Donnerstag, 12. Hprii 1928 178. Jahrgang Nr 86 Erstes Platt !”iung Berlin , 12. April. (DJ.I.B. Junffprudj.) Nach I flieget auf die Stunde der Abfahrt warteten, trafen die Mechaniker die letzten notwendigen Vorbercitun- Wahtschlachi in Chikago Die Germania" stellt fest, daß die Reichs- rende Männer anerkannt und gewertet zu ient. i;C io.ii Ä I ^zronksvN litt- ll. «pr«1 ■$s»*SL Kld |cn, iee* Oie Reichsliste des Zentrums Dr. Wirth kandidiert an zweiter Stelle Wes. Sabclsberg ausgebrodjen. Mchen dicht am Dahn« enheröe, die sich auf ichMn. Mr Europas durch Europa. Del dieser Tätigkeit sand er weitgehende ilnter- stützung bei seinen: Münchener Parteigenossen Semmel mann. Don München aus hat Semmelmann Braun ständig über Dorgänge in den Rechtsverbänden unterrichtet. Braun ha: aus Grund dieser Mitteilungen schriftlich Vorschläge ausgearbeitet, wie man die Rechtsverbände wirksam bekämpfen könnte. In feinem Bureau, in dem er mit Lonario zusammen arbeitet«, wurden seinerzeit Richtlinien für einen kommunistischen Ll u f> st a n d gefunden. Um diese Maßnahmen nach außen hin zu bemänteln, hatte Braun die Richtlinien so liste des Zentrums Damen von Persönlichkeiten enthalte, die im politischen und wirtschaftlichen Leben unseres Dolkes eine hervorragend« Rolle spielen. Es seien Persönlichkeiten, die ben Anspruch erheben dürfen, als f ü h - werden. Politisch gesehen seien es gerade aufrechte Persönlichkeiten, die dein demokratischen Charakter des Zentrums und seiner Zuverlässigkeit beredten Ausdruck verliehen. Auch die aus Nnaahme von 3n)ftgen für die lagtsnummer bi» zum Nachmittag vorher. preis tir 1 mm höhe fir Anzeigen von 27 mm Breite ortlid) 8, au »wärt» 10 Reichspfennig- für R— Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrist 20*, mehr. ThefredaKtenr Dr Friedt Mlh. Lange. Detantwotilich für Politik Dr. Ft Wilh Lange für Feuilleton Dr H.LHyriot, für den übrigen Teil Ernst Diumscheini für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Dießen einer hier eingetroffenen Meldung Hal das Flugzeug „Bremen" um 6.05 Uhr deutscher Zeit d i e irische Küste verlassen. Vas Flugzeug Hal mithin die Strecke Balbonnel bis zur Küste, die 175 Kilometer beträgt, in einer Stund« 27 Minuten zu- rürfgelegt Dies entspricht einer Stundengeschwindigkeit von etwa 120 Kilometern. Die deutschen Flieger werden begleitet von dem Oberbefehlshaber der irischen Cuflffreitfräfte, Oberft FIHMaurice. der an die Stelle des vor einigen lagen nach Deutschland zurückgekehrten Spindler getreten ist. Line große Menschenmenge, unter der sich auch Präsident Cosgraoe und seine Gattin, der deutsche Konsul, der Generalflabschef der Armee des irischen Freistaates und Mitglieder der Regierung befanden, wohnte dem Abflug der „Bremen“ bei, die sich mit bewunderungswürdiger Leichtigkeit vorn Erdboden löste. Lin irisches Flugzeug gab ihr das Geleit über Irland. Das Wetter ist günstig. Die Flieger sprachen die Hoffnung aus, daß es ihnen gelingen werde, den Flug in 36 Stunden durch- zusühren. Der Flugplatz von Balbonnel glich vorn ruhen Morgen an einem emsigen Bleninforbe und um 3.35 Uhr war alles für den Start bereit Das IDetter war schon, der Himmel wolkenlos und die Bedingungen für den Abflug ideal, während die profeffor von Eicken operiert König Aman LiUah. Berlin 11. April. (WLB.> König Aman Ullah von Afghanistan ist heute vormittag von dem früher in Gießen tätigen Laryngologen Professor Dr. v. Eicken an den Mandeln operiert worden. Der Eingriff ist gut verlausen. Der König befindet sich wohl, wird jedoch zur Beobachtung des Heilunasprozesfes noch einige Tage in der Klinik verbleiben. ,, 1« Wildwest in Moabit. Kommunistische Gesangencnbe sreiuvg. Berlin, 11.April. (1BB.) 3m Amtsgericht zu Moabit sand heute morgen gegen 10 Uhr eine turbulente Szene statt. Aus dem Borjimmer des Reichsgerichtsrates Dr. Bogt wurde von einer schwer bewaffneten Bande der wegen Landesverrat in haft fitzende kommunistische Schriftsteller Otto Braun befreit Trotz der sofort aufgenommenen Berfol- gnng konnte Braun nicht mehr wieder verhaftet werden. Braun befand sich seit dem vorigen 3ahre wegen Landesverrates in Untersuchungshaft Seit einiger Zeit hatte feine Freundin, die 20jährige Olga B e n a r i o die (Erlaubnis, ihn ab und zu im Gefängnis zu besuchen. Reichsgerichtsrat Bogt hat ihr auch heute wieder diese Erlaubnis erteilt Plötzlich drangen sechs bis acht sonntäglich gekleidete junge Burschen in das Zimmer, hielten den Beamten Revolver vor die Brust und sorderten sie auf, die Hände hochzunehmen. Als ein Justizwachtmeister versuchte, dem einen Burschen den Revolver aus der Hand zu schlagen, bekam er mit einem Gummiknüppel mehrere Schläge auf den Kopf, so daß er zu Boden fiel. Zwei andere stürzten sich auf den anwesenden Jusfizobersekretär und würgten ihn, weil er um Hilfe schrie. In der Zwischenzeit alarmierten andere Justizbeamte die die Hilferufe gehört hatten, mittels schrillen pfeifens das ganze Haus. Bon allen Seiten eilten Justizbeamte und Polizisten herbei, doch ehe die Ausgänge versperrt worden waren, gelang es den Berbrechern, in einem bereitstehenden Auto zu entfliehen. Arn Ausgange konnte man nur noch einen dieser Rowdles festnehmen. Der festgenommene gestand nach feiner anfänglichen hartnäckigen Weigerung, eine Auskunft über sich und seine Rlltbetelligung zu geben, ein, daß der Plan seit acht lagen sorgfältig vorbereitet worden sei. Er behauptet jedoch, daß er die anderen Mitverschworenen nicht gekannt habe und daß überhaupt keiner von der Persönlichkeit des anderen Kenntnis gehabt habe. (Er gab dann an, daß er Karl Philipp heiße. (Er sei Schlächtergeselle von Beruf und 24 Jahre alt. Schweres Eisenbahnunglück in Paris. Zugzufammcnstotz im Nordbahnhof. Sechzehn Zote. — 33 Lchwerverlctzte. Paris, 11. April. (WTB.j Auf dem Rordbahn- hof hat sich heute Rachmittag ein fchwere» Eisenbahnunglück ereignet Der um 15.15 Uhr Paris verlassende Zug nach Amiens und Boulogne hatte gerade den Rordbahuhof ocrlaffen und begann in voller Geschwindigkeit ju fahren, als er vor der Marcadetdrücke auf den von Plerrefitte kommenden Personenzug, der um 15.12 Uhr in Paris elntressen sollte, ausfuhr. Das Unglück scheint daraus zu- rückzuführen zu sein, dah der letztere Zug eine Minute Berspätuug hatte. Auch soll eine welche nicht funktioniert haben. Der Führer des von Plerrefitte kommenden Zuges ist in haft genommen. (Er foU zugegeben haben, ein Signal, das „halt“ bedeutet, überfahren zu haben, weit er es mit einem anderen Signal verwechselte. Der Führer des Gegenzuges ist seinen Berlehungen erlegen. Insgesamt sind 16 lote und 33 Schwerverletzte zu beklagen. Unter den Schwerverletzten befindet sich ohne Angabe der Rationalität eine Frau Anna Henkel, wohnhaft in Paris. Alle übrigen Getöteten und Beriehteu scheinen Franzosen zu fein. Der stellvertretend« Minister für Oessentllche Arbeiten. hat sich mit höheren Beamten der Rorb- bahndlrektion an Ort und Stelle begeben. Vie Un- glücksstelle bietet einen furchtbaren Anblick. Menschliche Körper. Wagentelle und Eisenstücke bedecken den Boden. Unter den Trümmern der buchstäblich zersplitterten wagen ist das Stöhnen von noch nicht geborgenen Beriehteu ju hören. Das von allen Bahnhöfen herbeigeeilte Hilfspersonal und die Feuerwehr bemühen sich, die Rettungsarbelten zu beschleunigen. (Einer jungen Mutter, die mit ihren zwei Kindern reiste, wurden beide Beine vom Leibe I gerissen, auch ein Säugling wurde getötet. Alle Züge haben viele Stunden Verspätung, da die Zufahrt zum Bahnhof noch nicht frei gemacht werden konnte. TM» 16?,5 53,31 UL« 58,66 2,62-1 111,95 SO,40 l,?86 58.33 111, ij',09 iE ;0,31 3,00« j,503 8 ,019 10.» ti? 326 ,.918 fff* l,?90 111.9* 112.3* 112.** 20,1V 16,*3 »0.6s IO.«-« «OQl j.j|O 58,Ä 1:1 Ä 1».U Sl.g i.lS 5,^ fl«I *-£ 10^ Oie „Bremen" verläßt Irland Aufstieg zum Flug über den Atlantik. ju den bortiprn 1, los und Dtrfält Ölt In nicht g <4- Pro ° Q <* itenende* Ze* MR otten die Temptretuf en Die Llnue vrrbiMe» Orte *it tUKMÄ ewf rt«ereiii#f«i- um«ru*nfte* UilMrecfc Wettervoraussage. Im Bereiche flacher Druckstörungen kam es bereit* zu vielfachen Niederschlägen und weiterem Teenpe- raturrückgang. Da noth immer Luftdruckgegonfätz« bestehen, fo ist zunächst mit der Fortdauer des vor ändertichen Wetters zu rechnen. Wettervoraussage fürSreitag : Öcd> selnd wolkig, etwas kühler, jedoch noch mKb, vereinzelte Niederschläge. Witterungsausfichten für Samstag: Im wesentlichen keine Aenderung. ßufitemperaturen am 11. April: mittags 16,5 Grob Celsius, abends 10,4 Grad Celsius , am 12. Avril: morgens ft,3 Grob Celsius. Maximum 16,5 Grab Celsius, Minimum 7,3 Grob Celsius- — Erdtempera turen in 10 Zentimeter Tiefe am 11. April: abends 13 Grad Celsius, am 12. April: morgens 9B Grad C'llius — Niederschläge 6 Millimeter. — Sonnen- schemdauer 3 Stunden M WaM fz «Men tt M Wder m D, stnd wohlge ijamfoi, Oie DvchL mal unter g Linse" 6 iend tnd fes» »-'Eich M ;a deinem.^ tz'« - S 1 Die u, Me wachsam tv jedes lötmei jiibaum, der fid -W W*’S itilkGSitKtl soll! U die Men 2 mit unS ju In unb sch M eit Wie M A ruherdemno Sonr.i Icheint ba mb zedechi. 3 fielen. Sanft te können wir ’J fönliche Freiheit nicht gar zu sck wir den Äugen! Di«. 6to Aan schreibt, iS Ühr, geh: bei miäßigten maberlhau! öchubert-Lerie, Mist dst mut ’nen t •MS yunp u e oahi ber 19^ Äeofer (Sichen. Man schreibt uns: Am Sonntag. 1b. A p r i l. 1 8 Uhr, geht als Fremdenvorstellung bei ermäßigten Operettenpreisen a « Drei- mäberlhauS". Operette in drei Akten von Schubert-Berte, in Szene. Berte hat in geschickter Weise die wundervollen Schubert scheu Melodien benutzt unb so eine reizvolle Musik zusammengestellt. die immer wieder dieselbe große Anziehungskraft ausübt. Die Handlung ist zwar hannlos. ober überaus anziehend und fesselnd. Die Borstel',ung. die in diesem Jahre schon ein- wurde. „ t " Eine Ausschubsltzung deS Ober- hessischen Dienenzüchterveretn« fand dieser Tage im Gasthaus „Hindenburg statt. Der Vorsitzende, Lehrer i.R. D u h - Leihgestern, begrüßte die zahlreich Versammelten und bedauerte, daß wahrscheinlich infolge der voraus" gegangenen schlechten Ertragsjahre ein bedeutender Rückgang der Bienenzucht zu fonflaHeten ist Der verstorbenen Mitglieder, besonk^rs des Vorsitzenden des Gesamtverbandes. Schulrat K i m p e l - Kassel wurde hx der üblichen Weise gedacht. Jedes Mitglied des Vereins ist gegen Haftpflicht versichert. Der Plan des deutschen Jmkerbuudes. einen Feuerversicherunasverband süc Versicherung der Bienenstände unb Bienenvölker gegen Feuerschaden zu begründen, soll ..ntorfHihf tnorhon Sine diesbezügliche ®nt° ja nur immer recht zahm zu halten und und chnen alle kindliche Wildheit und Originalität auszutreiben. Die verständigen Nächsten, sie können nicht umhin, dem Kind weise Lehren zu geben, die wachsame Nachbarin endllch muh sich über jedes lärmende arglose Kind aufregen, es zurechtweifen und — wenn sie die Macht dazu hat — es vom Hof verjagen. Adolf Matchias vergleicht in seinem Buch Wie erziehen wir unseren Sohn Benjamin T* unsere Kinder mit dem Weinstock am Spalier: aber sind sie auch fluggeländes. sowie von dem Können seiner Jung» flieg er zu überzeugen. Die erfolgreichen Junaflieger sind- Karl Schmidt, geboren 2. Januar IS«, Fritz Schmidt, geboren 7. Marz 1910 (beide Oberprimaner des Kealgnm nasium» in Gießen), Karl Schaum, geboren 25 Oktober 1909 (Unterprimaner des Realgyrnna siums in Gießen). (ticfccuer rSochcnmarktpreise Gs kosteten auf bem heutigen Wochenm ar das Pfund. Butter 190 bis 200. Matte 30 bis 35. Käse 60 bis 140. Wirsing 40. Weißkraut 25. Rotkraut 45. gelbe Rüben 25 bi» 30. rote Ruben 20, Spxnat 30 bis 45. Grünkohl 40, Feldsalat 150. Tomaten 130. Zwiebeln 20 bis 25. Meerrettich 40 bis 100. Schwarzwurzeln 60 bis 90. Rhabarber 30. Kartoffeln 4 bis 5. Aepfel 12 bis 20. Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Sier 11 bis 12. Blumenkohl 60 bi« 180. Salat 20 bis 40. Salat- gurten 100 bis 120, Lauch 10 bi« 25. Sellerie 10 bis 100; das Bund: Radieschen 20 Wrang. Vornotizen. Lageskalender für Donnerstag Lichtspielhaus Bahnhofstraße .Das Schicksal einer Nacht". Astorio-Lichtspiele .Rivalen der DildniS". . "DrovinzialausschuhOberbessen Am kommenden Samstag, vormittags 8.30 Uhr beginnend, ftndet im Sitzungssaal des Regie- rungsgeböude« zu Gießen eine öffentliche Sitzung des ProvinzialauSschusse« der Provinz Ober- Hessen statt mit folgender Tagesordnung: 1.Klage des BezirkssünorgcverbandeS der Stadt Heidelberg gegen den Bezirksfürsorgeverband der Stadl Gießen aus Erstattung von Pslegekosten für Gisela Spanknebel. 2. Klage bei Bezirksfürsorge- Verbandes der Stadt Dortmund gegen den Landesfürsorgeverband Hessen wegen Erstattung von Reiseunterstützungskosten für die Jamilic Heinrich Sckhvld. Tod auf den Schienen. Der beschleunigte Personenzug Hamburg-Frankfurt überfuhr gestern bei Wilhelmshbhe einen jungen Mann, der offenbar in selbstmörderischer Absicht beim Herannahen des Zuges von der Böschung des DahngeländeS herabsprang und vor die Maschine eilte Sr wurde von der Lokomotive erfaßt und ihm dabei der Kops vom Rumpfe getrennt, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Dur Personalien des Toten sind bis jetzt noch unbekannt. — Heute früh gegen 7 Uhr wurde von dem Schnellzug Hamburg—Frankfurt in der Nahe von Aliendorf bei Kirchhain ein Rottenführer über' fahren und so schwer verletzt, daß der Tod eben- all« auf der Stelle eintrat. Der bedauernswerte Mann war als Aufseher einer Kolonne Glees- unterhaltungsarbeiter auf dem Bahnkörper in einer sehr unübersichtlichen Kurve beschäftigt, so daß er das Herannahen des Zuges nicht bemerkte und auch das Lokomotivpersonal bic arbeitende Kolonne nicht rechtzeitig gewahr tu erstklassiger Besetzung statt so daß auch diesmal auf einen starken Besuch zu rechnen ist. Ende gegen 21 Uhr. also ist den auswärtigen Besuchern bequeme Gelegenheit zur Heimfahr! , gegeben. Dorbestellannahmen sind eingerichtet: Krofdorf: bei Kaufmann Karl Wagner. Hauptstraße 79; Sich: bei der Buchhandlung Hermann Vollmann; Wißmar: bei der Schreibwarenhandlung H. Kümmel: Drohen-Buseck: bei K. Schmidt. Kaiserstraß« 27. Xetee für Freitag 18. April ■Sonnenaufgang 3.10 Uhr, Sonnenuntergang 18.52 Uhr. — Mondaufgang 2.28 Uhr, Monduntergang 9.56 Uhr. 1598: Heinrich IV. von Frankreich gewahrt im Edikt von Nantes den Protestanten Religionsfreiheit; — 1830: der Komponist Eduard Lassen in Kopenhagen geboren (gestorben 1904); — 1848: der Afrika reisende D»for Lenz in Leipztg geboren (gestorben 1925); — 1849: Erstürmung der Düpoeler Schanzen; — 1872: der Schriftsteller Roda Roda in Pusta. Zdenci geboren; — 1872: der «sienforscher Walther »töpner in Gera geboren; — 1904: der russische Maler Wasilij Wereschtschagin vor Port Arthur gestorben (geboren 1842); — 1918: die Deutschen besetzen Helsingfors. Internationales Schachfurnier in Gießen. 3n der 6. Runde hatte Frhr. v. H 2 1 z h aufen gegen R6ti. der die Atjechinvectetdigung wählte und sich auf Abenteuer einließ, eine überlegene Stellung erlangt, nachdem er plötzlich nachließ und einen entscheidenden Zug ausließ riß Rtztt den Angriff an sich, den er siegreich zu Snde führte. „ , , Sine der besten Partien des Xurmer« lieferte Orbach gegen Dr Bechstedt; gegen die Bremer Partie verteidigte sich Orbach unregelmäßig; die Partte stand lange Zeit gleich bi« es Orbach durch starke Spielführung im Endspiel gelang, die Partte zu feinen Gunsten zu entscheiden. 3n der Partte Dr Tartakower gegen SSmisch versuchten beide Gegner Verwicklungen zu schaffen; das Spiel löste sich jedoch bald in Wohlgefallen auf und wurde Remis gegeben. Nach schwerem achtstündigem Kampfe abgebrochen wurde die Partie K m o ch — Dr. Krämer; ein Remisangcbot Dr. Krämers lehnte Km och ab; die Partte steht jedoch vollkommen gleich. Stand nach der 6. Runde: R6ti 5 Punkte. Dr. Tartakower und Sä misch je 4, O r b a ch und K m o ch (1) je 3. Dr. .Krämer (1), Dr. Bechstedt je IV,. Frhr. v. Holzhausen 1. Erfolge Gießener (Segelflieger in Marburg. Der Marburger Verein für Luftfahrt unterhält feit einer Reihe von Zähren eine eigene Segelsliegerschule auf einem nahe bet Marburg gelegenen, prachtvoll geeigneten Gelände bei E h r i a? w e i m a r. 3 Zungflieger des Gießener Vereins für Luftfahrt toeiUen seit den Osterseier- tagen mit ihrem eigenen Flugzeug in Marburg und konnten dort unter Anleitung des unermüdlichen Flugmeisters Bohlen eine ganze Reihe von Schulflugen absolvieren. Gestern legten nun alle drei die erste der vorgeschriebenen Prüfung, die fog. A-Prüfung ab und flo- gen von einem der Lahnberge weit ins Tal hinunter. Sämtliche drei 3ungfhcacr bestanden die Prüfung mit gutem örfofg. Der in Den Nachmittagsstunden eintreffende 2. Vorsitzende des Gießener Vereins für Luftfahrt. Geheimrat . Prof. Dr. K ö n i g - Gießen, hatte Gelegenheit. schließuny Der Terfammlung an den deutschen Zmkerbund wurde einstimmig gefaßt. Von den angeschlollenen Zwcigvcrcinen waren 3 nicht ve^ treten Die Rechnung für 1927 ist vorgeprüft; sie weist eine Sinnahme von 9081.50 Mk. und eine Ausgabe von 8742.70 Mk. auf; an Ausständen sind noch 1500 Mk. zu verzeichn«». Dem Rechne- wurde Entlastung erteilt Der Voranschlag für 1928 verlangt in Einnahme und AuSgabe 8670 Mk. und wurde einstimmig angenommen. Der Verein hat 1516 Mitglieder, gegen 1657 in 1927. Die üblichen Lehrgänge für Anfänger und für fortgeschrittene Bienenzüchter werden wieder abgehalten werden Die Zeit derselben wird in der .Biene" verösfentllcht werden. Ein Antrag des Zweigvereins Mücke auf Herabsetzung des Beitrags wurde abgelehnt Aus Ersparnisgründen soll die Ausschußsitzung im Herbst aussatten und mit der Wandererversamm- lung in Schotten verbunden werden, die vom 28. bis 30. Juli stattfindet Zum Preisrichter des Oberhessischen Vereins wurde Obergärtner Riedel- Allenf^im. zu seinem 6tclli>ertrclen- den Lehrer Bernhard- Heimertshausen bestimmt. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt Schulrat Süß - Friedberg, W e 11 - Oberbreitenbach und K e i l - Lindenstruth. " Die Hauptversammlung des Hes- sischen Philologenverein« findet dieses Zahr vom 19. bis 21. April in Worms statt. Der erste Tag ist wieder durch Sitzunaen der einzelnen Fachgruppen auSgeftillt die über die verschiedensten wissenschaftlichen und erzieherischen Fragen beraten Als Redner für die öffentliche Festversammlung am zweiten Tag ist der Mannte Pädagoge Universitätsprofessor Dr. Hermann Rohl aus Göttingen gewonnen, der über den Bildunqswert fremder Kulturen sprechen wird. Berliner Börse. Berlin. 12. April. (W. T D. Funkspruch.) 3m Vergleich zu den letzten Wochen ist die llmfatjtätigfcit im außerbörslichen Verkehr wieder sehr klein geworden. Auch beute ist die Tendenz still und unentwickelt. Kurse werden noch nicht genannt. Der heutige Liquidationstag dürfte zur Zurückhaltung beitragen. Am Devisenmarkt hört man Paris 124,02. Mailaird 92,53, Spanien 29,025. dos Pfund 488,25 und den Dollar 4,1813 Entfettungs-Kuren im Frühling sind besonder« erfolgversprechend. Allen tormilcntcr. ober zum Starkiverven veranlagten Leiern u. Leier innen raten wir während der ,^rubmbr«mo»ni'- morgen», mittag« unb abends 2 Toluna-Kerne *it nehmen. Sie erhalten die echten Tvluba-Kerne schon in Mengen von M Gramm in den Apotheken Aus der Provinzialhauptstadt Gießen, den 12. April 1928 Unsere Kinder und die Strien. Dor einiger Zeit stürzten meine Kinder Heu- Und mit Gesichtern höchster Angst in die Wohnung: Der Schutzmann kommt! Wirklich, er kam. »Die Klickergrübchen, die sich Ihre Kinder gegraben, sind verkehrsstörende Beschädigungen des Bürgafteid«,“ so wurde mir schonend bedeutet. Lch versprach sofortige Abstellung des Schaden« tröstete meine Kinder so gut es ging, eilte mit Steinern Buben an den „Tatort' und ebnete die Vertiefung ein. Neulich krochen bei dem Negenwetter massenhaft Regenwürmer über die Straße. Mein Töchterchen steht sinnend und staunend vor einem der sonderbaren Frühlingsboten. Schon von Weilern sehe ich das Kind an einem Fleckchen in der Ludvigstraße stehen. Da tritt eine Frau herzu, ich höre sie gerade noch drohen „Dal sage ich deinem Lehrer, du ungezogenes Ding!" 5)ai5 Kind war In Tränen aufgelöst, als es mich erblickte, die Alte verlegen sich verdrückte. So begannen für meine Kinder die Ferien nicht mit einer Mithilfe unserer lieben Nebenmenschen, Ruhe und Erholung und Ausspannung den Kleinen zu bieten, sondern mit Erziehungsversuchen! Wer steht nicht alles hinter den Kindern: Die Familie mit ihren besorgten Müttern unb Kindermädchen, die Schule mit ihren in die Familiensphäre eingreifenden Forderungen. die Polizei, um sie beim Spiel in der Frühlingssonne und im Winterschnee, beim AuS- wben und Tummeln in Wald Wiese, Straße beliebt, bewährt und überall vertreten wie „Duniop-Re^en“ Freitagen 13.April 1928 186 34 3 W 6,24 Iw, lb-81. und 2. a Gerichtsvollzieher in Gießen Vkvvei Omnmsir. 24 I , releph. 239. 2b'Kl. und 2a- 245 eine .3b Kl. und 3a- (N) I. D.: Dr. Ham m. (N) = 2b°Kl. 2a und 4 [02831 billigst bei für^Sfarfenburg. «WMimMrr la Haarwaschen, Zrifieren, Ondulieren, Zöpfe, Parfüms, Toiletten- und Geschentattikel RESTE GESCHÄFTSREKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER nachmittags 2 llhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung. 4a-Rlaffe lb Klaffe Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünichten Ausstattung stilrein opd die Br6hrs4*e Untv.-BrectrerH. R. U* geführt werden. . Nach § 15 der vorgenannten chottze, Verordnung sind beim Antrag die Plänr: in doppelter Ausfertigung, davon in Pausleinwand, einzureichen. ließen, den 10. April 1928 Der Oberbürgermeister. 38,19 km, 6t. Eichenstammholz 3. Klaffe (A unb N) - 87,05 fm, 6L Eichenstammholz 4. Klasse (A und N) - 26,19 Im, Et. Eichenstammholz 5. Klasse (A und N) - 4,33 Iw, St. Buchen-, Linden- u. Eschenstamm' Holz 3. und 4. Klasse (A unb N) - 19 St. Fichtenlangholz (N) = 26,80 km, 2 Sr. Fichtenlangholz 1,89 im, ■36 5t. Kiefernlangholz 12L7 fm, 118 5t. Kiefernlangholz 877 St Fichtenlangholz (N) = 217,80 fm, St. gichtenlangholz (N) = 163,80 fm. taub« u. Uadelnutzholz« Versteigerung der Stadt Gießen. Lu» den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Donnerstag, dem 26. April 1928, 104 Uhr, in der Gastwirtschaft „Zur Cic- ttgshöhe- in Gießen versteigert werden: 96 St. Eichenstammholz 1. Klasse (N) - 10,94 fm (teilweise zu Deichseln geeignet), 71 ©t Eichenstammholz 2. Masse (N) = Bekanntmachung. Bei Niederschlägen treten vielfach die Wässer aus Winkeln. Regenrohrsinkkästen und den Dachkanoeln an den Straßenfronten auf den Bürgersteig, wodurch die Fußsteige verunreinigt und Passanten belästigt werden. Um dies zu vermeiden, ist für eine eingehende Reinigung der tzofwäsjereinläuse und Regen- rohriinttästen zu sorgen. Wer dies unterlaßt, macht sich Itraibar. 3835B Gießen, den 10. April 1928. Ter Oberbürgermeister. I D: vr. Hamm._______ La-Ztt. (N) - 0,97 fm, 12 Fichtenderbstangen 1. Kl. - 3,78 fm. Günstige Zahlungsbedingungen (Stundung des $taufgelbc5 soll, bis 11 November 1928). 3834B Loseeinteilungen nebft Derkaussbedin- gungen können von unterzeichneter Stelle unentgelllich bezogen werden. Gießen, den 11. April 1928. Der Oberbürgermeister. I.B.: Dr. Rosenberg. Bekanntmachung. (§s ist wiederholt bemerkt worden, daß sowohl Eigentümer als- auch Mie ter Srbmutzwasfer in die Straßenrinne, auf die Bürgersteige ober in Die Sink kästen der Regenkanäle gießen, damit es in die Kanäle abläuft. Nach den Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzial- Hauptstadt Gießen betr. vom l.ftluguft 1904 ist das Ausgießen von Saus-, Wictschasts-, Siall- und sonstigen 9£b- wässern in die Straßenrinne, sowie das Einsckütten von Schmutzwasser in die Regenwasserrinnläuse des getrennt entwässerten Gebietes verboten und strafbar. Gießen, den 10. April 1928. Ter Cberbürgenneiitec. 383oB I. B. Dr. v am m Bekanntmachung Betr: Die Aussührung der Polizeiverordnung die Entwässerung von Grundstücken int Anschluß an die städt. Kanalisation. Es wurde mehrfach festgestellt, daß nachträglich Badewannen, Ausgußbecken und dergleichen an Entwässerungsanlagen angeschlossen wurden, ohne daß vorher die nach § 13ff. Der Polizeiverordnung vom 1. August 1904 vorgeschriebene Genehmigung eingcholt war. . _ Ich weise Eigentümer und Handwerker darauf hin, bah sie sick strafbar machen, wenn sie nicht genehmigte Entwässerungsanlagen ausführen. Nach 8 16 der obengenannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer aus- (N) - 78,55 fm, St. Kiefernlangholz 3a-, 3b u. 4a-Kl. (N) - 9,40 fm, 3t. Lärchenstammholz la- lb und 1 Schreibrollpust, 1 Attenrollschrank, fünf Schreibtische, einen Motor, fünfzig Labt- anzllge, 50 paar Tennisschuhe, 25 paar Fußballftiefel, 16 paar Herren,ugsttefel. 8 paar Herrenschnllrstiesel, zwei (tbaife* longuech 2 Diwan-, zwei Klaviere, drei Vertikos, 3 Büfetts, 3 Labentheken, eine Registrierkasse, 4 Fleischwaagen, drei Nähmaschinen, 3 Fahrräder, 1 Schreibmaschine. 3 Warenschranke, 39 Mützen, 1 (5a®*ö*S* sss ntti rE^Frt'Äverei-' Sk^ e HE7 -, Bohnervachs gibtmuhelos spiegelblanke Böden Dielen Samstag Schluß unferes Total »Ausverkaufes Untere Preite find äußert! reduziert 1 38090 3847D ab ZIMveklWl Für A.B.C.-Schützen! Tel. 66. 13584 D llllllllllllllllllllllllllllllllllll Neu! Neu! Fahrrad Der Vorstand. 3846D 3 Neue Kurse Bequeme Teilzahlung. Billige Preise. Herborn (heben Seit «htwe Hm ich messen? Tkld 02836 sllcht zwei 3837D gesucht. d" (b 8S Schr. Angeb. u.028371H. Stiticb, ftrtfeur, an d. Giest.Anz. erb. Buvdach. ov.-o •foto beginnen am 16. April! 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Ferdinand Kaiser (Gi 79/80) gestorben am 6. April 1928 zu Honnef. In unmittelbarer Siäheder Universität 2 leere Zimmer als Bureauräume gesucht. Schr.Angeb. u.:J836Dü.b.® 6.21ha. Am 2. Osterfeiertag entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere Hebe Tante, Großtante und Kusine Fräulein Marie Huhn im Alter von 81 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Huhn, Studienrat. Gießen, Barmen, Kassel, Oldenburg, Buenos-Aires, den 12. April 1928. Die Beerdigung findet Freitag, 13. April, nachm.2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. ___ 3827D| Gießl «aller Hase »Geboren a K noch heute Witurientene? studierte in O> 5tüd. Die Dr 19C9 war ich in too ich ftutt m grnkt tn *5 oamineruno ' * Bezirke der L S bald den Jtolien und 'chien der Z, sendete ich Ketscher, 6 das Du mein *t[c9c »erböte ™ mir gut “ *• » Ar Menen vor fe Sr.k?> ent mittel ntu «rfolglo«. Da machte Ich bSSSSümSm Herba.Seife in eot|t waren dieselben verschwunden. Bleich«, Bnrglengenfelb. 6t. 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Wahl de» Vorstandes, 4. Verschiedenes Jüngerer Glasergeselle für sofort gesucht. Zu erfr. ind.GeschttftSst. d. Giest. Anz. 02835 LVkv tvarinen Gie ZhrenSewerbungen aus Anzeigen ohne Nomen Zeugnisse, Urlunden od. sonst wichtige Datiere beizufügen; Abschriften genügen zur Sinleitung v. Ansteliungtivechand« unaen. OH ist uns der Aufiragaever unbelonni und In biefen^dllen kSn« nen wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Setoerbung< unterlagen (örewEwCü ÄnzeSsev illlllllllllllÜlllllllillllHIlUI SWWeS fiaoilnM S GMe Herme l?6. Sntplea dbö Schleie« empfiehlt C. 6. lltiohtu BalnliollttaBe 59 WIW für Textilwarengeschäft gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 3822D a. b. Gies;. Anz. Zvverl. UMöflängtge Frau vormittags f. Kochen u. leichte Hausarbeit gesucht. Schriftliche Angeb. unter 02822 an b. Gies;. Anz. erb. Zkrüslig. Mädchen nicht unter 18 für alle Arbeiten aus 15. 4. nach Herdorn gesucht. Schönes Zimmer, gute Kost u. gute Behandlung. Schr. Angell, u.02832 a.d. Giest. Anz. erbet. 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Es würde zu weit führen. uru$ mit Einzelheilen. mit dem „Gang der Handlung" aufoubalten. Wan gehe einmal hin und vervollständige sich die hier gegebenen Andeutungen, überzeuge sich selber, wie der neue Intendant, Dr. Avis Präs ch.^alL Regisseur sich vorstellt und was er ans dem dreier achd.PrivatkQndiebalt Ten wollen «ich melden, e Empfehlungen aufweinen. redegewandt u. vereinig, sowie mit den ört- i'erhältnissen in Gießen ngebung vertraut sind. . Angebote unter 3839D Gießener Anzeiger erbet intimen tUUQ itült. kurz- ichls' (Sin !• utam lübr. Ul, 'ginn Uhr. rrrn in. Mt jinn gl.- 161 ussdw jfgSki* 1100 —113.1V.?' :ülr L_JplM Sil. RT1II. ErM.Brr. I?,i,WL9WrBn. n i. Keil- s,iB' Stadttheater ftieitan. t3. Avni Uteltafl-H6M von 20 biß LW WHenM Komödie In 3 »“c" (vier Bildern' von VonßbQle, btn’ld) von SeriiL >«0 ihtzen! BW. äfft yoltenb: i w. ,e/1 Munden. slKOtn «MM ^^SalO«000 t L)as Problem der Zweisprachigkeit. (fine internationale Tagung in Luxemburg. Die sprachliche Unlcrbrüdung der in säst allen europäiMen Staaten die nationalen Minderheiten unterworfen sind, hat bisher eine rein wissenschastliche und pädagogische Behandlung nicht gefunden. Die italienische Sprachentyrannci in Südtirol, die belgische in Flandern, die sranzösische in Elsah-Lothringen, der Dre» rragne usw. sie sind längst gesühlSmätzig alS unmenschlich und kulturwidrig erkannt worden. Die Luxemburger Tagung könnte dem Frieden Europas und dem internationalen kulturellen Fortschritt dienen, wenn sic durch ihre Beratungen den bestehenden Interesscnkonflikt zwischen den nationalen Minderheiten und dem MehrheitSvolk einem Ausgleich näher bringen könnte. Ansang April wurde in Luxemburg eine .Internationale Konferenz über Zweisprachigkeit" in Anwesenheit von Vertretern der Regierung und deS HcseS, der Stadtverwaltung, zahlreicher einheimischer Prvsessoren, Lehrer und Lehrerinnen, sowie des deutschen und belgischen Gesandten eröffnet; die luxemburgische Regierung und die Verwaltung der Stadt hatten gemeinschaftlich das Protektorat übernommen. Die Einladung au der Konferenz ging aus von dem Genfer .Internationalen Institut für Erziehung", dessen Direktor, der Genfer Llniverfitätsprofessor Pierre Dovc t. durch Zuruf zum Vorsitzenden deS Kongresses bestimmt wurde. Sachverständige auS der Schweiz. Belgien, der Tschechoslowakei. auS Wales usw. wohnten der Feiet bei. die vom luxem- burgischen Rcgierungsrat Joseph Wagener eröffnet wurde, der von der.sprachlichen Physiognomie Luxemburgs" ein Bild zeichnete, das daS Interesse des Landes an den Beratungen satton. ist Betrieb, ist Geschäst. Sein Betrieb geht fast besser als der des Industrieritters Eompast. der mit allem han- war es bloß fauler Zauber.) Immerhin ist er smarter Geschäftsmann genug, dah seine Verbindung mit dem Hause Eompatz diesem nicht zum Schaden gereichen wird. Hach, und mit der Poli^tt wird er im Handumdrehen fertig, so sicher wie mit dem Schwarm verlassener. getäuschter, betrogener „Bräute", die er am Ende alle zusammen doch wieder mit dem richtig angewandten „Gefühl" beschwatzt und am Bändelchen hat. So gründlich, dah sie ihn, ein grausiges Amazonenheer, einhellig gegen einen vermeintlichen ..Kriminalen" (früheren ..Sekretär" von Möbius) in Schutz nehmen. Man sieht: auch mit veralteten „Gefühlen" sind Geschäfte zu machen; man muh es nur verstehen. Denn daS Geschäft ist alle». „Es lebe das Geschäft!" Industrieritters Eompatz. der mit allein handelt aus der ganzen Welt, der die geplante Verlobung seiner Tochter im Familienkreise wie in einer Aussichtsrats-Sitzung zur Debatte stellt, dessen Frau seiner „modernen" Einstellung stets um elliche Iahrzehnte nachhinkt, dessen Kinder aber die Forderung des TageS begriffen haben. Seine Tochter hat sie so sehr begriffen, das, sie den MöbiuS heiraten wird, der bei ihr zum erstenmal aus der Rolle fällt und sich „wirklich" verliebt. (Zuvor, bei der Witwe Schnütgen z.B, gungen sowie an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte mitzuwirken." Auch für die AeichSpost wird der gleiche Anspruch für eine Vertretung der Arbeitnehmer- schast erneut erhoben, nachdem ein dahingehender Versuch im Jahre 1926 bereits gescheitert ist und nur ein Arbeitnehmervertreter im VerwaltungSrat sitzt. Aber der Streit der Forderungen nach einer beauftragten Vertretung der organisierten Arbeiterschaft wird sogar noch wesentlich erweitert, indem für den ReichSeiienbahnrat und die Landeseifenbahn- räte eine zureichendere Beteiligung der Arbeitnehmerschaft gefordert wird Für all diese Organisationen und noch einige mehr wird eine Vertretung der Arbeiterschaft „in gleicher Anzahl" wie die Unternehmer verlangt Wir glauben aber, dast gerade diese Leitungsorgane unserer groben Verkehrsunternehmen in ihrer rein aut da» Sachliche eingestellten Arbeit keine besondere Förderung erfahren werden, wenn man auch in ihren Streit den Streit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hineinträgt und dast andererseits auch den Arbeitnehmern praktisch in keiner Weise mit einer solchen Vertretung gedient wäre. Trotzdem kann man aber annehmen, dast diese Probleme, über die sich die Gewerkschaslen der verschiedensten Richtung weitgehend einig sind, in der nächsten Zeit eine gewisse Rolle spielen werden. daS Institut wolle unter Wahrung strengster Neutralität gegenüber religiösen und nationalen Fragen eine zentrale Informationsstelle für wissenschaftliche Erziehung»!ragen sein. Das Problem der Zweisprachigkeit sei von Anbeginn an besonders aufmerksam »erfolgt worden. inS- besondere auch die Frage des Zeitpunkts, zu dem die zweite Sprache einzusühren sei. Die am Kongrest persönlich teilnehmenden Walliser Gelehrten hätten diese Frage besonders eingehend untersucht und mit neuen Methoden bereit« bedeutsame Ergebnisse erzielt. Es folgte ein Vortrag des luxemburgischen Realschullehrer» RieS über den „luxemburgischen Volkscharakter und die Zweisprachigkeit". Angesichts der stark einseitig französischen Einstel- lung diese« Redners wird man die meisten seiner Beobachtungen einschränken müssen aus die stark verwelschte städtische Oberschicht de» Landes, den im ganzen germanisch-romanischen Grenzgebiet bekannten Typ des „Bourgeois". Immerhin gehört eS durchaus zum Thema der Konserenz. dast Ries auf die Doppelseittgkeit des Luxemburgers. auf die seelische Zwiespältigkeit hin- wies. Vor einer internationalen Zuhörerschaft hätte sich der Redner wohl eine» stärkeren Mastes von Takt besleistigen können, doch wäre cs ebenso verfehlt. die Einseitigkeit einer kleinen Schicht dem gesamten Luxenburgertum anrechnen zu wollen. wie wenn man etwa einer der »bons Alsa- cienS" als Vertreter deS Slsässertum» aussassen toofftc. . Für die weiteren Beratungen sind Berichte der genannten Walliser Gelehrten über ihre bisherigen Forschungsergebnisse vorgesehen und ein öffentlicher Vortrag über ..Mundart und Zweisprachigkeit" von Dr. H e ntz-Dietzen. Dr. Henst spricht außerdem über „Zwei- und Mehrsprachigkeit in deutschen Grenz- und Auslandsschulen.' Die Bedeutung der übernationalen Erörterungen des Luxemburger Kongresses ist schon heute dadurch gegeben, dah auf die 'Rotwendigkeit wissenschaftlicher Klärung dieser ftarf in» Politische hineingreifenden Streitfragen hmge- wiesen wird. Oeuisch-stanzösische Kolonialzusammenarbeit? Von unserer 'Berliner Redaktion. Ziemlich unbemerkt von der OessenUichleit wer- den in Kreisen ehemaliger aktiver deutscher Kolonialpioniere heute wiederum Versuche gemacht, in neuer Form zu einer kolonialen “Betätigung deutscher Kräfte zu kommen. Mnb es hat allen Anschein, al« ob diese Absichten. wenn auch sehr langsam, und zunächst nur für kleine Teilgebiete. doch zu praktischen Erfolgen fuhren, wenn auch die Pläne gerade dieser Kreise, die sehr viel weitergehend sind, sich nur sehr langsam verwirklichen lassen werden. Als vor einiger Zeit der französische Senator L e m e r y zusammen mit dem französischen Kolonialwirt- kbaftler Weber nach Berlin kam. erschienen zum erstenmal in der Oessentlichkeit Andeutuizgen über eine deutsch-französische koloniale Zusammenarbeit. Aus deutscher Seite hatte sich schon vorher eine Gesellschaft gebildet, die in enger Zusammenarbeit gerade mit Lemery und Weber, die wiederum zu der französischen Union coloniale in Paris in enger Beziehung stehen, und mit französischen Banken, besonders für das französische Gebiet Kamerun und für M ehemalig deutsche, jetzt unter französischem Mandat ftebenbe Kamerun weitgehende Pläne enter gemeinsamen kolonialen Ausbeutung auSgearbei- tet hatten. Der Grundgedanke ist dabei, dah man zunächst einmal die deutschen Erfahrungen auf dem Gebiet kolonialer Betätigung nicht nutzlos verkommen lassen will und weiter die 2luf- taffung, dah sich das vorwiegend auf die technische Arbeit eingestellte deutsche Können andererseits wiederum gut mit der französischen Fähigkeit zur administrativen Verwaltung ergänzen liehe. Es mag erstaunlich klingen, dast ernste deutsche Kolonialpraktiker, die selber jahrelang tn Ka- verständlich machte: . „Luxemburg ist wie die Schwerz, tote Elsatz- Lothringen. wie Belgien ein Land alter Kämpfe zwischen Völkern und Kulturen. Daraus ergibt sich eine besonders komplizierte sprachliche Lage. Unsere Muttersprache ist da« Luxemburgische, ein germanischer Dialekt, der stark mit fran- zösischen Elementen durchsetzt ist. Das Luxemburgische bildet die Grundlage unserer Sprachkenntnisse. Wer diese Sprache genügt nicht, um unter den großen Nachbarvölkern eine auch mir bescheidene Rolle zu spielen. ... Die Erlernung de» Deutschen und de« Französischen ist für un» eine unvermeidliche Rotwendigkeit. Diese erzwungene Zweisprachigkeit unseres Lan- de» ermangelt nicht schwerer Alnannehmlichkeiten. Richt nur. dast sie die Ausgabe unserer Lehrer und Schüler eigentümlich erschwert, sie verdammt un» auch dazu, — so sagt man. nie ei ne eigene Kultur zu besitzen. Andererseits ist e» unserm Lande scheinbar versagt, schöpferischen Geistern aus dem Gebiet der Literatur und der Wissenschaft da« Leben zu geben. ... Au» diesen Erfahrungen heraus Die übrigen« Elsah-LoIhringen schon in der ersten Franzosenzeit, vor 1870. gemacht hatte und heute wiederum machen muh — sei c« verstandllch, wenn man in Luxemburg dem Tagungsprogramm besonder» interessiert gegenüber stehe: -Wie kann man den Einsluh der Zweisprachigkeit auf die Muttersprache und auf die zweite Sprache messen? Welche« sind die Einflüsse der 3toei- sprachigkeit aus dem Verstand, auf daS Gefühlsleben. au* den Eharakter? Welches sind im allgemeinen die Vorzüge und Rachteile de« zweisprachigen Regimes?" Bfciter M«® höchstem Interesse, zu erforschen: „Welches tft die rationellste und sicherste Methode zur Erlernung einer Sprache? Wann beginnt man am vorteilhaftesten mit der Erlernung? öott der Unterricht der zwei Sprachen gleichzeitig oder nacheinander erfolgen?“ Der Leiter des Genfer Institut«. Professor B o v e t. sprach hieraus über dessen Tätigkeit; Stück gemacht hat. Er gibt e« ausgezeichnet, lex bendig, luftig, zugkräftig, mit neuer Sachlichkeit in Wort und Bild, mit Jazzkapelle, in gemäßigtem Bauhausstil innen und austen. auf den Gesichtern, an den Möbeln, im Rhythmus des geschlissenen und fchlagsertigen Dialog«. Seine Aufführung hat Tempo und Stimmung zugleich, sie trifft den Ton von 1927 - „Ihnen gesagtI" ... „Ihr Wort in GotteS Ohr!" — sehr überzeugend; die Inszenierung zeigt Sinn für Gegensätze (Bild 2) und Sinn für grotesken Humor der Situation (Bild 5). Manchmal ist die Start* fierung zu grob (in der Bräuteversammlung^ Bild 8), in einigen Szenen könnte auch der Dialog noch selbstverständlicher und akzentuierter herauSkommen; das wird sich abschleifen, einrichten und runden. Gießener Stadttheater. Walker Hascnclever: „Ein beferer Herr." „Geboren am 8. Iuli 1890 zu ^lachen, wo ich noch heute in Berus bin. 1908 im Frühling: Miturientenexamen. Kam nach England und studierte in Oxford. Hier schrieb ich mem erstes Stück. Die Druckkosten gewann ich denn Poter. 1909 war ich in Lausanne, kam dann nach Leipzig, wo uh Kurt PinthuS kennen lernte. (Anmerkung des Referenten: dieser Pinthus wurde nachmals Kritiker in Berlin und gab die „MenschheitS- dämmerung" heraus.) Einyesührt von ihm m die Bezirke der Liebe und Wissenschaft, überflügelte ich bald den Meister. Ich reiste mit ihm nach Italien und frequentierte die Aerzle. 1913 er- schien der „Jüngling". 1914 in Heyst am Meer vollendete ich den „Sohn". Irn Kriege war ich Dolmetscher. Einkäufer und Kücheniunge. So ent- stand das Buch „Tod und Auferstehung 1919 druckte mein Freund Ernst Rowohlt das im Kriege verbotene Stück „Der Retter". Ieht geht ^Das ist * Hasenclevers kurze Selbstbiographie, erschienen vor etlichen fahren in ,Mensch beitsdämmerung". Bernhard Diebold, aus dessen leh^eichem Buche ..Anarchie 'm Drama" wir d,e« zitieren, zieht lakonisch den Schlußstrich. ..Jetzt geht es ihm gut." Hoffen wir e«. Sagen wir es laut nut Christian Morgenstern —, dah ihm unsere Sym pathie gehört. Wichtiger noch, m vorlwgen^m Falle. sK zu erinnern, dast der -Sohn mm 1914 Hasenclever bekannt gemacht dat. d,es Stuck folgte den ..Räuber"-Spuren, kam stilistisch von Wedekind her. konnte als prägnantestes Bekenntnis der (damals) jungen ^Eatton gelten, gab der expressionistischen Weltanschauung erstmals Ausdruck in neuer Form und neuem Aufruf wider die Tyrannenmacht - de« Eltern- Hause«. Im Vaters ohn-Komplex offenbarte sich der ganze Katechismus der Stürmer und Dränger wir hier bekannte Dinge wiederholen? Um die Entwicklung zwischen damals und heute aufzuzeigen, um die Abstände zwischen dem „Sohn" und dem „Besseren Herrn" darzutun. In diesem (letzten) Stück Hasenclevers von 1927 wird auch einmal das Verhältnis der Generationen gestreift, der Gegensatz von gestern und heute, von jung und alt, von Vater und Sohn, e» fallt sogar der berühmte, nach Freud und Jung und Psychoanalyse riechende, fast schon zum Gemeinplatz gewordene ‘Begriff ..Komplex'. Hascn- clever spricht ihn au« und lächelt dabei. Belustigt und überlegen spricht er das aus. Er ironisiert em Problem, das ihm vor 13 Jahren das A und O seines Denkens, seines ganzen Gefühls bedeutete, um das er leidenschaftlich im Ehor der gleich- gesinnten Jugend kämpfte. Damals knirscht? - trotzig, verbittert, verzweifelt mit den Zähr wütete, stampfte und brüllte Auflehnung, Hast und Mord. Heute lächelt er. Da liegen die Unterschiede. Im Mstand zwischen Schrei und ironischem Vlundwinkelzucken offenbart sich die ganze geistige Entwicklung. Oberhessen. Landkreis tttetzen y. Lollar. 11. April. An» zweiten Oster- feiertage wurden unter sehr grober Anteilnahme der Gemeinden die diesjährigen Konst rin arn- den deS Kirchspiels Kirchberg in der geschmückten Kirche zu Kirchberg lonfirmierl. S» waren 128 Kinder; davon entfallen auf ©taufenberg 19, auf Collar SO. auf Maiiizlar 15. auf Vollbringen 27 und auf Ruttershausen 7. V Mainzlar. 11. April. Während in den beiden letzten Jahren dank der Unteostutzung deS Staates und der Gemeinde eine recht rege Bautätigkeit bei uns herrschte, werden wohl in diesem Jahre viele Bauvorhaben zu- nächst unausgeführt bleiben. Durch die Reu- rcqclung der Staatszuschüsse aus Grund der Wohnungszählung und durch Reduzierung der seitherigen Zuschüsse aus säst ein Drittel der vorjährigen, wird bei un« 6 bi» 8 Bauherrn, meist Arbeitern. daS Bauen fast unmöglich gemacht. Zur Aussührung kommen zunächst vier Reubauten, darunter drei Wohnhäuser, an denen zur Zeit schon rege gearbeitet wird. Da Der Gemeinde außer drei bi» vier Plätzen sonst kein Baugelände mehr zur Berfüguna steht, so wird wohl, wie bereits in vielen Gemeinden, auf Grund des Gesetze« übet die Umlegung von Bauland solches in den nächsten Jahren beschallt werden müssen. Bei unserer Feldbereinigung. die schon vor zwanzig Jahren stattsand. hat man in dieser Hinsicht viele» versäumt. X Saasen, 11.April Die Konfirmation unferer Konfirmanden fand am zweiten Feiertag in imi'erer Kirche auf dem Beitsberg statt. Es mar en 9 Kinder, 5 Knaben und 4 Mädchen, die Vorstellung fand am Sonntag Judica statt. Zu dieser Feier wurde die neu angeschaffte Ka nzel - dekteidung benützt. Sie tft von der Para- menteranftatt dee EItfabethenfttftes geliefert unD l»aßt zu der roten 2Htarbefleibung. Für dieseo Iahr ift die notwendige« usbeff crung desInnern der Uieit&berger Kirche geplant, die unserem nltehrwur- digen Gotteshaus notig ift. X Wirberg, 11. April. Vie Konfi rma- tion der Kinder des Kirchspieles Mrberg fand, wie alljährlich, am zweiten Öfterfeiertag statt, lln- fer geräumiges Gotteshaus war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Stinber aus Göbelnrod hatten einen (Lhorgefang eingeübt und trugen ihn unter Leitung des Lehrers und Organisten ?l 11 e n b o r • s er vor. Der Pfarrer legte seiner Ansprache Vfjen- barung 2,10 zugrunde. Da» herrliche Osterwetter war besonders für dies? Feier willkommen, manche Besucher haben eine Stunde Kirchweg. Der Ausflug Im Ganzen sah man die Schauspieler mit willigem Eifer, ja oft mit verständnisvollem Vergnügen sich Der neuen, zielbewutzten Führung anbertraucn. Man merkte, wie an der Aussührung gearbeitet und gefeilt worden ist, man sand interessante Leistungen, erschlossene darstellerische Möglichkeiten. Sanncrt al« Hochstapler Möbiu« im vollen „Betrieb" zu sehen, war ein Späh; herrliche Mischung von Geschästsgeist und organisierten Gemütswerten. GefferS: der Generaldirektor Eompatz im Geora-Kaiser-Tempo; gute MaSke, industrieller Rimdus. Weltanschauung mit ergreifender Restlosigkeit in Aktien sest- gclegt. — Sehr hübsch, gescheit und nicht ohne Humor, machte Hennig den Sohn Eompatz. die bedeutsamen Worte vom „Komplex" sagte er mit wahrhaft gewinnender Liebenswürdigkeit. Hasenclever selbst hätte dazu schmunzeln müssen. (So vergeht die Zeit.) Alix Krahmer gab die Tochter, sie kann Dergleichen gut, ihr liegt das „Mädel von heute" in jeder Form. Man hat Proben davon. cig. Sondern mit Gehirn, mit Geschäfts mit Rücksichtslosigkeit. Betriebsamkeit praktischen Arbeitsmethoden, mit Tempo und incrun gelebt haben, solch eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Rationen prakti'ch sür m ö g - lich halten Aber wie man hört, ist es bereit# für dieses westasrikanische Gebiet gelungen, zwischen Der deutschen Gruppe. Die in einer festen Gesellschaft formiert ist. mit den französischen Vertragspartnern zu festen Ablomrnen zu gelangen. CS haiidelt sich Dabei zunächst vor allem um den gemeinsamen Ausbau einet grot»- zügigen Plantagenwirtfchaft, bei der die Rechte der Deutschen in jeder Weise gesichert sein iollcn. Aber Die Absichten gehen noch viel weiter. Denn man hat verschiedene Versuche gemacht, autzer stanzösische.n und deutschem Kapital auch englisches oder amerikanisches Geld zu gewinnen. Aber feltfamcrtoeife scheinen sich die Engländer weniger gegen die Pläne al« solchen, aber gegen eine Zusammenarbeit mit den Franzosen zu sträuben, obgleich diese deutsch-französischen Bestrebungen, die auch vom Quai DOrfan gebilligt werden sollen, in London aufmerksam beobachtet werden. Im Grunde genommen werden hier ähnliche Ideen, wie sie Dr. Schacht im Jahre 1926 geäußert bat. praltisch vetsolgt. wenn auch gewisse technische Älnterschiede zu den vom ReichSbank- Präsidenten gedachten „Chartcrcd Compaßnics" bestehen. Leider hat aber der Schachtsche Gedanken gang. der an den grotzen privaten und priviligierten Kolonial-llnternehmuiigSgesellschas- ten b?t srühkvlonialen Zett an knüpft, direkt praktisch kaum eine Wirkung gehabt. Wan hatte einmal geglaubt, datz sich eine deutsch-spanische Kvlonialgese11schaft für das bisher ntkb ganz unerschlvsscne spanische Kolonialaediet Muni an der westasrikanischen Küste bilden lassen könnte. Dazu ist es aber nicht aetommen. obwohl man anscheinend aus spanischer Seite für diesen Plan Interesse hatte, und obwohl Muni, wenn auch bisher noch säst ganz unerschlossen, besonders an Holzvorkommen autzer- ordentlich reich ist. Der kleine Anfang einer deutsch-sranzöfifche.i Kolonial-Zusammenarbeit in Westasrika. der später aus ganz Fran^ösisch- Aequatorial-Afrika ausgedehnt werden sott, und Der vielleicht auch einmal deutschen Siedlern zu Grund und Boden verhelfen wird, verdient eine sehr ernsthafte Beachtung, al« ein Zeichen einer ganz unpolitischen, rein sachlichen Aufbauarbeit. Heue Ziele der Gewerkschaften. Von unserer Berliner Redaktion. Die Auseinandersetzung Die sich in Der Wirtschaft zwischen Arbeitnehmerschaft und Arbeitgebern um die Erneuerung aefünDigter Tarifverträge abspielt, soll jetzt anscheinenD noch eine Erweiterung ertähren. Wenigstens wird von verschiedenen Setten der Arbeitnehmerschaft immer mehr Darauf hingewiesen, datz z. B. die Frage Der Mitwirkung der Arbeitnehmerschaft unD ihrer Vertretung in Den maßgebenden Verwaltungsorganen Der großen Berke h r »i n st i t u t e . wie Reichsbahn und Reichepost, noch ganz ungenügend gelöst sei. In diesmi Zusammenhang ist ein Artikel deS den christlichen Gewerkschaften nahestehenden .'S) c u t - sch en" von Interesse, der es für „untragbar* erklärt, datz Dieser qröhte WirtschastSbetrteb Deutschlands. Die Reichsbahn, von einem Reichs- bahnverwaltungSrai geführt würde, dessen achtzehn Mitglieder, ernannt nach dem Spruch Der Siegerftaaten. nur au« Den Streifen Der Unternehmer oder Der höheren Verwalt u n g s b e a m t e n stammten. Es wirb Dabei ausDrücklich gesagt. Datz hier keine Bertre- tung Der Interessen Der Reichsbahnbeamten ober -arbeltcr gemeint sei, sondern Dah es hier ganz prinzipiell um eine Vertretung der orga- nisierten Arbeiterschaft in der Verwaltung eines solchen, die allgemeinen VolkS- interessen berührenden Alntcmcbmcn« ginge. Als Beleg wird Dazu Die Bestimmung Des Artikels 165 Der ReichSverfassuna zittert, wonach Die Arbeiter unD Angestellten Dazu berufen sinD. „gleichberechtigt in Gemeinschaft mit Den Unternehmern an Der Regelung Der Lohn- und Arbeitsbedin- Mit Liebe. Rlit Der unbcfrieDigten Sehnsucht Der zcchllosen „Frauen im reiferen Alter". MöbiuS zum Beispiel, ein besserer Herr, macht ein Aura tsbureau im Warenhausstil auf. betreibt Ehe- schwinbel unD HerzenShochstapelei im Grotzen. Sein Bureau stellt ein phantastisches Archiv dar. eine unerhörte Sammlung von Seufern, Schwüren. Versprechungen, Verabredungen; er hat einen Taubenschlag für alle Arten weiblicher Sehnsüchte eingerichtet, schreibt Liebesbriefe mit fünffachem Durchschlag auf Der Maschine, ordnet Die Bekanntschaften und Anknüpfungen sauber in der Kartothek von A bi« Z. AlleS ist Organi- KriU fntn tbt- aat ,1D Xerfammlunfl 1*5 €am»taft, h > 'VoMeiltv. \ Ter Portland. der Konfirmanden gemeinsam mit den Konfirmanden aus Laasen sand am Mittwoch dieser Woche statt, der geplante Besuch der Konfirmanden im Lutherfilm mußte wegen der Ungunst der Witte rung in der Karwoche unterbleiben. Grünberg, N. April. Der bei der Bohn meisteret Grünberg beschäftigte Reichsbahnbetriebsassistent Heinrich S ch e l l h a a s feierte dieser Tage sein 25jähriges Dienstjubiläum. Oberbahnhofsoorsteher Mack vom Bahnhof Grünberg gratulierte ihm im Nomen des Eisenbahnvereins Grünberg-Mücke, bei dem Herr Stbellhaos Mit begründet war und langjähriger Schriftführer ist Oberbahnmeister K i tz übermittelte herzliche Glück wünsche im Namen der Beamten und Arbeiterschaft der Bahnmeisterei Grünberg. Durch Ueberreichung eines seyr schönen und rocrtoollen Geschenkes seitens der Beamten, und Arbeiterschaft wurde die besondere Wertschätzung und Achtung des Jubilars zum Ausdruck gebracht. ri Kloster "Arnsburg, 11. Avril. In Kloster Arnsburg findet alljährlich am Oster- dienStag eine besondere Oster- und Mission Sfeier statt, zu der die Freunde des "Rettungshauses ArnSburg auS der Ilmgegend sich zahlreich einfinden. BÄ dem wannen Wetter konnte diese Feier diesmal zum erstenmal wieder seit vielen Jahren im Freien unter den Linden des Klosterhofes stattfinden. Pfarrer Fischer aus "Riederweisel hielt eine Osterpredigt. Darauf erzählte nach gemeinsamem Gesang Missionar Haibach aus Herborn in überaus frischer und lebendiger Art, die alle Zuhörer mitriß, von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in Sumatra, wo er zwei Jahrzehnte lang im Dienst der rheinischen Mission stand. Eine Sammlung von Missionsgaben war bestimmt für die Rheinische Mission, die in diesem Jahre ihr hundertjähriges Jubiläum feiert und in deren Dienst auch unsere frühere Arnsburger Lehrerin Fräulein Lydia Schmidt aus Fauerbach getreten ist, die jetzt als Lehrerin an einer Missionsschule in Sumatra stebt. Krei- Kriedberg WSR. Friedberg, 11. April. Im Herbst des vergangenen Jahres folgte der Gemischte Chor der hiesigen Blindenanstalt einer Einladung, um Den Gefangenen deö Landes- zuchthauses Marienfchlvß bei Butzbach eine musikalische Feierstunde zu bereiten. Die Darbietungen des Chors haben einen nachhaltigen Eindruck bei den Anstaltsrnsassen hinterlassen. Davon zeugt ein Akt, der erst jetzt bekannt wird. Bon ihrem kargen Arbeitsverdienst haben die Strafgefangenen 2 7 4 Mark erspart und an die Blindenanstalt als Zeichen der Dankbarkeit abgcführt. WSR. Bad-Rauheim, 11. April. Während der Osterseiertage hat ein Dieb an verschiedenen Stellen der Stadt Einbrüche verübt. In einem Privathaus erbeutete er Lebensmittel, Briefmarken und sonstige Kleinigkeiten, in einem weiteren Falle wurde er in der Arbeit gestört und flüchtete. Bei einem Photographen entwendete er wertvolle Apparate im Werte von etwa 1000 Mk. Der Meb konnte verhaftet werden. m. Butzbach. 11. April. Am zweiten Osterseier taa fand in der St. Markuskirche dahier die feierliche Einsegnung der diesjährigen Konfirmanden, 35 Knaben und 39 Mädchen, durch die beiden evangelischen Geistlichen, Pfarrer Schneider und Pfarrer Linden st ruth, statt. — Das Fortbestehen der beiden oberen Kl assen unserer Weidig-Oberrealfchule ist in Frage g e st « l l t. In der für morgen Abend anberaumten StadtverorimetenversammLung soll über diesen Punkt beraten werden, und wird sich dann Herausstellen, ob die Stadt noch weiter die erforder lichen Mittel bewilligt. < Wohnbach, 11. April. Bis auf den heutigen Tag hat sich in unserem Dorf ein schöner alter Osterbrauch erhalten. Am Rachmittag deS zweiten Ostertages ziehen Knaben und Mädchen deS nun kommenden obersten Jahrgangs der Volksschule, mit Blumen und Bändern geschmückt, hinaus auf die sogenannte ..Maiwiese", um hier den wunderbar gezierten „Maibäum" aufzustellen. Bewundert von der Einwohnerschaft des Dorfes, die im Umkreis Aufstellung genommen hat, drehen sich um diesen Baum herum die jungen Tanzpaare im Takte der Musik, die von der altehrwürdigen Ziehharmonika bestritten wird. Mit mehr oder weniger Geschick vergnügen Mel auf Teilzahlung und ohne Berufssiörung. Don Karl Sttlbrück. Die vor kurzem aufgedecktcn Titelschwin-- belcien, über die wir berichteten, lenken wieder einmal die Aufmerksamkeit der Oef- sentlichkeit auf die Tätigkeit gewisser dunkler „Vermittler" akademischer und anderer "Würden. Seit jeher haben klangvolle Adelstitel und glänzende Ordenssterne eine geradezu faszinierende Wirkung auf die Menschheit ausgeübt, und auch noch heute, im Zeitalter der modernen Sachlichkeit, darf man die Vorteile nicht unterschätzen. die ein Titel oder eine Ordensauszeichnung leincm Inhaber verschafft. Schon immer haben sich mehr oder minder geschickte Betrüger die Sehnsucht weiter Kreise zu Ruhe gemacht, um jenen Leuten, die nie alle werden, für beträchtliche Summen ganz wertlose Auszeichnungen oder Titel zu verschaffen. Wenig geschickt zeigte sich der Leipziger Titclfabrikant Dr. Albers, der in großen "Tageszeitungen Bewerber für eine Konsulatsvertretung in Sachsen suchte. Richt weniger als 35 000 Mark verlangte Albers für seine Vermittlungstätigkeit. Er hatte aber auch Titel auf Lager, die weniger kostspielig waren, so verlangte er für einen Doktortitel „nur" 6—10000 Mark. Um sein Geschäft zu heben, verlieh sich einer seiner Komplizen, der in Berlin vergiftet wurde, nicht weniger als 22 Titel und 45 Orden. Geheimer Hosrat, Geheimer Kommerzienrat, Geheimer Domänenrat, Exzellenz, Professor und Doktor, daS ist nur eine Heine Blutenlese aus dem Titelvorrat dieses „Würdenträgers". Selbstverständlich haben sich die Titelfälscher ihre Dienste sehr reichlich bezahlen lassen, und daß sie ihre betrügerischen "Manöver streng geschäftlich audübten, beweisen einige fertige Ver- trüge, die man in dem Bureau der Titel- Händler oorsand, und die die Einzelheiten deS dunklen Betriebs genau regelten. Daß man sich auch in dieser »Branche" dem Geist der Zeit anzupassen verstand, geht schon daraus hervor, daß auch Rateinahlungen gestattet waren. Auch sich die jugendlichen Tänzer bis zum Abend. Fortgesetzt wird dies Treiben von der schulentlassenen Jugend am 3. Ostertag. der bei uns als ordentlicher Feiertag gilt. Die Freude der „Kleinen" wird nun von den .Großen" übernommen und dann feiern Burschen und Mädels ihren „Maien". KreiS Büdingen. — — Ortenberg, 11. April. Am zweiten Osterfeiertag fand hier die Konfirmation statt. Es wurden 17 Kinder konfirmiert. Der Gottesdienst erhielt dadurch besondere Bedeutung, daß sich der bisherige G e i st l i ch e , der über 14 Jahre in der Gemeinde gewirkt hatte, von der Gemeinde verabschiedete. Eine für die Lehrwerkstätte des Krüppelheims in Riederram- stadt erhobene Kollekte ergab 108 Mk. — Die Verwaltung der Pfarr stelle wurde für die Zwischenzeit Pfarrer H o ch in Selters übertragen. Der Gottesdienst wird von den Rachbargeistlichen abwechselnd gehalten werden. Um die hiesige Pfarrstelle hatten sich nur drei Geistliche beworben. Wie wir hören, ist Pfarrer L e tz i n g - Engelrod von dem Fürsten zu Stol- berg-Rohla präsentiert worden. Er wird bei Uebertragung der Stelle noch vor Pfingsten aufziehen. # Geiß-Ridda, 11. April. Gemäß De- schluh der letzten ordentlichen Generalversammlung deS Sängerbundes „Mittleres R i d d a t a l" findet die geplante R h e i n f a h r t am 22. Juli statt. SS haben sich bereits über 400 Teilnehmer gemeldet, so daß sich die Bundesvereine ziemlich geschlossen beteiligen. Vorbereitung und Durchführung des Ausflugs liegen in den Händen des rührigen Bundesvorsitzenden. Lehrer Lentz von hier. |: | Gelnhaar, 11. Avril. Am Metten Osterfeiertag ereignete sich hier ein s ch w« r e s M o t o r - radungluck. Ein junger Mann wollt« ein neues Motorrad, das seinem Vetter gehörte, einmal fahren, als er kurz hinter dem Ort durch ein Loch fuhr und die Gewalt über das Nad verlor. Er stürzte ab und blieb halb besinnungslos neben dem Bade liegen. Als er wieder etwas zu sich gekommen war, wollte er den noch laufenden Motor abstellen, kam dabei aber mit der rechten Hand in die arbeitende Kette am Hinterrad, wobei ihm die Hand mit Ausnahme des Daumens vollständig abgequetscht wurde. Dr. O t t o von Wennings überführte ihn sofort nach Büdingen ins Mathttden-Hospital. Kreis Schotten. S Laubach, 11. April. Am Ostermontag durch Dekan V o l p die Konfirmation der evangelischen Jugend in der hiesigen Stadtkirche statt. Es waren insgesamt 20 Konfirmanden, elf Knaben, neun Mädchen' sechs hiervon besuchen die Realschule. Im Jahve 1918 wurden nur zwölf Kinder hier geboren, im Jahre 1919 dagegen 24 Kinder. Seit dieser Zeit überschritt, von einem Jahrgang abgesehen, die Zahl der Geburten in unserer Stadt die Ziffer 30. — Während der Karwoche und der Feiertage fand ein lebhafter Touristenverkehr hier statt. In der neu und sehr bequem her gerichteten Jugendherberge in der hiesigen Turnhalle, die von Bahnhofsvorsteher i. R. S t ö r m e r umsichtig geleitet wird, sanden im Durchschnitt je 20 Uebernachtungen statt. — Wie wir bereit« meldeten, wird mit dem diesjährigen Ausschuß f e st außer dem seit drei Jcchrhunderten bestehenden Schweinemarkt ein Bullen- markt mit gleichzeitiger Prämiierung von Vogelsberger und Simmentaler Zuchtvieh, sowie von Ziegen veranstaltet werden. Hiervon werden jedoch die Festlichkeiten des Laubacher Ration alfe st es, des dreitägigen „Ausschusses", nicht berührt. Am ersten Festtag, am zweiten Sonntag vor Johanni (10.3uni), beginnt das Fest mit allgemeiner Volksbelustigung (Konzert, Tanz unter den Linden auf der Hälle usw.). Am Montag, hem Hauptfesttag, ist großer Festzug, hierauf bis zum Abend Preisschießen. Am Dienstagmorgen ist Markts am Rachmittag klingt das Fest mit allgemeiner Volksbelustigung aus. Gestern sanden im „Schützenhof" nach alter Sitte die Wahlen deö Ausschuß-Hauptmanns und der H a u p t f ü h r e r der 13 Sektionen statt. Zum Ausschuß-Haupttnann wurde Pferdehändler Stotz gewählt, der einer alten, schon 1574 auftretenden Laubacher BürHerfa m i l i e entstammt, die noch in zahlrelchon Zweigen vertreten ist. 1 La rdenbach, 11.April. Arn zweiten Öfter- taa fanb hier die Vorstellung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden statt. Ts waren diesmal 8 Kinder, 3 Shtoben und 5 Mädchen, barunter 1 Knabe aus Solms-Ilsdorf. Die Konfirmation ist am weihen Sonntag. — Wie alljährlich, so machten auch diesmal die Konfirmanden am dritten Feiertag einen Ausflug. Das Ziel war diesmal Marburg. Auch di« Konfirmanden aus Groß- und Klein-Eichen nahmen an dem Ausflug teil. * Groh-Eichen, 11. April. Zur Zeil herrscht in unferm Dorfe eine Masern- und Keuch- h ust e n « p i de m i e. Fast in jedem Haufe finden sich Kinder, die die eine der beiden Krankheiten haben, meistens jebod) beide zusammen. Auch stellt sich hie und da in Verbindung mit diesen Krank- heiten Lungenentzünduna ein. — Am zweiten Ostertag wurden in unserer Kirche 22 Kinder konfirmiert (9 Mädchen und 13 Knaben), darunter 4 Mädchen und 1 Junge a-us Mein-Eichen. V Gedern. 11. Llpril. Die Vorbereitungen zu dem diesjährigen Gederner Prämiie- rungs markt sind in vollem Gange Am 21. Mai findet ein Pferde markt statt Der folgende Tag wird neben dem eigentlichen R i n d- viehmarkt noch die Prämiierung von Oberhessifchem Fleckvieh und von Tieren der Vogelsberger Rasse bringen. Wie im notigen Jahre, so findet auch diesmal wieder eure Auktion von Bullen seitens deS Landwirt- schaftskammerausschusseS der Provinz Oberhessen statt. Bekannte Züchter werden bei der Prämiierung als Preisrichter fungieren. Die Tiere werden, wie im vergangenen Jahre, in drei Abteilungen geprüft. In der Abteilung A wird nur angekörtcs Oberhessisches Fleckvieh, in Abteilung B nicht an gekörtes Oberhessisches Fleckvieh und in Abteilung C reinrassige Tiere der Vogelsberger Rasse berücksichtigt werden. Den Preisrichtern steht eine beträchtliche Summe für Prämiierungszwecke zur Verfügung. RÄben dem Rindviehmarkt geht gleichzeitig ein Schweinemarkt einher. Rach den letzten Berichten darf auch hier mit einer starken Beschickung gerechnet werden. Rachmittags findet daim eine Prä - mienmarkt-Verlosung statt. 0 Hartmannshain, 11. April. Ein hiesiger junger Landwirt streute dieser Tage k ü n st - lichen Dünger, wobei er eine kleine und unscheinbare Wunde an der Hand nicht beachtete. In der folgenden Nacht stellten sich heftige Schmerzen ein, die von einer Blutvergiftung infolge Eindringens von Dünger in die Wunde herrührten. Der Vorgang hat zum Glück bis jetzt keine schlimmen Folgen gezeitigt, er sollte aber allgemein als eine Mahnung zur Vorsicht sein. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 11. April. Der heutige Schweine- und Krämer markt erfreute sich bei dem herrlichen Frühlingswetter eines guten Besuches. Der Austrieb an Schweinen betrug 580 Stück. Hiervon wurden 5 bis 6 Wochen alte Ferkel mit 15 bis 18 Wk. pro Kopf, 6 bis 8 Wochen alte Tiere mit 20 bis 28 Mk. bezahlt. Es verblieb nur ein geringer Meberftanb, besonders an jüngeren Tieren. Auf dem Krämermarkt waren einige Verkaufs- stände aufgeschlagen, bei denen die „JakobS" die besten Geschäfte machten. 3m Verhältnis zur wirtschaftlichen Lage muß der Geschäftsgang als ein guter bezeichnet werden. =en- jr-'unetW JJnJJeff ^'Äwd-r,vv°L" ten {jjt io h,. 250*" \.n leit VI® {1 htü de« L dr öetzlar. L?!c Evangelisch, ^e[b konnte in bWtt o OfttrtaQt tn unf^ oumoieiem ftatt bk v«- «ises Dchlar und r 6intDofm.-ddi.iff * waren. I bürg. y- Ä 2ßNenkü eitern abend eine-aus- :m 5)ou|« btt Mlhelm- oit ihrer in der Schwan- MnetnDannenbab. -strömens von ®ai ben die in der BÄewannt äubt. Aachts kam dar wieder zu sich t leblos. Sin herbei- wr noch deren Tod feil- ■ Seftftellunfl der Todes- iche zur Sektion in das gebracht. Wem ©runttz* A"lberg«n miMk?’ H und überall i? " S b.a8bÄte *?’ ändern auch iniZ lpsvgramm tritt Seoders. latorllmfW .U.lpdl. d: Witiagsständchen btt 5 bi- 1530: Die Lvmde .Ml: Mtttl W W )eL ITA VI 16.05: ®it 18.45. Der '»tteffafur t des MturkartellS de, itflung. 19.15 bis 19,15 tdildungslurlus str An- ttene (WoonSOÄ 20.15: Stunde beS Km- «Ä» Ton Berlin: Tan-kuri^ ■ Ton Deriin: Tanzm^ . der Red altio». j, S tts 7 Uhr *\W Mlen. tritt* «. ä'1' Ä JlS [ter von Orden ww . rtt. dv'" ;;;H dÄn ortw Huna DM ^^Mjcher unö wenn o>e u ** öi — — t»4.«i strantyurt a. M Berlin Schlu»- Kurs -'Uhr- Kur, Schmb- Kurs Anfang Qur« Datum-. 11 4 12 4. 11-4. 12 4. «.SS- 7 Bergmann.....8 Elekrr. Liefermigen . . 10 Licht imb ÄTüft . io »feiten A Suillcaume . 6 Äes f Elektr Unter» . 10 Hamb Cieftr ©erit . . 10 indem Llektr .... 8 Lchles. 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WetaOtrHtaietH.....10 156 Vt'J 128.5 289 161 188 294.25 177 136.25 I3ti 5 168 277 120,5 15*1 114?5 - 100 291.5 157 96 45 178 190 276 25_9 191.ö 117 102,35 160.25 229.5 128 159.5 189 25 296.25 176,5 137,25 136 27t 150 129 117,75 100.75 291 156 95.5 45 189.75 259.6 I9L25 110.13 102 180 165 75 185 5 173.25 229 129 287.4 161.75 161,5 192,25 188,25 294.5 146.75 98 135.75 143.5 136.75 169 143,75 277 121.25 144.75 151,75 129.7.5 113 99,25 99.25 293.5 96.5 45 179.5 190.5 277 259 125 75 118.5 103,5 166,5 184.9 174.5 229.13 128 25 289.9 163.5 160 192 188 296.75 146.5 175 97.75 135 142.75 136.5 168 143.5 280 120.5 143,5 149.. 128.3 117 99,13 100 •292 156 149 96.5 45,13 180 191 278 75 -60,75 109.75 102 Frankfurt a. M Berlin S4ht6-! 1-Uhr- Kurs ; kur. Schtuh-! Anfano flut, 1 fliir Datum: 11.4. 12. 4. 11.4. 112.4. vbthDD Holzmann . peidelderger Lemeo» Cemen: SadrtaM 12 158 148.5 157.25 119 158.25 1.7,5 8 _ Davb A ffreitao 10 — 131 — — SchAlldelL Paye»p«4er. 15 -• 370 370 Oftroerf«- . . 12 — 311 311 Ber. GlanzNofs . . . . 15 — 714 746,75 Bem berg . ..... — — 527 ^ellfton Daldhof. . . . 12 28S 203.75 290 294.5 ZeOftors Sschaffrnbnro - 10 186 190.25 185 191 Kbartott-nbrrrocr Gasser 7 —- 134.5 140 1 rffanet GaS 8 — — 200 201 Daimler Mooren..... 0 92,5 93.25 93,25 92,5 Demag . . . . n — - 51 50 Ablerwerke Lieder- . . . ü 91,5 00 VI 90,25 ÜUbto. Moeice . . , . 1( — -- 264 265.75 5?ct- Atnornobil..... 6 — — 96 13 95.75 Onaftfta A Sovvrk . .. . * — 136.5 135,75 Lrnte Hvmrann . . . . 0 — — — Leonhard Tietz . . . . 6 — — 229 232,5 Bamoa-v'>anm ..... Franks- Maschine» . . » . fflrttna ..... 0 24 — 25.25 0 7 78.5 136 79,5 79 134,5 _ Oevlroenflaedt ...... 0 •24 — — (Vnnoberg ...... 6 86 —» 85.25 — 8 121 — — sT' tttHfTQ'fttD Crft ...... 8 119 •- — — Mag ...... 10 143.75 143.5 142 119.5 fTrfarhiÜBtr . ....... 8 57 57 57,9 Lerer« Union . ...... 8 103,5 103,5 kHebr. Roeder ...... Loigt A Haeffna .... 10 — — ■ 6 178 — 182 — 66t* Rnxta ..... 0 139.5 140 138 — Banknoten. Amerikanische Roten..... Belgische Xottn...... Dänische Roten ...... Englische Roten . ...... TW 58.20 111.83 20.355 Brief TW 113.2? 20.435 Deviserunnrtt Berlin—Frankfurl a. A. Berlin. 11 Avril Geld 1 «rief Fran;onsche '.'toten...... 16,495 16.555 holländische Noten 167,93 IM,Hl Italienische Noten..... 22.24 22,32 Norwegische Noten...... 111.46 111,90 Deutsch Ocsterr-, ä 100 Kronen 58,89 Numäntsche Noten...... 2,62 2,64 Schwedische Noten...... 112,03 112,47 Schweizer Noten...... 80,39 80,73 Svanische Noten....... Tschechoslowakisch.' Noten ■ 70,21 12,345 70,49 12,405 Ungarische Noten 72 75 73,05 Telegraph > schr Auszahlung. 11. avrtl 12 Avril Amtliche Notierung Anuliche Notierung «cld Brre' l»eld Brie' .Irnsl^Noit 168,32 168,66 168,40 168,74 6aen-Ein$ 1.78t- 1.790 1,786 1.790 58.46 Brff--Bnrw 58,33 58,45 58,34 ^chriiUania 111,6. 111,84 111,62 111.81 Koveobagen 112.09 112,31 112,09 112.31 etodbolm - 112.19 112,41 112,21 112.43 HelfingiorS. 10.517 10,537 10,512 10,532 Italien. Landon. . . 22,05 20,392 22.03 .'0,432 22,035 2ü,:>?. «,075 -M ’Jiaroorf . . 1.177 4,185 4.1765 TanS . . IS, 44 16,48 16,445 16. .8, Schweiz . . ?O,48 80,64 -fl',48 80,64 Svanico - <0,31 70,45 70 15 70.30 Iavan . . - 2.01.HJ 2,004 2,100 2.001 -Hü) de Jan- u.50.3 ' 0.510 9.5025 0,6045 Wien in D-- C