Nr. 188 Lrfker Blatt 178. Jahrgang Samstag, N- August 1928 Xt\6) «tat tLgltch,«atzet Stmwtcq« aO JJeirrtxxgs Mtegra; ®le6«aa FamwmdlLttri 5#teaf i» Bild CM« Scholl«. ■•eets-Be$agsprtts; 2 91rtd)imark enb 20 Veühsplrwntg für IrSget» lohn, erd) bd Richter- |4« t neu chrjeln er 51 u m m rm infolge höhern Gewalt. 5trn|prfd)Qn|d)lfiff«: 61, M and 112 Maschrtfl für Drahtnach' richten. Injflgrr 6iefcte. Postscheckkonto: Äreatfin qbi Dlaia 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck imd Verlag: vrLhl'sche Untoerßlülr-Vllch. und Sttinbrnderd L. Lange in Sietzen. Schrifüeitunz und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. aewtlet Mit lijetara fir btt lagtinamiatr bis !»■ Nachmittag vorher. Prtls Iwr 1 mm HL he flr Anzeigen von 27 mm Steile örtlich 8, oaiöärts 10 Seichspfennig, für Sc- blameantetgcn voa 70 mm Brett« SS Seichspfennig, Platzvorfchrtst 20', mehr. (TbefTtbaktexr: Dr. Jnebr. Will). Lang«, verantwortlich für Dolmk Dr. Fr Dilh. Lange, für Feuilleton Dr tz.Thyriot, für den übrigen Teil trnft Dlumfcheia: für den Anzeigenteil Äurt hiNmann, lämtüd) in Giehen Unsere Neichsversaffung Don D. ihcol. Dr. jur. Dr. phil. Joh. Bredi, o. 6. profcffor ber Rechte an der Universität Marburg, M. d. X Der Verlass ungs'e-ertag hat tm Reichstag fein gute« (?d4)iff gehabt: au« den txrld)tcbcntten -ründen bcrau« lehnte die Mehrheit ihn ab, indem sie ihn an den Ausschuß verwies. Ss war ja auch ein gewagtes Stück, mitten tm Streite der Meinungen plötzlich eine vollendete Tatsache schaffen und damit allen Zweifel beseitigen *u wollen. So zeigten die Debatten fein lehr erfreu- lich^ Bild. Mit einem Argument aber, das dabei vorgebracht wurde, muh man sich einmal näher befassen. SS wurde nämlich gegen die Weimarer Verfassung eingewendet. sie sei noch gar nicht fertig, sie mülle noch abgeänd.'rt und ergän-.t werden, ehe daS deutsche Volk sich wirklich mit ihr regieren könne. Der Ruf nach .Revision der Reichsverfassung" ertönt Immer häufiger und lauter und man muh sich einmal klar darüber werden, wieweit er berechtigt ist. Die grobe Errungenschaft des Jahres 1919 besteht darin, hast wir überhaupteineDer- f a s s u n g haben, nicht darin, dasz wir gerade die Weimarer Verlas unq mit ihrem heutigen Wortlaut hoben. ES war bie Schicksalsstunde des deutschen Volkes, als der Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte am 19. Dezember 1918 beschloß, die Wahlen zu einer Verfassung- gebenden deutschen Rationalversammlung auszuschreiben. Damit war das Rätesnstem auf deutschem Voden abgelehnt und d»e Zukunft dem Parlamentarismus eröffnet. Diele Tat achs mag uns heute felbstverftändlich erscheinen: sie war es aber 1919 gar nicht. Durch den Zusammenbruch war zunächst die tatsächliche Macht in die Hände der Arbeiter- und Soldatenräte gefallen und in Rußland war sie auch in ihren Händen verblieben Daß die deutschen Arbeiter- und Soldatenräte ihre Macht nur dazu benutzten, dem ganzen Volke auf parlamentarischer Grundlage die Macht in die Hand zu geben, war eine Großtat ersten RangeS. Deshalb muffen wir immer noch den Schwerpunkt legen auf die Tatsache, daß wir eine Verfassung l)o ben! Wenn man nun davon spricht, daß die heutige Verstossung abänb tung«6e:ür tig (ei. weil offensichtlich da« Regieren auf zu grobe Schwierigkeiten Robe, dann must man hier einmal einen Blick werfen auf das Ausland. Eng 1 an d hat überhaupt keine Verfassung, ober es ist eines der bett regierten Länder d.r Welt Italien hat eine geschriebene Verfassung, aber ei wird regiert vom ZasziSmus. der sich um die gefchrie- bene Verfassung gar nicht kümmert und fie ein'ach beiseite liegen labt. Danach must eS doch wohl weniger darauf anlomnicn. toa« in der Verfassung drinsteht, als darauf wie in a n Die Verfassung handhabt. Jede Derlassuna ist dehnbar und knust es fein; die Zeiten und die Verhältnis^ sind zu verschieden. alS daß man ein für alle Mal mit eifernen Regeln wirtschaften könnte. Es kommi alles daraus an, daß im gegebenen Momente b c cnige Ma mabme ergriffen wird, die zum Ziele führen kann. Dazu gehören aber nur die richtigen Männer mit dem nötigen klaren V'.ick: wo sie fehlen, kann er* geschriebener Artikel der. Verfassung wenig nützen. Rament'.ich die Bestimmungen über die Regierungsbildung können an sich niemals die Schwierigkeiten überwinden, die sich in Deutschland regelmäßig herouszustellen pflegen. Man kann sich aber auch kaum eine Aenderung der Bestimmungen denken, die solche Schwierigkeiten im voraus o umschließen könnte. Hier ist eben die Pralls alle«, und solange diele in Deutschland noch nicht genügend ausgebildet ist. mub man die notwendigen Mängel in den Äauf nehmen. Aber eS find keine Mängel der Reichs- berfaf'iing, sondern nur Mängel der Praxis ilm das Verlangen nach Revision der Reichs- verfaslu-chg genügend würdigen zu können, must man sich einmal da« Ge chick der Bismarck- scheu RsichSverlafsung an eben. Bismarck wollte das Reich von Preußen aus regieren lyib hier sollte der Schwerpunkt de« Ganzen liegen. <5r selbst wollte nicht einmal da« Amt eines Reichskanzlers und lehr gegen feinen ^Dillen kam die Amtsl'ezeichnung in die Verfassung hinein. Da« eigentliche Regierung«- kollegium sollte der Bundesrat unter Lei» hmg P reihens 'ein. Von einer eigentlichen Reichsregierung stand in der Reichsoerfasfung überhaupt kein Wort. 11 nb doch hat sich eine solche Reichsrcgicrunz allmählich b'rauegebilbct, aber nicht durch eine Revision der Reichsver- faffung. f or.be tn durch bic Praris Als der ReichSkanzl.r leine gewaltige Arbeit nicht mehr allein c rlebigea konnte, muhte eine Srrtlottung herbeweführt werden und diese erfolgte durch da« vlellvertretung^gesey von 1378. durch das die Ressort-Staatsfekretäre mit eigener Verantwortlichkeit geschahen wurden. In der Reichsverfalmng selbst wurde kein Wort geändert und doch verschob sich ihre Grundlage bedeutend. Ls gab setzt schon eine selbständige Reichsregierung und diele trat immer mehr in den Vordergrund. Der Bundesrat verlor immer mehr an Bedeutung und war schließlich zu einer Art von Oberhaus geworden. Das wirkliche Regierungsorgan war er schon bei Beginn des Weltkrieges nicht mehr, und als er kurz vor Toresschluß noch durch die Ge'eye vom 28. Oktober 1918 wirklich \um Oberhaus gestempelt wurde, da war dies materiell kaum noch etwas Reues. Tatsächlich war der a'tc Bundesrat zum Schlüsse wenig mehr als der heutige Reichsrat. Der Bau des Panzerkreuzers A beschlossen. Einmütige Zustimmung des Reichskabinetts. - Ersparnisse an anderer Sielte des Wehreiais in Aussicht gestellt. Die Sitzung des ReichSkabinettS. Berlin. 10. August (ÖB.) Amtlich. Das Reid)»fabinell befchtotz in feiner heutigen, unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgrhaltenen Sitzung, den Bau des Panzerschiffes in Angriff zu nehmen. Zu diesem Beschlutz ist die Reichsregierung gelangt, nachdem festgestellt wurde, daß die durch den Bau des Panzerschiffs entstehenden Mehrausgaben in den folgenden Jahren durch entsprechende Ersparnisse bei sonstigen Ersatz- bauten wieder eingebracht werden. — Das Reichskabiaetl erhöhte ferner die D e r - flcherungspflichlgrenze in der Angestellten Versicherung von 6000 Mark auf 8 4 0 0 Mark und beschtosz u. a., dem Reichstag die Ratifizie- rungsgesetze über drei internationale liebereinfom- men betreffend die Seeschiffahrt vorzulegen. Oer Panzerkreuzer. Tic Stellung der Sozialdemokratie. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". 'Berlin, 11. Aug. Im allgemeinen hatte die gestrige Stobinetfsfißung keinerlei Fragen polemischen Charakters zu losen. Nur eine Pille ist in die Festfreude gelegt worden, und das ist der Panzerkreuzer A. Eigentlich war ja das Problem bisher immer so gehalten, daß es als Belastungsprobe für die Große nichtgroße Koalition DaraefteUt wurde. Inzwischen aber sind doch einige Wochen ins Land gegangen, die Parteien haben auch Ferien gemacht, Die Minister sind erholt zurückgekehrt, Dr. Groener hat versprochen, Ein- jparungen auf anderem Gebiete zu machen, der Neichsfinanzminister überblickt inzwi- schen schon besser die Finanzlage des Reiches, kurzum, die ganze Situation hat sich wesentlich g e * ändert. So rief die Frage, ob mit dem Bau des Panzerkreuzers begonnen werden soll, keine Aus- einanderfeßungen hervor. Noch einer Meldung der „Germania" ist der Beschluß des Kabinetts sogar einmütig gefaßt worden. Das Blatt bemerkt dazu: Aus „Staatsräson" hätten die sozial- demokratischen Minister also nunmehr m i t beschlossen, was die Sozialdemokraten im W a h l- kämpf bekämpft hatten. In der Negierung sähen sich Dinge a nd e r s an als draußen. Der „Vorwärts" lagt, an der grundsätzlichen Einstellung der sozialdemokratifchen Minister zu diesem Kriegs- schiffbou habe sich nichts geändert. Aber über die Tatsache, daß das Ctatsgesetz für 1928 in Kraft sei und den Bau vorsähe, hatten sie sich nicht hinweg- setzen können, wenn sie nicht das Etataefeß verletzen wollten. Das Reichswehrm-nisterium habe sich zu Einsparungen im Reichswehretat be- reiterklärt, so daß eine Mehrbelastung durch den Bau des Panzerkreuzers nicht einträte. Unter diesen Umständen hätte das Reichskabinett die Erbschaft des vorigen Reichstages und des Bür- fierblocktabinetts antreten und die Beschlüsse der ge- etzgebenden Körperschaften vollziehen müssen. Die „Boss. Ztg." meint, wenn das Kabinett Müller- Franken bereit zu sein scheine, die erste Baurate flüssig zu machen, dann würden neben der Tatsache, daß das Rcichswehrministerium sich zu anderen Einsparungen in feinem Etat bereitgesunden habe, auch noch andere wichtige Erwägun- gen allgemein politifcher Art mitgefprochen haben. Die Erhöhung der Versicherungsgrenze. L-citcrc Beschlüsse des Rcichskabinetts. Berlin, 11. Äug lPrivattel.« Dem „ßofal- Anz." zufolge nahm die Beratung über die Erhöhung der Dersicherungsgrenze in der Angette'lt?nver,icherung längere Zeit in Anspruch Rach dem tz 3 des Angestellten versiche- rungsgeleyes ist der Reichsarbeitsministcr ermächtigt. die'e Grrn-e sestzuletzrn fo daß das Kabinett deute einen e nt'vrechenden Be chluß fassen konnte. Hierzu ist nur eine Verordnung notwendig. Bei den in dem Kommunique erwähnten internationalen Abkommen über die Sees chif fahrt handelt es fich. wie daS Blatt schreibt, um Ab- Diefe Umwandlung der Bisrnorckschen Reichsverstasiung ist viel bedeutender, als «man meist annimmt. Sie ist nur den damals Lebenden so wenig zum Bewußt ein gelommen. weil sie sich lehr langsam vollzog — und wtil fie sich ganz einfach den gegebenen Verhältnisfen anpahte. Wir können heute noch in keiner Weife übersehen, wohin die heutige Weimarer Reichsverfaf'ung sich entwickeln wird. Rur eines können wir mit Bestimmtheit sagen: die Praxis wird aUmählich eine andere und fettere werden. Es wird manches in künftiger Zeit als selbstverständlich gelten, was in der heutigen Reichsverf al ung gar nicht steht, und es wird manches beileite gela'sen werden, was heute vielleicht noch wichtig erscheint Wir können aus alledem nur die Lehre ziehen, daß wir felbst diejenigen find die der heutigen Reick.sverfasfung erst ihren rechten Wert verleihen müssen durch die rechte Handhabung. Die kommen von Genua vom Jahre 1926, von Dens vom Jahre 1921 und von Genf vom Jahre 1926. Diese Abkommen beziehen fich auf dieDeschästig u n g von Jugendlichen und auf die ärztliche Untersuchung. Diese Angelegenheiten sind in der deutschen Seemannsordnung bereit« geregelt. Trotzdem bedürfen die entsprechenden internationalen 91btommcn noch der Ratifizierung. Laut »Dost. Ztg." ist der Äabi- nettssiyung eine Besprechung des gegenwärtigen Standes der deutsch-rumänischen 3 i - nanzverhandlungen voran «gegangen. Die von der rumänischen Regierung entsandten Unterhändler sind jetzt in Berlin eingetroffen. Die Reform des Schlichtungswesens. Die Stellung her biewerlschaften. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers" Berlin, 11. Aug. Der Vorschlag des Reichsarbeitsministers an Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ihre Gedanken über eine Reform des Schlich- tungswefens zu äußern, hat besonders die Gewerkschaften in arge Verlegenheit gebracht. Auch den Gewcrlfchaften ist bei dem heutigen Schlich- tungssystem nicht in allen Fällen wohl zumute, aber es fallt ihnen augenscheinlich schwer, klar präzisierte Reformvorschläge auszuarbetten. (Einmal macht sich unter ihnen eine recht starke Uneinigkeit über bas Ziel bemerkbar und schließlich bittet sich ihnen bidihd) kaum eine .• ■.«:>:c:i. etwas wesentlich Neues zu verlangen (Entgegen den Wünschen weiter Arbeitgeberkreife scheinen die Ge- werkfchaften der sozialdemokratischen Richtung im Grunde gegen eine Einengung der Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen zu fein — obgleich auch sie mit der freien Be- weglichkcit und der Lust am offenen Kampf kokettieren. Jedenfalls lehnen die sozialdemokratischen Gewerkschaften den Vorschlag einer sog. Reichs- schiedsstelle, die als oberste Instanz über die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen mit einer qualifizierten Mehrheit entscheiden soll, wie sie von einigen Arbeitgebern gewünscht wird, ab. Sie befürchten, daß eine solche Institution das Sch ch tungswesen nur bureaufratifieren würde und praktisch allein durch den komplizierten Apparat eine Aushebung der Verbindlichkeit bedeuten würde. Im Gegenteil scheinen weite Kreise der Gewerkschaften der Ansicht zu sein, dasz die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen im Prinzip nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen, tote z. B. bei lebensnotwendigen 'Betrieben, erfolgen soll, sondern daß mehr noch als heute aus Gründen sozialer Gerechtigkeit die Verbindlichkeitserklärung ausgesprochen werden müsse. JraiWsch-bnlische Äärenlenfe im Rheinland. Teilnahme britischer Truppen an den Rheinlandmanövern der französischen Besahungöarmee unter Guittaumat. London, 10. Aug. (IDB.) „Daily Telegraph" berichtet, das einzige fiaoaUcrieregimenl der briti- f»*)en Bciatzungsarmee im Rheinland, die 8. Rings Royal Irish hussars. werde an den bevorstehenden TTlanöoern der französischen Besatzungsarmee unter General Guillaumat teilnehmen. Amtlich wird diese Mitteilung des „Daily Telegraph" bestätigt, daß bei den kommenden französischen lUanocern im Rheinland ein britisches Kavallerieregiment Mitwirken wird. Dies geschehe auf Grund einer Einladung der französischen Behörden, die England angenommen habe. „Daily Telegraph' bemerkt dazu: „Diese Zusammenarbeit der Truppen beider Rattonen im Manöver zur Jriedenszeit ist wahrscheinlich ohne Vorgang. Dieses Ereignis ist zweifellos auf die neuartigen Umstände zurückzusührcn, unter denen die französischen und die britischen Truppen gegenwärtig mit einer bemerfensroer- (cn Aufgabe beschäftigt sind, einem Umstände, der vielleicht niemals wieder einte e f e n wird was auch immer die Erklärung fein mag, das Ereignis wird den beiden Ländern als ein Zeugnis für die guten Gefühle dienen, die zwischen den mittlärifchen Kommandostellen der Alliierten Im Rheinland bestehen." Daß die Dcfüble in Deutschland über diese Art von Versirmbildlichung der englisch- französischen Entente cordiak des .herzlichen Einverständnisses" von Franzosen und Briten am Rhein ganz anderer Art sein müssen, als sie der. ..Dally Telegraph" schildert, darüber wird man sich hoffentlich in London keinerlei Täuschung hingeben. Wenn im britischen Unterhaus fortgesetzt Debatten über die Rheinlandräumung statt finden, wenn mau ständig Erwägungen über eine RücDeorderung der orttifchen Truppen anstellt, dann berührt es auherordenl- lich seltsam, daS brttische Militär im Rheinland Arm in Arm mit den Franzosen eine Der- brüderungsszene aufführen zu sehen, die man vielleicht vor acht Jahren immerhin für denkbar gehalten hätte. Jedenfalls scheint dieser Vorfall doch darüber Rlarheit zu schaffen, daß England gar nicht daran denkt, ernsthaft auf eine be- schleuingte Räumung des besetzten Gebiets zu drücken. Roch etwas anderes ist interessant an der Meldung des .Daily Telegraph". Da« Blatt schreibt, daß diese Zusammenarbett der Truppen ohne Vorgang fei, dieses Ereignis müsse auf neuartige Umstände zurückzusühren sein, unter denen die britischen unb die französischen Truppen gegenwärtig mit einer gemeinsamen Aufgabe beschäfttgt feien, Umstände, die vielleicht nie wieder cintrcten würden. .Reuariige Umstände" klingt recht geheimnisvoll. Verbirgt sich vielleicht hinter dem englisch-sranzösilcheo Flottenkompromiß. das man in Europa allgemein als sichtbares Zeichen für die Wiederherstellung der französisch-englischen Allianz ansieht, IrgeiGetwaS. waS es nottoenbig macht, englische und französische Truppen wieder gemeinschaftlich manöverieren zu lassen und sie an einen gemcinfamcnOber* besehlShaber wie in den letzten Kr^egs- jahren zu gewöhnen- Wir wären nicht böse gewesen. wenn der .Daily Telegraph" sich etwas deutlicher ausgedrückt hätte. Infolgedessen find wir auf Vermutungen angewie en, tne aber angesichts der .neuartigen Umstände" und der „gemeinsamen Aufgabe'^ der französischen und englischen Truppen nicht gerade angeneh- merRatur sein können. Ein Schlag ins Gesicht für Locamo. Tic „Arankfurler Zciinnst" zu den -iheinlandmanövern. Frankfurt a. 2H.. 10. Aug. (TU > Zu der Meldung des „Daily Telegraph", daß da« 8. Körn gliche Irische Husaren-Aegimen t, da« einxige zur DesahungKarinee am Rhein gehörende britische Kavallerie-Regiment, an den kommenden Manövern der Besatzungsarmee teiinehmen würde, schreibt die „Z r a n l f u t te r Zeitung": Wir geben dtese Meldung, obwohl wir zunächst denken müssen, daß fie nicht wahr fei. wieder. Gemeinsame englisch-französisch« Manöver auf deutschem Boden wären ein Schlag ins Gesicht vrn Locarrw. In England und Frankreich mag man. wie der „Daily Telegraph" im Tone der Befriedigung behauptet, diese- Ereignis alS einen .Beweis für die guten Gefühle" an» sehen, die zwilchen den militärischen Stellen der Alliierten im Rheinlande herrschen. In Deutschland würde man in ihnen eine unbe greisBestimmungen der Reichs Verfassung sind niemals eine Entschuldigung für verfehlte Maßnahmen- Weitaus das meiste von dem, was heute alS Mangel der Reichsverfafung bargeftvllt wird, läßt sich ändern durch eine gute Praris. Wirklich hinderlich tft die RnchsverfafIung fo gut wie nie wenn allo die Engländer ohne alle Derfaffung eine gute Regierung haben, bann muß es uns unter der Herrschaft der Weimarer Reichsver- faf'ung auch möglich lein. Bernde deshalb wollen wir den Schwerpunkt legen auf bic Tatsache, daß wir überhaupt eine Retchsversastuna haben, baß wir nach bem Zusammenbruche fo schnell wieder zu geordneten Verhältnissen gekommen sind. Der ganze Kampf um die politischen Ziele vollzieht sich heute a u f bem Boden des verfassungsmäßigen Rechts. Selbst eine Revision der ReichS- pcrfaHung kann nur tm Rahmen der einmal gegebenen Bestimmungen vor sich gehen. DaS deutsche Volk wird noch lange Zeit brauchen, ehe es sich wieder völlig durch'etzt und seinen Platz in der Welt erobert hat. Die Weimarer Reichsverfassung ist nur der äußere Rahmen, ber erst ausgefüllt werden muh durch den rechten Willem Oer Reichspräsident an Dr. Eckener. Berlin, 10. Aug. lWD - Der Herr Reichspräsident hat an den Leiter der 3ebbelrn- werft. Herrn Dr. Eckener. folgendes Telegramm gerichtet: .Zu Ihrem heutigen 60. Geburtstage spreche ich Ihnen meine herzlichstenGlück- wünsche aus. Daß dieleS neue Lebensjahr Ihnen in Ihrer Arbeit weitere Erfolgs bringen möge, ist mein besondererWunfch am heutigen Tage. gez.: v. Hindenburg. Reichspräsident" Ein Re-eweitflreii der Primaner. Lich« Taktlosigkeit «blicken, die sich di« f deutsche Oesfentlichkeit aufs schärfst« Der- bitten mühte. Verständnislosigkeit in Loudon. London. 11 Äug. IT-U) Der Peinlich« Widerhall, den die Aach richt von der Tellnahme eines britischen Kavallerieregiments an den Aheinlandmanövern der französischen Truppen in Deutschland gefunden hat. findet in England fein Verständnis. Man glaubt, die An- gelegenhell mit dem Hinweis darauf obtun zu innen, daß die britischen Rheinland- trupven unter französischem Oberbes e bl stünden. Durch die Tellnahme eines britischen Regiments habe man offenbar die gute (Zusammenarbeit zwischen dem französischen und englischen Desatzungsheer befunden wollen. 3m übrigen werd« ja hierdurch ander englischen Einstellung zuaunsten der Aheinlanvräumung nicht- geändert. französische Willkür in der Pfalz. Neue Besatzungszwischenfällc. Speyer, 10. Aug. Anläßlich der Einquartierung französischer Truppen in Otter- berg kam es am 1. August zu einem Zwischenfall. Lin requirierender französischer Hauptmann versetzte im Verlaufe eines Wortwechsels einem Hauseigentümer zwet Fouftschlägc, so daß dieser nieder- stürzte. In ähnlicher Weise mißhandelte der sranzosijche Hauptmann den dienstlich anwesenden Polizeiwachtmeister. Am 3. und 4. d. M. hallen französische Truppen, die anaeblich in Worms gorniso- niert sind, in Groß-KarlsbachOuartier bezogen. Hierbei gaben sie aus Maschinengewehren, die aus Panzertanks ausgestellt waren, in der Nähe der Ortschaft und in den Orts- strahen blinde vchüsse ab. Die Bevölkerung zeigte sich über dos Schietzen, dessen Sinn und Aus- qang nicht vorauszusehen war, sehr erregt. 3n der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin wurde der von der Steilung dieser Schule veranstaltete, seit vier Tagen dauernde S ch ü - lerredewettbewcrb in Anweseicheit von Dertretern von Reich und Landern, des ameri- kanischen Botschafters Dr. Shvrman und einer zahlreichen Zuhörerschaft feierlich zu Ende geführt. Staatssekretär Dr. Lammers beleuchtete in feiner Begrüßungsansprache kurz die Ziele staatsbürgerlicher Bildung und Erziehung der Jugend. Es folgten darauf die Reden Der fieber Preisträger aus der Vor- Prüfung. Aach einer Pause, in der die Richter lich zusammenfetzten, wurde von Staatssekretär Dr. öammerS das Ergebnis des Wettbewerbes verkündet. Es erhielt den ersten Preise ine Qlmertfa reife) Barth-Steglitz, den zweiten Preis (eine Geldspende von 200 Mk.) Hohn-Berlin, den Dritten Preis (ebenfalls eine Geldspende von 200 Mark) Frank-Berlin, Den vierten Preis (eine Geldspende von 100 Mk.) Behrends-Harburg. Botschafter Dr. Shurman richtete Darauf eine kurze Ansprache an die Sieger, in Der er aussührte. Daß er Die Reden sehr lehrreich gefunden habe. Sie feien eine Quelle großen Vergnügen- unD nützlicher Belehrung gewesen. Gr Dankte allen Rednern imD beglückwünschte insbesondere Den Träger des ersten Preises zu seinem Erfolge, Der sich eine nationale Ehre errungen habe, und Den er als Vertreter Der deutschen Jugend begrüßte. 3n Amerika erwarte Den Sieger in Kürze ein internationaler Rede- Wettstreit. in dem jeder in feiner Landessprache reden dürfe. Er, der Botschafter, wünsch« Dem Sieger glückliche Reis« und guten Erfolg. Mit dem allgemeinen Gesang Der Dritten Strophe DeS Deutschlandliedes wurde die Feier beendet. Wer Gelegenheit halte, an einem Der letzten Tage Zeuge Dieses jugendlichen Ringens zu fein, kann sich des Lindruck, nicht verschließen, Daß unsere heutige aufftrebenDe Jugend nicht nur von Ideen allein, sondern auch von einem verblüffenden Ernst beseelt ift. Der Der Phrase einer früheren Jugend auf, schärfste Den Kampf anfagt. Die Tatsache, Daß 143 junge Menschen um die Siegespalme gerungen hoben, ist an sich schon ein Zeichen positiven Gestaltungswillens, Der tief in Der deutschen Jugend wurzelt. Denn Die 143 stammen fast ausschließlich au, Berlin. Daß jedoch Da, gestellte Thema: „Einigkeit u n D Recht und Freiheit" von einer erheblichen Anzahl der Teil- nehmcr mit einer Gründlichkeit, mit einer Vertiefung in Das Wesentliche behandelt worden ist, Die leider bei vielen unserer heutigen Volksvertreter nicht zu finden sind, läßt uns zu der Hoffnung berechtigen, daß Die Heranwachsende Generation Die Aufgaben, Die sie einmal zu lösen haben wirb, zum Teil sch o n jetzt erkennt und mit angespanntem Interesse Den Geschehnissen unserer heutigen Welt folgt. Cs wäre Daher ein Unrecht, wenn man Diese Strömung in unserer Iuaend nur mit einem Achselzucken, wie Dos ja noch immer häufig geschieht, übergehen wollte. Es hieße, eine Fehloperation am ganzen Volksorganismus vornehmen, mürbe man Den neuen Zeitgeist dieser gesund aufstrebenden Jugend ernsthaft entgegentreten. Selbst wenn es geschähe, wird sie sich trotzdem durchsetzen können. Denn sie weiß wohl, worauf es anfommt und sie ist wie gesagt, klug genug, um sich auch die Erfahrungen des Alter? zunutze zu machen. — Dies ist der Eindruck und der erfreuliche Erfolg des Rednerwellstreites Der Primaner, dessen tieferer sinn nicht nur Die Kampfeslust der jugendlichen Geister ansvornen sollte, sondern in erster Linie fest- stellen wollte, welche Qualitäten in unserer Jugend überhaupt stecken. Präsident Eoolidge über den Kriegsächtungspakt. Keine Einschränkung der amerikanischen Rüstungen. Superior (Wisconsin), 10. August. (WIV. Junkspruch.) Präsident Loolidge gab eine Erklärung über Die Wirkung ab, die Der Kellogg- paff möglicherweise auf Die amerikanische warme aueüben werde. Er erklärte, er beabsichtige, nicht zuzulassen. daß die Stärke ober Cei- f(ung,fät)igfelt der amerikanischen Marine oder Armee aus Grund des »elloggvertrages abgefchwSchf werde. Der Vertrag verpflichte die Signatormachte, sich gegenseitig nicht anzugreifen, und habe kaum irgend etwa, mit Dingen der nationalen Verteidigung zu hm. Loolidge ist der Ansicht, daß der Vertrag dennoch möglicherweise bestimmte, auf die Verteidigung bezügliche Maßnahmen berühren werde, die entweder in der Schwebe seien oder noch erörtert würden. E, werde aber nach der Unterzeichnung de, kelloggpakles und seiner Ratifizierung durch den Senat noch 3 e 11 genug sein, zu erwägen, ob irgend weiche bestimmte gefehgeberische Schritte abgeändert werden sollen. Loolidge vertritt weiter die Auffasiung, daß der Vertrag In keiner weise zu irgendeiner der von dqk völkerbundssaßung den Völkerbundsmitglie- dem auferlegten Verpflichtung in Gegensah freien werde. Der Völkerbund sei siet, als ein Instrument de» Friedens bezichtigt worden und deshalb könne er sich nicht denken, daß irgendeines feiner Mitglieder gegen irgendeinen Schritt, gleichviel von welcher Seite, Widerspruch erheben könnte, der geeignet sei, die Sache der internationalen Ruhe zu fördern. Vas britisch-französische Flottenkompromiß. Interessante Einzelheiten. Paris, 11. Aug. (WTB. Funkspruch.) .Ma- tin" bestätigt Die aus englischer Quelle stammende Angabe über Den Inhalt des französisch- englischen Abkommens unD bemerkt Dazu, England habe in Dem Vertrage in Der Beschränkung Der Kreuzer und der Bestückung der leichten Kreuzer feinen Standpunkt Durch^esctzt. Frankreichs Aufsafsung werde dagegen in der Frage der ll-Bovte Rechnung getragen. Frankreich und England erkennen ferner an. daß es unmöglich fei, Die Beschränkungen auf Die kleinen Schisse auSzudehnen. Gin« Regelung der Frage der H i l s S s ch i s s c fei nicht möglich. Handelsschisse zu beschränken sei gewagt unD schwierig. Denn sie gehörten zu den potentiels de guerre. Die Beschränkung Der genannten Schiffskategorie solle folgendermaßen vor sich gehen: Grundsätzlich werde Die Parität zwischen sämtlichen Mächten zugelassen, jeher Staat werde angebeu können, in welchem ziffernmäßigen Verhältnis, zu dessen Einhaltung er sich verpflichte, er sich Die einzelnen Kategorien seiner Flotte zu errechnen gedenke. Diese Bestinnnung sei, so schließt das Blatt, deshalb Interessant, weil Die Länder, deren Flotten im Aufbau begriffen feien unD Frankreich gehöre dazu - unter diesen Umständen in her Lage wären. Die notwendigen Vorkehrungen für ihren Schutz zu treffen. Der neue britische Botschafter in Berlin. UcbcrreichungdcsVeglaubisiungHfchrcibcnö an den Reichspräsidenten. Berlin, 10. Aug. (MTB.) Reichspräsident v. Hindenburg empfing heute den Königlich großbritannischen Botschafter Sir Ho- race Rum bald zur Sntgeaennahme feines BeglarchigungSschreihens. In feiner Ansprache an Den Herrn Reich-Präsidenten würdigte Der Botschafter Die Bedeutung und Den Einfluß Des Deutfchen Reiches und betonte Daß Die allgemeine Entspannung Durch Die Verträge von Lvearno zusammen mit Deutschlands Teilnahme am Verte DeS Völkerbund - Die beste Bewähr biete für Dk weitere Mitarbeu hlef.e Landes an einer Politik De» Frieden» unD Der Verständigung ör nerfüberte zum Schluß, daß er fein Amt mit Dem Gefühl aufrichtiger Sympathie für DiefeS Land antrete und mit Den herzlichsten Wünschen für seine gedeihliche Entwicklung. Der Herr Reichspräsident würdigte in seiner Erwiderung die Persönlichkeit des neuen Botschafters und gedachte mit Sympathie und warmer Anerkennung des Vorgängers im Amte. Er begrüßte es. daß auch der neue Botschafter «S als vornehmste Aufgabe betrachte, die zwischen dem Deutschen und Britischen Reiche bestehenden guten Beziehungen zu pflegen und auSzubauen. Japans Verhandlungen in Mukden gescheitert. Vor einer Einigung zwischen der Mandschurei und Nanking. Peking. 9. Aug. (S.-1L) 3n Mukden hat Der ehemalige japanische Botschafter in London. Baron Hayashi. alS Vertreter der japanischen Regierung Verhandlungen mit der Mukdener Regierung geführt. Die japanische Regierung verlangte ein offenes Bekenntnis der Mukdener Regierung über die Beziehungen zur Ranking- regterung. Die Verhandlungen zwischen Tschanghufueliana und Dem japanischen Anter- Händler sind indessen gescheitert. Hahashi wird am Samstag nach Tokio zurückreisen. Tschanghusueliang hat die japanischen Vorschläge abgelehnt und mitgeteilt, daß eine Einigung mit Aanking bald zu erwarten sei. 3n japanischen Kreisen herrscht her Eindruck vor. daß Tschanghusueliang infolge Der Stimmung Der Bevölkerung in Der Mandschurei keine andere Möglichkeit bleibe, als sich mit Aanking zu einigen. Man glaubt nicht, daß Japan sofort entscheidende Schritte gegen Die Mandschurei unternehmen wird, zumal man in japanischen Kreisen geneigt ist, hie Hartnäckigkeit TschanghusueliangS auf die amerikanisch« Srmunterungspolitik gegen Aanking zu- rückzuführen. WeitererMckgangderArbeitSIosenziffern. Berlin. 10. Aug. (WB.) 3n her Arbeitslosenversicherung ist hi« Zahl der Hauptunter- stützungsempfänger in Der Zeit vom 15. bis 31. Juli 1928 von rund 579 800 auf 564 000, daS ist um 15 600 oder 2,7 v. H. zurück- gegang en. Bei den männlichen Arbeitslosen betrug die Abnahme rund 10 000 oder 2,4 v. H., bei Den weiblichen 5800 oder 3,3 v. H. 3n Der Krisenunterstühung bat sich im Berichtszeitraum die Zahl der HauptunterstützungSempfänger von 89 600 auf 82 900 vermindert, das ist «ine Abnahme um rund 6700. oder 7,5 v. H Der Rückgang ist bei Den Männern etwas ?t ä r - ke r alS bei Den Frauen (7.7 v. H. bei Den Männern gegenüber 6.6 v. H. bei den Frauen). Aus aller Wett. Schwere» THolorboolunglüxf bei Palodow. Ein schwerer IlnglückSfall ereignete sich auf dem Templiner See bei Potsdam unweit des Luftschiffhafens. Dort wurden Versuch« mit dem neu konstruierten französischen F l u g- wasferboot unternommen, das beim Olieher- geben auf das Wasser plötzlich u m st ü r z t e. Der Unfall wurde vom Ufer aus bemerkt, und her Leiter Der Luftschiff werft. Lehrte, eilte sofort mit einem französischen Piloten, hem Tischlermeister Lohmann und einem Mechaniker tn einem Motorboot nach der Unfallstelle. 3n her Mitte des Sees, etwa 100 Bieter nach her Unfallfteüe vor hem umgestürzten Flugzeug fing plötzlich auS bisher noch unbekannter Ursache her Vtotor des Schnellbootes Feuer. Dadurch erplo- Merten Die vorhandenen Benzcnvvrräte und bildeten haushohe Flammen. Durch den getoaitigen Luftdruck waren Der Tischlermeister und her Pilot aus dem Boot geschleudert worden und inS Wasser gestürzt. Andere Boote eilten sofort hinzu und versuchten den Verunglückten Hilfe zu bringen. Durch Dte starken Flammen war aber zunächst ein Vordringen unmöglich. Erst nach geraumer Zeit toimte man | den Leiter des Lus tschilf Halens und lernen Begleiter aus Dem brennenden Boot retten. Auch Dir beiden In» Wasser gefturtten Männer mürben ge* borgen. Leiber trroielen sich Wiederbelebungsversuche bei Vobmonn unb dem Piloten als erfolg* I t) $>. Die beiden nnberen Männer hatten dimere Brandwunden om ganzen Sörper I bdoengetragen unb mürben noch Anlegung non Notverbänden in hoffnungslosem Zu - ft a n b ins Krankenhaus gebracht. flunhgebung der Kriegsbeschädigten ond ftrlcger- hinlerbltebenen. Der ReichSverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener und Der Reichsbund Der Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebener oeranfIaiUten eine Kundgebung anläßlich her gegenwärtigen vierten Äahrestagung Der internationalen Arbeitsgemeinschaft in Berlin. Rach der Begrüßung führte her Vorsitzende Der Arbeitsgemeinschaft Leon Dia 1 la u, a. auS. daß bei aller Wichtigkeit her Wahrung her materiellen Rechte her Kriegsopfer das Hauptziel hie endgültig« Befriedung her Welt fei. 3efct fei Die Zeit gekommen. hen Jahrhunderte alten Zwist her zwei größten Kulturnationen der Erd«, Deutfchlanb und Frankreich, endgültig zu begraben. 03 ran heiß (Oesterreich) sprach die Hoffnung auS, daß die Kriegsteilnehmer Deutschlands und Oesterreichs. Die sich als Brüder einer Ration fühlten, auch halb Brüder eines Reiches werden toürben. Sie kämpften gleichzeitig für di« Kriegsteilnehmer und ihre Witwen und Waisen. Das Elend der Kinder. Frauen und Greife Dürfte sich nie mehr wiederholen. G tachecki (Polen) stellte fest, daß für Die Kriegsopfer deshalb tn vielen Ländern so toenig Mittel vorhanden seien, weil alle vorhandenen Gelder für di« gewaltigen Rüstungen benötigt würden. Für di« deutfchen Kriegsteilnehmer in der Tschechoslowakei führte Bernhard L e p p i n aus. daß er auf seinen Reifen in vielen Ländern überall dasselbe Leiden und Elend alS Folge des Krieges gesehen hab«. Schließlich sprach noch nach Vertretern anderer Rationen Reichstagsabgeordn« er R o h m a n n. Der insbesondere hie Vertreter Der christlichen Kirchen aufforderte. das Gebot »Du sollst nicht töten" endlich in die Wirklichkeit um- zusetzen. Die deutschen Kriegsteilnehmer würden lehenfalls alles DaraufcDen, dieses Ziel zu ver- wirllichen. wieder ein Zwischenfall im Relchsenlschäbigungsaml. 3m ReichSentschähigungsamt in Berlin-Friedenau ereignete sich «in neuer Zwischenfall. Der Geschädigte Ringelmann, gegen Den übrigens wegen einer früher ausgesprochenen Dro- Dung ein Strafverfahren schwebt, erschien in angeheitertem Zustand in der Aus- kunftSstelle des Amtes und stellte in großer Erregung Forderungen. Di« Ttzer Auskunftsbeamte nicht erfüllen konnte. Der Beamte erllärte, Ringelmann müsse daS Bureau verlassen. Da Ringelmann erwiderte, nicht von her Stelle weichen zu wollen, verlieh her Beamte hen Raum. Rin- gelmann stürzte ihm nach, zertrümmerte eine Türfüllung und schlug mit hen Fäusten auf den 'Beamten, einen Ministerialamt- mann, ein, heften Brille habet in Stücke ging. Mit Hilfe her Polizei wurde Ringslmann schließlich entfernt Da» II. Opfer de» Eisenbahnunglück» von Dinkelscherben. Di« 59 Jahre alte Witwe Rosa Schmied auS Söflingen bei Ulm tft heute früh im Krankenhaus« zu Susmarshaufen (Bayern) an Den Folgen der bei dem Dinkelscherbener Eisenbahnunglück erlittenen Verletzungen qestor den Di« Leche wird in ihren Heimatsorr übergeführt werden. Die Z«chl der Opfer von Dinkelscherben erhöht sich damit auf 18. Blltpro)cfi*onnt um Regen in den italienischen ttlpen. 3n den Tälern Der Tridentiner Alpen wurden große religiöse Prozellionen für daS Aus- Hören Der Dürr« und f ü r Regen abgehoben. D.« verschiedenen Züge hi« sich in hen einzelnen Tälern sammelten vereinigten sich mit Fackeln unD Kerzen auf Dem Gipfel des Plezzi. Dackn bilbete fkn eine riesige 10 000 Personen zählende Prozession. Die unter Singen kirchlicher Lieder und unter Gebeten Die Spitze deS Berges della Guardio errechte. wo auf einem großen Felsblock ein Kreuz ist. das fett fünf Oahr- bunberten von allen Dörfern verehrt tovrb. Bereits zwei Stunden nach Ende der Prozession bewölkte sch der Himmel und «S fiel «in reichlicher Regen, so daß die Dürre «in End« fand. Gtetscherverschicbongen in den Dolomiten. Infolge tzer außerordentlichen Hitz« haben sich verschiedene Gletscher in den Dolomiten v e r I ch o • ben €o bat der Gletscher Ätenau seine Richtung umfünj Meter verschoben Die» verursacht jabb reiche Lawinen die jedoch infolge der tfnae der Kanal«, in denen sie ahroOen, keine Gefayren mit sich bringen Aus der provinzialhaupifiadi. Gießen, den 11. August 1828. Aehrenlescn. 4. ne der iteblichden Geschichten deS Alten Testamentes ist dte von Der ährenlefenden Ruth. -So gina si« hin und las auf. den Schnittern nach, auf Dem Feld«. .So '.st sie früh morgens gekommen und hat sich bis „Pt feine Ruh« gegönnt." Reichtum und Armut, aber non reinfier Güte. Unb so ift «s geblieben bis auf Den heutigen Tag. Wenn hie Frucht gelchmtten ift. wenn Der Besitzende leint Scheuern füllt, kommen Die Armen und lesen von Dem lieber- fluh. Qfber nicht immer war das Verhältnis s» freundschaftlich zwilchen Besitzer und Aehren- teser, wie zwilchen Boas und Ruth Man Denke nur einige 3abr« Aurüd. an Den Krieg und Dte EntwertungSzeit. Wer nun ist es wieder anders, ileberall sehen rr:r, befonders auf großen Gütern, -ahlreichr Kinder, die auf dies« Art auch ihtzr Ernte etnbeimfen; und gewiß werden die Grundbesitzer nur Freude Darüber «mpsinden und ihren Mitmenschen gern Dielen Teil Der Smu gönnen. Isi s doch mcht erbettelt, sondern auch erarbeitet. Ein« leicht« Arbeit ist das Lesen, das Bücken um jede einzeln« Aehre. ja nicht. Auch kämen Die ausgefallenen Aehren doch um. SS ift Doch unsere höchste Aufgabe, besonders bei einem armen Volle, daß nichts verloren geht von Dieser GotteSaab«. Schätzen kann mau ja nicht. waS auf diese Art gesammelt wird. Ich glaub« aber, daß es ganz gewaltig« Mengen sind, die von fleißigen Kindern zusammen getragen werden. 3m Grunde genommen steckt auch un Aehren- lesen Die Ehrfurcht Der dem Brot. Der alte DvllSglaube, daß man das Getreide und das Brot wie etwa- Heiliges verehren soll. 3n un- zäh ti gen 6aaen kommt das zmn Ausdruck. 3n her ..Kornähre" (Brüher Grimm) wird «r- äählt. wie eine Frau ihr Kind, das in eine ?sütze gefallen war. mit Kornähren reinigte. Darüber war Doti so erzürnt, haft et sprach: »Don nun an soll her Kornhalm leine Aehre mehr tragen. Die Menschen sind hie himmlische Gabe nicht wert." Erst als di« Menschen auf die Knie fielen und baten, erbarmte sich Der Herr unb gewährte hie Bitte, aber her Halm trägt jetzt nur noch eine Aehre. während er vorher von unten b:6 oben hinaus mit Körnern besetzt war. Bekannter ist ja noch bte Sage von her Frau Hütt, die ihrem Diener befahl, ihr schntutzige« Kind mit weichen Brosamen zu reinigen. ..Kaum aber hatte dieser angefangen, mit Der heiligen Gottesgabe also sündlich umzugehen, so zog ein schweres, schwarzes Gewitter daher, das hen Himmet ganz zuheckte, unb ein entietzlichir Donner schlug ein. AIS es sich wieder aufgehellt, ha waren die reichen Komäcker, grünen Wiesen und Wälder und Die Wohnung der Frau Hütt verschwunden. Unb überall war nur eine Wüst« mit zerstreuten Steinen, wo fein Grashalm mehr wachsen konnte. In her Mitte aber stand Frau Hütt, die Riesenkönigin, versteinert, und wird so stehen bis zum jüngsten Tag." Man soll dies« alte VolkSsagen immer wieder unfern Kindern erzählen, wenn sie leichtfertig mit dem Brote umgehen „Unter täglich Brot gib unS heute", heißt Die vierte Bitte, unb tote sollen nicht vergessen, welch« Bedeutung das Brot für unS Menschen hat. Der letzte Krieg hat ja manchem die Augen geöffnet Die eifrigen Aehrenleserinnen aber wollen wir begrüßen als Hüter unseres Voll-vermögens. L. Oie Wetterlage. Freitag, •mt1’ • KM« * • -'M« x -O w* emi« O„ y «uvr Q -<-«•«* M ;'r. Stunden von TfTl« htnobdt^eii StrrildbmiMwn strahlen bestimmten Arten her Sphäre aite. rabüeten in einem 'Punrtt. Di« A ugast-Sterns chn Uppen hob«, ihren Aurstrahlunar- ober Rabia- tionspunA ün Sternbild- btt Perseus, da« jetzt abends im Rordnordoften steht unb In späteren Nachtstunden über den Ostc.^ zum Südosren empor- steigt. Wan nennt fle deshalb Pers «Iden. Die l-ei anderen Sternschnuppenichwärmen nimmt auch bet dem Perfeiden-Lchwarm die Zahl der sichtbar trxrbcnbcn Körperchen während der Nachtstunden bi# etwa 3 Ubr moraen« bt- stänbig ua. well wir uns mit bet Erde ihnen entgegenoewegen. An gewöhnlicher» Dagen ist ein einzelner auhnerflamer Beobachter bei klarem Wetter Imstande. Im Durchschnitt sechs Stem- Augufi'Giernschnuppen. Sn diesen Lagen durchläutt die Gebe auf ihrer Dahn um bte Sonn« alljährlich einen der Haupt- sternschanPpenfchvSrme. du sich gleich ihr um di« Sanne bewrgen. Wahrend aber die ch^pdohn eine It4> stark dem Kreise nähernde Gll'pl« Ist. bilden di« Bahnen der Meteor- schwärme weit l 5 ngeraest reckte Sllip'en. als sie die Kometen besitzen vt.-te Pi gen «chatt Hal ihren ^tunb In der engen Berwandffchaft urt|d>tn Meteoren oder Sternschnuppen und Kometen, die man Im wesentlichen all die Muttrrgestirne jener k» trachten kann ‘Bleie Sternschnuppen sind näm- lüd Teile von Kometen, von denen fte li* er iellenen groben Wcteorfüllsn. wie sie im November 1833. 186#. 1872 und zum letztenmal 1885 auftraten, aebt bi« Zahl der leuchtenden Himmelsraketen in Mt Hunderttausende. Wenn man sich vergegenwärtigt. b.ih bte dem bloßen Äug' verbor ^en bleibendrn. aber im Fernrohr sichtbaren llchtschwach *)iftDrifd)r Marsche nach authentischen Quellen, zulammengestellt non 0 JVufenberger •• Deutsche Mei ft erfe st spiele in Bad- Rauh e i w Beethonen» *». Sinfonie mit dem Schlußchor über Schiller» Obe „An die Freude' gelangt am Sonntag, 12. August, im großen Buhnen- iaal zur Aufführung Die fieltuna hat General- Musikdirektor Heinz Bvngartz Die Rurvennal tung hat für diese Festveranstaltung hervorragende Solisten verpflichtet, u a Frau Anny D u I ft o r p. die ausgezeichnete Leipziger SopraniftuL für btr Altpartie Fri Darin Adam» Erwin Öabolm vom Staatrtheater Wiesbaden (lenot) und Emst D ft e r f q m p , den Bassisten der Leipziger Opet Die Chöre fingen Damen und Herren de» Rafitter Lchrcrgelangverein» und be» Marburger Ronzert- verein» Tai staatliche Ävrnrdyefter Ist verstärkt, so daß die Zahl der Mitwirkenden etwa 350 betragt, (vgl. die heutige Anzeige, j " Eine Windtchutzanlage wird gegen- Wär ha am Fuße des Ablaufberge« im hiesigen Verlötebebahnßos errichtet. D»e Anlage Hal «ne Höhe von etwa 10 m und ist über sämtliche Gleise des Ablaufberaeo quer gestellt. An einer schweren Eifenkonstrultton. die in Vetonklbtzen ruht, ist in etwa 5 m Höhe cm 5 m Hoves Lattcnspal'.er bekftigt Dieses Lattenspall« yat nur enge Zwischenräume unb soll dem Ablaufberg Schutz gegen die lästigen Nordwrnde bitten, die besonder« im Winter die ablautenden Wagen aushalten, bevor sie in den Vammelgleisen lag. Die Hufschmiede Jakob Heinrich Haus. Karl I u n a. Karl Nagel. Otto Semmler. 3afc>b Blaß. Anton Ursprung und Justus Becker haben die Prüfung tm Husbeschlag bestanden und find demgemäß zur felvständigen Ausübung des Huf- belchlags innerhalb des Deutschen Reiches berechtigt. •• Aufgehobene Straßensperre. Da» hessische Polizeiamt teilt mit: Die Sperrung her Kirchstratze zwischen Kirchenplotz unb 'Neustadt wird hiermit ausgehoben, da die Straßen- bauarbeiten beendet sind. Briefkasten der Redaktion. sRechtsgutachtcn find ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung ) R. TD. 1. Sie können sich In dieser Angelegenheit nur an die Anstalt in Berlin selbst roenben; eine andere Instanz gibt e» vorläufig nicht. M. Ä. Der im vorliegenden Falle in Frage kommende Paragraph 1604 B.G.B. bestimmt: „.. Bestehl allgemeine Gütergemeinschaft, Errungenschast»- aemeinimaft ober Fahrnisgemeinschaft, fn bestimmt sich bie Unterhaltspflicht de» Mannes ober ber ffrou verwandten gegenüber fo, wie wenn da» Gefomt- Sbrrn nnterhaltspflichtlaen Ehegatten gehörte .. .** . auch Paragra;ch 138öv.G.B.. «.. . Da» gleiche rpflichtiing des Manne» ber Frau gegenüber) gilt von wiederkehrenden Leistungen ... einfchlietz- lich der von dcr Frau auf Grund ihr« gesetzlichen Unterhallspsticht geschuldeten Leistungen, sofern sie bei orbnungsmäfeiger Verwaltung au» den Einkünften de» vermögen» beftrliten werden .. .*’ KURMABK P.PB4 GENUSSES CIGARETTEN KU RMARK ALTE KULTUR ist em, DoöenSiaRjOL □er Begriff für TRADITION unoneuzeu TECHNIK IlkifaubjLibeQinLtiiiliiruhflkllÜllllIl inigwrmiii|iiiniiHäT»ng|ITT Heuchelheim, den 11. August 1928. 7306D 7326D Krofdorf, Albach, den 9. August 1928 Die Beerdigung findet Sonntag. 12. August, nachm. 2 Uhr statt. Danksagung. Für die Beweise liebevoller Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Entschlafenen Frau Christiane Steinmüller sowie der 60er-Vereinigung Wieseck danke ich herzlich im Namen aller Hinterbliebenen. Karl Steinmüller II., Gastwirt. Donnerstagabend 61 /, Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden, im Alter von 63 Jahren, meine Hebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmine Will geb. Daubertshäuser Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Will I Vermietungen 2ÄC Simmet mit fev. Gtnflv Hoch' oarterre, ©tränen« front, feinste Lage, für Bureau-od.Arzt- »wecke au verni. Zu crfr. Ind.lsteschästsst. d. Gies,. Anz. I7226D Pens. WI.Yr.'h Bonn. mübl. Zimmer, nato Kleie. Tel. 1685. Wut möbliertes Zimmer au vermieten 7334 D Lcibaettcrner Weg v. Tel. 189. Möbl.Simmer zu vermieten 06825 Marktvlatz 18 UI. ülööl. Simmet au vermieten 05824 Ktrchenvlav 14 II. »rbl. möbl. l35" Zimmer guit voller Pens, an onständ. Herrn». vin. 7 Moltkcftr. 2 a II. Mehrere schöne ZRdume in bester Lago, Treppeneing^ Tele- phonleitung usw., durchaus geetg. für Praxis ob. Bureau, au vermieten. Zu erfr. i. b. 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Lin 24. 3uli ging im Unterhaus eine grobe De- hrttc über bic MrtschasiSkrifi» vor sich, in denen itiwoa'K. r; jnW * w M "5*5, Sft*** nitWr ’• und Tfr.'.l g£S ^“«■onifun «■Ä ttjia ^«cht. ud mnictmähni' ^mminat^ a . *^*5 styHy 15 l ie scheu iSM innen Sie !> 6 das Kochblatt aus. und cuudbefih, tttiurt a. W„ 3tU 51. '*w M Mark >en 1. topoibtf l ncutrbauien baM- n Sojn. e6(8ädetcbött 16tluebt sind. Uilhti, 'toben* uub 3" kn, 3. durchgreifende Herabsetzung der Eisenbahn tarlfe sowohl für Ausfuhrkvhle 1 .ile auch für ^ndustriebedarsskohle hu Inland. Was zunächst den letzteren Punkt, die Suo- I btntion für den Kohlenbergbau in Form einer I Frachterinähigung. betrifft, so wird dazu eine | Ausgabe von 80 Millionen Mark hn Jahr er- I forderlich fein, die soviel bedeutet, wie eine M- W äiS jWi Reeder mob|||pn Die die russische Revolution ausbrach. Don (5igi»muni> von DtaML Ich bin nämlich zufällig dabeigetoesen. Die russische Revolution ist bekanntlich in der Kaserne des Wolhynischen Garderegiments auSgebrochen, und unter Haus lag dicht daneben an einer belobten Tramway-Kreuzung. Dom zweiten Stock dieses Eckhaules sah man nun folgendes vor a(km einen Delikatebwarenladen. butter dessen Schaufenster kleine Kerzen brannten, damit die Scheibe in der Kälte nicht vereisen folllc. Sie war aber dach vereist — auber einem kleinen Fleck in der Mitte, der gerade eine Schachtel mit Satteln freilieb. Und vor dieser Schachtel mit Satteln fror auf der Strabe tagein. tagaus ein trpsnäsiger Zeitungsjunge, der an die Straben- , dehnwagen jedesmal mit dem Schrei: „Hier -- ?k ganze CitcraturP heranlief und dann mit einem beißen Blick auf die Datteln an feinen Standort zurückkehrte. Das alles konnte man zweiten Stock genau beobachten. Auf einmal aber stand bei dem gerade haltenden 6 trabenbabn tragen nicht bl ob der Junge, '-»dem ein ganzer Raufen Menfchen — Soldaten -rb Arbeiter. Sie stellten sich vor dem Magen breitbeinig auf die Schienen und redeten mit roten Gesichtern auf den Führer ein: der wollte I aber trotzdem Weiterfähren. Da sprangen zwei Gestalten in den Magen, hoben den Schalthebel «raus und Hefen mit ihm davon. Da muhte der • Sagen stillstehen. So einfach geht das. Mit diesem einen fhOgcfcbtcn Magen war Io- ,ufagen der Grundstein zur russischen Revolution tekgt. Alles weitere schloß sich ihm tdank der nrsgespeicherten Stimmungi nach dem Schnee- xrllsystern an. und drei Tage darauf hatte bereits tanz Rußland bis an den Stillen Ozean den Um« turj telegraphisch anerkannt. Vorläufig aber sah. wie gesagt, bloß der eine i 5 trabenbahnwagen fest. Doch wimmelte jetzt alles ' >->n Menfchen Die Soldaten trugen das Gewehr irit dem Kolben nach oben umgebängt. Ein 0r- Dtmaxxzfoldat marschierte durch die Mitte der Preisherabsetzung von 60 Pfennig auf jede Tonne englischer AuSfuhrkvhle. Für den deutschen Kohlenbergl>au folgt daraus eine weitere Erschwerung des ohnehin scharfen Wettbewerbs nrtt England, und daS ailt nicht nur für unseren Bergbau, sondern auch für unsere gesamte Visen- „nd Stahsindustrie, denn die innerenglische In- huftrielnblc wird noch mehr begünstigt als die S?- porttohle: bei ihr beträgt die Derbilliaung 85 Pfennig auf die Tonne, und das wird sich schon [ ipürbar im Preise der Fertigwaren für die 1 Ausfuhr bemerkbar machen Wie verzweifelt die Zustände im britischen I .Kohlenbergbau sind, geht daraus hervor, daß die ' kbl der Arbeitslosen in England bis zu - 30 und in Südwales sogar bis zu 60 Prozent der I vorhandenen Belegschaftsziffer geftiegen ist. Die | SergwerkSbesitzer haben zwar bei dem groben Streik von 1926 gesiegt und den Arbeitern gleich- teitig Herabsetzung der Löhne und Derlängerung her Arbeitszeit auf genötigt. De Holsen hat es aber nichts, weil der englische Kohlenbergbau auf stark waltete Art, mit einer Unzahl Heiner, leistungsschwacher Gruben neben den groben, leistungs- I fähigen Fördermethoden betrieben wird. Helfen mürbe nur scharfe Rationalisierung noch deutschem Muster, aber das widerspräche 1 erstens dem englischen Charakter, und zweitens Oer Sieger. Jm j»*i( der britischen Dirtschafistrisis. Don Or. Paul Rohrbach. Bon Jahr zu Jahr spürt England mehr bic «feigen jenes verhängnisvollcn Augenblicks, m lern die f rteger i|d)e Rtchtuna tm Äabi- lett über die friedens!rcundlrche den Sieg davon- |rug und anstatt der Dethütuna der Katastrophe hie Teilnahme am Welttrieg beschlossen wurde. Nicht nur terunt handelt es sich, bah der politische Primat in der angelsächsische Mett Ion England a u s die Bereinigten Staaten von Amerika übergeht, sondern auch tm eine andere Wirkung, die noch tiefer in das Innerengttfche Leben hneingreisi und die Fun- lamrnh* der englischen Wirtfchaftsmacht berührt In den letzten 3ulitagen hielt der BNmster des Innern. Sir W Ioyhwon Hicks, vor einer ton- frruatitxn PaNeiversanunlung in London eme Rede, in der uger-Jnt>ianer, treffen: Oben am Uruguay bleibst du wohl eine Rächt unter ihrer ärmlichen Palmenhütte, oder siehst sie im Gänsemarsch. der Mann mit Pfeil und mannshohem Dogen voran, die Frau mit dem Kleinsten auf dem Rücken, die größeren Kinder hinterher, auf einem Urwaldpfad zur nächsten Ortschaft wandeln. ES wird dir nicht immer gut gehen auf der langen Reife. Dein Pferd wird krank und du bflegft es voller Sorgfalt mit den undenklichsten Mitteln: Rauch brennender Lumpen oder Terpen- tmdampf oder 40 Gramm engli'scheS Salz ober ein „alles heilendes Diehpulve?' werden versucht. Dein Pferd lahnrt nach einem Tagemarfch über spitze Sterne und du mußt pacicncia — Geduld — haben und tagelang in irgendeiner Hütte liegen» bleiben. Gin andermal ist Der Pferderücken duvch- Unfer außenpolitischer Mitarbeiter. Unioerfifäf»- profefior Dr. Otto hoehfch, HLb.R., Ist von dem „Institut of Politics“ In willtametown (Mass.) zu einer Reihe politischer Vorfrage eingeladen worden und befindet sich bereit» auf dem Wege nach Nordamerika. Jlrofeffor hoehfch wird Im Anschluß an feine Gaff Vorlesungen eine längere S t üblen - reife durch die vereinigten Staaten unternehmen Die bedeutungsvollen Probleme der nmerikanisch-eurvpäifchen Politik Im Jahre der Präsidentenwahl von einem so hervorragenden Renner der Außenpolitik an Ort und Stelle beobachtet und beurteilt zu sehen, erschien un» wichtig und bedeutsam genug, Herrn Professor hoehfch zu bitten, seine Eindrücke und Erfahrungen In einer Reihe von Aussätzen unseren Lesern zu schildern. Mittags Tarnen oft die Komödianten in einem Wagen von der Dorf wiese herauf, und einer kündigte die Abendvorstellung an Und abends gingen wir zu dem Iahrmarttplah, sahen da» Theaterstück: ein rotes Tuch war der Hintergrund, davor fang der Schaf pelz Hirt erst allein, dann kamen zu ihm der lila König und die arüne Prinzeß mit der schwierigen Schleppe. Lieber noch war uns vor der Athletenbude, im Dinkel, der bucklige Knabe in rosa Dtuse und blauer ©amtbofe. Ich weih, wie wir einmal auswachten von frühem Regenschauer, hinaussahen, und unten auf der Gasse fuhr ein großer Heuwagen mit zwei Pferden und zwei weißen Ochien beibannt, oben im Heu lagen zwei wie wir, sie hatte an langem Stecken einen Kranz: die beiden weiß ich noch, uns hab' ich vergessen. Manchmal benf ich an deine Marzipanpan» töfsolchen, an deinen Schleier mit den großen Tupfen, von dem du sagtest Dahinter ist es schön und anders. —, an dein grünes Kleid mit den dicken Knöpfen, an deine Armreifen au» blauem Achat, an deinen Spieluhrkasten, tn dem zu tropfenden Tönen Mühlrad drehte. Bäuerin tanzte. Lamm hüpfte und im Turm die Glocke schwang: nur daS Boot auf dem Lee hinter ben Dollebäumen ging nie. Ich weih noch, wie du fagteft: Musik im Zimmer nebenan ist wie Vergangenhott. Mir ist. als wüht ich noch die Lachscckte an deinem Mund, wenn ich aufhörte, dich zu küssen, und die Dem- salte, wenn ich wieder anftng. Du warst so besorgt um deine grünen und grauen Vögel, blonder» um den Wehren, der inaner aus dem Futternapf sah. 3?n wolle», damit dir dein neue« Pferd nach -Wei Tagen umfinft obet; zu feinem Herrn zurückläuft. Schließlich und endlich reiht du dich los, reitest cinsach Weiler und der Pserderücken heilt urxterm Sattel, nachdem die kühlend: Netzhaut eine« Kuh- mögen« täglich erneuert wird. Dich selbst plagen MoSkito«. große und kleine, die du nicht siehst, Sandflöbe nisten sich in den Füßen ein. Din leichter Sonnenstich bleibt dir nicht erspart, ebensowenig da« Erbrechen nach einem Trunk schlechten Wasser«. Die giftige tellergrohe Boiclspinne kreuzt deinen Weg und die Schlange flüchtet aus deinem Hut, der in der Mittagsrast beim Gepäck unterm Baume liegt. Du wirst dich verreiken Dutzende von Malen! Wirst vielleicht die Nacht aut offenem, unsicheren Kamp in einer üblen Gegend schlafen müssen. Taunaß und frierend toirft du erwachen und noch einen Tag hungrig weiterreiten, di« du wieder aus dem rechten Wege bist. Man wird dir auch manchmal einen salschrn Pfad weisen: aus Unkenntnis, Neckerei oder Fremdenhaß. Du wirst auch gut achtgeben müssen auf Pferd und Sachen, da« eine oder andere von deinen Dingen wirst du vermissen. Du triffst herzliche Gastfreundschaft und abweisende Mienen, bist beim Nichtdeutschen nicht weniger freundlich empfangen als beim Deutschen. beim Wohlhabenden eoenfo wie beim Rller- unnfkn ter fein einziges Bett zur Verfügung stellt, dieser arme und mißachtete „Eabvclo . Du schlässt im Bett eine« KolonistenhauseS oder auf dem blanken Gatter eines Toboclo, auf Hör er Erbe breitest du beine Reitpelze aus und nimmst den Sattel als Kopfkissen. Dine harte Dank ist dein Nachtquartier. Wohl gar ei t laute«, dünnwandige« Hotelzi Timer! Ober das freundliche Stübchen eine« Pfarrer« oder Lehrer«. Dein Geld schmilzt zusammen und du drehst jeden Milreis zehnmal in der Hand und gibst ihn schließlich für Mai« ober Kleehen für dein Pferd au«. Eine Deld'endung erreich' d.ch monatelang trotz aller Telegramme nicht, weil die Riograndenser Firma, die Qjernrittlcrin, vielleicht selbst in Veldfchwierig- feiten ist Du lernst die rechtliche Doaelsreih-tt de« Neuangekommenen kennen, das nettenbaftc Zusammen stehen Lr: Nl ternsäss i zen, und du erfährst. was c« heißt, hungrig und ohne Obdach zu sein und Gastsre'ind'chaft suchen zu muff en und die Blicke auszuhalten, die den treffen, der im Auslano mit otkr ohne Schuld ohne Gelo ist. Du arbeitest bei einem Dauer, lernst ihn im Alltag und nicht nur als Gast kennen, und dazu trifft dein Geld ein und du besteigst dein Pferd für den Weg nach Argentinien. Du wirst in St. Angelo des Abend« verhaftet, so auffällig war der Fremde in jener Gegend der letzten Revolution und de« illegalen Grenzverkrhr« und man läßt dich ohne Entschuldigung frei. Und ernr« Sonntag« liegt her Uruguay vor dir: Terra Pelade — und drüben liegt da« argentinische Städtchen 6t. Lavier. Du badest im lauen Wasser unter den Zweigen des Buschwerks, da« seine Ufer säumt Hundert Kilometer weiter winkt der Parana, und dahinter liegt Paraguay und du näherst dich dem Herzen Südamerika«. Reine Freuden liegen nicht vor dir. Dich selbst ohne Visum herüberzubringen ist leichter als dein Pferd drüben zu behalten. Und magst du alle möglichen Papiere haben, und fehlt eine Kleinigkeit oder gefällt dein Pferd einem Soldaten, so bist du e« los... da« strenge Vorgehen gegen Pferdediebe rechtfertigt alles. Und denncxh... morgen wird über den Strom gesetzt. Friedrich Ludwig Lahn. 3um 150. Geburtstage des Turnvaters am 11, August. Von Dr. Wienand Walther. Von den Mannern, di« um 1800 den Gedanken an ein große« einiges Deutschland al« Erlösung au« der Enge und politischen Dürftigkeit der damaligen Gegenwart gefaßt hatten, erlebte Ludwig Zahn das schwerste Schicksal, und man darf Hinzufi!gen. daß seine Schläge ihn nicht einmal unperdient trafen, daß vielmehr v.ele«, wa« er erdulden muhte, im Grunde veranlaßt war durch die eigenartige Rauheit, Unbedachtheit und Zwiespältigkeit feine« eigenen Wesens. Zahn war al« PfarrerSsohn in einem Dorfe Lanz bei Lenzen an der Elbe geboren. „Zm Preußischen zu Haus, eine Stunde vom Han- noverschen und eine Meile vom Mecklenburgischen, habe ich al« Kind schon in dreier Herren Länder gelebt . .. Und mein Heimatort selbst war ein kleines Deutschland, mit Gesamtgericht, Zaungericht, Lehnschulzengericht und siebenerlei Erb- geridoten. ES gab in dem Dorfe kein Rittergut und keinen Pachter. Ich habe in meiner Jugend nicht nötig gehabt, .Gnädiger Herr' zu sagen, und so ist meine Zunge zu schwer geworben, um eS nachher auszusprechen." Seine Äugend war ohne Schule, von den preußischen Soldaten, die inS Dorf auf Grasung kamen, lernte er reiten, von einem Grönlandfahrer schwimmen, von Schmugglern bas Wandern, von mecklen- l burgischen Wildschützen das Schießen: Schule hielten mit ihm Mutter und Vater, und erst mit * 14 Zähren kam er nach Salzwedel auf daS Gymnasium: wilde Streiche mochten ihn unmöglich, * und er siedelte nach Berlin in« Graue Kloster über. Die scharfe Zucht besagte dem jungen Wilden nun schon gar gnicht. eines TageS fand man am Dadeplatz seine Kleider und nahm an, er sei ertrunken. Aber er streifte unterdessen im Lande umher, tauchte nach Monaten in der Heimat wieder auf und ging, achtzehnjährig, als Student nach Halle. Bald brachte ihn seine Llnbändigkelt. sein Drang, zu organisieren und zu befehlen, mit den Landsmannschaften in Streit, es kam zu schwersten Händeln, und schließlich mußte Zahn, um der Lebensgefahr zu entgehen, den Sommer 1799 in einer Höhle an der Saale zubringen. Auf dem Unitoege über Zena landete er 1802 in Greifswald und ließ sich unter falschem Namen ein» schreiben. Aber auch hier, wo er hei dem jungen Privatdozenten S. M Arndt Geschichte hörte und mit ihm befreundet wurde, waren seine Tage gezählt — er wurde audgetoiefen. Einige zurückgezogenen Zahre als Hauslehrer in Mecklenburg ließen seine geschichtliche Bildung reifen; daneben sein Talent, al« Führer eine Zung- Mannschaft um sich au sammeln und sie zu unterrichten. Gr lehrte seine Schar von Freiwilligen Springen. Ringen. Klettern. Schwimmen. Sein großer Gedanke, die Nation durch Hebung der körperlichen Kräfte auch in Fesseln erstarken zu lassen, keimte schon in diesen Zähren. Damals erschien auch eine bedeutsame kleine Schrift von ihm. „lieb e r d ie Bereicherung de« hochdeutschen SprachschätzeS", in der er auch in der Sprache und ihrer Pflege ein Werkzeug nationaler Einigung sieht. ®t bereitete sich ernsthaft auf den Beruf eines Hochschullehrer« vor. Aber die Schlacht bei Zena durchkreuzte alle feine Pläne. Als die Kunde vom Kriegszustände zu ihm kam. eilte er sofort auf daS preußische Heer zu, erreichte eS aber erst am Tage der Schlackt und wurde im Strudel der flüchtenden Nachhut bi« Magdeburg und weiter bi« Lübeck getrieben. Er führte dann ein unstetes Wanderleben in Norddeutschland, immer als Geheimprediger gegen die Franzosen arbeitend. jede Regung der unterdrückten Volksleidenschaft spürend und belauschend. Zm Herbst 1809 trat er in Berlin als Leiter in die Plamannsche Erziehungsanstalt ein. 1810 wirkte er am Grauen Kloster; ein Zahr später eröffnete er seinen berühmten ersten Turnplatz auf der Hasen- heide. Damals stand er auf der Höhe seine« Schaffen«, und fein Deutsche« VolkStu m". von Blücher das deut'chc Wehrbüchlein genannt. hatte ftärkfte W.rkung zur Sammlung und Aufrichtung der nationalen Geister. 1813 war er Werber und Offizier de« Lützowfchen Korps, wurde zugleich aber auch von der preuhi- fchen Regierung au geheimen diplomatischen Sendungen benützt. 1817 und 1818 hielt er öffentliche Vorlesungen in Berlin über das deutsche Volkstum, wurde amtlich zum Turnlehrer ernannt, gab mit Siselen zusammen seine ..Deutsche Turnkunst" herau« und hatte starken Anteil an der Gründung der deutschen Burschenschaften. Nun kam die trübe Wendung. Das Wart- burgfest im Oktober 1817, auf dem der Zahnschüler Mahmann in recht fomöbienbaher Weife Zahnfche Ansichten in die Oeffentlichkeit brachte, weckte die sogenannten Demagogenverfolgungen. Die Turnplätze, deren o« in Preußen über 80 gab. wurden getch'offen, am 14. Zuli 1819 wurde Zahn verhaftet und von Gefängnis zu Gefängnis geführt, von Spandau nach Küstrin, von da nach 'Berlin. Solberg und weiter Zm Frühling 1824 sprach endlich daS Oberlandesgericht ihn vom Hochverrat frei, verfügte aber zwei Zahre Festungshaft über ihn .egen wiederholter unehrerbretiger und frecher Aeuste- rungen über die bestehende Verfassung und Einrichtungen im Staat". Zahn legte Berufung ein und erreichte ein Zahr später einen Freispruch. Aber auch Die'er wurde verklausuliert. Verboten blieb ihm der Aufenthalt in Berlin oder einer Universität«- und Gymnaiürlstadt. Dagegen erhielt er seine ihm abgesprochene Pension von 1000 Talern jährlich zurück. Die Turnplätze biteben geschlossen. Zn Freyburg an der Alnftrut ließ er sich nieder, sah die Wirkung seiner Gedanken. arbeitete wissenschaftlich, ohne jedoch besonders hervorzu- treten, wanderte und sammelte Patrioten um sich, wo er sie antraf; so muhte er nicht nur in den zwanzig Zähren sein Heim auf Anordnung der Regjerung eine Zeitlang verlassen, sondern wurde auch wegen de« erregten Tones einer Eingabe zu 6 Wochen Festung verurteilt, die er in Erfurt 1830 absaß. AI« 1840 F r i e d r i ch W i l - Helm IV. zur Regierung kam. sand Zahn endlich Ruhe. Die polizeiliche Beaufsichtigung und die Aufenthaltsbeschränkung wurden, aufgehoben und der Turnvater durch nachträgliche Verleihung des Eisernen Kreuze« ausgezeichnet. Die Turnfache wurde weiter gepflegt und nahm einen ungeahnten Aufschwung; auf den großen Ium» festen. die in den vierziger Zähren hie und da gefeiert wurden, sprach sich ganz im Zahnschen Sinne die Sehnsucht nach einem einigen großen Deutschland siegreich au«. Zn der Frankfurter Nationalversammlung, wvbin ihn der Naumburger KreiS schickte, spielte Zahn keine Rolle, er stand auf der äußersten Rechten und gehörte der erbkaisc-clichen Partei an; im ganzen aber war er lief enttäuscht vom Zahre achtundvierzig. Trotzdem ließ er sich seinen Glauben an die Zukunft und Sendung Deutschland« nicht nehmen. Und noch in den letzten Wochen, ehe dem Vierundsiebzigjährigen ein Krankenlager von acht Wochen die Todesstunde brachte, äußerte er: ..Meine Hoffnung für Deutschland und Deutsch- heit lebt!" Die Persönlichkeit Zahn« ist einem eigenwillig gestalteten LlrgebirgSfelsen vergleichbar, in dessen Klüften reiche Adern edlen Golde« anstehen. Zn dreifacher Hinsicht hat er sich den Deutschen unvergeßlich gemacht, er war einer der Ersten und Besten, in denen der Gedanke an die deutsche Einheit lebendig wurde, er hat die Sprache wirksam bereichert und gestaltend an ihr geschaffen, und er hat den Wert körperlicher Ausbildung für ein geschlagenes und in seinem Bestände bedrohte« Doll begriffen und diese Einsicht in werbende Xat um gesetzt. Heber die« letzte braucht fein Wort gesagt zu werden, die Millionen deutscher Turner reden eine laute Sprache, lind gleich bei diesen Turnern setzte Zahn« deutsche Spraä^unst ein. fast alle Bezeichnungen, ja sogar daS Wort Turnen selbst, hat er geschaffen. ebenso Darren. Reck. Riege. Welle. Turnwart usw. Auch der Titel feine« berühmten Duche« „Volk«tum" war eine feiner Möwe im Sturm. Roman von Sophie Moerß 38 Fortsetzung Nachdruck verboten. Dann war sie allein in der Gruncwaldvilla in ihrem Zimmer, hatte die Hoheit gebeten, sie für den '.Heft bc» Tage» sich selbst zu überlassen, und in der tfinfamteit ihre» Zimmer« kam der ganze verzwei» seile Zammer über sie. „Alle«, alles für sie gegeben, lind was hol sie für mich? drin paar spielerische Worte, rin flüchtige« Nicken — ihre Gedanken sind schon bei dem Mann, der sie zerbrechen wird. Der alle« verderben wird, was noch gut und rein ist in ihr. Und darum hab’ ich mein eigen Glück zer- kümmern müssen." Sie zitterte in tränenlosem Schluchzen. „Nein, doch darum nicht. Auch wenn ick sie nicht so geliebt hätte — CF« muhte sein. So viel gaben wir verloren. Unseren Namen sollen sie nicht auch noch durch den Schmutz schleifen. Und wenn die Altheims große Opfer forderten — bezahlt haben fie immer ehrlich. Mochten sie auch sonst da« Leben leicht- nehmen. Ehrenschulden trägt man ab." Als es dunkelte, sah sie draußen auf dem Damm langsam einen Mann norübergehen, der für Sekunden am Tor zögerte, hundert Schritte tiefer hinein, ging in die Wege, sich langsam wandte und zu. lückkam. Da mar sic auch schon, einen dunklen Mantel über bae helle Kleid geworfen, die Treppen hinab und au» der kleinen Seitenpforte hinaus in den Wald Dort wartete sie, ft» weit vom großen Tor entfernt, daß fie vom Hause au» nicht zu sehen war. „Heinz! —" Er sprang über einen trockenen Graben und stand vor ihr. „5o bist du doch endlich einmal gekommen. Seit drei Tagen gehe ich jeden Abend um diese Zeit hier auf und ab." »Ich hotte zum erstenmal eine Stunde für mich Warum bist du hier? Willst du e» mir so schwer machen?* „Machst du e« mir leicht?" fragte der 'Mann, er hob keine Hand, sie an sich zu ziehen. „Wissen will ich, darum bin ick gekommen. Du schreibst mir; .(5• nurfj au» sein zwischen uns, ich kann beim? Frau nicht werden, vergib mir4, und damit willst du alle« erschlagen, wo» zwischen un» beiden gerocicn ist? —. So viel Recht habe ich doch wohl au» ber Vergangenheit, daß ich Aufklärung fordern kann.' „3d) — ich mutz den andern heiraten." „9a, das hab' ich gehört. Wenn auch die offizielle Verlobung noch nicht erfolgte — ein Mann wie Kollmann wird viel au sehr beachtet und besprochen. So, also du willst ihn heiraten. Oder zwingt man dich dazu?" „Zwingen ließ ich mich nie," murmelte das Mädchen, und sah hilflos und trostlos vor sich nieder. „O warum kamst du?" Und dann — seine starke Abwehr nicht beachtend — lehnte sie den Kopf an seine Schulter und meinte bitterlich. Zum erstenmal kamen lösende Tränen. „Maria," seine Stimme wurde gut und sanft, „ich wollte an dir zweifeln, an dir verzweifeln, aber ich kann e« nicht. Sag' mir dock, wo« zwingt dich dazu?" „Was? Weißt du es nicht? Sein Geld. Was sonst?" „Nein, so barfft du nicht reden, und da» will ich auch nicht glauben. Dazu stehst du mir viel zu hoch. Um Geld verkauft sich meine reine, stolze Möve nicht " „Und es ist doch so. Begreifst du denn nicht? Es gibt Dinge, die kann man nur bezahlen mit der eigenen Person. Liebster, mein (Beliebter, ich konnte nicht ander« 9ch kann nicht leben, wenn man mit den Fingern auf uns zeigt. Wenn man sagt: Die hätte ihren Namen hochhalten können, die hätte ihre Schwester vor dem Untergang bewahren können, und sie hat es nicht getan, weil ihr da« eigene Leben hoher stand al« die Ehre ihres Hau- ses." Sie weinte leise. ,Zch kann e» dir nicht erklären, du mußt begreifen." ,Za, Io etwa« dachte ich mir. Meine geliebte Maria. Und ich kann e» nickt andern? Kann ich dir nickt helfen? Wenn ick zu ihm ginge —" „Jetzt noch? Soll ick ihn in der letzten Stunde um den Preis betrügen’ — Liebster, ich danke dir, daß du gekommen bist D, wie ich dir das danke' Da« war da» schlimmste für mich, zu denken, daß du Häßliche» von mir glauben würdest. Solange der Tag um mich war mit seiner Unruhe, sagte ich alle Gedanken fort, aber in der Nacht — ick konnte so wenig schlafen —, da kam es über mich Und wenn ich träumte, sah ich dich Einmal — wir waren zusammen im Doot —, da sagtest du: .Da» willst du noch bei mir? Spring doch heraus. So eine wie du, die gehört nicht mehr an Bord' — Und dann spürte ich, wie ich in den Wallern versank." Er ltrcid)elte ihre Flechten und küßte den beben- den Mund „Dann soll e» bekanntgegeben werden, Maria?" „Morgen. — Morgen mit einer großen Gesell- schäft, einer Garden-Hartp Und er hat e» eilig gehabt, Elena noch vorher fortjirfenben. Die war Ihm unbequem. Die stand mir zu nah und stand ihm im Weg." Ein Schaudern. „D wie werd' ich allein sein, Heinz! Furchtbar allein. Und nicht einmal an dich denken darf ich künftig " ,Zch gehe wahrscheinlich fort," sagte der Mann. „In einigen Wochen geht eine Expedition von For- schern und Zeichnern für eine große Firma nach Alaska. Ich bin aufgefordert, mitzugehen. Wer weiß, wann ich wieder nach Europa komme." „Das tust du um mich. Und dein Hau», dein Nest —" „Es hat feinen Wert ohne dich " „Ich muh wieder hineingehen," sagte Maria traurig. „Nimm mich noch einmal an dein Herz, so, ganz dicht. Jetzt werd' ich nie wieder wissen, wa» es heißt, sich so geborgen fühlen. Ach, wenn man doch sterben könnte!" .Liebste!" rief er erschrocken „Nein, fei ruhig, so felge bin ich nicht! Und bei meiner Gesundheit — uralt kann ick werden." Sie küßte ihn leidenschaftlich, wie sie ihn noch nie geküßt, riß sich los und floh förmlich in den ©arten zurück. Godesheim stand und stand Minute um Minute — er wußte, daß sie nicht zurückkam, aber re war da» letztemal, baß er so unter ihrem Fenster harrte. Al» dir Dunkelheit Immer tiefer sank, ging er lang« fam den stillen Weg hin, der fernher leuchtenden und pochenden großen Stadt zu. • In der Dank war eine Dame an der Kasse erschienen und hatte in einem sehr mangelhaften Deutsch gefragt: „Mister Kollmann, oh, uo ist er zu Visiten?" „Der Herr Generaldirektor ist nicht hier. Er kommt heute auch nicht. Er feiert heute seine Verlobung." „O — you — s»y —" E» gab ein leb hast es Gespräch, und da die ziem- lich starke, ältliche Dame daraus bestand, sie müße den Herrn Kollmann sprechen, sie hätte Wichtige» au» Amerika mitzuteilen, und da ein telephonischer Anruf in leineem Hause ergab, daß er dort nicht zu finden sei, gab der Junge Kommis ihr endlich die Adresse bes_ Fräulein von Erdmannsdorf. „Denn Sie durchaus nicht bi» morgen warten wollen, gnädige Frau, Dann würden Sie den Herrn Generaldirektor hier in feinem Privatkontor treffen." Die Fremde gab darauf keine Antwort mehr, verließ die Bank und winkte ein Auto heran. — Draußen in der Grunewaldvilla war bSchiter Betrieb. Den ganzen Morgen schon arbeiteten zwei Feuerwerker im Park, die Illumination für den damals führen Neubildungen. tote auch da« alte gute .Landwehr". ffbrncko hat er hie Titel h?« Heere«toe'en« verdeutsch:: Oberst und Feldz'ug- meister stammen von ihm. Nicht gelungen ist es ihm. an Stelle de« scheußlichen Worte« .Znsan- terist" den knappen und gut gebildeten . «Sinter** zu letzen. Sr Kagt dabri mit Recht, .ff« ist merkwürdig. daß die Deut'chen an em Kunstwort, aus fremder Sprache cinge^chwärzt. nicht den kleinsten Teil der Forderungen machen wie an ein heimische» Don gilt ein leerer Schall al« genug zur Bezeichnung, h er kann c« nie genug und nicht genug ausdrücken." Dieser Kampf für die reine Sprache ging bei Zahn enge zulammen mit seinem Ringen für die deutsch? ffin^n:. helfen Erfolg er nicht mehr erlebte. Die Sprache schien ihm das wichtigste Gut, so war c« damals, so brüte, .ffin Bolt." sagte er. .da« seine eigene Sprach- verlernt, gib. sein Stimmrecht in der Blcnichheit auf und ist zur stummen Rolle aus der Völkerbüyne verwiesen." Oberbeffen.- - Landkreis Ziehen. CD Lollar. 10. Äug. Eine öffentliche Sitzung de» Gemsinderat» sand gestern abend statt. Nur roenige Punkte standen zur Tagesordnung. Aus den Verhandlungen ist zu berichten. Im Hause der Bnlth. Römer Wwe. ist durch Errichtung eine» Neubaues durch den seitherigen Dohrning». inhaber eine Mansardenwohnung frei- geworden. Da» hessische Ministerium hot die Wohnung (brr seitherige Inhaber ist hessischer Staats- beamteri. der Gemeinde zur Persüpung gestellt, da eine Bewerbung von selten hessischer etaats« beamten nicht vorliegt. Die Hauseigentümerin hat die 'Wohnung einem jungen Paare, da» sich demnächst verheiratet, zugesagt. Unter Darlegung brr mißlichen Verhältnisse in der Dvhnuna der Eltern des Mädchens hat sich der Vater gleichfalls um Zuweisung der fraglichen Wohnung an seine Tochter beworben Es lag hierzu weiterhin ein Schreiben des Kreisamtes Gießen vor, die freigewordene Wohnung einer anderen Familie, die eine ungesunde ÜBohnung innehat, zu überweisen. Der Gemeinderat beschließt nach längerer Aussprache, der Hauseiaentümerin die beiden Parteien zur Wahl vorzuschlagen. — Der Geselligkeitsoerein „German. a" (Durschenklub) hat ein Schreiben an den Gemeinderat gerichtet, wonach dieser auf Anregung der Einwohnerschaft die Frage nach Abhaltung der Kirmes dahin geregelt willen wollte, bafc diese jeweils nur an einem Platze stattfinden solle. Der Gemeindcrat konnte sich nicht davon überzeugen, daß damit der einstimmige Wunsch der Ein- wohnerschast zum Ausdruck kommt, hält es vielmehr zunächst für erforderlich, daß die Burschen des Ortes sich selbst hierüber einigen, auch hatten verschiedene Wirte auf ergangene Rundfragen sich gegenteilig geäußert Der Leichenwagen der Gemeinde, der jetzt dreißig Jahre im Gebrauch ist, soll dem Erbauer zur Reparatur und zum Neuanstrich übergeben werden. — Durch bas Straßen- aufsichtspersonal wurden kürzlich neben den Dasein mit den Verkehrszeichen auch Richtungstafeln ausgestellt. Eine Stelle, die eine solche Richtung^- täfel erfordert, ist unberücksichtigt geblieben. E» ist das die Strahengabelung Lollar—Marburg und Lollar—Staufenberg. Täglich, ja stündlich kann man das Fehlfahren beobachten. Eine nachträgliche Anbringung dürfte zu empfehlen fein, da der dort stehende Wegweiser mit der Aufschrift nack Kirch- berg als für den Fernverkehr unzureichend angesprochen werden muß. ÖJ Lollar, 10. Aug. Am 13 August vollendet Handelsmann Samuel Goldschmidt in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. G e - o u r t s t a g. Der Jubilar erfreut sich allgemeiner Beliebtheit in der hiesigen Gemeinde : Beuern, 10. Aug. Ergangenen Sonntaa hielt der hiesige Gesangverein „G l e b e r f r a n < in seinem Deremslokal eine außerordentliche Generalversammlung ab, um über die Begehung de» nachstsährigen 25jährigen Bestehens zu beschließe''. E» wurde bei guter Beteiligung einstimmig beschlossen, Sonntag. 23. Juni 1929, ein Sänger- f e st abzuhalten. Don einem Wettstreit wurde abgesehen, da vor einigen Jahren erst eine solche Abend herzurichten. In der Küche hantierte ein weißgekleideter Koch, die Hoheit lief hastig wie ein junges Mädchen durch alle Zimmer und Säle, musterte die Blumenarrangements, beaufsichtigte bas Ausstellen von Silber, Kristall, Porzellan, emo- fand es so äußerst wohltuend, daß man ohne alle peinliche Rechnung so au» dem vollen schöpfen konnte, und dazwischen war sie bann wieder in Marias Zimmer, ermahnte sie, sich ja ruhig zu halten, „damit du heute ganz frisch aussiehst, liebe» Kind", und als man ihr meldete, e» sei eine Dame gekommen, die sich durchaus nicht abweisen lassen wollte, obgleich man ihr gesagt, die Damen empfingen heute nicht — da war sie sehr ungehalten. „Sie wissen doch, Paul, daß wir heute mittag für niemand zu sprechen sind. Wa» ist denn da» für eine Art Dame9 Sie hat sicher einen Sammel. bogen." „Die Dame sagt, sie komme au» Amerika und hätte den Herrn Generaldirektor sprechen wollen. Der wäre nicht auszufinden, und warten könne sie nicht." „Bitten Sie die Dame, morgen wieder zu kommen." ,Zch fürchte" -- Paul war e» sehr unangenehm, die Hoheit machte fo scharfe Augen — „die Dame hat sich unten in der Halle hingesetzt und will nicht gehen, ehe sie Fräulein von ffrbmanneberf ge« sprochen hat." ,Zch will hinuntergeben, Tante, vielleicht irgend- eine arme verwandte von Herrn Kollmann." Maria ging schnell die Treppe hinab, und die Hobest, in der ein Unbehagen aufwackte, sie wußte selber nicht warum, folgte ihr langsamer Daß die Besucherin, die in der Halle wartete, keine verschämte Arme war, sah Maria auf den ersten Blick- Piel zu sicher und selbstbewußt erhob sich die Fremde, musterte da» junge Mädchen, da« ,m weißen Kreppkleid so vornehm und licht wie ein lieblicher Sommergeist vor ihr stand, ruhig und sehr genau, aber ohne Unfreundlichkeit und fragte: „You spetk Enflish? Don t you? E» wird mir schwer, mich deutsch auszudrücken." .Womit kann ich Ihnen bienen? Bitte —" Sie konnte die Dame unmöglich in der Halle abfertigen, und aus ihren Blick riß Paul schon die Tür zum Salon auf. Da stand alle» voll Blumen, und durch die offene Tür sah man im großen Eßsaal nebenan bas Büfett, auf dem zwei Diener kalte Speisen arrangierten. „Schließen Sie jene Tür, Paul." (Fortsetzung folgt.) / gulfffl G jttuf ttett x nuo 'f6h/etr< j 'Wenfan tititnlang lot lief erbt ngeod nledi .'xefrinm*- tafrl ei schlesfkNw Der ee binnir her 8bli ctrCunq alridWit fmbd w li hft-t iw tnrit im tatfd nc fchrkmi he yuh tb utn’.t b'ti totrj' r. übrgtrö atpftt *3 Mnter him D Lchme Man de 18 «ar rftdrtenlang vo imt E 1 tfitonb W1 w. beschäl'^ oft btt btt Li< bet an 1 hd)tn t rtdjti?' trfannf ber ni. "■Men S rfg n ne'b-' Nr* ■ 5 Mit- frischer Du ft 'j'JBllXUHSMAMb t Agrstamte» Lich ben Entwurf der «alb riiiD 73341 Tarier Teint- 73I4D 7301D 2,18 DIE 03617 73430 W. WELZ ‘*»0 0539» I tzuck .12 1 30 r 14,7V 4.87 1,93 "aq, bem • 7 nut, 73290 5t vrf »■ ÄBfluN 182s nathmitt ntffgcn • her Gemeindevorsteher- Schlafzimmei- Speisezimmer Herrenzimmer Küchen Einzelmöbel Polstermöbel Gardinen, Teppiche Linoleum Von der Reise zurück Zahnarzt Dr. Fischer ^Empfindliche Gewebe bedürfen besonderer Pflege Homöopa fische Praxis und Inhalatorium für Asthma-, Herz- imd Lungenkranke Sprechstunden tägi. von 8 bla B Sonntags von 10 bis 12 Uhr Behandlung sämtl. Krankheiten Mitglied des Verbandes d. Heilkundigen Deutschlands e. V. i.ÄuguU oollinM dimibt in r?Otr i)t leinen 8u. ®f eut sich all-meiner itinbt. rwngtnen SontoJ ^Irbrrfrori frurbtnllidk hi# Be*fl h« n» zu btW1** elnllim* * <), dn Sinje’:• nllM ”*\± «i erft rinew» mo FIRMA P. J MOBS SEIFEN-9 MfffÜMEPlEfWl* GIESSEN 17304V 1928 fenbetfl. Dr. Storck Facharzt für Haut- und Harnleiden Wiederbeginn der Sprechstunde Montag, den 13. August M» ■* * veihievene Habe meine Praxis nieder eröffnet Dr. Bauhadi cvirlplnn der frankfurter rhcater. Spernhau» Sonntag. 1? 3up . 10 30 bis nad) 22 Ubr: Der Troubadour Men:eg 13 Lua 19 >0 b 3 nad) 22 30 Ubr Der Zig.uncrdaion. »ien»loq. II ?lui. 1930 bis 2215 Uhr Der fltegenbe .^ollänber Mittwoch. 15. Aua. 19 30 bi« gegen 22 Uhr Der Protagonist Kierfluf: Der 3or löfu |;4> khotographiern Dvnnerstaa, 16. 2Iug 19 30 bte nach 22 Uhr Der Troubadour. Freitag, 17. Qluj. 19 30 bis 22 Uhr: ^-onno ’ttelt auf Samstag 18 Jtuq |9 bis 22 30 Uhr ^innhäu'er Sonntag. 19 Aua . 19 3) bis 2215 Uhr Cavalleria rullicanq. Aicraul • Der Bajazzo Montag. 20. Aua. 19 30 h,4 22 Uhr: leflanb. LX 137-70 ..tii'NLKHT- M VNMU L'l Mein« Praxis u. Wohnröums befinden sich Jetzt Plockstraße 2 Ecke Seltersweg gegenüber Caf4 Astoria Meine Sprechstunden finden von jetzt ab statt: Werktäglich nacbm 4-7 Uhr Mittwoch- und Sametagnad>- mittag von 3-6 Ubr Dr. Weckerling Nervenarzt -«rÄ^yui?,ernf’,trfhn*uwd’fT’- ^maä:„hnb ,mmer auf AttntH So. 0,72 fm 6,75 R 6^2 , 5,06 . 2£ 4T ^chen L ** * 2 ne? >„«. ,w‘ Preise, günstiqc Z a h l n n q s weise , 3b- _ 3a- . t»* 6. tiflr.. , "chten1angdolz l»«stl - lb- „ - 0*9 - 13,81 - 23,25 M Sri lo ft; Ion,’ ___________________«773 Lagerhallen / inlogaragen / Werhlätieo * Z2 MM* ind ItereeateHade tu IsittiHBt'-ffRr IlrletMrrr Bell-, Moe- Her Elm- ' Irtoi Astiihrtie .Muaterbaaten am Platze vs-j Hermann Schwarz-W erke Vertreter Kan Peypler. frtetat, totarjar ttra>> J9 k-rl AchleMdNlle» rrr^sH. Ärofbon. Angel- .(Evnbgehncbt nimmt bi-? 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Man bezahlte für lech» Wachen alte Herr 15 bis 15 ÜÄorf 6 bi» h !Sod,en alte fofttlcn IX bi» 25 Mark, X bi» 12 Wochen alte 2-'» bis 35 Mart. Bei gutem Leschaft verblieb etwas Ueberflonb. Unb-Vouheim, 10 8ug. Die hiesige 'Deutsche Turner!d>ah will nächsten Eonntog auf den, 3nbanniibriflf» q i n t> im Stadtteil Sind- Itngen oon einem stabtifchen D m n i b u « überfahren Da» Jlinb batte sich von seiner Mutter losgeri"«n und war über die Strotze ge- Jaulen, dabei wurde es von einem baberrommenben Omnibus erfahi und überfahren. 6* mar sofort tot. Dr. mei. Wasle Facharzt für Haut- und Betolelden GoetbestraSe 30 verreist aö 18. test &>♦ 5, riftr. Mikrauch snchtenlanqboU la-.sl. -Stuck ib- „ r, M « Verblüffend £m',Äm“n m" Tomatenschneider diele frucht »erlegt. 7178a r 0 n, Eisen Handlung. Gederner Äugustmarkt Dievstap. den XL «nguft l. X, findet bet bte9|aijri.ie Aa" Qimmer um «b. L, t-MM'Stt daß man im (le bann sich ja rubtg J“ ffmerita Xdjen »efltn. [ BMrttn tonnt st» irg'N »ub,r 91 w untÄ aSmttnnfW f tc. JM'1*. jSJ , d"E 5* s&r» Venmf.'alli'ng liier al-gebalien wurde. Dir rrf'en Bundfchreide,i dz» ifinlaburcfn nxrtkp den br- natbbarten Vereinen bereits ir diesen lagen zu- geht.». Der Herein, der im 2ahrr 1904 gegründet mürbe »ahlk z 3- 72 Mitglieder. (Einen grotzen Bertolt hattr der Verein im Ärige erlitten, indem 22 aktive cdngrr den Heldentod geftorden find. n Orofjfn'l'.nbtn. 1J. '^ug. Mu den Austchachrungsarbeiten zum SchulhauA- neubou 'st nunmehr begonnen worden. Bei der am Lame.ag stattfindenden Derlasfunge» feier wird Lehrer Sommer die Festrede halten J> L i ch , 1<*. Bug. 3n der geflngen e t o b t • vsrftondsfiyung trug der Ämtsvorftond des lvnnse im ömrr nicht gefdrochen «werden. *?Tur an Ä d r I 9 f, e ' n st ein empfindlichrr Mangel »t'i den alten die Hitze schlecht bekam und die neuen noch lehr klein find. i Eedern. 10. Lug. Bei ben Ausschut - lunjb arbeiten am feietigen Bahnhof gerieten gröbere Ärhrnaffm in# Rutschen uib verschütteten den Erdarbeiter H c i n k aus Burk- Hards Der herbeigerutene Arak verbrachtc den Terunglüdlen lofort ins hiesige KrankenhcuA. wo starke ^rchauetfchungen festgestettt wurden Arcib «l»fcld eV Äupperienrod. 12 Bug. 3n unserem Dorfe sind jetzt zwei Dre'chmafchinen- defitzer. Beid.- werden dieses Iahr hier iflr.g fein t,u der seitherigen Maschine dr» Otio®eih l?at Otto Kratz noch eine erworben Arcit yauterbed). Lauterbach. 10. Bug. Die Feld- bereinig ung ist mi ®angc und e* ficht zu erwarten bah der allgemeine MeliorationSplan bi» «um nächsten Frühjahr zur Vorlage kommt Die hiesigen Jnbuftnctocrlc zeigen einen flot- len Betrieb und starke Beschäftigung. ilck> und reine« Mittel: Lui Seifenflncken. Sie erhalten die terbrechlichen Flächen und die «ebhoen Farben Ihrer eerten Stoße rn|ikommen unversehrt. Lut Seifer flocken »ind »o mild n ie dk bereToilcttcaeife. 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August wieder Sprechstunden. 19J? au» Anlast drs 800jä5rigen Stadt» iu bi 16 em» «in« tt>trtfä)aft(id)e Sfrfrciteruhc am Derfassungstaqe. ®ic der Ämtliche Preus'ilcbe Prelledicnst Mitteln. bat lich der preust'sche ^andw'rtfchasi»- minister damit «inherftonbrn erflärt. bah die für die Beamten usw ongeorbnetc Arbeit»- rube am Bersassungstag auch auf bie Beinebeariwitfr ,n ben Betrieben unb Anstalten ber ihm unterstellten >^weige der Staatsverwaltung ausgedehnt wird sofern es I,ch nicht um dringende und unausschiebdare Arbeiten handelt Den B^lriebSarbeitern. bir den Bersaflungotag burd) Lrbeitsruhe feiern, ist bcttarifmähige Stundenlohn für bitten lag «u zahlen. So- w«" au» dringenden önmbcn bie Arbeitsleistung verlangt werden muh. ist sie mit einem Auf - ’ lag von 1 0 v H. tzu den tarifmähigcn Bar- ldhnen zu bezahlen. Kreis Wetzlar. 0 *&< i h m o r . 10. August. Vie Maul« und 1 n u r n I r ii t in der hiesigen Gemeinde ifl er- loschen. Par« Londratsamt Hai die angeordneten ivperrinastnahnieii aufgehoben. ' - Drost-Be^i.nbnch, 10. Äug. Jn der Bcrlegunaüsachc der l) i c f i g c M ®c- mfJ n C f|nfl ^ic ^rdeitrn ninimehr soweit fort- aeld-r'tten, dast da» Kulturamt -ur Boriegung des BuSeiiiandersetzunqHplana» unb ber Au»süh- rung»bcflimmung?n sowie zur Erklärung b.'r Be- triliqtrn üfrr die 'Anerkennung und Ausführung örtliche Term'ne anb?rauml hat. »a wesch.-n die (T'runblteücf^bcli^cr bereits voraeladen worden linb. Auhere Erläuterungen gibt der Kultur- amtSvcrir.'tcn in den anberaumten brtltdxm Ter- min-'n. Mit ben Ladungen haben die iSrund- sfick^belibar glcichzeitig AuS'iige au» b?m Hu*.. cmanbertecung»plan über ihre Abfindung er- Falken. ie avgestersten neuen rvänc sind dieser ■^age durch den Lachlanbmes er an Ort unö ©teile unacmiclen worden. OBi? bei be- Durchführung aller viufammcnlegungcn. ’n herrscht auch ,n der diesigen ®emeinbt se t der Bekanntgabe ber 4uccteilten neuen Pläne vielfach ein? grobe Un- Zufriedenheit. (?■» mag die« damit Aufammen- bangen. dast sich die Besitzer zunächst einmal an ihre neuen Plane gewShiien müssen. 3ft bie* *m k»er 3eit g-lcheh-n. ko tritt bann all- wahlich ber urfpriingliche Dorfsriodn. von brm lieferbar ale 2 un» 3-Sitzer. hervor ratend in Leiitma. unae^t'bullen niedrige Unterialtunjrskoet en. Otto Faber Mflhlafr.' Teltpheo 1096. Holzfnvmifffon. Dir Otemeinbe 3taiimberg vergibt im rege schriftlichen »ngclvire folgende DoU- I Ifirtimente; L»4 1, Tistr lltziistrauch tM'tenlanqboUla-»!. 13 s’iick 26,42 fm , Ib- „ l.J „ —68,12 2a-w 1 . »17,42 „ - 2h' .. J „ - 4,52 „ Las 2, Tiftr Mistranch. pdhtenlanflbote I a-8l. 1 i Stuck - 27,43 fm . Ib- M 14 „ -57,02 „ <»•3, Tistr tzirtcn kchtenlangholzla-stl Stück- 6,70fm - Ib- , 1 . -11,02 R „ 2a- . 1 „ ■ 16,72 . . 2b- . 1j . » 13,24 „ - 3a- _ i „ — r,42 „ fa»4 4. Tistr hrten siichtenlangbvte lb-SL :st 1928 N.B. Die Musik wird ausgetührt von der Reichswehrkapelle, la Speisen und na 7337D Getränke. Frisch geschlachtet. ] Wenn Sie Feste friern 7199D emvneblt •-AeteUeeee. Le*Dl3ne fr« II. August 1928 18. August 1928 am Montag, am Dienstag, am Mittwoch, 13. August 1928 14. August 1928 15. August 1928 Asterweg............... Kaiserallee und Kugelberg Bleichstraße............ Frankfurter Straße...... Paula Pfeil Gustav Brückner Or. Ernst Fleischhauer und Frau Aenne geb. Müller ; aber Gäste bei sich haben, ein gifer Tropfen ist stets begehrt. Fordern Sie bitte eiimal oon der Detn- handlung u. Litörfabrik Earl küchcl Nachf. (gegr. 1857), KaiseraNee 1, (obcrhab der Lubwigsplah- drogerie), eine fostenl. Kostprbe an. Sie werden erstaunt sein über die Güte md preiswürdigfeit 7285 statt, wozu wir unferc Mitglieder sowie Angehörige und Freunde des Vereins Höst, einladcn. Oec ÖOtMOfib. August Ärusius Maria Bmsius geb. Breuer Emst Müller Else Müller geb. Kurz Vermählte Marburg-Lohn im August 1928 Llniversitäts - Mstaurant (Onlel Stam) Zur VcrsassungSscicr deute u. morgen Großes Stimmungs-Konzett Berstärkle» Orchester! [05806 Gut bürgerlicher MittagStisch Schöner Sao! noch einige Tage frei. ES ladet Höst. ein Für den Bezirk Schanzenstraße beginnt am Samstag, dem 18. August, die Veranstaltung erst um 4 LLHr. Zu den Veranstaltungen haben nur Mitgliederfrauen Zutritt. Die oben angeführten Tage müssen eingehalten werden. Wer an einem anderen Tage, als auf der Karte vermerkt,Einlaß wünscht, kann nicht zugelassen werden. (A. Konsumverein MMB töieße« u. Limgegend U8W. USW. kommen z. Auesplelg. am18.Aug. in der Ziehung der Lotterie zu Gunsten d. Fürsorgearbeit des Marburger Studentenheims. nno/ Barauszahlung t)U '0garantiert! Lose zurm.1.“ Liste SO Pfennig extra Ueberall erhältlich! A. Dinkelmann, Worms. Postscheck - Konto 15UM Frankfurt a.M. Hier bei: Staatl. Lotterie-Einnehmer Flimm, außerdem bei Zifzarrenhaii'E.leu- ter, fr. Buchacker, Joiel Chambre, L Eilert, Konr. Emmerich, L. Joost. Herrn. Kuhl, S. Loeb, FriseurLetx, Wllh.Semmler. Wilb. Weber u. Herrn. Fett, Watzenborn, Auf zur MM Sinnes’! ilBchnikflinlaQe Inbehieur-schule fecnnit.Hoc»-uJlaro3t, ^™™'Wilri'nindustrit. «."...e» GEWINNE Im Gesamtwerte von 28000.. darunter Höchstgew. im Werte von 12000 RM 1 Hauptgewinn I. W. v. Garantiert vetne Vollmilch in Flaschen und Samten, nur Dauerweide Betrieb, bähet höchste Reinheit. Sämtliches Lieh unter tierärztlicher Kontrolle Hausfrauen- Mchmittage im Philosophenwald Wir laden unsere Mitglieder-Frauen zu den ab Montag, den 13., bis Samstag, den 18. August 1928, nachmittags von 3 bis 7 llhr, im Restaurant Philosophenwald stattfindenden Haussrauen-Aachmittagen höstichst ein. Diese Veranstaltungen sind mit Musik und Gesang verbunden. Rednerin: Frau Biedermeier, München Bei den Veranstaltungen wird aus unserer neu eingerichteten Konditorei Gebäck verabfolgt. Oie Portion kostet 50 Pfennig. Die Karten hierzu müssen jeweilig 4 Tage vor der Veranstaltung in der betreffenden Verteilungsstelle eingelöst sein. - Mit dieser Veranstaltung ist 1 eine Waren-Ausstellung verbunden die am Sonntag, 12. August 1928, für jedermann geöffnet ist. Für folgende Bezirke finden die Sausfrauewllachmittage statt-. Der W WWk £elöQarönten Darmstadt labet eine verebrl.Einwobncrlchast, insbesondere die Kameraden aQer Truoventeile, au seiner vom 18. bis 20. August L <30. au Darmstadt ftattfinbenben Denhmalsweihe und Wiedersehensfeier Sonntag, den 12.August ■ Montag, den 13. August KB B 8 i Kurhaus Bad-Nauheim Großer Bühnensaal. Morgen, Sonntag, den 12. August 1928, nachmittags ß1/, Uhr DentNche Melstcr FeMsplele 2. Festveranstaltung Neunte Sinfonie l mitdemSchlußchorSchillers,.Ode-Lied an die Freude“ von Ludwig van Beethoven. f Leitung: Generalmusikdirektor Heinz Bongartz Solisten: " , , Anny Quistorp. Sopran, Leipzig Marta Adams. Alt, Leipzig Eyvind La ho Im,Tenor, Wiesbaden Ernst Osterkamp, Baß. Leipzig. Chor: , Damen und Herren des Kasseler ] jehrergesangvereins Damen und Herren d.Marburg. Konzertvereins. Orchester: Das verstärkte Kurorchester. Eintrittspreise: Logen 7.50 RMn I. Saalplatz 7 RM- II. Saalplatz oder 1. Reihe Mittelempore 5.50 RM.. HL Saal platz oder-lbisß.Reihe Mlttclempore4.50 RM.. Mntelempore hintere Reihen 3,50 RM. Karten Vorverkauf an der Theaterkasse im Kurhaus (10-12'4-O'/? u. 8-9'/, Uhr). Zigurrenhandlung S. Loeb (Agentur der Hamburg-Amerika-Linie).Gießen. Bahn- hofstr.,52a, MusikalienhandlungChallier. Gießen. Neuenweg 9.7331P HerAttch ein. LamStag, 18. Augutt tit BegriibungSabend und Borseier mit au6flemdbUcm Programm in der groben Festhalle. eouutaa. U». August: Bon 10 Uhr ab EinweihungSseierltch- 2»1Ubv CScU aua'in.'r\h4)fs herum in der Milte der Insel aufgrbdut sind. Wandert man von Schleswig noch ein Stück weiter binaui-. Io taucht die Insel auf* auf brr lausende von weiß- beschwingten Bc-geln niftrn. Da» ist die „Muwcu- insel", die niemand betreten darf außer dem Pächter, der biniibfrfäbrl, um die Moiveneiner zu sammeln. Dann kommen die Lier auf den Markt, und ganz Schleswig ißt abends die Moweneier mit heimischer Zukost. «n die Cflfre Illustrierte» Reife- und Fahrpkanbuch der Stettiner Dampffchifis-Defellfchaft 3. F Braeun- lich. G. m. b. H., für den Sommer- und Tou- HfienDextcbr von Stettin nach den Ofifccbäbcrn Swinernünde, MiSdrov. Ahlbeck. Heringsdorf, Bansin, Zinnowitz. 3nsel Rügen. Dornholm. Kopenhagen. mit Reisebeschrcibungen. Fahrplänen. Fahrkarten-Ginrichtun^n, Verkehrskarte uiw in hiesiger Stadt foftenfrei erhältlich in den Reise- bureauS. Wanderfahrten. Büdingen — Ronneburg — Gelnhausen. Für Liebhaber historischer Statten sei folgende Wanderung, dir etwa fünf Stundrn rrforhrrt, rinvfohlcn Von unserem 2lusgangspunkte Büdingen, dessen mittelalterliche Schönheiten, mir Irrufalrmrr lor, Muhltor, Steinernes Haus, Fürstliches Schloß usw, wir vorerst eingehend besichtigen, wandern mir gelben Kreuzen nach über Donhausen, zunächst über Feld, später durch schönen Buchenwald zur '.Ronneburg. Beim Austritt au» dem Walde überraschender Biid auf die vor uns liegende Iburg, ein echtes Bild mittdalterlidjcr Bauweise. Für dir Besichtigung der Innenburg, bie sehr malerische Stellen ausweift, wird Eintritt erhoben. Nachdem wir noch von der Galerie de» mächtigen Bergfrieds die umfaßende herrliche Aussicht genossen haben, folgen wir grünen Kreuzen, die un» zur Station Tiittelgrünbau bringen, wo mir die Bahn benutzen können Lohnender ist jedoch die Fußwanderung, die zum Schluß durch prächtigen Hochwald nach unserem Endziel, der alten Kaiserstadt Gelnhausen, führt. Auch hier findet der Geschichts- freund eine reiche Auslese an altertümlichen Schönheiten, so die Barbaroffaburg, den Hexenturm, da» Romanische Hau» und vor allem die prächtige Marienkirche. Ranstadt — wildfrauenGeskühl — Blofelb — Tlidda. Zu dieser Wanderung ist, da die 6trede größtenteils nicht markiert ist, eine gute Karte unerläßlich. Wir fahren mit Sonniagefartc Nidda nach Ranstadt (Karte Nidda—Ranstadt nachkösen) und gehen auf guter Straße durch bas malerisch am Berghangc gelegene Dauernheim mit schönen Fachwerksbauten. Kurz hinter dem Ort, von der Straße nach Staden abzweigend, gehen wir in die Hohe bis zum ersten Seitenweg nach links, den wir einschlagen, um nach dem sagenumwobenen Wildfrauen-Gestühl, einem aussichtsreichen, hoch über dem Tale gelegenen Platz- chen, zu gelangen. Da» Gestühl, einige mächtig« Steinsitze aus uralter Zeit, sind noch vorhanden, während der Tisch nach Bingenheim verbracht worden ist. Seüene Nabelbäume umrahmen den idyllt- schen Platz. Durch schöne Walbungen kommen wir alsbald nach Blofeld, bas durch seinen vorzüglichen Apfelwein bekannt ift Don Blofeld roanbern mir über einen Höhenrücken mit hübschen Ausblicken vor- bei an Hof Schleifeld nach Geiß-Nidda, wo wir auf rote Kreuze flößen. Das Zeichen führt uns über Bab Salzhaufen, beffen Anlagen wir besichtigen, zum Endziel Ridda. Dauer der Wanderung 4% Stunden. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1927: 19300 Badegäste Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 88 Badeschriften durch die Kurverwaltung Schlitzt Wenn die Lmnde rulen von de» Werktags Vafi Und «frouidunn bu fuchst von fiäbufrbcr ^aft Dann (ebneub die Seele zur iFerne brinot. Wo Mutter Natur sie eririlchcnd umlchtina». Wir kennen cm Mätzchen, da» Gotte» £anb In nnendlicher Güie letzte mv Land. Wo Quellen gclchwatzig ipxubcln und Iptingen Und Vöglein dir «wlbme Lieder 'innen. Wo bald Du vcraisie'i De» «Uiaa» Sour In goiigefcnneier 'et per Ramr. Do Die Stunden Dir hieben in kindlichem Gluck. Wo Du tranm't dich in Märchenländer zurück. Wo irövtich Die Angel du mtxfii vom «Hehabe. Wo Der Stthühuß dich lockt zu crauitfenbeni Lade. Wo Eichen rauichen cm uralte» Vieb. Do em Sehnen dich bt» in den Fimmel »tebt Ein deilige» Sehnen.-- _ O ittll S und komm In der Schlitzet Wälder bettlicben Dom. _ , Lnttkutoti Schilt» - aUbCTÜbint Brolveki durch BerkebrSverein Schlitz kü-berbesieoi. öerehtergadenen Land rnl« Tllwunn und X4nlg«.v« Das Paradies der bayerischen Alpen Alpine« Se-Iebed Höhenluft und Terrtlokorro / Beni»pert z«r»Me l nyme Cm urentM unwsMtt*. nrewmrtdmtrae UM nt Scac-btn so^ratteia- nd rtrtanMm Jahresschau Dresden QnhlnR.Pafn ilnrhnrn Herrl. Aussicht Marburgs. Qualitäten UbillySj ydl8| mQI UUfi y allererster Güte. — Auto-Halteplatz Kloster Arnsburg Eine Perle des Hessenlandes, beliebtester Aus- verbmdungen: Hugsort mit historischen a.14. i34i. io 25 Baudenkmälern und ------idyllischer Umgebung. Verbindungen: Beste Verpflegung in der Aov^und^a^i; Klostermühle. »etMseasesaeeass»ee»se»t Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Gut bürgerlldie» Haue Gartenwirtschaft “"D Touristen bestens empfohlen KnrhansBaö Selters,Oherh. T. 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Gehören Sie zu diesen, to kommen Sie im September. Oktober. November! Eitenbahn und Schiffe verkehren. Bitte, fordern Sie unsere KUrschriften. Stadt Badevcrwaltung Westerland __/ Rätsel-Scke Geslchtrtell. Silbenrätsel. Sie AuLsüllaufgabe Au» Öen Buchstaben o — o oynton oleman eigenen Werken. Sommersreuden. Si iefcenf.. Mädchen N Vamen-Schwimmstaffe». 4X100-M« ter-Freistilstaffel f - k - 1 - ■ Samstag, 18. August. 12.15 bi» 12.45 Ufrr: Schulfunk Deutsch — 13 bis 14: Schallplattenkonzert. — 15 bis 15.25: Stunde der Jugend. - 15.40 bis 16.05: Die ßefe- ftunbe. — 16.35 bis 18.05: Konzert. — 18.30 bis 18.45: Briefkasten. — 18.45 biß 19.15: FunHoch- schule: „Die dnttsche Volksballade, l.Xeil", Dor- Lprcchstundcn der Redaktion. 12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen. Anzeigenaufträge sind lediglich an bW Geschäftsstelle zu richten. Sonntagsdienst h.-Hertte u. Uvotdeken am 12.&S Dr. Neumann, ftrau Dr. Tlorr Engelavotheke. Zahnarzt: Dr. Baum *D Synonym. Für jeder der nachfolgenden Wörter soll ein syno- nymes — sinnverwandtes — Wort gesetzt werden. Die Anfangsbuchstaben dieser Wörter ergeben als- dann, werden sie aneinandergereiht, den Namen eines bekannten regelmäßig wiederkehrenden Sternschnuppenschwarms: 1. poltern: 2. fehlen: 3. vergrößern: 4. schlagen: 5. anpreisen: 6. kugeln, 7. vergewissern , 8. verlieren: 9. besitzen, 10. auslegen: 11. berichten: 12. mäkeln. Kreuzworträtsel. Das Einer-Rennen entschied der Favorit Pearce (Australien) leicht für sich. Im Zweier o. St siegle die Schweiz gegen Frankreich. Der ~ "el an England vor Amerika, und St. sah Italien als Sieger vor 21.30: Von Stuttgart: Sei der Austragung der Lntfcheidungs- kämpfe der olympischen Ruderregatta nrroann Deutschland feine erste goldene Medaille Im Radern. 3m Zweier ohne Steuermann siegte im Ladlaus die deutsche Mannschaft Müller-Möschter (hellas-Derlia) nach hartem Kampf über England und errang damit für Deutschland den S. olympischen Sieg. trag von Professor Dr. -an- Tiaumarrx. — 19.15 bi» 19.45: Stenographischer Forrbüduogs- kurfus für Anfänger unk» Fortgeschrittene. — 19.45 biS 20.15: ..Eine Studienreise deS Bund«» für Volksbildung nach England". Vortrag von Direktor Dr. Mater-Leonhard. — 2045 bis 21.15: Amerikanische Volksmusik. — 21.15: Bunter 3benb. — Anschließend bis 0.30: Tonzmufik. (11601.) 78.62, Platzziffer 6; (116'21.) 75.62. Platzziffer 13; helfen." Wanderbursche: .Kann rch Di« Frau: .Da» SSo^F Wanderbursche: »Vein da» . _ . „ Schweiz gegen Vierer o. St. siel an England i der Damen wurde, wie zu erwarten, von den Amerikanerinnen, die vom Start bis zum Ziel die Führung innehatten, sicher gewonnen. Anfangs behaupteten sich die deutschen Damen an zweiter Stelle, mußten baim aber England und Südafrika weichen. FrU S r k e n s verringerte zwar alS letzte den Vorsprung der Südafrikanerinnen, konnte aber nur biS auf Handschlag auslaufen. Ergebnis: 1. 11601.4:47,6 (olympischer Rekord), 2. England 5:02,8; 3. Südafrika 5:13.4; 4. Deutschland; 5. Frankreich, ^ollanb war al» Dritter cingetommen, wurde aber wegen falschen Wechselns auf den 6. Platz distanziert, so daß die anderen Mannschaften um einen Platz aufrückten. Entscheidung im Kunstspringen der Domen. Wie bei den Herren, machte sich auch im Kunstspringen der Damen eine lieber» legenheit der Amerikanerinnen den Deutschen gegenüber bemerkbar. USA belegte die ersten drei Plätze, Deutschland die nächsten drei. Frl. M e u d t n e t, die Vierte wurde, hätte nach ihren Leistungen eine bessere Bewertung verdient. Ergebnis: 1. Meanh schen mit 2:14 und gegen Polen mit i Die meinen Siege für Deutschland erfocht wieder Co s m i r. (Hegen Ungarn trat Deutschland, ebenso wie Polen gegen Italien, nicht mehr an, ha beide Kämpfe für Deutschland rote für Polen aussichtslos gewesen wären. Ergebnis: 1. Ungoarn 3 Siege: 2. Italien 2 Siege: 3. Polen 1 Sieg: 4 Deutschland. Doch Einzelfieger im Turnen. ber Slerer m. _ der Schweiz. Im Doppelskuller siegten die Amerikaner vor England, und im Achter fuhr die Mannschaft der California-Universität noch erbst- h rtem Kamps aegen England einen weiteren Sieg für da» Sternvanner heraus. Ier (Tschechoslowakei) 56,50 P Holland siegt im Turnen der Damen. 3m olympischen Turnen der Damen wurden am Donnerstag die letzten Hebungen an den Geräten und im Springen absolviert. Die Holländerinnen führten Hebungen am Darren sowie an den Ringen, deren Schwierigkeiten ziemlich groß waren, tadellos au». 3hr Sieg im De- samtrlajsement ist vollauf verdient. Ergebnis: Olympischer Sieger Holland 316,75 P.; 2. Italien 289 P.; 3. England 258,25 P.; 4. Ungarn 256.50 Punkte; 5. Frankreich 244,50 P. Berbindungsaufgabe. Stopf — Teil — Bau — Pol — Stall — Brust — Schicht — Thal — Bock — Buch — Loch — Wold — Wehr. (Einem jeden der vorstehenden einsilbigen Wörter ist eins der nachfolgenden einsilbigen voranzusetzen, so daß neue, und zwar zweisilbige Wörter daraus entstehen. Die Anfangsbuchstaben bieler ergeben alsdann den Nomen eines großen deutschen Patrioten. Arm — Ast — Ernst — Hoch — Jahr — Nord — Not — Raub — Reh — Tag — Trotz - Ur — Vieh. Auflösungen. Silbencinsetzrätscl. Bergsuhrerregel. Wenn du einen Herren hast Und der hat gute Weine, So mach' dich nicht bei ihm verhaßt. Sonst trinkt er sie alleine. Kreuzworträtsel. Crgänjungsaufgabe. Holz-Schnitt — Ort Schaft — Christ-Fest — Hut-Band — Gist-Pilz — Eis-Sport - El». Sport — Berg-Mann Inn-Tol — Rind- Vieh — Golj Strom - Erz-Schelm. Hochgebirge. IX. Olympische Spiele in Amsterdam. Dreizehnter Tag. — Deutschlands neunte Goldmedaille: Müller-Möschter siegen im Zweier o. Gt. — Weißmüller schwimmt Rekord. 2Runöfunfprogramm deS Frankfurter Sender». (Aus der „Radio-Umschau".) Sonnlag, 12. August. 8 bi» 9 Uhr: Morgenfeier -- 11.30 bis 12: Die Slternstunde. — 12 bi» 13: Alfred Döblln, Dov- lesung au» seinen Werken (anläßlich seine» 50. Geburtstages). — 13: Zehnminutendienst der Land- wirtschaststammer Wiesbaden. - 15 bis 16: Di« Stunde der Jugend. — 16.30 bi» 17.10: Vom Osnabrück: Endspiel um die deutsche Wasserballmeisterschaft deS Arbester-Turn- und -Sport- bundes. — 17.10 bi» 1830: Konzert des Rund- ßrnkorchester»: Russische Musik. -- 18.30 bis 1930: Stunde de» Rhein-Main ilchen Verbandes für Volksbildung. 19.30 bl» 20: Sportnachrichten. — 20 bi» 22: Ucbcrtragung au» der Stadthalle Rendsburg: Sinfoniekonzert de» Rorag-Orchester» Schleswig-Holsteinischer Wusikabend - - 22: Hermann Löns (Rezitation und Sieder zur Baut«), — Darauf biS 0.30: Tanzmusik. Montag, 13. August. 15.40 bis 16.05 Uhr. Die Sesestunde. — 16.35 biS 18.05: Konzert de» Rundfunkorchester»: Opern-Mufck. — 18.30 bi» 19: „Lieder unser« Afrcka-Erpedition". Vortrag von W. Ialpert. — 19 bis 19.30: „Die Sigmaringer Sammlung" (anr läßlich ihrer Ausstellung im Städel), Vortrag von Dr Oswald Götz. — 19.30 bi» 19.45: Französische Lireraturproben. — 19.45 bi« 20.15: tftaiv zösischer Sprachurtterricht. — 20.15: Rach Stuttgart Dasti Piel des Operetten-dntemble» Sander- Dracs: „Marietta". Operette in drei Akten von Robert Bodanlly und Bruno Hardi-Warden; Musik von Walter Kollo Dienstag. 14. August. 12V0 brS 13.30 Uhr Von Kasset MillagS- tonzert. 15 bi» 16. Von Hamburg Die Leuten Arbeiten vor dem StaveUauf an dem 'Dampfer Europa" auf der Werft von Blohm und Voß. — 16 35 bis 18 05 Konzert de» Rundfunkorchester»: Olextc Tanzmusik. 18.30 bl» 18.45: „Gefahren Gleichklang. Abgeschlosten. IclrgrammrälfcL Stola — Lumme — Zephir — Safran — Kinne» — Lheoiot. Sommerfrische. Magische» Quadrat. sind vier Dörter mit nachstchcnder Dedeutuna au- jammenzustellen und unter Freilassung der Eckfelder in die obige Figur einzufetzen: 1. Nordische Münze — obere wagerechte Reihe: 2. mathematische Figur — untere wagcrechte Neihc; 3. Stadt im Freistaat Sachsen — linke senkrechte Reihe; 4 schiffslechnischer Ausdruck — rechte senkrechte Reihe. Werden nunmehr die Buchstaben e — e — m — r in die freien Eckfelder eingestellt, so entstehen vier neue bekannte Wörter. Kirchliche Rachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 12. August. 10. Sonntag nach Tnndatis. Stadlkirche. 8 Uhr Pfarrer Mal r; Christenlehre für die Neukonfirm-erten aus her Matthäus, gemeinde; 9.30: Pfarrer Decker. — Zohanne»Nrche. 8: Pfarrverwalter Dotzerl; Christenlehre für die Neukonfirmierten au» der Lukasgemeinde. 9JO: Pfarrer Ausfeld zugleich Thlitäraotiesbienft; 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal. Pfarrer Müller. — Kapelle des Alten Friedhof». Gottesdienst fällt aus. — Elisabethen - stlrinkinderfchuie «Wetzlarer Weg). 9.45: Pfarrverwalter Dopert. DWrf. Kirchberg. feierliche Eröffnung des Äonfirmanben- Unterrichts. 10: Christenlehre für die rnännllche ton- firmierte Jugend: 1.30: Mainzlar. — Haufen Gar benteich. 9: Hausen: Gottesdienst auf dem Kuhberg (Kollekte): 10.30: Garbenteich; Christenlehre (Kollekte). — Watzenborn.Steinberg. 9: Kinderkirche; 1: Predigt. — lllch (Kollekte für bie Basler Mission) 9.30: Missionar Schlaudraff (Gießen), 2: Stift»« Pfarrer Schorlemmer katholische Gemeinden. Samstag, den 11. August. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte Sonntag, 12. August. 11.5onntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe: Äommunion der Jünglinge: 8: Komn union: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt; 2 Andacht. — dktin- ber". 9.30: Mesie mit Predigt. — Hungen. 9JO: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30 Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8L0: Hochamt mit Predigt. Au» den 28 Silben an — ehe — droh — e — es — ga — gen — i — lat — li — mel — mil — ne — ni — pen — ran — re — rum — schup — sc — sen — li — tich — tow — trep — tut — wa — wo sind 14 zweisilbige Dorier zu btlben, die folgende Bedeutung haben: 1. Insekt; 2. weiblicher Personen, nome. 3. Heilswunsch; 4. Zeitraum: 5. Stadt im Rheinland, 6. Stadt in Pommern; 7. musikalische Form. 8. männlicher Personenname; 9. lautes Getriebe: 10. Handelsgegenstand: 11. asiatisches Hochland; 12. Pflanze: 13. andere Bezeichnung für Bündnis; 14. ßaitcnueridjüjg. — Wurden die Wörter richtig gebildet, ergeben anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort. Nacholympische Wettkämpfe in Berlin. Nacholympische Leichtathletik - Wettkampfe veranstalten am 18. und 19. August die Berliner Dereine DSC. und SCC. Als Teilnehmer wurden bisher genannt: Lowe (England), Mar - t j n (Frankreich), Engelhardt (Deutschland), Edwards (Kanada), B a r b u 11 i (USA.), Kuck (USA.), London (England), Körnig, Corts, Houben, Dr Wichmann u. a. m. Turngau LahnOünöberg. Beim Gauwettschwimmen (100-Metcr- greisti-l, in Ruttershausen wurden folgende Ergebnisse erzielt: Aktiv: 1. Sieg ArthurS chrnidt (Garbenheim), 2. Otto Scher muly (Lollar), 3. Ewald Velten (Dorlar), 4. Herm. Weller (Garbenheim), 5. Hermann Röhl (Wieseck). Jugendliche unter 18 Jahren: 1. Sieg Ernst Deibel (Voller), 2. Hans Krämer (Rutters- hausen), 3. Albert Schieferstein (Launsbach), 4. Ernst Hofmann (Garbenheim), 5. Helmut Will (Ruttershausen). Bergtumfefl in Dorlar. CD Das diesjährige Bergturnfest des Gaues findet am Sonntag in Dorlar statt. Die Turner turnen im volkstümlichen Vierkampf in drei Stufen, die Turnerinnen in zwei Stufen. Rach den zahlreich eingegangenen Vieldungen verspricht auch diese Veranstaltung einen vollen (Erfolg. Eine würdige Feier des 150. Geburtstages des Turnvaters Fr. L. I a h n ist für diesen Tag vorgesehen. Hlrbeiter-Tnrn- und Gportbund. Am kommenden Sonntag hat sich Diesten bie 1. Mannschaft her Freien Spielvereinigung 1921 i Darmstadt verpflichtet. Darmstadt verfügt über gute Kräfte, und es dürfte hier ein interessante» Spiel geboten werden. Gießen wird sich anstren- gen müssen, wenn es als Sieger den Platz verlassen will. Die Gaste, die bereit» SamStag« (ommen. toerben am Samstagabend in Lollar gegen die dortige erste Mannschaft ein Freundschaftsspiel austragen. Hier wird Darmstadt ein Plus für sich in Anspruch nehmen dürfen und die Einheimischen mit einer Riederlage abfertigen. Marburg wird am kommenden Sonntag in Wieseck zu Gast sein, um gegen die dortige erste Mannschaft cm Freundschaftsspiel auszutragen. Wieseck. das gezwungen ist, in neuer Ausstellung anzutreten, wird Zeugnis ablegen müssen, ob eS von seiner Spielstarke der Vorrunde etwas eingebüßt hat. Eine Voraussage ist deshalb ungetoifk Das Spiel findet vormittags auf dem Waldsportplatze statt. 3m olympischen Turnen soliden anfäng- sich nur Mannschaftstämpf« gewertet werden. Man ift jedoch von diesem Prinzip abgewichen und hat im Pferd und an den Ringen auf Vrund dec Ergebnisse vom MannschaftSturnen Olhmpia-Tlnzelfleger auSaerusen. Die Ergebnisse Hebungen am Pferd Olympia-Sieger 1. Hönggi (Schweiz) 59.25 P.; 2. Miez (Schweiz) 57,75 P: 3. oabelatnen (Finn- land) 56.50 P. — An den Ringen: Olympia- !?aer: 1. Stuke lj (Jugoslawien) 57.75 P.. Vacha (Tschechoslowakei) 57.50 P.; 3. Lvff - Blinder Sä re. Trudchen. so wird m Reclam» llnüxrfum er- yiyt, kommt immer schmutzig und unordentlich zum Unterricht. Darauf Brief der Lehrerin aa bie ÖUem. Prompi am nächsten Tage «scheint der Vater bei der Lehrerin. — Schauplatz: auf dem Korridor vor der Älalfentür. — Perfvaen: Lehrerin, Vater und Trudchen. — Handlung: Der Vater schNt Trudchen unb laut: „Wie fann man nur so schmutzig fein, schämst du dich gar nichts -- Trudchen heult und wird schltehlich von der Lehrerin auf ihren Platz in die Klasse geftfctdt. Kaum hat sich bk Älaffentür hinter rhr geschlossen. al» Trudchens Vater bk Lehrerin cm Arm faßt und mit den Augen Zwinkernd tragt Ra, Fräulein, Hand auf» Hertz, waschen wir un» denn alle Tage?!" Im Schwimm st adion wurden weitere Vor laufe ausgetragen. Im 100-MeterFreistil- schwimmen für Damen kommt die Dresde- nprin Lotte Lehmann, die ihren Vorlauf überlegen gewann, in die Vorentscheidung. Die deutsche Weifterin Reni Erkens konnte in ihrem Cor- lauf nur den vierten Platz belegen. Im 100*1 Meter-Frei st ilschwimmen für Her- r c n schwamm Jonny Weißmüller (Amerika) in seinem Vorlauf mit 58,6 einen neuen Olympiarekord heraus. Die Deutschen Heinrich (Leipzig), Heitmann (Magdeburg) und Schubert (Breslau) schieden aus. Im Kunstspringen für Damen qualifizierte sich Hanni Rehborn für die Entscheidung. Im Olympischen Boxturnier konnte sich von den Deutschen nur P i ft u 11 a (Berlin) in der Halb schwergewichtsklasfe in die Entscheidung bringen. Im olympischen Turnen holte sich die Schweiz sämtliche goldenen Medaillen. Auch Schvnrach auS^eschieden. Gleich einer der ersten Kämpfe im olynipischen Schmergewichtsboren brachte den Deutschen S ch ä n r a t h unb den Schweden Ramm zusammen. Schönroth verstand es nicht, seine Vorteile durch Distanzarbeit, die dem Schweden unangenehm war, aus.zunützen; er ließ sich vielmehr | auf Rahkampf ein und unterlag klar nach Punkten. P i ft u l ( n ist nun die einzige deutsche Hoffnung im olympischen Boxen. Weißmüllers neuer Rekord. In den Zwischenläufen bet Herren über 100-Meter-Freistil schieden bie beiden le, en De'tt'chen aus. Heitmann wurde im brtttsn Zwischenlauf hinter Weißmüller (416A.,. der mit 58.6 eine neue olympische Rekordzeit erzielte, und V ar a n Y (Ungarn) Dritter: Schubert im zweiten Zwischenlauf nur Vierter und, da der Kanadier S p e n c e die | schnellste. Zeit der Dritten schwamm, schieden sie beide aus. Grgebnisse der ZwischenlLuse: l.Lauf: 1. lafaim (Ja"an) 1:00; 2. Laufser (USA.) 1:00,6; 3. Spence (Kanada) 1:01.4 (bester Driiter). — 2. Lauf: 1. Kojac (USA.) 1: 01; 2. Zorilla (Argentinien) 1:01,6. 3.» Wannie (Ungarn) 1:03,8. — 3. Laus. 1/ Weißmüller (USA.) 58,6 (olympischer Rtzlord); 2. Barany (Ungarn) 1:00,8; 3. Heitmann (Deutschland) 1:03,5. Getier 100 Meier-^ückenweltrekord voit $rt Braun, Holland. Im zweiten Vottlouf des lOO-Meter-Rücken- schwimmen» der Damen stellte die siegende Holländerin Braun mit 1:21,6 einen neuen Weltrekord auf. Die deutsche Meisterin Frl Rehborn trat zu diesen, Lauf nicht an, fte hätte auch wenig erreichen können. Der W«lt- teforMieg der Holländerin wurde von den nicht sehr zahlreichen Zuschauern mit großem Beifall ausgenommen Ergebnisse der Vorläuse: 1. Laus' 1. King (England) 1: 22 (Weltrekord eingestellt); 2. Eillman (USA.) 1:24; 3. Stvckley (Reu- seeland). 2. Lauf: 1 Braun (Holland) 1:21,6 (neuer Weltrekord); 2. Lindstrom (USA.) 1: 23; 3 Harding (England) 1:27,8. — 3. Laus: 1. Holm (USA.) 1:23,6; 2. Looper (England) 1:24,2; 3. Dren del (Holland) 1:26,2. Ll.S.A gewinnt die 4 x'Ivtt-Meter» a) Don link» nach recht» und b) von oben nach unten: 1. Teil des Auges; 2. Oxydationserscheinung; 3. Nebenfluß der Elbe; 4. Seestadt in Pommern: 5. deutscher Heerführer Im Weltkriege, 6. biblische Person: 7. Kirchenstrafe; 8. Stadt in Ncu-Rumänien; 9. Nebenfluß der Donau; 10. Zolascher Romantitel; 11. rumänische Münze: 12. Stadt in Thüringen, 13. griechische Göttin; 14. bei Sommers für Krnder". Vortrag von M. Weißel. — 18.45 biS 19.15: „Zeitgemäße Wiesern- und Weidenpsiege", Vortrag von Landwirt- fchastslehrer Kummrow. 19.15 bie 19.45: 6ft>e- rantvunlerricht. — 19.45 bis 20.15: Schachstunde. — 20.15: ..Han» Huckebem-, Schwank von Schbn- chan und ÄaMburg. — Ar^chlvßenb: Schall- Platlen-Konzert: Zupfinstrumente. Mittwoch, 15. August. 12.15 bti 12.45 Uhr: Schul (unk: Snalckch — 15 bi» 15.25: Stunde der lZugenb -- 15.40 bis 16.05: Die Jücherstund« — 1635 bis 18.05: Konzert de» Rundfunkorchesters: Rokoko. — 18.30 bis 18.45 ..Schädlinge des Gemüsebaues 1". Vortrag von (SattenIngenieur Karl Hmze — 18.45 bi» 19.15: Vortrag. — 19.15 bis 19.30: Senckenberg»Viertelstunde — 19.30 bis 19.45: Englische Literoturproden. — 19.45 bis 20.15 Englischer Sprachunterricht. — 20 15 Konzert des Rundfunkorchesters. Donnerstag, 16. August. 13.30 bi» 14.30 Uhr: Mittagskonzen. — 14-50 bis 1515: Sturche der Jugend. — 15.15 bis 16: Von Bremen. Stapellauf der ..Bremen" auf der Welerwersl 21.’©. im ‘Seifern deS Reichspräsidenten, der die Taufrede häll. und des Kreuzer- „ömbtn“. — 16.35 bis 18.05: Konzert des Rundfunkorchesters: 2Ute Operetten. — 18.30 bis 19: „Die kulturelle Lage der ©egentoart“, Vortrag von Professor Dr. Steinhaufen. — 19: Dom Frankfurter Opernhaus: ..Der Troubadour", Oper von Verdi. Freitag. 17. August. 13 bis 14 Uhr Schallplatten-Konzert. — 15 bis 15.25: Jugendstunde. — 15.40 bis 16.05: Lesestunde. — 16.35 bi» 18.65: Hausfrauen-Rach- mittag. — 18.30 bis 19 .Pferdesport hi Frankfurt", Vortrag von Julian Lehmann. — 19 bis 19.30: Stunde des Südweit deutschen Radi o-E4ub». — 20 bis 20.20: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Techntt. - 20.20 bis 20.30: Film- Wochenschau. — 20.30 bis 21.30: Von Kassel. 2. Dichterstunde: Reinhardt Göring liest aus flBniB HÜBGI BHUBBnHQia aaaa o 3 asnn na33 nanifaauBiaa 00(33 QfllHB giofig sanirj| Oie Narrenkappe. Splitter unb Sparren vom Redakttonsttsch. VebtngvAg. Hausfrau: „Ich will Ihnen eine Mark geben, wenn Sie meinem Mädchen beim Holzhacken (USA) 73,38. Platzziffer 14; 4. Meudtner (Deutschland) 67,34; 5. Borgs (Deutschland); 6. S 5 buchen (Deutschland». Von Borgs und Söhnchen find die Punkte noch nicht befaimt. Deutschland Dierter im Mannschafts-Säbelfechten Da» Mannschaftsfechtcn auf Säbel wurde am Donnerstag in Arnjterbau u Ende r.c führt. Ungarn wurde sichere, cif nährend Deutschland im Cndkamps keinen >:ijo(g mehr erringen kannte. (Wegen Italien verloren dic Deut. il il IV m o m m m । m d I i T o x I X X X Wirtschaft. Heichsverl.-Hrsmii ifler und Lokomotivlnüustric. ®it man von umrrrid}:c!er 6tilr hör*. hüt brr 3teid)*Drrff!)rsminifter zu brr brfanntm r < n f i d) r t f t au* brn Ärnftn brr b < u H d) t R Qofnmotioinbujtrir, dir zur (trhr.ltunp eines aj*m*nbrnbr Vofomottoinbuftrte zu erhallen. weist aber nnberrrseits herauf hin. bah es auf lange Leit völlig unmSgltch fein arerbe. dir lämihdxn vorhandenen Lokomotiv-Fadriken tn ihrem ,eglgen Umfang auch nur einigermaßen ausreichend z beschäftigen. Da nach den Hu »Labrungen brr Drnt'chrifk auch bw Auf. trüge br, .Auslandes gegenüber brr Vorkriegszeit ganz erheblich zaruckgegangen feien, so muffe zur Herveil uhrnng einer Gefundung der Verhältnisse mit frhMbhflHn (Einschränkungen her Fabrikation* maQlid)ftil«n gerechnet werden. Solange in dieser Bcitcbunfl man aretlbart Vorschläge vorläarn. lei zu befürchten, test durch Gewährung van tvebhen nur unbeqrunbelr Hoffnungen ermerft mürben. Lei brr gespannten Finanzlage br* Reiches muffe es 3m:i.itin<- überlaHen bleiben, die für die Umgeftallung auf andere Fabrikatfonszweige erforberlicben cd)eitle selbst zu tun. Erläuterungen-um^eichSbankauSwcis vom 7. August. Rach dem Ausweis brr Reich* bank vom 7 August dal dir gesamte Kapitalanlage der Bank in Jvrd)|rln und cchecks. Lombards und Effekten um 214.0 WiDipnen auf 2435,1 Millionen Mark, und zwar brr Brstanb an Wechseln und Scheck* um 206,7 Millionen auf 2309,8 Mill. Mark, brr an Lombard* um 47.2 Millionen auf 29,7 Mill. Mark abgenommen. Dir Anlage in Effekten weift mit 03,8 Millionen Mark eine Verminderung um 0,1 Millionen Mark auf. An Reichsbanknolrn und Rentenbankscheinen zu- lammen sind 243,6 Mill. Mk. in dir Kassen der Bank zuruckg, ckossen; Im einzelnen bat sich der Umlauf an Reichobanknoten um 220> Millionen auf 4346,4 Mill Mk. bcr|e|nip< an Renienbankfchelnen um 22.8 Wil!, auf 137.7 Mill. Mk verringert Dem- entsprechend Hai sich der Bestand brr Reichobant an Renlenbankscheinen auf 43J Mill Mk.. erhobt. Dir fremden Gelder zcig.n nut 1K8L Mill. Mk eine 3unat)me um 46 « Millionen Marl vir Bestände an Gold und deckung*fähigrn Devisen insgesamt sind mit 2446.6 Mill Mk., im einzelnen der Goldbestand mit 2232.0 Mill Mk. der Bestand an deckungssadigen Drmsen mit 214.6 Mil honen Mark ausgewieien. Die Deckung der Roten durch Gold allein befferte sich non 48,1 o. £). in der Vorwoche aus 51Ko.)).. biefrnige durch Gold und betfunaefäbifle Devisen von 52.2 v. H. auf 66,3 n. /). Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die af. flemrtne 'Sei lern na ber Icnbcnt. btt tn der vergangenen Woche eingefecht halte, konnte Aunatfcfl Fortschritte machen 3* genügte febod) schon kleine Rachfrage, um merNiche Ä u r 6 - erböbuncen herbei zuführen Der Umfang bee G.lchäites war na© w,e vor In gering, bah minimale Ilmfähe sichtliche Äurtveränberungcn veruriachen lonnter Dir Stimmung ht.eb zu- f e r f 1 4 111 d>; man erwartete m ©crfentvdfcn von dem 3uciibcgcbcn der Ferienzeit neue Anregungen. unb bo1 gangenc Woche tonnten fich aus ber. meisten Jliarttgebieiai neue wenn auch nur vereinzelt mehr a(i Z Prozent bettiigenbc Äuribefle- rungen durchleben, ©tarier gesteigert waren von den Slcktropapieren LTD mit plus 5 Prozent G« s f ü re l mit plus 0 Prozent. Siemens mtt plus 10 Prozent unb 8 habe- attien mit plus 20 Dk. Weckerbin waren Autoaktien auf bie bekannten ZusionsHoffnungen rege verlangt^ Adler werke konnten 12H0 unb Daimler 5.50 Prozent gewinnen, ferner erhielt fich für Acichsbank mit plus 9 Prozent lebhafteres (TiUcreffc; auch hier loll tai Ausland wieder ali Käufer auf getreten sein. J.-® -3arben und die Montanwerte Nie- den rcrnjd;ldlhflt fiür letztere oerflunmten neue (Drübenftillcgungen unb ArdeiterentlaNungen im Buhrtergbau Deutsche Anleihen gaben etwas nach Auslänbif che Kenten lagen still und zumeist eher schwächer. Wochenbericht vom Krankfurter Produktenmarkt. 3n ber neuen Woche verkehrte ber Frankfurter Produktcnmarkt unter dem Druck ber schwachen Dotierungen. bic aus Ghikago und Liverpool eintrafen, in weiter flauer Haltung. Das Geschäft bewegte fich daher in fchr kleinen Grenzen, da bie Händler grobe Zurückhaltun i übten und infolge ber geringen Unternehmungslust nur zögernd zu Deckungen schritten. Auch kam genügend Ware an den Markt. Obwohl die Forderungen der Provinz im Einklang mit den niedrigen Aus- landpreifen sehr entgegenkommend waren, blieb das Geschäft nach wie vor begrenzt Alte Ware kam nur noch vereinzelt an den Markt, die aber auch nur für Futlerzwecke Berwenvung finden konnte. Bvrübergedeno wurde mit einer etwas freundlicheren (Stimmung infolge bei einfetzenden Aegens gerechnet. Auch wurde die Belieferung ber Märkte kleiner, aber bic weiter schwachen Auslandmärktc unb daS wieder schönere Wetter liehen feine Belebung deS De'chäftcS aufkommen. Auch am Futtcrmiktelmarkt war bie Stimmung geteilt; während für Aoggenklcie sowie für Weizenkleie bei gut behaupteten Preisen immer noch einiges 3ntcreffe bestand, war MaiS für Futterzwecke stark vernachlässigt und angeboten. Geringe Umsätze kamen nur bei stark ermäßigtem Preis zustande. Weizen und Aoggcn hatten ebenfalls kaum Gefchäft. da bic Mühlen immer noch feine Aaufneigung zeigen. Stärker unter der flauen Haltung hakte der Mehlmarkt zu leiden. Der Absatz bei den Mühlen Ist so gering, dah infolge der langen Lagerung dieselben m vielen Fällen zu Zwangs- verkäusen, die einen größeren Verlust nach sich ziehen, schreiten müssen. Sommergerste wurde wieder erstmalig rotiert. Das 3nterefte war aber für neue Qualitäten so gering, baß Umlage kaum zustande kamen, da der gelotterte Preis allgemein als zu hoch erachtet tourte. Zum Wochcnschlusi blieb die Haltung lustloS und das Gefchätt sehr Vein. 3m Vergleich zu den Dotierungen der vergangenen Wockx gaben Weizen und We izenmchl je eine halte Mark. Doggen eine viertel Mark. Doggen- mehl etnc Mark und Mais für 5utterAtoedc sogar 1^5 Mark nach. Gut behauptet blieben Weizen- und Doggenkleie. Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen • Weizen, neue örnte «hier toird nur noch eine Sorte notiert), 24,50, Doggen 23.50, Sommergerste 27.50 bis 28. Hafer, inländischer. 26,75 bis 27. Mai» für Futterztoeckc 23.75, Weizenmehl 33,50 bis 34. Weizenveie 14^5, Doggenvcie 15,50 Mk. Wochenberiffit vom $rflnffurfer (^cblachtviebmarkt. ■''n 6 elcr Woche machte 'ich am FranNurc. r -chlachtriehmarft eine allgem. n- f r c u r b - lichcre Haltung bemerkbar HaupklächNch Schweine bic in großem Um'ang angetrieben toarvn. wurden lebhaft gchante'i und aus »erkauft Die 2lachlrage nach mittleren Qualitäten war fv stark daß bie Preife rafch nach oben gingen, was wotl mit ber gchcigericn Aachlrage vrn feiiai des Äonlum* und Wirtschaften m Zu- 3n*: mi bring 7 Kälbern und Bindern bri.and reg- Nachfrage Dur bei Ambern verblieb einiger Ucl erstand. DU vertraglich gelieferten Schafe tourten trieb bestand aus 1810 Bindern, darunter 439 0iewicht. 0ch!en A I 57 biä 60. II 53 dis 56. BI 47 dis 52. Bullen A 49 bis 53. 8 44 bis 43 Kühe A 44 bis 49 8 39 bis 43 C 33 dis 33. D 23 dis 32. Fäden A 57 biS 60. B &3 dis 55. L 46 bis 52. Kalber B 72 biS 77. C 67 bis 71. I) 60 bis 66 Schafe A I 50 bis 54. B 45 bis 49 Schweine 8 80 bi» 32. ■ 80 bis .-2 D 80 bll 88 Vergleich zu teil Aotierungen der verga'genen Woche blieben Binder gut behauptet. Kälber zogen bis 4 Dk.. Schafe dis zu 2 Mk imb Schweine biS 8 Mk. im Preise an. * Die amtliche Droßhandelsinder- aiffer. Die auf den Stichtag des 8. August oerechnele Grvßhantelsinderzitter des Ltatisti- fchen Bcichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0.4 v H auf 142.2 (141,7) gestiegen Von Den Hauptgruppcn hat fich die 3ndcrzisfcr für Dgrarftoffc um 1.2 v. H. auf 139.2 (137.5) erhöht. Die 3ndetzifser für Kolonialwaren ist um 0.6 v H auf 135,5 (136.3) jurüdgegangen. Die 3nterziffern für industrielle Bohftoffe und Halbwaren unb für industrielle Fertigwaren find mit 134,6 (134,7) unb mit 159,6 (159,5) nahezu unter- änbert. • Lieferung von Änorrbremfcn auf Reparation skonto Wie von offizieller Leite mitgetcilt wird, ist ter vielbesprochene Vertrag, betreffend die Ginführung von Güterzugs- brcrnien in Frankreich auf BeparatmnSlonto Dnde 3um von ter Knorr-Biemse 2L-®. und den französischen Gilenbahngesettschäften (P. L. M.) unter- zcichnrt worden Dieser Vertrag wurde am I. August von der BeparationSkomniission genoß- migi und sowohl den französischen Gifenbahnge- sellfchasten (P. L.M.) als auch dem Pariser 'Delegierten ber Knorr-Bremse 21-®., Dtnaub, zwecks Weitergate an km: ©elrilldtaft überreich: Demnach sind d.e in einem Teil ter Fachpreise aufgrtauchten Gerüchte über eine Vertagung der Verhandlungen unzutreffend. * Dom süddeutschen ßalgmacfl süddeutschen Holzmarkt hat sich besonder» m badischen Lloatstorstcn ter Umsatz m Datei» stammholz gegenüber dem 3unt ziemlich erheblich erhöhen fi)nnen. Sr betrug etwa 30 000 Festmeter geaenüter 16100 Fcstmctcr im Juni. 3n Württemberg ist nur eine leichte Steigerung von 12800 auf 15300 Festmeter festzustetten, während ter ülmsag in den bayerischen Sraatsfodlen von 18100 auf 10 400 Festmeter zurückging. Die allgemeine Xenbaix blieb ruhig, jedoch reicht die Dachfrage zur restlosen Aufnahme des an sich sowiefo geringen Angebotes vollkommen aus. • (Ermäßigung der füddeutfchen Zinkblech preise. Mit Witkung vam 10. flu guft hat die Süddeutsche Zinkvlechhandler-Dereini- gung, Sitz Frankfurt a. M., ihre Preife erneut um etwa 1,25 o. S). herabgefestt. • 3nbetriebnaymeder 1 00 000-V o 11- anlagc des Badenwerkes Karlsruhe. Aach Ferkkaftellung ber 80 Kilometer langen 100 OOO-Vrltlcitung, die vom Schaltwerk Karlsruhe des Datenwerks nach ötertürfßclm bei Stuttgart führt, hak das Badenwerk in den letzten Tagen feine Ansage mit dem der Würtlem- bergischen Land:ö.leltr-z t t A hcn^cfcUfdbaft zu- fammeugrichlosfen und auf Grund eines mit ter Deckarwerke-A.-®. Sßltngcn. und ter Stadt Stuttgart gefchloifenen Dcrtrages feine Strvm- licfcrung nach Württemberg ausgenommen. * (Ein Schwimmdock für Frankreich auf Reparationskonto Dos »weite von Deutschland nuf Reparotionskonto gelieferte 8000- Tonnen-Schwimmdock ist in Rouen eingetroffen und bereits an der dafür bestimmten Stelle des Hafenbeckens befestigt worden 'Hartmann & 'Braun. 2. - G.. Frankfurt a. W. 3m Dörienprofpelt für die Zu- Iar . Ser d.e Geschäftslage ausgelührt .3» hr tt ter . ” v • —.5 ur. ter Belle-jang recht besried gentz. In daß nach auf 22IonaK* hinaus volle Be'chä*. o g chrrt i Wenn nicht unvorhergekhe« 0i. c nhxie»- bad w t einem xuinctei*- Ncllcnten Ergebnis gerechn.: werten teraati.irtcr Avcitdbörie. Frankfurt a M 10. Aug An ter Abend- •'i'< v.'.ep die Stimmung krcundlich. Da die feite e >>a.ti.ng ter Beuvorkcr 21nfangskurie eine Anregung bot u.ib für Spezia lux rte weiter einige f«< ne Raulot>er.‘ vorgelegen haben (ollen. Das Grichill war fcdvch nicht umfangreich und tei .liefen., dxn auf bie bekannten Havvritpapieur te'chrär.kt. Wecker gefragt waren vor allem 3- G.»Farben, die auf ingedUche* Auslandintereffe erneut leicht an^ziehen konnten Für Adlerwerfe bestand be mentg ixränterlcm Kurs weiter 3n» kreise Auch ASU blieben beachtet Ferner bieten Bc .chsbanl gefragt. 3n Elektro wert« waren r»edchietent. .b flem ■ Benliiationen bet Snelu er on zu beobachten 3m übrigen war« bk Kurte gegen den 'Berliner Schluß kaum vev- äntert. Bcnten agen still Ab! Schuld 17.8. Barmer Bank 143 Dnnatbank 270.30 Deutsche Bank 166.50. Dreeäner Bank 167 75. Berchsbank 298.50 BuderiiS 84,75. Gettenkirchen 124 Happener 152. Aschersleben 255. 2Bcfieregeln 263, Mannesmann 135.75. Phdn.r 93 50. Rhemilche BraiuUobkn 277. Slahloer' bis 240. Dezember 249 bi* 247,25; Roggen, märkischer, 229 bis 232, September 243,2.5 bis 242,25, Oktober 244 bi* 243, Dezember 246 bi* 244,75 Brief neue Wintergerste 205 bis 215 (ruhig); Hafer, märkischer, 244 bis 256. Dezember 223 bis 222,50 Brief (matt); Mais, wllbcgunftigier Futtermais, 240 bi* 242. Naps 320 bi* 325 (stetig). (100 kg): Weizenmehl 28,50 bis 32 (behauptet); '.Roggenmebl 31 bi* 33,76 (schwächer); Dei^enkleie 15^0bis 15,75 (behauptet); Weizonkleiemelasse 16,20 bis 16,50; Roggenkleie 14,50 bi* 17,60 (behauptet); Vlktorloerblen 46 bis 56; kleine (Trbfen 35 bl* 40; Fuktererbsen 25 bi* 27; Peluschken 28 bis 32; Ackerbohnen 26 bi* 2«: Dicken 30 bie 32; Lupinen, blau, 15 hi* 16; Lupinen, gelb, 16,50 bl* 17,50. Kunst und Wissenschaft. Vie Kasseler Jniententrnfrife. Rach wochenlangem warten Ist bic Inten» dantenKrise am Raffelet Staate- theater nunmehr in Berlin m der «eise gelöst worden, daß man zunächst einen (lelloertretentzen Intendanten in ber Person de* bisherigen fünft- lerischen Leiters der Charlottenburger Städtischen Oper, Dr. Georg Pauly, ernannt hat. Ob diese Zwischenlösung über kurz oder lang in eine Dauet- iSfung umgewandelt wird, bleibt abzuwarte». Aus dem Amtsverkündigungsblatt. Das Amtsverkünbigungsblatt Dr. 58 vom 10. August enthält etertvachung tes Obstes an ten Provinzialstraßen. - Verzeichnis über Pcdonen, bie vurch Einbürgerung 'm Auslante ihre teulsche Staatsangehbrigkett verloren haben. — Waul- unb Klauenseuche tn Laimsbach. Die Errichtung von Prüfungskommissionen zur Abnahme brr Meisterprüfunge«. Onssatzung für die Erhebung einer Kanal- benubungsgevühr in ter Gemarkung Lonbod- — Dien stnach richt en. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die dinier den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höbe der zuletzt beschlossenen Dividente an. — BeichSbankviskont 7 Prozent, Lombarbzinsfuh 8 Prozent. Berlin ÄET» Miutt Ibu*- |süä- M>le,6 öuiae. Uri« T anrot et. in l’L 10. X *X o VW » «Ü *■*- H7.U ü.t! 7 6 >!.l lei - • 11 31.1 31 61 T«tcV »ter ■niU'.sÄf Au ■ 17.ti 17.1 17.4 17.25 w l*&3 abmriKfcc tED.-ISed 8we w.?: w.n • 71.11 7» — — nxfuaoe tro * *% rtbecu. euMI-U. - - Zs. 76 i% Ccww t.'3< fluant. — I.JO-X CrtttTL — 3.71 * Lttrnti* «16^ Kir rs.L — — Us^rtidx - • tt.U M.4 • «*• UA|en1*r i'.aa*. a 1910 * — d x«!. we mii M.4 - 13.3 **» <>* ÄToaesttt.. • • 7.03 r.ru ran JtüÄM». a 1*11 •X 1»** 10.M — ie.4 11 edli I 11.3 «X »e«tL Er* !l 10.73 19.7» 10.74 ', -C-IKU. Ibl. 10. ti 10.4 - 4XX tt-uwir« «atNel. Mn 1*1$ C»- T*enst «H u.» rt.L 21.1 ri. s: ftomture-ictnl.- Särt . , . , baeS.-eüNsr-. t IM.75 t,3.: im : * IS* (>aie Tasi'fi--." . . ie - trs.: 197 alssi , e IM - 15-.73 IIS.;: irrl .xsl . . lo _ U6.76 12» 7. Pciwt NSeitwm ... m tu IU 143 6 143.73 r!M. . . 1» trssuo- un» . U 171 <76.3 »77 3 1*4 IS< IM 186 u_ -k otio-sLsU u t» k7*.3 -47.3 171.35 Tecrtd* B«t . . . io 8xL. 10 IM.l 1641 IM 5 160,3 IM.7I 160 1*6.3 160.23 Irettvet Ssti . . io 147.71 167.75 167.5 203 i^cifaeuh*« ütet>ü»axl ... 9 fl)Z R<*«£»ert.........i Kl S 14», 5 141 141.71 RnaAcd ........ U ^7.5 296,6 36 ^rrazktBH a. vi «UXM0. litt AmT1 b6rl< *”• I IM. Tatro: ... 10 fc 1... i ie »■ LS.»........ . 1 "TÖT 171.3 «74.(5 18t. 7* Ort-jBiCTi ....... . • nö .'"1.4 206 StÄ Strfenrcai. . . . 10 • >2 177 171 114! unb «T4i .... V 2(1 221.4 rr- *d. |. elfta. Ustrnu. . . . 4 IM 14- 75 IH.Ü 140.9 10 -*66 272 5 2W.3 273.» pi Ttt Sette . . . • 10 • «• 147 L **7 «beuL et'.x....... - . ♦ 133 134.5 d 134 cA-ric-rtH....... 10 — — Z4!.7S . e <06.3 ^«*.5 4W.3 J c-r=i«H * («US . . . . ■ ir 177.5 177.75 5*2.23 ..... . e • i 257 257 !> 233 — 1(1.73 irr 1 t.» • -w...... . f • 130 4 ir,.3 fleree«.-2ea...... . S 115.25 U3.75 lJi.63 135.3 ...... . 7 — — HU 15 110 LSezWr »inj . . 6 • — — 103.> COedO Irtiiair . * - 115.75 113.4 S-reMei Sbrtndöt T"evrtrHre •3 u Z78 «.4 377 lT8 Ät i. »i 3dc 4H 141 142.4 142.74 *.ret:5 K.-aw .... 74 — — Seteudctr faltt. ... Cm=i S:-^e . . - . • Iti- >7.1 17.2 47.3 M.l> 47.73 fr-1 iIJd: -4k*-e . . . 10 ZA1 137 -31 1M. - »22 er'CTfui ._. . . w 2*1 -61.4 (« Äiiserf SaterArttl • - • B 4CS — 43» 4M fttfiSTT:: 12 . 6 ar< 471.25 -64 5 125 261.3 12. edieSec-SA . .... e . • •07 -17.3 • — .... • . 1 w Ml M.73 M.7* • . 6 107.5 I'r* 107,4 165.73 • • • • • U - - - - }ranH«n c. IR vrttin ... . M144 Mdt ®eturr.: 1.6. 10.8 | 1.8. 10. L SMur C*-V-.*b......7 .tr.eS . . . 10 145 117 147 136.5 <45 • 47 trez-tt fratfutet ...... ® Ctao......w c, > । .5 33-23 m 3*7 424 212.5 tzi 1'6 *41 V». 5 Lin 516 zn 127.-3 • ' •1 r. ... I 112.33 ■«.74 8I.M <0.H 69. M 12.31; 12,453 72.85 71.16 DevUetuniU Berirn—Frau kf»rt a. H. relegraphtsche A»s,«b »■ Kugud * iMQrt ar:;?. St otttb Vtortcruns tzr»' «ümtubc Aotttrnnc OCb Onel iW.il 109,47 ttÄ.Cl iKTT"* BefH-BtrH l.TW L77O 1,7V 1,773 »*ra.-flnno >5.U 38.485 <£brtfticnt_ 111.89 112,11 UI.H 112.16 »ewctsffi.i 111,11 111.13 ULM Ur.11 G'-txftctm 112.19 112.41 112,29 112.51 b'l'inc'DT». 19.501 to.mj 10.532 »,571 41.923 ->.M5 11. »ü 11.976 40..,» *.18» «.46 40,40 •Rrr-ied . . 4.1513 4. IW, 4.11*5 4,2026 S[crt*. . • . 14.28 16,42 14, *8 14.42 >O.*V M.74 *,/<. €•:- ttn . . 70.05 7v.il 6L8* 70.V2 Javas . .. l.H* LKW 1.905 L-M *•: N .^23 j.4 J.WA .4 Mi 9,6016 Bi-n txT. Cdt ober ": 41.125 W.245 >1.174 39.255 troe U.U3 12.443 12.01 12,451 *vljrab . . 7.M7 7.2,1 7.171 7.2-5 73.06 73.» 73.11 73,-6 6tii: antn 7.034 d.OW >.W9 6.034 11.18 19,21 19.08 19.12 51.85 81,41 a 01 81.66 3,157 Itixn. . . 3.436 5.443 6,415 5.435 C/r*rn hoi 4,1*. 4.1»4 4.191 6-153 ■ 4.2», 4,2« 4.ZZJ 4.8TB iaa ... 31.87 ».»l 0,91 ^27//Z Persil bleibt Persil! Wir ziehen um! 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