178. Jahrgang m. 294 Erster Matt Zrettag, 14. Dezember 1928 g. Axt (V. R. P.) und Dr. Müller (Dbd.) g^prochen haben, wendet sich Ministerialrat W e i s s e n b a ch gegen den Antrag des Bauernbundes. Aus den Zuschlägen zur Einkommensteuer würden allein 2 Millionen Mark erhoben. Es sei dabei vocgekommen, daß der Knecht mehr Steuern zahlen müßte als der Dauer selbst. — Die Abstimmung zur damit beendeten ersten Lesung wird auf morgen vertagt. DerendgüttigeAeichSbahnverwaltungSlat Berlin, 14. Dez. (Priv.-Tel.) Wie wir erfahren, sind die Verhandlungen um die endgültige Verteilung der Sitze im Verwaltungsrat der Reichsbahn jetzt so weit gediehen, daß mit ihrem Abschluß auf jeden Fall noch in dieser Woche za rechnen ist. Unter den neuen Männern 'befindet sich vor allem das Vorstandsmitglied der Disconto- Gesellschaft, Bankdirektor S o l m ß e n, den dar preußische Staatsministerium als seinen Vertreter vorgeschlagen hat und der somit den freigewordenen Platz Dr. Luthers in Zukunft einnimmt. Welter wird als Vertreter der Arbeitnehmer auch der Lokomotivführer Hermann aus Nürnberg mit einem Sitze bedacht werden und schließlich werden zwei weitere Sitze neu geschaffen werden, wobei es bis jetzt noch nicht klar ist, ob aus diese Weise die übrigen Landeransprüche befriedigt werden können. Es ist aber damit zu rechnen, daß diesen Ansprüchen doch in irgendeiner Weise Rechnung getragen wird. Mecklenburgs Selbständigkeit. Schwerin, 13. Dez. (WTB.) Ministerpräsident Schröder aaö im Landtag in Beantwortung einer Großen Anfrage der deutschnalio- naven Fraktion eine Erklärung zur Frage der etwaigen Ausgabe der Selbständigkeit Mecklenburg-Schwerins ab. Er führte u. a. au-, daß die Staatsregierung mit den zuständigen Stellen im Reiche bereits Verhandlungen wegen Aendecung und Verlängerung des Finanzausgleichsgesetzes mU dem Ziele der Aufrechterhaltung der Selbständigkeit Mecklenburg-Schwerins führe. Von den Deutsch- nationalen wurde der Antrag eingebracht: Die Erklärung der Regierung entspricht nicht der Auffassung des Landtages. Aus aller Wett. 10 Jahre Rerchsbund der höheren Beamten Wenn der Reichsbund der höheren Bcainten sR.h.B.) Anfang Januar in Königsberg (Ostpreußen) zu seinem diesjährigen Bundestage zusammentritt, könnte er, tote man uns mitteiif, cas zehnjährige Bestehen des Bundes festlich feiern. Denn am 8. Oktober waren zehn Jahre feit der Gründung des „Bundes höherer Beamter", aus dem such der „Leichsbund der höheren Beamten" entwickelte, Der](offen. Dezember 1518 gründete der „Bund der höheren Beamten" zusammen mit den größeren Fachverbänden mittlerer und unterer Beamten den „Deutschen De- amten-Bund" (D. B. B.). Doch währte die Zu- lammenarbeii infolge grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten in mehreren Fragen nur vL Jahr. War auch der „R. h. B." im Jahre 1921 auf 162 Verbände mit 50 000 bis 60000 Mitglieder angewachfen, so standen doch noch große Gruppen, wie der Preußische Richterbund, der Berufsverein höherer Derwaltungsbeamten, die höheren Kommunalbeamten u.a. außerhalb des Decbandes. Da diese ihren 'Beitritt von einer grundsätzlichen Aenderung der Organtsaiionsfonn abhängig machten, wurde nach langwierigen Verhandlungen am 7. Januar 1921 der „Bund höherer Beamten" zum ..Reichsbund der höheren 'Beamten“ umgestaltet und Rerhsminister a. D. Dr. Scholz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Damit waren die höheren Beamten fast sämtlich im R. h. D. vereinigt und die Mitgliederzahl stieg auf rund 100 000. Die Zell der Inflation war auch für die höheren ‘Beamten die Zeit schwerster Wirtschaftlicher Sorgen. Als die feste Wahrung ins Loben trat, betrug das Gehalt der höheren Beamten kaum ein Viertel des Vorkriegsg-Hallcs. Es bedurfte jahrelanger Kämpfe, erträgliche Bet* hältnifse zu schaffen; auch beim letzten Besoldungsgesetz ist es nur gelungen, etwa 80 Prozent des Realwertes der Vorknegsgehäller für die hoho ien Beamten zu erkämpfen. So bleibt es dem A. h. B. auch für die Zukunft nicht erspart, in der Frage der Besoldung seiner Mllgliedec viele wertvolle Kräfte zu verzehren. Als seine Hauptaufgabe sieht aber der Bund die Erhaltung eines unbestechlichen tüchtigen Becufsbeanllentums an, das wissenschaftlich auf der Höhe steht und unbeirrt von Dacteieinflüssen feine ganze Kvast in den Dienst des Bolles stellt, linier diesem deid^n Wird auch die Tagung in Königsberg stehen, deren Hauptvortrag die Stellung deS Beamten im neuen Staate behandeln wird. Religiöse Selb|1opfetuog in Mexiko. Ein tragisches Menschenopfer kennzeichnete das Fest der Jungfrau von Guadeloupe, der Schutzheiligen von Merito. Eine große Menschenmenge hatte sich um die Kirche der kleinen Stadt San Angel, wenige Meilen von Mexiko entfernt versammelt, wo General Obregon tm letzten Juli ermordet worden war. Plötzlich begannen die Glocken leise zu klingen und wurden lebe Minute lauter. Als sie verstummten, erschien ein Mann, der sie geläutet hatte, auf dem Balkon des Turmes. Nach einet Geste, die um 2iuhe ersuchte, begann et eine Ansprache an die Menge zu hallen. Er sagte:-^Dies ist der Tag unserer lieben Frau von Guadeloupe. Ich bin der Jungfrau ergeben und will ein Opfer Au ihren Ehren barbringen.“ Die Menschenmenge machte sich über ihn lustig. Darauf schrie er: „WaS, ihr nehmt mich nicht ernstI Nun gut, ich werbe in biesem Augenblick sterben." Mll Viesen Worten warf et sich vom Ballon hinunter mid war sofort tot. Raubüberfall In einem Postamt. 3n Wendina (Schwaben! traten abends kurz vor 6 Uhr, als sich kein Publikum mehr im Postamt befand, zwei junge Burschen im Alter von etwa 20 Jahren mit vorgehaltenen Revolc?n» an den Postschalter und forderten den De- amten auf, den Inhalt der Schalterkassen herauszu- acben. Da sich der zweite Postbeamte zur Abgabe der Post auf dem Bahnhof befand, leistete der bedrohte Beamte keinen Widerstand und mußte Zusehen, wie die Räuber die Po st fasse entleerten und dann eiligst verschwanden. Ungefähr 600 bis 700 Mark fielen ihnen in die Hande. Der Beamte verständigte sofort die Gendarmerie, die die Verfolgung aufnahm. Die Täter konnten noch nicht ergriffen werden. Oie Wetterlage. Donnerstag io N A-1 o T 0Nöntef*eiQ «eiter •«em««. e«ede<*t e*eee* # Sehnet <, 6r»veeis$iot' Svesuoweii Q Murmijcne» *ordWciB Wt Heue fiieoen m>t dem winde Oie eeeen iuuonee stehenden Zeiten dcOtn d'k Temperatur «n 0w Lime« QfW eut eUKM* ♦jif fleerw-wea# eeMiMoeiee Lwrt*e«e Wettervoraussage. Die Luftdruckverteilung zeigt eine weitere Zunahme über Skandinavien und das Herannayen eines Druckfallgebietes im Westen. Mitteleuropa liegt noch im Bereiche des seitherigen Druckstörungs- einslusses, der dcm herrschenden Willerungscharakter zunächst wenig Aenderung aibt. Das westliche Tief durfte später Einfluß auf die Wetterlage gewinnen. W e t t e r v o r a u s f a g e für Samstag: Wolkiges Wetter mit Ternpecaturen um Aull unb darunter, einzeln« Schneefälle. Witterungsausfichten für Sonntag: 3m allgemeinen wenig Aenderung b«S Witterungscharakters. Lufttemocroturen am 13. Dezember: mittags 0,9 Grad Celsius, abends —0,6 Grad Celsius: am 14. Dezember: morgens —1,4 Grad Celsius. Maximum 1,1 Grad Celsius, Minimum —1,8 Grad Celsius. — (5röter peraturen am 13. Dezember: abends 1,5 Grad Celsius: gm 14. Dezember: morgens 1,2 Grad Celsius. — Niederschlag 1,4 Millimeter. Winter-Sportnachrichten der Hessischen DelrerdienstsleUe. Vogelsberg (Hoherodskopf): Wetter: heiter, lenweratur: minus 5 Grad Celsius, Schneehöhe: 20 Zentimeter, Beschaffenheit: pulverig, Sportmög- lichkeit für Ski: sehr gut. Odenwald (Tromm): Leichter Schneefall, minus 3 Grad Celsius, 10 Zerttimeter Schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodel vorhanden. — Reukircher Höhe: Leichter Schneefall, minus 3 Grad Celsius, 10 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski- und Rodel-Sportmöglichkeit vorhanden. Sauerlanb (Winterberg): Nebel, —6 Grad Celsius, 23 Zentimeter Schnee, pulverig, Ski und Rodel gut. Schwarzwald (Feldberg)^ Leichter Schneefall, — 5 Grad Celsius, 40 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Ruhestein: Leichter Schneefall, —4 Grad Celsius, 62 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. ^Alpen: (Garmisch-Partenkirchen): Leichter Schneefall, — 2 Grad Celsius, 42 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. ben: 1. irrtb Ehrenpreis: Olga Pfelfter: 100 1. und Ehrenpreise: Georg Hansisch, Silben: LU. Unioersitäts-Gottesdienst. Am CARNIFIX im Odenwald ist nach einer Darmstädter Mel. e | Wime tSdhuhi 08739 V/ MiMbarß 12 Gieben MfiasharS 12 ¥ LeibmnMärmffaschen DäS eitle KOMlflhrOi » ißunuuinuiuiiiminiiitiiuuiiiiiiHi liiiimmi Linden tniible, Erfurt [10S45D lich vergeben werden. 10964C 847D Kreuzplatz Nr, 1 '0079V von Lei- (vollendeteAusführung) sowie Maniküre und Vibrationsmassage to vor Weihnachten liefert auvw. Sve- Aialbau- ebne Anzabluus Teppiche. Zablbar in 12Mo- nalsraien.Erbnten Sie fof. unverbind. Berrreierbesuch.Ost. u. 10947 V q.d.G.Anz. Weihnachtsmärchen, unter der Spielleitung Karl “Sold in Szene. Die choreographische lang hat Ilse ® r aef. Silben: 1. und hergestellt nach dem Rezept des alten Heeres, das bekannte Deiikateßbrot, Nur echt in versiegelter Packung der für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl kaufen Sie gut und billig im J, Maternus Adolf Plack Este Kl lallt» e. Frank» Neuen Btne 17 tarier Str. Tel. 1837 Telephon 1B68 Bernh. Dosch Damen- und Menen-Fnsoui geschält Reuen Bäue 12, Ecke der Weidenoasse Die größte Auswahl in Rohrmäbel, Wäschetruhen, Nähtische und Ständer, Blumenkrippen, Liegesessel, Flurgarderoben, Stühle und Kinder-Stühle finden Ste bei Ph. Henkel, Sonnenstraße 14 und 18 Stuhlschreinerei und Flechterei Aal teste s Spezialgeochftft am Platze. Ausstellung«. raum auch im I. Stock. Lager von Über 300 Sesseln _____________________________________ ________ 0<7b3 mMWMMIMWMWWMMMWMMMMMIMWfMM Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Marie lenz geh. Kramer nach kurzem schweren Leiden, im 56. Lebensjahre, zu sich zu nehmen. -- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Lenz XL Klein-Linden, den 12. Dezember 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 15. Dezember 1928. nachmittags 2l/f Uhr, statt Willkommeneßeschenke sind Photo-Apparate große Auswahl in den bewährten Marken Kinos für Kinder und Familien schöne Filme vorrätig Einzelfilm-Apparate Projektions-Apparate Laternenbilder 10887A aus der Central-Drogerie, Schulstr MM Sie M ersl öorih smalea flog tnorhdn? Sollen ftbnen die dünnen Stellen tn lUClUclI; Ihrer kostbaren Masche erst »eiaen. rote schädlich scharfe Waschmittel sind? Seren Sie ring, nehmen Ste Naumann'» extrafeine, rotifie Kernseife. Besser können Ste 3bre Wäsche nicht schonen Gute Stexnfeife areift bie Wäsche ncht an. (8593V Stflde mtt dem Mstnzzeichen A and Ser Jahreszahl 1927 in den Verkehr gebracht. Die Prägung ist den echten im Gesamtbild (ehr ähnlich. Die Falschstücke sind nur leicht versilbert, so daß sie bald abgegriffen sind und dann das Shipfer oder Messing durch' scheint. *• Preisgekrönte Kurzschriftler. Der Kurzschrifrvevein .Gabelsberger" von 1861 und der Damenveoein .Gabelsberger" von 1900 hielten, wie alljährlich auch diesmal gemeinsam ihr DerctnSweltschrci^en ab. Die stattliche Zahl von rund 90 Teilnehmern hatte sich dazu ein- gefunden, wovon 61 sich an dem Pveisweftschrei- ben — Fünfminutendcktat — und 29 an dem PreiS-Schon- und Richiigschreiben beteiligten. Es wnnten 29 Ehrenpreise, die von den Vereinen, Freunden und Gönnern der Sache gestiftet worden waren, für die besten Arbeiten zur Verteilung kommen. Die Preisverteilung sand int Kaufmännischen Dereinshaus In einer würdigen Feier, die febr stark besucht war, statt. Vach- Krawatten-Seide bfCarl Nowack zur Selbstanfertigung schöner Geschenk-Krawatten för den Herrn Gießen, Seltersweg 85 Direkt aus EngMl! erhielten wir eine Sendung hervorragender Schweißwolle la Handarbeits-Wolle die wir nebst unsern anderen vorzüglichen Marken-Garnen billigst offerieren. Groß. Lager Hildebrandt & Cie. • Gießen Bekanntmachung. Die Erdarbeitern zur Anlage einer Rodel- ba'm auf dem östlichen Trieb sollen öftent- ttt uewchtedener Ausführung, sowie Sitz- und Badewannen emvsiehlr eöWl Botrmann. eugnöaoaiung. Damenfrisieren Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf-Schneiden Aus der Provinzkakhaupistadi. Gießen, den 14. Dezember 1928. Verkäufer und Käufer vor Weihnachten Die Hochsaison deS weihnachtlichen Verkaufs- g« schäfte- ist im Gange. Diese Zeit vor Weihnachten bringt besonders dem Stadter eine gewisse Vervenanspannung. Diese darf aber nicht zu erhöhter RervositLt auSarten, sonst kommt es zu einer Spannung zwischen Verlauf-Personal und Kunden, welche zu Unzuträglich Leiten und Reibungen ftihren kann, die tn beiderseitigem 3nlerefk vermieden werden sollten Das Verkaufsperfonal der heutigen Zeit ist nicht mehr zu vergleichen mit dem vor etwa 20 Jahren. GS sind in den Geschäftshäusern jetzt oeschulte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen deS ChefS, welche öte Kunden bedienen. Sie sind vielfach tn Verkaufs- und Fachschulen herangebildet, besitzen das nötige Wissen in ihrer Brauche und beherrschen die Kunst des Verkaufs. Sie sind von der Güte der Waren ihre- Geschäft- überzeugt und wissen, daß sie dem Käufer keine bestimmte Geschmacksrichtung aufdrängen können. Mit Laktgejühl, ja mit psychologischer Feinheit gehen sie vor. Der Kunde soll stets bas Bewußtsein haben: ich bin die Hauptsache, um mich dreht sich alle» hier im Geschäft. Ein routinierter Verkäufer und eine eben solche Verkäufer in haben gleich heraus, ob sie einen entschlossenen oder einen unentschlossenen Käufer vor svch haben. Während sie den ersteren nicht um jeden Preis zum Kauf überreden werden, suchen sie letzteren ruhig zu beeinflussen, um seine mangelnde Entschlußkraft zu stützen. Einem miß- Iranischen Käufer werden sie durch gewinnende- und überzeugendes Wesen beizulommen suchen, während sie den verschlossenen durch sachliche Behandlung zum Kauf bewegen werden. 3n der heutigen, allgemein nervösen Zeit mutz jede- überflüssige Wort seitens des Verkäufers vermieden werden. So banal« Fragen, wie: ..Was soll's denn sein?" sind heute nicht mehr angebracht: sondern unter der Devise Dienst am Kunden wird eS viel freundlicher klingen: „Womit darf ich Ihnen dienen?" Es wird auch heute der Kunde nicht mehr lange gefragt werden nach Dröße, Nummer, Art und Preis des gewünschten Gegenstandes, sondern man wird ihm Waren vor le gen. Verkäufer und Verkäuferin müssen es Im Blick haben und auch im Gefühl, welche Art de- gewünschten Gegenstandes dem Kunden rnaemesien ist. Sie werden auch ihre Waren nicht mehr wie früher mit vielem Reden anpreisen, sondern sie dem Käufer so darzubringen versuchen, daß er sie schon im Desih zu haben glaubt, ehe er sie noch gekauft hat. Ihre Worte werden tooln- durchdacht sein, ebenso wie sie auf alle Einwendungen deS Kunden die richtige Antwort zu geben Diffen werden. Das Verkaufen ist «ben zu einer Kunst geworden. Ander- ist die Sache bei bekannten Krmden. Sa die GeschäftSbäufer nicht gern ihr gutes Pei> 'onal her geben, die Kunden aber anderseits immer wieder da gern kaufen, wo ste aut bedient worden lind, bildet sich zwischen Personal und Kunden üelsach ein richtige- Vertrauensverhältnis heraus. Verkäufer und Verkäuferin Dissen, tn welcher Preislage der Kunde oder die Kundin kauft: Charakter, Geschmack, ja nicht leiten die Familienverhältnisse der Käufer sind dem GeschLftSversonal bekannt, so dah sich der Sianze Kauf schließlich tn einem freundschaftlichen Gespräch abwickelt. SS kommt oft genug vor, eine Kundin geduldig wartet, bis ..ihre" Be .käuferm eine andere Kundin fertig bedient haL Zu einem Schrecken deS VerkaufSpersonalS wird er manche Kundin, wenn sie gerade in der jetzi- vN Zeft deS Hochbetriebs das Personal durch ange und brefte Erzählungen von allerhand Dichtigkeiten — soll heißen Neuigkeiten — auf- tält Schlimm wirken auch bie Kunden, die alles lbesier wissen und sich nicht überzeugen lassen vollen: ferner auch diejenigen, die mit nichts zu- stieden sind, die sich daS ganze Lager eines Ge- IckäftS vorlegen lassen, und ihr dann schließlich Gesicht sagen, sie sei zu bequem, noch wei» irres herbeizuholen. Schwer zu bedienen sind auch Sie Kunden, die beispielsweise für ihre Dichte Sur Hochzeit etwas kaufen wollen und dabei gleich etonen: ..Sie hat aber schon alle-!" WaS soll nächsten Sonntag, 16. Dezember, 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula unter Mitwirkung des Collegium musicum ein Universitäts-Gottesdienst statt. Die Predigt häll Professor D. Cordier. •• Der Wi nter ist in die Stabtge- kommen. Der Schneefall vom gestrigen Vormittag hat ben ganzen Tag über bis in die Abendstunden angedauert und auch im Saufe der (Lacht noch eine Fortsetzung erfahren. Wenn auch im Stadtzentrum mit seinem lebhaften Verkehr von der weihen Herrlichkeit nicht mehr allzu viel zu sehen ist, ausgenommen die paar schneegeschmückten Bäume, so ist doch in den Anlagen und in ben Auhenvierteltl daS winterliche Bild recht ausgeprägt. Auch in Feld und Wald steht man eine dichte Schneedecke aus- gebreftet, bie die junge Saat vor den aufkom- menden Frösten schützt. 3m Vogelsberg hat es gestern ebenfalls ben ganzen Tag über stark geschneit. Die Schneehöhe auf dem Hoherods- >ps beträgt heute morgen 20 Zentimeter. Auch Elitz Rieh, Luise Schade. Karl Schneider, August Decker. Agnes Sack, Hanni von der Heidt; 2. Preis: Paul Metz; 3. Preis: Daniel Do darbender. 80 Silben: 1. und Ehrenpreise: Heinrich Mosbach, Auaust Müller, Artur Willershäuser, Walther Voll, Ewald Wagner, Else Dikvmeit. Fritz Reh. 2. Preise: Heinrich Kratz, Erwin Sack, Karl Amend, Ernst Spaar, Lilli Pletz. Lina Kiefer, Artur Wichel; 3. Preise: Karl Wahren, Albert Luh. Helmut Balser. 60 Silben: 1. und Ehrenpreise: Friedrich Gorges, Paula Reuser, Lotte Ditthardt, Kurt Horeyseck, Karl Häuser, Robert Riest, Richard Doller, Karl Schäfer, Else Paultz, Otti Jung. 2. Preise: Elfriede Blumenauer, Wilhelm Honig, Ludwig Herbert, Hanni Jacobsohn, Waller Hällmeyer. Karl Hof. 3. Preise: Helma Velten, Heinrich Voll, Gisela Kasiner. 2. Preis-Schon - und Richtigschreiben: a) DerkÄrSschrift: 1. und Ehrenpreise: — mit Rull-Fehler —: Kurt Leipold und Wilhelm Momberger; 1. Preise: Richard Boller, Ludwig Herbert, Wilhelm Honig, Fritz Reh, Heinrich Doll. 2. Preise: Elfriede Blr> menauer, Otti Ouna, Hans Mülln, Lilli Pletz, Helma Velten, Friedlich Gorges, Daniel Doden- bender: 3. Preise: Walter Hällmeyer, Wilhelm Rieh, Robert Rieh, Hans Rübsamen: b) Redeschrift: 2. Preise. Kurt Leipold und Wilhelm Momberger. ** Deutsche Lolkspartei. Man schreibt uns: Am Montag fand im Hotel Hindenburg die Frauenoersammlung der Deutschen Volkspariei statt. Frau Abg. Birnbaum erstattete einen sehr interessanten und vielsettiaen Bericht Über die Zen- traloorstandssitzung der Deutschen Dolkrpartei. Die betreffende Sitzung wurde eröffnet mit einer Rede des glücklicherweise wieder oollständtg genesenen Außenministers Dr. S t r e s e m a n n, in der er die wichtigsten Probleme der Innen- und Außenpolitik behandelte. Reichswirtschastsminister Dr. (Eurtius sprach Über Aufgaben der Wirtschaftspolitik. Es wurde bei dieser Gelegenheit heroorge- hoben, daß leider immer noch eine viel zu große Summe deutschen Geldes ins Ausland fließe für ausländische Waren, besonders für englische Stoffe. Die Dorausgeganaene Tagung des Reichsfrauenausschusses unter dem Vorsitz von Krau Dr. Matz beschäftigte sich mtt Hausfrauen- und Gesetzesfragen,' wie z. B. dem Hausgehilfinnengesetz, dem Rentner- oersorgungsgesetz usw. Mit dem Wunsche, daß bald einmal der Lag komme, an dem die Weihnachtsbot schäft „Friede auf Erden" in Erfüllung gehe, schloß die Rednerin chre interesianten Ausführungen. man Shnen vorlegen T Schrecklich ist es mit denen, die von keinem Lehrmädchen bedient sein wollen und die nach einer Minute des Warten- gleich barsch aufbrausen. All diesen. Kunden sei in der Zeit kurz vor Weihnachten empfohlen, chre Einkäufe in Luhe zu tätigen und sie so schnell als möglich abzuwickew. Zu Hause überlege man sich, was man kaufen will, und wieviel man dafür auSgeben darf. Wenn es irgend möglich ist, benutze man zum Einkauf die Vormittags st unden: man hat dann den Vorteil, mit mehr Ruhe zu kaufen. Wan kaufe vor Weihnachten auch möglichst frühzeitig, nicht erst am 24. abend- kurz vor Gechäftsschluh. Man bedenke immer, daß das BerkausSperlonal auch zu den Menschen gehört, dah es an Weihnachten auch gern Feiertage hat und nicht am Heiligen Abend abgehetzt, verärgert und todmüde nach Haufe kommet: will. Wenn so jeder sein Teil zum reibungslosen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts beiträat, wird eS sich in friedlichen Dahnen abwickeln und Weib- nachten jedem ein Fest der Freude werden, -tn- Kaust beizeiten! Nur noch wenige Tage trennen uns vom Weih- nachtsfeste. Der Kundenverkehr in den Ge- schäften nimmt jetzt ständig zu und wird, je näher wir dem Feste kommen, erfahrungsgemäß immer stärker. Mit diesem Zusammendrängen des Es- schäftsverkehrs sind aber mancherlei Nachteile für Käufer und Verkäufer verbunden. Wer von dem kaufenden Publikum sich davor schützen will, besorge beizeiten und möglichst in den Vormittags- ft u n b e n mit ihrem ruhigeren Kundenverkehr seine Einkäufe. Borrwtizerr. — Tageskalender für Freitag. Sradt- theater: „Perlcnkomödie", 20 bis 22 Uhr. — Nationalsozialisten, Ortsgruppe Gießen: Vortrag von Schriftsteller L Hutterer im „Schwarzen Walfisch", Seltersweg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ser Herzensphotograph". — Astoria-Lichtspiele: „3n- bicner auf dem Kriegspfade". — Stadltheater Gießen. Aus dem Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Heute abend 8 Uhr „Perlenkomödie", Gesellschaftsstück in vier Akten von Bruno Frank. Das mit ausgezeichnetem Erfolg in Szene gegangene historische Drama „Der Patriot" von Alfred Reumann, wird als Abschlußvorstellung der Gießener Werbewoche „Gießen im Licht" am Sonntag außer Abonnement zu ermäßigten Preisen als Fremdenvorstellung gegeben. Mit diesem Stück finden auch die Festvorstellungen im Theater einen würdevollen Abschluß. Am Montag geht zum ersten Male „Ptnkepunl", das diesjährige stehend geben wir die Rainen der Preisträger bekannt. 1. PreiSwettschreiben: ISO Silben: 1. und Ehrenpreis: Paul Dehmer: 160 Kurt Leipold. 2. Preis. 140 Silben: Ehrenpreis: Wilhelm Rieß: 120 Sil- Wim jeder Art, auch an Wtederoerkäufer ZUM halben preis. CottS Erednerstrahe 16 II. ww Sei« Laden! Paul Derharv: 2. Lieb über den 23. Psalm: Der Herr ist mein Hirte, von Ed. Hug; 3. Hymne an Mo Rächt, von L. v. Deethoven: 4. Gute Rächt, von Luck: 5. Süßer die Glocken nie klingen, als um die Weihnachtszeit, von Kritzinger: 6. Motette. Hoch tut euch auf. von Ehr. W. v. Gluck; 7. Marsch au- „Josua", von HändeL •• Die Neujahrs - Sonntagsfabr- karten. Mit Rücksicht darauf, daß der Neujabrs- tag auf einen Dienstag fällt, verlängert die Reichsbahn die Gellunasdauer der vorn 29. Dezember (Samstag) 12 Uhr ab gelösten Sonntagsrückfahr- karten ausnahmsweise bis zum 2. Januar 1929 (Mittwoch) 9 Uhr. Die Sonntagsrückfahrkarten gelten demnach zur Hinfahrt vom Samstag, 29. Dezember, von 12 Uhr an bis Dienstag, 1. Januar und zur Rückfahrt am Sonntag, 30. Dezember, und am Montag, 31. Dezember bis 9 Uhr: ferner am Dienstag, 1. Januar, und am Mittwoch, 2. Januar, bis 9 lUjr. •• Personalien. Ernannt wurden der Kanzlist bei dem Amtsgericht Grünberg Karl D i a n d zum Kanzleiassistenten mit Wirkung vom 1. Januar 1929 an; der Tersorgungsanwär- ter Wilhelm Konradi aus Hofgeismar zum Strafanstaltsoberwachtmeister bei dem Landes- zuchthauS Marienschloh mit Wirkung vom l.Dez. an; der Versorgungsanwärter Georg Oehlen- s ch l ä g e r aus Fulda zum Strafanstaltsoberwachtmeister bei der Zellenstrafanstalt in Dutz- bach mit Wirkung vom 1. Dezember an; der Versorgungsanwärter Georg Quans aus lllm zum Strasanstaltsoberwachtmeister bei der Zellenstrafanstalt in Butzbach mit Wirkung vom I. Dez. an; der Oberjustizsetretär bei dem Amtsgericht Friedberg Heinrich Karl Becker zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Ridda vom 1. Dezember an; der Kanzleigehilfe bei dem Amtsgericht Gießen Hermann Gisser zum Kanzlisten mit Wirkung vom 1. Dezember an. ** Diebstähle. Der heutige Polizeibericht meldet: Am S. Dezember wurde auS dem Realgymnasium ein Herren-Wintermantel von rotbrauner Farbe mit breitem Gürtel und braunen, mit roten Karos versehenem Futter und aus der Goetheschule ein Damenmantel (englischer Art), hellbraun tariert mit breitem Stoftgürtel, auf» gesteppten Taschen und Opossurnkcagen und Aermelaufschlagen entwendet. 3n der Oberrealschule wurde ine elektrische Klingelleitung durchschnitten und zwei Elemente gestohlen. In der Rächt vom 11. zum 12. Dezember wurden in der Gartenstrahe und im Seltersweg eine größere Anzahl elektrischer Glühbirnen (Marke Osram), die anläßlich der Lichlwoche angebracht waren, entwendet. Personen, die Angaben zur Ermittlung der Täter und Hsrbeischaffung des Diebesgutes machen können, werden gebeten, der Kriminalpolizei Rach richt zu geben. ” Festnahmen. Der Polizeibericht meldet: Am 12. Dezember wurde eine jugendliche Betrügerin aus Wetzlar hier festgenommen, die sich in einem hiesigen Schuhgeschäft ein Paar Halbschuhe erschwindelte. Gin Lehrjunae aus Frankfurt a. M., der seine Lehrstelle heimlich verlassen hatte, wurde hier aufgegriffen und dem Wohlfahrtsamt übergeben. Weiter wurden in den letzten acht Tagen hier feftgenommen: Wagner Friedrich Deutsch wegen Slrafverbützung auf Ersuchen des Amtsgerichts Ludwigshafen, Maler Albert G r ö b e wegen Unterschlagung auf Er- Ersuchen des Amtsanwalt- Jena, Friseur Gustav Weiß wegen Verdachts des Meineids und Unterschlagung auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Heidelberg, Arbeiter Karl Fischer wegen Strafverbüßung auf Ersuchen des Amtsgerichts Gießen, Schlosser Hans Stein wegen Einbrmh- diebstahlS auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Altena. Bauarbeiter Karl Bosch wegen Körperverletzung auf Ersuchen des Amtsgerichts Stuttgart, Arbeiter Erich Helwing wegen Diebstahls auf Ersuchen deS Amtsanwalts Braunschweig und Schlosser Kurt Müller auf Ersuchen der Kriminalpo'i-ei Hamburg. ** Eigentümer gesucht. Bei dem hiesigen Pollzeiamt ist eine Anzahl Geldbörsen, die von Dieb- stählen auf Sportplätzen, Badeanstalten usw. herrühren dürsten, sichergestellt. Personen, die sich ge- schädigt fühlen, werden gebeten, sich zwecks Anerkennung ihres Eigentums bei der Äriminalabteilung zu melden. ** Falschgeld. In letzter Zett sind in Frank- furt a. M. eine Menge falscher Fünf-Reichsmark- Angebote sind beim Städtischen Tiefbauamt, Asterweg Nr. 25, erhältlich. Die ausgefüllten Angebote sind verschlossen, versiegelt und mtt entsprechender Aufschrift versehen bis zum Mittwoch, dem 19. Dezember 1928 oonnittems 10 llhr beim Städtischen Tiefbauamt, Asterweg Nr. 25, einzureichen, woselbst die (Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt Die Binde- und Zuschlagsfrtst beträgt drei Wochen. Gießen, den 13. Dezember 1928. Städtisches Tiefbauamt: Braubach. düng starker Schneefall eingetreten. *• Die Werbewoche .Gießen im Licht" wird morgen, Samstagabend, von 6,30 bis 730 llhr durch den Vortrag von Chorälen und Weihnachtsliedern, in der Südanlage, gespielt vom Musckchor des Vereins der Musikfreunde. bereichert. 5He DortragSsolge sieht vor: 1. Choral: Wie soll ich dich empfangen, von Ä0* Für den Wintersport Schlittschuhe Schneeschuhe mit »amtlichem Zubehör Rodelschlitten Beste Qualitäten :: Große Auswahl Emil Fistor Nacht. Gießen, Marktstraße iotsoa Ordentliches Mädchen für L Inn. gesucht. Fran C Gilbert. Lollar, *•* Daubrtnger Str. 11. Geb. 18j. Mädel sucht Stelle zu Kindern z. 2. od. 15. Jan. 29 m. etwas HauSarb.JnKinder- u. SäuglingSvfiege erfahren. Zeugnis vorb. Jarn.-Anschl. erwünscht. flO971D Käte Stella, Wetslar. Pbilofovhenweg 26 tvüt 19j. Mädchen vom Lande wird Audi 1. 1. 29 od. auch später Stelle als MIM gesucht. Kleines Taschengeld erw. Schr. Angeb. u. 08754 an d. Gieh.Anz. erb. | Vermistungen j | Mietgesuche [Stellenangebote] wavnen Sie Möbi. Zimmer nahe der Haupt vost bevorzugt, leicht beiz« bas nütgl.Zentralb^ eL L., von solidem Dauermtetergesucht. Schr. Angeb. unter 08787 o. d. Gien. Anz. Pens. Brandl Seia. «dkl. Z.mmer, gate Rache. Tel. 1885. Braves, ehrliches rMSlMAll eu., zur Aushilfe für sofort gesucht. Näh. i SU erfragen 08780 Ludwigftr. 33 i.l I-nvLewerbungr» aus »iyelgrn oynr Dtomtn BoenlfTe, Urhmhtn od. sonst wichtige vapirre Mjufügen; Abscheislen gongen zur (Einleitung b. Allsteliunasverhand» traqen. Ost ist und der »aftragaeDtr unbtfannl nnb In blrsenALIlmiSn- ntn wir nicht« hin für d. Wiedererlangung der 8fl»ert>imgdunttrlagtn GreSeueo Ärrrelgev Friedrich Wilhelm LebenSverficherungS-Akt.-Gesellsch. 10944VJ Errichtet lb66. Allein in Hessen und Hessen «Nassau monatl. über 4000 Neuversicherte! Wir bauen uns. Auhenorgams. weiter aus u. stellen noch für verfch. Gebiete einige fleißige und geschickte, reisegew. Werbekräfte per sofort em. Wir zahlen auch Nicht« Wachleuten von Anfang an fettes Ein» komm. Pers. Borst, mit Orig.-Zeugn. od. sonst.Belegen üb. biSder. Tüttgkeit nm SamStag, dem 15. Dez. 1948, vorin. 10— 11 Ubr, bet HrwOrganis.- Veit. Seboernack, GieDen, Betel tiehfllx Weg. Berheiraiung meines seitherigen Mädchens suche zum 1. Januar 29, eötl schon früher, Mädchen vom Lande Zu erir. t. d. Gefchst. d.Gieg.Anz. 10868D Fleißiges, ehrliches Mädchen zum 1., spätestens 15. Januar, gesucht. Borzustellen zwiich. 4 u. G Uhr 08738 Slepöanfir. 32 o . i. Wegen Erkrankung in d. namilieunscres bewährten sleidigcu Mädchens tvird zum 1. Januar 1929 ein eötU tücht. 10969D Mädchen gesucht. Meld.Alice- schule, Stcinftr. 10, v. 12-1 od. 2-3 Uhr. | Verkäufe | Gutes Arbeltö- Pferd schwerer Schlag, zugseft u. treu, neun« jährig, zu verkaufen. Heb. > cbombert WeirkartSbain lam Bahnhoit. ,0OT,D Gute Simmentaler Milch- und Fahrkuh mit Mutterkalb, zu - erkaufen. 109751- Ludwig KIöh Stetoheim v. Hunnen. 3-5-Zimmer-Haus in guter Lage, mit beziebb. Wobng.. zu oerk. Anzahlung 10-12000 Mk. Näh. drch. Sckaumoerg^r & Sobn, Ludwig« strade 30. 08748 HHH88OSO8 Haus mit Einfahrt und 3000 qm Fläche, tn guter Lage, für gröb. Geschäft pnssend, bei 6000 Mk. Anzahlung preiöw. z. oerk. .t?« J. Baer, Öltank. 29. —M8W—8 Ja st neuer Elselldsimek' maniei für Gröhe 1,60, billig zu verkaufen. Zu erfr. in Lich, Gien. Strahe 16 11. lce„D schläfriges Bett ein Mvmeil gut erhalten, billig zu verkaufen. 08755 SelterSweg 3«. Leitspindel- Drehbank mit allem Zubehör, u. Feinmechaniker Werkzeug wegen Platzmangels zu oert. Auzuf. Lollar, Hauptstr. 114 h. Puvventtubc und Puvvenkiiche zn verkanten. Wo, sagtd.Geschäflö« stelle d. G. A. 1095810 tamopta m Platten, Puppenwagen, Schaukel u. Fifchaauarium zu verkaufen. 08751 Crednerstr. 38 II. Schneeketten Soeben große Sendung eingetroffen. Alle Größen ab Lager Kraftfahrzeug - Reparatur Neils&Kraft Marburger Str. 68. Tel. 1089,1090 08752 bfflobetfabrih m.BRücn INH. TH. WEINEILT §iesseiL Brandplatj (ALTES SCHLOSS) 4 Jtlobel; in einfachster bis feinster Ausführung Teppiche/ Dekorationen Bequeme I ^Teilzahlung ri Manos vier neue Instrumente erster Firmen mit großem Preisnachlaß zu günstigen Zahlungsbedingungen Sinke, -Msvievmalhev Wcstanlage 31, vart.108733 Kaufgesuche Gebr^ gut erhalt. Leder- Halbverdeck möglichst m. abnehmbarem Bock, zu kaufen gesucht. Angeb. mit Preis erbittet Aag. Clooa, WUebach sPosi Erdal. 10974D Speise-und Salai- karioffeln in vrima Qualität, empfiehlt billigst W. Hanke!, Neuen Baue 7, Televh. 612. 45D für Pferde, sucht Broll. 10881D BiSkirchen. [Verschiedenes! Besachi die tändele- •ehole Knnzelmann I MWIIillliWiiillllW Suche den Berkaus alkoholfreier Getränke zu übernehmen, z. B. Obst-u. Beerenmoste Friedr. Slingelhttler, Bndbaoh, Kr.Bteden« köpf. «D Olllilllllllllllllllllllllllillllll Geschäftstüchtige Iran sncot Wirtschaft au vacht. Kein Phantasiepreis. Tauschwohnung. Schrittl. Angebote unt. 08732 an den Gieh. An^. LaDtiw.Flslochlep 28 J^ co., tadelloser Ruf, mit Grnndver« mögen, auS guter Familie, möchte mit nettem, gcbild. Herrn in sicherer Lebensstellungbekanntwerden, um baldigst Neigungsehe zu schließen. Schr.Ang. u. 08745 a. d.Gn. Anz. G i es sen x Son ne nst r.25 Erstes und ältestes Spielwarengeschäft Weihnachtr- bitre! Die Herberge zur Hetmat richtet auch in diesem Jahre wieder eine herzliche Bitte an die Bürgerschaft , nützuhelien, den Weihnachtstisch für fremde Wanderer zu decken. Die Not und Zahl ist grob, auch solcher, die durch die Zeit« verhälmtssedahinge- bracht worden sind. Gaben an Geld, Wäsche, getr. Klet« der. Lebensrnittel rc. werden dankbar vom Unierzelchneien ent» gegengenommen. AuiTel.-AnraslTS werden die Gaben abgeholt 109811) Namens deS Vorstandes Loh, HauSvaier. 400-5001L gegen zeitgemäbe Zinsen, auf kurze Zeit ton Gefchäits- mann zu leiben gesucht. Pünktliche Rückzahlung. Schr. Angeb. o. Selbngeb. u. 08735 a. d. G. Anz. StiroM Landwirt, Anfang 50er, gute Ersehet« nung, mit Vermögen, fuckn auf diesem Wege die Bekanntschaft eines Irl. od. Wwe., welche eigene Land« wirtschaft oder Ge« schäft hak, im Alter von 40—50 Jahren. ErnstaemelnteOner« icn mit Bild an O. Seibel, Agen« tuten, Schönbach. Vereine | Verein bertr. WMMkiWI Kinderbescherung am 16. 12. 28, im U.-C., 4 Ubr nchnr. wozualleMitglieder u. Angehörigen ein« geladen sind. 087,8 Der Vorstand. Ein frohes Gesicht ein fröhliches Herz durch ein schönes Weihnachtsgeschenk. Unsere Weine und Liköre sind auf jedem Gabentisch willkommen. Fordern Sie bitte unsere Liste an. Carl Küchel Nachf. Weingroßhandlung und Likörfabrik Gießen gegr. 1857 Kaiserallee 1 WWMlvMlll „ÖÄ“1920e.lJ. Wir machen unsere Mitglieder auf die am Samstag, dem 15. Dezbr. 1928, abends 8 Ubr, aus der »Hardt" stattfindende weiyliMMIkk aufmerksam. 109590 Der Vorstand. Nur eingeladene Gäste haben Zutritt. vienenzüchier- verein Gietzen u. Umgegend. Versammlung Sonntag, 16. Dez^ nachmittags 3 Uhr, tn Giehen bei Kraft, Örnnffurter Str. 81. Tage?-Ordnnng: Siehe Btcne Nr. 12. Lelhgestern, 13. Dezember 1928. 10967D Butt. 224er Samstag. 15. 12., 8V, Ubr: Auerhahn. Tagesordnung: Weihnachtsfeier, Verschiedenes. ioe*J> AiesUmiUWMM von Hofavoih. Schaefer, gegen Schuppen. Haarausfall u. Jucken der Kopfhaut, beiten» bewährt. Jein »nrfurniert! Flaschen mit« bringen I'/«Liier 0.75 SJDIL V, Liier 1.25 Mk. All. Verkauf: Kosm. Abt. Engel-Apotheke. INGENIEURSCHULE ALTENBURG TH. MASCHINENBAU * ELEKTROTECHNIK AVT0M0BIL-g.FLU6ZEUGBAU ZWüg. MÜ und r zoehl- Verein SamStag, 15. Dez^ abends 8 Uhr, im „Hess. t>of: 10960D Monats- versammlung^ D. ti. V. Monatsversammlung Samstag, 15. De»^ abends 8% Ubr, tm Ortsgruppcnheim. Bahnbofstrahe 71. Erscheinen unbedingt ersorderlich. Der Vorstand. Evang. Arbeiterverein. Sonntag, den 16. Dezember, abends IV- Uhr, in der Turnhalle: Stifiungs- feit verbunden mit MMS- leier. Reichhaltige Dar» bietungen. Gäsio willkommen. ioo62d 90 Paar 91 acc mit Stulpe Nr 294 Zweites Blatt KauLe Kompromiße. Wieder ostoberichlciischc Klagen vor dem Völkerbund. Don unserem W. M.^ridt'.erRatter. •2la<^Wd auch mit Qucllena '.g >be verboten! Kattowitz, Dezember 1928. Der Kampf gegen das Deutschtum in Ostober- schle irn wird in unser n vierter Sch irfe fort- geführt. Ledig ich die Kampfmcthoden sind andere geworden, S>eate wird weniger mit dem Gummilnüppel gearbeitet als in den ersten Jahren nach der Abtrennung: die Polen führen den Kampf ietzt mit verfeinerten Methoden. Die De"tschen werden vor altem durch wirtschalticke Schwierigkeiten le kämpft, durch die man den deutschen ®.cm:n.en die ©ri'tentm g i hteit ab .ugraben ve^uch'. Besonders schlimm i t dies für die Deutschen, dle als Qlnre tefHe. Arbeiter oder Beamte in O.tober- schle ien tätig sind, da sie naturgemäß wirt- schaft'ich am stär.sten abhurnig .ind von dem herrschenden Regime. Wenn diese Deutschen ih r Stellungen nicht rrrltercn toot cn. so berat ihnen nichts anderrs übrig, als sti lschwe gend alles zu dulden und ihr Deutschtum nach außen hin nach Möglichkeit zu verbergen. , Aach wie vor grlt neben den wrrtschaftlrchen Bedrohungen der Kampf der Minderheits- schule, die ja das Hauptstück einer deutschen Zukunft in Ostoberschle ien i't Auch hier ist man im Laufe der Zeit zu einer neuen 2Nethode gekommen. Der Kampf gegen die deutsche Schute wird jetzt geführt durch Kompromisse, die nach außen hin Öen Eindruck erwecken, als ob Voten bemüht sei, Frieden mit der deutschen Minderheit zu halten, die in Wirklichkei t aber schwere Gefahren für die Zukunft des Deutschtums in sich bergen. Dis ietzt sind auf dem Gebiete dcs Schulwesens zwei Kompromi.se geschloßen worden. Der erste wurde im März 1927 in Genf vereinbart Cs war dies die ungluckte ige Vereinbarung der Sprachprüfungen, bei der von deutscher Seite auf das Aecht der Eltern, selbst zu bestimmen, ob die K nler in die deutsche Wind rh'itsschule gehen sollen oder nicht, verzichtet wurde und die Aufnahme in eine deutsche Minderheitsschule von dem Aus,all einer Svrachprü png abhän'ia gemacht wurde. Durch diesen Kompromiß sind rund 4030 Kn der den deutschen Schulen in Ost- oberschlßien verloren gegangen. Man sieht daraus schon, welch unheilvolle Folgen solche deutschen Verzichte haben. 3m Aovember d. 3. ist wiederum auf das Drängen des Präsidenten der Gemachten Kommis Ion zwischen Vertretern der deutschen Minderheit und der polnischen Regierung ein ne ucr Schulkompromiß ab--eschlossen wordcn. der eine Erledigung der Beschwerde d7s deutschen Dolksbundes wegen Schließung von Min - derheitSschulen brachte. Es handelte sich um >echs Minderhcitsschulen. Aach dem Gen'er Abkommen war diese Maßnahme völ'ig ungerecht- ser igt. und wenn der Völkerbund die Kra t 6e- se fen hätte, das von ihm geschaffene Genfer Abkommen durchzuführen. so hätten säm liche sechs Schu'en wieder eröffnet werden muf en. Der macht ofe Völkerbund, der ja in den Minderheits- fracen völlig versagt, hat sich aber um eine klare En sck^eidung h^ rumgedrückt und de Sache der Gemischten Krmmi sion zur Erledigung überwiesen. Das Ergebnis dieser Erledigung ist der neue Schulkompromib, bei dem man eineHalb- und Halb-Lösung gefunden Hot. Don den sechs geschlossenen Schulen werden drei wieder eröffnet und drei bleiben geschlo sen. Mit den drei geschloßenen Minderh itsschu en g hen 63 Kinder der deutschen Schule verloren. 3n Wirtlichkeit bedeutet dtefer Kompromih einen Verlust für die deutsche Sache in Ost- ober fehle ien. Denn wenn man so weiter Korn- Promis e schließt, wie man das bereis zweimal ge'an hat, bröckelt immer mehr von Öen öeut- fchen Schule inrichlungen ab, bis nach 3ahren zum Schluste üb rhaupt nichts mchr übrig b eib*. Diese Kompromis e bedeuten nichts anderes als freiwillige Verzichte auf Rechte, die im Genfer Vertrag ausdrücklich zugesichert sind. Allerdings gibt es für dio Deutschen in Ostoberschlesien kaum andere Lösungs- Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhesienl Freitag, 14. Dezember 1928 Möglichkeiten: öemi ein Schützer der Genfer Der- tragsrechte fehlt. Die de tsche Minderheit ist praktisch ter Willkür der polnischen Behörden auSce i fer l. Die deutsche Regierung, die vielleicht nach Versagen des Völkerbundes als Schirmer der Rechte der deutschen Minderhßt auftre'.en könnte, hat andere Sorgen. Rhei üandräumung und Reparationen sind zwei so wichtige Fragen, daß ihnen gegenüber die Sorgen der deutschen Minderheit in Ostoberschle ien in den H ntcrgrund gedrängt werden. Unter diesen HmRäntei sieht allerdings der Deutsche in die em schweren Kampf um fein Vo'kbtum dem Ende mit wenig Hoffnung entgegen. Es kann daher nicht dringend genug betont werden, daß. wenn es so weiter geht, Ostoberschle ien für immer verloren ist: denn die Poteniiierung macht große Fortschrille. Die Tal ik der Kompromis e, das Herumdrücken des Völ e.buntes um k are Entsch ibungen. Öre mangelnde deutsche Aktivität in den großen Ost-» sra^en sind öen Poloni ierungsbestrebungen auherordenßich günstig. . Die Deutschen in Osto'terschl s'en sind allem auf sich selbst ang'.wie en. Kllnrr hilft ihnen. Kcin Völkerbund I Keine Rei hsregierung! Aur die ihnen angeber n: obc-rschte ifche Z'h'gke't läßt sie festhallen an ihrem Deut chturn. Ein n t.c.nen Ausschnitt aus der Füße der einzelnen Sorgen, die in der Leidensgeschichte der Deutschen in Ostoberschle ien eine Rolle spieten. zeigt die Tagesordnung der geteito r i en Dezember- Ratstagung in Lugano, auf der wieder nicht toe"iger als neun ostoberschle ische Beschwerden stehen. Verwiegend ind eS Schulange- te genbeiter. Das Haug tinter sse be n pruchi eine Kolleltivbßchwcrde des Deutschen Volk'bundes über die falsche Austegung des vom Völkerbunde bet its bestätigten Ärtcils öc3 Haager Schiedsgeri btshofeö in der Frage ö?r Entscheidung üter die Aufnahme in die deutsche Minderheitsschu'e. Denn o'wohl in dieser Frage all: Instanzen gegen Polen en schieden haben, legt die polniiche Regierung de letzte endgültige Entscheidung des Haager Schiods- gerichtshofes gegen Öen klaren Wi len des Urteils inihremSinne aus und hält sich einfach nicht an die sich aus dem Urteil ergebenden klaren Folgerungen. Alle diese Fragen, die tric.crum auf dem Völ'er'undsorogramm stellen, sind für die deutsche Minderheit in Ostober- sch'e ien von grundsäh iher Bedeutung. Aber wie es scheint, besteht auch diesmal wieder die Gefahr, daß die ostobersch'esischen Ange e^.chei en erst wieder zum Schluß der Tagung in Bausch und Dogen behandelt werden, so daß überhaupt nicht abzute en ist, wann diese Deschwcr- ten. unter ömen sich einige befinden, die bereits seit 3ahrrn laufen, erledigt toe den. Die deutsche Minderheit ii Osto'erschl sei fragt sich nur, toie lange noch ihre Geduld durch dieses Theuterspiel beim D^l.erbund in Anspruch genommen werden soll. „Quo uque t~ndem?“ „W i e lange noch<'. das ist die Schicksalsfrage der deutschen Minderheit in Ostoberschlesien. Wie lange noch soll der Kampf gehen? Wie lange noch soll das in feierlichen Der rigen garantterte Recht leinen Schützer fin.en? Wie lange noch sollen wir allein stehen in unserem Kampf um un er Volkstum? 11 nö die Antwort? Aus Genf? Aus Derßn? — Wenn Völkcrbund unö Reichsregierung die H'lte- rufe nicht hören, bann bleibt der deutschen Min» terhllt ja nichts anderes übrig, als sich an das ganze deutsche Volk zu wenden, dem es sich zugehörig fü'I1, damit her Kampf der deutschen Minderheit ii Oboberschl.s en Sache des gan en deutschen'Dol es wird. Dafür zu sorgen in Wort und Schrift, ist je.zt die wichtigste Aufgabe. Geschichten aus aller Welt. Aachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Ter Bitz des toten Haisischs. (aga) Aeuhvrk. Zwecks Wahrung seines im Laute einer fünf» undzwanzigjährigen jou.malistischen Laufbahn niemals ernstlich in Frage gezogenen Rufes, nie mehr als unbedingt nötig von der Wahrheit abgewichen zu sein, möchte der Schreiber nachstehender Zeiten vorausschicken, daß er für die Geschichte dokumentarische Beweise hat und bereit ist, sie gegen Einsendung der Schreibgebühren ufto. jedem Zweifler abschriftlich zu.'ommen zu lassen. Daß an Versicherungsgesellschaften zuweilen die abenteuerlichsten Forderungen wegen erlittener Leibesschäden gestellt werden, ist männiglich bekannt, und man braucht um besonders eklatante Fälle durchaus nicht die Ak en der amerikanischen Gesellschaften zu durchstöbern. ES dürfte aber doch in feinem anderen Lande der Welt möglich sein, daß ein Mann Anspruch aus Krankengeld und Schadenersatz stellt, tooil er von einem toten Haifisch gebissen worden ist. Besagter Haifisch hieß mit Vornamen Louis und entstammte der weitverbreiteten Familie Shark. Er war vor langer Zeit Fischern ins Aetz geraten, und man hatte ihn dem Rcutzorker Aquarium geschenkt, wo ihm als exklusive Domäne eines der größten Becken überwies m worden war. Kürzlich hat LouiS au 3 irgendeinem Grunde das Zeitliche gesegnet, und man. rief das Aaturhistorische Museum an. ob es auf den toten Fisch reflektiere. Eine Bereicherung ö.r neueröffneten Fischhalle ist den Mu eumsbehiir» den stets willkommen: sie schickten ein großes Lastauto u.ö mehrere Angestellte, um den toten Ludwig abzußolen. Ein besonders neugieriger Museumsangestellter wollte sich eigenhändig davon überzeugen, wie scharf eigentlich die Zähne eines ^aififcheS sind, und steckte feine Hand in Öen halb offenen Schnabel, oder di: Schnauze, oder toie man das Mundwerk beim Fisch sonst nennen mag. Dabei berührte er — jetzt wird die Sache wissenschaftlich - einen Reflexnerv im Rachen des toten Louis, und — schwapp, schlossen sich die Kieser. Wahrscheinlich war des seligen Louis Geist zugegen imb wartete nur auf die Gelegenheit, sich iwch nach dem Tode an der Menschheit zu rächen, die ihn jahrelang in ein ödes, mit weißen Kacheln ausgelegtes Schwimmbecken eingesperrt hatte. Man mußte — auf großes Ehrenwort — Lruis die Kiefer mit einem Stemmeisen auseinanderzwängen. Der von dem toten Fisch Gebissene mußte ins Krankenhaus gebracht werden und erhebt jetzt Anspruch auf Kranken- und Schmerzensgeld. Einsiedlers Ende. (r) Amsterdam. Der „Surinam-Bode" (Riete. ländisch-3ndien) erzählt folgende Geschichte, die uns rn unserer Zeit der Ozeanflüge, der Rekorde und der Ihr* rast doch für einen Augenblick aufhorchen läßt. Seit einigen 3ahren übte im entlegenen Gebiete des Sara-Creeks ein Engländer feinen Beruf als Goldgräber auS. Er wohnte, von jeder menschlichen Siedlung, von jedem Cingebo- cenenöorf meilenweit entfernt, muttei-seelenallern in einer niedrigen Schilfhütte mit einem kleinen Gemüsegärtchen, unö kam nur alle Vierteljahre einmal an die nächste, über 85 Kilometer entfernte Bahnstation, um dort Sendungen auf» zugeben oder abzuholen. Er sprach dabei mit niemandem ein Wort unö verständig e sich mit den Beamten durch kleine Zettel, auf die er feine Wünsche unö Bestellungen aufschrieb. Er war jedoch nicht, toie man etwa annehmen könnte, taubstumm; er verstand jede Frage, und Duschneger, die In der Aähe seiner Hütte jagten, hörten ihn deutlich sich mit seinen Hunde n unterh alten. 3m September dieses 3ahres ward er zum letzten Male auf dem kleinen lirwaldbahnhvf ges:hen: er erbat sich zum Transport seiner (Sachen einen Duschneger, da er, toie er auf einen Zettel notierte, sich beim Fall über eine Daumtouizel einen Bruchschaden zugefügt hätte und daher nicht in der Lage fei, selbst etwas zu schleppen. 3n feiner Hü'te angenommen, en lohnte er den Buschmann sehr reichlich: das war das letzte Lebenszeichen, das man von ihm empfing. Ein Duschhäupßing, der den Weißen bei seinen 3agd- und Streifzügen öfter zu Gesicht bekommen hatte, schöpfte zuerst Verdacht und beschloß. mit einigen seiner Leute nach dem Rechten zu sehen. Als man sich der Hütte näherte, sah man den Weihen schon von weitem als Leiche unter seiner Hängematte vor der Tür liegen, an ihn geschmiegt die Kadaver seiner beiden Hunde. 'Ser Tod mußte schon vor Wochen elngcticten fein; merkwürdigerweise hatten sieb die Urtoaldbestien nicht an die toten Körper gewagt. Auf dem rohen Tisch in der Hütte sand man einen Zettel. Auf ihm stand: 1. 3ch — mein jetziger Aame sei Ebenezer Thorn — will mit meinen Hunden, die ich vergiftet habe, an dieser selben Stelle der Erde übergeben werden. 2. 3ch habe feine Verwandte, Freunde und Bekannte 3. Meine Hütte soll niedergebrannt werden. Die sechs Goldnuggets auf dem Tisch mögen sich die teilen, die mich gefunden haben. 4. Heiratet nicht! Don da tomnü alles Unglück der Welt! 5. Die Sprache der Toten sei die Bibel der Lebendigen! Mit diesem letzten, orakelhaften Passus wußte man nichts anjufangen. Unö bis auf dm philosophischen Passus Ar. 4 ist das sonderbare Testament des sonderbaren Ebenezer Thorn ausgeführt worden. Auch her Halbmond verschwindet» (h) StambuL Einst schreckte er ganz Europa und kündete der Welt die Größe des osmanischen Reiches, und jetzt soll auch er, der Halbmond. von den türkischen Fahnen verschwinden, KemalPascha ist eben der Feind jeder Tradition. Vergeblich kämpfen die Osmanen, die sich jetzt bekanntlich alle, ob alt oder jung, hinfetzen müssen, um das europäische Alphabet zu lernen, gegen diesen neuesten Schlag des allmächtigen Diktators. 3n diesen Tagen erscheint die neue türkische Fahne, auf der der Halbmond durch ein großes C, öcv Anfangsbuchstaben des Wortes „Chunhuriet“ (Republik) ersetzt wird. Dieses C wird dann noch, gleich einem Monogramm, von einem T durchbrochen, so daß das Ganze dann „Türkische Reprchlik" heißen wird. DieS ist das Ende des türkischen Halbmonds, des Wahrzeichens von tausend siegreichen Schlachten, öaS über den Köpfen jener 3anitscharen flatterte, die halb Europa eroberten. Sic transit ... Oberheffen. Oer Birdinger Haushaltsplan» !! Büdingen, 13. Dez. Aus dem kürzlich genehmig en Voranschlag der Stadtverwaltung entnehmen wir nachstehend einige bemerken iitoerte Angaben: Die städtischen Gebäude, einschließlich Rathaussaal, bringen an Miete 18 393 Mark ein und erfordern für Unterhaltung, Verzinsung und Amortisation 4663 Mark. Die städtischen Grundstücke bringen aus Pacht und Autzuna einen Erlös von 4202 Mark und erfordern für -Unterhaltung, Bernd Entwässerung ufto. 3411 Mark. Der Wald bringt rund 82 000 Mk. wovon jedoch für Löhne, Forstverwal ung„ Forsteinrich^ung, Derntessang ufto. 56 813 Mark abgehen. Die in 3 Dezi ken verpachtete 3a g ö bringt pro 3ahr 4Z5 Mark ein. Messen und Märkte liefern für die Stadt 1150 Mark. DaZ Gaswerk schließt mit einem voraussich lichen älebeßchuß von 6000 Mk. ab. Weiter erhebt die Stadt einen Strom* kostenzu schlag von 5 Pf. pro Kilowattstunde, wodurch für die Stadt eine Einnahme von 5000 Mark entsteht. Die Wasserversorgung bringt eine Einnahme von 15 351 Mark, für äln erhal ung, Wasseruntersuchung, Verzinsung unö Tilgung sind 10 362 Mark als OIuS' gäbe zu verbuchen. Die Stadtverwaltung nimmt an Gebühren, Strafen, Stempelgelder, Re- klamegebühren ufto. 2638 Mark ein. Für Gehalt der ©emcinöebeamten, sachliche Kosten, Reisegeld^, Tagegelder, ufto. sind 41000 Mark aufaubringen. Der Sicherheitsdienst erfordert für Schutzleute, Aachtwache ufto. 17 500 Mark. Die Stadt toeiltet ferner auf: für Gesundheitspflege 1890 Mark, für Feuerlöschwesen 1538 Mark, für Armenpflege 15 700 Mark. Ein befoaöereS Ausgabe api.el bil- Gießener GtaSitheaier. Gastspiel des Hessischen Landestheaters: „Fatme". Zeiten, wie unsere Gegenwart, deren Opernstil noch im Garen begriffen ist, lassen gern den Blick auf solche Werke bewahrter Meistcr schweifen, die seinerzeit nicht die volle Anerkennung gesunden haben. So haben die letzten Jahre verschiedentlich Bearbeitungen Derdischer Opern beschert, so wurde auch F l o t o a> s verschollene „Macht der Betröge' non" einer gründlichen Umschaffung durch Dr. Benn B a r d i unterzogen und als „F a t m e" von verschiedenen deutschen Buhnen in den Spielplan mit Erfolg aufgenommen. Die vorliegende Fassung stellt die Person der Fatme in den Vordergrund: sie wird zur Verkörpe. rung der ehelichen Treue, die allen Verlockungen . uon noch so hochgestellten Persönlichkeiten zu widerstehen vermag. Stets bleibt sie die Herrin der Situation, wenn auch durch das Eingreifen des ihr hilfreich zur Seite stehenden vermeintlichen Derwischs (in Wirklichkeit des Kalifen). In dem Stelldichein, das sie ihren drei Widersachern gibt, weiß sie ihre Frauenehre so geschickt zu wahren, daß sie unantastbar aus Öen verfänglichsten Situationen heroorgeht. Dem lüsternen Dr. Babuk täuscht sie Fieberwahn vor, den großmäuligen Kadi läßt sie tanzen, und auch der liebes- schmachtende Grvßwesier gelangt nicht zu seinem Ziel. Aber auch selbst den Zudringlichkeiten d?s bärbeißigen Korsaren widersteht sie, und gibt so dem als solchen verkleideten Kalifen den moralischen Grund zum Eingreifen. Die Äuffasiung des Eharakters der Fatrne ist bestimmend für Die Inszenierung des ganzen Werkes. Da ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Ist Fatme ein mondänes, raffiniertes weibliches Wesen, das mit schlauer Berechnung sich den Männern gegenüber unnahbar macht, oder ist sie die ehrbare Ehefrau, die durch angeborenen Mutterwitz und Fraueninstinkt Auswege findet, um sich ihren Nachstellern zu entziehen? Damit entscheidet sich auch die Einstellung zur Gesamthandlung, die man einmal als ein Maskenspiel ansehen kann, die zum andern mit gleicher Berechtigung aber auch als Spieloper gelten Fann, die bei allem Märchenhaften der Handlung doch innerliche Tone anschlägt. Die Entscheidung fällt in diesem Falle der Musik zu. Wer die Partitur gründlich durchsetzen konnte, wie es dem ^Referenten lange vor der Darmstädter Aufführung möglich war, muß zu dem Ergebnis kommen, daß die Auffassung der „Fatme" als Spieloper die glücklichere ist. Gewiß ist Flotows Musik auch prickelnd, und sicher weist auch hier wie in andern Opern Flotows manches in Offenbachs Nähe. Gelangt auch der fein pointierte Humor zu feinem Recht, so hält er sich doch frei von allem Karikierten. Zum andern ist der Musik Flotows ein gewisser gemütvoller, vielleicht auch etwas sentimentaler Zug eigen, der allerdings bei Ueberspitzung leicht zur gegenteiligen Wirkung ausschlagen könnte. Die Einstellung der Darmstädter Spielleitung (Renato Mord o) entsprach mehr dem heiteren Maskenspiel unö verwies mit der Herausstellung einzelner Züge ins Burleske, ja ins Groteske mit Anklängen an den Charakter einer Offenbachiade. Allerdings, wie diese Aufgabe gelöst wurde, das wirkte aud) bei dem, der innerlich anders zu dem Werk eingestellt ist, volle Anerkennung aus. Denn an sich wurde der einmal angenommene Standpunkt konsequent durchgeführt. Die Fatme, Käte Walter, gab sich prickelnd- delikat, fast wie eine Operettendiva und brachte den würdevollen, vornehmen Zug, der der Ehefrau Fatme zukommen müßte, nicht voll zur Geltung. In ihrer Art beherrschte sie das Spiel, vor keinem Mittel zurückschreckend. Gescknglich erfaßte sie ihre Partie von dem Standpunkt Der stimmlich hochbe- fähigten Koloratursängerin aus, die überall da, wo es nur irgend angängig ist, ihre Fiorituren anbrachte, in den Koloraturen eben nur technische Passagen sah, sie aber nicht mit dem Affekt des persönlichen Erlebens erfüllte. So blieb in der großen Arie, die mit zu unseren schönsten und dankbarsten Spielarten gerechnet werden muß, manches hinter den Erwartungen zurück. Besonders die große Kadenz auf „Treue" liefe kaum den großen melodischen Bogen, der ihr innewohnt, heraustreten. Ebenso tarnen die dramatischen Züge der „Fieber-Arie" nicht re[tlo5 zur Auswirkung. In den Ensemble- szenen führte sie: überall fand sie sich mit sicherem Bühneninsünkt mit ihrer Rolle ab. Als Gegenspielerin vertrat Anna Jacobs die Asra. Durchaus anzuerkennen war, wie sie ihrem an sich schweren Organ die Leichtigkeit des Parlando abzugewinnen vermochte und sowohl im Terzett des ersten Aktes „einem Mühlrad gleich" schwadronierte und sich im Quartett des zweiten Aktes mit edler Tongabe einfühlte. Die drei Liebhaber der Fatme waren charakteristisch in Gesang, Spiel, Gebärde und Maske. Heinrich Kuhn als begieriger Doktor Babuk und Karl Ebert-Beyer als überheblicher Großwefier hätten sich in ihrer Auffassung der Huldigungcge- sänge an Fatme („Schönste der Frauen", „Stille mein Verlangen ...") mehr Mäßigkeit im Tempo auferlegen können. Im ßiebesfingen des zweiten Aktes fand Karl Ebert-Beyer warme Töne, und fiel durch bie feine Art feiner Koloraturauffassung angenehm auf. Eugen Vogt als Kadi war in seiner Maske und im Soiel etwas stark marionettenhaft. Ein wenig mehr Würde war sicher am Platze. Die ihm zufallenden lieöförmigen Arien arbeitete er recht charakteristisch heraus. Der Kalif (Ernst O v e r [ a rf) gab sich durch voluminös quellendes, satt gefärbtes Organ als Derwisch mit Würde. Als Korsar wurde er zum Schrecken der Halunken, als Kalif zeigte er sich mit Hoheit und Milde. D>e Chorszenen waren stimmungsvoll durchgearbeitet und szenisch bis zur kleinsten Bewegung durchgestaltet. Die Pantomime des zweiten Aktes wirkte stark grotesk. Die Bühnenbilder beider Akte konnten nach jeder Richtung hin vollste Bewunderung erwecken. Hier hatte Lochar Schenck von Trapp neue Ideen greifbar in die Tat umgesetzt. Der bunte Wechsel der Farben war eine besondere Freude fürs Auge. Diesem Rahmen fügten sich auch die Kostüme stiwoll ein, wenn man sich auch bisweilen eines Eindruckes des Revuehaften nicht erwehren konnte. Geschmacklosigkeiten, wie in den Schattenbildern unö Albernheiten, wie in der Groß wesierszenc mit dem Kamel mufe man ganz entschieden zurückweifen. Das Orchester war ausgezeichnet, Holzbläser, Streicher und Hörner erklangen dezent und fein akzentuiert: nicht zum mindesten ein Verdienst des Dirigenten Max Rudolf, wenngleich man an Öen oben erwähnten Stellen nicht immer mit der Stabführung gleicher Meinung sein konnte. 2(ber gerade, well die Aufführuirg der „Fatme" noch nicht mit Tradition belastet ist, erschienen manche der vorstehenden Ausführungen am Pl^e. Leider war das Haus nicht voll besetzt. Die Bemühungen der Intendanz hätten sicher ein größeres Interesse von feiten der Gießener Bürgerschaft verdient. Dr. H. Weiches Spielzeug gefällt un.eren Kindern am besten? Den unzähligen Eltern, die sich jetzt in der Weihnachtszeit, von liebevoller Sorge erfüllt, die Frage vorlegen, mit welchem Spielzeug sie ihren Lieblingen wohl die größte Freute bereiten werden, unö die sich in öiefer üeberlegung über Sinn unö Wert des kirchlichen Spieles überhaupt Klarheit verschaffen wollen, sei ein Aufsatz von K. Kurt Eberlein im Dezem^ berheft des ^Kunstworts" (Verlag Call- toey'Münchcn) über „Das Kinterspielzeug unö seine Form" zur aufmerlfamen unö lehrreichen Lektüre warm empfohlen. Es heißt hier u. a.: „DaS wahre Kind ist kein „wirklichkeitfordernder Caliban", im Gegenteil, es ist sein eigener Spielformer unö Spielzeugfabrikant, traumwandlerisch sicher schafft es sich seine Spielsorm, und die besten Spielzeuge werden immer nur die sein, die dieser Kinderform am nächsten kommen, 'deshalb ja auch die besten Spielzeuge der Well nur von der kindernahen Volkskunst geschaffen worden finö unö noch geschaffen werten. Wer den Cinflllß öeS Spielzeugs auf die Kinderfeele nichts von Erziehung, wer seinen Kindern schlechtes, ö. h. unkindliches Spielzeug schenkt, öeffat Spielwert minderwertig ist, ist der Kinder nicht wert. Die billigsten Spielsachen haben oft den höchsten Spielwert, die teuersten oft den geringsten Spielwert. Die Kinderform des Spielzeugs kennt keine Hemnumg. 2lber wenn di« Erzeugerform, wie so oft, der Kinderform widerspricht, wenn sie die Phantasie durch Raturähnlichkeit ermüdet unö die schöpferische Kraft aufhebt, so wird sie dem Kinde unliev, schadet dem Spiel unö dem Spieler. Hier liegt zumeist der Fehler des maschinell und industriell hergestellten Spielzeugs, daß es täuschende Erzeugerfvrm ist, die das Kind ausschließt." wir >ie SL 2 ! ? vsten. Kür die verschiedenen Schüren zahlt die <3:abt 34 500 Mark Zuschüsse. Der Gemeinderat erinnerte sich jedock daran, daß diese Kosten größtenteils in die Kassen der Dü- dinget Geschäftswelt zurückiließen. Die Sinter- Haltung des neuen Friedhofes (der alte ist EIgm.um ter PrLserz) erfordert 825 Mark: für Dtvaßenunterhaltung. Te euch ung, Reinigung, Daumanlagen, Reup.lasterung usw. find 21 000 Mark erforderlich. Das Kanal- netz bringt an Einnahmen 10 000 Mark, wogegen für llnlerhaltung und Wartung 7500 Mark nötig werden. Für landwirtschaftliche Zwecke, wie Faselvieh. Feldschuh usw. gibt die Stadt 12 500 Mark aus und nimmt für verknustes Faselvieh 1939 Mark ein. AuS Holz- gelbem der Ortsbürger und Beitrittsgeldern usw. gehen 8362 Wart ein, denen 442 Mark "Ausgaben gegenüberstehen. Für Ruhegehälter. soziale Fürsorge, Kleinrentner und Anstal.pl leglinge sind 38 750 Mark auszubringen. An Dergnügungs-, Grunderwerb-, Hundesteuer usw. gehen 6575 Mark ein. Die Stadt zahlt an Steuern und "2lbgaben 15 940 Mark. An Kahilalzinsen gehen 13973 Mack ein, hingegen sich fürauf genommene Kapitalien 40 659 Marl sen aufzubringen. Für Schuldentilgung sind 3220 Mark ci igestellt. Endlich zahlt die Stadt für 11? Unterhaltung ihrer altehrwürdigen Stadtmauern und Bauten jährlich 400 Mark und für llnlerhal ungsarbeiten aa Flüssen und Bächen usw. 1000 Mark. Insgesamt ist in der De- triebSrechnung ein Geldumsah bon 373 023,64 Mark (ohne die durchlausenden Gellt er) und in der Bermögensrechnung ein solcher von 439 592,86 Mick zu erwarten. Wenn auch die Ftnanzgebarung der Stadt Büdingen, trotz stärkster Belastung durch Reu- psfrsteruna, Wasserlei ungsbau, Wo)nurattb>m und soziale Fürsorge, als durchaus gesund bezeichnet werden kann, so ist doch ti einem Punkte eine Kri ik angebracht: der für die Unter» Haltung der alten Kunstdenkmäler. ausgewendete Betrag ist sehr gering. An der Fülle der erhol enen Kunstschätze gemessen er- sch.int der aufgewendrle Betrog so verschwindend klein, daß sich jeder Sachverständige die Fraas vorlegcn must: kann man mit diesem Geld ti? wertvoll u Denkmäler tat sächlich so erhalten, das; sie für die Rachvelt geihert bleiben? Gewiß wird sich jeder Linsichtlge darüber klar fein. Laß der Gemeindecat, in rich iger Erkenntnis seiner hohen Verantwortung in diesem Punkte ganz von selbst gerade die Mittel aufwenden tri.d, die eben unter äußerster Anspannung verfügbar gemacht wexten können. Es bedarf auch schließ-- lich kaum de« Hinw.ises, daß alle Büdinger davon überzeugt sind, daß die zahl, eichen Wanderfreunde und Kunstliebhaber nur allein jenen Schätzen zuliebe unser S"äd"chen besuchen. Qlber gerade aus dieser Ta fach: heraus läßt sich der Schluß ziehen, dah auch die Allgem i heil, also der Staat, ein weitgehendes Interesse daran haben müßte, dah jene Kunstdenkmäler in einem gesicherten Zustande erhal en bleiben. Der stoat- lichrrseitS gewährte Zuschuß ist aber ebenfalls sehr gering. Erschwerend kommt noch hinzu, daß alle, oder doch die meisten Repara'uren ti Büdingen an den allen Mauern und Toren, also an vollständig unproduk iven Objek en vorgenommen werden müssen, und daß hierdurch über kurz oder lang die größte Gefahr entstehen wird, daß die Stadt aus Mangel an Mitteln die lllnterhal- iimg nicht im Tempo der Notwendigkeit durchführen kann. Zur Frage der Llnterhal- t ungö Pf li cht dieser Anlage wäre es ri?l- leicht nicht if..i iteressant, zu wissen, wie viele Schulen allein gelegentlich ihre Sommerspozier- gänge hieran den geschicht- und hei natkundlichen Linterricht ergänzen, ganz zu schweigen teboi, welch beach'.liche Förderung und Anregung die Büdinger Stadtmauern für die verschiedenen Ge- schichtS- und Al'ertumsvereine, oder für Studenten der Mniberfliät und Technischen Hochschule bieten. Da« Denkmalschutzgesetz kann in diesem Falle nicht beruhiaen. Hier ist eine kräftige staatliche Hilfe nötig, um so mehr, als gerade in neuerer Zeit wieder die Bestrebungen in Denkmalspflege und Heimalschnh so deu lichs und greifbare Formen angenommen haben. Mögen sich deshalb die Hoffnungen erfüllen, daß vom 'Dcnlmalspsleger für die im nächsten Frühjahr dringend erforderlichen größeren Res.ara:u- ren in Büdingen dir erforderlichen Mittel be- reitgestellt toeiten können. Landkreis Gietzen. i Mainzlar. 12. Dez. Dieser Tage hielt der Zwcigoereln „C u m b a l a I* des Vogels- berget HSHenclubs feine Dezember Monats. Versammlung hier ab. Die Mitglieder sowie eine große Zahl Gäste füllten den schön geschmückten Saal des Gasthauses ,Lum Bahnhof" bis auf den letzten Platz. In seiner Eröffnungsansprache er- mahnte u. a. der Vorsitzende, VHE.Bruder Eberle, dazu, die alten, sinnigen Dolksbräuche nicht in Ver. gessenheit geraten zu lassen, sondern sie zu ehren und zu pflegen. Nach dem gemeinsamen Gelang des Vvgelsbergliedes wickelte sich ein sehr reichhaltiges Programm ab. Theaterstücke, Reiaen, Chöre und Musikvorträge wechselten in bunter Folge mitein- ander ab und fanden wohlverdienten Beifall. Bei Kaffee und Kuchen, Gesang und fröhlicher Unterhaltung blieb man bis lange nach Mitternacht vereint. Um das gute Gelingen des Abends hat sich neben allen Mitwirkenden besonders Familie Pauly verdient gemacht, die sich in selbstloser Weise in den Dienst der Sache gestellt hatte. ch Gründe ra, 13. Dez. Aus den letzten @e- in clnberatsfi hangen unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Jockel ist u.a. zu berichten: Die Hundesteuer für das Kalenderjahr 1929 wird fur die Gemeinde Grünberg wie im Jahre 1928 festgesetzt. Für den ersten Hund sind 10 Mark, für den zweiten 20 Mark und für den dritten 30 Mark zu entrichten. Dem V e r k e h r s v e r e i n Grün- berg werden 50 Mark für die Herstellung der Wege bewilligt. Es wird fernerhin beschlossen, dem Verkehrsverein Grünberg den Dank der Stadl Grünberg für feine Mühewaltung auszusprechen. Der Gemeinderat gibt seine Zustimmung zu einem Gesuch des hiesigen Verkehrsoereins an die Pro- vinzlalverwaltuna betr. Verbesserung der Provinzlalstraßen. Der Muslkoerein bittet um Ueberlafiung eines Schulsaales zu Uebungs. zwecken. Der Gemeinderat stellt dies Gesuch zurück und beauftragt den Belg. Keller, die Gemeinderäte Böß, Zinner, Schellhaas mit dem Schulvorstand eine Aussprache über diese Angelegen- heit herbeizuführen. DieBauunterhaltungen für dos Rechnungsjahr 1929 sollen vorläufig zurück- gestellt werden. Der Gemeinderat wird in einer demnächstigen Sitzung zu den einzelnen Positionen Stellung nehmen. Die Firma Haas & Co soll im Glockenturm der Stadtkirche eine verbesserte dem Re- DieWahlenzumLandeskirchentag Der Aufmarsch der Gruppen.—Die Kandidaten in Oberheffen etntgung die Mitarbeit an der Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Röte unserer Zeit au. Born Staate erwarte die Bereinigung, daß er die Rechte des evangelischen Teiles des hestischen Volkes in allen Fragen des öffentlichen Lebens wahre und seine finanziellen und moralischen Pflichten gegen die evangelifche Kirche erfülle. Die Bereinigung fordere insbesondere, daß die hessische Simultanschule chren christlichen Charakter behalle und daß dem evangelischen Religionsunterricht sein wohlerworbenes Recht In ihr verbleibe. Für die Wahlen in Oberheffen hat die Bereinigung folgende Kandidaten aufgestellt: fl) weltliche: Prof. LampaS, Friedberg: Bürgermeister Diehl, Hochweisel: Larrdgerichts- Präsident Reuenhagen, Gießen: Lehrer Wurz, Gichelsdorf; Bürgermeister Stock, Bliyenrod: Lehrer Dollinger, Alsfeld: Bürgermeister Hofmann. Ulfa; Wagnermeister Müh 1 ich. Gießen: Landwirt Post, Büdesheim: Frau Pfarrer Deggau, Gießen. Als geistliche Abgeordnete: Pfarrer Georgi, In den nächsten Tagen finden die Wahlen zum L a n d e s ki r che n t a g der Evangelischen Landeskirche Hessens statt. Wahlberechigt sind die Kitche.ivorstechet und Kirchengenie.ndev.t.reter, die nach dem Listen- wab.system die La. deAitchen ag€aj£ecröneten wäh-.en. Der neue Landeskirchen aa wird für sechs Jahre tätig sein. 3m Hinblick auf die großen Probleme, die in diesen Jahren der Lösung zugeführl werden müssen — wir weisen hier nur hin auf die sehr bedeutungsvolle finanzielle Auseinandersetzung mit tem he, fischen Staate, die doch nun endlich einmal zum Abschluß zu bringen ist —, kommt den bevorstehenden Wahlen besondere Wichttgk.it zu. Im Gegensatz zu früheren Jahren, Lt denen drei kirch.iche Gruppen sich an der Wahl belei i’ten, sind es jetzt vier Grupven. Es bewerben sich um die Mandate: die K rch ich Positive Verein gnng für Hes en. die Hes.ischc Evangelische Vereinigung (Friedberger K^nserrn;), die Freie Dolks.irch- liche Vereinigung, und als neue Gruppe der „Bund für lebendige K rchr in Hessen". Oie Kirchlich-positive Vereinigung betont in ihren Grundsätzen, daß sie auf dem Boden des alten Glaubens steht, wie er in der Hei igen Schrift und in dm Bekenntnissen der Evangelischen Kirche be eugt i't. Sie fordert da- h• Aus dem Hüttenberg, 13. Dez. Da mit den Hausschlachtungen die Ställe wieder leer werden, hat in unserer Gegend eine etwas lebhaftere Rachfrage nach Ferkeln eingesetzt, wodurch ein leichtes Anziehen der Ferlelpreise herbeigesührt wurde. Ferkel im Alter von fünf bis sechs Wochen kosten jetzt 12 bis 16 Ml., sechs bis acht Wochen alte Tiere werden mit 18 bis 24 Olli, bezahlt, während für altere Tiere und Läu.erschweine entsprechend höhere Preise gefordert werden. Auch für fette Schweure besteht zur Zeit rege Rachfrage. Dittkrcis bl. Offenbach, 13. Dez. Auf der Grube „Rotbland" verunglückte gestern nachmittag der -Bergmann Rob. G r ö h von Altenkirchen (Kreis Wetzlar). Durch die Explosion eine» Benzinbehälters wurde der bedauernswerte Mann im Gesicht schwer verletzt. Marburger Kreistag. ][ Marburg. 13. Tez. Der Kreistag de8 KreisesMarburg gereinigte in ferner Heu- ligen Sitzung den Landwegebauetal für 1929, ter mit einem Gesamtbetrag von 197 000 Mark absch.ießt. Gegenüber dem vorsährlgen Landwegebaueiat bedeutet dies eine Erhöhtli'g um 20 000 Mark. Die Im Vorjahre vom Kreistag beschlossene Aufnahme von Darlehen zur ^r- nahme von Kleinpslasterun^en fonn'e bei der auceublick ichen ungünstigen ßare des Geldmarb es bisher noch nicht erfolgen. Ferner tourte be* schloffen, zu der mit dem 1. Januar 1929 erstmalig erfolgenden Besteuerung des gebundenen Besitzes, ter sog. Toten Hand, einen Zuschlag von V, Proz. und fbätn von 1 Pro;, zu erheben. In einet von Landrat Schwebe! verlesenen minl;erie[Ien Denkschrift wird icionf, daß die AuSkreifung der Stadl Marburg zunächst bis zur geplanten Reuein eilung der Krise auf geschoben werten feil. Eine Vergrößerun g des Kreises durch Teile der unlliegenden Kccie komn:e nicht in Fräse. Wenn die Möglichleit gegeben fei, nach jeder Richtung hin leistungSsäligr Krei'e zu schas en, soll der Frage nähergetreten toc.ten. Wieder ein Straßenbahnunglück in Kassel. Kassel, 14. Dez (WTB. Funk pruch.) Gestern mittag kam es hier zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Lastkraftwagen. Der Straßenbahnwagen wurde in ter Mitte auseinandergerifsen. Mehrere Personen erlitten Verletzungen. Daten für Samstag, 15. Dezember. Sonnenaufgang 7.58 Uhr, Sonnenuntergang 15.53 Uhr. — Mondaufgang 10.54 Uhr, Monduntergang 18.27 Uhr. 1775: der Komponist Francois Adrien Boieldieu in Roue geboren; — 1784: der Schauspieler Ludwig Dcoricnt in Berlin geboren; — 1832: der französische Ingenieur Alexandre Gustave Eiffel in Dijon geboren. @Mlt otr Wutttin Sögel! 45 Woll" und Seidenkeider bis Größe 50 I0952A Gebrlmheuser das Haus der guten Qualitäten Ausführung von allen bank- und börsenmäßigen Geschäften: 10445A preiswert und gut 10486A Bei Barzahlung 10 Proz. Rabatti MäasDurfil2 Wen M&asbure 12 ■iiiiitniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Verlobungskarten Die scheuste Weibnachtsgabe Alle Sorten \ Bürsten / Besen / Türvorlagen Buchdruckerei I0578D 8 aus dem Nitschkowski fSei der 10970A Dießen im Licht HAUSRAT faetoA i für Stadt und Land. Entzückende Neuheiten in allen erdenklichen Karton- und Papierarten. Ich bitte um Beachtung meiner Auslagen Während dieserZeit räumen wir unserer Kundschaft außer 1O% Rabatt bei Barzahlung einen Sonder-Rabatt von 5°fo ein Chaiselongues la Verarbeitung und Decken in großer Auswahl Rud. Leisler Neuenweg 23 Oie Hundesteuer in Hessen. Die im Laufe d-rs Jahres abgeschafften Hunde sind bis spätestens zum 31. Dez. L 3. bet der zuständigen Bürgermeisterei abzuDa fretrt sich Onkel Frierlß, wo es eo sdbön warm Ist. geht ledern seine Arbeit viel Hotter von der Harnt Ja, Onkel Frierig bat auch sein Bureau mH einem modernen Dauerbrandofen geheizt Das hier ist der richtig« Bureau-Ofen, in dem braucht niemand den ganzen Tag bemmzuatOckem. damit da» Feuer brennt und seine Arbeit n> vernadilflssfgen. Dieser Ofen brennt, einmal angemadrt, auf sparsamste Welse ununterbrochen. Lassen Sie »Ich bei mir einmal die modernen Danerbrand-Oefca wie Dränier, Junker & Rnb, Esch usw. verführen. Geskyavlnaie». fröhliche wrihnachksstimmung herrscht in allen Familien, in denen die fürsorgliche Hand der Haus- 3. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSCARTEN 55.*mk. DRUCKSACHEN aller Art liefert die BrOhl'eche Druci er»' ean Weisel, Giebeo. Son-» > »’ie 6. Telephon Nr.» >SpoirTL Stiefel für jeden Sport« sachgemäß melden. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dez. bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiter zu entrichten. Wer ferner am 1. 3anuar selbstgezüchtete junge Hunde im Alter von unter drei Monaten besitzt, wird entweder gleich oder nachträglich zur Hundesteuer für das kommende Jahr HUgezogen. Nur wenn nochgewiesen wird, daß ein junger Hund vor MM« Mstälter Mäusburg 5 Auf keinem anderen Gebiete menschlicher Arbeit ist der gegenseitige Austausch von Erfahrungen und Beobachtungen so überaus dringend nötig, wie gerade auf dem des Obstbaues. Wer sich darüber im Klaren ist, wird zugeben müssen, daß im Obstbau nicht nach der Schablone gearbeitet werden darf, sondern daß wir fast in jeder Gemeinde andere Boden- und klimatische Verhältnisse finden, die ein Eingehen auf Eigenheiten erfordern. Wenn da jeder unbekümmert um den anderen seinen Weg geht, oder seine Beobachtungen aus kleinlicher Mißgunst für sich behält, dann kommen wir nicht weiter. Geistliche und Lehrer, die Verständnis für unsere Aufgabe haben und gleichzeitig auch von Lust und Liebe zur Sache beseelt sind, sollten, wie auch die Baumwärter, Bürgermeister und wer sich sonst noch berufen suhlt, nicht länaer säumen und Ihre Gemeindemitglieder aufrufen zum Zus am men - schluß auf einem Gebiet, auf dem es wohl Meinungen, aber keine Konfessionen, keine Parteien und keine trennenden Unterschiede sozialer Art g bt, oder geben sollte. Ist die Schar anfangs auch klein, wie ein zartes Pflänzchen, das jeder Baum einmal gewesen ist, so ist doch damit schon viel gewonnen. Die Landwirtschaftskammer unterstützt das Streben solcher Gemeinden nach Kräften. Darum auf an die Arbeit! Laßt uns aus unferm schweren Boden das herausholen, was menschlicher Tätigkeit zu erlangen möglich ist. R- Kontokorrent- und Scheckverkehr An- und Verkauf von Wertpapieren, Wechseln, Schecks und fremden Geldsorten Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren Annahme von Spareinlagen bei höchstmöglicher Verzinsung Bankhaus Herz & Co. Gießen, Neuen Bäue Nr. 23, Fernrjf Nr. 1303 und 1304 10 59D Gründe» Obst- und Garien- bauvereine! Die mittlere Lahnaegend ist eines der reichsten Obstbaugebiete Deutschlands und wird es durch vermehrte Neuanpflanzung von Obstbäumen immer mehr. Wenn mir trotzdem nicht viel mehr erzeugen als den eigenen Bedarf, und nur m reichen Obstjahren eine nennenswerte Ausfuhr von gutem Obst haben so liegt das nicht an der Anzahl der Bäume, sondern in Fehlern der Sortenwahl, an der Be- Handlung und Pflege, wie auch ganz besonders an jedem Mangel ausreichender Organisation. Vor dem Kriege bestand der von Friedberg aus geleitete Oberhessische Obstbauoerein mit Hun- berten von Ortsoereinen, einem Stabe von Fachleuten, die als Wanderlehrer tätig waren, und man- djcrlci anderen vorbildlichen Einrichtungen, wie Abhalten mehrtäg ger Kurse, Herausgabe eines farbigen Obstsortenwerkes und vielem anderen. Dieser Verein, der weitaus größte seiner Art in Deutschland, ist ein Opfer der Kriegsjahre geworden. Die Ortsvereine sind während der Inflation vollends zerfallen, Vorträge find schon lange nirgends mehr gehalten worden, — ein Bild des Zerfalls Soll cs so bleiben? Nein, denn die Zeit schreitet unaufhaltsam weiter. Neue Aufgaben erstehen, und wenn wir uns nicht rühren, geraten wir als Gesamtheit, wie auch als einzelner, ins Hintertreffen. Es ist jetzt an der Zeit, daß nicht nur in Oberhesfen, sondern wett darüber hinaus ein neuer Geist sich bemerkbar mache, ein Geist, der nicht nur mit veralteten Vorurteilen und Mißständen im Obstbau bricht, sondern auch rege wird in der Organisation zu vereinter Tätigkeit. Einen großen posten Wachstuch mif kleinen Fehlern SS und 100 em breit solange Vorrat reicht. sMvA Tapetenhaus Ferd. Nennstiel Erreichung des Alters von drei Wona'.en zugrunde gegangen, oder nach Orten außerhalb Hessens veräußert worden ist, tritt Steuerbefreiung ein. Bemerkt sei noch, daß Hunde, die tm Laufe des Jahres nochmals ihren Besitzer wechseln, auch mehrmals zur Hundesteuer herangezogen werden, da nicht der Hund als solcher, sondern der Hundebesitz besteuert wird. berliner Börse. Berlin, 14. Dez. (WTB. Funkspruch.) Belebende Momente gibt es auch heute nicht. Vom Publikum liegen Orders nicht vor, und die Spekulation bewahrt nach wie vor äußerste Zurückhaltung. Die Tendenz ist daher im heutigen Frühoerkehr nervös und eher etwas nachgebend. Kurse sind noch nicht zu hören, die ermäßigten Frankfurter Abendkurse scheinen kaum gehalten zu sein. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124,15, Madrid 29,89, das Pfund 485,1250, den Dollar 4,195750. Kleider im Werte von 40 bis 100 Mk. verkaufen wir in vier Serien eingeteilt zu den fabelhaft billigen Preisen von: Bobner / Mop / Fensterleder Kämme / Teppichklopfer / W asch- leine / Weder / Patztücher usw. empfiehlt in bester Qualität WUb. Leichtweis Sonnenstrabe 18 usesa ________plockstraße 14. , Häusrat^Möbel »rankbcitsdaivcr Samsiag undSonn . > Ian ichon roialausverkmn meiner schönen I MWWWM IL 50 Pf. u. 1 Mk.. große ISO n. L— Mt. pF nur bei ttabermehl tm Hole “W IW Echön.Marburacr Straße 22 Nährhefe Marke Schwalbe. StSrkunas mittel,diät. Nährmittel für ge schwächte, altere Diabetiker Alleinverkauf in Qriginal Packungen Äeättiee- und Reformhaus 985 tn Suns, Gießen ist ein Teppich Krt,che Geemuscheln frischeBückinge und Sprotten einuetionen. 106*D Cltobii PabndofitraKe 59, Teievhon 66. Nach wie vor kaufen Vereine ihren Bedarf in Lose Tanzkontroller Einirinskarten Bijlome Programme usw. am vorteilhaftesten bei J. Weiner! 1.6. Neuenweg 9 Telephon 1615. frau den Gabentisch mit schmackhaften Weihnächte- Kleingebäcken bereichert. Hausfrauen, die es sich nicht nehmen lassen, zum Fest selbst au backen, werden cs begrüßen, eine Fülle von Anreaungen für die Weihnachtsbäckerei in Dr. Oetkers farbig illustriertem Rezeptbuch, Ausgabe F, zu finden, das in allen Geschäften zu haben ist, in denen die Fabrikat« der bekannten Firma Dr. Oetker geführt werden. Sprechstunden der Redaktion 12 bis t Uhr mittag», 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen. \PDEISE RM. 0,20-1,20 Für die Gefundheit SCHMERZLOSES RASUREN DURCH VORHERIGES EINREIBEN MIT ।; ficrmanns&l Handschuhe la Nappa, kräftige Strapazier- Qualität, 2 Druckknöpte 4.50 Pullover reine Wolle, neueste Muster 18.50 Ein Wörtchen an die Männer Und wenn Ihr uns Frauen in Entzücken versetzen wollt, seid nicht knauserig. - Unsere Wünsche sind unendlich. - Kauft, was uns schön macht, dafe wir Euch gefallen. Kauft es dort, wo wir auch umtauschen können. Ihr geht ebenfalls am besten zu Hermanns L Froitzheim in den großen Weihnachtsverkauf. Schlupfhosen la Kunstseide, gestreift, neueste Modetarben. Gr. 42—46 4.25 Unterkleider la Kunstseide, gestreift, Gr. 42—46, passend z. Schlüpfer 6.50 Damen-Nadithemden weiß, mit farbigem Batistbesatz 3.90 Schlafanzüge la Flanell, beste Verarbeitung, neueste Muster 9.75 MM '* ‘ "0 -t. ‘ ■*' V; Geschenkkartons auf Wunsch gratis! Gießen: Bahnhofstraße 14, Selters weg 31 10873A [ Unsere Geschenk-Gutscheine werden über jeden Betrag ausgestellt und sind besonders beliebte Festgeschenke! lühilänffls-Verkehrs-Werhewoche 1903 Verhehmereins Kietzen 1928 Oieitewimlichi Tagesprogramm i Freitag, den 14. Dezember: Stadttheateri »Perlenkomödie« 20 bin 22 Uhr. Lichtspielhaus: »Der Herzensphotograph«, mit Harry Liedtke. Samstag, den 15. Dezember: Südanlage: Choräle und Weihnacbts- licder 19—20 Uhr, ßesp. v. Posaunenchor. Lichtspielhaus: »Der Herzensphotograph«, mit Harry Liedtke. In den bekannten Gates besondere Darbietungen bei verstärkten Kapellen. Bunter Abend usw. Sonntag, den 16. Dezember; Stadttheater: »Der Patriot« 18-21 Uhr. Lichtspielhaus: »Der Herzensphotograph«, mit Harry Liedtke. In den bekannten Gates besondere Darbietungen bei verstärkten Kapellen. Bunter Abend usw. I06S2D Rawitz-Riwatz Schriftsteller und Vortragsmeister Samstag, den 15. Dez., abends 8 Uhr im Cafe Ernst Ludwig Oie Rechnung der evangelischen Gesamt- gemeinde Gießen für 1927 liegt vom 15. bis 22. d. M. täglich von S bis 13 Llhr im Amtszimmer des Unterzeichneten zur (Einsichtnahme offen. Gießen, den 14. Dezember 1926. Evangelischer Gesamtkirchenvorstand Bechtolsheimer 2Ä Alle Schweme. besonders auch äränhiicbe, „TV ?• ■ • V p surüdigebliebene und 'olche mU steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln stch überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 (Eßlöffel voll echtes RASSOL mengen, 'verlangen Sre nut echtes 'Jtaflol in Origmalfiaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller- Engel, apvtheke Giehen. gu haben in allen Apotheken. über MtzMLMWMWWllg Arettag, 14. Dezember, abends 81/, Llhr im Kaufmännischen Veremshaus Gießen Gniritt frei! Eintritt frei! I0869D 10963V Wetzlars Wahrzeichen in Flammen! Am Sonntag, dem 16. Dezember, abends 530 Uhr, findet in Wetzlar ein Großes Feuerwerk statt, durch das eine Beschickung der Burgruine Kaismunt, eines Wahrzeichens der Stadt Wetzlar, dargestellt wird. Niemand versäume, sich dieses großartige Schauspiel anzusehen Wetzlarer Verkehrterem für Stadt und Land Verein für Bewegungsspiele 98 e. V., Kietzen Zu unserer am Sonntag, dem 16. Dezember. abends 8 Uhr Im Katb. Vereinshaus, stattflndenden Weilmachlsieier mit Konzert, Theaterauftührung, Verlosung und Tanz laden wir hiermit unsere Mitglieder sowie deren Angehörigen freundlichst ein. Saalöfinung 7 Uhr. iv968D Der Vorstand. Eisenbahnfahrkarten I*» II und III. Klasse Fahrscheinhefte: Schlafwagen und Platzkarten alles zu Griff.-Bahn preisen Hamburg-Amerika-Linie Gießen He!*eburean Lovb. Tel. 4107 Seltersweff Nr.9i(Torhäuscheni Mit der größten Sorgfalt geprobt, veredelt Maternus-Kaffee Eine Serie......P.d. 3.20 ausgewählter.... „ 3.60 Qualitäten...... n 4.00 St ts frisch...... „ 4.20 gebrannt....... „ 4.40 Jakob Maternus Gießen f 0965D Schlierbachs Kaffee schmeckt sehr fein Man sagt: Er soll der beste sein 08744 Bund derKolonlalfreunde Die Afrikaner laden hierdurch zu ihrer am Samstag dem 15. Dezember, 8 Uhr abends, in der Turnhalle am Oswaldsgarten stattfindenden Weihnachts-Feier herzlich ein io9iSp Getränke nach freier Wahl :: Kein Weinzwang Mer WeihnacliMaid!! 10956P: Original-Radierungen gerahmt, überaus preiswert Pfeiffersche Buchhandlung Giessen, Walltorstrasse 21 Auch Sonntags geöffnet von 12-6 Uhr! Jeder Käufer erhält Lose? In nur guten Qualitäten: Nea« elegante sehwarze Paletots mit Samtkraoen und IHarengo-Paletots v. an. Gehrook-l aleiots von Mk. 42.- an. Horran-ülster ML 23.-. Ulster rur Burschen, Knallen und Iünaltuge in flio&er Auswahl von Mf. 22.— an. Loden-Hlintel von DU. 16.- an. Gummi- Mantel von Mk. 15.— an. Eleg. Herren-Anzüge von Mk. 23— an. Sport- und Hauonoster-Anzüge dieiltg) in all. '^rerSl rgen. Fraok- and Smoking-Anzüge enoriu lliUia. Kuabea-u. Jüng.inqs-Anzüge, anch in'Mau l.esier, in allen'4.ür foruut Herren. Fra:k-, Smokisg-, Gehrock- nnd Cntaway-Anzüge fehl btUta. Sakkos mn Westen und Haien sowtc Kellner-Westen äugern vretswürdtg. Ein Versuch lohnt! IO6$)A tzemWültzmüe-Ssiis £. Holemroelo W Een. Selimmeg 58.1 Treooe. ^S«L Eingang Ecke Volksbad. Kein Vaden. 8 Wegan Lrsperais hoher Ladenmteto 1 treppe do-d t i r 2 Di elf O tei itri tn< ül ar bi b d n lu 2. S in A 2 1 T S bi QIi Ire N ab! ab sie au T tu Vv ö I t I v 2 h iS tä s 2 no ßei W Ä $ 5 i l 1 s t i e w ft I li ki eit 21 Ich ein Cd xa d \ h F( r< bt ni iei 'nm atr lich Mr vor thn im 5al fi ab Mtag, 14. Dezember 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 294 Drittes Blatt Turnen, Sport und Spiel. Turngau Hessen O. T. 2. Bezirk. . . 0 — Der 2. Bezirk (Gießen-Wehlar-Grün* fcra) hielt am Soantagvormittag zu Gießen in der Turnhalle des Tv. 1846 seine zweite planmäßig« Vorturner stunde im neuen Arbeitsjahr ab. Die Turnwarte der Bezirks- Vereine waren sehr zahlreich vertreten. Nach einleitenden Hebungen aus der Körperschule ging der Leiter, Dezirksturnwart Paul Schüler, Wetzlar, zu den verschiedenen Arten der ihn* reihung aus der Stirn- und Flankenreihe über und behandelte anschließend In breiter Aufstellung die drei Gruppen der allgemeinen Freiübungen, wie sie für die nächstjährigen Veranstaltungen des Gaues vom Turnausschuß verbindlich erklärt worden sind. Die Hebungen für das Wintergerätewetturnen bildeten den Schluß. Sie sind von Gauoberturnwart W. Will, Gießen, und dem Gauwart für das Männerturnen, Martin Textor, Marburg, zu- sammengeftellt und wurden riegenweise mit Gerätewechsel eingehend behandelt. Die Hntertoci- sungen wurden im einzelnen geleitet von dem 2. Dezirksturnwart Karl Reuter, Tv. 1846, Gießen, von den Turnern Ludwig Hebstreit und Arthur Kreiling. Mtv. Gießen. Franz R e u s ch l i n g, Tv. Heuchelheim und Wilhelm Weiß, Tv. Großen-Linden. Nachmittags schloß sich eine Tagung der Vorsitzenden der DezirkSvereine im Kaufmännischen Beremshaus unter Leitung des Bezirksvertreters. Hniversitätsoberinspettor W. Erle. Gießen, an. Der Derwaltungs- bericht für das abgelaufene Jahr brachte yim Ausdruck, daß die Vereine des Bezirks in gau- treuer Gesinnung ihre Pflichten erfüllen. Die Aufspaltung der Turnvereine in mehrere Fach- abteilungen vermehrt zwar die Ausgaben, soll aber deswegen nicht beschränkt werden, solange sie an der gemeinsamen Grundlage der allgemeinen turnerischen Ausbildung mit festhält. Der Turnbericht erkannte an. daß die Vereins- turnwarte die Docturnerstunden des Bezirks fleißig besuchen und lernfreudig bei der Sache sind, so daß dadurch eine gute Schulung im örtlichen Vereinsbetrieb möglich wird. Der 'Bezirk hat eine große Anzahl gut durchgebildeter Turner aufzuweisen, die auch in den Wettkämpfen der übergeordneten Verbände erfolgreich bestehen. bis hinauf zur Deutschen Turnerschaft, wie das Deutsche Turnfest in Köln bewiesen hat. Auch für die Altersturner hat der 'Bezirks- turnwart eine Vorturnerstunde eingerichtet, und ihre Beteiligung an den volkstümlichen Wettkämpfen beim Bezirkssest soll in Erwägung, gezogen werden; die gleiche Anregung wurde für die Frauenabteilungen ausgesprochen. Das Wintergerätewetturnen hat für Anfang Mär.; der Tv. Heuchelheim übernommen. Dabei werden die Schüler (Dom 12. Lebensjahr und darüber) einen Siebenkampf bestehen müssen aus je einer Pflicht- und Kürübung an Reck, Darren und Pferd, sowie einer Bflichtsveiübung; 92 Punkte berechtigen zum Sieg. as gleiche gilt entsprechend für die Jugend- Hntersttise (15 und 16 Jahre alt). Gin Äeun- lampf ist für die Jugend-Oberstufe (17 und 18 Jahre alt) und entsprechend für die Sumer* stufe (über 18 Jahre alt) ausgeschrieben. Da hier noch zwei Geräteübung en (Barren und Pferd) dazukommen, sind 120 Punkte die Mindestleistung. Das volkstümliche Wetturnen des Bezirks wird m Lützellinden abgehalten. in Verbindung mit dem Jubiläumsfest des dortigen Vereins. 3um Schluß wurde Dezirksvertreter W. E r l e. Gießen, auf drei Jahre einstimmig wiedergewählt. Kunst- und Werbeturnen in Großrn-Linden Morgen Samstag, abends 8 Uhr, veranstaltet der Turnverein Großen-Linden (DT) in feiner Turnhalle ein Kunst- und Werbeturnen. Da einzelne Abteilungen des Vereins sowie die Besten des Gaues Hessen, wie Turnlehrer S i n n w e l l (Bad-Nauheim), Eckhardt (Nidda), G o « t s ch und Fink (Marburg) und die besten Frankfurter Tur- ner, wie Pfeiffer, Winter und Müller, Mitwirken, verspricht der Abend einen vollen turne- rischen Erfolg. Man beachte die gestrige Anzeige. Handball-Berbandsspiele im Männeriurnverein (0. T.) Die 1. Mannschaft trägt bereits am kommenden Sonntag gegen To. Großen-Buseck das Rückspiel aus. Die Männerturner können nur dann die Niederlage vom letzten Sonntag ausgleichen, wenn sie dem Spiel ernsthaft oorstehen und jeder auf seinem Poften ist. Die zweite Mannschaft fährt nach W e tz l a r, um gegen den dortigen Turnverein zu spielen Die Aus- sichten für beide Parteien stehen noch offen. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Die erste Mannschaft spielt am nächsten Sonntag in Marburg. Die Ularburger haben gegenüber dem Vorjahre an Spielstärke eingebüßt, was wohl zum großen Seil an der wechselnden Zusammenstellung der Mannschaft liegt. Trotzdem haben die 1846er keinen Grund, sie zu unter» schätzen: besonders noch, da das Spiel in Marburg stattfindet. Der Sturm muß allen Ernstes sich besinnen und mehr Tore schießen, sonst ist ein Sieg sehr in Frage gestellt. Handball der E>p.-Dg. 1900. Die Paulus-Mannschaft in Gießen. ö. Das zweifellos wichtigste Spiel der Handball- ferie im Lahnkreis kommt am nächsten Sonntag auf dem 1900er Platz zum Austrag. Der als unge- fchlagene Mannschaft die Tabelle anführende V. f. L. Wetzlar steht der mit nur zwei Verlustpunkten folgenden Spielvereinigung gegenüber. Gewinnen die Gäste, so sind sie ohne weiteres Lahnkreismeister. Bringen die 1900er die Punkte an sich, so werden sie, vorausgesetzt, daß ihnen das noch ausstehende Rückspiel gegen Wetzlars 2. Mannscdaft keine Schwierigkeiten bereitet, mit dem D. f. L. punktgleich, und der Meister muß in einem beson- ders anzusetzenden Entscheidungsspiel ermittelt wer- den. Unter diesen Umständen wird es am nächsten Sonntag einen scharfen Kampf um den Sieg geben. Wem er zufallen wird, ist eine offene Sache. Betrachtet man die Mannschaften als Ganzes, so kann man bei den Spieloereinigungsleuten eine größere Einheitlichkeit feststellen. Wetzlar setzt dem einige bessere Einzelspieler, vor allem aber Paulus, gegenüber, der auch als Mannschaftsdirigent äußerst wertvolle Dienste leistet. Die Gießener Hintermann- fchaft wird bei dem gut durchdachten Spiel der Leute um Paulus äußerste Aufmerksamkeit entfalten müssen, während andererseits der 1900er Sturm nur durch ideenreiche, entschlossene Spielweise zu Erfolgen kommen kann. Das dem Hauptspiel vorangehende Treffen der zweiten Mannschaften wird einen nicht minder spannenden Verlauf nehmen. Wenn sich auch die zweiten Garnituren noch nicht gegenubergeftanben haben, so haben sie dock in den bisherigen Kämpfen den Beweis erbracht, daß sie in ihrer Spielstärke kaum eine Klaffe hinter den Meisterschafts, anwärtern zurückstehen. Als dritte Wetzlarer Mannschaft wird sich, die 1. Jugend von V. f. L. einfinden. Sie dürfte über die gleiche Elf der Spielvereinigung, wenn auch nach Kampf, Sieger bleiben. 1900s 2. Jugend wird bei dem Wetzlarer Sportverein keine Lorbeeren ernten können, zumal die Wetzlarer den Vorteil des eigenen Platzes genießen. Handbatt in Gießen. Universität — Pädagogisches Institut Mainz 8:2 (3:2). Das Spiel zeigte zwei gleichwertige Mannschaften. Das unerwartet hohe Ergebnis entstand vor allem durch die Durchschlagstraft des Gießener Jnnentrios. das von Außenstürmern und Läufern vorbildlich unterstützt wurde. Schon in der 2. Minute erzielte Mainz, in dessen Reihen man mehrere bekannte Spieler der Mainzer Turnvereine sah, das erste Tor. dem in der 5. Minute das zweite folgte. Die in neuer Zusammensetzung spielende Gießener Hintermannschaft war zweimal überramit, ehe sie sich ein- spielen konnte. Dann tarn die einheimische Läuferreihe in Form, gab dem langsam auftauenden Sturm Vorlage auf Vorlage, so daß bald der Ausgleich da war. dem kurz vor Halbzeit der Führungstreffer folgte. Mainz hatte sich ftarl ausgegeben. Gießen konnte in der zweiten Halbzeit zeitweise stark drücken, was sich in dem Endresultat zeigt. Handball im Lahn-Oirnsberg-Gau. Zur Fortsetzung der Verbandsspiele hat am kommenden Sonntag Wieseck auf eigenem Platze Londorf zum Gegner, und es wird Sieg und Punkte wahrscheinlich den Gästen überlassen müssen. In Allendorf trifft Allendorf auf Kinzenbach. Trotz der hohen Niederlage am vorigen Sonntag gegen Gar- benteid) hat Allendorf immerhin noch Aussichten, das Spiel für sich zu entscheiden, da sie den Vorteil des eigenen Platzes haben. Handball in Heuchelheim. Am nächsten Sonntag hat die Erste des Tv. Heuchelheim die gleiche Mannschaft des Tv. Nidda zu Gast. Da Nidda als spielstark betannt ist und das Vorspiel auf eigenem Platze zu seinen Gunsten gestalten konnte, ist mit einem spannenden Kampf um die Punkte zu rechnen. Zwischenrunde um den deuischen Handballpokal. Auf Grund der Ergebnisse der Handballpokal- Vorrunde vom 11. November gibt die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik den Spielplan für die Zwischenrunde am 10. Februar 1929 bekannt. In Frankfurt a. b. Oder bzw. Berlin spielt der Verband Brandenburgischer Athletik-Vereine gegen den Südostdeutschen Leichtathletik-Der- band, in Darmstadt der Süddeutsche Fuhball- und Leichtathletik-Verband gegen den Verband Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine. Als Schiedsrichter wurden aufgefteltt Jähnert-Leipzig und Pöthmann-Barmen. Universität Münster Handballmeister. Hm die Hochschul-Handballmeisterschaft stan- den sich am Mittwoch nachmittag in Münster die Mannschaften der Hniversi-ät Münster und der Hniversität Köln gegenüber. Beide Mann- fdxiften lieferten sich unter Leitung des Schiedsrichters Boy man n - Münster 08 einen spannenden Kamps. Bei Hall»zeit lagen die Münsteraner mit 1:0 in Führung. Aber gleich nach dem Wechsel konnten die Kölner den Gleichstand erzielen, doch mußten sie sich im weiteren Verlauf des Kampfes noch zwei Tore der Hniversität Münster gefallen lassen, die schließlich mit 3 :1 siegreich blieb und dadurch den Titel eines Hochschul-Ha ndballmeist er errang. $. E. ^Teutonia" Steinberg. I. Mannschaft — Garbenteickl 5:2. I. Steinbach — ll. Jugend Garbenteich 2:2. Die erste Mannschaft hatte am vergangenen Sonntag die erste Mannschaft von Garbenteich zu Gast. Das Spiel hatte Steinberg völlig in der Hand. Garbenteich mußte zeitweise mit der ganzen ! Mannschaft verteidigen, tim sich vor einer höheren Niederlage zu schützen. Die zweite Jugend trat in Steinbach gegen die dortige erste Äugend an. Steinberg spielte mit neun Mann und stellte das obige Resultat her. Ä. f. X Lich. Die zweite Mannschaft der Licher Rasenspieler trifft am nächsten Sonntag noch einmal mit der zweiten Mannschaft von TeutoniaLaubach zum Punktspiel zusammen, da das erste Spiel nicht genehmigt wurde. Kann Lich sein damaliges Ergebnis wiederholen (1:1), so kann es die Vorrunde mit dem dritten Platz beenden. Mrischafi. Bereinigung der russischen Anleihe-Gläubiger. Nachdem die ständige Kommission zur Wahrung der Interessen deutscher Besitzer ausländischer Wertpapiere in Berlin dem internationalen Komitee zum Schatze der Inhaber rassischer Anleihen beigetreten ist, haben sich die Häuser Mendelssohn & Co., S. Bleichröder und die Direktion der Diskontogesellschaft in Berlin, die vor dem Kriege eine große Anzahl von russischen Staatsanleihen und staatlich garantierten Eisenbahnobligationen in Deutschland begeben ha, ten, entschlossen, zur Er* leicherung von Maßnahmen, die sich im Zusammenhang mit dem Beitritt zur internationalen Schuhvereinigung künftig als notwendig erwei- sen follien, eine besondere deutsche Schuhvereini- gung in Form eines rechtsfähigen Vereins zu ildcn. Der Name dieser Schutzverci ügung wird lauten: „Vereinigung zur Wahrung der Interessen der deut scheu Inhaber russischer Wertpapiere E.V." Der Zweck der Vereinigung ist die Wahrung der Interessen der deutschen Inhaber von Anleihen, die von dem russischen Staat, oder einer russischen Gemeinde, oder einer andcrtoci.igcn öffentlich- rechtlichen russischen Körperschaft aufgenommen, übernommen oder garantiert find. Dir Vereinigung wird sich ausschließlich mit solchen Anleihen beschäftigen, welche die Form von Wertpapieren haben und an den europäischen Börsen außerhalb des früheren Rußland notiert waren oder gehandelt worden sind. Girr Ausruf d:r Gläubiger, oder eine Aufforderung zur Anmel* dang der in deutschem Besitz befindlichen russischen Anleihen ist zunächst nicht beabsichtigt. Der Sih der Vereinigung ist Berlin bei Mendelssohn & Eo. • Metallgesellschaft A.-G., Frankfurt a. M. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der G.-V. vorzuschlagen, aus einem nach regulären Abschreibungen von 1921 141 Mk. und nach Abschreibung des gesamten Disagios, sowie der Spesen auf die im Mai auf genommene Pfandanleihe mit 912 683 Mk. verbleibenden Reingewinn von 6 382 097 Mk. eine Dividende von 8 v. H. auf 55 Mill. Mk. Stammaktien zu verteilen, während auf die im Portefeuille der Gesellschaft befindlichen 10 Mill. Mk. Qfftien der Dividendendienst ruht. Der orbent» lieben Reserve werden zur Qtbrundung auf 10 Mill. Mk. 322 151 Mk. zugewiesen. 150 000 Mk. sollen der Versorgungskasse überwiesen und 438 437 Mk. vorgetragen werden. * Preuß. Central-Bodenkredit A.-G. 3m heutigen Anzeigenteil ist ein Prospekt über eine Zeichnung auf neue 8proz. Zentral-Goldpfandbriefe vom Jahre 1928 der Preußischen Central-Boden- kredit-Aktiengesellschaft, die an der Börse zu Berlin bereits amtlich notiert werden und auch an anderen Börsenplätzen zur Einführung kommen, enthaften. Die Pfandbriefe sind ausgefertigt in Abschnitten zu 100 bis 5000 Goldmark und mit halbjährlichen Zinsscheinen, jeweils am 1 April und am 1. Oktober fällig, versehen. Die Zeichnung auf einen Teilbetrag von 10 000 000 Goldmark findet vom 18. bis zum 31. Dezember statt zum Kurse von 97,50 o. H., während der Börsenkurs 98 v. H. notiert. Die Abnahme der Stücke kann in beliebigen Beträgen bis späte- stens 31. Januar, eventuell aber auch schon sofort geschehen. Die Gesamtkündigung dieser Anleche ist bis zum 1. Oktober 1934 ausgeschlossen. Die Tilgung der gesamten Anleche muß bis 1. April 1966 beendet fein. Die Pfandbriefe werden von der Reichsbank in Klaffe A bestehen. Bei einem Grundkapital von 18 200 000 Mark waren von der Gesellschaft am 30. November 1928 in Verkehr 294 453 000 Goldmark Zentral-Pfandbriefe, denen als Deckung 300 756 000 Goldmark hypothekarische Darlehnsforderungen gegenüberstanden. ¥ Die Internationale Rohstah l* gemeinschaft hat gestern in Paris eine Lache Vaiarro t Roman von J. Echneider-Foerstl. Urbeberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa. 21. Fortsetzung Nachdruck verboten. Richthosen strich noch immer an seinen Handschuhen und schüttelte dabei den Kopf. „Older ihr Fräulein Schwester mußte doch als seine Braut den meisten Einfluß auf den armen Menschen haben!" warf Ringler ein. Leopold sah mit abwesendem Ausdruck nach einem schwarzgerahmten Bild, das über dem Schreibtisch hing. .Wie s halt so geht, Herr Hofrat! Ein Hnglück kommt nie allein! Das Sprich» wort hat schon seine Richtigkeit — Sie habn sich zerschlagn die zwei. — Es ist alles aus! Meine Schwester hat ihn falln lassen!" »Der arme Mensch! Das auch noch! Nun begreif ich schon, daß ihm das alles zu viel wird." „3a! Wann ich nur wüßt, was sich tun laßt für den Augenblick." Richthosen ging mit langsamen Schritten nach der Tür und sah den Hofrat ratlos an. „Er hat mir das Ehrenwort gehn, daß er nicht Hand an sich legt, bis sein Vater nicht die Augn zugmacht hat. Aber das kann jede Stund sein. Wann ich jemand auf mich zulaufn seh, mein ich jedesmal, er bringt mir schon die Nachricht, daß er tot ist!" „Lieber Richthofen, das ist ja fürchterlich! Da 'muß man ja sofort Schritte unternehmen, den armen Menschen zu retten. Ich fühle mich förmlich dazu verpflichtet, weil ich so oft Gast bei seinen Eltern gewesen bin. Hob den Joachim, den hab ich immer hoch geschäht, weil er ein so vornehmer Charakter ist. Nehmens mich mit, Herr Richthosen, vielleicht kann ich doch was mit ihm machen!" Rickthofen trug ein verzweifeltes Verneinen im Gesicht. „Es ist umsonst, Herr Hosrat! „Ich habe schon abgeschlossen!" Das ist alles, was man xur Antwort von ihm bekommt. Ich hab mich heiser gredL Bitt hab ich! Die Hand hab ich auf* ghvbn! Grob bin ich worden! Droht hab ich ihm und hab ihm in Aussicht gstellt, daß ich ihn beobachtn laß! Einen Feigling hab ich ihn gheihni GS hat alles keine Wirkung ghabt!" „Die Baronin muhte dvcy inS Irrenhaus gebracht werden," sagte Ringler und hatte die Augen voller Tränen. „Ja! Die arme Frau! Sie hat sich etnbildt, sie ist schuld an dem Hnglück. Die Perlen, die ihr der alte Baron vor drei oder vier Wochen gschenkt hat, sagt f, habn ihren Mann ruiniert Und das hafs wohnsinnig gmacht Allewell bat’6 an der Schnur nachzählt und hat ausgerechnet, wie viele Milliarden als dafür kriegt Aber sie sind net amal echt, sagn die Juwelier!" »Schrecklich, lieber Richthosen!" „3a, net wahr? Man könnt selber gleich den Verstand Oerliern, wann man so was miterlebt. Jetzt geh ich halt wieder. Vielleicht fallt mir noch was ein, das ich dem Joachim weis mach daß ich wenigstens noch ein paar Tag Aufschub erwirk. Eine jede Stund ist kostbar." „Wenn Sie mich brauchen sollten Heber Richt- Hofen ob bei Tag ober Nacht —' „I komm schon Herr Hofrat, wenn'S gar nimmer anders geht. Solang er lebt, ist allemal noch ein Hoffn!" Ringler ging mit ihm zum Wagen, dessen Schlag der Chauffeur oftenhielt Schwer sank er in die Lederpolsterung im Fond. Ein Nicken noch, dann fauchte er über den spiegelglatten Asphalt am Opernring herunter. Was nun? — Zu wem? — Wen gab es noch in dem großen Wien, dem Hettingens Geschick am Herzen lag? Der in der größten Stunde der Not dem Freunde über die gefährliche Klippe hinweghalf? Wo fand er die Hand die ftarl genug war, ihn abzuhalten, bah et nicht über Bord ging? Wo den Mund, der eine solche Beredsamkeit besaß, Joachim von der Notwendigkeit seines Daseins zu überzeugen? Die Schwester war die einzige gewesen, die es gekonnt hätte und sie sagte sich in der Stunde, in der alles über dem Mann ihrer Lieb« zusammenbrach. von ihm los. Wo fand er eine andere Frau die Macht über den armen verzweifelten Menschen hatte? Ein Auto glitt blitzschnell an dem seinen vorüber. Eine Dame in pelzbesetztem Mantel und einem blauen wehenden Schleier sah im Fond und hatte kein Auge für all das Leben ringsum. „Lassn S' den rotn Wagn net aus dem Gsicht. Stephan!" rief er durch das Sprachrohr dem Chauffeur zu. der sofort verstand und hinter dem Auto dreinflitzte. „Bleibn S' hinter ihm, bis er halt!" gebot Richthosen. Das Nicken des jungen ManneS bestätigte ihm, daß er sich aus ihn verlassen konnte. Am Schwarzenberger Platz stoppten die beiden Kraftwagen mit knapp zwei Meter Abstand. Beide Chauffeure riffen zu gleicher Zett den Schlag auf und legten die Hand an die Mütze. „Gestattn S' einen Augenblick, Frau Kammersängerin!" Richthosen hatte schon nach ihrer Hand gegriffen und neigte sich ehrerbietig darüber. Zwei große, verwehrte Augen sahen auf ihn nieder. Die Stimme der Diva klang in verhaltenem Schluchzen. „Habn S' mir vielleicht noch ein Hnglück zu melden. Leopold? — Glangt's noch immer nicht bei die Hettingen? — Muh auch das allerletzte noch kommen?" „Es hat gairj den Anschein, als ob's so wär!" Flüsternd neigte er sich zu ihrem Ohr. „Der Joachim will Hand an sich legn!“ „Richthosen!" Isabella Jeska schüttelte chn voll sinnloser Angst am Arm. „Red'n S' doch, Leopold! — Wo is er denn, der Bub! — Ich muh ihn doch sindn können! — So schaun S' doch nimmer lang. Ich möcht ja z' spät kommen sonst!" Seine Worte überstürzten sich, während sie starr an seinem Munde hing. „So weit is! — Hnd ich hab keine Ahnung ghabt, hab mich bloh um — um seinen Vater gforgt — Aber jetzt! — Herr Richthosen. haltn S mich nimmer auf! — Ich krieg ihn schon zu sassn. Hnd ich hab auch ein Mittl durch das ich rhn gefügig mach! — Wie ein Kindl wickl ich ihn ein. Ganz warm kommt er zu tiegn! Ganz warm! — Sorgn Sie sich nimmer, Leopold. — Jetzt hab ich keine Zeit mehr, aber morgn — gelt, morgn kommen S' dann zu mir!" Ein warmes Leuchten brach aus ihren Augen, die rot gerändert waren. „Ich werd kein Lid zutun heut nacht. Frau Kammersängerin!" Richthosen preßte ihre Finger zwischen den feinen. „Wenn S' so in Aengsten um den Joachim sind dann telephonier ich 2rt)nen halt, Herr Leopold. Is nachher recht?" „Ich bitt recht herzlich, gnädige Frau lassen S mich doch wissen, ob S' was ausgricht habn bet ihm!" „Gwih! Sie können sich verlassen! Aus Wieder- sehen!" Richthosen half ihr wieder in den Wagen und legte behutsam die gemusterte Sammetdeckc über ihre Knie. „Sagn S' ihm net, daß ich Ihn verratn hab an Ihnen. Er tät mir's nie verzeihn!" „Nein! Nein! — das braucht er nie zu wissen. — Ich dank Ihnen, Herr Leopold." Gin fetter Druck von Hand zu Hand, dann stand Richthosen allein auf dem hitzesprüh enden Pflaster und sah dem roten Wagen nach dessen Spur sich schon nach Sekunden im Trubel und dem Durcheinander des hin- und herflutenden Verkehrs verlor. „Der Herr Baron ist leider nicht zu Hause," sagte der Diener, als Isabella Jeska die Klingel tm Erdgeschoß der Villa Hettingen zog. Sie maß ihn mit einem prüfenden Blick. „Oskar, mich sollten S' doch schon nicht anlügn. Keine fünf Minuten ist es her, da ist er vor mir den Parkweg heraufgegangen. Stimmt es nicht?" Der Alte geriet einen Moment aus der Fassung. „Die Frau Kammersängerin haben sich getäuscht!" meinte er achselzuckend. „Aber bitte! Ich werde doch den Herrn Joachim nicht mit einem andern verwechseln! Das wär ja lachhaft! Melden Sie mich! Karte brauchen Sie gar keine. Sagen Sie, die Jeska vom Burgtheater möchte ihn sprechen." Wenn die Diva sich eines reinen Hochdeutsch bediente, war Gefahr auf Verzug. Dann rebellierten ihre Nerven und drohten, über die Stränge zu schlagen. Oskar sah den stolz auffahrenden Blick der von ganz Wien vergötterten Frau und wurde unsicher. „Wenn die gnädige Frau sich vielleicht ein! andermal herbemühen möchten!" „Nein!---- (Fortsetzung folgt.) z Sitzung abgehalten, in der beschlossen wurde, dos Fabrikationsprogramm in der bisherigen Höhe zu belassen. Von der französischen Gruppe war beantragt worden, das Programm um eine Million Tonnen zu erhöhen. Die Mehrzahl der Mitglieder trat aber für die Beibehaltung der bisherigen Kontingente ein. ' Kapitalserhöhung bei der Ges- s u r e l. Die außerordentliche Generalversammlung der Gesellschaft für elektrische llnterneh- mungen beschloß die Erhöhung des Aktienkapitals um 15 Mill. Mark mit allen gegen 1152 Stimmen eines Aktionärs, der Protest zu Protokoll gab. Die Kapitalerhvhung wurde von der Verwaltung u. a. damit begründet, daß das Betätigungsfeld des Unternehmens im Ausland wächst und die Gesellschaft neben den ^Möglichkeiten, die ihr die Beziehungen zur Sofina-Gruppe bieten, auch eigene ausländische Projekte in Bearbeitung habe. Die amerikanischen Konzerne. die mit sehr großen geldlichen Hilfsquellen arbeiten, dringen jetzt auch in die Gebiete der Elektrizitätsliefe- rungen außerhalb der Vereinigten Staaten überall vor und kaufen, um den Umsatz der ihnen nahestehenden Fabriken zu heben, ohne Rücksicht auf Rentabilität olle Objekte auf, die zu haben sind. Darunter hat die gesamte europäische, vornehmlich die deutsche Eletrizitätsindustrie. zu leiden, und die Gesellschaft will in einem Hm- lange, der die Rentabilität des Unternehmens nicht gefährdet, gerüstet sein. Schließlich will die Geselllchaft in noch engerer Gemeinschaft als bisher mit der A.--G. für Gas-, Wasser- und Elektrizitätsanlagen zusanuneirarbeiten und zu diesem Zwecke ein Umtauschangebot Herausgeber! im 'Verhältnis von zwei Agwea-Aktien zu einer Gesfürel-Aktie. Hierfür werden rund 2,5 Mill. Mark junge Gesfürel-Aktien verwendet. 3m neuen Jahre war der Geschäftsgang bisher normal, so daß voraussichtlich wieder mit einer ähnlichen Dividende wie im Vorjahre zu rechnen ist. * Preiserhöhung des ost elbischen Braunkohlensyndikats. 3n der gemeinsamen Sitzung des Reichskohlenverbandes und des Großen Ausschusses des Reichskohlenrates vom 13. Dezember 1928 wurde ein Antrag des Ostelbischen Braunkohlensyndikates auf Erhöhung der Hausbrandbriketrspreise ab Werk um durch- schnittllch 0,60 Mark je Tonne einstimmig an» genommen. Der Bevollmächtigte des Reichswirtschaftsministers nahm von einer Beanstandung dieses Beschlusses Abstand, weil die in der Zwischenzeit seitens des Reichswirtschastsnänisteriums oorgenomnrene Untersuchung der Selbstkosten der Werte der Riederlausih deren wenig günstige Lage ergeben hat und die Aufrechterhaltung auch der schlechten Werke mit Rücksicht auf die Marktlage und die Versorgung dec Bevölkerung notwendig erscheint, und weil endlich seitens des Ostelbischen Syndikats die Erklärung abgegeben worden ist, daß in Berlin und entsprechend — soweit der Einfluß des Syndikats reicht — auch in den übrigen Llbsahgebieten die Verbraucherpreise für Hausbrairdöriketts trotz der beschlossenen Steigerung der „a6 Werr-Preise" eine Erhöhung nicht ersahren werden. Hiernach werden die Sommerpreise für Hausbrandbriketts in Berlin wie bisher 1,60 Mark, die Wmterpreise lL5 Mark je Zentner betragen. *DesfauerGas. In einer Aufsicktsratssitzung der Deutschen (kontinentalen Gas-Gesellschaft, Dessau, wurde das oorgetragene Projekt über die ZZusam- menfassung der Grotzgasbeschaffung und Verteilung in Mitteldeutschland unter der Firma Großgaserei Mitteldeutschland A.-G. mit einem Aktienkapital von 5 Millionen Mark und eine Berteilungsgesellschast unter der Firma Gasfernversorgung Sachsen-Anhalt A.-G. ebenfalls mit einem Aktienkapital von 5 Millionen Mark vorgesehen. Eine Kapitolerhöhung bei der Dessauer Gas ist hierfür nicht nötig. Das jetzt zu Ende gehende Geschäftsjahr ist bisher befriedigend verlaufen. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt, 14. Dez. Tendenz: Erholt. — Die im heutigen Vormittagsverkehr herrschende Unsicherheit wurde zum Beginn des offiziellen Marktes von einer allgemein freund- kicheren Stimmung abgelöst. Der unsichere Verlauf der gestrigen Deuyorker Börse wurde kaum beachtet, dagegen fand der erleichterte Tagesgeldsatz am dortigen Platz eine starke Beachtung. Das Eintreffen einzelner Orders von Ausland- und Publikumsseite löste eine größere Zuversicht aus, und die Spekulation schritt aus diesem Grunde zu Deckungen, so daß sich in den bevorzugten Werten etwas lebhafteres Geschäft entwickeln konnte. Von Elektrowerten ausgehend, die im Vordergrund des Interesses standen, erfuhren auch die übrigen Märkte eine Belebung, die sich jedoch in kleinerem Rahmen bewegte, da in der Grundtendenz eine gewiss« Zurückhaltung nicht zu verkennen war und immer noch Befürchtungen eines erneuten Rückschlages auftaucht en. Stärker gefragt waren besonders Schuckert mit plus 5L5 Proz. und Siemens mit plus 5 Proz. Licht und Kraft konnten 2,5 Prozent gewinnen. Die unter Protest erzielte Kapilalserhöhung bei Gesfürel in der gestrigen G.-V. hatte für dieses Papier nur einen Gewinn von 1 Proz. zur Folge Lahmeyer knapp behauptet. Am Farbenmarft Jonnte sich für Farben mit plus 1.25 Prozent einiges Interesse durchsetzen. Holzverkohlung angeboten und zirka 1 Prozent niedriger. Am Montanmarlt waren die Umsätze sehr bescheiden. Rheinstahl 1,25 Prozent gebessert. Am Kalimarlt bestand für Westeregeln mit plus 2,75 Prozent einiges Interesse. Deutsche Linoleum konnten nach der gestrigen erheblichen Abschwächung 4 Prozent zurückgewinnen. Am Banienmarkt machte sich für Reichsbankanteile mit plus 5 Prozent stärkere Nachfrage bemerkbar. Bauunternehmungen uneinheitlich. Zement Heidelberg etwas gebessert. Wahß & Freitag mit minus 1 Prozent angeboten. Von Autowerten waren R. S. u. erneut etwas erhöht. Renten still. Von Ausländern Anatolier bei abbröckelnden Kursen etwas gefragt. Im Verlaufe wurde das Geschäft wieder still. Auch das Interesse für die anfangs bevorzugten Werte ließ erheblich nach. Verschiedentlich wurden Gewinnsicherungen vor- genoinmen, die kleine Kursrückgänge zur Folge hotten. Farben blieben gut behauptet. Die Grundtendenz war nicht unfreundlich, die Spekulation übte aber Zurückhaltung. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 7,5 Prozent wieder angespannter. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4.1950, gegen London 20.3495. London gegen Kabel 4.8513, gegen Paris 124.15, gegen Mailand 92.65, gegen Madrid 29.88, gegen Holland 12.0750. Berliner Börse. Berlin, 14. Dez. Für die heutige Börse lagen Anregungen so gut wie gar nicht vor. Reuyork hatte zwar ziemlich feste Tendenz und etwas leichtere Geldsätze aufzuweisen, dies allein genügte aber nicht, um neue Käuferschichten anzuregen. Bei den Banken hatte der Orderseingang so gut wie ganz aufgehört. Dos Geschäft war zu den ersten Kursen minimal, evtl. Umsätze spielten sich innerhalb der Spekulation ab. Die elektrischen Projekte, die in der gestrigen Generalversammlung der Gesstirel zur Sprache tarnen, wiicklen insofern auf den Elektro markt, als an ihm von der Kulisse gedeckt wurde. Abgesehen von den wenigen Elektrowerten und Papieren wie Reichsbaick, Hammersen und Schuhfabrik Derneih Wessel, ferner Dessauer Gas, Deutsche Linoleum und Leonhard Dietz, die 2 bis 4 Prozent höher lagen, war eine Einheitlichkeit der Ki.rs- gcstallung nicht fest zustellen. Deutsche Anleihen vernachlässigt. Ausländer Wetter unsicher, aber meist behauptet. Der Pfandbriefmarkt war vollkommen geschäftslos. Der Geldmartt war unverändert, eher gefragt. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, Monatsgeld 9 bis 9,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7 Prozent. Rach ten ersten Kursen setzren sich zunächst kleine Besserungei! durch. Später wurde die Tendenz ober wieder überwiegend schwächer. Von Geschäft konnte an keinem Warft die Rede sein, das dürfte der Hauptgrund für die Rückgänge sein. Außer der allgemeinen Lustlosigkeit befriedigte aber auch das Ergebnis der Verhandlungen in Lugano nicht. Di« Montecatiniaktien, die heute erstmalig variabel gehandelt wurden, notierten unverändert zu gestern mit 65,75 Prozent und hielten sich auch im Verlaufe auf dieser Höhe. Sine Ausnahme von dieser rückgängigen Bewegung, die bei den schweren Papieren Verlust« bis zu 2 Prozent zur Folge hatte, machten Conti Cautchouc, angeblich auf Fusionsabsichten mit der Peters-llnion (plus 1,5 Prozent) und Dessauer Gas (plus 2 Prozent). Ftanfiurtev GeLreivebörse. Frankfurt a. M., 14. Dez. Der Frankurter Produitenmarkt verkehrte zum Wochrnschluh bei fast völliger Umsatzlo igleit wieder in sehr ruhiger Haltung. Die wenigen genannten etwas höheren Preise konnten sich auf die allgemeine Preisgestaltung nicht auswivken. Es wurden notiert: Weizen 22,60, Roggen 22, Sommergerste für Drauzwecke 23,75 bis 24, Hafer, inländ. 22,75 bis 23,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25, Weizenmehl, füdd. Spezial 0 32,25 bis 33. Rog« genmehl 29,25 bis 30, Weizenkleie 13,75 bis 13,85, Roggenkleie 14,25 bis 14,50. Tendenz ruhig. Marklverlcgungen in Frankfurt. Fwd. Frankfurt a.M., 13.D«). In der Weihnachtswoche und Reujayrswoche finden die Diehmärkte wie folgt statt: Montag, 24. Dezember, fällt der Markt aus: Donnerstag, 27. Dezember, nur Schweinemast und Fleisch- großmackt: Freitag, 28. Dezember, Hauptmarkt für Kleinvieh: Montag. 31. Dezember. Haupttnarkt für Großvieh, Rebenmarkt für Kleinvieh und Schweine Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orb ach. Alle für die Redaktion bestimmien Mitteilungen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr 191. Don P. ten Gate. (Preisgekrönt bn „Grantham Journal" 1926.) Schwarz. 8 6 2 5 3 4 M b ■ 5 8 7 6 4 3 2 ö i M H5 «. h ü. h s d e Weiß. a b c d e Weiß zieht und setzt in zwei. Zügen matt Weiß: 11 Steine. Kf3; Te2, e8, Db4; Lb2, h3; Sc4, f6; Bb5, g5, g7. Schwarz: 13 Steine. Ke6;, Db8; Td7, f5; La8, d8; Sb6, hl; Ba7, d6, e7, ?4, f7. Endspiel Nr. 66 Don 3. Daucuro. Schwarz. 8 6 5 4 3 2 l a b 8 6 5 4 2 a 1 d e Weiß. 8___ß o c d e ■ • t—j ■ ■ I M M M s » O Weiß am Zuge gewinnt. Weih: 3 Steine. Kh7; Leb. g3. Schwarz: 2 Steine. Kf8: Tf5. Eine sehr feine Studie! Lösung deS Problems Rr. 188. Don Dr. E. Zepler. 1. Sd7-e5!, Kf4-e4. 2. Se5 - g6 und das Watt im 3. Zuge ist unabwendbar. Oder 1. . .., Da3- a6. 2. Sf5~g3 mit undeckbarem Malt im 3. Zuge. 1...., d4 — d3.2. Se5 — g6 + , Kt4 — e4.3. Sf5 - g3 matt. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Die Schlange. In Indien war's — der Heimat der Zauberer und der Schlangen. Wir wohnten in der Rahe von Ragpur gemeinsam in einem großen, luftigen Bungalow, ringsum ein riesiger Garten — ein Wunder an Pracht und Herrlichkeit. Ein alter Gärtner — ein Europäer — hütete und pflegte ihn. Eines Abends sahen wir noch spät auf der Veranda beim Kartenspiel und warteten auf meinen Onkel Eddy, der bei einem Freund bn nahen Ragpur Geburtstag feiern half. Auf einmal fallen im Garten kurz hintereinander zwei Schüsse. Wir laufen hinaus. Da kommt uns schon Onkel Eddy entgegen: „Regt Euch bloß nicht auf,“ ruft er, „draußen war eine Schlange, ein Riesen ding sage ich euch, das hätte ein schönes Malheur geben können. Ra. habe das Biest erledigt, kann bis morgen früh liegen bleiben, ist ja jetzt doch zu dunkel." Arn andern Morgen — wir sitzen all« um den Ka.fcetisch — kommt der Gärtner aufgeregt auf die Veranda. Mein Onkel schmunzelt schadenfroh, er kann sich ja denken, wie sehr die Schlange den atmen Mann erschreckt hat @t wird schön schimpfen! Und richtig! — „Wer hat mir da," grunzt er — der Gärtner nämlich — wütend, „wer hat mir da in meinen schönen Gartensch.au.ch zwei Löcher geschossen?? —" (Lust. DI.) Das Stück. Der große Sch3.25 C tODl Dtincn . . toll SlidKifleben . . -all üßefl «regeln . . #cü(werf ©oiabrttedi <Ö Saiten,JnöaBfll Donamii tßobri . . Scheide anstall . . • Äoldlchmidl , • • Rütgertroerfe . • • «etallgeielllchM. » • 104.65 124.5 123 112 Ul 114.2a 89 25 276.5 137.75 150,a 3 Untern», b. Siete. SBeiie . 92.25 - 279 ' 281 283.75 -65.25 130 4% desgl. ©eite 11 ... 4% Siumünen conveN. Sie. . . . tH% Rumänen «olbeaL vo» 1918 1 120,4 133 137.5 138.5 143 194.7 291 170. 161.4 172 139 335 Äüfl. Demiche Hamburg-Am«üo kakel . pomb-Südam Damvttch. Oanla Dampfichiii •Jlcrbbeutldjer Lloyd . . Wg Deuliche LredttaoL. Sarmer Banlvereü, Serllner -andelsgetellich. .. äommerj- und PNoai-Bsu Dai mit u Norton chd aal Devliche Boni St6l£>ntu.61 172 216.5 140 415,75 > o o 10 > . . 10 . . . . o . . . 10 , • . . e . . . rr , •. . 8 , . . io . . . . 6 . . . . 6 . . . . 8 t h 3 * , . . . 6 Hoeich Aien- .«•••. 31fe Bergbau . • • • • ftlödneiwtde . • • • • ttölR-Seuefle». . • • • Mannesmann . . . • • Mansielder .... Cbcridild Mcab. Bedarf CWfilel Botemedt 179 227.Za i 264.o 428,5 . VA blei 10 f.%3* I 194 o 237.75 Sd)lufe-i l-lU)r» Sch.uh Ankang ' Ge(d' 168.06 21,92 111,53 58.84 2.542 111,83 80,63 67.81 12.387 72.95 | BrieT r" u.-nr 168,74 22.02 111,97 59.08 2,562 .12,27 80.95 8.09 12,447 Kur» 13 12 15sT" 234 186.25 82.5 136.1 Berlin, 13 De.emder HranzvsMr ytown sollänvttcbe Noten ...» rftalienische 'Jloten ..»•». Norweatlcbe Norev. ... 2)euifO‘Cefterr , i 100 Äteotn Ruinäntiche ‘Roten ..... Schwedinchr Noten Schweizer Noten ...... Svmttfchc Note« Tschecholldwatilche Voten - . UnoedMw Noseo Datum 1% it «etchsMOeche » l32? DL Knl.-äbldi.-etbuir mti Aus- lOj^Äedften ebne Aoslch^Rechte conti. Hvv -B'. ®oQiöt. un tUnobcn bi« 1938 414% Metnüche Hyv-Boll Liao.- «oIDDl. S.V.» abg 80x^0*.Obligation.. tftd>ablb88.5 96 - 105 1 FrauKsuri a. M Btrlln Schluz-11-Uhr- fturs , flttr» Sch.utz- Xlntang Kur» Dalum: 13. 12 | 14. 12 13. 12 | 14. 12 2®Ä*o'°3o'*ellat>d*ie3e0ie ilhlraBlBlläfflßrfHhlisi 135 2.> .35 134 207 4 89 i 69 117.25 15 87 111 123 137.75 28 105 125 ZU lüft 135. 133 207 83 — - — - - - 29. ö 156,4 137 135.5 aSO 289 544 440 278 130.5 216 83 47 89.a 242.5 55.5 100.75 -•89.5 82 68.25 117.75 86 138.5 30 105 210 156.» !' 1 t 1 1 ß 1 I-.SS8 • 1 II I 1 1 1 l 1 1 - g« $ 3g| 8 griankiu 1 a- M Berlin Schluh-! t.Uhr. SAiufpl Slntang ÄUt6 Äurs Äurs Äurs 13 12. j 14. 13. |13U. | 14 13. 87.6 - 87.5 - 52,9 □2,7 j2,6 14,3 — 14,4 14,3 90 — - — - - - 96.5 - 31,85 — 32,1 2.25 — 2,4 — — — 25,75 — 35,75 — — — — , _ 1,575 — 1,6 — — 12.26 — — — 11.75 — — 11.9 — 10,5 —* — 19 — 19,5 — 13. $ytinb:r 11 D e^emd r Lrnllude Non-rrwa «ttk- äUnllidjc Notierung Geld 1 BncT 21m (L. Roll $taen-»Htrti SWi-'Anttö- EhrtMmrta ftDDtnbaoes etixlboüD feeffingfetÄ Stauen - • W.8 1.762 98,27 111,74 111,88 112,iü 10,542 21,95 -d,33a 1^,67 I 1.766 58,39 | 111,96 112,10 112,32 10.562 21.99 20,375 168,31 1,763 - >8.265 111,7? 111,67 112,07 10.54 21.95 33,333 168,65 1.767 J»,u85 111,99 112,09 112,29 10,50 21.99 20,873 1,1915 1,1995 4,1910 4,1990 16.37 tu,41 16,375 16.415 ^rri» .... >0.735 -U.895 >0,72 >0,88 Svantea • STo'Sdei 8,02 1.922 4975 8.16 1.926 0.4993 8,06 1,918 '.4985 □8,20 1,9» .5005 Wien tn D-" Ce ft '0,885 •2,423 -»9,105 12.443 J9.00 12,422 M,12 -2,442 Belncad • ,374 7.387 7,370 7,584 «udavell ■ -3,07 73.21 .j.ub <3,20 Bul arte ,325 1,021 -.036 ,0*2 Piff ab t>o •8,26 13.30 18,20 18,24 Tattüa Ronu-etixi. »1,30 -.068 81,46 3.022 81.27 2.061 •1,48 -.065 Alben '.425 5,435 5.425 -.435 Sonate 4.183 4,19t 1.182 1,190 ilro..ens . 4.286 4,294 4,276 1.284 6ete» .. - «.86 20.90 .'0.855 4.8» Berlin. 13 Dezember leid itne- Atneritanliche 'Roten T7T?5 l.tSL ' Betatsche Norm 68.13 58,37 Däntlche Noten 111.68 112,12 tesUitte $ce=« ...... > .'0.295 30.875 16.60, rangen HA), 13.50, 1L90, 9.76, Out» Qualitäten Billige Preiee tlebornobuhe f. Damen, Herren n. Kinder beeter Schutz gegen naaee und kalte Füße Oemen-Laek-Spaegee- schuhe, elegante Auafüh- Dmsohlaoaohuhe aue Kamelhaar und Kamel- haaratoff, mollig warm, Größe 36/42................ 6.50, 5.90. 4.95, 8.96, 8.25, dttuM Schuhe Oemen-Brekat- 1K Spangenschuhe 3 apart gemustert, 10.50,8.50, • "-rren-Halbsobube ___lerne Formen, ach wart fiW 19.60, 16L0, 18.90, 9 brenn 19.76, 1A60, 16 50, 10° Herren-Laok-Halb- IO schuhe, elegante, neue I / Formen 22.60.18.90.15.90, l0M8A Zu jedem Schuh den passenden Strumpf I prinqmann Häohste Leistungsfähigkeit durch Großeinkauf für 21 eigene Geschäfte Niedertreter aus Kamelhaar und SM Damen-Atias-Pumps- u. Spangen« AM Kamelhaarotoff gute Fabrikate, Größe schuhe, der elegante GeaeUachafteachuh K'7v 86,42 5L0, 6.40, 4.66, 8.46, 2.96, 2.25. I 14 50, 9.60, V ■edefarblge Damen- sohuhe, eleg. Modelle, sfiRft blau, beigo-roed, grau, | f braun, 19.60,16.50. 14,50. | L Sonntag von 12 bis 6 Uhr nachm. geöffnet "DV Gießen Wetzlar Fulda Aschaffenburg Würzburg Bad Mergentheim Bahnhofstraße 58 LahnstralSe 37 Marktstr. 17 Landin^straße 6 Augustinerstr. 1, Markt 3 Karolinumstraße 2 Blühende u.Blalt-Pflanzen Palmen u. Zimmertannen in reicher Auswahl Rudolf Weber Gartenbaubetrieb und Blumenbinderei, Gießen Am Nahrungsberg 49/51 Fernspr. 1057 Blumenspenden - Vermittlung nach allen Orten. Pflanzen- und Tafel-Dekorationen zu allen Gelegenheiten. - «»«d -7 T Serenola SPRECHAPPARATE «hon von 25 M Barpreis an. Und KIN DERR A DER Preise bedeutend herabgesetzt KnaUnrUer 68 M - Mäddienr&der 71 M bar TEILZAHLUNG VON 2 M AN — FABRIK • VERK*UF»T£i.LE = SieHen, Neuenweg 4, Leiter J. P. Mono Eigene Reparaturwerkstatt u.groß. Ersatzteillager Walltorstraße 35 Bade - Einrichtungen kauft man am besten bei preußische Ceniral-Vodenlredtt-Aktiengesellschaft Zeichnung auf 10000000 GM. 8% Eentral-Goldpfandbriese v. L. 1928 — Slpr.-Vtt «Zinsen — Kündigung frühestens zum 1. Oktober 1934 zulässig. Die Zeichnung findet statt: vom 18. bis 31. Dezember 1928 während der üblichen Geschäftsstunden, früherer Schluß Vorbehalten, in Berlin bei der Kaffe der Gesellschaft, , , Direktion der Disconto«Gesellschast, , dem Dankhaufe E>. Meichröder in Gießen bei der Oirecüon der Oiseonto-Gesellschast Filiale Gießen und bei den sonstigen Zeichenstellen, Lankfirmen und Sparkassen 3um Surfe von 97,50 Prozent LILg-. Stücke zu 3000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 SM. Die Abnahme der Pfandbriefe kann bis zum 31. Zouuar geschehen. Sie werden an der Äerliner Börse bereits amtlich notiert. Stücke können sofort geliefert werden. - Prospekte und Zeichnungs-Formulare sind bei allen Lank« firmen zu beziehen. Berlin NW. 7, Unter den Linden 48/49. preußische Central-Bodenkredit-Akttengesellschaft Lindemann Hartmann Oesterlink Wrede |l Drucksachen aller Art stattung stilrein und^prelrwert == == = = »le vrüdl'sche UnioerfftStr-vruckerei. B. Lange. Gieren. $ zub Per 3ulx här fja' Ur an ni bo ffi he ooi [oft selb daß Krc voi roii ral m: N in m 0f iite hol Mi für fa rei Er au lös OUi sorg bar1 Nordsee - Krabben fi QC V, Dose............Ml. U*uJ Kalif. Pilchards 1 M in Tomaten....Dose Ml. JL«