Nr. 190 Erstes Blatt 178. Jahrgang Dienstag, 14. August 1928 Cr|4 erklärte Außenminister fälle Bankingregicrung die Zwischen- falle aufrichtig beteuere Sie fei bereit, die -u übernehmen, ob- tpobl sie ausschließlich durch Kommunisten Annahme her Aeiinnoabkommen in her Belgraher Skupschtina. Die kroatischen Abgeordneten verlassen vor her Abstimmung has Parlament. Belgrad, 14. Aug. (TU.) 3n der AbendsiHung der Skupschtina am Montag begann die Aussprache über die Ratifizierung der Jlettuno-Mbfommen. E» kam zu stürmischen Auseinandersetzungen, al» die Abgeordneten der Canbroltlc- parlei gegen die Vorlage der Rettuno-Abkommen Einspruch erhoben und seststelllen, daß damit die Regierung da» Land Dalmatien an Italien verkaufe. Diese wichtige Frage dürste in Abwesenheit der kroatischen Abgeordneten in der Skupschlina überhaupt nicht e r le ö l gl werden. Unter tosendem Lärm beantragte die Opposition schließlich die Vertagung der Erledigung der Relluno-Abkommen. bis die Kroaten in die Skupschlina zurückgekehrt seien. In seiner Antwort selbst stellte der Vertreter de» Außenminister». Dr. Schumenkowitsch, einleitend fest, daß die jugoslawische Regierung den aufrichtigen Wunsch hab«1, mit Italien alle schweben- den Fragen zu regeln. Die Abkommen von Ret- tuno regelten zahlreiche Fragen rein technischer Natur. Auch pribitschewitsch habe nicht den Beweis erbringen können, daß ernste Gründe für die Ablehnung der Abkommen vorhanden seien. 3m Gegenteil trage auch pribitschewitsch einen Zeil der Verantwortung für diese Abkommen, da er Mit- glich der Regierung gewesen sei, die die Verträge abschioß. au» denen die Abkommen her- oorgingen. Aehniich äußerte sich Schumenkowitsch auch bezüglich der ablehnenden Stellungnahme I r u m b i t s ch ». Auch die kroatische Bauernpartei trage einen Teil der Verantwortung dasür, da ihr Führer Stefan Radilsch in der Regierung gesessen habe, die die Abkommen g u t - hieß. Schumenkowitsch bat zum Schluß seiner Au,- sührungen die Abgeordneten, die oorgelcglen Abkommen zu ratifizieren in der Uebcrzcugung, daß damit dem Vaterland ein Dienst erwiesen werde. Rach dieser Erklärung schritt die Skupschlina um 9.30 Uhr abend» zur A b ft I m m u n g über die An nähme der Relluno-Abkommen. Eharakleristisch war, daß fein einziger kroatischer Mbgeorb- n e t e r, auch nicht die der Regierungspartei angehörenden Kroaten, bei der Abstimmung zugegen waren. Sie verliehen kurz vor der Abstimmung den Saal und entschuldigten sich mit dringenden Geschäften. Da» Relluno-Abkommen wurde mit 158 Stimmen angenommen. Entente Goröiafe oder Locarnopakt. Liberale Rritif an hen gemeinsamen britisch-französischen Hheinlanhmanövern. London, 13.August. (WB.) Zu der Meldung von her Teilnahme britischer Kavallerie an den französischen Rheinlandmanövern schreibt „M a n - (hefter Guardian* im Leitartikel: Handelt cs sich hier um eine Taktlosigkeit oder hat diese» Vorgehen politische Bedeutung^ Wenn der Kriegssekretär auf eigene Initiative hin gehandelt hat, sollte ihm gesagt werden, daß er Ml weit gegangen ist: wenn der Staatssekretär de» Auswärtigen feine Genehmigung erteilt hat, so sollte er dem Lande seine Gründe nennen. Die Angelegenheit ist gegenwärtig befimbers schwer begreiflich und zwar aus zwei Gründen: 1. Da die Rheinlandbeseßung bestimmt bei der Zusammenkunft des völkerbundsrate» erörtert wird, ist es besonder» erwünscht, alle» zu vermeiden, was Erbitterung erzeugen kann. 2. 3n Locarno haben wir versprochen, Frankreich gegen Deutschland zu helfen, aber auch Deutschland gegen Frankreich zu schützen. Wenn jetzt britische Truppen an den IRanöoem einer vertragschließenden Partei teilnehmen, fo sollte klar ausgesprochen werden, daß sie genau s o bereit sind, an den Rlanöoern der anderen Partei teilzunehmen: andernfalls muh die Zusammenarbeit französischer und britischer Truppen bei den militärischen Hebungen den Eindruck erwecken. daß wir wieder zum alten System zurückkehren, von dem man glaubte, e» sei durch Locarno beseitigt worden. Es ist ein großes Unglück, daß das Parlament nicht tagt und daß Chamberlain krank ist und von einem Minister vertreten wird, desien Urteilsfähigkeit kein Vertrauen erwecken kann. Dieser Zwischenfall trägt dazu bei. den Eindruck zu verstärken, daß eine Aenderung in unserer Außenpolitik eingetreten ist und daß wir zu den alten Methoden und der alten Geheimpolitik zurück- kehren. — „etar” beklagt den „dummen Zwischenfall”, der durch die Meldung von der Teilnahme britischer Kavallerie an den französischen Manöoern im besetzten Gebiet entstanden sei. Das Blatt sagt, hierin könne man nur einen Radelstich gegen Deutschland erblicken. Solche Zwischenfälle seien an sich selbst vielleicht nicht wichtig, gäben aber jenen Leuten eine Handhabe, die den Locarnooerträgen und Kelloggpakten gegenüber Mißtrauen spürten ober sie aus eigennützigen Gründen zu zerstören wünschten. — .,E v e n i n g Standard” meint, das Ereignis werde in Frankreich und in Deutschland als ein Anzeichen für d ie neue ungeschriebene Allianz betrachtet, die von der halbamtlichen französischen Presie als Ergebnis des Marinekorn- prornisses bezeichnet worden sei. Sn Paris fei großer Wert darauf gelegt worden, dem Dorsal! eine politische Bedeutung zu geben. Die Einladung sei nicht von den militärischen sranzöfisä-en Stellen ausgegangen, sondern sei dem Foreign Office vom Quai d'Orsay übermittelt worden. ..Morning P o ssi antwortet m einem Leitartikel auf den Protest der „Frankfurter Zeitung". DaS eftrem konservative Blatt führt aus: Memanb. der in England etwas zu sagen habe, fei der Meinung, daß die Wiederversöhnung mit dem vormaligen Feinde bedeute, daß man sich mit feinem Freunde verfeindet. Großbritannien und Frankreich fahren fort, da» Rheinland auf Grund des Versailler Vertrage» beseht zu hallen, und jede gemeinsame Aktion zwischen den beiden Armeen ist sowohl natürlich als auch wünschenswert. Ls mag löblich fein, die Ereignisse von 1914 bi» 1918 zu vergeben, aber es Ist unmöglich, sie zu vergessen. Die Beschwerden einer hervorragenden Tages- Acvtunfl in einer Angelegenheit, die ausschließlich unseren Freund Frankreich und unsereigenes Land angeht, sind nicht geeignet, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland zu fördern. — Die liberale „Daily News and Westminster Gazette" sagt: „Unter Berücksichtigung aller Umstände erschernt es unS besonders unglücklich, daß der gegenwärtige Augenblick gewählt worden ist. britische Truppen an den französischen Manövem 'm deutschen besetzten Gebiet teilnehmen zu lasten. Des ist kränkend für die Deutschen und wird den Eindruck vertiefen, daß wir in einer besonderen Operation mit den Franzosen begriffen find. Es ist eine Geste, die i n d i r e k t e m Gegensatz zu der in Großbritannien beinahe einstimmig herrschenden Empfindung steht, daß d'.e Rheinlandbefetzung sobald wie möglich beendet werden sollte. Die Teilnahme eines britischen Regiments an den Manövem der Rhem- armee werde selbst in gemäßigten deutschen Kreisen als ein Schlag gegen Locarno empfunden. Es lönne kein Zweifel bestehen, daß man in Deutschland außerordentlich bittere Gefühle hege über diefe Demonstration am Rhein, die rm gegenwärtigen Augenblick als eine Taktlosigkeit empfunden werde. Die ileberrakfcung in Deutschland sei um so größer, als die britische Beteiligung an den Manövern in dem Augenblick komme, in dem Stresemann die Frage anschneiden wollte, an welchem Tage auf Grund der Bestimmungen des ‘Berfa iHer Vertrages die Besatzung auszuhören habe. hervorgerufen worden feien. Die an dem Zwischenfall beteiligte Division sei inzwischen aufgelöst worden. Schrrtte für Bestrafung der Beteiligten seien ein geleit et. Für alle Schäden werde Ersatz geleistet werden. Wang schlägt die Einsetzung eine- gemischten Ausschusses zur Festsetzung der Höhe de- Schadenersatzes vor. Die Antwort deS britischen Generalkonsul- gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Banking- Regierung die an gekündigten Maßnahmen mir vollem Rachdruck durchführen werde. Em weiteres Schreiben des Außenministers Wang, das die 'Aufmerksamkeit der englischen Regierung auf die Beschießung von Teilen des Habens von Ranking durch einen britischen Kreuzer lenkt, wurde von dem britischen Generalkonsul dahingehend beanitoortet. daß die Beschießung lediglich zum Schutz der in Gefahr befindlichen britischen Staat-angehörigen erfolgt sei. 3n einem dritten Schreiben drückte Außenminister Wang die Hoffnung aus. daß nunmehr ein neuer Abschnitt in den Beziehungen zwilchen Qnglanb und Ehma beginnen werde und schlug vor. daß Schritte zur Revision der bestehenden Ber träge auf der Grund'ag: der Gleichberechtigung unb gegenseitigen Achtung getan werden. Der britische Generalkonsul erwiderte darauf, daß feine Regierung die Berechtigung des chinesischen Ber lang end auf Abänderung der Beiträge anerkenn e und bereit sei, demnächst mit der Rationairegierung in Bcrhandlungen darüber eingutrvten. Reichsbahngericht und Reichsbahnfinanzen. Don Hans piening, R6ht Rach dem Reich-badngesetz kann bet Meinungs- verschiedenbei len zwischen Reichsregicrung und ReichSbahngefellfchaf t da- Rcich-bohnge- richt zur Entfchetdung angerufen werden E- liegt in der Batur der Lache daß diele- Gericht, da- aus einem Senotspräfidenten des Reichs- gertchts al- Borsitzendem und je einem Vertreter der Reichsregierung und der Reich-bahnge'ell- schaft al- Beisitzer beliebt, nur in außerordentlich schwierigen Fällen, die nicht Im Verhandlungswege einer Lösung entgegengefübrt werden tonnen. in Anspruch genommen wird Bisher ist da- Gericht nur zweimal in Tätigkeit getreten. und zwar einmal in der Frage der B e • Neuerung der ReichSbahngelelllchaft durch d.e Gemeinden und ferner vor 1',, Zahven in der Frage der Anwendbarkeit des gesetzlichen Schlichtung-verfahren - aus da» Reichs- bahnpersonal. Der Fall, der da- ReichSbahnge» richt jetzt beschäftigen soll, ist von so außerordentlich tnedtragenter wirtschaftlicher Bedeutung, daß man sich fragen muß, ob da- Reichsbahngericht tn der Lage ist, die Verantwortung für die endgültige Lösung der Frage zu übernehmen. Als sehr bedauerlich muß es bezeichnet werden, daß weder der ReichSvcclehrsministcr. noch die Reich-bahngesellschaft es für notwendig gebalten haben, vor Anrufung des Gericht» den durch die Reichsverfasiung eingesetzten Reichseisenbahnrat zu hören. Diele- Gremium, da» sich au- den ersten Biännern der deutschen 'Wirtschaft zusammensetzt. wäre wohl in der Lage, in dieser die Desamtwirtschaft berübrenben Frage ein Gutachten abzugeben. ES ist bekannt, daß in der Ablehnung der Tariferhöhung die Spitzenverbände eine selten einmütige Haltung bis in die jüngste Zeit eingenommen haben. Damit ist da- schwierige Problem der künftigen Gestaltung der Fiiranzen der ReichSbahngesellschaft selbstverständlich nicht gelöst. Die Reich-bastn beansprucht Mittel für den Aufbau und die Erneuerung der Anlagen, die sich aus den laufenden Berkehrseinnahmcn nicht ergeben. Der Berkehrsrückgang in den letzten Monaten hat einen EinnahmeauSsall zur Folge gehabt, ohne daß die Ausaaben sich vermindert haben. Der Einnahineausfall, der im Monat Mai 27 Millionen betrug, ist bisher aus den Rücklagen deS Borjahres gebedi worden. Eine solche Deckung ist naturgemäß nur solange möglich, al- Rücklagen vorhanden sind. Sobald die Mittel erschöpft ftnb und eine Einnahmeerhöhung durch Besserung der Wirtschaft-konjunttur ausbleibt, istbieReichs- bahngeselllchaft zu Erfparnismaßnahmen gezwungen, die sich für dic Wirtschaft außerordentlich schädigend au-wirken, wie z. B. im letzten Halbjahr durch die Streckung und Drosselung der Aufträge. Die vielen Unfälle der letzten Zeit haben ter Reichsbahngesellschast heftige Borwürfe ob ihrer Sparasmkeitspolittk eingebracht, so daß ter Generaldirektor ter Gesellschaft es für nötig gehalten hat, vor ter Presse die Fragen ber Unfälle und der Sicherheit teS Berkehrs zu erörtern. Diese Aussprache hat für die Aufklärung ter Oessent- luhkeit zweifellos einen großen Wert, weil gerade in ter Öffentlichkeit vielfach irreführende Rachrichten verbreitet werden, die geeianct sind, das Bertrauen zur deutschen Reichsbahn zu erschüttern. Die Unfälle werden meist mit ter Finanzpolitik ter Reichsbahn in Berbinbung gebracht. obgleich sich auS den beklagenswerten Izr- eignisien lediglich ergibt, wie ungemein wichtig für bie Sicherheit des BertehrS gerate ter Ausbau und bie Erneuerung ter Anlagen sind. Mittel hierfür zu verweigern, hieße Mitwirken an ter Herbeiführung von Zuständen, die den Unsicherteitvfaitor zu erhöhen geeignet sind. E- srcwt sich nur. ob die Finanzsrage ter ReichS- bahngc>elsichast auf dem Wege berTarif- erhöhung zu losen ist. oder ob andere Wege zu begehen Imb. Die Reichsregierung ist nach Prüfung des Antrags ter Reichsbahn, auch nachdem sich ter BerwaltungSrat erneut in zustimmendem Sinne geäußert hat. zu ter Anschauung gekommen, daß die bi-her gegebenen Unterlagen nicht hinreichend sind, um die Bot» wend.gke».t einer Tariferhöhung darzutun und daß vor ter endgültigen Entfchndung die Entwicklung ter Einnahmen ter ReichSbahngesellschaft schon mit Rücksicht auf die große Bedeutung für die gesamte Boll-Wirtschaft, zunächst abzuwar- ten sei. Bun soll das Reichsbahngericht entscheiden, ob unb in welchem Ausmaß eine Tariferhöhung not- toenbig ist. um den Finanztedarf txr ReichS- bahnge'ellfchaft zu decken. Es ist einzigartig und noch nie dagewefen, daß eine die Reichsbahn als auch die Wirt chaft, die feit Zähren die Ber» telligung des Arbeitsprozesse- alt> eine Lebensfrage ansieht, so ernfchreidenb berührende Wirt- fchaftsfrage zur Entscheioung drei Männern an» be.mgcgebcn werten soll, von denen man zwar selbstverständlich vorauSzufetzen hat. daß sie forg* fältigft auSgewählt ftnb unb üter genügende ja» ristriche Kenntnisse verfügen, um in einer Rechtsfrage teS entscheitente TSvrt zu sprechen Hier handelt es sich aber um wesentlich anderes. ES muß grundsätzlich abgelehnt werden, daß die Tar.sirage als eine juristische Frage behandelt wird. Die Wirtschastsvelastung durch die Bahntarife ist eine Existenzfrage der deutschen Wirtschaft, unb mit jeder Beute- lastung wird die Lage der auf dem Weltmarkt schwer kämpf erten den sichen Industrie und des deutschen Handels kritischer. Aus diesem Grurrde wird dem Stcnrdpunkt ter Reichsregierung bei- zupflichtc-n sein, ber Me önftotcfrimg borläuflg jbtoa rten will. Es wäre notwendig, inzwischen den Reichs- eifenbahnrat zu berufen und ihm die firroge vorzulcqen, welch« Richtung der Finanzpolitik der Reiä-sbohr ’ uni hfl »u geben sein wird. Man hernrfi! bei her öffentlichen De Handlung der lffrage <-ine8, nämlich wie man künftig di« Mittel für die Reuanlogen. den Anlagezuwachs, der in der kurzen 3rit des De sie Herr- der Gesellschaft den Betrag von rund l>t MilUocden erfordert hat. die zuni größten Teil auS den Verkehrsrin- nohmen bestrrt'en worden sind, aufzubringen gedenkt. Hier liegt das Rätsel, das zu lösen ist. Mrd es möglich sein, diesen zweifellos großen Ftnonzbedarf zu decken, ohne die Tarife damit zu belasten? Zwei Wege wären zu prüfen, und zwar 1. di« Verwertung der Reichsbahnaktien, die der Reichsbahn zur Verfügung stehen, 2. di« neuen, also werbenden Anlagen a u f Anleihen zu bauen, tote es auch bei der Preußischen Staatsbahn gehandhabt worden ist. Das eine tote das andere ist schwierig. Man fragt sich aber nicht mit Anrecht, wozu ist in der Verfassung ein Deirat vorgesehen, wenn er nicht in einer so schwierigen Frage der Frnanzrege- lung der Reichsbahn feine Dünnung äußern soll. Die deutsche Wirtschaft muß verlangen, daß die Tarissrage nicht eher entscheidend gevegelt wird, bevor nicht die le-ten Möglichkeiten einer anderweitigen Regelung völlig erschöpft sind. Das Reichsbahngericht, das nun nicht mehr zu umgehen sein wird, bedarf zu seiner Deurtci- lung der Frage so sorgfältig vorbereiteter Unterlagen, daß die Auswirkung der Entscheidung nach allen Richtungen geprüft werden kann. Die Vorgänge aus dem Weltmarkt, besonders das Unter* stühungsproaramm Englands, das bewußt zu einer Verbilligung der Produktion führen soll, darf dabei nicht übersehen werden. Amerika und das Klottenkompromiß. Washington aus der Hut. Washington, 13. Qlug. (WD.) 3n dem Blatt „Washington Star" führt der politische Schriftsteller Simonds aus, Amerika sei durch das englisch-französische Rüstungskompromiß in eine isolierte Stellung gekrängt worden, und seine Lage sei zur Zeit sehr ernst. Es sei jedoch anzurolen, daß es darüber nicht die Ruhe verliere, sondern die weitere Entwicklung a b w a r t e. Jedenfalls sei es widersinnig, daß kurz vor der Zeichnung des Antikriegs- Paktes England und Frankreich eine so entschiedene Opposition gegen Amerika beginnen und gerade die SchisfStypen ablehnen, die Amerika am meisten benötigt, nämlich die 10 000- Tonnen-Kreuzer und die großen Tauchboote. 3n Zusammenhang mit dieser Verschärfung der Flöt- tensrage bringen die Blätter eine Meldung der .. Associated Preß" auS England, wonach der Erste Lord der britischen Admiralität, Dridge- man, in Hellefieid (Vorkshive) erklärt habe: ..Kellogg sagt, wir Amerikaner sind Idealisten unk werden den Krieg in Acht und Dann tun. DS ist aber viel leichter, derartige Phrasen zu machen, als sie in die Tat umzusetzen." Aus aller Welt. Drahtlose Kilmübcrtragung. Soeben kommt di« Meldung aus Pitts- t. bürg, daß zum erstenmal in der Geschichte des .Films di« kinematographische draht- ' I o f e Filmübertragung von einem Laboratorium nach einem zwei Meilen entfernten Empfänger geglückt fei. Aller Wahrscheinlichkeit nach find di« Experimente von der General Electric-Lompanie gemacht worden, die einen außerordentlich guten Rus genießt und wohl auch die Gewähr für die Richtigkeit der Meldung gibt. Vorläufig bleibt es natürlich abzuwarten, welcher Art die Pittsburger Versuche und Er- aebnisse find, denn im Augenblick liegen noch feine Einzelheiten und näheren Berichte über diese neueste Erfindung vor. Amerika hat ja allerdings in der jüngsten Zeit aus dem Gebiete des Fernsehens bemerkenswerte Experimente mit ebenso bemerket ts werten Erfolgen ausgesührt. aber cs sind auch in England ähnlich günstige Erfolge erzielt worden und Amerika. England und Deutschland haben im Wettstreit um den Sieg und die Lösung des Problems der Filmuber- iragung gekämpft. ßieichtzmicter-Dagung in wilhclinsßaveii. Der Reichsbund deutscher Mieter faßte auf feinet diesjährigen Tagung am Sonntag eine Entschließung, in der folgende Forderungen gestellt wurden: 1. Ablehnung jeder nicht unbedingt nof- wendiaen MietSerhöhung 2 Volle Verwertung der HauSzinSfteuer für die Zwecke des Wohnungsneubaues. 3. Öcnfung der gesetzlichen Miete auf 100 v. H. Der FriedenSmiele. 4. Senkung der Reubaumieten auf die Höhe der gesetzlichen Mieten. S. Schaffung eines sozialen Miets- und WohnungSrechtes. 6 Ungeschnlälerte Aufrechterhaltung deS Mieterfchutzes biS zum Inkrafttreten des sozialen Miets- und Wohnungsrechtes. 7. Schaffung eines zeitgemäßen M i e t s Vertrages. 8. Ausstellung eines langfristigen Wohnungsbauprogrammes. S. Durchprüfung deS Boden recht es. der Grundstücksbesteuerung, der Besteuerung des Renten- und des Wertzuwachses und des HypothekenrechteS. 10. Ausdehnung deS Systems der Laienbeisitzer bis in die höchste Instanz und 'Be- stellung von Mietsvertretern für den Reich«. Wirtschaftsrat. Proseffor Hoetzsch in Amerika. Reichstagsabgeordneter Professor H v e y s ch ist mit Gemahlin an Bord des Lioyddampfers „München" :n Reuyork ehvgetroffen Er wurde am Pier vom Generalkonsul v. L e w i n sk i und Konsul Dr. Drechsler empfangen. Professor Hoetzsch reist« sofort nach Williamstown ^Massachusetts) weiter, wo et am ?Ibcnt» vor dem Institute of Pviitics seinen ersten Vortrag über die innere und äußere Politik Deutschlands hielt. Dem Dortrag wobnien zahlreich W-Nen- schnstler und Diplomaten, darunter audi bei deutsche Geschäftsträger Dr Ätci frei prr Hoetzsch behandelte in seinem Vortrno, d ' e W o OieWilnaerLegioncirskundgebung Oer friedliche pilsudski — Enttäuschung in polen. — Dor dem Genfer Korum Bon unserer Berliner Redaktion. Berlin. 14. Aug Die Demonstration der politischen Legionär« in Wilna ist durchaus srird- ltch berlaufen. Richt «in« der seit Wochen durch bie europäische Presse gehenden pefsimifti- schen Voraussagen hat sich erfüllt, selbst die Rede Pilsudski« war maßvoll und zeichnete sich durch chren zurückhaltenden Ton aus. Wie man hört, soll sie in Polen eine allgemeine Enttäuschung Hervorperufen haben, aber sicherlich nur in den Kreisen, die sich schon auf einen Uebetfall auf Ltauen eingerichtet hatten. Dennoch wollen wir auch nachträglich mit der Feststellung nicht hinter dem Berg halten, daß die Situation im Osten tatsächlich außerordentlich bedrohlich war. Rur den vereinigten Bemühungen aller Mächte ist e« gelungen, die Kownoer Regierung zur Ruhe zu bringen, so daß dem lexht erregbaren und sehr empfindlichen Pilsudski jeder äußere Anlaß genommen war, sich über irgendwelche litauischen Ausfälle zu empören und zu Drohungen zu schreiten, deren Derwirklichung sich angesichts der zusammen- gezogenen Divisionen und der aufmarschierenden t\g:onärc dann Nicht mehr hätte verhindern lassen. Aber auch die diplomatischen Dorstellunaen in Warschau, den Frieden im Osten nicht zu stören, sind von Erfolg begleitet gewesen. Hier sieht e« allerdings so aus, al« ob der Völkerbund den Polen em Opfer bringen mußte. Wie erinnerlich, hatte vor einigen Wochen die Regierung in Kowno den Völkerbundsrat telegraphisch aufgefordert, feine Aufmerksamkeit dem litauisch- polnischen Konflikt zuzuwenden und Maßnahmen zur Sicherung der litauischen Grenze gegen polnische Hebelgriffe zu ergreifen. Die Polen haben daraufhin in einer Rote sofort alle kriegerischen Absichten abgeleugnet. Für den Völkerbund ergab sich nun die wenig angenehme Situation, der Forderung einer Ration, die um feinen Schutz bat, nachzukommen, dadurch aber Pilsudski zu verärgern und ihn womöglich zu Schritten zu veranlassen, die gerade vermieden werden sollten. Man einigte sich schließlich dahin, eine Untersuchung, die gegen Polen hätte gerichtet werden müssen, abzulehnen. Warschau scheint mit dieser Lösung zufrieden gewesen zu sein und versprochen zu haben, Qitauen in Ruhe zu lassen. Dieser Dersprechen ist jetzt durch den friedlichen Verlauf der Wilna-Kundgebung erhärtet worden, so daß es für den Generalsekretär des Völkerbundes ein Leichtes war. im Auftrage des Rat-Präsidenten die litauische Forderung abzulehnen. Der Frieden im Osten ist also zunächst so weit wiederhergestellt, daß im Herbst versucht werden kann, vor dem Forum des Rates in Genf eine Einigung übet die schwebenden Konflikte her- beizuführen. Bleibt alles beim alten, geht man also ohne bindende Abmachungen nach Haufe, dann werden wir im Winter wieder erleben, daß von Kowno aus gereizte Töne cdüngen, daß auf der polnischen Seite die Grenzposten verstärkt werden und Warschau eine drohende Sprache führt und letzten SndeS alles wieder von einem unmittelbar bevorstehenden litauisch-polnischen Krieg spricht. Genau wie im vorigen Jahr. alS sich die diplomatischen Vertretungen In Warschau und Kowno entschließen muhten, zur Beruhigung der aufgeregten Gemüter ihre Militär- attacheeS an die Demarkationslinie zu entsenden, die dann mit der Feststellung zurückkamen, daß nirgends Kriegsvorbereitungen wahrzuneh- men waren. Oaweönormaljahr und Reichseiat. Don unserer Berliner Redaktton. Berlin, 14. Aug. Wie wir bereits berichtet Huben, sind die Arbeiten um den Etat für das tommenbe Rechnungsjahr in vollem Gang. Gewiß läßt sich heute noch nicht überblicken, wie dieser Etat im einzelnen aussehen wird. Man muß sich aber schon jc(»t vor Äugen halten, daß in Anbetracht der Tatsache, daß mit dem kommenden Jahre auch das erste normale Dawesjahr beginnt, eine Belastung für den Etat vorhanden ist, die allen Grund zu einer ernsten Betrachtung abgibt. Entgegen der bisherigen 1247 Millionen Mark Reparationsleistungen hat das Reich im kommenden Haushaltsjahre von den 2,5 Milliarden Mark Reparationsleistungen des ersten Normaljahres, selbst nicht weniger denn 1540 Millionen Mark zu zahlen, also ganze 300 M i l l i o ne n Mark mehr als im verflossenen Jahr. Diese Tatsache muß außerordentlich bedenklich machen. Denn selbst der größte Optimist wird es heute noch nicht wagen können, für diese Ausgaben eine Einnahmesteigerung Voraussagen zu können. Im Gegenteil, die heutige Wirtschaftslage, die der Konjunkturperiode gefolgt ist, läßt alle Gründe für eine Besorgnis offen. Es ist deshalb keineswegs falsch, schon jetzt eine BerringerungderEin- nahmen zu prophezeien. Hinzu kommt noch, daß das folgende Haushaltsjahr der Ueberschüsfe entbehren muß, die das Jahr 1927 in Höhe von 125 Millionen Mark in den laufenden Etat einstellen konnte. Ferner hatte der Reichsfinanz- minifter für den laufenden Etat noch jene Mittel zur Verfügung, die sich aus der Prägung der Reichsmünzen im vergangenen Jahre ergaben, und die bereits jetzt auf 175 Millionen geschätzt werden. Wie doch die Einnahmen aus den Steuern und Zollen im kommenden Jahre fein werden, läßt sich ebenfalls nicht überblicken. Man kann jedenfalls ohne allzu gewagte Schätzung schon jetzt sagen, daß, wenn nicht neue Einnahmequellen erfaßt werden oder wenn nicht ganz bedeutende Abstriche am neuen Etat gemacht werden können, der E i n - marerBerfofsung. die Stellung bes ReichS- präfidenfen und das Verhältnis des Reiches zu den Ländern. Professor Hoetzsch. der bereits vor 21 Jahren in Amerika über Derfasfungs- fragen laS. wird in weiteren Vorträgen da- deutsche Parteiwesen, deutsche Berfassungs- und Berwaltungsfragen, sowie deutsche innen- und außenpolitische Probleme behandeln. Srilisch-Deutsche Iheologenkonseren,. Auf der W o r t d ur g nahm unter dem Vorsitz von Geheimrat Ilniversitätsprofestsor 0. Deitz, mann (Berlin) die zweite Britisch.Deutsche Theo- logen-Konserenz ihren Anfang, die von der auf der Stockholmer Weltkonferenz eingesetzten Kommission für ökumenische Zusammenarbeit der Iheologiepro’ sessoren einberufen ist Mitglieder der Konferenz sind von deutscher Seite die Univerfltätsvrofessoren D. AHHaus ((Erlangen), Dr. Fr i ck (Gießen), D. Kittel (Tübingen), D. Schmidt (Senat, D. Vollrath ((Erlangen), Lic Sosse (Berlin), von britischer Seite der Dekan von CEanterbum, Dr. Bell, Pros. Canon Crek (Cambridge). Pro- fessor Dr. MickIem (ftongfton, Kanada), Reo. Sir E. Hoskyns (Cambridge), Reg. Dr. M ozIen, Dr. Rowlinson (Oxford), ferner der schwedifche Professor D. Aulen (flunb). Als Gast nimmt an der Theologenkonferenz Erzbischof D. Söder- b l o m (Upsala) teil. Rach Begrüßung der Teilnehmer durch die städtischen und kirchlichen Br- borden fand am Sonntag in der Wartburg-Kopelle ein Crosfnungsgottesdienst statt, beb Landesober. Pfarrer D. Reichordt hielt Das Thema, das die Konferenz eine Woche lang beschäftigen soll, ist bie ..Christologie". Glückwünsche an den Reichspräsidenten. Anläßlich des Vcrfasfungslooe« hat doe Herr Reichspräsident Glücnvunschte leg ramme von dem Präsidenten der Vereinig- t« n Staaten von Amerika, dem Schah von Persien, bem König von Aegypten sowie den Präsidenten von Columbien. Bolivien imb San Domingo erhalten' Der Herr Rclchsprättdent hat den vorgenannten Staatsoberhäuptern telegraphisch seinen Dank übermittelt Die ft eiben lot eines blinden Knaben Ein imgarilpes Blatt berichtet über die Rettung «mes Ujäbngen Knaben au« Ertr^nkung-- getabr durch einen anderen blinden nohmeausfall sich auf f a ft J Milliarde belaufen wird, wogegen die Ausgaben in Anbe- tracht des Dawesplanes um 300 Millionen steigen. Run wäre es verfohlt, in verzweifelter Stimmung au sein. Damit saniert fein Kaufmann fein Geschäft. Trotzdem muh mit allem Rachdruck auf den Emst der Cape hingetoiefen werden. Das Reparationsproblem ist damit nicht nur zu einem Geschäft geworden, es bildet sich immer mehr zu einer höchst vordringlichen Aufgabe des deutschen Volkes heraus, die für feine Existenz von eminent wichtiger Bedeutung ist. Das Dawes- normaljahr ist untragbar. Das muß mit aller Schärfe betont werden. Diese Milliarden lassen sich auch beim besten Willen des deutschen Bolles, und der ist in den vergangenen Jahren doch zur Genüge bewiesen worden, nicht aus Deutschland herauspressen. Denn die Tlc- parattvnsleistungen bedeuten nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern vor allem auch eine Schwächung der deutschen Wirtschaft, die wegen dieser Entziehung der Finanzmittel nicht in dem Umfange arbeiten kann, wie eS notwendig wäre, um den finanziellen Anforderungen, wie sie der Etat, die wichtigste Fi« nanxforberunfl überhaupt, an Deutschland stellt, genügen zu können. Andererseits müssen wir uns m Deutschland natürlich darüber klar fein, baß gerade das kommende Jahr, wenn es nicht wider alles Erwarten zu einer außerordentlich starken Belebung des Wirtschaftsmarktes kommen kann, die größtmöglichste Sparsamkeit nach jeder Richtung hin erfordert. Der Haushaltsplan, der noch nicht fertiggestellt vft. wird in allererster ßinie dies zu berücksichtigen haben. Und auS diesem Grunde dürfte eS auch für die einzelnen Refforts nicht ganz leicht sein, ihre Voranschläge zu treffen. Die Lage ist jedenfalls cmft und es kann nur der ernste und einheitliche Wille aller über die schweren Finanzsorgen hinweghelfen. Knaben. Der Gerettete, der Sohn eine« Budapester Kaufmannes, konnte nicht schwimmen tind wurde, alS er in der freien Donau badete, von den Wellen fortgeriffen. Sin am Ufer befindlicher blinder Junge wurde auf die Hilferufe aufmerksam und schwamm in der Richtung der Hilferufe dem Ertrinkenden zu SS gelang ihm, nach einem schweren Kampfe mit den Wellen, mit dem Geretteten da- Ufer zu erreichen Die Tragik eine» Kinderwunsche». Bei einem Besuch im AugSburger Haupi- krankenhauS hat der Generaldirektor her Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, Dr. D o r p m ü l l e r. jedem tkr Schwer- und Leichtverletzten eine Aufmerksamkeit zugedacht. Das achtjährige Söhnchen des in Dinkelscherben tödlich verunglück:en Ärtcge- invallden Wiedemann, dem durch das Eisenbahnunglück nicht nur schwere Kopf- und Gesichts- verletzungen zugesügk, sondern auch der rechte Unterarm abgenommen werden mußte erbat sich eine Eisenbahn — zum spielen Dr. Dorpmüller ließ dem armen Kleinen sofort eine ..hölzerne" Zugsgomtnir überweisen. vruch eine» u I a aus Solingen, als er auf seinem Motorrad« einen anderen Motorradfahrer überholen toettte, in dne aus entgegengcfelfter Richtung kommende Gruppe Radfahrer. Schulz und seine auf dem SvziuSNtz sitzende 14jährige Sttri- rochier stürzten, ebenfo ein Radfahrer und eine Radfahrerin. Alle vier wurden schwer verletzt. Schulz und seine Stieftochter starben auf der Fahrt zum Krankenhause, die Radfahrerin nach mehreren Stunden, während der vierte außer Lebensgefahr ist. Esn Auto In einen Fluß gestürzt. Bei SorboUano^anto (Korsika) ist ein Auto aus 40 Meter Höhe in einen Fluh gestürzt. Bon den sechs im Wagen befindlichen jungen Leuten waren zwciaufderStelletot, zwei wurden schwer und die beiden anderen leicht verletzt. Schweres voot»ungiück in Kiel. Auf der unteren odjroenttne ist das Motorboot „A l i c e" infolge Ucberlaftung gekentert. Die „Alice", die nur acht Personen befördern darf, hatte 21 Fahrgäste an Bord, die, wie auch der Zuhrer de» Bootes, angetrunken gewesen sein ollen. Dorn Linienschiff Reffen* und von ter HafenpoNzei wurden die meisten der ins Was. er Gefallenen sowie auch bas Boot^g o r g e v . doch sind der Heizeraefreile Schuseil vorn Linienschifs „Schleswig-Holstein und der Schtsssbarbier IRumtl vom Linienschiss „Hessen" ertrunken. Ihre Leichen wurden geborgen. Der Führer der Bootes wurde verhaftet. 400 Morgen klumenkohl vernichtet. In den Erfurter Blumenkohls,l- dern. die mit einem Gesamtumfang von 1600 Morgen die größte Anlage dieser Art in Deutschland darstellen, Hot die sogenannte K o h l s ch a b c ungeheuren Schaden angerichtet. Etwa 400 Morgen oer Felder sind völlig vernichtet. In tan anderen Gebieten ist rin großer Teil der Anpflanzungen unbrauchbar geworden. Das Auftreten dieses Schädlings, das durch die Hitze im Juli begünstigt wurde, ist seit vierzig Jahren nicht mehr fcßgestellt worden. Den Erfurter Züchtern ist bisher ein Schaden von über einer halben Million Mark entstanden. Start eine» poslflugzeugcs von Borb eines Wllantlf- dampfer». Born Deck des Dampfers .Isle de France" Theg, o>ls dieser noch 450 Meilen von der Quo- ranläneftation Reuyork entfernt war. ein Postflugzeug auf. das f ast einen Tag vor bet Ankunft des Dampfers an der Ouaran- täneftation rintraf. Die franzölifche D^mpserlmi« will durch Flüge dieser Art die Zustellung wich- Hger Postsachen allmählich um 24 Stunden beschleunigen. Das Millioncnvermögen Löwensteins „Cvening News" erfährt, bah der l'elgifche Fi- nanzmann Löwenstein, ber durch leinen Absturz aus feinem FlugAcug den Tob gefunben hat, a ch t Millionen Pfund Sterling (160 Millionen Reichsmark) hinterläßt, die zu gleichen Teilen seiner Witwe und seinem Sohne zu fallen sollen. Löwenstein soll in den letzten drei Wochen vor feinem Tode ungefähr 12 Millionen Pfund Sterling verloren haben Leichtsinniges Hantieren mit einem Tcsching. Ein in Reubchen (Schlesien) zu Besuch weilender fünfjähriger Knabe aus Berlin spielte mit einem geladenen xddjing. Hierbei löste sich der Schuß, und die volle Schrotladuna ping dem H j ä f) r i g c n einzigen Kinde seiner Wirtvteute in den Unterleib. Trotz sofortiger Operation im Möhlauer Krankenhaufc ist dar Kind an den furcht baren inneren Verletzungen gestorben. (Eine Riesen-Geheimbrennerei ausgehoden In einer ehemaligen Schweinemästerei i n Berlin-Lichtenberg wurde von Beamten der Zrilfahndungsftelle Berlin - Brandenburg eine der größten Gcheimbrennereien ausgehoben, mH denen die Zoilfahndunosstelle je au tun gehabt Hot. Drei der Beteiligten wurden verhaftet. Ein vierter wird noch gefucht. Oie Wetterlage. Montag, f?Lnugu$t1928,y',aPfls. IW t)«Wttn«os.O f-tnr». e-eri! ••tHW < Klnet * «rieM'« • K jrt» 6’;htrf Oi\ Sveiidvtn q nereethti »» fiieecn «n 0* eee«* riattvea ineeedt« ti* ,evei e t fe*prr«ivf «.*** Orw «a #*•«*« »uf Meer«i* »ree vr.utrWtn"' UOnM Vcttcrvoi AdQiagc. Heber Mitieleuropa Ist der Luttdruck etwa« an- gestiegen, so daß die englische Stteomzyklvn« werter stationär qrtKicben ist. Dos flache Hochdruckgebiet -scheint jedoch wieder abzuziehen. Somit gewinnt das Ties in unserem Gebier an Raum und wird erneut BewöVung mit vereinzelten Riederichtägen bringen Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, später bedeckt, wärmer, vereinzelt Rie- derfchiage Witterungsaussichten für Ton« n e r 0 t a g Immer nvch unbeständiges Wetter. Lufttemperaturen am 13 August: mittags 17,2 Grab Celsius: abends 15R Grad Celsius: am 14 August morgen* 12,6 Grab Celsius. Maximum 16,2 Grab Celsius, Minimum 11,6 Grob Celsius — (Frbtcmperaturen in 10 cm liefe am 13 August: abend» lä Grad Cetsiu»: am 14. August: morgen» 16,6 Grad Cristus. Aus 6er Provinzialhauptssadt. • lehn Den 14. August 1928. tßieber in btn Gielen. ^tvrnrnf*' 7lk-nn man da» 'o tfrercitf* numat unb fe* in dnt poetisch Irin k>Umbe Ötimmunfl b'neinfMflert. dann wäre da» 5m, nicht» nu letzen nichts an hören von den mrfen Dingen, die lonft auf ihn Hnftürmtn. Dieder ein anderer bedurfte de» Bads und (edle dort nach den Vorschrift«, de» Arztz» Und tn« Jugend? 3a, die erwartete vielleicht noch diel mehr. Und die Ferien waren doch euch Tkfre-.ung von Schulzwang. Gröff- nunfl de- wetten Gebiet- der Spiet« und des ungebundenen Treibens and Streifens in Dald und Flur. „ Biee Hoffnungen haben uns In kn« Ferien tzrneinbeg'.eUet. Mannigfaltige Vorbereitungen galten ihnen. Unendlich lang dehnten lie !lch. ai« he noch vor den erwaNenden Blicken lagen. Ader überraschend itand man mitten drin. Auch die ertten Lage und Dochen verzögerten fcheinbar -bren Vuu' 3u4 dem grohen ÄrmJ bet be» Lage schöpfte man unbedenklich Doch nicht lange. To änderte sich bas Bild: man begann d.e Lage »u W® Noch fo und fo diele. Nun galt e». den Lagen gewaltsam zu ent- rechen, wa» lie - wieder scheinbar - nur wider- wrtlig geben wollten. Dieser unb jener Plan muht, oulgegrden werden, weil er sich au» Mon- gei an 3eü al» undurchführbar erwies Dre knapp gewordene Zett widersprach dem unb fenem Ziele Unb die Zahl der unbeschwerten Loge schrumpfte immer weiter ein. Noch vier, noch dre- Lage Jetzt auf einmal Loderten die Ferien ihr Gesicht Auch der Ferienaufenthalt nahm ganz andere Züge an. Dar man anfangs mit allem zufrieden, schränkte man feine Ansprüche unb Dünsche em. um die schönen Tage nicht zu trüben, fand man die Natur „reizend, herrisch", nun begann man, alles in einem andern Licht« Lu letzen, überall entdeckte man Eigen schoflen, btt einem unbehaglich und unangenehm waren. Der umgebenden Landschaft war man überdrüssig geworden, fo etwas toi; geheime Sehnsucht regte sich In einem, bie Gedanken eilten immer wieder nach Hause, liefen dem Zug voraus, der einen heimtragen würde. Ungeduld ersahte Hnen. Unb endlich war man so weit, bah man nicht nur heimwärts denken, sondern auch heimwärts fahren konnte und muhte. Unb nun — nun steht man wieder vor seinem Arbrilstifch, hinter seiner Maschine, ha» wieder Aufgaben unb Pflichten, Aeraer, — aber auch Freude Freude an dem rüstigen Schaffen, der Lag Hal wieder fein Ziel. Mag er Mühen auf- . liegen und Lasten man findet sich doch wieder im vertrauten, gewohnten und — gestehen wir 's offen liebgewonnenen Areife. Unb fühlt 'ich wohl habet Döhler vielleicht als In der 5«me, die einem fremd geblieben ist, so sehr man sich auch an ihr ’reute. So entdeckt man dann wohl auch, bah da» Dort „ Jn den Sielen" gar nicht den Unterton hat, den man ibrn meist beileg! nicht den Ton von Last, die lästig ist, Tonbern T Doch nein, diese» sondern braucht keine weitere Griäuterung. S. Unser neuer Vornan. 3n der morgigen Ausgabe unsere» Vlattes toerben wir mit der Veröffentlichung eines neuen großen Nomans besinnen, dessen VersaNerin unteren Lc'ern seit langem wohlbekannt ist unb bereu früher im .Gfotzener Anzeige^ erschienene Arbeiten stets den ungeteilten Beifall einer a roh en Leseraemeinde in Stadt und Land gefunden habens wir CKaen daher die Hoffnung, dah auch dieses neue Derk „Vtrhängnisie" von Lirsbet vill. lich seinen zahlreichen Vorgängern würdig an- reiben und brr beliebten Autorin neue Freunde zuführen werde. Der Kontor vereinig« m (ich alle Vorzüge unb schützenswerten Eigenarten des Aomanstrl» der Lies bei Dill; mit lebhafter Teilnahme folgt man dem hier vor unseren Augen Tkb ausbreitrnben Schicksal einer schönen jungen Frau, mit wachsender Spannung sieht man die seltsam ineinander reitocbcncn Vegebenh.rten einer inwnlrinr baren Lötung zutreiben. Hier ist ein Nom an. der Phantasie und Setzen s wahTheit, •erabUnige Gntwickluna unb innere Nun düng in sich vereint -: wir sind überzeugt, dost er unseren Lettinnen unb Leser» willkommen ist. taten für Mittwoch, IS August Ssnn,naufgang < 45 Uhr, Sonnenuntergang 19 25 Uhr — TVenbaufWd"fl IM Uhr, Donbunteranng 19-51 Uhr 168A König Friedrich Wilhelm I. von Preußen in Berlin geboren; — 1740: der Dichter Matthia» fflaubtu» in ssteinfeld geboren; — 1769 tapeleon I. in Ajaccio geboren. — 1771: der englische Dichter etr Walter Scott in Edinburgh geboren Wirfocitcr «Locdcumnrttprcisc Gs kosteten auf dem heutigen Dvchenmarkt bas Pfund Butter l«0 bi« 200. Matte 30 bis 35. Jtäfe (10 Stück, 60 bis 140. Wiking 15 bi» 20. Weihtraut 15 bt» 20. Notkraut 25 bis 35 gelbe Nützen 15 bis 20. rote Nützen 15 bl» 20. Spinat 30 bis 35. NömifchfoV 15, grüne Dohnen 20 bis 30. gelbe Bohnen 30 bis 40. Unter-Kohlrabi 10 br« 12. Grb'en 40 b\t 50. MckchgemÜ'e 15. Tomaten 30 bis 60. Zwiebeln 17 bis 20. Nhabarber 15 bis 20. Aartoffeln 6'. bis 8. Frühäpfel 40 bis 60. Falläpsrl 10 hi» 15. Birnen 25 tzts 40. Herbei beeren 65 bi» 70. Zohcnri »beeren 50. Pflaumen 30 bis 40. Mirabellen 45 dis 60. Neine- ttauben 35 bi» 60. junge Hähne 100 bi» 120. Sutzpentzühncr Kto bi» 120. Pfirsiche 70 bi» 120, das Stück (Ster 14. Blumenkohl 20 bi» 100. Salat 10 bi» 30, Salatgurken 20 bi» 40, Ginmachgurken 4 bi» 6, Ober-Äofrkabi 5 bis 10. Nettich 10 bis 20; das Bund: Na di eschen 10 bi» 15 Pfennig Bornotizcn. — Zageefalenber für Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofftrahe: ,^im L»ru»zug". — 71(10- rlo Lichtspiele: „finalen* LU. Don der Landes-Universität. Zum Nachfolger de» zum Wintersemester 19M 29 emeritierten orbentl. Prosestor» für Pharmakologie, Geh. Med.-Not Dr. Jul. Geppert ist der ordentliche Professor an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, Dr. Fritz Hildebrandt, ernannt worden. ee Jubiläum des Hessenbundes. Die Vereinigung der hes'ischen evangelischen männlichen Jugendbünde, her fopenanntc Hcsfenbund, feierte am Sonntag das 2ojäbrige Bestehen In Darmstadt. Die Feier begann mit einer An Kurvendes ingen Jn der Stadtkirche hielt Pastor Le Seur «Gtsenach» die Festpredigt Oberkirchenrat Zentgraf weihte dos neue Banner de» Aeffen- hundes Daraus zogen die Vereine des Hessen- bundes in bie Turnhalle am Woog-Platz zur akabemrschen Feier. BundesvorfitzenlXr Pfarrer Page ^TDetfenau) begrüstie die Erschienenen unb gab ein Bild von der Arbeit des Helsenbundes, der politisch neutral, vaterländisch gesinnt und fest verankert ttn evangelischen christlichen Glauben. sich vor allem erzieherische Ausgaben stelle. Dr Dahlem überbrachte die Grütze des Prälaten Diehl, Schulrat Hasfinger übermittelte Grütze des Staatspräsidenten Adelung. Nachmittags bewegte sich der Zug der Fest testnehmer vom Schwimmbads latz zum Sxerzierplatz. wo sportliche Vorführungen, Spiele, Tänze und musi- kaliTche Darbietungen den Tag beschlossen. ee Hessisches Sängerbundesfest 1929. 3m kommenden Jahre findet In Darmstadt das zweite Hessische Sängerbundessest statt. Das erste vängerbundessest fand, wie erinnerlich. 1926 in Main» statt unb bereinigte damals 12 500 Sänger Dos zweite Fest dürfte über 30 000 Sänger zusammenführen •• Fahrplanverbesferungen bei der Neichsbohn. Mm bei dem Pz. 4159 werktags nutzer vor Sonntagen da» Mmsteigen der Neisenden in Beienheim zu beseitigen, treten vom Montag. 20. d. Mts an Nachredenbe Fahrplanänderungen in Araft: Pz 4159 Friedberg— TLbba verkehrt an allen Werktagen zwischen Friedberg und Nidda Friedberg ab 18 *3. Nidda an 19.49. Pz. 4161 werktags außer vor Sonn- unb Feiertagen verkehrt 4 Minuten früher. Friedberg ab 17.18. Schzell an 17.59. Pz. 4261 Friedberg—Hungen verkehrt täglich nach folgendem Plane: Friedberg ab 18.57. Hungen an 19.52. ' Männliche Leiche gefunden. Heute früh 5 Mhr wurde unterhalb des Gictzener Friedhofes bei Block Nodtzerg. Strecke Gießen - Lollar, eine männliche Seiche aufgefunden Der Kops des Lei^iamS war bi» zur Unkenntlichkeit ix?rTtummelt. Der Tote konnte bis zur Stunde noch nicht ibentifytert werden. **Verkehr»fünder Das Hessische Polizei- aml test mit: Jn der Zeit vom 1. bis 31. Juli 1028 find fo.oende Anzeigen aegen Fahrzeugführer bzw Kraft-' und Aadsaprer wegen Zu- Soniincrkur (Ur 5to4eJ Nervenkranke u Nervo» Erschöpfte Iperialkeraailalllefhele im Tau» bei Frankl, a. M. — Proip- ktc durch Dr. M. Schulxe-Kahleyse, Nervenarzt. totberbanNunflen gegen veetehrspoltzetNche Bor- schriftcn erhoben worden 2* Anzeigen wegen Fahrens zur Lach: »et ohne hellbrennende Laterne 6 wegen Fahrens auf Büraerstetgen. 16 wegen Fahrens mit übermäßiger .btri-ung- feit. 10 tpeoen Fahrens ohne die rechte Siratzen- feite efr.iubollen, 7 wegen Fahren» durch g<- ’perrte Straßen, und 62 wegen sonstiger tfu- w,Verhandlungen in verkehrspolizcillcher Hinfich« : r j f. c n < p < r t u n g Otzerheffikchen Xutemobtl-Wub 3.7V (A. v D ). Sictzen. Qfc Verden gesperrt für ckkle F ihrzeuge bw Strecken. Dreuscheld Schönbach un Stratzen- zug Harger Breittcheck» Drirdvr> Löh'»l-erg 11 August bis 1 September 1923. Umleitung über Güsternho!n Linge'tzach -Gehau» im ©traben- zu« Alsfeld N.eder-Aula-Hersfeld bl» 25. 21 tgufi llmtfituna in der 2l:'rd Hoelscher unb dem Bildhauer Well Habicht In Darmstadt zuerkannt Nichard Hoelscher wurde im Jabrv 1867 In Alsfeld tObtr- heslen) geboren Jn den Museen In Darmstadt. Bielefeld, Kastel. Gießen und Tvorm» steh« eine ansehnliche Jabl seiner Gemälde zur Schau, staatliche Gebäude und Schulen weisen Wandbllder von ihm auf und zahlreiche Ukrfr befinden sich In deutlchein und engli'chem Privatdeft». - Tvell Habicht wurde 1S84 als Sohn eine» Apotheker# in Oberstein an der Nahe arlmren Jn Darmstadt unb In ander» Städten schul rr Ukrfllmitten für künstler sche Holzarbeiten, bi« für ähnlich« Unternehmungen in Deutschland und selbst tn der Schweiz vorbildlich mürben 1921 wurde ihm bie Leitung der Keramischen ManusoNur in Darmstadt. 1923 b»e Ginrichtung und Veituna einer ähnlichen Keramischen Manufaktur In Grotzen- Clnbcn bei Gießen übertragen 7km seinen Blld- hauerarbeiten befinden sich zwei grötzere Werke in Oberbcffen. das Vul«chrn auf der Gan» ui Bad-Salzhaulen. die Kalksteinllaur einer sitzenden Frau In Bad-Nauheim. Die Frauengruppa .Begegnung" ist In Privatbesttz in Langen Hochfchulnachkichten. Der Wiener Historiker Prvl Di Heinrich v. Srl'ik bat den an ihn ergangenen Auf aus den Vrhrftubl der Geschichte an her Universität München a'.S Nachfolger H. Duden» abgelebnt. — Ikr Privatdozent, Diplomkaufmann Dr Georg Scheller von der Universität Frankfurt a. TH., hat den an th» ergangenen Nus auf da» Hanniäfiifle (Irtraorbinariat für da» F^ich der Botrieb»toirtschaflslehve an kte Handelsbochschule Nürnberg angenommen. Der junge Prolessor wird seine Lehrtäliglctt tn Nüniberg mit dem Wintersemester aufnetznien, aber auch die tn Frankfurt a. M. angekündigten Tlorlesungen übee .Kaufmännische Werbelehre" und über .TDaren» 60^1»betrieb»lehre noraussichtlbch abbaUen. ■r Präfident der tlchechollomakilchen Nepublik ernannte den außerordentlichen Professor an der Universität tn Köln. tk. phil. ÖinbtPorff b Km orbkittfleben Prvsessor der Pbviiologse an r philosophischen Fakultät der deutschen Unl- berfitat in Prag Ferner wurde» der autzer- ordenlliche Professor an der Technischen Hoch- fchule in S t u 11 o a r t. Kurt Braß, zum ordentlichen Prosefsor für chemische Technvlogte der organischen Stoffe, und der Privatdozent der Tech- ntzcheii Hod)ichule in Dovfung bet Schanghai. NegierungSbaumeister Dr Alsred Bun tra. zum ordenllichen Professor sür Wasserbau III an bee Technischen Hochschule in Prag berufen. berliner Börse. Berlin, 14. Äug (WTB. Funkspruch t Nach Ucberminbung de» Medio Ist auch hcure da» Gefchöft nicht lebhafter. Die Stimmung ist abwartend sturse sind kaum ;u hören Interesse scheint nur kstr Nurn ä n e n zu bestehen, die auf bie Berliner Verhandlungen schon gestern festlagen. Farben nennt man 270 (310. | Mietgesuche | 1 bis 2 Helle Räume für Werkstatt geeig^ m. el. V. Nähe Block- straste, sofort nef. Schuhbaus Waldichmidt. Bekankttmachnng Bctr.: Stadtverordnetcnwahlcn. Die Stadtwahlkommission hat in ihrer oifounfl vom 6. August 1928 sestgestellt, daß nod) Artikel 57 des Geseßes über die Wahlen für Gemeinden und Gemeinde» verbände (Kreise und Provinzen) Herr Laadgerichtsreoistrator Ernst Rumpf, der dem gleichen Wahlvorschlag, Kennwort: Bereinigte Bürgerliste (Deutsche Lolks» Partei und Deutschnationale Volkspartei) angehört, an Stelle des durch Wegzug ausgeschiedcne^ Stadtverordneten .f)crrn Wilhelm Schulh in die Stadtverordneten. Versammlung eintritt. Die Verhandlung» Niederschrift nebst den zugehörigen Schrift» stücken des Wahlocrsahrens, liegt vom 15. August 1928 an drei Tage lang wäh» rcnd der Dicnststunden auf dem Stadthaus, Bergstraße 2(1, Zimmer Rr. 12, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Fest» stellung sowie gegen den hierdurch be- stimmten Stadtverordneten, können inner halb dieser Frist bei Meidung des Aus- ichlustes, von dep Stimmberechtigten schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Gießen, den 14. August 1928. 73758 Der Oberbürgermeister (Stadtwahl kommissar). I. V.: Dr. Seid. Sonderfahrt zur Pressa In Köln Sonntag, den 26. Angnwt Gesamtpreis einschließlich Eintritt 11.50 Mk„ Anzahlung 6 Mk. Anmeldungen sofort erbeten, spätestens aber bis Mittwoch, 22. August, an Reisebüro Loeb/Gießen/Telephon 396 Vertretung der Hamburg-Amerika-Unle Abfahrt morgens gegen t>-35 Uhr ab Gießen. Ankunft abends gegen 10.15 Uhr in Gießen. Genaue Zeiten werden noch bekanntgegeben. — Man benutze diesen Anmeldeschein. — Ich melde mich hiermit zur obigen Pressafnhrt an: (Hettr, gut erhalt, tannen lato Hweiülrer, steuer- u. fübrerictictnhret, zu verkaufen. (05886 Herd. HaaS, Erdback b. Herborn. Mlen 'Bauplatzl ca.600qm groß, hinter der „Schönen Aussicht* gelegewzuverkausen SchriftL Angeb. unt. 06859 a. d. Giest. AnA. 4—5 Tonnen Benz- Lastwagen 2500 A, 500 ccm Nrdie- Motorrad fast new au verk. 0. Feber, Mühlstr.22, Televh. 1096. ""0 Bonerlüier Gemg verein e. v. Heute abend 20V, Ubr: IBtefleiötglon ön, regelm. ProOeo. 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Str. 62 l abzugeben [06850 Carmol i I ist ganz famos, -■ • dadurch bin ilh mtme । Schmerzen los. 1 7379c Nr. WO Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) vienrtag, 14 August (028 Oie Teilung der Welt. Englands undRuhlands Dorlncgspolitil imKampf um dieVorhcrnchaft inChina. 13on Or. Gustav 2Ro(off, o. ö. Professor der Gefchichle an der Unioersttät Gießen. rafltildx Regierung hat dem beu Heben -^ftfp clr mlsenb. hd# entschlossen. die wichtigsten 3tttn über die auswärtige Politik au» ber Vor- fneg-^eit au verössenlllchen. um damit an ihrem Ir.k auf Ausheilung de» Kriegsurfprung» bet- Autrcgen Zuerst crfdi.cn vor mehr al» Jahre»- leist der Schlutzband. der die Zeit unmittelbar vor dem Äriege. den Juni und Juli 1914. bc» bandelte, er bestätigte durchau» die aus »rund der deutschen und anderen Akten gelvonncnc Anschauung bah Rutziand und Frankreich einen rücksichtslosen Kriegswillen vertreten haben. (Sng- (and sie nicht gemähigt. vielmehr in entscheiden, den Augenblicken anflcfeucrl hat, um die Entente nicht au gesährden Deutschland» Versuch, den Weltkrieg durch Vermittlung zwischen Oesterreich und Rutziand au vermeiden, der in den englischen Akten ebenso feine Bestätigung findet, wie seine Zurückhaltung in den Rüstungen gegenüber Rutz- land und Frankreich muhten demgegenüber fruchtlos bleiben. Jetzt ist nun die engltsche Aktenpublikation svrtgeseyt worden. Cu beginnt nicht tote bte butsche mit 1871. sondern erst mit dem Jahre 1898 weil da mit dem Bestreben der Londoner Regierung aus der bisherigen Isolierung her- auÄAutreien und Anschiutz an Festland»mächte zu gewinnen eine neue tfpodx der britischen Politik beginnt Ob d e englische Aktensammlung für den Historiker so ergiebig sein wird wie die deutsche muh die Forscherarbeit der nächsten Jahre lehren. Man hat bei der Lektüre nicht feilen den Eindruck. bah manche Lücken in den Korrespondenzen der Diplomaten vorhanden lind, vermutlich lind die ossiziellen Berichte hier 4inb da von Privatschreiben mit wichtigen Rachrichten begleitet gewesen, die im staatlichen Archiv feine Aufnahme gesunden haben, sondern im Privalbesitz geblieben sind. Indessen darüber kann erst eine systematische Durchforschung, die viel Zeit erfordern wird, ein sichere» Urteil ge- währen An der Spitze de», ersten Bande» steht ein Versuch Lord L a I i Sb u r y». de» damaligen Leiter» der englischen Politik, durch eine allgemeine Verständigung mit Rutziand, dem bi»herigen Hauptgegner, die internationale Lage gründlich >u verändern China sollte die Grundlage de» neuen Verhältnisse» werden Die nstasiaiische Srage war seit dem lapanifch- chlneslschen Kriege (1894 95) brennend geworden 3m Anschlust an die Eroberungen Japan» hatte Rutziand leine Stellung in der Mandschurei ver- stärkt und strebte offen nach der Besetzung Port Arthur» und Taiienwans (wenig ndrdlich Port Arthur») um eisfreie Hafen al» Endpunkt für die nn Bau begriffene sibirische Eisenbahn zu erhalten. .Frankreich hatte groste Konzessionen in seinem Okkupationsgebiet erlangt. Deutschland hatte Kiautschon briet)f. England seine Stellung im Vangtfetal bereftigt. Alle Mächte bemühten l,ch. dem flelbbebürftiqen China Anleihen zu vermitteln und dabei neue Sicherheiten für ihren Handel und industrielle Unternehmungen zu gewinnen. Den grostten Erfolg hatte einstweilen Rutziand. Von seiner Stellung in der Mandschurei au» konnte c» die Pekinger Regierung am stärksten beeinflussen und die Unterhand- luiigen der anderen Mächte durch Intrigien aller Art stören SaliSbum hegte keinen Zweifel, dast über furA oder lang Rutziand in den Besiy der gewünschten Häsen kommen, dann Peking völlig unter Druck nehmen und Rordchina gegen jeden fremden Handel abfperren werde Prohibittv- politik war ja russische» Prinzip überall, wo c» wie in seinen asiatischen Ländern die au»» schlaggebcnde Stellung belast. Der englische Handel. der vier Fünftel de» gesamten fremden Handel» in China betrug, mutzte durch die Ab» fchliehung fo groster chincsifcher Provinzen schwer leiden, und der russische Einfluh in Peking konnte sich auch im Zentrum der englischen Interessen, in Südchina, unbequem geltend machen. Salisbury boffte, d eien Gefahren durch ein Abkommen mit Rutziand die Spitze abbrechen zu tonnen Die 3eit schien günstig Er wuhte. datz den Russen die deutsche Okkupation Kiautschon» höchst unwillkommen war. da l;e dielen Platz selbst beg.hr» hatten und die Deutschen am liebsten nach Luden, in» englische Interessengebiet gedrängt hatten. Vielleicht waren die Russen in der Verstimmung über da» deutsche Vorgehen zur Annäherung an England bereit Der Lord entwarf den Plan, da» Reich der Mitte in eine russische und englische Interessensphäre zu teilen, im Horben sollte Rutziand in Süden England dre normal» lende Macht (preponderancel haben. der Hoangho. ber nordwestlich Schontung» ins Gelbe Meer mündet, sollte de ungefähre Grenze bilden. Aehnlich folllc c» mit der Türkei geschehen in Türkisch-Afrika. in Arabien und dem Euphrat- ta( südlich Bagdad sollte England», im Gebiet de» oberen Euphrat und M Schwarzen und Aegäischcn Meere» Rutziand» Wille matzgebend sein. Beide Mächte sollten einander versprechen, den beiden al ter »schwachen Reichen nur gemeinsam Rat und Hilfe angedeihen zu lassen, also einander nicht mehr wie bisher au bc» kämpfen, sondern au unter Hüten: c» lo.lte al« Grundsatz angenommen werden, datz bei Meinungsverschiedenheiten die weniger interessierte Macht sich nach der andern richten sollte. Tatsächlich wurden die beiden Reiche dam.t unter britisch- mo-kow tische Vorherrschast gestellt: dem Ramen nach sollten sie zwar selbständig bleiben, aber c» war wenig wahrscheinlich, datz sie gemeinschaftlichen russisch-englischen Forderungen dauernd widerstreben konnten. Lord Salisbury hoffte. Russland werde angesichts der Vorteile diese» Vertrag» auf die Besetzung Port Arthur» und Talicntoan» verzichten und dein englischen Handel in Rordchina keine Schwierigkeiten bereiten. Sr verhehlte sich nicht, datz viele Schwierigkeiten zu überwinden feien. Sv namentlich lag e» in der Konsequenz dieser Politik. auch Persien in gleicher Weise zu zerlegen, und da hätte der nördliche Teil mit Teheran den Russen zufallen müfsen. wa» in London groste» Unbehagen verursachte. Indessen der Lord hoffte, über diese und andere Hindernisse hinwegzukommen. De Verhandlungen begannen m Petersburg (Januar 1898), während gleichzeitig in London einige Minister die Beziehungen zu Ruhland öffentlich besprachen, um sowohl da» englische Publikum auf die Möglichkeit einer Wendung vorzubereiten, wie der russifchen Reaierung den Ernst de« Angebot» vor Augen zu fuhren. Die Anschauungen der russischen Regierung sind nicht mit derselben Sicherheit zu erfassen wie die der englischen, da russische» 2Ölenmaterial nicht zu Gebote steht, aber nach ihren Handlungen scheint von Anfang an dem britischen Vorschlag ablehnend gegenübergestanden hat: e» war eben unvereinbar mit dem Charakter der russischen Politik, in einem Einflutzgebiet eine andere Grohmacht kommerziell auf demselben Zutze zu behandeln. Rutziand fühlte sich ihr in diesem Falle nicht gewachsen. Autzerdem wollte Rutziand seine Vorzugsstellung in Peking, die ja nach der Vollendung der Bahnen nach dem Drohen Ozean noch wachsen mutzte, mit niemand teilen. Allerdings nahmen der Zar und Dras Murawiest. der Minister des Auswärtigen, die Eröffnung bc» englischen Botschafters mit grotzer Freundlichkeit auf und forderten entsprechend der Desamtrichtung ihrer Politik zunächst die Besprechung ber chinesischen Frage: im nahen Orient wollte ja damals Rutziand die Probleme ruhen lassen, bi» e» seine Herrschaft im Fernen Osten fest begründet hatte. Aber über allgemeine Erörterungen kam man nicht hinau». Denn sobald man auf Etn-zclh eiten einging, zeigte sich, datz die russische Regierung unbedingt die Hand auf jene Häfen legen wollte und zugleich scheute hc sich nicht während der freund'chafttichen Verband- lungen n Petersbur i in 'Peking einer ichon länacr ungebahnten deutsch-cnal Ichen Anleihe- Verhandlung in hergebrachter Weife Schw erig- te'.trn jU machen und die Stellung des eng- stfchei Leiter» der chinesischen Zollverwaltung zu untergraben. Au» b'e’em Vorgehen über Da» Sal.tburn au» Peking unterrichtet rurbt g.ng bervor. datz Rutziand i ch feine Schranken m feiner oftafiat fchen Polittl auferlegen wollte 6ah»bum» Wun'ch Jb-.na äusterlich unv rfehn zu erhalten, war ebenfo unerfüllbar w.e der nach gleicher Behandlung des englischen Handel». In London zog man da rau» den Schlutz datz England den Russen in China mit denselben Waffen entgegentreten müsse und liest sich deshalb sobald fre Russen tatsächlich in Port Arthur e.ngeruckt waren (28 März 1898). W a i Hei W a den anderen KriegShafen am De Iben Meer auSi.efern i20. Mai 1898). um dem russifchen Druck in Peking einen Degendruck entgegen- zustetten. Autzerdem liest England sich eine erhebliche Bergrötzerung leine» Territorium» m Hongkong bewilligen. Der erste Versuch einer russifch-englifchen Entente war damit gescheitert, aber er ist lehrreich Er zeigt denselben unduldsamen und osfen'tven Charakter wie die saft ein IabrAehnt später (1907) nach der ostasiatischen Riederiage Ruh.and» zustandegeiommene Verständigung: eine tatsächliche Aufteilung zukunftsreicher Länder unter Rutziand und England, unter Beeinträchtigung der übrigen Machte: wa» hätte a. B. aus ber Bagdadbayn und den sonstigen beut- s e r t u n b c besitzen, und in sechs Tagen rercV* die Passagiere die Fahrt von Dremer- raveck nach Reuyork zurücklegen, während die igentitche Atlantikstrecke in fünf Tagen über» runben werden wird, da» find rund zwölf Stun- .en weniger, als die englischen Riesendampfer »rauchen Heber 100 Millionen Mark Serben Bau und Einrichtung der beiden neuen o^ine erforbern; wenn die beiden Riesendampfer ?r^s,.enRc-cUfn-<;bnicn.- wird der Rorddeutsche '* * un9rfQbr über dieselbe Gefamttonnaqe wie V ■ Ä.ric9c Pcriügcn. kr «Orttolttoe etoni ba« TBagniS untenrom. men, neue Riesen-Pasfagietchampfer in den Verkehr zu stellen: biS in die letzte Zeit war man nämlich in deutschen Fachkreisen ber Ansicht, datz die grotzen Schiffahrtsgesellschaften immer mehr dazu übergehen würden. Schiffe von ungefähr 20 000 Tonnen zu bauen, dafür aber gröberen Wert auf die Schnelligkeit eine» Schiffe» zu legen. Inzwischen hat e» sich aber herausgc stellt. datz gerade die riesenhaften lufuriöfen Ozeandampfer vom zahlungsfähigen PubNkum bevorzugt werden, die grotzen ausländischen Gesellschaften begannen wieder mit dem Bau von Vrohschissen. und der Rorddeutfche Lloyd muhte dieser Vorliebe de» Publikum» Rechnung tragen, um nicht in» Hinter» treffen zu geraten. Das grötzte Schiss besitzt noch immer die arnerikanifche United States Line: den .Lepiatha n", ber ein Schiss von fast 60 OCO Tonnen ist ör ist au» dem früher deutschen Dampfer .Vaterland" entstanden, der ursprünglich nur 56 000 Tonnen zählte, später aber durch den Aufbau eine» neuen Deck- von seinem amerikanischen Befiyer auf 59 900 Tonnen gebracht wurde. Durch diese künstliche Vergröberung litt die Schnelligkeit bc» Schisse» ’o datz e» heute nur noch 23 Seemeilen in der Stunde Aurücflcgr (Shenin wie der frühere Dampfer .Vaterland" wurde da» zur Zeit zweilgrötzte Schiss der Welt, der .Bi Sm ar cf", von der Hamburg-Amerika-Linie erbaut. Auch er ist 56 600 Tonnen grotz: er muhte von Deutschland auSgelleferi werden und fährt heute unter dem Ramen .Majestic unter englischer Flagge. Sein neuer Besitzer, die englische White-Star-Line, besitzt autzerdem noch den .Olympic" mit ungefähr 46 50) Tonnen: ein anderes Schiss dieser Gesellschaft hat ungefähr 35 000 Tonnen. Die White- Star-Line hat überdies den Auftrag zum Dau eines neuen Dampfer» erteilt, ber mit ungefähr 60 020 Tonnen der grötzte der Welt werden soll. DaS driNgrötzte Schiss der Welt gehört der „Cunard Line“; es ist der frühere deutsche .Imperator", der 52 000 Tonnen enthält und heute unter dem Ramen .Berengaria" fährt. Die .Aquitania". die ebenfalls dieser Gesellschaft gehört, hat fast 46 000 Tonnen, und die Cunard Line ist auch die glückliche Besitzerin des augenblicklich schnellsten Schüfe» der Welt, de» Dampfers .Mauretania", der 32 000 Tonnen grotz ist und die Reise von Deutschland nach Amerika in sechs Tagen zurücklegt. Aber auch diese Schifs- fahrSgeseilfchaft ruht keineswegs auf ihren Lorbeeren au»; sie will ebenfalls einen neuen Damp» fer von 60 000 Tonnen bauen lassen. Allerdings mutz der Reisende, der möglichst schnell den Ozean überqueren will, auch über genügende Geldmittel verfügen, denn die Sieberfahrt in der ersten Klasse kostet auf der .Berengaria" ungefähr 300 Dollar, also mehr als 1 200 Mark, die Einheitskajüte ist dagegen schon für ungefähr 700 Mark zu haben, und für die dritte Klasse muh man rund 500 Mark ausgeben Ungeheure» Aussehen erregt; es. al» fich die franzosifche „Compagnie Glnlrale TransatLnti- que“ im Jahre 1926 entschloh. einen grotzen Dampfer zu bauen; im Jahre 1927 wurde die Jle de France" bann in den Dienst gestellt. Der Dampfer ist 43 500 Tonnen grotz. da» grötzte Schiss Frankreich», e» versieht den Die.ift zwischen Le Havre und Reuyork. Zum politischen Programm Mussolini» gehört es auch, die Aus- debnungsbeftrebungen der italienischen Schiss- sahrtsgefellschaften zu begünstigen, zwei qrohe Schnelldampfer von je 46 000 Tonnen. .Rer" und -Dur", sollen in kurzer Zeit daS Aissehcn Italien» im Ausland erhöhen. Sin Dampfer von 36 0C0 Tonnen. .DanS'. gehört der „Compagnie Gönörale Transatfantique", während bet englifche Dampfer .Homeric" 34 350 Tonnen besitzt Der bisher grötzte deutsche Dampfer, der .Tolum- buff', ber dem Rordbeutfchen Lloyd gehört, hat 32 500 Tonnen In dirfen Tagen tritt er wieder eine Amerikareise an, wenn aber im nächsten Jahr die 3ungfemreife der .Bremen" und.Vaterland" erfolgen wird, soll der .Columbus ’ längere Zeit aus dem Verkehr gezogen werden, um völlig neue Maschinen zu erhalten. Einen neuen Typ von Ozeanschiffen, die riefen» haften Motorschiffe, hat die italienifche Dchiff- 'abnsgefellfchaft ..Savigazione Generale Italiana“ grfchassen: der .Augustus" ist mit seinen 32500 Tonnen und mit feiner Motorenanlage. die 42 600 P. S. entwickelt, da» weitaus grötzte Mv- torfchiff der Well. Haushohe Mgfchinenanlagen. die in Stockwerke eingeteilt sind, bergen die Echrsssmotoren. und mit wenigen Schalter- griffen bringt ein Ingenieur btek riefenhaften Maschinen m Bewegung. Durch neue technische berichten Wir haben une gefreut, bit’e» schöne Land kennenzuiernen. da» w r gern bald Wiedersehen möchten." Oberheffen. Landkreis (4iff$cn. OO Älfin-fiinben, H 3ug 3m ideal ge- v jenen Eaeten de» fra ft boule* Zur ?urn veranstalteten am Sonntagadenb die bte’igen beiden christlichen Iugendveretnigungen einen Lieder- unb Koiizertadend der > ch eine» guten Betuche» au# unterer Burgerlchaft erfreute T e Kapelle brr Ii genbveremigung.n mit etwa fun»- ,A I Männer sahen etwas wie einen Hellen Schein eine Sekunde fang außenbords über der kochenden Flut — Die Pfeifen trillerten. Lärm war auf Deck, in den Kabinen — Menschen stürzten heran — lang- am verringerte sich die Fahrt — Boote glitten zu Wasser — Sie fanden nichts mehr. hier im Lande zurück ... . . . Torheit, Torheit! — Sollte er mcht doch lieber morgen noch sich melden und fragen, ob man ihn noch milnehmen wollte? Und wenn er selbst die Kosten tragen rnützte? (fr trat in da» Haus. Der Heine Flur schimmerte vom Abendlicht, die Tur zur Wohnstube stand offen. War seine alte Wirtschafterin, die ihr Häuschen nebenan hotte, noch einmal gekommen? äber da» Zimmer war leer. Dach wie er noch stand, hörte er oben in seinem Atelier einen leichten Schritt untergeben. Der ging ba' aufgenchtei oben auf der Bank, ihr Arm Ite" den ffalt fahren — hatte He sich geneigt — balle bus Schift im schwankenden Niedergletten von einem Walferberg irr aie dem Gleichgewicht geworfen? — die beiden Als es auf den Abend ging, rillen die dicken Himmelsvorhänge, und tief im Westen stand die Sonne in einer himmlischen Burg von violetten und glutfarbenen Wällen und Türmen. Windgeister jagten einen Kranz von tausend Rojenwölkchen über den Himmel, alle Fenster der Fischerhäuser glühten auf wie Rubinen, alle Dächer warfen schimmernde Purpuriücher über ihr dunkle» Rot, der Strom besann sich, daß es sein gute» Recht sei, zu rauschen und Silberstreifen auf den Wogen- schleppen zu tragen, und wie Heinz Gvdesheim von der Station kam jinb den Weg zu seinem Fischer- Hause einschlug, war die Welt ein Fest von Farben und Duft. _ In einiger Entfernung sah er vor sich eine Frau gehen, die war in tiefe Trauer gekleidet. Wie sein ?)erz zuckte! Diese Haltung — dieser Gang — Daß ihn auch alle» immer wieder an die eine erinnern mußte, die er nie besitzen sollte! Jetzt — er hatte unwillkürlich den Schritt beschleunigt, wandte sie sich seitwärts zu einem alten Mann, der vor seiner Haustür auf der grüngestrichenen Bank döste, und tat eine Frage. Nun bog sie um eine Ecke — dort hinunter, zwanzig Schritte nur. ging e» zu seinem Hause. . Als er ebenfalls an die Ecke kam. roar von der Frau nichts mehr zu sehen. Sie roar wohl >n den friedigen Pier allgemein. Aus vielen Aeckcrir kann man in diesem Jahre besonders deutlich die Wirkung der Sttckstoffdüngung al- Aeifeverzögerer erkennen. — Die Gemeinde hat nunmehr zu ihrer bereits vor einigen 3abrcn beschafften Dreschmaschine eine Strohpresse hinzugekauft und verfügt nun über eine ganz moderne Dreschgarnitur. Strei» Alsfeld. ö" Dannenrod, 13. Aua. Unter den hiesigen Kindern ist neuerdings der Keuchhusten stark aufgetreten, der mit den Bcgleiterschinunaen (Er- brechen, Mattigkeit, Appetitlosigkeit) eine Dual für benachbarten Park eingetreten. Ja, fo ging es ihm wieder und wieder. Und nun hatte er noch im letzten Augenblick auf dte Reis« verzichtet, die ihn wenigsten» vor der Versuchung bewahn hätte, die Verlorene sich nah zu glauben. (Er hatte einfach nicht fort können. Al» hielte ihn i ein Zwang, der noch etroa» andere» roar al» Liede. Turnen, Sport und Spiet flog 4 i-W ?. wt.t 1 w I 3 vor brr Paufr gleich, nicht ganz Kreuznach noch v ohne Schuld de- Siebener Torwarts. Ermüdet Da da- Donntagssptel in Bad Münster am y t ftelgten 3 wenn nicht der Da! 10 onen. nur am -twc 5 2 2 2 S 3 7. 3 2 2 13 ie 6 9 22 !1 7 R R 7 17 10 12 R 9 « 11 6 5 4 5 5 2 2 1 12 7 3 7 0 2 4 1 4 1 1 9 R 7 5 7 n 1 1 1 0 1 1 0 1 1 1 2 1 2 1 0 0 0 0 blieben 2 1 0 0 0 0 0 1 1 0 0 über It Illi. In I1L : l 2 0 0 0 0 0 0 1 1 Aotii Amerika Frankreich jinnlanb Aeflonh Irland Luxemburg Neuseeland Spanien Haiti Cd'!.' Ponttgo! Whppinen Ohne Punkt.' |tn. iMcmtritcntr in. Jufl. Die Xmeti» !unft deabsichtMN. ial au errichten. I gcloR E» wird an- f dem Lcharlach- teil, zu crftotien, k# i auf kl ^hrmtal i beim Au-I'chr41mm Cnalond Schweiz Kanada mann A ö bl feinen ersten Segel slug Sr auf der .Cdchen' mit Schulz am Steuer (Hleitssugsport in Ll G. A. 2*et bn . 4's> geocn Kreuznach 07 unterlagen sie 1:0 was auf ziemliche Gleichwertigkeit schließen lies;. Die 1900er gingen aber mit frischem Mut ans Wert und errangen «tn Unentschieden (2:2). Das Spiel, das beim Seitenwechsel 1:1 ft and, gärte für die Punkte 115 71 51 49 47 45 41 39 32 27 25 18 17 14 11 11 10 10 hart gespielt hätte. _ .. _____ . Dekll'chaktslpiel recht unschöne Dtomente. Das 3 3 2 2 1 1 1 l 1 Dänemark Argentinien Polen Japan Oesterreich Estland Aegypten Norwegen Australien Südafrika IL Ungarn Tschechoslowakei Skenannia Worms — Phönie Karlsruhe 4:4. TPonnatia Worms — T. f. ß. 'Tkdarau 3:1. Sportverein Die«baden — H. L v K 3agte6 5. Stuttgarter Kickers — Karlsruhe- F D. 9.0. Union Diederrad — B s. ß 7teu-3fcnburfl 1:6. 1M0 München — A. S A Dürnberg 3:0. Publikum, in Stärke von etwa 200 Personen, unterstützte noch die Derbheiten. Der Schiedsrichter war wohl besser als der vom Vortage, war jedoch den Ausschreitungen auch nicht immer gewachsen. 1900s ßigareserve verlor in schwacher Ausstellung und mir mit 10 Mann spielend in Sechs - hesden 4:1 Ebenso erging es der dritten Mairnlchast. Auch hier waren mir 10 Spieler zur Stelle Das Stotel wurde beim Stande von 4:0 für den Daftgeber Glanzenbach vorzeitig beendet, da es unschöne Formen annahm. Die Alfen Herren spielten gegen die Alten Herren von Limburg 07 «in überlegene* Spiel, konnten aber trotzdem den Bortp-eckieg mdyt wiederholen Sine grobe Anzahl der sichersten Torchancen würben ausgelassen ßnnburg hafte nur 10 Mann zur Stelle 1900 lieh den wftro. und es hätte nicht viel gefehlt, dann härte der 1900er kurz vor Schluß für Limburg den Siegestreffer geschossen. Die Blauweihe u waren gegen sonst viel zu imentWoffen. ton Sturm fehlte die Harmonie durch die Bechnsahrt lassen die SpielvereinigungS- leuke nach der Pause mertlich nach. Sin Ber- teidiger befiaate sich über Herzbes«Werden, und da auch der Ersatz links au pro vollst ändig ausfällt. kann Kveuznach 07 bis zum Schlußpfiff noch fünfmal erfolgreich sein. Siebener einen knappen Sieg dringen kdnnen, iftaeber Svoernheim unerhört Das treffen zeigte für ein w Mn in(ntR ^abt»«n.jfc ^imbeeten uubL ' Dernid)lti »« * “M M iiJX fc***iS Ufa«? ljlnitii?n her ^8 bt5 ftrouifi btf ;*L 3röl)}eitt8 gefegte Äffi wus Don Äünftbvnpr lnzuchf, unb fffa..' upfen. £ei*fafMetif her Lp.-Dg. 1900. Glänzende Erfolge In Frankenberg. 6. Die 1902er stets gern gelehene Gäste in Frankenbe rg. haften es sich auch in diesem Jahre nicht nehme:: lassen, die Aafiovalen Wettkämpfe zu beschicken. Don den Aktiven waren cm Start Seipp, Hopfenmüller. Dönges. Sack und A : ch f b c r g. die Jugend war vertreten durch Müller, Doll. Vperer, Thi eie (Ä-AL| und Schüz, Dalser. Gut- Hardt, Gräf (B-AL). 3n nahezu ollen von rhnen bestrittenen Konkurrenzen konnten die Spielverein igungsleute dominieren und in 6 gc'amt nicht weniger als neun erste neun zweite und drei dritte Siege an ihre Fahnen heften. Damit vollbrachten fte auch wieder einmal die beste Gesamtleistung urch liehen Aurhessen Kastel, Bf-B 05 und Kurhesten Marburg. Dörbach und Frankenberg Kat hinter sich 3n den offenen Wettbewerben zeigte Seipp recht beachtenswerte Se-stungen. Er gewann den Dreikamp 1 überlegen vor Fricke, Marburg Provincetown 'Maffachutettst 13 2hig. ,DTB Funstpruch. Ser DlMionär Penny, der an den SterMügen Hesselbachs stark in- icrdltert ist und bereu« einen erheblichen Betrag für die Popularisierung des Gleit- irg. äug. Sestern nach ibuife kr Heag m M THotorrab- M ihnen M to 'to»l tzr erlitt QueiftzHn» che. In schwer- er in# famfrnfaij Dei einem Sportfest in Oldenburg ging -immer«, der Dritte des olympischen 100- 1 cter-Qaufe«. in einer Staffel an den Start. Dahn war in ziemlich schlechtem Zustand. 60 Meter lieh ßammert plötzlich nach und k^rkk« bt arofkn Sätzen dem Ziel zu. Dei näheret Untersuchung ergab sich, dah et sich wieder -e äußerst schmerzhafte Sehnenzerrung zugezo- tei hat, dte ihn zu einer längeren Ruhepause ■inngen wrrd Damit wird auch die geplante gegnung W i l l i a m s - ß a m m e r S bei den äS- fliegens in den Derernigten Staaten cusgegeöen hat. hat zwei Flugzeuge von dem Darmstadt-Typ für die hier #u er *b- tenden Gleitflugfchulen in Bestellung gegeben. Zußbollergebniffe vom (Sonntag. Gttstrochi Frankfurt — Spiel Vereinigung 1907 AWn-eüU 1:4 (|:0). Fuft dalUportt ere n Frankfurt — H A S A. Zagreb 6 0 (3:0). tJ**» "d- *- » W. g? fier ru% erkut uh ging, ch" im Äesl» n ?urp nen mW j nb TünM t em Wl Don 1 nor itd) kint 8^° - bicler 9 rfl pn s i. Sie n»r ” !ten. A,t Unb jum er «Jj*5die «W ry6S., * ilt « m* -pSS Jnfemafionalt Deutsche Tenmsmeistepfchasten. Vas letzte Spiel der Znteenafionalen sieutschen Tennismeisterschaften 1928 mtve am Montag in Hamburg im Herren- re*cl ausgetrager Prenn und Molden- uet. die sich bei der erstklassigen internatio- *n Deletzung b.s in die Schlußrunde durch- hatten, lieferten sich nur einen Drei ay- »npf. der nicht ganz den Erwartungen enttprach. Jltun. der genauer placiertze, gewann den dhtn. Satz leicht 6: 1 Der zweite Satz war «m SttzePen unckämvtt. Aachbem Moldenbauer ?:< ton Aücksta nd gelegen hatte, dolte er bis jA 4:4 auf. «*r nupte aber die beiden restlichen K>ttie wieder :n Prenn geben, der Meten Satz wü 6: 4 an sich bracht Den dritten Satz leitete ^vldenhauer vrelversprochend ein. Sr lag ’7x:t< 3:0 in Führung sieh bann aber nach rb mft 6 4 gewann V renn den dritten vast rO damit das Spi. l 3t wurde damit deuf - Her TenniSmeister 1 9 2 8 2». tammere wiedee außer Gefecht einmoip «Jj* »* ,en IM " xu* Die 2. 3ugenb trat vergebens an, da der vor- getehet» Gegner Heuch^hcuns 1. Tugend vier oder fünf Spieler zur Stelle hatte Stein nicht zustande gekommen war, wurde am Samstao von Areuznach aus Sobernheim an der Aahe als Segnet verpflichtet. Sobernheim _ hört auch der Areisliga an. 3m letzten Spiel Sportverein Adaldhof — Altona 4 1 ■T®. Offenburg Hanau 1890 4 ? Bvrusiia Fulda — Aof-Weih Frankfurt 0. M. 2:3. Offenbacher Aickers — Mau» Ate ist 'Bürgel 4 0. Sp 03. 98 Darmstadt — Sp OJgg. Fürth 1:6. 3m Altonaer Stadion fand am Sonntag der Aamtf um den Vv< dpokal der Stadt Frankfurt a M vüddeutfchlandgegcn Aorddeuffchland statt, der von der süddeutschen Kombination mit 5:3 (3:3) gewonnen werden konnte (Spidticrcinigung 1900 Gießen. o. Der vergangene Samstag und Sonntag sah die Fuhballabteilung der Spiclvereinigung 1900 Diehen unter einem ungünstigen Stern 01 übt ein einziges der vorgesehenen Spiele konnte lieg- reich gestaltet werden. SS soll nicht abgeleugnet werden, dah dazu in selten günstiger Ovelse hier und da dir Olkvglichkeit bestand. Olur »Wei lln- entschieden kamen »ustande. Sin Fichlschla^ war es vielleicht, am 12. Auauft alle Mannschaften zu beschästigen, in einer Zeit, tn der naturgemäß eine grnfw Anzahl Spieler ihre Serien verleben Die Schwächung der Mannschaften war daher doch zu deutlich au her dem waren mit Ausnahme von zweien, alle nicht vollzählig, was skch jedem Gegner gegenüber nachteilig auswirkt. Die ßigamannschaft muhte die Ovettspielreise ,ns Aohetal mit vier Ersatzleuten antreten und hatte daher schon von nombetem wenig De- winnchanren. Der Deaner am Samstagabend war nicht .streuznoch 02. sondern Areuznach 07. bas. zur Areisliga gehörend, doch fast die Stärke von 02 besitzt, was cs erst kürzlich in einem unentschiedenen (2:2) ßofalfpiel beweisen konnte. Bei schwachem Besuch, unter der Leitung eines sehr schlechten Schiedsrichters von Areuznach 02 endete das Spiel mit 6:1 für den Gastgeber. Noch kurz vor dem Seiten wechsel führte 1900 1:0. Durch Verwandeln eines (Mballe» zog Fliegerlager Dasferkuppe. ^Aug. Dte Dasierkuppe war gestern schätzungs- reffe von 50000 Personen besucht. Ser unb Omnibusverkehr war enorm Den M jnzrn Tag über herrschte rege siiegerische Tätia- stet. Am späten Abend unternahm. Haupt- -uernationalen Leichtathletik-Dettkämpfen jie. etc^i( 3 19. August m Berlin hinfällig »luphnonn Köhl auf herSafferfuppc. Amüerdamer finale. Die Schlußf «l«r brr 9 Vlympischrn ©pult hatte »i« kaum ander» zu erwarten war, : ie, Viympifche c- *iMen rotrber rfttlH gefüllt vom jeft eüiffr'.ten himirui ftrehiu den st genug fefedit. Schon arr frühen Mittag hotte !*f Au'irL-n der Menschen zum fahnenge- ßhntzickten Stadion begonnen, nachdem am Sonntag _-2e verfügbaren statten bereite verkauft waren Bor der Schlutzfeier mürben zunächst die noch sihlenden v!ymr»tchen ^remonien nachgebatt und | Denn du» Hintze rnt eEpringen erledigt ' Nachdem hier die deutsche Nonnfchost 'un^chft ganz Enftig placiert mar. ; emichteke leider ftrhr von ngin durch einen recht unDlücksichen AiM untere «nten 3* der Eineetkonkurrenz siegte ichlietzlich tentura tTschechosivwakei, nur dem .'iranzofen t rtr in und dem Schmelzer Äubn, während II ti der vlonnschastewettung Spanten mit ei er rteh l'mt en erster otettr vor Titen mit acht .fehlem »nb Schweb,' mit |rt>« Schiern rinetert». Deutschland belegte mit 14 Fehlern den sieben- I l-n Platz Dann beginnt stte otymp äte Schlustfeier - ’ :t geendet. Deutschland kaim stolz fein auf das ® r - i g < b n t <, tniä feine Athleten in Amsterdam er- { tell haben. Mit elf ersten, zehn zweiten mb achtzehn dritten Plätzen erkämpften ü den hervorragenden zweiten Platz jroter Amerika, das 22 erste. 17 zweite und ; 15 dritte Plätze errang. Dieses überaus llänzenve Adschnetden wird noch dadurch internrubeu. dost erst mit zternlich beträchtlichem ‘Meftablümb als nächste Aationen Frankreich, ftomlenb, Holland Schweden. Sngland. 3talien. I Schwerz Mono da und Ungarn iolaen. 32 Tiattonen verzeichnet die Schlusttadelle der ‘bunten Olympischen Spiele 30 davon hinter 'ch zu lassen und nut eine vor sich zu haben, ' r< wirfttch eine ßeistung, die einzig in der che- 'f>id)tp der Olyntpifchen Spiele daftcht, wenn i-in bedenkt, dost Deutschland si.-ute noch eine aus “ äelen schweren Wunden blutend- arme Nation ist. OaS Klassement der Tlationen. Dkvschlog fffbroät eichest entofbn ch um k/ >nbcitbetttetb. wo der Sieger. Harz. STonfcnLxrg. auf 6.78 Meter kam Benn Rüget- stohen und DuSkuswetten muhte Seipp bei Stiftungen von 10,45 Meter bzw 32 Meter mit je einem dritten Platz vorliebnehmen Dary und Fricke. Tlarburg, waren dte beiden ersten Plätze von vornhersm sicher. Den schönsten Steg erfochten die lOOOet in der 4X100-Meier- Staffel. Sack. A: chtberg. Seipp und Hopfenmüller Itefrn ein hervorragendes Rennen, wechselten ganz ausgtzechnet und liehen so zur allgemeinen llcbcrrafdjur.g D. f. D. 05-Rur- heflen Marburg und den Itertethigcr Aurhesien Aasitl hm ter sich. Dabei ist zu berücksichtigen, dah alle vier Stehener noch für die Anfängerklasse st ar: berechtigt waren und bei Marburg Leute wie fr. Grämet unb Fricke mUfiefm. Bei den 3uni»rro tarnen die 1900er zu drei schönen zweiten Plätzen Dönges, der feit langer Zeit wieder einmal mit von der Partie war. wurde über 490 Meter in 56.8 hinter einem Aaffelanct Zweiter Auf einet anderen als der Frankenberger Drasbahn mit ihren spitzen Autven wär? die Zett belfer geworden. Seipp muhte sich um 2 Zentimeter dem Marburger ®u(er beugen, bet mit 1.65 Meter im Dorfprung Sieger wurde. 3m Äugelstohen hoffte der Diehener mit 10,23 Meter Fricke Marburg, vor sch. Unter den Anfängern erwies sch Hops en- müller als schnellster 100-Meter-Mann (113). Sack gab hier ein recht gutes Debul. indem et mtt 12,1 den »weiten Platz belegte vor Svh- f elfter, Marburg 3m Speerwerfen liest sch A l ö s recht gut an Mil 42,30 Meter wurde er Z wett er hinter Fricke, DZartnrrq. der auf 46 Meter kam. 3n der Schwedens! afsef gab es wenigstens bis zmn zweiten Mechtel, einen aufregenden Kampf mit „Hessen" Franken berg Jedoch führte das glechmähig gute ßaufro von Dönges. Seipp. Hopsenmüller und Sack schsiehlich zum klaren Siege der 1900er. Die Jugend harte auch einen grohen Tag. 3n der A»ÄL (10 11) hatte die Spielvereinigung den ausgezechnelen Werfer Heini Müller am Start Seine 14,26 Meter (außer Konkurrenz sogar 14.90 Meter) waren die weitaus beste Tagesleistung. Die nächsten Plätze wurden mit 12,30 Meter bzw. 12,20 Meter durch Ha rt- m a n n, Franken berg. bzw. Degele. Aurhefsen Aaffd, belegt. Heber 100 Meter wurde Müller guter Dritter hinter zioei Vertretern von Kur- Hessen Kassel. 3n der 4X100-Meter-Stafsel liefen die (Siebener 3ungenS (Dulharbt, Müller, Balser, Schu») em prächtiges Hermen imb brachten die Staffel vor Franken berg und Kaffel an sch 3n der B-3ugen6 (12 13) schienen dte 1900er alles für sich in Beschlag gelegt zu hoben Die 100 Meter gewann Schüz tn 12,1 vor seinem Bereinskmneraden Balser unb dem Frankenberger Men geb 3m Weitsprung war dte Sache umgekehrt Hier war Balser örftrr mit 5,83 Meter vor Schüz mit 5,55 Meter und einem Lorbacher 3m Speerwersen holte sich ®räf (1900) dte Medaille mit 42 Meter 3hm folgte Balser mit 41,20 Meter. Unter einem weniger glücklichen Stern als kn Frankenberg kämpften die nach Diez entsandten ßeichtathleten. Die Olympische Staffel hatte in Depperling doch noch nicht wie auch zu befürchten war — den geeigneten 800-Meter-Mann gefunden, ör konnte fick» gegen die Beute vom Sportv Wiesbaden uno Brandenburg (Altendiez) nicht durchsetzen unb so geriet dte Staffel ins Hintertreffen. Die 4 - lOO-Meter-Staffel, die in Führung lag. ereilte das Mißgeschick, da st beim zweiten Wechsel der Stab zu Boden fiel. Lediglich Seifert war es vergönnt, die Lhre zu retten. Sr gewann den 200-Meter-Lauf für Junioren überlegen. Schmidt, der feit langer Seit wieder einmal startete, konnte In den 100- Meter-Zwischen!auf offen gelangen. D.f.B. Leichtathletik. Jlcuc glänzendc (Erfolge der ceichtathleflkadlrlluug: 2 erste, 1 zweiter und 1 dritter Sieg in Die;, ein Sieg in Franken berg. Die 1. Oranien-Üampffplele de» Diezer Namensvetter» erfreuten sich einer äußerst zahlreichen Beteiligung. Trotz sehr starker Konkurrenz, u. o. au» Koblenz. Wiesbaden, Bonn. Düsteldorf und Gießen gelang es den Vertretern de» D. f B ihren bisherigen Erfolgen eine weitere Anzahl an- zurechen und damit erneut ihre prächtige Entwicklung unter Beweis zu stellen Die von D. f. B bestrittenen Konkurrenzen zeitigten folgende Ergeb- niffe: Dl»ku»werfen 1. Mobl, v f v. Gießen. 34^2 Me.er, 2. Scherf, D.f.«. Diez. 30,82; 3 Kath, Wiesbaden. 30,36 Kugelstoßen: 1. Mohl, V. f v. Gießen, 123« Meter 2. scherf, D f. B Diez, 9,99; 8. Streik, Biro- baden, 9,83. In beiden Uebungen dominierten Kraft und Technik Mohl», dessen Veranlagung in feiner steten Verbesserung zum Ausdruck kommt und zu den besten Hoffnungen berechtigt 1 000-W et er: 1. Hornung, Wiesbaden, 2,51 Win.; 2. 5t Fischer, v. f B. Gießen, 2,53; 3. Brandenburg, Obertahnstein, 2.54. Fischer, der in dem 18 Wann starken Feld nach der ersten Runde an letzter ctdie lag. spurtete etwa 300 Meter und fies in der Zielgeraden bis auf den zweiten Plan vor. D e i t s o r u ng : 1. Woif, Montabaur. 6,16 Mc ter; 2. Stein, Montabaur, 5,95; 3. streß, D f. L. Gießen 5JS3. Auch streß verbessert sich stetig und wird bei ernstem Training bald die 6-Metergrenze erreichen können. Seiler kam nn Hochsprung nur an die vierte Stelle, auch Stang, der über die kurzen Strecken ftr jn.tr Wennen lief, konnte sich nicht placieren. Ebenso landete M a n k e l beim 300-Tleter-ßauf an fünfter Stelle, alle» Achtungserfolge, die um so höher zu bewerten sind, als die nur wenig Wettkampf- erfahrenen B. f. V.er es mit routiniertesten Gegnern Ui tun hatten Müller hätte nach feinen letzten Leistungen zu schließen, auf der 1500-Meter-Etrocke sicherlich Ehancen gehabt, war aber infolge einer 3ahnoperation stark indisponiert. Zu den leichtathletischen Wettkämpfen de» Sportverein» Frankenbera a. d Eder hatte B. f. D. nur Steines entsandt. Während er sich nn Lugelstohen und Diskuswerfen bis in die Entscheidung burd?ringen, jedoch infolge stärkerer Konkurrenz nicht placieren konnte, gelang es chm mtt einem 3LS-Meter eprung nn Stabhoch de^ Sieg an sich ju reißen Van Steines kann dasfelb: griagt werden wie von Mohl, man darf ihm mit Recht eine sehr gute Aufunff Voraussagen. 3,25 Meter zu springen, ist für einen Anfänger wie Steines eine gan», prächtige Leistung, oeoenfalte hat die v. f B.-Leichdtthletik. abtefftmg erneut und deutlich gezeigt, daß sie stark im Kommen ist und man mit ihr rechnen muß Wirtschaft. Ott Reichsbahntariferhöhung. h ihrro Ap:-esi an bas Aeichshahngerudt vrt hte Aeichsrog .-rurg ju ertennro gearben. hab sie fefbft n-.e S-tschriftung nicht ’Auro ümTL D»rffer Sianftpunsi ift i abgesehen von her Aeunrft" sierthett her Materie schon deshalb »u begrüßen, weil der Spruch des Aeichskrhngerichts fwi von pvsitische Erwägungen erivlgen kann, dte bet einer Snsicheidung der Aeichsregierung stchee etne nick: unwesentliche Rolle ^ptelt haben würden £ei einer etwas wert!Uchtegeren Pvlttik Hütte hä> die jey ge Lntwieüung wahrsche-n!:ch Twr- meiden lassen ein Dvderipruch staatlicher vtellro geaen dte Pläne der Reickteb hn hätte nutz« erhoben zu werden brauchro wenn nicht vorher ftaattichx Stellen zum erbeblichen Teil den Schritt 0er Aeichsl»ahn selbst crfi verursacht hätten buvch die dauern den Tingrtsie außen siedender Stellen in dte Betrtebswirtfch^si der Aeichsbcchn. Schon jetzt kann man mit Reinlicher Beltemmthtet fegen, daß die Reichs bahn aus einer etwaigen TarO- erhdhur.g Nehreiimahmen nicht erzielen wird, da einerseits durch den Verkehrs rückgang totfolae der T-art'erhädong erhebliche Ausfälle an Transporten entstehen werden, unft da anderieits hr- folge her durch eine Tariferhöhung rotftrhenden Prtnsstcigerungen das Be^chüiu.^sprvgramm der Reichs bckn eine Verteuerung erfahren wird Jedenfalls kann man schon jetzt sagen, haft dte m den Voranschlag für 1928 eingesetzte zusätzliche chinnahmeschätzung die m den busbenyro M^ nuten nicht nur erreicht, sondern foqar überschritten worden ist, in ben kommenden Monaten Per* mufft4) nicht mehr erzielt werden wirft. Abgesehen von den bereit» erwähnten C>runden refultiert die üble Situation der Reichsbahn auch daher, daft sie jetzt nicht mehr die früheren ahi: ftürfer als bisher auf den Kapitabnarkl zurückgve.si Leiber sind Bemühungen um Auslandkapttal bisher gricheitert am Sinsprirch des Aeparationsagtetten. Btellrichi ergeben sich aber Möglichkeiten auf ben 3rckandmarkt, wenn zugunsten der Beichsbahn Kapitalbeschaffungspläne anderer Sf frot sicher Stellen zuruckgestellt werden. Dor allem ist aber zu verbuchen, die Haftuno der Reichsbahn aus den, Dawesplan zu nrinbet». Iter Dawesplan sieht mehrfache Sicher.u,gen für den Repavations- dienst vor; man sollte meinen, daft unter Aufrecht- der Haftung- deü Reiches unb der Länder in Verbindung mit der Aufsichtsftefugnis des Reichsbahnkommisiars ein ganzer oder teilwett er Derzichi uuf die Reichsbahnfchul^.,'er1chveibungen möglich sein sollte womit die Aapttaloeschaffung der Reichsbahn erheblich erleichtert werden kömtte. 3m übrigen spielt hx diese Dinar auch noch die Frage der Mobilisierxmg der Sisi-nbahnoblxgasio- nen hinein, dte bekannffich von Frmxkveich als Degeiüvert für dte vorzeitige Rheinlandräumung gerne gesehen würde Falls dieser Plan zur Der- wirtsichung käxne. würden natürlich dte Aapital- befchaffuxxgsmögiichkeiten für dte Reichsbahn tn stärkster Wecke beschnitten werden. Man sieht, tote außerordentlich kompU-tert bee Tarckerhohxnigssrage ltegt. Auf jaden Fall Ist jetzt schon die prunMäRlidK Forderung zu stellen daft in Zukunft die Detoerbe. dte bei der Torsi- seickung des 3ahres 1927 nicht oder nicht hinreichend berücksichtiat worden ffnld. iruiunehr besonders pfleglich behandelt werden • Zur Aussperrung im Sldtrei». Die Zahl der ausgefperrten Metallardeiter beläuft sich auf 3200. * Gute Frequenz der Deutschen Lufthansa. Die allgemeine Zerkehr»belebung zu Beginn der großen Ferien mochte sich auch im Luftverkehr in starkem Maße bemerkbar 6o waren in den letzten lagen und Wochen die Flugzeuge der Deutschen ßust-chansa auf fast allen Linien auener- kaust. Am besten gestaltete sich, wie e» nach ben ikr- sohrungen der vergangenen Jahre nicht ander» zu erwarten war, die Frequenz auf den Bäderstrecken. * Gründung der fPani schen Außen- Handelsbank. Aus Madrid wird gemeldet: Durch Dekret vom 6. August wurde dte Bank für Außenhandel und für 8 in,7» *41.83* Berlin. 13. Sugu t Ämmtonridx Wüte . . ’Pttgtfdx Roten . . . . Tonische Noten . . . . . (Engltfdx Noten . . . . . i11; s * it= **5$ Beamte und Angestellte! Neustadt 11 Tclcvbon 149S Vieferuno frei Haus Neue I ■L$um ,o,ott,eCH ÄÄ Kontor-Bote in prima Seltersweg 81 7128» empfiehlt billigst W. Hankel Neuen Baue 7 Teleph. 612, 46D 14 bi» 15 Jahre alt gesucht, nut’ HeyligenstaedtLktomp. Wcrkzeugmalchiueniabrik uud aiekerei, Aktiengeicllichalt, Gießen. WHOMtmiMHItmiH taer noch das billigste hl Weihbrot .... 4 Pfd. 0.80 Gemischt. Brot „ 0.70 Schwarzbrot. . „ 0.70 AllcVackwaren in bekannt auter C.ual. Bäckerei Katz Der Wunsch jeder Dame Ist ein eleganter Pelzmantel 3tb liefere an Festangestellte. Beamte, selbständige Kaufleute ulw. Pelzwaren aller fltL als Mäntel u. Jacken, Füchse, Wölfe, Skunkskragcn usw ohne Anzahlung gegen 10—12 Monaie Kredit, ohne jed. Ausschlag. Um gesl. Angabe, wofür Interesse vorliegt, bitte ich. Unverbindlicher Vertreterbesuch BerusSangabe erb Diskretion zugeiicheri. 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Freitag, ,7 Augu't. >«g8- 12 Uhr. Im Babnhofbotel t.en«. Al.leld. 15 Auguit. «on II1/»-5 Uhr fm Hotel Deutacbe» Hau«. Mdda. 16 Ang von 8-2 Uhr. tm Hotel rur Traube. Friedberg. 17. August, ron 2—7 Uhr le Hotel Deutsche» Hans K. Rülfing, Spezial-Bandagist. Köln, KallerWUhelaHfinl # 4' . f® bietJ Schwarz: 4 Steine. Kh8; Lb6, c2; Ba5. Btrnfnotrn. 3m internationalen Schachturnier ,u Dortmund siegle Samisch vor R 100 »Tonen Rumänische Noten...... Schwedische Nolen...... Schweizer Noten....... Svanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten..... am Zuge gewinnt. Kc4; Tel; Lg4. DaS internationale Pokalturnier zu Wiesbaden. das in der Zeit vom 14 bis 19. August» ftattfindet, weist eine außerordentlich starke Besetzung aus; wir erwähnen u. a. folgende Namen: J (3. D. Hill (Holland); Schwinner. Wien: Wbi- taker (11621.): Ä. Richter, Berlin, Dr. Kretschmur. Innsbruck; Noteboom (Holland); <3. Drünfeid, Soprvn; Wegemund, Rellstab, Berlin; Kieninger, München; Weistgerber, Saarbrücken. Endspiel Nr. 61. Don H. Rinck. Schwarz. c d e junge Dame von Nr. 17 den Kellner. „Sagen Sie mal, Herr Ober, ist daS immer so?" „Nee, Freelein, bloß wenn's neblig isl" Abermals von der presto. Tünnes: ..Sag ens. Schääl, weih do wat s« bei de Einweihung von de Pressa Weist Weist: 3 Steine. sungen han?" Schääl: „Oh jo! .Seid verschlunge. Millione'! ' In der Elektrischen. „Willi," sagt die Tante vorwurfsvoll. ..weißt du nicht, was mit kleinen Jungen passiert, die lügen?" „Ja, die fahren für den halben Preis." Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch. Umnebeltes Gehirn. Pünktlich 4.49 Llhr war die gesamte Bemannung des Fichtelberghotels im Sächsischen Erzgebirge auf den Deinen, um den Sonnenaufgang zu erleben. Jawoll, Kuchen! Eine undurchdringliche Nebelwand — keine zehn Schritte weit konnte man sehen. Betrübt und ein bißchen vorwurfsvoll fragt dir Losung des Problems Nr. 171. Don A. H. Nobbins. 1. Sg7-h5!, Kg5xß. 2. Da8-g8, K beliebig. 3. Dg8-d5 matt 1. ... ^ Kg5xh5 2. D8a-gS, K beliebig. 3. Dg8 - g4 oder gö matt. 1......Kg5 - h4 oder h6. 2. f2 —14!, beliebig 3. DaS-h8 matt. Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orbach Verfügung der jeweiligen Landes banken gestellt worden. Tie Kredite werden gegen Hypothek im Range nach der erststelligen Beleihung bis zu höchstens 60 Prozent des Taxwertes gewöhn Daneben sollen auch Personalkredite an Kleinbauern und Pächterkredite an Pächter gegeben werden, wenn hinreichend« Sicherheiten gestellt werden. Die Laufzeit deS Hypothekarkredites beträgt 30 Jahre. Die Darlehen werden jum Kurse von 82,8 Prozent ausgezahlt. Die Verzinsung beträgt 6,5 Prozent, der Derwaltungs- kvstenöeitrag 3* « Prozent und der Tilgungsbeitrag 1,17 Prozent ' Bleistiftfabrik Johann Faber A.-G., Nürnberg, äleber die letzte Sitzung der Verwaltung wird u. a. berichtet: die neue Verwaltung unterzog die NachkricgSverhältnisse bei der Firma in technischer, kaufmännischer und finanzieller Richtung einer gründlichen Prüfung. Dabei ergab sich, dast die technischen und kaufmännischen Reformen und Rationalisierungs- mastnahmen. die schon seit längerer Zeit eingeleitet worden find, erweitert und durchgeführt werden muffen. Dadurch allein wird sich aber eine angemessene Verzinsung nicht erreichen lassen. Das wesentlich zu hoch gegrissene Aktienkapital von 5,6 Mill, überschreitet das Kapital von 1913 um 2 Mill. Mk. und steht in einem Mißverhältnis zu den Bilanzwerten und den Verdienstmöglichkeiten. • Ha rpener Bergbau A.-G, Dortmund. Wie man hort, wird die Harpener Bergbau A.-G auf der Zeche »Heinrich Gustav" eine neue Koksofenbatterie von 65 Oefen in Betrieb nehmen. Auch auf der Zeche „Gneisenau" wird die jetzige Batterie von 65 Oefen um eine weitere von ebenfalls 65 Oefen verstärkt werden, die ihren Betrieb am 15. August aufnimmt. Arant,urter Börse Frankfurt a. M., 14. August. Tendenz. fester. G «'stützt auf den festen Schluß der gestrigen Neu- Yorker Börse verkehrte die heutige Börse in allgemein festerer Stimmung. Die verhältnis- mahig leichte Ueberwindung des Medio befriedigte, und vom Zahltag befürchtet man keine Schwierigkeiten mehr. Das Geschäft war in einigen Spezialwerten lebhafter als an den Vortagen. Der Träger war jedoch im wesentlichen wieder die Kulisse, und der Orderseingang von außen her dürste kaum eine bemerkenswerte Vergrößerung erfahren haben. Im Vordergrund des Interesses standen die Montanwerte, von denen größere Posten aus dem Markt genommen wurden. Einerseits verwies man auf die Besserung im Ruhr- bergbau, die in dem Rückgang der Feierschichten und dem Hochofenbau bei Harpener zum Aus- druck komme. Dann hielt man auch die Kursent. Wicklung in der letzten Zeit für Zurückgeblieben. Neben Den Käufen der Spekulation dürfte aus dem Rheinlande Nachfrage vorgelegen haben. Die Braunkohlenwerte waren bevorzugt und Ilse Bergbau sowie Harpener waren je 4 o. H. gebessert. Die anderen Märkte traten etwas in den Hintergrund, auch die Elektrowerte, die kaum über 1 v. H. gebessert waren. Farben und Scheideanstalt eröffneten ebenfalls nur wenig erhöht. Ferner lagen Schiffahrtswerte und Banken still und nur wenig höher. Deutsche Anleihen blieben vernachlässigt. Am Rentenmarkt waren Rumänen auf die Berliner Verhandlungen weiter gefragt und fester. Gold-Rumänen 24,00 Im Verlause blieb die Stimmung fest, das Geschäft im allgemeinen recht still und nur für Montanwerte erhielt sich lebhafteres Interesse. Mannesmann zogen erneut 1 v. H. und Gelsenkirchen 2 v H. an. Der Beschluß des Berliner Börsenvereins, vom 1. Oktober ab die Medioliquidation aufzuheben, wurde meist freundlich aufgenommen. Arn Geldmarkt blieb Tagesgeld zu 7 o. H. gesuchter. Am Devisenmarkt lag die Mark etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1978, gegen Pfund 20,376, London geaen Kabel 4»535, Paris 124.28, Mailand 92,82, Madrid 29,10, Holland 12,1060. Berliner Börse. Berlin. 14. Aug. Schon im heutigen Dor- mittagSvertehr war eine freundlichere Stimmung zu beobachten. Die zum Schluß feste Haltung an der Neuyorker Börse regte an und die führenden Kurse lagen meist einige Prozent höher. Als zu Beginn des offiziellen Verkehrs bekannt wurde, daß der Börsen vorn and einstimmig beschlossen hatte, die Medioliqui- dation ab l. Oktober abzuschasfen, herrschte eine allgemein fretrndlichere Tendenz. Der Beschluß muß zwar noch vom Handelsminister genehmigt werden, doch glaubt man kicher, daß sich keine Schwierigkeiten ergeben werden. Der Medio ist überwunden. Der Zahltag kann keine Schwierigkeiten bringen. Das Geschäft war zwar nicht sehr bedeutend, da die Limite heute gänzlich fehlten, doch bestand für eine Reihe von Derlen, namentlich für Montanwerke und Farben größeres Interesse Der Montanmarkt profitierte von der Mitteilung über große Neubauten der Harpener Bergbau und zeigte Besserungen von 3 bis 4 Prozent. 3m großen und ganzen lag der Anfang 1 bis 4 Prozent über gestern Schluß. Ilse Bergbau zogen über 1 Prozent an. Spritwerte und Berger, bei denen man von neuen Dahnbauten über Rcpa- rationskonto hörte, gewannen bis 8 Prozent. Lebhaft ging es am Farbenmarkt zu. bei dem sich eine säst dretprozentige Besserung ergab. Deutsche Anleihen und Ausländer überwiegend fester. Rumänen auf Grund der augenblicklichen Verhandlungen lebhafter gefragt. 1913er Rumänen 24,90 Geld. Am Geldmarkt konnte man eine ganz leichte Nachfrage für Tagesgeld fest stellen. Die Sätze blieben jeöodj unverändert. 3m Verlaufe wurde es meist weiter lebhafter. Fester war es vor allem am Farben- und Montanmarkt Berger gewannen erneut 6 Prozent, doch bröckelten die Kurse später auf Realisationen wieder leicht ob, lagen aber trotzdem noch durchweg über Anfang. Frankfurter Getreidebörse. Franks ur t o. M., 14. Aug. 3m Zusammenhang mit den festen Auslandnotierungen war die Stimmung am hiesigen Produktenmarkt weiter fest. Zu den noch erhöhten Forderungen tarnen jedoch kaum Umsätze zustande, so daß die Preise gegen gestern im allgemeinen unverändert blieben. Er wurden notiert. Weizen 2425 bis 24,50; Roggen 23,50; Sommergerste für Brauzwecke 27,50 bis 28; inl. Hafer 26,75 bis 27; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,75 bis 34; Roggenmehl 33,50 bis 34; Weizenkleie 14,15; Roggenkleie 15,50 Mk. Tendenz: stetig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent. Berichtigung linier Problem Nr. 173. von L Bull, fehlt: I Weiß zieht und fetzt in zwei Zügen I malt. Aus der Lch^Hwelt Schachturnier zu Bad Soden a. T. DaS Schachturnier zu Bad Soden a. T. ging Sonntag. 5. August, zu Ende Den ersten Preis errang in überlegener Weile Kierminger, | München, mit 5 Punkten au*- bujf gespielten Partien. Zweiter Preisträger wurde Rellstac, I Berlin, mit 21/» Punkten; den drillen bis vierten bis fünften Preis teilen Multhaup, Offen, Weist- ger&er, Saarbrücken und Dr. Stern. Würzburg, I mit je 2 Punkten: letzter Preisträger ward: Bleutgen, Mainz, mit 1'P 5 Orranlifurt o. M Berlin Frankfurt a. 01. Berlin Schluh. Ultra 1-Uhr- Aura SchUch hur» Anfang Aura Schluß-! flurs 1-Uhr- Rur» Schuch Kure Anfang kur» Datum 13. 8. 14.8. 13.8. | 14. 8. Datmn: 13. ti. 14 8. | 13. 8. | 14.8. 6% ®L edMmlcilK 1M7 . . Di. anl.dXMö|.-6d)ulb mU «uk- k>|.4Rcd)ttn......... DetoL ohne AuSlos.-Rechte . . ■ 1% grants Hyp.-Bl. »oldpl. un- . kündbar bU 1938....... 4K% Oibtiniidif Php.-Bant Llqu - »oldps.......■ e.C.®. abg Borkrteg»-Obligation.. rtdiaftlbar 19M 4% Schweig. SundeSb.-Ant.. . . 4% OtRenddilfAe «oldrie.. . 4,1TO% Ctficn. Silbe reu. . 4% Oesterreich. etnheiU. Sile . - 4% Ungarische »olbtie...... 4% Ungarische ElaaUr. b. l»10 . 4V,% de «gl. von 1913..... 4% UngariiLe gronenri«..... 4% TstrL Hollanleihe v. 1911 . - 4% lürtisch» vagdatchahn^tnl., Serie 1........... 4% dH«L Serie 11....... 4% ghimdwtn canhert Nie. . , . 4H% Rumtaee »otbanL von 1918 Blfl. Deustche (BitnSabn . . 4K Hambura-Amerita Valet ... 8 Hamb.-Hüdam. Dampfsch. . . 8 6en|o Da«l'sichilf . . 10 Nerddeutichrr tilo»b.....8 «I«. Deostche UrrdUaLst. . . 10 Barmer Bantverein ... 10 Berlin ei HandeUgelellich. . . 18 trmmetf und LMval-Banl . 11 Tarrn6. u. 9tetioaaH)an! . 18 Deurlche Ban!......10 ®Htonto^deOI<6aft «nt. . 10 Dttgbnee Bo!......1° Wtihflb S ' S 1 ' ISK I ' LI 3 3 "5 5 rs _____ ____________———--—----— 87.5 61 17,25 3.8 *6,4 3 11 10,9 10.6 24,8 163,75 197,5 197 154.75 185 141.5 474,75 187 470 166 160 167 201.5 141 195.75 51 17,1 10,75 10,7 154,4 135.25 142.5 177.75 18« 171.75 166,5 1611 167 201,5 Z98,r5 S.S.«...........k> Bergmann...... • • . 9 Qltftr. Lielerungen.....1° Lichl und Kraj! .....1<' tzelien of.....12 — 290 291 Zellstoss «Ichassenbura ... 12 Charlottenburger rSasstt ... 7 230 221 — 219 — - 1 <6.75 197 Tcstauer Sia»..... . . 8 — 195 Daimler Motoren ...... o 111 111 110 111 Demag ...... . . . o — — 53.5 53 Vldlcrwerte Kleba ...... 5 136 137.5 135.5 188 Ludw. Loewe ....... 10 — 242.6 — Nat. Automobil ....... 0 — 85.25 88 Orenstein A kopvti ..... 6 — 118.76 119 Leonhard Dien . ...... 6 — — 250 249 Bamag-4!cauin ....... 0 20 * 21 — grants. Maschinen ...... 6 71 —- 72.75 — Gritzner........ 11 120 — 129.5 —- Hcyliaenstaedt ....... 0 21 — — — Iunghan«. . ....... .4 Lechwerke. Maintraknoerte ...... .h «Han...........io 112 2 86 * 120 — 139 136.5 Netariulmer ........ 8 63.5 61.9 63,13 — Peters Union ........ 8 107 107,76 — Gebr. Roeder ....... 10 — — * Boigi 6 Haes'ner......8 207.3 206.25 — Eüdb. Zucker........8 149.5 149.5 147,75 ■ (Selb Bnef ' 16,3« 16.44 167,91 168,63 21.97 22.0» 111,76 112.20 59,135 59.375 2,53 2,57 112,10 112.54 W.71 11.04 69,76 ;o,nr 12, «U 12.46 72,90 71.20 13. August 14. Hnaurt amtliche 'Jtoncruna amtliche Vioturuna riield Brrer iSelo ' Briet «mst-Rort. Bnen^ehtl Brn.-Arttw 168,31 LTb'J iS. 36 169,(ü 1.773 »8.4, 168,14 1,768 58,33 168.48 1.772 58,45 Cchristianici 111,9? 112.19 111,93 113,15 Qppentxiaen 112.01 112,23 111,94 112,16 Etwfboün . 112,36 112.51 112,24 112.16 fxlmiüfori. 10.559 10.579 10.53 tu.57 Italien. . . 41.955 <1,995 21,935 41,975 öondon. . . .0,37 20.41 20.357 <0.397 Nerryort . . I.-S965 4,2045 4,194a 4.2025 Paris.... Schwei, . . 16,38 16.42 16,27 16.41 -0,77 W,9d -0.71 W.87 Evanira. . 70,03 70.17 63.90 70.04 Iavrm . . . *Uo de Ian. 1,887 0.5005 1.891 0.5025 1,693 J.ZOO I.N94 0.103 Wien in D - »9 >4 Ceft. adgest >9,195 59,312 -9,14 13,439 12,459 12,43: 13.45 d 7,375 7.289 7,171 T.t» Budaveit. . 73,15 73,29 73,11 ?3,U 3.033 Bulgarien 1,037 3,043 3,927 ytffabon . . 19,08 19,14 13,9# 19,02 Tanzla. . . 11,39 bl.55 61.36 '1.53 Qpnftmtttn. .,152 1,156 2,141 1.153 Ättxa. . . 5.415 5.425 5,415 5.425 danaba 4,19t5 4.2045 4,193 4.201 Ilm llav - 4.304 4.293 4.401 lang «0.885 •0.935 10 88 •0.93