Nr 80 5rftes Platt 178. Jahrgang Montag, |6. April 1928 Ur |d) t m i iäqlid),aufeeT Sonntag» anb oreiertaqs. Beilagen. Siegenei JamtlienbläUe: (Selmat im Bild Vie Scholl» maeats-Be$ng»»rel$; 2 Reichsmard unb 20 Reichspfenntg für Trüget» lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummem n folge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 61, 54 unb 112 «»schrtst ftx Drahtnachrichten: Anzeiger •lefteu PotfAeflonto. Steirfnrl am Main 1 IBM. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick vstd Verlag: vrßdl'sche U«iverfilSlL.V»ch' und Stetaöniderei R. tange in Steilen. Zchristlettung und Kefchüflrstelle: Zchulkttahe L innahmr ron Anzeigen fit M« lageennrnmer di» juwi Nachmittag oorhet. Preis für 1 mm höhe tit Anzei en VON 27 mm Breite örtlich 8, ausmjri« 10 Reichspfennig- für Reklameanzeigen von 70 irm Breite 35 Reichspfennia, Dlaßvorschrift 20' . mehr. Chefredakteur Dr. Friedt. Drlh. Lange. Verantwortlich für Vohnk Dr. Fr. Dilh Lange für Feuilleton Dr fvlbpnot, für den übrigen zed Ernst Blumfdjcin; für den An- »eigenteil flurt fSillmann, iämtlich in Sieben Der Flug der Bremen über den Atlantik. Die tage der „Bremen". Schwier igeVerständigmig.-TerWeiterflug Quebed, 15. April. (WTB.) Die Isolierung der durch eine SiSschranke von zehn englischen Meilen von der Welt abgesperrten deutschen Flieger wird noch dadurch verschärft, daß der einzige Telegraphendraht aus Scven Island im St. Lawrence-Goli gerissen ist. Meldungen müssen nach Famepoint telegraphiert werden, von wo sie drahtlos nach Point Amour gesandt werden Die Ausbesserung der Leitung, deren Unterbrechung anscheinend durch die Witterung erfolgt ist. wird mit größter Beschleunigung durchgeführt. Die kanadische Regierung Hot alte Stationen der Umgegend der Meerenge von Belle Isle angewiesen, alle erhältlichen Meldungen bekanntzugeben. Der Funkbeamte von Point Amour wurde von Dutzenden von Radio- stationcn über weitere Rachrichten bedrängt, doch konnte er nur antworten, daß er alleS. was er wußte, bereits mitgeteilt habe und daß die Uebermittlung weiterer Einzelheiten nur durch Kurier oder Hundeschlitten über die Eisfelder möglich sei. die Green Ich Island von der nächsten Telegraphcnstation Lang Point trennen. Oll an vermutet, daß die .Bremen" infolge der Abweichungen deS Kompasses vom Kurs abgebracht worden sei. Greenly Island liegt in derselben Gegend, die seinerzeit durch Flugzeuge nach Rungesser und Coli abgcsucht wurde. Rach drahtlosen Rachrichten, die am Spätnachmittag cmgegangeii sind, kann die.Bremen", die nicht ernstlich beschädigt ist, erst nach Reuyork weiterfliegen, wenn sie über neue Brennstoffvorräte verfügt. Der in Point Amour lagernde Brennstoff ist ungeeignet. Es wird versucht werden, die notwendigen Borräte von Quebec durch zwei Flugzeuge, die heute ausgestirgen find, nach Greenly Island zu schassen. Die Flugzeuge, in denen auch Zeitungs- berichterstatter und Filmphotographen Platz genommen haben, sind mit Vorrichtungen zur Landung auf dem Eis ausgerüstet. DaS eine der Flugzeuge soll nach einer späteren Meldung bereits auf Greenly Island gelandet sein. Die Hilfsaktion. Reuhork. 16. April. lWTD. Funkspruch.) Hertha Junkers kündigte an, daß sie am Montag oder Dienßtag, falls eS die Weilerlage gestattet, mit dem I u n k e r S f l u g z e u g F. 13 nach Montreal fliegen werde, wo sie weitere Maßnahmen treffen werde. Fräulein IunkerS ersuchte den Ottawa-Flugdienst, Benzol für bie „Bremen" möglichst nach Quebec zu senden. Freiherr von Hüneseld worbe durch einen Junkspruch von den unternommenen Schritten unterrichtet. Rach einem Funkspruch aus Quebec vom 15. April, 10 Uhr abends, ist das kanadische tranS- kontinentaleLustverkehrSflugzeug, daS am Samstagabend die (Murray-Ducht verlassen hatte und zu einer Rotlandung auf Seven Island gezwungen worden war, am abend wohlbehalten an feinem Ziele, der Greenly- Insel, eingetrvsfen. OerMonicalm im Eis stecken geblieben Ottawa, 16. April. (WTS. Funkspruch.) Das Marinedepartement hat gestern abend eine drahtlose Mitteilung von dem nach der Greenly Insel unterwegs befindlichen Regierungsdampfer „Monl- calm" erhalten, die besagt, daß das Schiff auf ein Eisfeld getroffen sei und daß der Südwind, der den ftanöl zwischen dem Treibeis und der Küste geschlossen hat, den Dampfer am weiteren Jortfdjteiten verhindert. Das Schis suche einen sicheren Ankerplatz für die Rocht, wenn sich die wetterbedingungen nicht ändern, so dürfte sich die Ankunft der ..Montcalm" bei der Greenly Insel bi» aus unbestimmte Zeit verzögern. Die Begeisterung Amerikas. Unverwüstlicher Optimismus über daö (Gelingen des Kluges. Reuyork. 14.'April. (WB.) Obwohl Der ganzen Lage her Dinge nach naturgemäß über hen Tag. an hem bie Helden der „Bremen" in Reuyort eintreffen »erben, noch nichts gefagt werden kann, werden h'.er die Vorbereitungen für ihren Empfang, der nach dem Empfinden her Reuyorker Bevölkerung dem Empfang Linbberahs nicht nach stehen soll, eifrig fortgesetzt. Bemerkenswert ist der Optimismus mit dem während der aufregenden Wartezeit die Bevölkerung an der Auffassung fefthielt, daß den Leuten der .Bremen" das Wagnis gelingen werde. Rachdem die Rachricht von der Landung eingetroffen war. waren auf den Straßen wie in den Verkehrsmitteln überall Aeußc- rungen in dem Sinne zu Horen, man habe keinen Augenblick daran gezweifelt, daß die .Bremen"-Leute es schaffen würden. Bürgermeister Walker verweilte mehrere Stunden auf dem Flugplatz. Trotz der un- m nordwestlicher Luftschiff Das jedoch bestimmten Rurs Richtung nach Oppeln—Breslau. überflog dann um 0.30 Uhr Oppeln mit dem Kurs Breslau, wo es um 2 Uhr erschien. Gegen 7.45 Uhr wurde das Luftschiff dann übet 5t o( p gesichtet. Oer Flug EosteS und £e Brix'. Paris. 15. April. (WTB) Den Samstagnachmittag in Paris gelandeten Fliegern Softe und L e Brix ist ein herzlicher Empfang zuteil geworden, an dem sich die Regierung, die Muni- zwalbehörden und die verschiedensten sportlichen Vereinigungen beteiligten. Der Flug von Eoste unb Le Brir verdient Bewunderung, wenn man sich folgende Zahlen vergegenwärtigt: zurückgelegte Strecke 56 670 Kilometer, Dauer deS Fluges 337 Stunden 27 Minuten. Abwesenheit von Paris 187 Tage, tägliche Durchschnitlsllug- ftrede 300 Kilometer. Zahl der Etappen 38, größte Etappen länge 1491 Kilometer, allgemeine Cs ist der höchsten Taten Fluch und Glanz, daß sie her Besten ganzen Einsatz heischen. Schon bangten wir und befürchteten wir das Schlimmste, daß die Warner Recht haben könn- ten Da kam bie befreiende Botschaft: der Rord- Allantik von Ost nach West gegen Wind unb Schneesturm bezwungen — von einem deutschen Flugzeug — nach sieben vergeblichen Ansätzen. Don einem deu tschen Flieger, nachdem sieben Fremde bei dem gleichen Unterfangen ihr Leben lassen mußten. Wir hatten gewarnt, die ganze öffentliche Meinung, die Preise, sogar der Erbauer des Flugzeugs, das Luftverkehrsunternehmen war von dem Flieger abgerückt. die Behörden halten seinen Flug zwar nicht verboten, ihm aber ben Beistand versagt, denn die deutsche Oefjentlichkeit konnte die Verantwortung für ein so schwieriges Unternehmen nicht tragen, daS durste nur ein einzelner tun. (5 v hat gewagt und gewonnen. Freilich sehr lnapp gewonnen. Tie Qiotlanbung 'an Schnee- sturm an der Küste, die vielleicht einem anderen als dem Rachtflieger Köhl nicht so geglückt wäre und di« bebauerlichc Beschädigung des siegreichen Junkers-Flugzeuges beweisen ja g .rade.wie berechtigt jene Zurückhaltung und Wanrung waren. Wer den Pour-le-M«-rite-Flieger Köhl kennt, weih, daß er sie nicht leichtfertig in den Wind schlug, sondern mit vermehrter Sorgfalt erwog. Daß das ungeheure Wagnis gelang, ist uns nun doppelte Freude. Rach den verkehrsmahigen Leistungen des Pekingflugs der Deutschen Luft-Hansa und deS Afrika-Flugs von Mittelholzer hatte bie deutsche Luftfahrt in den Fernflügen nach West unb Ost Rückschläge erlebt unb Kritik erfahren. Köhl hat diese Scharte ausgeweyt. Wenn er bejubelt in Reuyork einzieht, als der erste Flieger, der unmittelbar von Europa kommt, dann wird er fühlen, daß er eine B rü cke über den Ozean ge'chlagen hat. Die Fliegerei we.ß ihm dafür besonderen Dank. Der Rordallantische Ozean von Ost nach West gegen den Sturm, nicht in sportlichem Re- kvrdstreben mit förderlichem Rückwind. bezwungen! Jetzt können andere Verkehrszweige auch das Lufllchifs. nicht mehr behaupten, daß Flugzeug. das schnellste Verkehrsmittel über See, sei ja gar nicht in der Lage, von Europa nach Rordamerika hinüber zu kommen Freilich, biefer günstigen Rachrichten über daS Schicksal der .'Bremen" weigerte er sich, den Glauben an daS Gelingen deS FlugeS aufzugeben. „(Mögen auch b ie deutschen Flieger, so erklärte er, Reuyork nicht erreichen, ich fühle dennoch. daß bie Flieger bet .Bremen" auf diesem Kontinent weilen." Später gab Bürgermeister Walker durch den Rundfunksender folgende Erklärung ab: .Die Loyalität und Treue der vielen tausend Manner unb Frauen, bie hier seit dem frühen Morgen in Erwartung her Ankunft her .Bremen" versammelt sind, ist die schönste Kundgebung, die ich je erlebt habe. Ihr Vertrauen auf die Männer im Flugzeug und ihr Glaube an die allmächtige Vorsehung ist ein großer Tribut an die Mensch- )eit. Ich persönlich weiß, daß die Flieger kommen werden, und ich bleibe hier, bis fte kommen. DieS ist mein persönlicher Entschluß, und ich betrachte dieS alS meine offizielle Pflicht." Bürgermeister Walker trug bei feinem Aufenthalt in Mitchelsield bie deutsche Rote-Kreuz- Medaille an der Brust. Seit Llndberghs Ozeanflug hat kein Ereignis hier solch starkes allgemeines Interesse, solche Bewunderung und Anerkennung und solchen Riesenjubel ausgelöst, wie die Leistung der „‘Bremen". Die Morgenblätter widmen den Berichten über den Flug viele Seiten und betonen das Gefühl der Erleichterung, daS sich aller bemächtigte, alS nach angstvollen Stunden der Ungewißheit die Meldung von der Landung eintraf. .Associated Preß" veröffentlicht zahlreiche Aeußerungen der Anteilnahme an dem Ozeanflug der .Bremen". Unter ihnen befinden sich Aeußerungen deS HllfSsekretärS deS KriegS- amtes, Dawisvn. der betonte. Amerika werde ben Fliegem einen begeiste r t e n <8 mpsang bereiten. Eommander Büro weist auf die Leistungen, den Mut und die Geschicklichkeit bet Ozeanflieger hin, die Deutschland und Irland zum Ruhm gereichten. Der Flieger Lloyd Bennet erklärte: Die .Bremen" kämpfte gegen die furchtbare ilebennadjt der Elemente. Mit der Erreichung Labradors vollbrachte sie etwas, was noch niemals vollbracht wurde. Der Flieger Balch en sagte. Alle Umstände waren für die .Bremen"-Flieger ungünstig. Sie haben etwas Großartiges geleistet. Lev Ine erklärte: Der .Bremen"-Flug ist der bemerkenswerteste Flug, der bisher unternommen wurde. — Wie „Reuyork Times" meldet, erhielt dieses Blatt bis gestern abend 1 1 6 33 telephonis che Anfragen nach dem Verbleib der „Bremen". Beim Fluge Llndberghs wurden 10 000 Anfragen an das Blatt gerichtet ____________ Hauptmann Köhl an Botschafter v. prittwih. Washington. 16. April. kWTB. Funk- spruch.) Der deutsche Botschafter v. Pritt- wih und Gafsron erhielt folgendes Telegramm von Hauptmann a. D. Kohl Rach dem mit Gottes Hilfe glücklich vollbrachten Oftwest- flug begrüßt die Besatzung des deutschen Flugzeugs .Bremen" den Bottä-afker des Heimatlandes. gez. Hauptmann Köhl, Kommandant Z i tz m a u r i c e, Baron v. Hüneseld. Der Botschaster drahtete an Köhl: Bielen Dank für das Telegramm. Ich hoffe, daß Sie mein erstes Telegramm erhalten haben. Empfangen Sie und Ihre Begleiter nochmals den herzlichsten Glückwunfch zu dem glänzenden Erfolg und den Ausdruck meiner aufrichtigen Bewunderung für bie tapfere, denkwürdige Leistung. Ich wäre für die Benachrichttgung von einem Weiterflug dankbar und freue mich. Sie alle bald hier begrüßen zu können, gez. von P r i t t w i tz. Sic Glückwünsche des Reichspräsidenten und der ÄeiHsrepiernng. Wie jchon in einem Teil der Saiiwtag-Aujlage gern elbet, hat Der Herr Reichspräsident an Hauptmann a. D. Köhl das nachstehende Telegramm gerichtet. „Den kühnen Ozeanfliegern herzlichen (9 l ü tf ro u n f d) 3U ihrem schönen Erfolg. o o n Hindenburg, Reichspräsident." Der Herr Reichskanzler sandte folgenden Glückwunsch: „Den ersten europäischen Fliegern, denen es gelungen ist, den Ozean von Ost nach West zu überfliegen, herzliche Glückwünsche. Unsere Freude ist um so größer, als dieser Erfolg der deutschen Technik unb dem Wagemut deutscher Flieger zu danken ist. Durch sie übermittelt Deutschland demamerika Nischen Volke seine Grüße als Ausdruck geistiger Verbundenheit und Freundschaft. Reichskanzler Dr. Mar jr.* Reichsminister Dr. S t r e f e m a n n telegraphierte. ,^um Gelingen des ersten Ozeanfluges von Oft nach West Ihnen und Ihren Begleitern herzlichste Glückwünsche. w Reichsminister Dr. 61 r c f e m a n n." Oie Glückwünsche des Präsidenten Coolidge. Washington, 14. April. (WB.) Präsident Eoolidge sandte über die Marineradiostation an hie .Bremen"-Flieger nach Greenly Island folgendes Teleara,nm .Meine herzlichsten Glückwünsche yut glücklichen Landung nach ihrem glänzenden Deststug über den Rordatlantik. — Präsident Eoolidge hat ferner an ben Reichspräsidenten daS nachstehende Telegramm gerichtet: .Die amerikanische Ration freut sich mit mir über die erfolgreiche Ucberquerung deS nordatlantllchen OzeanS von Osten nach Westen durch Hauptmann Köhl unb feine Begleiter. Ich beglückwünsche Sie unb bie deutsche Ration auf daS herzlichste zu dieser glänzenden Leistung, gez. Ealvin Eoolidge." Der Reichspräsident hat mit folgendem Telegramm gedankt: .Im eigenen, wie im Rainen deS deutschen Volkes, spreche ich Ihnen und der amerikanischen Ration für bie so freundlichen Glückwünsche zu dem gelungenen Ozeanslug der .Bremen" meinen aufrichtigen Dank auS. gez. v. Hindenburg. Reichspräsident." Oie Anteilnahme Oesterreichs. Berlin. 14. April. (WB.) Der österreichische Bundespräsident Hainlsch hat an den Herrn Reichspräsidenten folgendes Telegramm gerichtet: .Stolz auf ben neuen Beweis deutscher Tatkraft unb hohen technischen Könnens, den bie Besatzung der .Bremen" durch die erste ileberfliegung deS Ozeans von Europa aufl erbracht hak, entbiete ich Euer Excellenz unb dem deutschen Volke i m Hamen ganz Oesterreichs herzlichste Glückwünsche." — Der Herr Reichspräsident bat mit folgcnhem Telegramm geantwortet Euer Excettenz spreche ich für Ihre auch im Ramen ganz Oesterreichs übermittelte freundliche Anteilnahme an dem Gelingen deS Ozeanfluges her .Bremen" meinen herzlichen Dank au# gez. v. Hindenburg. Reichspräsident." Die Freude in England. (Eckwimschc drd Königs. London, 14. April. (WB.) Anläßlich deS Fluges der .Bremen", der in allen Teilen Englands die aufrichtigste Bewunderung und Freude ausgelöft hat, sind her deutschen Botschaft in London auf mündlichem, telephonischem und telegraphischem Wege zahlreiche Glückwünsche übermittelt worden. Der Privatsekrctär deS Königs. Lord Dtamfordham, hat aus Schloß Windsor an ben deutschen Botschafter folgendes Schrei- Flug ist noch kein Verkehrsflug, sondern ein rein sportliches Unternehmen mit einem einmotorigen Landflugzeug. Aber für den künftigen Ozean-Luftverkehr war es nötig, baß zuerst einmal ein Mann hinüberkam. Diese Bresche hat Köhl gelegt. Unb noch etwas anderes lehrt uns fein Flug: Köhl ist ebenso wie Lindbergh. Chamberlain und viele andere .Landflieger", der selten über dem Wasser geflogen ist. Das sei denen entgegen- gehalten, die den Ozean-Luftverkehr ausschließlich den alten Seeleuten Vorbehalten wissen wollen. Selbstverständlich gehört zum Verkehrsflieger über See die Seemannschaft, aber in erster Linie ist er nicht .Landflieger" oder .Wasserflieger", sondern .Luftllieger"! Auch daß ein Mann, der bei her Lufthansa Jahre hindurch Verkehrserfahrungen sammeln konnte, gemeinsam mit her Schiffahrt das Werk vollbrachte, soll uns lehren, daß die gewaltige Ausgabe des künftigen Ozeanluftverkehrs, nicht in einem Gegeneinander der deutschen Luftver- tehrsuntemehmen und der einzelnen Schiss- fahrtSgesellschasten. sondern nur in engem Zusammenarbeiten aller Stellen, di: zu seinem Gelingen beitragen können, bewältigt werden kann. Wir wollen aber nicht vergessen, daß das Ziel des regelmäßigen Ozeanluftverkehrs durch Köhls Flug zwar in größere Rähe gerückt, aber immer noch eine dornenvolle Strecke Weges entfernt ist. Lteberhvren wir daher im Siegesjubel die Warnungen nicht: es gilt zu verhüten. daß ein Zweiter und Dritter, weniger sorgsälttg vorbereitet, ohne die Fähigkeiten und Erfahrungen des Rachtfliegers Köhl, ihn zu übertrumpfen sucht, unb Schiffbruch erleidet Es gilt zu erreichen, daß der Luftverkehrs- geb ernte, der in dem 5 Lug gegen den Wind liegt, durch Einsetzen Verkehrs mäßiger Flugzeuge mit allen Sicherheitsvorrichtungen mehr und mehr verwirklicht wird, bis das Ziel eines zuverlässigen Ozean-Schnellverkehrs durch die Luft erkämpft ist. Dazu ist heute der erste Schritt getan Rach jahrelangen technischen Hemmungen und trotz jeher Wlrtschaftsnot hat es ein deutsches Flugzeug mit einem deutschen Motor vermocht. Rach manchen betrüblichen Fehlschlägen aufopfernder Arbeit unterer Flieger ist es einem Deutschen gelungen. Das soll für den Aufstieg unteres Voltes ein glückhaftes Omen sein ben gerichtet .Lieber Botschafter! Der König hat mich ersucht. Euer Exzellenz dazu zu beglückwünschen. daß der deutsche Eindecker .Bremen" den Atlantischen Ozean überflogen und seine Mannschast in Sicherheit gelandet hat. Der Erfolg des Fluges ist um so bemerken-wert er angesichts der Jahreszeit und des ungünstigen Wetters." Der Staatssekretär für Lustsahrtwesen. Sir Samuel Hoare, hat den deutschen Botschaster telegraphisch die wärmsten Glückwünsche des Lustrates anläßlich der ersten Ileberfliegung des Atlantischen Ozean» von Osten nach Westen von Seiten her deutschen Flieger übermittelt ■ Der Flug der „Italia". Ter Nordpolfluq des Generals Nobile. Stolp, 16.April. (WTB. FunkfpruD. Das Luftschiff „Italia", mit dem her italienische General Robile von hier mis zum Notdpolflug starten will, ist am Somrtagmittag um 2 Uhr in Mailand auffle fliegen und ohne Zwischenlandung nach einem Flug über Brünn, Wien, Gleiwitz. heute Montagmorgen 835 Uhr auf dem hiesigen Flugplatz glatt gelandet. Das Luftschiff hatte am ecmntagimttag im Glotzer Steffel rin Gewitter zu überstehen, wobei es anscheinend ferner Antenne verlustig ging, jo daß fein Empfang von Rachrichten auf dem ^ustjchisf mehr möglich mar. Dadurch Der lor das Luftschiff auch die Orientierung. Gegen 7 Uhr erschien es über Kofel, gegen 8 Uhr über ® I c i • viitz m Richtung flratau. In Krakau drehte bas Luftschiff um und erschien gegen 10.30 Uhr abends abermal5 über Gkriwiy und überflog hier den Flugplatz. Es ließ hier zwei rote Rccketen ab, die de" Wunsch jur Landung zu erkennen gaben. Er machte dann auch während einer Stunde wiederholt Versuche ,jur Landung unb ging einmal bis auf 150 Meter herunter. Plötzlich nahm bas Luftschiff dann Hauptmann Köhl. Don Dr. S Sverling, Referent im Deichsoerlehröministerium und Professor an der Technischen .Hochschule, Äerlin. Surchfchnittsst'urdengeschwindigketl 167 Kilometer. Ser Start «folgte am 10. Oktober in Le 2ourget nach St. LouiS (4600 Kilometer). 2tm 16. Oktober erfolgte der Start von St. Louis nach Äatal (Südamerika- (3400 Kilometer), dann folgte der Etappenflug über den omerikam- sch«n Kontinent bis nach San Franzisko <7. März), von dort per Schiff nach Tokio und von Tokio der Lieberlandslug nach PariL Die bedeutendste Etappe des -weiten Teiles war der Flug Tokio--Hanoi. Erneute Paßkontrolle im englisch besetzten Gebiet. Vergcltung»maßnahmc für Labotageaktc. Frankfurt a. M.. 14. April. (XU.) Einen schlechten Dienst leisteten einige unbesonnene Elemente, die vor einigen Tagen daS einem englischen Offizier in Wiesbaden gehörende Auto st a h - l e n, damit vor die Stadt fuhren und den Wagen dort verbrannten. Ferner wurden etwa ein Dutzend englische Autos, die unbewacht aus der Straste standen, durch Zerschneiden der Reifen, Polsterverdecke usw. bc« schädigt. Als Strofmahnahme hierfür hat das englische Oberkommando in Wiesbaden ungeordnet, dast ab Sonntag, den 18. April im englisch besetzten Gebiet die Paßkontrolle wieder e i n g e f ü h r t und streng gehandhabt werden soll. Alle in daS von Önglänöetm besetzte Gebiet reisenden Personen müssen daher den vorschriftsmäßigen Personalausweis vorzeigen (Simen. Diese für das Publikum lästige Maßnahme soll so lange durchgcführt werden, biß tfie Tater ermittelt sind Oer Reichswahlvorschlag der deutschen Volkspartei. Berlin. 14.April. (TU.) Der Reichswohlvor- 'chlaa der Deutschen Bolkspnrtei fieht folgende Kan- dida«n oor: 1. Reichsministei Dr. Strekemann ('Berlin), 2. Reichsminister a. D. Dr. Schal z, (Charlotten- bürg); 3. Reichsmimsier Dr. Curtius, (Berlin- Dahlem). 4. Geh. Äuftizrat Prof. D. Dr. Kahl, ^Berlin-Wilmersdorf); 3. Frau Oberftudiendirek- torin Dr. fflah (Stettin); 6. Gewerkschoftsvorsitzen. der Thiel, (Bettm-Wilmersdorf); 7. Reichsnüni- ster a. D. Dr. Becker. (Darmstadt); 8. Stantssekre- far z. D. Kempkcs, (Eharlottvnburg); 9. Laitd- rtrirl Hamkens, (Hanredder, Holst.); 10. Postamt- mann Marath. (BerliN'Zchlen'dvrs); 11. Geh. Iuftizvat Dr. Zapf, ('Zweibrücken); 12. Bergmann Winnefeld. (GlinnigselL, Kr. (tzelsenkirchen); 13. Generaldirektor Köngeter, (Düsseldorf); 14. Malermeister Havemann (Hildesheim); 15. Syndiku Keinath (Berlin); 16. Frau Elara Meude, Hausfrau (Berlin-Tempclhof): 17. Staatssekretär a. D Walther (Berlin); 18. Rittergutsbesitzer Reichsminister a. 'S). Graf Kanitz (Podangen- und weitere 12 Kandidaten. Bei Würdigung des ReichSwahlvvrfchlages ist berücksichtigen, dast die Sperren Strefemann, Scholz, Curt'uS, Thiel, Becker, Hmnkens, Zapf, Winnefeld. Hovemaim. Frau Monde und Graf Könitz gleichzeitig auf Wahlkreislisten kandidieren. Schaltet man diese Kandidaten aus. dann verbleiben als Kandidaten für die aussichtsreichen Stellen der Reichsliste folgende: Geheimrat Dr. Kahl, Frau Dr. Matz. Staatssekretär K e m p k e S, Postamtmann Worath, Oe» neraldirektvr Köngeter (Düsseldorf), Syndikus K e i n a th, Staatssekretär Walther (Berlin) und StadtTnedizinalrat Dr. S chn e 11 (Halle). Oie Reichsliste der Völkischen. Berlin, 14. April (WTB.) Der Völkisch- Rationale Block veröffentlicht jetzt feine Rcichs- liste für die kommenden Wahlen. Auf fclen Spitzenkandidaten, Reichstagsabgeordneten von Graefe folgt an zweiter Stelle der frühere Borsitzende des Evangelischen Bundes. Hos- prebiger Dr. Doehring, als Bertreter der Deutschen Reformationspartei; der bisherige völkische Abgeordnete Henning kandidiert an dritter Stelle als Bertreter der Deutschen Ehrenlegion. Die Liste weist an siebter Stelle auch einen Bertreter der Deutsch-Konservativen Partei in der Person des Generalleutnants a. D. Wächter auf. Für den Antl-Ultramontanen Reichsverband kandidiert Professor Riegel- m a n n. für die Deutsch-Soziale Partei Reichs- bahnsekrctär Trünz und an 13. Stelle für den Stahlhelm Pastor Schultze aus Stvlp a. d. O. ’ Völkische Tagung der Deutschnationalen. Berlin. 14. Avril. (WB.) Der völkische ReichsauSschust oer Deutschnationalen VollSpartei trat heute gemeinsam mit der B i s - marcksugend. dem Stahlhelm und Öen Bereinigten vaterländischen Verbünden im LandtagSgebaude zu einer Völkischen Tagung zusammen, der auch Prinz Oskar von Preußen beiwohnte. Der Vorsitzende der deutschnationalen VollSpartei, Graf Westarp. betonte in der Eröffnungsansprache. die Deutschnationale Bollspartei' halte an ihrer monarchischen Gesinnung und an ihrer Gegnerschaft gegen die Republik fest. Trotz ihres Eintritts in die Regierung habe sie den Widerstand gegen da- jetzige RegierungS- ltzstem und die unbeschränlte Macht des Parlamentarismus nicht aufgegeben. Sie werbe das auch nicht tun. wenn sie noch einmal Re- gierungSpartei werden sollte. In einer Rede über die Außenpolitik bezeichnete es Abgeordneter v. Freytagh-Lortnghovcn al# den Grundfehler der Stresemannschen Politi! vast er Deuttchland in das Versailler Mächtefystent cmgticöcrn wolle Die Deutschnationalen könnten eine für Deutschland gesunde Außenpolitik nur in der Verständigung mit den na- türlichenSegSnspielern Frankreichs sehen Die Mailänder Totenfeier. Mailand, 14. April. (TU.) Nachdem heute vor mittag die Särge mit den 19 Todesopfern dee Bombcnanschlaaes seierlichft im Mailänder Dom auf^i'bahrt waren, sand am Nachmittag in Anwesenheit einer unüberblickbaren Menge di« Leichenfeier statt, wonach die Särge auf Artillerie- larctien zum Hauptsriedhof überführt wurden Die (finfeanung der Älchen wurde durch Kardnmlerz bischot Tofi im Beisein des gesamten Pomfnpin i- Schweres Sttoßenbahmnglück in Berlin. Entgleisung eines überfüllten Tramwagens mit Anhänger. - Sänf Tote 25 Schwerverletzte. Berlin, 15. April. (1DB.) 3n einer fiuroe auf ter Heerstraße zwischen dem Bahnhos Heerstraße und dem Bahnhof Station fprang, oermattich infolge Berfagens der Steuerung, ein Straßen - bahnwagen mit Anhänger ans den Schienen und wurde auf d i e Straße geworfen. Bei dem Unglück wurden fflnf perf onen ge- tötet und mehrere Jahrgäste schwer und leicht verletzt. Die Unfallstelle ist polizeilich abgefperrt Zu dem schrecklichen Straßcnbahnunglück erfahren wir noch folgende Einzelheiten: An den Wettkämpfen im Stadion zwischen den beiden Fußballklubs Tennis-Borussia und hertha-B. S. L. nahmen ins- gefamt etwa 22 000 Personen teil, die nach Ab- schlutz der Kämpfe schleunigst auf den bereitstehen- den Strahenbahnzügen nach Berlin fahren wollten. Der Strahenbahnzug der Linie 58E, einer der ersten, der abfuhr, war außerordentlich stark überfüllt. Ls dürften insgesamt über 200 Personen in dem Triebwagen und den beiden Anhängern gesessen haben. Als der Sttaßen- bahnzug die Kurve auf der Kreuzung passierte und infolge dec starken Geschwindigkeit — Augenzeugen behaupten, daß der Zug mit 35 bis 40 Kilometer Tempo fuhr, — umschlug, sprangen drei Triebwagenpassagiere ab, um sich zu retten. Sie sanken in die fiaie und wurden von dem unmittelbar folgenden Anhänger, der wenige Sekunden später ebenfalls umstürzte, erschlagen und teilweise furchtbar verstümmelt. Die andern sind im Triebwagen vom Tode ereilt worden. Die Gesamtzahl der Berlehken dürste nach den bisherigen Jeftftcllungen nahezu 100 betrogen, die Zahl der Schwerverletzten 25. Oie Ursache des Unglücks. Berlin. 15. April. (WTB.) Die Berliner Strahenbahn-Betrlebsgcsellschast erklärt, das Unglück am Stadion fei ihrer Ansicht nach darauf zurückzuführen, dast der Fahrer auf der abschüssigen Strahe die Gewalt über seinen Zug verloren habe, so daß die Wagen infolge der großen Geschwindigkeit an der Kurve auz den Schienen sprängen. Die sofort eingeleitete Untersuchung habe ergeben, dast die Triebwagenbremse gewirkt hat. Der Fahrer habe insofern gegen seine Dienstvorschriften verstoßen, als er nicht sofort durch Rotsignal die Schaffner veranlaßte, die Handbremsen der Wagen anzuzlehen. Er müsse die Geistesgegenwart völlig verloren haben. Der Fahrer sei fett IS Jahren im Dienst und habe als vollkommen zuverlässig gegolten. Der Schiedsspruch für den Ruhrbergbau. Von unserer Berliner Redaktion. Berlin. 16. April. Der Schlichter hat im rheinisch-westfälischen Lohn- unb ArbeitszÄtstreit einen Schiedsspruch gefällt, der tersucht, den goldenen Mittelweg zu beschreiten, mit dem aber keine der streitenden Parteien sich zufrieden gegeben hat. Die Gewerkschaften hatten hochgeschraubte Forderungen gestellt, die nur zu einem geringen Teil vom Schlichter angenommen worden sind. Die Arbeitszeit unter Tage ist die gleiche geblieben, über Tage sind einige Abstriche vorgenommen worden, die Lohnsätze sollen sich nicht um 1,50 Mark, wohl' aber um acht Prozent erhöhen. Die Gewerkschaften haben sich mit diesem Spruch nicht einverstanden erklärt. Ebenso aber must nach allem, was bisher über die wirtschaftliche Lage des Ruhrbergbaus bekannt geworden ist. auch mit einer Ablehnung durch die Unternehmer gerechnet werden. Bezeichnend für den Riedergang des Bergbaus ist die soeben beschlossene Stillegung der Zeche Johann Deimelsbsrg. die nicht weniger als 1500 Bergar beiterfarnilien ernährte. Trotz aller Bemühungen der Behörden konnte sie nicht gerettet werden, da auch eventuelle Leistungssteigerungen der Belegschaften nicht mehr auSreichten, um die auf diesem Unternehmen ruhenden gewaltigen fimiujieHen Lasten tragbar zu machen. Diese Stillegung sollte übrigens eine Mahnung sein, vorläufig nicht mehr an der Arbeitszeit und den Löhnen herumzulaborieren, sondern erst einmal eine Erholungspause für den Bergbau einzulegen. Denn sonst kann eS sehr leicht geschehen, dast der Zeche Deiinelsberg sehr bald andere nicht minder große Betriebe folgen teerten. Bis zum 18. April sollen sich die Parteien erklären, wie sie au dem Spruch stehen. ES ist damit zu rechnen, vast der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns den Schiedsspruch für verbindlich erklärt, wenn er nicht inzwischen durch das Schmalenbach-Gutachten, dessen Veröffentlichung bevorsteht, unb durch die Berechnungen, die der Bergbau auf ®runi> des Spruchs Über die neu hinzutretenden Lasten an* stellen mutz, veranlaßt wird, die Abfassung einer anderen Einigungsformel zu verlangen, die ein Umsichgreifen der Krise im Ruhrbergbau verhindert. Oer Gchiedsspruch. Berlin, 14. April. (DIB.) heute mittag wurde nach drrieiuhalblagiger Verhandlung der Schiedsspruch für den Kuhrkohlenbergbau gefällt. Der Schiedsspruch sieht die Beibehaltung der bisherigen achtstündigen Schichtzeit unter Tage vor. Die Arbeitszeit der Arbeiter über läge, die unmittelbar mit der Förderung beschäftigt find, wird von neun auf adjt Stnnden verkürzt. Ebenso erfährt die Arbeitszeit der hebet tagcarteiter in den durchgehenden Tagesbettieben ab 1. Tfiai 1928 eine Verkürzung von zehn auf neuneinhalb Stunden bei elfstündiger Schichtest und vom 1. August ah auf neun Stunden bei zehnstündiger Schichtzeit. Das Abkommen ist erfimnlig mit zweimonatiger Frist zum 30. April 1929 kündbar. Zur Untersuchung der Frage, ob und in welchem Umfange eine Arbeitszeitverkürzung im Buhcbergban wirtschaftlich möglich und aus fojmleu Gründen erfoedettich ist, soll eine paritätische k omtniffion unter Vorsitz des Oberbergamteblreftors Dr. Weife eingesetzt werden. — Die Löhne werden um acht Prozent erhöht. Sollte in der Laufzeit des Abkommens eine Kohlenpreiserhöhung ein treten, so ist die Kündigung des Lohnabkommen, mit einmonatiger Frist zum Monatseesten zuläsiig; sonst kann es erstmalig zum 30. April 1929 gekündigt werden. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 18. April 18 Uhr. Oie Gielluyg der Arbeitgeber. Der Schiedsspruch wirtschaftlich undurchführbar. Essen. 14. April. »WTB.) 3u dem Schiedsspruch im Ruhrbergbau wird uns von Arbeitgeberseite geschrieben: Dieser Schiedsspruch kann in keiner Weise alS eine tragbare Lösung der schwebenden Streitfragen im Ruhrbergbau angesprvchen werden. Eine durchgängige Lohnerhöhung von acht Prozent würde eine Mehrbelastung der Lohnkosten je Abfatz- toitnc von rund 75 Pfennigen bedeuten. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß sich auch auS der Reuregelung der Arbeitszeit über Tage erhebliche Mehrbelastungen ergeben. GS ist vollkommen ausgeschlossen, baß bei der jetzigen Wirtschaftslage des Ruhrbergbaues.eine berarttge Selbstkosteneryöhung überhaupt durchführbar ist. Man braucht nur auf die allbekannten Unter- suchungen des Reichswirtschaftsministeriums hin- AUtoeifen, die unter Einrechnung der Rebenproduktion einen Gewinn von nur. 36 Pfennigen festgeftellt faxten, der sich bei Berücksichtigung des Umstandes, daß durchaus ungenügende Abschreibungen eingesetzt sind, in einen Verlust verwandelt. Dieses Ergebnis der Untersuchung ist bekannllich durch das Schmalenbach-Gutachten vollauf bestätigt worden. Ablehnung des GchiedSspruchs durch die Bergarbeiter. ^Efsen, 15. April. (WTB.) Der Geteerk- schastsverein christlicher Bergarbeiter Deutschland- hielt unter dem Vorsitz des Abgeordneten 2 m b u s ch eine autzerordentliche Generalversammlung ab, um zu dem gefällten Schiedsspruch ©telluna zu nehmen. Die Abstimmung ergab die einstimmige Ablehnung der Schiedssprüche in der Lohn- unb Arbeitszeitfrage. Der Gewerköverein Hirsch-Duncker hielt in Wanne eine Delegiertenkonferenz ab, die ebenfalls den gefällten Schiedsspruch einstimmig a b l e h n t e. Sn beibet Versammlungen würbe erklärt, daß bas Entgegenkommen in der Lohnfrage ungenügenb sei unb mit Bedauern sestgestellt. daß die schwere Arbeit der Bergarbeiter nicht entsprechend gewürdigt werte. Auch der Alte Bergarbeiterverband und die polnische Berussvereinigung haben den Schiedsspr..ch abgelehnt. Somit haben sämtliche vier Bergarteiterorganisationen den Schiedsspruch abgelehnt. sowie des italienischen Wirtschastsministers als 23er tretet der Regierung vorgenommen. Rückkehr desKönigs nachRom Vcgcistertcr Empfang in der Hauptstadt. Rom, 14.April. (DB.) Der «wwg ist heute mittag von Ma-stand kommend hier eingetrofren. Am Bahnhof mutte er von Mussolini, von allen Mirglicdenx ter Regierung unb einer großen Zahl von Bertretern der zivilen und Mitttnrbehörteu so- mk’ einer ungeheuren Menschemmngr empianaeii. Die Königin war bau König bis ytr ersten Ata ttan vor 'narr, Iras teuere, entgegenoefahren unb kgte mW chm zusammen die letzte Streck, zurück. Die otebt war geflaggt; die ohxiRen waren voller Mem scheu Lüngo den Straßen bildeten die patriotischen 'Bereinigungen mit .zahnen unb Wimpeln Spalier. Ueber dem Bahnhof und tem Duirürol kreuzten vchl-iche fHeger. Die Geschäfte, Bureaus unb Schulen waren geschlossen. Der König fuhr in einem offenen Auto an ter Seite ter Königin zmn Quirin a l, überall herzlich begrüßt. Angestchts ter be- Wtertai Kundgebungen der Menge erschien der König nie kmien etrsviwe Orw en aniciKa n,ureichen. **D । Biegen, den 16. Avrtl 1988. | ireiMnil Bieben. Beilrhslflnortetielle edit eiche, mit 3-teil. Spiegelschrank. 2 Nachtschränke mit echtem Marmor, Waschkommode mit echtem Marmor, 2 Bettstellen, 2Stühle, nur Mk. M7.- Küche natarlaslerl Mk. 235.- — Inh.. A.Brumlik .Inmann Bahnhofstr 29. Lieferant des liess. Bcamtenbundes. Mm Seitenzweig quer über daS gange Aestchen und großen Blätter heradfeünaend tow eine umi Fenster gewundene Girlande 3< holler da» ihnen gespendete Licht, desto leuchtender die hellgelben Mecken der Blätter Dazwischen erscheinen einmal im Jahr di« prachtvollen Blüten- Große orangefarbene •Men. In der dem Landbewohner bekannten Form einer Ort»- dienertchellc. weshalb bk Stau e auch Schellen- bäum genannt wird. Der 3tr>ed meine» Lchrerben» ist erfüllt, wenn rechi Biele Gewinn daraus ziehen. Talen für Tiendtag, 17. April Sonnenaufgang 5.01 Uhr. Sonnenuntergang 18.59 Alfer. -- Mondausgang 427 Alfer. Monduntergang 15.07 Alfer 1774: Der Örfinber der Buchdruckfchnellp reffe Friedrich Ä6ntg in Slsleben geboren lgestorben 18331. 1790: Dar nordamerikanischo Staatsmann und Scheiftsteller Benjamin Franklin gestorben (geboren 1706). — 1852: Die Schriftstellerin 2da Boy-Efe in Bergedors geboren — 1895: Friede von Shimonoleki zwischen 6-feina und Japan. i?« Ampelpflanze ist sehr hübsch der Stein- bteefe auch Süßend art genannt. Sr ist sehr anspruchslos. Aus der Mutterpflanze, sie feat alpenveilchenähnliche rückmrStliche behaarte Blätter, wachsen dünne, lang feerabhängende Schnüre hervor, an deren Enden zierliche Tochter- Pflänzchen sich entwickeln. Da die Schnüre verschieden lang sind, so bietet die gegen das Licht hängende Pflanze einen grazibsen Anblick. Au« dem Innern treibt etn langer Blutenschast mit Hellen, flatternden Blütchen Gin Pflänzchen, das ich jedem empfehlen mochte, ist das ganz allerliebjtc „Lausköpfchen (Netera depressa), rührend und anspruchslos und raI$ wachsend Ss steht am schönsten auf einem seitlichen Wandbrettchen im Fenster und ist dann unsere tägliche Freude. Die rasch da» zar e Kräutchen wächst, immer länger über den Tops- ranb herunter hängt und die zierlich kleinen, der Wasserlinse ähnlichen Blättchen und Banken sich überaus dufttg. zart und doch plastisch gegen da» Helle Fenster abheben! Die schönste Zierde meines Zimmers ist cm geflecktes Lbutilon-Zimmerahorn In einem Ku- Lin hochrotes unb ein flcischrotcs Alpenveilchen bring, ich nun schon vier Jahre zum Hüben, bas ein» Im Dorwinter, bae andere im Nachwinter unb Rrüfelina. Entgegen der üblichen Meinung, daß Alpenveilchen nur von unten gegossen werden dürsen, gieße ich sie seit Jahren von oben, seitlich der Knolle, und zwar jeden Tag reichlich. Unermüdlich sind sie im Hervorbringen neuer Blüten, und alle drängen sie madjhfl dem Licht entgegen, pressen sich an die Fen» fterscheiben, weswegen man sie schon mal drehen bars. Sind bis auf einige wenige alle Blüten verblüht, so lassen wir nach mit Gießen, stellen es bald ganz ein; Ende Mai setzen wir bas Alpenveilchen mit bem Tops halb in die Erde in Halbschatten, gießen nur selten, bis sich etwa Im Juli neue Blätter zeigen. 9iun muß die Erde erneuert, die Nahrung allmählich reichlicher werden, und fe nachdem, wie es blühen soll, früher ober spater im geheizten Wohnzimmer einen hellen, nicht sonnigen Platz am Zen- ster haben. Dann wachsen die Blüten, die sich Ichon tief an der Knolle reinen, rasch heran. Man kann auch sehr gut den ©amen sammeln unb sich felbn junge Pflanzen bei zweimaligem Umsetzen heran- ziehen. Sie fmb sehr wiberstanbsfähig, kräftig und gesund. Auch die außerordentlich blühwillige dankbare Primel will ihre Buhezeit haben. Diele glauben ic nach der Blüte erledigt und werfen sie fort. Aber sie schläft nur. Im Schatten, wenig gegoßen, ruht sie unb sammelt neue Kräfte. Bald sprießen aus dem kahlen Wurzelstock junge Blättchen hervor, ein Fingerzeig für uns, sie In Irische ®rbc zu setzen, dem Licht wieder näherzubringen und fleißig die sand- haltige, lockere (Erbe zu gießen unb au düngen. Die Primel braucht viel Wasser. Je üppiger das Blatt- werk gedeiht, desto reichlicher muß die Nahrung (ein, um so voller, farbfräftlger und schöner werden die Blüten Sie liebt Hellen Fensterplatz im Winter, scheut aber die heißere Sonne, die ihre leichte Erde austrocknet und ihre Blüten bleicht. Eine reizend hübsch« Fensterpslanze ist der Rosmarin. In seinem bizarren, graugrünen Geäste! ist er ein aparter Sonderling unter allen anderen Blumen. Man zieht ihn aus Ablegern. Im Winter erscheinen viele lila Blütchen, das ganze Jahr hindurch ist er ein reizvoller, sparrig graziöser Anblick. Während des Sommers fühlt er sich außerordentlich wvbl im freien Halbschatten Im Winter am Hellen Wohnzimmerfenster. Dort ftefet neben ihm auf einem seitlichen Wanddrettchen der bekannte Gliederkaktus. der alljährlich um Weihnachten an den Blattenden seine schönen roten Doppelblüten hervortreibt. Er verlangt während der Zeit der Knospen- blldung und Blüte unveränderten Standort, mäßig warm und mäßige Feuchtigkeit. Die ®rbc. die wir ihm nach seinem Svmmeraufentfealt im Freien geben, muh sandig und sehr durch- Ssm. mbbl. S.mmer, quteKlche. Ts . Iit5. OimUlHM Zwei arofoe eleg. Zimmer ttnmobL In bester Geschäftslatze föeb terSweg» t Bureau- mecke ,u vermieten. Tchr. Antzed. u. 02942 an d. Gieß. An,, erb | Mietgesuche | .">4-Zimmer- Wohnung m11 Lüche u. Stelle-, evtl, auch beichiag n ab BieftcM. mieten geluchr. 'dar ftnfleb unter 3989D an den (Miefe. Anzelg. erbet. Z|U»N mit Küche od.AÜchen' Bovnstizen. rageskalender für Montag Stadttheater: 71/, Alfer. Gastspiel des Surt-Götz- Snlembles: .Hokuspokus" lSnde 10 Alfer). Deutschnationaler Handlungsgehilsen-Berbanfe 8 Alfer. Singsaal der Oberrealschule. Filmvortrag für .grauen und Töchter. Lichtspielhaus Bafen- bosstrahe „Sie heilige Lüge" Astoria-Licht' spiele: .Blitz, der vierbeinige Retter". Aus dem Stadttfeeaterbureau wird unS geschrieben: Als letzte Aeuheit dieser Spielzeit wird Arantisek Langer« Lust- spiel „Das .ftamel geht durch das Aodelöhr' vorbereitet, dem bei seinen bisherigen Aus- füferungen in Aranksurk. Hamburg unb Berlin einmütiger Erfolg beschieden war. Gin Stück aus dem Leben heraus, von tiefer, warmer Menschlichkeit und innerlich befreiender Lebenskomtk Die Erstausführung findet am Freitag. 20. d M statt sw. Der Finanzausschuß de« Landtags in Gießen. Der Finanzausschuß des feessischen Landtags besichttgte am Samstag hier eine Aeihe von Instituten der Atniversität. Don der Regierung waren anwesend Ministvrtalrat Dr. Löhlein vom Kultusministerium. Ministerialrat Krapp und Ministerialrat Paul vom Finanzministerium. Sc Mamiisizenz der Rektor der Landesuniversität. Pros. Dr. Rosenberg, begrüßte die Herren am Bahnhof Man begab sich zunächst im Auto nach dem unteren Hardthof. Dort wurde nach einem Dor- trag von Dr. Pfaff die gesamte Einrichtung des Gutes besichtigt Hieraus begaben sich die Teilnehmer zu dem Dersuchsgut Oberer Hardthof. um die dort befindliche Tierzucht anzusehen. Danach kehrte man im Auto nach der Stabt zurück. Die Herren wurden bann durch daS landwirtschaftliche Institut mit allen feinen Einrichtungen geführt Außerdem überzeugte sich der Ausschuß im germanischen Seminar von der Notwendigkeit gewisser baulicher Deränderunaen und hatte Gelegenheit, die neuen Räume fees kunstwissenschaftlichen Instituts mit seinem, nach den neuesten Grundsätzen einaerichteten Dor- tragssaal in Augenschein zu nehmen. Das Mittagessen wurde gemeinsam im Hotel Schütz eingenommen Am Rachmittag wurden barm noch besichtigt der Reubau der Kinderklinik, feie ntu- errichtete Hautklinik und der erst seit kurztzm in Betrieb genommene Reubau des Pfevsiologischen Instituts über dessen Aufgaben Prvfefsor Dr Seulgea einen Bvrtrag hielt Die Teilnehmer gewannen den Eindruck, daß mit diesem neuen Institut eine hervorragende Stätte für Wissenschaftliche Arbeit aeschassen worden ist. - Danach war der Ausschuß Gast deS Senats der Alniversitat beim Kaffee, der im Studentenheim eingenommen wurde. Alm 5 Alfer brachte ein Auto die auswärtigen Mitglieder des Finanzausschusses wieder zur Bahn. nach der Ztnnnertemperatur, drei 6t* vier Monate lang «ährend der 'luhezeit Line man sie auf iebr geschütztem Platz in, Freie stellen, wo weder «in», nach ranne ihr ichaden kennen Im Herbst femmi fie irisch elngetoptt wieder ine Farmer. In ähnUcher «eil« behandeln wir Calla, ow kommt während des Sommers in den (Barten, wird ohne X • P f In die Erde gesetzt, wenig aeao'ien, verliert fast alle Blätter und kommt Im September/ONoder ans helle wann« Vohnzimmersenstkr, wo Ihre gut gedüngte Erde sehr feucht gehalten werden muß: die sich üppig entwickelnden Blatter binden wir am stab hoch Don Januar ab zeigen sich die ßerrsichen Blüten, still unb unberührt mir ein Geheimnis Ans der Provinzialhaupistadi. Gießen, den 16 April T92P /teilt Blumenfenster Don Riara Baffer .Die machen Sie das nur? t>erraten ote mit poch da« Geheimnis der Blumendefeandlungl". so böte ich e« von allen Seiten meiner ^reund< und Besucher unsere« Hause«. 11 nb überlebe ich •nein« Blumenfenster, die besonder« auch im Winter in schönster .Frische und Blütenpracht stehen, so lammt mit der Gedanke, daß vielleicht manche Leserin nähere» über die Befeandlungsweisc er faüen mochte, um auch ihre Blumenkinder ^sund und blühwillig zu erhalten. Die günstigste Bedingung für Blumen sind Süd- nber Südwestfenster. aber auch an anderen Fenstern ßnnen fte schön gedeihen, nur gilt für tast jede Pflanze Licht, viel Licht und unveränderter Standort. Dann muß man unbedingt von jeder seiner Blumen wissen, toaim Ruhe», wann Treib- und Btühzett ist. Q* ist eine große Quälerei. Die ich da« schon erlebt habe, der Pflanze, die doch aus Ruhezeit ein« ft eilt ist. wie z. B. Primel. Alpenveilchen, »alla, Azalee und viele andere, keine Ruhe zu aönnen. Die Folge davon ist schwächliche«, krastl^'es Wachsen Berküm- inern. ein Müdewerden der Blume und ein Äichtmeferkönnen. Für alle Blumen sollte man die geine Ausgabe nicht scheuen und sich Erde vom näiften Gärtner holen. Ich hole sie »/< Stunde rnun Rachbarort und vermische sie vor bem 4 Schlosserei Baumann, WaÜtoruraüe 33. Für die trauernden Hinterbliebenen: Kath. Elisab. Helm geb. Borck Grolmuttep war Ihr freut M Mutter war ihr treu! Und ich bleibe Ihr treu! M Denn es gibt nichts Bee» M ••ree en Reinheit und M Waschkraft. Dazu ist sie M sparsam Im Gebrauch, H schont die Wäsche und M gibt derselben einen aro- M matlschen Geruch. Am Samstag, den 14. April, 9 Uhr abends, starb an Grippe mit Lungenentzündung meine innig geliebte Frau Emma Klingelhöffer geb. Schuster im Alter von 68 Jahren Klingelhöffer, Generalltn. a. D. gesucht. Alter nicht unter 20 Jahren Stau ßirertor Zlach Evvttcn l r. bei Frankfurt n M I Mbel Schlafzimmer und Küchencinrichtun- gen, avarte Modelle, liefert preiswert zu günstigen Zahlungv- bebtngunnen. l«-?l) Rudolf Blum, yiöbclitbtcinctci, Stcmttraste 63. Nach langem Iriden, aber kurzem schweren Krankenlager schloß heute meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Beto geb. Schlapp im Alter von 64 Jahren ihre Augen zur ewigen Ruhe. Samstag abend 7 Uhr entschlief nach längerem Kranksein mein unvergeßlicher Sohn, unser lieber Bruder, Schwager. Pate und Neffe Otto Hofmann 'EttÄtilÄxrw^vv ZX>81avv Samstag, den 14. d.M., 3 Uhr nachmittags, verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Bruder, Schwager und Onkel Herr August Katz im 54. Lebensjahre. Allgäuer Molkereien suchen für den Bezirk Gietzen gut eingesührten Vertreter Schrtstl. Angeb. unt. 3981V a d Gieh.Anz. Danksagung. Für die so aufrichtige Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Georg sagen wir hiermit herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Dekan Volp für die so trostreichen Worte am Grabe, den Schulkameraden und Arbeitern sowie sämtlichen dabei beteiligten Vereinen für ihre Kranzniederlegungen. Ferner für die so überreichen Kranzspenden und allen denjenigen, die dem Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Rühl geb. Müller. Mädchen das selbständ. kochen kann, mit best. Zeug- ntssen, in kinderreich. Haushalt für tags- über fof. oder später gesucht. Guter Votm u. gute Behandlung zugesicheri. Zu erir. in der Geschäfisst. d. (Sieh. Anz. |39y>D Klaviere i SarmvaivM werd, sachgemäß i u. preiswert ge- t stimm, n. revar. j ®.6berim‘.e‘.r i 6leBen.eiotfitr.il j Telephon 2403 I Aekaefgbr..Ql au t u. Harmoniums ♦ [Verschiedenes Theatcrl Gebildete, jüngere Herren, die Lust und Talent z. Theater spiel haben, neben bernffwflrfiirf)t.2rtir Anaeb. unter 02!Cf an den Stehen. An» Vsi-eine j Kanlniänii. Verein von 1873. A. V. Gießen Oröentiw OmwrufTfommlang Montag, 3v. Avril abends 9 llbr im VereinSbauS. Tagesordnung Jahresbericht. Rechnungöablage. Borstands -Ersatz« wühl. 39890 Wahl der Rechnungsprüfer Verschiedenes. Der Vorstand. Ruderboot 39320 t einem Ruderer für Tiefenmessungen der Lahn zwischen Friedelhausen und tvleßen für 14 Tage ab Ende April gesucht. Angebote an die JJr. Kulturbouamts- abieilung, Marburg (Lahn), Landratsamt. talädcta oder einfache Stütze die kochen kann und gute Zeugnisse besitzt, bei hohem Lohn gesucht 02953 Südaulage S II junges, ehrliches MA« nicht unter 18 I, hir tagsüber zum 1. 5. 28 in kl Haushalt gesucht 02946 LIsmaMr. 17 H ' erkanfastellen: Heinrich Nicklaa«, tieifenhaodluug Kaiserallee 2 i Frau Carl Jekrl Witwe. Kolonialw MarburyAr Straße 2* Zu haben in allen Apotheken und Drogerie n, Depots Ceatral-nreeerie Kara, lelilatrale Udwlgipliti-Dregerie u< ■eastadbDroeerie H. Noll, Buutr. 2 Vikterle-Drogerle Bath, Harktatr. 5 Draiaria WiatarbaH, Kriipliti • II. 337 Donnerstag, o. 19.4.. abends 9 Uhr MM.. Mitgliederversammlung bei Boller, Rahnhosstrahe Tagesordnung: 1. Bericht der Ausschüsse. 3950D 2. Bericht derKassem Prüfer. 3. Verschiedenes. Ter Vorstand. MBHIBHMI Stadttheater TieuStag,l7.Aprtl ZTJMenstOQ-liö.-IIrf!. oon 2ü bis 22 Uhr Sin befferer Kerr Lustspiel in8Bildern von W. Hasenclever. ————— |Stellengesuche| Für einen Jungen aus gutem Haute, welcher d. Oberreal- schule bis Obertertia betucht hal.wtrdeinc lkWile mögl. in Kolonial- und Drogengeicha't gesucht. Lchrinllktie Angebote unt.NkjSv an den Siebener Anzeiger erbeten. ! VexjLäufe ] Stock-Motorrad steuer' und führer- scheintret, wenig gebraucht. wegen Anschaffung e. Wagens billig zu verkaufen. Karl Schröder, Leihgestern. | Kaufgesuche | Heine MaoxlUen per Stück 10 Pf. »n kauten get. l^», Ebelttr. 80, Part. | Empfehlungen! mit wöchentlich 10 Unterrichtsstunden rönnen für das Sommerhalbjahr noch Schülerinnen ausgenommen werben. 1Pite-5iMe,5ltW.10. WöriSdofcuer Raturbctlmittcl oretfen Magen und Herz nicht an. sind naturrein und verlählich , ttrauterbauS Jung Natürliche Heil-, Pflege- und Lebensmittel. Schulstraire 5. 3977a Ur. 89 Zweites Blatt Siegener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gderhefseu) Montag, 16. April 1928 wenn man gebrauchen Attentat O r - nach Es Lause der gerade die eines verschwor verletzt, völlig u n- mißglückten Wordansa-läge. die im Zeiten verübt worden sind, und Neuzeit ist überreich an Beispielen irrten politischen Fanatismus — Niger als 16 Personen getötet 30 Personen mehr oder wenger während der König selbst versehrt geblieben ist. tärischer Grund für diese Maßnahme vorhanden war. Diele Dinge muhten in aller Klarheit und Offenheit ausgesprochen werden, denn sie rühren an die Grundfragen jeder Seemacht. 3n der Zlottenobrüstungslrage ist die moralische Abrüstung weit wichtiger als in der Abrüstung der Landstreitkräst»' Solange daS Blockaderecht bestehl, lohnt eS sich nicht, eine Verringerung der Flottenrüstungen ernsthaft zu di-kutteren. Ich rechne eS mir wohl al- besondere- Verdienst an. dah ich die außerordentliche Gefahr einer Blockade für Deutschland bereit- lange vor dem Weltkriege erkannt hotte. Diese Fragen wurden in der öffentlichen Diskussion bei internationalen Konferenzen bisher Der Beruf de- Herrschers ist nie ganz ungefährlich gewesen, und selbst in der Gegenwart, in der die Bedeutung eines regierenden Fürsten aus ein Minimum beschränkt ist, kommt es vor. daß ein Fanatiker, der glaubt, auf diese Meise die ihm nicht genehmen politischen Verhältnisse ändern zu können, zur Masse greift. Unübersehbar ist die Liste der Attentate, der gelungenen und der seine Gemahlin abgab. Den Anschlägen, die nicht den von ihren Urhebern gewollten Erfolg hatten, stehen aber auch zwei Regentagen. Grau lag die Ostküste Schwedens und daS Meer. Helles Drau, das silbern wurde, weih, flaschengrün. Ballungen am Himmel, endlich ein blauer Fetzen, Spiegelung im Massen köstlich klar wölbte ffch die Sphärenglockc über uns. ,3a, zwölf Jahre war meine Sehnsucht hinter den Burschen her, den herrlichen Seeadlern meiner schwedischen Heimat, bis dos Buch fertig wurde, da- in diesem Herbst*) in deutscher Sprache erscheinen wird." Mir sahen auf dem Steg, der vom Bootshaus über das Meer zur Badehütte führt, und Bengt Berg stopfte sich behaglich seine Pfeife. .Gs ist viel leichter. hundert afrikanische Riesenvögel auf die Platte zu bekommen, *) 1927; das Merk. .Die letzten Adler", wurde vor einiger Zert nn .Gieß. An-." besprochen. Wie Bengt Berg zu den Adlern kam. Don Paul Eipper. war ein oufklärender Abendhnnmel gcnrehaster Schilderer südöstlichen Alltage-. Todor o f f bringt einige ähnliche Motive, aber farbig seiner, impressionistisch gelöst und verwischt. (Aus der gleichen malerischen Linie liegt übrigen« auch ein Philippopeler Straßenbild von Detschofs.) Als scherzhaftes Anhängsel eine aquarellierte Karikatur (Professor R.) von Do» brinosf in Sofia. Letztlich sei noch auf zwei kleine feine Bleistiftzeichnungen von Dich. T r a u t s ch o l d aus dem Besitz des Kunstverein« hingewiesen, die in der bekannten zarten und minutiösen Manier des Meisters zwei Familienporträts darstellen: Trautscholds Tochter aus erster Ehe und seine zweite Frau. — ^th. Der Rann, der aufpaffen mußte. Don HanS 2Riebau. „Haben Sie einen zuverlässigen, kräftigen Mann da?" fragte Ion auf der Arbeitsvermittlung. Jawohl", sagte der Vermittler, .einen Augenblick." Lind er führte 3on einen Mann vor. der lehr zuverlässig und unwahrscheinlich kräftig auSsah. .Mollen Sie Wärter werden und mein Haus bewachen?" fragte 3on. .Sehr gern“, sagte der Mann. .Aber es ist ein schwieriger Posten; man toirö versuchen, gewaltsam und mit List in meine Woh- nung zu kommen!" « , , .Das macht nicht«", sagte der Mann, der froh war. einen Posten gefunden zu haben Dann nahm 3on ein Auto und fuhr mit dem Mann fort. .Hier ist es": sagte er. al« das Auto vor einem Landhaus, das mitten in einem schonen ©arten lag. hielt. .Jetzt passen Sie auf, das; niemand das Haus betritt, unter welchem Vorwand es auch immer sei. Ihren Lohn bekommen Sie heute abend." Der Mann nickte und fing an. aufzuvaffen. Stunden vergingen. Da kam ein Herr die Straße herunter und wollte die Pforte öffnen. .Hier kommen Sie nicht rein", sagte der Mann. überhaupt diesen milden Au-druck darf. Die Geschichte lehrt ja. dah kein Attentat irgendeinen politischen Erfolg im Sinne seines Urhebers gehabt hat. und meistens waren es völlig unbeteiligte, harmlose und unschuldige, zufällig in der Nähe befindliche Personen, die dem Anschlag zum Opfer fielen. Sv hat ja auch die Höllenmaschine., die dem Leben des Königs von Italien ein Ende machen sollte, nicht we- und außerdem zahlreiche Fälle gegenüber, wo die Viordwasse, Pistole. Dolch. Bombe oder Höllenmaschine, ganze Arbeit verrichtet hat. Die Fälle HeinrichslV. von Frankreich und Wilhelms von Ora- n i e n liegen schon weit zurück. Das Schicksal von Peter III. und Paul I. und so manches anberen Zaren au« dem Hause Romanow ist bekannt genug, die Ermordung Gustav« III. von Schweden im Jahre 1792 ist uns durch die Verdische Opcr .Maskenball' geläufig. Unter den Aelteren wird e« noch viele geben, die sich an die Ermordung König Humbert« von Italien, Alexanders II. von Rußland, der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich. deS Sultans Abdul Asi«. an die Riedermetzelung des serbischen KönigSpaares Alexander und Draga erinnern werden. Alexander II. von Rußland ist übrigens biS jetzt der einzige Monarch, der einer Bombe zum Opfer gefallen ist. Einmal entrann er glücklich einer Bombe, die in der Nähe von Moskau den in die Lust sprengen sollte; aber am 13. Marz 1881 erreichte ihn doch das Schicksal; die Bombe, die man unter seinen Schlitten geworfen hatte, verletzte ihn so schwer, dah er kurz darauf starb. „Schneller... nach Hause... bringt mich ins Palais... dort... sterben", waren seine letzten Morte. Viel harmloser verlief der Bombenanschlag. der den zur Einweihung deS Niederwalddenkmals bei RüdeSbeim versammelten deutschen Bundesfürsten im September 1883 galt. Gin Landregen verhinderte sein Gelingen; denn er durchnäßte die Zündschnur und brachte sie zum Erlöschen. Die politischen Attentate sind in diesem Jahr- hundert nicht seltener geworden. Noch ehe der erste Schuh deS Weltkrieges fiel, alarmierte das Attentat de« Ingenieur- Villain auf den französischen Sozialistenführer I a u r c « ganz Europa. Zwei führende österreichische Minister. Graf Stuergkh und Graf Tizza. wurden im Jahre 1916 und 1918 ermordet. Die unruhigen Zeiten imb schweren inneren Wirren, die mit dem Zusammenbruch für Deutschland begannen, haben zu einer ganzen Reihe unzähliger und verhängnisvoller politischer Morde geführt, die immer wieder eine Beruhigung verhinderten und neue« ilnglüd über Land und Volk brachten. Die Ermordung G isner« am 21. Februar 1919, das Attentat auf den Minister Auer am selben Tag, das Auer nur schwer verletzte, während der Major von IareiS und der Abgeordnete Oesel tot am Platze blieben, bildeten den Auftakt Am 12. April wurde der sächsische KriegSminister. der Mehrheitssozialist Neu ring, in die Elbe geworfen und im Flusse erschossen. Am 8. Oktober folgte das Revolverattentat auf den Qlb* geordneten Haase, der an den Folgen des Anschlags starb. Die Ermordung von Erzberger und Rathen au find noch in allgemeiner Erinnerung. Aber auch die Siegerstaaten blieben von folchen Taten nicht verschont. Am 19. Februar 1919 verübte der Anarchist Göttin ein Revolverattentat aus Elemenceau. der zwei Kugeln in die Lunge und in die Schulter erhielt. Oie Freiheit-er Meere. Don Großadmiral v. Tirpih. Der Gedanke, den Weltfrieden durch eine a l (- gemeine Abrüstung sicherzuftellen — wie die« im Frieden-vertrage von Versaille« niedergelegt ift — war einet her wenigen guten Gedanken jene« FriedenSvertroges. obwohl seine Formulierung ziemlich unklar und verschwommen tpar. Rach dem Versailler Vertrage soll bekanntlich die Abrüstung Deutschlands nur den Auftakt zu einer allgemeinen Weitab- r ü ft u n g bilden. Internationale Abrüstung aber — da- haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt — ist nicht nur eine technische, sondern vor allen Dingen eine psychologische Ausgabe. Deutschlands Erfahrungen seit der Beendigung des Weltkriege« haben bewiesen, dah eine nur teilweise Abrüstung keine Erhöhung. sondern weit eher eine Verminderung der internationalen Sicherheit bedeutet. Deutschland hat seinen guten Willen gezeigt. Qi hat die Abrüstung in seinem eigenen Gebiet voll durchgeführt, ohne aus die Erfordernisse seiner nationalen Verteidigung Rücksicht zu nehmen. Wenn wir un« von dem Problem der allgemeinen Abrüstung dem Sonderproblem der Flottenabrüstung zuwenden, so liegen die Dinge ganz anders. Die Grundfrage ist heute nicht, wie groß die Gefechtsstärke der Flotte einer bestimmten Ration ist, sondern es handelt sich besonders um die internationalen Vorschriften, welche die Handlungen der Flotte in Kriegszeiten zu regeln berufen sind. Solange eine Flotte für Blockade zwecke lvnutzt werden darf. d. h. also für die Aushungerung her Zivilbevölkerung eine« anderen Landes, solange wird jede Ration, die einer solchen Gefahr ausgesetzt ist, weil sie selbst keine Flotte ober keine Flotte von genügender Stärke befifct, der Regelung jener Vorschriften durch internationale Abmachungen ein weit höheres Interesse entgegenbringen, als der Frage her Gefechtsstärke. Für ein SZanb, das bei her Einfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen in hohem Maße vom Auslande abhängig ist, muß diese Gefahr natürlich besonders groß lein. Deutschland und England befinden sich in dieser Beziehung in fast gleicher Lage, und England als größte Flottenmacht der Welt muß sich überlegen, ob es letzten Endes auch nicht für den Bestand seiner eigenen Existenz wichtig ist, da« Abrüstung«- unb Blockade' Problem nicht nur vom Standpunkt historischer Entwicklung, sondern auch vom Standpunkt aller Eventualitäten und Möglichkeiten der Zukunft zu studieren. Diese Gedanken habe ich erst kürzlich in einem 3ntcrtictn zum 2hi«brud gebracht, das jetzt in der ausländischen Presse zum Abdruck gelangt. Ich habe darin betont: die Erfahrungen Deutschlands während de« Weltkriege« haben gezeigt, daß die Abschneidung eine« Lande« vom Seeverkehr d. h. also die wirkungsvolle Blockade — die grausam ft e und brutal ft e Kriegs- malle darstelle, welche die Geschichte kennt. Die Verluste an Menschenleben, die Deutschland wahrend de« Weltkrieges direkt oder indirekt durch die englische Blockade erlitt, sind weit größer ai« die Verluste, die ihm im Landkrieg zugefügt wurden. Jeder Blockadekrieg richtet sich auch gegen Frauen und Kinder. gegen Gebrechliche und Kranke; ja er bedeutet weit mehr: er ist ein Kampf wider bic kommende Generation, denn er richtet sich ja auch gegen die Kinder im Mutter- leibe. Die Zivilbevölkerung Belgiens, die während de« Kriege« der drohenden Gefahr einer Aushungerung ausgesetzt war. entging dieser Gefahr durch ein internationale« Abkommen, da« die Zustimmung Deuttchlands fand. Da« Schicksal der deutschen Frauen und Kinder, welche die grausamen Opfer der englischen Blök- kade bildeten, rührte t-aö Welt.,«'wissen nicht. So unberührt blieb dieses Weltgewissen sogar, biS zum Kriegsschluß, daß der Blockadezustand selbst nach dem Waffen st instand aufrecht erhalten wurde, ohne daß irgendein mili- alS einen schwedischen Adler. Aber ein paar tausend Filmmeier hatte ich mit der Zeit von Ihm cingefangen. und immer noch nicht da« rigentliche Ziel erreicht. Es war mir um da« glänzende, harte Adlerauge zu tun. daS ich feit vier Jahren versucht hatte, aus eine Platte zu bannen." Run. am Morgen, al« ich in de« Freunde« Arbeitszimmer saß, hatte ich die Aufnahme gesehen, jenes Bild, das den berühmten Bruno L i l j c f o r « so begeisterte, daß er Bengt Berg ein großes Oelbilb malte mit zwei fliegenden Adlern, königlich braun im blauen Sommer- Himmel, und das nun den Umschlag seine« Buches ziert. In dreißig Meter Höhe faß Bengt Berg, auf Drahtseilen, die zwei Tannenwipfel gleich einem gotischen Spitzbogen zusammenbanden, mit seinem Kurbelkasten, eine Nacht und einen Tag. bi« ein steifer Seewind auskam und der luftige Bau lekumsgefährlich schwcmtte. Ein andere« Mal trug ein Flugzeug den Forscher in die Wolken hinauf, damit er das Land photographiere, wie es der Adler sieht von oben her. Eine Kamera wurde im Aeroplan eingeschraubt und der Adler mit dem Objektiv gejagt, bis irgendein winziges Hindernis den Propeller zersplittern lieh und das Fahrzeug kopfüber hinunterstürzte in« Meer. Aber Bengt Berg gab keine Ruhe. Wochenlang saß er, täglich 19 Stunden ohne Pause, hoch oben in einem anderen Baumwipsel, bewegungslos, und beobachtete, wie da« Adlerpaar feine Jungen fütterte, wie die Bachstelze im Horst ihr Nestchen baute und die Fliegen wegfing oor. den Beutestücken der Kleinen. .Unb um noch näher zu kommen gruben Bengt Berg« Helfer über Nacht weit irgendwo hergeholte Tannen dicht neben dem Adlerhorst in die Erde und fo endlich glückte der Traum langer Jahre: auf wenige Meter Entfernung saß hinter schützenden Zweigen hoch oben der Mann und schaute in -das glänzende, harte Adlerauge". Es war am Tag nach der Iohannisnacht; und die Schilderung dieser Gnadenstunde ist eine« der wertvollsten Dottimente menschlichen Fvrschertum«. Dah in unterer nüchternen Zett der Zweck' mäfffgfeit die Liebe zum Tier, die Freude art der Naturbevoachtung noch solche Früchte trägt, ist vielleicht von allem — der köstlichste GewkMtz Aehnlich verlief das berühmte s i n i ä und seiner mazzinist'schen Genossen auf Napoleon III. am 14. Januar 1858. Drei Bomben platzten zwischen den Rädern des kaiserlichen Magens, der zur Oper fuhr. Napoleon wurde unterhalb der Nase geritzt, die Kaiserin erlitt durch einen Gla-splitter eine unbedeutende Schramme am Auge — dafür gab es aber unter den Soldaten. Polizeiagenten und dem Straßen- publikum 4 Tote und 45 Verwundete. Auch al« die russischen Revolutionäre im Jahre 1906 den verhaßten Minister S t o l h P i n mit seinem Landhaus in die Luft sprengen wollten, hatten sie sich verrechnet; Stolypin befand sich überhaupt nicht in seiner Villa. Die Bombe zerriß 30 unschuldige Personen und verletzte die Tochter deS Ministers schwer. Auf Alexander Hl. von Rußland wurden mehrere Bombenattentate verübt. Einmal wurde der Zug. in dem sich der Zar und seine Familie befand, bei Dorki zum Entgleisen gebracht, wobei viele Mitglieder de« kaiserlichen Gefolges den Tod sanden, während Mexander inmitten der Trümmer völlig unversehrt blieb. Wie durch ein Wunder entging König Alsons III. von Spanien den verschiedenen Anschlägen aus fein Geben. Das Attentat, da« an feinem Hochzeitstag auf ihn verübt wurde, brachte wiederum einer ganzen Anzahl von unbeteiligten Personen den Tod. Nur einem glücklichen Zusall hatte e« Napoleon I.. der damals noch erster Konsul war. am Weih- nachtstag des Jahres 1800 zu verdanken, dah die Höllenmaschine ihn nicht zerriß. Die Bombe, die dem österreichischen Thronsolger- paar am 28. Juni 1914 zugedacht war. verfehlte ihr Ziel — um so besser trafen die Schüsse, die der Serbe Princip auf Franz Ferdinand und Oberhessischer Kunstverein. Itt her gegenwärtigen Ausstellung des Kunst - Vereins ftn5' Vtrriac Veränderungen eingetreten, auf die hier in Kürzs^ufmerlfam g^nacht fei. Zunächst gibt es eine Reihd^euer Bilder von P. A. Böckstiegel zu sehen>Die im letzten Referat noch nicht angezeigt werden /onn.en: es handelt sich um eine Folge von TiLN aftungen. deren Modelle auf einem Spazierga 1>*’ura) den Zoologischen Garten bequem zu bauen waren Die einzelnen Blätter sind meyr oder minder skizzenhaft behandelt, geben Momentbilder und Augenblickseindrücke, an sich eigentlich keine Ausstellungsobjekte. im Zusammenhang aber nicht uninteressant. Die Tierkörper sind mit weichem Bleistift in starken sicheren ilmrifelinien wieder- gegeben; nur hier und da werden die Konturen durch flüchtige Wischer zu einiger Plastik und Körperlichkeit gerundet. Dabei ist das jeweils Charakteristische am Tiger. Düffel. Schwein und Gnu mit großer Bestimmcheit erfaßt. Einiges wirkt übrigens bei aller Zurückhaltung und Sparsamkeit der ausgewandten Mittel geradezu stilisiert und dekorattv, wie beispielsweise die sehr guten Anttlopenbilder. — AlS zweite Neuigkeit sieht man ein Dutzend Gemälde verschiedener bulgarischer Künstler aus dem Besitz von Pros. Dr. Nörr. Gießen, einem Kenner und Freund des bulgarischen Landes und Volkes und eifrigem Förderer der deutsch-bulgarischen Beziehungen. Ohne Zweifel ist auch der gewissermaßen politische Wert und die völkerverbindende Bedeutung derartiger Veranstaltungen nicht zu unterschätzen, vielfach jedenfalls. wie bei dieser Gelegenheit, dem absoluten künstlerischen Wert der Bilder mindestens gleich- zuachsten. Im einzelnen: ein gut gesehenes, plastisches Holzschnittportr ät und ein „Mönch" in orientalisch-ornamentalem Älcrifalftil von Lav - renoff. Dctschoff gibt in Heller, luftiger Manier und fröhlichem Kolorit ein hübsches Blld au- dem bulgarischen Volksleben (Graziga-Chan in Phiüppopel). Dabakoff zeigt eine monumentale Gebirgslandschaft, wirksam komponiert, in stumpfen, großflächig angelegten Lokalfarben. Außerdem zwei Moscheen, älrumoff ist ein Mit Dolch, Revolver und Bombe 3um Attentat auf den König von Italien und Mussolini. Don Franz Stüber. Der Täter wurde zum Tode verurteilt und hin- gerichtet. Die B o m b c n a 11 e n t a t e. deren grauvn- erregende Geschichte nun um einen neuen Fall bereichert worden ist. nehmen in den Annalen bet* polnllchen Morde« eine ganz besondere Stellung ein Wie au« den bereit« angeführten Fällen ix rvergebt beschränkt sich thve Sirtung keineS- uxgti aui den zum Opfer ausersehenrn Fürsten oder Staatsmann, lonbem sie zichen zahllose Unbeteiligte in Mitleidenschaft. Gin furchtbare» Beispiel dieser Art ist der An'chlag auf die Kathedrale von Sofia vom 16. April 1925. Die unglücklichen Opfer diese« fürchterlichen Attentat« zählten nach vielen Hund er k Toten und Schwerverletzte n. Richt ganz so vcrchäng- niSooll Verliesen die Bombenanschläge, die im August vorigen Jahre« von Anhängern der beiben italienischen Anarchisten Sac c o und Vanze11i in Dlcuborl und Philadelphia verübt wurden. alS Prottst gegen bic Verurteilung und Hinrichtung ihrer Kameraden. Daß Bombenanschläge im modernen Amerika keineswegs zur Seltenheit gehören, hat sich erst wieder in letzter Zeit mehrfach gezeigt, al« die Neunorker Untcrgrunbbabn davon heimgesucht tourt».-, und al« Wahldifserenzen in dem auch sonst recht ungemütlichen Ehikago auf höchst explosive Art au«getragen wurden. In Ehikoav war e« auch, wo am 4. Mai 1886 jene Bombe fiel, die in der Geschichte der anarchi tischen Bewegung eine so große Rolle spielt. 3« mar damals eine Zeit wirischastttcher Krisen und sozialer Gärungen. Am Haymarket in Ehikago war eine große Arbeitcrversammlung einberufen worden, tue zunächst ordnung-mäßig verlies, bi« kurz vor ihrem Abschluß von unbekannter Hand eine Bombe geworsen wurde. Man vermutet. daß ein Agent provocatcur der Täter war. Daraufhin ließ der Führer der Polizei, Tdoma« Birmington. wahllos in die Menge schießen; es gab auf beiden Seiten zahlreiche Tot« und Verwundete. Auch Virmingwn fiel. Die Führer der Massenversammlung wurden von der Polizei kurzerhand verhafttt. Man machte ihnen den Prozeß wegen Morde«. Da« Gericht verhängte sechs Todesurteile und viele Jahre Zuchthaus. Die Stoßkrast der radikalen Bewegung in Amerika war seitdem gebrochen. Auch Frankreich wurde in den neunziger Jahren non einer Welle anarchistischer Attentate überflutet. Es war die Zeit deS Panama- ndals und der W i ls on-Asfäre. Ne in der Arbeiterschast größte Erbitterung hervor- gerufen hatten. Sie antwortete auf diese Korruption in den höchsten politischen Kreisen mit Streit«, die zu folgenschweren Zusammenstößen mit der Polizei sährten. Al« nun Arbeiter verhaften und zu schweren Zuchthausstrafen verurteilt wurden, begann eine Reihe wohl vorbereiteter Bombenanschläge aus die Häuser der beteiligten DerichtSpersonen. Den Höhepunkt de« anarchistischen Terror« bildete der Bombenwurf V a 111 a n t « in der sranzösischen Kammer am 9 Dezember 1893. Dieser Anarchist hatte e« besonder« auf den Ministerpräsidenten Easi - mir-P6rier und den Kammervorsitzenden Du puh abgesehen. Dieser blieb während der furchtbaren Detonation unbewegt auf seinem Plan imb beschwichtigte die ungeheure Aufregung der Abgeordneteil und der schwerverletzten Galeriebesucher mit dem klassisch gewordenen AuSspruch: „La «Lance continue". Oie Llmschuldungskredite. Eine Erklärung der hessischen Regierung. Da« Reich hat bekanntlich 2 Millionen Mark zur Verfügung gestellt, um die kurzfristigen Kredite in langfristige umzuwandeln. Dazu hat die Regierung Richtlinien herauSgegeben und den Finanzausschuß ersucht, sein Einverständnis dahin zu geben, daß die Regierung bei den Verhandlungen im Reichsrat über die Richtlinien folgende Erklärung abgibt: 1. Wenn da« Reich sich zu einem Drittel an einer bei den Kreditinstituten zu bildenden Treuhandstelle beteiligt und entsprechend dieser Beteiligung sich verpflichtet, die Treuhandstelle zur Erfüllung der vorliegenden Ausgaben l e l * stungSfähig zu erhalten, wird seitens de« stets übergangen. Solange man den Mantel de« Schweigen« über diese Dinge breitet, ist es mir unmöglich, an die Ernsthaftigkeit de« Wlllen« einer Flottenabrüstung zu glauben. darf hei den Verhandlungen nicht nur da« Bestreben zutage treten, die RüstimgSlaften für die einzelnen Rationen zu erleichtern, vielmehr erscheint mir hinsichtlich der Frage der Abrüstung zur See da« Problem, wie man bic F re i he i t der Meere sicherftellen kann, weit wichttger al« die Frage der Flottenabrüstung. Wird da« Meltgewissen sich btefer Frage, welche die gesamte Menschheit in ttesgehender Weise angebt, annehmen? Das kann die Zukunst allein lehren Augenblicklich find wenig Aussichten dafür vorhandenI ^Ranu?" meinte der Herr, .ich sollte nicht in meine eigene Wohnung dürfen?" .Machen Sie. daß Sie fortkommen", sagte der Mann. „sonst hole ich die Polizei." .Was fällt Ihnen ein?" fuhr der Herr auf, »dies ist mein Haus und dies ist mein Schlüssel", und er zog einen Schlüssel aus der Tasche. .Den Trick kenne ich", sagte der Wann, und er hob langsam die Faust. Der Herr sah die Faust an und wurde blutrot im Gesicht, stampste mit dem Fuß auf und ging. .Polizei", murmelte er. während der Mann und die Leute, die sich an- gefammclt hatten, hinter ihm herlachten. Einige Minuten später kam der Herr wieder und brachte zwei Polizisten mit Die nahmen den Mann. der ausgepaht hatte, fest und gingen dann in das Haus. Aber da fanden sie niemanden mehr. Ion war längst fort, der Geldschrank stand offen, und von all den vielen silbernen Löffeln lag nur noch ein einziger auf einem kleinen weißen Zettel. Auf dem Zettel aber stand: Für Den Warm, der so gut ausgepaht hat. Lande« Hessen dahin Vorsorge getroffen werden. daß bi« restlichen zwei Drittel der Beteiligung an der Treuhandstelle und an den Leistungen für die Treuhandstelle von den in den Richtlinien vorgesehenen Stellen (ßanö- gemeinben. Verbände oder Gemeinden) über« nomnten werden. Die hessische Regierung wird einen dahingehenden Gesetzentwurf dem Landtag vorlegen. 2. AIS Kreditinstitut zur Gewährung von Umschuldungskrediten in Hessen wird die Hessische LandeSbank in Darmstadt und gegebenenfalls andere hessische öffentliche Kreditinstitute benannt. 3. Der genaue Betraa. der für den hessischen Bedarf in Betracht kommt, kann erst irach entsprechenden Ermittelungen genannt werden. Schätzungsweise wird er auf 4 Millionen Mart angenommen, der durch die unter der Führung der Landesbankzentrale au^unehmenden AuSlandanleihe zu beschaffen ist. Der Ausschuß erklärte sein Einverständ- n is dazu. Aus den Landtagsausschliffen. Der Finanzausschuß beschäftigte sich am DonnerStag zunächst mit einem Zentrumsantrag, der die Regierung ersucht, das bisher geltende System der Beran- lagung der Einkommensteuer der Landwirtschaft dahingehend abzuändern, daß die Veranlagung nach einem dreijährigen Durchschnitt erfolgt. Der Ausschuß schloß sich einstimmig dem Anträge an. Da die hessische Regierung mit dieser Art der Veranlagung, die der Handhabung vor 1914 ent- , spricht, einverstanden ist. wird sie dementspre- ! chend in Berlin vorstellig werden. Der Ausschuß begann darauf die Beratung des neuen Dewerbesteuergesetzes Da ;u dieser Borlaae zahlreiche Anträge der Frar- tionen angekündigt sind, wird der Ausschuß zwei Lesungen vornehmen, wobei mit der ersten Lesung sofort begonnen wurde. Artikel l der Vorlage wurde genehmigt Bei Artikel 2 < Befreiungen von der Gewerbesteuer) entspann sich eine lebhafte Debatte über die Befreiung der öffentlichen Sparkassen von der Gewerbesteuer. Hier wird bekanntlich von den Banken gefordert, daß auch die Sparkassen gewerbesteuerpflichtig sein sollen, weil sie sich mehr und mehr mit Bankgeschäften befassen, für die die Danken gcmerbesteuerpslichtig seien. Die Ansichten int Ausschuß waren geteilt,- die Abstimmung wird daher erst in der nächsten Woche vorgenommen, xumal auch noch zahlreiche An° träge der einzelnen Fraktionen angekündigt sind. Auch über Artikel 3 erfolgte aus dem gleichen Grunde noch feine Abstimmung. Bei Artikel 4 wurt< die Frage des Konressionswer- les der Apotheken angeschnitten und erörtert ob hier eine Gewerbebesteuerung erfolgen soll oder nicht. Zur Abstimmung kam eS nicht Der Ausschuß beriet dann noch die Arttkel 5 und 6 der Vorlage. Bei denen wesentliche Aenderungen nicht erfolgten. Der ttesctzgebungsausschutz «2 Ausschuß- erledigte am DonnerStag eine ganze Anzahl von Eingaben aus Straferlaß bzw Strafermäßigung einzelner Gefangener. Die Abstimmung über die Regierungsvorlage betr. Mo Gemeinde, und Provinzialwahlen wird bis zur endgültigen Stellungnahme der Fraktionen zurückgestellt. Einige kommunistische Anträge bezüglich des Freidenkerunterrichts an den. Schulen, der Höchstklassenziffern, auf freie Stellung von Lehrmitteln an den Volksschulen, wArdeu der Regierung als Material überwiesen' Verschiedene andere kommunistische Anträge über Schüler- und Glternräte, sowie die geistige Schulaufsicht werden durch die Regierunqsantwort firc erledigt erklärt. Der dritte Ausschuß erklärte eine Eingabe deS Oberbürgermeisters dec Stadt Darmstadt auf daS Verbleiben der Oberpost di rektiou Darmstadt durch die Rogierungsantwort als erledigt, da die Regierung bereit« in der gleichen Richtung Schritte unternimmt. 3n einem angenommenen Zentrumsantrag wird die Regierung ersucht, auf die Pro- vinzialverwaltungen einzuwirken, daß eine all- zufrühc Obsternte auf den Provinz i- alst raßen unterbleibt. Ein Antrag, die bäuerlichen Gefährte von der P,licht der Beleuchtung bei emtretender Dunkelheit generell zu befreien, wird gegen drei Stimmen abgelehnt. Ein kommunistischer Antrag auf Herabsetzung deS Preises für Licht- und Äraft- strom wird durch Sie RegierungSantwort für erledigt erklärt. Verschiedene Anträge betreffend die Drucklegung der Jahresbericht« der höheren Schulen Verben dahin erledigt, daß ein Antrag Keller (D. Dp.) an- genommen wird, nach dem die Direktoren der betr. Schulen vor Drucklegung die Genehmigung der die kosten tragenden Stellen einzuholen haben. Ein kommunistischer und ein vvlkspar- teilicher Antrag, die Entlassung weiblicher verheirateter Beamten betreffend, wird abgelehm. Ein Antrag wegen der Errichtung von R o t - Wohnungen wird Ser Regierung als Material überwiesen mit dem Ersuchen, auf die Gemeinden einzuwirken bei der Erstellung Von Rotwohnungen Baracken und SisenbahnwaggonS möglichst zu vermeiden. Eingaben verschiedener Bauunternehmer werden der Regierung überwiesen mit dem Ersuchen, von Fall zu Fall zu prüfen, ob der Staatszuschuß zum Wohnungsbau schon vor der Fertigstellung des Hauses in voller Höhe gegeben werden kann. Auf Vorstellungen erklärt die Regierung, auch weiterhin für die Verbesserung der DerkehrSver- hältnisse im Odenwald besorgt zu sein. Ein Tag her alten Armee in Kassel. WSR. Kassel, 15. April. Zur feierlichen Uebergabe der Fahnen der alten Wehrmacht an dos Rote PalaiS (Kasseler Residenz- schloß) nahmen am Sonntag mittag die Truppenteile deS Standortes Kassel auf dem Friedrichsplah Aufstellung, inmitten die Fahnenkompagnie mit 54 Fahnen und Standarten des ehemaligen 11. und 12. Armeekorps, während sich auf der Schloßrampe die Svjtzen sämtlicher Kasseler Behörden versammelten. Man bemerkte u. a. in Vertretung deS erkrankten Obervräsidenten Dr. Schwander den Vizepräsidenten des Oberpräfidiurns Volck' hart, Oberbürgermeister Dr. Stadler und Landeshauptmann v. Gehren. Allmählich hatten auch die vielen Regiments- und Kriegervereine aus Kassel, Kurhessei; und Rachbargebieten, die einst unter Siefen Fahnen gestanden hatten, ihren Aufmarsch vollendet. Eine unübersehbare Zuschauerin >nge umsäumte tro?. deS schlechten Wetters den abgesperrten Platz. Der Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos II, General der Artillerie Kreß v. Kressenstein, übergab die Fahnen mit einer Ansprache. in der er darauf hinwies, daß sich unter diesen Fahnen und Standarten Feldzeichen der tapseren kurhessischen, nassauischen und wal- deckischen Truppentelle befinden. Auf diese 54 Symbole der militärischen Treue haben Lausende und Abertausende von deutschen Männern den Fahneneid geleistet. Sic sind Symbole der treuen Pflichterfüllung, die viele Tausende deutscher Männer den Heldentod fürs Vaterland erleiden ließ. Den Deichswehrsoldaten aber sollen diese alten Feldzeichen ein Mahnmal fein an die verantwortungs- üolle Pflicht, es jenen Mäimern gleich zu hm. Aach einem Hurra auf das deutsche Vaterland ergriff Vizepräsident Volckhart das Wort und führte aus, daß er die Feldzeichen in die Obhut deS preußischen Staat» nehme und verspreche, sie hier im Schloß treu und sorgsam auszubewahren. Jeder Einwohner der Provinz Hessen-Rassau, der die Fahnen in ihrem neuen Heim besuchen wird, werde in ihnen ein Stuck Heimat erblicken. Sie sind es, die den hessischen, nassauischen und waldeckschen Regimentern vorausgetragen sind, als sie in den ruhmreichen Schlachten mit Hingabe stritten für das deutsche Vaterland. Sie mahnen auch heute zur Treue und Ginig- ifeit, und die Hessen, die Rassauer und die Walöecker sind auch heute bereit, getreu dem Borbild ihrer Vorfahren, dem deutschen Gedanken sich zu weihen und tätig teilzunehmen an dem Aufbau und Ausbau des jungen Volks- staatcs, der deutschen Republik. Unter den Klängen des Deutschlandliedes wurden die Fsld- Zeichen erhoben und in feierlichem Zuge in die lorbeergeschmuckten Vvrräurne des Sch los- s e» geleitet, worauf sie im Fahnensaal unZ> Treppenhaus eine würdige Unterkunft sanden. Unterdessen nahm der Wehrkreis oefehls- haber Parade dec Garnison ab, der sich ein Vorbeimarsch des langen Zuges der Vereine anschloh. Auftakt zur Frankfurter Frühjahrsmesse. (Eröffnung der vier LouderauSstellungen. Lpb. Frankfurt a. M.. 15. April. Heute wurden die Sonderausstellungen, die im Gegensatz zu früherer Gepflogenheit diesmal bereits eine Woche vor dem eigentlichen Messe- beginn dem Publikum freigegeben werden, durch Stadt rat Schlotter als Vertreter der Stadt Frankfurt a. W. und der Messegesellschaft feierlich eröffnet. Er betonte, daß dic Sonveraus- ftellungen zwar größeren Rachdruck auf daS Schaumähige legen, aber einen inneren Bestandteil der eigentlichen Messe barstetten. Die Eröffnung bekam eine besondere Rote durch die Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Reichs- und der preußischen Regierung, des Regierungsbezirks Wiesbaden, der Frankfurter Behörden, einer Reihe von diplomatischen Vertretern ausländischer Staaten, darunter Frankreichs. Belgien«, Italien-, der Schweiz und Oesterreichs, sowie der internationalen Handelskammer In Paris und vor allem des ReichsverkebrSminlster» Sr. Kröhne. Stadtrat Schlotter behandelte bas Wesentliche Ser Sonderausstellungen, und zwar .be» flachen Dache»", Sie eine Fortsetzung der früheren Bau- und Möbelmesse darstelle, der .Deutschen Qualitätsmarken sch au im rechten Lichte", die ihren Ursprung in 6er Vorjahresausstellung »Don bet Faser zum Gewebe" hat und wohl den Mittelpunkt der gesamten Ausstellungen bilden dürfte, der Ausstellung .Dec Frcmdenverkeh t", die in dem Werte dec Propaganda im engsten Konnexe mit der Messe stände und schließlich wieder der Ausstellung „Von Nahrung»- und Genußmit- t«ln", deren eigenartiger Charakter al« Fortsetzung der letzten Schau „'Blumen und Fichte gewahrt werde. Anschließend folgten die Begrüßungsreden der erschienenen Güste und dec Vertreter der Aussteller-. Sie alle betonten den Wert der Messe und ihrer Sonperausstel- lungen in dem Weiteraufbau und Ausbau von internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Herauszugreifen ist die Rede des französischen Staats- kommissar« für die Messe, Herrn D e c t r a n d - Taquet, da durch die französische Ausstellung und durch die angrenzenden schweizerischen, belgischen und österreichischen Ausstellungen der internationale Charakter der Messe am besten zum Ausdruck kommt. Bertcand-Taguet sand Worte de» Dankes für die Aufnahme, dic ihm und seinen Landsleuten in Frankfurt a. M. zuteil geworden ist. Sc gedachte der erfolgreichen Frankfurter Internationalen MusikauSstsllung. die einen hervorragenden Wert für die erneute Verbindung der Völker gehabt habe, unb der Anwesenheit der französischen Seidenindustriellen, die im Romen der französischen Regierung die Goethe-Reliquien im Vorjahre zurückreichten. <3r betonte die Notwendigkeit des friedlichen Zu« sammenwirkenS der Völker tmb stellte In Aussicht. daß di« Beteiligung Frankreichs an der Frankfurter Messe in den nächsten Zähren mehr unb mehr wachsen würde. Sr gedachte dann des Erfolgs der deutschen Ozean'tteger unb brachte ein Hoch auf Frankfurt a. M unb seine Messe aus. Bei vem Essen, das die Messe ihren aus- unb inländischen Gästen gab und dem u. a. Reichsverkehrs- minlfter Dr. Kröhne beiwohnte, begrüßte Bürgermeister Gräf im Namen des verhinderten Oberbürgermeisters die Anwesenden. Konsul Dr. Ko t- 3 enberg sprach für den Aufsichtsrat Der Messe- gesellschaft und dic Internationale Handelskammer und begrüßte insbesondere Botschaftsrat Dc. D ö h k e (Paris), der einen hervorragenden Anteil an der Verbindung Daris-Frankfurt habe. Der französische Staatskommissar Vectra nd-Taquet feierte Industrie und Handel, die zur Verständigung der Völker Wesentliches leisteten, dankte insbesondere den Veranstaltern der Textllmesse und toastete auf Frankfurt und feine Messe. Reichsverkehrsminister Dr. Kröhne gedachte der Damen. Oie neuen Gebühren der hessischen Hebammen. Der hessische Minister für Arbeit unb Wirtschaft veröffentlicht eine Bekanntmachung vom 4. April, durch die die bisherigen Gebühren der hessischen Hebammen nach der Verordnung vvm 2. 3uni 1927 abgeänbert werden. Danach find für alle Verrichtungen unb Aufwendungen der Hebammen bei der nach der ReichSvctticherungsordnünq zu gewährende Wochen- oder Familienhilfe von den Kranken- kafsen an die Hebammen itHgenbe Leistungen, ahne Rücksicht auf bi« Dauer de« Beistände« unb bic Schwierigkeit der Entbindung, zu bewirten: a) bei einer gewöhnlichen Entbmdimg eme Pauschgebüh-r von 36 Mk b) bei einer MehrlinaSgeburt eine solche von 40 Mk: c) für bi« Tätigkeit, bie etne Hebamme vor der UebetlÜbnmg einer Wöchnerin ht ein Krankenhaus ober ein« ®n tbmbungSanflalt entfaltet, eine Pauschgebuhr von 10 Mk.. d) für den Beistand bei einer Fehlgeburt, insoweit eine Verpflichtung der Kranken! affe zur^Z^hlung vorliegt, eine Pauschgabühr ntm Ms Abgeltung für Beratungen unb Behandlungen vor der Entbindung (Schwcmgerfchaftt»- beschwerben) gilt eine besondere Pauschale von 2 Mk. An Stelle von Wegegeld unb Fahrtkosten hat die Hebamme bei Entfernungen von über drei Ätiomttern Anspruch auf eine Pauschale von 0 Mk., bei über vier Kilometern von 8 UU., bei über fünf Kilometern von 10 Mk. ufto., für jeden Kilometer 2 Mk. mehr, höchsten» 20 Mk. Für Desinfektionsmittel sind der Hebamme 1L0 Mark zu vergüten. Die Krankenkassen haben außerdem eine -Wochenhilfepackung" zu liefern. Die Hebamme ist nicht berechtigt, an bie Wöchnerin irgendwelche Ansprüche zu stellen. Dies« Gebühren für Hcbanunen 'treten für alle auf hessischem Gebiet ab 1. April erfolgten Geburten in Kraft. Landesverband Hessen des V. O. A. DSR. Frankfurt a. M, 14. April. Heut, fand in Frankfurt a. M. eine Tagung des 2 an* * besve rban de» Hessen des Verein« für ba» Deutschtum im AuSlanbc statt, die von fast allen Ortsgruppen gut beschickt toox Staatsrat Block begrüßte die Erschienenen, unter denen sich auch der Präsident de« hessischen Landtages, Delp, befand. Dr. Staubinger aus Szatmac (Au- mänfen) schilberte eingehend bie Derhältniste seines Bezirke» unb bie Geschichte ber beutschen Bewegung in diesem ehemals ungarischen Gebiete. Die Nachkommen der Schwaben, die von Maria Theresia in Ungarn angeflebelt worden waren, feien durch eine kluge unb entgegenkommende Politik von feiten der Ungarn fast ganz magharifiert worden. Die Schwaben hätten sich fast ihrer Muttersprache geschämt, unb erst mit bem Weltkriege unb seinen Folgen fei eine neue Bewegung zur Stärkung be» Deutschtum« entstanden Besonders jetzt, ba bas Gebiet zu Rumänien gekommen ist, fei der Kamps wieder stärker entbrannt. Es gehe hier, wie überall in den MinderheitSgebieten, um bie Erziehung ber 3itflenb. Gerabe hier konnte ber Redner von einer Reih« von Erfolgen berichten, bte durch htc Einrichtung von Kindergärten, Ontematen, Förderung von Studenten usw, ihren Ausdruck fanden. Rach dieser mit großem Beifall aufgenommenen Rede gab HenS, Shijtemburg, einen ausführlichen Bericht über bie vorn Bureau International b’öbucation in Genf einberufene internationale Konferenz über bie Probleme ber Zweisprachigkeit, die vom 2. bi« 5. April in Qufemburg abgehalten wurde Sr legte habet besonder« auch die Frage der Zweisprachigkeit in den Dialekten bar unb begründete seine Forderung, bah in ben Schulen auch im Heimat«- Maleft unterrichtet werben sollte. Ein Vertreter ber Bukowina betonte bie Q3erbunben6eit ber im Auslanbe lebenden Deutschen mit bem Mutterlanbe, warnte aber vor einer Uebev- schStzung ber Onteffigen*. Was man brauche, bas seien Führer, bte im Volkstum groß geworben seien unb bie Derbunbenheit mit dem Volke fühlten. der Riviera gegen Riviera. Von Anita Eberlein. San Remo, im April Sruher fuhr man einfach „an die Riviera". Niemand wußte genau, wo sie eigentlich ansing und wo sie aufhörte, welches Stuck zu Frankreich und welche« Stück zu Italien gehörte. Menton« - Bordighera? Halt irgendwo um Mont« Carlo herum, dieser internationalen Dreh- scheibe. Wenn jemanden in Frankfurt a. O. in Klagenfurt oder Olten die Laune ankam, dann setzte er sich einfach in ben Zug und fuhr hin. Grenzen gab es eigentlich nur vom Hörensagen • 'lJ!cc Baedeker hielt sich nicht damit auf, tem Mensch fragte nach Pah und Dokumenten' ,VVr S^bentanz machte von San Remo einen kleinen Abstecher nach Paris, und Frau Bünzll dampfte mal nach Algier, statt nach Vihnau. . ® R°.r ^01« al» der bös« Imperialismus bk !" Atem hielt, jeden Tag da» ..Gleich- gcw.chf |ich zu verschieben drohte und die Zei- tungcn fortgesetzt Wolken am Mplomatenhimmel cn ^rften. Wie bekannt, bat dann, diesen, anar- X’ton ^"ltand der Paßlosigkeit ein Ende zu bereiten, bie Großmacht der internationalen Dveh- ant ^tv'.era dem Deutschen Reich den mXÄ un,b ic6t ift endlich Ordnung in fte Geschichte gekommen Seit dem Siege Mo- "«70» weih man, dah es zwei Rivieren gibt, eine französische und eine italienische, und wer eS nicht weiß, nun. ber lernt die Eäsur gründlich kcnncn. Bwm an dem Bahnhof da» Wort Bent^ nuglia erscheint. Pässe. Kniekehlen und die höchst. Xr2n°JnfVInrtn ^Sinnen zu zittern. In e.^n schmalen Pserch hineingeirieben. kommt man sich, den Koffer un Arm. plötzlich so vor al» -aut zum Markt, 'lind die - Schwarzhemden haben scharfe Augen auf Aout. E» weht hier eine Lilft. die nicht nach Relken und Mimosa riecht. -Che nrolumo!“ nOa Da kann man nicht» wachen, da» ift Kampf um« Mittelmeer?' Merkwürdig, dieses Wlttelmeer Man hat mir in der Schule so lange «ingebläut es fei in her ligurischen Gegend dazu da. die Riviera w erwärmen, ich la» so ost von den Secalpen, dem Apeiinin unb anderen zweckmäßigen Einrichtungen des Fremdenverkehrs, bie den scharfen Rord- wind abyalten, bis ich es glaubte. Genua, die Superbci. bereitete mir daher eine kleine Überraschung, al» ich sie, am 21. März eintreffend, in jenem Regligö antraf, das die weihnachtlichen Skifahccc in zweitausend Meter Höhe vorzu" finden wünschen. Erstaunt prüfte ich den Kalender: Frühlingsanfang. Ein Blick auf« Thermometer: 2 Grad Celsius. Den Fuß aus die Straße: 15 Zentimeter Schnee. I,n Wetterbericht las ich andern Tags sogar, die Schneehöhe habe siebzehn Zentimeter betragen. Mimosa, dachte ich. und schnubbertc in die Pfeisende Winterlusf. Ein Trost nur. daß die Zeitungen aus« bestimmteste versichern, so etwas sei seit. 1829 nicht mehr dagewesen, und auch damals ntzr im Januar. Schön, bis Ostern wird es dann wohl aufheitern. f^fächlich al» ich In Savona an kam. wo bte Ponente beginnt, was man an Ansätzen ö" vlrandprornenadea unb Tropenkultur merkt, regnete es schon. Es regnete, wie es nur in Der Regenzeit an der Riviera regnen kann. Wie um Ostern herum in Rom. Die Palmen hier haben, cs ist im Führer vorgeschrieben, im Freien zu wachsen. Daher frieren sic so jämmerlich. Mir ging es unter dem Pelz ebenso. ^Inzwischen sind acht Lage vergangen, ^ehn Lage Es reanet immer noch Jeden Morgen drohen die Gäste, heute nun aber ganz bestimmt abzurcisen. da« sei doch unerhört. Dazti gehe man doch nicht an die italienische Riviera Wenn man nicht einmal in Italien ein bißchen blauen Himmel sehe Unb dann stapfen sie unter bem Riesenschirm ben ihnen ber Pikkolo entgegenträgt unb kava- ucrhaft über sie hält, wenn e$ sich um Damen handelt, planschend und plätscheritd ins Kasino Die Hotel» sind überfüllt. Du flüchtest au» dem angeblich rauhen Frühling des Nordens, wo langst die Veilchen blühen, an die blau” Mufte und erhältst — bebaute unendlich. Slg- nora ein kleine« Nordzimnicr fo daß du ?u^m^scInben Sonne auch ba« Meer nicht I SiYt man allo stunden(ang in ber Halle ißt, trommelt auf« Barometer unb würbe die Fliegenden lesen, wenn welche da wären. Zum Teil werden sie durch verkörperte Witze ersetzt. Auf hundert Gäste entfalten fünfzig Engländer DtetÄtg Deutsche und zehn Schwei-er. Wo das weiße Kreuz im roten Feld erscheint, in welchem Falle daS Haus Suisse ober Helvetia heißt, braucht man nur die Zahleir etwas zu verschiebet): neunzig Schweizer unb zehn Menschen, reden. Desgleichen vereinfacht sich die Rechituna bei Den Zusätzen Angleterrc des Anglais und so weiter. Den Deutschen kommt man nicht so offensichtlich entgegen, doch heißt we Mark würde ebensogern genommen wie oa« Pfund und die Fränkli. Franzosen unb Italienern begegnet man nicht, sie bleib n verbissen zu Hause sitzen, wie cs bei feindlichen Nachbarn nun einmal fo Sitte ist. Am Grtmde genommen werden auch Die Schweizer, wie überall in Italien, zu ixm ger- manici gerechnet, das Feld gehört also ziemlich unbestritten der Herrenrass«, den inglcsi. Sie wissen es gar nicht mehr anders. alS^daß man tie auch in den kleinsten Lädelchen in ihrer Muttersprache bedient, keine Miß wurde auch nur das „grazic“ lernen. Tiiank you very eingeborene runzlige Mütterchen, das sich bemüht, der hochmütiacnt blonden Frau dos Fenster in ber Straßenbahn 8» öffnen, bekommt nichts anderes zu hören Wentone lieg an der fra,tzösisch«n. Bordighera iLalientfchen Rtviera. Früher Schwetter- städichen. j£t)t zwei verschiedene Welten. Men- kone tst tm Frühling zwar genau so deutsch wie Bordighera, aber man spricht von denen „drüben" als sei man weit entfernt voneinander Dw beiden Bivieren find Rivglinnen geworden wie die lateinischen Schwestern. Der Geruch der ber sich fo aufbrtnqttch in den Du" ver Nelken mischt. Auf Schritt und Tritt suhlt man die schneidende Grenze. Wohl ver- 7« .LrL"-Wauc ^ug" noch tote einstmals alle Llserkostlichkeiten tote die Schnur bie Perlen, toobl üerf?bTt zwischen Nizza und San Remo w sieht immer den Finger Mufsolini« daztotschen. Ich würde e« nicht wagen. »fem einc ^tte zu bauen Vorläufig beschränkt 'Ich her Kampf um» Mittelmeer Mttlob noch auf Ding», die man unter die Rubrik Konkurrenz einrelhen kann. Die italienische Riviera soll sich selbständig machen, womöglich der anderen den Rana ^4u*hn. Dazu genügen natürlich Aferproinenoden. Palmen unb Tea-P-X.0"'8 nicht, es muß vor allem Monte Carlo L- ^gestochen werbet,. Mussolini hat also in öai'cjSf”1?’ einzige Au-nahm« von dem itaV' Spielverbor. ein entsprechende» Kallno 4 v '«richtet. • Ob man jnt^^iutergarten' mit den Beinen »der im ersten ÖtodSJnjt gettoni spielt, ist ganz aleich. der Eintritt f?nti 5 Lire. Nichts von Der Komödie mit der \lu ctg{j Au» dem Hüttenberg, 13. April. Im Anschluss an die Notiz in Nr. 88 des ..Giessener An zcigers" wird uns mitgeteilt, daß die Landwirte Mit Rücksicht auf die geringen Preise für Schlachtschweine dazu übergehen. die Schweine selbst zu schlachten und das Fleisch im Hl e i n ne r t n u f an die Ortseinwohner aus zuwiegen. Die Landwirte sehen sich zu diesem Schritt gezwungen, weil sie ihre Schweine sonst kaum noch los werden. Mrcie Bicdcnkopf. Oberweidbach. 14. April. Vorgestern stürzte ein siebenjähriger Junge beim Spielen so unglücklich hin. bass er einen I Schädelbruch erlitt und in bewusstlosem Zustande in die Klinik nach Marburg überführt __werben musste.__________ Kommunale Gesundheitspflege Äon Dr. Bader, Magdeburg. fördern Auf der anderen Seite aber muss oom Reich und von den Ländern gefordert werben, in Zukunft nicht etwa nur bie ® c m e i n b c n auf der einen Sette mit Ausaaben &u belasten während auf der anderen Seite ihnen durch weitgehende Eingriff« in das Recht der Selbstverwaltung es unmöglich gemacht wird, ihren Verpflichtungen, weiche bi« Durch- fsthruna hygienifcher Massnahmen mit sich dringt, nachzukommen Während früher von Den Gemeinden eine individuelle ,iüdorge g»trieben wurde, find Ite In der Ruchkrieaszell bas Opfer einer fchcmatifierenben Gesetzgebung geworden Das Reich erhob Anspruch auf die grundsätzliche Gesetzgebung nicht nur auf dem Gebiete der Kriegsdkichadig.en- und Hinterblte denen - fürforge, sondern dehnte Ht auch auf andere Für- sorgegebiete aus. Die Gemeinden wurden gezwungen, trotz grundsätzticher Anerkennung individueller Fürsorge Bestimmungen schematisierender Raiur zu erfüllen. Auch in formeller Hinficht wurde der Aufbau der Fürsorge einer Zwanasorganisation unterworfen Die Folge war die Häufung zuständiger Instanzen innerhalb der Verwaltung, die natürlicherweise der Erledigung der Arbeit, vic von den örtlichen Instanzen verlangt wurde, nicht deionders dienlich war Ja sogar aus die Organlsakikm kommunaler Einrichtungen erstreckten Reich und Länder ihre Kompetenten. Dom Gesetzgeber wurde beispielsweise die Vertreterzahl der freien Wohlfahrtspflege im örtlichen Jugendamt festgefeyt. obwohl es heb hier um eine reine kommunale Aufgab-' handelt Reich und Länder fchrecken aber nicht davor zurück, da» Lelbstverwultungsrechi der Gemeinden auf sozialem Gebiet zu beschneiden. Ungeheuer gross find die Höften, welche die öffent liche Wohlfahrtspflege. zu der letzten Endes auch die fonwnunate Gesunddeltspftege zu rechnen ist, alljährlich jorbert. Sollen auf dem Gebiete offtntlicher Fürsorge Ersparnisse erzielt werden, bann muss bie Sleberfjerftetlung de r verantwort - sichen Bewegungsfreiheit der Kommunen auf dem Gebiete ber Dohl- fahrtspfkege gefordert werden. Cs wird in Zukunft nur dann möglich fein, eine Minderung der jozialen Lasten zu erzielen, wenn die kommunale Selbstverwaltung in die Lage versetzt wird, trotz der Anordnungen de» Gesetzgebers und der Ber- ivaitung im erforderlichen Maße i ndividuelle Fürsorge zu treiben und die Durchführung öffentlicher Fürsorge den jeweiligen örtlichen Verhältnissen anzupassen. Die Gemein- den sind schon von jeher die Träger Dee Staates ge- intien. Mik ihrem Schicksal ist das de» Staates auf das engste verbunden Die Gesetzgeber von Ncich und Land mögen jich für die Zukunft dessen bewußt bleiben; die Vernichtung des Selbstverwoltungsrechts der Gemeinden bedeutet den Zufarmnenbnich des Staate»! Nur ein freies Selb ft vermal' t u n g 6 r e ch t der Kommunen stellt die Eriftenz des Staatsganzen sicher. Oberheffen. Landkreis Bietzen. p Altea-Bufeck 15. April Mehrere Schulknaben beschäftigten ftch hier damit, eine atfunbene Platzpatrone durch Bearbeiten mit einem Hammer zur Entladung zu hrtagcn Der Versuch halte aber emen unet- mfinfAun Erfolg. Durch umherfliegende Splitter dar erpfobierenben Patrone wurden z w e i K n a- ben an Annen und Händen nicht unwesentlich verletzt. Der «ine der Verletzten musste sogar zwecks Entfernung eingedrangener Splitter und sachgemässer Weiteroehandlung der Wund« in PiTdliruraito. %nil ”"^5' iperben Möge Der noch peryülkntSmamg glftff- luh verlaufene Vorfall anderen eine ernstliche Warnung bedeuten' th G r o ss e n . v n s e ck, 13. «prik. Die Provinzial- Verwaltung hat an die BctonbaugcieUschast in Gic ßen Den Auftrag erteilt, unsere alte steinerne Schmiedbrücke, welche mitten Im Dorf gelegen ist mtgen BaujaUigkeit ad zubrechen und an deren -teile über die Dieseck eine moderne Eisen betonbrücfe herzustellen Man hört, daß der Brückenbau rund 20 000 Mark erfordert. $ ® r ü n b e r g. 15. April. Die jüngste G e - meinderatssitzung ergab u. a folgendes. Lus ein Rundschreiben des Heberlandwer- kes Friedberg beschliesst der Demetnderot die Erneuerung der Strassenlampen die sich als dringend notwendig erwiesen hat. bis zur nächsten Sitzung zu vertagen. Ebenso wird ein Antrag der Lehr- und Kunst- s i l m GmbH. Wiesbaden um Ausnahme von Grünberger Ansichten zurückgestallt Die Dal- luSstrass« bedarf einer sofortigen Ausbesserung Viefe soll so auSgeführt werben, dass zunächst die Senkungen de» Gossenpflaster« gehoben und di« Senkungen am Fahrdamm mit Steinschoiter glcichgemacht werden. Weiter wird beschlossen. dass sämtliche Hunde tn Grünberg mit Hundemarken versehen sein müssen Die Hundemarken werden auf Kosten der Hunde- besiher von der Bürgermeifterei beschafft. ® rüningen 15. April Heute wurde im südlichen Teile d«S Kreise« Giessen, und zwar in den Gemeinden Dorf-Gill, Gberftadt. Ober-Hörgern, Holzheim, ®rüningen und Watzenborn-Steinberg, die KreiSmotorspritz« In Anwesenheit des KreiS- FeuerwehrinfpektorS Dickorö vorgeführt. Rach theoretischen Ausführungen. in denen bie Rotwendigkeit und die Bedeutung der Motorspritze besonders hervor- gehoben wurde, folgten praktische Vorführungen. Man gelangte dabe, allgemein zu der Erkenntnis. dass die Spritze bd AuSbruch eines Feuer« vortreffliche Dienste leisten kann. Mr ei# Kricdbcrg LSR. Vtkbei 14. April. In Der letzten Sitzung der Gemcinderatsmitglieder wurde der bisherige Bürgermeister Rechthten einstimmig wiebergewählt. Bürgermeister Rechthien gehört der sozialbemokratischen Partei an. 00 Staben, 15. April, äin fremde iRaus ni a n n . der hier übernachten wollte, glaubte sich verfolgt und ging nachts um halb zwei Uhr in bie fHibba, roo er unter ber Brücke Schuss vor seinen vermeintlichen Ser,Olgern juchte Alles gütliche Zureben ber Einwohner könnt« ihn nicht vernnlaisen, seinen Zusiuchtsort zu verlaften Etwa drei Stunden blieb er in ber an dieser Stelle etwa einen Meter liefen Nidda stehen, bis cs der herbeigerufenen Polizei gelang, ihn zum Verlassen be» Wassers zu bewegen. Es würbe ihm fofort arMch« Hilfe zuteil, bevor er in da» Kranken- hau6 nach Friedberg verbracht wurde. Die Ursache dürfte geringer Alkoholgenuß sein, den der Mann, der eine schwere Kopfverletzung hat, nickt vertragen kann. Mrei# Schotten. ”05621. Ulrichstein 14 April. Beim Aus- heben eine« Krähenneste« im Oberhalb fand man in dem Rest einen kleinen Loschen- k o m p a ß . der von irgend jemand verloren und von einer Kräh« nach d«m Rest verschleppt worden »st. Das in Frage kommende Krähenpaar muss sich überhaupt für allerlei Sachen interessiert haben, lagen doch noch ein leere« Maggisläschchen und ein Finger Hut 'n dem Rest. Bekanntlich interessieren sich Krähen gleich ber Elster für glänzende Gegenstände Öie goldenen Beige. Vornan Äiebig Lopdright bh Dcufcht vorkvmt^Ar-stalt Stuttgart der Diskus auv 34 Fortsetzung abgeschossener Vogck- verboten. Ni. haue ber Vo>'ese Massnahmen m ^ a« prXtSk M.Vderen Uebung«artä5ort?n höbe ren Zchwmig. Er l- , ..tenern Nuh< ltze- duld ans Herz - ,bf,m 'xtyi> ugen werden (Botte? Kinder heißen, unta’f?nÖ W da» Hirnmdrmch - aber seine Blicke auf finstere, nnentwegte j |* Warum ging man mich ft» bruwl vor, im pünktliche Steuerzahler durch Zuschläge zu bestrafen die^man aradheraus wucherisch nennen konnte' ne _etra|- gebühren betrugen oft fo viel wie die ganze ©teuer. Ls war doch kein böser Will«, baß man d.c cteuem nicht zahlte. Der adgcmagerten Kuh sollte man Heber Futter geben, anstatt ihr noch den letzen -tropfen Milch auszupressen. Wenn einer tot ist. kann der ia auch keine Steuern mehr z Der erste Frühverkehr der neuen Woche zeigt.' ab- wartende Haltung. Rennen-werte Anregunaer. lagen nicht vor Der Orderseingang seilens De* Publikums war noch gering. Die Grundstim- mung blieb aber zuversichtlich. Kurse werden noch nicht genormt Am Devisenmarkt hört man Pari« 124.02: Mailand 92L0: Spanien 29.02. da* Pfund 488,35 und den Dollar 4.18 fest zu nerftmicn. Oben auf bie Schränk« legte fir Bilder. Kockftöpse, Porzellan. Die ertte Uhr, oll Dir kleine leichtere Habe. Di« .WeiDer, die mstni des Ehebett, und die Der Kltenen truaen beide Frauen aus Der Stube nach oben; unt) altes, ®a» oan Ess- marm noch im Hause war. Darm telte Moria schnell auf Den Hof. Hier war es noch nicht ganz io schlimm, ber Hv|, sowie das Gäßchen, bas an Dem oorbeilief, stiegen schon bergan. Im Stell toar es noch trocken, aber die Kuh, Der sie beruhigend zurtef, wollte nicht stehen. Immerwährend peitschte ihr Schwanz, fie liefe sich nicht melken Da» Tier hatte Angst, man sah's am Blick, am Zittern ber Flanken. Man würde fie iortbrinoen muffen morgen früh, wenn etwa über Nacht bas ®affcr noch geftteom war, im Gässchen weiter hinauf, beten Loefenich oben, konnte sie unterstehen, dir dotzrn kam da» Wasser üchertzch Hühner hatten sich auf bw Krippe gefluchtei. da lassen fw aneinander gedrückt und gaben ein beständiges, angftficb warnendes Gegackef von sich; jo machten fie er focht, wenn ein Raubvogel überm Hot «chw^ite. Der Hahn mar noch Drau feen geblieben; aber mich er schoss jetzt plötzlich herein, mH Ichleppenden Flügeln fegte er über Den Boden hm, als wäre ein Ftend hinter ttzm, imt> fchwong sich mit grellem Aufschrei ,ui seinen Hühnern. Die dummen Tiere! Bis yir Kttppc hinauf kam doch nie- mal» das Daster, sie hätten ruhig da sitzen formen Ader besser, man nahm sie in» Hau». Sie bissen Dem Mädchen m Die Schürze, al» Dte Se einfrng, die Federn Mögen, sie wehrten sich, ate ob sie heute Dr vertraut-. Hand nicht mehr kannten. Dreimal mußte Maria hin und her, bis sie alle Hühner im Häuft batte; Der Hahn fotate ihr, al» sie die letzten hm- übertrug. Oben in einem Verschlag stand «ine alte, unbrauchbar gewordene Bettstatt, auf der tonnten >ie sitzen, aber ite setzten sich nicht, tn einen Klumpen v>o "menqedruck: bockten fte sich m die Lck». Der Hahn krähte beständig. Tiana warf ihnen eine Handvoll Körner hin, aber sie pickten nichts dcwo« au*. Des Mädchens Hände Muteten, so fetten Mr verängstigten Tirol sie gefcatt urtb mit fen Schrttft ber Berge rollten und grollten fie fort. Als Simon Dremm am nächsten Morgen öte Tür teiiws Hauses Öffnete, kam di« Motel bereit» bis an dessen Stufen heran, (ir schlug jchnell die Tür $u: bleib draußen Aber da fiel ihm ein, der Feigenbaum, fein FeiM^ bmim stand noch da. Lr sprang schnell >nieder hinaus, die Stufen hinab, bo ging ihm das Wasser iabt Ihr ’t schon im Keller ' fragte er sft. „En bißchen. Aber vremm lagt, bat macht mr. Er will mit den Jungen» floate dabei machen, die Fässer hochzigOgen für alte Fäll.' Hm. Da, guckt Such mal dat an* Der Voeienid) schob eine . Ite Strohmatte am »oben beiseite und lachte, stolz auf feinen glücklichen Einrav. Der Keller lag bei ihm grobe unter Der Stube, ho hatte er nun bie ganze Nacht platt auf Dem »auch gelegen, hn Stubenboden em Loch gebohrt imb durch Da» Loch einen Sd^nud> geleitet, der hinuMcrreichte bis in ba» Spundloch De» gaffe». Der Schlauch war mev qenug mn hie Dämpf« ber Garuna nach oben zu führon, schon stiegen fie auf, man hörte fie förmlich entweichen. Der Loefenich rieb sich vergnügt die Hönde. , . _ .___ Dat für 'n Idee," jagte die Bremm verwundert, aijo Darum roch es fo in ber Stube? sie hatte tt «leid) beim Eintreten bemerkt und gedacht: daß bte Loefenich auch nicht mehr auf Sauberkeit hält. ,JDtr rtedn doch aber so ars — wie haltet ihr bat bann JU6:" fteffet gefhtnfei’ af« erfnmten.” lachte der Mninqaft -DGR Win decken. 14. W Hter hat di« Frau des Arbeiter« Lautenbach sich und ihre beiden Kinder iw Alter vvn te-ch« Monaten und drei Jahren 1 n ber Ribd« r ertränti D,e Leichen wurden am .Vrrita« mit einem Strick zufammengebmiden aufgdunben In der Familie herrschte grosse Rot. bte au unau«gete»t«n Llr«,tigteite>i »wischen den Eheleuten sühne Iteiander» das uneheliche Kind ber Stau hatte 'chwer unter Misshandlungen des Mannes xu leiden. Als nun vor einigen Lagen der Ehemann unter Mitnahme des inten GelDe« bie Familie verlaff«n hatte lasst« Die Frau in ihrer Verzweiflung den Entschluss zu der surchtbören Tat 3um Kall Wichmann Srantf ntl a. M 15 April. Am Samstagnachmiltaa fand «mc Inaugenscherniiahute der früheren Wognuna be« vierfachen Faini - lienmörders Wichmann statt, an fer üch auch der SlaatsanwaU und di« V«1«idigung Wichmanns beteiNgten. U«b«r Di« Vorgänge der Tat gab Wichmann folgende Schilderung Di« Eheleute hatten beschlossen, gemeinsam au» dem Ü eben » u scheiben Ihre dr»i Kinder wollten sie nicht lebend zurücklalsen. Rach seinen Angaben soll sich bi« Tckt io abgespielt haben bass Frau Wichmann etn«# brr Kinder und Wichmann f«lbst die übrigen zwei Kinder tötete. Dann erfolgte die Dstuna der Fr au Wichmann, während der Beichnldigte selbst nicht mehr die Kraft gehabt haben will sich telbft zu entleiben. Heber den Plan. Ht fo in die Tot umgdeet worben sei, habe Wichmann mit seiner Frau dn Schriftstück verfasst, da« itA fielen v ijanfc gen, W und tite Ze-Ma bemalt aUf A teü# um sLvcige - achle^.7 lein fN*" um JfII,1 spielens oaufi. D fiinttr de Höller hr Zbstand mfltf un wonnene ech den mit uns Übetwm jeder D zahlen Arundlc brachten kehr un nigstens chancen Lei d leiten kl daß wii gen au und Tr< in dem Verhält werden Kamp den hol Bester ncr, be- giert, regendem Viel kos an Ort zu bellc oder ni nur an schäften scheu D den au. stehende nungen den ha auch n\i Füllen stimmt anlagt Sache lichen eine l achten hier mc berückst« lickleitei jufageni lung bei und bg meiner artige beifpidi Frage: rät get der en, Detter aussjchi zelnen rein du Sie bü sein. E leuchten trudelt derstän! Sinne c kragen. ,.®* ffi lampferii v-ellctchi Wtt, bi€ summten: der 2 “Wlämi 5? tret W ®fü ■. Damit Munn N fok °lsch mac glücklich $0 & r^te der Bruchteile SCHER LLOYD BREMEN ^pfyerefce! Mit Dampfer „Stuttgart** 1jj67B.-R.-T. 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In den Hauptrollen: Otto Behlhr, ■ergarete Schlegel, Sybil Borel, Margarete Kupfer. Hans Brausewetter. Maria Minzenty Ferner: Glück in der Pleite Lustspiel in 2 Akten. Sowie: Zwei Akte Sport im Bild Dieser Film soll Zeugnis geben von der segensreichen Wirkung der Körperkultur im Volk, der neuen starken Duelle seiner Kraft. Mögen die folgenden Bilder menen eum Ansporn und zur Nacheiferung. — Und: Die neueste Ufa-Wochenschau 39780 Zahlung. 3974V werden. .39660 der Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stein - bad) für Rj. 1928 liegt vom 17. April LJ. ab eine Woche lang auf hiesiger Burger meisterei zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Frist oorgebrachl Dienstag, den 17. April l. J„ nachmilags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Jleuen- weg 28, dahier, zwangsweise gegen Bar- Politur farblos flüssig Es wird eine Umlage erhoben, zu auch Ausmärker beizutragen haben. Steinbach, am 18. April 1928. Hessische Bürgermeisterei Steinbach Krämer nichts anderes mehr. 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Schumann von Äran.ym niebergctegt Deutschland-Schweiz 3:2 Das gestrige Spiel brachte für die Schweiz eine Rekorbzuschauermenge von 20 000 Sportbegeisterten auf die Deine. Der Sportplatz Neufelde in Bern repräsentierte sich in ausgezeichneter Ver- fassung. Wenn der Platz auch keinen Vergleich mit den wunderbaren deutschen Sportanlagen in Seilen der tatkräftigen L.nterstützung versichert. 3m Lause der Sitzung nahm der Vorsitzende Ote- lcgenheit, d»c (Genugtuung übet das ©dingen es zum Aus- 3n Berlin fand gestern das SntscheidungS- spiel um die Brandenburgische Mei - st erschaff zwischen Hertha BSD. und Tennis-Borussia statt. Es war die- der dritte Versuch, eine Entscheidung herbeizufuhren, und diele fiel mit 4:0 Toren zu Dunsten von Hertha DS. E. aus. Der Kamps entsprach nicht den Erwartungen, zumal er durch hrftiges Sckneea-stöber stark beeintrSchtigt wurde. Die Man glaubt aber. I nehmer auf mindest'-— bereits 155 OOO Quartiere sichergestellt. In der Aussprache wurde die «xeftldtung von allen eine Fahrpreisermäßigung für die Rückreise gewähren wird. Voranmeldungen liegen bis 'letzt von 5471 Vereinen mit 139 000 Mitgliedern vor. die Iaol der Xeil- zunächst nicht zu lchlagc B a i l l h, der linke Schweizer-b gezeichnete Flarcke hereingeben, die von Wintermann zum ersten Tor für ole Schweiz verwandelt wird. Die Schweiz, durch diesen Ldolg angelpornt, geht jetzt mächtig auS Kampf der Rationen lausen aber nun schon Io lange und sind Id durchdacht, daß wir zu den maßgebenden Steilen das volle Vertrauen haben dürfen. daß sie den rechten Weg gehen werden. Bei der Betrachtung unserer Ehancen müssen wir zweierlei zugrunde legen. Was Tonnen wir selbst (gemessen an den Leistungen des letzten Jahres) und was vermag der Gegner in die Wagschale zu werten? An dem internationalen Stärkeverhältnis Dürfte sich im ley.en Jahre nichts geändert haben und wird sich auch wohl in 'Amsterdam kaum etwas ändern lassen. Amerika ist mit feinem Riesenauigebot an Wett- kämpsern ebenso, wie mit seiner Qualität nicht Berlin, Frankfurt. Düsfeldors oder Leipzig au»- halten kann, so war er immerhin doch in der Lago, die riesige Menschenmenge auszunehmen. Bei Beginn des Spiele« war der Himmel ziem- sich bedeckt und die Sonne schien nur ganz dünn durch. Ein leichter Südost strich über das Feld. Die deutsche Mannschaft trat in der be- kannten Aufstellung an. Die Schweiz hatte dagegen zwei Umstellungen vorgenommen, die abzuhalten. Hranzniedcrlcgung aut Tcnltnal Mattia. Am Denkmal Alfred Maul«, des Altmeister- deutscher Turnkunst in Karlsruhe, fand am Samstagabend au« Anlaß des buiOertiä&rlgcn Geburtstage« (13. Aprile eine Gedenkfeier statt, zu der sich trotz des regnerischen Wetters zahlreiche Freund? Mauls emgejui'd.m hatten. Außerdem waren anwesend die Mitglieder de« Tas Lpiel beginnt mit einem energischen Angriff der Deutschen, die bereits in der zweiten Minute einen Eckball erzielen können. Deutschland bleibt zunächst auch weiter leicht überlegen, doch kommt der deutsche Sturm an der schweizerischen Der- teibigung R a m s e Y e r - F a ch i n e 11 i zunächst nicht vorbei. Die Deutschen kommen aber immer mehr auf. Bald ist es der rechte, bald der linke Flügel, der dem schweizerischen Tore zustrebt. Pöttinger, obwohl gut bewacht, zeigt hervorragendes Können, und der Torposten rettet verschiedentlich für die Schweiz. In b?r 23. Minute flankt Albrecht wunderbar nach der Mitte. Die Flanke wird von Hofmann- Me- rane aufgenommen und mit rasendem Schutz zum ersten Tor für Deutschland ver- wandelt. Erst gegen Schlutz der ersten Halbzeit kommt die Schwei; besser auf. und vor dem deutschen Tor spielen sich nunmehr einige h?ille Situationen ab, doch zeigt sich Wentorf der Lage gewachsen. Halbzeit 1:0 für Deutschland, Ecken 3:4. Der beste Teil ber deutschen Mannschaft war der Sturm. Besonders Pöttinger und die beiden Hofmanns fielen auf. Bei der Läuier- reihe fiel das schlechte Zuspiel aus. Kutterer nach Müller stellten vollkommen ihren Mann. Wentorf bekam zu wenig zu tun, um ihn endgültig beurteilen zu können. Bei der schweizer Mannschaft war Ramseyer der Held des Tages. Daß er einen In der 40. Minute für die Schweiz gegebenen Elfmeter wenig plazierte, so da st ihn Wentorf leicht auf fangen konnte, war zwar eine Enttäuschung für sein« Landsleute, aber dafür machte er durch sein aufopfernde« Spiel diesen Fehler wieder aut. Die schweizer Stürmer waren bis auf Tfchirren in keiner guten Verfassung. Die Läuferreihe war der schlechteste Teil der Mannschaft. Svchehaye im Tor hielt verschiedene Sachen ausgezeichnet. In der -weilen Halbzeit spielte Deutschland gegen die Sonne, die inzwischen stärker durchgekommen ist. wagend die Schwei- von dem Winde leicht unterstützt wird. Die Deutschen sind gleich wieder Im Angriff, und bereits nach zwei Minuten lann Hornauer eine schöne Flanke Hofmanns, Meerane, zum zweiten Tor für Deuttschland einlenken. Die deutschen Spieler haben sich in- und Handschuhmacher. Belgien schlägt Frankreich im Fußball 3:2. 3m olympischen Stadion EolombeS bei Paris standen sich am gestrigen Sonntag Belgien und Frankreich im 21. Fußball- Länderkampf gegenüber. Trotz aller Fortschritte. bi’ die Franzosen in bezug auf Spieltechnik au ver eichnen haben, war eine reichliche Hcbet- legenhe.t oer ..Roten Teufel' unverkennbar. Bereits zur Pause führte Belgien 2:1. Vach der Pause erzielten beide Mannschaften noch je ein weiteres Tor. Süddeutsche Waldlaufrneisterschasten. In Fürth-Vonhof wurde am gestrigen Sonntag die süddeutsche Waldlaukmeisterschaft aus- getragen. Der Besuch war schlecht. Ergebnis der Daldlaufmeisterschaften: Wannschaftslaufen: 1. V. f. B. Stuttgart. 2. Sportverein Darmstadt 98. 3. Kicker« Stuttgart. Den Titel eines süddeutschen Dald- lausmeisterS erhielt der Stuttgarter Hel- o e r. Zweiter wurde Engelhardt vom Sportverein Darmstadt 98. Dritter Bertsch vom V. f. D. Stuttgart. Die Daldlaufstrecke war 6 Kilometer lang. Da« zu belaufende Gelänbe toat teilweise recht schwierig. tragen. , ri Es gibt außerdem noch Leute, deren beste kämpferische Verfassung nur einmal im Jahr, vielleicht nur einmal im Leben, in Erscheinung tritt die in der Lage sind, an einem ganz bestimmten Tage in Höchstform äu fein, die dagegen in der Dorbereitungszeit und in den Ausfchei- dungskämpsen laum oder gar nicht in Erscheinung treten. Die Auswahl solcher Ist wenn nicht Glücks-, so doch mindesten« Gesuhlsfacye. Damit kommen wir aus die Art und Weise der Auswahl der Olympiamannschaft selbst. Sie ist fast ein Probleim Heber ihre Anwendung ist schon viel gestritten worden. Es kann so sein, daß man es. wie man'« auch macht, falsch macht. Wir haben zuerst nun einmal den unglücklichen Zustand der in ihrem Bestand und ihren Vorbereitungen getrennt marschierenden Verbände, die zu einem vereinten Schlag nur schwer zusammenzubringen sind. (In Amsterdam starten aber wie bei allen Olympiaden nicht Verbands», sondern Lände rvertretungen!) Wtt haben gerade innerhalb der Verbände z. T. wieder so viel gleichwertige Leute, von denen heute der eine, morgen der andere um Sekundcn- bruchteile. um Zentimeter besser ist. Trifft man nun die Auswahl rein nach dem Maß. oder nach der konstanten Form der Kandidaten? Mir scheint das Beste zu fein, wenn man beide Faktoren bei der endgültigen Auswahl in Rechnung stellt, und vor allem, wenn man diese endgültige Prüfung recht fpät legt. Das olympische Komitee hat diesen Verhältnissen bereit« Rechnung getragen und verlangt die namentliche Rennung spätestens 14 Tage vor dem Kamps. Das dürfte sich also mit der Form dieser Auswahl treffen, Untere Vorbereitungen auf den Deutschland aut den olympischen Spielen 1928 Von Crrnft Paulus, Wehlar. zwischen die Sympathie des Publikums errungen, die den zweiten Erfolg der Deutschen mit leb- ha'tem Beifall quittieren. Die Mebetlegenfteii der Deutschen wird jetzt sehr stark. Hofmann, Meerane, erzielt 5 Minuten später cm drittes Tor, das aber nicht gegeben wird, da Hofmann vorher Hände gemacht haben soll. Gleich daraus kann Ramsayer in letzter Hot einen Angriff Pöttinger-Hofmann stoppen. Dann wehrt SSchehaye einen Angriff P »t - tinger-Hornauer zur vierten Ecke für Deutschland ab. Die deutschen Angriffe mehren sich. Wieder ist es Hofmann, der eine präzise Flanke bcrcingibt, die von Albrecht, bet her- dngelautcn ist, aufgenommen und zum dritten Tor verwandelt wird. Deutschland wird Immer belfer, und. angefeuert durch die zahlreiche» deutschen Zuschauer, kann die deutsche Mannschaft zu großer Form auflaufen und ist sch lieblich stark überlegen. Die Schweizer Fonmen nur noch vereinzelt durch. Die wenigen Angriffe der Schweiz werden von Wentorf glänzend gestoppt, einmal durch waghalsiges Vordtesüße- werfen. In der letzten Viertelstunde kommt tne Schweiz stärker auf. Die deutsche Verteidigung hat für einige Minuten alle Hände voll zu tun. aber Müllet. Kutterer und Wentorf sind zunächst nicht zu schlagen. Dann rann - " * türmer, eine au«- Loch in teurer Zeitspanne, die zwischen den olympischen Spielen lag. waren die CDorbercitun- aen so groß und so umfangreich, wie zwischen den Spielen von Paris (1924) und den kommenden von Amsterdam. Wir selbst im deutschen Land stecken mitten drin in diesen Vordere,tun- gen, die sich im allgemeinen in ihrem Aufwand und ihrem Umfang nach den voraussichtlichen Dewinnausfichten richten. Dabei muh rückblickend bemerkt werden, bah wir nie in der Lage waren, auf . allen olympischen Spielen, an denen totr teilnahmen (es handelt sich In diesem Falle nur um solche vor dem Kriege), eine besondere, geschweige denn eine führende Rolle in bet Leicht- □ thletif — und nur von dieser soll hier die Rede sein deshalb, weil sie trotz Ihrer Natürlichkeit idbtm von altersber den Höhepunkt der Kampfe um den olympischen Lorbeer darstellte — zu spielen. Untere Betriebsweise der Hebungen des Laufs. Wurfs und Sprungs hinkte lange Jahre hinter der kultivierteren anderer Staaten und Völker hinterher. 1912 In Stockholm war dieser Abstand schon geringer geworden. Aber bann warf uns der Krieg um mehr als das Gewonnene zurück. Weiter noch muhte die Zeit erst den Widerstand der Rationen, überhaupt mit uns in sportliche Beziehungen zu treten, überwinden. Rach dem großen Kriege seh'le un« jeder Vergleich im Kampf, denn die Dergtelck)s- zahlen irren zu leicht, weil ihnen die gleichen Grundlagen fehlen. Die letzten beiden Jahre brachten den ersten häufigen Internationalen Verkehr und mit bleiern die Möglichkeit einer wenigstens ungefähren Berechnung unserer Gewinnchancen für 1928. . Bei der Betrachtung unserer Ersolgsmoglich- keiten können wir allgemein überblickend sagen, das) wir beste, begründete Hoffnungen auf sie haben. Aber all unser Wünsä-en und Trachten wird hinfällig in dem Augenblick, in dem wir nicht verstehen, uns den bestehenden Verhältnissen anzupassen. Richt Könner allein werden in Amsterdam obenauf fein, sondern Kämpfer, nicht muSkelstrotzende Athleten, die den hohen Sinn einer Prüfung, wer der Welt Bester ist, nicht verstanden haben, fonbem Männer. bei denen der Deist den Körper regiert. und deren Rerven diefer großen, aufregenden Prüfung am besten standhaften. 3u* viel kostet blefc Erfahrung, wenn man sie erst an Ort und Stelle macht, zuviel Ausfälle sind zu beflogen, wenn man diesem Standpunkt nicht oder nicht rechtzeitig Rechnung trägt. (Es sei nur an die Beschickung der englischen Meisterschaften erinnert, wo fast 50 Prozent der deut- fd?en Teilnehmer aus diesen ober ähnlichen Gründen ausfiel.) WaS heißt nun, .sich mit den bestehenden Verhältnissen absinden'? Alle 'Berechnungen auf günstige« Abschneiden können über den Hausen geworfen werden durch eine, wenn auch nur momentane Indisposition eine« Kämpfers, ein Zustand, gegen den in den wenigsten Fällen etwas zu machen ist. Es gibt ein bestimmte« Konditionstraining. daS je nach Veranlagung de« einzelnen verschieden ist. Es wird Sache be< Reichstrainer« oder der verantwortlichen Stellen der deutschen Kampsesieitung sein, eine solche individuelle Behandlung der einzelnen Teilnehmer vorzunehmen, derart, dost auch hier möglichst alle Eventualitäten von vornherein berücksichtigt werden. Dann spielen aber Aeuster- lichkeiten eine große Rolle. Mehr ober weniger zusagende Bahnveryältnisse, Witterung. Einteilung der Borkämpse. Art und Weise des Geräts und bgl. mehr. Ich darf mir erlauben In meiner Hebunasort. dem Diskuswurf.derartige Möglichkeiten der Leistungsbeeinflussung beispielsweise kurz zu streifen. Es steht z.B. in Frage: Wird mit deutschem ober finnischem Gerät geworfen (diese beiden Gerätearten sind in der engeren Wahl), bei schlechtem oder gutem Wetter, mit oder gegen den Wind, mit ober gegen die Sonne, von Aschen» ober GraSabwurf- ftclle. vormittags ober nachmittags, mit voraussichtlich welchen Pausen zwischen den einzelnen Versuchen (brei im Vorkampf)? Diese rein äusterlichcn Einflüsse muh ich einfalhilicren. Sie dürfen mit in keinem Falle etwoS Heue» fein. Es darf nicht Vorkommen, dah mir bei feuchtem Wetter der Diskus aus der Hand trudelt wie ein abgeschossener Vogel. Selbstverständlich sind diese Mahnahmen in ähnlichem Sinne auf alle anderen Hebungsarten zu über- Haupiausschuß der Deutschen Turnerschast. 3m kleinen Konzerthaussaale zu Karlsruhe bcgannc.i am Samstagvormittag die auf zwei Tage berechneten Beratungen des Hauptaus- schusfes der Deutschen Turnerschaft. Vertreten sind alle 18 deutschen Turnkreise. Der vom ersten Vorsitzenden. Oberftudiendirektor Professor Dr. Berger. Eharlottenburg. erstattete Jahresbericht zeugt von reicher und zufriedenstellender Arbeit. Ein Unterausschuß »oll über bic Unfälle im Turnbetrieb Erhebungen an» stcllen. Erstmals wurde ein AuSlanddeut- scher, der 60jährige Turner Friederichs in Rio de Janeiro, mit der Ehren- mitgliedschaf t der Deutschen Turne r s ch a f t ausgezeichnet. Rach Erledigung des Kafsenberich'.es mach e der V-riirende do« Haupt- ausschusses für das 14. Deutsche Turnfest. Stadtverordneter Gödbe, Mitteilungen übet bic Vorarbeiten. Es wirb alles getan, um den zu erwartenden gewaltigen Verkehr rerbungslos abzuwickeln und den Festteilnehmern das Mog- lichste an Annehmlichkeiten zu bereiten. Man erholst von der Skfenbahnverwaltung, dah sie deS deutschen Oxeanf lu ge« zum Ausdruck zu bringen. Die Mitglieder des Haupt» ausschusses ehrten die Flieger mit einem dreimaligen .Out Heil!'. Es liegt eine Einladung vor. das 15. Deutsche Turnfest In Dresden so leicht vom ersten Platz zu verdrängen. Dann folgt in der Gesamtwertung das kleine, aber sportlich grobe Voll bet Finnen, denen die Schweden nur wenig nachgeben. Auf der letzten Weltmeifterfchaft fchob tich in Paris England noch durch seine besondere Läuserklasse können? Soweit wäre also die voraussichtliche, allgemeine Lage für Amsterdam genügend gekennzeichnet. Wie es sich mit unserem speziellen. kämpferischen Rüstzeug verhält. ist in der Oeffentlichleit meist zur Genüge bekannt. Es sei hier nur nochmals betont, daß untere Besten gerade gut genug sind, um sich durchzuschen. Untere Besten: Als Hauptwaffe gelten hier die Sprinter, die mit bekannten Ra- men. Körnig. Houben, Cammer8 usw. unsere stärkste Waffe für Amsterdam bilden. Heber die Mittelstrecken sollten wir immerhin einiges Vertrauen zu Peltzer haben, mit B ö- chcr als Schrittmacher dazu, mehr aber auch nicht. Die langen Strecken bedeuten für uns die Rennung von Kohn» Berlin und Petri- Syamburg, und damit evtl. Platzchancen. Die Sprünge: da kommt nur Dobermann in Betracht, evtl, noch K ö p ck e , und sonst niemand mehr. Wersen und Stoßen liegt in den Händen von Schlokat (Speer) und Hoffmeister (DiskuS). An eine Placierung im Kugelstoßen glauben wir ebensowenig wie im Stabhochsprung. Wer nicht über 15 Meter stößt ober über 4 Weier stabhochspringt. kommt nicht in Frage. Troß- hachs Hürdetzleistung ist international, ob sie aber reif ist für olympische Ehren, ist eine zweite Frage. Gute Aussichten haben wir in den Stösseln 4 mal 100 und 4 mal 400 Meter, in der erstgenannten erwarten wir einen Sieg, in der anderen mindestens einen guten Platz. Bliebe noch zü erwähnen unsere Hauptstärke, Untere Damen! Die sind dem Ausland ihren bisherigen Leistungen nach unbedingt voran«. Das wird viele Siege und Punkte geben! Wie stellen wir un« nun zur Wertung der Kämpfe? Beschränken wir uns aus Siege oder Plätze unserer Aussichtsreichsten, oder legen wir Wett auf eine möglichst große Punktzahl? Dabei ist e« vielleicht von Interesse, die Ansicht eine- der prominentesten und maßgebendsten de« deutschen Sports zu hören, unseres Reichs- trainer« Waitzer. der mit seiner Ansicht die Sache de« Deutschen Sports und der deutschen Leibesübung wohl am besten treffen wird: .Richt Erfolg, oder Mißerfolg ist die Losung, sondern sie heißt: Bewähren! Der Gesamteindruck unserer Kämpser wird entscheidend sein für das Werturteil über unsere Ration. Frei und natürlich im Austreten, al« Sieger ohne Einbildung und Heberhebung, als Unterlegene mit jenem ruhigen Selbstbewußtsein. das dem ernten Sportkämpfer geziemt, als Träger deutscher Litte und Art. deutscher Kultur und Erziehung, so sollen sich unsere Leute ohne Ausnahme alS echte sportliche Kämpfer zeigen, dann ist ein ideeller Erfolg gesichert, der zusammen mit den Leistungepunkten zuiriedenstellen wird." Soweit Waitzer al« einer, der am stärksten an unserem guten Abschneiden interessiert ist. denn die kämpferische Vorbereitung auf die großen Spiele liegt allein in seiner Hand. Aber auch rein materiell können wir alle« in allem mit einem gesunden Optimismus in diesen .Kampf der Rationen gehen. Wohl fehlt uns die Erfahrung, die andere aus den letzten Spielen gcfammelt haben Wir muffen diesen Mangel irgendwie ertetzen können. Es muß für jeden deutschen Teilnehmer ein Kampf mit Herz und Rerven sein mit der Begeisterung für das Land, dem er entstammt. daS ihn entsandt. Kampf für Die Farben des Landes Keine kostbare Trophäe winkt dem Sieger. Der Aufdruck seiner Leistung, seines Könnens, seine« Wertes sei das Fiel: .Deutschlands Flagge am Siegesmast !" sich darum, in diese Placierung der auf Amerika folgenden einzugreifen. Wie werden wir das in den einzelnen Disziplinen möglich machen sich heran«, und ol« Baikly wenige Minuten darauf wieder eine schöne Flanke beteingibt. ift Wentorf n cht zur Stelle, so daß 3 a g i 111. Aum zweiten Tor für bi« Schweiz einsenden kann Da« Sp.el hat seinen Höhepunkt erreicht. Die Schweizer werden von dem Publikum mächtig angespornt. Deutschland macht sich allmählich wieder frei und erzielt «in weitere« Tor, das aber wegen Hände von Albrecht nicht gegeben wird. Die Deutschen scheinen durch Die überraschenden Erfolge der Schweizer deprimiert. Wentorf bat sich jetzt über wenig Arbeit nicht zu benagen. Die Schweizer- Stürmer sind gegen die erste Halbzeit nicht wieder zu erkennen. Dann ist das Spiel zu Ende. Sieget Deutschland 3:2. Der Sieg für Deutschland war gerecht. Dio Schweizer-Mannscha:t kam erst In den letzten Minuten richtig in Schwung. ftupboll in Westdeutschland Die westdeutschen Meisterichaftespiete brauten gestern durchweg erwartete Nesnltnte. In Köln schlug di? SpielerDerrlniflimg Sülz 07 Schwa rzux iß Bannen sicher mit 3:1 und noch klarer, mit 5:1 distanzierte Preußen Krefeld Hagen 72. In der zwischen runde der Zweiten erfocht der wstbcutiche illhrcfftvr Duisburger SD. einen hohen 7:2 Sieg über lasset 03 Um Rutzrdezirk fand ein 6tu t* fpkl Bachum—Buer statt, da, Bochum mH 4:1 gewann. «Süddeutsche Fußballmeisterschaft Nach den Unterbrechungen der Gesellschaftsspiele an den Dftcrf eigen sanden Die Kämpfe um die süddeutsche Fußballmeisterschaft gestern ihre programmgemäße Fortsetzung, einige Vereine hatten zu dem ßänberfampfe Schweiz — Deutschland Spieler abzugeben und waren deshalb In den Perbanostreffen spielfrei Deshalb kamen in der Runde der Meister nur zwei Spiele zur Durchführung, davon das weitaus wichtigste in Worms zwischen W o r m a t i a Worms und Eintracht Frank flirt. Der hart erkämpfte l:O-€ieg der Frankfurter Mannschaft, die mit Ersatz für Goldammer und Stübcrt an treten mußte, bringt Eintracht wieder In aussichtsreiche Position im Kampfe um den zweiten Tabellenplatz Da» Treffen wurde in der ersten Minute nach der Pause entschieden, wo Schätzer eine ausgezeichnete Kombination der Angriffsreihe mit unhaltbarem Schutze ab- schloß — Der K. F. D K a r I » r U h e und der Spo. Waldhof lieferten sich ein sehr spannendes Spiel unter wechselnder Ueberlegenhelt, das schließlich mit 2:2 unentschieden endete. — In der Runde der Zweiten und Dritten beschäftigte die G r ri p p e R o r b w e ft alle acht Vereine in vier Spielen, die den einigermaßen erwarteten Ausgang nahmen. Sehr glatt siegte der F. S V. Frankfurt 5:1 gegen ben V. s. L. Reu-Isenburg. Die gute Form, in ver sich die Frankfurter befanden, triumphierte Über die zähe Gegenwehr Reu-IfenburaS. S 0,. Rotwelß Frankfurt war mit Ersatzleu'en nach Ludwigshafen gefahren und brachte von der F. G. 03 L u d w i g S h a f e n eine Riederlage mit 0:2 Toren beim. Dagegen konnte der F. Sp. V. 05 Mainz, der auch außerh lb (hielte, Boruffia Reunkirchen mit 2:0 Toren schlagen und verdankte diesen Erfolg dem DurchbruchSsplel seine« Sturmes. In einem scharfen Kampfe, der zeitweilig außerordentlich spannend war. erkämpfte Saar 05 Saarbrücken gegen den V. f. L Heda tau ein 2:2. In der Gruppe Südost waren Union BSckingen und V. s. R. Fürth spielfrei. Der 1. F T Nürnberg erkämpfte trotz Ersatz für Kalb und Schmidt ll ein 4:1 gegen Phönix Karlsruhe. Hierbei ist bemerken-wert, baß die Anarifssreihe deS deutschen Meister« noch langer Feit wieder einmal gut gefallen konnte. Etwa« befremdend wirkt da« 2:2. mit dem sich Wacker München gegen den S. T Freiburg zufrieden geben mußte In einem sehr matten Spiel büßte der Tabellenerste einen Punkt ein. Der V. f B. Stuttgart führte bi' zu, Pause gegen S. V. 1860 München in überlegenem Spiel mit 2:1 Toren, ließ dann aber den Eegner mächtig auf kommen und verlor schließlich noch 2:4. Dom Berliner Fußball. _ ... Hauptausschusse« der Deutschen Turnerschast und stark in den Vordergrund. Für uns handelt c« I inerter ter der Regierung und der Stadwerwal- ~ * tung. Das Ehrenmitglied de« Ausschusses. Ober- turnlehrer K u n r a t h - Bremen, hielt die Ete- benfrebe. Außerdem sprach Hnterrichtsminister LeerS. Rachher wurden eine große Anzahl Voranschlag loy. f Aorfian-, fiele W8D ihnhofetrate a Linie te = endsS'^Uhr tt« dies) in Film von ' ließen. 9- abente z Uh, ‘,5rir>9 unb beehre i* \ idjtP unb gsschränte LÄtark- chahlm ^tiniifronfo «Gustav ffinn Mn Stilen, wo lufgebenbe? rani deute unter stochten in! eß. Anzeiger .nS2. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 46 bis 48; vollfleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 47 bis 49; von etwa 200 bis 240 Pfund 48 bis 50; von etwa 160 bis 200 Pfund 48 bis 51; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 43 bis 48; Sauen 38 bis 45 Mk. — Marktverkauf: Rinder rege, zum Schluß abflauend, ausverkauft. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Meberftanb. Schafe wegen deS geringen Auftriebs nicht notiert. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombard^inssuß 8 Prozent (jrankfurt a. M 'Berlin SW7 1-Uhr. brfnufc 3nfanq flvrs Kur» fillT6 Rur Datum 14 4. 16.4. !><■<■ 16. 4. pe Di «eidiCanlettje v 1927 Dt. «i.I Ablös Schuld mit 87.1*u - 87.6 - .Muelol -Rechten 52 62 62 ®t«p(. ohne nuCk) .'Jiedjttu IG, 75 17,13 16,6 ‘.7,13 <•/* aiaiiff Hyp.-Bt. So.dvi unkündbar brt IM2 — - - i'/t0/* ^hctnijchr 6nt> -Dank ätou -Soidps — _ SCO Qbg yorhtcgl-Cb. Ugationrn. rückzahlbar 1932 —- — _ <*'. Echweu Sm dröd.-Snl. _ <•/. Orstrretchtschr ÄoldNk — 80.4 <,»*/• Otfttrr ich toilbtrrte **/» Oesterreich einbeitl. 81 tt ___ —— _ <•/» Ungarische Oolbrte 25.2 24,9 86 2 «•-ellnaanfcctetaatßr v 1910 — •W/e deSol von 1913 **•■> Ungarische flroncnrtc . — _ — — 3,13 3.3 13.6 V,. Türk -iollaoleihe v 1911 t°,0 lutl öQGbebbobn-Hnl 14.9 12,75 12'65 ■ctrte I 12.75 — 12 65 4V,, Mal €trt 11 13.75 - 12,76 <•/• (Rumänen conoett ERu. Rumänen Solvanl - D0D 1913 — 20 — nOa Devnchr Eisenbahn <’/, bambura-Amertka Paket - b Domb «eubam D amo sch 0 159.75 158.5 >58.76 158.5 — — 227 226.25 Paula Damr>fschifs « -d — 230.5 228 WorbbeutfdKr lsloyd 6 158.9 157.5 158 157.1 ’Ua Deutsche SnbitanÄ. 10 139 HO 139 9 139 6arm r Bankverein 10 115.5 — >44.5 143.5 Berliner HanbelSaesellsch. 12 Lammert- unb Privat-Bk 11 260 190 >88.25 461,5 188.5 264 >88,25 Tann ft u Nationoldaak 12 246.5 247.75 45.25 246 Deutsche Bank 10 162.75 163.75 162.5 162. DiSlouto-SeieUlchan Um 10 153.25 153.75 153.75 163.5 DreSbnn Pan! lo 155.1 156 155,5 156 Mitteldeutsch« CrtbUban! 9 216 219 petaObanf ......t WetiMbeef 10 134.5 197 136.75 »1 303.5 187,5 208.5 Jrauhfurt a.M ‘Berlin Schlutz. l'Uhr. Schiuh , Snfang A-Jrs 1 Kur- Kurs Kurs Datum: 14. 4. i 16 4. | 14. 4. 116 4 LES.........7 Bergmann ........S 169 170.9 168.75 171 190.5 192 191.5 192 Llekir Lieferungen . . . 10 176.5 177.5 Licht unb Kraft ... 10 231.5 234 234,25 F-elteu ........ Klöckaerwerte - ..... .5 283.75 128 — 280 128 275,5 129.5 Köln-Neuesten ......fci/, N.anneSmano .f. */• 8 4 151 161.5 161.25 161,25 160.25 161,5 TCanS'dbtr ... 7 130 128.5 128.75 129 Odertchles Sdenb Bebart 0 119 116 7.i Odertchles ÄoMroerte . 0 _ 1111 ,.S 102 !> Bhvuir Bergaan f V» 9 3 R Heinriche Braun log len 10 103.8 ■297 104 164.5 Esc §: 103.7. 296 163.5 155.5 100,75 RhrtnstaHl 0 Ree deck Mo man .....6 ’Bertraiate 6tobte, i. '/» 9 3 DtatH ihnen ■ 1 ih 164 156 101.23 45.25 IUI 100.25 <5.25 186.5 Äail Äftbert leben . 10 ÄaltlBefteregtÜl . . 10 Äolhoerf Caübetfurt6 '.2 185 196 187 200 187,75 288 289 201 390 2 ® iTorten-SUbnlirt 10 «tmaarit Sobel ... 0 67,25 272 67.25 120.5 270 Scheid, an stall 193.75 194.5 — C*olbl09.75 104,65 — 110.ö 104.9 Jrankfurt a.M Berlin Schluß» stur» 1-Uhr» stur. Söhuh- llnianq stur. Kur» Datum: 14.4. i 16. 4. 1 ><■ i 16. 4 VVUwv poijwann . 169 171 171 171,5 pcid^stierqer Leuiem 8 149 151,75 Cemeiu ÄaelOob» • 8 18" Wantz 70,25 372 Cftnxrh . . 12 — — 319.25 3?1 8er. «Llol^ftost ..... 15 — - 742.13 711 Bem berg........ 8 — — 531 535 Zellstou Daldhof. . - . 12 3’J5.ö 306 306 307 Zell stob afdronmbnrc • 10 195.5 197.75 198 197.5 Ldarlol.'euburyer Easter 7 — — 14C.A 140.5 ■* effaner SaL 8 —> — 205.25 207.5 Dannl/r Motoren..... 0 toi 105.5 104.5 105.75 Demao ...... 0 — — 48 18 flblertoerte 8 /cei . . . o 97, f> os 5 LudL Zoeire . , , » 11 264 267.5 Rat automobil .... 6 * — 102.5 102,9 Crrnftrtn A Lovvel . . . . 4 — 136.5 137.5 Link Honnaun . .. . 0 — — — - Beotiberrb lirh . . . 6 — — 240.5 345 Bamay-^eyurn . ..... 0 24 2.5 — Franck M^tchure» . . . . v 84 84,5 84 — iSrtüna . . , . . 7 — — 136 — öeoltoeuftaeöi . . . . . . 0 24 — - Chntoban# ...... 6 85 — 85,5 _ Lechwerle . ...... 8 122 * — ts am traten) erde ... . * • 8 120.9 122 — _ lÄtag . ...... 10 143,75 >45 143 CQtfm-fn Lmn . ...... 1 55 - 56.5 — LerrrS tlmoo . ...... 8 105.5 — 105 lebt. Roeder ...... 10 — — — Pryjt k pae ffna .... 6 180 —» 182 Sndd Reda ..... 0 145 148,25 147 — Banfuotrn. Berlin. 14. Lpril | "7eld rtrui runenkanücht Roten. . . . | 4,162 4.1*,- Belgstche $otca..... 58.28 58.50 Danstche Roten..... 111,84 113,28 EngMche Rvtru . . . . . . 20. $7 20.45 Sevtseumartt Berlin—Frankfun a. HL Berlin. 14 Avril 1 »KI Fraiumilchc -Jtottn..... TO3 16.51 Holländische Noten..... 168 01 168.69 Ztalienisch- Noten...... 22 09 22.17 Norn>calsche Noten...... 111,38 111.82 Teutidj-Cefterr., 5100 .Qi-one» 58,62 58.86 Rumänische Noten...... 2,61 2.6.3 Schwedische Noten...... 111.83 112,27 Schweizer Noten....... 80,35 80.67 Spanische Noten....... 69,90 70.24 Tschechoslowakische Note« . . 12,337 12,397 Ungarische Roten 72 80 73,10 Telegraphische Auszahlung. 14. «vrtl 16 April Amtliche Nott.runa Amtliche Notieruna c^eld Brie' '*elb Artet flmfUiRott 168,35 1.786 168,69 168,45 168.79 Bnen-Sireo 1.790 58.48 1.785 1.789 «rst-.Lonv 58,36 58.37 58.49 Stjrtftiania 111.62 111.84 111,05 111.87 ffoienbaotn 112,08 112,30 112,34 112.09 112,31 Stockdolm 112,12 112,17 112.39 Helstogtorö. 10,51 10,53 10,515 10.535 Italien. 22,045 22,085 22,055 22.095 London. . . 20,391 20, 431 40,395 20, 435 Neon ort . - 1,176 4,181 4.1751 4,1850 PartS ... 16.435 16..7o 16,44 16. «8 Schwerz . . »0.49 80,65 80,52 80,68 Spanten . 70 31 70.45 70,25 70 39 Japan . •Xie de Ian 1,997 2.001 1.992 2.002 .1.5035 0.5055 9.5030 0.5650 Vien ht D - Crtt abgcst 08,76 68.87 •>8,76 08,88 Prag Belrrad 12.374 12.394 12.38 12.40 7.353 7.367 7,355 7,369 73.07 Bubapefl . 72,93 73,07 78,93 Vn l arten 3.017 3.023 3,019 3,025 ytRabon 17,98 18.02 18.03 18.07 Danna Sonst nttu. 81.52 4,143 81.68 2.117 81.53 2,141 81,69 2,145 St den 5.494 5,506 5.494 5,506 Lana de 4.177 4,185 4,1775 4,1855 Lim na» 4.321 4.329 20.958 4.326 40.92 4.334 20 96 20.918