Ur. 15 Erster Blatt 178. Jahrgang Montag, 16. Januar 1928 tr|$etit Ugli*, aefcrr ä Sonntag» *nb fertigt. " ä Gletzener Anzeiger 3S£ General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: I irawffnriflnimain ns*® Dnitf nn6 Derlca: Brfibl'ftbc UihxrNI4t$‘Biid)- mi> Stemöruderei B. tauge in Gießen. Sd^riftletting und Geschäftsstelle: Schnlttraße 7. L„ah»e hi lajtiaen für btc Tagctnumme große Verwaltung»reform. die endlich einmal in Angriff genommen werden muß, wirb auch nicht mit einem clreid) bewältigt werden können Dazu ist da» Problem zu vielgestaltig und zu mannigfaltig. Jetzt kommt e» vor allen Dingen daraus an. daß irgendwo ein Anfang gemacht wird. Dor allen Dingen muß vermieden werden, ii..der,,n. einen Kampf um Schlagworte za fuhren, statt positive Arbeit zu leisten. E» handelt sich bei dieser Konferenz nicht um den Gegensatz zwischen Unitari»muo und FöderaUcmi s und nicht um die Frage, ob man das Vismarcksche System ober da» der Verfassung von Weimar oorziehen soll. Da» find heute mehr oder weniger akademische (Erörterungen, mit denen wir im Augen- blick nicht we terkommen. "In einem leben Staat»- und Staatcngebilbe wie dem unfrigen, wirb ber Kampf zwischen Unitariemu» und Föderalismus, zwischen Zentralisation und Dezentralisation nie aufbnren Da» beste Beispiel Dafür liefern die Vereinigten Staaten von Amerika, in Denen ein solcher Streit seit Begründung der Union, also seit 150 Jahren, bi» auf ben heutigen Tag im (Bange ist. Dort ist e» sogar im Lause brr (Beschichte zu einem vierjährigen Bürgerkrieg g. kommen, bei Dem e» sich letzten Ende» Darum handelte, ob der einzelne Staat von dem Staatenbund gezwungen werden könne, eine Einrichtung. wie die Sklaverei, abzulchassen. E» hat bamal» in Amerika Die zentralistisiye oder unitorische Richtung gesiegt, und es Ist nicht zu ver- kennen, bah sie sich auch seither immer weiter durch- gefehi hat. Trotzdem ist auch heute noch in Amerika der foderaliltische Gedanke sehr lebendig, was in der Vi-rf.iHung selbst begründet ift lleberhaupt wäre es nir alle, die sich mit ter Frage zu beschäftigen haben, recht lehrreich. sich die Geschichte der Vereinigten Staaten daraufhin näher anzusehen. Die Vismarcksche Dersafsung d-S Deutschen Bund.Sstaafe- war sehr stark.nach dem amerikanischen Vorbild eingerichtet Die scharfe Trennung zwfsck 'n der vom Bund und von den Einzelftaaten a geübten Rechtspflege durch zwei vollständ.g nebeneinander siebende Iusttzorganlsationen hatte sogar Nachahmung darin gesunden, daß zwar die Rechts- und Strafgesetzoücher und somit auch die Rechtsprechung für das ganze Land einheitlich fein sollten, daß aber Reichs- und StaatS- jusiizverwaltuna bis zu einem gewissen Grade nebeneinander beftenben und heute noch bestehen. ^)ier kann im Gegensatz zu Amerika ein weiterer Fort'chritt zur Vereinheitlichung des gesamten Verwaltungsapparates gemacht werden, indem zu erwägen ist. ob nicht die Justizverwaltung völlig auf daS Reich übernommen werden kann Gin solcher Schritt würde beute nur als logisch erscheinen und habet doch mit dem Vesireben. die Erhaltung der wirklich wünschenswerten Eigenart von Sinrittu *.gcn einzelner Länder nicht zu gefährden, nicht im Widerspruch stehen In einer Hinsicht allerdings unterschied M) schon daS alte D^ utschland sehr wesentlich von den Vereinigten Staaten von Amerika. Zwar ift Reuyork der größte Bundesstaat und er hat auch durch seine hohe Zahl von Kongreh- mttgiicixrn und Elektoralstimmen einen größeren Einfluß als jeder andere Mitstaat aus- zuüben. Trotzdem hat der ©trat Reuyork m der amerikanckchen Republik bei weitem nicht die überragende '2kDeutung. Wie Preußen in der deutschen Republik. Ön Amerika gibt eS zwar auch regionale Gegensätze — der Bürgerkrieg beruhte zum Teil auf solchen. Aber diese Gegensätze sind mindestens feit dem Bürgerkrieg und namentlich in letzter Zeit nie so schroff gewesen wie z. B. der zwischen Preußen und Bayern. Die Mason- und Dirie- Line. die den Süden vom amerikanischen Ror- den trennt entspricht zwar unserer Main-Linie, ist aber heute bereits säst völlig verwischt, ftür uns liegt also die Vorbedingung für eine Vereinigung unserer inneren Verwaltung darin, ein bessere- Verhältnis einmal zwischen Preußen «und Bayern und daneben zwischen dem Reich und den beiden größten Ländern herbeizuführen. Wenn die große Aussprache auf der Lander- konierenz unter dem Vorsitz des Re.chSkanzlerS unb unter hervorragender Beteiligung deS preußischen und deS bayerischen Ministerpräsidenten eine Annäherung in dicker Richtung anbahnt, dann ist schon viel gewonnen und dann kann man für den Anfang zufrieden fein. Gerade deshalb ist es notwendig, daß man den Zeh ter vermeidet, sich an Schlagworten, wie Unhanö- rnus und Föderalismus, festzubeißen. öeffen&öertretu iflaufOeriänberlonferen? Darmstadl. 16. 3an. (Eigene Vrahtmclbung.) Auf ber Cänbcrfonfercnj über die Berroaltung»- reform, die am heutigen Montag in Berlin beginnt, Ift ber volksstaak heften vertreten burch ben Staatspräsidenten Ulrich und die 2fil- nlfter Henrich unb Kirnberger sowie Ministerialrat Bornemann. Das Programm. Eigene Drahtmelbung be» „Gießener Anzeiger»". Berlin, 16. Ian Mil der SamStagkabi- nettsfitzung können die Vorbereitungen der Reichsregierung für die große Konferenz der Ministerpräsidenten am heutigen Montag als abgefchlokfen gelten. Die Vorverhandlungen haben an verschiedenen besonders ungünstigen Umftänbcn sehr su leiben gehabt. Abgesehen von der Schwierigkeit der Materie machten sich in der letzten Zeit auch die Weih- nachtsferien unb die Urlaubsreifen einiger Minister recht störend bemerkbar Der Smanv Minister Sv ö h l e r . der zu dem enger.-i Dor- bereitungsauSIchuß geh>r;. fehlte bis beute und fiutem Vernehmen nach scheint auch der Reichs- nnenminifter Dr. v. Rendell, der der gleichen Kommission angchort bat. au6 nicht ganz übersichtlichen Gründen an einer besonders aktiven Mitarbeit seiner'eitS oftmals recht behindert gewesen zu sein. So hegte man in der letzten Woche noch in Kreisen der Regierung ziemlich ernste Befürchtungen für den AuSgang der Konferenz. Rach unseren 3nformalionen scheint sich die Situation etwas gebessert au haben, wenn auch daS Wort umgebt: Man habe soviel über die kommende Konferenz geredet, daß man sich schließlich doch einigen M u t zugesprochen habe. Wie wir auS gut unterrichteten Kreisen erfahren, wird man für die zweitägige Konferenz ein besonderes RedaktionSko- m i t e e. in dem wahrscheinlich auch der Staatssekretär deS ReichSfinanzminifteriumS. Dr Po- p i h. sitzt, einsehen Diese- Komitee soll die De- schlülsc der Konferenz, soweit sie alS einmiitig angesehen werden können, formulieren. Mit dieser Entscheidung, daß man zu f e ft formulierten Ergebnissen kommen will, ist immerhin ein gewisser Fortschritt erzielt, cb sich aber bei der Vielseitigkeit der Materie und der besonderen Spaltung einzelner Länder, (die jetzt erfolgte Veröffentlichung der bayerischen VerwaltungS- reform läßt immerhin den Gedanken zu. daß man in München auf diese Weife andern Reform- Vorschlägen rechtzeitig die Spitze abbiegen wollte», zu Veränderungen deS DerwaltungS- apparate» auf einer groben und zukunft-vollen Linie kommen wird, ist noch unüberfehbar. Die Reichsregierung wird ihrerseits ihre Bereitwilligkeit zum Ausdruck bringen, den Ländern. die die Last der Verwaltung allein nicht mehr tragen können, eine Hilfe dadurch zu gewähren. daß sie, falls daS von den Ländern gewünscht wird, einzelne DerwalkungS- zweige übernimmt. Der Anfang ist ja schon zwischen dem Reich und Thüringen gemacht. Hier finden Verhandlungen wegen der Übernahme eines Teiles derSteuerverwal- tung auf die ReichSfinanzverwaltung statt. Dieser Gedanke braucht sich nach Ansicht der Reichs- regicrunq nicht allein airf die Organe der Finanzverwaltung zu beschränken sondern läßt sich auch noch auf andere Dermaltungszweige erstrecken Ebenso wird die Reichsregierung Vorschläge hinsichtlich der Beseitigung der Enklaven und Srklaven machen, und schließlich sollen bestimmte Sparsamkeiis Maßnahmen rorgeschlagen werden, die u. a. den Zustand der Doppelkompetenzen beseitigen sollen. Bayerns Verwahrung. Tic Münchener Kundgebung zur Verfassungsreform Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers'. Berlin. 16. Ian. Aehnlich wie die Kundgebung des Bundes für die Erneuerung be» Reiches wenige Tage vor der Länderkoickerenz in Berlin herausgekommen ift. um zugleich für die geplante Arbeit deS Bundes Interesse zu erwecken und den Deranftaltem der inneren Re- formbetoegung zu zeigen, daß breite Kreise der Bevölkerung Taten von ihnen erwarten, läßt sich von München a u S eine Reihe nambaher bayerischer Persönlichkeiten eben vor Beginn der Länderlonferenz vernehmen, um den Anspruch auf selbständige Geltung undErhal- tung bayerischer Verwaltung-- und Kultur-Hoheitsrechte zu erheben. 3m Verein mit dem gleichfalls bekanntgegebenen eigenen bayerischen Spar - und Reformprogramm. kann man darin nur e nen, vielleicht «nicht unberechtigten Versuch erblicken, gegen die unitarischen Strömungen rechtzeitig vor Festlegung der Länderregierungen Verwahrung ein» 8ul eg en. Der Aufruf ift unterzeichnet von Männern der Kunst, wie Siegfried Wagner. Franz v. Stuck, von Gelehrten, wie Pros. v. Miller und Friedrich v. Müller und den Rektoren der bayerischen Hochschulen, ferner von einigen höheren Beamten und Industriellen, die in engerer Beziehung zum Kunst leben Münchens stehen. Es wird darin eine Reihe von Vorwürfen gegen Berliner 3entraltfierungsbeftrebungen und gegen die Berliner Unfähigkeit zur Erfüllung der notwendigsten kulturellen Aufgaben erhoben. Das hat man aus München schon oft gehört, auch schon in Vorkriegszeiten, als die Struktur des Reiches nichts weniger als zentralistisch war. Unb das ist noch jedem Versuch entgegen gehalten worden, durch eine organischere Gestaltung der öffentlichen Verwaltung deS Reiches zu Erfparnisfen und zu einem ein fächeren reibungslosen Verlaus der inn e r pol ik i s ch en Dinge zu gelangen Man könnte also die Vor- würse. die ein (ole zusammengefügter Kreis föderalistifcy eingestellter bayerischer Männer erhebt, als einen Ausfluß übertriebener Besorgnis um die berühmten . Bayerischen Belange ', als ein Beispiel der oft und nicht zuletzt in München selbst verspotteten Abneigung gegen .die Preihen" abtun. Aber hier sind außer allgemeinen auch sehr konkrete einzelne Vorwürfe erhoben wordeii. So der Vorwurf, daß die dentralilierung der Post- und Vohn- gdber zum Schaden der Länder gebraucht werden. daß Reichsämter sich zum Rachteil BavernS bemühten. Austräge an Berliner und norddeutsche Firmen zu vergeben, daß bei dem Beamtentum der Finanzverwalkung, her Bahn unb ber Post die verfassung-mäßige, landsmannschaftliche Geschlossenheit in den Ländern immer mehr durchbrochen werde, und viele- andere mehr, waS mehr oder weniger zu beweisen ober widerlegen wäre. Man wird deshalb an diesem Aufruf nicht stillschweigend vorübergehen und ihn alS einen berechtigt ist. um es abzusiellen und was unbeweisbar bleibt, um es entschieden zu widerlegen Etwas seltsam mutet freilich die ausgesprochene Stellungnahme dieses Aufrufes gegen Berlin unb Preußen an denn die erhobenen Vorwurfe richten sich >a lediglich gegen die Reichsregierung und ihre Organe Diese aber ist in hohem Maße mit Bayern und anderen Süddeutschen besetzt — In einem Maße, das nicht nur bei der gegenwärtigen. sondern auch bei saft allen früheren Regierungen weit über ben prozentualen Be- völkerungSanteil der süddeutschen Staaken hinausgebt. Es dürfen aber durch bloße Aeußerungen der Verärgerung keine Zwistigkeiten in unsere innere Politik getragen werden. Man wird bet' ber gleichen Energie, mit der hier Angriffe erfolgen, fie entweder mit beweiskräftigem Material zurückweise n. oder, ohne sich dadurch in dem notwendigen Werk der inneren Reform beirren au kaffen so 11 l e n müssen, daß sie gerechierweise nicht w l e- verholt werden können. Um Geßlers Nachfolge Stellvertretung oder Neubesetzung. Berlin, 16. Ban. (prioatinformatlon.) wie wir erfahren, galt am Sumr>tag ber Besuch be» Reich»kanzier» beim Belch»präslben- I e n ber Besprechung über die Frage ber Neubesetzung be» Reichs wehr Ministerium». Die Mitteilung eine» Berliner MtUag»blatte», baß General Gröner jetzt in erster Linie In .frage komme, entspricht n I a) t ben Tatsachen. Ebenso ift von einer Kandidatur Luktzer nicht die Bebe. Herr Dr. Luther erklärt uns auf Anfrage, doß niemand au Ihn herangetreten ist unb daß er auch nicht In ber Loge sein würbe, da» Belchswehrminlsterium $u übernehmen. Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, lieht durchau» noch die von uns bereit» Sam»tagnachmittag angefünbiqte Lösung Im Vordergrund, bah einer veränderen Reich»- Minister die proollorische b;w. die kommissarische Leitung be» Reich^wehrminlfterium» übernimmt. 3n politischen ft reifen wirb In diesem Zusammenhang daraus hingewielen, daß der Leiter de» Belchswehrminlsterium» schon mit B icksicht auf die kommende Beratung be» Beichsmehr- e I a f« Im Reichstage vor allen Dingen über b*e setzten Ereignisse gut Informiert sein muh. ble in bas Ressort be» Belrh*rorhrminiflrrinm» gehören. Brüh bem „B. I." ift für Montag eine weitere Besprechuna switchen dem Beichsprölivent'n unb dem Reichskanzler in Aussicht genommen. Die größte Wahrscheinlichkeit spreche bafür. daß ber Reich»kan zier ble Vertretung übernehmen werde. E, sei nicht anrunehmen. dan^ Bestrebungen aus eine sosortige Reubesetzung de» poslen» (Erfolg haben werden. Die „lägt. Rundschau glaubt im Gegensatz zum Tageblatt jedoch, daß Beich»kanzler Dr. Marr die Stellvertretung Im Hinblick aus seine Doppeltätigkeit al» Reichskanzler unb al» Minister für die besetzten Gebiete a b I e h n e n werde E» flehe aber noch keineswegs fest, ob nicht eine definitive Beubefelzung in 3rage komme. .Tür die Stellvertretung spreche die Erwägung, daß es s o kurz vor ben Beuwahien kaum möglich sein werbe, eine besinitloe Wahl tu treffen. Bach einer Melbunq der ..Vvss Atg." hat der Reichspräsident ben Wunsch geäußert, vor seiner Lntscheibung noch einmal Dr. Gehler z u empfange n. von bem Reich»wehrminister nahestehender Seite wird versichert, daß Bemühungen. Ihn zum verbleiben in feinem Amle zu bewegen auch bann vergeblich bleiben müßten, wenn sie vom Reichspräsibenten selb st ausgingen, ba Dr. Gehler sich körperlich völlig außerskanbe sehe, sein llrat weiterzufuhren Er habe ben Vorschlag abgelehnt, einen längeren (Erholungsurlaub an zutreten, da er nicht formell öle Verantwortung für ba» ZDehrminifferium tragen wolle, da» er in Wirklichkeit nicht mehr leite. Der Gachlieferungsschwindel. Eigene Drahtmelbung de» .Gießener Anzeigers^. Berlin. 16. Jan. Mik Bezug auf die vor einigen Tagen aufgedeckten Schwindeleien bei Sachlieferungen nach Frankreich wird von den deutschen Behörden mit aller Entschiedenheit den einzelnen Tatbeständen nachgegangen. Vorweg ist jedenfalls festzubalten. daß entgegen Andeutungen von franzölifcher Seite die deutschen Behörden nicht etwa erst auf französische Enthüllungen hin. sondern umgekehrt von sich a u S die Aufdeckung der Machenschalten betrieben haben, und daß cS deutsche Feststellungen gewesen sind, die die Bombe zum Platzen gebracht haben Seit über 2 Monaten wird seitens der Reichsregierung den Vorgängen nach- gegangen, die nur dadurch Überhaupt erst möglich geworden lind, daß iranzösilche Beamte der Entschädigungsbehörden Beihilfe gelci* st e t Huben. WaS dabei alles zu Phantasiepreisen als Reparationslieferung nach Frankreich gegangen ift. wird sich erst im Laufe der Untersuchung Herausstellen. ES handelt sich um Vieh. daS alS Zuchtvieh dellariert. in Wirtlichkeit aber als Schlachtvieh direkt an die Pariser Sch'achthöse gegangen ift. Weiter ist Stahl, und zwar auS dem vom Darmak-Prozeß her bekannten Hanauer Lager stammend und für wenige Pfennige per Kilo aufgekauft, als hochwertiger Edelstochl für 2 Mark das Kilo weiterverkauft worden. Hopfen, der ganz minderwersig war und sich für Brauereizwecke überhaupt nicht mehr verwenden ließ, ift für daS 'Zwanzig- bis Dreißigfache feines reellen DertTS m Rechnung gestellt worden. Brennholz, das auS den vor zwei Jahren durch Eulens raß zerstörten ostdeutschen Wäldern stammte und als Brennholz allensallS noch verwendbar war. ist als Grubenholz deklariert worden. Kurz. cS handelt sich anscheinend um einen ganzen Rattenkönig von Warengattungen und verschiedenartigen Lieferungsunter- nehmungen. die sich hier auf unredliche Wecke bereichert haben. Die zuerst genannten Ziffern, die in die hundert Millionen gingen, sind zwar insofern offenbar übertrieben, ald hierbei der Gesam tumf ang der Sach lief erungen in den betreffenden Warengatiungen zugrunde gelegt wurde. Aber daß die Hinterziehungen in die achtstelligen Zahlen gehen, unterliegt schon heut- keinem Zweifel mehr. Wie man die Schiebung gemacht hat das ist inzwischen auch bereits z'ernllch restlos aukge- fidn ivord«. öue üeiea nicht euva darauf hinaus, den französischen Staat um den Wert dieser oft vielfachen Ueberteuerung der Ware zu schädigen, denn sowohl der Absender, wie der endgülsige Einpsänger kannte ja mehr oder weniger genau den wirklichen Wert der Ware, und der letztere hat sicherlich nur in den seltensten Fällen mehr als diesen wirklichen Wert bezahlt. Aber die sranzösischen Aufbausyndikate und die einzelnen Kriegsgelchädigten hotten seit Jahren, feit Durchführung der Stabilisierung in Deutschland, bei ihrer Regierung Klage darüber geführt, daß die deutschen Erzeugnisse zu teuer seien, und die französische Regierung hatte daraufhin Zufchüfse in Höhe von 10. neuerdings 15 Prozent deS Rechnungsbetrages jeweils in bar vergütet Auf diese 15 Prozent kam es bei den Schiebungen an Denn wenn man für eine Ware das ^Zehnfache ihre- Wertes berechnete, so erhielt man vom Staat das Anderthalbfache ihre- wirklichen Werte- bar ausbezahlt. hatte also schon einen ansehnlichen Gewinn gemacht, auch wenn man für die Ware hinterher keinen Eentime bekommen hätte. Insofern ist also der französische Staat der Hauptgeschädigte. Er gewinnt aber dadurch, daß für den ganzen Betrag der falschen Rechnung ein BartranSfer von Deut'chland erfolgt ist, und Deutschland wird dabei eben hierdurch geschädigt, infofern dieser Transfer seine Währung benachteiligt, und infofern der Zweck der Lachlieferungen volkswirtschaftlich um ebenfoviel verringert wird, als die Lieberberechnung auSrnacht Deshalb dürften schwere Strafen für die Schuldigen außer Zweifel stehen. Gründung einer Deutschen Reformationspartei. Berlin. 15. Ian. lDB.) Hier ist eine ..Deutsche Refvrmationspartei" gegründet worden. Der von Ho ^Prediger Döring erlassene Gründungsaufruf wendet sich gegen die Zersplitterung der nationalen Kräfte durch das ParreigeSuft und fordert alle biSmarckisch gerinnt en Deutschen auf. in klarer Erkennt iS des rekormarorischen Vorzeichens der bismarckischen ©taatogefinnung, der bisherigen als unzulänglich erwiesenen Parteistruttur den Abschied zu geben und an die Stelle von fünf und mehr Parteien die „Deutsche ReformationSpartei" zu fetzen. Oie Wetterlage Irfr.tfl! mu jy Ä'-rted 3-rtigk. ab WK 2x1M Ne totlofe Ob^l kN unWaw 1 f’te *Ä* Ä«? && ei ?JWfct!" Ä' jfe Sä.*« äfe ifrcn können, iflßfung des deS hessischen Staat-, zu erlangen Ist. Vd<-Mao »toilfel volle rättaI well Dahl Mittelungen ,en oft langwahrcn^? (Jr ch machen, bis zu deren Sr> ledigung die Staatsgeschälte nicht tul 06 besieht o'fo trotz der auf die Ofu' Wohl den Schluß der polU ' Die Äegierunqsbildung In Seffen. Wiederanfuahmk derverhandlungen? Kon unserer Darmstädter Redaktion. Darmstadt. IS. San. 9« scheint, dah die Verhandlungen zur Regierungsbildung in Helfen eher als man erwarten konnte, wieder in .Fluh kommen. Bekanntlich hat die fo»ial- bemokratifche Fraktion in einer Entschlie- ftung am 5 Januar erklärt, daft die Lötung dieser Frage vertagt werden solle, bis der hessische Staotsgerichtshos sein Urteil über die Gültigkeit der Landtag ^wählen gefällt habe. Diese Entschlieftung hat nicht den Beifall der anderen Parteien gesunden; die Demokraten hatten sogar in einem Schreiben an die sozial- demokratische Fraktion eine Art Mihbilli- gung ausgesprochen Das würbe aber wohl kaum die Sozialdemokratie veranlassen eine Revision ihres Beschlusses vorzunehmen; es machen sich iedvch andere Moment« gellend, di« wahrscheinlich doch dazu führen 3n einer politischen Betrachtung von volkS- parteil'cher Seit« wirb hierzu u a folg«nbes ausge übet: Bon sozialdemokrarilcher Seite wird die Bufsasfung vertreten, als habe der Landtag vor der Entscheidung des Hefsischen Staats- gerichrshofes keine Befugnis, »usammenzu- treten. zu beraten und Beschlüsse zu lassen, weil er erst mit der Abweisung der Woblansechtun- gen mii rechtlicher Wirksamkeit auftreien uitfi handeln könne Das ist durchaus irrig. Wahl- an Achtungen haben, mögen sie sich gegen einzelne Abgeordnete oder eine ganze politisch? Körper- schalt richten, aus die Gültigkeit berBe- f ch l ü s s«. bei denen der betreffende Abaeorb- nctf mitgewirkt hat oder die von der Körper- fchast gesaht sind, so lange keinen Einfluh, bis bi« Ansechiung von der zuständigen Stelle für begründet erklärt worden ist. Diese feststehende Draris der Wahlprüsungsinstanzen hat sich schon deshalb als eine Notwendigkeit herauSgebildet, th-e Entschliestung über die Hinauszögerung der lltegierungsbilduna einer Nachprüfung unterzieht, damit schwere Schädigungen der hessischen Staatsinteressen vermieden werden." Bemerkenswert ist nun, dah der .hessische Dolkssreunb' vom Standvunkt der Sozialdemokratie aus zu ganz ähnlichen Anschauungen kommt. Auch hier wird in einem OettauHah aus di« vielen Moment« hingewiesen. die eine Enllcheidung des hessischen Staatsaerichishoss verzögern können. „Unter diesen Umstünden", so wird In dem Artikel ausgesührt. .erscheint taliuchlich die Möglichkeit gegeben, dah die Bor- aussetzung. unter der die sozialdemokratische Landtagsfraktion ihren Beschlich auf Auslegung der Berhandlungen über bi? Regieruna-bildung gcsastt bat. hinfällig wird. Damit ist natürlich eine völlig neue Situation gegeben. die nach unserer Auffassung auch die Sozialdemokratie vor die Stdac einer neuen Entscheidung stellen wird... Wir wollen un- volle Tätigkeit aulAu nehmen und te- tci Gesetz mit R echt-gültig kell zu verabschieden. Ebenso sei er In der Lag«, nach dem Rück- tritt brr alten Neg^rung den neuen Staats- Präsidenten zu wählen und bte von ihm beru cncn -'-iuistt zu oestättgrn Auch bei einer Ünqull'.g- keltserüäruna der Wahl durch den Staat-- Gerichtshof oestehe für b.e neue Neg.erung reine Nottvend^keit. ihr« 21 erntet nsederzu- ICOCn. Man darf aus diesen Erklärungen, die aus verschiedenen Partcilaaern stammen und hinter denen sicher m‘- ' - T ~ Landtages hinzielenden Wahlansechtungen der Wirtschnflspartei. der Nationalsozialisten unb her Evangelischen Volksgemeinschaft fein rechtliches finden iS an de n Beginn der Landtagsverhand- lungen Wenn man das Gegenteil annehmeq wollte, so träten die von dem Landtag bei seinem Zulammentri.t gelabten Beschlüsse ungültig; cS wäre namentlich auch der damals neugewählte Staats gerichlshof In seiner neuen Zu- saimnensetzung zu beanstanden — Konsequenzen, deren Unmöglichkeit auf der Hand liegt." Weiter wird auSgesührt, dah die Verzögerung bei Regierungsbildung gerecht,crtigt wäre, wenn bnc Urteil des StaatSgertchtshoseS in aller Kürze zu erwarten stehe. Es wird dann auf verschiedene Umstände ausmerkfam gemacht, die es fraglich erscheinen lassen, dah der Staats- gerichtshof bald eine Entscheidung sällen kann. .Unter diesen Umständen," so freistt es bann, .scheint es uns dringend ersorderlich. dah die Sozialdemokratie, falls nicht durch ganz zuverlässige Feststellungen an den zuständtgen Stellen ble Gewchfreit einer baldigen Entscheidung parte Jagern stammen i aftgebenoc Persönlichkeiten stehen, x schlug zieben, bah eine Annäherung - - - -l vchen Anschauung stattgefunden bei Otcnk» kann man wohl die Hofsnung hegen, bai bald bi« Verhandlungen zur Regierunggrnldung wieder ausgenommen werden seterieitS eine Feststellung darüber, ob diese Situation bereits gegeben ist, nicht treffen, sondern diese Feststelluna den zustündiaen Instanzen der Sozialdemokratischen Partei üoerlafsen." Die olgenden Darlegungen des Artikel- bewegen ich In ähnlichen Gedankengängen, wir die vo^sparteilichen Bctrachtungen; iir fommen zu bem Schluß. der jetzt gewählte Hessrsche Caitbtag zweifellos In der Laae ist, seine ttinc Anfrage im Landtag. Lda Dr. Müller und die Fraktion de» L a n d b u n bet Haden im Landtag folgend« Anfrage ein- gebracht: 3n Langen find zur Z«u 5—600 0 r • »'erdelose, die aut der ErVerdelosenverfiche runfl untersinp, werden. In den umliegeichen Dörfern befinden sich «penfall» ftunbert« von erwerbslosen Unterstustungsempfängern Trostdem bat das porfiamt Langen zedn Holzmacher aus dem ll reife Scholien kommen lasten, gibt ihnen Quartiere und iaht st« in den staatlichen Sal- düngen Holz fallen Sicherem vetnebmen nach sollen wertere Hvlrmacher au» dem Vogelsberg ncich Longen und auch nach anderen ftoiltamtsdezirken derangezogen werden, obgleich die 3ahl der au» der 0rwerb»losenoerstcherung unteritutn«n Arbeiter ir. der dortigen Gegend täglich wachst Qf» wird ange fragt, was die Staatsregierung zu tun gedenkt, um dem Einhalt zu gebieten Oie Einstufung der Hcirfwanacfltllfen. Berlin. 15.3an. fWB i Die milgetetlt wirb sollen die abgebrochenen Derhai-bi-ingen mn tkr: Angestellten de» Reiche» , m S ch i > ch i u n g t v t r • fahren erledig« werden Brofefior Pr M o l Not des tie -rage der Mindcrbezahlung der berufstätigen Krau. Berlin. 15 3an (XU) Der sozialen lendorss ist al» kchlichker bestellt Er ist xur Feit nicht in Berlin und kehrt erst End« de» Monat» hierher zurück. Man hasst, dah er die Verhandlungen ;u einem günstigen Abschluß bringen wird Ott Lagt der weiblichen Angesteltten. Berlin. 15 3cn Aus Anlast bL. Gedunstages des Retchskanzlers Tr Marr ftcticte ihm beute mittag tn Begleitung des Staate'ckretats Dr. Ulcihncr der Herr Xe t ch s- Präsident, der bereits vorher eine Blumen- spend« übersandt halte, einen Besuch ob. um persönlich ,eir< (D'.ücki un'ch« zu übermtlteln. 3m Anschluh an den Betuch des Rc^sprästbenten Üstrrb-achten ihr.- «luckwünschc N«i^-taaLLrä',- der weiblichen Angestellten war «ine groß« östentliche Kundgebung gewidmet, die der Ge- weckscha'tsbunb der Angestellten am Sonntag im Herrenhaus in Anselenbeit von (Bertretcm der Beicht - und Staat». «Hörden sowie der politischen Parteien veranstaltete. Di« Hauptrebnerin. Frau Mariann« Weber, Heidelberg, hob hervor, dah der Frauenberuf dem Wesen der Frau Nechnung tragen müsse da ihr die absolute Sachlichkeit des Mannes nicht gegeben fei. Die erwerbstätige Frau müsse innere Befriedigung in ihrem Berufe finden. Die praktifchen Berufsfragen erörtert« da- Mitglied des Neichs- wir'fchaftsrates Frau Hellersberg. Sie betont« dah nur ein fester Zufammenfchlust des weiblichen Angestellten ihren Forderungen genügend Nachdruck verleihen könne Nach einem Schlußwort des Bundesvorftehers, Neichstags- abgeorbneten Gustav Schneider, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, ble die Minderbezahlung der berufstätigen Frauen als eine Ungerechtigkeit bezeichnet. Die weiblichen Angestellten leynlen es ab. auf diese Art dem Manne Konkurrenz zu machen. Sie könnten mit Recht für gleich« L«ist un - gen auch gleiche Bezahlung fordern. Ueb< Mtnderbezahlung widerspreche dem auch von Arbeitgeberseite so oft beton,en Leistungs- gedanken. An Regierung Parteien. Verbände und alle sozialen Körperschaften wird die Aufforderung gerichtet, blefer Ungerechtigkeit ent- gegenzutreten. Um das Neichsschulgeseh. Eine Prokestkundgebunst des deutschen LehrervereinS. Berlin. 15. 3art (XU.) Der Lehrerverband Berlin veranstaltete heule gemeinsam mit dem HauSausschuh deS Deutschen LehrervereinS eine Protestkundgebung gegen den Reichsfchulgesetz- entwurs. Die Redner. Vertreter der Lehrerverbände In den einzelnen Ländern, lehnten den Entwurf tn seiner je)igen Fassung einmütig ab. 3n einer Entschliehung wird betont, dah der Entwurf durch die bi^ixrigen Beratungen deS BildungSauSlchufses. trotz aller Bemühungen ihn fachlich zu verbessern, in wesentlichen Teilen insbesondere auch durch die Ausnahmebestimmungen gegen Sachsen noch erheblich verschlechtert worden sei. Die Grundrichtung de» Entwürfe- sei unverändert geblieben. Die durch die Bersafsung gegebene Vorrangstellung der gemeinsamen Schule werde aufgehoben. Die Schule deS Staates werde an Die Weltanschauungsgemelnden aufgeteilt, die deutsch« Bildungseinheit werde zerstört, die Lei- stungssähtgkeit der Volksschule herabgesetzt und die Gewissensfreiheit bedroht. Die zur Ueber- wachung des Religionsunterrichts und zur Schulaufsicht getroffenen Vereinbarungen der Regierungsparteien lieferten die Volksschule an die Kirche ouS und brächten trotz aller Gegenerklärungen di« Wiederkehr der geift- lieben Schulaufsicht. Die für die einzelnen Gebiete des Reiches abgeschlossenen Konkordate würden In den wesentlichen Schulbestimmungen, insbesondere in den Bestimmungen üoer Einrichtung und Erteilung des Religionsunterrichts In den Volksschulen reich-gefetz ich gewährleistet Der Weg für die Entwicklung der gemeimamen deutschen Volksschule müsse frei bleiben. Imbusch gegen Marx. Richtungösircit im Zentrum. Oberhausen, 15.San. (WB.) 3n einer Der- sammlung der 2kbcilearofrier De» Zentrums in Oberhausen machte freute der 3entrumsabflcorbnet« und Vorstand Des Kewerkschaflskartell» christlicher Bergarbeiter, 3m dusch, bemerkenswert« Au-füh- rungen üb«r verschiedene Zustande in der Zen- trumopartel und richtete heftige Angriffe gegen den Reichskanzler al» Parteiführer. (Er führte aus heute Men so manche Kreise, wie Akademiker, Beamt«, Wirtschafter usw. die innerltd) dem Zentrum femflefren, Aur Partei gekommen, um nur durch sie einen Posten zu erreichen. Den Arbeitern käme der ihnen gebührende Clnflufj in der Partei nicht zu. 3n der Zentrums! raktwn leien zu viel Beamte vertreten. Bei der Lesoldungsrekorm hab« man matzlvse Dumn.beiten gemacht ..War eo notwendig/ fragte Vmbulch. .daß die Minister 6000, der Reich-kauz- ler lKX>n Wlart, die Oderprasidenien 50 Prozent 3uh9< «rbalten. In einer Zeit, in der mancher nicht htt zu essen bat?* 3n der letzten Zeit habe er. fuhr 3md isch fort. ..zahlreiche Briefe erhalten, mit der Aufsorderung. eine neue Arbeiterpartei -u gründen. Diesen Weg hält Ombirfcfr nicht für den richtigen, tt» müsse oidnwfrr in der Zen- trums)partel wieder der richtige Deist geweckt werden. 3n weiten Äreifen hält man manchen un- lerer Führer nicht mehr für da», für da» man chn vor drei Jahren gehalten hat und damit habe man r*'tt. Marz ist Innerlich etwa» andere» geworben. Der Weg vom Äantnbaten de» Dolküblock» dis zum Kanzler der Rechtsregieruna isi weit. Di« Aeutze- rung. di« ZentrumsoaNel fei kein« republikanische Bartei. lass« tief blicken. Dah man ohne Anhören der Fraktion Vorlagen einbringe, die die (Erhöhung der THn Arbeiter werden noch vermlht. Die KufraumungearbePen gestalten sich sehr fchwlerig. da die gehenden Styutl- massen noch ständig nachrutschen. Günstige Jahrevbllanz de» deutschen Fremdenverkehr». DaS Jahr 1927 hat dem deutschen Fremdenverkehr einen erfreulichen, wenn auch nicht übermäßigen. Aufschwung gebracht. Rach den vorläufigen noch nicht ganz abgeschlossenen statistischen Feststellungen haben die Steigerungen durchschnittlich 20 Pro-ern betragen, an denen die Ausländer einen nicht unerheblichen Anteil haben. Insbesondere sind c8 Im Vergangenen Safrrc kleinere und unbetontere Orte gewesen, die einen Zustrom d?s Fremdenverkehrs verzeichnen konnten, eint Tatsache, di« ihren Grund darin haben dürfte, dah allgemein die Aufsasfung herr'chl. dah man in fieincren Orten billiger und preiswerter lebt. Geschäftsjubiläum Geheimrat Elschner». Am 15. Januar beging einer d r bekanntesten unb bedeutendsten Hotelfachmänner, der Geheime Kommerzienrat Dr. h. c Kurt Elschner. sein 25jähri-reS De chäftsjubiläum. Der Jubilar ist die Inkarnation des amerikanischen Selfmademan-, der e- auS lleinsten Anfängen heraus zu einem Millionenvermögen gebracht hat. Er flammt aus einem kleinen Thüringer Dorf unb ist der Sohn eine- dort anfällig getretenen Gastwirts. Seine Lauibahn begann Elschner als Kellnrrlehrling. arbeitete sich Stück für Stuck empor, und brachte eS nicht nur zu einem großen Vermögen, sondern auch zu großen Ehren und Auszeichnungen. Heut« gilt Elschner als einer der ersten und sührend'ten europäischen Hotel- fadbleute. Sein? zahlreichen Unternehmen sind Musterbeispiele für das Hotelfach und die Hoteltechnik. Vorn Schlage getroffen. In Tann (Rhön, geriet der 75jährige Kirchen- älteste und Htri)eni’fleger Schleicher, der in einer Sitzung des K rchenvorstandes in Anerkennung feiner Verdienste um das kirchlich« Leben durch Ucberrtidbung eines Bildes geehrt wurde, in eine derartig freudige Erregung, daß er plötzlich vorn Herzschlag getroffen tot zu Boden sank. Ueberfchwemmung in Belfast. In Belfast find freute die niedriger gelegenen Stadtteile überflutet worden 3n Den Häusern steht das Wasser etwa 30 Zentimeter hoch. Der falsch« Recht»«'.wall. Ein geriebener Gauner wurde von der Berliner Polizei unschädlich gemacht. Chn 'tiüfrtlm Ung«, mach aus Ülberitlb. der unter bitfem «amen bereits vorbestraft ist, frai sich in der Irrten 'Zeit in Berlin al» falscher Rechtsanwalt fr e r • umgetrieben und zafrlreicv« Leu» .rhedi.ch geschabigt. Pericmen. bi« Zivilprozeste zu fuhren hatten, unb stn Geria>tswescn wemg bewonber: »aren. stellte sich Ungemach al» . Rechwanwall Dr. jur. et rer. pol. George de Greif vor und bot sich ^l» A«cht»bti,tand an. Sobald er die Vollmacht der Mandanten In itemfren hatte, verzogene er die Erledigung de» Prozesse» von Sodv zu Woche, lieft ich aber neu« Vorschüsse zahlen. War die Lage für feine Mandanten günstig, jo schioft er einen vergleich mit dem Gegner, betrog oder feinen Klienten um den arofttrn Terl der 6umm«. Der cchaxnbter unterfriet: foaor ein« Öettiang ein ,.R . cht » bur« au" in Lentn Die» fnuftte er leboeh bald auigeben. da bi« Pol, ri au- fbn aufmerksam »wortzrn war. Al» er nch 3m Sam»iagab«r3 mj en em. neuen Mandanten m «mrm ttaft j < «t De*preÄirg traf nehm «br >«n M« . »m;«u • «kVuM * • Mn I . -fli. «r iUUM« MCMM»- . •*> ■ • J-M« X tteetreie» •* tM u*we n'MMt Ort» «M t< 'M« W Att'UMtM I HCtl>w;n LefWece Wcttcrvorauosagc. 3® Gegensatz zu den Klärungen der letzten luge, di« fahr ralch oftmärt* weiter wanderten, bewegt stch do» norruropäische Liss langsam oorwarl». Unter Abflachung lag fein üemgebwi heute morgen über der Rordsee. Insoigedeften dürft« auch oer Linflutz der Rucks eiten Wirkung ema» mehr zur 3eüung kommen, so öaft zunächst dte Tempera« luven weiter zurückgehrn werden. Betteroorau»|agc für Dienstag: D?lNg mit 3ufb«llerung. zu^^chst küfricr, nur ocr* «inzelt RieLerichläge iltterunflsausfidjtcn für TtittDOdfr: Wetter, "f.ederichlaae wcbrichetnlsch die Polizei fest. Er btftrrttet lebe» verlchuDer Der Erkennungsdienst stellte sedoch fest, dost der Schwindler in Reu-Etrelitz. wo «r ebemafl» al» falscher Rechttonwalt ou*trat. unter dem Kamen ,Heydt" a b g tu r t«Ht worden war. Aos ber 3agb erschossen. Der rifchlermeisttr Xschdrtner aus Berlin wurde auf der Jagd bet Xrtucnbrigen von dem Ee'chost dnei anderen Iagdteilnefrmers. der ebenfalls aus Berlin stammt während des Xrei- bens getroffen unb fo schwer an Brust und Kopf verletzt, datz er nach wenigen Augenblicken starb. , Der gebacken« Dieb. Ein Bäckermeister wurde durch daß unruhige Benehmen seines Hundes nachts aus dem Schlafe geweckt. Er Ile» mit feinem Hunde durch das ganze Haus, fchliehlich auch in di« Backstube Dor dem Backofen gebärdete sich der Hund wie toll, doch der Ofen war noch ziemlich warm. .Dummes Dler.' sagt« der Bäcker zu feinem Hund, .da ist doch niemand drin.' Doch als er an die Ofentür kam. lag tatsächlich «ick Dieb drin, der sich krümmte. Er hatte sich tn den Backosen geflüchtet, wo er eine schwere Schwitzkur durchmachte Der Kerl bekam fechs Monate. der Hund eine Wurst, und der Bäckermeister «rzäblt mit Behagen die Geschichte von dem Dieb, der sich vor Schrecken fcCS-r backen wollte. Einsturzgefahr für einen Berliner Häuserblock Die Berliner Feuerwehr wurde nach einem Häuserblock In S h a r l o t t e n b u r g gerufen, da die Bewohner dieser Häu'er befürchteten, bett die Gebäude etnstürzen würden Diese Befürchtung war dadurch verstärkt worden, datt di« Städt. Gaswerke di« Gaszufuhr zu diesem Block gesperrt hatten, damit sich bet einem Einsturz eine Erplosion nach menschlichem Ermessen nicht ercLiren könne Die Feuerwehr stellt« fest, dah eine Veranlassung zur äugen« blicklichen Räumung nicht vorlag. Sie beruhigte die Bewohner der betroffenen Häufer. die sich schon auf bi« Strafte begehen batten und veranlagte sie. In ihre Häu'er zurückzu 'dren. Vor einigen Jahren war ein Deil dieser Häuser von der Baupoltzei geräumt worden Nachdem StützungSarbeifen ausge ührt waren, wurden dte Häuser jedoch dann wieder als bewohnbar erllärt. ftlnbeemorb bei Brandenburg. Ein furchtbare» Derboechen hat sich In Kl«inkr?uz bei Brandenburg ereignet. Tort hat der Arbeiter Steuer, der mit einer Frau Suhl -usanunenleb:. in der Ractz da» uneheliche, sech» Monate alle Stint) der Frau Suhl, da» ihn durch Schreien störte, • r • mordet, indem er es an den Beinen saftte und mit dem stopfe auf den Baden schlug. Seeger und Frau Suhl wurden oerhastet. Schwerer Autozufammenstosz. Lin schwerer Zusammenstoft ereignete sich auf der n zwischen Mahlow und Clnbenberg bei Ter- r Chauffeur stehrdero befand sich mit einem Autozweirad mit Anhänger auf dem Weg« nach Lindenberg, um die Briefschaften vom Postamt Deiftensee wie gewöhnlich dorchln zu bringen. Ungefahr in der Höhe der Lindenberger Mühle versuchte Äefrrttrg, ein Lastauto vor» fchrif » widrig r e ch t » z u Überholen, während mehrere Frauen auf dem Weg« zur Arbeit nnr ihm ber radelten. Da» kleine Postauw fuhr den Last» iDOflen an, dessen Steuerung versagt«. Der schwere Wagen rannte gegen einen Baum, über» schlug sich und stürzt« tn den Gfranfkfgraben auf da» Poft.'.uto, da» sich e b « n f a l k » überschlagen hatte, stehrberg wurde der Schädel zertrümmert, so das, tr aus der Stelle seinen Tod fand. Durch die Erplosion de» Benzintank» gerieten di« Wagen und di« Ladungen in Brand Die Feuerwehren von Lindenberg und Mahlow, die zu Hilfe gerufen wurden, muhten lang« Schtauchle tungen nach d.rn Rieselsekdern legen, um da» Feuer (6|dxn zu fönren. Sonntag den t*orm — Aus der Provinzialhauptfiadt. Dießen, den 16. Januar 1928 Dozenten Jubiläum -es Seheimerats Prof. Dr Behaghel. Deheimerat ®rofr obwohl zu allen Zeiten mit eigener Arbeit mehr als genug belastet, ist er doch stets bereit, sich In die Probleme anderer zu vertie'en, ihren Gedankengängen nach- iusolgen. zu raten und zu Hellen. Wer je an einem Seminar teilnehmen durfte, dem wird in leier Erinnerung sein, wie er an manchem Samstagvormittag Arbeit um Arbeit der 9ra- menskanoidaten - und viele hundert solcher Arbetten müssen In den 40 Jahren Otto Behaghel zur Beurteilung vorgelcaen haben — besprach, würdigte, aburtcllle. veroelserle. und mit immer neuer Bewunderung erlebte man. wie er auch dem trostlofrsten StofswuTl Gesichtspunkte ab» zugewinnen, der verfahrensten Leistung noch 8r- gct'Nisse abzurmgen wußte. Im persönlichen Der- kehr unbefangen und ronirteilÄfrci, jeder Frage zugänglich, ist er stets jung mit den Jungen aewesen und bis heute jung geblieben, Woge Der Gelehrte und Forscher, der Lehrer und warmherzige Mensch noch viele Jahre der Gießener akademischen Jugend erhalten bleiben. Die Verkehrsregelung im Gelterstveg war am Samütagabend Gegenstand einer erneuten eingehenden Beratung der Selters- weaer-Vereinigung die sich Im Hotel .Prinz Earl" versammelt hatte. Don den Herren Der Sechs er-Deputation, die in einer früheren Dersammlung der Vereinigung bestimmt worden war, mit der Stadtverwaltung und dem Polizei- amt über eine Abänderung der jetzigen Verkehrsregelung zu verhandeln, wurde zunächst Bericht erstattet Man konnte daraus entnehmen, daß die Deputation von beiden Amtsstellen zwar in sreundlicher Weise empfangen worden ist ihr auch eine wohlwollende Gr- waguirg der vorgebrachten Wünsche zugesagt wurde, bis heute aber alles noch unverändert in der allen Weise fortdesteht. Dieses Sraebnis wurde von der Dersammlung mit starkem Unmut sestgestellt Wan erblickt darin eine Dernach- lättigung der berechtigten Interessen und Der- kehrswünsche der Anwohner, insbesondere der Geschäftswelt des vetter?w:ges. von denen aber dennoch die Steuern unbeschadet geschäftlicher Rachteile in voller Höhe erhoben würden Die Aussprache über den Bericht der Deputation und über die weiterhin au unternehmenben Schritte sand ihren Riederschlag in dem Beschluß. die Bemühungen um eine Abänderung der jetzigen VerdebrSvorfchristen unter keinen Umständen einzustellen. Ss soll vielmehr m Eingaben an die Stadtverwaltung, sämtliche Mitglieder des Stadtparlamen- t c S und an das Polizeiamt die Forderung erhoben werden nicht nur die jetzige Sinbahn- rege l u n g schleunigst Au beseitigen, sondern von einem Ginbahnverkehr im Selter » weg überhaupt abzufeßen. da bei einer solchen Regelung schon gegenwärtig die größten MißheNigkeiten im 3u&rto:t!2rerfahr der Selterswegxschälte unter sich zutage treten — wofür man in der Aussprache geradezu gro» teske Beispiele anführte, die von den Anwohn:rn als schikanös empfunden werden —. diese in Zukunft bei einer anderen Einbahnregelung aber auch bestehen bleiben. Man steh: auf dem Standpunkte. baß die beste BerkehrSrcgelung darin au erblicken sei, den Kraftfahrzeng- und FuhrwerkSverkehr für einige Stunden deS Tages, etwa von 11 bi# 1 Uhr mittags und von 4.30 bi« 6.30 Uhr abends, auf dem Sel tersveg überhaupt zu sperren, in den übrigen !aaesst unden aber den Berkebr bzr Autos. KroTtfahrrSder. Fuhrwerke ulw in beiden Dichtungen sich völlig srei abfpielcn *u lassen. Durch eine solche Regelung werde >i« erforderliche Rücksichtnahme auf dir Fuh- Jänger in der Zeit des stärk'ten Verkehrs grübt. M übrigen aber auch den Interessen der Ge- 'chäftSweli in einer Weife Rechnung getragen, nit der sich die Ladeninhaber zufrieden geben Süthen. Diese Regelung sollte Don den Behörden fv rasch wie möglich an die S elle der I jetzigen nachteiligen und unhaltbaren Verkehrs- g gefetzt werden, dann werd« dieser 3toit zwilchen Den Behörden und den Anwohnern des Seltcrsweges aus der Welt geschallt sein. Diese Stellungnahme der Selterswegrr^Bereini- gung zugunsten einer täglichen stundenweisen Sperre fftr den Fährverkehr im Seltersweg unter Ablehnung aller Ginbahnregelungen deckt sich 66111a mit dem Standpunkt, den wir in bie’er Angelegenheit von Ansang an als den richtigen und für ' naren vertreten haben Wir i daher auch unsererseits den beteiligten- behördlichen Stellen und dem Stabtparlament empfehlen, ungesäumt die feinerzeit nur in einer enhett befehle lene Ginbahn- urbnung auszubeben und an deren Stelle d i e Regelung zu fetzen, die jetzt auch von den SelterSweganwchncm als die beste Lösung des Problems angesehen wird Die Zeit zu einer Revision des damaligen Beschlusses erscheint uns gekommen, da ma:-. - stellen müssen, daß die Klage i der Sellersweg- Geschästsleute und der übrigen Anwohner diefer Straße über die Ginbahnregelung sehr begründet sind. Je rascher hier eine durchgreifende Aenderung erfolgt, desto bester wird es sür das Einvernehmen Kwischcn Behörden und Bürgerschaft und für die ungestörte Aufwärfsent- wickfung der Geschäfte am Seltersweg sein. Wichtige Erweiterung des Zwischen- handelsprivilegs bei der Umsatzsteuer. Rach der bisherigen Rcchtivrechung wurde die Befreiung des reinen Handel# nach r; 7 des Urnsatzsteuergefetzes nicht anerkannt, wenn der Zwischenhändler die Ware selbst oder durch eigene Angestellte dem Kunden zuführte. Run- rnehr hat. wie der Hansa-Bund sür Handel. Gewerbe und Industrie mitteilt, der große Senat des Relchsfinan^hos.s m einer Entscheidung vom 17 Dezember 1927 einen vollständigen neuen Rechtsfatz ausgestellt. Bei der Wwicllung mehrerer von verschiedenen Unternehmern über dieselben Gegenstänhe gleicher Art abgeschlostener Umsatzsteuergeschäsle werden die Lieferungen eines Unternehmers nicht schon dadurch um- satzfteuerpslichtig. daß er ausschließlich zum Zwecke der Beförderung den unmntelbarrn Be- fitz an den Gegenständen erwirbt und überträgt. Auf Grund dieser wichtigen Entscheidung find alle Gros Handelsumsätze umsatzsteuerlrei, wenn die Ware, ohne auf daS Lager genommen zu Werben, jedoch mit eigenen Angestellten und eigenen Transportmitteln dem Kunden zugeführt wirb. Der Hansa-Bund macht darauf aufmerksam. daß diese neueste hur Steuerpflichtigen flünftige Rechtsprechung insoweit rückwirkende Krast Hal. als noch keine endgültige T>« ran- zur Umsatzsteuer rechtskräftig erfolgt ist. Da die Veranlagung bis für 1926 einschließlich durchweg erfolgt ist. gewinnt die Qicuerung eril- malifl Bedeutung für die bis ;inn 15. Februar 1923 abzugebende Umsatzsteuer-Erklärung für 1927. für die also fchon die Umsatzsteuerfreiheit für die Umsätze ün obigen 6inne verlangt werden kann. DaS Reichsfinanzmintsterium wird die Finanzämter baldigst durch einen Erlaß auf die veränderte Rechtslage und deren rückwirkende Bedeutung auf noch nicht rechtskräftig veran- tagte Umsätze Hinweisen. toten für Dienstag, den 17. Januar Sonnenaufgang 7.58 Uhr, Sonnenuntergang 16.22 Uhr. IRonboufgang 2.49 Uhr, Monduntergang 12.1« Uhr. — 1708: Der Staatsmann und SdjriitfteUer Benjamin Franklin In Boston geboren (gestorben 1790); 1749: der italienische Dichter Graf Bittorio Alfieri in Asli geboren (gehören 1803); I V2: her Politiker Ludwig Windhorst in Osterkoppeln geboren (gestorben 1891). Bornotizen. — TageSka lender für Montag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ..Ein Heidenschick, sal — Debdigen". -- Astoria-Lichtspiele: ..Drei mal Dreizehn". — Aus dem Sladttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige Abonnementvorstellung bringt in GogoiS. .Revisor" eine# der dramatischen Standardwerke der Weltliteratur. Auf diese Dorstellung sei au# verschiedenen Gründen besonders hingewiesen. Einmal darf die köstliche Geschichte von dem falschen Revisor, so wie sie Gogol gestaltet hat. den Anfpruch erheben, stets und überall aktuell zu fein. Sodann hat sich eine sehr günstige Besetzung ermöglichen lassen, da auch in den Episodenrollen erste Kräfte mitwirken. Weiter war Gelegenheit, die Aus- führung auf daS sorgfältigste vorzubereiten. so baß eine in jeder Beziehung abgerundete und interessante Vorstellung in Aussicht steht. Die Spielleitung liegt in den Händen des Herrn Karl V o l ck. - Straßensperre. Das Polizeiamt teilt mit: Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten wirb bie Brandgasse zwischen Walltorstraße und Landgraf-Philipp-Platz und der Leihgesterner Weg zwischen 'Rodhohl und An der Warle auf die Dauer von etwa 14 lagen gesperrt. Dieder ange langt. Der vor einigen Tagen von der Polizei als vermißt gemalbete QMdcT Friedrich Kohl, llcuentoeq wohnhaft, ist jetzt wieder hier eingetragen, ör hat s.ch nach feinen Angaben in der Zwischenzeit in Fravck- Uirt a. M carsgehatt^r. - ©auiutnlag. Die vir hören, findet der Gautumtag unseres Heimatgaues Hessen der Deutschen Tumerschaft am 11. März im Katho- liechen Vereinshau# dahier statt Rach den Erfahrungen der letzten Jahre ist anzunehmen, daß an diesem läge wieder nahezu 200 Turnervertreter aus Obcrhellen und den zum Gau zählenden vreußttchen Gebietsteilen sich in unserer Stadt ein Stelldichein geben werden — Die Teilnehmcrzahl an dem Deutschen Turnfest in Köln aus den Vereinen des Turngaurs Hessen beträgt nach den jetzt aus 21 Vereinen vorliegenden Meldungen schon etwa 500. so daß ziemlich bestimmt mit einem Sonderzug von Gießen aus gerechnet werden kann. •• A u s falschem Wege. Eine denkwürdige eonntagsüberraidiung hätte gestern eine Äeakr-tSe- scllfchatt au» tbiefeef, die sich mit einem Autobus bet Wiejeck AUen-Buiecker Zwetfr'crbandes zu einem Delegiertentag nach Wißmar begehen hatte, beinah. auf ber abendlichen Heimsohn erlebt Der Muiolenfer war jeber.foü» in ber dlurgeograpbie ber Launsbacyer (Bemarfung nidit ganz lapüdjeft und fienet auf ber Fahri nach Wieieck mit k-nem volld ctztcn Geführt coin rechten Wege ab in einen int- warls führenden Feldweg, ber tur Lahn führt Etwa 40 bis 50 Meter vom Lahnufer entfernt wurde Ne „Terirrvng” bemerkt, der Wogen lofnrt gestoppt, und nunmehr hieß e». rückwärts marsch. Dieter Kückzug non dem nassen Feind war aber nicht gerade leicht; et gelang aber boch mit Hilfe eines oorgesvannirn Butdogg, der den Autobus liebevoll in c<4lepriau nahm, mohrrnb ein herbei geholter anderer Dlesecker Autobus seinen oerimen Kollegen imb dessen nef’er Cfcht (pendele Al» man glücklich wieder aus dem rechten Dege mar und hier leiten JSuh gesoßt hatte ging die Heimiahn ber beiben Die«ecker Auto» nun auf Umwegen ohne wertere..Seittnlprungt" vor sich. •• Gine größere Feuerwehrübung fand gestern mittag Im Rahmen des liier statt- gehabten Feuerwehrkommondantenkur uS' an dem Gebäude der Schillerfchule statt. Die Uebung in vlanmäß.oer Weile Zu dem interdlanten Vorgang batte sich natürlich wieder eine ziemlich große Zuschauer- menge eingesunden. •• Jubiläumsfeier be# Gießener Schachklubs Ostern blefc# Jahres begeb« der Derein. der einer der ältesten in Deutsch- land ist. das Fest seines tOjü^ngen Bestehens. Gs ist. wie uns mitgeteNi wird, geplant, bi« Feier dieses seltenen Festes über den Rahmen der üblichen Festlichkeiten hinaus so zu gestalten, baß sie die Aufmerksamkeit der breitesten Oe'- sentlichkeit auf sich lenkt Reben der Austragung der Meisterschaft für Hefsen soll daher mit dem Fest ein M e l st e t t u r n i e r verbunden werden, pu dem fcchs der bedeutendsten Schachmeister cingeladen werden sollen. Da ein solches Turnier in allen größeren Zeitungen des In- unb Auslandes angekünd.gt w.rd und tue Gr- gebniP« eines jeden Spieltage# unter der Heber» schritt ..Meifterlcha tZtumier in Gießen" in den Zeitunaen verössentlichr werden, so wird dadurch der Harne „Gießen' in alle Welt getragen und bekannt gemacht. Auch in anderen Städten find deshalb schon 'olche Turnier« mit Erfolg veranstaltet worden. DaS Gelingen des Planes liegt daher auch im Interesse der Stabt selbst? In Würdigung dieses Umstandes haben ueshalv die Stadtverwaltung und der D rkehrsverein ihre Unterstützung zugelagt. Weitere Brihille zu den bedeutenden Kosten «hohe Preise) erhosst man aus den Äreifen der Bürgerschaft, di« mit Rücksicht aus die dem öemelxttoefrx erwach'enden Vorteile auch Ln diesem Falle nicht ver'agen möge. Rähere Mitteilungen ivlgen In nächster Zett. Helst Bethel! Unserer heutigen Nummer liegt em Aufruf br» Pastor» o. Bobel'chwingh, des Leiter» der bekannten Anstatt in Bethel bei Bielefeld, bet. Seit den Zeilen de» alten Cater» v. Bodelschwingh hat die Anstatt sich nicht nur her Epileptischen angenommen, sondern auch der Not der Brüder von der Landstraße. Don Bethel ging der Anstoß zur Gründung von Arbetterkolanien aus, in denen im Lause der Jahre Aunbertlaufenbe Unter- tunst gefunden haben. Aus Der Wüste, in ber oor drei Jahrzehnten die Arbcitcrkolonie Wilhelmsdorf bei Bethel, die erste ihrer Art, angelegt wurde, ist heute ein. blühender ©arten geworden. Die Anstatt hat jetzt eine neue große Fläche von Oedlanb gekauft, um auch diese mit Hilfe ber Obbachlosen unb Erwerbslosen in Äulturlonb umzuwanbeln. Eine be- sonbere Note erhält diese neue Arbeit dadurch, daß man jugendliche Erwerbslose zu diesen Arbeiten mit heran lieben will, um solchen, bie etwa später Hebeln wollen, eine Schulung bazu zu vermitteln. Der größte Teil des zu kultivierenden Landes soll nach ber Urbarmachung zu Bauern- ober Kleinsiedlungen verwandt werben. Nähere» darüber ist au» dem bei- gefügten Ausrus zu ersehen, ben wir unseren Lesern Drmgenb empfehlen. •• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch l a ch t o t eh m a r k t: 315 Och'en, 64 Dullen, 724 Kühe. 375 Färsen. 543 Kälber. 156 Schale. 6290 Schweine. Amtsgericht Gießen. * Gießen. 10. Ion. Gin Raturheilkundiger hatte sich des Titels .Homöopath" bedient. Rach der geltenden Rcchtlprechung ist die# ein arztähnlicher Titel, durch den der Glauben erweckt wird, der Inhaber sei eine geprüfte Medizinalperson. Gegen einen Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt und bestritten, daß der Titel .Homöopath" diefe VorauSfeyun- gen erfülle! Der Richter verurteilte jedoch insoweit zu einer Geldstrafe von 2 5 W L, alS der Angeklagte ben Titel ohne jeden weiteren Zusatz gebraucht hat, der erkennen läßt, daß cS sich nicht um eine geprüfte Medizlnalprrson handelt. Für nichtstrafbar wurde c# angesehen, wenn der Angeklagte sich .Homöopath und Raturhcilkun- diger" nannte, oder wenn seine Rezepte den Der- merk trugen: .Praxis für Homöopathie und Raturheilkunde'V Tie Frage wird endgültig voraussichtlich von höheren Instanzen zu entscheiden sein. Eine Geldstrafe von 20 M k. erhielt ein wegen ähnlicher Delikte bereit# bestrafter Angeklagter. der auf der Straße in betrunkenem Zustand Pasfanten belästigt hatte. Eine Hauseigen.ümkrin hatte einen Strafbefehl auf 30 Mk. erhalten weil fie Baufchäden im Hinterhaus nicht beseitigt hatte, obgleich sie von der Daupoltzeibehörde dazu aulgeiorbert war. Ihr Einspruch hatte nur den Orfolg. bah die Strafe auf 10 D k. herunter gefegt wurde Die betreffende Wrbnung ist Dermtelct. Gs müssen zunächst zwei Ztmrnrr geräumt werden. Wegen Der Urte?Teilung der Möbel hatte öie Ange- llagte mit gewissen Schwierigketten zu kämpfen, die jedoch nicht ihren Freispruch begründen konnten. Gin Landmetzger erhielt eine Gelßst rase von 6 M k. wett er In seinem Lchlachtraum Gegenstände stehen hatte leine Waschbütte unb «inen Korb), die nichts mit dem Schlachtbetrieb zu tun hatten. C# ist die# strafbar. Zwei Handwerker waren verurteilt worden, weil sie einem Fachgenosscn au# Gelchäft#neib nachts in dessen Hosraum auf gelauert unb ihn verhauen hatten. Der eine ber beiden hatte daraufhin gegen ben Verletzten Anzeige wegen Meineids erstattet. Er behauptete, beide Täter seien überhaupt nicht im Hof gewesen, sie hätten nur davorgestanden. Geschlagen sei überhaupt nicht Vörden. Das MeineidSversahren gegen den Fachgeno'sen wurde eingestellt, hingegen gegen ben Anzeigenbcn ein Verfahren wegen wissentlich falscher Anschulbtgung eingeleitef. Auch in der Hauptverhandlung blieb der Angeklagte bei seiner Behauptung, der Fachgenos'e habe einen Meineid geleistet Es stellt sich jedoch, und zwar nachdenr der Borprvzeß zwei Instanzen befchästigt hatte, »um drittenmal heraus, daß ber Vor?all sich To abge'pielt hatte wie ber Verletzt' ihn schildert. Lediglich mit Rücklicht darauf, daß der Angeklagte Tonst noch nicht vorbestralt war. wurde davon abgesehen, ihn le «ine Gesänan.Sstraf« zu verurteilen. die In Hl he von einem Monat als Mlnbestftrase vorges.-hen Ist. Der Richter erkannte aus etnt ®el hfl rate von 1 50 M k. Im Falle ber Nnelnbr ngttchk'. t 1 Mcnat Gefängnis. Gin Viehhändler war betchuldigt. einen Bahnbeamten beleidigt zu haben. Gs wurde, vorbehaltlich ber Einwilligung der Retchsbahnbirektion. ein Vergleich dahin gefchlvTTen. daß ber Angeklagte die Beleidigungen zurücknimmk, olle Kosten trügt unb an ben Gilenbahntbchterßvrt ein« Buße von 20 Wk. zahlt * Gießen 10.3an. Gin Eisenbahnbeamler Sch aus Wieseck hat einen M.'.chdänb'.er H von hort wegen Beleidigung <«ln«r Ghelrau verllagt. GS handelt sich wieder einmal um e r.e der lefjt leider so Mutigen Streingkeiten zwischen Mieter und Vermieter. An'Üngl.ch standen die 'Parteien gut miteinander, später gab es Mißhelllakeiten wegen des Gebrauchs der Waschküchr H bauptete. Frau Sch sei zu deren PenutumQ mchl berechtigt unb uiuersagie ihr b «s. Als sie in seiner Ab wes enhett sie trotzdem benutzte, angeblich mit Zustimmung der Mutter des H. geriet dieser nach seiner Rückkehr tn große dr- regung. belegte sie mit verschiedenen beleidiaen- den Ausdrücken, stieß ihr mit einem St raßen- beten nach kern Kops und riegelte schließlich, all sie bie Waschküche nicht verließ, deren Türe zu und stellte die Wasserleitung ab Au# der Waschküche 'ühn eine zweite Türe nach dem Hvlzstall des PrivatNSgers, die jedoch angebllch verkeilt war. Bald daraus ölsnete H. die Türe wieder, packte die Frau Sch. mit Heiden Händen an der Drust unb wars sie unter beleidigenden Ausdrücken zur Türe hinaus. H. behauptet, es sei n'cht alles wahr, wa# Frau Sch. angegeben hak" Oä feien gegenfclHg beleidigende Aeuße- rungen gefallen, tätlich angegriffen habe er sie nicht. Trotzdem er d e Frau Sch für unglaubwürdig erklärte, schenkte da# Gericht ihren beeidigten Aussagen vollen Glauben und verurteilte ben Angeklagten H. wegen wörtlicher unb tätlicher Beleidigung zu einer Geldstrase von 15 Mark. Eine Lebensversicherungs-Gesellschasl In Frank- furt a. M. schrieb einem biesipen Kaufmann Z., ihr Agent A habe ihr mltgclcill, Z. habe lernt Prämieiircchnung nicht voll ei..gelost, sondern einen Teil als geschü'tliche Fveberung an A einbehatten. Dies sei nicht angängig. Z. antwortete daraus, er habe mit A. ordnungsmäßig abgerechnet. Er werde, salls A. wegen dieser Sache nochmals moniere, die Anaclegenba geb. Lai'h Architekt fv.D.Ai Nicolaus. Slldnnl. >aben nichtnur an der Quelle Frits Alberti Fred Holm IDaQtorftrabe 5 morgen Dienstag Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Julie Wolf Witwe geb. Kluge Karl Wolf und Familie Bernh. Wolf jr. und Familie. EdgarBorrmann »aus unbÄticbee gerate. nDietzeu Oie gfü(ffid)e Geburi eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an bitft . Pröichold. Schlossermeister. Dammstr. Ifli___* Weddlgon. KapitAnlcutnant Frau iJIsaboth Fuller ... Ihr Getto .......... Peroy, deren Sohn...... Gießen, Wieseck, Essen, Berg.-Oladbach, Buenos-Aires, 14. Jan 1928. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Wl Vos 3. »1.4. 10 Stuck. 6.88 Im. L‘os 4. Nutzrollen 1.25 m lang. 19 Mindestzopt. 41 rm. Gerhard v Dlotricheen. Oberl i S. «erd Hrieae Fritz, »ein Bruder, Leutnant z S. Erna« Hofm*nu v. Dietrichten. Marino Oberslabe erst n. D. deren Onkel Hilde, »eine Tochter Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen engen wir nu( diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Bnuinann. Gießen (Löborstraße BI, den 10. Januar 1928. Tüchtige erfahrener Reisender tn mittleren Jahren, zum Besuch der Pri- vatkundschalt, f. ein» geführte Tour sofort gesucht. I988D Faldier Ssileafsbrik Frau Joa. Kaiser, Fulda. Tennrrctae. ben 19. Januar 19t*«, abends » llor pünktlich, Kaktbans ftltllil (Mailet) für mein Bureau 15.Difi5lefl-XB.Ml von 19 , b gea. 22 U. Der Revisor Komödie tn 5 Aüflen von N. (üoeal Junger BüöleMltet flotter Zeichner, f. Architekturdiiro gesucht. Schriiti. An geb. m.Zcuan. u. Skizzen u. 574 D an den «test. Anz. Montag abend Singstunde Soziale «Nicht terUntacter ».ettfltw L«iNn sucht LteUe al) 5itt(hftüiiör«6ii!e b flrtt od Zahnarzt, rebr Angeb unter OEM? au b Gteh An». Oente abend lODili-hrMmmlui und D86D Heute bin einschließlich Mittwoch: Ein Heldenfchickfal Alfred Becker und alle Angehörigen. Bersrod, den 15. Januar 1928. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 18. Januar. Weddigen Der beste aller Marinefllms In 6 Akten. Darsteller: Der unerbittliche Tod entriß uns heute nacht aus seinem arbeitsreichen Leben nach kurzem Krankenlager meinen lieben Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herrn Bernh.Wolf Glasermeister WM lür Schreibmaschine und Stenographie gesucht. 5861) Architekt (B. D.«.) Sflcolaus, Sildanl Buchen-Nutzholz-verlaus ObersSrsterei örtmbobernborf. Buckwnstamme N. Los 1, «1.2: 121 Stück. 33,53 Im (booon 9U Stück, 24.45 Im als Schwellen 1 Ä1. uusgehaiien). Los 2. ÄL3: 95 eturf. 49,73 1m. zimitng jaramien 28. Ja*. 1828 4. WvdlWrlö- 6tl4-?Ä Hess. Diakonievereins 1801 Geldgewinne u. eine Prämie Sdiumann -Theater Heute abend 8 Ubr: Premiere PiscatorsBühne, Berlin mit Emst Tollers »Hoppla, wir leben« Der Autor Emst Toller lat persönlich anwesend. 5770 Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Das Mutt gart. NeuoTagcbl. schreibt: Herzzerreißend entsotilich und grauenhaft sind die Momente,wie der Bruder in dem gesunkenen U-Boot dem Bruder im Rettungsboot don letalen Verzweiflung» schrei der Todesm g»t tclepbonlsoh In die Ohren schreit. Ebenso die letalen uuAlendeh Stunden ncddlgeiH und seiner Mannschaft im gerammten I ?' furchtbare langsame Verlösche» der Lebenslichter im Erstickungstod. Das alles Ist $uLdJWÄT,-Vete •rsohütternd. Mau könnte der bchlufi-Apotheose; .'M® starben für euch- eben sogut hinaufügen ,Nle wieder Krieg'* \ °n allen anderen deutschen Zeitung, n liegen die gleichen Kritiken vor. Jugendliche zahlen m den Nachmittagsvorstellungen ermäßigten Eintritt Fernen Das reichhaltige Beiprogramm. Undi Die neueste Ufa-Wochenschau. Tiichtigem. ioltoen Metzger nicht unter ft Jahren, ist Gelegenheit ge> boten. In gutgehender Metzger et und Sirt- scha't einzuheiraten. Ausführliche Offenen unter Wt.67OD an den siebener Anzeiger gute Wirkung, sondern auch daheim. 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Verschiedenes) Berichtigung Mil dem Aonkuri-verfahren der fHrma Keppler 4 Faber, flieh« Kobe ich nicht» au tun da ich aui der Birma am 7.2.24 audaeschie- den bin u dieselbe am 8 L24daudelSgericht- lieb gelöscht wurde. Das (Meftbäft wurde feit dieser Zeit von demKaufmannlkrnst iXnbcr allein weiter- Bekanntmachung. Die Lieferung von Zementpialten zur Befestigung des Weges zwischen den städtischen Neubauten an der Welckersiraste soll auf Grund der Reichsoerdingungsord- nung öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen bei un» zur (Ein* ich! offen und sind Angebote auf oorge- chriebcnein Formular verschlossen, oerfie* Da» ftol3 liegt in einem Schlage mit tzuter Abfuhr. 15 Minuten bi» Dahnhos Z')asselbom. Geschlossene Gebote aus die einzelnen Lose unter ausdrücklicher Aner- kennng der bestehenden Staatlichen Der- kaufsbedingungen mit der äufid)nft «Submission* sind bi» 2." Januar 1928 11 Ubr an die Vbersorsterei Brandobern- borf einzureichen. wo zu gleichem Termin bi» Oeffnung auf dem Geschäft »zimmer trW 57 iß am Donnerstag, dem 19. Danuar 1928, vormittag« 10 Uhr, an das Siadtbauamt abzugeben. 678B Zuschlags, und Bindesrist 3 Wochen. Diesten, den 14. Januar 1928. Stadtdauamt. Braubach. Keltere Zrau odergräulein,möglichst ohne Anhang, zur Führung eines Irauenlofen HauS- halte, zwei Herren, gesucht. Borzustellen zwilchen 12 u. 2 Uhr (Srebnerftrafie 6 I. Sin älteres [*•* Mädchen vom Lande sllr 1. üebr. gesucht. Mevgerei «Irin, Urandgofse 2. rllchtiges, älteres Mädchen i.all.HauSarb.durch- aus beroanb., bereit» In ben.-vaufern tätig gewesen, gea. hohen Lohn für sofort oder 1. i>tbr. gef Walchfrau vorb I38KD moöehousCöroeaöerfl Vimnnre a. b. Y. 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AnxiändrWKw* möchte sich gern older vcrbciratn* ansi. Handwerker Lchriili.Sageb.u.. Ä, Nr. 13 Zweites Blatt Siebener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Gberheffen) Montag, |6. Januar 1928 Ein Gespräch mitTrohki Bon unserem ni-KortdDonDenten. Kod)Dnuf, auch mit Quellenangabe, verboten. Moskau. Januar 1927. Sin Gewährsmann un'eres Korrespon« denten hatte (belegen bett, mit Dem rer der russischen Opposition einen Unterhaltung äu haben, die auch heute noch der Verbannung des ge'ürchteten Mannes das höchste Interesse beansprucht. Trotzki ist gegen toärttg die intere santeste Figur in Moskau die das allgemeine Augenmerk aus sich sieht. Sin jeder beurteilt ihn vom eigenen Standpunkt aus und lucht in ihm die Lösung des Rätfel» der nächsten 3uhin1t »u finden. Es ist indessen auherordentlich schwierig, zu dem Früheren HöchstkommandierenDen der Voten Armee vorzudringen Seit 3uli vorigen Jahres, als die Gegensätze zwischen den Anhängern Stalins und der Oppofotivn sich bi» auf« äuherFte zu» spitzten, als Trotzki ein«ehen muhte daß lein Leben in Gefahr ist, hat er den Entfchluft gefaxt. sich ganz von der Oberfläche zurückzuziehen und seine Tätigkeit lediglich unterirdisch zu betreiben. Menn er unter Menschcn erscheint, so geschieht dies gewiffermahen blitzartig. stets unerwartet: 3m geschlossenen Auto kommt er zu den Meetings aus den Fabriken angesahren. verblüfft die Anwesenden durch sein plötzliches Erscheinen und verschwindet dann ebenso plötzlich und spurlos. 8r verbringt seine 3clt in geheimen Zusammenkünften und wechselt stän- dia seinen Wohnung-ausenthalt. weil et über zahllose Absteigequartiere verfügt. 3hr Berichterstatter hatte nun eine Zusammenkunft mit einem Manne, dem es gelungen war. neulich Tra^h ausfindig zu machen, ihn zu stellen und ausführlich mit ihm zu sprechen. Nachdem mein Gewährsmann lange vergeblich versucht hatte, mit Trotzki zusammenzukommen, ist es ihm letzten Endes doch gelungen, ihn in einem seiner Verstecke anzutreffen Der erste Eindruck war der folgende Trotzki hat start gealtert, lein Gesicht ist von liefen Furchen durchzogen er ist stark ergraut und nur der stechende VNck der unbarmherzigen Augen und die temperamentvolle Stimmt sind die alten geblieben .Das Petersburger Proletariat ". — sagt dieser in Ungnade gefallene Sowjetführer, — .hat im Oktober 1917 im Namen de» Kommuni«mu« die Macht an sich gerissen. Die Vernichtung des kapitalistischen Snste-ns, die Schaffung eines fozialistifchen Staates durch die Diktatur des Proletariats — das waren die Hauptziele unserer Aevoluüon. Sind diese Ziele erreicht worden? Rein! . . . . Zehn Jahre nach der "Revolution ist in den ten und auf dem Lande e i N e N e u e B o u r- gevifie entstanden. Die öntftcbung und die Kräftigung dieser neuen Bourgeoisie ist das erste Ergebnis der .REP" sReue Oekonomische Politik.) din weiteres Ergebnis ist in der tiefgehenden wirtschaftlichen Krise und der Verarmung der Arbeiterklasse zu sehen. Ferner ist die Diktatur des Proletariats in die persönliche M ach tha bers ch af t der regierenden Llique ausgeartet, die der Ar- beilerklasfe die Freiheit der Meinungsäußerung, der Versammlungen und des beruflichen Scheues ihrer Klasseninteressen genommen hat. Die russischen Arbeiter, die die Revolution auf den Barrikaden geschaffen und verteidigt haben, müssen heule gegen einen erbärmlichen Lohn 9—10 Stunden täglich arbeiten. Das gebt nicht mehr so weiter. Und deslxllb fordert »die Opposition nor allen Dingen die Demokratisierung der kommunistischen Partei und die Lösung der Fesseln, in die die Arbeiterklasse geschlagen ist. Lediglich darum sorgen wir uns. und solange die persönliche Diktatur Stalin» und seine« Gefolge» nicht aus der Welt geschafft ist, werden wir den Kamps nicht auf- geben Die Politik Stalin» hat da» Land einer wirtschaftlichen Katastrophe entgegen- Notiz vom Montag. Don Anton Gchnack. Ich empfinde den Montag als den geheim- nisvollsten Tag. weil er beschattet ist von dem langen und doch so kurzen Schicksal-Weg der Woche Wa» wird sie bringen? Mehr Erkenntnis? Mehr Betrübnis? Werden die Stunden der Freude die Stunden der Trauer überwiegen ? Wie ein Gong rollt sein Raine, schwertönend. ein Klang voll Hoffnuna-froheit und Schrecken Iugleich. in einen dunklen unbekannten Gang Inein. der sich Woche nennt. 3n ihm sind wie Gelichter, schweigend, unerbittlich, stumm und ungerührt di/ Tage ausgestellt: Dienstag . . der Mittwoch . . der Donnerstag . . . Sphinr- gesichter. Rätselaugen. Unerbittliche und zuge- schlosfene Fratzen. Von der feierlichen Ruhe und breiten Behäbigkeit de» Sonntag- liegt er weltenweit entfernt. Beide haben, obwohl sie so nahe beiein- anderstehen. keine Aehnlichkeit miteinander. Der Montag scheint un» der unruhigste der lär- nendste und der lauteste lag zu fein. Auch die anderen Werktage der Woche find lärmend. unruhig und laut, aber wenn wir die Montag-frühe beginnen, haben wir noch die e.i.l . i. ei eH.tr eit. die u geh inde Fr - beit und da- lüfte Richt-tun des Sonntags im Blute AuS den Hoffenstern der Häuser, auf den kalten grauen ÖHcnaltanen. wo die zerschlissenen und zerbrochenen Körbe trauern, die leeren gesprungenen Blumentöpfe von Spinngeweb überzogen sind, und wo die blaue und verschossene Küchenwäsche flattert, hängen die Kleiber des Sonntags. Da hängt der schwarze Rock eines Wan- res. hin und hergewebt vom leisen Windzug, eine leere bedeutungslose Attrappe, die nicht erraten läßt, welche Brust sie umfchloft. ob Eitelkeit ober Demut. Fröhlichkeit oder Reid, bie keinen Auffchluft gibt, ob sie die Brust eines wichtigen Beamten oder eines enckchlof- fmen Bankdirektors verhüllte Dies ist vielleicht ein Rock, der von seinem Herrn am Sonntagnachmittag oder am Abend in einem Raum getragen wurde, der nach Bier roch und geführt, die Außenpolitik de« .Herrn" (nicht mehr .Genossen"! d Red ) Tschitscherin hat sich als vollständig haltlos erwiesen. Er hat es nicht verstanden, das Vertrauen der Kapitalisten zu gewinnen und von ihnen Kredite herauszuho'.en. während doch die ganze .REP"- Politik auf dem Beistand des ausländischen Kapitals begründet war. Aber die Kapitalisten haben sich al» weniger einfältig erwiefen. al» unsere Diplomaten Sie haben den angekündigten .Waffenstillstand" benutzt, um ihre Stellung immer mehr zu festigen, indem fie durch ständige . ? t* un - n n “ cu K. b tg ö l;ru ge immer wieder Zeit zu gewinnen suchten. Letzten Ende» belinden die Sowjet» sich in einer vollständig isolierten Stellung und wiederum ist das alte Dilemma entstanden entweder ein sozialistisches "Bündnis oder ein kapitalistisches Europa — das erwartete Rebeneinander- bestehen .st nicht erreicht." <36 verdient Beachtung, baft Trotzki die Möglichkeit eine» bewaffneten Zufamrnen- ftofte» zwilchen der Union der fozialistifchen Sowjetrepubliken und dem kapitalistilchen Europa absolut nicht in Abrede stellt, wenn er auch der Ansicht ist. baft Stalin sein .Knegsgefchrei nur zu dem Zwecke erhoben habe, um die Aufmerksamkeit der Unzufriedenen von den inneren und äufteren 3DVerfölgen abzulenken um den Terror gegen alle zu verstärken und um da» ganze Land durch militärische Disziplin im Zaume zu halten. Sv spricht Trotzki Wenn Stalin» Rame genannt wird, prägt sich in feinem Gesicht unverkennbare Wut au». Wein Gewährsmann hat den Eindruck gewonnen, baft die Gerüchte über die Möglichkeit einer Einigung zwischen den gegenwärtig Regierenden und der £>t>?o». dessen Thron in Fez fehr in« Wanken geriet und der wohl auch gestürzt worden wäre, wenn der Roahi n cht die Unvorsichtigkeit begangen hätte, f ch aus französische» Gebiet zu wagen. Der R-ghi Du Ha rna ra. Vater Der Eselin, wurde fplieftl ch gefangen und in enem eisernen Käfig nach Fez gebracht AI« abschreckende» Beispiel für zukünftige Rebellen lieft man Den Käfig an Den Stadtmauern au'hängen und Der Roghi muftte langsam in Der Sonnenglut verhungern Seit Der militärischen Besetzung durch Frankreich s.nd int Bled Machten ib. h. im Teile de» Sultanat«. Der unter Der direkten Herrschaft des Sultan» steht) keine Aufstände gegen Den Sultan möglich, aber im Bled el S' ba d h in Den Gegenden wo Die Herrschaft des Sultan» nur eine nominelle, wi« z. B im Rif, in Den Aus- läufetn Der S.ibara unD des Allas. Dort wo Die Stammeshäuptling« noch nach Gutdünken schalten und walten, und wohin Die Hand Der Franzosen nicht reicht. Da herrfchen noch dieselben Sitten und Gebräuche, wie vor 100 Jahren. In Marokko eröffnet fich Dem Fremden eine Welt von Blut und Pracht, von Poesie und Wirklichkeit, eine Welt, die ganz ander» ist al» das überzivtlisierte Europa, und Die trotz Der ZeitwenDe Da» alte Wunderland der Omajaben geblieben ist. Oberheffen. Landkreis 6#icf$cn. ck. Heuchelheim. 15.3an. Am Samstag hielt Der Sportverein 1 920 im Saal« „Zum Treppchen" sein diesjährig«« W i n t e r s c st ab. Bei gut besetztem Saal nahm Di« Vortragsfolge einen flotten Verlauf. E.nige huinoristifche Terzette unD Duette, fowie Die muftkalifchen Tart- bietungen von MitglieDern Der Kapelle K r enge I, Gießen, wurden mit reichem Beifall ausgenommen. Ein flotter Tanz hielt anschlieftend Die Anwesenden noch manche StunDe in srohiicher Stimmung beisammen. — Der Turnverein Heuchelheim e. D. hielt am Samstagabend eine Versammlung derjenigen Mitglieder ab. die sich finanziell durch Zeichnung von Anteilscheinen an der Erbauung der Turnhalle beteiligt haben. Auf Grund eine« früher gelaftten Delchlufse« haben nur diese Mitglieder in der Verwaltung Der Turnhalle mitzubestimmen. 3n Der Versammlung wurden Die neu aufgestellten Statuten beraten unD mit kleinen Aenderun- aen angenommen. Laut dieser Statuten unterliegt Die Verwaltung der Turnhalle einem von Der Versammlung gewählten Verwaltung saus- schuft. Innerhalb Diese- Derwaltungsautschulfe« besteht ein au« Drei Personen zusammengesetzter gefchästSführender Ausschuft Iede^ Jahr wird ein Drittel De« Verwaltungsausschusses neu gewählt. so Daft also jede« Mitglied mindesten« Drei Jahre in seinem Amte bleibt. Der Geschäftsbericht für Die beiden abgelaufenen Geschäftsjahre ergab ein sehr günstiges Bild • Wieseck, 15. Ian. Die Silvesterfeier De» Turnverein« S.D. Wiefeck hat einen so guten Verlaus genommen, daft den Anregungen verschiedener Mitglieder zufolge in Der Ianuar- versammlung Der Bee bat nichts t»on der ätzenden Scharfe und Unbarmherzigkeit ,n thematisch ähnlichen Bildern von Du. nichts vom vervillenen Haß gegen die .bürgerliche Gefelllcha'f wie er sich in den Zeichnungen von George Gros, in den wildesten Karikaturen austobt Sie bat am allertocntg- »ten etwas gemein mit der gellissentlich orbt- nären und widerlichen Milleuwublerel mit den Kaschemmen- und Gassenbildem von Z,lk dem sie übrigens ebenso wie Gros, auch im Technllchen unendlich überlegen »st Die Kollwitz erschöpst sich, mit einem Wort nie im Gegenständlichen ist niemals hetzerisch leiten politisch und das Politische ist dann stets vom Menschlichen durchglüht und verinnerlicht he wirkt nw aulrei^nb nie einseitig tendenziös nie twr» letzend, niemals abstoßend Sondern ihre Bilder lind aus t,elfter Men'ch- lichkeit heraus empfunden und gefaltet H-.nker der strengen Verhaltenheit einer kargen 9 Glend. Hunger. Trauer. Aulruhr. Schickfal- betabenfrett, Tod und untröstliche Verzweiflung sprechen aus allen Blättern eine ergreifend klare Sprache, sind gebannt in eingefallene Gesichter, hohle hungrige Augen, schmalgepreßte Lippen, gekrümmte Rücken, gereckte Arme, gesenkte Häupter und zusammengesunkcne Lecher. Der furchtbare Spuk überm nächtlichen Schlachtfeld, der mfernalikbe Revoluiionsreigen der $ar- magnole, die ungeheuer losbrechende Wucht des hellen Hausens der Bundschuhbauern sind von einer so erschütternden Wirklichkeit wie si« kaum ihresgleichen hat in der gegenwärtigen Kunst Man muß - - abgesehen vom 3nbail der Bilder — immer wieder daraus Hinweisen mit einer wie hohen handwerklichen Meisterschast hier Still und Radel geführt wurden wie in all dielen Blättern bei äußerster Verhaltenheit Kirgheit und Unabfichtlichkeir ein Höchstmaß an Ausdrucksgewalt erzwungen wurde 3mmer wieder tastet das Auge einer fabelhaft fieberen Linienführung nach immer auf# neue steht man bezaubert vor der Plastik des Raumes bringt die Magie des Lichtes und der tiefsten Dunkelheiten auf un» ein Wohin man fleht ein tief menlchllches B*erf; und ein Werk der Reise, dem nirgends eine Unzulänglichkeit der Verwirklichung und lleberkgung des Gelebten in die persönlich geprägte Form die Gbrlichkeit. die Tiefe und Därme de« Gmpsindens getrübt hat. — Dic Ausstellung der Kollwitz-VUder wird ergänzt durch eine Sammlung von Gemälden des im vorigen Jahre zu Düffcldorf verstorbenen Kastrier Malers Adolf Lins. Gr ist in erster Linie Landfchafter, leine Bilder sind von einer fvmvathilchen Berbundenheil mit der heimatlichen Umwelt bestimmt und kehren immer wieder zu ihren elementaren und einfachen Motiven zurück Man findet bei Lins eine klare voll- tonige und unkomplizierte Freilichtmalerei, die überall unmodifch ihre eigenen Wege geht, obwohl In den besten Stücken wohl auch gelegentlich leicht» Rnllänae en den 3mprestionismus fpir- bar werden Bon besonder« intimer Wirkung erscheint un« unter den hier äufarrmengebraiten Stücken die kleinformatige Landfchaff.Ber«burg", auch da« Bild .An der Ange< der .•än’cfkg“ und die .Kühe an der Antreff' seien hervorgenienfübrung birgt lich überströmendes Gefühl: Liebe zum leidenden Gefchöpf, mütterliches Mitleid mit allen armen, bedrängten, zermürbten, körperlich und feelifdb verkümmerten Menlchen- wefon Und was dort, bei jenen anderen, abstoßend. auftoteacLnb, beleidigend vor« Auge tritt, rührt bei der Kollwitz ans Herz! Hier find die Unterfchiede und Abstände angedeutet, die diele Äünftlcrm notwendig isolieren und vor fehl- greifen6en Bcrgleichen bewahren müßten Will man ihr Bild irgendwie einordnen, will man chr geistige Beziehunaen und Hintergründe geben. fo wird man. über alle Zeitgenossen hinweg. aus den europäischen Raturalismus htn- weifen können der ihr übrigens wohl mehr weltanschaulich als stilmäßig die Richtung gewiesen bat; einige chver bekanntesten und wichtigsten Zvllen schließen sich ja übrigen«, wie man weiß, mehr oder minder eng an Gestaltungen von Zola und Gerhart Hauptmann an. Das m der Ausstellung zusammengestellt wurde vom Werk der Käche Kvllwitz. ist feit langem weithin fo bekannt daß es kaum noch Im Einzelnen besprochen zu werden braucht Hier findet man wohl da« meiste von dem beieinander woran« ihr geist g-künstlerifche« Bild fich entwickelt hat die großen Zyklen des Weberausstandes. des Bauernkrieges des Destkr.eae« und des Proletariat« bie Bilder der Revolution und die Bilder der Mutter: und als verton- llchfte Geaänzung zu alledem, die wenigen strengen CeTbltbilbirihf. die lbch mit kantigen Konturen aus tiefem Dunkel herausheben Born Stvfllrch-Gegonständlichen all dieser Blätter ist kaum noch etwa« zu lagen Oh gr- nug ist es schon gesagt worden und überdies kommt hier jedes Won der Grllärung der Beschreibung oder Dei'tung zu spät Die Vlärrer der Käthe Kollwitz brauchen nicht erklärt und nicht besprochen zu werden; he lind alle zu deuten ans einfachstem menschlichen Gefühl, für jeden, ob Viann ob Frau ob alt. ob jung, ob klug ob törupt In Ure n achh/tt aus l;± lesbst d.vaus verständfutz v,.- Gef.chter die Gestalttn - - Einzelfiguren oder fchw.-.rzacballte Dumpfe TTaPe reben und vagen und tragen ihr Se d to «mißverständlich daß da« War' immer nur aS- i^wächt oder hinterderhinkt Armut Gnge. neben 1 Baunenettr Vuchenfchellholz. 1 Raummeter Buchenknüppel, 1 Raummeter Buchen-Lcke und 2 Raummeter Buchenreller. noch 1 Raummeter Kiefernknüppel und 2 Raummeter Kies ern- reisig erhält, wofür mir ein geringer Betrng an die Gerneindekalle fftr Holzhauerlohn zu entrichten ist. Kreis Alsfeld. V Vorn Ohmtal. 14 Jan. 3n den gelinden Tagen dieser Woche zeigten fich anf ftxm- bektHener.en Bienenständen fchvn Bienen. die ihren Wimerschlas durch das schöne Detter uMerörvchen hatten und ihren Reinignngsaus- flug unternahmen Tiefec ist für bie Bienen sehr wichtig da bei langem Eruschen der Bienen lettht Durchfall, die gesürchtelr Ruhr, rintritt. wodurch das gdornte Bott «angeht Der 3mfrr sieht es lieber, daß es un 3a»uar nach sonnigen Tagen noch lall ist. denn dann sitzen hie Bienen ruhig zusammen n der sie vor dem «rfnrrai schützenden Wnnerttaub« Bei geimbe« Wetter ledoch kriechen sie ans den Waben umher und verzehren dadurch viel mehr von ihren D.neer- vorräten Da diese infolge der Bi tarnte en vorigen Zähre vielfach v cht sehr rrvchiich durch 3udcrln>una seitens des Inckers rraäT-^t wurden. wird bei andauernd gelindem Werter noch manches Boll cingchrn wenn dem nicht an warmen Tagen durch sogen. Rotfütterung vorgebeugt wirb. Z Dannenrod, 15 San. 3m verfloßenen Jahre war die Bautätigkeit in unserer Gemeinde sehr stark. E« wurden ein Dohnhnw und fünf crtxunen errichtet, außerdeni mürben größere Reparaturen an einem Wohngebäude und an landwi rpcha stl ichen Gebäuden au «geführt Infolge der großen Bautätigkeit waren die BawnoN- nahen zritwerh- jehr knapp und wurden die Bauarbeiten dadurch ,ehr verzögert. Sn diesem Zotzee soll ein Wohnhaus und rin# Scheune gebaut wer den. Außerdem wird dm hiestge Gemeinde, durch Dohnungsknapphrit veranlaß!, rin neues Armen bau s an der Schwrinederger Straße errichten lassen. Das alte Brmenchau» neben dem Kusterschen Anwesen ist infolge seiner Boufulügtrt unbertvt bar. Bei dem Abdecken der Ziegeln dieser Tage wurde rin Ziegel aus dem Zähre 1763. die aut einer Dttederkleiner Regelet flammte, gerunben. — Sri uni er er 200 Serien (ohne d»e flrbntcr-Äotoeie Ken Ulrichstein) großen Gemeinde jiitt» im letzten Sobrr keine Trauungen und keine Sterbe fälle oorgekornmen, drei Kinder würben geboren, oier Konfirmanden besuchen den Ronfirmanbrn unterricht in Maulbach. Arci* Lauterbach. C Lauterbach. 14. San. Heule nachmittag gegen 5.15 Uhr brach in dem etollgebäub# des Lanbwitts Wilhelm A l p dahier am ‘Sörth 3 Feuer aus. Durch bae rasche uno tatkräftige 4in greifen der Feuerwehr konnte bae Feuer auf seinen Herd bejchrönkt uni) em Umsichgreifen auf die angrenzenden Rachbargebände verhütet werben. Das Gebäude selbst brannte voll- ft ä n ft i g nieder. Bk Lnrftehungourfache »st nicht betannt. P Schlitz 15. 3oil Die unter tatkräftiger Forderung von Bueoameifkr Dr Rietzoth feit drei 3abeer im Gang befhtPMx Kanal!- fietnng unsrer Stadt, 6ie aus Rikin ziellen Gründen mir etappentoeife und zwar in den Wintermonaten durchgesühri wird, um kür t*e Arbeitslose« Beschäftigung zu schaffen, hat dks dahin die Babnho'Koaße, die Güiith.r- und Hriitergaffe. die Stadtstvatze und die Hainbuche umfaßt. 3n diesem Winter wird nun der Ausbau unft die Kanalisierung der neu ersthlollenen und zum Teil schon bebauten Ottv-Zlnßerstrache, die nach dem früheren verdienstvollen Bürgen meister genannt ist. in Angriff genommen. Die Arbeiten werden von den hiesigen Bauunternehmern Wilhelm Metzendors, Johann Schmidt und August Metzendors aus- geführt. - Mit dem von der hiesigen Ortsgruppe des Hessilchen Zagdklubs txcanftaltetra Hubertussest war eine Ausstellung der im vergangenen 3ahr eingebrachten Je ad- trophä en verbunden Die aoldene Medaille für ausgestellte Rehltcrnaen erhielt Förster Otto Pfeiffer, die Illbemie Medaille Regierunasbaumeister Riepoth. die bronzene Medaille Lehrer Steinacksr. Sw Dreisverr^uua wurde vom Borsihendea der Ortsgruppe Over örster Seeger, vvrgenommen. h Au« dem Overwalb, 15 Zan In ein- 3#lnen Gemeinden, die mit den großen Wald» Iloben Gin paar liebevoll eingehende Ti«r- tubicn (allerlei Geflügel) sollen nicht vergessea ein. — Ein besondere« und wirkung«voll angebrachtes e^mudfinl der Ausstellung ist das Blldnis Geheimrat Kr von Garl Ban her. da« foaleich beim Eintritt den Bild de« Beschauer« aus ' ch sammelt; ein gute«, repräsentativ wirkende« Porträt, vornehm im Ton. lebendig im Au«- oruck. zurückhaltend in den malerischen Mitteln. - Aul einen dortressllchen Piperdruck (bH Peter Paul Ruben« berühmten Knaben mit dem Zeisich darstellend), der auch In der neuen Kollektiva gezeigt wird sei Im Bo rüdergeben ausmerksam gemacht. Dic Au«stellung wurde am gestrigen flonntaa- Pormittag eröffnet Der 1. Borfitzendc des Kunst- Dcrein«, Landgerichtsbirektor 'Budina, hietz die erfreulich zahlreich Grfchiencnen willkonnnea. dankte für die im vorigen 3ahrc dem Bereto bewiefenc IlnterstüNung und bat. feine Bestrebungen auch in diefem Jahre wie bisher zu torbem Hieraus ergriff Dr L Rcundörfrr lOsscnbachi das Dort zu einem kurzen Burtraae. in dem er. an Hand des hier gezeigten, von lh» ^ufammengestellten Material«, eine Einführung in die künßlcr 'chen Formen und men'chliche Erscheinung der K ithe Kvllwitz gab. die formalen und inhaltlichen Hauptelemente ihre« Schaffen« aufwie« und einen kurzen Abriß ihrer Wil« mäh’gen Entwicklung au etlichen besonder« charak- teristllchrn Blättern demonstrierte hlh. Holn an der Univeri tät Breslau erledigten Lehrstuhl« der mittleren und neueren Ge- 'ch cht# ist ein Huf an Pros Dr Öhgfriet Kaeh« ler in Marburg ergangen — Für ben nrv» errichteten Lebrltuhl der iabnbeilkunde an der Uniperfität Kiel ist der a o Profefler «benb« Dr. med. Albin Hentze in Ausfichl genomatt». -note w aufjedl eWflm Woaue5prtifen IdMcgm 'jfa ter »fbcrl für da» taufende Jahr mutz tn» Es zogen drei Burschen ttiAHl aiHAi* Sah Hhaim vohl über den Mein Roman von Erica Grupe-Lörcher. B Fortsetzung Nachdruck verboten 1 nndjiung, die sich unsere Verfahren in dem ►ninter und trüber bet Jahre» 1Mb emingee üben. £i< Käufer, die bttmol» mit eigenem (*- unter toifräftiyi : 'S)r. litfrotl ■nbßdx Äanalt- , Vie auS fliw- »eile, und zwar « Hu wii-, um fir j zu schaff«, wnn suheen bekommen au» biefer Zeu noch heu,« j fkreunfttgunfl bah lie sich «erkholz zu Ersatz« t len an chren Laagen in den herrschattlichen Boi- Ladern ■>er Hen ber tE’* ° w ss ÖÄ L,n™e A “'fÜ*!» s«S und ^u* 9*oui tot. < ©emeinöe. "LS* 8nn"" VMM trrifa £Nnl unbtnvt dieser 1<63, die mir einer qerunben. - fr Ddter.ÄoioBie Ütni f m letzten &*, "'ne Sterbt n wurden geboren ftonfimianbffl l eingehende Lir ,llen nicht vergeb taSvoll angebracht,« «das W«®» 6 r. da» HjWj Mauer» isentatd W** lebendig i® Jr ’• «Ari ^"-> «SS b. bach. cheute MhmiUag «tallgebäudk dahier am Sörth ", und iatfröftige U». ae Feuer 0us fei, iö ein Umsichgreifen argebäudt vechiUei brannte voll- 'tstchmigturjache ch mb bw fomfo* itb nun Der Aus x neu «MjMIene Ottv-Me^trahe, lenswollen Mge» tf| genommen. 5* hiesigen Dauunln- ndors. Johann letzendors Liepotb. » iteinacker. Dorsitzwda * acr, nvrgrnotmer b, 15. Fan. 3n er» m großen Volt' LS"^ ,Ä5 ». ."schliche £ stkierte- <**%«• «s ssrtej ZN J> nein. Mademoiselle! Ich stamme aus der Pro- tiecc! Aus dem herrlichen Süden Frankreichs. Mein ;k ‘/r ist Unioerfitäteprofesior" Cr nannte eine lodNüe im Süden Und nach einer kurzen Pause hfc er mit unoerhohienem Ingrimm hin»« .Ich 1 Ute ich sähe dort unten — und nicht biet oben fr Gebiet, da» die Preußen besetzt hakten!" -Sie sind 6«c hierher verjchkaacn worden*" Csr deutete auf einen roten Aoffstreiien, der >hm M linken Äocfärmd sah. und den iie |d>on vorhin «irrft hatte. „Ich besuchte gerade meine Trotz- trm hier oben, al» der Äncg — und dann der stelle Vormarsch der Deutt'chcn uns hier über- i.» pelle. Ungtücklicherweije hatte ich mir beim ! rdxnfilüden den jufc verstaucht und konnte mich r^i bewegen. Konnte nicht mehr vor dem deut- fa- >Xere Nächten. So muhte ich hier bleiben MD muh mich al» sran^iischer «ilitärpfkichtiaer i< paar läge aus der Crte-tommarrbaiuur hier Der rote Streifen bezeichnet mich ...?" Dr junge Franzose brach ab und horchte gin- i-r. Man Härte schritte durch die Torfahn ns lu kommen. Im nächsten Moment eilte er zur !nr und rief, halb hinausgewandt. und doch mit tfihNich gedämpfter Stimme, al» gäbe es über- t inbefugte Obren jum horchen: Großmutter' p nur! Es ist Sthte do — au» dem Ll-atz! lern schnell herein! Ah. und der Großvater ist mit zurückgekommen?" kn alle» Paar trat ein. Bier Augen musterten • s fremde junge Mädchen halb erstaunt, halb pi4 Der alte Herr trug eine Schirmmütze, frt sie hier üblich war, und ritz sich btefe jetzt 'ütertüi uom Üopfe. (T: vor ihr die Hand: „Aur dem Elsaß kommen re. Mademoijeile? O, bann werden s e bald für rn?r wieder mit uns vereinigt sein!" sekundenlange» schweigen folgte. Mekusinc rajfte mit einer plötzlich auffteigenden DuaL •*fr fern von hier lag iRapnwnb, lag ihr einziger a einem betnmmtee Zettpuntt angemelbet fein, nn er Beruckftchttgung finden soll Bold hernach - rb oon den, gdelter nachgepruft. ob die als um auAbor ober zerbrochen gemeldeten üüagrnieile t Ata genarme Schemel. Bocke, üeuertiäume. Z ichjela auch tatsächlich der Erneuerung bedürfen, ch kN'» der Fall, so schlagt der Förster mit einem ltgebrachien Bette dos für den gemeldet.n Äeuteil .rgewiesene alte Stuck dermahen in Stücke, dah «»nie mehr vorher gezeigt werden kann, eo wird oer- ibert dah oon dem Vorrecht mehr Gebrauch ge .chi wird als Berechtigung da ist. E» hatte sich "x Jahren nämlich herau»gestellt,doh soviel Scha- m ungemeldet worden war. dah auch bte Unde • btigten durch Vermittlung ihrer Freunde zu dik- gern Werkholz gekommen waren An einem fest« -«Uten Tag«, nach veendigung de» L>olzhauen». Men sich die Veuie in einem bestimmten Bezirk hnben und dürfen dort unter Aufstcht eines ierflbeomten soviel L>olz schlagen ale ihnen Ersatz •jeftanbeti wurde Vie -lachprüfungsgünge sind ia Försterei und Bauern aleich unbeliebt. Oester c-nmt es zu Meinuna»oerschied,nd.'itm Trotzdem Ihn die Dorier auf bk Versuche, bte Rechte durch -lae einmalige Abiinbung zu löschen nicht cingehen. 2wr Bauer gibt nicht gerne alle Rechte preis. Anher- :en haben ihn die verronnenen grohen Summen < Dörfer die sich vor dem Kriege haben abfinden 'Etzen, abge schreckt. Meinheffen. 7VSA Mainz. 15.3an. Die ‘Xeftaurie- ■ ng»arbcilcn am Dom sind während der enien Monate rasch Dorangefdirittcn. Seit 14 ■*gtn iß der Dost türm vollständig von seinem iiWvüft befreit die äiflemblätlet der Ubr sind ei vergoldet Im Innern bee Domes geht Ha Ausmalung rasch voran Wahr chetnlich wird 11 Pfingsten der erste feierliche Gottesdienst wie» r: darin ftatthnben Aus diesem 2nlah ist für He Tage des 27 und 28. THai ein D 0 mfest ckt historischem Festzug geplant. ejenb K'" darf. Ächer hatte diesmal der biyungosaal einen Massenbesuch au zu werfen gehabt. Dee Sache selbst ist sehr einfach. Wetzlar defitzl bi» auf wenige Zimmer keine modernen UBterfuBfieraume für den Keife- verkehr Die der Stadt gehörigen beiden häufet „Hotel /-erzogtiches Hau»' und ..Sasthos >um Dom* sind in ihrer baulichen Verfassung nicht mehr auf der fr-ähe Da» „r-olel zum Dom* war früb?r wohl eine Kapelle oder ein Teil eine» kirchlichen Gebäude», wenigsten» beulen seine mehr al» einen Meter starken Mauern auf eine wohl im Mittel, aller vorhanden gewesene kirchliche Bemittung hm. Um den dringenden Bedürfnissen de» Reiseverkehr» gerecht yi werden. Hane die Stadt Verhandlungen m,t führenden Männern au» Handel und Industrie angeknüpft, um — ine schon gemeldet — mit deren Hilfe und Beteiligung durch Gründung einer f) 0 te l - 'S. • (B. eme Seflcrung der Wetzlarer Unterkunitsverhälmisse herbeizuiühren. Rach den nunmehr bekanntgewordenen Planen war eine Ir 0 he Sache gepinnt, die in ihrer Endsumme *n Betrag von zwei Millionen über- chritt und den großen Grundbesitz stomplex um* al,'.-, der zwischen Dom platz, Bla-.monnena.isse, L:edsrattenberg und Brotschirm liegt, vorgesehen roar der Abbruch der fetzigen, obengenannten Hotels und mehrerer alter kleiner L)äuser, die sich teil» tn einem sehr baufälligen Zustande befinden. Die Bürgermeister Dr. Äühn in der 6 labt oer- ordnetensitzung erklärte sollte da» ganze Bauprogramm in mehreren Etappen und nach den Bedürsnissen der Zeit ausgesührt werden. Der erste Bauabschnitt sollte den Abbruch des dotel " c r 10 ti 1 . du . f)an•"* Nehenhausc» bringen, mit einem Hofelneudau auf moderner fflrunblaae, mit Nestau - rationoräumen im Erdgejchost und etwa 80 Betten in den oberen Stockwerken. Weiter war die Erstellung einer größeren Anzahl non Auto ga ragen geplant. Im späteren Abschnitt mar u. a. noch an die Errichtung eine» Saatbaues gedacht mit einem ^afiungsoermögen oon 50A Per Tonen Der erste Bai.'.chfchnitt, d. h. der richtige Hotelbau war mit einer Million Mark veranschlagt. Die neue Aktiengesellschaft sollte mit einem Kapital oon 300 000 Mark gebildet werden, von denen die hiesigen Buderus- schen Eisenwerke 100 000 Mark zeichnen wollten. Die Stadt selbst wollte Gründ und Boden ujw. im Betrage von 80 000 Mark einbringen und weitere 200 000 Mark Aktien zeichnen, oon denen jedoch ISOOttO Mark zum Berkaus gestellt werden sollten. Weiter wollte die Stabt für die notwendig werdende Anleihe bis 3ifm B- trage von 1,7 Millionen die selbstschuldnerische Bürgschaft übernehmen, »edoch in den vorgesehenen Etappen. Die Begründung der Dorlaac erfolgte durch Bürgermeister Dr. Kühn und durch den ®c- neralblrcftor der BuderuSschen Eisenwerke Dr. Köhler, welch letzterer auch an der Vorbereitung der Vorlage mitbeteiligt war. Aach den bekannt gewordenen Verhandlungen stieb die Dor- läge jedoch bei saft allen Fraktionen auf mehr oder Weniger Widerstand, der sich auf den ilmfanp de» Projekts, die Aotwendigkett des Bauen-, bte Gefahren einer so hohen Türg- fchoftsübernahme durch die Stadt ufw stützte. Auf der ankeren Seite Wurde wieder die Aot- Wendigkeit des Handelns nach irgendeiner Äich- tunq hin anerkannt, aber auch hter waren die Ansichten sehr geteilt. Die Vorlage wurde ichlieft- lich an den Bau - und Finanzausschuft zurückverwlesen. (Hiernach ist also die Vorlage »och nicht abgekehnt. wie ein auch von un» wiedergegebener V)SA.-Bericht vom Samstaa meldete. D. Aed) Ob dies ein sog. Begräbnis erster Klaffe bedeutet, oder ob die Stadt mit neuen Vorschlägen aufwartet, ist zur Stunde nicht bekannt Da Me VerhÜltnifse besonders im ^Herzoglichen Haufe", Wie allgemein bekannt, dringend zur Löfung drängen, bürste mit neuen Ver - Bruder, der unter den französischen Äugeln sein Leben in einem Kampfe aufs Spiel gesetzt, der in der Hauptsache bem Besitz be» Elsasses galt. Durfte he hier fetzt in eine Hand einschlagen, bte burch- giuht vom französischen Siegeswillen, als den Preis dieses ftampfes die Rückgewinnung der verlorenen Provinzen an Frankreich sah? Für Momente rief eine Stimme in ihr: den Fuft aus diesem Haufe ui setzen unb es nie wieher zu betreten, damit ihr zukünftiges Leden eine einzige klare Linie einhalten konnte. Und diele führte zu Di etwa rt, bem sie das Dort ihres Der- löbnisses gegeben, e» sühne zum Deutschtum, zu dem ihre Mutter sich einst durch Neigungsheirat bekannt, und zu bem auch Naymonb klar unb entschlossen getreten war. Ader eine eigene Stimmung lag in dresem Haufe, in den kaum verhallten «längen bes fübfronzösi- scheu Botksliedc» hier, es lag cm Bei; in dieser ganjen Situation, der sich Melusine nicht zu ent- ziehen vermochte! ..Ja. Mademoiselle, — Sie werden bald wieder für immer mit Frankreich vereinigt sein!" sagte plötzlich der alte Monsieur Louoier in die Solle hinein. In seiner Stimme lag etwas vom französischen Pathos. Die alte Dame jedoch, die den jungen Betuch mit weiblichem Scharfblick genau gemustert Halle, iepte schnell hinzu: „D, sie ist bereits eine oon ben Unseren! Ich 'ehe es chr auf den ersten Blick an, dah sie keine Deutsche ist! Heine von diesen großen, plumpen Preuftentrauen, mit ihrem Paradeschritt und ihrem unglaublichen Geschmack! Sieh, Charles, glaubst du, eine Deutsche verstünde es, sich mtl einer io vollendeten diskreten Eleganz anzuziehen. -Die diese Demoiselle es ist?" Der junge Jean Paul Bouvier stand nut dem Nucken gegen das «lavier gelehnt und betrachtete jetzt die junge Fremde cbcnlal!- mit wacher Aufmerksamkeit. Er sagte sich. Die Großmutter möge recht haben. Aber ichtzeftüch wäre Ne ganze Kunst bes Schneiders, die Qualität des sicher kostspieligen Materials und auch der offenbarte Geschmack nicht io jur Geltung gekommen, wenn die Trägerin nicht eine fo_ vollendet elegante mitteigrohe Figur be= feffen hätte und überhaupt ebenso pikant wie hübsch gewesen wäre! bowblinge« wechl lech« zu rechnen fein, be» londers da eine Beteiligung der Eisenindustrie in solcher Höhe für die Stadt doch lehr wertvoll erscheint. Dabei war die MitteUung neu. daß bte Buderussche» •ifeiwe tlc gegebenenfalls beabsichtigen ihr grvftes Hausgrund» stück in bet Haulergaffe das in einem von alten Bäumen schön durchlebten großen 'Jiarfc liegt. In ein eigenes Kasino mit Heber» nachtungsgelegeaheit umzubauen. Bei der Behandlung der Vorlage scheint c» fast fo. als ob zur Jett leine der Parteien sich vor den Dahlen festlegen will, um der Kritik aus den Kreisen de» Bürgertums aus dem Dege zu gehen, auf der anderen Seite must oder auch zugegeben werden, dah die Bürgschafteübernabme durch die Stadt bei einem lolchen Projekt immerhin eine gewisse Gefahr bedeutet die eine ablehnende Stellungnahme begründet Dian ist sich aber auch klar, dah bei einer Aenovierung bcs .Herzoglichen Hauses" ganz erhebliche Summen durch die Stadt aufgebracht n erben müllen, die auf 100 000 Mark kommen dürften Äuf den Ausgana der 'Angelegenheit ist man in der Stadt allgemein gespannt. «reist Veylar. —<5— Detzlar, 15 Jan In den Lsuldungen der Gemeinde 'Jtieber-Duembad; ereignete sich em schwerer Unglücksfall. Jatel dort dejchn tlgte Holzhauer wurden beim Fallen einer Tonne, bie in der falschen Dichtung siel, von dem Baume ersaftt und erlitten hierbei solche Lerlegun aen, daß sie fofort in ärztliche Behandlung über- führt werden mutzten 4 Be tzberg , 15. Ian. Maum sind vierzehn Tage ocrflofkn, dotz wir in das neue Jahr em getreten sind, und schon hat der lob in unterer zirka 450 Einwohner zählenden Gemeinde drei Opfer gefordert Mit diesen drei Peefonen ist auch einer unserer ältesten Einwohner. Christian Staffel im Alter von 7K Jahren von uns geschieden. Unser ältester Eimvohner. Frau Elisabeth Bellos steht im 81. Lebensjahre 3 Krofdorf, 15. Ian. Dem IagdMisteber W. «dhrsbeim oon hier gelang es dieser Tage, im hiesigen Wald einen kapitalen Fuch» zu eriegen. 3 Lounsboch. 15. Ian Der zu unseren ölte ft en Einwohnern zahlende Schäfer Heinrich Winter kann am 17. d. M. seinen 77. (tz e - burtstag begehen. Winter hat vom 22. Hebens- fahre ab jelbständia die Herden der Schäferei genossenschaften (tzietzen, Launsdach. Krofdorf und Witzmar gehütet. tlflfrrw. M. Dr 1« d » rs. 15 Jar Sch»« fett Itagnvt dell schweben Verhandlungen zwecks Errichtung oon Autobuslinien im DI 11 kreis, ins- besondere vom TD c H e t w a l b herab ins Dik l- t a L Die Verbindungen sollen als Iubringer- linien zu der HaupttxrbindungAstrrcke Gtesten Köln bienen, andererseits aber auch die von den Bahnen weit abgelegenen Ortschaften durch Verkehrsmittel erlchliePen G# kommen eine Beide von Autolinien in Frage. So eine, die die On- -chotten Gusternhain-Brritscheid, 2a n- genaubach berührt unb in Haiger münket. eine wsuere über die Gemeinden Horbach- H i r f ch b e r g nach Herborn. Gerade in dielen Gebieten fehlt jegliche andere Derkehrsmdglich- kett Daft bie leoMkruna dem Vorhaben günstig gegenübersteht, bedarf klnet bef anderen Gr- wäbnui'g. da für sie msbef andere für die Arbeiterschaft, der bie beste Möglichkeit gegeben Wäre, zur Arbeitsstätte zu gelangen Wie verlautet stoften «edoch die Verhandlungen aul Schwierigkeiten bei den Gemeinden hinfichtftch der ftnanziellem Beteiligung. Krcio Wefterdurst. CO Westerburg, 15. Ian Wie uu WiMei iU25 26, so bat auch in diesem Wmier die Stein- i n b u ft r i f de» Desterwaltzes unter Mangel an Auftragseingängen zu leiden Aus diefem Grunde sahen bzw. sehen sich solgende Betriebe zu Stillegungen gezwun gen 1. Der Betrieb Hundsangen der Firma Oben- wälder Hanstein Industrie - 2. Betrieb k'angenbern- bach der Statu Ha nun; X Betrieb Bothenbach der Eisenseider Sieinwerke. 4. Betrieb He»genroth brr Firma Adrian. 5. Betrieb Schonberg der (tzcwerk ichau Albert: 6. Betrieb Bolbmgen Ker Firma Uhrmacher: 7. Betrieb Luckenbach der Firma Men^ und Oeivenich. Auch ernt Reihe größerer Betrieb, in den Kreisen Marienberg unb Altenkirchen mutz ftiUcflen. Sind bie Stillegungen auch noch nicht alle darchgesuhri. so stehen die restlichen doch uninirtelbai bevor. Roch völliger Durchsilhning fallen rund 15UH bis 1800 Arbeiter der Arbeitslosensiirjorge zur Last. Die Ursache bieser Verhältnisse ist in der Hauptsache darin zu Indien, daft die (tzrotzabnehmei der Pslasterstein- unb Schotterinbustrie Ihre Aui trage im Somgier fur^friftig vergeben. Die» hat zur Folge, batz bie Steinlndustne im Sommer stark be Idläftiflt ist unb im Winter keine Beschostigung für ihre Arbeiter hak. Abhilfe könnte dadurch geschof en werden, datz bte (tzratzabnehmer, besonders Rem»s bahn und ÄommunalDerbänbe, ihre Aufträge auf bas ganze Jahr oertrilten. Tumen, Spott und Spiel. Oie Fußball-Entscheidung in Heffen-Kannover. Im Enljchcidungsspiel um bie *11 e i ft « r | (faa f t Hessen-Hannover siegle gestern in Kassel oor annähernd H000 Zuschauern Hur hessenllassel über den technisch reiferen 6.6. 03 Haffe! durch bessere Ausnutzung der sich bietenden Torgelegenheiten mit 3:0. Oie Jußballmeisterschastsspiele in Süddeutschland. Die Kampfe um die Futzballmeiß-r- fchaft von Süddeutschland sahen gef?m alle Mannschaften auf bem Plane In der Runde der Ersten schlug die Frankiurler Eintracht den Anslvnn deS Karlsruher Fuftballvereins glatt ab und gewann mit besserem Spiele zwar reichlich hoch aber verdient 4:1. Bayern München fertigte den FuhboNvcrein Saarbrücken, wie erwartet, ganz mühelos ab. Mehr al- ein Klasieunterlchicv kommt In dem Dorunterschied ton 10:2 zum Ausdruck. Auch die Stuttgarter rechksertlgten da- allgemeine Vertrauen unb gestalteten iyr dritte- Meisterschaftsspiel zu einem Siege über den gefürchteten Sportverein M0 n n h e i rn-V) a l d h 0 f. Allerdings ist der Sieg derStuttgarterKickerS mit 1: 0 Toren nur sehr fno^p auSge'a'len 3n der Runde der Zwettev und DrtUra schob in der Gruppe Lüd 0 st der l.Fuft» ballklub Vürnberg den Vogel ab. Gr schlug den Sportverein 1 8 60 München mit 7:0 überlegen. Die beiden anbernt Tressen endeten unentschieden Sehr gut hielt sich der D. s. A. F ü r t h gegen den V. s. B. S t u 11 g a r 1 dem er mit einem 2:2 zeigte, daft auch er bie Dürnberg-Fürther Fuhballkunft würdig zu vertreten versteht. Mit dem gleichen 2:2 trennten sich der Sp. 61. Freiburg und Union Bückingen. Beide Mannschaften waren also Zu Recht für gleichwertig gehalten worben. Gruppe 2 0 rd 0 st. Der Frankfurtei F. SP. D.. der sich Im Borjahre den Mainzern beugen mutzte, erftritt diesmal dort einen knappen 6ieg über den 6p. 2. 19 05 Mainz. Mit 3:2 brachten die Frankfurter Me Punkte an sich Dei B s. L. 2 eu - Isenburg erwies sich auf eigenem Platze alS gefährlicher Gegner. Gegen 2 0 l- WeiD Frankfurt hatte man sogar mit einem Siege der Hessen gerechnet. Daft Rotweift ein 0:0 halten konnte, bedeutet für ihn einen Achtungserfolg. Einen schönen Kamps lieferten sich 2 0 r u ff la Reunkl rchen und Sp. V. 1903 LudWigShasen, in dem die Borussen troll geringer Ueberlegen&elt knapp mit 1 2 unterlagen. Einen um so höheren Sieg feierten die Deckaraucr. da der V. s. L. über Saar 1905 Saarbrücken mit 6 0 siegreich blieb. tigaoerbanbsfpiele in Süddeuffchland Als rückständiges Verbandrfptel kam in Bingen das Tretten H a f f t a Bingen gegen Germania Wiesbaden zum Auotrog. das für ben Abstieg in der Gruppe Hesiev von Bedeutung war. Hafsia war bis dahin mit bem Cp V. l698 Darmftabt punttgleich Da Bingen gegen Wiesbaden 2:0 verdient gewann, steigen bie Darmstädter gemeinsam mit den Wiesbadener Germanen zur Kreisliga ab. Cr fand diese urplötzliche Begegnung um so entzückender, als er ohnehin in der Langweile dieser kleinen Promnistadt. die fett Jahren oon den Deut- ichin em^ejchlosicn war, zu sterben drohte! Die bei- den Grotzelicrn hätten zu gar keinem besseren Moment eben wieder nach Houjc kommen können! Mit Vergnügen verfolgte cr, wie die junge Fremde nvch. mals einen Matz am runden Tisch emnahm und mit den alten Mrichaften sofort in ein intenessiertes Gespräch geriet. Monsieur und Modainc Soupier waren oon denjenigen Elsässern, die nach dem Frankfurter Frieden grollend für immer ihren Wohnsitz in Straft- bürg aufgegeben hatten, und nach Frankreich über- gesiedelt waren, um nicht unter den verhaßten preußischen Pickelhauben leben zu muffen. Seit siebenundmerz g Jahren warteten sie auf den Tag, an dem Frankreich seine entriffencn Töchter wieder in jrine Arme nehmen konnte, an dem Eisatz unb Lochringen wieder bie Trikolore hitztenI 7lur mit einigen Sätzen schilderten die allen Leute ihr Dar- ten, ,hr gläubiges Hoffen an die Zukunft. Aber in Ifbem Worte lag eine (Mut oon lieber Beugung, die Melusine erfdjüttertc. Die lebhaft stand chr Gedanle an ihre eigene (tzrotzm.llNer auf! Saft nicht dort unten im Süden, oor den Toren Sttatzburgs bie greise Schlotzhe-rin oon Harnmerichlag lag um Tag am Fenster and harrte der Zukunft entgegen, tue chr Vergeltung. Entschädigung für dieses bald ein halbes I.ihrhun- tteri lange Starten bringen sollte? Bringen mutzte! Hielt nicht auch sie sich durch diesen unerschütter- lichen Glauben trotz ihrer immer schwerer zuneh menben körperlichen Lähmung aufrecht? Noch einmal klang biete Frage urplötzlich in chr auf, wie sie sich zur Buhe gelegt unb sich, körpernch müde unb noch von ber Serie erschöpft, in die Kiffen behMe. Der Nest des Abends war chr ohne besonderen Eindruck vergangen. Sie hatte rmt den drei Sou- wers geplaudert, bis der junge Herr, etwas zum Fenster geneigt, in bie Unterhaltung die Aeiitzerung hinein warf, datz bie Pflege ichwe sie rn des Lazarettes soeben nach Haufe kämen. Da war es für Meluiine geraten, aufzubrechen und fiH mit einiger Lorficht in bas nebenan befindliche ^chwesternheim zu begeben, daBüt man dort nichts oon ihrem Aufenthalt bei der franzöfifchen Nachbarfamilie entdeckte. Der alte Monsieur Bvuoier unteriietz e» auch nicht, ihr Voriicht anzuempfehlen. Dann Hane man sich mit dem versprechen getrennt, dah Melusine am andern Zage unter Beachtung von Vorsicht, abermals iich ju einem Plauderstündchen emsinden würd«-. ^Bei der Abendmahl zeit, d,e He mit etwa zehn Schwestern des Lazarettes vereinigte, blieb Melu fine schweitzfam und zurückhaltend. Sie schützte strotze Ermüdung nach der langen und eiligen Reise vor. Selbst einer Unterhaltung, die Schwester Wen- dula noch mit Melusine nach der Abendmahlzeit hatte anknüpfen wollen und bei ber sie noch ein« gehender« Fragen über Naymonds Krankheit erwartete, war sie nach kurzer Leit entwichen. (Bon fei Dank, sie besaß dn Zimmer für sich allein, mäh reich sich die andern Schwestern meist zu Zweien in rin Zimmer teilten. Es war ein langer bommerabend in köstlichster Milde. Durch die Nitzen der geschlossenen Fensterläden drang ein verdämmernder Tagesschein. Ziem lich deutlich ließ sich noch do» Bild erkennen, bas in schmalen Goldiriften an ber ettva- altmodischen Tapete satz. Ein wundervoller Frauenkoos in ausgeschnittenem Staatsgewande fah herab, der Nacken oon einem Reichtum blonder 1)0are in kunstvoller Frisur überwallt, ein schmales Diadem über der Stirne. Am schän geformten Halft rin Perlenkoll cr von großer Kostbarkeit. „Lugteie imp^ratzice“ los Melusine, als sie sich nochmals etwas aufrichtet«. Dann lenkte sie ab. Nicht die südfranzösischen Lie- der, wie Moniieur »outner sie vorhin gespielt, 'ondein eine deutsche Seife, die irgendwo in der W ein deutscher Soldat im Quartier sang. INI Heimweh ... „Es liegt eine Krone in ber Tiefe vom Rhein, Sie diitzet oon Golde unb Edelstein." Umluft gegenüber mochte es wohi sein, dah rin ikuier tjranpjCTibabp sich heulend in den Schlaf weinte. Vielleicht war es oon Zahnweh geplagtv Denn die Stimme ber Mutter hallte im einlö:i gen Singsang das Schlostied: -Xt voili mon p’tit chlrie — Le channant et Hane brdbis?“ (Forrsetzung folgt) Vorrundenspiel um die rheinische BezirkSmeisterschast. 3n dem Vorrundenspiel um die rheinische Fuß- ball-Vezirlsmeisterschast standen sich gestern in Bonn der Kölner Club für Rasensport und der Fußbollverein Koblenz-Reuendorff vor 6000 bis 7000 Zuschauern gegenüber, die Zeuge wurden, wie der Favorit von den Koblenzern 3:2 geschlagen wurde. Die Kölner setzten zu spät mit ihrem Endspurt ein und muhten dem technisch schlechteren Gegner den Sieg auf diese Weise überlassen. Berliner Fuhball-Berbandsspiele. Die Berliner Fuhball-Verbandsspiele wurden am gestrigen Sonntag nach fast fünfwöchiger Pause wieder fortgesetzt. Mit Ausnahme von drei Treffen, die ausfielen, kamen die übrigen Spiele mit Punktwertung zur Durchführung. In der Abteilung^ fertigte Hertha Berliner Sportclub Corso 99 mit 10:0 ab. Bei der Pause lag der Berliner Meister schon mit 4: 0 in Führung. Eine äleberraschung bedeutet die Riederlage, die Viktoria mit 1:4 in Luckenwalde Dom dortigen Ballspielverein erlitt. Rorden- Rordwe t und Berliner S. V. 92 lieferten sich das dein Kräfteverhältnis entsprechende Anentschieden. In der Tabelle führt Hertha B. S. C. jetzt mit 22:4 Punkten vor dem Spandauer S. V. mit 16:8 Punkten. In der A b 1 e i l u n g B errang Tennis Borussia in ununterbrochener Folge seinen dreizehnten Sieg. Union Potsdam wurde am Sonntag mit 6:1 (2:1) glatt geschlagen. Für die im Vorspiel erlittene Riederlage revanchierten sich die Berliner Kickers ausgiebig bei der Konkordia 01: auf eigenem Platze muhten die Konlorden eine 0: 13-Riederlage einstecken. Preußen siegte über Allemannia 2:0 (1:0). Um den südostdeutschen Fußball-Äerbandspokal. In Breslau standen fiep gestern vor etwa 4000 Zuschauern im Entscheidungsspiel um den Pokal des sudostdeutsaren Fußballverbandes die Auswahlmannschaften von Mittelschlesien und der Riedcrlausih gegenüber. Die Riederlausitzer siegten überraschenderweise mit 5:4 (Halbzeit 4:1). Mannheim gewinnt den Hallentennis-Kampf. Der Hallentennielampf zwischen München und Mannheim in Bayerns Hauptstadt endete mit einem überraschend glatten Siege der Mannheimer. Schon nach den Einzelspielen führten sie mit 3:1, um schließlich mit 6:2 im Gesamtresultat zu siegen. Städteschwnnmwettkampf Bremen—Spandau. Aus dem am gestrigen Sonntag in Spandau aus- getragenen Städtekampf im Schwimmen zwischen Bremen und Spandau ging Spandau mit 8:4 Punkten siegreich hervor. Die Bremer konnten nur die Brüst- und die Lagenstaffel für sich entscheiden. Bayerische Eishockeymeisterschast. Die bayerische Eishockcymeisterschaft wurde am Samstag und Sonntag fortgesetzt und endete mit dem 2:1-Sicge des Sp. C. Riessersee über den Gis« Sp. V. Füssen. Deutsche juniormeifhrW im Ser-Sol». Die vom Krurnhäbeler Bobclub und dem Berliner Schlittschuhclub gestern veranstaltete Junior- Meisterschaft im FünferBob für Männer wurde unter zahlreicher Beteiligung seitens des Publikums ausgetragcn. Die Länge der Bahn betrug 1470 Meter. Von den 13 gestarteten Bobs siegte der Bob „Knorke" (Lenker Hirt Feist), der damit die Iuniormeisterschaft im Fünfer-Bob errang. Sie deutschen MchtennismeWrschastten die der Frankfurter Tennisclub in den Tagen vorn 13. bis 15. Januar zum Austrag brachte, hatten sich außerordentlich reger Beteiligung seitens der Spieler und des Publikums zu erfreuen. Die beiden Budapester, Dr. Peczi und Jakobi, zeigten sich den Frankfurtern und den übrigen Süd- westdeutschen völlig überlegen. Bei den Damen dominierte Fräulein Metzger- Berlin, die besondere Leistungen im gemischten Doppel mit ihrem Frankfurter Partner Schwarzschild gegen I o k o b i— Frau Lefeld zeigte. Von den einheimischen Damen leisteten ihr Fräulein Wenzel und Frau Le- feld, vor allem aber das jugendliche Fräulein v. Horn- Wiesbaden energischen Widerstand. Wirtschaft. Z.-G.-Farbenindustrie. In der stark besuchten außerordentlichen Generalversammlung der I. -G. - Farbe nindu- strie (Frankfurt a.M.) am Samstag, die über die bekannten Kapitalbeschassungspläne zu beschließen hatte, waren 249 Aktionäre mit 912 672 500 Mk. Kapital vertreten. Davon entfielen 712 672 500 Mark auf Stammaktien, 160 000 000 Mk. auf Vorzugsaktien Serien, und 40 Mill. Mk. auf Vorzugsaktien Serie B. Der Vorsitzende, Geheimrat Dr. D u i s b e r g , nahm bei der Begründung der Anträge auf die Verössentlichungen Bezug, die im Anschluß an die letzte Aufsichtsratssihung auf Veranlassung der Verwaltung erschienen sind. Die neuen Mittel sollen teils zur Finanzierung der stark gestiegenen Amsähe, teils zum Ausbau der neuerschlossenen Gebiete, u. a. des Ostgebiets Verwendung finden. Den Anträgen der Verwaltung entsprechend wurde der Vorstand zur Ausgabe einer Obligationsanleihe von 250 Millionen Mark ermächtigt. Die Teilschuldverschre>bungen dieser Anleihe lauten auf den Rainen der Deutschen Bank, Berlin, oder deren Ordre. Sie sind mit 6 Proz. jährlich verzinslich. Sollte die I.-G.- Farbenindustrie A.-G. auf die Stammaktien eine Dividende von mehr als 12 Proz. verteilen, so erhöht sich für das betr. Jahr die Verzinsung der Teilschuldverjchreibungen für jedes Mehrprozent Dividende um 112 Proz. der Zusatzverzinsung. Die Gesellschaft hat jederzeit das Recht, die Teilschuldverschreibungen mit einer Frist von vier Monaten zu 110 Proz. Rückzahlung zu kündigen, spätestens am 1. Juli 1945 sind die Schuldverschreibungen zu 110 Proz. rückzahlbar. Ihre Inhaber haben bis zum 31. Dezember 1941 das Recht, die Teilschuldverschreibungen gegen Stammaktien in Höhe des halben Renn- wertes der Schuldverschreibungen zu Kursen umzutauschen, die von 200 Proz. im Jahre 1928 auf 100 Proz. im Jahre 1941 fallen. Den Stammaktionären der I.°G.°Farbenindustrie wird die Anleihe im Verhältnis von 4:1 angeboten. Ferner den Stammaktionären der Dynamit A.-G. Dorrn. Alfred Robel & Co, Hamburg, Rheinisch- Westfälischen Sprengstoff A.-G., Köln, A.-G. Siegener Dynamit-Fabrik, Köln, Gustav Gen- schow & Co., A.-G., Berlin und A. Riebecksche Montanwerke A.-G, Halle, in dem entsprechend vertraglich festgelegten Verhältnis. Aebersteigt der Rennwert der eingereichten Teilschuldverschreibungen den Erwerbspreis der gegen sie zu übernehmenden Aktien, so wird der übersteigende Betrag nach Wahl der Gesellschaft ganz oder teilweise in abgesiempelten Teiljchuldverschrei- bungen unter Anrechnung zu Rennwert oder in bar erstattet. Falls die Gesellschaft ihren Aktionären bis zum 31. Dezember 1941 einen Bezug auf neue Stammaktien einräumt und den Inhabern der Teilschuldverschreibungen kein entsprechendes Bezugsrecht auf neue Aktien anbietet, wird der Wert des Bezugsrechtes beim Aktienerwerb vergütet. Alles Rähere besagen die demnächst erfolgenden Bekanntmachungen. Die Versammlung beschloß weiter, 60 000 Stück Vorzugsaktien Serie A über je nom. 1000 Reichsmark in Stammaktien umzuwandeln. Die volle Dividendenberechtigung beginnt mit dem 1. Januar 1928. Auch im übrigen sollen diese Aktien von diesem Zeitpunkt ab den alten Stammaktien gleichgestellt werden. Der Aussichtsrat wurde ermächtigt, die durch diesen Beschluß bedingten Satzungsänderungen vorzunehmen. Weiter beschloß die Versammlung, noch Satzungsänderungen bezügl. der Vertretung der Gesellschaft unter Hinterlegung von Aktien zur Generalversammlung. Ebenso einen Zusatz zu § 13 des Gesellschaftsvertrages, wonach das Recht auf Dividende ruht, solange Qlftien sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder zu ihrer Verfügung stehen. ileber die geschäftliche Lage wurde berichtet, daß das Llnternehmen in allen Geschäftszweigen gut beschäftigt ist und daß, wie schon im Anschluß an die letzte Aufsichtsratssitzung mitgeteilt wurde, für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einer Dividende von 12 Prozent für die Stammaktionäre gerechnet werden kann. Aus Anfrage wurde erklärt, daß sich die Gesellschaft im Besitz von ungefähr 100 Mill. Mark Vorratsaktien befindet. Der Aufsichtsratsvor- sitzende führte ferner auf Anfrage von Aktionär- feite auL, daß die I.-G.-Farbenindustrie, die sich erst spät der Kunstseidenfabrikat'on zugewandt habe, mit dem Ausbau ihrer Anlagen zur Kunstseideherstellung beschäftigt sei und an zweiter Stelle in Deutschland hinter der Ver. Glanzstofs A.-G. stehe. Die Gesellschaft fabriziert alle drei Arten Kunstseide, die Viscosefabrik in Wolfen stelle täglich 5000 Kilogramm her. Drei weitere von Köln- Rottweil übernommene Anlagen seien im Bau und sollen ebenfalls täglich je 5000 Kilogramm Herstellen. Die Acetatproduktion beträgt täglich 2000 Kilogramm unö soll bis zum nächsten Jahr auf gleichfalls 5000 Kilogramm gesteigert werden. Eine Anlage zur Herstellung von Acetylcellulose wird ebenfalls nach ihrer Fertigstellung eine Produktion von täglich 5000 Kilogramm erreichen. Hessische Kohlenproduktion 1927. Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Volksstaates Hessen weist für das Jahr 1 927 folgende Zahlen nach: an Rohbraunkohlen wurden gefördert 426 890 Tonnen, verkauft wurden davon 164 711 Tonnen: der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt 1325 Tonnen Braunkohlenbriketts, 1738 Tonnen Raßpreßsteine. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauches verblieben am Monatsschluß absatzfähig 103 758 Tonnen Rohkohlen, 3782 Tonnen Briketls, 13 236 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 120 776 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 797 682 Mk. * D i e amtliche Großhandelsindex- z isf e r. Die auf den Stichtag des 11. Januar 'berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche von 139,4 aus 139,0 oder um 0,3 Prozent zurück- gegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstofie um 0,8 Prozent auf 133,3 (Vorwoche 134,4 und diejenige für Kolonialwaren um 0,6 Prozent auf 129,4) (130,2) gesunken. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Halbwaren, sowie für industrielle Fertigwaren haben keine Veränderung erfahren. * Genossenschaften und Konkurse im Jahre 1 9 2 7. Von den rund 5800 Konkursen des Jahres 1927 entfielen auf die Genossenschaften 104, das bedeutet, daß auf 100 Genossenschaften nur 0,19 Konkurse kamen, gegen 0.34 im Jahre 1926. Der Gesamtbestand der Genossenschaften belief sich am 1. Januar d. I. auf 52 200, davon 22 500 Kreditgeyosfenschasten. Die Kreditgenossenschaften wiesen mit 15 Konkursen einen noch geringeren prozentualen Anteil, nämlich nur 0,06 Konkurse auf 100 Kreditgenossenschaften auf. * Anleihe der Stadt Wetzlar. Die Stadt Wetzlar hat durck die „Beratung und Vertretung von Kommunen G. m. b. H." in Berlin eine 8-v. Anleihe in Höhe von 1,6 Millionen Mark aufgenommen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 16. Ian. Tendenz: schwächer. — Auch zu Beginn der neuen Woche blieb das Geschäft an der Börse auheroi;dent- l i ch still und zurückhaltend, da die zweite Hand dem Markte immer noch last vollkommen fern blieb. Die Spekulation verhielt sich weiter abwartend und schritt verschiedentlich zu Abgaben, so daß bei den ersten Kursen die Tendenz allgemein schwächer war. Man zeigte sich in Börsenkreisen verstimmt darüber, daß die Generalversammlung der I. G. Farbenindustrie feine Anregung gebracht hat. Starke Unsicherheit wurde weiter hervorgerufen durch den Streikbeschluß der sächsischen Metallarbeiter. Der Geldmarkt blieb verhältnismäßig leicht. Tagesgeld war zwar im Zusammenhang mit dun heutigen Zahltag etwas gesucht, dagegen wurde die weitere Entwickelung der Marktlage skeptischer beurteilt. An den Effektenmärkten ergaben sich gegenüber der Samslagsbörse überwiegend Rückgänge von 0 5 bis 3 Prozent. Stark angeboten waren 2 G. Farben, die 4,25 Prozent nachgaben. Am Elektro markt verloren Licht & Kraft 4 Prozent, die übrigen Werte gingen um ca. 3 Prozent zurück. AEG. blieben knapp behauptet. Am Montanmarkt waren Gelsenkirchen und Harpener mit je minus 3.5 Prozent stärker abgeschwächt. Banken durchschnittlich 2 bis 3 Prozent nteeriger. Gleich nach Festsetzung der ersten Kurse wurde die S.immung. ausgehend vom Elertromarlt. etwas freundlicher. AEG.. Licht & Kraft und Siemens tonnten je 2 Prozent anziehen. Auch I. G. Farben plus 2 Prozent. Heimische Anleihen still. Reußesih knapp behauptet. Ablösung und Option etwas gefragt. Ausländer fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen und die Kurse bröckelten leicht ab. Gegen die ersten Kurse ergaben sich aber noch Gewinne bis zu 2 Prozent. Im Devisenve rkehr notierte die Reichsmark gegm Kabel 4.1965, gegen London 20,480. Par'.v gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,425. London-Kabel 4,8785. FrankfurLer Getreidebörse. Frankfurt a. M., 16. Ian. Die allgemeine Marktlage ist unverändert sehr ruhig. Mahlweizen findet kaum Abnehmer, dagegen ist Futterweizen gesucht. Die amtliche Rotierung muhte um 0,50 Mk. erhöht werden. Roggen liegt matt. Gerste für Brauzwecke zeigt eine wesentlich freundlichere Stimmung bei erhöhten Preisen. Für beste Ausstich-Qualitäten werden bis zu 32 Mk. bezahlt. Hafer ist besser gesucht. Mais stark befestigt. Das Geschäft in Mehl ist ganz lustlos. Weizenkleie zur sofortigen Lieferung ist weiter außerordentlich gesucht. Kartoffeln gaben bei kleinen Umsätzen im Preise nach. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs, 25, Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs, 23,50 bis 23,75; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, biH zu 23 Proz. Feuchtigkeit, 22,50 bis 23; Roggen 24,50 bis 24,75; Sommergerste für Brauzwecke 27,50 bis 29; Hafer, inländ., 23 bis 24; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,25 bis 21,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 22 bis 22,25; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 37 bis 37,50; Roggenmehl 34,50 bis 35,50; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15,25 bis 15,50; Erbsen, je nach Qualität, für Speifezwecke 32 bis 60; Linsen, je nach Qualität, für Speifezwecke 40 bis 80; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 8 bis 8,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht, 4,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 3,25 bis 3,50; Treber, getrocknet, 18 bis 18,25 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt, 16. Ian. Auftrieb: 1498 Rinder (darunter 315 Ochsen, 84 Bullen, 724 Kühe, 375 Färsen), 578 Kälber, 136 Schafe-, 6290 Schweine. Rinder (Ochsen): Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 57 bis 60 Mk., (ältere) 53 bis 56; sonstige Dollflei* schige (jüngere) 50 bis 52, (ältere) 46 bis 49; fleischige 41 bis 44. (Bullen): Jüngere, volk- sleifchige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 54; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 47 bis 50. (Kühe): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 44 bis 47; sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 38 bis 42; fleischige 32 bis 37; gering genährte 22 bis 31. (Färfen — Kalbinnen, Iung- rinder): Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 57 bis 60; vollfleischige 53 bis 56; fleischige 45 bis 52. — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 75; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 50 bis 64. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 46 bis 50; mittlere Wast- lämmer, ältere Masthäinmel und gut genährte Schafe 39 bis 45; fleischiges Schafvieh 30 bis 38. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 56 bis 57; vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 57; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 54 bis 57; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 49 bis 53; Sauen 40 bis 47 Mk. — Marktverkauf: Rinder langsamer Handel und Lieberstand. Kälber und Schafe rege und ausverkauft. Schweine mäßig rege und ausverkauft. Kunst und Wissenschaft. Aus dem Darmstädter Kunstleben. Der Odenwaldmaler Johannes L i p p m a n n feierte am 14. Januar seinen 70. Geburtstag. Er ist in Offenbach geboren, hat die dortige Kunstschule besucht, dann das Atelier von Klimsch in Frankfurt und lieh sich später in seiner Vaterstadt nieder, um vor etwa zwanzig Jahren nach Lichtenberg im Odenwald uberzusiedcln. Lippmann gehört zu den geschätztesten und volkstümlichsten Malern des Odenwaldgebietes und ist mit seinen Schöpfungen seit langem erfolgreich auf vielen hessischen Ausstellungen hcr- Dorgetreten. Geheimrat Friedrich Coofs f- In Halle u e r ft a r b , wie von dort gemeldet wird, der Kirchen- und Dogmengeschichtler Geheimer Konsistorialrat Professor D. Dr. jur. et phil. Friedrich ß o o f s im 70. Lebensjahre. Er war ein Schüler von H a r n a d, der auf die Theologie der verflossenen Jahrzehnte nachhaltig eingcwirkt hat. Von feinen zahlreichen Arbeiten seien hier nur genannt fein ..Leitfaden zum Studium der Dogmengeschichte" (4.21. 1906), „Anti-Haeckel" (5. 21.1906), „Grundlinien der Kirchengeschichte" (2. A. 1910), „Wer war Jesus Christus?" (2.21.1922) und „Paulus von Somofato (1924). Loofs war auch Mitherausgeber der „Theologischen Studien und Kritiken". Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent. Jraukfuri o. M. Berlin u.a.hluri a. M Berlin SchUch- flure 1-Uhr. nur» Schlich ' fiur» An,ang fiur«- Schlulj. 1-Uhr» Sch.usz tzurs Ansang Kurs Äurs fiurs Datum: 14. 1. 16. 1. 16. 1. Datum: 14 1. 16.1. 14.1. 16.1. *l« Dt. 'Ketcheanleitze v. 1927 87,2 — 87,5 — a.6 ®..........7 171.5 1711 171,5 171.25 Dt Anl Ablöf. Schuld mit Bergmann ........8 Elektr. Lieferungen . . . 10 178,5 187 190.5 187,25 AnLlol .Rechten . 52.3 52.4 52.4 52,4 — 182 181,5 180,5 Desgl. ohne AuSlos.Rechten 16,6 16,55 16,8 16,5 Licht und Kratt..... 10 1224,5 221 224,5 220.75 TV . (frantf Hup.-Bl. Q)c dpi. 93'5 Selten k Guilleaume . - 6 28,25, 127 129 128.75 untüiibbar bis <932 . . — — — Ges. f Elektr Untern 10 28.3 280 280,5 278 Rhciniiche £)0V -Bant Liqu »Dowpf Hamb Elektr Werte . 10 149.65 148,5 81,4 — — — Äl-ctn Elektr......- 8 156 156 155 H S aba Borknegö-Ob- Schles. Elektr. io — 183,25 182 ittjationcn. ruckzadldar 1932 8-1 — — — Schuckcrt . ....... 7 Siemens k HalLte . ... 16 191.25 188.25 190,9 189 4V> Schwetz Bundesb.°An1. 95.6 _ _ 292,5 291 293.75 291 4% Oefleretchilchc Goldrte -. -__ Tran.radio. ......... 8 — 137,5 — 4.20°/, Dellern id). Silberrte 4 ‘Io Delicrreich tinLeüL Rtc 4,2 — _ Labmev« A ®o. ...... .9 171,5 173 172,5 17,2,5 — 106 103 105,5 103,4 4°/0 Unoarifdie Qolbite 25.3 — 25,4 — Teutlchc Erdöl ...... .6 139,25 137 139 136 75 4°/a Ungarische Slaatör. v 1910 24 25 — 24,5 24,75 Essener S einkohle ... .8 — — 157 154 «'/»"/» deüal. von 1913 4°/o Ungarische Htonenvle . . 4% Turt. Zollanleibe v 1911 4°/0 Turt. Dagdadbabn-Anl. 1,75 13,4 - 13,5 1,7 Gelsenkirchener . f. % 3 < Harpener . ...... 8 Voesch Eisen ........ .5 Ulie Bergbau........8 145 199,25 141.25 19-3 143.25 198 152,6 240 142 196,75 150 236 14,65 —- 14,8 ** .niöcknerwerke . ...... 5 131 128,25 110 25 128,25 4 /t deogl. Scrtz 11 ... 13.65 13.5 14 —— fiöüu'Jicuefien . . . 61, — 152,13 150 4°, Rumänen ronvcn Nie. 4Wo Rumänen Äoldanl. 5,9 — — — '^.anncsmänn f. ’/» I < Manü elder.......7 158.25 123 157 159,25 124.25 156,65 120.5 von 1913 , 17,13 — 17,75 — Sberschles. Eisend. Vedurk 0 — 88,5 86,25 BUa Deuuche tLMiwalm .4’., — — - Obcrschles. KolLmcrke . 0 — — 98,5 96,25 Hambiira-Ainerita Patel. . 6 _ 148.1 l 149.25 148,9 Phönir Bergbau f '/, I 3 Rheinische Braunkohlen 10 101.5 100.5 101,75 100,25 Hamb-Südam Tarup,sch 8 — 214 213,5 250 182 24 j 247 244.75 Pausa Dampfichtss . 6 —- — 212.75 211.75 Ntzeinstahl .....o Riebeck Montan.......6 179,5 182,25 179,4 Rordbeutlchet i/lonb . 6 — — 151,9 153 — — — All«. Deutsche ttrebmuifl.. 10 14«.5 — 149 148 Bereinigte Stahlw- f. ’/»I 3 108 106,5 108,25 167 lÖQtm x Bankverein 10 151 — 151.9 151 Olavi UJiüten . . . . i sh 42,25 —» 42,5 42.4 Berliner Hondeiggclelllch. 12 267.5 — 266 25 264.25 Kali ÄsLcrslcben • . . . io 178 — 178 175,25 ILommcrj- und privat.Bk 11 179 176,5 178 176,5 UaUZBeitercgcln . • 10 Kaliwerk tzaUdetiurtb 12 185 182 184 _ Darmft. u. Vlanenalbant 12 -43,5 -40.5 2 43 241,5 248 248 247,5 Deutsche Bank 10 5)iötonto-tio de Fan. 0,5045 0,506 t 0,5045 Wien in D-- Ceft. abgest. 59,075 59,195 59,075 69,195 12.45 \Sx Prag .... 12,425 12,445 12.43 Belirad • • 7,388 7,402 7,385 Budapest. • 73,38 73,42 72.27 3,033 20.44 81.9» 2,183 5,606 Bulgarien 3,027 3,033 3,027 VifTabon 20,48 20,62 20,40 Dan,tg. . . Konst, ntin. 81.79 81,95 81,76 .',180 2,184 5,606 2,181 Atlien. . . 5.594 5,594 Ccmada 1.185 1.192 I 4,184 2'»94 Um nay . 4,286 4.294 1,286 ol'eiS üdtro . , . 20.975 21.015 20.973