Samstag, 14. Apri! 1928 <78. Jahrgang Nr. 88 Erstes Blatt Unterkunft auf Professor Junkers an die,/Bremen"-Flieger Die Bedeutung dev Ozeanflugcü. schlecht Behandelten doppelt start daS Bedür,nS nach Licht, Wärme und Sonne. Die Reiselust erwacht, Pläne werden gemacht, die Koster gepackt. Leute mit schmälerem Geldbeutel und wenig Zelt eilen, um wenigsten» in Wiesbaden, Heidelberg oder Baden-Baden sich von erster Zrühlingssonne durchwärmen zu lassen und von der Auferstehungsfeier der Ratur an den Quellen etwas abAubctommcn. Glücklichere Zeitgeiw'sen mit Scheckbuch und Mäblerkoster ziehen an di« Riviera oder hinüber nach Italien, um über der 6 L John (Neufundland), 13. April. (WTD. " ic große Handelsfirma 3ab tation in Grcenly Island Oie Kandidaten der Dolkspartei in Heffen-Aaffau. Kassel. 13. April. Die Listen der Kandidaten der Deutschen Volkspartei für die Reichs- und Landtagswahlen im Wahlkreis Hesfen-Rassau sind. 1. Reichstag' 1. Dr. Kalle. Frankfurt a. 2E.; 2. Landwirt Günther. Wüßwillen- roch: 3. Qberstudiendirektvr 93 e der, Kassel: 4. Frau General Röder. Wiesbaden: 5. Lokomotivführer Seibert, Frankfurt a. TEL; 6. Landwirt Dinges. Bad Soden. 2. Landtag: 1. Stadtschulrat Schwarzhaupt. Frankfurt a. M.: 2. Schornsteinfegermeister und Stadtrat Meyer, Wiesbaden: 3. Dr. Wolff, Regierungsrat a. D.. Kassel: 4. Landwirt Kaiser, Wolfshausen: 5. Fräulein Dr. Rocholl. Fritzlar, 6. Regierungsrevisor Karl Bee res. Frankfurt a. M. Oie Auöspermngen in Sachsen. üena^Bt eoe le)at in fast 40ftünbigem Dauerflug daS amerikanische Festland erretcht. Ungeheuer ist der Jubel hüben tote drüben ob dieser Großtat der deutschen Fliegerei. Die Freude über den gelungenen Flug darf uns aber nicht abhalten, einen Blick rückwärts zu werfen und der vielen Toten zu gedenken, die der Ozean ifn vorigen Jahr bei den zahlreichen sruchtlosen Versuchen amerikamscher, eng- lischer und französischer Flieger gefordert hat. Immer wieder ist verfucht worden, es dem Amerikaner Lindbergh gleichzutun, ihn aber noch durch eine Ueberquerung des Meeres von Osten nach Westen zu überbieten. Schon der Zeppelin-Flug zeigte, wie schwer es ist, vom europäischen Festland her den amerikanischen Kontinent zu erreichen. Z.R. Ul muhte mit erheblichen Gegenwinden lämpfen, die aber von dem Zeppelin mit Hilfe feiner zahlreichen tcäftigen Motoren überwunden werden konnten. Das Flugzeug dagegen stellte sich sehr bald als viel zu schwach heraus: in Deutschland lehnte man eS infolgedessen auch ab. einen Dauerflug zu wagen. Man versuchte es im Herbst vorigen Jahres mit einem Gtappenflug, der von Lissabon über die Azoren nach Reufundland und von dort nach Reuyork führen sollte. Auch Hauptmann Köhl befand sich unter den Piloten, er mußte jedoch ebenso wie seine Kameraden das Unternehmen, das unter keinem glücklichen Stern stand, vorzeitig abbrechen. Jetzt hat er eS noch einmal gewagt, er ist am 26. März nach Irland aufgestiegen, hat aber auf dem Flugplatz von Daldonnel bei Dublin fast drei Wochen warten müssen, bis einigermaßen günstige Wetterberichte einliefen, die es ihm gestatteten, in den Morgenstunden teS 12. April auszusteigen. Wir wollen eS uns nicht verheimlichen, daß es sich hier um ein Wag - n iS handelte, bei dem es um Leben und Tod ging. Aber Hauptmann Köhl gab noch kurz bevor er die „Bremen" bestieg, teurer Zuversicht beredten Ausdruck und wie sich jetzt zeigt, ist ihm das große Werk gelungen. Gr hat unzweifelhaft mit heftigen Gegenwiirden zu kämpfen gehabt, die aber der gute Motor und der ausgezeichnete Apparat zu überwinden in bet Lage waren. Das gesamte deutsche Volk jubelt ihm ebenso wie die amerilanische Ration zu, ist er doch der erste Flieger, der den Ozean von Osten nach Westen zu überqueren vermochte. Gr hat der ehrenvollen Geschichte der deutschen Fliegerei ein neues Ruhmesblatt hinGietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrv« wnb »erlog: BrfltjIW UwtoeiüWs-Bed). nö Stetetriderei «. lange hi Siegen. Schristieitnng und «eschästrNele: Schnl»ra»e 7. Berkin. 13. April. Die feit gestern abend eingdeitete Aussperrung in der sächsischen Me- talllndustrie hat sich biS heute noch nicht über alle davon betroffenen Betriebe ausgedehnt. Eine 1t 9fnri( rmxT« stunffnru* 1 Bros Riviera oder ymuver naT li ?;TS. ftÄStfÄ» : «s sllR.eS”.“s susää welche Fülle von ^chw,engkeiten zu überwinden v Geboten politischer Zweck- Kn'C h*2TC; n b (4 n e“r o‘™°Sertragen Diese gMlKhc Terbinbung * ’XÄZMM SÄX« £5 S SSÄS -ssss des amerikamschen Volkes und Kanadas di e t ra . ^ers. vor strapaziösen Paraden. Galaopern I Vr°tn !i!2n erfahren bat Aber usw. oft nicht zu einem ruhigen Plauderstündchen f0 br t Ewen neuen De^v erfahren hat. Uder ^ie französische Metropole war von weit darüber hmaus erfüllt « "ns mit freudiger bevorzuates Ziel solcher ..halben Geschäfts- Gemiatuung. daß d°s Flugzeug i "Dienst e be r Tomaten aus aller Welt, und die ? H.IÜfi h?« her%aitcr nach den Schick- Pariser Staatsmänner haben mit großem G?- keltvgefuhls der Bolter nach oen voym , . . h* stets angelegen fein alsschlaaen der ^ngmenÄ^re wieder bei• ( die notwendige Fortführung des Dienstbetriebes nicht in Frage gestellt wird. Bei der önt- scheidung über derartige Gesuche soll nicht engherzig verfahren werden. Die hiernach beantragte und bewilligte Freizeit ist bei Beamten und Angestellten auf den Erholungsurlaub anzurechnen. Da« gleiche kann auf Wunsch bei Arbeitern gcf(ßeßtn. Wird von Arbeitern nicht ausdrücklich um Anrechnung auf dcn Erholungsurlaub nachgesucht, so wird für die Dauer der Arbeits- t»erier*8Chn wertwrll We »ftw fbfgen nwt 4rn wt*»t Oie rait* Uaimw« mwHfn {«» kn dit Tfmptraltn in 0« i'rx» #*,►*«• Orte en •***«• eu! »Wrresn'Vtie umet/tcentif« uhtift Wettervoraussage. Die aus dem skandinavischen Hoch entstammenden falten Lustmassen haben zu weiterem Temperatur» rückgang geführt. So lagen im nördlichen Deutscw land heute morgen die Temperaturen vereinzelt unter Null. Außerdem traten verbreitete Nieder- schlage auf, die vielerorts In fester Form nieder gingen. Da von Westen ein neue» Ttesdruckaebitt heranrückt, so besteht noch keine Aussicht auf Hess.' rinig der Wetterlage, nur dürfte beim Umdrehen der Winde nach Ludosten eine langsame Erwärmung tattsinden, die sich aber erst später bemerkbar machen wird. Wettervoraussage für Sonntag Wollig, noch kühl, stellenweise Temperaturen nachts um Rutt. weiterhin vereinzelte Riederschläge. Witterungsaussichten für Montag: Wechselnd . wolkig mit langsamer Erwärmung. Lufttemperaturen am 13. April- mittags 7,4 Grad Celsius, abends 4,1 (Srad Celsius, am 14. April morgens 1,1 Grad Celsius. Maximum 7,4 Grad Cel ftus, Minimum 0,3 Grad Celsius. — Erdtempera- kuren In 10 Zentimeter Hefe cm 13. April, abends 9,1 Grad Celsius: am 14. April: morgen# 6,7 Grad Celsius. —-Niedertchläge 5,1 Millimeter. Mädchen zweistimmig. Von leibst finden sich einige gut geschulte Altstimmen, die in schlichter Weise die Melodie begleiten. “71 151 «SS A da, JBe/fe ! Seit 36 äabretL I Vermietungen | Mietgesuche MN. dimmet sofort z. vrm. 02930 LanM.'-V.'vl-ioi.r. 2 oder 3 möbl. 3immer u. Küche lzur Allein- bcnuüungi z. 1. 6. ob. später zu verm. Zu ertr. tnd.GefchäftSst. d. Gieft. An». 02915 Geräumiger Laden mit 2 Schaufenstern, anschlteftend 2 kleine Zimmer und Küche, CötL kann dahinter- liegendes gr. Lager mitvermietet werd^ in guter Geschäftslage Gienen- ».vermieten. 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Zkkitag-Ab.'vorsk. von 19', bis 21", IL Zum ersten Male Das Kamel W durch dasAadelostr Lustspiel in 8 Akten von dr. Langer deutsch von SD. Pick. Lonntaa.22.Avril Aufter Llbonnement 3remoenöoriienung von 18 bis 20 Uhr «in beflrrer öerr Lustspiel in8Bildern von W. Hasencleoer. 'Gutscheine haben Gllltigketu. »dai.) (emtfiflciu wriidiuf.Cie <5ttilung- suchkndm sind banfbär bafür, »tnn man thrr r>cm(ihvns,«u jur anb in i Hand mit ihr. Nach den ersten, erfolgreich bestandenen Abenteuern wurde dieser Derkeyr noch inniger und intensiver. Klingelte fo ein Bursche, der Fähigkeiten als französischer Spion in sich fühlte, bei un» an, fo gab ich in der Zelle das Zeichen „P. P.“ — das hieß „Polizeipräsidium". Mein« Kollegen und der von der Postbehörd« der Interalliierten RontroQ- kommission zu geteilte Storungssucher bemühten sich daraufhin mit Eile und Eifer, eine tetephonisch« Der- binbung zum Polizeipräsidium hcrzustellen. „Einen Augenblick — der Ehef wird benachrichtigt", hieß es für den Wartenden, während fein Draht bereits mit der Leitung zum Poli^ioräsiteurn verbunden wurde. Einige einleitend«, französisch gesprochene Höflichkeitsfloskeln: „Voila Monsieur le Directeur — il taut parier Allemand avec lui — bitte sprechen Sie!" Und bann sprach er, der Spion werden wollte, dierekt mit dem Lhes des Spionagedienste» — allerdings mit dem Lhef de» deutschen Abwehr-Dienste», und verabredete, gutgläubig und ahnungslos, mit Ihm Zelt und Ort, wann und wo er verhaftet und feiner Bestrafung zugeführt werben sollte. Gewöhnlich war es derselbe Kriminalkommissar, mti dem er zuerst telephonierte, und der ihn dann später verhaftete. In anderen Fällen ließ ich den xriminanommiffar nur mithören und bearbeitete den Verräter noch weiter bis er „reif" war. Mit der berühmten Einheit im Ententeiager war cs damals schon nicht mehr weit her. Das Hauptkontingent der Offiziere und Beamten in der Kontroll- kommission stellten naturgemäß England und Frankreich, während Belgien, Italien und Japan in viel geringerem Ausmaß vertreten waren. Während die Engländer im sogenannten Innen- dienst dominierten — ich mutz einscholten, daß sie sich sehr korrekt benahmen und daß es sich mit ihnen resp. unter ihnen ganz gut arbeiten ließ — besorgten die Franzosen den A u tz « n d i e n st, der wohl in der Hauptsache al» Spionage yi klassifizieren ist. Es gab viele dienstliche und persönliche Reibungen zwcschen ihnen, sie konnten ein- ander, wie der Dolksrnund zu sagen pflegt, gegenseitig nicht riechen, ober ihre diplomatische Erziehung und Zurückhaltung bewirkten «s. daß laute Streitigkeiten unterdrückt wurden. Merkwürdig war auch folgendes: Während der Engländer niemals ein Hehl machte, daß er ein Engländer war. hatten di« Franzosen. wie bereits gesagt wurde, sehr viele Offizier« nach Berlin geschickt. die nicht nur deutsch« Namen trugen, topisch deutsch aussahen — blondes Haar und blaue Augen — sondern auch fehler- und akzentfrei das Deutsche beherrschten. Diese Eigenschaften ermöglichten es ihnen, sich überall unauffällig in Deutschland zu be- wegen und alle möglichen Rollen zu spielen, ohne daß jemand auf den Verdacht gekommen wäre, daß sie Ausländer, Franzosen, sogar französische Offiziere und Mitglieder der Interalliierten ÄontroU- kommission waren. Nachdem unsere Aufseher in der Telephon- Zerttrale abkommandiert worden waren, erreichte ich durch energisch« Beschwerden, daß «s jedermann, auch den Offizieren aller Grade, verboten war, die Telephonzelle zu betreten — um „de n Betrieb nicht zu st ö r e n". Ein Riesenplakat, in drei Sprachen abgesoßt, von dem Chef des Verwaltung», stades eigenhändig unterschrieben, prangte zur Be- fräftigung dieses Befehles dautzen an der Tür. — Wir hatten also keine Störung mehr zu befürchten. Ich für meine Person hatte mir — unter dem Vorwand schriftstellerischer Arbeiten — die (Erlaubnis erwirkt, nach Schluß der Bureaultunden eine Schreibmaschine aus einer Kanzlei, der Kontrollkommission zu holen. Das Betreten der Bureaus ohne „interalliierte Begleitung" war sonst den deut- scyen Angestellten strengstens verboten. Daher hatte mir ein Major einen schriftlichen Erlaubnisschein ausgestellt, eine Schreibmaschine der > Ententekomnrission benützen zu dürfen. Mit diesem Gießener Etadttheater. Frederick Lonsdale: „Mrs. Cheneys Ende." Dieses Stück sollte mal ein Deutscher geschrieben haben! Es wär« rMchrschsinlich von keiner besseren Bühne angenommen worden. Und wenn es angenommen worden wäre, dann würde es bei der Premier« schon mit einem Gerassel durchgefallen fein, hu man vermutlich ziemlich weit gehört hätte. Da e» aber eine Ucberjeßung ist, da es (diesmal von England) importiert wurde, hat es in Berlin eine Äufführungsserie «riebt, die hübsche Tantiemen gebend)! habei> muß. Wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß man für die Titelrolle die Bergner aufgeboten hatte. Schade um die Bergner! Das Stück ist typisch für die gegenwärtige Situation. Die Lage ter Theater ist der des Büchevinarttes verzweifelt ähnlich. 30 000 Nununern wies ter letzte Iahreskatolog auf. Das bedeutet eine mehr als un- geflirrte Ueberburbung und Abdrosselung des Mark- les. Und das bedeutet, daß wir uns nicht den Luxus gestatten dürfen, derartig irrsinnig« Zahlen durch eine Sündflut minderwertiger Uebersetzungen ins Unerträgliche zu vergrößern.. Die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, fallen nicht ins Gewicht. Die wertvollen Neuigkeiten aus Frankreich, England und Skandinavien find durchaus und ohne Schwierigkeit namentlich aufzuzählen: ein geradezu unscheinbarer Prozentsatz ter Iahreszisser 30 000, mit deren Verringerung für 1928 zu rechnen kein Anlaß besteht. Wieviel« junge wertvolle deutsche Autoren kämpfen darum, mit einem ersten Buch zu Wort zu kommen! Die wird gesucht und gesiebt, bis einer aufge- führt wird! Wieviel Enttäuschungen, wieviel Schwie- rigkeiten, wieviel bittere Wartezeit, wieviel Umwege ... und wieviel Gerede von schlechten Zeiten und von der Krise des deutschen Theaters! Jawohl: die Zeiten sind schlecht, und die Krise ist nicht zu leugnen. Aber «s würde vieles erheblich zu bessern sein, wenn man sich entschließen könnte, vier Fünftel (schlecht gerechnet!) fremden Durchschnitts und ausländischen Kitsches über Bord zu werfen und dafür Raum und Möglichkeiten für gute inländische Werke zu gewinnen. Das Lustspiel von Lonsdale, das wir gestern sahen, ist em spottschlechtes Stück, ist ganz billige, ganz roerttofe englische Ramschware. Das klingt Hari, aber der Kritiker ist zur Offenheit verpflichtet. (Werm es sich um eine gelegentliche ober einmalige, urö nicht um eine fetter sehr charakteristische Erscheinung handelte, wären ja gar nicht so viele Worte über das Ganze zu oerlicren.) Tlan verfolge doch bi« Aufführungsbericht« und die Spielpläne der deutschen Theater, man lese die Riefens palten ter Neccerschein'.mgen auf dem Bühnenmarkt unb habe den Mut zu ter Feststellung: so geht «s nicht roeiter! „Mrs. Chcney's Ende" ist ein fahrlässig ungeschickt gebautes Stück, das von Unwahrfcheinlichkeit, von Sentimentalität und falschen Gefühlen sttotzk, das in zwei Bildern einfach langweilig ist, und in den übrigen zwei Bildern die wenigen erotischkriminalistischen Spannungsmomente mit einer Treffsicherheit verpaßt, zu ter fast Begabung gehört, und deren vielleicht nur etn englisches Temperament fähig ist. Die Fabel ist so: ein Warenhausmädchcn kommt auf di« schief« Bahn unb wird von geriebenen Verbrechern dazu gebrach, als unbekannte, hübsche L Hochelheim, 13. Avril. Hier wurden in diesem Jahre 28 Kinder aus der Schule entlasten, und zwar 12 Knaben und 16 Mädchen. ex> Dornholzhau sen, 13. April. Welches Unheil Kinder durch Spielen mitgeuer anrichten können, zeigte ein Vorfall, der sich dieser Tage hier abfpldte. Zwei kleine Kinder benutzten die 21p- Wesenheit ihrer Eltern, um in unmittelbarer Nähe der elterlichen Scheune ein Strohfeuer zu machen. Das Feuer nahm sehr rasch einen solchen Umfang an, daß nicht nur die eigene, sondern auch mehrere mit Stroh gefüllte Scheunen der Nachbarn ernstlich bedroht waren. Nur dem Zufall, daß ein« erwachsene Person das Feuer rechtzeitig bemerkte und es noch löschen kannte, ist es zu verdanken, daß ein größerer Brand vermieden wurde. 4- Niederkleen, 13. April. Bei einer Ackerverpachtung wurden verhältniomähig ho he Pachtpreise erzielt. Insgesamt kamen 25 Morgen Ackerland zur Perpachtung. Für Land 1. Klasse wurden 4 Mk., 2, bis 4. Klasse 3 Mk. und für geringeres Land 1,20 bis IW Mk. je Ar bezahlt. Die Verpachtung zeigte, daß gutes Land noch immer sehr gesucht ist. Auf schlechtes Land, das ebenfalls mit zur Verpachtung kommen sollte, wurde kein Gebot abgegeben. —ö— Aus dem Hüttenberg, 13. April. Zn den letzten Wochen haben die Preise für fette Schlachtschweine in den Gemeinden des Hüttenbergs einen Tiefstand erreicht, wie er In den Jahren nach dem Kriege noch nicht festgestellt wurde, ffür da« Pfund Lebendgewicht wurden in diesen Tagen noch 54 Pf. geboten, und mancher Landwirt würde für diesen Preis trotzdem noch gern ver- kaufen, wenn er seine Schweine überhaupt los würde. Die Preise für Rindvieh werden durch die nichtigen Schweinepreise ebenfalls aufs ungün- ftigfte beeinflußt, Jo daß unter der Einwirkung der schlechten Konjunktur zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe sich in einer schlimmen Finanzlage tafln* den. Al« Auswirkung dieser Zustande wird von den ländlichen Handwerkern über eine zunehmende Borg- wirtschaft aeflagt, so daß die Eristenz auch manche« ftonen Geschäftsmann«« bedroht ist. Mrcie Biedenkopf. XX Biedenkopf, 18.April. Da« Hahr 19-7 hat töteber eine erfreuliche Ausdehnung der Kreisviehkasse gebracht. 292 Mitglieder mürben neu ausgenommen. Versichert waren 1486 Pferde, 8252 Rinder, 7692 Schweine. 1345 Ziegen unb 106 Sä-afe. Di« Versicherungssummen zeigen die Höhe von 5 358 260 Mk., mithin gegen das Vorjahr ein Mehrbetrag von 364 520 Mk. Es galt diesmal an Entschädigungen zu zahlen für Psends 31 569 Mk.. Mir Rinder 42 479,70 Mk., für Schweine 28 931,40 Mk., für 'Ziegen 1866,00 Mk. un-b für Schafe 196 Mark, mithin bk stattliche Summe von 100 062,10 Mark. Am 31. Dezember 1927 betrug dos Gesamtvermögen der Kreisoiehdass« 11 175 687 Mk. .Are!? 9J rrg. || Marburg, 13. April. 9m nahen Dorfe Ma rhach siel heute nachmittag ein 8jähriger Junge In einen Waschkessel kochenden Wassers und erlitt am ganzen Körper lebensgefährliche Brandwunden. Man brachte ihn in die Marburger Klinik. Vermächtnis für die Stadt Kaffei. WSN. Kassel. 13. April. Der am 11. De«. 1908 verstorbene Kaufmann Ludwig Mond hat durch Testament der Stadt Kassel eine Schenkung zu wohltätigen Zwecken von 20 000 Pfund Sterling vermacht, mit der Bestimmung, daß die Zinsen von der Stadt Kassel In derselben Weise benutzt werden sollen, wie die Gabe von 100 C00 Mark., die der Verstorbene der Stadt Kassel schon früher überwiesen hat. Die Auszahlung sollte nach dem Tode bet Ehefrau des Erblassers erfolgen. Die Geschäftsjahr an 1954 Entleiher insgesamt 3807 Bände. Beschlossen wurde, in diesem Iahte eine Dürer-Feier und eine volkstümliche Schubert-Feier zu veranstalten. AIS Bertreter der Fortbildungsschule wurde Rektor Spieint ann in den Vorstand gewählt. Der Spende für den in Not geratenen Dichtet Anton Fsnd- rich werden auf einstimmigen Beschluß der Versammlung 10 Mark zugefuhrt Krc:L Büdingen. < Ortenbetg, 13. April. In dieser Woche verließ un8 unser langjähriger treuer Seelsorger Pfarrer Kahn, der fast 15 Iahte lang mit hingebungsvollem Eifer unb mit schönstem Erfolg das Pfarramt in unserer Stadt versehrn hatte, um nach L i ch, seinem neuen Wirkungskreis, übetzusiebeln. Nut mit großem Bedauern sieht die diesige Kirchengemeinde ihren bewährten und beliebten Führer scheiben; beim Pfarrer Kahn hat nicht nur mit Gewissenhaftigkeit unb Sorgfalt alle Pflichten seines Amtes erfüllt, sondern hat auch noch auf anderen TätigkeitSselbern vorbildlich gearbeitet, so daß ihm der Dank aller Bevölkerungskreise sicher sein kann. Mit ausgezeichneter Rebegabe auSgestattet, hat er stets die rechten Worte gefunden bei seinem kirchlich-gottesdienstlichen unb seelsorgerischen Wirken, wie auch bei außer- kirchlichen Veranstaltungen. Ein vorzügliches Organisationstalent befähigte ihn. das Vereinsleben tatkräftig zu entwickeln unb zu förbern. Unvergessen ist, waS er als Dotsitzenber deS Zweig- Verein- vom Roten Kreuz geleistet hat, namentlich in der Kriegsbeil, in welcher er sich als umsichtiger und nie ermüdender Erfüllen der vielen kriegsfürsorgerischen Aufgaben bewies; gerade diefe ihm besonders anS Herz gewachsene Tätigkeit fand auch ihre wohlverdiente Anerkennung durch die Derleibung der Rote Kreuz-Medaillen 3. unb 2. Klasse. Nicht minder erfolgreich war ein Wirken für den Kirchengefangverein, für >ic Kleinkindcrfchule und für bk Kranieupflege- iation, sowie alS Leiter brs Evangelischen Wohl- ahrtsbienstes für den Kreis Büdingen, Dankbares Gedenken und herzliche Segenswünsche für ihn und seine Familie geleiten ihn in sein neue» Amt. * Aus dem o he re n Nibda ta le, 18.April. Merkwürdig ist es, daß jetzt noch eifrige Nach- srage nach Aepfeln besteht. Händler aus be» nachbarten Städten kaufen alle Sorten uimusgclesen den Rentner für 5 Mark. Wenn auch den Züchtern durch Fäulnis schon große Verluste entstanden sind, so sind sie dennoch zufrieden damit, Hoß sie das Dbft nodj einigermaßen verwetten können. Angeblich gehen Nt Aepsel in größere Bäckereien zur Der- menbung. Kreis Schotten. 0 Webern, 13.April. Der hiesige Kirchen- gefangne re In manftaltek zu Ehren leine» langjährigen stellvertretenden Dirigenten, Lokomotivführers Brückmann, der nach Betzdorf versetzt wurde eine Abschieb-feier. Der Ort« golft liehe als Vereinevorfihender gedachte mit ehrenden Worten der hervorragenden Verdienste des Scheidenden, der bem Verein seit seiner Gründung am 17. Januar 1914 angehört und alS Vorstandsmitglied und während längerer Iahre al« Stellvertreter des Dirigenten mit aufopfernder Tattrott stets die Bestrebungen heS Kirchengesangvereins erfolgreich gefördert habe; er teilte dann mit, daß Herr Brückmann zum Ehrenmitglied des K'rchengelangve eins ernannt worben fei, und überreichte ihm eine schön ausgesührle Ehrenurkunde. Der ®eefmc dankte mit bewegten Worten. — Der Abschluß her dieswtnterlichen Dereinsabende des Gustav- zur Beratung. Er schließt für die Betriebsabteilung in Einnahme und Ausgabe nrlt 530 121,89 Mk. ab. Nach den Ausführungen des Vorsitzenden beträgt der Umlagebedarf, wie im Vorjahre, 123 000 Mk., so daß em-e Steuerer Höhung für bae neue Rechnungsjahr nidti Eintritt. Don besonderer Büdeu» hing im Voranschlag ist das stetige Anwachsen der Lasten für die soziale Fürsorge und für die Schulen. Der städtische Zuschuß für die vberveolfckjule im Rechnungsjahr 1928 beläuft sich auf 41 610 Mk. Der Voranschlag sand noch einer längeren Aussprache unverändert Annahme. Die Festsetzung der Stauer, ausschlöge für 1928 wurde ausgesetzt bis die ent» p rechenden Steuergesetze für das neue Rechnung-» ahr oorUegen. Daraus wurde der Voranschlag tos städtischen Schlachthoses für da- Rechmingssahr 1928 beraten, über welchen Beige» onbnetor V ogeley referierte. Dieser Voranschlag schließt in Einnahme und Slusgabe mit 23 088,28 Mark ab. Der Rechuungsrest beträgt 6649.01 Mark. Bei der Beratung wurde beschlossen, daß erstmalig im Rechnu.ngssahr 1928 ein Verwaltungskostendd» trag von 600 Mk. an die Stadtkasse abzuführen ist. Der Voranschlag sand enffprethenb dem Vorschlag der Finanz ko mmi Ist on gegen eine Stimme An» nal>me. Für den Crneuerungssonds wurden eilige» stellt 4418,50 Mk. Bei der Beratung tarn zum Ausdruck, daß die karnevalistische Buch- und Rechnungs- führung für solche Betriebe nicht geeignet sei. diese ergebe kein übersichtliches Bild. Es fei hierfür die kaufmännisci-e Buchführung am Platze, waber Vorsitzende at» nach den gegenwärtig bestehen» den Rechnungs» unb Do -ans chlag sbestt mmungeu als unzulässig bezeichnete. w Homberg a. d. Ohm, 13. April. Gestern kam das Brennholz der staaiichen Wälder der För» sterel Honnberg -ur Derstetgenmg. Dergleicht man die Preise mit benjenigen der voran-gegangenen Holz- Versteigerungen in hiesiger Gegend, so kann man dne leichte Preissenkung feststellen. Im Dnrck^chnitt wurden bezahlt für vier Raummeter Buchenschetter 1. Klasse 43 bis 45 Mk., Buä-entnüppel 1. Kl. 34 bis 36 Mk., Eichenkrrüppel 18 dis 20 Mk. Auch auf min» detwertzges Holz wurde besonders lebhaft geboten, so daß Buchenscheiter 2. Klasse Im Preis btesenigen der 1. ftlaffe fast erreichten. Eiche, auagebengelte, erzielten 12 bis 14 Mk., Duchenstöcke 18 dl, 24 Mk. (-) G r o ß - F e l d a. 13. April. Dom schönsten FrühlingSwetter begünstigt, fand hier der diesjährige Ost er markt statt. Auf brm Ferkelmarkt waren über 500 Stück aufgetdetan. Es galten: 6 Wochen alte Ferkel pro Kopf 16 Ml 18 Mk., 7 bis 8 Wochen alte Tiere 20 dis 22 Mk. Auch auf bem Krämermarkt herrschte t in Wetzlar Kaust deutsche Mare! die Rechtsmittel im Jahre 1928 bei den steuern rnsl ißzahlungsbeschejden eine Rachprüiung jetzt Sondersteuer möglich ist und bi« Interessen der Steuer- I lagung betot Totoui schon HöheHelrkraff, altbewährt tßfräftig feststehenden DesteuerungSgrundlagen, z. V. gegen den Wert des GrunbvcrniögenS ober etwa weil der Beschwerdeführer erreichen roill, dah bas tatfächliche Beiriebsvermögen von jetzt und nicht etwa von früher »ugrunb gelegt werden soll und dgl. Die Rechtsmittelfrist wirb durch ministerielle Verfügung in Lauf gesetzt werden. Eine Sonderregelung muhte auch hier getroffen werden für die Gewerbesteucrvoraus'.ahlungen, und zwar um deswillen, weil die DesteuerungS- grunblagen bei der Gewerbesteuer besonders mangelhaft und veraltet find. Artikel 9 bestimmt: „lleberftelat die Woraus« zahlung an staatlicher Gewerbesteuer für 1927 die auf Grund deS Gesetzes über die Gewerbesteuer für bas Rechnungsjahr 1928 zu entrichtende staatliche Gewerbesteuer für das Rech- nungßiabr 1928 um mehr als den vierten Teil derselben und mindestens um Mark. fo ist die Vorauszahlung für 1927 in Hohe deS Unter- fchiedeS zu vergüten." , „ ,, Die gesamte Gewerbesteuer soll hiernach an- geglichen werden an die für die Veranlagung 1928 getroffenen Ermittlungen. Ergeben sich bann äleberzahlungen. die mehr alS den vierten Teil der zu oeranlagenben Gewerbesteuer ausmachen und mindestens 10 Mark betragen, so »st der übersteigende Betrag »u erstatten. Wahgebend für diese Bestimmung ist die Tatsache, dah der Gewerbestcuerveranlagung vom Ertrag der Ertrag deS 3ahreS 1927 zugrunde gelegt werden soll. Deshalb ist nach Möglichkeit auch die vor- läufige Zahlung für 1927 dem tatsächlichen Er- trag von 1927 anzupassen. 3n vielen Fällen sind nun von den Finanzämtern Stundungen der vorläufigen Landes- insbesondere der Gewerbesteuer und ,wvi biß zu deren endgültigen Heran- bewilligt worden. Wie sind nun diese auch diese vorläufig im Stimdungswca geregelten Vorauszahlungen lür 1928 mahgcbenb fein. Da die Sondersteuer für 1927 um 26 v. H deS nach Satz 1 Art. 1 sich errechnenden Betrages für 1926 erhöht wurde, fall« der zugrunde gelegte Sleuertoetl 7000 Mk. übersteigt, so ist diese Erhöhung auch für 1925 zu berücksichtigen Die Erhebung der Steuervorauszahlungen soll in sechs Zielen am 25. April, 25. -3uni. 25. August, 25. Oktober. 25. Dezember 1928 und 25. Februar 1929 erfolgen. Ein wesentlicher Unterschied gegenüber der Steuervorauszahlung der früheren Sabre bestehl jedoch insofern, al« nunmehr gegen die Vorauszahlungen. die nach Artikel 3 durch Bescheid an- gefordert werden sollen, jetzt schon Rechtsmittel gegeben sind. Die Begründung zum Gesetz lagt, dah wenn Richtigstellungen von früheren Steuer- Veranlagungen und Rechtsmittelen tscheidungen zum Zwecke der Berechnung her Steuervoraus- zohtengen für 1928 von den Finanzämtern vorgenommen werden, vom Standpunkt der Steuerpflichtigen auS eine Abwehr dagegen erforderlich ist. Mit Rücksicht darauf aber, dah die Werte, welche der Steuer zugrunde liegen, fest in den DermöaenSsteuerwerten für 1914 Detoniert find, müffen diese Rechtsmittel beschränkt werden. SS ist nicht ausdrücklich im Gesetz zum Ausdruck gebracht, folgt aber aus dem Wortlaut des Artikels 1 Abs. 1 Satzl, dah Rechtsmittel gegen Vermögenswerte, die nach den bestehenden Gesetzen und Verordnungen mit den für das Sleuerjahr 1914 veranlagten Betrügen in Rechnung zu stellen sind, nicht gegeben sein sollen, ba an der Bewertungsgrundlage jetzt nichts mehr gut bekannten Menschen blo llnle Hand aus Vte I Schulter, versicherte ihn 1elr.tr fvrtgc et len ' Freundschaft und seines Beistandes. v:r etzte id'n aber fast gleichzeitig mit einem spitzen Meller, daß er aus seiner Hosentafche geholt hatten, einen 4 bis 5 Zentimeter tiefen Stich in die Brust. Er erklärte sich dann sofort bereit, ihm die Wunde auSzuwaschen, verlieh aber, alß sich anber« um den Verletzten kümmerten, fluchtartig die Stätte feiner Tat Der Verletzte muhte in die hiesige Klinik ausgenommen werden, wo er monatelang darniederlag. Dieser und die wenigen Tatzeugen vermögen ein Motiv für die Handlungsweise des Angeklagten, der von dem ganzen Vorfall keine Ahnung mehr haben will, nicht anzugeben und die eingangs erwähnte Annahme erscheint durchaus berechtigt. Selbstverständlich kann von einer im Zustande der Bewuhtlofigkit begangenen Tat keine Rede fein. Alß er sie beging wustte der Angeklagte recht wohl, was er tat. Alle Begleitumstände sprechen dafür. Wenn Ihn insolae des AlkoholgcnullcS später daß Gedächtnis völlig im Stiche lieh, so ist die« für die Beurteilung der Tat gleichgültig. Die StrafzumessurgZgründe waren einleuchtend, sowohl die strafmildernden, als auch die straserschwerenden. Trotz erheblicher Bedenken nahm daß Gericht mildernde llmstände an, legte aber dabei auf die starke Trunkenheit weniger Gewicht, alß auf die offensichtlich vorhandene geistige Minderwertigkeit deß Angeklagten. Ohne die Annahme mildernder Umstände wäre die verhängte Mindeststrafe von vier W o ch e n G e s ä n g n i S für ihn eine zweimonatige Gefängnisstrafe gewesen, von der man ihn noch einmal bewahren wollte, zumal der Verletzte kein Interesse an einer harten Bestrafung zeigte. geändert werden kann. , . 3m übrigen foll Im RechtSmitielweg auch letzt noch geltend gemacht werden können, was >m Jahre 1927 wegen Fristablauf verfäumt worden ist, also z.B. Anträge nach Artitel 2, 6. 7. 9. 9a 9b der SondergebSubesteuerverordnungen vom 10. März bzw. 11. Oktober 1926. Wie die endgültige Veranlagung für 1928 erfolgen soll, steht nur bezüglich der Gewerbesteuer fest, wie aus dem später zu erörternden Getoerbe- steuergesetzentwurf ersichtlich ist. Die Grund- und Sondergebäudesteuer werden vermutlich auch für baß 3ahr 1928 durch die in 1928 erfolgten Vorauszahlungen als endgültig abgegolten angesehen werden. Dies ist auch um fo unbedenklicher, als durch die Rechtsmittel im Jahre 1928 bet den gegenzukornrnen. ihm Zahlungsfrist zu gewahren. Hier kann unter Umständen der Grund der Stundung noch weiter bestehen und es wird von dem Finanzamt jeweils von Fall zu Fall Entscheidung zu treffen sein. 3n einer groben Anzahl von Fällen dagegen handelt e» sich um sog. unechte Stundungen. Hier wurde die Stundung nur um deswillen ausgesprochen. weil zur damaligen Zeit mit Rücksicht aus den Eharakter der Steuer als Voraußzah- lung, alß vorläufige Steuer, ein Erlah noch nicht möglich war. wenn auch an und für sich die Voraussetzungen dafür bestanden hatten. 3n solchen Fällen tann nur mit einem Erlah aus Billigkeitsgründen geholfen werden. Es ist hier z. D. zu denken an den Fall, dah ein Pflichtiger, der es im 3ahre 1926 versäumt hat, Antrag auf Ermähigung feiner Sondersteuer nach Art.» zu stellen, diesen Antrag aber in 1927 nachgelwlk hat. Obwohl hier die Voraußsetzunpeii zur Ermähigung der Sondersteuer vielleicht gegeben waren, konnte das Finanzamt in 1927 nur eine Stundung auSsprechen. da die Steuerschuld für 1927 nur eine vorläufige war. Bei der endgültigen Regelung für 1927 wäre hier ein Erlah aus Billigkeitsgründen auSzusprechen. Sine Besonderheit ailt noch hinfichtlich der Detoerbesteuervoraußzahlungen für 1927. Die Entscheidung über die hier ausgesprochenen Stundungen ist ebenfalls vorläufig auSzusetzen. da der S-euerpftich i, c nach Artikel 9 be' Steuervoraus- zahlungßgete^es unter gewissen Voraussetzungen das Recht bat, die Herabsetzung der Vorauszahlungen für 1927 auf die Gewerbesteuerschuld des 3ahres 1928 zu verlangen. Diese Dewerbe- steuerschuld für 1928 soll aber durch Veranlagung ermittelt werden. Erst dann kann deshalb die Frage entschieden werden, ob eine weitere Cvmäftigung der Gewerbesteuerfchuld 1927 im Billigleitsweg möglich ist. Die Gewerbesteuer vorn Ertrag aus den Zähren 1925 ober 1926 ist au« BilligkeitSgrunden zu erlassen, tvtnn nachweißbar in dem betreffenden 3obre kein gewerblicher Ertrag erzielt worden ist. Bei der Gewerbesteuer 1926 vom Anlage- und Betriebskapital foll im allgemeinen ein Erlatz aus Billigkeitsgründen nur bann stattimden. wenn wenigstens ein Viertel des zugrunde tiegen- den Termügenßbetrage« verloren gegangen ist. Hl. Die Steuervorauszahlungen der Gemeinden. Kreise und Provinzen sind in Artikel 6 näher geregelt. Auch hier kann biß zur Zustellung der endgültigen Steuerbescheide die ®tunbfteuer. Sondergebäudesteuer und Gewerbesteuer für 1928 vorläufig nach den BesteilerungSgrnndlagen für 1926 erhoben werden. zugehen lein wird. Artikel 7 deß Steuervoraußzahlunasgesetzes be- schä tigt sich nunmehr mit der Regelung der vor* läu igen Steuern und Steuervoraußzahiunaen der Jahre 1925 biß !P27. Hiernach sollen die für das Rechnungsjahr 1925 zu entrichtende staatliche Gewerbesteuer vom sutraa. sowie hie für die Rechnungsjahre 1926 und 1927 zu entrichtende staatliche Gewerbesteuer vom Ertrag und vom gewerblichen Anlage- und Betriebskapital, ferner die staatliche Grundsteuer und Sondergebäudesteuer sür das Rechnungsjahr 1927 abgegolten fein durch die Zahlungen, die au leisten waren auf Grund deß Gesetzes über die Gewerbesteuer 1925 vom 31. Mürz 1925 und des Gesetzes zu dessen AuS- führungen vom 26. 3uni 1925 in Verbrndung mit den Finanzgesetzen für 1925, 1926 und 1927 sowie auf Grund deß SteuervorausAahlungsgeseyes vom 29. März 1927. Damit sind alle vorläullgen Zah» hingen der Vorjahre für erledigt erklärt. 3etzt werden alle Steuern fällig, die biß zur Veranlagung gestundet waren. Sine Veranlagung findet nicht statt. Deshalb muh eine anderweite Regelung erfolgen, gegen welche den Steuerpstichtigen Rechtsmittel gegeben sind. Die RechtSmitielfrage ist gelöst in Artllel? Ms. 2 in welchem es hecht: .Gegen die Anforderungen von vorläufigen Landessteuern und von Vorauszahlungen auf diese Steuern ist — insoweit die Grundlagen für die vorläufigen Anforderungen und die Vorauszahlungen nicht rechtskräftig feststehen — als Rechtsmittelverfahren daß Verufungsvorfahren usw- gegeben. Der Beginn der RechtSmittelsrnt ist durch den Minister der Finanzen festzufetzen und öffentlich bekanntzumachen." Speise-Wein tn nur besten Ounltiätrn 188091’ S.TrechSler, 8l».o»tr.73, Tat 158L Bet5p[8Bfaitet tüttn! aile Wild) voiAiigliäicft. bidiflce Most- u. Mtlcwulier für Mast«. Zucht- u. Zungfchweine-Mtlch» fübe. beflügel pto Lock. en. 15 Wb. 10.50 .x, 5 2 ad 50.* ab Station Bebra verNachvabme.ran- lich einaeuenbe An- erkennunaen beweisen ole Güte des l>utierö. *0 Chr. Slnier. Wilbich St, b. GetSmar «Utchsteidi. I •»■meri»reBeei I verfchw. fof. aut fo leichte Wetfelrlchtetl. Hünen gern b. ernt Mittel kostenlos mit. f r. ■.Poteii, laaaoT. E47, rei! uoö nnlere manniöiaflen. 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Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Voranschlag 1928. 4. Dorstandswahl. 5. Verschiedenes. «toc Der Vorstand. Barna! Ein günstiger Abschluß setzt mich in die Lage, meinen Gästen von heute ab prima Ausschankwein zum Preise von RM. 0.40 pro Glas zu verabreichen. Kein Trinkgeldaufschlag Bauhandwerker. Volontäre uew. erhalten gute Ausbildung bis zum Architekten. Ingenieur od.Techniker in Hochbau, Tiefbau. Statik, Eisenbeton. Staats Kommissare. Technikum Lage (Lippel. Bauprogrammfrei. Großer NandolinemlM am 5. und 6. Mai 1928 in der Volkshalle zu Gießen Kunstglasbläserei gehen! Vornehmste Famillenschaul 02911 lii Prelle siid infiergiwibnl. niedrig Sonder-Angebot: Lindener faM-M herrl. Farben, Mtr. Mk. 2.30 Wasch-Samt ist der idealste Stoff für Sportklefder L Bemard Mandolinen- nnd Bilarren- verein „Neapolila‘7 Gieien Leitung: Herr Hans Sonntag Cafe „Astoria“ Heute 12924 Tanz-Abend Sperrholz ’S 'N Eiche. Äaboon u. 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April "1928 02892 Für die uns anläßlich der Einsegnung unseres Sohnes Ernst erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir hiermit nochmals herzlichsten Dank Hofrat Hacob Grünewald und Frau Gießen 30280 Cafe Amend Morgen Sonntag: Ehren- und Abschiedsabend der Hauskapelle im Cafi6 Amend. 3944D Drei Frühlingstage in Frankfurt am Main (Gültig vom 15. bis 21. April) Anläßlich der FrankfurterMesseausstellungen Gesamtpreis M. 40. — Dreimaliges Uebernachten, Frühstück, Mittag- und Abendessen. Eine Stadtrundfahrt 507o Ermäßigung für den । esuch der Aufstellungen. Preisermäßigung für den Besuch der Theater, Kabarets Palmen- und Zoologischen Garten, für die Benutzung der Straßen bahn. Freier Eintritt zum Stadion. 392>o Samstag, den 21. April, n. Sonntag, den 22. April Gesellschaitsfahrt zur Messe Gießen ab 15,42 Frankfurt ab 19.36 Gesamtpreis M. 22, - einschließlich Bahnfahrt. Besuch des Schumann- Theaters, Abendessen, Uebernachten mit Frühstück, Besuch der Stadionanlagen, Mittagessen im Ratskeller, nachmittags Besuch der Messeausstellungen. AnsMinite n. Prospekte durch Reisebüro Loeb Vertretung der Hamburg-Amerika-Linie. Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Qießen, Bahnhofstr. 60 17. April neue Kurse. TIUO^ Zur Fußbodenpflege Bohner, Bohnerwachs, test und flüssig, O-Cedar Mop, Ambroan-Mov, siqella Mov, Mov Neiniannaomittcl, selbsttätig! Hcrhvutrmttel aller Art. Friedr. Heyd & Sohn Selternneg. 12841a LICHTSPIELHAUS Bahnhofstraße 34 Nur noch heute nnd morgen! Das große Künstierpreoramm erntete in den gestrigen \ orsteUuneen stürmischen Applaus und tosenden Beifall. i. Adolf Fretty Conferencö und heitere Vorträge. 2. Lonny Böhme Eigne Fantasie- und Kostüm-Tänze. 3. Trude Star Wiener Grotesk- und Parodie-Tänzerin. 4 Die neuesten Tagesberichte ans aller Welt 5. 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Dauer der Wanderung 3V, Stunden. __________ Hof rote Keile treffen, diesem Zeichen nach zum HangÄstein, wo wir alle schönen Aussichtspunkte mitnehmcn. Das Wegezeichen führt uns über die Daubringer Straße am Fuße des Lollaver Kopfes her durch Lollar. Hinter dein Ort, bei einer Gabelung verlassen wir brc Keile, die zurr Lahn hinabführen und halten uns aus der nach rechts gehenden Straße, die uns prächtige Blicke in das Lahntal und die Umgegend gewährt. Rach halbstündiger Wanderung, von Lollar gerechnet, erreichen wir den Staufenberg, auf einem Basaltkegel gelegenen Durganlage, eine obere und eine untere Burg, wir einer Desichti- Oberheffen. Führer durch Bäder und Sommerfrischen. Besprochen pon Prof. Z. Dreher, Zriedderq. Der Derkehrsbund Oberheffen. Sih Gießen, hat mit diesem feinen, stimmungsvollen Büchlein nicht nur der ganzen Provin». sondern weit darüber hinaus jedem eine gar köstliche Gabe zugedacht, dem die Sehnsucht nach den Wundern unserer trauten Heimat mit ihren altertümlichen Städtchen und geheimnisvoll raunenden Wäldern den Wanderstab in die Hand drückt. Schon das Äeuhere des 64 Seiten starken Führers durch Oberhessen ist vollendet schön, nämlich der geschmackvolle dreifarbige Umschlag, das blütenweiße Papier, die sorgfältige Heftung, bet wundervolle Druck und die 53 duftigen Abbildungen. ilnö beim Lesen vollends vertieft sich die Freude von Seite zu Seite. WaS der blaue Vogelsberg und feine Ausläufer, was die goldene Wetterau und das gesegnete Gießener Becken an Liebreiz bergen, ist hier sinnig auf engstem Raume zusammengefaßt. Eine wahre Augenweide. Ein hoheS Lied auf Oberhessen, das unwiderstehlich hinauslockt in den sonnigen Morgen, durch üppige Felder und würzige Wiesen hinan zum stillen Forst, wo der Kuckuck rüst, das Maiglöckchen läutet, einsame Rehe äsen. Und weit in der Runde Wald kuppen. Heideslächen. Gestrüpp. Felshänge, Burgruinen, Obsthaine, verträumte Dörfer. Felder und Gutshöfe, plätschernde Mühlen und schmucke Städte. Roch niemals wurde das.„Dornröschen" Oberhcssen so restlos in seiner ganzen Anmut ersaßt wie von dem „Sübret" des D. D. O. 2lls Umleitung ist Oberhessen im allgemeinen geschildert. Dann folgen Sehenswürdigkeiten, wie Qlmäburg, Gleiberg, Münzen berg. Ronneburg und Schiffenberg. Eine kurzweilige Plauderei von AmtsgenchtLrat Gros (Gießen) über »Das oberhefsische Volkstum" leitet über zur Deschrct bung der alphabetisch eingereihten Ortschaften von AlSseld bis Vilbel, mit einer entzückenden Auslese bester Lichtbildausnahmen. Cs sind durchweg Kunstwerke. Sie werden in aller Welt von der einzigartigen Schönheit der Provinz Ober- Hessen beredtes Zeugnis oblegen und unserer engeren Heimat zahllose neue Freunde zuführcn. So dürfen die Verfasser, der Herausgeber und die Brühl sche Univerfitäts-Duch- und Steindruckerei R. Lange, mit vollem Recht stolz fein auf ein Werk, das seine Meister lobt und zugleich der Allgemeinheit einen unschätzbaren Dienst erweist. „Führer durch Kassel, Hessen, Waldeck und Weserbergland." Herausgc- geben vom Verkehrsverband für Hessen und Waldeck, Kastel. Rathaus. — In ansprechendem Gewände mit über 100 Bildern und einer lieber- sichtskarte ausgestattet, wirbt das Büchlein für das Hessenland, für Waldeck und das Weserbergland, für ein herrliches Wandergebiet tm In neuer Bearbeitung liegt Heft 18 (Thüringen) von der Reichszentrale für Deutsch« VcrkehrSwerbung (R D. V.) herauSgegebcncn .Deutschen VerkedrSbücher" vor. Die neue Aullage - die dritte — weist verschiedene Verbesserungen aus. Reu auf genommen ist daS Kvlshäuser-Gebiet tSondershaulen. Bad Fran- kenboulen u. a.) daS ja politisch zum Freistaat Thüringen gehört. DaS Heft ist mit einem Ortsverzeichnis versehen worben, um daS Ausfinden der behandelten Städte vnd Kurorte zu er» leidjtcrn Beigegeben sind 16 ganzseitige Ab- bilbungen und eine über zwei Seiten laufende VerckehrSkarte Der wirkungsvolle zweifarbige Umschlag, die Wartburg, nach einem Entwurf von Richard Friese, gibt der Werbeschrift ein sehr ansprechendes Gewand. Wanderfahrten. Dattenberg - Hatzfeld — Sackpseise — Dieben, topf. Wir fahren über Marburg und Franlenberg nach dem als Luftkurort beftbetannten, hochgelegenen Dattenberg (hinter der Kirche prächtiger Blick auf das Edertal). Hier folgen wir roten Strichen, die uns durch Wald nach Holzhausen und ein Stück der Eder entlang in einer Stunde nach dem an mächtigem Felsen angelegten Städtchen Hatzfeld bringen. DaS Wegezeichen führt uns nun auf das andere Ederufer. dem wir ein Stück entlang gehen, um hierauf in den Wald einzubiegen. In mäßiger, aber steter Steigung gelangen wir in einer guten Stunde huf den höchsten Punkt deS Hinterlandes, die Sackpfeise (674 Meter) und genießen von dem vor einigen Iähren neu errichte en Turm eine grosz- artige Rundschau, wie sie weit und breit nicht zu finden ist. Die roten Striche wählen wir auch zum Abstieg und wandem, zumeist durch Wald, in halbstündigem Marsche unserem Endziele, dem schönen Biedenkopf zu. Gießen — Hangelstein — Staufenberg — Station Friedelhausen. Wir wandern über Wieseck, wo wir am Friedlich: meist weht auch etwas kühlender Wind und nur selten gibt eS im Sommer seuchtschwüle Tage. Allo von Mitte Iuni biS Witte Oktober ist die beste Zeit, auch für Mittel- und Süd- Italien! Gibt es mal einen Regenguß, dann ist er freilich kräftig, aber bald darnach lacht die Sonne wieder vom Himmel. Die Rosselenker — noch gibt es viel Pferdefuhrwerk in Italien — haben für solche Fälle einen Riesen regenschirm. fast größer, als der ganze Wagen. Das macht einen höchst spaßigen Eindruck. Also aus nach Südtirol I Auf nach Italien! Dr.Sp. Herzen Mitteldeutschland«. das noch viel Ä« wenig bekannt ist. aber doch verdient, besucht ui werden Der im Format recht handliche Führer vermittelt eine Fülle von Angaben über Uanb und Leute, über Raturschönsteilen und Kulturstätten, vor allem aber über die Betriebe. die dem Besucher gastliche Aufnahme bieten. Er gibt dem Leser Ausschluß über E.fen- bahn- und OmnibiiSverbindungen. Pre.se für Mebcmadbtung. Pension und dergleichen mehr. Auf nach Italien! Wir lernen aus Salzburg durchquerten mit der Taucrnbah". das Gebirge nahe der Gießener Hütte und stiegen in Spittal in den Wien— OBeraner Zug. Bei herrlichstem Wetter nahten wir uns gegen Abend der italienischen ®ren$e zwischen Sillian und Innichen. Die alten, guten Freunde, die Dolomiten, erglühten purpurrot im Abendsonnenstrahl und riefen die Erinnerung an frühere Wanderungen im Gebiet* der drei Zinnen. Zwölfer und anderer prachtvoller Berge wach — gutd'utsche Zeiten! Freilich Land und Leute sind auch heute noch guideutsch, aber Mussolini kennt keine Rücklicht, er meint, mit Gewalt die Italisierung deutschen Lande« und deutschen Volkes durchsetzen zu lö.men. Unge- schichtlich bricht er mit allem, was war. Alle Ramen sind grausam verwelscht — unser liebes alte« Innichen heißt heute San Eandidv. Frau Emma zum .Schwarzen Adler" wohnt heute nicht mehr in Ricderdvrf, sie wohnt, ohne umgezogen zu sein, jetzt in Dillabasfa. das Saufcrcr Tal heißt Dalle di TureS uff. So macht Mussolini. ohne aus der Geschichte etwaS zu lernen, noch viel ärger die Fehler, die die Habsburger machten, alS sie das echt italienische Trentino festhielten — er glaubt, mit Gewalt und Zwang zu erreichen, was die geschmeidigen Habsburger dennoch nie erreicht haben. Er wird an der geschichtlichen, wirischastlichen und natürlichen Gestaltung auch scheitern. Gut deutsches Volk und Land wird gut deutsch bleiben, mag auch der Drenner heute ,Brennero" heißen und Ster- zing .Dipiteno". Wer von Dozen südwärts fährt, lieht auch heute, daß Italien erst im Trentino beginnt und daß die erste größere Stadt Italiens eben Trient ist! Hier erst ist auch das Voll italienisch, vorher man zwar italienische Bahnbeamte — die nebenbei bemerkt offenbar an» «wiesen sind, kein Wort Deutsch zu sprechen, wenn diese aus Italien hierhergesehten Leute da« überhaupt können: sie ersetzen diesen Mangel dem Reisenden gegenüber mit Gesten einer un- nachahmlichen Grandezza — italienische Soldaten. Ofsiziere, Polizei uyd Faszisten — aber die ganze Bevölkerung ist uröcutfd) und wird e« bleiben. Unb darin soll und muß da« Land unsere Unterstützung finden, indem wir wieder, wie in gutdeutscher Zeit, unser Wan- derziel nach den Dolomiten, ins Etschtal und nach Süden ins Ortlergcbiet richten! Schon letztes Iahr war der Besuch von Bozen, Meran aus Deutschland zufriedenstellend! Möge es so weiter bleiben! Wir Reichsdeutschen werden dort überall herzlich aufgenommen und finden gute und preiswerte Gaststätten. Gute vollwertige Pension ist zu billigen Preisen überall zu gaben; am Tappeinersteg und -Weg in M^ran findet man In schönster Lage Unterkunft zu 8 Mk. und etwas oberhalb Meran«, z. D. im herrlich gelegenen Schenna beim Schloßwirt ausgezeichnete Unterkunft und Verpflegung zu 5 Ml. täglich. Prächtige deutsche Menschen auf allen Wegen und Stegen — wir wollen sie stützen und unterstützen. Auch in Italien selbst sindet der Reichsdeutsche überall gute und freundliche Aufnahme. Italien ist noch heute daS Land, das ganz weseiitlich auf den Fremdenverkehr angewiesen ist — was wäve Venedig wirtschaftlich ohne den Fremden!? Aber diese Fremdenindustrie bringt es mit sich, daß das Leben in Italien für den fremden, der nicht Bescheid weiß, sehr teuer ist Alle größeren Hotels unb Restaurants sind im wesentlichen aus die große Masse von Reisenden, die gewcchnt ist, luxuriös zu reifen, zugeschnitten, unb hier dürste es schwerlich möglich sein, volle Derpslegung unb Unterkunft unter 20 Mk. täglich zu finden. Wenn man aber Bescheib weiß, so kann man auch in Italien überall sehr viel billiger le?en. Sin gutes unb reichliches Mittag- essen mit Wein i't bann zu 2 Mk. zu finden, selbst in einer so teueren Stabt wie Mailand. Man speist sauber unb gut &. B. in der Dia Cairoli im gleichnamige'. Restaurant zu diesem Preis Torf teile oder Suppe. Fisch ober Fleisch. Obst und Käse! Uederhauvt wirb man gut tun. den Rat im Lande wohnender Reichsdeutscher cieizuhvlen. was in allen größeren Städten leicht möglich ist. da überall wieder reichsdeutsche Kolonien mit deutschen Schulen unb Lehrern bestehen. Don biefer Annehmlichkeit haben wir insbesondere in Florenz im reichsten Maße Gebrauch gemacht. Die bonije deutsche Kolonie ist io stark, daß sie etwa 50 deutsche Kinder in die von ihr unterhaltene deutsche Schule schickt. Ein hübsches Haus, mit Wohnung für den Direktor unb eine* Schulbiener. unb mit einem schönen Garten bient dieser Schule. Der Direktor ist unser hessischer Landsmann Oberlehrer Dr. Dornemann, dessen Energie unb Tatkraft in der Hauptsache das Aufblühen dieser deutschen Schule zu verdanken ist. In der liebenswürdigsten Weise war er in seinen letzten Herbstserientagen wiederholt unser Führer - ein Führer, wie man ihn sich nicht besser wünschen kann. Denn er kennt sozusagen jeden Winkel und kennt vor allem Land unb Leute! So war unter feiner Führung ber Desuch vieler Kirchen unb Kloster ein ganz bc- fonberer Genuß, indem man auch die eigenartigen Lebensverhältnisse der Dewohner kennen lernte. Als besondere Glanzpunkte erwähne ich . Fiesole unb Die Certosa in ber näheren Umgebung. ersteres mit ben altrömischen Ausgrabungen. seinem Kloster und Klvstergartetr. letzteres mit seiner ganz besonders eigentümlichen Anlage und den Klostererzeugnissen. Don dem Reichtum an Kunstschätzen aller Art. ben Florenz bietet, kann jede Auszählung unb Beschreibung nur ein schwacher Abglanz sein. Möchten diese Zeilen bazu beitragen, ben Leser auch zu einer Reise nach dem echten Italien zu ermuntern unb diese Schätze selbst zu besichtigen. Ausgezeichnet aufgehoben waren wir mit voller, vorzüglicher unb preiswerter Verpflegung in einer beutschen Pension (Besitzerin Frau Baronin v. Münchhausen) des Vororts Pietra, zu dem regelmäßige Verbindung mit ber Elektrischen für wenig Geld besteht. Man lebt dort in einem hübschen Landhaus mit weitem Park und Garten, ganz wie auf dem Lande; vormittags besichtigt man die Kunst- schätze unb Sehenswürdigkeiten ber Stabt; nachmittags ruht man sich davon au« unb läßt beschaulich das Gesehene im Geiste nochmals an sich vorüberziehen — ober man fährt mit bet Elektrischen in bte Umgebung; Fiesole, Certosa. Torre Gallilei, San Miriato, Giarbini Dvbvll u. v. a. m. Ein Desuch von 14 Tagen ist für Florenz zu empfehlen; man wirb für jeden Tag Verwendung haben. Für Lehrer, Kunstschüler. Künstler unb bgl. gibt es für billiges Gelb eine Generalbescheinigung für ganz Italien zur Desichtigung aller Kunstschätze, bie einen von ben heute sonst ziemlich erheblichen Eintrittsgelbern befreit. Wan scheue sich nicht, im Sommer nach Italien zu gehen, da« ist bie schönste Zeit für ben Himmel Italiens unb man wirb bann nicht auf Schritt unb Tritt den Herben jener Reisenden begegnen, die „dagewesen sein müssen" unb von einem Führer von Kirche zu Kirche unb von Gallerte zu Gallerte getrieben werben, ich sah solche Leute, bie Uffizien unb bie Pitti in einer halben Stunde durchrennen! Die Hitze Italiens ist bei ber im Allgemeinen trockenen Luft immer ertrag- A4 so-adrr Pension Sdilofe Wildberg anatorium Hotel 3488D TIS .1&9~ Württ. Sdiwarrweld 450 m 0. d . M. 3ed)fe»,tÄ>eeo| OT RUTH (Strandhottii Pension von 9.00 Mk. pro Tag an Prospekte i. d. Geschäftsstelle d. Blattes. Kurhaus Luginsland Hegt bei Schotten B emptieblt sich: im Vogelsberg a. der Kreis- I als Ferienaufenthalt, zum straße Schotten—Gedern Wochenende, f. Auto-Aus- mftten in Wald u. Wiesen flüge, als Touristenstation Gutbürgerliche Küche, gepflegte Weine u. 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Mai AinomoDii weuoeweru unu wvinicivoiy u Aus der Geschichte des Gleiberger-GeseWeiisverems auf lall scher Sprachunterricht. 20,15: b Anschließend Racht-Ko-n-" Italienischer Aben! igung der blinden Akade- Marburg. Rätsel-Ecke fisch de — des — dy — e gibt'- auch einen We> J ÄJRIE |S| s MiA Silbenrätsel. 1. ma — die End- QarafflB iBöBinentiki a LA 00013131G3HQBI3 SHBS I0BB darf einer neuzeitlichen gänzung, etwa folgender .Ich brüllt' eS gern in Ins Radio auf jeder Wöcht's autospuren in Wvrtbildtelegraphieren Eil (31 00 fei er» hat 02' 0QQB ■ BB0B0 Art: jedes Grammophon. Funkstation. den Wüstensand, weit ins Land, Als Flieger rnöcht' ich s an den Himmel schreiben: Dein tft mein Herz und soll eS ewig bleibens- (Aus einem deuttchamerikanischen ‘Blatt») inte Beziehungen hatte, daß 1S68 Wilhelm I. nicht nur anordnete Dortrag. 19 bis 19,15: Englische Literaturproben. 19,15 bis 19,45: enrr:rA“‘ zcrt, anläßlich der Ta, miker Deutschlands in 1 Auflösungen Sllüenausjichräkfel. Dir wünschen frohe Feiertage. Kreuz Worträtsel. G3B0B0 ■ nao* aflfflQQ daß der die Burg gefährdende Lteinbruchbetr^eb einzustellen sei, sonder daß der Kenig er* Lilöenrälsel. Aus den 54 Silben: aal — ar — der — bes — ce — cha — do geisterte Bürger von Dem Verein zusammen 300 Taler — wie eS hieß — leihweise vor. König Wilhelm von Preußen erließ fast gleichzeitig — 17. März 1839 — eine Kabinettsorder, wonach die 384 Taler betragende M uerrechnung für die Herstellung -'und Instandsetzung des Turmes auf die Staats- Bedingung, daß der Erwerber die Ruine halten müsse, zu verkaufen. Jedenfalls man damals daS lästige Besitztum um recht „ ringen Preis angeboten. (Für den Vetzberg, den Geheimrat Gail einmal erwerben wollte, um sich daneben ein Landhaus zu erbauen, hat man allerdings von diesem später 6000 Mark 9. Namaquo. Gethsemane — Golgatha vachslabcnoerfehung. 1. Osterei! 2 Osterhase; 3. Osterrute: 4 Osterfeuer: 5. Osterpolme. Doppekfinnrätsel. 1. Filet: 2. Reis, 3. Ohm; 4. Hader; 5. Eriko 6. Sattel; 7. Futter; 8. Eiche; 9. Schwalbe: 10. Ton. Frohes Fest. Osterproblem. Dieben dem Hasen befinden sich drei Eier, in diesen liegt her Schlüssel zu dem Problem. Wir lesen dar nach in den vier Buchstabenreihen unten erst die schraffierten, dann die schwarzen und zuletzt die weihen Buchstaben und erholten so: „Dfterfriebe, Osterfreude sei beschieden jedem Haus." küb — le — le — le Juno — Dame — Hallig — Ursel — Globus — Honig — Weste — Firnis — Geleit. man die Der Gleiberger-Geselligkeitsvercin konnte gegen Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhundert« nicht leben und nicht sterben, zum Glück aber für die Burg Gleiberg war er doch nicht ganz tot. Der vreutzischen Regierung waren die Unterhaltungskosten für die Burg Gleiberg, die rein gar nichts einbrachte, lästig, und so kam sie aus den Gedanken, die alte Königsourg unter der Gehege: 2. Elbing, 3. Toledo, 4 Hannlbol; 5. Souchong: 6. Eriko; 7. Manifest; 8. Amanullate. Wurde öies richtig vorgenommen, müssen , . - ------- । duchstaben, oneinondergereiht, einen asiatischen Herren hnb in den letzten 50 Jahren, 1 scher ergeben — li — li — mi — rac — rat — ro — so — sto — tarn — — tri — üs — wol ger — glav — har — he — bi waren auSgegeben und langten nicht hin, um das Werk zu vollenden. Aber wo ein Wille, da -eg: Sechs für die Idee be» Wetzlar und Gießen streckten lasse zu übernehmen war. Roch waren die notwendigsten und ausgedehnten Arbeiten innerhalb der Burg und ihrer Zugänge nicht beendet, noch war die geplante Be- dachuuti, die Plattform des Bergfrieds, nicht ausgesührt, aber schon lockte die wundervolle Aussicht dort oben einen gewaltigen Strom von Menschen Hur Burg. Am 20. Oktober 1837 wurde die ordnungsmäßige Benutzung der neuen Turmtreppe freigegeben, und man begann mit der Ausgabe der Eintrittskarten, so öc?i Ende 1838 vom Gleibergverein 78 Taler dafür vereinnahmt waren. Mau machte daraufhin wieder neue Baupläne. Eine Asphaltierung der Plattform der hohen Aussicht sollte aus- gesührt, ein Fernrohr mit Stativ für 31 Gulden beschafft werden, für den Turmwächter sollte ein blauer Untfornu-od mit Stehkragen (aber nur, wenn die Kosten dafür nicht mehr als 5 DeichS- taler betragen) auf Dereinskosteu bestellt werden. An eine Verzinsung und Tilgung der Anteile war allerdings in den kommenden Zeiten nicht zu denken; kleine Beträge wurden zwar hier und da einmal abgetragen. Die Einnahmen aus der Besteigung des Gleiberg-Turmes verminderten sich für den Verein immer mehr, es fehlte an jeder wirksamen Kontrolle über die Eintrittsgelder für die Treppenbenutzung, so dah man 1849 daran ging, das Unternehmen für jährlich 15 Taler $u verpachten Der ©leibcrger Geselligkeit« verein war im Einschlafen begriffen, die alljährlichen Generalversammlungen waren meist von wenigen, zuletzt nur von zwei Mitgliedern besucht. Die Rechnungslegung wurde saumselig, zuletzt überhaupt nicht mehr t)t>rgenommen. Wer seine Anteile t>cr- kou'en konnte, schlug diese um jeden Preis loS. die wenigen Eintrittsgelder, die im Jahre einkamen, langten kaum für die Unterhaltung der Treppe, die Pacht für diese wurde 1865 vuf 8 Taler herabgesetzt, und schließlich kam auch dieser Betraa nicht mehr in die Vcreinskasle. Die preußische Regierung wollte den Al- be r l u 6 • und den Rassauerbau nuybrin- feub verwenden und plante allen Ernstes, als 859 der Oberförster von Dodelfchwingh nach Krofdorf verseht wurde, diesem auf dem Gleiberg eine Dienstwohnung einzurichten, wogegen sich der neue Oberförster mit Händen und Füßen mit dem Erfolg zur Wehr setzte, daß eine Oberförsterwohnung in Krvldori erbaut wurde. Cinc noch größere Gefahr drohte ber Ruine Gleiberg durch einen Steinbruch. der au! der Seite nach Krofdorf zu, unmittelbar unter den Mauern der Burg, betrieben wurde, wodurch diese in Gricchr gerieten, vollends Aufammcruu- stürzen, wenn dem nicht Einhalt geboten wurde. Es gelang damals den Bemühungen des Geheim. In vorstehenden neun Wörtern ersetze zweite Siwe durch eine der nachfolgenden: ban — bei — del — gau — ma — mach — ra — tum. berg nebst dem dazugehori damaligen Wetzlarer Landr: ver,schenkte. Der Gleibergverein, wie diese Vereinigung allgemein kurz bezeichnet wird, hat das unbestrittene Drrdienu, ein treuer Hüter und Bewahrer des Wahrzeichens unterer Gegend, der Burg Gleiberg, zu sein. Ihm verdankt es die Bevölkerung des weiten Umkreises der Burg, trenn die Reste dieser Heimstätte der ersten deutschen Königsfamille der Konradiner. wenn die Stammburg des Welfenhauses nicht längst ein noch größerer Trümmerhaufen wurde, als jener wo -. den die hessen-kasselschen Truppen zu Ende dee Dreißigjährigen Krieges geschaffen hatten. Schutt, Trümmer und Akche bedeckten die Stä.te, wo die einst stvize Burg stand und die Reste der einstigen Herrlichkeit dem Zugriff von Baulustigen offen lagen, welche die Burgreste als ihren Steinbruch betrachteten. Ts bleibt ein Verdienst des verstorbenen Dent» Meisters E n g i s ch in Wetzlar, der einen Verein von Männern zusammenzubrinaen verstand, die es fich zur Aufgabe machten, die fast herrenlos behandelte Ruine Gleiberg zu erhalten und einen bequemen Zugang zu dem einzig schönen AuS- und Rundblick von dort oben zu schaffen. Enqilch wandte sich an die preußische Regierungsbehörde in Koblenz und erhielt int April 1836 deren Zustimmung zur Anlage einer Treppe im Bergfried der Burg durch einen Privaten, wenn d'efer Aufgang nach der Anordnung der königlichen Dauinfpektion hergestellt werde, auch erfolgte die Genehmigung, daß von jedem fremden Bcneiger des Durgturms ein Entgelt von zwei Silbergrolchen (20 Pf.) erhoben werden durfte. Hieraus erließen Rentmeister E n g i s ch und der Steuerempfänaer Pfeiffer in Gleiberg gemeinsam einen Aufruf zur Bildung eines Gleibergverein S. Die Kosten einer zu errichtenden Turmtreppe in der Gleiburg waren auf 360 -Taler veranschlagt, die durch Antetl- schrine der Mitglieder von je 10 Taler beschafft werden sollten. Durch die Eintrittsgelder tn den Turm hoffte man eine Verzinsung von 5 Prozent und eine Rückdeckung der Anteile den Mitgliedern des Vereins in Aussicht stellen zu können. Der Verein und seine Bestrebungen fand hie Unterstützung weiter Kreise, wobei sich besonder« zahlreiche Bewohner der nahen Universitätsstadt Gießen hervortaten. 3n ganz kurzer Zeit waren nicht 360, sondern 500 Taler beisammen. Am 9. A p r i l 1 8 3 7 fand die erste lonftt- tuierende Versammlung des neuen Vereins im GasthouS „Zum Walfisch" zu (Slei- berg statt. Mit Energie schritt man daraus vom Plänemachen zur Tat: Etwa vier Wochen später too- zu ebener C?rhe die starke Turmwand durchbrochen und her Zugang zur Höhe geöffnet Rach dem ausgestellten Voranschlag erwiesen sich allerdings die Herstellungskosten für eine Treppenanlage im Bergfried weit höher als man geglaubt hatte, denn die Zimmerarbeit allein, die dem Zimmermeister Heyer, Krofdorf, übertragen wurde, erforderte 525 Gulden. Eine Untersuchung des Mauerwerks ergab, daß der obere Turmrand sehr schadhaft war und einet gründlichen Ausbesserung bedurfte. Die 500 Taler aus den Anteilscheinen aber verlangt.) Es waren auch mehrere Reflektanten für d.'n Ankauf der Burg Gleiberg vorhanden, die Verhandlungen zerschlugen sich aber zum Glück für das altehrwürdige Bauwerk und auch für die Bewohner der Orte in der näheren und weiteren Umgebung des Glrioergs — ganz besonders aber zum Glück für die Bewohner der Stadt Gießen. So lagen die Dinge zu Anfang des Jahres 1879. als das Unvorhergesehene geschah, daß der preußische Staat, der noch nie etwas verschenkt hat, die Burg G l e i - "'rigen Gelände an den 'onbrat v. Tiefchowih mobil gemacht, und es fanden sich immer wieder Männer, die diese häufig nich ganz kleinen Mittel spendeten, um zu ermöglichen auS der Burg Gleiberg eine Stätte der Erholung, aber auch eine Stätte der Lust und Freude für Jung und Alt. für alle Kreise der Bevölkerung der Dörfer und Städte im weiten Umkreise zu schaffen Mit der Entwicklung des GleibergS war eS naheliegend, in der Burg eine Wirtschaft zu schaffen, die vor zirka 40 Jahren dem Durgwirt R i e b e r g a l l übertragen tourbc der tÄ allzeit verstanden hat, seine Gäste freund- lich und »utriedenstellend zu bedienen. Schützen-, Turner- und Sängervereinigungen. Touristen'und Sportvereine. Geometer und ßanbteirtc haben dort oben in dem geräumigen Kaisersaal Tagungen und Versammlungen abgehalten. Tausen- Echaradc. Die erste weidet auf der zweiten. Das Ganze sein, gefällt den Leuten. Wbcrrntfel. mit — na — ne — nim — ro — rod — san — feg — tarn — te — ter — ti — li Dienstag. 17. April. 12,30 bis 13,30: Von Kassel: MittagSständchon der Kasseler Hauskapelle. 16,30 bis 17,45: Kvn- zert des Rundfunkorchesters: Aus Deutschland« Gauen. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde 18.30 biS 19: Funkhochschule. ^WaS sagt der Arzt zum Schulanfang?", Vortrag von Stadtmedizincuvat Dr. Hagen. 19 bis 20: Stunde des Rhe-n-Wm- nischen Verbandes für Volksbildung — Der Staatsgedanke, ein Zyklus: Ernst Moritz Arndt. Vortrag und Vorlesung von Privatdozent Dr. Kurt Rheindorf. 20. Don der Liederhalle Stuttgart' Konzert. Vasa Prihvda. Anschließend: Smnll- platten-Konzert Rundfunkprogramm deS Frankfurter Sender«. (Aus der „Radio-Umschau".) Sonntag, 15. MpriL 8 bis 9: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein Frarckfurt a. M 10,30 biS 11: Die Eltern stunde. II: Von Ludwigshafen: Feier de« 75jährigen Jubiläums der Stadt Ludwigshafen. 14 bis 15: Die Stunde der Jugend. 15 bis 16,45: Don Bern: Länderfußballwettspiel Deutschland gegen Schweiz. 16,45 bis 19: Konzert de« Rundfunkorchester«. 18 bis 19: Don Königs Wusterhausen: Vortragszyklus .Gedanken zur Zeit": „Sie Rot des Theater«' ein Dreigespräch zwis- schen dem Dichter Bert Brecht, dem Kritiker Alfred Kerr und dem Theaterleiter Richard Weichert. 19: Dom Landestheater Darmstadt: Dori« Oobunoto, Musikalische« Vol.Sdrama in vier Auszügen und einem Prolog. Anschließend bis 0.30: Tanzprogramm. Darauf Sportnachrichten. Montag, 16. April. 12,30 bis 13.30: Don Kassel MittagSftandchen der Kasseler HauSIapelle. 15,30 bi« 16.30: Stu- dien-Musik. 16.30 bis 17.45: Konzern beä Rundfunkorchesters: Die Oper der Woche. 17.45 bi« 18,05: Die Lesestunde. 18.30 biS 19: Don Kassel. rat« Dr Hugo vo n R i t g c n, der in Berlin bei Hole gi Könlg W seitdem die Burg Eigentum des ®teibergt>erdn« geworden, zur Burg hinaufgezogen und haben es fich oben wohl fein lassen. In den letzten Jahren hat es der Gleiberg er Gesel- ligkeitSvercin auch unternommen, seine Mitglieder mit ihren Familien und Gästen alljährlich zu einem Eommerfest auf der Burg zu vereinigen, eine Festveranstaltung, die sich schnell eingebürgert hat und die niemand mehr entbehre" möchte, der sie einmal mitmachte. Alle Jahre treten neue Aufgaben an den Eigentümer der Burg heran, nicht nur. daß stets an dem alten Bau zu bessern ist, es fehlt noch an vielem auf dem Gleiberg, u. a. an Tischen und Stühlen bei einem Massenbesuch, wie festliche Veranstaltungen ihn mit sich bringen. Das Allernötigste aber, was in diesem Jahre noch geschaffen werden soll, sind zeitgemäße Bedürfnisanstalten für Männer und Frauen. Der Verein als solcher verfügt nur über beschränkte Mittel, 'trotz seiner zirka 500 Mitglieder, bereu Opfermut aber nie versagt hat, wenn es einmal galt, tief in den Beutel zu greifen Auch die Städte und die Kreise Gießen und Wetzlar, die Rheinprovinz und die Provinz Oberhellen geben alljährlich einen Zuschuß für bi? Erhaltung und für Zwecke der Burg Gleiberg, aber trotz der sehr sparsamen Wirtschaft ist e« bisher noch nicht möglich geworden, den 50 Jahre alten Plan auSzuführen, auf der Burg im oberen Stock des Albertus-Baue« einige Räume zum Uebernachten für Fremde einzurichten. Die Gemächer dieses Durgslugels liegen öde und wüst, weil es bisher an Mitteln zum Ausbau gefehlt bat. Interessant dürfte noch fein, dah von den ersten 327 Spendern, die vor zirka 40 Jahren 420 Anteile im Gesamtbeträge von 8400 Mark für den Gleiberg zeichneten. 13 Anteilnebmer noch am Leben sind. Mögen sich immer in der Umgebung des Gleibergs, besonders aber in den Städten Gießen und Wetzlar Bürger finden, die für die Erhaltung der alten Burg Gleiberg reges 3ntereffe und eine offene Hand haben! G. W. Nie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktioastisch. Der rechte Mann. In der „Tägl. Rundschau" lieft man folgende hübsche Geschichte: Der neunjährige Hans-Jürgen kommt aus der ReligionSstunkte — 3. DoUS- schulklaffe. .Heute hat un« Herr M. von der Sintflut erzählt, das muh ja schrecklich gewesen fein; Ra, ihr werdet e« ja nicht mehr erleben, ihr Eltern seid ja schon zu alt, aber — meiner Schwester und mir, u n S kann es noch passieren! — Ich hoffe nur, der liebe Gott sucht sich wieder einen so tüchtigen Mann aus. wie den Roah, der rechtzeitig Die Arche baut, damit wir rein können! — Wenn i ch der liebe Gott wäre, — ich glaube, ich würde den Hindenburg nehmen!" „Ich schnitt' e» gern in alle Rinden rin“. DieseS schöne LiebeSlird, das übrigen« schon Von links nach rechts: 1. Prophet. 5. Nebenfluß der Donau; 9. gegerbte Tierhaut; 11. Gebirgsgasthaus im Riesengebirge; 12. Gegenstand eines Vortrages oder Aufsatzes; 13. kleines Raubtier; 14. Bergweide; 15. körperliche Erfrischung; 17. geographische Bezeichnung; 18. Le- bensbund; 21 Gewebe; 27. Wagenladung; 28. alt- griechische Stadt; 29. englischer Staatsmann zur Zeit des Weltkrieges; 30. Stadt in Frankreich Von oben noch unten. 1. Teil der Kircheneinrichtung; 2. zermahlenes Getreide; 3. aufgenommene Luft bei Menschen und Tieren; 4. biblische Person; 5. Titel; 6. Kraftfahrzeug; 7. Blutgefäß. 8. weiblicher Personenname; 10. Vogel; 11. Nebenfluß der Saale; 16. Handwerkszeug; 19. Flußdamm; 20. Titelheld eines Romans von Gustav Freytag; 21. anderer Ausdruck für Unwahrheit; 22. britischer Staatsangehöriger; 23. französischer Marschall; 24. ©eefäugetier; 25. Papaqeienors. 26 russischer Strom. Rätsel. Zu vielen Dingen bin ich gut. Es nimmt der Knabe mich zum Spielen; Dem Grimmigen in seiner Wut. Dem diene ich, sich abzukühlen. Dem Aller gelt' als Stutze ick, Greist wer sich an, so schütz' ich dich Buchstabenrätsel. Arg — Ast — Eck — Fes — Ger — Gnu — Hut — Ohr — Oka — Olm — Orb — Rum — Uta. Wenn man die Mittelbuchstaben vorstehender Wörter richtig aneinanderreiht, erfahren wir, wie man unsere jüngsten mit Ranzen bewaffneten Lieblinge zu bezeichnen pflegt. SilbenänderungHrätsel. Die von den beiden Ministern v. Puttkam- rner und Lucius unterzeichnete Schenkungsurkunde bat. Berlin, 2 8.Juli 1879 besagt, daß die königliche preußische Re- gicrung aus Grund der in beglaubigter Abschrift eiliegcnden Kabinettsorder vom 25. Juni 1879 dem Landrat v. Tteschowitz in Wetzlar die Burgruine Gleiberg, nebst dem dazu gehörigen, im Besitze de« Domanenfiskus befindlichen Areal mit einem Gesamtflächeninhalt von 1,6503 ha, unter den in dem vorgelegten Vertragsentwurf enthaltenen Bedingungen ohne Zahlung eine« besonderen Kaufgelde« für den ©lei berget Geselligkeitsverein eigentümlich überlassen und hiernach der Vertrag mit demselben abzuschließen. sei Unter diesen Bedingungen sind die wichtigsten. daß der neue Eigentümer verpflichtet wurde 1. die Burgruine nebst Turm, sowie das untere massive Stockwerl des sogenannten Fruchtspeicher- gebäudes (das ist der gedeckte Albertus- und Rassouerbau» in ihrem Zustande zu erhalten, wie derselbe 1879 bei der Uebergaoe beschaffen war. 2. die erforderlichen InstandsehmrgSarbeiten, sowie eine vollständige Wiederherstellung der Burgruine (letzteres wird hoffentlich niemals geschehen. D D.) nicht anders als nach einem vom Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten genehmigten Bauplan erfolgen darf, und endlich 3. dem Publikum den Zutritt zur Burgruine entweder ganz unentgeltlich, oder gegen ein von der preußisc^n Regierung zu genehmigendes Eintrittsgeld zu gestatten Wird einer dieser Verpflichtungen nicht Folge geleistet, so fällt das Eigentum der Burg ohne jedes Entgelt an den Staat zurück. In der Generalversammlung des Gleiberg- Vereins vom 16. September 1879, an der wieder nur 5 Mitglieder teilnahmen, machte der Landrat v. T i e f ch v w i y Mitteilung von dem abgeschlossenen Vertrag und erklärte, die Ausübung des Eigentumsrechtes dem Ge - selligkeitsverein unbeschränkt überlassen zu wollen, sofern dieser die Rechte und Pflichten, die in den Bedingungen der Schenkung enthalten seien, mit zu übernehmen sich bereit fände. Die Generalversammlung faßte den Beschluß, die Burg unter den entsprechenden Bedingungen zu übernehmen. Es wurde u. a. auch beschlossen, den Geh. Oberbaurat v Ritgen (den Wiederhersteller der Wartburg, der damals Dozent an der Ludoviciana war) zu bitten, den baulichen Zustand der Burgruine zu untersuchen und darüber als Gutachter einen Bericht an den Dereinsvorstand zu erstatten. Die Vorschläge v. Ritgens wurden erst im Juni 1880 dem Verein unterbreitet, ein Teil der angeregten Besserungen an dem Dau konnte sofort in Angriff genommen werden, der bei weitern größere Teil der v. Ritgenschen Dor- fchläge war erst durchführbar nach Beschaffung größerer Geldmittel, weshalb die Generalversammlung am 22. Mai 1881 beschloß, 250 Anteilscheine ä 20 Mark auSzugeben. Herr v. Ritgen hotte den Reinertrag einer für die Zwecke de« Gleibergs ron ihm veranstalteten Theatervorstellung in Höhe von 700 Mark an die Baukasse abgeliefert, so daß nun mit 5euereifer an die Bautätigkeit herangegangen werden konnte, auf dem Gleiberg für gesellige Zwecke die entsprechenden Räume zu schaffen und mit Mobiliar auszustatten. Ende des Jahres 1881 konnte der Dorstand des Gleibergvereins über eine Einnahme von 13 600 Mark, der eine Ausgabe von 12 775 Mark gegenüberstand, einer Generalversammlung Rechnung ableg m Rom ist nicht an einem Tage erbaut, und bas gleiche gilt auch vom Gleiberg. Don Jahr zu Jahr wurden immer wieder neue Mittel Betrag von 300 Taler für die notwendigsten Unterhaltungsarbeiten an dem Mauerwerk ber Burg hergab. 2lls 1877 der ©leibetget GetelligkeitSverein eine Umfrage nach dem Verbleio der 2- nteile anstellte ergab sich, daß deren Zeichner zum größten Teil verstorben waren, bie meisten der Anteilfcheine waren im Laufe der Zeit abhanden gekommen, einige wenige Stücke erwarb der Der- ein zu billigem Preise zurück, einen anderen Rest erhielt er als Geschenk. sind 19 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Sprengstoff; 2. weiblicher Perfonenname; 3. Stadt in Westfalen, 4. italienischer Physiker und Astronom; 5. höfische Sitte; 6. deutscher Dichter; 7. Stadt in der Türkei; 8. Sinnesart; 9. Saiteninstrument; 10. Kalkgebirge der Krainer Alpen; 11. Seesäugetier; 12. alkoholisches Getränk; 13. Sonntagsname; 14. Sundainsel; 15. biblischer König; 16. Fußbekleidung; 17. orientalisches Tonwerkzeug; IS. griechi- säies Epos; 19. sprichwörtliche Bezeichnung für Jäger. — Nach richtiger Bildung der Wörter ergeben diefe in ihren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn rin Zitat von Vergil. Kreuzworträtsel in feinet ersten Zelle wegen feiner forstsrrv- lerischen Tendenz höchst bedrrcklich erscheint, be» Umformung bzw. Et- M 19 12 ■ 15 II 17 1 U\£aä. Kunst und Wiffenschast. Lbrrreichtzanwalt a. T. Dr. Ebkrmaster 70 Jahre alt. Prozeß und in der Tkrfrmbtung gegen die Or- gamfahon Coniul rcrtrat. 3a4>i*m ibn die llni- trthilbung«-.!riu« für Anfänger und Sort- gdo*fo wird feine dkwähr übernommen. Unjelgenanflräge sind lediglich an Me wnb Ruderboot Bekanntmachung HJUlEVtKdEK Sperrzeit für Tauben. nnn Tmihan mprhpn an1 W7D Bekanntmachung markt. Markttagen von I. V.: Alin g s p 0 r. taffeenaS Bremen 97» - O/J Deutscher Reichstel^aph titr wtil Leitung • — .O------- Ib» Br em dnrch —— 98006 18 Cekgrem* \ CLOQdaUlll Kalfeenag an Dorfl fler Dreien renn wir alt gottes nilfei. neryorK erratenen gruessen vir sanna =' hnenefeifl > ^nsnEaaHi1 allerbeste Qualität, stets vorrätig. findet I918B 1928, Alndoieh- 1928, Schweine- TT Der nächste virhmarki in Gießen fi statt: , 91 Dienstag, den 17. April (Nutzvieh-) Markt, Mittwoch, den IS. April HAKWNENBAU • ELEKTVOTtOnSX ÄUTOHOBii-eJweirveeAU m 0 0 c•r x * e * . ’/Lfry. Eisu-^Betten^:;; StehlrnitriUen, gflnstig in Private. Katalog 5<5 frei. El«enmöbelfabrlk Stahl tThtirlngJ. Sluftriebszeit an den 8 bl» 9H Uhr vormittag». Gießen, den 14. Avril 1928. Der Oberbürgermeister. Vergleichsverfahren. Ueber das Vermögen der Gewerkschaft vorwärts" in Gietzen, Westanlage 49, wird heute am 12. April 1928, nachmittags 4« Uhr, da» Vergleichsoerfahren zur Ab- Wendung des Konkurses wegen Zahlung». Unfähigkeit der Schuldnerin eröffnet. Dr. jur. K. E. Ruckelshaufen in Gießen, Am Nahrungvberg 4, wird zur Vertrauens, verson ernannt. Termin zur Verhandlung über den von der Schuldnerin gemachten Dergleichsvor. schlag wird auf 9914D Montag, den 7. Mai 1921 nachmittag» 3 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 112, anberaumt. Der Schuldnerin wird allgemein unter- sagt, über ihr Vermögen im einzelnen wie im ganzen zu verfügen. Als Zeitpuntt de» Erlasse» de» allgemeinen Derfüyuna»oer. Bote» gilt der 12. April 1928, nachmittag» 1*Der^ Antrag auf Eröffnung d?s 23er- fahren» nebft feinen Anlagen und das Er- aebni» der weiteren Ermittlungen sind auf ber Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegk. Gießen, den 12. Avril 1928. Hessisches Amtsgericht. Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saat- zeit vom 15. April ble 15. Mai 1928 ein-, schließlich einzuhalten, andernfalls die Taubenhalter zu gewärtigen haben, daß sie be- [traft und die Tauben von dem Feldschutzpersonal abgeschossen werden. Gießen, den 13. April 1928. 3946B Der Oberbürgermeister. Oestentliche Mahnung. Das 6. Ziel der vorläufigen Gemeinde-, Kreis- und Provinzialumlage einschließlich der oorläuftgen Sandergebäudesteuer für bas Rechnungsjahr 1927 wird hiermit zur Zahlung bis spätestens 23. April 1928 ein- schließlich gemahnt. 3933D Nach Ablauf dieser Frist werden die Rückstände auf Aoften der Schuldner zwangsweise eingezogen. Außerdem sind vom 6. de» auf den Fak- ligkeitvtennin folgenden Monat» an 10 vH. Verzugszinsen zu zahlen. Gießen, den 14. April 1928. Stadtkasie Gießen. mit einem Ruderer für Tiefenmessungen in der Lahn zwischen Friedelhausen und Gießen für 14 Tage ab Ende April gesucht. Angebote an die Pr. ftullurbauamJ»- abtellung, Marburg (Laho). CaebcetMmL Große Moiarmlepng. Montag, den 18. April, nachmittag» ab 2 Uhr, versteigere Ich im „Cärorn“, Neuenweg 28: 3947D ein Speisezimmer, ein Schlafzimmer, drei Kleiderschränke, vier Sofa», mehrere Tische, ,wei Teppiche, eine versenkbare Rabmafchine (fast neu), eine Waschmaschine, einen Staubsauger, zwei Lhaiselonane». Liaschränke. einen Sekretär, drei Vertiko», einen Damenschrrib tisch, Küchenschränke, Kinderbetten, Bilber, Letten mit Matraßen, Keil und Jederzeug, Serviertische, Kommoden, Herren- und Damenräder, n. n. v. a. versteigen'Ng bestimmt, »esichtigung ab 11 Uhr. Ludwig hartmeh Auktionator und Taxator, Neuenweg 28 Telephon 1414. Dahlien- Vorzugs - Angebot Edeldahlleo f2r Vai es u Strlnfle, 10 Stück h 10 Sorten u. Wahl 4 X. Rlcienbltunea Debil*. 10 Stück bi 10 Sorten aroerer Wahl 4 j> . PrachtdahUeoMisdinnD 10 Stück unserer Wahl 3 X *’A Die Preise haben nur Gültigkeit, wenn diese Anzeige aut die BesteU- Icarte geklebt oder der Bestellung begefflgt wird Pape t Bergmann Quedlinburg 212 Dahlien lüchttrti AUTO- Anrul iso auch nachte ______I. B.: Df. Rosenberg.______ Versteigerung. Dienstag, den 17. April 1928, nachmit- lag» 2 Uhr, werden im „Löwen", Renen- weg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert: 3910D zwei Spiegel, zwei Schreibmaschinen, ein Sofa, drei Schreibtische, ein Vertiko, eine Wanduhr, ein Aktenschrank, ein Büfdt ein ttassenschrank, eine Stehlampe, eine Mähmaschine. — Bestimmt: verschiedene keramische Gegenstände. Ainauzamt Gießen. Vollflreckungsflelle. Bekanntmachung. Der Mvchenmarkl beginnt von Dienstag, den 17. April 1928 ab vormittags um 7 Uhr und endet um 13 Uhr. 39248 Gießen, den 14. Avril 1928 Der Oberbürgermeister. I. v.: Klingspor. Bekanntmachnng Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag für 1928 Rs. liegt vom Montag, dem 16. April, an eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen gegen denselben können wahrend dieser Zeit dort schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen worden, zu der auch die Ausmärker heran- gezogen werden. 3917V Bellersheim, den 11. April 1928. Bürgermeisterei Bellersheim. __________Müller.__________ Lohrindenverkauf Der diesjährige 3916V Eichenlohrindenanfall aus mehreren Gemeinden de» Amtes Rechtenbach soll im Weae des schriftlichen An- aebots verkauft werden, und zwar aus den Gemeinde Waldungen: Großrechtenbach etwa 90 Ztr., ca. oOfaljrifl Grohrechtenbach etwa 120 Ztr., ca. 17jahrig Reiskirchen etwa 60 Ztr., ca. 18jährig Vollnkirchen etwa 110 Ztr., ca. ISjahng Volpertshausen etwa 40 Ztr., ca. Idiahrtg Wetdenhausen etwa 30 Ztr., ca. 15 18» ^^aufbedingungen, denen sich die Bieter zu unterwerfen haben, find von dem Bürgermeisteramt Großrechtenbach. Kreis Wetzlar, zu beziehen. Angebote im einzelnen oder insgesamt sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift bis zum 28. April 1928, vormittag» 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Grohrechtenbach (Kreis Wetzlar), den 12. April 1928. Der Bürgermeister. Schneider. Anlieferung prompt Bill Preis. €• Rubsamen, Tel* 1659» Arbeitsvergebnng. Di« zur Instandsetzung der Kirche zu Ober-Diddersheim erforderlichen Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Dachdecker-^ Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Schlosser- und Weißbinderarbeiten sowie 'Ausführung einer elektrischen Heizung sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Zeichnungen und Bedingungen lieaen auf unterzeichnetem Amt zur Einsicht offen, Angebotsvordrucke werden doielbst zum Selbstkostenpreis abgegeben. 3939V Die Angebote sind verschlossen und kostenfrei mit der Aufschrift „Angebot für Kirche Ober-Widdersheim" bis fpätestens Mittwoch, den 25. d. M., vormillag» 10% Uhr, bei unterzeichnetem Amt einzureichen. Zulchlagsfrist: zwei Wochen. Büdingen, den 11. April 1928. Hessisches chochbauamt Büdingen. Frey. Mlovv- MlllNsÄllkll Aller-, Diemut-, Presto-, Torpete- PebrrKer *'• TrtnmphMotmeder fSrcmmoDöDiie w nünütnen Zob- lungöbedtngungen 3atob Schupp SelterOroea K) H Heparot -ivkrsMle MM ofenferttp. Anmach' bolz, Abfallbolz, SäflCincblAumStau- djern abzugeben. j. Welihnfer. Televl». 743. ,»V jC5hl nk»o nur b61 yehnyer1 deuUA«» Bord- io der - P-iFF^^ . Kette« H»g Lindberg* ,nd Nerven DM von Herz n. größlT Su( Cx>ff«o »ten nur verzieh^ H*f ^Qkea\. . der Ni®c Rt den fW* wn Hemdentuch ca.80cm breit, felnfädig, Meter nur............ 48 Kretonne ca 80 cm breit, starkfäd. Ware, Meter nur..... 58" Mako-Imitat, zr H ca. 80 cm breit, für bess. Damenwäsche, Met. nur Nessel ca 80 cm br„ gebrauchsfähige Ware, Mtr nur 25" Bettuch-Nessel -j 25 volle Bettbr., prima Qual. Meter nur.............Mk. JL Bett-Damast 195 130 cm breit, große Muster- Auswahl, Meter nur .. .Mk JL In unseren Textil- Meter nur Mk. 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April 1928 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) Nr. 88 viertes Blatt AIS der neue ®auturntt>art den ®au über. immer amerila besonders fördern! ein di« Hitaliebcr an; mit über 15000 L)awesplan und Wirtschaftspolitik. Außenpolitische Umschau. Don Or. Otto Hoehsch, o. Prof, der Geschichte o:; 1890 bis 1901 erster Turw- toart seine- HeimatvereinS, der ihm in erster Linie die Erbauung seiner Turnhalle zu danken hat. In diese Wetzlarer Zeit fällt auch der Beginn der turnerischen Xätigteit Wills, die ihn über die Dereinsarbeit hinaus im Gau bekannt machte. Bei den verschiedensten turnerischen 03er an Haltungen wurde er Sieger im Wettkampfe: u. a. war er beim 17. Gauturnfest in Wetzlar 1889 erster Sieger im Zwölfkampf der Männer. 1892 tief er mit dem jetzigen Gauschriftwart Earl Wenzel (Gießen) den TurnauSschuß des GaueS ins Leben, dem von nun ab die Betreuung der rein turnerischen Arbeit des Gaue» oblag. W. Will gehörte diesem technischen Beirat des Dauvorstandes seit der Gründung an. Man lernte seine turnerischen Kenntnisse und Führereigenschaften schätzen und hatte leichte Wahl, al» im Frühjahr 1901 die Stelle deS zweiten Gauturnwarts neu zu besetzen war. Die Bewährung in diesem Amte und in der Stellvertretung für den 1902 verstorbenen langjährigen ersten Dauturnwart DolperiuS Schneider (Marburg) gaben dem 71. Gauturntag im Frühjahr 1903 Anlaß, Wilhelm Will an die Spitze deS turnerischen Lebens tm Gau zu berufen. Wilhelm Will ist also jetzt 25 Iahre ununterbrochen erster Dauturnwart de» GaueS Hessen, seit 1922 mit der Amtsbezeichnung Dauoberturnwart. Wenn der Pastor etwas zu Papier gebracht hatte, dann dünkte ihm auch das ungenügend, mit einer so kleinstrichelnden, ängstlichen Feder geschrieben, daß er es wieder zerriß. Ach. ihm fehlte der breite, kraftvoll hi nft reichende, rücksichtslose Pinsel, der da kühn hinmalt, in krassen Färber, vielleicht, aber in brennenden, grell weithin flammenden. daß auch alle Welt zu (tzesichl bekam, wie es in Wahrheit hier aussah. Ach, wer doch solch einen Pinsel hätte! Aber er mußte sich damit begnügen, in der vor- geschriebenen amtlichen Form Bittgesuche an den Oberpräsidenten zu richten, Eingaben zu machen an ben Reichskommissar fürs besetzte Gebiet, sogar an den preußischen Minister des Simcrn. Unfc das tat er unablässig. Er wurde auch nicht müde, noch andere 'Sricic 3U schreiben. Es gab ja noch reiche Leute, mildtätige Frauen, und wenn auch die Winzer sagten- „Almosen wollen wir nicht", wenn chr Pastor nicht zu stolz war, Bettelbriefe zu schreiben, so durften sie auch nicht zu stolz sein, anzunehmen, was diese Briefe einbrachten. Ost bis spät in die Nacht hinein brannte auf dem Schreibtisch das Lämpchen: jo viel hatte der Pastor in seinem ganzen Leben noch nicht zu schreiben gehabt. Auch mit den Arntsbrüdern muhte man in Verbindung treten: was setzten die durch, war's bei ihnen in der Gemeinde ebenso schlimm? Er bekam nichts Tröstliches zu hören, überall im Weingebiet die gleiche Not. Das sollte das werden, was sollte das noch werden?! Den alten Pastor, der einsam in seiner 'chon nächtlich erkalteten, weltentlegenen Stube saß, tarn zuweilen die Angst an. Heute hatte er Micke gesehen, bei seinen Portenern, Blicke, di«, wie Sturmvögel, nichts Gutes verkündend, aufschossen aus den Augen der Männer. Sollte die Seit sich nahen, in der die schwarze Wintersahne, mit Trauerflor umwunden, wieder einmal flattern würde hn heranrückenden Zug: „Die Weinbauern müssen trauern". — Die schwarze Fahne, die schwarze Fahne! Ihr Rauschen kündete Sturm. Und da fei Gott vor, da sei Gott vor! (Fortsetzung folgt) getan werden Die Hauptsache ist. was Poin- cari seinen Wählern nicht gesagt hat. daß erst einmal Frankreich feine Schulden bei Nordamerika zwar nicht bezahlen (das kann e» nicht und das verlangt Amerika auch gar mcht), aber anerkennen loÜ. Es wird, so sehr es sich heute gegen diese Notwendigte.t noch sträubt, nicht darum herumkommen. Und ehe im Ernst von weiterem gesprochen werden kann — das ist immer wieder zu lagen — müssen erst einmal die Wahlen in Nordamerika vorbei sein Da aber, wie man auch weih, der neu- gewählte Präsident drüben fein Amt erst am 4. März antritt, so wird alle» da». d H die Idee internationaler Behandlung dieser Fragen, erst pralttich nach diesem Termin. Dahlen. Wirtschastskonserenz, S-achlielerungs- abkommen. Reparation»- und interalliierte Schulden — ein Iahr um da» andere vergeht, ehe in diesem riesigen Kvmple». der den Wiederaufbau der zerrissenen Weltwirtschaft in sich schließt, wirklich Durchgreifendes und Positives geschieht. Hat wirklich die Welt und Europa d l e Zeit zu diesem langsamen Tempo? Wäre es nicht verständiger, diese Fragen fester anzupacken und mit ihnen zu verbinden, was doch auch hinein gehört und für den Wiederaufbau der Weltwirtschaft unbedingt notwendig ist: den Wiederausbau N u ft l a n b ». der nur In einer internationalen Zusammenarbeit der großen wirt- schastllchen Mächte burd)geführt werden kann? EinS hängt am anderen und ein» hängt mit dem anderen zusammen. Was fehlt, ist die Einsicht, daß man zusammen arbeiten muß. in dem Ausgleich der nationalen wirtschaftlichen Gesichtspunkte und Notwendigkeiten mit den weltwirtschaftlichen, die zehn Iahre nach ÄricgMu»gang wirklich allmählich gefunden werden könnte. Dabei sind die Schwierigkeiten, die auS den nationalen wirtschaftlichen Gesichtspunkten kommen, vielfach begründet, weil darin vielfach Notwendiges, wirtschaftlich und politisch Richtiges und Notwendige», liegt. Dagegen ist das Har. daß die finanzielle Unordnung, die finanzielle Belastung auS dem Kriege für die Sieger wie für die Besiegten nicht vernünftig und nicht produktiv ist. Europa kommt nicht in die Höhe, solange aus dem befiegten Deutschland der Druck der Dawes- Lasten in dieser Form liegt und auf den Siegerstaaten der Druck ihrer Schulden an Nordamerika. Und Nordamerika, dem die steigende lange nicht anschaulich genug geschildert, nicht ei' dringlich genug geschrieben. Wenn er nur selber t Gabe hatte, s o zu schreiben, wie es nottot! nahm, gehörten diesem in 43 Vereinen etwa 4500 Mitglieder an: heute zählen wir 160 Gauvereine ..... 1... :: :X) männlichen und weiblichen Gau- angehörigen. Diele Zahlen lünben mehr al» alle- andere. waS W. Will in 25iä&riger ehrenamtlicher Führertätigkeit für die Turnlache und damit für Volk und Vaterland getan. Die Die goldenen Berge. Roman von ßtora Die-ig. Copyright Hy Deutsche DerlogS-Anstalt Stuttgart. 33. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 18. Kapitel. Am Tag nach dieser Nacht begegnete Maria Brennn der Schommer. Mit trummem Nucken, wie eine Katze, die einen Buckel macht, stand die in der niedrigen Tür des Häuschens im Gäßchen, darin sie mit ihrem Sohn eine Kammer bewohnte. Es war die schlechtcfte Behausung im Dorf, mehr einem Stoll als einer Stube gleich, und zu verwundern war es, daß die gebeugten Mauern des Häuschens, die schier einen Kniefall machten, überhaupt noch zu- fammenhiclten. Hinter dem Weib gähnte die dunkle Höhle; kein Fenster. . ... Maria wich unwillkürlich aus, da ging he lieber mitten auf dem spitzigen Pflaster, als dicht dort vor bei, oon der dunkeln Höhle her stank cs.ote formte die Schommer auch gar nicht leiden. Als die mit lärmender Freundlichkeit ihr guten ~ag wünschte, nickte sie nur ganz kurz; heut mar thr das Weib noch viel mehr zuwider. Und warum? -Diana wußte es nicht, aber wie (EM tarn es sie an, fa|t wie Grauen: warum lachte sie denn so roh, so herzlos? Die mußte doch auch von dem armen Rn» im Weinberg gehört haben. . „Schlecht Wetter heut — geht Ihr doch wieder spazieren?" Die Schommer lachte. „Ihr wart gestern abend im Zuckerberg — se haben et erzählt — en schöne Bescherung da, wat?" , Maria tat, als ob sie nichts hörte, sie machte, daß sie vorbei kam. Die Schommer schnitt hinter der ihr zu msch Entkommenen eine Grimasse, fast sah's orieder wie Lachen aus, aber es war nicht nur Lachen. Ingrimmig murmelte sie: „Du dumm Dingen!" Aber dann lachte fi« wirklich, und es war ein höhnisches Lachen: „Wart, du kommst auch noch dran! Und sie spuckte wie eine Katze, die, in die Enge getrieben, vor Wut, aber noch mehr aus Angst, faucht. — Maria Bremm war in der Deichte gewesen, sie kam gerade daher. Ganz Porten hatte sich aufgeregt über den kleinen Leichnam im Weinberg: ja, ja. die gibt. Sie verdient natürlich an einem solchen Plan auch, wird an ihm beteiligt und hat so den genügenden Einfluß, nicht etwa eine deutsche Konkurrenz zu mächtig werden zu lassen. So wie 1922 der erste Gedanke durchaus zu begrüßen war. die sog. Neparationen durch deutsche Arbeit und nicht durch deutsche, uns ruinierende Bezahlungen zu leisten, so ist der Gedanke auch heute zu begrüßen. Inwieweit er durchgeführt werden wird und werden kann, muß sich ja zeigen, ilnö recht hat eine Pariser Zeitung, die dazu schreibt, daß Frankreich, wenn es diese Lieserungen Deutschlands nicht annehme, auch nicht das Recht mehr hätte, die Welt länger mit seinen Reparationsklagen zu belästigen. Ein Anfang ist damit gemacht, aber wie langsam geht das doch! Und in der Reparations- Zeiten, die schlechten Zeiten, so etwas war vordem nie hier passiert! Kein Wunder, daß Maria Bremm fieberte in der Nacht nach dem Entsetzen. An Leib und Seele bös zugerichtet, war sie nach Haus gekommen: die ganze Nacht hatte die Mutter bei ihr am Bett sitzen müßen und ihr die Hand hatten, sowie sie losließ, wimmerte die Tochter laut auf. Selbst im Traum hatte Maria noch gewimmert und oft auch gemeint; aber sie hatte am anderen Morgen darauf bestanden, zur Beichte zu gehen, und die Mutter hatte sie nicht zurückgehal'en: mochte |ie gehen, wenn es auch in Strömen vom Himmel goß, ünb sie. noch geschwächt, nur langsam schleichen konnte. Es war doch das beste, wenn sie ging, cm bedrücktes Gemüt, das sucht Gott. Und dah ihre Tochter bebrürft war, ach. das wußte die Bremm ja. Maria war ruhiger aus der Beichte gekommen. Endlich, endlich hatte sie sich entlastet, JEßortc für das gefunden, was sie verstörte und in -chcnn verzweifelt zu Boden warf. Worte für all ihre Schuld. Worte für ihr erstes Vergehen, Worte für Jbr zweites, ach, noch so viel größeres Vergehen, tfür ihre große Sünde — Gott sei gebankt, daß es eine Gedankensünde geblieben war! Unb Worte für ihre große, sie jetzt ganz erfüllende Reue. Gott hatte zu ihr gesprochen, das gab ihr wieder Mut. Maria sand auch so viel Fassung, um wohlgeordnet und mit Anschaulichkeit zu berichten, wann und wo sie den kleinen Leichnam entdeckt hatte, als sie verhört wurde. Wer das Kind im Weinberg ver'charrt hatte und ob das bei der Geburt gelebt hatte oder tot geboren war. das brachte aber keine Untersuchung zutage. Es ließ sich zu schwer noch feststellen, der Leichnam mußte schon länger gelegen haben, Verwesung hatte bereits an ihm genagt und gieriges Nachtgetier. In Porten beruhigte man sich nach und nach wieder: es schien eben doch wirtlich so, wie die Schommer es immer gesagt hatte, und es war nicht nur dummes Weibergeträtsch: der Berg des alten Bremm war ein verfluchter Berg. Auch die (Bespräche. ob eine sich des Kindes entledigt hatte, die der Hunger dazu getrieben, oder eine, die oertaffen worden war. verstummten. Ach ja, sicherlich war es der Hunger. Hunger treibt ja zum Aeuhersten. Und der Gedanke an Hunger blieb. Der war jetzt täglicher Gedanke: und auch nächtlicher. Ein Gedanke, der sich erst wie ein Zwerg herangeschlichen hatte Wirtschaft. Wochenbericht vom Sranffurfer Effektenmarkt. Nach der mehrtägigen Unterbrechung durch da» Osterfest kam daS Börsengeschäft zwar nur zü- £ernd in Gang und bewegte sich tm allgemeinen i ruhigeren Dahnen al» in der vergangenen Woche, doch blieb die Börse im Grundlon freundlich und wider st andssähig. Sine Hauptstütze boten dabei die von selten de» Auslandes weiterhin vorliegenden Kaufaufträge. Auch das private Publikum durfte verschiedentlich wieder am Markte gewes.n cm, angeblich jedoch gelegentlich auch a6 Vertäu,er. Die Spekulation zeigt zunächst Neigung zu Realisationen der erzielten Kursgewinne. Dazu bestimmt wurde sie durch Besorgnisse Im Zusanm en- hang mit der Medioliauidation. Infolge der umlangreicher gewordenen Engagement» entbanden Befürchtungen, ob Oct zunächst noch angespannte Geldmarkt den gesteigerten An- forberungen, namentlich an Reportgeld, nachkommen könne. Doch bald zeigte es sich, daß diese Befürchtungen grundlos waren. Gerade am Tage der Prämienerklärung trat eine merklichere Erleichterung für Tagesgeld ein, und der Satz dafür wurde auf 6,5 D-ozent ermäßigt. Lieber- Neues von der „Bremen" Greenly Island ist noch bis 3 u m nächsten Latum: 165 WblliDD Holjinann . 163 164,5 166 *'uiuvu vuijinann . Heidelberger Lement . . « «menr Jtariftabt 8 ’^cb6 k ftrt ftao Deviienmartt Derlm —Zrankfun Telegraphische AuSzablsng. 143 M 145 Banfuotra. 300 195.25 311 199 . 6 . 4 . 0 . 6 - v . 0 . 1 . 0 . 6 . 8 . 8 . »f . 8 . 8 . K 6 ■ 0 iS 1 - I 93 5 | 24.5 8< 13? -i 81 120 >43 55.1 104 181 Monat in Eis eingeschlossen. Die Insel zählt 14 Einwohner, die große Fischerei,ialiouen haben, die im Winter geschlossen sind. Dennoch sind dort Lebensmittel reichlich vorhanden, wenn die Insel früh eisfrei ist, so können die Flieger i m Boot nach dem nördlichen Teil von Neufundland fahren und mit Hundeschlitten den weg der Westküste entlang bis zur Eisenbahn 374. w I 619.9 I 750 531,5 806 196.5 14".7» 205 99.75 48 92.25 266.1m 161 186.75 238 100 93.5 3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche zogen Weizen, Hafer, Wei- zen- und Roggenmehl je eine halbe Mark an. Mais für beide Zwecke und Weizen- und Doggen- kleie gewannen je eine viertel Mark. Roggen hatte soyar einen Gewinn von dreiviertel Mark zu verzeichnen. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen I 27, Roggen 28 bis 28.25 inl. Hafer 27,25 bis 27.75, Mais .für Futterzwecke 24,50, Mais für andere Zwecke 25,25, Weizenmehl 38,25 bis 29, Roggenmehl 38,25 bis 39, Weizenkleie 15 und Roggenkleie 16 bis 16,50 Mk. 11 15 - 12 15 8 12 10 7 8 . 0 . 0 0 143 t5.ld 104 181 144.5 149 । 149.5 ISO 141.75 1 141.76 Oie Sofort des „Moncalm". Neuy 0 rk, 14. Avril. Der Eisbrecher „Mon- calm", der mit Volldampf nach Greenly Island unterwegs ist, will noch heute nachmittag die deutschen Flieger erreichen, um sie mit dem auseinander genommenen Flugzeug zurück- z u n e h m e n. Hertha Junkers, die in Begleitung des Piloten Melchior fliegt, beabsichtigt, in har- bour Graci (Neufundland) zwischenzulanoen. Oer Eindruck in Berlin. re 111.67 M.82 l,ä 112.43 80.70 70,30 11.40 73,10 e Vielen...... Norlveattche Noten...... Teu'sch.Lefferr, 4100 Kronen Nnmänffche Violen...... schwedische Nölen...... Schwei,er Noten....... Svanilche Noten....... Ifdiecbofioroafiftbe Noten . . Ungarische Noten Aefb' i~7 118,11 It 11 111.43 58,58 2.61 111,96 *0.98 70,02 12.34 72 80 dem Piloten Melchior bei Tagesgrauen auffteigen wird, um die Flieger von dem nächsten Ort der Notlandungsstelle abzuholen, an dem «ine normale Landung und ein Start möglich sind. In- zwischm wird man sich voraussichtlich mit den Fliegern darüber verständigen, daß sie an diese Stelle gebracht werÄen. Die Entfernung der Notlandungsstelle von Neuyork beträgt etwa 1400 Kilometer. Die Neuyorker Maschine könnte also nach zehnstündigem Flug dort ointreffen. Danach ließe sich annehmen, daß Köhl und seine Kameraden am morgigen Sonntagabend in Neuyork begrüß! werden können. Da die '.Reparatur der „Bremen", an der außer dem Propeller ja auch das Fahrgestell zertrümmert ist, unter den schwierigen örtlichen Verhältnissen sicherlich acht bis vierzehn Tage in Anspruch nehmen wird, so wird sie erst später nachgcholt werden. Glückwünsche des ^eichspfüsidenten. Berlin, 14. April, (WTB. Funkspruch.) Der Herr R e i ch s p r ä s i d e n t hat an Hauptmann a. D. Köhl das nachstehende Telegramm gerichtet: „Den kühnen Ozeanfliegern herzlichen Glückwunsch zu ihrem schönen Erfolg. von Hindenburg, Reichspräsident." Der Herr Reichskanzler sandte folgenden Glückwunsch: „Den ersten europäischen Fliegern, denen es gelungen ist. den Ozean von Ost nach West zu überfliegen, herzliche Glückwünsche. Unsere Freude ist um so größer, als dieser Erfolg der deutschen Technik und dem Wagemut deutscher Flieger zu danken ist. Durch sie Übermittelt Deutschland demamerikanischen Volke seine Grüße als Ausdruck geistiger Verbundenheit und Freundschaft. Reichskanzler Dr. M a r x." Die Lufthansa zu der Lleberquerung des Ozeans. Berlin, 14. Aprjl. (TU. Eigener Drahtbericht.) Die Deutsche Lufthansa erklärt zu dem „Bremen"- Flug: Das große Wagnis der Ueberouerung des Ozeans im Flugzeug in der Ost-West-Richtung ist zum erstenmal geglückt. Das ganze deutsche Volt jubelt der kühnen Besatzung zu, besonders dem un erschrockenen, tapferen Führer Köhl. Dieser allgemeinen Freude schließt sich die Deutsche Lufthansa an, um so mehr, als sie die großen fliege- rischen Oualitäten Köhls kennt und nunmehr weiß, daß diese tätige Kraft weiterhin der deutschen Luftfahrt und damit der Weltverkehrsluftfahrt erhalten bleibt. Die Wahrscheinlichkeit des Gelingens war so gering, daß die Lufthansa Köhl, den verdienstvollen Leiter ihres Nochtflugdienstes, für die außerhalb de« Verkehrs liegende Sportaufgabe nicht ziehen lassen wollte. Sie wollte ihm das Schicksal der 29 Opfer von Nungesser bis Hincliff ersparen. Um so größer war die Freude, als die erste Nachricht von der Landung bekannt wurde. * Frankfurter Maschinenbau 21.»®. vorm. Pokorny & Wittekind. Wie wir erfahren, wird in der nächste Woche stattfin» denden Aufsichtsratssitzung die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung beschlossen werden, und zwar werden 6 Prozent in Vorschlag gebracht. — Die Gesellschaft ist augenblicklich mit der Fabrikation von acht Gas-Kompressoren bis zu 1200 Ps. beschäftigt für deutsche Ferngasver- sorgungsanlageu, und zwar handelt es sich dabei um den Dau von Kolben- und Turbokompressoren. Auch von Auslandsfeite bestehe stör- keres Interesse. 1926 ein Betrag von 187 500 Dollar zurückgezahlt worden war. * Ma n sfeld A.-G. fürBergbauundHüt- tenbetrieb, Eisleben. Die Mansfeld Ä.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb in Eislcben erzielte im Geschäftsjahr 1927 einen Gesamtertrag von 12 672 674 Mk. (im Vorjahre 9 949 249). Abzüglich der allgemeinen Unkosten (einschließlich Zinsen) in Höhe von 6 215 099 Mark (4 173 792 Mark) und der Abschreibungen von 3 637 620 Mark (3 040 396 Mark) und zuzüglich des Gewinnvortrages aus 1926 von 44 941 Mark ergibt sich ein Reingewinn in Höhe von 2 864 897 Mark (2 775 997 Mark), aus dem wiederum 7 v. H. Dividende oerteill und 106 223 Mark auf neue Rechnung vorgetragen werden sollen. Die beträchtliche Erhöhung der allgemeinen Unkosten beruht nicht auf einer tatsächlichen Steigerung, sondern ist durch organisatorische Aenderungen und durch die Fusion der Mansfelder Metallhandel-A.-G. Berlin, mit dem Stammhause hervorgerufen, lieber die Geschäftslage im neuen Fahre erfahren mir, daß sich die Verhältnisse hinsichtlich des Absatzes der Pro- butte und der Fabrikate gegenüber dem Ende des Vorjahres nicht verändert haben, so daß der Geschäftsgang als durchaus befriedigend bezeichnet merken kann. Wie weiter erklärt wurde, sind Verhandlungen über eine Fusion mit der A.-G. für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen nicht im Gange. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 14.April. Tondenz: knapp behauptet. Zum Wochen schl uh wunde das Geschäft an der Dürfe merklich stiller und seilens bet Spekulation mochte sich weiter Realijations- Jiaubfurt a. M | Berlin Schlich»! l-Uhr, 1 Schuch-tÄnfanr fliiTfr I Wurfe | fl irt. ' Hur 18.4. | 14 4 | in. 4 | 14. 4, e. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. _k hinter den Kopieren ongelubrlen Zistern geben die Höbe der zuletzt beschlostenen Dividende an. - ReichSbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSftch 8 Prozent. rungen von etwa 2 bis 6 Prozent verzeichnet werden konnten. Lebhaft gefragt waren die Z e l l st 0 f f w e r t c, von denen Waldhof 16 Prozent und Aschaffenburger 12 Prozent anzogen. 2m Montanmarkt bestand starkes Interesse für Oberbedarf mit plus 10, Ilse Bergbau mit plus 13 und Laurahütte mit plus 7 Prozent. , ro ,. , . _. Sonst waren hier zumeist kleine Abbröckelungen ® 1n' Apk'l. (WTB. ^unkjpruch.) Di« von et-ma 1 Prozent festzustellen. Größeren Kurs- Nachricht von der Landung der Breinen hat in schwankungen war die Karstadtaktie unterworfen, ■8et“n naturgemäß große Freude hervor, die nach vorübergehend biS 226 Prozent er» """" ' "" " * *-Uk-- em-1 mäßigtem Kurs schließlich biS 241 Prozent an- ziehen konnten. O.-G. - Farben lagen 6 Prozent höher, von den übrigen Chemiewerken waren dagegen Goldschmidt auf die enttäuschende Divi- Haupt befriedigte eS die Börse, daß die Medko- Ll 9 tLi 3 t10 n auch sonst keine größeren vchwierigkeiten bereitete und di« heraus- lommende Prämienware glatt aufgerrommen , ÄÄ 3rn Eise von Greenly Island MrStoA- xää•»-•-" x bankauSweis, der eine außerordentlich ge- I Greenly Island >st noch bis ,um nächsten ringe Entlastung des Instituts nach der starken alltunoanspannung au-weist, was aber im wesentlichen auf die kurze, nur fünf Tage betragende R ck ^hlungSzeit vor den Feiertagen zuruckzuiühren ist. Verstimmend wirkten daneben die Tarif st reitigkeiten im Ruhrberg- bau, bei denen zunächst wenig Aussicht auf Betsegung besteht, und die Aussperrung der sächsischen Metallarbeiter. Dem-, . - „ gegenüber war di« Meinung der Börse daß machen. Andernfalls mühte ein eisfesies international immer weitere Kreise von der Not- Schiff entsandt werden, um sie aufzunehmen. Die Wendigkeit der Neuregelung des Repa- dritte Möglichkeit wäre, längs der Küste von Ca- rati0nsschulden - Problems übe,zeugt brador in der Richtung noch Quebeck zu werden, von anregender Wirkung. Unbestimmte reisen, bis sie von einem Dampfer ausgenommen "Si touröcn Habel an den Aufent^-lt würden, der zu diesem Zweck von Quebeck zu ent- Äeba?atlon^n^nn m/rt?rr-^ r f ;U"«enden wäre. An der ganzen Lüste von Labrador geknüpft. Stimulierend/ namentlich ^sür^Schisf'! ^linden sich kleine Siedlungen, die von Fischern fahrtsaktien, wirkte außerdem die Tatsache, daß bewohnt werden. -wischen Ha Pag und Nordd. Lloyd Der- handlungen stattfinden zur Ausschaltung der gegenseitigen Konkurrenz. Die Hauptanregung bot jedoch wieder daS rege Geschäft inSPezla > werten, so daß, wenn auch die Kursentwicklung nicht einheitlich war, überwiegend Besse- n ei gung bemerkbar. Die G ru n d sti mmuna blieb jedoch recht widerstandsfähig und bet unregelmäßiger Kursentwickelung etwa behauptet, da, wenn auch in geringerem Maße als an den Dortigen, wieder einige Kaufaufträge vorgelegen haben sollen. Es tauchte vielfach die Befürchtung auf, daß die Aufwartsbewsgung der fiurfe etwas zu rasch vor sich gegangen sei. Andererseits wurde der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit günstig aufgenommen. Bei den e-rften Notierungen er- 9oben sich meist Veränderungen bis zu 2 o.H. nach beiden Seüen. Darüber hinaus waren die gestern scark favorisierten Z e l l st 0 f f a k t i e n stärker vdgeschwöcht. Waldhof eröffneten 6 v.H. und Aschaffenburger 4 v. H. niedriger. Am Elektro- markt lagen Tesfürel stärker im Angebot und waren 6L v. H. schwächer. AGG. verloren 1 0. H., jährend Bergmann 1,5 v. H. anziehen konnten. Tonst blieben die Werte hier etrnu behauptet Montanwerte, die vorbörslich zu höheren Kursen gehandelt worden mären, eröffneten gut behauptet. Für Mannesm-mn bestand zu leicht erhöhten Kursen einiges Interesse, Rheindraim gaben do- gegen 1,5 0. H. nach. Banken lagen bis 1L 0. H. schwächer. Schiffahrtswerte ca. 1 v.H. schwächer. Holzmann und Daimler kannten je 2 p. H. anziehen. Deutsche Anleihen lag«»-still. Bon ausländischen Renten waren Mexikaner weiter stärker befefHgt. ?m Verlaufe wurde die Tendenz allgemein etwas fester, da die stärkere Nachfrage nach eitrigen Spezial werten an regte So Voran Siemens stärker gefragt und 5,5 0.H. höher. Außerdem verstärkte sich die Nachfrage nach Dairn- ler, die erneut 4 0. H. gewannen. AEG. plus ca. 1,5 o.H. 2.- G.- Farben holten die rtewie Einbuße vom Anfang wieder aus. Der Geldmarkt war leicht. Tagesgeld 5L 0. H. Am Devisenmarkt nannte man wenig veränderte Kurse: Reichsmark gegen Kabel 4,1797. ge-aen London 20,413. London gegen Kabel 4,8835, Paris gegen London 124,02, MmLcmid 92^55, lvradrid 29,06, Holland 12,1113. Berlin, dürfe. Berlin, 14. April. Für die heutige Börse lagen neue Nachrichten von Bedeutung nicht vor. Im allgemeinen war das Geschäft, wie an Samstagen üblich, sehr ruhig. Die Spekulation bekundete Reali- fatione neigung, wob?i die in den letzten Tagen bevorzugten Papiere stärker litten. Ehade verloren 10 Mark. Dessauer Gas minus 3 0 H. Schis- sische Textil minus 4 p. H. Schlesische B, rgw.-rt Deirchen minus 5 0. H., Gesfiiral nünus 5,75 u. H., Polyphon minus 3,5 v. H. und Zellstoff Waldhos minus 6,5 vH. Dagegen bestand für die längere Zeit vernachlässigten Montanwerte und für Schiffahrtsaktien weiter Kauf int eres s e, so daß hier die letzten Notierungen zumindest gut behauptet waren. He i m i s ch e Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. 4-u. H.Mexikaner fest, Russen lebhaft. Pfandbriefe umsatzlos. Geld eher leichter. Tagesgeld 6 bis 7,5 0. H, Monatsgeld TS bis 8,5 0. H. Warenwechsel etwa 6,90 v. H. Im Verlaufe blieb die Tendenz unregelmäßig. Bis auf einzelne Werte war die Umsantaligkeit klein, und die Reakisationsneigung hiell an. Berger verloren 4 0. H. Karstadt minus 3 o.H., Glanzstoff minus 5 v. H.. Spritaktien minus 1.5 v H., Sch > ffahrts - und Montanwerte bis mimis 1 v. H. Dagegei lagen Elektrspa piere recht wider ft andsfähig und teilweise sogar fester. Auch Ba n k e n bei unveränderten Kursen ziemlich lebhaft. Ausgehend von Spezialitäten wie Holzmann, Daimler, Deutsche Atlantische und Feldmllhle später wieder allgemein fester. Spielplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 15. April, von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Montag. 16., von 19,30 bis 22,15 Ufcr: Fidelio. Dienstag, 17., von 19,30 bis 22,30 Ühr: Eine Nacht in Benedig. Mittwoch, 18., von 19,30 bis 22.15 Uhr. Cavalleria rusticana; hierauf: Der Bajazzo. Donnerstag, 19., von 19 bis 22,45 Uhr: Der Rosenkavalier. Freitag, 20., von 19,30 bis 22 Uhr Llonnh spielt auf. SamStag, 21., von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Cosi fan tutte, Sonntag, 22., von 17 bis nach 22 Llhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Montag, 23., von 19,30 bis nach 22 älhr: Turandot. — Schauspielhaus Sonntag, 15. April, von 15.30 bis gegen 17,30 ^Ihr: Kabarett der Komiker: von 19,30 bis n«h 21,30 41hr: Mas der Prominente: von 22 biS gegen 24 Uhr: Kabarett der Komiker. Montag, 16.. von 20 bis nach 22 4Ihr: Mar der Prominente. DienStag, 17., von 20 biS 22,30 Ahr. Minna von Barnhelm. Mittwoch, 18., von 20 bis 22,30 Ufjr: Liliom. Donnerstag, 19., von 20 bis 22,30 Albt: Schinderhannes. Freitag, 20., von ^0 bis nach 22 Alhr: Mar der Prominente. Samstag. 21., von 20 bis nach 22 Alhr. Max der Prominente. (Sonntag. 22.. von 15.30 bis 18 Alhr: Liliom: von 20 biS 22,30 Uhr: Schinder- Hannes. Montag, 23., von 20 bis 22,30 Alhr: Liliom. gerufen, di« um so lebhafter ist, als die letzten Mel- tmngen von gestern Avenid die Hoffnungen auf ein Gelingen des Fluges fast auf den Nullpunkt herab- ^edrückt haÄpn. Zwar rechnete man noch immer mit __WWW|WHIMZ, MM| wlw „l(,UUWBn„ »/-.uv- Möglichkeit einer Notlarvdung auf einem «n- dende von wieder 5 Prozent stark anqeboteu und feinen Debiot: doch spielte dabei der Wunsch, als 8 Prozent schwächer. Deutsche Anleihen ^^r des God.rnkens, eine erhebliche Rallc. Unter zogen zunächst stärker an, bröckelten jedoch später dielen Umstanden war dis Freuüs groß, als be- etwas ab. Don Auslandrenten lagen r € i16 > n den frühesten Morgen st un- MeLikaner und Rumänen merklich fester. Am den, wahomd Berlin erwachte, auf den Straßen Devisenmarkt lag die Mark unverändert un® Bahnhöfen Extrabläter der Zeitungen die fest. DaS Pfund konnte international etwas an- 5r*te Nachrich t von der Landung verziehen. breiteten. 3n &ad;fraii'en wind die Leistung der Flieger und «Zöchende» lcht der Maschine besonders hoch veranschlagt. Di« zu- vom $ronffurfcr prohuffenmarft. rückgelegte Strecke wird auf etwa 3500 Kilometer «.rx-f, ,, . -n . berechnct. Wenn mau die Leistung richtig bewerten » ' . Geschäft am Frankfurter Produ.teamarkt u-ill, so sind zu dieser ungeheuren Entfernung afc^r ro.it« durch 61c tang«« Unterbrechung b« noch di« S* u i e r i g r« I f e n d«- m «Tiers Ofterfc ter tage nur wieder langsam in Gang und der Gegenwinde hinAUAUAäblen ^r ö'ß e b in* allgemeinen 2Zon der Öeiüuug der ZunkerStarke llüvd bestätigt, MS I 1)06 WC Yorker yunkersmaschine^ltz L sehr gering war. Abschlüsse wurden nur selten getätigt. 3m Verlaufe trat plötzlich ein Ten- oenzumschwung ein, die Stimmung wurde fester, da die stark anziehenden amerikanischen Notierungen dem Markte eine gewisse Anregung boten. Der ungünstig lautende ainerikanische Saatenstandsbericht lieh unter den Händlern Hoffnungen auf ein weiteres Steigen der Preise aufkommen. Die hohen ausländischen Notierungen konnten sich nicht voll auswirlen. da auf der anderen Seite eine gewisse Zurück- Haltung bei den Käufern zu erkennen war. W e i - ze n blieb im allgemeinen vernachlässigt. Angebot war kaum vorhanden, die Nachfrage blieb aber '^ouch klein. Roggen hatte dagegen größeres Geschäft aufzuwelsen, da hier Onteressenkänfe von Seiten des Auslandes und des Exportes vorge- yommen wurden. Hinzu kam noch, daß hier kaum Ware vorhanden war, was ein stärkeres Anziehen des Preises zur Folge hatte. 3m Gin- Hang hiermit hatte auch Roggenmehl besseres Geschäft zu verzeichnen. Auch Weizen- m e hl wurde stärker begehrt. Bei den erneut ziemlich hohen Preisen ist aber Ware schwer unterzubnngen. Hafer und Mais für Sutter« »toede wurde in kleineren Posten von feiten der Landwirtschaft zu Futterzwecken gesucht. Die übrigen F u t t e r a r t i k e l. besonders Weizen- £"L^S^leie, hatten ebenfalls eine kleine Gcschaftsbelebung aufzuweifen. Mais für In- oustriezwecke wurde noch verschiedentlich vom Konsum gekauft. Zum Wochenschluh blieb die Tendenz fest. Besonders zu beachten war der Lermmhandel, hier wurden in Weizen für ^Sichten, bei steigenden Preisen größere -Abschlüsse getätigt. Rogzen dagegen wurde für spatere Termine etwas billiger angeboten. tzrandfun a. M Berlin Frandwrt a. M Berlin Srhlult.i l .Uhr. Sdj.ufh Üntang Nur» ! flur* flure" flurt Schlud j Schub- Anjnng Datum 13 4. H.4. | 13 4. Tatnm: 13 4 1 14 4 1 18. 4. 14 4 Di Mrid)Sanlett)t 0 IV27 Dt Hm Ablol Schuld mit nuslol -Nechlkii De«0l odiit AuCl f .Wcdittn >•/. Jranff Hyp -B! So bv> unkündbar bi# itos 4Ve*e riteimftte 6dp ,n cul Mu 4°/# UnaarNchr tiolbnc 4°/r Ungarisch, Siao,4r v lOlu •*///■ vr»gl von 1913 */• Unoanld)« Aroncnrtt 4*1 lurl .SoUanldb, v 1911 4*/. lurt Saabobbabn.flnl fe.nr 1 «•/. drsgi e«ri. f| 4». Rumänen convert Äk 4%°., Rumänen von 1913 BQq DrnriOir frtkrbobn 4'/, pambura-Ämrnlo Palki c P-'-nib -Subam Damv sch dansa Damlttchiff 6 Norbdcuilchk, eionb 6 flüo D,uklch, ttrebttanfl lv Bonn i Bankverein lu Berlin,, HandrlSaclellsch. Vi Lammer,. and Pilvai-Bt h Tarrnn. u Nanonalbank >» Deui'chr Bank iv Diskvnio.i>r»ell«chak, Mnt i(- Dntdnr, Bank u* Vkutelveuiich, Lredlldank 9 vkeialldank ......... Reich «b«rk iu 3 SS ' » । ll- '21 1 1 ' SSL l SL-.ÄS l *S 5 E ’ 3 S S 2 3 S ” ' AL 1 1 1 1 4 H 1 1 l l 1 1 » । 'S । 1 । • ।S**. -K'l» 87.6 53 16,5 27.13 »,8 18.» 19.76 169 MS m.b 14*.5 I3v,)> >53.5 <62 :49.5 164 151.5 156.6 211 .38 -5 ? k 1 i 1। e i ■ si iiiix.il. • । . o.k '] * ® » ......7 «ergmann ........ Hefti Ulfftnineen . . io L'chl imb »ran . . , . io gelten L Luill. ovme . . .6 ' Elekir Untern . io vamb Cleftr Werte . . in *bdn Elrl'r ....... Schlei. Eleln • . . . . io Ed) uefert ? e-rmen« * Heilste . . . 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Z.OiflJ 2.004 l.*97 2,001 Nie de £fan 0.2035 U.5045 u.5035 0.5055 Äien In T>.» Ccft. abarii -8.76 M.fcb -8,75 Sb 87 Prag Belgrad 12,374 12.391 12,374 12.394 7,355 7,360 7.353 7,3u7 «uoav.'ff. 78.93 73.07 72.93 73,07 «ui arten 3.919 17.9b 3.025 5,017 d.Uijj ^'ffabon 18.0.- 17.98 18,02 Tantta 81.52 81.68 61.52 81,68 »onft nrtn .'.141 ■6.145 4,148 2,1*7 Leben 5.545 6,55b ).49i 5,506 Lanada 4,177 4.386 4.185 4.177 4,185 Uni m» 4.334 4.921 4.329 MM • ■ 80.918 rv 958 20.918 20.958 _____Berlin. 13. «pril 1 l»Clb säur ummtanndic Noren..... »eioiftte flöten...... Daottche 'flöten ...... Erratische Note» ....... 4.164 51.11 <11.88 <0.365 I.iSi 58,45 112,14 M.445 Wäsche Schmutz 1. Suma. Wie dio- ■es Bild zeigt, holt Suma weitaus den meisten Schmutx aus der Wäsche. Warum ist Suma sparsamer ? Suma Ist sparsam«, wd Seife, dafür aber kein wasser „Mt. E. «gibt f*« do»* --> viel Lauge, reinigt meht als andere Waschmittel- Uod vor allem auch: mit Suma die Wäsche länger. >. Bleichendes Was chmittel. Die Lauge des bleichenden, sogenannt, „ eelbsttiti gen ' Waachmittek bleibt heller; sie löst weniger Schmutz. wallend« und die Gewebe durchfluten- der Bllicben eraeugt. Suma v« 5tin= erstaunlich. Reinigungskraft d äsenden und Khmutaloctonto Wirkung dieser Ströme von SÄ* und saugende Kraft wirk, ähnlich wie der Staubsauger- Suma schüttelt buchstäblich Gcwebefasem und saugt den Schm Folgender Versuch einet Chemiker« zeigt, wieviel mehr Schmuti Suma löst als andere Waschmittel. Auch Sie können ihn leicht machen, indem Sie einfach ein WLachearück zuerst mit einem beliebigen Waachmittd und hinterher mit Suma waschen. Sie werden staunen, wieviel Schmuti Suma noch herausholt. Suma wäscht alles überhaupt Waschbare : Leinen, Baumwolle, Wolle, Flanelle, weisse und farbige Sachen. Ein Paket Suma ergibt vier Eimer waschkräftiger Lauge. Weichen Sie über Nacht ein; auch hierzu eignet sich Suma. Bringen Sie dann die Wäsche in den Kessel mit frischer Suma-Laugc Kochen Sie 15-20 Minuten unter gelegentlichem Umführen. Spülen Sie schliesslich recht gründlich (bei hartem Wasser unter Zusatz von etwas Suma) zuerst warm, dann kalt. Das ist alles was Sie tun. Die eigentliche Arbeit besorgt Suma 1 SUMA ENTUAIT MEER SEIFE SUMA GIBT MEHR LAUGE SUMA UJÄSCUT MEHR UJASGUE 3. Gewöhnliche» Seifen pulvez. Des gewöhnliche Seifcn- pulvcr entzieht der Wäsche im wenigsten Schmutz wie dies aus dem Bild ersichtlich ist. Was ist Suma ? Sum» ist cm rtin“’. “Schieden von färben« Pulver ^eschmit- ^indaW^hwirkung- Warum ist SumBd^^ndt«le, Surna enthält nur «mtgad^ SUMA wäscht tatsächlich mehr Wäsche; es wäscht sie auch besser und gibt ihr ihre natürliche Weichheit und Farbe wieder. Mit Suma gewaschene Wäsche hält länger. Wie erreicht Suma all dies ? Dadurch, dass es beim Kochen der Wäsche auf jedes einzelne Fädchen in ähnlicher Weise einwirkt wie ein Staubsauger auf den Teppich. Nämlich: Suma enthält neben viel Seife einen besonderen Bestandteil, der beim Kochen Ströme unablässig wallender und schwingender Bläschen bildet. Diese seifenbeladenen Bläschen durchspülen die Gewebe, wöbe, sie den Schmutz von den zarten Stoffasern lockern und buchstäblich wegsaugen. So reinigt Suma besser und gründlicher als es sonst irgendwie möglich wäre. Suma holt allen Schmutz heraus, und zwar ohne der Wäsche oder den Händen irgendwie zu schaden, denn Suma enthält kein \ Bleichmittel. Mit Suma wäscht man mehr Wäsche, und sie hält x. viel länger. Das ist Sparsamkeit! Sum» wucht ftWjJEÄ gibt der Wische ihre unprü^ und Frisch, »mck. ^"GewebCT kcin Bleichmittel, y vortiuScbt, schadet und Remhett ™V°”rfeint. den » -bet "^, nich, Auch die Hände greitt Wie wäscht Suma ? säääs-^ _ inÄcruL SUMA GIBT REirjEREW ASCHE Wir arbeiten Matratzen spottbillig auf! *1 < 02792 3646D 3930D Sa. — Samstag. < Separatoren Melkmaschinen Gesellschaftsfahrten auf Bestellung. — Telephon 1248 Sartenkies “IS alle Sorten billigst r-A bfrllatf». LtfiraiAne frt Aebamme 02001 aH' 2015 2035 2045 Gießen, Marktplatz 22 Wetzlar, Lahnstraße 12 4 4 H35 H45 1205 O.m. b.H. 1730 1750 1800 immer in Werlfalia die führende Marke Albach. . ab: Steinbach ab: Gießen. . an: