertretungen haben dazu schon im Vorjahr Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt. Der Entwurf stellt kein selbständiges Gewerbesteuergefetz dar, sondern ist eine Abänderung der Gewerbesteuervorschriften des Gemeindeumlagen- gesehes. Bis zum Reichsrahmengesetz für die Gewerbesteuer soll also das Gemeindeumlagengesetz die zusammenfassende Grundlage für die Realsteuern des Landes und der Gemeinden sein und bleiben. Die in den Steuer- ahren 1925 bis 1927 bezahlten vorläufigen Gewerbesteuern werden mit den Vorauszahlungen auf die Grundsteuer und die Sonder- gebäudesteuer 1927 in einem anderen Gesetzentwurf behandelt, dec ohnedies für die Fortentwicklung der Landessteuern und Gemeindesteuern in dem Steuerjahr 1928 erforderlich ist. Dieser Gesetzentwurf trägt die Bezeichnung ..Steuervorauszahlungsaesetz für 1928“ und ist ebenfalls dem Landtag bereits zugegangen. Genfer Abrüstungsdiskussion. Eine Rede des deutschen Delegierten. Genf, 16. März. (WTB.) Der vorbereitende Abrüstungsausschuß hat heute nachmittag die Aussprache über das Ergebnis der Arbeiten des Sicher- hcitstomitees begonnen und abgeschlossen. Außer dem Berichterstatter Politis ergriffen nur die Führer der sowjetrussischen, der französischen und der deutschen Delegation das Wort. Litwinow, der Führer der sowjetrussischen Delegation erklärte: Nach Auffassung der sowjetrussischen Delegation können die Arbeiten des Sicherheitskomitees nicht zum Ziele führen. Regionaloerträge können leicht den Charakter von Bündnissen der Vorkriegszeit annehmen, die eine der hauptsächlichsten Ursachen des Weltkrieges waren. Wenn andere Delegationen mit den Ergebnissen der Sicherhcitsarbeiten zufrieden sind, so begrüßen wir das, da damit ein künstliches Hindernis als beseitigt betrachtet werden und zur Bearbeitung des eigentlichen.Problemes geschritten werden kann. — Politis ve'rwahrte sich dagegen, daß man von einem künstlichen Hindernis spreche. Jrn übrigen sei das Hindernis noch gar nicht behoben, sondern erst dann, wenn die vorgeschlagenen Musterverträge vom Völkerbund bewilligt und von den Regierungen angenommen sind. Die regionalen Pakte ließen keineswegs die alten Dorkriegsbündnisse wieder aufleben, sondern entsprächen vollkommen dem Völker- bundspakt. — Graf Claudel (Frankreich) brachte seine außerordentlich große Zufriedenheit mit den Arbeiten des Sicherheitskomitees zum Ausdruck. Es fei nur bedauerlich, daß die Arbeiten nicht sofort dem Rat, sondern zunächst den Regierungen überwiesen worden seien. — Graf B e r n st o r f f erklärte, die deutsche Regierung lege den größten Wert auf die Schieds- und Vergleichs-' oerträge. Die Arbeiten des Sicherheitskomitees haben der deutschen Auffassung in hohem Maße Rechnung getragen, sowohl in bezug auf die große Bedeutung der Schieds- und Vergleichsverträge als auch in bezug auf die deutschen Anregungen zur Einleitung einstweiliger Verfügungen des Rates im Falle von Kriegsgefahr. Auf die gründliche Vrüfung dieser Anregungen, die nach deutscher Auffassung die Sicherheit weiter stärken können, legt die Reichsregierung den größten Wert. Graf Bernstorff begrüßte schließlich die Feststellung des Berichterstatters Politis, daß Sicherheit undAbrüstung gleichen Schritt halten müssen, und knüpfte daran die Bemerkung, daß, nachdem für die Sicherheit nunmehr der erste Schritt getan sei, a u ch d e r erste Schritt zur Abrüstung getan werden müsse. Das Knegsschädenschlußgeseh Berlin, 16. März (DDZ) Im Reichstagsausschuß für Entschädigungsgesetze wurde die zweite Lesung des Kriegsschädenschlußgeset'es beendet, das im wesentlichen den durch die erste Lesung erhaltenen Inhalt beibehalten hat. Aenderungen sind nur in den beiden Punkten vorgenommen worden, daß einmal die Grenze für die 100 Prozent Entschädigung von 4500 auf 5000 Mark heraufgesetzt und der HärtefondS um sieben Millionen Mark auf 37 Millionen Mark vergrößert worden ist. Die hiersür notwendigen Mehrauswendungen im Gesamtbetrag von 18 Millionen Mark werden dadurch getoonnen, daß der Beginn der Verzinsung der eingetragenen Schuldbuchforderungen um ein Vierteljahr bis zum 1. April hinauSgeschoben wird. Kleine politische Nachrichten. Rach einer Blättermeldung hat nach der Abreise König Aman 11 l la h s aus Deutschland der afghanische Gesandte in Berlin sowohl dem Reichspräsidenten von Hindenburg als auch Reichskanzler Dr. Marx je einen afghanischen Orden und einen roten Seidenmantel überreicht. Dr Man- el bedeutet, daß feine Träger afghanische Herzoge sind. Wie wir dazu erfahren, ist die auf diploma isHem Wege erfolgte Lieberreichung bet Orden erst vor einigen Tagen vorgenommen worden. Der Reichspräsident und der Reichskanzler haben die Orden alsErinnerungszeichen angenommen. In der Berliner Stadtoerordnetensitzung wurde einstimmig beschlossen, zurEhrung des ersten Reichspräsidenten Ebert, der Grabenpromenade den Namen „Ebert-Promenade" zu geben. Außerdem wird ein Denkmal oder ein Brunnen für den ersten Präsidenten der beut- schen Republik errichtet werden. * Großadmiral v. Tirpitz hat dem Vorsitzenden der Deutschnationalen Dolkspartei, Graf Westarp, mitgeteilt, daß er bei den nächsten Reichstagsw.chlen nicht wieder z u k a n d i d i e re n gedenke. Als sein Nachfolger als Spitzenkandidat für den Wahlkreis Oberbayern—Schwaben hat die Deutschnationale Volkspartei (Bayern) den General von Lettow-Dorbeck in Aussicht genommen. Die „Reichspartei für Volksrecht und Auswertung“ hat als Spitzenkandidaten im Thüringer Reichstagswahlkreise den greifen Staatsminister a. D. Graf v. Pofadowsky aufgestellt. Aus Veranlassung des Ministers des Innern wurde in Straßburg der Verkauf und die Verteilung der Zeitung „Das n e u e E l f a ß" verboten. Die Zeitung war das Organ der fortschrittlichen Partei, die angeblich immer deutlicher auto» nomistische Tendenzen gezeigt Haden soll. Chefredak» teur des Blattes ist C. D a h l e t, der in Zabern für die Kammerwahlen als fortschrittlicher Kandidat aufgestellt ist. Auf Anweisung des mit der Autonomistenange- legenheit betrauten Untersuchungsrichters in Mül- Haufen hat die Polizei Dr. Ricklin in Dammer» kirch verhaftet. Er soll in das Gefängnis von Mülhausen verbracht werden. Außerdem hat die Polizei bei dem Steuereinnehmer Mattern, der demnächst eine Nichte Dr. Ricklins zu heiraten beab» sichtiat, in Dammerkirch-Land eine Haussuchung abgchalten. lieber die Verlängerung des gegenwärtig für die S a n f a n g ejte Ilten gültigen Reichstarifs, der am 31. d. M. abläuft, fanden B e - r a t u n g e n zwischen dem Reichsverband her Bankleitungen, dem Deutschen Bankbeamtenverein und dem Reichsverband der Bankkassenboten statt. Nach sehr langwierigen Verhandlungen mußten diese a l s ergebnislos abgebrochen werden, da keine Aussicht auf Einigung sichtbar wurde. Infolgedessen hat der Deutsche Bankbeamtenveretn bet dem Reichsarbeitsministerium die Einsetzung einer Schlichtungskammer beantragt. Der Reichsverkehrsminister empfing den Bund Reisender Kaufleute im Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband. In der Besprechung wurde neben einer Reihe von verkehrstechnischen Fragen die stärkere Heranziehung deS Bundes Reisender Kaufleute im D. H. V. bei der Behandlung der Verkehrsdrobleme erörtert. Der Reichsverlehrsminister führte aus. daß er auf enge Fühlungnahme mit den berufsständischen Vertretungen der Arbeitnehmerschaft Wert lege. Aus aller Welt. Einbruch in 1480 Meter Höhe. Im Schutzhaus auf dem 1480 Meter hohen Arberg, dem höchsten Gipfel des bayerischen Waldes, wurde ein Einbruch verübt, bei dem. die Vorräte geplündert wurden. Nach shrem Abstieg übernachteten die Einbrecher im deutschen Grenzort E i f e n st e i n , wurden dort ermittelt und verhaftet. Sie wurden als zwei vermögende tschechische Hochschüler und die Schwester des einen fest- gestellt. Der Einbruch stellt sich als reiner Akt des Deutschenhasses dar. Die Studenten hatten den nötigen Mundvorrat und mehr als 400 Kronen Bargeld bei sich. Der Forschungsreisende Filchner. Wie mitgeteilt wird, liegt vom deutschen Generalkonsulat in Kalkutta eine Meldung vor, daß die Reisegesellschaft des lange Zeit für verschollen gehaltenen Forschungsreisenden Filchner wohlbehalten in Leh in Kaschmirangekommen sei und die Weiterreise nach Srinagar in Kaschmir angetreten habe. Eigenartiger Zua^usammensloß. In New Cumberland (U. S. A.) ereignete sich zwischen drei Güterzügen und einem Personenzug ein eigenartiger Zusammenstoß, bei dem drei Eisenbahnbedienstete verletzt wurden. Ein Güterzug fuhr in einen oorausfahrenden Güterzug hinein, fo daß ein Wagen des letzteren Zuges entgleiste und in einen auf dem Nebengleise vorbeifahrenden Güterzug hineinstieß. Ein Oeltankwagen dieses dritten Güterzuges wurde zertrümmert unb das umherfließende Del geriet in Brand. In die Trümmer dieses Tankwagens fuhr ein auf einem dritten Gleise daherkommender Personenzug hinein, der vollständia entgleiste. Don den Passagieren wurde niemand verletzt. Drei Jahre Zuchthaus für Fälschung von Billionenscheinen. Während der Inflationszeit wurden in Düsseldorf und in benachbarten Städten viele Geschäftsleute durch falsche Einhundert-Billionenscheine schwer geschädigt. Der Fälscher, der frühere Gastwirt Adams, floh nach Frankreich. Er wurde jedoch wegen einer anderen Straf at von Frankreich ausgeliefert und jetzt zu drei Iahren Zuchthaus, fünf Iahren Ehrenrechtsverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. 2,5 Millionen Rundfunkhörer. Die Zahl der deutschen Rundfunkhörer hat sich wiederum bedeutend vergrößert. Noch den letzten Zählungen gibt es im Deutschen Reiche insgesamt 2 244 712 angemeldete Rundfunkanschlüss«. Davon entfallen auf die Sendebereiche Berlin 658 247, München 129 706, Stuttgart 80 163, Breslau 112 613, Frankfurt a. M. 149 495, Hamburg 259 259, Köln 589 493, Königsberg 39 481 und Leipzig 226 145 Teilnehmer. Oie Wetterlage. -756 Jen ne,en. i/eiyisun« tost Mo '2 o tw -Z Ptrto -6 O *2» nemei :Xh . Freital^ dsn 16. TTläri 1f28. w« O <>woiRenfos O neuer 3 nei» oeoeext. ® *01*19. •„<... «• cycit • Sehnte a 6reu0fin 9 xroei R Oewuier (g)wn»dsbli« O sei» «irnte» 0„ nes$>ae> sudsuowtst K nord-est Oie oienr riiteen «in gtm wmac Pie otioen Stationen jttnenotn Za* itn gesen die Temperatur an Pit Linien eeromden Orte mit iitKhcn» «ul neeresniveau umatrrrnnatrn 1 ylidrure Wettervoraussage. Der Einfluß des russischen Hoch- beherrscht immer noch die Witterung Mitteleuropas. Im Westen dagegen brachte das traitige isl.irdische Tiefdruckgebiet, das sich südwärts bis über die Britischen Inseln erstreckt, weiteren Tempecatur- anstieg und über Irland und England verbreitete Riederschläge. Wenn auch bei uns das Schönwetter zunächst anhä't. so ist doch im Bereich der Raiidstörungen später Wolkenaufzug. der üie Temperaturen zwischen Tag und Rächt mehr ausgleicht, zu erwarten. aoettervorhersage für Sonntag: Abschwächung des Rachtsrostes, tagsüber mild, meist heiter, trocken. Witterungsauefichtenfür Montag: Wolkig, weiter Temperaturanstieg, in der Hauptsache trocken. Lufttemperaturen am 16. März: mittags 5 Grad Celsius, abends —2,4 Grad Celsius: am 17 März: morgens —3,2 Grad Celsius. Maximum 5,1 Grad Celsius, Minimum —6 Grad Celsius. — Erdtcmpe- raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 16 März: abend- 3,4 Grad Celsius, am 17. März: morgens 0,8 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer: 8!4 Stunden. j* L^-L^r 6,1 *btt3>4^ er Veli. S^,. * Ki ÄN«. urbtn Nack;t?f '■8er« te*Ä! ie 4btDffS9enbt *Wie- es bQr V,ei"‘ritt ?°kM->. Zrrrr . , errigntlt sich " S '"* W««2 “W b« htm brtißL. puriXn. Gin Tülei^a ■o^Jtnbtn ßütuxug Steren Zag« (nt. Ufbtm 31ebtnghi|t ?UJ*W 6intinftitb. wtten Tulerzuges mürbe >Wüx Del geriet in n Ronbsunkhärer. Jen Rundsunkhörer Hai sich ergröfiert Nach den legten Seufzen fRtidjt insgesamt Runbjunfanfdjlülk. -fcwon nbeberelche Berlin 658 247, tuttgatt 80 163, Breslai a.SR. 149495, Jamburg üöniQsberg 39 481 und Leip- Seiterlaae. 'Hl. • 4 Vj u' " «.'-Ai I flff BESEITIGUNG tOJÄHR.GARANTIE. 2 Mer Helm Wagner auS Wieseck fein 25jährigeS Qlrbeitijubiläum. Seinen Arbeitsplatz fand der Jubilar reich geschmückt vor, und mit praktischen Gescheuten wurde er seitens der Firmeninhabrr. *$i amten und seiner Kollegen bedacht. •* Brand auf dem Trieb Gestern nachmittag gegen 5 Ufor e t.a d In de n Heide ras auf bem -teteb hinter de n Phi oso-he.wald ein ziemlich erheblicher Brand, der in de n dürren Gras und der Sträuchern sich rasch ausdehnte. Dem tatZräitigen ©ingret e i einer zufällig dort übenden A tei ung unseres Ba a llons ge a g es, da di? Mannschatei zum Glück mit Schanzzeug versehen war.n, in auso ),erungsvo'ler und a. erkennenswert r Arbeit die F a nmen einzudämmen und sch.restlich völlig zu unterdrücken. Der Bor all ist ein erneuter Ql üa"3 zu der d in- genden Ermahnung, in der Wä dern und au den Wiesen mit trockenem Gras größte Vorsicht Im Umgang mit Feuer tna te i zu lassen, am be en das Rauchen a t diesen Plätzen ganz eirrzustcl.en. Laienspiel, wie eS vor allem von der Jugendbewegung gepflegt wird, und über die Frucht- barteit des Laienspiels als vollserziehlichen Unterbaues für das ernste Berufstheater. Für die Jugendbewegung und Jugendpflege und alle ihnen nahestehenden Kreise dürfte der Abend von Interesse fein. (Roheres siehe gestrige Anzeige.) — Deutsche F r a u e n 11 e i b u n g und Frauenkultur. Die hiesige Ortsgruppe des Verbandes »deutsche Frauenll idung und Frauen- tultur" veranstaltet am 20. und 21. d. Mts. (Dienstag und Mittwoch) ihre diesjährige Frühjahrsmesse im großen Saale des Safe Leib. Die Verbandsgruppe bemüht sich, mit ihren Messen den Stand des deutschen Kunstgewerbes und die Erzeugnisse deutscher Knnstwerkstatten zu zeigen, die ihre Ziele fördern durch Zweckrnästigkeit, Güte, Schönheit und persönliche Artung ihrer Produkte. Das Programm für die beiden Messetage befindet sich im Anzeigenteil der heutigen Qlummcr. CT.Hr 6nmulente • Nehmen Sie morgens, O yiuipuiviiit:. mlttnflg und adendS 2 Toi >ba Kerne. Sie erhalten die eeinen Toliida-Kerne n A"0«heken. 1783 c.0 Regler Spezialhaus für Wäsche-Ausstattungen 3000a Briefkasten der Redaktion. v. Tr. Sie erkundigen sich am besten be.rn hiesigen Amtsgericht nach der Erlangung dieses Scheines. Eventuell käme noch eine Anfrage bei einer Zentral« stelle für derartige Angelegenheiten in Berlin in Betracht, deren Adresse Sie jedenfalls auch be.m Amtsgericht erfahren tonnen. Sch. in L. Am 15. Mai 1920 war 1 Dollar = 49 Papiermart, 1000 Papiermart = 85,68 Goldmark; am 26 Oktober 1921 war 1 Dollar = 165,50 Papiermart, 5000 Papiermart = 126,88 Goldmart. Berliner Börse. B e r l i n , 17. März. (WTB. Funkspruch ) Bei sehr stillem Geschäft sieht es im heutigen Vormittagsver- kehr weiter freundlich aus. Anregungen liegen nicht vor. Umsätze werden so gut wie gar nicht getätigt. Man nennt etwa gestrige Abendturse. I.-G.-Farben 260,5 bis 261, Rheinische Braunkohlen 262 bis 263, Glanzstoss 706 bis 708. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 28,97 bis 29, London gegen Kabel 4,87875 bis 4,8795 und die Reichsmark gegen Kabel 4,1825 bis 4,1830. •* Vom Provinzialtag. An Stelle des kürzlich verstorbenen Mitglieds des Provinzialtages, Bürgermeister Völker von Lich, ist der Kaufmann Heinrich Weidner in Herchenhain in den Oberhessischen Provinzialtag berufen 'worden. •* Achtung Rundsunkhörer! Der Frank- furter Sender (Welle 428.6) wird am Mittwoch, 21. März. 21,30 Uhr, vom Bürgersaal des neuen Rathauses in Berlin-Schöneberg aus die Rede des Reichsaußenministers D r. Stresemann aus dem Emp.a.igSabend des Ber.iner Verbandes der auswärtigen Presse übertragen. * Eine Qlusstellung von Schülerzeichnungen ist heute und morgen im Zeichensaale des Realgymnasiums zur allgemeinen Besichtigung hergerichtet. Man beachte die heutige ^•♦C%er Speisesaal im Gießener Bahnhof. Im Anschluß an die Reuherrich- tung des Wartesaa'es 1. und 2. Klasse unseres Dahnhches ist im Verlau e der letzten Wochen auch der neben dem Wart saal gal gene Speisesaal einer llmgefta tung unterzogen worden. Die nicht mehr als zeitgemäß anzuspreche-nde frühere Einrichtung wurde durch glückliches Zusammen«' wirlen von Archit kt und Auftraggeber in guter Weise zu einem vomehm-behag ichen Gastraum umgewandclt. Die Farben Grau. Grün und Silber beherrschen den neugesla teten S\>eife'aal; moderne, e tra nach Zeich lungen a ige;erligte Beleuchtungsiör er u :d g di ege e M be ausst at- turg, darunter eine ncuz.it iche Garderob a >lage in Schranksorm, vervollständigen das gute Bild, das sich dem Besucher in diese n Saaie darbietet. Besonders bemerkenswert ist. ba\ aller über- flüssiger Schmuck und Prunk hier breite gelassen ist und gerade auch durch diese betonte Schlichtheit die seingesta selten Farbentöne der Wände und State im Zusammenwirken mit den Ein- richtungsgegenständen vortrefflich zur Ceitung fomiren. Der Entwurf und die künstlerische Gei- tu; g ter wohlg?l ngen n 11mg?ftaltung lagen in den Händen der Architekten Emst und Else T h o m 6. * Jubiläum. Bei der Firma Sy Schaf f- ftaebt G. m.b. H-, Fabrik für gesundheits- technische Anlagen, feiert heute der Former W i l- Aus der provinzialhaupistadt. Gießen, den 17. März 1928. Der Gäemann. Wie war'« doch einst? Ein Frühlingstag. Die Sonne hat die Erde genügend abgetrodnet. Die Zrüh.ahrsarbelt kann beginnen. Unruhig scharren die Pferde, und Dann geht s los. Bald ist der Acker gepflügt. Da liegt das Feld, tiefbraun, glänzend. Ein herber schwerer Erdgeruch steigt daraus hervor. Roch tummeln sich Krähen und Stare zwi- schen den Schollen, um Regenwürmer und anderes Getier zu erhaschen. Die Pferde, müde von der schweren Arbeit, stehen ausruhmd am Wegrand. Der Landwirt nimmt das Säetuch, knotet es mit Bedacht, prüft die Festig eil an Seiden Seiten, hängt es um und füllt es aus Sem Fruchtsack mit goldenem Haier oder guter ffierfte. Prüfend überschaut er das gepflügte Feld, und langsam schreitet er zur Grenze des Ackers, um fein Werk zu beginnen. Ehe er die erste Hand voll Frucht der Erde übergibt, spricht er: „Das walte Gott! oder kurz: „Walls Gottl", vnd dann fliegen die Körner in wohlgemefsenem Bogen durch die warme Frühlingsluft und fallen auf den wartenden Acker. Mit langsamen, bedächtigen Schritten geht der Bauer bis zum Ende des Feldes, wendet dann, und der zweite Streifen wird besät. Ich weiß noch gut. wie diese Feierlichkeit, diese Andacht auf uns Kinder übzrging, wenn wir mit brau'en auf dem Felde waren. Still standen wir und schauten. Wie eine Qllynung vom ewigen Werden und Wachsen stieg es in unS auf, und voll Ehrfurcht betrachteten wir den Vater, wie er so dahinschritt. — Kein Dichter hat das schöner gesagt als Michael Georg Conrad: .Immer seh ich dich so, mein Vater, als Säemann, immer so im festen Schritt über den frischgepflügte i. dampfenden Acker tote von heimlicher Musik fhin, aus der Tiefe der Erde begleitet, von segnenden Winden umsungen aus des Himmels leuchtender Höhe...“ Lind heute? Berschwunden ist die Feierlichkeit, oft vergessen der schützende Spruch: „Wait s Go.tl", unbenutzt liegt das Säeluch irgendwo auf dem Speicher. Haben die Pferde das Felo gepflügt, so geht ihre Arbeit ununterorochen weiter. Wir sehen kein langsames Schreite, des La bmanne3, kein Eng- Verbunden sein mit der Erde, wir hören nur das Gerassel der Säemaschine, das Rusen des Fuhrmanns. Ge mu abgemessen, in schar e, Linien wird einst die Frucht stehen, nicht zu dicht und nicht zu dünn. Man spart an Saatgut, man spart an Zeit, und der Ertrag ist höher. Das Zeitalter der Technik. — Aber nach wie vor fühlt sich der Säemann al« Schöpfer, als Herr. Er allein bestimmt Sag und Zeit der Aussaat und prüft die Frucht. Er fühlt sich nur Gott unterstellt. Lind das gibt dem Landwirt die unbedingte Ruhe und Zuversicht. Er weiß, wo die Grenzen der Men- schenmacht liegen. Wohl kann er säen und düngen, aber ein Stärkerer läßt wachsen und gedeihen, sendet Regen und Sonnenschein. „Wir haben das Llnsrige getan. Run schenk uns der Him.nel gut Wetter zu Wachstum und Erntei" L. Taten für Lonntag, 18. März Sonnenaufgang 6.08 Uhr, Sonnenuntergang 18.09 Uhr. — Mondaufgang 5.10 Uhr, Monduntergang 13.31 Uhr. 1813: der Dichter Friedrich Hebbel in Wesselburen geboren (gestorben 1863), — 1848: Revolution in Berlin, Sturz des Ministeriums E.chhorn-, — 1876: der Dichter Ferdinand Freiligrath in Cannstadt ge ftorben (geboren 1810). Taten für Montag, 19. März Sonnenaufgang 6.06 Uhr, Sonnenuntergang 18.11 Uhr. — Mondaufgang 5.40 Uhr, Monduntergang 14 52 Uhr. 1813: der Afrikaforscher David Livingstone in Blantyre geboren (gestorben 1873): — 1849: der Admiral Alfred von T,rpitz in Küstrin geboren; — 1853: der Lustspieldichter Paul von Schänthan in Wien geboren (gestorben 1913); -— 1873: der Komponist Mar Reger zu Brand in der Oberpfalz geboren (gestorben 1916); — 1925: schwere Wirbelsturmkatastrophe in Nordamerika. Vornotizcn. — Tageskalender für Samstag. (Ette* Hard-Spiele: 8.30 Uhr, Katholisches Bereinshaus, Spielabend. — L. H. C.: 8.30 Uhr, Cafe Leib, 20. Stiflungs- und Auszei.'munasfest. — Gesangverein „Harmonie-Gemütlichkeit": 8.30 Uhr, Restaurant Faulstich, Jamilienabend. — Bauerscher Gesangverein: 8.30 Uhr, Bereinslokal, Verleihung von Auszeichnungen. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bigamie". — Astoria-Lichtspiele: „Panik". — T a g e s k a l e n d e r für Sonntag: Stadttheater: 6 Llhr ..Peer Gynt" (Ende 9 Uhr). — Goethebund: 8 Uhr. Reue Aula der ilnioer- fität „Alte Weister in Wort und Ton". — Johanneskirche: 8 Uhr, Musikalische Passions- andacht. — Obst- und Gartenbau-Verein: 3.30 Uhr nachmittags Kaufmännisches VereinLhaus, außerordentliche Hauptversammlung. — Lichtspieltheater wie Samstags. — Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Am kommenden Montag, 19. März, findet eine Wiederholung von Shakespeares „Sommernack'tstraum" statt, um allen denen, die verhindert waren, der interessanten Aufführung dieses Wer.es beim Abschied unseres früheren Intendanten beizuwohnen. Gelegenheit zu geben, das Versäumte nachzuholen. Insbesondere sei noch auf die Mitwirkung unterer Reichswehrkapclle unter persönlicher Leitung des Obermufifmcifterd Kober hingewiesen. — Der Goethe-Bund bittet uns, an dieser Stelle nochmals auf den morgen. Sonntag, abend stattfindenden Abend „Alte Meister m Wort und Ton" hinzuweifen, zu dem er die Klaviercymbal-Künstlerin Alice Ehlers und den Dortragsmeister Dr. Michaelis aus Berlin gewonnen hat. (Siehe heutige Anzeige.) — Volkshochschule. Am Dienstag. 20. d. M. spricht im Singsaal der Oberrealschule der Spielscharleiter des Franls-rter Jugendrings. Ludwig Rössinger, anschließend an eine kritische Betrachtung der gegenwärtigen Vereins- bühne über deren Ersatz durch das Jugend» und Nichtig gßKOChtschmecken alle Speisen gut. Beachten Sie deshalb bitte auch beim Zubeniten von MAGGI5 Suppen die jedem Würfel aufgedruckte Kochanweisung. die naturgemäß nicht für jede der vielen Sorten die gleiche sein kann; dann schmecken MAGGI5Suppen vorzüglich /' F.V. Gießen, den 15. März 1928. ' ",Challia“i.(I.O.L 1. A. d. C.: W. Löber Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, von dem in Burgwerben bei Weißenfels erfolgten Ableben ihres heben A. H. Dr. med. vet. Kurt Niedhorn Tierarzt geziemend in Kenntnis zu setzen. Für die warme Teilnahme beim Heim' £ange meines lieben Mannes danke ich von Herzen Frau Elisabeth Kratz. Laubach, den 15. März 1928 29581) Achtung! Herren-Sohlen von M. 4 — an j Damen-Sohlen . von M. 3.— an Crepe-Schuhe, Sohlen u Absätze Schuhreparaturfabrik 02121 H. Blum, Kirchenplatz 8 Messing- Türschilder in jeder Größe fertigt preiswert an Graveur Noll NeneBweg R8 H owe Danksagung. Für die uns in so reichem Maße erwiesene heizliche Ante Inahme beim Heimgange unseres geliebten Gatien und Vaters, für die trostreichen Wolle des Herrn Pfarrer Schultheis und alle gewidmeten warmen Nachrufe und Kranzspenden sagen wir innigen Dank. Anna Bender Witwe geb. Leun 2932D Werner Bender. Schupbach, Or.-Linden, den 15. März 1928. Heute vormittag entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere hebe Tante Frau Mathilde Thiede geb. Buderus im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Medizinalrat Dr. Wagner und Frau Hermann Will und Frau. Büdingen, Gießen, den 16. März 1928. Die Beerdigung findet in der Stille in Gießen statt. _____________3007D Achtung! Bringen Sie jetzt Ihren Strohhut zumFassonieren auf die neuesi. formen Fassonieren Mt. 2.50 Daselbst große Auswahl in Seiden« hüten zu den billigsten Preisen 31t. Siebter / Hut-Zentrale Asterweg 12 2132 Wer bauen will IN der Stadl oder auf dem Lande, wende sich an Allgemeine Deutsche Bau« u. Lpar-Genofdenschaft e.G. m. b.H. Zentrale Staffel. Geschäftsstelle: Gustav Liiddeckc, Giesteu Frankfurter Sirahe 2». äwd Große Posten taiH- und Fffc- M« ßMaimhl. Viele Reste Weil unter Preis L M Plockstr. 16. 2973a EÄ.CARL WEBER FRANKFURT a/m 5SANDWE66 MRW ITEL.CAROLUS 4G56G 29970 Gestern nachmittag 4 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Schwester und Schwägerin Anna Barbara Grau im Alter von 68 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Grau, Familie Nuhn Familie Bender Treis, Gieben, den 16. März 1928. Die Beerdigung findet Sonntag. 18. März, nachm. 4 Uhr statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange ihres lieben Entschlafenen danken herzlichst Frau Henriette Flöring Wwe. Familie Franz Reinschmidt Gießen (AUcenstr. 16), 17. März 1928 3004D !«„äh”ei'KmJ3nr ficnP.t'vnflon UnöUa GiitOu m? Gelitt Räume genickt. 02-82 liebes 02101 02130 sucht 02118 LLÄSL W*!** Büro Zwecke zu verm. £>!el.e 5*f»soimmcr= 74«kg»!Dofen Büroiweckezn verm. Gieben. 2937D gesucht. 296. D Wer leibt Beam cu gesucht. 02086 steppdecken. 2939D SkWöeüenWs.MMsWeU 4 X. SM’A Kein Laden! Kein Laden. 3006a gesucht 02017 Preisen. r. gesucht. 02107 gesucht 02044 Pinter ö. wellan. 11. empfiehlt 2429 Heinrich Ant. Spuck, Vertreter sucht P. Kölner, EreslanA.498 Wohnung in. niedr. Friedensmiete geg. 4-Zimmer-Wohnfl Sckrtitl. Angebote u. 02050 a. d. Wieg. An-. , auS eigener Werkstälte mit bester Voll- siillung, ln allen Warben und Ausführung. Auswahl t. Einzelsteppdccken. Anseriigung und Umarbeitung von Voll- und Daunen- 17. April neue Kurse. 27I0D waschbüiten pflanzenkübel Leiterwagen Schiebkarren in grösster Auswahl Halle i. Unterstellen eines Wöoij Käserei Sommerfont k Bleichstr. lOy Stores LaDdhaas-Gardioen Madras RoleanGOoer Sonneboni Alicen str. 11. Lastwagens f. sofort zu mieten gesucht. Sckrisil. Angeb. m. Preisang. um. 02132 an d. Giess. Anz. erb. Voranzeige. Dienstag, 3. Slvril Ogern ©Aftfolei ües liest, ftunoestwrs Darmffoüt: „Walküre". OoradcesFahrräder N«S«U»:Fahrräder 300ID WanderersFahrräder Diese drei Qualitätsmarken, unsere äu erst niedrigst kalkulierten Verkaufspreise und unser bequemesTeilzahJungs- System sind konkurrenzlose Vorzüge. Fr. Linker K Sohn Reparaturwerkstätte. — Ludwigssir. 16. „Geco-extra" Bohnerwachs weiß und gelb, an Hochglanz unerreicht. Ist nur aus ausgesuchten Edclwachsen und reinem Terpentinöl hergestellt 81 Ma Aino Brennabor 8/28, O-Sitzer, m. abnehmbarem Limousine- Aufsatz. Licht. Anlasser rc., ouflntficrt in gutem, fahrbereitem Zustand, au» Privarhand preiswert zu verkaufen. Schr. Anfr. u. 02131 an den Gieß. Anz. Die Preise haben nur Gültigkeit, wenn diese Anzeige auf die Bestellkarte geklebt oder der Bestellung beigefügt wird Pape L Bergmann Quedlinburg 212 Dahlienzüchterei zu verkaufen - zu vermieten ganz oder geteilt, Im Mittelpunkt von Klein-Linden, an der Straße Gleßen- Wetzlar, ca. 6500 Quadratmeter Baufläche, davon ca. 850 Quadratmeter Nutzräume, 130 m Straßenfronten, schöne Werkswohnung. 1 Saal 110 Quadratmeter, bisher Zigarrenfabrik, infolge seiner Bauart fast zu federn Zweck (Lager, Läden. Restauration) geeignet Mehrere Bauplätze. Frei ab 1. JulL Nähere Auskünfte Klein- Linden, Frankfurter Strafte 53. Telephon 2441 Kaiser-Drogerie Ernst Noll Teleph. 870 Lindenplah 5 Teleph. 870 tanroagen mit Anhänger, kann für flronc Fuhren verge ben werden. Sckr. Ansrag u. 02093 an den Giess. Anzetg Junges Mädchen nicht unter 17 Jahr, (gute Rechnerin), aus guter Familie, zur Ausbildung an meinem Stonbitorei- bäten gesucht. 02083 Caf6 Schwarz. Gießen. in allen Preislagen Somborn Alicens trabe Nr. 11 Für einen gut eingesührien Reisebeztrk der näheren Umgebung Giessens zum Vertrieb eines bekannten, hochwertig. Spezial" arnkels zuverlässige, Hßißit’ß Persönlichkeit von allererstem Hause gesucht. Der Gegenstand wird in jed. Haushalt gebraucht und zii denkbar günstig. ZahlungSbeding. abgegeben. Für Personen, die stch zu>n Besuche o. Pt ivatversonen eignen, nute Verdienstmöglichkeit. Auster Provision wird Svesenvergütung gewährt. Schr. Angeb. unter 2992 D an den Giess. Anz. erbeten. Willi. Kohlerniano Käserei 12 Reustadt 12. W Zimmer für 1. Avril z. verm. Riegelpfad 88 p. Mer lata in bester Lage zu vermieten. Schritil. Angeb. umer 01960 an d. Gtest.Anz. erb. Letzte Vorbereitung »ur jur st. Prüfung wird erteilt. Schr. Angeb. unk. 0208 an den Gien. Anz. erb. Ausstellung von Schiilerzeichnungen! Samstag, 17. März, 2—6 Ubr nachm. und Sonntag, 18. März, 10 — 6 Ubr findet im Zeichensaal des Healcym- nasiuin e. Ludwigstr., die Ausstellung der Schülerzeichnungen statt, wozu jeder- mann eingeladen ist. Die Direktion. w- Eieifflnogto 10/20 PS. fahrbereit f. 800 Mk. zu verkaufen. LkWß auö achtbarer Familie, von Schoko- laden-Grosthandlg. gesucht. Schrislliche Bewerbungen unier 29550 ad Gtest.Anz. GtiOlMMOlPW welche die Kurzschrift gut beherrscht, sowie englische uno französische Korrespondenz nack Diltai (uirlit Kurzschrift) mögt, fehlerlos nieder schreiben kann, von htengem Fabrikbureau gesucht. Sckrisil. Angeb. mit Gehaltsansor. n. Gin« lrittLiermin unt. 28740 an den Gtest.Anz. Dahlien- Socder-Angebot Edeldahlien für Vasen u Sträuße, 10 Stück in 10 Sorten u. Wahl 6 .W. Riesenblumen-Dahlien, 10 Stück in 10 So ren unserer Wahl 6 Prachtdahlien-Mischnnß 10 Stück unserer Wahl Beit-Inlett Federn Bannen beste Qualitäten, zu billigsten 1.25 0.70 M. nur erhältlich 02057 Frau (Köchin) emvnebli sich,m Kochen bei Kommunionen und Konfirma, tionen. 02127 Näh. Bruchstr.lOlil und Kommunion empfehle meine vorzüglichen Weine ausderLogen'cÜeret in Bingen a. Rhein, zu niedrigst. Preisen Weinstube Naas's Häuschen, Walltorttraste 34, Televh. 1520. ”a*D enuitteÄ ohne Anzahlung in 10 Monatsraten liefern Agay 4 Glück, Frankl, a. M. A39. Größtes Teppichversand- Haus Deutschlands. Schreiben Sie sofort! Für ben Vertrieb unserer Erzeugnisse (Keks und Waffeln in anerkannter Qualität) suchen wir für den Äezirk Gießen, Marburg, Wetzlar einen tüchtigen, bei der einschlägigen Kundschaft bekannten und beliebten ttetireier Es wollen sich nur Herren melden, die tatsächlich hohen Ansprüchen ge- wachsen sind. Schriftliche Angeb. unt. 2936V an ben Gießener Anz.'erbeten. Aachener Tuchsahnllager sucht seriöse Herren mit grobem zahlunassähtgem Bekanntenkreis zum Detailverkauf von Herrenstosien aller Ar nach Mustern. Schriftliche An- geböte unter 02078 an den Gien. Anzeiger. Higer Hreicher für dauernde Beschäftigung gesucht Bännffiger,G.m.b.H. Gesucht: 5-3 NMl-Mll. Geboten: 4-3 NMlMll. Bäbe Ostan>age ob. 3-Zimmer DOW. Sckrtstl. Anaeb. unt. 02069and.Giest.Anz. 3fl. Mann nicht über 18 I. alt, für 'Botengänge und '•büro ioiori gesucht. Schris. l. Angeb. unt. Angabe d.dlnsprüche unter 02089 an den Gießener Anzeiger. Sauberer, ehrlicher Junge für leichte Arbeit 3n meinem Kindergarten können noch einigeKinderangenommen werden. Anmeld. erb. b.9—11 llhr vorm. M.Günther,Iohannesstr.tsp. '02008 MWlZ ofenferttn, Anmach bolz, Absalldolz, SägemeblzumRäu- chern abzugeben. J. Welliiöfer. Televh. 743, ,.D Kinderwagen ™'D Klapp wagen Die neuesten Modelle in den modernsten Farben finden Sie bei uns in reicher Auswahl Bequeme Ratenzahlung! Fr. Linker & Sohn | Mietgesuche 5 b-Simm r- wohnung evtl. E nfarnilien bauS, sofort, firn- testens am 1. IV. beziehbar, zu mieten gesucht. Schrislliche An geb. m. Preteang. u. 020115 a. d. Gss.A nv Babnbofstr. 37 11. Zuverläff, fleibiges Mädchen »UM 1. 4. ges. 02064 Ostanlagc 37 I. Sauberes Mädchen für tagsüber gesucht. Wo? sagt die Ge- schästsstelle d. Giest. Anzeigers. 02072 Mädchen kür Küche u. Hausarbeit zum 1. oder 15. Avrtl gesucht. 3kliue. Zimmermann Seliersweg2Il Ehrliches »olides MSN mit guten Zeugnissen Fran S. üppenöeiiner Bleickftrake 321 Zum 1. Aorll MSW» für tagsüber gesucht. Frau Dr. Bayer, Goethestr.481l. ***b 1/«»kg-Dofcn 0.50 M. Erntt Pfaff, Kiutcnbach. Tüchtiger 5chmiede- ßejelle sofort gesucht. 02116 S.Ws.cM. Stelle zum 1. Avrtl einen jung, oder alt. led.Mann als [02102 Knecht für landwirtschaftl. Arbeiten ein. Gel. Schweizer bevorzgt. Freie Kost u. Logis. LohnnachUeberemk. Borstellg. erwünsckt. Dr. Ludwig Christ, Heuchelheim, Mühle bei Giessen. Tel 675,AmtGieben. Ein jüngerer treuer Unecht am liebsten vom Lande, der mit einem Pferd umgehen kann bei gutem Lohn zu sofort gesucht. 2988D Adam Stein Allhändler Lang-GöuS. BesseresFräulein 39 häuSl. äuberst tüchi. u.auöerL sucht Stellung in gutem irauenl. Haushalt. Peste Zeugu. Angeb. unier 01869 an den Gleh. Anz.________ Für kräftiges Mädchen aus einem Borort Giebens, das Ostern tue Schule verlädt, wird zur Erl. des Haushalts Stelle bei guter Familie gesucht. Schr. Ang. u. 0 002 an d.G.Anz. Velileker sioit. Perkäu'er, v. leistungSsähig. Lacksabrik gelucht. Schrift!. Bewerbungen u. 2989 D an den (Siebener Anz. Perfekter Slenoioflift (in) mit allen Bureau- arbetten uertrnut, zum 1. 4. ir Dauerstellung gesuchi.Sckr. Angebole unt. 02061 an den Giest. Anz. Tüchtiger junger Schmicdcgesette für sofort, und ein kräst. Junge als Lehrling Bflöeeiiitiditnüfi iHolzseuerungl, Bücherregal und Mäd- chenbeik sehr billig zu verkaufen. 02003 Lontzttrasse 4 I. Preiswert zu verkaufen ein gut erhaltener weisser Kinderwagen, grüner Svort- wagen iMarke Bi en» 2.25 1.70 ---------nnbori und ein Kin- Ober NoSback, bcrklavvltüblchen. b. Friedbg.t.H. 1021081 Näh. Koltkeatr. 25 1. | Verkäufe | Vier erstklassige, 7 Wochen alle Ferkel vreiSw. zu verk W’ Schmidt, Lich, Butzbacher Sir. 16. Frau Nothjchild, Bergstrasse 15. Ordentltches linber- 0.90 Mühelos reinigt parlett- und Linoleumböden ohne Stahlspäne mein flüssiges „Getollt" parkettweiß Liier 1.20 Dl., 5 Liter 5.- Dl. Leere Flaschen werden mit 15 Pf. und leere Kannen mit 50 Pf. zurückgenommen. „Geco" Bohnerwachs weiß und gelb, hochglänzend, von angenehm, mildem Geruch, naß wischbar Wohnungstausch] i-3l!W.'MU Mit Zentralheizung gegen eine t-l>is5-31NMl' Wohnung zu tauschen gesucht. Sckriftl. Angeb. unt. 29620 a.d. Giess. Anz. Wohnungstausch. Gut emger. 5-Zim.- Wobng. (nituclgrJ, mit Kammer u. Zubehör, Friedenöm. 600 Mk., im eigenen Hause, in ruhig., aber zenir.Lage.geg. grötz. sonnige 5-6-Zlmm.- Wohna. zu tauschen ges. WeiigeüendeS (Lntgegenk.,evt. läng. Mielfreiheitzugefich. Zu erfr. l d. Geschst. d. Gieh. Anz. 01968 WÄffl ges. Lm Nahrung»- borg 16 II. 02074 Jüngeres, braves Mädel f. vorm. gesucht 03016 (Soctbcstr. 42 I. Weg. Verheiratung meiner Köchin suche ick aus 15. Avril em ehrliches, sauberes Mädchen das in Küche und Hausarbeit wohlerfahren ist. [01955 Scan Geheimrat Eids Frankfurter Str. 50. Borzust. zw. 6 und 7 Uhr abends. Ctbentl., fleibtaes IikHnMe» zum 1. April 1928 SchBhwaren in reicher Auswahl bester Qualität, zu billigen Preisen empfiehlt 02129 Gchuhlager H. Pfeiffer Wolkengasse ^l6. Hansa Handelsschule J.Kunzelmann Gießen, Bahnhof str. 60 Tausch. Schöne 5 Zimmer° Wohnung, 1. St, Bleichstrasse, gegen 4-Zimmer Wohn, in deren Nähe. Zn erfr. i. d. Geschästsst. d. Gteb- Anz. 0204!» Tausche 4-5-Zimm.Wolm, Nähe Theater, geg gleiche Wohn., evil. gröst.. in Babnhoisir. ob. Nähe. Schr. Ang. n. 02008 a.d.Gst. Anz. |Vermietungen"] Pens. Brandl BNaenaee2n2 Sonn. möbl. Zimmer, flate Kflche. Tel. 1085. Schüler od. Schülerin einer hiesigen höheren Lehranstalt findet gute Ausnahme in LehrerS- fanitlie. Wo? sagt die GeschästSit. des Giest. Anz. 2202D 2 gut nW. Zimmer nt.el.L.,fliest.Wasser, setth.langjähpZahn- vraris, f. alieZwecke neeifl., z. 1. Avrtl ob. später z. verm. 02094 Seltersweg 52 11. Aliceitrasse 16 zu vermieten schön geleg., gut möbl. »..r, wohn- Und Schlafzimmer Näh. AUceelr. 14 II. möbl; 3tmmec m. 1 ob. 2 Bett.z. vm. Bleichstr. 811. Möbl. Zimmer mit Badben. z. vrm. Fuldaer Strasse QM» Haus 3 II. Hioiomi Deutsche Werke, 500 cem, wenig gefahren, wegen Anschaffung eine» Wagens zu verkaufen. Schr. Ang. u. 2068. an ben Giest. Anz. Gut erhaltenes Wie - Motorrad 50) ccin. vreiSw. zu verk. Lodwig Hell jr., Entenhoien, 93m u- hafuraste 7. <'2070 661PI.L eile,Dtx.>f 2.25 P. Lollter, Brei nn L. Halbverdeck neu, mit abnehmbarem Bock, stau 95u für 6'.o tm A.f,rag z verk. Mühlstr.22, Tel.1096. 2 möbl. WM m. Küchenbenutzung für l. 4. zu vermieten. Schr. Angeb. u. 02087 a. b. Giess. Anz. erb. Gut mövl Dsshll unö öchloMmer 11 Bett« mit elekir. L. zu vermieten 02019 Franks. Str. 12 v, Möbl. 3immer au vermieten 02062 Kirckitrassc 13 v. gegen Sickerbeti. Schr. Angeb. unt. 02091 a. d. G,est.Anz, Am Sonntag, denk 11. 3, braune Handtasche in Annerod v r- loren. Der ehrl d:c Finder wirb aebe en, dieselbe n. d. Pollx-1- amt Gltflan abzngeb. Stadttheafer Sonntag, I8.März Auster Abonnement StpmOenoornellurifl Ermässigte Preise mit kleinem Zuschlag Zu Ibsens 100. Geburtstag (20. März) u. zum letzten Male, v. 18 bis nach 21 Uüv Peer synt Dramatische Dichtung in 14 Bildern von Henrik 3bien, deutsch von Christian Morgenstern, unter Benutzung eines Teiles d.Grieg'schen Musik. ,,aD Montag, iS.März, Äusser Abonnenieut v. 19>/r b. geg. 22'/, U. EinSommernaGhlstraimi Dramatische Dick' Hing in 8 Bildern von Shakespeare, mit der Musik von Mendelssohn- Bartholdi;. DienStag,LO.März 23 rilensitlg-M.-vrlk. non 19'-« bis 22 Uhr PosPrelmdoelboDS Singspiel in 3 Akten nonlir.A.M.Williier und Heinz stietchert. Musik von Schubeki» Berte. MittwockLl.März 23LllllM0lV'Ad.-vlss. von 19% ins 22 Uhr Höhensonne Lustspiel in 3 Akten von Ludwtc, Fulda. Freitag, 23. März, 23. Zreitirg'M.'Msl. von 19' bis21' .Uhr Zum ersten Male Brand im Opernhaus Drama in 3 Akten von Georg Kaiser. Sountag,25.März Auster Abonnement SremöenoorflPlluiifl von 18 bis 20', Uhr Zum letzten 2)kale Höhensonne Lustspiel in 3 Akten von Ludwig Fulda. hinter der Schönen Aussicht zu oer aufen. Schr. Any. u. 02113 an den Gteb. Anz. Papier- ond Zigarreopesciiäll vreisivert zu verk. Schr. Ang. u. 01959 an den Giess. Anz. Gratis Händ.erliste. P. Mollier, Breslan L. | Kaufgesuche Ein letckteö Break fle ucht. Schrtiiltche An ebote unt. 02022 an den Giess Anz. (Sut erhaltene [02031 Gchveib- mafchrne zu kaufen oeitici t. Schriiil. Angeb. mit Preisangabe umer >20.11 and. Giest. Auz. Gur erhaltener 3!BiOinfl5iofloea zu kaufen gesucht. Sckr.Angb.m. Preis n.0.081 a.d.Giest.Anz. j Lmpfgklungen | SteinMer Siebtrommeln Feläbabneni H. Rang, Lo'lar. Teleph. 80. Mädchen tagsüber sof. gesucht. Frau Bass, 02095 Mtihlgaffe 7. Alleinmaöchen das an selbständiges Ai beiicn gewöhni ist und kochen kann, für sofort gesucht. Guie Zeugn. Bedtnaung. Borziistellen Dienstag den 20. März, mm 2-5 Uhr 29771) Zu den Mühlen Vtr. 2. Junges, fleihigeS, ordentliches MißSchsn in kietnem Haushalt f Aelt., selbständiges : । Mädchen , das vertekt kochen kann. m. besten Empfehlungen z. 1. Mai «flicht ber Ausgeber v. Eteflen- ongeboten Ist ti, die ein« gegang«n_3etrerbungii.- unterlagen (Zeugnisse, Zrugnkobschnst., Licht« bilder u.dgt.) scfmellstcn« wrütfguf. Du Eieltung« suchenden sind danfbor Dafür, wenn man ihre Bemühungen zur Cr« fangunq ein. geeigneten Tätigkeit aus diese Weise unterstützt und finb auf diese setbstverstSndltche Pflicht auch angewiesen. Gretzsrsev Slnzergev —,——— . Verireler gesocütl Grüssner & Co., NeurodelLulei ^.0 Hollon - 3aioufiea MMliskN Beuöeden Dertreter sucht bei höchsten Proois. C. Klcmt, Holzrollo u. Jalou- iiefabrif Wünschel bürg 10 i.Schl. 1S„A Hubing, Schtffen- berger Weg 23. jSteilengesuchej 3ärig.Saalinflnn 18 Jahre alt. seit Schulenilassung nur inZiaaireniabriklä« itfl Rim tm Maschinenschreiben, Führen ver Lager-, Bestell- unö Betriebs- büdjer u. tm ganzen Zollwesen, vertraut nut Invaliden« und Lohnarbeiten sowie m. allen vork. Bu- reauarbeilen, sucht v.r 1. Avril 1928 ob. später paff. Stellung. 03efL An geb. unt. 02124 a. d. Gtest.Anz. Strebsamer junger Schneider- geselle02,06 sucht Stellung zur lüetier. Anöbilbung. Albert Schäfer, Launöbach 167. Gebild. ioc. Dame enabten in Kinber« erziehung u. Haush. sucht f. tagsüber ob. halbtags Stelle als Kindcrfrättlein ob. beaussichi. Schularbeiten nnb lieben. Gale Zeug». Schriftliche Angeb. u. 02079 an b. Gieb. Anz. erb. jung 5 Wen 3 Javre SHeioet« u. Wäschenähen gel., s. Stelle bei Schneiderin ober in einem Geschäft. Schrtill. Angeb. unt. 02098 a» den Giess. Anz. Angeb. uni. Nr. 171 an DEitteld. Annnuc.- Ezp., Plockstr. 6.0209 2 teere Simmet überetnanderliegend imZentiumd.Slndt. iür Werkstatt 01er Bureau geeignet, für sofort zu vermieten. Schr. Anir. u. 02088 an den Giest. Anz. 3m Sunil- g?rofroelinu5 Bo® ist alSbalb eine (entlitlie frei. Angebote werden schtisiltch erbet, u. sind versönltch zu überbringen. [(.>2047 Tüchtige Mäuin sowie 1 Kling für fofori oder später gesucht. Gute Zeugnisse erforderlich, fialfet-magcjin. Seltersweg 2. Zum 1. Avni von früh bis nachmittags 3 Hur zuverlässiges Mädchen b. schon gedient hat, Einspänner silbervlattiertes Lackgejch tr, fast neu, zu verkaufen. Anzusehen bet 02067 Melnintrliaus. Rooitsiraste 31, H. v. Lauterbacher Wagen 1. Preis der Pferde- lotterte, zu verkauf. Ang. Führer, ,xti Peuenweq. Fast neuer miltmaagen mit Führerverdeck, zu verknus. Zn ertrag. in d. Geschäfts' stelle b. G. A. u2027 Eine neue A. E. G. Schreibmaschine vreisw. abzugeben. Anzus.b.Ann.-Exvd. Germer & Wagner Neuenweg 50. j29780 G.brattchteS Fahrrad billig zu verk. 0199 Lindeuvlatr 4. Neues 0201*6 Dflmtnffliinflö zu verkaufen. Wesiau age 62 IL Gut erhaltenes 9etren|aljrrflö Tourenrad Marke „Opel", preiswert abzngeben. t020” LudwiflSvlatz 5 I. Bettstelle mit Matratze, und 1 Eisichrank. alles sehr gut erhalten zu verkaufen. 02104 Nordanlage 12 111. 3 MiMMle 1 AllSslkUllsil! öillig zu uettaufen Hlai liiatam, Gie8?o, 3003D WWisllMl. Fast neuer Eisschrank mit Butterkühlcr wegen Platzinanget zu oerfanfeu. 02097 Welillng. Wieietk, Eickenrö- ber Weg 13. DurtoM- nahmofuinen Adler-, Diamant-, Prea'o-, Torpedo- Fahrräder "e Triumph-Motorräder ©EGmmoDnone zu günstigen Zab- lungSbebingungeu Zatob Lchupp L-eliersweg 83 H Heparat -ZDerrfffittr Auto- Vermietung Melninchan* Tag- it. Nacktbrii teb Telephon 1744. ! Konditorei Hettler Intelligenter, jüngerer Ifefistartae ehrlich und fleißig, für »fort oder später Zeucht. Gchriftl. Angeb. unt. 2993 D an den Gieß. Anz._________ Braver Zunge kann Ostern in die Lehre treten bei Oluw Louis Fr. Bonschling Svenglerineister Heiithelheim. Bäckerlehrüng zu Ostern gesucht. Schr. Angeb. u.02021 an den Gieb. Anz. MlliWgksMl! Ehrlicher, gesunder und iniell. Fungc von auswärts, der das Tapezier- und Polster Handwerk erlernen will, kann sofort ob. zu Ostern etn.reien bei [02060 Karl Stark, Tapeziermeister, Wicieck, Alicestr. 19. Zvlultchiliker- cmillig mit guter Schulbilb. gesiiSht.Selbstgeschr. Offerte u. 02128 a. d. Giebener Anzeiger. Schuhmacherlehrling gesucht. .u>u erfrag, in b. Geschästsst. bes Gieh. Anz. 02114 Gesucht älteres, beff. Wilikl bas alle -Hausarbeit versteht, für iagSüb. An älterem Ehepaar. Weetanleie 361. [woee Z-S-Zimer WWW Nähe Babnhof bevorzugt, gegen hohe Atiete von jüngerem Ehepaar (Etnbcrlo?) für sofort ob. später gesucht. hr. Angeb. u. 01990 '.Gtest.Anz. erbet. 4-3imm.-Woön. mit Zubehör gegen Berg, von Umzngs- toiten bzw. Darlehen ges. 3-Zlrnm.°Wohn. evtl. i. Tausch. Sckr. Ang.m.Pretsu. 02084 a. b: Giest. Anz. erb. Beschlagnahmefrete HimnirWolio. für sofort ob. 1.Avril gesucht. Schriftliche Angebote unt. 02117 an ben Giess. Anzetg. Junger Kaufmann, m. eig. Möbeln sucht leeres Zimmer mit Frühstück. Schr. Angeb. unier 02126 an ben Giess.Anzeig. Raum fürWerkstatt gesucht, möglichst mit elekir. Siromanschluss. Schriftl. Angeb. u. 02125 an d. G. Anz. tm Dezember 1927 gefällt, sowie einige Fuhren Dirkwttrz zu verk. Or.-ßuseck, Oberptorte 9. Zucht- und €ie*ans6ktiflg zu verlausen. 02059 Lubwigsvlatz 4 V. Mist OToa- Südaulagc 10. Mßfi zu verkaufen, kann auch angeiahr. werd. Meier, v. al toritr. 46 Telephon 622. ("2076 2368. öon Henrik Zdv SiWW“»* a irret frei ertönt slr. 10. it(D '*■ 'eleph.80. preifen f oiii» hlager (Ziffer w ein W lalitäten, Hßsten gonDlofl-lMJiflti SliiRer Äbonncmcr.1 IklvSkllvlttsiMlff ^.manisle V;ei tnii kleinem Z»sM Qu JblrnS MSe buitöttw 120. M u.m»tev'enN° v. 18 bi- nach 2 W pterN. Tramalilche Tlt> tun« In 14 Ä! ehom istr. !!■ ffö^n farre” _ D Mrttag •»Wi Stay* * Ww >">> Anbängcr kann nü ('ruhten oerat^ den werben. 2cht. Aulroa u- 02093 an btr Äieg. Anzeiq lllltl -Ausloohl '7'SL? weii)P Qu&beiVn U'1 ,a’S*Ä JiriieT*- "-L'L ®FOroniOD|]0|]p KL ^SHtrtor ^mietung ?n”ne n!ngha6* Ault6er,lri ^lephon 1744. in k kann Metb. Ä.« l1207(1 Ach? ,eet «127 to- LH •küQ ju Der« Morgenffetn, Jf ^ennönnfl JJf Telles d.Gr eg 1^ Musik. ,Y Montag,>«.M' Ander «b°nA? v.M-b.oeg.L, BR -ZS MendelSoA Baribal. ^ieuStag.2oE SA«K WWE -ZS "W L'S;.L °°"^rueuE i8»^ Dinina >n quijii «■•Sä* SwM Rill Ä'ÄS nen und Sonftvm-. Nonen. 021$ Näh.DiuchkirMl VW* 12 an” . tjon# wr0 ■ak cbri'lliche ’m. 02922 kne (0.031 eib. bitte ociuci t, “Nb. mit »niet W2hiA. aliemr sraagen gejucht. '•Miete s>ek.An,. nsa Isschule ieimÄ thnkoistf.60 Apr» Kurst- iiiS bN^a- 5!»5 Otte" Art leibt ^eami! »I gegen Siibtfbeii. Lchr. Anged. um Ml fl. b. Gted.Ari Am Sonntag, ? 11.3. braune ; tzandWt in Annerod tn- loren. Ter rbil ft Amberroirbfiflie'fi bielelbe n. b. Polh • uni Sltlti nbtiweh. Stadttheater » Ingebot für Visen 10 Stick in Wahl 6.#. 1 tn-DehUen, , 10 So'itn ahl6 - H mserer Wahl *’A haben nur wenn diese die Beitell- bl oder der eigefögl wird WW borg 212 Hehlerei ungen ita Nr. 66 Zweites Blatt Samstag, 17. März (928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffeii) England, Arabien und Aegypten. Von Dr. Paul Rohrbach. Als der Weltkrieg ausbrach, war die Schienenverbindung -wischen Konstantinopel und Ehrten auf der einen und dem Gebiet am Unterlauf des Euphrat und Tigris auf der anderen Seite, die sogenannte Dagdadbahn. noch nicht fertig. Die entscheidende Lücke, deren Dasein nicht wenig ba-u betgetragen hat. daß der Krieg für Deutsch- land und seine Bundesgenossen verloren ging, lag in den Gebirgsstrecken beim Liebergang von Kleinasien nach Syrien. Wäre es schon -u Anfang des Krieges möglich gewesen. Truppen und Kriegsmaterial soviel wie eine Dollbahn leisten kann, bis in die Nähe des Suezkanals zu tranportieren, so hätten die englischen Bemühungen, den Kanal zu decken, keinen Erfolg gehabt, oder sie hätten so große Kräfte erfordert, dah England die anderen Kriegsschauplätze hätte entblöhen müssen. Zweitens wäre oen Engländern der Angriff auf Bagdad niemals gelungen, und vor allen Dingen hätten sie einen viel größeren Teil ihrer Kräfte zur Deckung ihrer Gesamtpositwn in der mohammedanischen Welt gebraucht. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß zur rechtzeitigen Bollendung der Bahnstrecken im Taurus- und im Amanusgebirge nichts weiter gehört hätte, als bei den leitenden politischen und Finanzkräften auf der deutschen Seite ein leicht erschwingliches Maß von Dor- auSstcht in bezug auf öle Möglichkeit eines Krieges mit England. Daß der Bahnbau jahrelang rubte, war keine Not- wendigkeit. Eine der Folgen davon, daß wegen der unvollendeten Bahn die Türken nicht genug Streitkräfte an der syrisch-arabischen Grenze hatten, war der von den Engländern hervor- gerufene arabische Ausstand. Lieber ihn ist neulich ein interessantes Buch erschienen, von dem Engländer Lawrence („Aufstand in der Wüste", deutsch von Dagobert v. Mikusch, Leipzig 1927. Berlag Fr. List.) Lawrence war ein junger englischer Privatgelehrter, Orientalist, der es unternahm, die Rebellion Arabiens zu organisieren. Sein Werk ist anschaulich und farbenprächtig geschrieben. Die deutsche Kritik lehnt eS teilweise ab, weil Lawrences Angaben auf militärischem Gebiet ziemlich verschwommen sind, und weil die Entscheidung nicht durch ihn und seine Araber, sondern durch die von Aegypten her vorrückenden regulären englischen Truppen herbeigeführt wurde. Das mag richtig sein. Auf jeden Fall aber hat es Lawrence verstanden, die zersplitterten arabischen Stämme durch die ,.g r o ß a r a b i s ch e" 2 d e e, die Idee eines Araberreichs von Aden bis Aleppo, zu begeistern. und diese Idee ist es, deren praktische Auswirkung die Engländer wie so vieles, nicht im voraus übersahen, als sie sie in KurS setzten. Als der Krieg gewonnen war, wurde das vorher verkündete „Großarabien" in der stark reöu- -ierten Form verwirklicht, dah der Hauptparteigänger der Engänder, der Scheris Hussein von Mekka, König des neugegründeten Staates H e d s ch a s wurde, worin ein unbestimmter Anspruch auf die Dorherrschaft über die arabische Halbinsel lag. und Husseins Söhne Feissa! und Abdallah wurden Könige von Syrien, mit der Hauptstadt Damaskus, und vom Ostjordanland mit der Hauptstadt Amman. Feissa! wurde bald von Öen Franzosen vertrieben und würbe Schattenherrscher über das englische Mandatsgebiet Irak in Bagdaö. Der König Hussein von Heöschas touröe als Verbündeter sogar der Ehre gewürdigt, das Friedensdiktat von Dersailles mitunterzeichnen zu dürfen. . Einige Jahre verhielt sich Hussein ruhig und gehorchte den englischen Wünschen. Dann wollte er anfangen eigene Politik zu machen und geriet darüber in Streit mit Ibn Saud, der das Gebiet der Wahabilen in Innerarabien beherrschte. Die englische Politik lieh Hussein jetzt fallen; Ibn Saud verjagte ihn aus Mekka und trat selbst das Königtum von Hedschas an. Damit war er Herr des größeren Teils der Halbinsel und natürlicher Erbe der groharabischen Idee. Seine Leute, die Wahabilen, sind kein besonderer Stamm, sondern eine Mehrheit von Stämmen, die sich zu einer besonders strenggläubigen Form des Islam bekennen. Die Nachrichten in den Zeitungen besagen, dah Grenzstreitigkeilen an der Westseite des 2rak- gebiets unu englische Strafexpeditionen, die auf wahabitisches Gebiet Übergriffen, den Anlaß zu der drohenden Haltung Ibn Sauds gebildet haben. Formell ist das schon richtig. Dahinter steht aber die natürliche Tendenz in der stärksten arabischen Macht, mit der von England selbst erfundenen und gepflegten Idee des Reiches Großarabien ernst zu machen. Dem entspricht es. dah sich wahabitische Angriffe auf das Ostjordanland vorzubereiten scheinen, wo immer noch Abdallah, der Sohn Husseins, als sogenannter König sitzt, und auf Kuweit, ein kleines von Öen Engländern abhängiges Gebiet am Persischen Golf, nahe der Mündung des Euphrat und Tigris. Diese arabischen Dinge komplizieren sich jetzt durch die Aufregung in Aegypten. Den Hauptstreitpunkt bildet die Anwesenheit englischer Garnisonen im Lande, vor allen Dingen in der Hauptstadt Kairo. Die gemäßigte Richtung unter den ägyptischen Rationalisten würde es sich gefallen lassen, dah Aegypten keine selbständige auswärtige Politik machen dars. dah die Engländer Flottenstationen an beiden Eingängen des Suezkanals beanspruchen, und dah sie auf der asiatischen Seite, obwohl auch dieses ilfer rechtlich zu Aegypten gehört. Befestigungen anlegen und Garnisonen halten. Auch über den Sudan, den England mit ägyptischen Truppen und ägyptischem Geld erobert hat, den es aber für sich allein behalten will, und über die Wasserwerke am oberen Ril wäre ein Kompromiß möglich, wenn England bereit wäre, wenigstens in der Form nachzugeben. Außer der Garnison von Kairo und den englifchen Kanonen auf die Zitadelle sind es die Formen der englischen Anwesenheit in Aegypten, öle öie Aegypter aufbringen, öer Zwang, hochbezahlte englische sogenannte Ratgeber in den Behörden zu haben, das unverhüllte englische Oberkommando über öie ägyptische Armee usw. Gerade dies sind öie Dinge, über öie auch in Englanö selbst zwiespältige Auffassungen bestehen. Die Arbeiterpartei und die Liberalen wären bereit, entgegenzukommen; öie Wortführerin öer Konservativen dagegen, öie „Times", verweigert strikt jeöe „Minderung öer englischen Kontrollrechte". Natürlich spielt auch bei Öiefer arabisch-ägyptischen Politik das taktische Interesse mit, keine moralische Schlappe mit Rücksicht auf öie bevorstehenöen Wahlen zu erleiden. Jeiiffch-sranMcheDorkriegspoMmVvrbeWeii Der Versuch zu einem Ausgleich der politischen und wirtschaftlichen Interessen vor dem Weltkrieg. Von Or. Gustav Roloff, o. Professor der Geschichie an der Universität Gießen. In einem früheren Artikel ist geschildert worden (12. November), wie Deutschland und E n g- land vor dem Kriege bestrebt waren, die zwischen ihnen bestehenden Gegensätze zu mildern, dadurch, daß sie sich über strittige koloniale Gebiete und Ansprüche verständigten. So einigten sie sich wie über die Zukunft öer portugiesischen Kolonie auch über öie anderthalb Jahrzehnte lang umkämpften Probleme, die mit öer Bagdad- bahn und Dorderasien zusammenhingen. England verpflichtete sich, dem Bau der Bagdadbahn durch Deutschland keine Hindernisse mehr zu bereiten, Deutschland versprach dafür, die Bahn nicht über Bosra (Zusammenfluß zwischen Euphrat und Tigris) hinauszuführen, von wo die Derbindung mit dem Persischen Golf auf dem Wasserwege stattfinden sollte. Auch über die Schiffahrt, die Ausbeutung der Petroleumquellen, die Bewässerungsanlagen und andere wirtschaftliche Llnternehmungen einigte man sich. Der Ausbruch des Weltkriegs hat die Dollziehung des Dertrags vereitelt, aber schon öie Verhandlung darüber war von großer internationaler Wirkung: sie veranlaßte auch Frankreich, einen heftigen Gegner der deutschen Tätigkeit auf türkischem Boden, ähnliche Berhandlungen mit Deutschland zu beginnen. An dem Dau öer Dagdadbahn hatte zwar die französische Finanzwelt eine Beteiligung mit 30 Prozent des Kapitals versprochen, aber die Regierung hatte eine Mitwirkung immer zu verhindern gewußt, insbesondere dadurch, daß sie die Zulassung der Bagdadbahnaktien zur Pariser Börse verweigerte. Jetzt, nach Englands Einlenken, war die Fortsetzung des Widerstandes aussichtslos, und eine Annäherung an Deutschland um so mehr geboten, als Frankreich in Anatolien einige Eisenbahnen zu bauen wünschte, die die deutschen Rechte und Interessen berührten: um nicht in Konstantinopel deutschen Widerspruch hervorzurufen, mußte man sich am besten mitDeutschl na c.u.einanDerfetzen.Eine überaus verwickelte deutsch-sranzösisch-türkische Der- Handlung wurde mit diesem Entschluß eröffnet; auch andere internationale Angelegenheiten, die gleichzeitig in Konstantinopel verhandelt wurden, wie die armenischen Reformen und die Sendung des Generals Liman von Sanders spielten hinein, und endlich suchte die russische Regierung jede Aktion, die — wie der Eisenbahnbau — zur Kräftigung öer Pforte beitragen konnte, zu hemmen. Wir wollen dies verwirrende Beiwerk beiseite lassen und versuchen, ein Bild von der Hauptsache, den deutsch-französischen Der- handlungen, zu geben. Zunächst sanden unter Billigung öer Regierungen private Verhandlungen zwischen öer deutschen und französischen Finanzgruppe statt; von deutscher Seite vornehmlich geführt von H e l s s e r i ch. damals Mitdirektor der Deutschen Bank. Gr stellte die Franzosen vor die Entscheidung, entweder loyale Mitarbeit am Bahnbau oder Ausscheiden des französischen Kapitals. und es ergab sich bald, dckh die Franzosen auf Betreiben ihrer Regierung sich entschlossen, auszutreten und ihren Anteil den Deutschen zu überlassen (September 1913). Nun handelt es sich um öle Abgrenzung öer Arbeitsgebiete. Frankreich erstrebte in Nordanatolien Die Konzession zum Bau öer Linien Siwas—Char- put—Arghana unö mehrerer Strecken in Syrien, auf öie öie BagdaÖbahngesellfchast seit 1888 unö später zum Teil Ansprüche erworben hatte. Sie war aber bereit, auf diese Rechte zu verzichten, wenn öa’ür öie französisch-syrische Eisenbahn- gesellschaft eine Derbindung dec Dagdadbahn mit Aleppo und Alexandrette gewährte. Da die französische Gesellschaft, unterstützt von öer Regierung, hierauf nicht eingehen wollte, wurden öie Besprechungen um Weihnachten 1913 unterbrochen. Frankreich öachte einstweilen nicht an Nachgeben, da es ein Mittel zu haben glaubte, seine Wünsche durchsetzen zu können. Die Pforte unter- Gießener Konzertverein. Lyniphonie-Konzert. Gleichsam wie ein Bindeglied zwischen modernem Empfinden und dem Stil eines zurückliegen- den musikalischen Zeitalters sta iD Max Regers Suite im alten Stil, op. 93, an der Spitze des Programms. Gerade Max Reger kann als Der- mittler zwischen der polyphonen Epoche unö der jüngst verga - genen Gegenwart gelten, dadurch, daß er stilistische Prinzipien der frühe.en Zeit und ihre Formen wieder aufnimmt, sie aber mit modernem Geiste füllt und so der Gefahr des nachahmenden Historismus entgeht. Regers musikalische Potenz tonnte sich nicht in Formalismus verlieren, dazu war sie zu starr; and.erseits drängte ihn seine typische Veranlagung zur Aeuherung in kontrapunitischer Form. Diese per- sönliche Eigenart hat die historische Einordnung Max Regers deshalb ungemein erschwert, und erst allmählich lassen die Bestrebungen unserer Modernsten ein erhellendes Licht auf seine Wesenseigen tümlichkeit fallen und ihn in seiner volk-m Bedeutung erkennen. Dr, vorliegende Suite, op. 93, war zuerst für Violine und Klavier gedacht, wurde aber dann durch die Orchesterbearoeitung einer individuelleren, mehr die Eigenart des Schaffenden charakterisierenden Fassung zugeführt. Weist auch das Allegro con moto auf ältere Dorbilder zurück, so zeigt es aber doch schon in einzelnen 3nftrumcn- talpartien eine individuelle Gewalt. Das Largo entfaltet sich breit fließend mit der, Reger eigentümlichen Strömung der Ka.tilene. Das Orchester wird mit seinen typischen Eigenfarben zum Ausdruckswert für die Stimmung. Gewiß erinnert manches in seiner Instrumentierung an den Klangchara'.ter der modernen Orgel; aber Regers Orchesterklang geht in der Einzelausprägung doch darüber hinaus. Die letzte größte Steigerung findet die Suite wie viele seiner Orchesterwerke in der Schlußfuge. Es war er- staunlich zu beobachten, wie das Fugenthema zunächst tänzelnd in dm Geigen einge uhrt wurde, wie die Bläser Träger der Thematik wurden, wie auch hier wieder vor der letzten Krönung des Satzes eine Episode in ruhigem feitmaft als retardierendes Moment sich einschob, um das Thema in klanglicher Apotheose sich ausstrahlen zu lassen. Bewundernswürdig war es. in welch vornehmer und dezenter Art sich das Orchester unter der Führung seines stilgewandten Dirigenten dieses Werkes annahm, es in seinen kleinsten Zügen seelisch belebte, jeder Einzelheit zu ihrer Bedeutung als Teil eines Ganzen verhalf, wie der Gesamtrlang sich am Wohllaut des Ausdruckes sättigte, und die Fuge trotz ihrer komplizierten kontrapun.tischen Künste in klarster Durchsichtigkeit bis zur aus'adenden Fülle des Schlusses sich erhob. Damit war der Boden gescha fen für die Werke, öie öer Solist öes Abends, Joseph S z i g e t i, zum unvergeßlichen Erlebnis werden lief). Core l! i s Dariationswerk La Folia entstammt jenem Zeital.er des Belkanto, wo öie menschliche Stimme als Beherrschende seelischen Erlebens galt, wo das Instrument, das der menschlichen Stimme am nächsten kommt, Träger des Gesanges ist. Lind dieses gesangliche seelische Grundmoment war bestimmend für die innere Einstellung des Solisten. Mag man dem oben genannten Werk auch sehr oft auf den Dortrags- folgen unserer Violinkünstler begegnen, so stellt seine Darbietung doch nicht immer den letzten Zweck musikalischer Bedeutung dar, sondern man spielt es wohl mehr, um die Beherrschung des Diolinstiles zu erweisen. Bei Szigeti war es Endzweck des musikalischen Erlebens; denn fein Ton ist strömende Seele, edler Gesang, aus dem Innern quellend, voll Wärme und lie' eoollet Versunkenheit. Lind all öie technischen Schwierigkeiten dieses Werkes wurden verges en gemacht durch die Innigkeit unö innere persönliche De- lebtyeit seines Spiels. Hier kam man nicht dazu, zu bewundern, hier erlebte man, hier sch vß sich eine edle Welt vor uns aus, zu Öer wir uns trotz des weit zurückliegenden Zeitalters nicht einzusteklen brauchten, sondern die unmittelbar stark auf uns einsprach. Unö ebenso wurde jener galante Zeitausdruck von Mozarts D-Dur-Konzert wieder lebendig; mit seinem Geist der Empfindsamkeit, des Zarten, der keine Rauheit verträgt, jenem Adel in der Melodik, öer nur Edles kündet. _ Hier sprach das Instrument durch den Spieler für sich selbst. Da war nichts, was etwa wie in den modernen Konzerten an Dirtuositat gemahnen könnte, die oft die Leere des musikalischen Erlebens durch täuschendes technisches Werk verschleiern. Edle Kantabilität, kein Prunken mit einem sogenannten großen Ton, öer uns innerlich kalt läßt, sondern Hingabe an das Werk, an seine Lauterkeit des Ausdrucks. Nur Klang, keine instrumentale Tonerzeugung drang auf uns ein, öer Dogen schien ohne Enöe, alles fügte sich mit einer selbstverständlichen Natürlichkeit ohne gewollte, entstellende Gebärde. Es liehe sich schwerlich in unserer Gegenwart einer namhaft machen, öer es in öer Erschließung des Edelsten im Klange Joseph Szigeti gleich zu tun vermöchte, das waren Eindrücke, die ein jeder, der sie in sich aufnahm, nie mehr aus seinem Gedächtnis verlieren wird. Llniversitätsmusckdirektor Dr. Sie an Lomes- vary als nachscha senden Intecpre .e.ungskünst'er zu erweisen, dazu war Deethovens (Sooica berufen. Gegenüber den vorher gebrachten Derlen stellt diese Symphonie eine andere Welt bar. Dort war es ein reines musikalisches Erleben, diesem Werk aber gibt ein außermusikalischLs Moment eine besondere geistige Gerichtetheit: der Held gesehen im Geiste des Musikalischen. Mochte Beethoven bei der Abfassung des Werkes die Gestalt jenes Mannes vorgeschwebt haben, der jenem Zeitalter den Stempel seines Ichs aufgeörüdt: Donaparte. Hatte der Meister der Töne jenem Manne auch das Werk gewidmet, so zerriß er voller Zorn das Titelblatt mit der Widmung, als Donaparte nicht mehr seiner ethischen Weltanschauung entsprechen konnte, er sich zum Kaiser ausrufen ließ. „Ist der auch nichts anderes wie ein gewöhnlicher Mensch? Nun wird er auch aste Menschenrechte mit Füßen treten, nur seinem Ehrgeize frönen; er wird sich nun höher wie alle anderen stellen, ein Tyrann werden I" Dies die Worte nach dem Dericht, den der Schüler des Meisve.s, Ferdinand Ries uns hinterlassen hat. Don öer vor- übergefjenöen historischen Erscheinung blieb Öas Anöenken an öie Gestalt öes großen beöeutenöen Mannes als Motto für das Werk: „Sinfonia eroica composta per festiggiare il sowenire di un grand’ uomo“. Die musikalische Verkörperung der Idee des Heldentums in öer Eroica hat verschiedentlich öie wiöersprechenösten Aeuherungen bei Öen Auslegern öes Werkes hervorgerufen. indem man sich an der einmaligen Erscheinungsform fest- klammern. wollte und einzelne Lebensepisoden im Werk wieder zu erkennen glaubte. Nichts lag Beethoven ferner als das, sondern er erlebte das Heldische nach seinem eigenen Maß im Widerschein seiner eigenen Persönlichkeit. So gewinnt die sogenannte und vielumstrittene „poetische Idee" eine andere Bedeutung für den Schaffenden unö für uns eine anöere Wertung, öa sie nicht bloß etwas von außen Heran- kommenöes öarstestt, sondern öie Persönlichkeit öes Komponisten offenbart. Für öle Zeit ihrer Erstaufführung stellte die Eroica etwas öerartig Neues bar, das keine Der- binbung zum Vorancegangenen aufwies unö dessen Verständnis erst allmählich erwachsen mußte. Man begegnete dem eigenartigen Werk nicht widerspruchslos; man erkannte wohl „frap- handelte damals in Paris über eine Anleihe, Deren sie dringend bedurfte: „Die Gehälter," berichtete öie Deutsche Botschaft, JinD zum Teil viele Monate rückstänDig, öie fremden Gläubiger aus laufenden Geschäften müssen warten, in der Armee fehlt es an Kleiduirg, Schuhzeug, Munition, kurz Dem Notigsten." Dieses ©elbbebürf- nis suchte die französische Regierung zu einem Druck in der Konzessivnsfrage zu benutzen, und die Pforte war geneigt, Den Franzosen nachzugeben, jene Konzessionen zu bewilligen, also über Rechte Der Deutschen zugunsten der Franzosen zu verfügen. Es war namentlich Dschavid Dey, öer Finanzminister, öer öie Nachgiebigkeit gegen Frankreich vertrat: viele in Konstantinopel glaubten, schrieb der Botschafter v. Wangenheim, er sei von Fra n t« reich gekauft worden. Die deutsche Regierung erfuhr rechtzeitig von diesen Umtrieben unö lieh keinen Zweifel, daß sie, so sehr sie eine Besserung der türkischen Finanzen mit Hilf« einer französischen Anleihe begrüße, doch eine solche Beeinträchtigung der deutschen Rechte nicht schweigend hinnehmen werde. Eindringlich wies zugleich Helsferich die französische Zinanzgrupps Darauf hin, daß eine deutsch-französische Verständigung über die Konzessionen wie übet eine große Anleihe für alle Teile das beste sei: gemeinsam konnten Deutschland und Frankreich die türkischen Finanzen sanieren und Damit bessere Bedingungen für ihre wirtschaftliche Arbeit im türkischen Reiche schaffen. Die französischen Geldgeber blieben diesem Appell gegenüber zurückhaltend, und auch die Regierung lehnte zunächst noch ein Ein lenken ab; sie versuchte sogar, England zu bestimmen, seine gleichzeitigen Verhandlungen mit Deutschland aufzuschieben, um Deutschland auch auf dieser Seite Verlegenheiten zu bereiten. Sie stieß indessen in London auf kühle Ablehnung, und infolgedessen muß ihr der deutsche Protest in Konstantinopel schwere Bedenken erregt haben: weder Frankreich noch die Pforte konnte ohne erste Gefahren über den deutschen Widerspruch hinweggehen, namentlich, wenn man England nicht an seiner Seite hatte. Ja, es war zu fürchten, daß die Pforte sich mit ihrem Geldbedürfnis nach Deutschland wendete, wenn Frankreich seine Anleihe von der Gewährung der von Deutschland bestrittenen Konzessionen abhängig machte. So entschloß sich Frankreich nach einigen Wochen, öie VerhanÖlungen mit Deutschland wieder aufzunehmen, unö nach kurzen Erörterungen, über öie wir nicht näher unterrichtet sinö, kam man zu einer Einigung (15. Februar 1914); die Franzosen erhielten Die gewünschten Eisenbahnen unö öie Deutschen öie Verbindung öer Anatoli- schen Bahn mit dem Schwarzen Meer und dem Golf von Alexandrette. Die Schwierigkeiten waren damit noch nicht beendet. Denn dieser Vertrag bedeutete nur die Abgrenzung des deutsch-französischen Arbeits- gebietd durch die Interessenten selbst; es handelte sich nun darum, öie Pforte zur Genehmigung und zur Erteilung der Konzessionen zu beftinv* men. Die Franzosen erlangten hier einen Vor- sprung: gegen öie Gewährung öer schon lange verhandelten Anleihe erhielten sie Ö.e CBeftäu- gung der gewünschten Eisenbahnkonzessionen (April 1914). Obgleich Frankreich diese Verhandlung zu neuen Forderungen an die Pforte benutzt und namentlich auf industriellem Gebiete Deutschland beiseite zu schieben gesucht hatte, hatte Deutschlands nichts gegen öie französische Anleihe unternommen, weil ihm an öer Kräftigung Des Türkenstaates gelegen war. Dagegen begehrte es, daß öer französisch-türkische Konzessionsvertrag nicht in Kraft trete, bevor nicht auch die deutschen E i s e n b a h n - An- spräche erfüllt feien, da ja Deutschland den französischen Ansprüchen unter der Voraussetzung zugestimmt hatte, daß auch öie deutschen Wünsche befriedigt würden. Die französische Regierung erkannte diese Forderung als berechtigt an, und Deutschland unö die Pforte begannen Dante, schöne Stellen", sowie einen energischen, temperamentvollen irischen Geist an, ver chw.ez aber nicht, daß „öie Schwierigkeit Der Komi o- sition" und „öie wilde, sich ins Regellose verkaufende Phantasie starken Abbruch getan" habe. De,anders die Durchführrlng des ersten Satzes stieß bei öer zeitgenössischen Anschauung über öie symphonische Form aus besondere Hindernis e, einmal durch das gewaltige Maß ihrer Ausdehnung, zum andern durch die neuartige Gestaltung dieses Teiles. Während man vorher die Durchführung als eine stückweise Ausdeu^ng Der Grundthemen ansah, Deren einzelne Teile durch Eonrentionelle Lieberleitungen, Figu.ea u:.d Passagen in Verbindung gebracht wurden, bildet Deethoven öie Durchführung allein aus dem Thematischen heraus, führt erst in ihr ein drittes Thema ein unö bereichert so im Werden Den geistigen Gehalt des Werkes. Gigantisch wuchs das cheldenthema heraus, gegensätzlich abgetönt erschien das zweite Thema, tlar ausgebreitet lag die Durchführung oor uns in ihren einzelnen EntwicklungLftadien mit der dissonanten Steigerung vor der Einführung des Dritten Themas. Einer bangen Frage an das Schicksal gleich ebbte der klangliche Strom sich ab, nachdem das Heldenthema in Engführungen zu ballender Kraft geführt worden war L'ie eine Stimme der Entscheidung klang das Heldenmotiv des Hornes dissonierend zu den Violinen, und die Reprise ließ den Triumph des Heldischen erleben. (Bekämpfte Klänge in stumpfen Farben erschütterten im zweiten Satz und im Dur-Teil leuchteten die Holzbläser auf. Treibende Impulsität durchzog das Scherzo, mit naturhafter Frische beherrschten das Trio die Hörner, eine der gefürchtetsten Klippen für die Hornisten, die auch schon an der Thematik des Trauermarsches bedeutungsvollen Anteil gewonnen hatten. Das Finale mit seinen Variationen war eine besondere Meisterleistung des Dirigenten, der den einzelnen Episoden organifches Leben und typischen Charakter verlieh, das Andante wurde zu einem Akt besonderer Weihe mit seinem Steigen und Versinken; rr.it dithyrambischem Schwünge ließ er das Werk ausklingen. Durch seine persönliche Deutung der Eroica erweckte Dr. Temesvacy Italien Widerhall bei Den Hörern, denen er nachhaltige Eindrücke zu vermitteln gewußt hatte Das Orchester war vom ersten bis zum letzten Pult teilhabend an dem Erfolg; soll man den {allen Klang der Streicher hervorheben, den Holzbläsern und Hörnern uneingeschränktes Lob zollen: ein jeder gab sein Dest"s. Das letzte Orchesterronzert des Konzertoereins ei« hob sich zu gipfelnder Höhe und wurde zur Bestätigung für die Mission dieses Instituts, Der Kunst ein würdiger Pfleger zu (ein. Dr. H. nun ihrerseits entsprechende Verhandlungen, in denen wiederum das Liebelwollen Dschavid Beys manche Hindernisse schuf. Ehe eine Vereinbarung getroffen werden konnte, brach der Weltkrieg aus, der alle diese Fäden zerriß. Man darf annehmen, daß bei längerer Friedensdauer auch Deutschland und die Pforte einen neuen Konzessionsvertrag abgeschlossen -litten und daß damit die Reibungen zwischen Deutschland und Frankreich in Kleinasien und Syrien beendet worden wären. Ob daraus, wie in Berlin gewünscht wurde, eine Besserung der allgemeinen französisch-deutschen Beziehungen hervorgegangen wäre? Der französische Botschafter in Berlin. Jules Cambon, war skeptisch: vielleicht, sagte er dein belgischen Gesandten, würden sich die offiziellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich in gewissem Grade bessern, „aber," fuhr er fort, „ich glaube' nicht, daß dieses Abkommen auf die Gefühle des großen Publikums beiderse^/s der Vogesen von Einfluß sein wird. Wir haben seit der DreyfuSaffäre auch in Frankreich eine militärische und nationalistische Partei, die um keinen Preis etwas von einer Annäherung an Deutschland wissen will, und die einen großen Teil ihrer Zeitungen in ihrem aggressiven Ton bestärkt." Die Elektrifizierung der Reichsbahn. Ein Bortrag Dorpmüllers In einem im Homburger Lieberseeklub gehaltenen Vortrag über „Reichsbahn und Elektri- fuicruiy" stellte der Generaldirektor der Deutschen Deichsbahngesellschaft, Dr. Dorpmüller, dar, was die Reichsbahn auf dem Gebiet der Elektrifizierung bereits geleistet hat und welche Wege sie einzuschlagen gedenke. Der Vortragende gab einen Lieberblick über die Vorzüge und Rachteile, die elektrischen Betrieb und Dampfbetrieb voneinander scheiden. Beim Versagen der Kraftquelle fällt heim Dampfbetrieb nur eine Lokomotive aus, während beim elektrischen Betrieb alle vom Kraftwerk gespeisten Lokomotiven stillstehen. Bedenklich ist die« vom Standpunkt der Landesverteidigung und bei Streiks. Deshalb wird man auf die Dampflokomotive n i e ganz verzichten können. Wegen der Vorzüge des elektrischen Betriebes ist aber seine weitere Ausdehnung zu erwarten. Die Vorzüge liegen im schnellen Anfahren, in der Möglichkeit, starke Steigungen leicht zu überwinden und in der besseren Ausnutzung der vorhandenen Geleise. Diese bessere Ausnutzung gestattet auch, mit einer geringeren Zahl von Wagen und Lokomotiven auszukommen. Herabsetzung des Betriebspersonals und vermehrte Reinlichkeit durch Herabsetzung der Bildung von Rauch und Ruh sind weitere Vorteile. Bisher werden 2,2 Prozent der Reichsbahnlinien elektrisch betrieben. Die zur Verfügung stehenden Mittel gestatten nur ein langsames Fortschreiten der Elektrifizierung. Auch die technischen Errungenschaften sind noch nicht so weit vorgeschritten, daß an eine Elektrifizierung des gesamten Bahn- ' netzes herangegangen werden könnte. Die Haupt- fchwierigkeit bei der Elektrifizierung liegt aber Wohl heute in der Beschaffung billigen Geldes. Die Energiequelle des elektrischen Dahnstromes ist in Deutschland: Steinkohle, Dräunkohle, Wasser. Bei Wasserkraftwerken werden die Betriebskosten, wenn erst einmal das Kapital abgeschrieben ist. gering. Die Reichsbahn habe sich bei den bayerischen Kraftwerken am Aktienkapital beteiligt, um auf diese Weise Einwirkung auf den Stromlieferungspreis zu bekommen. Was die Elektrifizierung im Ausland betrifft, so waren in der Schweiz mit ihren Gebirgsstrichen und dem Reichtum an Wasserkräften Ende 1927 60 Prozent aller Bahnen elektrifiziert. Der Vortragende gab dann einen Lieberblick über die künftigen Pläne der Elektrifizierung deutscher Reichsbahn streben. wobei ' freilich die G e l d l a g c maßgebend sein werde. Ist billiges Geld erhältlich, dann würden zuerst Strecken mit starkem Ver- kehr und dichter Zugfolge, mit billigen Energiequellen und diejenigen Strecken weiter elektrifiziert werden, in denen bereits elektrifiziert worden ist. Schließlich seien die Gebiete mit starken Steigungen zur Elektrifizierung geeignet. Zum Schluß gab Dr. Dorpmüller noch eine Liebersicht über die Fortschritte in der Konstruktion der Dampflokomotive, wobei er darauf hinwieS, daß die Durcharbeitung der Dampflokomotive in der Richtung der Kohlenersparnis läuft. Aus der Nrovinzialhauptstadt. Gießen, den 17. März 1928. Lleberzählige. »Es is schad' um däi hibsche Bääm, Wammer däi umhaue losse täte, aich bin dagege", so sagte vor etwa 50 Jahren in der Stadtverordnetensitzung ein von den damals überwiegend von Acker- und Gartenbau treibenden Gießener Bürgern in das Stadtparlament gewählter Vertreter. Die »hibsche Bääm". denen das Todesurteil gesprochen wurde, standen zum Teil am Eingang der Ostanlage vor der Schirmerschen Fabrik, zum Teil am Eingang der Nordanlage an der Brauerei Denninghoff. Die neue Führung der Anlage forderte noch mehr solcher alt und „schepp" gewordener Bäume, u. a. am Ausgang »Reichensand" (Bahnhofstraße zwischen dem Kubelschen Hause bis zur Löwengasse). Ein Teil des Gebäudes der Privat- und Kommerzbank steht auf dem ehemaligen Schoorgelände, desgleichen das Kochsche Haus an der Westanlage, ferner das Haus des Kaufmännischen Vereins und ein Teil des K ingsporschen Gartens an der Nordanlage. Le.n alten biederen »Gemeinderat" blieb der Anblick weiterer Bäume erspart, die in der Folge der LImgestaltung der Anlagen der Axt zum Opier sielen: es wurde später noch mächtig „geholzt , bevor die Anlagen ihre heutige Gestaltung erhielten. Von den Vaumveteranen beschatten heute noch eine Anzahl die Anlagen: die, die die Last der Jahre nicht mehr trag n konnten, wurden in den letzten Monaten gefällt und die. denen nach gärt- necisch-menschlichem Ermes.en noch eine gewisse Lebensdauer zu g mnen ist, ohne längliche Stadtratsdebatten bubikopfartig zurechtgeskuht. Der Nachwuchs braucht Licht, und der sonst gern im Schatten wandelnde Anlagebesucher auch. Auch au dem alten Friedhöfe und in der dortigen Anlage legte die Axt einige altgewordene Bäume nieder. Der Hadamarer Mordprozeß. WSN. Limburg, 16. März. Die Beweisaufnahme in dem Mordprozeß gegen den Kraftfahrer Franz Hardt aus Hadamar wurde heute früh fortgesetzt. Nachdem Frau L a n i o nochmals über die Beziehungen der ermordeten Frau B u n k e zu dem Angeklagten Hardt vernommen worden war. wurde der Freiendiezer An st alts Pfarrer vernommen. Der Angeklagte hat ihm im Laufe der Llntersuchungshaft erklärt, er habe sich den Stich selbst beigebracht. Demgegenüber bleibt Hardt bei seiner gestrigen Aussage, daß die Frau ihn gestochen habe. Der Vormund der Kinder der Frau Dunke erklärte, daß die Ver- mögensverhältnisse der Frau bis April, als sie den Hardt kennen lernte, günstig waren. Dann machte sie jedoch Schulden für Hardt, die am 19. Oktober auf 9-000 Mark angewachsen waren. Es wurden dann die Mitbewohner der Frau Dunke vernommen, die den Angeklagten schwer belasteten. Schon Wochen vor der Tat hat der Angeklagte gegen sein Opfer und die Kinder schwere Drohungen ausgesprochen: Er ginge hier nicht weg. es sei denn auf den Kirchhof oder aufs Schafott. Er mache es wie Angerstein. Bevor er hier weggehe, würde Hadamar etwas erleben. Der Zeuge Horn, der ebenfalls in dem Mordhause wohnte, hat festgestellt, daß der Angeklagte bereits Wochen vor der Tat einen Dolch bei sich trug. Eingehend wurde der Polizeibeamte M e u t h aus Hadamar vernommen, der den Angeklagten nach wilder Jagd auf dem Bahndamm der Strecke Hadamar—Niederzeuzheim, kurz bevor ein Zug vorbeibrauste, festnahm. Der Zeuge hatte den Eindruck, daß Hardt sich unter den Zug werfen wollte, was dieser auch heute bestritt. Sofort nach der Festnahme erklärte Hardt, er und die Bunke hätten gemeinsam in den Tod gehen wollen. Er habe sich auch einen Stich beigebracht. In der Nachmitagsfitzung wurden mehrere Kinder der Frau Bunke vernommen. Der ISjätjrige Helmuts) erklärte, daß mit Hordt das Unglück ins Haus gekommen sei. Wiederholt habe er die Mutter, ihn und seine jüngeren Geschwister getreten und geschlagen. Am Mordtage habe ihm seine Mutter noch erzählt, Horch habe gesagt, er wolle mit ihnen Anger st ein spielen: er mache alle kaputt, bevor noch jemand schreien könne. Der Zeuge war während der Tat in einem Nachbardorf. Als er zurückkehrte, traf er Hardt im Hofe. Hardt sagte zu ihm, er solle sich einmal bücken und sehen, ob der Amboß einen Sprung habe. Als er sich darauf bückte, machte Hardt "eine eigenartige Handbewegung, die dem Zeugen verdächtig oorkcrm. Er bückte sich nochmals: do griff Hardt schnell nach einer Axt und holte nach dem Zeugen aus. Der Junge sprang jedoch weg und lief ins Haus, wo er dann die Tat entdeckte. Der Zeuge kennt auch den Dolch, den der Angeklagte bei sich trug. Wenn Hardt Streit mit seiner Mutter hatte, hat er, wie der Zeug« meint, das Messer öfter geschärft, um ihr Angst zu machen. Nun wurde der 14jährige Alfred vernommen. Dabei kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Nachdem er ungefähr dasselbe wie Helmuth und die 13jährige Else bekundet hatte, frug ihn der Vorsitzende: „Hast du deine Mutter lieb gehabt?" Bei diesen Worten brach der kleine Junge ohnmächtig zusammen. Im selben Augenblick fangen die im Saal sitzenden Kinder zu schreien und zu weinen an, und während sich die medizinischen Sachverständigen um ihrs längere Zeit ohnmächtige Kind bemühten, sprang der 18jährige Helmuth' schluchzend gegen die Anklagebank und stieß erregte Drohungen gegen Hardt aus, so daß er durch einen Gerichtsdiener aus dem Saal gebracht werden mußte. Kurz vor Beendigung der Sitzung kam es nochmals zu einem Zwischenfall. Der kleine Alfred hatte sich miete re r holt und sollte erneut vernommen werden. Der Angeklagte wandte sich an den Dorsjpen- ten mit den Worten: „Schonen Sie bitte die Kinder." In höchster Erregung sagte dieser zu dem An- geklagten: „Seien Sie ruhig. Angeklagter, bas haben Sie auf dem Gewissen. Wir schonen die Kinder: Sie hätten die Kinder früher schonen sollen und sollten sich jetzt nicht als Schützling der armen Kleinen aufspielen, denen Sie die Mutter getötet haben. Schämen Sie sich!" Der Vollziehungsbeamte Braun, der kurz nach der Tat in das f)au5 kam, um ein Auto zu pfänden, hat an Hardt nichts Verdächtiges wahrgenommen. Wohl habe er beim Eintritt in das Haus ein umheimliches Geräusch gehört. Die Sitzung wurde darauf auf morgen früh vertagt. Das Urteil ist für Samstagabend zu erwarten. Doch ein Morö. WSN. Limburg. 16. März. Wie wir bereits berichteten, wurde Mittwocha'.-e d in Niederzeuzheim die Ehefrau Ludwig im Stall tot aufgefunden. Von Anfang an vermutete die Staatsanwaltschaft Limburg, die sofort benachrichtigt worden war, -in Verbrechen, und stellte den ganzen gestrigen Tag über eingehende Ermittlungen an. Auch se't heute früh befinden sich Staatsanwalt Dr. Hofmann rmd der Limburger Llntersuchungsrichter an der Fundstelle der Leiche. Der Frankfurter Gerichtschemiker Dr. Povp wurde aus dem Hadamarer Mord- Prozeß, in dem er als Sachverstä d':ger aü'tritt, schon kurz nach Beginn der heutigen Sitzung nach Niederzeuzheim abberu'en. Die bisherigen Ermittlungen und die heute mittag vo-genom- mene Leichensezierung haben nunmehr die unbedingte Gewißheit ergeben daß t e F-au nicht bei einem Unfall (man nahm anfänglich an, sie fei von einer Kuh aulgespie'.t worden) zu Tode gekommen ist, daß vielmehr eine gewaltsame Tötung vorliegt. Die Staats- anwa'tschaU verV'gt auch eine bestimmte Svur, über die natürlich einstweilen noch nichts be- fanntge geben werden kann. Lieber die Zweckmäßigkeit der Entfernung der Bäume am Selterstor (sie wurden allerdings durch einige Baumjünnlinge ersetzt) ist die öfsentlicheMei- mmg ebenso geteilt wie über die durch schwere Ketten miteinander verbundenen Abweissteine, die ersteren laden kurzsichtige Personen zum Stolpern (Tatsachen liegen vor), die letzteren zum Anstoßen ein. Am Ausgang der Diezstrahe in die Ostanlage stehen ebenfalls zwei Steine des Anstoßes, die nicht nur entbehrlich, sondern an der unbeleuchteten Stelle gefährlich sind, genau wie die an manchen Straßen mitten auf dem Fußsteige stehenden Lieberflurhydranten. Linser Stadtwald steht glücklicherweise noch »voll von dunklen Tannen". Allwinterlich tritt der Forstmann an diesen und jenen der Daumriesen heran, prüft mit Kenneraugen seine Fällig- und Verwendungsmöglichkeit und bald liegt der Stamm am Boden. Der Waldbesucher findet jetzt Hunderte solcher entästeter und entrindeter dunkler Tannen hingestreckt auf dem mosigen Wald- boden zwischen den Kameraden, denen noch Gnadenfrist bis zu einem späteren „Holzverstrich" bewilligt wurde. Ganz nahe an der Stadt, hinter und neben dem Schützenhaus hat die Axt vollständig mit dem Baumbestand aufgeräumt und eine größere Fläche vollständig freigelegt, gewiß zum Leidwesen derer, die gleichen Sinnes sind, wie der alte Herr Stadtrat von anno dazumal. Hoffentlich füllt eine planmäßige Aufforstung die entstandenen Lücken nach Möglichkeit wieder aus, so daß die Einwohnerschaft Gießens auch fernerhin unter »hibsche Bääm" in Wald und Anlagen wandeln kann. Oer neue Reichsbahn-Zahrplan. Der neue I a hre S f a h r p l a n der Reichsbahn, gültig ab 25. Mal d. I., der etzt im Entwurf vorliegt, bringt keine Verschlechterungen, sondern außer einer Anzahl Verbesserungen bezüglich günstiger AnschlüsU auch verschiedene neue Züge. Nachstehend sind für die einzelnen Strecken die besonders nermenStoerten Aenderungen ausgeführt. Strecke Gießen—Frankfurt a. 211. Pz. Gießen ab 4.12, bisher 3,59; D , „ 7.02 (von Berlin), bisher 7.50; D 7.53 (von Hamburg), bisher 8.00; B.Pz. „ „ 9.44. bisher 9.42; P. , » 14,35, bisher 14.45; D Gießen ab 15.09, neuer O-Zug von Bremen, vom 15. Juni bis 31. August 1928; D Giezen ab 21.33 (v. Hamburg), bisher ab 22.02; D Gießen ab 22.00 (von M.-Gladbach). bisher ab 22.02. Strecke Frankfurt a. 2N.—Gießen. Pz. Gießen an 7.25, neu (von Butzbach); Pz. „ . 7.57, bisher 8.03; » . 8.16 nach Hagen (ab 8.23); u „ 8.53 nach Hamburg (ab 857, bisher Gießen ab 8.40); D Gießen an 13.17 nach Berlin (ab 13.28, bisher 13.22); D Gießen an 15.41 nach Bremen (neu ab 15. Juni bis 31. August 1928). Strecke Gießen—Koblenz. Bschl.P -. Gießen ab S.09, neu al i bsch' Pz. bis Kob e:.z vom 15. Mai bis 6. Oltobrr, bisher ab Limburg a'.s Pz.: Pz. Gießen ab 10.34, bisher ab 10.25; . 12.30, bisher 12.32; P- » . 16.02, bisher 1558. Strecke Koblenz—Gießen. Pz Gießen an 18.06, bisher 17.56; Pz. , , 20.14, bisher 20.25; Pz. . . 21.27, bisher 21.33. Strecke Gießen—Köln (Hagen). Pz. Gießen ab 6.36, bisher 6.38, Pz. bisher Gießen ab 653, fällt bis 6. Oft au8; D Gießen ab 8.23, bisher 8.24; D . . 18.47, bisher 18.48. Strecke Köln (Hagen)—Gießen. D Gießen an 21.52, bisher 21.49. Strecke Gießen—Fulda. Pz nach Fulda 8.31, bisher 8.24; Pz. von Grünberg an 7.10, ab 1. April 1928 (bisher 7.35); Pz. von Fulda, Gießen an 9.33, bisher 9.50; Pz. von Fulda, Gießen an 12.20, bisher 12.05. Strecke Gießen—Gelnhausen. Pz nach Nidda (Schotten), Gießen ab 6.45, nur Sonntags bei gutem Wintersportwetter nach vorheriger De.'anntgabe. Strecke Gießen—Lollar—Grünberg. Pz. W von Grünberg, Gießen an 9.37 (neu); Pz. von Grünberg, Gießen an 14.33, bisher 14.39; Pz. nach Grünberg, Gießen ab 9.50 täglich, bisher nur Soi.ttags (9.48); Pz. nach Londorf, Gießen ab 20.41, nur Sonntags vom 7. Ort. 1928 bis 31. März 1929; Pz. nach Londorf, Gießen ab 22.54, nur (Sonntags vom 15. Mai 1928 bis 6. Oft. 1928. Verbot gewöhnlicher Vollgummireifen für Kraftfahrzeuge. WTB. Die vom Reichöverkehrsministerium aus der Braunschweigischen Bersuchsstraße angestellten Versuche ergaben, daß durch Die gewöhnlichen Vollgummireifen eine besonders starke Weg- abnuhung hervorgerufen wird. Der Reichs- verkehrsminister beabsichtigt daher, in den nächsten Tagen durch eine Verordnung die gewöhnlichen Vollgummireifen, von unbedeutenden Ausnahmen abgesehen, zu verbieten. Das Verbot soll für die am 1. April zuzulassenden Kraftfahrzeuge sofort, für früher zugelassene Kraftfahrzeuge zwecks Ermöglichung des all- mählichen Reifenaufbrauchs ab 1. Juli 1929 und für Anhängewagen ab 1. Januar 1930 wirksam werden. Grundsätzlich hat an Stelle der Vollgummibereifung Luftbereifung zu treten. Nur für zweiachsige Lastfahrzeuge über 3 Tonnen sollen neben Luftreifen auch hochelastische Vollgummireifen (sogenannte Kissenreifen) zugelassen sein. Eine Ausnahme von dem Verbot der gewöhnlichen Vollgummireifen bilden lediglich gewisse in landwirtschaftlichen ober forstwirtschaftlichen Betrüben verwandte Zugmaschinen von geringer Höchstgeschwindigkeit und leichterem Gewicht, die, ebenso wie ihre Anhängewagen, noch gewöhnliche Vollgummireifen ober sogar Eisenreifen führen können. Es steht zu hoffen, baß burch bie in Aussicht genommene Neuregelung die Inanspruchnahme der Straßen durch schwere Kraftfahrzeuge wesentlich gemindert wird. (Siebener Wochenmarktpreise Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Butter 160 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück- 60 bis 140, Wirsing 40 bis 45, Weißkraut 20 bis 25, Rotkraut 35 bis 40. gelbe Ruben 15 bis 20, rote Rüben 12 bis 20, Spinat 45 bis 60, Unter Kohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 45, Rosenkohl 65 bis 80, Feldsalat 150, Endivien 100 bis 120, Zwiebeln 25, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 83, Kartoffeln 5 bis 5V», Nepfel 10 bis 23, Birnen 10 bis 15, Suppenhühner 100 bis 123 Pf. das Pfund; Eier 11 bis 12, Blumenkohl 63 bis 180, Salat 20 bis 40. Lauch 10 bis 25, Sellerie 10 bis 50 Pf. baß Stück, Radieschen Bd. 30 Pf. • " Personalien. Ernannt wurden der Schulamtsanwärter Oskar A ch a r d aus Lich, Kreis Gießen, zum Lehrer an der Volksschule zu Reichelsheim, Kreis Erbach: der Kanzleigehilfe Karl Streb aus Steinheim, Kreis Gießen, zum Kanzlisten bei der Direktion der Landes-Heil- und Pflegeansttilt bei Gießen mit Wirkung vom 15. März 1928 ab. Städtische Brennholzversteige- i rung. Bei der gestrigen BrennbolzverstcLgerung der Stadt Gießen (am Flugplatz) wurden im Durchschnitt folgende Preise erlieft: Kiefern- schetter je Raummeter 13 Mk., Cichenscheiter 11,20 Mk., Fi^tenschetter 13,40 Mk., Hainbuchenknüppel 13,20 Mk., Cichenknüppel 11 Mk., Ktejernknüppel 11 Mk., Ficytenknüppel 8,80 Mk., Fia-tenknüppelrcisig 7 Mk., Kiefernstöcke 7 Mk., Fichtenstöcke 4 Ml. je Raummeter, Cichenreisig je 100 Wellen 15 Ml., Fichtenderbstangen 1. Ktt je Stück 4,20 Mk., 2. Kl. je Stück 2,60 Mk., 3. Kl. je Stück 1,40 Mk. Das amtliche Fernsprechbuch für denOberpo st dir ektionöbezirkDar rn- stad t wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu werden am 10. April abgeschlos- fen. Bis dahin sind Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech-Vermitt- lungsstelle anzu.meldcn. Sollen gebührenpflichtige Eintragungen der jetzigen Auflage nicht in das neue Buch übergehen, so ist ihr Wegfall oder ihre Aenderung bis spätestens zum 10. April zu beantragen. '*DerSternstafettenrittnachSchot- t e n. Am morgigen Sonntag finden in allen deutschen Gauen seitens der reiterlich interessierten Verbänden zugunsten des Fonds für die Vertretung der deutschen Farben auf der im Sommer in Amsterdam stattfindenden Olympiade Stafettenritte statt. Auch der Verband hessischer Reiter- und Fahreroereinigungen, Abteilung Oberhessen, veranstaltet an diesem Tage — wie gestern schon berichtet — einen Stafettenritt nach Schotten. Neben dem allgemeinen, werdenden Zweck, den die Veranstaltung bezweckt, wird ein von jedem beteiligten Verein — es sind in Oberhessen deren 13 — beizusteuernder Betrag dem Olympiadekomitee zur Vorbereitung des Turniers überwiesen. Der Reit- und Fabrklub Gießen und I .mgebung übernimmt die Streife (Biegen bis Hungen; Abritt des ersten Reiters erfolgt am Ausgang Gießen auf der Licher Straße vormittags 8.30 Uhr, die Uebergabe der Stafette durch den letzten Reiter an ben ablösenden Verein in Hungen gegen 9.45 Uhr. Die Ankunft sämtlicher Stafetten in Schotten wird gegen 12 Uhr statlstnden. ’* Eine Filmvorführung bot der Deutschnattonale Handlungsgehilfen-Verband seinen Mitgliedern am Donnerstagabend im Katholischen Dereinshaus. Zuerst wurde der Bildstreifen „Wege zu Kraft und Schönheit" gezeigt, der bereits vor längerer Zeit im hiesigen Lichtspielhaus vorgeführt worden ist. Einem Teil der Besucher dürfte daher der Film schon bekannt gewesen sein. Die zweite Vorführung brachte drei einaktige Bildstreifen, zusammengefaßt unter dem Titel: „Mit dem Kraftpostwagen durch Deutschland und die österreichische Älpenwelt". Dieser Film totn in erster Linie als moderne Verkehrswerbung dienen, er zeigte die Schönheiten des Tiroler Landes und bie Annehmlichkeiten einer Postautofahrt durch die prächtige Alpen- Welt. Die Vorführungen leitete Ingenieur Erte l - Gießen. Die Veranstaltung war außerordentlich gut besucht und fand lebhaften Beifall. Zuchtviehversteigerung. ---Butzbach, 16. Marz. Die 2. Ober- Hef s t sch e Zuchtviehversteigerung, die der La^dwirtscha.ts.a.m. er-Auslchuh für Ober- Hessen gestern hier abhielt, erfreute sich eines sehr starken Austriebs; insgesamt st a r den 105 Dullen der hessischen Fleckviehrasse und 14 Eber vom veredelten Landschwein und Deutschen Edel- schwein zum Verkauf. Der Durchschnittspreis für einen Bullen betrug 7C0 Mk. Insgesamt wurden 20 Bullen und zwei Zuchteber verkauft: Züchter Wilh. Alles (Ruppertsburg) für 1010 Mk. an Gemeinde Eich, Züchter K. Wahl (Angersbach) für 940 Mk. an Gemeinde Kleeberg, Züchter Moritz Müller (Oberhörgern) für 330 Mk. an Gemeinde Tiefenbach, Zücyter Konrad Walther (Tr.-Münzen- berg) für 853 Mk. an Gemeinde Brauerschwend, Züchter Fr. Fauerbach (Eberstadt) für 825 Mark an Gemeinde Oberhörgern, Züchter Ant. Friedr. Bill (Niederweisel) für 850 Mk. an Gemeinde Kefenrod, Züchter K. Walther (Tr.- Münzenbergi für 800 Mk. an Gemeinde Ober- osleiden, Züchter Johs. Schäfer (Fauerbach v. d. H.) für 780 Mk. an Gemeinde Echzell, Züchter Gg. Bender Witwe (Griedel) für 770 2HL an Gemeinde Göbelnrod, Züchter W. N e r n (Pohl- Göns) für 740 Mc. an Gemeinde Ober-Ros lach, Züchter Fr. Wilh. Zi n g (Diebach a. Haags für 730 Mc. an Gemeinde Vadenrod, Züchter Fr. S ch m e l z II. (Allmenrod) für 720M'. an (Le nei de Hainbach, Züchter K. Luft (Allmenrod) für 700 Mk. an Gemeinde Oberbessingen, Züchter Hch. K. H a u b (Tr.-Münzenberg) für 700 Mk. an Gemeinde Lützellinden. Eber von der Rasse des Deutschen Edelschweins: Züchter L. Weil (Lang-Gö'.s) für 180 Mk. an Gemeinde Melbach, der Eber t>:8 K. Schultheis (Stangenrod) wurde für 175 Mark verlauft. Preußen. Mcnngau. LPD. Frankfurt a M., 16, März Von der hiesigen Kriminalpolizei wurde der seit un- ge ähr zwei Jahren i.i Frankfurt a M. ansässige Schriftsteller und Redakteur Leo Cohn, aus Breslau gebürtig, fe st genommen und dem Amtsgericht oorgeführt Seit fast 27 Jahren führte er unrechtma ngerwcise den Namen Leo E o l z e. Im Laufe dieser Zeit war es ihm gelungen, amtliche Papiere auf diesen falschen Namen C o l z e zu erhalten. In der letzten Zeit ging er sogar tx^u über, den Titel eine» Dr. ph.l. zu führen, den er niemals erworben hat. Leo Cohn a'ias Colze ist in weiten Kreisen in seiner Eigenschaft als leitender 2le- ba.tcur bei der Frankfurter Messe und der Stadion Verwaltung begannt geworden. ZLZ der ßanSkft mit und ltlun9 Vom £Äfe« 'MO X A^cheiter WK DZSZ lc SM 2.60 X 3f ^^lprech.2ermitt! Ken gÄHrenpfljchjj.. ieftcna ^C^ü" »dcr ^nszuin 10, tfnfrl,tnM6diot. °;An 4X 5 jur die Ütrirttuna der mer In Mertenritte statt. Auch unö iWeroereinkmn. w.r°nHaltet an diesem "richtet - einen Eta« eben dem allgemeinen, Veranstaltung bezweckt, en Amin - «s stnd m '-'iteuernber Destag dem bereituny des Turniers ' ii^tlhib (Ziesten und trecke (Ziesten bis Hungen: rfolgt am Autgano Tie- vormittags 8.30 Uhr, die rch den letzten Reiter an Hungen gegen 9.45 Uhr. ofetten in Schotten wird rführung bot der lgSgehilsen«4erband Id» mnerStagabend im Ka- Zuerst wurde der 2ild» und Schönheit" gveiat. Zeit im hiesigen Licht- den ist. Einem Teil der er $ilm schon besannt Borfüljriing braditt drei mmengcsaht unter dem twagen durch Deutsch- ÄMweU". Dieser iw air moderne Per« zeigte die Schbnheiten d die Annehmlichkeiten h die Prächtige Alven- ,en leitete Ingenieur •ranftaltung war außer« > sand lebhasten Aeisatk. rfleifleiw » Slt 2. Ober* Dcrficiflerunfl. bi« er^iuZ chub f|« Obe. eit rrsrrute sich mes Wl«”1 fyi-hrchse und U Mer und Deutschen Edel- urti.nen'SunaJeto? ^TaUher^ ^sZS SEK rss*3s?c obtS$'zM * ün-enberg) ' 18 lßem ' ®ut«®- «n|i,$ K!-^L -dss, W-- cA S f«i- -u' Äl» ’JmU i m n 18 e r jjgfl ec n t ef.e ist |ny^ d)d । ** r Sell/ 'surtcl S jltunfl Turnen, Gvori und Spiel. Waffersreunde Hannover in Paris geschlagen. Die deutsche Meistermannschaft der Wasser- freunde Hannover ist aus ihrer AuSla.rd^eise wenig vom Glück begünstigt. Auch am ONutwoch- abend muhte sie in Paris ein« Aredrr'.age hinnehmen. Die Wassersreunde spretten in der Piscine de la Gare' gegen eine Pariser Mann- schast, die 4:3 (3:1) siegreich blieb. Die Fran- zosen waren schneller am Ball und spiel, reu- diaer, so dah man ihren Sieg als verdient an- sprechen kann. Auch in der 8x52-Metrr-Staffel blieb Paris in 4:07 siegreich vor den Ha mo- veranern, die 4: 17,2 benötigten 3m 3mal50- Meter-Rückenschwimmen land.le Hannover mit 1:47 einen knappen Sieg vor Paris mit 1:47,2. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. • Das Amtsverkündigungsblott Olr. 19 vom 16. März enthält: Die Wahlen zum Provinzialtag der Provinz Oberhessen. — Wahl der Versicherungsvertreter als Beisitzer des Der- sicherungsarnts beim Kreiramt G.ehen. — Dienststunden bei dem Kccisschulamt. — Das Gesetz über den Urkundenstempel. — Feldbereinigung Stangenrod und Grüningen. — Dienstnachrichten. Spielplan der frankfurter Theater. ] Opernhaus. Sonntag, 18. März, 15 bis nach 17 Upr: Hänsel und Gretel. 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Der Zigeunerbaron. Montag. 19. Mörz. 19.30 bis gegen 22 30 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag 20 Mär^ 19.30 bis 22.15 Uhr. Amelia oder Ein Maskenball. Mittwoch 21. März. 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Eosi fan tutte (So machens alle). Donnerstag. 22. März, 19.30 bis 22.15 Uhr: Der fliegende Holländer. Freitag. 23. März. 20 bis 22 Uhr: Einmaliges Tanzgast, spiel: Palucca. Samstag 24. März. 19 bis gegen 22.30 Uhr: Die Macht des Schicksals. Sonntag 25. März, 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Eosi fan tutte. Montag. 26. März, 18.30 bis nach 22.30 Uhr: Tristan und Isolde. Schauspielhaus: Sonntag 18 März, 15.30 bis 17.45 Uhr: 3m weihen Röhl. 20_ bis 22.30 Uhr: Echinderhannes. Montag, 19. März. 20 bis 22.30 Uhr: Minna von Barnhelm. DienStag. 20. März. 20 bis 22 Uhr: Max der Prominente. Mittwoch. 21. März, 20 bis 22.30 Uhr: Minna von Barnhelm. Donnerstag. 22. März, 20 biS 22.30 Uhr: Reidhardt von Gneisenau. Freitag 23. März. 20 bis 22 Uhr: Max der Prominente. Samstag. 24. März. 20 bis nach 22.30 Uhr: Reidhardt von Gneisenau. Sonntag. 25. März. 20 bis nach 22.30 Uhr: Reidhardt von Gneisenau. Montag, 26. März, 20 bis 22.30 Uhr: Ein Botts- feind. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 18. März. Lätare. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: 11: Kinder- kirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mahr, 2: Pfarrer Becker: Vorstellung und Prüfung der Kon firmanben aus der Markusgemeinde. 6: Pfarrer Becker. — Johanneskirche. 9.30. Pfarrer Ausfeld, zugleich Militärgottesdienst Beichte und hl. Abendmahl für die Militärgemeinde: 11 Kinderkirche für die Iohannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld: 2: Vorstellung und Prüfung der in der Lutasgemeinde zu konfirmierenden Knaben, Pfarrer Bechtolsheimer und Pfarrverwalter Dotzert. 6: Pfarrverwalter Dotzert — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz: 2: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der i?uthergemeinde, Pfarrer Lenz. — Vicfeck 9 45: 11: Kinderkirche. 6 und 8: Passionslichtbilder, andacht — Hausen^arbenleich. 11. Garbente^ch: 1: Hausen. — Kirchberg. 10: Kirchberg. 1.30 Lollar. — Alten vufeck. 10; 1 — Lich. 9 30: Stislspsarrer Schorlemmer, 12.45 Kindergottesdienst Der Rach- mittagsgottesdienft fällt aus. — Watzenborn-Steinberg. 9.30. Die Passionsandacht muh ausfallen, ebenso die Kinderkirche. Dienstag, den 20. März. Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Lollar: Bibelstunde Mittwoch, den 21 März. Iohanneskirche. 6 Uhr: 5. Passionsandacht, Pfarrer Bechtotsheimer. — Lich. 8: Passionsandacht. Donnerstag, den 22. März Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Daubringen: Bibel- stunde. Katholische Gemeinden. Samstag, den 17. Marz. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Be chte Sonntag, den 18. März. 4. Fastensonntag. Gießen 6 30 Uhr: Deichte; 7 Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion, 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre- digt; 4.30: Versammlung der Jungfrauenkongregation; 5 30 Christenlehre und Andacht. — Grünberg, q 30 Messe mit Predigt — Hungen. 8: Messe mit Predigt — Laubach. 10: Messe mit Predigt. — Lich. 10 Hochamt mit Predigt. Spre^-stunden der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittag«. Samstag nachmittag geschlossen___ gonnti’Oiftft uer ,, n. Zlöato-fei ml8.3.;28 Dr. Kleiv'd. i r. Ploch. Hirschnvotheke. tabnarzt- >'r- Werrbet gur tRemigunq des nebraueben Sie Herber-Kerne. die Sie schon in einer Meng- von 3 Gramm int genauer Beni- ei' b.inn in her Aro beke erhallen können. i7»34 Frühjahrs Mäntel,Kostüme,Kleider finden Sie bei uns in allen Größen von der kleinsten Backfisdi- bis zur stärksten Frauenfigur in einer nicht zu überleitenden Reichhaltigkeit. Vorteilhafte Preislagen: Mk. 29.- 39.- 49.- 59.- 68.- 79.- 89.- 98.- usw. W agener L Schlöte! Qoethestr. 9-11 Eello-ünterricht DAS WOHNLICHE HEIM 01744 erteilt VERBÜRGEN prompt, reell und billigst 02063 GESCHMACK PREISWURDIGKEIT 1866a Cafe Astoria 267 m Heute Tanz-Abend 021QV «“»D «yutierö. 29430 wrm _ uitirrAum Ohr. Singer, Wlb blch 38, b. Geismar «Eichstetdi. HeispieMüitet lüitert rote iliildi cor AÜglid)c6. billtgec- Mast- u. Mtlchiuner für Mast-. Sudif u. ,lunflfcbroetne,'JJhl*- tübe, Gestuget- oro Sack. ca. 15 Bid., 10 Vl, 5 S ack^ 47.50 ab Station Bebra verRachi'ahme. Tag- (ich einieucnbe Anerkennungen beweisen ote Gllie des NACH QUALITÄTEN ©eaen Gicht, Stein- und Stoffwechselleiden! / Ermäßigte Pauschalien (mindestens) 3 Wochen: Pauschalpreis Mk. 189,-. 3m Kurhaus: Wachenpauschalpreis Mk. 80,50; im Badehof: Wachenpauschale Mk. 105,-. Auskunst auch über Hauskuren durch die Badeverwaltun» Grete Natorp konservatoristisch geprü't. Ausbildung: Prof. J. Klengel-Leipzig Prof. J. Het-ar München. Unterrichthbedinpruniren bei E. Cha liier oder Marbnrg. Barfüinertor 25, zu haben. Zundessest des Radf-Sundes Oberheffen 3u dem am 23., 24. u. 15. Juni b. I. in Ett u sdauien unttnnbcnöeu Bunoesteit des beabstchttat der beir. Verein <3jMX4*A >* Karussell, Erbtest« VIS bube, Zuckerktänoe ufro. zu »t-r ieben. 'Vlnoci'Dtc sind bi3 -um 15. A-rit schriftlich an den l.Vorstiz. Ern st («et arb au richten.294"0 Gießener Schwimmverem Lonnlaa, b. IS. März 19^8, finöct bet gün .igem V. euer unser eruer dieoiahriger Kamttienausttug statt. - Ziel: Wteibetfl; $leffpunfi 2 llbt muiagSLahnbrücke. — Tie Damen werden gebeten Kuchen mitznbrtnaen. Wir biuen nm zablreiche Beteiligung. Der Borttaub. Glaserei-und Einrahmegeschätt Karl Euler Kirchstrafee 13 / Telephon 771 / Kirchstrafce 13 Ausführung aller in das Fach einschlag Arbeiten ’ Koch nie «o billig: Konzert- Sprech- auparat genau wie Abb, starke« Einfederwerk, Gr 42x4 x31 cra, in Hebe nur M. 29.50. Versand per Nachnahme. Katalog gratis direkt ab Fabrik. Husberg A Co., (2150< Neuenrade Nr. 10 (Weetf.). Die eSclffefiunftiftSte muht fehrtfie kuren Rmüem. 8llio!ere \ SSVlllNliM werd iachgemäst u. oretSweri ge- ittmmi u reoar ®.66etlma.VC.9.r (Biehen, DioifitUi ieleobon 2403 Ankaairtbt. Mao u Harmoniums | ...MÖBELSTOFFE,TEPPICHE,DEKÖRATIOiSSTOFFE VON PA.WALTHER Gegründet 1845 FRANKFURT A. M., KAISERSTRASSE SA Duvrh einen über ganz MiLtsSeuvspa ausgedehnte« O Gvotzhandel o UNERREICHTE AUSWAHL UND PREISVORTEILE NACH NEW YORK mit den Kiesenschnelldampfern der WHITE STAR LINIE D. „MAJESTIC*1 (56551 T.) 21. März D. „OLYMPIC“ (49 439 T.) 28. März D. „HOMERIC“ (34 351 T.) 4. April Auskunft u. Schlffskarien hei: Gebr. nllmann, Gießen, Bahnhoiitr. 85, Tel. 1542 und Hugo Schneider, Büdingen. A. Heilefsche Buchhandlam, B^hnholi raße 6, Telei en 18 und Hermann Löb, Batxtach, Briedeler Straße 9, Telephon 318 279;» Frankfurt a. M. Restaur.KölnerHof am Hauptbahnhof rechts Vornehm behagliche Rflume Anerkannt erste Küche Dor munder Aklien-Pils und Münchaner Hottrfiu Große und kleine Räume für Konferenzen u. Festlichkeiten Hotel Kölner Hof lieber 100 Zimmer mit fließ, warmen und kalt. Wasser von Mark 4.- an. 20 Privatbäder <09# Bad Homburg Z,mm r m. -stülpt, i. schöner frei. Lonnon- In-ie i. Park t. gutem PrtvaihauS. Kleine Proworoffstr. 4._________ 2948A 1-Zyl.-D-Rad in tadellosem Zustand mit Boschlicht und Horn, Soziussitz usw., preiswert abzugeben. Kremp, Wetzlar Braunfelser Slratze 46. 2982V öaiGevnhausm Hellt Rheuma. IschLa», LLhmoasen, Oslruksherz-Iervea-AZrauelllei-ea Vie Stadt ohne SluftwD« gavAeZahi ’,*O%%EoKTo%°eARoCe-«^:ue;3üeN8a0RO’ ^VH 265 2966V GiefeenerKonzertverein Sonnlag, den 25. Mdn 1928, nadim. 5 Uhr, Unirersitälsanla ZEHNTES KONZERT Triovereinigung Lydia Hoffmann-Behrendt (Klavier) Prof. Gustav Havemann (Violine) Adolf Steiner (Cello) aus Berlin. Klaviertrios: Schubert op. 99 B-dur, Reger op. 102 E-moll, Brahms op. 8 H-dur. Der Bechotein-Konzertflügel ist aus dem Pianomagazin Schönau, Gießen, Seltersweg 91. Eintrittekarten: RM. 4.—, 3.— und 2 — bei Ernst Challier und abends an der Kasse Studentenkarten RM. 1.— bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte.29711) Internationales Schachturnier in Gießen Oer Appell an die Bürgerschaft hat wider Erwarten im ganzen geringen Widerhall gefunden, doch sind im Verständnis für die allgemeine Bedeutung des Unternehmens neben vielen kleineren auch zahlreiche größere Zuwendungen und Stiftungen erfolgt, so von der Staatsregierung, der Stadtverwaltung, der Universität, Industrie und Handel. — Allen Spendern sagen wir an dieser Stelle herzlichen Dank. Unter der Voraussetzung, daß noch ein größerer Rest unter Mitwirkung ebenso Verständiger aufkommt, wird neben den anderen Turnieren auch diese schachsportliche Veranstaltung, die erste für Gießen und Hessen, statifinden können. Gießen, im März 1926. Oer Turnierausschuß. Mitteilung! Infolge der hohen Lederpreise, welche in der letzten Zeit bis zu 43°/0 gestiegen sind, sind wir nicht mehr in der Lage, für die seitherigen Preise zu arbeiten- Wir sind deshalb gezwungen, auf unsere seitherigen Preise einen prozentualen Aufschlag eintreten zu lassen. Wer heute noch billiges Angebot macht, kann dies nur auf Kosten des Materials und der Verarbeitung. Wir bitten daher unsere werte Kundschaft, bei Ausführung von Schuhmacherarbeiten, nach wie vor sich vertrauensvoll an die bisher bewährten Meister zu wenden, die auch die Gewähr bieten, einwandfreie Arbeit zu liefern. Schuhmacher-Zwangsinlilmg für Stadl-».Landkreis Gießen 3002D pWer-AnM Mfer Ludwigstrahe 8 29790 liefert sofort alle modernen Falten. uberSunSkhe" Seife denkt „Schon als Kind sah ich meine Mutter damit waschen. Ihr reicher Schaum und ihr frischer Duft taten es mir an, und auch ich verwende keine andere. Nichts macht die Wäsche so rein und frisch, und nichts schont sie so vollkommen wie Sunlicht Seife.“ Als reine, milde, leicht schäumen de Seife ist sie auch füf die Handlind Körperreinigung vorzüglich geeignet, sowie zum Abwaschen von gestrichenem und lackiertem Getäfel und Möbelstücken. Sunlicht Seife für Alles. Cafe Ernst Ludwig Heute abend 8 Uhr: Großer bunter Abend Hans Gerhardt, Käthi Heydt Die großen Münchner Stimmungsmacher 2953D GkWeMMüe-WsiNiWS- oetein zu GMberg (ßeffen) Die ordentliche Mitglieder - Versammlung sinket Sonntag. den 25. März d. I., nackmittagS 2 llbr, im Wnübnud von Adolf 'Jicvv, (tzriinderg, start, wozu ich die Mitglieder entlade. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Rechnungsablnge. 3. Bereins-Angeleqenhetten. Umrecht zahlreich. Erscheinen wird gebeten Grünberg «Hessen«, den 17. März 1928. 2950D Schäler, Direktor. Goethe-Bund Morgen (Sonntag), abends 8 ühr, Nene Änla Alte Meister in Wort und Ton Alice Ehlers, Cembalo ,9UD Dr. Uei-tr. Michaelis. Rezitation Saalbau Sauer Morgen Sonntag 02m TANZABEND WWW MW "gewüMlen AusilattWg Mein u.oreismeri Ole Brührfthe Unlo.-Drujerel. H. knnge, Gleäen, Schulllr.7. Anni Brockmüller Ludwig Spies Verlobte Landmannstraße 11 Buchnersiraße 1 17. März 1928 .......... . .. 02046 Statt Karten! Marie Faber Karl Will Verlobte Leihgestern, den 17. März 1928 02025 Für die anläßlich unserer Vermählung er- | wiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst | Ludwig Michel und Frau Luise geb. Kolb Meseck, den 14. März 1928 FrauenmrdTöchter Auf vielseitigen Wunsch beginne ich im Hotel Viktoria meinen überaus mit Beifall ausgcnommenen gründlich bildenden zweitägigen Lafeweck- und Servierkursus verbunden mit Anitandölehre und vornehmer Gastlichkeii, sowie treffli.be Winke aus der Häuslichkeit. Der Kursus findet tbeoreiisch und vrakiifch mh Tn et eiäi stau. Aufklärung über alle in der Häuslichkeit und bei Festlichkeiten vorkommendeit Taseldeckirien, bei Durers und - Honorar aus 3 Mark ermä tgt. Notizbuch, Bleistift und 10 Papierservietten mttbringen. Cin- zeichnnngSllste liegt in obengennnniem voiel aus. Zahlung bei Beginn. 3008D Frau Langcrbcin. ZorFnihiMesteOnng empfehle ich alle Feld- u. Gartensämereien in nur hochkeimfähiger und sortenechter Qualität * Besonders empfehle ich Rot' klee, Luzerne usw Futtergrasmischungen und Runkelsamen Samenhandlung und Gartenbau RUDOLF KStEHBIEHL Lollar * Fernsprecher 78 I ö 2995D J.IIISI ■WIMIS l—ll s---- MX Wirkliche Neuheiten! Wirkliche Schlager! - Radioapparate für Jedermann „Blaupunkt VII“ Bezirks« u. Ober« landempfänger olneohlleßl. Einzelröhren 39.60 Baukasten zum Selbstbau des 3- Röhren - Überiandemp • fängere nebst Konuslaut- Sprecher, elnschl aller Einzelteile 35.7e ,,Blaupunkt 49Z“ Konue-Resonene- Lautaprochor m reguliert». Schallsystem 27.°« »Ind die Empfangsgeräte — Lautsprecher und Baukasten der neuen Blaupunktserie. Jetzt durch jeden RadiohSndler lieferbar. Lassen Sie sich kein anderes Fabrikat aufreden - es gibt nichts besseres. Wo nicht erhältlich, weist Ihnen Verkaufsstellen nach die Firma: Ideal-Werke, Julius Jessei G. m. b. Hn Frankfurt am Main, Weibfrauenstrahe 8. somd llk.öb ßniW Zeit ZuW bas fiuito 'Stähtcn no jtretftnneB' welches dar bahnperfi lichleil des heran, uni Eisenbahner er sich all men aus l schärser trit: lichleil des kehrs bei d verkehr sicherlich A terltütjung fangsstadie bahnen in Enlwickliin in den letz nähme um gefafltcn h Lustoerkehi kehr) in de stallen wir Es,soll gegangen i an dem i haben. Es die Ansicht mäßige, unteistützte durch n i i mäßigen mW. Di, Lubventiow Körperschal' daher vor innerhalb.1 den, verha tel das f) c tionen au- 2uslverkeh> lichleil kai auch diese llnterziek verkehr Seniciluoel Ziehung tvachlung. regelmäßic nach nur behalten b verkehr ge nahe beiei die zahlreil Linien als würde, so Gemeinden T^se kam werden, da Ich en Liir den großer müssen 4,'* ^'ger 19 Öortle Kaspar «oterg fle| Jesus! Gott Unserer cherrn Ci im Al durch sehen noch f ?uberu «lariQ Algesetzt N°s wem hm lieber Wen Sei ba stand r »Liebi äu besä, P rnei; b Mein Sc .mich. «in B "fier und 265 02M6 Auchnersiraßei 1928 aber MU ite r. März 1928 02025 - Vermählung er> n danken wir herzlichst Michel e geb. Kolb MZ1928 | 2485V,' d Töchter itnn« idj Im Hotel M-n- unommtnen gründlich bilden- Aervieckchs te Än. yiuiflaiund übet '^arsrass g&S Ä"3*sts M|M ich alle msämereien Je" und Sorte”'*® s e®P(e^fangen „tergrasnuscn»^ el^lneo hgu regsten ßflU ^de’n3' - s#,?feÄ‘: ' ^ o«l Konu ne, dlerUe'«rbBr' Nr. 66 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, (7. März (928 naaBanHS r M Gießen im Luftverkehr 1928. Entwicklung. - Subventionen. — Lufibroschkenverkehr. — Lustverkehrsverbindungen 1928. Statistik. — Bodenorganisation. — Lustfrachtverkehr. — Kleiverkehr. Unterzieht man die Entwicklung des Luft- I Verkehrs von Gießen nach den für unser \ Gemeinwesen in Handels- und oerkehrspolitischer ' Beziehung wichtigen Städten einer kritischen Betrachtung, so kann man Jahr für Jahr eine stetige und sichere Verbesserung fest- stellen. Alles Wünschenswerte ist allerdings noch nicht erreicht, und die Entwicklung darf keinessalls als abgeschlossen betrachtet werden. Eine scharfe Grenze war und ist für die Ausdehnung des vernünftiger Weise an einem planmäßigen innerdeutschen Luftverkehr beteiligen. Der Gedanke, den flugplanmäßigen innerdeutschen Luftverkehr durch einen Luftdroschkenoertehr zu ersetzen, ist in gleicher Weise als abwegig zu bezeichnen, als wenn man Autodroschkenverkehr als Ersatz für Eisenbahnlinien ansehen wollte, da ein Droschken- verkehr, gleichgültig, ob auf der Erde oder in der Luft, nur als Ergänzung zum planmäßigen Verkehr möglich ist. Im Uebngen kann man heute die erfreuliche Tatsache feststellen, daß die Kreise, die den Luftdroschkenverkehr an Stelle des slug- planmäßigen Luftverkehrs propagierten, ihre Ansicht geändert und den Wert des innerdeutschen Luftverkehrs anerkannt haben. Als Gießen im Jahre 1925 mit der Pendelstrecke Gießen — Frankfurt a.M. in den deutschen Luftverkehr eintrat, bestand schon damals bei den maßgebenden Stellen kein Zweifel darüber, daß es für die Dauer bei dieser kleinen Strecke mit wenigen guten Anschlüssen nicht bleiben konnte, wollte man den Versuch, der Stadt Gießen entspre- chend ihrer günstigen geographischen und verkehrs- politijdyen Lage eine ihr zukommende Stelle im innerdeutschen Luftverkehr einzuräumen, nicht von vornherein zur Erfolglosigkeit verdammen. Es galt aus dem bescheidenen Anfang heraus, langsam, aber sicher von Gießen aus unter Berücksichtigung der Derkehrsbedürfnisse ein Streckennetz auszu- bauen, durch das eine schnelle Verbindung nach den Industrie- und Handelszentren möglich war. Aus diesen Gcfichtspunkten heraus wurde im Jahre 1926 die Strecke Gießen—Frankfurt a. M. nachKajsel weitergeführt und hierdurch unter anderem ein günstiger Anschluß nach Berlin erreicht. Größere Subventionen wie im Vorjahre erforderte diese Strecke nicht. Auch das Jahr 1927 brachte einen weiteren Fortschritt durch die Verlängerung der Strecke nach Hannover, wodurch wiederum weitere günstige Anschlüsse, so u. a. nch Hamburg, Bremen und den Nordseebädern geschaffen wurden. Die Anschlüsse nach dem Süden fehlten jedoch fast ganz, durch Anschluß in Frankfurt a. M. waren lediglich die Städte Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe, Vaden- Baden, ßillingcn und Konstanz zu erreichen. Diese Strecke hatte jedoch den Nachteil, daß infolge der überaus zahlreichen Zwischenlandungen — darunter allein zwei Landungen nach einer Flugdauer von 15 Minuten — zwar eine gewisse, aber keine nennenswerte Zeitersparnis gegenüber der billigen Eisenbahnfahrt zli erreichen war. Hatte also schon der Flugplan 1927 für Gießen, im Vergleich zum Vorjahre, wesentlich bessere Der- bindungsmöglichkeiten, insbesondere nach dem Norden des Neiches auszuweisen, so zeigt ein Blick in den Flug plan 1 9 28 die große Ausdehnung des Streckennetzes und die wesentlich verbesserten Anschlußmöglichkeiten für den Flughafen Gießen. Außer den im Jahre 1927 von Gießen aus dem Luftwege nach Süden erreichbaren Städten sind nunmehr zu erreichen: Basel in 3.15 Stunden, Genf in 5 15, München in 3 50. St " 11 g a r t in 1.55 und Zürich in 3.25 Stunden. Aber auch die Anschlußmöglichkeiten nach dem Norden sind in diesem Jahre wesentlich verbessert. So sind von Gießen aus zu erreichen: Berlin in 4.25 Stunden. Braunschweig in 2.45, Bremen in 3.05, Bremerhaven in 3.55, Flensburg in 5.20, Goslar in 3.05, Halle-Lei pzig in 4.50, Hamburg in 3.10, Hannover in .2, Kassel in 0.50, Kiel in 4.30, Königsberg in 14.20, Kopenhagen in 5.10, Lübeck in 3.45, Magdeburg in 3.20, Malmö in 6, Mos- kau in 24.20, Norderney tn 4.50, Quedlinburg in 4, R i g a in 18, Stettin in 5.50, Wangerooge in 4.10, We rn »g erode in 3.35, Westerland in 6.20 und Wyk in 6 Stunden. Der sehr erwünschte Anschluß nach dem Osten und dem Westen ist dagegen leider nur auf Umwegen zu erreichen, wodurch eine Zeitersparnis gegenüber der billigen Eisenbahnfahrt kaum zu verzeichnen ist. Der Anschluß von Gießen Streckennetzes durch die derzeitige schwierige finanzielle Lage der gesamten Wirtschaft und der für die Subventionen in Frage kommenden öffentlichen Körperschaften gesetzt. Die maßgebenden Stellen sind ; daher vor die nicht ganz leichte Aufgabe gestellt, innerhalb der Grenzen der zur Verfügung stehenden, verhältnismäßig bescheidenen finanziellen Mittel das H ö ch st m ö g l i ch ste zu erreichen. Subven- tionen aus öffentlicher Hand sind heute für den Luftverkehr noch erforderlich, von seiner Wirtschaftlichkeit kann noch nicht gesprochen werden. "Wenn auch diese Tatsache weitesten Kreisen bekannt ist, so erscheint es doch zweckmäßig, an dieser Stelle kurz die Frage der Wirtschaftlichkeit des Luftverkehrs zu streisen. BekannUich waren die Eisenbahnen recht lange Zeit Zuschußbetriebe. Das gleiche gilt für die Schifffahrtslinien, die es sogar zum Teil heute noch sind. Ueberhaupt ist der Personenverkehr, sei es zu Lande oder zu Wasser, auch heute noch kein Unternehmen, welches das Anlagekapital gut verzinst. Der Eisenbahn Personen verkehr kommt an die Wirtschaftlichkeit des Eisenbahn s r a ch t Verkehrs lange nicht heran, und der Personenbeförderungstarif der Eisenbahnen dürfte wesentlich zu erhöhen sein, wenn er sich allein ohne Berücksichtigung der Einnahmen aus dem Frachtgeschäft tragen sollte. Noch schärfer tritt der Unterschied zwischen der Wirtschaftlichkeit des Personenverkehrs und des Frachtverkehrs bei den Schissahrtslinien hervor. Der Luftverkehr hat als jüngstes Beförderungsmittel aber sicherlich Anspruch darauf, daß ihm die gleiche Unterstützung aus öffentlicher Hand in seinen Anfangsstadien zugute kommt, wie dies s. Z. bei Eisenbahnen und Schiffahrtslinien der Fall mar. Die Entwicklung des L u f t f r a ch t v e r k e h r s , der sich in den letzten Jahren stirk gesteigert Hit (1926 Zunahme um 150 Prozent), dürfte nach dem Vorher- gesagten schon allein dafür bürgen, daß sich der Luftverkehr insgesamt (Personen- und Frachtver- kehr) in den kommenden Jahren wirtschaftlicher gestalten wird Es »soll auch hier nicht an der Tatsache vorbeigegangen werden, daß in letzter Zeit gewisse Kreise an dem innerdeutschen Streckennetz Kritik geübt haben. Es ist in oerschiedentlichen Veröffentlichungen die Ansicht ausgesprochen worden, daß das planmäßige, von Reich, Ländern und Gemeinden unterftüfcte innerdeutsche Netz verschwinden und durch nicht planmäßigen, bedarfs- mäßigen Zubringerflugverkehr ersetzt werden müsse. Dieser Luftdroschkenverkehr soll nach der Meinung feiner Anhänger geeignet sein, das Luftverkehrsbedürsnis innerhalb Deutschlands in roirtfdjaftlirtjerer Weise zu befriedigen, als der regelmäßige innerdeutsche Luststreckenoerkehr. Dem regelmäßigen planmäßigen Luftverkehr sollten demnach nur die großen internationalen Strecken Vorbehalten bleiben. Die Kritik am innerdeutschen Luftverkehr geht davon aus, daß durch die zahlreichen, nahe beieinander gelegenen Flughäfen und durch die zahlreichen Zwischenlandungen der Wert dieser Linien als Schvellveekehr sehr stark beeinträchtigt würde, so daß die Subventionen der Länder und Gemeinden nicht zu rechtfertigen wären. Dieser These kann aber die Tatsache entgegengehalten werden, daß die Frequenz aus innerdeutschen Linien zum großen Teil besser ist, als auf den großen internationalen Linien. Jene Linien müssen demnach doch einen gewissen Verkehrswert besitzen. So lange der Luftverkehrsbetrieb sich nicht selbst trägt, dürfte der Luftdroschkenverkehr den Stabten noch mehr Geld kosten, als wenn sie sich in nach dem Osten und dem Westen ist aber von großer Verkehrs- und wirtschastspoliificher Bedeutung: man denke nur an die wirtschaftlichen Beziehungen unserer Tabakindustrie nach Holland. Es wäre ju begrüßen, wenn bald Mittel und Wege gefunden würden, daß die für Gießen bedeutenden östlichen und westlichen Wcrfichasts- gebiete dem von hier ausgehenden Lustverkehr erschlossen würden. Die Schwierigkeiten liegen hier auf finanziellem Gebiete, da. wie oben schon ausgcsührt worden ist, der Luftverkehr sich noch nicht selbst trägt und Subventionen aus der öffentlichen Hand erforderlich sind. Es liegt daher der Gedanke nahe, außer der bereits eingerichteten durchgehenden Strecke einen Pendelverkehr nach Frankfurt a. M. ein» zurichten, der dort vormittags die Anschlüsse nach dem Osten und Westen erreicht und nachmittags den von Westen und Osten in Frankfurt a. M. ankommenden Fluggästen den Weiterflug nach Gießen ermöglicht. Bei der derzeitigen Gestaltung des Flugplans ist diese mit der Strecke Hannover — Kassel - Gießen — SranFurt a. CHL nicht zu erreichen, es wird in Zukunft auch nicht zu erreichen sein, da durch die geographische Lage Gießens im Kerzen Deutschlands die Flugzeuge der Bord Süd-Verbindung stets um die Mittagszeit in Gießen an'ommen oder starten müssen, um die Anschlüsse dorthin zu erreichen. Der Flugpreis von Gießen nach Frankfurt a. M. spielt bei weiten, über Frankfurt a. M. hinaus- gehenden Strecken keine nennenswerte Avise, da er bei Lösung eines Flugscheins nach einem entfernt gelegenen Flughafen weit unter hem Aormalsluavreis Gieren-Frankfurt a M. in Ansatz ru bringen ist. Da der Flughafen Gießen für unser gesamtes Wirtschaftsgebiet geschaffen ist. aFo auch unteren Aach barst g d t e n. mit denen wir die gteidrn Verkehrs- und wirtscha'ts^vsi*isch"n ftnter-ften bab-m. zugute kommt, und da diese nach der ein» deutiaen Stellungnab'ne des 'Re?'M*-e"f Trqr-tftr-riurrtä und der Deu'sch-n riT G be^ünlich der Schg'^una non neuen, nabe h^tein» ander a"tecnn?n 'TuehTanm mH be- e*-rr:,4'1ur,g eines ein"n"n Flughafens m^'t r**e^r r^nen kennen, so dürften cmch biete Städte ein -f?nter- este an einer guten Oustverkehrsne^di->dun" nach Osten unb Wellen haben und vieL"'cht für die Aufbringung weiterer Mittel zu haben fein, um eine weitere, nnn Gießen ausgehende Strecke mit nuten Anschlüssen nach Osten und Westen zu ermöglichen. Daß der Flughafen Gießen seine Daseinsberechtigring hat, geht aus der Zahl der im Fahre 1927 beförderten Personen unb Frachten hervor. 3m 3ahre 1927 finb auf dem Flugbaten Gießen anaefommen: 390 Fluggälle. abgewogen 492 Fluggäste: 347 Ffug'eiige sind gesg"del ebensoviele gehortet. An Fracht einsch^'jich Post, sind in Gießen anaefomn*''- ?670 477 Kilogramm. abgegebnen 260*3.487 Kilogramm. 3m Vergleich zum Boriahre 6cbe"ten dies» Zahlen eine starke Zunahme des Luftverkehrs. 3m 3abre 1928 werden die Veuanlagen deS Gießener Flughafens voll zur Geltung fomm-m. die leider erst in den teV^n ^cmen des voriäbrigen Lu*tverk"hrs fertiggestellt worden finb. Durch die Errichtung d"s neuen Flua- hatenaebäubes finb bie für die Flugleitung unb den Streckenlte'rieb erlord"rlichen Aäum^ichteiten aeschasten worden. Außerdem enthält das Flug- Halengebäude modern und geschmackvoll eingerichtete Aellaurationsräume für die Fluggäste unb für anbere Besucher des Flugplatzes der mit Rücksicht auf seine landschaftlich retevolle Umgebung ein häucin au^-huhter Ausflugsort geworden ist. Die Stadt Gießen hat hier in großzügiger Weite ein Werk gefchgften. das sicherlich als Vorbild auch für größere Flughäfen an'ulvrechen ist. und das bei allen für ben Luftverkehr mahgehenben Stellen restlose Anerken- 16 Fortsetzung. Kaspar Hatte an Maria die Nachdruck verboten Todesanzeige seines Joseph! hat es gefallen. Vaters geschickt. Jesus! Maria! Gott dem Allmächtigen , unseren lieben Vater, den wohlachtbaren L),e gowmen Berge. Vornan von Clara Dre-ig. Copyright by Deutsche Verlags-Anstalt S uttgart. Herrn _ Sebastian Wilhelm Dreis Weingutsbesitzer im Alter von 68 Jahren, wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit abzuberufen usw. Maria hatte ihm daraus ihr Beileid ausgesprochen, wohlgesetzt, in der üblichen Form. Ach, ein einziges wenn auch nicht so wohlgesetz'tes Wort wäre ihm lieber gewesen! Es wehte ihn kühl an von der ersten Seite des Briefblatts — er wendete es, und da stand noch mehr. „Lieber Kaspar, ich bitte Dich, mich nickst mehr zu besuchen. Herr Dousemont neckt mich immer mit meinem Schatz, und das vertrage ich nicht. Komm bitte nicht mehr her, da Du doch gar nicht mein Schatz bist, unb auch niemals nicht sein wirst. Sie hat einen anderen! Das war des jungen Mannes erster Gedanke. Da du doch gar nicht mein Schatz bist — war er denn nicht doch ihr Schatz gewesen? Ihr Schatz — ja, ja, wenn auch ein wenig anders ihr Schatz, als es sonst üblich war. Und alle hatten ihn auch dafür gehalten: m ihm und Maria ein zukünftiges Paar gesehen. Und nun wollte sie ihm das ableugnen? .Da du doch gar nicht mein Schatz biff — ihn also verleugnen?! Mit einer harten Hand griff es ihm ans Herz, Er stöhnte in Schmerz auf: sie hatte etwas Besseres gefunden, einen Reicheren, darum gab sie ihn auf. Oh, dieses junge Ding, und schon so berechnend? Er lachte bitter auf: wie war das dumm von ihm gewesen, ihr so nachzurennen! Nun würde er's ihr aber zeigen, daß er klug genug war und auch seinen Stolz hatte. Das beste war, er ging übers Meer — Argentinien, ja, ober irgenbroo sonst hin — mochten die Brüder das ganze Erbe nehmen, ihm nur soviel herauszahlen, daß er Reisegeld hatte. Er fuhr mit dem nächsten Schiff schon. Argentinien, ja, dann war er sehr weit. So weit von hier, daß er nicht mehr zurück konnte. Aber auch nie feinen Berg mehr sehen würde, all die Rebstöcke, zwischen denen er oft auf und ab rannte voller Unruh. Dann sah er keine Mosel mehr unten, nicht die anderen Berge, hüben und drüben, ein anderer ging bann statt seiner hier unb beschnitt bie Reben, hackte unb spritzte unb erntete zuletzt. Ein fast roilber Ausbruck kam in bes Mannes verstörten Blick: unb bas alles verlassen, eines Mäbchcns wegen?! Nein! Die Wut überkam ihn, er schlug mit der Faust auf den Brief, der vor ihm auf dem Tisch lag. „Da du mein Schatz nicht bist — unb auch niemals nicht fein wirft" — das hätte sie nicht auch noch zuzusetzen brauchen! Das nahm ihm jegliche Hoffnung. Aber er hatte ja gar keine Hoffnung gehabt, er hatte es immer gewußt, — nein, gewußt nicht, aber er hätte es immer wissen können, wissen müssen, daß sie in ihm nicht ihren Schatz sah. Sie hatte ja überhaupt noch nichts von Liebe gefühlt — was kümmerte sie schon ein Schatz?! Und er gedachte jenes Vorfrühlingstages im vergangenen Jahr, an dem er mit ihr auf dem Fels- köpfchen gesessen hatte über dem Friedhof. Da hatte es gebrannt in ihm vor lauter Verlangen, aber sie war so kindlich, so rein, daß er sichs nicht getraut hatte, sie in die Arme zu nehmen. Ach nein, nein, sie hatte ihn niemals betrogen, sie hatte nichts anderes gezeigt, als was in ihr war, ihm nichts, gar nichts versprochen! Und er sah sie vor sich stehen mit gesenktem Kopf, hörte sie deutlich sprechen, wie kläglich bitten: „Ich bin noch fo Jung." — „Nein, nein, Maria, ich darf dir nicht bös sein", sprach er laut vor sich hin. „Ich bin allein schuld, warum war ich so dumm, darauf zu hoffen, wozu ich doch gar kein Recht hatt'?!" Was mochte es wohl für einer fein, den sie sich zum Liebsten erkoren hatte? Zum Bräutigam? Denn die Maria, die hielt auf Sitte, die gab sich an keinen, der nicht auch ihr Mann ward. Das glaubte er ganz bestimmt zu wissen. Ach Maria, Maria! Den Brief, ben er vorhin mit ber Faust getroffen unb in der Wut auch zerknittert hatte, den glättete er jetzt wieder. Aber wer sagt es denn, daß sie einen anderen hatte? Davon stand doch kein Wort hier im Brief. Er las den noch einmal, und dann bemerkte er erst: hier waren Tropfen niebergefaUen, hatten runde kleine Fleck hinterlassen und ein paar Schriftzeichen verwaschen. Tränen?! Ja, es war auch zum Weinen. Und der große Mensch, der beide Arme auf den Tisch stemmte und den Kopf zwischen seine Fäuste preßte, mußte gegen sich ankämpfen mit aller Gewalt, daß er nicht zu weinen anfing wie ein kleiner Junge. Als Maria Bremm den Brief an Kaspar Dreis geschrieben hatte, war sie seltsam traurig gewesen. Sie meinte, als sie ihn schrieb. Oh, was war über sie gekommen! Sie drückte ihre Fingerknöchel in die Augen und rieb die sich. Sie hatte geschlafen, jetzt war sie wach — aber ach, ad), es wäre besser, sie wäre vordem schon wach gewesen! Besser, sie wäre an jenem Tag nicht nach Porten gefahren! Besser es wäre nicht doch schon dunkel geworden, bis sie zurückkam — ach, so viel besser, sie wäre ihm nickst begegnet im Garten! Hätte bas brennenbe Pünktchen seiner Zigarre nicht wie einen Stern in der Dunkelheit aufblinken sehen. Alles schwarz, schweigend, es duftete nur. Es schlief schon das Haus, und ijinterm Haus schlief der Berg, im Geheimnis feines Dunkels schwärzer noch als die schwarze Nacht. Und er führte sie in den Berg. Leuchtkäferchen flogen da, ein Nachtvogel rührte die Flügel, das war das einzig Lebende auf der Welt. Sie gingen langsam am Herrenberg hinauf — das Pfädchen war schmal — dicht nebeneinander. Sie sprach nicht, er sagte auch nichts, er suchte nur stumm nach ihrer Hand, und die ließ sie ihm willenlos. Am nächtlichen Himmel schimmerten fremde Sternbilder, sie glaubte, sie hätte noch nie gleiche Sterne gesehen. Es war alles sehr seltsam, sehr wunderbar, wie verzaubert. Es hing sich mit schwerem Gewicht an ihre Sohlen, sie strauchelte, sie achtete nicht auf ihren Weg, sie erschrak heftig, als der ausgestreckte Arm einer Rebe sie plötzlich festhielt. Der Himmel sandte eine leuchtende Kugel herab, bie fiel mit langem Schweif hinab in bie Mosel. Sie wünschte sich nichts mehr, sie war von einer lähmen- ben Macht überwältigt. Als sie feinen Arm um sich fühlte, machte sie sich von dem nicht mehr los. r.ung gefunden hat. Die Stadt Gießen hat sich hierdurch Im deutschen Luftverkehr eine gesicherte Stellung und im Luftverkehr unseres gesamten Wirrschaftsgebietes eine Monopolstellung geschaffen. Es ist weiter oben schon betont worden, daß der L u f t f r a ch t v e r t e h r sich in den letzten Jahren start gesteigert hat, was insbesondere mit Rücksicht auf die Wirtfchastlichkeit des Luftverkehrs sehr zu wünschen ist. Für eilige Sendungen ist der Frachtveriehr au, dem Luftwege der günstigste, weil er die schnellste Befördern, gs- art ist. Die Verpackung ist leicht und billig, zeitraubende Transitverzollungen werden ausgefchattet, rasche Jnkassi und Ueberwe.jungen von Nachnahmen sind möglich, Danrpferanschlüfse können in letzter Minute erreicht werden. Bei Gefchä stsabfchlüsfea, in denen Eile geboten ist, können Mustersendungen in kürzester Zeit übersandt werden, die Be- lörderung leicht zerbrechlicher Waren ist lioä» sicher. Wert a iere, Do umente und Wertgege c- stä.che jed r r ö an bi hoher ersicherungsmög- lichteit am dem^usteLpre^>wege fchnell an ihren Bestimmungsort gelangen. Besondere Vorteile bietet der Luftfrachtverkehr für schnell heraazuhole de Maschine lersatzteile und für die Versendung leicht verderblicher Waren, wie Blumen, Obst, Gemüse und Fische. Die Borzüge des Lu'tsracht- ver.ehrs sind von unserer Industrie und unserem Handel nicht ver.a nt worden, wa allein schon die starke Zu -ahme der Lu t rächt bewei't. Für die Be örderu g von Luft.rachtse.düngen im 3nla-i> ist lediglich ein Luftfrachtbrief eriorder.ich, dessen Ausstellu g die F ugleitu g auf Wu. sch übernimmt. Lust,rächt rie.e tö inen bei allen Dienststelle i des Lustver.ehrs und d:n Spediteuren bezöge > werden. ‘Sei Sendungen in das Aus and ist eben alls ein Lustfrachtbrief erforderlich, ferner ein grüner statistischer Schein und etwaige Einfuhrpapiere, die das Bestimmungsland vorschreibt, und wie sie im Bahn- und Postverkehr benutzt werde i. Der Absender ist weiter verpflichtet, dem Frachtbriefe diejenigen Begleitpapiere beizuge en, die zur Erfüllung der etwa bestehenden Zo'l-, Steuer- oh^r Polizei- Vorschriften vor der Ablieferung an den Empfänger er.orber’id) find. Die Verpackung der Lustgüter hat den algemci en An orderungen an Befördern.gssähig.eit zu e ttsprechen. Die Be- förberung erfolgt gegen Frankatur durch 'nen Absender ober gegen Aach ahme. Die Olntv e» ru g der Frachtstücke muß s läle'tens 1 _> Stu de vor per fing lanmä ig ,eftge"e;te1 61a t.eit ist der F ugl itung er olgen. Die -Jeher a.)nv? b.r £u tguter durch die F uglestu.ig wird vor bief r durch Quittung bestätigt. Zwischen der Deutschen Luft-Hansa. 01.=®. und der Deutschen Reichsbahn ist mit Wirkung von 1. Ostober 1927 ein Abkommen getroffen worden, wonach Frachtsendungen für iombinierten Flugeisenbahnver ehr (F1eiver - kehr) unter Vorschrift des Leitwegs mit Lustfruchtbries aufgegeben werden körnen, ohne daß es für den Hebergang der Güter von einem Beförderungsmittel zum andern noch der Mitwirkung eines Dritten bedarf. Aus dem Bahnwege werden die Sendungen als Expre'gut befördert. Auflieferungsstellen sind die Fluglei- tungen, die Spediteure und alle für die Abfertigung von Erpreßgut jugelaffenen Gepäckabfertigungsstellen der Deutschen Reichs ahn. Zur Berechnung gela :gt die Luftfracht nach den Luftsrachstarifen für die Strecken, au, beten bie Güter auf dem Luftwege befördert werden, sowie die Erpreßgutfracht nach den bahnamt ichen E - Preßguttarifen für die Bahnstrecke. Hierzu fom t außer dem Rollgeld für ben Transport von denn Flugplatz zur Bahn oder umgekehrt ei ;e gering b messene Behandlungsgebühr d-r Reichsbahn. Die Möglich eiten des Lustsrachboer e' s, Aachnahme- und 5ra Jofenbungen aufzugchen, bleiben auch für ben Fleiverkehr bestehen. Der Fleiverkehr ist eine glückliche Verbindung wn Lust- und Eisenbah i-Frachtverkehr unb da er eine restlose Ausnutzung aller Vorteile ber Luftfracht. Die guten Verbinbungsmögstchkeiten nach bem Sommerflugvlan 1928 lassen erwarten, daß auch der Frachtverkchr unb ber Fkeiverkehr wie im ganzen Reiche, so auch von bem Flughafen Gießen aus sich weiter günstig entwickeln werden, wie dies bisher bei Dem -n-chehr ber Fall Ach, baß sie doch nie, nie zur Kapelle auf den Herrenberg gegangen wäre heimlich in jener Nacht!-- Das Mädchen ließ. die Fingerknöchel von den Augen, die sie fo gerieben hatte, daß nun alle Farben des Regenbogens in Funken vor ihnen sprühten. Sie biß auf den Federhalter — ach, Jesus, sie wußte nicht weiter. Sollte fie noch ein Wort zusetzen, das freundlicher war? Sie fand ihren Brief an den Kaspar undankbar, abscheulich. Er war immer so gut gewesen — ach, aber ach, durfte sie denn noch anders schreiben?! Nein, er durste nicht hoffen, denn, ach! — tief hing sie den Kops — auf dein Betbänkchen der Kapelle durfte sie ja den Blick nicht mehr dreist erheben zur Jungfrau der Jungfrauen, nicht mehr Blumen und Rebengrün stecken ans Gitterchen vor deren Bild: „Meerstern, ich dich grüße, Gottesmutter süße. Allzeit Jungfrau reine." 9. Kapitel. ,,D Gott, streck aus deine milde Hand Unb benebeie Leut unb Land." sangen heute bie Portener. Die Bittprozession zog. Der Geistliche ging voraus, ein langer Schweif von Weibern hinterdrein, auch einzelne Männer und Halbwüchsige dazwischen, aber Frauen in schwarzen Kirchenkleibern, den altmodischen Kapotthut auf glatt gescheitelten Haaren, waren es zumeist. Alles was Porten an Frauen hatte, alte und junge, war auf den Seinen. Es war Zeit für die Bittprozession, denn schon neigte das Frühjahr sich seinem Ende zu, der Sommer würde bald da sein, und was nicht im Frühling gesegnet ist, das kann im Sommer nicht reifen. Ernsthaft und feierlich langsam erklang der Gesang, dazwischen murmelndes Beten. Die Berge fingen den Schall auf, es war, als ob sie daraus merkten und ihn bei sich behielten, bis sie nach einer Pause ihn wieder von sich gaben, unbestimmt von woher, aber langhallend und ebenso seierlich. An» dächttg, die Augen auf ihre Rosenkränze gesenkt, gingen die Weiber. Sie waren sehr früh aufgeftan- den, sie hatten schon das Vieh versorgt, sie waren schon in der Kirche gewesen, manch eine von ihnen war müde, aber weiter, weiter. (Fortsetzung folgt.) war. Es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß auch unsere Industrie- und Handelskreise diesen schnellen Frachtweg ausnützen. Oberheffen. LanL7.ris Gießen. OOKlein-Linden, 16. März. Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom Donnerstagabend ist als bemerkenswert zu berichten: Baurat Steinbach (Gießen) und Kulturinspektor Frie- d e l (Gießen) erstatteten in zweistündigem Bortrage Bericht über die geplante Wasserleitung und Kanalisation. An Hand der vorliegenden Projekte wurde der Anschluß an das Wasserwerk der Stadt Gießen und die eventuelle Versorgung aus eigener Quellanlage erörtert. (Wir kommen auf die Angelegenheit noch zurück.) Der Gemeinüerat traf noch keine Entscheidung über die beiden Projekte. — Das Gesuch der Freiwilligen Feuers- Wehr um Gewährung eines Zuschusses zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen wurde genehmigt und ein Betrag von 200 Mark bewilligt. — Einem hiesigen Einwohner werden im Dorfinnorn zur Erweiterung seiner Hofreite 40 bis 30 Quadratmeter minderwertigen Landes zum Preise von einer Mark pro Quadratmeter überlassen. Der Antragsteller trägt sämtliche Kosten der Ueberschrei- bung. — Die Besetzung der ausgeschriebenen Stells eines Feldschützen, für die 23 Bewerbungen eingelaufen waren, wurde nicht vorgenommen, da der Gemeinderat am Schlüsse der Sitzung infolge Weggangs einiger Mitglieder nicht mehr beschlußfähig war. n. Grotzen-Linden. 17. März. Ludwig Menges II., im „Ritter" dahier, der im l.hess. Infanterie-Regiment den Feldzug 1870'71 mitmachte, vollendet am nächsten Montag sein 8 0. Lebensjahr. — In hiesiger Gemeinde leben noch 70 Personen, die das 7 0. Lebensjahr zurückgelegt haben. * 2 o Eta t, 16. März. Dieser Tage wurde dem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lollar. Peter Freudenberger, das ihm von dem Ministerium des Innern verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit durch Kreisfeuerwehrinspektor Dickorä überreicht. • Daubtingen. 16. März, Unser Gesangverein „S ä n g e r l u st", Mitglied des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes, veranstaltete im dichtbesetzten Saale von Johann Emil Schäfer ein wohlgelungenes Konzert. Die Kapelle Krengel -Gießen leitete den Abend mit dem. sehr beifällig aufgenommenen Hochzeitsmarsch aus der Oper ..Sommernachtstraum" ein. Hierauf folgte ein Chor der Sängerlust „Das ist der Tag des Herrn". Dann erledigte sich das Programm in rascher Folge mit einigen Einlagen der Kapelle Krengel. Vor allem seien hier die Soli des Herrn Kehrmanu und des Herrn Topp erwähnt, die ebenfalls mit lebhaftem Bei- fall aufgenommen wurden, und zu weiteren Einlagen der Kapelle führte. Die „Sängerlust" unter Leitung ihres Chormeisters Heinrich Ricolai- Grohen-Vuseck brachte eine Anzahl schöner Chöre, zum Teil unter Mitwirkung der Kapelle Krengel, zu Gehör. Alle Gesänge zeugten von bester Schulung und großem Verständnis der Sänger, die hier wieder zeigten, daß sich die Daubringer „Sängerlust" überall sehen lassen kann. Die Sängerin Frl. Täubert - Gießen trug einige schöne Lieder in bester Weise vor und erntete verdientermaßen lebhaften Veifall. Die „Sänger- lust" kann auf dieses Konzert mit Stolz zurück- schauen. f Mainzlar, 16. März. Vei der gestern im hiesigen Gemeindewald stattgehabten R u tz - Holzversteigerung waren zahlreiche Käufer, auch von auswärts, erschienen. Es kosteten Kiefernstämme-Abschnitte je Festmeter 65 Mk., Fichtenstämme-'Abschnitte 50 Mk., Fichten-Derb- ftangen 30 Mk. und Eichen-Derbstangen 30 Mk. Von den ebenfalls zur Versteigerung kommenden 270 Raummeter Fichten-Ruvreisig blieb noch Rückstand. Hier kamen 3 Raummeter auf durchschnittlich 5 Mark. JTreis a. t>. Lda., 16. März. Auf Einladung der hiesigen Raisfeisengenoffenicha t prach in der Wirtschaft von Rickel der Leiter der Landwirtschaftlichen Veratungsstelle Darmstadt, Diplomlandwirt Dr. Ernst R i g g e über Kalkdüngung. In sehr lehrreichem Vortrage zeigte er, wie wicht g diese gerade bei den sauren Böden unserer Heimat ist, um sie zu verbessern und e.tragsfähi-er zu machen, und erklärte eingehend die richtige Art der Anwendung des Kalkes als Düngern t el. Reicher Beifall lohnte den Q3o.tragenden. Der Vorsitzende des hiesigen Raissefsenvereins. Kaspar Euler, wies darauf hin, daß he. t^ mehr denn je ein rationeller Bet.ieb der Lanowir s haft not tut, und daß deshalb jeder Landwirt bestrebt fein muß, das äußerste aus dem Booen herauszuholen, was von nachha t.gerem Ruhen ist als alle Rot« standskreö t: ufw. y. Londorf, 16. März. Auf die hiesige Pfarrstelle wurde von den Präsentatoren, den Freiherren von Rordeck zur Rabenau, der Pfarrer Philipp Bühler, zur Zeit in B i n- genheim, Kreis Büdingen, präsentiert. Die Bestätigung durch das Kirchenregiment steht noch aus, doch kann mit dem Aufzug des neuen Pf arrers nach Ostern gerech et werden. Pfarrer Bühler, der 52 Jahre alt ist, stammt aus Birkenau. Kreis He rpenheim. hat aber seine ganze Dienstzeit in Oberheffen verbracht. Er war lange Jahre Pfarrer in Bobenhausen II bei Ulrichstein und hatte dann fast 10 Jahre das Pfarramt der Gemeinden Bingenheim und Bisses in der Wetterau. Zu der Pfar.e: Londorf gehören außer dem Mutterorte noch die Filialen Kesselbach, Allertshausen und Climkach. Z Grohen-Buseck, 16. März. Die eine Gruppe der hiesigen Fortbildungsschule für hau-wirtschaftlichen Unterricht in der der letzte Jahrgang der Fortbildungsschülerinnen von Alten-Buseck. Rödgen und Oppenrod vereinigt ist, hatte für Donnerstag nachmittag zu einer kleinen Schluß - feier eingeladen, an der auch die Mütter der Schülerinnen teilnahmen. Rektor Inderthal begrüßte die Gäste und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß ihm nun Gelegenheit gegeben fei, einem größeren Kreis von Interessierten Einblick in die Arbeit der Kochschule nach der theoretischen und der praktischen Seite hin nehmen zu lassen. Die jungen Mädchen gaben dann recht flott Auskunft über hauswirtschaftliche Fragen, die Frau Schneider, die technische Lehrerin, im Laufe des Jahres mit ihnen behandelt hatte. In dem anschließenden Kafsee- stündchen wurden von den Mädchen zubereitete Kuchen und Torten gereicht, die von solcher Art waren, daß sie selbst einer tüchtigen, erfahrenen Hausfrau Ehre gemacht hätten. Es war ein guter Gedanke, auch einmal die Mütter zu einer solchen Schlußfeier zu bitten; sie werden sicher erkannt haben, daß in der Fortbildungsschule treffliche und nutzbringende Arbeit geleistet wird, daß Dinge an die jungen Menschenkinder herangebracht werden, die sie später ein,ach wisfen und können müssen. Es wird gewiß niemand annehmen, daß sie später als Frauen jeden Tag Kuchen und Torten backen werden; aber die sachgemäße Behandlung und Verarbeitung der notwendigen und zur Verfügung stehenden Lebensrnittel sollten einem jeden geläufig werden. Der Kochunterricht, wie er in der Busecker Fortbildungsschule betrieben wird, leistet in dieser Hinsicht Gutes, man darf vielleicht sogar sagen Vorbildliches. * Watzenborn-Steinberg, 16. März. Die Familienfeier des Kriegervereins, die bei Kamerad Gg. Sommer „zum goldnen Löwen" in Watzenborn stattfand, nahm einen sehr schönen Verlauf. Der 1. Vorsitzende, Kamerad Schäfer, begrüßte in herzlichen Worten die zahlreich erschienenen Gäste. Er gedachte in ernsten Worten der gefallenen Kameraden und endete mit dem Lied „Ich Ijatt' einen Kameraden". Hierauf ergriff Prof. Dr. 21. Ära em er (Gießen) das Wort und schilderte in längeren Ausführungen das Kriegervereinswesen; er ermahnte die jungen Leute, sich zusammenzuschließen zu einer Iugendabteilung, und dann später als ordentliche Mitglieder in den Kriegerverein einzutreten. Sodann überreichte er zwei Kameraden. Balth. Heß Hl und Johannes Brückel XII. im Auftrag des Präsidiums das Hassia-Ehrenkreuz und dankte ihnen für ihre Dienste, die sie dem Kriegervereinswesen bis dahin gewidmet haben. Ein flott gespieltes Theaterstück „Aus der Hölle in Marokko entronnen“ erntete großen Beifall. Kamerad R e u - rath von Klein-Linden verschönerte die Feier noch durch seine Vorträge. Die Pausen wurden von der Kapelle Heß durch sehr schöne Konzertstücke ausgefüllr. Der 1. Vorsitzende sprach allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, herzlichen Dank aus. * Grüningen, 16. März. Dieser Tage ging das neben der Turnhalle gelegene Baugelände des Heinrich Christ. M a r st e 11 e r zum Preise von 4000 Mark in den Besitz des Adam- Jsheimschen Gesangvereins und des T u r n v e r e i n s „G u t H e i l" in Grüningen über. Nachmittags um 2 Uhr waren die Mitglieder beider Vereine zur Herrichtung des Sport- und Fest platzes angetreten. Nachdem die Einzäunungsarbeiten vollendet waren, ergriff der Ehrenvorsitzende des Gesangvereins, Mohn, das Wort und wies aus die Bedeutung dieses Geschehens hin, das das größte Ereignis in der Geschichte der Vereine seit Erbauung der Sing- und Turnhalle fei. Nach Darlegung der finanziellen Schwierigkeiten richtete Mohn folgendes Zitat von Friedrich von Bodenstedt an die Mitglieder: „Geschlechter kommen und, vergehen, Doch bleiben die großen Taten und guten Werke, Die wirkungsvoll zu neuer Größe treiben. Der Völker höchster Ruhm und höchste Starke, Die Rohen mag das Rad der Zeit zerreiben, Sie sind nicht wert, daß sie die Nachwelt merke. Nur der verdient ein Denkmal groß von Erz, Der selbst sich eins setzt im Völkerherz." Der Redner schloß mit einem Hoch auf die Turnerei und das deutsche Lied. V Lich, 16. März, Die Vereinigung der Kampfgenossen, eine völlig neutrale Vereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer aus dem Weltkrieg und aus dem Krieg von 1370'71. hielt am Mittwochabend im Lokale des Gastwirts Jakob Eise ihre diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorstand mit de.n Vorsitzenden Wilhelm Weigel an der Spitze wurde einstimmig wiedergewäh t. Cs wu-de beschlossen, zu Ehren der Veteranen von 1870/71, dm Tag von Gravelotte (18. August.) mit einer Familienfeier zu begehen. Die beiden A^tveteranen von 1870/71 find Polizeidiener i. A. Heinrich Schmidt und Bäckermeister Heinrich Petri. # Hungen, 16, März. Die 34. ordentliche Generalversammlung der Molkereigenossenschaft Hungen sand am Mittwoch im Saale „Zur Traube" statt. Sie war außerordentlich stark besucht; über 300 Genossen rohren anwesend. Geleitet wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Beig. Wolf (Wohn- bach). Molkereioerwakter Puth verlas den Geschäftsbericht, aus dem folgendes mitzuteilen ist: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 4 962 326 Liter Vollmilch von den Mitgliedern zur Molkerei geliefert, täglich durchschnittlich 13 800 Liter, das sind 758 000 Liter mehr, als im Jahre vorher. Dafür wurden 853 314 25 Mk. ausbemhlt, ein Mehr von rund 27 000 M?. oegen das vorhergehende Geschäftsjahr. Nicht alle eingelieferte M'lch ist zur Verarbei- tunn gekommen, her größere Teil kam als Frischmilch in die Städte Frankfurt a. M.. Hanau und Offenbach. Infolge rationeller Diehwirtschaft steigert sich die Milchanlieferung immer mehr, so daß jetzt täalich über 16 000 Liter der Molkerei zuaef"hrt werden, was eine Steigerung von etwa 2000 Liter gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres, aus» macht. Die Mitaliederzabl hat sich von 1089 im Jahre 1926 um 44 auf 1123 erhöbt, die fkiftfnmme ist dadurch um 1700 Mk. auf 56 150 M*. <"ch' ht, das Geschäftsguthaben beträot nun 11 230 Mk. ^ie Jahresrechnung ermbt ftünenbes Bich: Die Aktiva h-'tragen 12264289 Mk., die Bassina 108 746 20 Mk . der Reinaewinn von 13 896 69 Ma^k wurde teils dem Reservefond« in Höbe von 11 176 50 M"., teils der Betti-bsr'-cklaae und dem Werkerbatt"nasfonds von 10 002. Mk., teils als ein- protentiae Nachzahlung auf das bereits gezahlte Milchgeld der Genoffen verteilt. Dis satzungsgemäß ausscheidenden Mitolieder de« A'ckfichtsrates wurden miehergeroäblt. Es sind dies A. Dietrich lLangd), Mltburg-’rmeifter Niklas (Steinheim), I K. Ssi - b e r t IHungen), Wilh. Pfeffer lBorsdorf) und Heinrich Weller lLangsdorf). Einstimmig wurde auch die Wiederwahl des ausgefdüebenen Dorftands- mitaki-'des Richard Schäfer Cfmnaen) vorgenommen. Den veränderten Zeitverhältnisfen entsprechend soll den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedem bei Teilnahme an Sitzungen eine Wegaebühr bezahlt werden, so daß die Tageaelder von 3 auf 5 Mk. erhöht werden. Aus der Mitte der Versammlung heraus wurde angereat, die Bezahlung der Milch wie früher nach Fettgehalt zu regeln. Die Motterei wird ans 17 umliegenden Dörfern beliefert unterhält 14 Fuhrwerke zahlte in 1927 einen Stützpreis van 17 26 Bf., steht der verarbeiteten Milchmenge nach an dritte-- Atene in Oberheffen und wind nur von den Mal'erei-n Nieder-Wöllstadt und Ostheim- Nieder-Weifel übertroffen. K- ?is ZriedLcrg. L Bad-Rauheim, 16. März. Der Stenoe I graphenverein Gabelsberger, der dem Bezirk Gießen im Hessisch-Rassauischen Kurz- fchriftverband „Gabelsberger" angehört, konnte in seiner Hauptversammlung wieder von einer erfolgreichen Dereinstätigkeit berichten. Der Vorsitzende, Verwaltungsoberinspeitor Schnell, gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung des verstorbenen Bürgermeisters Völker von Lfch, dem der Verein immer ein ehrendes Gedenken bewahren wird, da er früher als Unterrichtsleiter den Grund legen half zu dem Aufblühen des Vereins. Bei den Bezirkswettschreiben in Gießen und Schotten und beim Verbands- Wettschreiben in Fulda hat der Verein zusammen 3 6 Preise errungen, darunter 23 erste und 6 Ehrenpreise. Die Mitgliederzahl hat sich mit 134 auf der seitherigen Höhe gehalten. Die Unterrichtstätigkeit im Verein war sehr rege. Außer den Abendkursen für Erwachsene fand auch ein Kursus in der Oberklasse der Stadtschule statt, den Lehrer O ß w a 1 d leitete. Erstmalig wurde auch ein besonderer Kursus für die Ge° schästsstenographenprü, ung der Handelskammer abgehalten. Die von Derwaltungsobersekretär Stadtverordneten Lampert vorgelegte Rechnung schließt ab mit 2255,64 Mk. in Einnahmen und 1384,92 Mk. in Ausgaben. Besondere Anerkennung fand die Unterstützung^ die Stadt und V o l k s b a n k dem gemeinnützigen Verein gewähren. Kreis Schotten. O S i ch e n h a u s e n , 16. März. Der Direktor des Landwirtjchaftsamtes in Nidda, Dr. Helfert, fand im Gasthaus Fischer dankbare Zuhörer für seinen Vortrag über bie Umftellung der V o - gelsberggemeinden und die Bevorzugung der Grünlandwirtschast. In einftünöiger Rede gelang es dem Vortragenden, ein anschauliches Bild seiner Reformpläne zu entwickeln. Im Anschluß an seine Ausführungen entwickelte sich eine lebhafte Aussprache, die das Interesse der Zuhörer an den neuen Vorschlägen kennzeichnete. Landwirt Fischer wies zunächst daraufhin, daß man auch die lokalen Erfahrungen in der Gemeinde berücksichtigen müsse, auch glaubte er feststellen zu müssen, daß er in verschiedenen Punkten mit den Ansichten d.es Landwirtschaftsdirektors nicht übereinstimme. Der ausführliche Meinungsaustausch ergab aber, daß man in den grundlegenden Ideen einer Meinung sei. Die Versammlung hofft, daß nun mit einer baldigen Feldbereinigung einmal Ernst gemacht und daß die derzeitigen Zustände beseitigt werden, damit auch dem Dogeisbergbauer sein Plätzchen an der Sonne wird. (—) Köddingen. 16. März. Zu der hiesigen Holzversteigerung hatten sich viele 6t:i» gerer eingefunden. Die erzielten Preise sind als hoch zu bez.ich.ien, wenn man damit die Preis« der Holzverstcigerungen in der nächsten Umgegend vergleicht. Cs galten durchschnittlich Buchenscheiter 1. Klasse 18 Mk., Buchenknüppel 1. Klasse 11 bis 12 Mark, Buchenstöcke 1. Klasse 7 bis 9 Mark je Rm., Reisig 2. Klasse kostet« 3 bis 4 Mark. 3. Klasse 1,80 bis 2,60 Mark je Rm. Sehr begehrt sind hier besonders Duchen- nuhscheiter, die von den hiesigen Schindern und denen aus dem benach arten Helpershain und Meiches sehr viel gekauft werden. Krris Alsfeld. =er. Homberg a. d. Oh m, 16. März. Am 14. b. HL waren es 25 Jahre, daß Herr Gg. H. Kuhl Feuerwehrhauptmann der Städtischen Feuerwehr ist. Aus diesem Anlasse wurde ihm von dem Ausschuß der Wehr eine entsprechende -Urtunte durch den zweiten Kom- mandarten, Karl Christ, überreicht. Seitens der Stadt sprach Bürgermeister Schweiler dem Iubi'ar Dank für seine langjährige ersprießliche Tättgkeit aus. (—) Ermenrod., 16. März. Bei der hiesigen Holzversteigerung galten 2 Raumn e'.ec Buchenscheiter 1. K crse im allgemeinen 22 Mark, 2. Klasse 15 bis 16 Mark, Buchenknüppel 1. Klasse wurden durchschnittlich mit 17 Mark für 2 Raummeter und Buchenknüvpel 2. Klasse mit 13 bis 14 Mark bezahlt. Das Raummeter Buchenreisig 2. Klasse galt im Durchschnitt 2 50 bis 3 Mark. Buchenr isig 3. K a se 1,30 bis 1,90 Mark, Duchen- stöcke 5 bis 7 Mark. Kreis Lauterbach. WSR. Schlitz, 16. März. Der hier seit 70 Jahren zum ersten Male wieder abgehaltene Schweinemarkt hatte einen guten Erfolg. Es waren insgesamt 400 Ferkel aufgetrieben, von denen der größte Teil verkauft werden konnte. Rheinhessen. WSR. Worms. 16. März. In der letzten Sitzung des Berkehrsvercins Worms wurde unter lebhafter Zustimmung sämtlicher Körperschaften die regelmäßige Veranstaltung einer R i b e - lungenwoche beschlossen. Es soll bereits int Jahre.1928 der Anfang damit gemacht werden. Im Mittelpunkt der Ribelungenwoche sollen grofj* zügige Theateraufführungen, Konzerte, sow'e ein historischer Umzug stehen. Die Veranstaltungen sollen mit bedeutenden sportlichen Ereignissen zusammengelegt werden. Rätsel-Ecke. Silbenrätsel. Aüs den nachstehenden 20 Silben: au — buch — be — frat — ge — gu — Han — i — le — (i — mi — neun — on — re — se — stav —. ti — ü — oec — wohl sind acht Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn einen astronomischen Wendepunkt im Jahre und eine Erscheinung dieser Zeit nennen. Die Wörter bedeuten: 1. Abteilung einer politischen Körperschaft; 2. Wagenschuppen; 3. Ort im Rheinland; 4 Stadt in Frankreich, 5. Abschiedswort: 6. Fluß in Mittelasien: 7. Fisch; 8. männlicher Personenname. Kreuzworträtsel. c 5 6 10 9 12 15 20 21 25 D B Bon links nach rechts: 1. Milchprodukt; 5. Tafelfisch; 6. altgermanisches Getränk; 8. junges Rind; 9. Himmelsr.chtung; 11. italienische Insel im Mittelmeer; 12. Steinkohlen- produkt; 13. tierisches Fett; 17. Teil des Pferdezügels; 20. Kopfschmuck; 21. Zeitrechnung; 22. weiblicher Personenname; 23. Schweizer Kanton; 24. indische Provinz. Von oben nach unten: 1. wie 8, wagerecht; 2. wie 11, wagerecht; 3. Flecken in Tirol; 4. Schmerz über eine begangene Tat; 5. wie 3, wagerecht; 7. Genußmittel; 8. General Friedrichs des Großen; 10. Bühnendichtung; 14. Raubvogel; 15. Bezeichnung für Brot; 16. Farbe; 17. wie 17, wagerecht; 18. wie 21, wcwerecht, 19. wie 23, wagerecht. — Diagonal: A—B kulinarische Jahreszeit; C—D deutsche Hauptstadt. Tiaqonaträtsel. 3 a b c e - e c e e - g g h k 1 1 1 m n r s s t Die 25 Buchstaben in vorstehender Figur sind so umzuordnen, daß fünf Wörter entstehen, die folgende Bedeutung haben: 1. russisches Schloß; 2. Erzeugnis der Kochkunst; 3. Vermächtnis; 4. Wirtschaftsgerät, 5. Kleidungsstück. — Geschah die Bildung der Wörter richtig, so müssen die Diagonalen 1. von links oben nach rechts unten und 2. von links unten nach rechts oben je einen beliebten Sport ergeben. Verbindungsaufgabe. Aus den 18 Wörtern: All — Bau — Dach — Erz — Feld — Flucht — Jn(n) — Korn — Leu — Licht — Luft — Mund — Schelm — Schiff — Sekt — Strahl — Stuhl — Tag sind neun neue Wörter zu bilden, und zwar derart, daß zwei von den gegebenen einsilbigen Wörtern stets ein neues, und zwar zweisilbiges Wort ergeben. Die Anfangsbuchstaben dieser nennen ein festliches weibliches Garderobestück. Gegensätze. An Stelle eines jeden der nachstehenden Wörter soll ein im Gegensatz zu ihm stehendes Wort gesucht werden. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben alsdann, aneinandergefügt, die Bezeichnung einer jetzt für Eltern und Kinder gleichermaßen bedeutsamen Entscheidung: 1. ledig; 2. langsam, 3. untätig; 4. räuschvoll; 5. unmäßig; 6. geschickt; 7. unfreundlich; 8. vorsichtig; 9. fleißig; 10. unzufrieden. Auflösungen. Bruchstückaufgabe. Talg — Arie — Gong — Ufer — 9lat)t — Dock — Norm — Akte — Chor — Hoch — Tann —' Gips — Latz — Ewer — Irma — Chef — Hirn — Espe. Tag- und Nachtgleiche. Steigerungsrätsel. 1. Krug — Krüger; 2. Strom — Stromer; 3. Hamm — Hammer. Kreuzworträtsel. Verbindunqsaufgabe. Schlag - Wort — Chef - Arzt — Hans - Wurst — Nacht - Licht — Eis - Bein — Eck ■ Brett — Geld -Spind — Leim - Topf — Ohr - Ring — Ei - Land — Christ - Fest — Kalb - Fell — Chor - Stuhl — Hoch - Zeit — Erz - Schelm — Nord - Kap. Schneegloeckchen. Zahlenspiel. 142857 X 2 = 285714 142857 X" 3 = 428571 142857 X 4 -- 571428 142857 X 5 = 714285 142857 X 6 = 857142 Vesuchskartenrätsel. Alles beim alten. Oie Narrenkappe. ©bFtt'r und 6 a-ren b»m Re>altionstt1ch, Das Gespräch über die Veroneser Salami Der Wiener Kulturhistoriker, Publizist und Schauspieler Egon Fr ie dell erzählt: Eines Morgens war ich mit Peter Altenberg bei einem Greisler, und wir aßen eine Wurst. Sie war schlecht, aber sie schmeckte Peter Altenberg sehr gut, denn er hat mit mir einen furchtbaren Krach wegen der Zrauenseele gehabt, und das macht Apvetit. Infolgedessen sagte er: „Diese Wurst ist großartig." „Ja", sagte der Greisler, „dös is a echte Veroneser Salami!" „Das brauchen Sie mir nicht erst zu sagen," erwiderte Altenberg. „Diese Wurst kann nur aus Verona fein! Diese Wurst ist der Er- tratt von Verona! Wenn man diese Wurst ißt, so sieht man ganz Verona! Man sieht die mittelalterlichen Gebäude, man sieht die Scholaren, die in ihren schwarzen Mänteln zur Universität eilen, man sieht den R.'kior mag- nisicus, man sieht Romeo und Julia mit ihren unerhörten seelischen Komplikation n. man lieht die reizenden 13jährigen Hexen, die w gm nichts und wieder nichts verbrannt werden, man sieht den schie'en Turm —" „Aber Peter," sagte Friedell, „der schiefe Turm ist doch in Pisa!" .Run, man sieht auch Pisa!" (Lust. Bk.) •: Birken weiss, er macht Sie zum begeisterten Anhänger dieses idealen tiaarpflegemitfe/s. Preis: RM. 2.20 und 375, Merk-, % Liter 10.50. Kopfecbupp^n (V *■ • » - • • • HOTT» dann m APOTHEKEN N.S.U.-Motorräder in 02001 ttWs-Slitt. 164D Televbon 1571. GelterSweg 89 Müblfirakc 24. Tclevbon 581 Güte gebotS: Los 68,69 Los 1b --- 11,34 Zahlung Tclevbon 33. Tclevbon 33 2 20 St., Fichte 4. Kl. = 55 St. Eichcn-Ltammholz Stück Uhr 10 und 31 Stg. 3. Kl. 2959 D 29806 I. V.: Dr. Rosenberg. Zuschlagsfrist bis zum 28. März 1928. 39,4 12,4 3 3 3 61,3 33,8 21,2 1556 730 1000 sichte 2. Kl. Reisstangen: 5. Kl. 8. Kl. Los Los N N N N N N 1 76 16 7 5 1 2 1. 2. 3. 4. 5. 16 87 51 4 4 4 6 5 5,17 km 15,21 „ 6,71 „ 1b- 2 a# 2b# 3a# 6 P.S- Pony 12 P. Einzylinder Eichenstämmc. 208 Stück Kl. 2 -- 104,74 fm la-Klasse 1b# „ 2a# „ 2b# „ 3a# „ 4a# „ Holzfubmissiou. Die Gemeinde Mainzlar verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachstehend verzeichnetes Holz: darf einzureichen. Krofdorf, den 14. März 1928. Der Bürgermeister. Tonmtlustria. «»/#*#•/• Wettmeliler-AbtellOM«* stUd-Ktn*».l.thrpl»neirei. Hautklinik, _!. Chirurgische Klinik und Ohrenklinik, 3. Augenklinik und Kinderklinik, 4. Klinik für psychische und nervöse Krankheiten vergeben werden. Für die unter 1. und 3. genannten Kliniken ist außerdem die Abgabe des Ge# spüls, und für die Kliniken unter 1. bis 3. die Entleerung der Müllgruben zu ver# klinik........... c) Medizinische Klinik, Frauen# klinik und Hautklinik..... d) Klinik für psychische und ner# vöse Krankheiten...... Stammholz-Verkauf. Die Gemeinde Wißmar, Kreis Wetzlar, verkauft im Wege deS schriftlichen An# Aufmaßlisten können bei rechtzeitiger Bestellung von Förster Pfeiffer, Niederweidbach, bezogen werden. Riederwcidbach, den 15. März 1928, Der Bürgermeister. Lang. Lteserungsvergebung. Die Lieferung des Jahresbedarfs im Rj. 1928 an Fleisch# und Wurstwaren, Backwaren, Butter, Milch und Eis, sowie des Bedarss an sonstigen Berzehrungs# gegenständen und an Reinigungsmaterial (Seife usw.) für ein halbes, evtl, ein ganzes Jahr soll für die: 1. Medizinische Klinik, Frauenklinik und in Empfang zu nehmen. Gießen, den 16. Mürz 1928. Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Rosenberg. stamme — auf dem Alten Friedhof und in den Friedhofsanlagen (darunter 15 Hausen Werkholz) — Eschen, Akazien, Ahorn, Eiche, Linden ynd Fichten —. Reisig am Alten Steinbacher Weg. Knüppel und Reisig in der Südanlage an der Johanneskirche. desgleichen in der Nordanlage, Ecke Schillerstraße. Fichtenftämmc. 93 Stück Kl. la = 14,03 fm Nutzholzversteigerung Die Gemeinde Nodheim a. d. Bieber verkauft am Mittwoch, dem 21. d. M., von nachmittags 2 Uhr ab, im Saale des Gastwirts Wilhelm Bender folgende Holzarten : Nadel-Stammholz: Stück la-Klasse = 3,13 fm Zn jedes Futter gehört die echte vollwertige Aäbrsalz- Mischuna M. BrockrnannS ^Zwerg- Marke" 1 Don überragender Wirkung bei Mast und Aufzucht. Aber nur die echte in Orig.-Back. - Zu haben in Apotheken, Drog u. einschl. Gescha ten. m Broitmann Gä Soörtl in. ö. ö„ Brennholzversteigerungen Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: a) Mittwoch, den 21. März 1928, 0/2 Uhr beginnend, aus den Abt. 6a, 7b, 8b, 12, 13a, 14 und 16b (Distrikt Hangelstcin), Bezirk des Försters Lotz in Wieseck, 121,4 rm Buchenscheiter, 9,06 fm 80,89 „ 81,68 „ 37,00 „ 12,90 „ 2,22 „ Mk. MO.— „ 1225- 1 „ 2a = 0,41 „ vor der Abfuhr, spätestens „ Eichenscheiter, „ Aspen-, Linden# und Fichtenscheiter, „ Buchenknüppel, „ Eichenknüppel, „ Linden# und Fichtenknüppel, Wellen Buchenreisig, „ Eichenreisig, „ Aspen-, Linden# und Wei. denreisig, lb#Klasse 2a# ,, 2b# „ 69 „ ,, 3- Buchcustämme. 46 Stück Kl. 3 - 7 „ „ 4 - 1 „ » 6 . Das Abfallholz in der Nordanlage (Ecke Schillerstraße) und in der Südanlage bei der Johanneskirche wird in der Wiesenstraße, und das im Alten Steinbacher Weg guf dem Alten Friedhof mit ausgeboten. Die Zusammenkunft findet um 14 Uhr in der Wiesenstraße und um 15 Uhr am Nadelholz-Stangen: 27 ( 65 83 Eichen-Nutzscheit . . Eichen-Nutztnüppel . Nadelholz-Nutzfcheit WlksWli aller M llaproüS?en tiusdoit' ng fhlreln ü.oreiswm ole Brlihrfflie Unio.-Broderel. H. tange. Siezen. Söiuillr. l I Absallholz-Versteige ung Dienstag, den 20. März 1928, 14 Uhr beginnend, läßt die Stadt Gießen etwa 135 Haufen Abfattholz (Werkholz, Knüppel und Reisig, ein Teil des letzteren eignet sich zu Erbsenreisern), öffentlich meist- bietend versteigern, und zwar: 39 Haufen in der Wiesenstraße (darunter 10 Haufen Werkholz — Linden- Kiefern-Lang holz: Güte N 12 Stück mit „ N 24 „ „ „ N 8 „ Fichten-Langholz: Saat-Hartoüeln - I kaufen Sie preiswert und vorteilhafi in dem alten Spezialgeschäft Gehr. Oppenheimer. Frankfurt a. M. 14 Telegramm-Adresse: Kartoffelhaus Telephon: Hansa 7196/96 Sachgemäße, gewissenhafte Derlabung ab Produktionsgebiet. Stets groß. Lager aller gangbaren ©ort. in Frankfurt a.M Verlangen Sie unsere Preisliste ML 294 » Etagen-Hüuser u. kl. Haus mit Garten und ftcirocibenber Wobnnna oreisiveri au verkaufen. 02103 MW sm löset W vekiliielM Otto Scheel Das Gießener GlasrejnigungsZnstiiui empfiehlt das Reinigen von privat-WohnungSsenstern in und außer Abonnement. s. Rucksiuhl Gnauthstraße 22 / Telephon 1535 geben. Die Lieferungsbedingungen und die Be- darsslisten können an Werktagen bei der Verwaltung jeder Klinik von 15 bis 17 Uhr (außer Samstags) eingesehen und die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. Angebote und Muster sind getrennt von- einander, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an die zuständigen Verwaltungen bis Mittwoch, den 21. März 1928, 10 Nhr, einzureichen. 2961D Eröffnungsstunde der Angebote für die: a) Augenklinik und Kinderklinik . b) Chirurgische Klinik und Ohren- Haupteingang des Alten Friedhofs in der Licher Straße statt. Gießen, den 13. März 1928. Der Oberbürgermeister. Röidi wirkend — Jahnehnl» bewahrt — Kein Merz klopfen — Reine Magenberdiwerden 44 Stück mit 205 „ „ 115 „ „ 36 „ „ 9 „ „ Nutzholzversteigerung Tie Gemeinde Riederwcidbach verkauft am 2. April von vonn. 10 Uhr ab in dem Saale der Gastwirtschaft Rentsch, Niederweidbach nachstehendes Nutzholz. Eichen. Güteklasse A. 3. Kl. 24 St. =■ 14,38 fm, 4 Kl. 15 St. = 14,71 fm, 5. Kl. 2 St. = 2,55 fm. Güteklasse N. 1. Kl. 118 St. - 27,46 fm, 2. Kl. 413 St. = 189,78 fm, 3. Kl. = 131 St. = 96,66 fm, 4. Kl. 20 St. = 17,39 fm, 5. Kl. 7 St. =■ 10,59 fm, 40 St. mit ca. 51 fm von vorjährigem Einschlag, 3 Stg. 2. Kl., 40 rm Schichtnutz., Schichtn. 2. KI. 71 rm Nutzknüppet (2.4 m L). Buchen: 2. KI. 79 St. = 27,76 fm, 3. Kl. 19 ©t. = 12,50 fm, 4. Kl. 3 St. -- 3 fm. Fichten: Kl. la = 18 St. — 2,51 fm, 1b 19 St. = 6,23 fm, 2a 7 St. - 3,42 fm, 2b 3 St. -- 3,12 fm, 3a 2 St. = 2,49 fm. 91 Stg. 1. Kl., 66 Stg. 2. Rheinische wach-Sesellschast Unteren werten Abonnenten zur Kenni# nis, da sicb unsere Wohnung und Bliro von letzt ab wieder [020bö Steinstraße 53 befinden. Hochachtungsvoll H. Frank & Coinp. 15." Juli 1928. 2934V Fichten müssen bis zum 15. Mai entrindet oder abgefahren sein. Auskunft: Förster Lucas, Wißmar. Angebote je Festmeter getrennt nach Losen sind bis zum 26. d. 9J t ., 10 Uhr vormittags, an das Bürgermeisteramt in Kros- Wanderer-Motorräder 4,'i P.S., Führet sch.- u.steuerfrei, Alk.975,— 20 P. b., Zweizylinder „ 1675,— Wir gestatten unseren Kunden ein zwölfmon etliches Abzahluiigssystem Fr. Linker & Sohn Reparaturwerkstatt. 3U01D Gtoßes Lager in Ersatz- u. Zubehörteilen. vom 12. März 1928 und die Brennholz. Versteigerung Nr. 23 vom 16. März 1928 wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine ind in der Zeit vom 22.—31. März 1928 2984k Beschluß. Der Bergmann Wilhelm Rüssing, geb. am 3. Mai 1880 zu Enge (Wests.), wohnhaft zu Gießen, Bahnhofstraße 30, wird wegen Trunksucht entmündigt. 2945V Gießen, den 7. März 1928. Hessisches Amtsgericht. iTechnikiifnlane Inbenieur-Schule I MascmneroauEiemro. iecnniK.Hocn-u. Tietoau, Ich verkaufe, um dringendster Verpflichtungen nachzukommmen WeHMe Beriet Briden zu jedem annehmbaren Preis. Bedingung sofortige Kaste. Schr. Angeb. unter 2963D a. d. Gieß. Anz. erbeten. Nutzholzversteigerung Freitag, den 23. März 1928, vormittags I 10y2 Uhr, werden in der Gastwirtschaft von Karl Möser II. in Eichelödorf aus sämtlichen Staatswalddistrikten der Förstereien Nainrod, Ulfa, Stornfcls, Langd, Eichclsdorf und Äiliansherbcrgc ver- teigert: Stämme: Gütetl. A. Eiche Kl. 2 7 St. 1,65 fm, Kl. 3 8 St. = 4,77 fm, Kl. 4 1 St. — 0,87 fm, Buche Kl. 3 11 St. = 5,39 fm, Kl. 4 3 St. 3,40 fm, Erle Kl. 3 I St. — 0,61 fm, Lärche Kl. la 1 St. = 0,21 fm, Kl. lb 1 St. -- 0,47 fm, Fichte Kl. 3b 1 St. = 1,85 fm. Güte«. N. Eiche Kl. 1 162 St. = 21,50 fm, Kl. 2 367 St. --- 106,99 fm, Kl. 3 76 St. = 45,17 fm, Kl. 4 16 St. = 1,8,46 fm, Kl. 6 1 die lu" 2lrtvv «uaunfW Mitch fc »'n* Wndav sayungen malige" wonach schen maligen wurden des V anschem die Del nung | während heutig f1 ehmalig bunt*. 5 daß der Derteilu ist. Deck teilung" genehi einzelner geben B einzelner Kein kann sor oder an Alliiert« Abschluß nehmigi Deiugn grenz fügur Sflm- ihm üb Sfifi mit Diskussi berechti! Östasril batte ii den Aa werden mens i für die datsvert macht { Mung und tu Debietr einig heistt t nicht 6 aus 3t Man wundert sich, wie schnell die H EN SC HIE L—WA GIEN HHraOBiaBBHUUBS WELLBLECHGARAGEN 12.50 an Moderne Möbel Abteilung: Herren - Ko nfektion A _ «• aus haltbaren Stoffen, ein- und zwei- Anzüge reihig Mk. 42.00, 36.00 24.00 Sport-Anzüge “Ä 32.00 A in Kammgarn und Garbardinein den neuesten Aus- » q AHZUge führungenu. best Verarbeit Mk. 110.00,95.00,63.00 TzOeX/kJ Zur Fußbodenpflege Bohner. Bohnerwachs, fest und flüssig, O-Cedar-Mov, Ambronn Mov, Ligella-Mo»^ Mov-Neinigung mittel, selvstlätlg! verdvntrmittel aller 2lrt Friedr. Heyd & Sohn Selters weg. (2841a Popelin-Kleider Reine Wolle, marinerot, marinebleu usw„ von Mk. 8.50 an Seiden-Kleider Är±:Fa^n“nd'Tn:m“.k“^“nv^ 7.75 Moderne Kasha- und Herrenstoff-Mäntel v0=Mk. 15.00 “ Düngekalk allerbeste Qualität, 8S7v stets vorrätig. Anlieferung prompt Bill. Preis. WOLF FETTERE,JACOBIwerm serlin w iS• Finnentrop*/westf WIE IRT FüRS Kapotonatratzen mit la Drell, einfarbig rot oder bunt geblümt.. . 95.00, 88.00, zurück 2964a Wir arbeiten Ihre Matratzen auf zu sehr billigen Preisen / Wir holen dieselben kostenlos ab und bringen Ihnen dieselben kostenlos wieder Gehr. Bär / Beten MarMstrahe 29 Bettenfabrik Telephon 271 Matratzen mit gutem, echtfarbigem Drell, in ^00 vielen Farben vorrätig 58.OO, 45.00, Roßhaarmatratzen Extra gute Halbleinen-Drelle in den ä aa modernsten Mustern und wunder- vollen Farben 150,00, 120.00, Nr. 66 Viertes Klatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesien)Samstag, (7. Mär; 1928 Sie Zukunft DeuW-Ostafrikas. Don unserem ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. London, März 1928. Der sogenannte „Friedensvertrag" von Der- sailleS hat hinsichtlich der deutschen Kolonien eine doppelte Regelung getroffen, die als Ausgangspunkt für alle Diskussionen über die künftige Gestaltung der Kolonialsrage angesehen werden müssen: Einmal ist durch den Artikel 119 bestimmt worden, daß Deutschland zugunsten der alliierten und assoziierten Haupt- machte auf alle feine Rechte und Ansprüche bezüglich feiner überseeischen Besitzungen (lies Kolonien) verzichtet, zum anderen ist durch die Einführung und praktische Durchführung des Mandatssystems im Artikel 22 der Döllerbunds- sahungen ein Rechtszustand bezüglich der ehemaligen deutschen Kolonien geschaffen worden, wonach zweifellos keine der ehemaligen deutschen Kolonien in den Besitz einer der ehemaligen Kriegsgegner gekommen ist: rechtlich wurden sie alle vielmehr der Souveränität des Dölterbundes unterstellt. Aus dieser anscheinend doppelseitigen Regelung der Kolonialfrage erklären sich die rechtlichen Wider- sprüche, die in der Diskussion über diese Angelegenheit ausgeführt werden. In Wirklichkeit ist natürlich keinerlei Widerspruch vorhanden, da die Bestimmungen 'des § 119 nur die Aberkennung des Besihrechts Deutschlands enthalten, während die Bestimmungen des Artikels 22 eindeutig feststellen, wem die Souveränität über die ehemaligen Kolonien zusteht, nämlich dem Dölker- bund. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß der Völkerbund bei der seinerzeitigen ersten Verteilung der Kolonien nicht gefragt worden ist. Rechtlich entscheidend ist, daß diese „Verteilung" der Kolonien erst durch den Völkerbund genehmigt worden ist und erst damit dm einzelnen Besitzern die rechtliche Befugnis gegeben wurde, sie nach den Bestimmungen der einzelnen Mandatsaufträge zu verwalten. Keine der ehemaligen deutschen Kolonien kann somit rechtlich als Eigentum der einen oder anderen „Hauptmacht" unter den einzelnen Alliiertenn angesehen werden. 3m Gegenteil, der Abschluß der Mandatsverträge und deren Genehmigung durch den Völkerbund zeigt, daß die Vesugniss.' der einzelnen Mandatare streng begrenzt sind und daß k e i n e r l e i f r e i e V e r- fügungsgewalt des einzelnen Mandatars gegeben ist. Das hat insbesondere England 1921 anerkannt, a!s es eine Grenzabänderung des ihm übertragenen Gebietes voi Deutschosta.rika zugunsten Belgiens ausdrücklich durch den Völkerbund genehmigen ließ! Mit diesen rechtlichen Feststellungen ist die Diskussion über die Frage, inwieweit England berechtigt ist, über das ehemalige Gebiet Deutsch- Ostasrilas zu verfügen, entschieden und die Debatte im Unterhaus über die Angelegenheit in den Rahmen gesetzt, innerhalb dessen sie gesehen werden muß. Rur innerhalb diesesRah- mens ist die vom englischen Unterstaatssekretär für die Kolonien zitierte Bestimmung des Mandatsvertrages zu würdigen, die es der Mandats- mocht gestattet, das „Mandatsgebiet" in Beziehung auf die Zollverwaltung, die Finanzen, und verwaltungsmäßig mit den angrenzenden Gebieten unter eigener Gebietshoheit zu vereinigen oder zu verbünden." Denn das heißt eben, daß Hoheitsrechte durch diese Frage nicht berührt werden dürfen, sondern nur, daß aus Zweckmäßigkeitsgründen die g eiche Verwal- tungsart wie in den angrenzenden Gebieten auch in dem Mandatsgebiet eingembrt werden darf, — eine Selbstverständlichkeit, die nur dadurch einen Svndergeschmack enthält, daß die Verwal- tungskon trolle für eigene Gebiete und Mandatsgebiete hiernach nach englischer Aus afsung i n ein e Hand gelegt werden darf. Denn selbst, wenn man an nähme, daß eine derartige „verwaltungstechnische" Lösung eingeführt würde, ohne daß eng'ischerseits die Absicht bestünde, auf diese Weise die Mandatsbestimmungen zu umgehen, die eine Sonderbehandlung der Mandatsaebirte ausdrücklich verlangen (z. D in der militärischen Ausbildung von Eingeborenen). würde es bei t>*r Vereinheitlichung bzw. Zusammenlegung von Mandatsverwaltungen mit eigenen Verwaltungen schwer sein, zwi- schön .mein" und „nicht mein" zu unterscheiden. Soweit die bisherigen Pläne der Engländer erkennbar sind, ist denn auch nicht ersichtlich, daß sie jetzt schon das Gebiet des ehemaligen Ostafrikö. das sich in ihrem Besitz befindet, einzustecken beabsichtigen. Auch die sogenannte „Hilton Voung"°Mission hat nicht die Au gäbe, eine Antwort auf die Frage zu geben, wie das zu geschehen habe, sie soll im einzelnen eine ganze Reihe von Dingen erforschen, die allgemein für die englischen Besitzungen von Osta'rika von größter Wichtigkeit sind, wie die Frage der Behandlung der Inder, die Beteiligung der Eingeborenen an der Selbstverwaltung und eine Reihe anderer Fragen ähnlicher Ratur, die sich alle auf die Formel bringen lassen: „Soll Weiß oder Schwarz in Afrika herrschen?" Hier besteht in der Tat eine Diskrepanz der Verwaltungstechnik, die um so unangenehmer ist, als das ehemalige Deutsch-Ostafrika nach fortschrittlicheren Gesichtspunkten verwaltet werden muß, als die umliegmden britischen Kolonien, die aber gerade infolge dieser Tatsache mit ihren eigenen Eingeborenen l n Schwierigkeiten geraten. Es ha'delt sich somit gar nicht so sehr um eine „Vereinigung", als vielmehr um eine „Vereinheitlichung" der Verwaltungssähe, die zum Teil, besonders was die Frage der Behandlung her Inder betrifft von epochemachender Bdeutung für ganz Afrika ja für den gesamten Bereich der britischen Herrschaft (infolge der Rückwirkung auf Indien!) sein würden. Aber auch diese Dinge werden, so betonen die Engländer, noch nicht entschieden werden. Sir Hilton QJoung wird über die Angelegenheiten nur berichten, nicht aber selber bereits neue Derwaltungstatsa chen schaffen. Erst auf Grund des Berichtes wird die Regierung ihre Entschlüsse taffen. _ Rach diesen Erklärungen könnte man sich deutscherseits tatsächlich beruhigen, wenn nicht noch zwei Momente zu der Angelegenheit hin.ukämen, die diesen beruhigenden Erklärungen eigentlich ihr Gewicht nehmen: die Berichte, wonach die um Deutsch-Ostasrika Herumliegenden Gebiete Kenya, Uganda, Ryassaland, Rord-Rhodesia und Süd-Rhodesia die Vereinigung mitTan- ganyita (Deutsch-Osta.rüa!) fordern, u b die ungewöhnliche Betonung, mit der der Kolonial- elretär der Opposition die Versicherung abnahm, daß sie jedenfalls nicht beabsichtige, „Tanganyika an Deutschland zurückzugeben. Hier muh man unwillkürlich tragen, zu welchem Zweck eine derartige Frage gestellt worden ist, und warum eine derartige Feststellung durch einen Staatssekretär erfolgt, der seit Iahren das Recht der vollen Souveränität für England in seinen Mandatsgebieten zumindest theoretisch beansprucht. Ist ihm etwa durch die vorzeitige Propaganda der englischen Kolonien für ein großes Dominion „Ost-Asrita" vorzeitig das Konzept verdorben worden? Die aufsallende Rervosität der englischen Presse bei der Wiedergabe der deutschen Pressekritik an der „King George" wird verlangsamt. (a) Reuhork. Eine der größten Cisenbahngesellschaften des amerikanischen Westens veranstalt: te kürzlich eine Ausstellung in Chikago, auf der die schnellste Lokomotive den Ramen „King George" trug. Run hat Chikago in Big Bill Thompson einen Bürgermeister, der es wohl an Englandfeindlichkeit mit dem nationalistischen Irländer, Perser oder Inder aufnimmt. Dieser Bürgermeister verfolgt alles Britische mit glühendem Haß und leidet dabei an einer Art Verfolgungswahn, indem er erklärt, über kurz oder lang würden die U. S. A. wieder ein Bestandteil des Imperiums, der Union Iack verdränge die Sterne und Streifen, und George Washington habe umsonst gelebt. Diesem hundertprozentigen amerikanischen Big Bill war also der schnelle „King George" ein rotes Tuch, das er am liebsten vernichtet hätte, was allerdings ein zu kostspieliges Vergnügen gewesen wäre. Run durfte aber auf einen Wink des Staatsdepartements nicht einmal der Aarne geändert werden, und so verbrachte Big Dill schlaflose Rächte, in denen er visionär einen königlich britischen Generalgouverneur als Herrn ins Weiße Haus einziehen sah. Da kam ihm endlich ein rettender Gedanke, der inzwischen praktisch durchgeführt worden ist: durch Aenderung der Konstruktion wurde die mögliche Durchschnittsgeschwindigkeit des „K ng George" von 76 auf 60 Meilen in der Stunde reduziert. Und wenn sich jetzt Chikagos Bürgermeister durch den Pankee Doodke sanft in den Schlaf gepfiffen hat, sieht er im Traume die Freiheitsstatue, die ihn dankbar anlächelt — glücklicher Big Dill, glück'iches, gerettetes Amerika! „King George" bricht keinen Schnelligkeitsrekord mehr! Südamerikanische Idylle. (p) Amsterdam. Der Reise-Korrespondent eines bekannten holländischen Blattes hat diesem einen ausführlichen Bericht über die Zustände in einer der kleinsten südameri'anischen Republiken gesandt, deren Ramen er jedoch verschweigt, weil et sonst während seines Aufenthaltes in diesem gesegneten Kontinent nicht mehr seines Lebens sicher sein zu dürfen glaubt. Immerhin enthüllt et einige mehr als romantische .Idylle, an denen gemessen die Kultur des europäischen Balkans zu wahren Dithyramben begeistern körnte. Ratürlich ist der gegenwärtige Präsident durch einen Staatsstreich a iß Ruder ge’ommen; das scheint in Südamerika der nomia'c Weg zur höchsten Würde des Landes zu sein. Das Der- sassungsgefeh gestand ihm einen Vizepräsidenten zu, zu dem er seinen Bruder bestimmte. Sein ältester Sohn jedoch — der Herr Präsident hat 40 Kinder, aber keine gesetzlich ihm angetraute Ehefrau —, der ebenso wie fein Vater „General" einer imaginären Armee ist, verlangte ebenfalls das Amt eines "Vizepräsidenten. Kurzerhand wurde durch die gesetzgebenden Körperschaften das Der assungsgeseh dahin abgeändert, daß nunmehr dem Herrn Präsidenten zwei Stellvertreter beigegeben werden, und der heißeste Wunsch des jungen „Ge. erals" war damit erfüllt. Folgerichtig warf man, als nun der Onkel Vizeoräsident starb, — er soll von einem betrogenen Geschäftsmann mit vergifteten Spirituo'en auf den letzten Weg gebracht worden sein! — diese Bestimmung des Verfafsungs- gesehes wieder um und setzte dafür die ursprüngliche wieder ein. Das dankbare Volt beschloß, diesem sympathischen Präsidenten ein Standbild zu errichten, und wo tonnte das besser und sinniger geschehen als in seinem Geburtsort? Obendrein befaß das Staatsoberhaupt dort ein kleines Stück Land von etwa 25 Morgen, das wie geschaffen für einen Denlmalsplah schien. Edelmütig stimmte der Präsident dem ihn ehrenden Vorhaben zu und überließ das Grundstück „seinem" geliebten Volke — gegen eine runde Summe von 1 Million j Goldfranls. Die Presse rühmte so viel Gene- I rosität, das Parlament trat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, sprach dem Präsidenten den Dank des gesamten Vol.es aus und beschloß einstimmig und unter stürmischen Beifallskundgebungen, dem Präsidenten das Stückchen Land mit dem Erzbilde darauf als persönliches Eigentum wiederzuschenken. Dieser, in einer nur von hohen Geistern ganz zu würdigenden Anwandlung von Chara.terstäme, erklärte, er wolle dieses erhabene Monument nicht für sich haben, denn es gehöre „seinem" geliebten Volke, und „schenkte" es ihm daraufhin zurück — für eine weitere Million Goldfranls, versteht sich. Ein unternehmender Europäer bewarb sich um das Monopol, die an den Küsten des Landes gefangenen Fische in das Innere des Landes zum Verkauf zu transportieren. Der Gouverneur der Küstenprovinz bewilligte ihm das Monopol gegen eine tägliche Zahlung von hundert Goldfranls — in die persönliche Kasse des hohen Beamten selbstverständlich. Und soweit und solange ging daraufhin alles gut bis zu dem Tage, an der der verdiente Gouverneur zum Innenminister der Republik ernannt wurde. Der europäische Kaufmann machte seinen Besuch bei dem neuen Gouverneur, der selbstverständlich ebenfalls die Abgabe von 100 Franks täglich forderte, erstaunte aber nicht schlecht, als er dann zu Hause ein versiegeltes Amtsschreiben des neuen Innenministers vorsand, worin er mitteilte, daß auch ihm weiterhin die tägliche Hilton-Voung-Kommission spricht jedenfalls stark dafür. Deshalb muß schon jetzt deutscherseits fest- gestellt werden, daß für den Fall, daß England tatsächlich die Abstcht ha en sollte, Deutsch-Ost- afriia einem Großdominion „Osta ri.a" einzu- verleiben, dies Deutschland in seiner Eigenschaft als Völlerbundsmitglied und Mitglied der Mandatskommission nicht genehmigen würde. Auch der Versuch, dies in verschleierter Form durch weitgehende Vereinheitlichung bet Verwaltungen zu bewerkstelligen oder vorzubereiten, würde Deutschland nicht billigen können, wenn sie mit dem Mandatsau trage in Widerspruch stehen sollten. Denn noch untersteht das ehemalige Deutsch-Ostafrila dem Völkerbunde und nicht der britischen Kolonialver- waltung in letzter Instanz! Monopvlsteuer regelmäßig zu zahlen sei. Das ging unserem aus einem rechtlichen alten Lande stammenden Europäer, wie man so sagt, doch über die Hutschnur: er warf sich in seinen besten Staat, fuhr zur Landeshauptstadt, ließ sich beim „Vater des Volles", dem Herrn Präsidenten, melden und trug ihm die Geschichte vor. Entrüstet schüttelte der hohe Herr das Haupt und erwiderte nach langer, weiser ileberlegung: „Von heute ab erhalten die beiden Hallunken nichts mehr von Ihnen!" Gerührt von dieser Großmut wollte der Europäer die Hand des großen Mannes ergreifen, aber der fuhr fort: „Dafür werden Sie m i r täglich 150 Gold- franks überweisen!" — Seit diesem Tage haben die früher so reichlichen Fischzufuhren zur Hauptstadt gänzlich ausgehört. Der Präsident hatte einen Iugendsreund, der Bezirksrichter war, mit einem Einkommen von elenden 200 Goldfranls monatlich. Der arme Mann suchte seinen so mächtig gewordenen früheren Spielkameraden auf und klagte ihm seine Rot. Mit Rührung erinnerte sich der Präsident feiner seligen Kinderjahre und ernannte seinen Freund auf der Stelle zu seinem „Generalsekretär". Dieser erfreute sich jedoch nicht mehr allzulange seines neuen Glückes und starb bereits nach acht Monaten. Er hinterließ ein Vermögen von — zwei Millionen. Das alles klingt wie das Expose einer Operette, ist aber buchstäblich von Anfang bis Ende wahr. Teitjchcs Lprak. . . (8) Prag. Die wenigen Rechte, die die deutsche Sprache noch in der tschechoslowakischen Republik genießt, erlegen der hohen Behörde die Pflicht auf, amtliche Mitteilungen unter Umständen auch in deutscher Sprache au erlassen. Aber wie rächt sich die tschechoslowakische Republik an der armen deutschen Sprache für diese lästige Pflicht! Ging der Amtsschimmel schon in kaiserlich-österreichischen Zeiten oft einen Holpertrott im Zaum dieser Sprache, so bockt er heute geradezu gemeingefährlich. Das Amtsblatt der tschechoftowalischen Republik ruft in deutscher Sprache zur Anmeldung von Ansprüchen an einen unerledigten Erbnachlaß auf. Das kann das Blatt in einem Satz von 12 Zeilen auch noch leidlich klar zum Ausdruck bringen. Den Rest desselben (!) Satzes aber verwirrt es folgendermaßen: ... widrigenfalls die Verlassenschaft wird mit jedem, die sich werden erbßerllärt und ihren Erbrechtstiiel aus- getoiefen haben, verhandelt und ihnen eingeantwortet, der nicht angetretene Teil der Derlassen- schaft aber, oder, wenn sich niemand erbserklärt hätte, die ganze Verlasfenschaft vom Staate als erblos eingezogen würde." — Wer hat da Wohl noch Lust, eine Erbserklärung anzumelden! Die Mode der Thronprätendenten. (P.) Bukarest. Die immer noch, wenn auch verschleiert aufrecht erhaltene Thronprätendentschaft Carols macht in Rumänien Schule. Da meldet sich jetzt ein unterer Postbeamter aus Iassy, namens Demeter Dumitrescu, und behauptet, er fei der zweite, aber einzige noch lebende Sohn des ehemaligen Herrschers von Rumänien, Alexander Ion Cuza. Als im Iahre 1859 die damals den Türken tributpflichtigen kleinen rumänischen Fürstentümer, die Moldau und die Walachei, sich vereinigten und zum Fürsten den Bojarensproß, Oberst Alexander Ion Cuza wählten, da wurde der Grundstein des heutigen rumänischen Staates gelegt. Sieben Iahre später, 1866, bildete sich eine Parteigruppe, die einen ausländischen Fürsten auf den rumänischen Thron bringen wollte, um den ewigen Bojarenintrigen ein Ende zu sehen. An der Spitze dieser Bewegung, die dann zur regelrechten Verschwörung wurde, stand der Vater des heutigen Ministerpräsidenten Vintila Vratianu, der alte Ion Bratianu. Eines Rachts wurden die Hofwachen überrumpelt, Alexander Ion Cuza mußte seine Thronentsagung für sich und seine Rachkommen unterzeichnen und außer Landes gehen. In jener Rächt nun. so behauptet Demeter Dumitrescu, fei er als dreijähriger Knabe zusammen mit seinem fünfjährigen Bruder Alexander von einem getreuen Offizier, Major Lecca, nach dem Städtchen Duhufi in der Moldau gebracht worden und dort dem Pfarrer Dumitrescu in Gewahrsam gegeben, dessen Ramen die beiden zunächst auch annahmen. Als siebenjähriger Bursche tarn er nach Iassy, als Gerüchte umliefen, daß der damalige Fürst Carol von Hohenzollem abdanken wollte, weil die rumänische „gute Gesellschaft" eine antideutsche Einstellung gelegentlich des Krieges von 1870/71 einnahm. Der Pfarrer wollte ihn in Iassy haben, um ihn in einem solchen Falle sofort dem Volke zeigen zu können. Leider dankte Carol nicht ab. Er. Demeter, blieb jedoch in Iassy zunächst beim Major Lecca, der dort seinen Wohnsitz hatte und dann beim ehemaligen Adjutanten seines „Vaters", Oberst Roznovanu, der ihm auch „eine entsprechende Erziehung" gab. Später sei er Postbeamter geworden. Sein Bruder Lllexander dagegen habe sich das Leben genommen, weil er die Schmach nicht überleben konnte, als einfacher Bürgerlicher sein Leben zu fristen. Gr, der für den Thron geboren war... Run beantragt Demeter Dumitrescu, daß ihm sein richtiger Rame wiedergegeben werde. Ob er auch den Thron für sich in Anspruch nimmt, teilte er dem Landgericht, dem er obiges Ersuchen einreichte, allerdings Geschichten aus aller Welt. noch nicht mit, obgleich er eigentlich als direkter Rachkomme des Cuza Prioritätsrecht auf den Thron hat, der seinem Vater gewaltsam entrissen wurde. Es scheint jedoch, daß das Landgericht Suseava sich von den Argumenten Dumitrescus nicht überzeugen lassen will (sicherlich nur aus politischen Gründen!) — denn Dumitrescu selber kündigt schon jetzt für einen solchen Fall die Einlegung einer Beschwerde beim Kammergericht in Iassy an. Inzwischen ist Dumitrescu, wenn nicht der König von Rumänien, so doch der König der Rarren von Iassy geworden, wenn man nach den Menschenaufläufen urteilen soll, die sich bei seinem Hervortreten bilden. Eine Anzahl von Iassyer Anwälten haben sich bereit erklärt, für feine Rechte zu kämpfen, wenn es auch manchen gibt, der da glaubt, die Anwälte hätten es auS Reklamebedürsnis für sich selber und (im Auftrage des Magistrats) für die einen Fremdenzustrom brauchende Stadt getan. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. In dieser Woche trat an der Effektenbörse eine Wendung zum Besseren ein. Wenn auch die Umstände im großen und ganzen nicht günstiger geworden sind, so konnte die Börse aus sich heraus eine fast allgemeine Kurserholung durchsetzen, die allerdings nur in Sonderfällen ein größeres Ausmaß annahm. Doch gerade diese Sonderbewegungen toaren es, die dem Markte in dieser Woche das Gepräge gaben und von denen die schließlich allgemein freundlichere Haltung ausging. Hervorg:rufen und gestützt wurden die Kurssteigerungen auf den Spezia gebieten im wesentlichen nur von der berufsmäßigen Spekulation. Don einer Beteiligung des privaten Publikums konnte wieder kaum die Rede sein. Die verschiedenen neuen 8prozentig.n Psandbriefemissionen dürften immer noch im wesentlichen die in Publikums'reisen freiwerdenden Kapitalien absorvieren. Rur vorn Aus- lande sollen verschiede ck.'ich wieder einige Kaufaufträge vorgelegen haben. Daher bewegten sich die Umsätze meist in bcscheide.e.i Grenzen, u .d zeitweise herrschte große Geschäcksstille, bis die starke Rachfrage nach Svezialwerte i d:s Geschäft etwas reger werden ließ. 3m Vordergründe dcs 3nteresses standen Rheinische Braunkohlen, die gegen die Vorwoche über 20 Prozent gewinnen konnten. Man führte dabei verschiedene Mutmaßungen als Gründe auf, die aber alle bis jetzt noch keine Bestätigung erfuhren. Auch die anderen Braun.ohlenwerte waren daraufhin gefragt: so zogen 3lse Bergbau 11 Prozent an. Von der Hausse in Glanzstoffwerten, die zeitweise auch im Frankfurter Freiverkehr recht lebha t gehandelt wurden, angeregt wurden die Z e 11 st o f f a k t i e n, von denen Aschaffenburger Zellstoff 14 Prozent und Waldhof 17 Proz. anzogen. Am Elektro- markt tonnte sich namentlich in den Werten, die Anlehnung an das Ausland haben, recht lebhaftes Geschäft entwickeln. Gcssürel erzielten einen Kursgewinn von 18 Prozent, Licht L Kra t lagen 9 Prozent höher. Von den übrigen Eiei tro- werten gewannen Siemens 5 Prozent, AEG. und Schuckert je 4 Prozent. Stets lebhaft gehandelt wurden von der Spekulation die 3.-G.-F arben» Bezugsrechte, die stärieren Schwankungen unterworfen waren. Rach einem Tiefkurs von 8 Prozent setzten wieder 3>trrvcntions.äufe ein, und gegen Ende der Woche wurde ein Kurs von 9,50 Prozent erreicht. Auch 3.-G.-B o n d s wurden zu 135 Prozent zeitweise lebha t um* gesetzt. Demgegenüber b ieb die Farvenanie setbst zunächst vernachlässigt, erst am Dv morstag, 15. d. M. konnten sich auch hierin größere Umsätze entwickeln, wobei namentlich von Großbankseite Material in ftär.erem Maße aus dem Marcke genommen wurde. Gegen die vergangene Woche zog der Kurs um 8 Prozent a t. Ei ie merk.iche Kursbesserung erfuhren noch Rheinstahl mit plus 10 Prozent. Auf den übrigen Marktgebieten gab es meist nur kleine Kursbesserungen von 1 bis 3 Prozent. Angeboten und 6 Proze ß schwächer lagen wieder Harpener. Außer den genannten Srezialbewegungen wirkten die verschiedenen vorlieg nien, günstigen Iahres* abschlüsse anregend auf die Allgemeintendenz, so verwies man auf die Abschlüsse der Daiatbank, Disco.itogesellschaft. Reichsbank und die Geschäftsberichte von Ha^ag und Rordd. Lloyd. Mit Befriedigung wurde ferner die Unterzeichnung er Freigabebill durch Präsident Cookidge ausgenommen. Andererseits wirkten die Sorgen hi sichtlich der zukünftigen Geldmarktentwicklung hemmend, wenn auch der Geidmarkt in der Derichtswoche lang'am ei e Ents annung erfuhr. Zum Zahltag machte sich dann wieder etwas größere Rachfrage geltend. 3m übrigen blieb der Medio ohne stärkeren Einfluß. Deutsche und ausländische Renten zeigten bei stillstem Geschäft nachgebende Tendenz. Am Devisenmarkt herrschte weiter Angebot an Devisen, und die Mark blieb fest. Wochenbericht vom Sranffurkr Produktenmarkt. 3m Anschluß an die festere Tendenz der vorigen Woche verkehrte der Frankfurter Produkten markt weiter in fester Haltung. 3m Einklang mit den weiter hoher lautenden amerikanischen Rotierungen machte sich eine allgemeine Entspannung des Marktes bemerkbar. Das Geschäft bewegte sich aver im wesentlichen in engen Grenzen, doch wurden verschiedentlich auf die knappe Defchicku :g des Marktes Deckungen oorgenommen. Meldungen über Frostschäden in Amerika und verschiedenen Teilen Europas hatten zur Folge, daß die zweite Hand ihre Ware zurückhie.t in Erwartung weiterer Preissteigerungen. Die ziemlich hoch offerierte Ware wurde von allen Seiten glatt ausgenommen, da mit einem weiteren Anziehen der Preise gerechnet wird. Das Angebot in 3nlandgetreide hat weiter stark nachgelassen, so daß sich das Geschäft nur hemmend entwickeln konnte. Weizen und Roggen wurde hauptsächlich von feiten der Mühlen gekauft, was aus das lebhaftere Mehlgeschäft zurückzuführen ist. Hafer war lebhafter verlangt, da hier die 3ndustrie gute Ware in größeren Posten aus dem Markte nahm. Auch Braugerste, die nur noch knapp vorhanden war, wurde von den Brauereien stärker gekauft. Die Landwirticha.t nahm in Futterinais für ihren Bedarf größere Deckungen vor: Mais für Industriezwecke lag dagegen eher vernachlässigt. Das Mehlgeschäft hatte nur kleine Ämsätze, aber feste Tendenz. 3n Futtermitteln entwickelte sich im Gegensatz zur vergangenen Woche regeres Geschäft, namentlich für spätere Lieferung wurden größere Abschlüsse getätigt, Rog- gentleie lag hier im Dordergrund. Der Kar - t o f f e l m a r k t hatte im Vergleich zu seiner sonstigen Lage regeres Geschj't aufzuweisen, auch konnten daraufhin die Preise etwas anziehen. Zum Wochenschluh blieb die Stimmung weiter ,fest. Mais für Industriezwecke, der etwas vernachlässigt lag, war etwas gefragter und fester. Hafer und Kleie sind weiter lebhafter gesucht, doch tonnen die Käufer sich schwer entschließen, die weiter steigenden Preise anzulegen. Auch Futter- und Nachmehle, die in der ganzen Woche vernachlässigt waren, begegneten größerem Interesse. Im Vergleich zu den Votierungen der vergangenen Woche waren Gerste für B auzwecke, Weizenmehl und Roggenmehl gut behauptet. Weizen 1 und Roggen zogen eine halbe Mark im Preise an. Ha er, inl., und Mais für Futterzwecke lagen je eine viertel Mark höher. Einen Gewinn von dreiviertel Mark hatte Roggenlleie zu verzeichnen. Mais für andere Zwecke lag dagegen eine Mark billiger. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen! 26,50 bis 26,75, Roggen 26,25 bis 26,50, Sommergerste 29 bis 31,50, Ha'er, inl., 26 bis 26.75, Mais für Futterzwecke 23,50 bis 23,75, Mais für andere Zwecke 24,50 bis 24,75, Weizenmehl 33 bis 38,25, Roggenmehl 36,25 bis 37,75, Weizenkleie 14,50 bis 14,60, Roggenkleie 15,50 bis 16. Kartoffeln, Industrie, hiesiger Gegend, 3,50 bis 3,60 Mark je 50 kg. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlacht- Vie h m a r k t konnte sich in dieser Woche nur langsam entwickeln. Obwohl der Auftrieb in Schweinen gegenüber der Vorwoche bedeutend kleiner war, tonnte auch hier kein regeres Geschäft aufkommen, da die Vachfrage nicht besonders groß war. Die Märkte wurden in fast allen Viehgattungen geräumt. Der Gesamt- auf trieb bestand aus 1315 Rindern (darunter 316 Ochsen, 49 Bullen, 539 Kühen und 290 Färsen), ferner aus 1676 Kälbern, 150 Schafen und 6430 Schweinen. Im Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren dem Markt 148 Rinder und 560 Schweine weniger zugetrieben, während 76 Kälber und 10 Schafe mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen Al 58 bis 61, 2 55 bis 57, Bl 51 bis 54, 2 40 bis 50; Dullen A 54 bis 58, B 50 bis 53; Kühe A 45 bis 50, B 40 bis 44, C 33 bis 39, D 26 bis 32; Färsen A 53 bis 62, B 53 bis 57, C 43 bis 52; Kälber B 76 bis 80, C 68 bis 75, D 56 bis 67; Schafe A 56 bis 60, B 50 bis 55, C 40 bis 49; Schweine B 53 bis 55, C 54 bis 56, D 54 bis 56, E 50 bis 54. Verglichen mit den Votierungen der vergangenen Woche waren Rinder 1 Mark, Kälber bis 2 Mark, Schafe bis zu 5 Mark teurer. Schweine waren gut behauptet. * *SüddeutscheDiskonto°Gesellschaft A.-'G., Mannhei m. Der Aufsichtsrat der Süddeutschen Diskonto-Gesellschaft A.-G., Mannheim, hat beschlossen, der auf den 4. April einberufenen Generalversammlung aus dem Reingewinn von 2 126 264 Mark (im Vorjahre 2 048 402 Mark) die Verteilung einer Dividende von wieder 8 v. Sy oorzuschlagen; 0,25 Millionen Mark sollen dem Beamtenfonds zu- aewiesen, 0,10 Millionen zu Abschreibungen auf Bankgebäude und sonstige Grundstücke verwendet und 576 264 Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden. ' Rheinische Kreditbank, Mannheim. Dem Geschäftsbericht zufolge erzielte dieses Institut einschließlich Vortrag aus dem Vorjahre einen Bruttogewinn von 13,39 Mill. Mark (13 33 Mill.). Aus dem Reingewinn von 2 56 (i. V. 2.51) Mill. Mark werden, wie der WTB.-Handelsdienst schon meldete, wieder 8 Prozent Dividende verteilt. 0.40 (0,35) Mill. Mark dienen zu Abschreibungen und Rücklagen und 0,12 (wie im Vorjahre) Mill. Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 17. März. Tendenz: freundlich. — Die schon mehrere Tage zu beobachtenden Speziolbewegungen gaben auch der heutigen Samstagbörse das Gepräge. Die Stimmung blieb freundlich, die Kursentwicklung war jedoch nicht einheitlich. Abgesehen von der Nachfrage nach Spezialwerten blieb die Umsatztätigkeit etnge- Ichränkt, da der Ordersemgang bei den Banken nicht merklich größer geworden sein dürfte. Von feiten des Auslandes war jedoch weiter reges Interesse festzustellen. Bevorzugt wurden Montanwerke unter Führung von Mannesmann, die 1,5 o. H. anzogen. Buderus plus 2 o. Sy, Gelsenkirchen und Rheinbraun je plus 1 d. Sy, S)arpener plus 2,75 v. S). Rheinstahl blieben jedoch nur behauptet. Lebhafte Umsätze verzeichnete wieder der F a r b e n = markt. J.-G.-Bezüge waren weiterhin stark verlangt und bis 9,95 und 10 v. H. gesteigert. Bonds 137. J.-G.-Farben selbst gewannen 1 d. Sy Elek- trowerte blieben eher vernachlässigt bei wenig veränderten Kursen. Im Freioerkehr stellten sich Glanzstoff auf 700 v. Sy nach 710. Daraufhin wurden auch in Zellstoffwerten Abgaben vorgenommen. Waldhof minus 3,5 v. Sy, Aschaffenburger minus 3 v. Sy Kaliwerke blieben weiter etwas beachtet. Westeregeln plus 1,5 p. Sy Schiffahrtsaktien und Banken lagen still und wenig verändert. Rüt- aerswerke gaben 1,75 o. Sy nach. Am heimischen Anleihemarkt zogen Ablösung ohne Option etwas an. Ausländer fast geschäftslos. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft auf ein Minimum zusammen, und die Kurse bröckelten auf Wochenschlußrealisationen etwas ab. I.-G -Bezüge wurden mit 10,10 (Geld) gehandelt. Bonds 137,5 (Geld). Der Geldmarkt war wenig verändert. Tagesaeld 7,5 d.Sy Im De- vifenverkehr lag die Reichsmark weiter befestigt, Reichsmark gegen Kabel 4,1805, gegen London 20,403. London gegen Kabel 4.8795. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,35, Madrid 28,95. Berlinc. Börse. B e r (i n, 17. März. Die Grundstimmung des heutigen Börsenverkehrs war freundlich. Die Kursabweichungen nach beiden Seiten waren im allgemeinen nur unbedeutend. Der Farbenmarkt war angeregt durch die feste Haltung der Bezüge. Glanzstoff eröffneten mit 715 v. Sy, gaben aber später auf die sich widersprechenden Meldungen betr. einer Kapitalerhöhung auf 700 nach. Waldhof, die mit 270 v. Sy gehandelt worden waren, verloren 5 v. Sy Stärkere Kursveränderungen wiesen sonst nur noch Hammersen (plus 5 v. Sy), Aschaffenburg (plus 3 v. Sy) und Kaliwerte (plus 2 bis 3 v. Sy) auf. Auch Rheinisch-westfälische Elektro zogen 3 o. Sy an. Schade gaben 4 Mark nach. Montanwerte lagen recht fest, man verwies auf eine Meldung von einer englischen Eisenpreiserhöhung. Heimische Anleihen still. Ausländer behauptet. Farbenbonds wurden mit 138 o. Sy gehandelt, Bezüge 9,975 (Geld). Nach den ersten Kursen war die Tendenz auf Deckungen zunächst allgemein fester, besonders Montanwerke unter Führung von Mannesmann zogen bis 2 vH. an. Rheinbraun plus 3 v. Sy Später wurde es ruhig, besonders Elektrowerte lagen schwächer. Zm weiteren Verlause wurde die Haltung allgemein schwächer, und die Kurse lagen teilweise unter Anfang. Berliner Produktenbörse. Berlin, 16. März. Die ausländischen Meldungen vermochten dem Brotgetreidemarkte heute wieder keinerlei Anregung zu bieten, dagegen machte sich die Auswirkung der Bestandsstatistik des deutschen Landwirtschaftsrates, die gestern veröffentlicht worden ist, geltend. Weizen erfuhr eine Abschwächung, während Roggen etwas höhere Preise als gestern brachte. Das inländische Weizenangebot, namentlich guter Qualitäten von der Elbe und der Saale, blieb ziemlich umfangreich, während die Mühlen weiter nur geringe Kauflust zeigten. Roggen ist dagegen aus den Provinzen verhältnismäßig wenig offeriert, die Mühlen und der Export bekunden fortlaufenden Bedarf. Export besteht für Roggen in der Hauptsache weiter nach der Tschechoslowakei. Weizen gelangt zumeist in Futterqualitäten zur Ausfuhr nach den nordischen Ländern. Am Lieferungsmarkte war das Geschäft sehr ruhig. Weizen gab leicht nach, Roggen konnte sich dagegen etwas befestigen. Weizen- und Roggenmehl bei unveränderten Preisen weiter sehr ruhig. Hafer knapp angeboten, von der Küste zu unveränderten Preisen schlank ausgenommen. Berlin ist gegenüber den hohen Preisen weiter zurückhaltend, nur vereinzelt erfolgen Umsätze zur Deckung des dringendsten Bedarfs. Inlandgersten still, in Aus- (anbgerften ebenso wie in Mais entwickelte sich bereits in den gestrigen Nochm ltagsstunden lebhaftes Geschäft, das heute, auch bei höheren Preisen, feine Fortsetzung fand. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer (74,5-kg/bl-Gewicht), 245 bis 248 Mark, März 267 (Geld), Mai 276,50, Juli 282 (ruhig); Roggen, märkischer (69-kg/bi°Gew'cht), 251 bis 253, März 270,50 (Geld), Mai 278 bis 278,50, Juli 263,25 (stetig); Sommergerste 223 bis 280 (behauptet); Hafer, märkischer, 230 bis 238, März 248, Mai 259.50 (Geld), Juli 264 bis 263,50 (ruhig); Mais (zolldegünstigter Futtermais) 233 bis 235 (fest); (100 kg): Weizenmehl 31,25 bis 35 (ruhig); Roggenmehl 33,75 bis 35,75 (ruhig); Weizenkleie 16,25 bis 16,50 (fester); Roggenkleie 16,25 (behauptet); Dik- toriaerbfen 46 bis 55; kleine Erbsen 34 bis 36; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 23 bis 24; Ackerbahnen 23 bis 24; Wicken 22 bis 23,50; Lupinen, blau, 14 bis 14,75; Lupinen, gelb, 15,25 bis 16; Serradelle 25 bis 28; Rapskuchen 19,50 bis 19,60; Leinkuchen 24,10 bis 24,30; Trockenschnitzel 13,80 bis 14,20; Soyafchrot 21,80 bis 22,20; Kartoffelflocken 25,25 bis 25,75 Mark. Amtsgericht Gießen. • Gießen, 13. März. Mitte Novemberfand in einem Betrieb in der Nähe von Gießen durch den Obmann eine Revision der Bücher der dem betreffenden Verband angehörigen Arbeiter statt. Am folgenden Morgen sagte der Arbeiter G. bei dem Frühstück zu seinem Kollegen D.: „Gestern haben sich wieder verschiedene gedrückt, die hatten das Hemd nicht rein, weil sie nicht im Verband sind. Hast du dich auch gedrückt?" D. erwiderte hierauf, er habe gar nichts gegen den Verband, nur gegen die Führer, und fügte auf die Frage des ©.: „Warum gegen die Führer?" hinzu, der Gewerkschasts- secretär des Verbandes yabe früher in L. gewohnt. Solange er dort gewesen sei, habe es dort sechs Stimmen für das Zentrum gegeben, jetzt dagegen, wo er nicht mehr dort sei, nur noch vier. Es schwebe auch noch ein Verfahren gegen ihn, weil er bei seinem Kuraufenthalt in W. mit einer Frau unerlaubt zusammengekommen sei. D. hatte letzteres von seinem Reffen, der auch in W. gewesen war, erfahren. Gewerkschaftssekretär S. erhob daraufhin Privatklage gegen D. wegen Beleidigung. Dieser konnte nicht nur nicht nachweisen, daß seine Behauptungen über die Wahlen in L. und über das Verhalten des S. in W. wahr seien, S. wies vielmehr im Gegenteil unzweifelhaft nach, daß es sich in letzterer Beziehung um völlig haltlose, jeder Grundlage entbehrende Schwätze- reien handelte. Dementsprechend stellte das Gericht auch fest, daß das Verhalten des S. in W. in keiner Weise zu beanstanden war, und daß alle gegenteiligen Behauptungen unwahr seien. Trotzdem nun die Aeußerungen des D. nicht erweislich wahr bzw. unwahr und objektiv beleidigend für S. sind, konnte das Gericht nicht zu einer Verurteilung des D. kommen, mußte ihn vielmehr freisprechen, weil er in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt und nicht die Absicht zu beleidigen gehabt hat. Er hatte ein großes persönliches Interesse daran, seinen Mitarbeiter, der ihn danach fragte, über die Gründe seines Vichteintritts in den Verband aufzuklären, zumal dieser offenbar in dem Fernbleiben des D. von dem Verband ein unkollegiales Verhalten erblickte. Er hielt seine Aeußerungen, an deren Richtigkeit er glaubte, zu diesem Zweck für erforderlich, und weder aus ihrer Form, noch aus den Umstanden, unter denen sie geschehen, ergibt sich eine beleidigende Absicht. Rundfunkprogramm. Sonntag, 18. März. 8.30 bis 9.30: Morgenfeier, veranstaltet von der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeindc (Ev.-Luth. Freikirche), Frankfurt a. M. 11 bis 11.30: Die Elternstunde. 12: Von Berlin: Gedenkfeier der Abstimmung in Oberschlesien. 14 bis 15: Die Stunde der Jugend. 15: llebertragung des Fußballspiels „Eintracht"-Frankfurt gegen „Kickers"-Stuttgart. 17: Studien-Musik. 18 bis 18.30: Vortragszyklus „Gedanken zur Zeit", 4. Reihe: „Neuzeitliche Ernährung": Einleitungsvortrag. 18.30 bis 19.30: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Henrik Ibsen und die Zeit", zum hundertsten Geburtstag des Dichters: Versuch einer Bil nz. mit Vorlesung aus Ibsens Werk von Carl Gebhardt. 19.30 bis 20: Sportnachrichten. 20.30 bis 21.30: Vach Stuttgart: Kunst und daran vorbei. Auch ein Abend der Gegensätze. 21.30 bis 22.30: Von Stuttgart: Bunter Abend. Darauf bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 19. März. 12.30 bis 13.30: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Die Oper der Woche. 17.46 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: „Das neue Mietrecht ab 1. Januar 1928 und seine gesetzlichen Bestimmungen", Vortrag von Iustiz- inspektor Heinz Biehn. 19 bis 19.30: „Die Krisis des abendländischen Kulturglaubens", Vortrag von Pfarrer Dr. Erich Foerster. 19.30 bis 19.45: Englische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15: Wenn wir Toten erwachen. Trauerspiel von Henrik Ibsen. Dienstag, 20. Marz. 12.30 bis 13.30: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 618 17.45: Vach ötutb» gart: Konzert des Rundfunkorchesters: Rimfty- Korssakow. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Von Kassel: „Die Stunde der Stau“. 18.45 bis 19.15: Von Kassel: „Von der Schiffahrt und den Barbaresken", Vortrag von Paul Theilheimer. 19.15 bis 19.45: „Die Bedeutung Dad- Vauheims für Herzkranke", Vortrag von Prof. Dr. Weber. 19.45 bis 20.15: Die Schachstunde. 20.15 bis 21.15: Von Stuttgart: Konzert des Capet-Quartetts. 21.15 bis 22.15: Walzer-Stunde. Anschließend: Schallplatten-Konzert. Mittwoch, 21. März. 13.30 bis 14.30: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Ioh. Seb. Dach. 17.45 bis 18.05: Die Bücherstunde. 18.30 bis 19: „Die Re- Verkehrsstauung erfordert Rechts gehen! ligion bei den griechischen Denkern bis einschließlich Sokrates", Vortrag von Pfarrer Taesler. 19 bis 19.30: „Meine Auswanderung nach Paraguay", Vortrag von Käte Stiputat. 19.30 bis 20: Französischer Sprachunterricht, erteilt von Rektor 2. Stehling. 20 bis 20.15: Senckenberg- Viertelstunde. 20.15: Von Kassel: Abend- und Vachtklänge. 21.30: Vom Bürgersaal des Reuen Rathauses Berlin-Schöneberg: Rede des ReichS- auhenministers Dr. Stresemann auf dem Empfangs-Abend des Berliner Verbandes der auswärtigen Presse. Donnerstag, 22. März. 13.30 bis 14.30 Uhr: Don Kassel: Mittags- ständchen der Kasseler Hauskapecke. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Schlager. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Don Kassel: „Die Stunde Haus und Garten".: „Stauden im Garten", Dortrag von Garteningenieur Karl Hinze. 18.45 bis 19.15: Funkhochschule: „Derkehr und Gesundheitspflege", Vortrag von Stadtmedizinalrat Dr. Fifcher-Defoy. 19.15 bis 19,45: Stunde katholischer Weltanschauung: „Die Ehe in ihrem älrsprung", Vortrag von Hermann Zurhausen S. I. 20.15: Don Stuttgart: Blaubart, Operette von Jacques Offenbach. 22.30 bis 23: Don Berlin (nach Stuttgart): Tanzkursus. Anschließend bis 0.30: Don Berlin: Tanzmusik. Freitag, 23. Marz. 13 bis 14 Uhr: Schallplatten-Konzert, Operetten. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Hausfrauen-Nachmittag, Programm u. a.: „Vogelschutz im Hausgarten", Vortrag von Gartenbauinspektor Schablihky. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. 19 bis 19.30: Von Kassel: „Die Kultur des Schweigens", Vortrag von Pros. Dr. Johannes M. Verwehen von der Universität Bonn. 19.30 bis 19.50: Zwanzig Minuten Fortschritte über Wissenschaft und Technik. 20: Vom großen Saal des SaalbaueS (nach Stuttgart): Konzert der Museumsgesellschaft, Solist: Paul v. Wittgenstein (Klavier), Leitung: Prof. Clemens Krauß. Anschließend: Don Kassel: Spätkonzert der Kasseler Hauskapelle. Samstag, 24. März. 13 bis 14 Uhr: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 15 bis 1530: Die Stunde der Jugend. 15.30 bis 17: Konzert des Rundfunkorchesters: Operetten. 17 bis 17.30: Don Königswusterhausen: „Die Reichssteuerverwaltung und ihre Beamten im Lichte der Oeffent- lichkeit", Dortrag von H. Potzel, Vorsitzender des Bundes Deutscher Reichssteuerbeamten. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Der Briefkasten. 18.45 bis 19.15: Funkhochschule: „Große deutsche Erzähler des späten d.ei- zehnten Jahrhunderts", Vortrag von Prof. .Dr. Hans Naumann. 19.15 bis 19.45: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 19.45 bis 20.15: Stunde des Franfurter Bundes für Volksbildung: „Henrik Ibsen und sein Eintreten für das Recht der Jugend", Vortrag von Studienrat G. Herzfeld. 20.15: Bunter Abend. 22 30 bis 23: Von Berlin: Tarz'ursus. Anschließend bis 0.30: Don Berlin: Tanzmusik. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. 3-iauhluri a.‘Ul Berlin franhfurt a. M Berlin Schluß- fivrs 1-Uhr. Kur» Sch uh Ansang Rur Schluß- fiurs l.UDr. flurs Sch.uk. Amana Ä'irs finr Datum 16 3. 17.3. 16 3. Datum: 16. 3. 17 3. 16. 3. 117 3. p/, Di Reichsanleibe v IVZ7 Dt Anl tiDtoi Schuld mu 87,25 — 87.5 — 8L6 ..... .7 156 13 155.75 156 5 Io5.5 51,85 Bergmann ...... .8 172.5 177.5 178 Auslos -Rechten 51,85 62 52 eicht. Lieferungen . . . 10 167.5 — 167,5 167.6 Desgl. ohne AuSl s-Rechten 15,15 15,35 14,9 15,2 Licht und Kratt .... 10 419.5 — 219.5 219 7°/o frrai ff Hup.-Bl tz-o dpi freiten A Äuill arnnr ■ . . .6 119 — 119 119.13 unkündbar bis 1932 — — (Sei r Gleftr Untern. ■ . 10 279 279 278.75 278 <‘/e°/o Rhcinnche Hop -Baut Hamb Elettr Werte 10 155,5 156 2iqu «iSo dpi ** — Rhein Elettr...... . 8 154 * 152.5 152.75 LEG ata VorkrlegS-Qd- Schlei. Elettr- ..... 10 — 185.75 186.75 Itaationtn. tudAablbar 1932 — — Schuclen ...... .7 174 174,5 173,5 174.5 <7, Schweiz Bundesd.-Anl. —— — — Siemens A HalLte - . . . 16 473.5 — 274 173.75 4% Oefterrtchifchc fflolbrte — 33,6 Iran tadio ■••••• 8 *• — 135 136 75 4,2U° j Ceftrrr ich Silverrke — — 4,2 — Ladmever 4 . ». • 9 * 154 163,ü 155.13 4‘7e Lefierreich ein eilt Rte —* — — 0 95 93 5 94.76 <•/, Ungarische Goldrie *— — 25 3 — Deutsche Erdöl ..... .6 125 124 13 124,9 4°/v Unaarische Slaarsr v 1911 — — — — Essener S einkobte ... • 8 — — 136 4'/«°/ Ö£6Ql V0N 1913 — — •w — (Yelsenkirchener t 9 4 131.5 132 5 131.25 132.25 4°/o Ungarische Kronenrte — 1.75 1,8 Hatvener ..... 8 162 164.75 163 164.5 4°/ Turf ^oUanleihe o 19H 4«/, Turf Bagdadbobn-Anl L ne 1 12.5 12,5 Hoeich Eilen........ Ille Bergbau....... • 5 8 245 137. 244.5 139,4 245,75 — 12,6 — QlöifnTWtrft .5 117.4 * 117.25 118,2.) 4°/, des»! Seri. 11 12,45 — — 138 4 139 4®, Rumänen convert R'e d. — •li.anntömann f */e 8 4 144.5 146 143,13 144 117,u 4'/,° o Rumäneu woldanl — •— Man» eldcr U6.5 115 von 1913 — — 15,5 * Ldcrschlel Eisend B'dar 0 — — 101.25 101.25 Hila Druochi- Eisenbahn 47, — Oberichlel ÄolSroerte (1 * — »6.» 96.2u feambura.'Hmtrtla llmei l 153,75 153.5 153 25 153 4 Pbonir Berg-au f '/, I 3 101.6 — 100.05 101,4 fc inib -Sudam Tamp sch b — 208 208 Rdelnilchc vrauntohleo 10 262 263 -62.7o 262 Pausa Donwfichisf 6 — — 229 .i 230 Rbemirahl 0 158 158 10« 157.., Norddeutscher VioDD t eilig Deutsche Ereditank- 1C 153.75 153,75 15: 143.65 153.2.1 143.75 RtebeU Montan Bereinigte Stadlw f. •/» 8 f. 3 104 - 148 101,4 149.5 103,4 Barm r Bankverein 1c 14b 146.25 Hb.., 146.7« Olavi Hititen 1 eli 170 179.5 H 13 14 44 Berliner HandrlSyelellsch 12 Eommerz- und 'Lrivat-Bk li S'annft u Raiionaloank U 175 232 174,75 232 252 2u 1.4,75 231.5 -52,5 175.2a -32.5 Halt ÄscherSleden Äali'ZBeitcrtgtin Kaltwert SaUdethrrtb U 10 12 181 169 179,20 1-54.5 171 181.9 257 Dcutiche Bank • 1« 162 <— 162 162,5 d frar^cn Industrie t> 60.25 ■61 259 .6. LiSkonio-WeicUlchasi flnt lü 156 5 — n6.7a 157 25 Dvuamrr Rodel . . . 0 126.25 Dresdner Bant tu 159.iä 159 159 159 Scheit anualt . . 8 198 197.5 MurNoeul che Errdiidank 9 — 269.75 2419 n oldlchuridt . . . Rnraertwerte...... .5 108 5 108 5 1U7 75 108 25 pkioUbanl 8 127 127.25 126.5 .0 101 99 65 100,75 100,5 «ietchSvaut ' 189 189.25 187,75 1188.25 Merallgtlell chaf,..... 10 173 fr ankrurt a. *JJl Berlin Schlutz- »'Uhr- fl'irs Sch uh fi"TS An,ang Kur Datum: 16. 3. | 17. 3. | 16. 3. | 17. S. PuNrvv pulunuitn . >. 145 147 148 75 peidelberäer Gement a 142 142 — — ilemeni Sndftaöl . 8 180 — — e— ix:at)6 A frreüaa . . 1( — 128.5 — - SdJultbetÄ Bavendoter. . is — — 339 338 Cftrocrte • ... 12 — 272 272 Ber (Mantftoff . ... 1b d — 700 700 Bem berg ......8 — — 524.75 529 HtUftO'i Waldbos. . . . 12 269 265,5 264,5 265 Zelinott Sschanenbura 10 173 172. j 169.75 172 Cdarlon nburger Waffer 7 — — 118.76 119 25 tflauer GaS . . 8 — — 174 75 1.1.9 Daimler Mo'oreu.....0 90 89,5 90 83.5 Demag .....0 — — 54.25 54.25 »dlenvert» Ä-tocr. ... 0 80 82 78 75 81 rubw rotice .... 1 — — 242,5 241,5 Rat Automobil ... 6 * — 92.5 — Crmftctn & Koppel .... 4 — — 134.75 134.25 Linke Ho maun .... C — — — — Hronbarb Trey . . . . f —- — 209 5 209,5 Bamag- eg> rn ... 0 24 - 24 — frranlf M ichiucn .... 0 75 74.25 — wnenn ..... 1 142 — 142.5 — beoligenftaedr ...... C 25.5 - — — gunabans ...... f öechwerke ....... 85.5 HC - 86.4 — ftOamfrofrroerte ...... 8 112 115 — * Dhaa ...... n 140 139 75 — Rekarlulmer ...... k 62 — 62.5 — BereiS Union..... . 8 38.5 — 98 fflebt Roeder U — — - — Bcrgr A Haefrner .... 6 175 - 178 — vudd Suda ..... o 131 5 132 131 — Banfnotra. Berlm. 16 ’Dlärj | "leid töne Amerikanische ‘Jloten..... "elgrsche Roten...... 4, li.b l ,186 5M 03 58.27 Dnnrlche 'Jlotca ...... 111,68 112.12 Englische Roten ...... 0.35 20.43 Berlin 16 Mar; | (Selb ^r.'ef französische Roten..... M.4. 16.53 Holländische Roten .... 167.78 22 18 168.46 22,26 Norwegische Noten...... 111.08 111.52 ®cuifc6=Ceftcn., 5100 Kronen 58.77 59.0 t Rumänische Noten...... 2.585 2,605 111,83 112.27 Schweizer Roten....... 80.36 80.68 Spanische Roten....... 70.^6 70.54 Tschechoslowakische Noten . . 12.344 12.404 Ungarische Roten • • 7? 85 73,15 Devisenmarkt Berlin —Sranffurl a. HL Lelegr aphifche AuSzadlung. 16. Mär; 17 März Amtliche Rorr runu Amtliche Rotteruuu welti orte (»eld dne r Äm't-.Ron 168,12 168,46 168,08 168,42 Buen-Nirrk 1.788 1,792 1.788 1.792 flntro <8.21 08.33 58,215 58.335 Übriftiania 111.31 111.53 111.44 111.66 tfoprnbaaen 111.95 112.17 111.93 112.15 Stockbolm 112.0« 112,31 112,08 112,30 HelüngtorS. 10,52 10,54 10.52 10,54 Italien. 22,07 22.11 22.063 22,105 London. . . 20.384 20,124 20,382 20,422 Jicutiorf . . 1,1 <85 4,l86o 4,1770 4.lhu0 PorrS.... 16,44 16,48 16,43 16. 7 Schweiz . . »0,44 80,60 Ml. 42 ' 80,o8 Sva i:n ■ 70.36 70 50 70 42 70.4 vfapan . . 1,963 1,967 1,964 1.966 xto de Ian töten in D - u.503 6.507 J.5033 0.50.5 Ccft. abocfi -8.83 .78.9.5 38.79 38 9t Prag 12.384 12,404 12.376 12.396 Bel ,594 5.606 Eanada 4,178 4 186 1.177 4.185 Ura aao 4.336 4.314 4.326 4.334 tefcra 20.915 20 955 20.90» 20.949 ■’4w A X / i --" . :#•*?. ^orrti^P1 , ''urujb 4'j . '.Sdaxlpan^i k- /^k •5 l? Ääri «.< ? DK äiÄS äSifeS «b’ÄS •«^säS rin» W-- «.* l,r«r JÜ.-Ö Ifl-M IlZ-i llt.i ii,H KJl w,i-« 1,1»*' IM* :? iS *5 Ä i.** *A 513* l.V-t i 61*' fcl* 1.3' Afe®- i,:* «.»»* il>. iii.g iu.3< S,l4' 16^. ;»« b'jU -.M» 4.« :,4S iJ.u» ,,ul» 16.* <,l» a iÜ MU l,i» *33» It>« 112.1» 112.3» wA ß."» i.ii^ 16.‘J •».’S >.*» V,*» »rt 9 !Z IS etihufni ,n *Ma* lunkS1 ?? bis >ii 2015 ' A? 1 M l ‘ w. Abend- und Egerkal des A-uen Kr9: ^ede des Aejjz, emann auf dem iZ - ^banÄZ 2LMrz. Staffel: Aittags# SÄ WtilO: 16.30 bis 17.45: fon# «8: Heue Schlager. Mte. 18.33 bis 18.45: ^E)aus und Tarten".: Aon rag Don (Satten* 15 bis 19.15: Furchvch- -sundheitspslege", QJot* rat Dr. FWr-DefvY, acholischer Dellanfchau* m Ursprung", Dortrag 6.3. 20.15: Don 6tult# e von Jacques Offen# ‘Berlin snach ßtultgart): ) bis 0.30: Don Derlm: 23. Wrz. illplatten-Avn-ert, Vpe# lie Stunde der Jugend. cauen#Aachmltlag, Pro# 1 im Hausgarten", Dor# >ektor Echablihky. 17.45 >„ 18.30 bis IS. Stunde )io-Clubs. 19 bi81930: des Schwelgens", Dor# mes N Derwchen von 130 bis 19.50: Zwan-iz ; 'EWenW Md Tech# ial des SaaldaueS (nach er MuseumSgesellfchaft, kein «Klavier), Leitung: Lnschliehend: Don Mel: t Hauskapelle. 24. Wrz. Mel: ÄlttagsMchn ”15 O»*“ BÄ USÄÄ ft Poyel. Dorfchender . AeichssteuerbeamteL stunde. 18.30 bis 1»A blS 19A5: Mler des myttag vvnP^i. > bis 19.45: Stenograf für Anfänger unbfr 1 80 Silben auhrirW. 'M -MS- i TsxM-Rofaürer,Kiel fUAMbau»af«ii» «* W. 10.- Xtnriwfiti «wwonr« erf*«lnt nwt einmall Ulk. 6.—. ®iwanb<cr»m, bonhlem fltXMl« le>trn, mit onnörrborer etiftrret, co. ISO 70 cm, 6tü<$ OTk. 4SO. 3 Stock Md. 12,-. •e*ittri#f#i, la la., nur Stüh« 25, 26. 27 ■ 40. 41. 42, Paar Ml. 14.-. HrtzcltuctzschOrj n, walserdlchi, Ml. 5.—. 6.—. Cdt d)m»ntel m 5enpu?,e, (6r je». Terif flteiflael. Stück Mk 12.—. Ccltumt'oVpelhelen, Schlitz u. Tascke, leberoerllärkt. Stück MK. IO.—. 15000 Mililär-Pierdedecken neue Ware, hell unö »unket, fdjwere Ortßtnalroare, Stück Mk. 5.50, 3 Stück Mk. 15.-. Milltür-Dcklaivccken, neue grobe, Stück Mk 5.50, 3 Stück Mk 15. .1 Porte >aft neue »etirfUterte €d)(a[- unö P er beträten, Stück Mk. 3.50, 3 Stück M. 10.— . 700 neue Rtelenbecken iMoylackr) ca. 220/20) cm, Stück Mk. 7.50, 3 Stück MK. 2".-. Pl-rs.decken, cafierbtot, rotbraun, mit Sckwr.nz- rleme-’, *nib. 10.-. 11.50, mit boppelfetttgem Ceötr- hammbedtei Mk. 12.— . 13.50, 15.—. M-I'tär-Packvecken, wenig g°drnc-WaUt)»m»en VUeinotlrbHtixeHg, 21eitlg. Aofen >md Ueber- Uebblufen aus schwerem Drillich oder Dramtuch, alle Grüben. Mk. 13.— «oll ocken, schwere Ware, Baar Mk. 0.75 ue» 1.— , 6 Paar MK. 4.- unb 5.50. V^eie>»wolll->cken, schwere, reine Molle, tn grau, kamelfarbig, schwarz, alle Grützen, 3 Paar Mk 5.— 16*011 ftritfwr ft en, mtl langen vermein ca. SO1 ®r. ichwer In grau, blau, grfln, prauschworz, können auch Frauen tragen, Stllck Mk. 3.50, 3 Sillck •ttHff««!», In obig. Färb.. 3 Stück Mk. 2.-. WotlNrickNnae.handsckuh. sowie gewitterte Faust, bandschube. Paar 1,20, 3 Paar 3.—. Be llichhos'n, Stück 4.50. Trillicksackem. Stück 4.50, 3 Stück MK. 13 —. Triaitfimäntrl, ca. 125 cm lang, mit Gurt, fta jeden Berus, Stück Mk. 5.50. 3 Stick M, 15.-. Ä',. weitzg'U» Panamaietnen, pnetreibig, u terh'uxben unk .Hosen, gute, dankbare Dual., Stück MK. 2.75, 3 Stück Mk. 7.50. «crnseise, reine Fettseile. ca. 200 Srannn-Bteget. 5 Bieget Mk. >.-, 10 Bieget Mk. 1.H0. «u im mäßigen Klima leben, so sind es auch die Pflanzen Die Cropen- pflanzen enthalten vielfach Giftstoffe als Schuß vor zu schnellem Verfall oder Verderb So auch der Kaffeestrauch (coffeo arabica) Kein Vierfüßler, kein Reptil, kein Vogel berührt die sühe frucht der herrlich rot aussehenden Kaffeekirsche. Der Mensch brach den Cotenzauber. der Ober dem Kaffeestrauch lag. Die Cropensonne des Morgen- landes sorgte für die notwendige Ausscheidung des von der Clerwelf so sehr gemiedenen Coffeins. Das Abendland mit seinem kälteren Klima griff begierig zu dem helfen, aromatischen Getränk, ohne zunächst den geringeren Stoffwechsel unseres sonnenarmen Landes zu bedenken. 6rs! der Kaffee Bag In Bremen blieb es Vorbehalten, den Kaffee so herzurichten, dah er sich für unser Klima eignet. Der coffeinfreie Kaffee Bag Ist das Ergebnis hochwertiger Plantagenzuchi und die Köstlichkeit seines Aromas ist unübertroffen. Inserie en ring Gewinn »ereil Pens//, das alles sauber schafft, erspar/ viel Ge/d und Ibörperkraft. Es wäscht und putzt so anqenehm • und macht den Hausputz Dir bequem! Ut de? amen tbehrliche telhr beim FryhNbrshflutpute 2961« Untervertreter gesucht. 29460 BRAND PLATZ 1 Tapeten Dekorations-Stoffe Linoleum MÄUSBURG5 Deutsche und Orient-Teppiche Vorlagen, Läufer Divan- und Reisedecken Undidite öädier aus Pappe, Wellblech, Zink, Beton oder Hoizzcmenl Derben durch einfaches Ueberstreichen bezw Aufträgen de» immer plastischen, neuartigen Bedachungsmaterials PARATECT ivie neu. Verlangen Sie sofort die interessante Broschüre G 1 über reparaturlose Bedachung, Dichtung und Isolierung vollkommen gratis und portofrei von dem Paralecl-Generaloertret.Franz Petersen, Leipzig, Plagwitzer Stratze 21II. Telephon 40642. + Ihr Bruch 4- wird immer eröfccr. wenn Sie ein schied)tsitzendes und UsUße* Bruchband tragen Uurd) solche Binder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache werden. (Es entsteh! Brucheinklemmung, die operiert werden muh und den Tod zur Folge haben kann ) Fraßen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage verordnet, dann muh es In Ihrem Interesse liegen, sid» meine Auherst bequeme, unverwüstliche Spezial-Bandage anfertigen zu >“»»“ Oureb Ta£ und Nacht Tragen meiner Bandagen haben sieh nachweislich Bruchleidende atl Werkrnstr A. B. schreibt u. a.: „mein schwerer Leistenbruch ist geheilt Uh bin wieder In meinem 66 Lebenslahre ein ganzer und glücklicher Mensch" ! Landwirt Fr St schreibt u. a.: „Ich sehe mich genötigt. Ihnen nach 2 lehren meinen Innigen Dank auszusprechen . . wurde Ich ganz befreit von meinem Lefden “ 2ö91aß Bandagen von 15 Mk. an Für Bruch- und Vorfalleidende kostenlos zu sprechen in: Giefcen, Dienstag. 20 März von 8-12 Uhr, Bahnhofhotel Lenz, Alsfeld, 20 März von 2'/,-5 Uhr, Hotel zur Krone, Butzbach, 21 März von !> „_6 Uhr Hotel Hessischer Hof. Nidda, 22. März. v. 8-1 Uhr. Hotel z Traube IL Ruffing, Spezial-Bandagist, Köln. Kaiser WilhelmrN 26 HEINRICH HOCH STATTE R Fernsprecher 36 ALLE NEUHEITEN zur Verschönerung Ihrer Wohnung finden Sie in meinen beiden Geschäften Zum Frühjahrs» hausputz |$58U«d! r» ■ ist mein Schloss Neue Kurse 2867a Mars^Fahrräder Oieben Herborn jagendlicher 2475D Adam Kirdierz Bleidiftr« 15 1.000 ■ Hl UHIHl±UimtilltiWllWlülUHlLLL!IlllLljlU! flHRn a »7MIMDN B ■ Papiermasse dann - 8 der Die Asthmakur nun El i* .t Hii'.ta hrtf n nrh me>ihn r nt>. WACHS von Dr. Alberts (jnt nachweisbar UN- M - Frankenberg (Eder), Fernrufi2 6 2951D B Schöler und Sdiiilerinnen r N Telephon 87. 142/D » . CAI cP 2' ungetrübter Frische, so lange Sie nur wollen. Ihr Gang zur Wahl v.Tekko oder Salubra ist Ihr erster Schritt zu mehr Behaglichkeit u. Daseinsfreude. Verlangen Sie Proben u. „Was andere Leute von Tekko u. Salubra halten“ kostenlos beginnen am 16. April! Vogtsche Handelsschulen unerreicht in Qualität Renn-, Luxus^und Tourenräder lichtecht, waschbar - 3 lichtecht, waschbar zaubern Sie Stimmung und Wohlbehagen in Ihre Räume, denn welche mannigfaltigen Wirkungen mit Ölfarben zu erreichen sind, das zeigen Ihnen schon die unvergänglichen Werke unserer alten Meister. Aber auch „tragecht“ sind Tekko u. Salubra. Sie verschiessen so wenig wie das Gemälde eines Raffael. Flecken auf Tekko und Salubra können weggewaschen werden. Salubra- u. Tekko- Wände verklären Ihre Räume mit NLZ Epidiaskop 8A der beste Bildwerfer für Schulen und Institute! 1320D die eine individuelle Behandlung erfordern, werden erfolgreich gefördert im Gießener Pädagogium. Vorbereitung bis Obersekunda Für gut begabte ältere Volksschüler bedeutende Zeitersparnis. Beste Empfehlungen aus allen Kreisen. Alles Nähere und Prospekt d. d. Direktion: Liebigstr.46, Fernruf275. _______________________________________ 2289V Verlangen Sie ausführliche Druckschrift 0 44 von der Schulleitung Oieben, Goethestrafae 32 ______________________________________ 2908a .'Wz • = _ C §1 • ■ [] ■IS| eine Wohnung In Ihren Räumen verbringen Sie die meiste Zeit Ihres Lebens. Sie haben es in der Hand, kahle Räume so zu gestalten, dass sie Trautes zu Ihnen sagen, dass Sie sich wohl und mollig darin fühlen. Die Wand gibt dem Raum das Gepräge. Sie kann Möbel und Bilder im Raume herabmindern oder adeln. Kratzer, Flecken, verblasste Stellen an der Wand lassen alles im Raume gering und minderwertig erscheinen. Blosses Streichen oder Ueberziehen der Wände genügt ganzen Wed vorzüglich aewährt. Verlangen Sie darum ausdrücklich Johnson’s Wachs. Deutsche Racine-Gesellschaft Berlin Alleinvertrieb für Regierungsbezirk Kassel, Freistaat Hessen und Waldeck: Landwehr&Schultz.Elektr.- Gesellschaft, Kassel, Opernstraße 9. Miet- und Verkaufstellen: 2935D Wilh.Carl Schmidt, Elektro-Installationsgeschätt Gießen, Goethestraße 23 Ingenieur H.Brinkmann, Elektro-Install.-Geschäft Gießen, Bahnhofstraße 56 und Neuen Bäue 17 also nicht Die Wand bedarf ihres tragechten Kleides genau wie Ihr Körper. Kleiden Sie Ihre Wände in Salubra oder Tekko — das sind jene Tapeten aus Ölfarbe und einer zähen Kaiser s Brust-Caramellen mit den „3 Tannen“. Sie sehen, wie dieser Mann der harten Arbeit auch bei Schneetreiben zufrieden und froh ist, denn seine Gesundheit is, ohne btörunß s it er sich vor Erkältung n schützt mit diesen köstlich schmecke1 den Hustenbonbons Jeder Husten, jedes Kratzen im Hals verschwindet inner alb wenigen Ta^en schon bei sofort ger Anwendung von Kaiser'» Brust- Caramellen mit den „3 Tannen“, diesem seit 35 Jahren bewährten und köstlich schmeckenden Hustenprä arat. bcheuen Sie n.cht die Kosten, die gering sind, gemessen an der gefährlichen Auswirkung vemachlässichter Erkältungen. Piket 40 Pf., Dose 80 Pf Zu haben in Apoth., Drog. und wo Plakate sichtbar Ar raus zur Remyuny IM EW VÄM Eisu-^zBetten'J.'X: ctahlmatratzen, günstig an Private. Katalog 565 frei. Elsenmöbeitabrik Suhl iThüring ) HASSIA Drillmaschinen Hackmaschinen Schrotmühlen ferner: Ulmer Pflüge, Deering Mähmaschinen, alle landw. Mafchinen A. J. Tröster / Butzbach I Georg Appel, Elektro-Install.-Geschäft, Gießen, HB Seltersweg 56 Heinrich Gerlach, Wetzlar, Sielhöferstraße 32. H I « fbihh id U ■unuuuiiirnniininmtriiininrmTTirnnäi 5 sich seit Jahrzehnten in lamsistgerkalk aeniablen und fn 'l>aptermrfen verpackt, üe ö uorrättfl out Vnner. V cfcruna frei HaaS oö. Berwendnnaönelle unt. billigsfer Berechnung. GebrüderKahl EBERHARD SCHWARZ Garten-Architekt / Gartengestaltung Neuanlagen von Park- u. Villengärten Umgestaltung älterer Anlagen sowie auch Pflege und Beratung / Eigene Kulturen winterharter Blütenstauden Herr Prof. Dr. M. Wolff, Zoologisches Institut der Forstlichen Hochschule Eberswalde, urteilt über das Hensoldt-Epidiaskop IA wie folgt: „lieber Ihr Epidiaskop IA bin ich hellbegeistert. Ich habe mir das Vergnügen gemacht, Ihr Instrument bis Ins letzte Detail mit allen mir im Aufbau bekannten und zum Teil hier und in Berlin In befreundeten Instituten erreichbaren Instrumenten zu vergleichen. - Es übertrifft alle in jeder Beziehung: In der Leistung, in der Güte des Materials, in der auf die Aufgaben der Vorlesungsprojektion in glücklichster Weise abgestimmten Optik, die übrigens nicht nur in diesem Sinne relativ, sondern absolut eine Spitzenleistung ist. Glänzend ist vor allem aucn die Einfachheit der Bedienung. Ihr Instrument ist das richtige, das Ideal! Allgemein überraschte die Kollegen, denen ich Ihr Epidiaskop verführte, die bedeutende Heiligkeit dar episkopisch projizierten Bilder. S e ist hauptsächlich der vorzüglichen Optik und der guten Einrichtung des Spiegelsysiems zu danken." gegr.1852 M. Hensoidt & Söhne, Optische Werke, Wetziar gegr.1852 so; ■ xTStfi a c . -Ol-Ä Itos2 •s Wenn Sie nächstens Räume mit Salubra oder Tekko auszustatten gedenken, versäumen Sie nicht, ein Lichtbild der schönsten Raumpartie dem Preisgericht einzusenden. Es werden 400 einfache u. Prunkräume prämiiert mit Mk. 4000, 3000, 2000, 1200, 800, u. s. w. gemäss den Wettbewerbsbedingungen, kostenlos von Verbrauchen Sie nicht unnötig Ihre Kraft! Bohnern Sie Ihre Fußboden, Linoleum und Parkette bequem, rasch und elektrisch mit einer JOHNSON elektrischen Bohnermaschine Mieten Sie sie im nächsten Laden aut einen ganzen oder halben Tag gegen geringe Gebühr JOHNSON’S WACHS hat Brandplatz 1 Heinrich Hochstätter, Giefeen Fernruf Nr. 36 21 z e>ic »■6'= = = Esi 2 ®u ® iiber.rosscnc Heilerfolge bet ueralieiem Andma n. Katarrhe i. Llerztl Sprechif. tn (tzicnen, BahnhosShotcl Venz, jeden Montag 10-2 Ulir-.__[539>s | Ohne »Schlacke, ohne (Svua ~ T y Abholen und Zustellen kostenlos. Gebr. Weil Neustadt 10 Schokoladen-Hasen u. -Eier, Waffel-Hasen u. Eier, Creme , Marzipan- und Likör-Eier, Dragee-Eier usw., sowie Marken - Schokoladen und Bonbons empfiehlt in größter Auswahl Emst Muth Schokoladen- u.Zuck erwaren-Grofc- handlung, Ludwigstr. 42, Femr. 721. 2696D IiySperrholz h1 Sa! a tn lliche. Gaboon u. Kieler 3-25tnm * A gi ° Brefier and Dielen aller Starken, ä “ 2 • schwedische und bäuerische Hobel- »£ -B breiter, Svalterlatten, Elchen- u. o o« Luchen-Schnuiwaren liefern in a ” allen Starken lIJ7D srfsGngen Dütr & Go.. Gietzeu *55® Telephon 149. Latten in allen Stärken prompt lie'erbar |/j||lf Weiß-Stuck EÄ a MAt VON bester Quali ■ uOfllw tüt und Rröüter ™ WWM Ergiebigkeit zu billiprstemPreis C. Rübsamen, Gießen Fernsnrecher 1659. 897 D 544 §41 5 «I C rcussa 4624 D J 6 7 CT B big l toi ÄH. Sämttielie Kascti'nen für Schreiner, Wagner m.