roM>- tcn l4.«Ü8 s 1$ Ltt___ !-oli ruv>> SrttL- -7?jT 1,792 ^,37 111.6* 111,15 lUtj 1»,«? All’ S> 8 ts M-’J ts ti Ä 4,1* 4,1*1 ** Ontt- 163,51 22,135 Hl, O» 167,83 22,155 111,0 58,8 2,585 111,88 80,29 *0,20 12.36? ;2,8» Swllichi ”<88 llbg lil.g 112- 10,5?? 22,0'a *>. .,,19» 16,H 80,4« <0,08 1,96? 8,5020 »8,8? 12,3*2 2,3»* 73,0* 6,017 LZ il ,%< zö,'»15 Ktz!: Ur T>c ^btcnhp;.'6^ SM sSf-5 >« k'b * Au,,Z7;^i^ M qaBcn r ®*i falt Indisch. rlc »in. >’WoL&-Len JWn ttoai’Ä?81 hielt bie 2^!vacher. plus noch 1,25 im leb- 'M DaldN *. 'en eber ?°'>M da. 1 übrige« u.'d London moTmnT; °nd°n gegen Kabe?L c Äorse. "gebnislosen %S J15b rW In DirliiM • ton gestern Wträol Mkn nicht in g^inung •ng toar recht «nein, IÜD.ette lagen weiterhin cmbcrg plus 25 Prozent ent Daldhof plus 6 Pro-' U Prozent. Kn Aeben- mn, Deutlche Maschinen W Lvenska um 2 bis Auch einige tzlrlirv- ragt, heimische Än« !ert, Ausländer ruhig. Prozent. Pfandbriefe lidbriese und Anteile ar» t angeboten. Lebhafterer ich in Farbenbonds, gehandelt wurden, Bezüge er Geldmarkt blieb un» ) dagegen etwas leichter, rozent, Wonalsgeld i,5 bis wechsel 6,9 bis 7 Prozent, en wurde die Tendenz all« lebhafter, Bevorzugt ivff, Bemberg, Rheinbraun sonders in lehteren wollte ufe beobachtet haben. Die >M an, Gctrei-eöörse. 14. März. Die Stimmung in Weizen ist Verhältnis- iden Preisen. Ävggen wird die Preise ziehen ebenfalls e in guten Qualitäten, die zahlt wird, ist nur wenig lebhaft gefragt und steigt ehlgefchäst ist immer noch len Preisen. Mizen- uno Preise gleichfalls on. Auch hle sind besser gesragt. Es M 1. gut. gesund, trocken, Auswuchs 26,50 bis 2675, SO, Sommerger te ta W Her, inlänb. 26 bis 26, , eqtoede 23.50, fflagtag 24 50 Weizenmehl, lud 8 iti 38,25. W”* toe IWO ® M ®>« - Tendenz fest. - IlachrMi'. jdje Gemeinde. - l?r. 64 Erste? Flatt 178. Jahrgang Donnerstag, 15 Mörz 1928 Eriche -n > lüglich, ouhei Sonntags und Feierlags Beilagen. (Lietzener Fainlliendlättei Heimat im Bild Die Schalle Dlonats-r e^ngsprets; 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Tröger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechans chlüsse: 51, 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liebe». poSscheclkonlv: an Huri am Main 11686. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'fche Unwersttütr-Vuch- imö Sieinörndcrd 8. Lange in Sietzen. 8chrtftlettung und Sefchästrftelle: Zchnlitratze 7. Zlnnaqme von Anzeiger» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig^ für Reklameanzeigen van 70 ii m Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° . mehr. Chefredakteur Dr Fnedr. Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H.THyrrot, für den übrigen TeU Ernst Diumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in (Biehen Der Oammbruch in Kalifornien. Furchtbare Zerstörungen. _ Immer noch vis 600 vermißte Reuyork. 14. ITlär). (IDB.) Die Morgenblätter verösfeulllchen berells Lichtbilder des vammbruches im San Jranclsqullo-Canon, aus denen hervorgehl, daß der Damm an beiden Selten gebro - ; cheu Ist. während das Wittelstück des Dammes noch steht. Vas Eigenartige bei bet Katastrophe ist, dah sie fast nur lote gegenüber wenigen Lelchl- verlehten gefordert Hal. Die Liste der festgestelltcn loten weist mehrere deutsche Namen auf. Di, heute früh wurden 2 31 Leichen geborgen. Die Zahl der vermiszten wird jetzt auf 300 bis 600 geschaht. 3m 16 ITlcllen langen San Jrancis- quito-Canon unterhalb der Talsperre wurden etwa 400 Hauser $ e r fl ö r L Die Irümmertdle sind von den Wassermassen 65 weilen weil bis ans Meer mltgcriffen worden. 3n der Schlucht blieb kein einziger Baum stehen. 3n Sanla-paula wurden 300 Wohnhäuser zerstört und von den Fluten sortgeschwemmt; in Fillmore etwa 30. in Piru 15. Riesige Betonblöcke und Teile des Dammes wurden eine halbe Meile unterhalb der Bruchstelle ausgefunden. Leicht verletzt wurden nur etwa 50 Personen. Die Zeitungen berichten von zahlreichen Heldentaten und merkwürdigen Rettungen. Ein Aufseher der Edison-Company kam in den Jlulen um. nachdem er 47 Menschenleben gerettet hatte. Eine Mutter rettete sich mit ihren drei Kindern aus eine alte Federmatrahe, die vom Wasserstrom aus dem Haus heraus zwei Meilen, weit fortgeriffen wurde, bis sie auf einem Baume landete. Lin Mann schwamm mit seinem sechs Monate alten Kind am halse meilenweit. Er sand mit anderen zusammen an der Steilfeite des (Kanons Rettung, als eine zweite 25 Meter Holze woge donnernd heranflutete. Die Gewalt der Fluten rifj noch über 20 Meilen von der Bruchstelle entfernt zehn Brücken weg. von der Stadt Santa-Paula wurde nur der Südteil zerstört, etwa 100 Häuser wurden weggerissen. Die Menschen Verluste sind hier gering, da die Bevölkerung Zeit zur Flucht gehabt hatte. Die Ursache der Katastrophe scheint darin zu liegen, daß Erd- stoße in der letzten Zeit die Damm-Mauer beschädigt haben. Gefängnis für deutsche Pfadfinder. Trier. 15. März. (WTB. Funkspruch.) Gestern standen in Trier fünf Bitburger Psadsin - der vor dem französischen Militär-Polizeigericht. Die Pfandslndergruppe Bitburg hatte am Allerheiligentag nach einer Wanderung in die Eifel am Kriegerdenkmal einen Kranz in den Farben des alten Deutschland niedergelegt. Daraus konstruierte die Besahungsbehörde. nachdem sie sofort etwa 50 Pfadfinder verhaftet und vernommen hatte, eine ..Verletzung der 0 r - donnanzen" und erhob Anklage. Der Staatsanwalt beantragte Gefängnisstrafen bis ju zwei3ahren,da nach seiner Ansicht Pfadsindergruppen vom alten Militärregime organisiert seien. Das Urteil lautete für einen der Pfadfinder auf fechs Monate Gefängnis und 200 Mk. Geldstrafe, für den Schriftführer des Pfadfinderbundes Bitburg auf zwei Monate Gefängnis. für die übrigen Angeklagten auf je einen Monat Gefängnis, in allen Fällen unter Zubilligung einer Bewährungsfrist. Eupen-Malmsdy. Belgien erklärt die Debatte über eine Revision für geschlossen. Brüssel, 14. März. (WB.) Eine Interpellation des katholischen Senators Esser von M a l m e d y über die schwierige Lage in den mit Belgien vereinigten Kreisen wurde von Ministerpräsident 2 a s p a r beantwortet. Er legte dar, daß seit 1925 die Kreise wie alle anderen belgischen Kreise verwaltet werden. Es handele sich um eine Frage der Gewöhnung an die älnterschiede zwischen der neu:n und der früheren Verwaltungsmethode. Die Regierung tue alles, um den Wünschen der Bevölkerung Genüge zu leisten. Es versteht sich von selbst, fuhr Ministerpräsident Iaspar fort, daß jeder Belgier vor Gericht verlangen farm, dah in seiner Sprache verhandelt wird. Auch der Unterricht der Kinder soll in der Muttersprache erfolgen. Die 'Regierung achtet daraus. 3n den Kreisen (Su jcn und Malm-dl) sind 10 belgische und 24 Lehrer aus der deutschen Zeit, 35 bis 37 Lehrer aus der ansässigen Bevölkerung und 23 in Belgien naturalisierte Luxemburger tätig. Alles nur Denkbare werde geschehen, um den Wünschen der Ackerbau treibenden Bevölkerung der Kreise Eupen und Malmedtz zu entsprechen. Die Straßen und Brücken zwischen Malmedy und Errpen wurden im Laufe des 3ahreS 1928 ausgebessert und verbreitert werden. Den Bitten, die auf eine Revision der Volksabstimmung in den beiden Kreisen abzielen, antwortet die Regierung mit einem Rein. Die Bereinigung mit Belgien Groener über die Aufgabe der Reichswehr. Berlin, 14. März. (DDZ.) Auf der Tages- ordnung steht die zweite Beratung des Haushalts des Reichswehrministeriums. Die Beratung beschränk sich zunächst auf das La at sich vor der Tat telepho- nisch von der Anwesenheit Saooleris in der Woh- i nung seines Freundes überzeugt. Nach der Darstellung Serrachiolis ist Saooleri in der Ein - i gangstür zur Wohnung erschossen worden. Er und sein ermordeter Freund hatten in der letzten Zeil zahlreiche Drohbriefe von Anti- fafzisten erhalten. Bon dem Attentäter fehll jede Spur. Er hat bas Haus völlig unbemerkt verlassen können. Aus aller Wett. Begeisterter Empfang der „Emden". Schon lange vvr der Ankunft des Kreuzer- „Emden" hatten sich gestern nachmittag a u f den Wilhelmshavener Schleusen viele tausend Menschen eingefunden. Zum Empfang waren außer dem Flottenchef Admiral Olde- k o p di« beiden Stationschefs der Ost- und Nordsee, die Vizeabmiräle Dauer und Räder, erschienen. Gegen 5 Ahr kam der Kreuzer am Horizont in Sicht. Der Menge bemächtigte sich st ür mische Begeisterung. Als der Kreuzer einfuhr, brachte der Kommandant von Wilhelmshaven, Fregattenkapitän A l t v a t e r , das Hoch auf den Kommandanten und die Besatzung des Kreuzers „Emden" aus. Kapitän zur See, Förster, der Kommandant des Kreuzers, brachte daraufhin für die Besatzung der „Emden" das Hoch auf das deutsche Volk und das Vaterland aus. Die Menge stimmte begeistert das Deutschlandlied an. Bei den Klängen der- Militärmusik legte der Kreuzer zum ersten Male wieder auf deutschem Boden an. Drei deutsche Segelflieger nach Amerika berufen. Der Leiter der Segelfliegerschule Rossitten, Rittmeister a. D. Roehre, ist als Führer einer deutschen Segelflieger-Expedition nach den Vereinigten Staaten von Amerika berufen worden. Von feiten der Rhön-Nossitten-Gesellschafl sind für die Expedition noch die Segelflieger Laubenthal und Hesselbach bestimmt worden. Der ehemalige Reichskak»» r Luther in Wien. Der frühere Reichskanzler Luther ist in Wien ein- getroffen, um auf Einladung der Deutschen Handels- kammsr einen Vortrag zu hallen. Bei der Ankunft auf dem Weftbahnhof wurde Luther von dem Ge- sandten Grafen Lerchenfeld und dem Präsi- denken Kähler von der Deutschen Handelskammer und dem Vorsitzenden des Bundes der Reichsdeut- fchen, Hofrat Cluß, empfangen. Im Laufe des Vormittags stattete Luther dem Bundespräsi- denken Hainisch sowie dem Bundeskanzler Dr. Seipel Besuche ab. Er nahm dann bei dem deutschen Gesandten und der Gräfin Lerchenfeld das Frühstück ein, wozu Bundespräsident Hainifch mit anderen Gästen erschienen war. Den Spielkameraden erfchosfen. In Swinemünbe legte ein Junge im Scherz auf den 13jährig«n Sohn des Arbeite sl ^einz ein Tesching an, das s i ch entlud. Die Kugel drang dem Knaben in das Rückenmark, so daß dieser bald nach seiner Einliese- rung in das Krankenhaus verstarb. Der Raubmord bei Lengries aufgeklärt. Wie die „Münchener Reuesten Rachrichten" aus zuverlässiger Quelle hören, hat Lorenz Kerlinger, der am Mittwochmorgen unter dem Verdacht, aus der Straße von Lengries nach Fall b e ii Poftagenten Karl aus Fall ermordet und 14 C00 Mark Lohngelder g e - raubt zu haben, in München-Moosach fest - genommen wurde, im Laufe des Tages ein Geständnis abgelegt. Das geraubte Geld konnte herbeigeschafft werden. Brand eines Luxuszuges. Der Kairoer Luxuszug traf mit vier Stunden Verspätung ein. Zwei Wagen waren unterwegs verbrannt. Glücklicherweise sind Menschen nicht zu Schaden gekommen. In dem überfüllten Zuge fuhren zum großen Teil amerikanische Souriften. Die Passagiere verliehen fluchtartig die in Brand geratenen Wagen, die abgehängt wurden. Die Passagiere dieser beiden Wagen, unter denen sich auch der amerikanische Millionär Eastman befand, büßten ihre Kleider und ihr Gepäck ein und besaßen bei ihrer Ankunst in Kairo nur noch ihre Schlafanzüge. Die Wetterlage 322: 2S5". 2 0. <3 41 war $c r» C O Wien - o o 77U.U nmfa dsnfr Italien F " ©womtnft» ontitft 3na(» ototew. ® woiKia. O MWH «rcgti» * Sehnte a Graupein » Mtoct K Gewitier,(g)we5prä|i. ®r nahm bann bei dem tzrui. ?pr. @ra?'n &rd)tnfelb da, cunöesprafibent hainisch mit nen mar. meraben erfchoffeo. Ae legte ein Junge int )ng«n Sahn des Arbeitet daS sich entlud. Die 'n daS bilden* r halb nach süim. Mirje. nthcms vechach. bei £engti(6 auMäti. Heuer Leuchen Aachnqtnl' Quelle Horen, hat A°! am_ lüiiiwochmorgen uh« der Virohe von Lengnes nch igenten Karl au^ M 14COO Work Lohngelder gern Wünchen-Wvosach fest- de. im Laufe des Tages ein gelegt. Das geraubte Selb ist Verden. eines coxnrzoger. udjiM traf mit vier Stunden oei Dagen waren unterwegs erweise sind Menschen nicht ?n. 3n dem überfüllten Zuge Dell amerikanische Tourifien. ehen sluchiartig die inCBranb die adgehängi wurden. Die nden 'Sagen, unter denen sich üsche Millionär Eastman e Kleider und ihr Gepäck c:n hier Ankunft in Kairo nut lasanzüge. ? und bie %; bas w um ersten aie wieder auf (f? I ir, 750 q Modehaus 1351 ualomon Kunstseidene Garnituren Prinzeß-ock und Schlüpfer, mod Farben, gestreift, 12.50, 7“ Verkauf im 1. Stock! 350 9.50, und gesteift <■ z 2876 Ü Die Gießen, Marktplatz 22 tiöef Telephon 204 28650 Eigene Reparatur-Werkstatt Statt harten 2872V Zürich (Seefeldstraße 228), 10. März 1928 3 2873D Telephon 1414. Neuenweg 28 österreichische Jungen sowie einige Mädel mit. 01986 28100 3°/0 Rabatt! 01982 gibt ab BKK« Kernseife, gelb, 200 g... 3 Stück 0.55 Stück 0.38 Kernseife, gelb, 400 g 112000 1790. llieD in. Gießen: Bahnhofstraße 49, Weserstraße 1 273fr Kunstseid. Hemdhosen auch m t Spitzengarn.,glatt Kunsts. wasche-Compl. (Rock und Hemdhose),die gr. Mode, auch m Spitze und Gebrauchsgegenstände. Voraussichtlich bestimmt: 3 Stück 1.00 . Pfund 0.50 . Pfund 0.45 Kernseife, weiß, 250 g . 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Freiheit für Q sich sonst so a zeigt sich hier al Staaten gibt < so scharf ablchr diesem Fasse, i weis für die ir Fürchtet Mlgie lichen Königs, sstisch ssugen Mannes seinen belgischen ,.6b sorgsam ausgel den, wenn die Dem" Wieder dringen könnt« aus deutbar Königin tun n im Gegenteil: Königin wird Mchtaushebung Boms' Sch Grenzen, auch bekannt gebsse frisierte Mask« der Welt das und seines Ins tage der Has Amnestieau Genter Aniversi geistige Führers, gewandt, um 1 neue Amnestier bruar 1928 w gischen Harlan nelen Dürger sreundliche Ges um eines gut, legen Terufunt und die ander völlige Amnesti Unterschriebe Dänemark, Enc land, Irland/ Portugal, Süi ssowalei, aus } bvfi Amerika Äon < Die sra noch in nehmigu, Eisenbah dieses g der Hau: geführt i lchen ß( konto err llk 615 I Amned »in i««1?1 6(6 aus der - ft «s«»,s Es $*»« nis mit A, trotz der Am träges. Lorms iu. Flandern. ihren siamssch allem Amnest Amnestievorsch ungebrochen J der Art jenes der im englisch auf: Auz GngIü l°r°'e die Herat I?? Deich ö( Ver Ausde -SM wnübetbciirfk Dasseri^^e N"°nischm SM St?- S"Ä 0 unb L,menf' >eheu?"Ett. Valen s toe Nletnalz°bnen t es QQn ganz l!r Cin^^M s^er, ö,e J(nb Lann ntan^d h8et «te il,68,,« hihen /e/i ktplatz 22 r-Werkstatt öetn 16, d. Dl, von nachm. iid)imüötn,3l6umtetfl28: MidrrWmIrAtchchM 'ommobtn, tzWr, Gpitqcl, tppche, Tische, e, Svenen- u.Camtnh», ubsautz», 1 Klavier, 0ta®< chmaschinen u. noch vielt yÄ- tchsgegenständc. a® । bestimmte en, 1 Lücherschrank. ivig Harimeh riowtor und Tasator j Telephon 1411 sitze chren. 5 48%® 'N X). tii»D ZÄchland«. "Srdben Sie »fort! sgjgg S5äes Donnerstag, 15. März 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesseu) Ur 64 Zweites Blatt Amnestie für Or. Vorms! Ein internationaler Aufruf zu (Äunftcn dcS ungekrönten Königs von Flandern. Am 8. Februar begann das zehnte Jahr, das der geistige Führer des flämischen Aktivismus aus der Kriegszeit, Dr. *21. Vorms, im belgischen Zuchthaus zu Löwen erlebt. Er war als einziges Mitglied des „Rates von Flandern" im Lande geblieben, um mit Willen Märtyrer zu werden. Man machte ihm den Pro» zest, in dem seine TInabhängigkeit von jeglichen deutschen Interessen klar zutage trat. Er wurde trotzdem zum Tode verurteilt, aber wider seinen Willen zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Man hat ihm dann später seine Freilassung angeboten, wenn er außer Landes ginge, aber er weigerte sich. Seine Eltern weigern sich im Einverständnis mit ihm, Gnadengesuche einzureichen. Er verlangt statt dessen ein ordentliches Verfahren So hält ihn der belgische Staat weiter gefangen, trotz der Amnestieklausel des Versailler Vertrages. Vorms ist heute der ungekrönte König von Flandern. Die belgischen „Staatsparteien" samt ihren flämischen Flügeln haben bis jetzt trotz allem Amnestiegerede Vorms immer von allen Amnestievorschlägen ausgenommen. Aber er harrt ungebrochen weiter aus. Er hat etwas von der Art jenes irischen Vürgermeisters von Cork, der im englischen Gefängnis nach 63 Tagen eines heroisch ertragenen Hungerstreiks den freiwilligen Tod fand. Dr. Vorms wird einst zu den garu großen Charakteren der Geschichte gezählt toeröen, Er ist eine der edelsten Figuren dieses so opsermüden Europas. Seit Jahr und Tag fordert das nationale Flandern in Massenversammlungen, Eingaben, Reden, Aufsätzen die Freiheit für Vorms, die Amnestie. Aber der sich sonst so liberal gebährende belgische Staat zeigt sich hier als Tyrann. Auch in den liberalsten Staaten gibt es eine Staatsräson. Wenn sie so schars ablehnt, Freiheiten auszuteilen wie in diesem Falle, dann ist das ein schlüssiger Ve° weis für die innere Unsicherheit dieses Staates. Fürchtet Velgien, daß die Freiheit dieses heimlichen Königs, dieses geistig bedeutenden, politisch klugen und charaktervoll unerschrockenen Mannes seinen Bestand gefährde? Fürchten die belgischen „Staatsparteien", daß ihnen die so sorgsam aufgebauten Geschäfte zerschlagen würden, wenn die Stimme dieser „Glocke von Flandern" wi"^er ungehindert zum flämischen Volle bringen könnte? Auch die Dynastie, der König aus heutigem Geschlecht und die wittelsbachische Königin tun nichts zur Freiheit dieses Mannes, im Gegenteil: der unversöhnlich flamenfeindlichen Königin wird ein großer Teil Schuld für die Richtaufhebung der Haft beizumessen f&n. Vorms' Schicksal ist jenseits der belgischen Grenzen, auch in Deutschland, bis jetzt fast unbekannt geblieben. Die propagandistisch auffrisierte Maske des belgischen Staates verdeckte der Welt das Vtld des Löwener Zuchthauses und seines Insassen. Erst jetzt, zum 10. Jahrestage der Haft, hat sich ein flämischer Amnestieausschuß unter der Leitung des Genter Tlniversitätsprofessors Dr. Daels an die geistige Führerschaft Europas und Rordameritas gewandt, um helfende Unterschriften für eine neue Amnestieetngabe zu gewinnen. Am 8. Februar 1928 wurde folgende Eingabe dem belgischen Parlamente überreicht: „Wir unterzeichneten Bürger aller Rationen, nicht durch unfreundliche Gefühle gegen Belgien bewogen, aber um eines guten internationalen Geistes willen, legen Berufung bei Ihnen ein, dc ß an Dr. Dorms und die andern verurteilten flämischen Führer völlige Amnestie verliehen werde." Unterschrieben haben an 200 Personen aus Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Holland, Irland, Italien, Rorwegen, Schweden. Portugal, Südafrika. Schweiz, der Tschechoslowakei, aus Ungarn, den Vereinigten Staaten von Amerika. Folgende bekannte Ramen fallen auf: Aus England Galsworthy und Wells, sowie die Herausgeber von Daily Herald, West- ZmSalonwagen durch die Sahara Von Karl Richard Grawitz. Die französische Regiertrng hat beschlossen, noch in dieser Parlamentssession die Genehmigung für den Bau der Sahara- Eisenbahn einzuholen. Die Finanzierung dieses gewaltigen Unternehmend, das in der Hauptsache von deutschen Firmen ausgeführt werden soll, wird durch die deutschen Sachlieferungen auf Reparations- konto ermöglicht werden. Das Reich der gelben, hohen Dünen, das sich in einer Ausdehnung von 5000 Kilometern von Westen nach Osten und von 1600 Kilometern von Rorden nach Süden erstreckt, dieses stille, einsame Gebiet des wandernden Flugsandes ist so groß wie Europa und hat soviel Einwohner wie Stettin. Wie ein mächtiger Wall, wie ein unüberbrückbarer Festungsgraben, der nicht durch Wasser, sondern durch Trockenheit trennt, sperrt die Sahara das tropische Zentralafrika von den marokkanischen, algerischen, tunesischen und tri- politanischen Küstenstrichen und hemmt die toitf- schaftliche Entwicklung der fruchtbaren Gebiete am Higer und am Tsad-See. Mehrfach ist es schon gelungen, mit dem Auto die Wüste zu durchqueren, auf den uralten Karawanen- strahen in wenigen Tagen, von Oase zu Oase eilend, eilige Reisende oder wissenschaftliche Expeditionen aus Algier nach Timbuktu zu befördern. Aber das Auto ist ein unsicheres Beförderungsmittel. wenn so große und so gefährliche Strecken überwunden werden sollen. Die Wüste ist menschenleer: doch ist sie keineswegs so unbevölkert, wie sich der Europäer diese ungeheure Sandfläche ich allgemeinen vorstellt, und in den weit verstreuten, ziemlich großen Oasen wohnen räuberische Beduinenstämme, die niemals ganz unterworfen werden tonnen., well es ganz unmöglich ist. ein so dünn besiedeltes Gebiet militärisch zu besehen. Eine Eisenbahn ist natürlich viel geeigneter, die Herrschaft über das Gebiet zu sichern, kann man doch mit ihrer Hilfe schnell größere Truppenkörper in entlegene und sonst schwer zu erreichende Gegenden entsenden. Wcit wichtiger als die strategische Bedeutung wäre jedoch minster Gazette, Daily Rews, Foreign Afsairs, The Ration. Aus Holland haben eine Fülle von hervorragenden Persönlichkeiten aller Lager unterschrieben. Aus der Schweiz der Theologe Dr. Adolf Keller und der Schriftleiter Ernst Zahn. Aus den Vereinigten Staaten sind O. G. Villard und Prof. Barnes besonders bekannt. Aus Frankreich Romain Rolland, der Benediktiner Dom Morin, der reformierte Theologe Iezequel, George Duhamel und auch Prof. Basch von der französischen Liga für Menschenrechte! Es muß immerhin vermerkt werden, daß Prof. Basch, der sich bis jetzt gc- fienü&er den politischen Forderungen der elfaß- othringischen Heimatbewegung noch immer stark ablehnend verhielt, hier den flämischen politischen Aktivismus während des Krieges gutheißt, dessen Programm und Ziel in dem einladenden Rundschreiben genau mitgeteilt war. In Deutschland hat man keine Hnterfdjriften erbeten. Riemand weiß, ob diese moralische Hilfe durch 200 hervorragende Persönlichkeiten fast der ganzen Welt irgendeinen Erfolg im Sinne der Amnestie haben wird. Sicher hat aber diese Werbung der ausländischen Kenntnis von der flämischen Frage und dem wahren belgischen Staate wesentlich genützt. Die belgische Unfreiheit für Flandern ist endlich einmal ins unerbittliche Licht der Wahrheit gestellt worden. Flanderns . guter Geist". Dr. August Bor ms, ist weiterhin bereit, sich selbst der flämischen Freiheit zum Opser zu bringen. Wo solche Opfer noch an- geboten und gebracht werden, da muß einmal doch die Stunde der Wandlung erscheinen. Elsaß- Lothringen dürfte Anlaß haben, auf diese flämische Opferbereitschaft und ihre Wirkungen aufzumerken. Oer neue polnische Senat. Tie deutsche Fraktion in der alten Ltarke von fünf Mandaten Warschau, 12. März (WB.) Das vorläufige Gefamtergcbnis der Senatsnxchlen in Polen zeigt eine bedeutende Stärkung des Regie» rungsblockes und des Minderheiten- b l o ck e s. Dagegen haben die S o z i a l i ft e n eine Geringe Schwächung erfahren. Der national» atho! ijche Block (in der Hauptsache Ratio» naldemokraten) und die Witos-Partei find nur mit sehr kleinen Gruppen in den Senat hineinge» kommen Die Regierungslifte hat von 111 Mandatenten 49 Mandate erlangt. Der Minderheit t e n b l o cf erhielt 23 Mandate, die Sozialisten 10, der national-katholische Block 9, die radikale Bauernpartei Wyslowenie 7, die Witospariei und die christlichen Demokraten zusammen 6 Mandate. Die Domfki Bauernpartei errang 3 Mandate, die nationale Arbeiterpartei 2, die Korfantygnippe 1 und die galizischen Zionisten ebenfalls 1 Mandat. Die Deutschen haben auch bei den Senats-Wahlen gut ab geschnitten, da sie wiederum in der früheren Stärke in den Senat einziehen werden. Für das verlorene zweite Mandat in Oberschlesien ist ein neues im Korridor erobert worden, so Daß sich die Neuverteilung der fünf deutschen Mandate folgendermaßen darstellt: In Oberschlefien, Pofen, Pommerellen und Lodz je ein Mandat und das fünfte auf der Landeslifte. Das politische Bild zeigt gegenüber dem Sejmwahlergebnis keine besonderen Veränderungen. Es wäre nur zu erwähnen, daß der vollkommene Zusammenbruch der Rechtsparteien im neuen Senat noch klarer zutage tritt. Die Fristen des IreißabegeMes Berlin, 13. März. (WTB.) Rach dem amerikanischen Freigabegesetz, das der Präsident der Vereinigten Staaten soeben unterzeichnet hat, erhalten die deutschen Berechtigten vorerst nur 80 Proz. ihres Eigentums, während die restlichen 20 Proz. zusammen mit anderen für diese Zwecke verfügbaren Beträgen zur Deckung der von der dazu eingesetzten Kommission anerkannten amerikanischen Scha- denersahsorderungen verwandt werden, um später aus den eingehenden Reparationszahlungen erstattet zu werden. Da die Sinder Einfluß, den die Bahn auf die Entwicklung Rigerias und des Kongogebietes ausüben wird. Es ist äußerst bedeutungsvoll, daß die bisher recht umständliche und beschwerliche Reise ins Innere Afrikas tn Zukunft ohne große Schwierigkeiten ausgeführt werden kann. Arn wahrscheinlichsten ist es, daß ein Projekt zur Ausführung gelangt, das vor etwas mehr als zwei Jahren von dem französischen .Obersten Rat der Landesverteidigung" geprüft und dringend zur Ausführung empfohlen worden ist. Die Dahn wird in Oran an der Küste des Mittelmeeres beginnen, also eine Fortsetzung der bisher bestehenden Linien von Tunis und Algier fein; sie soll dann von Oran zunächst südwestlich durch das Atlasgebirge — ein Gebirge, das größer und höher als die Alpen ist nach Colomb-Beckar und dann über das tiefgelegene Taourirt, im wesentlichen einer alten Karawanenstraße folgend, über Tessalit nach Tosage, einem Ort am Rigerfluh, gehen. Timbuktu wird wahrscheinlich nur eine Stichbahn erhalten, mit der diese wichtigste Stadt Nord- westafrikas an das Bahnnetz angeschlossen wird: außerdem kann man Timbuktu durch Flußdampfer von Tosage aus erreichen. Die Haupt- linie soll Dann durch das früher deutsche Gebiet von Togo bis nach Lagos oder einem andern Hafen am Golf von Guinea verlängert werden: eine Zweigbahn wird die Verbindung mit Dem Hafen Dakar an Der Küste von (Senegambien, der den Kap Verdischen Inseln gegenüberliegt, Herstellen. Diese Bahnstrecke ist schon jetzt bis zum Riger, und zwar ungefähr bis zu dem kleinen Ort Ryamina. fertiggestellt und wird mit Der Sahara-Bahn in Der Rähe von Wagadugus zusammentreffen. Es soll also im RorDwesten Afrikas ein Eisenbahnnetz entstehen, Das mit zentralafrikanischen Bahnen oerbunDen werben wirD. Um Dieses Projekt durchzuführen, werden ungeheure Summen erforderlich sein. Man hat berechnet. Daß j e D e r Kilometer Der Sahara-Bahn 1 50000 Goldfranken kosten wird, in diesem Betrag sind allerdings die gewaltigen Spesen enthalten, die die Wasserbeschaffung verursachen muß. Immerhin plant man. um nicht allzu große Summen für die kostbare Feuchtigkeit aufzuwenden, die Bahn zu elektrifizieren und in sieben Kraftwerken Strom von 70 000 Volt (Span- behaltung der 20 Proz. die Freigabe erst ermöglicht. wird der Alien Property Custodian in Washington von den deutschen Freigabeberechtigten Die Abgabe der Erklärung verlangen, daß sie mit der vorläufigen Zurückbehaltung der 20 Proz. einverstanden seien. Diese Erklärung ist zweckmäßig gleich dem Antrag aus Freigabe beizufügen. Hat der deutsche Berechtigte bereits in Amerika einen Vertreter, so w.rd auch dieser Vertreter die Erklärung des Einverständnisses für feiiwn Klienten abgeben können, falls er von diesem Klienten eine Vollmacht vorlegen kann die ihn zur rechtswirksamen Abgabe der Erklärung ermächtigt. Rach Den Bestimmungen des Gesetzes sind Anträge auf Freigabe innerhalb eines Jahres zu stellen. Wird diese Frist versäumt, so werden die Vermögensobjekte als Eigentum der deutschen Regierung behandelt und zur Befriedigung der amerikanischen Forderungen gegen Deutschland verwendet werden. Diese Frist dürfte auch für Die Vorlegung der Einwilligungserklärung gelten und zwar dergestalt, daß Anträge. Denen Die Cinwilligungserklärung n i ch t beiliegt, von der Berüäsichtig mg bis auf weiteres zurück- gestellt und schließlich als nicht rechtzeitig eingegangen angesehen werden trenn die Einwilligungserklärung nicht innerhalb der für die Stellung des Freigabeantrages vorgesehenen Frist von einem Jahre noch nachgereicht wird. Das hessische potizeibeamiengeseh. Darmstadt, 13. März. 2m Ge'etzgebungs- ausschuß kam das Police.beamtengesey zur Beratung. Die Verhandlungen begannen mit einer (änc.e.en Aussprache über Zweck und Ziele des Gesetzes, worüber der Minister des Innern einen l’.ejerblid gab. In erster Le ung wurde Art. 1 des Gesetzes in Der Fassung der Regierungs- Dorla, e angenommen. Ein Antrag Schreiber auf Einbeziehung Der vollbeschäftigten Gemeinde- Polizei in das Gesetz und ein Antrag der Kommunisten, Den Artikel 1 zu streichen, wurden abge'ehnt. Ein Antrag Dr. Müller auf nähere Bezeichnung des Wortes SicherheitsPoli- z e i wurde ebenfalls abgelehnt. Für Artikel 2 hat die Regierung eine neue Fassung vorgeschlagen, wonach jedem Polizeibeamten nach Maßgabe seiner Bildung, Fähigkeit und Leistung Der Aufstieg zu allen Stellen Der Polizei ofsensteht. Die allgemeinen Vorschriften zur Aus- bilDung werden vom Minister des Innern erlassen. Der Artikel wurde angenommen und Anträge hierzu abgelehnt. Artikel 3, Der vor- sieht. Daß Polizeianwärter vor VollenDung des sechsten Dienstjahres der Genehmigung zur E i n- geßung einer Ehe bedürfen, wurde ab- gelehnt. Die Artikel 4, 5, 6 und 7 wurden in Der Fassung der Regierungsvorlage gegen eine Stimme angenommen. In Position a des Artikels 8 ist vorgesehen, daß Polizeibeamte während der ersten Drei Lahre entlassen oder gekündigt werden können, wenn sie bei ihrer Einstellung wissentlich falsche Angaben gemacht Haden. Die Abgeord-eten Schreiber und Schill beantragten, die Beschränkung auf drei Jahre zu streichen, so Daß ihnen jederzeit gekündigt werden kann. Der Abgeordnete Sturmjels wünschte, in den Kündigungsbedingungen zum Ausdruck zu bringen, daß eine Entlassung nur baim erfolgen soll, wenn es sich bei den falschen Angaben um schwere und ehrenrührige Verfehlungen handelt. Die Ziffer b, die von der Entlassung beim Eingehen einer Ehe handelt, und die Ziffer ck, Die die Entlassung bei Dienstverweigerung ausspricht, sollten gestrichen werden. Der Antrag Sturmfels wurde angenommen. Der übrige Teil des Artikels wurde nach der Re- gierungSfaffimg a g nommen. Arti.el 9 und 10 wurden in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Artikel 11, der Den Hebergang in Die unkündbare Anstellung regelt, erhielt eine reDattionellc Aenderung, wonach ein Antrag auf Entlassung erfolgen kann, soweit ausnahmsweise voranschlagsmäßige Stellen nicht verfügbar sind. Zu Arti.el 12 hat das Ministerium eine neue Fassung vorge.ch agen, die lautet: Scheiden jüngere Pollzeibeamri freiwillig aus. so kann, falls für ihre Ausbildung besonders Aufwendungen gemacht worden find, ein völliger oder teilweiser Ersatz verlangt werden. Artikel 13 wurde mit einer Ergänzung angenommen, wonach Den in Artikel 6 genannten Polizcibeamtcn Der Hebertritt in Die Stellen Der Gemeindepolizei offensteht. Die Arillel 14. 16 und 17 toUiDen zuruckgestellt und Die Artikel 15, 18 bis 23 im wesentlichen in der Fassung der Regierungsvor'.age angenommen. Erhöhung der Leistungen d-r Znvaiidenverficherurrg. Berlin, 14. März (Prio.-Tol.) Der Sozial- Politische Ausschuß des Reichstages überwies einen Entwurf Der Reichsregierung zur speziellen Vorberatung an seinen Unterausschuß, der in der Invalidenversicherung den Steigerungsbetrag für die vor der Inflation zurückgclcgten Beitrags- Zeiten im Reichsdurchschnitt um 4 0 Prozent erhöhen will. Die dadurch entstehende jährliche Mehr- ausgabe von ungefähr 100 Millionen will das Reich aus eigenen Mitteln tragen und von einer Beitragserhöhung deshalb absehen, weil sonst, wie Ministerialdirektor Grieser vom Reichsarbeitsministerium hervorhob, die Lohnerhöhungen der letzten Zeit illusorisch würden. Die Invalidenrenten würden in den Städten um monatlich 6 bis 8 Mark erhöht werden. Auch für die Hinge» stelltenoersicherung ist ein analoges Vorgehen geplant. Tarisverhandlungeu der Reichsbahn. Berlin, 13. März. (Wolff.) Zur Vermeidung einer Gefährdung des Arbeitsfriedens hatte Die Deutsche Reichsbahngescllschaft Den Rcichs- arbeitsminister um Die Einleitung eines Schlich- tungsversahrens in ihrem Lohnstreit n it Den Tarllgewerkscha ten ersucht, well Die Reichsbahngesellschaft Den sehr weitgehenden Forderungen der Gewerkschaften gegenüber eine ablehnende Stellung einnahm. Aus Anregung des Reichsarbeitsministers ist heute nochmals mit den Gewerkschaften über deren Forderungen verhandelt worden. Da beide Teile von ihrem früheren Standpunkt trotz eingehender Erörterung aller Gesichtspunkte nicht abgingen, kam eine Verständigung nicht zustande. Die Deutsche Reichsbahn hat deshalb ihren Antrag auf Einleitung eines Schlichtungsverfahrens wiederholt. Oberheffen. Landkreis Gietzcn. 5 Allendorf a. d. Lumda, 14. März. Im Anschluß an Die Rotiz im „Gieß.Anz." betr. Beobachtung von Kiebitzen in Gießen, ist zu berichten, daß auch hier und im benachbarten Treis am Sonntag eine Schar dieser Vögel gesehen wurde. 'Oppenrod. 14. März. Dee älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Henriette Bender, beging dieser Tage im Kreise ihrer Angehörigen ihren 8 9. Geburtstag. An Der Feier nahmen 5 Kinder, 23 Enkel und 17 Hrentel Der Frau teil. Die Greisin erfreut sich noch bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit. i. Ettingshausen, 14. März. Wieder hat die Arbeit in Der Steinindustrie der hiesigen Gegend zu einem schweren Unglück geführt. Diesmal war der Schauplatz des Hn- heils Der hiesige, von Der Firma Launspach L Co. betriebene S t e i n b r u ch. Der 42jähr ge Hermann Vogler und Der 17jährige Otto Vlei von hier wollten, währenD Die übrigen Arbeiter beim Mittagessen waren, ein Schußloch l a D e n , um nachher eine Sprengung auszuführen. Bei Diesen Ladearbeiten entzündete sich die Ladung. Der Schuß schlug zurück und verletzte beide Arbeiter. Otto Blei trug schwere Kopfverletzungen davon. Die Die Augen in Mitleidenschaft zo- nung zu erzeugen. In Hnterßaiionen soll Dann Der elektrische Strom auf ArbcitLspannungen von 16 000 Volt umgeformt werden. Falls es aber nicht möglich fein wird, Die ganze Strecke sofort elektrisch zu bauen, sollen in Der Hauptsache Lokomotiven mit Dieselmotoren Verwen- Dung finDen, Da man für Diese Maschinen nur wenig Wasser braucht, unD das Pflanzenöl, Das als Verbrennungsstofs benutzt werben kann, im Lande selbst hergestellt WirD. Obwohl also nur ein geringer WasserbeDarf vorhanDen ist, finD Die Baukosten im Wüste, gebiet ziemlich hoch, unD Da Die Ocfamtftrede Der neu zu erri.ßtenben Bahnen ungefähr 3000 Kilometer lang ist, wirD man für ihren Bau, nach einem vorläufigen Kostenanschlag 450 Millionen Gold- franken auftocnDch müssen. Aus Dem französischen BuDget finD solche Summen zur Zeit nicht abzuzweigen, unD es lag Daher nahe, einen Teil Der Deutschen S a ch l i e f e r u n g e n für Diesen Zweck zu verwenDen. Aehnliche Lie- ferungsveriräge sinD in Der letzten Zeit schon zwischen anDeren französischen Kolonialgebieten unD Deutschen Firmen abgeschlossen toorDen. So hat man Deutsche Firmen zum Bau einer Bahn von Der Ostküste MaDagaskars nach Betsilöo unD zur Errichtung einer Eisenbahnlinie in Jndo- china herangezogen. Auch für einige Bahnbauten in Französisch-Westafrika. Die insgesamt 22 Millionen Mark kosten sollen, sind Deutschen Firmen Aufträge ertellt toorDen. Frankreich versucht auf Diese Weise, einen großen Teil Der Sachlieferungen auszunutzen, zu Denen DeutschlanD nach Dem Datoesplan verpflichtet ist. In Den kom- menDen Jahren wird Frankreich nämlich jedes Jahr 800000 Millionen Mark Der Re- parationszahlungen in Form von Sachlieferungen erhalten. unD es ist ganz unmöglich, Daß das europäische Gebiet unseres westlichen Rachbars so gewaltige Sachlieferungen ohne schwere Schädigung seiner eigenen Wirtschaft entgegennehmen kann. Daher ist es verständlich, daß Frankreich Den Versuch unternimmt. Den Dawesplan DaDurd) zu retten. Daß es mit Hilfe Der deutschen Leistungen sein Kolonialgebiet ausbaut und wirtschaftlich toeiterenttoidelt Die Sahara-Dahn soll mit Der Rormalspur von 1,44 Meter gebaut werben, und es wird also möglich sein, nach ihrer Fertigstellung im europäischen Salonwagen Die Wüste äu durchqueren. Die Oase Biskra, die man bisher mit einem recht bequemen Zuge von Algier aus erreichen konnte, wird also bald mit anderen Oasen in Wettbewerb treten, und viele reiche Leute Rordeuropas werden einige Wintermonate im Innern der Sahara verbringen. Denn dieses regenarme Gebiet — nur alle zwölf bis dreizehn Jahre fällt einmal Riederschlag — dieses Land ewigen Sonnenscheins weist auch an Wintertagen Temperaturen von 25 bis 30 Grad auf. Hnangenehm sind allerdings die großen Temperaturschwankungen: kann es doch geschehen, daß nachts das Thermometer bis auf zwei Grad unter Rull sinkt. Ein Wärmeunterschied von dreißig Grad zwilchen Tag und Rächt ist eine alltägliche Erscheinung, doch sind auch Temperaturstürze von 60 bis 70 Grad zu beobachten. Denn im Sommer kommen in der Sahara bei glühendem Sonnenbrand Temperaturen von 45 Grad im Schatten und 65 Grad in der Sonne vor. und selbst in dieser Jahreszeit herrscht nachts zuweilen Frost. Sogar im bequemen Salonwagen wird also die Durchquerung der größten irdischen Wüste nicht ganz angenehm sein, und es mag den zukünftigen Reisenden überraschen, wenn er bemerken wird, daß fein Schlafwagen nachts geheizt werden muß. In erster Linie wird die neue, von deutschen Firmen zu bauende Bahn. Die übrigens als längste und schwierigste Wüftenbahn ein technisches Wunderwerk sein wird, natürlich wirtschaftlichen, strategischen und politischen Zwecken dienen. Aber auch Vergnügungsreisende, Die nicht Angst vor tropischer Hitze und nächtlichem Frost haben, werben auf ihre Kosten kommen. Sie werben Die Oasen besuchen. Die nicht etwa kleine Flecken im ungeheuren Meer Der Wüste, sondern große Palmenhaine von Der AusDehnung ansehnlicher Deutscher WälDer find. unD in Denen es prächtige Raturerscheinungen zu beobachten gibt. Ist Doch Die Atmosphäre so trocken, Daß sie stets bis in große Höhen mit feinem Staub erfüllt ist; in Dieser Dunstschicht flimmern am Tage Die Sonnenstrahlen tn seltenem Glanz, unD wenn Die Sonne unter Den Horizont gesunken ist, entstehen Dämmerungserscheinungen in den glühendsten Farben vom krassesten Gelb bis zu überaus leuchtendem Rot — eine Pracht, wie sie sonst nirgendwo auf der Erde vorkommt. gen. Er wurde durch das Sanltütsauto der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen in die Augenklinir nach Gießen ver» bracht. Besonders schwer wurde aber der ältere, Hermann Bögler, verletzt. Reben einer schweren Derlehung der linken Hand trug er solche Ge'sichtsverwundungen davon, daß das Sehvermögen gefährdet ist. Auch der Unterkiefer war derart zerschmettert, dah die Zähne losgelöst wurden. Der rasch herbeigerufene Arzt, Dr. S ch a a d aus Lich, legte die ersten Verbände an und ordnete auch hlex die Lieberführung in die Klinik an, die ebenfalls von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen besorgt wurde. Dort wurde Bögler, der schwer zugerichtet ist, zuerst in der Chirurgischen Klinik overiert und dann sofort in die Augenklinik überführt. Lieber die mutmaßlichen Folgen läßt sich noch nichts mit Sicherheit sagen. * Lich, 14. März. Die auf heute abend an- beraumte Stichwahl um den hiesigen Bür- germeisterposten konnte nicht stattsinden, da seitens des Kreisamtes Gießen gegen die am vorigen Samstagabend stattgehabte Wahlhandlung wegen Formfehlers Einspruch erhoben worden war, mithin dos Ergebnis vom Samstag in Frage gestellt wurde. Die Angelegenheit ist zur Zeit dem Ministerium zur Entscheidung unterbreitet worden. Wann ein neuer Wahlgang erfolgen wird, steht zur Stunde noch nicht fest. l. M ü n st e r b. L i ch , 14. März. Am Sonntag begingen DavidDörr und Ehefrau Marie das Fest der goldenen Hochzeit. Dörr ist 84, seine Ehefrau 73 Jahre alt. Beide sind körperlich und geistig noch recht rüstig und gelten als sehr tüchtige, strebsame Leute. Reben der Landwirtschaft betrieb Dörr mit seiner Frau seit Jahrzehnten ein Geschäft als Backsteinbrenner und lieferte für viele Gebäude Feldbrandsteine. Roch im letzten Jahre hat er sich, trotz seines hohen Alters, in dem von seinem Sohne übernommenen Geschäft rege betätigt. A Aus der nördlichen Welterau, 14. März. Die schönen Sonnentage zu Anfang dieses Monats veranlaßten die Bienen zu erneuten Reinigungsflügen. Don den blühenden Laiweiden holten sie schon eine Menge Blütenstaub für die bereits in der Entwicklung begriffene Brut. Die Völker haben durchschnittlich sehr gut überwintert. Der Loten- anfall ist gering, und über Auftreten von Weisel- losigkeit hört man keine Klagen. Allgemein hat jedoch, bedingt durch dje Fehlernten der beiden letzten Jahre, die Zahl der Stöcke abgenommen. Auch das geringe Entgegenkommen der Reichssteuerverwaltung hat zur Völkerverminderung stark beigetragen. Da die Bienen ei.en großen Teil der Bestäubung der Obstblüten besorgen. ist der Rückgang der Bienenzucht gerade vom Standpunkt des Land- und Obstwirts besonders zu bedauern. — Die Preise für F e t t s ch w e i n e scheinen den tiefsten Stand überwunden zu haben, den sie mit 52 Pfennig je Pfund Lebendgewicht zu Anfang dieses Monats erreicht hatten. Gegenwärtig werden von den Händlern und Metzgern wieder 58 bis 60 Pfennig geboten. Auch die Ferkelpreise sind in langsamem, aber stetigen Steigen begriffen. Während das Paar 7 Wochen alter Jungtiere um Weihnachten 18 bis 20 Mark kostete, wird heute pro Kopf derselbe Preis bezahlt. Es ist damit zu rechnen, dah die Preise noch weiter anziehen, da ein großer Prozentsatz der Mutterschweine wegen nicht lohnender Zucht abgeschasft bzw. abgeschlachtet wurde. Kreis Alsfeld. —er. Homberg a. d. O h m, 14. März. Die neue R a t h a u s g l o ck e ist am Montag hier eingetrofien und unter ihrem eigenen Geläute vom Bahnhof nach der Stadt gefahren worden. Rach der Weihe wird die Glocke ihrer Bestimmung übergeben. — Der hiesige Derschöne- rungs- und Verkehrsverein bereitete feinen Mitgliedern und Freunden am Sonntag abend im Saale des „Frankfurter Hofes" eine genußreiche Familienfeier. Der Vorsitzende, Lehrer Allendörfer, wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß diese Veranstaltungen im Winter als Ersatz für Wanderungen den Zweck hätten, das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei den Vercinsmitgliederp wachzuholten. 2m Verlaufe der reichhaltigen Vortragsfolge wurden u. a. eine Anzahl schöner Bilder aus dem Ohmtal vorgcführt, ferner zahl- reicHc gesangliche und instrumentale Darbietungen von Vereinsmitgliedern in vortrefflicher Weise zu Gehör gebracht und Gedichte in heimatlicher Mundart wirkungsvoll vorgetragen. Der schöne Verlauf des Abends wird allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben. Krcrs Lauterbach. Ä Lauterbach, 14. März. Dieser Tage fand der erste Führerkursus für die Feuerwehren des Kreises statt. Kreisdirektor Dr. Michel hielt einen Vortrag über die gesetzlichen Bestimmungen über das Feuerlöschwesen. Geheimerat v. Hahn machte Mitteilungen über den Zweck der Führerkurse und berichtete über die Landesseuerloschkasfe. Den nächsten Vortrag hielt Regierungs-Baurat Steinbach- Gießen über Wasserveriorgung, Wa^ferleitunaen und Hydrantenanlagen. Krcisfeuerwehrinspektor Bechtold sprach über die Dienstobliegenheiten der Kommandanten und Führer. Eine Llebung der Kursteilnehmer nach dem Feuerwehrhandbuch unter Kommando des Hauptmanns der Lauterbacher Freiw. Feuerwehr wurde günstig beurteilt. Krcisfeuerwehrinspektor Bechtold hielt dann einen weiteren Vortrag über Gerätekunde, worauf Baurat Pfeiffer die Kursteilnehmer mit dem Wichtigsten aus der Baukonstruktionslehre und den feuerbeständigen Materialien bekannt machte. .0 Schlitz, 1.. März. Am Sonntagabend fand hier auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des F c e u n d i nn e n v e r e i n s junger M ä v ch e n , die unter Lei.ung der Gräfin Eli- saoech von Schlitz genannt von Görtz steht, ein V o r t r a g von Frau Dr. Wahrlich- Kassel stakt über das Thema: „Die große Rot unserer .eit." zi: Veranstaltung war sehr gut besucht, u. a. bemerke man unter den Anwesenden Occr.ir: enrat Wagner, den wuperinlcn- von Obrrhessen. In eindringlichen Wor- •> Fcau Dr. Wahrlich zu den .....urn u..y Mädchen von den furchtbaren Schä- i ..i o..d Eesayren unserer Tage und rief si? auf, . i re! '..der und bewahrender Tat bereit zu -i‘ .ärau die schließlich die ganze Zu- . . ,t i.l •. ü .1 Halle, müsse nieder ganz mutter- ... :,t. Ock>rpfar..r Bocckner hatte die .......\ ßcjtfüpt. Sladipfarrer Schmidt Sn S.i.sußwort. Der Abend hinterließ . . ^ul .n t i.rdruck. Das hessische Kirchensteuergesetz. Von Dr. Karl Völsing, Bürgermeister der Stadt Alsfeld. Die Hessische Regierung hat einen Referentenentwurf ausgearbeitet, der das Besteuerungsrecht der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften (Kirchen- steuergesetz) behandelt, den sie den maßgebenden Stellen zur Begutachtung unterbreitet hat. Der Entwurf bezweckt, die Hauptgrundsätze für die Erhebung kirchlicher Steuern aufzustellen, die in jedem Falle vor Erhebung dieser Steuern erfüllt sein müssen. Er läßt aver daneben für die Kirchen und übrigen Religionsgemeinschaften die Möglichkeit zu, durch Steuer- sahungen im Rahmen des Entwurfs noch weitere, nähere Vorschriften über die Besteuerung ihrer Mitglieder zu erlassen. Das Besteuerungsrecht der Kirchen und öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften war in Hessen seither geregelt durch das Gesetz, oas Besteuerungsrecht der Kirchen und Rc igions- gemeinschaften betreffend vom 23. April 18"(5 und das Abänderungsgesetz vom 30. März 1901. Darnach hatten die einzelnen Kirchen und Religionsgemeinden, ebenso tri' die Gesamtheit einer Kirche (Landeskirche) nach Erfüllung gewisser, im Gesetz festgelegter Voraussetzungen das Recht, eine Kirchensteuer (Ortslirchensteuer und Landeskirchensteuer) zu erheben, und zwar war die Landeskirchensteuer in Form von Zuschlägen zu den direkten Staatssteuern, und di: Ortskirchensteuer nach Maßgabe der für die Kommunalsteuern der politischen Gemeinde geltenden Grundsätze, auf die Mitglieder der betreffenden Kirchen- oder Religionsgemeinde auszuschlagen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Gesetz von 1875 auch nach der Devolution und der Reuregeluno, die das Verhältnis zwischen Staat und Kirche durch Artikel 137 der Deichsverfassung erfahren hat, weiter gilt. Auch durch Artikel 65 Abs. 2 der Hessischen Verfassung war die Wcitergeltung des Gesetzes von 1875 gewährleistet. Da aber die einzelnen Bestimmungen dieses Gesetzes mit den Aenderun- gen. welche 'die Steuergesetzgebung des Reiches und der Länder feit dem Jahre 1919 erfahren hatte, in vielen Punkten abänderungsbedürftig waren, so entschloß sich die Regierung, wie in der Begründung zu dem Entwurf gesagt ist, eine Reuregelung des Kirchensteuerrechtes vor- zunehmen. Der neue Entwurf behält bas System der Landeskirchensteuer und der Ortskirchensteuer bci sieht dabei aber einige Abänderungen hi? i /llich der B e st e u e r u n g s- grundlagen vor, die eine kritische Betrachtung im kommunalen und staatlichen Interesse erforderlich machen. Es wird beabsichtigt, die Landeskirchensteuer als Zuschlag zur Deichseinrommensteuer zu erheben. Daneben ist die Erhebung eines Zuschlages zur Deichsvermögenssteuer und eine Steuer nach den Besteuerungsgrundlagen der staatlichen Grund- und Gewerbesteuer zulässig. Auch kann die Kirche eine Einheits- st e u e r von ihren volljährigen Mitgliedern erheben. Hierzu sei bemerkt, daß auch in der Zukunft, solange die grotesken Auswirkungen des neuen Deichsbewertungsgesehes nicht beseitigt sind, ein Zuschlag zur Einkommensteuer wohl nur einen sehr fraglichen Wert hat. Mit der Absicht, das Vermögen des Steuerpflichtigen in Form eines Zuschlages zur Deichsvermögensteuer heranzuziehen, kann man sich vom kommunalen Standpunkt aus einverstanden erklären, anders aber verhält es sich ir.it dem Plan, einen Zuschlag zur staatlichen Grund- und Gewerbe st euer zu erheben. Solange die Dealstcuern die einzige Steuermöglichkeit dieser Art für die Hessischen Gemeinden bilden, muß im Interesse des ganzen Volkes vermieden werden, daß auch hier noch eine weitere unerträgliche Einschränkung der vorhandenen Steuer-'uellen der Gemeinden hervor- gerufen wird. Hiergegen muh entschieden Einspruch erhoben werden. Der Hessische Städte- und der Landgemeindetag haben daher auch gegen diese Heranziehung der Realsteuern bei i)rer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf Einspruch erhoben. Das Recht, örtliche Kirchensteuer u. a. auch nach den Merkmalen der Gemeinde-, Grund- und Gewerbe st euer zu erheben, soll auch für die Zukunft beibehalten werden. Auch für die Ortslirchensteuer will man die Erhebung eines Zuschlages zur Rcichscinkommen- steuer und zur Deichsvermögenssteuer zulassen. Reu ist dir Bestimmung in dem Entwurf, daß auch juristische Personen des bürgerlichen Rechts in Form einer 'Bauft euer zur Orts- kirchensteuer herangezogen werden können, nach Maßgabe eines besonders zu erkasfenden Gesetzes, soweit in dem Voranschlag einer Orts- lirchengemci.'.de Ausgaben für Aufwendungen auf Herstellung oder Llnterhaltung von Pfarrhäusern vorgesehen sind. Begründet wird diese Vorschrift damit, dah unter Umständen durch das Vorhandensein eines gewerblichen Unter- nehmens in einem Orte und durch die öairi1 im Zusammenhang stehende Riederlassung von Angestellten und Arbeitern dieses Unternehmens den Kirchengemeinden erhöhte, möglicherweise unerträgliche Aufwendungen entstehen können. Dom kommunalen Standpunkt aus kann man auch bei der örtlichen Kirchensteuer mit der Gewährung eines Zuschlagsrechts zur Reichseinkommensteuer einverstanäen fein, ebenso mit dem Zuschlagsrecht zur Deichsvermögenssteuer. Einspruch muh aber auch hiev dagegen erhoben werden, daß auch die Neuregelung von der Möglichkeit dex Heranziehung der Real» st e u e r g r u n d l a g e n zugunsten der Orts- k i r ch e n st e u e r au 'geht. Eine grundsätzlich dem Staate und der politischen Gemeinde heute zu- stehende Besteuerung der Realsteuerwerte steht in keiner Beziehung zu dem Wesen und der Aufgabe der Kirche. Den Versuchen, die Grund- und Gewerbesteuer, welche an sich überhaupt allein den Gemeinden verbleiben müßte, immer weiter zu anderen Besteuerungen heranzuziehen, muß entschiedener Widersprach entgegengesetzt werden, solange nicht der endgültige Finanzausgleich geschaffen ich Wie oben schon angedeutet, sieht der Entwurf auch die Möglichkeit der Erhebung einer Ein - h e i t s st e u e r für die Kirchen vor (Art. 12), und »war von den volljährigen Mitgliedern einer Kirchs. Wie die Regierung in den Motiven be- merfi, ist die Erhebung einer derartigen Steuer nach der Reichsverfassung nicht ausdrücklich gewährleistet, aber auch nicht ausgeschlossen. Sie I soll deshalb, und zwar mit Rücksicht auf ihre unsoziale Wirkung, nur in geringer Höhe und nur insolange zugelassen werden, als sich die Kirchen in einer betonteren Rotlage befinden. Sofern keine Einheitssteuer erhoben wird, will man in dem Entwurf die Möglichleit schaffen, eine Pauschsteuer zu erheben, zu welcher auch solche Personen herangezogen werden können, deren Einkommen die einkommensteuerpilichtige Grenze nicht erreicht. Dadurch, daß das ein» kommensteuer freie Existenzminimum gemäß § 50 des Cinkommensteuergefetzes gegen früher wesentlich erhöht worden ist und demnächst noch Weller erhöht werden soll, sind den Kirchen zum Seil gerade aus Kreisen, die an die Kirche gerne eine geringe Abgabe entrichten würden, sehr wesentliche Steuerausfälle entstanden, die auf die Dauer nicht entbehrt werden können. Die Regierung glaubt daher mit der vorgesehenen Pauschsteuer, die nur auf niedrige Beträge festgesetzt werden soll, die richtige Form der Heranziehung dieser Kreise zur Kirchensteuer gefunden zu haben. Um eine zu starke kirchensteuerliche Belastung dieser Kreise zu vermeiden, sieht der Entwurf vor, daß die Kirchen nur dann berechtigt sind, diese S.euer zu erheben, wenn sie auf die Einheitssteuer verzichten. Dasselbe gilt für die Kirchen gemeinden. Hierzu eine Bemerkung: Wenn die Regierung die Absicht hat, die neue Kirchensteuer auf möglichst breiter Grundlage aufzubauen, so ist hiergegen nichts einzuwenden. Man vermag aber nicht einzusehen, warum man bei den in den Entwurf vorgesehenen Zuschlägen zur Reichseinkommenste: er und Reichsvermögensteuer nicht eine vernünftige Staffelung einführen will, zumal sie christlichen Grundsätzen, daß ein jeder nach seinen Ktäf- t e n leisten soll, durchaus nicht widersprechen dürfte. Don Bedeutung ist ferner im Entwurf die int Art. 12 Abs. 4 vorgesehene sog. Klassen- steuer. Darnach kann bei besonderen Verhältnissen das zuständige Kceisamt zulassen, daß die Ortskirchensteuer für alle Steuerpflichtigen eines Bekenntnisses, oder für einen Dell derselben, nach Klassen festgesetzt wird, in welche die Gemeindeglieder nach ihren Einkommens- und Der- mögensverhältniffen cingereiht werden. Diese De- Leider war das Wetter gestern rauh und kalt, und doch herrschte auf dem Pferdemarktplytz an der Rodhcimer Straße ein sehr starker Zudrang der Landwirte und Pferdezüchter aus der ganzen Pro- vinz und den angrenzenden preußischen Gebieten. Der Auftrieb an Pferden und Fohlen überbot beträchtlich den Herbstpfevdemarkt; damals waren 244 Pferde und 14 Fohlen zur Stelle, heute betrugen diese Zahlen 369 bzw. 18. Allgemein wurde das erstklassige Pferdematerial lobend hervorgehoben, namhafte Züchter stellten fest, daß gerade die Gießener Pferdemärkte zur Hebung der Pferdezucht in Oberhessen und im Lahntal bedeutend beigetragen Haden. Besonders sind es die beiden Rassen Belgier und Oldenburger, welche die erste Stelle einnehmen. Der Handel ging im allgemeinen langsam, nur zögernd boten die Landwirte, die Geldknappheit macht sich allenthalben bemerkbar. Es wurden meist nur Käufe in mittlerer und geringer Ware abgeschlossen. Erstklassige Pferde standen hoch im Preise, 1200 Mark und mehr wurden gefordert, mittlere Tiere kosteten 603 bis 800 Mark, geringere Tiere 300 bis 500 Mark. Auch vor dem Pferdemarkt ging es lebhaft zu; hier waren landwirtschaftliche Maschinen, Wagen und Geräte ausgestellt und mehrere Wahre Jakobs und andere Händler bemühten sich — teils mit großem Erfolg — die Schau- und Kauflustigen um sich zu sammeln. Der Verkauf der Pserdemarkt-Lose ließ — gutem Vernehmen nach — zu wünschen übrig. Zur Preisbewertung der über 200 Pferde und Fohlen hatten sich u. a. Land stall meister Her» t e l und die Vertreter des Landwirtschaftskammer- Ausschusses für Oberhessen, Dr. Wagner (Gießen) und Oekonomierat Breidenbach (Dorheim) eingefunden. Der Vorsitzende der hessischen Wannbiui- züchter, Erbgraf Alexander zu Erbach- Erbach, übergab den ersten Warmblutzüchtern silberne und bronzene Plaketten. Insgesamt wurden an Prämien und Preisen 2115 Mark ausgegeben. Das Ergebnis der Preisbewertung in den 18 Abteilungen ist folgendes: A. Pfaketten des Warmblutzuchtvereins: a) silberne: Ludwig Konrad Luh, Lang-Göns; b) bronzene: Wilhelm Wächter II., Gambach; Fr. Schott, Griedel; H. K. Strasheim, Griedel; Otto Weisel, Muschenheim: Anton Velten, Lang- Göns; Wi Helm Wächter II.. Ga nbach. B. Geldpreise und Anerkennungen: Reitpferde unter dem Reiter gezeigt: 1. Preis 20 Mk. P. Hofmann, Hof- Gull; 2. Preise je 15 Mi. Herrn. Vissel, Griedel und Fritz Esau, Große r-Buseck. Wagens ch läge, paarweise zu prämiieren: 1. Preis 60 M'., 5jähr. brauner Wallach und 6jähr. braune Stute, Julius Kaufmann, Rieder-Weisel; 2. Preis 43 Mt., 4- und 5jähr. ^uchsstuten, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel; ".Preis 30 M., 4- und 5jahr. braune Stuten, August Frensdorf. Gießen. Arbeitsfchläge(fchwere) paarweise zu prämiieren: 1. Preis 60 Mk., 5jähr. braune Stuten, August Frensdorf, Gießen; 2. Preis 40 Mi., 4jähr. Rotschimmelstuten, Julius Kaufmann, Riede t-Weifel; 3. Preis 30 Mk., 4jähr. Fuchswallach und 5jähr. braune Stute, Salomon Michel, Gießen; 4. Preis 20 Mk., 4- und 5jähr. Stuten, Grbr. Isenberg, Gießen. Arbeitsschläge (leichte), paarweise zu prämiieren. 1. Preis 60 Mk., 4- und 5jährige braune Stuten, Aug. Frensdorf, Gießen; 2. Preis 40 Mk.. 3- und 4jähr. schwarzbraune Stuten. Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel; 3. Preis 30 Mk., 4jähr. Fuchswallache, Gebr. Isenberg, Gießen. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. Preis 40 Wk., 5jähr. braune Stute, Aug. Frensdorf, Gießen; 2. Preis 30 Mk., 5jähr. Fuchsstute, Aug. Frensdorf, Gießen; 3. Preis 20 Mk., 4jähr. Rotschimmelstute, Jul. Kaufmann, Rieder-Weisel; 4. Preis 15 Mk., 4jähr. braune Stute, S. Roch, Frankfurt. stimmung ist nachgebildet der Klassensteuer, wie sie seither für die israelitischen Religionsgemeinden vorgesehen waren. Da sich diese Klassensteuer für kleine und kleinste Gemeinden gut bewährt hat, soll sie auch für andere kleine, besteuerungsberechtigte Religionsgemeinden einge- sührt werden. Auf zwei Bestimmungen des Entwurfs sei nod> in einem anderen Zusammenhänge hingewiesen. Dies ist einmal die Bestimmung des Art. 26 des Entwurfs, wonach die Kirchen im Rahmen des neuen Gesetzes und der dazu erlassenen Aus- suhrungsoestimmungen mit Genehmigung des Ministers des Innern Steuersatzungen erlassen können, und die Bestimmung des Qm. 6 des Entwurfs, der die Möglichkeit einer besonderen Dekanats st euer zuläßt dergestalt, daß die Dekanate Umlagen auf die ihnen angehörigen Kirchengemeinden ausschlagen dürfen, soweit ihre Mittel nicht ausreichen. Wenn heute allgemein die Forderung erhoben wird, daß unsere Steuer- gefehgebung, die nach Feststellung Sachverständiger 50 verschiedene Steuern umfaßt, frerein- facht werden muß, so muß dieser Grundsatz auch für die Kirchensteuer gelten, und man sollte daher auch auf diesem Gebiete nicht durch Einführung besonderer Steuerarten, z.B. die Dekanatssteuer oder durch Erlaß von besonderen Steuersahungen, eine weitere Komplizierung herbeiführen. anstatt einer Vereinfachung. Zum Schlüsse noch ein Wort Über den Art. 27 des Entwurfs. Dieser bestimmt, daß die Vorschriften des Gefetzes sinngemäß auch für andere religiöse Körperschallen und Gemeinden gelten, die sich die ge.neinfchaftli Kur» Sch.uh- Kur» Anfang Kur- Schlich- Kurs ''Uhr- Kurs Schuch- Kurs An,ang Kur« Schluß Kur» l.Uhr. Kur» sSch.utz 1 Kur» 1 Ansang 1 Kur französische Noren...... Holländische Noten .... 16,475 167,83 16,535 168,51 Datum 14 3. 15.3. | 14.3. | 15. 3. Datum: 14 3. 15 3. 14.3. 115.3. Datum: 14.L. 15. 3. | 14. 3. | 15.3. Norwegische Noten...... Deutich-Lesterr., a 100 Kronen Rumänische Noten...... 111,13 58.81 2,595 111,57 59.05 2,615 *1« Dl BetchSanlethe v 1927 87,25 — 87.5 — A.E S........ .7 153,5 154.25 153,5 1-4.25 Philipp pvljmann . 12 Heidelberger Eemeut . . s 142 142,5 HO 142.5 Dl Anl Ab lös Schuld mit 51.85 Bergmann ....... -8 173,5 — 171.25 171,9 — 140,25 111,95 112,39 Auslos.Rechten Desgl. ohne Ausl, s,Rechten Mo Franks Hup .Bl. Go bpf unkündbar VIS 1932 C’A’/o Rheinisch» bnv -Bank Ligu -Go.dvs BH abo BorkrtegS-Ob- ligationtn. rucUablbar 1932 4'/, Schwei; Bundesb.-Anl. <°/o Orsterrtchische Goldrtc —— 62 52 Elcktr. Lieferungen . . . 10 — — 163 164.25 Gemen i Karlstadt ...... 8 179 Schweizer Noten .... 80,37 80,69 14,4 14,4 14.25 14,5 Licht und Kraft . . . . 10 212,5 215.5 211,5 21« ^.'avb A Freitag . . . li 127,75 128.9 — — Svanische Noten .... 69.98 70.26 1 1 1 1 1 1 - gelten & Guill aume . . . Ges f. Elekir Untern. . . Hamb Elektr Werte . . . Rhein. Elektr. Schief. Elektr. . . . . . Schocken ...... Siemens 4 HalSVe . . . Tranrradio • • • • » . Labmever 4 4o-..... .6 10 10 .8 10 .7 Illi L? । 1 IS? 1 117,13 275,5 153 150,25 184 167,5 117,25 278,13 153,5 151 183.5 169.5 SchultdetS Payenhafer. . 15 Ostwerke ... 12 Ber. Glanzstoff.....15 Bem berg........ 8 pellftoii Waldhof. . . . 12 Zellstoff Aschaffenburg . 10 Charlottenburger Wasser 7 eflauer <3a8 8 266,75 173 1 | | | 321 255 694 500 266 173 324 257 698 520 267,5 Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . Devisenmarkt Derlm Telegraphische 12,352 72 90 —Frankfurl 2 uszah 12,412 73.20 a. M. u n g. — 2 - 16 . 8 264 266,75 264 127.75 266,75 116.5 169 4 117.9 171.5 91 14. Mär, 15. März 4.2V0/. Oesterr ich Eilberrte 4u/0 Oesterreich ein. eilt. Rte 4°/0 Ungarische Goldrte *°/o Ungarische Staalsr v. 1910 4'/»% desgl von 1913 4% Ungarische Kronenrte . 4°/, Turk joUaitlcibe v 1911 4°/0 Turk BagdadbahN'Anl Serie 1 4°/„ desgl. Seri. 11 4°, Rumänen convett Rte 4'/,°,6 Rumänen Goldanl. von 1913 3,7 — 4 .9 — — 153.25 153,25 Daimler Motoren.....0 90.5 91 90 Amtliche Noli.rung Amtliche Nolieruna 25,05 24,5 12,65 — — — BuderuS . ..... 0 91,7. 92,25 91,5 92,75 Demag ...... 0 — 54,25 53,5 «Held Brie' Held 1 Brie' 12,65 25,1 1.65 12,6 — Deutsche Erdöl..... Essener Steinkohle .... Gelsenkirchener f. % § Haroener .... Voesch Eisen........ Hlse Bergbau....... .6 -8 4 .8 .5 .8 121,6 129 160 123,25 z 122,5 135 129 160.5 135,5 242 122,75 130.75 161 137 242,5 Adlerwerke Kleve». .... 0 Lndw üoelre ..... 1 Nat Automobil ......6 Orr Mein