Nr. 216 Erstes Matt 178. Jahrgang Donnerstag 15. September 1928 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Onid eil» Perle«; Brübl'ldje Untoc.'ßlälr Slich^ und Stchtömderel H. lange In Sieben. SdjrtftkitMng und 6efd>äftsWelIe: SdjnlftraDe t. (Er|**oiarh imb 20 -kttchopteRNig für Träge» lohn, auch bei Richter- ^tmenein|elncr9lummeni infolge höherer Gewalt. Jtrn|prtd)an|d)lü||e: 61, 64 anö 112 Lmlchrtfl für Droh Mach' richten Bnjeiger Otetze» PollArdtonfo: greefferl am Dloln 11886. Zn'.ohmr pon Injetaci (Ar die Tagrenammcr bi» jnm Nachmittag vorher. Pret» ler I am Höhe für 1ntfi<;fn von 27 mm BreUe örtlich 8, auetnärt» 10 Reichspsennig, für Ve» Mlflmeonwgen von 70 mm Breite 35 »Pfennig, Dlatzvorschrist 20' , mehr. dbefTtbakttnr Dr ^nebr Dtlh Longe. VeroMwoNlich für Tcl.tib Dr Fr Will» Longe (dr Feuilleton Dr H Thyriot. für ben übrigen Teil Gruft vlumschein, für ben An« leigenteil Hurt AiDmann. sämtlich in Gießen Verlin-Roskauer Vilanz. Don Dr. Paul Xohrbach. Auch ohne ben Tod bei Grafen Tfcodborff- Rantzau wäre es an btt Zeit, bas bisherige Ergebnis btc H«u6sch-ru s s isch»n Politik zu überblidcn. 3n ben DezicHungen Deutschlands zu ben westlichen Rkächten ifl offenbar ein Wendepunkt eüigetrrten, bei drm es sich zeigen muh, ob wir noch irgendwelche Trümpfe, außer dem was wir durch uns selbst wieder bebrüten, im Spiel liegen haben. Rur bebenf en freie Optimisten ltunen barauf hoffen, bah wir bei der bie*maligen Tagung des Völkerbundes, wo es hart auf Han geht, andere als moralische Erfolge bavontraflcn werden. Auch solche find keineswegs in verachten Das, die mhaltSlecre und gereizte lebe, in der Br ianb bem Reichskanzler ant- tvortete. in der Völkerbundsversammlung laut itklatscht wurde und nur die Skandinavier bem deutsch^ Schweigen affiftierten. bedenk et sachlich gar nichts Ss sitzen so viele Leute mit schlechtem Gewissen in Gens, die allen Anlaß haben, sich hinter der französischen Dek- kung zu verkriechen, bah. wo e-3 um Abrüstung und Minderheilen geht, ein Beifall für Deutschland undenkbar ist. Fraenbeinmal aber müssen wir natürlich auch wirkliche Ersolge sehen, und ber Aufbau unseres Verhältnisses zu Sowjet» ruhland ist von den Verteidigern einer Art von beutsch-russischer Entente nicht selten in diesem Sinn bewertet worden. Vir wollen von bem. was jetzt in Genf geschieht, ganz absehen und uns überleben, welche Früchte die s inerzeit in Rovallo vollzogene Annäherung Deutschlands an Ruyland getragen hat, nachdem der Mann, ber ihr stärkster und unermüdlichster Tkrtreter war, vom Schauplatz abberufen worden ist. Als Graf Drockdorss-Rantzau als deutscher Botschafter nach Moskau g.ng, gab es unter bene«, die ihn persönlich genauer kannten. einig?. Don betten man im Vertrauen hören konnte: Gr hat nicht vergessen, was ihm die E-nienteleute in Versailles angetan haben, und jetzt will er ^a \ >:cn! Die Szene in der Spiegelgalerie von Versailles, wo der deutsche Vertreter nachlässig seine Handschuhe auf das Papierkonvm'ut warf, das die Verurteilung Deutschsand» zu dem Gewaltsrieden enthielt und das hm als dem Repräsentanten des verurteilten Verbrechers übergeben wurde, ist bekannt. Er hat die schwere Ausgabe, unter solchen Umständen sich und damit Deutschland keinen Zoll- breit Haltung zu vergeben, vorbildlich gelöst. Seine Unterschrift hat et verweigert und ist vom Amt beS Auhenministers zurückgetreten. Denn er wirtlich emige Zahre später bei bet Abfahrt nach Moskau von seiner Stimmung bei ber Rückerinnerung an Versailles etwas hat durchbficken lassen, so braucht man nicht au glauben. daß die ®runbfätbuna dabei persönuch war S.e wird vielmehr politi'ch a.'welen sein, aus der Hoffnung heraus. Deutschland in Moskau ein Stück Revanche für Versailles zu verschasfen. 3n diesem Sinn mag wo!)t eine gewisse innere Verwandtschaft zwischen Vrockdorsf-Ranhau und ben sogenannten Rationalbolschewisten bestanden Haven, mit fern Unterschied natürlich, bah bet erfahrene Diplomat auf keinen Fall an ein Zusammenwirken mit den Dafsen. fei eS unter welchen Umständen auch immer, gedacht haben kann. Das ist nun aber Wirklichkeit von feinen Zielen geworben? Denig - wenn überhaupt etwas! Vielleicht war der einzige Moment, wo Deutschland mit Moskauer Hilse einen gewissen Druck aus seine Derhandlungsgegner hat aus- üben können, ber Abschluß deS Vertrages in Locarno Eine Dvche danach sagte (Stamberlain bei einem Empfang englischer Pres'evertreter in London. Deutschland habe sich in Locarno geweigert, alle Verpslichtungen eines Völker- bunbsmitgliedes zu übernehmen, daher dürfe es auch nicht darauf rechnen, in alle Rechte eingesetzt zu werden. Er meinte dabei auf der einen Seite den bekannten deutsch-russischen Vorbehalt wegen Reutralität im Falle einer Völker- bundsesekution gegen Ruhland, und daS .Recht", auf daS Deutschland darum keinen Anspruch habe, war bei jener Unterhaltung die Zuteilung eine- Kolonial Mandats. Das deullche SonderperhältniS zu Ruhland ist von Anfang an ein Gegenstand englischen MihbehagenS und tnglischen Argwohns gewesen. Daraus kann man Algern, bah eS für uirs auch ein Druckmittel — hätte sein können, wenn man mit Rußland als einem wirklichen politischen Partner hätte operieren können. Da» war aber letzten Endes unmöglich, ersten» wegen ber welt- revolutionären Prinzipien bes VolfchewismuS. zweitens weil die Sowjetmacht zusehends schwächer wurde . Politik Brockdorfs-Rantzaus wurde lahrelang von den Vertretern der deutschen Dirk- ^Hof^ genügt, weil diele von hier aus auf eine ',arJc ‘^''febung deS deutschen ErportS nach Ruß- land hofften. Die Moskauer Diplomatie ist schein- dar derctlwillig auf dielen Gedanken eingegangen und hat große Vorteile — man denke an den bekannten Kredit von 300 Millionen - daraus gezogen. Am Ende aber stellte sich heraus dah die von Deutschland gewährten Kredite ruflilcher- 'eits gar nicht dazu benutzt wurden, die Käufe in Deutschland entsprechend zu vergrößern, fon- rrnm^.u’,m,Likm auf diele Weise frei werden- den Mitteln die russischen Handelsbeziehungen mit England und den Vereinigten Staaten mög- Nchst voricilhalt zu entwickeln. Heute g'aubt kein Mensch in Deutschland noch an nennenswerte Aussichten des russischen Geschält». und der 3n- Llnsere Vertragstreue ist bewiesen. Kein Gchachergeschäst mit Krankreich um die vorzeitige Rheinlandräumung. Dah sich trotz der oetblüffcnbcn Rede Bri- andS der Reichskanzler Hermann Müller und Staatssekretär von Schubert mit den Vertretern derjenigen Mächte, die an der Botschaftersonserenz beteiligt und somit für die Räu- mungsfrage zuständ.g find, an den Vera- tun gS tisch gesetzt haben, um die Räumung des Rheinlande- zu erörtern, ist nur zu billigen. ES wäre voreilig gewesen, aus einem Gefühl der Verärgerung heraus alle Drücken hinter sich abzubrechen und den Gegnern völlig freie Hand zu lassen. Gerade unter den jetzigen Umständen erscheint es von um so größerer Bedeutung. bah die Reich-regierung durch ihre berufenen Vertreter den DerhandlungSführern der andern Mächte ihre Auffassung über die Berechtigung deS politischen, juristischen und moralischen Anspruchs Deutschlands aus die s o s o r • t i ge und bedingungslose Räumung deS RheinlandeS barlegt. Die Forderung, daß als Antwort auf de Rede Driands der Reichskanzler und die deutsche Delegation sofort von Gens obre.'en sollten, hat zwar gefühls- mäß g manche- für sich, wäre aber nichtSdesto- weniger politisch unklug. Gerade in der großen Po.ilik muh immer daS Motto gelten: Sine ira et studio. Dir tonnen aber nicht verhehlen, dah unS bei dcr Art. in der anscheinend die Verhandlungen begonnen worden sind und geführt werden. nicht recht wohl zumute ist. Leider wird die deutsche Oesfenllichkcit so gut wie gar nicht darüber unterrichtet, und nur mit ein paar nichtssagenden Redensarten abgespeist, wobei man sich hinter die berühmte Verabredung über die Vertraulichkeit verschanzt. Da» hindert aber die andern nicht, in ihrer Presse, namentlich in der französischen, alle Schat.ierungen Indiskretionen. mannigfache Andeutungen und ganze Berichte za bringen, durch die die öffentliche* Meinung in allen Ländern offensichtlich beeinflußt werden soll und wird. Wir müssen leider wiederum die unerfreuliche Erfahrung machen, dah man sich auf unserer Seite von der veralteten Auffassung der diplomatischen Äor- rvktheit nicht sreiAumachen vermag und dadurch vor der Oef'entlichkeit immer wieder in« Hinter- tres en gerät. Wenn man also fast ausschliehlich zur Beurteilung der Vorgänge auf Berichte der französischen Presse angewiesen ist, so ist eS nur natürlich, dah sich dr- deutschen Leser» das Gefühl bemächtigt, man sei im besten Zuge. Zugeständnisse zu machen oder in Aus icht zu steilen und feine besten Trümpfe vorzeitig aus ter Hand za geben. Danz richtig hat der Reichskanzler bei Beginn der Besprechungen in der Sechser-Konferenz den Beschluß deS Reichskabinetts nochmals mitgeteilt, nachdem er ihn bereit» in den Einzelbesprechungen dargelegt hatte. Danach besteht für Deutschland ein unanfechtbarer, juristischer und moralischer Anspruch auf Räumung de» besetzten Gebiete», und zwar auf Grund des Artikel» 231 de» Versailler Vertrages Rach dem Beschluß des ReichSkabinettS darf die Räumung»- frage nicht mit der Revision des Da- wesabkommenS und den Reparationszahlungen. sowie mit den Kriegsschulden ber Siegermächte an Amerika in inneren Zusammenhang gebracht werden. Daraushin ist so- sort von ber Gegenseite, namentlich von Frankreich. die Antwort erteilt worden, daß baS besetzte Gebiet al» Pfand für die Einhaltung des DaweSabkommen» zu gelten habe. Der deutschen Behauptung, durch die Unterzeichnung de» Dawesabkommens und die Zulallung der internationalen Kontrolle über untere Finanzgebarung habe da» Deutsche Reich die ihm im Der- failler Vertrage aufcrlegten Verpflichtungen erfüllt, steht die gegnerische Aufsafsung gegenüber. daß von einer Erfüllung erst nach Leistung aller fälligen Zahlungen gesprochen werden könne Die völlig unlogisch dieser Gedanlengang ist. erhellt au» der anderen Tatsache, dah unabhängig von der Erfüllung der Zahlungen da» Versailler Diktat selbst bestimmte Räumungssristen für da» besetzte Gebiet festsetzt und al» Bedingung für eine vvr - zeitige Räumung nur bc Garantie der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen bestimmt. Hieraus geht hervor, dah trotz unterer Anstrengungen, trotz unserer peinlichen Erfüllung des DaweS-)lbkvm mens noch immer die Pfändertheorie geltend gemacht wird, abwechselnd mit der sogenannten SicherheitS- theorie. Der Reichskanzler hat zwar rein formal die deutsche Auffassung vertreten, aber eingewilligt, dah parallel zu den Verhandlungen über die Räumung solche über die Reparationszahlungen gehen sollen Auch das wäre schließlich ertiäghd), denn e» ist nun einmal klar, dah ein gewifser innerer Zufammenhrng vorhanden ist. Höchst bedenllich aber muß man werden, wenn man hört, dah von der andern Seite zur Unkerstützurg der Piänderlh orie die Frage der Einrichtung einer interalliierten Äon- trolle im Rheinland nach der Räumung angeschnitten worden ist. Gerade hierüber schweigen sich die deutschen Vertreter in Genf trotz aller Anzapfungen liSher noch l eharr ich au» Wir dürfen auch nicht einen Aug en blick irgendwelche Zweifel darüber aufkvmmen taffen, dah wir uns auf derartig. Abmachungen oder überhaupt nut auf Verhandlungen in dieser Hinsicht nicht einlallen können, werden und dürfen Deutschland hat alles getan! Berlin, 13 Scpt (Priv Tel. de» WTB f Der „3 0 r HJ ä r I»' nimmt die für heute vorgesehenen Genfer Raumungooerhandlungen zum Anlaß, noch einmal da» R ä u m u n g 9 p r o b I r in In einem Leitartikel eingehend zu behandeln. Cs IxifU darin u. o.: Die deutsche Republik hat ihre Vertragstreue bewiesen. Die Abrüstung ifl im Rahmen de» vertrage» durchgesuhrt worden, ce ifl zwei Jahre Her, daß die Alliierten die» anerkannt Haben. Die Bestimmungen über die entmilitarisierle Zone wurden so genau beobachtet, baß sie seit langem tu keinen Beanstandungen geführt haben Allgemein ist die Pünktlichkeit anerkannt, mit der feit vier Jahren die Reparationszahlungen geleistet werden. Die gesicherte Republik, der Dawesplan und die HeparalioneerfüQung durch Deutschland stellen vürgschaften für die Durchführung de» vertrage» dar, die die vürgfchast der Rheinlandbe- fahung an wert weit übertrifft. Aber Deutschland erfüllt liicht nur den Vertrag von Versailles, es hat sich darüber hinaus in den Dienst des Frieden» gestellt die obligatorischen Schiedsoerträge mit allen Nachbarstaaten, hie Anerkennung der allgemeinen obligatorischen Putschpläne in Spanien. Mehrere tausend Verhaftungen. Varl». 13. SepL (MTV. Funkspruch.) „fjaoa»“ berichtet aus hendaye, daß au» Spanien an bet Grenze eingetroffene Nachrichten, dlc absolut glaubwürdig feien, die Entdeckung eine» weitverzweigten Komplott» melden. 3a Barcelona feien 7 4 Personen verhaftet worden, darunter der Direktor eine» radikalen Blatte». Eine in Bordeaux erscheinende Zeitung Der- össentlicht über die Vorgänge in Spanien eine Depesche ihres Madrider Korrespondenten, worin es u. a. heißt: Die Reise des Königs nach Stockholm benutzend, hatten Liberale. Republikaner und Kommunisten ein Komplott gebildet mit dem Ziele, die Regierung zu stürzen. Der Minister des 3nnern erhielt Kenntnis von der Durchführung eines Generalstreikes. der für den 14. September geplant war. Hieraus ordnete der Minister die Verhaftung einer großen Zahl von Mitgliedern der Armee, Journalisten und fonfhger hervorragender Persönlichkeiten an. Insgesamt wurden mehrere lausend Derhas- lungen oorgenommen. Die Regierung ist Herrin der tage. Gescheitert. Madrid, 13. Sept lWTD. Funkspruch - Die für die letzte Rächt oorbe reitete Durchführung des Komplott» ist dank der po.'.zeilichen Maßnahmen gescheitert. SS wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. S'ne eingehende Untersuchung ist eingeLeitet. Ein in letzter Stunde den Zeitungen yugegan- genes Kommunique besagt: Für heute nacht war ein von verschiedenen Elementen und Personen angezettelte« Komplott geplant, das dank dem Eifer de» Leiters und de» Personals der Sicherheitspollzei zur Stunde als gescheitert angesehen werden kann. Die notwendigen Verhaftungen sind vorgenommen und eine eingehende Untersuchung eingclcitet worden, um da» von den Verschwörern verfolgk Ziel, die ihnen zur Verfügung stehenden OH.Hel und den Umfang der Verantwortung genau sestzu- fteilen. Do» Komplott sollte den Stolz und Dhrgei» von Leuten befri edigen. Me nicht an den Schaden dachten, den sie Span.en gerade in diesem Augenblick zu.ügen fonn.en, wo dieses in Gens einen neuen Beweis für die Achtung der Well erhalten hat Veileicht war die Ursache des Kompio IS der Verdruß und der Reid, die die dieser Tage stattlindenden gewalügen Kundgebungen der Anhänglichkeit an die Regierung hervorgcrusen haben. Da» Land kann beruhigt sein. Auflehnung baskischer Provinzen. Paris, 13.Sept. (®2B. Funkspruch) .Journal" berichtet aus San Sebastian, daß die vier baskischen Provinzen Biscano, Alaoa, Navarra und Guipuzcoa, die feil langen, eine autonome Verwaltung und Steuergcrechtsame besitzen, in großer Erregung seien, weil die spanische Regierung eine Verordnung betreffend den öffentlichen Unterricht und die soziale Rürlorqe erlassen habe, die der autonomen Regie zuwider- laufe. Daher hätten sämUiche Provinzial, und (Bcmeinberäte der Provinz Navarra zu d e - monftrieren beschlossen Die Maßnahmen der Regierung hatten die Geister in Navarra in Wallung gebracht. Die Regierung halte, um Unruhen vorbeugen zu können, in den angrenzenden Provinzen Truppen zum Eingreifen bereit. genieurprozeß bat leibst denen die ihre Rußlandgläubigkit immer noch nicht aufgeben wellten. einen letzten Stoß versetzt. Wie rück ichtS- los man in Rußland auch schon vorder das deutsche Kapital, das sich in da» Sotoj et gebiet wagte, auszub atcn bemüht war. hat die Gelchichte der Mologa Konzession bewiesen. Die Sowjetregierung ist teils nicht imstande, teil» hat sie gar nicht den Dillen. Deutschland eine Rückendeckung, sei e» wirtfchastlich oder politisch, zu gewähren. Die Dirtlchaflsverhält- niffe_ in Rußland werden immer schlechter, die Abhängigkeit des Kreml von den Bauern und der bäuerliche Widerstand gegen die Getreide- ablieferung und gegen ben Steuerdruck wird immer stärker, die Bergwerke und die Fabriken werden immer weniger leiftungs'ähig. und nur das diplomatische Geschick der Svwjetvertreter im Auslande und gegenüber den fremden Vertretungen in Moskau bleibt da» gleiche. Mit fine.m Wort: Die deutsch-russische Bilanz ist nicht befriedigend. 3n der KrisiS, in die Deutschland letzt von neuem feinen westlichen Rachbarn gegenüber eingetreten ist. hat die russische Karte keinen Den. Wan kann sich auch schwer andere Verhältnille denken, unter denen sie einen wirklichen Den gewinnen könnte. Dir finb und bleiben darauf angewiesen. uns in den Verhemdlungen mit Frankreich, das jetzt ollenfichtlich England hinter sich hat. nicht» zu vergeben Untere Position kann dadurch auf die Dauer nur befler werden, die französische — ebenso aut die Dauer — immer mir schlechter. Seipel über die Anschlußfrage. Köln, 12. Sept. (D. B> Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel erklärte dem Genfer Vertreter der .Kölnischen DoUSzeitung" über die Anschluhfrage. An eine Auswerfung der An'chlußfrage zur Unzeit, an eine Durchsetzung einer Revision der Friedensverträge in irgend einem Puntte mit 0 c- waltrnahnahmen, denkt niemand in Deutschland und Oesterreich. Denn aber jemand in unseren Ländern vom Anschluß Oesterreichs an da» Reich spricht, so steht rr damit durchaus auf dem Boden der Fr-cdenS- verträge. die den Weg gezeigt haben, wie 'rgenb einmal, wenn der Friede Europas dadurch nicht mehr gefährdet zu werden braucht, der Anschluß gemacht werden Fann. Deswegen sind die Regierungen gar nicht in der Lage, den Angehörigen verfchiederrer polltitcher Parteien das Reden vom Anschluß zu verbieten. Roch tocrigcr find sie selostrerstandtich in der Lage, für irgendeine andere Leistung den Anschluhartt'el b:r F nedensverträge au zu geben. Für den Augenblick sehe ich allerdings viel aktuellere Fragen der Innen- und Außenpolitik vor unS. auf deren Lösung alle Kräfte konzentriert werden muffen. Denn einmal der Augenblick gekommen fern wird, in dem unS keine aktuellen Tagesfragen abhalten, den Platz in der D?lt zu beziehen, bet uns dauernd zukommen soll, dann werden wir fäb g und bereit fein, unsere Entscheidungen in voller Unabhängigkeit zu treffen. Gaar-Derireter beim Reichskanzler. Genf. 12. Sept. iWB., Reichskanzler Müller empf.ng heute in Gegenwart der Staatssekretäre v. Schubert und Pünder eine Abordnung von Vertretern verschiedener politifcher Parte,en de« Saargebietes, und nahm chre Dariegunge- über tne gegenwärtigen Verhält- n u i r e 1 e n. mit aller Entschiedenheit feststellen, daß dielen Gerüchten jegliche Grundlage fehle, und dah de Reichsregierung selbstverständlich nie daran gedacht habe und nicht daran denke, jemals derartige Pläne in Erwägung zu ziehen. Die übrigen Fragen, die den Degentranü der Aussprache bildeten, liegen auf wirtschaftlichem und sozialpolitischem. Gebiet. Der Reichskanzler sagte wohlwollende Prüfung der hierzu vovgebrachten Wünsche zu. Schiedsgerichtsbarkeit, der Rheinpatt von ßo • carn o und schließlich der Kelloggpokt. der, gleichzeitig von Dci>“i)Iant) und Polen unterjeid)- iict, noch Osten hinein« Art von Locarno dar stellt. Frankreich und Europa hoben Bürgschaft über Bürgschaft für Deutschlands Friedenswillen erhallen. Niemand in Deutschland ist geneigt, die Abkürzung der Vesahungzsrist am einige Jahr« mit besonderen moralischen und finanziellen Opfern zu bezahlen. Daß die heutigen Verhandlungen schon zu einer festen Vereinbarung führen könnten, wird fein ver> nünftiger Mensch annehmen. Daß sie den Weg zu weiteren Besprechungen offenhalten, die bann in absehbarer Zeit zu einem positiven Ergebnis führen können, muß man im Interesse Deutschlands, Frankreichs und ganz Europas hoffen und fordern. Ministerbesprechungen in Gens Genf, 12 Sept (WTB., 3n einer Unter* redung. die heute vormittag zwischen Reichs* kanzler Müller und dem polnischen Außen* Minister Z a l e s k i stattfand, wurden dir zwischen Deutschland und Polen zu regelnden Fragen, insbesondere im Hinblick auf die Wieder- ausnahme der deutschpolnischen Han- delsvertragsverhandsungen, erörtert. Es kam aus briden Seiten der Wille und die Hoffnung zum Ausdruck, daß alle noch schwebenden Fragen möglich st bald eine besrie* digende Lösung finden mögen. Zwischen 2 riand und Tufhendun hat heute mittag eine Unterredung statig^un- den, von der angenommen wird, daß sie der RäumungSfroge und den Vorarbeiten für die Abrüstungskonferenz gegolten hat. Oie Abrüstungsdebatte im Völkerbunds-Ausschuß. Genf, 12. Sept. MTB.) Im Abrüstungsausschuß der D ö l k c r b u n d s v e r s a m m- l u n g wurde heute nachmittag die allgemeine Aussprache über das Abrüstungsproblem fortgesetzt. Der ungarische Vertreter (traf Apponyi sprach als erster Redner. Er machte davon Mitteilung, daß Ungarn die Entwicklung einer Atmosphäre der Sicherheit, woran Ungarn ganz^be- sonders interessiert sei, unterstützen werde. Sein Land werde demnächst die F a k u l t a t i v k l a u s e l des Haager Statuts über die obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit mit dem einzigen Vorbehalt der Gegenseitigkeit unterzeichnen. Er hoffe, daß die Nachbarstaaten Ungarns diesem Beispiele folgen. (traf Bernstorfs als nächster Redner unterstrich das große Interesse Deutschlands an der Frage, ob dem Vorbereitenden Abrüstungsausschuß und dem Sonderausschuß zur Ausarbeitung einer Konvention über die Kontrolle der Rüstungsindustrie nunmehr bindende und entscheidende Anweisungen gegeben werden. Da der Kanzler in der Bundesversammlung ausfuhrllch über die Abrüstungsfrage gesprochen habe, wolle er sich auf die Feststellung beschränken, daß dos vom Kanzler entwickelte Programm nut dem der vorhsrgeganaenen Regierungen und mit dem von ihm selbst kn Vorbereitenden Abrüstungsausschuß vertretenen übereinstimmt. Seit seinem Eintritt in den Völkerbund ncrfolae Deutschland in der Abrüstungsfrage das gleiche Programm, und, das deutsche Volk stehe einmütig hinter ihm. Deutschland habe niemals unerfüllbare Forderungen gestellt, sondern sich stet» mit einer etappenweisen Lösung einverstanden erklärt. unter Hinweis auf die Abrüstungsentschließungen der beiden letzten Bundesversammlungen betonte Gras Bernstorfs. daß hie er st«Etappe in einer fühlbaren Herabsetzung der Rüstungen aller Waffenkategorien und in der Auflegung des gesamten RüstunaS- st a n d e S der einzelnen Länder bestehen müßte. Unter Verlesung des Absatzes der Regierungserklärung über die Abrüstungsfrage gab Graf Bernstorfs schließlich der Hoffnung Ausdruck, daß nunmehr in bezug auf die Beschleunigung der technischen Arbeiten zur Vorbereitung der ersten internationalen Abrüstungskonferenz Klarheit geschaffen werde. Falls im Verlaus der gegenwärtigen Beratungen im Vorbereitenden Abrüstungsausschuß keine bindenden Instruktionen gegeben werden, so werde er aus die in der Regierungserklärung enthaltene Forderung zurückkommen und wahrscheinlich weitere Anträge stellen. Bencsch und Politik gaben Erklärungen über den Zusammenhang zwischen dem vom LicherhettSkomitee vorgeschla- genen regionalen Sicherheitspakt und der Verwirklichung der Abrüstung selbst. Diese Erklänmg veranlaßte Staatssekretär z. D v. Simson zur Wiederholung der grundsätzlichen Erklärungen über den deutschen Standpunkt, wonach der durch den Dölkerbundspalt gegeben« Grad der Sicherheit sür die Herabiehung der Rüstungen ausreichend ist. Die Sicherheit könne freilich durch verschiedene Mittel erhöht werben, insbesondere durch den Abschluß von Schiedsvertrügen. Regionale Sicherheitsverträge aber könnten nur in einer politischen Atmosphäre abgeschlossen werden, die nicht überall gegeben sei. Paul-Boneour setzte sich in längeren Ausführungen «für eine möglichst baldige Einberufung der nächsten Tagung deS Vorbereitenden Abrüstung^- ausschussvs «in, während Lord (infhrnbun erklärt« er sei In dieser Hinsicht uni dem Vertreter Frankreich» nicht ganz einverstanden. Durch bk vorzeitige Festsetzung einzelner Tagungen dieses 'Anschusses hab« man wiederholt EiUläuIchungcn he.ovrgerufen. Unter Bc- tonung bet Schwierigkeiten, die ein«,- raschen und sofortigen Herabsetzung der Rüstungen entgegen st eh« n, b«ze ch- nele er die brs jetzt erreichten Ergebnisse des Dorbcreitenden WrüstunaSauSschusses in einer Reihe von Einzelsragen als beachtlich 3n der ^lotlenabrüflong liege immer noch die Haoplschwierigk.il. Was daS englixh-französiscke 5bttcn!»mt>romifi betresfe, so werde man es dem Vorbereitenden Abrüstungsausschuß unterbreiten müssen. Das Kompromiß müsse natürlich allen anderen In- Recht muß Recht werden! Eindrucksvolle Kundgebung des Deutschen Zuristentages für dasLelbst- bestimmungsrecht der Völker. Salzburg, 12. Sept. (WTD) Der Deut- sche Juristentag wurde heute hier eröffnet. Der österreichische Justizminister Dr. Slama begrüßte di« Tagung mit einer Rede, in der er, wiederholt durch Beifall unterbrochen, auf die großen Erfolge der OuriHcntagungcn hinwies und betonte, wenn das deutsche Volk die Äraft gefunden habe, den früheren RechtSzu- ständen, die zu einer völligen 3er» fplitterung geführt hätten, ein Ende zu bereiten. so fei cs nicht zuletzt ein Verdienst des Deutschen Iuristentages. Dies zu erreichen, fei das Ziel brr Rechts« inheit innerhalb drs gesamten ixutfthen Dolles. »Wir stehen." so führte der Minister aus. »erst am Anfang der Entwicklung. Der Weg her Rechtsangleichung ist aber beschritten^ und wir wollen ihn weiter gehen bis zum End«. Heichsjustizminister Or. Koch hielt darauf eine Rede, in der er auf die Roi- wendigkeit einet Vereinfachung des Rechtslebcns hinwies. Vor allem sei ein Abbau im Gesetzessto'f erforderlich. „Wir haben", so führte Dr. Koch u. a. aus. „zu viele und veraltete Gefeye. nicht nur Reichsgesetze, sondern auch Landesgesetze und Verordnungen. Zu einer Razzia gegen veraltete Gesetze und Pottzel- verordn:rngen musen wir jeden Freund eine- blühenden Recht-lebens aufrufen. Wir bedürfen aber nicht nur einer Sichtung, sondern auH einet Sammlung des bestehenden Rechtes. Die Bestrebungen dieser Art sollen baldmög'.ichst von der ReichSverwaltung wieder ausgenommen werden. DaS Justizministerium wird aber auch versuchen müssen, sich gegen die Urb Urproduktion von Gesetzen und eine schwertäl ige Kasuistik zu wenden, wie sie heute nicht selten finb. Der AeichSj ustizminister betonte im Weiteren Verlaufe seiner Rede, daß eine Hationallficrung auch in der Organisation der Rechtspflege Platz greifen müsse, und forderte, daß bei der Auswahl der Richter mehr dem Oualllälsgedanken. als der Qu/milläl Rechnung getragen werbe. Tluv bei Beschränkung der Qualität lasse sich eine hervorragende Qualität der Richter erzielen und ausrechterhaltcn. 3n diesem Zusammenhänge trat Dr. Koch für eine Fortbildung bet Richter im weitesten Sinne des Wortes ein. „Ich denke dabei." so erklärte der Redner, „nicht nur an die Vertiefung seine - RechtSwis- lend, sondern auch an die Verb rert erung des allgemeinen Wissens. Ich frage mich z. D., ob es sich nicht empfehlen würde, den Richtern, wenn sie in eine neue Stellung versetzt werden, erst einmal wieder die Gelegenheit zu geben, durch Reisen im In- und Auslände den Horizont zu erweitern und ihr Verständnis für die werdende Welt zu vertiefen. Wie kann man ferner von jemanden noch ein Urteil in politischen Prozessen verlangen, dem man nicht die Gelegenheit gibt, Zeitungen und Zeitschriften zu tejen, die bi« Fragen unseres Staatsledens von hoher Worte bcfcanbcln. Wie kann man ein Urteil über Kunst und Theater von jemanden verlangen, dem der heutige Besuch des Theaters verschloßen ist? Hier kann von Reichs- und Staat-Wegen viel geschehen. Der Minister betonte weiter die Rotwendigkeit, ein Abstumpfen des Rechtsgedankens im Volke zu verhindern. Es bestehe unverkennbar die Gefahr, daß sozialpolitisches und wirtschaftliches Denken rechtliches Denken zurückdränge und unterdrücke. Aber auch im Zusammenleben der Völker schwanke noch die RechtSidee. Die brulak BeenDigung des Weltkrieges, der Bruch der dem deutschen Volke gegebenen versprechen hätten auch im Zusammenleben der Völker dem R^chtsgedonken Einbußen zugesügl. Die Unfähigkeit der Staatsmänner, den Rach- trlegSorganHaHonen der Welt, die dem Frie- denSgcdan'en dienen sollen, Kern und Form zu geben, drohteit manchen zu entmutigen, brr guten Willens an die völkerrechtliche Gestaltung der Welt herangegangen sei. Zum Schluß wandte sich der Reichsjustizminister der Frage einer Organisation de S internationalen Rcchtslebens zu. Er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Zeit gekommen sei, in der sich der Uebergang von einer Selbstorganisation des VöllerlebcnS zu einer geordneten Dölkerver- f a f f u n g vollziehe. „Wir Dnnen jedoch", so erklärte der Redner, „nicht anerkennen, daß durch das Bestehende die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben der Völker schon geschaffen ist. Dicfe Grundlage muß noch gesucht und gefunden werden. Will man im Völterlebrn die Gewalt vermeiden, so muß das Intzrnationak Recht Organisationen und Instanzen schallen, dir dem kommenden und natürlichen Recht gerecht werden und fähig und bevollmächtigt sind, Einrichtungen. Bindungen und Verträge, die veraltet oder unsittlich lind, genau mit dem Privatrecht zu beseitigen. Rur einer solchen fortschrittlichen Völkerverständigung kann das deutsche Volk, das nach feinem eigenen Schicksal berufen ist, der Anwalt der vuterdrucklen und der 2Hinberheitai zu werden, seine Sympathien und Kräfte ju- roenben. Der gesicherte Rechtsfriede «ine. wohlgeordneten Welt ist die Krönung allen juristischen StreoenS. Wer auf d-esem Boden steht, kann auch nicht ermüden, die Forderung deS Selbstbestim* mungsrechteS der Völker immer wieder zu erheben. Ich beide hier auf Metern unS allen teurem Boden in erster Linie an das Selbstbestimmung-recht unserer österreichischen Brüder. Aber solang« di« Forderung d«s Z u- s a m m c n s ch l u f s e S Oesterreichs mit dem Reich nicht erfüllt ist, haben wir Juristen es in bet Hand, das was der Politiker auf dem Wege internationaler Verhandlungen nicht lösen kann, auf vielen Gebieten im Wege der Evolution durch dir Gesetzgebung der Lösung näher zu bringen. Rirmand kann den Willen Deutschland- und Oesterreich- verhindern, gemeinsames Recht zu schaffen, wie die Gemeinsamkeit der Volksanschauungen und des Schicksales ermöglicht oder erfordert. Wenn es boim einmal gelingen wird, durch internationale Verhandlungen den widerstand internationaler reaktionärer Willkür gegen die enbgülflgc Vereinigung der beiden Staaten zu beheben, bann, fo hoffe ich. werden wir Juristen so bot* gearbeitet haben, daß sich in vielen Beziehungen dieser Zusammenschluß ohne schwere Erschütterungen vollzieht. Lassen Sie mich der Hoffnung Ausdruck geben, daß der Tag kommen wird, wo der Rechts« aedanke siegt und Oesterreich seinen Anschluß. oder lassen Sic mich lieber lagen, feine Heimkehr in- Reich vollzieht. Dann wird uns, dessen bin ich sicher, kein Machtrausch ergreifen, wohl aber ein starkes und heiliges Gefühl befriedigten Rechtes. UnZ> indem ich Sie somit, meine hochverehrten Herren, im Ramen der Reichsregierung begrüße, gebe ich «nicht nur der äleberzeugung Au-druck Recht muß Reckt bleiben7 sondern auch der höheren Zuversicht: Recht muß Recht »erben I Geheimrat v. Kahl, dcr zugleich zu Beginn der Sitzung unter dem leb- ?asten Betsall der Versammlung wieder zumDor- itzenden her Tagung gewählt worden war erörterte in seiner Schlußansprache des Tages auch die Anfchlußfrage, zu her die Juristen als Hüter des Rechts nicht schweigen dürften. „Alle, di« es angeht", so führte er aus, „sollen es wissen, was wir fordern, daß das im Jahre 1919 mU so großem Pathos proklamierte Grundrecht des Sdbft- bestimmungsrechlcs Anwendung auch für unser« beiden Reiche finden möge. Wir wollen den Völkerbund davon überzeugen, daß die möglichste Durchführung und Wahrung des Nationalitätenprinzips für Europa Kulturbedürknis ist. Unter stürmischem Beifall her Versammlung stellte Geheimrat v. Kahl die Forderung auf, daß das Minderheitenproblem gestellt werden müsse im Interesse des Völkerbundes und im Interesse des Vertrauens In den Schutz und die Garantien des Völkerbundes. Das Mindcrheitenvroblem sei auf öle Tagesordnung des Iurtstentages zu stellen, well ee sich hierbei um die Frage handel«, wie es seinem inneren Wesen nach der Politik entzogen und auf den Boden des Rechts gestellt werden solle. teressierten unterbreitet werden. Aber unglücklicherweise seien den beiden Parteien Mitteilungen zugekommcn, daß daS Kompromiß einigen anderen Parteien äußerst unerwünscht sei. Lord Eushendun warnte vor der vorherigen Festsetzung eines Datum- fü£ die nächste Tagung, da unter Umständen die Verhältnisse bis dahin für eine volle Verständigung nicht reif sein könnten. Jedermann wisse, daß die Abrüstungsfrage auch non innenpolitischen Entwicklungen abhängt, wie B. von den in einigen Ländern bevorstehenden Wahlen. Lord Eushendun wünschte deshalb, daß die Festsetzung des Datum- dem Präsidenten überlassen bleibe und erklärte, daß «s auf keinen Zoll Sache de- AbrüstungSouSIchufse» der Versammlung sein könnt«, dieses Datum festzu- setzen. Nachdem der italienisch« Delegierte de Mari- nis und Sato (Japan) vor überstürzten Maßnahmen zur Vorbereitung der Abrüstungskonferenz fletoa rn t batten, wurde die allgemeine Aussprache geschloffen. Das „gerüstete" Deutschland. Eigene Drahtmrtdung des „Gießener Anzeigers*. Berlin, 13. Sept. Man muß sachlich blei' bok wenn inan paradieren will. Der Eifer wirkt fick immer als Schwäche aus. Denn Herr B r i a n b nun von dem ..gefährlich gerüsteten Deutschland" gesprochen hat. so ist immer noch bi« beste Parade die fachliche Statistik über Deutschlands Heer und Marine. Erstens die Reichswehr: die Armee der deutschen Republik nmfafk c Infanterie- und I 3 Kaoallertedtvisionen in einer Gesamtstärke von 100 000 JHaini Da die allgemeine Wehrpflicht I infolge des Dckrats von Versailles adgeschafft werden mußte, daS deutsche Heer also zu einem Söldnerheer umgestaltet wurde, verblieb auch keinerlei Möglichkeit zu irgendwelchen Reserve« bedungen. Tie Unt-erossiziere und Mannschaften werden auf 12 Jahre, btc neuem tret enben Offiziere auf mindesten- 25 Jahre Dienstzeit nach dem Versailler Diitat verpflichtet, während sich die bevettS vorhandenen Offiziere seinerzeit, soweit sie in der Reichswehr verblleben, bis zum 45. Lebensjahre binden mußten. Das deutsch« Heer macht allo 1L pro Mill« der gesamten deutschen Bevölkerung aus. Es verfügt über 1134 leichte Maschinengewehre, 792 schwere Maschinengewehre, 283 leichte Geschütze und 42 schwere Gcschiiye, die sich aber nur in Königsberg befinden und Dort eingebaut sind, fo daß sie an anderen Stellen niemals verwandt werden können. 2luf Grund des Dersailler Diktats ist «I Deutschland verboten. Kampfwagen und MilüLr- slugzeuae zu halten. Was btc Befestigungen Deutschland« anbeirifft. so verfügt es über 6 veraltet« Festungen, die nicht modernisiert werden dürfen und — ausschließlich Königsberg — ohne Artillerie sind, nämlich Königsbera. Dres- lau. Glogau, Küstern. Ingolstadt und Uün. Wei- ter besitzt Deutschland 4 sogenannt« Sperren, bi? ebenfalls völlig unmodern sind und über keinerlei Artillerie verfügen, nämlich in Lötzen. Königs- stein. Reisse und Dlatz. würde Deuttchland feine Reichswehr zur Verteidigung der Grenzen aufmarschleren lasten, fo käme auf 10 Kilometer der deustchen Grenz« die lächerliche Summe van 243 Mann, keinerlei Geschütze, sondern uat 2 Maschinengewehre. Di« BerieUtzgung zur Lust ist Drupchärad lauf Friedensdittat völlig untersagt. Es bat vielmehr die ans dem Kriege vorhandenen Bestände an Flugzeugen und Luttsckilpm restlos ab* liefern, bzw zerstören imi sien. Verbleibt nun noch die deutsch« Flotte, di« nach dem Friedensdiktat nur noch aus 6 Dar.zertchtfsen. 6 Kieinkreuzerw 12 Zerstörern uno 12 Torpedobooicn nebst Zubehör besteht. Dazu ist noch vorgegeben worden, daß sich die dentschc Jlotto ja nicht einmal modernisiert, denn die Llnienfchifsc und Kreuzer dürfen erft nach 20 Jahren Dien st aller, die Tocpcdofahr» zeuge erf! nach 15 Jahren ersetzt werden. Dabei ist bestimmt worden, daß di« gepanzerten Sch:sfe nicht mehr als 10 000 To-nen. Die Kreuzer nicht mehr als 6000 Tonnen, die Zerstörer mir 8 nur einen Bruchteil der Tonnage und Qlrmierung bet Kriegsschiffe der anderen Seemäch:« haben dürfen. Die Kopfzahl der deutschen IHarineangc- hörigen ist auf 15 000 lestg«setzt worden unb die Äüüenbefeftiflung wurde durch Schleifung weitgehend geschwächt. Das ist die deutsche Wehrmacht, bi« Frankreich. wie Herr Br i and ausdrückte. Veranlassung gibt, sich durch Die Besetzung des Rö«in- iandes gegen die Gefahr derselben zu sichern. Es ist geradezu '.äcketlich, daß mast * wagt, mit diesen Zahlen in einer solchen Weise zu argumentieren. Die deutsch« Wehrmacht ist im Grund« genommen überhaupt keine OK acht der Wehr, sondern lediglich eine kleine Schuhorganisation, blc aber selbst dazu nicht aus reicht. Aus oller Wett. Giinnes legt seine Vorstands- und Dussichtsratsämter nieder. Berlin, 12. Sept. (WB.) Don den Lufsichts- röten der Stinnes - Gesellschaften wirv mügeteUt: Herr Hugo otbmee jr. hat wegen der gegen ihn schwebenden Unterfadiungcn seine gesamten 'Lenster in Vorständen und Aufsichtsräten in in- und ausländischen Gelellschoften zur Beifügung gestellt. Im Einvernehmen zwischen den deutschen und amerifa- Nischen Aufsichlsratsmilgliedern der Spitzcngesell- schäft des «ttnncS'Konzerns, der Hugo Stinnes- (Corporation, werden die Gesellschaften und Unter- aefel!(chaften von den bisherigen Lettern dlescr Gk- selllchakteu nach Anweisung durch den Aufsichtsrat weitergcführt. Gleichzeitig wird vom Aussichwrat Der Hugo Stinnes.Eorpore.tion folgende Erklärung abgegeben: Die Hugo «tinnes-Eorporation und die non ihr kontrollierten und ihr nngegliebertcn Gesellschaften haben zu keinem Zeitpunkt in Irgendeiner Form mit Den Geschäften zu tun gehabt. Die zur Zelt Herrn Hugo Stinnes zur Last gelegt werben. Untersuchung der Katastrophe von Monza. Zur Feststellung bet Ursache des H n• alücks auf der Rennbahn von Monza bat, wie auS Mailand gemeldet wird, der Staatsanwalt den Rennfahrer Foresti darüber verhört, ob er von der Maschine des verunglückten Rennfahrers M a t e r a s f i angefahren worden fei. Foresti stellte fest, daß er nichts derartiges bemerk habe S>er Fachmann und Rennfahrer Rkinoja ist nach dem Giotmale d'Itn- Han der Ansicht, daß Der furchtbare Unfall In Monza nicht durch den Stoß des Wagens 'TRa- dcrassis gcacn den Forestts erfolgt sei. ftmbern durch ein Steckenbleiben der Räber infolge zu plötzlichen SinsetzenL her Bremsen. Mi- n-ofa schließt aber auch nicht aus. baß Materaffi infolge eines plötzlichen Unwohlseins di« Kontrolle über feint Maschine verloren bat. - Wie aus Rom gemeldet wird, hat dar Unglück auf der Automobilrennbahn in Monza ein weiteres Todesopfer gefordert. Die Zahl Der Toten erhöht sich damit auf 22. 22 Todesopfer Der Lisenbahnkatastrophe in Mahren. Nach einer am Mittwoch spät abends txrflffcnf- lichten Mitteilung Der Staatsbahndirektion In Brünn beträgt Die Gesamtzahl der Opfer Der Eifenbahnkatastrophe 2 2 Personen. Oie Wetterlage. rr A KW Mlttv/och, d. 12. Sept 1928,7 *dpds. VfQ evtftfw 0 Q **•*•.* b« »MC rate«**»' v‘"** 0* •«'We Stil MC* rU'CM«* u* ■n «.*« < < Tceec'CtN P < LiW<" CtrtoMB Qru •* «CKbC« W MW/«'MU« ^eitevvorauefaflc. Rorb-, West- unb Mitteleuropa lieaeu im Bereich hohen Druckes und Kaltlststmatten an der Osts eite des Hoch- sübren in Deutschland S weiterem Sinken bet Temperaturen. Durch e Logc bet Druckverteilung werden die nach Mitteleuropa MiUiefjtnbcrt Luitmass« zur Fort- dauer des herrschenden Witterungschavakter- fübren. Voraussage für Freitag: Fortdauer des h.-it.reu unb trockenen Wetters ohne stärke» Tempera turLndecung. Wetteraussicht ?r Ta r tter hb- hung del dec Aeichsbabn und ini fübruna des Zweiklafse r ' hste » » wird uni Ptm mahgrbr b'T Veite (j^dbrlf^en Jon vvricherein muh betont toerbei bafo H sich bei bet Xanf um?« Haltung nicht am in ne durchsänglqc Tarif rrfodtung handelt. T*tttd> die ^utammfiikjjurg btt ft a Int unron* die Reifen den. die bisher in brr dritten ober »Teilen K a!'e fuhren, «ufün tig In brr enfbrrtrnben Ä a”t d b in der k» - Pol'rr.la".' erheblich billiger veilen. Pie »uffin tigi Svlckla ' s « wird kr heutigen drillen Älaf'e entfprechend au*ge6artet, nur im Marltvert.dr bet Aahzcme wird der QBagen^uj mit freiem Baum beibehalfen. die Polsterklafl« wird durchweg der heutigen zweiten Älafe entsprechen Sine Hahrt non Berlin nach Stuttgart ff52 Kilometer tobet In der Holzklaf 1« Lchn.-Il.ug zutün tig 2^20 OKI «di her 31.10 081.). ift alle um saft 5 Marl billiger 3n der ‘BolUerllafle Schnellzug beträgt her ‘BretfhnrleÜ gegenüber her bisherigen Zweiten Älalfc 5.40 Mart (*0.60 halt 52 Marl». Bet geringeren ®rffemungen hnb die PretsunUrschiede gegenüber der btäberü’en zw.i- ten bzw. dritten XIal e in den IdNitiltabrenN-n (lügeii naturgemäb nicht ebenso flrofj ba Mer die gegen früher erhöhten Zuschläge sich au*- wirken. DU Fahrt 'Berlin —Jamburg (290 Kilometer) wirb beim Lchne'Izug in kr Holzklaf se 14,80 Mk. kosten (bisher 16.10 Mark in der dritten Xlalfe». in der Pol steril a s se ist der Unierfchird auf dieser Strecke 0,40 Mk. zugunsten des künftigen Tarifs. Die Xartigefiailung könnte also den Eindruck erwecken, ale ob nur btt Fahrgäste 4. Xiarte in ganz besonderem Maste belastet würden, da Klr sie durch den Uebergang In die Holzklais« eine Srhähung des Xitometergrunhpreike um 12 Prozent (stall 3.3 Pf kM 3.7 Df.) In Betracht kommt In der Praris aber ergibt sich folgendes Bild: bon allen Aeisenden, bi« im letzten Jahr die *. Xlakle benutz en, waren nicht weniger als rund *3 Pro,en! Inhaber ron Zeitkarten Diele Fahrgäste bleiben aber, wie bekannt, auch weiterhin unberührt von her Tariferhöhung. Hon den zu Normaltarifen beförderten Reisenden 4 Klasse wird nach statistischen Feststellungen nur euw Duvchschnittsentfernung von 28 Kilometer erreicht, denn der grösttt Teil der Ac.«enden 4. Klaffe erstreck: ich auf den Nahverkehr In der Nahzone smb aber die Preisunter, schied« »wischen heutiger 4. Xialfe und künftiger Kolzklasse sehr gering Dieser Unterschied beträgt von 10 Pf. (ab 15 Kilometer), bi» 40 Pf (bei 100 Kilometer). Erst auf den eigentlichen Fernstrecken macht sich die Preisspanne bemerkbar. Sie beträgt aus weite Entfernungen (über 600 Kilometer in Perfonen- ÄÜgen) nicht mehr als 12 Prozent, nur in ®tl- »tigen aeht sie darüber hinaus. Dabei ist zu berücksichtigen, hast her Hellenbe der bisherigen 4. Klasse in Jufunft mit den bequemeren Wagen her heutigen 3 Klasse teilen wird Die Personen- züqe. die als ^beschleunigte Personenzugc" besonders in den Fahrplänen geführt wurden, werden lum groben Teil siribehafsen. tnrww auch das d dxm B P uxg'äUi. DU Keich »da h« erwartet nach der Tarck- Umgestaltung r.n< Auswanderung der bi* ber gen DrUtek'.asU-Aci'euden m die Polster- kka ' se ha hkle nur 0 6 Pf im Kisomerer-ckin- hettSfatz mehr kosten wird, als die bisherige 3. XlafU. ®ine Äets« i» der 2. Klaffe namentlich aus wette-e Entfernungen wird zukünftig auch ia den nth höheren fchsägen bedachten Schnellzügen stnmcr noch vikliger lein, als m her bisherigen 2- Xlalle Ctubienrat prof. Geyer f. AeuU vormittag, kurz vor 8 Uhr verstarb auf tragische TBvIlt der Studien rat am hicUgen Qlealgnmna.seg Bleeander. Ön4> Kaiser-E-tz. Ne betör 'chon durch den Xtlm befarmt fein bfirltri perfdrNch fronenkmen •• 60 Jahre Hessischer Landis-Leh- reroereln. Der KrINIche Lande« - Lehtcrverein feier, Anfang Oktober h. I. sein Mfährfgre Verein», tubiiäum. ynfolpe her ungünstigen MtPerhältnlUe fonnie da» öt^ährlge Bestehen hrt herein* nicht xftlid) begangen werben Dte Jubiläum»,r^r fmbet betbalb auch in größerem Kähmen hau. Die Hoi beretfungtB hnb In vollem Gange E» ist ein« autzerorbentllch starke Betetltgunq der Lebrerschast su erwaneo. Hnd) mene Streue her Berolknung InttrilOerea sich jur die tkranhaltung. Der Staatspräsident non neben, her CberburacrmftfUt bet Stadt Darmstadt, sowie l’erlrefrr der Behörden der Kunst und Wtssenschist. de» Öandels und der Indujerle gehören dem Ohrenausichusse an und bekunden bamtt thr rege» Interesse an dem hessischen Lande; Lehreroeretn und seiner Iattgk.it. Bi» Dienststuitden des Polizei- amts für den Publtkumsvertehr ab 15 Sep'encher sind von 8 bi» 12-30 Hfor und von 1430 bi« 18 »Ihr Samstags von 8 bi» 12-30 Uhr. $ür Ca:netagna4i.ntt;oq ist in her 3ctt von 16.30 bi» 1730 Uhr ein Cilhicnlt eutg.fühn bei dem aber nur Anträge, bw unaufschiebbar sind, erledigt werden können Zwei Unfälle. 3uf hem lleubau her Lupus-Hellstätte stürzte gestern ein Arbeiter ab. Er erlitt jedoch nur leicht« Verletzungen. Di« SretwUllg« Sanilätskolonne leistete die erste Hilfe und veranlastte ht« Ueversührung in hi« -htrur- gilche Klinik. — Aut dem Unwersitäts-Sport- via» htrimatiidte gehen, nachmittag ein Knabe beim Handballspiel und brach einen Arm. Die Freiwillig« Sanitätsloionne vom Boten Kreuz leistet« die erste Hilfe ** Herbftaussl ug he» Gesckmt-B. H. E. Der ursprünglich auf den 2. September Icft- geschte Herbstaueslug he» ®efamtt>n ein» he» Bc.g«l»b«raer ^öyencluds fB. H. S , wird nun endgülti i Somnag. 16. Sep emb«r. nach Laubach unternommen Für die bereit» am Samslaa «in- kreisen den Gäste veranstaltet der Lauoacher vlwerarxrent eh,en gefälligen bunten Abend, an hem da» aus künstlerischer SVb.* stehende <- orchester her Sektion Offenl»ach a M. unter Leitung Von W Vilbert konzer reven wird. Die Kcwell« ist von her D H C -Hauptversammlung in Atdda allen Teilnehmern in bester Erinnerung und wird jetzt vielfach von anderen Zweigver- cinen zur Derschdnerung der B H. S -Beranstal- tungen in Anspruch genommen. Bei dem schonen Hearstwanderwetter erwartet man eine starke Beteiligung an dem Ausslug ” Behelfsbauten f üt hie Fortbildungsschule. Mit der Erbauung eines einstöckigen Gebäude» mit acht Schuliälen nebst Zubehör für Zwecke der Fortbildungsschule ist vor einigen lagen in der Babelsberger Straße, zunächst der Gkrastenbahnwagenhalle. begonnen Worden. Die Schulklassen sollen in diesem Herbst no«ch benutzt werden, weshalb hie Bauarbeiten mit Beschleunigung hurdigefübrt werden. Aach Behebung her Raumnot in den Schulen durch die in Ausführung begriffenen Schulhausbauten toll bas ®ebcubt für ander« Zwecke blenft- bar gemach« werden " 3r«tf(fi ge Ms sewe is 500 rät« im Flugcasr haben tne nachstehend aufgeführten Pev- •ontn Anrecht auf r.nen 5r.Hf.ug Holz» g« l, Astenoeg 48 I Uh Oft Schssfenberger tDeg 5j Zamp« br Am Oiabrungtib.-rg 10: Hildegard Schmalz. B »marckstratz« 40 Paul ch«r tenha uer D.lhelmstraste 8. •• Operette ngaflfpl«(< im Stabt- idealer Sie wir ron bet Intendanz bei Stadt- tbeater» hören ist für die Winkrirl-Gei' 1'»M 2ü bar '.’lfue Operettentheater Frankfurt a Ti. für bic her ;u gebinben Opr rcttenaaflU'iele mrpllicht.t moiben Oie Wfebergnh« der vpnrttengnfiipkle In her Frankfurter Original befehung ist oerlragllch gesichert. Beleuchtung de- Iteppeuauf- gänge. Aach den Bestmtmungen des Bürgerlichen Aechtes und her Aechtf^rechung her S« richte tft jeder Eigentümer eines bewohnten oder 'onst hem Beckchr übergebenen Hauics verpflich- tet. dessen Hausflur.' und Treppen ivOhrend her Dunkelheit solange zu beleuchten, als ein re- aebnäf-igrr Bericht darin stattlindet In, .?ave bet Unterlassung einet genügenden Beleuchtung ifl er für all« dadurch entstehenden L^däden haftbar Dte BerpfUchtung des Hausb.'ttzet» gcht auf den Mieter Ober, wenn ein hieraus bezüglicher Vertrag DoriiegL Tvanaelifcher Arbeiterverein. Aus Anlast der Lag^,ng de» MIttelrheinilchett Betland^s <6vang. Arvetterveretn« zu bc, »tu« ICK) Dettteter au» Helsen und Hessen-Aaiiau nach (Siefen kommen sindet am kommenden Sonn- lavUonniUaa in brr Johannes:trche ein Aest- gctk»tlmn statt bei welchem Pfarrer Schreiber- Maitrz Me .Scllpr.biat hält. Ausier<«m w.rd Prälat D. Diehl als Vertreter der hesftfchiu Äirdvnregierung in bei Kirche sprechen 3n der Aachmit tags Versammlung, die allgemein ,u- aängttch Ist. spricht Pfarrer «Z t o e n h o f s-Fr ml- furt a. M. (Siehe heutige Anzeige,) Ktrchlt'ckfe Tlachdichien. Israelitische Ael'glsnsgemeinbe. Gottesdienst m der Scnagoge Südaniage). Samstag bau 15.. und Sonntag, den 16 Septcmb«. A e u - la h r sf« st. Samsaag, Borabenb 6.15 Uhr. Treb .gt. Morgen» 7 30 Uhr Predigt 9 Uhr Aachmi-ttags 4 Ubr äenntaa. Borabend 7 J0 Uhr Morgens 7.30 Uhr Tiber bi 6.35 und 7.25 Uhr Während der Predigt ist der (Buüritl nicht gestattet. Sottesbieast bet israellrtsche» Aellglonsgefell- schall Samstag, den 15 Sept. und Sonntag. bau 16. Sept. 1928 A « u f a h r » s e st. I. Xag: Borabend 6.10 Pr« d »gt, Dorm.t- tag 6.00 Predigt, Aachm.tlag 4.00. 2 Tag Vorabend 7 25. Dormiltag 6 00. Aachm.ltng 4 00. Festes»Umgang 7.25 - Wochengottesb.enst. mot- g«n» 5.30 abend» 6.00. verantwortlich für Politik: 8. V.: ckrnst Llumscheüü Kvasc« Sie Lhre Mutter, ®le man über badtle, als sie eine jungt 3frau »er. Genau wie damals wird heule ton größten KinberÜrzlen und erfahrenen Müttem Mufeke fdfd,, Milch als eäugflngMnehrung deverzugt. R I N E M A R & A Dienst am Haushalt DIE FEINEN PFLANZENÖLE- Ein bedeutender Faktor unserer Wirtschaft fei die Gewinnung der feinen Ole aus den bekannten tropischen Früchten. Die Rama-Werke decken ihren Bedarf ausschließlich aus eigenen Ölmühlen, den modernsten Großbetrieben dieser Art. 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Zweifellos kann aut solche Weile die Lücke als solche geschlossen und darüber hinaus die Grundlage für eine etnheillich« gleichmähige Prass,» der Behörden gelegt werden Dabei muh allerdings vorausgesetzt werden, dah die Entwürfe nach Form und Inhalt notwendige Eignung besitzen. Betrachtet man die beiden Vorlagen, so müssen allerdings schwerwiegende Dedcnlen gegen die Regelung, wie sie dort vorgesehen wird, gellend gemacht werden. Die erste Forderung, die man an das Gesetz stellen must, ist die. das) es den zu erfassenden Personen kreis in einer klaren unzweideuti gen Weise fest- stellt, die eine mißbräuchliche Anwendung erschwert. wenn nicht unmöglich macht. Die Bestimmungen der beiden Entwürfe (§ 1). die in diesem Punkte im wesentlichen überetnft immen. sehen eine Anwendung des Gesetzes für btc- jenigen .Personen über 18 Iahe vor. welche .verwahrlost sind" oder .zu verwahrlosen drohen". wenn dieser aus einer .krankhaften oder auheraewöhnlichen Willens- oder VerftandeS- schwäche beruht und keine ander? Möglichkeit beltestt, diesen Zustand der Gefährdung oder Verwahrlosung zu beheben. Diese Kennzeich- nung des Zustandes, in dem sich der Bew.ih- rungsbedurstige besinden muh. wird durch ben deutschnationalcn Entwurf noch dahin ergänzt, dah die Fälle mit einbeiogm werden, in denen t>cr Zustand aus einer .krankhaften oder auheraewöhnlichen Stumpfheit des sittlichen Besin- de ns" basiert. So «rsreullch diese Definition deS Dewahrungs- bedürst gen für den Arzt seui mag. so bedenk- sich ist sie unter dem rechtspolitischen Gesichtspunkt, wenn man berücksichtigt, dast nach den Entwürfen bereits eine auhergewöhnlichc Wollens- oder Derstandesschwäche. die vorübergehender Art sein kann, die Anwendung des Gesedes rechtfert.gen soll, so wird klar, welche unhaltbaren Zustande btt Folge einer solchen Regelung fern mühten. Es ist schlechchin die Grenze für d.e Anwendung bce § 1 angesichts dieser Formulierung nicht mehr zu erkennen. und es muh dam t gerechnet werden, dah diejenigen Fälle, in denen sich eine Person au» den Maschen des Gesetzes betreten kann — auch ■ selbst wenn sie keineswegs unter diejenigen sälkt. die von dem Gesetz eigent.ich ersaht werden sollen —. zu den Ausnahmen gehören werden. Wenn man weiter berücksichtig«, tkif, daS Vormundschaftsgericht, das über die Bewahrung zu beschliehen hat. nach dem Wort- Monza, die E>iadt des Unheils. Don Otto Urmacher. In der nord talienischen Stadt Monza sind vor wenigen Tagen bei einem Auto- mob. trennen 21 Menschen um« Leben gekommen Gm blüstendes kleines Indust rieft ädlchen ist ver uralte Ort Monza, der zw'end. pilgerte er an daS Apostelgrab in Santiago, um der Madonna seinen Säbel zu weihen: er wollte damit zeigen, dah ihn nicht Selbstsucht, sondern nur Vaterlandsliebe dazu getrieben habe, sich an die Spitze der Diktatur zu stellen. Fünf Jahre sind feit jenen für Spanien denkwürdigen Tagen vergangen. Primo de Rivera hat seine Macht nicht mihbraucht. er ist wirklich ein Retter feines "Vaterlandes geworden. Ordnung und Difziplin find ohne jede &f>redcn#- herrfchast im Lande wieder bcrgcftcllt Der Marokkokrieg wurde mit französischer Hille sieg- reich für Spanien beendet, und der gefürchtete Kaby len fürst Abd el Krim lebt vergessen in der Verbannung aus der französischen Jnfe[ Reunion. Die spanische WirtschastS- und Finanzlage ist saniert und die internationale Stellung des Königreiches enllvricht dem Range Spaniens. Sie hat sich feit der Gewährung eines halbständigen R a t « s i tz e « in Genf noch mehr g'hoben. General Primo de Äioera hat gleich am Beginn feines Regierungsantrittes erklärt, dah für ihn die Diktatur keine enbgültige Regierung-form bedeute, dast es nur in 1 einer Absicht lag". Spanien auS dem Sumpf des Parlamentarismus und auS der Korruption der Parteipolitll zu erretten, dann werde dem Lande ©eLgmtxü gegeben werden, sich für eine neue Verfassung zu entscheiden, die seinen De- 29. Juli 1900. als er in Monza einem Turnfest beiwohnte. SS gelang dem Anarchisten Dastano BreSci. den König zu erfchiehen. An der Stelle, an der dieses Attentat stattfand nämlich an der Allee, die auf die Villa Reale führt, hat Giufcppe S a c c o n i zur Erinnerung eine Kapelle errichtet. 4000 Briese an Mchner... Langsam Hal sich der Forfchungsrerie bitten mich mit zu nemmen. hätte groheS Interesse weil so vieles intereffantc-s zu lernen w-a- man von Büchern nie so bcgrv. cn kann .“ Eine Frau von 40 Jahren möchte auch dabei sein: .... bitte ich um 5 Minuten Ihrer kostbaren Zeit, weil ich Ihnen etwas aiwetirauen muh. duS schon in mir war al# ich mich im Geiste mit Ihnen auf Ihrer Relle befand . Ich erwarte vom Leben nut da# Eine noch, dast Sie mich teil nehmen lallen möchten ...“ Ruch ein jun^eS Mädchen meldet sich- .... feit frühester Zerr das Sehnen in mir. mich an einer Expedition zu beteiligen. Ich möchte Sie aber bitten, etwa aufkommende Gedanken, die sich fallen lallen in dem Wort »Abenteuer^, streng zu verwerfen. Da bei einem solchen Unternehmen nicht alles Gold ist. waS glänzt...“ Die Leute willen auch, dah Filchner wenig Zeit hat. und machen daher oft kurze Sätze etwa fo- -Run muh ich ober Herrn Dokwr gestehen, dah ich mtr einen Vorwurf mache darüber, dah ich Herrn Doktor mit meinem Schrriben belästige, nachdem Herr Dokwr doch von allen Seilen beftürnti wird und doch nach all den Strapazen so ruhe- und erholungsbedürftig wäre, bitte, find Sie mir nicht böfe. dah ich eS hürfniHen enllpreche. Die Di'katur wurde lang- 'am ubgebaut werden. In der Tat ist die,» Dtltatur heute n.ch« mehr birfell* die he nach >em Staatsstreich vom September 1923 war. ötbon Weihnack t n 1925 tourbf die reine Milt- lärtultdtur durch die log mannte Zivildik- t a t u r ersetzt und Primo Le Rivera behielt b:c Züg l der Qttgietung nicht mehr als kommandierender Gemral fome. i als Mtnister- präsident in der Hand Die mciflen Generäl» d.S Marine- ii.mist er» > scheiden aus dem Kabinett au» und n urden durch talcntooJe und jug mdiiche Mit- glicdv-r der Un ou Patriokic.r crl.-jt Pnmo ho -livera kies' sich durch em PlebrIzit dellen Durch'üh^ung allerdings nicht ganz demvkrati- fchrn Gep^kogenh.-rten entsprach, bil Bei trauen beä Vvl es aussprech n. und endlich wurde ein» beraten bei Kammer (ble Asamblca 2k a io» L dn- berufen, m b?ren Au g iben unter an bereu ble AusarP.-tung einer neuen Bcrfaf'ung ge- nortc. die aber keine Rücklebr «um Parlamentarismus bed.uten feilt.’ Rach Einführung dieser Verfaffung die etgenllich am 13. September biefci Jahres erfolg?n sollte, wollte Primo de Rivera zurücktreten nichd.’M er einen würdigen Rach'o'.g r cinannt habe de Rivera, be e t kluger Staatsmann aus Intui ton ist. Halle bei fei en Rückrrnisplane einen Fehler begangen Er hatte damit gerechnet dah sich bic früheren ^ortespolitiker. Onmnifter usw. nicht wieder regen würden, sobald er Anstalten machte, fturüd^utrvien. Ein weiterer Irrtum war es. der von ihm geschallenen Union Patriottca unbedingte qictungetalr.j- keit »UAutrauen. Kaum dah er feinen devorftehm- ben Rücktritt, der mit feiner Wiederverh iratung zufammenfallen sollte angekündigt hatte, tauchten von allen Seiten Schwterigkeiten auf Er muhte einsehen, dah es leichter war. die Diktatur zu verhängen, als sie langt am tn einer neuen dekretierten Verfaffung auszulöfen Er geriet fofort in Gegensatz zum Führer der konservativen Partei. Mauro, und es entstand ein wenig erquicklicher Brieswechfel. dessen Ikrotfent- lichung trotz der sonst so strengen Zensur gestattet wurde Auch die mächtige Partei der Klerikalen, die thn bisher in jed-r Brzlehung unterstützte, dafür waren etc Haltung der Diktatur in der Frage der korporati en Drganifotton der Landwirtschaft und die geplante Parzellierung einiger grober Latisund'e'i. von denen ein Xm der Kirche und den Klöftem gehört, ferner cm beabllch'.i ües Verbot, den Religionsunterricht .n den regionalen Sprachen zu erteilen Im .El Xebate“ und in einigen anderen führenden kl.fi- koicn Zeitungen tauchte der Plan auf. cme grohekatholkfche Partei, etwa dem rechten Fliiget der deutschen Zent rum-Partei entsprechend. zu gründen. Alle diese Regungen verstimmten den Diktator sehr tief, und kurz entschlossen änderte er seine RücktrittSabflchi und erklärte, wenigstens noch zwei Jahre an der Spitze der Regierung bleibeti zu wollen: erst dann würde auch die neue Verfassung ein geführt werden Das fünfjährige Jubiläum der Diktllur wird in Spanien oon groben Festlichkeiten be- gleitet fein Alle Organisationen der Union Patriotica werden in Parade auftreten, um Primo de Rivera zu huldigen. Madrid trifft jum Empfange grobe Vorbereitungen Die Salle Alcaka, die Gran Via. die Taftellada. an der bas PräsidentschaflSpalai- liegt, werden schon jetzt mit Fahnen und Blumen verziert Festbankette und Umzüge find vorgesehen Aber nicht nur Madrid allem feiert. Das Jubiläum soll ein Rationalse st sein, und so wird denn auch in allen Provinz st ädten zur Feier gerüstet Primo de Rivera lästl selten eine Gelegenheit vorüber- fleben. die ihm die Möglichkeit gibt, eine Erklärung an die Ration zu richten Auch diesmal erwartet man eine grobe politische Rede, in der voraussichtlich das Verdienst der Diktatur hervorgehoben werden und tn der nochmalz eine Rückkehr zum Parlamentarismus als unmöglih ’ unterlaf n u n g zum Ausdruck zu bringen." Ratürlich find auch ernsthafte Angebote jeder Art darunter. Die Frau eines Malers lädt Filchner acht Tage ein; der Gatte will ihn, »ohne Sie mit langem Sitzen zu quälen", porträtieren. Dann haben viele gelesen. ' dah Filchner M a r k e n s a m m l e r ist. und sie bieten tfrn ganze Alben al# Geschenk an; einige haben bie Marken gleich beigelegt Eine Frau Oberförster fügt hinzu- .Da Sie Münchner sind, hätte ich Ihnen gern einen Radi mitgeschickt: fei der sind meine Rettiche noch nicht so weit." Auch der .Sepp" von ttr Alm Kreuzeck. bei bem Filchner früher oft wellte, lädt den Forfcher mit derbem batzerifchcn Gruh auf e’ne Woche tn fein Häuschen nach Zinnowitz Be'onders zahlreich find dir Kundgebungen der AuSlandd'eutschen. .1928 gedachte ih Ihrer an der Grenze der Mongolei tm südlichen 2lltai. morgen fahre ich ins Barenz-Meer.. schreibt einer au# Moskau, und ein anderer aus Antwerpen: .Die machen sich ja feinen Begriff, wie wir AuSlanddeullckx-n uns über jede von Deutschen vollbrachte Äufturta; freuen Lassen Sie uns rochtzeitü, hören. Wern Cie eine neue Sss- pedi'.ion unternehmen Dir im Auslände sind gern bereit, ein Scherslein dazu bei* j u t r a g e n.“ Dazwischen Hunderte von Autogramm- Sa mm leri n ne n. Lite schreibt darunter Sine Wrenerrn". gibt aber keine Adresse an Da wird toenig Dlück haben! Allen anderen aber hat Milchner geantwortet, und die meisten sind glück- sich über ein paar Zeilen, schreiben immer wieder: .Ich werde Ihren Dries hüten toi- einen TalrSman . fto& m dem Gedarcken, mtl einem bedeutenden Mr-.'chen korrespondieren zu können - Beinahe vatte ich noch die HeiratSangebote vergessen, bte auch recht zahlreich, toenn auch nicht immer geschmackvoll find Eine Dame bringt eS fertig, zu schreiben: .Geehrter Herr! Och habe Ihr Bild gesehen, von Ihrem Leben gehört. Sie imponiere-, mir Mein Mann ist verreist: ich erwarte Ste daher morgen nachmittag um 4 Uhr zum Tec “ Hoffentlich hat sie sich getröstet, alt er nicht kam! Cubcrt unb verderblich htngesteltt werben wird Ferner wirb der Diktator wahrscheinlich. um sich zu cnt- lasten, da« Aussen- und daS ArkflOminiifenum, das er neb^n der Präsidentschaft verwaltete, von neuen Männern besetzen lassen Unglucksprophe- len behaupten, dass da- Fest der Diktatur durch Unruhen gestört werben wird. Äber diese Unkenrufe finden feinen Glauben Sine Revolution liegt m -Zprim ausserhalb des "A;reiche- der 7lkvglichint v* gibt feine Organisation, die hd> gegen die Drltatur auslehnen könnte. Primo de Rivera bleibt, bis ihn feine Krankheit ( Zuckrr- srankheitt oder sein Patrioti-mu- veranlassen, srciwisiig zurückzutveton Studienanstalt. Oberrealschule. Aeichsjiigendwettkäinpse und Zahngedenkseier der Gießener Schulen. Lehrer Kling de' sich um die Durchsührung der Vecanst.iltung seh. b'müht hatte, die Bekanntgabe der Siegerinnen und Sieger der Reich-iugendwettkämpse. Ein flott gcspiclt?r Schlussmarsch d:S Orchesters beendigte die schöne Feier. Ergebnisse der Reichsjugendwettkampfe. Ts bedeuten: Stuss. »Anst. Gym. Gymnasium, OB. RG * ' Auch in biefem 3ahr führten sämtliche Schulen unserer Stadt die Reich - j u gen d w e t t- kämpfe gemeinschaftlich durch. Ueber 300 Schüler und nahezu 150 Schülerinnen nahmen an den CBkttfämVicn. die in je drei Stufen zur Durchführung kamen, teil. Bei äusserst günstigem Wetter entwickelte sich am Freitag aus dem Spielplatz der Universität ein frohes Treiben, um die volkstümlichen Hebungen zu erledigen. Am Rachmittag traten alsdann die 27 Riegen in bem Schulhoie der Oberrealschule an. um die Geräteübung.n durchzusühren. Der Verein der Giessener Turnerschait. der L. V. 1846 und der Männerturnverein. stellten wie alljährlich die Kampfrichter zur Dersügung. so ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Schulen sowohl als auch mit d?n Wettkämpfen an sich gebend, wofür ihnen herzlicher Dank g buhrt Die Verkündigung der Ergebnisse wurde am Mittwoch, dem 12. September, in der Volk-Halle vorgenommen und mit ihr eine Zahnfeier der Giessener Schulen verbunden. Es muss als ein äusserst glücklicher Gedanke bezeichnet werden, die turnerischen Wettkämpfe mit einer Ehrung Friedrich Ludwig Jahn-, de- Vater-- der Turnkunst zu verbinden. Die Iahnfeier war in ihrer Durchführung eine glänzend gelungene Veranstaltung, die den Beteiligten alle Ehre machte. Sämtliche Darbietungen gesanglicher, musikalischer oder turnerischer Art wurden von Schülerinnen oder Schülern der bieiig?n Schulen bestritten. Das Orchester der Obeirealschule unter Leitung von Studirnrat Hillenbrand war von Schülern de» Realgymnasium-, des Gymnasiums und Schülerinnen der Studienanstalt verstärkt wor- beit Mit grosser Hingabe und freudiger 7k- geifterung entl digten sich die jungen Künstler ihrer Au gäbe und trugen so nicht unwesentlich zum Geling-n d?S Ganzen bei. Eine hochwertige Bereicherung in der Folge der Darbietungen brachte drr g osse Chor, der aus über 200 Schülern du Oberrealschule, des RealgyMf.a- siumS und de- Gymnasium- zusammengestellt war. Unter Leitung von Reallchrer Blass würben zwei Lieder sehr sein ausgeglichen zu Gehör g bracht. Dass aber in einer Festfolge, die als Grundlag: eine Sahnehrung bat. turnerische Darbietungrn in grösserem Rahnwn erscheinen, ist eine Selbst Verständlichkeit. Fast alle Schulen trug.n durch irgendwelche Vorführungen au» turnerischem Gebiete ihr Teil aur Feier bei. Man hatte sogar den Eindruck, bass vielleicht zu viel geboten wurde. Zunächst zeigten die Schüler der Volksschulen „Freiübungm", denen sich ein »Singreigen' der Schülerinnen von der Goetheschule anschloss. Die Schüler de- Gymnasiums warteten mit gewandten Sprüngen am Pferde auf. während die Schüler der Ober- realfchule eme Riege am Barren stellten. Die Realgymnasiasten hatten als Vorführung Bodenübungen gewählt. Die Schülerinnen der Stu- dkenanstalt zeigten eine „Körperschule", die in ihrer Aussührung von DewegungSüdüngen durchsetzt war. Diese turnerischen Hebungen umrahmten in finniger Form die von Herrn Oberftu- Nenöireltor Henk g halten« Zahngedächtnisrede. Gs würde zu weit fuhren, die vorzüglichen Ausführungen d.s Redners in ihrer aanzen Liefe hier zu besprechen. Da» Lebensbild und Lebxnswerk Jahns ist ja in letzter Zelt so zur Kenntnis brätel Schicht.n d s deutschen Toi ei gekommen, wie es dieser kernige, aufrechte deutsche Mann verdient Die Worte des Redner», die Ansiang und Beifall auslösten, fandeir in dem wuchtig durch die Halle brausenden Deutschlandlied ihren Abschluss. Hieraus erfolgte durch Handelsschule. Hnabcn-kbcrsiusc, Jahrgänge 1910,11 Fünskam ps. bestehend aus je einer Uebung an Reck und Barren. 100-MeIer-Laus. Hochsp.ung und Kugelstossen, 34 Teilnehmer. 25 ©wger. 1 Sieg Fritz Wols. Gymn., mit 110 Punkten: 2. Karl Marx. OR. (109); 3 Karl Haibach. OR. (104); 4. Herbert Tutti, Vogtsche Hdsch. (97); 5 Wilh Rau. OR.. (94); 6. Werner Loh. Gymn.. (93); 6 Heinr. Müller. RG. (93); 8. Ernst Stengel. OR. (93); 7. Ferdinand Stremniel. OR.. (92); 8. Heinz Rolhennel. OR.. (90); 9. Willi Dörr. OR., (87); 10. Erich Rahlf, OR.. (86;; 11. Karl 5redigier. OR (84); 12. Otto Feilrng. RG. (83); 13. Friss Dasmmrich. OR.. (81). 14. Otto Jüngst. RG.. (80); 15. Willi Roth, RG. (78); 16. Fritz Echlarb. Gymn., (76); 17. Wilhelm Gontrum. OR.. (73); 18. Richard Croon, OR. (71); 19. Hans Anschütz. Oeffentl. Han- del-sehranstafk. (70); 20. Fri-brich Thiel, OR.. (69). 21 Han» Gwlnner. OR.. (68); 21. Otto Paul. OR., 68); 22. Heinz Dellen. OR.. (.87). Knabcn-Miitclstufc Jahrgänge 1918/13. Fünfkampf, bestehend au» einer Hebung an Reck. Barren. VaUwettwurs. 100-Meter- Lauf und Weitsprung. 82 Teilnehmer. 40 Sieger. 1. Karl Geller, OR.. mit 105 Punkten; 1. Erich Ploch. OR (105): 2. Oskar Bier. OR. (104); 2. Hans Schütz, OR. (104); 3. Otto Kern, öffentl. Handelslehronst.. (102); 4. Gwil Morler. OR. (101); 5. Otto Lindenstrulh. RG., (99); 6. Helmut Marx, OR.. (98); 7. Erich Hart- mann, RG. (91); 8. Heinrich Schlössinger, OR., (89)- 9. Emst Osswald, RG. (85); 10. Helmut Mootz. OR. (83); 11. Richard ßeru. OR. (82); 12. Han« Georg Steuerwald, OR. (81); 13. Erwin Körber, OR. (79); 13. Gustav Seibert, OR.. (79); 13. Hans Vogt. RG (79); 14. Kurt Zeiger. OR. (78); 15. Heinr. Schmandt. RG., (76); 16. Fritz Arnold, RG. (75); 16. Wolfgang Brehm. OR. (75); 17. Rudolf Deyersdörser, OR., (74). 17. Augxist Habrich. Ghm. (74); 18. Walter Fritzges. OR.. (73); 19. Hans Loeb. OR. (72); 19. Ernst Michael, OR., (72); 20. Karl Jäger, OR., Willi Keiner, Oeffentliche Han- delslehranstalt, Walter Krömmelbein, RG., Karlemst Waldschmidt, OR., Richard Zimmer- maftn, Oeifenll. HandelSlehranst. (71); 21. Theodor Drebes. OR. Ernst Faulstich, OR., Walter Gunther. OR. Günther Hollmann. OR. (70); 22. Friedrich Baumann. OR., Ludwig Haardt. Goeth?-Sch.. Klaus Wachsen, OR. (69); 23. Helmut Balscr. Oeffentl. HandelSlehranst, Ludwig Lenz, RG. (68). Knabcn-Unterstufe, Jahrgänge 1914,15. Fünfkampf, bestehend aus je einer Hebung am Reck und Barren, Weitsprung, Dallweitwurs und 100-Meler-Lauf, 193 Teilnehmer, 100 Sieger. l.Sieg Wilhelm Gräf, Gym. mit 114 Punkten; 2. Ernst Lippert, OR. (101); 3. Walter Lenth. Gym. (100); 4 Haik Schnndt, Ghm. (99); 5. Kurt Strack. RG (94); 5. August Loh, OR. (94); Realgvnasium. Goethe'Sch - Goethe- schule. Pestal. Sch. Pestalozzilchule. Schiller- Sch. SchNeeschule. Oessent. Hdl. - Oeffcnt- liche HandelSlehranstatt Vogtsche Hdl. Vogtsche 6. Walter OR (93): 7. Assoll SmSbach c-R (921; 8 Wüli ölkrw’er, OR. (90); 9. Kurt Faber RG 9. Ludwig 3vh. Goethe-Sch. (89); 9. August Schweitzer, Pestal -Sch. <89r 10. Heinrich Schlamp, Pestal -Sch. (88); 11. Fritz Hammerschlag. RG (87 ■. 11 Kurt Reuschling, OR. <87): 11. Ludwig Schäler. RG- <87); 12. Erich Eichhorn, OR (86); 12. Mar Baum- stieger, Goeth?-Sch <86); 12. Siegfried Metz OR. (86); 12. Karl Thron. Ghm. (86); 13. A bett Körner, Pestal.-Sch. (85); 13. Rudolf Lang. RG. (85); 13 August Ottrrbein, OR. (65). 14 Christian Möbus. OR (64i. 14 Karl Müller OR. (84); 14 Emst Weeg. OR (84>. 15. Wilhelm Findt, Oefsenil. Hand-Lehranst. i83); 15. Karl Weigand, RG (83); 16. Otto Rein. OR (82); 17. Willy Ma'ern, Goethe-Sch. <81); 17. Karl Müller, OR. (81); 17. Karl V^hmann. OR. (81); 18. Friedrich Loh. OR 183); 18. Wsthelm Vogel- Höfer. OR. <80,; 18 Max We irr. Pestal.-Sch <30); 19. Erwin Boss, Pestal.-Sch (78); 91. Rots Schmidt. OR <78): 19. Heinz Schnappauf. OR. (78); 20. 03 I i Hab cht. Go t.,e^2ck, (77); 20. Ernst Keibel, Goeihe-Sch (77); 20. Wilhelm Leib. Goethe-Sch (77); 21. HanS Happel, RG (76); 21 Wk.'helm Veppler. OR (76); 21 Heinz Schellenberger. OR (76); 21. Georg Vetty OR (76); 21. Paul Wagner. OR. (76); 22. Wckli Fourier, Goethe-Sch (75); 22. Ernst Jung, OR 175). 22. Julius Kaps, OR. (75); 22. Heinrnch Schorge, OR. (75); 22 Albert Wagner. OR. (75); 23. Heinrech Emmerich, Pestal.-Sch (74); 23. Erich Kinkel, OR. (74>; 23. Jost Kipper. Ghm. (74); 23. Wilhelm Schlaudraff. Gym. (74); 23. Willi Schmidt, Goethe-Sch. (74); 23 Manfred Zwang. OR (74). 24. Heinz Q5artb. OR. (73); 24. Ollfred Huber. OR. (73); 2d. Helmut Hudel, RG. (73); 24. Ernst Pfeffer. Pestal.-Sch. (73); 24. Helmut Rcunrng. Gym (73); 25. Paul Heid» lindemann. OR. (72), 25. Reinhold Köhler, Pestalozzi-Schule (72); 25. Rupprecht Krausch, ®nm (72); 25. Willi Stvrger, Pestal.-Sch. (72): 26. Heinrich Beppler. OR (71); 2o. Ollbert Rocker, Goethe-Sch. (711, 26. Karl Otto, Goethe-Sch. (71); 26. Karl Schuh. Goethe-Sch. (71); 27. Helmut Arnold. RG (70); 27. Heinrich Enkirch. Goethe-Sch. (70); 27. Willi Luckhardt. OR. (70); 27. Viktor &.f’!arb, Ghm. (70); 28 Emil Otbert, OR (691; 28. Swlld Tram«, Gym. (69); 28 Siegfried v Vülhingsloewen, Gymn. (69); 28 Walter Dörr. OR (69); 28. Hermann Falk Goethe-Sch. (69); 28. Otto Hupp. Goethe-Sch (69); 28. Emst Stuhl, OR. (69). 28. Siegfried Taubei. Ghm. (69): 28. Helmut Will. OR (69); 29. Han« Obader, Pestal -Sch. (68); 29. Adolf Bausch. Ghm. (68); 29. Helmut Brüning, Gym (68), 29. Emil Bürck, 'Pestal.-Sch. (63); 29. August Faber, OR. (68); 29. Ernst Häuser, OR. (68); 29. Alfred Jäger, Pestal.-Sch. (68); 29. Otto Knauss, OR. (68); 29. Hermann Leutheuser, Pestal.-Sch. (68); 29. Georg Schmidt, RG. (68); 30. Karl Burkhard, Ghm. (67); 30. Otto Kompf, Goel he-Sch. (67); 30. Karl Leib, OR.. (67); 30. Helmut Lenaer, Gym (67); 30. Wilhelm Schmelz, OR. (67); 30. Hermann Schütze, OR. (67); 30. Willy Weber, Pestal.-Sch. (67). Mädchcn-Lbcrftnfc, Jahrgänge 1910/11. Dierkampf, bestehend au« je einer Hebung am Reck und Barren, Weitsprung und 75 Meterkauf, 3 Teilnehmerinnen. 2 Siegerinnen: 1. Sieg Martha Deiferth. Oeffentl. HandelSlehranst., 77 Punkte; 2. Dcfsi Oppenheimer. Stud.-Anst., 59. Madchen-Mittelftufc, Jahrgänge 1012/13. Dierkatnpf, bestehend auS je einer Hebung am Reck und Barren. Ballwurf und 75-Meter- Lauf, 21 Teilnehmerinnen, 12 Siegerinnen. 1. Sieg Anneliese Döring. Stud.-Anst., mit 84 Punkten, 2. ßcnnl Schmidt, Oeffentl. HandelSlehranst. (80); 3. Hedwig Staubach. Stud.-Anst. (75); 4. Erna Conrad. Stud.-Anst. (70); 5. Lifelot e Roll, Stud.- Olnst. (63); 6. Olnni Simon. Stud.-Anst. (59); 6. Meta Amend, Stud.-Anst. (59); 7. Bertha Schmidt. Stud.-Anst. (56); 7. Hilde Susskintz, Stud.-Anst. (58); 8. Elfe Rau. Stud.-Anst. (55); 9. Lilv Qeinert. Stab - Anst. (54), 9. Liselotte Sattler. Stud.-Anst. (54). Müdchcn-Nntcrstnfe, Jahrgänge 1914/15. Dreikampf, bestehend au« 75-Meter-Lauf, Weitsprung. Ballweiiwur^. 116 Teilnehmerinnen, 55 Siegerinnen 1. Sieg Hildegard Haibach, Stud.- Olnst., mit 75 Punkten, 2. Erika Röhmlg, Goethe- Schule (71); 3. M. Koch, Stud.-Anst. (70); 3. Ria Philipp. Stud.-Anst. (70); 4. Hilde Roll. Stud.- Verhängnisse. Vornan von LieSbet Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 25. Fortsetzung. Nachdruck oerboten. „Wir sprachen eben von dem Schlüssel, der im (Barten von Herrn Dupon gesunden wurde. Wissen Sie etroa» davon, Herr (Bontarb?" „In', sagte Charles, „dav war ein alter Hos- schlüssel, den jemand im (Barten verloren haben muss." „Unb den hatten Sie tn Verwahrung?" „Pa, den hatte ich im (Beldschrank liegen." „Also diesen zweiten Schlüssel hatten Sie auch ' „Ja, der Gärtner brachte ihn einmal an. Er hatte ibn probiert, er passte aus die Hostiir und die Kellertür. Aber da dort nie einer eingebrochcn ist unt) ihn niemand benutzte, habe ich ihn Im Schranke vergessen." „Haben Sie nie gemerkt, daß jemand in dem Duponschen Hause mar?" „Nein, der (fapl toi ne wohnte immer bei uns und hohe seinen Schlüssel nur ab, um dar- Hau» nach. Zusehen, ör blieb immer nur zwei oder drei Tage. Die letzten 3ohrc Ist überhaupt niemand mehr ljin- elngefcmmcn. Nur einmal der Makler, der Interessenten das Haus zeigte. Ich habe es feit Jahren nicht mehr betreten ' Ter Richter ließ bfefc Angelegenheit fallen und kam wieder auf Artemis zurück. „Sagen Sie mal, haben Sie irgendeinen Verdacht, dass icmanö aus bem Gontardschen Haufe irgendwie die Hände tin Spiele gehabt hat, bei dieser Sache? ' wurde fic gefragt. Die Alte fchwtcg. „Da» kann ich nicht jagen. Unsere Taten fleht nur (Bott ..." „Ach, machen Sie doch keine Redensarten", un« lerbrad) sie der Richter. „Ich fraae Sie, ob Sie einen beftimnuen Verdacht haben, dass Frau Gon hirb irgendwie mit bem Mord zusammenbängt? Oder dabei interessiert war ober den Mftrder kannte?" Die Alte schwieg lange. „Nun?" Artemis schallte auf den stillen Platz vor dem Gericht. Sie hatte die zwei Jungens, die an dem Brunnen standen, in ihren dunkelblauen Anzügen, erkannt. Der eine turnte über die eiserne Stange, und fischte mit einem Stock in dem Wasser umher. Sie lachten und schienen sich über etwas zu freuen, was sie da in dem Wasser sahen. Unb sie bespritzten sich mit Wasser, wie sie es als kleine Kinder getan batten, wenn Artemis sie abends badete. EinStich ging ihr durchs Herz. Es waren die Söhne von Herrn Thartev. Sie halte sie In dem Arm gehabt, als sie zur Welt kamen, hatte sie gewaschen und an» gekleidet, ihnen zu essen gegeben, sie ausgefahren, ale sie klein waren. Nun waren sie gross. Dort unten warteten sie auf Ihren Vater und auf die Mutter. Kinder ... Sie wussten nicht, wac> hier in dein hohen fühlen Sandstelngebaiide vor sich ging, zu dieser Stunde. Dass der Ruf ihrer Mutter an einem ganz dünnen Faden hing und dass ficf die alte Artemis, blefen Faden In der alten biirren Hand hielt. „Run", erinnerte der Richter „was besinnen sie sich so lange?" Die Alte riss die Augen los von den beiden unschutdiaen Kindern da unten, die ahnungslos in der Mittaosonne mit dem Wasser spielten Es ging ein Ruck durch Ihren Körper. „Die Leute haben so was geredet", wich sie aus. „Was die Leute gesagt haben, interessiert uns jetzt nicht. Uns kommt es darauf an. ob Eie selbst dnen verdacht hatten auf Mitwisserschaft. Glauben Sie", der Richter schaute die Alte scharf an, „dass Frau Odette (Bonlarb Hern, Morin gekannt hat. und dass sie vielleicht in einer geheimen Verbindung mit diesem Manne gestanden bat dass sie mit seiner Hilfe verhindern wollte, baß die Erbschaft irgend semand anberem zufiel?" Die fülle zauderte. Ihre Lipven bewegten sich, nlo ob sie iich die Worte in Gevanken wiederholte. In ihrem Kopfe vibrierten die Gedanken, und die Gefühle stritten sich in ihrem Herren. Ta hörte man draussen die Stimmen von Äin- dem auflachen und rufen: „Vater, Vater!" Die Alte stemmte ihren Regenschirm fest auf die Stelen unb saale kurz und bestimmt mit einer ganz bellen, oeranoerten Stimme: „Nein, Ich glaube nicht baß Frau (Bontarb diesen Herrn aus Mar leide gekannt bot unb daß sie mit der Tat etwas vt tun halte Nun, was reden Sic bann für ein Zeug zusammen", sagte ber Richter, und schaute auf seine Uhr. „Sic erzählten uns lange Geschichten, nm zu beweisen, wieviel Uhr cs war, als Frau (Bontarb nach Hause kam. Unb nachher stellt es sich heraus, daß Sie viel zu schlaftrunken waren, um bas au wissen. Sie sagten |a selbst. Sie seien »ganz durcheinander'. Wenn man .durcheinander' ist, und dav selbst fühlt, unb man, wie Sie Jagen, nicht auf die Uhr gesehen hat, wie banmls, al5 Frau (Bontarb nach Hanse kam. so ist die Zett tatsächlich nicht mehr festzustellen, uno wir müssen uns damit zllfricben gelten, bass der Mörder die Tot clngcstanben hat." Damit schlug der Richter bas blaue Aktenheft „Fall Longcville" zu unb sagte zu Artemis: „Sie sind cnUaf en." Als die schwere, eifenbeschlugene Tür sich zwischen dem Gerian und ihr schloss, blieb die alte orau einen Augenblick flehen. Sie mar noch wie betäubt. Das Scrt)or die Anust und alle Silber, bie ber Anblick bet alten Stäotchens in ihr wieder erweckt halten, wirkten noch in ihr noch. ..Nichts uerjd)roeiflen unb nichts hinzufugen", hatte ber Richter gefugt, al» ; 13. Emmi Hels. Stud-Anst (52»; 14. Hedwig Erörxr. Schlllerschulc (51); 14. V'riebe Feo. Stud.-Anst. (51). 14 E. Heller. Stud-Anü <51 < 14 E. Küpper. Stud.-Anst. (51); 14. Hiitraud Schepp. Stud-Anst. (51): 15. M. Fink. Stud-Anst. (50); 15. 5(U Zmmel. Stud.-Anst. (50); 15. Ellen Wegeii. Stud -Anst. (50); 16. Thea Hess. Stud.« Anst. '49>. 16. Otti Hoeth. Stuix-Anft (49.; 16. Minr.a Rikolai. Goethrfchuie (49i. 16. K. Goetz. Goetheschule (49): 16. Olli Richtk>:rg, Stud.- Anst. (49). 16. Marie Wagner. Goettieschul« (49); 17. Mar.echen Hahn. Goetheschule (48); Ic.El e Kraft. Schillerschuie (48.; 17. L. Ortb, Stud.-Anst. .48': 18. E Datz. Stud-Anft. (47); 18. Lifelvtte Hamm. Stud.-Anst. (47). 18. Glisgpeth Ort» müfier. Schillerschule (47); 19. Erna Frick. Voethe^ schule (46>; 19. Licsel Hofmann. Goetheschule (46); 20. E. Hotz. Stud-Anst. (45): 20. 3lft Pelka- Stichlenoth. Stud.-Anst. (45); 21. Grrtr Dippel. Stud-Anst (44); 21. Gerda Lor.nz. Doethefchu e (44); 21. Käthe Schn.'ller. Schillerschule (44); 21. 2lnni Schmidt. Schillerschule (44). 22. Ruth Goebel. Stud.-Anst. (42); 22 Ciefel Wagner. (Goetheschule (42 i; 23 Wilhelmine Brömer. Stud.-Anst (41); 23 Gertr. Beppler. Goetheschule (41): 32. Cuifc Schlaudrasf. Stud.-Anst (41); 24. Marie Hansel. Goetheschule (40); 24 Frieda Mai» Goetheschule (40). Gtenographen-Bezirkstagung in Marburg. Der Reichskurzschriftverein Gabcl-berger bt Marburg hotte die Herbst-Bezirk--' tagungbe« Dezi rk» Giessen im Hess- Ralf. Kurzschriftverband übernommen. Als Austakt zu dieser Tagung sand am Sams- fagmittaq eine Unterrichtsleiterbespre- chung statt, in welcher die Herren Schröder (Wetzlar) über ..Sinnbildliche und buchstäbliche Darstellung der Selbstlaute" und M c rl e (Giessen) über ..Der liebergang von ber Verkehrsschrift zur Redeschrift" referierten. Zur Förderung der Ausbildung von tüchtigen Unterrichtsleitenr soll auch mit dem nächsten Bezirkstag wieder eine gleiche Besprechung verbunden werden. Die Vertreterversammlung, die am Abend stattsand, beschloss, in Zukunft nur noch einen Bezirks t ag jährlich abzuhalten, und wählte als Ort für die nächste Tagung Butzbach. AuS dem Bericht des Bezirkslelters Kuhl (Giessen) ging hervor, dass sich die Reich»* kurzschrift immer mehr durchsetzt, so dass in kurzem überall nur noch noch ber ReiH»kurz- schrist geschrieben werden wird zumal btc Regierung bereit» die entsprechenden Dersügungen erlassen hat unb auch künftig streng barauf achten wird, dass bie Anvrbnungen durchgeführt werben. Der Verband der RcichSkurzfchristvereine ber Reichseisenbahn hat sich nun auch bem Deutschen Stenvarophenbund angeschlossen, so bass burdj biese Einigung ebenfalls eine weitere Förberung in ber Anwenbung ber Reichskurzfchrift gewährleistet ist. Auf den hohen Wert ber Geschäst»- stenographen-Prüfungen an ben HanbelSkammern wurde besonders hingewlefen denn bekanntlich herrscht immer eine rege Rochsrage nach Stenotypisten. die daS amtliche Zeugnis Ihrer Befähigung besitzen. Am Sonntoamorgen trafen in grossen Scharen die Wettschreiber aus dem ganzen Bezirksgebiet ein. so dass die tn ber Oberrealschule für baü Schreiben vorgesehenen Räume nicht au-reichten unb noch burd) weitere ergänzt werden mufften. Insgesamt massen 402 Personen in friedlichem Wettkampfe ihre Kräfte. Dank der durch ben Leiter be- WettschreibauSschusies. Siebert (Giessen), tadellos getroffenen Organisation wickelte sich die gewaltige Arbeit ber Prüfung unb Wertung ber Arbeiten fo glatt ab. bass iwch am gleichen Tage daS Wettfchreibergebnis be- kanntgeinacht werden konnte. Die Stadt Marburg hatte einen grösseren Geldbetrag zur Beschaffung von Ehrenpreiseir staubigen oben Wartesaals setzte sic sich auf die Ledervonk und wartete auf ben Zug, ber sie heimwärts trug. Sie sah keinen Menschen an, sie sah mit einem sonderbaren leeren Blick In bie Ferne, und ihre Lippen bewegten sich, wie wenn man betet. Ein strahlender Iunimorgen erhob sich über ber kleinen Stadt B. Die blauen Schieferdächer s«bim- inerten blank zwischen blühenden Gärten, bie 6unl von Rosen waren, unb auf die Weingärten brannte heiß bie Sonne. Der Zug stand zur Absahrt bereit. Tie dritte Klasse war mit Soldaten besetzt, bie zweite wac oan) leer. Charles unb Odette waren In Ihrem Abteil allein. „Absahren!" rief ber Stationsoorsteber und er nahm seine Fahne unter bem Arm heraus unb schwenkte den roten Lappen. Ter Zug puffte noch rösch eine grosse schwarze Rußwolke In den Bahn- Hos und setzte sich bann schnaubend in Bewegung, nach Art Heiner Züge, bie sehr wichtig tun, wenn sie ihre paar Wägelchen durch bie Vanbe ziehen. „Sich mal, wie uns 6k alle fiathebrale noch- grübt", sagte Charles, ber am offenen Fenster stand. Hoch über ber Stadt rag« die Rotte Tarne. In hen hohen Glasfenstern, die in den grauen Stein der alten Kathedrale hineingeschnitzt schienen, sunkelte die Sonne. _ Odette sah nicht mehr zurück eie hatte die Augen geschlossen. Nicht zuruckdenken . _ vorwärts. Sie atmete lief auf, ul« der Zug ^>i« Stadt verließ. Man Iah gerade noch das Schlößchen" am Walde. Cin« Gardine siatterte an dem einen Fenster. Marie hatte sicher veraessen, das Fenster zu fchsiessen. Man sah ein Helles Kleid im Garten. Jemand war sicher br hen 'Srbbeercix. „Wie jchc»n sich die alte Stadt präsentiert au» der Ferne", sagt« Ehattes. .Ja. aus der Ferne", sagte Odette. „Wke bu an B. hängst!' „Es ist meine Heimat", fugte er einfach. „Tu liebft Orleans, ich liebe mein B " „Wie leicht bu vergißt, Tharles", sagte sie. „Tie letzten Jahre unb die Menschen mit Ihren grau« fernen, neugierigen Vlicken ..." ..Gott, die Menschen sind hier wie in Paris, in Marokko und Nantes " (Fonsetzung folgt.) hingen; Qntfpu«, öurt, ® nctx. Sjcrmonn. Gietzen-Desellschaft; ©otten; Margold, Stanc G letzen »Grfelll chatt. — 3 Preis: dUcnbad), Bertha. ®k*fteTv4Hfeu'' schäft. Otto. Gietzen-Desellfchasi: ©ertn-j. Diesren-Desellschast; Buchner Hermann. Marte. Dieften-Dekll. . . _ Friedberg: Bterwirlh Hermann. Bad-Aauheim; Hühnermann. Eurt, SrlcDbcrg; Kratz. Mar.Dchot- Schreiner. IRancnne, Gletzen-Gesellt chost; Aeta- bach. Richard. Schotten, ©rün, Otto. Laubach: Adolph. Heinrich. Dietzen-Gesell schäft: Bupp. Rudolf. Friedberg: Heller. Anneliese. Schotten. 5»ainent»ercln; Kratz. Heinrich. Glctzen-Berein; *" rotzen-Linden; Schnei dnrüller, ellschast: ®r6ningcr, Heinrich. Dietzen-Gesellschafl, Zrmmermami. OMinna, ®ie- tzen-Damenoerein: Bellen, Helma. Grehen-Damen - verein. Koller, Louis. Ulhdrftvin. May, Luise, Bab-Aauh^mi, Hofmami. Käthe Bad-Aauheim; Breidenbach. Karl. Büdingen. Kitzler. 61,riebe, Butzbach: Stein, Karl. Ulrichstein: Kreutzer. Lina. Gietzen-Gefellschast; Scholl. Heinrich. Ulrichstein: Sakobsohn Hanrri. Gietzen-Damenverein; Stein» dauer. Fritz. Bad-Nauheim: 5ifd>. Srfna, Bad- Aauheim; Kramer. Wilhelm. Butzbach. Bretter. Margarethe. Dab-Aauheim. — 2. PreiS: Weitz. Hermann, Friedberg: Schäfer. Elfriede. Dietzen» Detollfchasi Dbrsam, Valentin Buhirnch — 1. Preis: Hock. Richard. D etzen-Desellschost: Loos, Deorg, Friedberg: Zelsing. Ernst. Laubach: Wagner. erehi. Fuchs. Kari. Ulrichstein: Wendel. Hedwig. Butzbach. Hanitich. Georg. Dietzen-Verein: Blum. Ludwig. Gletzen-Gesell» : Metz, Paul. Dietzen-Verein; Walter. Sa- Friedbera: Düinbel. Heinrich. Drotzen-Lin» den: Bormuth. Alfred. Dtehen-Desellschaft. — Walter. ®teta. Friedberg Kinze- Aut Verfügung gestellt ebenso hatten Fndustrrr Handel IctoW andere Dbarer und Freunde der Kurzschril; nebst einigen Vereinen Preise ge- stiftel so datz die besten Arbeiten in den einzelnen Ablei! mgen auch roch mit Ehrenp retten bedacht werden konnte" Am Abend gab der Verein Marburg in den StadtfSlen eine Abendunterhaltuna. an der noch viele «swarttac Si c-ogravhen neK*n den Marburgern Mlnafr'c''. Der fr-ihe - Norf tzende de« . rein« "n" :rl ur.: Br Grvl) < . tvr . ,Be»ttcrobx' al« tommill arischer Bürgermeister tätig ist. hielt die Festrede und erntete, tote alle übrigen Mitwirken den an der Abcndunter- Haltung, lebhaften Beifall Das Ergebnis des Wettschreidens ist folgende« 60 Silben 1 Preis und Ehrenpreis e4>nnbmttllei. Gretel (dienen J*-cJeU- schalt: Amend. Karl, Dietzen-Verein. Vatter, Karl. Dieder-Deklllchttt: Pletz Q1I1L Dietzen- Damcnprretn. Willer-Häuser. Lrchur. Dietzen- Verein: Aeufn Paula. ®ieften ••£> i.r.cnt'e: ein; 1. Preis Drb. Otto. Dirfren-Verein: Wolf. Erna. Diehen-Defellscha't: Hällmaver. Walter. Dietzen-Vere-. sDied^ sch-att: Bieler Georg Friedberg. Strauch. Heins. Büdingen: Schläger. Paul. Dietzen-Verein, 2. Preis Philipp. Cma. Dietzen-GrfeMchaft: Pauly. Este. Damenoereiaa-Giesten. Dikomrft. CI» i riebe. Di etzen^Damenvereln: Horeyfeck. Äurt Dietz«,-Ver S-.e ivbruch. Din Stc nlreecher in den höchsten Sch.chten des Bruches lieft die gelösten S:< ne abwärts g elten, während noch in der Sohle des Beuche« Oeirtv arbeiteten iXibei wurde der Irberter Wttzner von einem doppelt faustgroßen, heranlerroilenden Öte>n in bie Imfe bnrei: Hüfte derart schwer getroffen, datz er sofort unter grotzen Sch-ierAcn ablran«pornert werden mutzte Er begab sch in ärztliche Hilfe nach Ailendorf d. d w' Ob innere Verletzungen i'ocliegen werden, wird tue äc#Mi4>e Unter- ’udjung ergeben. Grünb« rg. 12. Sept Auf dem Turnplätze bei der hirfigen Turnhalle wurden heute die R e l ch s j u g e n d w «t t k 8 m p I e auogo» tragen. 9« beteiligten sich Daran bie Dolts» schulen pvn Grünberg Laurer. Gdbelnrvd. Rein- h^irdsbain. Vetterspain, -diangenroh und Ukif- kartshain Vor 3Sgmn Der Wettkämpfe gilb Lehrer Wenze l-Grünberg in einer Ansprache ein Lebensbild des Turnvaters Sahn, MRn 150 Geburtstag in diesem Sahr« begangen wurde, den er als Erfinder der Turnttmst und al- echten deutschen Vaterlandssieund pries. An- fchlieftend führten sie beiden oberen iAädchen- klassen der Drün^'ig.r Volksschule Freiübungen und Keulenübungen mit Klavierbegleitung vor. die allgemeinen Beifall fanden. Alsdann zeigten ine Knaben sämtlicher Schuten unter Der Leitung von Lehrer Wenzel Freiübungen. Die Hebungen waren zu Anfang des Schuljahres bekanntgegeben m,d seither in ben einzelnen Schulen f[einig geübt worden, so das, »hre Aussüd» rung, die mit Klavierbegleitung erfolgte, vorzüglich klappte Hieraus wuiden bk Wettlämpse ausg.-trägen Für die Knaben der Gruppe I (» imd 8 Schuljahr) tour ein Fünfkampf he» stimmt, der mit Rücksicht auf bk Landschusin aus lauter vokslttlmlichen Hebung n: 75-Metei-Laus. Weitsprung. Ballwurf. StuaylRoben und Weit- hochsprung bestand, bie Vorklasse vom 6. Schul- iabre abwäi t« trug einen volk-tümlichrn Drei- kamps aus. b.'stedeiid aus 75-Meter-Lauf. Weltsprung unb Ballwurf. Für bie Mädchen Der DrupPc I war ein Vierkampf bestimmt: 75-Dieter- Lauf. Weillpruna. Ballwurf und Hochsprung, für Die Dorklasse dug gcn ein Drelkoml>f 75-Me- tcr-Laus, Deltsptung und Hochsprung. Lchntsich« teilnebmcntren Mädchen waren au« Drünendeig. Es Aeigtv sich datz Die In diesem Sabre In dem AuSschreib-n gNorberten Leistungen. Me gegen da- Vorjahr stark hinausgesctzt sind, bie Erringung eines Sieges bcbcutenb erschwert haben. So tonnten von 119 Vewerberl innen), obwohl in einzelnen Hebungen ble günstigeren vorjährigen Wcriungen al» Motzstad angenommen wurden, nur 43 bie zum Siege nötige Pun t ahl cnIngen. Die Wettkämpfe zeigten folgende Eiuebnill«; A. Knaben-G ruppc I. Fünfkampf. 50 Tell- nebnrer, 19 Sieger 1. Willi Büttel (®rfrnberg) unb Wilh Rtnk« r (Lauter) 96 Puntte; 2. Karl Theist 'Lauter) 95; 3 Karl Weber (Grün- berg) 94; 4. Aua Gehringer (Drünberg, und Otto Gerha rd (Gobelnrod, 9S, 5 All red He rekel (Gründerg, 91; 6. vudw.Schn «lder (Grün» berg) 89; 7. Helnr Schma u« (Weickartshain) 87; 8. Karl Rieb (Lauter) 86, 9. Heim. Reitz (Lauter) 82; 10. Karl Klös (Bellershn in), Wilh. Kämmer (Stangenrod) und Otto Melchior «Weickartshain) 81. II. Emil Hau (Stangenrod) 80; 12 Heinr. Ritter tDrünberg) 78; 13. Wllh. Müller tDrünberg) 74; 14. Karl Weber (Stangenrod) 73- 15 Heinr Queckbörner tDrünberg) 71. B. Mäochen aus Dründerg. Gruppe I. Vierkampf. 10 Bewerberinnen. 5 Siege: 1. Solxuma Diehl <0 P; 2. Tilll Fornosf 67; 3. Hedwig Pfeffer 65; 4 Martha Lang 63; 5. Kätha Frank 58. Vvrklalse. Dreikampf. 16 Bewerberinnen, 6 Siege: 1 Mal^lde Krumm 49 Punkte. 2. Anni Kreuder 46; 3. Sana Heu- b Inger und Elifabeth Schönhals 45; 4. Dina Michel 43; 5. Frf«bi Frank 40. Dvrklaffe, Dreikampf, 43 Teilnehmer, 18 Sieger 1. Georg Wieftner tLaukr) 64 Punkte. 2. Rud. Schmidt (ßautrr) 53, 3 Herm. Wolf tDrünberg- 52, 4 Erich Port tDrünberg) 51; 5. Wilh O ueckbörner 'Stangenrod) 49; 6. Walter Mar golf tDrünberg) 48, 7. Karl Müller mU Su«. lof.-Oicdiitn......... Mfll. ohne «ulto|^$Red)te . . . »7.Z5 62,8 17,1 174 67,5 52.7 L 16.9 61,7 17,13 öl.LS........ Bergmann . . . . . Gleltr. 2ic[erungee. . Lichl unb ilraft . . . • • » . 8 . V V 10 lti5.fi 182 224 185.<6 224 11,4.75 .'01.5 182.26 185,4 202,5 183,75 1% ntanil. Hyp.-Bt- Soldvt. un fOnöbar bl« 1088....... 4K% Äbttnildx 4>0P.*8anI £tqu 90,6 75,6 - - - fidten & SulOeaume. Gc|. f. Clettt. Untern- Viimb. (Beta. Berte » etbcln. Cleta. . . . . Gdilef. (Rehn . . . . Gdjudert...... • • • . 6 10 10 150 470 149.75 273.5 149.25 268. ( 160.6 150 273 160 ■.ö.iM. abfl. SotfriegfrCbligaiten., rütftablbai 1038 ... - - • ■ ■ . 0 10 . 8 201.75 1 1 1 134.6 239.1 202.75 154 23J.2O <05.25 6d)rory. Öunbeib.-7lnl.. ■ — Giemen! & Hallt» . . e t 1 1t 385 385,5 184.2.' 386,75 4". Ceftetreidnidx iBulbrit.. — 30,15 — Xranetübio..... . 8 w — 118 150,25 4,20% Ceiten, (Silberne. . . 1 * — Ladmever 4 60.. . . A . 10 174.5 * 17.' 4"„ Ctlterrrld). tinbciU. ölte. . . <% Uugartldif »oitne..... 4% Ungariidic tötaatlt. 0.1910 . «'■iS bc^:. Den 1013..... 4% Ungarifdye Ikonentte..... 4% XUrt. rioUanlclbf v. 1911 . . 4% lutfitdj« BafltxiObabn-Änt.. öerU 1......... 4% tteigL Serie II....... 4% Wumfinen csnbett Rtt. . . . Sumlnru »olbaxL ooe 1918 26,5 26,26 11.25 9.13 U 1 1 II 111 1 1 ' 26,66 Z 11 11,4 1t 24 1 fr 1 II IS 1 Buderu»...... Teutfdie Grbil . . » (wiener «teinlohl» . . Geilenkirchener . . . Harpener. .... Vceiäi Selen. . • • • 31k Bergbau .... ftii)llg. reMch. . . 10 144 — 143.65 e e e Ith 53.5 53. is 53.4 18 304 80d.fi 3U9 2U3 Vati a'Oxti'.eben . . • • • 10 480 280 279 280.75 «»mmeg- unb liribat»8iiDd . U ib8,5 168.6 i*7. lbH.75 tic'trreeeln . . • Cctiroerf GaltbedeÄ • • e .86 287 287 286,5 mit u. flattonolbaid 18 277.75 280 277 ZiS.J • 15 457 - 457,5 458 Scutjdw van! .... $ML)nt>Jcltnid)4n lat. . trtibn« Bank .... D'ittJbeur,»« -IxcbUfced . . RtlaHbant...... • ............... 10 10 10 . 9 . 6 U 170 166,75 171,65 159 916.35 170 166.b 189 917.5 I7U U6 75 171 2V0.L 138 114,23 170.4 166.ü 202.5 118.35 9- •• zar^en-IAvilkM» tunaml! Sobel . . . Scheibe asit al! .... C'c.. »mtbi . . . • Oiliyerlrerte . . . aetfla6deCf6 68, 112,0 8 7 9 162,04 1.764 58.27 iM.s« - 1,768 58,39 Rat. automobil . . • • • . . 0 79.5 81 b'brifttentti 111,81 5 111.8 113,03 Crenftein 4 S röd • • • . . 6 * — 121.25 120.5 111,82 112,04 111,79 114,01 Leonhard Ttey . . • • • Bamag-Megüin . . • • • firanfl. Slalf tnea . . . . . . e — — -'61 262 112,19 10.55 112,41 112,18 112,40 • . 0 . . 6 17 — .0 70,9 _ ftirinafor*. 10,57 >1,995 10.55 21,9.- 10,57 41.« Gritzner . . . . • • » Hevlteenstaebt . • • • e pungbanl .«•••• . 11 118,it — Sonfcon■ . • «.337 4.1930 16.36 M.37 20.435 20,376 • . 0 . . 4 90 — — V.'enuorf . • Tori».... Schweiz •. 4,3010 16,40 «,1925 16.205 4,5005 16,406 l'ediroerft..... • • . . 8 112.9 111 — — ■>o,;o 80,-ü 80.69 60.85 Ylointraftmerte • • • • • • . 8 118 Svanieit - 64.42 C'J.ib 19.26 6940 Mag. . . .«•••• • le • ■■ 141.5 142 Uoorm . . . •Hio de Fan. 1,918 1,9:2 1.916 1,920 RekaNulmer .«•*•• e . 6 63 53,4 53.9 a.449 0.501 9.4995 0.5016 Peters Unten ..•••• • . 8 105. j — 105,5 — Qtra tn ®.» (Sebr. Soeber ..«••• . 10 m — Ceft abgeft 59,<* 69,18 'J.055 69.176 yolgt 4 prrffn« .... • . S II0.fi — — — Prag ■ ■ . 12.43 12,41 12,4-6 13.446 Läbd. Zucker . . • • • • . . 6 llb 149.6 145.2; — BeUrad . • 7,173 7.374 7,188 »nbavest. - 73, th 1 73.07 71,51 Banfnotra. t*n!.-ar*n ytffabeit lat^a - . . Atme. etfn. J.1U7 18.88 81,31 8,03- 18.92 81,47 4,917 18.88 81.24 - IM 16.93 81.45 1.178 6,485 Berlin. 12 Sentanbex ■*etb 2.173 2,177 Nnreritanrlche 'kette . . l.ltz 4,1/2 »iben . . 6,4-5 6,435 5,425 Noten . . . , • • • M.20 51 1,44 «anaM - 4.195 4.803 1.195 4,208 Dan re 97 ota , , , , «ratifdx N«ea * * e Ul,60 'U.30 113,04 o.38 Ilm Ml. . Ute» 4.171 ».KdO 4,279 10. fe« 4.17t 20.85 4.™ •30.«