Nr. 215 Erster Blaff 178. Zahrgang Mtfwsch, 12. September 1928 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Pmtf »d Pffte«: BriljIW UttoCTtlto.8»» „r> Stttotnrftrd K tixy ti «kH s^rtftfdtxng n» Muntrt* r. Sowwtoge ■*> 3«Urtog«. Mtofee: »tffcriwr JamiltenblÄtttt 6«t*at rm Bild TH» Scholl«. »oiod'Bqeflstrtfs: 2 Reichsmark ent) 20 ttei^epfrwwig ftr Irägt» lohn, and) bei Richter- scher ne* eingdnrrTlummmi ■"folge biberrr (Bemalt 3*m|prrd)an|d)(ine: St. M wnb 112. Lu schritt fir Drohknach' schien: iRjeiger Metze«. sm lajrura fir bie Tagesnemmrr dis . Lange, verantwortlich für Vr-iihk Dr. Fr öilb Lange fir FeRilleton Dr H THyriot, für den übrigen Ted Ernst Dlumschrin; fir den Sn» lelgentetl flurt ßifimann, sämtlich in Viehen Die Aülkwarts-Aevision. Die Fraetzofen haben das TDort vom .malaise", twt jenem allgemeinen Gefühl des 11 n- beha genS ausgebracht, das auf der politischen •nttrHcftunfl deS letzten wahres lastet. Aber sie »ermnben es sorgfältig, den wirklichen ilr» sachen dieses Gefühls nachzuspüren. weil sich habet ern beträchtliches eigenes Schuldkonto ergäbe. Xhvb fte gehen in der Preise in Minister- reben. in DertragsverHandlungen unb m Den vorsichtig um den Äern der Sache herum, wöbet tönen die englische Politik treulich Gesolg- schafl leistet. Das sehen wrr bei den augenblicklichen Räumungsbespoechungen, bet dem Scho, das die Kanzlerrede mit ihrer Forderung nach entfdbloffencr Abrüstung frerbor gerufen hat und bet den Bernebchniq tmam>t>em in bezug aus das brittfch-französifche ^lottenablommen 3m Äem liegt die Sache autzerordenllich einfach. Sr beruht zunächst aus einer Verfälschung des Deg rif fes .Sicherheit^. Dean wenn man schon zugeben wollte, datz daS SicherheitSbebürfm» Frankreichs überhaupt noch vorhanden sei — Driand hat es dieser Tage einem Pressevertreter mit der Möglichkeit marokkanischer Unruhen oder einer Verwirklichung der bolschewistischen Vürgerlrieg-These zu recht- fertigen gesucht — fo kann man unmöglich bei objektiver Betrachtung der Dinge darunter bie Garantie für bie Verewigung der Pariser Friedenstaktik verstehen.'Gerade das aber Ift es. was mehr oder tremger uneingestanden unter jenem Sicherfr.nl sbedürsni- gemeint wird, das eine tatsächliche Abrüstung vorläufig verhindere. Unb dabei hat nun England neuerdings der französischen Politik feine Hille zur Verfügung gestellt 3n den ersten RachkriegS- iafrrcn. in der Zeit, wo der britische Botschafter Lord d'Abernon eine wichtige Rolle zugleich in London und in Berlin spielte, war die bn- kische Politik darauf bedacht, eine Hegemonie Frankreichs auf dem Kontinent durch eine gewisse Stärckung der deutschen Stellung zu verhindern. Das hat vor allem zu dem Abkommen von Locarno geführt, in dem England seine Garantenrolle in gleicher Weise gegenüber Frankreich und gegenüber Deutschland auf sich nahm; parallel damit war eine Unterstützung der italienischen Politik gegangen, die sich fett den Friedensschlüssen in einem griffen 3n- tevessengegensah zu Frankreich befand. 3n btrfer Tendenz ist jetzt ein offensichtlicher Wandel ein» actrcten, gleichviel, ob das Nottenabkommen zwischen Paris und London durchgeführt wird, oder angesichts der Widerstände, vor allem von Amerika, der Form nach preiSgegeben werden sollte. Denn das Wichtigere an dem Abkommen ist der von der französischen Presse vorzeitig und gegen die englischen Wünfäte verratene ungeschriebene Teil: die Verpflichtung zur gegenseitigen Waffen Hilfe de gegebenenfalls auf eine Verstärkung der britllch.'n Flotte um die französische hruauSIäust. gleichzeitig aber ein Desin teref fernen t Englands in der Landabrüstungsfrage bedingt. Auch bie Entente von 1905 war ein solches ungeschriebenes Abkommen, und Sir Austen Chamberlain, dessen Liebe ui Frankreich ein unbestrittenes Assiom ist. ist damit durchaus in btt Fuhtaplen Edward Greys getreten, trotzdem die Spuren eigentlich Schrecken mühten Den inneren Anlah zu dieser Wandlung haben vermutlich die Zwistigreiien amerbatb der englischen Konservativen Partei und ihres Kabinetts gebildet, dir Ernennung des maßgebenden Mannes in Downing Street. Sir William Tyrrell zum Botschafter in Paris, hat den Verzicht England- auf eine Politik deS kontinentalen Gleichgewichts zugunsten einer Bindung an Frankreich, also an den vermeintlich gefährlichsten künftigen Gegner im Falle von Konflikten, vorläufig besiegelt, llnö hier wurzeln alle Schwierigkeiten, denen wir in Der Abrüstungs- und RäumunaSsrege begegnen. Es ist eine Rückwärtsrevision, die aus der 4)or- aussetzung emer militärischen Vormachtstellung Frankreichs beruht. Die Sozialdemokratie gegen das Volksbegehren. Berlin. 11. Sept. (DDZ.1 3n der heutigen Sitzung des sozialdemokratischen Par- teiausfchuffeS wurde folgender Beschluh gefaht: Der von den Kommunisten erngvleitete Volksentscheid ist nicht geeignet, die Streitfrage des Panzerschiffbaues zur Smschei- bung zu bringen Die Kommunisten erstreben mit ihrem Volke verehren cingestandenrrmatzen auch gar nicht die Verhinderung des Panzcr- schissbaues. sie erblicken in ihm nur et ne Gelegenheit. dieSozialdemokratie zu verleumden und zu beschimpfen. Für die Parteigenossen ergibt sich daraus von selber die Pflicht, dieser gegen die Sozialdemokrarifche Partei gerichtete Aktion aus daSentschiedenste entgegenzutreten. Die Lage des Arbeitsmarktes. Berlin, 11. Sept. (WTD.) 3n der Zeit vom 16. bis 31. August ist die Zahl der Ha up t- Unterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung wiederum m geringem 11m- fange gestiegen (von rund 567 700 auf 574500 oder um 1,2 Prozent). Wie in den vorher- Die Rheinland-Konferenzen im Gange. Reichskanzler Müller antwortet Briand vor der Weltpresse. Senf. 11. Sept (D3IB.) Die heute nachmittag abgebaltene gemeinsame Besprechung der f>auptbelegierlea Deutschland«, England». Frank- reich», Jtalleu«. Belgien» und Japans am Sitze der englischen Delegation dauerte zweieinhalb Stunde. Das gemeinsam vereinbarte Commanlqu* be- fogt: „heute nachmittag fand In der in Aussicht genommenen gemeinsamen Besprechung über die Rheinlandräumung elnlHelnungeaae- tausch statt, der am nächsten Donnerstag vormittag 10 Uhr feine Fortsetzung findet." wie weiter verlautet, wird der belgische Außen- minifier Hymans, der heute abend nach Brüssel reist, und Ende der Woche in Gens zurück fein will, bei der zweiten Besprechung durch den früheren belgischen Botschafter In London, Baron TNoncheur. vertreten. Der französische Lutzenminister B r l a n b, der am Freitag an einem IHinifterraf teilzunehmen beabsichtigt, wird auch an der zweiten gemeinsamen Besprechung persönlich teil- nehmen. Zunächst die grundsätzlichen Fragen. Genf. 12. Sept (111.) Zu der heutigen ersten Zusammenkunft der Mächte der Botschafter- kouferenz mit dem deutschen Reich», k a o ; l e r wird dem Vertreter der 111. von bestunterrichteter Seite folgende» milgeteilt: 3n der heutigen Sitzung ist zunächst beschlossen worden, dah In den Verhandlungen In Gens alle technischen Fragen, d. h. die technstche Durchführung der Bäamang, sowie auch der Zusammenhang zwischen der Reparatlonsfragc und der Rheinlandräumung, beiseite gelassen werden sollen. Dagegen sollen die Verhandlungen ausschliehlich den grundsätzlichen Fragen der Rheinlandräumvng gelten, d. h. den Fragen, inwieweit Deutschland zu der Forderung auf völlige Räumung de» Rheinlands» in rechtlicher Hinsicht berechtigt sei, inwieweit die Räumung bedingungslos erfolgen könne, und fall» von alliierter Seite Bedingungen gestellt würden, welches diese Bedingungen seien. Ebenso soll auch die grundsätzliche Frage einer etwaigen Kontrolle des Rheinlandes In Genf erörtert werden. Falls in den weiteren Verhandlungen In Gens über diese grundsätzlichen Fragen eine Einigung erzielt wird, sollen dann die einzelnen Fragengebiete militärischen und technischen Sachverständigen zur Ausarbeitung einer allgemeinen Vereinbarung überwiesen werden. Zurück zu Thoiry? Paris. 12. Sept. (WTB. Funksbruch) Lieber die gestrige Unterredung der Delegierten der an der R h e l n l a n d f r a g e interessierten Mächte bei Lord Lushendun glaubt der Genfer Berichterstatter des .Petit P a r • s i en" nähere Einzelheiten melden zu können. Rachdem der Reichskanzler und Driand, so erklärt er. sich über die Bedeutung ihrer Reden vor der Völkerbundsversammlung geäußert hätten, habe man die These Berlins ang.-frört, nach der die sofortige Räumung für e^utschland ein unbestreitbares Recht sein würde, daS sich erg:bc aus der loyalen und vollständigen Ausführung der Klauseln des Vertrages entsprechend Arti'el 431. Ebenso habe man die entgegengesetzte These entwickelt. die von dem politischen, militärischen und finanziellen Pfand und den Gcgmleistungen an die Alliierten sowohl vom Standpunkt der Sicherfreit. wie vom Standpunkt der Reparationen aus noch zu fordern berechtigt seien. Man habe wieder von Thoiry und den Vorschlägen gesprochen, die Strefenuran damals skizziert habe. Im vergleich zu denen die ursprünglich von Reichskanzler Müller eingenommene Haltung einen Rückschritt bedeuten würde. Es sei vevrinbarr worden, dah eine neue 11 n - terredung am Dvnnerstagvvrmittag um 10 llfrr ftattfindc Der Genfer Berichterstatter des .Matkn" weist daraus frm, dah Driand an dieser neuen Zusammenkunft s icher tellncfr- men und daß seine Reife nach Paris vielleicht nicht ftatlfrnbcn werde, wenn die Unter- re düngen eine wirklich ermutigende Wendung nehmen sollten. Der Sonderberichterstatter des .Oeuvre" glaubt, dah Deutschland viel- leicht am kommenden Dienstag mehr oder weniger prärise Angebote machen werde. Die Der- franbluno werde lang und schwierig sein. „3m großen und ganzen günstig." London, 12. Sept. (WTB. Funkspruch.) Perti- na; meldet dem „Daily Telegraph" aus Gens, die Aussichten für ein schließliches Einvernehmen zwischen den fünf Derhändlcrn, die gestern in Lord Tushenduns Zimmer über das Rheinlandproblem berieten, seien im großen und ganzen günstig. Briand habe die Oe- legenheit ergriffen, um seine vorgestrige Rede zu erklären und olle Ursachen für eine Acrstim- m u n g auf feiten der Deutschen zu beseitigen. Reichskanzler Müller habe erneut aus da» moralische Recht Deutschlands auf Grund des Artikels 431 auf eine vorzeitige Räumung des . Rheinlande» hingewiesen. E» schien allgemein Ueberelnfllmmung darüber zu herrschen, datz die Räumung, wie sie von Deutschland gewünscht werde, durchgeführt werden könne, vorausgesetzt, datz es weitere Garantien für die künftige Durchführung de» Damesplanes gebe. E» sei nicht recht zu sehen, welche Gestalt diese (Baran tien annebmen konnten, da Amerika an der Regelung nicyt teilnehmen könne. Es werde angenommen, dah trotzdem die fünf Mächte eine gemeinsame Aktionslinie für die schließliche Lösung de» Problems der Kriegsschulden, sobald Amerika geneigt lei, e» wohl au erwägen, beschlietzen werden. Briand werde wahrscheinlich unter dem Einfluß Paul-Boncours auf die Errichtung irgendeiner Form internationaler Kontrolle des entmilitarisierten Rheinlaude» bestehen. Es sei aber zweifelhaft, ob Fortschritte in dieser Richtung erzielt werden könnten. Es werde gemeldet, daß der deutsche Reichskanzler gestern erklärt habe, daß, als er den Ausdruck „unaufrichtige Politik" letzten Freitag gebraucht habe, er damit nicht auf Briand Bezug nehmen wollte. Trotz des Optimismus der Unterhändler erklärten zuständige Personen, sie seien nicht in der Lage zu sehen, welche Art von finanziellen Konventionen von den Deutschen im Austausch für das, was sie verlangten, angeboten werden könne. Gme Znierpellation angemeldet. Paris, 11. Sept. (WD.) Der radikale Abgeordnete Montigny hat Außenminister Driaud davon in Kenntnis gesetzt, daß er ihn nach W.ederzusammenlritt deS Parlamentes über fehle Unterredungen in Genf, die Frage der Rheinlandräumung und das getarnte Problem der deutsch-französischen Drehungen interpellieren werde. Zur Begründung führt Montigny in seinem Schreiben an: Besprechungen von höchster Bedeutung für die Regierung sind in Genf zwischen 3frnen und Reichskanzler Hermann Muller einerieits. sowie den Delegierten der alliierten Mächte anderersrits ausgenommen worden. Das Parlament mutz, meiner Ansicht nach, sobald es wieder zusammentritt, über diese Unterredungen unterrichtet werden und zu den dadurch aufgetoorienen Problemen Stellung nehmen 3ch füge hinzu, datz ich persönlich, wenn ich auch das vollste Vertrauen zu 3hrer bereits durch so frerttortogenbe und fruchtbringende Ereignisse gekennzeichneten Friedenspolitik habe, doch wünsche, bte Haltung kennenzulernen, die die Regierung vn diesen Fragen einzunehmen beschlossen hat Ser Reichskanzler vor der Weltpresse. Dens. 11. Sept. IWD) Reichskanzler Müller empfing heute abend die Weltpresse. T.’.vb- rcre hundert 3ournal:ften hatten (ich zu tarn Dmpsang eingefunden Rach Worten des Bedauerns über das Fernbleiben des Reick ^utzen- ministers Dr. v t r e f e m a n n . der die Arbeiten m Gens sehr aufmerksam beobacht.- betonte der Re.chskairzler. dah er im Völkerbund die g le iche P o li ti k vertrüge wie der R v i d> S- auhenmintfter. Er besprach dann sehr e n- gehend den deutschen Standpunkt in der ,'!b- rüstungssrage und wies insbesondere darauf hin, datz die deutsche Abrüstung auch in den jetzigen Debatten der völkerbundsoerfainmlung als vollzogen festgestcllt wurde. Sr unterstrich die mit der Oübrüftung vollbrachte ungefreute Leistung Deutschlands Als Beispiel führt« er an, dah allein von 40000 Offizieren 36 000 entlassen werden mutzten. Des wetteren führte der Reichskanzler aus. datz im jefrigcn militärischen Leben die Kriegsmittel. in 5- besondere schwere Arttllerie, Tanks usw. ausschlaggebend sind, über die aber Deutschland nicht verfüge, und datz andererseits die Erfahrung gezeigt habe, datz die Herstellung lolcher Kriegsmittet lange Zeit in Anspruch nehme. Der Reichskanzler sprach ferner von evr Jude, wonach ein Berufsheer, das Deutschland übrigens aufgegtounaen worden lei. den Kern für ein Volksheer abgebe, toobei er dar -if frmwieS. datz im modernen Äricg die Angr.sls- fraft ausschlaggebend :ft. und an das Beispiel Englands unb Anrercka» erinnerte, die lange Z«i t gebraucht hätten, bevor sie im letzten Kr eg bie entsprechende Umstellung vollzogen hatten. Das gleiche Argument gelte auch für die immer Wiederkefrrende Behauptung von der schnellen Ilmstellungsmöglichleit der Fri^enstndustrie auf KriegSrndustrie. Bezüglich der Rheinlandräumung erinnerte schliesslich der Kanzler an seine Regierungsertlärung. in der er bereits an- gefünfrigt hatte, dah die Rddjsrrglerung Besprechungen über die Rheinlandräumung anstrebe, für die sie sich sowohl auf juristische, als moralische Gesichtspunkte berufen könne 3n diesem Sinne sei freute eine erste gemeinsame Besprechung eröffnet worden, über die ein Commun qu6 ausgegeben würde, ban er schon auS dem Grunde nichts hinzuzufügen knauche, well der deutsche Standpunkt hinreichend bekannt sei. Sin englischer Spiegel stirdriand. London, 11.Sept. (WTD.) „Daily Hera l d" schreibt zur Rede Briand« in einem ßritartifel: Rach unendlicher Verzögerung knmmt man zu dem Punkt, wo der Autzenminister einer Großmacht anbeutet, datz überhaupt feine Abrüstungskonferenz statlfinden und datz der Völkerbund an dieser seiner Hauptprü'ung scheitern wird. Roch schlimmer ist j.'doch die Art der Mitteilungen, in denen andere Mächte beschuldigt werden, das AbrüstungLwerk zum Scheitern gebracht zu haben. Rutzland. Deui'ch- land und bte Vereiniglen Staaten, Io bemerkt das Blatt ironisch, smd demnach Dösewick e. England und Frankreich jedoch die unbescholtene Helden. Dies ift ein gefährlicher 11 n f i n n. (£s besteht nicht der Schallen eine» Zweifels, daß Großbritannien und Frankreich die IDIrf- famkeit ihrer Waffen erhöhen, um die ihnen Zur Verfügung stehenden Offenfiofräfle zu vergrößern. Während Driand sprach, führte fein Kollege P ainlev^ den Vorsitz in einer Mili lä r- konferenz, die die Pläne für ein gro>S neues System von Detest'.gungen von der R:rd- fee bis zam Wittelmeer ausarbeitet. Erft vor einem Monat prahlte sein Kollege L e y g u e S gehenden 14 Tagen ist die Steigerung nut auf die Zunahme der männlichen Hauptunterstützungs- emplänger zurückzuführen, deren Zahl um rund Ü200 oder 2,3 Prozent gestiegen ift. Die Zahl der weiblÄhcn Hauptunterstützungsempfänger ift im De«mlay hierzu um 2500 oder 15 Prozent zu- rü cf gegen gen. 3n der Krisenunterstützung ist in der Der^chtszeit die Zahl der Hauptunterstützungs- empsänger sowohl bei den Wannern alÄ auch bei den Frauen weiter gurüdgegangen, und zwar bei den Männern um 0.6 Prozent, bei den Frauen um 2 Prtyen: Insgesamt fiel die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger von 80 900 auf 80 200 oder um 0,8 Prozent. Die Trauerfeier für Vrockdorff-Ranhau. De r I i n, 11. Sept (WTD ) Heute mittag sand in der Dveilaltigkeitskirche eine Trauer- feier für den verstorbenen deutschen Dott'chafter m Moskau, Grafen Drockdorfs-Rantzau statt, der auf seinem Gute Annettenhifre bei Schleswig bestattet werden wird Reben den Arigeh rigen und zahlreichen Freurrden war in Derlr.tung deS RrichSprälid?n en Staatssekretär Dr. Meißner. alS Vertreter b:r Reichsreg e- nm,i Reichsminister Dr. EurtiuS. ferner de Rei^sninister Wissell und Dietrich Vaden erschi^Twrr. sodann die Vertreter deS Auswärtigen Amtes als Vertreter der preußischen Regierung Staatssekretär Dr. Weismann, vom diplomatischen KorpS der türttfche und der spani'che Dotschafter. von der russischen Dockchatt Frau Krestinski und Dot^chaftSrat Dratman- Drodowski in Vertretung des von Berlin abwesenden rullilchen DosickatterS K cfti s.i der Leiter der russischen Handelsvertretung. D c g g e, die Gattin deS russischen Volkskommissars Lunatscharski und fast fämlliche in ‘Berlin akkre- tKtierten Gesandten außerdem Vertreter deS Reichstages des RcichSraies, der WinschastS- kreife. deS Reichs Heeres und der Marine sowie anderer Dehörden mit ihren Damen. Der König von Spanien in Kiel. Kiel. 12. Sept. lDTV Funkspruch.) Auf der Reile nach Stockholm traf der König von Spanien an Bord deS KreuzerL »Principe Alkon'o" heute früh 2 Uhr. durch den Rordoftlee- kanal tommenb. in Kiel ein. Der Äreuwr machte im Hafen fest. 3n DrunSbüttel tour’te der K ig durch eine Ehrenkompagnie der RcichSwehr. d c dem König die üblichen @frrenbeytugungen erwies. begrübt. Ter spani'che Dotichafter in Derlin, Espinosa de loS Monteros, be- aab sich an Dord, um den König bis Kiel zu begleiten. Als Vertreter der Reichsmarine nehmen an der Fahrt teil Konteradmiral Wülfing v. Sitten und Korvettenlapitän (Sana r i A. 3m Laufe deS Vormittag- werden der Stattonschef und der Flottenchef dem König an Dord des Kreuzers einen De'uch abftatten. Der Kreuzer tmrd feine Vorräte an Betriebs- ftosf ergänzen und am Mittwvchnachmittag die Wetterrcise nach Stockholm anircten. Heute vormittag wird der König eine Rundfahrt durch Kiel unternehmen. mit der seit dem Kriege aufgebauten mäch t l- | gen Flotte D:« französischen Luststre tt- k r ä f t e werden dauernd ausgebaut. Großbrttan- nien hat eS nicht anders getan. Englands Stellung zur Abrüstung Genf, 11. Sept. CD TB.) 3n der heutigen Vormittagssitzung der DölkerbundSver- f ammluno ergriff bei der Generaldebatte der englische Sauptdelegierte Lord Lushendun das Wort. Gr betonte zunächst, daß keine in der Generaldebatte behandelte Frage wichtiger sei als das Abrüstungsproblem. Die Enttäuschung de« Reichskanzler» über die Langsamkeit de» Aortschreileus könne er durchaus verstehen. Er selbst teile diese Enttäuschung. Lord Lus-endun ist aber der Weuurng, daß der Reichskanzler die Schwierigkeiten nicht in chrem vollen AuSrnoße würdige. Wenn dieser die dringlichste Aufgabe der Dölkerbundsver- fammlung darin sehe, einen Beschluß zu fassen, durch den die Hoffnung aus Abrüstung verwirklicht werde, fo stimme er dreier Auffassung nicht zu, denn kein Beschluß der Dölkerbundsvcr- fammlung werde dieses Ziel erreichen können. Die DöUerbundsverfammlung könne nur den Wunsch nach Abschluß der Arbeiten und die Enttäuschung über dielen noch nicht erfolgten Abschluß zum Ausdruck bringen. Dach einem Hinweis darauf, dah Artikel 8 des DölterbundspakteS bi« Herabsetzung der Rüstungen mit 6 em für die nationale Sicherheit und die Erfüllung der internationalen Verpflichtungen nötigen Minimum in Verbindung bringe, erklärte er, dah jeder Staat da» dafür nötige Rlah selbst seslseheu müsse, und daß gerade darin die eigentlichen Schwierigkeiten liegen. Mit einer Einigung zwischen einzelnen Staaten in dieser Frage sei es durchaus nicht getan. Die Bor- bereitung des Abrüstungswertes erfordere daher viel Geduld. Man dürfe aber nicht vergessen, daß der aufrichtige Wunsch nach Erfolg aus allen Seiten vorhanden sei, das betonte er mit Nachdruck. Nach nochmaliger Zustimmung zu dem, was der Neichskanzler über den kritischen Charakter der Situation und über die Enttäuschung wegen der Langsamkeit des Fortschreitens sagte, wies er auf die Erfolge hin, die immerhin bereits in der Vorbereitung erzielt worden seien. Unter Zi- ticrung der bekannten Zahlen über die englische Abrüstung legte Lord Eushen dun dann klar, in welchem Umfange England gegenüber der Vorkriegszeit sein Flottenpersonal, die Zahl der Schiffe und ihren Tonnagegehalt vermindert habe. Bon nicht zu unterschätzender Bedeutung seien die Schwierigkeiten, die nach einstimmiger Anerkennung aller Sachverständigen vom Luftkrieg in Berbinduag mit dem Gaskrieg zu erwarten seien. Beide Zweige fördere man als Friedensindustrie, aber In beiden Fällen könne man sich keine Illusionen machen über ihre leichte Verwertbarkeit beim Ausbruch eines neuen Krieges. Bei Behandlung des britisch-französischen Flotten- kompromissev wies Lord Eushendun mit Nachdruck die entstandenen Deutungen al» unbegründete Verdächtigung und reine Erfindung zurück. Der wesentliche Faktor für bk schließliche Verständigung sei da» Vertrauen. In diesem Zusammenhang begrüßte er die Wendung Briands vom' Friedensgeist, der die sorgfältigste Pllcge erfordere, und verwies darauf, daß ein Ergebnis des Kellogg-Paktes die Förderung dieses Friedensgeistes sein werde. Auch die Vor- arbeiten für die Abrüstung werden durch da» Zu- stcmdekommen des Kcllogg-Paktes gefördert werden. Wiederholt betonte er zum Schluß die epochemachende Bedeutung der gemeinsamen Anstren- qungen zur Durchführung des Friedensideals in Harmonie mit dem Dölkerounde und legte nochmals größten Nachdruck auf die Versicherung, daß es die ängstliche Sorge der englischen Re» g i e r u n g sei, die in Artikel 8 des Völkerbunds- paktes enthaltene Abrüstungsverpflich- t u n g dadurch zu erfüllen, daß der Boden für die gemeinsame Aktion gesckzaffen wird. Die nächste Sitzung der Bölkerdundsversamm lung, die nunmehr heute nachmittag ihre Arbeiten in den Versammlungsausschüssen aufnimmt, wird später festgesetzt werden. Norwegen wünscht, daß nun etwas geschieht. Dens. 11. Sept. (WB.) Don den drei Der- sammlungSauSschüssen. die heute nachmittag ihre eigentlichen Arbeiten begonnen haben, begegnet der dritte VersammlungSausschuh (Ab rü st ungSf ragen) dein meisten Interesse. Wie rn allen Ausschüssen, sind auch in diesem Ausschuß alle 50 Delegationen durch je ein Dlitglied vertreten, das von Sachver- stänbigen begleitet ist. während im sogenannten tvorbercitcnbcn Abrüstungsausschuß nur einige 20 Staaten mitwirken. Dagegen fehlen bei diesen Verhandlungen die Vereinigten Staaten von Amerika uub Sowjetruhland, die alS Dichl- mitglieder nicht teilnehmen können. Deutschland ist durch Graf Bernstorfs bzw. durch Staat-sekretär g. D. v. Simson, font? durch mehrere Militär- und Marinesachverständige ver» treten. Außerdem nimmt Geheimrat Frechere v. Weizsäcker, der Leiter Des VölkerbundS- veferateS im Auswärtigen Amt. teil. Die allgemeine Aussprache über das gesamte Abrüstung-Problem tm dritten De r- sammlungsauSschuh wurde von de n Generalsekretär der Interparlamentarischen Union, Lanae-Rorweaen, eröffnet Lange brachte auf Grund einer Instruktion seiner Regierung den lebhaften Wunsch zum Ausdruck, daß auf dem Beben be» Artikels 8 de» Völkerbund» pakle» nunmehr etwa« geschehen möge. Gr freue sich, feststellen zu können, dah dieser Wunsch sich auch mit den Darlegungen Bri - andS und Eushendun» deckt. 3m Gegensatz zu den Arbeiten über die Sicherheitsfrage sei der Stand der Vorarbeiten über die Abrüstungsfrage nicht befriedigend, weshalb eS notwendig fei. daß gegenüber den politischen Gesichtspunkten die technischen Fragen zurückireten. Driand habe dasselbe wohl gefühlt. alS er in seiner gestrigen Rede von den Schwierigkeiten sprach. Die Techniker von ibrem Standpunkt ab- wbringen. Sa» Beispiel. Da» England und Frankreich durch den Abschluß de - Flotten k o m p r o mi fse S gegeben haben sollte nach Veichsbcmk und Köln, 11. Sept Betz! tote i Ul» unlei ■Ötf vicht M -:e e ganif1 «die Slb! ©c1 Slb! 3m fltftrii jufiär Die an t> nenbei M T Qanbti stellt offtnd M 3 Saft / fitaal Skt' unb ih 2iM Dn in dr kimm« ienben unb b Mk stcher frraffet nörM jarigen "tonfcti bMM drmtt »b 2 Dai 9th*t durch UWWll^D ■W er. >« Wlammtn. Sübb. Cotttht 1 btt Puutz« tftrf Lot bi» 110CO 'M. -e. mäh bi» tziü« M Daikin Altons, barouf Dcbe n 300 WO M. 280387. bU in in Ver M- Mannheim * MT mh",» den ifl.Ä £<". bi» PL * beitet. 'Hi ■ÄÄ Li Zp a.t! 1 und lew ni«ig ik nr» , ^taltrvdh» ,fIWhtdt bwbtr auf. 0 ergibt »ich. I'flung aut erben mutyt, j). etimm- bereut unitv •«itiliwng m n Wn Ü) >irt itU nut 4Mo.l). und "!°tz zu bitfen iber btr Arrtf 4 In tem ht mich« murbt, fteni auf bei 2ntzvk?n galten, bat) fe 4 Fenster auf ; jedoch zu ver- faj?» * m jeboch nW Dcbr unb es inzuioomenben lagerrr ftfe"' ringen 5--» 1— _ »wtf* 9C' M W ite 5 Da Doggen. I1 gy** y«t» raum. »tg fleb ; Obner-Öfc l.u.2. Riaffe 5 OtiOMk. 5. au&ctbcm ein Sonder zusch den XI lag non 4 Mark in der ersten und mdcL lasse zu avld-Zug") ein Svnderzuschlag der ersten und zweiten Klasse. f a na t« Verantwortlich für Politik: 3. L : Ernst vlumscheln. werden in den l Mk. Ms. Ms Mk Mk. 1 2. 8 ir n. trifft 1. 2. 3. 3. «laste 0.23 Ml. 0,50 TU. l.—Ml. I^OMk. 2.- Mk. 2.50 Ml. Zone (1—76 km) Jone (76—150 km) Jone (151—225 km) Jone (226—300 km) Jone (über 800 km) "Gesangverein J) e i l e r t« 11*. ® 11 h Die zu dem 50. Jubiläum be» Verein» gestifu _ Ehrengaben unb Geschenke, fonxe die von beit )-3üge l.Rvein- von 8 Mk. in bei Griellfchasts- Bornotize». Tageskalender für Mittwoch: Licht- fpiclhaus. BahTchvsstratze: De: Vettelstudent. — Astoria-Lichtspiele Die Todcsfadrt auf dem Black River. - 2 bezw. 3 Haar-Waschungen »o, Dann bitte nur llellpon verlangen. Dliuei milde Kopf Waschpulver verschönert alle Haare (blonde und dunkle) wunderbar. Es gibt bestimmt nichts Bessere« für Ihr Haar! r(t*v Wenn Zhre Lmpsehlung-anzeige indertFomsfggsnummerdeslSieptnerAnzeigers burd? forgfdlfiflt unb tpirffume SäKaussiattung werben -oll bann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe bes Donnerstag in btr ^tschästsstelle auf! 4.—Mk. 6.—Mk. 8.—Mk 10.— Mk. 7kr*T*rmir(**JT «ckchaltenden bezeichnet sie . besonderer Anordnung (etwa 30 v. H) alS Sllzüge gefahren werden, als Perivuen.,uge mit den bi»ihrigen ülnterweaSau'enthalte^i und per- 3rr Reisedauer brib^alten. Dies sind etwa rvzent der heute derkehrenben beschleunigten menzüge. bei denen lediglich des Zeichen .BP" wegfällt. fahrten in Schnell- oder Silzügen wird der Zuschlag nur in Höhe von 75 v H. erhoben. SS werden besondere Monatskarten für Personenzüge und für Sllzüae ausgegeben Ihre Preise werden nach folgenden Einheitssätzen gebildet: 2. Klaffe Personenzug 5,6 Pf., 2. Klasse Silzug 7,5 Ps.. 3. Mass« Personenzug 3.3 Pf., 3. Klasse Silzug 5 Pt Die Preis« der 3. Klass« Personenzug entsprechen demnach künftighin denen der jetzigen 4. Klasse, di« der 3. Klasse Silzug denen Der jetzigen 3. Älaffe und die der 2. Klasse Sil- zug denen der jetzigen 2. Klasse Die Preise der Arbeiterwochenkarten und Kurzarbeiterwochenkarten bleiben un- verünoert. AIS Preis der Arbeiterrückfahrkarten wird der Fahrpreis der 3. Klass« Pcrionenzug für einfache Fahrt erhoben. Für die Beförderung von Hunden ist der Halde Fahrpreis 3. Klaffe Perfonenzug zu zahlen. Die Preise der Militärsahrkarten und Bahnsteigkarten sowie die Gepäck- und Sssprehgutsrachten bleiben unverändert. Hemrich Häuser, der etn mit Sand behZden-es huhrn^ri nadb den Derladewerl Leiten wollte» fluru« plötzlich vorn Da gen imb kam derart un- aluckUch unter den Dagen zu liegen, das, er ein« schwere Brustquetfchung davontrug. 5Ve bedauernswerte wurde von der Freiwilligen So- nttätskolonn« vom Loten Äreut in die chirurgische Klinik verbracht. Zcppellnflug über Gießen? Berantatzt durch di« Pr^emeidunger. über bie bevor behender. OLmb’lug« bet neuen Zev- veltnlus tschif s es .Graf Zeppelin' hat unkere StadtverwaUung m einem Schreiben cn Direktor Dr Adener, dessen Bez.eb^ngen zu un'erer Stadt ja bekannt finb. di« Bui« ausgesprochen, be einem der Probrilüg« auch u n • ’«rt ©tobt anzufliegen, dam' von den steigen Einwohnern bas neu« grvhe Luttfch-.fs n Augenschein genommen werden kann. Herr Dr Sckener hat daraufh.-n der S takttve ni i.'- tung rmtaeieilt. eine bestimmt« Zufage über da- Ann egen unserer Stadt könne n tch i gemacht werden, der Anflug werde jedoch, wenn möglich, stattfinden. Lieber den Zenpunkt des Beg nn» der LundfiLge ist bis letzt noch nichts bekannt. Taten für Tonnerteiag, 11. Lcptember. Sonnenaufgang 5.31 XH>t. Sonnenuntergang 18.20 Uhr Mondaufgang 4.18 Ubr. Wvnduntergang 18.30 UH 1818 die Ptantstin Klara Schumann in Leip- Jer im „Vvlmser W zusammen Aach der Eröffnung durch Pfarrer Lenz-Wohnvach und der Grled.gung einiger amtlicher Angelegenheiten durch den Vorsitzenden Dekan Sn g e l - Obbornhofen hielt Stiftspfarrer Lic. Schorle mmer- (.'ich einen Dortrag üb.r daS älteste Lad des christlichen Griangbuche». daS Te Deurn. An der Hand de« den Zu- Hörer vorgriegten lateinischen Uriejtc» des Liedes wurde der uralte Hymnus der Kirche nach seinem Stil und Inhalt gewürdigt, die Frage nach seiner Entstehung erörtert und seine Der- wendung hn Gottesdienst besprochen Der Dortrag gab Gelegenheit mi einer Aussprache über Die b e s ch l tun taten Perfonenzüge irptänen nicht mehr als solche •en aber, sofern sie nicht nach 1830: die Dichterin Marie von ch auf Schloh ZdiSlavic In Mähren geb: — 1863 der Admiral Franz von Hipper in Deilheim (Oberbayern) geb: — 1877; der Fvrfchungsreisende Dilhelm Mlchner in München geb. — 1866: der Geograph Erich Obst in Berlin geboren. Aus her Provinu'afhaupistabs Stehen, den 12. September 1928. 70.Sebanstas!!esSeh.8ottp.os.SrSlbS Am 13. d. TZ. feiert der ordentltche Prsfefve der Shem.« an unterer Landesunioersttöt. Ge- heunrat Prof Dr Kari Gibs. seinen 70. Ge- inrrtStag Kart Vlbs wurde geboren tn Mt-D>etfoch. stud «rte und pevenoviert« n Freiburg t. B., hab^iUerte sich dort 1883. wurde 1888 zum Srtraoedinar.us ernannt unb 1894 «beirat eter unb eine solch« für em en unverheirateten Beamten Gme genaue Darstellung bei Ausgaben be» neuen StoatsinstitutS. fein« baulichen, maschinellen und technischen Ginrichnmg. Wribt einem aus führ lch«n Aufsatz an gleicher Stell« vor- behcsien Oie neuen Tarife her Reichsbahn. Die Einführung d«s Zweikiasfen- s hft« ms bei bet Ac-.chsbahn ist. wie bereit» gemeldet. enbgültta für den 7. Oktober 1923 vorgesehen An diesem Lage findet gleichzeitig der Fahrplanwechsel statt, d. h. bet Ueber- gang vom Sommersahrplan auf den Winter- fahrplan. Dom 7. Oktober ab wird also im all- aemrinen nur noch eine Polsterklasse mit Der Bezeichnung .2. Klasse" unb eine Holz- klasse mit der Bezridrnung.3. Klasse" geführt. Die bisherig« 1. Klasse wird nur m den besonders wichtigen Schnellzügen, in den 10-Zügen. FFD-3ügen unb in ben Schlafwagen beibehalten AnlLtzllch bet Okrminberung b« Wagenllalsen treten mit Wirkung vom 7. Oktober 1928 auch die von dem Arid-sverkchrsministcr genehmigten rarifänderungen in Krall. Die Gin- hellssätze d« Sinzelkarien betragen einschließlich BesörderungSsteuer je Kilometer in der 1. Äla’fe 112 Pf., in der 2. Klasse 5.6 Pf., tn der 3. Klasse 3,7 Pf. mll einem SpaimungSverhaltni» von 1 zu 1,5 zu 3. Die Schnellzugszuschläge betragen Nahzone (1—35 km) 1. Zone (36—75 km) 2. Zone (76-150 km) 3. Zone (151—225 km) 4. Zone (226—300 km) 5. Zone (über 300 km) Für Fl)-Züge ist SWir wanderten non, rechts und links schauend, am Strande , entlang. Nirgends war ein Mensch zu sehen, aber als wir schließlich zu einem Haus kamen, stürzte sich plötzlich eine schwarze, heulende Rotte hinterrücks auf uns. Da wir von Hunger und Entbehrung entkräftet waren, überwältigten uns die Wilden bald und trieben uns gefesselt vor sich her in das wilde Dickicht — Glaubt mir, liebe Freunde, wir sahen unser Ende gekommen. Aber Allah wendete alles zum Guten. Inschallah. Dafür schenkte er mir den Trost des Alters, die ewige Freude des Weisen, die Spenderin stillen Vergnügens, die kostbare Cigaretten-Mischung nV. DER SALEM-RAUCHER SALEM AUSLESE Heute io Deutschland 10 allen Spezialgeschäften erhältlich. Herbst-Neuheiten in einfarbigen und gemusterten KLEIDERSTOFFEN MANTEL-UND KOSTÜMSTOFFEN sowie SEIDEN Hervorragend schöne Farben und Muster In riesigen Farbsortimenten Erstklassige Qualitäten zu den denkbar billigsten Preisen L.BERNARD Plockstraße 16 Größtes Spezialstoffgeschäft am Platze 8120a Gtaditheaier Gießen. I Abonnements« Einladung. 3n der Spielzeit 1928/29, die vom 2. Oktober 1928 bi- Mai 1929 Dauert, werden an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Freitag je 12 Abonnement-Vorstellungen stattfinden. Tie Abonnementskarten sind gegenüber den Tageskarten wesentlich billiger; bei Nichtbenutzung der Abonnementskarten können, wie brSher, für Schauspiel und Operette Gutscheine gegen Entrichtung einer Gebühr gelöst werden, die für die ganze Spielzeit, auch für die Sonntag-vorstellungen, Gültigkeit haben. Durch die Verlängerung der Spielzeit bedingt — 32 «bonne- mentsvorstellungen gegen 28 seither — ist eine fleme PreiS- veränderung notwendig geworden, so daß sich der Preis für die 32 Vorstellungen einschließlich der Opern- und Operetten- gastiviele (letzter« werden ausschitehlich vom Neuen Operettentheater, Frankfurt a.M. in Ortgtnaldefetzung gegeben) wie folgt stellt: 8009B ProszeniumSloge, Rangloge, I. Rang Reihe 1 und 2 125 JUt Logenrückplatz, I. Rang Reihe 3 und 4, Sperrsitz Reihe 1—11...............100 • 'Dcrriifl Reihe 12—14, I. Rang Reibe 6 und 6 80 „ Sperrsitz Reihe 16—18, II. Rang Reihe 1 ... 60 , II. Rang Reibe 2 und 8...........40 „ II. Rang Reihe 4 und 6...........30 „ Die Ausgabe und Bezahlung der AbonnementSkarten erfolgt in acht Raten, die erste Ratenzahlung verpflichtet zur restlose« Abnahme deS bestellten Abonnements. Anmeldungen zum Abonnement find bis spätestens 14. September 1928 nur schriftlich bei der Verwaltung de« Stadttheaters — Theatergebäude — unter Angabe des Abonnements- tage» einzureichen. Tie letztjährigen Abonnenten haben An- sprach auf Beibehaltung ihrer Plätze an ihrem Abonnements- tage, wenn sie die Bestellung bi- zum 12. September bewirkt haben. Gießen, den 8. September 1928. Der Oberbürgermeister. I. V : -lingspor. WslkMAAM! Gießenerpferdemarit-Lofe 8 1 RH. sind noch In allen durch Plakate kenntlichen Geschäften »u haben und bet Lotterie-Einnehmer Buchacker Neuen Büue 11. sos4D Bettvorlagen größte Auswahl in allen Preislagen H. Hochstätter Mäusburg 8123a Ä«HeaurrteS »Saatgut offeriere ich von pettuser Roggen, 1. Absaat Strubes Oicklopfweizen, 1. 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Die kne'e Lüde auLgesüllt werden soll, daran mag man tm TuflmHid noch gar nicht den len. Schwer genu^ wird es sem. Brockdorlf har m den sechs Jahren, bic e- in Moskau arbeitet«, sich ein ungewöhnliche« Mah von Vertrauen nicht nur bei den Tuffen erworben. 9x war vielleicht der Einzige, der ihnen die Wahrheit sagte und lagen tonnte: und er hat dabei gleichzeitig, in unserer parieipott- tisch zerrissenen 3rit gerade-u eine Merkwürdig- Mt. die Unterstützung aller Parteien von den Veütschnationalen biS au den Sozialdemokraten erlahren Und da», obwohl er in den ersten Lagen seiner Miniftertätigkeit in Weimar dem Deist der Revolution zunächst Conzes tonen ge- macht hatte, die starken Anstost erregten. Aber sie DerWabtcn doch gegenüber den unleugbaren Verdiensten, bi« Brockfrorss-Tanyau sich um bei nadbretoluttonäre Deutschland erworben Hal. Er nxubte lange warten, bis er an die Tcihe tarn; sein Tarne als Leiter der Aubenpolitik würbe eigentlich bei jeder Krise fett 1914 genannt. Aber erst nach dem Umsturz holte man ihn au« Kopenhagen und bürdet: ihm die schwerste Last aus. bi« ein Auftenministet zu tragen hatte: die Führung der Frieden«Verhandlungen, angesichts de-^ Haffes der Gegenseite von vornherein (in au-sicht-lo'es Beginnen. Aber er bat e« wenigstens verstanden, unser Unglück mit Würde zu tragen. Da« soll ihm unverge sen sein. Mi-t vornehmer Form hat er Elemence au einige Lehren erteilt, die doch den Crfolg ballen, bah die Deutschen Halbwegs menschlich behandelt wurden. Or hat In Bersaille« Tlemenceau und Wilson in« Gesicht «sagt, da« Dekenntni« von der Alleinschuld Deutschland« am Kriege würde in seinem Munde eine Lüge sein Solgcridfrtig ist er in Weimar für d e A b- lehnung de« Teriaitier Diktats cingctrcLm unb ist gegangen, weil er überstimmt wurde: weil er der Meinung war. baft. wenn wir nicht unterschrieben wir vielleicht durch ein Fegefeuer von einigen Monaten gehen mühten, wenn w'rd dagegen unter Mir «eben, das einer sch.eichen- ben Krankheit gleiche, die da« Bolk zuletzt verzehren würde. Trotzbern hat et sich der Republik spater wiicher zur Verfügung gestellt unb den Weg nach Osten geebnet (Jr war der eigentliche Vater der deutschen Aussenvolittk: doppelt schmerzlich, das» er un« gerade in dem Tugenbhd fehlt wo möglicherweise die Tür nach Osten wieder weiter ausgemacht werden mutz. Llm die Nachfolge. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 12. Sept Obwohl sich selbstver* ständisch die zuständigen Stellen noch nicht mit der Tachfolg« de« Grasen Brock- dorfs-Tandau beschäftigt haben, wird doch in politischen Kreisen bereit« lebhaft über diese« Problem gesprochen, da« obne Frage nicht so einfach zu lösen fein dürste. Ss stehen schon jetzt zwei Tarnen im Mittelpunkt der Erörterungen, nämlich einmal Tudolf Tadolnh, der deutsche Botschafter in Angora, und Ulrich Tauscher, der deutsche Gesandte in Warschau. Beide sind im Grund« genommen für diesen Posten, der eine ganz besonder« Persönlichkeit verlangt, vorbercttet. Ulrich Tauscher hat im Verlauf der Jahr« in Warschau mancherlei Fühlung mit den russischen Stellen nehmen müssen, so das) er immerhin über eine gewisse Sachkenntnis verfügt Dazu tonrmt noch, bah er. der seine diplomatische Karriere als Gesandter in Athen anfing, einen Poften, den er aber in Wirklichkeit niemals antrat, bi« zu Gießener Siavitheater. Prcsbtr undLtein: „Lifelott von dcrPfalz" Da« Stück von Tubolf Pr««b«r und Leo Walther Siern, mit dem man die heurige Sommerspielzeii beschloß, ist aus einer sehr ehren werten Gesinnung heraus geschrieben unb übrigen« gerade in diesen Lagen, da man sich um die Aechtung des Kriege« unb di« friedliche Annäherung der Tattonen so angelegentiich und ernstlich zu bemühen scheint, da das Theinland nod) immer befcrtt ist, und Briand ernt so bemerkenswerte Tebe vernehmlich gehalten hat... von einer gewissen Aktualität Weil es aber für bi« Beurteilung eines Stücke« mindesten« nicht ausschließlich aus di« unantastbar gute Meinung an kommen darf, in bet es gemacht würde, fo ILHt sich die Feststellung kaum unterdrücken, bah in diesem Falle weniger die künstlerischen al« bto patriotischen Ansprüche des Zuschauer« unb HStctS befnebtgt würben. Ein Vorspiel — Heidelberg 1670: drei Akte — Versailles 1689. Das Ganze nicht so sehr em (sehr personenreichesl Lustspiel, als eine ertön« in die Läng, gezogene Geschichtsstunbe mtt lebenden Bildern und locker gefügt ?n. teil« idottlschen, teil« sentimentalen Epi öden auf dem «Lbcaler. T«bmbei bemerkt für eine dramatische Ge tÄ- tung de« Stoffes hätte sowohl eine erheblich« Beschränkung das Personals wie auch eine ernste, um nicht au lagen: tragisch« Einlleidung näher gelegen. Die Auffrischung der geschicht ichen Daten an sich ist allerdings schon um de-willen durchaus zu begrüben, weil die Prinzessin Elisabeth Eharlott« von der Pfalz, und nachmalige Herzogin von Orleans ganz gewiß eine der liebenswertesten unb kaum genügen!) gekannten Gestalten der deutschen Geschichte gewesen ist: baft man sie vielleicht später ein wenig überschätzt hat. tut nichts zur Sache: ihre urwüchsigen Briefe zu lesen, ist noch heute ergötzlich, lehrreich unb oft wahrhaft erfrischend. 3m Lustspiel nun. wie es einmal ist, geht es, zuerst in Heidelberg, um die Verehelichung der blutjungen Prinzest - gegen ihren Willen feiner Ernennung zum Gesandten in Warschau in den Zähren 1920/21 cl« Gesandter in aufter- ordentlicher Mission bei bet Sowjetrepudlll Georgien tätig war Grohere Aufftchten hat demgegenüber allcrbing« Botschaster Tadolnh. Al« Tv.gdonlul beim Generalkonsulat in Petersburg in den Jahren 1933 07 hat er einen tiefen (JinbM in die russischen Derhältnilfe nehmen können Unb auch feine weitere Karriere, zunächst als üegaticnsrat im Auswärtigen Amt und dann al« Sonderdeleaierter zu verschiedenen Steign'lsen in den östlichen Staaten, hat chm eine besondere Kenntnis bet östlichen Verhält- niffe verschafft. Dazu kommt noch hast Tadvlnh eine aufierotdentlich zäh« Persönlichkeit ist. die ähnlich r e BroMorif-Tannau am beste, für ben Moskauer Poften gee gnet zu fein schei-.t Sr -.st feil Ma 1924 der diplomatisch. Vertreter Deutschland« in der Türkei unb hat es dort verstanden, nch em auhervrdentllches Anlehe M irwerd.n Käme er für die 2iachlolge Brock- borff-Tannau« tn Frage bann bliebe natüritch immer noch die Frage offen, wer lein Tachfvl- ger werden würde. Auf jeden Fall steht wieder einmal ein ar 66 e re« Tcoirement Im deutschen dtpwmatifchen Korps bevor. Herbstübungen der Flotte. Don Äorocttcntdpitän Ctracblcr fLinienschiff Reffen'). I. 3n der Torblee. Em Ausbildungsjahr der Flotte geh; za Ende. Bi« zum Mai Imb Werfttiegezetten, Fachschule und EinzelousbÜbung erledigt worden. Di« Be- lichtigungen der Schtss« Im 3uni hoben bieten Tblcbnili beendet. Darnach ist da« Zusammen schweifte.« der Einzelkräfte zum Flottenverbande m den Vordergrund getreten Die AuSlanbausbildungsreise, die diesmal nach Torwegen führte, die Flsttenartillerie- schieben, denen der Herr Teichsprälident durch seine Anwesenheit besondere Wethe gab. unb die Tvrpedoschtesten aller in Frage kommenden Teil« haben biefer Verbandsaufgabc gedient. Die am 4 September von Wilhelm-haqen aus bcgonr-cnen Herbftübungen der Flott« sollen in ihren drei Abschnitten, dem Tordsee-, dem Ostsee- unb dem abschließenden Teil unter Führung der Marineieitung zuerst die Berbandsausbildung Aiun Abschluh bringen, bann im ganzen Techeri- schaft oblegen, was im letzten Flottenjahr geleistet. wie weit der Wiederaufbau der Flott« gefördert worden tst. Tach der Tücklehr vom Notterttorpeboschiehen herrschte reges Leben m den Warineftandorten der Oft- unb Tordsee Brennstoff. Derpslegungs- horräte und Ausrüstung aller an den Herbst- Übungen teilnehmenden Schiffe und Fahrzeuge werden aufgefüllt. Die Linienschiffe nehmen gelackte Kohle al« Deckslast, um gelegentlich den Torpedobooten auSzuhelfen und ihren Aktionsradius zu vergröbern. Auf allen Fahrzeugen sieht man eifrige Hände an der Arbeit, Farbe auszubessern. zu waschen und zu scheuern, um die Schisse in ihrem Teufte* ren herzurichten. Jeder will vor bfcn Augen der höchsten Vorgesetzten unb der vielen heimlichen Knitter gut aMdjneiben Beim Soldaten und besonder« bei kt 1 h Die neuen Sriefmarten von Afghanistan. DaS Erwachen Afghanistan« zu einem modernen Staat unter der Tegicrung König Aman- ullah« fpiegett fich auch in der Ausgabe neuer Briefmarken, die zum erstenmal in ber Gefchichte ber afghanischen Post auch bem internationalen Postverkehr dienen werden. Bushec galten die Marken diese« alten Königreiche« nur innerhalb der Grenzen de« Lande«, Postsa^)en, die für die Auftenwett bestimmt waren, wurden von dem afghanifchen Posthalter zu Pelhawar mit britifch-indischen Marken franftert. 3etzt aber sind die nationalen Briefmarken Afghanistans vom Weltpostverein offiziell anerkannt worden, und fo hat man denn neue Marken au-gegeben, die nicht mehr in Englisch wie früher, sondern tn Französisch die Ausschrist „Rostes Afghani tragen. Die neuen afghanischen Marken sind lttho- Saphiert und zeigen in der Mitte den ISstrah- jen Stern von Kabul, in bem sich wieder das Bild einer kleinen Moschee beftnbet. Die fünf Werte find: 2 Puli Hau. 10 Pult grün, 25 Pult karminrot. 40 Putt blau und 50 Puli rot. Der kleinere Wert in Blau hat «ine lange rechteckige Form. Für Pakete gibt e« auch noch eine Zwei- Tupienmarke in Orange. Alle Marien find rund um bie Tander perforiert und haben Inschriften in europäischen und afghanischen Buchstaben. Dor 58 Iahten wurde die Briefmarke von dem Emir Scher Ali in Afghanistan eingesühri. Die Marken erhielten damals das Bild emeS Tiget- kopfes, da sich der Emir .Tiger von Äabur nannte. Diese erste und alle folgenden Serien wurden von eingeborenen Arbeitern in bet Münze von Kabul hergeftellt, unb sie fanben infolge ihreS unscheinbaren AuSsehenS wenig Beifall bei ben Sannnleriv Auch war es aufter- ordentlich schwierig, solche afghanischen Marken zu erhalten. Daher hoben sie bisher in bet Philatheli« eine geringe Tolle gespielt. 3etzt aber wächst die Tachfrage nach den alten afghanischen Marien, und sie wird durch die Ausgabe bet neuen schönen Serie sich wohl noch steigern. Kreistag des Deutschnationalen SandlungSgehilsen-Verbandes. Am Sonntag fand hier im Äaufmännifcten DereinShauS der Ärei»tag de» Ärei- f e S 11 (Mittelhessen) beS Deutschnationalen Handlungsgehrlfen- VerbandeS statt, zu dem weit über 100 Tkr- tretcr au3 den Ortsgruppen AlSfelb. 'Sieben* köpf, 'Büdingen, 'Butzbach, Dillenburg. Friedberg. Gießen. Haiger. Herborn. Hirzenhain. Lau* terbach, Lich. Marburg. Schlitz. Wetzlar und Nidda erschienen waren. Die Tagung wurde vormittag- durch den KreiSvorsteher Emil Deuter- Dieben eröffnet. Der KreisgefchättSführer Artur Stiel er- Dieben gab seinen Bericht über die gekeifte te Jahresarbeit, besonder» erörterte er anschliehend eingehend die sozialpolitischen Aufgaben deS Verbände-. wie sie dem 'Reichstag vorgelegt wurden. AuS dem Bericht war zu erkennen, dab die Entwicklung deS Der- bandes im Streife li sich stark nach vorwärts bewegt hat SS konnte ein Mitgliederzuwachs von über 250 Berufskollegen verbucht werden 3m anfchliebenden Referat sprach der Gaubil- dungSobmann WartenS-Frankfurt über: „Neue Aufgaben und Ziele unserer BerbandSarbeit", namentlich daS Bestreben deS D. H. B.. durch Schaffung von Orts- gruppcnheimen den Nachwuchs heranzubilden. Die Berichte und Aussprachen zeigten, dab der D.H.D. auf dem Gebiete der Fach- und Allgemeinbildung in vorbildlicher Weise tätig ist und sich auch darum besondere Derdienste erwarb. Nunmehr wurden die geschäftlichen und organisatorischen Angelegenheiten erledigt. Gouvorstehcr A u e r b a ch - Frankfurt o. M. faßte dann in seinem großangcleatcn Schlub- toort die behandelten Gebiete zusammen und zeigte deutlich Wege und Ziele, die durch ver» mehr'.'« Bildung und selbstlose Berufsertüchtigung erreicht werden. Allen Ausführungen wurde mit grober Spannung gefolgt. Streisvorsteher Reuter konnte hierauf den ordentlichen Kreistag, der in voller Einstimmig- und Einmütigkeit sich abwickelte, in dem Bewußtsein schließen, daß damit ein gutes Stück fortentwickelnde Standesarbeit geleistet worden ist. Am Sonntagabend veranstaltete der Verband im „Äatßolifdjcn Dereinshaus" einen obe r- hessischen Heimatabend. Die Vordere!» hingen dazu hatten in den Händen deS rührigen Vildungsobmannes Hirsch (®ießen) gelegen. Die Auswahl der Solisten und der Vorträge war gut getroffen. Nach kurzen DegrüßungS- worten deS Vorsitzenden der Ortsgruppe Gießen, Karl Schaub, erwarb sich Kurt Richter. Tenor am Stadttheater in Bonn, von allen seinen Gießener Freunden aufS herzlichste begrüßt, mit den „Gralserzählungen" aus der Oper „Lohen- grin" auch die Sympathien derer, die ihn noch nicht kannten. Sein voller Tenor, dabei doch weich und anmutend, gab dem Vortrag die nötige Wärme. Auch die später gesungene Arie aus der Oper »Zauberstöte" von Mozart wurde von den Zuhörern mit starkem Beifall auf genommen, so daß sich der Künstler zu einer Zugabe entschließen mußte, die natürlich ebenso dankbare Ausnahme sand. (Bin oberhessischcr Heimatabend läßt sich aber nicht denken, ohne auch die heimische Mundart und Tracht auf ihr Recht kommen zu lassen. 3n dem oberhessischen Hei- matdiähter Georg Heß (Leihgestern) war der rechne Mann gesunden worden, der einen ober» hessischen Heimatabend auSgestalten kann. Gleich seinIersteS Auftreten in Hüttenberger Tracht und fein „Gruß", dem DHV. gewidmet, wurden beifällig auf genommen. Seine Stücke einzeln aufzuführen, ist hier nicht möglich, alle waren gleich schön und erfüllt von gutem, würzigen Humor, so daß der Dichter immer wieder zu Zugaben genötigt wurde. Gin flott gespieltes Theaterstückchen, ein ober hessisches VolrSstückchen in drei Aufzügen, verfaßt von Georg Heß, in dem der 'Verfasser zwei Rollen selbst übernommen hatte, führte die Zuhörer in oderhessische Bauernverhältnifse ein. Den mitspielenden Damen, die ihre Rollen recht gut wiedergegeben hatten, widmete ein Vorstandsmitglied prachtvolle Dlumengebinde. Daß auch die Mitglieder der Kapelle Weller voll und ganz auf der Hohe waren, bewiesen Verhängnisse. Vornan von Lieübel Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 24. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „6ol? Damals behaupteten Sie aber" — der Richter schaute in die Akten —. „meinem Bor- ganger haben Sie ganz genau die Stunde angegeben, wann Sie aus Ihrem Haufe gingen, wann öle Ins Haus Ihrer Tante kamen und wann Sie dort fortgegangen fein wollen. Daß Sie sich bei dem Unwetter beim Spazierengehen unterwegs aufgehalten haben, ist doch ziemlich unwahrscheinlich .. ." „Gewiß. Ich bin nur vorher spazieren gegangen, weil ich frische Lust schöpfen wollte. Es war ein drückender tag; ich hatte Kopfschmerzen, und als ich am Waldrande ging, sah ich das Haus meiner Tante und trat ein. Daß man kein Licht in ihrem Haufe sah, ist auch erklärlich. Die Hauslaterne brannte noch nicht, als ich hinkam. und Tante hat sie bann auch qar nicht mehr anaeftedt. Der Brief» bote kam um fünf Uhr das letzte Mat dort oben hin, später kam fein Mensch mehr in das abgelegene Haus. Dadurch daß dicht hinter dem ©arten der Wald beginnt, ist es sehr gut möglich, daß sich ein Mensch dort verborgen gehalten hat, während ich im Hanse war, und daß weder er von mir. noch ich etwas von ihm bemerkt habe. Das Schlaf- zimmer meiner Tante lag |a nach dem Walde zu. Wir haben auf der Veranda gesessen, und als es anfing zu regnen, sind wir in ole Küche gegangen. Meine Tante hatte Erdbeeren eingemacht und wollte mir davon mitgeben. Aber ich sagte, ich schickte morgen Qrmefte hinauf, der könne sie holen ..." , r „Ihre Tante war doch sonst nicht so freigebig? Wie kam sie darauf, Ihnen Erdbeeren zu schen» fen?” fragte der Richter und sah 0bette an. Sie holte manchmal solche Anwandlungen. Sie meinte, ich solle das Gewitter abwarten. Und als es dann immer weiter goß, bin ich schließlich doch forlgcgangcn. Wenn Ich damals ge’ngt habe s mar gegen zehn Uhr. fo könnte ich bas heute wir' kich nicht mehr beschwören die ausgezeichnet vorgetragenen Mullkstücke von Lortzing Hahdn. Strauß u. a. Auch bei dem Gesang des Tenoristen Kurt Richter schmiegte sich die Begleitung recht geschickt dem Vortrag deÄ Künstlers an Oberheffen. Landkreis Giefzen. X Klein-Linden. 11. Sept. Dieser Tag« wurden einem hiesigen Einwohner auS einem unverschlossenen Raum seiner Hofreite ein fast neueS Herren- und ein Damenfahrrad gestohlen. Weiter wurde gelegentllch eines Festes aus dem Nebenraum einer Wirtschaft ein neues Herrenrad entwendet. ck. Heuchelheim. 11. Srpt. Am Sonntagvormittag fand unter starker Beteiligung der aktiven Turner und Turnerinnen. Jugend. Schuler und Schülernnen daS Abturnen deS TurnvereinS Heuchelheim statt. Die große Beteiligung, sowie die auf beachtlicher Höhe stehenden Ge ltungen legten Zeugnis ab von der großen Arbeit, die inaechall» deS Ver- c ns auf turnerischem Gebiew geleistet wurde. In den einzelnen Abteilungen wurden folgcnte Turner und Turnerinnen Sieger. Turner» O b e r st u f e: 1. Heini. Rinn, 195 Punkte. 2. Ludwig «Pfeiffer. 162 P. 3. Ernst Reidel. 161 P. 4. Werner Barch. — Zöglin g-Unterst u f e: 1. Wolf Henkelmann. 189 P. 2. Karl Rinn 184 P. 2. Fritz Leinberger. 184 P. 3. Karl Weber, 181 P. 4. Heinz Müller. 180 P. — Schüler-Oberstuf«: 1. Arthur Kehr. 161 P. und Fritz Kreiling. 161 P. 2. Ernst Kreiling 160 P. 3. Otto Kröck. 154 P. 4. Willi Hofmann. 151 P — Schü le r-Un ter st uf«: 1. Hans Ebe. 66 P. 2. Walter Sack, 60 P. 2. Arthur Metzler. 60 P. 3. Walter Druchmann, 56 P. 4. Willi Schmidt, 55 P. - Turnerinnen. aktiv: 1. Smilie Reuschlina. 183 P. 2. Käthe Barth. 173 P 3. Emilie Gilbert. 172 P. 4. Marra Sack. 161 P — Turnerinnen- Zöglinge: 1. Johanna Bu«ch. 130 P. 2. Lina Löber 129 P. 3. Gretchen Kehr. 115 P. 4. Düse Hofmann. 112 P. — SchÜ le r i n n e n - O b e r- stufe: 1. Henriette Dusch. 124 P. 2. Marte Volkmann. 120 P. 3. Hedw g Leinberger. 117 P. 4. Emma Fink. 114 P. — Schü le r innen- Unter stufe: 1. Hilde Arnold. 119 P. 2. Elisabeth Wämser. 3. Gvetel Keil, 115 P. 4. Elle Sack, 112 P. 4. Irmgard Leinberger, 112 P Z 211 len b o r f a. b. ßumba, 11. Sept. Nachdem der hiefige K r ie g« r v e r c i n an den letzten Sonntagen auf dem neu hergerichteten Schießstande — am Kinnwalde gelegen — Schulschießen abgehaltrn hatte, fand dieser Tage daS diesjährige erste Preisschießen statt. Es standen im ganzen 22 zum Teil recht wertvolle Preise zur Verfügung. Geschossen wurde mit Kleinkaliber auf 50 Nieter Entfernung. Die Beteiligung war sehr lebhaft; die erzielten Resultate sehr gut. Verfchiedenemal wurde daS sogen. Stechen bei mehreren in der Ringzahl gleichstchenden Schützen notwendig. Preisträger waren: 1. Preis: Karl Müller mit 35 Ringen, 2. Preis: Ludwig Schwarz mit 35 Ringen, 3. Preis: Eb. Loh mit 34 Ringen, 4. Preis: Hevnr. FormhalS mit 34 Ringen, 5. Preis: Heinr. Krieb VI. mit 33 Ringen, 6. PreiS: Konrad Wallon mit 33 Ringen. 7. Preis: Wilhelm Reinhardt mit 33 Ringen, 8. Preis: Iohannes Damm mit 32 Ringen, 9. Preis: Heinrich Schneider mit 31 Ringen. 10. PreiS: Gerhard Hambsch mit 31 Ringen, 11. PreiS: Wilhelm Wallenfels III. mit 30 Ringern, 12. PreiS: Heinrich Förster mit 30 Ringen, 13. Preis. Heinrich Benner I. mit 30 Ringen, 14. Preis: Heinrich F a u l st i ch mit 30 Ring:n. 15. PreiS: Heinrich Schmidt mit 30 Ringen, 16. PreiS: Eberhard Ranft mit 29 Ringen, 17. Preis: Heinrich Hofmann mit 29 Ringen, 18. PreiS: Christoph Ranft mit 29 Ringen, 19. Preis: Ernst Wüst mit 29 Ringen, 20. Preis: Christian Käs mit 29 Ringen, 21. Preis: Christoph Wallenfels II. mit 28 Ringen, 22. Preis: Wilhelm Römer mit 28 Ringen — alle aus Allendorf a. d. Lda. Da die Teilnahme an dem Preisschießen jedermann gestattet war. ncchmen auch verschiedene Nichtmttglieter des Kriegervereins hieran bell. — Die (brummet* grosversteigerung der städtischem Wiesen erzielte ein günstiges Resultat. Zum Ausgebvt tarnen etwa 50 Normalmorgen. Don den besserem Wiesen mit gutem Grasbestand kam der „Wenn wir Sie aber dazu zwingen müßten, Madame?" sagte der Richter. „Sie find heule nicht mehr Angeklagte, sondern Sie sind letzt Zeugin ae- worden. Und zwar eine der wichtigsten. Sie müssen sich also jedes Wort überlegen. Sie stehen unter Eid vor dem Gericht. Und was Sie heute sagen, werden Sie befchwören müßen." ..Ich kann nur sagen, was ich weiß", sagte Odette fest und sicher. „Z)le Zett weiß Ich tatsächlich nicht mehr genau anzugeben." Die Richter warfen sich einen Blick zu. Der Untersuchungsrichter durchblätterte die Akten und schlua eine Seite auf, die er sorgfältig burchlas. Wir können Ihnen leider den Mörder nicht mehr gegenüberfteUen", sagte er. „Er ist tot. Wir haben nur noch eine Zeugin, die alle Wirtschafterin, wie hieß fie doch?" „Artemis", sagte Odette, der bei Nennung dieses 'Jlamcns ein leichtes Frösteln über den Nacken rann. „Ja. die alte Artemis. Wir haben |a ihre Adresse, wir müssen sie kommen lassen. Ts ist, wie gesagt, nur eine Form. Verzeihung, Madame, aber dieser Punkt ist noch ungeklärt. Und er ist wichtig." ..Ich verstehe das", sagt« Odette, ..wenn ich auch nicht recht erstehen kann, tnas man eigentlich noch von mir will. Der Mörder hat die Tat gestanden" — ihre Stimme schwankte —, „sie ist also klar. Morin hat selbst gestanden, baß er mich nicht kannte er hat mich nie gesehen und mußte nur, daß ich die Nichte der Frau Longeoille mar." ..Eine Nichte, die für das Erbteil in Betracht kam", warf der Richter ein. „Und der Neffe in Algier", erinnerte Odette. „Leiber kann man auch ihn nicht mehr vernehmen, denn er Ist auch tot Aber wenn sie wollen, so kann ich beschwören, baß ich nie ben Namen LSon Morin gehört habe, bis ich den Brief las, und nie wußte, wo er lebte, noch was für Verbindungen zwischen ihm unb meiner Tante bestanden haben, eie nehmen doch wohl nicht an, baß ich mit diesem Manne in Verbindung gestanden habe* Unb weshalb hätte ich das tun sollen?" Der Richter schwieg unb kniff ein Eselsohr in das Aktenstück. Ihre Tante hat ihr Testament oft geändert, es *t immerhin möglich, baß Sie non dem letzten Testament mußten." Morgen auf 25 W 30 Ml. von den übrigen Welen. i« nach Bestand unb Qualität. 5 bis 20 Mk. SS hatte ^ch eine Anzahl auswärtiger Steigerer eingefunden. : Lindenstruth. 11. Sept. Infolge des von Iahr zu Iahr sich steigernden Autoverkehr» befindet lich die Straße vom Q u e ck- borner Wald bei Grünberg biS zum Gießener Wald in einem beklagenswerten Zustand. Zur Zeit wird vom Bahnhof Reiskirchen her da» Material angefahoen. um die Strecke von Grünberg bis nach Reiskirchen mit einem frischen Xecrtelaq zu versehen. Gin 4 Kilometer langes Stück dieser Straße im Gießener Wald wurde im vergangenen Frühjahr gepflastert. Wenn die jetzt vorgesehenen Arbeiten an dieser Straße au »geführt worden find, dann bleibt noch das 5 Kilometer lange Stück von Reiskirchen bis über die Ganseburg hinaus auSzubesfern. Erst wenn diele letzte Strecke neu überarbeitet worden ist, wird sich der Straßenzug von Ulrichstein bis nach Gießei, wieder in einer einwandfreien Verfassung befinden. ) Lich. 11. Sept. Gestern abend fand die fett einigen lagen angekündigte Alarmübung der Freiwilligen- unb P f l i ch t f e u e r w e h r L i ch statt. Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 9 Uhr durch die yeuersirene der Brauerei Ihring-Melchior, hier. Durch ben Bürgermeister der Stadt wurde der Feuerwehr am Spritzenhaus der Brandplan übergeben. Die Brandtdee war folgende: In dem städtischen, früher Hellwigschen Haus am Kirchenplatz ist in dem an den Faselstall angrenzenden Teil Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hat der Brand bas Dach bereits durchbrochen. Drei Familien konnten sich retten, wahrend bie vierte Familie die verqualmte Treppe vor Hitze nicht mehr erreichen konnte. Sie fluchtete sich in Die nach dem Kirchenplatz gelegenen Zimmer ihrer Wohnung unb erwartet durch bie Feuerwehr Hilfe. Die Ausgabe beftanb darin, bie bebrohte Familie zu retten, bas Feuer auf feinen Herb zu beschränken, das wertvolle altertümliche Gebäude vor der vollständigen Zerstörung zu bewahren unb bie bedrohten Nachbargebaube zu schützen. Der Hebung wohnte Kreisfeuerwehrinspektor Dickors (Gießen) bei. In wenigen Minuten war die Feuerwehr voll- zählig zur Stelle unb erledigte prompt die ihr gestellte Aufgabe. Menschenrettung unb Branbbekamp- fung wurden In sachgemäßer unb muftergültiaer Weise vorgenommen. Die Hebung zeigte erneut Die hohe Schlagfertigkeit der Licher Feuerwehr unb die Güte ihrer Ausrüstung. d. Hungen, 11. Sept. Am Sonntag feierten die hiesigen Schulen, Volksschule und Höhere Bürgerschule, ihr diesjähriges Iugendfest. Eingeleitet wurde das Fest am Vormittag durch einen Iugendgottesdienst, woran fast die gesamte Schuljugend teilnahm. Der OrtSgeist- Ließe Pfarrer Gockel hatte seiner Predigt eine Dlbelstelle aus dem EphZcrbrief 6. Kapitel 1—4 zu Grunde gelegt und führte Eltern und Kindern ihre rechte gegenteilige Stellung zueinander klar vor Augen. -Um 2 Uhr nachmittags bewegte sich der K i n d e r s e st z u g unter Vorantritt der Hungener Musikkapelle bei herrlichstem Fest weiter durch die Stadt zu dem neuen Festplatz. Rach dem gemeinsamen Lied der beiden Oberklasten „Kennt ihr das Land", ergriff Lehrer Meyer daS Wort zu einer kernig?n Festansprache, in der er die Bedeutung des IugendsesteS hervor- hob und gleichzeitig deS 150. Geburtstages deS Turnvaters Iahn gedachte. Reicher Beifall lohnte den Redner, und brausend erklang daS nun folgende Deutschlandlied über den Fest- Platz. Bald entwickelte sich ein fröhliches Treiben der Iugend. dem die zahlreichen Gäste mit größtem Interesse folgten. Außer den verschiedensten Spielen und Vorführungen von zwei Stücken von HanS Sachs wurden noch gleichzeitig die diesjährigen Re i chsj u g en d wettkämpfe audfl:tragen, die gerade, in diesem Iahre hohe Anforderungen an die jugendlichen Turner stellten. Zu diesen Kämpfen hatten sich außer den Schülern der hiesigen Schulen noch diejenigen der Gemeinden LangSdors und Dil- lingen eingefunden, und man konnte beobachten, daß der gemeinschaftliche Kampf zur Höchstleistung ganz besonders anspornte. In der 1. Knabengruppe (Volksschule Hungen) errangen Karl Schäfer 1. Preis mit 102 Punkten, Ernst Diehl 2. Preis mit 79 Punkten, Emst Hofmann und Arthur Pletsch 3. PreiS mit 76 Punkten. Albrecht Seipp 4. Preis mit 75 Punkten, Albrecht Würtz 5. Preis mit 73 Punkten und Emst Grüntein 6. PreiS mit 70 Ihre Augen flackerten auf. „Nun, und wenn ich davon gewußt hätte?" Der Richter zuckte die Achseln. „Man weiß nichts über dieses legte Testament, es ist zu Asche geworden." „Ich kann dazu weiter nichts mehr sagen", sagte Odette, der man eine gewisse Nervosität anmerkte, mit Entschiedenheit. „Dann müssen wir Artemis vernehmen", sagte der Richter, und fie wurde entlassen. Artemis kam aus dem Fischerdorf der Bretagne angereift. Feierlich, in schwarzem Kleide, ein flatterndes schwarzes Cape um die hageren Schullern, dem Kapollehul Madame Gontards, den gelben Henkelkorb am Arm, den Regenschirm In der Linken schritt die alle Bäuerin steifbeinig die Sandsteintreppen zum Gericht hinauf. Bor dem Untersuchungsrichter begann das Kreuz feuer der Fragen. In dem Him der Frau hatten sich die Ereignisse verwirrt, aber etwas war bei ihr haften geblieben. „Unb das habe ich mir in der Zwischen zell immer wieder überlegt, Herr Richter, daß es Mitternacht gewesen fein muß. als die junge Frau Gontard nach Haufe kam. Ich würde ja gern sagen, es war früher ..." „Bttte, Sie sollen nur sagen, was wahr ist. Sie stehen hier unter Ihrem Eid", fuhr sie der Richter an. „Sic haben auf niemand Rücksicht zu nehmen, und hüten Sic sich, daß Sie kein falsches Zeugnis ablegen. Das käme Ihnen teuer zu stehen." „3efus Marie!" Der baumwollene Regenschirm zitterte bi der dürren Frauenhand. „Ja. meine Herren, ich werbe alles sagen, wie ich es im Gedächtnis habe." Die Alte bereinigte sich unb begann eine weitschweifige Beschreibung jenes Gcwittertages. Das verspätete Mittagessen, das Warten auf den Herrn (Tapitaine und das Abendeßen, und was sie gekocht hatte, baß der Fisch zerfallen mar. weil sie erft um halb neun Uhr gegeben hatten. „Um acht Uhr, haben Sie früher gesagt", warf der Richter ein. „(Bin, es kann auch acht Uhr gewesen fein, aber es mar jedenfalls später als mnft' Sie wußte noch, was es für eine Sorte Dein oegeben hatte für ben Gast. Ja bas wußte fie gan* genau, unb was Madame Gontard gejagt hatte in ihren Hngflbeflemmungen. in der heißen Nacht, aff Punkten. 3r der 2. Knaben gruppe errangen ginrich Schloßinger 1. Preis mit 123 Punkten, inrich Auaustin 2. PreiS mit 108 Punkten, inz Kirchhö'er 3. Preis mit 96 Punkten, Ernst Walz 4. Preis mit 92 Punkten und Heinrich Förster 5. Preis mit 38 Punkten. In ter Vor- Haffe für Knaben errang:n Erich Eifer 1. Preis mit 53 Punkten, Aböls Altrand 2. Preis mit 47 Punkten. Paul Lind 3. Preis mit 46 Punkten und Willi 3odel und Otto Lölller 4. Preis mit 45 Punkten. Die 1. Mädchengrupvc hatte folgende Siegerinnen: Marie Gerhardt 1. PveiS mit 50 Puntten, Martba Stutenroth 2. PreiS mit 49 Punkten, Hermine Weh 3. Preis mit 44 Punkten, Marie Stein und Minna Schmalz 4. Preis mit 42 Punkten und Erna HaaS 5. Preis mit 41 Punkten. In der Vorklaffe für Mädchen errangen Srna Sehrt 1. Preis mit 44 Punkten. Hilde Heine 2. Preis mit 42 Punkten. 3lfe Bordi und Gertrude Diehl 3. Preis mit 41 Punkten. In ter 1. Knabenaruppe iHohere Bürgerschule) errangen Helmut Stutenroth 1. Preis mit 89 Punkten. Fritz Emmerich 2. Preis mit 81 Punkten, Wilhelm Strack 3. Preis mit 75 Punkten, Richard Stock 4. Preis mit 72 Punkten und Karl Henkel 5. Preis mit 69 Punkten. 3n ter VoMasse für Knaben errangen Heinz Horning 1. PreiS mit 56 Punkten, Wilhelm Lutz 2. Preis mit 47 Punkten, Hermann Hörning 3. Preis mit 46 Punkten, Werner Kirchhöfer 4. Preis mit 44 Punkten und Ernst Stock 5. PreiS mit 42 Punkten. In ter 1. Mädchen gruppe errangen Gertrud Ringger 1. Preis mit 49 Punkten und Else Meyer 2. PreiS mit 40 Punkten. In ter Dor- klasse für Mädchen errang zn Margarete Sam es und Suse Schaller 1. Preis mit 50 Punkten. Marie Reiser 2. PreiS mit 44 Punkten und Ruth Fabian den 3. PreiS mit 43 Punkten. In ter 1. Knabeng. uppe (Schule LangSdorf) errangen Karl Schiel 1. Preis mit 79 Punkten und Ernst Schiel 2. Preis mit 76 Punkten. In der Dor.lafse für Knaben errang Heinrich Krieger 1. Preis mit 40 Punkten. In der 1. Knabengrupve (Schule Billingen) errangen Heinrich Zimmer 1. Preis mit 72 Punkten und Wilhelm Bachmann 2. Pr<-iS mit 68 Punkten. In der Vor'lasse für Knaben errangen Georg Döll 1. Preis mit 48 Punkten, Wilhelm Banners heim 2. Preis mit 44 Punkten. Karl Hau II 3. Preis mit 42 Punkten und Wilhelm Zimmer III und Ernst Strack 4. Preis mit 40 Punkten. In der 1. Mädchengruppe errangen Gretchen Pfarrer 1. Preis mit 55 Punkten. Emma PeppelenboS 2. Preis mit 54 Punkten, Erna Schleider 3. Preis mit 44 Punkten und Emma Pfarrer 4. Preis mit 43 Punkten. In der Dorklasse für Mädchen errang m Erna Diehl 1. Preis mit 47 Punkten und Frieda Paul 2. Preis mit 40 Punkten. Die Sieger und Siegerinnen werben die Urkunde deS Reichspräsidenten, bezw. die ilrfunte des Ausschusses für Leibesübungen erhalten. * Bellersheim. 11. Sept. Die Versteigerung deS Gemeindeobst eS fand in diesen Tagen statt. GS kamen fast ausschließlich ZWetschen zum AuSgebot. Ie nach dem Behang wurden mehrere Bäume gleichzeitig auSgeboten. die Preise waren angemessen ES kam ter Baum tauf 2 biS 4 Mk., so daß sich daS Pfund Zwet- schen am Baum auf 4 bis 6 Pf. stellt. Die Birnen an der Straße nach Bettenhausen wurden auch versteigert, und zwar kamen hauptsächlich „Doppelte Philipptbimen' zum AuSgebot. Durchschnittlich wird sich ter Zentner auf 4 biS 5Mk. stellen. — In den Wäldern hängen die Buchen und Sichen voller Früchte. Do starken Behang zeigten die Waldbäume zum letztenmal im Herbst 1917, wo man durch Sammeln der Bucheckern die Fettvorräte zu strecken suchte und die Eicheln zur Fütterung für die Schweine verwandte. In diesem Iahre wird daS Einsam- mein wohl kaum vorgenommen werten und die Wildfrüchte den Vögeln und Waldtieren willkommene Winternahrung bieten. Obwohl Im Vorjahre erst die Haselnuß st räucher eine ausgezeichnete Ernte brachten, zeigen sie auch diese« Iahr wieder einen starken Behang. Leider werden sie vielfach, noch nicht aaSg.-reift. schon vor Vollentwicklung tev NußschenkelS gepflückt. Kreis -riedbcrg WSR. Ba d-R a u he i m. 11. Sept. Der Polizei ist es gelungen. In Wehrda bei Marburg einen flüchtigen Beamten einer hiesigen staatlichen Behörde *u verhaften, ter in dem dringenden Verdacht steht, Urkunde n- bie Blitze burchs Zimmer fuhren unb sie bas Licht im Nachbarhause sah. „Es hat sich bann ja, wie 6le selbst sagten, her ausgestellt, baß es eine Täuschung von Mabame war, blefes Licht, nicht wahr?^ Die Alle schwieg unb brehte an bem Henkel ihrs Korbes. Ihr hartes Bauerngesicht sah wie aus gemeißelt aus. Sie schaute burch bas Fenster auf ben leeren Platz mit ben gestutzten Platanen, unter bensn einige Lchulkinber in schwarzen Schürzen Murmeln spielten. Am Brunnen standen Moei Jungens, bie aussahen wie bie Gontarbschen Zwillinge Sie waren nur größer geworben. Sie stockte, verlor den Faben unb stotterte. „Eine Täuschung, so meinten wir damals aller- bings." .Herr Dupon hat ja selbst festgestelll, daß nie* manb in seiner Wohnung gewesen war, zu der er ben Schlussel haft*" , .X) bitte, ben Schlüssel hatte Herr Lharl«» . sagte bie Alle. „Nun ja, jedenfalls konnte menianb in bas Haus, ohne diesen 5d)lüffei zu benutzen. Der Schlüssel lag In seinem Gelbschrank Er hätte ihn ja wohl selbst berausgeben müssen. Unb bas ist nicht ber Fall gewesen, was sollte auch jemanb in bem leeren Haufe machen, wenn er nicht stehlen wollte?" Die Alle schwieg wieder Ihr Unterkiefer zitterte. Sin Blitz aus ihren großen, schlauen Bauern äugen fuhr über den Richter hin. Sie überlegte etwas. Es war aber noch ein zweiter Schlüffe! ba", sagte sie. „8r hat sich später ,m Garten gefunden." „Im Garten von Herr Dupon?" „Jawohl, im Frühsahr sand man ihn beim Umgraben ber Beete " ..Das hat denn biefer schlüssel mit bem ®e- öttterabenb zu hin?“ fraale ber Richter und sah ber Alten ins Gesicht. Sie schien Irgenb etwas sagen zu wollen, boch sie zögerte. „Nun?" erinnert» Der Richter. In bleiern Augenblick meldete ber Gendarm: Jyerr Charles Äontarb ist draußen." .Lasten Sie ihn eintreten", sagte ber Richter. Charles trat »In. Als er bie alle Artemis faß. ging C3 mtc ein Ruck durch feinen Körper, unb er schaute sofort «eg. (Fortsetzung folgt.) fÄtf Jengen und 11 n ter f <6la gn n gen von '3mUfl..bt-m m W von 2M0 Wart he- gangen )u ^ibcrt 3u foö er 10OD Hart g. stöhle» haben. Der Verhaftete würd' tr* Mar- bürget Unter!u4»ng*or anflnis eüigelie’ert. Mrei* Büdingen. 2>0X Tübingen. 11. Sept. Die 3 ti> 1t- 14>enbÄ um# getgm in btdem Jahr einen übereil* reichen Dching. Die x3wet1k Leitung hatte der 1. Borfitzende. Siganxnfabrifant Hohmann Zunächst hielt der praktische Arzt Dr. M a s f l n g einen Beifällig aufgenommenen Bortraa über die erste Hilfeleistung bei ilnglüd»- unb Arankheitssüllen — Sodann wurde die Aanalisatlon, insbesondere die Gebühren der Jianalifation besprochen. Einzelne Härten bei der Ausführung der Hausanschlüffe wurden hervorgehoben Der Entwurf der Gebühren für die Aanalbenutzung, der der ®eiwb:nigung bc* Areisamtes bedarf, wird auf der Bürgermeisterei Aur Einsicht offen- gelegt werden Der Vorstand des Bürgerverctns wird beauftragt, ine Satzmigen der Gebührenordnung sorgfältig zu prüfen und ndtigensalls Einspruch zu erheben. — Sodann wurde gegen bk weitere Bebauung deS RamsbergeS scharfer Einspruch erhoben. Der Bürgermeister erklärte. dass der Berg oberhalb des .Hauses Nebel" nicht weiter beoaut werden würde Hierbei sprach Architekt Si 1 ss den Wunsch aus. dah ein amtlicher Bauplan baldigst festgelegt werde Ausserdem wurde angeregt, den .Notenberg" (Südseite der Stabt), ber die schönste Aussicht der ganzen Gegend bietet, von der Bebauung überhaupt auszuschltesten. — Diele Alagen wurden rorgebrächt über die hohen Aoftcn, die ber 11 m - bau der Leitung deS elektrisch enLich- tes verursache durch die Ncuanschassung von Birnen. Wetter wurde gewünscht, dast die Mil- glkbcr des Gameinderates sich bäufiacr bei den Versammlungen des Bürgerverci.iL sehen lassen sollten, ba fk hier Gelegenheit hätten die Wünsche dec Bcwvhtier aenaucr lennenzulernen. 3n der nächsten Versammlung des Bürgervereins wird Dr. Mas sing über das gesamte soziale Versicherungswesen sprechen. — Als Nachfolger des wegen Borgerüdten Alters in den Ruhestand tretenden Flurschützen S e m m l e r ist der Artegfl- belchadiäte Hermann Gdbel ernannt worden. ± Ob er la l*. U. Sept Dicler Tage wurde hier das Gustov-Adols-Feft be* Zweig- hcrein* Nidda der Gustav-Adols-Stsstung gefeiert 3ui gutbesuchten Gottesdienst hielt Pfarrer Müller von EichelSdors die Feftpredigt im Anschluss an 1. Aor. 16, 1—2. Er verstand es In besser Wette, die Herzen für die Arbeit des Gustav-Adolf-Vereins zu erwärmen, der heute weit mehr als vor dem Arieg der Unterstützung durch die evangelischen Glaubensgenof- len bedürfe um den Glaubensbrüdern in der Zerstreuung tatkräftiger Helfer sein zu können. Pfarrer D a u m a n n-Schwidartshaufen. der Vorsitzende des Niddaer ZweigvereinS. be- geübte die Fe st gern ein de sowie die zahlreich erschienenen auswärtigen Zestgäfie. Lieder des Gesangvereins ,Liederfreund" und deS Mädchenchores, sowie die Lhore der Musik mit Begleitung durch die Orgel bereicherten in erhebender Weise den Zestgottesdienst. Nach der Aaffec- pause marschierte um 4 Uhr ein langer Festzug vom Pfarrhaus zum hohen Dera zur Nachver- fanemmg. Hier eröffnete ber Dekan deS Dekanats Nidda. Pfarrer S c ri b a - Nidda, die überaus stark besuchte Versammlung, zugleich gab er einen llebcrblld über die Opfer der Dekanatsgemeinden für die GustawAdolf-Sache Pfarrer Naumann erstattete den Jahresbericht deS Zwelgvererns und mahnte zu williger, treuer, weiterer Mitardeit hn Gustav-Adott-Verein Bon der Not bet Evangelischen in der Diaspora berichtete in sehr anschaulicher Art Pfarrer Rau- Wallernhaufen. der früher zwei Jahre in Morn- dach unb Budenheim tätig war. Das Schlusswort sprach der Ortsgeistltche Gr dankte allen Nedncrn sowie dem Dirigenten des Gelangte rein* unb beS Mädchenchores. Lehrer Ströbing e r. und dem Leiter der Mutti. Rudolf H i r tz. tur die Mitwirkung auch In ber Aach- Versammlung und gab ber Hoffnung Ausdruck dass da» Io schön »erlaufene Fest zur Stärkung des evangelischen Bewusstseins beitragen möge. Die Sammlungen in dem FestgotteSdtenst und in der Nachversammlung erbrachten die ansehnliche Summe von 105 NU. der Verkauf von Gustav- Adolf-Schrilten einige Tage vor dem Fest den Betrag von 16 Mk. Io dass über 120 Mk. dem Gustav-Adolf-Derein überwiesen werden konnten. § Ulrichstein. 11 Sept Wie alljährlich so wurde auch am letz.en Svimiag hier em Missionsfest gefeiert. Im Gottesdienst führte Missionar Buse von ber Bafeler Mission in klarer, äusserst anschaulicher Predigt über Galater 5,19—22 der Gemeinde Segen und Notwendigkeit der Missionsarbeit vor Augen Nachmittag» fand, von schönstem Weiter begünstigt, eine auch von auSwär.» aut besuchte Nach- Versammlung auf dem Schloss berg statt Der Pofaunenchvi tr-n Boden hau! en eröffnete h;e Feier, der Crt*gciftlid)e sprach über das Werk Alber: Schweitzers, das dieser als Missionsarzt am Ogowe unter den Ncoern Zenttal- afrikaS seit 1913 treibt, Missionar Buse sprach sodann hn Anschluss an Psalm 63, 32 in warmen, zu Herzen gehenden Worten über die Arbeiten und ßw Erfahrungen der Missionare in Aamerun, wo ber Redner lange Iahrc gestanden Bor- träge des Pofaunenchors wechselten zwischendurch mit gemeinsam gelungenen Liedern Als Ergebnis der Aofleflen am Bor- und Nachmittag konnten der Baseler Mission 50 Mk. übertokkn werden, ferner wurden noch für etwa die Hälfte dieses De.'ragS Missionsschritten verkauft. r u lr ichstein. 11. Sept. Gin ernfter M n g I ü d » f a 11 ereignete sich in der Nacht Mim Montag an ber Areuzung zwischen Ohm- strasse und der Strasse Schotten—Lauterbach. Der bet ber Firma Aelt in Ober-Ohmen beschäftigte Chauffeur W G 1 ös verunalüdte mit seiner Ard «-Maschine baburd) dass ein anderer Motorradfahrer bic Aurnc schnitt. Glds wurde babei erfasst und von seinem Nabe geschleudert Sein rechter Arm und rechte Schulter wurden schwer verletzt, sein Motorrad wurde »ertrü trauert. Der andere Motorradfahrer erlitt weniger starke Verletzungen. )—( Ruppertsburg. 11. Sept. Bet den NeichSjugendwettkämpfen der Schulen des Bezirks Laubach, die zu Freiens«« fbattfan- den. cdöiellen im Vier kämpf aus unserer De» me.nbc Preise in Der Oberstufe Ernst Willa mit 60 Punkten, in der Unterftufc Hermann Fleischhauer mit 73 P.. Heinrich Parr mit 69 P.. Otto Müller mit 65 P. Heinrich Pabst mit 62 P. Otto Willa mü 57 P Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 11 Sept. Seit vorige Woche kaust in Homberg unb Um gegen!) Garten infpektor Berg aus Ludau jede Menge Brech obst auf, um es tn grösseren Städten zum Verkauf zu bringen. Sem Dor geben wird von der Landwrrtlchattskammer nicht nur gebilligt, sondern bestens empfohlen: auch der Dor- sitzenve deS Obst- und Gartenbauvereins Im Areise Alsfeld schloss sich bieten Empfehlungen an. Li zielen doch auf diese Weile die Obstbesitzer im allgemeinen höhere Preise, als ohne den geschilderten Aufkauf. Um wirklich einwandfreie Ware in den Handel zu bringen, wird das Obst sorgfältig in kleinere Aisten verpadl. Heute ging der erste Waggon dieses Brechobstes auf ber Station Homberg ab ES fei noch bemerkt, dass t*e Obsternte in hiesiger Gegend nur einen ger ngen Ertrag verspricht. V Rieder-Ohmen, 11. Sept. Äm Sonntag sand das Fest unterer fchulpflichtigen Jugend unter starker Beteiligung der Gemeinde statt. Am Mittag bewegte sich ein Ainberscstzua unter Boran tritt ber Aapelle Aalser durch daS Dorf nach dem Festplatz. Dort entfaltete sich dann bald ein bunte* Bild Freiübungen und Hebungen an den verschiedenen Turngeräten fanden reichen Beifall Sehr schön anzusehen war das Dadhüpfen unb Schwebebaumlaufen. 2n einer Stange hoch oben waren Würstchen angebracht: jeder, der bis zu den Würstchen Heiterte, tonnte sich eins abnehmen. Für die besten Leistungen des Tages waren Preise in Gestalt von gebräuchlichen Schul- gegenständen auSgetctzt. Das herrliche Sommerwetter trug zum Gelingen der ganzen Veranstaltung sehr wesenllich bet Z Dannenrod, 11. Sept. Äuf dem mit dem hiesigen Ariegerverein gemeinsamen, idyllisch schön gelegenen Schiebst and« auf bet Tannenplatte am Dallksfaume hielt der A.-A.-Schützen- verein Dannenrod fein diesjähriges Preis- scheibenfchiessen ab. das gut besucht toar. Mit 50 Meter Abstand wurde mittels Geko Alernkaliberge wehren auf zwei Scheiben ständen geschoben. Den besten Schützen wurden durch den Schriftführer des Der»ms. Fritz Grein, unter Beglüdwüittchung schöne unb praktische Haus- unb Geb ra uchsgeqen stände als Preise überreicht. Es erhielten Preile auf 24 Nmge: 1. Preis Paul Luch- Homberg. 2.Pe. HentrichB d dne r - Dan- nenteb: auf 23 Nmge: 3. Pr Daniel Beder- Honcherg. 4 Pe. Hemrch Bast- Mauiboch. 5. Pr Hemich Schmitt-Dannenrod 6. Pr Aonrad Friedrich- Avpenrrd. auf 22 Nmge 7. Pr. Forstme ster W a g n e r - Homberg. 6 Pr Financheamrer Schmitz- Homberg 9 Pr Förster Henkel- Lechrbach D e ubr.gen »leben Pre.se entfielen auf 21 und 20 N.r^e *!• Nuppertenrob. 11. Sept Das Z[übrige Töchterchen des Landwirts Otto Selm, das mit seiner Mutter im Postauto zum Besuch nach Oberseiber tenrod g'fahren war. lief dorr nach dem Aussterum hinter dem Postauto her. um einem Verwandten entgegen-ueileri 3m gleichen 2lugtnblfd kam aus entgegengesetzter Nichtung ein Personenauto von Adln, welches daS kleine Mädchen erfasste und zu Boden r i st Obwohl der Ara'twagm Über das Ainb hinweg uhr. kam dieses wie durch ein Wunder erlieulichenvetk nur mit leichten Verletzungen davon Preußen. Miete Biedenkopf. bl. Steinperf, 11. Sept. Am Sonntag machte eine hiesige Frau im Alter von etwa 50 Zähren auf eigenartige Weise ihrem Leben ein Ende Die Frau verliess morgen* gegen 8 11 br ihre Wohnung Als sie biS mit Mittagsstunde nicht zurüd>iefehrt war. begab man sich auf die Suche und fand die Bedauernswerte in einem benachbarten Grünst e i n b r u ch tot auf. Wie sich weiter ergab, ist die Frau in selbstmörderischer Absicht In ben Stelnbruch hinabgesprungen bl. Bvttenhorn. 11. Sept. 3n der Nähe unteres OrteS wurde der Einwohner A a r I Arnold von hier von einem Nadlahrer überfahren und so schwer verletzt, dass er in das ArankenhauS nach Dillenburg verbracht werden musste. Matngau. LPD. Frankfurt a. HI #11. Sept. Infolge des weiteren Rüdg'.ngeS der Weizenpreise sind die Drvtpreise herabgesetzt worden Oe. kosten Schluchtcner 3rot 153) Gramm 62 Psg lseither 66 Psg.), Aornbrot 1800 Gramm 62 Psg., Weissbrot 50 Psg Ausstellung des Verbandes Mitteldeutscher Istotviehzüchter. Unter Leitung des Vorsitzenden des Verbandes mitteldeutscher Notviess- uchter. Dr. W. N i t gen - Wormeln und des Hauptgeschäfts ühvers E b b t n g h a u s - Paderborn. sand hier gestern bei sehr schönem Wetter auf dem Städtischen Viehmarktplatz an der Mar» garethenbütte die 14. A u s st e 11 u n g und Zuchtolehversteigerung des w itrekann- ten und bewahrten mitteldeutschen roten Höhenviehes aus dem Verbände mitteldeutscher Not- vlehzüchter statt. Zum ersten Male wurde mit der Versteigerung auch eine Prämiierung verbunden. Zum tünften Male kehrt hiermit der Verband in Giessen ein. Zu der gestrigen Deranstaltinig sind 55 Bullen im Alter von 14 bis 20 Monaten, eine Aub unb zwei Aal- biimen auf getrieben worden die alle zum Verkauf standen Folgende Unterverdände waren mit ihren Zuchten vertreten: Oberhessifche Herdbuchgesellschaft, Glessen (23 Bullen): Hrrdbuchgesellfchaft für Vogelsberger, Wetzlar (8 Bullen und 2 weibliche Tiere): Herdduchgesellfchaft für Vogelsberger, Biedenkopf (3 Bullen. 1 toeibl. Tier): Berd and westfälischer Notvichzüchter, Smdtebrüd (5 Bullen) und der Verband kurhefslscher Notvlehzüchter. Frankenberg a. d Eder (16 Butten). Nur solche Tiere, die in eine» der Herdbücher ber genannten Dntervervände eingetragen find, oder welche von eingetragenen Eltern abstammen, wurden zur Ausstellung zugelaslen. Die ziemlich hohe Be- schidungszaht und das rege Jntcreffe. daS daS erfd)icnene Publifum der Ausstellung entgegenbrachte. beweisen überzeugend die immer steigende Beliebtheit des Rotviehes, da- auf Milch-Arbeit und Mast gleichmässig gezüchtet, den Anforderungen des mitteldeutschen Landwirts voll entspricht. Man merkte auch hier die Fortschritte, welche die Rotviehzucht im Lause der letzten Zaprzebnde gemacht hat. Bevor die Tiere zum Ausslellungsplatz gelangten, wurden sie alle einer Schutzimpfung gegen Maul- unb Alauen- feuche unterzogen Die veterinärpoliMliö e Aus- licht lag in Händen des AreiStierarztes des Areises Giessen. Sämtliche Tiere waren auf ihre Zuchttauglichkeit vorgeprüft. Die Ausstellung und Prämiierung begann um 8 Uhr. Insgesamt wurden 15 Pvrile verteilt unter denen sich zwei zweite, fünf dritte unb acht vierte Preis« befanden. Ein erster Preis wurde nicht vergeben. Preise erhielten: Ein Butte des Heinrich Grebe, Rodenbach. 2. Preis. Unteroerbanb Aurhessen: ein Butte des Lehr- und Derkuchsgutes der Landwirtschafts- fammer Gelgenhof. 2 Pr Unteroerbanb Ober- Hessen (Züchter Altbürgermeister Aatl Ludwig Deubel, Rudir^shain): Bulle deS Bürgermeisters Ioh. Steinhaus II., Niederwald, 3. Pr , Untenxrb. AurHessen. Bulle des Peter Petry VIII., Nauborn. 3. Pr.. Unterverband Wetzlar: Bulle des Ed. Rühl, Untet-Sciber- tenrvd. 3. Pr. Unterverb. Oberhesten (Züchter: Otto Scharmann. daselbst), Butt« des Lehr- und DerfuchSgutes der LandwirtschastSkammer, ©elgcnbol 3 Pr Unieroerbanb Obersten, Bulle des Avnrad Steinhaus. HeSkem. 8. Pr.. Unterverb Aurhessen «Züchter. Witwe Balzer. Niederwald) Vull« des Hermann Lotz. Dommelshauken, 4 Pr Unterverbond Bledc.tops "Pulle des Anton Müller IV., Hörnsperm. 4. Pr Unterocrb. Wetzlar: Bulle des Ludw Seipp VII , Lollar. 4 Pr. Unterverband Obervel en. Bulle des tfrnft Zimmer. Bingmühle bei Läuter, 4 Pr., llntcroerlx. Ober- helfen >Züchrer Wild Lang. S.cheTihaufen): Bulle de* Bürgermcisters a. D. G e r l a ch . Ro- denhaulen. 4 Pr Unten*rb. Aurbellen (Züchter: Ioh P1 i11 Seelbach,^ Bulle des Omft DvoS Aroldvn. 4 Pr Unterverb. Wetzlar: Butte des Ed Momberaer. Unter-Seiber» tenrob. 4 Pr Umeroerb OberbeKen ein 1bätet angemeldeter Bulle erbte!! eben’ali* den 4 Pr. Aul den oberhesltfchen llmerverband entltelen somit ein 2 zwei 3. und drei t Preise. Auf den Verband Aurhesstfcher Rott'eh^uchrer entfielen. ein 2 zwei 3 und ein 4 Port» Auf die Herdbuch . fielen ein 3 und itoei 4. Prelle aul die Herd- buchgelelttchalt für Vogelsberger, Biedenkopf, ein 4. Prers Insgelamt enUcten die Vogelsberger 10 von 15 vergebenen Preisen Dre Versteigerung begavn um 1030 Uhr Der Zuch tvtehverkauf gestaltete lich ziemlich rege. Es wurden 20 Btrllett verkauft, von weiblichen Tieren keines. Der höchste 2krtauf*» preis von 1000 Mk wurde für den besten aus» gebellten Butten, der dem Hemrich Grebe, Bodenbach, gehörte, unb einen 2 Preis erlangte, rrnb Ixb die mittleren Pr sch en 500 und 600 Mk bewegten, war der nw- dngfte mir 360 Mk Die Preise für sehr gute Zuchttiere waren gewiss nicht zu hoch und hinten sich tm allgemeinen innerhalb mittlerer Grenzen. Wer gestern nach Giessen gekommen ist, uni seinen Bedarf an gutem, wetterhartem, leiftung*» fähigem und auf bocifacher Leistung —• Mitch, Arbeit und Mast — gezüchtetem roten Höhen» zichtvieh zu decken, der hatte die Möglichkeit aus retzcher Auswahl sehr schönes Zuchttnateriol zu erwerben Dem Züchter wie dem Laien bot aber die Aussteklung einen Beweis für die planvolle Arbett des Verbandes mittet deutscher Notvieh» zuchter und für bee averkennenswerten Bestrebungen tnefer über ganz Deutschland verbreiteten Zuchtricbtung Unter den ausgestellten jungen männlichen Zuchttieren durften viel« alS „Zu- fünft*fiert" gelten. Die Organisation der Beranstattung war vor- bldlich. so dass sich alle* ohne jegliche Zwischenfälle ober Verspätungen abtoidcln konnte. Deutlich war auch auf der gestrigen Veranstaltung zu sehen, dass das mittatdeutsche Rotvieh schon längst bk Grenze dessen überschritten hat wo* man mit ..Landvkh" zu bezeichnen pflegt. Einige 2krkhiedenheiten zwisihen den einzelnen Schlägen, die auch auf der gestrigen Ausstellung zu merken waren, dürfen ohne Bedenken auf unterchiedllcht klimatische. Boden-, Halttnigs- unb Pflege-Ber- hältmlle der Zuchtgebiete zurückzuführen fein. Tagung des Verbandes hessischer GeschichtSvereine. WSN. Offenbach a. W. 11. Sept Samstag unb Sonntag fand gier die diesjährige Tagung des Verbandes heffifcher Geschichtsvereine statt. Nach einer 'Begrüßungsfeier am Samstagabend sand Sonntag vormittag im Isenburger Schloss die Hauptversammlung be» Verbandes statt. Der Vorsitzende. Landesgerichtspräsident Dr. Nees-Mainz erstattete nach Begrüssungswortrn den Ges«Häfttbericht, aus dem hervorgeht dass seit 1924 der Mainzer Alter- tu ms verein den Vorsitz führt. Früher gehörten dem Verbände acht, jetzt achtzehn Vereine an. Redakteur Müller- Darmstadt berichtete über bi« Zeitschrift .Volk und Scholl«'. Die im Ausschuss borberatenen Satzungen wurden en bloc angenommen. Die Vorstandwahl hatte folgenbe* Ergebnis: Erster Dorlitzenber Prälldcmt von Hahn- Darmstadt, stellverlretender Vorsitzender Land^erichtspräsident Dr N««S- Mainz, Schrift'utzrer Archivafkflor (lamm*Darmstadt. Aalfenprüser Gewerbelehrer Dr. Leonhard A r a ff t - Darmstadt, Beisitzer für Starkenburg Professor Dr. Hen keI m a n n-DenSheim unb Professor Drodmann- Offenbach, für Rhein- Hessen Landgerichtspräfident Dr. Nees-Mainz unb v. Hehl- Worms, und für Oberhessen Ober» studiendivcttor Dr. Faber- Friedberg. Lehrer A. Heufohn - Büdingen unb ein vom Olxrt- bes'ischen Geschichtsveretn In Glessen noch nam» hast au machendes Mitglied. Die nächste Tagung soll tm Juli 1929 tn Oppenheim ftattfinben. Archivdirektor Dietrich-Darmstadt sprach dann über die Scriba-Regesten (Hessische Geschichtsforschung). die ergänzt und neu heraus» gegeben werd«m sott. Die einzelnen Vereine sollen viele Arbeit, dir der Historis-He Verein in Darmstadt übernommen hat, tatkräftig unterstützen. Geschäftliches. Neue* au* brr Sportwelt: Wm 25. o. M fnnb die feierliche Uebernabe des Jiccmtime 2vori- habionö an die '2portficmetnf*aft der ttieareitee- labrtf Sieeunsma S.-G iiatt. Herr Cberbtiroei» metster tirauer ton Ylliona t-oli>on persönlich den feierlichen Ski der olfuieUen Uebcraabe unter Bet- fein des 2enat^ der Siadi Älionn. der obersten Doortdedorden sowie »ablretcher Delegationen von svorioereinen. Es folgten verfchiedene Ioortliebe Dubieiungen der Lvoriaemeinlchalt, benen lich ein Hubbol'wrttkamol .Mattia l gegen IsteemiSma I" anlchlotz. DaS Lotet wurde durch »I werfen des Bolle» aus einem Uluazeuq eröffnet Adolf Jäger, der Ativaier de* ieuhballfvorteS, leitete da* Lote! als Lchtedtzrichter 5219r Danksagung. Pur die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Helmgange unseres Heben Vaters August Becker, Obersteiger t R. **£*n wir auf diesem Wege allen herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Elisabeth Fuhr geb. Becker. OieSen. den 11 September 1928 tvaagen unb Gewichie aller «rt emofiebll n. stellt euMöbig ber 06478 Äor( Schmidt, Sietzea, Tleuemveg 42, Tel. 1075 tion qtöherem llmerneomen der sanitären Znstaüattons- unb •C'diung»btartt>e Rheinlands und Westfalen» wird »um balbmöfllltbfwn Emtritt (8127V jüngerer Ingenieur tot fanuarc InstallaiionSanlaaen gelucht. Bewerber, die »tnnt- niste unb Erfahrungen tn Heilbädern. Schwimmbädern ufw. be- fitzen, erhalten den tiottua; JHnntntfk der HetzungSbtanch« trroünftbL jedoch ntchr Bedingung. SuStohrl. Angebot» unter F. Z. 2333 an ala, ItuuiiiiB * Vegi er, Kists mit Angabe des Vebcn«taufe». GkbaltSanfprüdw u. Eintritt‘termin erberen. Zuverläss. fleißige Persönlichkeit für ben Berkauf eines gut elnoetobnen Goeztalarttkels von allererster i>abrtl für Giessen unb Umgebung jreeuclit. tieirestender muss stch »um Befuch von tirtoethinbeneignen. Gewahrt werben Lrefenvergüiunaunb Lrootnon. 2d>r. Hngebott unter wJD a. d. Giess. An». Prima Düngekalk atz Vager nab frei tierwenbun gifte Oe. 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LBÄlerS für Herren arsskcl, <5 (rümpfe, Tri fotogen bei hohem Gehalt gesucht. - Aur Damen, bh Unglähriae Hteklunoen in diesen Dranchm begleiteten, wollen sich Hamsfag, 15. Sept., putschen 4 unb 6 llhr vvrfiellen. ömmoMs&Möeiia Satter»toeg 31 ettx) An alle Milcherzeuger! Einladung zu einer am Freitag, dem 14. September, nachmittags LV, Llhr, in Friedberg in Hessen, im Saale des „Hotel Trapp" stottfindenden Versammlung aller Milcherzeuger des Frankfurter Produktionsgebietes. Tagesordnung: 1. Wie erreicht der Landwirt eine bessere Sezahlung seiner Produtte, insbesondere der Milch? Referent: Breidenbach, Gädheimer Höfe bei Würzburg Vorsitzender des Verbandes fränkischer Milcherzeuger. 2. Aussprache über eine für das Frankfurter Wirtschaftsgebiet zu schaffende Organisation der Milcherzeuger. Klub für Landwirte. Hessischer Landbund. Reformbund der Gutshöfe. X." ' *X‘<->/■: v - Wegleic/7e/7/ w _____ 'SÄl* i 0 «&*»■. "4LL .*4ä. ' t/<5- *e/?dA , ' j t : , di ' . H -*x K/' Lichtspielhaus Bahnhofstrabe 34 Heute letzter Tag: Der Bettelstudent Ab morgen bis elnschließlicb Sonntag: ■WBWSO" Reizendes Lustspiel in 7 Akten Personen des Spiels: Königin Viviane I...........Liane Haid Prinzgemahl .....Luigi Nerventi Gräfin Mizzi Lichten au..... Käthe v. A'ogl Graf Wettersteln. Adjutant.... Kurt Vespermann Manager...................Adolphe Engen Hofmarschall...................Ferdinand v. Alten Hofdame.................Ida Wüst Ferner: Sonny hilft bauen Lustspiel in 2 Akten. Sowie : Die neuesten Taüesheridite ans aller Well Astoria-Lichtspiele Heute letzter Tag: Die Todesfahrt auf dem Black River Und: Bs steht ein Wirtshaus an der Lahn Ab morgen bis einschließlich Sonntag: Tunney, der Bnflalo Bill des Ringes Ein Sensation. Abenteuer In 6 spannenden Akten. In der Hauptrolle; Weltbsxe sieter Eeges Tnaasy. Ferner: Doppelliodizeit mit Hindernissen Lustspiel in 2 Akten. Sowie: Was viele nicht wissen Kulturfilm in 1 Akt Zwangsversteigerung Donnerstag, den 18. Oktober 1928. vormittags 9 Uhr. wird im Amtsgerichts- gebaute zu Gießen, Zimmer Nr. 106, das im Grundbuch für Gießen den Paul Arthur Gräfe Eheleuten in Gießen zuge» schriebene Anwesen Wilhelmstraße 45 Mur V Nr. 2081/io 862 qm Hosreite Flur V Nr. 2O8*/io 75 qm Grab garten geschätzt 50 780 Reichsmark versteigert. 7386V Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 8. August 1928. I. A. des Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Zwangsversteigerung * Donnerstag, den 18. Oktober 1928. vormittags 9 llhr. wird im Amtsgerichts- gebäude zu Gießen, Zimmer Nr. 112, das im Grundbuch für Gießen den Ludwig Ranft Eheleuten in Gießen zugeschriebene Anwesen am Nahrungsberg 29 Flur IV Nr. 78 144 qm Hofreite geschäht 4580 Reichsmark: Flur IV Nr. 786/io 483 qm Grabgarten geschätzt 1690 Reichsmark versteigert. 7387V Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt Gießen, den 8. August 1928. 3. XL des Amtsgerichts Gießen: _______Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen: 8122D 2lm 28. August 1928 bei der Firma Franke 8t Co., Optische Werkstätten in Gießen: Der Gustav Franke Witwe, Christine genannt Tini, geborene Goetz zu Gießen ist Prokura erteilt. Am 31. August 1928 bei der Firma Georg Spies in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 7. September 1928 a) die Firma Richard Andreä in Gießen: Inhaber ist der Kaufmann Richard Andrea zu Gießen. Der Richard Andrea Ehefrau, Albina geborene Sarve zu Gießen ist Prokura erteilt: b) bei der Firma A. Jverges in Gießen: Dem Kaufmann Heinrich Müller in Hanau a. M. ist Prokura erteilt. Gießen, den 8. September 1928. _________Hessisches Amtsgericht _______ Karioffellieferung. Die Lieferung des Winterbedarts an guten, haltbaren ausgetefenen Speifc- kartofselu und zivar: 8114V 1. für die Medizinische-, Frauen- und Hautkliniken 800 Ztr. 2. für die Chirurgische Klinik und die Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke 700 Ztr. 3. für die Augen- und Kinder- Kliniken 400 Ztr. 4. für die Klinik für psychische und nervöse Kranke 500 Ztr. ist zu vergeben. Angebote nebst Muster sind an die Verwaltungen der einzelnen Kliniken bis zum Oonncrrtag. dem 27. September 1928, vormittags 11 llhr. einzureichen. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. Zuschlagsfrist drei Tage. Großen, den 1. September 18®. PIE MARGARINE FÜR ALfc6 Bekanntmachung. Nachdem die Zustellung der Steuerbescheide über die vorläufigen Gemeinde-, Kreis- und Provinztalumlagen einschließlich der vorläufigen Sondergebäudesteuer ür da» Rechnungsjahr 1928 an die Zah- ungspflichttgen stattgefunden hat. wird als Tag, an dem die sämtlichen Steuerbescheide als zugestellt zu gelten haben, der 10. September 1928 festgesetzt Diejenigen Grundsteuer-, Gewerbesteuer- und Sondergebäudesteuer-Pslichtigen, die bisher einen Steuerbescheid nicht erhalten haben, werden aufgeforbert, dies alsbald beim städtischen Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 17a, anzu- zeigen. 81248 Gießen, den 10. September 1928. Der Oberbürgermeister. Ä.D.: Dr. Seid. Der Alicefrauenverein vom Roten Kreuz, Zweigverein Gieben macht bekannt. dab eine hochherzige Stiftung es ermöglicht nunmehr Hausangestellte, die 5 Jahre. 10 Jahre und 15 Jahre in einem Hause gedient haben, durch ein Gen schenk zu ehren. Die Unterzeichnete bittet die betreffenden Dienstherrschalten. schriftliche Anmeldungen mit polizeilicher Bestätigung der Daten, an ihre Adresse zugehen zu lassen. Die Listen für das Jahr 1928 werden am 1. November geschlossen. Die Ehrungen finden anfangs Dezember d. J. statt. Wilhelmine Kramer. 1.Vorsitzende Ludwigsplatz 10 s Mene Kurse 15. Oktober Druckschrift Nr. G. 15 kostenlos Hühneraugen» Vertilger 7o£s/c/zer“| wirksamstes Radikalmittel! Kreuz-Drooerie Vabnbosstraße 51. Bene MMe Mülleimer die ab 1. Oktober d. I. vorgeschrtebcn sind Für <*au8baltuntien 35 Liter 7.50 Vik. Für Hotel». Behärden. Kliniken nfro. 60 Liter 10 Mark Um freundliche Bestellung bittet Edgar Vovvmann (?iicnbanble«e Televdou 165 Obftversteigernng. Jreitag, den 14. September 1928, vormittags 10 Uhr anfanoend, soll das der Gemeinde Eberstadt gehörige Obst öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Drei- pitze. 8123V Eberstadt, den 11. September 1928. Hessische Bürgermeisterei Eberstadt: Görlach. Am Donnerstag, dem 13. September, nachmUags 1 llhr, soll das Gemeindeobst, bestehend au» Zwelschen, Dirnen und Seln, öffentlich meistbietend versteigert en. 8109D Bettenhausen (Kreis Gießen), den 10. September 1928. Hessische Bürgermeisterei Bettenhausen: L e i ch n e r. HAMBURG AMERIKA LINIE HAMBURG 1. Nach Nord-, Mittel- end SQd- AMERIKAb KANADA und allen Häfen der Welt Alljährlich« Veranitahesg ros Ver- gnäpmp- a. Erholuegsreiwa nr See Vertretungen an * Den größeren Plitt en. I Glehen. RelseUro Loeb o 5? /h Sellenied 93 W Ede ____ Södanlaje V >870 Beginn neuer Tanzkurse 17. September. Anmeldungen jederzeit ,rlD Tiiu-LebilMtitil Bäulke Wolfatrafce 21. Telephon 1CBA Oonnnerülag, den 13. September 192Ä, versteigere ich im ,£öwtne, Tkeuenweg 23 dahier, zwangsweis« siegen Barzahlung: ilai0 1 Ladeneinrichtung, 1 Äüfett, einen Eprechapparat, 40 Fl. Likdr, einen ^"erlöscher, 4 elettr. Lampen, eine Flurgarderobe, 100 m Meiderfioffe Devtt ttk ■ Sen-' rE - c-'f1 lieben, nur e JLnte schuhcv crtDOtf1 tornnwi traten, bei « nicht durch" Gunter man f danken Eni Dreh für be Lchu-e heute i ’t« fühl 6ie hcl legter l K'.r.: 6:i ki $airf Iran artete den 2er de» butaej Mkdla Tündch An 1 Hellen C len dpi nilur f< frtgencr oorläi Änotiflöd eit schül auch drn * aus mit Sr.r m ^ani 3edttx Von Daß feinen vvr mir tvtgevnh lh'8 g>v Qtmtn 5 mit jed, sticht ho| K fchtvi ^eben tz> ** bati Nr 215 Drittes Statt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffeii)Mittwoch. 12. September 1928 Aus dem Reiche der Krau. Me neuen Herbstmoden. Don (klsbclh Unverricht. IBemx die Wob« ihr« Xenhenften beibehLt. droht unb Hr1pr.d)i li« — toi« man will — bei- nah« ein« e»aktc Disienlchakt zu werden Sri cmiden Sailern« ift ihr« Entwicklung voraus- zufepro zu berechnen, da sie beinahe organisch vor izch gehl Rlchts vvi Launen- - ferne überralchenden örtrofagaryen. feine schroten Uebergängc von einer Saison zur anderen. das Heftern gilt noch. bas Morgen fäiwt erwogen werden und so kommt es, bah s'ch jenes totale Ang«zog«nlein der Frau her- Quebvtotn formte, das man ..den Dreh" nennt B.Sher farmte mm bissen 'Begriff nur im Sport- sichen. und bu andere Lotlette der Frau ftelltt nur etr Stmmesiurium von Äfctbern. 5Süten. Mänteln. Dlu'en. Jumpern. Schuhen und Handschuhen dar. die an sich schon befunden. «injeln erworben wurden und fast nie zu einen vollkommen harmonierenden Anzug zu bereinigen waren Daher die stereotyp« ftlag« der Frau bei einem Schrank von Sachen. -3 :r am Wa.dranb schritten. DaS Qtoenbrot stand noch am Himmel unb eine dunlle Wolke zog barüber wie ein Wärchen- gebilbe. ES war ein« gute unb große Stunbe. unb zwischen unseren Seelen war kein Unterschieb. Da batest du mich, dein Bkib zu werden. ... In jener Stunbe mußte Ich. da st «S einen Dott gäbe, b.« Tvelk ichlen mir^herrl'.ch unb die WensHen gut: Ich liebte ihn. Aber eben darum wollt ich nicht nützen. waS vielleicht nur di« St mmung einer weltfremden Stunde g svrochen .Lieber-, sagte ich Ici'e. .wir sind beide noch toir kennen weder daS Leden noch unS selbst. Laß uns erst beides erfahren und dann, wann du dich ftnbcß wie hcute. komme wieder“ Da küßte er meine Hände unb schaute mir still unb ernst in bi« Augen. Ich aber senkte di« mcin2k CT nicht sähe, wie meine Liebe um 6^0x15™ unb Verbergen rang, damit er biete Liebe nicht ahne, unb nicht gezwungen Ware, sie cinzulö'en wie «ine Schuld — 3nnercd die Wacht behielt übet fub tetoft! Hätee er wohl sonst so leicht, so be- freit geglaubt. WaS ich von Freund'chaft log. nachdem eine andere feine Liebe nahm? Ist es Z)cnn beS ManneS Art. nur in Feierstunden baS Dew und feine Seele zu suchen, unb. kommt her Alltag b«S LebenS, nach anberem. ganz anderem zu verlangen? Se.fam. ich habe jene nicht gehaßt, die fein Weib wurde! Blond und jung unb ahnungslos nahm sie mein Glück und bereicherte ihr Leben. Seit jenem Tag aber weiß Ufr eS braucht nichl der Jahre, um' alt zu werden. Solch ein Tag tut mehr. In einem jungen Iahr^ kann man mehr erleiden unb mehr erfahren, als in einem ganzen geruhigen Linen. Es gibt Stunden, wo man nur eine» wünscht: daß sie vergehen, unb daß bet Abend feinen Morgen habe. - Ader c- wurde ein Morgen unb wieder ein Morgen. Dinge ereigneten sich unb gingen vorüber. doch mein Herz blieb zulunstsios. ein« wehe Lin!amtete und Dürre. ES war nicht trotzig unb dunkel in mir. nur still, ganz still. Die balligen Gedanken tat ich von mir wie einst bas Spielzeug meiner Kindertage Ich begann wieder, mein Tagwerk zu tun. aber eine Wandlung war in mir. eine Tletgung vom Borübergchcnden weg »um Zeitlote 1. Unb so i t eS noch. Ein Bleibende# suche ich in all dein Has'en unb Cleben, dem Leben unb Sterben in aller geräuschvollen Leere b*r Weit. Ich we.de langsam juna bas heißt diese- Mal: toif enb. tuenb. Seit sich jene- Reue gcftal.et. rußt zutiefst in mir eine Sicherheit daß ich mitten in Zweifel unb Kampf einen freieren Ge st habe als je zuvor. Je weiter ich Winberc. desto ßIller wird s in mir desto lichter vor nur Se.tg die vom Leben Erlösten unb doch nicht Gestorbnen. Weine Liebe liegt zuriick wie ein halbvergef ene- Träumen... nein, nicht so. sie iche.ni mir beute wie jener starke Engel mit dem einst Iakvd rang. Auch ich flehte: ich laf • dich nicht, du segnest muh beim: Unb er segnete micv- Unter Schmerzen lernte ich daS Große. Eine: Ent!a«n. Daß Ich per achte ein Weib zu lein, ha« heißt: gütig *.u werden Ich ahnt« em Hcbcrmir unb eine Tiefe unb suchte. Da sand ich jene Tiefe in mir unb jenes Wehr-alS-ich. Ich glaubte einst zu verlieren, doch es war nur Zufälliges: was Ich aber daran gewonnen habe, ist königlich: ich bin ich! Wer «S verstehm will, muß eS sich erleiden, unb weil ich m'ch felbh gefunden habe ich damit meinen Bruder unb bich unb alle gefunkten: ich bin bu! Daß ich eine Einheit zu erkennen beginn? unb ein Ganzes — Toll da- mein Rächst cs werben? Es wäre bas Grö'ßte. Bor mir sieg: b.e Weite einer unendlichen tat.... Ewigkeit... Setigter. Daß eS einst fo fchu-er war. vom Glück zu lassen! Mutier und Kind. • Don Aenne Glück. Mutterliebe ist ttlaturgefesi. Es gibt wohl kaum eine Mutter, die ihr fltno nichl liebt und fielt fern ’Afles im 2lug. hat. Fed, 'Mnticr möchte ihr stmd fordern. Ihm helfen, damit es sich geistig und körperlich voll entfalten kann, daß seine Äröske gestählt werden für den Stampf 1m Leben Doch zwischen geistiger und körperlicher Gesundheit ist ein großer unterschied, und nicht oft genug kann man den Muttern zurufen: Vergeßt neben dem leidlichen Wohl ihre geistige Entwicklung nicht! Gewiß ist es für die Entwicklung des Kindes äußerlt wichtig. Daß die Muller dafür forgt, daß das Kind gesunde, nahrhafte Speisen und Getränke erhält, daß cs stets sauber gehalten wird, sowohl fnrprrhfh als auch in der Slleidung. baß «»genug schlaft, viel an die Luft kommt, daß es jeden Morgen sein Frühstück ißt und rtchl.zeitig zur Schule kommt, aber es gibt Diele kleine Dinge, die die Muller nur zu oft außer acht laßt und die doch an einem Scinb«, do» für olles äußerst empfänglich ist. nicht spurlos vorüber gehen. Ti nachstehenden kleinen Ratschläge mögen den Müllern heben, nichts in der Erziehung ihrer Kinder zu übersetzen, was irgendwie verderblichen Einfluß haben konnte. Laß nie Dein Kind Zeuge von ehelichen Streitig- feiten lein. Es vertiert dadurch die Ächtung unb den Respekt vor den Eltern. Klage nie beinern Kinde gegenüber über dielen oder jenen, fprich vor dem Kinde nicht o.-rächtl^ch von Bekannten. Das Kind wird immer bnw Stellung nehmen, gewähnt sich selbst dos Klatschen an unb gebraucht auch häßlich« Sorte. Laß es nie xu, daß sich da» Sanb an der Unter- Halfans Erwaw'ener beteiligt. Denn auch alle von dem Jlugtn* Kind entzückt sind, e» Ist gewiß nicht zu feinem Nutzen, unb bu wirft gar bald mitten. wie häßlich ein altkluge» (frühreifes) Kind wirkt. Acht« bei Festlichkeiten, bei denen da» ftmb wohl einige Stunden antoefenb sein kann, darauf, baß es zu feiner Zeit 3u Bell kommt. Ein übemäd^igte» k'nd ist in der Schule nicht zu gebrauchen, und es Hut doch noch viel Zelt, Die Freuden des Lebens zu genießen. . .Ueberlegenh.it bei Mbnr.es" unb fürchteten den neu. n 3beeii gegenüber welche natürllch auch viel Gute» haben, altmodisch zu erscheinen. Es müfscn also unter stärkster Mitarbeit bet Frau b:c verschiedenen Hauslnre erarbeitet uxrbcr, wobei natürlich bc:n Individuellen noch entsprechender Spielraum zu g brn ist. Die Lage der ein*. Wechnräu ne meinanber, bie Gro» ffnoerhUtniise der Wodn- und Lrtxitsiäume. dis Lüslung und Sonnenbcftrcblang Heizung und Beleuchtung srnb nragen. wclchc vom 3rd>itt!leit gemeinsam mit btr Frau behandelt werden müssen. Dl« Frau Hit. ob sie nun letost kocht ober nicht, ba» a.ößte Interesse an bet Küchen- anlage unb -Luirichtung UcbcdlülHgc Wege sind bekonderS im kleinen Haushalt unb dem bet bcruffMtlflcn 5rau zu vermetoLn. Schlrs- unb Babctäume sollen lebcntinanbcr Hegen. Klosett unb Baberau in aber g. trennt sein Mindestens müßte in jeder Wohnung eine Duschen- ■ flächen find auch aus dem C-ruabe zu ver- mctDtn. weil sie große Aiite't für die Xetnl« guna erfoebenu Natürlich mun au-reichende Helligkeit unb Lüftung vorhanben fein. Dl« Ausführungen von Frau Wende wurden in technifch.r Hinficht durch den Bvrtrsg des Reaierungsbauiat u. D. dtegemann über .Gefunden Wohnen, gesundes Bauen" wtet- cffanl rnaänzl. Die Frage der besten Wohn- form kMletskaseine obri Auflockerung gcrlu* miae Wohnungen) ist nicht nut cui Problem dcr Wirtschaftlichkeit, sondem auch eines der Volks- fiefundheit. Wohndichtigkelt und erhöhte Steifte icbfeit bei Säuglingen. Steigerung der Ansteckung bei Epidemien und Sinken des Sitte lichkeitsr.grllfes der Jugend ft eben in einem engen Verhältnis zueinander Licht und Lust sind die erften Voraussetzungen für eine aesund« Wohnung, aber deshalb braucht man noch keine Glasbäufer in unserem Äluna zu bauen, welch« wärme technisch durchaus unzweckmäßig sind. Vor allen Dingen ist die Verwendung bei neuen ultravioletten Glases envunfd)!. welches auch br« ultravioletten, wtrlunglvolleii Sonnenstrahlen buvchläßt. Leiber ist es noch zu teuer, uni Allgemeingut Im Wohnungsbau werden zu können. Auch kleinere Oeffnungen sorgen für genügende Luftzufuhr, wenn fie nur dazu benutzt werden. Das Hache Dach ist an unb für fich gut. aber eS muß für eine gute Wärmelfvllerung «ttrtfdxn ihm und den darunter Hcgmbcn Wo' n- räumen g torgt werden. Das ist h.utc lechni^u» einwandfrei zu rnacheii. Holzfußboden ist infolge feiner Fugen ein veralteter Bazillenträger, der möglichst durch einen fugenlosen Fußboden Au ersetzen Ist. (Steinholz und Linoleum). Auch die Wandbekleidung foll abwaschbar sein, besonders In Tollettc- Babe- unb Küchenräumen. Dcr Grundriß Ist die Grundlage für d.e Woh- nuna unb für einen wirtfchaillichen Häusln- tri cd. Wichtig ist die Einordnung der Küche in ihm, wobei überall da, wo feine Hausangestellte vorhanden Ist. darauf zu ftßen Ift. bah die Hausfrau von der Küche aus das Wohnzimmer mit ben Kindern überwachen kann. Am folgenben Tage sprach Frau Dr. M a r • g i --Berlin über ,D i« Technisierung bet Hau-balte Sie fotbette, was der Architekt von heute — wenn ihm Geld genügend iu Gebote steht - als Selbstverständlichkeit un- >eht. also Zentralheizung, BVinntDaftecixTtor- lung. ebenso wie die heute wohl in allen fiähti- eßen Wohnungen vorhandene gewöhnliche Was- ctleitunfl und Steltriziiäi-- sow": Gasanschluß. •Unter anderem forderte sie einen besseren Unterricht der Mädchen, auch in den Volk-fchulen, in Physik und Ehemle. Beide- sind die Grundlagen für die im Haushalt angewandte Technik Dann erwähnte Frau Margis noch die verschiebenirn Haushaltmafchitien Im Einzelnen und verband damit die Forderung nach billigeren Tarifen der elektrifchen Kraft unb Wärme. Den Schluß bildete ein Bort rag non Frau Elifabeib von Stephanie-Hahn über Ziehe Dein Kind immer sauber und nett an, stutze es aber nicht übermäßig heraus, du behinderst Da- durch nur den natürlichen Sinn, die freie Bewegung, machst das Kind piztzsüchtlg unb eitel; es Ift ihm viel dienlicher, wenn es In allen Dingen zur Bescheiden- Helt erzogen wird. Laß dein Kind getrost mit anderen Kindern zu- lanunen spielen. Lehre •», sich zu vertragen, gerecht zu urteilen, nachzugeben, wenn es Streit gibt, und schilt nie andere Kinder In seinem Beisein. Wo» die Schulausgaben betrifft, so hilf dem Kinde, wenn bu Zeit haft, aber nicht derart, daß du ihm die ‘Zlufaaben machst, sondern so. daß du Ihm ubrr ftetne Lücken hinweghilfst durch gute ein- suche Erklärung: denn dadurch, baß da» Kind für die Ausgaben, die du gemacht hast, em Lob in der Schule bekommt, tust bu nichts für fein wettere« Fortkommen. Es wirb nur unfrlbftänbig. nerläßl sich auf andere unb lernt nicht selbständig denken. Wenn bu bich mit dem Kinde unterhältst, sprich klar, beutfich unb richtig Mache «» auf die Geheimnisse unb die Schönheiten der Natur aufmerksam, erkläre ihm Zusannnenhöngc, daß cs lernt, logisch aufzubauen und zu denken. Hüte dich dot der „Affenliebe" Da« Kuid wird sie sich bald zunutze machen, wenn e» weiß, daß du in deiner ube, großen Liebe doch über all feine Unarten hinwegfiehsi. Erziehe bas ftmb zur Wahrheit. Gewöhne e« kleiner Ersparnisse wegen nicht daran, in der Stea- ßenbahn ulm. bas falsche tiüer zu nennen, bu scha- beft dem Kind« viel mehr, als du dir nützt, denn km Charakter wird durch diese kleinen Schwindeleien bestimmt nicht geläutert unb gefestigt. Denn bas Kind über ben Lehrer flogt, stimm» ihm nicht be». sondern erklär« ihm. daß Die Strafe oder der Tadel gerecht feien. Denke immer daran, baß es dem Kinde viel dienlicher Ift, wenn es ein bißchen streng angefaßt mlrb. Es wird den Kämpfen unb Stürmen im Leben viel eher trotzen können als ein verwohntes, verweichlichtes ftmb. Frau. Kultur und Wohnung 3brc Ausführungen waren an und für |id> führ intet« cffant. aber fie beschäftigten sich vielleicht etwas zu sehr mit der Einrichtung der Wohnung vermögender Kreise und zu wenig mit der des Mittelstandes, für den ja doch S)il*c durch zweck - mäßige und nicht zu teure Technisierung am notwendigsten ist Es wurde dies auch von der Versammlung als fehlend empfunden. Zum Schluß ihrer Ausführungen sprach die Dor- tragende davon, dah es auch eine Kulturausgabe der Frau sei, auch die Ausbildung ihrer Hausangestellten im Sinne einer modernen Haus- baltiührung imt> Hau »pflege zu überwachen und durch entsprechende Anleitung zu unterstützen. Mangold. Buntes Allerlei. Bom Blitz erschlagen Die .Breslauer Neuesten Nachrichten" melden aus Vroß-Lö«witz (Kreis ßiegnit)): Während des gestrigen heftigen Gewitters schlug der Blitz in eine Pappel, unter der zwei Arbeiter Schutz gesucht batten. Beide wurden einige Meter ms Feld geschleuderte während der eine sofort t o t war. erlag der andere bald darauf seinen Verletzungen. Hebet die Sch leizer Gegend ging, einer dortigen Meldung zufolge, am Sonntagnachmittag ein schweres Gewitter nieder. AIS gegen 6,30 Hhr zwei junge Mädchen, die sich auf dem Heimweg von Neundorf nach Oberböhmsdorf befanden. vor dem Regen unter einer Esche Schuh suchten, schlug der Blitz ein und traf beide tödlich. Wie aus Oldenburg gemeldet wird, schlug am Montag der Blitz in die Stallungen des Gutes Lübbersdorf ein. Fünf Gebäude sind niedergebrannt. Ferner fielen zwölf Kälber, grobe Futtervorräte und zahlreiche Schweine den Flammen zum Opfer. Das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung der Leiche Löwensteins. Der Bericht über die g.richtsär-stliche Unter- suchung der Leiche des Brüsseler Bankiers Löwenstein ist jetzt beim Untersuchungsrichter von Boulogne«sur--Mer eingegangen. Die beiden untersuchenden Aerzte sprechen sich formell dahin aus. dah der Tod Löwensteins auf den Sturz aus grober Höhe zurückzuführen sei. 3n dem Augenblick, in dem er auf daS Wasser ausgeschl.aen sei. hat er nach Ansicht der Aerzte noct) gelebt. Die Untersuchung der Eingeweide hat das Fehlen jeder Vergiitungserschcinung ein- wandsrei ergeben. Ein Arzt durch Wespenstiche getötet. Wie aus Putbus auf Rügen gemeldet wird, ist der praktische Arzt Fischer auf dem Wege zu einem Patienten in ein Wespenloch getreten. Der aufgeregte Schwarni überfiel den Arzt, der an den Folgen der durch die Wespenstiche verursachten Blutvergiftung gestorben ist. Der Schisssunfall in Blankenese. Wie jetzt zu dem Zusammenstoß zwischen den Dampfern .Königin Luise" und „Cornwood" auf der Elbe vor Blankenese amtlich festgestellt ist. werden außer dem bereits als vermißt gemeldeten Prokuristen Sta nhfe noch die Kontoristin F i s ch c r aus Elmshorn und das Dienstmädchen Moeller aus Wedel vermißt. Während von den beiden ersten feststeht, daß sie auf dem Dampfer .Königin Luise" waren, konnte dies von der Letztgenannten nicht genau sestgestellt werden: da das Mädchen aber am Sonntagabend zu 'dem Feuerwerk ging und bisher nicht zurückgekehrt ist. muß mit Der Möglichkeit gerechnet wer- «n. daß auch sie ein Opfer des Zusammenstoßes iyrbc. Von den sechs Verletzten konnten mer gestern aus dem Krankcnhausc entlassen Werden. Liu betrügerischer Notar. Dor Berliner Rechtsanwalt und Notar Metzer II. der sich in der vergangenen Woche den Behörden freiwillig gestellt hatte, ist vorn Untersuchungsrichter beim Landgericht 3 eingehend vernommen worden. 3m Verlauf der Ermittelungen hat sich, wie die „B. Z." meldet, ergeben, daß der Anwalt nicht nur sich in dem einen bekannten Falle der Unterschlagung schuldig gemacht hatte, sondern auch ein zweiter Fall hinzugekommen war. so daß sich der Gesamtbetrag der von Metzer veruntreuten Gelder auf etwa 8000 Mark erhöht hat Rechtsanwalt Meyer hat bei seiner verantwortlichen Derneh- mung die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen bestätigt. Line Tragödie 700 Meter unter der Erdoberfläche. Nach einer Meldung aus Bochum spielte sich gestern ein Drama im Betrieb einer Krupp.Zeche, f 700 Meter unter der Erdoberfläche nb Zwei Berg- I arbei'er gerieten wegen einer nichtigen Ursache m Streit. Nach erregtem Wortwechsel nahm der eine eine Spitzhacke und spaltete feinem Gegner den Schädel. Der Töter wurde verhaftet. Zwei Todesopfer im Grubenschochl. Auf dem Tagebau der Gewerkschaft Jakobsgrube in Preußisch Börnecke bei Staßfurt stürzte der 28 Fohre alte Bergmann Sobritz aus Löberburg bei einer Revision des Wosserichachtes in den Schacht hinab und sand den Erstickungstod durch giftige Gose. Der 22|ährige Steiger Nitdebrand ans Staßfurt fand bei dem Dersuch. den Monn z» retten, ebenfalls den Tod. Doppelmord und Sdbflmorb eines Greise». Eine furchtbare Bluttat ereignete sich geltem in Penig bei Leipzig. Der 69 Jahre alte Rentner Ebersbach au« Naunhof bei Leipzig erschoß seine Kusine, die 67 3ahre alte Frau O-gi Halvych. und deren Tochter, die 33 Jahre alte geschiedene Frau Ackermann Nach frr Tat brachte sich der Mörder einen Kopfschuß b'i, der ihn auf der Stelle tötete. Ebersbach, der zu der Tochter seiner Äufine in einem L ebes^rhiltnis stand, hat die Tat aus Eifersucht begangen. Wirtschaft. Heyliqenstaedt & Co. A. G, Gießen. 3n der heute stattgehabten Generalversammlung der Gesellschaft waren 693 500 Mk. Stammaktien mit 13 370 Stimmen und 49 750 Mk. Vorzugsaktien mit 24 875 Stimmen vertreten. Die Tagesordnung wurde bis auf Punkt3 einstimmig erledigt. Zu tiefem Punkt 3 war eine Abänderung dahingehend beantragt, daß dir Zusammenlegung des Aktienkapitals nicht 5.2. sondern 4.1 erfolgen solle Gegen diese Zusammenlegung 4:1 stimmte ein Aktionär mit 449 Stimmen und gab Protest zu Protokoll. Eine Erhöhung des Aktienkapitals um bis 275 OCO Mk. wurde beschlossen >md die näh?ren Nlodalitäten der Ausgabe dem Vorstand mrb Aufs ich tSr at überlassen. Wie u>ir ferner hören, ist der Auftragsbestand trotz der etwas rückläufigen Konjunktur ein zufrieden st eilender geblieben. da der Auftragseingang speziell in den nev'n Konstruktionen 'ich jn zufriedenstellender Weife hebt Auch wiro versichert. daß bei diesen neuen Konstruktionen durch tJü Serien-Fabrikation befriedigende Preise erzi lt werden. Weiler hören wir. daß die Gescllschrtt, welche noch über erh blichen Grundbesitz verfügt, bcabsicblist, ein große, re? Grundstück, worüber ernste Verhandlungen schweben und welches für die Fabrikation nicht gebraucht wird, als Baugelände zu veräußern, Oie Rcichsbank Anfang September. Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. September hat die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 297.7 Mill, auf 2533.4 Mill. Mk. abgenommen, und zwar hat sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 214,2 Mill, auf 2389,7 Mill. Mk. und der Lonrbard- bestand um 83.5 Mill, auf 45.4 Mill. Mk. verringert. Die Anlage in Effekten ist mit 93,8 Mrll. Mark weiterhin unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 243,1 Mill. Mt. in die Kassen der Bank zurückgeflossen; hn einzelnen hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 219,3 Mill. Mk. auf 4453.7 Mill. M?., der an Rentenbankscheiuen um 23.8 Mill, auf 546.3 Mill. Mark abgenommen. Dementsprechend haben sich die Bestände der Rcichsbank an Rentenbankscheinen auf 32,4 Mill. Mk. erhöht. Tie fremden Gelder zeigen mit 505,1 Mill. Mk. eine Abnahme um 59,5 Mill. Mk. Die Bestände au Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt sind mit 2449,7 Mill. Mk. im einzelnen die Goldbestände mit 2269,7 Mill. Mk, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 180.0 Mill. Mk. auSgewiesen. Die Deckung der Noten burd) Gold allein besserte sich von 48,1 Prozent in der Vorwoche auf 51,0 Prozent, die durch Gold und deckungsfähige Devisen von 52,3 Prozent auf 55,0 Prozent. • Die Rationalisierungsverhandlungen der Fahrradindustrie Die Vertreter der Deutschen Fahrrad- und Zubehörindustrie haben am Dienstag in Düsseldorf ihre Beratungen mtt internen Verband sänge« legenhciven begonnen. Man erwartet u. a. eingehende Vorschläge des Kommerzienrats Hanau non den Köln-Lindenthaler Metallwerken über eine eventuelle Rationalisierung im deutschen Fahrradbau. • Samson.Apparatebau A.G, Frankfurt a M Die Gesellschaft beantrag! .Hapitalser- Höhung von 0,32 auf 0,40 Millionen Mark. • D i e Raiffeilen auptgcnossen- schäfte G. m. b. H. F r a n k f u r t a. M. veröffentlicht jetzt ihre Bilanz für das 3ahr 1927 28. Der Geschäftsgang ist bölriedigend gewesen. Brutto Gewinn 52) .98 Mk. Unkosten und Steuer 374 959.2\ Ab'chrcibuingen 44 595,25 Ml.. Zinsen und Provision 4-)6*.45 Mk. der Reingewinn beläuft 'ich demnach auf 60 297 07 Mk. Es wird folgende satzungsgemä^e Ve.ttilung vor- gelchlagcn: Sine 6r>t^~ntiqr Kapital-Dividende auf die Gefchältsgutbaben d r Mitglieder von 17 234.80 Mk. Zuweisung von 25 000 Mk. an den Reservefonds. 8000 Mk. Betrieb-rücklug.'. 10 000 Mark an den Revisionsverbantz. Die Bilanzsumme beträgt (m Mill M >rk> 1.78 (3.55), gegenüber dem Boriahre eine lehr er cblidb verminderte Bankschuld 0.63 (2.61). sonstige Kreditoren 0.63 (0.73 . an Warenbeständen 0.33(0 39). Die Zmmobi'ieu werd n ausgewic'en m t 381100 Mark, ein sehr erheblicher Fahrzeugpark mit 1 Mark. Das allgemeine Bilanz bild hat sich also gegenüber dem Vorjahre sehr erfreulich gc- oes'crt. Auch de inneren Reserven, soweit freie aus dem Geschäftsbericht er ichtlich sind, sind recht bedeutend, wenn man allein gegenüberstellt, d-ah die Immobilien und maschinellen Anlagen mit 0,40 Mill. Mark zu Buche stehen, toogegen der Drandkas en-Dersicherungswert sich auf 740 760 Mark beläuft. Insgesamt betragen die Warenumsätze des Jahres 1927 28 13 453 090 Mki und weisen gegenüber dem Vorjahr? eine Steigerung von 737 247 Mk. aus * Keine Entlassungen bei b c r Daimler-Benz A.-G. Wie verlautet, hat sich bas Der- foufsgcfdjäft im August b. I. recht günstig gestaltet, wodurch sich bic beabsichtigte Einschränkung bes 'Betriebes, bic vor zwei Monaten beantragt würbe, erübrigt. Das Unternehmen beabsichtigt, in ber nächsten Zeit mit zwei neuen Wagcnmadsllen her- ouszukomincn. 6 Millionen-Anlcihc ber Stabt f) a • n a n a. M. Der Magistrat ber Stabt Hanau hat be- schlossen, zur Finanzierung bereits beschlossener Pro- jette, unb ber Fortsetzung eines auf 900 000 Mk. veranschlagten Straßenbauprojektes eine Anleihe von 1,3 Millionen Mark auf^unehmen. - ♦ Babische Elektrizitätswerke A -G., Mannheim. Die Generalversammlung beschloß, ben Reingewinn, nach Abschreibungen von 21734 Mark, in folgenbcr Weise zu nerrornben: 1000 Mk. an die Reserve unb ber Rest von 3266 Mk. ,um Vortrag auf neue Rechnung. 3m letzten 3at e würbe bas Aktienkapital non 605 000 Mt. auf 105 000 Mk. zufainmengelegt. Nach der Sanierung unb Reorga- nifation wirb bic finanzielle unb wirtschaftliche Lage als gesund angegeben. Die Beschäftigung im neuen Geschäftsjahre ist zufriebenstellenb. * Henschel & Sohn. Kassel. Die Stadt Wiesbaden, die die Konzession der Süddeutschen Eisenbühnbetriebsgescllschaft für den Weiterbe- tricb der Straßenbahn in Wiesbaden nicht verlängerte, hat. wie WTB.-Handelsdienst erfährt, bei der Firma H«mschel & Sohn 12 große Per- sonen-Autobusse in Auftrag gegeben. Der Bau der toeiteren von Wiesbaden benötigten Auto- omni buffe erfolgt bei den Firmen Daimler-Benz und Büssing. frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 12. Sept. Tendenz: fester. An ber heutigen Börse war bie Haltung allgemein etwas fester. Nach bem glatten Verlauf bes gestrigen Prämienerklärungstages schritt bie Spekulation auf ben meisten Marktgebieten zu Dcckungstäufen, zumal in Anbettacht bes reichlichen 'Angebotes in Prolongationsgelbern auch zum Zahltag keine Schwierigkeiten eintreten bürsten. Günstig beeinflußt würbe bie Stimmung außerbem burd? bie sehr feste Tenbenz ber gestrigen Neuyorkcr Börse. Ferner verwies man auf ben guten Zeichnungserfolg ber Diskontokommanbitan- teile in Amftcrbam. Etwas lebhafter gefragt waren aber reicher nur einige Spezial werte, ba bas Interesse bes Publikums am Börsengeschäft nach wie vor sehr gering ist. Bei ben ersten Notierungen maren gegen bic Abenbbörse meist 1- bis 3-v. H. Kursbesseningen zu verzeichnen. Stärker erhöht maren am Markte ber Kaliaktien Ascher«'eben mit plus 5,25 v. H. unb Westeregeln mit plu. 4 o. H., Salzbetsurth gewannen 1 v. H. Regeres Interesse beftanb außerbem für einige Bankmerte, fo für Berliner Hanbelsgesellfchaft, bic 5,25 v. H. anstehen konnten unb für Rcichsbank, bic auf umfangreichere Deckungskäufe 5,5 v. H. höher eröffneter. Am Chemiemarkt waren I.-G.-Farben 1,13 v. H. unb Scheibeanstalt 1,5 o. H. gebessert, reährenb Holzver- kohlung nur behauptet blieben. Am Elektromarkt waren Siemens mit plus 2,75 o. H. bevorzugt. AEG. logen 1,5, Licht & Kraft 2 unb Gesfurel 2,25 o. H. höher. Montanreerte blieben weiter ver- nachlaiiigl. doch gab es auch hier überwiegend flirte Kursbefserungen. Fest eröffneten ferner Kar- stabt mit plus 2 v. H., Deutsche Linoleum mit plus 1, .')apag plus 1,75 unb Rorbllotzd plus 1L v. H. Deutsche Anleihen maren geschaftslos. Am Aus- lanbrenienmdrh waren Anatolier weiter gefragt. Im Verlause machte bie Besserung der Stimmung Fortschritte, ba bie Betrachtung ber außenpolitischen Loge ruhiger mürbe. Am Banlenmorh waren Berliner Hanbelsgcsellsä)aft unb Reichsbank weiter erlangt unb etwa 2.5 bis 3 v. H fefter. I'nnatbant zogen 1,5, ebenso AEG. unb Siemens je 1,5 v. H. an. Der Gelbmarkt mar etmas leichter. lage-gelb 6 o. H. Am Deoisenmarki nannte man Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Bfunb 20,360 Sonbor qeqen Kabel 4,8510, Paris 124 24, Mailand 92.75 mjahrit» 29.30, Holland 12,1013. Berliner Börse. Berlin, 12. Sept. Bereits vorbörslich mar bie ©runbftimmung etwas freunblicher, ohne baß allerdings von einer Gcschoftsbelebung gesprochen werben konnte. An der gestrigen Neuyork-r Börse waren einige Rekordhöchstkurse notiert re-c- ben. unb ber borkige Gelbmarkt mar etwa, leichter geworben. Bor allem aber war eine beruhigtere Auffassung hinsichtlich her außenpolitischen Situation festzusteUen, auch schien der gestrige Reichsbankaustveis nachzuwirken. Auch zu Beginn ber Börse selbst mar bie Stimmung heute etwas angeregter, als in ben letzten Tagen, nachbem her Mebio ohne Schmierigkeilen überrounben wurde. Die Spekulation schritt auf fast allen Märkten ,u Deckungen und Rückkäufen vom Ultimo. Aber auch kleine Äauforbers außenstehenber Streife waren, be- fonbers für Spezialwerte, cingetroffen. Das führte bei Papieren wie Reichsbank. Danatbonk, Berliner Hanbelsgefellschaft, Klonzstosf, Polnphon, Siemens unb Kaliaktien zu ftärferen St urs ft ei gerungen. Bon Nebenmerten waren Wiktng- Zcment, Hammersen unb Charlottenburger Wasier, loroie Sorotti beachtet. Im allgemeinen gingen bie Besserungen auf 1,5 o. H., aber zu berücksichtigen - mar, haß hie Vergleichskurse noch per Mehre galten. Deutsche Anleihen freunblicher. Ausländer ruhig. Bosnier unb Rumänen eher fester Pfand- briefmarh geschästslos. Der Geldmarkt mar un- verändert leicht. Der Verlauf zeigte ein nicht ganz einheitliches Bill», von den bevorzugten Werten angeregt, waren die Kurse jedoch nbcrmtegenb fester. Kaliwette, auch bic unnotierten, lagen 2 bis 3 o. H. höher. Beachtung fanben im Verlaufe noch Oberkoks, bie bei größeren Umsätzen auf Käufe einer Großbank über 1 v. H. anzogen. Boliiphnn konnten etwa 3 o. H. gewinnen. Nur Glanzstoff lagen etwas unter Anfang. Später würbe bas Geschäft reicher reger, unb bic Kurse behaupteten sich gut bei bem erhöhten Kursnioeau. Z.anksurter Getreidebörse. Franks urt a. M., 12. Sept. Trotz der etwa» höheren AuSlandnotierungen war bic Stimmung am heutigen Markte lustlos und eher etwas schwächer. Dem ziemlich beträchrlichcn Angebot stand keine Kaufneigung gegenüber, so daß namentlich sür Weizen, ferner für Roggenmehl und Weizenklek Preisrückgänge cintraten. Im übrigen waren die Notierungen unverändert. SS wurden notiert Weizen 22,45 bi« 22,60; Roggen 22. Sommergerste für Brauzwecke 26; inl. Hafer 21 75 bis 22,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 20. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 33 bi« 33,50. Roggeivnehl 30,50 bis 31. Weizenlleie I2.9O; Roggenkleie 13.50 Mk. Tendenz, lustlo«. Kingcsandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feiner: :i V-iantwortung.) Ruheftvrenber Lärm durch nächlllchr« Hundegeheul. In der Nacht zum Sonntag, von abend« 8 bt4 morgen« '/jB älhr. hörte man von einem der Häuser in der Wilson stro he oder be« Riegelpfades herkommend ununterbrochenes jämmerliche« Hunde^eheul. anscheinend von einem strn- gen, eingesperrten Hunde Es wird wohl jedew begreiflich sein, tote diese« in der Nacht todt- hin hörbare Geheul auf bic zur Ruhe gegangenen Anwohner der umliegenden Häuser gewirkt hat. Da sich aber in den Häusern der erwähnten Straßen auch Kranke befinden, kann man sich denken, wa« diese« Geheul sür den Zustand dieser Leidenden bedeutete. Jeder oemünf- tig denkende Mensch muß sich darüber wundern, mit welcher Rücksichtslosigkeit der betreffende Hundebesitzer feine Nachbarn behandelt, denn sonst hätte er da« jämmerliche Geheul de« Tier?« nach kurzer Zeit abgestellt. Es fragt sich, ob in solchen Fällen di« Nachtpatrouillen der Polizei berechtigt sind, diese Art Hundebesitzer wegen ruhestörenden Lärm« zur Anzeige zu bringen. A.B. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben bie Höhe ber zuletzt beschlostenen Divibenbe an. — ReichSbankdiSkont 7 Prozent, LombarbzinSfuh 8 Prozent. ffraiilfurt a. M VtrUn Sckluh-I Kur» | 1-Uhr- Kur» Sd).u[j Kur» tinfanq Kur» Tamm lt 9. | 13.9. 11 9. | 119. 6% ®L «eld>Mnletlx o. 1D37 . . TL lnl.-eu>lOl.-Sd)uJb mü Hut lol.-vltckitn . . . . 87.36 67.l 62,6 16.9 52.75 62 53.7- T*#aL ohne 8LuJlo|.-fRcd)lt . . . 1% Ötanfl. tzvv -Lt Soldvt un- tünbbar bi« 103.’ ..... 16.1 16,9 16.9 90,6 _ iV.% «dttnllckt Hvv.-Vanl Stau.- •oitrl.......... 76,65 - O.ö.» aba. Borfrttgi-CbHfl«Hon dMiahTbax 1931 ... - — * *% Sdn»et|. ü»unre!b.-am.. . — — 4^ Ctftendcbllär ®olbrtt.. . — • 30 4,10% Ctittn. etUHTrtt..... 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