Hr. 192 Erster Fleft 178. Jahrgang Donnerstag, 16. August 1028 6r|d)ti*i lL,lich.«tze, Sonntag» anfe JwrUfl» Beilegen. »leben« JamtfienMätta 5«tnaf im Bitt Di« Scholle aoieti«Be)egsprels; 7 Äeid>eeflri und 20 91eüß» Pfennig stlr Trüg er» lohn, auch bet Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer (Brc-alL Fernfprechanfchlüfser il, 54 unb 112. Anschrift für Droh Mach' lichten. Snzeiger »lebte. Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Poklchkckfonio. Steiffnri u.n Olein 118M. Drutf unö Derlag: vrShl'sche UsttversitStL-vuch' und Sfeinöindtrei N. Lange in Gießen. §chnsl!eitung und Seschäftrnelle: Zchnlnroße 7. Annahme oon Injelgen für die Tageennmmer bin pe Nachmittag vorher. Preis fir 1 nm höhe ftr Snjetqen von 27 mm Breite önl.ch 8, auttrarlt 10 Nelchepfennig. für Ne- kUmranjtagtn oon 70 mir» Brette 35 Next» »Pfennig, Blatzvorfchrift 20 •, mehr. ffbefTtbaktenr: Dr. Fnedr Wich. Lange. Derannoonltch für Dohhk Dr. Fr. Wich Lange; für Feuilleton Dr A.Tbgriol, für ben übrigen Teil Ernst Blomfcheln; für ben An« jeigentetl Äurl Tillmann, (ärnihd) in (Rieben. Festtage der deutschen Seeschiffahrt. Botschafter Shurman taust das neue Riesenschiff des Norddeutschen Lloyd auf den Namen „Europa". Die Feier des Stapellaufs auf der Hamburger Werst „Blohm und Voß". Hamburg. 15. Xia (DTB.) Al« erster der beiben für ben Rorddeuffchen Lloyd erbauten etwa 46 000 Tonnen arohen Dierschraubenschnell- dampfer ist heule 1720 Uhr bie .9 uropa" auf der festlich gefdjmüdten Werft von Blohm unb Bost glücklich vom Stapel gelaufen, während das Schwesterfchiff .Bremen" morgen auf der Werft der Defchimag in Bremen zu Wafer geloflen werden soll. Dem Stapellauf der haben Rlesendampfer ist besondere Dedeu- lung bctAumefen. weil er einen bemerkenswerten Abschnitt des Wiederaufbaues der deutschen Han- delstlc.ttc bttstellt. die damit nach der für da« nächste Frühjahr zu erwartenden Indienststellung über die größten Dampfer verfügen wird, die in der Nachkriegszeit erbaut wurden Dem Heuligen wichtigen Ereignis ent- sprach der äußere Nahmen, unter dem sich der Stapellauf voll>,og. Auf ben großen Tribünen zu beiden Seiten an ber Helling hatte sich zahlreiches geladenes Publikum cingcfunben. Die Uferböschungen. Pontons sowie die Hasenbarnpftr und Barkaf en waren von Tausenden besetz I. die (trugen des interessanten Schauspiel- sein sollten. Auf der Tauf kanzel felbst hatten sich mit dem amerikanischen Botschaf - ter V r Shurman die Herren vom Dorstand Norddeai'chen Lloyds, sowie bte Ehess ber Finna Blohm unb Hob mit ihren Damen cingefunbrn. Ferner waren neben bai leitenden Angestellten des Llovds unb ber Werst u. a. anwesend ber amerikanische Marine-Aftach'- Kapitän zur See Baum, ber Ehef ber Marineleitung Admiral Senter, sowie andere hohe Marineoffiziere und Offiziere der Reichswehr Vertreter des Hamburgischen. Bremischen unb Lübeckifchen Senats, hervorragende Vertreter der Hamburger und Bremer abrMrcife, des deutschen unb amerikanischen Handels, weiter Hauptmann Köhl unb eine große Reihe in- unb ausländischer Journalisten Um 17.10 Uhr ergriff Der amerikanische Botschafter Dr. Schurmari du» Wort zur Taufrede, in ber er u a ausführte: Der ctnprllauf von zwei großen Dampfschiffen innerhalb 2t ctunben wirb wahrscheinlich von künftigen Geschichtsschreibern als ein Kennzeichen an* gesehen werben für die Wiedererlangung des hohen '-Ranges unter den nordatlantischen Reedereien, den diese Gesellschaft in der Vorkriegszeit jahrelang innehatte Oer Norddeutsche Lloyd konnte schon damals auf die Geschichte eines halben Jahrhunderts erfolgreicher Leistungen zuriickhlicken. Dabei führte er seine Geschäfte in fortschrittlichem Sinne unb erhob den Dienst am Publikum zum vornehmsten Grundsatz. Heule steht der Norddeutsche Lloyd auf ber Schwelle einer neuen Epoche. Dieses Schiff ist, wie mir in Amerika sagen, „bas letzte W ort* im Schiffbau. Es ist eines ber größten Schiffe und ist mit einem Tonnengehalt oon 46 000 Tonnen fast 50 Prozent größer als der „Columbus", ber heute das größte deutsche Fahrzeug ist. Er besitzt eine erstaunliche Geschwindigkeit: sechs Tage nach Neuyork von 'Bremen und fünf von den Häsen am fianal. Ich erfahre mit besonderer Freude, daß bie Vorkehrungen für die Sicherheit der Fahr* aaste fo vollständig sind, wie es bie neuesten beut* schen Errungenschaften gestatten. Sie werden sehen, daß flünftkr und Architekten die Salons unb Kajüten zu solchen Freuden für Auge und Geschmack gestaltet haben, daß die Fahraaste vielleicht ver- geffen werden, daß sie sich auf hoher See be-, finden. Als alter Seemann, der beide Meere oftmals überquert hat, lese ich mit einiger Beunruhigung, die Ankündigung „einer ausreichenden, kräftigen Verpflegung, die abwechslungsreich ist und selbst dem ocrroohntefteii Geschmack entgegenkommt'. Meine Besorgnis wird durch die weitere Ankündv flung, daß ein großes Restaurant vorgesehen ist, in welchem die Fahrgäste, was immer sie zu essen wünschen, bestellen können, erhöht. Darf ich als erfahrener Reisender, der stets gegen Seekrankheit gefeit war, bie Fahrgäste vor diesen gastronomischen Versuchungen warnen, unb ihnen lieber die Prome- naben und Sportberf« unb die Turnrecke und Apparate, mit welchen der neue Dampfer so reichhaltig ausgerüstet ist, empfehlen? Aber der Zeitpunkt für ben Stapellauf ist gekommen. Meine Damen und Herren? Kraft ber mir vom Norddeutschen Lloyd übertragenen Machtvollkommenheit geb ich jetzt diesem Schiff den 91 a m c n „(Europa*. 3d) füge den warmen Wunsch hinzu, daß es stets oom Glück begleitet sein unb aus lange Jahre hinaus dazu beitragen möge, unsere beiden Völker cn?ur DSr,iren durch einen für beide Teile vor- teilhaften Handel, durch gegenseitiges Verständnis und Brüderschaft. M Nachdem lodann Fräulein Ines Glaessel die Taufe mit J>cn besten Wünschen für alle Zeit unb glückliche Fahrt vollzogen und nach altem Brauch eine Flasche Sekt am Bug des Schiffes batte zerschellen lasten, begann der S t a p eII a u f. Die fXtftoorri4tung und die Sperrpstöcke wurden gelost und das von den Fesseln befreite Schiff glitt, erlt langsam und dann immer schneller, ruhig und sicher 1 ».20 Uhr in sein Clement Brausende Hoch- rute, Tucherichwenken und Heulen der Sirenen der | zahlreichen Dampfer und Fahrzeuge begleiteten es auf seinem Wege Don mehreren über dem Werst* gelänbe kreisenden Flugzeugen wurden Blumengrüße abgeworsen. Empfang bei Blohm und Voß. Vach dem Stapellauf sand in der Halle beS Verwaltungsdienstes der Werft Blohm und Voß em Empfang statt, bei dem der Seniorches der Fima Blohm und Dost, Dr. H e r m. Blohm, den amerikanischen Botschafter und die Herren vom Vorddeuttchen Livyd sowie die übrigen Anwesenden herzlich willkommen hieß. Gr gab einen Heber bl ick über bie alten Beziehungen der Werft zum Vorddeuffchen Lloyd und fuhr fort. Die große Ausgabe und das kühne Wagen, das in einem Auftrag auf Airei solche großen und wertvollen Schiffe liegt, findet bei uns vollste Würdigung Unter ganAes Bestreben unb unser ganzes Können ist darauf abgefteflt, all das an geistiger Paris, 15-Slug. (WB.) Die Besprechungen, bie ber deutsche Botschafter n Paris zwecks endgültiger Beilegung des Zweibrückener Zwischenfalls mit dem französischen Außenministerium gehabt hat, haben zu einer für beide Selten befriedigenden Beilegung geführt. Auf Grund dieser Einigung wird die ursprünglich ausgesprochene Forderung auf Auslieferung der Beschuldigten kcineRollernchr spielen. — Wie wir erfahren, haben die Besprechungen auch dazu geführt, daß die Franzosen sich bereit erklärt haben, den Vollzeikommissar Bauer, der im WittclpunFf der Angelegenheit steht, aus der hast j u entlassen. Wie ferner verlautet, ist die Entscheidung der Botschafterkonferenz über die Verschiebung des Bahnhofsbaues von Rüsselshelm der Reichsregierung nicht direkt, sondern auf brm Um- roege über einen langen Instanzenweg bekanntgeworden, obgleich der deutsche Botschasler in Paris mit der Botschaslerkonserenz darüber verhandelt hatte. Bel diesen Verhandlungen war uns eine positive EnIscheidung in Aussicht gestellt worden. Deshalb hat der Berschlebungs- beschluß In Berlin naturgemäß einiges Erstaunen hervorgerufen, und der deutsche Botschafter hat den Austrag erhalten, geeignete S ch r I l t e zu unternehmen, um den Widerspruch zwischen der ersten Ankündigung und der schließlichen Lnlscheldnng aufzuklären. Den Bemühungen unseres Pariser Botschafters ist es also gelungen, den wegen des Zweibrückener Zwischenfalls entstandenen AuSlieserungSkonslikt beizulegen. Frankreich hat sich bereit erklärt, die Angelegenheit fallen zu lallen und unS gegenüber nicht wieder zur Sprache zu bringen, linier den gegenwärtigen Umständen ist daS bie beste Lösung, die sich erzielen ließ. Theoretisch wäre damit der Weg nach Paris für den Reichsaußen- Minister 6irefcmann freigemachr. tatsächlich haben die Franzosen eS jedoch in den letzten zehn Tagen verstanden, so viele Hindernisse auszutürmen, daß nicht recht ersichtlich ist, wie das Reichskabinett zu einem Belcyluß kommen will, der eS dem Außenminister erlaubt, per önlich zur Unterzeichnung des Kellogg-Pakte« in Paris zu erscheinen Die neuen Manöver im besetzten Gebiet, die Richt- genebmigung eines Bahnhof SbaueS bei RüffelS- brian und der drohende Ton der französischen Presse wegen der Rede Vadbruchs am 11. August sind höchst unfreundliche Handlungen uns gegenüber, die an die ersten Nachkriegszeiten erinnern und durchaus geeignet ind. unserem Ansehen an übrigen Auslande schwersten Abbruch zu tun. Wenn trvhdem Herr Dr. Stvelemann fahren sollte, dann unternimmt er die Veile nur. weil die amerikanisch« Regierung um daS persönliche Erscheinen des Außenministers am 26. August gebeten hat Lediglich die Rücksichtnahme aus die Vereinigten Staaten könnte die Reüchs- regierung bestimmen, der Pariser Reise ihre Zustimmung zu erteilen. Oie Lasten der Besatzungsmanöver. Schwerer Schaden für die Eifel. Berlin. 16. Äug. (Priv.-Tel.) Die demnächst in der Eisei stattsindenden Manöver der französischen und englischen Desatzungstruppen bringen für eine ganze Reihe von Orten außergewöhnlich starke Belastungen mit sich. Sv wird Prüm in der Eifel in der Zeit vom 24. August bis 10. September als Einquartierung erhalten: einen Eeneralstab von 10 Generälen, darunter der kommandierende französische und einen englischen General. 100 DW- und mechanischer Arbeit in dieses Schiff hineiu- zulegen, waS den hohen Anforderungen gerecht werden kann, die der Lloyd mit Recht an dieses gewaltige Schiff stellt. Wir leben noch etwas in Der veralteten Anschauung, daß ÄonfUtttW| nützlich unb fördernd ist unb so freuen wir uns. daß auch das Schwesteifchffs der „Europa", das bei der Aktiengesellschaft Wefer in Bremen m Dau ist, jetzt ebenfalls vom Stapel laufen soll, llnfere Wünsche für den Lloyd gipfeln darin, daß er den Erfolg mit unseren Schiffen erfahren werde, den er erhofft. Hieraus begrüßte ber Präsident des Norddeutschen Llovb. Dr. Heineken, ben amerikanischen Botschafter Spur» man in einer Ansprache Die Tatsache, daß ein Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika diesem unserem jüngsten Zuwachs unserer Lloyd-Flotte selbst das Geleit auf seinen hoffentlich immer nur glücklichen Lebensweg gegeben hat, ist ein Ausdruck und ein Beweis ziere unb 100 Unteroffiziere, 250 Mann, sowie einen Autopark. Angesichts dieser starten Belastung faßten die Stadtverordneten eine Entschließung. in ber sie auf diese wochenlange starke Belastung Hinweisen, die von ber Bevölkerung nicht getragen werben könne, weil die Quartierentschäbigung auch nicht entfernt die Unkosten decke. Auch wird auf den zu erwartenden starken AuSsal» des Fremdenverkehrs hingewiesen. Dic Stadt- verordneten forderten, daß das Reich fchnellstens ringreife. Oie neue Initiative. Stoatefcfrctär von Schuberts Besuch bei Strcscmann. Don unferer Berliner Redaktion. Berlin, 16. Aua. Die Reise bes Staatssekretärs Dr. v. Säubert nach Oberhof, dem Ferienaufenthalt deS Reichsaußenministers, bedeutet schon mehr alS eine bloße Information deS Rcichsaußenministers über bie derzeitige außenpolitische Lage in ihrer ®e amtbeit Sie bedeutet im weitesten Sinne den Auftakt der deutschen außenpolitischen Initiative. die ja durch die Er'rankung StrffemannS auf der einen Seite unb durch die Lage überhaupt in den letzten Monaten fast völlig still lag. Gewiß wird der Reichsaußcnminister, der ja während feiner Kur außerhalb jod?r gffchäft- lichen Tätigleit stand, manche Einzelheiten über die verschiedenen Probleme noch erfahren müssen, zumal feine kommende Tätigkeit im Zeichenweittragender Ausgaben steht. Die Besprechungen Schuberts mit 6trefernenn in Oberhos werden aber andererseits vornehmlich auch prinzipieller Ratur ktn. Jetzt gilt c» bie neue Marschroute festzulegen, und man darf nur bo'fen, daß der deutsche Reichsaußenminister sich nunmehr auch soweit erholt hat. daß er di.» schweren Aufgaben auch in körperlicher Hinsicht bewältigen kann. Denn gerade in den nächsten Monaten werden lehr viele Anforderungen an Dr. €tce e- mann gestellt werd?n. Anforderungen, die aber andererseits auch nur er erfüllen kann. Die ganze deutsche Außenpolitik wartet jetzt förmlich wieder auf feine Uedemahme d.r Leitung und. ganz abgesehen von der Pariser Reise und dem Trum und Tran der Unterzeichnung deS Kcllogg-PakteS, wird d c deutsche Außenpolitik, vorausgesetzt daß sie jetzt nicht durch überflüssige ParUipolemilen gestört wird. Möglichkeiten haben können, um den Weg zur Losung der großen Probleme zu erreichen, obtvohl die Lage gerade zur Zeit nach jeder Richtung hin unerfreulich ausfteht. Die Besprechung des Staatssekretär- mit dem Retchsaußenminister kann schließlich auch al« Vorbereitung für bie kommende Ä a - binettsiitzung angesehen werden, in der vornehm! ch außenpoliti'che Fragen besprochen werden sollen. Oberhof muß affo. wenn eS auch dem Re.chsaußenminister nur als Nachkur bient, unb hoffentlich zu feiner Gesundheit beiträgt, - um ersten Schritt zur aktiven deutschen Außenpolitik wieder werden. Die Ausgaben, die bevorstehen, sind entscheidend Ihre Lösungen werden bestimmend sein für die weitere Zukunft Deutschlands, ganz gleich, ob sie jetzt schon vollkommen oder eben nur insoweit periekt werden, alS damit wenigsten- ber Vormarfch zur ® efamttöfung wieder in Dang gebracht worden ist. Wann bie Entscheidungen fallen werden, unb wo das Resultat gesunden wird, steht noch dahin. Die Hauptsache ist, daß bie Einigkeit deS ganzen deutschen Volkes in feinen Forderungen auch weiterhin ungestört aufrecht- erhalten wird, damit bet deutsche Reich-außen- Minister darin ben nötigen Rückhalt finbet, den er für ferne fo schwierige und bedeutsame Arbeit braucht. dafür, daß Nrgierung und Volk der amerikanischen Nation den tieferen Sinn unserer mti diesem Neubau verfolgten Ziele richtig verstanden haben, daß namiut) die „Europa" ein neues Bindeglied fein soll zwischen der alten und der neuen Welt, und daß für diese ft ochst raße des Weltverkehrs das Beste eben gerade gut genug ifi. Dr. S h u r m a n erwiderte etwa folgenbci- Bremen und Europa: Neuyork und Amerika: und zwischen ihnen eilen diese mächtigen neuen Schiffe ge* ichwind bin und her, die Nielenwebschiffe Im Wed- ftuhl der modernen Zeit. Wenn ich ein ftoroskop stellte, fo lühc ich nur eine Zukunft mit steigendem gegenseitig vorteilhaftem ftandel mit stets sich aus- dehnendem und sich vertiefendem intellektuellem, gesellschaftlichem und persönlichem Verkehr zwischen unseren beiden Ländern und Volkern. Es ist mein inniger Wunsch, daß diese Schisse Scharen von deutschen Besuchern nach Amerika unb von amerikanischen Besuchern nach Deutschland befördern mögen. Glücklicherweise bestehen heule keine künstlichen Hindernisse^ im Fließen der natürlichen Sympathie und der Freundschaftsstränningen zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Volke und glücklicherweise sind viele positioe Kräfte am Werke, diese wohltuende Flut zu steigern. Nicht die geringsten unter ihnen sind die Schisse de» Norddeutschen Lloyd. Daher, meine Damen und Herren, bitte ich Sie, mit mir auf das Gedeihen Deutschlands, seiner Neederei, des Norddeutschen Lloyds und des neuen Dampfers „Europa" anzusloßen. Um 19.45 Uhr begaben sich die Gäste des Norddeutschen Lloyds zur Teilnahme am morgigen Stapellauf mit einem Sonderzug nach Bremen. Amerika verkauft die Regierungsflotte. London, 15. Aug. (TU.) Die amerikanische Regierung kündigt an, daß als Dalum für ben Berkaus der ber amerikanischen Regierung-schiff - sahrislinie (United State- Line) gehörend.,i Dampfer ber 15. Rovember festgesetzt worden ist. Unter den -um Verkauf gelangenden Schiffen befindet sich auch der ..Leviathan" (früher „Vaterland"). Der Käufer muß sich verpflichten, baß die Schiffe für fünf ober zehn Jahre im Dienst bleiben und eine bestimmte Anzahl von Fahrten über den Atlantik au-sühren. Durch günstige Zahlungsbedingungen', bie sich auf 15 2ahre erstrecken, soll der Verkauf erleichtert werden. 0er Cavellfilm. TicFreigabe fürTeutfchlanb wird versucht. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers'. Berlin. 16. Aug. Was gewisse Streife schon vor Monaten geahnt haben, scheint jetzt wahr zu werden, die Filmindustrie und der Filmhandel bemühen sich um Freigabe deS Covell- Filrns für Deutschland. Wie man von gut unterrichteter Seite hört, Ist eS bere.t- schon zu Verhandlungen vor der FiIrnprüsstelle gekommen. nachdem vorher In maßgebenden und interef lerten Kreisen dr- Film- und der Politik wie auch der Presse der Film gezeigt wurde, um diese Aktion psychologisch vorzubereiten. Die F i l m p r ü f ft e l I e ist zu einem ablehnenden Entscheid gekommen, der aber nur mit einer Stimme Mehrheit g-faft wurde. Damit ist die Sache aber nicht erledigt. Mit ber Freigabe de- Eavcll-Zilm- wird sich in nä./tcr Zeit bie Film ober Prüfstelle au befassen ha.cn unb in gut orientierten Kreisen sürchwt man, baß nach der geringen Mehrheit, die die Ab!eh- nung in ber .rilmprüfslelle durchsetzte, ber Beschluß der Oberprüfstelle zumindest recht - weife l h a s t ist. Sollte die FilmoberprüffteUe. wie Skeptiker befürchten, den Film sreigeben. fo würde die ganze deuffche Fllmpolttik und besonder« ihre Aktion im Fall des EavellfilmS gegenüber dem Ausland diskreditiert und ihres Rückhalts beraubt werden. Dze deutsche Regierung hat mit allen Mitteln der Diplomatie versucht, nachdem die Herstellung des Films nicht verhindert werden konnte, wenigsten- feine Ausführung im Au-la nd nach Möglichkeit cinzuschrüi'en und zu unterbinden. Sie hat bet diesen Bemühungen tatsächlichen Erfolg gehabt. (S ß a rn- bet [ a in hri sich s el b [t in einem offenen Bries, der bie größte Wirkung m den englisch sprechenden Ländern hatte, gegen die Aufiuhrung be« Eavellftlms ausge'prochen. Einige Länder, wie Dänemark, baden ihn sogar verboten und da« ririige Geschäft da« fern Hersteller Willcoux erwartet hatte, scheint wirklich au«geb(tcben zu fein. Und nun soll da« Unglaubliche möglich werden, bet Eavellfilm soll in Deutschland gezeigt werden und da« deutsche Publikum soll einen englischen Geschäftsmann brzahlen. ber nur a f E-rund einer üblen Kriege Hetze gegen Deutschland zehn Zähre nach Kriegsfchluß erneut mit diesen Ressentiments au- einer traurigen Zeit Geschäfte machen will. ES handelt sich hierbei gar nicht darum, ob die Inszenierung des GavellfilmS mehr ober weniger deutschfeindlich ist, sondern um di« eiiffache Tatsache, daß es keinem Deutschen erwünscht sein kann, baß bie Erinnerung an eine üble Kriegspropaganda in ber ganzen Welt von neuem auf gefrischt toi cb. Das AiisliesermWbegehren wird fallengeloffen. Erfolgreiche Verhandlungen dec» Botschafters von Hoesch in Paris. Trohki in Berlin? Klui-t aus der Verbannung. Par-s. 16 Aug. (Funkspruch. Prrvatmel- düng.) RachÖem schon gestern eine Rachrichten- agen tu* die Meldung verbreitet hatte, Trotzki sei aus seiner Verbannung in Sowjet- ruhland entflohen und befinde sich i n der Umgebung von Brr (in. veröffent- licht der Berliner Korrespondent der „Shlcago Tr-.bune" einen Bericht, in dem er erklärt, das) er Trotzki in Berlin gesehen und erkannt habe, alS dieser gerade eine geschlossene 2lu todroschto befrieg. Der Korrespondent behauptet Wetter, dah Trotzki sich mit Hilfe Moskauer amtlicher Stellen ins Ausland begeben habe, um sich seinen schriftstellerischen Arbeiten $u widmen Sr habe versprochen, nichts gegen Sowjetruhland zu schreiben. Er befindet sich bei Freunden in einem Landhause unweit von Berlin und sei unter Ergreifung aller Borsichtsmahregeln einige Mole nach Berlin gekommen. Der Korrespondent gibt weiter an, daß Troüki zunächst in Stettin drei Wochen gewohnt habe und dann Ende Suli nach Schweb t an der Oder gefahren sei. von wo er in die Bähe von Berlin übersiedelte. Der Korrespondent erklärt schliehlich. dah Trotzki sehr gealtert sei. Ein größeres oder ein kleineres polen? WoldemaraS über die politische Entwicklung im Lsteu. Berlin, 16. August. (Priv.-Tel.) Ein Sonderberichterstatter de» „laß" hat in fiorono mit dem litauischen Ministerpräsidenten Woldcmaras eine Unterredung gehabt, in der dieser sich u. a. äußerte: Das polnische System, Korridore zu schaffen, bringt keine Regelung der Fragen, sondern schafft sie erst. Der westpreußiscke und der Wilna- Korridor müssen entweder beseitigt oder erweitert werden. Als man sie schuf, hofften die Polen, dadurch neue Gebiete an sich reihen zu können. Wir stehen vor dem Problem: e i n größeres oder ein kleineres Polen? So wie es ist, kann es nicht bleiben. Schon jetzt gehören fünfzig Prozent der Bewohner Polens fremden Nationalitäten an. In dem Augenblick, wo die Polen Litauen besetzen, wächst die Gefahr, dah auch Ostpreußen das Schicksal Litauens teilt. D^rch die Natur der Dinge ist so das Interesse LÜauene und Deutschlands an einer politischen Zusammenarbeit gegeben. Auch für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit bestehen keine Schwierigkeiten, do beide Länder sich ergänzen. Diese Tatsachen bleiben bestehen, wie man auch denken mag. Auf die Frage, ob durch die Memel frage nicht Schwierigkeiten erwachsen könnten, erwiderte Woldemaras, er habe von Anfang an Wert auf direkte Aussvrache mit den Memelern gelegt und er werde diesen Weg auch in Zukunft beschreiten. Sie indische Versaffungsresom. London, 14. Aua. (IU.) Die auf Deranlos- suna des Arbeitsausschusses des Indischen Kongresses in Kalkutta einberufene Tagung aller indi- säsen Parteien hat soeben die lanaerwartete Denkschrift über eine neue indische Verfassung veröffentlicht. Das Memorandum empfiehlt eine Deklaration der arundlegenden Rechte. Der gesetzgebende Apparat soll aus zwei Häusern, einem Senat und einem Repräsentantenhaus be- ffcben. Weiter wird die Ernennung eines Zentralgouoerneurs vorgeschlagen, dem ’2re torecht für alle gesetzgeberischen Akte zustehen und in dessen Händen der Oberbefehl über Armee, Flotte und Luftstreitkräfte, liegen soll. Der Dollzugsrot von Gesamtindien soll aus dem Ministerpräsidenten und sechs weiteren Mitgliedern bestehen. Den Provinzen ist Selbstverwaltung und die Schaffung von Einzelkam ment zuzugestetzen. Weite, empfiehlt die Denkschrift die Schaffung eines Ober st en Gerichtshofes für ganz Indien. (Sine Demarche Frankreichs und Englands in Gofia. Paris, 15. Aug. (WB.) Die Information berichtet aus Sofia, dah dis Gesandten Englands und Frankreichs in Sofia der bulgarischen Regierung eine Bote überreicht haben, in der aus die Botwendigkeit hingewiesen werde, energischeMahnahmen gegen die mazedonischen Bevolutionärezu ergreifen, da sie durch ihre Tätigkeit den Frieden der benachbarten Rattonen gefährdeten. Diese Demarche gehr auf die Initiative Englands zurück. England habe von Italien die Zusage erhalten, nicht zu intervenieren, da die italienische Regierung die mazedonische Frage als eine rein innerpoli- tische Frage 'Bulgariens ansehe. Kleine politische Nachrichten. Reichspräsident v. Hindenburg hot an den österreichischen Du n d es pr S st den t e n H a i n i s ch anläßlich der Bollendung deS 70. Lebensjahres folgendes Dlückwunschtelearamm gesandt: .Der heutige Festtag gibt mir Gelegenheit. Ihnen, verehrter Herr 'Bundespräsident, i n treuem Gedenken meine aufrichtiges n Glückwünschc auSzusprechen. Mit dem deutschen Bolte hoffe ich von ganzem Herzen, daß Ihnen das gütige Schicksal erlauben möge, noch Diele Jahre IhreS Lebens der unermüdlichen und aufopfernden Arbeit zum Segen des österreichischen Brudervolkes zu widmen." — Die Reichs- regierung hat dem Bundespräsidenten durch den deutschen Gesandten in Wien die herzlichsten Glückwünsche zum 70. Geburtstage auS- sp rechen lassen. Der Herr Reichspräsident bat den Oberregie- rungsrat im Bureau deS Reichspräsidenten. Dr D. SrdmannSdorff. zum Botschaftsrat bei der deutschen Gesandtschaft in Peking und an seiner Stelle den LegationSrat tm Auswärtigen Amt. Baron n. Hönningen Huene (um Oberregierungsrat im Bureau dee Berchspr.iss- denken ernannt. Bei der Flotte ist folgendes Schreiben des R e i ch s p i ä f k d e n t e n o. Hindenburg noch dem Besuch bei den Schießübungen in Kiel einq> gongen Die Schießübungen der Flotte, an den n ich teilgenommen habe, haben mich in hohem Maße interessiert und befriedigt Mit ! Sozialdemokratie und Panzerkreuzer. Gegen das Votum der sozialdemokratischen Minister im Reichskabinett. Das hatten sich die Soz aldemokraten Wohl nicht träumen lassen, dah aus dem Panzerkreuzer. dem m ber Wahlagitation so viel *u verdanken haben, einmal für sie eine ernste Gefahr werden könnte. Und doch hätten sie diese Entwicklung vorausahnen können. Sre haben Monate hinöu-ch nichts anderes getan, als in das Gehirn deS Wählers hineingehämmert, daß die „Bürgerblockregieruna" das Geld des Steuerzahlers sinnlos verschleudere und auS M litarismuS einen vollkommen überflüssigen Panzerkreuzer baue, während daS Geld für Kinderernährung erhebüich zweckmäßiger verwendet werden konnte. Wenn aber erst di« Sozialdemokratie in der Regierung säße, dann würde dasalleSanderS werden, dann würde auch dieser Panzerkreuzer niemals in die Erschei- nung treten. Bun find die Sozialdemokraten in der Regierung und eine der ersten Amtshandlungen der neuen Minister aus gerechnet am Vorabend der Dersalsunasseier ist der Beschluß, dah daS Schiff doch auf Stapel gelegt werden soll. Ist es da nicht begreiflich, wenn di« überzeugtesten Anhänger der Partei kopfscheu werden, wenn vor allem der radikale Flügel sich rührt irnd offen mit einer Palastrevolution droht? Eine der wichtigsten Voraussetzungen des Parlamentarismus beftefjt nun einmal darin, als Oppositionspartei nie etwas zu versprechen, warn an als Regierungspartei nicht halten kann. Die Engländer sind in der Bexiähung sehr viel klüger, die französischen Sozialisten wollen baS nicht einsehen, aber sie ziehen daraus wenigstens die Kcmfeguenz, daß sie deshalb auch nicht in die Regierung hineingehen. Run müssen sich die parteioffiziösen Gkribettten die Finger wunb schreioen, um nachzuweisen, daß von einem Umfall der sozialistischen Minister nicht die Rede fern kann, daß ihnen vielmehr schon vorher die Hände gebunden waren und sie gar nicht anders handeln! konnten. Der „Vorwärts" entschließt sich sogar zu dem Eingeständnis, daß die Partei den Wahlkampf auf falscher Grundlage geführt habe. Sie Hütten geglaubt, dah die endgültige Entscheidung über Öen Bau in die Hände des neuen Kabinetts und deS neuen Reichstage- gelegt fei; das habe sich jetzt als falsch Herausgestell t Die Entschließung des Reichsrates vom 31. März, die den Ausgangspunkt des ganzen Streite- bildet, sehe aber in Wahrheit lediglich vor. daß der vom Reichstag bereits bewilligte Bau nicht vor dem 1. September in Angriff zu nehmen sei. Welches Armutszeugnis liegt darin, daß eine Partei, deren preußische Vertreter diese Entschließung veranlaßt haben, öffentlich zugeben muß. sie habe eine Entschliehung, mit der sie monatelang krcbsen ging, die ihr im Wahlkampf die gröhten Erfolge brachte, entweder nicht gelesen oder falsch verstanden. Die Entschließung deS Reichsrates hatte jedoch den Zweck, daß vor dem 1. September durch da- Kabinett eine nochmalige Prüfung der Finanzlage des Reiche« vorgenommen werden sollte und daß von dieser Prüfung daS Kabinett die Entscheidung abhängig machen sollte, ob der Dau nicht zunächst zu vertagen sei. Gewiß handelte eS sich nicht um die etatsrechtliche Frage ob die Summen für den Panzer bewilligt werden sollen. Darüber hatte der Reichstag Beschluß gefaßt. Aber das Kabinett war frei in seiner Entscheidung ob mit dem Bau jetzt zu beginnen sei oder ob man vielleicht noch ein oder zwei Jahre wartete, biS die Finanzen des Reiches weniger angespannt waren. Die Alternative, wie sie der „Vorwärts" konstruiert, ist daher falsch. Er behauptet. die sozialdernokrattschen Minister hätten vor der Wahl gestanden, ob sie gehen oder bleiben sollten, gebaut werde da- Schiff in jedem Falle. Das ist nicht wahr, wenn daS Kabinett mit Mehrheit beschloß, den Bau zu suspendieren, ömm hätte der Reichstag durchaus Gelegenheit gehabt, bei der nächsten Etatsberatung den Beschluß wieder aufzuheben, der die erste Rate bewilligte. Ob freilich auf einem solchen Kabinettsbeschluß hin die Regierung zusammengeblieben wäre, ob sich nicht, zumal nach der Seite des Reichswehrministers und vielleicht sogar des Reichspräsidenten, Folgerungen ergeben hätten, die über eine Kabinettskrise hinausgehen, das steht auf einem andern Blatt. Indessen, es war ja dafür gesorgt, daß die sozialistischen Minister nicht in die Verlegenheit kamen, eine Mehrheit zu bilden. fit hätten s i ch überstimmen lassen können, ohne sich etwa« in ihrer Würde zu vergeben. Dann wäre ihnen dieser Sturm im eigenen Lager erspart geblirben. Man farm ihnen zugute halten daß ein starker moralischer Mut daraus spricht, wenn sie trotzdem zu einer positiven Stimmabgabe kamen, und. ohne sich von der Roiwendigkeit des Baues überzeugt zu haben, dem Koalition sgc banken die- Opfer brachten, wobei eS dahingestellt bleiben mag, inwieweit sie diefe Zivilcourage auch aufgebracht hätten, wenn iie über die Folgen sich vorher klar gewesen wären. Aber das Betrübliche der ganzen Auseinandersetzung ist doch dies: dah bei der ersten Gelegenheit, wo auch einmal die Sozialdemokratie nachgeben must, die Wogen in der Parte' über- zuschaumen beginnen. Tie Führer sind sich darüber klar, dah sie nur durch Kompromiße weiter kommen, der linke Flügel aber, hinter dem die Masse zu stehen scheint, sieht in einem Kabinett unter sozialistischer Beteiligung offenbar nur ein Organ zur Ausführung sozialistischer Wünsche. Das muh sich im Herbst, wenn die TageSarbeit beginnt, mit dreifacher Schärfe bemerkbar machen und zu einer Lahmlegung der Initiative deS Kabinetts fuhren, d e — wie mir von Anfang an befürchtet heben der Arbeitsfähigkeit dieser unter fo-iott>?molrattscher Führung stehenden 'Regierung kein fcfyr günftiqc» Horoskop stellt. Der Parieivorsiond mißbilligt. Einberufung von ReichstagSfraklion und Parteiausschutz. Berlin, 16. Aug. (TU.) Der Pattcioorftanb und der Vorstand der fozialdemokrallschen Reichslagsfrak- flon haben am RNllwochnachmitlag eine geheime Sitzung abgehallen und nach dem „Vorwärt«" folgen Den Jefchluh gefaßt: Die Vorstände der sozialdemokratischen Partei und der sozialdemokratifchen ReichslagofraNion bedauern lebhaft, daß die fojial- demokralifchen Minister nicht die Möglichkeit gefunden haben, in der kabinellssihung durch Abstimmung klar zum Ausdruck ;u bringen, daß sie — In Uebereinfommen mit der gesamten Partei — entschiedene Gegner des Baue« des Panzerkreuzers A find, sich vielmehr auf formatrechtliche Argumente gestützt haben. Es wurde weiter beschlossen, die Fraktion und den P a r t c i a u s f ch n h auf kommenden Samstag einzuberufen. Außer der Panzerfchiffsangelegenheit wird die fitifenfürforge besprochen. Aus sozialdemokratischen streifen wird uns bestätigt, daß die (Einberufung auf den Schritt zurückgeht, Öen u. a. die Abgeordneten Auffhänset und Toni Sender unternommen haben, um eine Klärung dieser Fragen herbeizuführen. Im „Vorwärts" veröffentlicht der Reichstags- abgeorbnete Künstler eine Entgegnung auf den Versuch des „Vorwärts" vom Mittwoch, die Haltung der soztaldcinokratifchen Reichsminister zum Bau des Panzerkreuzers A zu rechtfertigen. Er verweist darauf, daß faft zur (eiben Zeit, da bk sozialdemokratischen Minister im Reichskabtnett für Öen Panzerkreuzer gestimmt hatten, den Der- trouensleuten der Pattei das Referentenmatettal des Vorstandes ausgehänbigt worden (ei, in dem gegen den Panzerkreuzer Stellung genommen wurde. Die Partei sei dcldurch In eine Situation geraten, bie viel ernster zu bewerten als jene, bie burch bie Zustimmung ber preußischen Lanbtagsfrakfwn zum Fürstenabfinbungs- gefetz hervorgerufen worben fei. Die sozialbemokra- tischen Minister hätten nicht bas Recht gehabt, bie Partei unb Fraktion vor eine vollen- bete Tatsache zu stellen. Wenn es bei dem Be- schluß ber Reicksregierung bleibe, so werbe sich baraus bie Tatsache ergeben, baß die sozialdemokratische Fraktion vor bie Frage gestellt weide, in Konsequenz ber Zustimmung ber fozialbemokratt- schen Minister zum Panzerlreuzerbau auch ihrerseits bie weiteren erforber- lichen Raten zu bewilligen. Bei ber Ein- stellung ber Mehrheit ber Fraktion werbe bie Fraktion ben sozialdemokratischen Ministern die Gefolgschaft verweigern müssen. meiner Anerkennung an alle Beteiligten verbinde ich meine besten Wünsche für weitere erfolgreiche Durchführung der kommenden Manöver. ♦ Der Abgeordnete Lambach hat gegen das Urteil des Lanöesverbcml>e- Porsöam II auf Ausschluß aus Der Deutschnationalen Volkspartei Berufung eingelegt. Von der sozialdemokratischen Fraktion ringe- brachte Anträge auf vorzeitiae (Einberufung des thüringischen Landtages werden nunmehr ihre Verwirklichung finden. Die verfassungsmäßig erforderlichen 19 Unterschriften für die Einberufung liegen vor. Zu ben insgesamt 18 Stimmen ber SPD. kam bie Stimme des Vertreters ber Volksrechtpattei hinzu. Der Lanbtag wird am 23. August, 10 Uhr, zusammentreten, um über den Antrag auf Auflösung des Landtages unb über bas Mißtrauensvotum gegen bie Regierung abzuftimmen. Aoch keine Erhöhung der Fronten« versichenmgögfenze. Berlin. 15. Aug. (XU.) Entgegen anders lautenden Meldungen erfährt die Telegraphen- Umori von unterrichteter Seite, daß das ReichS- arbettsministerium sich nicht mit der Ausarbeitung einer Verordnung beschäftigt, die sich auf bie VersicherungSgrenze für die Ortskranken- kalsenpssichtigen bezieht. E» schweben allerdings .m Reichsaroeitsministettum ©rmägungen. ob fich auch in der Krankenversicherung eine Erhöhung durchstichren läßt Diese Erhöhung Der Äran!en» Versicherung kann aber nicht wie bei der An- gestelltenvett cherung durch Verordnung in Kraft gesetzt Werben. ba die Ermächtigung, bie früfjer >c»r Re.chsarbettSmi nister belob, vom I Reichstag gestrichen worden ist. SS bebar* I also zu ncr Erhöhung der Krankenversicherung«- grenze emefl Reichsgesetze«. daS den zuständigen Stellen noch nicht vorliegt, so daß e« also in absehbarer Zeit nicht einmal dem Reichstag zugeleitet werden könnte, selbst wenn das Kabinett sich zu einem solchen Gesetz entschließen sollte. Die Frage, ob Angehörige freier Berufe .n die Versicherungspllicht einzubeziehen feien, wird zur Zeit auf Wunsch Des Reichstage- geprüft. Aus aller Welt. Unweiter in Bayern Seit gestern abend wütet über Bayern ein von wvlkenbruchcrrttgem Regen begleiteter ungewöhnlich heftiger Sturm, bet überall großen Schaden anrichtete Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und mehrere Telephonverbindungen unterbrochen. In Dlattling (Niederbayern) brachte der Orkan fast sämtliche Buben, bie anläßlich eines Volksfestes aufgestellt waren, zum Cinftur^ Zahlreiche Personen, bie fich gerade auf bem Volfkfestplatz befanden, erlitten leichte 'Verletzungen. Die Höhe deS Schadens ist noch nicht zu übersehen. Die Opfer des Vulkanausbruch» in Riederländisch-Jndien. Zu bem kürzlich erfolgten furchtbaren Vulkanausbruch auf ber Insel Paloweh in Nieberlänbifch- Ostinbien wirb aus Batavia geniJbct, bah bie Zahl ber Personen, die vor ben feurigen Lavarnafsen im Meere Rettu ng juchten unb bähet er trän ken, auf 200 anzusetzen ist. während bie Zahl ber Verbrannten unb unter ben Trümmern ber Häuser Begrabenen, sowie von niedergehendem Gestein Erschlagenen auf 1000 geschäht wirb. Außerdem find etwa 400 Personen verletzt. Hungertod eine» englischen Forscher». Das Schicksal des englischen Forschers John Hornby eine« ber besten Kenner des tarn# bischen Hinterlandes, unb feiner beiden Ressen, die vor zwei Jahren verschwunden waren, hat lsch setzt aufgeklärt. Die drei Leichen wurden in einer einsamen Hütte in bem un- ' ruchtbaren Gebiet westlich von der Hudsonbay auf gefunden. Die drei Forscher hatten eine Beste von 800 Meilen von Fort Resolution nach der Hudtonbatz unternommen. Da sie nicht zu der erwarteten Zett eintrafen, hatte seit Dezember vorigen Jahres die Polizei Nachforschungen angesteilt. Rach dem vorliegenden Bericht sind die drei Männer 300 Menen vor bem Ziele am Hungertod zugrunbegegangen. SdXagroctfcrunglüif auf ber Zeche „Colhringm." Auf ber Zeche .Lothringen" ereignete sich ein odjlagroetterunglucf durch eine (Erpfoiion, die durch bas Funktionieren ber Gesteinsstaubichranken glücklicherweise auf ihren Herd beschränkt blieb Sie forderte mehrere Schwervette^te Äwi von ihnen sind im Bochumer Bergmannskronkenhau» ihren Brandwunden erlegen. 3rod Todesopfer ber Saljsäurecxplofion In Dosten. Das gemeldete schwere EevlolionSunglück tn der Farbenfabrik zu Wolfen hat bereits zwei Todesopfer gefordert. Ein schwerverletzter Arbeiter starb auf dem Transpvtt. ein zweiter in der vergangenen Rächt im Destauer Krankenhaus Für zwei weitere Arbeiter' baAeht Lebensgefahr. von Bukarest bi» München al» blinder Passagier. Im Münchener Hauptbahnhof wurde bei der Kontrolle der Zuggarnttur unter einem Waggon des Orientexpreßzuges Bukarest—München a u f einem Eisenträger ein Fahrgast entdeckt. Dieser hatte seit dem 10. August, vormittag» 12 HI>r, in Bukarest bie kostenlose Fahrt nach Deutschland biS 11. August als bllnber Passagier' an diesem Platze mitgemacht. Raubüberfall auf eine Bahnhos»kaste- Drei bewaffnete maskiert« Räuber überfielen tn der Rächt bie Stcüionskasse des Bahnhofs Lalcum bei Kaiserswerth und zwangen- die beiden anwesenden Beamten, ihnen die Kaffe herau-zugeben. Der Kastenbestwtb betrug nur 32 Mark. Zwei ber Räuber wurden bereits eine Stunde später in Uickerrctth nach einem kurzen Fcuergefccht von einem Strcif- kommarrdo der Reichsbahn festgenommen, während der dritte, ein kürzlich auS bem Zuchthaus entlassener Verbrecher, in der Dmrkelhett entkam. Reuyork» Feuerwehrchef in Berlin. Der Leiter des Neuyorker Feuerlöschwesen», Mr. K e n l o n , der fich augenblicklich auf einer Rundreife durch die curopäifchen Hauptstädte befindet, trifft am Freitag, von Paris konimcnb. In Berlin ein unb wirb von bem Berliner Oberdranb» birekkor G e m p p empfangen werben. Für ben fünf Tage bauernben Aufenthalt be» Neuyorker Feuerwehrchefe ist ein umfangreiches Programm vorgesehen. 11. a. finden eingehenbis Besichtigungen ber hauptsächlichsten Fei'erlöschemrichwngen Berlins statt. Da» glückliche Dresden. Die Stadt Dresden gibt m einer Haupt Übersicht einen Ucbctblld über ba« Vermögen ber Stabt Dresden nach dem Stande vom 31. März 1927. Danach bleibt der Stadt bei einer Schuldenlast hon 119,62 Millionen Mark und einem Gesamthermögen hon 391,99 Millionen Mark ein Relnhennögen von 272,37 Millionen Mark, das sich durch da« Reinhermögen des Schulbezirke« noch um 48,02 Millionen Mark erhöht. Ohne Anrechnung be« Vermögen« der Grundrenten- und Hypothekenanstalt der Stadt Dresden und der vom Blagistrat verwalteten Stiftungen beläuft sich bas Reinvermögen auf 320.39 Millionen Mark. Oie Wetterlage. 17 ^itfivöob 15. Must 1928f7>äbd5 " c 19 < & * Khntt *<**.?<>• • -O 5** Wtntrr osx d '-livee-lwnee*«!' \ *c*4wn» tw filfotn mit *1* «AMt ex »eet* *■ (XMW OK TfW-.tur M P< t»**2r*** °,W ** tuvwMOtw wmetrKWU« Letxjr*» Ä?cltervOraussage. Eine Rinne tiefen Druckes erftredt sich von Island über DäTiemark nach Südosten. Jedoch rückt von Westen hrr ein Hoch, das bie Störung«- gebiete bald verdrängen wird. Da imme* noch Westwinde rvrherrschen, tritt zunächst Wollen-- btlbung auf. später leboeb wird der Hinnnel aus- klaren. Infolge Sonneneinstrahlung steigen die Temperaturen tagsüber an. Voraussage für Freitag: Vielfach heiter. nachts noch kühler und tagsüber wärmer, meist trocken. Voraussage für Samstag: Meist heiteres unb trockne« Detter Lufttemperaturen am 15. August mittag» 23^ fflrab Cclfiu-, abends 19,9 Grab Celsius am 16. Luguft morgens 15 Grab Celsius. Maximum 24 Grob ttelfhi«, Minimum 14 Grob Celsius. — ffrbtemp-rohiren am 15 August ab.nbs 20,9 Grad Cdfhro; am 16 August niorgen« 17,7 Grob Celsius — Nsiberschlag lji Millimeter. — Sonnenschcinbäuer 2 Siunben. KL 1 Wt k. inbn MflUr ^bti b«' tzv» H..._ 2r^ pQfc eitbift bormtit^. 6 3oho ?A "bnPaNoZ «IM ^ubnL«. ks!e bti 3r.fr. toangtn ■ ifinffl btt -MenMort äuber ntrrrach nach m*m Streif. SsuomTati uS dem Xu*, Ihm® Striin. u'rloschvch«, ich 2ui tfrur ouptftabk b* 1 tommtnb, m n« ObtArm* 'dm. Nr ta b« 'Xtuynttf M 'Brogromm t Besichstyueßn rirfjUinyrt Vtr. m. ner ftouxuiW' ( Dtrmi-t« Staube Dom 81. Stabt bei eintt ict Darf nnb 'M Müisnei 1,37 2Hilltowi’n txrmbgen ÖH x'&wtx Tart bermdMi btt stak bet Stabt rat Verwaltern tafcrmrci out ift I cl • < ka r>oft «wL’W «««* . KZI lelsi"'' , .rlUA. ■-* örab % Graf «rf’Äab«^ Aus der provinzialhauptstadt. Ziehen, den 16. August 1928. Oie Drtfthmavdnnt singt. ZU überall auf Den ßo-tbe hört men je«t Mt Summen unb Curt en der Drskchmafchtnen. Das fctfUpper der Dresch'lege! hat Me moderne 3rit verbannt Die Maschine ftefr da. uncrläuhd) scheint ihr Rachen zu fern unaufft6rfl4> Uirflm die Xbnwr aus den getffnrten Rohren tn die Säcke dauernd Verbreiter sich um Ire 'eine decke Molke von Staub. Halmiellchen Spelgen und Lchmutz r.nf Motte mit (deruch der .Felder, der Halme, des Xoben# Unb schattende Hände bat sie von morgen- trüb M ipük tn die Rache um s,ch gesammelt, diese singende Maschine. 3&r fori» währender Vesang bedeutet Arbeit, helfte schwer.- Arbeit in Sonnenhitze. in der es txwnm Uitter- brechung gibt Pc; Aad be* Ich weiter maa der Schwe-st noch io rinnen mag die Mühe noch «o schwer satten. 6tnb diese Menschen nicht d,e Sklaven ihrer Maschine? Aber nein, di« Maschine ist dce Dienerm. Sie ttngt attr es ist ein Sied von der eigenen Arbeit Sie biH! dem Vandwirr die Säcke mit Ämwr prall zu ‘ulten, sie hilft zum Brote. 3br ®e- >ang mit QS-brumm ist Sang vom Leben, denn er gilt dem Leben, er Rammt aus dem Quell des Lebens aus der Schotte. 3m Innern her Drc'ch- 'nafchtne »hk Gewaltiges vor! dem Auge unsichtbar. wird Korn und Aehre geschieden. Deshalb muh Iw Imgen. denn ihre Arbeit erleichtert dem ichwergeprüftes Lsndvol.» das Leben, und das Lied gilt dM'Arrude über die Ernte __ Mögen sie fingen, diele zahllosen Maschinen von dem ewigen Kreislauf der Natur, der sich im kleinen Korne versinnbildlicht, von dem Leben, das erst vernichtet werden muh. um neuem Leben Atem und Kraft zu geben, von der brausenden bejahenden Arbeit die um des Lebens unerläh- bche Aotdurtt ringt und alles menschliche Bestehen erst möglich macht! Ihr ®efang ist nichts unerträgliches auf die Nerven gehendes monotones Geräusch er iR der Rhythmus schlechthin des ZweibundeS Mensch und Maschine L Bürgermeister Dr. Frey verläßt unsere (Stadt? Aus Frankfurt a. W. wird vom Lpd. ge- meldet In einer am Montag stattgehabten Sitzung des Berwaltungsgusschusses beim Landesamt Hessen wurde Bürgermeister Dr. Frey (Gieheni zum 1. Vorsitzenden de» Arbeitsamts in Frankfurt gewählt, während Direktor Markgraf (Frantturti zum 2 Bortihenden ernannt Wurde Bürgermeister Dr. Fretz befindet sich *.3. aus Urlaub, so dah wir noch nicht erfahren konnten ob er diese Mahl NN nehmen wird. Ermäßigung der Lohnsteuer Rach dem zweiten Gesetz zur A e n d e r u na des Einkommen st «uergesstzes vom 23. 3uh 1928 treten mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 ab beim Steuerabzug zwei Aende- rungen ein Einmal wird zur Vereinfachung der Steuerberechnung der BrntkoardeitMohn abgerundet, und zwar bei Mcmatszahlungen auf volle sstns Mark nach unten, bei Wochen za hlunaen auf den nächsten vollen Nerchsmarkbetrag nach unten. 3m übrigen ist die Steuer wie bisher zu berechnen. ledoch tritt an Stelle deS bisherig« Abschlag- von 15 Prozent, höchsten- 2 Mk. monatlich, 0L0 Mk wöchentlich, ein solcher von 25 Prozent, höchsten» 3 Mk monartich, 0.75 Mk. wöchentlich Um dem Arbeitgeber umständliche Neuberechnungen zu ersparen, werden m den nächsten Lagen neue nfosge der Abrundung des BruttoarbettssohnS wesentlich vereinfachte und verkürzte amrtche Tabellen sowohl tür monah» >«ch« und wöchentliche, als auch für tägliche und zweistündlich« Entlohnung herausgegeben, aus denen er den abzuz^ehenden Steuerbetrag ohne werteres ersehen kann. Talen für Kreilag, 17. August. Sonnenaufgang 148 Uhr. Sonnenuntergang 19.19 Uhr. — Mondaufgang 6.37 Uhr, Mond untergana 20.32 Uhr. 1887: Kaiser start I. von Oesterreich, König von Ungarn, in Persenburg geboren (gestorben 1922). — 1914: Sieg der Deutschen über hie Russen hei StoQupöncn; — 1915 deutlctz-englifcstes Seegefecht an der Küste von Jütland ttuHCitrv Wochcnmarktpreife. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfund 1,90 bi« 2.00; Matte 30 bis 35; Käse 60 bis 1.40: Wirst na 20 bis 25; Weißkraut 15 bi« 20. Rotkraut 25 bi# 30; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bi« 20; Sprnat 30; RSmischkohl 15. Bohnen grüne) 20 bis 30. Bohnen gelbe) 25 bis 30; Un:er-.stohlrabi 10 bi« 12; Erdfen 30 bis 50; Lomaten 35 bis 50; Zwiebeln kd bis 20; Rhabarber 15 bis 20: Kartoffeln 6 bis 7; Fkühäpfel 30 bis 40; FaUäpsel 10 bis 15; Birnen 15 bis 40: Kirfchcn 50; Himbeeren 90. Brombeeren 70; Pfirsiche 60 bi- 65; Heidelbeeren 65 bi« 70; Johannisbeeren 40; Pflaumen 20 bi# 30; W'.rabellen 30 bU 50; junge Hahne 1.00 bis 1.30. Suppenhühner 1 JfO bis 1J0; Bän'e 1.30. J er Stück 14; Blumenkohl 20 bis 1.20. Salat 10 b-s 25 Salatgurken 20 dis 60. Sinrnachgurken 4 hcs 6; Endimen 8 dis 20; Ober-Kohlrabi 5 bis 15 Reistch 10 d,s 20: Rak eschen 'Bunb 10 bis 15. SoiMtiy*. — lageskalender für Donnerstag. ÖFirlwreini6unfl 19uO. 9 Uhr, auherordenttiche G< neraloersammlung bei Boller — Midtdpidbaue, Bahnhofstraste „führetfe Jugend'. — Aftona- Achtspirt, ..Tom Mir' •• Born Prooin^iataus'chust Ober» helfen. Lm nächste» Samstag, vormittags 530 Uhr beginnend, fmdet in dem Sitzungssaal des Ke- g,erungsget»audes ui üttestc» eine öffentliche Sitzung des Promnztakausichustes der Prvmnz l?berbeffen statt mit iolgenber Tagesordnung: 1 Antrag des Irmami» Mesten auf Entziehung der dem {friebr. Kahle in Gietzen, Wetzlarer Weg 11. eneilten Konzession, 2. Gesuch der Marie Zittlau in Ilbeshausen um örlaubni» zum Betriebe einer Sch-nkwfrtfchaft ** Der ManSoerausmarsch unserer Garnison am gestrigen Mittwochabend erfolgte wiederum, wie schon immer, unter lebhafter freundlicher Anteilnahme einer gewaltigen Menschenmenge. Die Compagnien verliehen -fehlsgemast um 8.15 Uhr die Kasernen und mariirchsttatze für Forkbilbungsschuizwecke ist am Montag, nachdem zwischen der Stabt (Siesten unb bem (Sewerbeoerein in den jüngsten Tagen eine Einigung über den Berkaus des lSewerbehause» erzielt wurde, begonnen worden. Zur Zeit werden die Ausschachtungsarbeiteii ausgefiihrt und der Mate- riallransport für den Kohbaii vorgenommen. Da die Baustelle beengt ist, wird auch der Borgarten der Pesialo.zzischule, der teilweise mit in diesen Bau einbezogen wird, als Materiallagerplatz in Anspruch genommen. Da man sich bereits früher über die Beschaffenheit de» Baugrundes vergewissert hat, werden die Fundamentierungsarbeiten rasch voran- schreiten, so dast mit der Beendigung der gesamten Rohbauarbetten noch vor (Eintritt der Winterszeit zu rechnen sein bürste. Die (Erb- unb Maurerarbeiten kommen durch die hiesige Firma Birkenstock 8: Schneider zur Ausführung "DieNeubautendes Lisenbahner- heimstättenvereins sind, obwohl sie etft vor kurzer Zeit begonnen wurden, infolge der günstigen Bauzeit in kürzester Zeit Im Rohbau vollendet. Die Bauten, die auf der höchsten Stelle des Wartwegs stehen, bieten auf weite (Entfernung ein harmonisches Gebilde. In den nächsten Tagen wird mit den Innenausbauten begonnen. Mit dem Bezug der für acht Familien vor- gesehenen Häuser kann noch für Oktober d I gerechnet werden *• Die Bedürfnisanstalt in der Lud- »igftrafce, nächst der Unterführung der Ober- hessischen Bahnen, über die wir vor kurzem berichteten. ist seit einigen lagen bem Verkehr übergeben. Da» chebaude ist in einfacher Weife aus 'Beton mit Vorsatzdeton ausgeführt und entspricht hin- sichttich seines Verwendungszwecks unb Ausstattung den voraesehenen Anforderungen. i)offenthd) verfallt dieses Gebäude mit seiner (Einrichtung nicht den- jenigen Beschabigungen, wie wir sie leider m unserer Stabt in letzter Zeit so ost burch rohe Hande erleben mustten. • • M i t dem Auto jegen die Bahnschranke gerannt. Mestern abend gegen 9.30 Uhr fuhr im (Siebener Stadttvaib auf der Thausiee zwischen (Siesten und Annerod ein Zweisitzer Opef-Auto das von einem Tiestener Bürger gelenkt wurde, m voller Fahrt gegen die Schranke des Bahnüberganges. Dabei wurde das Auto so stark beschädigt, dast es an der UnfaUftefle liegen bleiben muhte, wahrend der Fahrer, ein testender einer Zigarrensabrik. mit leichten Verletzungen im chesicht da von kam. Die Schranke war beleuchtet und geschlosien, da der Aug (Brünberg—(S,ehen erwartet wurde Rur dem Umstand, dast der Fahrer das lutp noch nach links berumrerfcen konnte ist es W banken, dast der Ungtücksfokl keine ichiimmeren Folgen hatte. " Sine Preffafahrt von Eretze» noch Köln veranstallet die hiesige Bertrehmg der Hamburg-Amv r ika-Ltnie, dos 2tetfebuveau Loeb am Sonntag. 26 August. Der Londerzug. iu dem Anschlüße aus Richtung Marburg und Saubc m Dtrfügbar sind, werd morgens gegen 6JO 1Tbr den E.ehener Bahr.hol verlassen und kurz vor 10 Ubr in Köln eiirtrerten. 3ur Rückfahrt wird der 3ufl den Kölner Bahnhof abends flfCKn 7 Uhr verlassen, fo dah die FahrtteU-- neb-ner aUc> genügend Zeit zur emgehenden Be- fidh'igung der ir.tere^anten Kölner AussteNung haben werden Um die Fahrt in allen Tellen gründ! ch vorbereiten zu tarnen, ist es — wie man uns mitteilf - unbedingt erforderlich, dckst die 3niere ^-.gMtftrungen, oeaondera be< Brechdurchfan und Oermt-eterrfa Berliner Börse. Berl.n. 16. Aug. -Wettbewerb*i Zeichnung oder Lichtbild, - so, wie es Ihnen gerade am besten liegt. - aus. Die originelle Art waschen und baden. Das Kind wird es ihr einst danken, weil ihm dadurch später manche Sorge um die Erhaltung seines guten Teints erspart bleibt. Nivea- Kinderseife ist überfettet und nach ärztlicher Vorschrift besonders für die empfindliche Haui der Kinder hergestellt.-Preu 70Pf In den ersten 10 Jahren sollte jede Mut ter Ihr Kind nur mit der reinen, milden NIVEA.'sei”' Sonnengebräunt wirdlhr Körper wenn Sie ihn vor Luft- und Sonnenbädern vor Fahrten und Wanderungen mit NIVEA-CREME einreiben. Nivea*Creme verstärkt die bräunende Wirkung der Sonnenstrahlen und vermindert die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes: sie allein enthält das hautpflegende Eucerit. Aber trocken muß Ihr Körper sein; Sie dürfen ihn niemals naß den Sonnenstrahlen aussetzen. Dosen M 0.20 bis 1.20 I Tuben aus reinem Zinn M 0.60 u 1.00 05010 7439D Lexikon, eine Kredenz. 7431D Gerichtsvollzieher in Sieben •V V v V C l Oammstr. 24 I, Telephon 239. obzugeben. 7429D HeyligensiaedlöLomp. Werfzeugmaschinenfabrik und Eisen- gießerei, Akttengesellschcifi. Von großem Fabrik-Geschäft wird per Mitte oder Ende (Sept, flotte Stenotypistin mit guter Schulbildung gesucht. Schr. Angebote U.7371D a.d.Gieß.Anzeiger. Plötzlich und unerwartet verstarb am Dienstag, den 14. August, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Schneidermeister Ludwig Röhrsheim im 63. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Aug. Röhrsheim Familie Heinr. Röhrsheim Ernst Röhrsheim und Frau Elisabethe Röhrsheim. Krofdorf, Burglengenfeld (Bayern), Lollar, 14. August 1928 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 17. August, nachmittags 4 Uhr statt Eine Anzahl gebrauchte kleinere Drehbänke bestens geeignet für Reparaturwerk, statten und Schlossereien, wegen Um« stellung zu besonders billigen Preisen Heute vormittag verschied nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes Töchterchen Gretel im fast vollendeten 5. Lebensjahre. Dr. Hans Häuf und Frau Friedel geb. Fiebig. Gießen (Großer Steinweg 13), den 16. August 1928. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. — Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 7 Freitag, den 17. August, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 23 dahier, zwangs- weise gegen Barzahlung: vier Warenschränke, 1 Bücherschrank, vier Nähmaschinen, 4 Schreibtische, 5 Sessel, 2 Diwans, einen Kaffenschrank, 3 Schreibmaschinen, einen Gasherd, eine Kommode, 4 Äüsetis, sechs Kartons Schokolade, eine Füllmaschine, 1 Gisschrank, 1 Mengtroa, ein Dferd, 2 Kastenwagen, IO1/, Dutzend tzandtuchsgebilbe, 3 Labentheken,! Schreib- labenkaffe, 5 Fahrräder, 1 Strickmaschine, 4 Kilo Dolle, 1 Friseur-Labeneinrichtung, 2 Waschtische mit Spiegel, 3 istaslerstühle, 1 Sofa, 1 Regulator, ein Äilb, 1 Wäscheschrank, 17 Lände ÄrockhausKonversations- i Btiöom IMerMalMk der Feinkost-, Lebens- und Genutzmittelbranche e. V. Sitz Dresden. Am Freitag, dem 17. August 1928, abends um 8.30 Uhr, hält Herr Chef- Dekorateur Georg Uhlig. Dresden, tm Hotel Schütz, Babnhofstrahe, einen Vortrag über das Thema: Der B.D.D. und Oie SnWlöet Welllen zu dem sämtliche Angestellte der Lebens- mitielbranche hiermit etngeladen stnd. (Eintritt frei! 05900 (Eintritt frei! 61» 1>ch «in« jortt. refiflt v«Dchl»tx»it eun|totn. b«- >u rmpl.Uin, -Ditjftbe bfftltiqt dl, fwutnnrrtnoiwitm. »o»iablrfl« tmb pritxiti Sut- erfität München. Tie ein lauernde» Meettier liegt da» je a- nilche Reich mit weit ausgespannten Macht- ormen — vom tatarischen Dolf bi» zur Sormofa- ürafte vor der chinesischen Äüfte. Seine stärkste etroHlinte zielt satt in der Verlängerung der Herzlandschatten des lanagestreckten, aber an der schmälsten Stelle nur 90 Kilometer breiten 3n|el- re.chs durch das 1905 gewonnene. 1909 einoer- Icibte Äorea a u s Mulden, die Hauptstadt der Südmandschurei Den ganzen Kaum, der diese Stadt durch den Erben T'chengtsoltns. Tschang- bfoeltang, nicht mit den harren Häm den des Vaters beherrscht, verbietet die japanische Politik den Heerführern des Iungchinesentums. den Inhabern der heute rechtmäßigen. schon von den Verelnigien Staaten Amerikas anerkannten Hauptstadt VankinL E« ist nicht der erste Griff ins Kontinentale, mit dem die am meisten Iranische Macht der Erde das Fortichreien der Kuomintang-Idee, des erneuerten, verjüngten republikanischen Ehina nach Horben hemmt, auf Japan» mandschurische Sonderstellung und Vorherrschaft zu. Früher einmal, von 1919 bi» 1923. hatte es in Hankau am Vangtse. im Industriegebiet, solche Schranken gezogen, barm 1926 in Scha ntung durch eine bli^schnelle Besehung der ehemals deutschen Bahn Tsingtau- Hinan hx. Diesen Schachzug wiederholte es 1928, unter Hürtgen folgen, vor denen Iungchtna dennoch zurückwich Und nun leat sich der Widerstand an Der letzten, wenn auch fadenscheinigen Aechtsfchranke vor, vorwärts de» Zwei-Milliarden-Wertes der südmandschurischen Bahn. @6 gab eine Zeit, wo dg» republikanische China freunbhdx Duldung und mancherlei Hilfe in Japan fand. Lunvutsen hatte viele japanische Freunde, auch Tschiangkaischek wußte sie zu finden: und als die Kuomintang in Kanton sich organisatorisch und militärisch die Mittel zu ■brem jähen Siegeszuge schuf, da waren eS freilich in erster Linie russische Berater, die ihr habet halfen, und Zuzug au» allen Ländern mit dem Leitwort .Revolutionäre aller Länder, vereinigt euch!" aber Japan hemmte den Dor- stost zum Vanalse nicht. Inzwischen ist ein kluges und vorsichtiges, die chinesische Frage mit fernöstlicher Gelassenheit behandelndes Kabinett in Japan einem scharf »upeifenben de» Barons Tanaka gewichen, und der fast in ein Gleichgewicht bei parlamentarischen Kräfte'Piel» auSgcgangene Erfolg der ersten Wahlen mit verbreitertem Wahlrecht weckte da» Gelüst nun durch eine Politik der starken Hand die Schwankenden heruberzu- rei&en. Co ist eine Haupttriebfeder der schärferen Tonart von Tokio au» in Mukden und Banking allerdings au» Gründen innerjapanischer Politik verständlich Aber auch äustere Umstände kamen, die Gefahr verstärkend, die Spannung steigernd, hinzu. Wichtig war, daß - trotz ihrer guten Information . die Schnelligkeit de» südchinesischen Vorgehens auf Tsinanfu die Javaner doch überraschte. Sie toixnlen gerade noch bi« Hemmungen zu Lande und zur See einlegen, damit bi« Mine nicht bis in die Mandschurei durchbrannte: aus den so her an la fiten Heber* cllungen entstanden die Zwischenfälle von Tsinanfu, vielleicht auch die Gelegenheit für da» sicher nicht von Japan au» angeregte Attentat, Dem Tschangtfolin zum Opfer fiel; zerbrach ja Doch mit ihm eines der wertvollsten Werkzeuge japanischer Bordpolitik in China. Aachdem durch Da» Eingreifen hx Tfinan der Vormarsch Tschian- kalschek» auf Peking zugunsten Feng» und Ben» verlangsamt war. und der offizielle Vertreter Äüdchina», sicher mit Hütendem Herzen, den alten Aeick^inittelpuntt dem Spiel feiner Rivalen überlassen muhte, taten diese einen gefährlichen Schritt weiter Sic wissen alle ganz genau wie der ganze chinesische Süden es weih, dasx €unhatfen noch sterbend seine Partei vor rinein Zusammcnstoh mit bewaffneter Hand mit Verschiedene Welten. Heifeeinörüife eines Schachmeisters. Don Richard Tteti. E» gibt in allen Ländern viele anscheinend neben- 'achliche Kleinigkeiten, aber fie bestimmten oft den ifinbrucf. (Einige davon will Ich hier aanz zu- 'ammenhanglo--. rote sie mir eben einfaUen, er- zählen. Spanien, da» Land der Rosengarten und Vrangenhaine. das Land der Alhambra und de» Prado, der Toreros — Aber vom spanischen Stiefelputzer habt ihr roohl noch nicht gehört? Und doch ist cs sicherlich der häufigste Beruf In Spanien. E» ist nicht ratsam, zu nahe an den Häusern vorbeizugehen, da einem oft plötzlich das Bein festgehalten wird. Denn man dinabblickt, so sicht man die Hand eines Stiesel- Putzer», der, ohne viel zu fragen, den Schuh mit Wichse, und überhaupt mit Beschlag belegt. Gerade- m unabwendbar tritt dies ein. wenn man in einem Kaffeehaus fitzt. Und kein Spanier wehrt sich. Denn mch der Aermste ist für einige Centimes gerne Kavalier und, mag auch seine Wäsche zerrissen sein, «'ine Stiesel sollen glänzen. Am Ende ist diese Stieselputzergeschichte nicht so nebensächlich, wie cs scheint. Der sie recht erfaßt. Dird den Spanier besonder» zu nehmen wisten. Ebenso wie glänzende Stiefel lieben die Spanier E die Latein-Amerikaner glänzende Titel. ~Le ^ofllchkeitranredc des Porlugieien, das deutsche ' "^re Eizellen;'. Als ich in einen ,raiillanifchen Schachklub kam, wurde mir jeder An- nefenDe als übampion vorgestellt. Der eine war ibampion eines Klubs, der zweite seiner Straße, im anderer Champion zweiter Kategorie seines -*U * bfi l'der Gelegenheit, bei jedem wird kein Name ohne den dazu- ccbDrigcn Titel genannt. Sprachlehrer oder Fechtmeister 2*tcl eines Professors dcr Sprach- Wissenschaft oder der Fechtkunst. Die kleinste Bretterbude. in welcher etiefcl geputzt werden, ist ein talon für Schuhreinigxmg. Für die meisten Männer ist das interestauteste Kapitel m jedem Lande die Frau. Denn du aber dem japanischen Aatirmalismus getrarnt hat - der nach feiner Meirxung die ganze Erneuerung Chinas und d.c Befreiung de» Ostens. ,a ganz Aliens, ge'ährden würde. Tschtankaifchek will diefer Warnung auch solge.i. so tief ihn die Demütigung vv". Tsinan das Verbot jeglicher Art von Seegefecht in der Aahe aller entscheidenden Punk c der nordchinesifchen Küste und zuletzt M Ginrüden» in die Mandschurei getrogen haben muh Aber Feng spielt nun mit diesem Feuer. Sehr wahrscheinlich nicht nur au» gekränkter Vaterland«liebe, fonixrn auch au» sehr viel wen gcr durchllch i zcn und reinlichen ®riin- den, vielleicht auch vo i Sowjetfreunden beraten. $ienn er weist natürlich, daß ein Zusam - menftoh mit den neu auf die Beine gebrachten und reoraanifierten Stveithräften von Mukdeii bei Iehol p'-cr an der mandschurischen Vlauer. irgendwo zwischen Liauhv und Dchanhaikwan. dem uralten Engpaß zwilchen dem eigentlichen E-Hina und Fengtien a.n Meere, den Zwischenfall mit Japan herbeiführen kann dem da» ohnehin geschmälerte, unterroüblte Ansehen dcr Ae- gierunn in Aanking nicht mehr gewachsen ist. Dam.t aber hätten die vielen geschworenen Feink-e von recht» und links wieder einmal den Sturz des einzigen Mannes in China erreicht, den sie beide mit Grund fürchten. des noch von Sundatsen persönlich auSgewählien. bis zu feinem Tod durch fein Vertrauen geehrten Schlang- taischek, den Moskau zuerst vergötterte und erhob, solange er nach russischer Pseise tanzte. unt> dann geschmäht imb geschändet Hal. als er merkte, dast die Öotojet bet ater eben nicht der ©ribftbeftimmung und Selbttbesreiung Chinas in erster Linie dienen wollten, sondern dein K l affe n k a m pl. der Verbreitung ihrer Ideologie, dem Cenintoort: .China im Brodeln zu erhalten !" Dieses .Brodeln" der Menschenmasse mit ihren 450 Millionen mit seinen unberechenbaren Einzelausl*rüchei'.. nicht nur in der Arbeiterbewegung in Kanton, der Bauernbewegung in Hunan und Hupe, bis vor die Tore von Schanghai. das ist c» auch, was die Stellung der Ae- gierung in Aanling f o unsicher macht — trotz allen grosten und schönen Programmen, an denen die Kuomintang immer reich war. Aber daneben steht r jüngste Stoßseufzer des Finanzminister- Sung. dast der Bürgerkrieg deS letzten Jahres, mit einem Tagesbedarf von 8 Millionen die Finanzen in vollständige Unordnung gebracht habe. Da mag für die Bein Buenos-Aires bist, Jo gehe keiner nach. Denn schon das bloste Nachgehen ist dort strafbar. Wenn sie die Hilfe eines Schutzmanns anruft, — du brauchst kein einziges Dort gesprochen zu haben — so muht du froh fein, wenn du mit fünfzig Pesos (ein argentinischer Peso gleich 1,70 Mark) Geldstrafe daoonkornmst. ,3n Budapest wäre man wohl sehr erstaunt zu hären, daß d,e dortigen neuen Verordnungen gar nicht neu sind, sondern nur ein unvollkommener Versuch, argentinische Sitten in Ungarn einju- führen. Noch charakteristischer: Ein Rosario lud mich und mehrere Mitglieder des dortigen Schachklubs ein, das Klavierspiel feiner 16jährigen Tochter zu bewundern. Zuerst wurden wir von der Frau de» Hauses und von dcr Tochter begnügt, dann aber verschwanden die Damen sofort. Nach kurzer Zeit erschien die zukünftige Klaoierkünstlerin wieder und begann zu spielen. Sofort nachher verschwand sie wieder, und wir — d. h. die Männer allein — gingen zu Tisch. Die Damen der Familie speisten in einem anderen Zimmer. Erst beim Abschied tauchten fie wieder auf und fragten besorgt, ob wir uns auch aut unterhalten hätten. Jedes Kafsehaus hat seinen salon para familiär für Damen, in welchen alleinstehende Männer keinen Zutritt haben. Männer mit Familie werden als ungefährlich hineingelasien. Sogar die studierende Frau kann dieses Vorurteil nicht durchbrechen. In der Universitöts- bibllothek von Buenos-Aires ist eine gesonderte Abteilung für Frauen, welche allerdings meist leer ist. Zu den alltäglichen Gesprächen der Reifenden gehört die Trinkgeldersrage. Auch dazu einen Beitrag. Moskau. Nach einem Abendessen bei Herrn N. Ich will dem Dienstmädchen einen Rudel geben. . Das soll ich damit tun", fragt sie erstaunt, „soll ich es Herrn R. übergeben?" Um das folgende zu würdigen, erinnere ich mich an den Typhus des alten L u. k. Generals. In Moskau teilte man mir mit. dah man mich in einer militärischen Institution — der Mittelsmann sprach zu schlecht deutsch, um mir das Wesen dieser Institution zu erklären — zu einer Schach- Beucrung von Ländern, die läng ft die gute Gewohnheit bei HteuernaHieferns abgelegt haben —, w.c Lzcchuan. Vünnan oder die brr. Ostprvomzen der Mandschurei die schönste Tberrie au^gcbedl werden. Dcr verwegenste Amerikaner ni.-rm! sie nicht mehr als Licherhe.: für eine noch so hoch verzinsliche von Dollar-Dtplv- mähe aeschützte Anleihe Und dennoch hat die der Aeg.erung von Aanking getan, als fte die ungleichen Verträge aufgab. und damit die Aan.inger Regierung anerkannte Aber das ist em Schachzug gegen Tokio einer gerate vor die englische Stellung hin. und zugleich cm .Hände weg von Aanking für die Sowjets? Es 'ind viele «Fliegen aul einmal, die von Kelloaas schwerer Hand vor ferner problematischen Europa re-. e zur Unterzeichnung des Kriegeächtungspaktes in dem Dreieck zwischen Tokio. Mulden und Aanling getroffen worden find Das war nur möglich, weil die Hand, die zuschlug, eben den Augenblick ganz frei wählen konnte: und weil Xotio sich durch feine Polltrt der starken Hwid der freien Hand in Shina gänzlich beuchen hatte Die Steilung von Aankina ist durch dielen Zwischengnsf der Vereinigten Staaten außerordentlich gestärkt worden. Ann ist die Frage, ob 'ich Schlang stark genug führt, dem Sinvruchsdrängen in die Mandschurei feiner Mit-Triumv.rn Feng und Den (dcr leichter in Schanli zu halten ifti Widerstand narr wie bäte C^clb ai Chinas Staatskassen, wird aber unter dielen Verhältnissen auch die Abrüstung der etwa zwei Millionen Soldaten fein, die, schlecht bezahlt und wenig in Zucht, oft von Otäubcm und plündernden Bauernbünden nicht zu unterscheiden, daS cmgeHich in der Seele friedlichste Land der Grde auf den Beinen hält. Ohne Abrüstung aber gibt es kein Geld aus den Länderkasfen. keine Anleihen für die Wiederherstellung der verlotterten Vifenbahnen, nur immer momentane Zwangsanleihen oder Aaubgriffe in die Zollkaffen. So werden sich Tokio und Aanling irgendwie vertragen oder auseinandersetzen müssen: und das Ergebnis braucht gar nicht der Schaden Muk- dens zu sein, sondern ist vielleicht der Beginn seine» Ausstiegs zum Mittelpunki eines werdenden Pufferstaats, in dem oder an dessen ‘Räubern sich Aanking und Tolio bk Waage halten von Da- shrngtvn überschatten Vorstellung verpslichtcn möchte. Zur festgesetzten Zeit holten mich zwei junge Offiziere im Auw ab. Ich wurde in ein großes Lokal geführt. An den Wänden hingen strategische Skizzen und Pläne. Meine Gegner waren durchwegs jugendliche, frische Menschen mit intelligenten Gesichtszügen. Später erfuhr ich erst, wo ich war. Es war der rote Generalstab, meine Gegner gehörten zu den Leitern der Sowjetarmee. Montevideo ist nicht nur eine Großstadt, sondern auch ein vielbesuchter Badeort mit mondänem Strandleben. Allerdings echt amerikanisch, genau eingeteilt. Zunächst kommt der billige, populäre Badeplatz. Weiter von der Stadt entfernt, der Strand des Mittelstandes, noch weiter der, wo das fafbionable Leben herrscht Und nach einstündiger Autofahrt gelangt man zum Suocriatio. zum Hotel Carrosco. Dies ist das eleganteste Hotel Südamerikas, in welchem es keine Einzelzimmer gibt, sondern nur prunkvoll ausgestattete Appartements. Hier wurde im Jahre 1922 ein südamerikanisches Schachturnier abgehasten. Alle Teilnehmer waren Gäste dieses Luxushotels. Der erste Preis des Tur- niers war 10(10 Pesos (ein uruguanifcher Peso gleich ein Dollar). Ein guter argentinischer Schachspieler. der aber doch in einem internationalen Schachturnier kaum hatte mittun können, wurde Sieger. Als ich einige Jahre später in Montevideo war, erzählte mir der Veranstalter dieses Turniers, daß er ursprünglich auch die europäischer. Meister einlaben wollte. Die Regierung hatte sich bereit erklärt, diese in einem Staatsschilfe abzuholcn. Aber schließlich tagte man sich, daß man doch den berühmten Schachmeistern Europas nicht zumuten könne, bei so bescheidenen Bedingungen an einem Turnier teilzunehmen. Zur selben Zeit — es war die mitteleuropäische Inflationszeit und die Tlchechoslowakei galt als hochvalutarisches Land — spielten diele selben berühmten Meister em Turnier in Teplitz-Schönau. Der erste Preis war 3000 TscheWen-Kronen, was damals zwar viele Millionen Mark, aber nur 85 Dollar waren. Ein Ozeandampfer strebt der südlichen Hemi- Iphäre zu. 3n der ersten Klasie nach dem Diner. Tarnen und Herren in Abendkleidung. Jazzmusik, moderne Tänze, Bein und Sekt. An einem Tisch, an dem hauptsächlich ältere Tarnen sitzen, wird bar- Dafür hat da» Reichsgesundheit^a.nt aber auch viel zu leisten. Es muß menfchl-.che und tierische Äranfbcikm ersericheir Statistiken über den Gesundheitszustand der Devöllerung aufstellen, ge- fetz^eberllche Maßnahmen vorichleaen Verwal- hin i#anorbnungen erlösten u.'d Gutachten erstatte . 31 r fr • rrftingtarb it nben iura*, tat bo«* Institut in Dahlem das aui einem v er Hektar großen Grundstück errichtet worden ist. Um zu verhindern daß sich die umwohnende Bevöltirung ober die Sva-iergängcr mit den Ichiecklichen Ärantbciten infizieren können deren Erreger in der Beriuchsvinstatt stet» vorhai-.den sind, ist der ganze Komplet von einem fünfzig Meter breiten Schutzgütte! umgeben, der mit Väumen bepflanzt ist: innerhalb dieser Umfriedung liegen die Stallungen, die Vaboratonen und Dienstwohnungen d.r bakteriologischen Abteilung. drei Geflügelhäufer. Proiozocnlabora- tonen mit Teichen und Aguarien sowie fünf Wohnhäuser Sine sehr große Zahl von Versuchstieren. Amber und Pferde. Allen. Kaninchen. Mcerschw.incheii. Aalten Maule und Hühner müfien dort jährlich zum Wohl der Menfchh.'it ihr Leben lallen. In einem riesigen Schuppen steht Käsig an Käfig und von den in mehreren Gtagen übereinander hausenden Aage- tirren werden an .Großkampftagen' zuweilen mehrere Hundert mit Krankheitöleimen geimpft. Dann beobachten die Aerzte sorgfältig jede Krankheitserscheinung. die sich an den Impflingen zeigt. Heilmittel werden erprobt, neue Medikamente in den modern eingerichteten Laboratorien, die das Haus vom Dach bi» zum Keller füllen, ersonnen der Gntwicklungsgang der Ba.zlllen. der Lpirochaeten und Protozoen genau verfolgt, ihre LcbenSbedingungen in den Bafterienfulturcn und im Tiervrper studiert. Daneben werden aber auch andere Schädlinge de» Körper», Gifte. Kalkstaub und andere gewerblich? Gefahren, wissenfchastlich untersucht und sachverständig be- kämpst Die Wände de» Treppenhausc» find mit Gemälden geschmückt, die an tionen in ferne Länder erinnern, von denen d.e Forschungsreise, die im Jahre 1906 unter der Leitung von Robert Koch nach Ostasrika sührte und der Erforschung der Schlafkrankheit diente, wohl die bekannteste ist. Ungeheuer groß ist da» Arbeitsgebiet, das in dem Dahlemer Institut seit der Eröffnung am 1. April 1906 beackert wurde Die wissenschast- lichen Arbeiten beschäftigten sich mit der Technik der Desinfektion, e» wurde in Dahlem feftgeflellt, auf welche Weise Bakterienkulturen mit der Post von einem wissenschaftlichen Institut zum andern verschickt werden dürfen — da» ist eine sehr verantwortungsvolle Lache, da eine beschädigte Scn- dung leicht zum Ausbruch einer gesährlichen Epidemie führen kann —, man überlegte in der Versuchsanstalt, wie Seeschiffe und Gisenbahnen bei Seuchengefahr zu behandeln sind, und die De- Icfrrten erforschten schNeßlich einzelne Seuchen, z. B. die LH vier a, an der in Deutschland im Jahre 1918 immerhin noch 18 Zivilpersonen starben. Da die Pest besonders von den SchiftSratten übertragen wird, wurde der AatteTwemichtung besondere Aufmerksamkeit geschenkt, und es besteht im Dahlemer Gebäude ein Pest labora- torium, das sofort alle Maßnahmen zum Erkennen und zur Dekampfung der Krankheit treffen fann, falls einmal durch irgendeinen unglücklichen Zufall ein Pestkranker nach Deutschland gelangen und irgendwo eine kleine Spidern le auffladem sollte Wehr wissenschaftliche» Interesse al» praktische Bedeutung hak das Lepralaboratorium, da an dieser Krankheit, die meist AuSsatz genormt wird und im Mittelalter auch in Deutschland als „Mieftlsuchf häufiger vorkam. während im Jahre 1925 in Deutschland nur zehn Leute an der Lepra erkrankt waren. Auch das Pockenznstifut ist infolge der Schutzimpfung heute in der Hauptsache nur noch eine wissenschaftliche Forschungsstättc: im Jahre 1925 zählte man in Deutschland 24 Kranke, von denen neun starben, während noch im Jahre 1871 von IV* Million Gekrankter 162 000 ihr Leben liehen. Der Triumph der Wissenschaft in der Pockenbekämpfung ist um so größer, qls der Erreger dieser furchtbaren Krankheit vorüber getuschctt, ob das Paar, das in Lissabon zu- gestiegen ist, auch tatsächlich richtig verheiratet ist. Kurz, inmitten der unendlichen Weite des Ozcans ist es gelungen, eine Stätte rnenfchltcher Kultur zu schaffen. In der Bar unterhalten sich einige Welten- bummlcr, wie man fie auf solchen Schissen immer findet, die nirgends ein f^eim haben und überall zuhause sind. Man tauscht Erinnerungen aus, über die Nachtlokale von Rio, über die Tollheiten bes dortigen Karnevals. Man bebatilert, ob es vorteilhafter fei, ein Haus in Buenos-Aires oder In Kapstadt zu erwerben, ob die Verpflegung auf deutschen ober französischen Dampfern besser sei, und man findet, daß die Erde lächerlich klein ist Vom Deck aus kann man den Sternenhimmel sehen, so klar, so groß, fo erhaben, daß es sich allein um dieses Anblicks willen verlohnen würde, eine Seereise zu machen. Aber niemand hat Zett, ihn ^u betrachten. Die Klänge des Charleston, die Schritte der Tanzenden, die Stimmen, die unter dem Einflüsse des Alkohols lauter werden, vermengen sich mit dem Stampfen der Maschine und dem Brausen des Meeres. Oer Andrang zum Hochschulstudium. Nach den Erhebungen an den wissenschaftlichen Hochschulen im Deutschen Reich im Sommersemester 1927 und im Wintersemester 1927,2M betrug die Gesamtzahl der immatrikulierten Studenten 203 093. Die Zahl der Studierenden überstieg in diesen beiden Semestern zum erstenmal die Ziffer 100000, und damit wird der noch immer sich verstärkende Andrang zum roissenschaftllchcn Stu- bium gekennzeichnet. Die Zunahme der Gesamt^ihl der Studierenden wird auf die starke Zunahme der Studierenden an den Unioerfitä- t e n zurückgeführt. Der Anteil der weiblichen Studierenden an der Gesamtzahl hat sich übrigens auch weiterhin verstärkt. Don den einzelnen Stu- dienfächern zeigen seit dem Sommersemester 1925 besonders starke und stetige Zunahme des Gesamt- beftanbes die Fächer, die auf die Lehrberufe oorbereiten. Nur in geringem Umfange hat das Studium der Rechts-, Staats- und D i r t • fchaftswiffenschaften ^genommen, während allgemein die technischen Fächer, mit Ausnahme des Baufachs, die Landwittfchaft und die Pharmazie abgenommen haberr. Oie Festung -er Mikrobenjäger. Künstlich gezüchtete Krankheiten. — Wie das ^eichsgesundheitsamt pest, Cholera, Aussah und Tuberkulose bekämpft. Von Or. Hugo Berliher. Don dcr Oefsentlichkeit unbeachtet, sorgt die Versuchsanstalt de» Reich»- gefundheitSamteSin Berlin-Dahlem dafür, daß dos deutsche Volk von schweren Epidemien verschont bleibt, älnser Mitarbeiter schildert hier anschaulich die Arbeitsweise deS Institut», das man nur unter Beachtung großer Vorsichtsmaßnahmen betreten darf. Ein großes, rotes, vierstöckiges Gebäude, daS wie eine Festung ausfieht und an der Vorderseite von hohen Maucttr und einem Sisengitter umgeben ist, zieht in Dahlem, nicht weit vom Berliner Botanischen Garten, die Blicke der Spaziergänger auf sich. Gelingt es, daS Gebäude zu betreten, so schlägt dem Besucher der charakteristische Krantcnhausgeruch entgegen. Ader dieses Institut dient nur mittelbar dazu, kranken Menschen Hilfe zu bringen; es ist die DersuchS- abteilung des ReichSgesundbeitS- a in te », und man könnte eS ein Seuchenla.zarett für Tiere nennen, da in dieser Forschungsstätte Mäuse, Ratten. Hunde. Kaninchen und Asien von furchtbaren Krankheiten, die künstlich In ihnen hervorgerufen worden sind, geheilt werden sollen. Dies« Tierversuche bereiten die Seuchenab- wehr vor. die daS ReichsgesundheitSamt für das ganze Deutsche Reich zu leiten hat. In den 52 Jahren, die das Amt dieser Pflicht genügt, hat es seine Arbeiten außerordentlich erweitett. Gs wurde im Jahre 1876 al» Kaiserliches Gesundheitsamt unter der Leitung von Struck gegründet und war zuerst sehr bescheiden in einer Mietwohnung in der Luisen strafte in Berlin unteraebracht. Damals hatieeS außer zwci tollen- fchaftttchen Mitgliedern nur noch v er Angestellte. Heute nimmt das AeichsgelundhcU:arnt nicht nur ein mächtiges Gebäude in der Klopstockstraße in Berlin in Anspruch, sondern besitzt auch umfangreiche Forschungsinstitute in der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Akademie sowie die Versuchsanstalt in Dahlem, und eS unterhält eine chemisch- hygienische, eine medizinische, eine tierärztliche und bakteriologische Abte, ung. Die tierärztlichen und bakteriologischen Forschungsinstitute sind in Dahlem untergebracht. Das ganze Amt zählte im Jahre 192v einschließlich der wissenschcht- lichen Mitglieder und aller Hilfsbeamten 120 Angestellte und hatte jährlich für seine lausenden Ausgaben 1,3 Millionen Mark zur Verfügung. löuf-g noch nicht einwanbirei erforscht rft. Beim Fleckfieb « r das in Deutschland ebenfalls fast gar nicht mehr vorkommt, konzentrierte sich die 'Eefäntpfuna auf di« AuSrotwng von Un- g#Mef«t, da aÄ Zwischenwirt der Keime vor alten Dingen di« Lau« in Frage kommt »ehr große Bebeutiurg hat für bad deutsche Boll und somit auch für die Versuch# an statt des A« chSgesundhei-tSamte« die Bekämpfung der Tuberkulose, bet der ün Laboratorium «in grober Unterschied zwischen der Binbertuberkulofe und der menschlichen Lungentuberkulose gemacht werben muh. 3n dem Institut wurde vor allen Dingen die Immunität von Binbern und di« Tötung der Bazillen durch Böntgenstrohlen gründlich studiert. Auf dem Gebiet der D « s ch l c ch t S- krankheiten nimmt Deutschland für sich den Bühm in Anspruch, dah int Iahr« 1905 der deutsche Forscher S ch a u d i n n die Spirochacta pallida «ntbedt hat. das Be.chsgesundheitsamt hat auch zur Einschränkung der Erkrankungen Gesetz« ausgearbeitet. Unterleibs- und Paratyphus. Ruhr. Dipbterie. Kopsgrippe. Malaria und die Schlafkrankheit sind in dem Forichungs- nstitut Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen. Aber auch Lebensmittel und Rauschgifte. Arzneien. Geheimmittrl und andere Ding« werden in Dahlem „unter die Lupe" genommen. Bekämpft wurde ferner der Milz- brand, der im Gewerbe durch Tierhäute verbreitet wird, di« Tollwut und die Maul- und Klauenseuche, die besonders in den Iahren 1920 und 1921 viele Opfer forderte, ohne dah man bei ihrer Abwehr große Erfolg« erzielen formte; zum Schuh der Tiere ging man ferner gegen di« Lungenseuche der Binder, die Bäud« der Pferde, die durch Vergasung mit Schwefelsäure wirksam bekämpft wird, sowie gegen den Dchweinerotlauf und die Schweinepest vor. deren Erreger ein bisher unsichtbar gebliebener Giftstoff ist und di« durch ein Heilserum wirksam bekämpft werden kann. Die Forscher der Versuchsanstalt müssen unsere Binder vor dem Texasfieber schützen, da« im Borden von dem gemeinen Holzbock übertragen wird, sie müssen den deutschen Lebens» mittelmaokt vor der Einfuhr kranken Fleische« sichern und sie haben also ein« unermeßlich große Arbeit zu leisten, um Menschenleben vor der Ansteckung zu bewahren und der deutschen Volkswirtschaft gewaltige Werte zu erhalten. Oberhessen. LanSirciS Gretzen. 3 Alten-Vuseck, 15. Aua. Einen sehr empfindlichen Verlust erlitt ein hiesiger Einwohner, der sich seit längerer Zeit gleichzeitig mit Hühner- und Hundereinzucht besaßt Um daS junge Geflügel vor den Bachsteilungen seiner vierbeinigen Kameraden besser zu schützen, hatte der Züchter in diesem Iahre das wertvolle Iungaeflügel einem abseits des Ortes wohnenden Bekannten in Obhut gegeben. Als dieser gestern morgen zur Fütterung schreiten wollte, mußte er zu seinem Schrecken die Feststellung machen, daß während der Bucht ein umherstreifender Hund in den Stall eingedrungen war und den ganzen Bestand. 42 Gtück wertvoll« Bebhuhn-Italiener, zerfleischt hatte. Watzenborn-Steinberg, 15. Aug. Vor kurzem entstand in der Bähe des Wohnhauses beim Haltepunkt Schifsenberg auf bis jetzt unaufgeklärte Weis« ein Brand. Den ganzen Umstanden nach ist aber dessen Entstehung allein auf auSgestotzene Funken der Lokomotive eine« schwer beladenen, kurz vorher vvrbeigefahre- t nen Güterzuges zurückzusühren. In der Bähe de- Wohnhauses und der Gtallgebäude ausbe- 7 wahrte Beiserwellen standen in Flammen und gefährdeten nicht nur die vorgenannten Gebäude m ernstlichster Weis«, sondern auch dos ganze angrenzend« Getreidefeld, da die Frucht noch auf dem Halm stand. Bur den, tatkräftigen, sofortigen Eingreifen der Beichsbahn bedien st «len Maid, Schienbein und B e ck e r ist es zu danken, dah ein ernstlicher Sachschaden, der wohl von der Reichsbahn zu tragen war, vennieden wurde. Die Biederkämpsung der Flammen geschah unter den schwierigsten Umständen, da das Wasser etwa 50 Meter weit geholt werden mußte. Eine Anerkennung seitens der Beichsbahndirektion wäre den Bediensteten für ihr umsichtiges Handeln zu wünschen. Becker wurde bereits durch sein« vorblldltchen Maßnahmen seinerzeit bei dem Dammrutsch am Ausgang des Waldes vor der Station Schiffenbera von der Beichsbahndirektion Frankfurt eine Geldbelohnung überwiesen, weil er, wie auch im vorgenannten Fall, ernstlichen Schaden hatte verhüten helfen. ch Li ch, 15.August. Der Turnverein 1860 beging am Sonntag sein diesjähriges Abturnen und verband damit die Feier feines 68. Stiftungsfestes. Ani Sortntagmorflen um 8 Uhr begann das Wetturnen der Dereinsinitglieder. Die Kampfrichter waren ältere, erfahrene Mitglieder des Vereins. Sonntagnachmittag 3 Uhr bewegte sich unter Dorantritt der Kapelle der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und unter Beteiligung samt kicher Vereine der Stadt Lich ein stattlicher Festzug durch die Straßen unsere» Städtchens zur Turnhalle. Beim bann stattfindenden Schauturnen maßen Turner. Zöglinge und Turnerinnen ihre Kräfte und ernteten für die schönen Darbietungen reichen Beifall. Am Abend fand in den weiten Räumen Der Turnhalle üblicher Tanz und die Preisverteilung statt. Der erste Vorsitzende, Reinhard Zimmer, sprach herzliche Begrüßung»- wor,c und dankte allen, die zum outen Gelingen ber Feier beigetragen hatten. Die Preisverteilung, von Obcrtumroart Lehrer Schön vorgenommen, hatte nachstehende» Ergebnis: (Von den einzelnen -stufen sind immer nur di« fünf ersten Sieger genannt) AktioeT urner 1. Heinr. Doti. 206 Punkte. 2 Karl Volz, 195; 3. Fritz Hermann, 166. 4. Eduard Volk, 159; 5. Karl Korndörfer. 155 P. Jugend-Turner (Oberstufe) : 1. Walter Weigel, 119 Punkte; 2. Wilhelm Junker, 102; 3. (Jrtxün Keck. 95; 4. Alb. Stimmermann und Karl Steucrnagel, |c 92; 5. Wilh. Menges. 90 Punkte. Iuyend-Turner (Unterstufe): 1. Heinr. Schäfer, 97 Punkte; 2. Karl Radetzkl), 85; 3. Germann Rau. 84; 4. Karl Bolz, 72; 5. Wilh. Stark. 68 Punkte. Turnerinnen : 1. Hude Pappe 142 Punkte; 2. Wilhelmine Wal.,. 130; 3. Halene Zimmer, 124: 4. Gretel Keller. 112: 5. Gerda Kaiser. 111 Punkte. Turnerinnen (Unter- stufe): 1. Gertrud Zimmer. 101 Punkte; 2. Elisabeth Menge». 88; 3. Marie Zimmer, 17 Punkte T OberBessingen, 15. Aug. Der - <- Ti r r L i ch der ÄriegerfamerabfAart Hassia hielt am Sonntag in unserem Drift großer Beteiligung der Kameraden aus dem Bezirk Neue Entscheidungen aus dem Gebiete des Krastsahrzeugverkehrs. Di« Zahl der Kraftfahrzeuge nimmt ständig zu. und damit wächst naturgemäß auch die Zahl der Unfälle und der Verstöße gegen die bestehenden Vorschriften. Es dürste daher im allgemeinen Interestc gelegen fein, einige in der letzten Zett ergangene hocbstrichterliche Entscheidungen auf dem Gebiet des Verkehrsrechts. die in der .Deutschen Bichterzeitung" veröstentlicht worden sind, kennenzulernen. verlassen der bisher verfolgten Fahrtrichtung, veränderte Fahrtrichtung bei Gabelung der Straße. Feslslellung de» Hauptverkehrswegs. Bach § 21e der Kraftfahrzeug-^«rkehrSorb- nung ist bei Verlassen der bisher verfolgten Fahrtrichtung triefe Abficht durch wagerechtes Hallen des Armes in der Bichtung des Wechsels rechtzeitig zu erkennenzuqcben. Die bisherig« Fahrtrichtung wird verlassen, wenn das Fahrzeug von einem Fahrweg auf einen anderen abbiegt. Das Bayerische Oberste Landesgericht hat nun vor kurzem entschieden, wie sich der Fahrer zu verhalten hat. wenn sich die Fahrstraße in mehrere Telle gabelt Daber ist zunächst zu prüfen, welche der so entstandenen neuen Straßen di« Fortsetzung her Hauptstraße ist und deren Bichtung beibehält. und bei Weichei' von ihnen das Einbiegen als Abweichung von der bisherigen Fahrtrichtung zu erachten tft. Im ersten Fall können die Boriichtsmaftregeln unterbleiben, int zweiten nicht Darnach hat das Gericht festzu- stellen. welche der entstandenen Straßen hie Fort- fetjung der Hauptstraße ist, weiterhin, ob ber Führer etwa alS Einheimischer ober als erfahrener Führer btes hätte erkennen müssen unb können. Kann eine solche Feststellung nicht «inwanbsrei getroffen werben, so liegt ein strafbares Unterlassen ber im Gesetz bestimmten Vorsichtsmaßregeln nicht vor. Beleuchtung der Kraftfahrzeuge an erlenchleten Orten. Müssen Kraftfahrzeuge, die auf öffentlicher Straße stehen, auch dann beleuchtet werden, wenn sie selbst durch eine fremde Lichtquelle beleuchtet werden? Bach einer Entscheidung deS Kammergerichts in Berlin ist das Verlangen nach eigener Beleuchtung selbst bei einem in hellem Licht großstädtischer Straßenbeleuchtung stehenden Fahrzeuge nicht in jedem Fall für sinnlos erachtet worben. Entscheidend ist, ob die fremde Beleuchtung die seitliche und rückwärtige Begrenzung des Fahrzeuges erkennen läßt. Das wirb auf Straften, die beiderseits durch Schaufenster hell erleuchtet sind, vor hell erleuchtetem Eingang von Lokalen, insbesondere aber auf Parkplätzen, ber Fall fein, wenn bie Wagen sich aneinander anschließen unb burch bie Beleuchtung einiger Fahrzeuge bie Begrenzung dazwischen- stehenber genügenb gekennzeichnet tft. Grundsätzlich i st aber an ber eigenen Beleuchtung festz uh alten. Verursachung von Geräusch unb Rauch. Bach bem Gesetz wird jetzt eine solch« Bauart des Kraftfahrzeugs verlangt, daft jede (nicht, wie früher, jede vermeidbare) Belästigung durch Geräusch« unb Bauch bei sachgemäßer Behandlung unb Bebienung ausgeschlossen ist. Darnach ist ber Führer dafür verantwortlich, daft eine Belästigung von Personen burchGe- räusche unb Bauch in keinem Fall eintritt. Damit ist schlechthin unter Strafe gesteift, ein Fahrzeug zu benutzen. daS beläftigenbe Geräusche unb Bauch verursacht, ober beispielsweise. wenn die Belästigung burch Geräusche nur beim Sinschatten eines anderen Ganges eintritt, während der Benutzung auf öffentlicher Strafte einen anderen Gang cinzuschalten. Eine Berufung darauf, daft daS Fahrzeug polizeilich zu- getafTen, ober daß nach bem Stand der Technik Der Mangel nicht zu verhindern fei, oder baß dem Führer eine unsachgemäße Behandlung und Bedienung nicht nachgewicsen werden könne und das verwendete Od nicht zu beanstanden fei ist nicht angängig und schließt ein schuldhaftes Verhaften nicht auS. Diese Entscheidungen des Kammergerichts in Berlin und des Oberlcmbesgerichts in Dresden dürften namentlich für Motorradfahrer von der größten Bedeutung fein. verhalten bei Blenden durch Scheinwerfer. Ein Kraftwagensührer fuhr mit feinem Dagen mit ungefähr 20 Kilometer Stundengeschwindig- keit auf der Landstraße soweit rechts, als es nach der Oerti icftf eit möglich war Er blendete beim Entgegenkommen eines hellerleuchteten Post- autos vorschriftsmäßig ab unb beschloß, als er durch baS Helle Licht dieses Autos geblendet wurde, sofort zu haften und zu diesem Zwecke den Gang herauszunehmen. Während er damit noch beschäftigt war, Rieft er mit einem in seiner Fahrtrichtung etwa 2 Meter vom rechten Bordstein entfernt stehenden Handwagen den weder er. noch sein neben ihm sitzender Begleiter vorher bemerkt hatte, zusammen. Hierdurch wurde eine neben dem Handwagen stehende Frau getötet. Der Führer wurde in den Vorinstanzen freige- sprvchen. weil diese als erwiesen annahmen. seine Geschwindigkeit sei vor dem Zusammenstoß nur sehr gering gewesen, er hab« etwa 100 Meter vor der Unfall ftellc Hup«nzcich«n gegeben, die bte Getötete gehört haben müsse, er habe den Handwagen offenbar nur deshalb nicht gesehen, weil er durch die Lichter des PostautoS geblendet worben sei unb weil er alle ihm obliegenden Pflichten erfüllt unb den Tod der Frau nicht durch Fahrläsflgkeit verursacht habe. Das Beichs- gericht hat jedoch bas freisprechende Erkenntnis auf gehoben, well dessen Begründung nicht ausreiche, ein Verschulden bei Fahrers zweifelsfrei auszuschlieft en. ES müsse noch geprüft werden, ob bet Fahrer nicht verpflichtet gewesen sei. seinen Wagen durch Benutzung ber Fußbremse sofort xum Stehen zu bringen unb ob er nicht schon in dem Zeitpunkt, in dem er des hell erleuchteten Postautos ansichtig würbe, mit ber Möglichkeit hätte rechnen müssen, baß er bei bellen Bäherlommen fo vollständig geblendet werden konnte, daft er nichts mehr sehen konnte, und ob er dann nicht verpflichtet gewesen wäre, schon in jenem Zeitpunkte feine Geschwindigkeit noch mehr herabzusetzen. ober gar seinen Wagen anzuhatten, bis bas Postauto Dorübergefaprcn war. In dieser Beziehung sei darauf hingewiesen, daft § 18 Abs. 2 der Verordnung vom 15 März 1923 bzw. 18. April 1924 in der Fassung vom 5. Dezember 1925 vorschreibt, daft bei behindertem Ueberblick über bie Fahrbahn so langsam zu fahren ist, daß das Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Stehen gebracht toerben kann. Wirb die V e Hinderung des Ueberblickes zur V e r - Hinderung, fo wird da# völlige Anhalten $ur notwendigen Folge. Die Blendung durch Scheinwerfer ist häuftg so stark, haft sie auch bei noch beträchtlicher Entfernung ber Scheinwerfer die Sicht völlig aus schließt. Daß aber auf der Strafte Menschen. Gefährte ufto. sich in ber Fahrbahn befinden, -enuft bet Kraftwagen sichrer als wahrscheinlich unbedingt im Bereich feiner Erwägungen haben. Wer bei dieser Sachlage weiter fährt, fährt gleichsam mit geschlossenen Augen auf offener Strafte. Deshalb ist bie Frage darnach durchaus gerechtfertigt. ob nicht im Hinblick auf bie so erhebliche Gefahr ein völliges An- halten des Kraftwagens geböten ist. (3urift. Wochenschrift 1927. E. 30. 53.) ---;--------------f------- ------ ■ -.......- - Lich sein diesjähriges B e z i r k s s ch i e ß e n ab. Dank der vortrefflichen Leitung durch den ersten Vorsitzenden des Bezirks Lich. Tierarzt Dr. Wal- t e r (Lich), und der Mitarbeit der Kameraden von Ober-Bessingen nahm dieVeranstaltung einen glanzenden Verlauf. Das Schießen wurde eröffnet mit einer kernigen Ansprache des Bezirksvorsitzenden, Tierarzt Dr. Walter (Lich). In das Hoch auf das deutsche Vaterland stimmten die Zuhörer begeistert ein. Zu beni_6d)ieften hatten die einzelnen Verein« ihre besten -schützen entsandt, so daß die Leistungen ganz ausgezeichnet waren. Von jedem Schützen durf- ten vier Schuß auf die Zwölserrinqscheib« abgegeben werden. Insgesamt konnten 30 Kameraden Preise erringen. Nachstehend folgen die fünf ersten Sieger: 1. Preis Heinrich Launsbach (Hattenrod). 2. Bürgermeister Georg Steuernagel (Rieder-Bessingen), •3. Karl Muller (Birklar), 4. Ludwig Rinker (Ron- nenroth), 5. August Rinker (Ober-Bejsingen). Sieger aus der Hassia-Ehrenscheibe wurde Sntttermeifter Walter von Ober-Bessingen. 'Auch wurden noch zwei weitere Ehrenscheiben ausgeschossen, die der Bezirks- norsitzende Dr. Walter (Lich) gestiftet batte. Am Schluß der Veranstaltung ergriff noch einmal der Bczirksvorsitzenbe das Wort, dabei auf die Beden- tung de» Tage» aufmerksam machend. Sein Hoch galt der Krieger.'ameradschaft Hassia. Mit dem Deutschlandlied endigte die mohlgelungene Feier. Al» Ort für das nächste Kriegerfest de» Bezirks Lich soll die Stadt Lich bestimmt werden, dagegen ist als Ort für Vas Bezirksschießen im Jahre 1929 M u . fchenheim in Aussicht gestellt. tfrciö Kricvbcrg. WSA. Butzbach, 15. Aug. Gestern ereignete sich auf dem zu dem Meguin-Werk gehörigen Ziegel eibetrieb ein f chwerer Unfall. Der Arbeiter Wilhelm Lechens aus Sambach würbe von nachrutschenber Erb« verschüttet. Es gelang rasch, ihn aus ferner gefährlichen Lage zu befreien, feine Aufnahme ins Krankenhaus erwies sich inbefftn als notwendig. Dort ist er an den schweren inneren Verletzungen gestorben — Der 2lrbeiter Jung von Hoch- Weite l würbe auf bem Heimweg von feinet Arbeitsstätte im Bieber-Deifelcr Wald von einem Auto überfahren unb schwer verletzt. Der Befund läßt bie Annahme zu, haft bte Insassen bes Autos den schwerverletzten Mann noch bem Straßengraben geschleppt unb dort fernem Schicksal Überla ff en haben Iung liegt bewußtlos im Krmrkenhau» in Bieber- Weisel. Es erscheint fraglich, ob er mit bem Leben baöontommt. I Steinfurth 15. August. Im Jahre 1900 lva> hier bas lewe Heidenmisßoiwtest. Run soll am 19. b. M da» Dekanat» m lssionsfe st hier ftattfinben. Vormittags ift Kmberkirche. nachmittags mn 2 Ubr ift der Festgottesdienst. Nm .8.48 Uhr ist eine Nachversammlung. Es werden sprechen Missionar Laut (Frankfurt o. M.), Mifsionar S ch ä - fer (Hausen), Prof. Werner (Friedberg) nls Vorsitzender des Detauatsmissionsvereins u. a. Es ift zu hoffen, dah das Fest aus den Gemeinden des Dekanats gut besucht wird. WSB. Vilbel, 15. Aug. Beim Verladen von Wasser bes Hasiia-Sprudels zerplatzte ein« Flasch«. Die Glassplitter drangen bem Arbeiter Georg Kreiling ins Auge, bas nach Ginlieferung bes Verunglückten ins Friedberger Krankenhaus entfernt werben mufttc. KrciS Büdingen. ck Au» bem oberen Aibda tal, 15. Aug. Aach Tkenbigung ber letzten Heuernte die wider Erwarten ganz vorzüglich auSftel, setzte auf den Stationen ber Bay Nr nie Schotten Aidba ein lebhafter Hcuverfand em. Man fetzte damals, auf eine eimgennaften befriedigend« Grummeternle hoffend, größere Mengen Heu ab. um Geldmittel in di« Hand zu bekommen. Aun sind aber die Aussichten auf einen nur mittleren Grummetertrag längst geschwunden, beim unser Tal ift in den letzten Wochen ganz besonders niederschlagsarm gewesen, und nur die Tolwiesen zeigen einen schönen GraS- wuchS. während die Bergwiesen nur ganz vereinzelt stehende, hartftengelige Pflanzen tragen, die ein Mernten kaum lohnen werden. Dieser Umstand unb der immer mehr hervortretende Drünsuttermangel, der zum Verfüttern von größeren Mengen Heu unb zum AuSsüttern von Grummctwiesen zwingt, haben den Absatz von Heu. der vielfach bie Grenzen des für die Wirtschaft Erträglichen überschritten hat, völlig zum Stillstand gebracht. Kreis Schotten. lb. Schotten. 15. Aug. Der sich in unterer Gegend auf Grablänbern unb Ackerst reifen beschränkend« Anbau von Frühkartoffeln wirft in diesem Iahre infolge lang anhaltender Trockenheit nur geringe Erträge ab. Arn besten bat sich noch die .OdenWälder Blaue" gehalten. bte alle anderen Sorten weit überragt, da ihr rasches Wachstum noch in ber Zett vor Beginn ber Trockenheit erfolgte Da sich hier viel .leichtes" Ackerland findet, rechnet man auch mtt emem geringen Ergeonill« der Spätkarwsfeln. 1 Gebern, 15. Aug. Seinerzeit bat bte kürst- lichc Standes Herrschaft den Platz, aus dem baS Kriegerdenkmal errichtet würbe, kostenlos zur Verfügung gestellt. In Kürze soll nun bie geridjtlid* Ueberichrribung nicht nur dieses Plaines, sondern auch deS daran sich anschließenden Geländes erfolgen. Später sollen eventuell hier weitere gärtnerisch« Anlagen geschallen werden. § Ulrichstein. 15. August. Zahlreich« Männer aus unserer Gegend verfallen in diesen Tagen wieder die Heimat für mehrere Mona t«. um sich in der Fremde, vor allem In der Wetterau. als HllfSarbefter an der Dreschmaschine ihr Brot zu verdcenen. Die meisten von ihnen kehren erst bei Beginn des Winters hierher zurück. - Die Ohmstraß« ist bem Ver- fehr nun wieder übergeben und dank wiederholter. gründlicher Teerung in einem ausge - zeichneten Zu stanb Um so schlimmer fkib leider bie kleineren Seitenstraßen zugerichtet, die seither die Hcn^tlast deS Verkehrs zu tragen hatten, tote z. B. die nach Stumpertenrod, aber aud) die große Strecke Sch-otte,-.--Lauterbach. Die außergewrhi'ttche Tuxfenheit ber letzten Wochen hat noch stark mrtgeholfen, den Steaftcnannth cruszulvckern. aus dem eine Unmasse von Steinen sich losgelöst hat. — Selbst ün Oberto a 1 ö macht ftch die T r o d e n h e 11 bemerkbar. Die Bäche zeigen sehr niedrigen Dalleriumd. die flcincren Wasserläufe find aanz versiegt. DaS Bett der Ohm ist zwischen hier und Ober-Seibert emob vollständig auSgetrocknet KrciS AlSfcld. --er. Homberg a. d. Ohm, LL Aug. Bet dem in ber vergangenen Woche m Bomrob statt- gehabten KretSmetsterfchaftSschieften konnte unsere Schützengilde einen weiteren schönen Erfolg für sich buchen Trotz schatter Konkurrenz errang sie im Monnschaftsschteften der Klaks« l mit 629 Bingen die Kreismeister- schäft. Die siegreiche Mannschaft ft and in der Besetzung: Becker. Daniel. Goßfelber. Friedrich. Schmitz. HanS, Seipp, Budoss und Forstmeister Wagner. AIS Kreismeistcr ist die Mannschaft berechtigt, an dem demnächst in HoraS bei Fulda statt findenden BezirkSmeisterschaftSschteßen teilzunehmcn. unb eS ist auch hier ein ehrenvolles Abkchneiden zu erwarten. — Der heute hier abgehaltene Schweinemarkt war mit 367 Stück Ferkeln befahren. Für 5—6 Wochen alte Ferkel wurden 15—18 Mk. je Kopf bezahir. ältere Tiere erzielten 18-22 Mk. Doch hatten sich wegen der noch herrschenden Erntearbeiten nur wenig Käufer eingefunden, fo daß etwas Ueberstand verblieb. Im allgemeinen ist um diese Zeit die Bachfrage nach jungen Ferkeln sehr gering. Starkenburg. WSA. W i r h a u s« n . 15. Qlug. In der Bähe bes BahnhofS Wifhausen. auf der Frankfurter Strafte, erc-gnete sich gestern gegen Abend ein s chwe res U n g l ü ck. Die in den 40er Iahren stehende Landwirtin Benz von hier war im Begriff. mit einem Schubkarren noch einmal ins Feld au fahren. Plötzlich wurde sie von einem nach Frankfurt fahrenden Motorradfahrer überrannt. Durch daS Aummernschilb bes Motorrades wurde her Frau der Körper vom Knie an bis in den Unterleib aufgerif- f«n. Außerdem trug sie noch schwere Verletzungen am Kopf davon Während die Frau nach bem StabtkrankenhauS Darmstadt überführt wurde, trat bereit# ber T ob ein. Preußen. Kreis Wetzlar. 0 Mus bem Kleebachtal, 15. Aug. Durch baS anhaltend« trockene Wetter formte ein großer Teil ber Bvggen - unb Haferernte bereits einaefahren werben. In verschiedenen Gemeinden bes Kleebachtales Hot seit einigen Tagen die Dreschmaschine ihre Tätigkeit schon begonnen. (p Lützellinden, 15. Aug. Der ®c- m einher at genehmigte in seiner ningsten Siöung den Antrag der hiesigen Gastwirte auf Abhaltung deS diesjährigen Kirchweihfestes am 19. und 20. August. Der Gastwiet Friedrich Iung kann in Derbinbung mit dem Kirchweihfeste baS 30jährige Beßehen seiner Gastwirtschaft feiern E b e r s a ö n S . 15 Aug. Der G e - ineinderat oeschästigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit ber '"Beratung bes Haushaltsplans für bas Rechnungsjahr 1928 Hierbei wurde u. a. folgende# beschlossen: Arn Hochbehälter der IDaffedeitung soll ein« zweite Wasserkammer nach dem vom Kreisbauamt in Wetzlar ausgestellten Kostenanschlag hergestellt werden. Bei bem Schulgebäude soll eine neue Abvrtankaqe hergestellt. autzeidem sollen das Schulhausbach umgedeckt und der Schulhof neu gepflastert werden. Die OriSstraße, die sich zum Teil in einem sehr schlechten Zustand« befindet, wird hon der Schule bis zur Abzweiguna der Strafte nach Oberkleen neu gedeckt unb bie Binnen beiderseits neu gepflastert, die „Schuster- gaffrf* erhält Kleinpflaster. Ueber alle Arbeiten hat daS KreiSamt Wetzlar Kostenanschläge ausgestellt. nach denen die Ausführung im Frühjahr nächsten Iahre erfolgen soll. F v r t b 11 - dungsschulunterricht soll mit Bücksicht auf bte geringe Schülerzayl im nächsten Winter nicht gehalten werden. Zur Deckung der laufenden (Seineinbcbebürfniffc foll auf bte staatliche Steuer vom Grundvermögen sowie auf die H«- toer6eertrag- und Kapitalsteuer wie im abgelaufenen BechnungSjahre ein Zuschlag von 125 Prozent erhoben werden. Tillkrci». Lpb. Dillenburg, 15. Aug. Auf einer A e • r i c n f a b r t begriffen, fachem, I Deiwewerbr Äron .W s August. ft gestern •12 ft, W etnem j)( Imme ßi< dW erim SesSiev K.au nach unten ne« 3U( gfafc: > t-.nun geurf' Dindgeschwi! auf inen fä Mutzen M n ”^*<- 8« S1' *»’ V’fdÜ- ch M' . ’r, l6W *J? ubolf m tT '"»»L & ”£e markt ter M-r°4« ?n «ntttMfctim • 1° M «m meinen t| « jungen Mrii tz. l der Mt« gegen 3M n öm Wtr 3^ hier lvar in fr- ntri titawi -ni * Vit Wk tmre toitaMa^ter tummenildya M iu bei Störte rieib aulgtri1- schwer« Heri*r- nb die fei ncch msiabk übedfibr* IM. L ir. /, 15. tug. 2nn» formte ein gr*r ifttetnt« be- \eü emgw Iw* tätigtet sch« of 3ug. Der ®e in feiner nmgßf gen Qtoftoirt? auf >n .stir»wttb- juft. Der Mhxrt i QkrbirZhmg *rf rige »Mm 1* ÄT^* üj» Der » f in feiner tungHen I Hau-haU«' jt 1928. hittbe- Vcn: 1« |oU eine P*1 f , qreiibau4mt « Schlag herge-eM Le fofi toc neue erdrm sollen ns der öchM trofic die sich M Manbe MinM; MS LLS *”Ä5 w’S> ft «t? V,djl ’°n X »faxtet i "fS lausen- ho«’* ,*2 bi« *- S?«: Don 1»^"" nletbti Msard«^ et*!älU9S JÄj B , *# cxiu^L eben. M»Ä »’ffije «sK. von •jet’* iMiibel« verliehen, ben übrigens hie Stabt 5ran!- turt a-TK ddc »efrrercn Jahren für nicht trentger al» «ine ß^f- Million Ittad erwerben und nach finmf'utt teilen wollle Denn das aufftrebende Albet heute auch mchc n>enioer al8 18 oHtneral- WfkrbruniwM und 50 bi8 03 Sprudei Händler und ,D«i ÄoVewfÄurea'. rtc yiftlL was immerhin einen »tdenklich« Aufschwung der Mineralwaller-In- bustrte barttaflt Io empfindet die Mehrheit tvr HHbe'.er Mtner^kwasser-Zntercllenteu dcxp biefcn zugunsten einer emje.nen Quelle ausgesprochenen Qnel l schu » als eine unberechtfateHem- niunq tn der wtrtfck) Etlichen Gnttvicksung tee*H GeD«rbs-we- je» Tc c Auffassung lieg' einer Hingabe nigninbe welche von der Mehrheit der Mlbeler M mer^U wa" er-Znlevrtf viten an uw ®*» ■etabet-ernxrftung gerichtet wurde, und worin im Hinblick aut die ganz ungenLiende Tterwertung der reichen TttBeU-r Veden Läge die Aushebung tH Quellschuyes verlangt wird. Man darf gespannt lein, welche Haltung daS Hessische Berganit gegenüber Meier ^ortkrung etmrtmmi Turnen, Sport und Spiel. Die Oiehener Iungflieger in der Htön. Wi« erinnerlich, hat die Iugendaruppe des Diehener Vereins für Luftfahrt genau nach den Plänen des aus der Rhön Ion- Rru.eiten Lchulslugzeugos ..Zögling' ein < i fl e - ne* Flugzeug gebaut, auf dem dre Mitglieder der Gruppe vor wenigen Monaten auf einem geeigneten Gelände bei Marburg die erste Vegelf lug-Prüfung, bestehend in einem geraden Gleitflug von einer halben Minute Dauer, ab- gelegt haben Jetzt hnb sechs Mitglieder der Gruppe m t dem Flugzeug aus der 2D affe r- kuppe gewesen und haben an dem 6 e g e 1 - flug - De ttbew« rb te.laenommen. soweit dies der Eharakter des nut für die erste Schulung heft'.mmfen leicht« Flugzeuges und die Wtndlage gestatteten. Flugzeuge dieser einfachen Bauart bürten nur bei Minden bis zu 8 Meter 2Dtr.bti*.'d)-j'er..i „ igegebenen an- Deren .sicheren Kennzeichen f.ii giitige Pilze ift sicher bie Merkmale sind oft falsch manche passen aut efibace wie auch auf giftige, die meisten reichen zur Bestimmung der giftigen nicht hin. Hierzu gehört auch bie leider allzuoft vertretene Meinung, von Tieren irgendwelcher Art benagte oder angelrcllcnc Pilze seien unschädlich' viele Schnecken. Ääfer unb andere Tiere fressen gerade an für Menschen äufterft giftige Pilzen. Dringend must geraten sein, sich zuerst nur an einige wenige Arten zu halten. erst wenn man sicher genug geworden ist. mag man mehr avwcchsein Darum vorerst einmal die Pilze, bie eine lierwcchslung mit giftigen Doppelgängern gar nicht zulassen ober doch sehr in Frage stellen: Morcheln. Ctäublingc, Äeulen-Stachelpi'/e Porlinge. Mooslinge. Eierpilze. Röhrimge. TÄaii lehe aber daraus, dast alle diese nicht zu alt. nicht zu reif sind unb ganz besonders achte man darauf, dast sie nicht zu lange liegen vor dem endgültigen Gebrauch. Der hohe Dasier- und Giweistgehalt der Pilz ruft bald chemische Umsetzun,?cn im inenichlichen Darmkanal hervor, besonders bei Leuten mit empsindsichern Magen, die mitunter den Pilzvergiftungen ganz ähnlich sehen, obwohl nur eftbare Pilze zubeveitet waren. Also immer- hm vorsichtiger unb spart amer. m ästiger Genu st von nur ordnung-mastig geernteten unb gut zu- bereiteten Pilzen Länger als 24 Stunden dürfen Pilz« auf keinen Fall liegen, sie zeigen bas allerdings auch schon durch reichlichen Berwe- sungsgeruch cm. Die Reisezeit der Pilze ist saft nur von der jeweiligen Witterung abhängig und foarit iahrau», jahrein eine anbeee. Ma i la nmdt aber am heben immer die. bie zur Zeit gerade stark in der Gegend vorhanden hnb. weil sie bald leicht erlannt unb von ihren gefährlich« Doppelgängern getrennt werden Bauen, bi?, dctc grrften Abfall, ti 4> unb billig zrzdeleitet aber auch eventuell gut rrrfauft werden können. Rach d.eien Blickpunkten sinb wieder dieselben fast wie oben zu nennen, und zwar an beionberen vor allem Morchel. Xrüffel. Bofist. Äeulenpilz. Ha- tsichtsstilz. Cflnrnd- und Schtertetporting. Merpilz. Schö-.er Ringröbrting. Reizker. Moosltng. Hallimasch und einige andere. Die hierbei mche genannten Steinpilz und Gbanutfinon sinb tie besten Pilze, aber bet unsicherer Äc xntnie unb gewisier Gle-.chgütttatLit auch btc gefährlichsten, weil sie gar zu leist mit Satans- und Änollenblätterpilz verwechselt werden können unb d.shalb nur mit größter Sorgfalt grta:mneti werden müllen. Der einzige alter eftbaren Pilze, der wohl keinen Doppelgänger hat. mit dem er verwechselt werden könnte, ist der gutbekannte Pfifferlinfl ober ®ier- pilz Die ® r n te der Pilze in Wald und Wiele gehe auf die Art vor sich, baft man btc Pilz« nicht ausrrlfte oder abschneide. sondern einfach ausdrehr Der Pilzstiel ist an der Ansatzstelle an bem im Boden ruhenden Pilz gefleckt «Mycel. bas nicht verletzt werken bart, wenn der Pilz toettcr- gebeiften soll» leicht zugelpitzt, so dast er sich le.cht ausdrelxn läftt Beim Ablchneiden Iflftt der nicht ganz Kundige ollzuleichs ein gröfteres Stiel stück stehen das dann fault und bem Rachwuchs schadet. Aus bemtelben Gesichtspunkte einer nächstfolgenden guten Ornte must stets daraus gesehen werden, baft bie gefundenen Pilze sofort am ^-.indort selbst gereinigt ©erben: an her Stelle, btc dem Gedeihen i-es betrrtienben PilzeS gerade günstig ist. bleiben bann mit den Abfällen oder den sonstwie für uns unbrauchbaren Pilzen auch die .^ortpflanzungs- zellen occr Sporen am Boden auugeUreut. fallen dort wn-der Juft und tragen zu einer vergröster- ten nächsten Ernte bei. wenn Mc Witterung günstig ist. Abgesehen davon wird aber auch ’o das gegenseitige Beschmutzen der Pilze mit Blatt- stückchen. Moos. Srdeteilchen. Radeln u. bfll beim Transport vermieden oder gar das unnötige und unappetttlfche Beschmieren mit dem Schleim verschiedener Pilzarten oder dem Heiner Würmer und Schnecke!, So vorbehandell. machen die gesammelten Pilze zu Hause keinerlei Arbeit mehr, nach 'raschem Adspülen mit Wasser und Ab- trvpsenlallen können si« sofort zubereitet werden. Wenn zwar auch oben gesagt war. Duft die Pilze meist nur ganz kurze Zeit haltbar bleiben, so tarnt man sich andererseits aber doch auch durch Swisse Zubereitungen (in Essig ober in Betteten Büchsen! ober durch Trocknen für den Winter einen ganz netten Vorrat soraen. Hierzu tote auch zu bem als Suppen- oder Softenwürze ost beliebten Pilzpulver eignen sich die schon genannten Pilze sehr gut. Die beiden letztgenannten Ausbewahrungsarten sinb gut. sogar unter Umständen. in waldreicher, abgelegener Gegend so gut daft sich (ich erinnere an Schlesien. Böhmen, Thüringen. Wasgau ufto.) stellenweise schon ein regelrechter Handel entwickelt hat. Dieser ist um so erfreulicher, als wildwachsende Pilte viel wertvoller lind als solche aus Gewächshäusern, wie sie bisher meist auS französischen und anderen ausländischen Züchte ort en bezogen wurden. meister der Vorjahr« 'Äinzel-Wien Reuter- München i und eine grvftc Anzahl unterer Pioniere des weiften Sportes auf den Platz bringt. One vorzügliche Besi tzung weilen auch die Damen- und Herren-Ginzelmeistertchafl von Hessen auf. Arne Borg verbessert den olympischen Heftrfr. Amsterdam. 15. Aug Arne Borg, der bei ben olympischen Spielen unerwartet von Zortlla im 4^X)-Meter-Freiftil-Schwimmen geschlagen wurde, gelang es am Mittwoch bei Ut- rech-t den olym pif chen Rekord Zorlllas üm eine sünftel Sekunde zu verbekfern Sr schw.tmm die 400 Meter in 5 Minuten P $ Sek. Kemmerich schwimmt von piUau noch Zoppot. Danzig. 15. Aug. (WTB l Der .Danziger Zeitung zufolge ist der am Dienstag um 3 Uftr morgens von Pillau nach Zappst gestartete Dauerschwimmer Ä e m m e r i ch heute abend 10.15 llhr im Zop p ot c r Rordba d nach 4 31 .stündiger Schwimmzeit et nge troffen. Äemmerich. der einen ziemlich ermatteten 9m- brurf machte wurde von der auf dem C-cfteg versammelten zahlreichen Menfchenntenge begeistert begrüftt. BieSinnahmcnbeidtnLlnmptfchesL-icleu Amsterdam. 15. Aug. rnien< zur Aufnahme des graften Filmes aus dem Leben der Ladft Hamilton „Tie aittl.ch« VabD" erhebt, räumt mit dem falschen Vorurteil gründlich auf. Zrühmorgeiis schon i;m ö llhr ertönt d e S.rem die mit ihrer zähen Ausdauer jeden weiteres Schlas unmöglich macht und die v'.e.en hundert Schaufpieler. Statisten und Angestellten non .hier Ruhestatt ausicheucht. Diese befinde: sich in bequem und behaglich elngcrichteten Zellen. Die Verpflegung ist vvr- zugl ch unb re chlich, die Arbeitszeit infolge der Unsicherheit des Wetter» oft sehr kurz bemessen. Beim ersten Sir^ nenruf Ipr ngen die Tapfersten fvgleich aus dem Bett, ergreifen ihren Badeanzug. um den Tag mit einem Morgenbad ztt beginnen 'Andere ziehen es vor. das erfr.'chendo Bad auf eme spätere Tagesstunde zu verlegen, unö stehen langsam auf. E.n neuer S r«nenruf und ein Ansturm beginnt, der an jenen bei der Besitzergreifung von Goldfeldern erinnert: alles stürzt m den riesigen Speisesaal. wo eine ge- waltige unb siegreich zu Ende geführte Schlacht gegen ben Schinken unb die Eier entbrennt. Damf beginnt ein neuer Sturm, diesmal aus bie Fahr-^ zeuge, bi« die Darsteller zu den majestättschen alten Kriegsschiffen hinübersühren. bie im Meere verankert liegen und nach allen Modellen für bieten Film erbaut worden find. Die Arbeit deck TogeS wird durch mehrere Pausen unterbrochen, in denen die Schauspieler die verschtedenartig- ften Angelgeräte aus ihren historischen Äpftümen zutage fördern, oder sich in den Fluten erfrischen. Mancher Wunsch steigt gegen den Himmel, die Sonne möge sich versinstern, um der Arbeit ein früheres Ende zu fetzen. Oft aber bleibt dieser Wunsch unerfüllt, und erst um 4 Uhr steht das HimmeiSgestirn so tief, baft bie Aufnahmen abgebrochen werben müssen. Ruu siegen blc Schifte bald verlassen ba; um Io mehr Menfcben tummeln sich im Wa'fer. Am heitersten verläuft der Abend im gemeinsamen Desellschasts- ^imrner. ober man kann sich bei Spaziergängen im Hügelland erfrischen Um 9 Uhr mutz nach ber strengen Lagerordnung unbedingte Ruhe in allen Zrtten herrscheii Rur bas Gesellschaftszimmer steht noch den Gästen offen. 3n einem anderen Teile des Lager» aber herrscht um diele Zeit noch lebendige Xätigfcit. ein kleine« Fahrzeug hak di« Post unb bie entwickelten Filmaufnahmen bes Vortages vom Festland gebracht. Dirte Filme werden nun vorgeführt. begutachtet und ber Plan für ben nächsten Arbeitstag enttoorten. der imerbittsich um sechs Uhr wieder anbricht. Flucht eines Defraudanten Rach Untertchlagung von 75 000 ßit auui Rächte, 1 einer Reben stelle ber Ävei sbank und ÄveiSsparkafte Pog eg en (UTemel oebtet) ist ber 50 Jahre alt« Bankvortteher Hermaim von Bill erb eck flüchtig geworben. Sillarbeck war bereits vor einiger Zeit verhaftet, aber nach der Vernehmung wieder freigeläften worden. Jetzt wurde er erneut verhaftet und sollte von einem litauischen Landgenbarmen in einem Automobil nach dem GerichtSaesängnis in Heydekrug gebracht werben. Es gelang ihm jebodb unter» wegS. den Gendarmen in einer Wirtschaft betrunken zu machen. Als dieser eingeschlafen war, lieft sich Billerbeck von dein Ehausfeur nach Willischken zurückfahren, nahm seine gesamte Barschaft an sich, besorgte sich unter falschem Ramen einen Pah und kiest sich bann von dem Lhaufteur noch Uebermemek bringen. Don hier ging er zu Fuß über die TTemelbrüd«- n a e «fta r- I otten bu rger Schleuse Ungefähren war, wurde es hort festgemacht unb bie Besatzung v«r» : zwilchen ben Bootsranb unb die Schleu senrnauer. Äurxc Zeit nach dem äln- fall erlag Walter keinen schweren DertetzungeTl. Grohseuer ia (ftdtj. 2uf bem Berge et Michael bei Gö». um den im Jahre 1915 unb 1916 schwer geLmpfk wurde, brach ein Droftfeuer aus. Die Lösch» arbeiten wurden dadurch erschwert, baft viele herum!»egende Granaten und tzelcholle eit^o- bierten. die alte Hose flicken Lil ffltB daß auch Sie unbedingt zugreifen müssen I 7393a >1 Gießen, Seltersweg Wetzlar, Eisenmarkt 1 Lich, im August 1925 74230 »egen- 74260 t 6ardinenJep^?Möbe|5tof^ rjethmkHffl läge ^bem/euh-Schul e I jTr. - MtscninenomEietiro- ftenn/t.Hoc»-a. Titian. 4 Diesen übler Mundgeruch offen. 74338 Neuenweg JA Telephon 1414. Otto Faber Mühlstraße 22, Fernsprecher 1096 Hprmdi <>■ Herren-Breecheshosen aus nur bestbewährt. Cordstoffen, Stück nur 8.45,7.05, Beachten Sie bitte meine 5 Schaufenster! & Herren-Hosen bes.haltbare Stoffe,schöne Streifenmust., St. nur 4.05, Herren-Hosen eleg.Kammgarnstrelf.,bes. preisw., St. n.0.45,7.45,6.45, Sohlleder Gummiabsätze Schuhputz Gtnlege- sohlen empfiehlt Köhler Neustedt 79 am Oswald«, garten. I0672V Ein Posten Knaben-Kniehosen schöne helle und dunkle 495 Muster, nur starke Qual. 1 w 7-12. Stock nur I Alle nicht hier aufgeführten Qualitäten sowie sämtl. Arbeitshosen während der Hosen-Woche weit unter Preis 1928 bis 31. Juli 1928 nachstehende Wegen stände vorgefunden: Tonmoustrit fentn Wer imeieter-A »telleeei 3 f et-tee le elaftrptont kl ür die uns in so reichem Muße erwiesenen lufmerksamfeiten anläßlich unserer Dermaylung danken wir allerherzlichst Karl Nickel und Frau Äerta geb. Äüchsenschüh Wir bieten Sattlerei Allwetterverdecke / Steckeeltentelle Winteraufsitze 74440 Verlangen Sie in den feinen Special-Geschäften stets riginal- Herrn <>to Sie vergeuden unnütz Zeit und Mühe oder Kosten I Unsere am Donnerstag, dem 16. August, beginnende Spezial-Hosenwoche bietet Ihnen zu fabelhaft billigen Preisen Qualitätshosen, Ein Posten Knaben-Leibchenhosen nurausgesucht, stra- gen pazierfSnlg. Qualität. U Stück nur 145, WW ^Pyrigli I-Sorlji »•WflötJ ■.Sehen wal * ßidjtfc ’S i-h «fts Tel. 119. I;*D 4° o Kaaearabatt. Alleinige heostelleö STRUMPFHAUS METZGER A - G. CHEMNITZ - BERLIN • FRANKFURT AM wk,. ft jAS $ 3L geben, l russischti Ichitdem nen ' würde. I den. Der 'itytlncn her ÜÄori der Konst halb nun Raßnoi Die ton 8'nde cntf Ursprung, eine lehn furdjtbarei mabflebcn| lung sm i weder qu> MM «lull ftetö auf Vager oder Anlieferung Ver» wendungSstelle. H. Trechsler, Steinstraßc 73. nuD Telcvb. 1581. ■6h i, $in& *56* Bekanntmachung. Än den Wagen der städtischen Straßenbahn wurden in der Zett vom 1 Januar 13 Paar Handschuhe, zwei einzelne Handschuhe, 17 Schirme, neun Stöcke, drei ftütc, ein .tueffarf, vier Marktnetze, ein Damengürtel, drei Handtälchchen, ein Paar Hosenträger, zwei Schurzen, ein Kopftuch, ein Paar Strümpfe, ein Spielbär, eine Schere, ein Pack Blumen- stabchen, ein Taschenmesser und zehn Geldbörsen. Vorstehende Gegenstände können bei der unterzeichneten Verwaltung — Zimmer Nr 3 — in Empfang genommen werden. Gießen, den 14 August 1928. Direktion der städtischen Straßenbahn S t o I t e. Oie rerPl" um trachter mehr m scheu P taler, w klaren 5 der ßefl kam er, Haupton Piftales schofler c niema ffs ist1 Monat neuesten so hervor ichichle ur los ouffß Anorp an beutfame i einem All Arm - cii hart 3niif falschen N Lüge üi kvng, tb stehen lom hier der langem mi 'M sich die der d sollen. G gestellt, oon 6ai rlneres schrei, wenn es gegen 5 unter be flreifen werden l 9aiftr 2 ü-erre Oesterreich W1um tr Nx bt\t\n lokMni Technikum Jlmenau l Thür. Inflanlaurachui«jor Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissen- echaftlichs Betriobs(ührunfl. Werkmeieterabte lunfl Auto re pa rat u re n Verkauf erstklassiger Personen- und Nutxfahrzeuge auch kombiniert Jetzt sät man Spinal JeldsM D.. Kopfsalat W. - Weißkraut W.-Wirsing W.'Aottraut auS der *’** Samenhandlung Eugen (Scheel MauSburg 17. NWMMMM Neues la Grünkorn das Pfd 55 Pf. I. M. Schulhof luktilrde 4 Eingang Burggrafen. Knicker-Bocker "7/IC mod. u. haltbare Stoffe, je I n. Größe St nur 11.45, 0.45, ■ Innerhalb dieser Frist kann gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Urliste Einspruch erhoben werden. Gießen, den 15. Äugust 1928 Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Seid. Herren-Buckskin-Hosen Hfl C gestreifte, tragfähige Qua- litäten.....Stück nur 3.45, ■ WinlKBe hWAenüMin BniiOeim. 3. Bekanntmachung. !DIU Zustimmung unserer Aufsichtsbehörde nehmen wir gemäß Art. 84 D. V. O. zum Aufw.-Gcs. eine zweite Ausschüttung in Höhe von 5 v.f). des Goldmarkwertes der tcilnahmebcrech tlgtcn Papicrmarkpfandbriefe vor. Dicldbe erfolgt in der Weise, daß auf jeden eingelicferten Vatenschetn Tlr. 1 die Hälfte des aus demselben angegebenen Goldmarkbetrages In Liquidationspfandbriefen bzw. Zertifikaten mit Zinslauf ab 1. Januar 1928 ausgefolgt wird. Die Ratcnscheine sind nach Nummern geordnet bei uns ein- zureichen: mttvorzulegen ist ein den Nennbetrag und die Stück- zahl der eingereichten Stücke enthaUendes Verzeichnis. Formulare hierfür können bet uns bezogen werden. 7438ss Sendunaen ohne beigelegte Formulare können bei dem großen Geschäftvumfang nicht sofort bearbeitet werden und müssen daher vorläufig zurückgelegt werden. Eine Verfügung über die eingereichten Ratenscheine ist aus- geschlossen, da diese sofort entwertet werden. Die Ausreichung bzw. Versendung erfolgt unsererseits spesenfrei der Reihe nach nur an den Einreicher der Ratenscheine. Werden Ratenschcine'Nr. 1 bis zum Ablauf von 3 Monaten ■ nach der 3. Veröffentlichung dieser Aufforderung im Deutschen Reichs-Anzeiger nicht eingercichi, so ist die Bank berechtigt, den auf diese Ratenscheine entsallenden Anteil zu hinterlegen, sofern nicht innerhalb der Frist der Antrag auf Einleitung des Auf- gebotsverfahrens oder auf Zahlungssperre nachgewiesen ist. Mannheim, den 14. August 1928. Rheinische Hypothekenbank. Herren-Hosen 4 nen feinste Cutaway- und Tanz- I auU hosen, gestreift und kariert I ■ ! Stück nur 22 00, 18.50, 15.76, ■ w Zwangsversteigerung k b/?b Donnerstag, den 13. September 1928, vormittags 9'/, Uhr. wird im Amtsgerichtsgebäude. Zimmer Ar. 112, bas im Grundbuch von Gießen den August Schneider Eheleuten in Dietzen z. 3t. in Koburg zugelchriebene Anwesen Marburger Straße 68 6703D Flur XXI Ar. 43 = 1029 qm Hofreite geschäht JUC 44.598 Flur XXI Ar. 44 — 216 qm Grabgarten geschätzt JLM. 2592 versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. 3 B. deS Amtsgerichts Gießen. 3- B. des Dorstehers des Ortsgerichts: Karl Aoll, Ortsgerichtsmann. Freitag, den 17. August 1924, versteigere ich im „titotn", Tkeuen« weg 23, nachmittags ab 2 Uhr: ein elektrisches Stlapier, einen Schreibtisch, einen Bücherschrank, Sofas, Tische, ,wei Waschtische mit Marmor, stleiberschränke, slückenschränke, zwei Dezimalwaagen, einen stassenschrank, einen Regulator, eine Registrierkasse, eine Nähmaschine (Singer), ein Schlafzimmer, einen Trumeauspiegel, einen yerd, Stänberlampen, Semben und strawatten, Silber, eine stommode, Obst- prefien^lncn Gas-Backofen (fünfer t* Ruh), Herren- und Oamenräber, io Mille Zigarren und Zigaretten, einen Staubsauger, Wäsche u. Gardinen, Einmachgläser u. v. a. Versteigerung bestimmt. 7443V Ludwig s-avtmetz Auktionator und Tasator Fvurhipvesse« Saftbsntel, Keltern in verschiedenen Größen 6öflütBomnanD,6ifen6oaölfl. —————————— Bekanntmachung. Bclr.: Urliste für die Schöffen und Geschworenen für 1929 Mit Genehmigung de» hessischen Ministe riums der Justiz werden in die alljährlich aufzustellende Urliste für die Schössen anö Geschworenen nicht mehr sämtliche schöffenfähige Personen der Stadt Gießen ausgenommen, sondern im voraus bestimmte Gruppen, die sich au» den Anfangsbuch, staben der Namen ergeben. Für das Jahr 1929 umfaßt die Urliste die schöffenfähigen Personen mit den Anfangsbuchstaben „L bis M“; sie liegt von Freitag, den 17. August, bl» einschließlich Jrdfag, den 24. August 1928. auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Einsicht Arbeitsvergebung. Für die Fcldbcreinigungsgesellschaft IBaficnborn-Steinberg sollen auf dem Rathaus zu Watzenborn - Steinberg nachstehende Arbeiten und Lieferungen Ehaussierungsarbeiten zu 9000 RM. Pflasterarbetten „ 8400 „ Grubenarbeiten „ 1800 „ Drainagearbeiten „ 300 „ Verlegen von Zementröhren „ 250 „ Planieren der Gewannwege „ 7000 „ Liefern von Zementröhren „ 1300 „ sechs Eisenbetonbrücken „ 8000 „ veranschlagt, in einzelnen Losen vergeben werden. 7434t) Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Anaebote, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, vostsrei bis zum Er- üffnungstermin am Mittwoch, 22. August 1928, vormittag» 9S Uhr, einzureichen sind. Angedotsvordnickc für dte Eisenbetonbrücken sind durch uns zu beziehen. Zufchlagsfrift: drei Wochen: freie Aus- wähl Vorbehalten. Gießen, den 14. August 1928. Hessisches Äulturbauamt. H Steinbach, Regierungsbaurat. wirkt abstohend. HSKlich gefärbte Zähne entstellen bas schönste Antlitz. Beide SLonbeiwfehler werden oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischenden Znhnpnulo Chlorodont beseltoit. Die Zühne erhalten schon nach turpem Gebrauch einen wundervollen Asendelnglanz, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigen» konstruierten Chlorodont • Zahnbürste mit «erahntem Borstenschniü. pulende Speisereste in den Zahn- zwischenräumen als Ursache de» üblen Diundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Versuchen Sie es zunächst mit einer Tube Thlorodont- Zahnpaste zu 60 Pf.» arotze Tube 1 DU. Chlorodont-Zahndürste für VL für Damen 1.26 QJIL (weiche Borsten), für Herren 1.26 Mb (harte Dorsten). Nur echt in blau-weitz-grüner Original- Packung mli der Ausichrist „Chlorodont“. liebetflä zu haben. nmarkt osen ^95 3|nnenc» ehe Chosen, ___’n»* - wieftntn I ^ernidhlüna ! \ hsenjchüh A IUM) nachmifl. Üäbtildjtn SlTüfct«’ ylt mm I. ilanuar >re, ein Paik ¥lumt a u t » k y die Legende und zu Suh r Letzi stand jiein berBearünbung zum riebensbiktatvonversaille»,«,t§ trüge fugler Stein in ber Kerker mau er be» deunch-i Volke?. Trop aller amtlichen Dementi»' Allmählich erst beginnt d e Luge offenbar zu werden Ia^ow» mdauliig fianenber Bericht in den „Süddeutschen Mona! -heft<-n" wird beitragen, sie zu -erftoren $r ist dankenswert aber auch deshalb, roe.l er Meustti l'che». AU zumenschliches in seinen Einwirkungen auf ein<-_- Volkes Schicksal zeigt Und weil deshalb Lehren barau» für die Zukunft gezogen werden können uon denen, die lernen wollen Seine BcDeutung innerhall' de» ungeheuren Tatsachenmaterial» gegen die Schuldlugen ist (ehr hoch einzuschatzen. Geschichten aus aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten Ter «uhv, der Welt (a) 21 c u b o r f .2Dir kennen Sie nicht und von un» unbekannten Leuten nehmen wir keine Schecks . Mit dielen Morten wurden am 11. Juli zwei junge Leute in einem bescheidenen Restaurant in dem Städtchen Nord Platte im fernen Nebraska abgeferhflt. wo sie sich in aller Oltoraenfrüb? je eine Tasse Äafiec und zwei Brötchen halten vorsetzen lassen. Die Rechnung bezifferte sich auf zehn Lents pro Mann, und der eine der beiden jungen Leute hatte ein Scheckbuch aus der Tasche gezogen und ein Formular auf vier Dollar ausgefüllt, um sich etwas Kleingeld zu verschaffen. Besonders vertrauen?rweckend war das Aeußere der beiden Gälte ja nicht gerade, sie trugen ileber&ofen und ziemlich schmierige Ar- beiferttcibcr. Der eine, ein baumlanger Mensch, durchstöberte schließlich seine Taschen und sand auch richtig die zwanzig E-ents Er und fein Gefährte waren am Abend vorher auf dem Fluge von Detroit in dem kleinen Lufthasen von 2tord Platte angelangt und beide hatten ein Gasthaus ums andere aufaelucht. waren überall abgewiesen worden und hatten schließlich mit einem billigen Logierhause, bas nur eine kleine Stufe über dem städtischen Asyl für Obdachlose steht, vorlieb nehmen müffen. Das Konterfei des Langen ist seit einem Jahr in Hunderten Millionen Gremvlaren m der amerikanischen Press» veröffentlicht worden: in Aord Platte aber scheint man sich mit den Gesichtszügen Oberst Tharles QL Lindberghs noch nicht vertraut gemacht zu haben. Sein Begleiter war sein Mechaniker Anatole Krancc, Hcan Iacquetz Vroufson nnb die Pantoffeln — Paris. Man wird sich vielleicht noch erinnern, daß vor einigen Jahren der Privatsekretär hon Afta- tole France, Jean Jaques Brvusson. mit <*mem Buche Aussehen erregte, m dem er sämtliche Intimitäten auS dem Leben des großen französischen Schriftstellers zur Kenntnis der Oeffentsichlett brachte. .Anatole France in Pantoffeln", so hieß das 'Buch deS Privat- sekvetärs. das so ziemlich in all« Kultursprachen übersetzt worden ist. Jetzt hat mm Brvusson die Remesis erreicht. Brvusson selbst ist durch daerwähnte Buch ein reicher Marrn geworden, so daß er sich selbst einen Privatsekretär halten konnte. Dieser, ein Journalist nanrens Ollauricc Aouzard. hat nun ebenfalls en Bändchen veröffentlicht, dos die bezeichnende lleberschrift .Jean Jacques Brvusson in Pantoffeln" trägt. Darin erzählt Rouzard alles aus hem Leben des Sekretärs von Anatole Frarrce. wobei er jedoch forgfältia alles vermeidet, was auf Brousion ein gutes Licht werfen könnte. Brvusivn selbst tobt natürlich vor Mut und cr- tlärt es als eine .SckNveinerei sondergleichen, sogar die Schlafzmimergebeinrniffe einer Privatperson in dre OeffenÜluKeit zu zerren". Als man Brousion darauf aufmerksam machte, daß er doch seinerzeit ganz ähnlich gehandelt habe, erwiderte er .Ich schrieb Geschichte, aber dieser Tauge- mchts von Avuzard hat hier das Blaue vvm Hm.mei ^ruirtergelogen. Ich schleppe den Ker! vor den Aichtcr.' Bis jetzt macht aber Avuzard mit fernem Büchlein dae reihenden Absatz hat. di« denkbar besten Drichäfte „altmodische" nationale Lftina. (o) Tsingtau. Bei der letzten Antorieitheit des national- chinesischen Generals Tschiangkaischek in Peking wurde ein großes Bankett gegeben, zu dem sämtliche ausländischen diplomatischen Tcrtrcter ein- geloben traten, mit Ausnahme allerdings des Japaners, ber wegen der bekannten Spannung zwischen Tokio und Qtanfing es lieber vorzog, der Veranstaltung ferrrzu blei den. Hi.rbei siel es nun allgemein auf. daß die ^raa des ®encral< Tschianakaischek in altchinesischer K ei dang erichien. währeno die übriaen Damen den Befehlen ber letzten Pariser Mode gefolgt waten. 3frau Tschiangkaischek. die wegen Ihrer Schönheit berühmt ist und auch noch nicht einmal das zwanzigste Lebensjahr erveicht hat, erklärte auf ent- sprechendr Stagen; .I ch bleibe beim 2111- he rg ebtach ten. weil ich es hübsch finde. 2lber ich habe nichts t>agegen, wenn meine Um« aetnmg europäisch gcfleilxt geht." Hätte man auf diesem republi'anischen Bankett eine Schbnheits- fi-nigin gewählt, so wäre Frau Tschiangkaischek sicherlich der Preis zuerkannt worden, obwohl die übrigen Damen mit Bubiköpfen und kniefreien Aockchen zu brillieren trachteten. Dostojewskijs „Lpielcr" in — dckionte Carlo. - Monte Carlo. Der in Monte Sarin lebende russische (Emigrant gründet, irrt sich gara gewaltig Der Fürst taufte sich einen Luliiswaaen. kleidete sich ,fürstlich" ein und begann daS Leben von .anno dazumal" zu leben. Die Aarrlichkeit dauerte natürlich ni-fit übennähig lan^e: nach knappen zwei Monaten stand Bialernskii abermals vor dem Richte. Da verkaufte er das Auto für einen Pappenstiel, bezahlte feine Pariser Hvtelrochnung. reiste dies- mal mit der Eisenbahn aber immer noch erster Klasie -- kurz ensichtollen nach Monte Carlo zurück, trug dairibst leine überflüssige Darderobe nach dem Leihamt und — begab sich wiederum nach dem Kasino. Diesmal war ifmt Fvrtuna treniaer hold und noch am selben Tage verlor bet Spieler ohne Furcht und Tobel fernen letzten E-ent. Am nächsten Morgen sprach er sodann bei Da» fBeroittrr stand direkt über der Stadt, die Blitze züngelten über die Dächer und leuchteten in die fiäufer, daß die Menschen auflchroken au» ihren Betten. Ueberoll wurde Licht ongezündet, Fenster wurden klirrend geschlossen. Artemis war zu Bett gegangen, Modomc saß am offenen Fenstk-r und schaute in die Nacht hinaus. Ihr fitn schlug stark, wie immer on solchen (Sewliierabenden fieutc war e» besonder:, schlimm. Schon den aanzen lag bedruckte iic etwas. Das Gewitter hatte eineErlofimg gebracht in der-Natur, aber nicht ihr. Sie fühlte sich umgeben von etwas Drohendem, einer Gefahr, die sich ihrem fiaus« zu nähern schien. Do mochte Charles jetzt sein? In der Jagdhütte hofienllich. Aber daß Odette nicht heimkam? Do mochte sie noch so Ipat hinaegangen sein? Und wie fam sie nach fiause, ort dem Detter? Sie ging hinüber in die Wohnung ihre» Sohne». In dem «chlaszimmkr lagen noch hmgestreul einige feinet Kleider umher. Er war unordentlich und warf immer alles rasch hin. Aber Odette war doch sonst so ordentlich. Sie batte auch heute alle» liegen lassen, so ellig hatte sie e» gehabt, diese flohen- mutter zu bejuchen. Merkwürdig, was sie ,etzt platz- lich zu der asten Tante hinzog. Die Erbschaft? Du lieber (Bott, die Longeville überlebte sie sicher noch alle. Sie war ja kaum sechzig. Und Odrttc war gar nicht berechnend. Für da» Geschäft hatte sie absolut kein Intereste. Sie mar keine ideale Schwiegertochter, wenn sie sich auch äußerlich vertrugen — innerlich bestand zwischen ihnen kein Band. Und daran hatte auch der gutmütige und in feine bubfche Frau versiebte Charles nichts ändern können. Odette und Madame waren sich fremd geblieben, wie am ersten Tage. Odette stammte nicht au» der etabi, iic war au» Orleans. Charles, der dort tue Schule besucht banc, hatte sie don kennengelernt und brachte sie in ihr J)au=. Sie hatte sie nehmen müssen, wollte :ie cs mit dem einigen Sohne nicht Derberben. Er wat so gut, al» oobn und al» Gaue, und tüchtig war Charles, fleißig und ordentlich, und e» war nicht seine Schuld, daß sie nicht oorwärt-kamen und nie aus den Sorgen heraus un .Lion d'or". Hatte er wenigstens eine Frau genommen, die Geld mit- brachte. Aber diese verwöhnte Frau mit den feinen fiänben, die nur Tapisserien sticken konnte. ..Die soll das einmal werden, wenn es mit mir nicht mehr geht?" dachte |ie bekümmert Gott, wie das da draußen goß! Jetzt kam Odette sicher gar nicht mehr von dem fiause ihrer Tante herunter. Allein konnte sie den Weg doch nicht machen bei dem Wetter, und Dienstboten waren ja keine droben. Wahrscheinlich würde sie über Nacht bleiben, wie oft in dieser letzten Zeit, wenn sie sich verspätet hatte. Nun. hier mar sie Ja nicht nötig, das fiaus besorgten Madame und die olle Artemis. Der ‘Hegen strömte auf den fiöfteren fios und klatfchte auf die Dächer der Stallungen, und in dem dunklen (Barten dort drüben bogen sich die regennassen Bäume. Einer war darunter, der immer bei •cturm ä(fixte, wie ein Mensch, der leidet. E» war eine alte Kiefer, die in den Wurzeln locker nxir und abgehauen werden >ollt.'. aber es kümmerte sich ja keiner mehr um dcn alten (Barten, ber, al» Madame Dupon noch lebte, mit seinen Teppich- beeten, dem englischen Rasen und dem Teepavlllon, den Treibhäusern, so schön und gepflegt war J)ui. hui", feuhte die olle Kiefer, und bog sich im Winde. Da, Licht sah Ile nicht mehr. Man sah jetzt vor züngelnden Bligcn überhaupt nicht» mehr Lic 'amen fast gleichzeitig mit dem Tonner. Krachend schlug, prasselte und bsitzte e» au» dem schwarzen (stewölk. Ein furchchare» 'stewitter enllud sich über der stabt. Das Daster fchoß au» ten Dachrinnen, quoll über und füllte die Straßenrinnen. Diese liefen über. E? entstanden Bäche, die bur$ die engen Gißen rauschten und sich über den schrägen Marktplatz ergossen. Madame gmg die oenfter schließen im ganze" fiause, erst die Läden, bann die Ijenfter. Sie hatte feine Furwt vor Gewittern, es war etwa» andere», das sie bedrückte. Dieses fiaus, das heute an dem fmhmmcn b sich lur bie Trinkgelder imt einem :ab»llokn Diener IvMnfen. Der kurze Traum mechl ein für alternd ausgerräumi unb rohnjem'hi# »um Leben erweckter .Spieler" fühlt fich Utenn man seinen de-!'. Reportern gegenük-r geäußerte' Auslagen il'^auber fefienfen darf restlr».- glücklich 3n teilen Salle b« 'ich allo ber Lvr-.ich .Der Wahn Lokaltermin im Hammelslall. (h) Kon stonttn opel. D>< hieftgc etiitung .Allan» hat «veven dem Versiipeziaüsten Dr. Sabib Veb ci hundert türf.lifie Psiinb Schabenertatz wegen ..böswilliger Tetieumbung“ zahlen müssen. .Allan» hatte nämlufi behauptet, ein fiammel an bem Dr Beblet eine Verjüngung-operatron auslührtc, wäre, vor- h:r em kraftstroyenbes. gelunbe* Tier, plötzlich ttark gealtert und lä k nunmehr m ben letzten öugen. Bebtet lieft sich b es nsfii gefallen, ging zum Kabi. und im Verlaut des sich anlfiliefienben Prozesses tarn ei' zu e.nem Lokaltermin im fiammelflall. bas he sit. ber Behaisiung be» be- treffenbea Tieres. ba.> auf ferne Iugenblichkelt. b^tehungsweile auf seinen körperlichen Verfall untersucht werben sollte. Die itewei saus nähme war naturgemäß recht schwierig, galt es doch überhaupt erst einmal fest zustellen, ob der fiam- mel auch ber richtige war usw. ul ». Schließlich fanb bas hohe Qterxfit auf (Jfrunb einer forg- fältigcn Untersuchung, haft bas Tier von Dr. Bebset operiert war »mb zum mlnbeft an seiner E»efundhe»t keinen Schaben gelitten batte Tic hunberl Pfund würben au»gezahU. Osieichzenig wirb aber bekannt, baß ber fiammd mzwrscheir boch verendet ist. .Alsam' wird also gegen bae Urteil Revision cinlegen, da er behauptet, mit seinen ursprünglichen »rflärungcn Recht gehabt zu haben. Dr. Bebfet hingegen erllärt, ber fiammel wäre den Aufregungen eine« Lokaltermins nicht gewa chs en gewesen. Man wirb also eine neue Untersuchung am toten Objekt anstellen müssen. v^propriation der Lrpropriateurc. iu) Kvwno. In Kowiio ereignete sich kilrzlich ein lehrreicher kleiner Vorfall, der in bet Prelle Litauens und ber baltischen Staaten einen lebhaften Widerhall fand. Aus her litauischen Messe in Kownv hatte auch die Sowjetregierung einen Stand eingerichtet, in dem unter anderen Erzeugnissen bee heutigen Rußlands auch russische . ii» garetten zum Derkaus auSgeboten würben. Unter ben Besuchern des russischen Standes befand sich nun ein russischer Emigrant Sine Welle stanb er vor ben russischen Waren, betrachtete bie Zigaretten eingehend und steckte bann m aller Seelenruhe sämtliche Zigaretten in die Taschen seines Airzuge» und ferne» Mantel». Die Sowjet- Aull ich tsbeam ten waren über da» merlwiirdige Gebaren des Besucher», her die Zahlung für die „erworbenen" Zigaretten nachdrücklich verweigerte, natürlkfi wenig erbaut und riefen um Hilfe. Daraus aber erklärte der Emigrant mit der gleichen Ruhe: „Diese Zigaretten sind i n meiner früheren Fabrik gefertigt worden und ich habe also das volle Recht, das zu rück zu nehmen, waS mir von Quitt Regierung geraubt tourbe.“ Und mit diesen Worten verließ et in derselben Sceienruhe und ungehmdert durch die Zuschauermenge, die sich vor bem russischen Stand angefammelt hatte. daS Meßgebäude Aber auf ber Melle, hx ganz Kowno und zuletzt in einem groften Teil ber osteuropäischen Oefsentlichkeit lachte man nicht wenig über diese gelungene Anwendung des boi- fchewistischen Drundsatzes ber „Sspropriation ber Expropriateure". England befiehlt die Liebe nach dem Tode. (f) London. Vtehc.r war man allgemein der Ansicht, baft sich die sogenannte ..L'.ebe" niemals erzwingen und noch viel wenig?« durch Gesetze regeln läßt. Der edle Lord Astor, ssincs Zcicheir» Mll- a'ied des englischen Oberhauses, will cs letzt fernen Mitmenschen zeigen, daß auch die L'eve Wenn sie einmal nicht mehr war, wer sorgte dann für diese» alte fiaus? Sie ro.-r in diesem fiause geboren, im „L'vn d'or", das feit zweihundert Jahren das erste Gasthaus ber ctabt war. :ucl)aroi(L Damals war bie Stabt eine große Garnison. Jetzt lagen nur noch zwei Bataillone darin, und hie eine flahrnr in der Stabt stand ganz leer. Di üremben, bie zuweilen im Sommer herkanien, um die flnibcbrale unb da» historische Museum zu besuchen, wohnten m bem mobernen „fiotel des Arcades", das, nreiß ac- strichen und ganz neuzeitlich eingerichtet, der flafoc- brate aegenuberlag. Dem .Lion d'or" nxiren hie osten Kunden treugeblieben, die Reifenden, die ihre Baumwolle und Seife hier absetzten, ein Stammtisch aller Junggesellen, bie auf eine alte, gute fluche hielten. Diric Küche war da» einzige, was ben „Lian d'or" noch über Wasser hielt. Und die Seele dieser fluche mar Madame. Odette verstand nicht» von brr Win schall und wurde nie eine Kasserolle onrichren mit ihren oenvöhnten, seinen fiänben. Die wollte in immer heraus aus bem alten fiause. Wenn Madame einmal die Augen schloß, kam der „Lion d'or" unter den fiam« mer. Und das »vor, was sie bedruckte. Es war, als nb bem fiause eine Veränderung beoorftonb, bie nicht gut war. „Ich kann Odettes wegen nicht bic ganze 71-ifit ausbleiben", bofiic SRabanir. und ging in ihr -filafymmer. (*s lag mfi dem fiste, war groß und ruhig, eie legte sich hm. Aber he konnte nicht nnjfilaun Ihr fier» ftepfk so sehr Sie nahm brri Listen in ben Rucken, ober si- hielt es v'cht auf, -ine solche Unruhe war In Ihr. Immer glaabt- sie, jemanden br Treppe heraufkommen zu hören. Sie dachte an ihren Sohn Quartes. Der Reaen strömte m die hnftere Rocht. Wo nwfiten sie sich untergetteQt haben, in einer Jagdhütte, im Salb'-, beim Förster? Großer Gott, wenn ihm nur nicht» passiert war! Sie stand auf, Heitetc sich wieder an und ging über ben Flur noch brühen. Die Kinder 'chliefen fest in ihren Betten, da» große, stille Schlafzimmer mit dem breiten, unberührten Bett ängstigt? sie. Sie erhielt Stöße von ihrem logen« den fierzen. Immerzu pofitc und mahnte es. (Fe kommt etwa» es ist etwa» in Anzug, gib acht! (Fortsetzung folgt.) eine .Staatsangelegenheit" sei, und stellte kürzlich bc-n cigenarkgen Antrag, den „Haß nach dem Tode" gesetzlich zu unterbinden. Es soll nämlich mitunter vvrgckommen sein, daß sich die „vorgcschrtebcne" Liebe der — Eheleute im Lause der Jahre m Hatz verwandelte. 3n solchen Fällen taten dann»d:e Ehegatten ihr Möglichstes, einander das Leben zu erschweren Die „theoreti- schen Frauenforscher" der Geschichte, wie Strind- bcrg. Meininger und andere, waren Waisenknaben gegen b:c haßerfüllten Ehemänner, die ihren Gefühlen insbesondere in dem Augenblick freien Laus liehen, wo sie ihre Testamente ver- sertigten. Ein engi'ichcr Gentleman ohne Furcht und Tadel rächte sich an seiner Tantippe aus die sinnreiche Weise, daß er sein Vermögen in Höhe von 72 000 Psund an — Freundinnen seiner Gattin vermachte. Aber auch diesen gerissenen Psychologen übertrumpfte ein anderer vrrb t- tertcr Pantoffelheld: Madame erbte wohl ailes. sollte ober — dies war sein „letzter Wille" — ihr Leben lang schwarz verschleiert ihre „Gefühlstreue" demonstrieren. Den Vogel hot zweckelsfrei ein Grohkoufmann in Dover abgeschossen, indem er seiner Frau das kleinste englische Geldstück, einen V.ertelpennh, vermachte und testamentarisch onordnete, dah die Witwe mittels unfrankierten Vriefes von der „Erbschaft" zu benachrichtigen sei. — Diesen Uebelständen toull nun Lord Astor — der ganz gewiß eine glückliche Ehe führt! — ein jähes Ende bereiten mit dem gesetzlichen Verbot des „Hasses nach dem Tode". Derartige Testamente wie die erwähntem, sollen in Zukunft annulliert werden, um der ganzen zivilisierten Welt zu zeigen, dah die Engländer ihre Mitmenschen (selbst wenn di-ese mit ihnen verheiratet sind!) „lieben wie sich se.lbst ..." Wirtschaft. Oberheffen-Schuldverschreibungen. WSR Da« hessische Gesamtminifberium hat jetzt der Provinz Oberhessen tne Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen aus den Inhaber bis zum Betrage von 200 000 Mk, nebst den entsprechenden Auslosungsscheinen zum Zwecke des il m t a u - sches von Altbesitz der Anleihen der Provinz Oberhessen in Ablösungsanleihe erteilt. Die erste Auslosung der 30 Jahresraten findet sür drei Jahresraten bereits tm Oktober d. I. statt. Die ausgelosten Teilbeträge sind durch Barzahlung des Achtfachen ihres Rennbetrages einzulösen. Der Einlösungsbetrag wird zu 5 Prozent jährlich, beginnend am 1. Januar 1926 bis zum Ende des Jahres, in dem die Teilbeträge ausgelost werden, verzinst. Die Befriedigung der Inhaber der Schuldver- schreibungen wird vom Staate nicht gewährleistet. Oie Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaotes Hessen weist sür den Monat Juli 1928 folgende Zahlen nach: An R o h - braunkohlen wurden gefördert 36322 Tonnen, verkauft wurden davon 13 621 Tonnen, der größte Teil der Rohkohlen wurde weiterverarbeitet. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 132 Tonnen Braunkohlenbriketts, und 244 Tonnen Raßpreh- steine. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluh ab- sapfähig: 9177 Tonnen Rohkohlen, 9322 Tonnen Briketts, 711 Tonnen Raßpref?steine, zusammen J9 210 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlen- produlte im Gesamtwerte von 59 581 Mark. Oie Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft im Juli. Der Güterverkehr war im Juli nur 1,9o.H. stärker als im Juni. Nach der vorläufigen Zusammenstellung wurden im Juli, der wie der Juni 26 'Arbeitstage hatte, 3 916 881 Wagen (arbeite- täglich 150 649) gestellt. Im Vormonat betrug die Wagengestellung 3 844 333 (arbeitstäglich 147 859). Der Personenverkehr war namentlich in- .folge der Schulferien und des anhaltenden guten Wetters stark. Verschiedene größere Veranstaltungen (Bundessangerfest, Turnfest und Internationale Presseausstellung in Köln, Olympische Spiele) er- sorderten ungewöhnliche Betriebsleistungen. Für das Deutsche Turnfest wurden 227 Sonderzüge gefahren. Die Feriensonderzüge waren überall voll besetzt. Insgesamt wurden im Juli 9640 überplanmäßige Züge gefahren (Juni: 5920, Juli 1927: 7085). Im Juni betrugen die E i n n a h m e n aus dem Personen- und Gepäckverkehr 138,53 Mitt. Mark, au» dem Güterverkehr 268,30 und an sonstigen Einnahmen fünfunddreißig Millionen Mark, zusammen 441,83 Mill Mark Verausgabt wurden für Betrieb und Unterhaltung 305,17 Mill. Mark, davon 197,17 Mill Mark persönliche und 108 Mill. Mark sächliche Ausgaben Für Erneue rung der Reichseisenbahnanlagen 51,49 Mill. Mark, für Verzinsung der Reparationsschuldverschreibungen 45,47 Mitt Mark, für gesetzliche Abschreibung des Betriebsrechts am übernommenen Reichseifen, babnoermogen 9,40 Mill Mark, für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrucklage 8,84 Mitt Mark und für Rückstellung für Vorzug-dwidende 6,30 Mill. Mark. Insgesamt 426,67 Mill. Mark Die Einnahmen waren um rund 26,5 Mitt Mark höher als im Mai. Die Steigerung ist auf den saisonmaßigen Reiseverkehr und die Vorausbezahlung von Feriensonderzugkarten zurückjufuhren Die Ausgaben waren im Juni um rund 15 Mill Mark geringer als im Mai, so daß der Monat Juni mit einem Ueberschuß von rund 15 Mill. Mark abschließt, der für die verkehrsschwächeren Monate zurückgestellt wird. Der Personalbestand betrug im Juni 716174 Kopfe gegen 708 248 Kopfe im Mai. Oie Arbeitsmarktlage im Reich. Rach den Berichten der Landesarbeitsämter über die Arbeitsmaritlage im Reich waren in der Woche vom 6. bis 11. August die Landwirtschaft und auch zum Teil das Baugewerbe weiter in beträchtlichem Maße aufnahmefähig. In einer Reihe von Landcsarbcitsamts- bezirken war aber diese Aufnahmefähigkeit der Außenberuf« nicht mehr stark genug, um den auch auf dem Arbeitsmarkt deutlicher fühlbaren konjunkturellen Rückgang einzelner Wirtschaftszweige auszugleichen. Außer im Spinnstoff- gewerbe ist in der Hauptsache in der Metallund Maschinenindustrie (Wersten), im Holz- und Schnittstoffgewerbe und im Verkehrsgewerbe die Zahl der 'Arbeitslosen leicht gestiegen Der Tiespunkt der Arbeitslosigkeit, her im Vorjahre erst Mitte Oktober mit etwa 850 000 Arbeitsuchenden und 442 000 Hauptunterstüt- zungsempsängern erreicht wurde, scheint in diesem Jahre wesentlich früher und mit etwas höheren Zahlen als im Vorjahre erreicht zu werden. Nationalisierung des Verbrauchs. In Oesterreich ist kürzlich von mittelständischen Kreisen eine Organisation geschaffen worden, die sich den Zusammenschluß des Verbrauchs zwecks Rationalisierung desselben zum Ziele macht. Diese neue Organisation ist sogar staatlich anerkannt worden, die Regierung will in allen den Verbrauch betreffenden Fragen mit dieser neuen Derbraucherorganisation in Verbindung treten. Man rechnet in Oesterreich damit, daß es darüber hinaus bald zur Schaffung von Konsumentenkammern, juristisch angeglichen an die Handelsoder Handwerkskammern, kommen wird. In Deutschland ist im Zusammenhang mit der großen, alle Zweige der Industrie erfassenden Rationalisierung auch bereits von der notwendigen Ergänzung dieser industriellen Rationalisierung durch die Verbraucher geschrieben und gesprochen worden. Die Rationalisierung des Handels als des Mittlers zwischen Produzenten und Konsumenten hat leider in Deutschland noch keine Erfolge auszuweisen. Man denke nur an die hundertprozentig« älebersetzung deS deutschen Getreidehandels, di« man jeder Kritik gegen die jog Scheuer-Transaktion entgegenhalten könnte. Die Rationalisierung bei der industriellen Produktion. die sich auf die technische Produktion (fließendes Band als ihr stärkster Ausdruck), arbeitsorganisatorisch auf den Ausgleich menschlicher und technischer Arbeit, arbeitspolitisch auf die Auslese des Arbeiterstandes, absähorganisa- torisch auf den günstigsten Vertrieb erstreckt, ist in Deutschland mit (Srfolg durchgeführt worden, und es wird auf diesem Wege noch vieles nachzuholen und zu erreichen sein. Ganz anders aber steht es in Deutschland mit einer Rationalisierung des Verbrauchs. Deutschland ist ein Land, dessen Käuserschicht das Individualitäts- Prinzip des Geschmacks bei seinen Käufen ganz besonders zum Ausdruck bringt. Es wird schwer sein, deutsche Käuferschichten in eine gemcin- same Organisation zuf ammenzubringen, um einheitliche Richtlinien für den Verbrauch aufzustellen. Zu dieser Auffassung einer schwierigen ober sogar unmöglichen Durchführung einer Verbrauchsrationalisierung in Deutschland hat man um so mehr Grund, als die Geschichte der volkswirtschaftlichen Entwicklung bisher immer bewiesen hat, daß der Geschmack des Jstdividuums den Verbrauch bestimmt, und daß ferner die Geschmacksrichtung einzelner Individuen für die Masse ausschlaggebend gewesen ist. • Lederwerke Martin Zimmer 21.*©., Offenbach a. M. Die a. o. G.-V. dieser Gesellschaft beschloß das Aktienkapital um 630 000 Mark auf 1,20 Mill. Mark zu erhöhen, nachdem zunächst nur eine Erhöhung um 400 000 Mark auf 1 Mill. Mark beantragt worden war Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlv'lcn. Dic neuen Aktien werden zu Vari von einem Konsortium übernommen, dem u a. alte Aktionäre der Gesclllchalt angcbörm. Dio Kapitalerhöhung wurde mit der Rotwendigkeit e n es weiteren Ausbaues tu den ersten Karsen fcstzu stell ende Besserung erreichte jedoch noch nicht die vorbörslich erhofften Ausmaße und an verschiedenen Märkten traten sogar leichte Rückgänge ein Die Ursache scheint im wesentlichen am Ordersmangel zu liegen Das Geschält war daher auch heute sehr klein da auch bi- Spekulation nur vereinzelt für Svezialwertc etwas Kautneigung an den Tag teg.e Die Kursentwicklung war uneinheitlich, wöbe» d.e Abweichungen vereinzelt über 1 Pro;, dinausgingen. Interesse bestand vor allem für Elckrrowerie. von denen Siemens 1.75 Prozent und G«turei 2.25 Prozent gewinnen konnten Der Ehemtemarki log still. Farben und Scheideonstalt waren taum verändert Für Monranwerte ließ das Geschäft stark nach. Autoaktien warm ebenfalls leicht an- geboten. Adler verloren 2 Prozent. Von den Kaliwerten waren Salzbeilurih 2 Prozent erhöht. Aschaffenburger lagen eher schwächer, ^ichsbank minus 1.25 Prozent. Deutsche Anleihen waren kaum verändert, von den ausländischen Renten konnten «ich Anatolier gut behaupten. Türken lagen fester Im Verlaufe schrumpfte dos Ge- fdjäH auf ein Minimum zusammen, und bte Kurte bröckelten verschiedentlich leicht ab. Der heutige Zahltag brachte keine Schwierigkeiten und war eher leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1962. gegen Pfunde 20.365, London Kabel 4,5830, Paris 124.28. Mailand 92,83, Madrid 29.10. Holland 12,10’ ,. Frankfurter tz-ctreidcbörse. Frankfurt a. M. 16 Aug Der htesig« Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Dos Geschält war nach tote vor äußerst klein unb auch ettooS schwächer. We zen und ebenfo' MoiS verloren eine Viertelmark Auch Roggenmehl mußte e.ne Viertelmark nachlossen. Es wurden notiert: Weizen, gut. gcckund, trocken, b s zu 1 Prozent Auswuchs 24.50, Roggen 23.50: Sommergerste für Brauzwecke 27 b s 28: Haler, .irländischer 26.75 bis 27; Mais gelb) für finiter- zwecke 23; Mais «gelb) für andere Zwecke 34 bi8 34.25: Roggen mehl 33.25 b's 33.75. Weizenkleie 14,15. Roggenklete 15,50. Tendenz, ruhig Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M. 16. Aug. Auftrieb 110 Rinder. 1153 Kälber. 165 Schafe. 983 Schweine. Es wurden notiert: beste Mast- und Saugkälber 68 bis 72, mitUerc Mast- und Saugkälber 63 bis 67, geringe Kälber 53 bis 62: Mastlämmer und jüngere Masthämmcl. Weidemast, 50 bis 54. mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe. 44 bis 49; vollfleckchiae Schweine von etwa 240 bis 300 Psund Lebendgewicht 77 bis 79, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80. von ettoa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 77 bis 79. fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 73 bis 77. Markt verlauf: Kälber schleppend, lleberftanb, Schafe ruhig, aus verkauft, Schweine schleppend, ilcberltanb. Bcrliner Viv *ukubu rsc. Berlin, 15. Aug. Die feste Stimmung an den Auslandbörfen hielt an unb übte auch hier, namentlich für Weizen, einen befestigenden Einfluß aus Am Weizenlieferungsmarkte lagen alle Sichten zwei Mark höher, dagegen war Roggen, stetig bei wenig veränderten Preisen. Die eif- offerten für Auslandgetreide waren von den Abladern beträchtlich erhöht worden, die zweite Hand aber ist mit billigeren Offerten am Markte. Die Forderungen für Inlandtocizen und -Roggen lauteten gleichfalls höher. fiür Roggen für schnelle Lieferung wurden ve^chicdentlich höhere Preise bewilligt. Am Mehlmarkt h«it sich wenig verändert. In Roggeiimehl waren keine Umsätze zu verzeichnen. In Hafer wurde bahnftebenbe* Ware alter Ernte hier unb ba verkauft. Rcubafcr ist weiter reichlich angeboten. In Wintergerste entwickelte sich nur kleines Geschäft, besonbers nach den Küstenplätzen. Sommergerste ist stark an geboten. Die Brauereien sind mit ihren Anschaffungen vorsichtig. Die Gebote lauten eher etwa- niedriger. Letzte Nachrichten. Bergwerlsunglück in pennsylvanien. Loalpork (pennsylvanien), 16. Aug. 3n der Grude der Loalport 3roona Tool Lo. ereignete sich infolge einer Explosion ein Gesteinseinst u r ,. von den in der Grube befindlichen 14 Bergleuten kamen 1 3 ums Leden. Ihre Leichen wurden geborgen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschloßenen Divibenbe an. — ReichSbankbiSkoni 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Frankfurt a. M Berlin Sd>lu6-| flure I 1 Uhr- Nur» 5-, — — 142.9 145 . :»Ubmibi . ....... 6 98 96.25 -36 Suigetirerte ........ 4 109.75 110.5 US.75 110.25 nrtanatwikÄflfi......u 176.75 Frankfurt a. M Berlin Lchluk- Rur» t-Uhr- Rur» S-hluh Rur» Anfang Rur» Tatum: 15. 8. 16.8. | 15. 8. | 16. 8. *gfjtlipp Holjmann .... . . 7 146 - 1*7,6 '47.6 ^elbc(berget dement . . . . 10 136.5 — — — Tement ffariitabi . . . . . 8 165 — — * Dayb 4 8"'tag ..... . 10 — 145 — — edjultbeU Batzenhot« . . . 15 — — 341 342 l (tonte........ . 12 ■ — 300.5 302,5 Ser. Siantkolf..... . 18 — — 557 565 SBetnberg ...... . 14 — — 4"5 IMS Zellstoff fialbbof .... . 12 — 288.5 287.75 Zellstoff ttj lwlfenburg . . . 12 218 — 216.75 118.5 C6 cho'ic-ir-aliiche oigtai . . Ungarische Roten . . ... Dedifeumarkl Derlm Telegravhtsche 16.3a 167,68 21.96 111.68 59.11 3.53 111,99 30.62 69.56 U.39 72.90 —FrcmNur 2 u « , oh 16,44 168,55 1 112.13 M.35 2,65 111.43 80.91 69.81 12,45 73.20 a. BL lang la . flnguü 16. flugnft Amtlich« Rott rung (Leib Sru' Smtltche uk(6 Rottzruna Bru Lmst.-Rott Burn.-Ktre< t#rfi.-ftnrn> ttbrrirtcjit i sownhag.n Cttxfbelnt Aelr.ngfgti. Italien. . L.nvon. . . 01 «wart . . Sari«.... Schweiz . - Spanien . .taoan . . ■Hut besait Sten in D-- Ce>1- abgeft Vrn« - Belgrad .. «nvaoeft. . vnlaarien Lriladon IV.K 1-767 jü.ia in,«» 111,99 112.ZU IU.54S . I.9J .11.35 1.1935 16.37 • 9.6-1 61,90 I.bb8 ..4995 J9.13 13.426 7.373 -.037 !>.'■’ 81,32 2.159 M.4 112,1 112.1 117.4 10.56 21,1 29,5 4.701 16.4 ■*1.6 70. V 9.501 v».; 12,44 7,3t 3,0 19.1 81,4 Z. tf i 4 0 » 7 5 l 4 4 5 -7 6 3 J 8 A H68J3 1.767 58,34,5 iü.-i 111.>0 112. H 40.55 .'1,93 ZU. 445 16..03 9O.t9 Gl 83 1.87» J.54XI -9,10 12.423 7.368 .*3,06 1,028 18. t:. 81.30 118,46 1,771 58.425 113,06 U-'.tot 112.49 19.57 <1,97 20,355 4,no5 16.465 Ä.M 69.97 l.frfrj 9.503 »9.23 13,444 Bus 73,<0 3.034 18,97 »1,46 1.11A Stchen. £.mabc Uengnon . . Un 5.415 4.195 4.193 26.875 5.4X5 4.203 4.301 20.915 5,425 4,193 4.29, 10.867 • 5,415 4.201 4.301 0.907