Dienstag, 10. April 1928 178. Jahrgang Nr. 84 Erstes Blatt Oer deutsche Oiplomatenschub W« lltiti 260D 3646D Um die Autonomie für Sisaß-Lothringen. nzig Pro- mfmfe ffir sparnis weiten t Wem gehört die Lugend? von unserem römischen ^-Korrespondenten. Nom, April. s ft w ^siofl100 machen. Das schlug dem Faß den Boden aus. Pius XI. stand grimmigen Zornes auf und sprach mit einer Bitterkeit, wie sie vielleicht seit 1870 nicht mehr gehört wurde, an den Diözesanausfcyuh hm, aber er meinte natürlich Mussolini: Oie Trennung von Staat und Kirche in der Türkei. Angora. 9. April. r ernst an. Gründung eines Lenin Bundes. Berlin. 9. April. (WLB.) Die ans der Kommunistischen Partei Deutschlands ausgeschlossenen linken Kommunisten gründeten aus einem während der Oftertage im Preußischen Landtag abgehalteneu Kongreß den Lenin- Bund und beschlossen, bei bei Reichstags-. Landtags- und KvrnmunalwaHlen eigene Kandidaten aufouftellen; ferner wurde ein offenes Schreiben an die Exekutive der Kommunistischen Internationale beschlossen, in dem u. a. beantragt wird, den Lentn-Dund als sympathisierende Organisation in die Internationale aufzuneAnen. In diesem Falle sei er bereit, auf selbständige Beteiligung bei den bevorstehenden Wahlen zu verzichten und die Kommunistische Partei Deutschlands zu unterstützen. Oie deutschen Ingenieure kommen nach Moskau. M o s k a u, 9. April. (1DIB.) Der Volkskommissar für Auswärtiges, Tschitscherin, teilte in einer Unterredung mit dem deutschen Botschafter, Grafen Bcockdorfs-Ranhau, mit, daß der Prozeß gegen die verkosteten Ingenieure Mitte April stattfinden würde. Als Gerichtshof fei nach Ueberwindung zahlreicher Bedenken M o s - k a u gewählt worden, und die verhafteten Deutschen befänden sich bereits auf dem Wege dorthin. Oie Verhandlungen mit polen. Berlin, 9.2lpriL Von zuständiger Seite wird bestätigt, daß zwischen den Delegationsführern für die deutsch-polnischen Handelsoertragsoerhandlungen, dem Reichsminister a. D. Hermes und dem polnischen Minister a. D. Twardowski, kurz nach Ostern in W i e n eine Besprechung stattfinden soll. Es handelt sich dabei aber nicht um die materielle Wiederaufnahme der offiziellen Handelsvertrags- vcrhandlungen, die seinerzelt nach Erlaß der polnischen Grenzzonenverordnung unterbrochen worden sind, vielmehr noch immer um die Fort setzung jener diplomatischen Besprechungen, die vor etwa 14 Tagen von dem Gesandten in Warschau, Rauscher, eingeleitet werden und die nur den Zweck haben, erst einmal eine neue Basis für die Wiederaufnahme der materiellen Handelsver tragsverhandlungen zu finden. Meuterei in Venezuela. Caracas, 10. April. (WB.) Am Samstag tarn cs hier zu einer Meuterei, die nach Mitteilung der Regierung schnell unterdrückt wurde. Die meuternden Truppen töteten zwei treugebliebene Offiziere und drangen nach den Munitionslagern in der oan Calos-Kaserne vor. Als sie dort enttarnen, wurden sie mit Gervehrseuer empfangen, dar mehrere von ihnen tötete oder verwundete. Die übrigen konnten ohne Schwierigkeiten gefangen genommen werben. Aus aller Wett. Schwerer Sturm aus dem Atlantik. Rach Funksprüchen von aaftommenben Dampfern herrscht auf dem Atlantischen Ozean schwerer Sturm. Die „homeri c" und die „Franc e“ werden »vahrfcheinNch ihren Zielhafen mit Verspätung erreichen. Der „Leviathan- ist in 3teu- noif schwer beschädigt in Dorf gegangen. Donnerstag nacht hatte eine ungeheure woge den 8.5 Fuß über bfr Wasserlinie am Vormast befindlichen Scheinwerfer zertrümmert, vier Rettungsboote wurden zerstört und durch einen gebrochenen Ventilator drangen Wassermassen in einen Teil der Daffagierräume 3. klaffe ein. Tagung der siidwcftdeutschen Kunftvereine. Der Verband Deutscher Kunftvereine, Gau Süd- westdeutschland, hielt in diesen Tagen in Heidelberg eine Versammlung ab, au der die Kunftvereine Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Karlsruhe. Bruchsal, Freiburg, Stuttgart und Mannheim ihre Vertreter gesandt hatten. In der Sitzung kam die Tatsache zum Ausdruck, daß Staat, Kommune und Prwatpublikum zur Zeit an der bildenden Kunst nicht das Interesse nehmen, das für die Entwicklung kulturellen Lebens notwendig scheint. Schuld daran trägt nicht nur die mangelnde Kaufkraft, die Wohnungsnot, die sich zersvlitternden Kunstrichtungen, sondern vor allem auqj eine einseitige B e - oorzugung anderer Bestrebungen, bie mehr auf sportlichem und sensationellem Gebiete liegen. Dabei ist bie Notlage der Künstler erschreckend. Die Kunstvereine, die aus rein idealem Interesse der Kunst dienen, sehen sich außer- stände, ihre Tätigkeit in gleicher Stärke durcteu- führen, wenn nicht nach der Umschichtung der Gesellschaft den Kunstvereinen neue Mitglieder und von den staatlichen und städtischen Behörden Mittel zur Durchführung ihrer Ziele zur Verfügung gestellt werden. Es soll durch Eingaben versucht werden, auf die Notlage hiruuweisen, um auch für die kulturellen Belange lebhaftere Aufmerksamkeit und tatkräftigere Unterstützung zu erreichen. Roch kein Aufstieg der „Bremen“ zum Ozeauflug. Dublin, 10. April. (WTB. Funkspruch.) Der geplante Atlantikflug der „Bremen" von Dublin nach Neuyork wird, wie gemeldet wird, heute nicht a u s g e s ü h r t, da die Wettermeldungen in der Mitte des Atlantischen Ozeans sehr ungünstig sind. Nach den gestern abend eingetroffenen Wetterberichten herrschte über dem Atlantischen Ozean ein Gegenwind von 80 Stundenkilometer. Der Reichsftnanzminifler beim Papst. Reichsfinanzminister Dr. Köhler wurde am Ostersonntagabend vom Papst in halbstündiger Audienz empfangen. Der Reichsfinan^minister besuchte alsdann den Kardtnalstaatsfekretar Ga - sparri. Die Silberne Staatsmedaille für Helene Lange. Im Auftrage der preußischen Staatsregierung überreichte in Vertretung des abwesenden Kultusministers Staatssekretär Dr. Lammers, von Ministerialdirektor Dr. Iahncke und Mini- sterialrätin Dr. Heinemann begleitet, Frau Dr. Helene Lange die silberne Staatsmedaille für Verdienste um den Staat, zugleich mit einer von Künstlerhand ausgeführten Verleihungsurkunde. In seiner Ansprache hob der Staatssekretär die besonderen Verdienste der Geseierten um die Frauenbildung hervor. Frau Dr. Lange feiert, wie bereits mitgeteilt wurde, am 9. April ihren 80. Geburtstag Lngländerinvaston in Paris. Der erste Oster fei ertag zeichnete sich durch ein wider Erwarten schönes Wetter aus. Paris war von Einheimischen nahezu verlassen, während ein großer Fremden ström besonders von Engländern die großen Straßen der Stadt durchflutete. Im Laufe der letzten vier Lage zählte man nicht weniger als 10 000 Engländer, die nach Paris gekommen waren, um hier daS Osterfest zu verleben. Von und nach Paris mußten Sonderzüge eingelegt werden. Sv wurden am Ostbahnhof 28 Sonderzüge eingelegt, am Rordbahnhof 45 und am Bahnhof Saint Laza«, der nach Cherbourg führt, 30 Sonderzüge. ®r offener to einem Münchner Brau ha«. Am Ostersonntag, früh gegen 3 Uhr, brach in dem Wohn- imo Restaurationsgebäude der Hackerbrauerei A.-G. in der Daherstraße ein Grvßfeuer aus, das m den zahlreichen Holzvertäfelungen. der Holzdecke, m Einrichtungsgegenständen und der Balkenlage im Erdgeschoß und ersten Stock reiche Rahrung fand und großen Schaden anrichtete. Die Hauptfeuerwache und mehrere Llbteilungen der Freiwilligen Feuerwehr bekämpften den Brandherd drei Stunden lang mit sechzehn Schlauchlagen und 17 Rauchschutzgeräten. Durch zwei Fenster des ersten Stockes wurden vier Frauen und ein Säugling über eine Leiter gerettet. Tadessturz bei einem Motorradrennen. Bei einer Rennveranstattung des Motovsportklrids „S t u r m d o a e I* (München) verunglückte der 9iennfahver Karl I m h o l z, einer der ältesten bayrischen Seitenwagenfahrer, mit feinem Seitenwagen Insassen Fuchsgruber tödlich. Infolge eines Bruches der Wagenverschrauduna wurde das Motorrad über eine 'Kurve hinousgeschlendert und fuhr gegen einen Baum. Fuchsgruber war sofort tot, während Irnholz seinen schweren 'Ber- letzungen im Krankenhaus erlag. An derselben Stelle war kurz vorher Fräulein Keller aus München gegen einen Baum gefahren. Sie erlitt einen Fuß- unb Armbruch. Zusammenstoß zwischen Automobil und Perfoneuzug. Gin mit einer Klagenfurter Gesellschaft besetztes Personenauto durchfuhr bei der Station Klagenfurt-Länd (Kärnten) die Bahnschranke unb stieß mit einem Personenzug zusammen. Der Zusammenprall war ft> stark, daß das Auto zertrümmert und die Lokomotive schwer beschädigt wurde. Don den Insassen des Autos wurden zwei getötet und drei schwer verletzt. Besuch ungarischer Eifenbahnbeamter. Unter Führung des Sekretärs der ungarischen Staatseisenbahnen. Professor Dr. 3uliu s von Tötök, besuchten 65 Hörer de« ungarischen Eisenbahnbeamten-Bildungskurfes, sowie 10 mittlere und höhere ungarische Eisenbahnbeamte Heidelberg. Die Budapester Gäste traten in zwei ungarischen Sonderwagen von Stuttgart gekommen, nachdem sie bereits München auf ihrer Studienreife berührt batten. Als Gäste der Deutschen Reichsbahng^eMchaft wollen die ungarischen Eisenbahner die Leistungen der Deutschen Reichsbahn im technischen Dienst kennen lernen. Rach bet Besichtigung des Personenbahnhofes, dem neuen Betriebsbahnhof, fuhren die Gäste nach Köln weiter. Außerdem werden auf der Studienreise die Städte Franksurt und Rürnberg berührt. Kampf zwischen Wäri'r unb Irrsinnigen. Zwischen den Stationen Tyvow unb Ludwigsfelde auf der Strecke von Trebbin nach Berlin wurde ein Wärter der Landespflegeanstalt von einem Geisteskranken, der wegen epileptischer Anfälle in die Pflegeanstaltübergeführt werden sollte, nach heftigem Kampfe au# dem fahrenden Zuge geworfen. Der Wärter erlitt schwere Verletzungen. Der Kranke sprang I ebenfalls aus dem Zuge, floh und konnte bisher nicht wieder ergriffen werden. Dreizehn Kinder ans dem Schneesturm gerettet. Am Oftertage bestiegen 13 Schulkinder den Gipfel ..A r e s k u t a n", einer der höchsten Berge Nord' schwebens, als sie in der Dunkelheit von einem Schneesturm überrascht wurden, der ihnen die Rückkehr unmöglich machte. In dem nahegelegenen Hotel Are (Iämtland) wurden sämtliche Osterkeierkichkeiten abgebrochen, als die Nach, richt von der den Kindern drohenden Gefahr ein- traf. Einer sofort entsandten Abordnung von Artillerieoffizieren gelang es nach vielen Mühen sämtliche Kinder außer Lebensgefahr zu bringen. Die groß ist der Deutsche? Der preußische WohlsahrtSminister Dr. Hirt- fieser hat gelegentlich einmal eine Mitteilung erlassen, nach der sich durch Messungen die bedauerliche Tatsache ergeben hat. daß die deutsche Jugend gegenüber der Vorkriegszeit um nicht weniger als 4 Zentimeter kleiner geworden ist. Diese Erscheinung ist eine Folge der Kriegs- und Rachkriegsverhältnisse. burd) die die körperliche Entwicklung ter Jugend stark zurückgeblieben ist. Es ist aber auch"weiter fest- gestellt worden, daß ter Soldat durchschnittlich 167,74 Zentimeter groß war, der Unteroffizier 166,56, bte Einjahrig-Freiwilligen 171,63 Zentimeter. Letztere, also die Einjährig-Freiwilligen, übertrafen den Durchschnitt damit um nicht weniger als 4 Zentimeter und den Durchschnitt bet Unteroffiziere um 3 Zentimeter. Die verschiedenen Stämme des deutschen Volles haben auch verschiedene Größen. Die Otten- bürget, die Schleswig-Holsteiner unb Mecklenburger sind zwischen 169,78 und 179,31 Zentimeter groß. Die Westfalen, Hannoveraner, Hamburger, Pvmmem unb Braunschweiger haben eine Durchschnittsgröße von 168,99 Zentimeter. Di« Rheinländer, Ostpreußen, Berliner unb Hessen haben eint Gröhe von 168,5 bi« 168 Zentimeter, 167 Zentimeter groß find die Badener, Württemberger, Coburger unb die Leute bet Provinz Sachsen, während die Bayern nur 166,78 Zentimeter im Durchschnitt haben, die Schlesier 166,61 Zentimeter. Die Sachsen sind die kleinste» mit 166,39 Zentimeter tm Durchschnitt. Vor teth Kriege gab es Truppenteile, die. tote die Garte, ein DurchfchnittSmaß von 173,73 Zentimeter imb die Fußartillerit von 172,31 Zentimeter auf- wiesen. Die Marine dagegen war mit 168,86 Zentimeter nicht weit über dem Durchschnitt voy 167,73 Zentimeter hinaus. Es ist zu hoffen, da- eine bessere Lebenshaltung der heutigen Jugend unb eine Stärkung durch sportliche Bctätigmrg auch die Abnahme ber Körpergröße der deutschen Jugend wieder beseitigen wird, was sich vereinzelt in der letzten Zeit glücklicherweise ja wieder bemerkbar gemacht hat. Sin besonderes Futter zum Grvtzwerden gibt eS zwar nicht, aber Krperliche Tüchtigkeit, gepaart mit einem gesunden Geiste werden <4 Wohl auch wieder zur- alten Gröhe bringe». Aus der Provinzialhauptfiadr. Oleh«», ben K). April W28. Meine Krau putzt. Es war in ter Otterwoche. Ich hatte frei, jchtref länger als sonst unb machte mtr's bequem. Aber so einfach ginH das nicht. „Mn Zimmer muß auch nnmal gründttch gesäubert werde» k" kündigte mir meine Fra» kurz und knapp an, gerate, als ich mich behäbig im Schreibttschsefiet niedergelasien hatte. Als ob's nicht immer bei uns sauber sei! Die Tischdecke oerschwa»id, die Sofakifsen wanderten hinaus, das Klavier wurde entblößt, die Bilder mußten i^ren Platz an ber Wand räumen. Dann kletterte meine Frau auf einen Stuhl unb fummelte mit einem Haarbefen in der Ecke herum. ..Da ist ein Spinngewebe, das muß roegl" Ich sah nichts bQDOtt. Sie reckte sich. Die runden Arme quollen oben, bie Waden unten aus dem Kleid. Das sah so drollig aus, daß ich eine scherzende Bemerkung nicht unterdrücken konnte. Aber da kam ich schön cm! Wenn meine Frau Arbeit bat, versteht sie keinen Scherz. Mit einem Satz war sie unten „Du willst wohl auch noch den Spaß an mir haben?" fuhr sie mich an. „Hättest du mir einen Staubsauger gekauft, dann brauchte ich mich nicht so au plage». Aber ihr Männer habt kein Verständnis für unsere Arbeit!" Der Besen flog mir vor die Füße. Donnernd schlug die Türe au, und bann rumorte e» in ber Küche. Ich wrbielt mich gonx still, denn das ist in solchen Fällen oas beste. Bald kam sie wieder, würdigte mich keines Blickes, stellte bas Fuh- bänkchen auf den Stuhl, stieg vorsichtig erst auf ben Stuhl, bann auf den Schemel und ftihr von neuem in die Ecke. Diesmal schwieg ich. „So!" kam es olötzlich befriedigt au» der Ecke. Sie mußte einen Faden erwischt haben, denn von einem Svinnetz sah ich immer noch nichts. .Hetzt kommt dein Bücherschrank an die Reihe," schnurrte sie, tannp ihn ausräumen!" „Das ist nicht nötig," erwiderte ich, „da kommt fein Staub hinein." Das war offener Widerspruch, und ben kann meine Frau gar mehr leiden. „Dann mach ich'»!" stieß sic heraus. Unb schon hatte sie einen Stoß Philosophie unb setzte ihn krachend vor mir nieber auf den Schreibtisch, baß mir eine Staubwolke ins Gesicht stab. Also hatte sie boch recht! Ich flüchtete in bie Cofaecke. Immer soviel, als sie mit ben kleinen Händen fasten konnte, setzte sie heraus. Reben bic Philosophie türmte sich bie Geographie, bie Geschichte, die Tech nif. die Sprachwissenschaft, bas Lexikon u. a. Schreibtisch. Sessel, Stuhl trugen schwere Lasten. Dann verschwanden Kopf und Arme meiner Frau für eine Weile im Schrank. Dürste unb Tuch fuhren in alle Ecken. Ab und zu klappte ein Brett. Run nahm sie ein Buch nach dem andern, wischte liebevoll darüber hin unb stellte es in den Schrank. Aber sie hielt die Reihe nicht ein. Neben Kants „Kritik" schob sic Supans „Arundzüge ber physischen Erd künde", reihte Ranke an unb baute so weiter, im mer hübsch durcheinander. Ab und zu richtete sie bic Bucher etwas noch ber Große aus. Das war mir aber doch zu bunt! „Ader hör mal!" platzte ich her- gus. Weiter kam ich nicht. Mit einer kurzen, aber nicht mißAUverstehenden üanbberoegunß schnitt fk mir das Wort ab. Hier war nichts .zu machen! Wütend räumte ich das Feld. Stärker noch als vorhin dröhnte bas Haus vom Schlag ber Türe. Da hatte ich eine schöne Geschichte angerichtet! Wann werde ich mich wieder in dem Schrank zurechtfinden. in dem s i e Ordnung gemacht hat? Aber so rächt sie sich immer. Dann eile ich ins Grüne, dahin, wo keine Frauen Osterputz hatten. Alttnähttch wird es ruhiger in mir, unb als ich spät den Heim weg antrete, da habe ick mir oorgenommen. nte wieder meine Frau zu stören, wenn sie putzt. Dr. 'loh von 36 3nftalt mit ihren 756 6d>ülern. die en ”«'IOr 8t fli süchtige», solides «rüfttgeß liunges a. liebit. m. Stüctie. » Holzsnbmisfion Billigste Preise 3775D X 5. lb< 2b- unb Das ftol3 »ft mit Schlacken- 1 Gisschrank u. v. a. rlicheS, gcw. 25,81 11,82 1,67 1,06 prompt ab Statist» Niederdreisbach bei Betzdorf [33SM M.TvmM —~- geianden Schlaf Mittwoch, den 11. April 1928, nachm. 2 Uhr, versteigere ich Ttoetv weg 28, im ^Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 2 pianinos, 1 Chaiselongue mH Decke, 1 2tur. Kleiderschrank, 1 Kommode, verschiedene Holzdeleuchttmgslörper, Kleiderstoffe,! Ärutapparai,! Schreibtisch mit Sessel, 1 kl. 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Leider waren auch dort die Danke vor rohen Desellen nicht sicher. Wve uns müaeteilt wird, haben sich eine Anzahl Schüler hiesiger höherer Schillen das „Dergnngen geleistet. die Danke in übelster Weise zu demo- Heren. S» ist nur schade, daß die frechen Patrone nicht VMi beherzten Männern gleich eme (je- hörige Tracht Prügel bekommen hadvu ftofsent» lich wird aber die Rechnung für die Wiederher» MM Gemahlen, in Pavier» fäcken sämtliche Sorten SwIlMM empfUblt ab Paget oder aneellefert aut DerwenoungSstelle S. Trechsler Tietnstr.78. Tel. 1581 nicht unterfchötzl werden. Dafür verspricht aber auch gerade dieses auf höchster Stufe künstlerischer Dollendung stehende Snsemble-Sastspiel zu einem gesellschaftlichen und künstlerischen Ereignis zu werden, wofür die rege Rachfrage seitens des Publikums beredtes Zeugnis ablegt. Vorbestellungen nimmt die Theaterkasse entgegen. Der Beginn der Vorstellung ist auf 1930 Uhr anberaumt, um auch den auswärtigen Sreunben unserer Bühne ihren Besuch zu ermöglichen. Operettenpreife. ,Vek^vki8ckenv8> Holländer Angel jchevfische fstr. norbftfr Kabeljau , „ Seelachs „ , Goldbarsch Schollen lebende Äantfeu , Schielen hechte empsiehlt 2919 Hamburger Fischhandlung «. «och Lachfol-er, DläuSburg 15, Telrvhan 1612 Mehrere Zentner »MW abzugeben. 8664V saaltote 7/1 Ihr Federvieh vor dem Verlausen, vor unliebsamen Zugriffen und vor Raubzeug durch einen engmaschigen Drabtznun, er bildet auch deS Nachts ein nchereH Gewahrsam. Drahtgeflechte ixt allen Mafchemwcitcn Biude und Stacheldrabt. sowie da» richtige Werkzeug für hte Aufstellung bekommen Ste bet mir IB.WlWeo Slm Oswaldsgarten, Televd. stz« 20Siis ML Dl Wemichs Mottenäther ^sicherer Schutz gegen Mottenfraß Aspirin- / M PTABLETTEN die unüßeriroffonen •*^5 SchmenesiiJlerf In allen Apotheken erhAltltch. Tückt. sg. strebsamer Kaufmann 20 I. alt, seither in einer Metallwarenfabrik tat ui gewesen, sucht Stellung. Mit all. Dorf, kauimänn. Arbeiten durchaus vertraut. la Zeugn. vorh. Lckr.rlngeb.u 977HI)a.b.@ie6.an». gesucht. 02787 fRnbL Bahnhof- strahe 1& Laden. Vorstandswahl oorgenommen. •« Mit dem Motorrad tödlich oerun» glückt. 4km ersten Dfterfricrtag vormittags kurz nach 10 Uhr kam der 25 Jahre alte Kaufmann hemr. Sommer aus Klein-LlnLen mit einem Motorrad, mit dem er eine Ausfahrt unternehmen wollte, am Ltrisausaana von Klein-Linden schwer zu Fall, da er die ^eirschast über die Maschine verloren hatte. Der Sturz des sungen Manne? war so heftig, baR man ihn besinnungslos vom Platze tragen muhte. Nachdem der Schwerverletzte die erste ärztliche Hilfe empfangen hatte, wurde er von der Freiwilligen Samtätskolonne vom Noten Kreuz nach der chtrur- gischen Klinik verbrucht. wo er am Vstersonntag- abenb an den Folgen eines schweren «chadel- bruches verstarb. „ , . •• Ermittelte Tote. Die vor einigen Tagen bei Dietzen aus der Lahn gelandete un- •• Herrliche D ft e r f e i e rt a g e waren uns in diesem Jahre beschert. Die FesUagc waren ein Frühlingsscst im wahrsten Sinne des Wortes. Strahlender Sonnenschein, der nicht nur alles Leben in der Natur zu regem Sprietzen rief, sondern auch die lange genug getragenen Diniermäntel in die Kleiderspinde verbannte erfreute die Menschheit nach dem wochenlangen trüben unb falten Wetter in hohem Matze. An beiden Feiertagen zog es ba^ her viele Tausende hinaus ins Freie. Die Reichs bahn und di« Kraftomnibuslinien hatten regen Br trieb, zum Teil wurden bei der Bahn Vorzüge gefahren. 3n den Ausflugswirtschaften herrsch e an beiden Tagen Großbetrieb; gestern abend war hier und da nahezu ausoerfauft. Die Gottesdienste sanden trotz der regen Wanderlust an beiden Feiertagen starken Besuch. Erfreulicherweise konnte auch die Polizei ffefttagsrudc hallen, denn sie hatte keinerlei (9nmb zum Gebrauch ihrer Machtbefugnis. Alles in allem genommen durfte das dtessährige ufterfeft allgemein befriedigt haben, nicht zuletzt auch die Damenwelt, die Gelegenheit fand, ihre schonen Fruh- jahrstviletten im lachenden Sonnenschein spazieren Bullrich-Magen-Salz fforbtm Sir qroti* und franko ‘Prob* mtt 0kfrrmi»»H^ft«n- nia uub Gehre. Sie neuen Bühnenbilder wer» Den ün Atelier des Stadttheaters nach «ntwurfM von Karl Löffler angefcrhgt. Segrnn der Borstellung 19.30 Uhr — Heben der Auf» •tcLTunfl eines farbigen und abwechflungsreuden Zpielplans bars beute kein Theater mehr dw Veranstaltung von Gastspielen gröberen SMes unterlassen. Die fteranziehung grober Person- üchkeiten unter den führenden deutschen Schau» spielem schasst in erfreulicher Weise neue und atoftc Srlebnismögiichkeiten. AuS dieser »rttxt^ "krau« hat die Intendanz deS Ttehencr ^•aterS e« sich angelegen sein lassen, noch ... ««./er Spielzeit mit der Veranstaltung von Gastspielen zu beginnen, die den grotzen Darsteller nicht mehr - wie früher ubltch - als Einzelgast. sondern innerhalb fernes gewohnten Rahmen» mit feinem eigenen Personal zeigen werden. So wird am Montag, 16. April. Äurt Söy mit dem Ensemble des Berliner Romobten&aufed in seinem neuesten Lust- ftnef .ftokuspokuS-. dem wohl arStzten und zugkrästigsten Erfolgstück des diesjährigen Jber» liner Theater winters, zu einem einmaligen Gastspiel ^ach Dietzen kommen. Die technischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die mit einet solchen Veranstaltung verbunden lind, dürfen st ,M 3')otel ,,Monopol-Metropol" (gegenüber dem Südausgang des ftauptbohnhof») ab. Die ftauptoerfammlung wird um 10.30 Uhr mit einem Referat von Kg. >0 a r t b (Bukowina) über: ..Deutsche Dolkstumsarbeit im Südosten Europas" eröffnet; es folgt ein Referat über „Frauenarbeit im VDA.". Sodann wird der Geschäfts und der Kastenbericht gegeben, sowie die m dielen Tagen ihren Iahresberrcht versandt. Aus ihm gebt hervor, datz diele unter Leitung des Oberftubicnblreftort Dr. Roller stehende 'n, hu W M* Dar war offenn - -....jLkit und isM toß WJ Schteiddsch stder 0U’S7ob. W >sfe ins Eofaeöc 1 flüchftst ' -z^en t den MosoM «eben jic, hie u. <>• Lift, das JW galten 2, trugen i4Df^r ^au Ljrf. D^..^Sre" 2 zu kl°pp^'"vischr noai dew.an}?6etr<*e 11, Kaiw-Drogerie, Lfn- deopl I. Kre*€»iaU Drogerie, Kreex»! » Lflwen-Drogerir Seb terrweg 7*A. 327»-■ zu tragen. •• Stratzensperrungen. TBie der Obei» hessische Automobilklub mitteilt werden folgende Landstrahen gesperrt: F r i e d b e r g - O b « r - Wöllstadt im Zuge der Strafte Friedberg- Frankfurt a. Main vom 16. April ab. 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M., nachm. 21/, Uhr statt. I 02789 F U CÖ Statt Karten! c z - MU*«», MRrtl ^c-o3 TT ) •y r MSI Bfirgerstraße 9-11. Telephon Römer 395. 3773V Laden in Glefcent Marktplatz 8, Telephon 1459 2469 ♦ • — j.tlW Vertreter: die Herren Dr. Geyer, Dr. Plodi, Dr. Steinreich, Dr. Stuhl beginnen am 16. April! Vogtsdie Handelsschulen Henny Löwenberg Äert Schiff Verlobte Verlausen Sie ausführliche Druckadirih G 44 von der Sdnilleftang Olcben, Goethestrofae 32 ________________________________________3574a Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. April, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause (Fußmühle) aus statt. wird infolge seines wunderbar wilrsigen Gesckmackes uort Männern und Dauert als S^ärieungsmiftel gleich gern yetrunkewo Gestern früh 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein innigst geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Herr KarlWießner, Steiger im Alter von 37 Jahren. In tiefem Schmerz: Fran Katharina Wießncr geb. Leucht. Großen-Linden-Bergwerk (z.Z. Gießen, WelckerstrS), Königsberg, Gladenbach, den 10. April 1928. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmitt. IVeUhr, in Gießen, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 02788 A!^Ä««^.Herba-Seife 18? behandel« fe schobt Herr Dr.med. 6. tnß. Per6t. M. —.65, 3O°/o verstärkt W. 1.— Zar Rachbehon»« Inna Ist Herba-Lrem« besenöer» iu empfehlen. Zu hoben in eilen Apvthek^ Drogerien n. Parfüm. Wereinmal ein PaarSchuhe mit H EY- Politur behandelt hat, will nichts anderes mehr. Machen auch Sie einen Versuch 1 Es gibt nichts Besseresl ZrJ i* oZ S - <1 ** - s zum Jahren u. Reiten geeignet, treu u. sehlerfret, weg.Auto zu verkaufen bet Wilb. Schneider, Marienberg, Westerwald. [3784D Heute mittag um 12% Uhr entschlief nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein lieber Gatte, unser Heber Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Architekt Georg Rühl im blühenden Alter von 29 Jahren. ♦♦♦♦♦♦♦WH Verkaufe eine erstklassige, junge Milch- und Fahrkuh mit Kalb. Auch unt. vier die Wahl. ^°D Heinrich Dietz, Bettenbauien. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ sh§ Gott dem Allmächtigen hat ep gefallen, unseren innigstgeHebten Sohn und Brucrer Heinrich Sommer in kaum vollendetem 25. Lebensjahr durch einen schweren Unglücksfall am 1. Osterfeiertag in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Sommer. Klein-Linden, Leipzig, den 8. April 1928. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. April, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Frankfurter Str. 24, aus statt. 3771V Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Johanna Rühl geb. Müller. K u.F c- In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Strackbein und Angehörige. ,’S 5 s* Schwache Nerven «!n4 dicOruodunacbea der meisten Krankheiten. Blutarmut. Herx- klopfen. nervöse Kopf- ochmerxen, Schlaflos)®-, kelt .Schwlchezuatlnd^l aller Art. Unlust zur Arbeit. Zittern, Appetitlosigkeit, nervöse Magenbeschwerden sollen nur durch Doppelherx dem von der Wissenschaft anerkannt. Ner« venkrlftlgungsmittel behandelt werden. Allein echt mit der Herachwester. In tiefer Trauer.- Familie Wilhelm Schmidt IX. Familie Christoph Hof. Todes-Anzeige. Heute nachmittag 3*/a Uhr entschlief nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Anton Schmidt Sparkassenrechner i. R. im Alter von 75 Jahren. ±-tJ e» MU Dr. Meyerhoff vom 12. April ab verreist Simmentaler Mutierkalb og für 115 Mf. abzugeb. Zu erfrag, in der Ge- schäskSst.d.Gieh.Anz. :g O Mes 6 § = - c l tä a E za 5 5 5 «iS - . s 5'X'0 5.^5 8 Nachruf. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß uns unser einziges heißgeliebtes Kind, unser lieber Bub Karl Adolf Zimmer im blühenden Alter von 2*/, Jahren am 4. April ganz unerwartet genommen wurde. In tiefstem Schmerz: Karl Zimmer und Frau Charlotte Zimmer Wwe. Gießen (Liebigstraße 72), den 10. April 1928. Die Beerdigung fand in aller Stille statt Gießen gtonffurf a. M. Zu Hause: Samstag, den 28. April 1928. 02790 ........................................................... Die Chem. Reinigung in unserem Werk' ist das vollkommenste Mittel zur Erhaltung Ihrer Kleidung. Nicht nur Schmutz, Flecken und Krankheitskeime werden beseitigt, Garderobe, Vorhänge, Decken, Teppiche, Handschuhe werden auch meistens wieder wie neu. Ebenso wird das Auffärben und Plissieren von Stoffen usw. in der bekannt erstklassigen Weise von uns ausgeführt. ! *5 $ Hier hilft nur ,,«£c6cn>oÄr‘ das beste Mittel gegen Jfäfmerau^en und Hornhaut Blechdose (8 Pflaster) 75 Pf. 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Für eine Nation, der es so unsagbar peinlich und die sich so toenig berufen fühlt, fid) m Die Angelegenheiten anderer ein-umischen. haben die Bereinigten Staaten in den lehten dreißig 2ahren allerdings ganz Erhebliches an velbst- überwinoung geleistet. Nach einer Aufstellung des Neuyorker Columbia-Universitätsprosessors Stepherd hat Washington sich in den Jahren 1898 bis 192Z aus der westlichen Hemisphäre nicht weniger als 31mal zu ihm so schmerzlichem bewaffneten Eingreifen genötigt gesehen. Zweimal in Mexiko, sechsmal in Honduras, sechsmal in Nikaragua, einmal in E o st a N i c a, fünfmal in Panama, einmal in Columbia, fünfmal in San D o m t n g o, einmal in Haiti, viermal in« u b a Da Porto Nico jetzt „amerikanisch, braucht es nicht in die Liste mit ausgenommen zu werden. Mit bewasfneter Intervention ist jedoch der Kreis des Eingreifens der Bereinigten Staaten in amerikanische Angelegenheiten keineswegs umschrieben. Durch Verträge und Abkommen uvt Washington eine Art Bormundschast über die inneren wie äußeren Angelegenheiten gewisser Länder aus. Aus Grund der Monroe-Doktrin maßt es sich nicht nur eine allgemeine Oberaufsicht über die auswärtigen Beziehungen aller an, fonbern es hat auch einzelne recht vorteilhafte Sonderabkommen — mit Kuba, Da - nama, Haiti und dem Dominikanischen Freistaat. Don Nikaragua hat es sich das ausschließliche Recht auf den Bau eines zweiten Kanals gesichert. An allen strategisch wichtigen Punkten hat es Flottenstützpunkte. Cs überwacht Anleihen. Zölle, Steuern in mehreren Ländern. In Nikaragua managt es sogar die nächste Präsidentenwahl unter Zuhilfenahme d-r Bajonette amerikanischer Seefoldaten. Durch Anerkennung oder Nichtanerkennung von Staatsoberhäupten und durch das Verbot der Wasfenausfuhr oder der Auflegung von Anleihen bestimmt es die Stabilität der Regie- „Intervention." Don unserem A. G. A.-Berichterstatter Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Da sich die 11. 6. A nachgerade in Nikaragua so sicher fühlen, daß sie jeht mit den Vorarbeiten für den Nikaragua-Kanal beginnen, dürste die solaende Betrachtung dessen, was Herr Hughes beim Kapitel „Intervention zu erwähnen vergaß, nicht uninteressant sein. D. Red. N e u h o r k, Ende März 1928. 93 As Oberheffen. Landkreis Gießen. lp Lollar. 9. April. Dieser Tage hielt die beim Turnverein Lollar (Gau Lahn- Dünsberg) kürzlich gegründete Altersriege ihre erste llebungsstunde ab. Allgemein wird dre Gründung dieser Riege sehr begrüßt, da fie den älteren DereinSmitgliedern eine Möglichst zur turnerischen Betätigung entsprechend demLÄ>ens- alter der Teilnehmer bietet. Die Erkenntnis von dem hohen Wert des Turnens in vorgerückten 3obren verbreitet sich ja erfreulicherweise immer mehr, und fie wird hoffentlich auch in unserem Orte dem außerordentlich regsamen Turnverein zahlreiche weitere Mitglieder der Altersriege und darüber hinaus viele neue Freunde unter der jüngeren Mannschaft zuführen, zum Nutzen öcitxrü Seite. -Rödgen. 9. April. Endlich soll auch unsere Dorfjugend Gelegenheit haben, sich in größerem Umfange, als es seither möglich war. dem Sport zu widmen. Der Gemeinderat Hal ein Auf der Kiefer im Moor. Don Otto Ehrhart, Dachau. Heute früh ging ich durch die grauen Moornebel an den stillen Gräben entlang hmuber ins Graßlfinger Moor. Spielhahne wollte ich sehen, aber es war wohl noch zu früh fisr Die Balz, obgleich die Rotweiden schon Kc^en- pfötchen und die Dirken pralle Samentroddeln haben. Um eins wanderte ich schon wieder auf der glatten Schleihhelmer Chaussee dem Ober- grasyof entgegen, zweigte links ab, und schlug mich durch die Birken- und Kiefernstande der Dchleißheimer Hege entgegen. Das sind so im ganzen gut acht Stunden Wegs. Wenn einer nun außerdem so wie ich veranlagt ist, die Augen bald da, bald dort über einem Forellenbach oder droben in der Luft hängen hat, über Gräben springt oder in der unbequemsten Stellung gespannt wie ein Schießhund irgendetwas Lebendiges beobachtet, wird er abends wohl müDc fein. Ich habe ja so viel gesehen. Zweihundert- fünfzig Rehe habe ich auf der vollen Strecke auSgemacht, darunter einzelne Rudel bis zu firnf- zehn Stück mit starken, winterfarbenen Dast- böcken. Das Wild ist Heuer gut durchgekvmmen. CS ist feist, und die Ricken und jungfräulichen Schmalrehe, mit dem schönen Spiegel und der feinen, glatten Decke sehen strcunm und wirklich zum Verlieben aus. Gegen Abend fand ich denn auch die Spielhähne, dreißig Stück, aber ich glaube nicht, daß sie dort, wo ich fie sah — nahe der Straße zum Hackenhvf — auch halten. *5» ist viel Raubzeug da, und ich konnte wichtige Drutbevbachtungen treiben. Wenn der Frühling erst richtig loSlegl, muß man wissen, wo wnle« Auf den Dungfcldern hocken Hunderte von durchziehenden Krähen. Die Enten haben sich schon gepaart und buddeln überall in den schmalen Wassergräben herum. Dann und wann hört man eine Haubenlerche trillern, und auch die Zaunkönige sind merkwürdig schwatzhaft geworden. Der Huflattich blüht und zwischen den wachs- (laubigen Erlen- und Haselstauden brennt der Kellerhals. Die frühen Schmetterlinge, d.e ich sah, Füchse und Zitronenfalter, können also schon Nahrung finden. Jedes Ding hinterläßt em Bild in meinem Herzen, will erfühlt, erfaßt und liebend registriert fein. Man zieht Vergleiche zwisch^ diesem und den letzten Jahren, etwa denen nach Stück Oedung frei gegeben, das nun da- ganze Jahr zu sportlicher Betätigung benutzt werden kann. Der Platz, die .Heide", liegt nahe ber Grünberger Straße, etwa 25 Minuten vom Dorf. Er scheint für feinen Zweck geeignet, wenn auch noch einige Planierungsarbeiten, die sich die jungen Männer wohl selbst erledigen, besorgt werden müssen. D L i ch. 9. April. Nach eingehender Untersuchung des Wahlvorgangs bei der B li r fl c r m e i ft e r • wähl gelangte das Kreisamt Gießen zu dem Entschluß, die Wahl des Gerichtsreserendars a. D. Hans Geil (Dbcrftein a.d.Nahe) zum Burger- meister der Stadt Lich für gültig zu erklären. Wohl wurde noch ein Stimmzettel für ungültig erklärt: immerhin bleiben noch sechs Stimmen für Geil, wahrend der Gegenkandidat Wittig (Butzbach) nur fünf Stimmen erhielt. Wenn dieReklamanten nun nicht noch beschwerdesührend beim Ministerium in Darmstadt vorstellig werden, darf mit baldiger Einführung unseres neuen Bürgermeisters gerechnet werden. — 2i)errn Diaz zu bekämpfen. Dann werde man ihnen gute goldene amerifani(dx Dollars für ihre Dassen und Munition zahlen. Moncada, Der Führer Der liberalen, ging auf den Handel ein. San Dino, Der „Bandit" aber lehnte ab und schlug sich in Die Berge. Da Diaz jedoch kein Geld haue, um Moncada abjufinben, und da Washington eingedenk seiner prinzipiellen Abneigung gegen Interventionen, Die Zeche gleichfalls nicht bezahlen wollte, wußte es die Neuyorker Guarantt) Trust Company zu bewegen, Diaz das nötige Geld zu Bedingungen vorzuftrccken. Die selbst der an allerlei Stank gewohnten Wall- I Street in Die Nase stachen. Für eine Anleihe in Höhe von einer Million Dollar mußte Diaz das ganze (300 000 Dollar betragende und auf das Zweifache bewertete) Stammkapital Der Nationalbank von Nikara - I qua nebst Dividenden sowie den gesamten Aktienbestand Der Nikaragua-Pazif i k bahnen (die allein weit mehr wert sind als den Betrag der Anleihe) verpfänden, dazu die A u s s uhrsteuer auf Kaffee, die neuen Zölle auf Tabak, Wein und Spirituosen und die erhöhten Zölle auf andere Gebrauchs- und Lurusartikel. Ferner mußte er den Bankiers eine fünfjährige Option auf alle weiteren Nikaragua-Anleihen geben und mußte die (auf rund 400 000 Dollar veranschlagten) gesamten Barbestände der Bank wie der Bahn in Neuyork deponieren. Und zuguterletzt (!) schrieb Der Vertrag noch vor, daß der Anleiheerlös hauptsächlich zum Ankauf von Munition — selbstredend amc- 1 ri-konischer — verwendet werden und die Überaus- qabtmg der Leitung eines Dreier-Komitees unter- stchen solle, zu dem Das amerikanische Staatsdepartement und Die Bankiers je ein Mitglied ernennen dürfen. Dies möge zum besseren Derständnis des Begnpes „Dollar-Diplomatie" beitragen. Davon hat Herr Hughes natürlich nichts gesagt. Er hätte auch erwähnen können, daß Die Unterhandlungen wegen einer Refundierungsanleihe (Die Million ist am 31. März fällig) deshalb nicht vorn Fleck kommen wollen, weil f e l b ft Diaz die neuen Bedingungen nicht schlucken will. Um Die Regierung gefügig zu machen, hat die Bonk alle Tätigkeit — abgesehen von der Eintreibung schuldiger und fälliger Betröge natürlich — eingestellt, und über kurz ober lang wird sich Das sogenannte Parlament von Nikaragua gezwungen sehen, Wall-Street zu Willen zu fein. Und Darum schickte man amerikanische Marine- folbaten hinunter. Darum warfen Flieger Bomben auf „Banditeortschaften" und melden „vierzig Tote' — wobei selbstverständlich nicht gesagt wird, wieviel Frauen und Kinder Darunter sind. unter seinen zahlreichen Nachbarn besonders durch seine Ausmalung auffällig. Denn die bekannten Szenen, die den Grabherrn mit seiner Familie tafelnd Darfteden, sind hier nur auf eine Seite der Grabkammer beschränkt. Die anderen enthalten in senkrechten Kolumnen von Hieroglyphen langt Kapitel aus dem sog. Totenbuch, jener Sammlung von rituellen Sprüchen, deren Kenntnis dem Verstorbenen notwendig ist, damit er Den Weg zu den jenseitigen Gefilden finden kann und gegen die zahlreichen Dämonen und anderen Feinde, die ihn bedrohen, geschützt ist. Die intet- efsanteste Partie ist aber die Decke, die Den Himmel und die größten Sternbilder darstellt. 3m Mittelpunkt der nördlichen Hälfte steht der Mes-Chetiu. unser großer Bär, der al« stierköpfiger Gott dargestellt ist. Im Süden dominiert der Orion, der sein Gesicht abwendet von der benachbarten Sothis, unserem Sirius: beide fahren in der Gestalt großer Gottheiten in Barken über den Himmel, das Bild des Sternes über ihrem Haupte. 3n der Mitte zieht fich über Den ganzen Himmel die Reihe der MonatSfeste, zwölf Kreise, deren jeder in 24 Segmente, nach der Zahl der Tagesstunden geteilt wird. Darunter schreitet in einer Götterprozefsion die Schar der nördlichen Himmelskörper. 2llle Bilder sind mit Deischriflen bezeichnet. Das Grab gehört der 18. Dynastie (etwa 1400 v. Ehr.) an, ist also für Aegypten, dessen Geschichte bis ins vierte 3ahrhundert zurückreicht, keineswegs alt. Doch finden sich die ältesten Sterndarstellungen erst in dieser Zeit des Neuen Reiches und unter den wenigen aus gleicher Zeit bekannten nimmt die des Senmut durch ihren Reichtum und die Feinheit ihrer Ausführung den ersten Platz ein. Es ist also eine der ältesten Sternkarten der Welt, allerdings In ganz anderer Form und auch aus ganz anderen Beweggründen angelegt, als diejenigen der modernen Astronomie. Denn wenn auch ihrer Gestalt eine wirkliche Kenntnis des Himmels zugrunde liegt, so ist doch die Darstellung dieser Wirklichkeit keineswegs der Zweck des BildeS. 3n die Abbildung des Himmels unter der Gestalt seiner Eterngöiter schiebt sich ein Bild des 3ahres. auch dieses nicht als astronomischer Zeitabschnitt, sondern als ritueller Zyklus seiner großen Feste gedacht. DaS kultische Element gibt also den Ausschlag, und hier tote überall sehen wir die ersten Regungen des menschlichen Geistes sich in Den großen Formen des mhcho- logifdjen Denkens vollziehen, aus denen erst spch« ter Kritik und Vernunft sich lösen werden. Dr.» - uss ,2= UgXI 5 ','='2' = W'- -,5 t, haben, sind in diesem Jahre auch viele kleinere bäuerliche Betriebe zur Erzielung einer besseren Wirtschaftlichkeit vermehrt zum Frühkartoffelanbau übergegangen. An Sorten wurden gepflanzt: Allerfrühsie Gelbe. Böhms Heimat und Holländer Erstlinge. — Allgemein geklagt wird über die Neufestsetzung des elektrischen Strompreises durch das Hebet-* landwerk der Provinz Oberhessen, die anstatt der erhofften Verbilligung eine wesentliche Verteuerung sowohl des Licht-, als auch besonders des Kraftstroms bringt. Der Grundpreis stellt sich in vielen Fällen allein so hoch, wie nach der alten Prcisregelung die gesamten Strom- tosten. Bereits versuchen wirtschaftliche Körperschaften eine Abänderung durch den Provinzialausschuß zu erreichen. K cis Friedberg. WSR Wölfersheim, 7. April. Am Donnerstagnachmittag gegen 2 Hhr st ü r - t e ein 10 Meter hoher Montagebock des im Bau befindlichen Moschinenhauses durch einen Windstoß um. Dabei erlitt ein Monteur der Firma Fries & Sohn in Frankfurt a. M. schwere Gesichtsverlehungen und einen schweren Oberschenkelbruch. Der Verunglückte faild Ausnahme im Friedberger Krankenhaus. Kreis Büdingen. A Ridda, 9. April. Die HeberIand ° zentrale Oberhessen verkaufte dos im Äohanniterhof gelegene, vor wenigen Jahren neu erbaute Wohnhaus, das bis jetzt als Dienstwohnung des Betriebsleiters für den Bezirk Ridda diente, an Buchhalter Karl Lang bei der Papierfabrik 3. Moufang in Oberschmitten. für 16 000 Mk. 3n der Ludwigstraße wird ein neues Dienstgebäude und ein großes Hmschalte- werk von 225 Quadratmeter Grundfläche errichtet werden, das eine Hauptstation für die oberhessische Hochspannleitung bilden soll. Das seit 17$ Jahren hier befindliche Baubureau der AGG., die die Hochspannleitung über den Vogelsberg ausgeführt hat, wird noch ein weiteres 3a5r hier im Darmstädter Hof verbleiben, weil die AEG. noch weitere Arbeiten für die Heber« londzentrale übernommen hat. Bad Salzhausen. 9. April, ihn die durch den starken Autoverkehr verursachte Staub plage, die sowohl im Interesse der Kurgäste als auch der Anlagen überaus lästig empfunden wird, zu beseitigen, wurde in den Vorjahren des öfteren die Durchgangsstraße mit einer staubbindenden Flüssigkeit übergossen. Sie erfüllte wohl ihren Zweck, verbreitete ober einen sehr üblen Geruch. Auf Vorstellungen erklärte sich die Provinzialstraßenbauverwaltung bereit, die Straße in einer Länge von 400 Meter neuzeitlich herzustellen, wenn Staat und Gemeinde die Hälfte der Kosten trügen, die sich insgesamt auf 24 000 Mk. belaufen. Die Zusage der Regierung, 6000 Mk. beizufteuern, wurde ober zurückgezogen, als der Landtag für dringlichere Zwecke des Bades größere Mittel bewilligte. Da die kleine Gemeinde durch Aufbringung von 6000 Mk. ihre steuerliche Leiftungssähigkeit bereits überschritten und weitere Opfer nicht bringen konnte, entschloß sich der hiesige Bürgermeister, nochmals persönlich in Darmstadt vorstellig zu werden. Die Herstellung der Straße wird davon abhängen, ob der Landtag bei seinem Wiedierzusammentritt die noch fehlenden 6000 Mk. bewilligt. Y. BadSalzhausen, 9. April. Mit Beginn deS diesjährigen Badebetriebs werden hier in den zwei stets stark besetzten Heimen die Ver- waltungSvorsteher wechseln. Verwalter H a a r - mann vom Kaufmannserholungsheim scheidet nach einjährigem Dienste von hier und wird von einem Herrn aus Württemberg erseht. Der seitherige Verwalter Oehme des Kriegsblindenheims übernimmt die Verwaltung eines Kaufmannserholungsheims in Hei- ligendomm an der Ostsee. )( Ortenberg, 9. März. Hnser Städtchen hatte früher drei Tore, das Obertor. das Unter- und dos Mühltor: von ihnen aus hielt der Wächter Ausschau ins Aiddertal und stieß ins Horn, wenn Feinde nahten. Leider lind die beiden letzten Tore nicht mehr vorhanden. Auch dem Obertor droht Gefahr. Schon seit geraumer Zeit machten sich besonders an der „Pech- nase" Erscheinungen von Verwitterungen Die goldenen Berge. Vornan von Clara Diebig. Eophright bh Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Die fingen Augen des andern maßen ihn scharf, ein wenig spöttisch, hinter den Kneisergläjern: „Die Negierung würde Ihnen sicher banfbat fein, wenn Sie ihr andere Maßnahmen, völlig genügende und auch wirklich ausführbare Maßnahmen unter- breiteten. Nun^—" er köchelte — schießen Sie nur los, schießen Sie nur los, Herr Dousemont, ich höre gerne!" Der Alke schwieg noch immer, er war sichtlich verlegen. Aber dann polterte er auf einmal los: Ach wat! Dat ich nit den Kops hab für dos Ei des Kolumbus, bat wissen Sie wohl. Dafür sind ja auch andere da, laß die sich ihre Köpp .zerbrechen. Ich weiß mir, dal die Mosel immer dal Stiefkind war. Der 'Jtt>ein, der deutsche Rhein, dat is wenigstens noch Tradition, aber die Mosel und ihr Weinbau? Verflucht noch mal'. Kein Interesse, kein Verständnis, feine Liebe. Nein, gar feine Liebe," schrie er, als der andre was entgegnen wollte. -Und wir liegen seitab im Winkel, in der Sackgasse, fein Mensch kennt uns, mir sind denen ja auch ganz egal. Verlorener Posten fürs Reich. Dat is schuld an der Not!" Und der liebe Gott. Den nnissen Sie schon auch verantwortlich machen." Der Lanbrak lächelte und wies mit dem Finger zur verräucherten Decke empor: „Sonne, mehr Sonne!" Alt« schien gar nicht zu hören, er eiterte fcct: „Dat sag ich Ihnen, Herr Landrat — Sie werden mich vielleicht noch spöttischer ankucken, und wenn Sie et auch nit sagen, doch denken: der Alte vom Perge bat Hirngespinste, aber ich sag Ahnen: passen sie aus! Et bereuet sich wat vor. 'Nir Gnies. Ich hör ia soviel, ich jen Tabak für ihr Pjeif- fben zu Haden, Hinte rin eiskalten Ofen uj|"ammen= gelauert saßen. Und die armen Kinder! Von seinem Sohn hörte er's ja, wie viele fvant lugen; der „blaue Husten" grassierte. Lena mußte immer mit» geben: Lebensrnittel. Fleisch, Speck, Brot, allerhand Nahrhaftes für Suppen, auch wollene Suchen für die Kleinen uiib für die Alten ein bißchen Tabak. Der Herr Doktor war eigentlich den ganzen Tag auf der Tour in feinem Auto. Ohne das hatte er's gar nicht geschafft, er hatte viel mehr zu hui als die alten Aerzts. Weithin wurde er geholt, denn es wurden überall noch Kinder geboren. Ja, ja, trotz aller Rot der Zeit starb die Welt doch nicht aus. „Wenn das so weiter geht, kriegen wir Hochwasser", fugte Herr Dousemont zu bei ollen Lena, setzt ganz nUeui bei ihm war, das Mädchen, das nach Maria dagewesen wur, hotte rasch ausgespieU. THe Lena |d)lug ein Kreuz: „Dut Gott uns be- w.'hr! Aber ^err_ Dousemont, dut ist die göttliche ^irof, Die Straf für all die Sünden in jetziger Welt. Sic trinten zuviel nnb die lebigen Mäderches krie- mil einer darüber befindlichen Krone. Der Erbauer dieses zweitältesten Teiles der „Krone" war der Alsfelder Bäckermeister Johann Philipp U r ft a Ö1 . ein Vorfahre des jetzigen Ministerialdirektors Hrstad: in Darmstadt. Er war der zweite Besitzer der „Krone". Der älteste Teil war im Jahre 1736 von dem Burger Iohs. Krug aus dem benachbarten Orte Reibertenrod erbaut worden. Mit dem Abbruch des Hotels „Krone" ist ein Stück stolzer Erinnerung aus Alsfelds Vergangenheit verschwunden, war doch die „Krone" unter dem jetzt noch am Leben befindlichen Besitzer Carl G u n d r u m , Oec 83 Jahre alt ist. im ganzen Hessenlande wohl bekannt und berühmt. 21m der Erbauung des neuen Postgebäudes soll alsbald begonnen werden. Bei dieser Gelegenheit nimmt die Stadt eine Etraßenerweiterung an den vorbeilausenden Straßen, Schellengasse und Schwabenröderweg vor, die im Interesse einer wesentlichen Verkehrsverbefserung sehr zu begrüßen ist, da diese Straßen gerade an der „Krone" sehr eng und unüdersi<Älich waren. — Einen schweren Verlust erlitt die Stadt Alsfeld durch den Tod ihres Stadtbaumeisters, des Dauinspeltors Peter Cgner, der am Gründonnerstag unerwartet an den Folgen einer Operation in der Klinik in Gießen verstarb. Die Stadt verliert mit ihm einen ihrer pflichttreuesten und tüchtigsten Beamten. Sein Tod bedeutet für die Stadtverwaltung eine um so empfindlichere Lücke, als man gerade vor dem Beginn umfangreicher Bauarbeiten, wie das Postgebäude, Kanalisation, Erbauung von Wohnungen durch die Stadt, steht Meinheffcn. WSR. Worms, 9. April. In der letzten Stadtverordnetensitzung, in der der städtische Erat mit einem ungedeckten Fehlbetrag von 400 000 Mk. angenommen wurde, wurde ernsthaft die Frage erwogen den Straßenbahnbetrieb. der im letzten Jahre 60 000 Mk. Zuschuß erforderte, frillzulegen und evtl, durch einen Auto» busbetricb zu ersetzen. Hnter Streichung von 10 000 Mk. bei her Straßenbahn wurde schließlich beschlossen, es vorläufig bei dem bisherigen Zustand zu belassen. Preußen. Mteie Wetzlar. WDR. Wetzlar, 7. Avril. In Albs- Hausen, an der Bahnstrecke Wetzlar—Koblenz gelegen, brach in der Rächt zum Karfreitag in einem landwirtschaftlichen Anwesen Feuer aus. Obwohl vier Feuerwehren am Brandplatz tätig waren, darunter die Motorspritze der Wetzlarer Wehr, konnten Wohnhaus und Scheuer nicht gerettet werden. Erntevorräte, landwirtschaftliche Maschinen usw. sind mit verbrannt. Die Betroffenen erleiden wegen ungenügende' Versicherung empfindlichen Schaden. WER. Brauns eie, .. Aprü. Auf der kurvenreichen und abschüssigen Straße, die durch den Wald von Braunfels nach Oberndorf führt, verlor ein Radfahrer am Donnerstagnachmittag die Gewalt über sein Rad und lauste mit votier Wucht gegen einen Baum. Er erlitt schwere Verletzungen, die keinen unmittelbaren T o d herbeiführten. krrciö M. bürg. )l Marburg. 9. April. Als am Freitagnachmittag auf einer Wiese am Hf er der Lahn in dem Dorfe Cappel sich eine Anzahl Kna- den mit Ballspielen vergnügten, flog der Ball in die hoch angeschwollene Lahn. Der zwölfjährige Sohn des Pflasterers 21 au m ann wollte den Ball noch schnell erhaschen und stürzte in das Wasser, das den Jungen mit sortriß. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Dilttreis. LZ Schö Nbach, 9. April. In der Gemarkung Erdbach hat man in den Kalksteinbrüchen eine Act M a r m o r ^c^n gefunden, der sich wesentlich von dem bisher dort ge- funbenen Kalkstein abhebk. Zur Zeit sind Sachverständige mit der Prüfung des neuen Materials beschästigt. Falls ihre Feststellungen in günstigem Sinne ausfallen, durfte mit einer wesentlichen Absatzsteigerung zu rechnen sein. Maiugau. WSR. Frankfurt a. W.. 9. April. Mit dem Reubau der Ortskrankenkasse wird es nunmehr ernst. Auf deni Gelände am Mainufcr zwischen Wilhelmsbrücke und Stäbti» scheni Krankenhaus ist mit der Einfriedigung des Bauterroins begonnen worden. Sobald die Ortskrankenkasse ihr neues Heim bezogen haben wird, wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach ihre bis jetzt innegefcabten Gebäulichkeiten verkaufen Es ist nichl ausgeschlossen, daß in die Räume das Städtische Pfandhaus verlegt wird. — Eine 25jährige Ehefrau aus der Schönstratze sprang in selbstmörderischer Absicht mit Ihrem 5 Jahre alten Kinde am Theodoi-Stern- Kai in den Main Einem Fischer gelang es, Mutter und Kind wieder an Land zu bringen. Während das Kind noch am Leben war. formte die Mutter nur noch als Leiche gelandet werden. Der Bäcker Gottfried Kramer, der vor einigen Tagen mit seinem Motorrad gegen ein Lastauto fuhr und dabei schwere Verletzungen davongetragen hatte, ist jetzt an den Folgen im Krankenhaus gestorben. Gestern morgen wurde an der Eisen- bahnbrücke in der Eamberger Strahe ein Mann aufgefunden, dem beide Beine abgefahren waren. Der Verunglückte ist alsbald nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus g e * ft o r b c il Die Ursache des Unfalls konnte noch nicht festgestellt werden. Surnen, Sport nnb Spiel. Kußball an den Osteriagen. Die süddeutschen Fußballvereine waren an den beiden Ostertagen sehr rege, wenn auch ein großer Teil der verabredeten Freundschaststressen außerhalb der Heimat ausgetragen wurden, da viele von Den führenden Vereinen eine mehrtägige Ofterreise unternahmen, die teilweise sogar schon am Karfreitag begann. Von den beiden auf dem Programm stehenden Verbandstreffen fiel dgs zwischen vier F. G. 03 Ludwigshafen und Dem V. f. L Reckarau aus. Der F. Sp. V. 05 Mainz gewann Dagegen sein Trostrundenspiel gegen den Sportklub Rotweiß Frankfurt überlegen mit 4:1 Toren. Am ersten Oftertago erlitt Der F. Hp. D. Frankfurt durch schlechtes Stürmerspiel eine RieDerlage von 2: 3 Toren seitens des belgischen Meisters, des Cercle Sportif Brügge. Germania Wiesbaden konnte Dagegen ihren ausländischen Gegner. Den G. S. B. V. Groningen (Holland), mit 7:1 Toren sehr hoch schlagen. Auch Wacker München gern a n n gegen H. A. S. K. Agram (Jugoslawiens 2:1, und Der K. F. V. Karlsruhe gen Kinder. Wat sagen Sie nu, Herr Dousemont, die Räherin, die Schmiß, die hier bei dem großen Essen war, die friegt en Kind!" „Wat?!" Er sah sie ungläubig an. „Lena, Ihr seid wohl doll, die hat ja en Puckel!" „En Puckel und en Kind!" Die alte Jungfrau klatschte bekräftigend sich auf die Lenden: „En Puckel schützt vor Torheit nit — sie kriegt eins?" — Rettchen Schmiß saß wie immer in ihrer Stube am Fenster. Rur bteichgraues Licht siet herein, es wurde jetzt gar nie recht Tag. Am Himmel stand feine Sonne und auch nom Ausgang der Gaffe her, wo man breit und frei die Mosel dahiniliehen sah, kam kein helleres Licht. Sie mußte fid) tief über die Arbeit beugen, um genug zu sehen; ihr Rücken schien noch belüfteter als sonst, aber ihr Fuß trat unermüdlich die Nähmaschine. Die Arbeit wurde ihr legt recht schwer, aber Gott sei Dank, daß sie noch welche hatte, sie mußte ia int voraus erwerben für ihr Kind. Dem sah sie entgegen mit einer Freudigkeit, mit einem Mut, die ihr ihre Beschwerden Meiner «r- |deinen ließen, als sie es in Wirklichkeit waren. Eigentlich waren sie groß, oft so groß, daß sie mit einem Stöhnen in ihrer Arbeit einhallen mußte. O weh, ihr Rücken, o web, ihre Hüften, o roch, ihr ganzer Leib! Als mürbe ihr schiefer Körper iml Gewalt anders gerückt, daran geirrt, auseinandergerissen, geweitet, so mar es ihr oft. Die «eiten taten ihr so weh, alle Rippen, als würde ein Messer zwilchen sie gebohrt, hineingestoßen bis zum Griff, ganz bis ins Herz. Dann betete sie leise: Herz Mariä, mit dem «chwert der «schmerzen durchbohrt, erbarme dich meiner", und dann wurde es erträglicher. Wenn sie aber in ihrem Gebetbuch das bunte Bildchen auf- schlug, das ihr immer so gut gefallen hatte, dos wunderschöne Bildchen, darauf die heilige Jungfrau aus blumiger Wiese saß und das heilige Kind, an ihre Knie gelehnt, mit einem Lämmchen spielie, bann war alles aanz gut. Dann wurde ihr schmerz- verzogenes Gesicht wieder glatt, und sie war teoh. Die Frau von oben war erst ganz außer sich gewesen, sie schlug di« Hände zusammen, als sie cs merkte: „Jesses Maria, Fräulein Rettche, wo haben Sie dat bann her?" Aber als Rettche ihr ganz ruhig tagte: „Ich hab, was ich wollt. Und es geht feinen was an", da traute sie sich nicht mehr weiter nid zu lagen. Das Bückelchen war am Ende doch auch ein Weibsbild und hatte em Herz wie andere Mädchen. bewältigte Den ehemals so berühmten D. F. E. Prag mit 6:1 Toren. Dagegen spielte Der F. V. Saarbrücken gegen Den F. E. Bisch- Weiler unentschieden 1:1, womit Die auf füD- Deutschem Boden gegen ausländische Mannlchof- len au8gctragenen Kampfe meistens für Die deutschen Mannschaften erfolgreich endeten Sonst spielte noch S. V. 98 Darmstadt gegen Pfalz Ludwigshafen 6:2, Sp. *3gg. Arheilgen gegen Union Böckingen 2:5, Eintracht Trier gegen l.F. C. 93 Hanau 2:6, Sp. V. W a l d h o s gegen Victoria Hamburg 3:2, Borussia Reunkirchen gegen V. s.B. Stuttgart 1:7 und der l.F. E Bamberg gegen Sp.Vgg. 60/94 Hanau 6:1. Auch die aus Reisen bef.ndlichen süddeutschen Mannschaften schnitten im allgemeinen nicht ohne Erfolge ab. So endeten Sp. Bgg. Rheydt gegen Wor- m a t i a W o r in s 2: 3. Alemannia Worms gegen Union Krefeld 6:2, B. f R. Eisenach gegen Kickers Offenbach 2:2 Gegen Den H. S. V. H a m b u r g rehabilitierte sich die Sp. Dgg. Fürth von ihrer schweren Riederlagc gegen Hertha B. E. C. Berlin durch einen 5:1- Sieg gegen Den nordDeutschen Meister. Vielleicht noch mehr als die. Jede andere in ihrer Lage hätte sich's nachher gern abgeschürtelt, aber Das Fräulein Reklchen bekannte sich offen dazu. Aus dem Gesicht Der Näherin lag etwas, was einem ein Gefühl einsiöhte. Dos man nicht zu benennen wußte, es mar nicht bloß Mitleid und auch nicht nur Re° spekt, non allem beiden war es etwas, aber es mar noch etwas anderes dabei. Manchmal, wenn Die Näherin wider Willen io fallt aufstöhnte, daß mon es durch die Dünne Decke horte, kam Die Frau benmtergelaufen: „Fräulein Rettche, is Ihnen arg schlechtVoller Teilnahme ergriff sie hie Hand her Schmerzensreichen, und einen besorgten Blick über Die verkümmerte und per ichobene Gestalt gleiten lassend, sagt« sie: „Marijusep, wenn Dat nur gut geht!" Aber den Kops hebend und sich zu einem Lächeln zwingend, sagte Rettchen jedesmal: „Ich hin ganz ruhig, es wird schon gut gehn." Rettchen mar sich vollkommen bewußt, daß sie es nicht leicht haben würde bei her Geburt, das hatte ihr auch her junge Doktor unumwunden gesagt. Wollte sie es denn austragen, wäre es nicht bester, sie begäbe sich in eine chirurgische Klinik nach Koblenz oder Trier ? Der Doktor Dousemont war em tüchtiger Arzt, er hatte Zulaus non arm und reich, auch sie hatte in vollem Vertrauen ihn ausgesucht, aber das hätte ihr Zutrauen beinahe erschüttert was, sie ihr Kind, nach dem sie sich jo gesehnt hatte, wieder non sich tun?! Ihr matter Blick begann zu tunfein, sie roar auf einmal nicht mehr wie sonst sanft und gelasien. fast roilb fuhr sie auf: nie und nimmer wurde sie das tim. Wenn sie zu leiden hatte, vielleicht mehr als andere, würde sie's eben leiden. Jedes Gli-ck hat seinen Preis, und das war nun einmal ihr Gluck, für das sie bezahlen mußte. Und wenn es auch schwer erkauft fein würde — tapfer reckte sie sich — ihr war nicht bange. „Sie haben Mut", jagte der Doktor Dousemont. und dann gab er ihr die Hand, als sie ging, was er sonst nicht zu tun pflegte. „Alle Achtung", sagte Doktor Dousemont zu seinem alten Herrn, als der ihn in der nädjften Zeit einmal nach Rettchen Schmitz fragte. Dar das Buckel- chen etwa in feiner SptediftunDe gewesen -> Ja' Na. dann war es asto doch wohl wahr, was die Lena er- zöhlte und was ihm kaum glaublich erjehten. fRortfeNung jofaf.) ift. 16. Sfl-g3 17. R*-gS h 8 , Lb5? 24. üii®. lei Um bet Banauie 10 6 5 5 4 3 5 2 2 1 Schwarz bürg 1:6. bcibtingtn. 14. Sa5-b7 an 18. 10. Xk 21. 11. Dd8-c7 12. Lc8-di 2. Shö-17 xnali 2. Dd2-h2 mall. Sg3-ß Kgl -h2 Tel-gl Sf5-hLh» t&i; b»'g. N Al« «„ 11101 5.2 - r < q B T. Sport Staffel — Alemannia Aachen 1:* Stübteeks Bonn — S- L- Zürich. 3:3. Sp.,A. NosscI-Offenbach«« Kickers 2:1 (2:0). Du Staj|eier Mannschaft zeigte in Owiem Spiet eine rea)i gute Ueiflung und gewann oetbkni. Ofter»3tennen im Frankfurter Stadion. Aber auch hinsichtlich dieser Frage ist d« Rekurs nicht zulässig, wenn das Versorgungsgericht zur Lieberzeugung geloinmeii ist, dah das behauptete Leiden nicht nachweisbar ist Dieser Grundsatz gilt auch für die Klage aus Feststellung einer Gesundheitsstörung als Folge einet Dienstbeschä d^Soweit es sich um Psiegezulage 31), Be' amtenschein Itz 33), Erwerbsunfähigkeit der uvitwe und der Litern (§37 M-3. tz 45 Abs. 2)^^ der Waise (§ 41 Abs. 3 Satzl) nach dem Reichs- versorg'.ingsgeseh handelt, ist der Rekurs ohne tLinlchräntung zulässig." Diese AusführungSbesiuninutigen |inb aicher- ordentlich weitgehend, und es h^ibt abzuwarten, ob das Aeichsversorgungsgericht bet oem Dte endgültige Entscheidung liegt, sich dieser ^is- len bi-h^ ?• ^"rste iSgJJ "» W '-Aon s^" Sau sSSgs en aortal Äunfl u-ocuen. Cobolb bk ' •“*> iÄt M in die Aäü« * "Erlegt vird. - gjno yr Absicht mit ifa- 1,,em U-Hcr gelang « r an Land ;u bdngtn am Leben ^a°er ©otlftltb mit feinem inQulo luhr unb babel ibongettflgen batte, ist tantailui gdtvi- n wurde an der «iftn- irgex Sirahe ein Dann e Beine abgesah, 'glückte ist a'-bald nach das ftronfenbaui ge- Unfalls ksnnlk nnch Hamborn 07 — A Hammer Sp. Vg. — —--- ■ Union Sorlotb TJ.1»- »ubrott <3.1 D. f. B. Alemannia Dortmund — S. tt. 2Dei- »CS*; ?r und Pecbolhiive handelt, bienmtcr fällt auch dtc Geltendmachui^ eines neuen Leidens, mit der der Anspruch auf Erhöhung der bereite bezogenen Aente beyruudet wirb. On diesen Fällen ist es Erbeblich aus welchen Gründen die Entscheidung des Dersv. gungsgerichts angefochten wird. Der ' daher unter Den genannten Bvraussetzungw auch ausgeschlossen, wenn es sich darum handelt, ob das geltend gemachte Lenden besteht weisbar ist, ob der Leidenszustand n»hg beurteilt ist, ob der Grad der Minderung 6t werbsfähigkeit richtig fef^estellt ist. ober ob Berfährensvorschnften verletzt K. In allen dielen Fällen ist tne Sntschellnmg d^ Bersorgungsgerichis endgültig, ernt besteht nur dann, wenn streitig ist, ob das UM«. Der diesjährige Volkstrauertag, der Tag im Zahr, der einzig und allein dem Andenken an unsere Ge- fallenen aus dem Weltkriege geweiht »ft, hat — so chreidt uns der «olksbund Deutsche Siricgsgrabcr- sürsorge — erneut bewiesen, daß cr von unserem Lotte in seinem gesunden Gefühl für unauslöschliche Dankbarkeit gegenüber unseren toten Brudern ver° langt wird. Sein Verlauf war allenthalben, in Stadt und Land, überaus würdig, die Feiern zeigten eine solch eindringliche Wucht, daß sie auch aus die Le Hörden, denen es obliegt, Diesem Tag d" gesetzlichen Schutz zu gewähren, nicht ohne Andruck flebheben sein werden. Einzelne Länder sind dem Wunsche des Völksbundcs Deutsche 5ir,egsgräberfür,orae, den Tag vor Entwürdigungen zu schützen, nachgekammen Vielerorts hat die Bevölkerung au» eigenem ttnt- fchluß Belustigungen vermieden, ,göttliche öeranital- tungen waren auf den Volkstrauertag eingestellt. Auch die Beteiligung des Deutschtums "" Auslande war wieder außerordentlich rege Der ßoflsbunb Deutsche «riegsgräbersürfsrge, 'N dessen ^anben wiederum die Durchführung des Volkstrauettaaes fern, wird unbeirrt feinen Lamps um den geietzitchen Schul-, des Bottsirauettages fottietzen, bis sein Z'«' erreicht ist. Die Apttlnummer der „Wne^egrabertur- iorge", der Bundeszeitschrifl des tßoltebunbe», bnngj u. a. die Begrutzungsonsprache de» vrafibenten bj» Bolksbundes, Pfarrer Siem», und die Gedenkreoe des Prälaten Monsignore Dr. Kreutz (Freiburg), De» Präsidenten des Deutschen ttanta«>ed>on6t», tu der Feier des Dott^unde, Im Reichstag im Wortlaut. Dieses heft Dürfte daher von ganz besonders« Interesse sein _ Sprech stunden der Kedattio« 12 bi» 1 Mbr mittags, 5 bb 7 Lhr michmilW» Lamstag nachmittag gefchissiew $är unoerlangl nete|*»te ® a e. e ♦ tjr i ftt GrotzerVsterpreiS ub mp int . . . 1. Lauf 20 km - 48 ^mben: 1. Minuten 2. Dedericbs 250 Meter yinKf, Lejouc 100 4 Roselle,i 760, ■*>. S-i^ndl^r 17% Tletrr zurück --2. Laus :t0ksi-72 Runden: sthnstnmnn in 25:31 Tiunrten, 2. Setofr 110 »U«* ,1. Schindler 460, 1. 'M er ms ^JBaVUen 1-V' Meter zurück. — ?. Leus 40 km - 'si stllnihen: 1. D« dcrichs in 34:50 Minuten, ?. Lejour .0 Met-r hirf/3. Schin-".er 280, 4. Ros eilen ?0ö0, Qb^* mann 5500 Meter ^uri.d. 1 Leiour 80,400 Kilometer in 1 Std.. 18 lb.4 11 .n. -> Dodettchs 900 Meter zurück, 3. Sch'nDler 'SA* ?Jb?t*r zuttick, 4. OioieUen 4850, 5. irchttstnmm, on(NJ fc benchmien r>. z.8 . dagegen spicke der legen dm $.6. 2isc-- :1, womit dir wi/M «usländi/chr SimiV' :st mei^ für bi< beul* chreich endeten, bsnst rmflflbt gegtit ^fol| Sp.DWAthellgtn gen 2:5, Eintracht 3 Hanau 2:8, öp.2. tvria Homburg 3^2, irchen gegen 3J.3. der 1,8.6. 2-mb.rg )anau 6:1 Auch bw Ädteutschen Dnnchas.en i nich' * Mto * yt11 ®,ej; fl|fteannia»er># lb 6:2, D.f.A. S'st- tffieba* 2:2. N* g rehabilitierst K* 6,c "er schweren M Berlin dur« einen v. schen Am Ostermontag wellte einer bet beiden Anwärter auf die Berliner Meisterschaft. Tennis- Aorussia. in Franlsurt unb erzielte gegen Gintrach ein 2:2. Eintracht war zsitweitig in schlechter Form, sonst hätte ihr em glatt« &iefl nicht entgehen tonnen. Der Sp u3. udies- baden hielt sich gegen 'Bictotia Hamburg sehr gut und erreichte ein 1:2, bie 6 h Jng. 60 94 kämpfte tvrlo« 0:0. gegen ‘Betül lia Fulda Der D. 6. T. München unterlag dem (leide 6 b 0 11 U D e u g g e mit einem Tore mehr als der F. Ep dtani» |uit, also mit 1:3 Treffern. Vernichtend wurde 1-m D. F. 6. nunmehr auch vom 8-6. Freiburg geschlafen, nämlich mit 2:10 Lorcti. ‘Bemeilen^ wert ist dos 4:1 des F. D.SaarbrÜcken gegen ben V. s V Stnttgart. Der Sp-o. Fraulautern entlieh die FranksurterSport- ■reunbe mit einem 2:4. lo dah also aionOuti nicht ohne isrsolg heimkehrte. A vt - Deif Fraiikfurt Hegte gegen 6 P. 2. Hvmbe rg Ahld) 2:1. Der 1. 3-6.«i|berg «ftift* ich in Breslau gegen 08 Schlesien-Rapid rin 8:1. dagegen hatte die S p, B g g 8 strth >ich mit einem 2:2 gegen ben1 6. V. 96 ^anno D e v zu begnügen. Schwarz- Weih älien unterlag gegen die Stuttgarter Millers schliehlich mit 0:2 Loren Fußbatt in Westdeutschland vslersonntag. Aheydier Spielverein — Wvematia l&oiuie Z Xutu Düsseldorf — Rapid Prag 3:2. S. u. S. (Llberseld — South Bank <5. ^6 Q?95 Dortmund — B.1. *B. Leltzig 3:6. Sp. Vg. Oberhauseir-Styrum — Altonaer SnidHia ‘‘Bielelelb — München 18öO 0:6. V s B. ‘Bielefeld — <»• I- ®- Snton Herford - S. «L. 07 Gelsenkirchen l^o. F L 09 Gronau - Blau-ODeif, Köln-Linden- ‘^ÄuiSnen Dassel — Dulwich Hamlet (Son- "s'pielvg. Göttingen Alemannia Aachen 0:3. Spielvg. 01 «bln-Sülz — F.ü>. Zurich 5.2. Ostermontag. B f V. Ditlfeldorf — Wormatia Vdvrms 3.2. Zuru Düsseldorf Gricket Viktor,a Mägde- falk-Dresden 4.46.16. Altersfnhrer. 1 «reutet. | Diamant-Chemnitz. 5.20.17. Berliner Cporillub iu Athen. Der Start bet ‘Berliner Leichtathleten in Griechenland war von bestem V>etter begünstigt, so Dah am Samstag etwa 20 000 unb am Sonntag sogar 60 000 Zuschauer im Warmorstodion zu Athen Dem Verlauf Der ‘DettlSmple beiwohn- ten. Schon am ersten Feiertag schnitten bie Berliner lehr erfolgreich ah 3m 100-Meter-Gndlaus plaziertm sich drei Deutsche, ferner mürben erste Plätze im Wcitsdrung. Auqelsiosten unb m der Frei>til-l00.Meter-Stc'ssel belegt. Aach dem ersten Zöge lagen die Berliner mit 20 Punlten vor Griechenland in Führung. 3n den ^n des ittxiUn Tage» verringerte sich der Abstand, to bah bu Geiamtergednts Der Berliner Sporlclud rue tnapp mit 120 zu 118 Punkten t»r Der griechischen Aationalmamischaft siegreich blieb. $i-L Aussem siegt in Aiarntz. Die deutsche Lennismeisterin. FrI. Aussem - Köln, bie z. Z. an einem Xumict in dem Iran- »ösifchen Babcort Biarritz leUmmmt, konnte im Dameneinzel Fr. Sieburg 6:2. 6:2 und Frau Lecomte 6:1. 6:4 schlagen. Otart zum Sv-Gtundenschwinimeu. Der deutsche Dauenchwunmel Otto Hemmt • » 1 ch ist am Äamstagabend um H llhr im Manege- baifin Dee Zivku» Vujch in f)an*uta in Begleitung seines breijäbngen tali|orniid)en Seelöwen zu einem Dauerschwinm'en, dos er über 50 cluiwen auszu- dehnen beabsichtigt, gestartet. Die Kontrolle wirb von bekannten Schwimmsporlleuten ausgeubt. Da dir Vkranstaitung gleich,zeitig einer l^rufung bet 2lusdnuer de» Seetawen dienen soll, i't ausieroem ein Zwologe der Finna »lagenbed zur Beobachtung Witter zurück. Flleaerhouptfahren über 1200 Meter tnn Den deinen Öfter prei»: 1. Schien berg (Mretelb). 2 Rauch <»öln). 3. Frankenstem (Äbln). Punktefahren über 24 «unlwi: L 6m (Röfn) H, 4. Saueriapf 10. 5. Rauch iflötn) 9 Punkte.^ Inabrennen 'der । Runden Mannichaft Frankenstein mit Jr>eUK aiv letzten rMY rer in 5:27^ Minuten. Um das Goldene Rad von Mannheim. Die fünfte Tüiederholunr beS Sudbeutscheu Strahenrennen» um daS Ooldene Aat> tton -7lanv- heim wurde am Oftermontag aus Ollenicheim - Darmstadt - Aiawz - B>*e4baben nb ;,uriid ausgetragen 8uei cUrt rnaten 21 Fahrer. Darunter bte Hättte aus ^orddemsch- land, rrfebtenen. 2lachkolgenD hie SrgebnMe ArSlaffe: 1. Heinrich Schnitzler häufen 5.53. 2. ^lotorocief (Berlin) folgte dichtauf. 3 Siewenfkn (Berlin' . BrÄIafle: 1. Haas (Stuttgart> 6,37. Tvduard Wickler (Mannheim) eine Aablänge zurua. 3. <5. Küptich (Bochum) 6,42. Berlin-Leipzig 151 KUn. Pie klassische Osterstraßenfahtt des Bundes- qauä kam am ersten Feiettag zum Austrag. -Au’ her Strecke und am Ziel bekundeten taufende non Zuschauern ihre Anteilnahme an dem Aenne«. das insgesamt 60 i-Faheer, 250 v-Fahrer unb über 25 Altersfadrcr destritten. Die Wr= aebntjfe in der z\-Slafle. 1. Ltöpeh Diamant- Berltn, 4.46,40; »-Klaffe: 1. Mittschint. Bkmöee- anwesend. Turngau LahnMündberg (A. O. T.) j Am Freitag sand im Hotel «obel in Giesien eine Sitzung des technischen Ausschüsse» statt. Er- wurde über bie Deitkamps e d e s bieäiäbrtgen (S a u t uru f e ft e » m Collar beraten. Diese Veranstaltung die orvstt« Des Gaues, wird auch in turnerischer Elinliwt reich ausgeslaltet fein. Bereits cm SamSlag- abenu wird ein Staffel! auf Dec drei Bezirke des Gaues flattfinixm Arn Sonntag turnen die Turner in 3 Stufen, die Turnerinnen in 2 Stufen; außerdem wird ein leichtathl etlicher Wettkampf ausgetragen. Die Turner- vberstufe turnt Zwölf- und Aeunkampf. die Mittelstufe Zwölf- und die ilnterftnfc Aeunkamhf. Die Turnerinnen-Oberstuie kämpft im 3epn-, die Llntevstufe im Aeuntampf. Die Leichtathleten tragen einen Dreilampf aus. Die wrfubhfle Auswahl des llebnngslwffee. der im Qlabmen ix-r Leistungsfähigkeit aller Wetttampfer gelmlten iü bedingt heute schon eine groste ^iiUilnabmc cn dieser Veranstaltung. Der Turnverein Lollar hat für bie Durchführung dieser Ver- cnftaltunq gute Vorarbeit geleistet, so dah das Gaulurnsest in feder Äins'chl einen guten Ber- lauf zu nehmen verspricht. A.O.A.S-Opelbahnrenuen. Der Llt-emeine Deutsche Automobil- Ü, l u b . Gau 3a. Frankfurt <>-«, verAta^ rw Sonntag. 6. Mai, auf her 0(>eib<»hn bei Hüffelsheim a.M. Kelchwtndlgkeitsrennen für sl)l o l o r r a b e r mit unb ohne Seitenwagen unter der Bezeichnung „ADÄtz-Opelbahnremien . Intenialiouales Gchachtunüer in Gießen. Am Ostermontag fanden im Frankfurter Stadion bei herrlichstem Jruhlingswetter vor einer fast 15 OOGför-fiaen Menschenmenge Radrennen statt, die sowohl die Flieger, alo auch die Sietzer auf ben Plan brachten. Das YaupUnterejje de» -^.ages nahm, mir iinm-r. das Steherrennen über 90 Shlomefer um den Grosien Dflerpni» in Anspruch, um so mehr, <>ls man eine grotze Ueberroschung erleben sollte. Während der bekannte Frankfutter Favorit W. tihrtflmann in den ersten beiden Laufen über 20 bim. SU Kilometer den Sieg an sich reiften tonnte unb tmrd) seine glanzende Form d,e Frankfurter zu jubclnbcr Uegeisterung entfachte, muhte er imJfnb* lauf über 4u StUomder unb somit im Gesamt- klassement eine erhebliche R,«derlag« rmsiecken und sich mit de.n letzten Ma,ft begnügen SIuA n. Joelle n balk man Bessere, ermattet. Der Mann Dee Tages war Lesour (Belgieni. der obwohl er in ben einzelnen Läusen nur Dm jmeiten bzw dritten Platz belegen tonnte, im Geiaimklasfement al» Sieger hervorging. Ebensall» gute Leniungen A»itialen Devertch, unb Schindler. Umrahmt war die Beranstaltuna von einigen Rerufsslieaer rennen, bi? beim Publikum strotzen Anklang fan ben. Die ttrßehniffe stellen '.cd ".e Mf: 2 ' e r p r e t 5 u b e r 9 Oft u o w 11 e r Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Aedaltiousüsch. Die HcUung. Wein Onkel hat mir zum Gedurwtag . 0ti- fteine Relativitätslehre" aelchenkt Aaft Du bas Bud) schon gelescns "Sein, ich toutt, bis bet Film rausiommti Da» ZrauenNeid im Brieskasteii ttin Diebstahl, der in früheren Zeiten nicht möglich gewesen wäre, wurde vor Mu'icken verübt. Frau vH bo"e bei ihrer Schneiderin ein iirepe-dc-Lhine-Kleid. "aturl ch neuester Mode, bestellt Da sie vor einer Bett« stand, auf die sie das SUeib gerne mitgenommen Hütte ersuchte sie bu Schneiderin, das SUnlt- toett doch ia recht-eitig fertigzustellen. Dre Schneiderin war am Vorabend vor der ^ife fertig unb wollte nun bas «leib -ufteilen. traf aber die Kundin nicht zu «ause Aafch die Schneiderin das «leib in ben Vrieskatzen und entfernte sich mit bem angenehmen Bewuhtfein. Die Äunbin zusriedengestellt zu stadem Stau v A. reifte jedoch am nächsten Morgen ab. ohiie im Brieffaften nachzusehen und schrieb bmm De«. Aleibedünftlerüx eine Kade. Oast «» a^ch ohne bas neue Kleid gegangen sei. Ws die nachsehen wollte, war das Kleid aus dem Bref lüften gestohlen Aun soll die Polizei ee webei I°ht iu» in 6o|c U l6«£****"& (nur Dutt). Bald erscheint ein Herr, der HS' lid) fragt, ob man nicht einen schönen Dainenpeiz zu laufen Wunsche? Was haben Si« beim?" "Seal. Sealkanin. Fee. echt unb imitiert. Ouer, Äa6«. Gazelle. Was Sie wollen. Fragt man dann &a«n Sie nicht vielleicht Opossum? I Laim flüstert der Herr: ,, - .Mensch, denken die, ick tonn uff B<- I stellung Hauenf ___ QUk für die Redaktion bestimmten ‘Jliiitcilun- gen, Losungen usw. sllid zu richten an die Schad)- rebahici; des „Giehener Anzeigers'. Kamvse unentschiebeu . . . In her 3 Runde siegte Bett als 2!achztehen- Der in einer Aljechinvertcidigung gegen »r X tarnet bereits nad> 15 Zügen. 3n der unregelmäßig eröttneten Partie K m o ch aeaen Dr. Bechstedt wählte letzterer einen frühzeitigen Damenaussall. der Kmoch zu einem scharfen Angriff verhalf, den er siegreich zu ^'üniei^Positionspartte lieferte Dr 3_artato toer und Orb ad). Orbach hatte a(8 Aach- ziehender in einem Dcunenbaurrnspiez e ne günstige Stellung erlangt; er überschätzte Diese feboch. versäumte später die zum Ausgleich führende Fortsetzung und gab im 52. Zuge m tmem Turrnendlpiel auf. Gdenfatts eine ^ositwnspartte war bas Spiel Samisch gegen v. Hol»- hausen- Samisch hatte eine etwa» dettere Siel- hing erreicht Jrhr. v. Holz Hausen sich ,eooto e r unb v. Holzhaus«n «idete nc* beibedeite korrekt em Spiel« unentschieden Lad Turnier um die hexische Meisterschaft. 3n Der 3 Aunde gewannen Dr. SchWeih- gutb — S i,t. Flandar — Dr 1 LI* berget. Dr Wolfs - ^othamol und Sic 2 Runde drS finteniationalen Turniers ergab nur einen Sieg. Ämofl wählte als Aach- ziehender gegen Frhrn. v H o l z h a u s e n die Äliechin-Verteibigiinz. nach einem übereilten -ün- erifsSver'uch beö Qllagbcburgcr Meisters konnte Kmoch burd) ein glänzenbes Damenopser bie Partie au 1e;nen Gunsten entscheiden. Die restlichen drei Partien ergaben Rcmi»- schlasi Qieti hatte dos Spiel nut Der nach ihm taiiannten Reli-^rössnung entwickelt, wogegen sich Dr. Lartal otoer holländisch vcrteibigte, nach einem starken Vormarsch gegen Aötis Kontas- nügel, brr i?boch nicht durchdrang, tourtx Die Partie Remis gegeben. Sn einem angenommenen Damengambit hatte Oibad) gegen Sämisch ein überlegene» Spiel erlangt, er nutzte jedoch seine (£6ancen nicht riditig aus und lieh Samisch entschlupsen. nachdem Samiscd wie gewöhnlich, im 29. Zuge in orvsite Zeitnot geriet, und einen stärkeren 30. des für 2. De 3. §3 „r ei’ 'Jlad) eim her Termin Präsidenten Lrren Ober lemicien. "« Wich listen und jich-sWM- Leite l'j)- Darmst Ä Snuni| Tene di?> ngen -41 «herrsch Tf chan fresse a wütet ® Manis j ja ist t schall a mit @e| öer in : ^egierui spielte, ^art z. auf kommt 16 d«lS. der irischen 'S* Vaben, de, « hat v LU.n9 m >tten i Jätungen &>» ff noch Hw SMan *P »Nd fr lei? w« Öerf Frankfurt a.M Berlin Datum: 10.4 5. 4. muvp öoljmann . LelearaphNche Auszahluog. 93.6 232,5 76,75 85.25 Baehiotm , 0 . 6 . 8 . 6 . K . 8 . 8 . IO 6 . v 366 307 717 532 281 182.5 179.5 134.75 138.5 60 103 Wavß L Freitag SchulldeiS leWftMtr. DftiDcrfe Öer. Slanzstoff . . . Beolberg......... ctrpiDmz • XRrtrfrofttDcrti Miaa . . Nekarfutmer . . Peter« Union ■ Sehr. Roeder . 354,5 292,5 722 512 276.5 180 131 197,75 92 53,25 87.75 266,5 93.5 (37,26 I 94.75 ! 52.75 91,5 1267.25 I 90,9 189.5 137 .75 34 I 85.5 120 116,5 । 139 58 '04 328,75 26 73.5 137 Ähariottcnburaer 8 ?.effauer 9a* ■ . Daimler Motor« - Demag . . . HMertixrh Kleve» Lodw 8oette Nat. Hatonrobü . Orenftrin A Kovvei Linke Coftnann > Leon Hard Tiei» Bamao -M e g inn . . Frrmis. M< ichinev 278.75i 180 8 10 15 - 12 - 15 - 8 . 12 . io: 7 - 8 . 0 . 0 0 . 1(* . 6 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent. 178,5 134,5 136.25 Fraudsurt a. M Schluß. Äurs l'Uhr. Kur» Datum 5. 4. ! 10.4. jA» ®t. ÄetdiflaaietlM v. 1927 ®6,Bl Schuld mit 87,25 - Sutlol -Rechten ... DeLol. ohne «a»los -Rechten 52 _ 15,7 16,8 fl.e ®. abo- «ortrieuWDb- ligattoueu, rückzahlbar 1832 — - — 47, Schweiz. BundeSb^Anl. «•/, Oefteeeichtsche Äoldrte 4.80°4 Oesterreich. Silberne <5/« Oesterreich. dnLritl. Rte <9/e Ungarisch« «oldne We Ungarische vtaairr. v. 1010 1 ».6S...........7 Bergmann .......8 Ekrktr. Lieferungen . 10 Lickt und »rast..... io Feueu & Soilleamne .... 6 Äes. f. Elektr Urnen*. . 10 6amo. Nektr riI 10. April Amtliche «Seid Notierung Briet Amtliche Notieruua Geld ; Brief Ämft.. Non Born.-StrrS Brss^Snrw ILHrttziauia. Sovrubaaen Stockdolm . HelnnatorS. stellen. . . Loudon. . . 'Jtaroort . . Paris. . . . Schwei» . . Svontrn . Aavan . . Mo de San. SSleu tu T.» Ceft obgrfi Prag Beilrad . . vudaoell. . Bulgarien Lissabon 168.32 1.786 58,32 111,58 112.04 112.19 10.519 22,08 20,397 4,1775 16,45 90,505 70,27 1,998 U.5035 -*8,76 12,38 7,355 72.96 3,019 17,83 81,52 2,108 5,594 ♦ ,18h 4,326 20,MS 168,66 1,790 58,44 111,80 112,26 112,41 10,539 22.12 •20,437 4,1855 16,49 80,665 70.41 2,002 0,5055 58,88 12,49 7,369 73.10 3,02.5 17,87 81,68 2,122 5,606 1,188 4,634 20,906 168,34 1,786 58,34 111,61 112,11 112,22 10,519 22.07 20,396 4.1775 16,445 80,49 70.35 1,998 0.5025 58,785 12,351 7,351 72,95 3,019 17,88 81,53 2,124 5.345 4,180 €321 20.93 168,68 1.790 58.46 111,83 112,33 112,44 10.539 22,10 20,436 4.1895 16,.8.*) 80,65 70.49 2.002 0.5045 58,905 12,365 7,365 73.10 3.025 17,92 81,69 Ltdeu- . tiffliifia 2,123 5,526 4,188 iS Berlin, 5. April 1 -tzeld Srtei Amerikanische Noten..... ns 4.185 Belgische Soten ... ... Dar»iiche Ästte...... 58.24 58,48 U3,22 »,442 Eagltfchr Ävm ....... Wirtschaft. Deutschland und die Internationale Rohstahlgemeinschast. Die Internationale Rohstahlgemeinschaft hat am 1. Oktober vergangenen Jahres ihren einjährigen Geburtstag gehabt, der allerdings sehr trübe verlaufen ist. Mit dem Frühling ist jedoch die Lage besser geworden, und man konnte für die zu Anfang März anberaumten Sitzungen der Rohstahlgemeinschaft wichtige Entscheidungen erwarten, die aber nicht getroffen werden konnten infolge des unerwartet eingetretenen Todes des Präsidenten Mährisch. Wichtig für Deutschland war nur der Beschluß, die deutsche Ausfuhrbeschränkung insofern zu mildern, als das Ausfuhrkontingent für Deutschland um 50 000 Tonnen monatlich erhöht wurde. Wie iwtwendig diese Maßnahme war, geht aus der veränderten Lage am Eisenweltmarkt hervor, dessen Preise nicht unbeträchtlich gestiegen sind. Die Situation ist heute die, daß Frankreich auch weiterhin aus den Strafgeldern Deutschlands eine Subvention erhält. obgleich seine Löhne, Frachtunkosten geringer sind als die der deutschen Eisenindustrie. Reue Länder sind inzwischen der Internationalen Rohstahlgemeinschaft nicht beigetreten: von England hört man gegenwärtig wenig, und die Bedingungen Polens, das seinen Abschluß nicht nur vom Schutze seines Inlandmarktes, sondern auch von der Bewilligung eines hohen Ausfuhrkontingents abhängig machen will, sind als unannehmbar abgewiesen worden. Also auch hier ist man bisher nicht weitergekommen. Die deutsche Eisenindustrie verfolgt innerhalb der Internationalen Rohstahlgemeinschaft zwei Ziele: Einerseits muß ihr Bestreben dahin gehen, daß ihre Quote innerhalb der Rohstohlgeineinschaft der tatsächlichen Kapazität ihrer Erzeugung angepaßt wird, anderseits ist für Deutschland die Bildung internationaler Berkaufsver- bände von noch größerer und entscheidender Bedeutung. Zweifellos zeigt die bisherige Ent- wickluna der Internationalen Rohstahlgemeinschaft, daß Prvduktionskartelle mit einem großzügigen Kartellaufbau für die Rohstoffe allein nicht auskommen können, sondern daß ihr Bestehen gesicherter wird, wenn Berkaufsbestim- mungen die Kontingentsabkommen ergänzen. Die Regelung der Produktion allein genügt nicht, da die Beteiligten in der Lage sind, sich selbst untereinander Konkurrenz zu machen, weil eben, wie in dem Fall der Rohstahlgemeinschaft, die Selbst- kostengrundlagen der Beteiligten so verschiedene sind. Die Bildung internationaler Berkaufsverbände bei der Rohstahlge- meinschaft wird geradezu zu einer diktatorischen Rotwendigkeit, wenn man bedenkt, daß Deutschland, wie gesagt, eine Quote hat, die seiner ProduktivnSfähigkeit nicht entspricht. Hinzu kommt, daß Frankreich, Belgien und Luxemburg auf die Ausfuhr normalerweise mehr angewiesen sind, als das über einen großen Inlandmarkt verfügende Deutschland, welches normalerweise SO Prozent seiner Produktion an Eisen und Stahl im Inlande abseht. Infolgedessen müßten gerade die westlichen Länder an der Bildung von Äer- kaufsverbänden auf dem Weltmarkt ein großes Interesse haben, und es scheint tatsächlich, als ob sich die Einsicht über die Schaffung von Ber- kaufSverbänden zwecks weiteren uno festeren Ausbaues der Internationalen Rohstahlgemcinschaft . mehr und mehr auch bei den westlichen Ländern duvchzusehen beginnt. I Alle« in allem genommen geht heute die Ten- denz dahin, daß mit der baldigen Bildung inter- 1 nationaler Derkaufsshndikate gerechnet werden , kann, vielleicht wird die im Juni stattfindende Sitzung der Rohstahlgemeinschaft bereits den Einrgungsbeschluß in dieser Frage bringen. Die amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 3. April berechnete Grvßhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes war gegenüber der Borwoche mit 138,8 (138,9) nahezu unverändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen stellten sich für Agrar- ftvsfe auf 132,0 (132,1), für Kolonialwaren auf 132,4 (130,8), für industrielle Rohstoffe und Halb- Waren auf 133,9 (134,1) und für industrielle Fertigwaren unverändert auf 157,4. — Im Mona ts d u r ch f ch n i t t März ist die Gesamtindexziffer um 0,4 v. H. auf 138,5 gegenüber 137,9 im Durchschnitt Februar gestiegen. Bon den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar- stoffe um 0,9 v. H. auf 131,3 (130,1) und die- rentflc für Kolonialwaren um 3,2 v. H. auf 133 8 (129,7) angezogen. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren war mit 133,5 (133,6) nahezu unverändert, während diejenige für industrielle Fertigwaren gegenüber dem Vormonat um 0,3 v. H. auf 157,3 (156,8) gestiegen ist. Impreva, Holzimprägnierungs- und Holzverwertungs-A.-G., Freiburg i. D r. Die Rachfolge-Gesellschaft der Gebr. Himmelsbach-A.-G., die Impreva, Holz- imprägnierungs- und Holzverwertungs-A.-G. ist nunmehr eingetragen. Das Aktienkapital beträgt 2 Mill. Mk. Die Gebr. Himmelsbach-A.-G. und die Gesellschaft für Holzhandel in Freiburg bringen Grundstücke, technisches Inventar. Schuhrechte usw. für ca. 3 Mill. Mk. ein. Die Aktien wurden zum Rennbetrag ausgegeben. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 10. April. Tendenz: freundlich. — Nach der Unterbrechung durch die Feiertage kam das Börsengeschäft zwar nur zögernd in Gang, und die Umsätze bewegten sich in enaen Grenzen, doch blieb die G r u n d st i m m u n g f e st, und die Kurse lauteten überwiegend etwas fester. Die Stimmung wurde etwas angeregt durch Hoffnungen hinsichtlich der Neuregelung des Schuldenproblems, die sich an die Nomreise des Reparationsagenten, Parker Gilbert, knüpfen. Ferner befriedigte es, daß die Ruhrkohlenförderung eine Steigerung erfahren hat, unter gleichzeitigem Rückgang der wegen Absatzmangels eingelegten Feierschichten. Das Ausland soll weiter als Käufer aufgetreten sein, außerdem wurden einige kleine Käufe auf Rechnung der Kundschaft vorgenommen, so daß auch die Spekulation zu Deckungen und neuen Käufen schritt. Bei den ersten Notierungen waren gegen die letzten Kurse vom vergangenen Donnerstag meist 1« bis 2-v. H.- Besserungcn zu verzeichnen. Ziemlich bevorzugt waren die K a l i w e r t e auf den Märzabsatz. Salz- dethfurt und Westeregeln gewannen 3 v. H. I.-G.- Farben eröffneten 1 o. H. höher, Scheideanstalt und Holzverkohlung blieben jedoch nur behauptet. Auch Schiffahrtswerte waren im Kurse vollkommen verändert. Am Montanmarkt waren Gelsenkirchen mit plus 2,5 v. H. und Buderus mit plus 1 v. H. etwas gefragt, während Rheinstahl, Harpener und Phönit etwa 1 v. H. nachgaben. Am El e k t r o m a r k t e lagen Gesfürel, Rheag und Felten auf Realisationen etwas schwächer. ÄEG., Licht und Kraft, Schuckert und Siemens, zogen dagegen 1 v. H. an. Lahmeyer waren etwas stärker gefragt und 2,5 v.H. höher. Von den Zellstoffwerten gewannen Aschaffenburger 1 v. H. und Waldhof 2 v. H. Für Bauunternehmungen bestand wieder einiges Interesse. Holzmann lagen 1 o. H. und Wayß & Freytag 2 v. H. fester. Adlerwerke gewannen 1,25 v. H. Deutsche Anleihen lagen freundlich. Ausländische Renten zumeist fester, besonders Anatolier und Mexikaner. Im weiteren Verlauf konnte sich die Tendenz weiter etwas befestigen, und die Kurse zogen erneut 1 bis 1,5 v. H. an. Bevorzugt waren I.-G.-Farben, AEG., Rheinische Braunkohlen. Karstadt lagen 2 o. H. fester. Geld blieb unverändert, ziemlich knapp. Tagesgeld 8 v. H. Am Devisenmarkt notierte die Reichsmark gegen den Dollar 4,1808, gegen Pfund 20,419, London gegen Kabel 4,8825, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 29,02, Holland 12,1166. Berliner Börse. Berlin, 10. April. Dir erste Börse nach der langen Unterbrechung eröffnete zögernd, aber, wie schon am Vormittagsverkehr zu erkennen war, bei freundlicher Grund st immung. Das Geschäft kam allerdings nur langsam in Gang, da ein Teil der Orders erst verspätet eintraf. Iu den ersten Rotierungen kam auf einigen Märkten aus Publikumskreisen Ware heraus, die nur teilweise zu behaupteten Kursen Aufnahme fand, während bei einzelnen Papieren ein- bis zweiprozentige Abschwächungen nicht zu vermeiden waren. Für Spezialwerte bestand erneut Interesse, und Papiere wie Polyphon, Maxi- milianshütte, Berger. Kunstseideaktien, Kaliwerte, Chade-Aktien und einige Elektrowerte erzielten bis 8 Prozent betragende Gewinne. Auch Karstadt und A.-G. für Verkehrswesen hatten wieder lebhaftes Geschäft, während Montane. Banken und Schiffahrtswerte vernachlässigt waren, obwohl auch hier keine einheitliche Kursentwicklung festzustellen war. Deutsche Anleihen befestigt. Ausländer eher still. Anatolier eher etwas fester. Lissaboner Stadtanleihe weiter fest, 14,38 nach 13,8. Pfandbriefe gehalten. Farben-Donds 145,50 Prozent. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel zirka 7 Prozent. Gleich nach den ersten Kursen etwas nachgebend, wurde es später unter Führung von Spezialitäten wieder fester. Das Geschäft war aber nur klein. Spritwerte 3 bis 4 Prozent über Anfang. Glanzftzoff plus 5 Prozent, Karstadt plus 3 Prozent, Polyphon 4,5 Prozent, Berger plus 2 Prozent. Später konnten sich diese Kurse nicht immer behaupten und die Tendenz war wieder uneinheitlich. Frankfurter Getreiv borse. Frankfurt a. M., 10. April. Das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt war nach den Osterfeiertagen sehr klein, doch trat eine allgemeine Befestigung auf die höheren Auslandnotierungen ein. Roggen war lebhafter gesucht, hauptsächlich von feiten des Exports. Auch konnten mit Mais größere Amsähe getätigt werden. Sonst blieben die Abschlüsse minimal. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,50, Roggen 27,50 bis 27,75, Hafer, inländischer 26,75 bis 27,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 25, 'Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,50 bis 38,50, Roggenmehl 37,50 bis 38,50, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mark. Tendenz: Leicht befestigt. Frankfurter Lchlachtviehrnarkt. Frankfurt a. M., 10. April. Auftrieb : 735 Rinder, darunter 196 Ochsen, 60 Bullen, 314 Kühe, 155 Fävsen: 527 Kälber: 23 Schafe; 4656 Schweine. Ochsen: oollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 60 bis 63, 2. ältere 55 bis 59, sonstige vollfleischrge: 1. jüngere 50 bis 54, 2. ältere 46 bis 49; Bullen: jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 55, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 48 bis 50; Kühe: jüngere, vollfleischiae, höchsten Schlachtwerts, 45 bis 50, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 40 bis 44, fleischige 33 bis 39, gerinn genährte 25 bis 32; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): oollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, 60 bis 64, voll- fleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 81 bis 86, mittlere Mast- und Saugkälber 75 bis 80, geringe Kälber 65 bis 74. Schweine : Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 50 bis 56, vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 58, von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 56 bis 59, von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bis 56, Sauen 42 bis 48. — Marktocr- lauf: Rinder mäHig-rege. Kälber und Schafe lebhaft, ausoerkaust. Schweine mittelmäßig, zum Schluß stark abflauend, Ueberftand. Schwere jette Schweine schlecht verkäuflich. — Der nächste Schweinemarkt findet am Freitag, dem 13. April, statt, Kunst und Wissenschaft. Das Reger-Fest 1928. Das 6. Reger-Fest (7. bis 10. Juni in Duisburg) bringt eine besonders große Zahl von Wercken mit Klavier, und zwar solche vom schwersten Kaliber bis zu den leichten Werken mehr hausmusikalischen Charakters. In der Auswahl soll sich der entscheidende Anteil Regers an der Klavier- und Kammermusik nach Brahms aussprechen. Zur Aufführung kommen von reinen Klavierwerken Stücke aus dem .Tagebuch", den »Silhouetten" und den ,Träumen am Kamin", sowie das gewaltigste Werk Regers für zwei Klaviere: Introduktion, Passacaglia und Fuge op. 96, dann das Klavierkonzert mit Orchester. An Kammermusikwerken mit Klavier werden geboten das große Klaviertrio op. 102 und die Klavier-Diolm-Sonate in Fis-TRoH op. 84. In die Wiedergabe teilen sich Edwin Fischer imö Eduard Erdmann. Die anspruchsvollen Klavierbegleitungen der von Clara W i r z - W y ß und Cornelis Bronsgeest gesungenen Reger- Lieder werden von Karl Hermann P i l l n e y gespielt. Briefkasten der Redaktion. hg. Anonyme Einsendungen werden nicht berück- sichttgt. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge ISüdanlage). Mittwoch, 11., und Donnerstag, 12. April: Passahfest. Ende. Mittwoch: Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30; Predigt. — Donnerstag: Vorabend 7.15; morgens 8.30; abends 7.30 und 8.05. Israelitische Religionsgesellschast. Mittwoch, 11., und Donnerstag, 12. April: Passahfest-Ende. 7. Tag: Vorabend 7 Uhr; vormittags 8; nachmittags 4. 8. Tag: Vorabend 8; vormittags 8; nachmittags 4. Festausgang 8.05. — Sabbatfeier den 14. April. Freitag abend 6.50; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.05. — Wochengottesdienst morgens 6.30; abends 6.30. Oie Wetterlage. QWOiRenios. o ntito. <> naftt txdecxt. ® voixtg. • oweai • Rfgn * Sehnet & graupeln. ■ «(Del K 0ewitter.(§)wtM5tiie. SOdsoowesi. q stürmstner norewtj* Oie Pfene fliegen mit dem winde. Die oeiden Stationen Menenden Zafi- fen geien die Temperatur an. Die Linien eerDmdeo Orte mit qieidJtiä uf ntereamveau umaerernnete» Luttarucfc Wettervoraussage. liebet ganz Deutschland hat die Erwärmung weitere Fortschritte gemacht. Heute morgen erreichten in Westdeutschland die Temperaturen Werte bis 14 Grad Celsius. Das östliche Hochdruckgebiet, das ausschlaggebend war fiir unsere Wetterlage, hat sich südöstlich verlagert. Gleich- zeittg gewinnt das Hochdruckgebiet im Rorben über Skandinavien an Ausbreitung. Die noch immer im Westen lagernden Tiefdruckstörungen dürften nur langsam Einfluß auf die Witterung Mitteleuropas gewinnen. Wettervoraussage für Mittwoch: Zeitweise stärker bewölkt, warm, später vereinzelt etwas Regen. W i tter ung s a us s i ch ten für Donnerstag: 3m wesentlichen keine Aenderung deS Witterungscharakters. Lufttemperaturen am 9. April: mittags 17,7 Grad Celsius, abends 7,2 Grad Celsius; am 10. April: morgens 6 Grad Celsius. Marimum 18 Grad Cc'- stus, Minimum 4 Grad Celsius. — Qcrbtemperahircn m 10 Zentimeter Tiefe am 9 April: abends 13,5 Grad Celsius; am 10. April: morgens 8,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9% Stunden. Letzte Nachrichten. Lustmord in Marburg. Der Mörder verhaftet. Marburg, 10. April. (WSR.-Drahtmel- dung.) Die unverehelichte 68 Jahre alte Elise Cramer, Schwangäßchen 15 in Marburg wohnhaft, wurde am Vormittag des Ostennontag In einer in der Rahe ihrer Wohnung gelegenen Gartenlaube ermordet aufgefunde t. Als Täter ist der aus der Erziehungsanstalt Dengshausen entwichene Fürsorgezögling Josef Weil aus Qckers Hausen bereits am gestrigen Rachmittag ermittelt und f e ft g e - nommen worden. Die nur notdürftig bekleidete Leiche wies Spuren gewaltsamen Todes und Anzeichen eines verübten Sittlichkeitsverbrc- chens auf. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen führten zur Festnahme eines Verdächtige, der in der Rahe des Tatortes gesehen worden sein sollte. Er konnte jedoch fein Alibi nachweisen. Runmehr lenkte sich der Verdacht auf den als gewalttätig bekannten Fürsorgezögling Weil, der schon wiederholt aus Erziehungsanstalten ausge- brochen war. Es konnte bald festgestellt werden, daß Weil seit Donnerstag aus der Erziehungsanstalt Bengshausen bei Marisfeld entsprungen war und sich in der hiesigen Gegend gezeigt hatte. Es gelang, ihn noch am gestrigen Abend in der Wohnung feiner Mutter festzunehmen. Er hat, wie er zugibt, die Tat m der Rächt zum Ostermontag begangen. Der Täter wurde dem Untersuchungsrichter zugeführt.