Nr. 2*5 'frftes Matt 178. Jahrgang Montag, (0. September 1928 Lrich«e»> laghd),oMfeei So en log» uei jeiertagfc Brlleflce Etetz«»« Jaedicnblättti betrat im Bild Vie Scholle. Koeoii-Btiuwrrti. 2 Reichsmark und 30 X Ien": Die Abrüstung ist ein Kardinolprodlem. Der Völkerbund würde sämtliche Hoffnungen, die man auf ihn gesetzt hat, zunichte machen, wenn er diese- Problem nicht lösen würde. Di« wirkliche Schwierigkeit liegt dabei viel mehr ">m Konflikt ber Deegroßmachte. als in der deutsch- sranzösischen Opposttion. Kontinentale Abkom- men toärcn leichter abzuschließen. Dte Rede Müller- wird zum wenigsten den Dorteil haben, die Ausmerksamkeit ber Demokratien aus ein Problem zu lenken, in bem sie daS entscheidende Wort sagen müssen. Oie belgischen Hetzer am Werk. Brüssel, 10. Sept. (XU.) Dte liberale ,.®toile beige" schreibt zur Kanzlerrede, daß Belgien nicht mehr Grund habe, dem jetzigen Kanzler Glauben zu schenken, al- bem vorhergehenden. Bevor Deutschland nicht ernste Garantien für seine ehrliche, moralische Abrüstung gegeben habe, könne Deutschland ben alliierten Mächten kein Vertrauen ein- flöhen. Aehnlich urteilt auch die liberale „Indöpen- bencc beige". Sie schreibt, daß Deutschland ernstlich abzurüsten beginnen müsse Man bürfe nicht- überstürzen Die Rede Müller- beweise, daß Deutschland nach wie vor alldeutsch sei und daß die deutschen Sozialisten gute Deutsche seien. MnleW verteidigt Frankreichs Riislungspolitil. Pari-, 10. Sept. (TU.) Unter großem militärischem Gepränge und unter Beteiligung der Frontkämpserverbände und anderer Vereinigungen wurde am gestrigen Sonntag in Mca u, der 14 Jahrestag der Marneschlachl gefeiert. Reben Krieg-Minister PainIevö nahmen daran bie Minister Marin und Tor» dieu. sowie Vertreter des Staatspräsidenten, des Außenministers und ein großer Teil der französischen Generalität teil. Die früheren alliierten Länder mit Smschluh der Vereinigten Staaten waren durch ihre Botschafter, Gesandten oder Militä-attachö- vertreten. Bei dem Festbankett hielt Krieg-minister Painleve eine längere Rede Gr verlachte einleitend den Widerspruch zwischen ber aroßaufgezogenen Feierlichkeit und ber Unterzc.chnung de- Kellogg» Paktes zu ent- schüldigen, indem er erklärte, daß diese Kundgebung weder imperialistischen, noch krie frischen Geist habe: noch eine andere Ration bedrohe oder demütige. Der Sieg an der Marne könne al- gemeinsamer Sieg von allen Völkern, die auf» rrchtia nach Frieden. Freicheit oder Gerechttg- feit strebten, gefeiert werden Dell die Marneschlacht gewonnen wurde, habe ein ftetioggpaft ausgedacht und unterzeichnet werden können, hätten die Alliierten die Marneschlachl verloren, daun wäre keine Hoffnung mehr auf eine Miederversöhnung der Rationen möglich gewesen. Zwischen dem fiall für die im September 1911 gefallenen Helden und der Verurteilung des Krieges bestehe eben- sowenig ein Miderspruch, wie zwischen der unerschütterlichen Friedensliebe Frankreichs und der schützenden Rüstung, au^. die es bei der gegenwärtigen Lage in Europa nicht verzichten könne. Dre leitenden Manner Frankreichs mühten lich ebenso vor einem blinden Mißtrauen hü - ten, w« vor einem zu hochherzigen ober verfrühten Dertrauen. Zwischen diesen beiden Gefahren mülle Frankre ch lernen Weg finden und fortletzen. Diejenigen täuschten sich, die die Bedeutung der mora.ifchen Krähe und die wachsende Derbundenhe-. der Dölker verkennen und die Worte des Friedens ohne Gewaltinaß- nahmen alS emfchlä'ernde Ränke betrachten. Aber diejenigen täuschten sich noch mehr, die vor den üblen Tatsachen die Augen verschlöllen, die noch rtus Die Katastrophe ereignete sich um 1130 Uhr, al» * lassen. (5r wirk» die All non 4 Mailand, 10. Sept. (WIB. Junffprud).) Auf der Monza-Bahn fand gestern do» Mulomo- dem Äblommen a »schließen müssen, wenn dieses wirksam sein soll, da sonst die Vorschläge überflüssig würden. Sonst muhte eine bürg ist unze itg em äh. fubjertio und voreilig." Die „Germania" sagt: .Deutlicher ist der Groll derer, die über die loyale Amtsführung deS "Reichspräsidenten enttäuscht sind, noch nicht zum Ausdruck gebracht worden. Weil der "Reichspräsident u n laute- Cinigung nach anderen Richtlinien gesucht werden. Die Mächte, denen das britisch-französische Ab- Schwere Oampferkollision auf der Elbe. 30 Personen verletzt Hamburg. 10. Sept. (B3IB. Zmikspruch.) Rach Beendigung eine» Feuerwerke» wurde gestern auf der Elbe vor Blankenese der Personen- bampfer „Königin Luise" von dem englischen kohlendampscr „Lornwood" gerammt und auf den Strand gesetzt. Bon. den Pasta- gieren der „Königin Luise" wurden d r e i fj i g Personen von der Sanitätskolonne verbunden, einige Schwerverletzte wurden in» Krankenhaus gebracht. machte dann eine Anspielung auf "Ruhland in der Welt anzutresfen seien. Painlevs indem er bemerkte, fraß Frankreich das Recht hätte, zu sordern. daß die Richteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten eine gegenseitige sei. Oie fremden Truppen im besetzten Gebiet. kommen unterbreitet wurde, haben bisher noch nicht ihre Ansicht über die Vorschläge als Grundlage für eine Aussprache betamrtgegeben. - Lord Lushendun erklärte dem Sonderberichterstatter der „Sunday Times" m Gens, die Berichte über einen Verzicht auf das englisch-französische Flottenkompromih entbehrten jeder Begründung. 3m gleichen Sinne sprach sich auch der Innenminister Sir William Johnson H i ck s aus. Hicks lehnte eine nähere Erörterung des Abkommens ab. betonte aber, daß eS sich nicht um einen Vertrag handele, sondern dah der Inhalt der Uebereinkunst sich lediglich aus Defensiv- und nicht etwa Offensivmahnahmen beziehe. re n und hochverräterischen "Be ft re- bun gen eine klare Absage erteilte, muh er sich jetzt beschimpfen Katastrophe beim Autorennen in Mnza Ein Rennwagen ins Publikum geschleudert: 19 Tote, 26 Verwundete. Zwei weitere Unfolk. getötet, 26 verletzt, darunter einige sehr schwer. Der holländische Auhenmini-fter De e l a e r t s gab der festen Erwartung Ausdruck, dah die polnische Regierung nunmehr auch entsprechende Mahnahmen treffen werde, um das Vertrauen der deutschen Minderheit in Oberfchlefien in den Völkerbund und seine Tätigkeit zugunsten der Winderheiten zu erhöhen. Rachdem der polnische Außenminister 3 a- leski dem Bericht und den Ausführungen des deutschen Ratsmitgliedes zugestimmt hatte, wurde der Bericht angenommen. Eine weitere Beschwerde des Deutschen VolksbundeS wegen der Einschulung deutscher Kinder in den Minderheiten- fchulen vom Juni dieses Jahres wurde auf Vorschlag des Berichterstatters vertagt, do unter dem 24. August eine weitere Beschwerde über das gleiche Thema vom Deutschen Volksbund eingereicht worden ist. Schließlich wurden die Vorschläge des Berichterstatters über die Weiterleitung von Bittschriften der deutschen Minderheit in Polnifch-Oberfchlesien an den Rat angenommen. lirB 2^ finJW tti * nsa’ is.'P in dm 58,4 P tyrttc Darms Men 8.8. s aui ‘ M - kir4 übei Btrgetoi, Haris ui bau An «ne tx? 'v ift m Hnei d W der "La »ortrti Dahrh wftenf fei «u»e öh ^Seklo. lltfeü f, SS. ki< ^r-'^nq Ti .'■Van nb H ®Un9en •L^san & R N . Tür ( ^kfse f sW von gesprochen, daß in Deutschland Tausend.- Polen infolge blutiger Verfolgung 3 u m 2' c r 1 asfen de» Landes gezwungen ward deutschen und Herrn Clah mittlerweile so gut kennengelernt haben, dah er dies zu ertragen weih." Die „"Bo ff. Z t g ' erklärt, dah dem Reichsvräsidcnten kein schöneres Zeugnis ausgestellt werden könne, al» dieses des Iustizrats Tlah- denn es beweise, dah er sich über die Old- fichten seiner Wahlmacher weit hinausaehokvn hat als wahres Oberhaupt der gesamten Ration. reit» in der zweiten Runde einen Radwechsel vornehmen. Er konnte dann wieder ausholen und war bis sich da» Unglück ereignete an fünfter stelle. Materajsi fuhr mit einer Geschwindigkeit von etwa 180 Kilometer hinter ^orefti auf „Bugatti", den er überholen wollte. Plötzlich machte der ’jßagen Materassis einen Ruck nach rechts und kam ins Schleudern. Der schwere Wagen flog über ein drei Bieter breites Hafenbanb, über einen Drahlzaun und bann über einen drei Bieter breiten Graben in die Zuschauer hinein, die in mehreren Reihen ücht gedrängt standen und da» Rennen au» nächster Röhe verfolgten. Vie Zuschauer wurden auf einer Strecke von 10 Bieter wie Grashalme umgelegt. Beim ersten Aufschlag riß der Wagen ein tiefes Loch in den Erdboden, überschlug sich mitten unter den Zuschauern und wurde bann in den Traben '.uruckgefchleudert. Mate ras si wurde au» dem Unglückswagen herausgeschleudert und so schwer verletzt, daß er kurze Zeit darauf oerftarb. Bisher konnten noch nicht alle Opfer erkannt wer- den. Obwohl das Unglück einen niederschmetternden Eindruck hinterließ und die Zuschauer durch Rufe die Einstellung des Rennens verlangten, wurde es fortgesetzt. Bald darauf ereigneten sich ;wei weitere Unfälle. Der französische Wahrer Blaque»belair fuhr mit voller Wucht gegen einen Markte, rungsftein der Rennbahn, wobei die rückwärtige Barriere in Trümmer ging. Wie durch ein Wunder blieb der Fahrer unverletzt. Ein weiterer Unfall ereignete sich, als an einem Rennwagen ein Reifen platzte. Der Wagen wurde gegen d i e Tribüne geschleudert, konnte aber noch rechtzeitig zum Halten gebracht werden. So wurde ein zweites großes Unglück noch verhindert. Die Rennen wurden trotz der „Genug"-Rufe de» Publikums zu Ende geführt. Entwürfe waren die Sachverständigen in her--- _— _____, Lage, sich auf einen Entwurf zu einigen, der darauf den Riächten, die hauptsächlich beteiligt 3U entkräften, und dabei mit Tatsachen- sind. zur Erwägung unterbreitet wurde. Es ist >" a t e r i a l über die entsprechenden Vorgänge a u f wiederholt betont worden, dah alle anderen der Gegenseite zu erwidern. Ich möchte mir Mächte, dic in Gens vertreten sind, sich | aber ein Eingehen darauf erlassen, denn ich glaube, daß eine Diskussion über diese weit zurückliegenden Vorgänge für den Kernpunkt der gegenwärtigen Eingabe unerheblich ist und dem zu erreichenden Ziele der Befriedung Oberschlesiens nicht bienen würde." Alldeutsche Angriffe gegen Hindenburg. B e r 1 i n. 8. Sept. (Priv.-Tel. des WTB.) In Plauen im Vogt lande begann heute bte Tagung des Alldeutschen Verbandes. Der 'DerbandSvorsihenfre. Iuftizrat E-lah, erklärte in seiner Eröffnungsansprache, dah der Kampf, den der Verband pflichtgemäß gegen den heutigen Staat und seine Leiter führe, gegen den Willen der Alldeutschen und zu ihrem Bedauern sich auch gegen das ReichSoberhaupt richten müsse. Der Reichspräsident v. H i n d e n - bürg habe die Aufgabe nicht erfüllt, die ihm als nichtmarristischem Staatsoberhaupt gestellt gewesen sei, die Aufgabe. Deutschlands Rettung mit allen verfassungsmäßigen Mitteln zu betreiben. Er habe die ganze unselige Außenpolitik des Herrn Stresemann h'ngenommen und zuletzt daS heutige Kabinett des Reichskanzlers Hermann Müller berufen, obwohl ihm die Derfässung das Recht gebe, einen Mann feines Vertrauens mit der RegierungS- bttdung zu beauftragen. Diese Anarifse auf den Reichspräsidenten er» iahren in ben Berliner Blättern schärsste Zurückweisung. Die .D. A. Z." schreibt: „Rur mit größtem Widerstreben erfüllen wir die publizistische Pflicht, diese ungeheuer- Ilchen Ausfälle wiederzugeben. Auch wir wollen die nationale Erneuerung, aber aus den Händen des Iuftizrat- El aß wollen wir sie nicht." In der .Börsenzeitung' heißt es: .Auch die Alldeutschen können von einem Manne, wie Hindenbura. nicht verlangen, daß er die Grenzen der von ihm beschworenen Verfassung überschreitet und Herrn Elaß zuliebe zum Putschisten wird. Hindenburg hat feine Enttchlütte und seine Tätigkeit genau auf der Lime der Berfattung gehalten. j>r konnte nie ander» handeln als er es getan bat. Die Kritik de« Herrn «ah an H-nfren- Zu dem Zusammenstoß werden folgende Gin- zelheilen gemeldet: 'Als sich der Ell^passcrgier- dampfer „Königin Luise". der ungefähr 3 00 Fahrgäste an Bord hatte, wieder an die Blankeneser Landungsbrücke begab, wurde er von dem heraufkommenden englischen Kvhlendampfer „Eorwood" längsseits gerammt und schwer beschädigt. Der englische Dampfer drückte den Passagierframpfer auf daS nördliche Ufer, um ein Sinken des Schiffes zu vermeiden. Auf der „Königin Luise" erlosch sofort das elektrische Licht, da Wasser in die Maschinenräume eindrang. GS entstand eine Panik und Vntsetzensschreie hallten durch die Rächt. Zahlreiche Elbedampfer und Barkassen eilten an die Llnglücksstelle und übernahmen die Passagiere der ,Königin Luise". Durch den heftigen Zusammenstvh wurden zahlreiche Passagiere mehr oder weniger schwer verletzt. Auf der Blanke- neser Landungsbrücke wurde etwa 30 Verunglückten die erste Hilfe zuteil. Drei von ihnen wurden schwer verletzt in daS Blanke- nefer Krankenhaus übergeführt Soweit bis jetzt feststeht, sind Opfer an Menschenleben nicht zu beklagen. Auf dem verunglückten Dampfer „Königin Luise" war der Zusammen st v ß mit dein englischen Dampfer .Lornwood" so stark, daß sämtliche Pasfagieredurcheinanderge warfen wurden. Sine große Verwirrung bemächtigte sich der Passagiere, von denen im ersten Schrecken eine ganze Reihe über Bord sprangen. Die meisten von ihnen konnten rasch gerettet werden. Rach Ansicht der Besatzung der ersten Hilfe- leifttnben Boote und Barkassen an der Unglücks- ftelle sind zwei oder drei Personen ertrunken. Der Bug des englischen Dampfers rammte die .Königin Luise" dicht unter dem Radkasten. Der Zusammeirstoß war so stark, daß daS Schiff sofort schief lag. Der englische Dampfer ging nach dem Zusammenstoß fofort mit voller Kraft vorwärts, um feinen Bug in der Leckstelle ber .Königin Luise" zu halten. Unter ohrenbetäubendem Tuten und Pfeifen, um die kleinen Boote und Barkassen zu toarnen, setzte er die .Königin Luise" auf den Strand Altona, 10. Sept. (WTB. Funkspruch) Rach einem um 1 ckhr morgen- au*geqebenen Bericht des Altonaer Polizeipräsidiums sind, lotveii sich bl- zur Stunde fest» fteUen lief), keine Todesopfer infolge der Dampferkollision vor Blankenese zu beklagen. Jahrwakser und Strand wurden sofort von Poll- zeifahrzeugen abgetucht, doch hatten die Bemü- bangen bisher keinen Erfolg sind Es würde nicht frfjnicr fein, biete Behauptung Oeuisch-oberschlesische Beschwerden gegen polen. (£c n f, 8. Sept. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Völkerbundsrates wurde die BeschwerdedeS Deutschen Dolksbun- des über die öffentliche Unsicherheit in Pvlnisch-Oberschlesien behandelt. sNach ber Darstellung des Deutschen VolkSbundcs ist daS (Siement der öffentlichen älnsicherheit ber Verband der Aufständischen, der die weitest gehende llntcrftütjungöcr polnischen Behörden genießt. In einem Verzeichnis. das nur einen Ausschnitt aus den tatsächlichen Vorkommnissen barstellt, zählt der Deutsche VolkSbund 7 5 Fälle von Terrorakten auf. In fast allen angeführten Fällen blieben die Täter uixermitteU. Ermittelte Täter werden erst nach langer Zeit vor Gericht gestellt imb entweder freigesprochen oder zu milden ©trafen verurteilt. Alle diese Einzelheiten werden in dem von ilrutia (Kolumbien) erstatteten Bericht aufgezählt. Die polnische Regierung gibt in einer (Degendarstellung der Meinmig Ausdruck, daß ein großer Teil der Befchwerdefällle aus die besondere Lage im ober» schlesischen Industriegebiet zurückzuführen fei, auf wirtschaftliche Motive, auf den Gegensatz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber und auf den Attoholgenuh. Der Verband der Aufständischen soll nach der Darstellung ber polnischen Regierung überhaupt keinem politischen Zweck bienen. Die polnische Regierung fügt hinzu, daß bk Behörden fest entschlossen sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. In den übrigen Fallen seien die in der Beschwerde auf- geführten Terror-Akte nur ein verschwindender Bruchteil der sich alljährlich auf etwa 100 000 ^He belaufenden strafbaren Handlungen. Der Berichterstatter schlage dem Rat vor, von den in feinem 'Bericht auszugsweise wiedergegebenen Bemerkungen der polnischen Regierung Kenntnis zu nehmen und seine Zuversicht auszusprechen baß nötigenfalls in Verfolg ber noch ichweben- ben Untersuchungen btc geeigneten Maßnahmen zur Bestrafung der Schuldigen ergriffen werden. Staatssekretär v. Schubert gab zu dem Be richt folgende Erklärung ab:'„Ich kann dem Bericht juftimnicn Immerhin haben mir aus den Bemerkungen der polnischen Regierung ersehen, daß es bei den zahlreichen Gewalttaten gegen Ange Ijorigc der deutschen Minderheit bisher nur in wenigen Fallen gelungen ist, die Tater zur Bestrafung zu bringen Man kann daher die Besorgnisse der deutschen Minder- hei t verstehen. Ich Haffe, daß die vom Rate au», gesprochene Zuversicht sich so realisieren wird, um den Minderheiten ein erhöhte» Gefühl der Sicherheit ju geben. Bei dieser Gelegenheit kann ich nicht umhin, noch mit einem Wart auf einen Hinweis zurückzukommen, der sich in den poini scheu Bemerkungen befindet. Hier wird da Berlin 8. Sept. (Priv.-Tel. des W. TB.) bi Iren neu um den großen preis Gemäß einer von den Blättern gebrachten Zu- vordcritallen» statt. Dabei streifte da» «rlo sammenftellung befanden »ich nach dem Stande Blateraffi», bet mit einer Geschwindigkeit von Hughes im Internationalen Gerichtshof. Dens, 8. Sept. (WTB.) Der frühere amerikanische Staatssekretär Hughes ist heute nachmittag vom Völkerbundsrat in einer geheimen Sitzung e i n ft i m m i g als Rachfolger des zurückgetrctenen Professors Moore zum Mitglied deS Interna ttonalen Ständigen Gerichtshofes im Haag ernannt worden. 3n b:r Völkerbundsversammlung, die gleichzeitig zur Wahl des RachfolgerS zusammen- getrctcn war. erhielt Hughes 41 von 48 Stimmen; 5 Stimmen waren für Reichsgerichts- Präsident Dr. vim 0 ns abgegeben worden. London. 8. Sept. (WB.) Der amtliche Bri- Scschleubert. An der Unglucksslelle befanden sich tische Fmildienst meldet: Dio in der Presse er- M e r ff u m m e 11 e Leichen und große Blut- schienenen Berichte, baß das britisch-fran- lachen. Der Unlerftaafsfefretär be» Minislerpräsi- zösische Kompromiß über die Flotten- diums und die anwesenden Vertreter der Behörden abrüftunq aufgegeben worden fei dürfen eilten herbei, um da» Hilfswerk zu organi- un beachtet bleiben. Die Vorschläge liegen noch tzeren. Vie verletzten wurden ins Hospital zu SL Dir Iraucrfeicr wird mor- 'Vramne uno Japans vor. Denen sie vor einiger 1 _ «nHiinx»» Zeit zugestellt wurden. Diese Vorschläge wurden 9 I t f oe . nur entworfen, um den Fortschritt der Arbeilen Mailand, 10. Sept. Zu dem furchtbaren in der Vorbereitenden Kommission für die Qlb- Unglück auf der „T a d e s b a h n" in Monza rüftung zu fördern, nachdem durch die Rlernungs- werden noch folgende Einzelheiten bekannt, verschiedenhciten zwischen Großbritannien und Schon kurz nach dem Start der 22 Rennwagen Frankreich über die Methoden zur Durchsührung setzte das Nennen mit einem sehr schnellen Tempo einer Flottenbeschränkung ein Stillstand eingc- ein. Der bekannte italienische Rennfahrer Mate' treten war. An Stelle der beiden vorhandenen I rasst, der auf einem „Talbot" fuhr, mußte be- vom 15. Juni d. 3. im besetzten Gebiete ungefähr 200 Kilometer fuhr, ein andere» Auto und rund 67 000 Mann, und zwar 54751 Fran- wurde in bas Publikum geschleudert. APfcn- Belgier und 6760 Engländer. Hierin 1 9 Personen, darunter TRateraffi wurden ist auzb daS Heeresgefolge enthalten: nicht em- 1 begriffen sind die Familienangehörigen. Cs befinden sich Angehörige von 7 900 derbe Ira te ten Besatzungsmannschaften. w , im besetzten Gebiet. In der zwecken Zone sind vtaterassi die 18. Runde fuhr und sich in gc- 15 206 Mann, und zwar 9587 Franzosen. 5548 raber Fahrt 00r den Tribünen befand. Bkrferoffi, Belgier und M Engländer, in der dritten Zone ber m't einer Geschwindigkeit von 200 Kilometer 51 865 Mann, und zwar 45 164 Franzosen, fünf fuhr, versuchte J 0 r e ft i ,u überholen. Plötzlich Engländer Für die Familien s^h man. wie das Auio Materassis aus ber l'I'L8 7^"ru"e b 1 ?«" = B«6n becau.fprang und in den «raten. Oabet ist zu bemerken, daß eine Reihe von I v x. nn, ,rM < r- , . , , ToSnungen für militärische Zwecke Verwendung ben I?bun'n b'lmde, walle Da« gesunden hat. Auto stieß gegen die Graben wand, so baß e» _einige Bieter hoch gefdjleubert wurde, £)a0 brlttschsfpanzoslsche sich in der Lust umdrehte und schließlich in die O» 22 £.# -<■ / Menge fiel, bie am Raube des Grabens oer- (y!OltCndV(Ot1iniCn Plctvi» sammelt war. Der Rennfahrer wurde weit hinweg- Aus öfter Welt. Der Kriegsanleiheskandal. x DerNn. 8. Sept. Laut .Voss Ztg.' haben die Berliner Umettuchungsbehörden in den leh- ten ^.agen im Ausla nde umfangreiche Be- I ® 2 un® c n durchgekührt. die nach Ansicht der Staatsanwalttchasi eine wesentliche Älä r un 9 in bem Kricgsanleiheskan- bal gebracht haben. Bei dem beschlagnahmten Material handelt es sich in erster Linie um den Crunb eines wichtigen Briefwechsels, nach dem man schon geraume Zeit gesucht hotte. -schwerer «ampf mit ausbrechende« slräslinqcn. BatonRouge (Louisiana). 10 Sepr. (WTB Funkspruch.. Bei einem Versuch au» dem Staats- gefängnis von Louisiana auszubrechen, wurde von 15 Sträflingen das Dachr- gebäude gestürmt und Munition und Geir ehre geraubt. Tic Wache eröffnete das Feuer auf die Sträflinge die daraus zu einem nahegelegenen Fluß flüchteten, frort einen Bootsmann töteten und in einem Boc^ ui entkommen suchten. Vier der Sträflinge gelang die Flucht, während bei der Verfolgung sechs ge-tötet. die anderen verwundet wurden. Anderthalb Millionen Ertrag der ßindcnburg- wohlfahrt»brief marken. Der Vertrieb der Hindenburg Wohlfahrtsbriefmarken und -Postkarten hat, dem „Derk. Lokalanz.^ zufolge, einen Gesamt- ertrag non 1 513 0 00 Mark ergeben, der dem Reichspräsidenten zur Verfügung gestellt werden konnte und im wesentlichen schon verteilt worden 'st. insgesamt sind 12071 000 Stuck Hindenburg. Marken einschließlich Posttarten abgesetzt worben. Umfangreiche Schiebereien im besetzten Gebiet brr letzten Woche wurden im besetzten Gebiet - umfangreiche Schiebereien mit Besatzungsgut aufgc« herft. Die französische Besatzungsbeharde hat 11t Ifanbau die Geschasisführer zweier Militärkasinos nerhastet. Die Verhafteten hab-n schon seit län- gcrer 3eit große Mengen Sekt und Liköre unter dem Deckmantel der Besatzungslieferung zollfrei ou* .trankreich in das besetzte Gebiet eingeführt und an deutsche Abnehmer im besetzten und unbesetzten Gebiet weiterverkauft. In 'Worms wurden durch die deutsche Zollfahndung die lothringischen Kaufleute Loui» und Robert Vion verhaftet. Zn unter- richteten Äreifen spricht man von bevorstehenden weiteren umfangreichen Verhaftungen. Die Spuren tor verkauften Waren führen nach Mannheim, stuttgatt und Karlsruhe, wo durch die deutsche Zollfahndung bereits größere Beschlagnahmungen vorgenommen worden sind. Merkwürdige JlicgenmfdOe. Dei fron Kunstflügen am Sonntag in Sbers- walfre verunglückte frer Fallschirmspringer -Kurt Liedtke aus Oranienburg. AIS er ans 1000 Meter Höhe abgespraugen war. wurde er durch den Wink» vom Flugplatz a bot trieben imb geriet über bie chemische Fabrik von Heger- mühle. Sr stürzte durch das Glasdach, blieb aber zum Glück an den Stticken be* Fallschirme- hängen. Liedtke wurde durch VlaSiplitter schwer verletzt. 0lm Sonn- taavormrttag hatte cm auf dem Tcmpeshofer Feld gestartetes Flugzeua Motvrfrefekt Bei dem Versuch, einen geeigneten Landungsplatz zu hüben geriet frer Flieger in einen Schwarm Tauben. Von dem Propeller wurden 25 Tauben getötet. Die Maschine landete schließlich wieder auf dem Flugplatz. Opfer einer unfinnigen wette Mehrere junge arbeitslose Burschen in Osterfeld (Wests.) gingen eine Wette ein. wobei sich einer erbot, brennend in den Kanal zu springen. Die Kleider des jungen Mannes wurden von seinen Kameraden mit Petroleum beschüttet und angezündet. Sofort stand der junge Mann in Flammen und sprang in den Kanal Mit sehr schweren Dr a n d w u n fr e n wurde er aus dem Kanal gezogen und ins Krankenhaus transportiert. Seine beiden Kollegen »ind verschwunden. Lin Gutsbesitzer erschossen aufgefunden. Wie free Blätter aus Bromberg melden, wurde gestern früh der Rittergutsbesitzer Freiherr Bittor v. Detmermg jr. aus Brenuu. Kreis Schwetz von undeka nicken Tätern, vermutlich von Wilddieben. erschossen. Rähere Sinzelbeit«i Über bte Tat fehlen noch. Der Srmorfretc ist ein Sohn des Freiherrn Viktor v. Detmering. Borlitzenfren des Landbundes Weichselgau ber Organisation der deutschen Landwirte in Polen. Schwere» Grubenunglück In Ofioberschkeflen. 3n den Abendstunden des SamStaas ereignete sich auf der Osthälste der .LleophaS- Grube" bei Kat towih nach einer froriigeiM Meldung ein schweres Grubenunglück. Durch einen außerordentlich starken Erdrutsch stürzte eine Strecke zusammen Fünf Arb ei- t e r wurden durch die herabfallenden Kohlen- unfr Gesteinsmassen verschüttet. Trotz der sofort einseyenden Rettungsarbeiten konnten nur zwei der Verschütteten lebend geborgen werden. Da die Einstürze ber Kohlenmassen fortdauern und somit eine Weiterführung ber Bergungsarbeiten unmöglich ist. bat man fric Hoffnung auf Rettung ber drei noch im Schacht eingeschlossenen Arbeiter aufgegeben 3m Jalfboof über den Ozean _ Rach einer Meldung der Associated Preß au» 6t. Thoma» auf den Birgin-Onleln (Kleine Antillen) ist der Deutsche Franz Römer heute in seinem Faltboot in Richtung Reuyork weitergefahren. Brlttsche» Marluesiugzeug verschollen. Wie bas britische Luftfahrtministerrum In London befanntgibt. sind drei Flieger, die am 5. September in einem dem Flugzeugmutterschiff .Argus' zugetcilten Marineflugzeug zu einer Erkundung aufgebrochen waren, verschollen. Mai: nimmt an. fraß sie in bte R 0 rdfee gestürzt lind. Rach^orlchungen, die von mehreren Schiffen angestellt wurden, sind erfolglos geblieben Sieben lote bei einem Zusammenstoß. Blind River (Ontario). 9. Sept. «WTB. Fuickspr.l Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Automobil und einem Güterzug an emem Bahn- überaana wurden 7 der -n dem Auto befindlichen Ausflügler getötet Lin Bauer ermordet drei feiner Kinder. »n Bauer namens Stahl, in der Räche der Stadt L-.ndesberg anfällig, ermordete heute nacht m einem Ankall von Wut drei feiner Kinder und machte dann seinem Leden tm Gnfre, Aus der Probinzia(baup(ssabt i Gieß«», den 10. September 1928. Aus der evangellfchen Londeskirä'c in Hessen. Au» der soeben erfchie.ienen Statistik und den kirchlichen Rachrichtei der evangelischen Landeskirche Helsen» tut da» Jofor 1926 sind sorgende Angaben bzv Zahlen von aNge- meinem Interest« Die Zahl der erwach'«- nen Klrchenbesuchcr b"rüg für den Conn- lag nach Prozenten ansgerechnet in der Suber- mler.b.miur Darmstata 13.3 Proz in d.r Super- inlcnl a lur Diesten 21,7 Prvz, In der Super- intenden'ur Mainz 18.5 Pn>^ in ganz Hellen 18,1 Proz - die Zahl der Kommunikanten in derselben Reihenfolge 45 8 Pro^. 107.8 Prvz 58.4 Pro-. im ganzen Land 68,5 Pro». Die entsprechenden (Wahlen für die fünf aröstken CrtäMe Darmstadt. Offen dach Giehen. Mainz und Worms stellen sich für die Kirchendefucher aus 8.9. 4.8. 8,8 16J2 122 Pro, . für die Kommunikanten auf 28.6. 22 26.6. S2.O. 342 Pro». Am End« de- ZaHres 1028 standen von der Landeskirche getrennt 2013 Frei Protestanten. 9087 Deutfchkathvliken und Freireligiöse 1024 Alt- lutbcran« u. o . 1841 Apostolische. 1156 Metho- bisten. Baptisten u. a. nt. sowie 867 andere ttbr*- st en Zur evangelischen Landeskirche ttaien über im ganzen 546 Personen, davon von der katholischen Kirche 356; H traten 2921 Personen au», davon zur katholische-, Krche 22. ohne Heber- tritt 2222 Personen Don 5915 evangelischen Ehen wurden 5541 oder 93.7 Proz kirchlich getraut 44 Lausverveigerungen und 13 Konsirmatlvnsentziehungen kamen r-oe in neun Füllen wurde di« Konfirmation nerfagt Don 10134 verstorbenen SvangeNschen wurden 9203 kirchlich beerdigt Die evan- gelifch-chrisiliche Liebe.ta gteU weist folgend« .»,ah!en auf. milde Gaben für Vereine und Anstalten 588 278 Ulf, allgemeine Kirchenkolselten 100 416 Mk. Gaben für die Ortsonnen 153161 Mark sonstig« sreiwillige Leistungen 60S 442 OHL, Aufammen I 450297 Mk. Erledigt waren am Ende 1926 12 Pfarreien in Starkenburg, 50 in Oberdessen und 11 in Rheinhessen zusammen 73 Pfarveten, einerseits ein Beweis für den herrschenden Pfarrer mangel, dann aber auch ein Zeichen für den SparsamkeitswMen der evangelischen Landeskirche Hessen». Gewissenhafte Auskünfte sind straffrei. Wohl jedem passiert es hier und da einmal, bah er um Auskunft über Bekannte ersucht wird, und es gibt fa besonder- Anttunfteien, die ge- werbsmästig Auskünfte <•< ' en und sie an die Auftraggeber weiter peri - n. Solche Einrichtungen find aus unserem h.-utigen GefchaltSleben bcrau» geboren und notwendig. Dersenigr. welcher eine Auskunft erteilt, handelt daher an sich nicht unrecht und trägt lediglich einem vorhandenen Bedürfnis Rechnung, doch muh er dabei wahrl-eitsgemühe und gewissenhafte An- fldben machen und darf sich nicht hon dem Betreben leiten lassen, andere zu verklatschen Handelt er so. dann wird ihm der Schutz des Paragrapben 193 de» Strafgesetzbuches i'JDabr- nehmung verechiigter Inteccllen) zugebilligt, wie ein Urteil de» Oberlandcsgerlchls Hamburg es tut. dem folgender Tatd.-"and zugrunde lag: Jemand hatte auf eine mündliche Anfrage, ohne Gegenwart Dritter, einen anderen als einen „ üblen Theater intriganten ' bezeichnet. Die erste Instanz hatte ihm den Schutz de» 8 193 versagt und ihn wegen Beleidigung verurteilt, während da» Oberlandesgericht Hamburg die gegenteilige Meinung vertrat und in seinen Entscheidungsgründen u a. ausfprach Der Fragende halte aus di« Anregung, den an- geb! ch Beleidigen in den Krei» seiner hüus- Ikbcn Geselligkeit zu ziehen, cue Vorsicht beschlossen. sich erst einmal über dessen Persönlichkeit au unterrichten Dass er an der gewünschten Auskunft tht wesentliches Interesse haben konnte, läht sich nicht von der Hand weisen. Vertrauliche Anfragen über 6hornkter und Eigenschaften Dritter sind häufig burd) das menschliche Zusammenleben bedingt und lonnen gelegentlich unvermeidlich fein und in den Anwendungsbereich de» tz 193 fallen. Allerdings genieht müssiger Klatsch den Schuh de» Gesetzes nicht. Verfolgte aber im gegebenen Falle der Fragende das Ziel, sich über Person und Eigenschaft deS Dritten zu vergewissern, bevor er sich entschloss. ihn in fein Haus und seinen Kreis zu ziehen und erbat er -- dem Angerede!en erkennbar — zu diesem Zwecke eine vertrauliche und gewissenhaft« Auskunft, fo ist auch bk erteilte Auskunft unbedenklich alS einer der den gefetzlichen Beispielen ..ähnlichen Fälle'' anzuerkennen. Dah die Anwendbarkeit der Vorschrift au-zuscheiden hat. wenn der Ant- w ort ende entweder bewusst die Grenzen der Wahrheit überschreitet oder feine Aeusserung in ein« sprachliche Form kleid«t, die auf das Vorhandensein einer Beleidigung schlichen lädt, bedarf feiner weiteren Erörterung. Wenn jedoch keine dieser befonberen Aufnahmen zutrifft, ter Angeklaqle abtr im guten Glauben an die Rfch- tigkeit feiner Antwort bie erbetene Auskunft nicht leichtfertig, sondern auf Grund gehöriger Prüfung ihrer Zuverlässigkeit erteilt, alfv nach gewissenhafter Uebeneugung gehandelt hätte, würde seine Verurteilung nutzt erfolgen können. Wichtig für Ausländsdeutsche. Huf «rund bc» Kriegsschödenlchlustgesetzes vom «. März 1928 beginnen jetzt die Barauszahlungen an die Auslanbdeutjchen, Berbrangten unb Dertriebencn: es werden auch die (Eintragungen in » Relchsfchulbbuch oorgenom- men. Bei der Riefenzahl der vorliegenden (5ntfchä- digungsanträae wird deren (Erledigung mehrere 3al)rc in tfnfprud) nehmen, ganz besonders in Anbetracht der schon oft öffentlich als zu langiam ge- rügten Arbeitsweise des ReichseiNschädigunasamte». Die in den flreifen der (Geschädigten darüber laut merbenben ftlaaen erhalten noch dadurch eine Ver- lehärfung, bah selbst die Empfänger der roten Bor- Auszahlungsscheine wochenlang auf AuszahlunH des Geldes warten muffen. Für alle Seschädigiei'. wird es deshalb von Zn- 'treffe sein, zu erfahren, dah der Interessenschutz- verband der Reichsentschädigungsgläubiger in Ber- lin W 30, Hohenstautenfirahe 23, fast unbeschränkte Mittel zur Verfügung aeftcOt erhalten hat, mit denen er die sofortige Bareinlösung dieser vom R. E. A. ausgestellten scheine vornehmen kann. Die gleiche Organisation warnt übrigens alle Äuslanbdeutschcn und Verdrängten, die eingetragenen Lchuldbuchsorderungen mit hoben Verlusten zu verkaufen. Es ist j«derzeit eine hoheBeleihung solcher Reichsschuldbuchkorden'-^-" o b n . B e r - l u st zu erreichen, worüber die Organisation jedem SntereHenien kostenlose Auskunft erteilt Rampen an Baugerüsten bei Nacht. Dem Baume ster E. in Tollin war zur Last riegt worden, gegen bie Dvlizeivervednung vom 8 1881 dadurch Versionen zu hoben dah er an e »em Bau. den er auSge'uhrt hatte das Gerüst unb da» auf der Str-he lagernde Baumaterial nachts nicht gehörig beleuchtet hab«. Demgege.-rüder machte E geltend, dah er brennende Lampen angebvachr hobc bie aber mehrfach von boshaften ober übermütigen Leuten ausgelL'cht oder fortgefchafft worden feien. Das Amtsgericht gewann denn in der Tat auch die liebe rzeugung. daß bitt« Angaben auf Wahr- he: beruhten, und sprachen den Angel.agten. da er d e .hm obliegende Verpflichtung erfüllt habe, frei. Gegen drefe Entscheidung legte die Staatsan - waltfchafl in Stettin Revision beim Kammergericht ein, indem sie hervorhvb. dah zu prüfen sei. ob die Lampen auch vorschriftsmässig angebracht worden fe.en. fo dah fie nicht ohne weitere» hätten ausgetöfcht oder entfernt werden können. Der 1. Strafsenat des Kammergerichts hob baraufbn auch die Vorentscheidung auf unb wies bie Sach: zur erneuten Verhandlung unb ckirtscheidung an daS Amtsgericht zurück, wobei es u. a. ausfützrw. d.e Vorentscheidung fei unzulänglich begründet unb lass« nicht klar erkennen, ob das Amtsgericht den 'BegriV brr Fahr- läffigkeit nicht verkannt habe. 5):e Staatsanwaltschaft läge burchaus zutreffend. eS hätte geprüft werden müssen ob der Angeklagt: dafür gesorgt hab«, baf) b.c brennenden Lampen an bem Gerüst oder an dem auf bet Orte lagernden Baumaterial der Vorschrift gemätz derart angebracht worden feien, baff nicht jeber auf der Strohe Vorübergehend« sie leicht hätte auslöfchen ober entfernen können (Kammerger. 1. S. 423. 28 ) Taten für Dienstag 11. Lcpteniber. Sonnenaufgang 528. Sonnenuntergang 13.24. Mondaufgang 1.40. Mr ndunteraang 17.58 Uhr 1816: Der Mechaniker Karl Zciss in Weimar geb. (aest. 1588). -- 1825. Der Mufikfchriftsteller und Kritiker Eduard Hanslick in Prag geb. fgeft. l°04). — 1836: Der Afrikaforscher Eduard Fleoel in Brah am Rigger geft. (geb 1855). — 1914: Bei tzung der Mariannen-, Mar toll- und ÄaroHncninfeln durch bi« Japaner: Der-tfch-Reu- guineas durch bie Australier. Bornotizen. T. age»falenber für Montag. Lichtspielhaus Bahn Hof st rast« ..Der Betlel- stubeni". - Astorw-Lichtspiele: ..Die Tokc'ahrl auf dem Black River". Au» dem S t adt t hea t er b u r ea u wird uns geschrieben: In der morgigen Ausführung des Lustspiels „Cifelott von der Pfalz" spielt die Rolle der Liselott Maria Koch. Bühnend.4d Karl Löffler. Der bisherige Ober- fbielldter Adolf Teleky. der einem Ruf nach Regensburg folgen wird, verabschi. gui^i. Haltung. Stimme und Sprache tonnen wir die innere Tütigkeit der Organe erkennen, in deren Mittel"unll besonders die Brustorgane fteben Das ar’unbt Kind kommt mit eurem Schrei zum Lev.n. ein Hinweis darauf, dah es bei der Erziehung des Kindes darauf ankommt die Gesetze der Atembttv.gung zu beobachten und zur Geltung zu bangen . Eine längere Aussprache fd lost fich an. 3n einem wetteren Vortrog im Öfterer wird Dr. Reuman n-Giesten die Erzuhungeliage vvm pfvchologifchen Standpunkt au» taleuchten Mit einem kürzlichen Dank an den Vortragenden wurde die Sitzung ge- geschloffen. Staatliche Gewerbe- unb Ma - schinenbauschule Diesten, Spvrtab- teilung. Tie alljährlich fanden auch in biekm Jahre unter Führung des Leiter» unterer Sport- abteilung. Ingenieurs Jentzfch zwischen den einzelnen Semestern der Anstalt Foustballtpiele um den von Gew ibefchulrat Dr Bunning» gestifteten Dand-'rpre«» statt Rach den Bor- und Rückspielen, zu welchen sede» Semester zwei Mannschaften stellte, hatten sich bie ersten Mannschaften bei 3. unb 4 Semesters mit Punktgleichheit herausgeschält Das Entscheidungsspiel gewann in Anwesenheit vieler Zuschauer nach fchänem, ausgeglichenem Spiel das 4. Semester mit 14: 16 Punkten Der 100 Coo-Mark-Gewinn nach Frankfurt a. M. gefallen Samstag vormittag wurde in Berlin bei der Ziehung der 5. Klaffe der 31,257. Lotterie ein 100 000-Mark- Gewinn gezogen. Der Gewinn fiel auf bie Rümmer 343 664. 3n der ersten Abteilung wurde diese Rümmer in Köln und in der 2. Abteilung in Frankfurt a. M gespielt •• Eine neu bearbeitete Steuer» ta belle zum sofortigen Ablefen des Steuerabzuges bei Mochenlök-vn bis 120 Mk. unb Monatsgehältern bis 750 01T1 vst im Verlag des Raftaui'chcn Druck- unb Der lag» Hauses Anh Rich Hasenkrua. Wiesbaden. fo?ben erschienen. Ohne Zwifchenoerechnung kann der Steuerabzug in leichter und übersichtlicher Meile foior. abgelegen werden, mit Absicht sind alle umständlichen unb erschwerenden Erläuterungen unb Gesetzes- Paragraphen fortgelassen. lrotzdeen ist in der Tabelle alles en-thaiten. was sür den Steuerabzug wissenswert ist. 3m Anhana sind die Beitragssätze für Invaliden- unb Angestellten-Verslche- png auf genommen. Der bi' ige Preis von 50 Pf. Set Tabelle, bte wie erwähnt die Steuer für Wochen!ohn und Moimtsgekbüt auf einer labet! en feihe enthält, ermöglich, jedermann bie An- schas'unp. $ic 6teucrtabelle ist in hie igen Buchhandlungen oder direkt durch den Verlag erhältlich. " Austrieb aum heutigen Schlachtviehmarkt: Ochf»n 421. Bullen 105, 5kühe 665. Färsen 394 Kälber 564. Schafe 92. Schweine 5631. Rheinhessen. LPD. Mainz. 9. Sept Die Arbeiten am Mainzer Dom find foweit vorgeschritten, dast am 15. und 16 Oktober die Einweihung statlsuiden wiro Zu diesem Domsest wird ber päpstliche Runtius Pacelli erscheinen Gr wirb von ben Reichs- Staats- unb Kommunalbehörden in Mainz empfangen werden Im Zusammenhang mit dem Dornfest findet eine Dombe- l e u ch t u n g statt, die zum erstenmal in Mainz gezeigt wird Xll. Rüsselsheim, 8. Ö«|>t. Am Freitag abend ist Frau Emmy v. Opel nach län- aerem schweren Leiden im 2Hter von 50 Jahren auf ihrem Gut Wester hau» bei Oberingelheim gestorben. Frau GmnU) v. Opel war die Gattin Heinrichs v. Opel des Mitin- Habers der Opelwerke, der im 3imt ' 's es Jahres geftorben Ist. Frau v. Opel di.-..rläht zwei Töchter. Ihr einziger Sohn Hernz n. Opel ist bekanntlich vor einigen Jahren In den Alpen verunglückt. Buntes Allerlei. Schätze au» bem Richt». E» lind überall noch unbekannte Schätze zu heben, ailerbing» |tnb Kemvrschast unb Geduld nötig um fw zu finden. Sammler, die es (ich in den Kopf gefetzt haben, vielerlei Cxien von ungewöhnlichen Sachen anzuhäufen, weniger um 'hreS Wertes, als um der Dollftändigteit willen, erleben es öfter, dost irgendein Umschwung der Lannnierrnod« fi« plötzlich zu Belrtzem begehrtester Kostdarleiten stenwelt. Eine englrlche Zeitschnst führt eine Reih« von Beispielen dafür an. Auto- graphensammeln ist jetzt bas beliebteste Stecken- Pferd: doch ün vorigen Jahrhundert gab's wenig Menschen, die fich auch nur das Geringste aus den Ünterschrilten benibmter Leute machteii. Wil- liam Upcott war einer dieser Menschen, unb feine früher unbeachteten Schätze brachten mehr als das Zehnfache ihres ursprünglichen Wertes, der 80 000 Mark betrug, «in. Bei den Auto- araphen mag noch erwähnt werden, dah Rel'ons Kundgebung an die Flotte mit dem Plan der Seeschlacht von Trafalgar bem glücklichen Eigentümer. einem Omnibuskutscher. 75000 Mark ein- brachte. Das Dokument ist jetzt im Belitz de» Britischen Museums. Vor einigen Woche i starb in London ein Italiener, Pietro be Guili. ber Teilnehmer eines bekannten Restaurants im Londoner West-End Baldwin, Llotzd George der Herzog von Dort, alle möglichen Berühmtheiten speisten in feinem Restaurant De Guili erbat von einem jeden ein Autogramm unb erhielt es Dies Gästebuch war mit 20 (XX) Mark versichert, ist aber jetzt schon das Bielsache wert Ein Mann aus Manchester verbracht« den größten Teil lernes Lebens damit, alte Flaschen zu f am mein. Bei seinem Tode wurde die Sammlung verkauft, unb zwei Sorten von sehr alten Flafchen brachten allein je 12 000 Mark ein. Der Erwerb der ganzen Sammlung hatte bem Eigentümer fein« 10 000 Mark gekostet. Ein Schweizer RechtSwiwall na» mens canter harte bie seltsame Vorliebe, Stiefel und Schuhe aller Völker anzuhäufen aber er war ein rechter Sonderling und erlaubte zu •einen Lebzeiten niemandem, die beiden Räum« zu betreten, in denen er feine Sammlung auf# bewahrte Als er starb, waren diese abgelegnen Kleidungsstücke 42COO Mark wcrl. Sin« ähnliche Hel crra*tunfl wurde den Erben des Edinburger Hutarrn. und Eilen, die moderne Raftep'erde und Lerbp-Gewinner an ihnen Hu'en getragen batten. Der Wert dieses .alten Eilens" überstieg weit X10» Mark Von Schmettert ngen und Marke an bi» zu Streich- hvlzschachteUi und Sch.ffsn-.atallen gibt es iiichts, do# den Sammler n;d>: reifen !bunte unb was fernen Wert Halle Jedenfalls ist iede solche Sammlung um 1t» werwoCcr je vollständiger sie 'st Folgendes Beispiel möge dies bestätigen: ®hi alter log Apostel-Löffel aus fern Jahre 1603 wurde aut einer Auktion vor einigen 3abren für 600 Mark gekauft. Der Käufer fugte ibn leinet Samnrtung bei. die dadurch vollständig wurde, 13 Stück, die er bann im ganzen an einen amerikanischen Sammler für nicht weniger ai# 98 000 Mark verlauste Die 13 Löffel zu erwerben, batte ihm hn ganzen 4000 Mark gekostet Cifbe»trogdble in München. In einer *JNumhcn?r Pension, in ber leit bem 1. eeptember ,we, ertnveftttn, die al» Ionierinnen hier auftreten wohnten kam e» nm 6otn»i(igobenb zu einem aufregenden Vorfall. lfint der Schwefittn mar mit einem 2>|ahrigen Kaufmann au» Etberleld nerlobt. Tlefto Verlöbnis nwr non den Eltern de» flaufmonn» nicht gtduldcl worden und t» kam zwischen brn (Fitem und bem Sohn zu einem Zer- uiürfni» und zur Trennung Per fliuifmann fuhr nach München, um die» feiner Braut mltzutev len. Dabei erfuhr er. dast diese Bezithungen zu einem anderen angeknüpft hatte Darüber tarn t» am Samstagabend zu einer erregten Luesprache zwischen hem Liebespaar. Plötzlich gab der Änuf- mnnn auf leine (Brlkble einen Schutz ob, ber feboch lebl ging. Einen melieren Schutz feuerte rr auf feinen ‘Jlebenb übler, der zu Hilft eilen wollte. auch bleier Schutz ging daneben Schiletzlich richtete ber |unpe Mann bie wasse gegen |ich selbst und tötete s I ch durch einen Kopfschutz. Berliner Börse. Berlin. 10. Sept. (WTB. Funlspruch.) Zum Wochenbtginn kam da» Geschäft wie Immer nur zögernd in ©ana, zumal befonbere Anregungen nicht Vorlagen. Vorläufig tariert man Im heutigen Frühverkehr unveränderke Kurse, Farben etwa 264,5. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124.24. Mailand 92,70, Spanien 29.24. das Pfund 465,09 und den Dollar 4.19725. Oie Wttertafle. . 1928. 77a ©woftewe» emtn« rfttrtt ®venri» eetercit. ewecc^ < Jrkifi aVsoeci •HtMl -O xM kkbtr» On »• leenewcn iioretK”C' lK Mtrtt C tct" «n 6<* Wine«, o.« eoec» Met'Ofitn »!?r<"0t Tte»trM«4ta Oftf ejlicxtc* «al urtM/r “'«Töchter........ Oberst Ollendorf.............Hans Juukermann Der Kornett, sein Adjutant.... Kurt Vesper mann Simon, Student... ............. Harry Liedtke Jan, Student ......... Ernst Verebes Enterich, Gendarm ........... Hermann Picha Ferner: ImBanne desBlutes Gesellschaftsdrama in 5 spannenden Akten. Sowie: Die neueste Ufa-Wochenschau f Agnes Esterhnsy Daria Paadler Astoria-Lichtspiele Ab heute bla einschließlich Mittwoch: Tom Hix in seinem neuesten und besten Sen- sations- u. Abenteurer-Film in 6 spannenden Akten Die Todesfahrt auf demBlack River Ferner: Es steht ein Wirtshaus an derLahn Ein Film nach dem gleichnamigen Lied in 6 Akten. In den Hauptrollen: Betty Aetor und Ernet Hofmann. Vermietungen | 'em. Brandl Sonn. mdbl. Zimmer, nntolfcohe. Tel. 1085" | Mietgesuche | Bescblagnahmesreie 4- eventl. 5-ZiramerwoliDüDg per bald gesucht. Schrtstl. Ang. unt. 06420 n. d.Gtest.Anz. (Stellenangebote! Säuglings- Schwester staatlich neprüft, für Dezember gesucht. Schr. Bewerbung m. Äebalidanspruchen n. 06411 a. d. (9. Anz. Jüngeres DienftmäOQeK sofort gesucht. 06392 Richard Orth, Wlrl- schatt and Kolonialwaren, Nidda, Oberh. MmeMeWW ffiemils^-SKleoWe - Zwecks Beratung bei Erkrankungen an Geistes- und Gemütsstorungen sowie daraus folgenden Fragen bett. Vererbung, Ehe- eingehung, Versorgung, Unterbringung in Arbeitsstellen, Familienpslege oder Anstalten bzw. Entlassung ans letzteren u.ä.m. ist von selten der staatlichen und städtischen Behörden des Kreises und der Stadt ließen eine Fürsorgestelle mit Beratungs- sprechstunde durch einen Facharzt für Psychiatrie eingerichtet. 8067 D Diese Beratungssprechstunde für Oie» mütS- und Gcelenleibcnbc wird vorläufig einmal im Monat, und zwar jeden zweiten Mittwoch nachm. 4—5 Uhr von Mcdizinalrat Dr. Frank im OJcbäube des Wohlfahrtsamtes, Gartenstraßc 2, Zimmer Nr. 12 abgehalten und stehl jedem, der in diesen Fragen für sich oder andere Auskunft und Rat bedarf, unentgeltlich zur Verfügung. Gießen, den 7. September 1928. Der Oberbürgermeister. Wohlfahrtsamt — Abt. Gesundheitsfursorgcamt — 0r. Frey, Bürgermeister. Diehmarkt zu Allendors a.d.Lda. Mittwoch, den 12. September 1928. Auftrieb vormittags von 7%—9 Uhr. Hess. Bürgermeisterei Aliendorf a. d. Lda. Rein, 80690 (Stellengesuche) Suche für meinen Sohn, cu, 17 9, mit Einiährigenzengnts. kaufmännische Lehrstelle int Im- undErvorl- gcfchäii. 807ID Kurt Mejer, Marburg / Lahn, Siaieriien'trofie 35. Mugelflll W stets ans Lager oder Antteferung Ber- wendnngSstelle. H. Trechsler, Stcinstraße 73. 7741D Televb. 158t. MeSastNt'W! Giehenerpferdemant-Lose A 1 »». find noch IN allen durch Plakate kenntlichen Geschäften zu haben und bei Lotterie-Einnehmer Duchacker Neuen Baue 11. mmd Dr.eal.WKle Facharzt für Haut- und Beinleiden WiederheOiDD der SDrechsfunden Mittwoch, den 12. Senlemier 107,-12*/, und 2-3*/, Uhr 8U62D r&Tb0-C*ife4' beJritifllöooiurTtlnigktitfn, 'pi*rtn. ‘VTl't- tttfi, Viur.jcln, 3ctt)tm. 5oannnfptoJJ.-n u|ro ?NN 4>tr6a- C5«if« enteil inan DoUgrpfUgtrn CtlnL ©länjmfct prioat» unä äntlütw *21nftk«nnuno.-n 4r(xüdid) in all« ^petbekm vwgtti«. ‘Paxfilmtiiin uob Sriliurgelcthiftta. 8076V Wirklich billig und gut sind unsere efljtööhm.Bettfeöetn dopp. gewaschen, gerein- staubfrei, ferner unsere fertigen Betten sow. berrLTouncnbctfcn! Ober- oder Unterbetten, dick gefüllt, gutes rot.Iniett, Mk.13—. m.Flaum- ruvf Mk.26-, in.s't.Halbd. 11)11.39.-, Kissen, echtrot, dick gefüllt, Mk. 4.80. im Liereck 7.8U 12.50, Daunendecken, berrl. geblnnn u. glatt, St. 42 -, 56.- u. 69.—. Füllfedern, grau. Md. Litt Ftaumruvf 2.90, Schlctßst. 3.2Ü ffte. Halbdaunen 4.80,6.80, reine Daunen 8.80 u. 12.50. Kauf ohne Risiko, da Geld zurück! Muster u. PreiSltsie gratis. BettleöetnoetfonO m. mtlljioorfer, Haidmühle 507, bayer. Wald, böh- mische Grenze Muster liegen auch unverbtndl. bei E.Lcdman», Bad Nauheim, Uudwigstraße 15, auf. Diendtag, den 11. September t. IS., nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Löwen44 Neuenweg 28 dahier zwangsweise gegen Barzahlung: 3 Warenschränke, 1 Ladentheke, 2 Diwane, 1 ovalen Tisch, 1 Korb» garnitur, bestehend in 1 Tischchen und 2 Sesseln, 1 Käfersammlung, 2 SofaS, 2 Standuhren, 3 Schreibtische, 24 Bde. MeyerS Konversationslexikon, 2 Büfetts, 1 Kredenz, 1 Sofa mit Umbau, 1 Ausziehtisch, 1 Bücherschrank, 1 La- denkasse, 1 gr. EiSschrank, 1 Kasfcn- schrank, 1 Schreibmaschine, 1 Kleider- schrank, 2 Chaiselongues mit Decke, 1 Teppich, 5 Pferde, 4 Kühe, 1 Sämaschine, 1 Mähmaschine, 3 Kastenwagen, 4 Schweine. AoS freier Hand: 1 gußeisernen Rahmenständer. 8070 D MöU Gerichtsvollzieher fr. A. in Gießen, Iheringstraße 7, Fernspr. 1239. Mit Wirkung vom 8065D 1. eftober 1928 tritt zum Binnentarif der Kleinbahn Gießen —Bieber ein Nachtrag in Kraft. Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen. Köln (Rh.), den 8. September 1928. Bereinigte Kleinbahnen Aft.-Ges. YVbher derWellerfolg der Rama Werke? Reklame allein teils nicht- Dauernde Verwendung und stetig wachsende Aufnahme tindel nur das NahrunysmiHel, dessen Geschmack,Nährwert und Bekömmlichkeit, ununterbrochener Prüfung durch den Verbraucher slandhälL Die von den Rama-Werken her^eslolUe Margarine erfüllt diese Bedingungen, weil $u ihrer Herstellung ausschließlich rein natürliche Grundstoffe verwendet werden,wie Das feine Öl dor Cocos und Erdnuss,verbunden mit den Aroma^und Geschmacks* Bestandteilen frischer >1ilkk unter Zusafo von Eigelb u-Salz- Hr Dienst am Haushalt G. D, A. Mittwoch. 12. Lcvt. 1928. abendv 8*'» Uhr. fvr'chl im Eisenbahn-Hotel Hovfeld Frau Marie Riegl von der Bundesverwaltung über. Die kullorellen u^ewerkschaHlicben Aufgaben der weih iclieo Angestellten Das Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist Ehrensache. 8068V Saltbsntsl, Keltern in verschiedenen Größen ESMöMWNll.MlllMIg. Für den Verkauf eines bet der Privatkund- schaft sow. in Handwerkerkreisen gut eingeführten u. vor allen Dingen für jede Familie unentbebrl. Artikels wird für sofort gegen Provision u. Spesen zuschuß ein tüchtiger, redegewandter Herr in mittleren Jahren, dem beste Empfehlungen zur Seite stehen, gewacht. Schriftliche Angebote mit Zeugnis-Abschriften und Lebenslauf unt. 8078V an den Gießener Anzeiger. Saatbeizmittel wie Germisan, Uspuhin- Universal, Tillantin R. empfiehlt Samenliaas Hahn Bahnhofstrabe Teleph. 1403. *”e Umtausch alter Rasierklingen Angebot Nr. 126 gratis und franko. Mulculo - Werk. 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März 1596 im Aerchetag eine grvhe Aede gegen tue deutschen Kolonialpläne. wobei er 'Geiers zahlreicher ®raulam!citcn. besonders bei ferner S,limanbfcharo-SSpedition, belchuld.;: Ein daraufhin angestrengte- Beriah.en ende« mit ber «^nstei.tlassung des Kolon.'Pioniers. der verbitten über d-.c Bcrstänl nislof«gleit nach England gebt, bas er seitdem nur noch ,u kurzen Besuchen m Deutschland verlädt 3n London, wo er in ständigem Verkehr mit englischen Kolonialkreisen steht gründet er noch eine deussch-englrlche Gc- sellschast zur Erforschung ber *o!Ndbcr Aho- defias. der Schöpfung des von ihm bewundenen englischen Kolonisators 3eal Rhodes 3n Deutschland hat er «rotz der später immer stärker werdenden Erkenntnis, dah man ihm zu einem guten Teil unrecht getan habe in der offiziellen Kolonial Politik niemals mehr eine Volle spielen können. Es ist ein tragisches Schicssal, das Peters an sich bat erleben müllen. Seine Stiftungen als Kolonialpionier. der mit sicherem Blick ein hervorragend enlw.cklungsfähiges Gebiet herausfand und mit unerhörter Energie für Deutschland ficherte. werden in der kurzen deutschen Kolomalgeschichte stets einen besonderen Platz entnehmen. Als Mensch mit grober Sielsetzung sprengte er g und im ersten Semester d.o lausenden Jahres noch 19 Trotzdem steigt d.r Bevölkerung de- Deutschen Reiches und der Uebertchutz der Gebürte ii über die Tode-fälle bleibt immer noch sehr erheblich, wenn er auch allmählich geringer wird 3m Jahre 1926 betrug er r.imcr noch 4910??. Man kann mit Bestimmtheit Voraussagen, dah «n absehbarer Seit die Sterblichen in Deutschland zunehmen und bah bomit ber bisherige hohe Stand der Bevölkerungsüberfchüfse verringert werden wird I D e Sunobmc ber Sterblichkeit ist deshalb vor» I au»zusehen, «veil der gegenwärtige .«normale tiefe I Stand auf zwei vorübergehende Ursachen -urück- lufübrcn ih. auf die über grolle Sahl ber Todes- ’älk wahrenb des Är eges n id bie ihm noch »;nc Senlang folgende Blsckadeperiode. sodann auf bae Ueverw.egen ber ungewöhnlich «bl# reichen lugendlichen Altersklassen der letzten Vor» kriegSjadre. denen gegen u?cr bie Fahl der älteren Leui< ber bciwn natürlich cm. hoher Sterb- ig ersch-'nt Der Geburtenrückgang inochi <>ch i-i ganz Dcutsch- lanb fast g l e i ch m ä h i g bemerkbar, ist aber am stärksten in ben Grvststäbten 50 Jahre Gesangverein „Heiterkeit" Gießen. War vor acht Tagen anlählich bes Sanitäts- kr'.snncTNages bas Rote Kreuz auf werstem Grund das hervorstechendste Merkmal des Tages und des Strastenbckbes lv waren es am DamStag unb gestern anlähl.ch ber 50Iahr«eier deS Gesangvereins ..Heiterkeit" bic grohen Schaven der Diener bes beutfchen Liebes mit ihren Vereinsfahnen. Aus nab unb fern, besonder- zahlreich natürlich au- der engeren Heimat waren bic Mannergesangvereine hierber- gekommen, um 'ich m Gcmcinschast mit den Giehener Männcrgctangvercinen. der Turncr- fchaf«, ben Rabfahrern, ben Feuerwehren usw. an ber Feier beS halbhiinbcrljährigen Bestehens ber Grcstcner „Heiterkeit" zu beiciligcv Dem 3ubdherein unb feinen auswärtigen Gästen zu Ehren war an zahlreichen Häutern F'.aggcn- schmuck angebracht, imb b c Beteiligung weiter Kresc unserer Burgerfchaft an dem Feste be- kunbete bem Verein, dah sein sünfzigjähriges Wirken im Dienste bes deutschen LiedeS wohl» verdiente Anerkennung gefunden Hal. Bevor der festliche Glanz der Iubckäurn-- veranftaltungen in breiter Oeffentlichkci« entfallet wurde, versammelte sich der Gelangverein ..^eckvrkeit" in schöner Pietät am Damstagnach- mittag zu einer Toiengedächtnissfeier auf dem Neuen Friedhof. Aach dem Ehoral ..IefuS meine Suverficht" und dem Thorgcfang der Sänger ..Hier roinlct selige Ruh'" Hte4t Pfarrer Decker die Gedächtnisrede-, der ii. a. tagte. Solches Jubiläum läht die Gebanlen in die Vergangenheit gehen Wie selbstverständlich steigt damit das Gedächtnis an bic Toten auf. bie mit uns verbunben waren in gemeinsamem Streben. Unb das Gedenken wird zum Danken. So geben unsere dankbaren Grübe zu ihren Gräbern hier unb in der Ferne. »Fromm handelt, wer die Toten ehrt!" — Inmitten der Gräber berührt unS ber Ernst des Lebens tief, unb wir werben an solcher Stätte gewih auch dankbar für die frohe Kunst, die Gott uns zum Schmuck deS Geben» geschenkt hat. Letzte Gemeinschaft bestehl aber nicht im vergänglichen Schmuck des Lebens. Die Drucke von uns, den Lebenden, zu den Derftorbcnen und doch Gegenwärtigen schlägt der Glaube, der »über die Trümmer dieses Leben- emporsteigt". Da- Gedenken an bie Toten wird zum Bekenntnis bes ewigen Lebens nach dem Bibelwort .ich sehe die Toten vor Gott stehen". Das gibt erst unserer Feier Ginn und Weihe 3m Glauben sehen wir Seil unb Ewigkeit in Eins und wissen uns verbunden mit allen, denen zum Schl uh dieser Feierstunde deS Liedes Wort al- dankbarer Druh erflingen wird: »oleib du im ewigen Leben mein guter Kamerad!" Aach Kranzniederlegungen am Grabe des Ehrenvorsitzenden E Aoll und an der letzten Ruhestätte deS EhvrmeisterS L. Becker erklang ber Chor .Der gute Kamerad". Als Abschluh der Feier wurde der Choral »Wie fie so sanft ruhn" gelungen. Am Samstag abend wurde bic Jubiläumsfeier in ber festlich geschmückten und vollbesetzten Napoleon in Todesgefahr. (Sine dramatische Episode auS Napoleons Leben, die bisher von keinem feiner Biographen erwähnt wurde, ist von dem Historiker Abbc- Teissier an entlegener Stelle auigefunben worden, nämlich in einem Buch, das dem Abt des Klosters von Wont-CeniS. Dom Gäbet, gewidmet ist. Nach ber Krönung bes Kaiser- in Aotre Dame wollte er auch die Krone ber lombardischen Könige auf sein Haupt fetzen unb reiste im Frühling mit einem grohen Trotz von Wagen nach Mailanb. Am 19. April 1805 kam er in Lanslcbourg an. Der Mont-Cenis war von dichtem Gewölk umgeben, und die Wetter kundigen Bewohner fürchteten einen schweren Sturm. Aber der Kaiser war ungeduldig: er wollte auf jeden Fall den Mont-CeniS überfchreiten. lieh dos ganze Gefolge zurück, nahm nur ar.igc Dogen mit stieg zu Pferde und ritt los. begleitet von Berthier. Duroc und dem Prä- tekten bes Mont Blanc-Gebietes. Der Bürgermeister von Lanslebourg beorb:cte vier kraftvolle Bergföhne. bem Kover auf jeiten Fall zu folgen. Ein wilder Schneesturm bricht los. Napoleon fteiat vom Pferde und fetzt sich in den Wagen. Die Kälte wird immer schlimmer. Plötzlich ein Schrei: der kaiserliche Wagen ist tm Schnee umgefallen und bic Pferde können ihn nicht hcrauSziehen. .Die Sänfte'" ruft ber Kaiser wütend. Die vier Träger las-en Aapolcon hivem- setzen. aber in dem Sturm und der Kälte gleitet bald der eine aus. bald versinkt ber andere im Schnee. Der Kaiser wird ängstlich. »Haben Gie keine Furcht." trösten ihn die wackeren Berg- föhne. .Wir halten Sie." Aber die Kälte wird immer furchtbarer, der Präfekt Masf^my fällt ohmiiächtig zu Boden. Der Kaiser, von ber Kälte gÄchüttelt, ruft: .Haltei an, Träger, ich kann nicht mehr!" Der eine von ihnen hebt Napoleon aus der Sänfte unb sagt ihm ..Gehen Sie. Sire, gehen Siel Mut. Mut?' Aber Napoleon kann leine Beine nicht fortbewegen. er schwank« unb ftüut Die Träger bringen ihn nach bem am nächsten gelegenen Unterschlupf Man legt ben erstarrten Körper auf eine Bank. Man reibt ihn mit Branntwein ein unb bringt ihm wieder etwas Vollshalle in Gegenwart zahlreicher Ehren-1 gälte unb vieler (Sicherer unb auswärngcr Gast- . vereine, mit einem Jubiläums Konzert unter Leitung de» Vcrein»-Chormeister» Wilhelm schattier und unter 'Mnwirkung ber Saprlle 1 Weller fingcleitft. Nachdem die Kapelle die Vor- . tragefolge mit Wagners ..Einzug der Gaste auf der Wartburg" eröffne« hatte, brachie der Chor im An- Ichlutz an den Eangcrgruh zunöchf« in feiner Huldigung an den Ühmeiftcr Franz Schubert betten Mompofilionrn „Heilig ifl der Herr" au» der Deui- fchen Meffc II zum canftu», „Die Nach!" und mit Drdicftcrbrfllcituiifl ben (Ihor „Der (öondelfahrer' Zum Lortrag. schon hierbei zeigte fich, dah der Harte Männerchor feine» Slimmfnmntrrial besitzt, da» unter der Leitung des Chornieifters schattier in schöner Ausgeglichenheit der Stimmen zu einem prartitiarn gefänglich,n ülangkorper geformt ist. Datz der Verein oud) den fchwierigften üompo- fitionrn ein guter Interpret fein kann, stellt? er mit dem Gesang der Werthfchen Ballade /Walter | von Birbach" unirr Bemei«. edenfo mit de, Darbietung des Podbcrtsktzfchen Chors „Friedrich Jiol- bart", dem das Orchester eine gute inftrumeniate Begleitung gab. sehr erfreulich war es. datz der Chor unb Irin künftlerifchrr ftührrr drm fchanrn Volkslied einen Plan in brr Mittr der vortrag»- folge angrwiefrn hatten und Hier in feiner gelang- l:d)er Durcharbeitung Silchrrs „Im schönsten Wie- srngrundr". Hansen- „Poslhorngriitze" und Sur- lauly» „Nur dir Hoffnung frstgehottrn" zu Grhor brachten. Die sangerschar der „Heiterkeit" bereitete ihren mehrere taufend Äöpfr starten Brfuchrrn mit den fchon abgerundeten. t>dn flelher Sllrinurbeit und trefflichem mufikaNfchcm Empfinden zeuaenden Darbietungen, denen dir künstlerisch feinfühlige Prrfönlichteit dr» Thormelster» schättlrr eine wirkungsvolle Ausprägung gab. einen befonberen' Feftgcnutz. der ihr orrdientermahen mit anhalten- bem. lebhaftem Beifall gedankt wurde. Dir Ko- c r bereicherte bic Vortragsfolg, nut zwei Kompositionen von Grlrg aus „sigurt Ior- lalfar", der Ouvertüre zur Oper „Raymond" von Thomas unb mit brr Hochfchrn Fantafir für Trompete „Der Lirbrsstrauch", bei berrn Wiedergabe Herr Schwarzlofr als immer wieder gern gehörter Solist einen neuen Triumph feiner gereiften Virtuosität errang. Der lebhafte Beifall vrranlahte den glanzenden Solisten zu einer dankbar begrüßten Sugabc. Mit dem Friderirus Rer-Mnrfch fand da« Iubilaumskonzerl feinen Abfchluh. — Unmittelbar anfchlietzend folgte bann ber !?eftKommers. Hierbei begrützte der Bereinsoorfihenbe Hch. Weber die grotze (Bäftefdjar mit einer kurzen Ansprache, wobei er die Vertreter des Staates und ber Stabt Bietzen befonders willkommen hietz. Er gedachte dann der heute noch lebenden drei TOitgrunber des Vereins: Conrad Steinhaufer, Heinrich Seidemand und Jakob Gilbert, unb feierte bann das deukfche Lied, dem allezeit treu zu bienen die .^Heiterkeit" bereit fei. Bei der anfchlietzenden Ehrung verdienter Mitglieder wurden der 2. Vorsitzende Emil Koch für 30jährige akttoc Wärme in bk Glieder Der Kaiser erwacht, blickt um sich und fagt lächelnd: „Mein Gott! In welchem Sustand befinbe ich mich, unb was würbe man in Pari» sagen, wenn man es wühle!" Man erfuhr aber nie etwas davon in Pari», denn der ..Monckeur' erwähnte nur den Su- sarnmenbruch des Präfekten unb fügte hinzu, bah die Reife über ben Mont-Cenis glücklich vonstatten gegangen fei. Halbtot vor Källe würbe Napoleon m bas Klotter gebracht, wo bet Abt Dom Gabel ihn sofort in ein Simmet führte, in bem ein helles Feuer brannte Der Kaiser wollte sich an ba- Feuer setzen, aber ber Abt sagte ihm: „Sie sind berieten, Sire, wenn Sie sich zu rasch erwärmen, setzen Sie sich in einiger Entfernung nieder" Tkr Kaiser gehorcht: füc Glieder sind ihm ganz abgestorben, unb düster seufzt er .Ach, bin ich fo viele Male auf drm Schlachtfeld dem Tode entgangen, um ihn hier in diesem Hospiz zu finden " Dom Gäbet beruhigt ihn aber um die Küste vor dem Erfrieren zu fchützen. muffen d-e Schuhe abgewogen werden, und dies gelingt nicht. Die Kälte hatte die Beine fo anfchwellen lafsen. dah man d.e Schuhe selbst n cht herunterzufchneiden wagte, um nicht das Fieilch zu verletz," Schliehlich aber nimmt Dom Gäbet ern Messer upd nähert sich dem Kaiser, her mit angstvollem Blick betrachtet, wie der Geistliche mit sicheren Schnitten die Schuhe entfernt So wurde Napoleon durch die Pslege de- Abtes vor dem Erfrierungstode gerettet. Hochschulnachnchten. Prozessor Dr. Max Schneider tn Breslau hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der Mu- 'ckwr lenfchaf t an ter Umhcrfität Halleal« Aach- fclger des noch B.tlin gegangenen Arnold Sch.rmg erhallen unb angenommen. Gebürtig aus Eis- leben, absolviertc Schneidei feine llnioersitäts- fhibien in Leipzig und Breslau als Schüler von H. Kretzfchmar. H. Riemann. 3oh. Dollelt. W. Dunbi unb K Stumpf unb bega?rn 1897 seine künstlerische Tätigkeit als Theaterlapellmeister in Halle, wirkte später in Berlin und München, fetzte seine Shibien in Leipzig fort unb fiedelte 1904 mit Kretzschrnar nach Berlin über. Mitgliedschaft und Franz Otto mit der goldenen Ehrennadel ausgc^chnek, Arthur Münch erhielt für 25jährigc aktive Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel mit Diplom und wurde zum Threnmit glied ernannt, ferner wurden noch Sari f) e rf • in a n n und Gustav Sonntag mit der Ernennung zu Ehrenmitgliedern ausgezeichnet. Mit einem S)od) auf die Geehrten schloß der würdige Auszeichnungsakt. Der 2 Vorsitzende Emit Roch dankte im Nomen der gefeierten Mitglieder. Nunmehr folgten die Glucklvunfchan sprachen. Schulrat Has finger sprach al« ‘Vertreter der Hessischen Staatsregierung und des Hessischen Sängerbundes dem Vesangpere'n ..Heiterkeit" zu feinem goldenen 3ubi(äuerei nigung Lollar. Kasseler Sängerkranz Wehend. Liedertafel Marburg. Verein ehemaliger 116er, Sängerkranz Grnn- berg, Amicitia Gießen. Kavallerie-Verein Gießen. OrtSgewerbeverein Dießen. Frohsinn Londorf. Frohsinn Gießen, Liederkranz Dillenburg. Männergesangverein Wetzlar, Männergesangverein Kirchhain, Frohsinn Langgöns. Liederkranz Weilburg. Zahlreiche Fahnennagel für die neue Samte, Pokale. Diplome und Bilder waren die äußeren. Zeichen der Anerkennung und sangeSbrüderlichen Verbundenheit, die von den Gratulanten dem Verein „Heiterkeit" bezeugt wurden. Die Freiwillige Gailsche Feuerwehr Gießen hat dem Verein ein große« Chorwerk gestiftet. Der weitere Verlauf de« Abend« brachte eine lange Reihe von Gesangsvorträgen zahlreicher Gastvereine au« Gießen und der ilmgegeni). Die Darbietungen dieser Vereine würben von der aufmerksam lauschenden Menge mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Die Gießener Turnerschaft half durch Turnerinnen und Turner mit exakten und eindrucksvollen turnerischen Darbietungen den Abend bereichern. Der Radfahrverein 1 885 trug durch reizvolle« Reigenfahren gleichfalls zur wirkungsvollen Verschönerung der Stunden wesentlich bei. Die Kap elle Weller zeigte sich in der Erledigung ihrer musikalischen. Ausgabe eifrig am Werk. Daß allen Mitwirken den wohlverdienter Verfall gezollt wurhe. war bei der Vortrefflichkeit des Gebotenen selbstverständlich Die Veranstaltung fand erst Ftoeit in den frühen Morgen hinein ihnen Abschluß. Gestern nachmittag um 2 Uhr bewegte sich ein imposanter Zestzug durch die Straßen der Stadt. Vom Oswalds- garten aus, wo der Zug ausgestellt wurde, ging 3m Postauto über den Lovtschen. Don Victor Klages. Die Stadt Kotor — die man wirklich nicht mehr Cattaro nennen sollte, denn hier spricht alle« Kroatisch, und welche Veranlassung haben wir, einer kroatischen Stadt einen italienischen Hamen zu geben? — diese« Kotor ist der malerischste Punkt an der dalmatinischen Küste, nicht mir im Großen gesehen, im weiten Rahmen der Vvka, sondern auch die Stadt, da« kleine, an« Lovtschen- massiv geklebte Wrnkelnest Da ich eS durchaus mit Schel muff Skt) halte, der da sagt: „65 hat mancher kaum eine Stadt oder Land nennen hören, so seht er sich strack- hin und macht eine Reisebelchreibimg zehn Esten lang davon her." kann e« mir nicht einfallen, au« einem dreitägigen Aufenthalt in Kotor eine besinnliche und belehrende Abhandlung für deutsche Leser zu machen, ich steste mir fest, daß dieses, für meine Augen, der malerischste Punkt der dalmatinischen Küste ist, und ich bitte gern noch an dem Orte verweilt, wenn nicht der große Pafsagierdampfer mit dem Unioit Zack an der Stange gekommen wäre, der verschiedene Wagenladungen Postkarten kaufender Angelsachsen au-spie. Kotor, da« absolut kroatische Kotor, war innerhalb einer Atempause englisch geworden Ich kann so was. wie man in meiner Heimat sagt, in den Tod nicht vertragen, wobei e* mir gleichgültig ist, ob Engländer, Franzosen. Siainesen oder Perleberger die Landschaft verfälschen. Vor der Porta Fiu- mera steht das Postauto da« jeden Tag zweimal über den Lovtschen fährt: morgen« von Cetinje nach Kotor, mittag« zurück nach der ehemaligen Hauptstadt des entschlafenen Rikita, und für 44 Dinar erhält man ein Billett E« wird auf dem Kotflügel des Auto« ausgeschrieben. Zwölf schlägt'« vom Ubrturm am Marktplatz Roch etne halbe Stunde Zeit. Wohin ? Wohin? Ganz Kotor wälzt den Muret-Sanders (sch sitze Der Wayen ist beinah not!. Reben mir eine montenegrinische Bäuerin, auf der hinteren. arg zerfressenen Polfterbank ein paar Bauern mit dem topischen Käppi, vorn beim Chauffeur und mir gegenüber Soldaten mit Knarre und Patronengurt Drei Plätze sind noch frei, und um diese Plätze erhebt sich draußen lebhafter Disput. Zwei Belgrader Damen und ein Herr wollen ihr Schosthundchen mit in den Wagen nehmen, die hohe Oberleitung aber das ist der Mann in dem braunen Anzug, der mir da« Bftlett auf dem Kotflügel ausgeschrieben hat - opponiert energisch, denn die 'Mitreisenden meint er, lönnten von dem Tier belästigt werden er durch tre Reustadf. Bahnhofstraße. Westanlage. dm S:ltrrSweg. d e Sonnenstrabc Reuen Baue. Gartenstraße, Ke 'erallee. Licher Straße. Veorg-Phsiipp-Gailstraße und Kasierallee nach der Volkshalle. Am Festzug beteiligten sich etwa 40 Vereine mit ihren Fahnen 3n allen Straßen, die der Zug passierte, stand eine Menge Zu- schauer, die die vorbriziehenden Vereine, die zumeist flotte Warfchl'eder langen, lebhaft begrüßte. An dcr Ecke der Landmannftroße erlebte man während de« Vorbei viar'che« einen erhebenden Moment Dort erwartete einer dcr Gründer de« Vereins ..Heiterkeit", der fast 80jährige Schuhmachermester .Heinrich Seidewand, die Ankunft de« Zuge«. Wegen le:ne« hohen Alter« konnte er sich am Fest selbst nicht beteiligen, den Festzug und ferne alten Sangesbrüder wollte er aber gern noch einmal sehen. Sein alter Verein, die .Heiterkeit", bereitete seinem Veteranen und ehemaligen Vorsitzenden in spontaner Weise eine sinnige Hulbiaung. Zn der VollShallc. die vis auf den letzten Platz gefüllt war. fand gegen 4 Uhr die Weihe der neuen Zahne des Vereins „Heiterkeit" statt. Der mächtige, über 100 Sänger starke Thor der „Heiterkeit" fang unter der Leitung seine« Ehormeister« Schättler als Einleitung die ..Weihe de« Gesanges" von Mozart. Rach- dem der prachtvoll vorge trage ne Thor verklungen war und der starke Beifall fich gelegt hatte, ergriff Schulrat Hafsinger «Darmstadt» da« Wort zu feiner Weiherede. Tr führte u. a au«: Die ernste Stunde, zu der wir uns zusammengefunden haben, läßt unsere Herzen zusammen schlagen in einem mächtigen Gefühl für unser Volk und unser Vaterland. Unsere Gedanken geben in diesen Lagen über die Grenzen unsere« Lande« hinaus nach Gms. und wir verfolgen mit banger Sorge ine Beratungen, die dort über die Befreiung des deutschen Vaterlandes von den Fesieln der Vesatziing gepflogen werden sollen. Wir mochten laut hinauSrüffeu Das deutsche Voll ist ebenso wertvoll wie alle die anderen Völler da draußen, es hat dasselbe Recht auf Freiheit wie sie! Wir wollen uns aber auch an das Dichterwvrt erinnern, das un« sagt. daB nur der die Freiheit nerbient. der selbst innerlich frei ist. Jeder muß sich klar darüber sein, daß er mitzuwirken hat an dem Wiederaufbau unsere« Vaterlandes. Richt nur in solch festlichen Stunden, sondern auch im Getriebe de« Alltags müssen wir uns. ohne Rücksicht auf Stand und Person, al« Vrüder und Schwestern fühlen und bewähren. Wenn eine solche 50-Iahr- feier nicht das Feuer des Opfersinn« und ber Hingabe an ba« ®anac auszulösen vermag, hat sie feinen inneren Wert. Wenn der Gesangverein „Heiterkeit" heute sich anschickt, seinem alten Symbol, bem man bie Stürme der Jahre ansieht, ein neue« hinzuzufügen, so wollen wir ben Ernst ber Stunbe begreifen, denn uns ist die Jahne lein Fetzen Tuch, sondern ein Symbol ber Treue. So weihe ich denn die Fahne ihrem heiligen Berus. Möge sie alle, die hinter ihr herschreiten, begeistern, ihre Kräfte einzu- setzen für Heimat, Sangesfun st und Vater land, möge sie sein und bleiben ein Symbol ber Einigkeit, de« Recht« und ber Freiheit. (Starker Beifall.) Fräulein Liesel Amend trug hierauf In sehr ansprechender Weise ben Prolog vor und Frau Schwender überreichte in wirkungsvoll vorgetragener. gebundener Rebe die schmucke Fahne dem Dorsitzenben der „Heiterleit". Heinrich Weber. Er übernahm die Fahne mit herzlichen Worten des Danke« an die Stifterinnen und mit dein Gelöbnis, sie heilig zu halten in guten und in schweren Tagen. Au« der Hand be« Vorsitzenden übernahm der Fahnenträger. A. Schneider, die Fahne' er versprach, sie zu tragen zur Ehre be« deutschen Liebe« unb be« deutschen Vaterlandes. Den Schluß des sehr feierlichen Weiheaktes bildete der formvollendete und sehr beifällig aufgenommene Vortrag des Chors „Sa« deutsche Lied" durch ben Gesangverein „Heiterkeit". Run ist dieser Hiind kaum großer als eine Zigarrenti ste, außerdem sind die Mitreisenden wahrscheinlich nicht so empfindlich, von mit weiß ich « gewiß, und es kommt denn auch so, wie es kommen muß: dem Hunde wirb ba« Einsteigen gestattet, die echauffierte, sehr wohlbeleibte Besitzerin klettert mit dem Famllienanhang Irium- phievend in den Wagon, unb übrig bleibt nur eine Verspätung von 20 Minuten. Diese Verspätung genügt, bah die Postkarten kaufenden Angelsachsen sich sämtlicher Privatautos bemächtigen unb den Berg erstürmen, sie wollen auch einen look nach Cetinje werfen. Der schwere Venz-Postwagen fährt vier Stunden In ber dritten Stunde kommen uns bie Angelsachsen, auf flammenden Rädern laufend, in den Motor gepreßt, schon wieder entgegen. Eie haben die 132 Serpentinen traumhaft gefressen, sind vermutlich einmal durch Cetinje« Hauptstraße gerutscht. haben vor dem Konak gehalten, von hier, ladics and gentlement, wurde ein Stück Wett geschichte gemacht, haben im Rhythm u« ber Zeit geluncht, unb nun find sie wieder ba. unten tutet ber Dampfer. Do« ist eine Lust, zu reifen! Mir gefällt c« in dem rumpelnden Benz-Kasten viel besser. Ich stehe auf dem altmodischen Standpunkt, daß man. um ein entlegene« Land kennenzulernen, so unbequem wie möglich reifen muß und auch mit einer gewissen Behäbigkeit, e« hat aus Fälle seine Reize. Mit ben Menschen in der Mcstvrpostkutsche kann ich mich nicht unterhalten, aber wenn sie mich ansprechen, lächle ich freundlich, und bann lächeln auch sie, da« ist Io nett. Wir wollen nichts fressen, wir wollen nicht« programmäßig genießen Wir haben alle ein Ziel, unb was sich au* der Fahrt begibt, ba« werben wir sehen Da liegt die Boka KotorSka wie eine Relles- forte unter ttn«, in blauem Dunst verschwimmt die Adria, der Wagen wälzt sich aufwärts, fast schrammt er an den Karsthängen, wendet plump, faucht einer neuen Steigung entgegen. Diese« Wenden wird mit der Zeit ungemütlich. Der montrnegrinifche Wagenlenfer - selbstverständlich hat er das rote Käppi schief auf dem Ohr und immer eine Zigarette zwischen den bU-nbcnb weißen Zähnen — kann das Elefantenkücken von ei mm Autobus an ben Wegpiegungen meisten« nicht gleich richtig b?rumfrieqen. kein Wunder, denn wo die eine Serpentine endet und die neue anfängt ist ein Winkel von bestenfalls 10 Grab Da« Auto schiebt sich mit der breiten Roke gegen den Karst, muß also wieder zurück, um einen zweiten Anlau* zu nehmen. Dabei kommen bie Hinterräder d^s Waaen« unmittelbar an den Wearciad und ba« heim: an ben Ab- grunb. stell senken fich bie grauen Felsen m die Hierauf wurden dem Jubelverein von den verschiedensten Seiten Angebinde für leine neue Fahne überreicht. Es Ivendeten die balligen Mitglieder ber „Heiterkeit" durch Fräulein Rvlte eine Fahnenfchleife. Herr Di stelbach (Berlin) überbrachte herzliche Grüße vom Berliner „Sän- gerkranz" und überreichte ebenfalls eine Fahnen- schleife. Herr Seidewand (Bersin) überbrachte im Auftrag be« Berliner Mannerchor« „Sang im Fichtenwald" mit herzlichen Glückwünschen einen Fahnennagel. Die Gießener .L'edertafel" sieh durch einen Vertreter ebenfalls einen Fah- nennaget überreichen DaLfelbe geschah durch Vertreter des Gesangvereins „Harmonie" iWirieck). be« Ruderklub« „Hassia «Gießen), de« Mandolinen- und Gitarrenverrin« .Reapolna" «Gießen) und des Gesangvereins „Lahngruß" lWeylar). Die beim Fest anwesenden Vereine de« Lahngaue« sangen »(«bann unter der Leitung ihres Gauchormeistcc« Kasten im Masienchor -Schäfer« Sonnt ag«Iicb‘‘ von Kreutzer unb .Abschied vom Walde" von Mendelssohn-Bartholdy Mächtig brausten die Klänge der beiben Chöre durch die weite Halle und zogen alle Zuhörer in ihren Bann. Stürmischer Beifall dankte dem Dirigenten und feiner wackeren Sängerschar für ihre vortreffliche Leistung. Hierauf begannen die Gesangsvorträge der einzelnen Vereine. Es fangen: 1 Dc- fcmgieceii „ Germania "-Grohen-Buseck und „Frohsinn'-Londorf gemein'am den Chor „Schwur am Rhein". Dirigent: Kasten: 2 der Rothschc Männerchor- Lich „SpielmannSlied". Dirigent Stein. 3. Gesangverein ..Eintracht"'-Steinbach „Rheinbrief" von Sonnet Dirigent Sommer: 4. ..Hängeroereinigung"-Lollar .Jägerwerben". Dirigent Rohde: 5. Gesangverein „Lieder- fra uz "-Weil bürg „Jägerlieb". Dirigent Damm: 6. Gesangverein „Sängerkranz"-West end-Kassel „Fuhrmannslied": 7. Gescmgrerrin „ Lieder franz"- Pohl-Gön« „Aufforderung". Dirigent Lotz: 8 Gesangverein „Lich?rtafc! '-Marburg „Mosel- weinsieb". Dirigent: Rohde: 9. Gesangverein bängerfranz-Grün berg „ Mcrtrosenchvr". Dirigent R i c o l a i: 10 Gesangverein „Harmonie"-Rödgen „DaS Geisterfchiff". Dirigent: Curtb«: 11. Gesangverein „Arion"-'Klein-Li7rden „In den Alpen". Dirigent: Ricolai. 12. Gesangverein „Concordia"-Rödgen „Voll", 'Dirigent R i c o l a i: 13. „Arion"»Klein-Linden und „Concordia"- Rödgen gemeinsam „Moselweinsicd" und „Schließt auf, schlleßl auf“. Dirigent: Ricolai. 2llle Vereine gaben ihr Beste«. Im Saale herrschte nur oft starke Unruhe. Hieraus erfolgte durch den 2. Vorsitzenden ber „Heiterkeit". Emil Koch, im Auftrage be« Deutschen Sängerbundes eine Ehrung sie« Sängers Karl Thiel mann (Lollar), der seit 50Jahren im Dienste des deutschen Liede« steht: er erhielt den Ehrenbrief des Deutschen Sängev- bundes. Der Gchlußaki in der Volkshalle am Sonntagabend wurde eingeleitet durch einen Musikvortrag der Kapelle Weller Hieraus sprach der 2. Vorsitzende der „Hetterkeit", Emil Koch, herzliche Worte des Dankes allen, bie -um Gelingen des Feste« bei getragen haben, insbesondere denen, bie die neue Fahne spendeten. Die Fahne ist gestiftet von den Frauen und Jungfrauen deS Vereins: der Entwurf ber die Fahne schmük- fen ben Bilder stammt von Gewerbelehrer W oelke. Die Gießener Turnerschaft zeigte alsdann sehr traft und gewandt vorgeführte Freiübungen, die starken Beifall fanden. Ebenso beifällig ausgenommen wurde der Zwölfer-Schmuck- reigen, den der Radfahrer-Verein 1885 mit erstaunlicher Sicherheit fuhr. Die Gießener Turnerschaft trat alsdann nochmals an, um am Sprung bock halsbrecherische Hebungen vorzii führen. dw stürmischen Beifall auslösten. Mitglieder ber „Heiterkeit" tarnten als bann in Originalkostü- men einen ungarischen Ratümaltanz, der so gut gefiel, daß er wiederholt werben mußte. Damit war der offizielle Teil be« tn allen Teilen wvhlaefurgenen Feste« beendet. Zum Schluß wurde noch von jung und alt in au«gicEngler Deist das Tan>drin geschwungen. Oberhessen. tanMvcte (Siefccrt. OO ff lein-ßinbcn, 8. 3#pt. Sus ber Oe- meinberatrfitzung am Freitagabend, bie eine sehr reichhaltige lage^orbnung harte, ist als bemcrfenswen zu berichten: Beim Ausschlag der Gerne in den in la gen für das Rechnungsjahr 1928 wurden mit Stimmenmehrheit folgende 3arc angenommen: die Grundsteuer aus je itzy Mark öleuerwert ber Gebäude und 'Baupläne betraat 32 Pf. unb auf je 100 Wart 6kuerroert des lann- und forftroirriebafttidi genutzten Grundbesitzer. 71,5 Pfennig. Sn Gewerbesteuer wirb feftge'em aut \c 100 Wart ber gewervsictzen Anlage- und Nenite des Lokomotivführers Kopp und des Landwirt» Pb Lenz VILI. abzweigenbc neue Straße den Rnmen „Auf der Wann" erhalten. Tiefe, unb je höher wir steigen, desto reizvoller wird die Aussicht auf eine Talfahrt Hal« über Kopf. Zwar liegen ba ein paar unförmige 6tein- blodc am Weg. sozufagen als öchuhrnauer. aber mir scheint, daß dieser Schutz mehr auf Augen- täuschung berechnet ist. Jedesmal, wenn die Karre zurückrollt, schlägt das Herz in der Kehle Die dicke Dame mit bem Hünbchen, da« sich wirklich sehr brav aufführt, muß in meinem Gesicht gelesen haben, ihre Augen beginnen zu irren. Sie weiß noch nicht recht, was los ist. Endlich merkt sie«, hastig fliegen Worte zu ihrem Mann und ihrer Schwägerin, und nun hab' ich die Qual von drei Menschen auf bem Gewissen. Die Soldaten, die montenegrinischen Bauern lächeln. An einer neuen Weylnegung enthüllt der Sergeant mit den vielen Pickeln im Gesicht eine Gemütstiefe, die einfach nieber- schmetttrnb ist. Er weist nämlich auf ein Kreuz, da« bleich aus der toten Landschaft wächst, unb wenn ich auch nichts verstehe, so begreife ich doch hier ist ein Postwagen abgestürzt, mit Mann und Waus. - die Schreckensmienen der Damen lagen genug. Als wir dann auf der Höhe sind unb vor bem kleinen Gasthauft Halt machen, gibt es eine herrliche Fruchtlimonodr. die alle Erinnerungen wegspült. Wenichen find komisch konstruierte Lebewesen. Der anberc Teil ber Fahrt ist weniger schlimm Meist geht es bergab Da hinten in dein oben Grau liegt Cetinje. Wie ein Bandwurm läuft bie Straße darauf zu Cetinje ist ein Kaff, m bem ein paar große Gebäude zu sehen sind: ba« ®ranb Hotel ber Konak, bas ehemalige 'Ministerium, da« im Umbau beariffene — Theater, die mcmtciwari- nischc Bank und drei oder vier andere 1Hrfe Bauten stehen neben ben Hütten wie Bäume neben ben Fliegenpilzen. Sehenswert ist da« eigentlich nicht, aber wi»ig Schon während der Fahrt auf der Adria summte es in mir, und ich kam dahinter, daß es zwei Verszeilen Mörike« waren Was gilt«, dich freut da« Schönste auf ber Welt nur halb, vor lauter Angst du müssest c« beschreiben Rein unb nochmal« nein: ich will gor nichts beschreiben, unb überdies ist ba« Schönste auf ber Welt ganz aetrifi nicht in Montenegro zu suchen. Wan sieht sich da« alle« an man hat es gesehen. Punkt 6#time ift keine vage Vorstellung mehr sondern ein fester Begriff. Dos Interesse darüber bin au* gilt ben Menschen Wer hier tagaus, tagen; zu leben vermag unb nur einen Funken Intellekt in sich trägt, ber ist — weiß Gvttl — eine merkwürdige Marke. Abend« im Grand Hotel kann man beobachten. Da sitzt ein Offizier, einer von ben vielen, bio hier berumlmifen, unb liest Zeitungen Beim Leitartikel fängt er an, Spalte für Spalte burch- kriecht er, bis zu den Inseraten auf der letzten Seite, nimmt ein neue« Blatt, beginnt von vorn. An diesem, an jenem Tisch lesen sie auch, kleine geduckte Leute, offenbar nicht hierher gehörig, vielleicht Verwaltungsbeamte, die bem Zorne Belgrad« verfallen find. In einer Ecke klappern eintönig bk Dominosteine. Kaum ein Wort sprechen die Spieler. Ab unb zu nehmen fte einen Schluck, bann ist die eine Partie beendet und bie nächste fängt an eine müde Frau mit einem lehr artigen Knaben hockt daneben, sie sehen zu, * si* sehen zu. sie sehen zu und bfintem mit den Augen. Rur der Schritt des Kellner« tönt in bem froftigen Saal. Draußen machen cinfam» elektrische Birnen vergebliche Anstrengungen. M leuchten, tot ist es in den Straßen, rauh tnept ber Wind von dm Bergen. Die .kitungen knistern, bie Dominosteine klappern. Es wird spät „Platiti. molim - bitte zahlen!" ruft einer. Der Schritt de« Kellner« schlagl hart .Laku nvc — gute Rächt." Mnb morgen ist wieder ein Tag, und morgen ist wieder cm Abend, und morgen werden sie wieder Zeitungen lesen und Domino spielen. Das einzige, was hier bewegenb wirkt, ist das Militär. -Uniformen überall. Cetinje ist Promn- zialhauptstabt geworden, in jedem der bescheidenen Gebäude, bk früher eine Gesandtschof: beherbergten. nistet eine Behörde und davor steht ein Echilberhaus. Um den Fremhen fumurrt man sich wenia Anreißerei ist unbekannt: an bet aanzqi Küste vom Quarnero bis zur Vvka Kotorska, hab ich nichts davon bemerft. Unb dabei ist man doch Io modern wie möglich Jedes .bettete" junge Mädchen bat c-nen Bubikopf, und die fleibfamcn schwarzen Kittel, die sie tragen, reichen gerad eben über« Knie. Ob sie hübsch find b* jungen "2Xonicnognnerinnenf Rein. Aber wenn man eine häbfchc trifft, bann läßt fk bk gluläufligste Spanier n weit bratet sich, nota bene auch, was ben Stolz anbelangt. Wage sich nkmanb hierher um zu flirtm* Die Pleite märt kahenjämmerlich . Als das Poftauco früh um 7 vorfahrt, schen dkftlben Soldaten mit Knarre unb PatrvneTignrt im Wagen Wieso? Warum? Ich kann es erst bei dem Deutsch Iprcchmben Kellner des Cats Central in Kotor «fahren vor einer Woche »ort* das Postauto von Banditen überfallen, und die Reisenden brachten nur ihre Hemden zu Tal. Wir tragtncf>m, daß man dies nicht vorher gewußt hat. XX *36 enbtern. s öetrf IHe frieflae ®üer»«rIabeRi möglichst halb den 2 au in 2taoriff *u ntbrorn. frmnten Nr DrmtinbePtTtrctrr noch nicht zu e uer Gut- lcheidung -dangen. (M fam mrüncbr ein Befchlrch habt" zustande, zunächst bas Waller eines not- fronbrrum Brunnens chemisch untersuch?»»ulaN«. um bet gutem Befand nebeh diesem Brunnen ciiten werteren Bohrversuch zu tätig«. 4£ Hu» der nbrblichen SftleraM, 8. Sept lUdjbem Ne dreist für Fttt- I «b ö 11 n c innerhalb ©emart Wochen von 50 auf 90 Pfennig pro Pfund Ltebenbflctindrt gt- st.egen waren, macht sich jetzt ein leicht« Kurf- gang bemafbar TJtx fta-r iuib Hand l c-r bc-yipcn eben 74 bi» 76 Pfennig Die greife für derlei halten sich auf seitheriger Hohe. Sieben Wochen alle 3wn«ticre kosten 13—14 Mark pro Stück. «rci» Vüdingen. „V Hu» dem Niddatal. « Sept. Infolge de» überreichenBehang» derZrne Ischen- bäume briwgen sich Ne Zmelschenpreise nur auf mäßiger hohe Jur den Zentner werben 6 Mk. Oefcoim. Beruckjichiipt inan Mr mühsame und zeitraubende Pflückarbest. so ist kein großer Gewinn zu erzielen. Da aber nach Beendigung der (Brummet- ernte feine andere Feldarbeit drängt, ist genügend 3eit vorhanden, die Baume abyi«ntm. — Die Brombeeren werden in diesem Jahre ft a r f gesucht. Obwohl sie flut angriefit haben, reifen sie nicht so schnell nach, baß die «roße Zahl der Berrensucher immer mit der Ausbeute befriedigt ist Nur wald- und heckenkundige Plücker kommen auf ihre Rechnung. Weite 2vege dürfen bobei nicht gescheut werden. Verschiedene Getneinden haben ihre Gemarkungen für Auswärtige gesperrt. Da die Ueldbereinigung durchgesühtt ist, sind na- turlid) die Brombeerhecken au» der Feldmark verschwunden. Mrcit edfottc*. 3t a 1 n r o b, 8. Sept. Nachdem die neu errichtete Iierfdrper-Srrroertnnfl»anftaU ihrer Bestimmung übergeben ist, sind die der voegeschrie- benen Punktzahl auf den Welt kämpfen hervor. 3tnn Austrag kam em volkstümlicher Bi erkämpf, bestehend aus Hochlpromg. Weitsprung. 'Ballwurf itnb lOO-'Dteter- bzw. 75-THet er-Sauf. Die in den Btch4lrnien ausgegebenen Wertungen wurden mtt Ausnahme der für den Ballwertwurf ange- letzten Maße übernommen. Für den Ballwuick wurden die wesentlich günstigeren Mähe des Bvrjahres zugrunde gelegt, da hie Bedingungen Verhängnisse. Vornan ppn Liesbei Dill. ü>pyrtght by Martin Feuchtwanger. Halle (Saale). 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Deshalb der Beamte gerade diesen Mann im Auge behielt, konnte er nicht sagen. Es gibt oft Eingebungen und Ahnungen ... (Fr folgte dem Fremden, nachdem das Schiff entleert war, unauffällig durch dlc Menge. 5n einer HasenwiNjchaft tränt der Unbekannte einen Schnaps. Menigsnns den Vornamen des Mannes — l!6on — konnte her Beamte dort unschwer ermitteln. Man nM bic Zulaffung «n (HatUiHcn rprgrteber, l^c hcnmrfeCen Bestimmungen de» A B G über d.e Tr'arkattenvcr*.cherung m 3ct- 5 ndung mit den Satzungen der einzelnen Ralfen laflen es notwend g erschemer m gedrängter <5»rm eine Vchandlung üdct Ke (Jr’aijtafkn zu gäben. Bereits vor Srnführung der Ange stell ten-Ber- 1 Kirrung IA.B ' hat tr< Erkenntnis der Ävt- wend gleit einer weitgehenden Berlorguna. aü» < e die Invalidenversicherung bot, die Privat - a^stellten und -um Teil auch die Arbeitgeber auf den Deg der S.'lbsthiUe verwiesen Biele Arche.tgeber gingen dazu über, für hve Unternehmen eigene Versicherung sernnchtungen -u schaffen, die den Zweck verfolgten. der TtMlaac der Arbeitnehmer zu steuern. An erster SteÄc standen die Dro^ banken, tne eigene Hous- pensivnskassen erachteten D utlche Bank. ‘Berliner Hande lsgesick'choft iBebr. Arnhold u*to.). b-w. durch Zusainmenschluh den Beamtcnvers.che- rungsveren des Deutschen Bank- und Ban'.er- gewerbes gründeten, bei dem He ihre Tingelt eilten versicherten sTommerz- und Privatbank. T-seontr- ge'ellschast, Dresdner Bank. Bkitleldeutsche 6re- vist'ank u. a.). Beim 3nZrafttreicn des A B D wären entweder diele privaten Bersicherunascinrichtungei' -«schlagen worden oder aber ok TDirtschast hätte eine starte Belastung durch die nunmehr eintretende Doppelverficherung tragen müssen. Dein beugte jedoch der (Gesetzgeber durch die Zulassung dieser privaten S. nrichttmgc n als Srsatz- kaflen der A.B. vor. Unter gewissen Voraussetzungen konnten die Guuid)tungcn vom Buiches- tat btzNv Ae chr-r^t _.s Er'^hlass-'n zu»> Warden, so daß heute noch 11 Srlatstallen bestehen. nachdem bene; W zwei aufgclo1« worden sind. Ai ne Srwc.teruna des Kreises der Srsatz- kassen ist nach den bestehenden gefetz7ichen Bestimmungen incht möglich. So wie der RreiS der Augclaflenen Srsatzkalsen eng begrenzt ist. ist auch der Tvirkungs'reis jeder der einzelnen Rassen beschränkt. Als Erlahkafle darf eine als solche zugelassenc Versicherungseinrichtung nur für diejenigen Unternehmen in Betracht forneen, für d.e sie errichtet ist. G4 ist also nicht möglich, die (brsatzLalsenewenschUt aus Unternehmen auszudehnen. d»e sich nach dem 5. Dezember 1911 der Versichcrungseinr.chtuno an geschlossen haben. Für diese Unternehmen ist dte Dersicherimgseinrichtung keine Ersatzkasse, sondern lediglich eine private Versicherung Die re'.chsgesedlich verficherungSpflichtigen Angestellten solcher Unternehmen sind bei der Aetchs- vers cherungsanstalt für Angestellte (A.s.A.) zu versichern. Die reuhsgeseWichen Leistungen der OrfapIaHen werden durch die QLf.X festgesetzt. Beiträge, die an die arsatzlasse» und an die A.f.2. entrichtet worden find, werden bei Festsetzung der Leistungen auf die Höhe und die Wartezeit zu- fauunen angerechnet. Die A.s.A. ist auch den Der- '.cherten gegenüber für die reichsgeletzlichen Leistungen in gle.cher Tve^e tote ben bei chr Btr- । cherten haftbar. Wird aflv eine Srfatzkattc aulgelöst. so geht die Berpflichtung zur Befne- b-.qung der reubsgetetzlichen Leistungen out bie AfA. über, auch für den Fall, daß d e bei bei Cr aJünllc vochanbrnen Deckimgsm ttel nicht aus- tt chend finb. 'Als Srfankaflenver' cherte kommen die re.chs- ge'otzltch verlicherungspfUchligen Argestellten in .^raoe, d.e bet einem Unternehmen tätig sind für das e ne Verfchcrungse nrichtting olS Ersatz, lalle ausdrücklich zugelasfen ist. (34 steht nicht :m Belieben eines 'olchen Ar>zesteslten. ob dte Bers.cherung bei der Af A oder der Srlatzkafle vorgenomwrn werden foll; sie muß im angeführten Jolle unbeb ngt bet der Manfafle erfolgen • Scheidet ein Erfaykaflenverficherter aus der Cr- fatzkafse aus. fr hot die Or’atjtaffe innerhalb eines Monats nach dem Austritt der Tt.f A eine Beichteimaung zu übersenden, die über die Zoht und Aöhe der e.-rtrichteten Be träge Auskunft gibt. Beim dintritt eines früheren ddaMaUai- verficherte-i bei einem Arbeitgeber, der nicht einer Sr'atzkokse angtchört. hat die reuhsgefetz- liche Berficherung bei der A f A zu erfolgen 0 ne freiwillige We terver^ .cherung bei der früberen Cdatifoflc würde dann nur a'.i private Versicherung zu gelten haben Bur info- weit ist eme reichsgetetz.'iche freiwillige Versicherung bei der örfahfaflc möglich. vorcm-Zgesestt. daß de m Ausscheiden aus der Ber^cherungs- pflicht mindestens vier BeitraHSmonale auf Drund der Versicherung-Pflicht zuruckgeletzt find, als eine erneute Bertcherungsv^icht rncht vorliegt. Die freiwillige Versicherung kann aber auch, unbekümmert um die privaten Anspröche an die als Srsatzkasfe ^uaelossene Versichenmgsein- r>cht»mg. in jedem Falle bei der A f A. erfolgen. U*et den Umfang der privaten Versicherung bei einer solchen Berkicherung-einrichüing gibt im übrigen die Satzung Auskunft. Ss ist jedenfalls bafür Sorge zu tragen, daß bie reiche- gesetzlichen und die privaten Anwartschaften aufrechterhalten bleiben. Sieht die Satzung eine prämie-freie Versicherung vor sz. B. Beamten- verficherungSverein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes), ’o wird auch ohne Zahlung freiwillige Beiträge die Anwartschaft auf die privaten Leistungen in bestimmtem Umfange aus- rochterhaLen. niernols aber auf die reichsgesey- lichon. Die Höhe der an bie Trsahlalse zu entrichtenden Beiträge richtet fßh nach den Satzungen. Die 'Beiträge müssen jedoch mindestens so hoch fern wie die reich-gesetzlichen. Im allgemeinen find sie jedoch wesentlich höher, so daß von feiten der Ersatzkosten aus diesen erhöhten Beiträgen be- Iandere private Spitzenleistungen gewährt werden, die nicht von der A.f.A. ses^usetzen und. Für das Feststellung-- und Deschluhversahren. das bei den Ersatzkosten ebenso in Frage kommt wie wx bec AB. gelten die Instanzen brr A B. lichsve rs icherungscmst alt. VerstcherungSämter. Oberversscherungsamter. AeichSversicherungsarnt). sämtlicher Uebungen für bie ländlichen Schulen alS zu hoch empfunden wurden. Lin Ausgleich m Oeräteübungen konnte nicht erzielt werden, da nicht allen Schulen bie ersordcoichen Geräte zur Verfügung stehen. Aus den Laubacher Bezirk entfallen 55 Urkunden des AeichSauSschufleS für Leibesübungen und 7 Urkunden des AeichSpräsi- benteit Tic Qrinffttomg der Aeichsj ugendwett- kärnpfe kommt ben Bedürfnis nach Leibesübungen für die Schulen bestens entgegen. — Seit einigen Wochen Unb Schürf ungs arbeit en nach Taffer vn Distrikt .Lange Wiese" hn Gange. Gin befriedigendes Ergebnis konnte bisher noch nicht erzielt werden. Die Schürfungen werden fortgesetzt. Ärcie Alsfeld. ** H l s f e I b, 9. 6rp*. Unser altehrwürdiges Städtchen erhält zur Zelt ein neues Rieid, baß sich für das gesamte Bild der Stadt durchaus vorteilhaft ausnimmt und ben Charakter bes alten Städtebildes nicht beeinträchtigt. Es werden gegenwärtig bie beiden Hauptverkehrs- und (9 e - schäft» st raßen, die Obergasse und die Mainzer- gaste, nachdem sie im vorigen Jahre fanalifiert worden sind, vo11ständig neu hergestellt unb mit einem bewährten Pflaster aus Mansselder Rupferichlackcnstelnen der A.-(8. für Bergbau unb Hüttenvetrieb in Liskeben versehen, das in vielen Städten eingeführt ist. Gleichzeitig wird auch nodj die kanalisierte Untergaste mit diesem Pflaster versehen. Die Kanalisatiansarbeiten sind auch im laufenden Jahre tatkräftig fortgesetzt worden mit Hilfe von Mitteln au» der wertsc^isscnden Erwerbslosen fürsorge. Es wurden hauptsächlich die Straßenzüge in der Altstadt in diesem Jahre kanalisiert. Das gesamte Äanali(ation»proflramm soll in 1930 durch geführt sein. Denn die allgemeine Ranalisation durchgesührt ist und die im Zusammenhang damit stehende Neuherstelliing der Straßen erfolgt ist, dann wird unser alte» Städtchen ein schmuckes Straßenbild zeigen. Auch das gegenwärtig im Bau begriffene neue, monumentale Poftgebaude, bas auf dem Gelände des ehemaligen Hotels ,Lur Krone" erratet wird, dürste ein stattlicher Schmuck für bas Ctabtbilb werben. Er muß anerkannt toer- Kellern und entkam immer wieder durch irgendeine Tür ins Freie ... Die ganze Straße nahm an der Menschenjagd teil. Einige schlossen ihre Türen zu. hinter denen Lson verschwunden war. und diese Türen mußten gewaltsam geöffnet oder erbrochen «erden Einmal er- wischten sie einen Falschen, der sich mit Faust schlagen wehrte und einem Beamten einen Messerstich versetzte, daß er blutend gegen die Wand taumelte. Morin war wegen seine» storpergewichi- nicht so gewandt hn Wettern, aber er kannte hier offenbar alle Winkel und Derstecke. und sicher hatte er so etwas nicht zum ersten Male mitgemacht. Endlich bekamen sie ihn auf einem Dache zwischen zwei schornsternen. >>fwe, Polizisten packten ihn. Morin feuerte seine Pistole ab und traf den einen Berfol- 5 in den Arm, aber als er um den Schornstein übersah er die Rurze des Dache», glitt aus stürzte rücklintz» auf das Pflaster de» Hofe», wo er bewußtlos hegenblieb. 3m Lazarett kam er noch einmal zu sich. Er hatte schwere innere Verletzungen, und der Arzt erklärte, baß nichts mehr für ihn zu hosten lei. Man fragte, ob er einen (tzeiltlichen wünsche. Rein, sagte Morin, aber einen Richter wollte er sprechen ... Und bie- fern legte er seine Beichte ab. Lssn Morin hatte Frau Longeoille vor einigen 3ahren in der Eisenbahn auf der Fahrt zwischen Lyon und Marseille tcnnengelemt Sie wollte ihr Hous in Marseille verkaufen, von dem sie, wie sie behauptete, nur Rosten und Aerger hatte, unb er hotte sich erboten, ihr dabei zu heften. Sie orr- sprach ihm Probate von, Berkau'. Er hatte ihr dann auch einen Käufer vermittelt, dem sie ihr Hous verkaufte, und er bekam seinen Gewinn- anteil. Es war eine „glatte Sache". Seitdem hatten sie sich öfter gesehen. Sie spekulierte gern, und er beriet sie beim Ankauf ihrer Indosttiepapiere Eines Tages brachte sie chm Silber jum Verkauf. Sie wollte alles zu fltelb machen. Bares Geld hatte sie nicht: sie bezoy ja keine Rente. „Wurden Sie immer für Ihre Dienste bezahlt?" fragte der Richter. „Natürlich. Aber ich mußte mahnen und ihr auf dem Halse sitzen, sonst bekam man nichts. Erst nahm sie einen tagelang m Anspruch — man mußte für sie herum rennen —. und wenn man etwas erreicht hatte, wollte sie sich vom Bezahlen drücken.' Das war er satt geworden, und er hatte ihr oorgeschlagen, ihre Ge'chäfte zu übernehmen gegen ein Testament, in dem sie ihn als Haupterben ein setzte. Darauf ging sie ein. Er schlug ihr vor. sie zu heiraten, und sie war auch einverstanden. Aber als sie wieder nach B. zurückkam, mußte ihr dos wohl jemand ausgerebet haben, oder sie genierte sich, weil sie doch schon ziemlich bejahrt war. Lch war fast dreißig Jahre junger als sie ... Ruta, sie schrieb mir ob. Das ärgerte mich, und ich bestand nun auf dem Testament. Daraus antwortete sie überhaupt nicht mehr* „Warm war das?* „Dar war im Frühjahr, ehe ich nach B. kam. Dar ging bann eine Seile zwischen uns hin und her. Sie mackste Ausflüchte, rertröftete mich auf ben Januar, da wollte sie wieder nach Marieille kam- men. Aber ich wollte nicht so lange warten. Ich brauchte das Geld, stürz unb gut, eines Tages schrieb ich ihr, ich wollte noch Spanien gehen, ein tfreunb von mir hatte geschrieben, und sie sollte mich abfinden.* „Auf die Heirat wollte ich verzichten. Darauf antwortete sie, ich hätte gar nichts zu beanspruchen. Die Papiere, die ich ihr geraten hätte, feien alte nichts wert gewesen, und bas Haus hätte ich sie veranlaßt, zu verschleudern, nur weil ich meine Prozente hoben wollte ... Sie habe selbst nichts imb muffe auch auf ihre Berwar.dten Rücksicht nehmen. Sie hätte einen Reffen in Algier unb eine Richte in B-, die kämen bei der Erbschaft zuerst daran, und so weiter. Und rorrm ich sie drängte, bann bekäme ich überhaupt nichts, unb sie würde das Testament vernirfsten .. . Darauf schrieb «ch nun ganz klar, entweder sie hielt ihr Dort unb setzte mich als Erben ein. "der ich verlangte eme Abfindungssumme als Entschädigung. Daran' antwortete sie überhaupt nicht mehr. Do schrieb ich ihr den eingeschr^bcnen Brief. Als sie iich darauf rurbt rührte, beschloß ich, hinzufahren. Ich fuhr alte an dem Freitag nach B. Ich mutzte in Ehateandun umfteigen unb Härte, daß der nächste Zug erst in einer Stunde ginge. Solange wollte ich mcht war ten. Es sagte mir jemand, man könne auch durch ben Wald gehen, das sei ein Deg von knapp einer Stunde. Es nxrr heiß und noch ziemlich hell. Unter- wetzs zog ein schweres Gewitter herauf, und es ben. baß unrere 6taMfrertod!hma tohfTtA fn nie!- bcrriiüttr grotzzug.ger Decke an die bringend notwendige Ranaltfatrvn und tue schon lange gewünschte AeutzerstelKmg unterer mit einem nicht mrbr te-tge mäßen W la fier txrtedmen Straften der Ötabi Herwigeßt Die Bautätigkeit : m Jahre 1928 in der Stadt Alsfeld kann al* eme recht gute beschnei werden, (tzs werden im lautenden I«ihre n4yvhn- t>iufcr mit zusammen 16 Vohciungen erstellt, bie •um größten Teile in diesem Herbst noch heAug*» tertifl werden. Außerdem kommt nt*j> der Post- hausneu bau am Lud'.ingsplatz zur Ärrlchtmig. wodurch zwei Dohnuugen frei tverden. Trosdem ift bie Dotzuungsnot immer noch groß, txsonders seh»! es an Heineren 2- bis 3-o mmerwvhuungen, bie verstältnismäs.g geringe Mietbeträge halten, wahrend die Aach rage nach 5- dis S-Iimmer- Wohnungen wegen der erheblich höheren Miete nicht so groß ist. Sofern die private Bautätigkeit auch im nächiten Iahoe in bemleihen 11m- ♦ ange anhält wie '4OS-Meler-Stafsel Teutonia (Berlin >. Im ISOO-Meter-Laus wurde Böcher hinter bem Franzosen La doumö gue 3: M.3 Zweiter. Sator (Haiti) sprana am Sornttaa 7,03 Meter weit unb damit Weltrekord. Rörnlg gewann die 200 Bords m 19,6 vor London. Böcher die Meile in 4: 25 vor dem FranHosev TH7vot, (Ingelhardt in hervorragender Zeit 1; 51.8 mit Truftbreite vor dem Schweizer Martin unb knapp dahinter Ladoumegue Die 800 Meter. Deerllng die 100 Bords in 10 Sekunden vor dem Franzosen Theard, Teutonia (Berlin) siegte in einer 4 ^50-Meter-Staf- fel Mit der sehr beachtlichen Leistung von 7,46 Meter wurde Meier hn Weikfprung Zweiter hinter Lator. (schwere Aieder!age deö Deutschen ZuhballmeiflerS. DZt. Prag schlägt ben Hamburger Sportverein 5:1. Bor etwa 8000 Zuschauern standen sich am ooimtafl in Hamburg am Koten Baum der HSD und der Deutsche Fußballklub Prag in einem Freundschaftsspiel gegenüber. In der Marmschaft des HSB zeigte die Dertcidigung ein auffällia Ichleartes Spiel. Da auch der An- ariff der Hamburger nicht auf sonstiger Höhe stand, hatte die Prager Huttermann schäft wenig Mühe, den Sturm des Hamburger Sportvereins fing an zu regnen. Al» ich aus dem Walde kam, sah ich gleich da. Hau».* „Sahen Sie Licht in dem Hause?" fragte btr Rutzter. „Rein, e» war alle» bunfet" „Ist Ihnen jemand unterwegs ober nachher begegnet?“ .Lein Mensch, weder im Walde, noch vor bem Hause. Das Haus lag still in bem dunklen (starten. Ich wußte, baß Frau Longeoille keinen Hunb hielt. Ich pirschte mich nun vorsichtig näher unb sah burd) ben Zaun, bah in bem einen Iimmer bie Vorhänge berabgelafkn waren unb dahinter Licht brannte. Ich wollte märten, bie bas Licht aus war, um sicher zu sein, niemanb mehr anzutvefsen, unb mattete lange hinter bem Zaun, bis endlich alles dunkel mar.“ * „Wieviel Uhr kann es gewesen (ein, als Sie bas Haus betraten?“ „Ungefähr halb »ebn Uhr." ..Rann cs nicht (pater gewesen sein? Etwa nach zehn Uhr?“ Morin besann sich. „Raum", sagte er. „Ich mar um sieben Uhr in Thateaubun, unb der Wea durch den Wald ist eine gute Stunde zu Fuß Ich bin rasch gegangen, es kann allo höchstens halb neun Uhr gewesen sein, als ich hinkom.“ „Sie finb olfo nicht gleich in bas Haus ge- fltmgtn?* „Nein! Ich mattete, bis das Licht in dem einen Zimmer ausgemacht wurde. Ich sah 3rau Longe- ptde in Rachtkleidung den Laden offnen. Sie ichaute in den (Barten, vielleicht hatte sie em Geräusch gebärt. Sie Itanb eine Weile am offenen Fenster, ztes Gewitter ging nieder, die Blitze fuhren immer über bem (Barten hin, unb ich drückte mich dicht hinter den Zcnm. Zum Glück hing ein Holunder- bm'ch darüber, der mich verdeckte. Ich stand unter der alten Eiche, in die schon einmol der Blitz ge« 'chlagen haben muß, denn sie war zerfpalten, unb 'ch dachte: ich kriege auch noch etwas ab, denn dos Emitter mar gerade über uns, Donner und Blitz Tomen fast gleichzeitig.“ »Wie lange haben Sie dort gestanden?" „Ungefähr eme Stunde." ..Sahen Sie. daß jemand inzmifchen das tyme verließ'* (Fvttfetzvvg folgt.) öu halten Die Prager Mannschaft war ihrem Gegner in der Ballbehandlung überlegen und erzielte bereit- in den ersten 20 Minuten vier Tore Erst kurz vor der Pause kam der HSV durch Harder zu seinem ersten und einzigen Tor. Noch dem Seitenwechsel blieb der DFL. auch weiter überleben, konnte aber nur noch ein einzige- Tor erzielen und damit den Schluhstand sicherstellen. Fußball im Bezirk Main-Hessen. Gruppe Main: F. S. D. Frankfurt — F. L. Hanau 93 1:3. Germania Bieber — Eintracht Frankfurt 1:1 Viktoria Aschaffenburg — Offenbacher Kicker- 1:1. F. Dgg. Fechenheim — 60 94 Hanau 3:2. Union Niederrad — Rot-Wriß Frankfurt 1:4. Gruppe Hessen: Spiel-Dgg Arheilgen—Alemannia Worms 0:1. S. V. Wiesbaden - Sportgemeinde Höchst 4:0. 3- S. Langen — F. S. V. 05 Mainz 0: 2. Wo matia Worms — Hassia Dingen 5:0 Handballergebniffe. Dom Sonntag. Gruppe Main: Frankfurter Sporiv. — Polizei Darmstadt 9:9. Sportv. 98 -- Postsportv. Frankfurt 22: 3. D. f. N. Schwanheim — H. S. D. Frankfurt 7: 1. Kickers Offenbach Rot-Weiß Darmstadt 2:4. Polizei Duhbach — Sp. Dgg. Arheilgcn 9:2. Gruppe Hessen: Polizeisportv Worms Sp D. Wiesbaden 11:10. Mainz 05 — Germania Wiesbaden 5: 1. Obersollheim — Polizei Wiesbaden 0:4 (abgebrochen). Marathon-Schwimmen. Das Marathon-Schwimmen, das am Samstag im Ontario-See für das verunglückte ersten Nennen durchgeführt wurde, gewann der Brooklyner Elarence N o st. Weder der Deutsche Ernst D i e r k ö t t e r noch der Franzose Michel beteiligten sich an diesem Wettbewerb. Neutrale Flagge für den AOAC. Der Derwaltungsrat des Allgemeinen Deutschen Automobil-Elubs (ADAE) hat in seiner Sitzung am Samstag in Mainz beschlossen, der im November tagenden Hauptversammlung die Einführung einer neutralen Flagge vor- Zuschlägen. Mit diesem Bcschluh soll die unpolitische Einstellung des Klubs dargelegt werden. Wirtschaft. Die Geldmarktlage. Am Geldmarkt ist zum Ultimo August eine Dcrsteifung eingetreten. die niemand erwartet hatte und die in ihrem Ausmast der eines Qucrr- talsultimo gleichkommt. Wenn auch die starke Anspannung zum Ultimo zum Teil auf unvollkom- rnene Vorbereitungen (siehe die hohen Lombard- kredrte der Reichsmark) zurückzuführen war, so zeigen doch die anhaltenden Nachwirkungen der Ultimopression. dast die Lage am Geld - und Kapitalmarkt nach wie vor ein sehr festes Gepräge ausweist. Unter der Berücksichtigung. dast der Ultimo September gleichzeitig Quortalsultimo ist. ist mit einer stärkeren Ber- Ilüssigung des Geldmarktes, wie sie in den vorhergehenden Monaten stets nach dem vopangegan- \ (jenen Ultimo ein getreten ist. nicht zu rechnen. Der Kreditbedarf der Wirtschaft ist 1 trotz des zweifellos bestehenden Rückganges der Konjunktur bzw. des Beschäftigungsgrades sehr • hoch, weil die Konservierung der Läger erhebliche Geldmittel in Anspruch nimmt, was noch durch die im allgemeinen herrschende Verlangsamung des Zahlungseingangs verstärkt wird. Bedenkt man zudem, dast von einem beschleunigteren Tempo in der rückgängigen Bewegung der Konjunktur nach den neuesten Feststellungen nicht die Rede sein kann, so dast auch von dieser Seite die ziemlich angespannte Geldlage eine Entlastung nicht erfahren dürfte, so ist sogar ein über das gewöhnliche Most hinausgehender sehr fester Quartalsultimo zu erwarten. In diesem Zusammenhang und in Anbetracht dieser Entwicklung sind die Bestrebungen von Industrie und Handel, die sich darauf richten, durch eine Um Placierung der Zahlungstermine den Kapitalbedarf am Ultimo zu mildern, beachtenswert: aber wie Bankkreise bestätigen, ist trotz der in dieser Hinsicht bestehenden Kompensationsmöglichkeiten eine fühlbare Einwirkung auf die Gestaltung des Geldmarktes am Ultimo nicht zu erwarten, da dann eben die Vorbereitungen zum Ultimo entsprechend früher getroffen wurden Dagegen verspricht man sich in Dantkreiicn mehr davon, d.e Quartalstermin« u Utd) eine bessere Placierung d e r-Z a h- lungstermine zu entlasten. Der Industrie- und Handelstog hot an seine Mitglieder ein Rundschreiben hinsichtlich der Verlegung der Zahlungstermine herausgehen lassen, um Material zu sammeln und dann gegebenenfalls gemeinsam mit den Banken Mahnohmen zu ergreifen. Hinzu kommt dast für die nächste Zeit auch der finanzielle Bedarf b?r Landwirtschaft, der Wohl bereits in dem Ultimoausweis der Reichs- bonk zum Ausdruck gekommen ist, die Lage des Geldmarktes beeinflussen wird. Was den Kapitalmarkt anbelanat. so sind auch hier die Aussichten für Emissionen sowohl im In- als auch Auslande ungünstig. Die in deutschen Finanzkreifen vertretene Auffassung, dast die zur Zeit in den Niederlanden vorhandene Geldslüs ig'eit die Unterbringungsmöglichkcitcn deutscher Anleihen in Holland erheblich verbessern wtrde. hat sich als unrichtig herausgestellt. t»i das Kurs- niveau der meisten deutschen Obligationen, in erster Linie als Folge der schlechten Unterbringungsmöglichkeiten in Amerika, nicht unbeträchtlich gesunken ist, so dast die der gegenwärtigen Durchschnit scf^ek ivre zin'ung dieser Obligationen entsprechenden Bedingungen für deutsche Geldnehmer kaum annehmbar sind. Auch der schweizerische Geldmarkt weist seit einiger Zeit ein festes Aussehen aus. welches in erster Linie aus das starke Absliesten schweizerischer Ge'der nach dem Auslände, und zwar sowohl nach U. S. A als nach Deutschland, zurückzuführen ist. Die Kapi- talmarktoussichten in Ameri.a sind nach toc vor ungünstig, da das Federal Reserve Board an seiner Geldmarktpolitik, die eine Derslü'sigung verhindert, vorerst festzuholtcn gewillt ist, um den kommenden Herbstanfvrüchen in Amerika gerecht zu werden. * D i e amtliche Großhandelsindex- Ziffer Die auf den Stichtag des 5. September berechnete Grosthandelsinderziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 140,4 gegenüber der Vorwoche (140,7) um 0,2 v. H. zurückgegangen. Don den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,4 v. H. auf 134,9 (135.5) noch- gegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren stellte sich auf 131,8 1134,9) und diejenige für industrielle Rohstoffe und Halbwaren auf 133,8 (134,0). * Saaten- und Ernte st and im Deutschen Reiche Anfang September. Der allgemein günstige Witterungsverlouf im August hat die (Erntearbeiten für (Betreibe und das Wachstum der übrigen Feldsrüchte wesentlich gefördert. Bis auf Reste von Sommergetreide ist die Getreideernte in gutem Zustand eingebracht worden. Die Hackfrüchte zeigen infolge der Niederschläge der letz- ten Zeit wieder allenthalben frisches Wachstum und finden allgemein c*nc bessere Beurteilung als im Vormonat. Auch auf den leichten Böden ist eine Erholung eingetreten, wenn auch hier und da die Niederschläge noch nicht genügende Feuchtigkeit brachten. Bei den Kartoffeln wird nicht selten über schwachen Knollenansatz geklagt. Der Stand der übrigen Hackfrüchte ist befriedigend Klee, Luzerne und Wiesengräser sind durch die Trockenheit des Sommers stark gehemmt worden. Erst die Regen- fülle der letzten Zeit haben wieder eine neue Belebung bewirkt. Für den zweiten Schnitt dürfte jedoch nur mit geringen (Erträgen zu rechnen fein. Die Aussichten für die Herbstweide sollen infolge der später eingesetzten Niederschläge gut fein. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 = gut, 3 = mittel, 4 - gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Hafer 2,8 (i. Vormonat 2,9), Spätfartoffeln 3,0 (3,1), Zuckerrüben 3,0 (3,0), Runkelrüben 3,0 (3,0), Klee 3,5 (3,6), Luzerne 3,5 (3,4), Bewässerungswiesen 3,1 (3,2), andere Wiesen 3,6 (3,7). • Gruben st illegung in der Mosel- Dachschieserindustrie. Die 'Verhältnisse in der Dachschieferrndustrie des Moselgebietes haben sich derart verschlechtert, dast mehrere Gruben stillgelegt werden muhten. Es handelt sich dabei um die Gruben „Colonia" in Mühlenbach, „Baus- berg" in Kehrig. ..Caroline" in Mayen und „Antonius" in Düngenheim. Andere ■ Gruben haben ihren Betrieb wesentlich eingeschränkt. Däe Ursache des schlechten Geschäftsganges wird in der Einfuhr von Auslandschiefer. Verwendung von Ersatzmaterial statt der Naturware und die zunehmende Vorliebe für das Flachdach erblickt. * Fortführung des Betriebes der Baltia-Werke Wie WTD. -Handelsdienst hört, ist es der Verwaltung der Dallia-Werke gelungen, mit ihren Gläubigern im Vergleichswege eine Einigung zu erzielen. Damit ist die Fortführung des Betriebes gesichert. Die Baltia- Werke standen mittelbar mit der Sparkasse in St Ingbert in geschäftlichen Beziehungen und hatte von dieser Kredite von insgesamt 400 000 Mark in Anspruch genommen. Dre Durchführung des mit den Gläubigern getroffenen Arrangements ist durchaus gesichert. Aranksurtcr Börse. Frankfurt a. M.. 10. Sept. Tendenz, uneinheitlich. — Zu Beginn der neuen Woche bot die Börse wieder ein Bild große rGefchäfts- l o s i g k e i t 3m Hinblick auf den bevorstehenden Medio verhielt sich die Spekulation zurückhaltend, außerdem mahnten die immer noch unklaren Geldmarktaussichten zur "Vor icht. Der Orderseingang bei den Banken ist weiterhin äußerst gering. Die Grundstimmung war jedoch freundlich, da sich in einigen Spe ialwerten wieder Nachfrage benurfbar machte. Anderseits bestand bei der Spekulation etwas Entlastungsnei- gung. Die ersten Kurse lagen dah^r uneinheitlich. wobei die Veränderungen nur vereinzelt über 2 Prozent hinausgingen. Lebhaftes Interesse machte sich vor allem für die Kaliwerte geltend, da man auch weiterhin mit günstigem Absatz rechnet. Aschersleben eröffneten 4 Prozent und Westeregeln 5,25 Prozent erhöht. Etwas gefragt waren ferner Motorenwerte, von denen Adlerwerke und N 6. 11. je 1 Proz. und Daimler 0.5 Proz. gewannen.Eh miewerte waren vernachlässigt. Faroen und Schcidranstalt gaben leicht nach. Elektrowcrte lagen ebenfalls still und überwiegend bis 1 Proz. niedriger. 1 bi- 1.5 Proz. höher eröffneten noch Deutsche Metallg-sellschast und Zellstoff Aschaffenburg. Banken büchen auf dem Stand von Samstag gut behauptet. Berliner Handelsgesellschaft und Metallbank gaben je 1,5 Prozent nach Montanwerke waren bei kleinen Umsätzen wenig verändert. Deutsche Anleihen lagen geteilt. Hausbe ihanleihe etwas fester. Ablösung ohne Option dagegen leicht gedrückt. Am ausländischen Rentenmarkt erhielt 'ich für Anatolier einiges Interesse. 3m Verlaufe kam das Geschäft vollkommen zum Still st and. Die wenigen Kurse, die zu Horen waren, lauteten kaum verändert. Farben 1,5 Proz erholt. Der Geldmarkt blieb unverändert. Tagesgeld 6.5. Devisen waren nur geringfügig erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar: 4.197, gegen Pfund 20.360. London Kabel 4,8510, Paris 124.23, Mailand 92.72, Madrid 29.25. Holland 12,10. Berliner Börse. Berlin, 10. Sept. Ohne dast besondere Gründe zu ersehen waren, hatte man bei den Danken im heutigen Vormittagsoerkehr eine etwas freundlichere (Bruno ft immung feststellen können. Neuyork hatte ziemlich feste Kurse gemeldet, und die schon seit einigen Tagen zu bemerkende Besserung des Geldmarktes hielt an. (Einer nen- nesroerten Umsatztätigkeit standen aber einerseits der Montag und anderseits die anhaltende Un- interessiertheit des Publikums entgegen. Zu Beginn der Börse konnte man überwiegend etwas höhere Kurse hören. Morgen ist Liauidationstag, und da wird anscheinend noch glattgestellt, um die Prolon- gationsspesen zu sparen. Bei sehr geringem (9c- schäft fanden einige kleine Käufe statt, die die Stimmung etwas anregten. Die Veränderungen gegen die Samstagsschlußbörse waren bei den Kursen, die festgesetzt wurden, nur klein. Die Abschwächungen gingen bis 1 n. H. und vereinzelt bis 2 n. H. Schon zu Beginn lebhafter und bis zu 2 v. H. höher lagen Kaliindustrie. Deutsche Anleihen eher freundlich. Ausländer geteilt. Anatolier bei größeren Umsätzen etwa 0,25 n. H. höher. Fest waren auch Mexikaner. Dagegen Rumänen zur Schache neigend. Pfand- briefmarft ohne Umsatz. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld leicht bei 5 bis 7 v. H. Monatsgeld 8.25 v. H. bis 9 o. H. Warenwechsel 6,88 v.H. und darüber. Das Interessanteste des Verlaufs war heute die Einführung einer neuen Einrichtung bei Ueberniittlung der leuchtenden Kurse. Statt wie bisher den Anfangskurs, Kassa- kurs und Schlußkurs einzusetzen, konnte man heute zum ersten Male nach der Kassanotiz fortlaufende Notizen ablesen und sich so schnell ein Bild über den Dörsenverlauf machen. Es waren aber nur kleinste Veränderungen nach oben und unten eingetreten, und es änderte sich an der allgemeinen Lustlosigkeit wenig. Vorübergehend hat- ten Kaliwerte weitere Steigerungen bis zu 2 v. H., die aber später zum Teil wieder verlorengingen. Dagegen kannten Polyphon 4 v.H. gewinnen und auch sonst eher kleine Kursbesserungen erzielt wer- den. Mexikaner lagen im Verlaufe weiter bis 0,5 o. H. fester. ^-.inksurtcr Gclrcid t>örsc F r a n k f ll r t a. M .. 10. Sept. Der heutige Frankfurter Produktenmarkt verkehrte zu Beginn der neuen Woche in stiller Haltung. Die schwachen Auslandnotierungen druckten auf die Stimmung und verursachten starke Zurückhaltung der fläufer- fdjaft. Andersens war das Angebot ziemlich groß, lo daß Preisrückgänge einiraten: besonders Roggen roar in größeren Posten angeboten und 0,50 Mark schwächer. Auch Futtermittel lagen schwach. (Es wurden notiert Wc izen 23 dis 22,75: Roggen 22; Sommergerste für Dranzwecke 25,50 bis 26: Hofer, inländischer 22 bis 22.25; Mais (gelb) für Futter- Zwecke 20,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33 bis 33.75: Roggenmehl 30,75 bis 31,25: Weizen- fleie 13; Roggenkleie 13.50; Erbsen. ,e noch Quoli- tot für Speisezwecke 32 bis 55; Linien, je nach Qualität für Speisezwecke 50 bis 95; Heu. suddeut- schcc, gut. gesund, trorfen 9,50 bis 1". Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt. 4; Weizen- und Roggen- flroh. gebündelt, 3 bis 3.25; Treber, getrocknet. 18,2-5 bis 18,50 Mark. Tendenz: flau. »Frankfurter Lchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M . 10. Sept Auftrieb: 1kl 1 Rrndrr (darunter 421 Ochsen. 105 Bullen 665 Kühe, 394 Färsen), 564 Kälber, 92 Ödjafe. 5631 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochlen): Vollfle schige, auegemäftete, höchst«-,» Schlachtwerts (jüngere, 56 b.s 60 Mk, (ältere) 52 bis 55. sonstige vollNeiichige rfuayre । 46 b'S 51 (Bullen) jüngere, vollfleischige. höchsten Schlachtwerts 50 bis 53, sonstige vollfleischige oder cr.lsgemästete 45 bis 49: (Kühe, jüngere, voll- fleischige höchsten Schlachtwerts 45 b(S 50. sonstige vollfleischige oder auSgernästete 40 bis 41, fleischige 35 bis 39, gering genährte 27 bis 34; (Färsen — Kalbinnen, Iungrinder - > voll- fleischige, auegemäftetc, höchsten SchlachtwertS 56 b:s 60, vollfleischige 52 Ws 55. fleischige 46 bi» 51. — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 77 bis 80, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 76. geringe KÄber 60 bis 71. Schweine: Fet'chweine übet 300 Pfund und vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund 78 bis 80. vollfleischige von etwa 160 bis 200 Pfund 76 bis 79, fleischige von etwa 120 bis 160 Psund 72 bis 76, Sauen 60 bi« 68 OHf. — QKarH- verlaus. Rinker mäßig rege, nahezu ausver- kaui^. Schweine ruhig. Mcberftanb, geringe Tiere stark vernachlässigt Kälber und Schafe lebhaft geräumt. Der große Vieh-. Kälber- und Schafmartt. wird wegen des ifraclili,dyn Feiertages vom Mrmtag. 24. September auf Tienätaq. 25 September, verlegt. Schwei'remärkte finden Montag. 24. September, und Dienstag. 25. September, start. Am Donnerstag. 27. September. Hauptmarkt für Kälber und Schafe. Büchertisch. — Wilhelm Heise: August Vtrind- berg ll. 'Das Drama der Gegenwart. Ana- ly'en zeitgenössischer Bühnrnwerke.) Reclam» iln - versa.'-Bibliochet Nr. 6866. Geheftet 40 Pf. (301) — 3m ersten Band der Analysen von Strind- bergs Dramen behandelte Heise die Werk« der naturalistischen Epoche. Wenn diese Werke auch zu den ausfallendsten Erscheinungen ihrer Zeit gehören, so waren sie doch nichts Einzigartiges. Anders ist eS dagegen mit der Trilogie „Rach Damaskus" und dem ..Traumspiel", die in dem vorliegenden 2. Teil analysiert werden. Hier offenbart sich deutlich der Beginn eines ganz neuen Kunst- und Lebensgefühl«. Wilhelm Hei'e sagt zu Anfang feines Buches über diese Werk«': ..Zum ersten Male entwickelt sich der Stil, der nicht mehr bloß Abkehr vom Naturalismus ist. wie cs noch die Nenromantik und der Neu- klafsizismus um die 3ahrhundertwende waren, sondern der possitiv seine llcbertoinbung werden sollte, neue Zielsetzung bedeutet und den wir literaturgeschichtlich uns als Expressionismus zu bezeichnen gewöhnt haben." Letzte Nachrichten. Ein Manifest der französischen Sozialisten. Pari-, 10. Sept. (WTB Funkspruch.) 3m Hinblick auf die im Oktober stattfindenden Kommunalwahlen hat der Berwaltungka i-schuß der sozialistischen Partei ein Mantfest auegearbeifet, in dem u. a. gefordert wird: Herabsetzung der militärischen Ausgaben, ent« schlosfene Annähe rung an Deutschland. Räumung der Rheinlande, gleichzeitig Abrüstung, integrale Kontrolle der Waffenfabrikation, obligatorisches Schiedsverfahren für alle internationalen Konflikte. Auf Vorschlag RenaudelS wurde außerdem beschlossen, mit den sozialistischen Parteien von Deutschland. Belgien, und England in Verbindung zu treten, um gemeinsam gewisse, die Beziehung dieser Xknber betreffende Fragen zu behandeln. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSstih 8 Prozent. Urraiikfurt a. M Berlin Sdjluh- Aurt l-Utjr- Nur» S» Uh Rur» Anfang Jlur» Datum S.S. 9.9. 8.9. \ 9.9. 5% TL Ärldjinnlribf o. 1927 . 57,43 — 87.5 — tL mit Hut 51,55 _ 51.5 tetql. ebne t(u«lo|.-3ierf)te T% ptanfl. Hyp.-Bt »oldvt. un- tünbbät Ml 1933 . . 16.94 — 16.9 16.9 ‘JO, 5 ÄMn'IA# Pyp.-Bavt 8tqn.- ®oibp|. . . . 75.8 — U.d.E. ada. 9. rtrifgl- CNifloiton. rdäloblbJX 1'332 — — - 4% 6d)tr-54 154 eng. atf Ditanll . . 10 140.75 141 141 öatmet 8an!u»ttin • - 10 IM — 143.75 143.5 iPvtlinft t>dnPri#. • U — 291.5 292.75 tlt. [J LommetH» unß 'EriMi-^lanl. U rotciil. u. Otutionalbonf H 156.75 166.75 157.5 IM.75 Ul ■ 278 r.i Teullch« Oant l9 1*8 —* 165,23 IM muntp-iBeitnuftdlt . • io IM 166 166 116 Tu*4tn»t Bant ... 10 »70 171 17:) IVinelttuitcfi« 6ttbü»a)d ... 9 I9> — 199 199 RtldlU-anf....... ■ 6 139.75 136 139 .......« 297.25 io;,75 W IW U Frankfurt a. M Berlin Schlutz- Äur» l-Uhr- Kur, Sch.uh- fturt ‘Jin tang Aur* Datum: 8. *». 9 9. | «.9. j 9 9. Ä.a.e...........r Bergmann...... 9 (Hefti, ßtefcningra..... 10 Xidit und Stalt......10 Prellen 4 Ouineaume. .... 6 (hfl. |. (Hehr. Untern..... 10 Vamb. Siehr. Wette .... 10 Sbein. ClfhT........9 Sd)!rl. (Hfhr.......10 Lchuckert ........ 8 5tfmrnl 4 paltk« ..... 11 Imnltabio . ........ S Labmever 4 Sa. ..... • 10 Bube tu«..... 6 Teutfdx Std»!.......6 8flener «tHnlobta......8 (»dfenfitdjfn« ... H 3 < Mntntt ....... .6 bc-elch (hfen.........8 5i|e Bergbau........8 n^dnenrede ........7 rsln-Skeueren........ 9 Rannrtuiann........8 Dianlfeß«! .......7 Cbft1<61H. OTttib. Vedad ... 5 rbedchlel. Äofi®#dt ... 6 Phünli verabau . . . 8S Sik-niid}# ©wuBtobJeu 10 »bfinilabl I. % gabt 4S »i'rbfd Montan ... 7,2 ©ernnUtt LtadU»......6 l!»( «men Ith S'cher-'ebe» .... in •«n Rfiieteit:» .....io Laliw-d BcUivthrttl ... 15 3- ». . . ll bonomü «ob»! 6 SAaSetmtun .......9 »olbßchmtdi ....... 6 "*■ jetlwdl . .eeeee.6 ......tl 182.75 199 -2t 268 154 201.75 HU 1« 154.75 254 139.75 110 93,75 96 53 .•66.5 27» 154 *1.75 115.6 10' 104.7 Itl 184.13 11-8 145.5 167.5 - 381 173.5 85 152.75 105 51.9 471 -'79.11 463.5 414.5 105 190.6 1-2.74 I9‘J 184 220.5 147 2K8.2 159.25 154 237.65 402.25 482.6 178.5 84 5 139 5 129 25 1'6 151.3 131 löt 121.25 IM 138.2j 111.75 101 111 91.13 r76.5 145.5 96,35 51. v 267.9 175.6 453,4 44.1 104.5 104.9 183 >97 tkv..' 221 147.25 267.4 159 154 21.0.25 881.13 138.5 118 125 5 138.25 137.5 103 75 276.5 145.5 51 269 877.5 455 •63.75 104.5 Ormikfurt a- M Vertin Schluh- Rur* l-Uhr- Rur« 6d) uh Tnjang Rur« Äur» Dorum: 8. 9. 9.9. 8. 9. 9. 9. Ptzutpp Hofmann......7 L^eidelberget CctnrU .... 10 dement Äarlftabt ......8 3ao6 4 Areitog......10 i3d)ultbni Patzenboter ... 15 Cftier'r . .... 12 Bet. Qlanjfton ..... 18 Yemberg . 14 ^ellftpff Baltbol.....1? ArQltoll «'LoUenbura ... 13 dba*..... 8 Daimler Motoren ...... 0 Demag . ....... o ablftmcdr f.na ...... 6 £uDm. Loew» ....... 10 Nal. Luto mobil ....... 0 Crmfttm A «loppd . .... 6 Leonhard ...... • Vamag-Meguin ■ ...... 0 >iran!t. Ttafdihtte ...... 6 Gtitzner ........ ll peoliaenOaedl ....... 0 Iiinghar-ß ........ 4 Se0>werte. . ....... 8 öatntraft»erfi ....... 8 «Viag- ...... IO Äetarlulma ........ 8 (Hebt. -Keder...... . 10 £c\-t 6 8 Stob. Zucket 6 8 tret 141 136.5 167 111 102,13 127 1.4.5 Hl 115 138.75 t» 106 5 124 211 145.15 Boten. 135 114 2 211 103 ia 69.25 111 43,75 111 339 296.24 573 4W .8-1 110 114.25 IV4 25 103. »5 53 75 U'8.5 140 90.25 11'3.7. 161 19 70.13 123 Ul ,ä:? • ••»<— ■ i 11 i 111 i£z^sSi i 111e Vertat. 8. 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