INS 1*» rr. JO.if L* 8b "TT« 168.86 lll.?* i. 60 litt', s HM* H,»J !.C IV* S: a i» •JÜ-- ■<5 1,K? 58,58» Ul," 115'2 115-*! 10-5' rr.u *0,465 4> Z 13."- iM' -3jS jA 6,15 il.8* 3,18» jOtl 1,191 1.9" .'S.* Ä'ä €rn Htuir ÄS 791 i.g l,'6 !,&! ji» ,2^5 ,49» > ,53» 1.03 ’,5i ,970 >05» ».36 ,4’9 ,403 iss ,620 ,196 ,39! 017 -.zrankfar' 2usz-b^ o> 5»j h i s 3.» bi mbt. lex unter bie'cr 2ub.: ,mt die Redaktion bc ier'e< j ontiDOrtun lerrodllung. straße seil über eine »er Weißerde' rechlr u< doch am Platze gt^l« n Sommer leitens br selten Fuhstciscs bei)r tt der Weißerde (MW biejem Strähntedt» t aubiejülll und bei u Iperbar. Die anhegt-» -werden hierdurch st« Wie lange |oll dieltr^ > Die Wilhelmliraßt r agen der Ltadt gere^ nt prcdjenb hohe bi= 6taMK}Ä 'iutzen.E» durfte c.. LSK liSSTS r Vilhelwltra. ' uaire , lw? - «rof J anbei,, beiotQ|| - K, " ,Sö*« OQ di u ."^euktchk T-L y-' tfn.tffE" S¥‘“ • j M e^ShS oerfej ein und bei,,- 'Mit einer vrokK i'nimigen OrganiK T?m-?Quptm,,flr ■hotte Lame-Lchu!- ÖO) Ql3 Holenbeilagt Tän-erkongr" ?iL^QflUn6 unb ei!' "tb'ld Dom heutige, es- Emen Länglich.-,,, e jegma breitet Ptr' t der beste Kenner del ■brennende (tiliWfr aert Londheimer^er- zenheit und mir“ gp tli^er -Brief Rulonu Pianist oder Kompr- ■ Jas dritte Heft gib für die Zeitschrift ei» i Kurt Thoma» ft- Verlag ^erlin*€4ör.- i Dezember-Heft ei- r die Theaterereigni«' llrauftühninglberich^ Lübeck, Rraunlchveft m. Koblenz, Weihe-, nd 5)alle ftnden M aderet von Lhacko inftierinnen in ihm >er lebten Starmfröhtr lifle und da» Dertmr ers Arthur Kürfthne Nr. 8 Erster Blatt 178. Jahrgang tHentiag, 10. Jaimor 1928 «„chetut täglich.«hex Soimtags ewb Vertag* Detlef«!: •tebewrr ^■ilkÄhUtttn f)txmai tm Bild DU Scholle Seiüts-Bejugipreti 2 5 Tbonot; für ben übrigen Teil Ernst Dtumfchein; für ben Anzeigenteil Änrt Hillmann, IÜmtlich hi Biesten. Die Paktfrage zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten. Wer ist der Angreifer? •4 war ein verblüffender vchachzug. mit dem B r I a n b die TUeberlafle ber französischen 'Regierung in bem diplomatischen Rotenwechsel mit Olmertta über ben französischen Vorschlag, durch einen Sondervertrag jede Kriegsmöglich- feit zwischen beiden Ländern auszuschließen. zu bemänteln versucht bat. Ursprünglich hafte der Gedanke vorgeherrfcht, Frankreich als da- Land ber UnübertressUchen Friedensliebe hinzustellen und als ben Urheber eines Der frage- erscheinen zu lassen. In dem es sich verpflichfefe. unter keinen Umstünden je mit den Q3ereinigten ötaa- twn von Amerika Krieg zu führen, sondern alle etwa austauchenden Streitfragen aus schiedsgerichtlichem Wege au- der Welt zu schassen. Wenn dieser schdne Plan geglückt wäre, bann hätte sich einmal Frankreich bei jeder Gelegenheit aus seine besondere Freundschaft mit Amerika berufen und gleichzeitig bei Abrüstungs- verhandlungen aus diesen augenfälligen Beweis seiner unerschütterlichen Friedenslicbe Hinweisen können. Dur hatte Briand nicht damit gerechnet, bah seine Gegner in Washington mindesten- ebenso gerissen sind, wie er selbst. Der frtrn- zdsIsche Plan wurde auf bte Weife durchkreuzt, bah Amerika erwiderte, zur Unterzeichnung eines svlchen Derirages mühten mindestens sämtliche Grohmächte eingeladen werden, denn ein lediglich zweiseitiger Vertrag sei für Amerika undenkbar Dun erfolgte ein grober Sprung der französischen 'Xegienmg. AI- ob es eine Selbstverstündlichkeii erster Klasse wäre, war in ber nächsten französischen Dote nur davon die Rede, beide Mächte sollten sich verpflichten, nie gegeneinander einen Angriffskrieg zu führen. Dah die Amerikaner darauf hereinfallen würden, haben die Freinzosen wahrscheinlich selbst nicht erwartet Aber die Zdühnheit, mit bet diese Wendung vollzogen tourt)?, ist in der Tat verblüffend. Datürlich lautete die Antwort au# Woshing on in dem Sinne, dah man mit dem Begriff Angriffskrieg nicht- arv^rftragen toiffe. Was i st ein Angriffskrieg? ist eine Frage, die man der biblischen Pilaiu-frage: WaS ist Wahrheit? an die Seife stellen könnte. On allen Konilikten. die mit den Waffen auSgetragen worden sind, und in Zukunft au-getragen werden, spielt die Hauptrolle die Frage nach dem Angreifer. In jedem einzelnen Fall, wenn es nicht gerade ein ausgesprochener lleber'all ist. richtet sich die Antwort nach der Geschicklichkeit ober Ungeschicklichkeit des einen oder anderen Teil- bei Kriegsbeginn. G- sei an den AuSbruch des Weltkriege - erinnert, wobei wir leider formal nach auhen die Dolle deS Angreifer- Übernahmen. weil der damalige Rcichskanzler von Dethmann-Hollweg die Kr.egSerklärung an Duhland erlieh und beim Srnmarsch in Belgien die Verletzung der Neutralität ausdrücklich zu- gab. Sin geschickter Diplomat hatte es verstanden. den Gegner, der tatsächlich der Angreifer war. auch al- solchen vor die Welt hin- zustellem Mit vollem Decht eiTrpland daS gesamte deutsche Dolk die Vorgänge beim Ausbruch deS Weltkriege- so. dah es sich alS angegriffen und in seiner Srist, 3ahr nach dem 3nkrast- treten de- Genfer Abkommen- eine einfache geschloffene Weihnachtsfeier der Minderheit nicht mit der Begründung verhindert werden tonne, daß bic öffentliche Ruhe gestört werden konnte. Wie eS in der Sntfchließung weiter heißt, stellt da- Verhalten de- Poli-eikvmmanbanten eine schwere Verletzung der Bestimmun- munaen de - Genfer Abkommens dar. Schließlich stellt die Entscheidung fest, daß ein Beamter, der mit der Anstiftung von gegen die Minderheiten gerichteten Handlungen droht, keineswegs geeignet ist. im Geltungsbereich deS Genfer Abkommen- Dienst zu tun. CS wird daher die Entfernung deS OrtS- polizeikommanbanten au» dem gemischt-sprachigen Gebiet verlangt. Wowemaras. Keine Bereinigung der Wilna- und Memclfrage. Eigene Drahtmeldung de» „Gießener Anzeigeroft Berlin, 10. 3an Der litauische Diktator setzt seinen Kamps gegen alle Fronten mit einer anerkennenSwericn Zähigkrit fort Er denkt gar nicht daran, den Polen auch nur einen ^Zentimeter enigegcnzukommen. Trotz aller Absprachen, die In Genf getroffen worden sind bat er jetzt sogar auSgenxhnel einem Vertreter der Polnischen TelegraphenLraen!ur ein 3m/roieto in die Feder diktiert, bas In Warschau als offener Hohn empfunden werden muß. Daraus ergibt sich, daß er ben Anspruch auf Wilna nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch aufrechterhalten will. Sr lehnt eS sogar ab. Briefe au- Litauen nach Wilna zu befördern, weil das gleichbedeutend sei mit einer Anerkennung des Verluste- von Wilna an Polen. Es ist auch nur logisch, wenn er die Anbahnung offizieller divlomatl- scher Beziehungen zu Polen verweigert. Wie er damit vereinbaren will, dah Litauen trotzdem bereit fei. friedliche Dez «Hungen zu Polen zu unterhalten. fri8 ist sein Geheimnis. Verständlich genug, wenn unter diesen Umständen die Polnische Tel'graphenag ntur erhebliche Zweifel darüber äußert, ob die demnächst beginnenden Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis führen werden. Da- halten wir auch für ausgeschlossen Wenn Herr Wolde- maras den Mund so voll nimmt, werden die Polen sich büten, ihm auch nur einen fing-rbreit rot gegenzukommen. Um so unverständlich r ist es. daß er gleichzeitig auch in Memel nach wie vor als Diktator auftritt und sich jede Rückendeckung bei Deutschland verscherzt, sondern geradezu Deutschland zwingt, erneut den Völkerbund mobil zu machen um dafür Sorge zu tragen, daß die Garantien, die der deutschen Bevölkerung in Memel gegeben sind, auch gehalten werden Stalins Kampf gegen die Opposition. Treißig Lppositionsführer nach Sibirien verbannt Moskau, 10. 3an. (MIL. Funkfpruch.) Die Staatspolizei ist zur Verschickung zahlreicher führender Persönlichkeiten der Oppofltion übergegangm. Dreißig ihrer hervorragendsten Mitglieder haben bereits Befehl zur Abreise erhallro, ohne genaue Angaben ihre» Bestimmungsortes, jedoch ist das ganze unwirtliche europäische und asiatische Rußland In Anspruch genommen worden, von Archangesk bis Mit- ttlafien und Sibirien. Ein Teil der verurteilten Ist bereits deportiert. Ls besieht nicht mehr der mindeste Zweifel, daß Trotzki, Radek, Rakowski und und Hamenero und Sinojew usw. verbannt werden sollen. Rakowski soll im Gouvernement IDjaffa, 500 Kilometer entfernt von der nächsten Bahnstation untergebracht werden. Die Ausgewiesenen sollen durch praktische Parteiarbeit wieder den ID eg zur Partei ganz zurücksinden. 3n Moskau selbst hat die scharfe Maßnahme der GPU. in Sowjetkreisen wie in ausländischen diplomatischen Kreisen große Erregung heroorgernfen jedoch ist man davon überzeugt, daß die Maßnahme der GPU. nur darauf zurückzuführen ist, daß die Oppositionsführer die nach dem Parteikongreß gegebenen Versprechungen nicht eingehalten haben Mit der Verbannung ^kC*3x:q r-.ch: b«fucb«n Ortet, billigt bi« Stiftung ali Ausdruck btt 3rüberf^aft zwi- 'chen ben beib«n Nationen 3m Stufen brr -en 2Lntn!aÄ unb D> lanb« Dtrliett sich bi« Oriniwrung an den Krieg unb herartig« Gaben trügen dazu bet bi« legten Äamp 'puren tu oerwi'chen 3n ähnlich«« Stirne Aubert sich .Gvening Post", bi« bk Sammlung a l i Ausdruck freundlicher Gesinnung für Deutschland bezeichnet. wie sce allgemein in ben Bereinigten S:aa:cn geteilt wirb. Tie lirplofionoldtdftropbe in Dahle«. Die Kriminalpolizei hat ben Witbesitzee ber Villa in Berlin-Dahlem. in bet sich Sonntagpormlttag bit Grplofbn ereignet«. ®e- neralkvnsul Robert Weingärtner. wegen sahrlälliger Tötung sowie wegen Verbrechens unb Vergebens gegen ba- SprengftoHgd«8 Der» haftet Die 2Lu r jumungäarbtiten an ber Un» glücksftelle in Dahlem sind im Lauf« bei Vlon- '.ags beendet worben. Sämtliches Material, bas irgendwie über die Ursache der Erplofion 2uf» schluß geben kann, wurde polizeilich licbcrgeftelU und ber Chemifch^Techmfchcn Reichsanstalt überwiesen. Die bisb«r feftgeftefit wurde, befanden sich In dem Laboratorium hochexplosive Chemikalien, obvobl der Verrieb mir als kosmetische- Laboratorium bei ber Polizei gemeldet war. Vei der Vernehmung der Hausbewohner hellte sich bereut, bah schon mehrfach kleinere Chploflonen vorgekommen waren. Die vorgefundenen Behälter mit Sprengstoffen wurden von der Polizei versiegelt Lin Jatzr Parmal-Drojefj. 2m 11. 3anuar 1928 l| ein Jahr seit bem 'Beginn der Haup»Verhandlung im Barmat-Pev- zeß abgelaufen. ViSber ift an 157 lagen verhandelt worden. Die Akten sind bis letzt auf 70 Hauptbände und 1000 Htbenbänb« angeschwollen. Die Anklage allein umfaßt 648 Druckseiten. Bisher sind 59 schriftliche Gutachten der Sachverständigen erstattet worden. Die Protokolle der Hauptverbandlung allein füllen sieben Aktenbände mit 2800 Seiten. Di« Kosten des gesamten nunmehr stark drei 3ab« dauernden Strafverfahrens. allo einschließlich des ftai l a w lisch stlichen örm ftel ng erfahrens, der Voruntersuchung und der btflbeugcn Hauptverbandlung betragen etwa 230 000 Ulart Lin Autounglück mit politlschCT Jolgen. Neuyork. 10.San. lWTB. Funkspruch.) 6m Samstag wunde ein elfjährige» Mädchen von einem Auto umaesahren und schwer verletzt, das von dem 14|äbrigen Sohn bet britischen Botschafters. Sir Esme Howard gelenkt wund«. Der Fall bat Aufsehen erregt, ba bas gesetzlich« Mind« sta l ter für ba» Führen «ne« Autos 16 Jahre ist. 3m Senat brachte Senator Blesse bk Angelegenheit zur Sprach« und p rote ft i« r 11 dagegen, daß der Botschafter für »einen Sohn die diplomatische Immunität bean- sprach, habe. Er sagt«, die Regierung solle lieber die Truppen aue Nicaragua zu ruckte hen wo sk nicht« zu suchen hätten, und da» Leben b«r ameri- konischen Kinder schützen. Tödlicher DagbanfalL Al» ein wtt seinem Vater auf ber Jagd befind- sicher lunger Mann au« Newel ba« Jagdgewehr, da» ber Vater niedergestellt hatte, an sich nehmen wollte, entlud sich diese» und die ganz« Schrotladung ging dem jungen Mann in die Brust Trotz ärztlicher Hilfe ist der Bedauernswerte seinen schwe ren Verletzungen infolge InnererBerblutung erlegen. Brand hi einer englischen Zuckerfabrik. Bei einem Brand« in «iner Zuckerfabrik In Boern i ch kamen dreisugendsicheArbeitertn- n e n ums Leben Oie Wetterlage. mW He GPA. He Oppoflfloa*e*tv”< endgstlstg He spitze adbrechen. Preußen und der Lutherbund. 3nformieruttfl bei preußischen «tnifterpräjibeuten Eigene Drahtmeldung d«« .Gießener Anzeiger»' Berlin, 10. Ion. In preußischen Kreisen bringt man selbstverständlich der Gründung de» Luther- bunbe» eine große Aufmerksamkeit entgegen, zumal ja die erfte Webe be« ehemaligen Reichskanzler» ihren Ion besonder» auf die Reibungen zwischen Preußen und dem Reiche unb auf ble Notwendigkeit ihrer Abstellung gelegt hatte. Man steht tn der Zusammensetzung der bisher genannten Mitglieder unb Unterzeichner be» Bunbe»aufruf» eine Gewähr bafür, daß irgendwelche Pläne, die bei einzelnen Stellen be» Bunb«» vor- Händen sein könnten, nicht ohne reifliche Prüfung unb ohne Berücksichtigung ber Gegenargumente In bie Oessentlichkeit getragen werden unb zeigt deshalb keinerlei Besorgnis in bezug auf eine mögliche Auswirkung solcher Pläne. Cs wird weiter daraus verwiesen, daß die preußische Regierung ja von vornherein bei ber Diskussion über ble Frage einer Reichsreform ihrer feit» den Gedanken einer Verminderung der Lände rkompe- tenzen zugunsten des Reiche» vielleicht im Wege einer Personalunion zwischen Preußen und anderen Ländern und dem Reich ausgeworfen habe. Jedenfalls wird die Mitarbeit der preußischen Stellen bei den auch von dem Bund ange- Bremen Reformwerk keineswegs entbehrt werden können unb wenn der Dille aller In der gleichen Richtung geht, also auf Ersparnis. Vereinfachung unb Erleichterung des Verwoltungsbetriebes hinaus- läuft, so dürfen sich kaum Differenzen er- Seben. Daß auch brr Luthe rbund seinerseits auf susammenarbeit Wert legt, beweist ber Besuch, den Reichskanzler a. D. Dr. Luther gestern dem Minister- prästdeiiten Dr. Braun gemacht hat, um ben Ches der preußischen Str.atoregifrung über bie Ziele ber Arbeitsgemeinschaft zu unterrichten. Rach der Rück- kehr de» Reichskanzler» noch Berlin wird eine solche Borsorache auch bei Dr. Marx erfolgen, wozu bie ..DAZ." noch bemerkt, baß bi« Reichs- regier»ng schon seit Wochen über bie Vorarbeiten zur Grünbung des Bunbe» lausend unterrichtet wurde Stellungnahme der Oeulschnalionalen. Berlin. 10. 3an. lPriv.^Tel) Die Deutsch- national« Prefsest«ll« schreibt zur Gründung des Bunde« zur Erneuerung des Reiches: Di« deutschnationale Volk«partei begrüßt den Aufruf de« ..Bunde« zur Erneuerung de« Reiches" als einen weiteren Beitrag zur Lösung dieser drängendsten aller nationalen Fragen aus da« wärmste. Da« Kernstück der Erläuterungen Dr. Luthsr« zu dem Bundesprogramm bildet die Beseitigung des unorganischen Rebenein- anders der Zentralgewalten de« Reiches unb Preußen«. AIS Ausweg au« diesem Dualismus hat die deutfchnattonale Volkspartei die Personalunion zwischen Reichspräsidenten und preußischen StaatSpräsi- d.mt, sowie der Remter be« preußischen Ministerpräsidenten und des Reichskanzlers vorae- fchlaaen. Die deutschnational« Partei wird bei der bevorstehenden Konferenz der Ministerpräsidenten allen Vorschlägen ihre Unterstützung leihen, die als Wegbereiter für ba« große Programm des „dritten Reiches" gelten dürfen. Sie wirb sich keinem Vorschläge versagen, der geeignet erscheint. Volk und Staat enger zu verbinden und di« von der Geßhichte geprägte deutsche Staatflform sich lebend entwickeln zu lassen. Sine Tradilionsseier der Reichsbahn. Besondere Ehrung des preuhischen Gtaatsminift-rs von Breitenbach. Berlin. 9. 3r. Dorpmüller eine Ansprache. in ber er ua. aus führte: Unter unteren alten Mitarbeitern bat unter Restor örv Eduard Stieger, ber übermorgen sein 85. Lebensjahr vollendet, ein ganz besondere« Anrecht darauf, daß feiner gedacht wird. Er Stieger, ein alter Veteran von 1886 und 1870, feil 1872 Eisenbahner, blieb lanpe Zeit seiner rheinischen Heimat hn Sisenbahndienste treu. Von 1904 an $af er In diesem Hause gewirkt, bi« er ’.m Ro- vember 1918 in den Ruhestand trat. Die Reform ber deutschen Personen- unb Gütertarif« ift sein Werk, ebenso wie das deutsche Güterwagenübereinkommen im Deutschen Güterwagenverband. Unvergessen bleibe, daß er während be« Krieges da« deutsche Ellenbahn- Wesen unermüdlich unb erfolgreich weitergeführt hat. Oie Reichsbahn als Käufer. Berlin, 10. 3an. (Eigene Drahtmeidung de« ® A.) 3n Berlin im Gebäude des Verwaltungfl- ratefl ber Reichsbahn tagt ein Sonderausschuß, ber eine gründliche Durchprüfung beS aanzenBeschaffungswesenfl be« Reichfl- oahnzentralamtes vornimmt. Dieser Ausschuß würbe vor etwa einem halben 3ahre auf 3nitia- tive ber Reichsbahn eingerichte:. AlS führender Theoretiker gehört ihm Prof. Schmalenbach von der Universität Köln an, während der ReichSsparkommissar StaatSmini'ier Sa em l f ch die Verhandlungen leitet. Der Prüfungsausschuß tritt fast regelmäßig jeden Monat zusammen und tagt meist drei Tage. 3hm gehören toctier verschobene Vertreter der Reichsbahnverwaltung. der Direktion und des Reichs- bahnzentralamtes an. Die Arbeiten bei Ausschüsse« erstrecken sich auf da« ganze Materlal- befchasfungswcsen ber Reichsbahn, belen Wirtschaftlichkeit untersucht wird. Fragen, wie Verringerung ber verschiedenen Rorrnen für z. B. Schwelleittypen, Schienen, Wagenräder usw. stehen dabei u. a. zur Debatte. Oie Elektrifizierung der Reichsbahn. Berlin, 10. 3an. (Eigen* Drahtmeldung befl G. A.) 3m vergangenen Jahre hat bi« Elektrifizierung bei ber Reichsbahn wiederum gut« Fortschritt« gemacht. Arn Schluss« be« wahres 1927 wurden im ganzen 1219 Kilometer- Strecken elektrisch betrieben, von denen 112 Kilometer auf Stabt- unb Vorortftrecken entfallen. 3m Laufe bes vergangenen 3ahces ist bas Retz um rund 200 Kilometer Fernbahnen unb 50 Kilometer Dovortsstrecken vergrößert worden. Die« hat naturgemäß auch eine Erweiterung unb Vergrößerung des elektrischen 0 o Io - motivenparkfl mit sich gebracht. Efl wurden im ganzen im vergangenen 3ahre 90 elektrisch« Lokomotiven unb 20 Wechlelstromtriebwagen nebst dazugehörigen 31 Steuerwagen in ben Dienst gestellt. ©er Schiedsspruch für die Großeisenindustrie. Weiter starke Selbstkostcnsteiqerung. Düsseldorf. 9 3an. (WTB.) Von 3t» beitgeberseite wird mltgctellt Morgen finden Verhandlungen der Vertreter ber Tarifparteien der Großeisenindustric Im Reichflarbeitsministerium In Berlin statt. Zur Erörterung stehen vor allen Dingen die Schwierigkeiten. Die sich aufl der Fassung befl Schiedsspruches bezüglich einiger wichtiger technischer Fragen ergeben haben. Man kann nur wünschen, daß morgen endlich eine Klärung der strittigen Frage erzielt wird. Die durch den Schiedsspruch geschaisene Lage Ist. wie sich nunmehr nach ben weiteren Besprechungen unb ben ersten praktischen Auswirkungen aus den Werken Aeigt. weit ernster au beurteilen, als bei den ursprünglichen überschlägigen Berechnungen, di« «in« f e h r hohe B e 1 a st u n gs z i f fe r ergeben, befürchtet werden mußte E« kommt hinzu, daß manche Hoitnung der Verbandlungfl- sührer in der Pra,ifl sich nicht zu erfüllen scheint. Eine stark« Selbstkost en st elge- rung wird unvermeidlich fein, was die Groß- elknlnbuftde um so härter trifft al« sie In den letzten Jahren ständig Erhöhungen ber Unkosten durch erhebliche Lohnsteige- rungen. Arbeitszeitverkürzungen, Materialprets- steigerungen ufw. auf sich nehmen mußte. Heule vormittag wurde laut .Vorwärts der bei dem Bochumer Verein bestehende Kon- fllkt über die Durchführung des Arbeitszeit- schledsfprucheS bei gelegt Die Direktion er- klärte sich bei einer Verhandlung mit dem Betriebsrat bereit, ab Dienstag die tm ArbeUSzeit- schiedsspruch für bie Metallinbustrie. norbwett- liebe Gruppe, ’eftgelcgle Arbeitszcitregeiung zur Durchführung zu bringen. parlamentarische Morgenstunde, flm Ende der Rcichdtagsferien Eigene Drahtmeidung de» .Gießener Anzeiger»'. Berlin. 10. 3an. Die Borbereitung der kam- inenden pattamentunlchen Arbeiten beginnt langsam elnzusetzen. Die erste gri'ßere Sitzung wird der 11. Januar bringen, an dem der Hauplau » - schuß seine Arbeit beginnen lall, cdion vor den We bnachteferien wurde dem Aue|chuß der Reichs., «tat überwiesen, besten erste Lesung hier nun nach- ‘UhDlt werden muß. Äm mteressanteften oeriprich» d'e Reichr-iageeröfsnuna om 19. ,u werden, die durch eine Rede de» R«ich»sinan^Minister» Dr Kodier eingeleitel unb dem I» eriter Redner der Dppv- sition. Severing für d»e Sozialdemokraten ani- morten wird, wenn keine Di»pvsttion»anderungen bis dahin erfolgen. Die augenblicklich« innerpolittsche Situation hat hoch keine festen Formen angenommen. Klar ist nur Die Absicht der D e u t s ch n a t i o- na len unb des Zentrums zu sehen, die beide mit größter Bestimmtheit unb innerer Energie ben Schulgesetz entwurs meiterbringen wollen. Man gewinnt ben Einbruck, baß vor ben kommenben Wahlen sonst von irgenbeiner Seite kaum noch «ine große politische Initiative ausgebracht werben wirb. Besonbers auch in ben Kreisen ber Reichere gl«- r u n g macht sich angesichts ber Wahlen, deren Dermin aUcrbingo gar nicht ab^sehen ist. eine gewiße lahmende Stimmung bemerkbar, bie al» außer- ordentlich bedauerlich empfunden werden muß. Auch die Unklarheiten über die kommende Derwaltung»- resormkonserenz sind noch lange nicht überwunden. 3n ben verschiedenen 'Rei Italien will, wäre der Verzicht aus Frankreich» Dor- Machtstellung tm Tt 111 e l m e e r Und dieser Prei» wäre oermutltch selbst Paincors zu teuer Beiden gemeinsam ober ist. daß für sie Locarno nicht viel mehr al» eine schöne Phrase bedeutet, und ba» ist bie Lehr«, bie wir daraus ziehen können. Aus aller Welt. Tic 5hnrnmn)tif bebv-rlfd n al« Ausdruck der Empfindungen Mr wjl ioe.fität, die seit ben Tagen des Hiftc- Va.irrv't von 2ner;Tanern besucht werte » i ix* oße Mehr heit des amer,. kanifchen Boltes das die Univerftät tu I---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- TJlontao den 3. Januar 28. 7^a btrid) »«nknatgwitiNKai »hn • ■ IVM X ’f WMV < O, VW «Kn:r» Oii Jj ’iW W4v»«wh K we*vee -«'M» •* *’<•» XV' • i ««• w**M 0« «e«> Jubt-n ittMMte UW ■* ««Xi w ,ie Eintragung der Gesellschaft ober der Kapital- erhöbt!ng in da» Handelsregister nicht aufgehalten werden. Selbstverständlich richtet sich dann die endgültige Festsetzung nach dem Ergebnis der Ermittlungen über den wahren Wert der Sacheinlagen. 4. Die Bespeiungsvorschristen für gemeinnützige und mildtätige Gesellschaften Jinö den Vorschriften de» Körperschaststeuer- und Vcrmögensteuergesetzes angepaßt worden. Es ist nicht m e h r geordert, daß die gemeinnützigen Gesellschaften wesentlich der Förderung minderbemittelter Volkskreise dienen! von Intereste dürft« fein, daß unter den befreiten Gesellschaften. *ür die nebenher ein« Beteiligung de» Reiche» oder eine» Lande» oder einer Gemeind« geiorden ist. al» Beispiel bi« ..Fernheizwerke' genannt find. 5. Der bisher vorgeichriebene versteuenmgsoer- merk auf Aktien, Kuxen usw. ist nicht mehr er- forderlich. 8 Das Finanzamt hat jetzt der Urkundsperson nur mehr den Eingang der beglaubigten Abschrift der Urkunde zu beitätigen. Die H ö h e der festgesetzten Steuer braucht nicht mehr mitgeteilt zu werden. 7. Bei den Gesellschaften, die nicht „ÄapitalgefeU- schäften' find (Teil I B. C de» Geletze») ist künftig ein Recht»anfpruch auf Erstattung der Gesell- schaftsteuer gegeben, wenn da» dem steuerpflichtigen Rechtsvorgang zugrunde liegende Geschäft au» tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht zur Au»- fuhrung gebracht werden konnte ober vor der voll- ständigen Ausführung rückgängig gemacht worden ist. 8. Für die Verwaltung der Lorfenumsagfteuer de, Abtretung von G. m. b. H Anteilen gilt letzt nicht mehr der Satz, daß dasjenige Finanzamt zuständig fein soll da» zuerst mit der Besteuerung besaßt uxirbe, vielmehr ist die Versteuerung berariiaer Ge- schäfte dem Finanzamt übertragen, in besten Zu- standigkeitsbereich die Gesellschaft die Geschäfts- 1 e i t u n g bat. 9. Eine Prooinzbank mit Händlereigenschaft verliert diese nicht ohne weitere» mehr wie bisher dadurch. daß sie an einem Börsenplatz eine Zweigniederlassung errichtet. 10. Die Finanzämter können in Zukunft unter ae- wissen Voraussetzungen die Löschung von Perso- nen in der (vom Börsenvorstand geführten) Hand- le r liste beantragen. Die Finanzämter haben in Fällen vorsätzlicher Steuerzuwiderhandlung nach Rechtskraft des Straferkenntnisses sogar ein« M i t • teilungspflicht. 11. Die Börsenumsatzsteuer muß von allen Händlern tm Abvechnungsversahren entrichtet wer- den, während Personen ohne Händlereigenschaft die Steuer nur durch Verwendung von Börsenumsatz- ftcuermarfen zu Schlußnoten entrichten können. Zur Behebung von Zweifeln sei angefügt, daß Vorstehendes nicht gilt für die Besteuerung von Anschaffung», gefchäften, die öffentlich beurkundet wer- den. In diesen Fällen wird die Dörienumsatzsteuer durch das Finanzamt zur einzelnen Urkunde fest- gesetzl imd durch Zahlung an die Kasse de» Finanzamts entrichtet. 12. Der Abrechnungszeitraum für ®e- 'chäftsbetriebe mit geringem Umfang kann in Zukunft vom Finanzamt auf sechs Monate verlängert werden. 13. Zur Entrichtung der ®örfenumfa(jfteu«r*bür- fen von jetzt ab nur mehr die neuen, auf Reichsmark lautenden Börfenumfatz- steuermarken verwendet werden, während die alten, auf Goldmark lautenden Marken eingezogen werden. (Die Marken werden von den Finanzämtern verkauft und zwar auch von den mit der Dermal- hing der Börsenumsatzsteuer nicht befaßten Aemtern). 14. Die Verfahrensvorfchriften bei Kommissionsgeschäften sind grundlegend geändert worden. Einzelheiten hier zu bringen, würde zu weit führen. Es fei hier nur bemerkt, daß in $u- fünft der Schwerpunkt der Prüfung durch den Ra- pitalDcrfehrfteuerprüfungsbeamten zum Zwischen- kommissionär verlegt wird, was m. E. durck» aus richtig ist, da bei diesem die Art des Abwick- lungsgeschäfts und damit auch die Höhe der Gesamt- steuer sich ohne weiteres aus den Büchern und dem Schriftwechsel feftfteUen lassen. Der Prüfung der Prooinzbanken wird also in Zukunft erhöhte Bedeutung zukommen. 15. Bei Prüfungen ist nunmehr stets zu Beginn ein mit dem Lichtbild des Prüfers und mit dem Abdruck des Dienstftempels des Finanzamts versehener Ausweis vorzuzeigen. lheater mit stärkstem Erfolge gesungen. Infolge einer Spielplanänderuna mußte auch Herr von Schenk sein Gastspiel absagen- für ihn wird Herr AloiS R e s n i eintreten. — Der Goethe-Bund hot für nächsten Donnerstag den Dichter Jakob Schaffner zum Lesen aus eigenen Werken eingeladen Bei diesem Dichterabend will der Goethe-Vund die literarisch interessierten Kreise mtt einem hier wenig gelesenen Dichter bekannt machen, besten hart errungenes Dichtertum und dichterisches Schassen die Anerkennung und Bewunderung aller Raturfreunde verdient. (Siehe heutige An- Seigel) ** Hindenburg-Gedenkmünze. Das Bayerische Hauptmünzamt hat anläßlich des 80. Geburtstages des Reichspräsidenten eine (ursprünglich al- Fünfmarkstück gedachte) Gedenkmünze mit dem Kopfe Hindenburgs geprägt. Die Medaille bat Stempelglanz, trägt da- staatliche Wünzzeichen „D“ und die Randstempelung ..Bahr. Hauptmünzamt". Die Kehrseite trägt den Wappenschild von Hindenburg und den Reichs- schild. Don schöner, reiner Prägung, ist die Gedenkmünze ein - Meisterwerk plastischer Klrin- kunft. ’• Kriegsgräberfürsorge. Mu dem neuen (Zähre beginnt die Dundeszcitichrift des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräb-rsürlcrge, e. V. Deriin. den 8. Jahrgang. Der Leserkreis dieser schlichten und doch wertvollen Zeitschrift Hal sich von Jahr zu JaJ&r vergrößert, denn allmählich besinnt sich das deutsche Voll auf feine Pflicht des Dankes gegenüber seinen über 2 Millionen im Weltkrieg gefallenen Söhnen. Vlldet doch die Zeitschrift . Kriegs gräberiü ri orge“ das Band »wischen un# Lieberlebenden und den zahllosen le&ten Ruhestätten unserer unvergessenen, teuren Brüder in fremden Landen! Die Theis der Heeres- und Marinelritung haben dem neuen Jahrgang warme Geleitworte mit auf den Weg gegeben und darin zum Ausdruck gebracht, daß die junge Reichswehr m echt soldatischer Treue zu den gefallenen Kam er ade: i des Wei krieges an der Verwirklichung der Ziele des Dolksbundes Deut'chc Kriegsgräberfüriorge auch weiter mit arbeiten wird. Das Januarheft toirb allen Dien stellen von Heer und Marine bis in die Kompagnien und auf die einzelnen Kriegsschiffe kostenlos zugelandt. Dann bring: das Heft einen Aufsatz über den deutschen Kriegerfricdhvf De Ruyter, Gemeinde Roulers in Belgien, Paten- friedhos des Zollinspektors i R Albert Schröder, 1. Schriftführer der Ortsgruppe ünter- toefer des Völlsbundes. Weiermünde, mit Abbildungen über den jetzigen Zustand deS Fried- Hofes, den Ausgestaltungsplan nach einem Einwurf des Gar enarchitekten Tischler, München, und des Holzmodells, das den Zustand des FriedhvfeS nach Verlaus einiger Jahre veranschaulicht. Die in dem Januarheft enthaltene neueste Lifte von deutschen Kriegerfriedhöfen in zahlreichen Landern gibt den Angehörigen Gelegenheit, dir Grabstätten ihrer teuren Toten zum Dollstrauertag (4. Marz). Ostern und Pfingsten 1928 durch Vermittlung de» Dolksbundes mit einem Kranz zu schmücken. Darüber hinaus berichtet das Heft über die Arbeit deS Dollsbundes auf einer großen Zahl deutscher Kriegerfriedhöse in Frankreich, Dänemark. Polen. Schweiz, Lettland. Rußland. Tschechollvtoakch:en. brioabrre tn her Srngoogelweft. Da» ist bet bem ohnebin schon bedeutenden Rückgang unserer Stng- oögei nur zu bedauern Wer sich scheut, eine Katz« Wu täten, weil ft« lästig Ist. »der we.l sie Uu- rügenden an heb hat. der übergebe sie einem 3ager. bet ft« schnell und sicher in» Jen leit» befördern wird 3l»enfo soll man junge Katzen, bi« nicht zur .fticht beftimmt nnb schnell und ohne Xterquäleret toten. Da» überlasse man aber unter keinen Umständen den Kindern Jeder der Interesse an der Erhaltung unterer beunftchrn Sogeltoelt hat, must vor der Unütte toxi men. Katzen tm Walde auszu'etzen! Strafkammer Gießen. * E t c 6 c n. 6 3an All» undankbarer kittetet erwies sich rin wiederhol: vorbestrafter Rc.'ender. der einige Wochen bei einer alten Frau h er zur Miete wohnte. Kurz vor seinem Auszug vermißt« dte Dermi-fterin emc Ae.he »y.x Wäschestücken, die zum Tri! nachher bri dem Aug^ klagten tote berg funben und beschlagnahmt wurden. Das Amtsgericht Gießen hatte chn bc» Einbruch» hiebst ahls für schuldig befunden Die von chm gegen dieses Urteil etnaclegte Berufung hatte nur wenig Erfolg. Das Gericht hielt chn auch jetzt des Diebstahls tm Rückfall für überfuhrt und verurteilte ihn zu 1 3 a b t 6 Monat Zucht- hau». Mildernd« Umstände wurden ihm versagt. da er als Mfnger, In den besten 3ahren stehender Man.n fich nicht gescheut hvttte, einer alten Frau, die auf bi» Zimmervermieten imgc- toiefen ist, einen Teil ihres in Bettwäsche bestehenden De!ri.l»ekapi:alS wegzunchmen. Ein trauriges Bild eines vollkommen zerrütteten FamUienlebens gab die D.rhandlung gegen einen alleren Mann, bet der Körpel-verletzung und Bedrohung seiner Frau und Sl>estachter angeklagt war. Sine einwandfreie Aufklärung des Sachverhalt» war nicht möglich Die einzigen belaftenben Zeugen waren die Verletzten, die aber seitens des 2lng?flagten. bet sich auf Notwehr berief, in gleicher Weise der Korperver- letzungen beschuldigt wurden. Das Gericht bestätigte daher mangel» ausreichenden Beweises das auf Freisprechung lautende Urteil befl Amtsgerichts Glesien. Ein wiederholt vorbestrafter Landwirt war durch daS Amtsgericht Lich wegen Betrugs zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Die erneute Verhandlung ergab wiederum erhebliche Verdachtsmomente, doch konnte sich dis Gericht von der betrügerischen Absicht des Angeklagten nicht zweifelsfrei überzeugen und sprach den An- neflagten unter Aushebung des erstinstanzlich«! Urteil» frei. Gin wiederholt oorbeftröfter Bettler war durch das 2mts«rich1 L'.iubacb zu 2 0 Xagen Haft unter Ueberweisung an die Landes- Polizeibehörde verurteilt worden. Mil Rücksicht auf di« vielen Vorstrafen und in Anbetracht. daß er körperlich tn der Lage ist. feinert Unterhalt durch redliche Arbeit zu verdienen, verwarf dis Gericht die gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegte Berufung. (Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) „Die bunte Stadl". 3n der Reklame für .Di« bunte Stadt" wurde viel versprochen, doch als ich am Sonnraanach- mirtag gegen ‘/t3 Uhr mit meinem fünfjährigen Töchterchen in die DolkShalle kam mit der Absicht. meiner Kleinen ein vergnügtes Dlertelstünd- chon zu bieten, toaS sah ich für 75 Pf. Eintritt (Erwachsene 50 Pf. Ktnder die Hälfte): Zuerft ein zu gehängte» Karussell. ein russisches Karussell außer Dettieb. eine zugehängte Bude mit einem Schild „PreiSkcgeln", und eine Schießbude. 3m ersten Stock eine ebenfalls zugehängte Bude mit einem Schild „Wovon man spricht" oder ähnlichem Text. Außerdem ein Podium mit nackten Notenständern Die Lust war durch Kohlengase bfau, weil bie ..Unternehmer" offene Oefen ausgestellt hatten, so daß ich Deranlaslun^ nehm ' m ißte, den Türwächter aus die Rachtelle hinzu elfen. Da» Publikum wurde gebildet durch i. meine Kleine, mehrere beschäftigungslose Schausteller und einige Frauen mit großen Ohrringen und ..feudalen" Frisuren. War das nicht genug für 75 Pf ? Ich ginp natürlich nach kurzer Zeit wieder heraus. mich fragend, wie man e» wagen (amt, dem Publikum so etwa» für (ein Geld zu bieten! Wie kann auch der Dolkshallenverein so etwa» zulassen? P. 3. Sprechstunden der -iedaktion 12 bis 1 Zlbr mittag», 5 bi» *7 Uhr nachmittag». Samelaq nachmittag geschlossen Geschäftliches. Tugend oder Nutzen. Wer hätte nicht schon oft. gerade au» der Ge- schästswelt, die Worte gehört: .Warten Sie noch so lange!" Und wieviel mal ist er enttäuscht worden? Zuweilen hatte aber die Mahnung zur Ge- duld auch ihre Berechtigung. Wie wir erfahren, verhält es sich so bet dem in den nächsten Tagen beginnenden Ausverkauf de» bekannten S Ijubbaufe» Süß. 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Das Holz ist mit der Rinde gemessen, nn fahrbare Wege gerückt und laaert etwa zwei Kilometer vom Bahnhof Dillinaen. Das Holz ist vorher einzusehen: spätere Reklamationen werden nicht angenommen. Zahlungsbedingungen können auf der Bür- lermeisierei eingesehen werden. Angebote ind getrennt nach Klassen mit der Aus- chrisi „Holzsubmiffion" bis spätestens den 13 Januar, nachmittags 4 Uhi reichen bei der unterzeichneten Stelle, wo selbst die Eröffnung erfolgt. Billinoen, den 5. Januar 1928. Hessische Bürgermeisterei Billingen. ___Pauli.____________ vrennholzversteigerunL^ Dienstag, den 17. Januar 1928, normst- Diejenige Dame die am Neujahrs- Sonntag tm Sune von Köln um 17 Uhr Wetzlar polsterte. wird um ein Gebens« reichen gebe en postlagernd K. 'rh. M41 Wetzlar. ,t* Schäferhund .Eälar" ”eD fchwatz mit gelben Abzetch trägiKenen- haisbaud m Namen, bet Hochelhetm entlaufen! Tarl. .stentmetster. Glroh -Rechtenbach Buch nslammhol;. fe: 6 Stück, 5,43 fm «ottshochschuie Donnerriag, 12. Ion., 20 Uhr, GroßerAörsoalllniverfitäi Vortrag: Das Rätsel von Konnersreuth Unlv.-Prof. Dr. Messer 371D Res. Platz: Vorverkauf 1^0 Ml., Lbendkaste r.OO Ml. Ost.eitzplatz Doeverlauf 0.70 Ml, Abenbkoste l.l» Ml. Vorverkauf Lba liier. I Mi iglieber (nur Geschäftsstelle u. Abendkasse): Res. Vlatz: 1.00 Ml. { Offener Sitzplatz: 0.30 Ml. Stzchenien (bei 6übrericheins 11 und Ilb. gelernter Mafchtnenfchloster. lucht Stellung auf Personen- oder Lastwagen, etrlhl Angeb unt. 09165 an den Wirh An», erb tags 10 Uhr, werden im Gasthaus Ron- Ihakr zu Langd ans den Staatswolddistrikten Lisenkante 2, 3 und 5, 5)eeg- wald 7 und 9 der Försterei Langd ver- flrinrrt: 3690 vrennhol,: Scheiter rw. 204 Buche 1 RI., 3 2. SU ; 8 Eiche. — Knüppel rm. 867 Buchen 17 Hainbuche: 5 Esche: 185 6>cht! 13 Erle ; 15 Aspe: 2 Wenmouths- fiefer; 42 Lärche - Neiserhol, 1. Kl. Olnüppelreisig) 57 Eiche — Aeiferhol, 2 RI.: (otammrcilifl): 980 Eiche. — «eifer, boll 3. AI. («streifig): 660 Buche: 198 Eiche — Stöcke: 125 Buche I SU , 2 2. RI. Aus den Schlagen heegwald 7 und 9 kommt der gesamte Ansall zur Dersteigc- runfl, aue Eisenkauie 2, 3 und 5 nur das V geschlagene Holz Besichtigung rorrb vorausgesetzt Nähere Auskunft durch Herrn Hörster Büttner und die unterzeichnete Stelle Hessisches Forstamt Eichelsdors .Holzversteigerung. Jrritafl. den 20. Januar, vormittags 10 Uhr. werden im Saale Waldschimdt zu Crumbach versteigert: 367V 1 Klrfernal'schnstte Klasse 3s bis 5s: 18 Stuck, 17 Im. 2 Jidilrnnuffhol). Klasse 1s 136 6i, 27,87 fm. Sttaffe 1b 157 St, 98,15 Im; Klaffe 2s (*) 61., 41,44 Im; klaffe 2b ' » 6t, 10,70 Im. Klaffe 3s 1 St, 0,70 Im. tage: im kirchenwalb. Abfahrt: gut. Crumbach, den 6. Januar 1928 Cv luth Pfarramt Schulz. Anschließend aus dem (Aemeindewald Crumbach 41 Stuck Aichtenstämme Klasse le—2b, 18.64 Im Crumbach, den 6 Januar 1928. 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Aura bevor das rumänische Parlament auf Weihnacht-serten ging, sand her neue liberale Parteichel und Ministerpräsident Din- 111 a Drationu für die Regierung. edTätunfl. die sich mit der künftigen Ruben- und Wirtschaftspolitik deS LanbcS befaßte, Worte und Leitgedanken, tvelche mit dem DirtlchaftSprv- gramm des bisherigen F t n o n z m i n i ft e r S Dintila Dratianu in keinem Sinklang ftanben. DaS lieb aufhvrchen. IrgendeiwaZ bereitet sich vor Gewiß kommt dieser Wandei in den *3n- schauunq. Dintila BrationuS auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik nicht ganz überraschend. Rn seinen Wuhl'pruch. mit dem er engstirnige Patrioten zu berauschen hoffte .Durch un- allein!" glaubt er selbst wohl schon lange nicht mehr Er. der folangc die Ausländsanleihen ablehnte und von einer Stabilisierung bei Leu- nicht- wissen wollte, schlägt auf einmal andere Töne an — und selb st für da- Deutsche Reich hat er eine einladende Geste die wohl die Qkrbanblungen seine- Ruben- mintfterS TituleScu mit Dr. Clrc’emann schonend vorbereiten soll Wie grob ber Umschwung in ben Anschauungen über ba- Handelsvertrags- Problem mit Deutschland ist. geht darau- hervor, das, noch im Frühjahr d 3.. al- in Bukarest die Frage einer deutschen Anleihe zur Erörterung kam. da- stolze Wort gesprochen wurde .Der Gläubiger kann doch von seinem Schuldner kein Geld verlangen!" Heute dagegen verkündet da- Regierungen- gramm sehr befllflcn, man müsse auch mit den ehemals feindlichen Staaten sobald al» möglich normale Beziehungen Herstellen Diele Erklärung beruht allerdings nicht, wie man Diel- leicht anzunehrnen geneigt wäre, auf einer plötzlich erwachten Sympathie rür Deutschland sondern auf Informationen, die anläbltd) der schwebenden Anleihe Verhandlungen in Pari-. London und Rom der rumänischen Regierung zuteil wurden Acr Dictor Rntone-cu, von dem eS hier heißt, bab er Im neuen Jahre Dintila Dratianu daS Finanzportefeuille abnebmen soll, verhandelt zur Zeit in Pari- wegen einer zehn Milliarden Lei-Anleihe Ebenso sind In Rom wegen einer gleichhoben Summe die ersten Dorbesprechungen eingeleitet worden, während in London versucht wird, für die Haupt-- anleihe. angeblich in Höhe von eben. Stimmung zu machen Aber gerade London zeigt sich wenig geneigt, da die dortigen moh- gebenben WirtschaftSkreise als wichtigste Bedingung für Auflegung einer Anleihe die völlige IDiebcrbcrhcllung normaler Wirt- fchaftSbeziehungen Rumäniens zu Deutschland bezeichnen Dieser Wink hatte prompte Wirkung. Denn in Bukarest würde man eine englische Anleihe viel freudiger begrub, n als etwa eine französische ober italienische, denn England ist im allgemeinen an Rumänien politisch wenig interessiert. waS man von Frankreich und Italien, die ihre Machtsphäre auf dem Balkan immer wieder zu vergröbern ober wenigsten- zu versteifen trachten, nicht gerabe behaupten kann. Jede von Frankreich ober Italien gewährte Anleihe hätte baher ein politisches Diktat aus gewissen Gebieten zur Folge. Seit Jahren aber laviert Rumänien zwischen ben bcibcn Grobmächten unentschieben hin unb her. Die Regierung beS Generals A. ereScu luchte einen Rückhalt an Mussolini. Die Liberalen dagegen bevorzugten bi-her Fronll ch. wollen aber jetzt ihre srankophilen Gefühle bi- zum Ergebnis der Wahlen in Frankreich nicht allzu laut zum Ausdruck bringen, ba ein eventueller Sieg des Link-kartell- in Frankreich Rumänien neuerlich zu einer Annäherung an Italien veranlassen Außenpolitisch betrachtet stellt sich Rumänien- Lage tum Jahresabschluß nicht eben rosig bar. Die Kleine Entente ist ein Rotnerbanb. der nur gegen Ungarn gewisse Sicherheiten bietet Gegeck Rußland, baS erst vor kurzem deS 10. Jahrestage- der .LoSre.hung Oida- rabiene vom groben russischen Mutterlande mit Wehmut gedachte, und üt^rhaupt die slawische Gefahr schützt er Rumänien ebenso wenig wie da- lockere Bündnis mit Polen. Rußland aber ist unb bleibt Rumäniens gefährlichster Rachbar. Wie immer auch sich bie Verhältnisse in Moskau entwickeln, selbst für ben Fall, bab der Kommunismus in Rublanb eine* Tages vollständig abwirtfchaftet — die Dnjestrgrenze wird auf die Dauer nicht gehalten werben tonnen. Bessarabien muß und wirb noch zu einer großen Auseinandersetzung führen Doch über biefei Problem unb bie Frage, ob ein russisch-rumänischer Garantievertrag möglich ist, soll später noch einmal RähereS gesagt werden. Andererseits kann nicht bestritten werben, daß trotz ber versöhnlichen Reden, die während der letzten Wochen von Briand und OHul’o! nt gehalten wurden. Frankreich und Italien sich auf dem Balkan feindlich gegenüberstehen. Der Aufmarsch der beiden Mächte vollzog sich erst kürzlich, al- Frankreich den Schutzvertrag mit Jugoslawien — und Italien ben Vertrag mit Albanien abschloß. Rumänien ist aber noch immer bamil beschäftigt. sich .zu orientieren". Dabei mußte ber gegenwärtige Außenminister Titule-cu erkennen, daß bas alte diplomatische Korps den Aufgaben nicht gewachsen ist. Bukarest war in ber Au-wahl feiner Gesandten und Geschäftsträger nicht eben glücklich. Es hatten sich vor allen unter den Diplomaten Elemente eingeschlichen, die es herzlich schlecht verstanden. in den Ländern, wo sie akkredidiert waren, besondere Sympathien für Rumänien zu erwecken. Titulescu will jetzt unter seinen Leuten gründlich a u f r ä u m e n. unb das Jahr 1928 bürste bei den rumänischen Gesandtschaften im Auslande nicht wenig Veränderungen bringen. So steht es bereits heute fest, daß den Be r l i - ner Gesandienposten b;r bisherige rumänische Vertreter in Genf erhält, der anläßlich der letzten Völkerbundstagung mit Strelemann wegen der künftigen Handelsvertragsverhandlungen schon Fühlung (frnommen hat. Bei dieser Gelegenheit sei auf einen interessanten Zwischenfall hingewiesen. Die .Dreptatea" schrieb dieser Tage, Außenminister Titulescu habe seine Absicht, nach Berlin zu fahren, um endlich einmal die deutsch-rumänischen Angelegenheiten zu ordnen, aufgegeben. Er werde zwar den vorgesehenen Besuch in Rom abftatten. aber dann nicht nach Berlin Weiterreisen. Schuld an diesem Entschluß trage der Pariser Gesandte D i a m a n - b y. der durch die Veröffentlichung seiner Erinnerungen in der.Revue des deux mondes" viel von sich reden machte. In diesen Memoiren gab er sich als entschiedener Deutschenfeind zu erkennen und veröffentlichte Dinge, bie angeblich ben politischen Kreisen des Deutschen Reiche- entschieden unangenehm sein müßten. Da Diaman- dy aktiver Diplomat sei, habe er mit der Publizierung seiner Erinnerungen etwas begangen, wa- sich mit seiner Amtstätigkeit nicht vereinigen lasse. Die Folgen für biescS merkwürdige Vorgehen müsse jetzt der Außenminister tragen, der eS unter solchen Umständen nicht für geraten halte, 6trefernenn zu besuchen. Wie ich von maßgebender Seite erfahre, entspricht e- der Wahrheit, bah Titulescu über die Memoiren DiamandyS nicht gerade erbaut ist. von einer endgültigen Aufgabe feiner Berliner Reife kann aber keine Rede sein Vorläufig muß TitulcScu wegen einer Erkältung das Bett hüten, wird aber gleich nach feiner Wiederherstellung die geplante Ausland-reife unternehmen. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß die liberale Regierung, der man nach dem Tode IonelS C. Dratianu ein baldiges Ende prophezeite. keine Anstalten trifft, ihren Geist aufzugeben. sondern bemüht scheint, durch Umstellung und Ausgabe bisheriger RorurtcLe bie Mög- Oer Felsen. Don Erich Tloether. Da- große Zelt war abgetrennt, ein Quervorhang t>erbarg den rückwärtigen Teil. Die glänzende Schar der Uniformen wogte durcheinander. Die Marschälle. Offiziere. (Beamten beS Heere- erwarteten daS Erscheinen des Kaiser-. „Schlecht Wetter heut", sagte Murat. .Draußen wie hier", entgegnete Angereau. .Da- lange Herum liegen macht unS müde unb ihn nervös Ganz zu schweigen Don ben Truppen, die da- Boulogner Lager schon hassen", sprach al- Dritter LanneS. Ein Mann in eleganter Hofuniform ging Darüber. .He. Monthoulon, wann kommt der Kaiser?" Ein Achselzucken war die Antwort. .Man glaubt nicht, daß er in einer korsischen Hütte geboren und auf der FluO groß geworden ist", sagte Murat. .Un- allen sieht man nicht an, wo wir Herkommen". entgegnete Angereau. .Ist auch nicht nötig", mischte sich jetzt Oterna- bottc in- Gespräch Ein Ruck ging durch bie ganze Versammlung. Der Quervorhang wurde zurückgeschlagen. Napoleon stand im Zelt. Klein, zur Fülle neigend, der feine Mund zulammengepreht. Die Augen gingen von einem zum andern. Jeder neigte sich wenn der Mick ihn traf. Der Kammerherr trat zu dem Kaiser, flüsterte ihm etwa- zu. .Rein, ich will niemand sprechen. Rur den Amerikaner schickt mir." Rapoleon drehte sich kurz um. Der schwand wieder. Durch die Menge ber Marschälle. Offiziere und OJeamtcn, die zum Ausgang drängten, wand sich ein schlanker Mann. Der Kammerherr lieh ihn ein treten. Fulton stand vor Rapoleon: .Sire, Sie haben geruht — Der Kaiser unterbrach ihn. beutele auf einen Feldstuhl .Setzen Sie sich unb berichten Sie mir. Aber kurz." Fulton, erregt, holte aus einer Mappe ein paar Skizzenblätter: .Sire, meine Erfindung bezweckt, mit Hilfe des Dampfes die Seeschiffahrt unabhängig von Wind unb Wetter zu machen. Ich will .Geben Sie her," unterbrach ihn der Kaiser, »ich will selbst sehen." Er nahm bie Zeichnungen unb prüfte sie eingehend. .Gut, vielleicht ist es möglich, warum aber kommen Sie barmt zu mir?" »Weil ich Sie für ben einzigen Menschen halte, ber mich wirklich versteht." .Sie sind hochmütig, Herr Fullon." .Ich glaube an meine Berufung wie Sie an bie Ihrige, Sire." Rapoleon wandte sich ihm zu: .Vollen Sie auch ein Volk führen?" .Mehr al- das. Ich will bie Völler juein- anderführen." Eine Zome-salte erschien auf bes Kaiser- Stirn: .Sie sind kühn, mein Herr." .Ich kämpfe für eine Idee." .Warum soll i ch Ihre Erfindung bekommen, warum nicht Ihr Vaterland?" .Weil Sie England stärker teeff en können als bie Vereinigten Staaten es jemals wagen würben." .Eie hassen England?" .Ich liebe mein Vaterland." Rapoleon schritt mit seinen kleinen schnellen Schritten durch da- Gemach: .Wieviel Zeit brauchen Sie zur Ausführung?" Fulton sprang auf: .Sire, Sie wollten — ?" .Beantworten Sie meine Frage." Knapp und fall sagte es ber Kaiser. .Sechs Monate. Eire." .Das ist zuviel, ich fann Ihnen nur sechs Wochen bewilligen." .Da- genügt mir nicht. Sechs Monate ober überhaupt nicht." Rapoleon sah ben Amerikaner an, sah bann toieber auf bie Pläne: .Alles ist einfach in sechs Wochen muß eS fertig fein. Soviel verstehe ich auch bavon." Fulton hielt llch am Tisch fest: .Sire, ich tue es nicht. Gewiß, in sechs Wochen kann ein Versuchsschiff fertig sein, aber nicht das Ganze." Rapoleon trat nahe an ihn heran: .Sie trauen sich selbst nicht, allo kann ich auch Ihrer Ersinbung nicht trauen. Selbstvertrauen ist bie erste Voraussetzung eines großen Menschen Sie aber wollen sich eine Hintertür offen hallen. Ich habe Sie auf bie Probe gestellt, hätten Eie unbedenklich .2a" gejagt, ich hätte Ihnen auch drei Monate Zeit getanen. So aber ist es aus." Sine verabschiedende Handbewegung. Fulton war entlassen. Er wollle eine Antwort wagen, ein warnender Blick des Mamelucken, ber un» lichkeiten für ein Weiterverbleiben hn Amte zu Ichallcn. Ob ihr die- gelingen wird, ist eine Stage, bie erst das Frühjahr 1928 entscheiden wird. preffa. Oie Internationale presseAusstellung in Köln 1928. Don Or. Wilh «ülj, M b.TiV ebem. Reichs Minister b. 3nrt, Heichskommiff. der Ausstellung. Am Rhein, in ber uralten Metropole deutscher Kultur und deutscher Geschichte .st eine internationale Kulturichciu größten Stile- im Werden begriffen. Köln rüstet llch. im Jahre 1928 ber Welt eine internationale PrvsseauSstellung zu zeigen, wie sie in dieser E.genari da» er ne Derartige Unternehmen überhaupt ist. Köln bietet für eine solche Veranstaltung einen überaus glücklichen Rahmen. Prelfeausftellung ist eigen:- lich nicht die richtige Bezeichnung für daS. wa- dori in Köln in diesem Jahre der Welt gezeigt werden soll, sondern die Ausstellung wächst sich während ihrer Vorbereitungen täglich mehr zu einer Weltkulturschau im Spiegel ber Presse auS. Sie will eine Verkörperung deS Kulturellen. beS Geistigen, unb deS wirtschaftlichen Werdegangs der öffentlichen Meinung in Deutschland unb in den anderen Äuliurftaaten sein. Dabei verfolgt die Ausstellung ben au8- Sesprochenen Zweck, bas Verstänbni- für die irfennmi» zu fördern, daß die Presse, die eine so oft gegeneinander gekehrte Waffe im Leben deS Volkes unb im Leben der Völler war, in ihrer ZukunftSentwickllmg ihre Hauptaufgabe in dem geistigen Ringen mite.nanber und nicht im Kampf gegeneinander zu erkennen hat. Eine einleitende t u 11 u r b i ft o r i f d) c Abteilung wirb in außerordentlich wirkungsvoller Weife von den Uranfängen des Presse- 'wesens dessen Entwicklung bis auf den heutigen Tag zeigen: jeder Abschnitt dieses langen Entwicklungsganges ist in ferner geschichtlichen und kulturhistorischen Eigenart gekennzeichnet. Weltgeschichtliche Ereignisse und die Großen ber Geschichte treten jeweils dabei in ben Vorder- grunb. Die Thesen Luther- kennzeichnen bas Flugblatt als religiöse und politische Streitkraft. Die Publizistik des Dreißigjährigen Krieges gruppiert sich um bie geschichtlichen Ereignisse jener Zeit. Rapoleon- Beziehungen zur Presse werben aufgezeigt, bie Revolution von 1848 bringt die Erstarkung der politischen Zeitung, .BiSmarck als Publizist" ist der Mittelpunkt eines besonderen Entwicklungsabschnittes. Parallel mit der Darstellung deS kulturhistorischen Werbens geht bie ber t echn isch en Entwicklung der Presse, von ber Holzprelle Gutenbergs an bis zum heutigen Stand. Rachdein durch bie kulturhistorische Abteilung bie Grundlage gesch.rs'en worden ist, folgt ein Gesamtüberblick über oie im Zeitungswesen zu- fammentoirfenben geistigen und wirtschaftlichen Kräfte. Einen geschloffenen Gesamtüberblick schließt die Vorführung der Tagespresfe in Einzeldarstellungen an. Verlag, Redaktion, Rachrichtenwefen usw. treten als Trager hervor. Den Gruppen unb EinzelnuSstellun- gen der deutschen Tagespvesfe folgt in gleicher Bedeutung bie Ausstellung des Zeitschriftenwesens, bie sich ihrerseits wieder in .allgemeine Zeitschriften" unb .Jachprclle" gliedert. Jede Zeitschriftengruppe wirb durch g-gcnflänb- liche Darstellung ber verschiedenen Fachgebiete Leben und Anschauung gewinnen. Einzelne besonder- wichtige Gebiete werben für sich her- ausgenommen, so »Dresse unb Kunst", „Presse und Jugend", .Presse und Frau". Mit Sonder- auSstellunger treten auch die Wellanschauungs- grubben aus. Das große Gebiet ber Technik, bes Zeitungswesen- und deS Dr-tckgewerb.'. im wei.es'e.i Sinne wird von den Znttralverbanden dieses Gewerbes und von feinen einzelnen Firmen bargestellt. Hier findet sich alle-, waS an beweglich bie ganze Zeit am Türvorhang gestanden war. ließ ihn ve.stuminen. Fulton packte feine Skizzen zusammen und eilte hnrauS. Drinnen stand der Kaiser sinnend am Tisch. .Wenn er doch recht gehabt hätte? — Ruftan, Hut und Degen." Der Mameluck hiell beides schon in Händen, schnell schritt ber Kaiser aus dem Zelt. .Wo ist der Amerikaner hin?" fragte er bie Wache: der Posten wußte es nicht. Rapoleon sah sich suchend um. Kein Windhauch rührte sich daS Meer lag unter grauen Schleiern. Suchend schritt der Kaiser weiter, tarn ans Ufer. Er blieb stehen, schaute verlangend in ben bichten Rebel, der ihm bie englische Küste verbarg. Da sauste plötzlich ein scharfer Winb Dom Lanb her. zerriß bie Rebelschwaden, brach einem Sonnenstrahl Bahn. Klar lag bas Meer ba, weithtn sich streckend bis zu ben fern aufbäm- mernben Kreidefelsen England-. Gebannt stand Der Kaiser. .Sire, das Ziel", sprach Bernadottes Stimme neben ihm. .Und -- wie seltsam — eS sieht auS. als ob auf Englands Felsen ein Mann stünde, ber Ihnen gleicht." Rapoleon hob ben Blick. Es war wahr. Die Sonne, ober waren es bie Wollen, zeichneten auf den fernen Felsen ein Bild, dessen Umrisse dem Schatten des Kaisers ähnelten. Bernadotte grüßte mit emphatischer Gebärde: Der günstige Wind Leibt den Kaiser auf ®ng» * nds Felsen. DaS ist der Sieg." Rapoleon atmete auf. Wozu brauchte er ben Amerikaner, wozu brauchte er neue Er .nbungen, er hatte seinen Deist, fein Heer. unr> auch bie Raturgewalten fügten sich ihm. Er würde auf Englands Fellen stehen. Er stand auf Englands Felsen. Es war ber von ÖL Helena. Sranffurfer Theater. Erstausführung ovn Emil Rikoiaus von Rez - nice ks Oper .Ri tter Blaubart" im Frankfurter Opernhaus. Dieses blutdürstige, düstere Märchen, daß Frauenneugier, die vor gebeimnisDoIl »erschloßener Kammer nicht halt machen kann, mit Word vergolten wird, hat wiederholt Komponisten zur Verwnung angeregt, so unter anderen Debussy unb Bartok. Zu dem .'Blaubart" Rezniceks hat Herbert Eulenberg da- Libretto getrieben; oder vielmehr: er Der- technllchen Hilfsmitteln unb Maschinen beim Druckvorgang gebrauch« wird, von der einfachen .'!'ck)7-,-dert- bi 6 zu der im Pressewesen auf- tretenden modernen Photographie und dem fom- pltzierreu Verfahren des Filmdruckes. Den internationalen Eharatter der Ausstellung entsprechend, bringen bie einzelnen ötaa- t e n ihr Prellewefe i auf bem Untergrund ihrer nationalen, winschattllchen und kulturellen Eigenart zur Darstellung, so daß die besondere Gin- wicklung des Pressewesen- jedes Lande» in die Erscheinung tritt und verständlich wird. Die großzügige Beteiligung des Auslandes einschließlich des Völkerbundes wird hier bcfonders oielfeitigc und interessante Vergleiche zulaflem. Richt nur zwilchen dem einzelnen Volk unb ber Prelle bestehen bi« innigsten Wechselbeziehungen. sondern die Beziehungen der einzelnen Völker ber Welt untereinander werden kaum durch etwas stärker beeinflußt als durch die Preise. Der große MenschhettSgedankc. welcher der Ausstellung zugrunde liegt, ist der. daß der finnfällige Anblick der ungeheuren Bedeutung unb Leistungskcatt der Presse m allen Ländern der Welt einen neuen An'pom ergeben möge, sich in ben Dienst ber höchsten und letzten Giiter der Menschheitsentwicklung zu stellen. Oberheffen. Landkreis (Bictzcn ) Wieseck. S. Ian. Dieser Tage hielt her Kiesige Obst- unb Gartenbauverein eine Versammlung ab. au der auch Richtmitglleder geladen waren Der 1. Vorsitzende Lehrer Petri sprach zunächst über die wirtschaftlichen Vorteile, die sich aus der Einsührung der sogenannten .Reichssorten' ergeben Gs wurde eine Kom- miss ton gewählt, bie alle Obstbaumbesiher. bk dieses Frühjahr Räume pfropfen laffen wollen, zur Bestellung von Reifem der behördlicherseits empfohlenen Sorten veranlassen sollen. Der tveiteie Verlaus der Sitzung brachte einen kurzen Bericht des Herrn Habermehl über die von ihm neu angelegten Demeindeobststücke. sowie eine Aussprache über den Wert der bisher in ber Gemeinde angepflanzten Obstsorten Oeibgeftern, 9. Ian Am gestrigen Sonntagabend sand im Verein-lokal de- Gesangvereins .Lieberkranz" eine außer» orden tl iche ®cneralDt|ammlung statt. Tagesordnung: Wahl einiger Ausschu'ie. bie mit den Vorarbeiten des am 9.. 10. , nb 11. Juni b. 3. ftattfinbenben GesangSw t - streit- unb großen Hüttenberg erDolk».- unb TrachlentagS betraut wurden. Rach den bisher eingegangenen Anmeldungen auswärtiger Gesangvereine verspricht tkr am 29. d. M. flattf inbenbe Delegiertentag einen regen Besuch Ss darf wohl heute schon mit einer starken Beteiligung am Wettlingen g rechnet werden Auch bie von bem vberyessischen Heimatdichter Gg. Heß gemachten Pläne über ben Aus- bau des Voll-- unb Trachtentage- versprechen das Beste, zumal diese Veranstaltung unter feiner Leitung steht. Weiten Kreisen der Oessentlichkeit ist Dg. Heß al- Pfleger ländlicher Heimatsitten bekannt: er hat bereit- genügend Zeugnis über das Wohlgelingen ähnlicher von ihm geleiteter Veranstaltungen abgelegt ) Lich. S. Ian. Am Sonntag hatte Llch einen arohen lag. Wie bereite kurz berichtet, sand als Auftakt zu bem großen Gesangswettstreit am 9., 10. unb 11. Juni b. I., veranstaltet vom Mannergesanaoerein ..Läcillo", Lich, anläßlich seiner Wjähriyen Jubelfeier, ber D e I c g i e r te n • tag in ber hiesigen Turnhalle statt. Die Vertreter ber am Wettstreit interessierten Vereine waren von nah unb fern erschienen, um bie enbgültigen Meldungen ihrer Vereine zu überbringen unb mitteilzu- nehmen an ber Beratung ber ‘ZBettftreitbebingungcn unb ber «laffenbilbung. Nach einem kurzen Sanger- gruft entbot Stabtüorftanbsmitglicb Vektor Erb- Lich an Stelle des infolge schwerer Krankheit ocr- h'nderien Bilrqermeisters Volker ben zad,eichen (Baften bie Griiße ber Stabt unb bes Stabtoorstan- bes-. Der im Anschluß hieran oorgetragene Chor ..Labbatsruhe" fanb stürmischen Beifall. Sobann faßte ein großes dramatische- Schauspiel nach dem gleichnamigen Märchen und überließ eS dem Komponisten der Oper. 3n drei Auszügen Ars qrauenumwobenen Bildern ersteht da- Werk, in krastvoller, säst brutaler Lautheit der Instrumentation spiegelt sich hie zwischen Dämonie und GesuhlSverwirrung schwingende Tat de- Frauenmörder- Blaubart. Man merkt dem Dichter und dem Komponisten an. daß es ihnen darum zu tun war, mit diesem Märchen psychologische Enträtselungen zu versuchen, bem Blaubart die geheimni-volle MaSke vom Gesicht zu reihen: infolgedessen gingen beide keiner Kras>- hett und Blutrunstigkeit auS dem Weg. Obwohl das Werk bereits 1918 fertiggestellt war. paßt es in unsere Zeit, da man mit der Laterne der Literatur die Untiefen der menschlichen Seele absucht, und ähnliche Sujets den Vorwurf zahlreicher Warnen bilden. Das große musikalische Können ReznicekS spricht auch auS diesem Werk, mitunter vermag die dramatische Musik mit grauenvoller Lebendigkeit die tragischen Vorgänge der Bühne zu illustrieren. Die heroische Wildheit der Blaubart-Motive läßt ber zart aufqucjlcnben Lyrik nur wenig Raum. — Die Ausführung ber Oper war unter ber musika- "schen Leitung beS Kapellmeisters Rett- st r a e t e r künstlerisch vollenbet SS war erstaunlich. zu welchen musikalischen Leistungen er baS Orchester anzuseuern vermochte. Auch bie Regie beS Gastregilleurs Hans Esdras Mut- zenbecher verriet kraftvollen InszenierungS- willen unb großes künstlerisches Verständnis. Jean Stern wußte seinem Vlaubari interessante Züge dunkler Dämonie unb seelischer Zerrissenheit zu geben. Viorica ilr,u (eac unb Sli'abeth f onbt würben zu einbringlichen Vestaltennnen ber belben unglücklichen Opser. Gesanglich unb barftellerisch gute Leistungen boten auch HanS Erl (alter Vater) unb HanS Branbt (blinber Diener). Doll unheimlicher Lebenbigkeit bie bei- ben Leichendiebe. Richard v Schenk und Her- mann Schramm, voll geschmackvoller Zurückhaltung Adolf Jäger unb Emil Stauben» weher. Lubwig Sievert gab ber Märchenoper cineit büsteren Räumen. DaS Werk würbe mit starkem Beifall aufgenommen, fo bah alle, bie am künstlerischen Gelingen bes Abenbs beteiligt waren, sich wieberholt mit bem Komponisten auf ber Bühne zeigen konnten. L.W. nahm ber Ehrenvorsitzende des SubelDertins fteint. Schmidt VIII., do» Don. übermittelt» die Truhe de» Männergeiangoereins „Cäcilia“, Lich. und dank« den Vertretern der Wettstreitoereine für die Teilnahme an der Tagung. Er fuhrt« weiterhin au», daß man heute immer davon red«, bah zuoiel Feste S: feiert würden und da» möge auch oielfod) feine erechtigung haben Die Feier eine» VOjahrigen Jubelfeste» bilde jedoch eine Aufnahme und dürfte nicht fang* und flanglo» übergangen werden. Unter feinem Dorfitz wurde nunmehr zur eigenUichen Tageeordnuna ubergeaangen. 3m Vordergrund« stand die vekanntgaoe der zum Wettstreit endgültig angemtldelen Vereine und d,e Klastenbil düng. Danach beteiligen sich am Wettstreit in der Abteilung A (1., 2. und 3. claMfiaffe). in der Abteilung B (1., 2., 3. und 4. VanbUafk). in Abteilung C (Duartettflafie) und in Abteilung D (nicht prei»gefronte Vereine», inegefamt 31 Vereine mit etwa» über 1300 Sängern. Die Verhandlungen, die sich anfänglich etwa» in bi« Länge zu ziehen drohten, würben durch weitgehende» Entgegenkommen de« Iubeloereins in befriedigender Weife schnell zu Ende geführt. Die Auslosung der Vereine über bk Reihenfolge beim Rlaffenlmgen war schnell erlebigt. Der Schl, hchor .Hoch empor” beschloß die fchSn verlaufene Tagung — Stobt unb Bevölkerung wett- eifern miteinanber, alle Vorkehrungen zu treffen, bamit em Fest gefeiert werben kann, bas ber Stabt unb feinen Einwohnern zur Ehre gereichen wird. Ein schone» Sängedeft soll e» werben unb sich wur- big an bie Jubelfeste früherer Jahre und 3ahrzehnte anfchliehen. - An der Verschönerung des Stadtbildes wird sortgesetzt gearbetteL.lEin Teil ber ONsdurchsahrt ist bereits mit einer Klein- p f l o jt e r b e tf e versehen worben. Der restliche Teil wird im zeitigen Frühjahr umgepslaftert. Einem fahrelang beftanbcnen Bedürfnis wird damit Rechnung getragen. Auch der farbigen Ausgestaltung der f) a ii s a n ft r i d) e wird seit geraumer Zeit volle Aufmerksamkeit gewidmet, (stanzt Strahenzuge sind zur Renovierung bereits in Auftrag gegeben, unb neue werben noch hinzukommen. Rabertshausen, 9 3an. Da- Hof- gut Ringel« Hausen, fri« zu unserer Gemarkung gehört unb durch den Tod de« Oberamtmann« Stegk frei wurde, ist mit'Beginn de« neuen Iahre« unter an 'Bürg’rnHfter Reichhardt bi« zum Herbst diese« 3afcr'« zur De- wir'schäft unq übertragen worden. Don diesem Zeitpunkt ab ist es an dessen Rrsfen. Landwirt Richard Schäfer von Hungen, verpachtet. Der Hof umfaftt 128 Rormalmorgen Wiesen und Ackerland und gehört dem Gr if en von Laubach. '£J Muschenheim. 9.Jan. Vieser Ta« fand hkr eine gut besuchte Versammlung statt, in welcher Landwirtschasterat Dr. Schneider vom Lanbwfrtfchastsamt Lich einen sehr lehrreichen Dor- trag übe r ÄaHbünßU ng hielt. E» wurde aus ber Versammlung heraus ber Wunsch geäußert, bas Landwirtschaftsamt möge künftig öfters solche Dor- tragsabende abhalten. . — . Lang-Göns. 9. 3an. Die Ober - klasse ber hiesigen Schul« hatte am 6am«tag au einem llnterbaltungbabenb eingela- ben. Die Turnhalle war bi« zum letzten Platz gefüllt, viele Leute muhten stehen. Rach dem Dorspruch einer Schülerin führte Lehrer Hofmann den neuen Bildwerfer (Epidiaskop) vor Ausgehend von Heimatbildern führte er die Zuschauer hinan« in bk deutfchen ®aue und Slgte, wie man fast in allen Unterricht-fächem n Dilderwerser in der Schule gebrauchen kann. Für die Kinder wurden zwei Märchen (mH bunten Dildern). ..Der gestiefelte Kater" und Brüderchen und Schwesterchen", erzählt. Dann tarn ein kurzer Dortrag über Spa nien, daS öftrer Hofmann au« eigener Anschauung kennt. 3n sehr schönen klaren Bildern, teil« auch mit eigenen Photographien, wurde da« ferne Son- nenland. die Landschaft, die schönen Städte (Granada und Sevilla), da« Doll«leben usw. mit dem Bildwerfer an die Leinwand gezaubert. Besonder« ging der Dortragende auf die Stierkämpfe ein. Die Bilder waren bi« zum letzten Platz In der langen Turnhalle flar und deutlich zu erkennen, unb man war sehr befriedigt von den Leistungen de« Bildwerfer«. Den Höhepunkt de« Abend« bildete ein lustige« Theaterstück der Schulkinder, „Dok- tor Allwissend" In vier Bildern rollt da« Danze ab Die Darsteller spielten hervorragend. öinige Lieder der Oberllasse und öln- zelvorträge schloffen den Abend ab. Bereichert wurden bie Darbietungen durch Musikstücke de« hiesigen Musikverein«.Der Reinertrag de« Abend« wirb « Vchvlzwecke« verwandt. Dem Wunsch vieler A nwohner, bald wieder einen solchen UnrerhaltungSabend zu veranstalten wirb hoffentlich Folge geleistet werden. Ärei« Ariedberg tz Steinfurth, 9. 3an. Der Radfahrer- verein .Flottweg" hatte g.ftem einen Unter- baltung«abenb. 3n einem lebenden Bild und einem Prolog, gesprochen von Frl. Wedel, wurde der Radsahr-por: gef«i.*rt Herr Bopp, der Dortitzende de« Brrein«, begrühte die Erschienenen unb gab einen Ueberblirf über die Arbeit der Radfahrerpereine. ®r hatte auch mehrere Reigen eing.-übt. die von den Radlern mit grober (Gewandtheit flott auSgeführt wurden. Auch eine Abteilung de« Brd-Rauh.nmer Radfahrerverein« sühne einen R igen erakt vor 3m Mittelpunkte de« Abend« standen die von H eh-Leihgestern t>org-tragen en eignen Dichtungen in Wetterauer Mundart, die mit grobem Beifall auf genommen wurden. Kreis Büdingen. Z Ridda. 9. 3an. Der Eifenbahn- verein. einer der größten Dereine unterer Stadt, hielt am Samstagabend in der Turnhalle sein diesjährige« Wintervergnügen ab. Der geräumige Saal war voll besetzt. Sin vorzüglich qe«p,e!ter Schwank trug außerordentlich viel zur heiteren Stimmung der Besucher bei und sand groben Bei all. Die a nlchliehende Tombola brech e recht ergötzliche Ueberrafchungen. Zum Sch.u'fe wurde nach den Weisen eine« recht guten Streichorchesters noch mehrere Stunden dem Tanz gehuldigt. Die Feier nahm einen allseits befriedigenden Verlauf. * Ridda. 9. 3an. Bei einer über Erwarten großen Beteiligung hielt gestern die hiesige katholische Kirchengemeinde im prächtig g.schmück- icn ©ambrtnu«faale eine erhebende Weihnachtsfeier ab. woran nicht Hofe fast alle hiesigen katholischen Familien, sondern auch sehr viele auswärts zerstreut wohnende katholische Christen mit ihren Kindern teilnahmen. Rach der Ansprache unsere« Pfarrers Gondolf wech'elten Musik- Dorträgc mit wundervoll gefangenen Weih« nach «liebem eine« Schülerchor« ab. Den größten Beifall sanden zwei von Kindern und einigen erwachsen en Gliedern unserer katholischen Gemeinde sehr gut aufgesührte Weihnachtsfpiele „6« ist ein RoS' entsprungen" und .Da« Weih- nachtSfest eine« Waisenkindes". Zu der Einübung der Lieder und Festspiele hatte Lehrer T h a I e r von hier viel Zeit, Fleiß und Mühe verwandt, waS von allen Teilnehmern an der Feier dankbar anerkannt wurde. ,?" Ridda, 9. San. Die Simenarbeiten an dem Realschulneubau erleiden dadurch eine Derzögerung, daß die (Malerarbeiten nicht rechtzeitig fertiggestellt werden können. Bei der Submission wurde für diese Arbeiten kein Zuschlag erteilt, da sämtliche Angebote den Dor- anschlag überstiegen. Kreis Schotten. ■*- Schotten, 9. San. Die Ortskrankenkasse deS Kreise« ist ab 1. Sanuar dazu übergegangen, die Ehefrau deS Dersicherten in die Heilbehandlung einzuschließen, vorläufig mit der Einschränkung, dah die Leistungen der Kaffe im Sinzelfalle einen gewissen Höchstbetrag nicht übersteigen können. Die Krankenkassenbeiträge wurden von 5,5 auf 6 Prozent erhöht. O L a u b a ch, 9. San. Dorgeftem hielt der hiesige Turnverein (Dorsitzender Landwirt Heinrich Braun), der in diesem Sahr sein 80jährigeS Stiftungsfest begeht, fein diesjährige« Abturnen ab. Die Männerriege turnte an sämtlichen Geräten, die Frauen am Darren, auberbem führten sie Freiübungen und Keulenschwingen vor. Man konnte durchweg sehr beachtliche Leistungen feststellen. Sodann wurde etn flotter Einakter gespielt, worauf ein munterer Tanz und angeregte Unterhaltung folgte. — Sn voriger Woche hatten wir gemeldet, dah innerhalb der evangelischen Kirche sechs Trauungen, 30 Taufen und 21 Beerdigungen hier stattfanden. Rach dem StandeSamt- r e g i ft e r teilen wir nun mit. dah insgesamt 33 Geburten. 21 männlichen, 12 weiblichen Geschlechte«. 39 Sterbefälle ftattfanben, und acht Eheschließungen vorgenommen wurden. Sm Der- gleich zum vorigen Sahr haben die Geburten (36) und die Ehefchliehungen (8) abgenommen; die ©terbcfälle (37) dagegen weifen in diesem Es zogen drei Äurschen wohl über den Isshein .... Roman von Erica Grupe-Lärche r. 13 Fortsetzung Nachdruck verboten Stimmen, die sich drauhen auf dem Gang der Logenreihe näherten, schreckten sie auf. Sie begannen wieder auf ihre Umgebung zu achten Die Musik uxir schon feit einiger Zeit redtununi, der Tanj unterbrochen, um den Musikanten Zeit zum Aus- ruhen .zu geben und die grobe Pause Aum Souoer cm zu deuten Man promenierte plaudernd Im großen Saale auf unb ab. Der größte Teil der Besucher hotte sich sedoch in die Nebensäle ergossen, um an zahlreichen kleinen Einzeitischchen einen Imbiß zu nehmen Auch die Eigentümer der gemieteten Logen erschienen oben auf dem Emporen teil, in Paaren, in kleineren und größeren Gruppen. Melusine erinnerte sich mit einigem schrecken an ihren Vetter Denn ein hämischer Zufall es fügen würde, ihn jetzt mit einigen Freunden ahnungslos hier herauf zu fuhren. — und er guckte - neugierig wie er nun einmal war — die Logen ab — unb fand sie momogltd) hier mit Dietwart oon Schätzer? Nomegen verstand und billigte auch Dietwart ooll- kommen ihren Entschluß fich jetzt vorläufig zu trennen. Sie wollte allein in den Saal hinabsteigen, um sich nach ihrem $ ruber umzusehen Er aber hütete oben ferne Loge und wartete ob e» ihr gelingen würde. Ranmond zu finden, unb ihn al« Dritten mit herauf zu bringen. Die erste Trennung! Und fit hatten sich noch so unendlich viel zu sogen aehobf Er behielt ihre itanb in der leinen unb lauschte mit etwa» zurückgenetg- lern Boote. Er wogte et nicht mehr, jte setzt zu küssen. In der Loge unmittelbar nebenan, war es zwar noch still Aber bie Stimmen der andern Logen klangen nah genug. E» ging nicht an. daß em lunger Deutscher oon Adel eine Barvnttzc Welzin in die ökfobr einer gesellschaftlichen Bloßstellung brachte' Melusine' Roch etn Dort. Die ist chr Entschluß? Da- ist Ihre Ansicht? Dari ich mich in den nächsten Tagen bei Obrer Frau Mutter einfinden um bei Ihr um Obre Hand zu bitten?" Sie jenhe für Sekunden den Blick. Die klipp und klare Frage brauste plötzlich wie ein Sturmwind vor ihr auf unb benahm ihr den Atem. Gewiß, sie suhlte mit Deutlichkeit, wie sehr, wie stürmisch sie ihn letzt schon liebte. Sie war überzeugt, das Glück ihres Lebens als feine Lebensaeiährtin juchen zu müssen. Aber schon jetzt fich vollkommen durch ein Verlöbnis binden? Würde es nicht besser sein, ihre Mutter, vor allen Dingen die herbe Großmutter, Onkel ttämlQr und Alcefte in ihre Heiratsabsichten mit Dietwart oon Schätzer einzuweihen, ehe Dietwart selbst feinen Antrag bei Ihrer Mutter stellte? Er aber deutete chr fekundenlanges zögerndes Schweigen anders. „Ich beabsichtige ja, in diesem Sommer mein Referendaresamen abzulegen. Mit Raymond zusanunen. Wahrscheinlich werde ich bei der Regierung hier im Lande meine Referendarzeit bl» zum Assessor verbringen können. Wenn Ihre Frau Mutter oielleicht Bedenken haben sollte, chr Jawort schon jetzt zu geben, ehe ich mein Studium beendet habe?" — Sein Gedankengang ging aus Item Gesichtskreis feiner eigenen Kreise heraus, in der man mehr auf Stellung und Titel sah. als in der elsässischen Hautevolee, in welcher in der Haupt- sacke da» Vermögen entschied und eine Rolle spielte. ..Warten Sie noch einige Tage. Dietwart", meinte sie bann mit einiger Hast, und sah ihm in die Augen: Lassen Sie mich erst meine Mutter oorbereiten — und meine beiden andern Verwandten Besuchen Sie in einigen Tagen unauffällig meinen Bruder Dann werde ich (Gelegenheit nehmen. Sie unter vier Augen zu jprtdyn. was am besten geschehen soll. Gelt. Lieber^" Ihr.- Worte, die »rotz Ihrer Vorsicht eine Zusage enthielten. ihre lächelnde Liebkosung in den letzten Worten oertegte ihn m bas flammendste Entzücken. AL- te im nächsten Moment au» der Loge ’AntU. dock ohne äl tere Host, unb mit möglichster selbltlvherrtchung horchte er ihr nach Seine her- abhangende i Hande krampften fich in impulsivem Glücksgeiühl zusammen: Ich werde sie mir erobern. ick werde he mir erobern* Unb wenn noch lehn Kulm» wie dieser Baron Atceste. lie tote Drachen imwacken wurden Dee Idroarv Domino hatte ‘.ange unten an der Heinen Rebentreppe gewirtet, die tror den Logen berabhrbrte Mit Zähigkeit behielt Die Maske die Fahr ebu höhere 3Wer auf. — MetzEertnetster Kratz au« Freienseen. ein Schwerstes «beschädigter. hiett gestern abend im . Schützenho^ einen sehr anziehenden Vortrag über seine eigenen Erlebnisse Im U-Dool während de« Weltkriege«. Die zahlreiche Dersarnmlung spendete lebhaften, wohlverdienten Beifall. — Gestern mittag bildete lich hier im .Solrnler Hof" eine Ortsgruppe Laubach und Umgegend de« Verbandes alter Kameraden de« zweiten hessischen Infanterie-Regimentes R r. 1 1 6. Die neue Ort-gruvpe zählt schon gegen 40 Mitglieder. — Der Hau-bursche Smil Hag« g e n m u 11 e r au« Oberammergau, der. wie wir meldeten in voriger Woche einen Selbstmordversuch auf der Bahnstrecke Hungen—Laubach unternommen hatte und schwer verletzt in das hiesige Krankenhaus gebracht worden war, befindet sich wieder auf dem Wege der Besserung. Freienseen. 9. 3an. In der vorigen Woche hat der Kreis-Urkundenpfleger Prof. Dr. Roeschen (Laubach) da« hiesige Gemeindearchiv geordnet und genau verzeichnet. Diese« Archiv ist sehr reichhalt g und enthält eine ganze Reihe wertvoller Urkunden, wie sie wenige Gemeindearchive der Provrnz bieten. Wir finden hier sechs Landgrasen-Urkun- den (von 1371 biS 17f») unb vier Kaiser- Urkunden (von Kaiser Karl V„ Kaiser Leopold. Kaiser Karl VI., Kaiser Franz I.). Die hessischen Landgrafen stellten Schutz- und .FreiheitSbriese, die Kaiser Wafsenbriese aus (Schild quergeteiü. oben Reichsadler, unten Schwan). Ein genaue« Bild der wirtschaftlichen Berhälmisse geben die Demeinderechnung-en, die mit wenigen Lücken von 1567 bi« in die Reuzeit reichen, sowie die besonder« gut au«geführten zahlreichen Flurkarten. die zwei Iahrhunderte zurückreichen. Auch die Grund- und Lagerbücher sind trefflich geführt und geben genaue Auskunft über die früheren Devölkerungs- und Befitzverhältniffe. Der Bestand der Familien, die hier Grundbesitz hatten, läßt sich sicher und genau feststellen. Das Archiv befindet sich in der sog. .Alten Schule", die jetzt alS RathauS benutzt wird, in nächster Rähe der Kirche, deren Turm etwa aus dem 14. Jahrhundert stammt und mit Schießscharten versehen ist, während daS Schifs 1770 erbaut, 1870 wic- derhergestellt wurde. Dieses Schiff bietet ein ungemein reizvolle« Bild eines Sakralgebäude« der Rokvkozeit. + Stumpertenrod, 9. Ian. Unsere Gemeinde ist eine der wenigen Gemeinden unseres Bogelsberge«, die einen Gemeindesaal besitzt. Ms in der KriegSzeit die Männer im Felde waren, und die Frauen die landwirlschastlichen Arbeiten besorgen mußten, kam der frühere OrtSgeistliche. Pfarrer Glock, der jetzt in Mainz ist, auf den Gedanken, den Müttern die Gorge um ihre kleinen Kinder abzunehmcn und durch Umbau eine« größeren Kuhstallcs der Pfarrei eine Kinderschule zu errichten. Der Gedanke fand Anklang und kam bald zur Durchführung. MS dann der Krieg zu Ende ging und die Kinderschule wieder überflüssig war, wurde diese zu einem provisorischen Demcinde- saal eingerichtet, in dem in der Revolutionszeit MännerdiSkussionSabende und Bibelstunden ab« gehalten wurden. Im letzten Jahre wurde derselbe weiter au«gebaut und innerlich neu und schön hergerichtet. Run hat die Kirchengemeinde auch noch ein Harmonium gekauft und in der letzten Woche im Gemeindesaal ausgestellt. Wenn Im Laufe der Zeit auch noch einige Tische und Bänke und ein besserer Ofen angeschafft werden, dann hat unsere Gemeinde einen Ge- meindesaal. der allen kirchlichen Bedürsnlssen der gegenwärtigen Zeit gerecht werden kann. ■+■ EtchelSdors, 9. Ian. Für die innere Ausschmückung der Kirche wurden an freiwilligen Gaben annähernd 1 '00 Mark aufgebracht. An dieser Summe sind die Deutsch- Amerikaner, die einst von hier auSgewandert sind, mit etwa 600 Mark beteiligt. Auch bei anderen Gelegenheiten bekundeten sie ihre Anhänglichkeit an die Heimatkirche durch Uebcr» Weisung ansehnlicher Beträge. Mreie Alsfeld. r. Ober-Ohmen, 9. Ian. Auf der Landstraße Ruppertenrod — Ermenrod verunglückte diefer Tage ein Personenauto au - Gießen dadurch, dah e« gegen einen Baum fuhr Der umstürzende Kraftwagen wurde schwer beschädigt und muhte von einer Msielder Firma abgeichleppk werben. TBte durch ein Wunder blieb der Führer des Autos unverletzt. WSR. Windhausen. 9. 3aru Da« sechsjährige Söhnchen de« GuisbZitzers Geiß brach auf dem an der S raße mvch Köddingen gelegenen Teich ein. Der elkiährige Schüler Albert Döring von hier legte sich kurz entschlossen platt auf das Eis und zog den bereits zweimal im:ergeg:ng morgen roetbe Ich Es» legenbelt nehmen, überall zu erzählen, axe bi« Baronesse Welzin sich auf dem ArmenbaD kompromittiert hat. Indem sie sich mit einem deutschen Tänzer ein Rendezvous in einer der oerjchwieaeneUi Lauben gab. D. ich habe ihr reizendes lete-a-lete gesehen 'JR et ui int rang sich die Händt frei und jagte mit mühjam unterdrückter Wut: „Das ist eint Ins amte l Lüsten Sie doch Ihre Maske und jagen Sie mir 2hre Bosheiten offen Ins Gesicht. Ich werde Ihne« der Wahrheit gemäß antworten. Aber einer vermummten. feigen Memme gebe ich keine Rechenjchoft/ „Das will^ich gar nicht", höhnte die Fremde. ..Amüsieren Sie sich auf einem Ttasfenfeft in einer "oge lehnte sich an» Treppen- M.änber unb starrte oor fich hin. Sic wußte: Ite "Uchte tetzt zu Entjchiüsten kommen. (öortNeung folgt.) bach urL Drückt!!? ?* MpS J fi?? Frisch. ^?Nvr. pSy “S$S te£ä ™* 6M keis dtt o.l ”8. L 9? Derw^cwt ’ fa* Mt Oqu. !nÄr an dn auch e talnabnwti jJ “tetiDpdtonbd ^pressttvan Alr. Dalter inhaltreichm Dor» egtereiler" ter an» würdigen Mschluh idm war eine le» „Mainzer 2«' hmern unter M» einen vortrefflichen ner groben Mwg rigen PreffeM-ng Gaues SüteAassau -nählen, uxt dt v» Äg s®58 ÄrW Md lagen Sie wk *i Ich werde w«1 Uber einer *r >Ww "äVs äs döiPi^rSL j-ö. Knl«/n®.T0«w :*' !N'." Mnflsn. ,r den voll .rin und gurten "Ätrfj ffchen deru sich geblu^ ent* 'S’,»its Ägäis n irepPcben bie begr.ttertc 2bv Ürta4* von Pros. Ziffer (Karlsruhe). her auf Vie besonderen Zeziehungen Baven- unb Hessen- h'.nvne-. Vie durch bi< Maul-Feier trn April diese« Jahre« wieder in die örmne- rung g enden würden. ®r dankte dem Hefien- land. daß e« Baden seinen bebrütenden Lande«- turnlnlpeftot geschenkt habe (*2HauI ist m TH l • chelftadt 1828 geboren, und lud di« Turner Helten- vor allem zur Waul-Gedächeni-feier nach Karlsruhe ein. Aus dem Xurngou Hessen (O.T.) •o- «riehen. 9. Ian. Sine zweite Zusammenkunft der geübteren Turner de« Gaue« zugleich mit den ersten Bezirks- turnvarten der sechs Bezirke sand am Lonn- togvormittag zu Diehen in der Turnhalle des WLnnerturnvercins statt. Zu Beginn der Arbeit gedachte der Leiter. Dauoberturnwart Wilhelm Will (Gießen), in bewegten Worten des schweben die Deutsch? Turnerschaft durch den trüben Tod ihre« glänzend bewahrten Oberturnwartcs und unermüdlichen Organisator« de« heraus kommenden Deutschen Turnseste«. Stu» dienrat Mae Schwarze (Dresden), kürzlich erlitten hat. Der Uebungsplan der Tagung sührte die Teilnehmer diesmal weit über die nächsten Bedürfnisse de« Gaues hinaus snsosern. als er lediglich die Dorbereitungen aus das Deutsche Turnfest in Köln umfaßte. Die seither in unverbindlichen, aber immerhin grundlegenden Aormen gegebenen allgemeinen Freiübungen sind nunmehr sestgelegt. und die Ilebungs- arbeit in den Bezirksvorturnerstunden und in den 7kreinen kann aus sicherem Grunde zur Vollendung streben. Die Hebungen sind zwar anstrengend, aber verhältnismäßig einfach ausgebaut. denn Wassenwlrkungen in einem Aus- muh wie e« in Äöln zu erwarten steht, und Givselleistunaen sind nicht zu gleicher Zeit zu haben. Da 5er GauturnauSschuh auf die Aufstellung eigner allgemeiner Freiübungen vernichtet hat. wird da- Gauturnsest au Butzbach gleichsam eine Hauptprobe für die Turner und zugleich ein Stuck Deutsches Turnfest für die Zuschauer werden. Ferner hoben sich die geübteren Turner entschlossen, für das Deutsche Turnfest in Köln eine Mufterricgc de S Gaues Hessen am Aeck zu stellen. Die entsprechenden Hebungen sind von dem Gauober- tumtoart In Verbindung mit dem Gauwart für Männerturnen. Marttn 2er tor (Marburg, in drei Stufen entworfen worden dergestalt, dah die erste Stufe schon die Anforderungen stellt, die im Zwölilamps der Männer für die Oberstufe im Dau üblich sind. Die Riege soll au« zwölf Turnern und drei Ersatzmännern bestehen, so dah aus jede Stufe vier Turner kommen: jeder kann sich eine Stufe wählen, die ihm am besten liegt. Sine vorläufige Gruppierung ergab für die erste (unterste) Stufe aü Teilnehmer: Heinrich Dechent. Tgde. Friedberg. Fritz Boh- nacfer. Tv Schlitz, HanS Rehn, Tv. Ridda, und Heinrich Seil, T. u. Sp. B. Marburg: für die zweite Stufe Willi Blumenschein. Tgde. Friedberg, Adolf Aathfchlag, Tv. Aidda. 2lfi>erl Würtz, Tv. Krofdorf, und Otto Lektor. T. u. Sp. D. Marburg, für die dritte Stufe: Willi Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Aauheim, Karl Heuler, T v. 1 8 46 Dieben, An ton AieS, Tv. Aidda. und Richard Seth, Tv. Großen-Linden. Die Beteiligung an der Riege bleibt noch offen, bis demnächst durch AusscheidungSkämpfe ihre endgültige Zusammensetzung ermittelt wird. Auch ihr wird In ähnlicher Weife, wie wir oben bei den allgemeinen Freiübungen erwähnten, Gelegenheit geboten werden, den Dau mit ihren Darbietungen bekanntzumachen, und so wird sie am Schauturnen des Vorabends beim Bezirk s s e st z u Bad-Aauheim teilnehmen. Schließlich wurden noch Pflichtübungen für das Deutsche Turnfest erläutert und durchgelumt. Der Rachmittag sah die Frauenabtei- langen zu ihrer ersten Gauvorturner- st u n d e in der gleichen Turnhalle zusammen. Aus 22 Turnvereinen beteiligten sich über 70 Leiter und Borkumerinnen. Auch hier wurden die entsprechenden allgemeinen Freiübungen vom Deutschen Turnfest al« Stoff für die Veranstaltungen des Gaues übernommen und auherdem drei Gruppen von Keulenübungen verbindlich gemacht. Schon bet dem letzten ®au$ rauentoettumen zu Kirchhain Var an die Stelle einer Kürübung an einem ü'crät eine Keulenübung gesetzt worden, und für Köln ist jede Kürübung an den Geräten ausgefallen: dagegen wird dort den Turnerinnen im Rahmen der volkstümlichen Wettkämpfe Gelegenheit geboten. Sonderleiftungen über den Durchschnitt hinaus zur Wertung zu stellen. Die Pflichtübungen für da« Wetturnen im ®au werden demnächst von dem ®aufraucnturn- toart in Verbindung mit den Turnwarten Heinrich Schneider (Wetzlar) und Karl Erb (Sieben» zusammengestellt: Meldungen zur Hebernahme de« Wettkampfes liegen vor von den Turnvereinen zu Sich. Laubach. Lauterbach und Aidda. Mit der Einübung eine« Volkstanzes schlob die überaus reichhaltige älebungsstunde. die unter der temperamentvollen Leitung des ®aufraucntumtoarte« Rudolf Paul (Dieben) allen Teilnehmerinnen llcbungs- toff für lange Zeit, aber auch viel Freude mit- gegeben hat. V. f. B. Liga — „Germania" Frankfurt 1H. IL — Privatmann schalt Frankfurt 9:1. III. — Klein-Linden 1.5:5. Mit der Verpflichtung der Frankfurter ..Der- Dania" hatte der Spielausschub inlo'em einen «Uten ®riif getan, als die Mannschaft einen Fuh» laU demonstrierte, wie er in Diehen seit langer Zeit nicht mehr vovgesührt worden war. 7Da« die Gaste an Stellungsspiel. Kombination. Ballbehandlung und Körperbehcrrschung zeigten, darf für unsere hiesigen Derhälmisse al« ÄIcHe bezeichnet werden und läfjt es vollkommen berechtigt erscheinen, wenn sie trotz Abstiegs allgemein in Frank urt mit zu den besten Mannschaften deS Mainbezirks gezählt werden. Ohne eine überragende Gröhe oder einen Versager in ihren Reihen zu haben, bot die Eil bei allen Spiel- Handlungen ein Bild mustergültiger Homogenität. Dah die V. f. D.-Mannschaft trotz der Derstär- hina durch den nach monarclangem Warten nun doch spielberechtigt gewordenen Mittelstürmer Böttiger die größte Mühe haben würde, sich einigerrnahen gut aus der Affäre zu ziehen, war bei der bekannten Spielstärke des Gegners Bon vornherein klar. Dah sie sich jedoch eine Buntes Allerlei. Schließung de» Koblenzer Slodllheater». Der Oberbütoermetftet der Stadt Koblenz hat den Stadtvervrd .^ck. eine Vorlage zugehen la ftn. in der aU Sparmahnahme die Sch l.hung de« Stadttheaters verfangt wird. Der ac» gtntoärtige Etat bleibt gegenüber dem 3a6n? 1925 26 um rund 70 OM Mk zurück. 'Je der auherordaullch schwierigen Finanzlage der Stadt Koblenz, die belanntlich zu einer Zwang-- etatifierung durch die Aufsichtsbehörde führte, erklärt der Oberbürgermeister eine Verantwortung für die Weiter*uhrung des Theaters nichr mehr übernehmen zu können. Die gegen- wärtige Leitung des Theaters trage mit die Schuld an der Aotwendigkeit der Schliehung. well sie unter Verdrängung der fe- riösen Kunst mehrere Lustspiele m Inhalt und Aufmachung, wie lie für ÄD&tay ab’olut ungeeignet waren. herauSbrachte und damit den Beluch des Theater- stark reduzierte. Die Stadt mit den meisten Älno«. Die Stadt der meisten Kinotheater in Deutschland ist natürlich Berlin. Sie ist die kinofreundlichste aller deutschen Städte, denn in allen Teilen, in der 61 n? und tn den Vororten, sind Lichtspieltheater tägllch in Betr.eb. an verschiedenen Stellen sogar ununterbrochen Tag und Rächt. Berlin verfügt über nicht weniger al- 370 Lichtspieltheater, auf die insgesamt 130 000 Plätze fallen. Aimmt man an, dah jedes Kino täglich nur 2 Vorstellungen hat. — in der Regel sind es mehr. — so steht jedem 12. Berliner ein Platz zur Verfügung. Von den Theatern kann ein grober Teil, nämlich 156, höchsten- 250 Personen fallen. 100 Filmtheater können 250 - 500 Personen unterbringen, 84 Lichtspielhäuser haben ein FafungSvermögen von 500—1000 Plätzen. Filmpaläste mit 1500 Plätzen gibt es 23. 3 weitere sind noch größer und nehmen 2000 Personen auf. - Mit über 2030 Plätzen gibt eS 4 Lichtbildbühnen und außerdem sind noch 2 im Bau. Die Kinobauperiode, besonders der Bau kleinerer Kinos hat in den letzten Jahren etwa- nachgelassen, nur in den Vororten werden noch Heine Kinos errichtet. Dagegen hat Berlin im Lause der letzten Jahre eine Reihe großer Kino- paläste erhalten, die in Aufmachung und Ausstattung die meisten Berliner Theater übertreten. Das älteste Kino, da- heute noch in Berlin im Betrieb ist. ist 1849 erbaut und ist eines von denen, in denen die ganze Aacht und den ganzen Tag hindurch Vorführungen stattfinden. Der kohlenoerbrauch einer Millionenstadt. Anläßlich der Kohlenknappheit in Berlin, die eine Folge der Ratten und anhaltenden Kälte war, erscheint es unS wichtig, einmal auf den gesamten Verbrauch an Kohlen durch eine Weltstadt wie Berlin hinzuweifen und an Hand von Zahlen darzulegen, welch eminente Mengen von Kohlen für alle Zwecke eine solche Millionenstadt jährlich auszunehmen imstande ist. Der Berliner Kohlenverbrauch beträgt im 3a b re nicht weniger al« 6 Millionen Tonnen Kohlen und zwar 3,8 Millionen Tonnen Steinkohle und 2.2 Millionen Tonnen Braunkohle. Don den 6 Millionen find durchschnittlich 5 Millionen deutsche und 1 Million ausländische Kohle, die meist aus England und au- Polnisch-Oberschlesien stammt. Die D e s ö r - derung dieser riesigen Kohlenmengen erfolgt teils auf dem Wasserwege, teils durch bie Eisenbahn. Aus dem Eisenbahnwege werden hauptsächlich die Steinkohlen auS Westfalen, die Braunkohlen aus Mitteldeutschland, Sachsen und dem Anhaltischen befördert, während die englifche Kohle bis in die Häfen Berlins auf dem Wasserwege geleitet wird. Was den Verbrauch anlangt, so werden allein von den städtischen Betrieben beinahe 2 Millionen Tonnen Kohlen pro Jahr benötigt Davon erhalten die Gaswerke 1 Million, die Elektrizitätswerke Vi und die Hetz- be triebe auch 1 , Millionen Tonne» Zu ihnen zählen die Schulen. Krankenhän'er. Badeanstalten. Verwaltungsgebäude. Krematorien ulw. 3hr Verbrauch beläuft sich auf einen Wert von ungefähr 75 Millionen Mark. Die städti'chen Heiz- betriebe werden im Jnlerette einer rationell?n Wirtschaft außerordentlich streng überwacht. Zu diesem Zwecke ist eine einheitliche Leitung in Form eines Hauptheüamts da. dem wiederum 20 Unterämter angegliedert sind Schreckenstat einer Mutter. 3n Köthen bei Dessau hing die 8betrau Elfriede Jahn ihre drei Kinder an etter Zuckerschnur auf. Aachbam bemerkten die Tat und schnitten die Kinder wieder ab. die wieder ins Leben zurückgerufen werken konnten. Der Mann der Täterin verbüßt in der Strafanstalt Koswia eine Strafe, so daß die Frau aus wirtschastlichen Sorgen zu diesem Derzweislungsschritt getrieben tourte. Durch einen stanonenfchlag getötet 3n Hahnenklee (Harz) ist in der Silvesternacht bei einer Familienfeier D rektor Auerbach von der Rhein. Metallaktiengefellschast tödlich verunglückt. Als er wegen des Versagens eine« Kanon en schlage« nachsah. entlud sich dieser. Direktor Auerbach wurde die Schädeldecke weg- geriffen. so daß er auf der Stelle tot war. Ein großer Schwindel. 3m August doS Jahres 1926 gelang cs einigen raffinierten Schwindlern, das Berliner Haupt- zollamt Aord um Lteucrbanderolcn im Werte von 30 000 Mk. zu schädigen. Jetzt ist es gelungen. den Schwindel auszuklären, weil einer der Betrüger, der von seinen Komplizen selbst betrogen worden ist, die Sache verraten hat. Damals wurden für eine bekannte Zigarettenfabrik durch einen Boten, der Bestellbuch und Bestellzettel der Firma vorlegte, für 30 000 Mk. Banderolen abgeholt und der Betrag vorläufig gestundet. Bald darauf erschien der richtige Bote, um ebenfalls für die gleiche Summe Steuerzeichen zu holen. AIS Haupttäter kommt in Fraga der Fabrikant Benno Band, der sich mehrfacher Fälschungen schuldig gemacht hat. Er befindet sich zur Zeit in Hast. Sein 5^vmplizo. der Fabrikant Erich K ü 11 n e r . der ebenfalls schon durch Dandervlenschiebungen bekannt geworden ist, konnte vor seiner Verhaftung in« Ausland entfliegen. Schließlich ist ein Zollbeamter in die Sache verwickelt. Stalin predigt den Malaien. JRunbfunlamatcure von der West - lüste Sumatra- melden, daß sie eine Rede des russischen Volkskommissar- Stalin, die wahrscheinlich in Moskau durch Rurrdsunk verbreitet wurde, sehr klar aufnehmen konnten. Stalin wandte sich in dieser Rede gegen die Opposition, die der Regierung kapitalistische Neigungen, ungenügende Unterstützung des chinesi- fchen Kommunismus und Beziehungen zu dem kapitalistischen AuSlande an Stelle einer Vorbereitung der Weltrevolution vorwerfe. Stalin antwortete darauf mit den bereits bekannten Gegenargumenten. Lin Riefen-J(ugicugmu«er(d)iff. Das amerikanische Riefen ckuozeug Mutterschiff „Saratoga", dessen Bau mefrr als 40 Mil- llonem Dollar aekostet hat, hat heute seine Jung- fernreife nach der Westküste angetreten; um da« Schiff. daS 880 Fuß lang ist. aus der Werft in den Kanal Delarare zu ziehen, waren sieben Schlepper erforderlich. DaS Schiff, dessen Besatzung einschließlich der Flieger 2000 Mann zählt, wird dem Verband der Pazifischen Flotte angegliedert. solche Niederlage gefallen la'sen mußte, überraschte trotz allem sehr. Man könnte deren Höhe zum Teil vielleicht mit dem Boden entschuldigen, der. unter der aufgetauten Oberfläche noch gefroren, in densbar schlechtester Verfassung war und naturgemäß der in jeder Beziehung fertigeren und reiferen Mannschaft weniger zu schaffen machte als der unterlegenen, die ohnehin schon schwer zu kämpfen hatte. Aber gerade bei den schlechten Bodenverhältnissen zeigte es sich, dah alle Spieler der D. f. D.-Els ohne Ausnahme in punkto Körpetbeherrfchung. Start und Laufvermögen noch sehr, sehr viel zu lernen haben. Gerade hierin trat die Unterlegendeit den außerordentlich wendigen „Germanen" gegenüber eklatant zu Taoe. Wer geglaubt hatte, die Gäste würden nach der Pause Nachlassen und das Tempo verlangsamen, sah sich getäuscht. 3e mehr das Spiel sich dem Schluß näherte, um so auffallender dominierte Frankfurt im Feldspiel dank seiner Ausdauer, der natürlichen Folge der körperlichen Durchbildung des Einzelnen. Was der Platzmannschaft sehr hoch änge- rechnet und gedankt werden muh, war ihr Eifer und die Energie, mit der sie das Spiel stets offen hielt, und dah sie bis zum Ende mit aller Kraft um Verbesserung des Resultats kämpfte, wobei jeder das Möglichste aus sich herausgab. Dadurch war bas Treffen trotz des hohen Resultats im groben und ganzen doch recht interessant. Wenn bie D. s. B.-Els chrem Gegner in etwas überlegen war, dann war es die vorbildliche Ruhe, mit der sie ihr Spiel durchsührte, während bei ..Germania" das sortgesetzte und laute Rusen etwas störte. Dah V. f. B. diese Ruhe ttotz der neun Tore bewahrte und die schwere Diederlage mit sportlichem Anstand hinnahm, verdient lobend erwähnt zu werden, ebenfalls die Fairneß, mit der beiderseits gespielt wurde. Jedenfalls besteht für die Platzmannschaft keinerlei Grund, ob dieses Ergebnisses den Wut zu verlieren: es besteht im Gegenteil jetzt erst recht die beftc Hoffnung auf eine langsame Hebung ihrer Spielstärke, da die neuen Kräfte zweifellos mehr System in ihr Spiel bringen werden. Erste Voraussetzung jedoch für spätere Erfolge ist eine gründl.che Körperausbildung jedes einzelnen. Das dem Ligaspiel vorausgehende Treffen der Zweiten gegen die Privatmann schäft der „Germania" Frankfurt endete mit dem umgckehNen Resultat. Hier Ntußten die Gäste von den in allen Teilen befieren D. f. 2 em eine 9:1 -Aieder- lage ein stecken Die Dritte trug vormittags ein Gesellschaftsspiel gegen Klein-Lindens Erste auS. Das Schluh- ergebnis 5:5 darf sich Klein-Linden als einen Achtungserfolg buchen. Gpielvereinigung 1900 Gießen. ö. Die Ligamannschaft machte am vergangenen Sonntag die Reise zum angefetzten Derbandsspiel nach Frohnhausen an der Dill vergeben«. Das Steifen kam nicht zum AuStrag, da der Schiedsrichter Klier, Wetzlar, die Verantwortung für die Austragung nicht übernehmen wollle. Der Platz deS Gegners hatte unter dem voraus- gegangenen schlechten Wetter so stark gelitten, daß er nur noch ein Emnpsgelände darstellte und daher vom Leiter mit Recht fpielunsähig erklärt wurde. Die 3. Elf 1900'8 gewann im Endspurt gegen die 1. Mannschaft vom Fußballklub 1926 in Steinbach im Rückspiel 3: 1. 10 Minuten vor Spielende war Steinbach noch 1:0 in Front. Wirtschaft. Die deutsche Auslandveeschuldung. Zm zweiten Dezemberheft der vom Statistischen Reichsamt herausgcgebenen Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik" wird Über die deutsche Aus- landoerschuldung u. a. ausgeführt: Die Aufnahme von Auslandanleihen belief sich von 1924 bis Ende 1927 ohne die Dawes- anleihe (deren Zinsendienst aus den Reparationsleistungen bestritten wird) und ohne die zur Konvertierung langfristiger Anleihen beftimmten Beträge auf einen Rominalbctrag von 4,55 Milliarden Reichsmark, von denen 4,25 Milliarden in der Form von langfristigen (Anleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren und darüber) und 294 Millionen in der Form von kurzfristigen Schuldverschreibungen auf- genommen wurden. Bon den langfristigen Ausland- anleihen entfallen 28 v. f). auf öffentlich-rechtliche Körperschaften einschließlich Kirche und rund 16 d. S). auf öffentliche Unternehmungen. Unter öffentlichen Unternehmungen sind hierbei bie- fertigen Unternehmungen privater Rechtssorm oer- standen, die sich ganz ober überwiegend im Besitze uffent(id)-red)tlid)er Körperschaften befinden. Die kurzfristigen Anleihen wurden zu 83 vH. von öffentlich-rechtlichen Körperschaften aufgenommen. Während in den Jahren 1925 und 1926 etwa 54 o. H der langfristigen Anleihen auf öffentlich-rechtliche Körperschaften und öffentliche Unternehmungen entfielen, betrug der Anteil dieser beiden Gruppen im Jahre 1927 nur 25 o. f) Unter den Anleihegebern Deutschlands nehmen bie Der- ejnigten Staaten von Amerika die erste Stelle ein. Der Anteil der anderen Anleihegeber in ihrer Gesamtheit ist jedoch schneller gewach'en. Die kurzfristigen Anleihen wurden ausschließlich in den Bereinigten Staaten uniergebracht, sie stellen überwiegend eine Vorwegnahme lanafrifiigct Anleihen dar. ti* zweiter Stelle unter den Anleihegebern steht Holland, besten Anteil sich im letzten Jahre er- hedlich vergrößert har Die Kreditbedingungen haben sich seit dem Zahre 1925 stetig gebessert Die .stominal- Verzinsung der Anleihen ift gesunken, sie betrug 1924 25 im Durchschnitt 6,57 v. >) , 1926 o,76 p. j). und 1927 nur noch rund 6 o. /) Gleichzeitig sind die Emission»- und Auszahlungnturse gestiegen Die Spanne zwilchen Emission»- und AuvzahlungskurB, die 1925 über 6 o. H und 1926 etwa 5,75 v H be- trug, ist aus etwa 3,75 v H gesunken. Insgesamt sind der deutschen Wirtschaft in den Jahren 1924 bi» 1927 au» den langfristigen Au»landanleihen mit einem Nominalbetrag von 4.25 Militär den Re >ch»morknur etwa 3,83 Milliarden Reichsmark zugeflosten. Für die bt»her erfolgten Tilgungen lang, triftiger Anleihen wurde ein Rominalbetrag von rund 200 Millionen Re>ch.mark ermittelt. Bon ben kurzfristigen Anleihen ist mehr al» die Hülste zuruckgezohlt bzw durch langsnstige Anleihen abge- lost worden. Der größte Betrog der langfristigen Anleihe Verschuldung der ofsentlichen Äorpet Mafien und Unternehmungen entfallt auf die öffentlichen Unternehmungen, e» folgen bie Gemeinden unb . bann die Lander, die allerdings außerdem noch eine erhebliche kurzfristige Snletheoerschuldung aufmeifen (Schatzanweifungen von Bauern und f)ainburg* Auf (Brunb bet heutigen Standes der Anleiheverschul- düng sintz bei einer durchschnittlichen Verzinsung von rund 6,55 o fj. für bie langfristigen und 5,5 v. für bie kurzfristigen Anleihen für bas Zahr 1928 275 Millionen Reichsmark Zinsen zu zahfen. Die sonstige Bersch ulbung ergibt sich aus Waren krcditen, bie entroeber unmittelbar vom Importeur und Exporteur ober burch Vermittlung deutscher Banken ausgenommen werden, au» anderen Bankkrediten und aus Betriebskredi- t e n, die mit dem Warengeschäft nicht unmittelbar Zusammenhängen. 3m Emzelsall hanbclt e» sich hier meist um kurzfristige Kredite, in der Gesamtheit sind sie vollswirtjchastlich zum Teil al» langsristig anzu- (eben. Diese Kredite sind auf 4,6 bi» 5,1 Milliarden Reichsmark geschätzt Au» der Anleiheverfchuldung von 4,2 Milliarden Held)»marf und der „sonstigen" Verschuldung von 4.6 bi» 5,1 Milliarden Heldtemarf ergibt sich eine Gcsamloerschuldung Deutschland» von 6,8 bi» 9,3 Milliarden Reichsmark ohne Damr»- anleihe. &ür bie verschulbung be» 21 u » I a n b e • an Deutschland ist man auf Zeitangaben angewiesen. Die deutschen Forderungen atu Waren und Bankkrediten dürsten zur Zeit etwa 2,7 br ", Milliarden Reichsmark betragen (hierin sin> an Rußland gewährten langfristigen Warenk. einge^chlossen). (Fine Gegenüberstellung der Schul und Forderungen ergibt einen Saldo zu Deutsch lands Ungunst en von 5,6 bit* 6,6 Milliarden Reichsmark. Der Saldo au» der in der Oejfentlichkeit meift kurzfristig genannten Verschuldung (also nach Ausschluß der Anleihen und der langfristigen Betriebskredite) ist mit mindestens 1,3, höchsten» 2,3 Milliarden Reichsmark anzunehmen Die Verzinsung der Anleiheschuld (ohne Dawesanleihe) und der behandelten langfrifti gen Jndustriekredite erfordert Im Jahre rund 280 Millionen Reichsmark. Lei vorsichtiger Schätzung wird man höchstens 3,75 Milliarden al» verzinsliche kurzfristige Auslandkredite anzusetzen haben. Das ergäbe unter der Annahme eines durchschnittlichen Zinssatzes von 5,5 » Sy eine jährliche Zinsoerpslich- tung von rund 200 Millionen Reichsmark, also für die gesamte Auslandverschuldung eine Zinsoerpslich- tung von rund 480 Millionen Reichsmark Wenn man bei den von D e u t f d) I d n b an da» Auslanb gewährten Krediten bie unoer- zinslichen Handelskrebite unberücksichtigt läßt, dann ergibt sich ein Betrag von etwa 2 Milliarden ver- zinslicher Forderungen, für den ein durchschnittlicher Zinssatz von 3,75 v. H. anzunehmen ist Der Zinsverpflichtung in Höhe von 480 Millionen Reichsmark stehen also Forderungen in Höhe von 75 Millionen Reichsmark gegenüber, d h der Saldo der Zinsen beträgt rund 400 Millio- nen Reichsmark au Deutschland» Ungunsten Nicht berücksichtigt sind in dem obigen Aufsatz außer den lang- und kurzfristigen Anleihen andere ausländische Kapitalanlagen Deutschlands, die z. B. aus dem Erwerb von Aktien, von Beteiligungen unb von Grundstücken entstanden sind * ErmäßigungbesZinssagesfürRe- portgelb an ber Berliner Börse. Der Zinssatz für Reportgeld an der Berliner Börse ist um 0,75 o Sy. niedriger als bei der letzten Liquida- kion, nämlich auf 8 bis 8,5 o H. festgesetzt worden. Keine Fusion-Verhandlungen der Benz-Dgimlerwerke. Zu ben Mitteilungen über Fu'.o-lsvmchan?,lungen der Be,i»- Daimlerwerke wird von der Direktion mitgetcilt, daß keinerlei Verhandlungen geführt werden. ' • Konservenfabrik Braun 21. - ®. Pfeddersheim bei WormS. Das Ge- ichäftsjahr 1927 28 ift günstig verlausen. Die Gesellschaft war imstande, ihre BaiTfichulden Io gut wie ganz abzudecken. Man konnte den Fabri- kationSbelrieb voll au« den laufenden Betriebseinnahmen finanzieren. Rachdem man für 1926 27 eine an sich mögliche Dividendenzahlung zu- rudgefteUt hatte, soll für da« laufende Jahr wieder eine Dividende zu erwarten sein. Heinrich Lanz AG-, Mannheim. ,’u den im Zusammenhang mit der Lösung des IntevessengcmeinschaftSvettrrges der Heinrch Lanz 2L G.. Mannheim, mit der R. Wolf 21. ®., Magdeburg, und den damit zusammenhängenden LlbkoMtNen auf getauchten Hoffnungen, dah bei der Henrich Lanz QL G. für da« Geschäftsjahr 1928 27. -umal der Geschäftsgang befriedigend ist. wieder 4 Proz. Dividende zur Verteilung kommen werde, erklär: die Verwaltung, daß der Abschluß für 1927 noch nicht vorliege, und eine Div'.dend.n- schätzung deshalb verfrüht sei. * Zuckerfabrik Ryeingau QLlt. »®ef. Worms. 3n der Generalversammlung ber Zuckersabrck Rheingau A.-G wurde mitgelc'lt. daß die Aussichten für das laufende 3a§r befriedigend seien. Die Dividende wurde auf 7 Prozent festgesetzt. Selbstrasierer! Vor dem &nsetfen die M»u' gvflt>d1ld> mit NIVEA-CREME einreiben! Edoig. Sdtmerzloies Rasieren, blendendes Set neiden des Messens, keine Reizung der Maui. , Pm m «s - u b 8 6 6 5 5 , die bei dein allgemein geringen Geschäft ei f auf die SCurfe ausübten, y. • (B. • j a r b firn. Druck einen r b e n IriauMurt a vl tnlln l-llbr- Tahnn: I. L Tatmn: ia 411 «r.7» $*eDr1enmarft Ser I m -Frankfurt r7i 193.75 6 91 fr % 3 4 Man« ,lp s Banfnotm nr.» m neu 119,5 -9.45 U 194 ns. 12 10 24* IM.5 114 142 IC 10 n IM 141.75 IM 19s 1. 1. 1. - I . i 0 0 4 0 IM m IU.5 5*.*3 112.53 ro mi IU IN» IM 10 10 u 10 Io . 8 ir ll 12 153 Ml. 23 149.5 1*4 l IM.75 117.13 93.63 »9 .0 k IC3,73 31 73 IW.73 148.23 41 Lb3-a2 Kc4-d5 Kc4-d4 130.75 211 154.5 U» 138.5 Pauly. 2. Df8-d6 usw. 2. Df8 - f4+ ulto 2. Df8-d6-b ulte. 2. Df8-f4+ uIid. drei Zügen matt. Dg6; Ld4 Weih zieht und setzt in Weih: 3 Steine. Kb6; . . 8 . 10 . . 7 190.5 296.5 Karl Loewes durch. Prof. F. A. Schmidt, der ■Sortimente des Seethoven-Ha useS in Sonn, weist dem 5>r. L. Jacobsohn. der eine angebliche Knochenauftreibung in der rechten Schläfen- .run j;ane «w werft IS otn fr a ffiTerft ■RrfarvL a r t (Verlag K. D. W. Toll- nie i), München) bringt im 3.Heft des 41.3d>r« Die vezirkomcisterschaft ie Hessen Aachtem bekanntlich im Frühjahr vorigen 2ah» i res die hessischen Schachvereine «ich zum erstenmal zu einer Vereinigung zufammengefchlollen hatten tn der Weise, daß vier Bezirke Starkenburg ohne Offenbach < Vorort Darmstadt). Rheinhessen (Dor- ort Mainz). Oberhessen (Vorort G.eßen) und Ofsenbach gebildet wurden, erfolgte im Laufe des Oabrrt die Austragung der Vezirks- meifterschast in je einem Wettkampf, zu dem jeder Sejirt acht seiner stärksten Spieler zu stellen hatte. Das Ergebnis war. Offenbach 7'/, Punkte «gewonnene Partien). Starkenburg H1 i Punkte. Ahein Hellen und Ob er Hess en je 14' , Punkte Die Entscheidung wirb somit erh durch einen Stichkamps-wischenAhein. Hessen unb Oberhessen derbeige uhrt werden. der voraussichtlich am 15. Oanuar stattfinden toitti. — An ben drei Wettkämpfen nahm für Oberhessen außer lechz Spielern vom Lchachklub Gießen je ein Mitglied der Schachvereine Alsfeld und Srieöberg teiL auf. von den Luslandmärklen lag keinerlei Anregung oor; die Cifforderungen für Weizen und Koggen lauteten von Nord- und Südamerika unoerän- den. Das 3ntonöangebot hat sich nicht unwesentlich oerftar?:. namentlich liegt tn Lis und .job Material von der mecklenburgischen und vorpommerfchen Lüste zu nachgiebigen Preisen oor. Die Käufer bekunden angeitdH5 der Unmögstchkeit der Perschinung stärkste Zurückhaltung. Gute Qualitäten von Leizen und Koggen find Dagegen nach wie oor ziemlich knapp anqeboten und von den Mühlen ziemlich lebhaft begehrt. D;e Schwäche des angel ad^ischen Lieferungsmarktes halte jedoch auch ein .'cachgeden für Prompt- preise um etwa 1 bi» 2 Mark zur Folge. Hm Lieferungsgeschäft war der Preisdruck in der Hauptsache auf Derkaufsauiträge au» der Provinz zuruckz^'üb- ren. Mehl liegt in schleppendem Ge'chan. Die Hafer- Offerten waren verschiedentlich ermäßigt, der Ron- fum zeigt sich jedoch meiter äußerst Zurückhaltend. Gerste liegt still. Es notierten (1000 Kg): Weizen, märkischer (74,5'kg bl Gewicht). 235 di» 238, März 271, Mai 277, Juli 279,25 (matt); Roggen, märkischer (69-kg bl-Gewicht). 237 bi» 240, März 262,75 bis 262,25 lBr.es). Mai 266,50, Juli 257,5«) (matt): Sommergerste 220 bis 266; Hafer, märkischer. 201 bis 212; Mai 237; Mais, prompt Berlin, 22n bis 222 (ohne Bezugsschein); Raps 345 bis 350 (ruhig); (100 kg): Weizenmehl 30,50 bis 34 (etwas fchwa- cher); Roggenmehl 31.25 bis 33,75 (etwas schwacher); Weizenkleie 15 (ruhig); Roggenkleie 15 (ruhig); Diktoriaerbsen 51 bis 57; kleine Speiseerbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 24; Lupinen, blaue, 14 bis 14,75; Lupinen, gelbe, 15.70 bis 16.10; Serradelle, neue, 21 bis 25; Rapskuchen 19,70 bis 19,80; Leinkuchen 22,10 bis 22,40; Trockenschnitzel 11,20 bis 11.4b; Soyafchrot 21,10 bis 21,60; Rar- tofselslocken 23,80 iz 24.20 Mark. O>'md -EudMn r.imr ich Xsinul'S'.M WcrthtBl'itKr ticoe man» t ttcnrv«'#ni44h Int X'rritinrt fei ’ elnnidoti'-« 4n»ub«nf t^üMnr ........ rtOIMlf ....... — Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. (Hauptschrtftleiter: Dr. Alfred Heuh.) Stein- gräber-Verlag. Leipzig. Hesl 11 und 12, 1927; 94. Jahrgang. — Die Eroikastudien des Haupt- schriftleiterS nehmen ihren Fortgang; ebenso führt Dr. Hermann Grabner (Leipzig) seine Setrachtungen über RegerS .Sinfonieka" zu Ende, gipfelnd in einer systematischen Gegenüberstellung des Venen bei Reger zur klassischen Kunst; ein trefflicher Seit rag zum Regerproblem. Mar Unger nimmt zu den in der Tonartendiskussion geäußerten Meinungen Stellimg. Leopold Hirschberg, der bewährte Loewe-Kenner, führt geistvolle Untersuchungen über die zehn Stäirdchen . A. Schmidt, der Bücheriisch. — Symphonie von Dichtungen Frankfurter Köpfe aus 1 9 2 7. Heraus- acgeben von Ludwig Wilhelm Krämer. Elf- Köpse-Verlag. Frankfurt a. M 1927. Gedruckt bei Oskar Wettig (Gelnhaulen). — Sucht man nach einem gemeinsamen geistigen Henner für die in diesem gut ausgestatteten Bande vereinigten elf Frankfurter Dichter oer jungen und jüngsten Eeneration, so findet man ihn in dem starken Gefühl sozialer Anflehnuna. das uns aus fast allen diesen Ergüssen leidenschaftlich und anklageud entgegentönt, und in dem mit Wärme oder A lignation vertretenen Gedanken gemeinsamer. übervölkilcher Mensdüichkeit. Die Mehrzahl der Mitarbeiter, bürgerlichen oder ländlichen Kreisen entstammend, fühlt chr eigentliches Thema in hem Tages- und Aachtgetriebe der Großstadt, deren Klänge hier als ^brausende Symphonie" und dort als schrilles Getön emp- fun’-en werden, in dem Stolz und dem Trotz der Arbeit und der A-beitslosigieit. Das Erlebnis deS Krieges, den die Aelteren unter diesen Jungen an der Front mitgemacht haben, hat einige von ihnen wie aus einem Traume auf* geschreckt; der Krieg selbst erschei-nt als em großes, nutzloses Opfer, das man der eigenen Menschlichkeit gebracht. Weichere Töne, lyrische Veseelung freundlicher Taunuslandschaften, aus dem Geiste der Musik geborene Visionen, klingen bei den drei mitarbeitenden Frauen auf (Alice Samberg ei-, Erika Vonte-Schröder, Elotilde Put scher, von denen die letztere durch schlichte Empfindung und gewandte Formgebung besonders sympathisch berührt). Unter den männlichen Mitarbeitern (Ernst Armbrüster, Wilhelm Edmund Grün. Ernst Handfchuch, Ly Hansen. Rudolf Lutz. Argo Pfeiffer, Otto Rombach, Georg Otto Wehner) fällt die geschlossene, eigenwillige Persönlichkeit Grüns auf, der seine an Ernst Toller gemahnenden Kampfansagen mit gleicher Wucht in den Fluß des freien Verses wie des kräftigen ReimcS zu kleiden versteht. (831) W. F. RranMurta.!' . Schutz lUhr- 2 3 K »•< .... 0 »nfanq Wur« 110 1. dir vorbörslich bis zu 285 o.S). gehandelt wurden, büßten zu Beginn 3 v H. ein. Auch Siemens er hebNch schwächer gegen bte 'Borborfe. Montan- werte hatten Verluste bis zu 3 v. H., ßarpener bis zu 4 o. S)., zu verzeichnen. 2m allgemeinen betrugen fre stursrückgangc bis 2 v. f). Lemberg minus 6 o. f). Zellstoff • Aktien überwiegend angeboten und bis 4.5 o. f). fchwact>er. Heimische Anleihen ruhig. Ausländer geteilt, doch meist befestigt. Pfandbriefe still. 2m Verlaufe blieb das Geschäft unbedeutend. doch bröckelten die Kurse weiter um 0,5 bis 2 o. f). ab. Acanksurtcr wctrc.dcbörse. Frankfurt a. M, 10. Ian. Die Sorte ist schwach besucht unb daS Geschäft äußerst ruhig. Die Marktlage ist gegen gestern unverändert. Futtermittel »eigen vielleicht en Nein wenig günstigere Climmunn, dagegen sind Aach- mehle vollständig vernachlässig.. DaS Kartofse.'- geschäsk ist seht' still bei nachgebendm Preisen. Der Konsum schein' noch eingedeckt zu sein. Wetterauer gelbsleischige Kartofseln wurden zu 390 Akk. Frachtp.irität Frankfurimain gehamdelt. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund trocken, bis zu 1 Pro- Auswuchs 25,25, Weizen 2 flut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Aufwuchs 23.75 bis 24. Weizen 3. geringere Seichafsenbeit, zu 23 Proz Feuchtigkeit 22.25 bis 22.75. Roggen 25. Sommergerste für Srauzweck e 27 bis 24. Hafer, inländ 22.75 bi« 24 M.iiS (gelb) für .rutterzlvecke 20 75. Mais (gelb) für andere Zwecke 21,50, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37.25 bis 37,50. Avggenmehl 35 bi« 36. Weizen- neie 14 bi« 14,25. Aoggenkleie 15L5 bis 15,50. Tendenz ruhig. Berliner Produktenbörse. r 1 *,n • 9 ^°n- Börse wie» heute infolge der 2lnroc*enfKi: zahlreicher Proinzhandler anläßlich de» morgigen Saat en markte», sehr starken Bejuch frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 10.Jan. Tendenz überwiegend schwacher. — Die Börse eröffnete ü b e r ro i e • gendfchwacherbei außerordentlich ft a r f e i n • geschrankterUmsatztatigkeitE» herrschte große Lustlosigkelt und ,Zurückhaltung der Spekulation, da es verstimmte, daß die zweite Hand auch heute dem Börsengeschäft fast vollkommen fern blieb Derschiedentlich wurden zum bevorstehenden Media (Blatt ft eHungen vorgenommen und, da die Aufnahmclust de» Markte» sehr gering war, fo ergaben sich auf den meisten Marktgebieten Kursrück gange. Die Stimmung wurde im Verlaufe noch un sicherer, obwohl der Geldmarkt ziemlich leicht blieb. Die Ermäßigung de» Berliner Reportgeldsatzes unb de» Prioatdiskontes für kurze Sichten blieb auch heute ohne merklichen Einfluß. Bei den erjlen Kursen ergaben sich gegenüber der gestrigen Frankfurter Abendbörte Kurseinbuhen von durchschnittlich 1 bi» 2 d f) Z (B.-F a r b e n konnten sich knapp behaupten. Stark angeboten waren dagegen am Banke n m a r k t Berliner Handel minus 5 o. f). und von Montanwerten Harpener minu» 4/> o H Mannesmann, Phönix und Rheinbraun lagen je 2 n f, schwächer, Rhemstabl nur minus 0,75 o H. Zellstoff Waldhof eröffneten 3 o. fj niedriger. Elek - t r o d e r t e verloren durchichnittlich 1 bi» 2 o f), Siemen» stärker angeboten unb minus 3 o. f). Don Bauunternehmungen gaben Wayß ft Frey- tag 1,5 d. Sj und cholzmann I d j). nach, obwohl die Gerüchte einer wahrscheinlichen Dioidendenlosigkeit ncht bestätigt werden Deutsche Anleihen etwa» schwächer Ausländer still. Rur Mazedonier gefragt unb 0,5 o. f) hoher. Im Verlaufe stagnierte da» Geschäft fast vollkommen, und die Kurse gaben erneut 1 bi» 2 o ft. nach Tagesgeld ziz 5 v f) etwa» gesuchter. 3m Deoisenoerkehr bic Rc-ch marf rtroai erho'en und ft-’lhc sich gegen stabet auf 4.1W5 und gegen Landon auf 20,475. London gegen Kabel 4,8740. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,45, Madrid 28,27. Vn'linc -tu« vjc. Berlin, 10. Jan. Während man an der Var- borfe noch überwiegend feste Kurse horte, war die Stimmung )u Beginn des offiziellen Verkehrs etwa» schwacher. Das ktzefchäft hielt sich auch heute wieder in sehr engem Rahmen, da die zweite Hand noch immer fehlt. Verstimmend wirkte eine Pressemeldung, nach der die Beritungen über die Freigadebill sich noch jehr lange hinziehen können. Die sortschreitende «'rleichterung am Geld- markte (Tagesgeld zu 4 bis 6 v. S). und darunter reichlich angeboten; Monatsgeld 7L bis 8L v. H.; W-.renwechfel 7 v. ch. und Reportgeld 8 bis 8,5 o. H.) blieb ohne »eben trtnfluß. Zu den ersten Kursen kam in stärkerem Maße Material heraus. Die S p e k u lation, die fich in der Hoffnung auf eine Hauste iin Januar übernommen hatte, schritt besonders am Montanmarkte zu Positionslosun 91 «0 las. 13 U3.5 Ö.7I r» 7» 121 1 |tt. I 141 Oie Narrenkappe. kplitter inb Sparren dom Aedaklionstilch Literarischer Abend. Die Schriftstellerin Ovsefa M.-tz lieft in ölber- selb eigene Sachen. Aach der Vorlesung brückt ihr der Vereinsvorsitzende feinen Dank aus und ein Kuvert mit dem Honorar in die Hind. Aus der beigelegten Visitenkarte steht: .Aoch ganz im Sanne Ohres berauschenden Vortrag.-s. gestatte ich mir..." Die schmeichelhafte Vegrüßung macht Josefa besonder- ftoU. .Oawvhl', bekräftigt der Herr Präsident, .so haben wir es in der Dorstandsfitzung vor vier Wochen einstimmig beschlossen " Ctxdttui fikn». tkbert 0 Ct0 dl" unhlnbbor di« ibjj «3 1« 95 M.7 19.75 M.4 17.13 53.5 19 8 93.5 *5*"-"®* Vv» -vank -»o Dpf 81.» • * ® ahi typrftlrg».Cb- Hjatienrn. ruLiadldar iwjf M _ 4*. e<6nwu Vnnd<«r> -itni 95 S *'• C«nrrv«6'f(6r (Holhrtt _ '• €‘IMrrit «*,, Ctnrttntf) !•»>. 59 f*4,il - !• - iT- Airn.-tlrrf 1.7« 1.791 1.790 1.794 fr^.-Hanr 5*.5<, 58. »65 S«.M 58.67 111.61 ULM 111.55 111.77 R.'ornbaerr 113,9» >13.71 112.41 lu.ei €t«r.oia 113.V5 113,17 19.W 112. "9 111. II btVxnalat*. 10.47 10.5*2 io.5»r Jiallta . . 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