Nr. 159 Erstes Blatt 178. Jahrgang Zreitag, 15. Juni 1928 Erich«,»» »äflltd^asb«! Sonntags en* iyrtrrlaga. ®t«6tncr JomUUOlätt« fynoial t* Bild IM« Lcholla ? a*D 30 "«eich.pfeRRlg ftr Tibq«* lohn, aud) bet «Uh »er- ich« nen «injdnrr Vhtei mrrn nfolg« höherer ®ra>alL FerRsprechanschlAller II, 54 brb 112 «Richnft ftr Drohen ach- richten: le)dgtr Oletze». polfchecktonta: gftwftnrl am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prtd wnb Dtrlag: BriblW UxtDtditiU.Bi». 116 Sttmündttd R. Tange ii Sieben. Sdjdftleitang nw» Seichästrtzelr: SchnIIttabe I. Innatimc Ml Injeiacn ftr die lagttnummet bis jum Nachmittag vorher. Preis lui I mm Höhr ftr Anzeigen von 27 mm Breil« ortlid) 8, auswürl» 10 Beichspiennig. ftr N- klameanleigen von 70 » m Bre»l« 35 Neichspfennlg, Platzvorfchritt 20* mehr. Chefredakteur Dt Fnedr D,lh Longe. Derontroonlich für *l)clmh Dr Fr Wilh Lange ftr Feuilleton Dr H Thoriot, für den übrigen I«il Ernst Biumichein, für den An- jeigente»! flurl HiNmann, iämthd) in Bietzen Oer Präfidenifchastskampf in Amerika. Mit dem repudllkanifchen National, tonotnl in Äanfat Eity hat der große Präsident» ichastskamps in Amerika, der alle vier Jahre wie- derkehrt, feinen regelrechten Anfang genommen. Das vorher gegangen war, gehört In den Bereich der *3orbereilungen. Zwei Wochen nach den Ne» publikanern treten die Demokraten zu ihrem Nationaikvnoent zusammen, um ihrerseits Kandidaten und ein Parteiprogramm auszustellen. Dann wird für die heißen Sommerwochen eine Pause eingelegt und Ende September beginnt der Wahlkampf, der am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im 'November mit der Wahlentscheidung sein Ende findet. Die Republikaner mußten mit ihrer Parteitagung, die im politischen Jargon Amerikas als National- fonoenf bezeichnet wird, der Tradition gemäß den Anfang machen, der immer der herrschenden Partei zusollt. Der bisher in der Opposition befindlichen Partei steht nach dieser Ueberlieferung die Rolle des Kritikers und Angreifers zu. Zwei Fragen müssen diesmal vom amerikanischen Volk entschieden werden, und davon i.A. von grundlegender, allgemeiner Bedeutung eigentlich nur eine. Bei den Republi- tanern macht die Unterstützung der Landwirte besonders viel Sorge und Kopfschmerzen. Es hat im Kongreß innerhalb der Republikanischen Partei einen sehr harten Kamps darum gegeben, ob der notkibenben Landwirtschaft im mittleren Westen, wo sich die eigcnlltdien Kornkammern der Bereinigten Staaten befinden, mit direkter Unterstützung geholfen werden soll. Don der Farmerbeoölkerung sind ganz befhmmte Forderungen aufgestellt worden, di sich zweimal zu Vorlagen verdichtet hoben und die auch vom Kongreß in beiden Häusern mit ganz stattlichen Mehrheiten angenommen wor- Den sind Beide Male hat der republikanische Prä- sideist T oolidge unter Zustimmung M Handel»ministers Hoover fein Veto eingelegt. und erst vor kurzer Zeit hat ':ch dieser Dorgang wiederholt. Darüber ist im sonst stark republikanischen mittleren Westen große 6m- pörung entstanden und die Farmer haben zu Be- ainn oes republikanischen Vationallonvents in KansaS gegen die Partei und deren mutmaßlichen Kandidaten Hoover demonstriert. Das ist ein Dorgang, der in der Geschichte des amerikanischen Bott:« lehr leiten zu verzeichnen gewesen ist. Aus diesem Grunde sind die Leiter der republikanischen Wahlbewcgung in großer Sorge, denn wenn ihnen die Farmer in den Staaten des mittleren Westens, wo ihre Stärke liegt, abtrünnig werden, dann steht es um die Sache des republikanischen Präsidentschaftskandidaten milde gesagt ungünstig. Die zweite, an sich bedeutungsvollere. grundsätzliche Frage ist die der Prohibition. Auch hierüber tobt in beiden großen Parteien ein heftiger Kampf. 3n der Republikanischen Partei überwiegt das. um einmal einen landläufigen Ausdruck zu gebrauchen, trockene Element. Eoolidge selbst ist gerade nicht ausgesprochener Prohibitionist, hat sich aber ganz dem Ge- seh angepaßt. Dasselbe gilt ungefähr von Hoover, ter nicht ausgesprochen persönlicher Prohvbitionist ist. wohl aber nun für die Durchführung der Prohibition eintritt. Eine Minder- Hoover präfidenfschastslandidat der Republikaner. ta# Parteiprogramm vom National« konvent angenommen. Kansas E i t tz. 15. 3unL , 187 für Den Abgeordneten Esser (Z.), 48 für den Abgeordneten Thälmann (Komm.!, 11 für "Vgevrd- neten Dr. Frick (Vatso-.), 2 für den Abgeordneten Loew (Komm.». Veun Stimmzettel find ungültig. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat, wird nun eine Stichwahl zwischen den Abgeordneten Graes und Esser vorgenommen, aus der Abg. Esser (Z.) mit 248 Stimmen al« gewählter erster Vizepräsident hervor.ieht Aus den Abgeordneten Graes (Dn.) sind 148 Stimmen gefallen Bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten schlägt Abg. Schulz-Bromberg (Dnt.) wiederum den Abg. Graes (Dntl.) vor. Er bemerkt dazu, die sozialdemokratische "k* fchwerde sei unberechtigt, denn im Mai 1924 hätten die Sozialdemokraten gegen den Kandidaten gestimmt, den für den Präsidentenposten die Deutschnationalen als damals stärkste Frak- tion verschlugen. — Abg. Dittmann (Soz.) erwidert, die sozialdemokratische Stellungnahme im Mai 1924 sei dadurch verursacht worden, daß die Deutschnationalen es damals abgelehnt hätten, den zum ersten Vizepräsidenten vvrge- schlagenen Sozialdemokraten zu wählen. Die so- zialdemokratifche Fraktion schlage jetzt als -weiten Vizepräsidenten den Abgeordneten Frei- Herrn v. Kardorsf (DDP.) vor. — Die Wahl ergibt 142 Stimmen für den Abgeordneten Graes (Dntl ), 203 Stimmen für den Ab- S«ordneten v. Kardvrff (DVD.), 47 Stimmen für en Abg. Thälmann (Kom). 11 für den Abg. Dr Frick (Tlat Soz.), 2 für den Abg.Gefchke (Kom). 39 Zettel waren unbeschrieben, also ungültig. Da 405 gültige Stimmen abgegeben sind, hat, wie Präsident Loebe unter Heiterkeit und Beifall der Mehrheit seststellt, Abg. v. Kar- dorss mit 203 Stimmen genau die zu seiner Wahl erforderliche absolute Mehrheit erreicht Abg. Dr. Scholz (D. Vp.) dankt für die Wahl feine« Fraktionsfreunde« v. Kardorff und schlägt für den Posten de« dritten Di-eprüsi- denten nunmehr den Abgeordneten Graes- 'Thüringen (Dn.) vor. — Abg. Koch-Weser (Dem.) schlägt Frau Dr. Bäumer (Dem.) vor. Abg. Vtoecker (Komm.) den Abg. Geschke (Komm). — Abtz. Dittmann (Soz.) erklärt, sein« Freunde wurden für den kommunistischen Kandidaten ft Immen, wenn die Kommunisten nicht gegen den Präsidenten Gäbe gestimmt hätten. Nunmehr würden die Sozialdemokraten f ü r Frau Dr. Bäumer stimmen. (Heiterkeit.) Bei der Wahl werden 439 Zettel abgegeben, davon 199 für den Abgeordneten Graes (Dn.), 150 für die Abg. Frau Dr. Bäumer (Dem.), 54 für den Abg. Geschke (Komm.), 12 für den Abg. Dr. Frick (Hatfog.). 22 Stimmen find ungültig, zwei zersplittert. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat, sindet Stichwahl statt zwischen dem Abgeordneten Graes und Frau Dr. Bäumer, bei der Abg. Graes (Dn.) mit 205 gegen 167 Slim men, die auf Die Abg. Frau Dr. Bäumer (Dem.) fallen, und bei 56 ungültigen Stimmen zum dritten Vizepräsi- benten gewählt wird. Gegen die Deutschnationalen, die Deutsch« Volkspartei und di« Christlich-Vationalen wird dann Der kommunistisch« Antrag angenommen, Daß der ftrnnnunistische Abgeordnete Kippenberger währenD der Zagung«Dauet Des Reichstags au« der Hast zu entlassen ist. — Mm 5.15 Mhr vertagt sich das Haus auf Freitag, 3 Mhr, zur Erledigung der von den verschiedenen Parteien vorliegenden Anträge. Zrrigoyen zum Präsidenten von Argentinien gewählt. Buenos Aires, 14.Juni. (WB.) Die Wahl- männerkollegien. Die gestern in Buenos Aires und Den ProoinzhauptstäDten zufammentraten, haben mit 24 5 gegen 37 Stimmen Irriaoyen zum PräsiDenten von Argentinien gewählt. Die offi- zielle Proklamierung Der erfolgten Wahl wird Durch Den vereinigten Kongreß beider Sammern erfolgen, sobald Die Wahldatumente aus allen Provinzhaupt- flöhten eingegangen sind. Plünderungen in Tientsin. London, 15.3uni. (WTB Funkipruch.) Der Korrespondent der „Worningpoft" in Tientsin meldet: Die Berichte über Viedermetzelungen und Erschießungen in Der Ehine'enstaDt werden für übertrieben gehalten, aber Tatsache ist, dah zahlreiche Läden geplündert und mehrere Personen getötet wurden. Ihre Leichen wurden ins Wasser geworfen und von Den ausländischen Konzessionen au« wurde beobachtet, wie sie den Fluh frmabtrieben. Das Tschili-Arsenal am Zentralbahnhof flog gestern vormittag in Die Luft, was Die Bestürzung der Bevölkerung noch vergrößert. Erst am "Äach^ mittag wagten sich Vie Einwohner aus ihren Häusern, während in den östlichen Dorstädten die Schießerei noch im Tange war. Oer Betriebsrat der Firma Knapp zu den Aussagen Badstiebers. W a n n e - E i ck e l, 14. Juni. (Prioatmeldung.) Zu öen Aussagen des im Moskauer Zngenieurprozcß angeklagten Monteurs B a d st i e b e r, der u. a. behauptet hat, die von der Firma Knapp gelieferten Maschinen seinen minderwertig, und der sich zur Unterstützung seiner Aussage auf den B e • t r i e b 9 r a t der Heimatfabrik berief, erklärt der Betriebsrat der Firma Knapp, daß die nach Rußland gelieferten Maschinen denselbenArbeits. prozeß durchgemacht haben und genau von der gleichen Qualität sind, wie die Maschinen, die innerhalb Deutschlands und im nichtrussischen Auslande geliefert worden sind. Ganz selbst- verständlich ist, daß jede derartige Maschine noch der Fertigstellung auf dem Prüfstand nachgeprüft wird. Die Mitglieder des Betriebsrats erklären ferner, daß sie jederzeit bereit gewesen wären, mit diesen Maschinen auf Montage zu gehen. Das Unterhaus lehnt das anglikanische Gebetbuch ab. London. 14. 3unL (WB.) 3m Unterbaute sand heute bei über füllten Tribünen die Schluß' debatte über die Maßnahmen zur Einführung de» neuen Debetb uche» statt. Die Debatte war ziemlich beweg!. Der Minister des Innern Johnson Hick» sprach sich energisch gegen die Einführung au», während Schatz- kanller Ehu r ch i ll, obgleich er einige Punkte in dem neuen Debetbuche nicht billigte, das Hous ersuchte, den Desetzen twuri anzunehmen. Premierminister Baldwin sprach s ü r den Gesetzentwurf. Trotzdem hat das Unterhaus die Einführung deS neuen anglikan^chrn Gebetbuches mit 266 gegen 220 Stimmen abgelehnt. Aus aller Welt. Krau ttmmrline Pankhurst f. Frau Lmmeline Pankhurst, die berühmte Suffragette und Mutter der bekannten Kämpferinnen für Frauenrechte, Thristabel und Estelle Pankhurst, ist Donnerstag früh in London verschieden. Mit Ernmeline Pankhurst ist die grüßte und einst berühmteste englische Suffragette, die bis zum Jahre 1914 nicht nur in England, sondern in der ganzen Welt durch ihre frauenrechtlerischen Bestrebungen und die Irrungen und Wirrungen, die sie dabei anrichtete, größtes Aussehen erregte, aus der Welt geschieden. Die englische Frauenrechtlerin, die in Manchester geboren wurde, gründete schon in jungen Jahren, 1879, eine Frauenwahlrechtsge- scllschaft. Diese Frauenwahlrechtsgesellschast war überhaupt die erste ihrer Art, der auf Betreiben der Pankhurst aber in den darauffolgenden Jahren eine ganze Reihe von Frauenrechtsparteien folgten. Die Suffragette stand bei allen diesen Organisationen im Mittelpunkt der von diesen geführten Bestrebungen. Ihren zweifelhaften Ruhm errang Lmmeline Pankhurst im Jahre 1908, als sie in London einen großen Feldzug für das Frauenwahl- recht begann und von der Galerie des Unterhauses eine große Flagge mit der Aufschrift „Frauenwohl- recht entfaltete. Verschiedene Male versuchte sie mit einigen ihrer Getreuen gewaltsam in das englische Unterhaus einzudringen, um den britischen Macht Habern die Annahme ihrer Forderungen obzuzwin- gen. Niemals jedoch hotte sie mit ihrem unentwegten Draufgängertum und ihrem unbegreiflichen Fanatismus, der die Welt in Staunen setzte, Erfolg. Sie mußte verschiedene Male ins Gefängnis wandern und ihre Perjünlichkeit bildete jahrelang ein dankbares Objekt der Kar ikaturiften und der Witzblätter. Ganz leicht hat sie es ihren Gegnern, die sie mit einer Bitterkeit und Zähigkeit ohnegleichen bekämpfte, freilich nicht gemacht und die englischen Parlamente haben manchmal doch ernstliche Besorgnis über diese in ihren Mitteln zur Erringung des Erfolges skrupellosen Frau gehabt. Die blutigen Straßenkämpfe in den Fahren zwischen 1900 und 1910 in London sind noch in lebhafter Erinnerung. Ernmeline Pankhurst war unstreitig eine Persönlichkeit von bedeutendem Format, ihre Energie und Ausdauer hat sie den Sieg schließ- lich auch erringen lassen. 1918 wurde das Frauen- wahlrecht in England Gesetz unter dem Eindruck des Kriegshilfsdienftes der Frauen, der von der Pankhurst organisiert worden war. Bon da gn verlöscht ihre eigenartige und seltsame Laufbahn Hin und wieder hat sie sich noch in einigen sozialen Organisationen betätigt, ohne allerdings nennenswertes Aufsehen zu erregen. Die Hilfsaktion für Jlobile. Auf ein« Anfrage bei dein Staatssekretär des amerikanischen Marinedepartements, Wilbur, ob das Marinedepartement bad Luftschiff ..L o S Angeles" für die Bettung Nobiles einsetzen wolle, wurde vom amerikanischen Marinedepartement geantwortet: Der Betriebsstoff für die ..LoS Angeles" ist das Heliumgas. Daher ist der DeweaunySrabius der „Los Angeles' so beschränkt, daß ein Flug, wie Sie ihn Vorschlägen, unmöglich ist. Aus diesem Grunde bedauert es das Warinedepartement außerordentlich, sich nicht an dem RettungSwerk für Aobile gemäß 3hrem Dorfchlag beteiligen zu können. — Das Hilfsschiff ,.Bragan za", das Vorräte an Bord genommen hat, wird sich mit dem Dampfer „Hobby" am Ende der Hinlvpen- ötraße treffen. Die „Bcaganza" wird bann bie Flugzeuge an Bord nehmen und nach dem Bordende von Spitzbergen weiterfahren. Die Flieger sollen bk Tätigkeit der mit Hundeschlitten entsandten Abteilungen unterstützen, indem sie durch Abwurf von Vorräten Depots bilden und nach den drei Mitgliedern der „3talia"-Befayung, die in der Richtung des Landes unterwegs lind, Au-schau halten. Der Erfolg der Flugzeugtätigkeit hängt davon ab. daß die Ei-verhältnisse sich nicht verschlechtern. Heute ist das Wetter ruhig und Uar. Wilhelm Mchners Heimkehr. Die neuesten unmittelbaren Nachrichten Dr. h. c Wilhelm Filchners aus Indien an feine junge Tochter in München und feine Freunde in Berlin und Paris zeigen »war. daß er noch am Schluß seiner zweieinhalbjÜbrigen Durchwan- berung 3nncrafien8 nicht ganz frei vo t materieller Sorge war. sie bedeuten aber bn übrigen te^r erfreuliche Botschaft In Srinagar, wo der Forscher seine erfrorenen Fscße und die gebrochene Hand ausheilen lieft, war ihm gute Erholung in einem Hausboot-Idyll vergönnl Bon den höchsten britisch-indischen Beamten er- Sie Finanzierung der diesjährigen Emir. Don unserer Berliner Redaktion. Aach der Erledigung der wichtigsten Ar- bellen für die Durchführung beS landwirtschaftlichen Aotprogramms treten wiederum bie laufenden Ausgaben in den Vordergrund. wobei es sich jetzt in erster Linie um die Frage der Erntebewegung und -sinanzierung handelt. Die großen Schwierigkeiten und Aachteile. die sich in früheren Jahren für die Landwirtschaft daraus ergaben, daß im Augenblick des Freiwerden- der Ernte zahlreiche auf gelaufene Forderungen an sie herantraten, ohne daß bereits eine geeignete Ver- wertungsmöglichkeit für bie Ernte bestand, sind nach den ,,u spät eingelriteten Versuchen des Iahres 1925 durch eine planmäßige Aktion zur Erntefinanzierung im vergangenen Jahre größtenteils vermieden worden. Es ist deshalb erfreulich, wenn jetzt, tote schon kurz gemeldet, als ein Erfolg der Arbeiten der scheidenden Regierung zwischen dem Reichsernährungsmini- sterium und den großen landwirtschaftlichen Kreditinstituten eine Einigung darüber erzielt worden ist, daß eine gleichartige Aktion auch in diesem Jahre zur Ausführung gelangen soll. Für die Ausgaben, die den großen Kreditinstituten, also der Aeichsbank. her Deutschen Aentenbank-Kredllanstall und der Preußenkafse, zufallen, scheint demrach geeignete Vorsorge gc-- troffen worden zu fein. Darüber hinaus muß aber die Deutsche Getreidehandelsgesellschaft über genügende Mittel verfügen, um durch Regulin rungskause rin stoßweise- Auftreten des Angebots. wie dies in dcn ersten Erntewochen leicht auftritt, nach Möglichkeit zu verhindern. Von landwirtschaftlicher Seite wird aber auch die Forderung erhoben, baß Möglichkeiten für eine wirkliche Getreibelomoarbierung geschaffen werden, um die ungesunde Wechseldiskont crung nach Möglichkeit auszuschallen. Ls ist für das gesamte Wirtschaftsleben von allergrößter Bedeutung, wenn bie Bewegung und Finanzierung der deutschen Ernte sich reibungslos vollzieht und damit auch ungünstige Einwirkungen auf andere mit der Landwirtschaft in Beziehung stehende Wirtschaftszweige vermieden werben. Gerade im Zeitpunkt der Durchführung des landwirl- schafllichen Notprogramms ist dieses Problem von erhöhter Bedeutung, da alles vermieden werden muß, um bie einmal eingeleiteten Maßnahmen irgendwie zu beeinträchtigen oder in ihrer Wirkung sogar aufzuheben. Durch die genossenschaslichc Dr- ganijation und die zentralen Kreditinstitute der Landwirtschaft ist ja auch eine Organisation vorhanden, die den Ausgaben der Erntefinanzierung, — neben vielen anderen —, durchaus gerecht werden kann. Allerdings ist in dieser Richtung noch nicht alles erreicht, und die Frage der Ratio- nalifieruna des G e n o s | e n f ch a f t s - wesens, auf die der Reichswirtschaflsminister noch kürzlich hingewiesen hat, bedarf einer ständigen Beachtung, damit auf diesem wesentlichen Gebiet der landwirtschaftlichen Organisation der beu praktischen 'Ausgabe» am besten entipredwnbe Zustand der Vereinheitlichung herbeiaesührt wird. Mit der im Notprogramin vorgesehenen Landwirtschaftshilfe ist ja schließlich noch längst nicht aller getan, und man wird in 3u f a mmenarbei t zwischen den amtlichen unb privaten Stellen noch manche-, zu leisten haben, um bie von der ganzen Wirtichaftsentwicklung schwer betroffene Landwirtschaft in Stand zu setzen, ihre Aufgaben gegenüber der Gesamtwinschaß auch in Zukunft voll und ganz erfüllen zu können. Die AegkiMsMdwig im Reich und in Preußen. Hermann Müllers Verhandlungen. - Oie Dolkspartei fordert die Große Koalition auch in Preußen. Berlin, 14. Juni. (Priv.-Tel.) 3m Reichstage versammelten sich am Donnerstag bie Frak- tionSführer aller für die Koalition in Betracht kommenden Parteien bei dem Abgeordneten Müller-Franken zu einer gemeinsamen Aussprache über die Bildung einer neuen Reichsregicrung. In der Besprechung gab Müller d'.e Stellungnahme despreußi- schenMinisterpräsidenten über die Forderung der Deutschen Volkspartei auf gleichzeitige Umbildung bei Regierung in P reu - ß en bekannt. Ministerpräsident Dr. Braun hatte erklärt, er halte es aus staatspolitischen Gründen für unmöglich, baß bie preußische Staatsregierung die Umgruppierung ihrer Zusammensetzung abhängig mache von einer Willensäußerung der Reichstagsparteien. Er würde darin eine Degradierung des preußischen Staate- und eine Verletzung feiner Selbständigkeit sehen. 3n der Au-sprache hielten die Unterhändler der Deutschen Voll-partei nach wie vor bestimmte Zusagen über bie Umbildung der preußischen Regierung für notwendig. Von demokratischer Seite wurde betont, man könne selbstverständlich mit der Bildung der Reichsregierung nicht so lange warten, bi- die preußische Regierung neu gebildet sei, aber andererseits sei schon im Interesse der Fortentwicklung der Reichseinheit eine größere Homogenität der Regierung beti größten deutschen Landes mit der des Reiches wünschenswert. Die Sozialdemokraten erftäxten, sie hätten auch den ernsten Willen, in Preußen die Große Koalition herbei^uführen. In der weiteren Aussprache wurde es als der zweckmäßigste Weg zur Uebrrwinbung der jetzt vorliegenden Schwierigkeiten bezeichnet, wenn die Parteien sich mit ihren preußischen Fraktionen in Verbindung setzen, um von den preußischen Regierungsparteien Erklärungen zu erhalten, die keinen Zweifel an dem ernsten Willen zur Erweiterung der preußischen Regierung aufkommen lassen. Die Entwicklung der Regierungsbildung ist nach dem allgemeinen (Sinbrud im Reichstag heute abend sestgefahren. Die Deutsche Volkspartei, bie von mittags bis in bie Abendstunden hinein eine Fraktionssitzung abhielt, hat an ihrer Bedingung der Gleichzeitigkeit der RLgierungsvllbung im Reich und in Preußen f e st de h a l t e n. Rach diesem Beschluß der Deutschen Volkspartei gilt eine Koinpronrißlösung, die den 10. Juli nannte, im Augenblick als erledigt. Dr. Scholz konnte dem 2wg. Wüller-Franten heute abend nur mitteilen, daß seine Fraktion auf ihrem Standpunkt der sofortigen Umbildung beharrt. Hermann Müller nih.n diese Mitteilung zur Kenntnis, und damit war die Besviechung beendet. 2m Anschluß daran hat Dr. Scholz auch die Fraktionsvorsitzenben des Zentrums, ber Demokraten und der Bayerischen Dolkspartei empfangen unb von dem Fraktionsbefchluß unterrichtet. Damit betrachtet man im Reichstag ben ersten Versuch zur Bildung der Großen Koalition als gescheitert. Die Entscheidung darüber, ob er nun von neuem aufgenommen wird oder ob bereits jetzt andere Möglichkeiten ber Regierungsbildung zu prüfen find, liegt bei Hermann Müller, dessen Auftrag nicht auf bie Große Koalition beschränkt ist. Im Reichstag nimmt man an, daß er zunächst do-ch noch einmal versuchen wird, bas Projekt ber Großen Koalition weiter zu verfolgen. Man spricht auch von ber Möglichkeit, daß sich nun auch andere Kräfte in bie Verhandlungen einschalten, die bisher nicht Persönlich daran beteiligt gewesen sind. Erschwert wird die Lage allerdings auch dadurch, daß ber Preußische Landtag sich heute vertagt hat und seine Fraktionen daher nicht mehr zusammen sind. Ministerpräsident Braun hatte die Absicht, heute abend bis Montag zu verreisen, so daß weitere Verhandlungen auch mit ihm in den nächsten Tagen nicht geführt werden können. Wie in den späten Abendstunden in parlamentarischen Ärei er. verlautet, hat Hermann Müller die Absicht, trotz der Schwierigkeiten der Preuhensrage bie Große Koalition zunächst weiter zu verfolgen, so daß gegenwärtig die Frage der Weimarer Koalition nicht akut ist. Hermann Müller hat mit dem Außenminister Dr. 6 tref eman n die gesamte politische Lage durchgesprochen. Vorher ist auch der preußische Ministerpräsident Dr. Braun bei Dr. Strese- mann gewesen. In unterrichteten Kreisen mißt man der morgigen Fraktionssitzung der Deutschen Volkspartei erhebliche Bedeutung bet, weil sich zeigen muh, ob die Fraktion angesichts der ernsten Bemühungen Hermann Müllers um die Einbeziehung der Deutschen Volkspartei in die Reichsregierung nicht doch b e Kompromihmög- lichkeiten überprüft, die in einer fundierten Zusage für einen bestimmten Termin der Umbildung der Preußenregierung liegen könnten. Pressestimmen. Berlin, 16. Juni. (Priv.-Tel.) Zu den gestrigen erfolglos gebliebenen Verhandlungen über bie Regierungsbildung im Reich bemerkt der „Vorwärts": Es vermehren sich bie Anzeichen, die dafür sprechen, bah bie Vollspur t e i ber Bildung einer Regierung im Reiche große Schwierigkeiten zu machen versucht. Die sozialdemokratische Reichstagssraklion, bie bisher die größte Mäßigung und Gedulb an den Tag gelegt hat, nimmt mit wachsendem Be remben von diesen Versuchen Kenntnis. Schon neulich ist hier gesagt worden, die Sozialbe.n l alle denke nicht Daran, eine Diktatur ber Sieger tm Wahlkampfe aufzurichten, noch weniger aber würde eine Diktatur ber Richlsieger ertragen werden können. Angesichts ber ossenkunbigen Versuche, eine solche Diktatur aufzurichten, muh bas wiederholt unterstrichen werden. Die volksparteiliche ..Tägliche Rundschau" schreibt: Man wirb zunächst abtoarten müssen, ob ein Versuch gemacht wirb, bie preußische Regierung unb bie preußische Koalition zu einem Sinlenken zu veranlassen. Es wäre denkbar, daß man sich in Preußen von selbst die Frage vorlegte, ob die Regierungsblldung im Reiche an dem starren Festhalten an ber bisherigen Auffassung scheite r n soll. Rach Lage der Dinge ist eS aussichtslos, bie Verhandlungen fvrtzusetzen. wenn nicht in biesem Sinne von preußischer Seite etwas geschieht. Or.v.Camve vomDorsih der volkspariei- lichen Preußenfraktion zurückgetreten. Berlin, 15. Juni. (Privat-Telegramm.) Mehrere Blätter melden, bah ber langjährige Vorsitzende der oolksparteilichen Fraktion im Preußischen Landtag, Dr. von E a m p e, den Vorsitz niebcrgelegt hat, weil bie Fraktion für bie Verhandlungen über bie Erweiterung der Regierungsbasis eine dreigliedrige Kommission gewählt hat, zu der Campe nicht gehörte. Seine Ausschaltung erfolgte, weil er allgemein al» Gegner ber Großen Koalition in Preußen gilt. fuhr er überall ehrende Förderung. Im wissenschaftlichen Institut zu Dehra Dun tonnte er seine bedeutsamen magnetischen Messungen und geodätischen Berechnungen abschließen. Im Mai reifte er über Delhi, wo er den Vizekönig besuchte, nach Bombay. Von dort aus hat er am 6. 3uni bereit- die Heimfahrt angetreten. 3n seiner unverwüstlichen mänllichen Art scheint er bie physische unb seelische Rachwirtung der unsäglichen Strapazen und Drangsalen, die er auf Feiner großen Expedition erlitt, schon überwunden zu haben: weniger freilich eine gewisse Bitterkeit aus Gründen mangelnder Unterst Übung von Seiten bei Heimat. — Der italienische Dampfer „Eracovia". auf dem er fährt wird am 21. Juni in Venedig eintreffen. Man kann damit rechnen, daß Fllchner am 2 4. Juni in Berlin eintrifft. Hier wird dem verdienten deutschen Forscher voraussichtlich ein würdiger Empfang bereitet werden, der ihm wohl bie letzten bitteren Zweifel nehmen unb ihm zeigen bürfte. daß fein Vaterland feine Persönlichkeit unb feine hervorragenden Leistungen, denn doch zu schätzen weiß unb nicht gesonnen ist, ihn etwa dem Au-land, da- fich mit Drund lebhaft für ihn interessiert, zu überlassen. Eine ftarl-Kuguft-(Bebenffeier in Weimar Die Feier des 100jährigen Todestages des Groß» Herzogs Karl August non Sachsen-Deimar-Eisenach wurde In ben Raumen des ehemaligen Residenz- schlosse« durch ehre roürbfae Veranstaltung, ber neben ben Spitzen der Behörden die ehemallae Großherzogin Feodora, ber Reichskunst, wart, sowie eine große Zahl von Gelehrten und Künstlern beiwohnten, begonnen. Der JniftonTcr her Berliner Universität. Prof Dr. E. Marcks, gab einen Ueberblick über bas Leben unb die Bedeutung Karl Augusts. Er feierte Karl August als die Persönlichkeit, ber es gelang, da» ganze geistige Leben im Herzen Deutschlands zusammenzufasten unb ein geistiges Deutschland als Grundlage für den kommenden staatlichen Aufstieg zu schaffen. Im Anschluß an bie Festrede übergab Staat-Minister Dr. Leutheusser das nach jahrzehntelanger aründlicher 'Arbeit unter Leitung von Professor Köhler endgültig sertiggestellie Schloßmu- seum, besten Grundstock bie Sammlertätigkeit Karl Auausts unb Goethes bildet, feiner Bestimmung. Gleichzeitig ist im Landesmufeum eine Karl- Auaust-Gedächtnis-Ausstellung für einige Monate eröffnet worben, bie insbesondere durch wertvolle Lechgaben aus Privatbesitz ergänzt wird Irrtümliche Hinrichtung von neun Jkrfonea. Mexiko, 14. Juni. (DTB. Funkspruch) Der Bürgermeister unb acht städtische Beamt, von Huatla (Staat Oaxoca) wurden vor einigen Tagen von ben Militärbehörden hingeri äffe t, nachdem diese telegraphische Weisungen erhallen hatten, die angeblich vom Kriegsamt und vom Prä- fidenten Ealles stammten. Cs zeigt sich jetzt, daß keine derartigen Weisungen ergangen waren unb daß das Telegramm eine von ben politischen Gegnern des Bürgermeisters stammende Fälschung war. Der Offizier, ber bie Erschießungstruppen befehligt hatte, und anbere in dem Verdacht der Beteiligung an dem Komplott stehende Personen sind verhaftet worden Bankraub in der Songretzstadt kansa» Cito- Banditen drangen in Kansas Eity in eine Bonk ein, hielten bie Angestellten mit ihren Revolvern in Schach unb erbeuteten SO OOODollar. Sie entkamen fobann im Gewühl der infolge des hier tagenden republikanischen Parteikongresses stark belebten Straßen und feuerten während ihrer Flucht blindlings in bie Menge. Zwei Polizisten unb ein Passant mürben schwer verletzt. Tödlicher Unglücksfall auf einem Schulausflug. Bei einem Ausflug der Beelitzer Mittelschule nach dem Dorf Schönefeld bei Potsdam stürzte eine Kiesgrube, an der die Kinder vorbeikamen, ein unb begrub vierKinder Zwei konnten lebend gerettet werden, die beiden anderen, bie zwölfjährigen Schüler Fritz Bngermann und Ewald Bartel aus Beelitz, wurden von der Feuerwehr al» Lei- ch e n geborgen. Unter Mordverdacht verhaftet. Im September 1926 stürzt« bi« Touristin Ille Treiber auS Dresden in ben Kärntner Alpen tödlich ab. Jetzt hat die Dresdner Staatsantoalt- lchaft ben Ehemann der Verunglückten, ben Kaufmann Fr edrich Louis Treiber, in Unter- suchungshaft genommen unter dem Verdacht deS Morde- und d«S Versicherungsbetruges. Treiber hatte seine Frau einige Zeit vor ihrem Tod bei einer Stettiner Ber» sicherungsgeiellschast mit 100 000 Mark ver ichert. Gegen ihn war schon einmal ein Verfahren im Gange, da- aber wieder eingestellt wurde. In der nächsten Zeit soll eine GerichtSbejichtigung an der Stelle des Unglücks stattfinden. Oie Wetterlage. sL O <3 *■’ Im» 7U , & o Vtffltemos Q "frier. Q M» Meett G wofti» ch ernten. • »eaeH * Stilett AOrevKii ■ Rtoti X 6»w«fn^wiMHillc ItfcMlr» Oii £ «UMfler SMivowcsi Q tlere^ter b>t Mt.lt flKOt" «" «• WIML Olt Hi He MltiOet" lltMMte 1* kn gtfrte du Ttm?tritm «* P.t linkte rtrMM» Ort« ert ««icecM W "wtsMUf neiecrtchettto UilUreO eLcttervoiauvjLgc. Unter d.m Einfluß ber Sonnenstrahlung unb warmer 6übrodtiuft haben sich Im Laufe de» gestrigen Tages die Temperaturen weiter gehoben. Nachdem aber mit ber Rordoftwartsschreilung des Tiefdruckgebietes kühlere Lusunajstn wieder unser ®e biet erreicht haben, hat bereits starker Temperaturrückgang eingesetzt. So lagen im Westen Deutschlands heute morgen bie Werte bi» 10 Grab tiefer al» am Bortage. Ta bie kühleren Luftwaffen noch anhalten, ist zunächst mit veränderlichem Setter unb vereinzelten Schauern zu rechnen. Gleichzeitig setzt starker Luftdruckanstieg von Südwesten her ein, durch den bas Wetter bald wieder freundlicher und durch bie Sonnenstrahlung wärmer wirb Vorau-sage für Samstag. Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, zunächst ohne stärkere Tempera turönberung, vereinzelt Regenschauer. Voraussage für Sonntag: Tells heiter, teilt wolkig, tagsüber wärmer, meist trocken. Lufttemperaturen am 14. 3uni: mittags 25,8 Trab ffelfiu», abends 172 Grad Eelsius; am 15. Juni: morgens 11,7 Grad Celsius Marimum 27,4 Grad Celsius, Minimum 10,8 Trab Teksius. — (trbtempe- ratur-n in 10 Zentimeter Tiefe am 14. Juni: abend» 23,b Grad Celsius, am 15 Juni: morgen» 18 Grad Eelsius. — Rieberschläge 5,2 Millimeter. — Sonnen- Icheindauer 10H Stunden Der cicroWagernben Schnaken verbinden gen Sonntagssonderzug noch 6 i 11 n a d) von Hauptzuges in Dieben erfolgt um 6.02 Uhr, die :nenfc(l8 auch tDI hoher 1920 in einer auf dem HofedesPost- > öudes aufaeftellten Holzbaracke habe ar- aebäudes aufaeftellten Holzbaracke b« »eilen muffen, die weder gegen Kalte noch bellen mögen. Dir weder gegen Kalte noch gegen ui gewln Hitze genügend Schutz geboten habe Er verlangt Sn'emble deshalb im Wege der Klage ErsatzderKrank- „Der Br löt Helts- u n ungskosten undSchmer- zensgeld, er führt auch feine am 1. Februar 1924 begonnen. Die Vorstellung beginnt um 20 Ufci erfolgte Derfetzung in den einstweiligen Ruhestand und bauert b'.s 22 Uhr. so bah die auswärtige n Wollen Dann Benutzen Sie die Idealen versteigert >022 Amateur Inrenutlooal Eingang Ecke Volksbad Kein Laden W*t— IriMriü »eher LaOnmlate 1 trem hart 8 ä F-Kaffee- und Tee-Werhewoche Ankunft in Lifenach Eisenach um 18.46, Preisliste mit Abbildungen vieler Formen und Weiten kostenlos Rudoii Richter Marktstraöe 24—26 haben Dültiakeit. D:r Kartenverkauf hat bereite Vorstellung beginnt um 20 Uhr. t am Dienstag, 19. 3uni, in Maughams -Der Brief" auslveten. — Sommerobonnements Lvrechsinnden hrr Wrbnftion 12 bis 1 Uhr mittags, 5 hl» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen. Für unverlangt eingcsandte Manuskripte ohne heigefüglc» Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenauflräge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. verhaftet. : die Touristin > btn Äämtner öner Siaatiantmli- Qktunfllüdun. be Treiber, in Unter- en unter btm 3t» Berfltbtrungi- feint Stau einigt n« Stettiner 3er- 300 Mack Der itm. na! ein 3crfa&rr t eingestellt tcurtt SmchtSbesichtiging ittfintei Theaterbesucher bequem noch den Zuganschluß erreichen ttu Sdjulamfig^ tr Witttl/Quif n** sbam stürzt, ,lr( f »orbeitamen, nn Mi tonnten lebend nn die W^W- und Tvaid Bartel iuenvehr alt Lei o liegt der Vorteil? Erst proben, dann loben! den hierbei die verschiedene Fragen. wie sie durch bw Absichten der AktiengeteU'chaft für deutsche Slektrizitälswirtschast gegeb.i __4 für Hessin und In einer engeren Fühlungnahme der oberhessifchen Ltromver- hoch Nord um 7.03, wo die Dereinigung mit dem Hauptzuge erfolgt. MlV-WüGMNsiÜfgllU sowie fä-itliche lnnhwirtschafrliche öcräie 6ögar Bornnii, Gfetze» 5 & F-Kaffee d,e s* ■VPfunb.pafet 2.30, 2.-. 1.80, 1.60 SA F.Tpp au*fl|eb,e Qi r I CC aromatisch Vs.pfunb.pafd 1.80,1.36,1.00 T.f Zuge vereinigt wird. Auch von der Strecke Dillen- bürg—(Bicfocn ist sowohl für die Hin-, wie die Rückfahrt der Sonderzug in Gießen gut erreichbar. Die Anschlüsse würden bestimmt abgekartet. In Eisenach werden Führungen veranstaltet. Den Son- derzugreiscnden ist fo die Möglichkeit gegeben, alle Sehenswürdigkeiten von Eisenach und Umgebung Friedrich w Ihetm itebenvuerncherungS-Akt.-Gelellfch. 5M2i i] Errichtet 1^66. Allein in Hetzen und Hetzen -Natzau moieatl. Übei 4000 Neuner sicherte! Air bauen uni. üuhenuraanif. weiter au» n. heuen noch für verich. (Mebiete einige fleibmc und gcfthidtc. rcilegem TBerbcnräfte per ioiort ein. Air Zahlen auch Nicht- m .-bleuten von Aniang an fcftedlftn* ramm. Perl. Borst. mit Criqjßeuan. ob. fonn Belegen üb. btftber. Taiiakeii am «ame*tan. Itt. Juni 28, nachm. 2—4 Ubr, bet Henn Craanifanon»: lener Sehosrna:k,9te»en. letsl Sehfltr Äon Sreifag, den 15. 3uni, dis Samsing, । den 23. 3uni, geben wir bei Gin kauf von ’/t Pfund S & F-Kaffee ((5rün-, Hoi-, (Selb- und Weißsiegel) oder Vs Pfd. S & F-Tee (CSrün-, F^ot- und Geldsiegel) 1/a Pfund Zucker oder 1 Speise-Schokolade oder •/« Pfund «?. Creme-Pralinen Arn Sonntag 24 3uni, verkehrt ein Sonderzug mit nur ■' —*- -»— -----------e- Sünflige BeröienfimögliQjted durch modernste Verstcherungsmethoden einer her grflhten lontinentalert N Jahre beftebenben L beuS Uerftdieruiige WcleUitüalt. — Beite Bcdinaunnen: Höchste Provisionen, toste Zascnnsso, AllersTersergsny. Woieitlicb er- le chtorlo Tätigkeit ent ürnnd von Vertrlgen ■ I greise Vor- bladen and deren Adressea-Miteria!. Sämtliche BertiLerunaS- Aiuctge. WicUiiatfjleute werden einaearbettn Bezirks-Direktion für Vielen ist sofort zu vergeben Meldungen unter cüui.g> bedürftigen Lindem, der non den oderhessischen strrisjugendämtrrn in (Biehrn uilamnu ngcfkül wurde, nach Brunshaupten Arendsee (Ostsee) zu einer sechswöchigen Rur ab Ende 3uli soll von den »tretsjugendamtern vberhestens ein weiterer Linder» transport geschickt werden " Die Schnakenplage lammt Die Brut- füllen dec Lchnaken zeigen zeht überall eine starke Vermehrung von Garnen und Puppen, so daß in spätesten» 14 Tage» diese Plage zu erwarten ist Ltillstehende Wasser sollte man setzt sch^n mit 6a- pro! bespritzen, auch kann Petroleum genommen wer. den. Liegt auf dem Dasscr nur eine dünne Oelschicht. fo sind in wenigen Minuten alle Larven vernichtet Ebenso behandele man Abwassergrubcn, Jauche gruben, liefwosservehälter, und zwar derart, datz man durch Ueberdecken mit Soolefiun das Eindrin Aus der Vrvvinziashaupckiadi. Lietzen, den 15. Iuni 1928. Oie hessische (Gasfernversorgung. DSA. Am Al ttwoch fanb die erste Aufsichts- ratssitzung der hef ft scheu kommunalen Lasf«rnv«rforgungtHekoga)in Darm- stadt statt Zum Doditzenden des Llufslchtstats wurde Lcheirnerat Dr. U 1 i n g e r . Provinzialdirektor in Mcunz. und als sein Stcllverlrrter der Beigeordnete Dr. Hamm-Lietzen gewählt Als Vorstand wurden d m Beschlutz Lu Lründer- versammlung zufolge Staatsrat Dr Aeitz vom hessischen Innenministerium. Bnryermeiftkr Aitzer t-Darnrstadt. Beigeordneter ftie- mens -Mo«nz und Provinztalrat D o lf- Vtetzen «wählt $4 ’anb eine etngchende Aussprache aber Ine '<.cher»gen Arbeiten de« Vorstandes statt eü b;m Lrgebnts datz t« Aus icht»- rat dies« Matzuah-nen und Schritte einmütig billiate. Der Aunichtsrad ersucht« daraus den Vontand, die schwebenden Derhandlungrn weiler- ^uführen und die Sicherstellung der »ei der Hrkoga b « n 6 t taten Vasmenger. be'chleunigt zum Abfchlutz zu bringen. Detter de'chlotz der Aufsichtsrat datz nunmehr auch blc Arbeiten der Gasversorgung inner- halb des Verso rgungSgebtetes der H e k o g a nachdrücklichst gefördert werden sollen. !x Gasfernversorgung ist aul dem Morsche und wird den Snvartungen, die an sie geknüpft werden in vollem Motze gerecht werden, .fragen der Hess. Elettrizitätswirtschast. Unter dem Vorsitz der hefsilchea Minister deS Innern und der Ainanzen sand gestern vormittag im Ministerium des Innern in Darmstadt «ine Verhandlung mit Dertreiern des preussischen Ministers für Handel und Gewerbe, der AlUenge'ellschast für deutsche SlektrizitLtS- wirtschaft und der Preutzilchen Glektrizitäts- Aktl«ng«seklfchaft (Preag) über Fragen der TleklrtHitütswirischast statt. 9: tour- 4 Wagenklaffe und einer oahrpreisermahlgutrg einem -Drittel de» gewöhnliche Fahrpreise» und Sch.tellzugsgefchwindigkeit von (stieben nach Lisenoch. Au diesem Auge wird von Stockheim bis Lauterbach Nord ein ylttgelzua gefahren, der In Lauterbach mit dem von Gtetzen kommenden Bericht des 1. Schriftführers. Stuüienrat Hölze!, über die »lutz an den Sturm trat im Lausc der Nacht ein Wetterumschlag ein, der gegen Miller nacht einen heftigen Regenguh zu uns herabschickte und auch heute früh noch starke Niederschläge beachte Die Temperatur hat sich heute etwa» abgekühlt. “ Dastfpiel Tllla Durieu < am Stadttheatcr Dietz < n. Ds ist der Intendanz gelungen, wie man un« schreibt, die bedeutende Berliner Schauspielerin Tilla Du- um 9.57 Uhr. Rückfahrt ab Ankunft in Dietzen 22.49 Uhr Der Flügelzug fährt um 4.50 Uhr in Stockheim ab, Ankunft in Lauter- Mi MffihögHteii wird Ihnen aeboten als Vertreter zum Abfchlutz von fvabrrnööcrficterunaen zu den Dom Ae:chenuisich:snmt Berlin pe- ncbmtflten Bersicheriinaobedingungen. Saufende Ersatzräder geliefert! Rückversicher! bei der Zemrova. Central-Eurovatiche BersicherungS- bar.I «. ($). Berlin. 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Alfred Linck in Königsberg Hal den Ruf auf den Lehrstuhl für HalS-, Rasen- und Ohren- kranthetten an der Universität GreifSwal d al« Dachfolger A Gütlich« angenommen. — Die Professoren Dr. Friedrich Hund in Rostock unb Dr. Emst Robert Curtiu« in Heibel- b e r g haben die Berufungen nach Halle bzw. Frankfurt a. M. abgelehnt. Dr. Hund sollte in Halle den Lehrstuhl für theologisch« Physik übernehmen, während Prof. Curttu« der Lehrstuhl der romanischen Philologie in Frankfurt al« Vachfolger von Geheimrat M, Friedwagner engeboten war. Br. (59 Zweites Blatt Jur Finanzierung der Gießener Volkshochschule. Don Umoersitäts-Professor Dr. Anguss Messer, allem Vorsitzenden des Vereins ^Volkshochschule Gießen e. V." In einem Aussatz über die Volk«hochchule in Vr 127 be» ®. X habe ich u. a. ausgeführt, dah Artikel 149 ber Reichs Verfassung «ine Zörbc- runa der Volkshochschulen auch den Gemeinden vorschreibt. dah ferner bic beständige Sorge um die Finanzierung und bie 'Bemühung, weitere Mittel der Schule zuruführen, dem Volkshochschulleiter es unmöglich mache, feine gesamte Kraft tn den Dienst feiner eigentlich pädagogischen Aufgaben zu stellen. Demgegenüber .st in Vr 130 des G. 2. eine .Zuschrift“, unter^ichnel .Eine alte Hörerin“, veröffentlicht worben, in der behauptet wird, bah eine finanzielle Vot der Giehener Voltshoch- fchule gar nicht best.hc. ja dah diese .bis »um Frühjahr sogar 1000 Mark Barvermögen be- feffm habe" ine Verfasserin gibt sich al« Freundin ber Volkshochschule, sie redet von dem .wirklich groben Werk ber Volksbildung". Wäre es chr aber in der Tat ernstlich darum zu tun gewesen, bie« Werk zu fördern, und wäre sie sich ihrer Verantwortung gegenüber der Volkshochschule bewuht gewesen, so hätte sie die Pflicht gehabt, sich einmal in der .Geschäftsstelle" der hiesigen Volkshochschule zu informieren, ehe sie an die Oeffentlichkeit trat Der Sachverhalt ist dieser. Schon vor Berufung de« jetsigen Leiter« im Herbst 1926 war von dem Vorstand (dem ich damals noch nicht angebörte) beschlossen worden, dah für bestimmte Ausgaben der Volkshochschule jabrlid) 700 Mk. mehr aufzuwenden seien. Für diesen Betrag war aber eine etatsmähige Deckung damals nicht zu beschaffen, unb sie ist dis heute nicht zu beschaffen gewesen. So muhten denn jene 1000 Mark, bie mithin al« .Rücklage“, al« .Au«- gleichsfonbs zu charakterisieren sind, teilweise zur Deckung herangezogen werden. Die Ansammlung jener Rücklage war übrigen« nur dadurch möglich gewesen, dah ein hiesiger Studienrat in banlen-wertcster Weise ehrenamtlich einige Zeit die Geschäftsführung besorgte, nachdem der frühere Geschäftsführer, Herr Dr. Werner, auSgefchieden war, um die Leitung der .Pfungst-Stiftung" tn Frankfurt a. M zu übernehmen Gerade in jener Zeit aber hatte man Gelegenheit, hier eine bedeutsame Erfahrung tu machen, bic der .alten Hörerin“ ebcnfall unbekannt ist ober von chr ignoriert wird Es je.y.e sich, dah bie Leitung bzw. Geschäftsführung viel zu hohe Anforderungen stellt, al« dah sie von einem vollbeschäftigten Lehrer ober sonstigen Beamten noch nebenher besorgt werben konnte. Das bekundete sich auch daran, bah damals ein beträchtlicher Rückgang tn ber B^ucherzahl eintrat. Es entspricht nicht den Tatsachen, wenn bie .alte Hörerin" von .durchschnittlich 300 Hörem pro Semester“ redet. Die Hörerzahl war nach dem Ausscheiden Dr. Werner» und vor Berufung de« neuen Leisir« tm Sommer-Semester 1623 auf 98 gesunken. Vach dieser Berufung hat sie sich bann rasch unb in sehr erfreulicher Weise wieder gehoben Die Auswahl an solchen Persönlichkeiten, die wirlllch zur Geschäftsführung unb Leitung einer Volkshochschule geeignet sinb. ist wahrlich keine grobe. Der damalige Vorstand hat den jetzigen Leiter, Herrn Hegar, berufen, doch wohl deshalb, weil er ihn al« den geeignetsten ansah. Unb bah er sich in so hohem Mähe bie Hochschähung und das Vertrauen ber Hörerschaft erworben hat. beweist, bah die Wahl eine gute war. Der Hinweis darauf, dah doch in Mainz die Volks-Hochschule nebenamtlich geleitet werde, beweist an sich gar nichts, wenn nicht näher dar- gelegt wirb, wie die Geschäfte zwischen dem eigentlichen .Leiter" und dem chm zur Seite stehenden technischen .DeschästSführer" verteilt Der General und die Horrido-Iwille. Don Sigismund v. Radecki. Was ein General ist, dürfte man nachgerade willen, was aber ist eine Horrido-Zwille? Eine Zwille ist, laut dem Wörterbuch von SanderS, eine .klein« Schleuder". Aber daS sagt gar nichts. Man kann einen Stock oben spalten und einen Stein dazwischen zwängen, und et ist auch eine .Deine Schleuder". Man kann einen Stein an eine Schnur binden unb ihn wie ein Rad um bie Hand faulen lassen, unb es ist ebenfalls eine .Deine Schleuder'. Aber noch lange keine Zwille. Vein, eine Zwille ist auf Deutsch ein Taschenkatapult. also ein Ding, bat wie eine Stimmgabel aussiebt, an deren beiden Enden ein Gummiband befeftigt ist. welche« genau in ber Mitte einen Leberfleck zur Aufnahme der Ladung trägt. Vun faßt man die Stimmgabel am Grill, leat in den Leberfleck eine trockene Erbse (kein Schrot, wenn ich bitten darf), zieht die Laduna nebst Gummiband fest an und sucht sich einen Gegenstand, den man damit beglücken wird. (Ich fage .man" — e« ist aber meist ein Jung« von 12 3obren.) Jetzt läht man die Erbse losschnellen. Trifft man einen Hund, so wird er vor der unsichtbaren Macht den Schwanz em- fnelfen unb sich winselnb trollen; trifft man aber einen Menschen, so wirb er sofort bie Treppen herauf ft eigen. Dingeln unb sich bei den Eltern beschweren. Da« ist bann sehr unangenehm. V)a« ist aber .Horrido"? Horrido ist ein Ausdruck der Jäger ober .Weidmänner", bie ja auch in ihren Iagbzeitschristen den Auerhahn zuwellen al« den .laueigen Urvogel“ bezeichnen. Diese Horrido-Zwille also, ein D. R. P.. war au« besonder« gutem Stahl und besah ein besonder« dicke« Gummiband. Ein Förster hatte sie zu Zwecken der Hundedrellur konstruiert unb ich sie mir zur Steigerung meiner Lebensfreude für teure« Gelb aus Deutfchlanb verschrieben, fcerm ich war ein Junge und lebte in Petersburg. Vach drei Wochen unablässiger Ucbimg war ich so weit, mit ber Horrido-Zwille jeden beliebigen Schulkameraden ober Päbagogen auf dreißig Schritt treffen zu können. Allein das war alles ran Vorbereitung. aiWito •®ebtr Wal ao \ M9M HU >ofl. ' Gödes. ÄÄ* *8itrc -----, OB . MiiÜi M m des Veretae 'estplatz Heilenden Verd« igens ilne des Festzuges tiefe ich durch die 0n> kswiesi jastvereine. Volksbt ! 11.56,Festplatt M05( (Restaurant Sttvvx: i-Steinberg (5820t AUfS’111' gSol Ra$5°1W 4 MUUUWM" ils rüsemann ■A Fernspi Ul (ber Küche U-18 HM W MWWW vers'chrrangSmarlen übergebene Barbeträgc von 18 unb 12 Mk. nicht an die Postagentur abge- liefert, sondern unterschlagen. Er war im wesentlichen geständig und gab als Ur ache seiner Verfehlungen an. daß er über den Durst getrunken Tumen, Sport und Spiel habe Da es sich um ein vom Gesetz schwer be» drohics Amtsvergehen handelt, muhte aus eine ®cfr. ntstrase von vier Monaten Gefängnis erkannt werden. Seine Stells Hot der Monn ebenfalls verloren. Bezahlte Fußball-Amateure. Die Bücher von Wacker-Münchcn beschlagnahmt. Zu einem vom Finanzamt München gegen den Fußball club Wacker-Mün» che n eingcleltctcn Verfahren teilt die Llublcitung Wacker auf Anfrage mit. dah im Auftrage des Finanzamtes München die BücherdesElubs mit Beschlag belegt wurden, und zwar im Auftrage des Finanzamtes Ulm. daS gegen den Trainer Szabo wegen Entrichtung einer Einkommensteuer vorgegongen ist. Szabo war in den wahren 1925. 1926 und zum Teil auch 192? als Trainer beim Fuhballclub Wackcr-Wünchen und hat dort und auch späterhin in Ulm feste mo- natlichc Bezüge für seine Trainertätigkeit erhalten, ohne aber aus diesem Einkommen eine Steuer zu entrichten. Das Finanzamt hat nun zwecks Feststellung der Bezug: Szabos die Beschlagnahme der Bücher anieordnet und aus den beschlagnahmten Büchern auherdem entnommen, dah der Fuhballclub Wacker-München in den Jahren 1925/26 und zum Teck auch 1927 die Spieler seiner er st en Mannschaft monatlich bezahlt hat. Diese Zahlungen hoben aber, wie die Leitung des Clubs versichert, sofort nach Annahme des auf dem Mün- chener Derbandstag 1927 ge'ahten und die Be- rufSspiclerfrage betreffenden Beschlusses. der eine reine Scheidung zwischen Berufs- und Amateur- spielertun, forderte, oufgehört. Der Fuhballclub Wacker-München wurde wegen b?r in den Jahren 1925 und 1926 und teilweise auch 1927 an seine Spieler geleisteten nwnatlichen Zahlungen vom Finanzamt München mit einer Geldstrafe belegt. Gegen diese hat die Clubleitung von Wacker durch ihren Aechtsbeistand Berufung eingelegt. Dem A. S. S.. dem amtlichen Organ des Süddeutschen Fuhball- und Leichtatl'leii'verbandes, zufolge, sollen im Zusammenhang mit der Wacker- Affäre auch bei anderen Münchener großen Fuß- ballvereinen Recherchen angestellt worden sein. Das Landesfinanzamt München hat an die Finanzämter Weisung ergehen lassen, bei allen großen Ligavereinen Auskünfte einzuholen, ob sie an ihre Spieler ebenfalls ständige Zuwendungen gemacht haben. Wie bis jetzt bekannt geworden ist. sind die Vorsitzenden des Ersten Fuhball ClubS Nürnberg und J>er Spielrereiin« gung Fürth von zuständiger Stelle vernommen worden. Bei beiden Vereinen soll aber unzweisel- hast alles in bester Ordnung sein. In Sachen Wacker-München hat der Süddeutsche Fußball- und Leichtathletikverbond eine Untersuchung eingeleitet. Olympisches Fußball-Turnier. Uruguay Lieger. Argentinien 2:1 geschlagen Am Mittwochabend wurde im Amsterdamer Olympischen Stadion der überall mit Spannung erwartete Endkamps des Olympischen Fuhball- turniers zwischen Uruguay und Argentinien auSgetragen. Bereits eine Stunde vor Beginn des Spieles waren alle Plätze aus- l verkauft. Nachdem in den ersten zehn Minuten des T Kampfes Argentinien im Vorteil war und das uruguayische Tor stark bedrängte, konnte die ' uruguayische Mannschaft, die sich langsam zusom- mengesunden hatte, in der 19. Minute ganz überraschend in Führung gehen. Angefeuert durch den höllenmähigen Lärm ihrer Landsleute lagen die Uruguayer auch weiterhin im Angriff, doch blieben die Argentinier durch ihr fabelhaftes Kombinationsspiel dem gegnerischen Tor stets Gefährlich. Erst in der 30. Minute fanden ihre lnstrcngungen den verdienten Lohn, indem der Mittelläufer Mauti, der beste Mann der ar- gentinischen Elf. mit unhaltbarem Schuh den Ausgleich erzielte. Uruguay war bis zum Schluß der Halbzeit start im Vorteil, doch konnte keine Mannschaft biS zur Pause mehr einen Erfolg erzielen Nach der Pause drängten die Argentinier wieder start und riefen durch hervorragende Balltechnik und einzigartiges Zusam- menspiel die Begeisterung der Zuschauer hervor. Doch Mazali. der Torwächter Uruguays, unbestreitbar der beste Mann auf dem Platz, verrichtete Wundertaten, und ihm allein verdankt Uruguay, dah die Argentinier in diesen Spiel- Minuten nicht die Führung an sich rissen. Uruguay versuchte sein Glück in plötzlichen Durchbrüchen Uruguays Linksaußen Figuerora erhielt heu Ball und raste die Linie entlang, gab an den freistehenden Scarone ab. der auS geringer Entfernung zum zweiten Tor für Uruguay einsenden konnte. Dieser Erfolg deS Gegners wirkte entmutigend auf die Argentinier. und durch die Schuhunsicherheit der Stürmer und die Güte der gegnerischen Dertei- digung blieb es bei dem Ergebnis 2:1 für Uruguay. Dem Spielverlauf nach war der Erfolg nicht gerechtfertigt. 3m Felde dominierten die Argentinier. was das Eckenverhältnis von 18:7 deutlich beweist. Auch diesmal gab es wieder große Härten, besonders auf Seiten Uruguays Der Holländer Mutters leitete das Spiel durchaus großzügig. Sofort nach Beendigung des Spiels erfolgte die feierliche Ehrung der Sieger. Uruguay erhielt die goldene. Argentinien die silberne und Italien die bronzene Medaille. Die Fahnen der siegreich?:! Nationen gingen an den Siegermasten unter gleichzeitiger 3ntonie- rung der Nationalhymnen hoch, womit das Olympische Fuhballturnier 1928 b e - schlossen wurde. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Der letzte Spieltag der Fußballsaison 1927/28 ist in der Hauptsache der Erledigung von Rückspielen gewidmet. Liga, Ligareserve, Alte Herrenelf der Spiel- vereinignng 1900 Gießen fahren nach Frohnhausen an der Dill. Die Vorspiele zu diesen Begegnungen sahen 1900 jedesmal siegreich. Auffallend war schon damals der knappe 3:2- Sieg der L i g am o n n s ch a f t. Beim Vergleich der damaligen und der jetzigen Mannschaftsaufstellung muß man mit einer Niederlage der Vereinigten rechnen, denn der Ersatz, der eingestellt werden muh, ist sehr zahlreich. Dieser mißliche Umstand soll für die Teilnehmer am Spiel gegen „O r a n i e n Frohnhausen ober nicht der Anlaß sein, die Hände in den Schoß zu legen. Mit Tatkraft bei der Sache sollte selbst für eine stark ersatzgeschwächte Elf ein Sieg im Bereich der Möglichkeit liegen. Für die Ligareservc gilt das vorher Gesagte. Spielerabgaben in die erste Elf nehmen auch der Zweiten etwas Kampfkraft. Die Ueberlegenheit im Vorspiel in Gießen (5:1 für 1900) war aber so groß, daß man auch diesmal an einem Sieg der Spiel oereinigungsleute nicht zweifeln sollte. 1900s A. H. - E l f siegte im Vorspiel in Gießen 4:0. Auch in Frohnhausen wird sie sich den Sieg nicht entgehen lassen, dafür bürgt schon der Erfolg einer schwachen Mannschaft am Dorsonntag in Limburg. Eine neuzusammcngestellte 4 Mannschaft fährt nach Niedershausen (Lahn). Wie hier die Aussichten der Blau-Weißen sind, läßt sich nicht voraussagen, da die Spielstärke des Gegners hier zu wenig be- könnt ist. Die 2. I u g e n d holt das an Pfingsten ausgefallene Spiel gegen die 1. Jugend von Teutonia W a tz e n b v r n -S t e i n b e r g auf hiesigem Blaße nach, während die 1. S ch ü le r e l f einer Einladung des Sportvereins H a i g e r (Dillkreis) nachkommt und dort ein Spiel gegen die 2. Jugend des Platzvereins bestreitet. __ D. f. D. Am tommenden Sonntag fährt die Liga» mannschaf: nach Frohnhausen, um eine ulte Nückiow.'verpsl'.chtung einzulösen. Das Vorspiel auf hiesigem Platz endete mit dem für den Liganeuling schyneichelhatten Aesultat von 4:4. Ob es der D. f. D.-Elf dtesmal gelingt, ihre bessere Spietweise durch einen Sieg unter Beweis zu stellen, erscheint in Anbetracht der dortigen schlechten Platzverhältnisse und des Um- standes. dah sie ohne ihren verletzten Mittelstürmer antreten muß. fraglich. f Die Ligareserve trägt gegen die erste Mannschaft von Lich auf dessen Platz ein Lück- spiel aus. Aus eigenem Platz gewann Die V. f. D - Sls mit 5:2. Lich wird bemüht sein. das Aesul- tat zu iorrigieren. was ihm evtl, gelingen kann wenn Gießen ebenso zusammenhanglos spielt, wie im Vorspiel. Einen ziemlich sicheren Sieg darf man r der vereinigten Gesangvereine und eine kernige Ansprache deS DezirkSvertre- terS ttniveNitätSvberinspektors W. Erle (Gießen), der auch die Glückwünsche der 13c» zirVvereine zur Oiibiläumäfeier übermittelte. Wit Mann^chaftskämpfen im Hochsprung und Kugelstoßen schloß der turnerische Teil deS Tages ab. In fleißiger Arbeit ermöglichte eS der BerechnungSauSschuh. daß jeder Turner seinen Sieg urkundlich mit nach Hause nehmen konnte. Nachstehend geben wir einen Auszug auS der S iege r l ist e: Turner stufe. 46 Teilnehmer, 36 Sieger m Kugelstoßen. 7l/< Kg aus Kreis 6—10 Meter. Hochsprung über Latte 1.10—1,60 Meter. Lauf über 100 Meter 16—12 Sekunden, Weiterung 4—6 Meter, eine Freiübung. — Ehrensieger: Fritz Berghäufer. Wetzlar-NicdergirmeS. 90 Punkte. Heinrich Keller. Burgsolms, 86 P — 1. 6.eg: Lukäoig MalkvmeftuS. Wtv. Gießen. 85 P. — 2. Willi Nehren. Mw. Gtcßen, 83 P. — 3. Karl Kehler. Tv. Grohen-Linden. 80 P. — 4 Kurt Walter. Tv. Treis a. d. Lda.. und Albert Würtz. Tv. Krofdorf. 77 P — 5. Walter Loh. Tv. 1846 Giehen. 76 P. — 6. Wllv Arz- bächer. Tv. 1846 Giehen. 73 P. - 7. Nudott Spuck. Mw. Giehen. 72 P. — 8. Walter Weigand. Wtv. Giehen. 70 P. — 10. Karl Otto Depler. Tv. Heuchelheim. Wilhelm Hofmann. Tv. Krofdorf. 68 P. — 11. Karl Drescher. Tv. Krofdorf. Arthur Kreiling. Mw. Giehen. 67 P. — 12. Karl Pfeffer. Tv. 1846 Giehen. Karl Würtz. Tv. Krofdorf. 64 P. — 13. Albert Weigel. Mw. Giehen. 63 P. — 15. Heinrich Adolf. Tv. Klein-Linden. Lorenz Schlamp, Tv. 1846 Giehen. 59 P. — 16. Nichavd Waaner. Tv. Allendorf a. d. Lahn, 58 P. — 17. Hugo Bartel, Tv. 1846 Giehen, Srnst Degen und Heinrich Steinnagel. Tv. Großen-Linden. 56 P. — 18. Heinrich Schoa?. Tv. TreiS a. d. Lda.. 53 P. — 19. Wilhelm Ninn Tv. Heuchelheim. 52 P. — 20. Heinrich Schmidt. Mw. Giehen. 51 P. Iugendturner-Oberftufe, 17 und 18 Jahre. 53 Teilnehmer. 52 Sieger in Kugel- MWÄlMWMWm. "Roman von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Äoldmann, Verlag, Leipzig. 32 Fortsetzung Nachdruck verboten. „Bei der? Keine Spur. Ich entwischte ihr ab Elfjähriger. Ich verkaufte Zeitungen, Zigaretten, trug Gepäck, besorgte Botengänge und schlief auf Bänken im Park. Alles lieber als bei der Tarantel zu leben." „Aber bann hätten Sie doch niemals zu ihr jtt- ruckkehrcn sollen!" „Df)," sagte Cawler mit rätselvollem Lächeln, „das zweite Mal kam Ich als Rächer. Da batte ich sie in der Hand — und warum sollte ich nicht von ihrem Glück profitieren?" begehrte er auf, ab Sybil schwieg. „Sie hatte sich die Sonnenseite de« Lebens erschlichen, ich sah am Katzentisch. Warum soll ich Ihnen was vormachen, Fräulein? Sie können cs ruhia willen. Bis vor sieben Jahren war ich ein berufsmäßiger Dieb und habe sechzehn Strafen ab- gesessen." Sybil nickte still: „Das ist die Schuld Ihrer Tante." „Nun, sehen Sie, das sagte ich mir auch", fiel Garnier erleichtert ein. „Als ich das letzte Mal in Dld Bailey vor dem Richter stand, wurde ich verwarnt: das nächste Mal gäbe es Zuchthaus und nicht zu knapp. Da zoa ich «inen dicken Strich unter meine Vergangenheit. An wen sollte ich mich wenden? Tante Eody mar die nächste dazu. Angenehm war es ihr nicht, das können Sie mir glauben, ab ich eines schönen Tages bei ihr austauchte. Aber nach weniger wagte sic, mich vor die Tür zu setzen. Ich lebt« sieben Jahre in ihrem Hause, batte die Hülle und die Fülle und hielt den Mund. Aber heute ..." er zog den Atem tief ein und dehnte die Brust ..... heute habe ich ihnen beiden die Wahrheit gelegt, den Schmutz von sieben Jahren habe ich mir non der Seele gewaschen und werde cs nie bereuen!" Ä blieb er stehen und legte den Finger auf . Er horchte angeftrenat. Sybil schaute sich um. Vor ihr lag eine weihe xlippe, die wie der gezackte Rücken ernt» Lindwurms in die flimmernde Luft stach. Garnier sah ihren Blick. ,Da« ist der Steinbruch', flüsterte er „Eine Straße führt da entlang, aber sic ist abschüssig und gefährlich. In der Nacht kann man sie nicht begehen Wir müßen uns links halten." Er hielt inne. Sein Gesicht nahm wieder den angestrengten Zug des Lauschens an. Dann warf er sich jäh zu Boden und preßte das Ohr ins Gras. Plötzlich richtete er sich stell in die Höhe. „Gehen Sie", flüsterte er hastig. „Gehen Sie vorläufig allein weiter. Sehen Sie dort den Wald?" Sein Finger deutete auf eine dunkle Kulisse, Jne sich tintig über der Graswelle erhob. „Da gehen Sie hin. Ich' komme gleich nach." Sie starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen an. „Nein, nein!" rief Sie verzweifelt, „Sie sollen sich nicht allein einer Gefahr aussetzen!" „Wer spricht von Gefahr?" fragte er ungeduldig. Sie wandte sich zaudernd um. Er schlug mit der Faust auf den Loden. „So rennen Sie dach, Fräulein! Rennen Sie doch! Stehen Sie nicht herum! Sie sind mir hier nur im Wege!" Da ging sie zögernd. Nach einer Weile blickte sie sich um. Er hatte sich lang in das hohe Gras geworfen und war nicht mehr zu sehen. In diesem Moment ballten sich die Wolken vollends über dem Mond zusammen. Die ganze Landschaft sank in die Nacht zurück. Panischer Schrecken packte sie über ihre Einsamkeit, und sie lief, fo rasch ihre Deine sie tragen wollten. Eawler erwartete, flach aus dem Gesicht liegend, auf den Riesen, dessen schweren Schritt sein fein- geübtes Dhr aus weiter Entfernung wahrgenommen hatte. Er war sich klar, daß sie durch Flucht sich nicht mehr retten konnten, und er wollte das schöne, sanfte Mädchen um jeden Preis vor dem Unhold bewahren, selbst um den Preis seines Lebens. Das herzbeklemmende Gefühl der Furcht war Tom Cawler fremd. Sein Scharfsinn, seine Gassenbuben- srechheil verbanden sich In ihm mit einem gewissen Draufgängertum im Äampf. Er war stark und gewandt und blitzschnell im Austragen seiner Vorteile. Das alles stählte ihn für die furchtbare Begegnung, die ihm beoorftanb. Seine Hand krampfte sich um den Schraubenschlüsiel, die einzige Waffe, die sich in seiner Tasche befand, und ab der Ries« in sein Gesichtsfeld trat, sprang er ihm mit einem mächtigen Satz auf den Rücken Das tierische Geheul der Wut. in das der Ange- grisscne ausbrach, drang bi» zu Svbil hin und trüb ihr den Angstschweiß aus allen Poren. Sie baue den Wald erreicht und flammrrte sich an ein-m Baum. Wenn er ihn getötet hat. kommt er zu mir. schrie es In ihr auf. Sie taumelte vorwärts, unb das Mitleid mit ihrem Retter brannte ihr in der Kehle wie Essig. Weinte sie? «ie wußte cs nicht. Sie stolperte, fiel, raffte sich auf, wankte weiter. Endlich hatte sie den Wald hinter sich. Das Geräusch des Kampfes in ihrem Rücken war verstummt. Dor ihr lag ein flaches Feld, dessen junge Saaten sie niedertrat. Dann stieg sie eine Hügelwclle bergan. Unb wieder tauchte ein Wald vor ihr auf. Verzweifelt fragte sie sich, ob sie vielleicht im Kreis gelaufen war! Nur das nicht ... das nicht! Fast war chr wohl zumute, als das schützende Dunkel des Waldes sie wieder umfing. Sic tastete sich mit den Händen von Baum zu Baum. Gräser stachen sie. Dornen zerrissen ihr Kleid Vorwärts! Vorwärts' Da wurde der Baumwuchs dünner, das Blickfeld freier, unb plötzlich stand sie am Saum einer Lichtung. Der Mond brach gerade In diesem Moment durch die Wolken. Er fpiegelic sich auf weißer Felsen- kuppe. Gähnend öffnete sich ihr Schlund und tauchte in tiefften Schatten. Die Gräber der Selfords! Mit einem Auffchrei fank Sybil in die fett« Alles verschob, verzerrte, vervielfachte fich vor ihren Augen. Sie krampfte die Hände zusammen, daß sie die Nägel spürte, sie biß die Zähne in die Lippen. Sie spannte alle Sehnet', ihres Körpers und alle Trieb, federn ihres Willens an, um sich vor einer Ohnmacht zu bewahren. Endlich erhob sie sich mit zitternden Knien unb näherte sich wie hypnotisiert dem Eingang zur Tolengruft. Der Schlüssel stak im nötigen Eisenschloß. Eisige Moderluft kroch die Treppe herauf unb kühlte die brennenbe Hitze ihrer Stirn. Während sie stand unb in bie Tiefe hinabsah, brang ein tiefer, schluchzenber Laut aus dem Walde, der ihr bas Blut gefrieren ließ. Ganz gewiß, ber Tiermenfch hatte ihren Beschützer ermorbet unb kam. um an ihr die gleiche Tat zu vollziehen. Wie sinnlos umklammerte sie die kalten Stäbe des Gitters. Dabei öftnete sich das nur angelehnte Tor. Eine Furcht verdrängt« die andere. Sie schlüpft« in bi« Wölbung. Dann schlug si« dos Tor zu, daß es dröhnend ins Schloß fiel, schob die Hand durch das Gitter, drehte den Schlüsiel herum unb zog ihn aus dem Schloß. 81» fei si« schon gerettet, atm eie sie freier auf. Dann lauschte sie in die Tiefe, fein flaut drang von unten herauf Die Toten waren barncherzia. Zu ihnen würde sie flüchten. Sie stieg die Stufen hinab, an der schlüpfrigen Wand einen Hast suchend. Nun stand sie in der kleinen Felfenkarmner, die gegen I das Innere des Grabmals durch em zweites Gitter adgeschloffen war. Sie wartet« lauschend, die Blicke nach oben gerich- ! tet. Nach einer Weile vernahm sie schleichende Schritte unb horte einen weinenden Laut, der, weil ; er aus Männerbruft kam, doppelt unheimlich unb fürchterlich war. Sie wich bb zur Pforte zurück | unb verhielt den Atem Plötzlich ftel «in Schatten 1 mächtig ub«r die Deffnung hin unb verlor sich auf den finsteren Stufen. Wieber schlug ihr die Angst bi» -um Hals«. Es schien ihr nicht mehr unmöglich, da» ber Ries« auch I das schwere Tor zur Brabkammer ausbrechen I würde, und bann war sie ihm ausgeliefert unb j konnte ihm nU mehr entgehen. Aufschluchzend rüttelte sie an den eisernen Staben. Zu ihrem (Erftau- ■ nen bewegten sie sich zurück. Die Tür war offen, i Sie streckte bi« Honb In bie Dunkelheit au», um ihren Weg zu fühlen, während ihr Gesicht nach oben gerichtet war, dorthin, wo sie ihren Verfolger wußte. Da plötzlich fchtte ft« gellend auf. Ihre Hand lag im eisernen Grift einer anderen, die sich au» der Finsternis ber Gruft nach ihr ausstreckte unb sie unwiberstehlich m die Tiefe zog, die den Toten gehört«. 25. önbil haue ihren Mund weit geöffnet, unb ihre Angst war so groß, daß sie ihre eigenen Schreie nicht horte. In biejem Moment hing ihr verstand in ber Schw.be. Sie schlug mit ber andern Hand, den Schlüsiel wie eine Waise gebrauchend, in bie Luft unb verfing sich in einen bichten, unordentlichen Bart. „Still", zischte »ine Stimme aus dem Grabesdunkel sie an. „Schreien Sie nicht so. Ich tue Ihnen nichts zuleide. Wer sind Sie, was suchen Sie hier?" E« war «ine menschliche Stimme. Die Besinnung kehrte ihr wieder. Ihre Schreie hörten auf. Sie ließ den Bart los. Die unsichtbare Hand gab sie frei. .Lch bin Sybil — flansboron", ftammeste sie. Lch — werbe verfolgt. Ich wußte — mir — keine andere Rettung." „Sydll flansboron ...?" fragte bie Stimme in großem Erstaunen. ..Dar ist ja phänomenal. Aber nun beruhigen Si« fich, jung« Dame. Ich zünde das flicht an. Als Sie vorhin fo rasch die Treppe her- untertamen, habe ich meine Laterne gelöscht." (Fortsetzung folgt.) ftofttii, 71/. Kg au« Kre^ 4—8 OHeier. Hoch. !pnina übu Suite 0.85-1.45 Tteter ßau! (Unr 102 Meter 18*,>—12*,; MunDcn. Weit'pr.ng 3.40 bi« 5.40 Mein, eiiw Freiübung. - 1. Steg Karl Mar». Xv. 1846 »icftrn, 101 P — 2. ÄeinA NochLrm«!. Mw Stehen. 100 P — L. I«rD Slremmel. Mw Drehen 8- P. — 4. Erich vetzb Mw Dießen. S3 P. — 8. »ruft Stern. $6. Großen-Linden 90 P. — 7. Ott© 3ftngft. Xd. 184© Drehen SS P — 8 Albert Leun. X©. Drohen-Linden. SV P — 10 Ludwig Brgt, Xö. 1840 Drehen. 85 P — 11. Werner Log. Mw. Dießen. Ernst Stengel. Xv Drohen-Linden. 84 P — 13 Kurt Aoic-j'ed, Xv. 1846 Drehen. Otto Matth.e«. Tv. Grünberg. 81 P — 14. Dil- beim Meller. Xv Heuchelheim. SO P — 16 Karl Leinweber. Xv Xrei« a. b Lda, 78 P. — 17. Heinrich Mosbach. Mw S.ehcn 76 P — 18. QtuDolf Still«. Mw Stehen. 75 P — 20 Erwin Deck. MW Drehen. Karl Sehrrnger. Xv Drün- berg. 73 P - 21 Michelm Straub. Xv 1846 Drehen. 71 P - 21 Aböl» Leib Xv Krolbori 70 P — 23 Mlchelm Kehr Tv. Tret« a. d. 2ba . 66 P. - 24. Theodor Lotz. Mw Drohen. Albert Lub. Xv. Ultenborf a. d Lahn. August Philipp unb Aoberl Sv eh. Xv. 1846 Dießen. Karl Wmn. Tv Drohen.Linb«t, 67 P — 25 Heinrich Mar- ten. Xv Klein-Linden. Kurt Sänger, Tv. 1846. ®i lU>P Schlamp, Tv 1846 Diehvn 64 D - 30. Nudolf 2ung, Tv. Klein-Linden. Wichard Witz. Mw. Dießon. 63 P. - 31. Karl Völker Tv. Luh 62 P - 33 Friedrich Druck. Tv. 1646 Dtehan. d8 P — 36. Erich Xetzen, Tv. 1846 Stehen. 52 P. — 37. Walter HLllmeyec unb Ludwig Herbert. Xv. 1846 Gtehen, 50 P Schuler (12, 13 und 14 Jahre). 76 Teilnehmer, 74 Sieger in Kugelstoßen, 4 Kilogramm, .3,60 bi» 7,60 Meter, Hoch'nrung über Latte, 0,70 bl» 1,20 Meter, Lauf über 75 Meter, 14K bi» 10H Sekunden, Weiterung, 2,40 bis 4,40 Meter, eine Freiübung. 1. Sieg Karl Kley. Mw Gießen, 123 13.; 2. Ernst Sommer, Mto. Gießen, 119 P.; 3 Wilhelm Lechens, Tv. Lich, 10" P., 4. Willi Ellermeier, Tv. 1846 Oie- ßen, flarl Schorge, To. Großen-Linben, 103 P.. 5 Ernst Ploch, Mto. Dießen, 100 P; 6. Heinrich Fach, In. (Brofjen-Cinben, Ludwig Will, To. Tret» (Lda ), 98 U; 7. Fritz Leinberger, To. Heuchelheim, Heinrich Nickel, To. Trei»(Lda.), 96 P; 8. Heinrich Schlamp, Io. 1846 Gießen, 95 Ü; 9. Kurt Strack, Mtv Gießen, 94 P ; 10. Willi Büttel, Io. Grünberg, Wolter Hen- fei, To Krofdorf, 89 P ; 11 Karl Rinn, To. Heuchel heim. 88 P ; 12. Ludwig Ulm, To Allenbors (Lahn), 85 P ; 13. Nicharb Gombert, To Krofdorf, 84 P-, 14 Erwin Menges und Wilhelm Hofmann, Tv. Großen-Linden. 83 P.; 18. Karl Müller, Id. 1846 Gießen, 79 P.; 19. Karl Klaum, To. Großen Linden, Ernst Kreiling, Io. Heuchelheim, Karl Wagner, Io. Krofdorf, 76 P : 20 August Gehringer, Io. Grün- berg, Otto Plaß, Tv. Krofdorf, 75 P.; 21. Willi Hofmann, Id. Heuchelheim, Wilhelm Müller, To. Grün- berg, 74 P ; 22. Kurt Schwan, Mto Gießen, Karl Volz, Id. Lich. Walter Speie»-, Id. Klein-Linden. 73 P ; 23. Arthur Kehr und Otto Kröck, Id. Heuchel- heim, Paul Daoner, Tv Krofdorf, 72 P : 24. Hermann Kreiling, Tv Heuchelheim, Fritz Müller, Tv Klein-Linden, 71 P 25. Willi Habicht und Ernst Pfeffer, Io. 1846. Gießen, Karl Jungk, Io Trete (Lda 1, Heinrich Schimmel, Io. Klein Linden, 70 P. 26 Reinhold Blaß. Io Großen-Linden, Karl Leib. To Krofdorf, 69 7> ; 27. Heinrich »lock. Id Irof- dort Werner Geiß, Mtv Gießen, Ernst Luh, Id. Klein Linden, Ernst Pirr, Tv Großen-Linden, 68 P ; 28 Walter Bebling, Io. Heuchelheim, 67 P.; 29 Ernst Schimmel, Io. Klein-Linden, 66 P, 30. Willi Steinmüller, Tv. Heuchelheim, 64 P. 31. 0. Röhrs- heim. Tv Krofdorf, Heinrich Schombert, Tv. 1846 Gießen, 63 P. 33. Heinrich Hof, Tv Krofdorf, Walter Weber, Tv. Klein-Linden, 61 P; 34. Albert Krombach, Id. y "ofborf, 59 P . 37. Hans Weller, Io Klein-Linden, 52 P Monnfchoftskampf im Hochs prung und Kugel st aßen: Jede der fünf wettstreitenden Mannschaften bucht die beste Leistung eine» seden chrer vier Teilnehmer In Hochsorung und Kugelstoßen zusammen al» ihre Gesamtleistung Darnach errang die Mannschaft de» MSnnerturnoereln» Gießen mit 6^6 Punkten den 1 Sieg, diefenige be» Io. Krofdorf mit 614 v den 2 Sieg; es folgten Tv Wetzlar mit 568 P.. To. 1846 Gießen mit 544 P und Id Rieder-Girmes mit 529 v Die Gießener lurnerfdjaft errang ins gesamt 5 8 Siege, oon denen jede der beiden Vereine 29 für sich verbuchen kann. Handball her D. T. Sptetabtelluag des Io. oon 1846. Am kommenden Sonntag trägt die 1 Handball Mannschaft de» Turnvereins oon 1846 da» Rückfpiel gegen die 1 Mannschaft de» Turnvereins Dillenburg au». Denn auch die Gießener das Spiel im Vorjahre hoch gewinnen konnten, so ist diesmal der Ausgang de» Treffen» noch lange nicht bestimmt, denn Dillen bürg bat zweifellos in diesem Jahre an Spielstarke gewonnen. Außerdem muß Gießen fast die Hälfte der Mannschaft — und gerade die besten Spieler — ersetzen, es wird flth deshalb tüchtig rühren müssen, um ehrenvoll zu bestehen. Heuchelheim. Die 1. Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim hat am kommenden Sonntag die 1. Mannschaft des Turnvereins Ridda zu Gast. Nidda verfügt über eine sehr stinke Mannschaft; das letzte Spiel konnte es für sich entscheiden. Aber auch Heuchelheim wird alles baronfetten, dos Spiel zu gewinnen. Der schnellste Mensch. (Sin Flieger, der 513 Kilometer in der Stunde stiegt. Bon Rurt Hallbera Nachdem |tt«t ULiteiulche 3 iu>.en am 2. 3uni eir.cn neuen Weltrekord im Dauer- flufl ausgestellt hoben, ist «4 soeben dem Süflyug .Southern Ltoß" gelange. tkn Suiten O«ean von Honolulu di« zu den Fihschi-3:ckeln üi 35*/, Stund«- au über- queren. Dttfc leiben Srlo^g. l «weisen, welch« gewaltigen Zor.schr.tr« die Flug- zeuatechnik in der allerletzten Seit auszu- weiten hot 3n den Morgenstunden bei 31 Mar flieg bei schönstem Wetter auf dem rbmischen Flugplatz Monieeelio em Älug^eug in die Lüfte, bat eine merkwürdige Fahrt unternahm 48 flog nämlich, nachdem t« auf feinem Weg« ein Dreieck beschrieben hatte, zu feinem Ausgangspunkt zurück, landete dort aber nich: sondern fuhr zwei Loge ununterbrochen immer dieselbe Streck« Erft am Nachmittag de« 2. Juni gingen die beiden Piloten, her Hauptmann Ferrarin und der Major del Prete. in Wontecelio wieder zu Doden. Sie fmD 58 Stunden und 7 Minuten in der Luft geblieben, haben a.lc einen Flug auSgeführl. der fast zweieinhalb Lage bauerte, und e« Ist ihnen damit gelungen, ben Weltrekord im Dauerflug um fast 5 Stunden zu erhöhen. T «)et hielten diesen Rekord die Amerikaner 6 I i n | o n unb Haldeman, deren Flugzeug sich jedoch ..nur“ 53 Stunden und 35 Minu en in der Luft halten konnte. Die beiden ttalienifchen Piloten, di« von der gesamten Italienischen Presse als Helden bt« Tage» Qt eiert werben, haben mit ihrem Flug, bei bem Ile auf ihrem Dreiecksweg weit übet 7000 Kilometer z irüLealen. eine gewaltige Leistung volldrach. und bewiesen, bah unsere Maschinen heute schon bei günstigem Wetlc. zu noch längeren Ozeanilügen ausreichen, al« sie bisher schon vollbracht worden sind. Seltsam mutet es uns an, wenn man nut bieten Dauerslüaen die Weltrekorde vergleicht, Ne vor zwei Jahrzehnten aufgeftellt worden find. Am 12. Dovember 1906 fte,i Santo-- Dumont die kleine S.recke von 220 Meter in 21,2 Sekunden, und da« war schon ein Weltrekord. A>n 26. Oktober 1807 zeigte aber H. F a r in a n, daß da« Fluozeug weit leiftungSjähiger fei, indem er 770 Meter in 52,6 Sekunden zuiucktegte. Ernsthafter war fchor. der Flug, den Wilbur Wright am 31. Dezember 1908 au-Iuhrte; er erftreine sich über 124,7 Kilomeier unb dauerte 2 Stunden 20 Minuten unb 53,2 Sekunden. Vieler Weltrekord von zweieinhalb Stunden wurde am 3 November 1909 gebrochen; es gelang nänu- lich H. Farman über 234 Kilometer in 4 Stundet unb 18 Minuten zu fliegen Derselbe Pilot Überbot bann am 18. Dezember 1910 feinen eigenen Aekorb, mbem er 8 Stunden unb 13 Minuten in bet Luft blieb Man kann sich heute biete Seiten kaum noch vorftellen, sollte sich aber daran erinnern, doh erst am 27. November 1909 der erste UebedanbHug in Deutschland ausge- sührt wurde. Damals flog nämlich her Franzose Latham vom Tempelholer Feld in Berlin nach Johannisthal unb erregte bamü in ganz Deutschland ungeheure« Auisehen. Sie Entfernung betrug 10 Kilometer, unb da« in etwa 250 Meter Höhe fliegenbe Flugzeug legte diese Strecke in etwas mehr als fünf Minuten zurück. Einige Monate vorher hatte sich Orvllle Wright über bem Tempelhoter Feld freilich fchvn eine ßtunbe und 35 Minuten in der Luft gehalten. Jm Jahr« 1909 startete Dl 4 riot bann zu dem ersten „Ozeanstug": er überquerte nämlich am 25. Juli jenes Jahres in 27 Minuten den Kanal Größere Erfolge brachte bas Jahr 1910. Man hatte einen Preis von 100 000 Fr. ausgesetzt, um einen Pilo en zu ermutigen, die Alpen zu überfliegen. A n 22. September 1910 stieg der 22jährige Bra'i ianer Shavez auf, muhte ;ebod) wegen deS starken Degenwinb:s umkehren. Am nächsten Lag gelang bas Wagnis, doch verunglückte Ehavez btt der Landung in Domoboffola tödlich. Am 30. Dezember desselben Jahre« legte bann bet Pilot labuteau un Flugzeug 585 Äitometer zurück, unb genau ein Jahr darauf flog D o b € sogar die Strecke von 740 Ä iometer. 3m Jahre 1911 gab e« übrigen« auch einen neuen Weltrekord im Sauen lug, den Fournh mit 11 Stunden. 1 Minute und 29 Sekunden hielt. GcoheS Aufsehen unb Helle Bewunderung erregte im gleich.n Jahre der ilebcr- landjlug von München nach Berlin, den Helmut H i r t h auHfichrte. Se ist kaum zu glauben, bah heute, nach 17 Jahren, ein Flug von München nach Berlin für jeden Großindustriellen. Sip'oinaten ober sonstigen eiligen Neifenden etwas ganz Selbstverständliches ist. Nach dem ersten .Ozeanflug“ DteriotS fand vom 22. bi« 29. Auauft 1909 in Ntim« die erste Jlugspvrtwvche statt, in beten Verlauf DlSriot — am 28. August — einen Doschwindig- leiiitetotb von 77 Kilometer in der Stunde aufstellte. also eine Leistung erzielte, über die heute jeder Defttzer eine« mittelstarken Automobile lächelt. Wenn man aber bedenkt, daß San to»-Sumont im Jahre 19C6 Den Weltrekord mit 41 Kilometer hielt, krn 5 armer, im Jahre 1907 nur mit einer Geschwindigkeit von 52,7 Kilometer brechen konnte, erscheint QN^riot« Erfolg doch al« wichtige Etappe in bet Aitwickluna ber Flugtechnik. Am 10. Juli 1910 erreichte Leblanc eine Stundengefchwin- b iglest von 110 Kilometer, die Nieuport am 21. Juni 1911 mit 133 Kilometer überbot. Sa« wäre.', bomal« schon sehr beachtenswerte Dcschwmbialeiten, die aber fast zur Bedeutung«- loftgtcit zufamnienschrumpfen, nxna man sie mit den modernen Weltrekorden vergleicht. Aal doch Der Franzose Bonnet schon um Sagte 1924 in ber Stunde 448 Kilometer zuriickgelegt. Unb auch diese höchste Schnelligkeit, die damal« ein Menlch erreichen konnte, ist längit überholt. 3m Februar diefeS Jahres erreichte der englische Kapitän Campbell über bem Strand von San tonn In Florida 92,5 Meter In der Sekunde Sa« ist eine atanbektemmende Geschwindigkeit. die aber im Aprll von dem italienischen Fliegerinajor bc Bernardi Überboten worden ist. Siefer PUot hat in seinem OBailerfluMeug. da« am Lido auf flieg, eine durchschnittliche ©tun« dengeschwindigkeit von fast 513 Kilometer und zeitweise sogar eine Schnelligkeit von 561 Kilo- metcr entwickelt. Während man sich In den elften Jahren der Aviatik fürchtete, über da« offene Meer zu fliegen, richtete sich nach bem gelungenen Kanal- flug Dkeriot« der Ehrgeiz ber Piloten Darauf, einmal Da« OHlttelmeer zu überqueren. Sin Jahr vor bem Kileg gelang c« bem Franzosen ©atro«. mit feinem Einbecker von Xoulon über Korsika unb Lar.inten nach Biserta zu kommen unb damit ba« Mlttelmecr unter Surücflegung eines Weges von 800 Kilometer zu überfliege il AlS er aufstieg, erklärte man ihn für wahmftnnig und bestürmte chn. von feinem Vorhaben, das ben licheren Xob bedeute, abzu» stehen Sr lieb sich nicht beirren unb kam an« Ziel. Inzwischen rechnen wir folche .Spazierfahrten'' nicht mehr zu ben Ozcanflügen — aber es wirb zweifellos eine (Zeit kommen, in ber man ebenso wenig Derftändni« für die Schwierigkeiten haben wirb, die 2 i n d b e r g h. Ehamberlin, Vnrd, Köhl unb Hüne- selb auf ihren Fahrten über ben Atlantik gesunden Haden. 3 in en Schritt weiter in ber Bezwingung deS Ozeans auf bem Lustwea ist die Menschheit gerade in Diesem Augenblick gelangt. Ist eS Doch bem Flugzeug .Southern Cross“ soeben möglich gewesen, in Wfc StunDen Die Strecke von Honolulu bis zu Den Fidschi- Inseln zurückzulegen und Damit zu zeigen, daß auch Der gewaltige Pazifische Ozean von Flugzeugen überflogen werben kann. Die Strecke von Honolulu biS Hawai ist 4700 Kilometer Lang. Auch die Höhenrekorbe früherer Setten nötigen uns jetzt ein Lächeln ab. Noch Wilbur Wright konnte sich am 18. Dezember 1908 nur 100 Meter über ben ©rbboben erheben. Am 1. Dezember 1909 stieg Latham schon biS zu einer Höhe von 453 Meter empor. Aber erst in ben folgenben Jahren würbe Die Höh« alpiner Berge erreicht, als Lagaaneur am 9. Dezember 1910 biS zu 3100 und Garro« am 4 September 1911 biS au 3910 Meter emporflogen. Am 14. Juli 1914, also kurz vor Kriegsausbruch, wurde ber Höhenweltrekoid von dem deutschen Piloten Oelerich gehaltert. Oelerich stieg damals bis zu einer Höhe von 7500 Meter empor und fchlug damit ben Welt- rekorb des deutschen Flieger« Llnnekogcl. bet wenige Wochen vorher die allgemeine Bewunderung erregt hatte, well e« ihm gelungen war, 6570 Meter zu erreichen. Inzwischen hat man freilich ganz andere Höhenlagen au erklimmen vermocht. Schon am 23. August 1926 ist e« bem Franzosen Callizo gelungen, sein Flugzeug bis zu 12 442 Meter Höh? empor» Aufteuem, also alle Grdirge ber Erde weit unter sich zu lassen — da ja der Mount Everest nur 8800 Meter hoch ist. Er hat damit einen Punkt erreicht. Der vierzigmal höher über bem Grb- boben liegt als die Spitze DeS SiffeltuvmeS. Diele Entwicklung der Flugzeugtechnll ist gewiß überwältigend. Auch der größte Skeptiker muh Augeben, wenn er sich Den schnellen Fortschritt ber Aviattk vergegenwärtigt, baß auf biesem Gebiet täglich neue Wundertaten zu erwarten finD, unb wir Dürfen hoffen, baß e« geschickten Ingenieuren halb möglich fein wird, da« Flugzeug zu einem für Land- und Dafferstrecken noch viel brauchbareren Verkehrsmittel zu machen. Handball der Gp.-Vg. 1900. 1900 — V. f. B. Friedberg. ö. 3um Rückspiel empfängt der Lahnkreismeister am nächsten Sonntag die erste Elf des Vereins für Be wegungsspiele Friedberg. Jm Vorspiel blieben die Friedberger knapp 4:3 Sieger. Die 1900er hatten seinerzeit allerdings nur zehn Mann zur Stelle und kämpften auch nicht sehr glücklich. Es dürste jedoch ein Fehlschluß sein, daraufhin nächsten Sonntag in den SpielDertinigungsleuien den sicheren Sieger zu sehen. Da sich die Friedberger durch dauernde Spiele mit starken Gegnern des Frankfurter Bezirks gut in Form gebracht haben, Dürfte es den Gießenern diesmal gar nicht leicht fallen, ein günstiges Resultat herauszuholen. Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900. ö. Die Leichtothletiksaison ist nun so weit oorgejchrit- ten, daß e» an der Zeit ist, die Meisterfchaftskömpfe zum Ausrrog zu bringen. Nachdem die meisten (Baue (Gießen-Weylar noch nicht) ihre Meisterschaften abgetragen haben, finden nächsten Sonntag diejenigen des Bezirks Hesien-Hannorer auf der Hessenkampf- bahn in Kastel statt. Die Spielveretnigung 1900 wird einige ihrer Besten dorthin entsenden, und zwar werden die 1900er Farben vertreten: Petersson, Peters, D. Müller, Langlotz, Geist und G e l b e r t. Ob und gegebenenfalls wteviele Dezirks- meisterschaften die Gießener erringen können, läßt sich nicht sagen. Auch kann ein guter Platz in der einen Disziplin mehr wiegen, als" eine Meisterschaft in der anderen. Es ist auf Grund des seither ®e zeigten anzunehmen, daß Petersson im Hoch- iprung und Im 110 Meter Hürdenlaufen — ben Dreikampf kann er infolge einer Srnwerlehung nicht bestreiten — und Peters über 800 Meter gute Leistungen zeigen werden. Ob sich die Sprinter O. Müller, Geist (über 100 Meter) und Gel - b e r t (über 200 Meter) werden durchsetzen können, erscheint fraglich Ebenso ist es bei L a n g l o tz im Kugelstoßen und Speerwerfen. Eine ganz ungewisse Sache ist auch die 4 X 100 Meter-Stafette, die vor aussichtlich in der Besetzung Langlotz, Gei st, Petersson, O. Müller laufen wird D. f. D. Leichtathletik. Der durch seine Erfolge in ber letzten Seit bekannt geworbene Werfer M o h l fährt am kommenden Sonntag nach Kastel, um an den auf der Hestenkompfbah« ftattfinbenben Kämpfen um Die Leichtathlettk-Meifterfchaften deo Bezirkes Hesten-Hannover teihunehmen. Seine bisherigen Leistungen tm Kugelstoßen, sowohl wie im Diskuswerfen. Die eine stete Formverbei» ferung erkennen lasten, berechtigen zu ber Hoff» nung, daß et sich auch in Kastel burchzusetzen verstehen wird. Sunünbeft sollte eS ihm gelingen, sich hinter den vorjährigen Meister in diesen Konkurrenzen zu plazieren. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag findet der diesjährige Reichs-Arbelter-Eporttag statt. Diesmal treffen sich die Sportler und Sportlerinnen des Bezirks in S i e f e cf. Dori werden krichtathletstche Mannfchaftswettkömpfe In Springen, Werfen und Stoßen ausgetragen werden Di« Schüler und Schü- lerinntn werben ebenfalls Wettkämpfe durchführen. Außerdem werden Reck und $f|eU|d)aft»|piete für Adit'tchflung forgen Die Bezlrksrnge wird Uebun» f|ni am Barren zeigen. Den Abschluß der Beran- taltvng bildet «in Propaganda-Fußballspiel zwischen Wtefrrf I und Naunheim I. Der oorjöhrtgr Bezirksin^ster Naunheim wird sich sehr ui strengen müllen, um eine Riederlagc argen die aufstrebende Elf der Ptotzdesitzer zu verhindern. Deutschland — Belgien 6:1. 2n Stuttgart wurde am vorigen Sonntag da» Länderspiel Deutschland—Belgien i>or etwa 8000 Ku- schauern ausaetragen ?lach wechselvollem Spiel, bei bem die deutsche Mannschast me.st im Vorteil war, gelang es den Deutschen kurz vor Halbzeit, sich da» Führung»tor zu sichern Nach Seitenwechsel gelang e> der deutschen Mannschaft bald. Da» 2 Tor zu erringen. Belgien drückte nun immer stärker, eine regelwidrige Abwehr brachte ihm durch einen per- wandelten Elsmeter da» erste Tor Stand 21 sür Deutschland Fm weiteren Verlaufe des Spiele» wurde die deutfche Mannschaft immer ftärftr, sie konnte bi» zum Schluß auf 6 erhöhen Ausgang des Spieles 6:1 für Deutschland Zungdeutscher Gporttag in Kaffel. Am Sonntag veranstaltete dl« Groß ballet Hessen-Nossau-Waldeck deS Jungdcutschen 0 t b e n « i n Kasse! einen aroß angelegten 6porttag. Der zeigen follle, daß Der Jungdeutsche Orden auch durch die körperliche AuSbllDung unb Schulung Dienst an Volk unb Vaterland leistet AuS allen Teilen Der Droßballei. vvm Neckar bi« zur Weser unb Dom NHeine bi« zum Eich«selb, waren Di« jungDeutfchen Kämpfer h.rbeigeellt. um in frieb- l.chem Wettstreite ihre Kräfte zu rnesfen Die Veranstaltung begann am Sam«tagabenD mit einem gemütlichen Beisammensein Im StänDe- Hause Dabei sprach Der Orben-wanDerwart Generalleutnant Salzenberg über Die We^e unb die Kämpfe, welche ber Orden feit feiner in Kassel erfolgten V-gründung bat gehen und bestehen mfinen In begeisternben Wo^en stellte er Die Freiheit unb ba« Glück be« deutschen Bolle« al« Das Siel ber jungbeutschen Bewegung vor Da« geistige Auze feiner SuHörer. oonnlagmoigen um 6 Ubr begannen Die iport- itejjcn Wettlümpfe Sie sollten nicht Spitzenleistungen einzelner BrüDer erbringen. Der JungDeutsche Orben will vielmehr, Daß alle von ber körperlichen Durchbllbung ergrissen werden sollen. Daher waren bei allen Wettkämpfen stets Gruppen zusammengestellt. Da« Ergebnis zeigte, bah in fast allen Bruderschaften eifrig gearbeitet toorben ist. An die fporllichen Dettlämpse schloß sich, jungbeutfchcm Brauä-e entsprechend, ein FeldgotteSdienst an Der Nachmittag faßte alle Einheiten zu einem geschloffenen Smmariche in die Stabt Kassel zusammen. Aus bem Friedrich-Platze fand ber Vorbeimarsch vor dem OrbenSwonderwart statt. Hier richtete Bruder Salzenberg Worte deS Danke« für ba« auf bem Gebiete ber körperlichen Ausbildung Geleistete, aber auch Worte der Mahnung, auf dem betretenen Dege rüstig unb unverzagt weiterzuschreiten, an die Bruderschaften der Grostballei Hefsen-Naffau-Daldeck. Oberheffen. LandlreiL Gießen. h. R u t t e r« ha usen. 14. Juni. Unser Dorf* bild wird in nächster Seit dadurch sehr zu feinem Vorteile eine Veränderung erfahren, Dab die alte, längst baufällige Schulscheune abgebrochen unb an anderer Stelle für andere Stoeae wieder aufae- ltellt werden wird. Hierdurch wird der geräumige Lchalplatz völlig freigelegt, und der Wanderer, der von der Lahn, rucke her zum Dorf« kommt, hat nun den freien, schönen Vlick auf daS am Ende Der Wittelgafse hoch gelegene neue SchulgebäuDe. Auch orr Friedhof Der Gemeinde ist neuerdings von Unkraut gesäubert und Die Deje hergejtelit worden. Diele fortschrittlichen Maßnahmen b.r Gemeindcdehi rde sind dankbar zu begrüßen, zumal Die hie igen Familien sich mit der Pflege Der Ruhestätten ihrer Verstorbenen große Mühe geben, fl. Klein-Linden, 14. Juni. Der im Jahre 1879 hier gegründete Geseltschaftsverein „B u r g u n b i a“ beabsichtigt, nächstes Jahr anläß- lich seines 50jährigen Bestlhen» cm größere» Fest zu veranstalten. Der Verein, der zur 3eil etwa 80 Mitnlieder zahlt unb ber grüßte dieser Art am Platze ist, Hal seit ber Grünbung seinen Sitz auf der „Burg". Zu bem Iubelseste soll eine großer« Anzahl auswärtiger Äesellschuftsoeretne unb Burschenschaften eingelaben werben Die Leitung bes Feste» liegt in den Händen bes Ehrenoorsitzenben Wilhelm Lenz. n. Großen-Linden, 14. 3uni Der Weih- binber Heinrich Degen und seine Ehefrau Warta, geb. Schaum, können am 23. 3uni baS Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der alte Herr ist 74 Jahre, seine Shesrau 70 Jahre alt. DaS Jubelpaar erfreut sich noch einer guten Gesundheit. Degen wirkt jetzt noch als aktiver Sänger im Gesangverein mit. — Der Veteran von 1866 unb 1870/71 Johannes Luh 7. hierselbft, wurde dieser Tage 85 Jahre alt. ist Der ä lte-st e Wann in unterem Otte. • 61 e i n b «r g, 14. Juni. Der Gesangverein „3 u g e n b f r e u n b", Steinberg, unter ber Leitung feines Dirigenten H. Köhler, feiert vom 16. bis 18. Juni fein 4 0. Stiftungsfest in Form eine» größeren Gesangswett st rette». Am WettsinAen beteiligen sich 19 Vereine. Eine stattliche Sahl Sänger trifft am Samstag gegen Abend schon ein. Das Wettsingen beginnt am Sonntagvor- mittag 9 Uhr, es findet teil» im Saale „Sur Krone“, teils in Watzenborn im Saal« ,Lur Ludwigshöhe“ statt. Fast durchweg werben nur erstklassige Lieder unb Chöre oorgetraflen. Nachmittag» 1.30 beginnt bie Aufstellung bes Festzuges, ber bann burch bie ge- schmückten Orisstraßen nach bem Festplatz, ber be- konnten Mookswiese, gehen wird. Daß hier jeher aus seine Rechnung kommen kann, steht heute schon sest. Am Sonntag ist ab Lubwigstraße fast all« halbe Stunbe Autobusabfahrt nach Steinberg. < Holzheim, 14. Juni. Dieser Tage erhielt unser Dorf seltenen Besuch. Der vor 36 Jahren von hier nach Australien auSaewan- Derte Georg Jäger kehrte mit seiner Familie zurück, nachdem er aus der Rückreise längere Seit in Italien und in der Schweiz zu gebt acht hat. Sr hat die Absicht, ein Vierteljahr in seiner ersten Heimat, bei seiner alten Mutter und feinen Geschwistern zu verbringen. AlS siebzehnjähriger Schustergeselle zog er cruS, als ansehnlicher Kaufmann und F abrikant ist er wiedev- gekvmmen. Don feinen Geschwistern wurde ihm ein sehr herzlicher Empfang bereitet. - N^eiS Ffriedverg Pb. Butzbach, 14. Juni. 3n der jüngsten Ttadtverordnetensitzung genehmigte die Versammlung eine Schuldurkunde über 1 3 000 Mark Staatsbaudarlehen für 1927. DaS Gesamtbaudarlehen für 1927 beläuft sich auf 42 000 Mk. Weiter bewilligte sie die Hergabe eines Gesamtdarlehens von 1500 Mk an Frau Friedr. Wilh. Müller Witwe, Marktplatz 3, zur Herstellung der Fassade deS früheren Gasthauses »Zum goldenen Lö - w e n" gegen einen ermäßigten Zinssatz von 4 Prozent und jährlicher Tilgung von 10 Prozent. Der Hessische Staat lDenkmalSpflege) hot ebenfalls eine geldliche Llnterstühung -ugesagt. — Nachdem die Steuerwerte für 1928 vom Finanzamt festgestellt sind, hat sich ergeben, daß bei den seitherigen Ausschlagsfähen bei der Gewerbe st euer wesentliche Ausfälle zu verzeichnen sein würden, weshalb diese geändert werden müssen, damit daS voranschlagsmäßige und beschlossene Steuersoll erreicht wird. Die Ausschlagssätze von der Gewerbesteuer vom Er- • trag sollen ermäßigt und diejenigen vorn Anlage- und Betriebskapital erhöht werden. Die Versammlung beschloß, in Abänderung des Beschlusses vom 24. Mai 1926, für daS Jahr 1928 von der Gewerbesteuer folgende Ausschlagsätze zu erheben: a) 1.20 Mk. von 100 Mk. Anlage- und Betriebskapital, b) 0.80 Mk. von 1 Mk. des staatlichen Ertragssteuersolls. Weiter beschloß die Versammlung, ab 1. 3uli 1928 die Straßenreinigung der Fahrbahnen in der Bahnhofs-, Weiseler-, Wetzlarer- und der Driedeler Straße, soweit sie gepflastert Ist, und des Marktplatzes gemäß den Vorschriften des Ortsstatuts betr. bte Erhebung der Kosten für die Straßenreinigung vom 21. August 1909 durch die Stadt auszuführen. Die Kosten werden bis auf weiteres mit einem Sah von jährlich 0.50 Mark für den Quadratmeter gemäß § 5 des Ortsstatuts auf die Anlieger ausgeschlagen und vierteljährlich erhoben. Die Reinigung erfolgt mittelst Handbetrieb Schweres Unglück bei Ranstadt. a. Ober-Mockstadt, 14. 3uni. 3n der gestrigen Nacht ereignete sich zwischen Ober- Mo ck st a d t und Ranstadt ein schweres Unglück. Der Knecht der Firma Strauß von hier war abends spät noch auf der Landstraße, um 2 Pferde nach Selters zu bringen. Um dieselbe Zeit kam Adolf Harth von hier mit seinem Motorrad von Ranstadt her zurück und fuhr in der Dunkelheit in die Pferde hinein. Später, gegen 12 Uhr nachts, kam ein Radfahrer an der Stelle vorbei und sah das Unglück. Der Motorradfahrer lag bewußtlos in feinem Blute, dem Pferdeknecht waren beide Deine gebrochen, eines sogar zweimal: ob noch innere Verletzungen vorliegen, weiß man bis jetzt noch nicht. Der schnell herbeigeholte hiesige Arzt ließ den Knecht sofort im Auto in das Bildinger Krankenhaus bringen. Adolf Harth brachte man heim, wo er nun schon 15 Stunden bewußtlos mit schwerem vchädelbruch und inneren Verletzungen liegt. Die Pferde haben ihn geschlagen. Auch der Mitfahrer ist schwer verletzt. Das Motorrad ist völlig zerstört. Die Pferde liefen bl8 gegen Morgen im Feld herum. Wer daS Unglück verschuldet hat, weiß man nicht. Starkenburg. LPD. Darmstadt, 14. Juni. Die Ziegelei •Otto Deroet Blascheck bei Eppertshausen ist fast vollkommen dasOpfereines verheerenden l Schadenfeuers geworden. D'.e Brandursache ist noch nicht bekannt. Eine größere Trockenhalle, Teile r des Maschinenhauses und benachbarte Räume wur- . den von den Flammen erfaßt und eingeäschert. Das Feuer fand in den aufgeftapclten Vorräten reichliche Nahrung. Nur mit Muhe gelang es der Feuerwehr von Eppertshausen, die Maschinenanlagen vor den Flammen zu retten. Der Schaden ist beträchtlich, jedoch durch Versicherung bis zu einem gewissen Teile gedeckt. Preußen. Zwei Mordprozesse in Limburg. Lpd. Limburg, 14. 3uni. Die zweite Schwurgerichtsperiode beginnt am 2. 3uli. (38 sind zwei Verhandlungswochen vorgesehen. Es verlautet, daß der Mordprozeß gegen Emst PeterS aus Uebernthal, der in der letzten Schwurgerichtsverhandlung wegen beantragter Untersuchung deS Geisteszustandes des Angeklagten abgebrochen werden mußte, jetzt, nachdem die volle Zurechnungsfähigkeit PeterS festgestellt ist, wieder zur Verhandlung kommen wird Desgleichen wird der Fall des 19 jährigen MutterTnörders Anton Horn aus N e'^erzeuz- heim zur Aburteilung gelangen Zehn Jahre amtliche DolksbildungS- und Iugendpflegearbeit in Hessen. Lpd. Darmstadt, 13.3uni. Am Mulwoch- nachmittag sand im Landtagssaal aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Zentralstelle für Volksbildung und 3u- gendpflege in Hessen eine gemeinsame Festsitzung statt, in der alle Landes-Ausschüsse und auf diesem Gebiet tätige Einzelpersonen und Behörden vertreten waren. Die Begrüßung erfolgte durch den Staatspräsidenten und Kultusminister Adelung, dessen Ministerialressort die Zentralstelle ange- aliedert ist. Der Staatspräsident stellte zunächst fest, daß der amtliche Tharakter der Zentralstelle in keiner Weise bureaukratisch aufzufassen sei, daß vielmehr die Volksbildungsarbeit von jedem in voller Freiheit angenommen werde, der Liebe und Verständnis für diese Arbeit mitbringt, weiter ein warmes Herz und dazu ein starkes Maß von Unverdrossenheit, das Fehlschläge ertragen läßt. 3n diesem Sinne kann jeder helfen, der will. Der Redner sprach dann dem Leiter der Zentralstelle, Schulrat Daffinger, für die ersprießliche und segensreiche Tätigkeit in den zehn 3ahren deä Bestehens namens der Regierung den herzlichen Dank aus. Fierauf erstattete Schulrat Has finger einen Bericht über die zehnjährige Tätigkeit der Zentralstelle mit einem Rückblick und Ausblick. Glückwunfchanfprachen, in denen Dank und Anerkennung für die geleistete Volksbildungsarbeit zum Ausdruck kamen, hielten Professor Dr. E o r b i e r für die Landesuniversität Gießen, Pfarrer von der Au für den Gau Hessen der evangelischen 3ugendverbände, Pros. Becker für den Ausschuß des Amtes für Leibesübungen, Stadt Inspektor Brambach für die 3ugendherbergsverbände und die wandernde 3ugend, Ministerialrat Dr. S i e g e r t für den Hessischen Sängerbund, Prälat D. Diehl für die evangelische Landeskirche, Ministerialrat Dr. Meller für den Dolksverein für das katholische Deutschland, Studienrat 3 a k o b s für den Landesverband hessischer Volkshochschulen, Prälat Schneider für das bischöfliche D>mkapitel in Mainz, Grötzner für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, Landtagsabgeordneter Widmann für sämtliche sozialistischen Kultur- und Bildungsorganisationen, Redakteur ©treefe für den Landesverband Hessen deö Reichsverbandes der Deutschen Presse. Schulrat Hassinger sprach sämtlichen Rednern den Dank im Namen der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und 3ugendpflege aus. Darauf folgte ein Vortrag von Direktor Bäuerle, Stuttgart, über „Arbeilerbildung und Bauernbildung'. Der Dortrag gründete auf der Forderung, Volksbildung nur von der Grundlage des Lebens und Berufs des zu Bildenden aus zu betreiben, wobei in Beziehung auf das Vortragsthema stark zu unterscheiden ist zwischen den erdgebundenen, konservativen, von der Natur abhängigen Dauern und den technisierten und typisierten proletarischen Massen- menschen. Mit Dankesworten des Schulrats Ha s s Inge r wurde die Festveranstaltung geschlossen. Wirischast. " * Emission einer neuen preußischen Staatsanleihe. Wie die Preußische Staatsbank (Seehandlung) durch den Amtlichen Preußischen Pressedienst mitteilt, hat das bekannte, unter ihrer Führung stehende Preußenkonsortium vom Preußi- schen Staat 50 Mill. Mark 6prozentige mit 110 Prozent auslösbare preußische Staatsanleihe fest übernommen. Die Anleihe lautet auf Feingoldbasis. Die Auslosungen finden vom Jahre 1934 ab in zehn gleichen jährlichen Raten flott Es ist in Aussicht genommen, die Anleihe noch im Laufe des Juni zur öffentlichen Zeichnung aufzulegen. ^StarkeUeberzeichnungderGesfürel- Anleihe. Nach Mitteilung von Harris, Forbes & Co. in Neuyork wurde die gestern zu einem Kurse von 100 Prozent aufgelegte 5-Millionen-Dollar-An. leihe der Gesellschaft für elektrische Unternehmungen stark überzeichnet. Es liefen Zeichnungen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten, sowie aus Europa ein. • Metallbank und Metal lgesell- f ch a f t. Die Aufsichtsräte der Metallbank und Metallurgischen Gesellschaft A.-G. und der Mc- tallgesellschaft haben sich in den gestern stattgehabten Auftichtsratssihungen in allen Teilen mit den schon bekannten Vorschlägen deS Vorstandes beider Gesellschaften bezüglich der Fufion einverstanden erklärt. Der Termin für die Generalversammlungen beider Gesellschaften ist auf den 6. August festgesetzt worden ' S ü d w e st d e u t sche Luftverkehrs- A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalver- versammlung genehmigte die Abschlüsse für die Geschäftsjahre 1926 und 1927. Seitens der als Aktionäre Vertretenen Subventionsgeber formte festgeftellt werden, daß der Zuschutzbedars der Gesellschaft sich um etwa 30 Prozent gesenkt hat und für das kommende 3ahr eine weitere erhebliche Herabminderung verspricht. Auch die Strek- kenzuschüsse sind nicht nur absolut geringer geworden. sondern haben auch relativ eine wesentliche Verbesserung dadurch erfahren, daß für eine geringere Summe als im letzten Jahre besondere Strecken mehr beflogen werden können. Oberbürgermeister Dr. Landmann, Frankfurt, mußte wegen Arbeitsüberlastung fein Amt als Vorsitzender des Aussichtsrates nieberlegen. An seine Stelle trat der neue Dezernent des Wirt- schaftsamtes, Stadtrat Dr. Lingnau, Frankfurt. Neu gewählt wurden drei Vertreter des Dezirksverbandes Wiesbaden. Die Hessische Flug- betriebs-A.-G., Darmstadt, ist der Gesellschaft beigetreten, Bürgermeister Müller. Darmstadt, trat infolgedessen in den Aufsichtsrat ein. ' Bayerische Motorenwerke A.-G., München. 3n der gestrigen Aufsichtsratssitzung berichtete der Vorstand über den Geschäftsgang des Unternehmens, der neuerdings eine fortschrittliche Entwicklung zeige. Der Auftragsbestand und die dauernd steifende Nachfrage sichere eine Beschäftigung bis in das nächste Jahr hinein. Die Anforderungen der Fabrikation machten weiter große 3nvestitutionen notwendig. Daneben bedinge die Erzeugung der luftgekühlten Flug- motore, die nunmehr programmäßig nach der von der Pratt and Whitney Airkrast Tompanh U. S. A. für das ganze europäische Festland erworbenen Lizenz auf genommen wird, umfangreiche Einrichtungen. Zur Lösung dieser Ausgabe und zur Beschaffung der für die weitere Ausdehnung der Motorradfabrik erforderlichen erhöhten 3noeftittonen und Betriebsmittel beschloß der Aufsichtsrat, der auf den 7. 3uli nach München einzu berufen den a. o. G.-V. eine Erhöhung des Aktienkapitals um 6 Mill. Mark auf 16 Mill. Mark vorzuschlagen. Von den neuen Aktien sollen 5 Will. Mark den alten Aktionären im Verhältnis 2:1 zu 120 Proz. mit Dividendenberechtigung ab 1. 3anuar 1928 zum Bezug angeboten werden. Die restlichen 1 Mill. Mark neue Aktien sollen im 3ntercsse der Gesellschaft gemäß den von der G.-D. zu fassenden Beschlüssen bestmöglich verwertet werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 15.3uni. Tendenz: abge- schwächt. — Nachdem an der Dorbörse die Tendenz noch freundlich war, erfuhr die Haltung zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine Abschwächung, die eine größere Unsicherheit außlöfte. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu Abgaben, was mit dem heutigen Zahltag in Zusammenhang zu bringen ist. Das herauskommende Material wurde nur mit Kursverlusten bis zu 4 v. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse ausgenommen. Das Geschäft war minimal und beschränkte sich im wesentlichen nur auf einzelne Spezialwerte. Der Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse blieb nicht ohne Einfluß auf die allgemeine Stimmung. Die starke Ueberzeichnung der Gesfürel-Anleihe in Neuyork blieb dagegen fast vollkommen unbeachtet, obwohl man nicht damit gerechnet hatte. Man führte das darauf zurück, daß die deutschen Bonds an den Auslandbörsen in den letzten Tagen stärkere Kurs- Verluste zu verzeichnen hatten. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 4,5 o. H. stark angeboten. Schuckert und Bergmann verloren 2,5 refp. 3 o. H. Am Chemiemarkt kannte sich nur lang- sames Geschäft In I.-G.-Farben und Scheideanstalt mit je minus 3 v. H. entwickeln. Am Montanmarkt waren die Kursverluste im allgemeinen nicht sehr groß: nur Rheinstahl gaben 3 v. H. nach. Banken lagen durchweg «m 3 v. H. schwächer. Für Kali- werte erhielt sich das Interesse. Aschersleben und Westeregeln blichen gut behauptet. Da der günstige Kaliabsatz anregend wirkte. Salzdetfurth waren dagegen stark angeboten und bis 7,5 v. H. schwächer. Bon Bauunternehmungen waren Wayß & Freytag bei etwas lebhafterem Geschäft gefragt und 1 v. H. höher: Holzmann zogen 0,50 v. H. an. Auto werte hatten weiter lebhafte Umsätze. Adlerwerke konnten weiter 1 v. H. und Daimler 1,25 v. H. anziehen. Am Rentenmarkt war das Geschäft klein. Attbesitz- anleihen waren etwas höher. Ausländer still und eher etwas schwächer. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung zuversichtlicher. Aus oerschie- bene Deckungen, besonders in Spezialwerten, wurde die Tendenz f e st. Kaliwerte waren lebhafter oer- langt Es machte sich hierin schließlich Material- knappbeit bemerkbar, so daß schließlich Aschersleben 7 v. H. und Westeregeln 8,5 o. H. anziehen kannten. Salzdetfurth ebenfalls 3 o. H. gebessert. Im übrigen betrugen die Kursgewinne bis zu 2,5 v. H Tagesgeld blieb weiter flüssig. Tägliches Geld 6,25 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4,1846. gegen Pfund 20,428, London gegen Kabel 4,8817, Paris 124,20, Madrid 29,37, Mailand 92,80, Holland 12,10. Berliner Börse. Berlin, 15. Juni. Bei dem ziemlich starken Interesie, das im heutigen Darrnittagsoerkehr für einige Spezialwerte bestand, war die allgemeine Stimmung weiter freundlich geblieben, zumal auch der Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse günstig beurteilt worden war. Zu Beginn der Börse trat aber bei der Spekulation Ä b • gabenetgung hervor. Die Auslegung der Preußen Anleihe und die verzögerte Regierungsbildung schienen hauotsächlich zu verstimmen. Einige günstige Abschlüsse konnten sich nur bei den betreffen- den Papieren auswirken, so daß mit Ausnahme von einigen Spezialpapieren mehrprozentigc Abschwächungen in der Ueberzahl waren. Di« Kursgewinne betrugen 1 bis 3 v. H., bei Spezial werten bis zu 10 o. H. Harburg-Gummi waren auf die überraschend gekommene Dividendeiosigkeit 5 o. H. schwächer Dagegen Soenska, Bayr. Motoren und Feldmühle als fest zu nennen. Bei Auto werten regte die Möglichkeit des Verkaufs eines Pakets Vorzugsaktien an die I.-G.-Farben an. Bayrische Motoren, die eigentlich nur per Kassa gehandelt werden, hatten auf die beschlossene Kavitalerhöhung auch heute einen größeren Freiverkeyr und wurden mit 80 Geld genannt. Für Feldmühle slim- mutierten wieder Gerüchte über eine baldige Ter- mineinfüßrung. Banken waren gut behauptet. Schifsahrtswerte und Stöhr hatten weiter Inler- esie. Deutsche Anlechen etwas schwächer. Ausländer behauptet. Rusien nachgebend. Türken lebhafter, auch Bosnier und Mexikaner bis 0,50 v. H. höher. Pfandbriefmarkt still. Farben-Bonds 150,50 bis 151 o. H. Der Geldmarkt war etwas versteift. Tägliches Geld 5 bis 7 o. H., ‘onft unverändert. Im Verkaufe nicht einheitlich, wurde es doch etwas lebhafter als zu Beginn. Polyphon waren auf angebliche englische Käufe 10 v. H. erhöht. Soenska waren weiter sehr lebhaft. Feldmühle. Rutgers» werke, Deutsche Erdöl und Schiffahrtsaktien biteben bevorzugt. Auch Berger, bei denen sich die alten Kapitalerhöhungsgerüchte erhalten, lagen 8 v. H. höher. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 15. 3uni Zum Wochenschluß verkehrte der Frankfurter Prvduktenmarkt in stiller Haltung. Die etwas erhöhten Tlus- landnotierungen gaben dem Markte eine Stütze. daS Geschäft blieb jedoch sehr klein, so daß die Preise unverändert blieben. ES wurden notiert: Weizen 26,50—26,75 Mk.: Roggen 28,50; Hafer, inländischer 27,75—28,50, Mais (gelb) tüt Futterzwecke 25; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 3725 bis 38; Roggenmehl 39,50—40; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 16,5(>—16,75 Mk. Tendenz: stetig. Rundfunkprogramm des Frankfurter Senders. (Aus der Radio-Umschau".) Samstag. 16. 3uni. 12.15 bis 12.45: Schulfunk - Deutsch: .Don edlen Menschen", vorgetragen von AugustGaede. 13 biS 14: Schallplatten-Konzert. Buntes Programm. 15.30 bis 16: Die Stunde der 3ugent>. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Operettenmusik. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: Der Briefkasten. 19.15 bis 19.45: Vortrag von Kurt Weill anläßlich seiner Opernpremiere in Frankfurt a. M. 19.45 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: .Leben im deutschen Bürgerhaus in früheren 3ahrhunderten", Vortrag von Dr. Erna Barnick. 20.15: Nach Stuttgart. Der Soldat der Marie. Operette in drei Akten von Bernhard Buchbinder. Musik von Leo Ascher. Anschließend: Tanzmusik. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religioasgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, 16. Iunu Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; Predigt; abends 9 und 9.40 Zsraelitische Neligionsgesellschaft. Sabbatfeier den 16. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr, Samstag vormittag 8: Predigt, nachmittags 4.30; Sabbat- ausgang 9.40. — Wochengottesdienft: morgens 6.15; abends 7.15. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Fraudfuel a. M Serlin Frandsuri a. M Berlin Schlud- flut» '-Uhr- Nur, Schiutz l «nsong Nur» | Ätm bchiutz. flur» l'Uhr» ISchiuh- Nur» 1 flur» »nian, Kur» Datum 11. 8 18. 6. 14 6. 1±L Tannn: 1 14. 6. 15 6. I 14. 6. I 15 6. S% Dl. »rliMdmlcUK °. 1W7 - ■ trt. «nL-«M»l.-6d)nti> mU 9lu* lol.-Scdjtm......... DHeL oN« eullo|^lfd)te . . . 7% ÖTowH. Hyp.-Vt. eerfbpf. tut- kündbar Mi 19M....... WWnllcf)« Pyp.-Vank Llqu . »olbpt............ 87.25 61,4 19,8 « 77 13,9 19.18 l.'.L 8.6 U.75 171,6 162 149,6 196.75 l»t. 9 Ib9.5 167.75 168,76 152.5 *79.1 S $ „S 5 r ? S S 2-e. i b 11 !<■ 111» M e । itii siii «litt i i i i* i «7,5 51.5 19 8,15 1,8 11.7 18,6 12.7 23,75 169.5 209.4 214,75 IW,5 141.25 149 473 196,25 IM 9 167,25 168.25 -•06 153 877.13 — 51,5 19 28,4 11.6 11.76 18,7 178,9 214,9 160.9 188.0 148.5 r7« 195.75 •81 168.5 l^>.5 166.74 207 152.25 ............8 Bergmann ......... 0 (Hefti. Lieferung ei.....10 Licht und ftraft ...... 10 Fellen t Guilleaume. .... 6 »ef. f. tttettt. Untern.. ... 10 Lamo. (Heftr. Werte .... 10 Rhein. Sleklr.........9 Schles. Dettr........10 Schuckert..... .... 8 Siemen» 4 HaUke ..... 12 Tran»radio..... 8 Lahmever .......10 Baderu«...... 5 Denftche LrdLl.......6 Oflener Steiniohle......8 Geilenkirchener ... |. y, 3. 4 Laroener.......... 6 voeich «ilen.........8 31|e Bergbau......... jkiScknerwerle ....... .7 SSIn-Reueften. ....... 9 Manneimann . ....... 8 Manlselder.........7 Cber1d)!e(. «ifen». Bedarf... 5 Cbedd)le|. Sottwerfe ... 6 Phünir Brradau......5S Rdeiniiche Brauntohlen... 10 Rheinftadi . 1. 3<4t 4^ Riedeck Montan......7,9 vereinigte Stahlw......C ^tavi Minen t»h ftull lldictlleben.....10 ftntt ©eftmseta......10 Äaltroert Sau^tfitil ... 15 3. ®. ftarden-^ud»»«, . . . U Dnnamil Nobel ....... 5 Scheiden-,naN...... . 9 Goidichmm ........ 5 Mtgetimertr ........ 8 MetaNgeieiNchafl......tl 185 m 233 131 K3.5 - m J63 IW 68,5 145.25 140 I 135 144.75 121 106.U 97,25 »12 187 99 243 144.6 450 !78,Z5 214 100,13 9® AU 182.5 232 281 208.75 858.5 145 139 j (43 96 164 98 53 243 -44 458.5 <75.25 >11 99.5 98.25 203 183.9 210 177 ttl 180.25 282.5 162.25 168 257.5 210.25 960 162 179 88 5 144 130.5 140.5 165 145 259 154,75 141.5 144 119.75 107,5 108 96.65 511 165.75 Id.- OS 63.4 248 456 277.76 148.25 99.25 183.5 207,5 231.5 129.6 379.25 169 358 208.5 158 162,25 87.75 144,6 128 139.5 160.7. 143.75 26u 134.75 138,5 14Z.13 119.75 105.75 HU 96.4 306.5 162.5 98.6 53.6 244.75 947 454 375.4 98.95 97.75 «.«.«. aSa. voM^ObU-atüm. rückzahlbar 1931....... 4% Sditocu- BunbHtt^enL. . . 4% OehmddilitDe «olbtte.. . . 4,10% Cdten. SUdrrnk..... 4% Cetttndd). cinhkM. Ute. . . 4% Nngartlche «oldrte...... 4% Ungarijche Guam. v. 1910 . 4^% Mal. von 1910..... 4% UngadldK ftonrnttt..... 4% lurt. Hovanleihe v. 1011 . 4% TürflYdf# Baadaddahn-AnU, «erte 1........... 4% bctflL (Ettit II....... 4% Ihimdnni conbttL 9tte. . . . 4H% Stumiiun OoIMiü. wn 1918 eng. Itutlcte WinbaMt . . 4h ßam6urg-amtrtfa Hakel ... 8 Hamd.-Hüdam Dampft-. > . 8 Hanta Dampftrhftf.....10 -orddeuft-rr Lloyd . .... 8 «N«. Deuft-eSrrdUari». . . 10 Benner Bantoeretu .... 10 Berliner $anbeltgc|cU|d}. . . 19 5ommet>- und Prival-Bank . 11 tatrnft u. 9IattonaI6OTl . . 19 TturlAe Bank......10 Titionti>.eefdU*flM DU.. . 10 Dresdner Boni......10 Wüttlbeutfdx dxefiithan! ... 9 TtetaHbent.........8 ReiAÄcn!......19 Frmidsurl a. M Berlin Schiutz- flurs ! l.Ubr» 1 Amts Schmh Rurs lln»an8 | flnre Datum: 14. 6. 1 15.6 | 14.6. | 15. 6. PhUiop Holzmann ...... 7 Herdelbergei Gement .... 10 iement Äadftabt .... 5 öat)6 41 Freitag...... 10 LchulHein Satzenhofer ... 15 Cftrocrte.........U «er. eion)fhff ...... U Vein berg..... 14 fleUftof Daldhol.....19 fienftofl «Ichaiienbura ... 13 Gbartottenburger Waller ... 7 Dessauer «Hat........8 Daimler Molaren ...... 0 Demag ..........0 .IMeroede derer......6 Ludw. Loewe.......10 SaL Auiomobll ....... 0 Crenftetn ck »oppd . .... 6 Leonhard Tietz ....... 6 Bamag^Xenuin ....... 0 Maschinen......6 Gntzner...... 11 OegltaenHieM.......0 Iungoans. .........4 Lechwerre. ...... .«8 öainfMftwetfe ....... 8 «tia...........io Nekars ulmer ....... .8 Beters Unton ....... .8 Lebr. Roeder ....... 10 Soiqt ck paeffner......8 Lübd. Zucker .......8 Banf 153 143.5 175 150 — 814.5 «9,5 J - 73.5 136 ■d 114 124,5 15 0.5 115.5 193 .65 toten. 153.25 143 150 313.5 m 114.76 114.5 2 2 150,6 153,5 153.25 365 324.6 716 455 412.46 134.76 £12.35 116.3 59,75 114 247 91,75 117.75 319.5 24.6 74 137,25 90 4M.U 116.36 133 154,5 154 । 7 I SM 3Z3 710 643.5 314 210 144.14 321 116.75 38.5 115.25 245 91.5 127.75 815 151 «erita. 14. Imri «Held Arie. Lmrrikavftche Mieten ..... Belgische Äotrn ........ Tonische «etrn ....... CaaltfAc »Men........ 4,14 56,43 111, »5 16.375 5 11 4,18 1.67 M» 4U Devise»M«tt Derfta—Frankfurt a. M. Berlin. i4 <> 80.72 16,415 »O,»7 16.455 W.73 Cpcnten . . 69 6u 6V.74 8,. 2» 69.39 yopmr . .. *10 t>e I«i I.V43 L»4/ 1,948 1.952 5015 i',55 0.6015 0.5035 Sten in D- Ceft. ebtiefl »8,0 58.94 ■'8,805 68.925 U,39j 7.458 12.41-5 14,39 12.41 7,3;2 7,356 7.370 vndavest. . Val arten J2.93 3.0 ll 73,07 3.928 72.89 3,022 73,03 3.046 y-fiaben 19. 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