Mion. ^^ichkeit her r *^anu fiZL -G 'er, 22 7S fl*tflu- 75; C bis 24. letjl föSLfetlb), -"kleie nschast, ’ei’g» sM iUfcft ? edari. ,“£& L eÄ hten. im Saltotrf. icun Uhr ereignete in-ßinbtn em m Kreiling °ue >rengung nut nur -jchaftigl und wurde i, der sich infolfll hatte und herad rinlchcinend hat de' astigen Aerlehunae ölvongdrogc". $>; n Noten Kreuz «- Anlegung einer No 1 filiniL ^e Neichri^ es Reiches Md, <>5 Buch baut ou| gegenwärtig,,. [ Mheren Reichs der aus das gante Reich ein, - die Sntwldluna leiches denkt, ctin rooinjen, sie sollen >U ihrer Selbstoer “ erhoben werben, und Pslichten wk n- Ein sehr inter »plstadl Berlin ar it ebenfalls reichs Reichsländrr aus 814 toidlung Deutsch- 'tiger denn je ge- iöderaliemu« und le kaum ein Tag. lker, Minister b« hastliche und pvll- öffentlich« Körper- ng nehmen, deren wendig anerkannt Süddeutschen c soeben heraus- n den Oinhcitö- ialssrage widmen he von Beiträgen . Das Heft erhält leutung durch dir schen Staatsober- r Weise gegen Besonders bedeu- .reiches Tatsachen- :n des svKialdemo- von Baden. Dr. ) des Umtauschen ! praktischen ®riui- glichleit sieht, al» eit mit einer ge- ation der Aeichs- schen Länder. tt.San- 58,81 !,!'•> 11,28 >9,1’ 2,59 12,« >0,84 i2,3 12,40 ,3 15 1,972 L>> 59,17 1£ Ä ä A. 49,tS $ & iS }> fi«1 । jw. «=* 58-805 111.5® 112,39 112,8- 10,56 2,195 l95" I6J9 1,793 58,85 111-5 112,11 113-2 toF L,rL> 5* LiOSO 6,53 80,95' ,97« 10.» 22,2^ 111.2 59,97 2,61 113,08 81.16 72,41 12,46 73,45 g. 'M- MtfUÜ Hr. |0 Erster Blatt 178. Jahrgang Donnerstag, 12. Januar 1928 Dr Die Bemühungen um einen deutsch-polnischen Ausgleich hak vor wenigen Tagen in Warscha gehalten, die in einem ausfallend Liu Teilkompromiß in der Schulfrage ien inS- zwilchen Reich und Sündern sei Verhältnisses len. u eine Rede t> c r f ö n - M. tn- terbeiju- LebenS- eben, sich davon zu tglonsunterrl Amerikas Zlottenbauprogramm. kos Wettrüsten der angelsächsischen Mächte. Washington, 11. Jen (WB.) Der Flot- ienauSschuß des Repräsentantenhau es trat deute in die Beratung deS neuen Morinebauprv- fremmi ein. Der 'Blarncfefrctär führte dabei titf, Amerika benötige eine erft klas- |ige Flotte, und. wenn die Regierung auch kh Wettrüsten beabsichtigte, so muffe doch bei edem Bauprogramm die Flottenßärke der anderen Länder berücksichtigt werden. Das vorliegende Programm schaffe eine stlotte, die den Schutz der amerikanischen Bürger bi AuSlande. eine Zuflucht für sie bei Unruhen, die Verteidigung der Handels t ssabrtswege und kü Heimatlandes sicherstelle. Jede Derzo- §erung in der Annahme des Programmes dürde Amerika von der Flottengleich- beit mit England noch weiter entfernen. als dies jetzt bereits der Fall sei. Die engeforberten 25 .Kreuzer sollen je 10 OX) tonS Derdrängung haben und mit achtzölligen Ge- schützen ausgestattet werden. Zusam men mit den bereits in “Dau genommenen acht Schiffen gleicher tröfjc und den bereits gebauten 10 Kreuzern ton je 7500 tons werde die amerikanische Kriegs- fotte über 43 moderne Kreuzer verfügen. Oie Debatte über den Friedenspali. Washington, 12. Ian. (WTB. Funk^pruch.) Die Antwort der amerikanischen Regierung auf kc letzte Rote BriandS über den amerikanischen Ilan für ein internationales Abkommen gegen kn Krieg ist gestern dem französischen Bot- b l 8 t worden. Die Kündigung von deutschen Lehr- fräftrn ist grundlos und wendet sich ledigstch gegen die deutsche Minderheit, da ein Ersatz für die gekündigten deutschen Lehr- f täfle nicht j u beschossen ist. Zaleskis Zriedensrede. Eigene Drahtmeldung bee ..(Siebener Anzeiger»' Berlin, 12. Jan. Der polnische Außen- Minister Z a l e s k i ist klüger als sein litauischer Gegenspieler. Während Herr Woldemaras gleichzeitig mit Knüppeln gegen Polen und gegen Deutschland schlägt, hält es Herr Zaleski für nötig, solange die Frage Wilna noch nicht geklärt ist, wenigsten- nach Deutschland eine freundliche Melodie hinübertönen zu lassen. Sr Oer Handelsvertrag, ttünstiger Stand der Warschauer Verhandlungen. Warschau. 11. Ian. 'DB.) Fast die Wihtrauensantrog gegen den Senat eine Zweidrittelmehrheit erhalten muh. Die Trennung in hauptamtliche und nebenamtliche Senatoren fällt in Zukunft weg. Dafür wird der Senat stark -usammenge strichen! er wird nur noch aus 12 Senatoren bestehen, von denen der Senatspräsident und vier Senatoren voll bezahlt werden, wahrend die anderen eine Aufwandsentschädigung erhalten. Gleichzeitig ist eine B c r-' lleinerung des DolkStags von 120 auf 80 Abgeordnete vorgesehen, ebenso soll die Danziger Stadtverordnetenversammlung für die Stadt Danzig etwas anders zusammengesetzt werden. Dagegen ist eS den Sozialdemokraten nicht gelungen. den Präsidenten Sahm ohne weitere- wcgzubeihen. Sie haben sich damit abfinden müssen, daß er weiter im Amt bleibt. Aber sie werden sich vermutlich bemühen, im Laufe des nächsten Iahres ihr Ziel zu erreichen, um dann eine .Verständigungspolitik" mit Polen i n ihrem Sinne zu betreiben. Europa von außen gesehen. P a r i s, 11. Jan. (WB ) Dir argentinische Außenminister Dr. ® a 11 a r b 0 erklärte einem Vertreter des „Petit Parisien", Europa gebe den Eindruck derEntfpannung.ArbeitunddesWie- gerichtet fein, hier eine Aenk führen und Grenzen zu schaffen, Darau- ergebe sich die Möglichkeit, auch in den noch ossenstehenden Reftfragen zu einer Einigung zu kommen, und da» gesamte Gesetz in einer Form zu erledigen, die zwischen den Interessen aller Koalitionspartner einen ver- nünttigen Au-gleich barstellt. Sowohl das lichen Ton anerkennt, bad in Warschau wie in Berlin der ehrliche Wille besteht, nach Möglichkeit gute Beziehungen zwischen Deutschland und Polen zu schaffen. ®r hat sogar hinzu- gesügt, er sei überzeugt, daß diese Bestrebungen von Erfolg gekrönt sein werden. Wir für unseren Teil möchten hinzufügen, dah der Erfolg sicher ist. wenn in Warschau der gleiche gute Wille wie in Berlin besteht. Dah Deutschland den polnischen Staat seit seiner Gründung nicht gerade mit Liebe betrachtet hat. darüber brauchen wir kein Wort zu verlieren. Wir können auch ehrlich zugeben, dah die meisten von unS mit einem raschen Zusammenbruch dieser Delegenheitsgründung Serechnet haben. Darin haben wir uns geirrt S war süv die deutsche Politik selbstverständlich, dah sie daraus die Folgerungen zog und die Roiwendigkeit eine- Ausgleichs mit Polen anerkannte, wenn es auch sür unS als selbstverständlich bleiben wird, dah ein sreundnach- barliche- Zusammenarbeiten niemals möglich sein wird, solange da» Unrecht des Korridor- und die willkürliche Grenzziehung in Oberschlesien bestehen bleiben. DaS Ziel jeder deutschen Politik muh darauf hat im vergangenen Iahr seine Arbeit auf den Au-gleich der Gegensätze zwilchen den Völkern fortgesetzt. Als eine Folge der Verbesserung der StoatSfinanzen sei die Regierung imstande, eine Herabsetzu n g sowohl der Einkommen- wie auch der Vermögenssteuer und auch der Zuckersteuer vorzu'-lagen. Schließlich wird in der Thronrede eine Senkung der Gütertarife auf den Staatseisenbahnen in Aussicht gestellt Dersassungsreform in Danzig. Verkleinerung des parlamentarischen Apparats Eigene Drahtmeldung des .Gießener Anzeigers". D e r l i n. 12. Ian. Die neue Regierung in Danzig ist aus Grund der WeimarerKoali- t i 0 n schließlich doch zustande gekommen, nachdem sie offiziell schon einmal begraben war. Das Zentrum ist den Sozialdemokraten bei ihrer Forderung nach Verstärkung des par - lamentarischen Prinzips sehr weit ent- gcgengclommcn. Es hat zugestimmt. daß auch die hauptamtlichen Senatoren von der Willensäußerung der Volksvertretung abhängig find, allerdings mit der Einschränkung, daß ein bereinstlmmung mit ihren Grundsätzen erteilt wird. Die zuständigen oberen Stellen der Religionsgefellfchasten haben ju dem Zweck das Recht der Einsichtnahme in dcn Religionsunterricht Dieses Recht kann nicht an den Ortsgei glichen als solche» übertragen werden. Abs. 2. Die Retigionsgcfcllschaften und ihre Vertreter haben gegenüber dcn Lehrern, die Religionsunterricht erteilen, keine Befugnis der Dien st aufficht 8 16a. In den Gebieten de» Reiches, in denen ein Zusammenwirken zwischen Staatsbehörde und Reiigionsgesellfchaften hinsichtlich der Einrichtung und (Erteilung des Religionsunterrichtes in den Volksschulen durch Gesetz oder Vereinbarung feff gelegt ist, kann es bei dieser Regelung verbleiben. Dem so erzielten Teilkompromiß wird von der „5). A. Z." erhebliche politische Bedeutung beigemessen. Es erweise ausS deutlichste den Willen zur gemeinsamen Weiterarbeit, auch in schwierigen und heihumstrit tenen Fragen. Fr. Dilh üaye, für Feuilleton Dr H.IHyriot; für btn üdrizen leU Ernst Bin in schein; für den An- Der Interfraktionelle Abschuß der ‘Regierung»- Parteien beschäftigte sich heute nachmittag in nahezu sechsstündiger Sitzung mit den §§ 14, 16 und 20 des Reichsschulgesetzes. Üeber die §§ 14 und 16. die den Religionsunterricht imd die Einsichtnahme in den Religionsunterricht behandeln, ist eine Einigung «Nischen den Regierungsparteien erzielt worden, durch eine Fassung, dir der Be- fflnhtuna al» konnte die aeIstliche Ortsschul- a u f f i d) t wieder entstehen, dem Boden entziehen soll, lieber §20, der die Gebiete auizählt. die al» Simultanschulländer oorläusi-g von dem Gesetz ausgenommen sind, konnte eine Einigung nicht erzielt werden. Der Ausschuß hat sich auf unbestimmte Zeit vertagt. Die heutigen Vereinbarungen über die §§ 14 und 16 werden in der Sitzung des Bildungsausschusses am Donnerstag als formulierte Anträge dem Gesetzentwurf eingefügt werden. Die Anträge werden folgenden Wortlaut hoben: 816, Abs. 1. Den Rellgionraefellschaiten Ist unbeschadet des staatlichen Ausstchtsrechle» Ge- l.erdlngs ebenso ersorderlich. wie eine solche 'kachprüsung der behördlichen Organisationen in Reich und Ländern. In der Deutschen Republik Mein Raum mehr für Staaten; deren ötgenstaatlichkeil beruhe auf dynastischer Tradi- :ion und nicht auf innerer staatlicher Lebenskraft. Klare Abgrenzung der Zustän- b.gleit der Funktionen der Ginzelbehörden sei notwendig; Regierung und Verwaltung müßten schars auseinandergehalten T«rbcn. Materielle Forderungen, der Veamten- 'ctzast seien nur berechtigt, wenn sie auf sittlicher Dali- fußten. Rur äußerster Rot enthobene Beamten könnten Qualitätsarbeit leisten. W i r t - | a f t und Beamtenschaft sollten sich nicht bekämpsen. sondern ergänzen. Es gebe in der freien Wirtschaft Leute, die in der Lage klcn. sich ihre Teuerungszulage durch rechtzeitige Erhöhung ihrer Preise selost zu bewilligen; d heit bekaimt sind, yaben die Führer der deutschen Wahlgemein- Ichatt bei der Wojewodschaft Protest gep.cn diese Mangelhaftigkeit der Wahllisten e ng vricht, der mit den üblichen Versprechungen von amtlicher Seite abgesertigt wort-en ist. samte polnische Prestc veröffentlicht folgende spirierte Rachricht: Am 12. d. Mts. kehren nach den Feiertatz-serien die deutschen Abaco r d n e t e n für die HanbelsvertragSverhand- DnHT »pH vettag: Vrühl'schr UiiDtdiWs-BKlb nnb Stetiörntferri R. tauge In Ziehen. Sdfnftlehwng inib Aeschäftrpele: 5ch,Nttatze T. ^ '>?mtii/^ hingen mit Polen nach Warschau zurück. Wie schon vor den Feiertagen in Unterredungen Awi- schen den beiden Delegation-sührern. Mimster a. D. Herrnes und Minister v. Swadowski, sestgestellt wurde, legt man auf beiden Seiten das Hauptgewicht auf den Abschluß eine- sogenannten Kleinen Handelsverträge-. Sofern ein solcher Vertrag zustande kommen sollte, kann man erwarten, daß sowohl die deutschen Wünsche bett, der Zollherab» setzung al- auch die polnischen Wünsche in Sachen der AuSsuhr polnischer Kohlen, Borstenvieh und anderer landwirtschaftlicher Produkte nach Deutschland in zufriedenstellender Weise berücksichtigt werden. Wa- die Frage der Z 0 l l v a 10 r l - fierung betrifft, so muh unterstrichen werden, s ch u l l ä n d e r regeln soll, betont die .Togl. Rundschau", die Deutsche Volkspartei halte ihre Forderung aufrecht, daß der Simultanschule dort, wo sie geschichtlich geworden sei, ein unbegrenzter Schutz zuteil werden soll, während da- Zentrum nur eine fünf- oder zehnjährige Schonsrist zugestehen wolle, nach deren Ablauf die Simultanschule durch Antrag der Erzieherberechtigten u m gern a n b e 11 werden könne. Die beiden Parteien, so erklärt da- Blatt, weniger hossnung-voll al- die ,D.A.Z.", sind bei ihrer 2tussassuna verblieben, und eS ist auch keine Möglichkeit sichtbar geworden, die gegenteiligen Aufsassun- gen auSzugleichen. lieber die Haltung de - Zentrums in dieser Frage heißt eS in der .Germania": So sehr daS Zentrum bestrebt ist. an einer geeigneten Lösung auf dem Wege der Verständigung mitzuwirken, ebenso ist klar daß e- für da- Zentrum eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden kann und wird. Im Gegensatz zu den anderen Blättern berichtet übrigen» noch die, .Tägliche Rundschau", dah die Meinungsverschiedenheiten über den § 14. der die Frage der Aufstellung der Lehrpläne für den Religionsunterricht gemeinsam mit den ReligionSaesellscha't n behandelt. gestern noch nicht begaben worden seien. Fall- die Fassung des Entwurfes aufrechterhalten wird, schlage die Deutsche Volkspartei im Falle von MetnungSversch edenheiken vor. die letzte Entscheidung dem Staate anbeinvu- geben. Die anderen Koalitionsparteien hätten für diese Fassung noch nicht gewonnen werden können. Luiherbund und Wahlen. eine englische Ansicht über die politische Entwicklung in Deutschland. London, 11. Ian. sWXB.) In einem Leitartikel spricht die ..Times" von einer intet» Manien Bewegung in Deutschland, von der die Stiftung eines Bunde- zur Erneuerung deS Leiches unter dem Vorsitz Luther- zeuge. Da- Dlati bringt die Gründung in Zusammenhang rit der wachsenden Einsicht in die Rachteile deS Partikulari-mus. die 7>urch Parker Gilbert- Denkschrift und die daran acknüptten Kommentare deutscher ßinan*autori- tftten beschleunigt worden sei, und fährt fort Der Bund wurde zweisello- im Hinblick aus die bevorstehenden Reich-tag-wahlen gegründet. Die gemäßigten Parteien 'cheinen die Gedanken de- Bundes zu teilen, dah eine von den Parteiauffnssungen unabhängige Union gegründet werden soll, um die stotwendigen Reformen durchzusühren. Zweifellos würde dadurch die Döhlsahrt. vta- btlUät und Stärke ganz Deutschlands erheblich gesteigert werden. Ss bleibt abzuwarten, ob der deutsche Patrioti-muS groß und einsichtig genug i st, um eine nationale Union dieser Art zu bilden und den Sieg bei den Wahlen zu sichern. Prophezeiungen ccher auch nur Mutmaßungen würden gegenwärtig zwecklos sein, aber die maßgcbenste Ansicht Tn Berlin scheint zu sein, daß. waS auch immer geschehen möge, die nächste Regierung lehr wohl wieder vom Zentrum gebil- d e t und dah Vtresemann die auswärtigen Angelegenheiten auch weiter führen wird. Die Freunde europäischer Versöhnung müssen seine s-xtdauernde Anwesenbeit in der Wilhelmstrahe ernstlich wünschen, aber sie dürfen nicht di« Sozialisten und den neuerdings ein getretenen Ruck nach links außer Acht lassen. Beamienschast und Reichsverwatiungsreform. (Line Rede des ehemaligen RctchsinuenminisierS Tr. Külz. Bremen 11. Ian. (WTB.) In einer öffentlichen Beamten Versammlung sprach Reich-innen- niinifter a D. Dr Külz: Eine DerwaltungS- re'onn dürfe niemals mechanisch durchgeführt txrben Eine Rachvrüsung des staatsrechtlichen 3rea Snjeiaen für bk lagctnnmmcr bt» iure RachmMag vorher. prett tir l mm hohe für «meigtit von 27 mm Brett« ^ttlich 8, avswätt» 10 Reichspiennig, für Re- tziamean,eigen von TOirin Breite L Reichtpsennig, LXatzoorschritt 20*. mehr. Thefredatztenr Dr. Fnedr Dill». Lange, verantwortlich sür Polmtz schafter überreicht worden. Man glaube, dah Staatssekretär Kellogg den französischen Abänderungsvorschlag. der das Abkommen aus A n- griffskriege einschränke, abgelehnt und darauf bestanden hat. daß andere Weltmächte gleichzeitig mit Frankreich und den Vereinigten Staaten solche Abkommen abfchliehen. Oie iialienischen Dünsche in J»ordafrika. Paris. 12: Jan. (WB.) Wie Haoas aus Rom berichtet, soll in gewissen italienischen fioloniaHreifen die Aufsassung vertreten fein, daß Italien es gern sehen würde, wenn ihm. 1. der Besitz eines ausreichend ausgedehnten Hinterlandes in Tri- politanien. 2. die Freiheit der direkten Verbindungen zwischen Trivolitanien und dem Gebiet um den Tschadsee und 3. die Gewährung von Einflußzonen in Kamerun garantiert würde. Ein glückliches Land. Stockholm, II. Ian. (DB.) Die feierliche Eröffnung des d'.eejährigen s ch w e d i f ch e n Reichstages fand heute statt. In der vom König verlesenen Thronrede werden die Beziehungen -Schwedens zum Ausland als gut bezeichnet. Der Völkerbund, so heißt es weiter, W„ch»,»tts,ltch,«che7 JISW Ä ▲ W* Ä Sonntage nnfc Fniettagtz. Hp M ®icieiicr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen btfttWmb boi Bertolten bet Beladung» trüb pen wird von ber geaenübtr ber Zivilbevölkerung. wird von Jtbt’.nlanbtommifliDn dem Reichs tvm«tll»nat tn Äoblen) gegenüber als jeder Grundlage uni von unterem Gewährsmann, ■gort. Üu| Motor- rrt Sie deulsch-öslmeichische Strasrechtsangleichung einer mit Sd>auertrutm •oUbttrfylm b dat LrsprLch i ÜnNj ffibrte fii ® « Die Wetterlage. Tnütnod), den ff Jan. H rntilanb inmitten de» Llbestrome» querab vor der Werst ReiherkUeg eine tirpiolion. die l»ahtfcheMUch durch eioen Vergaserbraub oerucfacht wurde. Vie Barkasse genel in Branb und ein großer leit der Arbeiter sprang la verletztem 3 n ft a u 6 e über Bord. Aus bet Barkaste, auf der sich die Explosion ereignete, beianbet stch Insgesamt 90 prrsau-m. Der trploiion ging eine starke f a st haushohe Stichflamme voraus, woraus eine ftzzrie vetonaNon erfolgte, die weit herum 'm Haien - rmommen wurde. Schnell herbei geeilte Barkassen, Fährdampfer und Schlepvd^mpler retteten die über Bord gesprungenen Arbeiter, bie « u • dem Life herauegehoH wurden. Tlach den bisherigen amtlldieu Feststellungen find etwa SS Arbeiter mehr oder weniger schwer verletzt worden. Vie meisten der Verletzten befindet stch Im hasenkrankrnhau». 3 wei Arbeite r werden noch vermißt. Vie Barkaste wurde geborgen. Bcrgtvcrlsungiück i* Kolumbia. 160 6 a f f t ist. von deutscher Seite aber aufretbterbalten werden soll. Gerade die Frage der Todesstrafe wird ein Prüfstein für die Möglichkeit einer vollkommenen Rechtsanaleichung Deut chland» und Oesterreichs sein, es ist bezeichnend daß der Vorsitzende des deut'chen Ausschu les. Geheimrat Kahl für feine Person sich bei der Abstimmung über d.e Abschaffung der Todesstra e se nerzeik der «Stimme enthalten hat. während im übrigen die Meinungen des Ausschüsse» durchaus geteilt waren und der Entschluß zur Beibeha'tung nur mit einer kleinen Mehrheit zustande kam. Die 'Beratungen sotten diesmal nur wenige Tage dauern, da nur noch der letzte Abschnitt de» allgemeinen Teils au besprechen ist. Man nimmt an. daß die Frist von zwei ober drei Tagen hinreichen wird, um die bisherigen Ausgaben zur Lösung zu bringen, beurteilt jedenfalls beiderseits und auch in der Oefsentlichkeit die Aussichten sehr optimistisch. Die 'Beratungen über den Spezialteil sotten aber erst in einigen Monaten Begumen und wahrscheinlich weder in 'Berlin, noch In Wien, sondern an einem dritten Ort abgehalten werden. Man bars nach dem bisherigen Verlaus annehmen. baß die vorhandenen oder sich weiter etwa ergebenden Schwierigkeiten überbrückt werben können, so daß das bedeutsame Werk einer ersten Rechts- angleichung zwischen zwei Ländern vollendet werden kann. t^cttcrvovauomflc. Die kühleren Oufhnaffen des ostwärts über Rordeurvpa weiterziehenden Wirbels brachte» über ganz Deutschland die Temperaturen Wied« zum Sinken. Sie lagen heute besonders bi Mitteldeutschland bis 5 Grad Helft als ea Vortage, lieber den britischen 3nkln setz: «rrwri Varometeriall ein. D'.e Winde Haden Serrit» ach Südwetten bzv. Süden zu rück gedreht. t‘ oorbringenbe warme Lust an der VorberfeW des Tiefs brachte die -Temperaturen erneut kräftig \um Anstieg Außerdem sind Regenkälls eingetreten. Da die Warmluft unser Gebiet überaueren wird, le ist außer Tempera turanAieß nuch wolkiges Wetter In Begattung mit 3cg«e* füllen Im Laufe des morgigen Zages zu erwarten. Wettervoraussage für Freitag: Bvwolkunss- xunabme und milber. später Uebergang xu ** gen fäll en Witterung-auSflchten für Samstag. 'JnbetÄr dig. wuselnd wolkrg Temperaturen sÄwamstz^ noch vereinzelt Niederschläge. Lufttemperaturen am 11. Januar mittag» "A 'Brab Gelfiu», abend» 4,5 Arad ffrifiu»; am 12.3* ■nuar. morgen» 1,9 Grad Heißu» Mar:m,m R ^rad delflu», Wnimum 0.8 Grad Celsius - CrdlempWW kuren In 10 Zentimeter liefe am 11 Januar. ab«N I LI Grad < leiten John iriomftll unk' fdi ab ber strmkhen A. baß ihn fartj • -afeberg 'ich b » 34m *uf4'a btgr ui» Mrit ^^4 '«bei in Stt etabti schreibt IM§ (öWi». baß als i •Hfflfl. 15.9 t gw» „Sirftfr PL » eintritt, n ®°r b^ßt. Dem i «ch Mefer totW1, io bt unbinbn !? fü. bt rem tau !2L*(un8n' Ht Abg Dr. Bell (Zentr.) widerspricht dem Borfchlage. bas Patentamt vom Iustizmini- ftrnum erneut abzuzweigen. Das führe nur zu einer neuen Zersplitterung des Rechtswesens. Zunächst müsse man die Strafgefetzresorm erledigen. Die Strafrichter und Unteriuchunos- richter müßt« vielleicht eine gründlichere Schulung und bessere Ausbildung namentlich auch für politische Prozelle erhalten. Vi« ^heinlanbkommisflon tetnenfierf Main». 11. 3an. (TU.) Die Meldung Über eine Beringung des Generals Guillaurnat, beteiligten vermutlich sogar Die profitbefte ist. Diese seltsame Klass« von Menschen, Die sich im Kriege in allen Staaten unheimlich vermehrt hat, ist sogar dahinter gekommen, daß bei Den Reparationslieferungen, Die Deutschland zu leisten hat, ~ 'fte zu machen sind, und hat von Dielet Möglichkeit umfassenden Gebrauch gemacht. Wie Da» aeichehen konnte, bei Der ständigen Kontrolle, die für solche Lieferungen vorgesehen ist, bleibt einft- weilen noch ein Rätsel. Die Tatsache stehl aber fett und die bei den Schiebungen angewandte Taktik scheint ziemlich einfach zu sein, obgleich da» System der Sachsteferungen und ihrer Bezahlung recht kompliziert Ist. Im normalen verlauf ein«» Geschäfts zwischen einer deutschen und einer französischen Firma auf Reparotionskonto stellt zunächst Die französische Regierung einen Wechsel Erfolgreiche Haussuchungen in Paris. Bekrüqcreicn bei Kohle-, Zucker- und Hopfcnlteferungen. Paris, 12. 3an. (Hav. Funkfpruch) 3n der Angelegenheit der ausgedeckten SachlieserungS- betrügereien ist der Unteriuchungsrichter nunmehr au mehreren Haussuchungen geschritten. Diese haben sowohl in Paris, ali auch in einigen Städten der Provinz ftaltgesunden und zur Beschlag nähme einer grdßercn Anzahl von Dokumenten geführt, die den Beweis für dir erfolgten Betrügereien erbringen sollen. Gs scheint, daß namentlich zwei in Paris etablierte Firmen als die Haupttäter in Betracht kommen. Man behauptet, daß bei den ausgedeckten SachliescrungSbetrügerrien es sich in der Hauptsache um Lieferung von Koh- le, Zucker und Hopsen handelt. Die Höh« der Kontrakte, bei denen Unregelmäßigkeiten vor- ?iekommen sind, wird mit ungefähr 200 Billionen Francs angegeben. 3n der Hauptsache soll in die Angelegenheit eine Gesellschaft für Import und ö । - Port verwickelt fein. ..Petit Parilien" bezeichnet sie als deutsche Firma mit dem Barnen ..Partz- Import- und Erport-Gesellfchast, deren Direktor Louis V o l d s m i t h in Berlin wohnhast, sich gegenwärtig in Paris auchält. Sr wurde von dem untersuchenden Beamten eing^>enö vernommen. Weitere Haussuchungen sipd erfolgt bei einer Gesellschaft ..Minerva", die sich besonders mit Kohlentte'erungen besaßt, einer Gesellschaft namens „SocietL du plan Dawes". bei Deren Inhaber. Dondberg und Levy, auch in den Privakwvhnungen nachgeforscht wurde. Bei dieser Gesellschaft soll so viel belastendes Material gesunden worden sein, daß nur ein Teil sofort beschlagnahmt werden konnte und der Rc'k dis zur weiteren Rachprüiung versiegelt wurde. Weitere Aachsorichungen sind bet einem Associs der Firma Dondberg & Levy, na- menS Lucien Levy, vorgenommen worden. Der sich besonders mit Lie'erungen besaßt haben soll. Haussuchungen wurden serner vvrgenommen bei einem gewissen Marcel Levy in Bleaur sowie bei einem ®ro(jll«Feranten namens Dauphin. Auch ber Bürgermeister Der Gemeinde La Loupe. namens D u p r ö soll in Die Qfri- Gelegenheit verwickelt sein Ebenso werden aus dem Gl saß und besonders aus Straßburg Betrügereien bei Li« erung von unqe'abr 400 000 Kilogramm Hopsen gemeldet. Hierbei werden genannt eine Firma Retter. Straßburg, mit einem in Baden-Baden wohnenden Alsoris namens Wertheimer. Die Hauss.ichungen lol- len sortgesetzt werden. Ueber die Betrügereien selbst urteilt das .Journal" tote folgt: Diese Betrügereien, die nun ans Tages icht gebracht werden und die man übrigens leit langem vermutete, waren geeignet, die Anwendung des Da wes- Vlanes ernstlich .zu ge'ährden und dadurch sogar die deutsche Wirtschaft zu stören. Das Vorgehen gegen deutsche Finnen. Berlin, 11 Ian Zu Den Aeparatlvns- 'chtebungen berichtet Die „B. 3." Auch auf deutscher S'.tefftuncen verstießen. Darauf ist vom zustündlgen Re chs- kommlNar für Reparation^ie erunden eine * bärfere Kontrolle angeerbre! worden Me ergeben hat da- tatsächlich hier Manöver ootllegen die das Bert tauen m den oen Den Sachlieserungen Durch Die zustänDi.ien Deutschen Behörden. Die zum Teil von rvisenoen Beamten Direkt an Den Grenzstationen als Zollprüsungen erfolgt, war schon vor längerer Zeit auf die Bcr'töhe g.gen d ♦ Dorschr ften für Re.arations- lle eningen aufmerksam geworden. Ss ist leibet nicht DaS erstemal, daß die Kontrvll- instanten Des Reichskommissariats für Reva- rationSlieserungen au« nicht rinwanDfreie Ge» schäitSgebarung gestoßen sinD. aber niemals waren eS Betrügereien im Ausmaß Der letzt vorliegenDen Fälle. Im allgemeinen mürbe bisher bei unlauteren Geschälten Die beireffenDe Finna sür zwei Jahre von Den Lachlieserungen ausgeschlossen Unter UmstänDen wurde Dann auch die säst immer ratenweise erfolgen De Auszahlung an Die betrrifenDe Firma gestoppt. so daß kein allzu großer Schaden entstehen konnte. Aber leider scheinen diele Maßnahmen bei dem Stand der fetzt au’g t\-dten Betrügereien nicht mehr möglich au sein. Man wird natürlich die Schuldigen packen. Aber darüber hinaus wird auch Das Mißtrauen, das deute bereits im Ausland« g*gen Reparation-- i.e'erungcn überhaupt besteht, noch weiter an« wachten und Der Reparationsagent wird mit Bedauern iestttetten müllen daß D.e Ho'fnu^g ou« dem Umwege über die öaAlieferun- fltn Di« Leistungsfähigkeit Deutschlands zu er» odhen, und neben berr- Bartrans^r auch noch in 3orm von Waren einen Teil der Kr gsent- schädgung herouszubringen. weiter sich ver- beraufboi» In Rom wie in London, in Vari» wie in Verlin schein« do» vertrauen zurück- zukehren, und man scheine auch nicht mehr an Der Zukunft au zweifeln Diese» «esähl sei besonDer» stark I w Deutschland Aus dem Saushalf-au-schuß des ReichSlagS. Berlin, 11. Jan. lB.D Z.) Im Arichstoge begann am Wlttwochvo^rnrttag der Haushalts- ausfchuß die Beratung des Gtats f ü t 1 92 8. Aul der Tagesordnung stand zunächst bet Haushalt der Reichsschuld, serner die Gtats- für Berfotgung*- und Ruhegehälter und für das Reichsiumzmlnister urn. Bet dem W" uR litbinBunj. VTtei - « Brau pon fAtifftw 8#*^ P? •bdlrfr«i» * tetii je’;#1 fr Ü* per Mrä rM «fo 9« r6 * Karneval«-Bervrßnung In Hes- s e n. Der hessische Minister deS Innern gibt bekannt: Jede Maskerade und jedes karnevalistische Treiben, wie beispielsweise auch daS Werfen von Konfetti und Luftschlangen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Platzen ist verboten. Fast- nachtSumzüge in Orten, in denen fie herkömmlich sind, au gestatten, behalte ich mir für jeden Sinzelsall vor. Don Aschermittwoch 1928 ab sind alle karnevalistischen Veranstaltungen. wie Maskenbälle, Kostüm- und Trachtenfeste, Kappenabende usw. verboten, und zwar auch für geschlossene Gesellschaften. Wer den Vorschriften '.uwiderhandelt oder sich an einer verbotenen Veranstaltung beteiligt oder eine solche Veranstaltung in seinen Räumen duldet, w.rd mit Gefängnis bis zu 3 Monaten und mit Geldstrafe biS zu zehntausend Reichsmark oder mit einer dieser 6trafen bestraft. Diese Verordnung giü biS zum 30. April 1928. Seit. '"UkWz Hasen, erfry 7' querab ft »'«*U*** ill'äX'S DZ 1 routben. n^^elXa v m bn DtMlm k, n,9;t3n>fiJhbS; ml6t tte Bett* suppe Ab 9 Uhr: «od Wellfleisch mit Kraut MW suppe Es ladet freundl ein Karl Faber e n tinteetfuati - • e 11 • • 61 • * • Am Sonntag. 15 Januar, vormittag- 11'/. Uhr, finde! in der Reuen Aula ein UniveriitätS- Dotte-dienft statt, zu dem in erster ßinte bte Angehörigen der Universität eingeladen lind. Selbstverständlich hat aber auch jeder ander« Zutritt. Die Predigt hält Prvsessor D. Dr 6 o r b i e r •• P i e Klinik- und Anftaltarbeit der evangelischen Kirche. Zu ben kürzlich verösfen:Uchten statisti chen Angaben über d e evangelisch« Kirche g.meinde GieHrn im Jahre 1927 seien noch einige Mitteilungen über die Tätigkeit, die tn« evangelische K rche tn ben hier bestehenden Anstalten entfaltet, nachg ei ragen Bckannllich besteht hier eine eigene Pfarrei für Ne Arbeit der ©e:ltorge In den Klin ken und sonstigen Krankenanstalten. SS wurden im Be- richisiahre folgende GorteSdirnste veranstaltet, und zwar in der Provinzial-Pslegeanstalt iufpielerifd)er Natur ist und für den es gelungen ist. Herrn Julius D e w a I d. früher Direktor des Operettentheaters ht fhtmffvrt am Vtain, zu gewannen rierr vewold hat txrie Kölle ichan vor einigen fahren, als die „Förster- chrsttel^ hier im flbomwmer.i gegeben wurde pe« spielt und durch seine vorzügliche Leistung Lus- sehen erregt. Hm Samstag. 14.8a n u a r wirb, um ben anhaltenden Nachfragen nach Plätzen aenügen zu können, eine im Spiel plan nicht vorgesehene Ausführung des famosen Kindermörthens ..Peter- chens öonbfabrt* eingeschoben, die um 5 U h t beginnt und gegen 7.46 Uhr endigt. Giessener KSochenmartlpreise. GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund Butter 130 bi«. 150. Matte 30 bi« 35. Käse (10 Stück) 60 bi« 140. Wirsing 30 biS 35. Weißkraut 15 biS 20. Rotkraut 33. gelbe Rüben 15. rote Rüben 15. Spinat 50 biS 60. Unter-Äoblrabi 10, Grünkohl 25. Rosenkohl 50 bi« 60. Feldsalat 150, Gndivlen 103. Tomaten 120. Zwiebeln 20. Meerrettich 40 bi« 80. Schwarz« wurzeln 50 biS 60. Kartoffeln 5 bi« 5> >. Aepfel 12 bi« 20. Birnen 13 bi« 15. Honig 45 bi« 53. Suppenhühner 100 bi« 120. Gästfe 100 bi« 120, Olülfe 50 bi« 80. das Stücke Sier 19 bü 22. Blumenkohl 60 bl« 120. Salat 40. Lauch 5 bi« 15. Reitich 10 bü 15. Sellerie 10 bi« 60 Pf. vornotiz-n. — Tage«kalender für Donnerstag. Goethe-Bund 8 Uhr. Reue Aula der Uni- versität. Vortrag Jakob Schaffner. — Volkshochschulen 8 Uhr. Großer tzörsaal der Universität. Vortragsabend. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Zwei unterm Himmelszelt". — Astoria-Licht- spiele .Spuk im Schloß". — Born Konzertverein wirb un« geschrieben: Als im vorigen Winter b;e Pianistin ßubla Kolessa gelegentlich eines Orchcster- krmzerte« im Siabttheater zum erstenmal in Gießen spielte, wurde ihr ein außergewöhnlich starker und einmütiger Beifall g sp.nb.-t. Die junge, blonde Ukrainerin halte die Zuhörer vom ersten Augenblicke an durch den Liebreiz ihrer Grscheinung, ihren zarten, besinnlichen Vortrag unb die geistige Höhe, auf d?r die« junge Menschenkind schon stand, so gefesselt, daß ihr Wieder- kommen stürmisch begehrt wurde. Der Konzert- Verein hat diesem unb, wie er bekennt, auch feinem eigenen Wunsche sehr gern entsprochen unb die Künstlerin für einen am Sonntag, 15. Januar. In der neuen UniversltätS-Aula ftattflnbenben Kl ivierabend gewonnen, trotzdem da« Engagement tn Rücklicht auf die vielen konkurrierenden Verpflichtung n mit erh blichen Schwierigkeiten verknüpf! war. ES wirb also Gelegenheit geboten, nicht nur eine einzige Rümmer. sondern ein ganzes abendfüllende« Programm von der Künstlerin zu hören. Lubka Kvlessa ist in letzter 3Ht In vielen Konzerten tn Holland, England. Schweden, Rorwegen und Italien aufgetreten unb üb?rall selbst von feiten der Kritik mit höchster Anerkennung und Bewunderung ausgenommen toorben. 3n einem norwegischen Blatte wurde allen Pianistinnen geradezu empfohlen, ihren Klavierabend zu besuchen, um zu sehen, wie eine Weibliche Hand mit ben widerspenstigen Tasten umzuspringen versteht. AuS ihrem interessanten unb staunenswert reichen Repertoire albt Lubka Kvlessa hier Werke von Dach-Bufoni. Scarlatti, Schubert, sowie WeberS al« »Perpetuum mobile" weltbekannte L-Dur-Sonate unb LifztS Mephisto- Walzer zum besten. 1Btj [ä3e- .. ntitiog: i Januar.. i..: Jroö elfius- W ßldlt«Z e°^0t6M Ianu^jllltn^ •• Reichstarisoertrag im kJ e r , l d) f • rungsgewerbe Man schreibt uns: Der Zentral- verband der Angestellten hat den Beschluß gefaßt, nicht nur die geldlichen Leislunaen. sondern auch den Manteltarif zum 31. März 192S zu kündigen Da die Kündigung auf Grund der tariflichen Vestimmungen aber nur wirksam werden kann, wenn mindestens noch ein anderer der am Tarisoertrag beteiligten Angestelltenverbände ebenfalls die Kündigung ausspricht. aber keiner der anderen Angestelltenoerbande eine solche Erklärung abgegeben bat, konnte ein, stündiaung des Manteitarifvertraoes durch den Z. b A. nicht erfolgen. •• Der Krei«-Vbst- unb Garten- bauverein Gießen hielt gestern unter dem Vorsitz von RegierungSrat Wolf eine außerordentliche Sitzung im KreiSamtSgebäude ab Auf der Tagesordnung stand die Veranstaltung der Winterobst-AuSstellung AIS Zeitvunkt wurde der 4.. 5. und 6. Februar in Au«sihe s, $u ygy, % Gold - Schuldverschreibungen, Reihe 2, zu YH'/. % Kauf-Aufträge werden von allen Sanken entgegengenommen Darmstadt, den 10. Januar 1925 TüchligeS Mädchen gesucht H2S7 iVeilanlofie 56 41. Auto § Telephon Nr. 1730. | Vermietungen | Orangen füh und sastig .....8 Mund 0.80 In Sonderpreisen: Blut- und Leberwurst geräuchert Pfund 0.80 FranKfurterWürstchen......2 Baar 0.90 - Bezirksvertreler welche auch befähigt sind, überall Ortevertreter für den Berkaus von anerkannten Saat- kartoneln, Cant- Setreide, Rlee* und elbiaatcti direkt an hte Landwirte auszusieücn. werden bei hoher Provision gesucht. Eilangebote unter Sl. H. 193 bef Rndols Masse, München. 418efl denn, daß an der Spitze der Heere al- Staatsmänner und Feldherren gleich bebrüten be Herrscher standen. Im Weltkriege konnte die Flüssigkeit der sogenannten Grenzen zwischen den beiden Gebieten katastrophale Auswirkungen haben. Die Mittelmächte haben die Schwierigkeiten des Problems sattsam fcnnengclerni. ihre Gegner aber noch um viele» mehr, denn sie zählten in ihrem Verbände die heterogensten, geographisch meist weit auSeinandersiegenden Partner, waren durch Verträge und Zusagen gesesselt und liehen ihre Armeen von Feldherrn führen, die in starker Abhängigkeit von wechselnden Regierungen und launischen Parlamenten waren. Wie durch den Spalt eines Vorhanges tonnte man bei der Lektüre eines bescheidenen Büchlein» De3 Eap- tains Peter Wright aus das militärisch-politische Durcheinander im Lager der Westmächte bilden. Weit öffnet sich nun der Vorhang in den •ttimerungen. die der Weltkriegs-General- stabschef der Engländer. Feldmarschall Sir William Robertson, kürzlich unter dem Titel ^Soldaten und Staatsmänner" veröffentlicht hat. (Sine von Doronin Else und Baron Karl Werkmann besorgte deutsche Ausgabe ist dieser Tage bet der Deutschen VerlagS- gesellschaft für Politik und Geschichte. Vertin, erschienen.» S» gab un Weltkrieg auf der Seite der Entente kaum eine grohere operative Handlung, die nicht politische Rücksichten oder einfach da» Vesferwissenwollen der Minister angeregt, beeinflußt oder gar verdorben hätte, ilm die Russen nicht untontrolliert nach Äonftantinobel zu lassen gingen die Engländer nach Dallipvli. Den Balkanfeldzug betrieb der französische Ministerpräsident au» parteipolitischen Gründen. Rach Bagdad und Mossul zielten „Petroleum"- Vorftöhe. die militärisch zweckwidrig und sogar schädlich waren. Der Entscheidung de» Weltkrieg» an der Westfront wollte Lloyd George ausweichen, teils weil er von Strategie nicht» verstand, gewlh aber auch, weil er Frankreich nicht die .Dloire" des kriegsentscheidenden Schlage» und damit den Aufstieg zur kontinentalen Vormacht gönnte Richt weniger oft hat die Kriegführung auf öle Politik abgefärbt. Die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen gestatteten die Heranziehung Italien» und vereitelten den Anschluß Bulgarien». Da» Durch- und Gegeneinander militärischer und politischer Erwägungen. Interessen und Bedenklichkeiten feierte schließlich einen wahren Herensabbath bei den Beratungen über die Vereinheitlichung des Kommandos, Und der Mangel an Verständnis für die personellen und materiellen Bedürfnisse der militärischen Führer brachte die Westmächte im Frühjahr 1918 an den Rand de» Abgrunds. Dies alles erzählt Robertson, einer der erbittertsten Gegner einer geradezu lächerlich organisierten Obersten Kriegsleitung in London, mit gewöhnlich klaren, harten, gelegentlich aber auch mit dunkeln, verschleiernden Worten. Seine Erinnerungen sind eine wahre Fundgrube von Material, da» un» die politische und militärische Lage bei den Westmächten grausam deutlich enthüllt Grausam deutlich — denn das Licht, da» Robertson verbreitet, zeigt un» mehr al» eine versäumte Gelegenheit für die Mittelmächte 2m Rahmen eine» Zeitunasausiatzes ist es ausgeschlossen. auch nur das Welenllichste biefeä hochinteressanten Buches zu besprechen. Wir beschränken uns daher au’ eine kurze Betrachtung von zwei Punkten, der Versuche Lloyd Georges, die Hauptanstrengungen von der West- an die Cüdfront zu verlegen, und die organisatorische und operative Minderleistung der Westmächte knapp vor der Frühjahr»osfensive der Deutschen im Iahre 1918. Wr. Lloyd George ging von dem Wahne aus. daß dem Äricg ein Ende bereitet werden könnte, wenn man die ..Stützen" Deutschland» — Oeflerrei?. und namentlich feit dem Weltkrieg rückläu'lg geworden. ES ift die Umßellung von der Industrie- und Erportpolitlk auf die Agrarpolitik notwendig: die bisherige Dntwidlung muß also rückläufig werden. Warum haben wir aber eine Rahrungsnutleleinsubr?! Ss ist eine Einfuhr von Fertigfal'rifa'.en (Molkereiprodukt. n. Gemüsen. Obst usw), nicht mehr in Futtermitteln sie ist völlig ungesund, geborgt und kommt nur auf dem Wege der AuSlandkredito herein. Solange e» Arbeitslose gibt, dürfen wir eigentlich keine Feriig'abrUiite yercim'asscn Die Umstellung zur Agrarpolitik ist notwendig au» Gründen der Ernährung, der Wahrung und der Erwerbslosigkeit Die Blockademöglichkeit besieht immer noch, und sie muß beseitigt werden Wenn wir un» immer auf Kredit ernähren, so werden wir schließlich untere Währung zerstören Wenn z. B. der Hacksruchibau mehr aufged hnt werden könnte, wäre e» möglich. Hunderttaufenden von Menschen Arbeit zu verschaffen. E» muß jetzt Bauernpolitik getrieben tocrt>en. , Beide Vorträge wurden von der stattlichen Versammlung mit lebhasiem Beifall ausgenommen. Tagung der hessischen Raiffeisengenossenschaften RachmittogS fand im Fürstenfaal eine Tagung der Hessischen Raiffeisengenossenschaften statt, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende Dr. Rolden (Frankfurt) führte in seiner Begrüßungsansprache au«, die heutige Tagung sei Die zweite Zusammenfassung der sämtlichen hessischen Ralfselfengenosfcncha ten. Besonder» begrüßt wurde Präsident Hensel von der Landwirtschaftskammer, sowie die Vertreter der Landwirtschaftlichen Ver ud)»ftation Professor Dr. Rößler. Dr Schmidt ferner Finanzrat Dr. Gronlnger und Cberregie» rungötat Peter». Präsident Hensel dankte für die Ehrung und Anerkennung, die von dem Vorsitzenden In seiner Ansprache der Landwirtschaftskammer erteilt worden sei. Die Landwirt- fchastskammer lege großen Wert daraus, daß in dieser Rotzeit der Landwirl'chaft alle landwirt- schastllchen Organisationen sich hier zufammcn- sinden. Professor Dr Rößler (Darmstadt) betonte in einer Ansprache u. a . daß die Ver'uchS- station gerne allen Wünschen wegen landwirtschaftlicher Vorträge entsprechen werde. Der Vorsitzende berichtete sodann u.a.: Starkenburg und Rheinhefien gehören zum Ludwigshafener, Oberhessen zum Frankfurter Verband der Raiffeisen - Gen os'e.i schäft en. In Rheinhessen sind 45 Genossenschaften mit 7400 Mitgliedern. Rheinhessen sei eine Hochburg der Raifseisen-Genossenschasten nicht nur der Zahl, sondern auch der Qualität nach Heute zählen wir in Starkenburg 51 Genossenschaften mit 6500 Mitgliedern. In Oberheffen bestehen gegenwärtig 178 Genossenschaften mit 9000 Mitgliedern: Lagerhäuser sind in Gießen, Büdingen, Hessische Landwirischastliche Woche Von unserer Darmstädter Redaktion. Der Spiegel der Diana. Don Gustav W (Jrberlein, Zfiom. Stellen Sie sich vor. Sie seien von Beruf Feuerspeler. und nun geht einer her und stopft Ihnen den Mund. Mit Wasser! Wie to.ire Ihnen zumute? Kaum anders als einem städtisch angc- stellten Wasserspeier, dem Lau-buben Feuerwerk in die unrechte Kehle stopfen. Raffiniert. fo etwas — die Polizei würde sich einmengen. Daß man aber den vierfchlündigen römischen Feuerspeler so behandelt bat, das findet die Welt ganz in der Ordnung Als Rom geboren wurde, zeigte er noch seine Künste und durfte ab und zu die Wiege fchütteln. ja. die römischen Priester schreckten mit seinem gewaltigen Feuerschein die Kinder, jetzt aber kommen die Fremden und betrachten die zugestopften vier Mäuler — zwei mit Erde, zwei mit Wasser — durch das Monokel. Indigniert. Sie würden, sagten Sie vorhin, eine derartige De- einttächttgung Ihre» Berufe» nicht ruhig hin- nehrnen. Sie würden innerlich kochen und immer danach trachten, doch einmal unversehens nach Herzenslust herauszutpucken. Sie würden mit den Deinen strampeln und wenn dabei der Boden in Trümmer ginge. Lehen Sie, was tun aber die Fremdenführer? Sie stellen sich bin und sagen Das ist das Albanergebirge, ein isoliert aus der römischen Steppe aufsteigendes Ringgebirge, bis zu 956 Meter hoch dessen vier Krater Sie hier vor Augen haben, älnd mit einer wegwerfenden Handbewegung: Erloschen• So steht es in ihrer amtlichen Anweisung. Amtliche Anweisungen wissen niemals, wie es einem Menschen innerlich zumute ist. nun gar einem Vulkan! Die Zeit, so werden nun vielleicht geschulte Historiker einwerfen, hat ihnen ja auch Recht gegeben, feit zwei Jahrtausenden ist keine Eruption mehr zu verzeichnen und die beiden Kraterbecken, der Albaner- und Remisee, find immer ruhig gewesen wie Drunnenschalen. Das ist wahr. Im Führer kann man sogar folgendes lesen: .Rur selten kräuselt ein Windstoß die Wasserfläche des RemiseeS, die einem klaren Spiegel gleicht und daher schon im Altertum Spiegel der Diana hieß." Wie eS zugintz, weiß ich auch nicht, jedenfalls hat an Weihnachten der verstovsie Feuer- speier, der Lausebengel, mit den Beinen gestrampelt und dabei den Spiegel zerbrochen. Da haben wir nun die Bescherung Ich bin hingefahren und hahe sie mir angesehen. * Das unartige Strampeln spürte man. Vie Sie gelesen haben, bis Rom. Ich lag. quietschvergnügt über den zertungslosen Tag, auf der Ottomane, in der Rechten einen Nürnberger Lebkuchen, im linken Arm meinen Fox. in der Mitte eine solide Festzigarre, der zufriedenste Feuerfpeier. den man sich denken kann. Auf einmal, es war vier Uhr zehn, wie ich als ordentlicher Iournalist schon im Hochgeworfenwerden feststellte, kugelten Fox und Lebkuchen durcheinander, die Zimmerwinde schlotterten und draußen gab es ein großes Geschrei. II terremoto! II terremoto! Terremoto, so heißt der Sttampler von Re- mi. Dort war das Ev'Zentrum des Erdbebens. Der Lümmel hat die Zinnen vom Schloß geworfen, dem uralten Schloß der Orsini, hat den Eampanile angerempelt, ein paar Häuser zu Schutt zertreten, allen andern mindestens ein Loch in den Bauch gerannt, eine Srdlawine in den See hinabsausen lassen und sich überhaupt so unanständig benommen, daß es ihm die Historiker nie verzechen werden. In Scherben ging der Spiegel der Diana aber nicht wegen der Erdlawine, die auf ihn herabkrachte, die Sache muß eine tiefere llr'ache haben. Tief wie jenes Menlcheninnere, von dem fchon die Rede war. Es scheint, daß es im Innern des erlo'chenen Feuerspeiers gekocht hat. Iahrtausende hin, Iahrtaufendc her. so eine Kraftnatur vermag ja wohl ihren Zorn lange zu meistern, eine- Tage» aber geht eS eben nicht länger. Genug, der Wasserspiegel — so erzählen die Fischer, und sie sind gute De- obachter, denn außer dem Zuschauen gibt es in dem Kratersee, den man in einer Stunde umwandern tonn, nicht viel zu tun —. der Wasserspiegel wurde plötzlich von einer unsichtbaren. furchtbaren Gewalt gehoben, es war al» blähe er sich in feinem zu eng gewordenen Rahmen auf, ein merkwürdige», niegehörtes Rollen kam au» der Tiefe herauf — es schien ihn wegrollen zu wollen — und da stieß er an die Kräterwände und riß und spritzte auseinander — hohe Dellen warfen unsere Boote ans Land das Wasser war wie wild, es schäumte nur fo. e» gurgelte ganz böSarsig — »Wit Verlaub"", konnte ich mich nicht enthalten einzuwenden, „toieto bösartig? Ich würde auch gurgeln, wenn mir jemand, während ich auf der Ottomane liege, den Mund mit Wasser füllen würde, statt mich rauchen zu lassen"" Der Fischer verstand mich nur halb, schloß aber ganz logisch: .DaS wissen wir von den Bergen. In Rapoli drunten kommen ftc au» der Sorge gar nicht heraus. Wir treiben ja nur auf einer Planke —“ Unb dabei war der Remisee vor zweitausend Iahren tatsächlich nichts weiter als ein Tempel der völligen Ruhe Dort auf dem Tust-Fellen, auf dem jetzt lotrecht daS altersgraue Städtchen aufsteigt, dort stand da» Heiligtum der Diana, umgürtet von dem namengebenden Hain, dem Nemus Dianae, in dem der römische Hof freilich lieber anderen Göttern huldigte. Eros und seiner wellenschaumgcboreTren Mutter. Die raulchendstcm Feste, sah dieser Liebeszirkus, den zweihundert Meter hohe, fast senkrechte natürliche Mauern umschließen, als sei die vulkanische Glut nicht erloschen nur verdrängt gewesen in d.e lustbere.ten Menschen einer Epoche, die in der blutjubelnden Sinnlichkeit keine Untugenb, fonßerö ein Geschenk der Götter sah, das zu verbergen oder gar zu verleugnen niemand Veran'attung fühlte. 6a- ligula und TiberiuS. der tolle Wüstling wie der tteffliche Regent bauten hier ihre Prunkschiffe, schwimmende Lasterstädte von beispiellosem LuxuS, überfüllt mit erhabensten Kunstwerken. treibende Gärten der Bacchant n schwebende Throne der Imperatoren, blühende Terrassen wandelnder Aphroditen. . . So ruhig war der See, daß niemals der Wein im Decher sich bewegte. Dis eines Tages die Orgienschiffe untergingen, man weiß nicht, wie. Immer wieder versuchte man im Laufe der Iahrhunderte. sie zu heben, immer vergeblich. Rur Bruchstücke, freilich Meisterwerke schon in einem Dalkenkopf, in einem Ketten träger, kamen anS Licht. Dor einiger Zeit aber hat sich Mussolini anS Werk gemacht. Schon sind die Vermessungen im Gange, der See soll g senkt, da» Wasser in den benachbarten Aloaneriee geleitet werden, bis die Schifse aufs Trockene zu liegen kommen. Der Liebessirkus wird zu einem natürlichen Theater werden, in dem die Zuschauer die allmähliche Bergung der Schätze veriol- gen können. Man weiß ja haargenau, wo und wie sie liegen. daS eine Schiff zehn. daS andere fünfzehn Meter tief, am Seehang gleich beim Fnfcher- yau». Bei schönem Wetter kann man vom Rachen auS einen Blick hinunterwerfen, wie in da» versunkene Dineta yinein. Die aber, wenn das Seebeben vom zweiten Weihnachtsfeiertag —I Der Gedanke quält die Leute von Remi, unh nicht nur sie Der Grund kann aufgewühlt, durchschüttelt und durchrüt:elt worden sein, mehr als das Städtchen Das Grab. daS die Schiffe schon zur Hälfte umschließt, das Sandgrab kann sich vollends geschlossen haben. Zürnst du. schlanke Diana? Dir wissen, daß du zu strafen verstehst. Aber schau, unS die Schiffe wegzunehmen, nur wegen eines zerbrochenen Spiegels, das wäre zu hart. Sei lieb, schöne Dianal in Sei s Itiif»“ zu brlni «e I' Oberheffrn. Srohef Arbeitennangel der oberhessischen Landwirtschaft. Alsfeld, 11. Ian. Di« Bereinigung nie Dfryl unserem i T .-fl !«r 0 &w® Int, C, Gi3. »« pJäV* ML Esä. W1flCTu schatten mit 23 000 Mitglieder«. Landwirtschaftslehr« und Tierzucht! nfpekwr Haack-Sieben sprach hieraus über den Etvslatz der Genoss en schost aas bk tenbroirt- scho Niche Produktion. Durch di« genossenlchattltchen Organisationen Wirb, wir der Redner darlegte, di« landwirt- fchoflltche Produktion gefordert und zwar sind •4 zwei Faktoren, di« die« bewirken, da« sind Saatgut, Düngemittel usw. lernt« technische Mittel. 4>o« Saatgut ersordert große Kenntnis in der Auswahl und Behandlung, die der einzelne Landwirt gor nicht haben kann, sondern die Genossenschaft muh den Bezug d«S Saatgutes vermitteln. Dieses muh einwandfrei bergerichtet sein, tote dies durch die Denossenschast geschieht. Aehnllch liegen die Verhältnisse bei dem Pslanz- gut, besonders bei den Kartofseln. Die Kontrolle beS Pflanzgutes kann in geeigneter Meise nur durch Genossenschaften erlolgen. Die beratende Tätigkeit ist «ine der wesentlichsten Aufgaben der Genossenschaft; namentlich bei Berwendung von Düng«mitteln und Futtermitteln ist es von Mert, wenn die Landwirte richtig beraten werden. Bei Besprechung der technischen Mittel zur Clfiycruno der Produktion wies der Redner auf die Tätigkeit der Molkereigenossenschaften hin. Or sprach ferner über Leistungskontrollen, landwirtschaftliche Maschinen. Zücht-rgenotserfchasten und Gaatzuchtgenossenschosten. Mithin ist die ge- nossrnschastliche Orgonisationsform geeignet, die Produktion zu sördern; nicht nur bei uns. sondern auch im Ausland hat man den Produktion«- förberi-den Faktor der Genossenschaften erkannt. Mir wollen darum für unkte Organisation-- sonn kümpsen (vebhaster Beifall.) Generalsekretär Dr. Kohr (Ludwigshafen) hielt sodann einen Vortrag über Spezialausgaben aus dem Gebiete der genossen, schostlichen Verwertung landwirtschaftlicher Produkte. ttU« guten Produktionsleistungen nühen nichts, wenn sie nicht den entsprechenden Preis erzielen. Erinnert sei nur an den Gurkenmarkt im Ried, in lstheinh ssen und der Nordpfaiz: die Preise lagen im oergongenen Jahre unter dem Rentabilitätspunkt, rind di« Gurken wurden nicht einmal geerntet, m demselben Jahr« wurden aber 8.3 000 Tannen Gur ken im Werte von 4.3 Millionen Mark eingesührt. Obst und Milch hoben auch nicht die Erzeuger« und Gtallpretse, die sie haben mühten, aber die Preisspanne. dis sie bann zum Verbraucher kommen, ist sehr groß. Die Absatz- und di« Verwertung»- genosfenschasten müssen neu oufgebaut und vermehrt werden, die nur Ouolitäteprobuftc verkaufen dürfen. Aufgaben her (Senossenschaften sind der Kampf gegen die Preisschwankungen, die Ausschnl- tung der Konkurrenz der Landwirte unter sich und des Auslands und die Schaffung einheitlicher Typen für die Erzeugnisse. Den dritten Vortrag hielt Pfarrer Blum ((Bernebelm a. Rh) Über da« Thema Vie Grundgesetz« im Kelche der Genossenschaft. landwirtschaftlicher Arbeitgeber des Kreifes Alsfeld und Umgebung kielt kier eine auherordrnt'i- stark besuchte Ver- sammlung ab. die sich mit dem großen Arbeitermangel in der Lanowirtschaft Oberheffens beschäftigte Ss wurde betont, dah die Verhältnisse des landwirtschaftlichen Ar- beitsmarktes für die kommende Arbeit-Periode geradezu katastrophal werden mühten, wenn nicht sofort einschneidende Mahnahmen ergriffen würden. AIS Ursachen de- starken Mangels an lanv- wirtschaftlichen Arbeitskrästen wurde folgendes »nqe'ührt: 1. Knechte. Diese Gruppe land- wirtschaftlich« Arbeitskräfte wird fast restlos von der Industrie und von der staatlichen Forstwirtschaft aufgenommen, die beide hohe Löhne Hahlen. Im Falle einer Arbeitseinstellung wollen Die Betreffenden dann den Weg zur Landw.rt- schäft nicht mehr zurückfinden und haben cS bisher auch mit Sri via versucht, die Acbettslosen- unterftützung zu erlangen. Fest steht jedentell«, das; die Industrie bei der Einstellung von Arbeitskräften solche au- landwirtscha'ö^chen Berufen bevorzugt, obwohl doch bekanntermahen industrielle Arbeitskräfte und verwandte Berufe seil Jahren arbeitslos sind. 2. Mägde. Hier liegen die Berhältniss« genau so. nur dah der Manael noch größer ist. BIS auf 20 Prozent sind alle landwirtschaftlichen D en st mädchen im Lause der letzten Jahr« von den städtischen HauShaltun- gen und von der Kleininbuftrie ausgenommen worden, obwohl in den Siädten Möschen, die slch für den Haushalt eignen, genügend vorhanden sind. Diese Mädchen haben es teils durch die Besserstellung des BaterS nicht mehr nötig, einem Erwerb nachzugehen, oder sie wenden sich unteren (meist kaufmännischen) Berufen zu. in denen sie sehr bald erwerbslos werden und so auch wieder der Fürsorge zur Last fallen. 3. Sommermädchen. Infolge der starten Kürzung des Polen-KontingentS sind natürlich die Gutsbetriebe mehr wie früher auf die inländischen Saisonarbeiter angewiesen. Ganz ab- gesehen davon, dah daS. waS für die landwirtschaftlichen Dienstmädchen gesagt wurde, «ich für die inländischen Sommermädchen gilt, ist zweifellos, dah auch hier ein enormer Mange) nachzuweifen ist. so bah im lausenden Jahre schon Löhne bezahlt werden muhten, di« die der De- spannführ« erreichten. Bei all dem verlangen diese Mädchen für die Wintermonate Grwervs- losenunterstüyung. und die Gemeindebehörden be- fürworken sie aud>. obwohl ungezählte Stellen in der Landwirtschaft auf IahreSvertrag offen sind. 4. Polen. Die seinerzeitige Kürzung de- Polen- konimgentS hat die schwierige Lage auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt rnttverfchuldet und auf der anderen Seite ist die Erwerbs-' losen-Fürsorge dadurch keineswegs entlastet worden. sondern sie hat, wie oben geschildert sich weiter entwickelt. Die hier dargelc t n Ber- hältnisse haben sich im Laufe Der Zeit nach der Inflation herausaebildet. Seit dieser Zett hat dt« Landwirtschaft unseres Bezirkes versucht, diese Derhältnisse zu meistern. So wurde zunächst damit begonnen, erwerbslos« jugendliche Industriearbeiter, die sich angeblich bet Dm betreffenden Städtischen Arbeitsnachweis für Landarbeit gemeldet hatten, auf« Land zurückzusühren. Dieser Versuch ist kläglich mißlungen. Gmzel- 5 eit en hierüber würden zu weit führen. Vach diesem mißlungenen Versuch setzte seitens der Landwirtschaft eine lebhafte Werbung bei den ostdeutschen Landarbeitern ein. Diese Mahnah- auch keine nennenswerte Besserung. da hohe Löhne und geringe Arbeitszeit Der In- Duftrie tiefe Leute lockte, und eigenartigerweife sind alle, die den Versuch machten, sofort in * Industriezentren, die selbst die mel- flen Arbeitslosen haben, untergekommen, obwohl diese ostdeutschen Landarbeiter von Jugend auf nur in der Landwirtschaft tätig gewesen sind. Vunmehr sieht die hiesig« Landwirtschaft keine Kreis Ariedbcrg. L Melbach. 11. 3an. Da zu der auf d«n 15. Januar angelegten V e I g « o r b n « t« « - Wahl nur «i n Dahlvorschlag. aut Den Samen des seitherigen Beigeordneten Adolf Kleber- 0«r lautend, eingereicht wurde, gilt dieser als wiedergewählt, so dah die Wahlhandlung ausfällt. - Dieter Tage fand im Gafthause .Zur Pofi die Generalversammlung des Armen- und Krank«np s i egevere i n s statt. Die Zahl der Mitglieder iß von M auf S7 gestiegen. Der Kaltenbericht wies einen Fehlbetrag von rund 300 Mark auf, um besten Deckung die ©«meinte ersucht werden soll, da eine Beitragserhöhung nicht angängig erschien Aoch Prüfung Der Rechnung und richtigem Befund wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Gin von der Schwester gestellter Antrag auf Gehaltserhöhung kann erst verwirll cht werden, wenn die Gemeinde einen jährlichen Zutchuh bewilligt. am. Staden. 11. Ian. Unser Ort wurde gestern gegen 8 Uhr durch Feuerlärm erschreckt. In dem zweistöckigen Haus« des Kaufmann- Seipel war in einer Seitenstube des unteren Stcxkes der Vachlab des früheren Hausbesitzers. Möbel aller Art aufgestapelt Dieser sollt« am nächsten Donners ag versteigert werden und war nun auf bis jetzt noch unaufgeklärte Meise in Brand geraten. Da der alleinstehende Kaufmann Heinrich Seipel nicht zu Haus« war. wurde da« Feuer zuerst nicht bemerkt. So konnte es weiterschwelen und die im zweiten Stock wohnende Familie des Kraftfahrers Heinrich H a a « schwer gefährden. Als di« Feuerwehr an- rückte. schlugen bereits die Flammen aus den Fenstern heraus Doch konnte nach dreiviertelstündiger Tätigkeit da« weiter« Umsichgreifen des Brande« verhindert werden. Die von auswärts herbeigerufenen Wehren brauchten nicht einzu Greifen. Der zur Versteigerung vorgesehene Vach last ist vollständig vernichtet. Außerdem hat da« Lager des Kaufmanns Seipel stark gelitten ur.D • die oben wohnende Familie Möbeischaten davo- getragen. Ärtid Biidinqcn. # Ober-Widdersheim. 11. Jan. Am Sonntag hielt der hiefig« Männergesangverein .Eintracht' seine diesjährige ordentliche Generalversammlung in Der Gastwirtschaft von Ferd. Schneider ab. In feinet Bc-grühunasansprache wies Der Vorsitzende. Steinbruchbesitzer I. Vickel. auf di« Dem Verein angeboren Den Sängerveteranen hin. bte es sich nicht nehmen lassen, an allen Vercinsver- anstaltungen teilzunehmen, unD feiert« sie als VorbilDer Der Gewissenhastigheit unD Pflicht- treue. Die Zahl der Sänger ist im abgefaufenrw Vereinsjahr weiter gestiegen unD betrügt nun 44. Mit Den passiven unD Ehrenmitgliedern zählt der Verein 86 Mitglieder. Die Wahl des Vvr» standes wurde schnell erledigt. Da einstimmig beschlossen tourDe. Die Vereinsämter in den bewährten Hänhen Der seitherigen Inhaber zu bv lassen. Weiterhin würbe der Veschluh gesaht, am 5. Februar im Saale von Ferdinand Weidas diesjährig« Wintervergnüaen zu veranstalten, wobei - toi« im Vorjahr« — eine Abteilung der Dietzen« Datei llonskapelle mltolrfei wird. ' ing « nhetm. 11. Ian. Gestern sriep- ten Jakob Lohstnk II und Ehefrau Anna geb. Metz daS Fest der goldenen Hochzeit. Beide Jubilar« «rfrtuen sich «iner v«rhältnts- mäßig gut«n körp«rltchen und geistig«» Frisch«. jRrcid Sdiotten. 3an "asere vürgermellterri, die bisher räumlich in recht unzureichender Meise untergebracht war. hat jetzt die vor kurzem frei- gewordene L e h r e r w o h n u n g bezogen und iß nun in wesentlich besserer Weise als biSder mit Räumen ausgestattet. Der Dienftbetrieb der Ver- tpaltung wird sich in den neuen Räumen auch Hochschulnachnchien. Dem Prvrssor Dr Hoffmann von H * id * lbera ist D r Lehrstuhl für Physiologle an der Universität Leiden anaebolen worden. dl« Peeutzisch« Akademie der Will-nschasten hat Deschichi« an d.-r UmtxrfSt Madrid Dr. Hugo Obermater, den Poa- • Aegvpkolooie an Der Umvertität y;n» Ostrnselb Lenge. «n -a der MissenschafMl in t*r ^"Hichte an Dr Dortl- XIs ^o1rt31 Oswald Redlich der Ungarischen Akudemk in Budapest G«he mrat Pros.ssor Dr Alberc Berzroiczy von Bcr- iÄt 8U TH- a/uixte i vp^ch-distvr.scheT'. Klasse und den i i ? j»crii:at« ft rnwart e in Leip- ' X ausching « r lum korrespan- l&Ter ph^.l-lifch-mothemaih.. - Der Prvf.'ksor ber Shemie 2 c 1! Berlin Dr Fritz Pa- Drrusuna an di? StaatsunlveM- ^t von M'sconsisti (11. C. X) abarlednt. - to vr r 13 HD n r ll i lf ch «« lt L " , ^"s l a U hat den an ihn rrg-.ngenen___ ■ i Lehrstud- Der w.rischastlich.-n Staats- . rfälT1 °"^r Göttinger 'Jn.DerfttH 9 . r ;/ an- .- imm und bereits 'n re wrnmnimg zum Ordinarius an der Oeome- Auguste erhalten. “ Sin deutsches Mfelaboratorium Don profrssor Dr. Paul fKirchberger. Nachdruck verboten. Biele Leier werden sich zunächst unter einem .Äolteldboratoriuin- nicht viel vorstellen und auch nicht versieben können, warum Sie Grbss- nung eines solchen ein besondere- wisfenschast- >'ch«s Greignis bedeutet Dazu möchte ich bemerken. dah das kürzlich «öffnete Kälte- iaboratoriumberPhtzsikalisch-Tech- n ‘ 1 4> t nR eichSansta11 in Berlin in der ganzen Weit nur zwei Schwcfteranstalten hat. von Denen aber nur eine, nämlich Die in Leiden In Holland, im Betrieb ist. Schon hieraus wird man folgern können, dah Der Bau einer solchen Anstalt «ine schwierige und kostspielig? Sache ist da ibn sich nicht einmal grobe Universitäten leisten können. Unter neue« deutsches Käite- laboratorlum ist durch Bereiistelluna von Reichs- Mitteln und mit Hilf« der llotgemeinfcbaft deut- scher Wifsen'chatt ermöglicht worden Au'gab« eines Äältelnboratorium« ist es den an ibn arbeitenden Phys Ikern die Gr'orschuna de« perdaitens Der Stoffe in Der Vähe Deü svaenannien absoluten Vullpunkte» zu ermög- Uchsn, und auch an Deren Pdnsikern, Die durch Wit Forschungen auf solche Fragen geführt werben. ein« Gaststätte für tbre Arbeiten zu ge- währen. Bisher war Leiden in Holland Der •hulge Ort. an Dem Physik« als Gäste solche Arbeiten ausführen konnten. Denn die kleinen .JT -T*r’d5lln1 stehenden Räume der Phvsikali'ch-Technifchen ReichSanstalt schlafen dies leider aus L>aS geräumige und fortr?1H‘J) eingeriwtete neue Ladoratoriu n ir.rb die I<ö6nc Sitte witfenschastliärer Gasttreund'chatt in vollem Umfange pflegen können Worauf beruht nun die Schwierigkeit ein« Joldjen Ginrichtung. und weshatt' ko-nmt Den h.*r mög.ichen Untersuchungen ein« so lu-fcmber« aröb« Bedeutung zu? Wal Den ersten Punkt bi« Schwier,gkett Der Einrichtung anlangt, so w Min.iAH au beachten dah man Dem ab'eiuten Vullpunkt. bei Dem jede IVärmeb "eg- 4 a . ■ Mrt. unD Der 273 Grad unter Dem G rtc rui-.f- De« watter« liegt, nun stu'cnw«, h- r '7 kann. Zunächst nurD Lust Pftflu" Ql » Der flüfftgen Lust, oder bester fluf'igen - AuS welchem Grund« ist nun Di« Herstellung W_ hoher Kältegrade besonders wichtig? Wir müssen bedenken, dah die Wärmebewegung — denn Wärme ist Bewegung der lleinsten Teilchen — eigentlich allgegenwärtig ist, und dah wir allo iicher merkwürdige und unvorhergesehene Gigestschasten Des Stosse« erwarten können, wenn e« uns gelingt, Diese Wärmebewegung zum Still- stand zu bringen. Di« merkwürdigste Grscheinung. dt« bisher bei Diesen Temperaturen beobachtet wurde, ist das säst vollständige Verschwinden des elektrischen Widerstandes, eine Sntdeckung. die man dem vor 1«, Jahren verstorbenen, hochverdienten holländischen Physiker Kam- merltngh-Onnes v«dankt. Der der Wissen- schast diefes ganze Gebiet erschlo sen und Dafür feinerzeit Den Vobelpreis «halten hat Fast alle Metalle leiten in Der Kälte bet'« als bet ge, wöhnllcher ober gar «höht« Temperatur Bei MetallfaDenglÜhlampen - im Gegensatz zu ben in Dieser Hinsicht geraDe umgekehrt verhak- len Den. heute svrilich ungcbräuA’ttfn Kohle- JaDenlamben — spielt bie'er llmfanb eine sehr Wichtige Rolle. Aber mit Dieser gewöhnlichen Zunahme btt Leitfähigkeit bei 6?r Abkühlung haben Dies« Grich«inungen tn der Väh« D?s ab- folut«n VullpunkieS nicht das Mind«st« au tun denn Im allgemeinen verringert sich Der elektrische Widerstand reiner Metalle von Zimmer- temperatur bis. saaen wir. etwa 10 Grad über bem absoluten Vullpunkt auf etwa den bunbert- Ren Teil. Bei verunreinigten Metallen ober Legierungen ist Diefe Abnahme des M.d.rstanbes noch gering«. Run aber kommt gani in b« "äh« des absoluten Vullpunktes «in Sprung von ganz anderer Art Der MiderßanD ver- 'chwindet nämlich bis auf feinen billigten Teil unb ob Dieser bittionte Teil wirklich nach vor- banden ist. kann man auch nicht sicher sagen Vielleicht ist auch er verschwunden' Aber Mefe Srichc ! ung ist nur frei einigen Stoffen beobachte: worden, nämlich bei Blei bei T2 Grad, bei OucJiib«T bei 4J Grad, bei Zinn bei 3,7 Grad ,« 2ni**u* 5,1 3 4 Drad unb bei Thallium b«. tr ?r?b ^ber dem obWlutrn Vullpunkt. G«adc die besten Leiter Dvr Slektri.,ität Kups«, Silber wvlo unb Alum.nium. zeigen also diel« I "nrn’e .Ueberlettfähigkett nicht während b^a.'ge^ bei Lc- -ung.- Metallen etntriit Ob ein« noch gri n,ng an den absoluten Vullpunkt auch ander« eioHe .überleitsähia werden luht. steht noch trtlT'r /^slhost ist es auch, warum diese Uebeileilfabiflffu nur für schwach« elektrische Ctrbme wirksam wird, während sie durch starke Ström« und auch durch stark« Magnetseld«« vollständig zerstört wird, S« ist zu erwarten. Dah die Lösung Dieter fragen un* manche Aufklärung über Das M«te» Elektrisch« Stromes, sowie D«S elektrisch« MidcrstanDes und vielleicht auch über die Vat« und den Bau des Stosses geben wird. Mir dürien uns freuen, dah durch Das schöne, nunmehr seiner Bestimmung übergebene Laboratorium auch die deutsche Milsenschast berufen fein wird, an ber Lösung dieser Fragen mitzu ar beiten. SämSlch« ttortrÄge wurden mtt lebhaften Briet nem Schtuhwon tzes orfitzenden ging gegen 5JO Uhr Dte Scrionunümg auseinander T-Xs tSsS sS iS»» ,icht 1 • J,n. -4tr UM K*”1 nicht STolftnMtf^it tisÄ AM • fllNiMCft dfivr 'al voll! tem M-er M 3a|nAd»i 192 Durtr imruft > tritt!; -ei btm Isfiinmgm t garnitm Geifal z^pihlrn. Ei su'UNNMi 1. ff tont lug. Fr ding. Rechner bchmidi, 3of tzs allenrn und ßordcntn Äam1 tpdacht. Sine mal mit 'Bo vnrde von bei Ham Herren nach der Unit jüngit tn ÄTi möglich sei ur Abhaltung ttii Lichtbilder Echtibtn'ch Trm fangfd&ri MöBer vurde tul'urt unb Mef singe einiger Eitzung durch I Ä ♦ Lauterl Jijeff litte tr zerßö «Stbrochen. ur hauten Xutfcr, |wt die 3ugenl Itenn llebennut B,n ließ, unb b ihnen Hen. Lf topf man E" »■ al» ob b [*♦ Botfe neu e ®L*| «inft!l E” *“•« wie! ntu t •^■' Mut tnllo lfl. ” nur °n a,jf tfl?*81 6t< ?"«nb Diese Grundsätze Haden in erster Linie Die Qualität des Subjekte, Im Muae. Die lanDwirdfchaftlichen Grzeugniss« sind nämlich Erzeugnisfe der Intelligenz, Der sittlichen Qualität. Zeder Genossenschafter ist aus bi« Entsaftung d« höchsten Leistung feiner Eigenschaften au bringen; auch das ist eine 6tnn- Darblfleruna. 5n den Genostenschastcn wollen wir den ktzeist der Menschen beeinflussen, ihnen helfen. Di« Genossenschaften find nicht um ihrer selbst willen Do, sondern um Der Menschen willen. Nicht da« Kapital steht Im Mittelpunkte Der Genossenschaft, scmDern der Mensch. Mil unserem Geld« können wir keineswegs machen, roae wir wollen, sondern mir ftnd mir Treuhänder Gottes unb unserer Vrüder. Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstnerantwor- fung lind (Urimbflffche der Genossenschasi; im Reiche der Genossenschaft Darf es feine sozialen und Klassenunterfchiebe geben. Eine Genossenschaft darf ksten, dah sie ein Teil des Ghin^n ist In valtrlanbe. Wir mllsten Die Menschen dazu dringen, dah le nicht alles unter dem eigenen engen Gesichtspunkt betrachten. In Der Genossen- schast Darf e» auch feinen Unterschied der Ron- fdftoiwn geben. Vie Ar bett mich hinausgestellt wer- den auf die Pslichtersülluna. Genossenschastler fein bclht, sich hinge den für ander«; mit dem g«nossea- fch.istllchen Geld« muh für die ’Brülxr gearbritet werden snr auch im werden. » Hungen. 11. Jan. Der hi« ig« Zweigverein des V. H. 6. veranstaltete Im Saal« .zur Xraube* sein diesjährige« Wintervergnü- gen mit Auszeichnung-fest. Vach der Sc- grühungsantprache durch Lehr« Schmidt folgte die B«leihung des goldenen Wandevzrichens. Sin reichhaltiges Prvaramm mit vielen Einlagen, Darunter d« verühmtr .Bürgermeister von Meiches* wickelt« sich üi schönst« Weise ab. ®aucrftoH tolrD wegen fein« ®e- fJbrlKbtelt auSgeschi«D«n läht sich flüs'iger huffifSL0 .. «S®1""!"- u"d mit Dessen Hilfe ilusslges Helium, wodurch man Dem auf 4 GraD nahekvrnmt. Sine wettere Abkühlung wird Durch SieDen Des Heliums unter berminDettem Druck erreicht Die ^emperaturerniedrigung wird überhaupt durch Sntfpannung stark zufammengeprehter Gafe «- W. ^•«4uLa0° Atmosphären wird die uni1 k? Ol! ^^lmosvhären Der Wakferstoss unb bis aus 40 Atmosphären Da« Helium zu- ( ^usDebnung und damit Abkühlung «folgt. Grvstc Maschinen müssen auf- gcUelU werden um einen solchen Druck zu er- 1 ouch hierbei noch zu bedenken. Dah Dasscrstoss ein nicht ungefährliche» Helium JiS •'aÄ kostbares Gas iß und dah ?cl!ufte vermieten werden müssen Hierzu kommt die sorgfältige Vermeidung der Därme- oder Kälteverluste, Die auch 2UrJn£?. T-6fl l4n vollkommene Dichtung und durch Isolation zu erreichen ist. Ganz sauber zierlich und harmlos sehen di« Apparate aus \n deren Innern so ungeheure Druckunterfchiede tolc di« «rwaont«n. und kaum mintwr erh«bliche r.mp«roturunt.rfchi.^ beheben Gs ist klar, dah bl« Anlage «in« höchst lorgfällige Ucberwachuna •norp«rt. ■ Drei Raummeter des kostbaren Heliums stehen neuerdings Dem Laboratorium zur Beriüauna D^'s He^ttum^ist teils von der Lindege'e.ilchatt aus der gewöhnlichen Luft, und zwar zusammen mit einem ähnlichen GaS dem Vevn. gewonnen^ von dem es erst im Kälteiaboratorium getrennt v>'r». Zu« andern Teil wird es von btt Auer- fldclUtoa t ge leiert die e« bei der Verarbeitung btt Monazttsandes au« Thorium unb Me'v- iDortum. Da« für Liuchisarben gebraucht wirb erbatt. celvstverßänblich muh da» au» der Hettum'lüss,gkci, verdamplende Ga» wieder aui- Qf/ wn und in Den Hc.iumgaSbehälter zurück- ar .c t«’ rethen W.nDee ko lbar Ist natürlich r*r f-u Slickstott Bei meinem Betuche in 14-1 lt>r ®eilfT Oberreqirrungera: e l 6ji e r ein kleines Prvbierg!asch.-n mit bie’et 5.üu.gMt unb «chattete Ite auf Den Tttch .^'ro£,,n tanzten Darjber hin w'e Lei- den'rvstsch« J auS Wa"ee glühenden A.'?p'an< Weq« mehr Dee lanvto^rrichattKchen Arbetts- n-.arft aus sich heraus zu be'fcm. unD schwer lastet Dah« Di« Sorge auf ihr. toi« DU kommend« Arbettspenobe bewältigt werden foll. Dah« fordert die Versammlung einstimmig: I. Verbot der Ginstellung landwirtschaftlich« Arbeitskrälte in Industrie und Forsten«- scha't. (Da letztere schon lleberfluh hat.) 2 Gesetzlich« Mahnahmen zur Zurückführung Der rein landwirtschaftlichen Arbeitskräfte aus der Industrie In dce Landw'rrschast. 3. Schärfste äleb«- wachung bei der Gewährung der Arbeitslosen- unr«stützung und Verpflichtuna b« läridlichen Arbeitslosen zur Leistung der ihnen angebotenen Arbeiten. 4 Freigabe Des Polenkontinaents tn Der Höhe Der FrieDensftärke und Genehmigung d« Verwendung für Die bäuerlichen Betriebe Sollten diese Mahnahmen Überhaupt noch die Katastrophe abvenden. dann müssen Ne sofort in die Tat umgesetzt w«den. Ss liegen beretts Beweise auS unterem Bezirk vor. dah bedauer- licherwei « wegen Mangel an Arbeirskrä ten landwirtschaftliche Betriebe zur Verpachtung bzw. zum Verkauf ausgeschrieben werden muhten. Die Wettere Folg» des Arbeitsmangels hat sich schon dahin auSgewlrtt. dah viele Groh- und Klein- betriebe von der intensiven zur «rten'iven Wirtschaft übergehen. Die V«fammluna fordert tah« im Interesse der deutschen Wirtscha't alle mafj- gebenden Stellen auf, den Forderungen zu entsprechen. Landkreis «ietzen * Steinberg. 11. Jan. Der Gesangverein 'Jugendfreund'' hielt am Samstag seine Generalversammlung ab. Du «inen fchö- n«n Berlauf nahm. Wie alliahrlich, so ehrte man auch jetzt wieder ein« Anzahl Mitglieder und 3ubb lare, die in diesem Jahre auf eine 25jährige treue Mitgltedfchaft zuruckblicken, durch Glückwünsche und Ueb«rre:chung etn«s Ehren-Dioloms. Der Verein, der dieses Jahr auf bi« 4 0. Wi « derk« hr des Gründungstag«» zurückblickt, feiert dieses Jubiläum in Form eines nationalen Gesa n g w e t t st r« i t e §. Di« Vorbereitungen sind bereits getroffen, unb man ist bis jetzt allgemein der Meinuna, daß mit reger Beteiligung am Wett- fingen gerechnet werden kann. Gleichzeitig erfolgte di« Wahl einteer Festausschuss«, fowi« ein«» F«st- Rechners. D« Delegiertentag firrbet am 12. Februar in Steinberg Im Saal« „zur Krone* statt. t LIch, 11.Ian. Der Zweigoerein Sich de« Vogelsberger Höhenklub« hatte seine Mitglied« und S^ste für den verflossenen Samstagabend gu feinem 2 u S z e i ch n u n g S- eft in den Stein fchen Saalbau «Ingeloden. In ein« Ansprache wies der 1, Vorsitzende 3u- tizinspeklor Ritter, auf b\t idealen Ziel« hin. >i« sich d« V. H. S. gesteckt hat. Sin Trio für Ätebler (Sri. Hilde Vöhm), Harmonium (Frl. -Hilde Papp«) und Violine (August Ham- m e l), das Kompositionen von A. Reinhard. S. Kost und 0. Bach zum Vortrag brachte, wurde von den Zuhörern dankbar ausgenommen. S« konnten 16 V. H. T.-Schwestern und -Brüder ausgezeichnet werden, und zwar zwei zum siebenten- mal, unb ein« zum sechstenmal. 3m letzten Jahr wurden 12 Wanderungen unternommen, an b«nen sick insgesamt 302 Wanderer beteiligten. Die Hvchstwanderzahl betrug bei einer Wanderung 50, die geringste Zahl 9 Mitglieder. Das Vorstandsmitglied Prokurist Fr. Wagner, das 25 3ahre lang ununt«brochen dem Vorstand« angehört, wurde durch eine kurze humorvolle Ansprache de« l. Vorsitzenden geehrt und mit dem goldenen V. H. S.-Abzeichen ausgezeichnet. Sin .Waldmännchen" brachte al- lerlei sröhltch« Uebe«af2 Magnetfelds voll Ne «'N, »»- ■sjtäS VäS e9L<< fvnito* ichten. Am«-'6- ^Ä*dS an der "« w ngarilch- A-pc.mr^ cendA s, E* ?n W. gelt' ernvart^ ^^spcm )?siralErShe-n'' £sfl$U ÄÄ rios an^ । owfrt «ft Wlb«t mbgflG bre bew^Maftn ®n- ferocTunatn bet Dücfltrf^oft tnt1pre<5enb ab- Wldeln können. — Der hiesige Turnverein veranstaltete am Sonntag einen lehr gut besuchten Jamlllenabend Aach einem Thor des Quartett« und einem Wuslkvorttag der Turner- llwelle hiest der Dereinsvoriitzend.' Ei'enbahn- betriebSasfistrnk Stöhr. alle Befucher willkommen. 3m Mittelpunkt des Abends stand eine Xbeattraufführunq. ble mit Recht den lebdakten 'Beifall der Zuschauer fand Sine Verlosung und Lanz bildeten den Ausllang des wohlgetungenen Abends. Kreis «ldfeld. d. Wettf aasen, 11. 3an. Dreier Tage sprach rin Wann In unserem Dorfe vor, der angab. aus Weiches zu stammen und «in« Dienststellesür seine 1 9 rährigc Tochter zu suchen. 6r fand auch einen Landwirt, der eine Dicnftmagd für feinen Wirkscha'tsbeir-.eb nötig hatte, und mit dem der Mann aus dem hoh« Vogelsberg einen Vertrag übet da- Vermieten seiner Trxhter abfchlost Da mittlerweile btc Zeit für die Heimkehr des Besucher- aber w weit vorgeschritten war. gab man ihm auf sein Bitten Vachtmaht und Vachtquartier. und am anderen rxx*en zog er frohgemut von dannen, während die ®a ft gebet ebenso srvh waren über die kommende Hille der Diensimcrgd. Am letzten Sonntag begaben ste sich nun nach Meiches, um bitr mit dem neuen Dienstmädchen bekannt zu werden und es abzuholen. Zu ihrer lieber- rafchung mustten die Dettsaasener aber feststel- len daß die Angaben de« ..Vaters' und Da st es nicht i m geringsten z stressend waren: rin Einwohner des angc,> jenen Ola ment sand sich in Viriches zwar vor. der aber von gar nichts wußte und ebenso stimmten alle anderen Angaben nicht tm geringsten. Jener Besucher hatte es ossenlichtlich nur auf rin gutes und billiges Nachtquartier abgesehen, im übrigen aber feine Gastgeber auf HO en la sen. Um eine trübe Er'ahrung reicher, machten sich di« Wettsaafener wieder aus den Heimweg. A Dannenrod. 11. Jan. In der Wirtschaft von Heinrich Handstein 3 hielt am Samstag Abend der Kriegerverein Dannenrod feine Generalversammluna ab, wozu di« Mitglieder fast vollzählig erschienen waten. Don dem Aechnet deS Verein- W. Küster wurde der Jahresbericht 1927 erstattet Die 3ahte«rechnung wurde aeprüst und dem Vorstand Entlastung erteilt. Bei dem Punkt Reuwahlen sanden die Ausführungen des Bürgermeisters Koch allgemeinen Beifall, den Vorstand wieder- zuvühlen. Er setzt sich aus folgenden Herren fusammen 1 Präsident ®g. Sehrt, 2. Präident Aug Fett Schristsührer Julius Bün« ding. Aechnet Wllh Ä ü ft e r. Beisitzer Peter Schmidt, 3ohs. Bodner, Wilh Bast Der Gefallenen und der in den letzten 3obren gestorbenen Kameraden wurde in ehrender Weile gedacht Dine Anregung, das Äriegerbenl- m a I mit Baumschmuck und dgl. zu versehen, wurde von den In der Gemeindeverwaltung tätigen Herren dahin beantwortet, dast dies erst nach der Neueintellung des Friedhofs und der jüngst in Kraft gctre'cnen Ft eVhofSotdnung möqlid) sei und ausgesübrt werden solle. Die Abhaltung eines Famlltenabends mit Lichtbildern aus groster Zeit und eines Scheibenschtestens wurden beschlossen. Tom langjährigen Aechner des Vereins W. Küster wurde zu seinem 50. Geburtstage gra- tulkrt und dieser gebührend gefeiert. Aach Absingen einiger vaterländischer Lieder wurde die Sitzung durch den 1. Präsidenten geschlossen. Kreid Lauterbach. 4 Lauterbach. 11. Jan. Die mustergültige DogelsütterungSaniage eines hiesigen Einwohner- wurde in einer der vergangenen Aüchte z e r st ö r t. Der Zaun zum Garten war umgebrochen, und die drehbar auf Pfählen auf- gebauten Futterhäuschen waren zerschlagen. Wan hat die Jugenb in Verdacht, dast sie sich In ihrem Uebcrmut solche Aoheit zu schulden kommen lieh, und hofft, die Täter feststellen zu können. um ihnen einen gehörigen Denkzettel zu geben. * Hopfmannefeid. 11. Ian. Eine Zeitlang tf’len t», dli ob der im vorigen Jahr« in der Näh« es Dorfes neu eröffnete 6 t e i n b r u di den Betrieb wieder «infftllen mühte. Nun sind aber in den letzten Tagen wieder eine Reihe Steinrichler und 6temfjialter neu eingestellt worden, die außer- ordentlich gut entlohnt werden. Vom Orte aus be- trachtet ist es nur schad«, dah der verdienst zum {rohen Teil an auswärtige Arbeiter geht, während ie einheimische Bevölkerung den Betrieb nur indirekt spürt. Starkenburg. LPD. Offenbach. 11. San Gestern abend gegen 9 Uhr hat sich in den Anlagen des Drei- eichrlnges der 26jährige Former Friedrich Hennemann auS Fechenheim e r l ch o f f e n. Er kam zusammen mit seiner Frau au« Frank- furt und flieg an der LandeSgrenze aus der Strahenbahn, ging in die Anlage und tötete sich durch einen Schuh In die Brust Seine Frau, mit der er In Unfrieden lebte, fuhr bi« zur Aödern- ßrahe weiter. Sie ging zu Fuß nach dem Drei- «ichring zurüd, wo sie ihren Wann bereits tot tzorfand. Rheinhessen. DSA. Mainz, 11. 3an. Gestern mittag überraschte die Ehefrau eines Kolon^alwarenhändlers In der Löhrstrahe einen Wann, der sich on der Ladenkasse zu lcha'fen machte. Als der Dieb Infolge des Lärm« der Frau davonltef. verfolgt« ibn die 16jährige Tochter eine» Metzger- Eeisters und hielt ihn so lange fest, bis r Bruder und der Sohn des Lad^nbelitzers hinzukamen und den Dieb der Polizei über- haben. LPD. Dingen. 11. San. Sn feiner letzten Echung hat ber ©cmeinberat von Büdesheim befchlollen. über die Frage der Singeln e i n t* u n g von Büdesheim nach Bingen eine Volksbefragung vorzunehmen. Dl« Volksabstimmung soll am Sonntag. 11. März, stattf.nden. Shr wird eine auf klärende Volksversammlung unter Leitung des BürgermcisterS von Büdesheim vorauSgehen. in der über die Lage der Gemeind« eingehend Bericht erstattet werden fort. DSA. Guntersblum. 11. San. Zwei vermummte Aäuber erbrachen in der Aacht «um Sonntag einen Waggon des von WormS kommenden Güterzuges 6813. Sie muffen bei der Arbeit jedoch von dem Lchluhfchaffner gestört worden fein, denn fie überfielen und wihhandelten ihn. Auf die Hilferufe bo5 Ueber- laflnten hm brr Skellwerkswärter herbri. worauf bu beiden Banditen bw Flucht ergriffen und in der Dunkelheit mtfanwn. Bei der ’o'rn mH einem Spürhund der Bahnpollser auf genommenen Verfolgung führt« bw Spur bis nach Hängen-Wahlheim btt Alsheim. Die Untersuchung ist Im Gang«. GchiffSzusammenstoß auf dem Rhein WSA. Mainz. 11. San. Sin folgenf chwe- t« t Zufammenstost zweier Schiepp- zü g« ereignete sich heute vormittag auf dem Ah ein bei Siromlilometer 40.6 an der fog. .Wirbrllay- Der auf der Tallahn befindliche grohe Radschleppdamp er .Aoltcrdam" mit drei vr laden en und einem leeren Laftkahn kam dem grohen Aadfchleppdampfer .Braunkohle Ar. 16" mit drei beladenen Kähnen im Anhang entgegen. .Braunkohle Ar. 16" fuhr plötzlich auf den beladenen Lastkahn .Aheinfohrt Ar. 57" auf Das letztere Schiff kam fchief zu liegen, und auch der Schleppdampfer legte sich auf die Seile. Die eine Seit« des Laftkahn« wurde durch das noch arbeitende Schaufelrad des Schleppers derart zugerlchtri, dast sie wie zerhadt ausfah. Auch entstanden erhebliche Beschädigung gen an .Braunkohle Ar. 16" Der Dampfer muhte fofort vor Anker gehen Da die drei Anhängcfchiffe, nachdem der Dampfer sofort gestoppt hatte, noch writerfuhren, bestand Gefabr weiterer Zufarnmenstöhe. die jedoch durch di« angestrengte Tätigkeit der Steuerleute i herweife verhütet wurde. Preußen. KreiS Wetzlar. * Launsbach, 11. Ian. Am nächsten Sonn« tagabend findet hier ein Konzen der vereinigten Gemischten Thore brr Arbeiter-Gesang« verein« Krosdors « Launsbach statt. Im «rst«n Teil folgen Werk« für Thor und Orchester von Mcndelssohn-Bartholdtz, im zweiten Teil Karl Maria von Weder» Musik zu „Preziosa", Oper von P. A. Wolss. Dl« Thorverrinigung mit ihren 110 Sängern wird den Besuchern einen genuhreichen Abend bereiten. KreiS Biedenkopf. * Fellingshausen, 11. San. Mit dem Schluß fort alten SahreS sind in unserer Gemeind« zwei Kurse für HauSfrauen- fleih zu Snde gegangen, die durch ihre stattlich« Zahl von Teilnehmerinnen den AachweiS für ihre Aotwendigkeil und Zwedmähigkeit erbracht haben. Sm Einvernehmen mit dem ®e- melndevorstand sind ettoa 50 Frauen und Mädchen unter zielbewuhter Leitung der Schneidermeisterin Frl. L a u tz auS Garbenheim in zwei auseinander^ vlgenden brctmonaiigcn Kursen im Schneidern, Kleäder- und Wäsche- an fertigen, sowie in weiblichen Handarbeiten auSgebildet worden. Der Sr'olg dieser Kurse wurde unserer Sinwohnerschoft klar bei dee Besichtigung der angefertigten Kleidungsstüde, die au einer Ausstellung vereinigt einen ganzen Vaal füllten und Zeugnis gaben von dem Fieih und der Tüchligkeit der ßernenben und Ihrer Meisterin Kein übertriebener Luxus war zu sehen, nur die ein« Qlnl« der Sparsamkeit neben richtiger Au-wahl und Verwendung der t>cr* arbeiteten Stosse war erkennbar. Alle Gegenstände waren angepaht an die Bedürfnisse und Wünsche der betreffenden Schülerinnen und liehen durchweg hervorragenden Fleiß unserer angehenden Hausfrauen beroortreten. Den Vorteil dieser Veranstaltung dürfte unsere Gemeind« in ihren Haushaltungen verspüren. •T Gladenbach. 11. San. Di« Märkte In unserer Stadt Im Sabre 1 928 sind wie folgt festgesetzt worden: 10. Febr. Schweinemarkt: 23. März: Kram- und Schweinemarkt: 11. Mai Kram-, Rindvieh- und Lchweinemarlt: 2. Süll: Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: 24. August: Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: 19. Oktober Kram-, Rindvieh-, Zuchtvieh- und Schweinemarkt: 14. Dezember: Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt. DillkrciS. LJ Eisemroth, 11. San. Sm StaatSwald .GerhardSberg' sand gestern eine Brenn- holzversteigerung statt. SS wurden im Durchschnitt bezahlt: für 1 Raummeter Buchenscheiter 8.70 Mk., Buchenknüppel 5.50 Mk Die Preise schwankten je nach dem Standort zwischen 32 und 30 Mk. für 4 Raummeter Buchenfchelter und 20 biS 24 Mk. für 4 Raumme ter Buchenknüppel. Als Käufer kamen Bürger auS Sifem- roth, Uebernthal und Herbornfeewach in Frage. Kreis Usingen. —I— G I e e b e r g, 11. Ian. In feiner diessährl« flen Hauptversammlung, die am Sonntag stattsand, beschloß her hiesige Gesangverein ,ä?leberfron8" (früher Feierabend), fein dies« jährige» Stiftungsfest, verbunden mit TB e r * tungsslngen, am Sonntag, 10. Juni, abzuhallen. Gleichzeitig soll mit diesem 6. Stiftungsfeste die Fahnenweihe verbunden werden. Die verlautet, haben sich mehrer« hiesige Jungfrauen verbürgt, dem Gesangverein «ine Fahne in den All« nassauer Farben zu stiften. — Die Holzarbei- t e n in den hiesigen Wäldern gehen langsam ihrem Ende zu. Bereits am 16. Januar findet die fiskalisch« und bald darauf auch die erste Gemeinde- Holzversteigerung statt. ^Daingau. WSA. 5 t a n f f u r t a M . 11. San. Gestern nachmittag wurde in der Kleinen Eschenheimer Gasse die 39 Sabre alle Ehefrau Poppelsdorf bewußtlos ausgesunden. Es lag Gasvergiftung vor. Man tonnte nur den bereits ringetretenen Tod fest st eilen. tim die Sranffurfcr Messe. DER. Frankfurt a. M . 11. San. Die S n- dustrie - und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau hat in Hrer heutigen Vollversammlung zu der Frage der Frankfurter Messe wie folgt Stellung genommen .Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- tanau befürwortet einstimmig, dah der ranhurter Messe für daS Jahr 1928 die beantragt« Subvention feilen« der Stadt Frankfurt a. W. g « w ä h rt wird Sie ist jedoch einmütig der Ueberzeugung. daß die Frankfurter Messe in mancher Beziehung einer Umstellung bedarf, daß ihr aber Zett gelassen werden sollte, um diese Anpassung durchzuführen und den Beweis zu liefern, dah sie einem wirrschaft- lichen Bedürsnis entspricht und sich finanziell behaupten kann. SnfMnna and Verdatung der SrlLItung. Das Do« .Erkältung" kommt von .lall »erben“. und die Aerztk verstehen darunter alle die Vorgänge, ble sich beim Kaltwerden Un Organismus abfpteler Zunächst sucht sich der Körper gegen dl« Abkühlung durch Steigerung d«r Lebens und Ionen zu wehren V^ ionvert deutlich tritt diese Erscheinung an den Muvkcln hervor. die zwecks Förderung der Därrneerzeugimg willkürlich aber auH unwillkürlich in Bewegung versetzt werden. Daher das Verlangen nach 'Betätigung bei Abkühlung, daher da« Muskel- -itiern und sch.reßllch auch die Gänfchaul. die auf einem Zusammenlrampsen der f.c.nen Hautmuskeln beruht Doch je länger die Kält« ein- wirtt, desto mehr erlahmt der Organismus der Mensch ermüd«», wird schläjria, stump'i ab. und allmählich stellen die Organe ihre Tätigkeit gänzlich ein — der Mensch geht an Kält« zugrunde. Denn nur rin Teil deS Körper« - Füße. Hände und dergleichen —> kalt werden, so ziehen sich an dieser Steile die Blutgefähe der Haur zusammen — die Haut wird blaß um sich nach kurzer Zeit wieder zu erweitern — die Hau» röiet sich Gleichzeitig verändert sich auch das Blut, da« den erlaltcten Körperteil durch» strömt. Zudem erleidet — entsprechend den Vorgängen an dem kalt gewordenen Körpertell — auch da« Vlut an entfernt liegenden Körperstellen aetoiffe Veränderungen: auch hier kommt es au Blutfarl'fioffmangel und zu Hemmungen in der Vtldung von ©d)ut)fto;fen gegen Bakterien. di« sich stets z. B. aus der Schleimhaul' der Aase, des Rachen- und auch der tieferen Lustwege vorsinden. Die Bakterien werden zwar gewöhnlich von den Abwehrkräiten de- Körpers in Schach gehalten: kommt e» aber infolge einer Abkühlung zu einer Schwächung der Abwehr- ltä:te, dann erlangen die Krankheitskeime da- älcbergewicht: fie vermögen ihr unheilvolles Werk zu beginnen — und so enlsteht dann eben ein Schnupfen, ein Katarrh oder sonst eine ansteckend Erkältungskrankheit. Also crs» toinmfs zur „Erkältung", und bann folgt die „Snfef- tlon". — Der beste Schuh gegen Erkältungen Ist die „Abhärtung'', die in einem „Training" der Haut und ihrer Gesähe besteht. Wenn auch das Wesen der Erkältung noch keineswegs vollkommen geklärt ist, so herrscht doch allgemein die Ansicht vor, daß da- prompte Arbeiten der Hautblutgefäße ein wesentliche- Erfordernis ist. um Äälle» reizen ihr« nachteilige Einwirkung auf den Organismus zu nehmen. Hierauf baut sich nun die Abhärtung auf, ble eben eine Gewöhnung bet Haut an allmählich sich steigernde Kältereize bedeutet. Während von einem Organismus, der an Luft und Was,er gewöhnt ist, kalte Abwaschungen und kalte Duschen. Freibäder, Lustbäber Im Freien ober im Zimmer bei offenen Fenstern — je nach ber Sahre-zeit — gut vertragen werben — zumal wenn biese Maßnahmen mit ghm- nastische i Hebungen verbunden sind, so ist txxb bei verweichlichten Menschen nur ganz langsame Steigerung der Abhärtung-Maßnahmen erlaubt. Mit warmen Bädern und anschließenden warmen Duschen oder Abwaschungen wird begonnen. Alln.ühlich erniedrigt man die Temperatur, schließlich kann ba« vorau-gehende Bad ganz fortfallen. Den Wallerprozeduren, bei denen bte Haut kräftig massiert wirb, folgen gymnastische Hebungen, an lallen Tagen zunächst bei gefchloffe- nem Fenster In mäßig durchwärmtem Raume So'ern jedoch nicht binnen kurzem Rötung und Stwännung der 5)aut eintreten und sofern nicht da- anfänglich stet- vorhandene Unbehagen bald weiLt muß unbedingt die Temperatur des WasserS sofort erhöht werden, und erst nach einiger Zelt kann man versuchen, vorsichtig wieder damit herunter zu gehen. Segllche Gewaltkur ist vom Hebel und droht den ganzen Erfolg der Abhärtung zunichte zu machen. Wichtigster Grundsatz muß bleiben: Der Mensch muß sich vor und n a ch der 5,älteapplikation warm fühlen. Also die Verhütung von Erkältungskrankheiten besteht im wefentlichrn in Abhärtung und Vermeidung von Erkällungsmöglichleiten, wie kalten Füßen, Stehen im Zug auf dem Vorderperron ber Straßenbahn, Fenneraufreißen und sich erhitzt der rauhen Witterung aussetzen und dergleichen mehr. Sn der jetzigen Sahreszeit. die durch die Häufung von Erkältungskrankheiten ja berüchtigt ist, empfiehlt es sich mehr alS ie, Abstand von seinem Mitmenschen zu halten, sich nicht umarmen und sich vor aJem nicht quf den Mund und auf feine Umgebung küssen zu lassen. Andererseits muß man von allen „erkälteten" Personen unbedingt verlangen, daß sie beim Aie'en und Husten ba« Gesicht abwenben, ben ^anbrüden ober ba« Taschentuch vorhalten unb ihren gefunden Mitmenschen nicht unmittelbar In ben Munb und In die Aase hineinsprechen. Dr. M. Luftbildaufnahmen für Vermessungszwccke. Sn der Arbeitsgemeinschaft der Ortsgruppen Darmstadt, Frankju«, Mainz und Wiesbaden der Höheren Vermessungsbeamten sprach über das obige Thema am Sonntag im CDorttag«,aal des Frankfurter Hauptbahnyoss * der Landmesser W i ß f e l d auS Zranksu« a. M. Der Redner führte etwa folgendes aus: Der Gedanke. auS photographischen Dtldern maßhaltige Pläne und Karten herzustellen, ist fast so all wie die Erfindung der ersten brauchbaren Ausnahmeversahrcn durch Daguerrc. Schon vor dem Kriege hatte sich durch Verbindung von Photographie und DcrmeffungStechnik eine neue Wissenschaft enttoidelt, die heute international „Photogrammetrie" genannt wird. Man benutzt« das Verfahren hauptfächlich bei den Aufnahmen UTtzugänglicher Gebiete un Hochgebirge. während im Flachlande wegen mangelnder Gelandeeinfichl mit nutzbringender Verwendung in der Regel nicht zu rechnen war. Die Eroberung der Lull brachte nun einen grohen Umschwung: vom Lullsahrzeug aus war die Einsicht ungleich besser als von irgendeinem irdischen Standpuntt aus. /Nachdem das „Fliegerbild" Im Kriege geradezu volkstümlich geworden wat. erkannte man in der Aachlne^zeit bald die Bedeutung bet Cu'tbilbmef’ung für Technik unb Wirtschaft Mll der Entwicklung des Flugwefens schritt auch die „Luftphvtogrammetrie" ständig fort. Aachdem eine gewisse Klärung in den verschiedenen mathematischen Methoden ringetre- ten wat. lieferten die deutsche Feinmechanik und Optik auwrnatifch arbeitende Ausweriegeräte. die eine wirischa'lliche und hinreichend genaue Verarbeitung der Mehaullia^men gestatten. Die Bedeutung bet photographischen Meßmethoden wird » heute tw ber Technik hrwner mehr anerkannt Gerade dieses Ard<.lsgcbi« ist mehr als «n anderes geeignet, bl« Tang kett des Höheren Vermess ungsbeawren In aanz neue Bahnen ku lenken Große Leistungen Petzen btrier neu«ettlich«m Meldode noch auf allen Geb.eten der Landesvermessung bevor, belonder« in ben* unerfchtoffcnen auheteuvopäifchen Gebieten, deren Aufnahme durch die moderne Luftt»tldt^ern>ellung überhaupt erst praktifch möglich aeworXn ist. Vach einet Be'prcchung der Im Dorttag gegebenen Anregungen unb dem Dank an den Dorttagenden schloß bet Vor ipende die außerordentlich anregend« Zusammenkunll Amtsgericht Gießen. Gi«ßen, 6 San. Ein Dällcrmeister von hier ist angekfagt. sich gegen da» Arbeit«- » citg « setz dadurch veraangen zu haben, daß er In den letzten Sahren 'eine Leute länger ale o-kN Stunden täglich lx,4)ä Hat. (einen Lehrlingen nicht die ootgvl ebn ebenen Paulen gewadrt unb wiederholt bis zu einer Stund« vor 5 Hhr morgens mit der Arbeit begonnen haben soll. Außerdem soll er gelegentlich einet Xevislon feines Betriebs im Süll 1927 ruhest vtenben Lärm verursach» haben Die Dewci^u nähme ergab. dah in der Tat in ber Zett, in der bet Angeklagte intolae eine- Fußleiden« Ixttlägctig krank wat unb sich in Ftanllurt a. M m ber Klinik oder zu Haus« im Gipsverband lag mh bet Arbeit ö ters morgen« vor 5 Hhr begonnen worben ist. Der Angeklagt« Halle tamalS seinem schon mehrere Sahre bei Ihm tätigen ersten Ge ßllsen die Arbeit über den Betrieb übetiraam unb behauptete, von dem srüheren Beginn bet Arbeit keine Kenntnis at&abt ®u b^ben. Der erste Geh.Ise gab zu. ohne Kenntnis des An- gellagten während des'en Kranksein« im Sin- Verständnis nut dem zweiten Gehillen öfter mit ber Arbeit vor 5 Hhr begonnen zu haben. Weil letzterer noch ungewandt und deshalb zu befürchten gewe'en fei, daß sie mit der Arbeit nicht rechtzeitig fettig luetben würden. Sm übrigen ergab die Bewe.san nähme keinerlei Anhaltspunkte dafür, dada« Persona! länger aü acht Stunden beschäftigt und den Lehrlingen di« borge,chciebenen Paulen nicht gewahrt, oder daß in bet Zeit, in der ber Angeklagte ben Betrieb selbst beau'sichtiate und leitete, mit ber Arbeit vvr 5 Hhr am Morgen begonnen worben wäre. Verschieden« Z«ugen bekundeten vielmehr, bah der Angeklagte innnet peinlich auf ble Einhaltung bet gesetzlichen Vorschriften bedacht gewesen sei. DaS Gericht wat der Au"a'sung. daß für ben früheren Beginn der QI« eil in der Zrit feinet Krankheit nicht der Angc lagt«, sondern fein «rftet Gehilfe, dem di« Aufsicht übertragen war, und der den srüheren Beginn von llch auS veranlaßt batte, verantwvttlich fei. unb sprach ihn doShalb in allen Punllen von bet Anlla.ie srei. Auch bezüglich ber Ruhestörung erfolgte Freisprechung. Ein Griverbeaussichtsbeamtet unb ein Polizeiwachtmeister hallen Im Suh v. S. morgen® vor 5 Hhr Geräusche vernommen, die auS ber Backstube des Angeklagten herziikom- men schienen unb nach Ihrer Ansicht barauf hinbeuteten. baß dort gearbeitet würde. Sn Wirklichkeit war dies jedoch nicht ber Fall gewesen. Als nun bet Polizeiwachtmeistet trotz der wiederholten Beteuerungen des Angellagten unb seines Gehilfen immer wieder behauptet«. eS fei doch gearbeitet worden, geriet der Angeklagte In große Erregung und widersprach In lautem Tone Daß h.erdurch die Ruße gestört und bas Pudlitum In seiner Allgemeinheit belästigt worben wärt, konnte nicht erwiesen werden. Große Strafkammer Gießen. 'Dießen, 10. San. Sn einer Sommernacht des vergangenen Saßres fuhr ein Ibjähriges Mädchen von einem Tanzstundenball in Ober- Erlenbach mit einem Begleiter auf dessen Rad nach Ihrem Wohiwtt Kaibach. Aus ber Canb- straße wurde das Mädchen von einem flebenunb- Awanzigjährigen Maurer, der ihm vergeblich seine Begleitung angeboten hatte, angehalten, zu Boden geworsen. und es wurde ifjm Gewalt angetan, wobei ein Freund, den der Haupttäter mitgenommen hatte, hals. Wegen Sittlich- k.citSverbrechens und Beihilfe dazu waten vom BezirkLschöfsengeticht flehen unb btel Monate Gefängnis verhängt worben. Hiergeyen »erfolgten bU Verurteilten Berufung; sie versuchten mit einem großen Zeugenaufgebot Verborbenheit unb Hnglavbumrbig- (cit der Zeugin darzutun. Sie hatten damit keinen Erfolg; die VeweiZaufnahm« ergab auch heute wieder, baß es sich um ein anständiges Mädchen handelte, dellen durchaus glaubhafte Angaben durch andere Zeugenautlagen unterstützt wurden. Die. Angeklagten erreichten nur, daß ihre Strafen mit Rüdsicht auf ihre bisherige Hnbefcboltenheit um j e einen Mo - nat herabgesetzt wurden. Keinen Srsolg mit feiner Berufung hatte ein Kaufmann von hier, der wegen Körperverletzung zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worben war. Er hatte im Verlauf eine« Wortwechsels einem Freund derart aufs Auge geschlagen, bah «S auSllef und operativ entiem» werden mußte. Seine Vehauptung. nicht er sondern der ander« fei der Angreifer und er in Aotwehr gewefen. wurde auch heute widerlegt unb die Berufung zurüdgewiesen. Lprechstitndkn der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen Das größte Vermögen 'ür jedermann tft Geicndhelt. Schallemkrall n< Wohlhehaien Durch den Gebrauch von FerromanganiD fdnnrn LSroer unb Nerven ne('äfng; und wider land»- 'ablaer luetbea. Zn vielen >allen »i» e« möglich ben -zu- lianb d. klluter auirmrilchen nnö au verbessern. Durchbas altberoäbti.äntl.cmo'oblenc FerromanOanin wird der Avve-ll anaereo» und besseres AuS- 'eben und Wolilbedaqen kann derbeine'ühr» werden. 2 ‘br angrnrb n von Gefchmnd unb leich« ocrbaultd) Crminainafdjp ‘fll'i. 3.35 In Aooiheken unb Txofleiifn. Aerromangan^n-Geicll,chatt ^ranksnrt M. 4 Ma Während dieser Tage gewähre A / T|_ 11 ich auf alle anderen Artikel III"/n Ferner offeriere ich für Konfir- IV /(J I1UUI1I1 mandenkleidereinen grofcen Posten Popeline, reine Wolle 100 cm breit, in schwarz u. vielen mod. Farben, m 4.30 Hk. S. Löwenstein, Lollar ■u.C' Mein Inventur-Ausverkauf beginnt am Freitag, dem 13. Januar Ich habe große Posten Herren-, Burschen- und Knaben- Anzüge im Preise bedeutend heruntergesetzt! / Ebenso /IAA /TI 1* verkaufe Damen- und Kinder- zll '*/n Uanai Mäntel, Herren-Joppen und fcAS /U HUU1111 Ulster mit 20 Prozent Rabatt! Bekanntmachung. Die untenstehenden Grundstücke, auf denen seither die Firma von Essen & Lindenbaum in Frankfurt a. M. eine chemische Fabrik betrieb und die Gleisanschiust haben, sollen 437D Montag, den 20. Februar 1928, nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathaus in Bellersheim im Wlge der dwangsoollftreckung durch dos unterzeichnete Gericht versteigert werden. Hungen, den 6. Januar 1928. Hessisches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke: Grundbuch für Bellersheim, Band II, Blatt 1-17. Fl. II. 71 r. 6V, Hofreitegrund an der Bahnhofstraße, 1640 qm. Fl. II, 7ir. 70, Hofreite lZementfadrik), daielbft. 5594 qm. Schosiungswert: 40 000 RM. Hotzversteigerungen de» Gras zu Solms-Laubochschen Forflaml» Loubach. 1. Montag, den 16. Januar, 101* Uhr vormittags, im „Solmser Hos zu Laubach au» nach|tchcnven Distrikten des Förster- bezirk» Freienseen: Iranfbud) 2, Altenhau li, .'sicgenberg 1b (rin) Buche: 550 Scheiter, darunter 2 Eiche, 4 Weichholz: 220 Knüppel; 150 Stöcke. 560 Astreiser. Wct- terauerberg 2a: 120 Scheiter, darunter 4 Eiche und Birke, 1 Esche und Ahorn; 100 Knüppel, darunter 7 Eiche, Birke und Radel 2. Hl . 15 Stocke; 30 Reiserknüppcl. Kreuzseenerberg 3a, la, lb: 46 Scheiter, darunter 3 Radel 2. ÄL; 30 Knüppel, dar- unter 6 Radel 1. und 2.; 6 Stöcke; 7 Rei- scrknüppel. Eichelgartcn, Weidenau, Struth Scheiter: 10 Buche 1. und 2 ; 5 Esche, Ahorn; 14 Rckdel 2.; Knüppel: 50 Buche 1. und 2 , 2 Esche, 5 Eiche, Birke, 10 Radel- und Weichholz. Stöcke: 6 Buche; Reiserknüppei: 8 Buche. Blau unterstrichene Nummern verden nicht ausgeboten. Auskunft erteilt Förster Krautwurst, Glas» Hütte bei Freienseen. 417 2. Dienstag, den 17. Januar, IOK Uhr vormittag», in der Turnhalle zu Freien- Een au» nachstehenden Distrikten de» För- erbezirk» vderseen: Petcrswald la, lb, aumkircherwald la, lb, Rasserwald 2b (Raummeter! Buche. 390 Scheiter, 258 Knüppel, darunter 7 Esche, 26 Eichc und Kirschbaum, 5 Erle; 76 Stöcke; 113 Astrciserknüppel, 50 Stammrelserknüppcl Wintersberg 1, 3, 4 ynb Wenzelskops lb Scheiter: 76 Buche 2., 8 Eiche 1, 4 2 ; Knüppel: 8 Eiche; Stöcke: 84 Buche, 2 Esche, 1,5 Eiche; Reisknüppel: 125 Buche, 7 Esche, 4 Eiche. Kohlreiser und Lesholz fiächenweise. Auskunft erteilen Förster Schreiner zu Altenhain und Forftgchilse Flick zu Freienseen.______________________ Holzversteigerung W Frankenbach am 25. Januar 1928. Aus dem Wege der Submission sollen zu Frankcnbach (Hrfie Biedenkopf) folgende Fichten- und Kiesernstämme gegen schrist- liche» Angebot verkauft werden: 435D Lo» 1: Kl. la 18 St., 2,51 fm » 58 Stö Ib-ÄL. >'oma, mit 160.20 Im 869 Stö. 2a-Kl. Homa. mit 297.43 fm 145 Stö 2b-Rl. Homa mit 176.64 Im 17 Stö. 3a- und 3b-ÄL, Homa, mit 27.17 fm 26 Adschn. 2a- bi» 4b-Kt.. Homa. mit 5-) fm Nähere Auskunft erteilt Förster Fischer imb Bürgermeisterei; Ausmaßllsien bei fehlerem gegen Schreibgedühr. Waldgirmes, den 10. Qanuar 1928. V Der Bürgermeister. Schmidt. Tricofagen Alle Waren entstammen meinem regulären Sortiment; es ist also nur Qualitätsware ^ür Ausverkaufszwecke besonders hergestellte Waren führe ich nicht VSlkev-ÄufMeg odrr Vdlkev Untergang? Vortrag Freitag abend 8 Uhr, lm (St- sangsaal b. Realgymnasiums Ludwiqstraße. Gintritt frei Keseventr L^Schmoll Brennholzversteigerung Dienstag, den 17. Januar, werden aus den Staatswalddistrikten Hainbuch und Hege der Försterei Treis a. d. Lda. in der - willschen Wirtschaft zu Treis von vormit-' tags 9 Uhr an versteigert: Scheiter rm 130 Buche, 22 Eiche; Knüppel rm: 155 Buche. 77 Eiche, 16 Kiefer, 30 Fichte; Reisig 1. kl.: 1 rm Fichte; Reisig 3. kl. rm 259 Buche, 166 Eiche; Reisig 4. kl. rm (zerstreut liegend): 10 Fichte; Stöcke rm. 33 Buche, 27 Eiche. Die Reiser und Stöcke mit blau unterstrichenen Nummern werden nicht verstei- gcrt. Auskunft durch Herrn Förster Ding zu Treis n. d. Lda. und das Forstamt. Gießen, 9. Januar 1928. 412D Hessisches Forstamt Gießen. Zielllis, Heil lljonniir 1928. noiWgs 2 Hör versteigere ich im r2ötoena, Reu en weg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1. zwei Schreibtische mit Sesieln, eine Bäh. maschine, drei Fahrräder, eine Schreib- maschine mit Tisch, einen Diwan, einen Regulator, einen Ofen, einen SiSschrank, einen Handwagen, einen Küchenschrank, eineAufschnil1maschine,20Fl.Wein,eine Ladeneinrichtung, bestehend auS: zwei Ladentheken mit Marmorplatten, eine Registrierkasse, vier Fleischwagen, eine .Lederwalze, zwei Kassenschränke. ein Berliko. einen Spiegclschrank, einen Kleiderschrank, ein Bild, eine Ladentheke, ein Büfett, zwei Pferde, zwei Kastenwagen, eine Häckselmaschine, eine Aunkelmühle, drei Schweine. A33D 2. Voraussichtlich bestimmt. 1 Teppich. 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Größe 2—3 7.50, 4 — 5 10.— Kinder-Strickmäntelchen, reine Wolle........ 7 50, 5.— Rodelanzüge, reine Wolle, 3teilig.......15. — , 12. — , 9.— Rodelanzüge, reine Wolle........4 —Steilig 18.—, 15.— Häkelkleidchen, Handarbeit, weiß.................4.50 Damen-Handschuhe, Trikot, innen gerauht.... 0.90, 075 Damen-Handschuhe, reine Wolle, fein gestr.... 1.50, 1.25 Damen-Handschuhe, Webleder...................1.50 Damen-Handschuhe, Stulpen mit Pelz............1.75 Kinder-Handschuhe, reine Wolle, gestrickt.........0.70 Damenstrümpte, Waschseide, fehlerfrei...........250 Damenstrümpfe, reine Wolle, schwarz und farbig .. 250 Damenstrümpfe, Wolle mit Seide.................3.75 Damenstrümpfe, Wolle mit Flor, meliert..........2.50 Damen-Unterstrümpfe, reine Wolle, fleischfarbig. ..150 Kinderstrümpfe, reine Wolle, schwarz u. farbig, 6 — 11 2.— Damen-Schlüpfer, B’wolle mit Futter, 42 — 48 250 Damen-Schlüpfer, K'seide mit Futter, 44 - 48 ....... 3.— Damen-Untertaillen, Wolle plattiert...............2.— Damen-Hemdhosen, reine Wolle..................4.— Kinder-Schlüpfer, B’wolle mit Futter.......Gr. 45 1.— Kinder-Schlüpfer, K’seide mit Futter .... Gr. 30 — 35 1.25 Kinder-Anknöpfhosen, normal.........Gr. 40 — 60 1.— Kinder-Normalanzüge (Steigerung 15PL).... Gr. 60 1.10 KINDER-KONFEKTION im Preise ganz besonders, herabgesetzt Auf alle anderen Artikel mit z-vO I "T) L Ausnahme von Kurzwaren J-V/ /o , Karns Wollwaren Strümpfe Handschuh© Nun noch 3Tage ------------ - ■ ■ ------------------------------------------------- Er. 10 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesseu) Donnerstag, 12. Januar 1928 "PL_ . ■■um « _ ■■ ■■ ,i , ■■■■»,.■ „■ , Bedeutet die Vereinheitlichung des Reiches Verbilligung der öffentlichen Ausgaben? Von Dr. jur. Carl Cremer, Mitglied des Reichstags. L«r Hetzen hiermit die Aussprache Über Me Verwaltung-, und Berfa ssungsreform, die ja auch in den Neujahrs kracht ungcn der telfwer und Minister eine große Stille spielte, |ort. Ts tonn mir yrottfmofjig fein, die großen Probleme, die hier der Losung hai?en, o^ne Reftlegung de» Standpunktes auf jede Einzelheit zunächst einmal von allen Seiten zu beleuchten. Die ftoriterung einer grofuügigen Berroalfungc- reform, die auch an gewissen uenberungen der Der- iafjung nicht vorübergehen dort, wird vielfach mit der Behauptung bekämpft, daß «ine solche Vereinheitlichung keinesfalls ui einer «chebiichen A« r - billigung de» öffentlichen Apoarats 5f)ren würde, fo daß den Nachteilen einer strafferen usammensassung de» volksorgonismu» entfpre- ende materielle Vorteile nicht gcgen-iberftanben. . Ohne Zweffet liegt ein sehr großer Teil des malt- rreUrn Vorteils Oer vereinhettlichung des Reichs nicht jo iebr in der Verminderung öffentlicher Au», gaben als solcher, sondern in der Erleichterung de, Geschäftsverkehrs für da» Publikum, in der Verminderung des Verkehrs der Behörden untereinander, in der Einschränkung oller schädlichen Folgen de» Nebeneinander- und Gegeneinander- arbeiten» der verschiedenen Instanzen, die heute an einem bestimmten Gegenstand Interesse nehmen. Darüber hinaus aber würden auch die materiellen Ersparnisse ganz außerordentlich zu Buche schlagen. Zunächst einmal wird an die Stelle von zwanzig gesetzgebenden Körperschaften eine einzige, nämlich der Reichstag, treten: die künftigen Landtage werden sich im wesentlichen nur mit Nufgab.'n der Selbstverwaltung zu beschäftigen haben und daher nicht mehr im eigentlichen Sinne Parlamente fein, sondern sich lediglich zu kurzen Sitzungsperioden versammeln, ähnlich tvie «s heute in Preußen die P r o oi n z i a l la n d t a g e tun. Mit der eigenen Gesetzgebung der Länder oerschwin- bet auch der außerordentlich große Teil Perwal- tung»arbeit, der in den Ministeri« n der Länder zur Vorbereitung Und Durchführung der gesetzgeberischen Arbeiten geleistet werden muß. Aus den Landerministerien werden Zentralstellen, ähnlich den jetzigen Provinzialverwaltungen in Preußen, die einen unvergleichlich geringeren Beam- Nnapparat erfordern, außerdem iber wirb die Zahl der Länder erheblich verringert, indem alle Heinen, für sich allein existenz- unfähigen Lander mit anderen Gebietsteilen des Reichs zu leistungsfähigen Landern vereinigt werden. Der dezentralisierte Einheitsstaat ist in etwa zehn bi» zwölf Länder gegliedert gedacht, die ihrerseits als Selb ft verwalt ungskorper organisiert sind und daher keine Teilung der Befugnisse mehr kennen, wie sie heute bi» in die unteren Instanzen hinein zwischen Organen de, Staate» und den Organen der Selbstverwaltung bestehen. Diese Befugnisse vereinigen sich in den selbst- Drriöülhingefprpem (Gemeinden, Stadtkreisen, Lorch- kreisen), in weiche jedes Land zerfällt. Bei einem solchen System fallen z. B. die sämtlichen preußischen Regierungen fort, deren Funktionen al» Aussicht». instanzen an da» Landespräsidium übergehen: e» fallen aber auch alle besonderen Organe fort, welche die staatlichen voheitsrechte unmittelbar parallel mit den Selbstoerwaltungsorganen vertreten. Die Neugliederung geht natürlich bi» in die untersten Instanzen hinein und muß hier den Zweck »erfolgen, durch Vereinigung lebensunfähiger Gemeinden zu leistungsfähiaen ttelamtgeineinben, ferner durch die Vereinigung mehrerer Landkreise zu größeren Einheiten und Entwicklung leistung»- iä Higer Stadtkreise, da, wo die fortfchrei- tenbe Entwicklung der Bevölkerung und der Wirt- ichast ee notwendig macbf, wiederum an Arbeitskräften zu sparen und in sich selbst leistungsfähige Organismen zu schossen. In der Person des Oberbürge rm elften- bzw. Landrats konzentriert sich jede Art von Verwaltungstätigkeit innerhalb des Kreises, fo daß an dieser Stelle auch bereits jede Meinungsver- fchiedenheit innerhalb der einzelnen Ressorts der Per- toathing zur Entscheidung gelangt. In der Spitze des Es zogen drei Burschen wohl über den Mein .... Roman von (Erica Grupe-Lörchrr. 15. Fortsetzung Nachdruck verbalen Mit der Feinneroigkeit eines kaum Genesenen, mfi der Sehnsucht eines feil Jahren von der heimlich Ge- Lebten getrennten Mannes empfand er ihr fast küh- les Betrachten seines Unglückes mit bohrenden, Schmerz. Dennoch raffle er sich zum weiteren Ge- spräche auf, das sich um ihren kranken Bruder örohte, indem er sich im stillen oonureben suchte: sie müsse sich erst in diese neue Tatsache •einer Der- tanimelimg hineinfinden, und die Einbuße seiner Zand mülle gerade auf ein junge» Mädchen zuerst |aft abstoßend einwirken. Dann erschwerte das beginnende holperige Stein- Pflaster des Städtchens die weitere Unterhaltung. Man war durch eine langweilige, mü einstöckigen Bäufern begrenzte Straße entlang gekommen, in der •ur die regelmäßige Wiederkehr der Schilder „Esto- ttinct" oder ..(Eaft* Wirtschaften anfunbigtcn und etwas Abwechselung brachten, und bog letzt jum Marktplatz ein. Gegenüber der Barockkirche unter den Bogengängen, die auch in diesem nordfranzös:- fchen Städtchen das Rathaus kennzeichneten, stand «ine beuticbe Militärkapelle und hielt ihr allwock>ent- Lches Nachmittagskonzert ab. — Soldaten, die Frei- Iit batten, halb peneiene Öajaretttnfar.-n der gro- en Lazarettstadt im bunten Gemisch mit grauen, rSnnem und jungen Mädchen der französischen Zi- oilbeoölkening promenierten auf und ad, oder lehn° ten an den kleinen Steintreppen der Häuser. Ein Bild des Friedens mitten im Kriege. Die Kapelle spielte stift einen Walzer. Dietwart Sb horchend den Kops. Er hotte begonnen, out die elobic zu achten. ..Melusine horch, die Melodie ist wir so bekannt. Die haben wir beide schon einmal gehört. geuKinfam. Ais wir zwei zusommen waren. Was ist es?" Ihr genügten wenige Sekunden des Zudörens. Gewiß, du hast Recht. Dietwart. Den Walzer spielte man damals auf dem Wohltätigkeit-boll. Weiht du noch, gerade als wir oben in der Loge oben zusammen soupierten?" Stadt- bzw. Landkreise» kann txe ehrenamtliche Betätigung der Bürger nach Loge der Verhältnisse in- nerhatb de» Magistrat» bzw. einer entsprechenden Behörde de» Landkre <7 herangezogen werden: erst recht ist die» innerhalb der Landgemeinden möglich und erstrebenswert Durch eine Heranziehung der Vertretungen der wirst cvuftttchen Organisationen zur Mnenstche.dung über int tommunaien Angelegenheiten kann ein starker Druck auch auf die Vereinfachung des Geschäftsbetrieb» innerhalb der Äreiie berbupe uhrt werden, wobei auf der anderen Seite ein entsprechend au »gebaute» Aus- lichtsrechl des Lande»prafid,ums in Frage kommt, das sich insbesondere der Etatsgebarung und der Inoesti tionspoliltk ber Streife zu zu wenden Hot. Sache der Lander wird es insbesondere sein, Doppelarbeit und (Begeneinanöerarbeit der ftreiic zu verhindern und für eine möglichsl vollkommene Ausnutzung der öffentlichen Versorgungseinrichtungen (Elektrizität, Wasser, Gas usw.) zu [orgen. Die Streife und aushilfsweise bas Land, werden ferner die Aufgaben der Kultur- und Wohlfahrtspflege zu erfüllen und die daraus erwachsenden Lasten^entsprechend der Leistungsfähigkeit der BeooHAung auf eine möglichst breite Grundlage zu stellen haben. 3n ähnlicher Weise kann bu Vereinheitlichung des Reichs auf dem Gebiet« der Rechtspflege zu recht erheblichen Grsparniffen führen. Die verbesserten Verkehrsb Ziehungen ermöglichen hier ähnlich wie auf dem Gebiete der Verwaltung die önttotdlung der Rechtspflege in der unteren Instanz zu größeren und daher wirtichafllicher arbeitenden Einheiten. Es wird zu erstreben sein, daß die gesamte Zivilrechtöpslege der unteren Instanz durch Sinzelrichler erfolgt, die lediglich in besonders gearteten Angelegenheiten (z. D. Arbeit-fachen. Handelssachen usw.) ehrenamtliche Beisitzer aus dem Stand der Sach- und Fachkundigen zu Kollegien erweitern werden. DaS System des Einzelrichters ermöglicht eine große Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit diese- Systems. Wenn die unterste Instanz al- Landgericht gedacht wird, welche- mehrer» Land- und Stadtkreise umfaßt, so kann durch ständige DerichtSdeputativnen an ent- legeneren oder besonders wichtigen einzelnen Plätzen eine etwa erwünscht erscheinend« Dezentralisation erreicht werden. Eine große Anzahl von Amtsgerichten ist in einzelnen Ländern vorhanden, die keine volle Ausnutzung der darin beschäftigten Arbeitskräfte gestatten, deren Einziehung dient dem Interesse der Sparsamkeit und vollen Ausnutzung de- notwendigen Personals. Heber den Landgerichten werden die Ober- landeSge richte stehen: im allgemeinen für iedeS Land eines, nur da, wo besondere Verhältnisse es erforderlich machen, ausnahmsweise mehr. AIS dritte Instanz schließt sich baS Reichs- gericht an, dessen Inanspruchnahme aber auf die Entscheidung solcher Rechtsfragen zu beschränken wäre, die wissenschaftlich streitig und bisher vom Reichsgericht noch nicht entschieden sind. Eine Prüfung unter diesem Gesichtspunkte kann ohne Schwierigkeiten von demjenigen Senat de- OberlandeSgerichts. der da- llrteil spricht, vorgenommen werden. Die Zulässigkeit deS weiteren Rechtsmittels muß durch da- Urteil deS OberlandeSgerichts zum Ausdruck gebracht w. rden. In Strafsachen werden sowohl die Gerichte Erster Instanz (kleine Schöffengerichte) al» die Gerichte Zweiter Instanz eines anffteigenben Liebe »glücke» vor ihm gestanden. 1 .Quand l’amour meurtH, ein himmlisch schöner 'Walzer ist es“, fuhr sie nun fort und sah auf das Bild, das sich ihr auf dem Marktplatze bot. während der Wagen wellerrollte. „Wir haben nach feinen Klängen damals den ersten Walzer zusammen getanzt. Weißt du noch?" 0. er wußte auch das noch. Erinnerte sich auch seines stechenden, plötzlichen Schmerzes, a\:- er, Mclu- fine in den Armen haltend, und ihr leises, süßes Mt'ummen der Melodie hörte, nach dem 71 amen der Weile fragte. Cnstann sich seines schmerzlichen inner« lichen Amlehnens, al» er erfuhr, daß er unter der schrnerzlich-fühen Weife „Wenn die Liebe stirbt" zum ersten Male sein junges Liebesglück im Arme gehalten. „Wenn die Liebe stirbt!" — In all fein erneute» innere» Aufbäumen „Es kann nicht sein! Das darf nicht kommen!" — senkte sich jetzt wie ein grauer Schleier die Ahnung, daß es vielleicht doch so kommen würde —! Unbcfinicrbar fein war diele Ahnung. Und doch kam sie heran wie eine feine, jch-er unfaßbare Nebelwand. Er redete sich ein: ihr nicht verübeln zu bürien, wenn sie beut für fein persönliches Ergehen weniger Anteilnahme bezeigte. Ihr frommen galt ihrem Bruder! Galt der Möglichkeit, ihn vielleicht yim letzten Male zu sehen. Stark rang er allen inneren Seelen'chmerz, alle persönliche Enttäuschung nieder. In jedem 3oll war er, als der Wagen nun in den blumcngeichmückten Borgarten de» Lazarette» einroUte, nur brr junge Freund, der ritterlich die Schwester seines Freundes geleitete und ihr die Dege zeigte. Eine Nonne im dunkelbraunen faltigen Gewand itieg gerade die Stufen der kleinen Freitreppe herab. Es war nur Zufall. Die Baronesse ober glaubte, es sei zu ihrer Begrüßung. Und da sie da- Abzeichen der Oberin, das goldene jkntzifir, auf der Brust der Nonne erblickte, beugte sie sich zum Hand- hdte nieder. Die Oberin neigt? sich mit ihrem seinen, durchgeistigten Gesicht, in dem em paar dunkle Oldenburg, haben ihre eigenen O0erlandesgerich«« Bayern hat sogar deren fünf und dazu noch ein Oberste» LandeSgertcht. während sich Sachsen mit einem einzigen Obrrlandesaer.chi begnügt und in Preußen em solche» auf jede Prvv.nz entfällt. Die Vere nde.Eichung de» Reich» würde auch eine ganz erb»bliche Ersparnis in dem Ausbau der Reichsfinanzverwaltung ermöglichen Für jeden Stadt- bzw OanMrcie wird ein einzige» Finanzamt genügen und damit c.ne groftc An^bl kleinerer Finanzämter entbehrlich werden. Diese» Finanzamt hätte zugl.tch sämtliche Steuern und andere öffentliche Abgaben der Länder und Gemeinden einzuziehen und abzurechnen- e» würde jedem Steuerpflichtigen auf einem einzigen Steuerzettel seine sämtlichen Verdmdttch- feiten abzurechnen haben, sämtliche Rmmerg#dk für Brouzwecke 27 bis 20; Hofer, inländischer, 22,75 bi» 24. Ma.- (gelb), für Futterzwecke, 2*».75; Mais (gelb), für andere Zweck. 21J“; Weizemneht. fad- deutsches Spezial0. 37 lns 37Fö; Roggenmehl 15 bis 35,75 WetzenNeie 14 bi» 14,25; Rogqenklei» 15.25 bis 15.50 Mark frankfurter Schlachtvieh markt. Frankfurt a. M., 12. Ian. Auftrieb: 67 Rinder, 71 Kalber, 279 Schafe und 212 Schweine Cs notierten Halber: beste Mast und Saugkälber 73 bi» 76 Mark; mittlere Mast und Saugkälber 66 bl» 72. geringe Halber 55 bis 65 — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mafthammel lWeidemast) 46 bis 50; mittlere Mastlämmer, altere Matthammel und gut genährte Schafe 38 bi» 4-5; fleischiges Schaf - oieh 2* bis 37 — Markt verlauf: In Schweinen unterblieb die Notiz wegen des schwachen Auftrieb». Kälber ruhig, Schafe mastig rege und ausverkauft. Berliner Produktenbörse. Berlin. 11. Ian. Bom Auslande lagen wiederum fchwaä-ere Meldungen vor, die Offerten für Brotgetreide waren teilweise recht erheblich ermäßigt, vor allem zeigt sich auch die zweite Hand stärker verkaufswilliq Die Provinz ist gleichfalls mit stärkere^ Angebot in Brotgetreide am Markte, die Offenen find zwar teilweise zimlich stark ermäßigt, aber das Kaufinteresse beschränkt llch bei 1 bis 2 Mark billigeren P reif en auf beste Qualitäten. In erster Linie bleibt da« schlechte Mehl- geschäit für die 'chwache Grundftimmung nerant» wörtlich, verschiedentlich wird aber auch darauf verwiesen, dast bei Anhalten des milden Wetters bald mit freier Schiffahrt gerechnet werden könne, was die Versorgung auf dem billigeren Wasferw'ge wieder ermögliche. Am Lieferungsmarkt erfuhren die Preise gleichfalls Rückgänge von 1 bis 1.25 Mark. Das Mehlgefchätt blieb schwierig, auch weitere Preisermäßigungen vermochten die Kaufl.ift nicht anzureaen. Iw Verhältnis zum Brotgetreidemarkt war Futtergetreide recht gut gehalten. f)afcr ist weniger reichlich angeboten und begegnet besserer Nachfrage. Bon Gersten sind gute Brau- und Industriequalitäten knapp offeriert und lebhaft gefragt, während abfallende Sorten weiter vernachlässigt liegen. Cs notierten (IOih)kg): Weizen, mär- kischer, (74,5-kg bl-Gewicht), 232 bis 235, März 267,50 bis 267,25 bis 267,50, Mai 275 bi» 274L" bis 274,75 (Geld), Juli 277,75 (matter); Roggen, märkischer (69.kg/stl Gewicht), 234 bis 237, Marz 259,50 bis 260. Mai 264,75 bis 265.75, Juli 255 vis 255,75 (Brief); Sommergerste 220 bis 266; Hafer, märkischer, 200 bis 211, März 227 bis 227.25 (Geld), Mai 235,50; Mais, prompt Berlin, 219 bis 221 (ohne Bezugsschein); Raps 345 bis 350 (ruhig); (100 kg): Weizenmehl 30 bis 34 (ruhig); Roggenmehl 31 bis 33,75 (ruhig); Weizenkleie 15 (ruhig); Roggenkleie 15 (ruhig)iBiktoriaerbsen 51 bis 57; kleine Speijeerbfen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 24; Lupinen, blaue, 14 bis 14,75, Lupinen, gelbe, 15,70 bis 16,10; Serradelle, neue, 21 bis 25; Rapskuchen 19,70 bis 19,80; Leinkuchen 22,10 bis 22,40; Trockenschniyel 12.20 bis 12,40; Soyaschrot 21,10 bis 21,60; Kartoffelflocken 23,70 bis 24 Mark. Kirche und Schule. -L Ridda, 10. Gart Am Montagvormittag fand hier in der .Traube" die AeujahrS- konferenz der Geistlichen des evan- gelischen Dekanats Aibda statt. Die Geistlichen waren fast vollzählig erschienen. D.e Konferenz, der auch der Lupirintendent Ober- kirchenrat Wagner- Gießen, beiwohnte, wurde mit Lchristlesung und Gebet von Pfarrer Dr. Hehmann - Rodheim eröffnet Sodann begrüßte Dekan Lcriba alle Erschienenen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Zahr alle Amtsbrüder im Amt und auch in der brüderlichen Zusammenarbeit ein gut Stück vorwärts bringen möge. ES folgte hi' Erl?digung und Besprechung wich'iger geschäftlicher Ang leg m heilen. 11. a. teilte der Vorsitzende mit, daß vom 21.3a- nuar bis Anfang Februar Mission.ir Sauf» Frankfurt eine M i f s i v n S r e i s e durch d.e Dekanatsgemeinden unternimmt. Die neuen statistischen Tabellen, sowie die B.rteilung der ÄoUeften wurden besprochen, ebenso die Hilfe für die ruffischen AmtSbrüder. Pfarrer Dr. H e h- mann referierte fachkundigft über den Entwurf eines Kirch engefetzes die Erhaltung der kirchlichen Ordnung betr ffenb. Zu dem Referat gab Oberkirchenrat Wagner wert- ---- - - - - voll« ®rgän3.3 19b 37 Ito »j 131 13* in ir.i; 73.3* . .s V . 31.4 16.« «o.n 134.73 II« 3 31.63 16 i bdiiuj- >-Uhr- ISdj.ufc »njaeg Hur» | M-ir» Hur» 0<6eUbtt4 Toe#*Oefrr Cfhrrrfr Olcniflofl..... «tiikti........ . . . .ya*toft . U6adat?rnburafr BafTn • r-’aurr Tctinkr UMarrn flMrrwCTtf flUort n>d» rwtn .Var HtnemtiMl Crrnft-tn 3 Korvel ytntr ^'tnann t-.-ntcr» lir» VoBxaa-'ttcQotn . Wr :nf< V *nce itlatM 111,73 943.3 431 l.»3 13.63 WoeOhfim.t« t-iet-C- ■tl< Trutl^r «ri»Uan8 fMnn t yrrltnrt ♦erledig. • .'"mm- Q'i» fnDdt.t Duld nut Nuelv« -S'tDtei; TeKal. obre Null I.«echten . Ürontf ho, -Bk. Eo »vt iint,1ndb..e M» iwij * . , SMiui»« Dop-«aut tiqo •»('.tipt r * ♦ ab« »MhtfgfrCb- ItOatioitfu. tu.twllbar '*• SchioeU funde«k In,. «% CenmtamDe «olOite •W1 CefterT ttt eilberrte CeOemi* ein <•" r seev?',, P,0 S C'"che ? raunt» dien tu tn-taW .0 II I. 12 1. I 11. 1. tuet» 17» IM 71 tl.l* 3». 1.1 Berlin «nlünq tiue» Rnr IKanl etoet 7 Ct*dSiel ftirnO. vedart o Cter1»le' Äot«trerfe v 3 o-iNfun a. 1*1 Berlin 1-Ubr- »b Xnleng Mir« «er- Muri Mim Datum: 11. 1. II. 1. 1 11- L 121 svtlwv Oi-umann . 6ethelberaer »emenr . . Sement Wartftatr „ i.‘aot 1 ftretra- IM 144 1*1 । 111 141 hö.ti 14a 169 lks.5 l«9 IV, -3 IM? • 172 3 811 813.3 314 I 127 12» 73 279,23 2VI 5 17» •— — 130 - — lll *■ 174 25 d» IO IM 2!U 2S2 5 * 1*73 17f •— 170 102.3 io;, ti 103.23 l> 23 187 .-3 113 75 • — 136 111 14a i«; IM. 3 IX. 73 * 13! |1 * * m *- 1» Ito. 73 w- — 132 3 13* r 13, lll 23 1*4. V. in.73 113.33 — — ’-#.7'> am- ■w | 101.3 iou.:i 1*1.11 3M .14 5 .43 73 IE 1*1.23 IM). 73 107 1*3 IU.23 * II «J 9 17» • 17*.5 1*. IM |v H* — fiVT, 877,3 p71.Su IX- 3* IM 117 9 117.73 M.3 »7 73 U. Jan 13. Jan. »mtltch. evrt '-‘."i'ntng Frie- ÄmrttD- Wotiermeg ^lv er U» ls f«l 1" >1 —TWTT" Aeen-ltrrl 1.7*9 M.M 1.79) 1.712 I.7W ttrl-lana »N.4f, 34.413 texn^- lll.lo II2.3* 111.71 117.41 111.33 111,41 111.71 etoHjlai 118.<2 I 1 .DI Il3,"l IU.i>. tekins'ffrt 10.M 10.M l«,M2 lu.Mz Jwtira . 21.11, C.G3 a.r"i 22.243 ®.44t tv tn. «3« 80.1* •Reewrf . . 4.1130 1.»» 4. IB4 4.20 1*4» w.B« ie.41 w.w 14.413 «0 Hi >4.335 1.i.<13 eea-Ire . twe . . . N'.O de 3«: tivfr.tnl. 71.» 1.172 1.301 72.31 1,17- 71 LW* 71.C« 1.17» 4.UI u.3fc. ».*•*» C<*. et^el ^0.17 *.■» ’A.Te VS.lt trat wjru» ■ U.43 12.4. U.tk, 12.433 7.1- fll • ;.$•.«ü «1.4» 3.180 M.»3 i. IM M.77 1.183 »LU .'.liG Kttn >.>l !.«»• 3.411 S *2* -Urtebe 1.147 1.1' 4.1*9 । Nr, ■« . 4.274 4.toi 4,£y 4. SM wtre »17 ZI 01 W.177 II.OI* . . 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