Nr. 56 Erster Blatt (78. Jahrgang Samstag, fl. Zebruor (928 Erscheint täglich,außer Seim tags and feiertags. Beilagen; Gießener Famittenblätler Heimat Im Bild Die Scholle «onau.vejvgspretr: 2 Reichsmark and 20 Reichspsennig für Träger- lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern '.nfolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 61, 54 und 112 Anschrift für Drohlnach« richten: Anzeiger Oietze». postschecttonto: Krantfvrt am Main 11688. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrv« Verlag: vrLHI'Iche Uni-erfi1«r-v»ch. «ad Ltriadruckerel H. tätige tn «legen. Schrtstlettnng und SeschSstegelle: Schalstrahe 7. Annahme oon Bnjetaen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtkch 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Ne« klameanzeigen von 70 mm Breite 35 'Leichspfennig, Playvorschrrst 20° , mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh Range; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumfchein; für den An« zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Koalitionssorgen. Die große Preisfrage, die heute alle Gemüter bewegt, dreht sich um die Existenz der augenblicklichen Regierungskoaliton im Reich. Wie lange bleiben Deutschnatronale, Zentrum und Vollsparter zusammen? Kommt das Reichsschul- aesetz trotz aller Widerstande doch noch zustande? lind wenn das Gesetz, wie es den Anschein hat, schon in den Ausschuhberatungen scheitern wird, wird die Koalition dies überdauern, »der ihr eigenes Kabinett stürzen? Man kann nicht gerade behaupten, daß die Parteien sich besondere Mühe gegeben haben, Meinungsverschiedenheiten und Mißstimmungen in ihnen selbst und untereinander rechtzeitig auszugleichen, um einen offenen Konflikt zu vermeiden. Das Gegenteil ist richtig. Man hat es oftmals geradezu darauf angelegt, den Koalitionsgenossen zu provozieren und dann seinen Streit unter dem beifälligen Applaus der schadenfrohen Opposition auf offener Bühne auszupauken. Da war einmal der Krach im Zentrum zwischen dem Reichskanzler und Parteivorsihenden Marx und den Gewerkschaftsführern Stegerwald und I m b u s ch um Fragen der Sozialpolitik. Stegerwald hatte schon im vergangenen Jahre eine heftige Attacke gegen die Desoldungsreform geritten, die er in dem vom Kabinett vorgesehenen Umfang nicht durchgeführt wissen wollte, »hne gleichzeitig ein Aequivalent für die Angestellten- und Arbeiterschaft herauszuholen. Seine Opposition wurde damals beiseite geschoben und die Desoldungsreform mit den Stimmen des Zentrums angenommen. Aber Herr Marx drückte sich später in einem Privatbries über die Politik seines Fraktionsgenossen Steger- tvald wenig liebevoll aus. Stegerwald nahm das übel, und es wurde eine große Aussprache im Parteivorstand des Zentrums angelündigt. Hier gab es gleichzeitig noch mehr schmutzige Wäsche zu waschen. Herr 2 m b u s ch , der temperamentvolle Führer der christlichen ‘Bergarbeiter- verbände, hatte den Parteivorsihenden und Reichskanzler Marx in öffentlicher Rede Mangel cm sozialem Verständnis geziehen. Alles natürlich unter fröhlichem Augenzwinkern und lebhaftem Beifallsklatschen der Opposition, für deren besondere Erheiterung nun auch noch der Fraktionsvorsitzende, Herr von Guerard, in eige- rcr Person durch einen überraschenden Ausfall auf seinen Freund Marx in der sattsam bekann- len Reichsbahnaffäre sorgte. Aber wer nun angesichts dieser offenen Zwistigkeiten schon vom Bersten des Zentrumsturms, von Kanzlersturz und Arb^itersezefsion geträumt hatte, wurde schwer enttäuscht. Hinter verschlossenen Türen wusch man sich zwar gegenseitig gehörig die Köpfe. Aber dann entstieg das Zentrum nach altem Brauch in strahlender Einigkeit, wie ein Phöbus aus der Asche, allem Streit und Hader. Das Kriegsbeil wurde begraben, man tauschte Qntschuldigungsbriefe aus und erklärte alles für ein Mißverständnis. Immerhin wird Herrn Marxens Kinzlerherr- lichkeit mit dieser Koalitionsregierung wohl auch zu Ende gehen. Sein Ruf als Taktiker hat doch einen argen Stoß erhalten. Der Rachfolger pocht schon an die Pforte des Kanzlerpalais. Herr von Guerard, der ihn schon im Borsih der Fraktion ablöste, hat Ehrgeiz genug, sich auch um die Kanzlerschaft zu bewerben. Herr von Guerard stand zwar auch einmal auf dem rechten Flügel der Partei. Aber das ist lange her. Damals. als sein Antipode Marx noch im Fahrwasser der Linken segelte, als Präsidentschaftskandidat des Reichsbanners und Ministerpräsi- Sent eines linksorientierten Preußenkabinetts. So weit sich in diesen Jahren Herr Marx nach rechts Durchgemausert hat, so weit neigte Herr von «Guerard nach links. Der ständig wachsende Widerstand, den die christlichen Gewerkschaften Der Politik des Reichskanzlers in den letzten Mv- -raten entgegengesetzt haben, kam Herrn von Ouerarb nicht ungelegen. Er machte ihre Forderungen zu den feintgen und scheint jetzt der eifrigste Verfechte für eine baldige Lösung der Koalition mit der Rechten. Taktische Ungeschicklichkeiten der Dei'tchnat.onalen erleichtern ihm leine Politik. Bei den Etatberatungen fanden sie für die außenpolitische Debatte keinen geeigneteren Redner, als den Kampfhahn z-reytagh-Loringhoven Der baltische Baron und Breslauer Staatsrechtsleh'er hat nie recht gewußt, ob er nicht besser zu den Dölki- schen passe. Cs ist ihm sichtbar schwer geworden, sich in der Luft einer Regierungskoal- lition zu akklimatisieren, die ihren außenpoli- tischen Richtlinien die Fortsetzung der Locarno- volltik zugrunde gelegt hat, die er stets in der he'tigsten und auf ö ligsten Form bekämpft hat. Man muh sagen, daß Herr von Frentagh diesmal klüger war als seine Fraktionsleitung, die von diesem Redner nach allem Borausgegaagenen nur eine heftige Provokation des Reichsauhen- ministers erwarten konnte. Aber Herr von Frey- lagh machte es gnädig. Seine Rede war die mäßigste, die man je von ihm gehört hat. Selbstverständlich kein Bekenntnis zu Locarno, was man ja wohl auch kaum verlangen konnte, zumal der Außenminister selbst und die Redner aller Parteien ihre schwere Enttäuschung über die Kette von Mißerfolgen als Auswirkung der Locarnopolitik nicht verhehlt hatten. Aber es war schwerlich ein Anlaß für andere Koal.t.ons- ■reöner, nun die halb vergebenen Richtlinien wieder aus der Schublade zu ziehen und drohend gegen die Deutschnationalen zu schwingen. Das Zentrum bekam es doch fertig, weil es eben Triefen Anlaß suchte. Der streitbare Zentrums- Pfarrer Ulihka aus Ratibor ritt die Attacke Oer Reichspräsident greift in die Koalitionskrisis ein. Cin Bries Hindenburgs fordert Zusammenbleiben der Regiemngskoalition zur Erledigung der laufenden parlamentarischen Arbeiten. Berkin, 10. Febr. (IBB.) Der Herr Reichspräsident hat an den Reichskanzler Dr. Marx am gestrigen Tage folgendes Schreiben gerichtet: „Sehr geehrter Herr Reichskanzler! Vie Rachrichten über tiefgehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierungsparteien wegen des Schulgesetzes, die zu einem Mus- elnanderbrechen der gegenwärtigen Reichsregierung führen könne, geben mir Veranlassung, Sie, Herr Reichskanzler, zu bitten, nichts unversucht zu lassen, um im gegenwärtigen Zeitpunkt eine Regierungskrlfis und ihre politischen Folgen zu vermeiden. Der Reichstag hat zur Zeit dringende und bedeutsame Aufgaben zu lösen. Abgesehen von dem Haushaltsplan und dem Liqut - dationsschädengefeh find die für die Landwirtschaft lebenswichtigen Hilfsmaßnahmen zu beschließen, und es harrt auch die Strafrechtsreform ihrer Verabschiedung. Ls würde meiner Meinung nach eine schwere Schädigung vaterländischer Interessen und des ganzen deutschen Volkes bedeuten, wenn jetzt wegen der Schulgefehfrage eine unlösbare Regierungskrisis und eine Auflösung des Reichstages notwendig würde. Ich bitte Sie, bei den bevorstehenden Besprechungen mit den Führern der Regierungsparteien diesen meine Besorgnis mitzuteilen, und ich appelliere an alle beteiligten Herren und Fraktionen, dahin zu wirken, daß eine a r - beitsfähige Regierung erhalten bleibt, die wichtigen parlamentarischen Ausgaben gelöst und etwaige unlösbare Differenzen In der Schulsrage bis nach Erledigung dieser Arbeiten vertagt werden. Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Wertschätzung bin ich Ihr sehr ergebner (gez.) v. Hindenburg." Die neue Lage. Berlin, 11. Febr. (Priv.-Tel.) Der Brief des Reichstagspräsidenten und seine Auswirkungen auf die parlamentarische Lage bildeten im Reichstage naturgemäß heute abend den Hauptgegenstand oller Erörterungen. Der Brief wird allgemein als ein wichtiger staatspoli- t i f ch e r Akt gewertet, der aus dem hohen Verantwortungsbewußlfein und der immer wieder zutage getretenen Einstellung des Reichspräsidenten auf eine möglichst ruhige und sachliche aufbauende Entwicklung entstanden ist. Was nun die Verhandlungen über das Schulgesetz selbst anlangt, so geht die Beurteilung im Reichstage allerdings in ziemlich pessimistischer Richtung. Man begegnet sowohl im Zentrum als auch in der Bolkspartei starken Zweifeln an der Möglichkeit, doch noch eine Einigung herbeizuführen, etwa auf Grund der Keudellschen neuen Formulierungen. Diese Formulierungen zum Paragraphen 20, die übrigens ziemlich umfangreich lind, dürften u. a. ungefähr auf dem Gebiete des bereits bekannt gewordenen Vorschlages liegen, daß die Einrichtung privater Konfessionsschulen mit staatlicher Hilse gefördert würde. Von deutschnatio- naler Seite wird betont, daß man zunächst die Montagsverhandlungen des Interfraktionellen Ausschusses abwarten müsse, um zu sehen, ob die namentlich vom Zentrum deutlich zum Ausdruck gebrachte Skepsis über den weiteren Gang der Verhandlungen berechtigt ist. Sollten die Verhandlungen negativ verlausen, so werden die Parteien sich voraussichtlich mit der weiteren durch den Brief des Reichspräsidenten angeregten Frage beschäftigen, ob die Koalitionsparteien nicht trotz des Scheiterns der Schulverhandlungen erst die großen Ausgaben der Etaterledigung usw. erfüllen und so bei Reuwahlen gewissermaßen reinen Tisch hinterlassen können. Im Augenblick wird die parlamentarische Lage jedenfalls allgemein dahin beurteilt, daß die Krise zunächst bis zur nächsten Woche vertagt ist, und daß sich dann zeigen muh, in welcher Form die Regierungsparteien sich über ihre möglichst sachliche Durchführung einigen können. Oie Auffassung des Zentrums. Berlin, 11. Febr. (Priv.-Tel.) Das Berliner Zentrumsorgan, die »Germania", bringt auch heute wieder das Drängen des Zentrums zur Entscheidung der Frage des Reichsschul- gesehes zum Ausdruck. Das Blatt schreibt: Bei den erneut aufgenommenen Verhandlungen und den Bemühungen des Reichsinnenministers, dem der Dank dafür nicht vorenthalten werden soll, daß er alles daran setzt, um das Schulgesetz zu retten, kann es sich nicht darum handeln, eine Verschleppung anzubahnen. Für die Sorgen, von denen sich der Reichspräsident bei seinem Schritt hat leiten lassen, haben wir dasallergröhte Verständnis und verschließen uns ihnen nicht. 2lber wir sind auch der Auffassung, daß dem Reichsschulgeseh in keinem Falle die Bedeutung zweiten Grades zugewiesen werden kann, und wir halten es nicht für möglich, daß geglaubt werden könnte, es sei tragbar, das Reichsschulgesetz ver s anden zu lassen. Für das Zentrum sind die kulturellen Fragen noch immer von größtem Wert. Das Zentrum hat mit vollster Loyalität am Schulgesetz mit» gearbeitet. Es ist bereit, da es die Verabschiedung des Schulgesetzes erstrebt, auch die neuen Vorschläge des Herrn v. Keudell gewissenhaft zu prüfen. Alle Möglichkeiten, zu einer Verständigung zu kommen, sollen ausgenutzt werden. Es besteht aber in der Zentrumsfraktio.. Einmütigkeit darüber, daß die Entscheidung spätestens in der nächsten Woche fallen müsse. Die Zentrumsfraktion lehnt es ab, in eine zweite Lesung der Vorlage im Ausschuß einzutreten, bevor eine Verständigung erzielt ist. Oie Meinung der Bolkspartei. Berlin, 11. Febr. (Priv.-Tel.) Der „Tägl. Rundschau" zufolge bietet der Vorschlag Keu- dells nach allgemeinem Urteil eine Grundlage zur Einigung nicht, da die konfessionellen Pri- vatschulen leicht in der Lage wären, den Si - multanschulen die Schüler zu entziehen und sie damit lebensunfähig zu machen. Das Blatt rechnet also mit einer Entscheidung in negativem Sinne und fragt, was dann geschehen werde. In diesem Falle werden die Parteien zu zeigen haben, ob sie dem Appell des Reichspräsidenten Folge leisten wollen ober nicht. Es ist im höchsten Grade wahrscheinlich, daß die Auffassung des Reichspräsidenten sich durchsetzen wird. Die „DAZ", die ebenfalls die neuen Verhandlungen für wenig aus ichtsreich hält, nennt den Brief des Reichspräsidenten einen politischen Willens- akt. dem sich die Parteien kaum werden entziehen können. Das Blatt glaubt, die Frage, ob die Reichsregierung nach dem vermutlichen Scheitern der letzten Schulgesehverhandlungen noch zusammenbleiben soll, bejahen zu müssen. Außer den von dem Reichspräsidenten genannten Hauptaufgaben seien gewisse Probleme, das Gesetz übet die Kleinrentnerfürsorge und ähnliche kleinere Vorlagen bis zum Schluß der Etatsverhandlungen vertagt worden. Man werde hossen müssen, daß die akute Krise in der nächsten Woche, wie immer das Schicksal des Schulgesetzes sein möge, überwunden werde im Sinne des Appells des Reichspräsidenten. SrauenfanfriDaturen für die Wahlen. Berlin, 10. Febr. (WB.) Der Bund Deutscher Frauenvereine, dem 78 Verbände mit insgesamt anderthalb Millionen Mitglieder an» gehören, hat jetzt in Erledigung eines Beschlusses seiner letzten Generalversammlung an die Parteileitungen der Deutschen Demokratischen Partei, der Deutschen Dolkspartei und der Deutsch- nationalen Dolkspartei insgesamt 83 Rennungen von Frauen weitergegeben, die durch ihre bisherige Arbeit und vielfach auch parlamentarische Erfahrung durchaus geeignet erscheinen, in den neu zu bildenden Parlamenten m i t- zuarbeiten. Alle genannten hatten ausdrücklich ihre Bereitschaft dazu erklärt. Die Liste war entstanden auf Grund einer Umfrage bei den dem Bunde angeschlossenen Verbänden. Aoikmwgebung der westfälischen Bauern. Münster, 10. Febr. (WB.) In der Halle Münster-Land fand heute eine Massenversammlung der westfälischen Bauern und Mittelständler statt, foie -zu der schwierigen Lage der Landwirtschaft und des Mittelstandes S.el.ung nehmen wollte. Es waren 12 bis 15 000 Teilnehmer zu der Versammlung erschienen. Die Eisenbahn hatte Extrazüge eingelegt. Um 2 Uhr nachmittags begrüßte der Präsident der westfälischen Bauernvereine, Freiherr v. Kerkerinck zur Borg, die Versammlung, indem er auf den Emst der Lage hinwies, und die Beteiligten zum engen Zusammenhalt aussorderte. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der die Regierung um energische Maßnahmen gegen die Rotlage gebeten wird. Alsdann bildete sich ein Zug, der sich durch verschiedene Straßen der Stadt zum Domplah begab. Hier fand nach einer kurzen Rede, die die Einigkeit und Geschlossenheit erneut betonte, die Kundgebung ihren Abschluß. Deutsche Wirlschastshilfe für die französischen Kolonien? Berlin, 11. Febr. (Priv.-Tel.) Der in Berlin zur Zeit anwesende französische Senator Lom - m ery und Direktor Weber der Ausbeutungs- kommlssion von Kamerun haben laut „Börsenkurier" nach Deutschland ein Projekt gebracht, das sich um die Zusammenarbeit der französischen und der deutschen Industrie in den französischen Kolonialgebieten bemüht. Der Vorschlag habe die Billigung des Quai d'Orsay und werbe in Berlin, wo sie bei Wirt- schastssuhrern und prominenten politischen Führern lebhaftem Interesse für ihre Absichten begegnet seien, um die Beteiligung der in Betracht kommenden industriellen und technischen Kreise. Webers Vorschläge zögen auch die deutsche Mitarbeit als S a ch l e i - st ungen auf Neparationskonto in Betracht. Die beiden Herren wollen das Ergebnis ihrer Fühlungnahme den interessierten Kreisen in Paris unterbreiten und nach ungefähr 3 Wochen wieder nach Berlin mit konkreten Plänen zurückkehren. gegen den deutschnationalen Koalitionsgenossen. Man hat auch diese Ajsäre nach manchem Hin und Her hinter den Kulissen wieder beigelegt. Herr von Lindeiner-Wildau, der Gemäßigten einer im deutschnationalen Heerlager, muhte wieder geraderücken, was fein Parteifreund Freytagh bei dem entrüsteten Zentrum verschüttet hatte. Der Außenminister selbst, der im Grunde viel mehr Anlaß hatte, entrüstet zu sein, nahm die Sache nicht sehr tragisch. Und so wäre auch dieser Zwischenfall ohne weitere Folgen für die Koalition ausgebügelt worden, wenn nicht mit der Zeit dieser Zank der Koa- litionsgenosfen vor allem Volk zu ei .er chronischen Kalamität wurde. Es laßt sich eben doch nicht leugnen, daß über dem Reichstag schon seit Monaten Wahlstimmung weht. Die Parteien suchen Bindungen zu lockern, besinnen sich auf ihre eigentlichen Programme, stecken Grenzpfähle ab, stellen wieder unumstößliche Prinzipien auf, um, wenn die Stunde kommt, frei a'ler Hemmungen frisch und munter in den Wahlkampf ziehen zu können. Am stärksten merkt man dies beim Zentrum. Und das vielleicht nicht allein des inneren Zwistes halber und der daraus entstandenen Unsicherheit gegenüber dem Urwähler, sondern weil ihm das Reichsschulgeseh, der Kampfpreis für diese Koalition mit der Rechten, aus den Fingern zu gleiten droht. Der Keudellsche Entwurf zu einem Reichsvolks- schulgeseh, den wir in seinen einzelnen strittigen Punkten an öie'er Stelle schon mehrfach besprochen haben, steckt noch immer im Ausschuß. Man ist hier mit den Beratungen zu Ende gekommen bis zu dem Artikel 20, der die Behandlung der Simultanschulländer regelt. Der Artikel 20 scheint der Fels werden zu sollen, an dem das ganze Reichsschulgesetz scheitern wird, trotz aller Mühen, die man sich nun seit vielen Monaten schon um sein Zustandekommen macht. In einer Reihe von anderen Punkten, wir nennen nur die geistliche Schulaufsicht, ist die Volkspartei den Wünschen des Zentrums weitgehend entgegengekommen. Bei dem Artikel 20 handelt es sich nun aber darum, die christliche Simultanf (foule, die sich in den südwest- deut chen Ländern seit vielen Jahrzehnten durchaus bewährt und in breitesten Volksschichten Fuß gefaßt hat, die en Ländern auch für die Zukunft zu erhalten. Während nun das Zentrum lediglich eine Echonfrist von fünf Jahren zu- billigen will, wünscht die Volkspartei es f ü r dauernd bei der Rechtslage zu belassen, die gegenwärtig in den Simultanchulländern besteht. Ein dahingehender Antrag des volksparteilichen Abgeordneten Dr. Runkel wurde im Bil- dungsausschuh mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten neben dem Zentrum und der Bayerischen Volksvartei auch die Deut chnalionalen und die Wirtschaftspartei. Es ist nun die Frage aufgeworfen worden, ob diese Fassung, die der Blldungsausschuh nach dem volksparteilichen Anträge dem Artikel 20 gegeben hat, verfasfungsändernd fei, allo zur Annahme im Reichstag einer Zweidrittelmehrheit bedürfe. Das Reichsjustizmini- fterium hat die Frage bejaht. Das kompliziert natürlich die Situation ganz bedeutend, denn das Zentrum sieht keine Möglichkeit, das Reichs- schulgefeh in der von ihm gewünschten Form durchzubringen ohne die Zustimmung der Volkspartei. Und diese wieder würde ihre liberale Tradition verleugnen und Ueberzeugungen preisgeben, für die sie während der ganzen Schulgesetzdebatte gekämpft hat, wollte sie in diesem Punkt den Wünschen des Zentrums nachgeben und zur Vernichtung der Simultanschule in den südwestdeutschen Ländern ihre Hand bieten. Man hat nun die Parteivor itzenden M a r.x und Stresemann aufgeboten, um in direkten Verhandlungen ein Kompromiß zu finden. Aber Stresemann ist nach Erledigung seines Etats nach dem sonnigen Süden auf gebrochen und wird wohl kaum von Mentone aus auf die weiteren Verhandlungen Einfluß nehmen. Marx liegt seit Tagen krank zu Bett. Und so stehen die Parteien ziemlich ratlos einer Kluft der Auffassungen gegenüber, die sie von sich aus trotz allen guten Zuredens der deutschnationalen Koalitionsgenossen nicht zu überbrücken vermöaen. Immerhin ist das Geschrei „Auflösen. Auflösen!", das oon den Bänken der Opposition herübertönte, sobald man dort wieder einmal sah, daß der Regie- rungskarren feststeckte, doch schon schwächer geworden. Das Zentrum scheint mit den anderen Koalition spartei en in dem festen Willen wenigstens einig »u sein, den Etat unter allen Umständen zu verabschieden. Ganz abgesehen davon, daß — wie wir hier schon öfters betont haben — das Recht der vorzeitigen Auflösung des Reichstages ausschließlich dem Reichspräsidenten vorbe- halten ist, würde es im Interesse einer sachlichen Politik durchaus gelegen sein, wenn der Reichstag solange beisammen bliebe, bis die von der gegenwärtigen Regierung eingebrachten und in ihrer parlamentarischen Bearbeitung schon weit vorgeschrittenen Gesetzentwürfe erledigt würde». Da ist in erster Linie das neue Strafgesetzbuch zu nennen, um dessen rechtzeitiges Zustandekommen sich der Rechtsausschuß unter seinem hervorragenden Vorsitzenden Dr. Kahl, eifrig bemüht hat. Eine vorzeitige Reichstagsauflösung würde bedeuten, daß die ganze bisherige Arbeit vergeblich gewesen wäre, daß aber oud) die Rechtsangleichung mit Oesterreich, also «in im höchsten Maße nationalpolitischer Zweck, in Frage gestellt wäre. Da sind weiter die in Angriff genommenen Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft. Was bisher in dieser Richtung beschlossen wurde, ist nur ein Anfang. Es ist unbedingt notwendig, das Hilfswerk so weit zu führen, daß die Landwirtschaft einen Ausweg gus der schweren Krisis sieht, die für unsere ganze Wirtschaft zu einer Katastrophe werden kann, wenn aus wahltaktischen Gründen die Hilfsmaßnahmen auf Monate hinaus verschleppt werden sollten. Schließlich ist von der gegenwärtigen Regierung auch die Verwaltung sreform in Angriff genommen worden. Auch auf diesem Gebiet erwarten wir baldigst entscheidende Beschlüsse und deren praktische Durchführung. Die deutsche Volkswirtschaft — und dazu gehört ein jeder Staatsbürger — hat das Recht zu verlangen, daß die öffentlichen Lasten soweit gelenkt werden, wie es ein auf das sparsamste zugescynittener Verwaltungsapparat nur irgend möglich macht. Ob die gegenwärtige Regierungskoalition sich stark genug fühlt, diese selbst übernommenen Aufgaben auch durchzuführen, hängt von ihremWillen ab, zusammen zu bleiben. Das kleinliche Parteigezänk, das wir schon oben gegeißelt haben, kann diesen Willen allerdings kaum stärken. Aber wir glauben, daß die Regierungsparteien jede für sich, auch rein parteitaktisch genommen, Gründe genug haben müßten, die Neuwahlen nicht allzusehr zu beschleunigen, wenn nun schon einmal die Erledigung sachlicher Arbeit für sie nicht Grund genug ist. Mag auch das Reichsvolksschulgesetz nicht im ersten Anlauf zustande kommen — wir sehen nur noch geringe Aussichten dafür — so sind doch die anderen großen Aufgaben: Strafgesetzbuch, Der- waltungsreform und agrarpolitisches Hilfswerk neben einer Reihe von weiteren noch schwebenden, wie z. B. das Liquidationsschädengesetz, Aufgaben, di« das Zusammenbleiben des Reichstages vollauf rechtfertigen. Sozialpolitik im Reichstag. Annahme der Novellen zum Mieten- und Mieterschutzgesetz. Berlin, 10. Febr. (DDZ.) Oluf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Lesung der Novelle zum Reichsmietengesetz. Nach den Aus- schußbeschlüssen soll das Gesetz künftig nicht gelten für neue Mietverträge über Geschäftsräume und Wohnungen mit mindestens sechs Zimmern. Die Novelle soll am 16. Februar in Kraft treten und daS Gesetz selbst in der geänderten Form bis zum 31. März 1930 gelten. 2lbg. Kuhnt (Soz.) kündigt an, daß seine Freunde im Steuerausschutz die Senkung der Mieten auf 100 Prozent und die Verwendung der Hauszinssteuer ausschlietzlich für den Wohnungsbau beantragen würden. Abg. Winnefeld (D. Vp.) begründet den Antrag, das Wohnunosmangelgeseh mit dem 1. April 9128 aufzuheben und die Woh- mungsümter und Miete migungsämter spätestens mit dem 1. 3uli 1928 aufzulosen. 2ß>g. Dr. Zapf (D.Vp.) fügt hinzu, die Zwangswirtschaft müsse endlich verschwinde-/,, ihre Op er se'en ungeheuerlich gewesen. Auch er wolle allerdings keinen plötzlichen, sondern allmählichen Abbau der Zwangswirtschastt Deshalb sehe der Antrag vor, daß die Ge- meinden das Wohnungsmangelgesetz in ihrem Gebiet ausrechterhallen können. Abg. Lucke (W. Vg.) beantragt, das Reichs- mietengeleh nur noch für laufende Mietverträge weiter gelten zu lassen, nicht aber für Mietverträge, die nach dem 1. Januar 1928 abgeschlossen sind oder werden. Der Hausöesitz dürfe nicht länger sozialistischer Beutegier aus- geliefert sein. Abg. Dr. Steininger (5>n.) weist aus die bedenkliche Tatsache hin, daß 16 Prozent des gesamten deutschen Hausbesihes sich in Händen von Ausländern befinden. Darauf werden sämtliche Aenderungsanträge abgelehnt, das Gesetz selbst in zweiter und dritter Lesung nach den Ausschußbeschlüssen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Demokraten. Kommunisten. Völkischen und National ozral stm angenommen. Annahme findet auch eine Entschließung der Demokraten, auf die Länder einzuwirken, damit größere Teile der Hauszinssteuer für die Erhaltung des Altraumhousbesihes zu günstigen Dedingungen an Besitzer dieser Häuser abgegeben werden und eine Entschließung der Regierungsparteien, die Länder möchten veranlaßt werden, für die räumliche Unterbringung der Künstler zu sorgen. Die gestern zurückgestellte Schluß- abstimmung über die Novelle zum Mieterschuhgesetz ergibt deren Annahme mit derselben Mehrheit, wie beim Reichsmietengesetz. — Cs folgt die zweite Beratung des Haushalts des Aeichsarbeitsministeriums. Reichsarbeitsminister Dr. Brauns: Die Tariflöhne der meisten Berufe haben im abgelagerten Jahre mindestens gleichen Schritt gehalten mit der Steigerung der Lebenshaltungskosten. Die wirklichen Verdienste der Arbeiter gehen zum großen Teil noch wesentlich über die tariflich fest- gesetzten hinaus. Auch in der Arbeitszeit- f r a g e sind Fortgeschritte gemacht worden. Der Mi° Nlster erinnert an den Konflikt in der Großeisen- inbüftri€. Er stellt fest, daß bei den Verhandlungen im Dezember allerseits davon ausgeganaen wurde, daß nennenswerte Preissteigerungen vermieden werden müßten. Gerade dies fei mitbe- ftlmmend gewesen für einen teilweisen Aufschub 'N der Einführung des Dreischichtensystems. Preiser- hohungen wurden von den Arbeitgebern häufig damit entschuldigt, daß sie „unter dem Druck der Politik des Relchsarbeitsministeriums" erfolgt seien Man finde es eben leichter und weniger gefährlich em Ministerium anzugreifen, als sich klar und deutlich etwa gegen übersteigerte Monopoltendenzen an. derer Wirtschaftsgruppen oder auch gegen Mißstände im eigenen Lager zu wenden. Ein Wohnungsbauprogramm auf viele Jahre im voraus hält der Minister für unmöglich, da die Baumöglichkeiten von der jeweiligen Lage auf dem Geld- und Kapitalmarkt abhängig seien. Heranziehung ausländischen Geldes sei gerechtfertigt, wenn es produktiv verwendet würbe. Auch im kommenden Jahre will der Minister die irgendwie erreichbaren Kapitalien dem Wohnungsbau zugute kommen lassen. Er denke an den Erlaß derKa - pitalertragsfteuer für Pfandbriefe und Kommunalobligationen, an ein« Kapitalerhöhung der Bau- und Bodenbank und eine Reichsbürgschaft für Zwischenkredite. Das Mißverhältnis zwischen Kosten des Neubaues und erzielbaren Mieten möchte der Redner durch Verbilligung des Bauens und nicht durch Mietssteigerungen beseitigen. Die ungünstige Entwickelung des Arbeits- Marktes in den Wintermonaten scheine sich wieder zum Besseren zu wenden. Für das Anwachsen der Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenoersicherung auf nmb 1,4 Millionen seien offensichtlich besonders starke Saisoneinflüsse verantwortlich zu machen, daneben auch gewisse Rei- nungserfdjeinungen bei der Durchführung des neuen Verstcherungsgeseges. Di« Organisation der Arbeitslosenversicherung werde straffer gestaltet werden müßen. Die notwendige Sparsamkeit habe die endgültige Lösung der Kleinrentner« frage bisher verhindert. Die Reichsregierung in ihrer Gesamtheit sei der Auffassung, daß die Entscheidung hierüber nur im Zusammenhänge mit der Verabschiedung des Gesamthaushaltes getroffen werden könne. Abg. Grotewohl ei KGrnu'£r,(§)Wmd5tille.«O-. sehr leichter Osi £> -nassio«' Südsüdwest q stürmischer nordwest Oie Piene fliegen mit dem wrnot Pie oeiden Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem auf Meeresnivea» umoerechnete» Luftdtucx Wettervoraussage. Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 6 Grad Celsius; abends 7,6 Grad Celsius; am 11. Februar: morgens 3,6 Grad Celsius. Maximum 7,7 Grad Celsius, Minimum 3,6 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 10. Februar: abends 3,8 Grad Celsius; am 11. Februar: Unter sehr rascher Ostwärtsweiterbewegung brachte die neue Störung bei stürmischer Luftbewegung in der vergangenen Nacht verbreitete Gewitter mit kräftigen Niederschlägen, die teils als Hagel und Schnee niedergingen. Die rasch folgenden Polarluftmassen an ihrer Rückseite gestalten zunächst den Witterungscharakter unruhig. Unter lebhafter Luftzufuhr und rasch wechselnder Bewölkung treten Schauern aus, die teilweise feste Formen annehmen. Gleichzeitig sinken dabei die Temperaturen und kommen nachts in Gefrierpunktnähe und auch darunter zu liegen. Später, wahrscheinlich noch im Laufe des morgigen Tages, wird jedoch die Wetterlage beruhigend und stellenweise Bewölkungsabnahme eintreten. Wettervoraussage für Sonntag: Zunächst unbeständiges, wechselnd wolkiges Wetter mit Schauern, teilweise als Schn«, Temperaturrückgang, leichte Nachtfrostgefahr. Witterungsaussichten für Montag: Bei wenig veränderten Temperaturen zeitweise wolkiges Wetter, nur vereinzelte Niederschläge nicht ausgeschlossen. Aus der Pwvinzialhauptstadt. Gießen, den 11. Februar 1928. Schweres Llnrvetter. Rachtem gestern den ganzen Tag über ein feiner Landregen niedergegangen war und im Laufe der Abendstunden ter Wind immer mehr ausgefrischt hatte, steigerten sich Regen und Wind im späteren Verlaufe tes Abends zu einem schweren Unwetter, das zwischen 12 und l Uhr nachts über unsere Stadt und der Provinz Oberhessen nieterging. Ein starkes Wintergewitter brachte mit heftigen elektrischen Entladungen kräftige Vietec.chlage, zum Teil in Gestalt von Hagel, und einen wütenden Sturm. In Gießen wurde bei diesem Gewitter der K a min des Hauses Ham m strafte 1 4 von einem kalten Blitzschlag getroffen und zur Seite geschmettert. Berm Herabstürzen des Kamins wurde ein Loch in das Dach des Hauses geschlagen, hierauf fielen die Steinmassen auf das Dach des Vachbarhauses, das gleichfalls durchschlagen wurde, worauf die Steine noch ein großes Loch in eine Zimmertecke schlugen. 3n beiden Häusern Gegen unter Den Durchschlagsstellen Wohnräume, in denen Einwohner schliefen. Wie durch ein Wunder und zum Glück sind diese Personen bei dem Unglücksfall nicht zu Schaden gekommen, obgleich ihnen der Mörtel des Kamins auf die Köpfe fiel. Die Feuerwache wurde um 1.14 Uhr alarmiert und stützte unter der Leitung des Branddirettors Braubach vor allem die gefährdete Decke im Hause Hamm- st raße 13 ab, um weitere Ge ährdung von Personen zu vermeiden. Am 2.52 Uhr konnte die Wache wieder einrüden. Auch die Müllersche Badeanstalt wurde sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die gesamten Bretterbauten wurden von dem Sturm niedergewor- f c n und zum Teil in die Lahn getrieben, so daß die Badeanstalt, deren Herrichtung dem Besitzer im vorigen Jahre erst wieder große Mühe und viele Kosten verursacht hat, heute durch dieses Unwetter völlig verwüstet ist. 3n zahlreichen Häusern wurden außerdem Dachziegeln von den Dächern gerissen, auch in den ©arten und an den Bäumen sind zum Teil recht erhebliche Schäden entstanden. Heute morgen konnte man noch in den Straßen Der Außenvierlel ganze (Streifen Der Hagelniederschläge liegen sehen, ebenso auch in Den Anlagen. Aus Dem Kreise Gießen liegt uns bisher eine Meldung über die Schäden dieses Unwetters aus dem Dorfe Ettingshausen vor. Dort wurde von Dein Sturme das halbe Dach einer Maschinenhalle h e r» untetgeriffen und fortgeschleudert, ebenso erlitten fast alle Dächer durch Herabreißen Der Bedachung Schaden, ferner wurden zahlreiche Fensterläden von den Häusern fortgerissen. Auch Die Dorflinde. Die 1748 zum Gedächtnis des Friedensschlusses nach Dem 30jährigen Kriege gepflanzt wurde, ist Derartig vom Sturme zerrissen worden, daß der Rest des Baumes nunmehr gefällt werden muß. 3n Der Umgegend hat das Gewitter unter den Bäumen und an den Straßen ebenfalls schwere Schäden angerichtet. 3n Riede rklein, Kreis Kirchhain, schlug Der Blitz tn Den Turm Der Kirche ein und zündete. 3m Vu schlugen aus dem Turm Die Flammen heraus. Dem tatkräftigen Eingreifen Der Ortsfeuerwehr und Der zur Hilfe herbeigeeilten Feuerwehr von Kirchhain gelang es schließlich. Der Flammen Herr zu toerDen, immerhin hat Der Turm mit Der Kirche schweren Schaden gelitten. Bornotizen. — Tageskalender f ü r Samstag: Bund der Kolonialfreunde: 8 Uhr, Gastwirtschaft Dippel, Generalversammlung. — Garde-Verein: 8 Uhr, Hotel Hopseld, Monatsoersammlung. — Gesangverein .Harmonie-Gemütlichkeit": 8.30 Uhr, Restaurant Faulstich, Generalversammlung. — Gabelsberger Stenographenverein vvn 1861: 8 Uhr, Karlsruhe, Winterfest. — Spielvereinigung 1900: 7 Uhr, Cafe Leib, Maskenball. — Gesangverein „Gutenberg": 7.30 Uhr, Saalbau Sauer, Karnevalistischer Abend. — Verein ehern. Leibgardisten: 8 Uhr. Kath. Ber- einshaus, Abendunterhaltung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mädchen aus dem Volke". — Astoria-Lichtspiele: „Sing-Sing, das Haus ohne Hoffnung". — Tageskalender fürEonntag : Stadl theater: 6 Uhr „Der Zigeunerbaron" (Ende gegen 9 Uhr). — Gießener Konzettoerein: 5 Uhr, Neue Aula der Universität, Konzert Dr. Paul von Szenl Györgyi. — Gesangverein „Frohsinn": 8 Uhr, CafL Leib, Maskenball. — Lichtspieltheater wie Samstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: 11 Uhr vormittags „Dritter Kulturfilm-Zyklus." LU. Von der Landesunioerjitat. Dr. med. .Hans Dieterich, Assistenzarzt an der Chirurgischen Klinik, der sich für das Fach der Chirurgie zu habilitieren wünscht, wird am Montag, 13. Febr., 6 Uhr, in der Kleinen Aula seine öffentliche Probevorlesung über das Thema: ,^Die Regeneration des Knochens in ihrer Bedeutung für dir Chirurgie" halten. •* Auszeichnung eines Gießener Kunstfreundes. Anläßlich der Einweihung des neuen Hörsaals des Kunstwissenschaftlichen 3nstituts wurde Der Fabrikbesitzer Gustav Bock wegen seiner Verdienste um das genannte 3nstitut zum Ehrenmitglied ernannt *" Ernennungen: Ernannt wurden: Der Veterinärarzt Dr. Heinrich Monnard in Groß- Gerau, mit Wirkung vom 1. März 1928, zum Kreis- veterinärarzt des Kreisveterinäramts Gießen unter Belassung seiner Amtsbezeichnung als „Ißeterinän rat"; der Aushilfsdiener Heinrich Bello ff zu Gießen .zum Amtsgehilfen bei Dem Anatomischen Institut Der Landesuniversität Gießen, mit Wirkung vom 1. Januar 1928 ab; der Studienassessor Dr. Friedrich Nicolai aus Großen-Buseck zum überplanmäßi- gen Studienrat. ** Gießener Pserdemark^lotterie. Die Lose für Die Lotterie zum Diesjährigen Frühjahrs-Pserdemarkt sinD erschienen. Die Gewinnchancen sinD erheblich günstiger geworben. Der für Gewinne zur Verfügung stehenDe Betrag tourDc so erhöht. Daß annähernd hunDert Gewinne mehr zur Ausspielung kommen können. Der Preis für Die Lose bleibt 1 Mark. Die ftäDL Pferdemarkt-Deputation erhofft eine lebhafte Beteiligung. Wer Lose kaust, hat nicht nur Die Möglichkeit, einen wertvollen Gewinn zu erhalten, sonbern unterstützt ein in allen Kreisen Der Bevölkerung anerkanntes gemeinnütziges Unternehmen. BesonDers Die hiesige Bürgerschaft sollte helfen. Die Pferdemärkte mit Den Prämiierungen unD sonstigen Vorführungen für unsere Stadt zu erhalten. •• Eine neue Kraftomnibuslinie wurde gestern Dem Verkehr übergeben. $)ie Linie, Die von Ernst Waldorf-Gießen mit einem neuen etwa 40sihigen Büssingwagen betrieben wirD. stellt Die VerbinDuna zwischen Den im südlichen Teile DeS Kreise- Biedenkopf liegenden Gemeinden Crumbach und Frankenbach und Der StaDt Gießen her. Sie gibt somit Den Bewohnern Der dortigen Gegend Die Möglichkeit, schnell nach der Stadt Gießen, mit Der sie von jeher wirtschaftlich eng verbunDen sinD, unD nach Er- leDigung ihrer Geschäfte ebenso rasch wieDer nach Hause zu kommen. Zu einer Probefahrt hatten sich gestern Die Gemeinderatsmitglieder Der beiden Orte eingefunDen. Vachdem von Bürgermeister Hermann- Crumbach die Versammlung und Die Herren vom Gießener Verkehrs- verein begrüßt und ein kurzer Lieberblick über Die Schwierigkeiten, Die zu überwältigen gewesen sind, gegeben war, tourDe gegen 2.15 Uhr Die Fahrt angetreten. 3n schöner ruhiger Fahrt (fast stoßfrei) tourDe in etwa 20 Minuten Crumbach erreicht. Vach einem" kurzen Aufenthalt in der Dortigen Wirtschaft ging's weiter nach Fran- lenbach. Hier wurde ein Trunk auf Das Gelingen Des Unternehmens getan und einige kurze Reden in diesem Sinne gehalten. 3n tadelloser Fahrt ging's hierauf nach Gießen zurück. Das Unternehmen, das nicht nur für Die beteiligten Gemeinten. sonDem auch für Die StaDt Gießen von großem Vorteil ist, erfährt hoffentlich von allen Seiten rege Benutzung, Damit es eine DauemDe Einrichtung zum Ruhen und Segen aller interessierten Kreise. Ailhmaifiher haben oft unter Beklemmung und Luftmangel zu leiden,wodurch sie derNachtruhe entbehren müssen. Astmol-Bronchial-Cigaretten welche wie jede andere Cigarette geraucht werden, bringen oft sofortige Linderung, der Schleim wird gelöst, der Krampf gelindert. Schachtel Mark 1.30, Doppelsdiachtel Mark 2.50. Zu haben in den Apotheken und Drogerien. GALENUS Chem. Industrie, Frankfurt-M | Depot: Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5 472 Die Stelle eines besoldeten Mgemeisters der Stadt sich (Heffen) 2400 Einwohner, soll zum 1. April 1928, infolge Ablebens des seitherigen Inhabers, neu beseht werden. - Amtsdauer 9 Zähre. Geeignete Bewerber, besonders solche, die bereits mit Erfolg im Rommunalttenft tätig waren, wollen ihre Bewerbung mit Lebens- tauf, begl. Zeugnisabschriften, Lichtbild und Gesundheitsattest bis 25. Kebruar 1925 an die Bürgermeisterei Lich (Hessen) einsenben, bie auch nähere Auskunft über die Gehaltsverhältniffe usw. erteilt, persönliche Vorstellung nur auf Wunsch. Lich, den 2. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Lich: i. D. Heinrich Heller IV. DIE SEIT 80 JAHREN BEWÄHRTE WW KERNSEIFE • < ■ - DIE SEIFE DER SENKENDEN HAUSFRAU Laden mit Nebenraum per sofort oder spater zu mieten gesucht tLebensmillel-Svezlalsachi in Hauvl- und Laufgegend. Schriftliche Angebote unter 14861 > an den Gieß. Anz. S Selbständigkeit Höchsteinkommen V j Innere Befriedigung W I verschafft Ihnen Gekchan stelle Sg M uns.zettqemab^ vornehin. Umer- ■ nehmens b. an-renebm. Taugten. Sg ö| Eriorderl.3-6000RM.Aniana' J MB kavttal. Herren m.Initiative, die äe RW endlicheininal schnelleru.leichter ga ■H vorwärts kommen rvoll.. mögen Sn H unDciAÜgL Bewerb, cmrctch. an M ttA Postamt Berlin W30,Laßßrkfirt.33.Abt.74 LeistunaSs.Grotzumernebm.suchttticht. Generalvertreter f. Gießen, Oberhess. u. Hess-Nassau. z. Lerkaitsemesgroii.tvebrauchöartikeis gen.hohe Prov.a.SposenxusclL Kapital ii. ,ratot nicht erf.. daBrov. soi.b.Ctng. d.Auftr.gez.wtrd.Eskomm.nurL'erren i. Stage, die bei der dort. Industrie n.d. Bebörd.etc. etnges.iind.Intelltnenz u. BerkaufSial.'^oraussetzna. Off. u. 1.7333 an Bndol! Glosse, Fra klart a.HI. Große £eöen5ü?rfi®erunB5-®efenf®aft mit neuest.Tarifen n Einrichiunnen(Grobleben, Aussteuer und SHetnleben) sucht an allen Cttcn selbständige Geneval- odev Vlatzvevtvesev unter günstigen Bedingungen auf Direktionsvcrtrag Zuichrisien erbeten unter Ti. D. 2639 an BaJolt Mob»», Berlin W50, Tauentnienstr. 2 OieDerwertungeinerErfindung(12patente in allen Kutturstaaten) wird von Berliner Fabrik an kaufmännisch gewandte Herren (Fachkenntnisfe nicht erforderlich) als Generalvertretung vergeben. Sofort einsehende Derdienstmög- lichkeitvon monatlich 1500Mk.und mehr.Er- fordert. Kapital 2- 3000 Mk. Offerten unf. B. 5714 an Annonc. Exped Kolonial' kriegerdank, Berlin W. 35. 15740 Örlanisalörimn m gesucht. Tfiglich Geld, anp-en. Tätigkeit. Schriftliche Angebote unter 01121 an die Geschäft ss: eile des Gießener Anzeigers. Wer rechnen muß und sich trotzdem den Genuß eine« guten Tropfens nicht versagen will, bereitet sich seine Schnapse selbst mit den berühmten Reichel-Essenzen. Sie können sich bann jeden, selbst den köstlichsten Likör für wenig Geld leisten und wissen, was Sie trinken. So spart und genießt man zugleich. Erhältlich in Drogerien und Apoth., aber echt nur mit Marke Lichtherz. Dr. Reichels Rezeptbüchlein daselbst umsonst, oder kostenfrei durch Otto Reichel Berlin SO., Ehenbahn - Strafte 4. i Gesucht sofort in allen Orten fleißige, strebsame Personen Aut Uebernatnnc einer 682 Trikotagen- und Strumpfstrickerei auf unterer Keminastrickinaschine. Leichter und hoher Verdienst. Günstige Bedln-iunqen. Borkenntnisse nicht erforderlich. Prospekt gratis und franko. Trikotagcn und Strumpf Fabrik Neber & Fodlen, Saarbrücken 3. Steuottzvisiin mit guter Auftaffungönabe. geübt, vertraut mit Lureanarbelten, z. 1. Avril oder auch hübet gesucht. Schr. Angev. mit Gedaltölorderiing an den vesftsch. Schulbuchverlag (finit Notb, Gießen, Marburger Strafte erbeten. 15941) | Vermietungen! Beschlagnabmefreie, neu instand gesetzte schräge 2-3immet-lBoOng. Stammcr,$tüctie,SteU., el. Licht, tm Rebenh. .fofort an ruhige alt. Leute obne Anhang au vermieten. Schr. Angeb. um. 01093 an den Gieß. Anz. erb. Zwei große schöne Zimmer (1 als Küche einger.l für 1. Mär» zu vermieten. Schriftliche Angebote unt. 15930 an den Gieß. Anzeig. Aremdenpenslon Kübel Gießen, Bahnhos- strafte 45, Tei. 2407, emosiehlt ihre gut eingertchteten Fremdenzinnner. Baffanten-Verkehr. Gut möbl. Zimmer mit I 11. 2 Betten, in der Nabe d. Babnh. u. d. .Qltnifen a. om '■>i üh. lolminnrir. 4 ». Feos. Brandl & Sonn. mAbL Zimmer, gnteKficbe. Tei. 1085. mööl. 3tmmer au vermieten 01109 Neuenweg 30 III. 2 mööl. Simmet zu Genuteten U1116 Sonncnitr. 6 II. 2 möblierte Zimmer in guter Lage au vermiete". Näheres in d. Geschäftsstelle d Dieb. Anz. 1A09D MWWWWW *' I -,■5 v-<'■■: Sv.^r-J- ' Gummimantel den praktischen — ■Ä __ ■■äÜäM e Aparte Schlangenhautmäntel (la Gummi)...................Mk. 20 Bi^FCS6^H WA»■■TT «”T ■ Moderne Lackgummimäntel, bleu, grün und rot.............Mk. 29 ZUITII ■ Ww ■■Wl G Elegante karierte Gummimäntel (Wolle mit Seide) __— Lodenmäntel für Damen und Kinder - Kinder-Gumml-Capes Modehaus I d Carl | • Nowack ■ d Giessen M 1624a Seltersweg 85 I Heuje entschlief sanft und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Ortsgerichtsvorsteher Karl Ludwig Vogt im Alter von 84 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: ' des Gießener Anzeigers. 1562D NAMM Kleine werlstätk - mutg au lauschen gesucht. Schristl. Angebote unt. 01043 an b. Gien. Anz. erbet. Alleinst. Iran sucht 1 Zimmer mit Koch- gelegenh. Schr.Ang. u.01068 a. d.Gn. Anz. Berusstättger Herr lAkademtkeri sucht für sofort mM. Wolin- und SüjlGfjimniet Nähe des BahnhssS. Telephon und Bad erwünscht. Schriftl. Angeb. unt. 01041 an den Gien. Anz. erb. taum Mer Gesucht w. z.Uberu. ein.Versandst. aller- orts eine Perfon, einer!, tn welch. Ber. od.Wobnort.Kenntn. n.STnvit. tt. erwrbeil. Einkorn, ca. 100—150 Doll, inonatl. Anfr. unter „Jorditistem" an „Ala". Dassel. Heizungsmonteur d. perfekt schweißen kann, sofort gesucht. St» Slolb, >«o9« Thörner Nachfolger, Ludwigslr. 40. Zang. SWieüe- geselle gesucht. 01071 Heinrich Wigatch, __BurgiolmS. Wir suchen p.l.März einen jungen Mann im Alter von 20 bis 25 Jahr, alö Kassier zurBegleitium eines Lastwagens. Solche, die । ine Kaution bis au RM. 2000 stellen können, wollen ihr Angebot unt. 0111!) an den,,Gieß. Anz." einreteben. Hausbursche ehrlich u. zu^e lass., s. leichte Arbeit gef. Hetzd & Eodu, Seltersw. 12. <» 91 Lehning tür Ostern von hiesiger Leder - Groß- bnnblung gesucht. — Bewerber mit guter Lchulbtlbiinawo! en schriftliche Angebo.e mit Zeugnissen unb Levenstaui u. 01076 an d. Gien. Anz. einr. El» Lehrling Sohn ordentlich. Eltern, kann zu Oitern eintreten. 15791) Jo null Möbritia, Spengler- unb In- igllattons meist er, Lich iOberh.). keHliMU für unsere Abteilg. Metallgießerei, Kupferschmiede und Pretalldreherei gef. Wilhelm Zimmer Ges. ni.befchr. Haftg. Gienen """ Bahnhofstr. 12 Duchbinder- lehrling kann eintreten bei Paul Richter, Buchbinderei und Papierhandlung Bisiuarckstr. 9. vl03s Durchaus branche- kundige MWkllll nicht unt. 22 Jahren f. Manufaktur waren unb Konfektion zum 1. Avril ober früher gesucht. Erbitte Angebot mit Zeugnisabschrift u. Gehaltsansprüchen an Georg Krafft Wetzlar '«"D Suche f. Arzth. tarnet Pers.) alt., einfache Stütze d. kochen kann und Hausarbeit versieht. Hausmädchen vvrh. Hoh. Geh. Angeb. m. Zeiigntsabfckr. erb. Iran Dr. Braune, Herborn IN.). ,->7.-.l) Gesucht in kleinen, feinen Haushalt für tagsüber saubere Stan ob. ülitötoea mit Kenntnissen in allen in einem guten Haufe vork. Arbeit, einschließlich Kochen. Nur schriftl.Bewerb. mit gut. Zeugn. ob. Empiehl. unt. 1575D a. d. Gieß. Anz. erw. Mädchen für kl. HanSH. (zwei Pers.) gesucht. 01083 H. Rothschild, Großen-Bufett. Ordentliches, zuverl., kinderliebes Mädchen mit gut. Zeugn. gef. Kirchcnvlatz 12, II. Tüchtiges Mädchen für alle Arbeit gef. gute Zeugnisse erf. Frau Krailing Olm» Südantage 22 Jüngeres Mädchen f. leichte Hausarbeit für vormittag} gesucht. 01106 Walltorstr.32 I.St. Suche besternpfohl. wn bas selbständig gut kochen kann u. Hausarbeit m.iiberntmmt. Hausmädch.vorhand. Iran (5mmV Noll, Moltkestr. 14. ,o,.I) Aeltercs Mädchen ober alleinstehende Frau ziirHau?at bett 11. Aiitpilege älterer Iran in Privat haushalt nach Wetzlar gefuch'.. Näheres Frankfurt.Str.63l Aelteres.erfahreneS Mädchen das kochen kann und umsichtig tu, b. hohem Lohn in kleinen herrschaftlichen Haushalt anfS Land gesucht lmögl. Daueritellg.) Schristl. Angeb. unt. 1548D a. d. Olten.Anz. Feinkosthaus sucht zum alsbaldig. Gintr.etniniclligeut. Lehrmädchen aus guter Familie. Sckriftl. Angeb. unt. 01110 a. d. Gteß.Anz Heinridi Vogt und Frau Anna geb. Schön Heinrich Schmidt und Frau Elisabeth geb. Vogt Wilhelm Bohle und Frau Lina geb. Vogt Ludwig Vogt und Frau Marie geb. Trost Christian Bohle und Frau Anna geb. Vogt Friedrich Vogt und Frau Else geb. Galonske und 16 Enkel. Lich.Nieder-Weisel, Domäne Ober-Gembeck (Waldeck), Schlüchtern, Gut Höhe (Waldeck), Bernsburg (Kreis Alsfeld), den 10. Februar 1928. Die Beerdigung findet in Lich Montag, den 13. Februar 1928, nachmittags 31/* Uhr statt. 1600D 16250 | Kaufgesuche |Verschiedenes| vor Will. Schreiben Sie sofort! 7 IM Kisten verkaufen. 0“’w| Bnddcstrakc 4.1 au Gesunden: Portemonnaie mit Inhalt. Abznh. geg. Jns.-Geb.Zuer'r.i.b. Gefchllsst.d.G.A."'^ Die morgige Wanderung muh der un- gängigen Witterung wegen geändert werden. Abm. 10'/« >!hr: Gabelg. Licher S1 r.—K aiserallee. (Sieben, den 7. bruar 1928. 34 Stück gut erhaltene eiferne Frühbeetfenster fertig zum Gebrauch, u. doppelseitige eis. Rahmen-Unterlage, als Gewächshaus- bedeckung verwendbar, bin. a. verk. '"w Gärtnerei, Kaiserallee 13. Betßiintmaibung. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der String Ludwig Jeige und deren Inhaber Ludwig Zeige in Gienen, soll nunmehr die Schlunverteilung erfolgen. Rach Befriedigung der benot - rechiigten Ansprüche bleiben den niditbe- uorredjttgten CSlnu- b 1 ge r n m i t Jt 3019(5.62 sestgestellten Forderungen 606.94 zur Verfügung oder zwei Prozent. Das Schlußver- zetchnts liegt auf der Gerichtsschretberet bei dem Hessischen Amtsgericht (Sieben zur Einsicht auf. Haus mit grob. Laden, un Sclterewcg, für Mito oder groüeö Detailgeschäft geeignet, zu verkaufen Schr.Angeb. u. 01112 an den (Sieb- An;. Eritauffithrung Äer Sexer (The Ringer) Striminalloiiiöine in 4 Akten (6 Btidernl von Edgar Wallace. Bauplatz ca. 500 qm im Südviertel Nähe Bahnhof, zu verkaufen. Schr. Anfr. u. 01101 an den (Sich- Anz. Stadttheater Toitutaa, 12.Fcl>r. Anher Abonnement äremOenootfielluno von 18 bis geg. 21 Uhr Sehr gut erhalten., weiher Kinderwagen unb Kiuderbadc' wanne au verkauf. Zu ertragen tn ber Geschäfts eile des Gieb. Anz. 1512D Mittwoch lo.Sebr* 18.mUi. Hasenstall z.verkauf. Wcferitrabc 9 11. abends nach U Uhr u. Sonntags. [01108 SWW» ca. 2 m breit u. ca. 1.50 m hoch, au kauf. ges.Pl,. Bolkmann. Heuchel >eim, Lirtl- helmstrabe 34. """ Gut erhaltene LkieggWieilk für sofort gesucht. Schr. A'igeb. unter 01072 a. d. Gieb. Anz. GmaMe- o-sn fast neu, für Kolileu feiieruug, Grö;e 2X1 in X450 m/m billfgzitvertan en Schr. Ang. u. 01090 a.d.Gieb ÄNA. erbet. Zwei gut erhaltene GaMWkN öuberft vretöw. ab- zttgeb.Bes. 13 15Uhr. Q1033 Plicenftr. 3. Fast neues Maskenkostüm «Maharadscha) billig au verkaufen. Anzu- feben 12-1 U. ,16a.d.Gien.An;. I Verkäufe | Pferd Kohl-JuchS-Wallach, au verkauf, bei 01068 Landwirt Scbcrcr, CapyeiJHarbnrg. Ein erftkl. trächtiges ^änd ‘“,D anfangs Avril kalb., hellgelb, Simment. Rasse, leicht, gefnbr. stehtzuverkauienbei Rich. Metvßer, Fijttnzenberob.Bntgb. Villen und Etagcubäu er, mit stetwerdenden Wohnungen, sowie eine gutgehende Wirtschaft, m. über 300 hl Bterumiatz, unter giinft. Beding. au verkattsen durch G. Katz. oines Lu düngst r. 45. Heute abend SV,.U. im Slfm. Vereinöh. Mitglieder- versawmluny. LffSkkK'WZ Moutagabcur: Singstunde. htrlsi 1790. ,t„p Witwer, Anfangs 40. Handwerker unb Geschäftsmann in guten Verhältnissen, mit eigenem Heim, wünscht sich bald wieder zu verheiraten. Erwünscht wäre ein Arant. od.auchWwe^ nicht unt. 34 I., am liebsten vorn Lande. Schr. r'lngeb. u. 0)084 an den Gieß. Anz. Mädchen vom Lande, 22Jahre alt, sucht nut nettem solidem Herrn bekannt au werden, ^ehr gut. Bertnögen Vorhand. Lchr. Ang. u.01089 a. d. G. Anz. Hans mit freiwerdender Wohnung im südl. Stadtteil zn kansen gesucht. Schr.Angeb.u.l608v a. d. Gies;. Anz. erbet. Hatos in Gießen zu kaufen gef. Schr. Angeb. u. 01082 a. d. Gieß. Anz. Gebr., gut erhalt. Motorrad »u kaufen gesucht. Schriitl. Angeb. mit näheren Angaben u. Preis unter 01067 an den Gieß. Anz. erb. Guterhalten HM au kaufen gesucht. Schr. Angb.m. Preis u.01073g.d.Gieß.AnA. | m. ?6 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, U. Februar 1928 Hessischer Volkshumor. Don Professor Dr. Alfred Götze, Gießen. Soeben beginnt nach langen Vorarbeiten das Hessen-Nassauische Volkswörter- b u ch') zu erscheinen, das neben der Volkssprache der preußischen Provinz Hessen-Nassau auch die Mundart Oberhessens darstellt. Die Abgrenzung war schwierig: sie muhte sich mit den unglücklichen politischen Grenzen Hessens abfinden. für die nicht die Gelehrten des zwanzigsten, sondern die Staatsmänner des neunzehnten Jahrhunderts verantwortlich sind, von denen wir aber nicht koskommen. weil Wundartwörterbücher heute nicht ohne die Hilfe der Körperschaften der Heimat arbeiten und erscheinen können. So bearbeitet nun die Marburger Privatdozentin Fräulein Luise Verthold die Reg erungsbezirke Wiesbaden und Kassel (diesen mit der Herrschaft Schmalkalden), dazu den rheinischen Kre.s Wetzlar und die hessische Provinz Oherhe sen. Für das künftige Südhessische Wörterbuch bearbeitet Privatdozent Dr. Friedrich Maurer in Gießen die hessischen Provinzen Star'enburg und Rheinhessen Er steht, abgesehen davon, daß er der Marburger Wörterbuchzelle unablässig Hilst, in enger Arbeitsgemeinschaft mit Studienrat E. Ehr ist mann, der in Kaiserslautern das Rheinpfälzische Wörterbuch vorbereitet. Dessen Stoff kann damit an seinem natürlichen Mittelpunkt zusammenströmen: für Oberhessen ist uns leider ein Gleiches versagt, und auch daß die räumlich entlegenen Provin en Rheinhessen und Starkenburg in Gießen Bear eitet werden müssen, hat seine unleugbaren Sa)wierigkeiten. Aber all das wird mehr als ausgewogen durch die freudige Bereitwilligkeit der Lehrerschaft, ohne Rücksicht auf die schwarz-weißen und rot-weißen Grenzpfähle mitzuwirken an dem großen Werk, mit wahrhaft idealem Sinn, mit warmer Hingabe und zuverlässiger Kenntnis ler geliebten Sprache der Heimat. Wenn das 1 e.k gut hinaus- •) Hessen-Nassauisches Volks- Wörterbuch aus den für ein Hes en- Rassauisches Wörterbuch mit Hilfe aller Volkskreise und besonders der Lehrerschaft von Ferdinand W r e d e angelegten und verwalteten Sammlungen ausgewählt und bearbeitet von Luise Verth old. Lieferung 1 (— Dand II. Vogen 1—4:15 — laut). Marburg. Clwert, 1927. 2.50 Mk. 81 Oer Faszismus und die Krise des modernen Gtaaisgedankens. Don unserem römischen ^-Korrespondenten*. II. Dom liberalen zum faszistischen Staat. Wie für den Menschen, so ist auch für den modernen Staat der erste Schritt ins Leben der erste zum Grabe. Unter moderner Staatsform verstehen wir dabei diejenige, in der im Gegensatz zum alten Herrschaftsstaat die M e n s ch h e i t s r e ch t e als die belebende Kraft wirken. Rur reine Gewalt verbürgt Dauerhaftigkeit, das heißt, das Leben eines Gewaltstaates währt so lange, wie das der Gewalt selber: der auf den lebendigen Dolksbegriff fußende Staat hingegen stirbt um so früher, je willfähriger er sich dem Volkssouverän gegenüber benimmt, je mehr Rechte er ihm einräumt. Seine Lebensdauer hängt nicht von der Zufuhr neuer Energien ab, sie wird im Gegenteil um so größer sein, je mehr Hemmungen er dem Volkswillen auferlegt. Eine autonome Dolkskraft würde ohne Hemmschuhe, ohne Gewaltanwendung also, den Staat sofort bergab in den Abgrund reißen. Um das zu erreichen, braucht es nur einen entschlossenen Lenker, der die Vremsen abnimmt. Lenin kam auf diese Weise in wahnsinnigem Tempo ans Ziel, Mussolini, klüger, lotterte die Vremsen nur so weit, daß das Abgleiten des liberalen Staates nicht fturzhaft. sondern nur so schnell vor sich ging, um es beobachten zu können. Der Auslösungsprozeß, um ein anderes Vild zu gebrauchen, sollte sich in legitimer Form vollziehen. Das war außerordentlich wichtig, als Beweis für die Behauptung. daß hier einer starb, ein Staat, weil er krank war. nicht weil ihn ein Revolutionär ermordete. Die Welt war Zuschauer an diesem Sterbelager, wir konnten mit dem Kurvenblatt in der Hand den Ablauf des modernen Staatsgedankens verfolgen, m blitzschnellen Düd:rn zog an uns vorüber, was den europäischen Staatsgebilden noch bevorsteht. Italien hat uns gezeigt, wie das Ende unseres stattlichen Organismus aussehen wird, gegen das wir uns noch mit Händen und Füßen sträuben, obwohl wir diese Krise bereits klar erkannt haben. Am Ende des modernen Staates steht immer das Richts und damit, das ist das Tröstliche, der Aufstieg zu Reuem. ES war aber nicht nur Klugheit, sondern auch Mangel an Kraft, was Mussolini bestimmte, von einer sofortigen llm^lzung. einer Staatszerschlagung nach erkrankten Wurmfortsatzes zum Ziel hat und heutzutage einen völlig gefahrlosen Eingriff dar- stellt. in der großen Mehrzahl der Fälle erforderlich und von lebensrettender Wir- kung. Leider wird im Gegensatz zu früher diese tausendfältig erwiesene Tatsache in neuerer Zett nicht mehr genügend gewürdigt, und nur zu oft verfallen Kranke dem sickeren Tode, weil sie den Versuch gemacht haben, sich selbst durch Hausmittel aller Art zu behandeln, oder dem Rate der Kurpfuscher zu folgen. Statistische Ermittlungen aus den letzten 3ahren lassen 6entließ erkennen, datz gerade aus diesem Grunde die Sterbllchkeit an Blinddarmentzündung in Deutschland erheblich zugenommen hat. Daher sei im 3nteresse der Erhaltung ter Volksgesundheit, wie der Gesundheit des einzelnen ganz besonders eindringlich davor gewarnt, auch nur bei dem geringsten Verdacht einer Blinddarmentzündung sich anderer als ärztsicher Hilfe zu bedienen, und der dringende Rat erteilt, in allen Fällen so rechtzeitig wie nur möglich den Arzt in Anspruch zu nehmen. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Ubt mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloßen. RochmÄS die rStselhafien Stiefel Eine der vielen Zuschriften, die in der Angelegenheit der rätselhaften Briefe eingingen, wird veröffentlicht und damit der Fall abgeschlossen: Lieber Herr Reklamechef I Daß. Ihr Kathreiner gesund Ist und haß er auch nicht teuer Ist. das_br_a_uch_6n_ Sie den Leuten wlrklich nlcht Immer wieder zu sagen] Das weiß ja heute Jedes Kindl Die Leute wollen ja nur wissen, ob er tatsächlich gut schmeckt. Und da nutzt es garniohts. wenn Sie immer vom Hfblnröst- bitteren Aroma*' sprechen. Das muß jeder selber probieren. j Also bitte, sparen Sie sieb I ruhig Ihre schönen Redensarten. mein guter Herr Reklamechef, Und sagen Sie den Leuten nichts weiter als: „Probieren Sie mal eine Tasse heißen Kathreiner.' richtig nach der Vorschrift gekocht, und Sie sollen mal .......7K, Die Firma Kathreiners TNalzkaffee-Fabrike» schreibt dazu: Wir freuen uns über jede Aeußerung von feilen unserer Kunden. Auch dann, wenn sie — wie in diesem Fall« — nicht sehr freundlich klingt. Nur möchten mir dem obigen Vorschlag noch hinzufügen: Man soll sich nicht gleich beim ersten ober zweiten Schluck Kathreiner ent- scheiden, sondern beim zwölften ober fünfzehn» ten. Am besten trinkt man mal ein paar Tage lang jeden Morgen eine Tasse und urteilt bahn erst. Denjenigen, die an starken Dohnenkaffee ge* vöhnt sind, empfehlen wir, zunächst Bohnenkaffee mit Kathreiners Malzkaffee gemischt zu trinken. Schon nach 2 ober 3 Wochen werden sie ganz von selbst auf das Richtige kommen, nämlich auf unvermischten, reinen Kathreiners Malzkaffee! W ' ■ a ilR h lAto* 'zoM ^^&*Anla9Qn mit Lautsprecher Icr. FABRIKATE flk Dsrfreitybos u. t)orfuhrg tzmerbindJ 9Qb^n bg. tion. nadjroiBy WI btt Än- ingingen, ill abge- nlohti. nröst' en. srso- Sie 8lc6 ensaft*- echef. sn n^‘,! 51» H1 relD8r' nrltt n na1 5? Doltz. J'nbDatni. ' d>e Öen ^Atten Ach Ml. W recht. ^Lode Tatlach« -F rett^ «Mich, r Wichtig. °ch«t iu 'm Stan!« Ninöbatm. lt Leib. ■ üntet. W die c Stuhl. chUebel. »erden rüh. e lich im e'genllr^ 'Zen 6hm- er DM- stets M, Benn auf mtzünd« kann, k rnung de Hal im! ngtifi dar- We ttjot. et Dir. rührt fckfe TON nut ja ch veil |it den lltch Syjifr drm Mc che Crmili- 'en deutlich Stunde die in Deutsch, het lei im tzesundheit, anj beson> , auch nur Mnddam- et M jii nteilt, b möglich h esund bt teuer n Leuten i'edejjo te jedes i jener ich I«1 Neu aufgenoumwii Damenkleider..............................................II80, 980, 395 Konfirmandenkleider in Wollstoff...........................98" Konfirmandenkleider in Köpersamt...................19“ Crepe de Chine- und Taffetkleider Wegen Neuaufnahme außergewöhnlich billige Preise 30 Marktstraße 30 1639a Voranzeige! Hotel Schütz W. P. A. zugunsten der Gießener Studentenhilfe Sonntag, 19. Februar 1928, in der Neuen Aula der Universität 15-18 Uhr: Kinderfest 19 Uhr: Wiener Prater-Abend W ener MuS'k und Tanz unter Mitwirkung bedeutender Wiener Künstler — Theater - Kabarett - Praterleben Tombola — Erfrischungen jeder Art Allgemeiner Tanz Anzug: Sommerkleidung oder Kostüme der Veranstaltung entsprechend, sonst Gesellschaftsanzug Eintrittspreise: d achmittags Kinder unter 12 Jahren 30 Pf., Ältere Kinder und Erwachsene 50 Pf., ab 19 Uhr 2 Mk. Vorverkauf In der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg. Studentenkarten imzd zum Preise von 50 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter Ueberraschungen Eintritt nur gegen Karten, die unentgeltlich bei dem Portier des Hotels ab Montag 13. 2., zu haben sind. Anfang abends 801 Uhr 16I4D ■!■■■ .......111 Hl ■■ LindenpLl Moderne auf bequeme Teilzahlung 16381 Büfett Kredenz oder Vitrine Auszugtlfch Ixderftühle WeriiNM-r \ A Gemeinnützige ■ 0 •B1aDWlfÄW Möbelverforgung ndusidl 5£s& Wer von “JUnen, -meine Examen, kann mir sagen, was wir unter. Kaffe ege nass“ verstehen ? Das Geirank darf nicht graubraun, noch pechschwarz aussehen, es muss vielmehr warmen, goldbraunen Schimmer zeigen. Der Geschmack soll nicht allzuhart sein, sondern voll und breit über die Zunge hinuntergleiten und eine kräftige, nachhaltige Gaumenfreude hinterlassen. Ein solcher Kaffee lässt sich überall leicht und bequem herdellen unter J-Cinzunahme von Webers karlsbader Faschings-Abend wieder statt 2 Original-Jazzbands Am Dienstag, dem 21. Februar 1928 findet in sämtlichen Restaurationsräumen der so beliebte Sperrholz in Etche. Gaboon u. Kiefer3-25mm '.Bretter und Dielen aller Stärken, r " 2 S schwedische und bayerische Hobel» • £ -j» breiter, SvaUerlatten, (Sidjen-- u Z -> «« Buchen- Schntliwaren liefern in B”äH allen Stärken li8?D ist i Wb W&Go., Sieben «5el Televdon 149. Latten in allen Stärken prompt lieferbar. Ganiiäis Verein Montag, den 13. Februar 1928, abends 8 Uhr im Kaufmännischen Vereinshaus, Nordanlage 43. ordentliche GkllklsiseilliMlllU Tagesordnung wird bei Beginn der Sitzung bekannt gegeben. 01044 llm zahlreiche Veteiligunq bittet der Vorstand. Sherlock - Gesellschaft m. b. H., Berlin Niederlage Martin Hell, Hießen Schuletrabe 11a Gießen, den 11. Februar 1928 01070 Zhre Verlobung geben bekannt 0111 Astoria-Neuyork (U.S.A.) 1596D Eingetroffen in riesiger Auswahl dm« der l 30 Marktstraße 30 1639a Elli Sieger Hans Rüspeler Daklforstraße 81 01061 Melitta Wagner Hans Eüsters Verlobte Besichtigen Sie meine Schaufenster und Lager Eine Ueberraschung für jeden sind unsere billigen Preise illillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllll Meinländer welche sich an der Gründung eines Vereins beteiligen wollen, werden gebeten, ihre Adresse schriffl. u. 01060 i. d.Geschäftsst. d. Gieß. Anzeigers bis zum Dienstag, den 14.bJXff. abzugeben. IlllllllllinilllllllllllllllllUllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilll Frühjahrs-, Sommer- u. Gummimäntel für Domen Verlobte Frankfurter Straße 134 Gießen Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst (Sari Weingärtner und Frau Anni geb. Burger Erstklassiger Bersicherungskonzern sucht in Organisation und Werbung erfahrenen Außenbeamien bei Gewährung hoher Bezüge. Großer Vertreterbesianb bereits vorhanden. Auch Mchffachleuten, welche sich dem Versicherungsfache beruflich widmen wollen, wird Gelegenheit zur Einarbeitung mit Aussicht auf spätere feste Anstellung geboten. Gefällige schriftliche Angebote unter 01034 an den Gießener Anzeiger. Sämtliche Typen unserer Valvo-Röhren besitzen den unverwüstlichen Heizfaden Besichtigen Sie unsere Neuheiten auf der Leipziger Messe, Haus der Elektrotechnik, Stand 138. KMiMMIM 6.m.i.8. Hamborg Hamburg 15 Hammerbrookstraße Nr. 93 525A ffe-S«5'*’ tS jrlr«** 1#!*$ gltld) ■,s” Für die anläßlich unserer Silberhochzeit In so überaus reichem Maße bargebrachten Glückwünsche sowie für die zahlreichen Geschenke sagen wir allen herzlichsten Dank Lollar, den 11. Februar 1928 Ludwig Niederhöfer und Frau 01097 Gertrud Ziegler Wilhelm Erb Gießen Michelstadt i. O. Steinstraße 31 Weitershain im Februar 1928 bellen Bonbons wohl Bei nusien ß. eetni wenn auf der Packung steht wl IUI Sie tun sehr rasch den Husten lindern bei Dir und auch bei Deinen Kindern! Orig.-Paketch.50 Pf. in jeder Apotheke u.Drogerie Hersteller: Chemische Fabrik, Rassolwerk, Gießen. 83 D duwider Kaffee Hag, der feinste Bohnenkaffee zu RM 1.90 ist stets anregend, aber nie aufregend, w’Xm. Vortrags-Vereinigung (Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein. Ortsgewerbe-Verein) Mittwoch, den 15. Februar 1928, abends 8 Uhr in der Neuen Aula der Universität Lichtbilder-Vortrag Von Dalmatien durch Montenegro, Herzegowina nach Süd-Mazedonien Herr Kurt Hielscher, Berlin 1591D Mitglieder: Eintritt frei auf zwei Plätzen, Kontrollabschnitt 5. Beikarten zu RM. 0.50 Nichtmitglieder: Karten zu RM. 1.50 an der Abendkasse Studentenkarten zu RM. 1.— bei Herrn Sekretär Ritter Kurt Hielscher ist der bekannte Verfasser und Herausgeber der großenTiefdruckbilderwerke „Jugoslavien", .Das unbekannte Spanien*. .Deutschland*, .Italien* u. .Rom* Gesellschaft der Gieheuer Kunstfreunde Licbtbfldervortraä des Herrn Professors Dr. Julius Baum Direktors des Museums zu Ulm, über 1612D die Kunst der Völkerwanderungszeit Montag, 13. Februar, 8 Uhr abends, im neuen Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 1 Mk., Studentenkarten 30 Pfg. Karten bei Challier oder an der Abendkasse. DenMer Bund für Christi, evangeliscne Erziehung in Haus und Schule * Ortsgruppe Gienen Montag, 13. Febr., abends 8 Uhr, im Johannessaal Lichtbilder -Vortrag Thema: „Betiil und Müll der Christinnen Mutter" Redner: Herr Pfarrer Brandt Nieder-Erlenbach Eintritt frei! isssv Gäste willkommen! CAFE „ASTORIA“ Heute T A N Z-A BEND Voranzeige Mittwoch, den 15. Februar auf vielseitigen Wunsch 3. KINDER-KOSTÜMFEST 8 Uhr abends: Karnevalistischer Abend STRANDFEST TANZ oiii3 MMMkMWWMe.«. Samstag, 18. $e&r., 19 Lthr 58 Min. 2 Sek.: MtMM in den herrlich dek. Räumen -er Turnhalle. Noch nie dagewesene Lleberraschungen. Prämiierung der schönstenMasken. Mehrere Musikkapellen, darunter Oamen-Bläserchor usw. / (§s ladet ein das närrische Komitee. Eintrittskarten im Vorverkauf zu 1.50 RM. sind zu haben bei : Friseur Kleinschmidt, NeustadtZigarrengeschäft Stephan, Äahnhofstraße- Caf6 Müller, Vahnhofstraßei Ludwig Feige, Sonnenstraße und Friseur Langsdorf, Steinstraße. An der Abendkasse 2 RM. issbd Saalbau Sauer Morgen, Sonntag, den 12. Februar 1928, abends 8 Ubr, öcianftnltct der Liigentisch Mer Botow mit Inti Herrliche Dekoration / Feenhafte Beleuchtung Es ladet ein. Der Vorstand. ____ 01078 Gesangverein „Frohsinn“, GieBen gegründet 1884 1559D Sonntag, den 19. Februar, abends 19.61 Ubr en Masken Cai€Leib Eintrittskarten im Vorverkauf 1.50 fflk., ander Abendkasse 2Bk* Vorverkauf: Frisenr Ritsert. Ludwigstraße; Schuhmacher L. Becker, Neuen Bäue; Restaurant Stadt Marburg; Modehaus Salomon, Schulstraße; Zigarrenhaus Möser, Seltersweg. Kursbeginn: 1*7A Kurhaus Bad'Nauheim 117« Odeon- und Parlophoo-Apparnle und -Platten zu haben bei 1583D D. Kaminka, Marktplatz 11 itiH ’r sich rei. ligfifepielfiflBS Zschopauer Motorenwerke DKW« 1641D I i , / von der Eisenbahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, die ja doch auf Ihre persönlichen Bedürfnisse hinsichtlich Zeit u. Fahrtstrecke keine Rücksicht nehmen. Der moderne Mensch ist sich längst darüber klar, daß sich heute niemand den Luxus erlauben kann, kein Kraftfahrzeug zu besitzen. Wenn Sie mit offenen Augen durch die fortschrittlicheren Teile Deutschlands reisen, muß ihnen der rege Motorradverkehr auffallen. Alle paar Schritte werden Sie einem DKW- Motorrad begegnen. Dies muß Ihnen zu denken geben! Warum gestalten nicht auch Sie Ihr Leben durch ein Motorrad erfolgreicher und zugleich müheloser? Mit einem Motorrad können Sie Ihren Kundenkreis beträchtlich erweitern. Sie werden in 24 Stunden genau soviel erledigen können, wie sonst in einer ganzen Woche. Sie haben die Möglichkeit, nach Arbeitsschlußbequem Erholung in der herrlichen Natur zu finden und am Wochenende auf Tourenfahrten Ihre weitere Heimat kennen zu lernen: Das Leben wird Ihnen zur Freude werden! Durch unsere konkurrenzlosen Ratenbedingungen ist der Ankauf eines Motorrades von der Vermögensfrage nicht mehr abhängig. Hierüber werden wir Ihnen später berichten. Warum für Sie nur ein DKW- Motorrad in Frage kommen kann, werden wir Ihnen in 8 Tagen an derselben Stelle dieser Zeitung auseinandersetzen. Oder wollen Sie sich schon heute an unseren Vertreter wenden, Herrn Dipl.-Ing. Fritz Schilling, Gießen, Frankfurter Straße 23. Auto Tag und Nacht. Tel. 1744. 0616 1. Mai und 1. November. | Prospekte durch die Schalleitung, i LI IIHIIIIII HIHI IIIII Hill HIHIHI IIIIHIIIHIIIIIUIIIl uh Hunnin. Volkshochschulheim 1 Denkendorf bei Eßlingena.N. ß Abt. des Vereins zur Förderung der = Volksbildung E. V. Stuttgart nimmt erwachsene Mädchen jeden Standes zu fünfmonat- 1 liehen Kursen auf. | Behandlung E lebenskundlicher, erzieherischer und = volkswirtschaftlicherFragenausdem | Lebenskreis der Teilnehmerinnen. | Praktische Hebungen im Umgang ,= mit Kindern und in Familienpflege. = Praktischer und theoretischer Unter- ß richt in zeitgemäß. Haushaltführung. E Sam*»tag. den 18. Februar 1928, abends 8 Uhr 11 Minuten der große Kurhaus- Maskenball Höhepunkt der Winter Geselligkeit in Bad-Nauheim. Größte karnevalist. Veranstaltung Oberhessens. 6 Tanzplätzc, 6 Tanzorchester Kaffee- und Likörstube — Bierstube mit Wttrstelsiederei — Sektkeller — üeber- raschungon—Photo graphisches Atelier. Zutritt haben auch nicht maskierte Personen. Demaskierung 12.01 Uhr. — Friseur zum Abschminken im Hause. Eintrittskarten im Vorverkauf bis Freitag, 17. Februar abends, M. 4.50. Am Bailtage «Samstag» M. 6.00. Karten-Vorverkauf im Kurhaus tag.ich vörm. 10—12'/, Uhr und nachmittags 3—10 Ubr. Kaitenversand unter Nachnahme durch Geschäftszimmer Kurhaus (Tel. 2>82, ab 6 Uhr abends u.Sonntags2961). In G i e ß e n Zigarrenb. Loeb, Vertreter d. Hamh.- Amerika-Linie, Bahnhofstr.52a. ““D Nur noch heute und morgen Ein Mädchen aus dem Volke Kaiser Josef and die Schusterstochter sowie das gute Beiprogramm Sonntag, den 12. Februar 1928, vormittags 11 Uhr, veranstaltet die Direktion des Lichtspielhauses ihren III. Kulturfilm-Zyklus mit Vortrag des Herrn Dr. Otto Vaubel vorn Geographischen Institut in Gießen Zur Vorführung kommt: 1. I>as Wunderland des Nordens (Island); 2. König Dachstein Eintrittspreise auf allen Plätzen 50 Pfennig Jstoria - litfifspiele Drucksachen aller Att IKISMÄS die vrühl'sche Universitäts-Druckerei, R. Lange, Stehen, Schulst». MUSIKAPPARATE UND MUSIKPLATTEN Erhältlich in allen Odeon-, Parlophon und Columbia- Spezialhäusem sowie in den besseren Fachgeschäften. CARL LINDSTROM Ä.-G., BERLIN SO 36 Giefeener Konzertverein Sonntag, den 12. Februar 1928, nachmittags 5 Uhr, in der Aula der Universität: Siebentes Konzert Dr. Paul von Szent-Györgyi (Violine). Am Flügel: Siegfrid Meik. i Werke von Vitali, Lalo, Schubert, Kreisler und Wieniawski. Der Konzertflügel ist aus dem Pianolager Aug. Förster, Gießen. Eintrittskarten zu Mk. 4—, 3.— und 2.— bei Ernst , Challier und abends an der Kasse. — Studentenkarten zu Mk. 1.— bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweiskarte, isoan Lichtspielhaus, Bahnhaisirabe 34 Ab 1. März der grobe DKW-Film; Sing-Sing Das Haus ohne Hoffnung und das reichhaltige Beiprogramm 1619c Gesangverein Heiterkeit Samstag,den18.Februar1928 großer Maskenball in sämtlichen Räumen der Liebigshöhe Herrenkarten 2 Mark — Damenkarten 1.60 Mark Im Vorverkauf bei Friseur Fr. Büttner, Landgraf-Philipp Platz; । W. Pfeil, Walltorstraße; W. Wahl, Neustadt; Paplerwaren- , handlung Ad. Deibel, Marktstraße; und Fr. Arnold, Fried* richstraße. — Im Modehaus A. Salomon, Schulstraße, nur j Damenkarten erhältlich. 1584D Das Komitee. Klus Sie £ Handl"' der und ,lt rf ganz di HeraB matab dMr Leihst vanin'N Georg Saal bei Aale bi wertvolle niotkundl feil. ®rn seinem - das hu ha'le Ä bei in 9 Besuche' 5Mnb bildern -Sebouci neuen < begriffe weiterh! Sitten heute. Ivie we schönen zehnte ( mit diese verliert, ans Gec liche Pri ge'präche ordentlich wie auch Doilslebe fall. Te vollen T die W Dvllstui gerne zi M Die ' ausverk, Abend erschient denken zu lasse ein ho diesem - mit eine Wiener Ouvertü 1820 sei vcrschwa bei Aosc und anss Wieöerg DaÄelbe munde unter z Langat 3m zw mulijie flo.be d bedeute denn h ausgere führende Satz gel uni) Ho ebensalü funken gefliichen Mtiitäri sauber g in den 1 hielt sich Die C gut. Aä wob «01 41 Fort . DieKvc fort die ! ^chte ha Le zurüc Deut fenf lasse »!«*.bie|er .-ffitr [ uuntel °e »or mein ,**« Was °"te für den e Ke »u. B Er« ^stände A'eieln l Kaser hn9bS 5$ Sp “'inen 8ukn * As HÄ, wird erf( 'M Doll Nr. 36 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, u. Februar 1928 Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 11. Februar 1928. Oberhessischer Heimatabend. Die Ortsgruppe G eßen des Deulschnationalen Handlungsgehilfen-Derbandes. de ihre Mitglie- der und Freunde durch wertvolle Dorträge schon ost erfreute, hat sich am Donnerstagabend ein ganz besonderes Verdienst erworben durch die Veranstaltung eines ober hessischen Hei- matabends, zu dem der bekannte Heimatdichter aus dem Hüttenberg, Georg Heß von Leihgestern, als Träger der Veranstaltung gewonnen war. Cs waren prächtige Stunden, die Georg Heß seinen .'Zuhörern, die den großen Saal beinahe ganz füllten, bereitete. Zum ersten Male brachte er bei dieser Gelegenheit eine wertvolle Erweiterung und Vertiefung seiner hei- matkundlichen Darbietungen an die Oefsentlich- feii. Er gab nämlich zu Beginn des Abends in seinem Vortrage interessante Schilderungen über das Hüttenberger Volkstum, Der lern» ha'te Menschenschlag des Hüttenbergs wurde dabei in großen Zügen vor das geistige Auge der Besucher gestellt, insbesondere aber die seine Hüttenberger Tracht beschrieben und an Lichtbildern sichtbar gemacht, dabei jedoch auch mit Bedauern betont, daß diese Tracht infolge der neuen Zeitumstände immer mehr im Verschwinden begriffen ist. Wertvolles wußte Georg Heß weiterhin auch zu berichten über die Bräuche und Sitten im Hüttenberg vor vierzig Jahren und heute. Auch hier trat deutlich in Erscheinung, wie wenig vorteilhaft die neue Zeit für die schönen Bräuche und Sitten der früheren Jahrzehnte geworden ist und was unser Volkstum mit dieser Verflachung durch den neuen Zeitgeist verliert. 3m zweiten Teile des Abends wurden aus Georg Heß' Heimatdichtungen einige köstliche Proben geboten, die in Gestalt von Zwiegesprächen in Hüttenberger Mundart außerordentlich reizvoll waren. Die Vorträge sowohl, wie auch die Dichtungen aus dem Hüttenberger Volksleben fanden mit Recht sehr lebhaften Beifall. Georg Heß hat sich durch diesen wertvollen Vortragsabend ein neues Verdienst um die Pflege des echten und schönen heimatlichen Volkstums erworben. An den Abend wird man gerne zurückdenken. Volkstümliches Symphoniekonzert der Volkshochschule. Die Voltshochschule hatte wieder einmal ein ausverkaustes Haus. Ebenso wie am ersten Abend in der Aula, waren zahlreiche Zuhörer erschienen, um Meister Schuberts Werte im Gedenken an seinen l00. Todestag auf sich wirken zu lassen. Der Gießener Orchesterver- e i n hatte sich in liebenswürdiger Weise zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt und brachte mit einer Ausnahme weniger bekannte Werke des Wiener Liedmeisiers zu Gehör. Zunächst die Ouvertüre zur Zauberharse, ein Melodram, das 1820 seine Uraufführung erlebte und bann bald verschwand. Die Ouvertüre wurde jedoch später bei Rosamunde verwendet. Der immer fesselnde und ansprechende Melodienreichtum kam bei der Wiedergabe sehr schön und rein zur Geltung. Dasselbe ist von der Ballettmusik aus der Rosamunde zu sagen. Hier litt nur der erste Teil unter zu langsamem Tempo, wodurch eine gewisse Langatmigkeit entstand, die das Werk nicht hat. 3m zweiten Teil wurde dagegen frisch und exakt musiziert. Die sich hieran anschließe.,de Wiedergabe der Unvollendeten Symphonie in b-Moll bedeutete eine besondere Leistung des Orchesters, beim hier haben wir es mit einem Werk des ausgereisten Meisters zu tun, das an bic Ausfühl enben hohe Aufarbeitungen stellt. Der erste Sah gelang am besten, hier 'eien besonders Oboe und Horn hervorgehoben. Der zweite Satz war ebenfalls gut, nur im Tempo zu langsam. Die Pauken härrsig zu stark, sonst aber sehr ausgeglichen. Den Beschluß machte der bekannte Müitärmarsch, in straffem Rhythmus, und recht sauber gespielt. Das Publikum glaubte sich wohl in den Linierhaltungsteil versehr, denn es unterhielt sich stellenweise recht lebhaft. Die Gesamtleistung des Orchesters war recht gut. Bläser und Streicher wetteiferten, den ihnen Es zogen drei Burschen wohl über den Mein .... Roman von Erica G r u p e - L ö r ch e r. 41 Fortsetzung Nachdruck verboten Dietwart hob überrascht den Blick. Er übersah sofort die Wichtigkeit dieses Anerbietens. Allerlei Gerüchte hatten schon in den letzten Tagen die Stadt durchschwirrt, daß die französischen Behörden auf die zurück^lassenen Einrichtungen der ausgewiese- Deutschen Beschlag legen und sie später vertäu- fen/lasse würden. Diesem Schicksal konnte man nun Trr.ft diesem Angebote entgehen. Wenger schlug vor: „Wir lassen die Möbel heute abend, wenn es dunkel geworden ist, in einem geschlossenen Wagen vor mein Haus bringen und hereintragen. Meine Dienstboten sind unbedingt zuverlässig. Niemand wird erfahren, wo Ihre Einrichtung untergebracht ist! Wollen Sie, Herr von Schölzer?" ♦ * * Für den Janhagel von Straßburg gab es seit den Waffenstillstandstagen viel zu sehen und amüsante Tage der Abwechselung. Sie waren geeignet, für den einengenden Druck der vier langen Kriegsjahre zu entschädigen. Erst kam der Abzug der deutschen Truppen, der so eilig war, daß große Hceres- bestände zurückbleiben mußten und man Gelegenheit hotte, den Rest an wertvollen Stoffballen, an Stiefeln und Uniformen und dergleichen mehr in den Kasernen zu plündern. Dann folgte die Demolierung der Denkmäler aus deutscher Zeit, und man durfte den Standbildern der deutschen Kaiser an der Fassade am neuen Postamte ungehindert die Köpfe abschlagen. Es folgten die Einzugstage der französischen Truppen mii ihrem großen Klimbim und ihrer geschickten mise-en-scene Und nun kam eine neue Sensation auf, die sich immer von neuem wiederholte: der Abschub von deutschen Staatsangehörigen, die sich draußen an der Rheinbrücke einzufinden hatten. Auch diese Ereignisse wurden mit einer Emsigkeit bis auf die Neige ausgekostet die vom Haß gegen alles Deutsche, gegen diese jetzt so tief verachteten Boches, diktiert war. Geschichten aus aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Nm die Ehre des Hauses. (v) Budapest. Man soll die „Moderne" nicht immer in Paris, Berlin, Moskau oder allen alls Budapest suchen. Man findet sie manchmal auch an der Grenze des Balkans, wie folgende Geschichte beweist, die sich jetzt in Agram, der Hauptstadt Kroatiens (S. H. S.) abspielte. Der Buchhalter Zdenko O r i v a s o s k i war 65 3ahre alt geworden, als er beschloß, die hübsche 25jährige Milica Cernow zum Altar zu führen. Milica war aber nicht nur hübsch, sondern auch ein offener Charakter. So erklärte sie dem alten Zdenko von vornherein, daß sie einen Geliebten habe, den schönen Tomä, und diesen auch mit in die Ehe nehmen wolle. Lind der dumme — ober schlaue? — Zbenko war es zusrieben. Zwei 3ahre lebten bic brei glücklich mit- unb nebene nanber, bis — ber schöne Torna der hübschen Milica untreu wurde und „zwecks Heirat" mit der Tochter eines reichen Agramer Kaufmanns anbandelte. Wie eine Furie stürzte die Betrogene, als sie dies erfuhr, zu — Zdenko und forderte, er solle Torna gehörig „den Kopf waschen". „Geh hin," rief sie, „und fordere Rechenschaft von dem Schurken, ber b i e Ehre Deines Hauses besubelte, indem er mich hinterging." Unb ber fast 70jährige tat, wie ihm befohlen, mit dem Erfolg, daß Torna ihn einfach hinauswars. Run brütete das seltsame Paar Orivasoski Rache. Und am Tage vor seiner Hochzeit wurde Torna, als er des Aachts vom Hause seiner Braut heimgehen wollte, von den beiden überfallen und so übel zugerichtet, daß ihm u. a. ein Schlüsselbein brach. Die Richter hatten einen schweren Stand, aber schließlich mußten sie doch ein Urteil fällen. Und so erhielt Milica drei und Zdenko vier Monate Gefängnis — mit Bewährungsfrist. Mussolini verbietet das „Handeln". (h) Rom. Man kann bisweilen ber deutschen Sprache den Vorwurf einer gewissen Armut nicht ersparen. Cs gehört zu ihren Eigenarten, daß sie für zwei verschiedene Begriffe manchmal nur ein einziges Wort hat. Aber wo Schatten ist, da ist auch Licht. So ist es dieser „Spracharmut." des Deutschen zu verdanken, daß man z. B. folgende Scherzfrage Jtetlen kann: Was ist paradox? — Wenn Mussolini, der unumschränkte Herrscher über bas geeinte 3talien, über Tripolis, bie Cyrenaika, Cryttea unb verschiedene sogenannte „befreite Provinzen", wenn ber große Benito, der Mann ber Tat, das — Handeln verbietet. — Run, man könnte annehmen, er verböte es anderen unb behielte sich das Monopolrecht auf attives Handeln vor. Dem ist jedoch nicht so, lieber Leser, ber Duce verbietet i nur bas Handeln im unschönen Sinne kleinkauf- I gestellten Ausgaben gerecht zu werden. Cs ist dem Orchesterverein bantbar anzurechnen, bah er sich unter Leitung seines Dirigenten Hermann Weller so opferfreudig in ben Dienst ber kreisen Gelegenheit bot, Schuberts unvergäng- guten Sache stellte und damit breiten Volks- liche Werke kennen zu lernen Der Beifall war herzlich. B. Gictzcncr Wocherrmarktpreisc Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt bas Pfund: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse 60 bis 140, Wirsing 40, Weißkraut 20 bis 25, Rotkraut 35, gelbe Rüben 15 bis 20, Spinat 35 bis 40, Lin ter-Kohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 35, Rosenkohl 50 bis 60. Feldsalat 150, Tomaten 120 bis 150, Zwiebeln 25 bis 30, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kartoffeln 5 bis 5^, Aepfel 10 bis 20, Birnen 10 bis 15, Honig 40 bis 45, Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Eier 16 bis 17. Blumenkohl 60 bis 300, Salat 40 bis 45, Endivien 35 bis 40, Lauch 15 bis 20, Rettich 10 bis 30, Sellerie 20 bis 60 Pfennig. männischen Gebarens, das Feilschen. Die italienische Handelskammer und das faszistische Syndikat haben, einem Gebot des Diktators folgend. bei hoher Strafe, unter erschwerenden Umständen sogar unter Entziehung der Handelslizenz, unterlagt, andere Preise zu fordern, als in den Schaufenstern angegeben sind. Für Lebensmittel hat dieses jetzt allgemein erlassene Verbot schon seit längerer Zeit Gültigkeit, und es ist gar nicht abzusehen, was nun geschehen wird, da im letzten 3ahre allein in Mailand 51 Lebensmittelgeschäfte wegen „Preisschiebung" geschlossen wurien. Cs erhebt sich aber die Frage, ob Mussolini mit seinem Verbot nicht einen Teil der italienischen Seele getroffen hat. Der Fremde, der nach dem Heimatlande Dantes „pilgert", ist es gewöhnt, daß er den richtigen Preis einer Ware erst nach verschiedenen kürzeren oder längeren^ Konferenzen mit dem Verkäufer erfährt. Das Handeln in 3tali :n gehört zur italienischen Sv. ne, zur blauen Adria, zu Maccaroni und Lazaroni und zu den romantischen Trümmern des Forum Romanum. Lind eine andere Frage: nach einem ewigen mathematischen Gesetz müssen Kräfte, denen die Wege normaler Expansion gesperrt werden, nach einer anderen Richtung fließen. Wer garantiert jetzt dem Duce, daß die unterbundenen Energien der italienischen Handelsinstinkte nunmehr nach dem erwähnten Verbot sich in neuem, und zwar gutem Sinne auswirken werden? Herriot, Jean und die Lchokoladcntorte (—) Paris. Seitdem Herriot nicht mehr in die Räderspeichen der Weltgeschichte greift und nur noch als bescheidener Kultusminister der französischen Republik fein Dasein fristet, hat er s ein Herz für die 3ugenb entdeckt. Er ist überhaupt sentimental geworden, der alte Herriot, und so reifte er jetzt nach seiner Heimat Lyon und besichtigte dort die Schule, in der er einst Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt hatte. Die Lehrerin nahm gerade die Bruchrechnung durch, und Herriot fragte bei dieser Gelegenheit einen der Kleinen: „Wie würdest du dich entscheiden, stellte ich dich vor die Wahl zwischen einem Drittel und einem Achtel einer Schokoladentorte?" — „3ch würde das Achtel nehmen," war die Antwort. Die Lehrerin war entsetzt. Fast weinend wandte sie sich an die Klasse. „Seht ihr, wie oft habe ich euch erklärt, daß ein Bruch sich mit der Gröhe des Renners verkleinert, und der dumme 3ean hat es noch nicht begriffen. 3hm ist der achte Teil einer Schokoladentorte lieber als der Dritte." Da erhob sich der Geschmähte und rief, während ihm das Wasser die Wangen herunterlief: „Aber Fräulein, ich esse ja gar nicht gerne Schokoladentorte." — Tableau, und im Vordergründe ein lachender französischer Llnterrichtsminister. Bornotizen. — Die Vortragsvereinigung beschließt ihr dieswinterliches Vortragsprogramm mit einem Lichtbildervortrag von Kurt Hiel- s ch e r aus Berlin über das Thema „Von Dalmatien durch Montenegro, Herzegowina nach Südmazedonien". Der Redner ist der Verfasser der großen Tiefdruckbilder- werke .Jugoslawien", „Das unbefann e Spanien", „Deutschland", „Italien" und „Rom". Der Vortrag dürfte allseits Interesse erwecken. (Siehe heutige Anzeige!) — Zum Besten der Gießener Studentenhilfe findet am Sonntag. 19. Februar, in der Reuen Aula der Llnioerfitäc nachmittags ein Kinderfest und abends ein Wiener Prater-Abend statt. Lim ihres guten Zweckes willen sei die Veranstaltung zu starkem Besuche empfohlen. Man beachte die heutige Anzeige. ** Ferienkursus an der Landes- Universität. Die Universität Gießen veranstaltet vom 1. bis 13. Oktober d. I. für Einheimische und für auswärtige Gäste, für Deutsche und für Ausländer aller Nationen, einen Ferienkursus. Der Prospekt zählt in seinem Programm etwa 50 Dortrags- stunden Gieße r Professoren auf, weiterhin werden Lehrausflüge n Aussicht gestellt, künstlerische Dar- bietungen ' er Art. schließlich eine mehrtägige Rhein- un" Üainsahrt. Die Leitung des Kursus hat Professor .r. Ernst Küster übernommen (Gießen, Brandplatz 4). Prospekte versendet die Geschäftsstelle des Ferienkurses in Gießen, Bismarckstraße 22. ** Städtische Brennholzversteige- rung. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung in den Waldungen der Stadt Gießen (Hangelstein) wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter 16 Mark, Eichenscheiter 10 Mark, Buchen- Inüppel 10,50 Mk., Eichenknüppel 8 Mk., Buchen- stocke 7,50 Mark, Eichenstöcke 5,50 Mark je Raummeter: Buchenreisig 26 Mark, Eichenreisig 12 Mark die 100 Wellen. * Viehmärkte in Gießen. Am Dienstag und Mittwoch nächster Woche finden in Gießen Viehmärkte statt, und zwar am Dienstag Rindviehmarkt, am Mittwoch Schweinemarkt. * Deutschnationale Vvlkspartei. Man berichtet uns: Die im ..Postkeller" statt- gehabte Hauptversammlung erfreute sich eines recht guten Besuches. Wie aus dem vom Schriftführer erstatteten 3ahresberichte hervorging, war das abgelaufene T^reinsjahr, besonders infolge der hessischen Lanotagswahl, ein sehr arbeitsreiches. Die Mitgliederzahl war in erfreulichem Zunehmen begriffen. 3n der Frauen- wie in der 3ugendgruppe wurde eifrig gearbeitet, die ncugegrünbe.'e Arbeitergruppe machte gute Fortschritte. Die Rechnungsablage ergab einen kleinen Liederschatz. Bei der Vorstandswahl wurde der seitherige engere Vorstand wiedergewählt, im erweiterten Vorstände traten geringe Veränderungen ein. Rach Erledigung des geschäftlichen Teiles hielt Abg. Prof. Dr. Werner einen Vortrag über die politischen Verhältnisse im Weiche und in Hessen. Er wies zunächst darauf hin, daß es mit dem deutschen Volke nicht auswärts gehen könne, solange es in Deutschland noch Parteien gäbe, die sich ihre polittschen Tips aus dem Auslande holen. Der Hochkapitalismus habe in der ganzen Welt gesiegt, und der Völkerbund sei nur eine Organisation dieses Kapitcllismus. 3n großen Zügen ging er dann auf die außenpolitischen Verhältnisse ein, beleuchtete die letzte Rede Briands, die zeige, daß die Franzosen von der Zeit Ludwigs XIV. bis heute ihre Ansprüche auf das linke Rheinufer nicht aufgegeben haben. Die Politik von Locarno habe uns in eine Sackgasse gebracht. Zu innerpolitischen Fragen übergehend besprach er zunächst die Rotlage der Landwirtschaft, die keine Schuld trage an hohen Fleisch- und Getreide- Preisen. Sie kämpfe heute einen Derzweiflungs« kamps. . Die Frage des Einheitsstaates fei heute noch nicht geklärt. Solange Bayern, Württemberg und Baden nicht mitmachten, fei nicht daran zu denken. Man solle sich auch nicht der Hoffnung hingeben, daß dabei viel gespart werde. Die Verwaltung dürfte viel teuerer und umständlicher sein, wenn man z. B. bedenke, daß dann sicherlich viele Amtsgerichte in den kleinen hessischen Städten verschwinden und ihre Bezirke entfernt gelegenen Amtsgerichten zugeteilt würden. Richt zu verstehen fei es, daß man jetzt, wo man doch den Einheitsstaat und dadurch Sparmaßnahmen erstrebe, die hessische Gesandtschaft in Berlin aufrechterhalte bzw. wieder neu besehe. Alle 3uristen seien sich darüber einig gewesen, daß die letzte Landtagswahl in Hessen ungültig sei. Darum hätten sich auch die Abg. Sturm- sels und Schreiber durch nicht juristisch gebildete Parteifreunde bei den Verhandlungen im Staatsgerichtshof vertreten lassen. Recht müsse Recht bleiben. Die kleinen Parteien dürften nicht unterdrückt werden. Rachdem der Redner noch auf die Regierungsbildung in Hessen näher eingegangen war, schloß er seine Aus.ührungen, die noch eine lebhafte Aussprache herbeiführten. ** Oberhessischer Kun st verein; Die derzeitige Ausstellung, welche insbesondere Werte von Käthe Kollwitz enthält, ist morgen Sonntag, 12. Februar, zum letztenmal geöffnet. Mit ihr wird auch die Cinzeichnungsliste für den Mitglieder-Sonberdrucl von Rubens, Knabe mit Zeisig, geschlossen. hr. Der Wartburg-Verein Gießen unter der Leitung von Pfarrer Becker hatte für Mittwoch abend zu einem Musikabend ein* Raymond von Hammerschlag konnte sich nicht entsinnen, je in feinem Leben in einer ähnlichen Stimmung zwischen seinen eigenen Landsleuten sich befunden zu haben, als er am andern Morgen im Zentrum der Stadt die elektrische Bahn bestiegen hatte, um sich an die Rheinbahn hinausfahren zu lassen. Die Wagen der elektrischen Bahn waren überfüllt. Selbst draußen auf die Trittbretter hatten sich noch im Moment der Abfahrt einige Waghalsige geschwungen. Die ganze Stimmung, die um ihn herrschte, ekelte Raymond an. Er stand innerlich unter dem Druck des Abschiedsschmerzes von einem Freunde, mit dem er feit Jahren alle Erlebnisse geteilt hatte. Er stand unter dem Empfinden, Zeuge eines Schauspiels von ganz unerhörter Grausamkeit und Ungerechtigkeit werden zu müssen. Rings um ihn aber lachte man, schwatzte und begrüßte sich gegenseitig, da man jetzt lauter Gleichgesinnte traf, mit denen man sich im jahrelang unterdrückten Haß gegen die Preußen vereinigt fühlte. Man bediente sich teilweise des elsässischen Dialektes, aber man hörte auch sehr viel Französisch parlieren. Denn während Raymond, den Filzhut tie fin die Stirn gedrückt, um möglichst unerkannt und unbemerkt zu fein, von der Ecke seines Sitzes aus seine Umgebung musterte, sah er nicht nur einheimischen Plebs, wie er beim Einsteigen am ganzen Gebaren angenommen, sondern auch zahlreiche Vertreter der sogenannten guten elsässischen Bürgerkreise, die jetzt na- sittlich ostentativ zeigen mußten, wie fließend sie das Französische beherrschten! Alles war bunt zusammengewürfelt. Herren und Damen. Letztere bereits in Kostümen und Modellen, die eiligst der neuesten importierten Pariser Mode entsprachen, in hochschafügen Stiefeln, an dem Muff ober dem Ende des Pelzkragens die unvermeidliche, kleine blau-weiß-rote Kokarde. Mädels, die bisher draußen in den Schittiateimer deutschen Munitionsfabriken einen guten Lohn eingesteckt hatten, und diese Tatsache damit quittierten, daß sie als die ersten mit öffentlich die französischen Kokarden rrügen. Unb ihnen als Partner Kleberplatzbrüber, Taugenichtse, Tagebiebe, unsichere Elemente, die sonst faul auf dein Kleberplatz herumlungerten unb immer auf ber Bildfläche erschienen, wenn's irgendwo etwas zu rauben, zu plündern, zu stehlen, kurz, wenn es etwas „billig zu verdienen" gab. Schon seit einer Stunde trug jede Elektrische Menschenscharen aus der Stadt hinaus. Als Raymond draußen den Wagen verließ, stand bereits eine gaffende Zuschauermenge an der Rampe der Rheinbrücke. Am liebsten wäre er sofort wieder umgekehrt und aus diesem ganzen Milieu geflüchtet. War es möglich, das an diesem tragifdjen 'Anblick menschlichen Unglücks rohe Gesühlslosigkeit unb seelische Roheit sich derartig zu weiden vermochten? Von einem französischen Tuppenkordon unb dem Gitter, ber die Rampe sich hinaufziehenden Straße von ben an- bern abgeschnitten, wartete bie Gruppe berjenigen Deutschen, bie ihren Ausweisungsbefehl zu heute erhalten hatten. Man sah aus ber großen Anzahl, daß die französischen Behörden die unverkennbare Absicht hatten: jetzt mit diesen Boches im Lande radikal reinen Tisch zu machen. Raymond hob sich auf die Fußspitzen und überflog mit seinem Bück jene Gruppe. Er hatte es als ganz selbstverständlich gestern angesehen: Dietwart zu versprechen, daß er noch heute morgen hier her- auskommen würde, um ihm noch einmal zum Ab- schied die Hand zu drücken. — Der Nebel, der fich in ber ersten Frühe des Dezembertages über bie Stabt lagerte, begann sich zu heben. Aber umsonst versuchte bie Sonne mit ihrem helleren Schein durch- zubringen. Es blieb eine trübe, grau-freundliche Atmosphäre — der Stimmung der Situation entsprechend. Vollständig kahl und leblos reckten die Bäume ihre Zweige in die Winterlust. Das Gras auf den Abhängen rings war gelb und sahl. Vom nal)en Rhein her stieß immer wieder ein scharfer Luftzug herüber. Es war alles so traurig, so hoffnungslos, so nn- mirtlid, wie möglich. Da reckte sich eine Männer- Hand aus dem Gedränge der deutschen Schar. Dietwart hatte Ray.nond zuerst erblickt! Immer wieder hatte sein Blick abschiednehmend zum Gewirr der roten fpigaufragenben Giebel des Stadtbildes hin- übergeiehen. Immer wieder noch einmal den stolzen Bau des Straßburger Münsters gesucht. Wehmütig riß er sich los von dieser Stätte, die ihm feit seinen Kindheitstagen eine Heimat geworden war. Und schmerzlich suchten seine Gedanken noch einmal Melusine, die Geliebte, die ihm bie Treue, die ihm ihr Wort nicht gehalten hatte. Aber Raymond kam nun! Nie hatte der Freund ihn enttäuscht! Dietwart bahnte sich einen Weg zum Gitter und reichte Raymond die Hand hinüber. Ihre Blicke grüßten sich stumm. „Ich danke dir, daß du noch einmal hergekommen bist, Raymond!" Der andere vermochte kaum zu antworten. Er hatte inzwischen die Art und Weise verfolgt, wie das ©rüpplein Deutscher hier öffentlich behandelt wurde. Nicht nur, baß bei jedem eine genaue Visitation der Papiere vorlag.- Nein, auch sein bißchen Habe wurde genau kontrolliert, durchsucht, abge- mögen, unb jeber Gegenstand, ber die erlaubten vierzig Kilo überschritt, wurde heralisgerissen und von ber französischen Kontrolle mit einem eleganten Schwünge bem elsässischen Janhagel hinter ber Barriere zur freien Verfügung zugeworfen. Drüben, jenseits der Schranke, quittierte jedesmal aufbrüllendes Lachen den Vorgang, und Spott- und Hohngesänge auf die abziehenden Boches wurden immer wieder von neuem angestimmt. „Daß eine solche Ausweisung noch mit solchen Ge- meinheiten gegen euch verbunden sein würde, habe ich mir nicht vorstellen können", sagte Raymond ! halblaut, zum Freund hinübergeneigt. Dietnxirt lächelte verbittert. Der Pöbel um sie lärmte und lachte und gestikulierte. Ein besonders witziger Kopf hatte schnell ein Gedicht gezimmert, das der Situation entsprach, (fr sang die einzelnen Verse solo vor, und im Cho- rus wurde der Refrain mitgefungen. Da diese Worte immer wieder kehrten, verstand man sie zuletzt deutlich: „Schmeißt den Preußen in den Rhein — mitten nein! Recht weit rein! Vive la France! Die Schwade müsse zum Ländle nus!" Die beiden Freunde wechselten einen Blick. „Dafür hat mein Vater nun über zwanzig Jahre lang hier im Lande gearbeitet", sagte Dietwart endlich voll i Bitterkeit. I Ein halberwachsener Bursche, den flachen runden Hut in den Nacken gedrückt, wandte sich plötzlich neben Raymond zu einem seiner Kameraden herum und rief diesem halb ärgerlich, halb lachend zu: „Allez, hopp! Jetzt brüll' du auch mit, lavier! • Meinst, du bekämst deine zehn Franken, wenn du's | Maul hältst und nicht hier mittuft?" 1 (Foruegung folgt.; fltidben, der einen zahlreichen Besuch aufzuweisen hatte. Es sollte Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör kommen. Eingangs gab Piarrer Hertel ein knappangelegtes Lebensbild dieses vom Schicksal so hart mitgenommenen Mannes, der wie ein Wunderkind schon in seiner zartesten Sugenö alle Menschen durch sein gewaltiges Genie in Erstaunen setzte, der dann mit seinem Vater die großen Reisen in die Welt nach Wien. Paris, London und Italien machte, der lange und vergeblich nach einer ihm passend'n lung suchte und au gerieben durch ein i ngeheures Können und sein Heroes Schicksal als so arm starb, daß seine Witwe kein Geld hatte, ihm ein eigen Grab zu bestellen, ^lnd doch hat er die ganze damalige Welt mit seinem musilali- schen Geist erfüllt. Don seinen großen Werken kamen Instrumenlalwerle für Kammermusik zur Ausführung, deren Darbietung volles Lob verdient: die Mitwirkenden waren: Hans Eise (1. Violine), Hans Schott (2. Violine), Ottmar Engel (Bratsche), Walter Mank (Cello). Im ersten Teil wurden das Streichquartett Ar. I (Allegro moderato — Andante molto — Allegro) und das Rr. II (Presto — Adagio — Tempo di Menuette) gespielt. Die Pause füllte ein Abriß aus der bäannlen Mörikeschen Novelle „Mozarts Reise nach Prag" aus, die Einblick in ein sonnig-1rohes Künstlerleben gewährt. Es folgte das Streichquartett Ar. IV (Andante grazioso — Allegro Rondo), den Beschluß machte das Quartett Rr. XIX (Allegro — Andante — Menuette — Rondo), das besonders fein wiedergegeben ward und großen Anklang fand. Wit herzlichen Worten des Dankes konnte der Abend geschlossen werden. Wirtschaft. Normaie Reichsbankenilastung. Wenn die R e i ch s b a n k seit Beginn des Jahres trotz der im allgemeinen sehr günstigen Verfassung des Geldmarktes und der damit in Zusammenhang gebrachten Frage einer Dis -- kontermähigung eine abwartende Politik geübt hat, so hat sie, was der vorliegende Ausweis der Reichsbanl für die erste Februarwoche bestätigt, recht getan. Die Entlastung ist wohl als normal zu bezeichnen, aber unter Berücksichtigung der faifoin- müßig für die erste Februarwoa^e gewöhnl,ch eintretenöe starle Entlastung nuih der Umfang der Entlastung als mäßig bezeichnet werden, die Erwartungen der Börse auf einen besonders starten Rückfluß sind nicht in Erfüllung gegangen. Die relative Entlastung ist die geringste seit einer Reihe von Monaten, sie stellt sich, absolut betrachtet, auf nur 4 Prozent. Wenn sich auch in den letzten Tagen nach der vorübergehenden Versteifung eine etwas leichtere Lage am Geldmarkt ergeben hat, die sogar zu einer Senkung der Zinssätze für beide Sichten von Privatdiskon- ten geführt hat, so ist doch der unvermindert bestehende Geldbedarf der öffentlichen Kassen für die Gestaltung des Geldmarktes in den nach* sten Wochen von Bedeutung. Daß der Geldbedarf der öffentlichen Kassen auch weiter an» hält, geht aus der nur geringfügigen Zunahme der Giroverbindlichkeiten der Reichsbank hervor. Vergleicht man den gegentoärtigen Stand des Reichsbank-Status mit dem in der gleichen Zeit der Vorjahre, so find die Dergleichsmöglichkeiten nicht allzu groß, da der Februar des Iahres 1925 einen Tiefpunkt der Konjunktur aufzuweisen hatte, während der Februar des Iahres 1926 im Zeichen einer ansteigenden Konjunktur stand. Wir befinden uns gegenwärtig im Stadium einer gewissen Stagnation unserer konjunkturellen Entwicklung, so daß der Kreditbedarf der Wirtschaft an sich infolge feutes verkleinerten Volumens einen geringeren Einfluß auf den Aeichsoank-Status hat. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die sich bereits längere Zeit an der Effektenbörse breitmachende L u st l o s i g k e.i t und allgemeine Zurückhaltung nahm in dieser Woche ein kaum mehr zu überbietendes Ausmaß an. Diese stark gesteigerten Ermüdungserscheinungen der Börse waren wieder im wesentlichen daraus zurückzuführen, daß sich das private Publikum wiederum nicht, wie man es vielfach in Dörsenkreisen gehofft hatte, aus seiner teilnahmslosen Haltung herausreißen ließ, so daß auch die Spekulation in ihrer Enttäuschung darüber in eine immer größer werdende Lethargie versank. Der Gefahr, daß die Kurse unter dem starken Druck einer fast vollkommenen Geschäfts- losigkeit von Tag zu Tag abbröckelten, konnte d,e Börse dadurch entgehen, daß eine Reihe anregender Momente vorlag, die die Spekulation zu einigen Deckungskäufen veranlaßte. Das aus Publikumslreisen herauskommende Material konnte daher ziemlich reibungslos ausgenommen werden, und die Kurse blieben meist knapp behauptet. In einer etwas günstigeren Börsenperiode hätten diese günstigen Momente jedoch zweifellos eine bedeutend stärkere Wirkung im Gefolge gehabt. Sv verpuffte vor allem die wichtigste Meldung dieser Woche, die endgültige Annahme der Freigabevvrlage im Finanzausschuß des amerikanischen Senats, fast wirkungslos, und nur vorübergehend konnte sich daraufhin in den von der Freigabe betroffenen Werten (Schisfahrtsaktien, Scheideanstalt und Holzverkohlung) ein etwas lebhafteres Geschäft entwickeln, das sich jedoch nur in der Kulisse abwickelte, während die Kundschaft, wie schon betont, fernblieb. Einen günstigen Eindruck machte bann vor allem der dem Vernehmen nach bis jetzt gute Zeichnungseingang auf die neue Rcichsbahnc Mission, wobei man namentlich auf die starke Beteiligung des Auslandes hinwies und im Zusammenhang damit die Hoffnung aussprach, daß am Geldmarkt dadurch keine zu einschneidenden Folgen eintreten werden. Ferner wollten die Gerüchte, die von einer baldigen Diskontermäßigung der Reichsbank wissen wollten, nicht verstummen. Ein berartiger Schritt dürste jedoch in Anbetracht des letzten Reichsbankausweises. der die starke Anspannung des Instituts zum Ianua uHi.no an;eigt, wrn g wahrscheinlich fein, zumal die Reuyorcer Federal-Re- serve-Bank ihren Diskont erhöht hat. wodurch auch die Aussichten auf eine Diskontsenkung in England sehr gering geworden sind. Eine ziemlich unsichere Grundstimmung machte sich jedoch stärker bemerkbar, als die Verschärfung des Arbeitskampfes in der mitteldeutschen Metallindustrie bekannt wurde. Verstimmend wirkte ferner die in der innerpolitischen Lage eingetretene Spannung. Am Geldmarkt trat langsam eine Erleich terung ein, namentlich für Tagesgeld. Der Berliner Privatdiskont konnte schließlich auf 6 Proz. ermäßigt werden. Gegen Ende der Woche machte sich jedoch am Frankfurter Tagesgeldmarkt eine lokale Verknappung bemerkbar, die zum Teil aus stärkeren kommuna'en Bedars zurückge'ührt wurde. Gegen die vergangene Woche waren die Kurse zumeist behauptet, kleine Abbröckelungen gingen nur vereinzelt über 2 Proz. hinaus. Etwas anziehen konnten aus dem bekannten Grunde die Freigabewerte. An den Anleihemärkten konnte sich kaum etwas Geschäft entwickeln bei nachgebenden Kursen. Rur Türken lagen geringfügig erhöht. Am Devisenmarkt konnte die Mark stärker anziehen. * Handels- und Gewerbebank Gießen. In der gestrigen Bilanzsitzung der Handelsund Gewerbebank e. G. m. 6. H., Gießen wurde beschlossen, der am 2. März stattfindenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von Prozent vorzuschlagen. * 1 0 d. $). Dividende bei der Baye ° rischenNotenbank. In der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats der Bayerischen Notenbank wurde beschloßen, der Generalversammlung vom 10. März 1928 die Ausschüttung einer Dividende von wieder 10 v. H. für das Geschäftsjahr 1927 vorzuschlagen * Adlerwerke, norm. H ch. Kleyer A. G., Frankfurt a. M. Seit einiger Zeit liegt der Kurs der Adlerwerke vorm. Hch. Kleyer A. G. an der Berliner und an der Frankfurter Börse bemerkenswert schwach. Wie der LPD. dazu erfährt, drückte ein größeres, geschlossenes Paket, das zum Verkauf stand, bisher den Kurs, was bei der heutigen Börsenverfassung sehr erleichtert wurde. Weiterem zuverlässigem Vernehmen nach hat sich seit Bekanntgabe der letzten Verwaltungserklärung die Lage des Unternehmens durchaus nicht zuungusten der Gesellschaft verändert. Bekanntlich wurde über die 1,1 Millionen Mark hinaus, die entsprechend der Zusage zu der letzten G. V. zu verwenden sind, 1926 '27 noch ein Reingewinn erzielt, über dessen Verwendung die Bilanzsttzung im Marz zu beschließen hat. * Holex Schokoladenwerke A.-G., Bad Homburg. Wie wir bereits meldeten, ist die Holex Schokoladenwerke A.-G. in Bad Homburg in Zahlungsschwierizke ten geraten. Das Werk war bereits im vergangenen Iahr ohne Dividende und halte wiederholt mit ganz erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dazu kamen kostspielige, zum Teil unrentable Tochter- unternehmungen, die die Schwierig? ihn noch erhöhten. Trotzdem aber wurden lost pielige Dc- triebsneuanlagen und Erweiterungen vorgeiwm- men, ohne daß der Umsatz hiermit Schritt hielt. Das Werk beschäftigt 320 Arbeiter und Angestellte. Die Verwaltung versucht nun feil mehreren Tagen mit ihren Gläubigern einen Vergleich auf der Basis von 40 Prozent zustande- zubringen. Die Passiva belaufen sich auf etwa 1,03 Mill. Mk., von denen etwa 300 000 Mk als gesichert gelten können. Sollte der Vergleich zustandekornmen. woran man immer noch zweifelt, so würden den ungesicherten Gläubigern etwa 300 000 Mk. zahlbar binnen Iahres, rist zur Verfügung stehen. * Peters Union A.-G., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht stand das Geschäftsjahr 1926/27 unter dem Zeichen eines ständig zunehmenden Angebots in Bereisungen. Die deutsche Gummiwarenindustrie habe hauptsächlich mit den französischen und amerila rischen Produzenten, und zwar nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland, zu konkurrieren. Durch Vermehrung der flüssigen Mittel konnte das Geschäft weiter ausgebaut werden, so daß der Umsatz sowöhl wertmäßig als auch stückzahlmäßig beträchtlich erhöht werden konnte. Es wurde ein Betriebsüberschuß von 5.791 (i. V. 5,123) Mill. Mark erzielt. Aach Abzug von 3,865 (3,343) Mill. Mk. Unkosten (diese Erhöhung sei einerseits durch die Vergrößerung des Bet-iebes und die Steigerung der Umsätze, andererseits durch' die höheren Steuern und gestiegenen Tarife für Löhne und Gehälter bedingt), 0,776 (0,687) Mill. Mark Abschreibungen und 0.285 (0,294) Mill. Mark Zinsen verbleibt ein Reingewinn von 864 522 (798 040) Mk., der sich durch den vorjährigen Vortrag auf 1 098 849 (1 025 527) Mk. erhöht. Hieraus ge.angen, wie bereits gemeldet, wieder 8 Prozent Dividende auf die Stamm- und 7 Prozent auf die Vorzugsaktien zur Verteilung. Dem Reservefonds werden 60 000 (200 000) und der llnterstützunasrücklage 100 000 (100 000) Mk. überwiesen, so daß 207 649 (234 327) Mark zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben. * Deutsch - belgische Zementverstän- d i g u n g. Die Vertreter der deutschen und belgischen Zementinduftrie haben sich in der gestern in Köln abgehallenen Besprechung über die Belieferung des holländischen Marktes für das Jahr 1928 grundsätzlich geeinigt, lieber die Art und Weise der Durchführung werden die Verhandlungen demnächst fortgesetzt werden. FrarMurtür Börse. Frankfurt a. TL, Tendenz: luftlos. — Zum Wochenschluß formte sich das Geschäft nicht beleben und die Börse verkehrte in außerordentlich ft i Iler und lustloser Haltung. Das Geschäft litt unter vollkommenem Ordersmangel, einer lebhafteren Entwickelung stand außerdem die stark angespannte innerpolitiscl)e Lage entgegen. Ferner verstimmte es, daß die Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes in der mitteldeutschen Metallindustrie vollkommen ergebnislos verlaufen find. Gegen die gestrige Abendbörse waren die Kursoeränderungen nur gering. Da verschiedentlich kleine Realisationen zum Wochenschluß oor- genommen wurden, ergaben sich teilweise 'Kursabbröckelungen, die kaum über 1 v. H. hinausgingen. So eröffneten I. - G. - F a r b e n , Ges- fürel, Daimler, Commerz und Dresdner bis 1 v. H. niedriger. Zellstoft-Waldhof büßten zum ersten Kurse 1,5 o. H. ein, auch Mannesmann 1,25 o. H. niedriger. Geringfügig im Kurse erhöhen konnten sich S ch i f fa h r t s w e r te. Oie Rentenmärkte lagen verödet. Im weiteren Verlaufe kam das Geschäft fast völlig zur Stagnation. Die Kurse waren etwas behauptet. Geringes Interesse machte sich nur noch für Schiffahrtsa-ktien geltend, ohne daß aber bei diesen Werten Kursveränderungen eingetreten wären. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6 v.H. Im Devisen- verkehr war die Reichsmark abgeschwächt, der Kurs stellte sich gegen Kabel auf 4,1945, gegen London auf 20,446. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,065, Madrid 28,66. London gegen Kabel 4,8740. Berlins Börse. Berlin, 11. Fedr. Schon im Vormittagsverkehr herrschte vollkommene Geschäfts st i l l c, die große Lustlosigkeit hielt weiter an. Auch für eine Samstagsbörse ist die Geschäftslosigkeit so bedeutend, daß sie alles bisher Dagewe- fene übertrifft. Die Zurückhaltung und Unsicherheit wurde verstärkt durch die unklare inne r p o l i t i s ch e Lage. Das Publikum steht der Börse weiter interesselos gegenüber. Die Spekulation scheint eher Neigung zu verspüren, ihre Engagements abzubauen. Zn vielen Fällen mußten die ersten Kurse gestrichen werden, von den Terminpa- vieren kamen allein 20 Notierungen nicht guftanbe. 2m großen und ganzen betragen die Kurs Veränderungen kaum über 1 o. $)., doch neigte die Tendenz eher nach unten. Etwas fester lagen Berger-Tief und Polyphon, die bis 1,5 v. H. anzvgen. Am Geldmarkt ist die Situation kaum verändert. Tagesgeld 5 bis 7 v.H., Monatsgeld 7,25 bis 8,5 v. H., Warenwechsel 6,63 o. H., Reportgeld 7,5 bis 8 v. H. angeboten. Deutsche Anleihen gehalten. Ausländer eher schwächer. Am Pfandbriefmarkt scheint etwas Ware herauszukommen. Im Verlaufe konnte von Geschäft kaum noch die Rede fein, Kursveränderungen ergaben sich nicht. Mainzer Eingemeindungsverhandlungen. WER. Mainz, 9. Febr. Die Pressestelle des Oberbürgermeisters von Mainz schreibt' Wie bekannt, werden seit längerer Zeit zwischen der Stadt Mainz und den Gemeinden Brehenhain, Hechtsheim. Weisenau Eingemeindungs- Verhandlungen geführt. Es haben mit den von diesen Gemeinden gewählten Kommissur-ren eingehende Besprechungen stattgefunden. Bon der städtischen Verwaltung wird gegenwärtig eine Denkschrift über den Stand der Verhandlungen ausgearbeitet, die demnächst der städtischen Eingemeindungskommission vorgelegt werden soll. Auch mit Ginsheim-Gustavsburg sind wieder Verhandlungen aufgenommen worden. Die Gemeinde Gonsenheim ist gebet m worden, eine Kommission zu bilden, um mit Mainz in eine Aussprache einzutreten. Spielplau der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 12. Februar, von 15 bis nach 17,30 IHjr: Madame Butterfly: von 19 bis nach 22 TIHr: Der Zigeunerbaron. Montag, 13., von 19,30 bis 22 Uhr: Ionny spielt auf. Dienstag, 14., von 19,30 bis gegen 22,30 LIHr: Hoffmanns Erzählungen. Mittwoch, 15., von 19,30 bis nach 21,45 Ähr: Ariadne auf Raxos. Donnerstag, 16., von 19 bis nach 22 Ähr. Der Zigeunerbaron. Freitag, 17.: geschlossen. Samstag. 18., von 18,30 bis 22,30 Ähr: Lohengrin. Sonntag. 19., von 19,30 bis 22,15 2hr: Fidelio. Montag, 20., von 19,30 bis nach 22 ^Ihr: Turan- dot. — Schauspielhaus. Sonntag, 12. Februar. von 15,30 bis 17,45 Llhr: Im weihen Röhl: von 19,30 bis 22 ^Ihr: Schinderhannes. Montag, 13., von 20 bis nach 22 Uhr: Im weihen Rößl. Dienstag, 14., von 19,30 bis 22 übt: Schinderhannes. Mittwoch, 15., von 19,30 bis gegen 22 Uhr: Celestina. Donnerstag, 16.. von 19,30 bis 22 ühr: Schinderhannes. Freitag 17., von 19,30 bis 22,30 ttlhr: Kriemhilds Rache. Samstag, 18., von 19,30 bis gegen 22 ühr: Eelestina. Sonntag, 19., von 15,30 bis 17,30 ühr: Iugend: von 19,30 bis 22 Uhr: Schinderhannes. Montag, 20., von 19,30 bis gegen 22 ühr: Eelestina. Buntes Allerlei. Lin neuer Komet entdeckt. Rach einem bei der Astronomischen Zentralstelle K'.el eingegangenen Telegramm aus Algier hat der Astronom I i l i p p o s s in der Rocht zum 29. Januar im Sternbilde der Zwillinge einen neuen Kometen, den ersten des Iahres, entdeckt. Der Komet besitzt eine Helligkeit elfter Gröhe, ist also nut mit starken Instrumenten sichtbar. Die Ortsbewegung ist schwach. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 12. Februar. Sexagesima«. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarraskistent Hertel: 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pfarrassistent Hertel: 5: Pfarrer Mahr; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. — Johannes- kirche. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 11: Kinder kirche für die Lnkasgenieinde, Pfarrer Bechtols Heimer: 5: Pfarrer Ausfeld: 8: Bibelbesprechung im Johonnessaal, Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz: 11; Kinderkirche, Pfarrer Lenz. — Diefeck. 10: 7.30. — Alten Lufeck. 10; 1. — Kirchberg. 10; 1.30: Mainzlar. — Watzenborn-Steinberg. 10: Predigt; 11 Kinder- kirche. — Lich. 10: Pfarrer Naumann (Melbach): 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. Mittwoch. 8: letzte Bibelstunde. katholische Gemeinden. Samstag, den 11. Februar. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, 12. Februar. Sonntag Sexagesima. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe, Kommunion der Jünglinge: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt: 5.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — ftungen. 17.30: Andacht. — Laubach. 10: Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. ^onntaa^ienst >.'tcr.Uc u. *?lvotbr‘cn am 12.2.28 Pros. Dr. Honigmann. Dr. Gener. Engelapotheke. Zahnarzt: Dr. Gonier. ‘D Kurszettel der Berliner und Frantturier Börse. Sie feintet den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssuh 8 Prozent. l 932 *V-'o Rheinisch, 6dd -Bank 51,8 15.8 93,5 81,5 84 95,75 - 87,5 62 15,7 52.13 15 8 2. E ® .... 7 Bergmann .......g Elektr Lieferungen . . . lo Licht und äirai: - . . . 10 Hellen A Guill aume . . .6 Ges । - Cefterr., ä 100 Äronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten 111.. ' 69,14 2,59 112,67 80.74 71,39 12.438 73.35 ata BorkrtegS-Ob- 'igationen. rudioblbar 1932 '■ Schweu Bundcöb.-Anl. 1 I 1 - - - Rhein (£lettr. .... 8 Lchlei. Elektr......io Schulten . ...... 7 Siemens & Halste ... 16 288 160,5 97.5 178.5 283 189 178,9 283 161 97,25 I 178 282,25 J128.25 Ikr. tölaiußoff......15 Bem berg.........ß Setlfton Daldbof. . . . 12 Zellstoff Lschaffenbara . 10 Cbarlokiendurger Waffer 7 eflauer Gas . . . « IMS I 245.5 576 430 247 169.75 575 246 Devttenmarkl Derlm Telegraphische —Frankfurt a. HL Auszahlung. 4% Oeftereichlschc Goldrie 4.20°/oDcfkrr ich. Silberne 4 — 4.3 25,13 Tran radio 8 Labmeuer & lo. ..... .9 129.25 172.9 89.75 65 129.2 | 172 89 65,65 10. Febr 11. ff-br. 4% Oesterreich eini.eitl Rte **!<. Ungarische Goldrie 4°,'» Ungarische Swcncr d 1910 «W/f deSgl von 1913 4% Ungarische Rrorienrie 4”/ Turk XoUanlcitic 0 1911 4% liirt Bagdaobabn.Dnl. 25,25 — Buderus ..... 0 Ternsche Erdöl....... Essener S ein kohle ... - 8 Gelsenkirchener f. »4 A 4 Harvener .... 8 Hoesch Eisen . .......5 Alse Bergbau ....... .8 129,25 133 Daimler Motoren...... Demag .....0 Adlerwerke Aleve». .... 0 LUdw «oeirt ..... 1< 9 One «4.6 — 1.5 — 1,65 13,2 25.13 133 185.5 129,5 139 5 133 140 128.25 132.5 184.5 HO 76,5 76.75 76,75 253 97 25 136,5 75 75 135,5 Wmiu-iHon Buen.-AireS Brff.-Antw ChrMtania Aopenbaoen 168,65 1.791 58,335 111,5« 112,19 168,99 1,795 58,455 111,72 112,41 168,70 1,791 58,35 111,45 112,21 169,04 1,795 68,47 111,67 112,43 <*i deSgl. 6crik il «• 0 Rumänen conven Rte 1QIO Rumänen Goldanl. □OB 1913 13,1 5.4 SH 13.9 13,13 13.7 13,25 ^löcknerwcrie ...... .5 Köln-Neuesscn ..... & t yj.onnedmann .f. •/, 4 ManS eldcr 7 il i 1 148.63 119,5 141 119.7.5 116,13 106,25 94,9 224.2 118.75 149,5 Leonbord Tietz .... 6 Uamaa-7' egvln ...... Franks Maschineu .... fi Wricncr ..... 7 28 13t 201,5 26.6 132 H 1 § Erixkdolm . HelfingsorS. Italien. . London. . . 112,54 10,553 22,185 20,422 112,66 10,573 22.225 20,462 112,38 10,555 22,195 20,426 112.60 10,575 22,235 20.466 — 16,75 Obcrschles Etsenb. Bedarf 0 Oberschlei Kolswcrke 0 Pdönii Beraoau f */» 9 3 '^ibemischk Braunkohlen u, ihöClHHübt 0 bftiltqeiTftaebt ...... 0 29 Neuaork . . >.190 4.l!'8 4.1903 4,I'j85 Sllg Leuuche Eisenbahn Hcunburg-LmerUa Pa':> t Hamb -Sudarn Damv sch 8 Hansa Damutichitt 6 — 106 Fungbans ...... 6 86 _ 85,5 Paris.... Schweiz .. 16,46 16,5 u 16,465 16,505 151.25 _ 151 149.75 94.2.) Lech werke ....... 8 — 60,58 80,7 1 80.600 80,676 _ — 2t)9,6 232,5 232,5 233,25 98, <5 232,75 Mainkratewerke ...... ü Mrag ...... tc utekarlulmer ...... x 115 140 — 139 — Svanten . Iavao . . 71,30 1,961 71,41 1.967 7t 28 1.964 71.42 1.968 Norddeutscher tlot)D 6 — 154.9 154 Ä 144 Riebeck Montan . . c 146 5 102,75 164.5 9!l 99 100 5 •Hio de Ion 0.5035 0.5055 U.5O33 0,50^5 Sllg Deutsche Trcduanü. 10 Sann r Bankverein in 143,5 115 144 ii;, 5 bereinigte Siablw. f. •/• 3 3 CtodI 'Uitneu 1 sh 102,5 — 102.13 Jetei« Union ....... 8 Sfbt Roeder ...... 1< 110.5 141.5 110.5 — Wien tn D.° Oe ft abfleft •>8.985 59,105 99,01 69.13 Berliner Handclöaescllsch. 12 Commerz und Prioar-Bk h — 266.5 ftoh LlschcrSteben . k — 43.9 43,9 & Haeffner .... 6 177 _ 179,25 Prag 12,417 12,437 12,418 12,438 176,5 '75,5 i;« z5 176 ftclrZDeneretieiH in — — Svdd *inder ... 0 140 138 Bel irad 7,358 7.372 7.36.' 7,376 S'annft u Raironalaank 12 2.30 5 '29.5 Kaliwerk ©aUocrfurtb ,2 — 182.5 183.5 Budaveit . 73,20 73.34 73,21 73,35 Deulichc Pani 10 D'ökonio-Geiellschaki Ant 10 Dresdner Bank 10 touttlbcutlcbt Lrrdilbanl 9 pterallbank . 8 NeichSbank...... l 1 16.' 158 162 h.2.2u 157.5 161,5 ö ltarbcn.gn6uftrtt l(> Tniiarnt, Nobel ... o Scheid anstau ....... ^olbichmidi .....(j Rutgerewerke ...... t> Meialloetellichof,.....10 60 I 259,5 260,5 248,75 Bantnoten. Bul arten Lissabon Danzig ffomt nrtn- Ätben Canado 3,032 13,58 81.60* 2,121 • 5,544 4.18t 3,038 ■ 13.62 3,027 19.58 3.033 19.62 81,77 2,126 6,b06 4,189 159 158,5 158.75 141.26 201 H2 I 95.75 । - Berlin. 10 Fcvr J__ »elv Brie öl, i 2,12 5,5» 1.18 61.01 2,122 5.544 I.I81 i26~l 193 126 205,5 126.75 198,25 205,5 194,25 — 112 5 96 95,76 Ämcrikanische Roren..... belgische Norcn...... Dänilche Roten ...... Englische Loten ...... I 4,175 ■W.2O 4,195 58.44 > 176 | 111,98 | 20.39 112,42 20,47 Urn uav (Mts 4,276 20.949 4,284 20 986 4,27» 20.95 4,284 20.99 BetoeDnno von Bonotöeiten. Auf Grund der Reichsoerdingungsord' nung sollen nachstehende Arbeiten für den Jleuoou eines zweiten Isolierhauses für die Medizinische Klinik in Gießen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: 1568V 1. (Erb- und Maurerarbeiten. U. a. 1315 cbm Erdaushub, 274 cbm Bruchsteinmauerwerk, 526 cbm Backstein- mauerwerk, 593 qm i-Stein starke Wände, 1150 qm Hohlsteindecken, 425 qm Keller- futzbüden. 2. Kunststcinarbeiten: 7 cbm Fensterbänke und Gurtgesimse. 3. Beton- und Lisenbetonarbeiten: U.a. 135qm Eisenbetondecken, Treppen: 37 Stufen und Podeste. 4. Zimmerarbeiten: 11. a. 90 cbm Bauholzlieserung, 4840 lfd. Meter Holz abzubinden, Dachschalung, Dachgesimse. 5. Grobschlosserarbeiten. 100 kg Anker usw., 100 kg Schrauben. Die Holzversteigerungen der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Qberficht. *) Die im Langeberg vorgesehene Versteigerung muß ausfallen; dafür kommen einige Hundert Forstwellen von dort in der Meilbach ungesehen zum Angebot Aenderungen bleiben Vorbehalten. Die Holzmengen sind meist nur eingeschätzt. Genaueres wird durch die Lrtsschelle bekanntgemacht. Auskunft über die Montage Ver- steigerungen erteilt Förster Stein, Hattenrod, über die Dienstags-Versteigerungen Förster Heuser, Fasanerie bei Lich, Fernruf Nr. 19 784D Nr. Datum Forstort Scheit und Knüp. Rm. Stock Rm. Holzmengen nach Schätzung Zusammenkunft 9 % Uhr Reifer Forst- Nutzholz Fstm. Well. well. V. Mo. 13. 2. Riedwald ........ 90 120 5000 200 20 Eiche-Schnitt- und Wagnerholz. 20 Fichten- Pfaffenschneise Hattenrod—Ettingshausen VI. Di. 14. 2. Konzebühl-Grundorn 200 100 4500 {langen 60 Buche-Schnittholz, 20 Eiche-Schnittholz, (Walderngang) VII.*) Mo. 20. 2. Distrikt Meilbach 16 20 8 500 1500 Bohnenstangen, Efchenstangen 80 Fichtenbauholz und --stangcn Kreisstraße Lich—Steinbach (am großen Teich) Kreisstraße Niederbessingen—Langsdorf (Wald- VIII. Di. 21. 2. Fuchsstrauch....... 40 20 500 2500 20 Fichtenstangen eingangs. Zusammenkunft 10 Uhr vormittags Bahn-Unterführung Lich—Garbenteich BlindelochSwiese: Alback—Hattenrod IX. Mo. 27. 2. Mvnchwald....... 100 40 1500 — 60 Fichtenstangen (Bau- und Spalierholz) X. Di. 28. 2. Höleö-Schwarzwald- Mühlberg ...... 180 30 3000 — 10 Eschenstamm- und -stangenholz Kreisstraße Lich—Steinbach (am neuen Teich) 6. Dachdeckerarbeiten: U. a. 907 qm Dach- u. Wandbeschieferung. 7. Spenglerarbeiten: U. a 190 lfd. Meter Hängekandeln, 64 lfd. Meter Abfallrohre, 48 qm Zinkdach. 8. Blihableiteronlage: 115 lfd Meter Kupfcrdrahtleituna. Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte, St.ephanstraße 18, zur Einsicht offen. Angebotsvordrucke, keine Zeichnungen, werden, solange der Vorrat reicht, dort vom Dienstag, dem 14. d. M. ab, abgegeben. Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei, bis zum Eröffnungstermin. Dienstag, dem 28. Februar 1928, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 10. Februar 1928. Hess. Hochbauamt Gießen. F. V.: Kuhlmann. Zwangsversteigerung 3£7 Am Donnerstag, dem 8. März 1928, vormittags 9 Uhr, wird auf dem hiesigen Amtsgericht, Zimmer 112 (1. Obergeschoß), das im Grundbuch von Gießen dem Hein rich Preis in Gießen zugeschriebene Anwesen Steinstraße 38, 503D Flur II, Nr. 36"/»w = 92 qm Grabgarten, geschätzt 1380 RM. Flur II, Nr. 36^ft°° = 263 qm Hofreite, geschätzt 18825 „ Flur II, Nr. 36-7/ioo = 44 qm Gtasgarten, geschätzt 660 „ Zusammen 20865 NM. versteigert. Die amtsgerichllichc Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausaehängt. Gießen, den 10. Januar 1928. I. A. des Hesi. Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Zwangsversteigerung K2*2 Donnerstag, den 15. März 1928, vormittags 9 Uhr, wird durch das Amtsgericht Gießen, Zimmer 112 daselbst, das im Grundbuche von Gießen der Zick, Katharine geb. Wehrum, Ehefrau des Franz .l'aver Zick in Frankfurt a. M. zugcschric- bene Anwesen Koplansgasse 19 Flur 1, Nr. 680 - 116 qm Hofreite Flur 1, Nr. 681 = 19 qm Grabgarten, geschätzt aus 10 050 Mark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. 15800 Gießen, den 8. Februar 1928. I. 21. des Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Bekanntmachung. Dienstag, den 14. Februar 1928, findet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. Auftriebszeit am Markttage von 8 bis 9>3 Uhr vormittags. — Durch Einschränkung der Schweinemärkte auf monatlich einen Markt fallen die für Mittwoch, den 15. und 29. Februar 1928, vorgesehenen Schweinemärkte aus; der nächste Schweinemarkl findet am Mittwoch, dem 14. Mär; 1928, statt. 15786 Gießen, den 11. Februar 1928. Der Oberbürgermeister. 2. V.: Klingfpor. Holzversteigerung. Mittwoch, den 15. Februar, soll im hiesigen Gemeindewald, Distritt Hcgwald, nachstehendes Stamm- und Nutzholz versteigert werden: 15690 40,— hn Eichenstammholz, besonders zu Wagnerholz geeignet 91,40 rm Eichenscheit 57,— rm Eichenknüppel 138,— rm Eichenreisig 21,— rm Eichenstock. Zusammenkunft 92 Uhr vormittags bei der Ludwigsburg. Wieseck, den 9. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. S ch 0 m b e r. MWUUUÄWW. Aus dem Gemeindewald Wingershausen werden zu den beim hessischen Staat üblichen Bedingungen auf dem Submlssions- roege verkauft: 1587D JidjteN: Klasse la 43 Stück, 6,33 fm; 1b 126 Stuck, 39,03 fm; 2a 43 Stück, 22,69 fm; 2b 5 Stück, 4,27 fm. m _ Das Holz lagert im Distrikt Wmdberg an der Straße Hof-Zwiespatten nach der Staatsstraße Schotten—Gedern bei bester Abfuhrmöglichkeit. Angebote, nach Klassen getrennt, werden erbeten mit der Aufschrift „Fichtenstammholz-Submission" bis Montag, den 20. Februar, vormittags 10 Uhr, auf unser Amtszimmer. Der Zuschlag bleibt bis zum 28. Februar Vorbehalten. Schotten, den 9. Februar 1928. Hessisches Forstamt Schotten. Brenn- und Nutzholzversteigerung im Licher Zladtwald. In den Distrikten Eich'>.kd, Fichtenkopf, Maurerkasperskops, Rehlränksberg und Gänsweide werden nach vorheriger Zu fammenkunft am Pflanzgarten an der Hat tenröber Straße am Donnerstag, dem 16. Februar 1928, vormittags 10 Uhr, versteigert : 1565D Brennholz. Scheiter rm: Buche 212; Eiche 17; Fichte 22; Knüppel rm: Buche 16; Eiche 9; Linde 5; Fichte 5. Durchforstungsreisig Wellen: Buche 2500; Linde 165; Weymouthskiefer 1450; Weide 600. Asireisig Wellen: Büche 775; Eiche 800; 10 Schläge Fichtenreisig. Stöcke rm: Buche 75; Eiche 49; Fichte 107. Nutzholz. Ruhscheil rm: Eiche 17 (Gartenpfosten). Bohnenstangen: Fichte 5000 Stück. Ruhknüppel: Fichte 5 rm (3 m lang). Günstige Zahlungsbedingungen Nutzholzversieigermg im Licher Sladlwald. In den Distrikten Eisenkaute, Nehttänks- berg, Fichtenkopf, Maurertasperskopf und Eichwald werden nach vorheriger Zusammenkunft am Pflanzgarten an der Hauen rüder Straße am Jri .icg, dem 17. Februar 1928, vormittags 10 Uhr, versteigert Stämme: Buche 3. Klasse, 12,- fm Buche 4. Klasse, 21,— fm Buche 5. Klasse, 2,— fm Eiche 1. Klasse, 1,—fm Eick 2. Klasse, 2,— fm Eich 3. Klasse, 6,— fm Eick 4. Klasse, 7,— fm Eich 5. Klasse, 2,— fm Eiche 6. Klasse, 2,— fm Fichte la-Klasse, 25,—fm Fichte lb-Klasse, 6,—fm Fichte 3b-Klasse, 20,— fm Fichte 4a-Klasse, 15,—fm Fichte 4b-Klasse, 4,— fm Kiefer ^Langholz) 2a=ftlaiie,l 1fl __ f Kiefer (Langholz) 2b-Klasse,j ' Kiefer (Abschnitte) 3a-Klasse, 7,— Im Kiefer (Abschnitte) 3d-Klasse, 4,— lrn Elsbeer 2. Klasse, —,68 fm Elsbeer 4. Klasse, —,87 fm Birke 2. Klasse, —,24 fm Linde 1. Klasse, —,17 lm Linde 2. Klasse, 4,2 lfm Linde 3. Klasse, 2,96 fm Derbstangen: Fichte 1. Klasse, 15,- fm Fichte 2. Klasse, 6, - fm Fichte 3. Klasse, 3,—fm Günstige Zahlungsbedingungen. Lich, den 10. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Lich. I. V.: Heinrich Heller IV. Holzversieigerung des Gras zu Solms-Laudachschen Jorffamte Laubach. Dienstag, den 14. Februar, vormittags 10'X Uhr, im „Solmser Hof" zu Laubach aus den Distrikten des Försterbezirks Jägerhaus — Zudenrain, Hoher Rain — rm Scheiter: 120 Buche, 9 .Kirschbaum; Siammknüppel: 154 Buche 1. Klasse, 48 2. Klasse, 16 Eiche, Esche, vbstbaum 2. Kl.; Rciserknüppel: 152 Buche. Kirchberg: Scheuer und Stammknüppel: 400 Buche 1. Kl., 300 2. Kl. (dürr), 3 Äirschbaum (Rundscheit), 30 Elche, Esche, Ahorn, Fichte; Rciserknüppel: 148 Buche (tls. abftg.). Tho- masbiegel: Scheiter und Knüppel: 90 Buche 2. Kl., 21 Esche 1. und 2. Kl., 3 Fichte 2. Kl.; Stöcke: 120 Buche; Reiserknüppel: 150 Buche. Langhecke, Strickberg, Schmitt- Hain: Scheiter und Knüppel: 45 Buche 2. Kl. abftg. Seifenberg: Schiffenberg, Roth: Scheiter und Knüppel: 50 Buche 2. Kl., 5 Fickste (Rdfcht. 2. Kl.), 10 Ahorn, Obstbaum, Erle 2. Klasse; Stöcke: 130 Buche. Nutzholz: Kirchberg 2a: Derbstan gen: Eiche, Esche, Maßholder, Hainbuche 37 Stück, 1,40 fm (zu Deichseln und Langwieden geeignet). Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten. Kohlreiser und Lesholz flächenweife. Auskunft erteilt Förster Melchior, Jägerhaus, und Wielen- toärter Silß zu Laubach.1641D Oberförsterei Krofdorf. Brennholzversteigerung am 16. Februar 1928, 10 Uhr, in Krofdorf bei Freund aus den Distrikten 19 (Buchwald), 41, 42 (Schottenholz), 51, 54 (Lichtenberg) etwa 1550D Eiche:' 80 rm Scheit, 50 rm Knüppel, 700 rm Reiser. Buche. 660 rm Scheit, 25 rm Knüppel, 2700 rm Reiser. Auhholzversteigerung und Gubmission. Montag, den 14. Februar, kommt im Muschcnheimcr Markwald nachstehendes Bau- und Nutzholz zur Versteigerung: Eichenstämme: Klasse 1 und 2 88 Stück, 21,— fm Klasse 3 11 Stück, 5,— fm Klasse 4 2 Stück, 1,— fm Liesernstämme: Klasse 2st 13 Stück, 5,— fm Klasse 2b 25 Stück, 14,— fm Klasse 3a 15 Stück, 10,— fm Klasse 3b 6 Stück, 4,— fm Fichtenstämme: Klasse 2a und 2b 8 Stück, 7,— fm Eichennutzscheit: 4 rm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Merzenacker (Vorderwald). Mittwoch, den 15. Februar, wird im Wege schriftlichen Angebots folgendes Nutzholz verkauft: 1577V Eichenftämme (Güteklasse A und N): Klasse 2 12 Stück, 5,—fm Klasse 3 31 Stück, 22,— fm Klasse 4 13 Stück, 13,— fm Klasse 5 2 Stück, 2,— fm Klasse 6 1 Stück, 1,80 fm Angebote sind bis 15. d. M., nachmittags 3 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzu- reichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter staltfindet. Die Verkaufs- und Zahlungsbedingun gen werden bei der Eröffnung bekannt- gegeben. Muschenheim, den 9. Februar 1928. Der Markmeister. Becker. Nutz- und Brennholzversteigemng im Gemeindewald Langsdorf. Zn den Forstorten Kohlbusch, Höllenfritz und Seekops werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldcingang der Straße Langsdors—Nonnenroth, am Donnerstag, dem 16. Februar 1928, vormittags 9% Uhr, versteigert: 1573V Nutzholz: Esche: Stämme 1. Klasse 1 Stück, 0,14 fm, 2. Klasse 2 Stück, 0,68 fm. Deichsel: Buche und Eiche 17 Stück, 0,90 fm. Fichte: Derbstangen 1. Klasse (Durchmesser 13 bis 14 cm) 241 Stück, 21,69 fm; 2. Klasse (Durchmesser 11 bis 12 cm) 463 Stück, 27,78 fm; 3. Klasse (Durchmesser 7 bis 10 cm) 669 Stück, 20,01 fm. Reisstangen 4. Klasse (Durchmesser 6 bis 7 cm) 87 Stück, 1,74 fm. Bohnenstangen 200 Stück. Brennholz: Scheiter rm: 7 Buche; 17 Eiche (rund); 2,5 Hainbuche; 1,8 Fichte. Knüppel rm: 34,4 Buche; 55,4 Eiche; 2 Erle; 56 Kiefer ; 12,6 Fichte. Reisig rm: 122 Buche; 252 Eiche; 28 Hainbuche. Stöcke rm: 40,9 Eiche; 37 Kiefer; 24 Fichte Schlagräumungen mit Kiefern- und Fichtenreisig. Gute Abfuhrlage. Sämtliches Holz lagert an der Straße Langsdorf—Nonnenroth bezw. Langsdorf—Nieder-Bessingen. Günstige Zahlungsbedingungen. Langsdorf, den 9. Februar 1928. Bürgermeisterei Langsdorf. Kneipp. Nutz- und Brennholz-Versteigerung Freitag, den 17. Februar d. 3-, vormittags von 10 Uhr ab, werden aus den Distrikten Großer Eichberg, Hellwald, Kaisersecke des Freiherr!. Schenckschen Reviers Wäldershausen, im „Frankfurter Hof" zu Homberg a. d. Ohm, öffentlich versteigert: 1582V 1. Nutzholz: Eichen 1. Kl. unter 20, 5,00 fm Eichen, 2. Kl-, 20—29, 21,00 fm Hainbuche, 2. bis 3. Kl., 1,00 fm Fichtenderbstangen 34,00 fm Fichten-Reisstangen 5,00 fm 2. Brennholz: 172 rm Buchenscheil, 4 rm Eichenscheit, 300 rm Buchenknüppel, 102 rm Eichenknüppel. 12 rm Birkenknüppel, 4 rm Erlenknüppel, 13 rm Nadelknüppel, 20 rm Buchenreisknüppel, 9 rm Eichenreisknüppel, 372 rm Buchenreisig, 41 rm Buchenstöcke. Das blau unterstrichene Holz kommt nicht zur Versteigerung. Man beliebe das Holz vorher anzusehen. Auskunft erteilt Förster Kehl, Wäldershausen. Schweinsberg, den 8. Februar 1928. Freiherr!. Schencksche Forstverwaltung. Holzversteigerung im harbacher Gemeindewald am Mittwoch, dem 15. Februar, im Forstort Platte. Stämme: Kiefern, 48 St., 14,95 fm, Kl. Id bis 3b; Fichten, 45 St., 5,30 fm, Kl. la bis 2a. 1570V Derbslangen: Fichte, 365 St., 16,11 fm, Kl. 2 und 3. Reisstangen: Fichte, 125 St., 1,52 fm, Kl. 4 und 6. Ruhscheilhol;: Kiefern, 2. Kl., 14 rm. Brennholz: Kiefern, 26 rm Knüppel, 26 rm Astreisig, 6 rm Stöcke. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Forstort Platte bei Brennholz Nr. 1. Harbach, 9. Februar 1928. Hess. Bürgermeisterei. S ch 0 m b e r. Holzversteigerung im Graf zu Solms-Laudachschen Revier Arnsburg. Mittwoch, den 15. Februar, 10 Uhr vormittags. im Thörnerschen Saale zu Arnsburg aus den Distrikten Hain, Kolnhäuserkopf, Wacholderkopf, Muckenwäldchen, Nordecke, Kleine Seife, Aeuheres Chor, Kreuzberg und Paffenstein: rm Scheiter: 156 Buche, 30 Eiche, 20 Nadel- und Weichholz; Knüppel: 80 Buche, 139 Eiche, 33 Nadel usw.; Stöcke: 66 Buche, 45 Eiche, 118 Nadel; Stammreifer: 100 Buche, 470 Eiche, 12 Nadel- und Weichholz; Astreiser: 348 Buche, 225 Eiche, 360 Nadel. — Ruh- scheiter: 2,5 Eiche, 3 Buche (Hain). Auskunft erteilt Förster Melchior zu Arnsburg. Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten. 1541V Oolzvevsieigevung der Stabt Laubach am Montag, dem 13. Februar 1928, aus den Forstorten Buchwald und Zwillings- seife: 1547V Brennholz, rm Scheiter: 404 Buche, 10 Eiche. Knüppel: 130 Buche, 62 Eicke, 2 Birke, 2 Esche, 16 Fichte. Reiser: 1. Kl. (Knüppelreiser) 29 Buche, 13 Eicke; 2. Kl. (Stammreifer) 36 Buche; 3. Kl. (Astreiser) 311 Buche. Stöcke: 150 Buche, 16 Eiche, 13 Fichte. Zusammenkunft 10% Uhr auf der Straße Laubach — Freienfeen, Waldeingang Laubacher Seite, gegenüber dem Fußballplatz. Laubach, den 9. Februar 1928. hessische Bürgermeisterei Laubach. Holzversteigerung. Freitag, den 17. Februar 1928, vormit- tags 9% Uhr, in den Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauschen Forstorten Am° menhäuserhecke 4, Antrefferkopf 10, Neu- geheeg 13, Eichwald 21 und 22, Krebs- hang 26 und 27 und Krebsbach. Zusammenkunft an der Abzweigung der Eichwaldchaussee von der Kreisstraße Allertshausen—Beuern. 1572D Ausgeboten werden: Derbsiangen: Eiche 1 klaffe 13 Stück; Fichte 1. Klasse 93, 2. Klasse 152, 3. Klasse 109 Stück. Reisslängen: Fichte 4. Klasse 400, 5. Klasse 320, 6. Klasse 500 Stück. rm: Scheiter: Buche 62; Hainbuche 6; Eiche 1. Klasse 40, 2. Klasse 4; Birke 1,5; Erle 2; Kiefer 2 und Fichte 2. Klasse 6. Knüppel: Buche 145; Hainbuche 32; Eiche 171; Birke 1,5; Aspe 15; Erle 18; Kiefer 3; Lärche 12 und Fichte 3. knüppelreistg: Eiche 174; Aspe 8; Kiefer 2; Fichte 92 und Weymouthskiefer 6. Reisig: Buche 314; Hainbuche 102; Eiche 120; Esche 14 und Fichte 8. Stöcke: Buche 4 und Eiche 46.. Das Holz kann vorher besichttgt werden. Spätere Beanstandungen werden nicht berücksichtigt. Die mit roter Delfarbe unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Kämmerer in Londorf. Londorf, den 9. Februar 1928. Hessisches Forstamt Rabenau. L ö b e r. Brennholzversteigerung Donnerstag, den 16. Februar 1928, vormittags 10 Uhr an fangend, werden im Gasthaus ,^um Bahnhof", dahier, folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: Distrikt 18, 19, 47, 29, 26: 17 rm Eichenscheit 15 rm Eichenknüppel 25 rm Buchenscheit 150 rm Buchenknüppel 3 000 Stück Buchcn-Wellen cq. 10 000 Stück Buchen - Durchforstungs- wellen 26 rm Nadelholzscheit 10 rm Nadelholzknüppel. 1586V Distrikt 34, 43: ca. 80—100 rm Eichenknüppel. Brand-Oberndorf, den 10. Februar 1928. Der Bürgermeister. Stahl. Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen Telegraphenlinle an der Landstraße von Gießen nach Rödgen (Str. Gießen), bei km 1,5 liegt bei dem Tele araphenamt in Gießen von heute ab vier Wochen aus. 1605V Gießen, den 11. Februar 1928. __________Te l e gra phenbauamt.___ DieHolzversteigerung vom Heutigen ist genehmigt. Die Abfuhr- schcine können vom 17. l.M. ab bei den Hebestellen in Empfang genommen werden; Ablauf der Zahlungsftist 1. März 1928. Ueberweisung und Beginn der Abfuhr Montag, 20. Februar 1928, vormittags 9 Uhr. 1602V Gießen, 9. Februar 1928. _______Hessisches Forstamt Gießen._______ Zagdverpachlung. Donnerstag, den 23. Februar l. 3„ nachmittags am 5 Uhr, soll die der Gemeinde Odenhausen zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere sechs Jahre im Bureau der Bürgermeisterei dahier verpachtet wer den. 1627V Das gesamte Jagdgebiet umfaßt zirka 300 Hektar Feld und 100 Hektar Wald, und ist die Bahnstation der Strecke Gießen— Lollar—Grünberg in der Mitte des Jagd bezirks gelegen. Odenhausen, den 10. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei Odenhausen. _________Nachtigall.__________ Wer AastnachtS-Mrtt? Schaf-, Schweine- und Kramermarkt Montag, den 20. Februar 1928. Bei Beschickung des Viehmarktes sind die seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beach- ten. Ursprungszeugnis für Züchter, Nachweis der Quarantäne für Händler. Es dürfen nur Tiere aus unverseuchten Gemeinden der Kreise Gießen, Friedberg, Schotten und Büdingen auf getrieben werden. Auftriebszeit vormittags von 9 dis 10 Uhr. Lich, den 6. Februar 1928. 1558V Hessische Bürgermeisterei Lich. ______I. D.: Heinrich Heller IV.______ Holzsndmission. Mittwoch, den 15. d. M., nachmittags 3 Uhr, werden aus den Waldungen der Gemeinde Kesselbach nachstehende Holz fortimente im Submissionswege vergeben: 1643V Fichte: la 7 Stück, 1,01 fm 1b 32 Stück, 11,63 fm 2a 19 Stück, 13,98 fw 2b 12 Stück, 13,41 fm 3a 2 Stück, 3,78 fm Kiefern: 1b 12 Stück, 4,86 fm 2a 54 Stück, 31,81 fm 2b 76 Stück, 77,18 fm 3a 35 Stück, 52,63 fm 3b 9 Stück, 17,24 fm 4a 2 Stück, 4,10 fm Eiche: 3. Kl. 2 Stück, 1,33 fm 4. Kl. 2 Stück, 2,14 fm. Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Es ist, getrennt nach Klaffen, einzureichen. Keffelback, den 10. Februar 1928. Hess. Bürgermeisterei. ___________Weber.___________ Rutz- und Brennholzversteigerung. am Mittwoch, dem 15. Februar 1928, im Holzheimer Mark- und Gemeindewald: 11 Stück Eichenftämme, 7,83 fm 3 Stück Buchenstämme, 1,12 fm 9 Stück Stiefemftämmc, 5,44 fm 143 Stück Fichtenderbstangen, 18,59 fm 200 Stück Fichtenreisstangen und 9rm Eiche- und Kiefernrundscheiter, 16 rm Buchenscheit, 1590V 25 rm Eichenscheit, 6rm Kiefern sch eit, 33 rm Buchenknüppel, 24 rm Eichenknüppel, 6 rm Kiefernknüppel, 4 rm Fichtenknüppel, 1950 Stück Duchenwellen, 1890 Stück Eichenwellen, 800 Stück Kiefernwellen, 400 Stück Fichtenwellen, 32 rm Buchenstöcke, 18 rm Eichenstöcke, 6 rm Kiefernstöcke und 4,4 rm Fichtenstöcke. Holzheim, den 10. Februar 1928. Hessische Bürgermeisterei. ______________Wetz. ___________ Aenderung. Die auf den 15. Februar festgesetzte Holz- Derfteigerung im Pfarrwald Crumbach findet cqf am Mittwoch, dem 22. Februar, ab vormittags 10 Uhr, statt. 1635V Schulz, Pfarrer. Total Ausverkauf! MIT PERSIL W» 4414 Kunden PREISWERTE Mh Tlowack Mechanische Wäschefabrik und Ausstattungshaus SCHILIITZIER 1618a HALBLEINEN Rasengebleicht, gezwirnt, viele Preislagen MODERNE GARDINEN 250 ccm, 0,95 Steuer PS, 6 Bremsleistung für Jedermann. 1MBD Ein Bruchband dieser 76655 1592D WELLBLECH BAUTEN WELLBLECH-GARAGEN empfiehlt 60a Vertr.: Emil Bec 1er, llammslr. 43. Gießen,lei. il90 vieles andere. 1504 b 1598 D billinit 1**°D Ludwigstrahe 16 Ludwigstrahe 16 Reparaturwerkstätte GW für Leisten-, Hoden- Kinder). Austerdem Noch finden Sie in allen Abteilungen die reiche Auswahl, die Sie bei uns zu finden gewohnt find. Denken Sie daran, daß wir auf alle Artikel 20 Prozent und auf alle Nest-Posten 30 Prozent Rabatt gewahren! . BESTE GESCHAFTSPEKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER M Ch. Mühlstein, Giehen, An der Mar' gareienhütte 24. Deckbetten Kissen .... Alpengrasfüllung Wollfüllung .... Kapokfüllung.... X Noch r eine Kur mit^ Med.-Leberthran aus der Draperie Winterholl V Kreuzplatz V 10. Bahnhoi-Hotel „Lenz", am Moniag, dem 13. Fe- wippen. bruar, von vormittags 10—1 und nachm. 2—4 Uhr. dfldfofA* Hotel Deutsches Haus, am Diensiag, dein 14. ftc* «wpjviv. bruar. von vornntlags 10—1 und nachm. 2—4 Uhr. C /bBabnhos-Hoiei Deutsches Haus,am Mittwoch, .^uuivi vuu/. 15. Febr., von vorm. 10-1 u. nachm. 2—4 Uhr. alleinig. Hersteller Paul Fleischer, Freisb ach,pfalz MIT HEIZUNG a— WOLF METTER6JACOBIwerkf ■ II IlMflliTBMBMMKgMMHaMMi BERLIN W 15• FINNENTROP'/WESTF Sie sparen Geld. Auilragsgemnh verkaufe ich wegen Ausgabe eines answär- tigenLadengeschäsieS zu staunend billigen Preisen: fiUDferfeftel.fransDor- wvie waschfeste!. f)er- öe. Lesen. Gasberkie. Prompter Versand nach auswärts. 010,5 H. Schön, Biefltn. Berstetgerung. Dienstag, den 14. Scbriior, nachmittags 2 Ulir, versteigert Joh. Gvrr 11. Witwe, Torf-Gill gegen Barzahlung: Sämtliches landwirtich. Inventar, 2 Wagen, Pstügc, Häckselmaschine, Jauchesast. Dezimalwaage, Waich- maichine, Nänchcravvarat. Leiter, 2 Kleiderichränkc, 1 Bettstelle und Versauinen Sie nicht, sich die neueste Erfindung unverbindlich und kostenl. anzusehen. Auch die Herren Aerzte sind höst.eingelad. Fleischers ^uselgelettk-Nvuchband Deutsches Reichsvatein ist die einfachste und sicherste Bandage, weil die Pelotie in einem Ktigelgelent nach allen Seilen drehbar ist. Tausende von Kombinationen können Sie vornehmen und auf den Bruchteil eines Millimeters genau die Bruchpforte „abriegeln". Die Bandage stellt ohne Neberhebung die restlose Lösung des ganzen groben und schmier gen Problems dar. Öffentiicbe Handelslehranstalt der Industrie- und Handelskammer Hieben Abteilungen: 1. 2jährige Handelsschule 2. Höhere Handelsschule Anmeldungen bis zum 23. April 1928, im Kaufmännischen Vereinshaus, Nordanlage 15. 1617D Sprechstunden: Täglich von 12 bis 1 Uhr. In bekannt bester Ausführung mit Torpedo, prima Bereifung nach Wahl von 90 Mark an! Günstige Zahlungsbedingung — Wochen- und Monatsraten Friedrich Linker & Sohn, Giehen Mollelo best Qualitäten empfiehlt soeo H-Trechsler Steinstrafie73 Telephon 1581 Pfuhl-Pumpen 2900 erstkl., mit 5 Jahr. Garantie u 14 Tag. Probezeit, fertigt und lief, tn verseh. Grön.u.Ansfiihr. Karl Germer, Pumpen bau Heuchelheim b. Gießen Preisliste gratis und franko. Empfehle gleidizettig meine I-abr. i. gepr.Ledei mansckeiten füralleKonstr.v.Pumv.in jed. Gröszeu.Stärke. AlleinSPum- venfach einschl. Reparnüiren. Der seit nahezu 600 Jahren bestehende Büdinger Petri-Markt findet in der Zeit vom 19. bis 22. Februar 1928 statt: Am 19. Februar: Historischer Marktumzug Am 20. Februar: Pferde- und Krämermarkt Am 21. Februar: Pferde-,Rindv.-,Schweine-,Krämerm Am 22. Februar: Krämermarkt. Verlosung, Volksfest Die Markt-Kommission, ------------II491) Günstige Zahlungs weise Mk. 840— Fr. Linker & Sohn,Gießen Ludwigstraße 16, Reparaturwerkstätte. Hess. llDiverbiläts-Biblioihek Gieüeii Sämtliche aus der Univ.-Bibliothek vor dem 20. Januar 1928 entliehenen Bücher (mit Ausnahme der von Studierenden entliehenen) sind bis spätestens 10. März 1928 zurückzugeben. Gießen, den 11. Februar 1928. 16301) Die Direktion i. V.: Dr. Fritsche. Persil bleibtPersil! ' , • .. . .. ■ Einzige standfeste, beiderseits glatte u.sofori verwendungSfählge, nur 7cm dlckeTrocken- wand. D. R. P.-Auöiührung nur durch. Mmnoner L toteren] Labnttrake 3. ^ernivrecher 2403. Kaiser s Brusl-Caramellen mit den „3 Tannen“ helfen hier. Wie lästig, wie quälend Ist der Husten, wie gefährlich der Keuchhusten, wie schlimm das kratzende Gefühl im Hals bei Verschleimung, bei Heiserkeit. I25D Hier helfen nur die berühmten, seit 35 Jahren bewährten Kaiser's Brust - Caramellen. Paket 40 Pf., Dose 80 Pf. Zu haben in Apoth., Drog. und wo Plakate sichtbar ohne Zeder ohne (vnmmi ohne Schenkelrienien ohne starren Stahlbogcn dagegen elastisch und regulierbar, die Pelotie verstellbar. gepflegte farbige Unterkleidung- ein schöner Anblick aber zugleich eine Notwendigkeit in gesundheitlicher Hinsicht. Das Waschen solcher Wäsche ist sehr einfach. Leichtes Durchziehen in schwach» warmer Persillauge und gutes Spülen in ebenfalls schwach warmem Wasser verbürgt eine gründ» liehe und vollkommene Reinigung. kauften in den ersten acht Tagen unseres Ausverkaufs bei uns — wo bleiben Sie? Drucksachen aller Art I^WNMLL die vrühl'sche UniverfitStr-Druckrrei, R. Lange, Siehrn, Schulstr. 7 Roßhaarfüllung In vielen Preislagen PREISWERTE HS Das Gebr. Zimmermann Piano vereinigt Tonschönheit Haltbarkeit Preiswürdigkeit Es ist das meistgekaufte deutsche Klavier Alleinverkauf für Oberhessen: Pieta W» Seltersweg 91. 1294a Kopfsalat- pflanzen für das Frühbeet. Exira starke Pflanzen, riesige Köpfe bringend, Sorte Matkönig aus Elite- Saatgut. 01069 Für den Garten: Beerenobstdoch- stämme, Bccren- obststräuckcr, Himbeersträucher. Aeuherste Preise, beste Sort. empfiehlt Gärtnerei Dönges, Giehen, Marburger Strahe 67, Tel.748. Parkettbohner Crsatzbürften Bohnerwachs Für Giehen wird WWltkn-Vchch« mit Garten gelegentlich zu mieten oder evtl.zu kaufen gesucht. Evil. kann v-Zimmer»Wohnung mit Laden tn Tausch gegeben werden. Schriftliche Angebote unter 1556D an den Gtehener Anzeiger erbeten. nicht nur beschränkt seitwärts, sondern in jede beliebige Lage, einfach, bequem und nbedmgl sicher, felb-t schwerste Brüche zurückhaltend, und Schenkelbrüche lauch für Frauen und m . - - ------------- enipiehle ich meine Spezialbandagen für Nabel- und Bauchbrüchc. Nur Mahansertigung. Schriftliche Garantie in jedem einzelnen Fall. Vollkommen konkurrenzlos! Betuchen Sie die Modellschau in 9 Monate Ziel ohne Anzahlung geben wir Ihnen bei Kauf eines guten deutfeh. Qualitäts- Teppich iaeD Divan -und Tifchdecken. Verb.- und Läuferstoffe. Sie verfchönern Ihr Helm ohne Belattung für Sie. Schreiben Sie sofort an Teppichvertrieb FleifcherdtCo. Frankfurt a. M., Kaiferftr. 3/1 52.80, 42.80, 34.70, 21.50 19.-, 15.-, 12.80, 7.20 MATRATZEN ...... 43.-, 33 -, 28.- ....... 60 -, 52 -, 44- 120.-, 108.-, 102,-, 88 -, 80- Betten-, Wäsche- und Leinen-Ausstattungshaus C. ROHR & CO. 1613a Edgar Borrmann Eiicnwaren.Werk- zcuge, Gienen. lllllllllllllllllTlIIIIIIIIIHIlllll Maschinen- arbeiten jeglicher Art werden sauber, schnellstens und vretswert auS- geführt. Wo, sagt die Geschäftsstelle d. Gien. An». 01074 niiiiiiiimiiiiiiiniiiiiiiiii) Mill nimmt n. Kunden an AtterwegLV. 101103 Geldspielaulotnaten! Werfolch.besitzi, Iaht zweckmäh. UebungS- vo.iichtg. einüQuen. Näheies kostenlos. Mich. Bellenberger, Wiesbaden. s1623ss Wasserdichte Bagenplonen und Vlervetzellra liefen in jederGröüe Samstag, II. »eoruar 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) M. 56 viertes Blatt Kirche und Schule B Freie Landeskirchliche Vereinigung für Hessen. geführt werden. 6 6 5 t 1 L 3 77 9 10 iG ns 1L "*9 H 17 Zß 2ß rt- zs u Zl> ZS *7 24 JL Jo 31 J*r JJ lifcher Sprachunterricht. 20.15 bis 21.15: Äreu-tootträtfeL iUm ■ tief- -r Behörde eine entschiedene Aenderung herbeizuführen in der Lage ist. a. 33. Re- Strafe: 20 Mark. 10 Tage Gefängnis erhielt ein junger Weisender wegen Betrugs. Er hatte sich in Schlitz unter der Dorspiegelung, er habe Geld i-u erwarten, von einem Kunden Geld geliehen, Halma; Wilna; Gneis; Ernst; Stuhl; Grenze. Lawinensturz. kirchenpolitischen Wollen. Pfarrer Berger (Darmstadt) svrach Z. Mark davon. Ein Schashändler eines Nachbarortes hatte m einer gemeinsamen Schafherde Schafe stehen. 3n ter Herde wurde hochgradige Baude festgestellt. Dem Schafhändler wurde zur Last gelegt, er habe dies gewußt und trotzdem keine Anzeige eistattet. Er bestritt dies. Der Beweis konnte ihm nicht geführt werden. Deshalb wurde er s ceigesproche n.__ weiblicher Personenname; 32. Hautöffnung; weiblicher Personenname; 34. Person ans der foomationszeit. Wo ist der Lappe? Auflösungen. Synonym. 1. liebreizend; 2. albern; 3. unverfroren: 4. zu erwarten, von einem Las dieser niemals wiederaesehen hat. Der An- xcklapte war wegen ähnlicher Betrügereien, die etwa um dieselbe Zeit begangen waren, bereits mit 12 Wochen Gefängnis bestraft worden. Es wurde eine Gesamt st rafe von 13Wochen xebildet und die Untersuchungshaft ungerechnet. Zwei Eheleute waren morgens gegen 5,30 ilf)r a_n8 dem Cafe nach Hause gekommen und hatten sich vor dem Haus, in dem sie wohnten, laut tenommen. Sie bestritten dies, wurden aber terch Zeugen überführt. Da sie sich^ in schlechter Vermögenslage befinden und beide Strafen letzten Endes aus derselben Tasche zu zahlen sind, kam j«des der beiden mit einer Geldstrafe von Rätsel-Ecke Kreuzworträtsel. Aus dem Amisverkündigungsblati. • Das Amtsverlündigungsblatt Br 15 vom 10. Februar enthält: Die Hegezeit für Enttn. — Die Maß- und Gewichtspoli'.ei. — Aus ührung des Art. 20 des Volks chulgefetzes. — Tagung der „Internationalen Bereinigung der Lchrer- verbände." — Konferenz der Lehrer. — Dienststunden bei dem Kreisschulamt. — Feldbereini- gung in Annerod. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Verkehr der 2lutoomnibusse und der Lastkraftwagen in den Skratzen von Gietzen. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß die Häuser vieler Straßen in Gietzen infolge des überhandnehm enden Verkehrs der Autoomnibusse und Lastkraftwagen geradezu gefährdet sind. Der Einsender dieses muh feststellcn, dah die Wände der ihm gehörenden Häuser infolge der fortwährenden Erschütterungen. die das Vorbeifahren der schweren Kraftwagen verursacht, dem Einsturz nahe sind. An die zuständige Behörde ergeht die Anfrage. ob es gegen diese Gefahren großer Verluste keinen Rechtsschutz gibt. Es mutz etwas Einschneidendes in der An^clrgenhert geschehen, sie ist nicht mit leeren Redensarten abzutun. Eine große Anzahl von Mitbürgern wird meine Ansicht teilen, und ich weiß, daß sie entschlossen sind, bei der Regierung Schritte zu tun. die ihre Rechte wahren, wenn nicht die Gießener Es muß während des Krieges gewesen sein. Holländer leitete eine auswärtige Tournee des Deutschen Theaters. Eines Aomds, im Restaurant, kommt ein bekannter Schauspieler, Iatri- gantentersteller, art ihn Herrn, guz Bittsteller- Demut, die Sll.nme gedämpft: „H:rr Holländ.-r, würden Sie nicht die Güte haben. mir zwanz g Mark Vorschub zu geben?" Befliss m antwortet Holländer: „Gewiß, mein Lieb r! Aber (er zieht ein Notizbuch heraus) entschuldigen Sie: Man vergißt so vieles. Ich muh mir das ein bißchen notieren." Nach der Heimkehr „v rgißt" ter Darsteller die entliehenen zwanzig Mark, und geht Holländer aus dem Wege, wo er nur kann. Eines Tages aber läuft er ihm in di' Arme. Ein Entweichen ist unmöglich. Allo MutI „Ach. Hero Holländer, entschuldigen Sie! Ich wollte Sie schon immer mal sprechen wegen der zwanzig Mark." Holländer ist erst verwirrt: aber ihm dämmert etwas, und er zieht die Börse: .S ien Sie mir nicht böse, mein Lieber! Aber es geht einem so vieles durch den Kopf." Lind gibt dem verblüfften Schauspieler zwanzia Mark: „Qlber seien Sie mir wirllich izicht böse! Amtsgericht Gießen. • Gießen, 3. Febr. Ein Auto war einem Polizeiwachtmeister ausgefallen durch den Rauch und den üblen Geruch, den es auf der Fahrt durch den Seltersweg—Frankfurter Strahe, verbreitete. Der Führer, der einen Strafbefehl erhalten hatte, behauptete, die Belästigung sei unvermeidbar gewesen, da das Auto länger gestanden habe und es damals sehr kalt gewesen sei. Die gesetzlichen Vorschriften sind jedoch in dieser Beziehung sehr streng Deshalb blieb e-d bei der Strafe von 10 Mark. Ein Autofahrer aus Kessel „schnitt" in Staufenberg eine Kurve und wäre dabei beinahe mit snnem Giehener Auto zusammengehoben. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Äedaltlonötisch. Anekdoten um Felix Holländer. Lieber den bekannten Romanschriftsteller und Theaterdirektor Felix Holländer, ter kürzlich das 60. Lebensjahr vollendete, sind allerlei merkwürdige Geschichten im Schwange. Die folgenden konnte man kürzlich in einem Berliner Blatt lesen. Der Holländerschen Telephonwihe gibt es unzählige. Einmal geht er in angeregtem Gespräch mit einer Dame, die offenbar seinen Beifall llndet, über den Vorhof in der Schumann st raße, wo die Reinhardt-Bühnen liegen. Plötzlich wendet er sich zum Fenster der Televhonzm rale: „Frau Neumann! Frau Neumann!" Die Telephonistin, die Hörer um die Ohren, schaut zum Frnstev hinaus. „Frau Neumann! Sehen Sie sich die Dame mal ganz genau an. Wenn die anruft, bin ich immer zfu sprechen." Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch-Apotheke Gießen, Frankfurter Straße Nr. 4 Das Pfarrer lieumann-Buch 272 Seiten. 150 Abbildungen, erhält jeder Leser vollständig umsonst und portofrei von Ludwig Heumann & Co., Nürnberg M 613 I21D. Don oben nach unten: 1. König der Ostgoten ; 2. Stadt in Birkenfeld: 3. Spitze eines Truppenkörpers; 4. andere Bezeichnung für Reihe; 5. Nebenfluß des Rheins: 6. berühmter Schachmeister; 7. orientalische Herrscherbezeichnung; 8. Schlachtort bei Wien; 10. griechischer Buchstabe; 14. weiblicher Personenname: 15. weiblicher Personenname: 22. großes Zimmer: 23. weiblicher Personenname; 25. weiblicher Personenname; 26. griechischer Gott; 28. Straußcnart: 29. Gesangslaut: 31. Flächenmaß; 32. Fluß in Italien. Freigesprochen wurden zwei Maurerpoliere, die beschuldigt waren, ein P s e r d aus einer Baustelle öffentlich durch Peitschenhiebe mihhandelt zu haben. Den k'r! beiden Angeklagten konnte ein Sch^ldbeweis nicht Rundfunkprogramm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Llmschau".) Sonntag, 12. Februar. 8.30 bis 9.30 Llhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburg-Verein Frankfurt a. M. — 11 bis 11.30: Die Elternstunüe. — 11.30 bis 1230: Führung durch den Frankfurter Flughafen. — 12.30 bis 13.30: Chor-Konzert. — 16 blS 17: Die Stunde der Jugend. — 17 bis 22: Aus der Mainzer Liederhalle: Nach Stuttgart, München, Köln, Breslau und ab 18.00 Leipzig: Fremden- sihung des Mainzer Karneval-Vereins. — 22: Von Stuttgart: Schwedischer Abend. Darauf bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 13. Februar. 12.30 bis 13.30 Llhr: Von Kassel: Mittags- ständchen der Kasseler Hauskapelle. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Die Oper der Woche. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 18.30 bis 19: „Hinduismus (Tulasi Dasa)", Vortrag von Pfarrer Taesler. — 19 bis 19.15: Englische Literaturproben. — 19.15 bis 19.45: Eng- Reichsschulgesehentwurf. Die eingehenden Ausführungen erhielten ihren Niederschlai in der einstimmigen Annahme folgender Kundgebung: „Die Freie Londeskirchliche Vereinigung für Hessen lehnt nach wie vor den im Reichstag verhandelten Reichsschul - aesetzentwurf ab, insbesondere ge'e^liche Bestimmungen, die den Bestand der hessischen Timultanschule auf christlicher Grundlage befristen und schließlich beseitigen wollen. Von unserer volkskirchlichen Einstellung und unserer Anerkennung des Wesens und der selbständigen Ausgaben der Staatsschule aus können wir für Hessen die Einführung der Kmfes'ions'chule nur für ein Liebel halten und verwerfen insbesondere jede kirchliche oder gar klerikale Bevormundung unseres Schulwesens. Wir sind davon durchdrungen, daß unsere hessische Simultanfchule die Erziehung der Jugend zu bewußter Volksgemeinschaft, die Freiheit der Lehrerpersönlichkeit, die praktische und sparsame Einrichtung unseres Schulwesens und auch die volkskirchlich-evange- lischc Erziehung durchaus sichert. Wir begrüßen, daß unsere hessische Kirchenregierung für die Erhaltung der hessischen S i - ur u l t a n s ch u l e mit Entschiedenheit eintritt, und fordern unsere Mitglieder in Stadt und Land, Männer und Frauen aus allen Ständen, die Staatsregierung und Volksvertretung auf. mit allen gesetzlichen Mitteln unser bewährtes hessisches Schulwesen gegen Zerschlagung und in unserer Heimat längst überholter Zerstückelung mit allen Kräften zu verteidigen." In der anschließenden öffentlichen Versammlung beantworttte Kinsistorialrat Prof. D. Foerster (Frankfurt) die Frage: „Was hat Stefan George uns zu sagen, und was hoben wir protestantischen Theologen ihm zu sagen?" |e Die 26. ordentliche Mitglieder- Dersammlung in Frankfurt a. M. wurde, ^ohlreich aus alten Teilen des Landes besucht, »-sm Vorsitzenden, Pfarrer Dr. Müller (Rüs els- teün) eröffnet. Er gab den Jahresbericht i) m 1927 und erörterte eingehend die Arbeit ter Gruppe im letzten Landeskirchentag. Die Bereinigung war auf dem Weltkongreß für freies Christentum und religiösen Fortschritt vom 4. b-s 8. September in Prag vertreten, der kirchcn- p-slitische Wille scheint langsam, aber sicher auch ir. der theologischen Jugend zu wachsen. Der Zuwachs von Mitgliedern aus Lehrerkreisen ist .afreulich, der alte Mitgliederstand ist wieder erreicht. Die Rechnung, von Pfarrer Hartmann lDrotz-Llmsladt) vorgetragen, wurde geprüft und ergab ein günstiges Bild. Ein Vortrag von Pfarrer Lic Witzmann «Weninas) behandelte „Die Freie landes» k rchliche Vereini gung und die gegenwärtige theologische Lage". Die neuere Theologie ruft den liberalen Theologen zu. die Mahnung, frei zu werden von allem nur menschlichen, aber nie von Gott und dem. was er uns lagen will. In der Aussprache sprach Schulrat Vechtolsheimer (Offenbach) von der Lln- HW Verleit. die durch die neueste Theologie über bte vielfach im Lager der Fr. L. Vg. befindliche Lehrerschaft gekommen ist; er wünschte, wie andere. Drucklegung des Referats. Der Vorsitzende betonte, daß d'efe neue Richtung auch zLir Orthodoxie führen kann, und hofft auf einen Zusammenschluß mit den Neuen zu gemeinsamem Scharade. Führt dich die eine in das Paradies, Das heimlich dir der andern Mund verhieß, So leit', o Mensch, dich nicht das große Ganze, Das vielen imponiert mit seinem Glanze. Kapsclrätsel, In den zwölf Wörtern: Gespann —Falvel — PUot — Versuch—Sagan — Storch — Kodex — Kringel — Geburt — Finne — Meise — Krume ist je ein anderes Wort verkapselt enthalten. Die Köpfe dieser neuen Wörter nennen ein in gegen- wärtiger Zeit besonders beliebtes Getränk. Rätsel Weh dir, Freundchen, weh, Bist du es mit „e". Auch das Wort mit „\M gedacht, Böses noch weit böser macht. Doch winkt dir's mit „u“, Bring es Kraft und Ruh'. Vexierbild. Opern-Abend. — 21.15: Von Stuttgart: Vortrags-Abend Sven Scholander. Dienstag, 14. Februar. 12.30 bis 13.30 Llhr: Don Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Richard Wagner. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 18.30 bis 18.45: Viertelstunde der Deutschen Reichspost: „Was kostet ein Femsprechanschlutz?", Vortrag von Telegrapheninspektor Born. — 18.45 bis 19.15: Funkhochschule: „Psychis.' e Hygiene", Vortrag von Dr. Jüngst. — 19.15 bis 20.15: Stunde des Rhein-Mainifchen Verbandes für Volksbildung. — 20.15 bis 21.15: Rach Stuttgart: Kammermusik-Konzert. — 21.15: Von Stuttgart: Ouvertüren und Märsche. Anschließend: Schallplatten-Konzert: „Vom Rhein zur Donau". Mittwoch, 15. Februar. 13.30 bis 14.30 Llhr: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Michael Glinka (gest. 15. Februar 1857). — 17.45 bis 18.05: Die Bücherstuiche. — 18.30 bis 18.45: Don Kassel: Die Stunde der Frau: „Dom richtigen Atmen und die Hygiene des Schlafzimmers", Dortrag von Mathilde Meißel. — 18.45 bis 19.15: Don Kassel: „Riechstosfe (Gewinnung von künstlichen und natürlichen Parfüms)", Dortrag von Dr. K. Brauer von der Oeffentlichen chemischen Llnter- suchungsstation Kassel. — 19.15 bis 19.30: Senckenberg-Dierlelstunde. — 19.30: Dom Dolks- bildungshemi: Konzert des Orchesters des Hoch- schen Konservatoriums. Anschließend: Die Der* lorene Tochter, Lustspiel von Ludwig Fulda. Donnerstag, 16. Februar. 13.30 bis 14.30 Llhr: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Haustapelle. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Alte Tanzmusik. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 1830 bis 18.45: Von Kassel: Stunde Haus und Garten: „Die Herrichtung des Gemüsegartens I", Vortrag von Garteningenieur Karl Hinze. — 18.45 bis 19.15: D.e Schachstunde. — 19.15 bis 19.45: „Neunzig Jahre Mainzer Karneval", Vortrag von Beigeordneten Dr. Tremöhlen. — 20.15: Don Stuttgart: Der letz e Walzer, Operette in drei Akten von Brauner und Grunwald, Musik von O. Straus. — 22.30 bis 23: Von Berlin: Tanzkursus. Anschließend bis 0.30 Tanzmusik. Freitag, 17. Februar. 13 bis 14 Llhr: Schallplatten - Konzert: Die komische Oper. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Hausfrauen-Rach- mittag, veranstaltet Dem Hausfrauen-Dere n E. D. Programm u. a.: „Spracheigentümlichkeiten des täglichen Lebens", Dortrag von Emil Münster. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 18.30 bis 19: Don Kassel: Stunde der Landwirtschasts- kammer Kassel. — 19 bis 19.30: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. — 19.30 bis 19.50: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. — 19.50 b s 20: Film-Wochenschau. — 20: Dom großen Saal des Saalbaues (nach Stuttgart): Symphonie-Konzert der Franksurter Mu'eumsgesellschait. Anschließend: Don Kas'el: Lauten- und Gitarresolo-Konzert. Darauf bis 0.30: Spätkonzert der Kasseler Hauskapelle. Samstag, 18. Februar. 13 bis 14 Llhr: Don Kassel: MittagsstLndchen der Kasseler Hauskapelle. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 18.30 bis 18.45: Der Briellasten. — 18.45 bis 19.15: Funkhochschule: „Einfluß des Christentums aus den deutschen Dolks- glauben", Dortrag von Pros. Dr. H. Naumann. — 19.15 bis 19.45: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärts). — 19.45 bis 20.15: Stunde des Franksurter Bundes für Dolksbil- dung: „Schieiermacher und die Gegenwartspäda- gogll", Dortrag von Dr. Kade. — 20.15: Don und nach Stuttgart: Bunter Abend. — 22.30 bis 23: Von Berlin: Tanzkursus. Anschließend bis 0.30; Tanzmusik. Don links nach rechts: 1. Gehilfe des Apostels Paulus; 5. griechische Halbinsel; 9. Gedicht- form; 11. Bad in Hessen-Nassau; 12. Handlung; 13. Ausdruck für Unentschieden beim Schachspiel, 16. Sportausdruck; 17. Bolksstamm; 18. weiblicher Personenname; 19. wie 17.; 20. überirdisches Wesen; 21. nordische Gottheit; 24. Tierleiche; 25. biblischer Name; 27. englisches Bier; 29. großer Eingang; 30. sinnig; 5. stattlich; 6. putzig; 7. rechtlich; 8. ehrbar; 9. charmant; 10. höflich; 11. ersprießlich; 12. rein. Lautsprecher. Dreisilbige Scharade. Januar. Fehlaufgabe. Reseda; Arsenik; Usedom; Hosea; Reiseplan; Eselei; Isegrim; Fernseher. Rauhrerf. Bilderrätsel. Nie kommt ein Unglück ohne Gefolge. Silbenrätsel. 1. Jaspis; 2. Unstrut; 3. Norm; 4. Gellert; 5. Esens; 6. Lava; 7. Eifel; 8. Ursel; 9. Treppe; 10. Epos; 11. Wilddieb; 12. Imme; 13. Selters; 14. Sixtus; 15. Encke; 16. Natter. Junge Leute wissen stets alles besser. RSE Abstrichrätsel. ÄlflH LEA i Datum Datum ät/S 601 * 601 K Nr. Nr. Name:._„ Wohnung: Das 13. Paar ist gratis. H? • M 1 flach Entnahme von V Paar DamenstrOmpfen oder Herrensocken innerhalb eines Jahres, welche beim jedesmafigon Einkauf zu bezahlen sind, erhält Vofzeiger dieser Karte ein 13. Paar Im Durchschnitts, preise grafls verabfolgt Die Preise der Strümpfe oder Socken, die nicht billiger ab Mk. t90 sein dürfen, werden umstehend eingetragen. Waren zu Ausnahmepreisen sind hiervon ausgeschlossen. Hermanns & Froitzheim Frankfurt a. ML Offenbach a. M. — Giessen — HSohst a. M. , fw» Gratis-Paar W Entnähme von 12PdorSkurupfen oderSocken inikdufe einesJohres. Bedingungen siehe oben. ä Hermanns z froibhnm S 1571a Neu-£inführung sieh/unser Meu&nführung tfrumpfjfbonnement 1 7 2 8 3 9 4 10 5 11 6 12 Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule Lyzeum und Studienanstalt zu Gießen Die Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Dienstag, den 14. Februar 1928, vormittags von 10 bis 1 Uhr im Direktorzimmer der betreffenden Anstalt entgegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, letzter Impfschein und Abgangszeugnis vorzulegen. Für die Aufnahme in die Sexta ist der vierjährige erfolgreiche Besuch der Grundschule erforderlich. Diejenigen Eltern, die glauben, daß ihre Kinder schon nach drei Jahren Grundschule in eine höhere Schule übertreten können, haben zunächst einen entsprechenden Antrag an die Schule zu richten, die das Kind augenblicklich besucht Gießen, den 21. Januar 1928. Altendorf Henk Dr. Roller Dr. Kalbfleisch 80) D Holzriemenscheiben Langjährige Spezialität Gut sortiertes Lager. 1296a Friedr. Heyd & Sohn Seltei swee 1L. Eine angesehene Bank gibt MI. Mein AU günstigen Bedingungen, dntereffenten wollen schrisl'iche Angebote unter 1457IJ on den Gietzener Anzeiger einreichen. Schützen Sie fich vor Verlulten und erhöhen Sie Ihren Gewinn durch Kauf eine: KRUPP, Regiftrierkaffe n , i uua K.upp.Ka„en fmd billig i„ P,ei, und ,„„d.ull ■V 0.® — ‘3 i5iEs5 *=o'SBw5 <1 ® a . C 3 3 ,q. “ 41 ! h®=l$; ==5uui 5.= sä 4, O Wz- ~ F u ,c _ 3 = 8®. E.Z « u ti** 3 Q> ® s = § = C 2 u s, c c c $ £ B E t: J ® ä!« r- L MH5* 5- >• > ä t-= tu Mehl