Nr. 218 Lrfltt Blaff 178. Jahrgang Samstag, |5. September 1928 « r K « i« i Sok« tag» erlag» BeUefcw eirgrarr ^omUtrnbUtt« gctwial te Bild the Sd)oDt Senat»-Ef« Höhe ftr Snificrn von 27 mm Brett, örtlid» R, ausoirt» 10 5ifi.rr,4>t die der Abrüstung und bie der Wlnderheiten. Aus die Rede des Reichskanzler- Müller, die den Clantpunrt der g gcnnxir.iflm Reichs rung klarlegte. einen Standpunkt, brr 1i4> übrigens in nicht- von hem d.i vorigen Regierung untedchcldet. haben L r i a n d und Lord 6 u - fhendun geantwortet. Letzterer anitoorteie sogar »uxtmal: einmal In der Bollver ammlung. ein andereS Ma! tn der dritten Kommission. BriandS Rede tnachte die grobe öenlation. weil niemand eine solch v.-rletzende Antwort von feilen de- sranzösischen Außenministers auch nur im ent fern aB französische Geld ist stabilisiert, der Staatshaushalt Franlrcichs ist au- eigener Kraft in schönste Orb.nmg gebracht — opne jede amerikanische Hille! 3m französischen Staat-tresor und in der Bank von Frankreich liegen enorme Mengen von Devisen — mehr ali 17 Milliarden Gvldsrank. Frankreich ist hinter Amerika heute wieder da- goldreichste Land der Welt. Frankreich bat ein Schuidenabkommen gar nicht nötig und es ist ihm — pardon! — fchnupve, WaS die Vereinigt.n Staaten sagen. Es hat Zeil, sehr viel Zeit, die Regelung der interalliierten Schulden abzuwarten. Außerdem bat die Pa- rFer Diplomatie nach dem Schreckschuß der See- abrüstungstonferenz ohne Frankreich g.schitbare Betriel'Sstoffmenge beträgt bei dein neuen Luftschiff Inßaclamt 15000 K-vgramin Benzm und 30 000 Kubikmeter Triebga» Da diefe Triebgasmenge einer Denzinmenge von etwa 37 500 K logramm Benzin gaichlommt, eni’ptidrt die Leistung des m.t uh.baren Detr.e, s icf e- öer Leistmig von 52 500 Ä.Logramm Benzm 2L» Maslmalleistung der Motoren werden stündlich etwa 440 K logramm Benzin verbrauch! Bei einer DurchfchnittSgeschwindlg» feit von 117 Kilometer pro Stunde beträgt der Aktionsradius des (3d)i 1ci> e o rund 14 000 Kciometer Zum Vergleich fei angeführt, daß die Onlfeniimg von Spanten na st Südamerika oder von England nach Indien je rund 10 000 Kilometer beträgt. Frankreichs Forderungen in Genf. Berlin, 14. Sept. (WTB.) Hebet die Besprechungen der Vertreter der sechs Mächte in Gens wird in der heutigen Dummer der Deutschen Diplomatisch-Politilchen Korrespondenz" u. a. auSgcfübrt: .Dachdem von französischer Seite sehr bedauerlicherweise Sinzelheiten übet die vertraulichen Besprechungen in die Oefsentlich- feü gekommen sind, kann sestgestelli werden, daß dte französischen Wünsche aus eine Erweiterung und einen Ausbau der im Locarno- Vertrag, d. h. im Dhcrnpakt, gefchalsenen Ot» ganilatlon erstrecken. Es handelt sich dabei um einen französischen Vorschlag zur Schaffung einer Feststellung», und vetglelch»- fommlffion (Commisnon de constatation et de concihation), deren Charakter. ZufammTnfchung unb Befugnifte natürlich noch einer genauen Prüfung unterliegen muffen. Festzustellen ist aber fehl schon, daß eine solche Kommission nur In Frage kommt noch Vollzug bet Gesamt- räomung de» Kheinlande». 3n die Sinzolheiten dieses Proje.'ts ist nvch nicht einflctrctcn wviden, und es handelt sich für uns vorläufig darum, ob dieser Vorschlag überhaupt eine Plattform abgeben kann Dte französische Prefte, die übrigens den Gedanken der Gefami- räumung al» einer selbstverständlichen Kvnter- partie zu den französischen Wünschen bi-her tn feiner Weite Daum gegeben hat. bemüht sich, da- Prvjekt als eine Einrichtung darzutun. dte sich sinngemäß in dte Bestimmungen de- Artikel- 4 des Dheinpaftes emfügt. Dach bie’en aber würden Beschwerdcsälle an den Dölkerbund-» rat gelangen, während der jetzige Vorschlag bitte Bestimmung eventuell au - schaktet. Die deutschen Gegenivrderungen werden sich neben der Grundbedingung der Gesamträumung aus die Dauer der Wirfsamfeit einer solchen Kommission, auf ihre Zusammensetzung und ihre Befugnisse, ferner auf Ne Frage der beiderseitigen Gci zu erstrecken haben, für deren Bereich etwaige Beschwerden an diese Kvmmis'ion zu leiten wären. Der zweite Komplex der bei den Besprechungen aufgetauchten Borfchlage bezieht sich auf die Einsetzung eine» Ausschüsse» finanzieller Sachverständiger zur Prüfung der Reparoflonsfragt im Rahmen de» Dawesplanrs. Hiergegen dürsten materielle Bedenken nicht bestehen, zumal auf eine Verknüpfung der Frage und derjenigen der Rheinlandräumung von der Gegenseite verzichtet wird. Iedenfoll» !ft gegenüber den ausländischen Presieaußecungfn die latfachf festzuhallen, daß bei der notwendigen Prüfi.ng neben den oben erwähnten selbstverständlichen Vw- aursetzungen dte Feststellung eine wichtige Rolle spielt, wie sich In bezug auf die Feststellung der Kompetenzen der Feststellung», und Bergleichskom- Mission überhaupt eine voll komme ne Pari» t ä t Herstellen ließe “ Besuche des Reichskanzlers. Genf, 14. Sept. (W D.) Reichslanzl'r Müller stattete heute vormittag dem polnischen Außenminister Zaleski emen Gegenbesuch ab unb folgte sodann einer Einladung des Direkto.s des 3ntemattonalcn Arbeitsamtes Albert Thomas, bet dem er Gelegenheit zu einer Begegnung mit Bernbaid Shaw und zu einer längeren älntfl-hallung mit dem llchechv-slowa1 i'chc-n Außenmir.ister Bene s ch ^itte. RachmitlagS empfing d r 'Xnj.i- kanzler den lettländilchen Außeniiiiniste. Pa» l o d i s. den rumänischen Gesandten in Berlin Evmnen und daS Mitglied bet nono gdaxn Del gation Fritjof Da nie n Abends nahm der Reichskanzler auf ttinfabu -g bei Präsiden le r der Dolle: bundsvedommlurg. des nortr-eoischeu Gesandten tn Berlin Zahle, an d-m all,ü r- lich vom Präsidenten zu Ehren der Mcg JtonS- sührer gegebenen Esten teil Oeuische Vorschläge in Vorbereitung? Berlin, 15. Sept. (Priv.-Tel. des WIB ) Zu der auf heute onberäumten Sitzung b e • Reichskabinett» bemerkt die „Boffifdye Ztg." „Cs ist nicht anzunehmen, daß da» Reichskabinett lediglich )u|ammrnberufen worden ist, um über den Verlauf der Genfer Befprechungen über die Räumung»sorderung unterrichtet zu werden. Man vermutet, daß der Reichskanzler Iich in Genf nicht darauf beschränken tmU, bie Bor- Ichläge Brionbs anzuhören unb zu ihnen Stellung zu nehmen, fonbem baß er nun seinerseits in der auf Sonntag anberaumten Sechsmächtekonferenz Vorschläge machen will, für bie er sich die Zustimmung de» f a m 11 a b i n 111 s »u nen m dieser Frage machen können, ohne sich der Gefahr ruszusetzen, von P o i n c a r - Lügen geftrost zu werden Urb?rM*S Härle er einen von oornh^rrin verlorenen, vvltez aussichtslosen Kampf oegen bie allmächttzcn franzöftf chen Mi- llt ä r f rei f e führen muffen Unb so hat Briand in der Rede des Reichskanzlers einen von feinen 6tan6punft ausgcz.ichneren Vorwand gefunden, sich ixn S.nne der sranzöfifchen Hatto» naliften zu rehabilitieren, leine Ctellurg zu sichern und Frankreich zu zeiaen, daß er es in einer fo wichtigen 5rage wie der der Abrüstung durchaus verstehe, dte französischen 3nterr”en zu verteidigen und Deutschländ gegenüber den rechten Ton anzutchlagen. Driano konnte dies jetzt tun. ohne ein ungünstige- Echo In den Vereinigten Staaten oder in England zu fürchten. Und er tat es. Paul-Dvncour wiederum durste nach der Driand-Dede in der bniten Äommiffton eine Geste machen, indem er erklärte. daß dte französische Regierung mit der deutschen in t«r unverzüglichen Einberufung der dd-5:» reitenden AbrüstungSkvmnnssivn t intg te.. und daß man einer teilweisen Abrüstung in UÜbereinstimmung mit dem oereiifl err ichten Grade der Sicherst ii (Abrüstung Deutschlands. Cixamo) c^rg^Icngehe. Mit anderen Worten, Paul- Boncour nahm xum großen Edtauven des Dreien Bernstorfs dte deutsche These anl 5ür Frankreich spielt baS ja keine Dolle n»ehr. denn es hat mm die Sicherhen daß sich letzten Endes in dieser Frage der sranzolischr Standpunkt durchsetzen wird. Paul-Bovcour kotmte bu.-'e Deste auch um so leichter machen, da man wcist, M) Lord Tushendun sich der Festsetzung eines Datum» für die Einberufung der vvr» bereitenden Kommission widersetzen würde, cntspvcchend dem Wunsche der englischen Regierung. dte ganze Frage der Abrüstung bis nach den britischen Wahlen zu vertagen. sichern wünscht. Unter Meter Soreusfetping ist der morgigen jtdbinrttebtrahmn besondere Bedeutung beizumessen." Oer Kanzler an die Oeutschnationalen. Berlin. 15. Sept. lPriv>Lel. des WT2.) Im Verlauf der Deutßhnattonalen-Altwn hatte Graf Westarp durch das Auswärtige A m t dem Kanzler mitteilen lassen, er möge vor weiteren Verhandlungen in Gens zwecks Fühlungnahme mit dem auswärtigen Ausschuß des Reichstages vorübergehend nach Berlin zurückkehren. Di« Antwort des Reichskanzlers an di« Deutsch nationale Dollspartei ist laut „B. X.“ gestern in Berlin ein gegangen. Sie besagt. baß bereit- vor Eintreffen der deutschnatio- nalen Anregung die Besprechung für den kommenden Sonntag festgesetzt worden sei und die Verabredung im deutschen Interesse nicht mehr rückaängtg gemacht werden könne. Der Kanzler werde, so wird beigefügt, selbstverständlich dem Auswärtigen Ausschuß des Reichstage- zur Verfügung stehen. Briands Haltung vom Minifierrat gebilligt. Paris. 14. Sept. (WB.) Der Minitzerrat beschäftigte sich heute, wie das offiziell« Kommu- niqu6 besagt, mit dem Expose des Außenministers B r i a n d über die Dölkerbundstagung und seine Genfer Besprechungen. Der nächste Äabi» nett/rat tritt Togal» Tabletten sind ein hervorragende» Mittel Äegen Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, lerven- u. Kopfschmerz, Erklllssgs- krankheiten I diese Trist dis »um 30. September 1928 verlängert. Aach diesem Termin dngcbrtbe Antrüg? linden nur vom AntragSmou.t ab Be- rüctlicht gung •* Fluapostmarken für di e .Gras Zeppelin-Post. Die der Lpd. erfährt, werden für die Defdrderung von einfachen Briefen unb Postkarten nach Lakehurst mit dem .chrafen Zeppelin" besondere Lustpostmorken hon 4 Mar? für Briefe und 2 Mark für Postkarten ausge- nebst Hafen-Aundfahrt sowie Ne Besichttauna eine- grohen O»ean-Dampfer» vorgesehen Mei Nähere in der heutigen Anzeige. Kämpfer .Bremen". Am Fahrt na t> 5 elg land stall. Bcl'ch-tgung uon Bremen Arammarkl an d7markt!o«ee!e >ur 3u»,rtelung. An den Mauuagen kommt .. der Sura auf dnet Frei.»chchLhae ei» Markttpiel wr Austührung. Bg. heutige ln#< .gr > •• Aeuanträge abgeivndcnee Kriegsbeschädigter Vic K. irg>be'chädra- ten. bu- w.g.n einer Minderung bei OruKtbs- iäh.g erl um 20 t». & tnner^nt auf Grund bc« Pol^g aphen 104 de« Aei chsverlorgmie«gef etzes unter ^cwüh ung einer einmaligen Avsmdung au« der Lentenv.rfoigung auageschocdei Und. können aut Antrag wieder Ikrlpeyuna vrbdlim, wenn die Minderung der (tzrwerb» ühigleit ui- loige de» anertaimten Dersorgungoleiden» jetzt auch ohne b.isi eine DerschUmmerung nachweisbar ist mindesten« 25 v H. beträgt Anträgen 'olcher Beschädigter, die M« zum 30. September 1928 beim -ustänkng:n Dersorgunap- amt eingehen. wird rückwirkend ab I i5(Itwr 1927 entsprocherr Omi-länger der sogenannten Berfehetdeitorente. die der,enige cchäu. der m seiner körperlichen Unt-erlcbrUH-nt schwer deein- rrächtigt ist, ohne ein» Wind nmg seiner Er- GxrMab giert Nachwelten »u können, haben bU MLglichkGtt. je nach der Art ihre* Vetbcn« mit Wertung pom 1. Oktober 1927 die lcilwrUe noch erfolgter Abänderung der Verordnung zu Para- S) 25 de« Aeichsoe torgungsgeiche erhöhten der Dertchrtheit-rente zu erdoUan. wenn r Antrag bi« zum 30. September 1928 bet dem zuständ gen Berforgungsamt eingeht. Ursprünglich war die Frist zur Sinrerchung solcher Antiäg?. denen mit UMrfuna ab 1. Oktober 1927 entsprochen werden sollte, der 31. PvtttNer Vos ar vaw kn Ae» -Bra md*r«d g g* 1925; der Komponist Leo SaH in Wien grf. teiee fir Wontag. 17. September. Scmrrrnausgang 537. vonncerun.ergang 18.11. Mondassgang 9 J9. lionbk meeganr. 19 35 Liste 1631 Sieg Gustav CSboif« von Schweden bet Breitenfeld. — 1926. der Literarchistvristrr onb Germanist August Sauer gest. Adre--uchdesKk-etf'eszner>b.cynl. Asto.ir-Lrchtspiele; Tunney, ber Buffalo Bill des Ainges. — TageSkalender für Sonntag. Stad !Heater. Sybille?... 2u-gesch osten. 8 11 bt. Kriegerver in Diesten: Sommer esl im Philofophcnwa d. 3 Uhr nadyn — Sp.-Da. 1900 (Leichtathlet. Abl.l: Ä ubmciftertctajlcn ao 9.30 Uhr herm. — Llchts.ielbau». Bah 'hofftraste: Die K nigin leine« 5>erzen«. — Astoria-Lichtspiele: Tunney. der Buffalo Bill befc Ringes. fälliger FViifung un2> rooyerroogenjeriVjrbe emeneue. a. 2t. Diesten nach zweiten 2 *a* bestchsia neuen Ri lcn-Schn-^I' s d it en T g nd t di Am vieN«,« j-ayc ist •• Da» Pfälzer Trachtenenfembl« -Di« RheinpfälL«r" wird vom Montag. 12. d M.. ab ein kurHes Dustspnel Im Lichtspieihaiö» m der Dahichosstroste geben 8s stehen Desangs- und Tanzdarbietungen aller Art. sowie eine Szene .3« Heidelberg war ich Student' aus ben Programm Austerdem läuft noch ein Wim. .Wenn Mensen reif zur Liebe werben", mit weihn Holt in der Hauptrolle. •• Dine billige Helgolandreife Demi 21. bi« 25. September verunstaltet bk Reisegesellschaft ber Süddeutschen mit Sonderzug ab Jllannbet.n über Weinheim. Darmstadt, ftranffurt und 2-5 babrr der ^nhoberfchaft durch di, ,3amil-r Da y friert b«n, bt, Firma Carl k ch waad. Feinkost bau» und bktn|tui*en. in Siesten tim 1. Abri 1*78 durch (Tart Schwoatz begründet und berett» «u ansehnlichen Erfolgen geführt, ging do» Unternehmen am 18- September 1903 an die Brüder August und Laut» Dan über, flm 1 3anuor 1919 »urd. Laut - Dan Allein Inhaber. 0» war ihm nergonnt. do» Se'chutt in jeder Hinsicht au«w bauen und narnrnthd) die in weiten streifen be- kannten g,müttichcn Leinstuden durch Anbau zu nergrostern und zeitgemäst ju gcflaltm. Der Fein kostdetriev arbeitet itif dem kknveiteruagsdau km Jahre 1925 mit alles chils»mitteln. inobesondere auch mH einer ^„tpemästen tübb und Sefrieran- lag. Der Lchöpjer dieser Bauten hat ste leider nicht lange überlebt, er starb im {rebruar 1927. Seitdem wird da» Unternchmen oon feiner Witwe mit bestem Erfolg weitcrgeführt und zählt zu einem der angesehensten der Branche " 50 Jahre Schade und Füllgrabe. 2hr 50iährioe« ®d4)ün«.*tU5um bejeftt die be- kannte FLIol'irma Schabe & Füllarabe am 18. Sept.mbcr Die Firma wurde von den Herten Äonrab Schade und Os.'ar Füllgrad? yirünbcL Da» heute noch deltehenbr onb angesehener Künstler diesen Druck duldet. (Fr weih auch selbst, bah ba» einfache Bllb nicht In seine Wohnung patzt. Aber er kann sich nicht entschlletzen. e» megpihm. Und wenn ihm einmal eine stille Stunde, ein. Stund, de» flu»- ruhen» bleibt, dann singt ihn die Melodie, die au» dem einfachen Bilde kommt, in Schlaf, die Heimat- melodi, Alle die andern kostbaren Bllder sind stumm: nur btv feine, unscheinbare Bildchen redet und singt und duslet. Nun könnte st> einer auf den Gedanken kommen und könnte den Mann fragen, warum er das Bild so lieb hat vickieicht bliebe er Ihm bi, Antwort schuldig, well man von dem. wa» einem am lieb- ften Ist. nicht redet, wenn man nicht will datz r» seinen Wert Ptrfieri. vielleicht sagte er ihm auch eine halbe Wahrheit: Da» Bild — ja — da« Bild beweist, datz un* nur »ins treu ist. die Heimat. Wenn man ihn bann fragte: Und die Menschen?, so mürbe er wohl die «rtiidu zucken: Ich weltz e» nickt vielleicht habe ich bisher nur Leute kennen gelernt. Und sein Muk suchte bann wokil auf» neue da» kleine billige Bild im schmalen (stoldrahmen. 8. Taten für Sonntast, 16. September Cnnncnau’gang 5j36 Smmenim'ergang 18.13. Mvndaaigang 7.58. Wonbunt:rgang 19 20 Albe. 1BC9 Orf'tk*urfl der elf Schrllfchen Off »ien. — 1831 der Dichter dulti« Wolff in Quedlinburg g* - 1836; ber Lhirurg Ernst v. Bergmann inAujen in Livland g?d — 1853 her englisch? EINKAUF RAUCHER WUNSCH M LKHER URTEIL MBCHUNG5 MEISTER HUR RH F Aß KIKA rioN U Eure» inder Ihr b*. j|j ffltem er*t euf dl LreJ'e’ Ihn« “••uch.n fÄ wMan dalSSchultn darüber, daß sein guter Nat dem Herrn Oberregisseur so wenig genützt hatte. Drei volle Tage waren verflossen, und auf dem Aktentasche ou*l grauem Dllbleber, mit silbernem Schloß, verloren. Zn boll: SM Äuch und Kullssenzelchnungen. Gegen 20 jflarf yefobnuaa abju- geben Selm polizeilichen Fundamt, Zimmer 7ir. 249. und wiedergefundene Gut. „Jawohl, mein Lieber,die 20 Mark stehen Ihnen zu und Sie sollen daS Geld auch sofort haben. Aber, Verebrtestcr, warum so spät?" „Wissens, Herr Kommissar, das Buch da drin hat die Schuld! Wissens, .Herr Oberkommissar, der Papa Bumke, das ist ne Kanone — zum Totlachen! —" Der gute Mann gab sich erst einmal dem Sport hin, sämtliche Tonleitern in Dur hinauf und herunter zu lachen. Dann fuhr er fort: „Ich mußte, mußte das lustige Buch erst zu Ende lesen! Und dann wollte es auch meine Braut haben, und dann unser Hauswirt, und ich konnte cs halt keinem abschlagen. Ich rat Ihnen, Herr Kommissar, lesen Sie die Abenteuer Papa Bumkes und Sie werden mir nicht mehr böse sein. Wenn mir die kleine Verlustanzeige nicht zum Gewissenswurm geworden wäre, dann würden wohl auch noch meine sämtlichen Sangesbrüder aus der „Concordia" das Buch gelesen haben . . . ." Napa Vumkes Äbeuterrsv Bon Harald Lagerftrvm. Für den Herrn Oberregisseur hatte die zwölfte Arbeitsstunde des Tages, die er daheim an seinem Schreibtisch zuzubringen pflegte, mit einem großen Aerger angefangen. Er hatte feststellcn müssen, daß er seine graue, wildlederne Aktentasche irgendwo verbummelt hatte — und nun trieben sich das Regicbuch zu „Dapa Bumkes Abenteuern", an dem er wochenlang gearbeitet hatte, und die Skizzen des Herrn Theatermalers in der Weltgeschichte herum. Je mehr er über die Folgen seiner genialen Liederlichkeit nachdachte, um so nervöser wurde er. Gewiy konnte vom Inhalt der Tasche kein Dritter Vorteile haben, aber die Schlechtigkeit der Menschen war groß, und Aktentaschen waren gegenwärtig die große Mode. Er hatte sie entweder in der Elektrischen, oder im Kaffee, ober auf einer Bank in den Anlagen, ober in bet Telephonzelle ber Hauptpost, ober im Schalterraum ber Stabtkasse liegen lassen. Er überlegte, wie er ben Verlust bekanntgeben könnte, ohne zum Schaben auch noch ben Spott feiner zahlreichen intimen Freunde unb Feinbe einzuheimsen . . . Am anbem Morgen gab ihm ber Inspektor des polizeilichen Fundamts den Rat, eine kleine Anzeige in die Zeitung einzurücken und mit großer Geste ben vollen Gelbwert ber Tasche als Belohnung auszuseyen. Unb so lasen noch selbigen Tages einige zehntausenb Augen in ber Anzeigenabteilung „Verloren" folgendes: Der Inspektor war selbst verwundert Funbamt hatte sich noch kein sogenannter ehrlicher Finder getnelbct. Daran hatten auch die fast halbstündig aufeinanber folgenben telephonischen Anrufe bes Verlierers nichts ändern können. Vielleicht waren in der Tasche doch noch Schätze gewesen, von denen sich ein gewöhnlicher Sterblicher keine Vorstellung machen kann, und die nun in die Lände eines abgefeimten Erpressers gelangt waren. ... Durch die Tür kam ein junger Mann im Radfahreranzug, in ber Hanb hielt er eine Aktentasche, bie Ehrlichkeit war ihm ins Gesicht geschrieben. — Er reichte bem Beamten baS verlorene I Vermietungen |I Beschlagnahmte Lehrling fort *”D Wohnung gesucht gesucht. IU6537 gesucht. 06499 Neuenweg 50, Ciillrolirlegeroiiillnslalhleor für Wasserwerk und Kanalbau sucht Jüngere, flotte 8,290 Stenotypistin JT""“ Jüngeres Sauberes, ehrliches rächt, selbständige IJflllltfl »ein WW Wik!» Tücht. selbständiges gesucht hir unfern Außendienst. WWW Leiter gesucht Wtefeck UUD für Berkaus und leichte Staharb. i on seinem Spezialgesch. gesucht. Schristl. Angeb. unter 06542 an den Gieß. An». Plockstraste 9, im Laden, miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin für leichte HauSarb. und zu Kindern gesucht, daS zu Haufe schlafen kann. 06569 Nollkestr. 18III, rechts, iiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiinii Hiesig. lmUrdmA sucht per 1. 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Blatt Gießener Anzeiger iAeneral-Anzeiger für (Dberlitfien) Samstag, 15. September 1928 i r*Aaati -ww »Makawu k" t -r >«. ■ ■ m> .». —— Vie französischen Pläne im Gaargebiei. Der tfmtolpunfl in brr englischen Politik, d r Fronteei-ch Dir unbestrittene Nühru-g n her europäischen Politik gegeben oct biticrt. wie heute leststeht. leit den März diele» Jahres Unb von vielem Zeitpunkt an 'ähren lid) die Militär» am Rhein wieder mehr als die Herren auf, auch die sranzöft' che Saarvollttl wurde wieder lebend.g Sine neue franzöfiiche Organisation trat aul ben Plan, die ,A » »oci a- t i o n francane de la Sarfc“. Sie erliest eine gro^;e Kundgebung, die aber weniger für die Deutschen im Saargrbiet bestimmt ist. als für Frankreich. Die Ho lnung. im Saargebiet Anhänger Frankreich» zu finden, haben die Fran- zoien osfenftchtlich au g geben. Das der sranzv- fische Laaroeretn will, in eine Art Volk» b e- wegung in Frankreich aul die Beine zu bringen, mit der Parol» Rettung des Laurgcbietes vor dem Rucksal 1 an D c u t i ch l a n d und Verteidigung der materiellen und moralifchen Interessen Frankreichs im Saargebiet. Dieser nantfWHdK Saarverein will Frankreich mit dem Retz einer Organisation überziehen. 3n grdsie.en und mittleren Städten will man Ort#- gruppen gründen, die das französische Doll für die Saarpläne g.winnen lallen. Die materiellen Interessen Franiieichs werden darum sehr doch beziffert, der Umsatz mit über zwei Milliarden Franken jährlich angegeben. Das Wesentliche aber ist. vast die Afcsoaation fordert, unter allen älmständen auch wenn da» Saargcbiet — ganz oder geteilt an Deutfchlano zurückfaUcn sollte, mühten dc Kohlengruben in f ran- »östschem Belih bleiben. Dabei wird auf die .Desahp' für Slsast-Lotbringen hinge- vxiesen. dic dadurch entstünde, wenn feine tsisen- tndustrie in .Abhäng-gleit" non der deutschen Daartodle kommen wurde Darauf hin, auf den dauernden Besitz der Laar- Aruhen, gchen alle sranzosischen Bemühungen, das »st da» 21 und D der französischen Saarpolitik. Andere Bestrebungen, wie die des Comitt Du pleir, das nicht mehr und nicht weniger al» eine einfache Annektion propagiert, sind nicht ernst zu nehmen. Frankreich will die Saargruben behalten und damit da» gefamte Wirtschaftsleben des Saar- gebiete» weiter beherrschen. Eben hat der General, birehor de» französischen Kohlenrnognaien, D e Wendel, einen neuen Plan der französischen Re. gierung vorgelegt. Rach diesem Plan soll die gesamte lothringische Montanindustrie eine Gesellschaft gründen zur lieber- nähme der gelernten cflürgrubcn, ur. ter Beteiligung he» französischen Staate» natürlich Ti an hat also offenbar den früher gehegten Plan, die Kohlengruben in eine inlernationole Gesellschaft zu überführen, ausaegeben. Die französische Politik beabsichtigt also aus diese Weise, da» o e r t r a g l ich festaelegte deutsche Recht auf Rück- kauf der Saargruben nach der Ab st im» m u n fl z u umgehen. Da aber ist nicht die einzige Gefahr, die dem Saargebiel droht. Die fronzosilche Saarpolitik will nicht nur die Gruben und damit die Kontrolle über die Saarwirtlchast behalten, sie will ein Stück de« Saaraebietee lo » reisten und an Frankreich angliedern. Und zwar da» Warndtgebiet. In ihm liegen noch gewallige Kohlenschatze unberührt; Flöze bi» sieden Meter Mächtigkeit! Schon saft seit einem Jahre sind die lothringischen Grubenbesitzer daran gegangen, u n • ter der Grenze her Stollen in da» Warndtgebiet hineinzutreiben An- lagen von größten Ausmosten begann man anzu- legen. Ganze Siedlungen, geradezu vorbildlich in ihrer Art entstanden, mit Schulen, Rathäusern, Kirchen, Bädern und Sportplätzen. Die französisch, Spekulation ist nun folgende da» Warndtgebiet ift ein arme» Waldland mit einer wenig zahlreichen armen Bevölkerung, die ein karges Leben fuhrt. Die Manner fahren auf die Saargruben und auf die Hüttenwerke zur Arbeit. Die schlechte Wirtschaftslage ün Saargebiet aber bringt es mit sich, da st ein gro- ster Teil dieser Arbeiter arbeitslos oder dauernd durch Arbeitslosigkeit bedroht ist Ihnen werden nun von den Gruben jenseits der Grenze Arbeit auf lange Dauer, guter Lohn und vorbildliche Wohnungen geboten. Die Franzosen hoffen auf diese Weise wenigstens einen Teil der Warndt, bevolkerung zu gewinnen, da» heistt. ihre Slim« men für d i e Abstimmung 1 935 z u gern l n n e n. Da gemeindeweise Abstimmmung wie in Oversthleften vorgesehen ist. h- ballen *■» die Fran zosen auf diese Weise für nicht schwierig, nach oder- schlesischem Muster eine Abtrennung de» Warndt- gebiete» begründen zu können Für mir sichcr sie ihre Aussichten halten, da» erhellt die folgende Tatsache Im Amtsblatt Nr 19 der Regierung-komnüssion veröffentlicht da» französische Dberbergami die (Einteilung der Berge«, .re im Saargebiet Dann ift nun fine Grube „(Br et roh de" al» Pachtfeld der lothringischen Firma De Wende! bezeichnet Da» ift die eine Seite be» Warndt- Gebiete». auf der anderen Seite aber liegt ein gleiche. Pachtfeld, Grube „Äaiisbrunnrn", da» der franzosi chen „eaar- und Mosel-Bergwerk» G< sellschaff gehört. Da» Warndtgebiet ift also bereit» von zwei Seiten i n d, e ^angecenrmmen. Leider gibt da» Amtsblatt r icht die rauer de» Pachtverträge, an, e» wird aber die übliche, auf sehr lange S.cht Irin. Hier also ist bereit* von Der Regirrungekommi-fion. die al» Treu händer de» Dölkerbundes d.e Interessen de* Saar- gebiete» und nicht bi> Frankre chs wahrnehmen soll, ein Teil der 5aergruben an französische ®e- sellschasten verpachtet! ist !lar, dast . eutfch.and al» Mitglied be» Uvrtutib*. diel' > 'am, „Teeuhuuderpolittk" der Regierung kommi de» Saargebiete» nicht hin- nrbiTi-n t'.nn. ?t.. .7 and kann Nicht zugeben, dost . r r e,e Iv . a.7 .n s. - hassen werden. Und e» dreü sich hier nicht um tragen die zwischen Frankreich und Deutichlai.t vesonder», sozusagen privatim, geregelt iverden tannen, «onbern e» e.;e;:heii, i .e den Völkerbund al» d< Treuhänder de» Saar- Das Gießener Gtudentenhauö. Seil Iah-ren entfaltet dre Diestcner S t u- dentenhilfe unter der Leitung ihres Dor- fitzenden Pro' Dr. Eger eine fegeasrcich.' Tätigkeit zum Selten brr wiistchaftlich 'dwachen Lludierendei- unserer VanbeBuniDerhläL Dci diefer Arbeit wurde der Ltudcntenhil'e b\c tal- bereite und opferfreudig: Unterstützung weiter Kreise unserer RNtbürg-r in Stadt und Land, in Diesten und Cberb-’lfcn. wie auch darüber hinaus 8ut.iL Finarz l e Deih l en, Lieseru ge non 21a- turalien ufw.. sowie wertvolle Ratichlögr zur UebetWinbung der mannigfaltigen Sd-nerig- keiien, die sich gerade in f*n Inflation»,ähren und der nach! o'.gm den lieberganoftyil g nz besonders diesem schonen Hktte der Aä-ritenliebe und der Studenteniv fern a entgegenficLten. waren die eindrucksvoll n I ..indungen der warm- beryflen Lympathie |ür alles bas. wa» der Ltudentenvater Öger zum Ruhen ferner Schützlinge in Angriff nahm Sv erfreulich die bisherige Ausgestaltung der Ctubentcnbilfe nach den oerlchiebensten Richtungen bin in den letzten Jahren war. fo blieb doch immer noch ein Hauptprogi ammpunkt zu erfüllen übrig, nämlich die Schaffung eines Studentenhauses als Zentralstelle des gesamten Hil'SwerleS. Die (Jr- rtchlung eines solchen Hauses in Diesen muh cl» dringende Rotwendigkeit bezeichnet werden, damit unsere llnitxrfllät auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Fürio gr für die Studenten nicht hinter den Rachvaruniversitäten zurückbleibt. Rach jahrelangen 'Bemühungen um die ®r- fullung dieser Rotwendigkeit gelang eS im Jahve 1925, durch die schnellentfchlossene Ausarbeitung eines Daurntwur eS f .-itens deö Hesfifche i Hoch- bauamteS die Unterstützung der Wirtscha'tShilfe der Deutschen Studentenschuft für dieses Vorhaben zu g -winnen. Dann trat aber leider ein Stillstand b i der Defchaffung der erforderlichen Mittel ein. bi« schiiestlich im vorigen Jahre Reich und Staat für daS Bauvorhaben g.-Wonnen werden konnten und sich zur He^gave von Geldmitteln bercitertlärten. Mllllerweile war auch der ursprüngliche Bauen twurs verschiedei.en 2lb» änberungen unterzog eii worden, und erst in diesem Jahre erhielt er nun seine endgültige Gestalt. Jetzt ist daS Werk so weit gediehen, dah in den nächsten Wochen auf dem von der Stadt Gießen zum grßbten Teile kostenlos zur Verfügung gestellten Baugelände zwischen Leihge- ftemer Weg und verlängerter Friedrichs!rahe mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden kann. Das Studentenhaus der Gießener Vtudentenhilse, von dem wir hier eine Skizze abdrucken, bei der die rückwärtige Hausfront durch die überragenden Linien dar gestellt ist, wird feine Siont nach dem Leih- gesterner Weg zu haben. Der Entwurf zu iefem Gebäude wurde Im Auftrage deS Hessischen HochbauamteS von RegierungSbaurat v. der Lehen gefertigt. Die weitere Planbearbeitung und örtliche Bauleitung wurde durch einen besonderen Dau ausschuß der Stubcnlcnbllfc dem Architef ten Ernst S ch m i d t - Giehen übertragen. Dic Raumeinteilung in dem Gebäude ift folgende: 3m Kellergeschoß sind Räume für die Heizung, für ÄartoffelaufbcrDahrung, für Fahrräder und für eine Werkstältc. ferner noch ein besonderer Keller für den Hausmeister vorgesehen, wobei die WirtfchaftskcUer von dem Heizungsraum vollständig getrennt sind. lieber eine breite Freitreppe gelangt man im Erdgeschoß durch einen Windfangroum in eine lichte Dorhalle Auf der rechten Seite des (Frbae- schosse» (vom Eingang her gesehen) sind Räume für die Drucker« der Studentenhilfe, für Garderoben und Toiletten und für einen Unterstell raum für (Bartenmobei vorgesehen. Lus der linken Seite befinden sich die Flickstube, die Bügelswbe. der Raum für Wäscheannahme und -ausgave. die Waschküche mit allem Zubehör, em Faßkeller. ein Raum für Kuchenvorrate und in der Mitte der rückwärtigen .<)au»front (die in diesem Teile de» Hause» in das hoher gelegene Gelände der verlängerten Friedrich ftrafu hineingebaut werden must! ein ObftfeDer. von der Dorhalle im Erdgeschoß aus gelangt man über eine monumentale Freitreppe in bas erste Obergeschoß, wo man zunächst eine gro^c Halle betritt, die sich nach der Südseite hin in einer Terrasse fortsetzt, von der au» man Zugang zu dem (Barten nach der verlängerten Friedrich strotze hin hat Diese Halle wird als Aufenthalts- und Gesellschaftsraum für die Studierenden bienen; Ucgen Wohnrauine für Studierende, und zwar elf .»immer tum Alleinbewohnen und drei Zimmer für je zwei Studenten Ferner sind in diesem Geschoß, über dem Küchentrati gelegen, die Wohnräume be» Hausmeister», be» Xrasnvagenführer» und be» ))au»bur|chen vorgesehen. diese Raume sinh durch ein besondere» Treppenhaus zu erreichen Bade- raume. Duschen und Walchraume vervollständigen die Einrichtung dieses Geschosse», da» austerdem noch einen Dachganen im Mittelpunkt be» Baue» auf- weisen wird Das dritte Obergeschoß enthalt an her Sudiront nach der verlängerten Friedrichslraste zck dic 3immcr für die w>rtschast»suhrenden Schwestern, die Wohnung be» Geschäftsführer» ber etubenten- hilft unb brei weitere Einzelzimmer Ferner ffnb in bieirm Geschost an den brei übrigen Houssronten Wohnräume für weitere M Studierende, teil» al» sie wirb mit Lese- und Spielecke aurgestallet sein und außerdem eine erhöhte Bühne aufweisen, welche tagsüber al» Kaffeestube benutzt werden kann und, falls die große Halle al» Vortragssaal oder dgl. Benutzung ftndet, auch al» Bühne dienen wird. Ein ,-jwischensaal von ber Halle au» bildet ble Serbin- bung noch bem geräumigen, in ber Hausfront nach bem ßeihgefterner Weg zu unterqebragten, unter- aefeiltcn Speisesool, an besten Breitseite beim Lichthof sich bie Ausgabestelle fiür ba» Esten ber in bem House speisenben Studenten befinbet. Anschließend an den Roum für ble Essenausgabe wird die Küche untergebracht, daneben wird die Spülküche ihren Platz haben. Seitlich des Speisesaales wird noch ein besondere» Zimmer geschaffen werden, das gelegentlichen kleinen Geselligkeiten dienen soll. Hinter der Koffeestube und Buhne sind Umkleide- und Eß- räume für dos Personal voraesehen. Die AnloAe der großen Halle, des Zwischensooles und des Speisesaale» wird so erfolgen, daß alle drei Räume zusammen auch für größere Gesellschaften bienen können. Im zweiten Obergeschoß befinben sich noch einige Arbeit», unb Gcsellschostsräume für bie Studierenden, darunter auch ein Musikzimmer, ferner da» Geschäftszimmer Der Studentenhilfe, ein Zimmer für deren Geschäftsführer, ein Zimmer für den Vorsitzenden, ein größeres Konferenzzimmer, ein Zimmer für den afta, ein Schreibmaschinenzimmer, ein Zimmer für die Housaufsicht unb ein Schrank jimni,, Diese Räume werden, abgesehen von bem Musikzimrmr, in ber Hausfront nach ber verlängerten Friebrichftraße zu erftelU werben. Im gleichen Geschoß noch bem Veibgeftcmer Weg zu Zimmer zum Alleinbewohnen, teil» al» Zimmer für zwei Studenten zur Erstellung geplant Bader, Duschen und Waschräume bilden auch hier di» notwendige Vervollkommnung der Wohnräume. Im Dachgeschoß werden fl" „Dir haben eine Reise an dir Loire gemacht." „Eine Reise'' Eharle- reif Ohne deine Frau?" „Nein, sie ift natürlich a^ch hier " „Und wo ist fie?" 2)upon iah sich mit einem Ruck um. ,Lm Theater Man gab .Carmen', ihre Lieb- lingsoper." „Carmen? Ohl Di« rot« Nelke im Munde und bas Messer im Gürtel, bas bem wirklichen Halben immer so lose sitzt" Rens fab Charles an „Wie breit unb gefunb du ausfiehst? Tu bih noch gr- wachfcn. Du erinnerst mich an bie allen Bäume im Park, bie immer breiter werben, je älter sie sind. Bei mir ift es umgekehrt. Ich bin eingefd)rümpft. (Fine Mumie. Man kann mich ausstellen im ägpr tischen Museum. Nächstes Jahr seht ihr mich bnn." Charles, ber neben bem Sagen herging, hielt Renes Hanb. Er war ro glücklich über biefes Sie- de riehen. Und fo erichüttert über Renss verändern; Aussehen, dah er keine Sorte fand. Was würde Obelle sagen, bachte er. Nun habe ich ihn boch gesunden. ..Was für eine Riefenklaue bu hast, Charles. Und was für Kräfte.' Der Händedruck vorhin ..." „Nun. der war so immer fo. Wohin fahren wir berm?" Ln bas Aotri be E*xngn€*. Selbstverständlich bist du mein Gast heute abend. Ich speiie zwar auf meinem Zimmer, aber es ist groß und luftig, mit Baffem Du host doch nichts ander« vor?" „Wenn ich mit dir zusammen bin, nein. Aber weshalb -willst bu denn schon morgen fort, barm siehst bu |a nicht einmal meine Frau?" „3d> bin hier fertig", sagte RenL „Da« panw Bad Ist mir zu weich, ble warmen Quellen, diese gedämpfte Almofphäre. Es ist ein Treibhaus. Unb überall Gelichter. Männer mit Bäuchen, biefe ewigen Amerikan. r unb bi« H«rben vertrockneter, an- geputzter (Enplänberinnen unb bicke Kaufleute au» bem Mibi, bie au»sehen, wie Zauberkünstler ober ctf icnpenbänbiqer ober Geigerkönige, eine Corte, die ich schon auf Postkarten nicht vertrage. Und im Hotel be Sevign^ werben jeben Tag dreimal Aeflheten serviert ... ich verziehe mich ..." „Aber deine Kur?" meint« Chart«». „Kur’ Ach. das ist eine Redensart. Mich kuriert man nicht mehr, nachdem mich bn« Leben so zu- gerichtet hat. In bieler Equipage kutschiere ich^nun durch dic Wclt. 3d) habe ramlid) feine Berne mehr, verstehfl bu’ Man sieht sie noch, aber sie taugen nicht» mehr." .Weshalb hast bu benn nie mehr etwa» von bir hören lasten, alu-r Freunb?" lieber Dupon» obgemagerte» Gesicht lief ein Zucken .,3a, man gehl fori, man ift au» ber Welt, man wird verpesten Lo ift ba» Leben. Wozu schreibe n?" „Du bist verheiratet, nicht wahr''" ..3d) war verheiratet", sagte 3len#. „Ach. und jetzt?" bin ick-, wieder 3unggtwUe. Meine Fra» Hai mich verlassen. Früher, weißt bu, verließ man die Frauen. Ient stt's umgekehrt, sie rächen sich." „Unb wo wohnst bu?" .Jyier gleich um bie Ecke, ein stilles Haus, retir ron Amerikanern." Der Wagen bog um bie Ecke in eine Allee non hohen Kastanien. Rechts bog sich der Park an ben Ufern der All'cr vorbei, Imf» lagen Holel» tn Gärten. Das .Hotel be Sevign^" lag etwas zurück .Ater sind wir." (Fortsetzung Wat) Die neue Schnellzuglime Köln-Leipzig. Von Oberregierungsdaurat Wilh. Weber, Koblenz. Die durch einen Okuraq Fries im Preußischen Landtage aufgerollte Frage einer neuenFern- verbin düng Köln —Leipzig wird demnächst wieder in Konferenzen der beteiligten Kreise erörtert werden. Es ist deshalb Atoed* mäßig. über den heutigen Stand der Sache zu berichten. Zwei Pläne stehen einander gegenüber, welche die neue Fernverbindung durch *2leub au - linien erstreben, und zwar der Plan der Industrie- und Handelskammer Siegen über Siegen—Treysa—Bebra. also mit Umfahrung von Kassel, kurz »Plan Siegen" genannt, und der erstmalig rn der Zeitschrift »Der Bahnbau". Hefte 6 bis 8. 1926 eingehender behandelte Plan des Derfassers mit (Einbeziehung von Kassel, kurz ^Plan Kassel" genannt. Daneben bestehen noch Bestrebungen zur ®r- langung von Eilzügen Köln— Leipzig über G ie- hen — Alsfeld—Hersfeld, die ohne Neubauten, also über bestehende Linien möglich frnb. (Kurz .Plan (Sieben" genannt.) Der platt (Siegen. Der Plan der Industrie- und Handelskammer Siegen sieht von Köln bis Siegen-Ost Beibehaltung dec Siegbahn über Troisdorf—Betzdorf vor. Dann ist eine neue 22,4 Kilometer lange Bahn von der Sieg zur Lahn bei Fendingen zu bauen Die Nebenbahn im oberen Lahntale von Fendingen über Biedenkopf nach S a r - n a u bildet die Fortsetzung, sie ist zur zweigleisigen Hauptbahn auszubauen. Bei Sarnau wird der Umweg über Marburg durch eine 5 Kilometer lange neue Linie nach Bürgeln an der Main -Weserbahn abgeschnrtten. Bis Treysa wird die Main-W^serbahn benutzt, weiterhin bis Oberbeisheim ein Stück der Kanonenbahn. welches zweigleisig auszubauen ist. Darm folgt wieder eine 12,5 Kilometer lange Neubaulinie nach Heineb ach an der Hauptbahn Kassel Debra zur Abschneidung der Ausbiegung über Malsfeld. Weiterhin bildet die bestehend^ Dahn über Debra-Eisenach—Erfurt die Fortsetzung nach Leipzig. 3m ganzen sind 40 Kilometer Bahnlinien neu zu bauen und 73 Kilometer eingleisige Bahnen zweigleisig auszubauen. Die Gesamtlänge Köln—Leipzig wird 481,2 Kilometer, 70.1 Kilometer weniger als heute über Hagen—Kassel—Debra (552.3 Kilometer) und 49,5 Kilometer weniger als über Hagen—Kasse! Aordhausen - Ha Ne (530,7 Kilometer) betragen. Die Höchststeigung ist 1:100, die verlorene Steigung zwischen Köln und Leipzig beträgt 900 Meter. Die Höchststeigung der heutigen Linie über Hagen ist 1:70, Mc verlorene Strigung beträgt über Bebra 1087 Meter, über Aordhausen Haue 1136 Meter. Der Plan Siegen wurde besprochen in einer Sitzung zu Köln am 28.3anuat 1928, die auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Siegen stattfand. Es waren vertreten dre Städte Siegen und Köln, die Industrie- und Handelskammern Siegen, Köln, Stolberg und Aachen und Landtagsabgeordneter Fritz Fries. Die Beteiligung der Kammern Stolberg unb Aachen zeigt, daß es sich nicht nur um eine Verbindung der Städte Köln imb Leipzig handelt, sondern um eine internationale Verkehrslinie erster Ordnung, die dem Verkehr von England, Belgien Bords rankreich und der'Aheinprovinz mit dem mittleren Deutschland (Thüringen, Sachsen. Schlesien) und den angren- dkn Ländern (Polen. Tschechoslowakei. Süd- rußland) dienen soll. Es wurde eine Eingabe an bre Hauptverwaltung der Deutschen Aeichsbohn- «sellschaf^ beschlossen, in welcher die Mängel der heutigen Verbrndung erörtert werden sollen und die Ausführung der Vorarbeiten nach dem Plane Siegen beantragt wird Der Abgeordnete Fries trat ebenfalls für diese Linie ein, obwohl sein Antrag, wie er angenommen wurde, die Fassung hat: »Das Staatsministerium wird ersucht, auf die AeichSregierung dahin einzuwirken, bah baldigst' eine direkte Bahnverbindung zwischen Köln- Siegen Kassel nach Mittel- und Norddeutschlano geschaffen wird." Hier ist die Einbeziehung von Kassel doch ausdrücklich verlangt. Der plan Kassel. Der Plan Kassel sieht vor eine Aeubaulinie von Köln-Kalk durch daS Bergische Land nach Welschenennest.Schcttelpunkt der Ruhr-Siegbahn (89,8 Kilometer), weiter durch das Sauerland über Schmallenberg nach Brilon Wald, Scheitelpunkt der Bahn Hagen—Kassel (64,6 Kilometer) und endlich von dort über Korbach nach WilhelmShöhe bei Kassel (78,3 Kilometer-. Zur Verbesserung deS Durchgangsverkehrs gehört bann noch die Anlage eines Durch- SangSbahnhofes bei Kassel im Zuge der hvre Wichelmshöbe Niedervellmar, da der heutige Kopfbahnhof Kassel hn Betriebe sehr lästig und ein Hauptgruird für die Umfahrung von Kassel ist. Die Strecke Niedervellmar - Hann. Munden kann später verbessert werden. Weiterhin wird die bestehende 'Dahn über Nordhausen- Halle benufot. Die Entfernung Köln — Leipzig wird 497.8 Kilometer, also 6.6 Kilometer mehr als nach Plan Siegen betragen. Dafür ist aber die verlorene Steigung 100 Meter geringer. und von Köln ob Hann. Münden (257,1 Kilometer- hat bic Linie die äußerst günstige Höchstleistung 1:200. erst von dort ab 1:100 bet der alten Dahn. Eine weitere Abkürzung hon 20 Kilometer ist im Dolhaargebirge möglich durch eine Linie G chm a 11 en b c r g Korbach über Medebach, welche bi? Mlsbiegung über Brilon Wald abschneidet. Diese Llbkürzungssinie wird einige Zeit nach Herstellung der Hauptbahn sicher kommen. Tste Führung über Brilon Wald ist aber ohnehin nötig, weil dadurch noch andere wichtige Verbindungen hergestellt werden. 'Der Plan wurde in der Iahresbauptversaiimi- lung des VerkchrSvereins Kassel am 23. März 1928 vom Verfasser erläutert. Sr wird betrieben von der Stabt Kassel und ben übrigen entlang der Linie liegenden Städten und Kreisen. Der plan Gießen. Der Plan Sieben unterscheid?» sich von den beiden übrigen Plänen dadurch, dast lediglich eine neue Etlzugverbindung zwischen Köln, Trier unb Leipzig über bestehende Bahnen gewünscht wird. M* also sofort eingerichtet werden kamt. Der Hauptzug ist gedacht «IS Verlängerung des Eilzuges 129 Trier Koblenz über die Lahrrbahn nach Eiehen, wo der Flügekug von Köln über Betzdorf -Siegen- Dillenburg aufzunehmen ist, weiter nach Zu- sammenschluh beider Teile über Gründer g— Alsfeld - Lauterbach — Bad Salzschlirf — HerSselb — Eisenach — Erfurt nach Leipzig, entsprechend in bet Gegenrichtung mit Verwendung des Eilzuges 130 Koblenz— Trier. Die Züge sollen allen genannten Städten die fehlende durchgehende Detbindung untere in- ander und mit Thüringen-Sachsen verschaffen. Der Plan wird feit dem Jahre 1927 betrieben von den an der Linie gelegenen Städten unter Führung des Hessischen Verkehrsverbandes (Vorort Darmstadt) mit Unterstützung der Industrie- unb Handelskammern Frankfurt a. W.-Hanau, Gießen. Koblenz, Limburg, Siegen, Wetzlar und Kassel, sowie emet Anzahl von Verkehrs- unb wirtschaftlichen Vereinen. In technischer Hinsicht ist zu bemerken, daß die Entfernung Köln—Leipzig 506,2 Kilometer beträgt. 44.1 Kilometer tneniger als über Hagen —Kassel—Debra Die Höchststeigung ist 1:80. die verlorene Steigung 987 Meter. Die Linie übertrifft die heutige Verbindung betrieblich bedeutend, bleibt aber Hurter bet Siegener Linie nicht unwesentlich unb hinter ber Kasseler Linie sehr viel zurück. Kritik der drei pläne Um bas Urteil vorwegzunehmen, sei gesagt, daß der Plan Stegen abzulehnen ist. Die berechtigten Pläne Kassel und Gießen stehen nicht nur nicht im Gegensatz, sondern bedingen sich eher und ergänzen sich gegenseitig. Man kann zugunsten des Planes Siegen nicht anfühven, daß die Neubauten geringere Kosten erfordern, als beim Plane Kassel, beim diese Ausgabe ist unwirtschaftlich, während ben höheren Kosten des Planes Kassel ein weit größerer wirtschaftlicher Wert entspricht. Dieser Plan Erbeutet bie Lösung des Problems, denn nur er schafft bie internationale Linie erster Ordnung, welche die größte Deschleunigung des Verkehrs zugleich mit den geringsten Betriebskosten ermöglicht. Die Linie entspricht dem Erlasse des Neichs- verkehrsministers vom 13. Juli 1922 E. IV. 144, 5683 (NeichSverkehrsblatt Nr. 31 vom 25. Juli 1922), was vom Plane Siegen nicht gilt. Durch Teilstrecken und Anschlüsse dient die Linie einerNeihe anderer wicht iger 03er» kehrsbehiehungen, was der Plan Siegen nicht vermag. So erhalten Stadt und Industrie- getxiet Siegen über Welschenemiest ebenfalls die gewünschte Verbindung mit Thüringen, Sachsen. chlesien irfto., zugleich aber auch über Brilon- Altenbeken die dringend notwendige Verbindung mit Hannover, ben Hansestädten, überhaupt Nord- deutschland und ben nordischen Staaten. Das ganze westfälische unb niederrheinische Industriegebiet nimmt teil an ber Verbesserung des Verkehrs mit Thüringen, Sachsen. Schnellen usw. durch bic Teilstrecke Brilon Wald -Kassel. Die Teilstrecke Brllon Wald--Korbach wiederum ist Glied einer wichtigen Nord-Süd Verbindung vvm westfälischen Industriegebiet nach Frankfurt a. M. und Süddeutschland. Die an der Ma'm-Weser- bahn gelegenen Städte, wie Gießen, Marburg, Treysa usw. erlangen in Kassel Anschluß an den neuen West-Ost-Derkehr, zugleich aber auch bessere Verbindungen mit Berlin unb Ostdeutschland, welche die Neubaulinie Köln—Kassel für ben größten Teil ihres Verkehrsgebietes nach sich ziehen wird. Ein werterer Vorzug dieser Linie ist bie Einbeziehung der Großstädte Kassel und Halle in den West^Ostverkehr. An und für sich ist eS zur Beschleunigung des großen DurchgangS- ver^hrs oft nötig, sogar Großstädte zu umfahren. Wenn aber, wie im vorliegenden Falle, die Großstädte zugleich an ber besten Linie liegen, bann ist ihre Einbeziehung ein Gewinn. Der Verkehr des Westens mit ben an ber Linie Eisenach Leipzig liegenden Städten Thüringens unb Sachsens gestaltet sich über bie Kasseler Linie ebenfalls am besten, zumal nach Verbesserung der Werrabahn zwischen Harrn.- Münden unb Wartha. Mit dieser Auszählung sind noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft. Die einxetnen Teilstrecken der Linie Köln - Kassel erschließen zugleich in vortrefflicher Weife bic durchzogenen Gegenden Dieser Aufschluß ist ohnehin nottDenbig, unb manche Linien finb schon geplant, welche die neue Dahn ersetzt. Die ßmlen des Planes Siegen sind auch für ben Aufschluß geringwertig. Es ist möglich, bie Linie Köln Kassel in Teilst r e ck e n nach und nach zu erstellen, wenn die Bahn auf einmal nicht ausführbar ist. Allein bie mittlere Teilstrecke Welschenenne st - Brilon Wald wirb ohne mehr zu kosten als ber Plan Siegen, schon weil größere Verkehrsverbesserungen erzielen unb mehr aufschließen, als dieser Plan. Auch tann man einzelne Strecken als NotsiandSarbeit zur Beschäftigung von Erwerbslosen ausführen. Wird durch ben Plan Kassel bic Linie für den großen internationalen Durchgangsverkehr geschaffen, so entspricht ber Plan Gießen einem innerdeutschen Verkehrs- bebütfnK. Für bie Stabte Aachen unb Köln bedeutet er eine Neben Verbindung mit Leipzig. Schlesien usw, während bie Aaupt- verbindung über Kassel führt. Da bieS auch heute der Fall ist. so kann ber Plan Kassel die am Plane Gießen interessierten Stäbte nicht schädigen, wie er ihnen im Gegentelle in anderen Derkchrsbezlebungen sogar nützt. Umgekehrt kann der Plan Gießen die am Plane Kassel interessier- ten Städte nicht schäbigen, denn cs handelt sich dabei um einen Verkehr ganz anderer Art, dem die Kasieler Linie gar nicht bienen kann. Ebensowenig vermag dies die Siegener Linie. 5>cr Plan Siegen scheint heule baS große Hemmnis zu fein, welche- ben berechtigten Bestrebungen, bie in ben Plänen Kassel und Gießen sich verkörpern, im Wege steht. Es ist zu wünschen, baß die fommenten Verhandlungen in diesen Tagen eine Klarstellung bringen, damit ber Plan Siegen aufgegeben wirb unb bie Pläne Kassel unb Gießen gefördert werden. Anmerkung der Redaktion: Die vorstehenden, aus sachverständiger Feder stammenden Ausführungen geben einen erwünschten Ueberblick über die verschiedenartigen Bestrebungen zur Verbesserung des Ch West.Verkehrs tm mittleren Deutschland. Wenn man bie drei bargestellten Projekte miteinander vergleicht, so muh sich nach unserer Ansicht doch unbedingt die Erkenntnis aufdrängen, daß das Projek t Gießen, bas von allen maßgebenden Kreisen, namentlich auch von ber Provinz Oberhel en mit allem Nachdruck gefördert wird, dasjenige darstellt, das zunächst xur Verwirklichung reif ist. Mit voller Absicht ist dieser Plan so ausgestellt, bah Neubauten ber Reichsbahn nicht notwcnbig werden, allo keine hohen Kostenaufwendungen nötig machen baß vielmehr bestehenbe Strecken, b.c bisher nur langsam fahrenbe Personenzüge haben, von einem Paar durchgehender Eilzüge Trier—K.b'errz unb Köln—Siegen — vereinigt in Gießen — über Alsfeld (mit Abzweigung nach Fulda) und Hersfeld—Debra nad) Thüringen unb Sachsen befahr« werden. Diele Verbindung bringt allen an dem Projekt beteiligten Gegenden derart große Dortelle in bezug auf zeitliche unb kllometrischch Abkürzung bet Verbindung, daß es schlechtev- dings unverständlich ist, wenn dieses Projekt nicht schon in aller Kürze zur Durchführung gelangt. Jedenfalls müsien und werben sich die an der Entwicklung des ober hessischen Verkehr« interessierten Kreise nach wie vor einhellig unb vorbehaltlos für das in der Denkschrift de« Hessischen Verkehrsverbandes nieber- ael.gte Projekt eins:tzen. bas nach Lage bec Tinge diejenige Lösung darstellt, die in glücklichster Welle die Herstellung einer Durchaangs- verbinbung mit ber Wahrung mehr örtlicher DerkehrSinteressen verbindet. Gründung eines Hilcherzeuger-Verbandes des Zranksurier Mrischastsgebieis. Eigener Bericht des „Gießener Anzeigers". • Friedberg, 14. September. Die vom Klub für Landwirte, vom Hessischen Landbund und vom Reformbund der Gutshöfe heute nachmittag in den großen Saal des Hotels Trapp einbcrufcnc Versammlung, die sich mit der Milchfrage beschäftigte, erfreute sich eines sehr guten Besuchs aus ganz Oberhrffen und dem Hanauer und Gelnhäuser Bezirk. An die 400 Teilnehmer waren erschienen, darunter mehrere hessische Landtagsabgeordnete des Bauernbundes, Reicystagsabgeoroneter Lind (Jfsigheim), Vertreter der landwirtschaftlichen Behörden und Organisationen. Dr. Sauer (Bad-Nauheim), Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Reformbundes der Gutshöfe, hieß als Versammlungsleiter namens der Einberufer willkommen, besonderer Gruß gatt dem Präsidenten der Hessischen Landwirtschastskam- mer, Oekonomierat Hensel (Darmstadt), Reale« rungsrat Dr. M e y e r vom Kreisamt Friedberg, den Vertretern des Verbandes hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften, den Vertretern der Bezirksund Kreisbauernschaften, sowie den zahlreich anwesenden Prcsfeverttetern oberhessischer und Frankfurter Zeitungen. Herzlicher Dank wurde dem Refc- renten des Tages, Landwirt Breidenbach (Gädheimer Höfe bei Würzburg), übermittelt, der ein oberhefsifches Kind ist und als praktischer Landwirt bei der Drganifation der unterfränkischen Milcher zeuger mit großem Erfolge gearbeitet hat. Wenn so viele Landwirte zu der bedeutsamen Versammlung erschienen seien, so sei das ein Beweis dafür, daß in der Milchfrage schon lange etwas Durchgreifendes hätte geschehen müssen, lieberen, wohin man schaue, könne man eine beängstigende Preissteige- runa feststellen. Nur die Preise für die landwirtschaftlichen Produkte unterlägen dauernd heftigen Schwankungen, ohne daß bei einem Preisrückgang die Verbraucherschaft entsprechend profitieren würde und ohne daß dem Landwirt ein angemessener Preis gesichert fei. Zur Vorgeschichte der Verbands- gründung führte Dr. S a u e r u. a. aus: Wir haben uns in der Arbeitsgemeinschaft landwirtschaftlicher Organisationen des Rhein- Main-Gebietes die größten Sorgen über die Lage am Milchmarkt gemacht, wir waren aber uno sind fast machtlos weil die mir schwer vrganisationsfähige Mllchproduktion allzu häufig infolge einer unwirtschaftlichen Konkurrenz im Angebot auf den Markt drückt. Ein Vortell nach dem anderen wurde dem Landwirt ab gerungen, man muhte sogar erleben daß der Milcherzeuger 13 und 14 Pf., die günstiger gelegenen Bezirke nur 18 bis 21 Pf. für den Liter Milch im Laufe dieses Jahres erhielten. Immer wieder forderte man allseits den Zusammenschluß. Den Anfang haben die Genosfenschafts- und Privatmolkereien mit der Gründung der Frankfurter Liefervereinigung gemacht, die 64 Prozent der nach Frankfurt zugeleiteten Milch ersaht. Es gilt nun. die noch bestehende große Lücke Au schließen durch den Zusammenschluß der- lenigen Milcherzeuger, die unmittelbar oder mittelbar durch Sammler die Milch den Städten in unserem Wirtschaftsgebiet zuführen. Der vor Jahresfrist unternommene Versuch, die Direkt- Milchlieferanten in eine Genossenschaft zusammenzuschließen, ist gescheitert. Einen neuen Ansporn, in der Milchsragc etwas Entscheidendes zu tun. gab der In ilnterfranfen mit neuartigem Programm gegründete Milcherzeuzerverband, der trotz anfänglich gehegter Zweifel heute bereits schöne Erfolge zu verzeihen hat. Ende Mai dieses Jahres fand in Friedberg vor einem kleineren Kreise ein Vortrag über die unter* fränkische Organisation statt. Die Versammlung endete damit, daß ein achtgliedriger Gründungsausschuh eingesetzt und mit der Ausarbeitung der Satzung beauftragt wurde. In Zusammenarbeit mit zwei verdienten Vorkämpfern, nämlich Präsident Hensel und Direktor (Berg, und mit dem unterstützenden Rat von Landtagsabg. Fenchel (Ober-Hörgern) wurden die Vorbereitungen zur Gründung einer Organisation getroffen, so daß heute der Ocffentsichkeit ein fertiger Plan vvrgelegi werden konnte, der so schloß der Redner seine mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen einen Weg zur Selbsthilfe zeigen wird. Landwirt Breidenbach iGadheimerhöse bei Würzburg), Vorsitzender des 'Verbände- fränkischer Milcherzeuger hielt bann sein von lebhaftem Beifall begleitetes Referat über: ..D i e erreicht der Landwirt eine bessere Bezahlung seiner Produkte, insbesondere der Milch?" Er schilderte leb- haft die Notlage der Landwirtschaft, die einmal bedingt sei durch die starke Heranziehung zu sozialen Lasten und dann vor allem durch die völlige Ausschaltung ber Erzeuger bei der Preisbildung. ES müsse etwa- unternommen werden, um bie Landwirtschaft aus dieser Notlage her- auszuführen. Wenn b'.c Regierung nicht Helse müfie die Bauernschaft nach dem Vorbikd anderer Berufsstände zur Selbsthilfe fchreiten. vor allem durch entsprechende Organisationen Einfluß au* die Preisgestaltung zu gewinnen suchen. DaS fei nicht mit Jebem Produkt leicht möglich. Am leichtesten könne der Anfang mit der Milch gemacht werden, da für sie eine größere Einfuhr auS dem Auslande nicht in Frage komme. Es dürfe nicht heißen: »Soviel darfst bu nehmen!", sondern Die Preisbildung müsse auf Grund der Gestehungskosten berechnet werden. Heute biete man dem Landwirt ohne Beachtung der Gestehungskosten Spottpreise für seine Produkte, bie aber an den Verbraucher recht teuer weiter- verschachert würden. In ilnterfranfen, wo man tellwelle eine Spanne bis zu 100 Prozent zwischen dem Erzeuger- unb Verkaufspreis ffit Milch gehabt habe, fei durch den Zusammenschluß für die Mitglieder des Verbandes heute schon ein MHrverdienst von 200 000 Wk. herauSgeholt worden. Es komme nicht darauf an, daß der einzelne für sich einen höheren Preis erziele, sondern die allgemeine Krmiunktur gehoben würde. Deshalb sei bie Gründung eine# Verbände- nötig, dessen Satzung sich jeder einzelne zugunsten der Allgemeinheit fügen müsse. Durch den Zusammenschluß werde es für die Landwirtschaft erst möglich, durch ihre Führer erfolgreich mit dem Handel unb dem Konsum zu verhandeln: auch städttsche Unternehmungen, wie bk sog Milch- Höfe in Mannheim unb Nürnberg, müßten ihre Macht nat. 'Setegcnl- Ir.' Srmittlutt en der sofort i«rftär^gtrr. Hannover chen K ., mal- Polizei bobm setzt ergeb-n. daß ter Feltacnaw- r.tne in ^artrore: ein elektro'eKnilche- Ge'chLlt betreibt, in dem er mit feinem Bruder unb bett trelt.rrn y, 5R Dr 2 Klein. 2 ‘. abßerufen. Mst Kranzspenden earei herzlichsten Dank. 82130 822SD Billige Helgolandreise frefipet. MODE Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschciden unseres lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Süddeutsche Möbel - Industrie Gebr.Trefzger.G.m.b.H^Ra statt Die trauernden Hinterbliebenen: Carl Vogt und Frau Eduard Klinkei und Familie. Grabe, den Vereinen, sowie für die zahlreichen •n wir auf diesem Wege unseren Gießen. Löwenftasse 34. den 15. September 1928. Die Beerdigung findet Montag, den 17. September, nachmittags 2 Uhr. aut dem Neuen Friedhof statt Marie Arnold geb. Häuser nebst Angehörigen. Leihgestern, den 15. September 1928. mit SonderxoK ab Mannheim über Gießen nach Bremen. Bremerhaven, mit Lloyd-Turbinen- schnelldampfer ..Holend“ nach Ilel aal DRUCKSACHEN I aller Art liefert die BrOhi ecne Dreckere i ■■■■■■■■ Heute nachmittag 3*. Uhr entschlief samt nach langem, schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere Hebe Schwester. Gote. Schwaflerin und Tante Frau Karoline Luh geb. Keßler im 52. Lebensjahr. In tiefem Schmerz: Philipp Luh, Straßenaufseher nebst .Angehörigen. Gießen, den 14. September 1928. ”* Die Trauerfeier vor der Einäscherunfl findet am Montag. 17. Sept, nachmittags l1/, Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Verschiedenes] Btincht Cie lanleli- icitli Inxilaiul Chauffeur Lt Favre atL qflcnt- her KuromodiUchlol- (er. i^abreiftbem «laste 3-3b. führt | fln$bilf$fat?rten au? Lchr.Aoaeb. u. rW!Öf> an a. Jfiru. ! 25000 015 30000 511. al» erste ^ovoihek gesucht. 'djt. Antzebore trat, i i. 1.75, 100 solcher Stauden M. 2JA y» standen M. 4 — Ansnahweprslse 16r EribeerpHauxsi: Die an der bpitze der ganzen Erdbeerkwtur stehenden Elitesorten .Steirer*. .Königin Luise*. Ju- cunda*. .Madame Lefebre", „Elefant", . Ma da meMoutote.Tafelerd beeren ersten Kan ces, M assen trauer von enormer Fruchtbarkeit 1OJ Pfla-izen Mk. 2, l'XKJ Pflanzen M. 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September (928 Wandern und weisen • Bäder und Sommerfrischen. Fahrt auf Öen Wendelstein. Cin Reiseziel für den Herbst. Don Hermann Greffiecker. "Denn inan von München au» eine 3eUlang am De birg? entlang gefahren ist, ohne ihm eigentlich n h.zukommen. wenn fich die Bahn dann -- bet Raten heim - endlich entschließt, den Aurfl ganx nrch L >M1 gen Au hm zu n?bnun, dann bereitet du« Oebirg* den Reifenden einen festlichen Gmpfarg Den breitet ea leine Arme in die grüne ®M te hinein aut. 3n ieder Hand hält et. Die ein l«xf?nM» Dastg?lchenk, ein buntleuchlendet Lchlost. Und in der Mitte flattert, wie ein Wimpel, bat filbeme Band bet 3 n n dem Fremden entg gen. Dem Wen del ft ein. auf der rechten Sette, hat die Natur liier gleichsam das 2ml einet Wächters zuerteilt. Ur liebt nicht fo unheimlich und drohend aus wie tue Aelsglganten, tne etwas weiter li g n, e htt fich Fn'pe. Jugendlichkeit und eine g wisse gewinnende Freundlichkeit bewahrt, wie lie zu einem guten P'ö.tner paffen. Wie in einer Vag:. HU ec sich hinter zwei Bord rg.n zur Seit? nieMtgclaVcn und nun von Mehr 2cg; aus acht auf das. was txi unten im 3nntal vor fich geht Um -um WenMlstein zu g?Ianqen, Mrläfit man bei dem reizenden. Heinen Ort Brannen- bürg die Bohr. Aber man braucht nicht zu Füll zug h n. laum zehn Schritte ent,ernt waltet schon der Zug der Wendelfteinbchn mit blanken W gm. die fo schlank und elegant sind, daft man ihnen kaum die Araft zutrauen möchte, einen 1840 Meter hohen Berg zu bezwingen. Mitten durch blüb?nM ®ärten g.ht die Auf- sahrt zunächst leicht be a in. Hell liegen zu beiden Veiten des Schienensi.angeS die saftig-grünen Matten, dun Irr steigm d.hinter die Wälder an. — Cnng'ainer wird die Fahrt, stärker die Vteigung. leinen Augenblick halten wir tnpe. Mit einem leichten Ruck greift der Motor in Mc Zahnradschiene, an der fich der Zug nun den Keilen Berg hinanzieht Die Landschaft wandelt fich von Idyllischen ins Romantische. Cng? Seitentäler müssen wir mit den Bächen teilen, Mc uns entgegenspringen. Tiefer und tiefer sinken hinter uns, unter uns bic letzten .Häuser und Gärten zurück. Geschickt schlängelt sich Mc Bahn höher empor. 3mmer drohender werden Me Formen der Felsen, finsterer die Wälder, über die wir leicht hinweggleiten. stürmischci brausen an uns Me Bäche vorbei. Rückwärts — durch die Fenster des Wagens — sehen wir tief unten, in das Grün seiner Wiesen und Gärten gebettet, das Dör,chvn Brannenburg mit fr'tncn wciftrottn Häusern und seiner f(Manien Airche. Dahinter g itzert der 3nn und weiter nördlich der glatte Spiegel MS LhiemseeS. Auf der Orntteralm hält die Bahn ein wenig hme. um dann dm steilsten Teil der Strecke zu befahren. Sic klettert schräg an der Steinwand des Svien. deS letzt m höchsten BorbergS, hinauf, um bann die Schlucht, die den Wendelstein vom Soien trennt, dem Gipfel nah?zukommen. Der Zug kriecht durch schwere Betongewölbe. Mc ibn vor Lawinen und Steinschlag schützen und Deren Boaenösfnungen den Ausblick nach der rechten Seite, wo sich ein tiefer Abgrund auftut. für Momenie einrahmen. Roch sechs Tunnels sind au palhcrcn. Me mitten durch die Felsenmassen hindurchsühren, und da- letzte Stück Weg erzwingen. Zwischendurch bietet sich ein paarmal freier Ausblick nach Süden in daS grandiose Gewirr von Graten, Schluchten und Gipfeln. — noch einmal fahren wir in Me Fellen hinein —. dann empfängt unS dtGlpfel- dahnhof. Die Höhe und Onge des Ortes bot zu wenig Platz, und so muhte man ihn ins Innere des Gipfclinas ivS verlegen. Die Station mutet an wie ein Berliner ober Hamburger Untergrundbahn hol. und genau wie dort führt unS ein unterirdischer Gang inS Freie. Weit überblickt man daS herrliche GedirgS- Panorama. Wer bei bei veralahrt. die rund p/4 Stunde dauert. Appeiit bekommen hat, sucht sich einen Fensterplatz im Speisesaal deS komfortablen Berghoteis. das ganz den Sharokter einer eleganten grohstädtischen Gaststätte trägt. Wie man einem AtnM Me Lösung eines Rätsels od.r ein Spul nur soweit vormacht, dah es noch selastärtl, tie letzten Reize enid-cken kann, so bat bie Bahn uns den Elou des Ganzen, bi? Besteigung des eigentlichen Wendel st nngipsels. selbst überfallen. In einer knappen Titel; IftunM fuhrt ter Zickzockweg an den letzten Fellen hinauf, sorgfältig mit Geländern rer cb.-n und gesichert. Hier aus der höchsten Vkitze. über 18X) Meter hoch, ist Me Fernlicht namea lich im Spätsommer und Herbst üderwalngend schön Prach'vvll leuchte. von dvei Sei en bas Gebirge und von der merten die Ebene des Bayerischen Hochlandes mit ihren Dörfern und Seen beraaf. Fast senkrecht liegt unten Bayerisch-«!! Bunt glanzt es auf dem grünen Grunde des Talkessels In der Feme zersplittern die Eisfelder und Spitzen der H v ch a 1 p e n von Ost bis West den Horizont. Ich gehöre nicht zu den Leuten, Me sich nun zanken und ereifern, ob das da brühen der G o g'.ockner ober Grohvenedioer ist und ob lener Gip ei im Westen tatsächlich der Iugfritze g.bört. Wenn irgendwo. so tft hier der Ramc Schall und Rauch Be: der Rückkch'- zum Berghcstel muh man noch Mc we.be zierliche Aapelle di? lich weit auf eine Alippe über den Abgrund vvrgewagt hat. betrachten Gs ist die höchstgelegene Airche Deutschlands. Rach kurzer Rast g ht's dann wieder hinab ins Tal. Der Sch.'el.,ug nach München nimmt uns auf. Italienische Lust noch In leinen Abteilen. In fernen Fenstern Hit sich vor wenigen Stunden noch der südliche Himmel gespiegelt. Und während wir flink der bavertfchen Hauptstadt zull reden, verdämmert der Wendelstein hinter uns im Abendnebel .. Von Marburg zur Lahnquelle. Don Wolter Schweier. 3a. da war ich wieder in der lieben Stadt. Treppauf und treppa- gingS. sträftchenhin und gähch.nhcr. über he langes Pflaster und glatte steile Zuhweg.' in all der Schönheit und Traulichkeit der a.ten Siedlung, die sich Io fein ihre Ruhe vor Mn rasenden Benzinung.heuern der Rcitzcit zu bewahren weih und die Mannigfaltigkeit ihrer prächtigen Bauwerke und d:e schöne Buntheit und Frische ihrer Studenten und Mädchen. Wer einmal durch das bunte Treiben Marburgs gegangen ist und vom Schlos e hinabgesehen hat ins weite Tal der Lahn und in bas Auf und Rieder der Dächer und Türme und Mauern und Straften und Gaf en und Treppen und Stege und auch einen Dlid in die A rchen getan Hal und am Grabmal d r hei igen Sii adelh stand, der wird das nie verzel en und es nicht einmal bedauern, wenn er hörte, daft daS Pulver noch nicht crlunb-n mir-, Im Tal ter Lahn fuhr ich bann langsam zur Höhe, das Herz noch voll von der Schönheit der alten Stadt und von der lieben Stunde im Heime Meister Bantzers, des Ehrendoktors der Ünioenttät und d.rühntten MalerS der Schwäl- mer und Schwälmcrinne.i. Heber der Lahn lag dann Goftfelden, wo Meister Hbde.ohde zu Hause war und jetzt der Schmerz noch wohnt über sein S frühes Scheiden. Weiter und weiter gehtS rch Felder und Wiesen hinein in daS Wald- kuppengebiet der oberen Lahn. Mc auch jetzt nach der langen Fahrt noch immer in ganz stattlicher Breite ihren Weg zieht. Auch in LaaSphe vermag man noch nicht über sie hinwegzuspringen. Beim Wittgensteinschen Schlo'fe wende ich mich gen Westen und wandre bald hoch über der Lahn durch Buchen- und Eichen-Riederwald, durch blühende Ginsterhänge, immer auf einsamen Wegen. Mr Lahnqueue zu. Immer hvchgebirgs- ahnlicher wird es um mich. Abgestorbene Baumstümpfe. Wild'uttcrplätzc unter hohen, tiefästigen Fichten, abgegatterte Weideflächen, HeiMl- Mer- und Hcidekrautgestrüpp am Wegrand. Bar- füftige Grasschn. ider und Drasschneiderinnen an den steilen Waldwielenhängen; Fingerhutkvlo- nien neben mir. und Arnika. In der Feme BiehMrMn und über mir weifte Wolkenberge und blauer Himmel. Der Wind orgelt in den hohen Fichten, und der Specht klopft in den allen Sichen. Da und dort Rehe, die vertraut den Wandersmann anäugen, und hoch über den Baumwipfeln das ruhige Areifen des Bussards. Jetzt bin ich im Tal der Ilse, einer Schwester der Lahn, und wandre in den Abend hinein beim Murmeln Ms Baches, beim Flöten der Amsel und dem Ruf des AuckuckS. Aein Mensch ist mehr zu sehen schon seit Stunden. Rur Mc Stille der blumigen Waldwie'en ist um mich. Immer kleiner wird der Bach und immer seltener daS Bogel- lied. Gin Aind kann schon daS Wafser Über- Ihringen und noch immer bin ich nicht auf der Höhe. Ich sehe, wie sich daS Tälchen noch weit vor mir im Walde dahinzieht rechts und link«, hin und her. in beneidenswerter Gemächlichkeit. Al» ich ein wenig vom Gehen ruhe, sehe ich eine schwarze Wcgschnecke m.in.n Pfad kreuzen. Run bin ich neug.cr g. zu er a-r.n. w.e lange lie wohl brauchen mag. um d c Strafte zu überqueren. nehme meine Sackuhr in Mc Hand und mahne mein Ungeduld! es Städterh rz z ir Ru.c Zwet Zentimeter weit kommt sie in einer halben Minute. Al.o gar nicht einmal so langsam! Ich beobachte weiter. In vier Minuten bat sie einen sechzehn Zentimeter langen Weg gemacht, und wäre der Abend nicht so nah? gewesen und hätte ich Lust gehabt. Im Walde zu schlafen, dann hätte ich gewartet, bis das Schnccklein über dem Wege gewesen wäre. 3a. wer so sein Hau» auf dem Buckel haben kann! Aber e» war doch gut dah ich mein Herz zur Ruhe gezwungen hatte, denn gerade will ich weitergehen. da höre ich Rasch In am nahen Derghang. Ich schaue empor und sehe zu meiner Freude ein Reh herab.ommen. de n dicht auf den Läusen ein erst wenige Tage alte3 Aizchen folgt. Ab und zu wirft die Alte den Aobf auf und schreckt, dann äst sie ruhig weiter und beleckt dann und wann zärtlich das unbeholfen dahin- tappende Junge. Jetzt sind die Zwei nur noch fünf oder sechs Schritte von mir entfernt. Sine Weide steht zwischen unS. deckt mich zur Rot, aber der Wind von dem Wandersmann steht der Alten doch schon eine gute Weile im Riecher. Und immer wieder schreckt das Reh. Run geht - durch den Bach Die Mutter voran und daS Junge so keck hinterdrein, als sei eS die Wasserreife seit Jahren gewohnt. Jetzt stehe ich gant frei Aber Me Alte hat sich talwärts gewandt und kann mich nun nicht eräugen. DaS Actzchen nur äugt auf mich hin. verrät aber mit keiner Miene, dah es mich gesehen hat. Dann sind Me Zwei im Walde verschwunden. Halb fünf Uhr des RachmittagS war s. al» ich von LaaSphe fortging. Und um halb neun Uhr stand ich am Forfthau» auf der Höhe, in Mrflen Adler die Lahn zum Leben erwacht. Bon zwei (nurrißen Dachshunden und einem manierlicheren groben Langhaarigen ward ich am niedrigen Holzto» empfangen und in der Haustür dann freundlich von dem Mädel de» Förster», daS mir verspricht, mich am nächsten Tage in aller Frühe — cs fei schon um vier Uhr M» Morgen» bei Mr Arbeit — zur Wiege der Lahn und zu Mm, was mit Hellen Augen drinnen liege, zu führen. Jetzt sei e» schon zu dunkel im Adler. Da» hat daS Waldkino am andern Morgen nach einer guten Rächt im Lahn Hof auch getan und dann hat Mr Wanderer, von den ersten Sonnenstrahlen umfangen von der höchsten Auppe M» Lahnqudlgebietes. vom Iagdberg, lange hinabgefchen in» schöne Waldtal der Lahn und in Me unübersehbaren grünen Wellen der Wald- höhen ringSum bl8 hinüber zum Rhein und inS märchenblau herübergrüftenM Hinterland. Rach unzählbarem Bergauf und Bergab durch Buchen-, Eichen- und Fichtenwälder üMr weile WiefengrünM. durch freundliche Dörfer mit ihrem lauberm. bellbun’len Fachwerk und Mn schönen Araftmuftcm Im Saltocipuü Mr <*0,’il4xn'e aer — tMldxll-a4) mit Liner tun dachwen A rche kam zuerst, dann das spitztüm.lge Gladenbach nun wieder über d üMnM (?l Lurbin •<. durch Heidekraut und die Blumen Mr einsamen WeiMp.a: e auf Mn Höhen war ich Mm Ladntal wi der nah«. Ich wollic im BicM I v t ■ en c n n all n Freund meines Elt.rnHauses, d.» ictzien For ihau es an Mr Lahn, au'luchen. um ihm zu tagen daft ich gerade vom ersten Ms lielen Heimat mf e > komme. ?.ler ich wuftt; nicht mehr, wo Mr Grünrock jetzt Lin Revier hat. und kein Mensch unt rire,i4 formte es nur verraten. Wie ich nun vor Mm letz en Da bbuJel vor Bi Mn oyf m Inen ”ud- fack ins Gras werfe unb mich dazu, weil ich n.üM war unb hungrig und durstig, unb e» M'.ttagS'eit war und Mr Bach na e da kommt ein Förster Mn Bergweg ft rav. „ er u trb noch gefragt, und bann i't Schlaft ml! Mr Sucher l " baitu ich und lagt? mein Svrüchlein Mr von tem vor fün'dnb'tnar ig Jahren von Mr Lo'mmun- dung in» Rcich ihrer Quelle gerat n?n A ar cr- bart. Und liehe da! Aaum Ist 'er Rome heran», da lacht Mr Jägersmann, sagt, daft er Mn anderen gut kenne und b?schr idt mtr b n W g zu ihm. Mr alx't auf Mr anderen Seite Mr Lahn Hege und tlel in bie WälMr führ? Aul einen Marsch von gut acht StunMn müftte Ich bann aber noch rechnen. In Mr schönen Ci enstadt ab r lief mir der gute Postwagen in Mn Wei unb nahm mich zwi ' m Bauern unb Bäuerinnen. Jägern HunM- und Fl ntenläu en mit in» ®Mrtal und inl Betten- Mrgische. Und so war ich nach einem Ne n Marsch noch vor Mm Dunk-1 vtMn Im Il.Mn Hcim des alten Freunde» m ines Glterndause» und erzäh'te vom Marfch zur Lahnquelle, die er leibst noch nicht gesehen hatte. Reisewinke. Hrrdst auf Westerland Menn bie BinneIsländer wüftten. wie schön es im Herbst auf den nord r.esischen Inseln ist Io toürMn alle jene, bie nicht den lauten Berlcbr unb die vielen Tktgnügungen Mr Hau'.ükur ,.t mit ihrer Crb»[ung8rcif« verbinden, sicherlich vorziehen. im Herbst die Insel StzU zu besuchen. Die 2ker>-e haben immer wieder daraus b>n- gewie'en daft Mr Herbstausenlhalt an der Tinrb- ‘ tunjea IdyUtem« HObeewuldkt«. 00 Betten. 2 Kerrta. .SchweMeropflet« . Aerztlicher Leiter: Dr. ned. Fr. «»t» — - Dobel Höhenluftkurort Im wttrtlemb. Mchwarawnld. 720m ü. d. >L zudechen Wildbad n. Baden Baden, in schöner, ruhlircr Lage, fnmliten herrl. T annenhochwalcL mit prlchL Fern siebt. Heilkr. Gebirgiküma. bea. geeignet k. lervbst, Hera-, llirea- a. Ailhealel4ea“ 18,45 btt 19,15: „Der Kamps gegen den Rückkoppler". Dottrag von H. Decker. 1915 bis 19,30: Senckenberg-Viertelstunde. 19,30 btt 19,45. Französische Ltteraturproben 19,45 btt 20J5: Französischer Sprachunterricht. 20,15: Bunter Abend. Donnerstag. 20. September. 13.30 bis 14,30: Mlltagslonzett des Rundfunkorchesters 15.05 bis 15,35: Stunde der Juaend: 15.55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16L5 bis 18.05: Reue Tanzmusik. 18,10 btt 18,30: Lesestunbe. 18,30 bis 18.45: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund: Anlage von Erdoeer» beeten', Vortrag von Dattcnin^enLcur Karl Hinze. 18,45 biS 19,15: Don Kassel: .Johrnn Sebastian Bachs Leben und Werk", Vortrag von Prof. Dr. Schumann von der Ving-Akaoemie QScriin anläßlich des 16. deutschen Vachs 19.15 bis 19,45: Schachstunde. 20,15 bis 21.15: Sinfonie-Konzert. 21,15 btt 22,15. Theodor Sontanc, zum Gedächtnis der 30. Wiederkehr feine« Todestages. Anschlieherrd: Spätkonzett Freitag. 21. September. 13 btt 14 ed; aUsUUta-KrwÄtL Märsche und Walzer. 15,05 btt 15,35: Jugendstunde. 1555 btt 16,05: Aaittfrauentnenfi. 16,05 bi- 1Z.05: Haussrauen-Aachmtttag. 17.05 bi« 18.05. Von Stuttgart; Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 btt 1830: Lefestunde. 18,30 btt 19 Stunks des Eüdwestdeutschen Rodio-Elub^. 19 btt 19L0: Zwanzig Olitnuten Fortschritt in Wilsealchaft und Technik. 19.20 bis 19.30: Mm-Wochenschau. 19,30 btt 21: Dom Großen jdtfoal d-r Stadthalle Kastel: Kc-ntat^n-Ab.-nb anlL,l.ch des,16.^deutschen Bachfeste«. 21 btt 22 Englische Musik. Samstag. 22. September. 12,15 btt 12.45: Schul uni Musck. 13 btt 14: Echattplatten-Kon^rr: Bottstümlrche Musik. 15,05 bis 1535: Stunde der Jugend 15,55 btt 16,05: Hausfrauendienst. 16.35 btt 18,05: Konzert des Rundfunkorchester« 1810 btt 18,30: Leseftunde. 18 30 btt 18,45. Briefkasten 18,45 bis 19,15: Esperanto-Unterricht. 19.15 btt 19,45: Stenographischer Fortbildungrlursus. 19,45 bis 20,15: ,Das Theaicr und klne Besucher ", Dottrao von Hems Meißner. Direktor des Franllurier Künstler-Theaters 20.15: Tie Strafsache gegen Pan- nicke. ein Hörspiel. Anschließend bi« 0.30: San^- mustk. Lprcchstundeu der Medaklion 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen. Mnieige nauf träg- find lediglich an die Geschäftsstelle jo richten. Lindener Waschsamt-Reste :zer 2 • .... Sellertweg »S NeueGä sefedern Cafe Leib n>tt o ö Gan) ocruelL mti ootlen Tounrn. boepfit fleirtnint bene L-ual 3.54».nur fL .Gebern i^albbaun.i Tenn 6.75, cb« ■'« T-aun. 7.ne. flciein. (tenfi. .icbern m.Toun 4.— u 5. —.botbprim 5.7.'». nUet- trinke 7.50, la VUUbaun. V — nnö 10,50. ihrtma Inunenbctt o 4*.— an. »Vfir reelle iiaubtr tSate Moroni Verl. qeg.«a\ Bcknnutuurckumg. Die durch Beschiutz bet €tabteerort>- nceen lkrlammUine uom 3b. öepiember l'Jt? Dorprrwmmcnc flenberunq ber Sau- sluchUune ün tieü)fleflerner ®«g. und 3a»ar bic Serrhiperung der Sorgarteirtiefe im XVtbfldtemrt Weg zwischen Rodchohl und der Strotze „An der Barte*. »e®t iXbrnnenfirafie, ift oon dem Heimchen *JÄtni(ter des Innern durch Srrfugung nom 20. Huguft 1928 zu *Rr. M. d. 1.32 7»' genehmigt worden. 8219V Der vlan tonn beim städtischen -')od> bouaml jederzeit eingesehen werden. Kietzen. den U. September 1928. Der Dberbüreermeifler. 3. S. Dr. S) a m m.__ 'Bctauiihiinrliiinq. Mm Dienstag, dem 18. September, und Mittwoch, dem 19. September 1928, jedesmal von 1 Uhr mittag» an, werden eine grofcc Unzahl, zum Teil noch lehr gut erhaltener, aus Tlachtdften herruhrender Gegenstände, wie Möbel, Kleidungsstücke, Wäsche, Küchengeräte und dgl. mehr, östemlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. 8192D Die Versteigerung finbet statt am ersten läge Im Hase de» Stadthauses, Garten ftrafjr 2, und am zweiten lagt Im Hase de» städtischen haspilal», Aslcrwcg 25. Gietzen, den 12. September 1928. Der Oberbürgermeister: __(Wahlsahrtsamt). Bkiniiiitmittiiiug. Dicnatog. den 18. September 1928 finbet Lindvieh- (UuGvietz.) Marti statt: sämtliches Sieb wird gegen Raul- i-nd 5Nauenseuchr schutzgeimptt. Bustriedsizett am Ttarfttogc van 7 bis 9 Uhr cor- mittags. 82098 Der für Mittwoch, den 19. September lltih, oargeschen. ^chweinfmarkt find« am 10. Oktober 1928 statt Dietzen, den 15. September 1028. Der Oberbürgermeister. 3. B. . Ä11 n g | p o r. Man drückt das Wäschestück in kalter Persil* lauge leicht aus und spült gleichfalls in kaltem Wasser, dem man zur Auffrischung der Farben etwas Küchenessig beigibt Den zarten Jonen /Kunstseiden er Sachen gibt Persil neue /rische und neuen (jlanz/ So einfach ist das Wasdien! vorfOhbuno fetun d hrit lieber, rhythmischer künstlertscher Gymnastik S y ■ t • m .Oiberle* tooBLL! PLETZ Dipl. Gy mnastik lehre rin. Unt Mit wirk, von Inge Lanfe- mik.TrudlVogt u.U Skchriplet u«u Am Klarier Hella Maternua. Bade - Einrichtungen kauft man am besten bei Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 Bequeme Teiiaahlwneen Viele »efereneen Brennholz Anmachholz Sagemehl zum Räuchern .<*D Jul. Wellhöser lernfarecher 743. Graue Haare! ! . JJU J- — W--- •-----------------TT------------- py Sperrholz ” * in iltche-Gadaon u. flirirr 3-23rnm • Breuer und Dielen aller Giärken. !••• Ichwedifche und baoertiche Habel- e£ . • breiter. €vattrrlattrn. oichen- u. 8,22 Buchen- Zchmuwaren lirlrrn in B” we allen Starken i„,0 tsis trogen Mn & Go.. Gietzei siil Trtrvban 140. Lette* ii alles Stirbea preepi lleterbar Persil bleibt Persil! KyffhAuser-Technikum | Frankenhausen. SÄu4b“t| RchwKb-B.Bierketiomt. Aelt tür Manch - o ■ Seederiht f. Itede. e. Fleftreb Prima Düngekalk ab Patter und frei BerwendunadfteUe. iMtenleun- Schule Neschi*M0« denen, wenn auch noch n cht abfoiut gesicherten Wüte de« Lande« geführt. Heute te Herausschneidung Pvm- mercllcn« aus Deutschland, die in Dersaillc« hauptsächlich aus negativen Beweggründen vorgenommen wurde, sollte der AuSoau der .pol- nischen Küste" nun auch positiv rechtfertigen. Ferner spielte Polens Danziger Politik mit. Wett entfernt, auf da« Ziel emer polnischen Durchdringung und stufenweise fortschreitenden linier* wersung der Freien Stadt zu vernichten, wollte man vor ihre Tore einen Konkurrenzhafen setzen, um diesen, unterstützt durch Waftnahmen der Verkehr« - und Tarifpolttlk. al« Druckmittel zu benutzen Endlich aber macht sich da« rege polnische P restigebedürf nis geltend. Nennt doch z. D. da« Organ der .Polnischen Liga für Fluft- unb See-Schis fahrt"' den 7. Gedenttag der Besitzergreifung de« Küstenstreisens nicht mehr und nicht weniger al« den .siebenten Iahres- taa unser« « dominium maris“. Äunum, Hafenbau und Seeverkehr wurden etne Sache volitis cher Zielsetzung und nationalen Ehrgeizes Beide Motive konnten ihre Wirkung nicht verfehlen. Der entscheidende Schritt war die Liquidierung verfehlter Bauoersuche in eigener technischer Regie und — nach Bildung eine« alfl Unternehmer fungierenden Konsortium-, an welchem der polnische Fiskus einerseits, die französischen Firmen Societe des Tonstructtons de Datignolles, Schnei- der-Trcuzot und Heriern beteiligt waren — der Abschluh eine- Werkvertrags mit der Firma Hojgaard & Schultz A. 6.. Kopenhagen Diese übernahm die Planung und Ausführung der technischen Hafenbauarbeiten in Gdingen Gdingen (polnisch Gdynia) liegt am Eingang jenes baff artigen tiefen Winkels im Nordwesten der Danziger Bucht, den man Putziger Wlet nennt. Er wird durch dte südostwärts vorsprin- heimnis indischer Wälder, durch das ich in wachsender Ergriffenheit schritt. Aber nun. in lichten Tempel tretend, schlug mir kochend helft« Luft entgegen. und auf stillen dunklen Wa'sern breitete sich da« märchenhafte Leben der Nymphaen aus. Hingerissen vor den keusch geschlossenen Lotosblumen stehend, wuchs nur au« der Erinnerung Mondlicht am Ganges, wo dies« nächtlich Blühenden sich mir entschleiert hatten auf beglänzter Flut. Aber nicht sie traten Herrscher in diesem Hause. Mitten zwischen den zu giganttfchen Schalen geweiteten Blättern hob sich ein blasses Haupt: dte Victoria regia. Heute früh war sie weih au« der Knosp« gebrochen. Aber nun. langsam Blatt um Blatt lotend, begann sie sich rosig zu färben, wie durchglüht vom Feuer ihres Lebens- wi.lens wie entflammt von ihrem kurzen Tag. Zw«: Ihrer schlanken Blütenblätter erst hatte sie fünft nach auften und abwärts gebogen Aber al« ich nach zwei Stunden wieder vor chr stand, war ste schon hall» erschlossen und tiefer noch glühte aus dem Blütenmund ein zartes Rot. Heute abend, wenn alles um ste sich zur Ruh« anschickt, wird sie voll erwacht sein, und wenn die Nacht über dem verlassenen Garten steht, w.rd sie in der verschwiegenen Schwül« ihres gläsernen Schlo'ses ihr königliche«, ach. fo kurzes Leben Hüben. Zn welche tiefste Deheunnllf« der Geburt Htckte ich da, welch ein Mysterium, über den Sternen erdacht enchüllt« sich mir in dienern zarten Werden? Wie durften Augen, die all« Unreinheit menschlichen Lebens kennen, in solch keusche« Mirakel blicken? Aber <4 vernichtete einen nicht, es hob hoch au# n.«derer Begrenzung als rei- n.gen de Macht der göttlichen. Räl'ei. vor denen Welt und Ich versmkt: im Anfang war das Wort, und die« Erblühen teinc erst« Schöpfungs- tat! Liter Wunder voll und lehr ergr.f’en entwich ich aus 'Duft und Schwüle m die strenger« Luft des Gartens, ilnb auf einer einsamen Bank mitten in der Flora japanischer Bergwälber rastend, schied ein reine« und vollkommene« Gluck mich für Stunden vom gewohnten Leben des Tages. Ein Keiner Bogel, zutraulich und ohne jenen Itegwohn der .Kreatur, der für den Meschen ft» belastend ist. setzte fid> vor meine Fähe und begann mit «ehr viel jugendlichem Fürwitz mich zu betrachten. Bald genügte 'hm der Beobachtung^pvsten da unten nicht mehr, er flattert« auf die Bank und mit fleinen, seillichen und sehr forschen Schr.ttchen begann er sich mir zu nähern, er barst vor Neugierde. Aus« lächerlich,^: erinnerte er an gewisse siebzehnjährige Bürschchen, die mit gut einstudierten Sebemann*- allüncn auf Abenteuer ausgehen. Aber plötzlich rauschten kleine Flügel, und auf dem Kies de« Deges saft Mutter Fink, mit einem Würmchen im Schnabel, und augenblicklich ging mit dem jungen Lebemann eine erstaunliche Veränderung vor: er. eben noch so forsch und sürwitzig. wurde mit eins zur hil! losen Feder- kugel: die Flügel kläglich gespreizt, das Gefieder zitternd gesträubt, rrft er einen Schnabel auf. der gar nicht mehr enden wollte, einen Schlund, wahrhaftig gröfter als da« ganze, winzige Geschöpf ber lebendig gewordene Hunger und dazu stieh er recht armselige klein? Shree au«. Aber die Mama, mich vorsichtig beäugend, kam näher, kam auf die Bank, verfen'.te mit grober Behutsamkeit daS arme Würmchen in dielen Krater und flog zu neuer Nahrungssuche für die« grobe, faule Kind davon. Das wurde augenblicklich wieder zum jungen Herrn. Sein Gefteder. eben noch lächerlicher $Iaum. wurde wieder glatt und bunt, feine Allüren gewannen den alten Schick und frech und untemehmungsluftig rückte er mir näher. Er riskierte mit der ilnvernunft der Iugend seine ganze Etistenz. um nur ein einziges Mal an meinem Kleid zu zupfen er muhte es tim um »eben Preis, und er tat«! Er rift kurz und heftig bar an und rettete sich sogleich durch einen kleinen Seitensprung, aber dann eine Handbreit von mir entfernt auf der Bank fttzend. fah er. schiefen Köpfchens, mit so viel frecher Befriedigung zu mir auf. dab er mir wirklich zu imponieren begann. Aber schon kam die Mama wieder, und aus dem frechen Iungen wurde augenblicks eine Inkarnation ber Hilflosigkeit. Er war ein vollendeter Schauspieler Mit einem wahrhaft holden Vertrauen fütterte diefc kleine Mutter Io nahe bei mir ihr Kindchen. Man sah gerührt und ein wenig belchäutt zu: denn was haft nun hier vor diesem einfachen Bild« der Natur alles mühsam errungene Ahnen um Well und Gott ' Es langte noch nicht einmal dazu, diesen kleinen gelben Schnabel zu füllen. Aber es tat gut. dieses Kleinwerden vor sich selbst, man wurde recht zum Kind der warmen Mutter Erde und das Leben sah sich leicht und freundlich an. en- len- 1926 188.5 104.3 851.9 1750.3 1927 217.9 205.7 1(90.7 1925 7.9 0.5 219,0 233.1 nach Finnland . Norwegen , Dänemark . Schweden Naturgemäb ging nur der geringere Teil dieser AuSfuhrsteigerung über Gdingen, dessen Einrichtungen ja noch recht primitiv und ungenügend waren. Aber dieser Ausfuhrimpuls wurde doch al« Hebel der Entwicklung auch des neuen Hafens angefetzt Die Gefamtausfuhr übet tende nehrun^ c-.ih al ich« Halbintel Heia hon ber offenen See g«ichi G^ind Ichlamm'.?. dazu ue- hen vom F< l nd zur H l^?ckei Hcla mehrere L«r> barren ic Barre mn chen K uftteid und Rewa kann tx- Rordwesttoinben ü recken weif« log ar trocken lallen. Aber vor Gdingen l»ht es beOet betm! KXX) Meter vom Ufer f t die Wafterttese tMvrtcbr b'.« an lN7 K. i? heran zubringen bedutt te und bedarf «s frei rch ausgiebiger Baggerarbeiten E.n 7!ack)te>l in der Grunbanlaae. der fich au< d Dauer noch nZehr geltend machen und zu organifatvn'chen Abänderungen zwingen wird. rft. daft man an dernfelden Ort z u olderlei auf eii* mal unternommen Hal Einen toärte ch Steinberg (Äamtenna Goraf zu. richtet« ftch das Badeleben ein. nordwäns. gegen Orhöft polnifch Ok-fvwia» befindet fich der Krieg-Hafen für die polnifch« Xorfebo- llr 'to ar den clbar ? den Eingang zum äufteren Handelshafen Die Sübenote, durch einen im Winkel anschl esxmden Wellenbrecher verlängert. tm ganzen 1540 Meter lang trennt da« Vorhandensein vom Fischereihafen Ein 272 Meter langer, zwischen Nord- und Sudmole isoliert liegender Wellenbrecher ergänzt beete Schutzbauten Sübrnole und Welleribrecher, sowie alle Äa*» anlcgen führt d.« dänische Dauftrma unter Verwendung von Eisenbeton-Senkkästen au«. Der 3 n n c n b af e n ift erst tm Entstehen Er lang. 3 ? Meter breit werden. Er wird nördlich ber ursprünglichen Siedlung Gdingen, dem Laus des hier mündenden Ktelau- baches folgend, in da« moorige Ufrrgelänbe rin- geschnitten Der lebhafteste Betrieb herrscht im Auftenhasen aus ber Sübrnole. Aus diese führt bi« Haf«n- bahn. bie an bi« Linie Gdingen Danzig^- Warschau c I 4-- 9s t 'S, i gegangen, polnische motiviert. Der dagegen blieb bis 9,25 v. Jr). Verlaufe blieb 2 e >y 5§B ■ V -g • Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Der jüngsten Aussichtsralssitzung der Buderus- schen Eisenwerke. Wetzlar, lag der Abschluß für das erste Halbjahr 1928 vor. Das Gewinnergebnis übersteigt dasjenige des gleichen Zeitraumes des Borjahres. Aach dem Bericht des Dor- 15777 TCT 167,71 21.96 111,53 53,98 3.335 111.« 8U.M> M.68 18,1*3 71.90 a 5,. zur Schädigung DanzigS zu unter schätzen. Spätherbst. * Ludwi g Ganz A. G. Mainz. Der Gdingen betrug (in tausend -Tonnen) 1924: 9 1: 1925 53 i: 1926: 413.8; 192: 839,4. Das ist eine start ansteigende EiUwuitu.igslurve. Auch im laufenden Jahre dürfte sie sich, wenn auch in flacherem Derlauf. aber dennoch weiterhin in auswärtiger Richtung fortsehen. 3n diesem BUde des Fortschreitens fehlen freilich nicht erhebliche Schatten. Dabei spielt die unvermeidliche Unfettigfeit de- im Ausbau be- r, =.? 28 ES tat tp ~ V p.s Sevftenmartt Berlin -Frankfurt a. Telegraphisch e 2 us ab I a n t*frttn. 14 gfnt mbr vtranjc'^öe '.Roien..... Hcllänkitchc ‘Xotrn...... Atattenstcbe Roren...... Norwegische «Roten...... Ttutfd) Ctfterr .ilOOÄrtraat SRumanifdx «Roten...... e»n?fbt1c6f Roten...... tdmeücT Koten....... Spanische «Roten....... Iftb'ttt'lloirahfebc Noten . . Unaartich« Kota . . eistunAS- fähigkeit der Hafenorganisation vom kaufmännischen Standpunkt. Bei der Spedition irgendwelcher Waren, mit Ausnahme der Kohle, für welche es bereits eingefahrene Wege gibt, entstehen ständig grundsätzliche Schwierigkeiten, welche die Lokalbehörden nicht zu überwinden M griffcnen Ortes die kleinste Rolle, üngünfliger wirken Erfahrungen über den Hafenbetrieb selbst, über diese klagt sogar die kurzerhand als Pro- pagandaorgan Gdingens zu bezeichnende Zeitschrift „Zeglarz Pollli" ,Es läßt sich nicht leugnen." so schreibt Zeglarz PolSki in Ar. 16 dieses Jahrgangs, „daß es unS mit Mühe ge- linat, Spediteure und Kaufleute von Danzig nach Gdingen abzuziehen. Das SS derniS i st die geringe L Berlin, 15. Sept. Die Börse stand heute nglljg im Zeichen des jüdischen Feiertages. Geschäft vermochte sich fast gar nicht zu entwickeln, um so weniger, als irgendwelche Anregungen nicht vor- lagen. Der nervöse Schluß der gestrigen Neuyortzek Börse, sowie die ruhige Haltung an den Londoner Märkten mahnte die Epckulation zur Zurückhaltung. Ordcreingang vom Publikum war nicht zu verzeichnen. Soweit Notierungen zustande kamen, ergaben «tch gegen gestern Kursschwankungen, die nach beiden Seiten 2 o. i). nicht überstiegen. Der Markt der Bankaktien verkehrte in freund- lichec Haltung Tagesaeld war etwas Hoher notiert . hEtn »fehlen größerer Einzahlungen soft stellte sich auf 6 bis S v. f)., Moi.a:sgeld unverändert mit 8.25 Warenwechsel notierten 7 v.ch 3m das Bild unverändert Für Reichs- bantanteile machte sich einiges Interesse gellend, so- daß der Kurs 2 o. -. anzuziehen vermochte. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer gehalten. verstehen, worüber dann AuseinanLerseyun- gen bet Ressorts folgen, so daß die betreffende Durchfuhr überhaupt unterbleibt." Aach Meinung der beteiligten Handelskreise werden diese Drängel noch lange bestehen und fühlbar bleiben, immerhin wäre es unsere- Trachtens falsch, sie für unüberwindlich zu halten. Rur zu leicht macht ja auch sonst der Richt- Osteuropäer den Fehler, wenn er in den Oft- ftaaten Gebrechen der Organisation, Beispiele der Lässigkeit und Unzuverlässigkeit, Mißbräuche ufto. konstatiert, nun alsbald anzunehmen: „DaS wird nicht gehen." 3m Osten ist es immer so gewesen. und es ist so oder so irgendwie doch zugskurs der neuen Aktien ist 107l/z Prozent festgesetzt worden, recht ist bekanntlich 1:1. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 1 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent FS I6n.ni n.M 111.17 w.n 2. SH 112.97 KV. 16 12.115 73.40 ’ Vorzeitige Schließung der Zeich- nung auf öie Wiesbadener Stadt- anleibe. Die Zeichnung auf die neue Lprozen- tige Anleihe der Stadt Wiesbaden von 6 Millionen Mark muhte vorzeitig geschlossen werden, da die Anmeldungen sehr zahlreich eingegangen sind, besonders auch aus dem Auslande. Voraussicht- lich werden nur Sperrstücke mit sechsmonatiger Sperre zugeteilt werden. • August Thyssen-Hütte. — Stilllegung einer Walzen st raste. Di: zu den Vereinigten Stahlwerken gehörende August- Thyssen-Hütte in Hamborn hat infolge Auftragsmangels die Straste VI des Walzwerks I bis auf weiteres stillgelegt. Von dieser Maß- nähme werden ungefähr 50 Arbeiter betroffen, die jedoch teilweise auf andere Betriebe übernommen werden konnten. Frankfurter Börse. Fran kf urt a. M.. 15. Sept. Tendenz: gt- schästslos. — An der heutigen Börse herrschte infolge des jüdischen Feiertage» bei außerordentlich schwachem Börsenverkehr große Geschäfts- stille. Der Orderseingang war weiter äußerst gering, und auch sonst lagen neue Anregungen kaum vor. Nennenswerte Kursänderungen traten nur vereinzelt ein, und die ersten Notierungen lagen gegen die gestrige Abendbörse meist knapp behauptet. Etwas größere Umsätze kamen in Reichsbankanteilen zustande, die auf Deckungen zum Wochenschluß 2,40 v. H. ihres gestrigen Kursverlustes wie- der mifholen konnten. Weiterhin erhielt sich für Adlerwerke Interesse, und bei Berliner Nachfrage zog der Kurs 2v. ch. an. Scheideanstatt blieben bei dem gestrigen erhöhten Kursstand behauptet. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Kapitalerhöhung erhielten sich. Bis jetzt war weder eine Bestätigung, noch ein Dementi von der Verwaltung zu erlangen. I.-G.-Farben eröffneten knapp behauptet. Am Montanmarkt gaben Gelsenkirchen 1 v. S). nach, Banken lagen um Bruchteile eines Hundertstel niedriger. Am Elektromarkt waren AEG. und Felten etwas gedrückt. Deutsche 'Anleihen geschäftslos. Ebenso ausländische Renten still. Im Verlause blieb die Haltung allgemein geschästslos. Reichsbank konnten allerdings erneut 1,25 o. S). anziehen,, auch Scheideanstatt waren 1 v. H. gebestert. Die Geldmarktlage war zum Wochenschluß wenig verändert. Tägliches Geld 6,5 v. S). Am Devisenmarkt nannte man London gegen Kabel 4,8505, Paris 124,19; Mailand 92,73, Madrid 29,38, Holland 12,0950. regeres Interesse. Die Forderungen der Provinz lauteten daraufhin durchweg etwa- höher: der geforderte Prciö ward: ohne Schwierigkeit bewilligt. DaS Angebot war hierin ziemlich firin. was wohl auch zur allgemeinen St:igerung beitrug. Sonst unterlagen alle Getreid:sorten größeren Abschwächungen, bei aber nur minimalen llmfätxn. Am Futtermittelmarkt laaRoggenkleie stark demachlälligt und ganz erheblich schwächer. Auf dem ermäßigten Riveau konnten einige Deckungen festgestellt werden. Gegen Ende brr Woche konnte wieder eine etwas zuversichtlichere Stimmung Platzgreifen. Hierfür waren da- wieder knapper gewordene Inland- an gebot und die etwas erholten Rotierungen von Ehikago und Liverpool der Grund. Die Stimmung wurde eher freundlicher. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor sehr kein. Rur für Weizen bestand vonseiten d.'r Mühlen und für Roggen vonseiten des Auslandes einiges Interesse Weizen konnte sich wieder eine Kleinigkeit erholen. Am Futtermittelmar.te wurden von der Landwirtschaft einige Deckungen borgenommen, die ein Anziehen brS MaiS- Preises zur Folge hatten. Im Vergleich zu den Rotierung^n der vergangenen Woche lag Weizen 0,85. Roggen 0,75, MaiS und Weizenmehl Je 0,25, Roggenmehl 0,75 und Weizenkleie 0.35 Mk. schwächer. Roggenkleie verlor sogar 1,50 Mk. Rur Hafer, inl., konnte 0,25 Mk. gewinnen. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 22,63 bis 22,65, Roggen 21,85 bis 22. Sommergerste 26. Hafer, inl.. 21,75 bis 22.25, MaiS für Futterzwecke 20,25, Weizenmehl 33 bis 33,50. Roggenmehl 30,50 biS 31, Weizenkleie 12,90, Roggenkleie 13,50. Wirtschaft. Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt. In dieser Woche war die Tendenz am Effektenmarkt mehrfachen Schwankungen unterworfen. Zunächst bot die Börse wieder daS bekannte Bild fast vollkommener Geschäftslosigkeit. DaS private Publikum verhielt sich weiterhin interes'elos, und auch seitens des Auslandes konnte von einer Beteiligung am Geschäft nicht die Rede fein. Die Spekulation bekundete in- folgedes en wenig Reigung zu lebhafterer Betätigung. Doch bald wurde sie gewaltsam aus ihrer Lethargie gerissen durch oen plötzlichen Kurssturz, den die Reichsbankanteile erlitten. Rachbem noch am Freitagmittag zu 321 Prvz. eher Kaufneigung bestanden hatte, ging der KurS an der Abendbörse plötzlich auf 310, dann biS auf 305 Proz. zurück. Am nächsten Tage setzte sich die Abwärtsbewegung auf zeit- weste 299 Proz .fort. Die Ursache dazu bot eine Aeußerung Dr. Schachts in einem Berliner Blatt, wonach für die Anteilseigner weder mit einem Bonus noch mit einer Grhöhung der Reichsbankdividende gerechnet werden könne. Die internattonale Spekulation hatte wochenlang vorher in Erwartung einer abermaligen Divioende- erhbhung große Käufe in Aeichsbankantellen vor- Kmmen und auch für spätere Geschäfte In m Papier, daS offiziell nur zum variablen L Handel zugelasfen ist, getätigt. Eine derartig Deroute von 321 auf schließlich 299 Proz. war »daher unausbleiblich, als unter dem Eindruck . der Schachtschen Aeußerung das In- und Aus- * land mit großen Posten Reichsbankaktien an den Markt kam. Die übrige Börse erwips sich jedoch entgegen den Befürchtungen als recht widerstandsfähig und wurde von den Ercignis'en am Reichsbankmarkte nur wenig beeinflußt. Die Haltung wurde aber bald allgemein recht unsicher und schwächer, da die Rede des französischen Außenministers Briand und die damit verbundene Verschlechterung der außenpolitischen Situation eine stärkere Verstimmung hervorriefen. Andererseits brachte der B a n k i e r- tag in Köln nicht die ermatteten Anregungen für die Börse. Mlmählich beruhigte sich die Stimnrung wieder, und die Tendenz konnte sich schließlich allgemein merllich bessern. Dazu bei trug einmal der vollkommen reibungslose Verlauf der letzten Medioliquidation. Wie erwartet, traten keinerlei Schwierigkeiten ein, und das am PrämienerklärungSta' e heran Hemmerbe Material war minimal. GS blieben erhebliche Beträge Prolongationsgelder überschüssig, ein Wochenbericht vom Zrankfurier Gchlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt bewegte sich in ziemlich ruhigen Bahnen. Nur am Rindermarkt konnte sich das Geschäft etwas reger gestalten, da gute Qualitäten gesucht waren und auch der Export wieder größeres Interesse an den Tag legte. Auch war der Antrieb hier etwas kleiner. Der Rindermarkt wurde vollkommen geräumt, während an den andern Märkten ziemlich Ueberstand verblieb. Am Hauptmarki waren auch Kälber und Schafe recht lebhaft gebandelt: doch erfuhr am Nebenmarkt das Geschäft eine Stockung, da der hier größere Antrieb die Metzger veranlaßte, nur langsam zu Werke zu gehen, was ein allgemeines Nachlassen der Preise zur Folge hatte. Trotzdem verblieb am Nebenmarkt kein Ueberstand. In Schweinen war das Geschäft mittelmäßig: geringe Tiere waren stark vermach- lässigt. Es verblieb geringer Ueberstand. Der G e • samtauftrieb bestand aus 1715 Rindern, dar unter befanden sich 421 Ochsen, 105 Dullen, 665 Kühe und 394 Färsen, ferner aus 1828 Kälbern, 530 Schafen und 6417 Schweinen. 3jn Vergleich zum Austrieb der vergangenen Woche waren 95 Rinder und 560 Schweine weniger aufgetrieben, während 387 Kälber und 88 Schafe mehr zum Ver- ftanbed weisen auch die Monate Juli und August befriedigende Beschäftigungszifsern auf. D gegenwärtige Auftragsbestand sichert eine ai gemessene Ausnutzung der Anlagen bis in kauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI: 56 bis 60, II: 52 bis 55, B: 46 bis 51; Bullen A: 50 bis 53, B: 46 bis " Kühe A: 45 bis 50, B: 40 bis 44, C: 35 bis 39, D: 27 bis 34; Färsen A: 56 bis 60, B: 52 bis 55, C: 46 bis 51, Kälber B: 73 bis 77, C: 68 bis 72, D: 60 bis 67; Schafe AI: 48 bis 52, C: 40 bis 47; Schweine B: 75 bis 77, C: 76 bis 78, D: 74 bis 77, E: 70 bis 74. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche zogen Rinder bis 1 Mark an; während Kälber bis 2 Mark, Schafe bis zu 1 Mark und Schweine teilweise bis zu 1 Mark nachgaben. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Zu Beginn der neuen Woche eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt in wieder etwas freundlicherer Haltung, da von den etwas erholten amerikanischen Rotierungen- eine gewisse Anregung auSging. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor sehr Flein, da auf der anderen Seite das überaus große Angebot in allen Getreidesorten auf die Stimmung drückte und somit — in der Hoffnung weiterer Preisrück- — zur allgemeinen Zurückhaltung mahnte. ild machte sich eine große Lustlosig- Fei t bemerkbar, die aber hauptsächlich durch Die erneut nachgebenden Auslandnotierungen und pessimistischen Me dungen veran'aht wurde. Die Unternehmungslust der beteiligten Kreise wurde daher sehr gering. Rur der Export und die Brauereien beteiligten sich etwas am Geschäft. Auch nahmen die Mühlen für ihre laufenden Verpflichtungen einige Deckungen vor. Von Brauereiscite wurde vor allem Sommergerste bei gut gehaltenem Preis gekauft. Aber nur gute Qualitäten fanden glatte Aufnahme. Für Hafer bestand von fetten der Exporteure . Beweis dafür, wie gering die Termlitengage- ments im allgemeiner: wieder geworden sind. Am Geldmarkt trat, wenn goü) nur langsam, eine Erleichterung ein, und zu 57- Pro;, war das Angebot in Tagesgeld schließlich reichlich. Auch Terminaeld war etwas leichter. Zum Ultimo September und Oktober glaubt man jedoch vielfach im Hinblick auf die Srntefinanzierung mit einem recht angespannten Geldmarkt rechnen zu müllen. Demgegenüber wurde auf die am Reu- yorker Geldmärkte eingetretene Erleichterung verwiesen, wie überhaupt die andauernde Haullestirn- mung an der Reuyorler Börte für den bieiigen Markt wieder zu einem starken Austrieb wurde. Auf verschiedenen Epezialmärkten, für die sich auch wieder Auslandinteresse geltend gemacht haben soll. wurde das Geschäft zumWochen- schluh elwaS lebhaf er. 3m Vordergründe standen die Bankaktien unter Führung von Berliner Handelsgesellschaft und Danatbank. ReichSbank tonr n schließ ich wieder biS 317 Proz. erholt. Sine Anregung lvt der große Zeichnungserfolg der D i s c o n t o- Kommanditanteile in Amsterdam. Reae gefragt waren ferner wieder die K aliwer re auf weiter günstige Absatzschätzungen. Auch 3lef trotoerte begegneten wieder regerem Intercs e. I.-G.-Far ben. die anfänglich eher angeboten waren, da angeblich im Zusammenhang mit dem Einzatzlung-termin auf die Farben- bonds am 15. d. M. Verkäufe zu Geldbeschas- sungszwecken vorgenommen wurden. Später konnte sich der Farbenkurs jedoch bis 266 Proz. erholen. Am AuSlandrentenmarkt waren Anatolier wieder lebhaft verlangt bei steigenden Kursen. Letzte Nachrichten. Vor dem ersten Aufflug des »Graf Zeppelin". Friedrichshafen, 15.Sept. (Vriv.-Dnf. des DTBti Auf dem Zeppelingelände herrscht hen'e schon in aller Frühe lebhaftes Treiben. Friedrichshafen i ft auf den Beinen, weil es sich herumgesorochen hat, daß das Luftschiff heute au ffteigen wird. Arn Eingangstor z^m Platz flauen sich die zahlreichen Prefsevertvter und Photographen, bis die Formaliläten der Ausweis- Prüfung erledigt sind. Leider verzögert sich nun aber der Aufstieg wahrscheinlich bi» gegen elf Uhr, vielleicht noch mehr. Der auf die Halle siebende, ziemlich kräftige Nordostwind ist das Ungunftigfte, was bei den engen Raurnvcrhättniffen für das Luftschiff gibt. Die Fühnmg glaubt aber, daß der Wind sich im Laufe des Vormittags legen werde. Das Luftschiff kann, sobald der Wind freundlicher wird, jeden ’Dloment herausgezogen werden. Die Vorbereitungen sind so wett fertig, daß das Luftschiff bereits abgewogen in dem Laufkaften liegt. An der ersten Probefahrt nehmen etwa sechzig Personen teil. Die eigentliche Besatzung besteht aus 39 Personen. Dr. Eckener empfing heute oormittag ben Sonderberichterstatter des WTB. Cr gab dabei der Erwartung Ausdnick, daß sich der Wind, der cs im Augenblick noch unmöalich macht, das Schift auf dem kleinen Platz zu vreben, im Laufe des Vor- mtttags legen wird. Dr. Eckener faate: Wir gehen der ersten Fahrt unseres neuen Luftschiffes mit absoluter Ruhe und Zuversicht entgegen. Es ist ja nicht das erste Mal, daß wir einen neuen Zeppelin hinaussteuern. Der „Graf Zepoelin" wird zeigen, daß er ein Verkehrs- inftrument ift, auf das man s i«b verlassen kann. Wir freuen uns natürlich, daß dos Werk nun vollendet ist, und wir sind überzeugt, daß das deuftche Volk an unserer Freude teil hat. Kindesmorde eines Ehepaares. Hirschberg (Schlesien). 15. Sept. (WLB. Junkspruch.) Wie der .Bote aus dem Riesengebirge" aus Schömberg berichtet, wurde gestern das Shepaar Moschner unter dem Verdacht, zum vierten Male ein Kind vergiftet zu haben, verhaftet und in das LandeShuter Gefängnis eingeliefert. Frau Moschner hatte aus ihrer ersten Ehe vier Kinder in die jetzige She mitgebracht. Rachdem bereite drei Kinder unter sonderbaren Um- ständen gestorben waren, ist nunmehr auch das vierte, angeblich nach dem Genuß von Fleisch, gestorben. Die staatsanwaltschaftliche Untersuchung hat aber ergeben, daß diese Angaben jeder Grundlage entbehren. Runmehr verwickelte sich daS Ehepaar in Widersprüche und gab an. eS köime auch Pilzvergiftung vvrliegen. Oie Tornadokatasteophe in Amerika. 43 Personen gelötet Reuhork. 15. Sept. (WTB. AnrkspruchZ Rach Rleldungen aus den *>oxn Inrnabn heimgesuchten Gegenden wurden in den Staaten Rebraska. Illinois, Süddakvta und Wiscvnsn, 43 Personen getötet und viele verletzt. Der Sachschaden wird auf über zwei Millionen Dollar geschäht. Am heftigsten wütete der Tornado in Illinois, wo 32 Men schen getötet wurden. DaS Kriegs- departemeni erhielt am Abend eine Mitteilung des Gouverneurs von Porto Rico, wonach mehrere taufend Menschen infolge des Orkans obdachlos geworden siird und die Höhe der notwendiaen Ünterstutzungen auf mehrere Millionen Dollar geschäht werden yranblurt a. M Berlin Frmiltfurl a. M Berlin Frmikfurr a. Wertin 5 ÄUT» | l-Uhr- Mure Schmh Äure Anfang ftur» 5qIu|j* äot» | l-Uhr- ISt erti..eO)l6l.-6d)ul6 mti lD|.*Hc|.-9lrd)lr . . . 7% Rranh Onp.-Cl Solbpf. m, tftnbbax bU 1931 . . 4U% Khcinllttr Hvv.-Bank SiflU ■ Eoldvi. • - fl.d » abfl Vortrteel-CbneattDii. rtdiablbai 193$ 4% löunbrtb.-enL. 4% CtHcnrtd)ilt)< »olbttc.. . MO% C«ücn 5 ilbtrrte..... 4% C«elch Etzen. ........ 8 311t Bergbau ........ 8 Rtödnetroerfe ........ 7 Hülo-Reuetzen. ....... 9 Mannesmann ........ 8 «anssewer ........7 cberichlei «'end Ptbed ... 6 Cbtrialtl Sokswerte ... 6 BdSntr Bergbau . . 6H Ähdniidjf Braunlodle» • . ■ 10 «deins,nw V%3«ft«4k SNede«! Montan ... 7,t 5twch»k4ied«n ..... 10 »all 10 SaltweU €oUt*thntl . 18 J 3 . . 18 Dvnanii Hobä . ...... 6 3*1 Kxni ftali 0 »elÜAn;:: 5 .....e r.ru-loflraidwh. .... u 2 1 IS*-» I ' ' ' s X 1 »-•*• 15 1 M 1 1 । *. 1 1 1*. '^23 2»*”® - »S” “ 2z S 3 g’- 5 — lSi.5 149 25 — 101,25 T 126,6 I JM 45 421.5 IM 75 199.5 IW./ 220 149.7. -71 157,75 153 23.1 201.25 180.9 10 174.75 M.13 139 1X5,5 150.12 136.6 ;5< irr 133.25 i36.; 111.75 105 111.75 •Jt 177.6 165 96,25 58 9 1/8 881.2» IU .'63.26 101.5 101.65 Xö 6 C? «c >> 3 X—«• — äe S« ' ' 2 » I SL» L’V-L 1 kXI 1 1 1 i H 81 L.82 1 iS *&81 1 1 « Phllipv Hofmann......7 Mbelbtrqti Ctmeni . , . . 10 Semen: ftadfiabt . . .... 8 Dayß * rtttttog......10 GAulibeti Patzenhol« ... 15 Cltoedf . . 18 Per. »Imnftafl......18 Äeaberg ..... 14 Seflftoff Oafbld.....12 Zellvnll «schassendura ... 19 ubatiotttnb'jrget Walser ... 7 Beslaner ®c4 ....... 8 r armier Mo rare» ...... 0 Demos ...... • . 0 LMerwerte lUeoa ...... 6 Lud« Loew«.......10 9?at ButomcMl ..«•••• 0 Cttuflrin 4 ÄPppd • • • • • 6 Seondan, Hetz . .«•••. 6 Bawag-Meauin . ...... 0 >jranl|. Tiafetnäl .••••• • Srttzner .••••• U ....................0 Iungkian». . 4 VfdiTfrtc. ...•••••• 8 Dlainttafncrde ..«••• • 8 -Diag.........10 ■3?r(ar1ulma .8 Srtfrt Untoe ..•••••. 8 Sed^ «oeder 10 Somr * Haetzner......& 6ö6o. flutftt ........ 8 Boni 141 143 105,76 irr l 127 90 114,1 H» Ul 53 166.5 126 ZU 149 votrn. 8 i 1 l i | l i | 1 I | 1 1 1 1 l S 5! I 1 I 1 1 I 1 i l 1 I S 140.5 838 -*96 i78.Z5 490 266 212 128.25 196 104.75 51.75 131 251.1« W.*5 118.25 2N n irr 141.ti 53 10? .'09.5 294 581 787 196 105.1» 61.15 133 35Z 79.5 118 -58 141 tterlm. H Sepkewder iett .m-eikanUchr Pore» ..... Belgtscde Roan ....... TäiTt<4t Äctni........ ^malisch« Äiioa...... . i.üS 5S.18 >11.58 «7 11 14 B.42 1.02 14 etptrntb - r 15 Sevumb 9 Aoultlde ^ori.nmj Srntlidx 4(anhnn . . . 10.33 «J.34S 'ÄCHDOrt . . LiVlv 4,2005 4.1925 4.-005 16.405 18.3- 14.41 I6.jt>5 »0,67 «1,1*5 1,914 so.ta 90.6« «1.84 Eve ten . 69 19 6> 43 09.37 jcSOD . . - 1.918 I.92U 1.924 .049 ■L025 18.18 18.5! 18.M 18.92 11,17 LI» 5.445 81.43 1.169 S.456 81.29 4.168 S.425 61.40 2.17t 5.435 3tK3 . . 1.193 t 201 1.193 4,291 Hm azn> 4.97# i.Zbi 1.276 4. •-■04 tarrr W.-U3 WC •n V5 YU.89S