Nr. 217 Erstes Flart 178. Jahrgang Zreilag, 4. September 1928 Erich,'»« 'S glich.-»b«! Soaetogs ir.l Fereriags Beilegt» OUNeati 3«*i!itnbl6tt« fyttoal 'm Bitt Di» Scholle Beeflt»-8cj»6iFreti: 2 Rri$«*orh unb 20 Krichspfeinig ttr Träger» tob«, auch bei Riditer- scheint» einzelner Thimmer» infolge Häherei Gewalt. Fer»sprecha»lchl»Is,r II, M »nb 112 >»fchrift Ht Drahtnach' richtet adriger Kietze». peVschecklsnro. greiffan on Mal» 11 CM. Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnrf Grtb üerlag: vrthl'sche Untverfilülr Such, ond Stetnöniderel L Lange in Sietzen. Sd?nhlettnng und Kefchästrftelle: Zchulstraße 7. .'leaeber van lajeige» fär btt lagttnaiem« bi« j»n -lochmttrag vorher. Prell ter | mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brett« örtlich 8, auswärts 10 Aeichiplennig. für Re- Mdmeonteigen von 70 mm Brette 35 Xeichapsennig, Platzvorfchnst X*. mehr. (Tbefrebahtear Dt Friede Drlh Lange. Verantwortlich lür Tolmk Dt Fe Dild Longe für Sduldeten Dr tz Tdynot, e den übrigen letl Ernst Blumschein, füe den An» jelqenteil Muri fuDmann, kimtlid) 1» (Biehen Korisehung der Rheinland-Besprechungen. Der deutsche Standpunkt unverändert. — Keine formulierten Vorschläge. Genf, 13. Sept (1DIB) Dk j weite ge- ra e I n | a m e Besprechung jnr Alirung her Frage der R b e I ■ I fl n b r ä u m u n g dauerte etwas über jwet Stunden ond war kurz noch zwölf Uhr ,0 Ende. Reichskanzler Matter und Staats- fefrdär 0. S d) u b e r t, bk al« erste ba« holet nee ließen, teilte» den toorlrnben Journalisten mit, baß bk Besprechungen a m Sonntag (orige,eßt werben. B r I a n b gab bk Auskunst, baß er heute mittag Gen, oeriosk unb am Samstag abenb wle- ber zurück,eln werde. lieber bk gemeinsame Besprechung Ist folgende» Communlqul ausgegeben worben: „heute ooemiffag fand bk In Aussicht genommene gemeinsame Besprechung statt, in weicher die Diskussion fortgesetzt worbe. Dabei ergab sich, daß einige Dunkle noch weiterer Ueberlegung b e b ü r f e n. Die Besprechungen werben daher Scmnfagüormilfag 10.30 Uhr sortgeseßi. Wie weiter verlautet, kommt eine Reife des Relchskanzters noch Berlin nicht In Betracht, ba ble Delegation In ständiger Füh- tung mit dem Reichskabinett ist Räßeres über die Besprechungen, In deren verlaus der deutsche Standpunkt unverändert blieb und f0r mollerte Vorschläge nicht clngebradrt wurden, ist im jetzigen Zeitpunkt nicht zu erfahren. Wenngleich die laifache der Forifetzung bet Be- fprrchungen irgendwelche Schlüße nicht zuiäßl, wird fie doch als ein Im allgemeinen befriedigendes Anzeichen aufgenommen. Ein interessantes Dokument. Eigene Draßimeibung de» ..Gießener Anzeigers*. Berlin, 14. Gept. Bei der Frage der tRßelnlanbräumung handelt es sich, ent» gegen einem gewissen äußeren Anschein, natürlich nicht um den Gegensatz zwischen der Rechts- auffallung Deutschlands und Frankreichs über die Verpsttchtungen des Artikels 4 31 des Ter, a i 11 er Vertrages. Denn wenn es sich bloß darum ß inbclte. ,0 wäre es verhältnismäßig einfach, hie ör.ricßcibung dem S>aagcr Gerichtshof zu Überla,kn. und es kann ha Inn auch kaum zweifelhaft sein, daß eine solche Entscheidung zu unseren Gunsten auesatten würde. Denn die Verfasser de» Versailler Vertrage» könnten sich nicht daraus hinausreden, daß sie nicht wußten, was sie taten, al» ,ic dielen Artikel formulierten, und müßten ihn gegen sich gelten lassen, selbst wenn die ‘Bdiimmumien der vorangehenden Artikel 428 und 429 ohne den Artikel 431 eine andere Auslegung, also ein Recht zur Aufrechterhaltung der Besatzung bi» zur völligen Erledigung auch der deutschen Reparation-Verpflichtungen enthalten könnten. Unb zwar schon deshalb, weil nach allgemeinem Rechtsbrauch im Zweifelsfalle von zwei Vestimmungen immer die schärfer umschriebene, also in diesem Falle die mit Marimaisristen kftgelcgte gilt Ucberb.e» aber ist durch ein Dokument, auf das nunmehr bei den Räumungsbesprechun- Ren in Dens nach einer Meldung der ..Frank- irter Zeitung" von deutscher Seite Bezug genommen wurde, der Sachverhalt bereits ein» wandsrei gcCärt. Eine Deklaration z u diesem Artikel 431 ist von Wilson, Lloyd George und Qlemenceau am 16. Juni 1919 unterzeichnet worden, die nun von der Reuvvrk World" reproduzi ri toub und u. a ieft(teilt, daß die Deletzungszeii deshalb nicht bis zur völligen Ausführung der Reparationsklausel verlängert worden tst, weil die alliierten und afsvciierten Mächte annahmen, „baß Deutschland verpflichtet werben wirb, jeden notwendigen Beweis feines guten Willens vor dem Ende der fünfzehnjährigen Zelt zu geben. Da die Befaßungskosten eine entsprechende Reduktion des gegen Reparation verfügbaren Betrags verurfachen. haben die alliierten und astociierten Mächte durch Artikel 431 bestimmt, daß, wenn vor Ende der 15 Jahre Deutschland allen feinen Verpflichtungen unter dem Vertrag nachgekommen ist, die Befaßungslruppen sofort zurückgezogen werden sollen." 3n einem weiteren Abschnitt bickr DeTIara- tion wird die frühere Beendigung der Beietzungs- zeit ausdrücklich für den Zeitpunkt roig khen, .wenn Deutschland Beweise seine- guten Willens und zufriedenstellende ®a- ranticn für die Erfüllung seiner Verpflichtungen gegeben Hit." Diese- Dokument wird zwar von der Gegenseite mit verschiedenen Grün- den angefochten, so. weil es nur drei Unterfd)1. i ten trägt, von denen diejenige Wilsons durch die Richtratifizierung des Vcr- sqjller Vertrages in Amerika die Bedeutung verloren ßabe. fo. weil es sich um keine Verpflichtung gegenüber Deutschland, sondern um eine Abmachung unter den Mächten der Gegenseite, allerdings den wichtigsten Hande,t. aber das alles beraubt doch das Dokument nicht kiner Bedeutung als einer authentischen Willens- Interpretation des .Gesetzgebers". als bet ja die .Großen Vier", oder in jenem Augenblick die .Großen Drei" tatsächlich in bezug auf das Versailler Di.'tat au g treten sind. Xie deutsche Rechtsausfassung erhält durch die eS Dokument, dessen Kutten izi:ät nicht teftritkn werden kann, eine außerordentlich starke Stütze- aber dadurch wird natürlich ter eingangs erwähnte Tatfachendestand nicht verändert, wonach es ja im Grunde gar nicht auf die Recht-aufsassung ankommt, sondern auf die politischen 'Bctnirfnl k der Gegenteile, die sie hinter rechtlichen Einwänden kaum versteckt. Trotzdem darf man dem amerikanischen 3ourna- listen h.r hick» an* zunächst un^'Iannten Ginn- ben lange Feit unbekannt und unbeachtet gebliebene Dokument nunmehr an die Oefsentlichkeit zieht, für den Beitrag dankbar sein, den er zur Stützung des deutschen Standpunktes geliefert hat. Eine Sensation bei den Besprechungen. London, 13. Sept. (XU.) Die der Genfer Berichterstatter des .Daily Harald" berichtet, sei in der Rheinlandbesprechung durch eine Erklärung des deutschen Reichskanzlers cine sensationelle Rote hineingetragen worden. Müller habe eine am 16. Juni 1919 In Pari- von Wilson. Llemenceau und Lloyd George unterzeichnete Geheimabmachung (über die wir vorstehend berichten. D. Red.) verlesen, die kürzlich von dem arirerikonischen Mitglied der FriedenSabordnung Baker veröttentlicht worden sei. und in der sich lne Alliierten zu einer früheren Beendigung der Besetzung verpflichteten, wenn Deutschland befriedigende Beweise der Erfüllung seiner Derpllich- tungen geben sollte. Etwas hoffnungsvoller. Berlin, 14. Sept (Priv. - Tel. des WTB.) In unterrichteten Kreisen glaubt man laut „Dost. Zeitung", die Genfer Derhandlungen nach den (Er- gebnisten der Besprechung zwischen Deutschland und den Besatzungsmächten etwas freundlicher und hoffnungsvoller beurteilen zu dürfen. Die Besprechungen haben ein weiteres Gebiet umfaßt, als die vorn Dienstag und haben in einzelnen Punkten eine ge wisse Annäherung der gegenseitigen Auffastungen möglich gemacht. Die deutsche Delegation hat an ihrem Standpunkt festgchalteu, daß die Räumungsfrage nicht mit der endgültigen Regelung der Reparation lu Verbindung gebracht werde. Auch die Gleichzeitigkeit der Verhandlungen über Räumung und Reparationen hat der Reichskanzler ebenso wie am Dienstag nicht zugestanden. eere bar ft eile. Dr.and habe wahrscheinlich, um diele augenscheinliche Lücke auSzusiillen eine Art Dor- entwurf für die Kontrolle des entmilüari- fierten Rheinlanbes unterbreitet DaS Wort .Kontrolle" Werbe jedoch nicht aebraucht Werden. Eine Kommission werde auf Grund dieser zum Artikel 4 des Rheinland- Pakte- hinzugefügten Konvention ausgestellt werden. Diele Kommission Werbern i ch t st ä n d i - g e r Ar t sein. Sic^oerbe nur zusammen tret en, wenn Frankreich oder Deutschland eine Beschwerde gegen die andere Partei habe. Perti- nar bemerkt, natürlich werde eine solche Kommission nicht bedeuten, daß Frankreich durch eine entmilitarifierte Zone behindert werbe, die mit der gemäß Artikel 42 und 43 des Derfailler Vertrages geschaffenen entmilitarifierten Zone auf der deutschen Seite verglichen werben könne. E- bedeute einfach baß Deutschland, wenn es glaube, baß Frankreich einen Angriff auf veutfchlanb varbereite ober beabsichtige, unb Frankreich, wenn es glaube, daß veutfchlanb einen Angriff auf Frankreich beabsichtige ober oorberelk ober nicht voll bk Bestimmungen für die Entmilitarisierung bes Rheittianbes respektiere, in ber Lage sein würben, an die stamm ssion zu appellieren. statt bie Frage bem Urteil bes Ddlfer- bunbes In Genf zu unkrbrelten. Dorauslichllih w.rd. eine solche Kommission in praxi vielleicht nicht von großer B.deulung fein. Sie werbe ßdoch als eine L trolle dc- entmilitarisierlen Rhc.nlandeZ ? DI« Sv-d.rbr. ichterstati r d.r Pariser Blätter in Gens stellen gleichlautend sest, daß i..i Lau e der gestrigen RäumungSbesprechung bie Ver- banblungcn Fortschritte gemacht haben. Rach ihren Veröffentlichungen stehen bie Dinge folgendermaßen: Der Reichskanzler ßabe unter dem Vorbehalt der Zustimmung kiner Kollegen zugestimmt, daß Sachverständige bie Möglichkeit der Mobilisierung und Kommerzialisierung eines Teiles der D a - toc« Obligationen prüfen. Der Reichskanzler Wolle jedoch die Versicherung haben, baß die Arbeiten dieser Konferenz, an der auch deutsche Sachverständige teilnehmen Würden, sich rasch vollziehen, damit die Sntfcheibung über daS Ende der Rheinlandbesetzung nicht verzögert werde. 3n zweiter Linie, so erklärt man, verhandele man über die Kontrolle und plane di« Einsetzung eines vergleich»- und Feststellungsausschusses. ber einen Interlocarnlstifchen Charakter tragen soll. ES sei nicht mehr die Rede von älcments stables, allo von einseitiger Kontrolle, wie früher. Der Sitz des neuen Au-schusses sei nicht mehr Ith Rheinland, sondern in Gens .Petit Parisicn" berichtet, wenn man sich über die Mobilisierung eures Teiles der Datvesobllgationen einige ober weirn ein Einverständnis über die Regelung der Sicherheitsfrage erzielt werbe, würden Frankreich und feine Alliierten die Räumung eines Teils der Rhern lande schon zum Ende dieses Jahres ins Auge falten. WaS bie gesamte Räumung anbetreffe, die ber Gegenstand einer sehr klaren grundsätzlichen Grllärung werde, so könne Iie erst durchgeführi werden, toenn die ms Auge geführten Finanzoperationen festgelegt seien. Oer Standpunkt Englands. London. 13. Sept. (WTB.) Der Amtliche Britische Funkdienst teilt mit. es v.r- lautc in London, daß die Haltung der britischen Regierung in der Rhrinlandfrage genau die gleiche bleibe, die die Regierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage im Parlament vor einiger Zeit be könnt gegeben habe Diese Antwort cr- flärte. baß nach ber britischen Ansicht bic allgemeine Räumung bes Rßeinlanbes vor ber im Versailler Vertrag festgesetzten Frist nur durch eine Abmachung zwischen ben Mächten erfolgen könne, beren Truppen durch die Räumung berührt werden, unb ber deutschen Regierung. Sollte i ine solche Abmachung möglich lein. Io würde dies der britischen Regierung lehr willkommen Irin, bic bereit sei. jeden Vorschlag in freundliche Erwägung zu ziehen, der zun Zweck der Räumung von einer b.nr direkt beteiligten Parteien gemacht werden könne. Die Kontrollftage. Berlin, 14. Sept (XU.) Rach einer Genfer Meldung des .Vorwärts" soll wahrscheinlich am Sonntag die von den Franzosen aufgeworfene Kontrollfrage besprochen werben. Man Werbe sich über die Zusammensetzung, den Tharaktcr unb die Zeitdauer einer zivilen Kontrolle unterhalten, bie etwaige Beschwerden zu prüfen unb zu schlichten hätte. Davon hange natürlich noch vieles ab. Deutschland könne eine solche Lösung annehmen, fall- sie sich im Rahmen deS Abkommens von 1926 halte unb sich mit bem Geist von Locarno vertrage. Im Oktober Sachversiändigenkonserenz. TU. Paris. 14. Sept (Telunion- Wie der Genfer Vertreter des ,3ntranfigeint“ seinem Q3latt mitteilt, wird wahrscheinlich im Oktober in Paris eine Sachverftändigenkonse- renz zusammen tret m. die sich mit ber Prüfung ber gesamten deutschen Fragen beschäkigLn wird. Die Konferenz solle dann den Reg-erungtn eine praktische Lölung für die Rhrinlandfrage unter- «*S1 ten worden hatte be< verurteilt deutschen land eine Schließlich e gleiche Verpllicchtung übernehmen, intärtc Sir Eric Drummond, er DasSaagerllrteilimLhorzow-Sttett a a g, 13. Sept. (WTB.) Der Ständige Oie Personalpolitik des Völkerbundsrates. Genf, 13. Sept. (WTB.) 3m Ausschuß für Budgetfragen wurde heute auf Antrag deS norwegischen Delegierten Hambro der Generalsekretär beauftragt, die Kosten zu überprüfen, die dem Völkerbund entstehen würden, wenn er die Reisekosten für die drei Hauptdelegierten zur Bundesversammlung jährlich übernimmt Hierwürde sofort zurücktreten, wenn die Regierung seine- Heimatlande- versuchen sollte, feine Tätigkeit al» Generalsekretär zu beinflussen Gr werde sein Amt nicht behalten, wenn er nicht die 2kr- sicherung erhalte, daß er da» Vertrauen der Mitglieder de» Völkerbünde» in ihrer Gesamtheit besihe. 01 nc Entscheidung über den holländischen Antrag ist noch nicht gefallen. breiten. Amtlich W der Genfer Rhein- landbesprechung am Dcmnc rjtag von französischer Seite lediglich erklärt, dah der Der- laut der Desprechung befriedigend gewesen sei. Der ®enfet Vertreter des , Intran- figeant" will wissen, dah sich die deutschen Delegierten recht versöhnlich gezeigt hätten. Sic hätten allerding- ihren Rechts st and- vunkt bezüglich der Anwendung de» Artikel» 431 deS Versailler Vertrage» aufrechter- halten, der die Rheinlandräumung ohne Gegenleistung vvrsehe. Llm den Auswärtigen Ausschuß. Berlin. 13. Sept. (DDZ.) Zu der Rach- richt der Berliner Worgenblälter, dah der Vorsitzende der deutschnationalen Re ichS- tag-frattion, Graf Westarp, den Dor» sihenden de» Auswärtigen Ausschüsse» öe» Reichstage», Abg S ch e i de m a n n. um sofortige Einberufung des Au»wärt igenAus- s ch u s s e » ersuchte, erfährt da» Rachrichten- bureau des VDZ. dah her Abg. Scheidemann am SamStag in Berlin feststellen wird, wann die Gens er Delegierten berichten können. Danach wurde sich dann ein Termin für den Wiederzusammentritt de» AuSwär tigen Ausschusses feststellen lassen. Die deutschnationale Pressestelle teilt mit: Bei der heutigen Zusammsikunft der deutsch- nationalen Mitglieder deS Auswärtigen Ausschüsse» berichtete der Frak» tionSvvrsihend« über sein« Verhandlungen mit dem Auswärtigen Amt Die Anwesenden billigten einstimmig den vom Grafen Westarp gestellten Antrag auf Einberufung deS Auswärtigen Ausschusses de» Reichstags, dessen sofortige Einschaltung für dringend erforderlich erklärt wurde. Der Vorsitzende deS Auswärtigen Ausschusses, Abg. Scheide- mann, hatte mitgeteilt, er werde am SamStag in Berlin seststellen, wann dse Genfer Delegierten berichten können. Da diese Behandlung de» deutschnationalen Antrages die Gefahr einer bedenklichen Verzögerung in sich birgt, hat Gras Westarp das Auswärtige Amt schriftlich gebeten, dem Reichskanzler das Ersuchen zu übermitteln, vor weiteren Verhandlungen zwecks Fühlungnahme mit dem Auswärtigen Ausschuh vorübergehend nach Berlin zurückzukehren. Sr hat Scheidemann ersucht, sich diesem Wunsche anzuschliehen. auf übte Hambro eingehende Kritik an der Zusammensetzung de» Personal» de» Völkerbundssekretariat». und beflogte besonder», dah der internationale Charakter de» Sekretariats gelitten habe, zumal, da zahlreiche Stellen, die früher von Akademikern bekleidet wurden, nunmehr mit Diplomaten besetzt sind. Hambro trat für eine Aenderung de» Personalreglements ein, die ermöglichen soll, dah freiwerdende Posten von Mitgliedern verschie« bener Rationalitäten in einem gewissen Turnu» besetzt werden. Hambro erwähnte auch die Presse- w kritiken an der bisherigen Personalpolitik und erklärte, e» sei wichtiger, auf dir Meinuna der f Presse, als auf die der Diplomaten und Kabinette zu hören. (Sr erinnerte daran, dah zahl- '» reidx norwegische Parlamentär.er in einet V- ÄSg M« i» Wi «von. '« bea ylbn Hnlataßtvhh, tto 6aff, Dov m, letnen 3tr- M 3tfinkn btt ft sehr trnfi *m5a|t»e|*Ä. m. flueßM.) • ibtn 6« Withai teL irko. At am Smutt'ia chwerer Otten. } Tottoris iü ein« ihte floh wnt'kr. 4 tu keine XU burri b berichtet, dah t*r n auf dm 9t* ttiyrte. flronftnlxm» M. Funsionchi vtz ytitrn W bat , tt\d)o% b» a *j igene bitnfhutn* rocnb handel! d sch ia<;t. W Mi Sx-S •c b-^ nor> • sE & i» ,t Äa<äÄ enb612?wä 5 K g***4 jgö^n- Aos ber Prom'nzialhaupistadt. Öleßen, den 14. September 1928 (SMienrat Joseph Seyer £ so jäh a56eruftne Ohithenrai Joseph Geber war geboren am 17. März 186« al* Sohn bas Symnaftalderekivr» Dr Johann Bap- tifc Geyer in Bensheim an der Berg Kratz- Aach obädtaier Reifeprüfung verlieh er das Gymnasium feiner Vaterstadt am 10. 3uguh 1883 und wandte sich Ix G ehen dem Studium der flafft- fchen Philologe zu. Die Staatsprüfung legte er am 21 September 1888 ab und abfofotertt vom Äetbtt 1889 bis »um Herbst 1680 fein Sem.- i arjahr am Gymnasium m Sieben 2r fand dann al66efb im Schuld en Ü Verwendung und wurde im Aooember 1890 befbtitfo angefteUr Längere Zeit uxrfte er an der Realschule und dem Prvgymnasium in Alzey, bis er 1911 an das Realgymnasium und tr.e Obervealfchule m Stehen berufen wurde Bach der Trennung der beiden 2üiftaüen zu Odern 1914 wurde er der Oberrnalfchule gugeteiü. aber schon Im Juni 1914 an das Realgymnasium berufen, wo er bis zu 'einem Lode »rftr. Unterbrochen wurde dtefr XDlrffamfetl durch den Weltkrieg, der ihn als Hauptmann der Landwehr in den Heeresdienst riet ®r nahm an den Rämpfen IN Jrankreich teil und wurde am 15. August 1914 verwundet. 3m Jahre 1915 storch er an der Ostfront m Sanken. Gr wurde mit dem Otfernen Kreuz 2 Ria sie unb bet Hess. rapterkeitsmedaMe «us- ^der Verstorbene hat mit Treue und Srnfl feine beruflichen Pflichten als Lehrer und Gr- »ieber erfüllt. und feinem Wirken blieb der Grfolg nicht versagt. Unter seinen Amtsgenofson tnar er als Mitarbeiter und als Mensch von freundlichem Wesen und hilfsbereiter Gesinnung geschätzt ®v war ein gütiger Lehrer und Fdr- derer der Jugend, die sich gern und willig seiner Leitung anoertraute und ihm Liebe und Verehrung entgegenbrachte Sein Andenken wird bei Lebrern und Schülern in Ghren fortleben und mit der Geschichte der Anstalt eng verbunden bleiben. Oie hessische Gondergebäudesteuer. Die Pressestelle des hessischen Staatsministerium» teilt mit: Jn Br. 17 der in Gießen erscheinenden hessischen Hausdesttzer • Zeitung" vom 5. September ist auf Seite 226 ein Artikel unter der Ikbertduift ..? i e hessische 5 d n b e r n c • bäudesteuer" oeröffenUicht, in dein unter Aer* Weisung auf einen tu der Süddesfischen Berlage* anftalt (Dorrn ter Nachrichten) demnächst erscheinen* den Äommentar von Begierungsrat 2 stemme- r e r übet die bessische 6onbergebäubefteuer bao sntgende ausgefübri wird ..Au» diesem Werk ist au entnehmen, daß ber für 1928 anaeforderten Sonbergebaubefleuer, soweit sie von den Gemeinden erhoben wird, die rechtiiche Grundlage fehlt. Das gleiche gilt für die für dasselbe Rechnungsjahr an* acforbetlen ®enwinbe*. Grund* und Gewerbesteuern. Da» ®e|nahnte weiter 2 Stunden unb 1 Minute ausmacht, während sie im Oktober 2 Stunden 3 Minuten beträgt. Am 21. Dezember ist bekanntlich bann der kürzeste Tag mit 7 Stunden 54 Minuten Tagesdauer. Das bedeutet gegenüber dem 20. 3uni mit dem höchsten Stand eine Abnahme um 9 Stunden 11 Minuten. Erweiterung der Arbeitslosen- versicherungspslicht. Durch eine Der-- Ordnung des Reichsarbeitsminifters sind die 2In- gestellten mit einem Jahreseinkommen bis zu 8400 Rin ab 1. September 1928 ang?stelltenver- sicherungspslichtig und damit auch In diesem Umfang rc sicherungs* unb bcitragspsl ch ig in der Arbeitslosenversicherung geworden (RähereS in der heutigen Bekanntmachung.) “ Zuhrverkssperre in der 2abn- dofstraste. Wegen Bor nähme von Strasten- bauarbeitrn ist die Rabnhofst raste -wischen Schanzenstraste und .siaplanSgasie fett gestern auf 14 Tage für allen Zahrverkehr gesperrt. •• 2eim Baumfällen verunglückt ist gestern nachmittag gegen 2 älhr der städtische Arbeiter Wilhelm Balzer aus Wieseck. Der Mann war in Gemeintchasl mit anderen Leuten beim Baumfällen in der Äalferallee. Gcke Landmannstrast«. beschäftigt und kam hierbei, als ein schwerer Ast zurückfchnellte. so unglücklich zu Fall, hast er einen schweren Oberschenkeibruch und austerstem Änt*eAt»i»ce rW Der "Mwen*, txxnc wurde tum der Freiwilligen San:^tsko- Uxnw vom Roten Ärcux nach erster HüfeLerinmg tn brr 2h-rurgtlche Klinik verbrach». Starkenburg. DSR. Darmstadt, 13. Sept Der gröstt« Freiballon der Welt, .Bartsch von S ' g s f e l d". der in Darmstadt stationiert Mriot und der Technischen Hvchschulr. Adteilurg für Höh.ntorschung. unlerstellk ist. wird am ton» mmbm Sonntag zu (einem ersten Flua auf- steigen Der Start dieses 4500 cbm Gas fassenden lidcnballon» ist dem Publikum zur Ansicht frei gegeben Rheinheffen. LPD Mainz. 13. Sept Der Austchust der Gewerbe- und Handwerkskammer hat erneut beschlossen. die grofw hessische Landesgr- Werbeausstellung im Jahre 1930 in Mainz abzuhaUen. Die Ausftelluna wird zugleich mit der Fertigstellung der Kunst- unb Gewerbeschule Mainz eröffnet werden. Lpd. Worms. 13. Sept. Gn etwa 28jähr'.ger Kraftrabsahrer aus Horchheim oerun- p I ü hjynmq end fruchtbringenden unb erfolg verfprechenden Werkunrerr».chts zu zeigen. So zeigt de.» r<^chausgestattete Buch vom Parchum über Zalltchn tt einen ziclftcheren Wea. den Schu.er tn der Zall^chnmdebcchnik zu technisch nchsigem unb materurigenechtem Arbeiten her- anzub..ben. Das auherordenliich lebendige Buch von Ihr. br.ngt anschauliche Ausschnitt« aus dem Veden eines zcitgemäsien Zeichenunternchss nach bar W ener Urform, tne m ganz Deutsch lebhafteste Beachtung gefunden hat. — S . t tlichkaitsvergehen an höheren Schulen und ihr« disziplinär« Behandlung Gutachten auf Grund amtlich«» Mater.als erstattet von Prof. Dr W. Hoffmann und Prof. Dr W Stern Herausgegeben oom Preuh 'chen Wmistertum für Wifsenschaft stunst und Vollsb.ldung 3n Le'.nendand 3.60 Mk Verlag von Quelle * Meyer tn Leipzig. (326) — Profe'for Hoffmann behandelt tn einem Gesamt- üiwrbjd bte serual-pädagogischen Probleme unter be'vnderer Betonung der v!t>cho.c>g.fchen S«- '.chtspunkte, die bet der Behandluna non Sitt- '.tchkeitsvergehen zu beachten sind, und der päda- aoaifchen Aufgaben, vor die bte Schul« sich gestellt sieht, wenn sie der sittsich« Rot der 3u* aenö steuern will. Das Gutachten von Prv'efsor Stern führt den Rachweis. dast das. was als feruetle Verfehlung ausgesastt und bestraft tmrt, nur auS der allgemeinen Serualpfychologie des Kindes heraus verstanden werden tum. Hefter diese besteht in weiten Äreilcn der Lehrerschasi und der Äternschaft ein Richtwissenwvllen. das häufig eine ganz falsche 'K’bjnbiung der sog. Sitkltchkettsvergehcn verursacht Der Gnmdsatz. der als Motto jedes Strasrecht beherrscht, dah jede Mahnahme gegen Jugendliche zugleich er- zieheristd wirken must, ist in dem Disziplinav- verfahren der Schule gegen den Schüler bisher nicht genügend zu seinem Recht gekommen, dtne Besierung wird allerdings mrr möglich fein, wenn bei Grziehern und G.tern «ine völlige Umstellung erfolg!, die den st'elischen Regungen und Empfindungen der Jugend ganz anders wie btsh«r gerecht zu werden versucht — ft e llmuthMngcr: Mutterlegend«. Gin Spiel in fünf Aufzügen. Rerlams Universal» Btbltochek 2t:. 6869 Geheftet 40 Pf. (299) — Ungers „Mutterlegende", die vor einer Reih« von Jahren am Stadttheater in Bremen ihre Uraufführung erlebte, brachte dem jungen Dramatiker feinen ersten entscheidenden Grfolg, der fich weit über die Grenzen 'Deutschlands au** wirkte. Dieses Mysterienspiel leibenfter und geläuterter Mutterliebe, die selbst den Tod überwindet. muhte überall verstanden werden In geänderter Fassung nach erprobten Bühiun- «rfahrungen er'che.nt es jel)t in neues Auflage in Rerlams Niniversal-Dtbllotchek. berliner Börse. Berlin. 14. Sept (WTB Funkfpruch) Rach- dem man schon gestern abend Haupt ächkich wohl infolge der llmfatzfchwierigkeiten weiter *ur Schwäche neigte, konnte sich auch heute früh bisher kaum Geschäft entwickeln. Die Spekulation bleibt abwartend und rechnet für heute schon mit Wochenschlufzglattstettungen. da wegen der jüdischen Feiertage morgen ein Teil der Börkenmit- glieder nicht anwesend sein dürste. verantwortlich für Politik: 3. v.: Ernst Blumschein. V finden eine Fülle erprobter Ratfdillfe In den koftenlofen Lehrheften -de» Sunllcht-Inftitute» über den Haushalt, da» Sdineldern und die Gefundheltxpflege* Sdudben Sie uns um unsere» Profpda. 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Provt fern fort) 575. 8150v KrelS Wetzlar. 81390 Non wird sofort auS fltaablt. Offerte Dfls Beidorf, Postschlicü- Schülern war er stets ein freundlicher Lehrer und Berater. So wird sein Andenken in unserem Kreise und in dem seiner zahlreichen Schüler fortleben. Unterfertigte betrauert tief den plötzlichen Tod Ihres lieben hochverehrten A. H Jüngerer, sauberer Laufbursche Zringer Mann 23 Jahre alt.fucht füt Der Verstorbene gehörte seit langen Jahren unserem Vorstande an und bekleidete seit 9 Jahren das Amt des II. Vorsitzenden. Er hat stets freudig und unermüdlich mitgewirkt, wo es galt, die Interessen unserer Gesellschaft zu vertreten und zu fördern. Sein Ableben bedeutet einen großen und schmerzlichen Verlust für uns, sein Andenken wird in Dankbarkeit und Ehren allezeit unter uns fortleben. Junges Mädchen. 22 Jahre. Im Hautch. ii. Berkauf gewandt, sucht Ltellg.tngutein GefchastSbause nie Stütze der Hausfrau, wo Dienfimädch. vorhd Jamiiienanschl.erw. Lchriltl. 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Son ungcn englifchetr .^rlfstrupden E« muh demgemäß mit aller ^iU- sch redenhef. darauf btngebrängt werden, dast nach der Räumung die für deutsche Truppen unzugängliche .entmilitari>ie.te yifer»beifer der französischen Militär:reis« mit Marschall F och an der Sp.tze machte, argumen- t.ert. besitze Deutschland eine tta b re- ar mec. durch die das Dcedeutung»vs.'l erscheint im Zusammenhänge mit den Spannungen in Osteuropa. in erster Linie dem latenten polnisch» litauischen Konflikt. Krieg im Frieden. Allerlei Gellsomeek von der österreichisch-iialienischen Grenze. Bon unserem Sonderberichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. H. F. P l ö ck e n p a st, im September. Wer auf ben groben Karawanenstralxen b?« modernen Verkehr», den Cifenbahnen, von Land au Land reist, der kann schon den Ömbntd haben. (am. aber stetig zum Paneurvpa zusammenfinden. Roch vor wenigen wahren war ei ic Axislandreise ein Untemebmen. da» auf hcnnischen vloll- und Finanzämtern und m fremden Konsulaten oif hochuotpeinlvch vorbereitet und konzefsionieN werden muhte. 5)er(tarlie da« Land Mussolinis die na- türliche Bergfestung, die es umgibt, durch künst- liche Hilssm.ttel. Ds versperrte die von der Ra- tur etwa noch gefallenen Pässe, Joche und Felsscharten. um nun mit Diferlucht und grobem Rlenschena ufwand jeden Dicugicrigcn fernzuha iteu ganz gleich ob er nur Siixn für die 'chöne Ralur und nicht lür die smnlofeii Festungswerke hat. Zch weisi nicht, ob es das böse Gewissen xvegen Südtirols ist. da» Italien zu lolchen Anstrengungen gegen das totai abgcrüftetc Oesterreich veranlastt, aber ein anberej Grund läßt sich kaum finben. Ieden- sa.l» erklärt Italien daS ganze Gebirge a.i ft.acr Grenze für tabu. Und die Hütten, die früher Scharen von Dergsteigerii gastliche Unterkunft gemährten, beherbergen heute e n Kommando Äarabntieri, Mutz oder Gendarmerie — nur keine Zivilisten. , Soweit sie dem deutsch- österreichischen Aipenvereiii gekörten, wurden sie emsach enteignet, soweit sie in Privatbelch waren, geschah dies auf Uintovgen. Din kleine« Beispiel: an der Birnlxu'kö zwilchen Krimmler Tauern und Hohen Tau m hat eigener Hande Arbeit in langen Jahren eine sch lieh, ich recht gut gehende Hütte gebaut. 1928, zehn Jahre nach Frieden-lchlust, belam er Einquartierung, die et sechs Monate ohne 'Vergütung verpflegte. Als er schlieblich die „Herren schön gebeten haben wollte", ob si« nicht was zahlen könnten, damit er weiter für Atzung sorge, weil er am Dnde feiner Kraft sei, kam es zu einem wüsten Radau, der Grund genug dafür lieferte, dah heute der Mann samt Frau xmd Tochter im Gefängnis sitzt, ohne die Herren ferner Hütte weiter belästigen zu können. Dnx anderes Bild: kommt ein Tourist bei seiner Kletterer etwa hoch droben Im Fels ahnungslos an die Stelle, wo die Grenze zur Spitze hin.iuS- läuft, so hört er vielleicht einen Pfiff von irgendwoher. Begreift er dessen Sinn nicht sofort, oder weih er nicht, ob eine xmerfvrfchliche WeiS- heii in Saint Germain dielen Kamin oder jenen Fxcksblock für österreichisch oder italienisch erklärte, so folgen ganz einfach — Piff 'J\aff — ein paar Gewehrfchufse. Dine fatale Rervenbelastung in oft an sich schon unangenehmen Augenblicken, nicht wahr? Kommi man nun an die Stelle, von der die blauen Bohnen stammten, so kann man ein neues blaue« Wunder erleben. Ich sah e« oft, doch nie fo ..schön" wie am Wolaver Pah, kurz oberhalb des Wolayer S-re« In den Jütischen Alpen. Dort yefit sich in etwa zweieinhalbtausend Meter Höhe zwischen zwei zum Teil noch nie erstiegenen, und im Übrigen auch recht schwer zugänglichen Felswänden übet ein kleines Stück gangbaren Gelände« die Grenze. Dies« Grenze selbst ist zur Brustwehr ausgemauert, recht« und link« Stachcldraht und bombensichere llnter- stände: Besatzung mindesten« vier Mann. Oben auf der Brustwehr thront mit ernster Würde Krebs als Kulturkrankheit. Von prnf. Dr. Teutschlander. Der Ärrffc* ist auf der ganzen Erde verbreitet. Er kommt bet Menfwen aller Stände. Berufe uixd Rassen, jeder Kulturstufe und Lebensweise, sowie bei slrilch- und pflanzenfressenden, was'er- und landbewohnendeix Wirle.tieren ail.r Ä a* en. in jedem Alter und bei beiden Geschlechterxx vor. S« gebt also nicht an. wie e« geschehen ist. die Krebskrankheit allgemein als eine .Kulturkrankheit zu bezeichneix. Ja, es gibt Krebsbildungen, die die Lebercarcinome ibet Opisthorchis.nfekxion) am Kurischen Hass, welche geradezu der Unkultur tbre Entstehung verdanken, da He mit der 11 n itfe, Fische roh zu verzehrexx, in Zusammenhang stehexx. Dagegen gibt es aber bösartige Geschwulst- bilduugeu. tvelche unbedingt al« Kulkurerfchei- nungen, al» .Folgeerscheinungen der Zivilisation bzw. Domesti'ation angelprochen werden durfexx insofern, al« die ihnen zugrunde liegenden Schautfret'ardon! - sogar etwa« 'chmutz.g und raupltocrt aus die wcllanschau l e Beeinflussung Hörers gelegt. Der Hörer soll vor Probleme ««.'stellt werden. Dementsprechend sind auch die Themen gewählt. Beben einer Vortragsreihe über „Faust" werden solche über daS Wesen der Persönlichkeit, über We lanschauung, Wir.sch-asiLform und über GcsundheilSsragen laufen. Hoffentlich erfreut sich die junge, so volkswichtige Bewegung der Teilnahme aller Kreise der Einwohnerschaft. r ©rünberg, 13. Sept. Die Arbeitsgemeinschaft des KrelSlehrervereins Gießen unternahm dieser Tage eine Fahrt nach Wetzlar. Es wurde der dortigen Volksschule ein Besuch abgestattet. Der Vorsitzende, Lehrer B ö ch e r von hier, eröffnete die Tagung und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, insbesondere auch Herrn Schulrat Fischer, und gab der Frepde Ausdruck, daß es der Bektor der Schule, der bekannte Schulmann Vitb, möglich gemacht hatte, feinen ilnter- richtsbcttieo 'zu zeigen. In den folgenden Lehr- proben führte 031 tl) zunächst die Anwendung deS Zeichnens alS Hnterrichtsprinzip in Heimatkunde vor Augen. In der zweiten Stunde wurde das Zeichnen als Fach in neuzeitlichem Geiste vorgeführt. Anschließend folgte eine kurze Einsichtnahme in die Klasse des Lehrers PauluS, bei der vor allem das Rechnen auf der Unterstufe nach neueren Grundsätzen erörtert wurde. Mit einem gemeinsamen Mittagessen im „Herzoglichen Hause" fand die Tagung ihren Abschluß. * Weitershain, 13. Sept Am Sonntag fand hier die Wiedereinweihung unserer renovierten Kirche statt. Mit dieser Feier war Die Einweihung einer Krieger- ehrung verbunden, die der Kirchenmaler Otto Kieuzle an der Empore der Kirche in prächtiger Ausführung angebracht hat. Der Festzug stellte sich im Schulhof auf und zog unter Vorantritt Der Schulkinder an die Kirche. Bachdem bi erber erste Vers von Dem Liede. .Tut mir auf Die schöne Pforte" gesungen war. öffnete der Geistliche fee Türe, und Die zahlreiche Festgemeinde zog in ihre neugeschmückte Kirche ein. Bach einer reich ausgestalleien Liturgie, bei Der wieder Die Schulkinder mitwirkten, hielt Pfarrer Thorn im Anschluß an Offb. Ioh. Kap. 21 Die Festpre- Digt. Hieraus sang unter Leitung des Lehrers Eonrad der anläßlich Der Feier zusammen- gestellte gemischte Ehor in vollendeter Weise das sechsstimmige Lied: .Wie lieblich sind Deine Wohnungen. Herr Zebaoth. Es folatc Die Weihe- handlung durch den Ortsgeistlichen, darauf Gebet und "Verlesung der Glückwünsche, unter Denen ein in herzlichem Tone gehaltenes Schreiben des OberlirchencatS Wagner sich befand, der leider am Erscheinen verhindert war. Unsere Kirche ist nunmehr durch eine lieblicfe Harmonie Der Farben auf daS würdigste ausgeschmückt, besonders der Ehorraum weilt eine prächtige Malerei auf. für die wir Dem Ktrchenmaler Kienzle fefonderS dankbar lind. Tu- konfirmierte Iugmd Der Jahrgänge 1923 biS 1928 htt durch Stiftung einer neuen Altar decke, cinefl Kanzelbehang-. zweier Altarieachter und einer Altarbibel d e Kirche um tinc.t weitcren Schmuck bet icher?. ein schönes Zeichen der Liebe unterer Jugend zu ihrer Kirche. Besonders erwähnenswert ist die elektrische Raumheizung unterer Kirche, die das Elektrizitätswerk im Gegensatz zu der sonst hier und da angebrachten Platzheizung in unsere Kirche eingebaut und die sich schon im vergangenen Winter auf daS beste bewährt hat. s. Trais-Horlos f 13. Sept. DaS Gotteshaus unseres Kirchspiels hat eine gründliche Ausbesserung im Innern er- fahren. Tie Wände und Decken erhielten einen neuen Anstrich mit einem breiten Sockel in Oel- farbe. um daS seitherige Beschmutzen an Der Wand zu vermeiden. Ti: Holzteile Der Inneneinrichtung wurden gleichfalls aufgefrischt. so daß der Raum nunmehr einen freundlichen ftimmungS» vollen Eindruck macht. In der Hauptsache wurden die Arbeiten durch Weihbindermeister Karl Schneider lUtphe) ausgeführt, während geringfügige Ausbesserungen von Maurermeister Rudlos und Dchmiedemeister H u h l i h von Trais-Horloff vorgenommen wurden. Die hier und da notwendig gewordenen Schreinerarbeiten hatte Schreinermeister Bley von her übernommen. Während Der Reparaturen wurde Der Gottesdienst auf Dem Kirchenplah abgehalten. Kreis Friedberg. m Butzbach. 13. Sept. Am Mittwoch mittag versammelte sich eine große $ r a uc r gern e i n b e auf Dem hi Zig m Friedhof Galt es doch, einem verdienstvollen Manne, dem Lehrer Kon. Pimper, der 17 Jahr: lang an hiesiger Schule wirkte, die letzte Ehre zu erweisen. Pfarrer Linden st ruth feierte den ^verstorbenen als einen Lehrer von seltener Treue und Gewissenhaftig'.eit, der nicht nur ein großer Blumenfreund, sondern vor allen Dingen ein Freund Der jung ni Menschmblüten gewesen sei, bis ein h.-imtückisches Kopflriden ihn im 53. Lebensjahr aus seiner so g'segneten Wirksamkeit gerissen habe. Rello. Hansel hob die 03er- Dienfte des Verstorbenen für die Schule hervor und legte einen Kranz nieder. Kränze wurden ferner nieDerg -legt von dem Re'torat der Fort- bildungßfchule, von Den Schülern deS 03erftor» Denen, von Der Direktion Der Weidig-Oberreal- schule, vom Kriegerverein, vom Geschichtsverein, vorn Geflügelzuchtoerein. vom Obst- und Garien- Dauverein. vom BeziriSlehrerverein Philippseck- Buhbach-Wettertal. vom Kreis lehrerverein Friedbeig: ein Zeichen dafür, wie vielseitig der Verstorbene sich auch noch außerhalb der Schule betätigte zum Wohl der^Allgemeinheit. Kreis Büdingen. !I Büdingen, 12. Sept. Ain Sonntag hatten die Geschichtsvereine von Büdingen und Hanau einen gemeinsamen Ausflug nach dem sagenumwobenen „Glauberg" bei Büdingen verabredet, welcher auch, vom herrlichsten Sommerwetter begünstigt, programmäßig Durchgeführt wurde. Die Hanauer Gäste erstiegen die Kuppe des Berges durch die Stockheimer Pforte. Der hiesige Geschichtsverein hatte bis Bleichenbach den Zug benutzt und marschierte sodann von dieser Seite aus auf Den Berg. Die Führung hatte Der bekannte Glauberg-Kenner und Freund, Kustos a. D. Welker- Christinenhof, übernommen. Dem alle Die beteiligten GeschichtsfreunDe für Den hochinteressanten Bachmittag wärmsten Dank entgegenbrachten. Am Bahnhof Bleichenbach erläuterte Herr Welker zunächst die Bedeutung. die der Berg in ältesten Zeiten gehabt haben muß. Da er weithin sichtbar alle benachbarten Höhenzüge überragt. Gegen 3 Uhr traf man mit dem Hanauer Verein auf Dem Glauberg zusammen. Kustos Welker zeigte in einem fast zweistündigen Rundgange alle Eigentümlichkeiten dieser gewaltigen vorzeitlichen Bergbefestigung und wußte durch einen sehr anschaulichen Vortrag alle Zuhörer von Anfang bis zum Ende zu fesseln. Die Anlage selbst ist etwa 600 Meter lang und 100 Meter breit, hatte zwei Tore, die Cnzheimer und Stockheimer Pforte, und war durch gewaltige Erd- und Holzmauern auf hohen, noch heute erhaltenen Wällen geschützt. Der Damm auf der Bordostseite — Der Angriffseite — ist noch heute zirka 10 Meter hoch uno zeugt von dem geradezu gigantischen Ausmaß des Rinpwalles. Durch Querdämme wurde Die Anlage tn mehrere Qlb- schnitte actcilt. Inmitten des Ringwalles befindet sich ein kleiner, sagenumwobener Weiher, her trotz Der großen Höhe des Berges auch in diesem heißen Sommer nicht ausgetrocknet ist. Er soll -- nach dem Volksmunde — einen kupfernen Boden haben. Der Vortragende machte besonders auf die zahlreichen Tonscherbenstück- chen und auf verschlackte Gesteine aufmerksam, die auf Dem Berge mühelos gefunden werden längen. Bach Den Steinschlacken zu urteilen müssen auch Mauerbrände — Belagerungen — hier ftattgefunDen haben. Allgemein wurde bedauert, daß die vielen Funde, die vom Glauberg stammen sollen, nicht belegt werden können ES besteht nun hie Absicht, durch nochmalige gründliche Grabungen Klarheit in die sehr widersprechenden Ansichten über Entstehung und Zweck dieser gewaltigen Wehranlage zu bringen, die um so mehr Erfolg versprechen, als KustoS Welker Die Leitung übernehmen wird. Mit herzlichen Dankesworten an Den erfahrenen Führer konnte man gegen 5' 'j Uhr Den Berg verlassen, um teils zu Fuß unb teils per Bahn den Heimweg anzutreten. ♦ Bidd a, 13. Sept. Tie in diesen Tagen hier abgehaltenen Versteigerungen des Grummet g r a s e s, der Wirtschaftsbirnen und Zwetschen von Den städtischen Grundstücken und Baumanla^en ergaben einen befriedigenden Erlös. Tie Zwetschen wurden cieSmal mehr begehrt als in Den letzten Vorjahren. Ein normaler Baum mit vollem Behang kam durchschnittlich auf 5 Mark, her Zentner schätzungsweise auf 3 bis 4 Mark. Tie Nachfrage Der Obsthändler nach Zwetschen hat hier schon stark eingesetzt. Die Ernte fällt sehr gut auS. Die Lieferanten er- hielten für den Zentner 8 Mark. Man rechnet aber mit einer Steigerung diese- Preises. △ Bidda, 13. Sept. Die am Sonntag hier abgehobenen ReichSjugendwettkämpse Der hiesigen Schulen und daS gleichzeitig gehabte Abturnen deSTurnoereinS Bidda hatte eine große Anzahl Zuschauer zur Turnhalle geführt. Die Jugend zeigte eine ausgezeichnete Schulung, die vollen Beifall fand. Großes Interesse wurde den Hebungen der Turner und Turnerinnen entgegengebracht. Zum ersten Male führten mehrere Turner fn Der Bidda ein Wettschwimmen vor, daS die vielen Zuschauer mit großer Spannung beobachteten. Wir geben nur h.c Barnen Der 1. Sieger und Siegerinnen bekannt: Emit Göbel lSechSkampf) 87 Punkte. Ferdinand Wolf jr. (Vollsturner) 84 P Fritz Iensch Zehnkampf) 136 P. Zögi ng« iSechS- kampf': Xbert Spengler 141 P. Ougenb- turner lSechSkampf): W.lli Guillaume 93P. Schülerriege: Otto Schultheiß 110 P. Don Den Turnerinnen errangen den 1. Preis El'e Eckhardt lSechSkampf, 166 P. Gertrud Kes - sei (Dreikamps) 134 P. Luise Zoll (Fünf- kamps) 197 P Die beste Leistung :m Schwim- men zeig'.« Wilh. Riddel. — Die rührige Ortsgruppe Bidda vom D e u t s ch n a t i o n a l e n Handlungsgehilsen-Verband wird im fommenhen W.nterhalbjahr wieder Lehrgänge im kaufmännischen Bildung s- wesen veranstalten, die Plakat-. Kunst- und Lackschrift für Anfänger und Fortgeschrittene, Buchführung einschttehlich Bücherabschluß, kauf- männ'.scheS Rechnen, sowie Handelsbriefwechsel und HandelSkunde umfaffen sollen. Der Unter- richt wird von Lehrkräften in Der hiesigen Gewerbeschule erteilt werden. i*- Bad Salzhausen. 13. Sept. Bachdem die Provttazialstraße Bidda—Bad Salzhausen für Den Verkehr freigegeben ist. verkehren die Kraftwagen des Zveckverbandes Bidda— Ulfa auf her Strecke Bidda Bad Ealzhaufen wieder fahrplanmäßig Die Beubefestigung her Straße und die nach einem besonderen Verfahren erfolgte Teerung f>at Die seitherige Staub- plage fast völlig zum Verschwinden gebracht. Echzell. 13. Sept Auf Der Römerstraße Echzell—Dorheim, unweit der Straßenkreuzung nach Melbach, geriet am Sonntag ein Personenkraftwagen eines Offenbacher Besitzer- in Brand. Jedenfalls ist das Unglück auf einen Motordelekt zurückzuführen. Obwohl die beiden Insassen, ein Herr und eine Tarne, sich sehr bemühten, das Feuer durch UeberDeden mtt Erde zu ersticken, verbrannte der Wagen vollständig bis auf das Fahrgestell. Sogar die Gepäckstücke, die in der Eile im Wagen liegengeblieben waren, wurden ein Raub Der Flammen * Echzell. 13. Sept. Beim Abturnen hehle i gen Turnvereins erhieltest folgende Turner und Turnerinnen die ersten Preise: Adolf Rühl (Zwölfkampf) in der Oberstufe und Wilh. Scheuermann (Zwölfkampf) in der Unterstufe. Hilda Herzberger und der Schüler Ernst Müller (Beunkampf) und die Schülerin Hedwig Dinding. Ltrcis Schotten. b. Schotten, 13. Gepi. Heber Die Ursache des TodeS des Rennfahrers Willy Engler von hier wird bekannt, daß sich her Heimgegangene am Sonntag bei Dem Motorradrennen auf der Opelbahn, an Dem er als Mitfahrer teilnahm, durch Einatmen von Benzin - gasen eine Gasvergiftung zuzog, Der er nun erlegen ist. — Wiederum hat auch der Gerne i n de r a t ein wertvolles Mitglied. Fried - rich 31 c u m a n n IV.. verloren. Der leider auch zu früh für die Gememde verstarb. Auf den verschiedensten Verwaltungsgebieten war Reumann mit großem Geschick tätig und durchweine sympathischen Eigenschaften sehr beliebt. — Zur Zeit finDet in der hiesigen Forst erschüfe ein größerer Ausbildungskursus vieler hessischer Förster statt. — Am 1. und 2. Oktober wird die diesjährige Tagung des Hessischen Dogelschuhvereins und des Verbandes der Hessischen Staatsförster in unseren Mauern abgehalten werden. Tie Vorbereitungen für einen würdigen Empfang sind im Gang. □ Saubach. 13. Sept. Die Vorbereitungen für den am kommenden Samstag und Sonntag hier stattfindenden großen Herbstausflug des gesamten Vogelsberger Höhenklubs sind in vollem Gang. Vor allem gilt es, zahlreiche Gäste einzuquartiercy. Am Samstagabend findet im großen Saale des Klub» lolals ein B e g r ü ß u n g s a b e n d Der V.H.E.- Schwestern und Brüder statt mit angeregter geselliger Unterhaltung (Konzert, Tanz, Gesang usw.). Auch ein Theaterstück kommt zur Aufführung. Sonntag 11 Uhr ist Empfang der auswärtigen Gäste am Bahnhof. Um 1 Uhr findet ein großer Zug durch die Haupt st raßen des Städtchens statt, wobei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt werden. Darauf geht es duvch den Schloßpark auf den Rams- berg, wo die weitere Unterhaltung stattfindet. Der musikalische Teil der Feier wird durch die gutgeschulte 18 Mann starke Iugendkapelle des Offenbarer Zwrigvcr.ins geboten werden. Apotheker Dr. Roßbach baut zur Zeit ein Materialien in agazin, das feuern Hinterhause beigefügt wird. Hierbei wurde eine alte große Sandstc inplatte gefunden, die den wohl- erhaltenen Grab st ein her Frau drs früheren Hosapothe'ers Darftcllt, einer Margarete Schmall, geb. Weidigin, geb. 1755. gest. 1785. — Die Arbeiten der Kanalisation des nördlichen Stadtteils sinh bis etwa 25. September d. 3. vollendet. Es ist nun noch ein Heiner Teil des .Grünen Meeres" zu kana i ieren. Hierbei stieß man in einer Tiefe von 3 Metern auf die Fundamente Der gegen 3 Meter breiten alten Stadtmauer (in Der sog. .Schwarzen ©llergaf e“). — DaS neue Fabrikgebäude der Firma Adolph Römheld (58 Meter lang, 16 Meter breit) ist im Rohbau nunmehr fertiggestellt. Es ist nicht unmöglich, daß es noch in diesem Spätherbst bezogen wird. # Gedern, 13. Sept. Die außerordentlich günstige Witterung hat es mit sich gebracht, daß Die dieSjähr ge Grummeternte nahezu beendet ist. Wegen deS Regenmangels lägt freilich die Menge deS FutterS zu wünschen übrig, dagegen ist Die Güte vorzüglich — Während Die Schwalben in der Regel schon EnDe August fortziehen, beginnen fit jetzt erst ihre Reise nach dem Süden anzutreten. Zweifellos hängt diese Erscheinung auch mit Der außergewöhnlich milden Witterung zusammen* ♦ Eschenrod, 13. Sept. Treier Tage fand hier Der Bezirkstag Des H a s s i a b e z i r k S Vogelsberg, verbunden mit her Fünfzig- jafcrfeicr Des hiesigen Kriegervereins statt. DaS schöne Herbstwetter hatte alle Vereine Des Bezirk- veranlaßt, sich mit starken Abordnungen an her Feier tu beteiligen, so daß die Räumlichkeiten Des FestwiriS nicht au-- reichten. Bachdem Psarrer Wolf (WingcrShau- fen) in einem auf Die 3ubelfeier D:8 Vereins abgestimmten Gottesdienst zu Herzen gehende Worte über Heimat. Heimat liebe, Vaterland und Vaterlandsliebe gefunden hatte, wickelten sich nach feierlicher Einholung der auSwärttgen Vereine. die zum Teil mit Musikkapellen erschienen, hie Verhandlungen DeS Bezirkstage- rafch ab. Apotheker Scriba (Schotten) Der Dorsteher hei Bezirk- Vogelsberg, überreichte eine große Zahl von Ehrungen an Mitglieder des Iubelver- eins. Ter (r .Here langjährige verdie stvvl'.e Vorsitzende des KriegeroerenS Eschenrod, Hch. Appel V. erhielt das Hasfiaehrenkreuz. Die Mitbegründer des Vereins. Karl Kaiser und Heinrich Böcher. Veteranen von 1870 71, wurden mit dem Hasliachrenzeichen für d0jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, außerdem erhielt eine große Anzähl von VereinSn-r gl.edem das Ehrenzeichen für 40- bzw 2äjähri^c Mitgliedschaft. Stn imposanter Festzug bewegte sich dann durch daS Dori, zur Gedächtnisfeier am Kriegerdenkmal überleitend. Hier sprachen der erste Vorsitzende des Kriegervercins Eschenrod, Heinrich Hofmann, der Dezirl-vorsteher 6 c r i b a < Schotten), Der im Barnen der Hafsia einen goldene i Fahnennagel überreichte und einen Kranz niederlegte. Der Fahnenträger des Kriegerver inS Eschenn»d, Heinrich Weber, und Bürgermeister Weber lEschenrod). Die Feier am Denkmal der im Weltkriege gefallenen Eschenröder auf dem schönen Torfplatze unter Den Eichen und Linden vor Der Kirche war eine zu Herzen gehend? Mahnung, das Andenken der gefallenen Kameraden zu bewahren. In den spät.-n Bachmitlag-stunden ent- wistelle sich eine frohe Wiedersehensfeier alter Soldaten und Kriegsteilnehmer au#- Dem vorderen Vogelsberg. Alme -llefeld. H AlSfeld, 12. Sept. Aus her Stadt- vorstandssitzung: In der am DienStag ab* gehaltenen Sitzung wurde als erster Punkt Der Tagesordnung verhandelt über den Antrag DerProvinzialdirektion Oberheffen wegen Des Ausbaue- der O.-Straße 2Q-feld^ Lauterbach Fulda. Llbteilung Alsfeld- Ziegel- hüttc. Hierzu lagen zwei Projekte der Provin- zialdirektion vor. welche eine direkte Verbindung der Straße Alsield—Lauterbach mit d^r Straße Alsfeld- Ziögenhain vorsehen. Diese Verbindung ist als eine Hmgehungsstraße für den Durchgangsverkehr gedacht Der Ausbau soll nach dem ersten Projekt 30 000 Mk., nach dem zweiten Projekt 40 000 Mk. kosten, wozu die Stadt ein Achtel der Baukosten tragen und das gesamte erforderliche Gelände stellen soll. Mit Rücksicht Darauf, daß in Den nächsten Jahren noch große Ausgaben im Innern Der Stadt für hie Fertigstellung Der Kanalisation. Anlage einer Kläranlage. Beupslasterung der kanalisierten Straßen zu erfüllen sind, welche Der Stadt noch starke finanzielle Opfer auferlegen, und welche als dringender erachtet werden als die Straßenverbesserung an der Straße AlSfeld Lauterbach, wurde feschlossen, daß die Stadt außerstande ist. sich an den Kosten her vorgefchlagenen Straßenführung zu beteiligen. Die Hebernahme hes Kostenanteils muß notgehrungen abgelehnt werden — Al- Beitrag für die Erbauung derRhein- Don au- Halle her Stabt Zeldbach in Steiermark, für welche die Stadt AlSfeld <Äs Shrengründer mitwirkt, wird ein Beitrag von 50 Mk. bewilligt. — Für den Posthaus- neubau wird die Lieferung her HeizmigSanLage auf Grund der abgehallenen Submission her Firma H. Schaffstaedt G. m. b. H. in Gießen zu ihrem Angebot von 10615 Mk. übertragen. —- Zu her von einer Anzahl Gartenbesitzer eingereichten Eingabe wegen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wühlmäuse wurde beschlossen, im Hinblick Darauf, daß eine allgemein wirksame Durchführung her Bekämpfung her Schädlinge bei der großen Ausdehnung der Gärten um dir Stadt AlSfeld überhaupt nicht durchführbar erscheint und unter Berücksichtigung her bedeutenden Kosten, die dadurch entstehen würden, von einer allgemeinen Maßnahme durch die Stadtverwaltung abzusehen. - - Der Verkauf eine - städtischen Zweifamilienhauses in her Rambach an den Kanzlisten Karl Schlosser zum Preise von 15500 Mk. wird vorbehaltlich der Zustimmung des hessischen Ministers für Arbeit und Wirtschaft genehmigt unter ben mit Dem Käufer vereinbarten Bedingungen unb unter her weiteren Bebingung, baß bet Käufer bem Wohnungsamt eine Wohnung in bem zu erwerbenden Hause zur Verfügung stellt. - Erne von dem Kulturbauamt Gießen mit einem Wiesenbesitzer im Quellengebiet in Der Gemarkung Oberbreidenbach abgeschlossene Vereinbarung zum Schutze her Quellfassungen gegen Verunreinigungen würbe genehmigt. — Für ein Gesuch de - Johanne- G x e b um Erlaubnis zum Betrieb einer Gast- unb Schonkwirischaft in dem von ihm erworbenen ehemaligen Anwesen „Deutscher Kaiser" wird die Bedürfnisfrage bejaht. — Für einen OTeubau außerhalb beS OrtSbau- plan- wirb hem Bauherrn die Zuführung von elektrischer Kcaft gestattet. Er hat die Kosten Dieser Anlage mit 10 Prozent jährlich zu verzinsen, bis zur allgemeinen Durchführung her elektrischen Leitung nach dieser Stelle. ES wird ihm ferner der Anschluß an hie städtische Wasserleitung auf feine Kosten gestattet. — Anläßlich der Durchführung der allgemeinen Kanalisation in der Stadt wurde auf Grund der in den beiden letzten Jahren gemachten Erfahrung folgende- beschlossen: Für die künftig vorzunehmenden Kanalarbellen in Der Stadt Alsfeld soll im Angebot Der Bedingung ausgenommen werden, daß diejenigen Anschlüsse vom Hauptkanal bis an die GcundstückSgrenze, welche zu Lasten der Hauseigentümer gehen, gleuhzeitia von dem Hnternehmer, welcher den Hauptkanal unb ben von bet Stadt zu tragenden einen Anschluß auSsühri, zum Angebotsprecke mit gern a^t werden müssen, daß aber die Kosten für diese Anschlüsse nicht mehr von her Stadt vor- lagswei'e bezahlt werden, sondern von Dem Unternehmer direkt von den Anliegern anzu- forhern sind ans Grund einer von Dem S.adt- bauamt zu prüfenden spezifizierten Rechnung. — Am Schlüsse her össenUichen Sitzung gab der Vor'ihende den Abschluß her Rechnung des Volkskindergarten- vom Jahre 1 9 2 7 bekannt, der ein Deiizit von 418,73 Mk. aufweist. - An Die Sitzung schloß sich eine nicht öffentliche Sitzung an. r Ober-Ohmen. 13. Sept. Dieser Tage wurde in das unbewohnte Hau- brt verstorbenen cb.'malig.n afrikanischen Postbeamten Fciefeich Beuweger dahier ein Einbruch verübt. Der oder die Diebe hießen habet ein Paar Icgdstiefel unb einige eie irische Birrnen mitgeben. Ob noch andere Sachen fehlen, konnte vorläufig noch nicht ’eftgcftellt werden. Eine von her Polizei au'g.nommene Spur konnte noch zu keiner Klärung führen. r Ruppertenrod. 13. Sept. Der Zustand deS am Sonnt g in Oberleibertenrod von einem Kölner Auto überfahrenen hiesigen KindeS hat sich derart verschlimmert, daß seine Heberführung in die Gießener Klinik notwendig wurde. .Hausbuc \l grat 15 ehe ne11 r. baT^Tsche. (^ZMargarine aus StHfUEB PUIVF» * tir ?*• !»• SS !n durch JL Ä SV* Ve*. LZ Met« alm °ur- JJ brr Stahl. J ^Wiitog ab# ^a,lt t*r S ty’M W W. . ^)ro£"n' y>inbimg m'1 Jjt M HtTbuiböia ÖE den Kurch. Wl noch amie Wi! Widji ‘Ut die Fertig, ?f einer -IZr. wrffn Strähn, ’öl noch fiarff wldK al« btir,. ilutitnwthtflt» Verbal), wurde ande ijt, sich an Sirahensuhruug es SoltenaiiftI» itrben. - $| fl dcrAhein« Feldbach in Slabl Ältfrld rb ein ‘Beitrag m Pvsthaut- 1 HeijmiHtanKge Submission bet .6. $). in Sichen Ml. überttsgen. artenbescher **’ h M 3uftnnD Neue Helnr. Fleier, Frankfurt a. H, HI5IV balbmonlldjfien (fintriit 18187V jüngerer Ingenieur Von grünerem Unternehmen der fanltaten ^iihnnailonP- und Hei«ung»dranche iWhttnlanbl und Weit säten» wird «um ..Glänzende Derdienstmüglichkeit"! Untereffenten, welche ein kleine» fluHieferunnl- Inner übernehmen können mallen ichrttil. V( einreichen unter G. F. 1001 an ?lnnonc.«t?rpeb. in prima Qualiia'i empfiehlt billigst fitnerii-Betiteitt ■ WflTTImPm 'ur «testen und Umgebung neiucht oielend leicht J>Ul IV|f vlll ■ verkäufltcher Haushaltung, antkel 18151 \ W. Hankel Neuen Baue 7 Xclepb. 612. tön MWMHMM Kammerjäger Lobinal kommt wied. n. ®le« sten u. 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Wr ntxfi Nr nerm FerseTmeknnrng 21 Tag >.iuent ätn Vedürfni.» alle und mit Anrr g dee ckchulv?r tande» Ul den Burger- "HUbt oerw riecht, dah nLmiich istil d^'er Äer- onstaltung sowohl dem jugendlichen Mehrer dieser Mdglichtert ist mit Rücksicht auf den Stand der r?itnluna yrfiekn Ne einzelnen Tage d.r 'Doche Am Sormhloge galt es den Stuvenren und Stud.-ntinnen einen VlaMid zu geben in Ne 3rb:.:*m.-g ich.'e t und Arbettswet'e des Ltebeer» tn fleineren und tiem- ften Derhültnsssen Di: Aachmlnage waren vorgesehen für Ne L-Leer di* sich der Avtwendig- feit ihrer eigenen Fortbildung nicht verschrieben. Aachmittag sprach CtuNmrof 9afiner Darmstadt. über das chochvechnen in der Uolktzichule. Lm ^amstagvvrm trag gab es wieder Lchul- belichtigungen im «:genUichen hvhrn 3ogc'.»berg: DennuthOhain. ♦röbenbain Srain'eld Tibi» berti. Pro'. Dr Dogel h.elt am Aachrni-.tag einen Bonrag über das JMlblrt» des ktndltchen Bewustttelns. Mit einem h.rrdchen AuOslug au* die .^bhen b.*i Bogelsberg» sand die Pädagogische Doch« am Sonntag ihren Abschluß. Preußen. Äreii Wctzlar. - Lützellinden. 13 kehl Die lllvstverwal- lunfl in Gtesten hat vor kurzem einem schon mehr- fach :m ..^;eft. Anz." aufgebrüdten Wunsche unserer (2.nwod.erichast en.lprvchen und an der Haltestelle des Postautos zwecks schnellerer Postbesdrderuirg einen Briefkasten, der bet der Morgen- irib Mittags^ah« des Post- autos nach Ldies'en jedesmal von dem Äraftrpagcn« führer geleert wird anbringen lasten Hierdurch benötigen die Postsachen. Ne früher nach dem nahen Diesten mehrere Tage brauchten, nur wenige Stunden Ns zu ihrer Zustellung. ■ A u s d e m H ü 11 e n be r g. 13 Cept Während bu diesjährtge Drombeerernte in den Daldur.gett unserer (degend ansängltch nur geringe Orträgc brachle. da Ne Beeren tnfrlge der langen Trockenheit Nein und unansehnlich blieben, haben die Aiederfchläge vor einigen Wochen da- Wachstum sehr begünstigt, so hast die Wälder jetzt täglich von Deerensuchorn ausgesucht werden. E) 2f u e dem «treffe Wetzlar, 13. Sept. An den Bolfsschulen des Ärttfi*» beginnen mit dem heutigen Tage die diesjährigen Herbst- baA mist 3 durch Mmvor«. vom Winter iport un Bogel» b.'rg und vom ScheNener Motorradrennen Am Dienstag be'uchren die »erbrnten Lehrer und Lehrerinnen, «nva 63 an der Zahl, unu: Führung ihrer Dotzen:en di* drei einllastigen Shu en zu Alitzenrod. Heblos und Audio- und dl* vierklaf iae zu Maar. Ss wurden ihnen überall wertvolle (ünblid* gegeben in Ne BetncbSn>:ifi der einfachen Landschulen. Am Aachmit:aa fand ein Be ehrungs- gang In den Lautrrbacher »Beaben bei Angcrs- bach statt Am Mitttrochmorgen gab ei we^er praktische Anschauung In dm rerschiedenen Awei- pen der Lauterbacher Frrtbiidangsschulm und :n der em,:a1hgen Lchule zu Wemges. Däh- renddes'en hielt bi? Kreislehrerschaft eine Versammlung ab und wlh'te einen neuen Obmann. Lehrer Lchäser Schlitz. Am Aach^mittag sprach Prof, vr Dogel üb;r .Stufen brr Wirklich- klt^auffalfung . Dr Weigand Darmstadt, sprach über btc Aufgaben des (Geschichtsunterrichts Am Abend gab es Aeues aus Filmaufnahmen von Krelsschulrat Lorentz Mit der Togrlsbergbahn von (Gebern nach Lauterbach Am Donnerstag war Drilnahme an einer Schulfeierstunde der kleinen fporbter Schule Schl her Schulllal en und Äauhn. Fortbildungsschule wurden befichttat StuNenrai Pickert. Darmstadt hielt am Aachmittag einen ausgezeichneten Dortrag Sprachlehre durch Lehr- spräche Am Freitag gab es vormittags in Herbstein Dortrag und Dorsührnngen b.*r Lehrer von Dichenrod und Atrleld mit ihren Schulkindern. Lehrer Gimbel. Airfeld. aab nun noch Unterweisunoen sprachtechnischer Art und über Ne Debandlung und Pflege brr Stimme des Lehrers in einem längeren Dvrtrage. Am F^Ar< L^hingv. losen Verbindung von Lehr.'m und einheimischer Devdlkerung tn brr .Form von boleheenden und erfreuonden Heimaladenden Die Woche begann mit einem Degrustunasabend zu dem auch Ärci»- Nvektor Dr Michel und Dürgermeister Walz anttxf.nb waren. Der Abend spann stch aus zu einer fruchtbaren Belehrung heimatkundlicher Ar!: 1. durch c.nen geo'og schen Den trag von Tergrat Pros. Dr. Diehl, Darmstadt, über Ne Ont» stehung des Laubrrbacher Draberrs: 2. durch bei- 4 Lauterbach, 13. Sept. :R Pfund Kandis, braun ... 3 Rollen Sportdrops ....... 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Man beginnt mit einer Indiskretion über tlnt«?hal- tungen. die auf der Interparlamentarischen Union zwischen deutschen und polnischen Abgeordneten itattgeiunden hiben. Wir können daraus ein paar goldene Worte mitteilen, die der deutsche Aba ordnete Dr. Reichert den Polen ins Stammbuch schrieb ®r machte sie nämlich auf da« Vorbild der deu^ch-sranzösischen HandelS- veriragsr^erhandlunaon au':neruda4>? llntoften •» vermodert den Gewinn D.'» ist unbequem 5.c voln,'che Wirtschaft braucht den Handelsvertrag mit Deut ch- land. Aber es ist nur z u poLnikfc werm man diese Situation in der OrifentiiAL't in ihr Gegenteil zu ncrl.yren trachtet Die örfanmungeänheran g 1 eg: auf polnischer Sr.te Die deutschen Unterhändler fotltcn sich nicht hinter» Licht führen lasten E» kommt ja fr- dies« Ve.hanb- langen nicht fo auf wirtschaftliche, sondern auch auf poistischc Dinge an. Eri.tz: den Fall, Deutschland gestaltete beispielsweise die zollfteie Ein- fuhr poknifcher Agrarerzeugntste. dann würbe die polnische Argterung sofort einen konzentrischen Angriff auf die deutschen Grenzmärkte, vor allen D.ngen auf Oft - p teuften, etö^nen. die vstpreuftische Landwirtschaft auf dem deutschen Markte und bi Ostpreußen unterbieten und ökonomisch vernichten Daft der po.nilche Staat Dirffchaftspfrftik so versteht, zeigt die künstliche Ausfuhr der oderfchlesstchen Kohle über Danzig, ber Dau be» Ha enS Gdingen. Die gesamte polnische Wirtschaftspolitik wird nicht von ölonomischen. sondern auSschlieh- l:ch von politischen Motiven bestimmt. Wenn also von einem Teile der deutschen Oeffentlich- let: von der Möglichkeit einer Trennung von Politik und Wirtschaft gesprochen wird, so ift daS Polen gegenüber fehl am Ort. Wenn Polen durch brr. Han delspertra g cm Mrttel zur wirtschaf111 che n Erdrosselung Oftpreuften» erhielte. bar • sollte man sich nicht darüber täi chen daft biric Möglichkeit. koste es. was es wolle ausgenutzt werden würde. Unter b ekn Gesichtspunkten muft ber weitere Deriauk der Verhandlungen betrachtet werden Wie aber steht es mit brr G re nzzon en - perordnung? Lnd dir po.ni'chen Zufiche- rungen wirk. ch haltbar? Die Grenzze entxr- ordnm.g . eferl da» gan-e ÄDttibc-rgebict. da» obe rschles fche Industriegebiet ber Willkür ber poln.'chen Verwaltung au« W < steht e» mit dem deutschen Schulwesen? Driand in Gens fah ja in bet Minder- be.tcnfrage e.ne 'ch.elchende Z.iegsg. ahr Er hat sich dabei bie polnische These zu eigen gemacht. d.e in der Grenzzonenverordnung chren prakti'chen Riederschlag hat. lieber den materiellen Verlaus der Besprechungen läfti sich im Augenblick nicht» voran»'agen. Man hat eben erst die Kommission gefribet Aber wir wollen unsere Betrachtung mit der Festste.ftmg schlieftcn: Man muft tn Polen fte?» auf Hebet- raschungen gefaftt fein. Polen ist da« Land der Wunder, und b.ere Wunder find für jeden Deutschen stet» und immer wieder eine höchst unangenehm' VI bcra'diu.ia P 0 . i- bleibt eine Geburt be» Deutschenhasses, auch unter dem zarten Schleier diplomatischer Umgang» form en Häuser der Jugend. Zentren der Jugendbewegung in Berlin, Frankfurt a. Main, Köln, München und Hamburg. — Wie der deutschen Jugend geholfen werden soll. — Zunge Touristen und jugendliche Ausreißer. Von Walther (Gersky. Wahrend früher, vor zehn Jahren, in den Zugendbunden heftige Kämpfe um weltanschauliche Fragen ausgetragen wurden, sind die Ungehörigen der neuen Zugendbewegung weit davon entfernt, ihre Kräfte in „unfruchtbaren Auseinandersetzungen" zu verschwenden: es gilt, praktische Dinge zu schas- fen, und deshalb haben sich vor wenigen lagen In Berlin Vertreter der verschiedensten Richtungen ber Jugendbewegung zusammengesunden. um einen seit einem Zohr gehegten Wunsch zu verwirklichen: ein H a u s der Jugend soll errichtet werden, ein Monumentalwerk, das nicht nur Säle für oefte und Tagungen, sondern vor allem eine grofte Jugendherberge mit mehreren hundert Betten enthalten soft. Zn engen bescheidenen Räumen haben sich die Leiter der Zugendoerbände versammeft, um alle Möglichkeiten für den Aufbau dieses Werkes zu erwägen, und es war ein erfreu- lieber Anblick für den Beobachter, wie sich bie Vertreter der verschiedensten sozialen Schichten einmütig zusammen sanden. Shihl und klar wurden Kosten- anschsäge gemacht, die wichtigsten Cinrichtungc-- gegenstände bestimmt, die dos Haus enthalten muh, unb zum Schluß kam man zu der lleberzeugung, bah die Kosten bes Baue» sich bei noch so bescheidenen Ansprüchen auf drei bis vier Millionen Mark belaufen werben. Da nun all die Zuaendoerbände über nur geringe finanzielle Mittel verfügen, entschlaft man sick>, eine reae Werbetätigkeit zu entfalten, um zunächst die staatlichen und kommunalen Behörden, dann aber auch die verschiedensten anderen Stellen für dieses .Haus ber Jugend" zu gewinnen. Auch durch ‘SkrbcDcranftal- tungen unb Zugendfeste will man versuchen, Mittel xu beschaffen, um an den Dau des Hauses möglichst bald Herangehen zu können. Cin weithin sichtbarer Mittelpunkt soll für die gesamte deutsche Jugendbewegung durch dieses neue Haus geschaffen werden: von ihm aus will man die Bewegung leiten und fördern. Zugleich soll es aber auch ein Mittelpunkt des Zugendwanberns werden: denn all die jungen Wanderlustigen, die auf ihren Fahrten durch die Reichshauptstadt kommen, sollen dort ausreichende, bequeme unb billige Uebemachtungsmöalich- feiten finden. Die Wanderer sollen in biriem Haus ferner Gelegenheit haben, mit den Angehörigen der Berliner Jugendorganisationen Fühlung zu nehmen. sie sollen dort neue Anregungen empfangen, die fie später in ihrem Heimatort ihren Kruppen oortragen und zur Anwendung vorschlagen können. Vor allem will man jedoch geeignete Raume für grofte Zugendtagungen erhalten, die nicht nur viele Teilnehmer aus Deutschland, sondern auch aus allen Teilen der Welt vereinigen sollen, unb auch die gcstUschafilicixn Kcranftaltungcn und Zu- fammenfünfte der Zugendgruppen sollen in dem neuen Haus statt finden, denn noch immer müssen diese Bünde in den öffentlichen Lokalen hohe lieber- preise für die Saalmiete zahlen, um den Wirt für den entgangenen Alkoholkonfum zu entschädigen. Slufterbem soll das neue „Haus ber Jugend" A n - lagen für Körper- unb Gesundheitspflege, geräumige Sportplätze, Ausstellungsräume und eine Auskunft» ft eile für Zugendwandern enthalten. Auch ein Archiv für Zugendwohlfahrt will man in dem geräumigen »au einterbringen; alle beteiligten Organisationen sollen in ihm ihre Geschäftsstelle haben, und auch bas Bureau bes Reichsausschusses ber deutschen Zugendoerbände soll dort eine Unter- fünft finden. Allzu wenig hat bisher die Reichshauptstabt, die sonst auf ihre kulturellen Leistungen so stolz ist, für die Iugendbeweguna getan; eine Stabt wie Frankfurt a. M. hat Berlin in dieser Beziehung weit überflügelt Dort hat man zuerst den Gedanken eines .,H a u I« s der Jugend" in die Wirklich- feit umgesetzt, unb in einem Zahr unermüdlicher Werbung ist es den Frankfurter Zugendoerbänden gelungen, 300000 Mark für den Bau zu sammeln. Staatsbehörden und der Oberbürgermeister haben den Ehrenvorsitz bei den Werbeoeran- ftaltungcn übernommen, und vor kurzer Zeit erst haben öffentliche Versicherungsanstalten weitere 300 000 Mark als Hyvochek auf das neue Haus geliehen. Richt lange wird es dauern, bis ber Traum eines „Hauses der Jugend" verwirklicht fein wird, und bie Stadt Frankfurt a. M. wird stolz auf diese Äulturtat Hinweisen können. Auch in Köln, München und Hamburg hat der Plan für den Bau eines solchen Hauses bereits festere Form angenommen; in diesen Städten haben sich die Jugendoerdänbe bereits ernsthaft mit dem Projekt besaht, aber die Behörden wollen zunächst sehen, welche Haftung die Reichshauptstadt einnehmen wird. Wenn das ,4>aus der Zugend" in Berlin erbaut sein unb sich in ber Praxis bewährt haben wird, wollen auch diese Städte an die Verwirklichung ihrer Projekte Herangehen. Dabei muft man men übersät waren, dazwischen flammten blutrote Mohnjelder in der Sonne. Es war eine einfache, liebliche Landschaft, sanft und beruhigend, darüber ein zartblauer Himmel, an dem leichte Federwölk- chen trieben. Himmeifahrtstag .... dachte Charles. Wie still cs da brausten war. Zuweilen hieft der Zug auf freiem Felde, und man Höne die Vögel brauften zwitschern. Grün unb festlich, ein stilles Land. Hier unb dort erschien in einer Talmulde ein kleines Dorf, eine Gruppe grauer Granithäuser in einem Wiciental. Man wunderte sich, bast dort Menschen wohnten, und sie gerade dort wohnten. Zuweilen unterbrach die Eintönigkeit der Landschaft ein Tunnel, die Sonne schien üljer Weiden mit gesunden weihen Kühen, die im kniehohen Grafe standen und kauten. Auf einer kleinen Station muhten sie umsteigen. Alles duftete hier nach Camembert. Abteile, Wartesäle und Menschen. lleberaU standen Wagen mit runden weihen Co- memberffchachteln. Um vier Uhr nachmittags kamen fie in der alten Stadt Dijon an. Zn ber Bahnhofftraste wogten sonntäglich ge- putze Menschen, lieber einem Cas» hing ein Riesen- plakat: „Allemande Knackwurst* „Siehst du", lachte Charles, „das habe ich in Deutschland oft bekommen." Lor dem Caf» iahen die Menschen an kleinen Marmortischen im Straft enftaub unb tranken Bier. Musik klang aus den offenen Türen der Bore. Zn dem allen .Hotel de Bourgogne" stellten sie ihre Koffer ab unb gingen bann. durch bie Stadt Grofte Plakate kündigten Pferderennen an. „Ach. die Reimen", sagte Charles. ..Rens hat mich einmal mitgenommen. Er ritt damals mit und gewann den zweiten Preis. Dollen wir aut den Rennplatz fahren9 Vielleicht treffen wir chn dorr'" „Wozu?" fragte Odette. „Dir wollen uns Städte ansehen, und keine Menschen." Odette hatte die Reise zusammen^estelft. Sie war mit ihren Cftem früher oft im Sommer an die Aüste gereift, fie kannte die grüne Rormond'e und bie Seebäder ber grauen Bretagne und etwas von Paris, aber sonst hatte sie ihre Zugend In dem engen kleinen Orleans verbracht, unb nachher war fie jahraus, jahrein in B. geblieben, ohne herauszukommen. Charles hatte ja nie Zeit gehabt zum Reifen, und Madame Gontard oerftanb nicht, daft man sich hinaussehnte, nach anderen Gegenden, nach anderen Ländern. Zm letzten Winter hatte Odette gefühlt, dah etwas geschehen müsse, um sich von diesen dumpsen, lastenden Erinnerungen zu befreien. Die düsteren winterlichen Bilder der engen alten Stadt begannen auf sie zu wirken wie ein böser Traum, der immer wiederkehrte. Sie sühfte sich schon erleichtert, als der Zug endlich die Stadt im Rücken lieft, eine Befreiung kam über fie hier im Gewühl der fremden Stadt, wo einem niemand grüftte und niemand kannte. Am Abend vor Pfingsten kamen sie in Vichy an. Menschenbelebte Promenaden empfingen sie, die Quellen waren belagert von ßanbleuten unb Mus- flüglem. unb vor den arohen Luxushotels sahen Amerikaner in weihen Liegeftühlen. die brillantgeschmückten Amerikanerinnen hörten den Serenaden der Musikanten zu, bie Männer mit den Brillen, die Shagpfrife im Munde, lasen ihre Leitungen. Zn einem ruhigen einfachen Hotel „Gloche d'or" an ber Promenade nahmen sie ein schönes Zimmer mit Balkon, und Odette lebte wieder auf. Es war. als ob Schatten gewichen seien, die fie in den letzten Tagen verfolgt. Das elegante Bad hatte sich auch verändert. Man sah nur noch Fremde hier, kaum noch Landsleute, lltberaü wurde englisch gesprochen Odette war glücklich. Morgens tränt sie ihre Duelle unter den schattigen Bäumen, während ein feines Orchester im Pavillon spielte. Sie kaufte sich eine Menge Bücher die sie nachmittags in dem (chattiaen Parke unter den allen Bäumen, denen der Effu bis m die hohen Kronen nachkletterte, hn Liegestuhl las. Die Sonne brannu. ober im Parke war es tagsüber schong und kühl. Die Abende waren still und aber bedenken daft die Re,ch-hauptstadt bis setzt nur zehn Zugendherbergen mit 437 Lagern besitzt, wahrend 8.'In 5i»> Venen, München !t«n Bremen. Mainz und Barmen je .Vri Betten ber wandernden Zugend zur Beriugung stellen A'.ifter- dem liegen die meisten Berliner ^.-gendherdergen in Bororten aw .9.'penick. Lichterfelde und 9tifol.it» see i? b.ifj fie für die ortsunkundigen Wanderer nur nach längerem Suchen zu erreichen sind. Vor wenigen Wochen hat sich nun auch bie Retchshauptftadt entschl.'lien. ttoa> fui die Jugendbewegung zu tun; fte will nämlich — nach der Vollendung umfangreicher .'Neubauten — ein neue* fkim erahnen, das ebenfalls ..ixuis ber Zugend" genannt werden wird, aber mit dem umfangreichett den darf. Zn elfter Linie soll diese» neue naus der auswärtigen Zugend bienen Hauptstadt auf Fahrten und Schulau:slugen besucht. Die Leiter und Organisatoren dieser Fahrten und Ausflüge muffen einige Wochen vorher die beabsichtigte Reise dem Vorsteher des neuen Hauses »neiden, ber ihnen bann einen Fragebogen »uschickt. Auf diesem muh nun vermerkt werben wie graft die Teilnebmerzahl ift wie lange ber Ausenthalt dauern wird, und welche Besichtigungen vorgenommen werden sollen. Hat nun der Hnftaltfleiter die Antwort in den Händen, so k ■ sich, nut den Leitern von Tluseen und öffentlichen Sehenswürdigkeiten Vereinbarungen zu treffen, um den angemeldeten Jugendlichen ermäßigten oder freien Eintritt zu verschossen. Aber nicht nur deutfche. sondern auch ausländische Zugend- verbände will man in der städtischen Anftalt J- nehmen; aufterbem sollen Abkommen mit groben BerlidRrungen getroffen werben, durch d.e die Angehörigen der Organisationen während ihres Berliner Aufenthaltes gegen Unfall und Diebstahl ge- schützt werden. Aufterbem solle der neuen Anstalt ein Mädclien-Lehrlingsheim unb ein Lehrling: heim für Knaben angegliedert werben. Die Lehrlinge werben einen Beitrag von ungefähr 90 Mark im Monat zu entrichten haben. In bem alle Unkosten enthalten |inb. Wenn nun die Anwärter auf einen Platz in diesen Heimen mittellos sind, so daft ihre Angehörigen diesen Betrag nicht aufbrmg nen. wird man an die zuständigen Behörden herantreten, um es auch den Aermsten zu ermöglichen, in einem solchen Heim Unterkunft zu finden Haupt- ächlich will man bei ber Aufnahme Rücksicht auf itefenigen nehmen, bei denen die andere Begabung feftgeftellt haben. Aufterbem wird bas neue Heim in ständiger Fühlung mit den Vorstehern der Berliner* Bichnhofe, mit den Poftzei- ftationen und den Fürsorgestellen stehen, um die zugereisten. Jugendlichen vor den Ges ähren ber ihr,n Ein besonderes ‘Hupen- merk will man auf die abenteuerlustigen jugendlichen Ausreifter richten, die entweder mittellos ober mit geringfügigen, meist unterschlagenen Beträgen nach Berlin kommen unb sich bann später nicht mehr nach Haus trauen. Kraftfahrer und Höchstgeschwindigkeit. Die 'Beroirbnuna über den Kraftsuhrzeugverkehr fiefrt ftefanntPuft für da« Durchfahren geschlossener Ort»ic.'i< eine Höchftgelchwlnbigkeit«grenze Don 30 Kilometer vor. Ine nur mit Genehmigung ber höheren Verwaltungsbehörde bl« auf 40 Kilometer her auf gesetzt werben kann. Für bw freie Lanbftrafte frrt ber Gesetzgeber demgegenüber eiere besondere Drenze reich» Dorgefcften. Dies nun wird von den Krafffahrern vie.sach fo au«» gelegt, al« ob h er jede erreichbare ®coh gle.1 geft Igeri h l. andererseits bieten fie den Außen steh.nden eine Handhabe, sich ein Bild über die Größe, daS Können und die Leitung ber betreffenden Abteilung zu machen. Dessen werden sich auch die 1900« Leichtathleten bewußt sein fxi der Besetzung und Austragung ihr« fast all« leichtathletischen Dis iplinen urnfasienden V«einZm.isterfchaften. ist mi. der Tellnchme von insgesamt 80 Lricht- atmeten zu rechnen, fo dah sowohl in den Sinzel- konkurrenzen, als auch in den Staffeln interessante Kämpfe zu erwarten sind. Deutsche Iugendkrast. Für nächsten Sonntag hat die Spielabteilung d« D. 2.K. Gießen die Hand« und Fußballspieler der D. I. K. Dieber bei Offenbach zu einem Gesillscha tSspiel auf dem Univerii äsS or p - tz verp, lichtet. Dach dem Handballspiel findet ein Fußball-GesellfchaitLs^ie ftait. Im Ha dball ist das Treffen offen, trotzdem der D. I. K. Bieber mehr Spielerfahrung zugesprochen werden muß. Die 1. Fußballmannschaft der D. 3. K. Dietzen mutz sich sehr wehren, wenn sie nicht eine zu hohe Niederlage einstecken wlll. ZRoödufc Germania Gießen Die «fte Mannschaft des Radtlubs Germania, die tn diesem Jahve schon mehrere große Erfolg» errungen hat und Gaumeister im Mannschaftsfahren ist. konnte am Sonntag bei der Gaustafettenfahrt üb« 50 Kilometer unter fünf Mannschaften tn ber glänzenden Zeit von 1.33 St. mit 8 Min. Dorsprung vor 1885 Marburg einen weiteren Sieg nach Hause fahren. Die siegreiche Mannschaft besteht auS den Fahrern: Gebr. Preis, Shibto. Volz. Fritz Holbrich« und Ludw. Schlund. Leichtathletische Wettkämpfe in Bochum Die internationalen leichtathletischen Wettkämpfe, die d« Turn- und Sportverein Bochum am Mittwoch abend veranstaltete, lameh vor etwa 7000 Zuschauern zum AuStrag. Finnlands Weltrekordmeister Paovo Nurmi Härtete im 5000-QHcter»2au?en. Boitze- Hamburg und Scha um bu r g - Hünffe waren wieder feine schärfsten Gegner, die ab« nur bis 1000 Meter, die in 2:55 zurückgsleat wurden, mit dem Finnen sich auf gleicher Höhe halten konnten. 2000 Meter durchlief Nurmi in 5: 49 vor Boltz«, der 5:51 benötigte Dann machte sich Nurmi ganz frei und passierte 3000 Meter in der glänzenden Zeit von S: 46. Schaumburg, der anfangs zurückgefallen war. arbeitete sich wieder nach vom und behauptete den zweiten Platz sich« vor Volpe. Nurmi -lieferte noch einen prächtigen Endspurt und zerriß tn 14:47 das Zielband. Schaumburg wurde zweiter, während Boitze den dritten Platz besetzte. In der kurzen Strecke über 100 Meter formte der deutsche Altmeister Hou den einen vielbejubelten Sieg in 10,5 erringen. Cammer* der schon geschlagen war. strauchelte kurz vor dem Ziel und zog sich eine schwere Sehnen^rrung zu. Der Dortmunder I o na th konnte dadurch den dritten Platz besetzen. Heb« 200 Meter triumphierte der Frankfurt« Salz in 21,8. Der Weltrrivrdmann im Kugelstoßen Hlrfchfeldt - Allenstetn war triebet in guter Form und wartete mit einen Wurf« von 15,78 Metern auf. Buntes Allerlei. Änsbrikrntifl der .Bremen“ in Deutschland. Aus Montreal wird gemeldet: Das 3m> kersslugzeug .Breven" wird am 15. d. M. n a ch Deutschland verschisst toerben, um dorr ausgebessert au werden. Drnäch»-roirb es nak. M äff e öonrtlti; bwt ijoffeo. e StHion der Xten Dltif« •urbe eiiwanbfwt pfer tiitM fiess- r Sektion nabt bes Lmordelm nglüd. ugsbura teil gen 15 Hr Ä Äaui Tnp tft ab. 3i>* ig -er bdtifig- felgtnlx Shin- gelassen. In dn Mssrne MM- Ilm def'mde. Der rssgnale recht« hab rin Lisstrh Äeu-Llm yirüd- Derspätzmg m en. chen. ertunfl” bitWri. lal/triburf an b#r ner nenn, btr M) m Heimweg be 2untkÜ>kit ge- mutte bald) Mckrn leicht rctWft« 8*1' \W- M kam ^eimunb’«"1^ tnnüig wurde °»n fbrott * "inen . L-L m ^(5 yb «* JL di ^lügnaW- . ad)t -u der ^JiUI?cf4u4, !'» «Sm»* 5?« AfS. %>n toi# torgefebrrr. 6unbert Meter vor ter 3nf:er. sich gcjcr ten unerwarteten Qlnfturm d^rch rorgehaltrn« Bajonette zu schützen De, 3nf ent ct;etDmmAn- beur besah ausserdem die Geistesgegenwart. ten StapaUericanfiunn dadurch in seinen lEkfunger. au milberr.. haft et Rebelbvmten werfen liest Insgesamt wurden trotzdem etwa 40 Soldaten verwundet Sieben lobeeopler einen Autounglück» Au» Rice (Minnesota^ wird gemeldet' Ein« f 1/ b e n f ö p fi g e 3 • ml 11 • fanb den Tod bei dem 3 u i o m m < n ft o h ihre» ttulo» mit einem Personen zag. Flugzeugunglück in Kalifornien. (Einer Meldung aus Oaflanb (Äaliformen) zu- folge {türmte bei einem Flug ein Flugzeug auf eia naus, wöbet ein l^ahntzer Mädchen, sein Bruder und dessen Freund getötet wurden Sech» Tobetopftr einer Anvortichkigkrtt An der (Eifenbabnhnie südlich von fturft in der Provinz Dnh'.vio brach, tote au» Quebec gemeldet wird, ein Brand au», bei dem sech» Minder in den Flammen umtamin. Tu (Eltern und "der konnten gerettet werden dine chau».'ngestellte erlitt schwere Brandtpunden. Der Brand jfi daraus zuruckzusuhren. bah man versucht batte, da» verlöicheude Lüchenseuer mit Benzin wieder in Gang zu bringen. Vie 3etdmt>fnnfl des ZigeonermivesenS in Men. Dafi da» 3tgtunerun wc len eine bauernte Gesährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bedeutet, ist «ine bftaitnlc Tatsache Der Misserlolg der bc- Hord! chen Organe bei der Bekämpfung dieser .Landplage" ift wohl zum Teil darauf zuruck- zuführer, dass dem Totgeben ter Pvlizeiorgane mangels befonberer gesetzlicher Torschristen zu enge Ormont gesetzt sind, sowie aus ten weiteren Umstand, hab eS an einem einheitlichen Tor sehen ter deutschen Canter fehlte Bereits im »fahr« 1011 wurde eine Vereinbarung zwilchen ten süddeutschen Staaten und Preussen wegen gemeinsamer BekLiipfungagrunbsäse versucht Die Terbanölungen gerieten aber dann b den Krieg in« -fer un> tourten erlt 1921 fortacUhrl. Auch die Polizeifachlonferrnz 1925 In Karlsruhe bezahle sich mit Meier Frage, und eine Fachlornrnission stellte Grundsätze auf. die den Rahmen angeben für die Länder, die an dec TeMmpfung dieses Unwesens sich beteiligen wollen Der von dieser Fachkommission auS- gearteitete Entwurf liegt auch tem Länteraus- ‘i vor Der heimliche Innenmini'ler p.ilt .» ater im Einverständnis mit dem (Motnhnini- fferium für notwendig, im Hinblick auf Ne gern b- in letzter 3 eit übe rhandnehm ende n Klagen über b le Zigeunerplage, besonders au» Oberteilen unb Rheinhef er. ein entsprechendes Gesetz dem Hess Landtag vorzulegcn. D^e'es Z.geuner-G letz besagt, um nur das für Me Oesfeiit.ichfe t wichtigste Hera uH uz. ehe n. dass Z.geuner oder Personen, bi«, o^ne ihrer Ralfe nach Zigeuner zu fein, ten Zigeunern in ihrer Bechäfrigung und Lebensweise g.rieten und wie diese im Land um- ter litten ivandfahrer). Im Gebiete tes Tof!6- ftaat» Hessen nur umherz.ehen dürfen (mit Wohnwagen oder Wohnkt.rrcn), wenn ihnen di« schriftliche Erlaubnis dazu von ter zuständigen Verwaltungsbehörde (ürciäamti erteilt ift. Äuhertem lann in ter Erlaubnis eine bestimmte Reiferichtung vorgelchr.eben werten. D'c Ersaubnis wird auch nut erteilt, wenn ter Tach'uchente die deutsche Reichs- angehörigkeit be'iyt, einen gültigen Wanoergewerbeschein und eine Bescher» mgunq über feine erfennungsd'.ensslichr Behandlung (Fingerabdruck) hat. Äusnahmsweis« tann auch Staaieiuofen die Erlaubnis erteilt werden. Schuipsl.chtige Ämter dür'eu im Umherzithen grun?'aniid) nicht mitqcfübrt werden. Ausnahmen werten nur bew »Ligt wenn für ausreichenden Unterricht ge'orgt ist. 3n Zukunft bürten bic Landfahrer P erde Hunte und zu gewerblichen Zwecken dienende sonstige Tiere nur mit besonderer Erlaubnis führen wodurch mstesontere auch ter wandernde Fainilienzirrus und die ..Tknageric“ fontrolli rt werten Das Lagern m Freien und Aufstellen von Dohnwagen und -karren ist nur in tem von ter Ortspolizeibehörte während der beftinunten Zeitdauer gestatteten Ort zulässig. 3n ihrem ricternachiunae^n haben sie sich sofort an^umeiten. Ton besonderer Dichtigfeit ist aber die Bestimmung, dast das Reifen oder Rasten in Horden verboten Werten soll. Als Horte Wird die Vereinigung mehrerer Fa- mlTien oder mehrerer Vinzelderivnen ober einer ober mehrerer ldinzelpersone» nut einer Famttie. der sie nicht angehören, angesehen. Als Ltrasbestim mungen sind Haft bis zu S Wochen iintziehung des anderersnubnis- scheines und Ziehung ter mitgesührten Tiere vorgesehen, uitü wenn lie nicht dem Täter oder einem Teilnehmer gehören Das Mitführen von B) a f f t r ist bereits durch das erue Dal- sengefetz vom 12 April 1928 allen Zigeunern und Vanbfabrem verboten. Vishee hat allein Taperr, eine Regelung dieser Zigeunerfrage dura.geführt, während alle übrigen deutschen Länder entsp«chenbe Vorschriften noch nicht erlasten haben ________________ Wirtschaft. Oie Kohtenproöuknon in Hessen. Sie mnnaiH4* Statistik ter Xohlenproduttwn im Volksftaat Heften weist für den Monat August folgende Zahlen aus 2tn Rohbraunkohle wurden abasführ; 38 281 Tonnen, verkauft wurden davon 13 12^ Tonnen Der grvhtc Teil ter Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Aus ten verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Lchwelereiprodukten 205 Tonnen Braunkohlen- brikeUs erzeugt. Unter Bcrüekslchtigung ter aus dein Vormonat übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selb st Verbrauchs verbleiten am Monatsschluh absatzfähig 8034 Tonnen Rohkohle 311 Tonnen Briketts. 642 Tonnen Rast- vreststeine. »ufammen 8987 Tonnen Braunkohlen und Braunkvd'enProdukte im Gesamtwerte von 56 662 Mark • 3 u den angeblichen Preiverho- hungoabfichten vnrheinischenBraun- kohlenbergbau. Zu ten Pressemelteinaeu über einen Breiserhohungsantrag im rheinischen Braunkohlenbergbau erfährt ter WTB.-Hantels- dicnst aus Äreikn te» rHeini'chen Braunkohlen- sr.ndckats. dass dister ein Beschluss über die Stellung eines loldxn Eintrages niti gefasst Worten ift; ebensowenig sei die cmttlrche Steile offiziell von ter beabsichtigten Stellung eines Antrages unterrichtet Worten Alle diesbezüglichen Meldungen seien zum minteften als ver- srüh! zu bezeichnen, da erst in der nächsten Woche eine Sitzung des rheinischen Braunkohlensyndikats ftattfinten Werte die sich mit ter Frage einer Prei erhbhunv befassen lost •Heue Schlichtungsverbandlungen Im Lohnstrcit der deutschen Herrenkonfektion. 3n tem Lohnstreit der deutsch.n Herrenkonfektion, von ter sich etwa 40 000 Arbeitnehmer aug nblicklich im Ausstand befinden. linb nach mehreren Machen neueSchlich- tungsverhandlungen angefetzt Worten. Sie finden am 17. d M m Meimar statt. Ihre Leitung ist tem Schlicht.r lur Ob.'rschlest n. Reg.erungsral Dr. Biahn vom Aeichsarbeitsministerium. übertragen worben. ' Belebung des Defchäftsganges in der Wormfer Lederindustrie. Mit Ablauf ter Sommer per «de macht sich in der Morm- ler Lederrnduftric eme gewisse Belebung bemerkbar. oie auf da» Sinfetzen erhöhten HerbstbebarfS zunulzurühren fein dürfte Die Rachfraae erstreckt flch in zunehmendem Masse aut fchwarze CacCcter und Boscalfleder. fowie farbige Leber der verfch.edenen Gattungen. e Petroleumforschungen im Elsass. Dem industriellen Eamille Simonin und tem Landwirt Oskar Wa lter in Guridhousen Wurde von der Regierung die Ermächtigung gegeben, während zweier Jahre Rachsorschimgen nach Petroleum in den Verneinten Artolsbeun, Vinterhcim. Boesenbicfen, Diebolsheim, Hilsen- heirn, Seefenheim. Schwobs heim. Sundhausen und Littisheim anzustellen. ' Llektrizttäts-A. V. vorm. TB. Lah- meher L So. 3n ter gestrigen Aufsichtsrats- fissung ter Sielt rizitäts-A. ®. vorm. LV Lahrn ever ck diesem Zweck erworbenen Terrain Destillauons- und 3teffin3ticn».8nlagen mit einer Äopayi^i für die Verarbeitung von 300 iXX) Tonnen Rohöl jährlich erruhten D>e französischen Beteiligten iessen sich au» tolgenben Onbuftrieftrmen zusammen: Soa^it Anonyme de Glaces ei Produits Chimiques de St. Gobaiu. Compafnic de Produits Chuniques et Llec- tromttalhirgique« Al*i*. Froges d Camarque. sowie der SootWs Terrei Rares und Urbaim Corp. sämtlich in Parts Ihr Aktien ter Mineralöl unb Lsphattwerke A. G.. die auch chrerseit» an der Comparme dr Berre beteiligt fein wirt', bef nben sich rtftlrv in ten Händen Der Friedrich Minoux Q m b. H sowie der aus tem Mineralolgebiet bekannten Industriellen Dr. Loui» Groglnger unb Dr Michael ® e ’ a m I b. Ml» vertrau, n». mann der deutschen Gruppe bat Herr Leolnson Levin (Banl (Elf) in Pari» fungiert (Es durste seit tem Striegr der erste Fall sein, in tem ein Unternehmen in Frankreich unter starker deutscher Beteiligung in» Leben gerufen wird, wobei äusser tem ten deutschen Beteiligten die Lieferung de» grössten Teiles her Fabrikation sein r-chlungen über Reparation-konto übertragen wurde ^rantturlrr Börse. Frankfurt a. M.. 11 eept. Tendenz: Ueter wiegend etwas schwächer. — An brr heutigen Börse macht« sich «ine gewisse Un|id)crl)cit bemerk- bar. Da» Geschäft war weiterhin recht still, ba bie Spekulation in Anbetracht brr tevorftthenten jüdischen Feiertage stark« Zurückhaltung übt«. Ausserdem mahnte die unsicher« Haltung brr gestrigen Neuyorker Börse zur Vorsicht. Da» Angebot war jeboch nicht gross. Da aber unterteil» s a ft keine Ausnadmeliist bestand ergaben fich gegen bie clma« ermäßigten Abenbbörsenkurte, bei nicht ganz einheitlicher Entwicklung, überwiegend Abschwachunaen non etwa 1 bi» 2 o. f). Eine ftär- kere Abschwächung erlitten wieder bie Reichsbank- anttile, bie 7,40 o. H. verloren. (Etwa» grössere Abgaben mürben ferner am Elektromarkt oorgenom- men aus die Nachricht, dass die Amertkareisc Heinemanns nicht zum Zwecke der Aufbringung grösserer Äopitalbeträge für (Thabe unb Geffürel oorgenom- men worben sei. Licht & Kraft gaben 3, Gesfürel 1,25, Sdjurffrt lL und Siemens 2 o. H noch. Felten konnten sich gut behaupten. Am Ehemiemarkt eröffneten Farben zunächst 1 v. H. gebrückt. Scheide- anftalt waren dagegen 1 o. H. höher. Am Markt« her Zellstoffw«rte waren Aschaffenburger mit mlnu» 3^5 o. H. angeboten. Deutfcve Linoleum gaben 3 n. H. nach Montanwerte logen wirber fast geschästs- io» unb bi» 1 o. H niedriger Fester eröffneten .ssleycr Aktien mit plus 2,L'> v. H. Deutsche Anleihen waren behauptet. Auskänbische Renten still. Im Frrtoerkehr waren Russen wirber gefragt. Im verlaus« gaben bie flurff meist weiter etwa* nach. Das Geschäft war minimal Stork an geboten waren weiterhin >richcbank. bie erneut 3 o. H. t>erlorcn. Der Gelbmarkt war infolge des Zahltage», der sich sonst nicht unangenehm suhlbar machte, angefpann ter. Tägliches Geld 6,5 o. H. Am Devisenmarkt nannte mon Mark gegen Dollar 4,1958. gegen Pfund 20,351, London gegen Kabel 1 8505. Parts 124.18, Mailand 92,75. Madrid 29.42, Holland 12.10. berliner Vörse. Berlin, 14. Sept. Schon im heutigen Dormit- tagsoerkehr erfuhren die Kurse melier klein« Abschwächungen, nachdem auch bie gestrige Frankfurter Abenbbörs« schwächere Tenbenz gehabt hatte. Hauptsächlich macht man das geringe Geschäft hierfür verantworMch. In ter Tat lagen auch heute kaum Orbers vor, auch bas Aus- lanb bot keine Anregung. Neuyork meldete »ross rückgängiger Zinssässe unregelmässige Tendenz. Fer- ner hotten bu beoorstehenben lubiichen Feiertag« auf saft allen Märkten Glattftellungen zur Folg«; bie Herauskommente Ware fanb nur zu gedruckten Kursen Ausnahme. Das G e s ch ä f I hielt sich in engen Grenzen, auch bie Rückgänge betrugen feiten mehr als 1 o. H Lebhafter ging es in Dessauer (Bos und Schlesische ®ae zu, wobei bie gestrige Entscheibung, nach her Polen tm Cssorzowftreit erneut verurteilt unb für Ersatzleistung in Höh« des entstandenen Schabens oerpslichtet sei. anregte. Durch feste Haltung fielen Berliner Honbelsgesell- fchoft unb Rhrtnifch - Deftfälifche Elektrizität auf. Ausgesprochen schwach eröffneten Neichsbank unb Polypon mit einem Kursverluft oon 6 v. H refp 6/i v. H. Auch bei Goldschmidt. Llektrifch« Lieserung betrugen bie Rückgänge mehr als 3 v. H. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Etwas gefragt waren Rusten unb Rumänen. Am Pfand- brirfmarft lagen Liquidationspfandbrtef« und Anteile eher fester. Gelb war beute zum Zahltag etwas teurer unb etwas mehr gefragt. Tagesgeld 5 bis 7 o. j)M Monalsgtld 8L5 bis 9,2.5 o. H Waren- wechsel etma 7 o. T). 2m verlause gingen bi« flurft üteroiegfnb weiter zurück Besonder» Relchsbonf lagen bi» zu 5 o. H unter Anfang und ixtflautrn bif übrigen Märkte von ten ubnaen Bankaktien rirtorrn Berliner Aantel»gefrilld>a’1 unb Donal- b-nf soft 4 V.H. I (T..Farten etwa 2o.H^ Schle- fijctzf (**3* 2 5 p. h unb Soensko etwa 3 Mark gegen den Anfang abgeKhwatt't. rpater wurden bk ikrfufie eher noch grosser Reichsdonk gingen ouf 204 o H. zurück 5-anljarttr Wctrcibvböric. Frankfurt a. M.. 14. Sept Zum Dochen- ichtust vertehrte btt Frankfurter ProdukkettmorA m ktr fnNer Haltung Da lein# Anregungen vvr- lagn. biteb das Geschäft noch tm< vor fete Rein. Auck> das werter gertngrr gewordene Angebot mah-uc zur Zurückbaltung. Dr'.zen war b«4 etwas lebh leeren Preisen starker ungebeten Sonst blieben die Preise bei ganz geringe--. Umsätzen un- peräutert Es wurden np.url; ÄXizen 22.50 bis 22 0?. Roggen 21.85 bi» 22. Sonvnergerste für Brauzwecke 2d ml Hafer 21.75 bts 22,25 Mais «gelb, für Zutterzwecke 2025; Tvechzenmehl, füb- teurtches Spezial 0. 33 bis 33,50; Äoggcnmcb! 30.50 M« 31 Drt-enNeie 1? 90 Rvggenkjrte 1350 Mark Tendenz gcfchäftslos Bcrliuer 'Produktcudorse. Berlin. 13. Sept Luch heute zeiat« sich bei Eröffnung der Probuktenbürse roirter festere Halda naedot oon Brot- grtrtibe von massgedentem Einfluss war. Di« stör- brrunyn für Wcrzen unb Roggen lauteten etwa 1 bl» 2 Mark höher und wurden hier vfreinzelt bewilligt. Die Muhlf» zeigen, da sie kcinesw.g» reichlicki oerforgt find, für beide Broigetreldearien etwa' besfere» Interestc. und cbenfo besieht verein- )fckungsnachfrage. Von Exporlgcfchatten ift infolge bes geringen 2nUinbangfbote» awnia zu Horen Die besseren Meldungen vom Verlouf ter lieberleebörfen regten an. Mehle Haden btt unner- änderten Preisen ruhiges Gefchäst. Hoser ist ebenso wie Brotgetreide schwach angeboien, unb 1 Mark hoherr Forberungcn rourbrn akzeptiert. Die Marktlage für Gerslf ist unoeränbert. Am Vifftrungs- markt zeigte sich angesichts ter bevorstchenbcn israelitischen Feiertage gleichfalls Deckungsbegehr. ebenso lagen ans der Provinz in grösserem Ausmass flauf- aufträge vor. Weizen konnte infolgetesten in ten spateren Sichten bis zu 2 Mark aewinnen. Roggen lay in allen Sichten etwa 2 Mark bester. Die heute besichtigten 210 t Roggen würben al» kontraktlich fte- ferbar befunben. Es würben notiert (1000 kg): Weizen, märkischer, 203 bl» 207, September 218,50 bis 22(1, Oktober 222,75 bis 224, Dezember 229 bis 230, Mörz 236 bis 236,50 (s«st); Roggen, mär- klscher, 20? bie 209, September 222 bl» 222^50, Oktober 223,50 bi» 224.6»» Weib. Dezember 225,25 bis 226M März 233^0 bi» 234 (fester). Braugerste 232 bl» 252, Futtergertte 200 bi» 212 (stetig), neue Wintergertte 200 bis 208; Hafer, märkischer, 184 bi» 194, Oktober 203. Dezember 206,50. Marz 217,50 bi» 216,50 (sefter); Mal», zollbegünstlgter Futtermais 205 bi» 207 (ruhig); Raps 328 bi» 330 (ruhig); (100kg): Weizenmehl 25,50 di» 28,75 (behauptet); Roggenmehl 27,25 bi» 29,75 (behauptet). Weizenkleif 14 bi» 14,25 (stetig); Delzenkleie- melaste 16,20 bl» 16^0; Roggenkleie 14,25 (stetig); vlktonaerdsen 41 dis 50; Rapskuchen 19 bis 19,40; Leinkuchen 23 bi» 23.40; Trockenschnitzel 17 bi» 17L0; Soyaschrot 30,70 di» 21,40. Kartosselslocketr 21 bi» 21^0 Mark. (Erweiterte« BezirlS-Schöffengericht Gießen. ' Diessen. IT Sep! Wegen s ortge s« tz t e r llnterschlagung im Amt« hatte sich ein Telegraphen bau truppsuhrer xu verantworten Di« Anllage legte ihm zur Last, Lohngelber beurlaubter Arbeiter für sich behalten und di« sich darauf bez.ehenden Listen falsch geführt zu haben. Ausserdem wurde ihm vorgeworten. Lohi- aelder ernbehalten unb erst später ausgezahlt. fotoir eine gewlffe Wenge Altmetall für sich verkauft xu haben. Der Angeklagte gab tatsächlich bie DereiTmahmung brr Löhne beurlaubter Arbeit er zu, behauptete aber, das Geld habe er n:cht für fich behalten, sondern gewisse Anschas- fungen un 3nWrrtfe der Post Verwaltung gemacht ®r legte auch gewHTe Rechnungen vor, die durch ihn und nicht durch die Verwaltung bezahlt Worten Waren. Gleiches habe er mit dem Erlös für das Altmetall getan Bezüglich der zu spät ausgezahlten Lohngelder hab« er tm Einverständnis mrt ten betreffenden Arbeitern gehandelt. Trotz «chwenrr Verdachtsmomente konnte das Gericht keine Verurteilung aussprechen, da Imme»- hin möglich war, dass sich bie Sachlage so dcd- hielt. wie der Angeklagte angab. Gs tarn daher zu einer Freisprechung. Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse. Tie hinter den Papieren ange'ührten Zistern geben die Höhe der zuletzt beichlotzenen Ttoibenbc an. — Reichsbankdiskvmt 7 Prozent. Svmbard^nskuh 8 Pro-ent. 3 a iklun a » Srrfln ! Utzr» S» - S"-cr,9 • >r» Ä-r» Mur» Mwr» Scten U ». U» I"' 14. 9 tx erttbecnlrtfr » 1*7 D«. lua »u au* 13. * — «7.» W^tedürn 11.8 >1.» 31.1 U.t t«M .-»U auOauetdw 1« 17 17 17 Km Nie du 193? • — - - «WKfs».-«®1 St” 75.« ■ - — - •X 6X Cetm j.a» — •'« Mmtld). cir ädtL Str 1L»tani<6r <«rrtnt. . . 1S..U 1*6 21.5 l‘, UbC4fs1v » l»10 — — — «n: »cn 1913 ** ■ »'• n»^-n*äx trrwteur J. j — J.3 1.« ■ \ B. 1911 . 11.2 11.25 - — — — glrst . . » 1*3.5 W.25 154 13 153.75 ft 4 6CTWe* . . Hi 110.75 I4v «•ertttt fcafpertia 10 — — 143.5 t-rtiiec: txinöel . U zn &» 3UI 85 . -5 . 11 "» Idv IM.3 118.5 taraft c San.-so2>äid l! 178.5 r?« rt».« rt» 75 tcixti Font - - - 10 ISS 5 li».5 170 I6S.5 lr- . in IW..'5 ■w 16». 3» , 5 7» frr^—r . r 172.23 178.5 extitbad ... 9 — 201.5 201 ««aacr! ........6 l»9 138 - ....... 12 MC -68.6 316 ne STe-ttete.» SerMe SOlub* 1416t- Äur» ftur» Km Tsnnn: 13 9. 14 ». 11. K 14 K flje.».........* ^ereeflea ■>■•••.* 2 da. 8He«=ere.....if Ul »Ni .....10 iHktn t Outueootat...... dkt. I. Metu. Q»trau. . . . M> Weta. 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