Nr. 214 erster Blaff 178. Jahrgang Dienstag, ff. September 1928 Hr|*etBi I6glt*»e^n Smmiag» Jerrta^t. BeUaye: ®ieb«*rT f)»pfemlfl, Platzvorschrift 30*. mehr, ffbefrebakteet; Dr. tVnebr. T3iQ>. Longe. Derantwonlich für Voltnil Dr. JJr. öilb- Lange - ftr jeeiueton Dr. Hortet, ftr den übrigen Teil Emft Viumschern: ftr den 5ln- leigentril flurt hillmann, lümlitch in Bietzen. Heftige Ausfälle Briands gegen Deutschland. persönlicher Angriff gegen Reichskanzler Müller. — Will Briand die Verständigung sabotieren? Da« mar gestern ein schwarzer lag In Genf, an dem Briand auf die 71«be de» Reichskanzler» Müller «rimbrri hat. Dir denken zurück an die ganze Anzahl prächtiger Reden, die Briand in Genf im Völkerbund und im Lolkerbundsrat gehatten hat, namentlich an die, al» vor zwei Jahren Streif mann leinen Einzug in den Völkerbund hielt. Damals fiel van Briand» Lippen da» Dorf: „Fort mit den Kanonen! Hort mit den Ma- fd)inengeroebrenl W i r wollen nur dem Erleben bienen! Am Montag hat er in Genf au» einer ganz anberen fonart gesprochen. Unb nun bränat sich die Frage auf: wer i ft der wahre Brianb? Derjenige, ber vor zwei Jahren so warme Worte ber Freund- schäft unb de» Frieben» fanb, ober derjenige, der im Jahre 1928 dem deutschen Reichskanzler vorzu- halten wagt, daß es sich Jn Genf nicht um eine Internationale der Parteien, fonbcm um eine Internationale der Völker handelt? Die Rede, die unter Reichskanzler vorige Woche gehalten hat, war ficherlich keine Partei- politische, keine von ausgesprochen sozial- 9 demokratischen Gedanken getragene Rede Die w Qluflfubrungcn über die allgemeine Ab - r ü ft u n g al« Folge der deutschen auf Grund de« Friedensdiktats von Versailles beschränkt sich nicht auf Me lozlaldemokralilche Partei, sondern sie wird von allen überhaupt ernst zu nehmenden Parteien in Deutschland gestellt. Aber diese Antwort Briand« werden die Sozialdemokraten am allertoemgften erwartet haben. Für uns treten in diesem Augenblick parteipolitische Erwägungen zurück, Io verlockend eS ja auch fein könnte, daran zu erinnern, daß die Sozialdemokraten tm Wahlkampf ihren Sieg alS die Vorbedingung für die Verständigung mit Frankreich hm gestellt haben. Die Antwort, die ihnen Briand jetzt erteilt hat, ist fo deutlich, bah diele Hoffnung der Sozialdemokraten nun endgültig begraben werden muh Wenn acht eine gründliche Korrektur der Rede Vriands ein tritt — und das ist nicht zu erwarten! — dann werden wir uns von nun an wohl zu Frankreich und besonders zu Vrianb ganz anders stellen müssen, als es bisher der Thrll war. Briand hat einen tiefen Griff in die Rüstkammer der französischen Chauvinisten getan. Es ist im höchsten Grade befremdend unb verwunderlich, von ihm zu hören, dah allerdings wohl Deutschland abgerüftet habe, dah dber noch vor zwei Jahren diese Abrüstung unvollkommen war. Soviel sollte $crr Briand auch heute wissen, dah die letzten Forderungen. die von der im Sterben liegenden interalliierten Militärkontrollkommission erhoben tmiAen, einfach nur Lappalien und Kindereien waren, die ein ernsthafter Mensch nicht ernst zu nehmen vermochte. Deutschlands Abrüstung ist seit einer Reihe von Jahren so vollständ.g, wie Re vollständiger nicht sein kann. Unb nun müssen wcr g.'tabc aus Briand« Munde die höhnischen Worte hören. daZ deutsche Heer bestehe aus 100 000 ausgcze.chneten Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten. die nur als Rahmen zu betrachten leien und jederzeit sofort mit em em gewaltigen Heer ausgefüllt werden könnten. Daß w:r seit zehn Jahren, mit Ausnahme der in die Reichswehr von 100 000 Mann eingestellten Leute, keine Rekruten ausgebildet haben, dah allo die zehn jüngsten Jahrgänge vollkommen au«f allen würden, und das, die älteren feit zehn Jahren keine Uchung mitgemacht haben, sind Kleinigkeiten, die dem ..groben Sachverständigen' Briand entgangen finb. Und es klingt weiter wie Hohn, wenn der französische Auhenminister erhärt, Deutsch- Tanb habe durch die Schaffung einer gewaltigen Handelsflotte auS dem RichtS eine fo grobe Leistungsfähigkeit bewiesen, dah man ihm auch auf dem Gebiete der Erzeugung von Kriegs- material alles girtrauen könne. Auch hier hat Briand völlig vergeffen. mit welcher Gründlichkeit die interallner'e Mllitärkontrollkommcf- fion dafür gesorgt hat, dah alle Möglichkeiten Hk die Herstellung von Är:e\T« material bi« herunter zu Ferngläsern vernichtet worden sind. Wer vor dem Völkerbund eine solche Rede zu halten imstande ist. der ist nicht der wahre Freund deS Friedens unb der Verständigung, als der sich Herr Briand bisher gegeben hat. Darüber können auch alle schönen Reben*» arten über den Ruhen deS Völkerbünde« unb über ben ÄeHoggtxift richt hinwegtäulchen. Uebri- 6«ns mag in die'ern Zusammenhang auch erwähnt werden, dah sowohl in Paris wie in London die Meldungen englischer Blätter, dah das Flo ttc na bk omm cn zwischen beiden Mächten zurückgezogen werden solle, sehr energisch dementiert werden. Wer» man dazu noch die Rede eine* anbarn französischen , Friedensfreundes". deS Herrn Pa inleve, bei einer Feier zur Gr:nner«tg an die Marneschlacht und helfen Teilnahme an den grohen Marrövern im besetzten Gebiet, allo auf deutschem Boden, hinzufügt, dann hat man ein vollkommenes Bill) von der FriebenSbereitschaft Frankreichs und England«. Auch die scharfe Absage Briand« an den Reichskanzler m bezug auf den Schutz der nationalen Minderhecten war ebenso niederschmetternd, wie die Ablage in der Abrüstungsfrage Aus der Aeuherung. mit dem Schutz der Thnberberten dürfe kein Schild für dunkle Bestnebcmgen, fern Deckmantel für den Krieg geschaffen werden, und feine Rücksicht dürfe über diese Rücksicht auf die Erhaltung des Friedens gehen, sprechen die Minister der Kleinen Ontente, vor allen Dingen Polen- und Rumäniens. Es ist besonders l*ezelchnend, das, diese Ausführungen DrisnbS besonderen Bersall bei der Delegation Rumänien« sanden, wo die nationalen Minderheiten ebenso scharf geknechtet werden, wie in Polen und Italien. Wenn die Verhandlungen über die Räumung de« Rheinlands von Briand und den Vertretern der andern Mächte in dem Geist geführt werden, der sich am Montag in der Rede Briand« offenbart hat, bann ist e« besser, überhaupt nicht erst zu beginnen. Die denkwürdige Sitzung. Genf, 10. Sept. (WTD.) In der heutigen Vollversammlung des Völkerbundes nahm der Außenminister Briand daS Wort, der unter lebhaftem Beifall des vollbesetzten Hause« die Rednertribüne bestieg. Briand gab zunächst ein sehr starkes persönliche- Be- kenntnis zum Völkerbund ab. ber einzigen Zufluchtsstätte gegen den Krieg. Jede Verringerung de« Vertrauen« in ben Völkerbund fei ein Werk, bas gegen den Frieden gerichtet fei. und niemal« werde er sich deshalb dazu hergeben, da« Werk de« Völkerbundes zu verkleinern. Eine intellektuelle Pilgerfahrt zurück in die Zeiten der Unruhe und ilnbeftänblgfeit, tn denen ber Völkerbund gegründet wurde, zeige am besten, wa« durch den Völkerbund erreicht wurde, ohne dessen Bestehen sich der französische Auhen- minifter mit ben deutschen Regierung-Vertretern nicht rqjclmäfyig treffen würde, ohne den es feinen Locarno-Pakt und keinen Pakt von Pari- geben würde. Briand wandte sich dann unter deutlichen Anspielungen auf da- Rheinland- Problem, das er jedoch nicht nannte, direkt an den deutschen Reichskanzler, um auSzusuhren. dah die in gewissen Ländern vorhandene Ungebulb durchau- verständlich sei. Hiergegen iet aber nicht die Internationale einer Partei, sondern bk Internationale der Rationen und Völker an der Arbeit, und wenn sich Schwierigkeiten unb Hindernisse einstellen, so sei da- Wesentliche, dah man daS gemeinsame Ziel vor Augen habe. Wenn man auf dem richtigen Wege sei, und der Völkerbund sei auf diesem Wege, so komme man zum Ziele. (Sine Gesellschaft von 50 Personen fei naturgemäß gezwungen, langsam und vorsichtig vorwärts zu gehen, um einen tödlichen Sturz zu vermeiden. Wenn man ihm den Vorwurf gemacht habe, dah er rascher mit den Worten. al« mit ben Taten sei. und wenn auch der Reichskanzler eine solche Wendung in seiner Rede gebraucht habe, so glaube er diesen Vorwurf nicht verdient zu haben. Locarno-Pakt und Kellogg-Palt seien keine Worte, sondern Taten. Der ungeduldigen öffentlichen Meinung müße man zu verstehen geben, dah die (Erfüllung ihrer Wünsche auf dem Wege de« Fortschreiten« ist. Es sei nicht richtig, dah di? R ü ft u n g c n gegenüber früher erhöht wurden. Wit einer deutlichen Anspielung auf Rußland sagte Briand. nur ein Land in Guropa weise einen gewaltigen Zuwachs an Rüstung«- und Men» schenmaterial auf. Wenn dec Rcich»kanzter sage, bah vcutschland bk Abrüstung vollzogen habe unb frage, warum unter biesen Umständen die anberen unb namentlich Frankreich nicht auch abrüflen. so müsse er sagen, bah ber jetzige Zustand erst seit zwei Iahrcn bestehe unb vorher bk Dinge wesentlich ander» gelegen haben, wenn früher bk Kbrüftunn»arbciteu gehemmt waren, so nur deshalb, weil gewisse Staaten nicht die Eile gezeigt haben, die für die Erfüllung ihrer Bet- pslichtungen notwendig gewesen wäre. E» gibt kein Bolt, da» völlig abgerüstel ist. Luch von Veulschlanb, mit einer so vorzüglichen Labre al» Heer, mit einer so prächllgen Menschen- reserve, mit einer solchen Aktion»- unb Organl- sationsfähigkcil, könne man nicht sagen, dah e» vollkommen abgerüstet sei. (Ein so machtvolles Land mit einer solchen Industrie, mit solchen Möglichkeiten, mit dem erfinderischen Geist einer Raste, die fähig war, durch sein konstruktives Genie bereits heute wieder eine Handels- marine zu Haden, die zu ben ersten ber Welt -ähltz könne schnell wieder ihren Erfindergeist für Rüstung»zwecke umstellen. Das notwendig ist, ist ber Dille ber Völker, ihre Fähigkeiten unb ihre Gaben in den Dienst des Friedens zu stellen. Der Friedenswille fft eine zarte Blüte, die enstprechend gepflegt werden muh, damit sie nicht welkt. Die Internationale der Völler besteht heute in Genf, unb an dem Tage, wo sie untergeben würde, mühte man mit einer grauenhaften Umwälzung rechnen, die die ^anze heutige fiultur unter sich begraben würd' »yür ben Beweis des guten Willens zur Angleichung ber Interessen führte Srionb bas eng. lisch-französische Flottenkompromiß an. ba» nur eine Angleichung ber G e - | i ch t - p u n k t e bedeute, die die Möglichkeit für die Arbeiten de» Vorbereitenden Ausschußes Ichassen soll. Dir haben, erklärte Briand, kein Glück bannt gehabt- denn sofort ist man mit Mißtrauen unb Verdächtigungen umgeben worben Wie ber Reich»- kanzler, so wolle ieder die Abrüstung im Sinne de» Artikel» 8 des Paktes, (£» wäre eine Entehrung für jeben, ber sie nicht wolle. Da» in biefem Ar- titel geschrieben sei, müße burchgeführt werden, dlh. die Länder wüsten ihre Abrüstung in Ueberein- stimmung mit ihrer Sicherheit realisieren. Bereits jetzt sei ein großer Teil der Befürchtungen behoben: denn da» Rüstung«tocttrennen sei endlich eingestellt worden. Die Völkerbunds- Versammlung Dürfe c« sich al« Ehre an rechn en, daß der AörüstungSgedanke immer mehr Gestalt gewinnt. Briand erinnerte tn diesem Zusammenhang auch an die Arbeit de« ReichS- auhenministerS Dr. Strefemann, dessen Fernsein er unter dem Beifall der Versammlung bedauerte. Schließlich ging Briand dann auf da« Minderheitenproblem ein. um zu erklären, daß der Völkerbund diese heikle Frage bestimmt nicht in den Hintergrund treten lassen werde. Dor dem Kriege konnte man 100 Millionen Minderheiten zählen, um deren Stimme sich aber niemand getümmert hat, weil eS keinen Völkerbund gab. Heute aber zähle man nur 20 Millionen, und der Völkerbund beschäs- tißc sich gewissenhaft mit ihnen. Aus keinen Fall dürfe diese- heikle Problem zu Erschütterungen der Regierungen ftihren und die Arbeiten deS Völkerbunde- bedrohen. GS dürfe sich auch nicht zu einem neuen Faktor der Unsicherheit auswachsen: denn der Frieden müsse alles beherrschen. und wenn sich einzelne berechtigte Forderungen ergeben sollten, so würde er ihnen dennoch Schweigen gebieten, sobald sie den Frieden zu erschüttern geeignet wären. Die Abrüstung, so schloß Briand, maß geregelt merben, unb wa» im gegenwärtigen Augenblick Zv regeln ist, kann unb muh geschehen. Heute haben bk Völker bk Rüstungskosten bereit» nicht mehr zu fürchten: aber die Atmosphäre ber Sicherheit unb be» Jrkben» barf, wenn auf biesem Wege weitere Fortschritte gemacht werben sollen, nicht durch irgendwelche unbedachten propagandistischen Aktionen gestört werden. Die Rede Briand« fand sehr lebhaften Beifall. Zahlreiche Delegierte beglückwünschten den französischen Außenminister. Bei der deutschen Delegation regte sich nach dieser Rede verständlichrrweise keine Hand. Auch bei verschiedenen anderen Delegationen, besonder- bei denen der nordischen Länder, war kein Zeichen eine« Beifalls zu entdecken. Starkes Befremden der deutschen Delegation. G e n f, 10. Sept. (WTB.) Da« Bef rem den, da« die Rede Briand« hx den Kreisen der deutschen Delegation hervorgerufen hat, geht vor allem darauf zurück, daß der französische Außenminister seinen Angriff gegen den Reichskanzler persönlich gerichtet hat. Da« wird um so unliebsamer empfunden, al- der Kanzler in feiner Rede vor der Bundesversammlung da« Versagen der Abrüstungsaktion de« Völkerbünde« gana allgemein und objektiv dargestellt hat und sich dabei nicht eNva an die Adresse Frankreich«, sondern an die be« Völkerbundes wandte. Auch hatte der ReichS- kanzler keineswegs von dem Doppelgesicht der französischen Politik gesprochen, fondern davon. daß es nicht verwunderlich wäre, wenn schließlich der Mann au« dem Volle dazu kommen würde, ein Doppelgesicht der Internationalen Politik der Regierungen zu konstatieren. Man kann auch nicht verstehen, dah sich der französische Außenminister an den Reichskanzler als Vertreter einer Partei wandte, da der Reichskanzler zweffelloS eine ganz andere Sprache geffihr: hatte, toenn er nicht in seiner Eigmschaft al« Regierungschef gelprrchen halte Sie Aus'ich run gen Briand- werden übrigen« nicht unwidersprochen bleiben. Wie zuverlässig verlautet, wird ein Mitglied der deutschen Delegation, vielleicht ein Parlamen.arier. bei $>afknber Gelegenheit von ber gleichen Stelle au« vor ber Dölker- bunbSversammlung auf die heutige Rede Briand« antworten. Siaaiesekreiär v. Schubert bei Briand. Berlin, 10. Sept. (Priv.-Inform.) In Ber- Imer politischen Kreisen hat die heurige Rede Briand «zur 2fbrüfhmg«frage, davon namentlich die Stellen die fich auf Deutschland bezogen, lebhafte Lleberraschuna und Erstaunen hervvrgerufen. Rach Informationen aus Genf hat die deutsche Delegation heute abend cme Sitzung abgehalten, außerdem hat Staatssekretär v. Schubert eine Unterredung mit Brian d gehabt. Der französische Austen- mtnifter wird beute abend noch die Weltpreis empfangen, um ihr neue Orflärungcn ab- tu geben. Es fft wohl anzunehnten. daß bvfee »mpsang unb Me Unterrcbimq zwischen Staat«» fefnetär v. Schubert und Briand nicht ohne Zusammenhang find. Don deutscher Seite wird aber auf die Rede Briand« auch nod) geantwortet werden, und zwar nicht erst tn der Ab- rüstungskomnnffion, sondern bereits in der Debatte der Böllerbundsvollversammlung. und zwar fft anzunehmen. daß ber deutsche Standpunkt in ber Schlußaussprache, also in etwa acht Tagen, zum Ausdruck gebracht werden wird. Niederschmetternder Eindruck in Genf. Genf, 10 Sept. (XU.) Die große Rede Briand« in ber Dormittagsfitzung der Völkerbund« Versammlung am Montag steht augenblicklich im Vordergrund be« allgemeinen Interesse« und wird in allen DelegativnSkreisen aus ba fl eingehendste erörtert, ba man sich über die Ursache de« ungewöhnlich schorlen unb z tz n i- schen Tone« Briand« gegenüber Deutschland wenig tm Klaren ist. Allgemein Hal jcbcnfallJ die Rede DriandS große« Befremden und Erstaunen hervorgerusen. Man weist darauf bin, daß gerade heute der zweite Jahrestag de« Eintritts Deutschlande in ben Völkerbund ist, unb hebt den schroffen Gegensatz zu der damaligen Begrü» ßung-rebe Briand« unb seiner heutigen Rede hervor. Die Rede Briand- wird al« besonder« unerklärlich erachtet im Hinblick auf die gegenwärtig laufenden Räumung«verhand- lungen, auf die die Erklärungen Briand« naturgemäß nicht ohne Rückwirkung bleiben können. Jn Kreisen der deutschen Delegation kgl man sich In der Beurteilung der Rebe Briand» größte .Zurückhaltung auf. jedoch bestehl der Eindruck, daß dne derartige Rebe Briand» in keiner Welfe er wartet worden war und al» ein wenig glückliche» Zeichen für die weiteren Räumung»oerhandlungen angesehen wird. 6« muß jedenfalls au« den Erklärungen DriandS ber Schluß gezogen werden, daß man nach bem Abschluß deS englisch-französIschen Flottenab- Dommen«. das nach wie vor von englischer und französischer Seite voll aufrechterhalten wird, in Pari« an einer wirklichen Verständigung mit Deutschland nicht mehr interessiert ist und eS dahTr nicht mehr für notwendig erachtet, die erforderliche Rücksicht aus die bevorstehenden deuffch-sranzöü'chcn Räu- mungsVerhandlungen zu nehmen. Unter diesen Umständen müssen die Aussichten ber gegenwärtigen Derhandllingen zwischen Deutschland und den Alliierten über die Rheinlandräumung eine wenig günstige Verschärfung erfahren. .Journal be Denöve" hebt in dem Sitzungsbericht die eisige Aufnahme der Rede Dri and« bei der deutschen Delegation hervor, unb erklärt sodann In einer kurzen redaktionellen Stlllungnahme, die große« Aussehen erregt hat, dah al» Folge ber Rebe Briand» ber Einbruch be» peffimi»mu» in ber ganzen Wett zu befürchten wäre. Die unerklärliche Schärfe der Rede Briand« habe allgemein großes Erstaunen hervorgerusen. DaS .Journal de Genöve" betont, e« falle ihm schwer, zu glauben, dah Briand auf b:e e Weise wirklich einen Rückzug ber Politik habe einleiten wollen, die mit seinem eigenen Rainen txTbunbcn sei. Erklärungen Briands über seine Rede. Genf, 10. Sept. (XU.) Außenminister Briand empfing am Montag abend die in Genf anwesenden uJertreter der Weltpresse. Seine Ausführungen ga.tm aus'chiöstlich einer näheren Erläuterung lc.net hrutigen Rede in ber Vollversammlung. Et betonte zunächst, dah er nur auf da« geantwortet habe, waS vor ihm gesagt worben fei. 3m Völkerbund herrsche Frechr.t ber Rede. waS er besonder« hoch schätze. Sr habe stets den Standpunkt vertreten, dah die Abrüstung nur langsam und nicht ohne vielsache Enttäuschungen für die Völler werde gelöst werden tarnen. Auch der Völkerbund fönne nicht schneller gehen, al« die Entwicklung ber tatsächlichen Ereignisse. SS sec eine Tatsache, daß die 2lbrüstung. richtiger die Herabsetzung der Rüstungen in Deutschland lange Zeit in Anspruch genommen habe und auf starken W.verstand im Lcrnde gestoßen sei. Hierüber könne man sich keine Illusionen machen. Veulschlanb habe eine Labre-Armee, hinter ber ein unermeßliche» „Reservoir" an Menschen stehe, bk am Kriege leilnahmen unb ausgebildete Soldaten seien. E» bestehe kein Zweifel, bah veuffchland heute, wenn es wollte, was er allerdings nicht glaube, einen Krieg führen könnte. Die gleichen Jobrlfm, die Henle Frieden-- Produkte herftellten, könnten bedauerlicherweise auch Kriegszwecken dienen. Line vollständige Abrüstung im wahren Sinne des Lories wurde niemals möglich fein. Es sei ihm unbegreiflich, aus welchen Gründen in gewißen Streifen fein« heutige Rede so große Aufregung heroorgerusen habe. Man dürfe in feine Worte nicht mehr hineinlegen, als er gesagt habe. Der Reichskanzler sei ein Mann von kaltem Blut und würde nickst die Nerven verlieren. Die verband- langen würden weitergehen. Er habe nicht dis Absicht gehabt, m seiner Rede einen Argwohn Ausbruch 311 geben; wenn auch in höflicher form, so iei ihm doch gesagt worden, man dürfe ein einmal gesteckte- Ziel nicht auf zwei verschiedenen Wegen zu erreichen suchen. Er habe in den letzten Jahren nur den einen Weg zur Erreichung des Friedens beschritten: der Friedenswille der Völker fei die einzig« Realität, mit der man rechnen könne. Aach einer Wiederholung feiner Ausführungen über daS englisch-französische Flottenabkommen fuhr Briand fort, bah er seit drei Jahren mit Deutschland verhandele. Wenn er erklärt habe, daß Deutschland nicht vollständig obgerüftet sei, so sei die- nur eine Tattachensestftellung. Selbst innerhalb der deutschen Delegation gäbe es gewisse Persönlichkeiten, die erklärt hakten, daß die Abrüstung Deutschland» zu langsam vor sich gegangen sei. Driand unterstrich diese Aeußeruiig mit grohem Nachdruck, öin großes Doll, wie daS deutsche, so luhr er fort, habe immer die Möglichkeit, zum Ärieg zu greifen, wenn nicht der Wille zum Friede« bestehe. Nur im Nahmen des Völker- bundeS könne die wahre Atmosphäre für den Frieden und die Sicherheit geschaffen werden. Gr habe persönlich gegenüber der Person deS deutschen Reichskanzlers daS Bedürfnis empfunden. die entgrgengesetzte Propaganda zu machen. Driand wiederholte hierbei die Erklärungen des Kanzler- über die geringen Aussichten für eine ernsthafte Durchführung der Abrüstung und den Hinweis auf die Enttäuschung vieler Staaten in der Abrüstungsfrage. Das sogenannte potential de gucrre fei sowohl in Deutschland. alS auch in anderen Ländern eine unbestreitbare Tatsache. Driand fragte sodann. waS man unter allgemeiner Abrüstung überhaupt verstehen könne, und beantwortete diese Frage dabin, daß der Dölkerbundspatt in Erkennung der Unmöglich- ke 11 leinet vollen Abrüstung nur von Herabsetzung und Beschränkung der Rüstungen spreche. 0er Eindruck nach der zweiten Briandrede. Dens. 10. Sept (TU.) Die Ausführungen DriandS vor der Weltpresse waren sichtlich von tem Willen getragen, den ungünstigen Eindruck. den seine Rede in vielen Delegstionslrei- fen hinterlassen hat, z u verwischen. Er erwähnte jedoch mit keinem wort den ehrlichen Friedenswillen Deutschland» und die bisherigen deutschen Ceiftungea aus dem (Bebtet der Sicher heil, und zwar bezeichnenderweise weder Locarno noch die Unterzeichnung de» stelloggpakfcs, noch den Beitritt Deutschland» zum Völkerbund. 3rt unterrichteten Kreisen besteht am Montagabend vielfach der Eindruck, daß die Rede DriandS tn erster Linie der Innerpoliti- schen, durch die Kresse um Voincar6 stark gefährdeten Stellung galt und im wesentlichen der Auffalluirg der maßgebenden französi- s dAn Ttilitärfrelfe entsprach. Die Nede soll-ausdrücklich die ßuftimmung des Sozialisten P au l-D onc 0 ur gesunden haben, dessen Einfluß bekanntlich in Pariser Generalstab S- Trei fen sehr weit reicht. Wie weit die Driand- rede Rückwirkungen auf die RäumungsVerhandlungen haben wird, muß zunächst abgewartet werden. QHan rechnet damit, daß die deutsche Dele- gatitm zu der Rede Briands in ben nächsten Tagen Stellung neunen unb die verschiedenen wenn auch vage formuherten Vorwürfe gegen die Person des Reichskan,zlers. sowie gegen die 'Beziehungen Deutschlands zu Sowjetrußland zu- rüdwrikm wird Allgemein muß fastgestellt wer- ben. daß der heutige Tag eine wesentliche Verschorfung der Lage gebracht hat. Trotz der Ausführungen Briands vor der internationalen Presse bleibt der Ve- samterndruck seiner Rede nach wie vor besteben, die gerade in hiesigen Kreisen als e'me täte- Dorische Absage gegenüber Deutsch- and aufgefaßt wird. Berliner preffestimmen. Berlin, 10. Sept. (Prio.-Tel. des WTB.) 3n den bisher vorliegenden Kommentaren der Ber liner Blätter erfahren die Ausführungen des französischen Außenrninifter» Driand vor der Genfer Bölkerbundsversammlung schärf st e Zurück- Weisung. Die „D. 21.3." überschreibt die Rede mit den 'Worten: „Driand führt einen schwer« »Schlag gegen b i c Verständigungspolitik^ Das Blatt faßt den Gesamteindruck der Rede Briands dahin zusammen, daß er eine böse, rechthaberische, ungerechte Rede gehalten habe, die selbst den Schlußstrich unter die vergangenen Jahre ziehe. Sie werde auf lange Zeit hinaus die Basis für politische Erwägungen und Entschlüsse fein. 3n der „©erniania" wird ausgeführt: „Unsere Vermutung beftätigt sich, daß sich in den letzten Wochen viel in b • r Konstellation Eu- rnpas geändert bat. Wir müssen Brtand dankbar fein, baß er feine Meinung nicht hinter feinen bekannten vieldeutigen Paraphrasen versteckt hat, sondern ganz unoerhohlen seine Meinung sagte Das wird vielen Gläubigen eine schwere Enttau- schung, für die internationale Atmosphäre aber eine wohltuende Klärung fein." Der „Bärsen - E 0 urier" schreibt: „Der Eindruck der Rede Briands ist allgemein der, daß sie einen Rückschlag gebracht hat und das Symbol für die veränderte Lage ist. die durch die Annäherung zwischen England und Frankreich gekennzeichnet roirb.“ Die „V 0 ssifche Zeitung" sagt: „Man hätte gewünscht, bie heutige Rebe Briands zu einem großen Teile lieber nicht gehört zu baden Sie wird dem 'Ansehen, dessen sich der französische 2lustenminister bisher bei allen Böltern gleich mäßig erfreut, wenig hinzufugen. aber ihm viele Snmpathien entziehen. Das ift mir mehr als einem Grunde tief bedauerlich." Schweres Eisenbahnunglück in Nähren. Der Schnellzug Prag — Die« — Budapest verunglluki. — Bisher 1S Todesopfer. Leber 70 Verletzte. Prag, 10. Sept. Dav Tschechoslowakische Presic- jureaö meldet ans Brünn: Ja ter Station Saih bei Eunöenbarg ist heute nachmittag um 2 Uhr der Schnellzug Prag — wie» — Baba- pest, der Brünn um 12-52 Uhr verließ, in voller Fahrt a u f einen Güterzug aofgefah- ren. Leide Maschinen wurden schwer beschä- digt. Drei Personenwagen bei Schnellzuge» wurden zertrümmert, ein weiterer Wagen stellte sich t wurde durch bie Wucht de» Anpralles in die Neuerung hineingepreßt und verbrannte. Einzelne schwerverletzt« Personen muhten mit Beilen und Sägen aus ihrer schrecklichen Lage befreit werden. Auf der Strecke liegen zahlreiche Trümmer und Gepäckstücke umher. Die Leichen wurden in das Heizhaus ber Station gebracht und dort untergebracht. Rach dem Zufammenstoß herrschte m der Station eine schreckliche Panik. Frauen suchten ihre Männer und ihre Kinder. Es spielten sich unbeschreibliche Szenen ab. Die Opfer. Die Bergung der Verunglückten war bis 12 Uhr nachts noch nicht beendet. Rach den bi», herigen Feststellungen befinden sich unter den Opfern 0 eS Anglücks die folgmden Reichsdeutschen: Unter den Toten: Reichsbahnsekretär Josef Röhrig (Berlin), Reichsbahnsekretär Alfred Kader (Breslau). Kaufmann Herrn. U r ban (Berlin). Unter den Schwerverletzten: Anna K o h l b e r g, die aus Deutschland stammt, deren Heimatsort aber noch nicht ermittelt werden konnte, unb bie in einem Alter von 46 Jahren steht; Ferdinand Siebte, der zwar als Auslän- der angeführt ist, dem Namen nach aber Reichsdeutscher sein könnte; Ingenieur Seemann (Ber- lin-Schüneberg): Martha Kahler! (Neustadt in Oberschlesien). Unter den Leichtverletzten ist noch ein Herr W i k i s ch aus Breslau angeführt. Nach einer weiteren Meldung aus Prag wurde daS älnglück durch unrichtige Stellung der GinfahrtSweichc verursacht, die der Weichensteller Matthias Dortofic auS Saitz bediente und für die der Weichenauffeher Albrecht F i b i ch auS Lunden bürg verantwortlich ist. Beide wurden sofort vorn Dienst« bis- penfiert. „Oie Stimme pomcarös". London, 11. Sep<. (XU.) Die Rede Briands vor der VölkerbundSversammlung hat auch tn englischen politische« Krei- sen erheblich überrascht. Selbst inttan- servaliven Lager verweist man darauf, bah die Stimme Pvincarvs aus den Worten Briands herauszuhören ist. Sachlich kommt Die Verteidigung des englisch-französischen Flotten- ab kommens ber englischen Politik sehr erwünscht, obwohl dessen Kennzeichnung als ein Fortschritt für die allgemeine Abrüstung durch Briand das Abkommen kaum noch zu decken vermag. Die Unterstreichung der Leistungen Frankreichs auf dem Gebiet der Abrüstung und der Rachdruck, mit dem der französische Außenminister an den Völkerbund als Die wichtigste Maschinerie für Die Erhaltung und Sicherung des Friedens hin- wieS, haben deswegen überrascht, da Briand in Zusammenhang hiermit bie Behauptung auf- stelfte, bah Deutfchlanb nod) nicht vollständig entwaffnet sei. Die fachliche Unhaltbarbeit diefer These wird in Weiten politischen Kreisen zugegeben. Der französische Außenminister hatte aber, wie man annimmt, Pariser Anweisungen auszu- führen. Die Form der Rede wirb außerdem mit den schwebenden Rheinlandverbandlungen in Zusammenhang gebracht, da hinter der Feststellung der französischen Leistungen auf der einen, und der noch nicht vollstünDigen Abrüstung Deutschlands auf der anderen Seite die Absicht vermutet wird, in den Räumungsverhandlungen Die Rollenverteilung des ForDer nDe n zu änDem. 3n Pariser politischen Kreisen wirb Die ReDe BrianbS lebhaft besprochen unb Der Hauptton auf Den Teil Der Rebe gelegt, in Dem ber Qtuöen- Minister von der .öffentlichen Sntwick- fung der Deutschen A r me e“ sprach Man bringt diese Bemerkung BrianDs In Zusammenhang mit der Rede Painleves in Nteau? und glaubt in nationalistischen Kreisen daraus schließen zu können, daß baS zeitliche Zusammentreffen Dieser Hinweise nicht oha« Grund fei. Der .Chitranfigeant" will Daraus tehen, daß Frankreichs Angst vor Deutfchlanb nicht grundlos fei. Englische Kommentare. London. 11. Sept «WTB. Funkspruch.) Brands gestrig« Rede vor der Dölkerbunds- Derfarnmlung erregt das Hauptinteresse der ge- farnt- Presse. Während bie hochkonservative „Morn ingp ost" in Fettdruck verkündet: „Deutschland noch nicht entwaffnet" führt das Arbetterblatt ..Daily H e r a l d" am Kopsende die lleberschrifr ..DieAbrüstungs- konserenz tn Gefahr. Der Tadel wird auf Rußland, Deutschland unb Amerika geworfen." Alic Blätter beschrriben die Bestürzung, die bie Rrbe BriauD» in Deutschland erzeugt habe, ree »te al» ein sehr schwerer Schlag für dte Pattttk Der frauzöfisch deutschen Verständigung angesehen werde. bezeichnet Dr and« „erftaun- Rebe als einen Schlag *ür Deutschland. Der Genfer Bevichterftatter des Daily Telegraph" hebt hervor, daß Briaerd di Grad Celstus am 11. tteptember morgen» 9p Grab Eeistu? Mari- mnm 27,4. Mruunum 7,3 Grab Eelfiu« Sannen- ich-inDauer 4 ehtnhen Aus 6er provinziakbaupfstaN ® 1 ctew, ben 11. 6«»teinfvr 192» Der Zel-fchüh. z3*en un'ctr Jungen» den Gemr.nd.v.^ramfchlsA iu beraten hätten. Dann strichen 1 u sicher zuerst Die eidl< b<< 5< l b < d? j e c n. Dean fit altes sind sie schließlich noch haben uni würben es auch beöiUiflcn meUeifle.i richtiger Buben. Doch ist er aun einmal da Der gestrenge Herr und es gilt, sich ben Verhältnissen an^u* pal en. Daß uni er» Jugrub uu allgemeinen eint Kampfstellung yi diesem Beamten emnimmt versteht sich von selbst, und wehe ihm. wenn et alt ist oder womöglich noch sch echt lieht. Die 3un- aens lind grau am. belonber» wenn sie tm •lauten sind eine Heldentat auMufübcco. Der Feld- schütz ist In den selten Ren Fällen der Sieger. Mir selbst erging es m mtmer Zagender allerdings einmal anders Da stand an der Straße ein Braven strinerbaam — wir Buben kannten natürlich alle guten Sorten —. den wollten wir gleich nach der Schule betuchen. Unsere Bangen 'logen in den Straßengraben, halb war ich ans dem Baum und schüttelte die anderen lasen auf Ganz oben hingen wie Immer. Ne schönsten Während ich höher streg und von neuem schütteln wollte, wurde es auf einmal so verdächtig still unter mir. 34) f*iute hinab in* mußte bemerken baß alle meine Kameraden den Schauplatz verlassen hatten, drüben Iah ich sie durch Ne Wte'cn Hitzen, und eine rauhe Stimme ries von unten .Machst du. daß du heranterkommst. du LausbubI" Der gefürchtete FelNchüv stand mit seinem Stock unter dem Baum &« war Bein guter, und wie er schlug, das wußte ich au» frriabrunjt Wo« sollte ich machen? 3ch hatte Mite Luft, eine Tracht Prügel statt der Aepfel nach Hause zu tragen 3d) blieb also ruhig sitzen, aß ein paar Letzte! und dachte Du stehst mir lange gut. ich habe Zeit. Da« währte nun etwa fünf Minuten. Der Schütz schimpfte and drohte. 3ch blieb fitzen. Brummend wollte er abeieben. und ich glaubte schon, gewonnen zu haben, da fah ich mit Schrecken, wie er meinen Ranzen aus dem Graden aushob Gr rief mir zu: .Den kannst du Nr heute abend bet mir abboten!“ Damit stapfte er dem Dorfe zu. Mir war der Appetit nach Aspirin vergangen. Sehr bedrückt kroch ich vom Baum und schlich nach Haufe. Meine Kameraden kamen und gaben Ratschlage. he wollten den Ranzen rauben usw. Aber e* kam nickte Io schlimm Rachmittags schon fah ich den Flurschiin au» unserem Haufe kommen, und gleich darauf wurde ich von meinem Bater geraten. Der Bonzen war ab-,sieben worden Daß ich mm doch eine Tracht Prügel bekam, war klar Aber mein Batet schlug lange nicht so bart wie der Heldschütz. 3n Dielen Gemeinden machte man je früher meist ältere Männer zu Neidschsttzen. Heutzutage hat sich aber vieles geändert. Man sieht oft sehr junge und rüstige Huker Mit Recht denn dieses Amt erfordert einen ganzen Mann nicht wegen der Knaben. Ne manchmal die Beeren und jetzt Qlebfcl und Birnen naschen, sondern wegen der .großen" Spitzbuben. .Ordnung muß feinr lagen die Landwirte und sie haben ein Recht. zu verlangen daß ihre Fridtrüchte und ihr Obst, so gut es geht, geschützt werben Menn du Bescheid wissen willst über die Bauern und Gärtner eines Dorfes, so frage nur ben erfahrenen Flurschützen. Gr kennt Ne Frühaufsteher. Nc Aachzüglcr; er sieht, wie Ne Aecker bearbeitet werden, et kann Nr erklären, warum da und dort der beste Metzen wächst und warum auf jenen Höhen Nc Pflanzen nicht gebe Iben. Auch die Obflbäume kennt er durch und durch und kann dir gute Sorten empfehlen; denn bah er die Früchte, besonders die frühen, einmal probiert, das kann ihm niemand übeinehmen. So ein bißchen Philosoph ist der Feld- Ichutz auch, denn er muß feinen Dienstgang fast stets allein zurücktegen. höchstens daß ihn fein Hund, zum Leidwesen der Buben, begleitet Auch geboren Ne meisten FekNchützen -- neben ben Mlfcrn — zu den besten Wetterpropheten. 3* habe neulich unfern Flurfchüy in der Morgen sriihe begleitet und einen großen Ge H>iim mit he ungebracht. Ss ging mit darum, die genaue Lage uab bte Hamen der Fluren inicht Ne amtlichen, von den Feldmessern oft verunstalteten! kennen zu lernen. Gr wußte nicht nur ganz alte Bezeichnungen. Ne heute gar nicht mehr gebräuchlich lind, sondern erzählte auch eine ganze Anzahl Geschichten Nc sich da und da abgespielt haben sollen. Biele» war mir bekannt aber doch nicht alles. Als er auf dem Heimweg einige Knaben außen Obstgärten sagte, ohne daß er sie aufschrieb, hörte ich auch feine Meinung über diese Art .Diebstähle". .Willen Sie. Herr X". sagte er. ,nxr find ja auch einmal jung gewesen, und wenn sie es nicht gar zu toll treiben, drücke ich ein Auge zu. Am besten ist ja. wenn Ne frech sind, ein tüchtiger Abzug Sch trage in der jetzigen 3eit meistens eine kleine Gerte bei mir. Das Aufschreiben bringt mir furchtbar viele Aergcr und Hilst gar nicht viel, in Wirklichkeit werden ja Ne Alten bestraft.' Sch gab ihm recht und dachte an da» bekannte Gedicht von Theodor Storm, der Ne AachbarSbuden bittet, trxnn fte seine Aepfel stehlen, doch nicht Nc Waitzrin und Grbsen aut den Beeten zu zertreten. Das andere sei ihnen ja gegönnt. R. Date« für Mittwoch 12. Leptevrbcr Sonnenaufgang 5.30. Sonnenuntergang 18-22- Mvr.dausgang 2BS. Mvnkuntergar.g 18.10 Ubt. 18’9. Feldmarschall Leberecht von Blücher. Fürst vor. Mahlstatt, in Kriebtotmtz geß. 'geb. 174Z"1. — 182° Der Maler Anlelm Feuerbach in Speyer geb igelt. 1830*. — L&52 Der eng- !^che Staatsmann Herbert Henry Jt auitb tn Mrrietz geb. — 1-M Der Lawrie.'dichter Gustav Ko de Iburg in Berlin geft. (geb 1851). Einführung des Zweiklaffen - (Systems bei der Reichsbahn. Wie von u.-ck«rrichteter Seite milfleteifi wird, ■erb das >5weitlasfenstzstem bei der Aeichsbahii beftnnmt am 7. Oktober einge- sührt, glcichzatttg mir dem Uebetgang vom Sommer- zum Wietersahrplan Bon beetem Zeitpank? ab wird e» also bei der Aiihsd.Hr im al gemeinen nur noch eine Polsterktaff« mit der Be- zeichuu lg 2. Klaffe und euie Holtzk 1 asfe mit der Bczerchnurtg 3 Klasse geben. Tte biSbengr 1 Klaffe wird nur in den besonders wiebtgen Schnellzügen in ben H)-3üflen, m den FF Listigen und ui den Schlafwagen betoefcajttn 3u bet mu Begmn des Wütterirl--Plans dn- trrtenben Umstellung im Artchsboh7 b trieb weiß das .B T." noch ergänzend zu berichten Rad>- dem das Aeichsverkehrsministerium feine Genehmigung zur geplanten 11 m* ftellung auf das Zwe'Üassenfystam gegeben hat Hot di? RcchSbahn beschlossen Ndc Umstellung gleichzeitig mu dem lieber gang vorn Sommeraus den Winteriahrplan am < Oktober vvrzu- nehmen. Die Gepäck- und Gsprehgut- tarife bleiben, wie nunmehr bcschlosseii wurde. imDeränNrt; dagegen werden, wie berichtet. Nc Gütertarife um 11 Prozent erhöht Ausgenommen von dicker ellpi ozentigen Gr- höhung sind allerdings Nc Lebensmittel, die zu den bisher übliche« Sägen, und die M a s - fenartifcl wie Kohle Gisen und Stroh. Ne Zu zwar neuen, aber ernnäßigten Sätzen befördert werden Die beschleunigten Personen- Züge fallen ab 7. Oktober als 3uagammg fort Sin Teil von ihnen, etwa 25 Prozent, wrrd als zuschlagspflichtige Gilzüge geführt werden, die anbettn werden nomtaeli al» gewoh-ckicbe Personenzüg«, datfachttch aber als zuschlagfreie Grlzügc verkehren. Die Re ich» bahn rechiiet damit, daß cic neue (Einteilung tn O-Züge. Silzügr und Perionenzügc eine starke Abwanderung des Verkehrs in dte O-Zügc, also eine Ber- befferung des allgemeinen Aeiseniveaus zur Folge haben wird. Die llmtoanMung m das Zweck! assen- stzstem dürfte reibungslos vonstatten geben. Die Abteile l. Klasse werden ab 7. Oktober für Fahrgäste 2. Klasse freigegeben, die Wagen 1. Klasse allmählich zu Wagen 3. Klasse umgebaut hötehencr B-ochenmarktpreise 2s kosteten auf dem heutigen Wocherrmarkt Butter Pfund 2,00 bis 2.20: Watte 30 Ns 35; Ädfe 60 Ns 1.40; Wirsing 15 bis 20. Weißkraut 15. Aotkrau: 20 Ns 30; gelbe Rüben 12 bis 15. rat« 'Rüben 10 Ns 15; Sprnat 30 bis 40. Rö- mischkohl 15. Bohnen igrüne) 30 bül 35; Bohnen (Q^.tx) 30 bi» 35; ll;uor-Koh Ira de-. 10 N» 12; Erbten 30; Müchgemüse 15. Tomaten 20 Ns 30; 3»:glied der Sicher.Gäcilia" Rach dem Bortrag von des Schäfers Sonntagslied: .Das ist der -Lag des Herrn widmete her Vorsitzende 5er .Gäcllia", Bäckstrmcifter Karl Lotz. Herrn Studtv Winn herzliche Worte und ernannte ihn für seine Verdienste um den Verein zum Sheennntglted. Tief gerührt dankte Herr Wrrrn fnr den Gruß seiner Hrimanstatt und für Nc Ehrung. Aach zwei weiteren Thören nahmen Ne Lüster Sänger Abschied von ihrem nunmehr im 74. Lebensjahre stehenden Ehrenmitglied. •• Ö u r (er ge ■ 8p r t d» ft u nb t für G« - mut», und 8eelenleibenbe. Don ben staatlichen und städtischen Behörden de» Wreife« und der Stadt Gießen ist eine Fürsorgestelle für Gemüt». und Seel en leiden mit einer Beratung»iprech- stunde durch einen Facharzt für Pfochiatri« ringe- richtet worden. liefe Sprechstunde wird vorerst ein mol ini Monat, und Zwar irden zweiten Mittwoch von 4 N» 5 Uhr von Medizinalrat Dr. Frank im Gebäude des Wohlfahrtsamtes Marienstrate' 2 Zimmer 12. abgebalten und steht jedermann unentgeltlich zur Verfügung. (Dgl. Ne heutige Be- kanntmachuna) — Der Berdandstag her ehemali- atn I 1 6e r findet am 7. Oktober in Gießen aatt Da der Verbarsd in allen größeren vtLNen Hessens und der Aachbarfchatt Ikrrine befe». so ist an starker Besuch zu erwarten. Unter anbereu werben Alsteid. Lauterbach. Friedberg Bad- ülausteun Frantturi. Darmstadt Offenbach Marburg. Wetzlar ihre Deriieier senden. Oer hresige 116er Verein veranstaltet am Samstag vorher etnen Begrüßungsabcnd verbunden nu: b DermellungsamtS Mainz- Land und der Obcrlandmesser Karl Müller in Groß-Gerau vom läge des Dienstantritt» an unter Belastung seiner Amtsbezeichnung zum Dvrstand deS Vermess ungSamtS Hungeti. ee Straßensperrung Don, Oberhcfsi- scheu Automobil-Glub G. V- (2. v. D ). ®ief)en. wird uns folgende Straßensperrung mitgeteilt: GngelroN-Hörgenau im Fuge der Straße Gießen—Fulda für alle Fahrzeuge ab 12. September bis auf weitere», UmteUung über Helpershaur- Dirlammen, für den Durchgangsverkehr Alsfelb. ,e Aufgehobene Straßensperrung. Vom Oberhesßfchen Antomobil-Glub G V. 11». D), Gießen, Wirb uns folgende aufgehobene Straßensperrung mitgeteilt: Ruppertenrod Sv» menrod im Zugs der Straße Gießen Drünbcrg — AlSteld •• (Einige Baumfailungen haben sich in ber .toiferaUee im Fulammenhang mit ber 6tra- ßenhetttekliing af» unumgänglich nofwenblg erwi«- fen; e» handelte sich vor allem bnnim, hinrrichentz breite Einfahrten in die Landmann- und larl Vogt- Straße zu gewinnen ** Operette in Bad-Aauheim Am Freitag, 14. d. M., abend» 6 llhr. findet die letzte große Operetten Vorstellung der diesjährigen Bad-Aauhrimer Kurzeit statt Die unverwüstlich« Operette Der digeunerbaron" von Johann Strauß wird unter Leitung von Generalmusikdirektor Heinz Ron gart) gegeben Hervorragend« Solisten sind für Nc Aufführung gewonnen. (Dgl Ne heutig« Anzeige.) Verantwortlich für Politik: I. v.: Ernst Blumfchein. Für die Geiundheit Mnnerknr für w* nervenkranke d X'ervör Hnrhöpft<- IpttiiJkeniitellBefiel» l» Tarne be, Fraokf ■ M. — Proepekte dereh Dr. M. 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Brandl Senn. möbl. Zimmer, onleKttohe. Tel. 1085" In tiefer Trauer; Philipp Pirr V. und Familie Emst Pirr und Familie Otto Purrmann und Familie Wilhelm Stein und Familie- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen, besonders dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sage ich auf diesem Wege herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Punzel, Werkmeister. Gießen, den 11. September 1028. Mlietsoerelnlgungissz-iooz. Unser lieber Altersgenosse Johann Koch i st von un» geschieden. Die Beerdigung findet statt Mittwoch. 12. Sept., nachm. 2.30 Uhr. auf dem Neuen Friedhof, und bitten wir um zahlreiche Be- Sonntagmorgen entschlief nach kurzer Krankheit meine liebe Frau Rosalie GeiRler geb. Boufiasthewski im Alter von 51 Jahren. Auftro- Daimler- Lieserwagen 17/60 wegen Geschäft»' Umstellung zu verk. Zuerfr.i.d.GeschäftS- stelle d. 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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. September, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. _____________________________________________________________06446 Statt jeder besonderen Anzeige. Am S.d.M. verschied im Augusta-Hospital zu Berlin an den Folgen einer schweren Operation mein lieber, guter, treusorgender Gatte, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Neffe und Onkel Herr Konrad Pimper Lehrer Carmol holen damit ith in-der Nacht Hvhe /.'nde Carmol tuf wohl Wolngtachl Wer ist bereit, eine B-Zinuner-Wohoung gegen eine 4-ZimiBer-loliDOög abzuaeben' Schriftliche Angebote unter 18086Da.dG.ev.Lnz. Steppdecken allerbeste Ausführung In beauemen Teilzahlungen liefert s^,V A. sichel. Steppdecken -Speslalhans Frenktnrl i. B.. An der lArnwerwlese I. Erlangen Sie nnoerbindl. Cfferte. Vcrtreter(lnnen) gewacht. Au alle LNilcherzeuger! Einladung ZU einer am Freitag, dem 14. September, nachmittags 2V, Uhr, in Friedberg in Hessen, im Saale des „Hotel Trapp" stattfindenden Verfammluns aller Milcherzeuger des Frankfurter Produktionsgebietes. Tagesordnung: 1. Wie erreicht der Landwirt eine bessere Bezahlung seiner Produkte, insbesondere der Milch? Referent: Breidenbach, Gädheimer Höfe bei Würzburg Vorsitzender des Verbandes fränkischer Vlilcherzeuger. 2. Aussprache über eine für das Frankfurter Wirtschaftsgebiet zu schaffende Or-gaoisation der Milcherzeuger. 650 Mark auf dem Wege Bahn- bo'str We'tansaae Sudaulage bid Mo» mardliv. verloren. Ter 4ain - Baier zwifch. 30u.40 Iahr.fucht Stelle alS OaubDcrroaltec BeroinoanflsOlener Cagerift ufro. Frau k. Küche führen. Ta tüchtiger Schneider, könn. in Freizeit Schneider- arbeit, übernommen werd.Stellung einer Wohnung Beding - Tritt auch in Dienst ein ■aaalaktarwer.- Qeachlltes zur Herstellung la Schneid.- Arb. Stellung einer NäbmafchtN.Bkding. Schriftl. «ngeb unt. SOltiD o. b. ©teR.Än a. Stelle als Laden- dieuee s.Eisenworen-.Fabr> zeug- ob. Maschinen- Handlung fof. gesucht. Vrohhanbig. bevorzugt, gegen mSfiigen Voqil War In dieser Branche schon tätig. Schr. Eilangeb unt. ÄXMD tt b. ®i«g. 8ln*. W. Ruh! Vabnbofflrnf,c 15 Gewocht nachDarmstadtoer 1. Oktober in herrschaftlichen Etagen- hauShalieln bessere- älteres 8D84D Illeio-Hdieii d. felbsisiänd. kochen kann. Borzustellen b. Frau SartorinS in IBctilar, Q3abnboiitrahc 27. [Stellengesuche Suche für fof. einen jüngeren [06462 Schmiedegesellen undLebrjungenauS Giehen oder Umgeb. Freldhof.TletenwegG Tüchtige Msense Zitronen, Tomaten MMSmemii Babnbofstr.r?, 9fetnf»r. 1631 Nr. 214 Zweites Blatt Siegener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheficn) Dienstag, U. September 1928 Iuckerkrieg! Oie Tschechoslowakei ,eröffnet die Feindseligkeiten— Jährlich 50 Milliarden Pfund Zucker. — Ocuischland, Europas größter Zuckerproduzent. Von Dr. Erwin Krug. Die j>-. £ e t b 1 e r. Getchä t-'ül rer tes gemeiasan e t TkrLanteA btr tic^-tofloira- ’tfden Qlob'.udcrlaba.en und Xaflinenen, 1oeben erklärt, w.rd die Krise in ber 3udet- mDuftnc zu einem |d>ar1en Wirtschalts- ' uhr i in tea cui> 5k*u^d)Idnb ale betet knDlur Lnt ru-nia er dudcrptobuw l Derf.r
aui>heUungcn für Die d.e, Hel ilchen Provinzen in Darmstadt, Main., und Gießen oeranhaliel de jedem Kunstfreund Gelegenheit geben, zu nicht'4 gehalten»n Preisen Ongmal- werke von künstlerischer Oualitä: zu erwerben. *ur De Provin» Statknburg findet Di'fe Ausstellung unter Leitung der Reue • Hessischen Arbertegemeinschaft für bildende Kunst in Tarrn- statzt tm Kunstrerein statt in Tliainr tn der Städtischen Kunsthalle für Die Künstler Der Prv- i ItlDenbcr Künstler; in Gesten im Tur''.bei* am BranDpla" eingeladen vorn Obcroessischrn Kunstverein. Als Ärgänruni Der Auostellungeir trerben in ebenfalls nach Den Provtn^n getrennten Ausspielungen drei Lo11er 1 eir durchgeftlhrt. Deren Gewinne tn Kun st werken be- ’tebt". d.e von Den aus«eilenden Künstle-n angekauft tverden 2kähcreS über ckermine und Bedingungen w.rd noch bekannt gemacht v H. Tumen, Sport und Spies. Handball der O. T. Männer Turnverein. In ihrer alten Aufstellung spielte Die erste Jugend gegen Die gleiche des Turnverein- Herborn und konnte übcncug-nö mit 8: 1 gctolBncn. Obwohl die Herborner ringe aktive Spieler Der 1. Mannschaft in ihren Reihe i hatten, waren Die Männertumer dauernd überlegen. Auch das Seblen zweier Spieler in Der ztoei'.en Halbzeit änderte an dem Resultat nichts. Herborn versuchte belonderS zum Schluß da- Ehrentor Der- auSzuarbeiten. was auch nach einem feinen Durchbruch gelang. Durch daS Ausscheiden des Jahr- gange» 1910 auS Der Iugendklas e wirD Die fvmpathische und spielstar e IugenDmamifchaft de- M. T. D. bedeutend gcschtvächt. Fu gleicher Zeit verlieren aber auch Die nächsten Anwärter auf Die Iugendmeisterschaft. T. V. Wetzlar und T urn- u. Sportv. Butzbach ihre besten Leute auS Der Jugendllasse, und das St.lrkevcrhältnis Dürfte doch wieder gleichgestellt sein. Die ziemlich rührige Schülermannschaft hatte sich zuviel zugemutet und mußte sich von Der ersten Jugend Butzbach- mit 7 6 geschlagen bekennen. Wenn da- Resultat auch diesmal nicht auf Sieg stand, so ist der Erfolg Der Kleinen doch noch recht schmeichelhaft in Anbetracht de- Klassenunterschiede- beider Mannschaften. Handball in Grohen-Linden. Turnverein Großen-Clnben Jugend — Turnverein (Broßen-Bufcd I und Jugend kombiniert 7:4 (4:2). Obige Mannschaften traten ich zu einem Freundschastölpiel auf dem ©roßen-^intener Sportplatz. Großen-Buseck trat mit 9 Mann an, jedoch verstärkt durch einige Spieler der Ersten Mannschaft. Dis zur Halbheit konnte ® roßen- Linden vier Tore erzielen, während Großen- Bused zwei Tore dagegen'ctzen konnte. Rach Der Paufe konnte Droßen-Duseck in kurzer Feit den Ausgleich Herstellen. Leider mußte jedoch ein weiterer Spieler Grosten-Bufecks durch Verletzung auSscheiden. und Die Gäste, welche nun nur noch acht Spieler im Felde hatten, mußten sich noch Drei weitere Tore gefallen lassen. Turngau Lahn-Oünsberg (A.O^L.) Vergangenen Sonntag sanden die leichtathletischen Daumeisterfchasten bei sehr starker Beteiligung In Ruttershausen statt Die celamte Veranstaltung besriedigte die zahlreich erfchiene- nen Zuschauer vollauf. Trotz der beißen Witterung hielten sich alle Wettkämpse in bester Form, und «s wurden auch aUgemein sehr gute Weißungen erzielt. Auch konnte man hier wieder einmal feststellen. Daß gerate Die ÖanDoereine, welche in den kleineren Verbänden ihren Zusammenschluß finDen, in jeder Sportart auf ter Höhe sind, obwohl den wenigsten der Teilnehmer zum 2raintng viel Feit bleibt. Rach stehend lassen wir die ersten Sieger ter verschiedenen Kampfarten folgen. 100 Meter: 1 Dg. Kaletsch (Ruttershausen) 11.6; 2. R. Schieserstein (Launsbach) 12; 3 Erb (Daubringen) 1 z Meter zurüd. 200 Meter 1. Gg Kaletsch (Ruttershausen) 24 8, 2 Ludw. O le m 0h (Kelselbachi 26.9. 800 Meter: 1 H. Rohl (Wiesed) 2.16.7: 2. E. G 1 ebler «Launebach> 2J2O.I. 3 Vuoi». Bepler (Kinzenbach» 2,22.4 Mm 1 500 Meter: 1. S Grv- ßen-Dused) 11,30. 4 > 1 0 0 - M e t e r - S t a s s e 1: 1. Tumvervi. t- gung Ruttershausen 49.8 (errang den Gauwante.« preis); 2. Turn- und 2i>ortgemeinte Rodfxi.n 50; 3. tutnterein Lollar 50.6 Sek Hochsprung 1. Albrechi Öfter Del D (Greßen-Dused, 1.60. 2. Otto Dietz (Lollar) 1.55; 3. Paul Schlierbach (Rodheim, 1.50 Meter Weitfprung 1 R Schieferstei >t (Launsbach! 6 12; 2 K Hei tz (Rodteim, 5,'j5; 3. L Olern 0 tz (Kellelvach) 5.84 Meter; Slabb 0 ch 1. K. Rühl (Grohen-Bused) 2.90; 2 Erb (Danbringen) 2.80; 3. P. Arnold (Kesselbach) 2,70 Meter. Kugelstoßen 1 M brecht Ofterhe 1 d (Droßcn-Bused) 10.55: 2. CuDm Olemotz l.Kc'- selbach) 10,44; 3. Otto Tietz (Lollar) 10,21 Meter (außer Konkurrenz 10,90 Meter). Stein floß en: 1. Karl 21 g e I (Lollar) 7.53; 2 Buß (Großcn-Dused) 7,46. 3. L. Olem 0 y (Kesselbach, 7.39 Meier Speerwurs: 1. O Vieh (tioUar) 42.04; 2. Olemotz (Londorf) 40,71; 3. A. Buß (Gro- hen-Bused) 40.70 Bieter DiSkus 1 W. Hörr (Launövach) 27,o0; 2. O. Dietz (Lollar) 27,45; 3. QL 0 ft erße ID (Großen-Bused) 27 Meter Schleuberballwerfen 1. O Dietz (Lotlar) 42.10 Bieter; 2 Hasselbach (Rodhclm) 40,65 Meier; 3. Be Pier (Kinzenbach» 40,10 Meter. Dreikampf, bestehend in Weitspruna. 100 Meter und Kugelstoßen 1. L. Olemotz (Kessel- bach- 128 Punkte; 2 Ä Rühl (Großen-Bused 1 118 P ; 3. 2 Oft erbe ID (Großen-Bused) 114 P; 4 W Frank II. (Lollar) 98 P. 5 E. Jung (Lollar) 95 P (Sport der höheren (schulen. Liibigsvberrealschule Darmstadt—Oberrealschvle Gießen 8:1 (3:1). Am SamStag wellte Die Oterreallchulmann- fchaft in DarmftaDt, um gegen Die HanDballmann- schaft ter Lieblg-oberrealschule ein Gesellschaftsspiel aus»utragsn. D^e DarmstäDter Aciqten ein erstaunliches Können und waren stets leicht überlegen, De Gießener hatten das Pech, daß tun nach Beainn der rechte Derteidlger. einer ter Besten, stark verletzt wurde. D.e dadurch bedingte Umstellung nahm der Mannfchaft nöUtg Den Zusammenhalt. Der Sieg ter Lll-blg-- oberrealschüler. von denen einige in ter tefann- ten Liga des Darmstädter Sportverein- 93 spielen, war durchaus verdient. JRegimenfomeiflerfdiaff 3- K 15. In Altengrabow. wo unser hieir-^e- Bataillon zur Feit weilt, wurde die Regiments-Meisterschaft im Geräteturnen au-getragen. Diese errang ter Obergrenadier A. Burkart. Mitglied des Tv. von 1846 in einer blutig verlausenden Meuterei Lust machte. Die SeeamlSverhandlung hatte Mühe. Den dumpfen Knäuel an Beschuldigungen zu entwirren. lind wenngleich nicht- sich als stichhaltig erwies und nur Die Belanglosigkeit mit Dem Messer ungeklärt blieb, Da über Die einzige Zunge, Die alles hätte auf Den nichtigen 11 r- grunb zurücksühren können, sich Die Wogen für ewig geschlossen halten, nahm Der Kavuan Den- noch seinen Abschied und eröffnete in seiner kleinen Heimatstadt an ter Küste eine Schifser- kneipe. Die er bitter genug »Zum verlorenen Mel- fcr" nannte. Fast aber hätte es noch ein polnisches Rachspcel gegeben. Da der ainerilanifche Konsul des GerichtSorieS wegen einiger zur Sprache gekommener Beleidigungen seiner Ration Protest einlegte. waS aber in Anbetracht Der politischen Unzulänglichkeit einer Segel- schifssmannschaft beigelegt tourte. Der anfangs erwähnte junac Matrose ging nachdem zur Dampsschiffahrl üoer, und erst fein Rachsvlger fand beim Kojenwaschen das Damals abhandengekommene Taschenmefser. eingeHemmt zwilchen Bettrand und Wand, und steckte es stillichweigcnd zu sich, ohne zu ahnen, welch verhängnisvolle Rolle es gespielt hatte. Der Raleienmotor. Die Rakete als Motor ist wohl das zeitgemäße fte Problem. Dipl.-Ing. Kuhlen- kamp berichtet in übersichtlicher und verständlicher Weise über Den Stand dieser Erfindung im Septemberheft von Westermanns Monatsheften. Auch sonst ist Dieses erste Heft des neuen Jahrgangs außerordentlich vielseitig in Wort und Bild. Der neue Roman . 5)ic Geisterstadt" von Heinrich Lilien fein führt Den Reigen des Stofflichen würdig an. Alsdann schreiben ^i^^arD Braungart über Die Malkunst von Theodor Baierl und Alfred Höhn über Die von ihm gezeichneten .Köpfe aus Dem geistigen Berlin". Den nahen Orient schlltert Hermann Ebers mit eigenen Bildern Es ’ofgen .......* 1 —nwn ■ ■■ ■! ■ ui-t-r x— Abhandlungen über .Reuen Ga-tenreichtum" von tem bestens dazu berufenen Karl Fo er st er. Bornim bei Pot.'dam. ferner über .Körperkultur und Sport ter Frau" von Slaive Patek-Wien. schließlich auS fachmännischer Feter .Wie D*e modernen Kulkur-Grostfiln'e entstehen" von Günther Herkt. Eingeschaltet sind einige an'pre- ctente Gedichte und die flotte Bergsteifer Rooelle .Kobold im Fels' von Roland Beifch. Etwa 100 Abbildungen, teils als Kunstblätter, tel'.s im Tert, schmücken da- Septemterheft vorbildlich. So sind wieder einmal Literatur. Malerei und andere Künste Wifllmfchaft. Sport. Film. Mote Kultur. Sozialpoli ik ulw. in zweckmäßiger Ausweg! icch-nhcit -usammepaebracht Worten, um auch im neuen 73. Jahrgang Der Westermanns Monatshe'te erkennen zu hHen. test Du* Xta- ditton des Verlages buchstäblich erfüllt ist. Hochschulnackf richten. Professor Dr. Wilhelm Dleugek, in ft öl n bat einen Rus auf den Lel-rftudl der Nationalökonomie an ter Universität Königsberg als Nachfolger von Prof. D. Schneider erhalten und angenommen. Geheimrat Professor Dr Erich Becher in München hat Den Ruf auf Den Lehistrch; ter Philosophie an die Universität Bonn al- Rach- foiger von Geheimrat Störring abgelehnt. Professor Dr. Wolfgana ftrull in Freiburg im Breisgau bat den Ruf auf das durch Den Weg« gang Des Professors Radon an Der Universität L r • langen erledigte Ordinariat ter Mathematik angenommen und bereits seine Ernennung in (Ertan- gtn erhalten; Die Berufung nach Rostock hat ftrull abgelehnt. Der Privatdozent Dr. Otto Schreier in Hamburg hat einen Ruf als außerordentlicher Professor für Mathematik an die Universität Rostock erhalten. — Direktor Rein vom Eisenbahrrverband Berlin bat einen Ruf auf Den an ber Techni'chen Hochschule in Breslau neuerrid>teten Lehrstuhl für (Rfenbaßnbau erhal- Das Treffen war stets spannend und sie zurück. unb ..$• ist schließlich gleichgüttig. wieviel Uhr war. al» tfriu Odette in da» Haus ihrer Ta fair. Bis 3: 1 Dörnach den Pa» auf die Spur ich fad, was geschehen war ..." „Unb was taten Sie da?" „Dann sah ich mich erst einmal um Hilfe zu schreien begann, da habe ich etwas zu fest zugedrückt, und auf einmal fiel pieren um, damit man mir nicht käme. Ich wollte nicht Licht machen und suchte das Zimmer mit der Blendlaterne ab. Sie hatte so ein verflixte» System, alles zu verstecken, wo es keiner V. f. B Ligareseroe — Wetter I. 1:8. Alte Herren — Wetter Alte Herren 8:1. 1. Jugend — 1. Jugend 1900 3:1. 2. Jugend — 2. Jugend 1900 1:0, abgebrochen. 1. Schüler — 1. Schüler Großen-Duseck 3:2. Dav Spiel der Ligamannschaft gegen Germania tiulba kam infolge Absage Fuldas nicht zum Aus- trag. war. al» tfrau vvette in do» Haus ihrer Tante kam", meinte der Untersuchungsrichter, erleichtert, daß die Sache geklon war unb. reinlich in Akten ausgenommen, vor ihm lag. Das einzige, was ungeklärt in diesem Prozeß blieb, war die Stunde, in der Frau Odette das Hau» der Tante verkoksen hatte. Am nächsten Morgen lieh sich Odette «inen ltar- ken Kaffee bringen, und sagte: .Marie, irfi fühle mirt| besser, lassen Sie die Herren pom Gericht kommen." I „Um Gottes willen, Odette, besinn' dich doch", bat Tharles, der mit dem dichter vor ihrem Bett stand, in dem sie wie eine Bewußtlose lag. Aber sie sagt« matt: ,Hch weih nur, was ich damals gesagt habe ... Jeder kann sich irren in der Zeit ... Morin kann sich auch geirrt haben ... ich habe nicht auf die Uhr gesehen: er muh wohl gleich nach mir in» Hau» gekommen sein .. Damit muhte sich das Gericht begnügen. Morin war tot. den konnte man ihr nicht mehr gegenüber» stellen. Der Arzt hatte jede weiteren aufregenden Unterredungen mü Krau Odette verboten. 6te war nicht vernehmungsfähig Der 8nt holle Herzschwäche fest gestellt und einen bedenklich motten Puls Brieflasten der Redatiion. (Nechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Dr. K in £. Sie haben recht Der alte, non den wenigen noch lebenden frontal iacn Feucrw^r- mämivvn hat sich lediglich auf s ein Gedächtnis verlassen. 3m übrigen besten Dank für die Zuschrift. zur Pause konnten die Gießener einen Iprung herauSarbeitcn unb diesen big zum Schluß auf 5:3 erhöhen, da auch der Gastgeber Wahlversammlung -es Westdeutschen Spietverbandes Die mit Spannung erwartete Wahlveriamm lang des Westdeutschen Spielverbandes fand am Samstag und Sonntag in Offen statt. Leben den üblichen Punkten stand auf der Tagesordnung die Aenberung deS bisherigen SpcelshstemS. Der grsamte Dorstand wurde einstimmig wiedergcwählt. Die VerharDttutgen naymen einen äußerst aufregLnden Verlauf. Am Sonntag vormittag nafjm die Besprechung über das neue Spieisystem einen breiten Raum ein. Es wurde audgrsührt. daß eS unbedingt notwendig sei. das bisherige System der Meiüerschaits- fpiele zu ändern, weil sonst sowohl die Bereute, als auch der Verband in ihrem Bestände ge- sährdet würden. Man einigte sich schließlich auf eine Lesolution, die besagt, daß die Aenberung des SpielshstemS b i.S zum Herb st verschoben werden soll. Der DerbandSvor stand wurde ausgrfordert, bald eine außerordentliche Wahlversammlung einzuberufen, die über die endgültig auSgearbeiteten Pläne der Spielänbe- rung entscheiden soll. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. DaS für die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 vorgesehene Spiel gegen die Be- zirksligaelf vom Verein für Bewegungsspiele- Kurhessen 05-Marburg tarn nicht zum ÄuStrog Die Reserven 1900’6 konnten sich im Aückspiri gegen die 1 Elf der .Alemannia' SechShelden alänzend für die Dorspielniederlage in Sechs- Helden revanchieren. Diesmal blieben die Gieße- ner 5:0 Sieger. Der bei der großen Hitze wenig temperamentvolle Kamps war stets ausgeglichen und brachte abwechselnd beide Tore in Gefahr. Lediglich daS bessere Schußvermögen unb die größere Treffsicherheit der Einheimischen verhalf diesen zu dem respektablen Sieg. Beim Seitenwechsel führten die Blauweihen bereits 2:0. Die dritte Mannschaft 1900'6 konnte die Weltspielreise nach Steinbach ebenfalls siegreich gestalten. Steinbachs 1. Elf gab doch einen stärkeren Gegner ab. als eS die (31ebener gedacht hatten. I „Netti, ich ^bereue sie nicht. Die Longeville war ein Parasit. Sie lebte nur für sich unb ihren Leib. Ich bin bafür, solche Menschen ausznrotten unb bas habe ich ja besorgt." „Unb Sie haben gar nicht» mitgenommenT" würbe er gefragt »Was sollte ich von der mitnehmen ? Ihre Wertsachen habe ich ihr ja selbst versilbert, unb ihre Aktien lagen im Safe. Ich wollte auch nichts mehr von ihr haben. Es graute mir vor ihr. Ich hatte nämlich vergessen, ihr die Augen zu schließen, und als ich die Wohnung aufräumte, um die Spuren zu verwischen, fuhr plötzlich ein Blitz über das Bett, unb ich sah sie dalirgen. Sie starrte mich au» roeitnufflehficDen Augen so schrecklich an: ba machte ich, baß ich fortfam ... Weiter habe ich Nichte mehr zu sagen ... Man ist kaputt gegangen ... Unb nun geben Sie mir eine Morphiumspritze ..." Damit starb L4on Morin im Spital zu Marseille. vermutete. Ich wußte, daß sie Geld unter die Dielen legte unb es in die Strümpfe ftedte. Aber ich stöberte alles nur nach Papieren durch. AVer sie hatte alles sorgfältig vernichtet. 3m Kamin lag noch die Asche ... das Testament war nirgends au finden. Auf einmal glaubte ich» draußen Schritte gehört zu haben, im Garten ober vor dem (Harten, unb da machte ich, daß ich Hals über Kopf fort« tarn .. „Wieviel Uhr mag das gewesen sein, als Sie das Hau» verliehen?" „Das weiß ich nicht mehr ... ich war wie betrunken. Es kann Mitternacht gewesen fein, aber es kann auch früher gewesen sein ... Es regnete stark unb war so finster, daß ich den Weg kaum fand. Ich stolperte über Baumwurzeln unb Aecker ..." „Welchen Weg nahmen Sie zurück?" „Natürlich den fidjerften, den durch den Wald." „Ist Ihnen in der Nacht niemand oegegnet?" „Kein Mensch. Bei dem Detter! Ich lief erst zum Bahnhof Chateaudun, aber ich fürchtete, dort er- kcmnt zu werden, und so ging ich ein paar Stationen weiter und bekam den ersten Frühzug noch Mar- seille. Unterweg» rasierte ich mich und wechselte die nassen Kleider. In Marseille sah ich am Hafen die Schisse nach. Da gerade eins nach Spanien ging, habe ich mich eingeschifft. Ein Mattose brachte mich unter al» blinder Passagier. Unb da drüben blieb ich dann, bis mich ... ein Mädchen, das cch oon früher her kannte, nach Marseille lockte. Sie schrieb, wir könnten hier gut leben; fic habe Verdienst, und ich konnte auch welchen finden. Ich saß auf dem Trockenen und griff zu. Da» war meine große Dummheit. Diesem Weibe verdanke ich meine Verhaftung. Ich weiß beute noch nicht, wie das zugina. daß Sie mich lo rasch fingen. Aber nun ist alles einerlei ... Ich werde nun verrecken ..." Bereuen Sie Ihre Tat nicht'" fragte der Richter Auch im weiteren Verlaufe des Spieles hätte der Unparteiische fester zugreffen m^ en. Bi» Schluß erhöhte Gießen seine Torzahl auf sechs, um so mit 6:1 bas Feld als Sieger zu verlassen unb bre ersten Punkte für sich zu buchen. wchlar I. — Marburg L 3:0. Zn der Nach runde der Bezirksklassen hatte Wetzlar L Marburg I. zu Gast. Die Gäste traten mit nur neun Mann, Wetzlar dagegen komplett an. Dieser Zcchlenunterschied machte sich im Spiel bemerkbar. Bis Halbz.'it führte Wetzlar bereite 3:0. Nach Settenwechsel gibt es einige Elfmeter für Wetzlar, von denen einer verwandelt wird. 2m weiteren Verlauf des Spieles gelang es keiner Partei mehr zu Erfolgen zu kommen. Als selb L — Lollar L 3:0. Lollar I. hatte die Reise nach Alsfeld unternommen unb mußte dort eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Nach Anstoß entwickelte sich ein flottes Spiel. Nach wenigen Minuten konnte Alsfeld bereits in Führung gehen Bis Halbzett folgt nun scharfes -spiel, indem Alsfeld feine Torzahl auf Zwei erhöhte, wahrend die Gäste einen Elfmeter verschaffen. Nach Halbzeit folgt ruhigeres Spiel, bas allmählich wieder schärfer wird. Lollar fällt nun mehr und mehr ab. Alsfeld konnte durch scharfen schuß seine Torzahl auf drei erhöhen. Bis kurz vor Schluß wurde die Mannschaft der Gäste spielunfähig, da mir noch sieben Spieler auf dem Felde waren. Der Unparteiische pfiff deshalb bei obigem Stande (3:0 für Alsfeld) das Spiel ab. Alsfeld II. hatte Hungen I. zu Gast Hier erlebte man eine Ueberrafchuna Hatte man be- stimmt mit einem Siege der Gäste gerechnet, so wurde man eines anderen belehrt. Alsfeld lieferte ein gutes Spiel unb fertigte Hungen mit einem 3:1 Resultate ab. Burkhardsfelden I. mar in Hachborn 3U Gast. Nach Anstoß entwickelte sich ein flottes faires Spiel. Hachborn geht bald in Führung. Bald danach gleichen die Gäste aus. Bis Halbzeit liegt Hachborn abermals in Führung. Nach Seiten- wechsel kommt Hachborn mehr und mehr auf und erreicht bald sein drittes Tor. Den Gästen gelang es, noch ein Tor aufzuholen, während die Platzbe- sitzer ihre Torzahl auf vier erhöhten. Mft diesem Ncsuliat, 4:2 für Hachborn, fand bas Spiel sein Ende. Leun Jugend — Naunheim Jugend 2:6. 2Radfport ®auftaffettenfabrt deS Gaues 73 Lahn he BDA. Der Gau73Lahnrm Bund Deutscher Radfahrer oeranftaLiefe am Sonntag feine ®au- staffettenfahrt über 50 .Kilometer auf der Strecke Marburg —GeHrn und zurück. Dem Starter, Gauehrenfahrwart Marx- Gießen, stellten sich fünf Mannschaften: die Staffelte wurde von dem Sieger Aad-Glub ..Germania" - Gießen in der hervorragenden Zeit von 1 Std. 33.25 Min. zum Ziel gebracht. Ergebnisse: 1. Vad-Tlub „Germanoa"-Gießen 1 Std. 33.25 Mm. 2. Radfahrclub 1885 Warbuvg 1 Std. 41.32 Mm. 3. Dadfahrverein „Germanick"-Wi-mar 1 Sich. 42.50 Mi>n. 4. Dadsahrverein Beltershausen 1 SÜ>. 44.7 Mm. Neue Irauenrekorde. Einem neuen Frauenweltrekordim beidarmigen Kugelstoßen stellte am Sonntag in 111 m Fräulein Zungkunz vom Sp.-D. 94 Ulm mit 20,38 Meter auf. Frl. Zungkunz stieß rechts 11,335 Meter und links 9,045 Meter und verbesserte damit die erst vor kurzem von der Polin Konopacka erzielte Bestleistung von 19,32 Meter um mehr als einen Meter. Die Olympia-Teilnehmerin Selene Schmidt- B re men lief am Sonntag in Hamburg beim Sportfest deS S. D. ®L Georg die200-Meter- Strecke in der neuen deutschenAekord- zei t von 25,8 Sek. Verhängnisse. Roman von Lietzbei Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 3 Fortsetzung. Nachdruck verboten. , Nein, ich sah niemand." .Jtonnte jemand, der bei Frau Longeville zu Besuch war, während Sie hinter dem Zaun standen, aus der vorderen Tür gegangen sein?" „Nein, ich hätte die Türe gehen hören müffen "der Schritte. Ich paßte die ganze Zett scharf auf jede» Geräusch auf ... Als das Gewitter nicht nach ließ, entschloß ich mich und flieg über den Zaun, ttrau Longeville mußte Schritte im Garten gehört haben; sie sprang aus dem Bett auf, stand mitten im Zimmer und starrte mich entsetzt an.* ..Weshalb sind Sie denn heimlich eingestiegen, wenn Sie so gut miteinander bekannt waren?" fragte der Nichter. „Die hätte mir doch die Tür nicht aufgemacht", sagte Morin. „Sie sprach schon oon Erpressungen. Sie hätte mir die Polizei auf den Hols geschickt; die mar ja so durchtrieben. Sie haben sie alle nicht gekannt. Ihren Stuhl hatte sie in der Kirche, ja- wohl, au» reiner Angst, daß sie später nicht zu braten brauche. Sie konnte die Hitze nicht vertragen, deshalb reiste sie auch nur im Winter nach dem Midi. so standen mir uns plötzlich gegenüber in der WtidlL Als sie mich erkannte, stieß sie einen Schrei au», lief ans Fenster und rief um Hilfe. .Sie brauchen nicht um Hilfe zu rufen', sagte ich .ich will nur mein Geld. Sonst will ich nichts mehr von Ihnen.' Als sie immer wieder heulte, habe ich ihr den Mund zugehalten, und zwar etwas fest. Da ist sie denn zu sich gekommen, und mir haben un» auseinandergesetzt. „Sie behauptete, sie habe nicht» und könne mir auch nichts geben, sie habe im Gegenteil nach ba» Geld für die Zuckerdose zu verlangen. Sie mar ein echte» tvrauentimmer. Große Werte ließ sie verludern, und um so eine Zuckerdose machte sie ein Geschrei. Dir redeten hin und her Ich war |#hr aufgebracht und verlangte, das Testanten! felpn Da sagte sie, sie habe es heute früh oerbrannf. im Kamin läge noch die Asche Da geriet ich in eme solche Wut, daß ich sie am Halse packte, und al» sie [ Die Ligareseroe bot in ihrem Spiel gegen Del- | i rs 1. eine Enttäuschung. Durch die anfänglichen 1 (frfolge der Gäste, die ein sehr schönes Spiel vor- führten, und bereu sturm vor allem auch die nclige Durchschlagskraft befaß, aus dem Konzept gebracht, fiel die Platzmannschaft immer mehr ab und mußte sich schließlich mit 1:8 geschlagen bekennen. Wetter war ohne Zweifel in jeder Beziehung dce beffere CElf und hat den Sieg vollauf verdient. Die Alken Herren machten die hohe Niederlage der Ligareserve wieder wett, indem sie die Alte- Herren-Els Detters mit demselben Resultat schlug, mit dem Wetters 1. gewonnen hatte. Die Gäste hielten sich vornehmlich in der ihnen zugeteilten Soielhasste auf und bevorzugten dafür dis ihnen offenbar besser liegende Durchdruchstaktck, die ihnen auch zu einem (Erfolg verhalf. 8:1 war das Schluß- refuttat, mit dem B. f. B. dos Treffen für sich entschied. Die 1. Iugendmnnnschaft schlug im Pflichtspiel auf eigenem Platz die gleiche der Spieloereinigung 1900 glatt mit 3:1. Der Sieg der D. s. D -Mann' schäft ist um so beachtenswerter, als die Soieloer- einiaungs-Elf mit zu den stärksten Iugcndmann- schaften des Gaues gehört. B f. B. war seinem Gegner in der Zusammenarbeit der einzelnen Mannfchaftstcile sowie im Zuspiel überlegen und gewann verdient. Pis zur Halbzeit, bei der dos Treffen 1:1 stand, konnte die Spielvereinigung das Spiel -noch offen gestatten, fiel, aber dann im selben Maße ab, wie B. f. B. mehr und mehr aufkam. Trotz eifriger Gegenwehr 1900s erzielte der schuß- freudige Sturm der Platzmannschaft bis zum Schluß noch zwei weitere Tore, denen Spielvereinigung nicht mehr entgegenstellen konnte. Das Resultat oon 3:1 für B. si B. entspricht sowohl dem Spielverlauf wie dem derzeitigen Stärkeverhältnis beider Mannschaften. Dir 1. Schülermannschaft gewann in Großen- Buseck gegen die dortigen Schüler verhältnismäßig knapp mit 3:2. Immerhin darf auch dieses Ergebnis als ein guter Erfolg bezeichnet werden, da Buseck als recht spielstark bekannt ist. Zußball in Heuchelheim. Sportverein Heuchelheim 1920 I — Butzbach B.f.H. I 3:3 1 Halbzeit 0:3). Die erste Mannschaft freä SportverrfttS weilte am Sonntag beim B.f.A. vn Butzbach. DaS Ge- selkschaf-dSsp-rel. welches si-e dort austrug, konnte sie, obwohl cs bei Halbzeit noch 3:0 für Butzbach stand, unentschieden gestalten. Heuchelheim' hat Anstoß und kommt gleich gut durch, doch der Ssirrm versagt vor dem Tor. Butzbach legt ein mächtiges Tempo vor und wird sehr gefährlich. In der Heuchelheimer Hintermannschaft ftappt es nicht. Besonders der rechte Verteidiger begeht schwere Fehler. Butzbach gewinnt die Oberhand und hat auch Extffr das erste Tor unhaltbar eingcfchos- sen. Butzbach bleibt werter Übersegen. Besonders der Sturm gesci.lt durch slotteS Koutburisren. Bi» ,zur Hacbzeti ist Butzbach noch zweimal erfolgte. 1). Vach der Halbzeit betont das Spiel eine ganz andere Wendung. Hatte vorher Butzbach überlegen gespielt, so gibt jetzt Heuchelheim den Ton an. Der V.s.V. muß stark verteidigen, um Nrr Angriffe Herr zu werden. Bald ist dann auch dos erste Detentor fäHFi'g. Dieser Erfolg spornt die Heuchelheimer mächtig an, so daß Butzbach kaum noch aus feiner Hälfte herauskommt. Kurz vor Schluß wird durch ckwti Elfmeter das unentschiedene Resultat h^rgestellt. Herr Philipp, Gr.-Buseck, war dem Spiele ein sehr guter Leiter. Arbeiier-Tunr- und (Sporfbunt). Gießen I. — Jriebberg I. 6:1. Gießen I. (Kreisklasse) hatte auf eigenem Platze am Sonntag Friedberg I. zum Vorrundenspiel zu Gast. Beide Mannschaften stellten sich dem Schiedsrichter komplett. Nach Anstoß entwickett sich sofort ein flottes Spiel. Nicht lange währte e» und Gießen konnte in Führung gehen und kurz danach ein zweites hinzufügen. Jetzt besann sich Friedberg unb legte ein besseres Spiel vor, das bald mit einem Tore belohnt wurde. Hielt sich das Spiel bis jetzt in den Grenzen de» Erlaubten, so nahm es nun den Charakter eines reinen Punktspieles an. Bis Halbzeit erhöhte Gießen seine Torzahl auf drei. — Nach Seitenwechsel spielt Friedberg mit der Sonne im Rücken und bringt eine sehr scharfe Note ins Spiel. Zwei Gegner mußten das Feld verlassen. , noch zweimal erfolgreich war. Die Zugendloraltresfen Spielvereinigung 1900— Verein für Bewegungsspiele nahmen einen wenig rühmlichen Verlauf und ÄusgrTig. Sportlich wurde herzlich wenig geboten. Die Spieler gaben, ausgcstachelt durch die Äivalitat deS beiderseitigen Anhanges, drn (Begignimgen den Anstrich eines äußerst harten Punktkampfes. Man vergaß ganz, daß es sich seit diesem Zahr doch nur um Pslichtgcsellschastssptele handeln sollte. Die Hauptschuld muß man dafür aber freut für solche Tresfeic vollständig ungeeigneten Schiedsrichter zuschreibe-u. Die körperlich weit bessere 1 Jugend des D. f. B. gewann gegen die 1. Jugend 1900'S mit 3:1 (Halbzeit 1:1) Toren verdient. Zwei Treffer, auf jeder Seite einer, waren glatte Zehlentscheidungen des Schiedsrichters. Das abgebrochene Spiel der 2. Zugendmannschaften stand 1:0 für V. f. B. Auch diese- Tor wurde inS leere Gehäuse erzielt, nachdem der Schiedsrichter eine grobe Unsportlichkeit, begangen an dem 1900 Torwart, übersehen hatte. Sonst war dies«- Spiel ausgeglichen und di« Leistungen gleich gut 1900'S kleiner Ersatztvrhüter hielt einen leichtsinnig verschuldeten Handelfmeter samoS. 3n der Zwischenzeit war die 1. Zugendmann- sckast htm Viktoria" Nidda zum Rückspiel gegen 1900'S 2. Äugend nach hier gekommen. Um die l®äfte nicht unverrichteter Sache nach Haufe zu entlassen, stellte der Platzverein eine auS 1. -und 3. Jugend kombinierte Mannschaft als Gegner. DaS Spiel endete 2.2. Ridda konnte recht •gut gefallen. Starkenburg. Lpd. Darmstadt, 10. Sept. Wegen gemeie ner Redensarten, die er cren-Ii* gegen den früheren Staatspräsidenten Ulrich gc- fuhrt hatte, mußte sich der Weißbinder Laux vor Gericht Derommcaen. Der Angeklagte, besten Benehmen oom Richter als niedrig und . noerantwort- lich be.jtidjnet wurde, erhielt eine (9 e l b ft r a f e oon 200 Mark. im Nichlbettreibungsfalle zwanzig Tage Gefängnis. Preußen. Kreis Actzlar. <> GberSgSns. 10 Sept. Luf die VuS- sichce-chnng de» Bane» einer zweiten Wafserkarnmer am Hochbehäuer der h e- ^gen Tvasfertettung waren bre: 3nge6otc ein* gegangen. D« Vrbctt wurde dem Den.gstfor- beinfren, Bauunterncchmer Schäfer-Dornin. V Haufen, übertragen. Die Kosten der Herstellung der Waffcrkcumner belaufen sich auf über 4000 Mark. 3 Sus dem Kreise Wetzlar. 10.6ch weiß es beule auch nicht mehr." (Fortsetzung foiflU hn «xnio Iehrttrend rot Dtttl hLt schcsicn. X uiuraler. perieten ci bet Wen tn 3nfprud nädjft W der trat de" LMt-ss« <4txtc J* Sude 1«Z d» -Seife; « nach and« jwtMtfle Flüche :W 5i retn bchu Ichulden L)as' st» ®L i* 0roft । »nlDtrfam B-4B. trieb [ korschlögtn I ftenbe Dioid I '° h-, aus Jw Vorzugs I Dunch«^ 'mb 6 ®i[ I nsch-n Nc dn at>. ® ''mg bon I «wn 2fni, witstf fesch '^assungs, Umsafe fe, Mar W btr Lya kastac yti <4 bett St ruiifl a ich bie Kamt khckunschr zeitlichcn Mvgefch« tat duru 3M 192 der tmrtfd mb ber : taten Liq Jette:: btt Sitai 8h bergen, bt Ww, hab, Mähmaai benittigtn ermäßigt, der Hhftt Üblich Li die dem f Dohnungi Qe(bT*p- nirwVl1 t 'jjM aS*.! ft ■w*u gyj) An JjWftutH:. ZVI Steren 3*-. ** WefS Wf'-nftcn itj tZ3jMk WofteiM 1 dem Itk-i. 'timftttizbunaL nLer. Du 3^ abE». a Serie WaiÄ autba Snbt «n-ILnov 11 flegnüftr m. 11 3raat -iet- : Wtt U4N öTautn mb 1 M 3um M 4m frwota Mtafltatf r- ( 8rr cii itt 5ot|anbi. vier gtflttübet . bic tbenleili entfallt» g . b. 2t » Hier r btr Harfmqjtt t Dr. pbil «ü he gebracht, unb der 6tu- torbenen to ifondtrr fern ntfwtt - $K tzichts- unb m lAWkV ab. tzr werden rtet. Eben!» bat hterderbaud er näWähchei ft unffpmb) 2 Leiter btm er-n> ui 1 und Acor, xa, iS man im idbaltenb Da» werden totittt ifenntärtt nennt 92,13. 6p®*n t Dollar 4.18R. m| die dicke 86- nioaMw t» it' M» t«** rtm tM** , aber mH $ota*\N* nen mir SV”1' L b« ort’-.; “Äjfie ? mitt !de,d}äfU dte Nch »n den letze en Jcbrei an die <2)0-—Iixn^er; bew ir rtf4)oftlidb#ri Jätt^- kerLStzttde« anichlössan ©a« 3nfhtui für 5Uw lunZnrdcri^ung t)U eine ibtierfuchung über das Attivgeichaft berSparka'ten enden 3a b r en 1926 28 ar.NefuL’t, auS brr ttt Unter- fchicdlichkett der #mu?iaUng in der TA’ aku ber Cverfallen für drei f» rpp 'che Jade, der De- prri'ion. Nt Kochivan nnng. fotvu bei AL'chwun- ?-i fett 1928 beutlub berr>otacbr. Zu Beginn ber evrri um 1926 hatten bte Sparkassen dir ibeee reichlich ^uflie^mben Lar- und «Street»lagen yi- nächst ehren Jbanfflutraben ihaupriächllch bei den Gi'?zea traten and bann ber 3nlooe tn Wert- parieren »uqesühr« Die besonders gunfnge Loge, btt ber •nu ’ionimcrfl bis Aebtuar 1927 auf- trxH ftafri AieetfeUoi tn engem .sutarnmenhange mit den umk an <7 reichen Wert pari erkauf en ber Spdtfafkn Inteteneü* haben bcfannil-d) bu Loarkassen aas ihren Wen?aveergeschäfi^n 'chwere Berluf'.e ertxUen. an beten Abdeckung he bi« Oabe 1927 trugen halten Dw kess Sebruar 1927 am Oelöaiarft dngenetenr Spannung duherk sich bet ben Sparkassen ui bopteticr Weile: eunr.al lieft ber Zufluh frtmbet Wittel noch andererseits wurden rn Der laufe dtS kon- fünf turellei Aufschwungs erhebliche Ä reiht- nlprudK an bi< Lparkat'en gestetlk. bee Hypotheken Borkchuffe und 5toimnunalbarfcben nahmen beträchllich au. g/eichzettig auch bie Dani- schulden Lenen 2u»gkeich twer Konti ar de we- ffnng 2 gch. 7. e4x(5 8. Sgl-O 9. Lei - g5 10. Sbl-c3 11. Sc3-d5 12. 0-0 13. SH-d4 wegen 7. ß3 nicht an 7. Da8-e7 8. LcSXß 9. Sg4xf6 10. Sb8-c6 11. Dc7-f7 12. 0-0-0 Führt au cuwix GeneralauStaufch, nach welchem Deitz infolge seine« Bauern plus ein leicht zum Ziel sührerrde« Spiel erlangt. 13. Sc6xd4 14. c7-d5 13. ..... 14. Ddlxd4 15. Lg5xf6 16. Dd4xf6 17. Sd5xf6 18. U2-g4 19. Lg4x?5 + 20. Tal-dl 21. TdlxdS 15. g7x(6 16. Dl7xf6 17. Ld6-e5 18. Le5xf6 19. Kc8-c7 20. Lf6xb2 21. Thdxd3 The« ist noch besser, al« 21.....Kxd8. denn hiernach erlangt Deitz durch 22. Tbl ein klar gewonnene« Endspiel 22. Lf5xh7 22. 31. Tcß. Lf8. 32. M wurde zu Tarne nnrb. zur 27. 28 29. 22. 23 24. 25. 28. 29 30 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38 39. 32. 33. 34. 24. 25 3fc 37 38. 39 ß:ß 14-15 h6-h7 15-16 KD-e2 cd- c5 c5-c4 Lh6-fB 15-14 Kd7-c6 U8-e7 e4-c3 Ul7-h8 Die Art ur? Desse. wu <3apadlanca nun mit den Bauern be« Ä6n.g«ftugel« da« Spiel tni- schechet. ift bewundernswert Girre furiok LautersteUung' 40. fo-f7 Schwarz gibt aus. da einer ber betben Bauern 30 .... Kb6. «2 -3 H2-h4 Kgl-g2! b4-hb f2-K Tfl-el Lh7-gf Tcl-e7> ras - d4 Td4>c4 H7-H5 •7-15 Lh2-g7 Lg7-b» Tc4 -14 Ti4-d4 Td4-d7 emem noch rascheren ®nbe führen. 1 cTxd7 -e 31. Kc7xd7 Solang des Problem« Ar. 175. Boa D Pauly 1. 13-14 , Lh3xi4 2. DfS-dö ufw I. Lb3-i2 1......Kc4-d5 1......beliebig 2. Df8-f44- ufw 2. Df8 - dö-e ufw. 2. DfB-U-h ufw Nichtige Sosaaz ,um Problem Ar. 174; B Von«. Gietzen Oie Narrenkappe. Splitter unt> Sparren vom Aebaklionsssfch. Gäste. ..Also gestern", sagt bet Muri«. ,da war tch bei LetmVerger eingeladen Der hat sich betau«- gemacht, sag ich Ihnen, da gab« ein Offen .... prima prima .... und von echt goldenen Tellern haben totr gegessen, mit echt goldenen Befleck« ." „Machen St« keinen Unlinn", sagt der Vurff. „ich hab' mein Leben lang bei Colmberger noch nicht« von Gold gesehen . Ader »ch fersichete Sie. mit echt goldenen Bestes«, ich hab' doch bk Stempel gesehen .” ..Da« glaub ich nicht-, tagte ber Curt«, ..Ich kenn' doch Leim berget/ ..Sie wollen also nicht glauben, datz wir mit «hl gol denen Besteck« .“ .Au«grichlossen!" Ola bitte", tagte Murk«. ..hier ist ba« Besteck?" Belebt ung. Der Heine Peter, noch nicht vier Jahre alt. spaziert am Sonntag mit seinen Gttern am Berliner Schlachtens« 3n einem Gartenrestaurant wird zu Mittag gegessen Der Garten ist dicht besetzt. Peter interessiert sich für alle«, nur nicht für febi Essen. Strenge Dennahnung Peter iöffeü. aber immer wieder blickt er aus. G» scheint, datz ihn der Tifch nebenan, wo eiir Sportjüngling mit seiner Deekend - Freundin Gänsebraten verspeist, ganz besonder« sesselt „"Älter", tragt er plötzlich, »darf man mit dem Messer essen?" „Aicmals. mein Junge." Darauf tich Peter entrüstet zu jenem Mädchen am Aeben tisch wendet und t* an fährt; „Haste gehört? Olimm die Gabel!" 22; Mai» (gelb) für Autterzwecke 2025; Weizenmehl. ludd. ursche, Lvezial O, 33 bi» 33^0, Roggen- mehl 30,75 bi» 31,25; Welzenkleie 12,90 bi» 13; Roggenkleie 13JM). Tendenz: flau. Letzte Rachrichten. Heute Nachmittag gemeinsame ^äumunasbesprechung. Genf. 11. Sept. (®TB. Ivnkspruch.) 3* Anschluß an Mc bisheriger Einzelbesptechungev de» Reich»kanzlet» mit den f)aup(belegierten Jranf- rridjs. Lnglanh», Italien, unb Belgien» zur Klärung ber Räumaagofrage ist die awgrfun- dlglc gemeinsame Besprechung enbgüliig auf heule nachmittag fünf 11 h r am Sitz der englischen Delegation seslgesthl. veusscher- seil, nehmen Lelchokaazler Müllet und Slaal»- trfretär e. Schabers daran teil Or Äreitscheid bei Bnand. Berlin, 11. Sept. (WTB. Brioot-3nfonnatton, Funkspruch.) Wie au» Kens bekannt wird, ftattetc das deutsche Delegationsmitglied Dr. Breit- scheid heute vormittag dem sranzösischeu Autzenminister einen Besuch ab. lieber ba» Ergebnis dieser Besprechung verlautet noch nichts; e» ist ober wohl anzunehmen, datz sie ben Fragen galt, die seit gestern besonder» akut geworden sind. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. _______________________bratet btn Papreren angelLdrien Ziffern geben die Döh« der zuletzt beschlossenen Dividende an. — AeichsbaakdiSkom 7 Prozent, Lombardzinckfutz 8 Prozent. 'tarlten o. » e«nh. Ttarkhmi.n I errll. Uytta 16.41, 16*.41 O.U4 I-Ufcr. X-.la* 1-Ubr- »«re ir*- 1 »a re »r.|«e faur» S*lub- l-u*- »'■re Rere Itkeh 1^5 Rare Jwr •Jzsnwgilfb« Tenrttfi-Cefi Hotte . . . 167.11 11.95 Iw» •■re »■re »«re »n‘ Mere Taten 10. 8. ILt »4 » I IL •. Tannn: | 10.» II 1 | 10.9. 11 9. Darum: 10.1. ii. i. Id 8. | II. 8. Soun..... rrr 11 r »imir« 111.58 SM.V4 112,03 66.18 l.tM 112.33 60,84 1% tt eriMr-.-: ». tes7 rt *0 «u* tet-IMtre :t-r MM.-««A» . i?,4 14.» 5t.45 K.6 67.» U.I. 17 42.5 1« 9 UJ ........8 Fnymoni . . ..••••.» Weta. Ptefraiigre.....io iw S i«e.u IV? 184,Z5 'N 180 ■ iso - 197 180.75 cjuKu ......7 4z er« .... MB Lew«! fcMU* .....• 141 147 — 2 140 5 Wumanfftbt 'Jlottn . . . eanrrhHdx •Jlütta . . . Ctfcrortur «otra .... e»«w sw» .... 8.64 II,M 80.64 66.17 ft* ur.b »tdt . ■ • • • 10 30. b -M ■al 4 M* .....»o ur 142.4 HI _ M.55 13.44 71.ll -*i......6 51.» U eru.r *.7 J4.4 R3rt-»'R»tt R7 j, w* *,41» Ml.4 »oDtnbcgrn 111,84 irt.uo 111.85 112,07 — Ul.t', 241.5 et.-«fitIm . IU. le 10.655 113.4a IU. 4l 112.44 11 11.3 _ irr Ul.9 133.75 IM 2» ■■MMpB e • • • e • • U 18 xtRna-ort. jtalzn . . . 14.574 ULM U .4 11.« 5tÄ- i'.-*a ...... 4 —* — <1,613 11.175 n',w —— ......8 137.35 U6.6 137,25 «a»=a . ....... 11 — — 131 — fcenbon. . . 80.34» ■Litt <0.342 <0,3*4 IS ", -71 _ — 111.25 • -- . ~ — Rare art .. '.1845 t.AJlj 1.1'445 l, «Öl', CbrtXt r xh'tiX BrMrt . 8 * fc '• . . „ g . 4 — - *• 16.446 44.4Ü1 14.M ».71 16.40 111.8 kLnirt» . . »6,74 LI». *S Swcrfa £dK » Oe®6ktK. i . . 8 111.24 *,l7 Hl 75 »H 91 1: er Mdetewdi ....... 8 114 - : . rrt . 61,50 81.65 W.i» im. 141.5 Dhap . ,«••.. 10 RrtetJwt . ....... 8 _ §3. 2 141 3öan . .. *15 bt rtax. 1.81» .»»85 IM.! L % 3cte 4H s-fbfd fTr«t*_......V :1t »4.74 t?7.9 Iti 157 275.5 141.5 I M.73 L '* 8.M 1.116 1.46» uwu ».Ml u».'? » —■ <-> ■ 2Tt Z ”’—~H • ••••• • * «*.75 — EMa te L 153.75 154 153.Ä ?»h ....... U , 4 _ M.* U.4M 7.171 ».06 !N 59.» 13.44 7,to 73,tl L 4. Tn-':i*r-rt2tbfli ..... M W.5 54.43 M.5 53 MUtaM......« «Ml ........» 3M 146.75 - w 1M.5 — U.44 7,31 y e.rfmex v-itata5 - . i? — 01.75 OZ.5 02 i".% — : r.5 270 73.07 nrt6 trb«i«2*jxl 11 Tsrwlt u. Seteia»ati U Tru*6f »citf l» irt.n 271.» Ifr.tt IM.» 171 187.75 l«i3 75 »c3 ...... M> •rtteerf ... 15 Z71 1 1 Z8u 435 - KI .■ *1 71. • äS 81.81 i 1 1 u 187 473. 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Namentlich unsere beiden Iugendvereinigungen verlieren in ihm ihren unermüdlichen Gründer und Führer Auch der Frauenverein und die Kleinkinderschule, für welch letztere er keine Mühe scheute, um sie finanziell hoch zu halten, empfinden seinen Weggang schmerzlich. Die Iugend- vereinigungen verabschiedeten sich am Freitag' abend in der Kleinkinderschule in einer schlichten Feier von ihrem Führer und Freund und überreichten ihm zum Andenken ein wertvolle- Bild. Auch der Frauenverein hatte sich am Smrntog- mittag zu einer kurzen Abschiedsseier eingefunden und lieh durch die erste Vorsitzende seinem Gönner eine kleine Erinnerungsgabe auShändigen. An feinen neuen Wohnort Engelstadt in Rheinhessen begleiten Pfarrer GöbSl die Segenswünsche der ganzen Gemeinde. * Klein-Linden, 10. Sept. Der hiesige Turnverein veranstaltete am gestrigen Sonntag sein diesjähriges Abturnen. Schon am Sonntagmorgen begannen auf dem Turnplatz die Wettkämpfe. Den Rachmittag füllten zwei Wettkämpfe um zwei Wanderpreise und das Schauturnen aus. Die Preisverteilung für die Schülerriege wurde noch am Rachmtttag vorgenommen und hatte folgendes Ergebnis Shrensieger Walter Weber mit 164 Punkten. 1. Preis mit je 150 Punkten Willi Jung und Walter Speier, 2. Preis mit 142 Punkten Heinrich Schimmel, 3. Preis mit 136 Punkten Ernst Schimmel, 4. Preis mit 135 Punkten Hans Weller, 5. Preis mit 134 Punkten Karl Zörb, 6. Preis mit 130 Punkten Wilhelm Steinmüller, 7. Preis mit 121 Punkten Wilhelm Zörb, 8. Preis mit 118 Punkten Fritz Weller. 9. Preis mit 117 Punkten Karl Marten, 10. Preis mit 110 Punkten Otto Volk, 11. Preis mit 88 Punkten Wilhelm Weigel. Vei der Abendfeier im Turnerheim gedachte der 2. Vorsitzende des 150. Geburtstages des Turnvaters Jahn und zeichnete in kurzen Zügen das Lebensbild diese- Mannes. Die anschließende Preisverteilung. vorgenommen von dem zweiten Turn- wart Heinrich A d o l p h.hatte nachstehendes Ergebnis: Turner innen-Oberstufe (Zehnkampf) 1. Preis Elfriede Weller mit 106 Punkten, 2. Preis Gretel Spengler mit 154 Punkten. Turne- rinnen-Ünt er stufe i Achtkampf) 1. Preis mit 149 Punkten Tilli Hahn, 2. Preis mit 145 Punkten Clse Fink, 3. Preis mit 143 Punkten Frieda Volk. Zögling-Oberstufe: (Zwölfkampf) Ehrensieger Heinrich Marten, 1. Preis mit 188 Punkten Rudolf Ufer, 2. Preis mit 187 Punkten August Müller, 3. Preis mit 172 Punkten Wilhelm Müller, 4. Preis mit 169 Punkten Rudolf 3uug. Zögling-Unterstufe (Zwölfkampf) 1. Preis mit 174 Punkten Ernst Jung, 2. Preis mit 171 Punkten Robert Weller, 3. Preis mit 166 Punkten Fritz Mülln, 4. Preis mit 158 Punkten Walter Unk. Den Wanderpreis im Ge- räteturnen (geftiftet von Heinrich Adolph) errang Heinrich Marten mit 292 Punkten, den Wanderpreis im volkstümlichen Turnen errang Fritz Worneweg mit 41 Punkten Der Stifter deS letzteren, Albe« Weigel. turnte außer Konkurrenz mit und erreichte 48 Punkte. Schöne Musikstücke der Kapelle Lenz und Tänze füllten den Abend aus. — v— Heuchelheim. 10. Sept. Zur Feier seine- 40jähriaen VestehenS gab der Turnverein (D.T.I in seiner Turnhalle am Samstag einen festlichen Abend, der in Vertretung des durch Krankhrit verhinderten Vorsitzenden Ludwig Schmidt von dem 2. Vorsitzenden Friedrich Rinn geleitet wurde. In seiner Rede faßte Lehrer Dr. Reidt zum Gedächtnis an den 150. Geburtstag Friedrich Ludwig (Zahns die Gedanken und Bestrebungen deS Turnvaters zusammen, die heute mehr denn je im deutschen Volke wieder lebendig, auch die tragenden Kräfte in der bewegten Entwicklung des örtlichen Turnvereins gewesen sind und für die Zukunft wirksam bleiben tollen. In einem Festspiel: „Am Ge- sundbruimen der D. T." gab der Verein unter Leitung feines langjährigen Oberturnwarts Albert Rinn einen Einblick in die Arbeit bei der turnerischen Ausbildung beider Geschlechter und konnte sich damit nicht nur de- lebhaften Beifalls der vollbesetzten Holle, sondern auch der fachmännischen Anerkennung deS Gauoberturn- wartes Wilhelm Will (Dießen) erfreuen. Langjährige opferfreudige Mitarbeit ehrte der Verein durch Urkunden an Karl Kreiling. Ludwig Iung III.. Wilhelm Römer, Daniel Ludwig Christ, Wilhelm Philipp Rinn, August Schleenbeckcr und Obertumwart Albert Rinn. Der erste Gau- und Krcisvertreter. Arthur Pfeiffer (Wetzlar) brachte die Glückwünsche der übergeordneten Verbände zum Ausdruck und stellte in erhebenden Worten die Grundgedanken der Deutschen Turnerschaft heraus. Bürgermeister Kreiling betonte den Wert der Leibesübungen für die gesunde Entwicklung der Gemeinwesen und forderte zu tatkräftiger Unterstützung dieser Bestrebungen auf. Die vier örtlichen Gesangvereine: Teutonia. Liederkranz. Arbeitergesangverein und Germania ließen durch den Vertreter des letzteren, Karl Rinn, ihren Glückwunsch aussprechen, der Turnverein Treis a. d. Ldo. stiftete einen Fahnennagel, mehrere Rachbarvereinc gaben ihre Anteilnahme mündlich oder schriftlich zu erkennen. Der Sonntagvormittag führte die Turner und Turnerinnen zu einem Vereinswettkampf auf dem bei der Turnhalle schön gelegenen Sportplatz zusammen, nachmittags gab es einen Fcstzug durch die Ortsstratzen und anschließend in der Turnhalle ein Schauturnen. ■L Wieseck, 10. Sept. Die gestrige Werbe Veranstaltung des Freien Turn- und Sportvereins war ein voller Erfolg des Geräteturnens. Hatte sich doch der Verein außer eigenen guten Kräften noch die Kreis- und Dezrrlsriege verpflichtet. Gs waren wirkliche Glanzleistungen, die an Pferd, Darren und Reck gezeigt wurden, und viele Turner waren voll des Lobes über die Vorführungen. Die Dereinsfreiübungen der Aktiven wirkten sehr schön, auch gefielen die Gesang- und Reckspiele der Schülerinnen. Die Zöglinoe und Schüler am Pferd zeigten ihr Bestes. Zum Schluß seien die guten Leistungen der Turnerinnen (Freiübungen und Reifenübungen) erwähnt. Der Vormittag, der dem Vereinswettkampf galt, wies eine große Teilnehmerzahl auf, die Leistungen waren gut. — Samstag abend hatten sich die Sechziger zu einem gemütlichen Zusammensein bei ihrer Alterskameradin D o r f e l d zusammengefunden. Man sah, daß auch die Alten es noch verstehen. Feste zu feiern, und beim Abschied am Svnntag- Lollar, Apoth. E. Guth. (1250V VieiAUMlTllllN (IMMTUCM OVtCM AUIttlUUMOlflXTK OOte MALAT Gießen, den 11. September 1928 8078D Statt Karten" Ihre Vermählung geben befamif Or. med. Gmst Kockerbeck und Frau Gertrud geb. Zacobi Ihre um 9. September in Dresden vollzogene Vermählung geben bekannt Apotheker Wilhelm Berdux Eleonore Berdux geb. 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Kamerad Lehrer Roth, Grünberg, ergriff sodann das Wort zu längeren Ausführungen, in deren Mittelpunkt der Bericht über den Verlauf des VerbandstageS in Wimpfen stand. Hierauf wurden verschiedene Mitteilungen von DereinSangelcgenheiten gemacht und Anfragen beantworte Sin gemütliches Zusammensein beschloß die Tagung, dos durch weitere Darbietungen der Säuger verschönt wurde. Kreis Büdingen. r. Büdingen, 10. S.'pt. Am letzten Freitag fanden auf dem Sportplatz und in der Turnhalle der Volksschule die ReichSjuaend- wettkämpfe des Wolfgang-Ern st- Gymnasiums ftatt. Rochdem die Anstalt voriges Iahr zum ersten Male sich beteiligt hotte, nahmen diesmal auch Mädchcn teil. Fast die Hälfte (101 Schüler, 21 Schülerinnen) der Gesamtschülerzahl rang um den Sieg, und trotz der gegen früher verschärften Bedingungen konnten 71 Bewerber (56 Schüler, 15 Schülerinnen, über ein Viertet der Gesamtanstaltsstärke) zu Siegern erklärt werden, wobei zu beachten ist. daß die meisten Schüler der Oberprima und Sexta das vorgeschriebene Alter bereits überschritten. bzw. noch nicht erreicht haben. Beeinträchtigt wurden die Leistungen im 100-Meter- Lauf und Springen durch den mangelhaften Zustand des Sportplatzes, wo die gleichzeitige Verwendung als Marktplatz und die einseitige Bevorzugung des Fußballsportes den Betrieb der übrigen Leibesübungen stark schädigen. Der Laus muhte in der Drunostrahe stattfinden. Es folgen die Ramon der 1. Sieger: I. Schüler. Oberstufe: Fritz Weidmann (104 Punkte). Mittelstufe: Willv Beyer (121 P.). Unterstufe: ' Fritz Bechtler (92 P.). Vorklasse: Emil Eschenfelder (60 P.). II. Schülerinnen. Mittelstufe: Gisela Lenz (102 P.). Unterstufe: Marie Luise Schmidt mann (75 P.). Dorklasse: Marie K ö l lne r (64 P.). Kreis AlSfcld. y. Appenrod. 10. Sept. Hier und in den Rachbargemeinden Erbenhausen und Dannenrod ist unter den Pferden die Druse, eine akute Infektionskrankheit, die sich in ansteckendem Katarrh der Rasenhöhle mit eitriger Entzündung der Lymphdrüsen äußert, sehr stark ausgetreten. Die betroffenen Pferdebesiher sind in den Erntearbeiten bisweilen stark behindert, da die Tiere sehr geschont und nur bei günstiger Witterung zu leichter Arbeit gebraucht werden können. Z Dannenrod, 10.Sept. Die Grummet- grosverstcigerung der hiesigen Gemeinde- triften zeigte rege Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung und einiger auswärtiger Bieter. Die Prelle waren i. T. ziemlich hoch, da infolge guter Düngung schöner Kieewuchs vorhanb.-n war. Der Ertrag war etwa 60 Mk. Bei der Heugrasversteigerung wurde infolge noch größerer Bieterzahl der Betrag von etwa 500 Mk. — im Vorjahre nur 150 Mk. zusammen — erlöst. f Rieder-Ohmen. 10. Sept. Gestern feierte die Schule zu Rceder-Ohmen ihr diesjährige- Iugendfest. verbunden m t den Reichs - jugendwettkämpfen. Um 2 Uhr bewegte sich der Festzug. angeführt von der Kapelle Kaiser- Rieder-Ohmen, durch untere OrtS- ftrahen zum Festplay. Dort h eit Lehrer D e r n die Festrede. Rachdem er dem Geme nderat und dem Schulvorstand für d.e tarträlf.ge Unterstützung, die das Fest erst ermöglichte, neben!t hotte, legte er in feinen Ausführungen den Zweck der Iugendfeste und der Re.ch-jugendweitkämpfe dar. Als Bord ld stellte er den Turnvater Iahn dar. dessen Geburtstag am 11. August in allen deutschen Gauen gefeiert wurde. Seine Rede flani aus in einem Hoch auf unter deutsche- Vaterland, in das die Menge begeistert einstimmte Entblößten Hauptes wurde hierauf da- Deut'ch- landl.ed gelungen. Rachdem die Schüler der oberen Iahrgänge unter Lei tust g Lehrer Schäfer und Wolfs nach einem schönen Aufmarsch erakt ausgeführte Stabübungen gezeigt hatten, boten bvc Schülerinnen unter Anführung von Fräulein K u h r i n g verschiedene hübsche Reigen dar. Sehr gut gefiel der Blumen re i gen. Bei den folgenden Wetttämpsen waren die Zuschauer besonders an den Sprüngen interessiert. Die Anforderungen an das Können der jugendlichen Kämpfer imb Kämpferinnen waren dem Vorjahre gegenüber noch gesteigert worden. AIS erste Sieger gingen der Schüler Reinig bei den Knaben, und die Schülerin Hahn bei den Mädchen hervor. Aus einem echten Iugendsest durften natürlich das heitere Spiel und die Preise nicht fehlen. Der Kletterbaum, der Schwebebalken. Sacklaufen imb besonder- di« saftigen Würstchen und knusperigen Bretzeln sorgten bald für frohe Stimmung. Die Kapelle Kaiser trug durch verschiedene Weisen ebenfalls zur Unterhaltung bei. Geschäftliches^ Die Zigarettenfabrik Richard (jketlinfl A.-G, Dresden, bat eine weitere M'ldernng der iBefitmm» ungen für den Sammel-Wettbewerb für Greiling- Tvortbiider eintreten lasten. Tic Bedingung, bau nur Bilder entweder mit gerader ober ungerader Backnumuicr cfngeianbt werden dürfen, tft fallen getanen worden, »liifcerbein wurde dte Ancuhl der Preise erhöbt. Die Bestimmungen lauten jetzt. Tic (yretliug A.-G. verteilt Weihnachten 1928 unter Ausschluß des NechlSwcge) 230 Prämien an diejenigen 230 Gretting-Lvonbilder-Sammler und Raucher lntcht an ihre üabrik-Anaesteltten oder Händler oder an Angehörige der 4‘ovgenanntein, welche die meisten Sooribilder einfenden. Zwei gtohe Bilder werden gleich fünf kleinen Sport» bildern gezählt. Verteilt werden 10 zweisitzige, nute Motorräder, 20 Fahrräder, 100 Knyb alle und 100 Zigaretten-Vreisc. Wer die meisten Sooribilder etnfenbet, erhält dad teuerste Motorrad, der nächstbeste Sammler das nächsttenerste Motorrads z.B. der elftbefte Sammler das erste Fahrrad uff., ohne daß eine bestimmte Anzahl Bilder für öle Beteiligung oorgefchrteben wird. Gültigkeit haben nur Greiling - Svori- btlder mit’ber Aufschrift Sammel > Wettbewerb, auch müssen die Bilder eine Packnummer tragen. Stichtag ist der 15. Dezember 1928. Feststellung der Ergebnisse finbu unter Aufsicht eines Notars statt. Das Ergebnis wird veröffentlicht. 41H?>V MARGARINE y=;u Dienstam Haushalt DIE SONNE DER TROPEN,* sdienkt uns die köstlichen Ölfrüchte, die zur Herstellung der Margarine VERA dienen: Die Kokospalme der Südsee spendet das feine, nahrhafte Speisefett, das sich unter dem Namen „Palmin" Weltruf erwarb. - Die gehaltvollen Früchte der Olpalme. die mildsüßen Erdnüsse Afrikas und Indiens sind weitere wertvolle Gaben der Nahm, die in den Rama-Werken Verwendung finden. Wie bei allen Früchten, so gibt es auch hier erhebliche Qualitätsunterschiede In die Ölmühlen der Rama-Werke gelangt allein die Auslese dieser Früchte. Diese Tatsache ist in erster Linie bestimmend für die hohe Qualität der