?JsSt ,»tea Pli'te *MWTn SSa MS Ms«r - Sftq izfl. besonder, J? äÄsytf 'dcbörse. der «Mit be- bei bi- Ki U(L n'-edklo«. P* und ww; f gedrückt, lut ^ wurden notiert: 28.W; Haler (W) /. s^e Attletztvrcke sur ander« Isuddeutlches. ept- ehl 39,50 bis 4050 e 17,50 bis 17,75' 'pcilezwecke) 32 bl ® L-ei'svveckej 55 l*. gelund. faxten) oggenstvoh, drahte Äogtzenstrob, gc- 1) 1950 bis 19,15 htviel'martt. ot Austrieb: Kinder Men. 60 Bullen, 566 ; Echoje 46; Schwe.ne vollsleischige. ausge- 5: jüngere 61 bi, 64 iftige oollsleischige 51 lollfleischige, Höchen ühe: jüngere, voll- Is 46 bis 51; sonstige 140 bis 45; fleischige n, Sungrinber): voll- :en Lchlachtwerts 60 1. - Käloer: beste s 80; mittlere M- tringe Räfbet 58 bis 1ine über 300 $funb Milchige Schwein, ebendgewicht 55 bi» xb LevenbgrMcht 55 Wunb Lebendgewicht von ca. 120 bis 160 , 55; Tauen 44 M aus: Neyes (BW iffenfchaft. Vot) Sd ist. Er olge. dort m Äster 1 schweren Leiden an Nit chr ist «'ne bet ichrislstellerntrm aui .grober Liebe chm Lübeck zugeta^ wll norddeuis^n Schnst> bheit chres vltis z lall 50 Romane, von sw*« MN. 3 3 15 !6 »4 .7 64 18 IIS >48 875 39? 36 ,Ü8 018 ,IIt ,6« ii? w v>> ji s* II! £ t»!p r.-o 111.81 80.7« 7O.l< 11.U5 78.0» O.Ä s Ä % 80. W rV' iMg -8«; iu-g Ui.y IK.» u, i? S,H» «.«s Ä I,Jö48 »,e* u-L iM V$ b-5 8L* !.l «-2 1.785 M.80 iii-ä in.” tu,00 1!.^ «•S -I. ! 4.1'5 it.«z «0,4' *0.65 1,94» 0> -8.75 ;i.y 3,»<0 !!:!! t! .-rranklurl 7 nab'“"9, J u 4 - llr. U4 (Erftcs Blatt 178. Jahrgang Dienstag, 15. Mai 1928 Lrichei«! lOgltd).augei Sonntags iwb Feiertag» Beilegte (Siebener ^amditnblittei fyetmai 1» Bild Dir Scholle Monatr-ktzvx,reell 2 Rcideeeorli anb 20 Xetd)*p1rnnig ftr Irflget» lohn oech btt Nichterscheinen emj einer Wummern befolgt höhere, ®ta>alt 3ern|pred>en|tf)ll||ei 61. 54 und 112 letoriti ftr Drahrnach- richten Bnjeigtr Gletze«. peßschecklorno: freetlun am Main 1168« Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid Bub Derlog: VrLhl'sche Untoerfitäu-Bndh enö Sietnörnderct k. Lanze ti Slessetu $d)riftlcttHng and -eschäflrstelle: SchnlKrasse 7. annabet hi Injeiaca für die lagesnummet bie jnm Wad)mittag c>c>rh«. Preis fitr l mm Höhe 8r Snjeiqcn von 27 inm reut örtlich 8. aus märt» 10 Reichspfennig für 5t e- klameanjeigen von 70 11 rn Brette 35 Wt.ch»p1cnntg, Platzvorschnst 20* . mehr. Cbefrebahttut Dt <}nebr DiU» Lange, verantwortlich für Dolutk Dr Jt DUH Lange für JVtuiDrlon Dr H ibrjrtot, für den übrigen Teil Ernst Blumichein, für den An. jetgenteil Aurl <5t0mann. sämtlich in Rieften Oie Tariferhöhungspläne der Reichsbahn. Erhöhung der Gütertarife um 10 Prozent. - Liebergang zum Zweiklaffensystem. - Erhöhung der Kahrpreise vierter Klasse um 12 Prozent. — Verdoppelung der (Schnellzugzuschläge. — Auch Zuschläge für Eilzüge. - Fortfall der B. p. Unwirtschaftlich und unsozial. Don unterer Berliner Redaktion. Onit der offiziellen Veröffentlichung der Relchsbahndenklchrift ist nun endlich au4) da- letzte Geheimnis entschleiert, da- noch darüber hing. Und man muh leider lagen, daß die Forderunoen der Gesellfchaft sich hiernach nicht erfreulicher au-nehmen als zuvor. DaS wesentliche war in der Oeffentlichkeit ja auS den zahlreichen grossen und kleinen Indiskretionen der letzten Monate bereits bekannt geworden, und da- Grundurtkil, das man sich über die Absichten der Acich-bahngefelüchaft inzwifchen gebildet hat. wird durch die nunmehr erfolgte Publikation in keiner Weise entkräftet. Dir wollen es dahingestellt fein lassen, aus welcher Veite das grössere Interesse an einer so langen Geheimhaltung bestand, ob bei der Reichsbahn oder der Acich-rcgirruna. Don Schuld und Fehler sind jedenfalls alle beide nicht frel- -usprechen. Was die Reichsbahn jetzt mitteilt, wusste sie bereit» im Herbst vorigen Jahres, als sie mit arohem Applomb erklären liess, sie werde durch ok damals vorgenommenen Erhöhungen der Deamtcngehälter nicht zu einer Tariferhöhung gezwungen werden Heute begründet sie d: Rotwendigkeit einer wesentlichen Tarts- erhöhuna, die auf den Durchschnitt der Gütertarife 10 Proz., auf den Durchschnitt der Per- sonentarise 15 Proz. auSmacht. eben mit einer Steigerung der persönlichen Ausgaben um 436 Millionen Mark Aber auch die Reichsregierung hat durch die Lässigkeit, mit der sie namentlich von der Veite der Schieds- rrichtsbarkeit her die Frage der P r e i S b i l - u n g behandelte, mit der sie ausserdem über die zweif^io» nicht leichte vituation der Reichsdahr> hinweggehen zu können meinte, sehr mit dazu bei- fletraaen. dass die Dinge sich gerade jetzt, unmittelbar vor den CEDablcn, In der unerfreulichsten Weise a u I p 1 b c n. Wir möchten hierbei das Reichswirtschasisministerium allerding- bi- zu einem sehr erheblichen Grade au-nehmen. da e4 nach unserer Kenntnis der Dinge schon seit dem Herbst des vergangenen Jahres an immer wieder seine warnende Stimme erhoben hat. ossensicht- Nch aber gegenüber dem Zweckoptimismus des ReichSstnanzministerS nicht recht sich durchsetzen tonnte So präsentiert sich der augenblickliche wirtschaftliche Kesamlsachoerhalt höchst unerfreulich. Der grosse (Elfenfdjiebefprud) de» vergangenen Jahre» balle bereit» eine Eifenpreiserhöhung ur ttolge, der kürzlich ergangene Kohlenfchied»- pruch war Seranlaffung xu einer nicht unbeträcht- ichen Verteuerung der Kohle, die ihrer- eit» wieder zu einer cherauffekung der CElfcnpreife ührte, und es ist jetzt nahezu selbstverständlich, dass lie Neichsdahn als Grossoerbraucherin von Kohle und Lifen ihrerseits auf eine Erhöhuna der Tarife drängt, auch wenn sie diese Forderung nicht unmittelbar damit begründet. Wir Jagten schon vor einiger Zeit, dass als Folge der Herauf- setzung von Kohle- und Eisenpreise ein Preiswelle clntreirn müsse, die Im Endergebnis ein vielfache» des privatwirtschaftlichen Nutzeffektes der Kohlen- und Eifenverteuerung barfteüen werde, wenn e« nicht gelinge, die Heraufsetzung de» Preise» der Urprobufte schon bei den Grossverbrauchern ausxufangen. Die Absichten der Neichsbahn- oesellschaft laufen aber ganz offenkundig auf da» Ge a e nteil dessen hinaus, was erstrebenswert ist. Durch die Verteuerung der Gütertarife um zehn Prozent würde felbftocrftandlich die deutsche Wirt- fchast In allen Ihren Zweigen ausserordentlich park belastet werden, und die Verteuerung des Personenverkehr» um 15 Prozent ist so unsozial, dass gerade in einem Deutschland stark überspitzter Sozialpolitik hiervon gar nicht gesprochen werden dürfte. Denn wenn es zu der von der Reichsbahn vorgeschlagenen Reform des jetzigen Dierklassen- Eystem» kommt, so dass nur noch zwei Klassen übrig blieben, dann würden gerade die breiten minderbemittelten Schichten, die heute die vierte Wagenklasse für ihren Berufs- und Erholungsvcrkehr benutzen, die grösste Last einer derartigen „Reform" zu tragen Haden. Da» aber kann und darf niemals da» Ziel einer Reichsdahnreform (ein. Gegen den Uebergang auf da» vereinfachte Zweiklassensystem, eine Polster- und eine Hol;klasse, ist arundsu,lich selbstverständlich nicht» einzuwenden. Die Notwendigkeit ihrer Einführung wird aber der deutschen Oeffentlichkeit nur dann einleuchten, wenn dabei nicht ein Vorteil für die Reichsbahn durch Vermehrung ihrer Einnahmen unter gleichzeitiger Erhöhung der Tarife heraus- springt, sondern umgekehrt das reifende Publi- tum einen Vorteil erfährt, indem seine Bequemlichkeit unter gleichzeitiger Verbilligung de» Fahrpreises erhöht wird. Es fragt sich nun alles in allem, inwieweit die Forderung der Reichsbahngesellschaft phratroirt- schastlich begründet und reparationspolitisch not- wendig ist. und es fragt sich weiter, ob bei Be- jahung der beiden Vorfragen kein anderer Ausweg als der einer Tariferhöhung besteht. Denn die Reichsbahngesellschasr im vergangenen Jahre ein Ertragsdcslzit von 250 Millionen Mark errechnet hat. so ist da» natürlich für den Haupt- träger der Reparationen sehr bedenklich Es will uns aber scheinen, dass man bei der Reichsbahn nicht in dem wünschenswerten Masse nach gesunden prioatwirtschaftlichcn Grundsätzen vorgehl. Tatsöch- lich wird nämlich ein wesentlicher Teil der laufen- den Einnahmen zu Neuanlagen jeder Art ver- wendet, d. h. also, das Anlagekapital wird aus dem Betrtebsergebnis oergrö- ssert Das ift ein Verfahren, dass allen gesunden kapitalwirtschaftlichen Prinzipien widerspricht, da die Privatwirtschaft für derartige Bedürfnisse A n • leihen aufzunehmen pflegt. Dir wissen, dass der Reparationvagent im Herbst vergangenen Jahres diesen Weg durch seine Haltung ziemlich verbaut hat. Man hat aber sich auf deutscher Seite niemals Mühe gegeben, die Auffassung Parker Gilberts über die Notwendigkeit von Anleiheaufnahme der Reichrbahngefellfchaft im Auslände zu erschüttern. Ein grosser Teil der Vorzugsaktien, die man der Reichsbahn für ihre Kapitalbedürfnisse auf den Wea mitgegeben hat, befindet sich noch in ihren Tresors. Es muss nun möglich fein, diese Aktien an den Mann zu bringen, d. h., den Reparationsagen, ten von der Notwendigkeit einer Veräusserung dieser Stücke zur Kapitalbeschaffung zu überzeugen. Wenn da» gelingt, dann wird sich eine Tariferhöhung vermutlich völlig vermeiden lassen, oder man wird dann doch mindestens dabei wirtschaftlicher und sozialer verfahren können, als das nach den Vorschlägen der Reichsbahn der Fall fein kann. Die Denkschrift. Derlin, 14. Mai. (WB.) Der Dertoal- kungsrat der Deutschen Aeichsbahngesellfchaft hat sich in llcbereinftimmung mit der Hauptverwaltung entschlossen, bei der Aeichsregierung die ®erung ermöglichen. Oer Derfassungstag. Berlin. 14.Mai, (WTB.) Wie daS .2.T." hört, hat die preussische Regierung mit Unterstützung einer Reihe anderer Länder i m Reichsrat einen Antrag eingebracht, der verlangt. dass der 11. August als Geburtstag der Weimarer Dersassung »um Rationalseier- tag erklärt wird. Der Antrag dürfte noch in dieser Woche zur Beratung gelangen. Ernsthafte Erkrankung des Tleichsaußenminifters. Berlin, 14. Mai. (IDIB.) Reichsanssenminister Dt. Slrefemann Ist nicht unbedenklich erkrankt und hat infolgedessen jeder weiteren Tätigkeit Im Wahlkampf entsagen müssen. Auch der geplante Berliner Besuch be» tschechoslowakischen Aussenminister» Dr. Beneid, ist au» diesen Gründen abgesagt worden, lieber die Erkrankung ist heute abend von den behandelnden Aerzten folgende Mitteilung ergangen: „Reichsminister Dr. Slrefemann ist an einem fieberhaften, poratyphusähnlichen Magen- und varmkatarrh ernstlich erkrankt. 3m verlause der Erkrankung hat sich eine A f f e k t i 0 n der Rieten hinzugefellt, die strengste Schonung und Bettruhe de» Minister» dringend erforderlich macht. Infolgedessen ist jede Tätigkeit de» Reichsministee» für die nächste Zeit ausgeschloffen. gez.: Pros. Dr. H. Z 0 ndek. Sanitätern! Dr. Gifeviu ». Dr. Schulmann." wie einige Morgenblätter ergänzend berichten, machen die behandelnden Aerzte die 11 e b r r a n - streogung in der letzten Zeil für die Erkrankung, für die bestimmte ürfachen nicht festzustellen sind, mitverantwortlich. Für eine Fleischvergiftung hätten stch keine Anhaltspunkte ergeben. Dr. Sltese- mann habe seit drei lagen keine Nahrung zu sich zu nehmen vermocht, wa» eine Schwächung de» ganzen Organismus zur Folge gehabt habe. Darin fei gestern abend eine Besserung eingetreten. Dr. Slrefemann konnte zum ersten Male wieder etwa» Nahrung vertragen. Dagegen mache die Nlerenaffektion jetzt mehr Sorgen al» da» Magen- und Darmleiden. Die Aerzte und feine Umgebung hoffen, dass Dr. Sfrefc- mann» starke Widerstandskraft audj dle»mat die Krankheit wieder überwinden werde. Aber selbst im günstigsten Falle werde der Heilungsprozeh mehrere Wochen In Anspruch nehmen, während welcher der Patient äusserster Schonung bedürfe. Dom Wirlschafisml des Völkerbundes. samten Sckeck- und Wechselvcrkehr international zu vereinheitlichen, einstweilen hält man dieS nur bei den Ländern möglich, die dem europäischen kontinentalen Softem angehcrm. Während sich den Arbeiten diefes Komitee- vor allem sachlich« Schwierigkeiten entacgenftcllcn, macht sich bei den ankeren Beschlüssen öeu DölkcrbundSorgane auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik immer wieder da- alle Problem bemcrtbar, da' wohl die Regierungen zunächst bereit sind, Zusagen zu erteilen, aber aus innenpolitischen Gründen nachher gezwungen werden, von einer endgültigen Din - du n g einstweilen abzusehen. G ride uni et diesem Gesichtspunkt hat d r belgische Ministerpräsident Theunis bei d^r Eröffnung des Wirt- schastsrates die Rotwendigkeit der M i t - arbeit ber öffentlichen Meinung in den beteiligten Staaten so besonder- stark h-r- vorgehvbeir und in den Tlittdpunft gestellt. Die Lage der Weltwirtschaft. Gens, 14. Mai. (WB.) Die erste Tagung des WirtschaftSrateS deS Dölkerbunde- ist von dem Dorfitzenden, dem früheren belgischen Ministerpräsidenten Eigene Drahtmrtdung des „Giessener Anzeigers^. Berlin, 15. Mai. Der Dölkerbund entwickelt sich in den letzten Jahren neben seinen rein politischen Funktionen immer mehr zu einem Forum lür b.i Internationalen Probleme der Weltwirtschaft. Diese Entwicklung hatten die Gründer dieser Organisation in den düsteren TertaiIler Tagen wohl weniger im Auge gehabt, als dass der Bund ein Instrument ihrer politischen Macht werden sollte. Aber gerade diese Wendung deS Völkerbünde- zu den Ausgaben der Deltwirtschast, wie sie sich jetzt so deutlich in der Eröffnung deS neugegründeten WirtschaftSrateS manifefti.'rt, ist abgesehen von ihren direkten Wirkungen und Erfolgen auch für den Völkerbund selbst und seine Existenz äusserst bedeutungsvoll. SS Aeigt sich nämlich, dass allein die Tatsache dieser internationalen Organisation auS sich heraus eine gewisse Anziehungskraft über den ursprünglich ihr zugedachten Rahmen hinaus entwickelt. Der Völkerbund ist fähig, wenigstens fchrint eS so, sich selber weiterzubilden und auszubauen, er beginnt ein Eigenleben zu führen und e- kann einmal der Moment kommen, dass man eher geneigt fein wird, mit Rücklicht auf feine rein fachlich gegebenen Möglichkeiten Schranken vor fein AuSdehnungSbedürsniS zu fetzen. Aber zweifellos ist diese Entwicklung an sich zu begrüßen, auch wenn sie und ihre bisherigen Ergebnisse nicht Immer die praktischen Erfolge erzielen, die man nach der Wichtigkeit der in Angriff genommenen Ausgaben zunächst erwarten könnte. DaS Arbeitspensum des Völkerbundes im Jahre 1927/28 war natürlicherweise vor allem von den Beschlüssen der grossen D e l t w i r t » schaf4Skonserenz bestimmt. 2m Oktober sand eine internationale Konferenz zur Ablchas- fung der Sin- und Ausfuhrverbote und Beschränkungen statt, die zu einem Abkommen führte, da- von 18 Staaten unterzeichnet wurde. DaS Abkommen selbst sieht nach Inkrafttreten innerhalb einer Frist von sechs Monaten die Verpflichtung vor. alle Ein- und Ausfuhrverbote wie Beschränkungen aufzuheben, ausgenommen, wenn besondere Umstände dieser Verpflichtung entgegenstehen sollten. Im 2uli d. 2. soll eine zweite Konlerenz nachfolgen, in der über die von einigen Staaten gemachten Vorbehalte, wie über die Frage deS 3n- kvafttretenS Beschluss zu fassen ist. Gerade über diese Probleme ergeben sich bei diesem Abkommen gctoiffe Schwierigkeiten, die aber jeder internationalen Regelung, die weitgehend in die Souveränität der Staaten eingreist. entgegen- stehen und die sich z. 2. in hohem Masse auch bei der Durchführung des Washingtoner Achtstundentag-Abkommens bemertbar gemacht haben. 2Cro eine Erscheinung, die kaum auf daS Konto des Völlerbündes. wie eS so gerne geschieht gesetzt werden fann. Weiter hat der Völlerbund wichtige Arbeit mit dem intcr tahonalcn Abkommen über die Vollstreckung von im Ausland ergangenen Schiedssprüchen geleistet. Das Abkommen baut sich auf dem Protokoll von 1923 über die Schiedsklausel im Handelsverkehr auf und kann nur von solchen Staaten unterschrieben werden, die bereits dem ersten Abkommen beigetreten waren. Ziemlich erfolglos dagegen find bisher die Versuche des Sachverständigenkomitees oeblieben, das sich mit d:r Vereinheitlichung deS Scheck- und Wechsel- rechtes beschäitigl hat. Die Arbeiten sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber ber Versuch ist ausgegeben worden, die gesetzlichen Bestimmungen in der ganzen Well über den ge- Theunis mit einer Ansprache eröffnet worden, in der er einen Uebetblid über die Entwicklung des Wirtschaftsleben- feit der WellwirtschastSkon- ferenz gab. Die Zustimmungserllärungen gewisser Regierungen zu den Empfehlungen der Well- wirsschaftskonserenz feien fo gut wie rein platonisch geblieben. Zur Förderung der Aufgaben deS Wirtschaftsrates ist die Mitarbeit der öffentlichen Meinung und vor allem die kräftige Vertretung seiner Ziele durch feine Mitglieder selbst nötig, damit die Regierungen, ohne die der Wirtschastsrat nichts unternehmen könne, unter diesem Antrieb zur schrittweisen Verwirklichung übergeben. AI» erster Redner erklärte bann <5ir Arthur Balfour Die Kaufkraft zeige noch fein entschiedene» Ansteigen. Eine Besserung de» internationalen Handels könne nur durch Hebung des (Ernteertrages und durch Niederleguna ber Z 0111chran » k e n erreicht werden. Erfreulich fei das Zustandekommen des neuen Abkommens über die Aufhebung der Ein. und Ausfuhrverbote, und Einschränkungen, bei dessen Verhandlungen sich die grossen sachlichen Schwierigkeiten zeigten, auf die man stosse, sobald man an die Verwirklichung ber wesentlichsten Grundsätze ber Weltwirtschasts- konferenz herantrete. Es fei höchste Zeit, dass man jetzt auf bem Gebiete ber Tarifpolitik entscheibenb an bie Prüfung ber Miste/ für eine wachjenbe Stabilisierung bes internationalen Han- bels gehe. Der Wirtschastsrat bürfe keinen Antrag annehmen, ber bie Fortbauer ber gegenwärtigen Tartfoerhältnisse für eine weitere Reihe von Jahren bebeuten würbe. Zur grünblichen Prüfung ber einzelnen Bebürfnisse und Interessen wäre es vielleicht angeze gt, in Genf bie not opalen Vertreter der verschiedenen grossen Industrien ber einzelnen Cänber zu einer Aussprache zusammenzuberu» fen. Hieraus gab ber Seiler der Hanbelsoertragsab- Teilung im französischen Wirtschastsministerium, Serruys einen optimistisch gehaltenen lleöerblick über die Auswirkungen der Weltwirt^chastSkon- fereru auf die Wirtschaftsverhandlungen des abgeiauferten 2ahres die seiner Ansicht noch eine fühlbare Sumesänderung ün Sinne des Ab- rüdenS bom wirtschaftlichen Nationalismus g«- zeigt haben. Das Wirt'chaftSkomite« erwarte vom Wtrtfchaftsrat eine Stellungnahmegegen die Kampfzölle und gegen ein« un-Ler- schiedliche Behandlung der Erzeugnisse einzelner Länder. Serruys ernpfahl für Di« hauptsächlichsten Erzeugnisse besonder« Kollektivvereinbarungen nach dem Wüster deS Hebereinfom- mens zur Aushebung der 6in* und Ausfuhrverbot«, ein« allgemeine, planmäßige Demoblli- sierung der Zölle und weitgehende Anwendung der WeistbegünstigungSklausel. Alle landwirtschaftlichen Cd aber verlangten immer dringlicher eine internationale Sanierung der Landwirtschaft, für die man die Unterstützung deS Völkerbundes erwart«. Ohn« Berücksichtigung der Wechselbeziehungen -wischen Industrie und Landwirtschaft fei ein europäischer Wiederaufbau nicht möglich. Gin WirlschaflSbericht des ZnternationLlen Arbeitsamts. 3 e n f, 14. Mai. (WB.) Der Jahresbericht des D ektors des Internationalen Arbeitsamtes behan- bett wie üblich eingehend die Entwicklung der Wirt- schaftsverhältnisse des abgelaufenen Jahres, dessen entscheidende Bedeutung Hamas hauptsächlich in der nunmehr fast in ollen Ländern durchgeführten g e • icherten Währung« st abillsierung sieht. Die Festigung der Währungen habe auch den Warenaustausch belebt. Trotz mancher Fort- schritte sei jedoch ein Unbehagen im Wirtschaftsleben zurückgebkieben, das in gewisien Ländern und in gewissen Wirtschaftszweigen geradezu einen Ä r i • sencharakter trage. Bor allem fehle die Angleichung der Kaufkraft an die Produktionskraft. In der Kohlenindustrie, in der «ine erhebliche Steigerung der Produktion eingetreten sei, bestehe in einigen Ländern eine ge- sährliche* A b s o tz k r i s e , weshalb die Kohlenfrage gegenwärtig als dos wichtigste Problem des internationalen Wirtschaftslebens bezeichnet werden mutzte. Außerdem werde die Konkurrenz zwischen den Textilindustrien der allen Welt und den neu- geschaffenen Textilindustrien im nahen Orient und im fernen Osten in den letzten Jahren immer schärfer. Bulgariens Reparationen. London, 14. Mai. (XU.) Wie die „Timea" aus Sofia hört, hat Mussolini die italienischen Vertreter der Interalliierten Kommission in Bulgarien und in der Reparationskommission angewiesen, eine Forderung der bulgarischen Regierung auf Er- leichterung der R e p a r a t i o n s z a h l u n - gen zu untersti tzen. Die Interalliierte Kommission hat der Reparationskommission einen Bericht über die wirtschaftlichen Folgen des letzten Erdbebens in Bulgarien übersandt. Die Kommission ist der Ansicht, daß die Einnahmen Bulgariens durch das Erdbeben bedeutend vermindert werden und große Ausgaben für die Wiederoufbauorbeiten notwendig sind. Infolgedessen sei eine wesentliche Erleichterung der bulgarischen Reparationszahlungen nötig. Oer Colmarer Autonomistenprozeß. Eolmar. 14. Wat. (WTB.) In der heutigen Bormiltagssitzung sagt der Angellagte Schlegel aus. datz man im ersten Entwurf der autonomistischen Schutztruppe noch die Worte hätte bilden können: Äiemals darf öle Staatsautorität von der autonomistischen Schutzlruvpe bekämpft werden. Als ihm der Borsitzende eine Wendung aus einem Protokoll entg:genhält, die besagt: ..Slsatz-Lothrin- gen den Elsaß-Lothringer n", er Härt Schleacl, das sei doch vor einigen Iahren dis Wahlparole des französischen Generals T a u f s l i e b gewesen, deshalb habe man hierin auch feine Komplottabsicht gesehen, weshalb also jetzt? Die Elsässer sollten sich endlich im Elsaß zu Hause suhlen, dann würden sie zufrieden sein und nicht an die Gründung einer Schutz- truppe gedacht haben. Sie wollten endlich auch mit am Tisch sitzen und nicht unter dem Tisch. Hebrigens habe man in der Sitzung vom 22. Dezember 1927 rechtskräftig den Beschluß gefaßt. die Schutztruppe aufzulösen und in einen Redmr. lub umzuwandeln. Es wird dann ein Programm der autonomistischen Schutzorganisation verlesen, das den Berteidiaungs- ch a r a k t« r dieser Organisation hervo:h.bt. Der Geometer Schweitzer sagt aus, er habe zwar früher der Kommunistischen Partei angehört, sei heute aber Autonomist aus Familientradition. Auf eine Frage, ob ein Bericht des „Temps" den Tatsachen entspreche, nach dem in feiner, Schweitzers, Wohnung am Schluß einer Zusammenkunft die Wacht am Rhein gesungen worden sei, erklärte Schweitzer, daß man spaßhalber gesagt bade, man müsse jetzt die Wacht am Rhein auf französisch singen. Der Konditor R e i s a ch e r erzählt, daß er vor dem Kriege in Paris lebte. Im Bertrauen auf einen von Poincar« unterzeichneten Plakatanschlag, der den Elsäsiern versprach, daß sie wie Fran- zosen behandelt werden würden, sei er noch Kriegsausbruch in Frankreich zurückgeblieben. Trotzdem sei fein Vermögen beschlag- nahmt worden. Auf eine Anzeige hin sei er später bei schlechter Behandlung und unzureichender Ernährung interniert worden Rach dem Was- senstillstande habe er sich in Straßburg dem Kondi- toreigeschäft gewidmet, sich nebenbei für die Politik interessiert und das Heimatbundmanifest unterzeichnet. An der „Wahrheit" habe er mitgearbcitet und mit Baumann zusammen am 16. Juni 1927 einen Protest gegen die Verhaftung Zorns v. Bulach an den Völkerbund gerichtet. In einem Brief aus dem Gefängnis an Poincar« Hobe er gegen feine will- kürliche Inhasthaltung protestiert. Er sei Pazifist und erstrebe die Autonomie des Elsaß nur auf ge- setzmäßigem Weac Sodann spricht B au mann, früher Chefredakteur der .Wahrheit". Degen ihn wie gegen Köhler, den- letzten der noch zu verhörenden Angeklagten, schwebt in Straßburg noch eine Boruntersuchung wegen angeblicher Spionage. Baumann spricht von seiner Tätigkeit bei der „Wahrheit". Sowohl er wie Zorn v. Bulach hätten von Ley Briese erhalten, die die Leitung der Zeitung kritisierten, sic hätten jedoch nicht darauf geantwortet. Der Vorsitzende befragt Baumann über einen Fragebogen von der .Wahrheit", der an die auswärtigen Mitglieder des Stoßtrupps Zorn v. Bulachs und des von ihm gegründeten Oppolitionsblockes Der- fandt worden feu Baumann erwiderte, dafür sei Vom VaMMisten zum Konzernbeherrscher. Zum 70. Geburtstage Geheimrats Felix Deutsch. Feliff Deutsch, der Vorsitzende des Direktoriums der A.E.D. und Mitbegründer d.eses gewaltigen Llnternehmcns, feiert am 16. Mai feinen 70. Geburtstag. In ungefähr 34 großen Gesellschaften gehört Felix Deutsch. Geheimer Kommerzienrat, Mitglied deS Borläufigrn Reichswirtschaftsrates, dem Aufsichtsrat an; in 16 anderen mächtigen Unternehmungen ist er sogar Borsihender und in neun weiteren Gesellschaften stellvertretender Dorsitzender deS Aufsichtsrats — und „daneben" ist dieser Monn, der um seiner Verdienste willen zum Dr. ing. h. c. und zum Dr. rer. pol. h. c. ernannt worden ist, der Borsitzende des Direktoriums der Allgemeinen Slektrizitätsgesellschaft sowie der Direktor von zwei anderen, zum Konzern der A. E. G. gehörenden Unternehmen. Diese Zusammenstellung beweist zur Genüge, Weichen Einftuß der auS ziemlich einfachen Verhältnissen stammende Felix Deutsch auf di« gesamt« deutsche Wirtschaft auSübt. Als engster Mitarbeiter Emil Rathenaus ist er zu seiner jetzt so bedeutenden Stellung emporgestiegen, hat das von ihm verwaltete älnternehmen dann mit dessen Sohn, dem späteren Minister Walther Rathenau zusammen weiter entwickelt und ist heute nach dem Tod dieser beiden hervorragenden Männer, di« repräsentativste Erscheinung in dem weltumspannenden Konzern, dessen Organisation in entscheidender Weise fein eigenes Werk ist. Als Emil Rathsnau im Iahre 1883 den Plan faßte, eine deutsche Gesellschaft für die Herstellung von Glühlampen zu gründen, standen die deutschen Großbanken diesem Unternehmen und besond:rs auch dem phantasievollen, nach Ansicht der Tlinanzleute wenig ernsthaften Träger des Projekte- sehr skeptisch gegenüber; nach hartnäckigen Demühung:n brachte Rathenau schließlich doch ein Banken!onsortium zusammen, dem freilich nur Geldmächt« zweiter oder dritter Ordnung, also mehr spekulativ veranlagte Finanz- leute, anaehorten — aber das war Emil Ra» thenau gleichgültig, da er von diesem Konsortium zunächst 250 000 Mk. zur Gründung einer Studie ngefellschaft, und bann 5 Millionen Wk. zum Beginn eines Fabrikationsunternehmens erhielt. Allerdings mußte er, der den Posten eines ersten Direktors einnahm, als Vertreter der Großaktionäre den Prokuristen einer beteiligten Bank als zweiten, kaufmännischen Direktor mit in Kauf nehmen: das war Felix Deutsch. Bald stellte es sich heraus, daß der „Aufpasser" ein hervorragender Mitarbeiter, glänzender Organisator und besonders befähigter Kaufmann war. der es nicht als seine Aufgabe betrachtete, einseitig die Interessen der Großaktionär« zu vertreten, sondern in erster Linie dem älnternehmen selbst bienen wollte. mochte dabei auch gelegentlich die Dividende für die Ationär« etwas knapper ausfallen. (8mil Rathenau. der typische Industrielle, kümmerte fich vorwregend um den technischen Ausbau deS Unternehmens. suchte technische Verbesserungen der Erzeugnisse zu erzielen, neue Erfindungen auszunutzen und die Waren so herzustellen. daß sie dem Ge'chmack deS Käufer- entsprechen mußten. Aber daS genügt« nicht in einer Zeit, in der Gasbeleuchtung ein Luxus und di« flackernde Petroleumlampe das übliche Deleuchtungsmiktel war, allo zunächst eine gorhe Propaganda für die Einführung des elektrischen Lichtes, für die Elektrifizierung des Haushalts und der Industrie getrieben werden muhte. Da war Felix Deutsch der kaufmännisch« Direktor, der rechte Mann. Rathsnau überließ ihm bald den Aufbau unb die gesamte Verwaltung des DerkaufSapda- rateä. und Fell? Deutsch reiste zwischen den wichtigsten Plätzen Europas beinahe ununterbrochen hin und her. führte heute Verhandlungen in Madrid, morgen in Paris und zehn Tage darauf in Petersburg oder Moskau, entwickelte «in« schier unermüdliche Arbeitskraft gründete Verkaufszentralen seines Unternehmens in 300 Städten — und konnte mit dem Erfolg zufrieden sein. Erst nach Emil Rathenaus im Iahre 1915 erfolgten Tode wurde Fell? Deutsch, der nun auch in der Oeffenllichkeit mehr hervortrat. dem breiten Publikum als Mitgründer und Organisator der A. E. G. näher bekannt. Bald sah er sich vor die schwere Aufgabe gestellt, die durch den Krieg sehr geschädigten Auslandsbeziehungen des Unternehmens wieder anzuknüvfen und der Gesellschaft ihre alte Weltoedeutung zurück- juetobem. Das ist ihm im großen Maßstäbe geglückt. Bedeutsam war auch di« Rolle, die et in der Konzentrationsbewegung der deutschen Elektroindustrie spielt«. Er war kein Anhänger der planlosen Ausdehnung des Unternehmend, lehnte «ine Fusion mit dem Siemens- Kordern ab, gliederte aber doch ein modernes Stahl- und Walzwerk in Henningsdorf an und zog die größt« deutsche Waggonfabrik in den Interessenkreis seiner Gesellschaft. In enger Zusammenarbeit mit Carl Fürstenberg, dem Dirr-ktor der Berliner Handelsgesellschaft — Felix Deutsch ist Vorsitzender im Aufsichtsrat dieser Bank — war er maßgebend beteiligt am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft, und di« außergewöhnlich erfolgreiche Laufbahn, auf die er nun an seinem 70. Geburtstag zurückblicken kann, ist nicht nur von privatwirtschafllichen Gesichtspunkten aus gesehen bemerkenswert, fi« hat auch der deutschen Volkswirtschaft zahlreiche Vorteile gebracht. nicht er, sondern der in Freiheit befindliche Baron Zorn v. Bulach als Geschäftsführer der .Wahrheit" verantwortlich. Der ganze Stoßtrupp sei nur eine Illusion im Kopfe Zorn v. Bulachs gewesen. Dann wird ein bei Pinck beschlagnahmter Bries verlesen, der sehr abfällig von ElauS Zorn v. Bulach spricht. Auch findet sich darin der Sah: .Die Erbitterung gegen die Franzosen ist so groß, daß das Volk einer neuen .sizilianischen Vesper" zu- jauchzen würde." Hier erhebt sich Schall und betont, daß Pinck alle möglichen Pläne im Kopfe gehabt habe, ohne jemals einen richtig zur Ausführung zu bringen. Rechtsanwalt Iae- aele bezeichnet die Aufzeichnungen als geistiges Amüsement des Herrn Pinck, und Rechtsanwalt Palmteri erllärt, Pinck sei gegenwärtig in einem Irrenhaus in Deutschland interniert Dann werden von Rechtsanwalt Peter, weitere Briefe verlesen, darunter e i n Schreiben des Barons Zorn v. Bulach, der seine Angestellten Baumann und Kühler deckt und erllärt, sie hätten nur feine Weisungen befolgt. Schall deckt und erklärt noch, daß Ley sich kurz nach Schaffung der .Wahrheit" an verschiedene elsässische Druckereien mit der Bitte gewandt habe, sie möchten ihm einen Kostenvoranfchlag für die Herausgabe eines eigenen, ihm, Leh, gehörigen Blattes machen. Das sei auch ein Beweis dafür, daß Ley nicht Besitzer der „W ah r heit" gewesen fei Aus aller Welt. Der wert der üricgsgefangenenarbciL Während die Entschädigungen der Auslonddeut- schen durch das Kriegsschädenschlußgesetz kürzlich ihre endgültige Regelung gefunden haben, harren gewisse Ansprüche der ehemaligen Kriegsgefangenen noch immer ihrer Erledigung. Es handelt sich um die Auszahlung der einbehaltenenArbeitslohnüberschüste und Sanitätslöhnung sowie um eine Entschädigung für die im Wiederaufbaugebiet geleistete Arbeit Letztere Frage oerbient um des- willen besonderes Interesie, weil für den auf mehr als eine Milliarde Goldmark berechneten Wett der Kriegsgesangenenarbeit beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete eine Gutschrift auf das Reparationskonto Deutschlands oerlaggt wird. Die Reichsoereinigung ehemaliger Kriegsgefangener hat daher soeben in einer Denkschrift der Regierung und den politischen Parteien chre diesbezüglichen Forderungen unterbreitet Lin große» Kultivierungswerk In Süöipauieu. Die Nutzbarmachung des Mündungsgebietes des Guadalquivirs, daS aus einem versunrpften llserland und einer Anzahl ebenfalls brachliegender Inseln besteht, wird zur Zeit mit großem Eifer betrieben. Bisher diente das Userland an dem mächtigen Strom, der b i s Sevilla für groß« Seeschiffe schiffbar ist und bei San ßuear in den Atlantischen Ozean mündet, höchstens als Weideplatz. Zur Entwäsftrung und Kultivierung des un» aefähr 60 000 Hektar großen Gebietes ist vor kurzem in Sevilla die Gesellschaft der Inseln des Guadalquivir- gegründet worden, deren Aktien an der Londoner Börse vor kurzem einen außerordentlichen Kursgewinn erhielten. An dem Unternehmen sind erste spanische Kreise, Engländer und. wie man sagt ein Drüder des früheren sächsischen Königs stark interclliert. D:e Gesellschaft hat feit ihrem Bestehen 60 Kilometer neue Straßen und eine 70 Kilometer lange Schmalspurbahn angelegt und beabsichtigt, jedes Iahr 15000 Hektar Land der Bebauung von insbesonders Baumwolle zuzuführen. Da Spanien für seine Textilindustrie jährlich etwa für 300 Millionen Baumwolle einführt, hat das in Ausführung begriffene reff grobe wirtschaftliche Bedeutung für E 'onien. Mißgeschick der HNfsexpedttlon für die „Bremen". Die zur Hilfeleistung für die „Bremen" ausgestie- genen Flugzeuge werden vom Mißgeschick verfolgt. Eine» der Flugzeuge sitzt im Flußschlamm des Shubenacadierrioer in der Röhe von Maitland, 60 Meilen von Pictou entfernt, fest, das zweüc muhte wegen Benzinmangels bei Middle- ton, 30 Meilen vor Pittou, n o t‘l a n b e n. Lin neuer Femeprozeh In Stettin. Dor dem Stettiner Schwurgericht begann die Verhandlung gegen die im Wilms Prozeß zum Tode verurteilten und vor kurzem zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten Oberleutnant a. D. Schulz und Feldwebel a. D. Klapproth sowie gegen den Kaufmann Hayn aus Lieqnitz wegen Mordversuchs bzw. Anstiftung und Beihilfe an dem früheren Feld- webel G a e d i ck e. Zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Das preußisch« Staatsministerium hat die am 6. Mai v. I. zum Tode verutteilten Ausbrecher Schlosser Franz Schürmann und Metzger Anton Hoppe nunmehr zu lebens- längllchem Zuchthaus begnadigt. Die Derutteil- ten hatten den Oberwachtmeister Min - t r o p , einen Aufseher des Bochumer Zentralgefängnisses, mit einer Eisenftange niedergeschlagen, woraus sie flüchteten und erst nach Monaten wieder gefaßt werden tonnten. Zum Fall Jakubowski. 3m Fall Iakubvwski ist eine neue Wendung eingetreten. Die drei Der haf teten August RogenS, Blöcker und Kreuzssld sind wieder aus der Untersuchungshaft im Amtsgericht Schönberg entlassen worden, lieber die Gründ« der Haftentlassung wird nichts bekanntgegeben. Rach Abschluß der Ermittlungen hat die medlenburg- strelitzsche Landesregierung beschlossen, vor einer weiteren Entscheidung das Gutachten eines oder mehrerer namhaften Iuttsten anzuhören. Der Reichsjustizminister ist gebeten worden, solche zu benennen. Zwei Automobile von der Eisenbahn überfahren. In Erie (Pennsylvanien) wurden zwei Automobile, die allem Anschein nach eine Wettfahrt abhielten, bei der Ueberquerung eines Schienenstranges von einem Eisenbahnzug bei- feite geschleudert. Don den Insasten der beiden Wagen wurden acht tödlich und fünf schwer verletzt. Explosion in einer Lütticher Zündhütcheufabrik. In einer Zündhütchenfabrik stürzte infolge einer Explosion eine Decke ein und begrub unter sich eine Reibe von Arbeiterinnen. Eine Arbeiterin wurde getötet, drei wurden schwer verletzt, einige andere erlitten leichtere Verletzungen. Explosion auf einer stillgeleglen Zeche. Am Mon'agnachmittag erfolgte auf dem ftäbti- schen Lagerplatz in Dortmund, auf dem sich der Schacht oc- stillgelegten Zeche „Cutas" befindet, eine heftige Explosion, die die einen halben Meter starke Betondecke, durch die der Luftschacht zur Zeche abgeschlossen war, sowie den Kanaldeckel des Querschlags in die Luft schleuderte. Rach Bekundungen von in der Rahe befindlichen Personen waren drei junge Leute in den Schacht gekrochen Kurze Zeit darauf gelang ee einem der drei ijfutc, einem Bergmann, aus dem Eingang herauszukommen. Er hatte schwere Brandwunden am Kopf baDongetragen. Rach seinen Angaben soll einer der beiden Kameraden eins Pfeife geraucht Haden, wodurch vermutlich die Explosion hervorgerufen wurde. Durch die her- beioerufene Rettungsmannschaft der Zeche „Kaiser- stuhi" wurden die beiden Vermißten nach mehrstündiger Bergungsarbeit im Querschlag t o t auf- gesunden und herausgeholt. Der Tod ist durch Verbrennung und Erstickung eingetreten. Einbruch in ein Berliner Konfektionshaus. Einer der größten Konsektionsernbrüche, di« die Berliner Kriminalaeschichle kennt, ist in der Nacht von Sonntag zu Montag in dem großen Geschäfts- Hause Jerusalemer Straße 29 in die im ersten Stock gegelenen Räume der Finna o. d. O st e n & So. verübt worden. Diese Raume sind im Treppenhaus durch eine Tür gesichert, roie man sie sonst ähnlich nuranGeldschränken findet. Trotzdem gelang es den Einbrechern, die ungestört arbeiten konnten, sich Einlaß zu verschaffen. Rach Art der Geldschrankknacker knabberten sie Tür und Schlösser auf, so daß sie Riegel und Zuhaltungen lösen konnten. Einen großen Eisenschrank, der selbst den wenig, sten Angestellten bekannt war und in dem nur bie to ft bar ft en französische n-c j*i b e n aufbe- wahrt wurden, erbrochen die Diebe gleichfalls und räumten ihn aus. Der Wert der Beute beträgt etwa 50 000 Mark. Die Einbrecher, die die ganze Rocht hindurch arbeiteten, haben das Haus erst am Mon- tagmorgen gegen 7 Uhr wieder verlassen. ' Vie Beslechungsaffäre bei der Reichsbahn. Das Grmit lungsver'ahren b?r Staat "anwalt- schaft gegen verschiedene Beamte drr Deut'chen Rcichsbahngeselllchaft ist nunmehr soweit abgeschlossen. daß gegen den Reichsbahn- oberrat Schultze Anllage wegen einfacher passiver Bestechung erhoben worden ist. Schultze wird beschuldigt, daß er von dem Berliner Vertreter der Firma R e l s e r t in Köln mehrfach Geldbeträge als Geschenk erhalten hat, nachdem er alS K^nstruk- ttonsdezernent des Reichsbahn'entralamts die Firma Reifert zu Lieferungen und Arbeiten heranaezogen hatte. Soweit fich bisher übersehen läßt, hat die Deutsch« RcichS- bahnge'ellschaft keinen VermögenSscho- den erlitten. Das Ermittlungsverfahren gegen den Reichsbahndirektor Wilhelm Reumann, Abteilungsleiter beim Reichsbahn? en trol- amt, tst abgetrennt worden. Gegen mehrere weiter? Beamte ist das Verfahren eingestellt, so auch gegen RoichSbahnrat Müller-Göttingen, weil sich hera.isgeste'lt hat, daß die dem Lizenzvertrag zugrunde liegende Gr; indung sein eigene- geistiges Eigen- tum war und die Leistungen der Firmen an ihn auf den vertraglichen Verpflichtungen beruhten. Artistenunsölle. gosder Lchtbtgm in I erötttn Left Men. ml Lvfcain c*n >3 bem StfiW ynb ’ ftrßist «M* f Alt tS ^Opiate bei teilt, in dr« Tetv.MW d ixW ziel« tarnen Di Ur Ä'i uHtabifitn • Lchrlingttvll gelegt werde 3iM b Lw-dcr J fßflu’e der heiler M t*:tn Verdes iS die 3' r,;: entlaß IjM binnen i Innung pn^rc!:t t»r$ baomllndcte! idt dm $oi >tn yiftdnbigt «t-miiung oc mndschaiirft: jtjttlammeT’ In Landsberg a. d. W. stürzte bei der Eröffnungsvorstellung eines ZirtuS ein japanischer Artist, der ein schcägg ftpanntes Seil hinausgehen wollte in die Tiefe, weil er plötzlich von Wagenkrämpfen befallen wurde und verletzte sich beim Sturz schwer. In einer weiteren Vorstellung desselben ZirkuS stürzte «in anderer Artist, der sich auS einer Kanone in ein entfernt ms Retz schießen lieb, neben da» Retz und rlitt gleichfalls Verletzungen. Beide Verunglückten befinden sich im Krankenhaus. Bahnhofsräuber und Brandstifter. Mehrer« Einbrecher drangen in bie Kasse de» Düterbahnhoss E a st r o p ein. Sie stürzten den Geldschrank um und versuchten, ihn zu sprenaerr. Daraus legten sie Feuer an. Der große Güterschuppen des Vahnhots Sastrop ist vollkommen ausgebrannt. Tiiber hat man noch keinerlei Spuren der Täter entdecken können. Oie IPeffertertr 9» o 17?orttao den 1fr 77?ai 7923 • • VmK» e "fMi XV •Knitf Oll y !•*!••*1er*«K»C« M-Cxd •« Men- fLfgxn *i| «f»i VtVl« O< neu« lULewe )|?m das weitere Vordringen. Ozeanische Luitmassen, die weiter nach Mitteleuropa vordringen, führen ünar:r noch zu wolligem Wetter und öie unterbundene Connerv Itrahlu: g läßt keine stärkere Erwärmung auf- tommen. Mit Niederschlägen muß gelcgenllich noch g- t ebnet werden. Vorhersage für Mittwoch: Wolkig. Temperaturen noch wenig verändert, vereinzelte Riederschläge. Vorhersage für Donnerstag: Weiterhin wolkiges Wetter, mäßig warm, noch strichweise geringe Riederschläae. Lufttemperaturen am 14. Mai. mittags 13,6 Grad Celsius, adend-, 9 Grad Celsius; am 15 Mai: morgen« 8,8 Grad Celsius. Maximum 14,5 Grad Celsius, Tlt-nmum 0,2 Grad Celsius — Erdtcmperotnr,', In 10 Zentimeter liefe am 14 Mai: abends 15,7 Grad (Etifhis; am 15. Mai: morgens 11,3 Grad Celsius. in ibttMlollen bdrttn Probc- tat Probczci BoMfcn Den Mtn das Xi jÄidjutrtkn. bie 2 ick al« Din -Ui-tung.jum ttttrag« binm Untnlolfung Patitim erhti Ii»t M nch: .^rDtrtrag« rjc’tlungtn \ TßtT btn atgm b’ uöfit. b fttzt aus, itdsch ' Lthrllng he die C(ltm k D-achlung ö( töflieren Jo! Der Lehn orünungsmäß Dorstan M der De *3le8en, fl s k H In Fflr •o*ie Helmg vir all« Junge Mädchen die »ich matt uad elend fühlen, keinen Appetit haben.ao Blutarm ui end Bleich • ucht leiden, nervenschwach und. nachts nicht schlafen können, so.len dem Hat ilcs erfahrenen Arztes folgen und Dop pelherz. das von d.-r Wissenschaft aner kannte Nervenkrlft'gunche zu L— und dJÜ Mk. kann man In Apo heken und rogerien kaufen. Nieder age: Haas BlaAaakvg, ledixlaal-Drsg. HL Bloss, Selterswee Ma, Crogsr.e B-Kara, Sekalstr , Llwea-Dre erte W. 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ItÄ •arSht «SB Jc 6,e flanke 3 H°us erft am •*? «wrloHio! em** Beim? ®taat'i» Zungen und 2r- I" kfc vvdrt sich "Fe TeuHdbe Derrnögen-ich,. ^ungsversihtn, 6frn Dif^elm HtumasiL toorben. k 'ß M 3crfatecs W A-ichste-neaf i$ tautyfrin jtt, :»8 iugranbt diente im bet firmen m ihn rrtzsiichhmgen btvchtea. infälle. L stürzte bei ter fr- i Zirkus ein ja-a« in Hräzg.skamcks Seil r Liese, veil t impfen befallen ) beim Liur, schwer. Kung teilten Z'.rtus :tist, brr sich aut einer * Aetz suchen heb, erlitt gleich all- Bet. iücften befinten sich m Aus der Provinziakhauptfiadi. ®iebe*. ben 15. Wat 1828. £«WdltitfudK im Lxmdwrrf. Mele junge Leute beabsichtigen. ein bantextf zu erlernen und suchen nach ^ntTi ■ Lehrstelle Ollem und Vormünder seren dabei zur Tenneibung von «o*eUt» batatd 6m- geteiden. bah nicht in ledern beliebigen 1 anbtocr«Ab«lrieb Lehrlinge ange- leitet werden dürsen. sondern nur dort too der Inhaber oder sonst jemand im Betrieb bie Meisterprüfung abgeleat hat. ober ihm aet Grund bet Mebtrganaibefrimniungen zur iMnbcrung der Gewerbeordnung vom 30. Mat 908 bte Qln(ettungtbefugnl4 auswersftch einer Urkunde des zuständigen Äreieamti ver- eAen worden ist. Mo Zweifel herrschen, er- 'unbige man sich bei der Handwerkskammer- Nebenstelle, Sih Ziehen, Gewerbehaus Die hin xnb wieder aus tauchende Anltchl. dah es ge- xüge wenn der Lehrherr die Meisterprüfung im Lau'e bet Lehrzeit ablegt, ist unrichtig! Deitcr dürfen in Handwerksbetrieben nicht beliebig viel Lehrlinge gleichartig gehalten werden, vielmehr flib Hbchst-ahlen vor- eelchricbin. und der ^e.-rherr muh bei Der- t66en die zuviel angenommenen Lehrlinge •dlebet entlassen Fetner sei daraus ausmctklam gemacht dah gemäß den Bestimmungen der Gewerbeordnung innerhalb vier Wochen nach Lehrbegin ein Lehrvertrag schriftlich »wischen dem Lehrherrn einerseits und dem Lehrling und dessen Batet bzw. Dormund an- herleits abgcschlalen werden muh. Hierzu emp- t.ehlt es sich, da« von der Handwerkskammer I hetausgegebene Formular au benützen und drei Sremplore derjenigen Handwcrkskammer-Neben. stelle, in deren Bezirk der Lehrmeister seinen Detriebssitz hat. spätestens drei Monate nach Lehrbeginn in Borlage zu bringen. Lehrverträge zwischen Lehrmeistern, die einer Innung an- gebären, mit ihren Lehrlingen müssen ebenfalls binnen vier Wochen nach Lehrbeginn ab- {eschlosfen und in vier Ojemplaren der -ustän- Igtn Innung zur Eintragung in deren Lchr- lingstvlle vorgelegt werden. Lehrverträge über bevormundete Lehrlinge müssen vom Lehrmeister mit dem Dormund abgeschlossen, von diesem dem »uständigen VormundschaftSgerichl zur Genehmigung vorgelegt und nach crsolgter vor- mundschastsge.ichtlicher Genehmigung der Hand- weckskammer-Nebenstekle, Sitz Gießen, bzw. der »uständigen Innung zur Gintragung in deren Lehrlingsrolle In der vorerwähnten Anzahl vor- gelegt werden. Bielsach besteht die irrige Auffassung, auch in Handverlskrcilen, dah der Lehrvertrag erst abgeschlossen werde nach Ablaus der vereinbarten Probezeit. Die Dertraglchliehenden können eine Probezeit bis zur Höchstdauer von drei Monaten vereinbaren, während welcher beiden Teilen das Recht zusteht, jederzeit vom Vertrag zurückzutretcn. Durch die Deteinbaruna einer längeren Probezeit als vier Wochen wird die gesetzliche Verpflichtung Aum Abschluß eineS schriftlichen Lehr- Vertrags binnen vier Wochen nicht berührt. Die Unterlassung de» DertragSabschlusses setzt beide Parteien erheblichen Rachteilen auS. Die Vorlage des rechtzeitig abgeschlossenen, schriftlichen Lehrvertrags ist übrigens auch eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Gesellenprüfung. Wenn in einzelnen Fällen der Lehr- berr gegen die vorstehenden Bestimmungen verst östt. so setzt er sich der Deafhr einer Bestrafung auS; jedoch sind die u. U. hieraus auch sür den Lehrling hervvrgebenden Schäden derart, datz 6ie Ollern bzw. Vormünder auch ihrerseits die Beachtung der genannten Dorfchriften genau lon- trrllieren sollten. Der Lehrmeister kann unter Vorlegung des vrdnungämähig abgeschlossenen Lehrvertrags beim Vorstand der zuständigen Krankenkasse den Erlab der Beitrüge zur Orwerbslofenversicherung beantragen. Falls betartigen Anträgen seitens bet Ätdnfenlailen entsprochen wird, so ruht die Beitragspslicht zur Erwerbs^o enverlicheruna bis zum Beginn des letzten Halbjahres der Lehr- leit. Don diesem Zeitpunkt ab lebt die Beitrags- pslicht zur Srweroslosenverficherung wieder auf. Schi edlich seien die Eltern auch noch Darauf bingewiesen dah sie ihre Kinder nur solchen Berufen zusühren sollen, für die sie körperlich und geistig am besten geeignet find. Falsche Berufswahl hat schon Diele Menschen unglüLich gemacht. Soweit als irgend angängig oediene man sich der Einrichtung der Eignungsprüfung. Röhe res über solche Prüfungen ist bei den Berufs- bzw. Arbeitsämtern zu erfab*n. Die ebenfalls in der Lehrstellenvermittlung tätig sind. Ho'e« au- Ter Poriiand. Mirtiitrüel «*» =95 Kaufen Sio MAGGI1 Suppen-Würfel und Sie werden zufrieden sein! Dl* WOrfelpackens lat praktisch. M verschiede»® Sorten, «einer, netOrllcher Geschmack. 1 Würfel för > Teller 13 Pfg. 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Kieenmhbei fahrIk Hohl iThürina.i. lena. edbL Ummer, lilaKtska. Tsl.lM5. möiJLSIniaief »u vermieten 03804 Moltkruraßtc 2 a. Außerdem Kaffees: RM. 360, 2.80 zu besetzen. Die Wahl erfolgt nach Artikel 88 der Hessischen Landgemeinde-Ordnung aut 9 Jahre durch den Gemeinderat Die Besoldung richtet sich nach dem Hessischen Gesetz betr. die Besoldung der Hess Staatsbeamten, und zwar nach der neuen Gruppenbezeichnung: Gruppe 2d mit Aufsteigmöglichkeit nach Gruppe 2c. Ruhegehalt richtet sich nach dem Versicherungsgesetz für gemeindliche Beamte. Das Besoldungsdienstalter wird von dem Gemeinderat im Einvernehmen mit dem Kreisamt festgesetzt. Geeignete Bewerber mit entsprechender Vorbildung — Erfahrungen in Kommunalangelegenheiten sind erwünscht — werden gebeten, ihre Meldungen mit Lebenslauf und Lichtbild versehen, mit dem Kennwort „Bürgermeisterwahl“ auf dem Briefumschlag, der Bürgermeisterei Ober-Ingelheim a. Rh. bis zum 15. Juni 1928 im Einschreibebrief einzureichen. — Persönliche Vorstellung nur nach erfolgter Sattel zu kaufen ge ucht. H. Ilochhäoeler *“l) Wetzlar. Himmelfahrts- tour nach dem Siebeu- müblental. Abfahrt 10.2u Ubr nach Wetzlar i^onnlagskariei. Um reg-Beieiltgung wird gebeien. Tct Borttaud. Verkäuferinnen ufoL (krz.iK "rs.Veibvind.. HüiiLBiüb.dl.Maü anf.ibeA.v.unS.böch'ie l'roo. Vief.nur a.l2ri öatc Backefen&Lleb- scher, Döbeln 40, Se. Gegr. 1899. 'j'Cft*’ Be- A"gSg. l.Berl.-Gesch. i.Korf.'Veibvd iSve» Einer verehrten Einwohnerschaft von Giehen und Umgegend zur gefälligen Mitteilung, daß ich im Hause Marktstrahe 14 nach erfolgter Renovierung am Mittwoch, dem 16. d. M^ ein SlüDlete ; ßonnonlimiü werd, fachgemaü il pteierocrt ge- stimmt u. revar (B.ßÖeilmXr ®leBeo.DioöTrrJi Teleohon 2403. Aakanfnbr.Älaa u. i'arinoninmS Yolksr.odiscbule. Die Pflanzen der Heimat 2. AuSilug: Him- melfubrtSiag, Schis- fenberger Wald. Trefsvunkt „Stadt Vich". Vtcher Str- 7 UbrimdH',811.) Rückkehr 12 Uhr. Cborsingeu 'Lber,ealschule> findet diele Woche Freitag statt, da, bet besserer Betel- ligung, Verlegung auf dielen Lag vor- gesrben ist. Goethe Ter Kur» wird in dieser Woche weg. .£h in nie l fahrt aus- nabmSwetfe auf Freitag. IX V . verleg« (UnlofrtäL Hörsaal 69, II. St. Himmelfahrt: Turngang Dicke Eiche. Bude»» rod Dün» erg, »Tofboxr. Abmarsch 7 Ubr Vabnuiüefe. Der tvanderwart. Vürger- gesellschafi. Himmelfahrts. tag • Familien» Wanderung Heuchelheim — Mm- »enbaw - BlaSbach- tal — Weylar. Aomarich. h Uhr» Vabnbrucke. Nachzügler: 16.r>. Sonn» lagskarie Wetzlar, Hotel Hufnagel. neD Der Vcrntnai. (tolotn EintagSkückeu. L r1, täglich bis Ende Jult lieferbar Aeltere Kücken, Preis auf Anfrage. Carlshof, Vantcrbad) Hessen» Leleohon 197. ***D Lehrmädchen iforlblldungSfchul- frei), das iveihnähen kann, für hiesiges gröberes Geschäft gesucht. Schriftl. Angebote unter 4981D an den Gietz. 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Aber selbst wenn wir alle- gesehen und in unS ausgenommen und verarbeitet hätten wurden wir es nicht für erstrebenswert halten, ben Leser durch eine Aufzählung von Gegenständen und Ginrichtungen zu ermüden, von denen er fid> al« ßaic und ohne eigenen Augenschein zum rmn- Pcften nur ein unvollkommenes Bild machen Pressa in der' umgebautcn Räumen der ehemaligen Deutzer Kurassierkafern: untergebracht veranschaulicht den historischen Werdegang der 3d- tung, die Entstehung und Bervollkommnung des Rachrichtenwesens. Sie beginnt sozusagen in mythischer Zeit, mit der Sünd lut Die erste Zeitung war. wenn man es recht verstehen will, der Oclzweig .den Roahs Taube im Schnabel führte. Aber auch tonst ist. wenn wir einmal von der ältesten Zeitung der Welt, dem chineli- fchrn Staatsorgan .Ping-Pao' ableben wollen, mancherlei zu zeigen, was als Keimzelle und Borstufe heutigen Pressewe en» anzu prechenwäre. Bor allem die prtmittven Rachrichtenmittel der frühen unb fremden Kulturen, Histiäus schrieb z. D. wie man im Bilde lieht, seine Rackrichten auf den glattrasierten Kops eines Sklaven: Ovid gibt den trefflichen Rat. geheime Liebesbriefe der Magd auf den Rücken zu malen. Ebenso originell wie umständlich. Aber natürlich fällt uns der berühmte Läufer mit der Siegesmeldung von Marathon ein. und die alt- kretitchen und pompeianischen Mauereinfchriften fehlen mit Recht ebensowenig wie die Signalhörner und Trommelnachrichten der Reger, die Feuerzeichen Rollenstäbe. 6taffetten und Holz- fignalc früherer Zeiten, wie fie bei Azteken. Australiern, Indianern und Griechen im Gebrauch waren. Don diesen frühesten Anfängen versolgi man. chronologisch aufsteigend, den Weg der Rachrichtenübermittlung durch die Jahrhunderte: alles ist in Bildern. Figuren, finnfälligen und überschaubaren Statistiken im Raume oder als Wandfries angeordnet, in Bitrinen zur Schau gestellt. Richts ist hier trocken und ledern, alles lebendig, eindringlich, für den Laien berechnet, mit vielseitigen politischen, kulturhistorischen und literarischen Anspielungen. Ausblicken und lchr- reitontecfen. Hier wird der Weg beschlofsen. Der drüben, im kulturhistorischen Museum, mit bet Taube NoahS. der Regertrommel und dem Marathonläufer begann. Hier sollen die vielem Fragen beantwortet werden, von denen wir einige aufzählten. Hier soll die Zeitung in ihrem Wesen popularisiert werden. Der Laie soll sie kennen und verstehen und würdigen lernen. Das geistige Gesicht der Presse soll gezeigt werden. Deshalb hat «S dieser wichtigst« Teil Williger scheint uns der Derfuch zu sein in Kürze auseinanderzusetzen. was die Ausstellung eigentlich darstellt. waS l'e^aentotll und wofür sie BerstandmS zu wecken versucht Man geht dabei am zweckmässigsten von einer Tatsache a^dte verblüffend klingt. aber kaum bestellten werden kann: dast nämlich, kurz gesagt, der Lace. auch der gebUbele, im allgemctnen vom Welen Der Tn-re von ihren wirtschaftlichen DorauSsehungon. von ihrer aciftuen und technischen ßetftunq. keine Llhaung bat. Dies ist um so bemerkenswerter .als c« raum ein Ding, eine Erscheinung, eine Ware gibt, welche so innig und untrennbar mit dem Öffentlichen 2t ben nicht nur. sondern auch mit dem Leben jedes einzelnen verbunden ist. Sin moderner Mensch ohne Zeitung ist undenkbar, auf die Dauer unmöglich. Die Zeitung ist eine Rotwendigkeit und eine Selbstverständlichkeit. Sie begleitet den Menschen von der Geburt bis zum Tod. von der Wiege bis zur Bahre, sie ist stets für ihn da. Sie ist so billig, dast ieber. ob reich oder arm. sie kaufen kann, der industrielle wie der Arbeiter, der Generaldirektor wie feine letzte rippmamfelt oder der Lehrbub. Wenn du dich verlobst, erheiratest, trauen lästt: die Zeitung! Wenn da ein Klavier kaufen, alte Kleider verhökern. französische Stunden nehmen. Gesangsunterricht erteilen willst: die Zeitung! Wenn du etwas verloren ober gesunden hast, wenn du wissen willst. waS ein Paar Schuhe, ein Pfund Obst, eine neue Nähmaschine kostet: die Zeitung! Das lind so Kleinigkeiten. Liber du magst sein, wer du wlllst. arm. reich, jung. alt. Mann, Weib verheiratet oder nicht — die Zeitung wird dir nie entbehrlich sein. WaS in der Welt vorgebt. die großen Schachspiel« der Politik, die Schwankungen der Börse, die Lage von Handel und 3nZmftne. das Reueste aus dem Reiche der Kunst, der Wissenschaften, des alltaguchen Leben» erfährst du durch deine Zeitung schnell, sicher, zuverlässig und interessant. Die Theater- kritik wie den Produktenmartt, die Heiratsanzeigen wie den ^zeanllug. die jüngste Erfindung wie den Sommersahrplan. Gut. Dies alle» (es ist nur eine kleine Auswahl. ein paar Stichproben! — ist dir geläufig und selbstverständlich. Aber hast du einmal dar» über nachgedacht, wie dies alles zustandekommti Welch ein Weg zurückzulegen war. bis die bedruckten Blätter dir ins Hau- fliegen —— * Uraufführung im Hessischen Landestheater. Kurt Hey nick«, ein nicht schlechter Lyriker, hat. wie in den Blättern des hessischen Landes theaters ciusgefiihrt wird, die Erfahrungen, die er als Spielleiter und Dramaturg an zwei rheinischen Theatern gesammelt hat, in einer Komödie: „20 er gewinnt Lis «tte ?" nutzbar verwendet. Wie «r selbst In einem Aussatz in der gleichen Nummer der sogenannten Zeitschrist ausführt, hält er die Zeit für gekommen, dast deutsche Lustspielautoren die französischen und englischen ab» lösen. Wenn «r glaubt, mit „Wer gewinnt Cifeile" einen ersolgrelchen Schritt in dieser Richtung getan zu haben, so wird ihn die Uraussührung in Darmstadt belehrt haben, dah er jedenfalls nicht der Mann ift. zum mindesten bisher nicht, die von ihm theoretisch nicht schlecht dargelegten Anforderungen an ein deutsches Lustspiel in das Praktische zu übersetzen. Der Gedanke für das Thema, geschöpft aus einer Zeitungsnotiz, war gewih nicht unbrauchbar. Ein junges Mädchen, das einer niedrigen Sphäre entstammt, hat einen Selbstmordoer- such gemacht, von dem sie durch zwei Kavaliere gerettet wird. Diese verlieben sich in das Mädchen und versuchen, sie auf gemeinsame Kosten durch einen, an der Rettung ebenfalls beteiligten Lehrer der guten Lebensform zur Dame heranziehen zu lasten Die Spekulation dieser (9. m. b.f). schlägt fehl, denn das Mädchen Lisette wählt den ihren Kreisen entstammenden Chauffeur. Wenn Heynick- lagt, dah wir für ein Lustspiel Unbedenklichkeit, Laune und Natürlichkeit brauchen, so ist das gewih richtig, aber er bat nicht verstanden, diese drei Eigenschaften in seinem Lustspiel entsprechend zu verwirklichen. Aus Unbedenklichkeit und Natürlichkeit ist Plumpheit geworden, und der Laune fehlt jene Spritzigkeit, jene Situationskomik und jener schlagende Dialog, der uns gestattet, von Herren zu lachen. So wird diese Komödie, deren Uraufführung im Kleinen Hause des Hessischen Londes- theaters wir am Sonntag erlebten, zu einer reichlich langweiligen Angelegenheit, die auch durch die Mühe, die man sich mit der Inszenierung und der Darstellung gab, — Bestie Hoffart als Lisette, und die fieren ®e ft ermann, (Bollinger und 3 ü r g a s in den männlichen Hauotrollen — nicht gerettet werden konnte. Der Höflichkeitsbeifall könnt: nicht darüber hinwegtäuschen, dah das Publikum sich langweilte und daß die Talente des Dichters wohl nicht auf dem Gebiete der Theaterdichtung zu suchen sind. vr. Winter. die bildhaft und dramatisch auszuwerten waren. Lebhafte dramatische Akzente tragt naturgemäß auch der zweit« Teil, der die Leidensgeschichte be» handelt. Die Abendmahlszene ift schön, schlicht und bildhaft gestaltet. Dagegen halten wir eine mit ausführlichen Einzelheiten ausgeftattetc Verfilmung des Passionsweges, der flreuügimg und der Auf- erstehung für ein wenig glückliches Unternehmen. Es mag jeder selbst nachprüfen, wie weit er ba dem Film zu folgen und sich mit Ihm einoerftan» den zu erklären vermag. Aus dem großen Schauspieleraufgebot ist der ungemein scharf charakterisierte Kaiphas von Rudolph Schildkraut an erster Stelle \u nennen. Um die Christusgestalt bemüht sich H. B.Warner mit feinfühliger Zurück» Haltung, in der Maske ein wenig an gewisse Thri- ftusbilber von Uhde erinnernd. Gut sind ferner I. Logan (Maria Magdalena), Bar von y (Pilatus), Torrenee (Petrus): weniger überzeti» nenb der Judas Ischariot In der Ausfassung von Joseph Schildkraut. *r- Uraufführung x im Frankfurter Schauspielhaus. Di« Uraufführung von .Kadebrechts Meineid". Tragikomöbie in fünf Szenen von Paul Edmund Hahn, stand fchon zu toicber- boltcn Malen auf dem Epielplan des Schau- fpielhaufes. so oft. dah der Frankfurter Witz behauptete, dir Aufführung fei nicht mehr möglich, weil der Meineid bereits verzährt fei. Weichert, der die Regie selbst übernommen hatte, fühlte sich wohl nicht recht behaglich, wenn er an dieses Stück dachte, dellen Annahme sicher nicht darauf zurückzuführen war. dah man es als geeignet betrachtete, der Kasse der städtischen Bühnen auS dem Dalles zu helfen. Der Bersaster versucht in feinem Stück, unserer Rechtsprechung und unserem geltenden Recht eins auszuteifchen, indem er den Stndienrat Kakebrecht in dem Bestreben, einen nach Kadebrechts Uebcr- zeugung unschuldigen Kunsthändler vor einer Strafe wegen Urkundenlälschung zu bewahren, schwören läht. er habe auf einem Gemälde eines alter. Meisters das Signum gesehen, während die Anklage behauptet, dah dieses Si-num erst nachträglich von dem Kansthänd'er auf das Bild gefetjt worden fei. Die Art, wie diele Anklage und der Meineid zustande kommen, wirkt stark gekünstelt, so bah die offenbare Abficht das Verfassers. Recht und Rechtsprechung als reichltch verkalkt hinzustellen, als mihlungen be-etchnet werden muh. Wer zur Defeittgung der schaden im Hause der deutschen Justiz aus dem Weg« der Bühnendichtung beitragen will, muh den Siuillielsatltt- MSftS ” der 6lM »bmorid): ®abnb0'h!in?t^nr ^leuirtL DK- gSjtf* Rächt, sich regen müssen, damit da dies alles ganz bequem im Lehnstuhl, auf dem Kanapee, beim Äaflee, zum Aden dessen, oder im Bett beieinander hast und dir nur herauszusuchen brauchst, was dir gefällt: das Reuest« aus der Stadt oder da- Reueste vom chineli'chen Kriegsschauplatz, den Konzertbericht, den Fuhballkamps oder ben Roman. Auf wenigen Blättern entfaltet sich vor dir eine Welt, der ganze Erdball kommt zu dir ins Zimmer, die schtoarzen Zeilen verbinden d ch mit den fernsten Zonen, zum Pol kannst du reifen mit Wilkins und Rovile. über den Gzecrn mit Köhl, mit jeder Karawane, mit jeder Erpedition in ferne Länder. Alles bringen dir die Blätter heran, breiten es vor dir hin. daS ganz« grob? bunte Leben Tag für Tag auf der weiten Welt. .Für ein paar Pfennige. Du kannst dich darauf tKtlaffcn. Die Zeitung ist immer da. Morgen kommt eine neue. Die alte ist dann ein Häufchen Makulatur — für dich. Außerdem ober auch eine Ehronik von unschätzbarem Wert und einer unübertrefHieben Bie'feitigkeit, Bollständia- feit und Zuverlässigkeit. Wenn vom ganzen Srd- ball nichts übrig bliebe als ein paar Dutzend Zeitungen —: bi« gesamte Welt, alles Leben, alle Kultur könnte neu erbaut, rekonstruiert, er- Ichlollen werden aus dem winzigen Haufen bedruckten Papiers! Konfliktstoff schon so gestalten, dah der Zuhörer I überzeugt wird. Hier merkte man, dah nur | Thea'er gespielt wird. Weder das Komödienhaste, noch das Tragische kommt zu seinem Rechte. Die Sprache ist zu pathetisch Den Achtungserfolg rettete Impekoven, der den ganz von Pflichtbewuhtfein und RechtSgefühl behertschten Studienrat meisterlich darsteTte. aber letzten EndeS an der dichterischen Gestaltung dieser Rolle scheitern muhte. Reben ihm fiel San egget als Althändler die von isyn gut gelöste Aufgabe zu. dem Stück über die geschil- berten Mängel hinwegzuhelfen. Bleibt die Frage, welche Gründe da'ür mahgebend gewesen lind, dah gerade daS Frankfurter Schauspielhaus diele ilr- ausführung herausbringen muhte. 3m Reuen Theater aab eS .Broad- w a y" von Dunning und Abbott. Ein Schmarren, gewih. aber ein interessanter Schmarren. der unS in Atem hält, der uns wie ein spannender Det:ktivroman fef eit und auch unserm Gemüte eine Kon^fsion macht. Er ist des er als ein schlechtes Lustspiel, das den Ehrgei.; hat. Literatur zu fein und besser als sehr vieles andere, was tn letzter Zeit über die Frankfurter Bühnen gegangen ift. Literatur ist eS gewih nicht, aber niemand wird das Theater perlaffcn. ohne unterhalten zu fein. Dah es fo ist, ist Berdienst der Regie und der Darstellung. Arthur Hellmer, der sich diesmal um die Regie bemühte hat sich selbst übertroffen. Wir werden in einen Wirbel gezogen, ob wir wollen oder nicht, folgen jeder Bewegung deS zwanzigkvpfigen Personals mit Andacht und werden uns im Banne dieser Führung gar nicht bewuht. dah dieles Ltück der Andacht gar nicht wert ist. Hier zeigt sich die Kunst des Regisseurs: sie allein schon hat den Erfolg gebracht. Aber sie wird trefflich asfiftiert durch die Darsteller, allen voran Theo Gingen, der mit Recht manchen Beifall frei offener Szene ein- hcimst. durch feine Partnerin Liselotte Henke, die sich hier die ersten Sporen beim Frankfurter Publikum verdiente, durch Grohmann als Tingeltangelbefeher und alle die vielen anderen bis zu ben feschen Tanzgirls, die ihre schlanken Glieder in den Dienst der Sache stellten. Sie alle hatten — das merkte man ihnen an — ihren Späh an ihrer Rolle und nehmen mit gutem Recht jeder einen Teil des starken Beifalls entgegen. der allabendlich zu ihnen emporfchlägt und diesem Stück den Stempel des Kassenstücks aufdrückt. Und der Inhalt? Seht ihn selbst, denn er wirkt nur an Ort und Stelle. Quidam. Jaulen, 496U Jet ganzen Schau auSst-ellungsiechnisch am schwersten. ES sollen Ding« gezeigt werden, die ihrer Natur noch nicht auSstellbar sind. Geistige Vorgänge können nur in ihrem Ergebnis, in ihrer Wirkung, nicht aber an sich „ausgestellt' werden. Begriff«, wie Organisationstalent, allgemein« Bildung, Verantwortlichkeit, Schnelligkeit und Sicherheit des Arbeitens, müßten sinnfällig gemacht. Man begreift di« Problematik, die Schwierigkeiten und Grenzen einer Zei-tungsausstellung. Dennoch ist eS aller Ehren wert, was man hier erdacht, auf gekaut, verständlich gemacht hat Mit vielen Bttdem, Tafeln, Modellen, Ma- schinen. Raumeinrichtungen. Trickfilms, plastischen Landkarten wird zu zeigen versucht die Man« nigfaltigkeit des Materials, di« Quellen und ZugangSstraßen in die Zeitungsredaktion, die Vachrichtenübermittelung mit den modernsten Methoden, Telephon. Telegraph. Kabel, Rundfunk, Reportage. Rohrpost: die Sichtung und Verarbeitung des Einlaufs, der Weg der Rachricht durch die einzelnen Gruppen des Betriebes. Man schaut in fünf tadellos eingerichtete RedaktionS- räume hinein — Politik. Lokales, Feuilleton, Handel und Sport — mit den entsprechend auS- gestatteten Bibliotheken und je einem sehr geschickt entworfenen Bilderfries an allen vier Wänden, der die Fülle des auf den Zeitungsmann einstürmenden Materials veranschaulichen, und welcher zeigen soll, wieviel Wissen, wieviel Erfahrung. Geschick, kritische Begabung und technische Fertigkeit dazu gehören, dieses Material zu bewältigen, zu sichten, zu bewerten, auS- zuwählen und in der richtigen Form darzubieten. Wie schnell, wie intensiv, wie verantwortlich der Zeitungsmann arbeiten muh, kann man freilich immer nur ahnen. Auszustellen ist das nicht. Riesige Rotationsmaschinen sind ausgebaut, Setzmaschinen werden bedient, die Tätigkeit des Druckfehlerteufels und des Korrektors kann man übersichtlich verfolgen, Schreibmaschinen, Rohrposten, Fernschreiber, Metteurtische können besichtigt werden. Der Verein Deutscher ZeitungS- verleger baut das ganze Zeitungswesen in einer wirksamen Drehbühne vor dem staunenden Beschauer auf. Ein Trickfilm schildert den Werdegang einer Kunstausstellungskritik. Ein riesenhaftes Modell mit zahllosen, bald hier, bald dort farbig aufblihenden Glühbirnen gibt ein Bild vom erdballumspannenden Netz des Welt- nachrichtenvcrkehrs. DieS ist nur eine kleine Auslese. Alles ist lebendig, anschaulich, praktisch — ausklärend und werbend zugleich. Dann die Riefenschau der deutschen Tageszeitungen. Die grasten Konzerne und Verlage haben brausten eigene Ausstellungshäuser errichtet. Die meisten sind, einzeln oder in Gruppen zusammengefaht, in der Haupthalle unlergebracht. Der „Gießener Anzeiger" ans der pressa. Der „Giestener Anzeiger" ist in der GruppenauSstellung des Kreisvereins Hessen und Hessen-Nassau würdig vertreten. Die Außenwand dieses Dchauraumes (Westhalle. Erd- geschoß, Stand 8) zeigt links die vom LandeS- wappen zusammengesaßten Kopfseiten aller hierher gehörigen Blätter, rechts nebeneinander die Titelseiten der vierzehn auf der Pressa mit einem eigenen Stand vertretenen Zeitungen. Die innere Ausgestaltung deS Raumes ist nach dem Gesichtspunkt der Einheitlichkeit vorgenommen wordsn. Die Ausstellung de« „Giestener Anzeigers" l weift an der Rückwand des zur Verfügung , stehenden Raumabschnittes die Kopfseite d«S * Blattes in stark vergröberter, stilisierter Wieder- . gäbe auf. in der linken oberen Hälfte geschmückt mit dem Giestener Etadtwappen, rechts unten von Hohlweins schönem Wandkalender 1927 überdeckt. Zn der darunter stehenden Vitrine sind bei sparsamster Ausnutzung deS knappen Raumes angeordnet: eine Text- und eine Bildseite der großen Jubiläumsausgabe des „Giestener Anzeigers" von 1925, die Voranzeige und eine Sette der ersten Ausgabe van 1750, die Titelseiten der Zeituna und der drei grasten Beilagen „Heimat im Bild". „Familienblätter" und „Scholle", der Jubiläumskalender 1925 von Koch, der Kalender 1928 von Mahr, wodurch dec Charakter unserer Zeitung als eines Heimatblattes nachdrücklich untersttnchen wird, und schliestlich eine zusammenfassende Uebersicht über die verschiedenen Sanderfeiten. • Aon hohem Interesse und in engem Zusammenhang stehend mit der Ausstellung der modernen Tageszeitungen ist die anschließend untergebrachte Sonde r s ch au der Maschinen. Einen breiten Raum im Obergeschoß nimmt die vielgliedrige Z e i t- s ch r t f t e n s ch a u mit zahlreichen Fachgruppen und Unterabteilungen ein. Es wäre ferner zu erwähnen das weiter draußen halbrund aufaeführte sogenannte Staatenha uv. in dem sich die ausländische Presse ein Stelldichein gibt. Etwa vierzig Nationen führen hier ihre Presse, ihre Nachrichten- und 93er- kehrvmittel vor. Am Freitag zur Borbesichtigung, waren allerdings erst zwei, Oesterreich und Schweden, wirklich fertig: beide Ausstellungen sind äußerst ge- schmackvoll und sehr instruktiv zusammengcstellt. Es wäre ferner zu nennen ..., aber cs hat keinen Zweck, die Aufzählung ins Endlose fortzufetzen. Die Hauptgruppen haben wir zu umrelßen, den Sinn lind die Aufgabe der „Pressa" haben wir in Kürze anzudeuten versucht. Damit wolle man sich bescheiden. Dieser Bericht soll weder den dickleibigen Katalog- wälzcr noch die eigene Anschauung und Beurteilung ersehen. Evndern nur dazu anregen: Fahrt hin an den Rhein, nach Köln, zur Pressa, zur Weltschau der siebenten Großmacht! Aus der Heimreise wird mancher sich des Gefühls nicht erwehren können, bei der c r ft c n Großmacht der Erde schauend und bewundernd zu Gast gewesen zu sein. Dr. Th. Gewerbeschau in Kirchhain WSR. Kirchhain, 14. Mai. 3n Kirchhain findet gegenwärtig eine Veranstaltung statt, deren Bedeutung weit über die Grenzen des Kreises Kirchhain hinauSgeht. 3n drei grasten 2 uS - stellungShallen zeigen Handwerker und Gewerbetreibende de« Kreise« unb eine graste Anzahl auswärtiger Firmen die Er- zeugmfse und Beweise ihrer Leistungsfähigkeit und ihres Gewerbes lei he« Das van der Stadt Kirchhain zur Derfüguna gestellte Ausstellung«- gclänbe darf als vorbildlich bezeichnet werden. Alm die grast« städtische Fest- und Markthalle gruppieren sich mit mehr alS 200 Meter Front die übrigen Arrsstellung«bau»en Die Ma schi- nenauSstellung bedeutender auswärtiger Firmen, sowie daS umfangreich» offene AuS- stellungSgelände reihen sich an diese Hallen an. Anschließend an die Ausstellungshallen liegt die Feftwie e mit einem Vergnügungspark. Die feierlich« Eröffnung der Ausstellung fand am Samstagvormittag 11 Alhr statt. Der Eröffnung voraus ging die Tagung de« Schmiede - DezirkSverbandes von Hessen - Rassau. v -w« * ' > Medizinalrat Är. Doat-Vutzbach 80 Jahre alt. Am morgigen 16. Mat begeht Medizinalrat Dr. E m i l D o g t in Butzbach in seltener körperlicher Rüsttgteit und ebensolcher aeiftigen Frische seinen 8 0. Geburtstag. Richt nur die gesamte Bürgerschaft van Butzbach, sondern auch im ganzen Hessenlande und wett über dessen Grenzen hinaus gedenken Freunde und Körperschaften dieses Tages. Gehört dach Dr. Dagt seit vielen Jahrzehnten Körperschaften und Verbänden an, die sowohl im Staats-, als auch im sonstigen öffentlichen Leben von Bedeutung sind, und in welchen er noch heute trotz seines hohen Alters in vorbildlicher Weise tätig ist. AlS Sohn des Llpothekenbefitzers Vogt gebaren, widmete er sich gleichfalls diesem Berufe und übernahm vom Vater im Jahre 1873 di« Apotheke. Wie hoch er gerade in feinem Berufe geschätzt wird, geht daraus hervor, bah Dr. Vogt noch heute, wie schon vor 30 Jahren, Mitglied der pharmazeutischen Prüfungskommission der Universität Gießen ist. Heute noch übt er seine Tätigkeit in dieser Kommission au«, wie er auch als Revisor des Hess. Apothekerverbandes noch im letzten Vierteljahr eine ganze Anzahl Apotheken in Oberhessen revidierte. Ob dieser beruflichen Tätigkeit ernannte ihn im Jahre 1925 die Universität Gießen wegen seiner Verdienste um die Pharmazie und die allgemeine Wohl- sahrtspslege zum Dr. med. ehrenhalber, nachdem er bereits im Jahre 1870 zum Dr. phiL promoviert hatte. Gr wurde in den ReichsgesundheitS- rat berufen und stand jahrzehntelang an der Spitze des Hessischen und Oberhessischen Apothekervereins. Auch dem Deutschen Apothekerverein gehörte er 22 Jahre lang als 2. Vorsitzender an. Reben dieser beruflichen Tättgkeit war Dr. Vogt aber auch auf anderen Gebieten äußerst rühng tätig. Rach dem Kriege 1870/71, den er als Feldapotheker beim 6. Lazarett der hessischen Division rnitmachte, wurden allenthalben Kriegervereine gebildet, und Dr. Vogt war einer von denen, der die Bedeutung dieser Bewegung richtig erkannte. Als daher im März 1874 die Hess. Kriegerkameradschaft gegründet wurde, trat er in deren Präsidium ein. Er übernahm dann 1875 in der Kriegerkameradschaft „Hassia" das Schriftführeramt, das er bis 1914 behielt. Welch aufopferungsvolle Tätigkeit er hier ausgeübt hat, ist eine- besonderen Artikels wert. Hervorgehoben soll nur hier werden, daß er seine Hauptfürsorge den bedrängten und in Rot geratenen Kameraden widmete. Gr veranlaßte bi« Gründung verschiedener Stiftungen und widmete den Ertrag eines von ihm verfaßten Werkes: „Das Kriegervereinswesen in Hessen" als Grundstock für diese Stiftungen. Aber diese Tätigkeit genügte ihm nicht. Wir sehen Dr. Vogt als Mitglied des Vereins vom Roten Kreuz dessen Zweigverein Butzbach et seit 43 Jahren leitet, ebenso wirkt er tätig und fördernd im Alice- Frauenverein mtt. Die hiesige Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz rief er im Jahre 1888 mit 28 Mann ins Leben. Arn 6 Januar 1887 wurde er zum De- melnbetat der Stadt gewählt. Erst im Jahre 1920 legte er dieses Amt nieder. Für die Verdienste. die er sich um das Gemeinwohl der Stadt erworben, ernannte ihn der Gemeinderat am 8.Januar 1920 zum Ehrenbürger der Stadt. Auch im kirchlichen Geben der Stadt ist er seit über 40 Jahren als Mitglied deS Kirchenvorstandes tätig und wahrt die Interessen der evangelischen Gemeinde. Richt unerwähnt soll bleiben, daß er im Jahre 1913" in den Aussichtsrat der Butzbach — Licher Eisenbahn gewählt wurde, der ihn im Jahre 1919 zu seinem Vorsitzenden wählte. Hier vertritt er die Interessen der an der genannten Bahn beteiligten Landgemeinden und der Stadt Butzbach. In politischer Hinsicht gehört er feit über 40 Jahren der früheren nationalliberalen, der jetzigen Deutschen Volkspariei an. Sr war längere Jahre Vorsitzender der Butzbacher Ortsgruppe, und wurde auch als Qfbgeoröneter zum Hessischen Landtag gewählt, dem er 15 Jahre lang angehörte. All diese Tätigkeit wurde durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft seitens der verschiedenen Körperschaften anerkannt, besondere Auszeichnungen erhielt Dr. Vogt von den früheren Regenten Hessens, Preußens, Datzems und Sachsens. In den wenigen Mußestunden, die dem überaus eifrigen Manne blieben, widmete er sich der Jagd. Draußen im Feld und im grünen Wald lag er dem Waidwerk bis in die letzte Zett ob. und alS eifriger Jäger steht er der Butzbacher Jagdgesellschaft seit Jahrzehnten als Vorsitzender vor. Wollte man seine Tätigkeit während des Weltkrieges schildern, so müßte man einen besonderen Abschnitt dieser Tätigkeit widmen. Auch hier war er ein vorzüglicher Organisator auf dem Gebiet der uneigennützigen Rächstenhilse. Sr organisierte LiebeSgabensammlunaen, richtete Heimarbeit ein usw.. und al« der Krieg zu Ende ging, organisierte er die Winternothilfe und hals, wo er konnte und wo es nottoenbig war. Richt unerwähnt fei, daß die unter seiner Leitung veranstalteten Gelbsammlungen bei Abschluß her Rotaktion einen Al eberschuß von 25 000 Mk. ergaben, bie der Stadt zum Besten der Rvt- leidenden überwiesen wurden, die aber leider durch die Inflation verloren gingen. Medizinalrat Dr. Vogt kann morgen auf ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Leben zu- rücfbliden. Die Butzbacher wissen. waS sie an diesem Manne haben und sie gedenken seiner an seinem 80. Geburtstage voll Verehrung und Dankbarkeit. Sie bringen ihm herzlichste Glückwünsche dar, hvssend. daß er dem Hessenlande noch lange erhalten bleiben möge. Berliner Börse. Berlin, 15. Mai. (DTB. Funkspruch.) Schon gestern abend sehr still, konnte sich auch heute früh bisher noch kein Geschäft entwickeln. Die Tendenz ist abwartend, die Spekulation zurückhaltend. An Kursen ist noch nichts zu hören. Am Devisenmarkt nennt man Daris 124,02, Mailand 92,65, Spanien 29,06 zu 2940, I das Pfund 488,30 und den Dollar 4,1795. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Alle für die Redaktton bestimmten Mittellungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeiger«“. Problem Nr. 161. Don P. 5. Blate. Schwarz. a b c d e t g h a b c d e t g h Weiß. Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Ka3; Db3; Tc4; La2; Se8, g6. Schwarz: 8 Steine. Kd5; Tdl; Lfl; Sc8, g4; Bc7, 15; g2. Ein ausgezeichneter Zweizüger! Endspiel Nr. 55. Don Graf 3. de Dilleneuve ESclapon, Rizza. 8 5 6 3 7 4 2 1 W S 7 6 5 4 3 2 Weitz. Schwarz, d e e h a b Weiß am Zuge erzwingt den Gewinn. Weiß: 4 Steine. Kfl; De8; Lb5; Bg6. Schwarz: 5 Steine. Khl; Tg2, g7; Se7; Bh6. Eine clcaante Studie, deren Lösung nicht leicht zu durchschauen ist. Lösung deS Problems Rr. 158. Don S. Sardvtsch. 1. Df6-h6l usw. Lösung des Endspiel« Rr. 54. Don P. Henacker-Wien. 1. Sh3-f2!, Le4xf3 iSonst 2. Lxe4 + usw.) 2. Sf2 — dl!!, Lf3xdl-> IFaü« 2......blD oder T, so 3. Sc34- usw.) 3. Ka4-a3 b2-blD oder T 4. patt. «Falls 3....., b2-bl Spr. +, dann 4. Ka3- b2. Sbl-d2. 5. Kb2-cl RemiSi Aus der Lchachwelt. Der achte Kongreß de« Mittelrheinisch«, Schachbunde« findet d:«les Jahr wiederum in der Pfingstwoche im Kursaal zu Bad Ems statt. Mit Ausnahme des Meister'chatt.'turnicrs, da« ber its Freitag, den 25. Ma., morgen« 9 Uhr, beginnt, werden die anderen Veranstaltungen, wie Haupt-, Reben-, Tombola- und Damen- turnler erst Sonntag. 27. Mai, 9 Uhr früh, eröffnet. Dienstag, den 29. Mai, abends -4 ^Ibr, Abschluß de« Turniers. Bekanntgabe des Ergebnisses, Preisverteilung im Kursaal. Dir Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Brautwerbung. Die folgende Kinderfzen« lieft man in der D. A. Z.: .Wir wollen Heiraten spielen", sagt Marianne. »Na gut", erwiderte Hansi — ich beschloß, meine 3eitung«Ieftüce noch nicht sortzulegen. Zwei Stuhle und die Wasserbank sind die Wohnung. Hansi klingelt, d. h. er drückt da« Däumchen gegen di« Stuhlleiste und macht ,rrrr". .Mach auf", sagt Wariannlein, wa« soviel bedeuten soll, wie .ich habe geöffnet". Hansi verbeugt sich: .Ach, verzeihen Sie bitte, ist hier wohl Heirat?" .Warten Sie mal einen Augenblick", sagt Marianne, nimmt die Puppe au« dem Wagen, zupft das Kleidchen zurecht und stellt vor: .Meine Tochter Lottchen." Hansi betrachtet das Lottchen, mustert da« Kleidchen, beschaut sich die Wäsche, fritifiert die Haarfrisur (Lottchen hat keinen Bubikopf) und moniert einen fehlenden Schuh. .Weiter haben Sie wohl keine Tochters .Nein." antwortet Mariannlein bedrückt, .die andere ist kaputt — nein, krank', verbessert sie. Die Händchen auf dem Rücken tritt Hansi einen Schritt von dem .Objekt" zurück und fragt: »Wie alt ist sie denn?" Marianne beeilt sich zu versichern, daß da« Töchterchen schon 14 Jahre alt sei. .Ich werde sie nehmen", entschließt sich Hansi. .Na, Gott sei Dank!" sagt Mariannlein. Großer Unterschied. Was hat das Känguruh vor dem Menschen vvrau«? — G« kann mit leerem Beutel groß« Sprünge machen. Kameradschaft. „Unter Kameradschaft verstehen wir, daß ein Mann für den andern ein tritt,“ erklärt der Feldwebel in der JnstrukttonSstunde. ..Wenn also z. B. ein Kamerad bei seinem Frühstück sitzt und seine Knöpfe noch nicht blank geputzt hat und plötzlich Alarm geblasen wird — waS würdest du dann tun, Müller?“ „Ich würde sein Frühstück effen." erwiderte dieser, „damit er sein« Knöpfe putzen kann." Deutsche Demokratische Partei Gestern abend trat die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Demokratischen Partei mit einer zweiten öffentlichen Wählerversammlung unter dem Vorsitz von Rektor L o o S vor die Oesfentlichkeit. Als erster Redner sprach NniverntiitSprosessor Dr. Deutschbein-Marburg, der sich zunächst mit Fragen der auswärtigen Polittk beschäftigte. Der Redner stimmte der von ReichSauhenminister Dr. Stresemann geführten Außenpolittk in vollem Umfange zu, forderte die unbeirrt«, ftmfequcnte Weiterführung dieser Polittk und warnte vor jedem Zick- zackkurS. In der nächsten Zett seien die Festsetzung der Daweslasten, die Rheinlandräumung und die Herbeiführung einer allgemeinen europäischen Abrüstung die Hauptpunkte der deutschen Außenpolitik. Hm dieser Politik daS entsprechende Schwergewicht zu geben, müsse das deutsche Volk in größter Geschlossenheit hinter dem Außenminister stehen. Zu Fragen der Jnnenpolittk übergehend, sorderte der Redner vor allem eine Vereinheitlichung und Verein- sachung des jetzt außerordentlich komplizierten Steuersystems und Steuerapparats, er betonte u. a. weiter, daß di« Demokratische Partei stets eine soziale Polittk betrieben hab« und dabei insbesondere für die Kleinrentner und die Mieterschaft eingetreten fei. Zur Durchführung dringend notwendiger Reformen forderte der Redner die Schaffung einer starken Linken im Reichstage, damit dort eine stete und sichere Mehrheit für eine Linksregierung vorhanden sei. Der Redner setzte sich dann mit mancherlei Vorwürfen, die gegen die Demokraten erhoben würden, auseinander und bemerkte dabei u. a., daß di« Demokratisch« Partei die Ansicht vertrete. daß Besitz in steuerlicher und sozialer Hinsicht verpflichte, daß sie in keiner Weise kirchenfeindlich fei und daß sie einem Schulgesetzentwurf in der bisherigen Fassung schon heute entschiedensten Kamps ansage. Zum Schluß betonte der Redner, feine Partei lehne e» ab. Versprechungen vor der Wahl zu geben, sie werde aber eine ausrechte und klare Polittk treiben, da sie sich al« bie Partei ansehe, die über alle Stände und Konsessionen hinweg die wahre deuttche VolkSpartei sei. (Lebhafter BeifallI) Al« zweiter Redner sprach dann der Vorsitzende der Demokratischen Partei in Hessen. Landtagtzabg. Lbcramttzrichter Schreiber-Yilbel. 3m Hinblick auf die flaue Haltung bet Wähler- schäft in diesem Wahlkampfe stellt« der Redner zunächst zur Erwägung, ob es nicht beffer sei. die Legislaturperiode zu verlängern, um bie Heiligkeit von Wahlen zu Derminbem. Er sprach slch fobarm gegen da« Listenwahlsystem au«, da es die Wahl entpersönllche. unb empfahl die Rückkehr zum Einzelwahlrecht. Der Redner bc- fchästigte sich hieraus mit bet Außenpolitik unb betonte, wenn wir auf diesem Gebiet« so wenig vorangekommen seien, so sei daran die Deutsch- nationale Volkspartei schuld. Die Außenpolittk Stresemanns billigte der Redner in vollem Umfang unb sagte weiter, die Demokraten ständen auf dem Standpunkt, daß vor der Rheinlandräumung an eine Befriedung Europa« nicht gedacht werden könne. Alm die Rheinlande frei au machen, sei aber eine große Mehrheit de« Volkes, und zwar die große Koalttion. erforderlich. Rachdem der Redner finanzpolitische Fragen erörtert unb dabei die Finanzpolitik Reinhold« lobend besprochen hatte, stellte er al« wichtigste Forderung an den künsttgen Reichstag die schleunige Durchführung einer großzügigen VerwaltungSresorm auf, die sowohl au« sinanz-. wie au« nattonalpolitischen Gesichtspunkten dringend nottoenbig sei und nicht mit kleinen Mitteln durchgeführt werden dürfe. Die vielen Parlamente, Abgeordneten unb Regierungen in Deutschland seien ganz überflüssig. Sodann warnte der Redner vor der llnterstützuna der Splitterparteien. die doch ohne jede polittsche Macht und Einfluß im Parlament bleiben würden. Hierauf polemisierte er gegen die Wirtschaft-Partei unb insbesondere gegen die vom wirtschaft-parteilichen Spitzenkandidaten Dr. Rohde abgegebene Erklärung über die Entscheidung de« Hessischen StaatsgeriLtshosS in der Frage de« Sperr- gefehes uno die von Rohde angetünb iflte Anzeige gegen Ministerialdirektor S chwarz. ES fei unverantwortlich von Dr. Rohde, in solcher Weise sich zu äußern. Er (Redner) sei für feine Person für die Auflösung be« Landtages gewesen, aber er habe sich dem Spruch des Staatsgerichtshofe« gefügt, denn der Staats- gerichtshof habe ja nicht allein nach juristischen Gesichtspunkten zu enttcheiden. sondern auch polittsche Erwägungen dabei gelten zu lassen. Degen Dr. Rohde« Aeußerung gegen Ministerialdirektor Schwarz erhebe er schärfsten Protest. Zum Schluß betonte der Redner, daß die Demokra- ttsche Partei j£te polittsche Arbeit immer auf der Grundlage einer hohen sittlichen Weltanschauung leist« unb jeden willkommen heiße, der auf Tr.cfcr Grundlage mit arbeiten wolle. (Lebhafter Beifall). Da eine Aussprache von der Versammlung nicht beliebt wurde, schloß bet Versammlungsleiter Rektor Loo« mit einem nochmaligen Appell an die Wähler den Abend. Daten für Mittwoch, 16. Mm. 1788: der Dichter Friedrich Rückert in Schweinfurt geboren; — 1831: der Physiker David Edwin Hughes in London geboren; — 1855: der österreichische Politiker Gras Leopold von Auersperg in Budapest geboren; — 1859: bie Dichterin Frieda Schanz (So pouir) in Dresden geboren. JJ*- 54. Drr hwcit »&• ^UlurnJ '£ V^*W 9 H ^ur|aa[, *t8tb' ifappe, 8 ^daktivn-tisch. nfl. : man bi btt '• verzechen Sie bbtr, n ^ugaiblif, lagt ou« bcm 'jjjant, Ht unb stellt tat. "chen, mufterf bai Dolche, kritisiert btt men Bubltofs) unb h. leine löd^tT mM beWt, > kant'. vnWrri fa. üden tritt %an|i einen nrüd und Itagt: ,M ; versichern, daß bal re alt sei. entschlicht sich Hansi. :gt QEariannldn, trschled. H lm dem Menschen leerem Deutel groh haft. erstehen vir. bah e.n ‘Antritt* erklärt der onifhinbt. tamtrab bei seinem -pse noch nicht blank ,rm aeblasen wird — HtülleTT Md tfltn,* rrividerik e Mtfl du-en L-Vsr »ter., M- n drückt in« unb macht ,ttn" iinnlein, toai’iotrirf e aeSlinet' iche, unb empsohl die recht. Ser Wntt bebet AuhenMik und esem Sebiete 1° wenig sei daran bu ®eulj j. iilb. Sie Lch-n-o rNk Mner in vollem Um li# Demokraten stanoen Ä «tf* ung SuropaS nichts bic Aheinla^ grobe sse Koalition, ttso^ r sinan-pvlwlche^ W- ÄKN lerstu«.Macht und f&ttSS-* vom vr. rohd-^M'chen schciSE Sp^r- «c t^Ahtbigt« :^£r rvhde. J Pf" £ (Hebntt) l£ firfit ®r K.i Land' jabc Staat*' Egt. iurifti^' SsS MS Sbend- I* Oberheffen. • j«»frei» Gictze« t Oßitfed. 15.Mal Au« btm Gemeinde- rat: J. gestrigen Gemeinderalslltzung wurde erneut . . bic D e r l Ni u n g her Hoch- fb in u r aiUitwndgraten. Da mau iroch immer r^jt dem Borschlag bet Elektrizität«- weit, 'ulttymen konnte, so sollen noch wettere Urteda.pn de'chafst bzw. ein Vertreter des T£. *ee >ur nächsten Sitzung geladen werden. — D< Umwandlung der vorläustgen Gern« -de-. Krei«- und Provinzial steuern zur endgut l gen Steuer wurde zugestimmt, da es sich Uer nur um eine Formsache handelt. Gemeint ist hierbei bk Veranlagung Aut Gewerbe» rrtrr.flA- und Sonbergeb^ubesteuer. eie lüt 1026 27 die elb« war. wie lv25 26. — Sinern Gesuch des HZ allere Lrnst Christ um Zuführung von 'Lasser aus der Gemeindewasterleltung wurde ha Prinzip Auacstimmt. nur konnte kein Beschlust l^rbeigesührt Serben, da erst der Voranschlag über die Anlage anzusordern ist. Bürgermeister Schomber wurde mit dessen Einholung beauftragt und gleichzeitig ersucht, mit Christ in Verhandlung cenzutreten darüber, was er zur Deckung der Kosten beitragen will. Rach dem feststehenden Ergebnis ist dem Gemeinderat erneut Vorlage zu machen. — Die W i e s e d , die nun bi« zum Philosophenweg reguliert ist. soll auf der gleichen Weise bl» zur TZorgcnbrüdc fertig reguliert werden. ' * * ii in leiivkmmaer tetuabl Karl Deck norm. (Bg. Spies ___Ludwin st rast<^27._____ Betanntniachung. Der Boranschlag der Gemeinde Euer- Hsrger« für Rj. 1926 liegt vom 16. Mai bi« einschliestlich 22. Mai 1928 aus unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Au-märker bei- zuiragen haben. Ober-HSrgern, den 14. Mai 1928. Bürgermeisterei Ober-Hdrgern. ____________Müller.4948V IBUtirnoth, den 16. Mai 1928, nachm. 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) ba- hier zwangsweise gegen Bar- Zahlung: I. 1 Toselblechschere, 1 Schreibtisch mit Stuhl, 1 Ucincn Bücherschrank, 1 Rauchtisch, 1 Hobelbank, 1 Ofen, 1 Sessel, 2 Chaiselongue«. 1 Sofa, 3 Pianmo«, 1 Lrumeauspiegel, 1 Grammophon, 1 Staubsauger u. v. a. ll. Bestimmt Schreinermerkzeuge, nun zwar: mehrere Lögen. Feilen, Holzraspel», Bohrer, Langen. Hämmer, 1 kleine Blei- waage, 20 verschiedene Hobel, Zuchö- fchtaänze, mehrere Lchranbzwiage» (von Holz und Eisens, Lochsäge^ Stemmeisen, Lchraubenzieher, eine größere Partie Materialien (Lchran- bcM, »Ubier,oltea), sowie alle son- stigen kleinere» Lchreincrwerkzeuge. dl» neuer moderner Suchen- schrauk und Aurichte. 4968D Iunker cherichtSvollzieher in Gießen Siitiwod), d. 16. Mai 1928, nachmittags ab 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28: I Speisezimmer (eiche), Sleiderschränke, 1 Sekretär, 1 Brandkiste, mehrere Tische, Stühle, Sofa«, Sessel, »üchenschränke, Kinderbetten, Vaschmaschincn, Schreinerleim, Cchmirgelleinen, mehrere Lilo Seidenpapier, Nähmaschinen, 1 Motorrad, Herren- und Damenräder u. v. a. Versteigerung bestimmt. 4966D Ludwig Hartmetz Auktionator und Taxator Neuenweg 28, Telephon 1414. Staub Plage verbandelt Hier wurden Vorschläge dahingebend gemacht mit der Stadt G i e h e n in Verhandlung zu treten Aweds Ankaufs eines hort überflüssig gewordenen Sprengwagens. oder 6 prengen« der Straßen durch den Mokvrkprengwagen der Stadt. Da« Verhandlungsergebnis ist dem Gemetnderat zum Veschlust vorzu!ef,en. Ferner soll gleichzeitig Angebot über einen neuen Sprengwagen eingeholl werden. — Auf Antrag wurde jedem Obmann bei der Aeichstagswahl ein Tagesgeld von 5 Mark zugebilligt. Nachdem die Bilanz 1 927 des Iweck- Verbandes Wie'e d— Alten-Bufeck nach den Wünschen der Aufsichtsbebörde geändert ist. konnte nun auch dem Gemeindcrot der Ve- visionsbericht de« beeidiaten DücherrtoiforS Will vorgelegt werden. Vach Heineren Anfragen fand die Bilanz, deren Ziffern wir bereit« veröffentlichten. Annahme durch den Gemeinderat Wie'eck. Um alle Mißverständnisse über die von der Gemeind« lauster dem Sarantie- fonb«) zu zahlenden Zuschüsse zu dem Autoverkehr zu beseitigen, teilte der DerbandS- vvrsteher mit. dah e« sich in 1927 nur um zirka 3000 Mark handelt die als Iinsdifferenz von der Gemeinde gezahll werben. — Sine Anfrage wegen Errichtung eine« Babeplatze« wurde dahin beantwortet, bah die Gemeinde erst an biefe Sache heranircien könne, wenn die Bach- regulicTuiifl durchgeführt fei. 00 Klein-Linden. 14. Mai. In dem fefUid) geschmücckten Saale der Kleinkinderschule hielt der hiesige Frauenverein am Sonntagabend seine diesjährige Schlustseier ab. Aach einer kurzen Ansprache de« Orisgeistlichen ergriff ?Jfarrer Hertel-Diesten bai Wort au einem urzen Dortrag über .Wahre Sonniag«- heiligung." Gr zeigte an der Hand vortrefflicher Lichibllder von Ludwig Aichter. wie der Christ feinen Sonntag feiern soll. — Sine weitere Serie Lichibllder, auch von Ludwig Richter, behandelte die fieben Bitten de« Vaterunser« und gab dem ersten Teil des Abend« eir n weihevollen Ahschlust. 3m nächsten Leit folgten gemeinschaftliche Lieber und eine Verlosung, zu der die Prelle von Mitgliedern de« Fraueirrveein« aestiftet worden waren. Gin Kaffeekränzchen hielt Die Teilnehmer noch einige Stunden hrifammen. • Leihgestern. 14. Mai. Der Gesang- verein _G i n t r a ch t" brachte seinem Öhren- Mitglied Karl Schmidt anlästlich de« SO. G e- burtstage« ein Ständchen. Der Jubilar, der trotz seine« hohen Alter« noch ziemlich rüstig ist. betonte in einer kurzen Ansprache, bah er vor 60 Jahren al« junger Sänger in den Verein eingetreten sei, um Da« deutsche Lied zu pflegen, und bat die Sänger, auch jetzt treu zur Sache zu stehen zum Wohle des deutschen Liede«. j) L i ch. 14. Mai. Die Reubesetzung der Stelle de« B e r u s « b ü r g e r m e i st e r « der Stadt Lich beschäftigt wieder in steigendem Maste die Oessentlichkeii Am Sam«tag wurde bekannt, dast der Minister des Innert, die gegen die Wahl erhobene Beschwerde al« unbegründet zurüdgewiesen hat. Der zum Bürgermeister unserer Stadl gewählte Reserendar Han« Dell au« Oberstein a. d Aalx wird nunmehr im Laufe der kommenden Woche durch da« KreiSamt Diesten in einer öffentlichen Sitzung des Siadivorstande« in fein Amt eingeführt. Kreis Vüdingcn. n. Rieder-Modstadt, 14. Mai. Gestern fand die feierliche Weihe unsere« am Ortsausgange de« Dorfe« stehenden Gefallenendenkmal« statt. Obwohl da« Denkmal schon seit Mitte Rovember fertig ist, hatte man mit Rücksicht auf die Jahreszeit und gärtnerische Anlage die Einweihung auf den gestrigen Sonntag verschoben. Das Denkmal ist eine Zierde für unfern Ort. Auf einem wuchtigen Sockel mit den Aamen der 23 Gefallenen steht die kräftige Gestalt eine« knienden Krieger«. Rund- herum ift eine schöne gärtnerische Anlage, die schon beute einen gefälligen Anblick bietet. Um 2.15 Uhr bewegte sich ein Zug Der OrtSvereine und Schulkinder nach dem Denkmal. Rach dem .Riederländischen Dankgebet" de« Musik- Vereins übergab der Vertreter der Siebener Bildhauer Da« Denkmal an die Gemeinde. Bürgermeister Leonhardt versprach, c« in guten Schutz au nehmen ör fand lobende Worte für Die Gefallenen Pfarrer Bock- Ober-Mockstadt hielt die Gedächtnis- und Weiherebe, an deren Schiust unter Glockengeläute die Ramen der 23 Gefallenen verlesen wurden Dabei präsentierte die Gewehrfektlon de« Kriegervereins und gab dann die Ehrensalve ab Als Re- eieningäretlrclet war Regierung«rat Dr Lotz von Büdingen erfchienen. der warme Worte de« Danke» an die Gemeinde richtete, dast sie ein so schöne» Denkmal ihren Gefallenen als äusteres Dankeszeichen errichtet habe Al« Vertreter de« Hafsiabezirks Aidda sprach Herr Bechtold. Zwischen den Ansprachen erfolgten Dela.igvorträae de« Männerge'angverein«. de« Gemischten Thore« unb der Schulkinder. Die recht gut cu#ge ühne uub fein ausgewählte Musik de« Rlufikpereins Rieder-Mockstadt fand lobende Anerkennung. Ärtie Schotten. a Schotten, 14. Mai. Samstag und Sonntag hatte d r hiesig? Zweigverein de» V. H. E. Besuch vorn Odenwaldklub Ben »beim. 3m .Hess. Haus hielt man die B.-^rästungs- fekt. bei der von den Vorfit^nden her Vereine und dem Bürannneister Begrühungswvrte aewechfett wurden. Herzliche Verbindungen zwischen Odenwald und Vogel«b rg wurden angeknüpft Die Gäste besuchten die Sehen«würdig- leiten d r Stadt, wanderten aus die Höhen de« Geb.rge», von dessen Schönheit die Wanderer, die meist unser Gebirge »och nie gesehen hatten, begeistert waren. Auch ein groster Arbeiterturnverein von Reu-^senburg weilte zu Besuch in der Stadt, zu dessen Ehren ein Be- grüstung»abend in der Schützen halle stattsand. Die Reise- und Wand rzeit hat eingesetzt, die neue Jugendherberge Ist dauernd stark belegt .WICHT-INSTITUT b.irs tur («Mindlieilspflcac ■ bietet den Verbrauchern von Sunlicht-Erzeugnissen kostenlos — Drei schriftliche Lehrkurse: Der Haushalt — Die Gesundheitspflege — Das Schneidern Aus dem Wunsche heraus, den treuen Anhängerinnen unserer Erzeugnisse etwas ganz Besonderes zu bieten, eröffnen wir das Sunlicht-Instilut für Haushaltungskunde. Dieses Institut unterrichtet völlig kostenlos in eilen Kenntnissen des Haushaltes, des Schneiderns, der Kinderpflege und Erziehung und der Krankenpflege. Sie brauchen nicht zu uns zu kommen — die Kurse kommen zu Ihnen und zwar in Form schöner, reich illustrierter Hefte, die von hervorragenden, praktisch erfahrenen Lehrkräften geschrieben sind. 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Der Vorstand: Dr. Seid. MbtaUn-hni d. Gitta Einladung zur ordentlichen Mitgliederversamnrlung auf Mittwoch, den 23. Mai 1928, 17 Uhr im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstr. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht Über daß Jahr 1927. 2. Rechnungsabschluß für das Geschäfts- Zum Vortrag gelangen Kompositionen für Klavier von Schubert, Heinrich Pestalozzi, Stephen Heller, Grieg, Mozart, Beethoven, Sonate für Klavier und Violine von Mozart, Lieder von Brahms u. R. Schumann, Duette von Victor Heermann u. R. Schumann Karten zu 1.50 Mark bei Challier und abends an der Kasse. Am himmelsahristage) WOWWs daselbst Tanz in der Turnhalle Öet ladet ergebens! ein: Gastwirt Henrich Für gute Speisen und Getränte iss Hessens gesorgt. BanerscherGesamitereli] e. V. 49711) Himmelfahrttag Familien-ADSilag durch den Fernewald. Gan seburjz nach Groß.-Buseck iMitgl. Warner). Abmarsch 6.30Uhr vom Ludwigsplatz. Nachzügler um 8.24 Uhr. SMA-ADM Habe mit dem beultgen Tage 6de Sr.Nklimesii.MiM 7-w- SAWMel eröffnet. 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Er machte eine Bewegung mit seinen Händen, als griff« er nach einem Phon- lom. „Dieser junge Mann ist ein Romantiker des Schicnenstrangcs. der Schiffsschraube. Seine Agenten hören von ihm au» Afrika. Der nächste Brief ist in den — hm — Pompas geschrieben. Sie schicken ihm Geld noch China, an den Südpol. Gott weiß, wohin. Es ist ein abwechselungsreiches Leben, aber entschieden entnervend für seine Verwandten ... wenn er welche hot. Ich weiß es nicht sicher.' Er schüttelte traurig den Koos. Dann fuhr er auf, al» werde er sich jetzt erst bewußt, daß er für seine sorgenvollen Betrachtungen einen Zuhörer hatte, und im selben Moment reichte er seinem Tost verabschiedend die Hände. „Ich danke Ihnen für Ihr Kommen', hauchte er, und Mr. Rendle fand seine eigene Hand plötzlich voo zwei sanften warmen Handflächen um- schlossen. „Das Leden scheint einem gleich lichter, wenn man sich einer solchen Selbstlosigkeit gegen- übersieht.' „Stehen Sie selbst mit ihm in Verbindung?' fragte der Besucher, dessen Gedanken offenbar noch immer bei dem seltsamen jungen Lord weilten. „Mit wem ... äh. Sie meinen mit Lord Selsord? Die käme ich dazu? Er hat wahrscheinlich keine Ahnung von meiner Existenz!' Er faßte seinen Gast unter den Arm und schritt mit ihm nach der Tür. .^Hoben Sie ein Auto? Ja? Das ist ja famos. Es sieht draußen noch Rcaen aus. und es ist spät. Halb elf. nicht wahr? Kommen Sie gut nach Hause!' Er stand auf der überdachten Terrasse und blickte dem Auto noch, bis die Transparentlampe hinter einer Gruppe von Rhododendronbüschen oerschwun- den war. Dann kehrte er in die Halle zurück. Die Frau im schwarzen Seidenkleide, von der Rendle geglaubt hotte, sie sei Cody» Haushälterin, kam ihrem Gatten entgegen. In ihren groben Zügen log eine gefühllose Härte. Zusammen gingen sie ins Zimmer hinein. „Der war das?' fragte sie. Ihre Stimme hatte einen keifenden, verdrießlichen Ton. Bertram Cody nahm wieder an seinem Schreibtisch Platz und lächelte beglückt, als er in die Kissen des üppig gepolsterten Sessels sank. „Wer das war? Dick Martin — ein Detektiv!' Mrs. Eody erbleichte. „Detektiv — und dos sagst du so seelenruhig. Bertie? Was wollte er von uns?" Sie war ausgewühlt bis auf den Grund ihres Wesens. Ihre drillantgeschmückte Hand, mit der sie sich an den Hals faßte, zitterte. „Schnüffeln wollte er', entgegnete Eody. „Er ist verteufelt gescheit. Aber es nutzte ihm olles nichts. Ich konnte ihn wieder. Ich habe mindesten» drei Photographien von ihm. Was mag ihn hergeführt haben ...? Ich wundere mich — wirklich, ich wundere mich.' Er schob seine Hand unter die Papiere und suchte noch dem kleinen Notizbuch, das er vorhin dort verborgen hatte. Plötzlich wurde fein Ge- sicht kreidebleich. „Es ist fort!' Er schrie es förmlich heraus, „has Buch ist fort und der Schlüssel ... großer Gott ... der Schlüssel!' Er taumelte wie ein Betrunkener auf die Füße, abgründiges Entsetzen starrte aus seinem Blick. „Es muh geschehen sein, als er mir die Landkarte zeigte', stammelte er, heiser vor Erregung. „3d) hatte ganz vergessen, daß er es mit jedem Dieb an Geschicklichkeit aufnimmt Teufel noch mal — mach' die Tür zu, Frau. Ich muß telephonieren!' 9. Obaleich Dick den automatischen Scheibenwischer eingeschaltet hatte, blinkte die Schutzscheibe vor Nässe, und er mußte das Fenster hochklappen, um etwas zu sehen. Der Regen strömte uncufhalHam herab, und bald war sein Gummimantel schwär; und leuchtend vor Nässe. Sein Scheinwerfer kämpfte gegen die Finsternis, und in feinem Lichtkegel rannen die Tropfen in Milliarden schimmernder Streifen nieder. „Eoram Street 107', raunte ihm sein Unterbe- wuhtsein zu. Im nächsten Moment stieg das Bild des Mädchens in feinen roachoewordenen Gedanken auf. Die kam er auf Sybil Lonsdown» Er hotte doch eben noch an Bertram Eody gedacht. Gewöhnt jedem, auch dem unscheinbarsten Gedankengang auf die Spur zu gehen, durchleuchtete er sein Gehirn, und da fühlte er plötzlich in seiner linken, in der Tasche vergrabenen Hand ein kleines Notizbuch. Ein Nr. 1H Drittes Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für GderheffeiO Turnen, Sport und Spiel. Ausscheidungskämpfe des Jstittel- rheintteises D. £. für Köln. öeitere Erfolge de» lorngone» Heften. . Im Nachtrag zu dem Bericht In unserer letzten Freitagsnummer über die in Mainz zum Austrag ekommenen Au»scheidung»kämpfe des i t t e l r h e i n k r e > I e s zum Deutschen Turnfest in Köln bringen wir nachfolgend die ersten Sieger der noch nicht veröffentlichten Klassen, anschließend auch die Sieger aus dem Turngou Hessen: Fünfkampf der Männer (140 Teilnehmer. 68 Sieger, R Weber. T. u Spv Eintracht Wiesbaden, 96 Punkte, A Schall. Tv 1860 Frankfurt o M, 92 B ; H Seipp, To. Hetzbach, 91 P.; P Dellond. lo.Bieber, Ernst Dengeroth. To. Frankfurt a M. M P.; Fritz Weitershou», To Großen-Linden, W Beaupain, I. u. Spo. Marburg. 79 P: Ludwig Malkomesius, M t v G i e h e n, 70 P : Richard Diener, To. 1860 Bod-Nouhelm. 67 P. Fünfkampf, Heitere. 1. Altersklasse (80 Bewerber, 41 Siegers H S lbcrrels, Tgmd. Unter- Nederboch, 110 P: G Wespi, Tgmd. Untcrlieher- bad), 102 B; H Dem, Tgmd. Nied a. TL, 101 P.; Toni Schneider, M t o. Gießen, 100 P. (also an 4. Stelle!) Fünfkampf, Heitere, 2. Altersklasse (65 Sieger): W Arlt, To. Jahn Bad Ems, D. Krösch, To. 1817 Main;, 116 P.; F Kosler, Tv. Homburg v d. H, 110 P : Ewald Kehler. Tal. Born- heim, F. Kerstung, In. Koblenz, 108 P: Karl Weiß, To. Klein-Linden, 80 P.: Heinrich Lang, To. K l e i n - L i n d e n , 72 P.: Heinrich Hamel, To. 1846 Gießen. 67 P. Die unsere beiden Berichte erwiesen haben, kann der Gau Heften eine stattliche Zahl von Wetturnern und Detturnerinnen stellen. d!e in Köln gute Aussichten auf einen Sieg haben Sie braudjen nur die in Mainz erhaltene Punktzahl zu behaupten, dann werden sie auch in Köln den Eichenkronz erhalten. Die Zahl der Wetturner des Gaues in Köln wird sich aber noch etwas erhöhen, denn zugelaften für Köln sind auch noch h •'tenmrn Timer und Tur-e rinnen, die unter der Punktzahl geblieben sind, die in Mainz zum Sieg berechtigte Folgende Zahlen werden interessieren Für die Zuloftung in Köln brauchen die Zwölf, kömpser 128 Punkte (160), die Zehnkämpfer 120 Punkte (133), die Fünfkämpfer 60 Punkte (67), die Altersturner (Neunkampf) 96 Punkte (120), die Turnerinnen (Siedenkamps) 74 Punkte (93), die Turnerinnen (Dierkampf) 48 Punkte (53). In den Klammern sind die Punktzahlen angegeben, die in Mainz zu einem Sieg berechtigten Vie Leistungsfähigkeit des Gaue» Hessen kommt darin zum Ausdruck, daß die noch Mainz entsandten Teilnehmer In ihrer überwiegenden Mehrheit dort schon Sieger wurden, allo bereits eine Punktzahl erreichten, die auch in Köln zum Siege berechtigt. Ganz allgemein fei zu den Mainzer Wettkämpfen noch gesaat, daß es dabei a"ch an Ueberralchungen nicht fehlte. Daß Karl Reuter (Gießen) im Zwölf ka m ps der Männer sich al» Kreisbester behaupten würde, war norauszusehen: er tat e» mit einem beachtlichen Punktvorsprung. 61 n n ro e 11 (Bad Nauheim), bekannt durch die Teilnahme an der erfolgreichen Amerikariege der D. T.. den man gern hinter Karl Reuter gesehen hätte, kam nur an den vierten Platz. Eine starke Enttäuschung erlebten die Mainzer selbst: hotten sie doch Georg Höflich vom Tv. Kostheim-Mainz, dem ersten Zwölfkampfsieger bei den deutschen Kompfspiefen 1920. den zweiten oder dritten Platz vorausgesaat. während sich Höflich, der gar nicht mehr in Form ist. mit dem 33. Motz begnügen mußte. Taoegen sand viel Beachtung beim Zwölfkampf Ernlt Winter von der Franksiirter Ein- tracht, eine noch in der Entwicklung befindliche junge Kraft, die sich bereite den zweiten Platz sicherte (allerdings sechs Punkte hinter Karl Reuter) und für die Zukunft viel verspricht. Als weitere Ueberroschuna ist zu betrachten, daß bei den Turne- rinnen die Fovorltenstellung von Gertrud M ü I - l e r erschüttert wurde. Die Mainzerin kam über den zweiten Platz im Dierkampf nicht hinaus, den sie mit der vieloerlp rechenden Gießener Volk», tumerin E l s. Bickelyaupt noch zu teilen hot. 5. Bezirk im Turngau Dessen (V. T.) bpw. Der 5. Desirk im Turngou Hessen, dem auch in größerer Zahl Turnverein« des 5treifes Gießen angchören. führt die Goetz-Wanderung an Himmelfahrt au-. Die Vereine wandern für sich, treffen sich aber an einem aemeinfamen Ziele. alÄ welches der Hau-- berg bei Dutzbach bestimmt wurde. Handball der O. T. To. Heuchelheim I — To. 1846 Gießen I 3:3 (3:1). Am Sonntag weilte eine kombinierte Mannschaft in Heuchelheim zum fälligen Rückspiel gegen die I. des dortigen Turnverein-. Man muß den Heuchelheimern laßend nachsagen, daß die Mannschaft in letzter Zeit an Spicl- ftärfc sehr gewonnen hat. Hur dürste sie nicht so hart spielen. Die Gießener fanden sich in der ersten Halbzeft infolge veränderter Aufstellung nicht recht yifammen, besonder-, da sie fast da- ganze Spiel zehn Mann im Felde hatten. Rach Halbzeit, Die 3:1 für Heuchelheim lautete, klappte eS um so besser. Daß sie nicht mehr als ein Unentschieden erzwangen, lag an dem Heuchelheimer Tormann, der glänzend hielt, und der zahlreichen Verteidigung. Ruch ein Schiedsrichter war da. Von ihm kann man fayn: Gr war im Kleinen groß und im Großen klein. Handball der Sp.-Dg. 1900. Gießen 1900 — Polizeifportverein Butzbach 4:11. ö. Obwohl mit einer Riederlage der 19O?er gegen die Butzbacher Ligisten gerechnet werden mußte, ist sie doch weit höher ausgefallen, al- man erwartete. Da- lag vor allem daran, daß die Einheimischen immer noch nicht gelernt haben, großen Gegnern gegenüber sich in der richtigen Weise einzustellen, und zweiten-, daß man gezwungen war, mit Ersatz für linken Verteidiger, linken Läufer und im ersten Drittel de- Spiel- für den Torwart anzutreten Für die erstbehaup» tete Tatsache ist da- Halbzeitresultat von 8:3 typisch. Da- Spiel fing verheißungsvoll für die Gießener an. 3m Anschluß an den Mittelanwurf spielten sie gut durch, und durch ein Täuschungsmanöver mußte sich der Dästetorwart durch den Gießener Mittelstürmer geschlagen bekennen. 3m weiteren Verlaus de- Spiel- bewiesen jedoch die Vutzbacher ihre Gesährlich- keit vor dem Tor und setzten dem Gießener Ersatztorhüter noch fünfmal den Ball in die Maschen. Die Tore traten zum Teil wohl haltbar. Auch der eigentliche Hüter hatte kein sonderliche- Glück und mußte sich bis zur Halbzeit drei weitere Treffer gefallen lassen. 3nzwiichen waren die Spielvereinigungsleute durch ihren Mittelstürmer noch zweimal am Vutzbacher Wurfkreis erfolgreich gewesen. Rach dem Wechsel drängten die Vutzbacher zunächst stark. 1900 machte sich aber dann frei, ohne jedoch verhindern zu können, daß die Gäste noch drei weitere Tore erzielten, denen man nur eine- entgegensetzen konnte. Der Sieger hatte eine äußerst kampftüchtige Elf zur Stelle, die kaum einen schwachen Punkt aufwieS. Die Polizeileute hätten auch wohl gegen jeden anderen Gegner aus Hessen-Hannover gewonnen. Die 1900er zeigten alle- andere al- Meisterleistungen. Beim Sturm haperte eS wieder daran, daß die einzelnen Spieler zu viel auf eigene Faust unternahmen und dadurch da- 3u- sammenfpiel vernachlässigten. Schiedsrichter Wagner vom V. f. D Gießen war in seinen Entscheidungen nicht immer sicher genug, sonst aber gut D. f. B.'Handball. v. f. v. — Io. mirffd 11:1. Ließen schon die letzten Resultate d r V. f. V - Haick>bal!»r etrx stete Form Verbesserung _ erkennen. Io bürte vieler pohe Sieg endgültig und Har bewiesen Haven, daß die Mannschaft sich in der kurzen Zeit ihre- Vestehrn- spielerisch weit über da^ Rio.au bt kleineren Vereine hi: auSfl arb iiet Hai. Wenn auch bi# Spiel vom Sonntag nicht al» Ma tstab für d S Können der D f.V.-Sll ang.-sehen werden la-tn. so dar man doch der Manschaft empfehlen, sich in Zukunft an schwerere Gegner heranzuwagen. Wenn die gesamte RngrisfSreihe sich den An- sorderungen großer Spiele ohne weitere- gewachsen »eigen wird, so kann die- von der Läu crreiyc sowohl, wie von der Derteidigu ig nicht in selbem Maße gesagt werden. Bei ihnen v.rmißte man am Sonntag die Energie und Schnelligkeit. Auch die Genauigkeit de- Zusp'.elS lieh in der Deckung etwas zu wünschen übr'g. Der neue Tormann f.iorte sich fetr gut ein und wird feiner Mannschaft in den kommende Spi len eine w rwol e Stütze fein. Die Schilderung d?S Spielverlauf- erübrigt sich: betont soll jedoch werden, daß dieser !roh der ungleichen Stärke beider Mannschaften stets recht interessant war, da der Gegner bi- zum Schlußpfiff mit anzucr.ennender Energie ver uchte. das Spiel ossenzuhalten. Die Mannschaft Wiesecks. restlos aus jungen, zum Teil noch jugendlichen Spiel» ri bestebend, verdient für ihr aufopfernde-, eifrige- und faire- Spiel ein uneingeschränkte- Gesamtlob. V. f. B. Liga — D. f. D. Weidenau 1:2. Ligareserve — Ligares. Herborn 4:0. 2. 3gd. — 1. 3gd. Darbenteich 5:0. 2. Schüler — 1. Sch. Garbenteich 3:0 . Die Ligamannschaft ("teerte ihrem Weidenauer Ramensoetter ein über Erwarten gute- Spiel. Wenn sie trotzdem verlor, so ist die- lediglich dem Umstand zuzuschrriben. daß schon zehn Minuten nach Veginn der Halbrechte wegen Verletzung ou-schciden und die Mannschaft daganze Spiel nur mit zehn bestreiten mußte. 3n Anbetracht diese- Umstande- und der Tatsache, daß Weidenau zur 1. Bezirk-! nallasse gehört, darf das knappe 1:2-Resultat al- recht günstig bezeichnet werden. Spielverlauf: V. f. V. fand sich zuerst und vermochte längere Zeit, auch nachdem der Halbrechte auSgeschieden war. da- besieve Feld'piel vorzusühren. Vorm Tor allerdings wurde manche günstige Gelegenheit ausgelassen. 3n der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit kam der Gastgeber etwa- mehr auf und konnte durch ein Mißverständnis zwischen einem Gießener Läufer und dem Tormann auf billige Weise da- Führungstor erzielen. Rach der Pause gab V. f. B. wieder den Ton an; trotzdem der Sturm nur mit vier Mann spielen muhte, kam er öfter- In gut angelegten Angriffen nach vorne und erzwang bald den Au-gleich. Die Torlatte verhinderte einen weiteren Erfolg. Rach verteiltem Feldspiel wurde Weidenau besser und übernahm für den Rest der Spielzeit da- Kommando. Ein plazierter, für den Gießener Tormann unhaltbarer Weitschuß stellte für die DezirkSligisten den Sieg sicher. Die Ligareserve gestaltete ihr Tressen in Herborn gegen die gleiche des dortigen Sportverein- zu einem vollen Erfolg. 3n nur einstündigem Spiel errang sie einen klaren 4:0- Sieg. Bei regulärer Spielzeit wäre das Resultat ein wesentlich höhere- getoe'en. Die zweite 3 u g e n b» und zweite S chü - lermannschast gewannen gegen die erste 3ugend bzw. erste Schülermannschaft ® arbeit« teichS mit 5:0 bzw. 3:0. V. s. V. war seinen Gegnern in beiden Spielen technisch und taktisch weit überlegen und hätte bei besserer Au-nutzung der Torgelegercheiten noch höher gewinnen können. Anerkennung verdient der Eifer der kleinen Gorbenteichn. Die liii mit öen fleüen SWeta. Roman von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig. S Fortsetzung. Nachdruck verboten. John Rendle tastete nach einem Stuhl und lieh sich vorsichtig nieder. „E» tut mir leid, daß ich Sie zu jo später Stunde stören muh, aber ich bin erst gestern au» Australien gekommen, und ich muh morgen schon wieder fort.' „Und Sie wünfchen?' ..Bitte, lasten Sie e» mich der Reihe nach er- klären. Ich bin nämlich der Besitzer einer kleinen Form in der Nähe von Ten Mile Station.' Er hielt inne und fuhr bann lanosam fort: „Eie sind mein nächster Nachbar! Eody nickte. Sein ganzes Kapital war in über- seeilchen Besitzungen angelegt. ,Hch habe Grund zu der Annahme, daß eine Goldader durch unsere Ländereien geht', fuhr Rendle fort „Die Entdeckung gelang mir vor etwa einem Jahr. Ich wollte damit jedoch nicht an die Oeffentlichkeit treten, bevor ich nicht meiner Sache ganz sicher war. Er erging sich in metallurgischen Betrachtungen, zu denen (lobt) von Zeit zu Zeit mit dein Kopf nickte. Schließlich entfaltete er eine Terrainkarte auf dem Schreibtisch und setzte seine Erläuterungen an Hand der Karte fort. AI» er seinen Vortrag beendet hatte, sagte Eody: .JDer Goldsand war mir bereits bekannt. Mr... äh . „. hm .. Rendle, so dah Ihre Befürchtung, mein Agent könnte he mir venchwiegen haben, nicht zutrifft. Gold ist allerdings vorhanden, aber nicht in solchen Mengen, daß sich die Ausbeute lohnt. Die Sache wurde zuerst von der Preste auf- gebauscht — Eie haben das wohl nicht gelesen, nicht wahr? Sie schwammen da noch — hm — auf dem Ozean? Aber trotzdem bin ich Ihnen dankbar. Ihre Liebenswürdigkeit und Uneigen- nüyigkeit beschämen mich!' „Sie haben Ihre Besitzung von Lord Selsord gekauft', warf der Besucher hin, die Schmeichelei übergehend. Bertram Eody zuckte unwillkürsich mit den Mm- pem, al» träfe ihn ein zu blendende» Licht. Dienstag, 15. Mai 1928 Spielvereinigung 1900 Ziehen. ö Die Reise der 1900er Liga am Sonntag noch Pfungstadt bei Darmstadt gestaltet» sich zu einem vollen (Erfolg. R.cht nur, dah e» den Blauwethen au» Gießen gelang, die 5:1 Niederlage vom Vorsonntag auf eigenem Platze in eine 3 1» Niederlage auf dem fremden unbekannten Platze umzuwandeln. Die gefamte Mannschaft zeigte auch das von ihr in zahlreichen schweren Kämpfen gewohnte gute 6p.fl. Di» Gießener hatten die w.ll- au» zahlreicheren Torchancen und hatten, oemefsen daran, bestimmt al» Sieger aus diefem Tressen der- oorgchen müssen. 1900 bestritt das Spiel abrrmal» ohne seinen bewährten Mittelstürmer, der zur Zeit im studentischen Examen fleht. Der dasür emlre- lende Ersatzmann gab sich die denkbar beste Mühe, das gesamte Innenlrio konnte aber, infolge der geringen Korpcrarohe, die ou»sicht»rkichsten Torgelegenheiten nicht verwerten. Bei dem Seitenwech- sei stand do» spannende Spiel noch 0:0. Die Gast- acber kamen zu ihrem ersten (Erfolg, al» der G e- hener Hüter einen Weitschuß passieren lieh Dann erhöhte Pfungstadt auf 2 0, da der Gießener linke Läufer zu lange mit dem Ball tändelte. Allerdings übersah der sonst korrekt amtierende Spielleiter, daß der Ball von einem Pfungstädter mit der Hand zum Tor aespiett wurde. Dann kam 1900 zu dem längst verdienten Tor. Die Freude dauerte aber nicht lange, bis Pfungstadt den alten Abstand wieder hergestellt hatte. (Ein Gießener Verteidiger verfehlte einen ganz schwach geschostenen Ball durch llebcrtreten, und die dadurch geschaffene Situation nutzten die Platzbesitzer prompt zu einem dritten Tor au», damit das Endresultat von 3:1 verstellend. Die Begegnung war jederzeit fair und hinterließ bei den Zuschauern den besten Eindruck. Die 3. Mannschaft weilte zu einem Gesell- schaftespiel in L i ch. Der dortige Verein für Rosen- spiele hatte die zu stellende 2. Mannschaft stark mit Spielern der spielfreien 1. (Elf durchsetzt, so dah es nicht wunder nahm, daß die Gießener mit 5:0 Toren geschlagen die Heimfahrt antreten muß- ten. Da» Spiel stand bei Halbzeit schon 2:0 für den Gastgeber, allerdings hatten die Gießener ständig nur zehn Spieler im Felde. Die 1. Jugend 1900s kehrte von einem Freundschaftsspiel in (B r ü n b c r g mit einem knappen 3:2 Sieg zurück. Das Resultat ist ein weiterer Beweis für die gehobene Spielstärke der Grünberger. Die 2. Jugend konnte der 2. Jugend vom Wetzlarer Sportverein in Wetzlar ein Unentschieden, 2:2, abtrotzen, während die 3. Jugend der 3. Wetzlarer Jugend hoch mit 5:0 Toren unterlag. Mit einem erfolgreichen Abschneiden hotte man hierbei von vornherein nicht gerechnet, da die Gießener (Elf mehrere Spieler enthielt, die sich erstmal» in einer Fußballmannschaft betätigten. An Himmelfahrt ruht jeglicher Sportbetrieb. D. G. 20 I. - D. f. B. Liga-Grsah 2:2 (1:0). Zum fälligen Rückspiel trafen sich am Sonntag die D. s. D. Liga-Ersatz und V. T. 20 1. auf dem Waldsportplay Da- Spiel begann mit einem sehr scharfen Tempo. V. E. 1. übernahm sofort die Führung und fplelte überlegen, so daß die V. f. V.-Mannschaft auf ihre Spiel- Hälfte zurückgedrängt wurde. Rur einige kurze Durchbrüche kamen biS vor da- D. L.-Tor, wurden aber durch die gute Verteidigung unterbunden. Rach etwa 25 Minuten Spieldauer erzielte die D. L.-Slf durch gute Vorlage deS LinkSaußen an den Mittelftürmer da- erste Tor. V. L. blieb auch weiter in Führung und bedrängte das V. f. D.-Tor noch recht oft, ohne durch die vielbeinige Verteidigung deS GegnerS zu einem greifbaren Resultat zu kommen. So gingen die beiden Mannschaften mit 1:0 für V. E. in die Pause. Kurz nach Seitenwechsel erzielte durch Flanke von recht- der Mittelstürmer da- 2. Tor für V. E. Dieser führte bi- 10 Minuten vor Schluß, wo die D. E.-Elf in der Annahme, da- Spiel gewonnen zu haben, harter Gegenstand darin, der deutlich durch das weiche Leder fühlbar war, hotte in seiner Vorstellung bas Notizbuch mit Sybill Lansdown verkettet. Er bremste seinen Wagen so jäh, daß er in» Schleudern kam. Einen Augenblick war er in Gefahr, in den Chausseegraben zu rutschen, doch mit eisernen Nerven brachte er seinen Wagen wieder ins Gleichgewicht. Dann schaltete er das elektrische Licht ein, um seinen „Fund' zu betrachten. Noch ehe er die schmale Lederzunge aus der Oese de» Geldtäschchens gezogen hatte, wußte er, was er fin- dcn würde, und er hotte sich auch nicht getäuscht. Aber als der Schlüssel in seiner Hand lag, staunte er doch wieder über Größe und Form. Er war eine fast genaue Wiedergabe des Schlüftels, den Sybil Lansvowne ihm in der Bahn gezeigt hotte, und der jetzt sicher in seinem Bankfofe log. Dick stieß einen leisen Pfiff aus, dann ließ er das Notizbuch in feine Tasche gleiten, doch den Schlüssel verborg er unter der Gummimatte zu seinen Füßen. Die unternehmungslustigen Herren, die keine Ausgabe gescheut hatten, Sybils Schlüssel in ihren Besitz zu bringen, würden sich auch kein Ge- wisten daraus machen, sein Auto abzusangen, und bann war seine Person kein genügenber Versteck mehr. Dicks Respekt vor bieser aeheimnisvollen Schlüssel. Brüberschast war im Wachsen begriffen, unb er fah Abenteuer voraus, bie an Spannung feine Jagd rund um die Erde weit in den Schatten stellen würden. Er drehte das Licht wieder aus und setzte seinen Motor in Bewegung. Während sein Fuß auf den Akzelerator drückte, und der Zeiger des Ge- schwindigkeitsrnesters rasch von 35 auf 50 und 75 stieg, dachte er über den unhe mlichen Charakter seiner Entdeckung nach. Cody hotte düng mit Lord Selsord geleugnet. A^/nrnte schon etwas nicht. Und was hatte die^xchlüstel für eine Bewandtnis? Er mußte für Cl,y DOn aanz beson- derer Bedeutung sein; denn erlatte gesehen, rote er bei feinem Eintritt bas Buch Jig und wie ertappt versteckte. Aus Neugierde, ay angeborener Teufe- lei hatte er bie erste ®elernhelt ergriffen, es an sich ZU bringen Jetzt hatte r also schon zwei bieser seltsamen Schlüstel, unb ir^er bringender wurde die Frage nach den Sd?(öfftn und nach dem, was hinter diesen Schlößern lag. (Fortsetzung Hgt) dem Gegner durch ihr Phlegma Gelegenheit gab. nach einem Durchbruch das erste Tor zu erzielen Durch eine kur; danach gegebene Ecke erzielte V. f.B. fein zweite« Tor. Der Ball ging direkt ins Tor. Dem Spielverlauf nach hätte der B. 2. den Lieg davontragen müssen. Eckenverhältnis 6:2 Fußball in Heuchelheim. 5po. 1920 I — Sporkabllg. To. Lollar l 5:1 (2:1). Beide Mannschaften traten in stärkster Aufstel- lung an. Gleich -u Beginn des Spieles fegte em flottes Tempo ein. Lollar versuchte, mit weiten Dorlagen den Gegner zu überraschen, doch die Hin- termannschaft der Heuchelheimer war den hohen Vorlagen gewachsen. Allmählich setzte sich das technisch reifere Spiel des Gastgebers durch, und bald war auch das erste Tor fällig. Lollar konnte bald darauf den Ausgleich erzielen. In der Folge oer» teiltes Spiel, bis kurz vor Halbzeit Heuchelheim auf 2:1 erhöhen konnte. Wad) der Pause konnte Heuchelheim noch drei weitere Tore erzielen. Das Resultat hätte noch anders lauten können,, wenn sich der Sturm der Heuchelheimer einig gewesen wäre Schiedsricher Ä rei Ü n g v. f. D.Gießen war sehr gut. Das Spiel der zweiten Mannschaften konnte wegen vorgerückter Stunde nicht mehr ausaetragen werden. Die Schüler verloren m Wetzlar, mit Ersatz und nur neun Mann spielend, 2:1. Arbeiter-Turn- und Sporibund. Lollar I — Harheim I 1:1. Lollar hatte sich für Sonntag Harheim I zum Gesellschastsspiel verpflichtet. Nach Anstoß entwickelte sich ein offenes Feldspiel, beide Tore kamen öfters in gefährliche Bedrängnis. Nur einmal gelang es jeder Partei, den Bali ins Netz zu bringen. Mit dem unentschiedenen 1:1 machte der korrekte Schiedsrichter dem wenig interessanten Spiele ein Ende. wieseck I — Marburg I 5:0. Wiesrck hatte Warburg zu Gast. Aach Anstoß der Gäste entwickelte sich ein flottes Spiel. Beide Parteien arbeiteten gute Torgeie?enheiten heraus, die aber immer im entscheidenden Moment verpaßt, oder eine Beute der Torhüter wurden. Auffallend war das Spiel der Wie- feder Hintermannschaft. 3n dec 15. Minute konnte Der Mittelstürmer drr Einheimischen aus einem Gedränge vor dem Gästetor den Ball eint)rüden und so seiner Mannschaft die Führung bringen. Noch einmal gelang es dann Wieleck, kurz vor Halbzeit aus einem Strafstoß sein zweites Tor zu erzielen. Aach Seitenwechsel ging Marburg mächtig aus sich heraus und erzwang eine Ecke, die jedoch ins Feld befördert wurde. Kurz darauf auf der Gegenseite derselbe Fall. QBiefed, das sich bis jetzt die hohe Sdieltoell« der Gäste aufzwingen ließ, fand sich allmählich wieder und brachte zeitweise das Gästetor in starke Bedrängnis. Dreimal noch konnte es dem Ball den Weg ins Tor zeigen, dem die Gäste trotz aufopfernden Spiels nichts entgegensetzen konnten. Mit dem Stande 5:0, Eden 4:2 für Wiesed, machte der Schlußpfiff des gerechten Unparteiischen dem Kampf ein Ende. Gießen (Jugend) — wieseck (3ugenb) 2:1 (0:1). Gießens Jugend hatte die Nachbarjugend auf dem Trieb zu Gast. Auffallend war der körperliche Unterschied der Gegner. Nach Anstoß brachten die Gäste das Tor der Einheimischen in starke Gefahr, die bald zum ersten Erfolg der Gäste führte. BiS Halbzeit konnten die Gäste zeitweise überlegen sein. Nach Seitenwechsel versagte die Kraft und mit 2:1 mußten sie sich dem körperlich stärkeren Gegner beugen. F ----- t Starkenburg. Lpd Pfungstadt, 14. Mai. Hier wurde eine nationalsozialistische Wahlversammlung polizeilich a u f g e l ö st. Aach der Räumung deS Saales ka n es auf der Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem von auswärts gekommenen Versammlungsteilnehmer namenS Milk und dem 2Ojähriaen G o t t - mann, dcr ebenfalls der Nation al sozialistischen Bewegung nahest ht. Gottmann, den Milk nicht kannte, erhielt von diesem einen Stich in die Brust. In besinnungslofem Zustand kam er inS Krankenhaus, wo er starb. Milk stellte sich der Polizei. 1 V? Jatyre Zuchthaus für Birx. WSN. Frankfurt a. M , 14 Mai. Dor dem Großen Sch fsengericht hatte sich heute der Heizer Wilhelm Birx zu verantworten, der sich bekanntlich im Januar 30000 TI a r f städtische Gelder auf dem Arbeitsamt angeeig* net hotte und dann geflohen war Birx, der erhebliche Di- stahlsoorstrasen, darunter auch Zuchthaus- straf. , - 'Nen hat, wurde bei der Stadt beschäftigt, und es gehörte auch zu feinem Tätigkeitsberich, das vom Arbeitsamt nicht verausgabte Geld unter Aufsicht eines Beamten vom Arbeitsamt nach der städtischen Hauptkajje zu oerbnngen. An jenem Tage waren es 30 000 Mark in Zehnmarkscheinbün- Dein, Die abgefahren werden sollten Als man zur Abfahrt bereit stand, sagte er zu dem begleitenden Japan am Scheidewege. Volk ohne Haum. —Oer Huf nach dem „japanischen Mussolinis Don Or. von TtenfeüL Mit dem Vorgehen Japans in China, das die ganze Welt aushorchen läßt, mit den Truppensendungen und den ultimativen Forderungen kommen Strömungen und Kräfte zum Durchbruch, die weit über die Bedeutung einer lokalen militärischen Intervention hinausgehen. Zu einer solchen Explosion mußte es früher oder später kommen. Man lasse sich durch den äußeren Augenschein nicht täuschen, den Anlaß zum Vor- gehen Japans gab das Vordringen der südchinesischen Truppen, aber vom historischen Gesichtspunkte aus liegen die tieferen Gründe dec Aktivi.ät Japans in Der inneren (Sotto i cf- lung des eigenen Landes. Das wird vollends Har, wenn man sich die Geschehnisse der letzten Zeit vergegenwärtigt, — die „Reis- Aevolten", die Verschwörung gegen den Mikado, die Verschärfung der Wirtschaftskrise im Reiche der aufgehenden Sonne —, daS waren alles Etappen auf einem Wege, d.r früher ober später in die Außenpolitik des Landes ausmünden mußte. Jetzt ist dies.r Fall ein^etreten, und es hängt für Japan zum großen Teil von der Scharfe der innerpolitischen Situation ab, ob seine Aktion in China größeren Umfang an- nehmen wird. Für die Welt aber ist es von größtem Interesfe sich über diese Situation Klarheit zu verschallen, well die Außenpolitik Japans im Banne der inneren ©nttoidlun j des Landes steht und weil Japan in ade i ^.ngen der Ost- posisik eine entscheidende Rolle spielt. Das brennendste Problem Japans ist die llebervölkerung und die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen und sozialen Mißstände. Die letzten Wahlen, in denen dreizehn Millionen Bürger zum erstenmal ohne jede Wahlrechtsbeschränkung ihre Stimme abgaben, weisen infolgedessen deutlich auf eine Radikalisierung der politischen Anschauungen der Bevölkerung hin. D eser Erscheinung kommt aber nur eine symptomatische Bedeutung zu, da die einzelnen Bevölkerungsschichten in Japan eine andere Rolle spielen als in den europäischen Ländern. Unter der Arbeiterschaft entfalten die Kommunisten eine überaus rege Agitation. Aber von 4 641 000 Arbeitern gehören nur 316 926 proletarischen Organisationen an, und auch diese weisen keineswegs ein einheitliches Gefüge auf. So sind 193174 Arbeiter Mitglieder von 267 Organisationen, die in Zwanzig verschiedenen Verbänden zusammengeschloffen sind, während die übrigen 123 752 Arbeiter 70 völlig unabhängigen Vereinigungen angehören. Die Zersplitterung selbst unter den organisierten Arbeitern ist also außerordentlich groß und zeigt sich vielleicht noch deutlicher in der völligen Verschiedenheit der Verbandsprogramme, welche die Bildung einer gemeinsamen Front unmöglich macht. Bemerkenswert ist, daß die Aktivität der Arbeiterschaft infolge der Erdbeben und Aalur atastrophen stark gesunken ist, und zum Beispiel, die Streiks nach Zahl und Umfang auf ein Fünftel früherer Jahre z u r ü d - gegangen sind. Einen wesentlich größeren Erfolg hat die kommunistische Propaganda unter den arbeitslosen Angehörigen der gebildeten Stände. Infolge der besonderen Be fassung des japanischen 2ildungswefe..s wächst die Zahl der Geistesarbeiter lawinenartig an, ohne daß genügend Arbeitsplätze vorhanden sind. Die hungernden Studenten, die sich auf der ständigen Suche nach einer Verdienftmöglichkeit befinden, und die zum großen Teil vom Straßenhandel und Bettelei leben, gehören zum alltäglichen Straßenbild der Grohstäd e. — Die größte An- hängcrzahl hat bet Kommunismus aber unter den „A u s g e st o h e n e n", unter den zwei Millionen Angehörigen der „eta" gefunden. Allein zwanzigtausend d.e'er Geächteten sind in einer terroristischen Organisation zufammenge- schlossen, die zu allem bereit ist und vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Ihr ist auch vor allem der blutige AuSgang der „Reis-Revolten" zu verdanken. Der Kommunismus ist aber nicht die bedeutendste Erscheinungsform, in der sich die durch UeberbeDöl.'erung erschüt'erten Gcbenöfeöingun- gen des japanischen Volles widerspiegeln, denn seine überwältigende Mehrheit steht dem Marxismus scharf ablehnend geger.ü.er. Die Massen des Mittelstandes sind monarchisch und national eingestellt. Ebenso das Heer und die Flotte. Ganz scharf konservativ sind die 1 300 COO Fischer der Küste ES ist nun interessant, zu beobachten, wie auch innerhalb dieser De- völlerungskreife sich eine to schien de Radikalisierung — in einer dem Kommunismus entgegengesetzten Richtung — bemerkbar macht. In diesem Sinne am weitesten vocge'ch^.ien sind die Massen der Bauern und Pächter, welche die wirtschaftliche und soziale Ungunst der Verhältnisse wohl am härtesten trifft und die nationalrevolutionär eingestellt sind. Von 5 500 000 aus dem Lande lebenden Familien bebauen 90 Prozent Landabschnitte unter 5 Hektar und von diesen wiederum fast die Hälfte Flächen bis zu 1,25 Hektar. Der überwiegende Teil der Landbevöllerung besteht zudem aus Pächtern, die zwei- bis dreimal höhere Steuern aufbringen müssen als etwa Handel und Industrie, und es ist bezeichnend, bah die Zahl der Wirtfchaftskonflikte auf dem flachen Lande, die 1917 noch 85 betrug, im Jahre 1925 bereits auf 2206 angeftiegen war, wobei 125 325 Pächter und Bauern in Mitleide.ischaft gezogen wurden. Bon der Aot der Landbevöllerung kann man sich einen Begriff machen, wenn man hört, daß die Hälfte aller Familien nicht in der Lage ist, die elementarsten Leben sbedürftsisse an wirtschaftlichen Gütern zu Veden und nur jede zehnte Familie imstande ist, sich von Reis zu ernähren oder ihre Aahrung durch Fisch zu vervollständigen. Der Rest muh von Gerste leben, die mit Reis vermengt wird, dec so schlecht ist, daß er sonst (einen Absatz findet. Es ist kein Wunder, dah die Landbevöllerung nach einem Ausweg aus diesen-» mm er drückender werdenden Zustand sucht und ihre politischen Zwedoerbände einen schnellen Auftrieb erfahren. Die überaus radikale Organisation „Rihvn Hämin Kuniai" ist erst im Jahre 1923 gegründet worden, zählt aber heute schon 60 000 Mitglieder und 957 Ortsgruppen. Der Pächterverband umfaßt 347 000 Mitglieder mit 3936 Ortsgruppen und hat an Umfang und in ber Schnelligkeit seiner Entwicklung die Arbeiterorganisationen weit überholt Man sieht also, daß der Druck der Heber* bevöllerung zu einer Willensbildung der breiten Massen führt, wie sie bisher in Japan unbekannt war. Immer lauter erschallt der Ruf nach einer nationalen Diktatur, und die Massen, die sich für eine solche einzusetzen bereit sind, übersteigen schon heute bei weitem die Zahl der Marxisten unter Einschluß der Kommu. Uten. Teve chnend 0TO 93.4 1 — — - freiten Jt tSu'll atnne ... 6 C8tf r Tick r Untern . . 10 tW.5 M)3 143 29h 132.75 301 133.71 293 2(bultbei5 Fawnboftt 15 Cfimerfe .......12 I _ SS 4'4*;. 8,lrkiuiich, tzov >B 163 75 161 effaaer 51.75 - 151 75 130 $an<ü Tanuftdxtf > 6 - 242.5 116 4ibeimifl)l o 174.5 16» 175.7» IW •JMarlnlmer....... 8 74 74 9 — inorbbrun®« >• 6 »uo leulfchc SttdUanN- • 165.84 160.6 165 13 161 Stiebed -l)?ontan.....r- tterelnlQte SiabUv t- 3 3 CttTDl Mwe, . 1 ih — «62.25 156.5 l’ettr» nmon..... . ft 111 HO «W» 145 Ui 144.5 142.7. 103.75 101.5 1« 5 IV । <9etr Roeder ......U * * Worin t ifantverrui tj. Sterten« " Lommer;- und rJ 151 U9.J 151.4 150 2- 53. Zi »3.25 11.5 ’-ctgi A Hceftner .... 6 «4 25 Iff.U 159 25 i"7.75 17V 166 -79 IS6 5 -71.5 IM) «alt Äschernde t le Raltöefiettoeia 10 18B 2U3 197.5 169.5 Ä3 185 eübb SndCT ....... 0 151.5 163 — la.mit u «• .77 68 25 «76.0 .'68 Sollwert eaUbetfutti ll 3» • 433 IH >» lib •66 163.5 163.53 170 b ifc> 165,4 166 IM.1 l 163 3 9 Farven Inbutzrte U u?4.5 76.26 r4»4 75 143.25 276,95 14 löftl 105 rrnaimi 1?obel ... 0 6®.ib an'tai, ... 8 •68 75 197 ■flmenfoBtlite *oree..... —Ule 4 IX tLUtitelOCUliait weeeuw-*- g gjlfiadboiu.......jV 140.75 215 " olbktimiDt ... .5 iW 101 105.5 102 "elpiiche Acten ....... * u 56.47 143 146 141 Nuiger»werke . . . . . . ,t IVO - 100 97 TanUche ■Rotta ....... 111.76 112,17 Mctcdsvaut 857.» 003.5 •5« I -64 TtetaUgcka chaN . .... JO 187 IM.25 - Englische Noten........ W.ti» 1 «U 495 il Äat 14 l»et Nmtltche J/pii mm AmtUdie Xouctanj üklB rrte •e(ö “Ren l<*,48 IW.*1 IM. 49 1*1.83 1. ill 1.786 U4.3I 1.7 »6 tolw iie.n 10. »24 112.61 HZ. 23 Aelnnawr*. tu.»uM IV.»1 1'1.53 greite» ■ - ze.voj £2.045 22.01 a. i4 London. . . JO.379 2V. 119 20. 426 •Aeenorf . . 1.176 1.163 4.1.6 «.184 Ports ... e-t trete . . l«.C 5 16.475 16.43 16.7 <1.47 *4.63 ■tti. 48 ■W.M va . 76.15 7» 19 70 01 70 18 *t» de frrä 1.9411 1.35z I-V45 1.V46 1.34126 4.K>4> '.»043 0.5046 ®trn 1» T • Crtl aboefi -8.75 *.n7 »8.755 » 87» Dreo 12.17 1 14.294 12.377 12.497 rtelirab •.*4» 7.JMI 7.J54 7.467 laMarfl . •*2.93 73.07 77.91 75.08 fuf arten *.9:0 3.626 4.017 3.018 F’Oat’on 17.93 17 * 17.VN 18 03 UM 2.M3 61.60 r. 147 61 48 2.133 81.64 2.137 «t', Äög'A ^otthandl' Cfitt lämei sichrer für die wenn r fein verde au- öol«n W pffnimfl u"'1 Lch.'eudertoir tau «6i. international W ' ? gebognen n< ^'Leidende ri-t-n aui inbuftrienen nalti 6hQ gtamm nebe Beben. jübrer bei piheren D ic aul eil utioaal bir etHegung I eil« Aerftö M Sontine naschen 1 I’bnen in sich auäteid iinnte. • 3ra sicherun sichl^raissi voL. 6.2 lung vorzi 2 K2119.93 125 Prize jent) zur - • Still Hüttenn ber am Z.l neraloerfam 269 000 W Der c.lung 3er, a^e ( ©cto.n.-fcr ii Abj delj und Sie mit ka Stil«« z me uni, -.2*^ 'n&treft auch Ä« ‘Mden etnn 1 Kunden gt» L8?Jat nur 1, 'S* tortriff «Jamale (8 io W-Hn ttnb 8aI5. tjtai fltöStt, all Wort M SÄ und bei englische, itenteite weil unter « liegen, gelingt verlorenen Mche "Nt eine RänMge mit tunb einer Million f> vrieinhalb bis 3 ’ vlnn4 n„, 1 km LiA 'fa An uich^er ?SZ! ''.LÄ neuen ^°n- g tourSti5mertl 26 5oo » ■ Mr nach ein« cade im IM den 1913 mit -3 TU, lind von 1 Til» i an ber Dorinegß- ’ie entsprechend bei» 70 Mill, Pfunb bf englischen Kapital- lumme für Äilagm H englischen Schäl- 3 bis 430 Millionen it DorfrltglMt) it bet heimatlichen }u investieren, um cbeitslvstn langsam unproduktiven 5t- xrrminbern ie englische Kohien- iien iß, i&r? rührten MporM mit tortjiMen. bii sich Die Truppe bet , von Mond und üe den Dtg übet le - natürlich in englische 3nbu|hU. i iett ist, ober cht mit direkter af n zu wllen. Der t scheint es esc Deile rmer eile zu werden unb auf internatio» i zum Zvnk r-nes neuerungebto- vpäischen^o"' idustriMlankigung. als mögt-. ** isnioeau und bamit ch natürlich MkM t verbunden WJJ ”°wgni6-e?'nK & i i 1 I 6 U 1 ’S s lieg in-! i«-Ü s.e* r Ä Aili US 58 V1-*. y M* !i§ M.J ii:-® in» iii-g e> yf.P ♦> H,«1 *s *<5 "4 19 «1 SLÜ i.lS Li» 4.IÜ ** 14! f ii <2 ili H* US Illg »8 4#.” ,1» SS 'LS tffl m.« 5.8 5.8 o.* uÄMlÖ^i bte ersten Besuch- gescheitert waren — «ne nicht gan» den realen Gegebenheitcn enttpre- chende günstigere BerhandlungSba iS zu schallen. «ine deutsch-englische Industrie- verständi gung ist selbstverständlich nicht in einem Lag zu erreichen und bedarf einer ungeheuer fangen vorbereitenden B einarbeit Aber Vie Vorbedingungen sind heute schon mehr gegeben al* man meistenteils annimmt und al* man noch vor einem Jahr erwarten tonnte. 3m Kohlenbergbau ist man gewist nochweit davon entfernt an die Schafsung eine* Vationalsyn- dikate* geben au können und e* scheint auch äuhcrft zweifelhaft, ob eine solche Zusammen- faHung icmalS möglich lein wird Doch kann man heute schon sagen, bafi die geschaffenen Absatz- Vereinigungen in Südwale* (90 Prozent der Srportfirmen lind beteiligt), in Schottland und im mlttell ng i chen Kohlenbergbau — in Dur- h^m und Ölor-bbumbcrlanö ist man bei der Bildung eine* Verkaufskartell* — wahrscheinlich die Möglichkeit zu bindenden Preis- und Ab- satzverhandlungen geben würden. Auf englischer Sette kämen nur einige wenige Verhandlung*- IObrer für d c verschiedenen Bezirke in Frage, die wenn nicht heute, so doch morgen imstande fein werden, sich auch untereinander Über den englischen Standpuntt zu einigen. Dabei spielt auch Ainlere wirtschaftliche Verständigung mit Polen inlofcm eine Volle, als bl? Engländer wahrscheinlich gröhtcn Wert aus di? uDleber- Öffnung unserer Grenze für die polnische Koh- lenauSluhr legen würden, damit Polen seine Lchleuderkonkurrenz in Skandinavien abdro'feln kann. Bei der Frage de* Deitritt* England* zum internationalen Stahlkartell sch?int Me Quoten- Frage - etwa zehn Millionen, statt der angebotenen neun Millionen — nicht die einzige entscheidende Volle zu spielen, da nach Be- richtrn au* England bei den englischen Stahl- industriellen Erwägungen über ein internationale* Stillegung*- und Ralionaki ierungSpro- aramm neben der Quotensrage im Vordergrund stehen S* scheint logar, dast die wichtigsten Fubrer der englischen Stahlindustrie den gröberen Wert aus eine kleinere Quote da'ür aber auf eine umfassende und unbedingt international durchzusübrende Vationalisierung und Stillegung legen. Anscheinend hosst man. bei einer Verständigung mit den Stahl prob uzen! en de* Kontinent* manche teure Stillegung eine* englischen Werke* vermeiden zu können, da im Vahmen internationaler Abmachungen womöglich ausreichende Beschäftigung gesunden werden könnte • Frankfurter Allgemeine Ver - sicherung*-2.-G. 3n der gestrigen Auf- slchteratSsitzung wurde beschlossen. der am Mittwoch. 6. Juni, statt indenden Gencralversamm- lung vorzuschlagen, au* dem Reingewinn von 2 Z72 119.9u OHL (Im Vor.ahre 1 838 339,14 Ml.) 12,5 Prozent Dividende (im Vorjahre 8 Prozent) zur Verteilung zu bring m. • Lellu * - A. - G. für Bergbau und Hüttenindustrie. Der Au.sichtSrat beschlost. der am 7 Juni statt,i.denden ordentlichen Generalversammlung au* dem Reingewinn von 269 000 Mk. (im Vorjahre 18-000 Mk.) die Der eilung einer Dividende von 8 Prozent (im Dcr ahre 6 Prozent) vorzuschlagen und den Dcwiniivcr rag aus 29 000 Mk. (nn Vorjahre Starke Abschwächung an der Börse. Das ttursmveau bis um 10 Prozent niedriger. Berlin». Börse. Berlin, 15. Mai. Zwei Momente waren e* besonder*, die an der heutigen Börse eine allgemeine Abt chwächung zur Folge hatten. Die Rachricht. dast die Erkrankung de* ReichSaustcnministerS doch ernsthafter Ho tut sei. rief eine ziemlich große Nervosität hervor Bor allem war e* aber die Denk- fchrist der Reichsbahn über die Tariferhöhung. die. da man in ihr eine starke Belastung für die Wirtschaft erblickt, die schon bestehende Lustlosigkeit und Unsicher- beit noch verstärkte. Auch di? bevorstehenden Wahlen machten sich heute etwa* stärker bemerkbar Aus allen Märkten konnte man, nicht nur von der Börse selbst, die in der letzten Zeil starke Engagement* hatte, sondern auch feilen* der Bankenkundschaft. Haupt- lächlich au* der Provinz, große Abgaben bemerken, die eine Abschwächung de* gesamten KurSniveau* um l bi* IO Prozent, bei den Favoriten noch weit darüber !:i iau*. zur Folge hatten. Die herauSkoinmcnde Ware wurde nur schwer ausgenommen da Aauforber* überhaupt nicht vorlagen und da* Ausland heute ganz am Markte fehlte Waldhos verloren 16 Prozent, Ostwerke und Rhcindraun 12 Prozent, Polyphon 23 Prozent und Glanzstoff 28 Prozent. Hartmann-Maschinen auf da* Dementi sehr schwach. Auch A a H to e r t e stark angeboten. Die Meldungen über Verhandlungen zur Gründung eine* internationalen Stickstoff- Syndikat* unter Führung der 3 -G entsprechen nach unseren Informationen in dieser Form licht der Tatsache. Ausländer uneinheitlich Mazedonier fest. AblösungSschuld schwach. Am Geldmarkt war Taae.'gcld im Zusammenhang mit dem heutigen Zahltag stärker mit 6 bi* 75 Prozent gesucht MonatSgeld 75 bi* 85 Prozent Warenwechsel 6.90 Prozent. 3m Verlause machte sich in Reaktion auf die anfänglichen Ab chwächungen eine leichte Erholung bemerkbar, ;um»if Me Vachrichten von der Erkrankung Stre'cmann* beruhigter lauteten. frankfurter Börse. Frankfurt a. M.. 15. Mai. Tendenz: Schwach Vachdem sich schon an den beiden vorherg: nd.n Tödenfo^e:' starke* Reo i alton*- bedürsni* geltend gemacht hatte, sah sich die heutige Börse auf f a ft allen Märkten größerem Angebot gegenüber, und d.e Tendenz erfuhr eine allgemein merkliche Abschwächung. Auch da* Ausland schien nach den groben Klüsen der Vorwoche meist al* Verkäufer an den Markt zu kommen, so bah da* Kursniveau von dieser Seite keine Stützung erfuhr. Die Spekulation schritt weiter xum Abbau ihrer Hausseengagements, die nach Dem Medio teil* wieder beträchtliche* AuSmast angenommen haben sollen. Daneben dürfte die Baissespekulation mit Blankoabgaten den Kur*druck ver stärkt haben. Oe!ter kam im Zusammenhang mit dem heutigen Zahltag noch etwa* Wer herau*. die nur unter starken Kursabschlägen au'ge ommen wurden. Aus die Stimmung drückte weiterhin der sich verschlimmernde Wahlkamps. Bei der ersten Votierung waren gegenüber der gestrigen Abendbörse meist KurSabschwächungen von 3 bi* 6 Prozent zu verzeichnen. Einzelne W.r:e waren noch stärker abgeschwächt. So eröffneten am Lherniemarkt 3.-0.- gerben 7,75 Prozent und Scheldeanstalt 6.75 Pr>Mck niedriger Am Elektromarkt waren vor allem Siemen* mit minu* 95 Prozent. Lechvxr e. Gessürel und Bergmann mit je minu* 7 Prozent an geboten. AEG verloren 3,25 Prozent. Die stärkste KurSeinbuhe erfuhren Zellstoff Waldhof mit minu* 10 Prozent. Am Montanmarkt gaben Vhe.n. Braunkohlen 9 Prozent. Rheinstaäl 6 Prozent. Mannesmann 45 P r>zent unb Gelseicklrchen 45 Prozerat nach. Von K a l t w e r t e n bühten Salzdetfurth 8 Proz. und Westeregeln 55 Proz. ein. Am Bankenmarkt waren naturgemäb Danatbank mit minu* 7,75 Prvz. am stärksten angeboten. Eornrnerzbank verloren 6 Prozent. Deutsche Bank 3 und VelchSbank 4 Prozent Schiss ahrt*werte eröffneten 35 bl* 45 Prozent schwächer. Von Bauunternehmungen gaben Phillip Holzmann 45 Prvz. und Wayh Ä Jrejtag 4 Proz. nach Am Anleihemarkt gaben Aolösungüschuld und Schutzgebiet merklich nach. Don Ausland- r e n t e n waren Vumänen gefragt und fester. Doldrumären 24 Geld. 3m weiteren Verlause machte sich auf dem stark ermäßigten KurS- niveau DeckungLbc iehr bemerkbar und die Kurse konnten sich etwas erholen. So waren 3.-0- Farben 7. Siemen* 3, Waldhos 3, Nordd. Lloyd 1 Proz gefragt Zum Zahltag war der Geldmarkt elwa* angef . annt Tagesgeld 7 Droz. Am Devisenmarkt nannte man Reich*mark gegen Dollar 4,1797, gegen Pfund 23,428, London Kabel 4,8835, Pari* 124,02, Mailand 92,65 9000 Mk.) zu »rhöhen. Die Aussichten für da* laufenbc (2eschä t jasr worden von der Verwaltung al* befried:ge >d bezeichnet • Maschinen-Aind Armaturenfabrik o o r m 8 r e u e r & (T o., AG, ch o ch st a M Wie der LPD. erfährt, wird die zur Buderusschen E.sen- werke A.-K., Wctzlar, gehörende Gesellfchaft für das abgelaufcne Gcsch ftsjahr eine Dividende wieder nicht zur Aiksschüttling bringen. Der vorjährige Verlust oortrag von zirka 40 000 Mark habe eine Verringerung erfahren. 3m neuen Geschäftsjahr habe sich die Geschäftslage gebessert. i>ra‘.it#cr' i .4:tre t börie. Frankfurt a. W., 15. Mai Auch heute zeigt der Frankfurter Produ te;nnarlt äusterst geringe* Geschäft Die Händler si >d äusterst zurückhaltend, so dast Abschlüsse von dieser Seite kaum zustande kommen konnten. Die PrZse sind heute etwa behauptet Vur Weizenkleie gab erneut 0.25 Mk. nach. E* wurden notiert: Weizen 26,50 Mk.: Roggen 28.50. Haier (Inl.) 27,75 bl* 28,25; Mai* (gelb) für Futter- und andere Zwecke 24,75 bl* 25; Weizenmehl (süddeutsches. Spezial 0) 38 bi* 39,75; Roggenmehl 3950 b;J 4050. WerzenNeie 15.50 bi* 15,75: Roggen- fiele 1750 bi* 17,75 Mk. — Tendenz: sehr ruhigl Jixinttennorft in Gießen. Der heutig« Rindermarkt in Greben war mit 779 Stück Grohrneh und 317 Kälbern be'chickt Obwohl sehr riete auswärtige Käufer «rlchienen waren, blieb der Handel bl* zum Schlust Ichlep- pend Sehr gesucht waren erstklassige Milchkühe. ES wurden bezahlt, für Kühe erster Qualität 550 -650 Wk.. Kühe 2. Qualität 4(X>- 500 OHt. Kühe 3. Qualität 150-250 Mk. Rinder 1- bi# 2 jährig 120 280 All.. Kälber 50 bi* 60 Pf je Pfund Lebendgewicht Der nächste Markt findet am 30. Mai statt. Kunst und Wiffenschast. Hermann «lienzl t Der Schriftsteller und Kritiker Hermann Kienzl ist, einer Berliner Meldung zufolge, im Alter von 63 3abren in seiner Wilmeredorfer Wohnung gestorben. Der Verschiedene, gebürtig au* Graz und Bruder de* bekannten Komponisten Wilhelm Kienzl, hat sich durch eine Anzahl belletristischer und literarhistorischer Schriften einen gearteten Namen gemacht, wir nennen hier nur das Schauspiel .3m Tal der weihen Üämmer“. da* Lustspiel ..Hahn im Dorf und eine Monographie über Karl Schönherr. Vermischtes. Mit dem Solo In eine kInderschor. Bei T o n t o o e ll o, in der Nähe von Triest, fuhr ein Auto infolge versagen» de» Steuer» In eine Gruppe von Schulkindern. Zwei Kinder wurden getötet ünb fünf schwer verletzt. Mord bei einer botHeltefeler. In der polnischen Gemeinde Poremba störte eine Anzahl Burschen aus einem Nachbardorf al» ungeladene Gäste eine Hochze.tsfeier Sie drangen in die Wohnung der Braut ein und versuchten, sämtliche Hochzeitsteilnehmer einschließlich des jungen Ehepaare» au» der Wohnung herauszuwerfen. Als die aelobenen Gäste Wverstand leisteten, zog ein Kutscher ein lange» Mester und st a ch den Bruder de» Bräutigam» nieder. Der Mörder wurde verhaftet. vier Dedonen bei einem lunnelelnflun gelötet öin Teil de* Loston ^Tunnel* auf der Hauptstrecke der London Midland— Schottland-2ifen- bahn stürzte in der Nähe von Birmingham ein. Vier Arbeiter wurden dabei getötet und eine Anzahl verletzt. W Huf Warum ärgern sic sich immer wieder, daß Ihre Zahnpasta beim Gebrauch io spritzt und Ihnen jedesmal Ihre Sachen beichmutzt? Der uchen Sie einmal die RiOX ULTRA-3ahnpa(la, sie besitzt diesen Fehler nicht, sie ist bester unb hohe* bereu end 'pariamer BiOXULTBA Die ifark schäumende Säuerstoff-Zahnpe:■ wird von vielen Zahnärzten al» oeste extstiereno. oalta beuldmet iu -Ibft benutzt Kleine Tube 5__L J ■ JL« ■■ .....» Pfingsten, das Fest der Radler, steht vor der Tür Rades nicht mehr zögern. Die Absatzkurve der Mita-Werke schnellte bereits in den letzten Wochen so gewaltig in die Höhe, dass eine vorübergehende Knappheit der beliebtesten Modelle zu betürchten ist. 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