Nr. 163 Erstes Blaff IT8. Jahrgang Zrettag, ,z. jnlt 1928 (Erlittet täglich,a»tzet Sonntag» and 5 Gc- puhren herleiten, denn sie hätten mit der Lex Bruumg rechnen müssen. Ls wäre eine gute Wirkung der Vorlage, wenn sie die Länder und Gemeinden hindern würde, wieder über ihre Verhältnisse zu leben. Der Antrag, ine Erledigung der Vorlage bis zum Herbst zu vertagen, wird abgelehnt, ebenso der kommunistische Antrag auf stärkere Erhöhung des steuerfreien Existenzminimums. 3m Hammelsprung wird § 1 des vom Ausschuß angenommenen Steuersenkungsentwurfs mit 203 gegen 187 Stimmen angenommen. Dafür Haven neben den Sozialdenwkraten, Demokraten, dem Zentrum und den Rationalsozialisten auch einige Abgeordnete der Deutschen Dolkspartei und der Deutschnationalen Vvllspartei gestimmt. Auch die übrigen Bestimmungen deS Entwurf- Werden tn zweiter Beratung angenommen. 3n der dann fotgenben dritten Beratung wird ein Anttag der Wirtschaftspartei, den Entwurf an den Steuerausschuß zurückzuverweifen und das Mehrauftommen aus der Lohnsteuer zur Senkung der Real steuern zu verwenden, gegen die Rechte abgelehnt. Die Schluhab- sttmmung ergibt die Annahme des Entwurfs in dritter Lesung mit 210 gegen 188 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen. Die Ausschuhentschliehung für allgemeine Steuersenkung im Herbst wird mit großer Mehrheit ebenfalls angenommen. Das Haus vertagt sich auf Freitag: Amnestie- erlaß. Oie Klippe. Ungünstige Aussichten im ReichSrat. Berlin, 12. Juli. (23D3J Obwohl der Reichstag heute die Vorlage über die Senkung der Lohnsteuer verabschiedet hat, ist noch keinesweas sicher, daß dieses Gesetz auch endgültig in Straft treten kann. Ls ist nämlich sehr fraglich, ob sich für diese Vorlage in der morgen nachmittag stattfindenden Reichsratss itzuna eine Mehrheit findet. Wie von unterrichteter 6teUe erklärt wird, wird zwar der preußische Reichsratsoertreter sich darauf beschränken, die Bedenken feiner Regierung gegen dieses Gesetz zum Ausdruck zu bringen, durch das immerhin die Länderanteile an den Reichssteuerüberweifungen geschmälert werden könnten. Preußen wird jedoch, soweit das Staats- Ministerium mit feinen 13 Reichsratsstimmen in Frage kommt, keinen Einspruch gegen das Gesetz erheben. Allerdings vermutet man in unterrichteten Streifen, daß zahlreiche preußi n? Pro- vinzoertreter mit Rein stimmen werden. Außerdem dürste seststehen, daß auch Bayern, Wütt- temberg, Sachsen. Baden, Thüringen, Oldenburg und Bremen das Loynf' ersenkungsgesetz a b l e h n e n. Bon der Anzahl der mit Rein stimmenden preußi- schen Provinzvertreter hängt also das Schicksal des Gesetzes ab. Sollte auf diese Weise tatsächlich die Lohn- keuersenkuna zu Fall kommen, so würde das in der Praxis bedeuten, daß vor dem Wiederzusammentritt deS Reichstags im Herbst keine Steuersenkung mehr zustandekommen kann, beim der Reichstag begibt sich ja schon einige Stunden vor der Entschließung des Reichsrats In die Sommerferien. Me cm sich mögliche nochmalige Einberufung des Reichstages durch den Präsidenten dürste deshalb aus diesem Anlaß nicht erfolgen, weil es zur Zeit unmöglich erscheint, die dann erforderliche Z w e i- drittelmehrheit für die Lohnsteuersenkung zu erlangen, zumal dieses Gesetz ja nur mit einer Mehrheit von 22 Stimmen im Reichstag verabschiedet worden ist. Während allo die Chancen für die Lohnsteuersenkung ungünstig beurteilt werden müssen, wird In parlamentarischen Kreisen als sicher damit gerechnet, daß der Reichstag in seiner morgigen letzten Sitzung mit der erforderlichen qualifizier» ten Mehrbeit di« Amnesti«Vorlage verabschieden kann. Sie Liglien- lind Mlingreengnippe gerettet Oer Schwede Malmgreen ein Opfer des Polarmeers. - Oie Geretteten an Bord des russischen Eisbrechers ,Kraffin." A o ro n o, 12. Juli. (IU.) wie au» Moskau gemeldet wird, gelang es dem russischen Eisbrecher „Krassin" am Donnerstag früh 6.40 Uhr die von dem rufsifchcn Flieger Tschuchnowski am Dienstag- nachmittag um 18.45 Uhr entdeckte Malmgreen- gruppe zu retten. Der Eisbrecher hat die beiden Italiener Mariano und Zappi ausgenommen. Malmgreen selber ist bereits vor einem Monat gestorben. Zappi ist gesund, Mariano Hal ein Bein durch Frost eingebüßt. Die beiden (Berd- Iden hatten in den letzten dreizehn Tagen sehr unter Nahrungsmangel zu leiden gehabt. Mariano Hal infolge einer Veinverlehung große Schmerzen aushallen müssen. Die geringe, von Tag zu Tag abnehmende Aussicht auf Rettung, sowie der vor vier Wochen eingetrdene Tod ihres Führers, hatte auf ihre feelifche Derfaffung sehr eingewirkl. Sie erklären, daß Malmgreen am 15. 2 uni erfroren fei. Beim Riedergange der „Italia" auf das Ei», habe er sich bereits eine Hand gebrochen. Bald darauf feien ihm beide Beine erfroren. Er fei auf feinen ausdrücklichen Wunsch in der Rähe der Brooflnfd zurückgelassen worden, als Mariano und Zappt ihren weg forlgesetzl hätten. Später seien sie dann wieder zu ihm zv- rückgekehrl, da das offene Wasser ihnen das Erreichen des Jeftlanbes unmöglich machte. Beide erklärten weiter, daß fie dem Wahnsinn nahe gewesen seien, und daß sie höchstens noch btd Tage hätten aushalten können, während ihres Marsches hätten sie nicht weniger als acht Flugzeuge bemerkt, die ihnen jedoch nicht fo nahe gekommen feien, daß fie von ihnen bemerkt werden konnten. Sie feien überglücklich gewesen, als endlich Tschuchnowski durch das Umkreisen angedeutet hätte, daß er sie gesehen habe. Dann feien fie von der Zuverficht erfüllt gewesen, daß fie gerettet würden. Um die Bergung Tfchuchnowfkis. dem die Rettung der Malm- gteengruppe zu danken ist, bemüht sich jetzt der russische (Eisbredxr „M a l g i n“, der den Jlieger Babuschkin an Bord Hal. Der nolgelandete Jlieger stehl mit den Eisbrechern in ständiger Radioverbindung. Auch die Gruppe Biglieri gerettet. R o m , 13. Juli. (WTB. Drahtbericht.) Rach einem Junffprud) der „Lilta di Milano" Hal der russische Eisbrecher „fi raffln" nun auch die Diglieri- Gruppe am Donnerstagabend 9 Uhr an Bord genommen. Nachricht von der Sora-Expedition. Kingsbah, 12.3uli. (WD.) Zufolge Re- bels, Regens und heftiger Winde war es den Fliegern heute nicht möglich, aufzusteigen. DaS Ausbleiben jeglicher Dachricht von der von dem italienischen Hauvtmcmn Sora geführtenHilfS- expedition hatte Anlaß zur Besorgnis gegeben. Jetzt wird gemeldet, daß der dänische Ingenieur V a r m i n g, der ein Mitglied der Sora-Sr- peditton ist, von dieser am Kap Bruun m i t einem Schlitten und einem Hunde- aefbann zurückgelassen wurde. Es heißt, daß Darming unterwegs erkrankte, doch legt man hier seiner Erkrankung keine ernste Bedeutung bei, da seine beiden Begleiter, Sora und der Holländer van Dangen, ih.i sonst wohl kaum im Stich gelasien und ihren Marsch fortgesetzt hätten. Trauer in Schweden. Stockholm, 12. 3ult (Tel.) Der tragische Tod Malmgreens rief in Schweden allgemeine Trauer hervor. Alle Gesellschaftsschichten geben ihrem tiefen Schmerz Ausdruck. Malmgreen, der trotz seiner Jugend (er ist 1895 geboren) schon Dozent an der Llniversi- tät in Upsala war, erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit. Die meteorologische W.s- sen schäft erfährt durch feinen Tod einen unersetzlichen Verlust. Das »Dagligt Allehanda" schreibt: Die ganze Äulturtoelt fühle die Grau- samkeit dieser Trauerbotschaft. Malmgreen sei ein Wissenschaftler gewesen, der sich durch seine Persönlichkeit und fein W.rken als mutiger Forscher ausgezeichnet habe. Sein Leben bleibe als unvergänglicher Glanz in der (5rinnt nmg deS gesamten Dolles. Freude in Italien. Rom, 13. Juli. (TU.) Die Nachricht von der Rettung der beiden italienischen Seeoffiziere Zappi und Mariano durch den russischen Eisbrecher Krassin" hat in ganz Italien große Freude ausgelöst. Auf dem schnellsten Wege wurde die Nachricht an die Verwandten der beiden Offiziere wcitergeleitet. Der Tod des schwedischen Meteorologen Malmgreen wird allgemein tief bedauert. Oie Ehrenlegion für Herrn Zacheol. Paris, 13. Juli. (WTB. Funkspruch.) Das ..Journal Officiel“ veröffentlicht die Ernennung des Oberstaatsanwaltes des Stolmarer Autonomistenprozesses, Faches t. zum Offizier der Ehrenlegion und seine gleich» zeittge Ernennung zum Richter des Kassa- tivnshofes in Paris. Oer Landauer Besahungszwischensall. Landau. 12. Juli. (WTB.) Gegen eine durch die Havasagenlur verbreitete Darstellung, daß die deuttche Polizei festgestellt habe, eine ziemlich beträchtliche Gruppe von deutschen Radfahrern sei an der Tal beteiligt gewesen und daß der Anfall mit Vorbedacht ausgeführl wurde, verwahrt sich die ßanbauer Polizei. Cs ist ihr bis jetzt lediglich der von französischer Seite aufgenommene Tatbestand, daß der Tleberfall von zwei Zivilpersonen auSgeführt wurde, bekannt. Die bisher gepflogenen Ermittlungen waren in jeder Beziehung ergebnislos. — Die franzöfifchen Behörden nahmen gestern im Zusammenhang mit dem Landauer Zwischenfall planlos Verhaftungen vor. Daraus geht hervor, daß die Franzosen über die Rattonalität der Täter selbst im Dunkeln lappen. Sämtliche Verhafteten wurden nach Rachweisung ihre- 'Alibi- wieder auf freien Fuß gefetzt. Oer Knegsachiungspakt. Deutschlands Antwort aus die letzte Kelloggnote. Berlin, 12. 3ulL (WB.) Die deulfche Antwort auf die amerikanische Rote vom 23. Juni betreffend den ftrlegsädjlungspafl hak folgenden Wortlaut: Berlin, den 11. Juli 1928. Herr Botschasterl (Eurer Exzellenz bestätige ich den Empfang der Rote vorn 23. 3unl d. 3. über den Abschluß eines internationalen Paktes jur Aechlung des Krieges und beehre mich, daraus im Austrage der deutschen Regierung folgendes zu erwidern: Die deutsche Regierung Hal die Ausführungen der Role und den ihr bdgefügten revidierten Entwurf des Paktes mit größter Sorgfalt geprüft. Sic stellt mit Genugtuung fest, daß der in der Rote bar gelegte Standpunkt der Regierung der vereinigten Staaten von Amerika der grundsätzlichen deutschen Aufsassung entspricht, wie sie In der Rote vom 27. April d. 3. mltgddlt wurde. Auch mit den Aenderungen In der Präambel des Entwurfs des paffes ist die deutsche Regierung rinverslanden. Sie freut sich daher, erklären zu können, daß sie von den In der Roke Eurer Exzellenz vorn 23.3uni enthaltenen Darlegungen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika Akt nimmt, daß sie der Auslegung zustimrnl, die darin den Bestimmungen des In Aussicht genommenen paffes gegeben wird und daß sie demgemäß bereit ist, diesen Pakt in der jetzt vorgeschlagenen Jorm zu unterzeichnen. Genehmigen Sie, Herr Botschafter, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. gej.: Schubert. Wie wir im Anschluß an die Lieberreichung der deutschen Antwort auf die amerikanische Rote vom 23. Juni über die Verfemung des Krieges hören, ist Deutschland in der amerikanischen Rote die ganz Präzise Frage gestellt worden, ob eS bereit fd, zu unterzeichnen. Deutschland hat auf diese klare Frage eine ebenso klare Antwort gegeben. Sie ist durch Deutschland ohnejede Ernschrän- tung oder Zusätze irgend welcher Art mit Ja beantwortet worden. Weiter ist zu be- rücksichttgen. daß die deuttche Antwort absichtlich kurz gehalten ist, und zwar geschah dies, um die Bedeutung unserer Antwort nicht durch Zusätze zu verschleiern, da der grundsätzliche Standpunkt DeuftchlandS ohnehin in der deutschen Antwortnote vom 27. April bereit» hinlänglich zum Ausdruck gekommen ist. Lieber die Auslegung des KelloggpakteS hat sich eine große internationale Diskussion entspannen, der von allen Beteiligten große Bedeutung beigelegt wurde. Infolgedessen hat Amerika sich in feiner Role vom 23. Juni nochmals veranlaßt gesehen, eine zu- fammenfasiende Darlegung seines Standpunkte- zu geben. Die deuttche Antwortnote hat diesem Standpunkt in vollem Umfange erneut zu - gestimmt, um von vornherein etwaigen späteren Diskussionen über die Interpretation vorzubeugen. Wir haben die Absicht, volle Klarheit darüber zu schäften, daß wir mit der amerikanischen Regierung genau übereinstimmen. In der Presse sind über die weiter unten gemeldeten Besprechungen der Juristen zum Tell irreführende Rachrichten verbreitet worden. Es kann nicht die Rede davon fein, daß irgendwelche bindende Abreden gdraffen worden sind. Roch weniger kann davon gesprochen werden, daß Deutschland den bisherigen französischen ©tanb- Punkt irgendwie anerkenne. Der Inhalt der deutschen Antwortnote zeigt klar, welchen Standpunkt Deutschland entnimmt. Wenn von französischer Seite angedeutet wird, daß sich Frankreich ebenfalls auf den Boden der amerikanischen Rote stelle, dann kann das uns nur erwünscht fein, beim für Deutschland gibt - e« keine andere als die amerllanttche Inter- breiation. Offenbar verfolgt die französische Presse den Zweck, den französischen Rückzug zu bemänteln, weil Frankreich erkannt zu haben scheint, daß es mit seinen ‘Vorbehalten nicht durchdringt. Die Franzosen sehen sich daher genötigt, den amerikanischen Vorschlag anzunehmen, und cs ist deshalb durchaus zu verstehen, wenn sie versuchen, den Anschein zu erwecken, als ob sie ihr Ziel erreicht hätten. Berliner Zuristenkonferenz. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 13. 3uIL 3n der französischen Presse wird die bisher in Berlin diskret behandelte Tatsache mitgeteilt, daß die 3ustitiare der französischen und englischen Regierung Fro-Wageot und Sir Cecil Hurst vor acht Tagen in Berlin waren, um sich mit dem Direktor der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes Dr. Taus zu besprechen. Es werden daran Kommentare geknüpft, von der die Aussprache die Der- ständigung der drei 3uristen über die Tragwette des Kellogg-Paktes in seiner vorliegenden Fassung erbracht habe und die Unterzeichnung des Paktes dadurch gesichert scheine. Wir glauben zu wissen, daß der Besuch der beiden ausländischen 3uristen. der formlos auf der Rückreise von Genf, und zwar deshalb erfolgt ist, weil es Direktor Gaus unmöglich war. an der Genfer Tagung persönlich teilzunehmen, nicht aus schließlich und in der oben erwähnten präzisen Form, dem Kellogg-Pakt gegolten hat. Vielmehr haben die drei 3unften, bie ja nunmehr seit 3ahren erfolgreich zusammenarbeiten. den ganzen Komplex vorliegender internationaler Rechtsfragen, insbesondere also auch die Aufgaben des Sicherheitskomitees, die Musterverträge und die deutschen Präventiv- vorschläge durchgesprochen, um eine Ueberein- stimmung der juristischen Auslegungen herbeizu- führen. Selbstverständlich ist aber in diesem Zusammenhang auch der Vorschlag Kelloggs behandelt worden, und man darf annehmen, daß das Einverständnis über die Tragweite dieses Paktes und der ausführlichen Kellvggschen Begleitnote mindesten- in rechtlicher Beziehung dabei hergestellt werden konnte. Die Amnestierten. Don unserer Berliner Redaktion. Berlin, 13. Juli. Die Urheber der neuen Amnestie-Verordnung hoffen, daß mit ihrer Durchführung kein neuer Streit über die Ausdehnung der Amnestie entstehen möae und daß keine neuen weiteren Kämpfe erwachsen. Besondere Gefahr droht in dieser Richtung in der Frage, welche Art von Fällen die Amnestierung auf dem Gebiete der nach dem Militär st rafgeseß von den Kriegsgerichten bis 1920 trifft. Irgendwelche Delikte, die zwar von den Kriegsgerichten abgeurteilt sind, aber dem gemeinen Recht unterliegen, sind prinzipiell von der Amnestierung ausgeschlossen, wobei man ganz eindeutig Subordination von Militärpersonen als einen Verstoß gegen das Militärstrafgeseß behandelt. Soweit die Amnestie die Reichsjustrz betrifft, steht in allen Fällen die Entscheidung bei Straferlaß dem Oberreichsanwalt zu. gegen dessen Beschluß aber die Verurteilten sich im Zweifelsfalle an das Reichsgericht als letzte Instanz wenden können. Gin solcher Zweifelsfall könnte z. B. bei dem sogenannten Parchimer Fememordprozeß vorliegen, der aber wahrscheinlich al- ein politischer Mordprozeh behan- delt wird, so daß ein Teil der damals zu hohen Zuchthausstrasen Verurteilten gleich frei käme. Dagegen ist die Amnestierung von ungefähr 104 Kommunisten, die vom Reichsgericht verurteilt sind, als sicher zu betrachten. Von diesen Kommunisten müssen allerdings ungefähr zehn Personen noch kürzere Strafen wegen Verbrechen gegen das Leben, die nur beschränkt amnestiert werden, weiter verbüßen. . Bekannt ist, daß Hölz nach ungefähr einem halben 3ahr zur Entlassung kommt. Ebenso wird reine Gruppe Linksradikaler. die unter dem Damen Plettner-Druppe bekannt ist und wegen Aufruhrs im Jahre 1922 verurteilt wurde, zur Entlassung kommen. Auch einige S tut t - aarter Kommuni st en, die vor einigen Jahren einen Wachtmeister erschossen, fallen unter die Amnestie, während der im bekannten Tscheka-Prozeß vom Staatsgerichtshos zu 15- jäbriger Zuchthausstrafe verurteilte Kommunist jTia r g i e 6 noch weitere vier 3ahre im Zuchthaus verbleiben muh. Ernst Werner Techow, der Rathenau-Mörder. wird für eine Strafe von einem weiteren 3ahr vom Zuchthaus in das Gefängnis überführt werden. Riedergescklagen werden die Verfahren gegen die pazisistischen Landesverräter, wie Mertens, F o e r st e r. während die bereits verurteilten Küster und Salomon zur Freilassung kommen. Zwischen dem Reichsjustizministerium und dem Preußischen Justizministerium haben, wie wir erfahren, bereits Verhandlungen über die Durchführung der Amnestieverordnung in diesen Tagen stattgesunden. Sine SrNörung des amerikanischen Treuhänders. Berlin, 12. 3uli. (WB.) Der amerikanische Treuhänder für das feindliche Vermögen. Howard Sutherland, hat der Oefsentlichkeit folgende Erklärung übergeben: »Deutsche Eigentümer, deren Vermögenswerte ich als Treuhänder verwalte, werden daraus ausmerksam gemacht, daß die Rückgabe ihres Eigentum- nur verzögert wird, wenn sie jetzt einenWechselinderPerson ihres Anwaltes oder Vertreters eintreten lassen. Die vorbereitenden Schritte, welche unter dem neuen Gesetz zu tun waren, sind jetzt getan worden, und die Zahlungen können jetzt vorgenommen werden und sollen nach Kräften gesördert werden. Erklärungen, welche von unverantwortlichen Stellen dahin abgegeben werden, daß sie besondere Möglichkeiten zur Beschleunigung von Auszahlungen be- sähen, sind völlig ohne Begründung: solche trresührenden Erklärungen werden dazu führen, daß die Betreffenden von weiterer Tätigkeit des Treuhänderamtes ausgeschlossen werden." Oer Reichsschulgeseheniwurs wieder eingebrachi. Berlin. 13. 3uli. Die Deutschnatio- nalc Volkspartei hat den Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung der Artikel 146 Ab. 2 und 149 der Reichsverfassung, d. h. das Schulgesetz, alS Initiativantrag im Reichstag eingebracht. Der Entwurf stütz', sich aus den Keudellschen Gesetzentwurf. Er bringt aber dte Abänderungen, die in der ersten Lesung des Gesetzes im alten Reichstag mit Hilfe der Deutsch nationalen Volkspariei angenommen worden waren. Die Affäre Ludwig. Ludwigs Beziehungen zur russischen Botschaft in Berlin. Berlin. 12. 3uL (Tel.) Während die russische Botschaft in Berlin die Meldungen dementiert. daß der verhaftete RegierungSbau- meister Ludwig seine Spionagetätigkeit für Rußland ausgeübt habe, werden weitere Sinzel- heiten über die Beziehungen Ludwigs zur Berliner Sowjetvertretung bekannt. Während feine Fühlungnahme mit russischen Behörden bereits aus der Zeit stammt, in der er als Angestell- tcr der 3unkerswerke in Moskau tätig war, scheint Ludwig nach den bisherigen Ermittlungen und nach seiner eigenen Darstellung erst im April 1928 mit der Berliner Sowjet-Botschaft in Verbindung getreten zu sein. Angeblich will er sich bemüht haben, in Rußland eine dauernde Anstellung Zu finden, und zwar solle:: ihm die Sowjet- Behörden eine Professur für ßuft« fahr twesen an der Technischen Hoch- 'cßule m Moskau in Aussicht gestellt haben. Gelegentlich dieser m Berlin gepflogenen itt! jeder ein schweres im Harz. Zusammenstoß zwischen Autobus und Südharzbahn. - Vier Tote, zahlreiche Schwerverletzte. Rordhausen. 12. 3ali. (ZU.) Am Donncrsfag- nachmittag ereignete sich in der Rahe von Walkenried (Südharz) ein schweres Autobusunglück, bei dem bisher vier Tote und 17 Verletzte zu verzeichnen find. Zwei Autobusse, deren Teilnehmer einen Schulausflug machten, kamen die Straße von Bad Sachsa nach Walkenried gefahren. 3m ersten wagen befanden sich Schulkinder aus Cramme bei wolfenbüttel. die mit ihren Eltern einen Autoausflug unternahmen. 3n dem zweiten wagen folgten die Angehörigen der Kinder selbst. 3n jedem Auto befanden sich etwa 20 Personen. An der Stelle, wo die Chaussee von Bad Sachsa den Wald verläßt, stieß der zweite Autobus an einem unübersichtlichen und ungesicherten Bahnübergang mitein em Zuge der Südharzbahn zusammen. Offenbar ist durch den starken Staub, der über der Straße lag und wegen der Unübersehbarkeil des Uebetgang» der heran- kommende Zug von den Wahrem nicht bemerkt worden. Der erste Autobus kam gerade noch über das Gleis. Das Rummerfchlld des wagens wurde noch von der Lokomotive ersaßt und abgerissen. Der zweite Autobus fuhr geradewegs in die Maschine hinein, wurde fortgeschleift, zwischen der Lokomotive und einem nahestehenden Baum an der Landstraße hindurchgepreht und völlig zertrümmert. Die Lokomotive wurde durch den Zusammenprall aus den Schienen geworfen und stürzte den Bahndamm hinunter. Der Lokomotivführer und der Heizer hotten, als sie Ne Gefahr kommen sahen, sofort sämtliche Bremsen gezogen und Rückdampf gegeben. Drei Personen aus Cramme sowie der Chauffeur des Autobus wurden getötet. Sämtliche anderen 3nfafien de» Kraftwagens, etwa 40 Personen, erlitten mehr oder minder erhebliche Verletzungen, die meisten trugen schwere Kopf- und Brustverlehungen davon. Der unterbrochene Verkehr wird durch Autos aufrechterhallen. An der Unglücksslelle ist die Strecke sehrunübersichtlich. Sie ist durch Schranken nicht geschützt. Zudem ist die Warnungstafel der Kleinbahn fast unkenntlich und deshalb von den Chauffeuren offenbar übersehen worden. Die italienische „Siegesfeier" in Bozen. Die Denkmalsweihe. In einer toten Etadt. Bozen, 12.3uIL (TL1.) Die Ausführung des in letzter Stunde veröffentlichten Programms der Feierlichkeiten anläßlich der Enthüllung des Siegesdenkmals wurde aus Sicherheitsgründen um eine halbe Stunde vorverlegt. 3n den ersten Morgenstunden trafen hier aus allen Teilen 3taliens zahlreiche Delegationen von Frontkämpfern, Kriegsfreiwilligen, faszisti- schen Vereinigungen und Kriegsverstümmelten sowie Abordnungen des Heeres, der Marine, der Luftfahrt und der Miliz ein. Gegen 8,30 Llhr lief der Svnderzug des Königs ein, der am Bahnhof von dem Herzog von Genua und dem Herzog der Abruzzen sowie dem Grafen von Turin empfangen wurde. Der König begab sich im Auto zum Siegesdenkmal, an dem er einen Kranz niederlegte, während die Musikkapelle die Königshhmne spielte. Rach der <$ i n- segnung des Denkmal- durch den Fürstbischof Enrici hielt der Minister für öffentliche Arbeiten, Turati. die Eröffnungsrede, in der er den Grundsatz der Llnantastbarkeit der ^heiligen Grenzen des freien Lande-" betonte. Rach der Rede erfolgte ein Vorbeimarsch der Frontkämpfer und der Miliz vor dem König. Zum Schluß der Feier schrieb sich der König in das Buch, das in der Erypta des Denkmals aufbewahrt wird, ein. Die Verschiebung im Programm hatte zur Folge, daß an dem für einen späteren Zeitpunkt angesagten Sefaug wesentlich weniger Teilnehmer als vorgesehen mitwirkten und der Festzug in einzelne Gruppen aufgelöst in ziemlicher Anordnung an dem König und seiner Umgebung vorbeizog. Die Deutschen waren, mit Ausnahme der Musikkapellen, denen man im Weigerungsfälle mit Auflösung gedroht hatte, überhauptnicht erschienen. Die Einladung an die Syndikatsmitglieder hatte nichts gefruchtet. Kein Gewerbetreibender ging im Zuge mit Rur unter den Ballida-Kindern sah man auch Deutsche, die zur Teilnahme gezwungen worden waren. Wenn man am Morgen durch die Straßen von Dozen ging, hatte man den Eindruck, in einer von ihren Bewohnern verlassenen Stadt zu sein. Alle Geschäfte muhten zwar aus Befehl offen- gehalten werden, aber niemand machte Einkäufe. Der König fuhr nur durch leere Straßen, in denen das starke Militär- und Milizaufgebot um so merkwürdiger wirkte. Rur hier und da fand sich eine kleine Gruppe Italiener zusammen, die in Degrühungsrufe ausbrach. Bei allen Bozenern stieß man auf Gleichgültigkeit gegenüber der nur die Faszisten berührenden Feier. Das bedeutet aber nicht, daß die deutsche Bevölkerung Südtirols die Errichtung deS Denkmal- nicht als eine fchwereHerauS- forderung empfinden. Auf dem Berge Lsel. Eine Protestkundgebung Tirols. 3 n n S b r u ck, 12.3uli. (211.) Auf dem Berge 3sel fand heute vor dem Kaiserjäger-Grab und dem Denkmal Andreas Hofers eine würdige Gegenkundgebung gegen die Feier der Enthüllung des Siegesdenkmals in Bozen statt. Sämtliche Vereine mit ihren Fahnen, die Studentenschaft der Universität und ein sehr zahlreiches Publikum hatten vor dem Denkmal Auf- stellung genommen. Unter den unzähligen Teilnehmern aus allen Ständen und Berufen bemerkte man eine große Zahl von Reich-deutschen und Engländern, die eigens auf den Berg 3fet gekommen waren, um an der Kundgebung des Tiroler Dolles teilzunehmen. Eingeleitet wurde die Feier mit dem Gesang der ersten Strophe des Andreas-^rfer-Liedes. Als erster Redner sprach der Tiroler Landtagsabge- orbnete Steinegge r, der eingehend die Geschichte deS Bozener „Sieg es"-Den km als schilderte, wobei er darauf verwies, daß 3talien nicht den geringsten Grund habe, sich über irgendeinen „Sieg" während des ..blltkrieges zu freuen. WaS 3talien errungen habe, sei nur die Belohnung burd) die anderen für den Verrat an den Bundesgenossen. 'Der prahlerische Triumphbogen in Bozen sei daher eine Lüge und eine Fälschung der G eschicht e. Die Tiroler wären über dieses italienische „Siegeszeichen" zur Tagesordnung übergegangen, toerm die italienische Regierung es nicht auf deutschem undTirolerBoden errichtet imö damit die Tiroler Kriegsteilnehmer beleidigt hätte. Auf dem Fundament des Ehrengrabes für die Kaiserjäger und mit den Steinen dieses Denkmalbaues hätten die Italiener ihr Siegesdenk- mal gebaut Die Deutschen Südtirols seien sogar zur finanziellen Beihilfe zur Errichtung des Bozener Denkmals herangezogen worden. Dann sprach, stürmisch begrüßt, der Bauer Josef Pixner, der legte deutsche Bürgermeister der Heimatgemeinde Andreas Hosers aus St. Leonhard Im Passeiertal. Mit ergreifenden Worten schildert er die furchtbare Not und das schreckliche Los Südtirols. Er betonte besonders die furchtbare Gefahr, der die Jugend ausgesetzt sei, und gab einige Beispiele von der italienischen Unterdrückung in der Heimatgemeinde Andreas Hofers. Am Schluß feiner Ausführungen forderte er die Welt auf, sich Der Südtiroler anzunehmen und sie aus ihrer Knechtschaft zu erlösen. Der Redner wies weiter daraus hin, daß leider nur ein kleiner Teil der Unterorückungsmaßnahmen in Südtirol der ausländischen Oeffentlichkeit bekannt geworden sei, weil die Südtiroler die Folgen jeder Veröffentlichung fürchteten. Als letzter Redner sprach der Vorsitzende des An- dreas-Hofer-Bundes, Stadtrat Dr. Pemdauer, der unter Hinweis auf die letzten Verhandlungen zwischen der österreichischen und italienischen Regierung erklärte, die Tiroler glaubten nicht an den (Erfolg der Bestrebungen, noch an die Zusicherungen Mussolinis. Sie glaubten nicht an die Ausrichtigkeit der saszistischen Unterhändler, solange in Südtirol der deutsche Unterricht untersagt sei, solange ber maßlose Druck auf dem Südtiroler Volk laste, solange Dr. Roldin in der Verbannung weite. Roch wollten die Tiroler avwarten, dann aber würden sie eine entschiedene Stellungnahme der österreichischen Regierung verlangen. Der Redner verwahrte sich dagegen, daß die Bewegung für Südtirol von Dr. Seipel als Agitation unverantwortlicher Elemente bezeichnet werde und daß die Südtiroler Frage als eine innere Angelegenheit Italiens zu betrachten sei. RiemalS werde man zulassen, daß die Südtiroler Frage zu einem Schachervbjekt der wirtschaftlichen Beziehungen der österreichischen Regierung zu 3talien gemacht wird. ..Hier aus geweihter, heiliger Stätte wollen wir schwören, daß wir unentwegt das tun werden, was wir als Pflicht ansehen. Don diesem Standpunkt werden wir unS durch nichts abbringen lassen." Rach Ab- fingen verschiedener Lieber fand die Feier mit dem Andreas-Hbfer-Lied ihr Ende. Die Teilnehmer zogen bann in losen Gruppen in die Stadt zurück. Auf ber 3nnSbrucker Rordkette lohten bei Einbruch ber Dunkelheit Hunderte von Bergfeuern. Besprechungen soll ihm nun in ber russischen Botschaft ein gewisser Schaibe vorgestellt worden sein, der ihn im Verlauf der Unterhaltung zu Berichten über flugtechnische Probleme aufgeforbert habe. Dieser angebliche Schaibe soll in Wirklichkeit einen anderen Romen tragen und von lettischer Abstammung sein. Zwischen dem Letten und Dr. Ludwig DotUog sich nun die Tätigkeit, auf Grund deren die Verhaftung des Regterungsbau- meister- sowie des angeblichen Schaibe erfolgte. Ludwig lieferte eine Reihe von Berichten über die Fragen, die ihm vorgelegt worden waren. Die beigefügten Bilder hat Schaibe bann mit Hilfe eines Photographen Höfsner vervielsäl- tigen lassen. Ludwig Witt diesen Photographen, der ebenfalls rerhaftet worden ist. überhaupt nicht leimen. 3m übrigen behauptet der Re- gierungSbaumeister. daß er sich keineswegs in irgendwelcher Form strafbar gemacht habe' vielmehr habe er nur auf Wunsch der Russen und im 3ntereffe feiner in Aussicht stehenden Anstellung in Moskau wissenschaftliche Arbeiten übet Dinge geliefert, die durchaus nicht geheim gewesen seien. Für diese Tätigkeit habe er ein Honorar erhalten, das minimal gewesen sei — Zur Bearbeitung der ©txonageangelegcnfreü ist vom Oberreichsanwalt ein Mitglied des Reichsgerichtes beauftragt worden. Oie innerpolitische« Auseinandersetzungen in polen. Warschau. 12. 3uli. >DB.) Ster Chef- rebafteur des sozialdemokratischen „Robot- nik". der Wgeordnete Riedzialkowski, bespricht die Folgen der AufMingung einer neuen Verfassung, wie sie Marschall Pilsudski in seinem letzten großen Interview alS notwendig hinstellt. Jeder Staatsstreich ft> meint Riedzial- kowlki, würde unter den gegenwärtigen in Polen herrschenden Bedingungen der Stein fein, der eine Lawine aus löst. Die Sozialdemokratie wünscht, daß die Liquidierung des gegenwärtigen Regierungssystems zugunsten der Demokratie womöglich ohne gewaltsame Erschütterungen erfolgt. Die Oktoyierung einer neuen Verfassung wurde diesen Wunsch unerfüllbar machen. Die innere Krise in Polen ist durch das bekannte Interview Marschall Pilsudskis unendlich verschärft worden. - Aus aller Wett. Reichsminister Seocring an Stefan George. Der Reichsminister deS 3rtnem, Severin g, hat an Stefän George zu dessen 60.Geburt S t a g folgendes Telegramm gerichtet: .Dem großen Menschen und Dichter einen Der» ehrungsvvllen Glückwunsch!" Das Gutachten über den Fall Jakubowski. Der StaatSminister a. D. B ü n g e r auS Dresden ist zur Erstattung seine- Gutachtens übet den Fall Jakubowski in Reu-Strelitz ringet r d f f e n. Sein Gutachten, das zunächst Der-, vielfälttgt werden muh, ist sehr umfangreich. Ss kommt, wie man von zuständiger Stelle erfährt, zu dem Ergebnis, daß die vom Urteil deS Schwurgerichtes Schöneberg getroffene Feststellung der Täterschaft des Jakubowski zur Zeit nicht alS erschüttert anzusehen ist. Die Klärung ber weiteren Frage, ob und inwieweit noch andere Personen an der Tat beteiligt sind, soll durch eine gerichtliche Voruntersuchung erfolgen. Hierzu soll ein höherer Kriminalbeamter des Polizeipräsidiums In Berlin herangezogen werden. Zwei Todesopfer eines Anlounfalle». Das Auto einer Fahrschule fuhr auf der Fahrt von Duisburg nach Düsseldorf in der Räbe von Kaiserswerth gegen einen Baum, da ber Fühwer durch die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos geblendet worden war. Zwei Fahrschüler wurden so schwer verletzt, daß sie kurz darauf starben. Einer erlitt einen Rervenzusammenbruch, ein vierter einen Gchlüsselbeinbruch. Ein Fahrgast wurde leicht verletzt. Der Fahrlehrer kam unverletzt davon. Große Hitze in England. Heber England ist emc Hitzewelle hereinge- brochen. 3n Greenwich zeigte das Thermometer 37 Grad Celsius. Es ist vorläuftg kein Anzeichen dafür vorhanden, daß die Hitze bald Nachlassen wird. 25 Gehöfte verbrannt. In dem Dorte Stremlin nördlich von Putzig, untoett der Halbinsel Heia (Ostpreußen), brach am Sonntag eine riesige Feuersbrunst aus. Zwischen 9 und 10 Ühr vormittags geriet aus noch nicht festgestellter Ursache plötzlich ein Gehöft in Brand. Bei dem herrschenden starten Sturm griff das Feuer sofort auf bas ganze Dorf über. Etwa 25 kleinere und größere Gehöfte wurden ein Raub der Flammen. Men- schenteben sollen nicht zu beklagen sein. Der Sachschaden ist auherordentttch groß, obwohl das Vieh zum größten Teil gerettet werden konnte. Oie Wetterlage ©Wörtern«. ©wrter c»"" treten ® wirtr» e »S«<' Mdieevtn norewee- -lordwesl t VR-« mrgrnwt «’ a,nä*- 0,t «»t'oncn Mcncwen Un «Mn d.t TemK”"' " "'« L'"** Wettervoraussage. Noch immer bleibt hoher Luftdruck bestimmend für bie Wetterlage, so baß das hochsommerlich hm, Zant. Haß und Leid. Deichen muh alles H«rzeleid. Geiz. 6org und was sonst hart anleit. Fährt hin mit aller Traurigkeit. singt die Dittenbergisch Lachtigall, Doktor Mar- ttnus Luther, vom deutschen Lied. Etn prächtiger, edler De'ang. tote er schöner die magische Kraft des deutschen Liedes nicht verherrlichen kann: Deichen muf) alles Herzeleid Dos ist die hohe Sendung des deutschen Liede-: alle Trau- rigteit, alle- Herzeleid fron der menschlichen Seel« j^u nehmen und sie mit neuem Wut und mit neuer Hoflnunq-freudigkett tu Erfüllen. Wer ■ cht allein mit Wut und Hofsnunasfreudlgkelt, sr»ndern «ich rott einem starken festen Gott- Aus allen unseren Wegen begleitet uns dadeut'chc Lied 06 vir durch da- Tal des Leide- wand-rn. oder auf dem DergeSgipsel höchster Glückseligkeit stehen. — in uns singt und klingt do- deutsche Lied Bald fein und -art wie ferne kaum hörbare Gngelfiimmen. dann wieder laut und stark wie Gdxkengeläut. Wo wir di« Spuren der deutschen Heimat suchen und aus ihren ODegen gehen, ist unS im deutschen Lied ein treuer Kamerad zur Seite. Und es hält auch ml uni. wenn wir unteren Weg über die Erde hinau-wantern und «in Ziel suchen im un- endüchen Sternengeflimmer über unS. Leuchtend weist es den Weg »u Gott, wie eS von der Pracht und Schönheit deutscher Grd« singt. Das deutsche Lieb: da- ganze Deutschtum schließt das Wort in sich, wie es ja auch D«r- körperer des deutschen Wesen- und Tharakters ist. Don deutscher Treu« und Winne, von deutscher Ehrfurcht und Demut vor dem Göttlichen, mm deutschem Wut und Kampf, von deutschem Willen uno Siegen siirgt es. Licht in gleißenden •Sorten. X« tot« funkelnder Stein blitzen und Menten. nein schlicht und einsach sind die Worte, ttrtc der Landnrann draußen auf dem Felde. Aber sie sind ttefempfunden und echt wie lauteres Sonnengold, da- morgen» durch da- Fenster flutet. Licht- begegnet uns im Leben, von dem nicht da- deutsche Lieb etwa» zu sagen weiß. „Alle- Zarte, Schöne, was die Brust bewegt, alles göttlich Hohe, da- -um Himmel trägt: alles da» erblüht freudig aus dem Lied." Wer da- deutsche Lied hat auch noch eine ander« Mission, als traurig«, bedrängte Herzen wieder fröhlich schlagen yu lassen, von unserer Seele alle- Lastende und Drückende zu nehmen — e- hat die göttliche Mission: unser durch Zwist und Streit entzweites Doll -u einen. Wohl die schönst« aller Missionen, die dem deutschen Li«d gegeben werden tonnt«, von dem Fells Dahn zu fingen weiß: Das to*t mit Odins Wunderwaffen 3n raschen Schlägen, schlochtbewäbrt, 11 nb ruhmvoll hat da- Reich geschaffen, — Wir preisens hoch: da- deutsch« Schwert. Und da- im Frieden leis« webte Der Treu« Band um Süd und Rorb. Mit einem Deist uns all belebt« — Vergeßt es nicht: das deutsch« Wort. Doch das in langen, bangen Tagen. Da jede Hoffnung deucht« tot. Den Ruhm au« unsrer Vorzeit Vogen Als Trank der Auferweckung bot. Das nie verstummte, nie ver-agte, Das zürnte, weckte, mahnt«, riet. Dem Fremdherrn^vana zu trotzen wagte: — Das war do- kühn« deutsch« Lied. Und als zum Schutz des RbcinS die Scharen Ausgewogen, zog e- treulich mit Und — nach dem Kampf — Triumphfanfaren Anhob es zu der Sieger Schritt. Und segnend soll, bi- Zank und Streiten Versöhnt aus unferm Dolle schied. Deschtoichteich soll die Schwingen breiten Ob unferm gleich bas deutsch« Lied! Das also ist di« höchst« Mission des deutschen Liedes: zum Einiger seines Holle8 zu werten! Dor dem Krieg« wohnte es überall, das deutsch« Lied: in allen Gauen de- Vaterlandes. Öm prächtigsten Schloß toi« in der Hütt« des Armen Heute hat es so motuchen Platz am deutschen Herd verloren. Traurig steht es vor knet Tür. hinter der «S «inst gewohnt Einern fremden Wesen muhte es weichen, das sich auch als L».ed bezeichnet. Wer das deutsche Lted verzweifelt nicht. Wag heute auch noch so sehr sich fremdes Wesen in Deutschland breit- Smacht haben und triumphieren, da- deutsche ed kennt Herzen, die chm treu ergeben sind und es heiß und tief lieben. Und es weiß: di« Träaer dieser Herzen werden darum kämpfen, daß es einstenS wieder in jedem deutschen Heim «ine Bleibe findet. Diele Kämpfer um das deutsche Lied haben sich zusammengeichlossen in den deutschen Wänncr- aesangvere-.nen. Diese sind heute die Heimstätten des deutschen Liedes, nachdem sich ein großer Teil des deutschen Dolle- von chm abgewandt. Und die deutschen Wännergesangvereine. au- kammengeschlofsen tm Deutschen Sängerbund, hüten und lieben dos deutsche Lied wie «inst unlere Urväter. Große Serien. Endlich ist der langersehnte Tag gekommen. Zmn letztenmal wandern h?ute untere 3ungen» und Mädels in die Schule, um dann für vier lange Wochen frei von allein Schulzwang sich der goldenen Freiheit zu erfreuen. Wielange schon hoben sie auf diesen Augenblick aetoartetl Gin Gefühl fron wundervollem FreiheitSglüll geht durch die junge Welt. Vier Wochen lang braucht man sich nicht mehr um di« Schule zu bekümmern, braucht man sich nicht zu sorgen, doH man rechtzeitig in die Schule kommt und seine Ausgaben richtig gelöst hat. Die Bücher, aus denen man die Weisheit schöpfen soll, können mm friedlich mit den Aufsatz-. Dlltat- und Rechenheften in irgendeinem stillen Winkel schlummern. Statt zu lernen und sich den Kops zu zerbrechen, darf man sich tummeln und erholen, farm man von morgen- bi- abends in Feld und Wald umherstreifen, kann fingen und wandern, kann neue Eindrücke auf sich emtotrfen lallen. Glücklich sind die Kinder zu nennen, deren Ellern wirtschaftlich so gestellt sind, daß mm auch sie sich Ferien nehmen oder geben lassen können, um gemeinschastlich mit ihren Kleinen die Ferienfreuden zu genießen, um mit ihnen eine Serienreife zu unternehmen. Eine solche Serienreife ist für die Kinder ja nicht nur ein Vergnügen, sondern auch ein vorzügliches Unterrichtsmittel, geschichtlich, geographisch, naturtoif» senschastlich usw. WaS bisher nur toter Buchstabe war. der oft recht bald dem Gedächtnis wieder entfloh, wird durch eine Reise zum lebendigen Bild, da- sich dem Gemüt unauslöschlich einprägt. Gs braucht durchaus keine weite und kostspielige Reise zu fein. Wenn sonst irgendwo, so gilt gerade hier da- Wort: „CEDarirm in die Ferne ichweifen. sieh, das Gute liegt so nah!" Unsere engere Heimat, der Vogelsberg und das Labn- tal, bieten fo viel Laturschönheiten, sie Haven so manchen idyllischen Ort. daß man hier weit besser, oder zum mindesten ebenso f$5n sein« Ferien verbringen kann,' wie in weit entfernten Gegenden. Erfreulicherweise wird auch für unsere zu Hause bleibende Schuljugend in weitgehendem Maße gesorgt. Viele Städte haben für diese Kinder Feriensvaziergänge und Waldspiele einge führt und lassen babei ihnen zum Frühstück auch oft noch Milch verabreichen Edle Menschenfreunde sollten sich da die Hand reichen, um dazu beizutragen, daß auch den Kindern, die e- am nötigsten haben, wahre Ferienfreude zuteil wird und sie nach Ferienschluh gekräftigt zur Schule zurückkehren können. Wöge allen unseren Buben und Mädels di« schöne Zeit der Ferien eine wahre Erholung bringen und möge chnen nicht versagt bleiben, waS dazu in erster Linie gehört: echt«-, schönes Ferienwetter. —ch. Reichsgesehliche Unfallversicherung von Kraftfahrzeug., Gespann« und Reittierhaltungen. Vom Dersicherungsamt der Stadt Gießen erhalten wir folgendr Zuschrift: 3m eigensten Interesse aller Beteiligten wird darauf hingewiesen, daß nicht nur die gewerbsmäßigen. d. h. lohnsuhrmäßigen, sondern auch alle nicht gewerbsmäßig betriebenen Fahrzeug- und Reittierhaltungen (hierher gehören auch private Rennställe und Traberställe» ter reich-gesetzlichen Unsallversicherung unterliegen, sosern hierbei Arbeitnehmer, wie Kraftwagensührer.Wagenreiniger, Kutscher. Pfertepsleger. Trainer, Jockey-. Stallleute oder sonstig« Hils-Personen, toenn auch nur gelegentlich oder zeitweise, beschäftigt werden. Versicherung-Pflichtig ftnb ferner, was besonders zu beachten ist, kaufmännische Angestellte, die ihnen -ur Verfügung gestellte Kraftfahrzeuge selbst fahren oder instandhalten. Hierunter fallen Direktoren. GeschästS'ührer. Prokuristen und andere leitende Persönlichkeiten kaufmännischer oder gewerblicher Unternehmungen, Reisende. Vertreter und Bureauperional feglicher Art. Richt gewerbsmäßig gehalten im Sinn« des Gesetzes werden alle Ära*tfabezeugt tauch Motorräder. sofern sie von vcrfidxrur.gevflistigen Personen felbst gefahren oder instandgetelten werden), Kutschgespann« und Reittterc. di« zu privaten, sportlichen, gefchäfllichen, berullichen oder wissenschaftlichen Zwecken Verwendung finden. Die Halter solcher Fahrzeuge oder Pferde haben bei Vermeidung von Ordnungsstrafen bi- zu 1000 Mark ihre Haltungen binnen einer Woche nach Inbetriebnahme ter Fahrzeuge usw. bei der zuständigen Genossenschaft für die Reichsunsall- verfichcrung der Fahrzeug- und Reittierhaltungen lDerussgenos'enschast Rr. 68, Berlin SW 11. Klcin- oeerenstraße 25). durch Vermittlung d«S ftäbL Versicherung-amts. Gartenstrahe 2, Seitenbau, anzumelden. Die allgemein üblichen Haftpflicht-, Unfall-, Kasko- usw. Versicherungen bei privaten Versicherungsgesellschaften befreien in keinem Falle fron der Reichsunfallversicherung. Taten für Lamötag, 14. Juli Sonnenaufgang 4 Uhr, Sonnenuntergang 20.11 Uhr. — Mondaufgnng 1.02 Uhr, Monduntergang 17.51 Uhr 1602. der Staatsmann Chiles Mazarin zu Pes- cina in den Abbruzzen geboren; — 1789: Beginn der französischen Revolution; — 1884: an der Kamerunmündung wird die deutsche Flagge gehißt; — 1887: der Industrielle Alfred Krupp in Essen gestorben, — 1909: Rücktritt des Reichskanzlers Fürst Bülow; von Bcthmann-Hollweg wird Nachfolger; — 1917: Staatssekretär Michaelis wird Reichskanzler: — 1920: der Maler Ulbert von Keller in München gestorben. Voritotizcn. Tageskalender für Freitag: Stadttheater Dießen: Groß-Rufsisches Rational- Orchester, 20 Uhr. — Schafferbewegung: Vortrag von Dr. Ernst Huickel. Franlfurt a. M., im Saal- bau Sauer, 8.30 Uhr. — Lichtspielhaus. Vahn- hosstraße: „Liebelei". — Astoria-Lichtspiele: Eddy Polo. •* Di« neuen Arbeitsämter. Die (Ernennung der DertoaltungsauSschÜsse für die neu zu bildenden Arbeitsämter ist letzt erfolgt. Während die Vertreter der öfsentlichen Körperschaften durch die Länderregierungen bzw. Regierungspräsidenten bestellt wurden, sind die Vertreter ter Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Beisitzer und Stellvertteter durch den Präsidenten des Landesarbeitsamtes Hessen ernannt Worten. Von ten Arbeitgebern wurden mit einet einzigen Ausnahme für die sämtlichen Aemter Einheitslisten «ingereicht. aus den Reihen der Arbeitnehmer sind vier Listen eingegangen. Di« Ernennung der Vorsitzenden der Arbeitsämter und deren Stellvertteter erfolgt auf Vorschlag des Derwaltungsau-schusseS unter Leitung eines kommissarischen Vorsitzenden durch den Vorstand der Reichsanstall in Berlin. Die Ueberführung der Arbeitsämter in die ReichSanstall hat ter- artige organisatorische Schwierigkeiten verursacht, daß kaum vor dem 1. Oktober mit ter vollendeten Tatsache zu rechnen sein wird. — Gedenket der durstenden Tiere! Gartenbesitzer stellt den Vögeln im Garten an schattiger Stelle eine Schale mit Wasser auf, das so oft al- möglich erneuert wird! Singvogelbesitzer, hängt eure Käfige mit den kleinen Sängern nicht tn die Somienhiye, sie leiden sehr darunter! Hundebesitzer, vergeßt das Trink- Wasser, besonder- für Kettenhunde, nicht! Richt alle Hunte gehen gern ins Wasser, zwingt sie nicht und übermütet die gern badenden Hunte nicht durch fortwährendes Herneinwerfen von Gegenständen, tenen ft« nachjagen sollen. Fuhrleute, laßt eure Pferde nicht rn ter Sonnenglut stehen und führt einen Eimer mit, daß ihr di« Pferde tränten könnt, so oft es nottut! Kaum jemand wird die Bitte um Wasser abschlagen. Gedenkt aller kleinen Haustiere, Katzen, Kaninchen, Geflügel, sie alle brauchen ihr Schälchen mit Wasser, wie die großen Lebewesen. •• Verkehrssünder. In der Zeit vom 1. bis 30. Juni sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeug- sichrer bzw. Kraft- und Radfahrer wegen Zuwiderhandlungen gegen oerkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben worden: 17 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 9 wegen Fah- rens auf Bürgersteigen: 11 wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit; 17 wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; 9 wegen Fahrens durch gesperrte Straßen: 42 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. Bon der Lahn. Heutige Wasserwärme der I Lahn 22 Grad Celsius. * Gastspiel luget« P,afch-G,«- v« nb« rg im Stadtth«at«r. Wan schreibt uns: August« Prasch-Grevenberg. Ehrenm tglieo des Meininger Landestheaters — di« Mutter des neuen Intendanten —, wird erstmalig am Picrrfta.: A, in Rößlers „Die fünf Frankfurter" als Gudula gastieren. Auguste Prasch-Greventerg die bis jetzt an ten Rein- yardt-Bühnen Berlin verpflichtet war, dürfte einem großen Teil des Gießener Publikums schon von früheren Gastspielen am Stadttheater Gießen ^«r bekannt sein. Sommerabonnements bafr«n " Rosenschauen Wie au» tem brütigen Blatte ersichtlich iftt sieht die bekannte Steinfurcher Rosenschau Gebrüder Schultheis in diesem Lahre von einer Ausstellung ihrer herrlichen Rosen in Steinfurth ab und veranstaltet dafür eine große Sonderschau in Dad-Rauheim im Kurhaus am Samstag, 21. 3ull. Wir im Vorjahre die Schöpfungen dieser ältesten Ctthv- furtber Rosenfirma gesehen hat, wird sicherlich auch in diesem (Zähre eine Besichtigung nicht versäumen, die jedermann empfohlen werten kann. Di« BezirkSgrupp« Steinfurth im Landesverband Hessen-Darmstadt des Rcichs- oerbanteÄ des deutschen Gartenbaues veranstaltet am 15. und 16. Juli in Steinfurth tm Gasthaus .Zum Bahnhof" eine Ausstellung von etwa 25 000 Rosen aller Klassen, die ebenfalls für die Blumenfreund« recht sehenswert werten dürste und ter allgemeinen Beachtung empfohlen sei. •* Reit- und Fahrturnier in Gießen. Ss sei nochmals auf das am kommenden LamStag und Sonntag in Gießen stattfintente Reit- und Fahrturnier hingewiesen Die Veranstaltung ist - - wie man uns schreibt — sorgsam vorbereitet, so daß eine glatte Abwicklung des reichhaltigen Programm- au erwarten ist. Am Samstagnachmittag um 4 Uhr fIntet, wie bereits mitgeteilt, vom Trieb auS ein Geländeritt mit Hindernissen statt, ter zum Teil vom öulen- kvps auS beobachtet werten kann. Reben den ausgesprochenen sportlichen Konkurreiczen im Reiten, Fahren und Springen am Sonntagnach» mittag auf ter Hardt werten auch einige Schaunummern. die mehr zur Unterhaltung des Publikum- dienen sollen, gezeigt werden. Für weitere Unterhaltung auf Dem Turnierplatz wird die Kapelle Topp sorgen. Die Ehrenpreise für die Sieger in den einzelnen Konkurrenzen sind in tem Pelzwarengeschäst Kretschmar im Sel- terSweg ausgestellt. "Zur Richtigstellung. In tem Artikel „Sonntagsrückfahrkarten" von Diplom-Volkswirt Walter Hauschild („Gieß. Anz." Rr. 161 vom ll.Iuli) befindet sich ein sinnstörenter Druckfehler 3m ersten Absatz muß «S in ter 18 von oben nicht Somit agsfamttiLnkarten, sondern richtig Sonntag- sammel karten heißen. (Sirtflcfanöf. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wettbewerb zum Ortefranfenfaffengebäute. Den ausgestellten Entwürfen ist leider kein Protokoll des Preisgerichts beigelegt. Für die Besucher ist es aber von besonderem Interesse, aus dem Protokoll zu erfahren, von welchen Gesichtspunkten sich das Preisgericht bei seiner Entscheidung, die in vorliegendem Falle nicht durchweg verständlich erscheint, hat leiten lassen. Ich möchte deshalb bitten, die Ausstellung noch um einige Tage zu verlängern und während dieser Zeit auch das obenerwähnte Protokoll in der Ausstellung offenzulegen. R. Berliner Börse. Berlin, 13. Juli. (WTB. Funkspruch). infolge ter Reuyorker Diskonterhöhung, die iwch nicht so schnell erwartet worden war, und ter international anziehenden Geldsähe wurde man im heutiaen Frühverlehr wieder äußerst zurückhaltend und wollte erst einmal die WS- Wirkungen auf ten hiesigen Geldmarkt abwarten. Ein« Tendenz ist noch nicht zu erkennen. Kurse werden überhaupt nicht genannt. Arn Devisenmarkt hört man Paris 124,25, Mailand 92,84, Spanien 29,55, das Pfund 486,18 und den Dol- lar 4,1075. Sprechstunden der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenausträge sind lediglich an M« Geschäft» stelle zu richten. Für unoc rlangt eingesandte Manuskripte ohne beigesügtes Rückporto wird keine Gcwähr übernommen. -Ä DER SALEM-RAUCHER, •chollen in der Fremde. Bevor ich wertererzlhlc, willen ich so viel Mühe verscheuchen and raucht erzählt weitert Glücklich lebte ich einige Zeit in meiner Vaterstidt Bagdad, bis ich ein neues starkes Schiff belud und abermals nach fernen Meeren in See stach. Nach einiger Zeit landeten wir auf einer einsamen Insel, wo wir zu unserem größten Entsetzen von Affenmenschen Oberfallen wurden. In großen Haufen Kletterten sie an Bord, und wir unterlagen der Übermacht. Fliehend verließen wir das Schiff und retteten uns auf die Insel, wo wir uns versteckten. Jetzt Kamen Tage der Verzweiflung, und ich bereute bitter meine Abenteuerlust; denn wieder war ich arm und verliebe Freunde, wollen wir das Geschenk Allahs genießen, um dessen und Sorge erlitt Laßt die süßduftende Cigarette alle trüben GedanKen t meine geliebte *>er™*,wn« CIGARETTE SALEM AUSLESE SINDBAD ftten jo CHaecbkxBd io allen Spazu^wMftco für J Pf. ertätto^ Domäne Schiffenberg Televbon 188 Televbon 183 Nachruf. jr.J' im 72. Lebensjahre. Frau Johanna Schmidt geb.Timpe. Gießen (Bismarckstraße 30), den 12. Juli 1928. verreist ab 14. lülihis Sinkst 6573 ö 65670 über b 65680 Nachruf. 4: 24b ( 222963 6568 D Gießen, den 13. Juli 1928. Die Beerdigung findet in der Stille statt 05181 Stellengesuche] lobet ein 6MI£) billigst. 6580V entschlafen ist 6558 D Tüchtige, perfekte sucht. 05168 arbeit erfahrenes Sauberes Junges Mädchen Mädchen I Mädchen Sp?eb& Co. I au sofort gesucht. Zu f. vormittags gesucht. I für tagsüber gesucht. I Anmeldungen sind | erir. in d. Geschäfts- Plorrftr. 2 11. „Nbeingold", | SefterSweg 35 zu I stelle b. G. A. 64,1 D CYrrrrm-rrm'rmi I c.ia) VubiDtflitrafee 6. I richten. find 65700 Bun. zu ♦♦♦♦♦♦♦ Mts» VubiDtoitrafee Meisterschall ton Deutschland im öer-Rasen-Hadball Sonntag, den 15. Juli 1928, nadhmittags 4 Uhr, Sportplatz 1900 nachmittags 2 Uhr: vormittags 11 Uhr: Essen-Rüttenscheid Wanderlust Frankl.-M. - Germania Giefien Zwischenspiele R.-V. 1885 Men Eintrittspreise: Vormittags 30 Pfennig, nachmittags 50 Pfennig, Tageskarte 70 Pfennig ewro ■ v- & 4 Äuf Einfuhr 428#i btad 9( Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Auguste Klein geb. Scheid Hermann Klein Emmi Klein Erwin Klein nebst allen Angehörigen. Ehemalige Garde- Dragoner 23. SamStag, 14. Juli, abends W . Uhr: Versammlung im Restaurant Lamm (trüber Rebstock. K,,D Der Vorstail Obwohl den meisten von uns infolge der räumlichen Trennung unbekannt, haben wir sie durch den Briefverkehr als ein Vorbild für Treue, Fleiß und Korrektheit kennengelemt, und berührt uns ihr Hinscheiden auf das innigste. Ihr Andenken wird uns stets in Erinnerung bleiben. Im fast vollendeten 70. Lebensjahr verschied am Montag, dem 9. Juli, morgens 6 Uhr, unsere Kollegin ginne JL Frau Sophie Forbach Verwalterin unseres Badenburger Werkes vormittags 10 Uhr: M. Schweinhirt Die Einäscherung findet in aller Stille statt. Die Leichenfeierlichkeiten am Samstagmittag um 12 Uhr auf dem Neuen Friedhof. s. Trechsler, Steinstr. 73. Tel.1581. Wtederverk.u.Groh- abnehmer Sonder- Preise. Die Prokuristen und Angestellten der Zoellner-Werke, A.-G., Berlin-Neukölln Bellersheim, Bönstadt, Frankfurt a. M., den 13. Juli 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 14. d. M., nachmittags 3*/4 Uhr, in Bellersheim statt. vormittags 9 Uhr: R.-V. Oberrad Vezirlsgrnooe Sieln- furih im möesoer- bonö O.-DormiiflOf. Heldisüerö. ö. oeartd). Gattenkmues Eintritt 50 Pf. .19124 19839 Aal nod) MM! zur groben Rosen-1 schau am 15. u. 16. xluli im Saalbau bes Gasthauses zum Bahnhof. Zur AuS- tellung kommen ca. 25000 Rosen aller Klassen. Allen greun- ben unb Bewunderern derKönigtn der Blumen ist diese Veranstaltung bestens emvsohlen. Zu recht zahlreichem Besuch Im Namen der trauernden Hinterbliebenen' Wilhelm Oengnagel Heute morgen verschied nach langem schweren Leiden mein guter Mann Rentner Gustav Schmidt Vereine | MenersM MlMr. Jubiläum der freiw. Feuerwehr Nidda. Abfahrt SamStag nachmittaq 4.34. Abfahrt Sonntag vormittag 8.14. Sonntagskarten. Montag abend 8 Nbr: *®D Haupt-ltebung. Das Kommando. In vorbildlicher Weise hat derselbe seine ganze Tatkraft in den Dienst unserer gerechten Sache gestellt. Er war uns allen ein treuer Helfer und Berater. Mit ganzer Hingabe und großer Umsicht hat er unsere hiesige Ortsgruppe geleitet, und seinen unermüdlichen Bemühungen ist es gelungen, das traurige Los vieler Rentner zu heben und zu bessern. In steter Dankbarkeit werden wir seiner gedenken. Deutscher Rentnerbund,Ortsgruppe Gießen 05186 öem d-Lert 30. v. ® | Empfehlungen | Heeren täglich frisch empfiehlt billigst W. Hankel, Neuen Baue 2. Aeleph. 612. '5814D Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager Herr August Wilhelm Klein Schweinehändler im Alter von 48 Jahren, nach langer, schwerer Krankheit, sanft Schönster AnsflugSort GieheuS. Herrlich mitten tm Walde gelegene histor. Statte aus 1129 mit vrachtiger Aussicht. Täglich frische Erdbccr Bowle. Vervstegung aus eigener Landwirtschaft. BcnnonSvreiS JLM 6.— 6572D Staubfreier Wald'ustweg «Alter Schiffen- berger Wegs. — Der AutoomntbuS verkehrt täglich ab Weinstube Seibel um 3 Uhr u. 4 Uhr, vom Schiffenberg 6.30 Uhr. Befand, ftabrten durch tel. Anruf erbeten. Zoellner-Werke Aktiengesellschatt für Farben- und Lackfabrikation Berlin-Neukölln Badenburger Mühle b. Gießen Nachruf. Nach langem schweren Leiden verstarb heute der erste Vorsitzende und Mitbegründer der Ortsgruppe Gießen Herr Gustav Schmidt Am Montag, dem 9. Juli, morgens 6 Uhr, entschlief nach einem arbeitsreichen Leben unsere Mitarbeiterin Frau Sophie Forbach Fast ein halbes Jahrhundert hat sie, zuerst mit ihrem ihr im Tode schon lange vorausgegangenen Gatten, dann mit ihrem ebenfalls schon verstorbenen Bruder und zuletzt gemeinsam mit ihrem Neffen, unser Werk Badenburger Mühle b. Gießen, mit außergewöhnlicher Treue und Fleiß verwaltet, wobei ihr unser Interesse stets als das Höchste galt. Wir bedauern ihren Verlust auf das schmerzlichste. Ihr Andenken werden wir stets In Ehren halten. Industrielles Werk sucht arbeitsfreudigen HOWet welcher durch mehrjährige Tätigkeit seine Kenntnisse neuzeitiger Buchungsmethoden und bilanzsicheres Arbeiten nachweisen kann. Gchristl. Angebote mit Bild, Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Empfehlungen und Angabe deS Eintrittstermines erbeten unter 6578D an den Giehener Anzeiger. Deutsche Straßenbau-Gesellschaft Macphinpn. Mopm ^ustelle Mnzenbach, Kreis Wehlar.,,, r ™™ 143er? Zusammenkunft am Sonntag, dem 15. null, nach«. 3 llbr, in Wetzlar, Restauration »Zur Sindi Wetzlar". Restloses (Lrscheinen ist Pfticht. 05174 Gestern entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Großmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Sofie Oengnagel geb. Klingelhöffer im 47. Lebensjahre. 1,1 I gegangen. Abzugeb Klavier geg.Belohn.bet— L zu verkaufen. 05167 1 Architekt Seuling, Liebigstrabe 77 p.' Frankfurter Str.43. Damenfrisieren Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf-Schneiden (vollendeteAusführung) sowieManikure und Vibrationsmassage mtd Bernh. Dosch Damen • und Herren • Friseurgeschäft Neuen Bäue12, Ecke der Weidengasse SamStag, 14. Juli, abends 9 Uhr, tm Hotel Hovicld. Mitgliederversammlung, j Sehr wichtige Da gcöordnnug. |Jede» Mitglied bat zu erscheinen. I Der Vorstand. Hans MangeM staatl. geprüfter Dentist Wilhelmstrabe 10 vor £ $ ifl W und j Wven ja L fr " au z luchen fr frage Koller-Bete Gießen/Balinholstralie 49 Zur Reise Koffer in Hartplatte Valkanliber । f? / .. W Bähokoller Ji v. 28.- Mk. an M Schiflskoller \ Scttrankkolter Rucksäcke I v.0.85 Mk.an Reichhaltiges Lager in Offenbacher Lederwaren Günstige Einkaufsgelegenheit! Reparaturwerkstatt im Hause! Fernruf 1656 ftjÄS’ Junger,Intelligenter BnMmtei vertrant mit allen Bureauarbeiten, sucht sich zu verändern. Gefl. schristl. Angebote unt. 6576D an den Giest. Anz. | Vermietungen | Pens. Brandl BNiun6e2a2 Sonn. möbl. Zimmer, gute Küche. Tel. 1085. | Mietgesuche | Ruhige Dame sucht lleeies Simmet Dö.ZHloniatöeö zum Bewohnen. Schristl. Angeb. unt. 6577V an den G. Anz. 56« r --L Amicitia. Sonntag, 15. Juli, nachmittags 4 Uhr: Familien- Ausflug auf die Karlsruhe, freunde und Gaste können eingefübri^ werden. 051«/ Der Vorstand. BientiijiüDtetoer. ©lesen». Hing. Versammlung Sonntag, 15. Juli. nochmiilagS 3 Uhr, bei Kraft, (Wieben, frankfurter Str. 81. D.'O.: Siehe Biene. Veibaeitern, 12.7. 28. Verkäufe | Junge stahlblaue Dobermann- Hunde abzugeben. Zu erir. In der Geschäftsstelle des G. An». 6571D «ft® 11 Ne 4 PS Opel 7009 km gelaufen, 4sitzig, offen, steht zum Berkaus bet01'7' W. Letsch. Gteffen, Tel. 1235. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Ein gutgehender DtelUnoagen Marke Rustor Prok- tor rt handelt e« sich um ein wirkliches ..Fertig- 'ot". das seine Stellung auf dem Weltmarkt t besondere Arbeitsleistung, verfeinerte Tech- -r». erobert hat und erhalten muß. Die ..Fa- ck'-Ausfuhr Kanadas erstreckt sich keineswegs Lrzeugnisse einer verfeinerten Arbeitstechnik, k'tn in erster Linie auf die Nahrungs- tbelindustrie. die Zellulose- und e rerzeugung, die Ausfuhr von 13 ze nmehl usw. Man würde fehlgehen. Sman Kanada für die nächste Zeit als ’ neuen Wettbewerber auf dem Markte hoch- ■ Qer Erzeugnisse, etwa der Tertilindustrie. äÜ Stahlindustrie, der chemischen Industrie usw., 1>en wollte. ? enorm rasch sich steigernde Reichtum Kana- ourzelt ersten« in der Landwirtschaft, en« in seiner Mineralerzeugung. t« in feinen Wäldern, für deren Er- >vse die neueste aller Großindustrien, die Tseidenindustrie. als großer und I-t Abnehmer seit etwa 20 Jahren hinzu - n-ncn ist. Der Wert der agrarischen Erzeug- lat sich m den letzten fünf Jahren rapide Tanz und Theater. Nach dem Essener Tanzkongreß von Or. Johanne« Günther. •f ist ja eigentlich merkwürdig, daß man 33t; und Theater erst in Beziehung setzt. Sie g0rten Sraktheit Oder haben wir cunmal Alück. javanische Tänzer zu sehen? Dai'n Mwi wir ein für allemal die Gewißheit, daß Künste ineinander passen, ja. daß hx ihrer litten Reise die eine ohne die andere gar euslommcn kann. Jede Wendung des Ge- iMi jede Zirkelung dec Finger, jedes Schieu- 'rTj vder Fächeln der Schlepptücher ist ein ^Älterer lieblicher Ausdruck, ein Wort der kW?gungssprache. Der Fluh der Bewegungen hN *' t Qluge gefällig komponiert und doch auch 'JW kerstande wichtig. Zustandsempfindüng uxrd fließen in eins. Tanz und Theater? Dcr wir taffen uns von den Erforschern der > n! v-belehren. Die Freude an der Wiedergabe V1 Geschehens wird in tänzerischer Fassung W-fteilt Die Volkstänze erzählen, durch die S««graphie der Gruppen und die Einzel - j?ngen der Tänze vom Mahlen der Mühle, -^'Itern des Weins, vom Weiden des Viehs, mi 5ampf, von den Erlebnissen des Gottes. >itt rxatcr selbst trat der Tanz in dienende - t?ic ja auch die zurückhaltende mAxiche Musik —: als Begleitung des Chors Schauspielers, der aber auch nur daraus ihm der Dramenkompvnist eine "i2rschafrliche Rollenpartie zudichtete, bei der rvvschrtwll hcraxxsgehen" konnte, und. dem Vlastempfinden entsprechend, doch die gesteigert, und zwar ganz besonders bei der Viehzucht, deren Erzeugung im Jahre 1922 ca. 77 Millionen Dollar, dagegen 1927 über 183 Millionen Dollar ausmachte eine Steigerung von 137 Prozent in fünf Jahren. Im Jahre 1927 batte der kanadische Farmer zum dritten Male eine hervorragende Ernte. Man hat geschätzt, daß in den Jahren 1925. 1926 und 1927 der Wert der kanadischen Feldfruchternten nicht weniger alS dreiundeinhalb Billionen Dollar betragen batl Dabei verdient besondere Beachtung, daß nach den Angaben des Landwirtschafts- minifterS W. R. Motherwell das Farmeinkommen in Kanada ergiebiger ist als in der Union. Ss beträgt in Kanada 25 Dollar per Acre (ein Acre gleich 0.45 Hektar), in den Bereinigten Staaten nur 24 Dollar, wobei diesen Berechnungen sogar noch bessere Bodengualitäten und intensivere Wirtschaft als in der Union zugrunde gelegt find. Diese an sich vielleicht zunächst gar nicht so sensationell scheinende Tatsache. hat eine grundlegende Bedeutung, wenn man sich ein Dill) von der zukünftigen Agrarwirtschaft beider Länder und ihrer kommenden Wettbewerbslage macht. Mit Recht schreibt der Landwirtschaftsminister Motherwell im Manchester Guardian Commercial vom 28. Juni, daß auf Grund dieser unb ähnlicher Berechnungen festzustellen sei, daß es dem kanadischen Farmer besser gehe als dem amerikanischen, der bekanntlich seit längerer Zeit über Notlage klagt. Wesentlich beigetragen hat zu diesem Wohl- befinden des kanadischen FarmerS die Bildung des sogenannten Weizen- Pools, das heißt einer Art von Syndizierung des Weizenverkaufs unter gleichzeitiger Beeinflussung der Preisbildung. Dieses Poolsystem - zuerst eingeführt in der Provinz Alberta von einem amerikanischen Experten — bezweckt, die Preissluktuationen unmittelbar nach der Ernte und Schleuderverkäufe in Weizen zu verhindern, ähnlich wie es in der Union durch die Elevators (Lagerhäuser) und das Warrantfystem durchgesührt worden ist. Wie man auch über die Pools volkswirtschaftlich urteilen möge — auch hier wird man der Monopolorganisation innerhalb nicht übertriebener Grenzen ihr Recht zuoilligen müssen —. so hat jedenfalls der kanadifche donner durch den Zusammenschluß Vorteile gehabt und seine Einnahmen steigern können. Der Wert der kanadischen Mineralerzeugung hat sich seit 15 Jahren verdoppelt und beträgt jetzt 250 Millionen Dollars im Jahre. Gold, Blei. Kupfer. Nickel, Silber und Zink folgen einander an Bedeutung. Dazu kommen die nichtmetallischen Mineralien, vor allem Kohle. (Srben und Asbest. Für die außerordentliche Wertfteigeruna. welche die Ausnützung der kanadischen Holllchähe mit sich bringt — besonders ba die Amerikaner die ihrigen in erreichbarer Nähe durch Raubbau zerßört haben - sprechen bie Ausfuhrzifsern von Sulphitzellulose Im Jahre 1922 führte hiervon Kanada ca. 151000 6hort Tons au«, dagegen im Jahre 1927 bereit« 237 000 Short Tons. Es wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten darum handeln, ob Kanada die iom von Natur gegebenen Güter volkswirtschaftlich au Höchstleistungen weiterentwickeln kann Hier kommt es immer mehr und immer wesentlicher auf die Wirtschaftspolitik an. Der erste Ansturm auf die Entfaltung natürlicher Güler ist stets relativ leicht, erst wenn die Organisations- Probleme und die Fragen sich widerstreitender Wirtsd-aftsinterefsen in Erscheinung treten, teigen sich die Konflikte und die nötigen Entscheidungen. Dor allem wird es sich fragen, ob Kanada die engherzige Einwanderungspolitik seines amerikanischen Nachbarn aus chauvinistischen Gründen mitmachen wird, oder ob es in Erkenntnis der Notwendigkeit einer rasch wachsenden Bevölkerung eine freudige und ermunternde Jmi- grationspolitik treiben wird. Dann wiederum fragt es sich, ob Kanadas Staatsmänner ihre Energie auf die Weiterbildung der bereits bestehenden Gewerbe konzentrieren werben oder ob sie sich dazu verleiten lassen, durch besondere Zollabsperrungen immer neue kostspielige Industrien in« Leben zu rufen, nur um nach außen bin dem Lande den Schein allgemeiner Selbstversorgung zu geben. Man ist z. D. in Kanada sehr stolz, daß man die ©ummiinbuftric geschaffen hat. obschon man selbstverständlich den Rohstoff importieren muß. Man könnte meinen, daß Kanada vielleicht besser täte, zu erstreben, seinen Absatz in solchen Erzeugnissen im Auslande zu steigern, in welchen es dank seines billigen Rohmaterials besonders niedrige Erzeugunskosten hat und dem Auslande dann Gelegenheit zu geben, diese Waren mit den ihm besonders nahestehenden Fabrikaten zu bezahlen. Auch wir in Deutschland werden die kommerzielle Weiterentwicklung Kanadas mit besonderem Interesse verfolgen. Denn wir standen im Jahre 1926'27 bezüglich der kanadischen Einfuhr an vierter Stelle, wenn uns auch Kanada nur für 15 Millionen Dollars Waren abkaufte. Als Kunden Kanadas standen wir freilich an dritter Steile in dessen Ausfuhr, gleich hinter den 11621. unb England. Diese beiden Lander freilich haben nach wie vor aus begreiflichen Ursachen den Löwenanteil an der Kundschaft dieser neuen großen Wirtschaftsmacht. Der deutsch-ungarische Handelsvertrag. Wirtschaftliche Zusammenarbeit — nicht ^.mitteleuropäische" Utopie! Don Professor Or. Max Hermann, königlich ungarischem.Handelsminister. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Schon gegen Ende des vergangenen Jahres wurden zwischen den zuständigen deutschen und ungarischen Stellen Wunschlisten ausgetauscht, die sich auf die beiderseitig angestrebten handelspolitischen Erleichterungen bezogen, die ein deutsch- ungariicher Handelsverirag bringen müßte. Leider sind wir damals über die erste Fühlungnahme nicht hinauSgekommen. Immer noch besteht zwischen den Wirtfchastskörpern des Deutschen Reiches und Ungarn« feine geregelte Beziehung. Sämtliche Staaten Mitteleuropas. vor allem aber Deutschland, übrigens auch wir. waren in der letzten Zeit mit den verschiedensten Handelsvertragsverhandlungen überlastet. Jetzt erst ist so weit Ordnung in das bisher herrschende handelspolitische Chaos Mitteleuropas gekommen, daß wir an die endgültige Regelung unterer Wirtschaftsbeziehungen schreiten können und hier natürlich vor allem mit dem Deutschen Reich zu einem Liebe reinkommen zu gelangen hoffen, nachdem unsere Handelsbeziehungen zu Oesterreich durch die bekannten Abmachungen neu geregelt sind. Für den Frühherbst ist der Begiim der Han« delsvertragsverhanblungen mit Deutschland in Aussicht genommen. Da Schwierigkeiten gegen den Vertragsabschluß in Deutschland hauptsächlich in agrarischen Kreisen auftauchen können, liegt mir besonders viel daran, mich mit den Vertretern der deutschen Landwirtschaft auSsprechen zu können. Wir sind uns der Nöte, mit denen diese zu kämpfen hat, durchaus bewußt. Wir wissen aber ebenso, daß unsere handelspolitischen Forderungen keineswegs geeignet sind, diese Nöte noch weiter zu verschärfen. Sie alle zielen nicht darauf ab, Deutschlands Einfuhr an Agrarprodulten zu steigern. Wir wollen nichts anderes, als in denjenigen agrarischen Artikeln — wobei hauptsächlich Schlachtvieh in Frage kommt — die ohnehin in Deutschland eingefübrt werden, zur freien Konkurrenz zugelassen zu werden. Deutschland führt sein Schlachwieh aus den verschiedensten Nachbarstaaten ein. Nur der ungarische Import wird infolge einer für uns unerträglichen Handhabung der veter>närvvlizeilichen Vorschriften lahmgelegt. Linser hauptsächlichster Wunsch ist nun. daß diese Vorschriften in einer Weise gehandhabt werden, die Ungarn nicht von vornherein von jeder Konkurrenz au«» schalten. Die ungarische Handelsbilanz ist be- Schränkung durch den Tanz suchte. Das Erotische trat in den griechischen Völls- unb Theatertänzen verschwindend zurück, in den Rausch-Kulttänzen war es natürlich vorhanden: es wuchs an Bedeutung und Beliebtheit in der Zeit des Verfalls an. es entheiligte heilige Zeichen, es wurde eine Abwechslungs-Piece des Varietes, eine Nummer der Mimen, wo sie sich in harmloserer Form, den Elericis zum Schabernack, sogar in die Ministerien einschlängellr. Die« ein Rest des Tanzes im Theater nüchterner Böller. Im welschen Süden aber ist der Tanz das Theater. Cs gibt kein anderes Schauwerk. 2Tber es hat auch seine besonders überwältigende Art Zu Festen der Kirche, der Obrigkeit und der Gesellschaft sind riesige Umzüge beliebt. Die Massen werden choreographisch kommandiert. Es sind bombastische Exerzierreigen unb Prozessionen mit vielfältiger Kostümierung: unb bekommen doch vom vollhaften Mummenschanztrubel. der sich in der „commedia dell’arte“ bald seiner Kräfte bewußt wird, stets frisches Blut. 2lls man das Schaugepräge in geschlossene Theater verseht, wird der Blick von der Massenfigur mehr auf die Kunstfertigkeit des einzelnen gelenkt. Der Schautänzer wird auf wirkungssichere Stellungen und Bewegungen. Läufe, Sprünge und Schlin- gungen gedrillt. 3m Fest der Sinne eint sich bas Geschaute mit dem Gehörten. Eingefpiel-, Oper- und Tanzspiel-Dallett machen gemeinschaftliche Sache, überschwemmen die zivilisierte Welt, verschönen noch bas schon prachtstrotzerrde Leben der Fsirsten. werden sogar von den Jesuiten als Versteck für ihre Bekehrungen gebraucht. Die Wanderschmieren notdürftigen literarischen Charakters suchen dagegen aufzukommen, sie meinen,
cil es Dressur, Artistik, -Unnatur fei, weil es keinen geistigen Gehalt trage und weil seine schnell erschöpfte Grammatik keinen Ausdrucksreichtum biete — während der „Olenc Tanz" (wie das Schlagwort lautet), aus der natürlichen Bewegung erwachse und unermeßlich sei in dem Seelischen, was es symbolisiere. Der „Treue“ Tänzer hat auch einen Haß gegen das Theater. Sobald dies Wort genannt wird, wittert er Ballett (wegen der alten Verbindung in Oper und Pantomime): zudem gilt ihm Theater darum als Minderkunst. weil der Schauspieler Fremdes vorstelle, sich also verstelle und weil bie Schaubühne Wirklichkeit vortäusche, also betrüge — während der Tänzer eigenes augenblickliches Gefühl ehrlich darbiete. Es war bezeichnend, daß auf dem zweiten Deutschen Tänzerkongreh, der jetzt in Essen stattsand, der Zwiespalt zwischen Tänzer und Schauspieler erdrückend auf den Reden lastete, die sich mit kannllich stark passiv. Siner andauernden leichten Steigerung des Imports steht ein ebenso dauernder schwerer Rückgang de« Erport« gegenüber. Noch immer ’tnb 80 Prozent unserer Öu ortartikl landwirtfchallliche Produkte. Ihrer Ausfuhr einen Weg zu babnen. soweit die Pro- h.b.tivzölle verschiedener Nachbarstaaten es ermöglichen. ist eine wiri'chastliche Lebensnotwendigkeit für unkr Land Nun st das mit den Prohibitivzöllen in Mitteleuropa eine eigene Sache Gerade bie Staaten, die sich am demonstrativsten zur Idee des Freihandels bekennen, sind in der Regel diejenigen, die die höchsten Zollmauern an tbren Grenzen aufrechten Begreiflich, daß wir dem Programm deS zoll geeinten Mitteleuropa mit einer gewissen Skepsis gegenüber- stehen. wenn wir auch überzeugt sind, dasi durch- greifenbe Erleichterungen im Handelsverkehr eine Lebensnoiwend.gleit für alle mitteleuropäischen Staaten sind. Notwcndtg wäre aber nicht nur eine Herabsetzung der Zölle, sondern auch e i n vollständiger Umschwung in der allgemeinen Mentalität. Solange die Tendenz besteht, in der Tartfpolitik und durch tausenderlei behördliche Borschristen die rrompen- lationen wettzumachen, bie sich in den Zollpositionen vielleicht erreichen lassen, find alte Hoffnungen in dieser Richtung ein bißchen utopisch. Ein kleiner Wirifchaftskörper. wie der ungarische, kann natürlich nicht selbständig damit beginnen, auf den Schutz deS Jnlandmarktes zu verzichten. Bevor wir in der Prari« so weit sind, wird ganz Europa ssch umstellen müffen. Im allgemeinen halte ich die Tendeirz der alten Industriestaaten, ihre Agrarproduktion auf Kosten der alten Produzenten und ihre« Absatzes au steigern, für ebenso falsch wie die Jn- dustrialisierungstvndenzen dieser Agrarstaaten selber. Ungarn macht diese Tendenz nur sehr zögernd mit. Wir haben uns bisher auf die Schaffung und Stützung unserer Tefftilindustrie beschränkt, die ja unter den gleichen Bedingungen arbeitet wie die Tertilindustrie irgendeines anderen mitteleuropäischen Staates, die genau so auf Einfuhr von Rohmateriallen angewiesen ist, genau so teuer ihre Kraft bezahlen muß und mithin genau so ..natürlich" ist. wie etwa die tschechische In den Produkten, die dasDeutscheReich ausführt. denken wir natürlich nicht daran, der deutschen Industrie Konkurrenz zu machen. Wir haben aus dem Reich im Jahre 1927 um 204 Millionen Pengv Waren bezogen, hauptsächlich Eisenwaren. Gewebe, chemische und pharmazeutische Produkte, die meisten unter ihnen vollständig zollfrei, während unsere Ausfuhr nur den Wert von 106 Millionen Pengö erreichte. Mögen diese Ziffern im ungeheuren Handelsverkehr des Deutschen Reiches auch keine übertrieben große Rolle spielen, so charakterisieren sie doch die Tatsache, daß Deutschland tn seinem Verhältnis mi Ungarn vorwiegend Importeur ist und daß es darum selber ein gewisses Jnteress- an der Intensivierung unserer Handelsbeziehungen haben mußte. Do hoffen wir zuverlichllich, die handelspolillfchen Tendenzen im Reich sowohl als auch tn Oesterreich werden sich in einem Sinne entwickeln, der die ungestörte Fortführung und deir weiteren Ausbau der traditionellen engen wirtschaftlichen Verbindung zwischen unseren drei Staaten ermöa- ttcht. Amtsgericht Gießen. • Gießen, 10. Juli. Der Kausm inn M4i. von Gießen, der in der Unflatic szeit eine Goldanlaufstelle betrieb, hatte sich beule wegen Beamtennötigung, Beamtenbeleidigung und Sa chbeschädigung in drei Fällen zu verantworten R. hat nach seiner Verurteilung durch dar Schi-ften gericht das Inventar seiner Zelle ■, ctriimimeri. Auch in der Beruhigungszelle hat er Gegm.'nand. zerschlagen. Die Gefängnisbeamten fpt er be droht und beleidigt R. behauptet, n ch§ hiervon zu wissen. Nach dem Gutachten des mt-N zwischen Sachverständigen kommt eine ilnz,,' ?urch die Gemeinde Preise verteilt. Weiter bekam jedes Kind «ine Bretzel. Während der Pause und "nach Schluß des Programmes sorgte eine Musikkapelle für Unterhaltung. Gegen 6 Uhr bewegte sich der Festzug wieder nach der Schule, und damit fand das Jugendfest seinen Abschluß. Da olle« bei schönstem Wetter und bester Stimmung verlausen ist, so kann die Volksschule mit ihrem Jugendfest einen vollen Erfolg für sich verzeichnen. _______________________ Begegnung mit der Vergangenheit. Don Sofie von Uhde. „Du gehst zu hundert Geistern. ...“ Mahnend war cs mir gegenwärtig, als ich zum Flug nach Dresden in einen trüben und schon ein wenig abendlichen Himmel stieg. Ja, ich wollte zu Geistern gehen, zu geliebten Schatten, und es war wohl vorbedacht, daß ich in der unüberwindlichsten und schönsten Inkarnation unserer Zeit, im geflügelten Wagen, zu ihnen kam. Denn ich wollte nicht mit armseligen Händen vor sie treten, ein entwurzelter Enkel, ich wollte ihnen das Beste zeigen, was wir ihrer selbstbewußten Treue an die Seite zu ft elfen haben: den grandiosen, den erdumspannenden Fortschritt unserer Zeit. Unb hingegebener, stolzer erschüttert als je, hörte ich den ruhig arbeitenden Motor seinen sieghaften Schritt durch die Himmel gehen. Die Glb« schimmerte auf, die grünen Kuppeln und Dächer; aus schönem, stillem Flug senkte sich die Maschine einem teuren Boden zu. Lind endlich, nach langen Jahren, umfängt mich wieder dieser holdeste Traum des Barock. Gibt es etwas schöneres, als nachts auf einer der Elbbrücken zu stehen, toenn die Lichterzeile der entfernten Brücken sich über den Strom spannt, der nächtlich glänzend, nächtlich rau- fchend, unter ihnen hinrollt, während die Kumpeln und Türme an seinen Ufern schweigsam tn den Himmel steigen? Dresden ist bei Rächt beinah« noch schöner als am Tage: das ungewiss« Licht der Dunkelheit entschleiert die distinguierte Ruhe seiner Plätze, Kirchen und Paläste zu unerhörter Eindringlichkeit, und erweckt die festlich heitere Melodie des Rokoko berückender noch als beim Getriebe neuzeitlichen Lebens, das ihrem Geiste fremd ist. Und wer lönntc sich dem hinreißend bewegten Zauber des nächtlichen Zwingers entziehen, wer unterläge nicht dein träumerischeit Reiz des Reustädter Marktes, wenn die vornehmen Barvckfassaden dunkel ruhen und August der Starke, golden auf goldenem Roß, prachtvoll unter die Sterne sprengt? Wahrhaftig, ich bin zu hundert Geistern gegangen! Ich bin bei lautet alten Bildern, bei lauter Erinnerungen zu Gast, und auch die Lebenden, die mich begrüßen —: „Bist du auch einmal wieder da, mein 5tinb?" — find alte • Grüningen, 13. Juli. Am nächsten Sonntag feiert der Adam I sheim s che Gesangverein sein 6 5. Stiftungsfest, mit dem das Wertungssingen des Hausberg — Wettertal - Sängerbundes verknüpft wird. Die Bewohner unseres Ortes rüsten in eifriger Weise zu dem Sängerseste. Die Sänger sind mit dem Dau von Ehrenpforten beschäftigt, damit den Sangesbrüdern der Gastvereine schon am Eingang zum Orte ein würdiget Empfang bereitet wird. Auch auf dem Festplatz, der sowohl in seiner Lage, wie in seiner Gestaltung als ideal zu bezeichnen ist. wirb emsig gearbeitet, um alles für das Wohlbehagen der Gäste sorglich vorzu- bereiten. Der Festplatz liegt an der Sing- und Turnhalle, die bekanntlich im gemeinsamen Desih des Isheimschen Gesangvereins und des Turnvereins ist. Durch den Ankauf eine« neuen Grundstückes konnte der seitherige Platz um das Doppelte vergrößert werden, so daß et jetzt fast 2000 Quadratmeter mißt. Wohl nur selten sind Gesangverein« in der glücklichen Lage, über derartige Einrichtungen verfügen zu können. Auch in diesen Schöpfungen des Vereins tritt der hohe ideale Sinn, der in der Sängerschaft des Jsheim- schen Gesangvereins lebendig ist, eindrucksvoll hervor. Der vergrößerte Platz hat nun neuerdings nach der Straßenfront zu einen schönen Abschluß gesunden. Durch die Hochherzigkeit eines geborenen Grüninger, des Bauunternehmers Heinrich Sames zu Darmstadt, hat der Platz als Stiftung eine geschmackvolle Einfriedigung durch Betonpfeiler mit weißem Lattenzaun erhalten, der sich recht vorteilhaft fcarbietet. Herr Sames hat schon in früheren Jahren auch durch namhaft« Stiftungen zur Anschaffung von Geräten dem Turnverein wertvollste Unterstützung angedeihen lassen. An dem Wertungssingen des Hausberg—Wettertal-Sängerbundes beteiligen sich 11 Bundesvereine. Ferner werden noch 15 Gastvereine an der festlichen Veranstaltung teilnehmen. Hoffentlich erfreut der Wettergott den feftgebenben Verein mit schönem Wetter, damit das Fest einen ungetrübten und eindrucksvollen Verlauf nehmen kann. ch L i ch, 12. Juli. Um Unglücksfällen vorzubeugen, wurden in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen in den Hauptstraßen unseres Städtchens War- nungstafcln für Kraftfahrzeuge ausgestellt. Sie seien dem Schutze der Bevölkerung, in deren Interesse die Tafeln letzten Endes aufgestellt worben sind, empfohlen. Kreis Friedberg. WSR. Friedberg, 12.Juli. Zum gestrigen Schweine markt waren 724 Ferkel aufgetrieben. Bis 6 Wochen alte Ferkel wurden mit 15 bis 20 Mk.. 6 bis 6 Wochen alte mit 20 bis 25 Mk. und 8 bis 12 Wochen alte mit 25 bis 30 Mk. bezahlt. Der Geschäftsgang war ruhig; es verblieb Ueberstand. Kreis Büdingen. # Echzell, 12. Juli. Der jüngste Schweine markt war mit über 300 Jungtieren befahren. Die Rachfrage war gering. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 15—18 Mk., 7 bis 8 Wochen alte 17—20 Mk., ältere Jungtiere bis zu 26 Mk. je Stück. Mehr Rachfrage bestand nach Springern und Einlegschweinen, die je nach Alter und Größe mit 30—45 Mk. bezahlt wurden. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand. Kreis Schotten. □ Laubach, 12. Juli. Gestern abend fand im „Schühenhof" eine Versammlung des hiesigen Dürgervereins statt, in der die Bürger- meisterkandidaten ihr Programm vortrugen. Geleitet wurde die zahlreich besuchte Versammlung vom Vorsitzenden des Bürgervereins, Fabrikanten Hohmann. Bürgermeister Böhm sprach als erster der Kandidaten. Er wies auf die Fortschritte hin. welche die Stadt unter seiner Verwaltung gemacht habe, auf die durch ihn geförderte Bautätigkeit, auf seine Arbeit während der Inflation, auf den Wegebau, die Rentnerfürsorge. Der zweite Kandidat. Gerichtsrese- rendar H ö g h , hob die Vorteil« hervor, die ein juristisch geschulter Bürgermeister böte. Dann sei es nicht zutreffend, daß er für diesen Posten zu jung sei. Im übrigen sei er mit den Laubacher Bilder im weißen Haar, Zeugen einer verflossenen Zeit, von der sie sich nicht trennen wollen in der kurzen Spanne, die ihnen noch gegeben ist. Ueberall, wohin ich komme, führen dieselben zittrigen Hände mich vor dieselben vergilbten Züge erloschener Ahnen, vor dieselben kecken Juaendbilder toter Grenadier« und Gardereiter — stumme Fahnenträger einer zerronnenen Zeit, stumm-beredte Mahner zur Treue. Und in allen diesen stillen Zimmern schaut mich da« Reiterbildnis meines Vaters in blasser Schlankheit an. Ich wollt« doch ein wenig prahlend kommen, den stolzen Rhythmus des Fluges noch im Herzen, ich wollte zeigen, daß auch unsere Zeit so schlecht nicht ist; aber diese Stadt entwindet mir das Wort. Die unbestechliche Vornehmheit der prunkvoll-schlichten Fassaden, die ruhige Größe grün patinierter Kuppeln, all diese elegante und exklusive Lebensfreude des Barock spinnt mich ein. Und die vertrauten Schatten, die meines Blutes sind, und die ich wie leibhaftig hier auf Schritt und Tritt empfind«, lassen mich in Verzauberung über die Straßen und Plätze gehen. Unnötig, sie zu suchen in der überwucherten Gruft, wo unter altem Efeu die Inschriften der Tafeln schon erloschen sind. Eie kommen mir entgegengehuscht auf dem dämmrigen Platz hinter der Schlohkirche. in gebauschten Deidenröcken. sie wandeln bedächtig die Treppen der Brühlschen Terrasse herab, den Elfenbeinknauf des Stockes sinnend an die Lippen gelegt, sie traben in fröhlichen Uniformen auf tänzelnden Pferden über den Jüdenhof. und vor der freundlich-ernsten Abweisung ihrer Augen muß der Enkel mit dem Loblied seiner Zeit verstummen. Auch eigene Kindertag«, auf Besuch im großelterlichen Hause verlebt, stehen fröhlich wieder da. O. diese aufregenden Fahrten mit dem Lama Wägelchen im Großen Garten, die damit endeten, daß das Lama spuckte und man benäht und glücklich über eine so intime Berührung mit der exotischen Welt nach Hause lief, um zu erzählen. — O. diese unwiderstehlich« Verlockung vor dem Schaufenster der Konditorei von Kreuhkamm. der man, das Geld für ein Schulheft in heimlicher Hand, ein dringliches Verbot lebendig in der Seele, doch immer wieder und nicht ungern unterlag. Und bei all den lieben allen Leuten, die ich besuche, bekomm« ich wieder mit demselben verheißungsvollen Lächeln wie früher dieselben m- Verhältnissen wohlbekannt. Als dritter Kandidat stellte sich Fabrikant Karl Michel vor. Er führte aus. tfcifi feine Freund« ihm schon vor sechs Jahren geraten hätten, sich um diesen Pollen zu bewerben. Jetzt könne er sich diesen Wünschen nicht mehr entziehen. Im übrigen sei er der Bevölkerung genügend bekannt. Er würde sich eifrig bestreben, fein Amt gewissenhaft zu verwalten. Sein Geschäft böte kein Hindernis, da er für eine Vertretung sorgen würde. Eine Aussprache fand nicht statt. — Ein« Prüfung der neuen Schießanlagen des hiesigen SchühenvercinS am Ringelsberg durch den Vorstand des Gau-Schühenverbandes Hessen und Rassau hatte ein sehr günstiges Ergebnis. Rach jeder Seite fanden die neuen Anlagen volles Lob. Ein« reiche Festfolge zeigt dieses 3 0. G a u- verbandsschießen. Samstag. 14. Juli, findet im Schühenhof «in großer Kommers statt, wobei die beiden hiesigen Gesangvereine Mitwirken. Sonntag, 15. Juli, mittags 1 Uhr, findet ein großer historischer Festzug statt unter Mitwirkung sämtlicher Laubacher Vereine mit Festwagen und mehreren Musikkapellen durch die Stadt nach dem Festplatz am Ringelsberg. Auf den Festwagen wird Altlaubacher Kulturleben dargestellt werden, u. a. das Altlaubacher Ausschuhfest, ein Wetterauer Brautwagen. Die beiden hiesigen Kunstmaler (Karl Barnas und Felix K l i p st e i n) haben für dies« Anordnungen ihren wertvollen Rat erteilt. Auf dem Festplatz findet täglich Konzert und Tanz statt. Am Montag, mittags 3.30 Uhr. findet ein Kinderfestzug vom Kriegerdenkmal nach dem Festplatz statt. Abends ist Brillantfeuerwerk. Die Preisverteilung findet am Dienstag statt, wo das Volksfest fortgesetzt wird. Ein P o st a u t o vermittelt täglich von 9 Uhr morgens ab den Personenverkehr mit dem Festplatz von der „Oberbforte" aus. Ulfa, 12.Juli. Da der Erlös aus dem Maffegelände nicht auSreicht«, sämtlich« Kosten der groß angelegten Feldbereinigung zu decken, muhte bei der Schlußabrechnung j? der Morgen bereinigten Geländes nochmals mit 39 Mk. belastet werden. Für die Zahlung dieser Kosten ist eine längere Frist zu- gestanden. Von vielen Beteiligten, die nicht mehr mit so hoher Belastung gerechnet hatten, wurde das Eirdergebnis nur mit Unwillen entgegengenommen. Mit den Jahren aber wird man dennoch dankbar sein, die Feldbereinigung in dieser Großzügigem durchgeführt zu haben. Rainrod. 12. Juli. Don nächster Woche ab wird die im Läunsbachtal erbaute Kreisabdeckerei in Betrieb genommen. Durch das Entgegenkommen der Wassergenossenschaft Rainrod-Ulfa—Ober-Schmitten konnte sie an deren Leitungsstrang angeschlossen toerben. Auch der ZufahrtSweg ist zum größten Teil fertiggestellt. Die neue Einrichtung wird in allen Kreisdörfern lebhaft begrüßt. Verschwinden doch damit die „Schindäcker", die schon längst ein Stein des Anstoßes waren. Sie werden den kommenden Generationen nur aus dem fortlebenden Flurnamen ins Gedächtnis gerufen werden. Man erwartet aber, daß die Kadaver mit besonderer Beschleunigung zur Abholung kommen. Sonst könnte «s lqicht möglich sein, daß das zweite Uebel großer wäre als das erste. Id. Aus dem oberenRiddatal, 12. Juli. Die Rachfrage nach frischem süßen Wie- senheu ist sehr stark. Landwirte aus der Wetterau, die das Heu mit eigenem Gespann beim Erzeuger abholen, bezahlen bis zu 350 Mark für den Zentner. Der von Händlern gebotene Preis liegt etwas darunter. Saures Heu wird mit 220—2,50 Mk. gehandelt. Die gute Absatzmöglichkeit für frisches Heu und das Bestreben, bei dieser Marktlage etwas zu verdienen, rief für die letzten Heugrasversteigerungen zahlreiche Kauflustige auf den Plan, und es wurden weit günstigere Versteigerungsergebnisse erzielt als bei Beginn der Heuernte. — Unsere Gegend, die im Vorjahre gewaltige Mengen Obst erntete, wird in diesem Herbst fast leer ausgehen. Zwetschen- und Birnbäume zeigen geringen Behang, während die Apfelbäume kaum Frücht« tragen, denn die wenigen Aepfel, di« angesetzt hatten, sind zum allergrößten Teil abgefallen. fernalischen süßen Suppen vorgesetzt, die von jeher mein Schrecken waren. Run, als Kind hatte man allerhand raffinierte Kniff«, um diesen Suppen zu entgehen. Aber das geht doch heute nicht mehr gut; schließlich muh man doch zeigen, daß man wenigstens ein bißchen was im Leben gelernt hat — und mit freundlicher Anerkennung schlucke ich diese vernichtenden Apfel- unb Heidelbeergebräue. Ja, man wird alt und weis«! Geht man dann durch die Bildergalerien des Zwingers und sieht all die lieben Bekannten, den Zinsgroschen, die Sixttnisch« und di« Kinder Karls V., di« man unter väterlicher Führung kennen und verstehen lernte, und entdeckt sich schließlich selbst auf des Vaters »Heiliger Rächt" unter den Engelkindern in den Dachsparren, klein, zerzaust und frech, ein ziemlich unwürdiger Vertreter himmlischer Heerscharen, dann fällt einen di« Vergangenheit wie eine warme Welle an. Und aller innere und äußer« Kosmopolitismus. den man sich angeeignet hat, schmilzt hin in einem schlichten Heimatgefühl des Herzens. Aber noch haltet ihr mich nicht, geliebt« Schatten? Roch ist der Ruf des lebendigen Lebens stärker als eure zärtlich« Bestürmung. Ich hab« mir an euren vertrauten Geistern aufs neue das Herz mit Ciebc und dem Gelöbnis zur Treue entzündet — heimliches Gut für kühl« und «infame Stunden. Aber nun will ich in meine Zeit zurück, recht und schlecht, wie sie ist. und will sie nützen und erkennen. Wieder umbraust mich di« betörende Musik der schwingenden Propeller. Wir steigen in einen morgendlich zarten Himmel, der aller _ Verheißungen voll ist. In 1200 Meter Höhe, in köstlicher Ruhe schwebend, unter und neben mir die beglänzten Wolkenberge, entfliege ich wieder der liebevollen Bedrängnis der „Hundert Geister". Und indem ich meine Hand an die in prachtvoller Kraft erzitternde Wand der Maschine lege, stelle ich mit dieser ßiebfofung mich aufs neu« mitten in unsere Tage. Ein Buchstabe. Von (Stefan Gzelely. Die schöne Jbolya Steiner stammt auf Budapest. Sie ist Deickauferin in einem Zigarrengeschäft im vornehmen Tell des Broadways. Sie ist hübsch, nein auffallend schön, sie ist eine Anziehungskraft des Lachens. Kreis Alsfeld. r Ober-Ohmen. 12. Juli. Heute morgen verunglückte der erst 27 Jahre alte Zimmermann Wilhelm W « ndland tödlich Er war mit einem Gehilfen beschäftigt, an der Kreissäge Holz zu schneiden. Diesem wurde an- * scheinend das Holz dadurch, daß «S sich klemmte, i aus. der Hand gerissen. Da« H o l z st ü ck. eine Latte von etwa 1L2 Meter Länge, drang dem vor der Säge stehenden Wendland so unglücklich in die Brust, daß er zusammenbrach. Allem Anschein nach wurde das Herz getroffen. Der schnell hrrbeigerufene Arzt könnt« nur noch den Tod des bedauernswerten ManneS feststellen. Um den Gatten und Vater trauern seine Witwe und sein unmündiges Kind. Starkenburg. WSR. Darmstadt. 12. Juli. Dellern abend ereignete sich hier wieder ein schwerer Un- ' fall. In der Heinheimer Sttahe fuhr ein M o - tvrradfahrer, als plötzlich auS einer Toreinfahrt ein Auto herauSkam. Der Motorradfahrer kollidierte mit. dem Wagen, wurde über feine Maschine geschaudert und mußte mit schweren inneren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht werden. DaS gerichtliche Rachspiel dürste nicht ausbleiben. da leider immer noch zu wenig darauf geachtet wird, bei Ausfahrt auS Höfen und Tvrhallen hörbar Signal zu geben. Kinderheilstatte „Almfrieden" bei Winterkasten. WSR. Winterkasten. 12. Juli. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste. Vertretern der hessischen Regierung, des LandrsverficherungS- amts und des Heilstättenvercins wurde heute die neuerrichtete Kinderheilstätte,Almfrie- den" bei Winter käst en eingeweiht. Bor drei Jahren wurde die Errichtung diese« Heim« zum Kampf gegen di« Tuberkulose bei Kindern beschlossen. Fernab von haftendem Verkehr und Treiben bet1 Geschäfts- und Groß- stad Hebens ist hier ein Quell deS Segen« für leidende Kinder geschaffen worden. Di« Haupt- und Rebenanlagen entsprechen allen modernen hygienischen und erzieherischen Forderungen und den Ansprüchen der modernen Tuberkulosebekämpfung. Der Hauptbau umfaßt rund 2430 Quadratmeter Fläche, auf da« Bett der hier vorgesehenen Belegung mit 76 Patienten kommt also ein Luftraum von rund 108 Kubikmeter und ein Flächenraum von 32 Quadratmeter, in den einzelnen Zimmern für das Bett 19,5 Kubikmeter Luftraum und 6 Quadratmeter Fläche für daS einzelne Bett. An die Kinderheilstätte anschlic- I tzend ist ein« zweistöckige Liegehalle errichtet worden mit Spielplätzen. Rasenanlagen und einem. Freiplanschbecken davor. Die Gesamttosten der Heilstätte werden sich auf etwa 720 000 Mark stellen, da noch einiac technische Einrichtungen zu vervollständigen sind. Preußen. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar. 12. Juli. Heute wollte ei- den soll, wozu als Jubiläumsgabe ein entsprechender Platz vorläufig gedacht ist. XX Atzbach. 12. Juli. Die im vorigen Jahre hier gegründete Kleinkinderschule, die unter bet Leitung von Frl. Hildegard Bei - Avanciert bald zur Aufseherin und bezieht 40 Dollar Gehalt wöchentlich. Den ersten Heiratsantrag bekommt sie von einem Kollegen, einem Angestellten desselben Geschäftes, der 50 Dollar verdient. Sie sagt ne nein, sie wartet. Eines Tages kommt bann der Richtige. ®r heißt Joe B Witkins und besitzt in Ehikago einen Vater, der au« Schokoladen Millionen macht. Joe kommt, sieht und verliebt sich. Rach zwei Tagen führt er sie in eine Musi« Hall. Rach zwei Wochen bittet er sic um ihre Hand. Sie gibt sie ihm, ohne viel zu überlegen. Rach dem ersten Kuß packt Joe feine Kvs- fer und fährt nach Chikagv, um die Zusa« des Schokolabenvaters zu erwirken und vvft- wendend zu seiner Frau zurückzukehren. Der Schokoladenvater sagt zu. ®r meint, fein Sohn könnte sich tollere Sachen leisten. Joe steigt also ins Auto, fährt zum Del»« graphenamt und gibt folgendes Telegramm am". I love you for ever Joe. Dann steigt er wieder in« Auto, fährt lo«, an der Ecke stoßt er mit einem anderen Wagen zusammen, fein Auto kippt um und er wird mit schweren Knochenbrüchen in« Spital gebracht. In derselben Stunde erhält die Braut ha« Telegramm. Sie öffnet und lieft mit vor Schreck Wei tgcöffneten Augen: 1 Teave you for ever Jcc. Jbolya ©feiner lieft das Telegramm toicSH und wieder. Dann fragt sie den noch immer verliebten Kollegen: .James, möchten Si«e mich noch beiratent l ...Mit Wonne!" ruft er und in zwei Tag« find sie Mann und Frau. Wochen vergehen. Eines Tage« geht die Ladentür auf. erscheint. Groß« Szene, Vorwürfe, Gegenvov toütle. Sie zeigt da« Telegramm. Run fläd sich all«S auf. Der Postbeamte hatte statt „love irrtümlicherweise Jcave" telearaphiert. Tableau. Aber amerikanische« natürlich Denn: es findet sich ein Rechtsanwalt, bd die Sache ordnen will, ilnb der die Post ®r 100 000 Dollar Entschädigung verklagt. . . . Schluß: die junge Frau bekommt 50 000 Dollar Damit grünbet sie ein eigene« großes Zigarre» geschäft. Im romebrnften Teil des Droadwohs natürlich zu non zu Äad'Tiauheim stattfinden wird. 6563V Das erseht das Versorgungsamt I für die gute Küche! t ailßA Wfad-wiMaAwv Der Kirchenvorsiand. 6508D Nur noch 2 Tage Saiion Ausverkauf 6” Beionders billige Reitpoften ....... Kx„Eeftrirke Damen-Schlupf Hosen 95 Danien-Hemdhosen ... 195, 95 H Rae erklingen Herren-Unterhosen m.Jacke 3.50 Damen-Handschuhe 95 H 106178 fein 6565a I DAS MARKENRAD AB FABRIK Saison Kinder-Badeanzüge Damen-Badeanzüge Kinder-Kittel Spiel-Anzüge Söckchen mit Wollrand 75, 50 H Kniesocken mit Wollrand.. 95 Mädchen-Schlupfhosen . 60 . 95 1.25 Jt Ht ht diesem Hasse M der Krankenkasse beantragen. Kosenfirma Gebe. Schultheis in Steinfurth bei Bad»7lauheim, gegr.1565. Buntes Allerlei. Ein chinesischer Qtodefeller. lar. i Heuk toolUe a Niheres dorch Nalnto - Wirk. Solingn. 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Mtfa - Kddtr fZA M KatsaprtU von "“an Wocktnrafen von 2.50* an FABRIK-VlBKAUMYELLl Während im Reich der Mitte Hunderte Millionen Menschen in gtöfiict Dürftigfeit dahin- leben und bei Dürre oder UcbettotDcmmung t>om Hungertode bedroht fmd, gibt rt einige wenige Chinesen, die dank ihrer GeschäftStüchtigkcit und ■ et C-tofpelberg im Zuge Reidenhausen beseitigt. Auch hier |htb die Ar- Julius Schulze Kreuzplatz Forderungen ur) wn SuBerMofr lmsahi rund 2« 'S M der b i Patienten svmot *0 Kubikmeter uni katmeter, in Nr, f 19,5 ÄuHhnetct Mche für dal irilstätte anlchkic- ilk ernchüi tost' Nm mb tiws WiaWf. btt ttoa 720000 Hail bt Einrichtungen u foiole fämtl. landwirlfchastl Bedarfsartikel Edgav Bovvmann HauS- und Küchengeräte in den modern, rot. bis Heute re alh 5?*» d töd^er. W‘y <$r * 'ich nLl' no f0 * ber Destseite bd öom Versorgungsamt Giehei 'eter tiefer liegend G »ach stehende wichtige Auskläru; Geländer geslcher» —*■ —c:_. trbunben find. 3i bei Vorladungen? 'Born 'BerforgungSamt Dietzen geht und die uchstchende wichtige Ausklärung für Kriegs- vschädtgte und Kriegerhintcrbliebene zu: 2ach den matzgebenden Verwaltungsbest immun- |tn erhalten Beschädigte und Hinterbliebene auS i.tafj einer Vorladung durch das Versorgungs- 11 oder die Orthopädische DersorgungSsteNc >»s CBctlangeit in angemessenem Umfang Ersatz der baren Auslagen und Entschädigung 1 c entgangenen Arbeitsverdienst. Herzliche Einladung zum Oekanais-Missionsfest in Großen-Buseck Festprediger sind: Missionar Laut, China, und Pfarrer Schäfer, Sad-Rauhelm. Beginn des Gottesdienstes nachmittags l1/« Uhr. Bedürfnislosigkeit in fremdem Land riesige Reichtümer erwerben 3u diesen gehört der .chinesische Rockefeller" San Kah Ree. heute wohl der reichste Mann Edinas, dessen Aufstieg und Eharakter Pros. Authauser m der ..Ost- aliatischen Rundschau" schiltert Sein Jahreseinkommen wird auf 30 Millionen Mark geschäht. Er hat »u der Zeit, als die DummipUanzungen in Malapa begannen, ungeheure Landgebtete in Djambi. Bandjermaffin. Pvntianak und Palembang erworben, und die Millionen Oummibäume. die er auf den über 4000 Hektar grotzen Flächen pflanzte, gewähren ihm ungeheure Einkünfte. Autzerdem befahl sich die von ihm gegründete Desellschasl mit der Pflanzung von Ananas, der Em- und Ausfuhr von Reis, besitzt große Ziegel- und Keksfabriken, Eisen- und Metallwerke, eine eigene Druckerei und zahlreiche Dampfer. Mil den modernsten Einrichtungen auSgestattet, vermögen diese Unternehmungen Rekordleistungen aufzustellen, täglich 2,5 Tonnen Gummi zu 10 000 Sohlen, 700 Fahrradreifen, 450 Tuben Gummilösung. 200 Motorradreifen, 100 ®ummircgenmänieln. 3000 Spielbällen u. a. zu verarbeiten. etwa 3500 Tonnen Gummi werden monatlich nach Amerika und Europa ausgeführt. In den verschiedenen Filialen seines Geschäfts, auf Borneo. Java. Sumatra, in Siam, Indien. Ohina ufw beschäftigt dieser Millionär gegen 7000 Angestellte. Er selbst aber lebt ganz einfach, fast so bescheiden wie seine atmen Landsleute, nährt sich von Reis und grünem, ungezuckertem Tee und verwendet ferne Millionen für die Erziehung und Ausbildung seines Volkes. Mit einem ebenfalls sehr reichen Landsmann Lim Lee Lon hat er in der Rähe von Singapore und in ihrer Heimat Anwh höhere Schulen für Knaben und Mädchen geschaffen, die aus das Studium an der von ihm gegründeten modernen chinesischen Uniocrlitäl in Am oh vorbereiten. Er will möglichst vielen Söhnen und Töchtern des Reiches der Mitte die geistigen Mittel zu einem Aufstiege in die Hand geben, wie er ihm gelungen ist. Oft ihre Ehe glücklich? Eine Angelegenheit, die die Menschheit stets mtcreffiert, ist die Ehe. Man kann daher auch ferne amerikanische (Zeitung ausschlagen, ohne eine Abhandlung zu finden, in der die eine oder andere Frau nützliche Ratschläge gibt, wie das Eheglück zu erringen ist. Eine Reuhorker Zeit- schrffl für Frauen hat an hundert Männer vierhundert Fragen über ihre Ehe gerichtet, und von diesen hundert Ehemännern konnten sechzig nicht weniger als 233 Gründe angeben, die ihrer Meinung nach Schuld an ihrem Eheunglück waren. Die Befragten gehörten den verschiedensten Berufen und Gese-llschaftSschichlen an; eS waren Kaufleute, Beamte, ZerlungSverleger, Dichter, Schauspieler, Komponisten, Journalisten usw. dabei. Die Gründe ihres Kummers waren verschieden. Sieben Männer süh-lten sich bereits während ihrer Verlobung unzufrieden, und auch die Ehe brachte nicht die gewünschte Verbesserung. Wenn man die Ursachen näher untersucht, so klagten neunundvierzig Männer über zu große Verschiedenheit im Temperament, neununddreihig gaben körperliche Gründe an, zehn Herren, an- BUenheio Schuh mit schicker \®r'oration, raasige Form wie Abbildung, auch in rosa - Sekt vorrätig, sehr beliebt Iahen Sie Büßend inrtesoröl? Sie müssen unsere SFenst. betrachten ,[jerc Hebungen x-; erwogen, ob Irr' । mit einem x rpvi gemach nsgabe ein mV ^iin'porigen 3agr berftiuleb«» ^cgard^ Seherin und bqH ^bekommt I* £ teilten desselben»■ bient SS hrc HM- «0. tot IdiW- .. ietn zur Spitze gefüttert, der leicht., fesch. Sommerschuh Restpaare Darunter Markenware wie Herz, Edox, Hefe Ms Ä? 0/ unter dem zu A /O wahren Wert! Hauptpreise: 490 6S0 850 An baren Auslagen kommen ht Frag« Fahrkosten und die Kosten für Verpflegung und Un.erkunst. Vergütet werden im allgemeinen die Fahrkosten der dritten Magenklasfe ist die vierte Magentlasfe benutzt worden, so dürfen nur die Fahrauslagen für diese Klasse ersetzt werden. Oberlchenkelamputlerie und Änidcn- träger können die zweite Wagenklafsc benutzen. Für die Hnanspruchnahmc gemieteter Fuhrwerfc können Kosten nur erstattet werden, wenn die Rotwendigleit der Benutzung ärztlicherseits bescheinigt toiib. Bei unentgeltlicher Benutzung von VerkeyrSmitteln und bei Deirutzung eigener Fuhrwerke oder Fahrräder kann der letDeüigc Sifen- bahnfahrprciS für die vierte Wagentlafse unter Zugrundelegung der kürzesten Landstrecke gezahlt werden. Auslagen an Verpflegung und Unter- f u n f t werden in den Grenzen des für die Tagegeldstuse I der ReichSbeamten bei Dienstreisen von gleicher Dauer jeweils festgeletzten Tagegeldes 17 Mk. in besonders teueren Orten und 4,50 Mk. in anderen Orten) und lieber- nachtungSgeld (4,50 Mk. in besonders teueren Orten und 3,50 Mi. in anderen Orten) erstattet. *29enn jedoch bei eintägigen Reden von mehr als zwölfstünditzer Dauer und bei längeren als eintägigen Reifen höhere Ausgaben entfianben sind und als notwendig _ und angemessen anerkannt werden, so gelten für die Kostenerstattung die Sähe der Tagegeldstufe II (bei besonders teueren Orten 9 und 6 Mk, bei anderen Orten 7 und 4,50 Mk.) alS Höchstgrenze. Bei Beobachtungen und Untersuchungen tn Untersuchungsstellen und Kliniken wird während der Dauer der Aufnahme freie Verpflegung verabreicht: auch ist dort in der Siegel Gelegenheit zum Uebernadjtcn. Darüber enthält das Vorladefchrciben das nötige. Eine Belegung der baren Auslagen ist nicht erforderlich. Es genügt für den Rachweis der Art und Hohe eine Erläuterung und pflichtgemäße Versicherung, wie sie auf dem Vor- Icchungsschreiben vorgedruckt ist. Immerhin ist die Beibringung der Fahrkarten zweckmätzig. Bei Benutzung gemieteter Fuhrwerke mutz eine quittierte Rechnung des Fuhrwcrksbesitzers beigebracht werden. auS der die Hohe der gezahlten Entschädigung, deren Ortsüblichkeit von dem zuständigen Gemeindevorstand bescheinigt sein muh. hervorgeht. Falls die Mitnahme eines Begleiters notwendig erscheint, ist ein diesbezüglicher Antrag vor Antritt der Reise beim Versorgungsamt zu stellen. Der entgangene Arbeitsverdienst wird in vollem Umfang erseht, wenn er da- üb- liche Matz nicht überschreitet. Hierzu ist eS notwendig, datz der Arbeitgeber die tägliche Arbeitszeit und den Stmrdenlohn bescheinigt. Festbesoldete und Angehörige freier Berufe — hierzu gehören insbesondere aud) Landwirte — werden in der Regel einen erstattungsfähigen Ausfall an Arbeitsverdienst nicht haben; wird jedoch z.B. von Klernhandwerkem, Heimarbeitern usw. ein tatsächlicher Ausfall an Arbeitsverdienst überzeugend bargetan, fo kann Ersah beansprucht werden. Ausfall an Erwerbslosenunterstühung wird einem solchen an Arbeitsverdienst gleichgeachtet. 3um Zwecke der Anforderung der vorstehend erläuterten Kosten ist daS Vorladungsschreiben eingehend auszufüllen und zu unterschreiben. Die etwaige Vorlage falscher Belege zur Erlangung höheren Ersatzes erfüllt den Tatbestand des 'Betrüget oder des Detrugsversuches. Auf besonderen Antrag kann vor Antritt der Reise vom Versvrgungsamt ein Reisekostenvorschuh gezahlt werden. Bei Heilbehandlung durch die Krankenkasse werden die Reisekosten nach den für die Kranken- faffc flcItenBen Vorschriften erseht. Der Ersah Gvüningen Am TamStag, dem 14., gonnta«, bem 15., nnb Montan, dem 16. Juli feiert der MmMewM Mng-M e.B. SSjähriges Bestehen verbunden mit Bettungs-Singen des öoDsöerg-meitertijai Söngerüonöf». scheinend begeisterte Kegekbnfdrr frwmlen HA n’eS SeevereinS, des Marinevereiiw und der relellschast zur Rettung Schiffbrüchiger hielt ?im6tagabenb in den überfüllten Stadtsälen der rübrer der deutschen Flotte im Weltkrieg und n der Skagerrak-Schlacht Admiral Scheer einen Vertrag über diese Schlacht und die Rot Wendigkeit deutscher Seegeltung. Der K«mcr, der slch bei dieser Gelegenheit für die iwn zuteil gewordene Verleihung der Würde ncS Ehrendoktors der philosophischen Fakultät -dankte, sand stürrnifd-en Beifall. Kirchliche Nachrichten. Israclltlsche Religionsgemeinte. Gottesdienst in der Synagoge (Gubanlage). Samstag, den 14. Juli. Vorabend 7.45 Uhr ; morgens 8.30; Predigt; abends 8.50 mib 9J0 Uhr. Israelitische ReliqionsgefeUschaft. Sabbatseicr den 14. Juli. Freitag abend 7.45 Uhr . Samstag nor- mittag 8; Predigt, nachmittags 4.30. Sabbatausgang 9.30. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15 Uhr . Wik geben hiermit besannt, daß wir in diesem Jdhre eine Rosen-Ausstellung in Steinfurth nicht veranstalten, dagegen laden wir allelftasen' fteunde zum Besuch unserer großen Rosen-Sonderschau ein, die am Samstag, 21. Juli, im tturhaus Aber nur noch einige Tage am Dienstag ist Schluß! vk.1 00 wo Mark Mark l r TT Zur Ernte empfehle: in Savl Aovn Ein Versuch lohnt! 6380a Marltsrraße 25 Fernsprecher 1395 Wagon Ersparnis hoher Ladenmiete 1 Treppe hoch MMEiMMuMMMMMMMMMMM Neue Alle Schweine, zurüchgebliebene?nd 6564 D MnrfafMn Gvsvautes Haar vlll erhält ^Naturfarbe nieder burdi. det eich). 163D AH'S. 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Kinder-Sportwesten Reine Wolle und Wolle plattiert Serie 3 8.00, Serie 2 6.00, Serie 1 4.00 Mk. V1 Fl. 1.00 w 1.25 „ 1.35 w 1.35 mengen. Verlangen Sie nur echtes Rasso! in Origmalflaschen u weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Gießen. 3u haben in allen Apotheken. sparsam Im Gebrauch, schont die Wäsche und gibt derselben einen aromatischen Geruch. solche mit steifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Bekanntmachung. Der Voranjdstag der Gemeinde Allen- darf an der Lumda für Rj. 1928 liegt vom Samstag, dem 14. d. M., bis Freitag, dem 20. d. M., einschließlich, auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den Voranschlag können dort mündlich oder schristlid) vorgcbracht werden. Cs ist die Erhebung einer Umlage bc> schlossen worden, zu der auch die Aus- märker beizutragen haben. Allendorf a. d. Lda., den 12. Juli 1928. Hessische Bürgermeisterei Allcndorfa.d.Lda. Rein. 6581D Lohholz-Derkauf. Dienstag, den 17. Juli, vormittags 9 Nhr, findet im Gemeindewald Cleeberg, Distrikt Gaulskopf 15, die öffentliche Ver- steigerung von 160 Rm. Lohholz-Reiser- 6.50 5.00 Damen-Pullover Wolle und Wolle mit Seide Samstag, den 14. Juli 1928. 8.30 Uhr. abends im Ortsgruppenheim Monatsversammlung Einführung des neuen Kreisgeschäftsführers Stielen (Herr Schultz verabschie- 13-ßori bchwch ltdnbig mit bem Wd) an *nn ich . -VH, id «her $ Modehaus Carl Nowack 10 Pfund 3.15 3.35 3.55 3.60 Mk. 1.25 „ 1.50 , „ 2.00 Berrenßarderotie-Haiis LRosenzweiO ÖV Giehen. Seltersweß 58.1 Treppe "^80 Eingang Ecke Volksbad Kein Laden jnloadet lid>c ' gehaM zu dreist -L' ItM knD beitssc 2 bestrebt ist, eine möglichst hochstehende Durchschnittsleistung zu erzielen, hat sich ter Sport, als wir ihn vom Oludtante übernahmen, an den Einzelmenschen gewandt und war bestrebt, den einzelnen zur Höchstleistung zu führen. Das war gerate das Reue, was das Ausland hatte, und was die prächtige teutfebe Tumerei Jahns noch nicht kannte! Der Rekordgedanke. Dieser zog bei uns ein nach englischem Vorbild. und zunächst „betrieben“ wir unteren Sport nach ausländischem Muster. Hier ging es uns aber, wie wir es in unserer Physiologie täglich erleben: Jede vom Körper aufgenommene Rah- rung muh von unserem Detchauungsapparat in ihre Bestandteile zerlegt, Brauchbares assimiliert unb älnbrauchbares ausgeschieden werten; Schwester stehe. Sie weiß ihn so glänzend zu regieren, daß man vollkommen willenlos ist." „Glücklich der, der unter solchem Pantöffelchen leben darf," sagte der galante Heinz. Und meinte, was er sagte. Sie einigten sich auf Leoni am Starnberger See. Weit genug von der Stadt, um Natur zu gewähren, nah genug, um jederzeit hineinkommen zu können. Als er ging — man nötigte ihn nicht zum Bleiben, es ging alles sehr korrekt zu —, sagte Elena lächelnd: „Und wenn Ihre Arbeit Sie nicht allzusehr in Anspruch nimmt, werden zwei schutzlose Frauen immer gern bereit sein. Sie zu empfangen und Ihren Rat zu hören. Ich fürchte, es wird da in dem Ort — wie hieß er noch? — Leoni etwas langweilig werden." Nach den letzten Worten hatte er kein Recht, sich sonderlich ausgezeichnet zu sichten durch diese Auf- forberung. Maria mar selig in dem stillen Ort am See, der um diese Zeit noch nicht von Reisenden über- schwemmt war. Elena langweilte sich. Am vierten Tage bereits schrieb sie Godesheim eine Starte, daß sie dringend eines Rates bedürfe in bezug auf einen Ausflug in die Berge, von dem sie sich alles erdenkliche Unterhaltende versprach. Als sie aber bann mit ihm unb Maria auf den Wendelstein gefahren war, legte sie sich drei Tage auf der Pen- stonsoeranda in den Schaukelstuhl und behauptete, ihre Nerven seien vollkommen zerstört von der wahnsinnigen Fahrt mit der Drahtseilbahn. Sie stürze immer kopfüber in irgendeinen greulichen Abgrund, sobald sie nur die Augen schlösse. Und von den Bergen habe sie ein für allemal genug. Da machte es sich so allmählich von selber, daß Maria alle acht bis vierzehn Tage einmal zusammen mit Godesheim eine Wanderung in die Umgegend machte, während Elena daheim in französischen Romanen schmökerte. Auf diesen Wanderungen ober Rudervartien waren sie zwei siohe Kameraden. Sowie aber die Wände der Pension wieder um sie waren, kam eine gewisse Steifheit zurück, die keiner überwinden konnte. Maria wurde durch Elenas leise spottende Blicke in Schranken gehalten, der Mann sah den Dander- gefährten plötzlich zurückoerwandett in die vornehme Frau, von der er, trotz so vieler zusammen verlebter Stunden, im Grunde immer noch wenig genug wußte. Mitten im vertraulichen Geplauder entschlüpften ihr Worte, die sie plötzlich verstummen ließen, als hätten sie zuviel von sich verraten. Und er sagte sich, wenn sie von ihrer Kindheit unb ersten Jugend sprach daß da Lebensgewohnheiten geherrscht haben mußten, die sich mit dem einfachen österreichischen Adel kaum vereinbaren ließen. Doch als der zurückhaltende Hamburger, der er war, gestattete er sich nicht eine Frage. ,Hch halte es nicht lange mehr hier aus," sagte Elena endlich einmal. „Dies Leben hier — morgens Kaffee mit Butter und Marmelade, und mittags falscher Hase ober ein junges Hähndel, unb abenbs Rührei und Salat — und als einzige Unterhaltung die loggenburgerei deines Verehrers — ich würde chm fo gern einmal etwas einheizen, wenn es dich nicht kranken würbe — Also, ich habe an Fredi Hochheim geschrieben, wenn Sergei mich hier nicht bald erlöste, stürzte ich mich in den See ober in bas Leben. Wie lange ist man denn noch jung?" „So herrlich ist es hier. Unb wie jung und frisch du aussiehst, Elen." „Damit fängst du mich nicht. Drei Zentimeter bin ich stärker geworden in der Taille. Mit dem Dick- roerben fängt bas Alter an. Wir müssen mal etwas Neues vornehmen, liebes Kind." „Neues? Wenn bu etwas Neues roiUft, ist es immer ein Angriff auf unsere Kasse. Wir oerbrau- chen schrecklich viel Geld, Elen." „Also bas ewige Lied mußt du singen, wenn du allein bist. Ich bekomm' ja nichts mehr von dir in die Hände. Nicht mal das Dutzend Seidenstrümpfe wolltest du bezahlen. Geh, sei still. — Ach, wenn ich denke, wie früher die Rubel gar nicht gezählt wurden. Ob es hundert waren ober tausend oder zehntausend — dazu war der Haushofmeister da. Das Leben ist widerlich." Sie fing an zu meinen. Schluckte ein paarmal in die Kissen, hob den Kopf wieder und lauschte auf. Eine sehr lebhafte und resolute Stimme fragte draußen: „Wo finde ich denn die Damen9 Kind, red doch nicht solche entsetzliche Sprache. Euren Dialekt versteht ja kein so bauen wir au# artfremden Stoff Arteigenes. unseren Organismus. auf. Der sportliche Gedanke wäre tot und unfruchtbar geblieben, wenn wir es nicht nerftunten Hütten, das was wir vom Ausland gelernt haben, deutscher Wesensart anzupassen, und heute ist ter Sport in unserem Vater,ante im Begriff, eine ganz bestimmte deutsche Rote zu erhalten, die daS Ausland sich nicht erarbeitet hat. 3n meinem Buche .Deutscher Sportgeist' «Verlag Dieck L (So.. Stuttgarts habe ich versucht, dieser Wandlung tes Sportbegrisses auf deutschem Boden bis in alle Einzelerscheinungen nachzugehen. Hier seien nur kurz die wesentlichen ÖHomente herrvrgehoten. Der Amerikaner baut Wolkenkratzer, ter Deutsche legt solide Fundamente. So träte eS u n- deutsch, wenn wir im Sport nur das Züchten von .Kanonen" sehen wollten, die Gipfelleistungen voUbringen können. AlS mir vor einigen Jahren gelegentlich eines Schwimm- wetlkampses für ein Stromstafselschwimmen eine Ehrengabe ton einer deutschen Großstadt mit dem Aus trag übergeben war. sie „dem besten Verein" zu überreichen, habe ich diese Auszeichnung ter Mannschaft überreicht, die alS Leyte durchs Ziel gegangen war. Die# geschah unter lebhaftem Beifall einer tausendköpsigen Menge. Die so ausgezeichnete Mannschaft hatte in ihrer Heimat keine Trainingsgelegenheit,und war i-.i- tig in ein Rennen gegangen, Vas ihr keine Aussichten bot: aber jeder Kämpfer hatte seine letzten Kräfte aufgeboten. AIS man empfand, daß nicht ter „her Best e" ist, ter mühelos durch überlegene Kraft den Sieg nach Hause trägt, sondern der, ter auch im aussichtslosen Kampfe seine äußersten Kräst anspannt, da schien mir der Sportgedanke einen ganz besonderen deutschen Sinn zu bekommen, einen subjektiven Sinn. Es heißt nicht .leiste daS Beste", sondern: .Gib Dein Bestes her!" And in dieser Forderung liegt eine tiefe Ethik für unsere Zeit, die. von der Maschine beherrscht, eine starke Diskrepanz zwischen den Rlenschen und seine Arbeit gebracht hat. Die deutsch- sportliche Ethik, ins Leben übertragen, kann uns die Synthese von Mensch und Arbeit bringen. Zu Hans Sachs gehören Poesie und Schusterhandwertzeug. Ihm war sein Schusterberuf leine mit Unlust verbundene Beschäftigung. um Geld zu verdienen, was ter bürgerliche T-cruf beute ja leider so vielen bedeutet. Mensch und Arbeit gehörten zusammen. Aus ter Sportbahn ist unS diese Synthese möglich. Der Mensch, auf sein Können angewiesen, vollzieht sie durch seinen Willen und seine Kraft. Er vollbringt die besttnögliche persönliche Leistung. Run soll der Sports mann aber auch das auf der Kampfbahn, die ihm ja nur ein Symbol teS Lebens ist, Erlernte in das Leben selb st übertragen. Jede TageSarbeit soll sich unter seinen Händen zu einer persönlichen Höchstleistung gestalten. So tt/irbt er sich den Alltag zum Freunde, so wird auch die kleinste, unscheinbartbe Tätigkeit geweiht und geheiligt, weil ter Mensch, das göttliche Ebenbild, sie vollbringt. Sv führt unS ter Sport, wenn wir ihn nicht „treiben", sondern „ leben" zur höchsten Menschenwürde, und fast könnten wir von einer Religion des Sportes sprechen. 11 nö noch etwas können wir, wenn wir tief greifen, tom Sportgedanken lernen: Auch ter vollendetste Mensch ist wertlos, wenn fein Können nicht der Gemeinschaft frommt. Der soziale Gedanke ist mit der PersönlichleitS- itee nirgends so wunderbar verwoben als im Sport. Am Start stehen in einer Front ter Sohn des Geheimrats und ter Arbeitersohn, und von dieser nivellierenden BasiS aus soll jeder seine individuelle Höch st le ist ung erreichen, und den testen Ausdruck findet der Gemeinschaftsgedanke in den Mannschaftskämpfen, die wir in Deutschland bewußt höher bewerten als jedes Einzelrennen, und sei es eine Mei- „Maria — hast du gehört? Das ist Ihre Hoheit Frau Schulze. Die Stimme kenne ich, bic vergißt sich nicht." „Wer? — Die Tante Margarethe Elisabeth?" „Genau die. Ah," sie kam schnell aus dem Schaukelstuhl in die Höhe. „Endlich ein Besuch, der Freude bringt," und mit tiefem Gruß — es lag ein wenig Spott in ihm, sie spottete doch immer zu gerne — neigte sie sich vor einer kaum mittelgroßen, ziemlich starken Dame, die mit schnellen Bewegungen die Treppe heraufkam. „Gott sei Dank," sagte die Dame. „Wie ich her' umgefragt habe nach euch! Großfürstin Wlabimiro- witsch? Was die Leut' für Augen machten! Kein Mensch kannte die. Herzogin von Alcheim? — Nicht zu sagen. Solche Herrschaften waren nimmer in Leoni eingekehrt. Bis ich dran denke, daß mir der Fred! geschrieben hat, ihr lebt hier inkognito. Da ging es endlich." Sie hatte Elena, währcich sie sprach, die Wange getätschelt, jetzt stand sie vor Maria, sah an ihr in die Höhe und meinte: „Die Haare sind's, die Augen sind's auch, hast du beides von deiner Mutter, ober in der Figur bist du beinern Vater nachgewachsen. Wie eine Tanne. Weißt bu, wer ich bin?" „O boch. Ich war bei Elenas Hochzeit boch schon zehn Jahre alt. Ich habe Sie nicht vergessen, Tante Margarethe." „Sieh, bas ist nett. Anbere Leute vergessen mich jetzt zum Teil sehr gern. Mein Gott, wenn man einen Mann heiratet, ber ganz einfach Schulze heißt — furchtbar. — Ich meine furchtbar für bie anbem. Mir gefällt mein Leben jetzt sehr viel besser als früher. — Ja, wißt ihr, warum ich komme?" „Vermutlich, weil ber Frebi Hochheim dir geschrieben hat. Das hat denn ber angegeben?" „Erst einmal saß er roieber tief brin in ber Tinte. Das ist ja meist fein Fall. Unb wollte Hilfe. Aber in biefem Punkt — Ich habe Herrn Schulze nicht geheiratet, bamii leichtsinnige Prinzen sein Gelb verspielen. Darin bin ich ganz kaltschnäuzig. Ja, wirklich. — Kinder, eure Pension liegt hier entzückend, aber dieser Dust von Bratklops — habt ihr den immer?" „Manchmal riecht es auch nach Essig ober angebrannter Milch. Die Küche ist unter der Veranda." (Fortsetzung folgt.) , sterschaft. Hier taucht der einzelne in der höheren Einheit unter. Richt er, sondern seine Farbe, das Symbol der Gemeinschaft, soll s i e g e n. So lehrt unS der Sport, dem Ganzen zu bienen. Liniere deutsch-sportliche Ethik ist keine Rekordjägerei. Wir stemmen uns gegen den sportlichen Amerikanismus, dem Sensation alles ist. Don dorther droht uns Gefahr. Wie unser herrliches deutsches Volkslied heute durch amerikanisch« Vegermufik an die Wand gedrückt wird, so droht amerikanische Sensationslüsternheit unseren reinen deutschen Spvrtgedanken zu vergiften. Erkennen wir die Gefahr und machen wir uns stark gegen sie. Die Tagespreise, die uns dabei unterstützt, leistet dem deutschen Volke den besten Dienst. Es ist ein Dien st an Volk und Vaterland, wenn wir den Sport zu dem gestalten, wozu er berufen ist, zum Arzt am Krankenbett der deutschen Seele. Der Dreiklana .Ich will", .ich kann", „ich diene" soll unsere ganze sportliche Betätigung durchziehen. Ernster, harter Wille, jauchzende Freude am Können und selbstloser Dienst an der Gemeinschaft find die Fundamente unserer deutschspvrt- lichen Ethik, und die Lebensrichtung, die er dem Menschen gibt, ist die, die ich als junger Student mir einmal als eigenes Lebensmotto geformt habe: Such' auf der Erdenwanderschast Zum Ganzen immer mehr zu reifen 2nd zage nicht, mit froher Kraft Stets nach dem höchsten Ziel zu greifen, Dann füge dienend Dich als Stein Dem Tempelbou der Menschheit ein. Wenn der deutsche Sport uns das wird, bann warnt uns niemand mehr mit aufgehobenem Finger: Hütet euch vor der heidnischen Lieberschätzung deS Körperlichen: dann ist der Sport praktisches Christentum! Gauwettschwimmen O. T. —o— Rächsten Sonntag werden die Schwimmabteilungen der Turnvereine des Gaues Hessen ihre Wettkämpfer und Wettkämpferinnen nach Wetzlar entsenden, um von unparteiischer Seite ben Erfolg ihrer Ausbildungsarbeit in Mast und Zahl feststellen zu lassen. Die Veranstaltung wurde von dem Turnverein Wetzlar sorgfältig vorbereitet und steht unter dcr Leitung des Gauschwimmwarts Franz Sauer (Gießen). Die Reihenfolge der Wettkämpfe geht bis auf 33 Rummern: der Rachmittag leitet mit den allgemeinen Freiübungen ein und bringt außer Wettkämpfen noch die SondervorführungLn einzelner Abteilungen und das Springen der Besten. Die Meldungen zu den Wetttämpfen erstrecken sich auf die verschiedenen Schwimmarten, Streckentauchen, Springen, Staffeln, und sind in drei Stufen gegliedert. Ein Wasserballspiel bildet den Schluß. Faustballspiele. Am vorigen Sonntag trug der T. u. Spv. 1860 Warburg zum 1. Male sein Pokalspiel auS. In der Weisterklasse kämpften sechs Mannschaften um den silbernen Decher. Zum 4. Male konnte die Mannschaft der Tgmde.Fried- b e r g denselben überlegen gewinnen, nachdem sie zweimal die Mannschaft der 1846er Gießen besiegt hatte. Friedberg dürfte unbefiritten die beste Mannschaft des Gaues sein, kne es mit den besten KreiSmeistern aufnehmen kann. In der X - K l a s s e wurde, wie üblich, um einen Eichen- kranz gespielt, den die LMannschaft des * T.D. 1 8 4 6 Gießen nach fünf gewonnenen Spielen erhielt. Von dem herrlichen Wetter be- • günstigt, war die ganze Veranstaltung ein Werbe- , tag für daS schöne Faustballspiel, das leider noch viel zuwenig betrieben wird. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. 6. Der für kommenden Sonntag mit dem V. f. L. angesetzte Klubkampf für Senioren fällt infolge mangelnder Beteiligung Wetzlars aus. Dafür wird aber ein Dutzend Jugendlicher der Spielvereinigung ihr Können gegen schwache Konkurrenz in Darmstadt auf den Rationalen Iugendwetttämpfen des dortigen Sportvereins unter Beweis stellen. Rach den bisherigen Leistungen der vorgesehenen Wettkämpfer dürften fie am Sonntag eine Reihe von Siegen mit nach Gießen bringen. Gießener Zungflieger auf der Rhön. In der ersten fiälfte des August wird sich die Iungfliegergruppe des Vereins für Luftfahrt mit ihrem Flugzeug „Gi eßen", Typ „Zögling", am Rhön-Segelflug-Wettbe- roerb 1 928 beteiligen. Das Flugzeug mit einer Spannweite von zehn Meter wurde von Mitgliedern der Iungfliegergruppe erbaut und ist durch die vorjährige Ausstellung in der Turnhalle des Realgym« nafiums bekannt. Vill. Herbst-Regatta des Lahn-Regatta-Derbandes. Der Verein .Rudersport" 1913 und Made- mische Ruderabteilung schreibt soeben die VIII. Herbstregatta des Lahn-Regatta Verbände s auf der Lahn bei Gießen am Sonntag, 26. August, aus. Cs sind folgende Rennen vorgesehen. 1. Iungmann-Vierer, 2. Iungmann-Ciner. 3. Anfänger-Vierer. 4. Gast- Vierer, 5. Iungmann-Vierer. 6. Herbst-Achter. 7. Schüler-Vierer, 8. Erster Lahn-Vierer. 9. Lahn-Iungmann-Achter. IC. Altherren-Vierer. 11. Iunior^Dierer. 12. Lahn-Iungmmm-Vierer, 13. Lahn-Einer, 14. Herbst-Vierer, 15. Ermunterungs-Vierer, 16. Großer Lahn-Achter. Meldungen und Rennungen sind an den Vorsitzenden des Vereins .Rudersport" Fr. Levermann in Gießen zu richten. Melde- und Rennnngs-Schluß am 10. August. Städte-Achter Gießen — Wehlar. Der Städte-Achter Gießen — Wetzlar, um den die Ruderer-Mannschaften von Gießen und Wetzlar seit einigen Jahren alljährlich im ruderspvrt- lichen Wettkampfe auf der Lahn ringen, soll in diesem Jahre am 2. September auf der Lahn bei Gießen ausgefahren werden. Der Verein „Rudersport" Gießen 1913 und Akademische Ruderabteilung erläßt jetzt dazu das Ausschreiben. Der Wettkampf ist offen für die deutschen Ruder- Verbands-Vereine von Gießen und Wetzlar.^ Der Wanderpreis ist bekanntlich von den Städten Gießen und Wetzlar gemeinlam gestiftet. Die siegenden Mannschaften erhalten Erinnerungszeichen, der siegende Verein bei Rückgabe des Preises eine Ehrenplakette. Meldungs- und Rennungsschluß Freitag, 17. August. Meldungen und Rennungen sind an den Regatta-Ausschuß des Vereins „Rudersport" Gießen 1913 zu richten. Arbeiier-Turn- und Sporibund. Wielecks I. Mannschaft fährt am kommenden Sonntag nach Raunheim, um ihr letztes Spiel der Vorrunde gegen di« dortige erste Mannschaft auszutragen. Wohl führt Wie- leck bis jetzt ungeschlagen die Spitze der ersten Bezirksklasse, ob es ihm aber gelingt, gegen die spielstarke Mannschaft Raunheims ein ansprechendes Resultat herauszuholen, hängt von der Verfassung der Mannschaft ab, die wohl die Fähigkeit besitzt, sich aber sehr anstrengen muß. Lollar geht zum Aachbarverein D a u b r i n- gen, um gegen die dortige erste Mannschaft ein Freundschaftsspiel auszutragen. Rach der Spielweise der Platzbesiher ist mit einem scharfen Spiel zu rechnen, in dem der Glücklichere Sieger bleiben wird. Großen- Linden hat F rohnhausen zu Gast und wird auf eigenem Platze Sieger bleiben. Wiese cks II. Mannschaft hat Beilstein zu Gast und wird sich gegen die körperlich stärkeren Gäste stark wehren müssen, die wohl Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen. In LaunSbach veranstaltet die Freie Turnerschaft ein Werbeturnen, bei dem die Kveisriege am Pferd, Reck und Barren Mitwirken wird. Heuer deutscher öpeerwursrekord S. S. L. Bei dem leichtathletischen Abendsporifest des Dresdener Sportclubs am Mittwoch gelang es dem Dresdener Horlich, den durch Dr. Lübecke seit 1924 gehaltenen deutschen Rekord im beidarmigen Speerwurf von 103,26 Meter mit 103,35 Meter knapp zu überbieten. Bemerkenswert ist, daß der Breslauer Turner S t o s ch e k bereits zweimal in diesem Jahre die Höchstleistung der D. S. D. mit 104,36 und 107,62 Meter erheblich übertroffen hat. Wirtsch-st. Zahlungsverkehr und Llmsahbewegung. Rach den Llntersuchungeir des Instituts für Konjunkturforschung haben sich im ersten Halbjahr 1928 die Umsätze im Zahlungsverkehr langsamer erhöht, als in den gleichen Monaten des Jahres 1927. Das Institut führt dies daraus zurück, daß infolge der Abschwächung des wirtschaftlichen Tätigkeitsgrabes auch das Llmsatzvolumen im Zahlungsverkehr sich langsamer gesteigert hat. Wenn sich auch im Zahlungsverkehr der Einfluß des Konjunkturrückganges zeigt, so hat er sich bisher doch weniger stark bemerkbar gemacht, als in den Produk- tions- und Beschäfftgungszahlen, was wohl damit zusammenhängen mag. daß sich die Llmsahtätig- keit im Handel im ersten Halbjahr 1928 offenbar teilweise etwas günstiger en treidelt hatte, als der Geschäftsgang in der Industrie. Die Einzelhandelsumsätze und die gesamten versteuerten »Umsätze waren um einige Prozent höher, als zur gleichen Zeit des Vorjahres, während Prvduk- tton und Beschäftigung der Industrie im ganzen annähernd gleich, teilweise sogar eher etwas niedriger waren. Das Institut führt diese .Gegenbewegung" von Llmsah und Produktion darauf zurück, daß beträchtliche Lagervorräte vorhanden waren, die eine Llmsahsteiaerung insbesondere für viele Verbrauchsgüter bei sinkender Produktion ermöglichten. In Ser Tat sind beispielsweise die Lagervorräte in der Textilindustrie entgegen der allgemeinen Annahme, wie uns bestätigt wird, nicht sehr groß, und die Textilindustrie rechnet damit, daß das Herbstgeschäft zur Räumung dieser nicht sehr großen Lagervorräte beitragen wird. • Diskonterhöhung der Reuyorker Federal Reserve Bank. Die Federal Reserve Banc of Reuyork erhöhte gestern ihren Diskontsatz von 4l/t auf 5 Prvz. • Konflikt in der Dill- und Lahn- Metallindustrie. Die Belegschaft der Eisenwerke in Burg bei Dillenburg befindet sich in einem wilden Streik, da sie ihre Streitigkeiten durch die neuen Tarifverträge als nicht erledigt ansieht. Da die Belegschaft zur Wiederaufnahme der Arbeit zu den durch die verbindlich erflärten Schiedssprüche fest gelegten Bedingungen nicht zu bewegen ist. hat der Arbeitgeberverband sämtlichen Arbeitern, die dem Tarifvertrag für die Eisen- und Metallindustrie an Dill und oberer Lahn unterstehen, das Arbeitsverhältnis zum 25. Juli gekündigt. Von dieser Maßnahme werden etwa 6000 Arbiter betroffen. • Schuhfabrik Hassia A.-G., Offenbach a. M. Rach dem Bericht war im Jahre 1927 die Rachfrage andauernd lebhaft, der Llmsah konnte wesentlich gesteigert werden. Geringe Kaufkraft der Verbraucher habe aber die Preise gedrückt. Gegen Ende des verflossenen Jahres habe der Auftragseingang nachgelassen, und die inzwischen auf 11000 Arbeiter angewachsene Belegschaft sei entsprechend verringert worden. Bei 97 228 (101 567) Mark Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 91 859 (84 382) Mark, woraus wieder 4 Proz. Dividende auf 1,6 Mill. Mark Aktienkapital verteilt und die restlichen 27 859 (20 382) Mark vorgetragen werden. 3m neuen Jahre habe das Geschäft bis jetzt keine Belebung erfahren, und ein 1.1 rteil über Die Aussichten könne noch nicht gefällt werden. • D i e Vereinigten Stahlwerte A. G. erzielten im dritten Geschäftsquartal 1927/28 (April bis Juni) einen Llmsah von 339 797 463 Mark, davon im Inlande 216 610 977, im Auslande 123186 486 (vorl. Zahlen), gegenüber dem zweiten GeschLstsquartal von 360 897 725 bzw. 245 963 096 bzw. 114 934 629 Mark (endg. Zahlen). In diesen Zahlen ist der Llmsah zwischen den einzelnen Abteilungen und der Llmsah der zum Konzern gehörenden Beteiligungen nicht enthalten. Die Auftragsbestände der Hüttenwerke und Verfeinerungsbetriebe am 1. Juni 1928 betrugen 89.4 Prozent des entsprechenden Auftragsbestandes am 30. September 1927 (am 1. April betrug der Bestand 92,3 Prozent). Kohle 6 289 600 (zweites Geschäfts qua ri al 6 897 000), Koks 2 301 959 (2 321 001), Roheisen 1 541 871 (1 703 105), Roh- stahl 1 319 150 (1 842 187) Tonnen. Die Zahl der Arbeiter am 30. Juni betrug 177 090 (31. März 182 701), Angestellte 15 530 (31. März 15 813). • Betriebs abbruch der Zeche „‘Betäub" in Oberhausen. Der Ständige Berg- sachverständigenkommissar für Stillegungsangelegenheiten, Oberbergamtsdirektor Dr. Weise in Dortmund, teilt mit: Am 11. Juli fand im Oberbergamt in Dortmund unter Beteiligung der Werkverwaltung und der Direktion von Harpen, des BetriebsausschusseS der beteiligten Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Organisationen, des Landesarbeitsamtes sowie der Behörden der allgemeinen Landes-, Berg- und Kommunalverwaltung die Verhandlung über den BetriebS- abbruch der im Gebiet der Stadt Oberhausen gelegenen Zeche „Roland" der Harpener Berg- bau-A.-G. statt. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M.. 13. Juli. Tendenz: weiter abgeschwächt. Die heutige Börse stand unter dem Druck der unerwartet schnell vorgenommenen Diskonterhöhung der Federal Reserve Banken von Reuyork und Richmond. Mit Recht befürchtet man hiervon starke Rückwirkungen auf die europäische Diskontpolittk, und vor allem glaubt man mit einer baldigen Diskont- erhöh un g der Bank von England rechnen zu können. In Reuyork rechnet man damit, daß sich die Abziehungen kurzfristr- ger amerikanischer Leihgelber aus Deutschland sortsetzen: der hohe Dollarkurs scheint dies an sich zu bestätigen. Wieder war das Angebot nicht sehr groß, doch lagen die ersten Äurfe bei der weiterhin sehr geringen Aufnahme bist meist 1 bis 4 Prozent schwächer. Das Geschäft war nach wie vor schleppend und still. Verschiedene Werte waren stärker abgeschwächt. So lagen Rheinstahl 6,25 Proz. niedriger. ausschlag gebend hierfür waren die Ausführungen m der Generalversammlung. Ferner waren Zellstoffwerte stärker angeboten. Aschaffenburger büßten 4,75 Proz. und Walbhos 5 Prvz. ein. Von den Kaliwerken gaben Westeregeln 4.5 Proz. nach. Am Elektromarkt verloren GeSfürel 4,25 Proz.. Siemens 3,25 Prvz. Sicht unb Kraft 2,5 Prozent. AEG. 1.9 Prozent. 3.^..Farben eröffneten 3,25 Prozent schwacher. Am Markte der Autoaktien lagen Adler, Daimler etwatz niedriger. R. S. LI. dagegen 2 Prozent fefter. Die Banken verloren 1 bis 3 Prozent. Schift- fahrtswerte etwa 1,5 Prozent gedrückt. Deutsche Anleihen konnten sich etwas erholen. Ausländische Renten stiller. 3m QSetlaufxT bröckelten die Kurse bei Winimalumsätzen meist weiter ab. I.-G-Farben unb Rheinstahl gaben erneut 1 Prozent nach Watdhos minus 2,5 Prozent. Am Devisenmarkt erhöht sich der DvllarkurS weiter, angeblich aus dem schon oben erwähnten Grund. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2023. Pfund 20,417, London-Kabel 4.8610, Paris 124,25. Mailand 92,10, Holland 12.0640. Geld war gesucht. Tägliches Geld 8 Prozent. Berliner Börse. Berlin, 13. Juli. Schneller alS erwartet wurde, ist Reuyork mit seiner Diskonterhöhung gefolgt, auch die Federal Reserve Dank von Richmond hat bereits auf 5 Prozent erhöht, doch war damit zu rechnen, daß nun alle Reserve-Banken der Reihe nach kommen werden. Die Tendenz war aber trotzdem lange nicht so schwach, wie man vormittags noch befürchtet hatte, da anscheinei-d die 'Banken wieder etwas dagegen halten und die Daissepartei unmöglich machen und Deckungen veranlasfen wollen. Die Ware, die zu den ersten Kursen herauS- kam, fand glatt Aufnahme. Kleine Kursrückgänge ließen sich jedoch nicht vermeiden, hielten sich zumeist aber in erträglichen Grenzen. Verluste von etwa 4 Prozent hatten Ilse. Rhein- stahl, Transradio, Feldmühle. Lebhaft und ziemlich fest eröffneten Polyphon, plus 9,75. Anleihen behauptet. Ausländer fast geschäftSloS. Anatolier eher schwächer. Bosnier biS 1,50 Prozent erhöht. Pfandbriefmarkt sttll. Geldmarkt weiter versteift. Tagesgeld 6,75 Prozent biS 8,75 Prozent. Mo- natdgelb 7,75 biS 8,75 Prozent. Warenwechsel etwa 7 Prozent. Auch im Verlaufe litt da- Geschäft unter dem fehlenden OrderSeinaang. Dis Kursentwicklung war nicht einheitlich. Mit Ausnahme der Farben war die Tendenz wieder ziemlich behauptet. Deutsche Linoleum verloren 4 Prozent, Waldhof etwa 3 Prozent. FrauLsurter GcLrc.Lebörse. Frankfurt a. M, 13. Juli. Zum Wvchen- schluh herrschte am hiesiaen Markt vollkommene Geschäfts los igkett. In Anbetracht des guten Welters übten bte Käufer stärkste Zurückhaltung. Die ganze Stimmung war jedoch freundlich und die Preise konnten sich gut behaupten ES tourlcn notiert: Weizen 26; Roggen 28; Hafer, inländischer 27,75—28 25. Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50—24,75; Weizenmehl, süddeutsche- Spezial 0 36-36,50; Roggenmehl 37,25-38,23; Weizeickleie 13,50; Roggenkleie 15,75. Letzte Nachrichten. Sin Schulsunge in der Lahn ertrnnftn. Heute Dcrmittag gegen 11 Uhr ereignete sich im Freibad in der Lahn ein schwerer U n • alückssall, dem bedauerlicherweise ein Schulkind a u m Opfer fiel. Dort war eine Klasse der Goetheschule unter Führung des Lehrers zum Baden erschienen. Der 12 Jahre alle Schuler Hans Fuchs, in der Sonnenstraße wahnhaft, soll sich dabei, obwohl er des Schwimmens nicht recht kundig roar von der Nichtschwimmerabteilung in das tiefere Wasser begeben haben, das nur für Schwimmer bestimmt ist. Das bedauernswerte Kind v e r f a n k h i e r vor den Augen der Schüler und des Lehrer» in der Flut. Aus der benachbarten Badeanstalt herbeigerufene Schwimmer tauchten nach dem Kleinen, sie konnten ihn aber erst nach Verlauf von etwa zehn Minuten finden und an Land bringen. Anhaltende Wiederbelebungsversuche, an denen sich u.a auch ein Arst und geschulte Leute der Feuerwache beteiligten, vermochten den armen Knaben nicht mehr zum Leben zurückzurufen. 111,22 ».«9 '8ell> TTtT 58.53 111,7b I0.87V 165,36 163,9 I 163,6 l. % 3<* 113,36 155 163,25 143.5 ! 457,23 165,6 »5.5 | M.65 141 J 1|9.5 99 . 6 tih 10 10 16 18 . 6 184.75 t78 165.75 161.6 165.5 163.75 201 202.13 269.76 163 160.5 164 <45 | 460.25, M.25 97 flnuzttanttoc "Rotte StlgrfdX 9?ota . . Ttnrfltbe Noten . .. ünattf* Retm . . . 90,4 146,5 90.5 480 141,6 4H . . 6 . . 8 . 10 144 278.: 183 268.5 163.5 140.5 165 139.5 98,25 60 «53 259.25 »1,6 285.76 i 281.6 148,6 H42.23 138 446 I 280 183.5 271 164. a Obeddjici. Lokkwette Phöntr Bergbau .... Shdnfltfc Brrorfcblen . »4,13 50.9 255,8 261.4 443.25 258,5 122.5 Mebeck Manta» '’rrctntflt» StohÜD. . Olavi Tnnrn . . . »an McherKeben • • »aN Wcfltttadn. . • Oo£l®n-r Stilibetfurtl 9- ». £rintir.-3»Otdt* lonamit Oiobd . . . Scheid« ankall. . • • Goldschmidt . . « • 94,5 ! 258 265 280,6 97 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbarckdiskont 7 Prozent, Lombardzinsftih 8 ^rozen^ ÄUfl. Trull«dr «HlenMtjn . gutfl.flmenra Palet . ,.€übam. Dampssch. Tampsschtis ■. cutfdjtr Lloyd . . . eng. IkutfdK ttrtMtanft. • Barmer Vanlvrrein . . . Berliner pandel-acsellsch. ■ Lommerz- und Prtoat-Banl Dmmst. n. «HattonaTban! . Deutsche Bant • • • • Dlskonlo-Kesellschafl 2uU.. Treidner 8an! ■ • - - - vriueldeuttcke Credtttnml . .................. Neichkbonl..... • Banknoten. Berlin, >2 Ialt Berlin. 12 .luli Rnuuofifthe Jioten . BoöäntnftDe Noten...... «Wb 16 Jß 168,41 —ro— " i8.47S ' 169,09 ^rnlientsche Noten...... 32.05 12,13 Norwegische Noten...... 111.97 111,11 Demsch-Oetterr, 6100 Kronen Rumänische Noten...... 69. !•> 1,557 59.40 2,677 Echwedtichc Noten...... 112,ON 111.31 Schweizer Noten....... Epkwische Noten....... Tschechoslowakische Noten ■ • ».79 81.11 68.86 12,405 69,14 13,466 Ungarische Noten • - 73,75 79.06 Devisenmarkt Berlin —StanfTur 4L UL Jrraiiltfurt a. M Berlin Schlutz-s Ärar» 1 l-Uhr. ÄMT» Sdjlufe-, jvurs Anfang Kurs Datum: 12. 7. 13. 7. 12.7. | 13. 7. Bhitipp Holjmcmn......7 HädeLerger Lemenl. . - 10 Lernen! »adftnbi ..... . 8 «aytz» Freitag......» Lchulthett Pctzenhoser . . . 15 Ser. Slangftoss......18 Bem berg........." Zelistofs wawhos.....12 Üe0ftott «schäften-«» ... 12 Charlottenburger Bauer ... 7 Dessauer SaS..... 8 Daimler Motor«,......0 Demag....... 0 Adlerwett» Steoer......5 Lud«. Loewr . ...... 10 Rat. Automobil ....... 0 Dtenftrtn 4 Sopptt . .... 6 Leonhard Tie« . ...... 6 Bamaa-Sleauin ....... 0 Franks. Malchtne» ...... fi «ritzner..... 11 Heyltaenstaedt .......0 wmghott..........< Lechwette....... 8 Dlointrai twett» ....... 8 «tag...........10 Refadnlmei ..••••••« Peter« Nato» ..••••••6 Gebe Roeder ....... N «oigt 4 Hoeisua......8 SÄbb. flutf«........8 R 1% I 1 1 । 1 3* 1 1 ■“ 1 S 1 1 H 1 1 4 - 8 - 9 - ---5- 2- C* ? & & — S > 11 i r» i i i i i । s i 1111 k i । 11 sS । । i । 145 I - 545.18 316,9 618 552 301 224,25 126 196.-3 105 75 56.9 111 232 86.5 121 858 23.76 70 130.13 82,25 143,5 61.75 108 151.75 143,25 341 303.5 617 64 i 298-75 224.0 125,5 196.5 106 56.25 111,5 82 120 267 - 2 z 142 Frankfurt a. M Derlin Frankfurt a. M Berlin Sd)lu§« flur* TW Kurs Schwb Äurs Unfang Aura Schluh- Rur» w ÜUT» Schtuh Sur» Anfang Hur» Datum 12.7. 18.7. 12 7. 13. 7. Datum: 12. 7. 13 7. | 12. 7. 13.7. 6% Dt. »klchsanlechc ö. 1937 . . 87.25 — 87.5 A.«r.»...........* 173 172,13 172.5 171,5 Dt. »nl e«blSl..Schuü> mit «u» 51,2 61,4 Bergmann . ...•••••9 Slettr. Lieserungen.....10 — 196 194.5 ........ • 51,3 51,4 — 167 — Detgl. ohne Nu«lof.-Rechte . . . 17,2 17.25 17.3 17.25 Licht und Kraft ...... 10 *13 207,5 210.5 209.25 7% yrantf. Hyp.-Bk. «oldps. un. kündbar b« 1982....... 90,5 — — trclten 4 Buillcaume..... 6 . s. vlektr. Untern.. ... 10 129 352 247,75 128.5 247.5 127,5 247.5 4Ü% Rbelntlche Hyp.-Bauk Llqu.- Goldps............ 76,5 — - Hainb. CBctn. Wette .... 10 Rhein, «tcktr........9 2 158 150 156.5 A.S.q>. obfl. Sotfritfl^CbHQfftiüTL, ttUchoblbar 1932 — - - Schles. .......10 Tchuckeri..........8 — 195 214.5 197 242.25 195 4% Lchwetz. Bund««b.-Anl.. . . — — — — Siemens & HaUle.....12 363,75 360.5 143.5 362,5 147.5 360.25 4% Oestrrreichiiche fflolbrte.. . . 8.5 — 168,5 168 168 4,20% Lellerr. Silderrte..... 4% Lestcrreich. ctnheill. Rtr. — — — Buderu»...... 5 82 — 81.5 — 4% Ungarische «lolbrtc..... 26 — 26.1 — Deutsche Erdöl ....... 6 - 138 137.13 135,5 4% Ungarische Staat»!, v. 1910 . — — — — Essener Steinkohle......8 — * 120 4H% de«9l- von 1918 . ... 4% Ungarische Kr«nenrte.. . . 1.76 — 1,8 — Welsenkirchener ... !• h 3 4 Harpener ........ 6 Hoesch Eisen. ........ 8 136 161 — 135.75 150 135 160 4% Tütt. Zollanlechc t>. 1911 . . 11.05 11.05 11,1 10.9 — - 131.25 128 4% I attische Bagdaddahn-Anl-, Serie I . 12 11.6 gi(c Bergbau ........ 8 Ktöcknerwette ....... 7 123,5 244 122,5 240 122.9 4% brtflL Ecttr 11....... 11 e- 10.V * IkSln-Neuesfen. ....... 9 —- 127.5 127,25 4% Rumänen convert. Rte. . . . 6,8 5 - «— — Mannesmann . ....... 8 131,9 130.9 130.76 130.13 4%% Rumäneichloldanl. von 1918 — 20,5 — Mansfeldrr.........7 112 — 109.9 111 cberschles. «Äsend. Bedatt ... 5 — - 103.25 102,25 1t. Juli 18. »aU Amtliche Seid JlotuTuna Brief Ärmliche -ÄeN> Roritranq «rief . 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