Stonlfurttt vp«. tutjenbe^tt t*om Darmfiad! ift ■ Duhnen A. S -ui- nter Orr hitf, •^nnn L'rb Moff. H oh«n ? 2- 3uni 1840 tr von 16 S ‘ «-L ä?Vs 1 Architects. Mr bau, W vnmblr tt lu$ Hetiqcn SBerufej jJn?W nur in fl,. ,^r>eb er kit M e '>4 'n der fc>|fle e? und btbtultnbftV. Sin® ©tlamiau^afc,- ab erlchiencir ßtin 'rden 1919 in einer juiatnmengefabt Eeratur hon Oifnb nbollor der Ä.-chi- lvs-llniverfltät und ten. >alshes!e. Qktiag Ä leljöhrlich 6 Al end. bringt diese d> Zeitschrist dann und n Gebiet der alt», mit einem Mchen Aussatz über mittel- Fast mittelalter: L n Empfindung, ihre» tigkelt und iobtn- isgezeichneten Platz. 1 und Ho num, bi aller für den »- hat und die hier der Zeitschrift au#- vhntunh und Dahn» illustrierten Auflatz er Architekten Mnc wunderschön in, dic ausgezeichnete fünft- chi'Men mit höchster pfeif verbindet. Lami loÄolmer Aorlnsta Inhalt erwähnen Maser der M « Kunstgewcrbeschule. Kunstphotographien m Schluß reizende« I- hrichien. djajt. Labbatseie- de 30 Uhr; Samstagooi ?Ö nr; 6* ngottesdienst: morflt« ■ ' 1«.< ü.i# 59, 3 3,5? 111.6 80,H 71.96 12,41 73« l«.v UL<; i».3‘ I,« 113.? 72.1? IUI 73.5« 0.® 12^-7 WLJ—iST7 58.« ut.rj 111.® U3A |0,5S £ e> «,rr 20, f- Ü 5.Ö? 1,1*. H? 21.01' -reankfurl i.miJÜl t,:o- ! 58.4?:' in.*;; ; 111,41 io.x 22.«" 20, S* K | 1,966 . ü>’ । 69,« ' 12,1^ ;> S I fiö' 5,611 <1« 4> JO.?’1 Nr. U Erster Blatt 178. Jahrgang 5rettag, |5. Januar |‘)28 G»sch«i»ri>,lich,-»tz« Sonntag» nb ?ytirrlags. Bttiefte: öiebtntr ^aeiUtenblätta in Bild TM« Scholl«. ■ee«u»8«lM*Prlrt» 10 Aeichspsenrng; ftr Ar» Nlomean«eigen von 70 mm Brette 35 9in0)*p|ennig, PlaJvorschrist 20' . mehr ChefrebaKteRr Dr. Fnedr TDilb. Lange. BerantetorUid) fir Vohtiit Dr Fr TDilb Lana«, fir Feuilleton Dr H Ihyriol; für den übrigen Teil Ernst BlRNtschein, ftr den In» zeigenteil JUrt AiOwtann, sämtlich in (Bietzen. Die Etatsberatungen im Haushalisausschuß. ‘Berlin, 13.3an (DDZ.) Im HauShalts- au-fchuß deS Reichstag-, der den neuen Reichs- lhauShaltSvoranfchlag berät, sprach zunächst KeichSjustizministef Dr. Hergt über das Problem der Verreichlichung der Justiz. Im Vordergrund ständen für manche Ä reife allgemcinpolitifche und unitaritac ®k- fichl-punkic Derstärkuna der Hoheit-rechte deS Reich» auf Kosten der Länder Zu dieser politi- scheu Stage wolle er sich heute nicht äußern. ör perfönlich mache sich solche (Dehanfengänge nicht ?u eigen. Ändere stellen die Fragen de- Rechts elbst in den Vordergrund Man denke babei an die Verschiedenartigkeit der AuS - führungsgefetze in den deutschen Ländern, der Ausbildung der Juristen, der Handhabung der Strafverfolgung durch die StaatSanwaltfchafl, de- Begnadigungsrecht- der Länder ufw. lÖeiter fiele auch der Gedanke der Rationalisierung ;n» Gewicht. Gewiß könnten die Länder selbst innerhalb Ihre- Bereiche- eine Art Rationalisierung, d. h. Vereinfachung und Verbilligung der Justizverwaltung, herbei führen. wenn hier die Verreichlichung der Justiz verlangt wird, so erwarte! man gerade von der zentralen Stelle besondere Ergebnisse durch Zusammenlegung von Gerichten und dergleichen heule sei die brennendste Jrage ba» Interesse von solchen Ländern, die notleidend und sInan , schwach seien, denen man zu Helsen gedenke durch 'Abtretung einer Teil- Hoheit der Länder an da» Reich aus dem Gebiete, auf dem gerade da» Deslzlt in die Erscheinung trete. Bekanntlich weise jede 3ufllj- oerivaltunq in den deutschen Ländern ein Defizit aus. Vie Frage selbst aber sei eine gani hochpolitische, deshalb werde sich mit ihr auch die Ministerpräsidenlenkonserenz In Berlin am 16. und 17. Januar zu beschäftigen haben. Der Reichekanzler habe in München schon zum Aus» druck gebracht, das; man an die Frage: Vermal» tung-reform von '.Reid) und Landern, nicht ein» jfitifl oun Reich» wgen Herangehen könne. (Er für feine Person mache sich diesen Standpunkt de» Herrn Reich»kanzlers aus vollster Ueberzengung zu eigen. Heute könne er hier als Reichsjustizminister den Fragen unmöglich oorgreifen. Die Frage, den Jnstanzenzug zu verringern ufw. verfolgt dic Reichsjustizoerwaltung mit größter Aufmerksamkeit. Der Minister ging bann auf bi« Frage ber einheitlichen Ausbildung der Juristen ein. Dor einigen Jahren fei bereit- ber Versuch einer Vereinheitlichung ber juristischen Vorbildung im Deutschen Reiche gemach! worben. Die Länber seien baten stark interessiert Ferner fei die Freizügigkeit der Rechtsanwälte gefordert worben. Auch hier ständen die Länder einer Aenberung vielfach ablcbncnb gegenüber. 'Auch die Auflassung in der Anwaltschaft selbst sei durchaus geteilt. Der Gesetzentwurf über die unehelichen Kinder liege im "Reich-rat. Töcnn die Vorlage dort bisher nicht erledigt sei, so habe doch da- Justizministerium sein Möglichste- getan. Mas die Zivilprozeßreform anlange, so werbe der auf Grund ber Arbeiten einer besonderen Äommiflion auszuslellende Entwurf nach Fertigstellung der Oesfentlichkeit unterbreitet werden. Eine erhebliche Tätigkeit mache sich auf dem Gebiet de» internationalen Recht» bemerkbar. Gegenwärtig tage die Konferenz im Haag über Fragen be- internationalen Privatrechts. Er glaube gezeigt zu haben, wie stark fein Reff ort in der Arbeit begriffen sei. Or hoffe, daß diese Arbeit auf allen Gebieten im Laufe deS IahreS ersolgreich fein werde. Abg. Dr. Kahl (D. V.) erbebt die dringende Warnung, nicht alle gesetzgeberisch wünschenswerten Ausgaben mit drängender Eile auf einmal im Reichstage in Angriff nehmen tu wollen. Dor lauter Hast blieben die alten Vorlagen liegen. Der „liebergang der Iustizhoheit von den Sandern auf das Reich" fei eine Frage, die nicht isoliert gelöst werden könne. Die Emminger-Verordnung habe sich belfer bewährt als auch er erwarte! habe. Denn noch heute von einer ausgesprochenen Klassenjustiz gesprochen werbe, fo sei das eine objektive Unwahrheit. Abg. Haas (Dem) sühn auö, wie die bayerische Justiz, meße auch das Reichsgericht mit zweierlei Mast, das zeige die Freisprechung von Claß und das scharfe Verhalten gegen Kommunisten. Seine Fraktion beantrage einen Gesetzentwurf betreffend Freizügigkeit der Rechtsanwälte Reichsjustizminister Hergt^ Der Abg. Dr. Haas hat gegen das Reich-geeicht den Dor- Wurf erhoben, datz es mit zweierlei Maß messe. "Dir wenden unZ gegen eine Generalisierung solcher Einzelsällc. Der OberrcichSanwalt fällt die ihm Obliegenheit Entscheidungen unter eigener Verantwortung. Das schließt nicht aus. daß das Reichsjustizminifteriunt sich bei gegebenem Anlaß mit ihm in Verbindung setzt. Im FaN Iacubowski sei erwiesen daß die Prefse- mittcilungen über ein Geständnis der Großmutter des ermordeten Kindes erfunden gewesen seien. Das habe die mecklenburgische Regierung festgestellt. Oie Aussichten des Veichsschulgesehes. Oer Kampf zwischen Zentrum und Bolkspartei um Schulaufsicht und Gimultanschule. Eigen« Drahtmeldung de» „Gießener Anzeiger»'. Berlin. 13. Jan. Die heul« verbreitete Meldung, wonach eS zwischen dem Vorsitzenden und den Sachverständigen der Regierungsparteien gestern zu einer Verständigung über die Paragraphen 14 bis 19 deS RetchSfchul- gefetz ent würfe- gekonrmen ist, wird mancherfeitS dahin glossiert, daß hier dieDeutscheVolk-- Partei einen Hmfali vollzogen habe Demi die Bestimmung deS Paragraph 16, wonach da- Recht der Einsichtnahme in den Reit- gionSunterricht nicht dem Onsgeistl.chen al- solchem übertragen werden darf, bedeutet in der PraziS. daß die alte geistliche OrtSaus- frcht über di« Schule wiederhergestellt werde. Wir glauben zu wissen, daß bitf« Interpretation durchaus unzutress end ist. Wenn der Wortlaut in feiner gegenwärtigen Fassung zu emer solchen Auslassung Anlaß geben könnte, so wird bei der endgültigen Deratuna deS Gesetzes, mit der sich ja auch der Reichstag selbst eingehend zu befassen haben wird, für eine eindeutigere Fassung Sorge zu tragen fein. Die Abficht der umstrittenen Worte ..al- solchem" ist jedenfalls keineswegs von volkSpart-eilicher Seite die, daß dadurch der O r t S-g e i st l i ch e als Vertreter der geistlichen Obrigkeit die Aufsicht auSüben fall, sondern vielmehr das direkte Gegenteil davon: dec Ort-geistliche soll diese Befugnis nicht haben. er soll sie jedoch in A u S n ah in e s ä 11 e n, wenn der allein hierzu befugte höhere Kirchenbeamte. also z. Z. der Bischof oder der Domkapitular krankheitshalber oder aus anderen Gründen an einer angesehten Inspektion verhindert ist. ihn ausnahmsweise vertreten dürfen. Da- geht au- dem neuen Absatz 2 de- § 16 auch deutlich hervor, der besagt, daß die Religionsgemeinschaften und ihre Vertreter gegenüber den Religionslehrern keine Befugnis der Dien st aufficht haben. GS ist aber durchaus wünschenswert daß die vorerwähnten Einwände tn der Oessentlichkeit letzt schon gemacht werden, weil sw eine Handhabe dafür bieten, den bei dem Kompromiß zugrunde liegenden Willen demnächst in klarererFor- m u I i c r u n g zum Ausdruck zu bringen. 3m weiteren Verlaus der Beratungen soll deshalb noch sestaestellt werden, daß nicht durch ^luy- führungSbestimmungen der Länder aus den Worten .alS solchen" die frühere geistliche OrtS- schulaufficht aus 11 m to c g c n wieder ein» geführt wird. Ferner wird betont, daß die Koftensrage nach dieser Regelung deS § 16 gleich Rull fei. da die Einsichtnahme eine Angelegenheit der Kirche ist. 3m Gegensatz zu dieser Beurteilung des § 16 sieht man in beteiligten volk-parteilichen Kreisen die Au-fichten des § 20 tGimultanschul» länber) sehr pessimistisch an. nachdem die Parteien bei den Beratungen erklärt haben, daß sie nicht in der Lage seien, einem Kompromiß zuzustimmen. Der § 20 wird wahrscheinlich in der nächsten Woche zur Beratung stehen. Die einzige Möglichkeit, ihn durchzubringen, wird darin gesehen, daß die Sozialdemokratie entsprechend ihren Kieler Gchulbeschlüffen f ü r den volksparteilichen Standpunkt stimm t. der die bisherigen Simultanschulländer dauernd von der Reuregelung entnehmen will. Unsicher würde aber auch in diesem Falle die Haltung deS Zentrum- fein, fo daß jeden'alfS im Augenblick trotz des Kompro» miffeS über den § 16 die Au-fichten de- Schul- gefetzes noch immer außerordentlich zweifelhaft sind. Die Haltung des Zentrums. Berlin. 13. 3an. (Priv.-Tel.) lieber die Haltung deS Zentrum- in der Frage deS innerhalb der Regierungskoalition noch heiß umstrittenen 8 20 des Reichs'chulgeseNeS schreib! die .Germania" unter anderem: ES ist für da- Zcntrum ganz untragbar, auf eine Sicherung der Simultanfchule unter dauerndem Au-fchluß der konfessionellen Schule einzugehen. W.r verhehlen uns gar nicht, daß gerade wegen dieses Punktes die Lage ernst ist und leicht zu politischen Verwicklungen führen kann. Wir erwarten de-halb. daß eine befriedigende Klärung v o r der zweiten Lesung gesucht wird und auch zustande kommt Unerträglichen Beschlüsfen durch eine unhomogene Mehrheit würde sich da- Zentrum nicht aussetzen können. Da- gleiche trifft für den § 14 zu. der von den Lehrmitteln für den Religion - u n - terricht handelt. Da- Zentrum will weder einen Druck auSüben. noch da» -Gesetz dur Drohungen erzwingen. GS will niiptS andere-, al- daß feine klar« kulturpolitische Linie nicht ab- gebogen und durchbrochen wird. Die Verhandlungen. bte dauernd gepflogen werden, deweifen. daß da- Zentrum stet- zum Entgegenkommen bereit gewefen ist und Wetter bereit ist. Ader da- eine darf ihm nicht verdacht werden, daß c - an Forderungen feftbält, die grundsätzlich sind Wenn cs um Fragen der Weltanschauung geht, muß klare Bahn sein. Um den Wnslriefrieden in England. Eine gemeinsame Konferenz zwischen Unternehmern und Arbeitern. London, 12.3an. tWB.) Heute nachmittag trat hier die von dem Großindustriellen Sir Alfred Mond angeregte erste Konferenz zwischen Vertretern der englischen 3 n d u ft r i e und Vertretern deS GeneralrateS der englischen G e». w e r k f ch a s t e n zur H e t b c l f u b r ■: n g deS Industriefriedens zusammen, lieber da- Ergebnis der mehr als dreistündigen Sitzung äußerte sich der Vorsitzende de- GewerkschaftS- kongrcffes Ten Turner lehr befriedigt, ■ reno der durch seine radikalen Tendenzen bekannte Arbeiterführer E o o k die Konferenz alS eine Komödie bezeichnete. Eook beklagte fich vor allem darüber, daß er von verschiedenen feiner Kollegen auf der Konferenz in schamloser Weise angegriffen worden fei. Ofltziell ist über die Sitzung nichts befanntgegeben worden. Auch da» Hauptthoma ber Blätter bildet die In» dustriefricdens-Konferenz. Die Blätter äußern sich optimistisch. Sie heben hervor, daß die an» wesenden Unternehmer ein Kapital von einer Milliarde Mund vertreten, wahrend die beteiligten Gewerkschaftsführer 4,3 Millionen Arbeiter hinter sich stehen haben. Sir Alfred Mond schlug in seiner Eröffmingsrede die gemeinsame (Erörterung neuer industrieller Methoden imb industrieller Amalaamienig vor, sowie (Erörterung de» Problem» der Arbeiter, die durch neue Erfindungen ausgeschaltet werden, ber Pensionen, ber Wah» nungsirage, Wohl sahn und der Arbeitslosen. Ber- jidxrung, der industriellen Erziehung und der Ber- Meldung von Zndustriekämpscn. (Ein Ausschuß von Unternehmern nxurbe ernannt um diese Fra- ?en zu untersuchen. Die Gewerkschaft»oartret«r er- larten sich bereit, einen gleichen Ausschuß zu ernennen. Während in führenden Kreisen der Arbeiterpartei und der Gewerkschaften al» Vorbereitung für die am 20. Januar zularnmentretenbe Konferenz der Exekutive beider Organisationen ein weitgehender Nationalisier ttngsplan i m englischen Bergbau erörtert wird, aber wie e» scheint, heftig umstritten ist, haben am Bergbau interessierte Abgeordnete einen Plan ausgearbeitet, der die Nationalisierung ber Gruben burch Staat»» mittel bi» zur Höhe von 5,5 Milliarden Mark vorsieht. Hierbei scheint e» sich aber mehr um ble Po» pularifierung der Idee der Nationalisierung de» Bergbaues, als um die (Erörterung praktischer Vor» chläge zu handeln. Die wirtschaftlich denkenden ilhrenden Persönlichkeiten der Arbeiterpartei sind gegen die Nationalisierung in dieser allg.meinen Form und warnen davor, für die Wahlkampagne ein Wirtschaftsprogramm auszustellen, das allzci sehr von sozialistischen Doktrinen durchtränkt ist und breite Angriffsflächen bietet. Die internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Oie Unterzeichnung der Haager „Fafultativklausel" durch Oeuffchland. (Eigene Drahtmelbung de» »Gießener Anzeigers- Berlin, 13. 3an. Dem ReichSr>at ist, wie heute bekannt wird, em Gesetzentwurf zugegangen, der die Durchführung der vkstr Dr. Strefe- mann während der letzten DöllerbundStagung in Genf gemachten Zusage l>ezweckt, also die Unu-t- zeichnung der sog. Fakultativklaufel deS Haager Statuts. ES handelt sich hierbei um die Bestimmungen deS Artikels 36 deS Statuts für den Ständigen 3ntemationalen Gerichtshof, der unter Festlegung bestimmter Kategorien von Rechts st rettigkeiten zwischen Staaten bestimmt, daß die Regierungen durch ihre Unterschrift unter die besagte Klausel sich jedem Mitunterzeichner gegenüber dauernd und bedingungslos, oder mit vorher der Unterschrift beigefügten Bedingungen verpflichten, etwa auf tauchende Recht -ft reitigkeiten durch den Haager internationalen Derich! Shof entscheiden zu lassen. Dabei sind die sog. Ehrenfragen, alfo im wesentlichen all diejenigen Streitfälle, die einen ausgesprochen politischen Charakter tragen, dos solcher automatischen Rechtsprechung ausgenommen. Deutschland hat de-halb in der bekannten, erstmals feit 1921 im deutfch-fchweizeri- fchen Schiedsgericht-- und Derg.'eichsvertrag zur Anwendung gelangten Formel einen Weg gefunden, um über die Bestimmungen deS Artikels 36 hinaus mit denjenigen Ländern, wo Gegenfeitigkeit zu gesichert ist, auch für politische Streitfragen ein der Schiedsgerichtsbarkeit entsprechendes Vergleichsverfahren herbeizuführen. Der beifpielgebende Entschluß, a l S erste Großmacht bedingungslos dic K.aufcl deS ArtikelS 36 deS Haager Statuts zu unterzeichnen, hat die Frage allgemein in- Rollen gebracht, und eS find tn bet Folge bereits in Frankreich. England ufw. weite Teile der Oeffentlichkeit barangegangen, eine Befolgung diefeS deutschen Beispiels auch bei den übrigen Grohn ächten herbeizuführen 3n England ist bereit- tm Herbst 1925 eine gemeinsame Petition der englischen Dölkerbundliga zusammen mit dem Rational Touncil for Prevention of war mit annähernd '/, Million Unterkünften an die Regierung gerichtet worden, um ihren Beitritt zur Fakultativ-Klausel zu erwirken. Die englische Regierung hat aber damals mit der Begründung adgelehnt. sie wolle sich die Freiheit darüber wahren, gewisse Streitfragen statt vor den Internationalen GercchtShof vordenDöl- kerbund-rat selbst zu bringen. Inzwischen Hai Kanada sich zur Annahme der Klausel bereit erklärt, und nach der letzten V.lketbundS- Derlammlung ist sowohl von liberaler, wie von feiten der Labour-Party ein neuer starker Druck in dieser Richtung auf die englische Regierung ausgeübt worben. In Frankreich ift etwa gleichzeitig von Paul-Boncour eine Aktion e-.nge leitet worben. die den bedingungslosen Beitritt Frankreich- zur Fakultativslaufel bezweckt. Frankreich hatte diesen Beitritt bereit- tm Jahre 1925 vollzogen. aber unter der Bedingung. daß da - Genfer Brotokoll ratifiziert würde, eine Bedingung, die den Beitritt bisher wirkung-lo- machte. Alle übrigen bisherigen Unterzeichner find kleinere Mächte^ denn die Bereiniaten Staaten von Amerika, die grundsätzlich vor etwa IahreS'rift über ihren Beitritt verbandelten, haben sich dabei fo weitgehende Vorbehalte sichern wollen, daß es n'.cht zur Verwirklichung diese- Beschlüsse» kam. Immerhin dar' man heute fest stellen, daß die während e.niger Jahre in- Stocken geratene Bewegung für den Ausbau einer allgemeinen Schied-gertcht-barkeil wieder in Fluß gekommen ift und aller Voraussicht nach n.cht eher wieder zum Stillstand kommen wird, al» bis alle Rationen fich chr angcfchlo'fen haben. Da- Verdienst daran gebührt zum großen Teil dem deutschen Snt- fchluß zur Tellnahme. dessen Verwirkitchuttg augenblicklich durch die etngang» erwähnte Ge- setze-vvrlage im Zuge befindlich ist Der Rest des Iustizetats wird genehmigt. — Es folgt die Beratung des Etats des Reichs- arbeitsministeriumS. Die Beratung leitete ^eichsarbeitsministef Dr. Brauns durch folgende Darlegungen ein Die gute Konjunktur des Berichtsjahres erleichterte wesentliche soziale Fortschritte. Die Arbeitszeit konnte beträch_t 11ch verkürzt werden, dazu verhalf u. a. daS Arbeit-zeitnotge^etz. Die neuen Tarifabschlüffe brachten unS auch Erhöhungen der Tariflöhne, die tm al'gemeinen sowohl die MietScrhöbun.gen. wie die Koftcnsteigcrung der LebenSbaitung deckten und vielfach darüber hinaus gingen. Im letzten Jahre ift mit der Erhebung der tatsächlich gezahlten Löhne begonnen worden. Sie beweisen klar den Eharakter der Tariflöhne al» Mindes! I ö h n e und widerlegen den früher oft gehörten Dorwurf des deutfchen LohndumpingS. Die SchlichtungSinstanzen find in erhöhtem Maße in Anspruch genommen worden. Die Innehaltung der Arbeitsverträge wird mehr als früher gewährleiste! durch die allgemeine Einführung der Arbeitsgerichte, de reibungslos in diesem Jahre vor sich ging. Die Ar - beitemarltenttoidlung ist in allerletzter Zeit ungünstig. DaS erklärt sich in der Haupttache aus den winterlichen Wirt'chafts- Verhältnissen lln er Wohnungsbau weift beachtenswerte Fort chritte gegenüber den Vorjahren auf. 3m Laufe des Jahre- traten allerdings neue Schwiengleilen in der Beschaffung deS nötigen Baukapitals ein. die einer Behebung bedürfen, zum Teil auch mittels auSländifch«! Kapitals Die ReichSre- aierung hält den Zeitpunkt für eine Steigerung Der gesetzlichen Miete in ab'ehbarer Zeit nicht für gegeben. Der mit der Vermittlung der Kredite für die Siedlung betraute Ausschuß bei der Rentenbankkreditanstalt vermittelte die nötigen Gelder zur Besiedlung von 72 000 ha Land. Die für die Klein - und Sozialrentner angekünd gten Maßnahmen seien zum Teil durchgeführt. Aum Teil vorbereitet — Die Lage der Kriegsbeschädigten ist toelent.il) verbessert worden. Die Verbesserung wirkt sich finanziell in einem Aufwand von mehr alS 200 Millionen Rentcnmark auS. Großdeutschland und Paneuropa. Hellpach über ben Anschlutz Bien. 12. Son (8fr®.) Su einem Gespräch rrul einem Bertreter der Colfswitung äußerte sich der Stoatipräsrbeni a. D.. Professor Hellpach auch über di« Anichlußfrage und fogtr. Nachdem der An- schtutz Oesterreich» an das De-i ch« Reich tan Sinter 1918.18 o« r p a 6 t wurde. nntb er nach meiner Ueberjeugung al» staatsrechtlicher 21 f t in abseH barer Zeit nicht vollzogen wer« den Es scheint mir viel wichtiger, ibn a l e g e - schichtIichen Prozeß aufjufaflcr als em Zufammenwachsen auf ollen Tiebengebieten, so bah schließlich otaafeetnßeil eme Frage zweiter Ordnung and eine Formalität fft die ruhig solange offen Meiben kann, bi, sie unter der geänderten außenpohtifd>en stonftellasion einmal ohne wefentlichen Widerstand vollzogen werden kann. Was für mich aber u ndtskuto bel ist, ist feder Schritt in der Richtung zu einem Anfchl itz Oesterreich» noch einer anderen Seite hin. ;. B bet Donauioeberotion, und derokeichen Pläne mehr. Hierin gehe ich soweit, daß ich jede gesamteuropäische (Einbette tbee ohne praktische Verwirklichung der orotzbeutschen Einheit für eine Chimäre halte. Taneuropa lehne ich ab, weil e, nicht in der Ansicht, ober in der Dir- funa auf eine Verwirklichung der fron- zä fischen Hegemonie hinauslaufen würde Ich erblicke dos europäische chouptproblem der Zukunft in der Erringung der praktischen Schick- salsoerbundenhelt Großbeutfchland» mit R u ß I a n d und ben slawischen Reustaaten, weiche zwi'chen beiden entstanden sind, denn iu» diesem Frapenkomptex werden mit Sicherheit einmal notwendig neue europäische Verwicklungen oder wird eine europäische Zukunft entstehen. Der Luiherbund in Bayern. Der Bauernfithrer Heim sagt seine Unttrstsivung zu. München, 13. Dan. (JJrio.-Ict) Der Vorsitzende de» Bande» znr Erneuerung de» Reiche», Reichskanzler a. D. Dr. Cutter hol während seine» Münchener 2lusenlhall» auch eine Unterredung mit Geheimrat Dr. heim gehabt. Dr. heim soll sich Im Gegensatz zu dem bayerischen Mlnislerprösiden- len Dr. Held der ReugrÜndung gegenüber nicht ablehnend verholten haben. Die »Voss. Zlg." sogl. dafz die Unter st ühung des Runde» durch den Rauemsührer gesichert sei, und zwar deshalb. weil Helm darin ein Zugeslöndni» dafür stehl, daß die Weimarer Verfassung allgemein al» verbesserungsbedürftig betrachtet werde Roch der „D.A.Z." Hobe Dr. heim In der Lutherschen Gründung eine Art Sammelruf erblickt, den die bayerische Volkspartei nicht überhören dürfe. Er fordere deshalb die par- lei znr M Itar bel l auf. Pachterstreik in Pommern. Die Notlage der Landwirtschaft. Stell in, 11 Jan. (iprtD.-Tel.) Di« vor- Poinmerschen Gutspächter, die unter ben 11 n - wetterschäben imb ben schlechten ®rn teer geb» nisten Ihrer Landesteile ganz besonder- 8 u leiben hoben. Koben jetzt ben Streik proklamiert. OnJPutlbufl und in Sagarb auf Augen würbe In stark besuchten Versammlungen ber einmütige Beschluß gefotzt, am 15. Januar alle freien ficht in Deputatlohn stehenben Arbeiter zu entlassen imb ble 'Betriebe stillzulegen. Diese Maßnahme würbe sich Insofern stark fühlbar machen, als auch die Milchbeliese- rung der Städte eingestellt werden soll. Die Domänenpächter, sowie die Pächter des Stadtbesitzes von Stralsund und der Greifswalder Univertttätsgüter scheinen einstweüen weniger beteiligt 3m ganzen haben sich bisher 20 Guts» Pächter dem Streik angeschlossen. Soweit es sich nach ben bisher in 'Berlin vorliegenden Informationen überleben lätzt, ist ber vorpommcrsche Pachterstreit ein recht ernst zu nehmendes Problem. Abgesehen von der lokalen Aot besteht schlietzlich auch die Gefahr, dosz auf längere Sicht die allgemeine Wirtschaft seine Wirkungen verspüren wird. Die Drohung ber Pächter, in bieler Form bisher unbekannt, aber in Versammlungen hie und ba gelegentlich früher schon einmal aufgetaucht. besagt schlief,'.ich nicht- anderes, al- datz die betreffenden Güter zu einer □ rtenflolerung ihre- Bereiches übergeben werben, wenn sie ihre angebrobien Maß- nabmen wahr machen. — Bei ben pommerschen Pächtern bandelt es sich soft durchweg um Beim. ber vom Großgrundbesitz abgezweigt wurde, toäbrenb staatliche Domäne n nur in geringem Umfange In Frage kommen. €4)on bereite im Sommer v. 3- tarnen anläft- 114) ber grotzen Hochwasserschäden bcbroblitbe Meldungen au- Borpoinmem. bi- bann eine » i IfS aktton der Provinz. Preutzens und ke» Reiche- einletzte. Diele Maßnahmen scheinen aber nicht genügt zu haben. die immer stärker anjchwv llenbe Berschuldung der vor» ponnncrschen Pächter auljubaltcn. SS besteht kein Zweifel. waS mit ihrer Drohung gemeint ist. die Bereitstellung gröberer Ärebl- le zu billigem Zinsfuß. bid) unseren Informationen hat sich der preu« Jimlx Minister für Landwirtschaft. Domänen und tynlen erneut über die Notlage in ber Provinz Pommern 'Bericht erstatten lasten, hierbei stellte fkl) derau*. bah die Lage der VunbaurtidMft eine brrartigr ist. baß weitere staatliche Matz, nahmen erforderlich erscheinen, ßür die Provinz Pommern bebenet die Verpflichtung der tstuckzab- hing ber Rentenbankabancklungokredite sowie die 2ldbeckung der au» dem trüberen Düngemittel- bezug au'genommenen Wechlelorrpttichtungen eine ch w e i e B e I a st u n a. Luch stehen btr Landwirt- lwast ""bi die i'otwendlzen Mittet zur Fortführung bfv Betriebe» zur Beringung. Der Landwirtschast». Minister h.tt sich lofort mit ben in Betracht (emmen- ben übrigen Staat». und Reichcstellen in Serbin- bung gesetzt. um weitere Erleichterungen für die schwer geschädigte Landwirtschaft der Provinz Pommern und htebdonbere der oorpommer- 1 Donnerstao den fZJanSt JWfndfi F O«ntam» Mm« uixmci i* «• 4OC-1 et M. *< ime <-,*•«<• Of t e-1 »> neeren und die daraus zur Verteil»»» fomnunbe Quote kann im Suarnblid noch nichts gefügt werden, da der Stand der Aktive» abhängig ist van dem noch bevorstehenden verkauf von Grundstücken. Man hvfst auf ein Arrangement, durch da» die Verluste der Gläubiger nicht allzu groß werden dursten Der bisherige Gläubigerousschust wurde auch weiterhin in leinen Funktionen bestätigt. Die nach der Konkurserklärung erfolgte Verpachtung des cteinbrud)»- betrieb« in Keffekbach an die Gewerkschaft „Glückauf" bleibt weiterhin in Kraft Sin Scha den f euc r brach gestern abend nach 8 Uhr in dem Del riebe bet Ehamotte- fabrif von Scheidhauer 8t Giesing in Mainzlar au». Dort wurde das groste Formerei- gebe ul-c vernrutlich durch Selbstentzündung in der Trockenanlage von den Flammen ergriffen. Der Brand nahm in kurzer o Nach flotter llebfrminbung des Medio9 i'i " ist zwar noch gering, dir letzten Frankfurter Abendkursc sind gut behauptet Man hört Danot 246 bi» 246,5, LEG. 172, Siemen» 296, I G.-Farben 281, Harpern r 200, Monm»mann 161, Vereinigte Stahl 107 und Gessürel 284,5 Am Devisenmarkt nennt man Pari» gegen London mit 124,01, Mailand 92,18, Madrid 28,50, London gegen Kabel 4,8775, Reichsmark gegen London 20,475, Reichsmark gegen Kabel 4,1985 Brieffasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkett der Schriftleitung.) H. B. 2H. Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die dem Hauseigentümer gestattet, dem Mieter do» Halten eine» Hunde» zu unierfogen. Mangel» einer be sonderen vertraglichen Vereinbarung greifen de»- halb die allgemeinen Vorschriften des Mi-'lrechtes Platz. Wird die Mietwohnung in keiner Weise durch den Hund beschädigt und belästigt dieser nicht in erheblicher Weise die Hausinsassen, so hot ber Hausherr unseres Dafürhalten» kein Recht, die Ab jchoffung Ihres Schoßhundes zu verlangen. Bdeffaften „993". Zur Frage 1: Wie Sie uns schreiben, handelt es sich bei dem Ihrem Schwager tiverlaffenen Betrag um dos „Erbteil" Ihrer Frau. Für den Betrag wurde — anscheinend nach einem jormular — im Jahre 1919 eine „Schuldoerlchrei bur.g" ausgestellt des Inhalts, daß Sie Ihrem Schwager die fragliche Summe zur Bestreitung höchst nötiger Ausgaben „oorgeliehen" hätten. Hierdurch wird noch der Rechtsprechung nicht eine (ntuti Darlehnsschuld begründet 6» verbleibt vielmehr Ihnen bzw. Ihrer Frau nach wie vor ein An spruch aus erbschostlicher Herauszahlung, da es gewiß nicht bei Ausstellung do» erwähnten Schuldscheins In Ihrer Absicht log, die Rechlslogc hierdurch zu Ihren Ungunsten zu verschlechtern. Die Forde rung unterliegt deshalb unsere» Dafürhalten» nicht der beschränkten Auswertung von 25 Proz., sondern der allgemeinen unbeschränkten Aufwertung nach Treu unb Glauben nach dem Grundsatz de» § 242 des BGB-, d. h. die Leistung ist so zu bewirken, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Vertrogssitte e» fordern. — Zur Frage 2 Der Staat (Reich) zahlt an pensionierte Beamte keine Vorschüsse auf das Ruhegehalt zur (Erbauung eines Eigenheims. Gegen spröde Haut NIVEA'CREME wwtd sofort und fflhi Mmmenvefcten Teint reu a 60 »N 100 Pt im Beginn am 16. Januar Beachten Sie die morgen erscheinende .Anzeige M-in Inventur-Ansverkanf dauert bis Montag, 16. Januar 10% Rabatt auf alle nichtim Preise zurückgesetzte Ware Kleiderstoffe, Samt für Konfirmanden Günstige Einkautsgelegenheit Etagengeschäft Sonnetiorn, Alicenstr. 11 478a Nodelnutzholz-Dersteigerung der Stadt Gießen Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Donnerstag, dem 26. 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Oktober 1923 eine Notverordnung erlassen. die im Reichsauskchuß für Aerzte und Krankenkassen die Beziehu' .:n beider Gruppen nit gesetzlicher Kraft fo regelt, haft bei gleiches tiger Farnlltenbchandlung auf 1300 Kranke ein Arzt kommt. Seit dem 1. April 1924 darf lein weiterer Arzt zugelassen wer- den. wenn diele- Zablenverhiltnis erreicht ift. Aur wenn ein bisheriger Ka.senarzt ausscheidei. barf derngemäß ein neuer zugela sen werden. Mit dieser Notverordnung ift praktisch die freie Zu- l'"ung »ur 5 nit Ausnahme her .Ersatzkrankenkassen bei denen noch die un- '<'ch ränftc freie Arztwahl befiehl) auf geboten. 3000 Aerzte warten m Deutschland auf Zulassung xur Kassenpraris 4000 Af'iftenten s'nd vorhanden die sich niederlassen wollen und Nüssen Der Abgang durch Tod und Invalidität »trügt jährlich 700 bis 800 Aerzte. Der jet- »ige Bedarf ift also für volle 10 Jahre lebe e: Der Mensch weih immer von dem am wenigsten, was ihm das Allervertrautestc fein fällte, weil er täglich damit in Berührung kommt. Kein treffenderes Beispiel gibt es dafür als Mt Zeitung. E» scheint uns Io selbstverständlich '.ob nottoenbig wie unser tägliches Brot, bah ' e uns alltäglich berichte belehre, berate und unterhalte. Aber wissen wir. wie c« zu dieser Selbstverständlichkeit gekommen ist. wie. wo. wann )it Zeitung zu dem geworden ift. was sie uns eben beute gilt? Hur ein paar interessante Daten tu» dieser Entwicklung seien hier wiedergegeben: Zunächst: feit wann gibt cs überhaupt Zei- tjngen? Kund zweitausend Jahre Und kein jeringcrcr war der erste Zeitungsherausgeber eis Julius 6älar. Dessen Zeitung stellt :6er auch sonst ein Kuriosum sondergleichen dar. 5ie erschien nämlich jeweils nur in einem ein» .gen Eremvlar und Hai dennoch eine Lebensdauer von über 400 Jahren erreicht, womit sie Ule heutigen Zeitungen weil in Schatten stellt. :ic wurde in zwei Ausgaben bcrgcftcllt. Der ^fizielle Teil, die .Acta senatus". brachte einen •urjen Auszug aus den Parlamcntsvcrhanblun- ten. bis ihn Tiberius als lästig empfand und mterbrüdtc. Der allgemeine Rachrichtenteil bin- Men, die .Acta diurna populi Romani“, berich- rtc von Siegen. Auszügen und — mit Vor- iebc — von pikanten Vorfällen aus der (5>e- tÜschaft. Die Zeitung wurde nicht auf Papier. Aiehungsweife Pergament, sondern auf über- lchste Holztafeln geschrieben Davon wurden srtoat Abschriften hergestellt und in die Pro- '‘lyen versandt. Erhalten geblieben ist nichts Xiton. Die derzeit älteste Zeitung der Welt ist wohl Me .Kingpao" von Peking. Das Blatt soll nach tziiesifchcr Meberlicfcrung im Jahre 911 n. Ehr. ttflrünbet worden sein. Jedenfalls aber erscheint ♦4 seit 1351 regelmäßig. Es stellt die älteste Siebener Anzeiger (Generalanzeiger für Gberhessen) 5rettag. (5. Zanuar 1<)28 schaffen große Unterfuchungs- und Behandlung»- ambulatoncn, statten sie mit reichen Mitteln aus und unterhöhlen auf diesem Wege den ehemals freien Beruf des Arztes Sie treten in jeder Hinsicht wie ein kapitaltnächtiger Arbeitgeber auf. Das ist um Io bemerkenswerter als nahezu sämtliche größeren Krankenkassen sozialistisch organisiert find Sollte man nicht gerade von ihnen erwarten dürfen, daß fie Verständnis auch für die Vorlage der frei praktizierenden Aerzte hätten und es auffläben. deren Tätigkeit durch Einrichtung von eignen Untersuchungs» und YcbdnMungeR.'ttert einzu- engen? Auch bic Verwaltungen der großen Städte tragen sich mit dem Gedanken. die Gesundheitsfürsorge zu übermannen und Bchandlungsstcllen einzurichten. Entweder gelingt es. zwischen Aerzten und Krankenkassen zu einer Arbeitsgemeinschast zu kommen, die eine Einigung auf einer Mittlern Linie ermöglicht und den Arzt als freien Beruf und Stand erhält, oder die Aerzteschaft fällt der Vev- beamtung durch die Krankenkassen oder den Staat anheim. Sollte sich dieser Zustand entwickeln. fo ist das eine Angelegenheit, bic nicht mehr die Ae»te allein, sondern bic gesamte Oeffentl ichkeit angeht Die Erhaltung eine# freien und hochstehenden Aer»..-standes ist notwendig, wenn nicht die Gefahr beraufbe- ichworen werden fotl, daß der Arzt ichematllch und ohne individuelle» Eingehen auf den Kranken (einen Beruf ausübt und eine weitere Mechanisierung der ärztlichen Tätigkeit Platz greif: Ein Kassenarzt im reinen Beamten Verhältnis wird nie und nimmer bic Brücke zur Seele des Kranken finden können Die Reglung der Beziehungen der Aerzteschaft zu den Krankenkassen mit dem Ziel, den Aerzteftand ale freien Beruf zu erhalten lowie bic Aushebung oder wenigsten» bic Milderung bet Notverordnung find allo die Forderungen der Gegenwart Da st die Gebühren fäye entsprechend der Teurung erbebt werden daß Kranke " taffen und Stadtverwaltungen es aufgeben müssen. eigne Bchandlungsstcllen cnzurtcbten bae find dringende Gebote, um bic jetzige, durch die ilcberfbannung der sozialen Gefcngcbung und durch die llcberfüllung des Berufe geschaffene Anklage der Aerzte zu beseitigen > Sestmeichs Handelsbeziehungen zum Reich. Von Or. Hans Schürst österreichischem Äunbesminister für handel und Verkehr. Die herzlichen Ävnbgeb tagen, deren Gegenstand gelegentlich ihres Vovemberoesuches in Wien der deutlche Reichetanzler und der Rcichsaußen- miniiter geint en sind, haben dermal» die außer- ordentlich freundschaftlichen und aufrichtigen Beziehungen zu unserem deutschen Brudcrvvlkc tunb- getan. Sic bewtesen die Festigkeit der ge - meinfamen kulturellen und nationalen Interessen bet beiden Völker und ihren festen Willen, die bereits bestehenden Beziehungen weiter auszugcstaUen, fie durch Schaffung neuer Gemeinsamkeiten auf rechtlichem. ocr- tehrvpoliti chem, sozialem und wirtschasllichem Gebiete zu ncrtie.cn. Dieser Entschluß kam vor allem in den an btc Vertreter der In- und Aus» landpreslc gcrichicten Worten deS Rcichsauhcn- miniftcre Dr. Strescmann zum Ausdruck, in denen dieser rückhaltlos erklärte, niemand habe das Recht, aus der Abschaffung der Paßvisa, auS der Rechtsangleichung ober aus ähnlichen Abmachungen, die den schon getätigten hoffenllich noch folgen würben, falsche Schlüsse zu ziehen. Auch Ich hege die feste Zuversicht, baß ben Ver- Handlungen, die in den letzten Monaten zwischen den Vertretern der deutschen und der österreichischen Regierung, insbesondere in der Frage der Rechtsangleichung und der Eisenbahnverkehrs- ordnung in erfolgreicher Weise gepflogen wurden, nunmehr Verhandlungen über die Ausgestaltung unserer gegenseitigen wirtschaftlichen, namentlich unserer handelspolitischen Beziehungen folgen werden Unsere Handelsbeziehungen au Deutschland in der RachkriegSzeit haben zunächst durch den Abschluß eines Wirtschaftsabkommens zu München im Jahre 1920 eine Regelung erfahren, die durch den am 12. Juli 1924 in Prag unterzeichneten Tarifvertrag wesentlich aus gestaltet wurde. Obgleich in § 4 dieses Tarifvertrages bereits bic Absicht auf balbige Erweiterung dieses als Provisorium gedachten Abkommens ausgesprochen wurde, ift es bisher dennoch zu keiner durchgreifenden Ausgestaltung biefeS Vertrages gekommen. Wohl aber ist es gelungen, in mehreren Zusatzverträgen über einzelne S p e z i a l s r a g e n zu weiteren Vereinbarungen zu gelangen, in denen namentlich Deutschland den Bedürfnissen unserer Viehzucht treibenden Grenzländer in der Frage der Erleichterung der Einfuhr von Vieh und Pferden cntgcgc.igefommen ift. Derartige Zusatzverträge, die immerhin eine wertvolle Ergänzung un'eres handelspolitischen Uebereinkommens mit Deutschland enthalten, wurden im Oktober 1925 und im Mai 1926 vereinbart. Schon durch diese Maßnahmen ist eine erfreu» liche Belebung unserer wechselseitigen Han- delsbeziehunaen herbeigeführt worben, die auch in den Ergebnissen der österreichischen AandelSstati- stik zum Ausdruck kommt. Sie bestätigen eine von Jahr zu Jahr sich günstiger gestaltende Entwicklung des gegenseitigen Handelsverkehrs. Während uns Deutsch.and im ersten Halbjahre 1926 Waren im Werte von 87 Millionen Schilling abnahm, hat sich unsere Ausfuhr dahin im ersten Halbjahr 1927 nahezu ve rdoppelt. indem während dieses Halbjahres um 160 Millionen Schilling Waren nach Deutschland auSgeführ! werden konnten. Für die ersten zehn Monate de» Jahres 1927 beträgt der Wert der nach Deutschland ausgelührten Waren fast 300 Millionen Schilling gegenüber 162 Millionen Schilling im gleichen Zeitraum de» Vorjahre» Es ergibt sich damit für unsere Ausfuhr nach Deutschland eine saft hundertprozentige Zunahme. Aber auch Deutschland hat nach Oesterreich einen großen Warenab'ah zu verzeichnen, der sich im Jahre 1926 dem Werte nach auf nicht weniger als 472 Millionen Schilling bc- liei und im laufenden Jahre ebenfalls eine Erhöhung erfahren dürfte, da in den ersten zehn Monaten diele» Jahre» eine Einfuhr im Werte von 403 Millionen Schilling einer solchen von 372 Millionen Schilling im gleichen Zeitraum dc» VorjahrcS gegenübersteht DaS Deutsche Reich hat damit in unterer AuSfuhr d i c erste, in unterer Einfuhr bic zweite Stelle unter allen mit un» im Handelsverkehre stehen- ben Staaten inne. Trotz dieser erfreulichen Zunahme untere» wechselseitigen Handelsverkehre» muh eine weitere Ausgestaltung unterer handelsver- traulichen Beziehungen überaus wünfchenSwcrt erscheinen. Wenn eS bisher zum Abschluß eine» den tatsächlichen wirtschaftlichen Beziehungen entsprechenden Handelsvertrages mit Deutschland noch nicht gekommen ist. so liegt der Hauptgrund hierfür in dem Umstande, daß einerseits das handelspolitische Verhältnis zu den West stauten lange Zeit ungeklärt blieb und anderseits auch Oesterreich damit beschäftigt war, zunächst mit anderen Vertragspartnern in» reine zu kommen. Oesterreich hatte vor allem die überaus schwierigen und langwierigen Verhandlungen mit der Tschechoslowakei und mit Ungarn durchzusühren, zu denen die Han- delsvertragsverhantlungen mit Öübflatoien und anderen Staaten hinzukamen, liniere bisher igen Vereinbarungen mit Deutschland aus wirtschaftlichem Gebiete mußten sich daher i n engerem Rahmen halten Die Beendigung der Hande.sve.tragsrerhandlungen zwischen Deutsch.and und Frank reich hat ben Weg für die von beiden Regierungen seit langem gewünschten HandelsvertragSocrhanblungen zwilchen Oesterreich und Deutschland geebnet Ich hoffe, daß diese Verhandlungen, sobald die im Zuge befindlichen handelspolitischen Verhandlungen der beiden Staaten zum Abschluß gelangt fein werben, aufgenommen werden 'tinr.cn gedruckte Zeitung bar. und zwar wurde fie auf Dünne Holztafeln gedruckt Die älteste un» erhaltene deutsche Zeitung, die schon einigermaßen unteren Vorstellungen entspricht, datiert aus dem Jahre 1609 und nennt sich vornehm: .Relation aller fümemmen und gedenckwürdigen Historien so sich .. inn bicfcm 1609. Jahr ver- lauffen." Sie war auch schon illustriert. Mit dieser in Straßburg erschienenen Zeitung konkurriert eine zweite, vermutlich in Augsburg erschienene, von der man annehmen möchte. daN sic die direkte Aachsah rin der alten, handschriftlichen Fuggerzeitungen sei. Ucbrigcn» war zu jener Zeit daS Zeitungmachen noch fein reinlich von anderen geschiedenes Gewerbe Im 17. Jahrhundert richteten beispiel»- wcisc bic Friseure einen durchaus ernstgemeinten Ausruf an die Zeitungsherausgeber, sic möchten fich mit ihnen verbinden und organisieren, weil den Nachrichten doch erst in den Barbierttuben der richtige Schliff gegeben werde Da» erste Telegramm erschien am 5. Oktober 1849 in der.Kölnischen Zeitung' nebenbei bemerkt, brauchte dazumal eine Depefchc von London nach Berlin zwei, von Wien nach Berlin drei Tage. Der spannenden täglichen Romansortsehung dürfen sich bic Leser erst etwa hundert Jahre erfreuen Der erste Feuilletonroman erschien nämlich 1836 in der französischen .Presse Indes war schon über hundert Jahre früher in der .London Post" ein Fortsetzungsroman erschienen, und zwar Robinson Crusoe" von Dcfoc -- Und daS erste Heiratsgesuch? Da» ist schon beinahe 200 Jahre her Es erschien im Jahre 1738. und zwar im Frankfurter .Intelligenzblatt" Ob es Erfolg gehabt hat, ist nicht bekannt. Zum Schluß: die größte Ente? Um die Ehre werden sich vielleicht viele Blätter streiten. Anscheinend aber haben die Berliner Zeitungen den Vogel abgescholsen. Al» men sich im Frühjahr 1767 zu Berlin arg beunruhigte über bic Gerüchte von neuen Kriegsoperationen, die nicht schweigen wollten trotz alkir Edikte gegen bas unnütze Reden, die Friedrich II. erlassen hatte, erschien plötzlich in allen Zeitungen eine furchtbare ilnglütf»nad)rid)t Ein entsetzliches ilntoettcr hatte das flache Land heimgesucht. Sch recken- erregende Einzelheiten wurden bekannt Gan; Berlin sprach von dieser Katastrophe bi» am nächsten Tag Reisende kamen und erzählten, daß alle» crloaen war. Friedrich selbst hatte die Rachricht lanciert, um die Berliner von etwa» anderem reden zu machen al» vom Krieg Goethe-Bund. ^ortrafleobrnb Jakob Schaffner Des schweizerischen Dxfrter» Jakob Schass- ner Gefcabenb. den der Goethe-Bund gestern veranstaltete, und dem man einen besseren Besuch recht sehr hätte wünschen können, war. mancher gar ernsten und ernsthaft gemeinten Dinge ungeachtet, die im Vortrage berührt und behandelt wurden im ganzen auf einen heiteren Ton gestimmt. Der Dichter begann mit einer Berliner Ro- ixllc au» der Sammlung Der Kreifellpieier' : ’ic heißt ..Der Luftballon" und hebt an mit einer S.tuahon, die der minder bekannte tunb : ‘reihab auch mm der bedeutende» norddeutsche Erzähler Heinrich Seidel zum Ausgangspunkt einet Episode von ähnlicher Phantastik aber von handgreiflicher und weniger fein pointierter Komik genommen hat einem kleinen Jungen ift. mitten auf einer belebten Berliner Straße, em bunter K.nderluftballon entflogen und unter einem Balkon, in schier unerreichbarer Höhe, hängen geblieben. Dem Fassadenkletterer Lemke wird die» zum Anlaß, nicht allein den Knaben durch die kühne Wieberherbeischaffung de» entkommenen Wun- der» zu besänftigen. 'andern auch — mit dem Händedruck mit dem Blick- und Wvrtwechl l, bet ihn mit der Mutter des Knaben flüchtig verbindet —. zur Begegnung mit einer zuvor fremden Welt und mancherlei tiefsinniger Betrachtung Zum Anlaß aber ferner was nie mand vvrauskehcn konnte einer fehr plötzlichen unb wenigsten» in diesem Zu'amrnenhang un- verdienten Verhaftung Herrn Lemkes, au» der ihn jedoch wiederum fede Flucht und behende Verwandlung rettet und zu einer vollkommenen Neuregelung unterer Handelsbeziehungen auf Grund eine» auf breite- fter Grundlage ausgebauten Handelsvertrages führen werden Dabei wirb auch Gelegenheit gegeben sein, den inzwi'chen cinget:eten fand nut Sorte bei Anerkennung. Den Gcflügestiebhebem wäre zu wünschen, daß fie sich mehr der Rassezucht widmeten damit auch diele Zucht die Stellung ein- nimmt bic ihr gebührt E» konnten folgende Preise vergeben werden: I. Kaninchen Belgische Riefen. Züchter IBilb Walter XII Sbrcnprci». 2. und 3. Preis. Hch Kraushaar Ehrenpreis. 1 2., 3 Preis Wilh Oppcr zwei Ehrenpreise. 1.. zwei 2.. 3 Preis Deutsche Widder: Emil Walther 1. Preis. Blaue Wiener Wild. Albach drei 2 . zwei 3 Preise: Heinrich Wagenbach 3. Preis Hascntaninchcn Wilh Walter XI Ehrenpreis. Hch Stestet Ehrenpreis Graulilbcr L Klingclhöfer 1 . 2 Preis. W Bittendorf iWißmar) 3 PretS: Wild. Oppci 2. Preis: Gclbfilbcr Karl Oppcr Ehrenpreis 3. Preis: Schwarzloh. W Bittendorf lWißmar zwei 1. Preise: Hcrntelin Wild Juchs Ehrenpreis. 1.. 2. Prci». Fritz Mahr Ehrenpreis 2. Preiv Meerschweinchen zeigte Emil Walther und erhielt den 3. Preis Als 1. Gesamtleistung erhielt Wilh. Oppcr den Bundespokal, gestiftet von, Bund Dcutfchcr Kaninchenzüchter. Die 2 Gesamtleistung erhielt Hch. Kraushaar, die 3 Wild Albach. II. Geflügel: Schwarz-Italiener Ludwig Klingelböser Ehrenpreis. 1.. 2. Preis Hamburger Silberlack Hch Schäfer V. Ehren - prci». 1.. 2., 3 Preis Gelbe Italiener Hch Walther V. Ehrenpreis. 1. Preis Rebhubn- Zwcrgwtzandotles: Heinrich Fuchs 3. Preis Schwarze Zwcrgbanlam Hch Hofmann Ehrenpreis 1. Prci». Brieftauben Ludw. Schäfer Ehrenpreis. Hch Fuch» 1. zwei 3 Preise Die 1. Gesamtleistung Hch. Schäfer V., die 2. Ludwig Klingclhöfer. -j- Lang-Göns. 12. Ian Am Dienstagabend hielt bic Freiwillige Feuerwehr ihre diesjährige Generalversammlung ab. Erster Kommandant K Kd. Schäfer begrüßte bic Kameraden und den Bürgermeister Rompf. Kommandant Schäfer berichtete bann über bic Tätigkeit ber Wehr im verflossenen Jahre und brachte dabei feine volle Zufriedenheit zum Ausdruck. Bürgermeister RomVf über reichte dem Ehrenkommandanten K Kd. Qt c t n da» von ber Regierung gestiftete Ehrenzeichen für 40jährige Mitgliedschaft Der Rechner W Keßler erstattete den Kassenbericht In den Vorstand wurden wiedergewählt: K Kd. Schä - fer erster Kommandant, Albert Schmidt zweiter Kommandant. Karl Heidt als Obmann der Spielleute. Wilh Lang und Wilh Rcusch zu Obleuten de» Steiaerzuges. Jul Keßler unb W Dcrn al» Obleute Im Hy- drar.ienzug: A RomPf und W Keßler vom Sprihenzug. Die Beisitzer bes Vorstände» Wilh Velten. Wilh Fuchs unb K Velten blic ben durch Wiederwahl auf ihren Posten Kamerad Zimmermeifter Job Thorn wurde in Würdi gung seiner 25:ähr gen Zugehörigkeit zum Korps zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahre 192 7 hatten wir in unterem Orte 27 Geburten 14 Trauungen und 11 Sterbefällc th Holzheim. 12 Ian Morgen, am 13 Januar, begeht der Landwirt und Kolonial- warcnhänblcr K. Reuhl IX.. Eichftraße u seinen 80. Geburtstag. Der rüstige und geistig frische alte Herr, der in Holzheim geboren ift unb fein Leben von Jugend an hier Gut. gedrängt unb übersichtlich erzählt, fre lich auch mit einer, zwar sicher durchaus gewollten psychologischen Verticlung der Ereignisse und geistigen Verbrämung ber im Mittel punkt stehenden Gestalt, btc lebenfall» im ft et» flüchtigen Etndrull des Vorträge» nicht recht mit dem Gesamtbilde eben dicker Mittel- figur in Einklang zu bringen war. Wir wären übrigen» was eine unverbind lichs unb jeder ästhetischen Wertung fcrnliegenbc Hebenbemertung fein soll ~ nicht erstaunt gc weken. wenn diele Novelle im zweiten Teil des 2lbend» eine Fortsetzung gefunden hätte: statt dessen hörte mar. etliche Kapitel au» dem Roman „3obannfe' Da-* ist die Geschichte einer Kind beit, ber autobiographisch getönte, mit Erlebnis unb Erinnerung befrachtete schlichte Bericht vom Knaben Johanne», pon feinem Leben, seinen Taten und Meinungen in ber Armcnkinder- anftalt „Demutt". In leibenfchasiSlofer oft fast nüchterner Prosa wurde erzählt von Kindern unb Lehrern nem AuSflug von ber Lesestunbe "om Konzert, von Ber Sternkunbe unb von den inr: derl'chcn Widerwärtigkeiten die ber. Kleinen aut dem grotesker. LiebeSverhältn » ihrc^ Erziehers mit ber schönen Jungfer Rosalie ungeahnter- tt>eik erwachsen, hier gab ee Szenen bic der Bericht au» mehrfachen Gründen nicht nach zu- zeichnen vermag. Schllberungen. bic von einer nben und herzlichen aue ©cfilben fommenben Heiterkeit anmutig überstrahlt waren. Aber auch von dunkelverschatteten und tiefein- aeprägten Ä.iabcncrlebniffcn war zu vernehmen Die mit der ersten Reife in die rauhe Welt unb ins wirkliche Leben verbunden gewesen find von freudloser Heimkehr unb bitter getäuschten Hoffnungen . unb endlich auch zum vertrauensvoll ausolickenden Beschluß von einer wacker auf- genommener Wanderung über die Grenzen de» Kinderlanbes hinem in tre große Stadt c nee neuen MenfchscinG. da» ganz auf eigene Äraft gestellt ist unb ganz aus Eigenem heraus «ich entfalten soll. Die Zuhörerschaft bankte mit herzlichem Beifall. -v - Teilnehmerzahl von 'Bübingen i| großen unb ganzen mil länger, so daß sie heule werben kann. Demgegei Turnen, Sport und Spiel Rechner der hiesigen Pfennigkasse. die 3obre gegen eine 16 Fortsetzung. Nachdruck verboten. den jährliche Pension von 600 Mark au- meindekasse bewilligt. Tanz besonders gemacht hat sich Polizeidiener Werner der ®e« verdient noch als werben kann. Demgegenüber stehen 30 freie Stellen. Gesucht werben in der Hauptsache gelernte lanbwirt» Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein .... Nomon von Erica Grupe-Lörcher. heißen oben Wö bes Wmnferrv Timer» entlang IdbneHei'b — a!§ ahe er in eine weite Ferne Nnr ab unb zu glitt seine heiße Amb Ader die Neck', n Psennigkasse, die er viele geringe Setgütung mit an* n . -------- dunklen •uf die Schwester ger-ckuet. bald an >n erkannter Vewissenhastigkeit führte und die ihm grobe Mühe bereitete. Hatten doch die jährlichen Einlagen vor dem Kriege ost mehr als 10000 Mark betragen. Die erledigte Polizeibie- nerftellc soll baldigst neu beseht werden. Mit ihr ist ein jährlicher Gehalt von 1200 Mark bis 1400 Mark verbunden Ferner werden dem Polizeidiener die nötigen Uniformftürfe von der Gemeinde bezahlt. *10891. Selter», 12. Jan. Gestern abend über» fühl em $trfotltn|ug beim 'Bahnhof Selter» der Strecke Vilbel—Lauterbach an einem Bahnübergang einen Personenwagen aus Laubach. Der Führer des Autos kam mit leichten Verletzungen davon, wahrend das Auto stark beschädigt wurde. Anscheinend hat der Führer die Signale der Lokomotive nicht gehört. Dgtleenboui< nb in den meisten umliegenden Orten allmählich in diesem Winter wieder Unterstützungen für Arbeitslose nötig werden, hat in unserer Gemeinde in den letzten Jahren noch kein derartiger Fall Vorgelegen Hier haben alle Arbeitswilligen stets Erwerb. Die Kulturarbeiten im Anschluß an die Feldbereinigung geben gegenwärtig durch daS Umroden abgetriebenen Wald- geländes zu Ackerland noch längere Zeit etwa 20 Arbeitern Beschästigung. von denen sogar mehr als die Hälfte von auswärts täglich zur Schwester Wendula aber war nahe der Tür fte^en geblieben. Mn dieser einzigen Bewegung von Weichheit, von zärtlicher Führung, mit der Dietmars für Sekunden seinen Arm um die Schulter her jungen Fremden gelegt, sah sie, wie es um diele beiden limgen Menschen im tiefsten Innern stand. Und bann kam der Momenl. den Melusine sich in den letzten Tagen, den sie sich in den dunklen Nachtstunden der Eifenbahnfasirt hierher immer wieder in Gedanken ausgematt hatte: sie trat an das Krankenbett ihres Bruders? damit dem Deutschen Sängerbund betqetreten ist, wird sich mit einer Abordnung an dem 'Bundes- feft In Wien beteiligen. Man rechnet mit einer 15 bis 20 Sängern Augenblick versank alle Äanwnhon . 'Serr umi Schätzer ifl nicht müde geworden, bet ben 5nftan3,n thren Be,-ich hier v.i ermcühdx-t Baronesse . setzte bir Schwester nach sekundenlanger Pnzen mit der der Unterstützungsemp- " ' • mit etwa 4000 angenommen W gMangen fort an dlk f a (f die Haustür und »anb btefe oerschlofien. Er be®ifhwle sich mit einer «Elf en ft enge unb barm mit einem Beil unb verschonte -ich so (Eingang in das Bureau, in wet chem jur betr es senden Zeit keine Bimi'nturaöen fratranben. Er schlug dort mit einem Beil aller« (ei zusamme n und lobte surchterlich. Don einem Ttachbarhause wurde nach der Polizei kclephomert. welche bald daraus herbeikam und ihn tn polizeiliches Gewahrsam brachte. Preußen. Mm» stöcylar. L HörnSheim, 12 Ian. Die Brüderschaft HörnSheim des Iungbeutfchen OrdenS veranstaltete am Sonntagabend in der Sastwirttchasi Engel hierfelbst einen Familie n a b e n d. der von den Ordensbrüdern mit ihren Familienangehörigen. Mitgliedern des KriegervereinS und fonfiigen geladenen Gästen gut besucht war. GeiolgfchaltSmeister Lehrer Berk richtete herzliche ^egrühungsworte an die Erschienenen und sprach dann über .Zweck und Ziele des Iungbeutfchen OrdenS". Er wies hierbei die Vorwürfe zurück, die gegen den Orden und seinen Hochmeister in bezug auf die .Frankreichpolitik" erhoben werden, um übrigen wurde der Abend durch Gedichtvorträge von Ordensbrüdern und Mufikvorträge einer Militärkapelle auSgefüllt. Der Abend bildete eine an- genchme Abwechselung in der für die Landwirtschaft ruhigen Winterzcit. ch Hochelheim, 12 San. 3m Saale der Gastwirtschaft Philipp 3ung hterfelbst sand dieser Iige nne von der Ortsgruppe der Äreisbaucrn- schäft veranstaltete Dersammlung statt, in welcher her Vorsitzende der Kreisbauernschast Wetzlar, Administrator Siebold (Hofgut Altenberg) über „(B r ü n l a n b b e ro e g u ng und N o t vieh- zuchf sprach. Die sehr lehrreichen Ausführungen des Redners fanden in der gut besuchten Dersamm- lung reichlichen Beifall. Anschließend fand eine Be sp rechn ng über die Einführung von Milch- leiftungsprüfungen in der hiesigen Gemeinde statt, mit dem (Ergebnis, daß sich über zwanzig Landwirte an diesen Prüsimgcn beteiligen wollen. Die Prüfungen sollen in Gemeinschaft mit derjenigen in der Nachbargemeinde Hörnsheim, wo sie bereits feit längerer Zeit eingeführt sind, oorge- nornmen werden. Unmittelbar hinter dem jungen Paare betrat auch sie nun das Zimmer. Melusine blieb nach toenigrn Schritten stehen Die weihen «erhänge ®aren zuge zogen. Ihr Auge von brausten her noch me blendende sonnenhelle g.mahnt muhte sich erit an di.- Dämmerung gewöhnen Ihr Auge ent- rateue langsam oll tue Umrisse ringsum. Da oer- »ah Dietmart für den Moment die Nolle, die er t>or her ’htelt mit Dtelufine zu spielen hatte Ganz leicht legt, er leine Hontz um ihre Schulter, um sie »oroiärte tu führen — an das Ormfenbett in der dämmernden Ccke Decher Vietze" er un- mtllkürlich sehr teise Mrcie Alsfeld. ■r. Oder-Ohmen. 12. Ian Der Gesangverein .Germania' beging gestern abend mit einer schlichten Feier sein «4jäh- rtge» Bestehen In einer Ansprache gab das Mitglied Hennch Jäger einen Lieberblick über die Entwicklung des Vereins, wobei er den ernst vorwärt-strebenden fangeSlrohen Geist der Vereinsmitglteder rühmte und mit besonders anerkennenden Worten des einzigen noch lebenden Witgründer» Johann Stritter gedachte. Der Gelang einiger Lieder unter der Leitung de- Dirigenten Dbring Babenhausen) beschloß die schöne Feier. - Der hiesige Volks- b i l d u n g S v e r e i n hat sich im abqclaufcnen GeschästSjahr sehr gut entwickelt. Die Biblro- thek konnte durch Stiftungen der Deutschen Dichtergedächtnisstiftung und aus Mitglieder- kreisen um über 100 Bände erweitert werden Besonder- bemerkenswert ist die Errichtung clne« Heimatmuseum«. Die nötigen Räumlichkeiten hierfür wurden von dem Vemeinderat auf dem Rathause zur Verfügung gestellt. Auch die Mitgliederkurve bewegte sich in aufsteigender Linie. Die Kasse schließt mit einem ansehnlichen Reingewinn ab. V AuS dem O h m t a l, 12. Ian. Recht häufig und stark treten in unseren Dörfern unter den Kindern die Masern auf. Meist ist die Krankheit von hohem Fieber. Husten. Augen- und Halsentzündungen begleitet. Jn einer groben Anzahl von Fällen tritt noch Blinddarm- re i z u n a hinzu. Vereinzelt gibt es außerdem noch Fälle von Scharlach. Diese sonst so gefürchtete Infektionskrankheit tritt viel gelinder auf als die Masern. Während die Masern in fast allen Dörfern vertreten sind, ist unS das Auftreten von Scharlach nur aus Rieder-Ofleiden. Maulbach. Dühseld, Dannenrod, Ober-Ofleiden und Appenrod bekannt. Kreis Lauterbach. O Bernsbausen, 12. Jan. Dieser Tage feierte dahier das Ehepaar Valentin Schäfer l. das Fest der goldenen Hochzeit. Kinder und Enkel waren zusammengekommen, um mit den noch in rüstiger Kraft stehenden Eltern diesen Tag zu begehen. Am Rachmittag begab sich da« Jubelpaar mit seiner Familie in das Gotteshaus, wo der Ortsgeistliche. Stadt- Pfarrer Schmidt von Schlitz. Worte des Gedenken- zum Ausdruck brachte. Dem Jubelpaar wurde eine Glückwunschadrefse des Evangelischen Landeskirchenamtes in Darmstadt überreicht: auch der Kirchenvorstand brachte ein Geschenk dar. 3m Kreise der zahlreich erschienenen Gäste wurde das Paar noch gebührend gefeiert. Der Gesangverein Bernsyaulen brachte ein Ständchen und feierte das Jubelpaar durch Ansprache und Geschenk. Dies war die erste goldene Hochzeit, deren sich die ältesten Leute in Bemshausen erinnern können. Starkenburg. Lpd. Darmstadt. 12. Jan. (TU.) Bei der gestrigen Ausführung des..Sch i n d e r ha n n e s" im Groben HauS des Hessischen LandeS- t Heater« kam die Darstellerin des ..Iulchen", Marta Ziegler, durch einen Stob, den ihr der Darsteller des „Schindcrhanncs", Echmied- brunn, wahrend des Spiel« zu geben hat, so heftig zu Fall, daß sie einen Arm brach und nicht weiterfpielen konnte. Die Aufführung konnte aber ohne Störung zu Ende geführt werden, da eine andere Schauspielerin für die Verunglückte einsprang. Rheinhessen. Lpd. Worms. 12.Jan. Der Hausmeister des hiesigen Reichsvermogensamts suchte in trunkenem Zustande in seine Wohnung Melusine hob den Blick. Sie sah ein grobes, schlankes junges Mädchen mit blauen Lugen und einem ReichNun an blondem Haar, bab selbst die ineihf Haube des Noten Kreuzes nicht zu verdecken vermochte. Hin deutscher Typus vom Scheitel bis zur Lohte. Sofort war Melusine, nachdem |ie di, duftere Persönlichkeit brr anderen schnell in sich mitgenommen, bw gewandte Weltdame Sie psie arn meinen Bruberf Da habe ich ihnen nelften -i an! zu lagen. Schwester. Ach, wenn Sie wüßten, mie olt wir von Ihnen zu Haufe gesprochen haben, ohne bab mir Sie kannten unb eie von uns wuß- ten. Wie sehr haben wir um Naymond gebangt, seit wir von der Verschlimmerung erfuhren. kann ihnen kaum tteschreiben. in welcher Stimmung ich diese ganze '.steife hierher zurückgBegt habe." .Sie werden Ihrem Bruder eine grobe Freude bereiten Baronesse Fast stündlich hat er In den lebten Tagen gefragt, ob sein Wunsch ihm erfüllt uwrb.n könnte, jemand von den Seinen hier ju frben Nicht wahr. Herr von Schotter^ _ piefangrt nickte stumm. Melusine bemerkte, tote icchniester Wendula ihn ansah. Es war cm fonber- barer Blick Sie vermochte nicht chn zu entrSts.-ln Sin leiser schmerz stand in den klaren blauen Htwen. ein Schmerz. Das war sicher, «der sonst noch? — schaftliche Arbeiter. • Reichelsheim. 12 Ian Vom 6. bist. Januar sand in Leipzig die größte Geflügelschau des Kontinent« statt. SS standen 12 000 Tiere zur Schau Der bekannte Rhodeländerzüchler Otto Muhl von hier blieb Sieger mil des Rote .vorzüglich', ferner viermal lehr gut. 5 Ehrenpreisen 1 Leistungspreis und 1 silberne Medaille. Der Erfolg ist um fo höher einzuschätzen da Herr Muhl mit den besten Zuchten DeutfchlandS in Konkurrenz stand. Mrcie Büdingen. Echzell. 12. Jan. Infolge hohen Alters hat unser seitheriger Police frener Georg Werner I nach einer Dienstzeit von 47 Jahren sein A m t niedergelegt. Stets hat er seines Amte- mit großer Gewissenhaftigkeit gewaltet: sachlich, ruhig und gerecht beurteilte er alle Fälle, die lein Einschreiten erforderten. So wußte er in polizeilicher Hinsicht stets Ordnung in unserer großen Gemeinde zu halten und sich nicht nur die nötige Achtung, sondern auch Liebe und Wertschätzung bei allen Schichten der Einwohner zu erhalten. Der Gemeindevorstand bat die langjährigen und wertvollen Dienste des nun in den Ruhestand tretenden Gemeindebediensteten einstimmig anerkannt und ihm eine gnaobracht hat. erfreut sich 'n der ganzen Ge- metnbe allgemeiner Beliebtheit Mrei» Friedberg • Friedberg, 12. Ian. Die Zahl der beim Arbeitsnachweis , j r i e b b e r g ■ B u b i n • atn in Friedberg gemeldeten Arbeitslosen hat in den letzten 14 lagen g a nxt n o r m j u genommen. Am 15. Dezember 1927 wurden insgesamt 722 Hauptunterstutzungsempsanger gezahlt, von denen 564 im Kreis Friedberg unb löst im Ären Bübingen wohnhaft waren. Außerdem befinden sich in Unterstützung 64 Krijenfursorgeempfanger. Am 31. Dezember 1927 bezogen Unterstützung 3003 HauptunlerstutzunaOempfänger. Bon diesen ro rbtn aus der Arbeitslosenversicherung unterstützt im Äreis Friedberg 2405, im Krtes Bübingen 4*5. aus der Äriienfüriorge im Äreis Friedberg 112, im Kreis Bübingen 3. Die Zahl der Unterstützungsempfänger ist noch weiter stark rn Wachsen, so daß voraus- sichtlich letzt bald die Zahl von 4000 Unterstutzungs- empfingern insgelami erreicht sein wird Die Erwerbslosigkeit In den Kreisen Friedberg unb ungen Menschen, die — wie Dietwart selbst mechr- ma(s ihr gegenüber erwähnt hatte — seit Jahr unb lag lieh kannten unb befreimtet waren, nicht tie*ere Begebungen bestanden als die Freundschaft? m ti ein,ayrigern Borbereitungs- unb Prüeungs- oienft in her Neimat war Schwester Dendula vor brei I^chren in den Etappendienst an her Westfront gekommen Nicht nur die Anstrengung ihres Wir- lungsfetbe^bas fast immer an Brennpunkten der unruhigen ,,ront lag, fonbern ihre vornehme Veranlagung. ihr ugenbtidier Ernst hatte fie immer mit grosier innerer Ruhe und S.verheil an den mand>er(ri »tippen ihres Berufes vorbe.geführt. (Findig Uebensfanuraben. ihrer weiblichen Pst^ge unb Hi sie bedürftige Kampfer unb Aelb>n waren ibr all die Verwundeten bisher gexwter. die ihren Danbtn anoertraut wurden. — Sonderbar' Und er griff bas Schicksal an ihr Herz. Fier als es ihr bei der Pflege bes jungen, schwertrunken Ba- roii staymond Wdpn seinen Freund Dietwart tn den Lebensweg fichtte Dolksiufnen im TurngauHeffen sv.T.) Kommenden Samstag unb Sonntag wirb in Marburg in der Turnhalle bes Instituts für Leibesübungen ein Lehrgang für das VolkS- himcn abgehalten, dessen Leitung Turn- unb Sportlehrer Döring übernommen hat. Die Veranstaltung dient bcr Ausbildung unb der Weiterbilbung der Volksturnwarte der Gauvereine und bietet somit auch solchen Vereinen, die noch keinen besonderen Wart für bas VolkS- turnen ernannt haben. Gclegeicheit, einen geeigneten Turner mit ben besonberen Aufgaben be« Amtes vertraut zu machen. Die Lehrstunden am Samstagnachmittag führen in die Körperschule und Lauffchule ein, machen mit Hoch- und Weitsprung. Kugelstoßen bekannt, um dann mit Boden- und Scherzübungen und Hallenspielen sowie mit einem Lehrfilm abzu- schließen. Der Sonntagvormittag ist den weiteren Uebungsarten de« Volksturnens gewidmet unb wirb mit einer Einführung in das neueste Schrifttum ber behanbelten Gebiete abgeschlossen. Sine Versammlung der Bezirks- unb VereinSwarte für Volksturnen bjkdet am Nachmittag ben Beschluß der Tagung. 1. Bezifksliga Heffen-Hannovei-. Für den kommenden Sonntag steht die große Frage der Vergebung des DezirkSmeister- titel« an. Wie zu erwarten war. haben sich doch schließlich wieder Zwei Vereine der Bezirks Haupt stabt bis in Die Endrunde durchgekämpft. deren Teilnahme an so bedeutenden Spielen nicht zum ersten Male erfolgt. In der Vordgruppe hat bcr Altmeister Kurhes- fen mit glattem Vorsprung seine Meisterschaft sicher nach Hause gebracht. Weniger leicht würbe es dem S. E. 03 Kassel, tn der Eintet- Arbeitsstätte hnnnrt IXe Bauhandwerter hvben ebenfalls während beS 'Ämter« iw ben umliegenden staatlichen unb st an beS herrschaftlichen Waldungen als Holzmacher dauernde Arbeit. Auch jüngere Landwirte von fr er nehmen den Winterverdienft als Holzfäller mit. Kreis -ckotten. « Schotten, 12.Ian. Der Männerchor 1 837, ber in diesem Jahre dem Hessischen und ,.D. bas habe ich empfunden ' Melusine wandte ''ch fst» Dtetwan au. ..an all den Sdwrtengfeiten unb Umstanbsichkesien. die man mir babci in 6trafoburp bei ben Behörden bereitete Ich hab, vbnen wel zu danken Herr von cduiw \is weifo ich Ich werde es nach gebührend tun Vafün 6 Dvrnhvl,hause». 12. 3 an. Ter hiesige Turnverein hielt am SvHNtagabend in der Turnhalle fein dieszähnfgrs Winter, "ergnügen ab da« besonders auch von Gästen au« den benachbaNen Gemeinden zahlreich be« 'ucht war. Einer Begrüßungsansprache de- Der- einSvorfttzenben folgten turneri'che Vorführungen. sodann wurde ein Theaterstück aufgefübrt, an das sich noch ein heiterer Einakter anlchloß. Der weitere Teil des Abends wurde durch Tanz- vergnügen au-gefüllt. — Der htelige Turn- verein ist der einzige Verein im Kleebachtale. der über eine eigene Turnhalle verfügt. Die Turnhalle wurde im Jahve KM3 unter großen Opfern durch b:e einsmitglteber erbaut. Bauplan unb Bauholz stellte die Ge- meinbe unentgeltlich zur Verfügung Im Sommer vorigen Jahre- hat die Turnhalte ben wegen Mangels an M ttcln zunächst noch nicht ausgeiührten Außenverputz erhalten i Groß-Rechtenbach. 12. Ian Bei einem Nestern in der hiesigen «Feldmark abgehaltenen "essellreiben wurden 37 Hasen zur Strecke 'iger, zum Mit- bruber geworden Wie ich euch beiden bantef sagte er plötzlich bi eme Stille hinein in ber auch Metastne schwtes unb nur leise mit ihrer Rechten über seine frii Dittwan. daß du meinen V'in^ck er- fuUt unb blr so unenbsich viel Muhe um bas Her- L,IRrtuil7 W!*™ Und Mr, «w»!-habe euch beibe so unauMprechsich !k6! 34 fühle er ich weiß: nur drei oe^tehen unsl itetfer. als Mutter unb Großmutter uns verstoßen können ' Einige Augenblicke fämpfte Raymond mit feinte Atemnot Dann setzte er hinzu, mit einem ton, her ertehnen ließ rote sehr ihm ber Schluß bes SaMt am fierten lag ..Unb wenn mir je mteber zurück- rebren buren - wir werden Immer unb Immer roteber Zusammenhalten, nicht wahr? Wett tetr uns Io gut. io völlig verstehen —r Dietwart trat jetzt mit einigen Schritten eben* fafls neben bas Lager: „Sott geb'»" sagte er im» ter tc’fer Erschüttenmg und reichte dem Freunde zum te>:en Druck bie Rechte. Die andere Hand legte er leicht auf bte Schulter her (Beliebten. S, gier ach ihm im Auaenbsick. als füge in seinem Vusichß 3 em «chwur für bte Zukunft (Fortsetzung folgt.) solcher Hüllen der Gleichheit bU Arbeit unb rätißkeit der Läuierreihen den Ausschlag geben toirb. Don die 1900 in Betracht m. w Die HußballverbandSspiele um die süddeutsche Meisterschaft Die Durchsührung der Kämpse um die süd- deutschc Fußball-Meisterschaft bereitet in diesem 3abrc dem Berbandsfpiclausfchuß und seinen beiden Unterstellen in Frankfurt und München arge Derlegenheiten. Die durch die Dorberei- lungtn der Olympischen Spiele in Amsterdam l»ebtngte lenninnot zwingt gewissermotzen zur Durchpcilfchung der Meisterschaftsspiele. Wiederholt sind bereits jetzt Tcrminünderungen notwendig geworden. Auch das Programm für den kommenden Sonntag sieht nach den neuesten Anordnungen ganz ander« aus. al« ursprünglich vorgesehen war. Die Runde der Ersten bringt drei Paarungen. 3n Frankfurt tritt auf ihrem Platze am Niederwald die Eintracht gegen den Karlsruher FutzbaUverein an. Wenn auch die Gintlacht aus Stuttgart keinen Sieg mit- brachte, so wissen doch die Berichte von dort, mit seltener Einmütigkeit von überragenden Lei- ftungen de» Mainmelsters zu berichten, während die Karlsruher den Fußballverein Saarbrüden zwar sehr doch schlugen, selbst aber wissen werden, haft man dielen mehr äußerlichen Erfolg nicht allzuhech veranschlagen darf Man darf mit einem S,ege der Frankfurter rechnen. Die Stuttgarter Kiders haben es diesmal wiederum aus eigenem Platze mit dem Sport- iH-retn Waldhos aus Mannheim zu tun. Die Kickers sind ansche,nend zur Zeit etwas nutzer Form. Waldes aber sehr schwer in die süddeutsche Klasse einsuorbnen. da dieser Berein jum ersten Male In Pi« Endspiele eingreist. Eine Boraussage ist da lehr schwierig, vielleicht, datz der Dorteil des eigenen Platzes den in diesem Jahre etwas vom Glück begünstigten Schwaben «um Siege verhilft Münchener Bayern haben den Fuß- ballvrrein Saarbrücken zu Gaste, der bi« lange Reise ofont alle AuSficht aus Punktgewinn antritt. Die Aunde der Zweiten und Dritten fuhrt in der Gruppe Nordwest die beiden Frankfurter Bereine nach autzerhalb. Der Futz- ballsportverein Frankfurt fährt zum Zutzball- sportverein 1905 nach Mainz. Gewitzigt durch frühere Erfahrungen wird s,ch die Frankfurter Mannfchast auf dem schwierigen Gelände $u- fammtnnc6mcn, bann wird ihr aber auch der Sieg nicht entgehen, wenn er auch nicht leicht errungen werden wird. Beträchtlich zweifelhafter ist es. ob Aotweist Frankfurt beim Verein für Leibesübungen Neu-Isenburg aus Gnade zu rechnen Hai Die Hessen stellen eine entschlossene Mannschaft. die gutes Kombinationsspiel pflegt. Sie werden, wenn irgend möglich, die Punkte für fich in Anspruch nehmen. Der Verein für Leibesübungen Neckarau darf Saar 1905 Saarbrücken ohne weiteres vvrge zogen werden. Dorusfia Beunkirchen wird auch auf heimatlichem Boden gegen die Fustballgeselischast 1903 Ludwigshafen einen äußerst schweren Stand haben. 3n der Grupp« 6 üb oft hat es der 1. Fußballklub Dürnberg mit dem Sportverein 1860 München zu tun. den «r leicht schlagen sollte. Der Verein für Aafenspiel Fürth totrb seinem Gaste, dem Verein für Bewegungsspiele Stuttgart, die Punkte mitgeben müsten. wenn auch der V s.A fein schlechter Vertreter der Nürnderg- Fürther Futzballkuntt ist Der Sportklub Freiburg und Union Bückingen sollten sich ein aus- geglichenes Spiel liefern, dessen Ausgang offen ist. Wacker München mit Phönir Karlsruhe wurde abgesetzt und auf einen späteren Termin verlegt. £wh>ereinigung 1900 Giehen. 6. Der kommende Sonntag sieht die Liga» Mannschaft zum ersten Male in der Ver- bandsspielfaiton 1927 28 auf c.genem Platz in Tätigkeit. Die Spiele der Blauweißen haben wieder mehr an Beiz gewonnen, da der Abstand gegen den jetzigen Spitzenverem der Lahn-Kreisliga. den V s. D. Kurßessen-Marburg nach den Begegnungen vom Borsonntag, bei gleicher Spielzahl nur noch einen Punkt beträgt. Als letzter Gegner in Gießen stellt sich der Verein für Bewegungsspiele 1919Kirch- 6 a i n. Die Gäste sind 1927 erst nach langwierigen Entscheidung«» und Auistieglpiclen der zweiten Bezirksklasfe im Lahnkreis zugeteilt worden, spielen dort aber feine schlechte Volle, fo daß heute schon ihr Derbleib in dieser Klasse gesichert erscheint. Auf ihrem heim.'chen Sport- vlah erlitten Die Kirchhainer nur eine “Hiebet- läge Selbst IstOO-Gießen ließ dort einen Punkt. Die Begegnung endete seinerzeit 0:3. Di« Gästreif ist technisch den Gießenern weit unterlegen. Beachtenswert ist nur die gute körperliche Ver- sassuna der Kirchhainer Spieler. 1900 bestreitet auch dieses Treffen noch mit einigen Ersah- leuten. Nehmen die Einheimischen das Spiel nicht zu leicht, so sollten sie am Schluß bestimmt Sieger sein Als Spielleiter lungert Herr W i n g c n f c ' b » Fulda Ein« kombinierte Mann ch s t ter B - einigten tritt am Sonntagnachmiuag der 1. Els Jünshunderl Familien kämpfen um eine Lrbschafi Oer Seeräuber-Rachlaß und die Webber-Millionen. Don Anton Jensen. „Aach Gölte drängt, am Gold« hängt doch alles. Ach wir Annens" Schon in allernächster Zeit soll Deutschland um einigst hundert schwerreiche Mitbürger vern ehrt werden. Am 6. Februar wird da« Urteil in einem Prozeß gefällt werden der im Dezember vorigen Jahres vor einem Gericht in Amsterdam verhandelt wurde. Fünfhundert Familien Ostfrieslands unb Oldenburgs hoffen, durch dielen Gerichtsspruch in den Besitz einer Millionenerbschaft zu gelangen. Dor mehr als hundert Jahren starb nämlich in Amsterdam ein gewisser Kapitän Pieter van der Hülst ein Sonderlina. der in der Iugertd seine sriefische Heimat verlassen hatte und nach Holland aus- getoanbert war Er hinterlieh em stattliches Ber- mbgen. aber seine nächsten Verwandten hatten wenig Freude daran. In seinem Testament wurde näm ich beftimmi. daß erst nach hundert Jahren die Erb'chast ausgezahlt werden solle. Bis zu diesem Zeitpunkt, so wurde in dem Testament bestimmt, sollte da» Geld von der zuständigen Behörde gut angelegt und verwaltet werden. Aach dem Krieg ent tonnt n sich einige ostfriesische Bauern der sagenha'ten Ueberlieserung, sie versuchten von der holländischen Aegierung das Erde ousgezahlt zu erhalten, das inzwischen zu einem Mi Ikonenvermögen an gewachsen war — mußten aber seftstellen, daß eS sehr schwer ist, hundert Jahre nach dem Tod eines Menschen zu beweisen, daß man 1cm Erbe ist. So erließen sie denn Aufruse unb gründeten einen Der - ein der Millionenerben. dessen Mitglieder — das ist zunächst das Wichtigste - Monat-beiträge bezahlen mutzten. Aus der Der- einskasse wurden dann zwei Amsterdamer Acchts- anwälte besoldet, die seit acht Jahren manchen Termin anberaumt und wieder abgesagt haben, und di« sich überhaupt viel Mühe gaben, das in allerlei Baulichkeiten, Fabriken und Danken angelegte Millionenvermögen, da» also tatsächlich vorhanden ist. für die deutschen Erden frei- zubekommen. Alle Vierteljahr kommt aus Amsterdam ein Anwalt nach Aurich und berichtet dem Dereinsvorstand der Millionenerben über den Stand der Angelegenheit. Man muß gesehen haben, wie so mancher ostfriesische Dauer ein alle«, mit allerlei verblaßten Tinten geschriebenes Stammbaumbuch aus der Lade holt und nun zu beweisen versucht, daß er tatsächlich au- dem Geschlecht deS KapuänS Pieter van der Hülst flammt. Wer sich dieses Vorfahren rühmen kann, scheint aber wirklich Aussicht auf eine größere Erbschaft zu besitzen: schon früher hat der geschickte Aui>gen. Der Redner unterschied im Wasserhaushalt des Boden« zwei Feuchtigkeit»- momente. einmal das Wasser, das vorn Boden in en festgehalten wird, dann da- fooett Eer»kwasfer. Sa» erster«, das sogen. Kaoillarwifier, halt der Boden in seinen haarfeinen Zwischenräumen fest, auch wird e» durch feinste Bodenteilchen, die wie Lehm quellen, outaefaugi. Wir müssen bic Lagerung (Struktur) des Bodens imb damit Jein« n»afseftaffende Kraft beeinflussen: es geschieht dies durch sachgemäße Oberstächenbehandlung (Schtzlen, Hacken), aber auch durch die Behandlung de» Untergrunbe? (Pflügen, llnlergrundlockern). Die Vorsorge für dir Wosferbeschasfung ist das ®id)- tigfte, was wir unserem Boden überhaupt angebei Heu laffen können. Prof. Sr. Sesfous führte an der Harw zuhireichcr Beijpiei« und Bilder den Be- wei» für diese Behauptung und ermahnte, nicht nu. dem Hacken ganz allgemein, sockvern auch der "Zelt feiner Ausführung und der Güte der Hackarbeit be- fondeve 2lufmetffamfcit zu schenken. Die 3ob!en, di« er zum Beweise der Anreicherung dce Bodens an Wasser unter einem gepfkügten und gehackten und einem mn ge^lügten. gegenüber einem un« bearbeiteten Boden nicht mir in der Ober- und der Unterfnnne, sondern auch im Untergrund bracht«, waren vollkonimen überzeugend. An einem Zahlend ei spiel zeigte der Rediier, weiche großen Wassermerigen durch geschickte Bearbeitung des Bo- dens für da» Pflanzenrvachslum unt) damit für höhere (Ernten bereitfleftcllt werden können. Das ijarfen dient in erster Linie dazu, den Wasieroarat im Boden zu erhalten. Rach Besprechung verhhie- bener Bodenbearbeitungsmohnahmen wandte sich der Redner Fragen über 'Saat und Soakmaßnah. men äu. Er gab u. o. verschieden« Gründe an, di« eine schwächere Aussaat erlauben, aber im allgemeinen bewahrt sich bie Dünnsaat nicht. Weiter ve» bandelte der Vortragende^ U. a. Themen, wie Aus» soatzeit. SoatmitgröBc. '- CHU LZ IHf.OJO 3UU Onbulttren z Ecke Seltersweg Telephon 774 Kreuzplatz Stert« eteie 0250 Kinder-Handschuhe reine Wolle gestrickt .. Kopfwäschen Ilachschnevde« Pf. an Damen-Schlupfhosen farbige Kunstseide Damen-PrlnzeBröcke farbige Kunstseide Damen-Memdhosen Mädchen-Pullover reine Wolle 3 ®. Sarfw t 'fxn ganz bedeutend ermäßigt: Damen-Strümpfe farbige Waschseide Damen-Strümpfe farbig Kaschmir, wollplattiert . I StciMtabt CbcrbeHcn». 20 Setten. »aoL «Ino. «roher Warten. Urei» Mk. 4000a -- flntoblun« Mk SOOOO * 4* verkauf. 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F a r b e n wurden auf die morgige Generalversammlung hin lebhafter gehandelt, "hne jedoch erheblich im Surfe anziehen zu können. Spezialwene blieben weiter gefragt, vor allem Polyphon, Svenska unb Crdöl. Heimische A n - leihen fest. Ausländer dagegen uneinheitlich Pfandbriefe freundlich. 3m Bcrl.r.ife schritt die Tages pelulation zu Realijationen Unkontrollierbare politische Gerüchte riefen eine leichte Unruhe hervor Gegen den Anfang ergaben uch Verluste von 0,5 bis 1 v. H. Nur Danken konnten weiter leicht anziehen. F-rant,».r . ^»ctreivcbörse. Frankfurt a.TI., 13.3an. Die Marktlage ist unverändert. Infolge des schlechten Mehlabsatze» halten die Mühlen auch mit den Weizenkäufen zurück, so daß das Geschäft außerordentlich klein ist. Futtermstt.'l gaben im Preise etnxis nach, jedoch liegt 51 leie tviilerhtn fest, da infolge des geringen Mchlabsafzee St lei f nur in kleinen Pol??!, anfallt. Für sofortige Lieferung ist St leie sehr stark gesucht und wird über Notiz bezahlt. Es wurden notiert: Weizen I, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs. 25, Weizen II. gut. gesund, trocken, bis zu 3 v.S). Auswuchs, 23,50 bis 23,75; Weizen III, geringere Besck-asienheit, bis zu 23 v. 5). Feuchiigkeil, 22 bis 22,50; Roggen 24,75; Sommcrgerfte. für Brauzwecke, 27 bis 2*i. Hafer, inländischer 22,75 bis 24; Mais (gelb), für Futterzwecke, 20,75 bis 21,25; Mais (pclb), für andere Zwecke, 21,50 bis 22; Weizenmehl, filddeutsches, Spezial 0, 37 bis 37,50; Roggenmehl 35 bis 35,75; Weizenkleie 14 dis 14,25 Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Mark. berliner Produktenbörse. Berlin, 12.3on. Bon den ausländischen Ter- minmärlten lagen festere Schlußmeldungen vor, die Offerten für Auslandgetreide waren dagegen :m allgemeinen wenig verändert. 3m:ncrhin bot die stetigere Haltung des Weltmarktes hier einige An- - regung und am Lieferungsmarkte konnten sich für Weizen geringere, für Roggen dagegen beträcht lichere Preisbesserungen durchsetzen. Dos Provinz- angebot guter Brotgetreidequalitäten für Waggon- Verladung hat sich wieder etwas verringert, die Mühlen bekunden zwar keine dringende Nachfrage, nehmen aber bei etwa 1 Mark höheren Preisen das hcrauslommenöe Material auf. Abfallende Qualitäten beider Brotgetreidearten namentlich für Kahn- Verladung ist zu unveränderten Preisen nach wie vor dringend offeriert ohne irgendwelcher Kauflust zu begegnen. Biel Beachtung finden hier die Rach- richten, daß Schiffahrt von Magdebuva und ebenso von Brandenburg an der Havel nach Berlin am Samstag wieder eröffnet werden soll. Weizen- und Noggenrnehl liegen bei unveränderten Offerten luftlos, auch die Silagen über schlechte Abnahme aus lausenden Kontrakten dauern an. Für Hafer zeigt fich zwar etwas festere Grundstimmung, das G->- schäft gestaltet sich jedoch angesichts der wenig nachgiebigen Forderungen der Provinz, die nur zögernd bewilligt werden, schwierig. Der Export nimmt unter Bewilligung guter Preise Ware auf. Gersten, .guter Dran- und Industriequalitäten fin- den zu unveränderten Preisen Unterkunft; geringe Sorten weiter stark vernachlässigt. Buntes Allerlei. Ex-König Ferdinand aus der Schmettrrlingsjagd. Aus Lil abon koi .ult d ' Rach.icht. daß sich der frühere Stön g ',erdi and von Bulgarien ganz plötzlich und in aller Stille aus eine Reise nach Süd- Amerika begeben hat Er erhielt kürzlich einen Bericht über die Entdeckung von drei neuen Arten von Vögeln und Schmetterlingen in den Hinterwäldern Brasiliens, und da er ein leidenschaftlicher Liebhaber von Vögeln und Schmetterlingen ist. so sagte er alle seine Verpflichtungen für da» neue 3ahr ab und löste sich et ne Fahrkarte für den deutlchcn Dampfer .Sierra Ilo- rena“. au* dem er jetzt nach Ato be 3aiuiro unterwegs ist. .Rur mit einem Schmetterlingsnetz und einer vortrefflichen Lupe ausgerüstet . he,ßt es in dem Bericht. .K’anb er sich bereit» 24 Stunden nach dem Entschluß an Bord Die ktehe des Oi-Ähmg» für Vögel und Schmetter- linge war eine (einer Hauptleidenlcha'te t schon wahrend seiner Regierung Al» er zur Abdankung gezwungen wurde nahm er al» leinen kostbarsten Besitz feinen Staatsmantel mit sich der aus Federn de» Parodie.-uogel» besteht. Cr besucht Süd-Amerika, wo leine Tochter feit ihrer Verheiratung mit dem letzten Kaiser von Brasilien lebt, zum zweitenmal.' Gin Schneidergehille al» Erfinder. Aus Linz enapren wir Der ^chneidergehilfe Otto Braun, der fein Handwerk noch vor kurzem ui Weyer an der Sun» ausuote. sich aber in seiner Freizeit mit dem Studium zur Verbesserung de» Äergafen» von ‘Benzin bei Autos und Flugzeugen be atzte und auf diesem Gebiet eine wertvolle Erfindung machte, wurde von einem amerikanifchen Konsortium das sich für seine Arbeit interessierte, nach Amerika berufen wo man seine Erfindung praktisch auszunünen be ib- hd)tigt Braun gelang es. eine 25pr?zent a? Ben- zinerfparni» im Verhältnis zum ieyt üblichen Brennstoffverbrauch zu ert len. Er ließ sich seine Eriindung sofort patentieren unb wandle sich an amerikanische Finanzkreile. die mehrere sachverständige damit beauftragten, die Eriindung aus ihren praktischen Wert zu überprü'en. Da» Ergebnis war. daß der junge Srsmd r sofort nach Amerika berufen wurde wozu man ihm das Reisegeld umgehend zur Beringung stellte Ermittlung von Brandstiftern. 3n dem Dorfe 3aasbe (Strei» ftolberp) waren im Lause der letzten drei 3ahrc fünf große Scheunen, zwei Wohnhäuser unb zwei tUehftalk abgebrannt. Die Brandstifter waren nicht z:i ermitteln. Es stellt sich jetzt heran . daß ein seit längerer Zeit in 3aa»be arbeitender Äncdit Beamter der Landeskriminalpolizei Köslin ist. Der (Erfolg seiner Tätigkeit war, daß der Canhivirt Teßmer, seine drei Söhne und ein Reichswehrsoldat unter dem Verdacht der Brandstistung i n H a s t genommen wurden. Lin neuer Jlugjeuglgp im englischen Heer. 3m Auftrag des Lustfahrtministerium» wird ein neuer Flugzeugtvp gebaut, der in der Lage ist, mit großer Leichtigkeit vom Lande, vorn Wasser oder vom Deck eine» Flugzeugmutler- schisse» auffteigen zu können. Da» Flugzeug ist ein Apparat mit einer ’03 P. S -Maschine unb modernen Sicherh it»vorrichtungen. Sein Spezialzweck ist die Besörderung von Torpedos von 60 cm, die es mit großer Genauigkeit ablchießen kann. Durch besonder» konstruierte Flügel soll die Maschine in der Lage lein, nach Durchführung ihrer Ausgabe sehr schnell vom Wasser hochzusteigen Die Geschwindigkeit wird mit etwa 120 Meilen in der Stunde angegeben. Der Gesamtradiu» soll sehr groß sein. Als Ber- teidigung»wasse gegen Angriffe soll ein große» Maschinengewehr etngeoaut werden. Wahrheit über das Schlankheitsproblem. Bekannte ärztliche Autoritäten haben fest- gestellt, daß bestimmte Mineralsalze durch ihre Wirkung auf die Organe das Blut wasserärmer, machen. Eine ärztliche Autorität schreibt: Da» Bittersalz, wie überhaupt die Miltel- salze, entziehen dein Körper Wasser. E» kommt mit den dünnen Siühlen mehr Wasser au» dem Körper heraus, al» da» getriyifene Salzwasser beträgt. Das Blut wird also wasserarmer" Die zuverlässigste Methode ist die Anwendung des Krufchen-Salze». welches die besonderen Mineralsalze in chemisch reiner Form unter Be- rücklichtigung geeigneter kleiner Gaben in genauer Analyse entbä.t. Die Schwachdosierung wie beim Keuschen.Saiz ist von großen ärztlichen Autoritäten anerkannt worden. 3e mehr Walserverlust im Stuhl, um so mehr Harnsäure, Gifte und Schlacken werden au» dem Körper herauSgezogcn und dadu.ch findet natürlich ein besserer Stoffwechsel statt. Eine Kruschen-Kur reicht ur 100 Tage, somit tägliche Gesundheit-pslege für 3 Pf. 45SD Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angelührten Zistern geben die Höhe der zuletzt defchlostenen Dividende an. — AeichSbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent. Jra'ik(un a. M Scrlln 1-Utjr- S4 ufe Unian» Rur» Rur« Rar« Rur- Tatum: IS. 1. 13. 1. 12 1 13. 1. ■*, D> Hftd)»anlci(x o 192' 5' flnt flclol €4>ut» m r 87.2 - 87.5 — Niirlot - Litauen SS 4 52.5 52.5 52.7 DcSat ob < Äuti 1 -9ic(tKit r nrunks top •e't Oo tpf 17.2 17 1 16 7 17.1 untu ddor Pi- i9U «' , t ci: • t)< svv -i*a. f 93.5 — — — «iaa -i>o bp- f! ir <> ort) itotlii r v >0: .'4.5 — — — e* rtSoi von I.-I3 — — < Unganidic jirontrrrt — — — 1.75 <*i lurt SoOanlc;« u UH e°. lurt Baodor-badn-Nni -SuPam lauip ld) > 152 152 151,75 215.75 217 Haniu lampfidnh f fkorbPtun'rtitr . c:ir ' 455.75 155.73 215 2-'. 151.4 149 5 155.9 ÄUg DrunLt Urrbnanft. i> 151 75 151 I5u Ibarui r Bantcxrrni n 155 154.5 152.75 154.75 Prrlina ^an'c, *.icüi<6. l. — »7.5 Mt iommtn- und ■Unoar-v’. 1 181 1« 179.5 181.75 Tann*L u Äononatdink 1- 246.5 ;4S 44 9 247 Trunchk Bant 10 ITI 172 169.25 172.5 Ani 1( IW 16J 162.5 163.2a TrrSdnrr Bau.' 1 164 165.5 163 25 165.1 Nnrridrui cd« *re6uDanf *» — — t2j 226 Dittallbant ...... 8 lUüMOaa! ■ ••••■■•. lu ISS Wi Ul 134 192 130 194 3raukturte- ® verllu SOiufc R-ir» 1 ithr- R-ir» R-tr» flnang Rur- Tanrm: 12 1. 13 1. 12. L 13 1 #L tt (» . - 172 172 192 170.25 IW 172.5 192.5 176 65 iocrymann ..... d 191 5 ttchr tirferunjcn . . . 16 17 .25 174.5 und Rian . . H 22-..: 223 5 221.75 .-24 25 «t. '.un .t ix atü c.mne ®<( ' Itlrt r Un-rra 6 1?* 129 10 2»1 235.5 2b2'5 >'■.25 Cdtnb liltftr tirrtt 9rtn (Ftrtrr . . n — 151.5 152 5 b — — 158.5 16-1 ■<. tit*. (tlrtn . . . 10 — — 179 IM $ulert ...... 191 €tanrn« 3 pcliti . . . IC 296.65 297 29^ 5 297 Iran refrt? . . , . . t — — 1 ' .9 13».Lu Sütmrorr k io • . • •. 9 — 171 16» 173 Baorr.« ..... c 105 107.25 104 ICH ?runchc ikrdci..... .6 1K> 111 4 l 17.25 Hl 75 c rnfi 2 tmtobU . v —- — 157 i»ti9.4 101.9 Pdonn Ara.an k ', I 3 102.75 !U3.5 IUI.73 Iu.'.7j 9ttxmi1O>< Orannfobltn 10 -50 27U.5 249 -51$ Xbcinftabl IS5. 5 ll>6 11^.75 l»3 ‘l’.'cnian — — l> 16*J.6’> t-eniniflir etatü». L I 2 N-i.-i IW. 4 H6.5 16» Craci ll‘tn< i tb 42 41.4 11.72» Äalt S t 1 1-9 5 Ib-' 2> 179 ;j 179 25 «kaNWcnrrrst n 10 16» Ib." 166 167 Äclmxrt eaUMtfnrtb 12 — — 250.5 232.5 Z ® ^atDcn-Jn»ufirtt 1 »1 .81.5 279.75 2«! r- a cnamt! . L — 135.75 U7.25 Ecfccit- anfrali ... .1 196 I$6 — — cI6«4>et:M ... .5 1.H 5 — 119.73 121 4 Jimctr* nxrtt ..... c 99.5 SS 99.5 »euxüfloul ebeft ... . u 1».5 - I — y auMur: a. « Berlin scht.|r Rur» !• Ufer- Mar» Sd) ufc R-ir» Untai* Rur Tatum: 12 1. 13. 1 12. 1. WüUiflP poi;ma.in 145 143 145 145 5 C^tfteltxr'rr «irmtrrt 144 — — Sanftebt > 162 — — — ao6 k ftrtttaa 1 145 142.25 — — eSn -s-iÄ eocexOum 15 — 42V 423.25 C ftw-rfr . i: — -'9.5 371 «lanjficff . . ii • — 5'7.5 599.3 t*cn:‘xre . . t — 152 JtCrc Lclddc' u 266 5 :6X.75 257 5 JG9 5 Zk'' :oN •’ttaHrnJurT IC 1*6 1*2.75 — titcrion-r ur;n @aflrr 7 — • 131 1 ;3.75 cnaatr »-LS ► — — 176.75 177,9 T ctmler i'.ctortn . . 0 #3.25 44 *4 94 Ttmao . . . 0 — 73 25 74.5 MMtrwrrtr Ältoa. . . . 0 91 92.5 K* 5 92.5 yuttr . . . 1 * — 267 270.75 Na» Wntnr sott . . .. ( • — 102 75 — Cr-nft-tn ' S:.r<| . , . . 4 — — IV 5 138.25 etntr bc-n-cn-i . . . . ( — — — Ycanbarb Tity .. < — — 200 zoo t*anwa- roum , , . . r 2t — — ?rr=nbT 1 6 tn . . .. c 79 78.75 — • ■ rem . . , 127 - 124 IxrNocvRLcti . . . . .. t 31 — — — ftanabane . . . •. f . . V X) — 89 — i'.an:!Ta*tScrft . . . . 1-2 5 —- — • -’?I33 . . . . . . 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Eintritt für Mitglieder frei 4620 Ulster hlt tunfdjcn und Paletots von Mk. X». Gießen (Hirsch Nachfolger) <*teaaae *tsd i* : • ,1 I Willst du schön und schick dich kleiden, barfff du Rosenzweig nicht meiden, denn bei ihm taufff du für wenig Geld die schönsten