QU. ** 14.75; -nschast. >*» L.tz Äartef, ei? putsche' 'd5Ztz jungen jungen u ?T und Ä2 ÄS Äi,] ,,n S SJq^S »rtellbrüdn ^uleilnohmr mm R btn fij. in dn it Wien ber W* Dos 2e- *• a, nach auFrfn - ''" kl Ojmö^. 'lchastslrbm in utet nicht und toirb •rt M Aadvmlnt alle bewuhi kaihv. 2Der dadurch für M-rtcugunfl bf. ^ubgc 3cir rtr- w Dekeimtn» vvr täten. 16 Räumung. icarno und Stu. 'chen^L^rn 1. Zuvtzpnch.Z Bk w Unlentbung riet» Uoincan nahrssthnl- otquer über dir 3tagt ldes. 3d) wünscht, tt- e|d)leunlgle Räumung, sie nichl erfolgen. 3' i beuffdjen Parteien. Offlotatne ul* ung gckrdcrl wn- Heuligen Staube dn n»i t™d" ’S' , — griuubtt * tonn«»«9 .*1”» °d« *" i Srenzdahvev vn» stellen. ** •* : übrigen Sl" blieben. |.** iung des edjtigung der Rationen 118,M rr.o. 112.07 11331! lU.e- lil£ lS'L il.*i < M* It.v iS A ?s y,n !Z iS 58,Z? llbg ll'.b 112.16 tE 21,Vi 16,3'5, 80,g 7073 l.Ü MS85 Ä iM* «|,d0 "iw 6,<1S iss 1.8 .zrcmMttl Luszab^- -"7 Tw^-—7- i,«2 ti.3* Nr. 186 (Erffcs Blatt 178. Jahrgang Donnerstag, 9. Anglist 1928 tr|**i*i täglich,a»tzer Soeeingt an» Jeiatag* Btileg p|raalg ftr Trüget» loh«, auch bei Richter- schein en elnjelnerThimmem infolge höherer (Bemalt Fernfprechanf chlsfs»: 61. 64 «nb 112. 8x|d)rif1 fftr Drahtnach' richten: Irriger rieht». veRfchetNor.ro: jteetfnrtaminatn 116M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Drid 1*6 Dtrlofl: vrLhl'fche UntoeLsilLIrvuch- und Stehiönidtrd R. Lauge tu Stegen. §chttft!ettung und SefchäftrsteSe: Lchnltttatze X. ?li»abe< ron Injetae« für btt Iage»nnmmet btt jam Nachmittag vorher. Prell fkr 1 mm höhe ftr Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auemart» 10 9$etd)ipfennig; für Re» hlameanjeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, D loh Vorschrift 20' , mehr. Thesredalitvar Dr. Fnedr. Dich. Lange. Beranttoonlich für Toluiti Dr. Fr Mlh Longe für Feuilleton Dr H Thynot, tür den übrigen lei! frnft Blamschein; für den An» jetgentnl Äurt Tillmann. sämtlich in Diehen Lim Deutschlands innere Einheit. Der ehemalige Reichskanzler Dr. Luther über die Ziele des Bundes zur Erneuerung des Reichs. «Bin, 8. tlH* (£11) 3n bet OHorgcnau*» gabe der «Lin. 3tg.“ vom S. August nimmt Reichskanzler 0. D. D r. Luther unter her Ueberfdynfl .Um Deutschland-innere ainbeir *u ben Aufgaben des .'Bunbc« 1 ur Erneuerung de- Reiches" Stellung. Dr Quthcr führt u a. aus Deutfchland^La« ist gefährlich Kitt» ift gewisser. Um in 5er Gegenwart durchzuhalten und eine bessere Zukunft zu erringen, muh der Retchsbau gefestigt toertau Mit b:m ge- ringften Derbrauch an Kräften soll das Deich auf die beste TBeife verwaltet werden. Da« Dolk ist einig darüber, daß bieS nicht «schicht dah Verwaltung imb Regierung in ihrer heutigen Sorm zu teuer und zu wenig wirkungsvoll find. Kräfte und Energien werden verschwendet, wo zu- fammengcfoht und gespart werden sollte. _ Die Weil drauhen meint, daß den Kräften der Deutschen kaum eine Aufgabe AU schwer fei. Iktoet«: bi? Höhe der RcparaiionSforde- rungen. Die Aufgabe der Deutschen, ihnen eine ihre Kräfte nach außen und innen zusammen- fassende Regierung zu geben, wird, feit die Deutschen in die Geschichte eintraten, weit geringer bewertet Bon jeher bcnuljlen Gegner diese» Fehlen der slaoiflchen Srästezusammenfassung 5 u r Entmachtung und Kiederhaltung der fo starken und wichtigen deutschen Raffe. Der Ruf nach „(Erneuerung de» Reiche» an Haupt und Gliedem" erfüllte fast drelvieriel Jahrtaufende der deutschen Geschichte. Qm da» Reich zu bewahren, um e» unter den veränderten Bedingungen des deutschen Lebenskampfes nicht vergehen zu lasten, must der Staat für die neuen Aufgaben weitergebildet und 3 u • fammengefchweistt werden. Soll das Schicksal de» .»eiligen römischen Reiche» deutscher Ra- tion", da» heutige Reich nicht treffen, dann ist feine lange Zeit mehk y verlieren. Die Verlust» Ziffern der deutschen Zahlungsbilanz, die jeder Monat neu vor Augen siihrt, zeigen, dast es so nicbt weitergehen darf. Die Sprache dieser Tatsachen ist so mächtig, dast auch echte und berechtigte Gemutsempsindungen darauf Rücksicht nehmen müsten. Vier Milliarden jährlich wird nach Dollzahlung der vaweslasteu der Fehlbetrag der Zahlungsbilanz lu-mochen. ein Fehlbetrag, der sich leicht noch erhöhen kann. heruntrrdrücken läht er sich nur, wenn die Reid)»rrgiming INahnahmen ergreift und auch durchführt, die durch Ausgabenminderung die Einnahmen steigern. Jeder Steuergroschen, der an irgend einer Stelle im Deutschen Reich überflüssig ausgegeben wird, seht an anderer Stelle im haushalt de» Reiches, der Länder und Gemeinden. Er fehlt zum ll»ie- deraufbau de» von handel und Industrie verlorenen Kapitals, fehlt vor allem für die dringend notwendige Droduktionsftelgerung der Landwirtschaft. Bor einem Menschenalter wurde in Deutschland nur ein kleiner Teil de» Bolkseinkommen» für den Staots- bedarf beansprucht. Gegenwärtig wird etwa ein Drittel bc» Bolferinfommm» von öffenllichen Körperschaften für direkte oder indirekte staatliche Zwecke angefordert. Die Un- gerei nitheil en de» deutfchen Staatsaufbaues haben nur deshalb noch nicht zu offenkundigen Zusammenbrüchen geführt, weil im Gegenioh zur AktiengefeNschast der Staat immer wieder Zwang»beiträge von seinen Bürgern erheben kann. Da» Bolk zahlt für die Zehler in feinem Staatsaufbau. Solange ber Dualismus in ber Reichs- Dauptstabt -wischen freust, und Reichsrcgierung. ruch -wischen Prcusictukirlamcnt und Reichstag Seftebt find burch.zre.fende. da« ga.^e Reich umfassende LanierungSmastnabmcn unmöglich 3m Meinungsstreit -wischen prcustischer imb RcichS- crfltcnmg gibt cS keine Instanz, dir zur Snt- chcibung berechtigt ober berufen ist. Re:ch4- Dräfibent und ReichSkan.;ler haben in Preuhen T'irt bas geringste zu sagen. Rack dem StaatS- rccht braucht ihnen fein Schutzpolizist zu geborgen. Die Innenpolitik des 'Dreifünftel beS Reiches imfaflenben Preuhen und bie deutsche Austenpolitik muffen von Fall zu Fall in Einklang zcbracht werben, was irichk immer und nicht nmer rechtzeitig gelingt. Auf der anderen Seite r!ln deutfckxn Länder seinen staat- .^chen Ausgaben aks Land nicht mehr gewachsen. L r c?cnncn f^bst bie Problematik und Un- Haltbarkeit ihrer gegenwärtigen Staatsform, wie wünfchen Dereinsachung und Aenderung. Die zwingenden Gründe für eine Kräftigung der Reich»gewalt dürfen nun aber nicht eine AuflöfnngdespreuhischcnStaat«- znsammenhange» herbei führen. Die Bildung des pveustifchen Staates ist eine >. . -u eine Regierung, die in allen groben 2eb 0’.. rung-gelbern arbeitet, anhält, durfte trotz redlicher Bemühungen Deutschlands wenig Aussicht auf ein« pratnsche Lösung der deutsch- polnischen Verständigung bestehen. Die U-JooMastrophe vorpola. Die Bergung der Mannschaft des * 14. Triest, 4. Aug. ($11) Am Mtttwochfrüh gegen drei Uhr wurde das verunglückte Unterseeboot _F 14“ in den Hasen von Pola eingeschleppt und in ein Dock gebracht. Rachdem di« Giftgase aus dem Innern des Bootes entfernt waren, konnten dje Toten geborgen werden. Acht Leichen befanden sich im Hinteren Te l des Bootes, zwei beim Kommandoturm und zwei im Turm selbst. Die übrigen lagen im Bug. Die Gesamtzahl der Opfer beträgt entgegen den bisherigen Meldungmt 27. Di« Leichen wurden im Marrnehospital aufgebahrt. Am Dvnnerstagvormittag findet die Beerdigung statt, an der neben hervorragenden Per- fönlichk^ten der Marin« auch ein grotzes Aufgebot des Heeres teilnehmen wird. Di« Stadt Triest hat Trauerfchmuck angelegt. An Einzelheiten über die letzten Augenblicke der eingeschlossenen Seeleute wird jetzt die letzte Botschaft der Sterbenden an die Rettungsmannschaft bekannt, die folgenden Wortlaut hat. „wir sind im Bug. Da» Gas bringt vor. wir sterben.“ Unter Führung des Admirals F o s ch i n wurden die Hebungsarbeiten fieberhaft durchgesührt m der Hoffnung, doch noch einige Leute der Besatzung des U-Bootes retten zu können. Trotz her hochgehenden stürmischen See. die mehr als einmal tne Ursache war. datz die Arbeiten unterbrochen werden mutzten, gelang es den räuchern schließlich. Stahllobei sowie eine m das U-Boot führende L uf t v« r bi n du n g anzu- bringen. Auf diese Weise wurde auch eine telephonische Verbindung mit der eingeschlossenen Besatzung hergestellt. Die Besatzung des U- Bootes forderte bringenb Hilfe, da Ice nicht glaubt«, «S noch viel langer im U-Boot aus- halten zu können. Rachdem sich die See einigermaßen beruhigt hatte, begann man gleich mit der Hebung desVootes. Im Lause des Abends war das U-Boot bis auf 13 Meter unterhalb des Wasserspiegels gehoben worden, als plötzlich Die telephonischen Signale auf&orten. Die Hebungsarbeiten wurden insolgedessen. soweit das überhaupt noch möglich war, beschleunigt. Um 18.30 Uhr war bas schwierige werk endlich gelungen. Das U-Boot befand sich an der Ober fläche. Die Luken wurden ausgebrochen, aber die 25 wann starke Besatzung und die zwei on Bord befindlichen Offiziere waren bereits tot. Chior- roaHerftoffoergiftunq scheint nach den bisherigen JeftfteUungen die Todesursache bei dem größten Teil der Leute gewesen zu sein. Das Unterseeboot F. 14 wurde nach P o l a geschleppt und dann in eine Werst gebracht, wo man die Bergung der Leichen vornahm Den Arbeiten wohnten Admiräle, Generäle und der Kommandant des Triester Armeekorps bei, der am Heck des Bootes Blumen tm Barnen per italienischen Armee für die Marinehelden niederlegte. Die Bergung der Leichen dauerte mehrere Stunden, denn die Arbeiten gestalteten sich infolge des vorhandenen Ehlorwasserstossgases im Innern des Bootsrumpfes anderst schwierig. Die 27 Leichen wurden auf einen groben Ponton gelegt und nach Dem Warinekrankenhaus gebracht, ‘ wo sie In der Leichenhalle ausgebahrt wurden. Marineoffiziere halten dir Ehrenwache. Am Leichenbegängnis, das am Frei tag x statt finden wird, werden ein Vertreter des Königs und Admiral Sirianni teilnehmen. Schlechte Aussichten für die pariser Misierrevue. i Chamberlains Erkrankung. - Nelloggs Kommen in Frage gestellt. (Eigene Drahtmeldung de» „Gießener Anzeigers'. Berlin S. Aug. Die OHitieilung. datz der englische Auhenminister E h a m b e r l a i n weder in Paris zur Unterzeichnung des Kellogg-Pakten noch in Genf zu den Beratungen des Völkerbundes erscheinen werd«, hat in allen europäischen Hauptstädten geradezu sensationell ge- wirtt Wir haben natürlich leinen Grund, die Angaben der Engländer, datz Chamberlain ernst- 1 i ch k r a n k ist und dringend der Ruhe und Erholung bedarf, in Zweifel zu ziehen. Datz er aber unmittelbar vor Der Pariser und Genfer Zusammenkunft absagt imd datz an seine Stelle ein Mann tritt, der wohl kaum irgendwelche Vollmachten nenne.iSwerter "Art mit auf den Weg bekommen wird, ist doch mehr als auf* fallend. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, datz England keine Lust verspürt, sich bei der Beratung namentlich der in Genf vor und hinter Den Kulissen zur Debatte stehenden Problemen irgendwie festzulegen. Der litauisch-polnische Konflikt allein würde schon genügen, um das Fernbleiben Chamberlains verständlich zu machen. Aber wir haben die Absicht, in Genf Die Rheinland- r ä u m u n g anzuschneiden und sowohl Frankreich wie auch England vor die Frage einer Entscheidung zu stellen. Rach allem, was über die Bedeutung und den Eharakter des englisch-französischen Flottenkompromisses bekannt geworden ist, sieht es beinahe so aus als ob di« Engländer sich darauf feftgelegt haben, den Franzosen am Rhein freie Hand zu lassen und die Räumungssrage im Sinne der französischen Wünsche zu behandeln. Datz Frankreich keine sonderliche Beigung verspürt, an eine vorzeitige Räumung heranzugehen, hat sich in' Den letzten Wochen sehr deutlich bemerkbar gemacht. Richt einmal die Möglichkeit finanzieller Zugeständnisse durch Deutschland ist verlockend genug, um Die Franzosen räumungsfreundlich zu machen. Auch in den Unterhaltungen zwischen Briand und unserem Botschafter hat sich gezeigt, datz Die Pariser Regierung jeder Aussprache übet das Problem des Tages aus dem Wege zu gehen versucht. Unter diesen Umständen sollten wir eigentlich den Dingen ihren Lauf lassen und Die Räumungsfristen abwarten. 3e mehr von unserer Seite die Rotwendigkeit einer Freigabe des Rhein- landes vor Den festgesetzten Terminen betont wirb, desto zurückhaltender benehmen sich die Franzosen, desto unverschämter werden sie aber auch mit ihren Gegenforderungen. Für uns liegt keine Veranlassung vor. den Preis, Den wir freiwillig für die Räumung zahlen würden, künstlich in die Höh« zu schraubew Haben wir bis heute gewartet. Dann werden wir zunächst noch das Jahr 1930 ins Land gehen lassen können, Das Der zweiten Zone die Freiheit bringen soll. Auch auf Die Reise Stresemanns nach Paris brauchen wir heute kein so starkes Gewicht mehr zu legen. Herr Kellogg, Der Batet des Paktes, scheint grotze Lust zu haben. Daheim zu bleiben, ebenso ist Briand .gefährlich erkrankt"! Wenn Stresemann nach Paris fährt, dann unternimmt er Die Reite nur aus Höflichkeit Dem amerikanischen Staatssekretär gegenüber. "Bleibt dieser in Washington, Dann kann auch Stresemann in "Berlin bleiben, zumal Herrn Briands Zustand vicht der beste ist. er also schon jetzt zu verstehen gibt, dah er sich mit Rücksicht auf feine geschwächte Gesundheit auf RäumungLgefpräche mit Dem deutschen Auhenminister nicht etnlafsen kann. Oie Einladung zum pariser Llnferzeichnungsaki. Spanien und Rußland nicht aufstefordcrt. Paris, 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) „TZatin* erklärt in der Vage zu fein, ankündigen zu können, dah die französische Regierung im ’JInmtn und im Auftrage Kelloggs vorgestern den als Erstunterzeichner des Kriegspaktes genannten Mach- ten Die offizielle Einladung übersandt habe. Es handelt sich um Die sieben Lo- carnomächte und die englischen Dominions. Die Antworten dürfen Ende dieser Woche in Paris eintreffen. „Petit Parisien" berichtet in gleichem Sinne und bemerkt dazu, logischer- weife hätte Kellogg die EinlaDungcn versenden müssen, da aber Paris als Unterzeichnung s o r t gewählt wurde, habe die amerikanische Negierung es für höflicher gehalten, Dah Die Ein- ladungen von Frankreich, Dem Gast- geb er, ausgehen. Frankreich sei jenem Wunsche nachgekommen unter der Bedingung, dah es gleichsam im Namen und im Austrage Ame - r i k a s handele. Nach einigen Bedenken habe man sich auf dieses Verfahren geeinigt. Die offiziellen Einladungen feien vor zwei Tagen ergangen, und zwar an die ursprünglichen Gründer. Dos ameri- konische Staatsdepartement und der Duai d'Orsay hätten sich in diesem Sinne geeinigt. Italien und das Zlotienkompromiß. London. 8. Aug. (WB.) Der diplomatisch« Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet. Die italienische Regierung, der in Der vorigen Woche das engltsch-sraitzösische Flottenabkommen durch Den britischen und Den französischen Botschafter in Rom übermittelt wurde, habe jetzt ihre ersten Eindrücke mitgeteilt. Rom sei ebenso wie Washington über das vorläufige Kompromiß zwischen London und Paris offenbar nicht hege i st e r t. Es werde namens Mussolinis mit geteilt, datz der früher in Genf von Itcrlien vertretene Standpunkt unverändert bleibe, und datz besonders gegen jegli che Trennung der Frage Der Marinerüstungen von Der Der Landrüftungen WiDerspruch erhoben werd«. Des Volkes nahezu aktionsunfähig. Dafür aber um so aktionssähiger in allen parteipolitischen Dingen im Sinne Der Sozialdemokratie ist. Im Angesicht einer solchen Sachlage brauchen wir Die große Rechte. ES kann nicht so weitergehen, dah sich Die Linke immer fester zusammenballt und Die Rechte immer mehr sich zersplittert. Das einaufeben als höchste vaterläirDische Pflicht ist nicht nur Sache Der D. R. B. P., sondern ebenso Der vaterländischen Verbände und Der rechts- stehenDen wirtschaftlichen Organisationen je- Der Art. GroßhenzogFriedrich II. von Badenf. Karlsruhe, 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) Auf feinem Schlosse in Badenweiler ist heute früh Der ehemalige GrotzherzogFriedrichll. von Baden im Alter von 71 Jahren gestorben. Friedrich war ein Sohn des Großherzogs Friedrich I. und dessen Gemahlin, der Großherzogin Louise, einer Tochter des allen Kaisers. Friedrich II. ist sein Leben lang von ganzem Herzen Soldat gewesen. Eine Reihe von wichtigen Kommandostellen hat er während seiner militärischen Laufbahn innegehabt. So war er von 1893 bis 1896 Kommandeur der 29. Division in Freiburg und dann Kommandierender General der 8. Armeekorps in Koblenz, später Gencralinspek teur der 5. Armeeinspektion 1907 nach Dem TvDe feines Vaters bestieg er den badischen Thron. Als Regent bemühte er sich ehrlich um das Wohl seines Landes. Seit der Revolution lebte er ganz zurück- gezogen abwechselnd in Freiburg, Badenweiler und Baden-Baden. Seit 1885 war er in kinderloser Ehe mit der Prinzessin Hilda von Nasiau verheiratet. Seine Schwester ist die Königin Viktoria von Schweden. Gewerbeaufsicht durch das Reich? Berlin, 8. Aug. Wie Der Demokratische Zei- tungsdienst mitteill, wird zur Zeit im Reichs- arbeitsministerium die Frage geprüft, ob es zweckmäßig sei, den Landesarbeitsämtern die Gewerbeaufsicht, Die jetzt von Den LonDesbehorden ausgeübt wird, als neue Aufgabe zu übertragen. 2er Reichsarbeits- Minister beabsichtigt, nach der gleichen Quelle, die Länder um ihre Stellungnahme zu Diesem GeDanken zu ersuchen. Aus aller Wett. Martens startet um den Hindenburg Pokal. Der bekannte Rhön-Segelflieger Wartens hat bei seinen "Borbereitungen zu Dem Flug um Den Hindenburg-Pokal. Der salschltcher- weise allgemein als Lurvvaslug bezeichnet wirb, arges Pech gehabt. Am Tag« D«S Startes tourDe Der Rumpf Der Maschine Durch eine kleine ®r- plosivn teilweise zerstört, aber Der Schaden konnte innerhalb 24 Stunden behoben werden, so Datz Martens am Mcttwoch Die letzten Vorbereitungen zu seinem Flug treffen konnte. Mariens ist ktt 1917 aktiver Flieger. Sr gehörte im Kriege Der Jagdstaffel Richthofen an. Später kam er als Student in Die öegelflug- betoegunp hinein. Erstmals findet man ihn mit feinem weltberühmt gewordenen Vampir in Der Xbbn. mit Dem er lich in Diesem Jahr fast sämtliche erste Preil« geholt bat. Auf Der Watter- kuppe bat er Die nach ihm benannte Segelflug- schule gcgrunDt't. dic später von der Rhön- R> Heu - Gest.ttchatt übernommen wurde and heute Welirrtt gen letzt. Martens wird mit einem G M. ® • Gebrüder Müller. Griesheim) Flugzeug starten. Das Flugzeug ist mit einem 35 ?8.-Anzani-Motor ausgestattet. Es hat eine Marimalgeschwindigkeit von rund 140 Kilometer in Del Stunde und dürfte Damit in Bezug auf Leistungsfähigkeit mit an Der Spitze Der Klein- flugzeugthpen stehen. Martens wirD am Donnerstag früh um 5 DHr vorn Frankfurter Flugplatz aus starten. Er WirD zunächst nach Berlin fliegen, wv er sich über Einzelheiten seines Weiterfluges schlüssig werben wird. Er WirD in verschiedenen Etappen fast sämtliche HauptstäDte Europa- berühren. Der Start von Berlin wird voraussichtlich am kommenden Montag erfolgen. Die Route wird sich nach Der Wetter- und Windlage richten. Martens saßt Den Flug als eine Vorbereitung zu Dem für Da8 nächste Jahr geplanten internationalen EuroparunDflug auf, zu dem nur Sportmaschinen zugelassen werDen sollen. Für seinen Diesjährigen Flug sieht Martens eine Dauer von 14 Tagen bi8 Drei Wochen vor. Er will versuchen, Den Weitstreckenrekord für Kleinflugzeuge zu brechen. Als Endpunkt Des Fluges ist Frankfurt in Aussicht genommen. vr. Spickernagel f. Der langjährige preußisch« Londtagsabgeord- netc Der Deutschen Vollspartei. Dr. Wilhelm Spickernagel, ist an Den Folgen einer Kopfrosc- erfranfung plötzlich verstorben. Dr. Lplckemagel war Referent in der Presseabteilung der Rcnchs- tegicrung. Spüler wurde er 'Beigeordneter des Deutschen Städtetages und leitete in dieser Eigenschaft dessen Presseableilung. Dr. Spickcrnagel, Der ein Alter von nur 38 Jahren erreicht hat. ist in Den letzten Jahren vor allem als Herausgeber Der Zeitschrift Des Deutschen Städtetages bekannt geworden. Der Sturm an der Stifte von Ftorida. Iacksvnvillc (Florida). 8. Aug. (WB.) Der Trvpensturm wütet weiter an Der Ostkuste von Florida. Telegraphen- und Telephonverkehr lurd gestört. Zahlreiche Ortschaften sind vorn Verkehr abgeschnitten Der Wind erreichte an manchen Stellen eine Hundert^Meilen-Stärke. "Viele Einwohner verbarrikadierten sich in ihren Häusern. Der Sachschaden in Den vom Sturm betroffenen Gevielen wird auf fünf Mrl- lionen geschätzt. Verluste an Menschenleben find nach den bisherigeii Meldungen nicht zu beklagen. 'Der Dampfer .Mgvnquin", Der, wie gemeldet. Die Orientierung verloren hatte, ist wohlbehalten in Der FloriDa-Skratze eingetroflen. wo er das Hnde Dos Sturmes abwartet. Der Sturm hat jetzt auf Die südlichen Teile von Wittelslorida übergegriffen. Der Fremdenlegionär klemm ,u lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Der ehemalige deutsch« Fremdenlegivnär Klemm, dec bekanntlich wegen Unterstützung Abd el Krims zum lode oerurteiU worden war, ist durch den Präsidenten der Republik zu lebenslang- lichcr Zwangsarbeit begnadigt wordcn. Tleuer Vefuvausbruch. Nach einer vom Vesuv Observatorium veröffentlichten Mitteilung öffnete sich Dienstag gegen Mittag un südwestlichen dbldjmtt des Beiuokral r» ein Feuerjchlund. aus dem unter Explosionserfchei- nungen «in (tarier Laoaftrom bervorquillt. Di« sehr fluffige und helleuchtend« Maste bildet einen ovalen See von etwa 7'» Meter Durchmesser, au» dem sich zwei große weißglutzende Ströme er- pietzeu Der kleine Eruptionskegel. dessen Spitz« in einer Lange von etwa 30 Meter abgeiprengt wurde, wirkt unter starken örplolionen aus einer «Nva 40 Meter im Durchmcsier betrapenben Deffnung großenteils schwarze Massen aus Die Seismographen des Observator,ums befinden sich seit über itnem Monat in lebhafter Bewegung und haben zahlreiche Erdstöße und lokal« Erdbeben ver'eichnet. Die Mitteilung de» Observatoriums fchlicßr mu der Feststellung, daß die- •er gerade ein 3ahr nach dem letzten erfolgten Au», bruch noch einige Tage andauern könne, aber die um den Vesuv gelegenen Dörfer keineswegs zu beunruhigen brauche. Schweres Bootsunglück auf dem Main. Zwei Leipziger Studenten, die sich auf einer Paddelboot-Tour befanden, gerieten bei dem Sie- rether-Loch bei Bamberg in einen Strubel und gingen mit ihrem Boot unter. Ein Schiffer ritte zu Hilfe und rettete beide lebend in einen Kab" Us dieser mittels eines Seiles ans Ufer gebracht werden sollte, fippte er plötzlich um. Die beiden Stuben- ten und ihr Retter, Der erst kürzlich geheiratet hatte, kamen in den Fluten um. Bisher wurde die Leiche des einen Studenten und diejenige des Schiflers geborgen. - Der französische Flieger Vrouhin abgeflüt)!. Das Flugzeug, mit Dem der französische Flieger Drouhin in "Begleitung eines Ingenieurs, eines Funkers und eines Mechanikers auf Dem Flugplatz Orly zu einem Uebungöfluge zur Vorbereitung eines seit längerer Zeit anqetün- Digten TranSozean-FIuges auf gestiegen war. ist kurz nach Dem Start in Der Röhe des Flugplatzes abgestürzt. Unter den Trümmern Des '^Ipparaks konnte Der Mechaniker mir a I s Leiche geborgen werden Drouhin und di« beiden anderen Insassen erlitten schwere Verletzungen. vom Lisblock erschlagen. In Der Ci-kapelle bei St. Bariholoma am Königsee bet BerchtesgaDen stürzte, währenD eine Grupp« von Touristen sie besuchte, em großer (Eisblod herab unb erschlug Den Sohn Des Eisenbahnsekretürs (Blas aus Hannover, Der in Begleitung seiner Ettern und Geschwister Das Naturdenkmal besucht«. Schwere Gefängnisstrafe für einen bestialischen Baler. Bor dem Schöffengericht Berlin-Mitte wurde gegen Den wegen verschiedener Roheitsdeltkte vorbestraften Heizer Karl M a r v h n verbandelt. Dem zur Last gelegt war. am 9. Februar des Jahres sein achtjähriges Töchterchen Charlotte wegen eines Kii derstreiches in der bestialischsten Wette verprüge.t zu haben. Der Angeklagte hat. wie die Beweisaufnahme ergab. Das KinD mit einem S t o ck blutig g c- schlagen, unD die Kleine mußte dann, nur mit einem Hemdchen bekleidet, die ganze Rächt in Der kalten Küche stehen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von vier Monaten und zwei Wochen. Das Gericht t>iclt diese- Strafmaß jedoch bei toeitem nicht für ausreichend, verurteilte drn brutalen Vater zu einem Jahr und zwei Wochen Gefängnis und ordnete feine sofortig« Verhaftung tm Gerichtsfaal an. Ein zehnjähriger Brandstifter. Im Juli entstand in Bedersdorf tSuhs-- fall») em Grobfeuer, das 14 Scheunen und Stallungen, sowie mehrere Wohnhäuser vernichtete. Der Sachlchaden belief sich auf über 200 000 QHari. Jetzt stellt sich der Brand als Racheakt eineS zehnjährigen Schülers heraus. Der sich zurückgesetzt fühlte, wekl er bei einem Schützenfest Der Jugend seines Heimatdorfes nicht Schützenkönig geworden war. Die Detierlaae. TftiHroocA, de* & Qugus? A92A jiingkm hv.fy be:. u* bal »gd Lubelli Dcfi d nur l schöne Lid: »ähreich ich uette ich gai Dielen-sad« । °ö ch nicht- Marcherbie-u il ein Sluck fi Harfen Ärihnn "Sadid an dn bafj d- s^cden iufjei Stelle b;t K an lr.rs« e dah man bei kann, wem tiefem llmftc au verdanken &4on bevo hUr nlchk Den «Öd von 21. }6tf ich h)i» 52. unö ii Mjxü; Dai ei vA. bei anbei ♦»WwMhile. 5«r Cübrint i ™ DLdchm hot mit I «bttne ich an rtranal tm *ü in bet S S®« vnsc- y0* h dem äutri h fr auf De te* --W Oie -iests ®°r8^in tt-l- t WVi t JW «kfs aut v1 Jarmloi seit d'-'es ab» WN« M dü>' ii aie t:csts 2 Dem ,ten"« AUl.-n Harnt ich ans ®„Ttfl m- Fs vo gehe lang. 0« du bellen Ls«r । unb Baum jtatau# so k engen rd>*. mehr und 'ri-en. Geröhre und unb nur das am Uf« unk chcruch öd k chchlictt vom < |ab hier jungen öfarer t'iiegenDe lutta l po ihr int TDdlöt qu tzcht öen Sufi ULu'ejagd geh alln4fl®flt öe f’tt unb frisch' Minren, liberal «en tr.e tzum meist trocken. W 111« r u n g S a u s f i ch te n für Sams tag Meist bettete# und trockenes Wetter. K, "‘•töt q?1 Ä-c.rervorau-jage. Das nordische Tief ist ostwärts tp#"t?rqctDCn- Dert und feine Ausläufer brachten in den gestri- aen Rachrntttaysstunden bei uns Riederschläge. W^ikrhin wird sich dessen Einfluß auf unter TDetttr kaum noch geltend machen, da über Ong» land unD Frankreich wieder kräftiger Lultdruck- ansticg erfolgt ist. Rachts wird es vorläufig füM bleiben, tagsüber tritt infolge Sonneneinstrachlung Erwärmung ein. Wettervoraussaae für Freitag: Bicltach beit«, nachts kühl, tagsüber wärmer. Lufttemperaturen am 8. August: mittags 24^4 Grad Celsius, obenDs 16,5 Grad Celsius: am 9. August: morgens 16,2 Grad Celsius. Maximum 29 Grad Celsius, Minimum 12,2 rad Celsius. — Erdtempe- raturen in 10 Zentimeter Tiefe vm «.August: abends 21.M Gtad Celsius: am 9. August: morgens 17 Grad Cclsius. — Niederschlag 0,5 Millimeter. — Souneu- iAetnbaucr 7K Stunde Detter zurück «in wollten fretge b*ut14>m Oiientum gel .end machen. Mti txr<äumen. 2. Straß «nreini gemür.ichen ununierbrotbewn ),on*i" "Mim en Jil- Maae. bei Bettvorlagen roetfl- roku- erloschen. 7235D bahlee, Scuemptg M.) 7247D fleflhertrtfenber Settchf-vokl» fester fn Gießen. Braubach. 7235D 72448 Man« GoechestraH« W Les. IMS mehr ernennen kann vor lauter breiten spitzen, blanken 'Blättern und Lanzetten größte Auswahl in allen Preislagen unb trrfTle n* ehret ftnw no4 her C'tobt fahren. Oluf bem Abfahrt geierß« stand vorn« tn' »u Mn Sreitag, Den 10. «ngufi 192», nachmittags 2 Llhr, versteigere ich do. hier zwangsweise gegen Borzohlnng: BefhmnH an Ort mtb Stelle: 2 Schrei bttsiste ldunkel eichen), 1 Schweiß« apparak mit sLmMchen Zubehöttrlfen, eine Lostrwaschine. (Zusaanneokuoft der Steiaerer Im JLfcetn, Bekanntmachung In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen: flat M. Juli 1928 bezüglich der Firma Seife & ff tri in Gießen: Tie Firma nt Das unerreichte, Wissenschaft!, begründete Mittel für den Haarwuchs. Ärztlich empfohlen gegen Haarausfall und Kopfschuppen. Zugleich da* erfrischende und Ideale Pflegemittel für die Frisur, von höchster Eigenart der Duftkomposltlon* «in vollständig leerer Da, so überfüllter Wagen, bei Bekanntmachung Tie Lieferung ron wasserdichtes Joppen für die stündigen städtischen Auhenarbeiter soll öffentlich vergeben werden Angebcte sind unter Benutzung der beim stSdt. Tiefbauamt erhältlichen Vordrucke bü zum Er» ösfnungstermin am Aus der provinzialhauptstadi. Dießen, den 9. August 1928. Oie Sommervögel fingen. Zur Aufrechterhalrung ter Crbnung werben SmtrrttSkarlen an der Kalfe brf Vkavtt Heater« unentgdrti4> au-gegeben 2xlle» Nähere gehl aus der heutigen Anzeige hervor.> DaS Programm ber Feier umsaht soigande Punkt«. 1. QHulifftüd: Ouvertüre zu brr Oper . Freischütz- von Ä. M. v. Weber: 2. flMang*- Gingesandt. (Sür Form und Inhalt aller unter dieser Qtubrtf stehen den Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum geaentb?r kern-rlei B?rantwoNung.) -®ieben wird Drv-stadt." H. Hochstätter Mäusburg verschlossen, veri'ieaelt und mit entsprechender Aufschrift oeriehes an da- städt. Tief- bauami, Asterweg Nr. 9, abzugeben. Zuschlag-- und Bindefrist 4 Sachen. Dietzen, hen 8. August 1928. Steg Shä. ?JWß ■ddjlayn. 1. Die Slektrifche Straßenbahn ist noch immer fern grohstädtttcher Betrieb Och denke noch mit Grauen an meine vorjährige Reife* auf her städtischen Straßenbahn nach der Boll-Halle zur Aulührung der 9. Symphonie. — j. fa.. D^grühung der Xurnedügcr tn lle hatte ich etn ähnliche- Orlebnli. 2ch verließ die Dallshall« vor Schluß ber Feier trotzen reiniaung und Straßen- 0 u n g find auch nicht grohstädtilch ich •oft sagen schlechter aut Schwatzen, und oben m der £uh btt rastlosen 211 juerkgler. bk SchreihLlfe, bk mit schrillem Pfiff auf den ZtrnnfaUcn btlfen. der da oben harmlos seiner Dege zieht Danz zufällig kam mir da, ohne bah ich cs recht wußte, ernt Zell« die'es allen Schelmenttedes tn den Sinn, und •rilbem sitzt di« JHdobi« In meinem Hirn fest, so da st ich nicht- anderes fingen und pfeifen kann a!e hielte tileb. Ich lumme es wenn ich hinter Vortrag bei ®«1cmgtxreine .Sintrach'' .Dmpor sum Ächt'' von Utbmann; 3. Festrede geholt von ^reisschuLrat Kifcher (Girßen): 4. QttufL stücke .Grnzug der Düfte auf der Dartbura" aus ber Oper .Tannhäuser" von R. Wagner, 5. De» ** Tie vorläufigen Umlagen und bi«vorläufige Sondcrgebäuoefteuer derStadtDiehentmAl. 1 928. Auf Be- scheust ber Stldtverorbnetenverfammlung vom 29. 3uni b. 3. und mit Genehmigung ber hefsi- fchsn Minister des Innern, ber Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft find für da» Lj. 1928 btt vorläufigen AuSfchlagfäh« wie folgt festgesetzt toerben: 1. 22 Pf. auf je 100 M. Steuerwert der Gebäude und ÄMiplätz«. 2. 32 Pf auf je 100 M7. Steuerwert bet leib- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes. 3a. 80 Pf. auf je 100 Mt. Steuerwert des gewerblichen Anlage» und Che- tr,edSkapitals. b) 80 Pf auf j« 1 M7 des für das Kalenderjahr 1925 fetzgestellten staatlichen Gewe rbeertragsstcuerfoll-. 4. 45.93 Pf auf je 1 Mk be» für das Rj. 1928 lest gestellten staatlichen SondergebLudesteucrsvll- Die Aufrechnung der hiernach zu entrichtenden vorläufigen Steuer» Ihren möchte «ast sagen schlechter als aus den Dörfern Dort werden bte Anwohner, tperrn sie di« St raste an den vor geschriebenen Tagen nicht reinigen, zur Anzeige gebracht. Man acht« z B. einmal auf den Zustand ber vudwigstraste an Sonntaacn. Zuhiteiae werden Überhaupt nicht gekehrt, nur grob« Abfälle mit dem Besen weggenommen Mit einet gewissen Sorgfalt und AegelmÜßigkeit werden hie Aebenst rasten gesprengt. » B Bruch- ftrafic. Stephanstraste oder solche Strastenteile. an denen feine Häuser stehen (früherer Schiflen- berger Weg), in den von Autos und Last fuhrwerken am stärksten befahrenen Strosten, z.B. der Ludwig tz raste. sieht man nur selten und dann meist gegen Abend «In Gießfaß fe bte Staub Plage hier nachgerade unerträglich wird. Sin Fenster am Tag zu offnen, ist ausgeschlossen. Blumen an den Fenstern verkommen unter einer Bekanntmachung. .n unter Handelsregister Abteilung B •ube am 4. August 1928 bei der Firma „«•öiinw o 8 ober mit einem anderen Prvku- Hesffsches Amtsgericht. ... •*** dem Fenster sitze hinauslchaue und Golt einen guten Marrn fern lasse und pfeif« «s lauthals M. als ich aus dem Haufe trete, um einen kleinen Gang ins Feld au machen. So gehe ich denn den klaren Forellenbach entlang. Der durch buschverbvämtt Wiesen führt und Hessen Ufer läng«lang« von Risch und Aohr. Busch inb Baum Schilf und Binsen, Bumpleulen und Kalmus so dicht «ingesastt sind, dast man an den Stellen den e^entttchen Bachlauf gar nicht aus dem Kop'e. Zufällig kam es mir heute morgen tn den Cnm, als ich auf die Veranda hat, um wie gewöhnlich nach dem Wetter zu sehen, mich an dem Lau bet vttlen Wiesenblumen zu «raötzen, di« in der ausgehenden Tlorgenlerow blitzen, dast es eine Lust ist. unb einen Augenblick dem vielen bunten und blanken Getier Auzufehen. da« in bttfer Sommer tagen allenthalben kreucht und fleucht. Unmengen von Schwachen aller Art schieden da dicht über den Blumenflor der Wiesen, Hauslchwalben mit b ütenwe.stem Bürzels leck, Ltalischwalben mit fuchsroter Keh!« graubraune Uferschwalben mit he Unfc fl IM J/'cihnq ^tluno ul g- L-K 11 *»» »a|„. 'Si*5 UM J*6 otubti. 4ää wahrend eine Irum 1 flrofjrr fttblrf 'senbahchstrtLr, U„ “*J0 seiner lkUmt il besuchst. gnlsfliaft schen Haler, ' Derlin-Aift, toatt ebener loWtfMiftt Darohn derbanöelt, am 9. Wuar bei aes Töchterchen fit öerflreiches In ber ze.i zu haben. Der weisaus nähme ergab, tod blutig gc• tnufjte bann, nut mit btt loM 'x ’t 6taatfcan»cA\ igten eint Jtltagnu- unb Mi Äschen. mch jeboch bei fctiim irufteUte drn brulakn unb zvri Äschen te seine fofortige w tn. ■ BranbfHftrr SeberSdvrs (W* 14 Scheunen unb 6:»'* loMustr oemichttlk. nif über 330 000 Olid. ich als Racheakt Schülers Hera»». » wef. « V\ t»tm neS hrmaibvrses nicht tn. bi« 2nm»'ldungsfrist nur kurz ist Gs iß deshalb eu befurchtTn dast «in grober Teil ber AntorüD« nicht rechtzeitig ange r.e'bet wird und hierdurch di« deuilche Wirtschaft lehr aroste Verluste erleidet, zumal mit einer Fristverlängerung nicht zu rechnen ist. An alle in Frage kommenden deutfchen Firmen geht daher die bringende Mahnung ihr« Ansprüche mit größter Beschleunigung anzuwelden. auf feinen Fall di« hing Bad-Aauh^im Georg Stöppler zu Vab- Aauheim auf Grund deS Gesetzes über bi« Altersgrenze der vlaatsbeanflen m den Auhestand. •• Erledigte Lehrerstellen Erledigt sind: Ein« Lehrerstelle für emen evangelischen Lehrer an ber Volksschule in Griedel (Kreis Friedberg). Dienstwohnung ist vorhanden und frei; eine Ochrervefle für einen katholischen Lehrer an der VollSstchule in Oppershofen (Kreis Friedberg) Dienstwohnung ist vorhanden und frei. “ Abhandeng «kommen« Pakete Wenn ein Postpaket abhandsvaekommen ist, so hostet die Post bl» zur hohe der Werlanaabe. Beweist jedoch die Post, dast der angegebene Wert den gemeinen Wert übersteigt, fo bat sie nur diesen zu ersetzen. Lei Paketen haftet die Post nach dem erlittenen Schaden, jedoch höchsten» bi» 3 Mark für jede» Pfund. *• Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlochtoiehmarkt: 1118 Kälber, 183 Schafe, 550 Echweme Serdhr« und Äräuttcn. Seerosen unb Hahnen tust, irtb nur das Ähidfen unb Platschen ber Wellen am Ufer und ber eigentümlich scharfe, stechende Geruch des von ber grellen Sonn« beschienenen Schliß vom letzten Hochwasser verraten es uns. bah hier Wasser flieht. Ganze Schwärme von jungen Staren sausen über mich hinweg, tief» st egende Schwalben schwirren um mich her. Aohr- 'änger fingen im Schilf. Hänfling« lassen irgendwo ihr Aoitschern hdren, ferne, ganz hinten am Wald« quarrt eine zänkische Krähe und ltzcht den Vulfarb zu vertreiben, der auf bi« MLusejagd geht, der tetf« Südwind verbreitet allenthawen den schönen Duft von blüpendem Klee und frischem GraS und duftenden Wiefen- blumen. überall summen die Bienen und brummen bte Hummeln, die Grillen geigen und bi« Heimchen zirpen, bte Heuschrecken siedeln, blitz- blaue und smaragdgrüne Libellen und Wasser- jtzngsern knistern schnellen Fluge« an uns vorbei. und das alles zusammen ist wie ein einziges Jubellied, so leicht, so froh, was wunder, hab es mir da wieder in den Sinn kommt das schöne ßirb: ,.Di« Vommervögel singen.' Unb während ich es halblaut vor mich hinsumm«, merke ich gar nicht, daß ich von dem stracken Wielenpfad« adgekommen bin unb geradeso, als nb ich nichts zu verlieren hätte, der weiten Mäanderbiegung des Daches nachaehe. Aber das ist ein Glück für mich. Schon seit Jahren hat das vchmelzwasser im Vorfrühling drüben in der scharfen Krümmung, wo ständig das Fluten deS Daches an den dkfen nagt, das Ufer unter« aaschen, bab die Dordwände nach und nach zu- 'ammen stürzten unb das Dachbetl immer breiter »erden liehen. Gantz steil fallen nun an dieser Stelle bi« Ufer ab. gaiu tief im Bette liegt an dieser Stätte der Wasferspiegel, so lief, dob man den Bogen hier erst dann übersehen ?arm. tperm man unmittelbar davorsteht. Unb tiefem Umstand« habe ich «inen schönen Anblick tu verdanken Schon bevor ich an die Biegung komme, die Mer nicht den am ganzen Dache anzutreffenden >ürld von Röhricht und Schilf aufzuweisen hat. höre ich. wie das Wasser an den Uscrzacken lluckst und in den unterspülten Uscrwänben kuschelte das einemal dunkel, wie fernes Gemurmel. das anbtremal hell, wie der Klang einer Lwpsfteinfäule. Irgendwo brüllt eine Kuh auf, her Südwind trägt von fernerer den Singsang eines Mädchens herüber, das zum Melken gtbt. kurz vor mir huscht eine Maus über bte Wiese, ueb wie ich am Uferrand anlanae. rauscht es aus rtnmal tm Wasser, llatscht es mächtig drei-, viermal in der Lust, «in schwarzweitzer Blitz zuckt tn di« Höh«, und ehe ich recht weist, was los ist. .st der Filchrecher schon längst hinter den nächsten Bäumen verschwunden. Stundenlang mag er hier Ichon in dem seichten Wasser, in dem die Sonne io recht Zutritt hat und die junge Fischbrut in Massen, ja förmlichen Klumpen steht, mit 5-för- nia gebogenem Halse auf einem Bein gestanden usd auf Deist fische, Gründlinge, Elritzen unb erberes geringe» Zeug gelauert haben Bon diesem imposanten Anblick habe ich. weih Gott, noch auf bem ganzen Wege gezehrt An Zeiten betröge auf bW erbgüMg fest Äffest* e Steuer FTcfM Vorbehalten ” Ansprüche an das in Amerika f relae ge bene deutsch« Eigentum. Die 3nbunn«• und Handelskammer Darmstadt macht aus folgTndes aainirrflam: Gs wird Älogt darüber geführt dast viele deutsche Firmen mir sehr lang'am ihre Anfpritch« an dem in Amerika sangsvortrag deS Gc'angocreins Heiterkeit' : -Das deutsch: Lied" von Ralltoeba; 6. Musikstück Mckitürmarsch Ar 2 von Fr. Schubei: 7. Schlustwort mit Deutschlandlied Dalcn für Kreitag, 10 August. Sonnenaufgang 4.38 Uhr, Sonnenuntergang 19.32 Uhr. — Mondaufgang 23.35 Uhr, Monduntergang 15.34 Uhr. 70 n. (£br.: Zerstörung 3eru|alcm» durch Titu», — 885: Otto der Brost« schlägt dl« Ungarn auf dem Lechfeld«: — 1792: Revolution in Pans, Erstürmung b«r Tuilleri«n, Absetzung Ludwig» XVI; — 1912: der Architekt Paul Wallot in Longenschwalbach gehörten. Wiedener Vo^cnmartl-rsise Gs kosteten euf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180 bis 190. Maite 30 bis 35. Käse (10 St., 60 bis 140. Wirsing 17 biS 20. Weistkraut 18 bis 20. Rotkraut 30 btS 35. gelbe Rüben 20. rote Aüben 20. Spinat 30. Rbmifchkohl 10 bi- 15, Bohnen, grüne 35 tnS 40, gelbe 40 bi4 45. Unter Kohlrabi 10. Erbsen 30 bis 40. ONilch- aemüs.' 20. Tomaten 30 bi- 60. Zwiebeln 15 bi» 20. Rhabarber 15 bi- 25. Pilze 40 bis 50. Kartoffeln 7 bi» 8. Frühäpfel 40 bis 60. Fall- äpfel 10. Dirnen 30 bis 70. Kirschen 65. Stachel- beeven 30 bis 60. Johannisbeeren 45. Himbeeren 70 bi« 60. Pfirsiche 120. Pflaumen 30 bi» 80. Zwischen 100. Mirabellen 40 bi- 100. junge Hähne 100 bi- 130. Suppenhühner 130 bis 130. Gänse 120 Pf. das Pfund. Eier 13 bi- 14. Blumenkohl 20, Salat 10 bis 20. Salataurten 10 bi» 50. Einmachgurken 6 bis 6, Ober-Kchlrabi 5 bi- 15. Rettich 10 bi- 20 Pf da- Stück: Radieschen Dd. 10 bi- 15 Pf. Bornotizen. — lageetalenber für Donnerstag. Liebigrhöhe: Adonnementskonzett der Äapede de» 1 (Hessischen) Bataillons Inf. Regt. 15. — öichtspiel- bau 5, Bahnhofsttahe: wDte ftamelienbame”. — nftoria Lichtspiele: „Die groste 3rrlu»nummer*. — Die Tauber Gastspiele im 91 e u e n Dperet» tenthcat « r in Frankfurt a. TL beginnen am flreitag, 10. Luaust. mit der Operette „Zigeuner- liebe* Kartenbestellungen beim Neisebureau Loeb, Bahnhasstrah«. Dgl. die heutige Anzeige. dicken Staubschicht. Wo bleibt der Berkehrs- verein? Fremd« beurteilen «ine Stadt vielfach in erfler Linie nach dem Grad ber Rebrttchkett 3. Der Alt« Fri«dhvf. On anderen Städten ist man stolz daraus, «inen schonen und stlmmungsvbllen errteb^of zu besitzen, der auch von Fremden ausgesucht wird. 3n Giehen schrml man den viels, Einwohnern, di« den Allen Friedhof gerne aussuchen, den Aufenthalt dort geradezu vermeiden xu wollen. Anderwärts sorgt man für Auhebäisc auf den Friedhöfen, biet wirb man solch« vergeblich suchen, und dabei bildet der Friedhof eine herrlu-e ör- günzuna zu den Friedhof-anlagen. Das schlimmste aber ift. dast ber Friedhof in seinen Wegen und Grasplätzen fo vollkommen vernachläffiai ift. Durch das Derwttdernlassen der Gras flach en. btt niemals rechtzeitig gemäht werden, und das frnnlosc Anpflanzen von ganzen Alleen großer Däume «Ahorn. Ulmen usw.) wird bi« Jnftanb- txrlhmg der Gräber geradezu unmöglich gemacht. Für fremde Besucher kein erfreulicher Anblick. Dazu kommt, bab auf dem ganzen groben Friedhof zwei Wasserstellen sind, fo bab man minutenlang gehen muh. um Wasser für bi? pflege bet G^äberichmucks zu bekommen. Zu bebau ern stnd auch die armen Gärtner, bie bei trockenem Wetter tagelang Wasser schleppen müssen. Wi« leicht wäre bei gutem Willen dttfem Mibstand abzuhelfen. 9t ist auch nicht großstädtisch, dast man den Friedhok»Verwalter nicht telephonisch erreichen kann. -dt. Berliner Börse. Berlin, S Aug. lDTB. Furckspruch? 3m heutigen BormitlagSverkehrist die Stimmung ziemlich zurückhaltend. Die flaue Reu- Vorder Börse und das Anziehen des Veldsatzes in Reuyork verftimmten. zumal auch Rachrichteu über eine Ber steifung des Geld markt«» in London vorllegen. Umsätze find bis jetzt kaum getätigt worden. Die Kurse liegen etwa 1 Proz. unter den gestrigen Schluhnotierungen Man hört Siemen» 371^0 bis 372. Farben 264.50 bi» 265. Am Devisenmarkt nennt man London Kabel 4®52VS bi» 485^7»London Rkai- land 92,78 bi» 92,82. Spanien 28,98 bi« 29.02 und Kabel Mark 4.1945 bis 4 1950. Bücheriisch. — D r Joseph Ullmann-Srentz: Kämpfen, nicht leiden. Hannover, Hahn- sche Buchhandluna. — Die Schrift handelt von den ewigen Prob'emen der Menschheit, von Sinn und Zweck des Lebens. Kämpfen, nicht kiben muh das Ziel innerer Smstelluna sein wenn uns wahrhafte- Glück erblühen soll. Die beiden Abschnitte .Delterlenntnis" und _Se«l?7ch^gi?ne" in ihrer klaren, allgemein verständlichen Formung sind wohl geeignet, nachdenklame Leier zur Selostbesinnuna und Srkcnntnis ihrer Lebensaufgaben zu führen |» — Da» .Rastatter Tageblatt" (tm Berfa« der K. unb H. Greiser G nt b H in Ttaftatt) hat au» Aniah feines 125jährig«n Bestehen» eine reichillustrierte, textlich Melfetiige unb drucktechnisch sauber ausgestattete 3 u b i - läumsnummer erscheinen lassen, die für d'e Geschichte de» feiernden Berlages nn« für bie Chronik unb Kulturchistori« von Rastatt gleicher- masten bedeutungsvoll ist. flm l.flugurt 1928 die Firma Bock- betm ä Müller m «ietzen. Inhaber in bet Laufmanu Zofev^ Sailer zu Sieben. Der Litz der Firma ist von 'öilfietn nach ließen verlegt. Geschäftszweig: Fabrck zur Verarbeitung von Zabcrf und Herstellung von Zigarren. Giehen, den 6. fltiguü 1928. Hessisches Amtsgericht. Sektion der Tisconto-Gefellschaft, Zweig- .ertilflt Siesten, eingettaaen: Den Proku- fük 0 ifien HanS Mmer in Franksutt a. Main «d Wichelm Reimderr in Frankfurt fUP' Aac1,# .1 Ad!nJft ^esamtvrokura für die Zweig- Aten für ® ^ttderlalfung der (Velellschaft in Kietzen s' . Otol ttteiU worden, dergestalt, datz em ,eder von >d tr° ,„l(tagi 3neB 9hcmA^ 11 ber Latzungen die aifl v rrrma der ««nannten Zweignivderlalluna V?Emschaft mit einem «eichäfis- mustt« ich denken, da mit Minnespiel und 31 iftet» tum auch die 3agb mit dem Fedettpiel« noch tn hoher Blüte unb grvhe Ansehen stand und die Aetherdettz« für tnc 3aabau»übung galt, wo Fürsten und ®bl« allenthalben, sogar in ber Äinfc«. mit dem SlostVogel auf der Hand erschienen und sie sich bei brr. Frauen derselben Beliebtheit «rsreuten wie in einer späteren Zett das Schosthündchen Wahrlich, wunderliche Gedanken kann so ein Gang erwecken bei dem es mancherlei zu sehen unb )u hören gibt, Gedanken, aus die man sonst me en Leben gekomaten wäre, di« es aber wen find, bab man sich einmal mu ihnen beschäftigt Aber es mühte ja auch nicht eine an- rcgeuÄ Zett fein, die Lage, da bie Sommervögel fingen 5t X g. Oie DerfaffungSfeier. Am Samstag. 11. d. 1. abends 7.30 Uhr. findet unter UFitmlrfung der Kapelle bet 1. Barl. Reichswehr-Znf -Regts Ar. 15 und der Gelang- vereine .Gnttrochf und .Hrntersteit" im Stabt» t Heater etne Bers asf ungsfeier flott zu der btt Bewohner der Stadt unb des Areise» Giesten durch den Provinziatdirektor ber Pro- B om tsrntewagen gestürzt. Auf ber Heimfahrt mit dem Erntewagen ist gestern nachrntttaa die bei K Dalbott in Garbenteich beschäftigte Stte Schäfer verunglückt: ftt hatte sich auf dem mit 5tom hochdeladenen Wagen zu weil nach hinten gesetzt, kam in» Butschen und siel auf btt Strohe, wobei sie innere und äußert Derletzunaen davon- trug Dr Rupp von Garbenteich leistete die erste Hilfe, worauf die Berunaluckte mit bem städtischen Canitüt»auio in die «abirurgifch« Klinik gebracht wurde. Wie man dort inzwischen steststellen konnte, sind die Der etzungen Der Gestürzten erfreulicherweise ungefährlicher Aatur. ” 2 m Lichtspielhau» Lahnhof st rahe siebt man zur Zeit t len groh aufgemachten amm- famidjen Emelfilm. i e Äameltenbame*. Der Stoss ift al» Roman, Schauspiel unb Oper zu bekannt geworden, al» daß man den Inhalt auch nur anzubeuten braucht«. (Siri« werden sich auster- dem de» hiesigen Gastspiel» der Rielfcn auf der Sprechbühne noch mit Bewunderung entsinnen.) "Bae die Regie (von Fred 71 i b l o) betrifft, so saht sie die Vorgänge bte Roman» in eine Rahmenhandlung Aufammen, entwickelt alles al» eine lebendige Illustration de» Tagebuches der grasten Dame Margue- rite Gautier, — und ift im übrigen typisch amerikanisch im Stil, streift oft haarscharf am blanken Nitsch vorüber, ohne andererseits technisch etwa» irgendwie Bemerkenswerte» zu bitten. Auch die Chargenbesetzung ist durchschnittlich. Der dennoch starke Tindruck des Werke» geht von der bedeutenden darstellerischen Kunst der eigenartigen und rassigen Schönheit Norma lalmadge» aue, die eine bien- dendc Verkörperung der Marguerite bietet Allein um ihretwillen sollte man diesen Film nicht versäumen. Die italienisch« Musik kommt bem Ganzen außerordentlich zu Hilf«. •• Fackelz » g ber (Siebener Turner- schast Am Samstag, dem 11. August, kehrt ber Gcburtstaa be» Turnvater» Fr. L. Jahn zum 150. Male wieder. Au» diesem Anlaß Dtranflallet am genannten Tage die Gießener Turnerichaft einen Fackelzug, der vorn Oswulbe-garten durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Sudanlage, Gartenstraße nach dem Iahndenkmal gehen wird. (Siehe heutige Anzeige.) ’• Israelitische R«ligion»gem«inde. Anläßlich ber Berfa,fungefeier findet am oametag 8.80 Uhr vormittags Predigtgottesdiensl statt nttmanb mehr «tn» steigen könnt«. Aa^ch lamtn noch zahlreiche Per- svnen. bw ben vorderen leere, Wagen besteigen Das wurde vom Schaflner unb dem Äon.’roUbeumten aber untersagt m.t der Ber- ttöstung, daß m 71 , Minuten «in anderer Wagen akfahre. Alle Protest« aus dem Publckum haTfen nichts, der vordere Wagen fuhr leer ab na^) der Stabt, »ch beschloß, den angeblich nach 7* । Mmuten abgehenden Wagen nicht abzue warten und wrr gingen nach der Stadt, erreichte, mich ben Ludbugsplatz noch vor dem «päteren Wagen Aach me'nem Laienverstand ift es nicht verständlich, warum der erste Wagen leer weg- hR WWMlM Herr Hermann Katz Im 71. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Lieh. Neuyork. Hamm, den 8. August 1928. 7245 D 05728 gefudn 7 v l Telephon 1414. Tleuenwea 28 Großes Schaubacken mit „Küchenwunder Laden 6771A KFEUNA>1 Küchenwunder“ Büstenhalter Kostproben gratisI Sicher, schnell, delikatl 7229 Erprobte Qualität 05721 Kieken, Bruckttrafte 10. 7240a Statt karten! 72321* Statt karten! Creme Leodor Vermählte Köln a. Rh.-Sülz (Zülpicher Straße 294), August 1928 72520 Wer leibt all. (FbeL Asbest- 350 Mark 1 Dameufriseue S723D 051) Schrittl HnfleD. unt CarlSchunck ns7u n b ^left an». 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Nach erfolgtem Umbau u. volletflnd. Neugestaltg.d.Theaters.Wiedereröfl- nung Freitag abdi. 8 Uhr. sowie tftgL GaatRpiel Kammersänger RICHARD TA ÜBER und Cordy M i 1 0 w 11 s c h in der Leh ar-Op erette «Zigeunerliebe » Lydia Petry. Jenö Nador. Rothe- Carey, N. Wiesner, Reul, DiesteL Gattmann. — In großer Neuausstattung! Verstarkt. Chöre! Verstärktes Orchester. Kartenbestellungen: Reisebüro Loeb. Dahohofatr. 7223 D backt, bratet und dünstet auf kleiner Gaskocher- und Spirituskocherflamme Gießen, den 6. August 1928. Der provinzialdirekfor her Provinz Oberheffen. Graef. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. August vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause aus statt Trauung: Sonntag, den 12. August 1928,12 Uhr, in der Synagoge, KSnigsteinerstraßc. Drei Zimmer Küche, Mansarde, reicht. Nebcnräumc, ar. Stallungen u. Scheunen, VlraS- u. Küchengarten, evtl, mit Wiesen, sofort zu vermieten. 20 Minuten von Bahn. Zur Gellügelzuckt geeignet. Pensionierte Beamte bevorzugt. Schriftliche Angebote unter 72460 an den (Siebener Anzeiger. Zirka 60 fm Sitten» bauholz la biS 3a, »um Greife von 38 RPi. vro fm. frei Station (Sieben abzugeben. Zuschriften unter 05722 an den Gietz. Anzeiger. Am Somsiag, dem 11. August, abends zH Uhr, findet unter Mitwirkung der Kapelle des 1. Batl. ^eichswehr-Znf.-I^egiments Nr. 15 und der Gesangvereine Eintracht und Heiterkeit im Stadt- theater eine Derfassungsfeier mit nachstehendem Programm statt, zu der die Äewohner der Stadt und des Greises Gießen hiermit freundlichst eingeladen werden. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung werden (Zintritfskarten an der Kasse des Stadttheaters unentgeltlich ausgegeben und zwar Freitag, den 10. August, von 11-1 Uhr vormittags, und Samstag, den 11. August, eine halbe Stunde vor Äeginn der Veranstaltung Dr. Karl Geyer prdft. Zahnarzt Aenne Geyer geb. Manns Haute verschied nach langem schweren Leiden unsere Hebe Tante Frau Sophie May Wwe. im 81. Lebensjahr Die tieftrauernden Hinterbliebenen I. A.: Eduard Windecker. Lieh, Langenlonsheim, Gensingen, Frankfurt-M„ - den 8. August 1928. 7249U Die Beerdigung findet Freitag, den 10. August, mittags um 1 Uhr, vom Trauerhause aus statt. ftür den Verkauf eine» erstklassigen ÄutobcdarsSarlikelS oerkaufStüchtige, SM MM Sefudjt. Jeder Autobesitzer ist Käufer, irllkel ohne Konkurrenz. Hoher Ber« dienst. Vorführung und Einarbeitung kostenlos. Zur persönlichen Rücksprache anwesend am Freitag, dem 10. b.991., von 9 Ubr vorm. bis 4 Uhr nachm. im Hotel „Viktoria", (Sieben. E. Weidmann v. Haufe H Bernina Cbcrbnufcn (Rbld). 7231V Umtausch alter Rasierklingen Näheres durch Mulnrto - Werk. Solingen. Programm: 1. Musikstück: Ouvertüre zu der Oper Freischütz von K. M. v. Weber 2. Gesangs-Dortrag des Gesangvereins Sintracht: „Empor zum Licht" von Uthmann 3. Festrede: Gehalten von Herrn Schulrat Fischer, Gießen 4. Musikstück: Einzug der Gaste auf der Wartburg, aus der Oper Tannhäuser von K Wagner 5. Gesangs-Dortrag des Gesangvereins Heiterkeit: „Das deutsche Ded" von Kalliwoda 6. Musikstück: Militärmarsch Nr. 2 von Fr. Schubert 7. Schlußwort mit Deutschlandlied. Tages- oder Halbtagsmädchen mitbestenZcugniffen Ihre Vermahlung beehren sich an-uzeigen Or. meb. Gerhard S. Äiermger jofo Äieringer geb. Ehrlich Gießen L.(Sismarckstr.b) - Frankfurt M. lAnedrich,?r. Z9) Friedrich Wilhelm LebenvversicherungS-Akt.-Gesellsch. 7234V] Errichtet 1866. Allein in Heffen und Hellen-Aaffau monatl. über 4000 Neuversicherte! Wir bauen uns. Auhenorganis. weiter auS u. stellen noch für versch. Gebiete einige sleihtge und geschickte, rciiegcw. Werbekrüfte oer 'osort ein. Wir zahlen auch Nicht- sachleuten von Anfang an selten Em« komm. Pers. Borst, mit Orig.-Zeugn. ob. sonst. Belegen üb. biSber. Tätigkeit nm Freitag, dem 10. 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Äugust 1928 Rur zwei Tage bat dte außerordentliche M ion ber gcK&a.’kmbcn Körperschaften -cbauert, dann mürben 5timmer und Senat endgültig auf Ferien ge'chtck: TDo^u der Värm gut war? Man erinnert sich, daß eß nach langwierigen Verhandlungen der Regierung gluckte in bezug aus das leidige Anleihe- und Stabil isierungßpro- blem cine Btt (Begebnis zu Aeitigen im Herbst nämlich soll es zu einem Ab chluß fommen Bis dahin werden etliche Milliönchen. wirklich nicht der Ride wert, um die notleidende Wirtschaft Rumänien» wieder aus die Fuße w1 dringen, vorgeschossen. Das war alles! Herr Bentila Bratianu. Ministerpräsident und Führer ber liberalen Hartri Rumäniens, lah selbst ein. daß mit derartigen .Srsolgen nicht viel Staat gemacht werden kann. So entschloß er sich, den unzufriedenen Minderhetk^n ein Brosamen hinzuwerfen und erklärte: .Denn gesagt wurde die Minderheitenfrage in Rumänien befinde sich notz iehr im argen, so mochte ich doch daraus hinweiicn. dast der Dlcderaufbau des Landes angesichts ber fünf ver schic- denenGefeygebungen. die allmählich vereinheitlicht werden nur langsame Fortschritte machen kann In dem Schulgesetz und in dem Kultusgesetz tdas die Rechte der Minder- betten stark beeinträchtigt. Die Red.) haben wir die »runblaac des neuen einheitlichen Regimes hir alle Minoritäten feftgelegt. Ich weist c«*‘. fuhr ber Ministerpräsident dann fort, .das, in unserem Lande eine große Zahl von Minderheiten lebt und ich weist es. dast wir aus ihre Dünsche und Räte auch Rücksicht nehmen sollten, aber wir haben nicht die Minderheitenfrage als etwas Besonderes zu regeln, sondern sämtliche Fragen des staatlichen Lebens al» ein organische« Ganzes". Ms er auf diese Deile Rückendeckung genommen hatte, versicherte er. die Reale rung wolle im Herbst spontan die Minderheitenfrage von neuem ausrollen. Gin Ber- sprechen das Herr Bratianu vielleicht halten wird, das aber durchaus nicht so optimistisch betrachtet werden darf, wie eS von dem grostten Teil der deutschen und ungarischen Press? Drost- rumänien» getan wird. Du stehen die Dinge eigentlich? Der vom Parlament jetzt angenommene Gesetzentwurf erteilt ber Regierung die Ormädbtigung zur Fortsetzung weiterer Krebitverhanblun- ge n. eine Ermächtigung also, die Herr Bratianu auch bisher schon besäst. Das nun die bisher geführten Anleihevcrhandlungen anbetrifft. so ist das einzige Ergebnis der 20-Millionen-Dollar- Borschuß den die ausländischen Bankiers dem rumänischen Staat .in "Aussicht gestellt haben", und dessen Zinsen und EmissionSkurS heute übrigen« noch gar nicht festftehen. Also, um sich durch die Blume auSzudrücken: Tauben auf dem Dach, die man bereits für Spatzen in der Hand hält! Glücklicherweite besitzt Herr Bratianu in der Kammer und im Senat eine derartig groste Mehrheit, dast eine Kritik gar nicht auf- kommen konnte. Dagegen tagte an anderer Stelle da« .Parlament der Opposition". die Rasionalzaranisten. die bekanntlich ein .Gegenparlament" aufgeftellt hatten, weil sie die Rechtmäßigkeit d?r Kammer nicht anerkennen. die das Ergebnis eine« systematischen DahlsckwindelS darstelie. Das nun in den Sitzungen diese« .GegenparlamcutS" gesprochen wurde und es wurde dort eine sehr kräftige Sprache geführt - da« hätte, durch die Presse im Lande verbreitet, der liberalen Regierung höchst unangenehm werden können. Hätten doch die Bauern erfahren, bah die angeblich geglückte Anleihe Bergblumen. Von Anton (schnack. Alpiner Adonis. Der alpine Adonis ist ein Geck, eine kokette und selbst bemühte Erscheinung, die über da« niedere Gras und Moos wie ein höfischer und eitler Fant hinwegstelzt Sein Aussehen hat etwas Stolzes, aber auch etwas DummeS Hochbeinig erheben sich seine dünnen grünen Blumenschenkel, dann beginnt da« geträufelte, zierlich-geschnittene und flittrige Rockwerk, ilm seinen Hals legt es sich wie eine reiche und üppige Krause. Aber bau Köpfchen! Das Köpfchen tft ganz eitel: hochmütig und zugleich neidisch und etwa» frech. Er täuscht einen Grandseigneur vor. aber er ist nur ein Windbeutel und schlanker Geck. Bettachtet man ihn. so muh man über seine Dichtigkeit und Aufgeblasenheit lächeln. Gleich wird ein parfümiertes Taschentüchlein au« der Seite feine» flittrigen Rockes spitzen. Sein gelber, breiter und doch xlerlieber Kops ist wahrhastig der Kopf eines tn sich verliebten AdoniS: auf dem schönen Mabgelben und reich entfalteten Blütenblättern ringelt sich ein prunkender bernsteingoldener Reif von witzigen Zäpfchen und Stempelchcn. aus denen ein grüngelbe« und etwas unentwickeltes Köpfchen guckt. Gr ist da» Modeherrchen der alpinen Blumenwelt, und wenn der Mittagshauch über die weiten Hangw^esen der Berge läuft fo fängt Herr AdoniS an zu zittern und zu flittem. al« würde er einer schönen gunstvollen Blumendame eine oberflächliche und liebenswürdige Reverenz machen.. Mexikanische Lhristblnme. Sie ist Blut Glut, düstere Pracht. Hab sie scheint zu ihrem "Hamen gekommen zu sein durch die Erinnerung an das heilige Blut Ehristi. Bielleicht ist sic einstmals unter dem Kreuze auf dem Golgatha gewachsen als eine weihe lächelnde Blüte. Aber seitdem sie den Tod des Herrn gesehen und das Blut an ihre Wurzel niederrann, hat sie blutrote und etwas schmerz- gekrümmte und auseinandergerifsene Blüten» blätter. Ihr Wesen hat etwas von innerer Trauer und von innerer Wollust. Ihr Schaft krümmt sich empor, als hätte ihn ein unbekanntes ©rauen verbogen. Eich wölbend, hängen die olivenartigen grünen Schaftblätter weil auseinander vom Stengel. Bittere Trauer scheint sie niederzuziehen. Müdtgkeit atmet sie aus. Aber oben hängt die noch lange nicht geglückt, sondern vlost .zuverlässig in Aussicht gestellt worden" ist. und die Zustände tn ber Verwaltung schon bie zum siebenten wimmel schreien. Doch wozu hat man eine Zensur? So verbot denn die Regierung >ä :.Hi«i».n Blättern und sc'bstverständ ich auch den K tre'pondenten au*länbifa,cr Blätter, unter Androhung sofort.ger Auswei ung! . über die Verhandlungen im .Gegenparlament" des Herrn Dr. Iuliu» Maniu auch nur ein Wort zu verlautbaren. Da« war natürlich ein äuherst geschickter Schachzug Denn bie Preise parierte den Sitzungen de« nationatzaraniftischen Gegenparlarnent» fehlte dic Resonanz, da selbst die Parteizeitungen der nationalen Bauernpartei aus Angst vor der Konfiszierung sich in tiefe» Schweigen hüllten, kurz — e« hat sich wieder einmal gezeigt, dast eine selbstbewußte Regierung auf dem Balkan selbst bann sich zu halten vermag. wenn sie auhenpolitisch offenkund ge Rieder- lagcn erleidet. Tast es aber eine Riederlage war. beweist der Rücktritt be« bisherigen rumän'schen Auhen- tninifter» Titulesco. der im Herbst wieder den Gefandtenposten in London übernehmen wird — bi» eine andere Regierung ans Ruder kommt. Denn Herr Titulesco. Politiker und Diplomat vom Scheitel bis zur Sohle, will es mit der Opposition, also mit der Zukunft, nicht verderben. Ihm steht Herr Bratianu ebenso nahe oder fern wie Herr Dr Maniu. der Oberftfommanbierenbc ber Opposition, Unb ba er augenblicklich ben Karren für verfahren hält, so tut er einfach nicht mehr mit. Irgendwie haben die Ereignis'e Herrn Bintila Bratianu am Rückgrat beschädigt. Denn er. der Unentwegte, der Starrsinnige, ber Mann, ber stets mit Deutschland schmollte, entschloß sich, die W i r t s ch a s t s ve r h a n d l u n g e n mit dem Deutschen Reich wieder aufzunehmen. Er. der immer erklärt hatte, man könne mit ben vermaledeiten Deutschen nicht zn» Reine kommen, er will auf einmal rasch und gründlich einen Abschluß erreichen. Das läßt sogar Abkehr von dem bisherigen Kur» erwarten. Dennoch soll man sich nicht allzu kühnen Hoffnungen hingeben. Zwar ist die rumänische Kommis ion bereit» ernannt und reift demnächst nach "Berlin ab — aber das ist bi» jetzt auch alles, waS zur "Bereinigung der deutsch-rumänischen Difserenzen getan worden tft. Zum Kapitel „Eisenbahmmfälle" Die man uns schreibt, befaßte sich der Sau« oorftanb ber Gewerklchas t beutscher Eisenbahner. Bezirk Franksirrt a. M., erneut mit ber Frage ber Eisenbahnunglücksfälle, ihren Ursachen unb ihrer wirksamen Abwendung. Ds wurde hierbei besonders hervorgehvben, daß sich das Personal verpflichtet fühlt, mit dazu beizutragen, um die größtmöglichste Sicherheit des reisenden Publikum« zu getoäjjrlciftcn. Der Gauvorsland legte seine Aussassung in einer Entschließung nieder, der u. a. folgendes zu entnehmen ist: Die bi« jetzt abgeschlossene Untersuchung über bie letzten furchtbaren Gisenbahnunglück»fälle bat ergeben, daß bie Sicherungsanlagen der Deutschen Reichsbahn erhebliche Mängel aufweisen. Die aus dem Erlaß ber Reichsbahn- Hauptverwaltung vom 2. 7. 1928 hervorgeht, ist bie Abstellung dieser Mängel zur Zelt i n - folge ber hohen ReparationSbela- ft ungen ber Reichsbahn unb sonstiger Ausgaben außerordenllich erschwert. Damit ist klar zum Ausdruck gebracht, daß bic hohen Reparationszahlungen Der Reichsbahn cine Gefährdung des reisenden Publikums unb eine G e- übermäßig große Blüte wie ein leuchtende« unb zerstückeltes Herz, au« dem jeden Augenblick ein warmer Tropfen Blut quellen könnte... Oie CUberhiflet. Rie wird fic ohne das große Gestirn ber Sonne leben wenn jene am höchsten MittagShrmrnel steht, groß und gewaltig, fruchtbares Feuer unb ausgetanes Licht, wird auch sie auf getan. Die s überhasten unb glitzernden Blütenblätter de« Rande«, der Helle 6amt des inneren KelcheS öffnen sich wie ein Auge, um Licht. Feuer und Därme in sich hineinzutrinken. Da» ©inten der Sonne, der erste Schotten einer Hochwaldfichte, der über die Lichtung sollt, beginnt fie zu schließen. In der Dämmerung linkt sie in den Schlaf, in den rätftibaften Schlaf der Blume, und das Zugeschtossensein und Stiilestehen ihres Auge«, ba« Mund. Gesicht. Geschlecht und 2unge ist. IdKtnt da« Licht und den Glanz ihrer großen und h.mmelhohen Schwester mit wilder Leidenschaft in sich einzuschtiehen und für bie Dauer der Rocht und ber Finsternis in sich selbst zu bewahren. Da« ist an ihr bewunderungswürdig? Ihr un gemeines Berhaftetfein mit der Erde und dem Gestein, in das sie die zähe Gewalt ihrer stock- dicken Wurzeln schlägt. ferner t hr genaue« Gleich- gerichiettein mit der Sonne deren flammendes und goldenes Bild fie nur lilberhafter Diedcr- zustrahlen scheint. Eine scheinbare Härte duckt sie an die Kruste des Gesteins und die Trockenheit der Berg wiese. Ihr grüne« Domwerk spritzt wie ein Bündel von Strahlen unb Blitzen aus der inneren Kraft ihrer Seele, als wollte fie ihr herrliches und toeifte« Herz vor ungebetenem Zutritt schützen und bewahren. So wie sie in enger Verhaftung an der Erde liegt, ist sie da« Sinnbild einer zähen Verschlossenheit, bic von Leidenschaft innerlich glüht und tniftert. Sie. die ihr stacheliges, krausliges und spitziges Kraut über dem Boden zackig aufbluftcrt. scheint eine böse, widerspenstige und abtoetfenbe Pflanze zu sein. Aber an feuchten und kalten Regentagen öffnete ich manchmal ihr 3ugetanes Herz: und siehe, e« sah eine Berg biene darin, fröstelnd und die Flügel vor Berfrorenheit zusammenge^alter und wartete vergraben in den 6Kbcrfamt der Distel auf die nebeldurchbrechende Sonne, unb während die'e« Warten« gab das Herz der Blume dem Tier Wärme und Kraft, bic fie auS heißen unb warmen Sonnentagen in sich gesammelt unb aufbe- wahrt hatte... Der Zrauenschub. Ihn hat sicher anc Frouvc verloren. Die ganze Erscheinung hat etwas Mittelalterliches unb fahr für bic Betrieb »s iche rhe 11 ber Reichsbahn überhaupt barftellcn. De Nr Er- laß sagt müßten dringend notvendrge Arbeiten an N-n S chcrungsan.agen wegen Mangel an Mitteln unterbleiben. Die arN- rung nach Herabsetzung ber Rcparar.ons- Leitung ou» eine für bie Reichsbahn tragbare Hohe wird daher erneut und mit allem Buchdruck vertreten Reben den in den Sicher ungsanlagen bestehenden "Känge.n erblicken w.r in ber jetzt beir.e- benen Personalwirtschaft bie zweite Ursache bet Ung.uck-fülle Das von ber Re chs- bahn burchgeführte Softem der Zcitarbciter bedeutet einen Raubbau an bem für d.e Sicherheit mitcntschcrdcndcn Oberbauanlagen. Eine pianrnäß ge Unterhaltung unb Durcharbeitung biefer Anlagen kann nur mit einem, im ilisen- bahnb en ft geschulten Personal vorgenommen werden. Dir fordern daher Beseitigung deS Zeit- arbciter'vftcms und Bcrstärkung der Ctammarbe: tergtupben in ben Bahn- me fterctcn. Die aus hen Berichten über ha« Eisenbahnung.ück in Dinkelscherben hervorgehk, halte her Deichenwärter Hübler an dem Un- g.ückslaa eine Dienstschicht von Pier- z e h n Stunden. E« bedarf feiner besonderen e ner vierzehnstündigen Arbeils'chicht die gci- h gen unb physischen Kräfte nicht mehr aulbringt, um allen Eventualitäten die der Oi’enbabn- b e rst m.t sich bringt, gewachsen zu fein. X c jetzigen Dienst dauervorschris ten bie im § 8 sogar Dicnstschichten bi« au 16 Stunden forschen, fuhren eine Ersparnis de« Betriebs- unb Bcr- lehrspersonals auf Kosten der Betriebssicherheit Eifenbahn herbei. Dir fordern Pefeingung der jetzigen Dienstbaucrvvrschriften unb Festsetzung einheitlicher Dienftschichten für da« gesamte Betrieb»- unb BerkehrSperfonal. Geschichten aus aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Ter Torsschulze. (b) Belg r ab. Im Gcinerndcarnt des Dorschen« Ehrvbitza in Serbien erscheinen zwei vermummte Gestalten. Der Gemeindevorsteher ist nicht sonderlich entsetzt darüber, da zu gleicher Zeit ein MaStcnsest im Dorfe stattsindet. Auch in Iugoslawien gibt cS Maslenfreiheit. und das Dvrfoberhaupt — ein aller würdiger Herr, mit weißem "Bart — geh» lächelnd auf seine ungewöhnlichen Besucher zu. um sic freundlich nach ihrem Begehr zu fragen. Aber — ba starren ihm zwei Revolverläufe entgegen, und noch ehe er ein Dort sagen kann, wird er gefesselt, geknebelt unb in einen Beben- raum geworfen. Und dann weiß er nicht mehr, was geschieht. Erst am nächsten Tage wird er von Dorfbewohnern befreit. Und sieche Da — e« zeigt sich, daß die Gcmeindekasse erbrochen ist. 10 OS) Dinar, die mühselig gesammelte Summe für die Drücke, die jetzt endlich über den Fluß gebaut werden soll, fehlen. Alle Rachforschungen sind vergeblich. Das Maskenfcst. bei dem alt und jung versammelt war. löscht alle Anhaltspunkte. Doch — da findet der Gemeindevorstand in dem Bebenraum, wo er gefesselt lag. ein Stückchen Tuch von dem Knebel, den ihm die Räuber in den Mund gestoßen hatten. Und die« Stück Tuch bringt ihn eine entsetzliche Gewißhett. Es ist ein Stückchen Dolle von einem Strumpf. Und zwar von einem Strümps, wie er nur in seinem Hause angefertigt wird. Dve beiden Räuber lömxen nur seins Sohne sein, die daS "Mastensest nerauftaltel hatten, um ihr "Vorhaben besser durchführen zu können, unb die ja noch immer nicht nach Hause gekommen sind... Am nächsten Tage verkündete ber greife Dorfschulze in der Gemeindeversammlung, daß et von seinem Poften zurücktteten müfse. weil er sein Lebenswerk, dic Brücke, nun nicht durchführen könne. Allen Borhaltungen setzt ber Alte ein beharrliche« Schweigen entgegen, aber sein Entschluß ist unabänderlich, und wenige Tage haben sein kraftvolles Alter in sieches Greisentum verwandelt. Die ®emctnbe aber, die ihren Hüter liebt unb ehrt wie einen Batet, sammelt und sammelt, um einen neuen Fond« für den Brückenbau zusammenzuscharren. Auch die Aermsten und auswärtige Dcrwandtc der Dorfbewohner geben ihr Schers lern, unb nach weniger Wochen lind die 10 000 Dinar wieder beisammen. Freudestrahlend überbringt die Gemeindedeputation die gesammelte Summe. Aber — da bricht der Alte schluchzend zusammen unb bekennt, daß er bic Gemeinbc gröblich irregeführt habe und daß er Wille, wer bic beiden Verbrecher seien, nämlich feine betben Söhne. (Sincn Augenblick schweigen bic Bauern. Aber bann tritt ihr Acltcstcr hervor Unb hält eine begeisterte Rede auf den Dorfschulzen, der durch dielen Beweis von Baterlicbe nur noch mehr zum Batet des ganzen Dorfes geworben ist. Und die übrigen Dorfbewohner fcharen sich um die Gruppe und bestürmen den Alten, doch weiterhin Ge- meindevorfteher zu bleiben und die Brücte ,v.t bauen. Denn sie würden nicht anders gehanbe.t haben. So geschah es. die Brücke wurde gebaut, der Alte ist noch heute Schulze und die allgemeine Ltebe und Achtung seiner Dorsgenvssen hat ihn den bitteren Schmerz über seine beiden ungeratenen Sohne vergessen lallen. Turch Ford rehabilitiert. (*) Prag. Die Geschichte ist alltäglich, aber doch immer wieder neu, sic beginnt in Böhmen und hat al« Hauptheldin eine Bauerntvchter au» einer deui- schen Sprachinsel tn Böhmen. Iulle Matti ist etite Deutsche und war eine brave Kuhmellcri.i. solange sic auf dem väterlichen Gut ihrer nützlichen und notwendigen Profession nachging. Aber das änderte sich, al» ihre Mutter zu der Ansicht gekommen war, sic, ba« deutsch-böhmisch "Baucr.i- kind. wäre wohl für Höhere« bestimmt und fic zur Erlernung feinerer Umgangssormen zu Bcr- toanbten in die Kreisstadt schickte. Dic tschechische Kleinstadt erschien ber jetzt nicht sehr beschifligten Iulie Matti al» das, wa« sie in "Wirklichkeit ja auch war: al» ein langwellige», .böhmisches Dors" Unb wenn einem etwas .böhmisch" vorkommt, nicht wahr...? Kurz. Iulie Matti kam aufi dumme Gedanken und tat nicht gut — tat sogar sehr wenig gut — da» Städtchen war voll ihrer Stteiche, die Berwandten, bei denen sie lebte, gerieten in Verzweiflung — und schließlich drang die Mär von Iulicttchen» unbiederem ßebene- wandel auch bi» in ihre Heimat. Da wurde nun kurzer Prozeß gemacht, unb Iulie Matti mußte den Weg manche» anberen in die große BellerungSanstalt jenseits be« Ozean» an treten. Lange Zell hindurch blieb sie verschollen. unb man sprach von ihr wie von einer "Verlorenen. Gestorbenen. Bi« eines Tage» ein Brief von ihr ankam. -- ein "Brief an ihre "Verwandten. bie in dem Städtchen ba» Hotel führten. und bei denen fie so böse. Sachen gemacht hatte. Der Brief hatte eine fabelhafte Wirkung. Rirgend« sprach man von etwa« anderem, als von Iulie Mattl. die dort .drüben" ihr Glück gemacht hatte. Hatte sie einen Dollarmillionär geheiratet oder war sie von einem solchen abop- AltertümlicheS. Matronenhaft breit wuchert sie aus sich heraus. .Guten Morgen. Frau Gevatterin". von ihr zu hören, wäre nicht» Unerwartete« Aber sie hat auch etwaS Verführerische« in ihrem Wesen und auS diesem Eindruck heraus hat die Pflanze auch den Ramon BenuS- fchuh E« gibt flammende unb herrliche Arten tn erotischen Ländern. Blumen wie Fleisch und Purpur, aber der Frauenschuh, der im Kalkgestein der deutschen Alpen wächst, hat etwas Derbes und die Geste einer fast mütterlichen Art. Zu feinen gelben Honig kippen kommen dic kleinen flinken "Berghummeln yiveinae^chlüpft unb schaukeln sich vergnügt in der Hülle des Schuhes, v hr breiter saftiger Stengel schwenkt durch ben Sonnenglanz wie gelbe japanische Lampion« die feltfamen und eigentümlichen Blülenkörbchem E'e sind wie Schuhe, und c« ift sicher, daß hier einmal winzige kichernde Zwcrgprinzefsinnen vorübergehuscht sind, und daß sie vor irgendeinem Schreck ihr kleines Schuhwerk verloren haben. Run hängt es an den Stielen eine« grünen Stengels überfüttert vom Bandwerk vwlllter unb rotbrauner Hüllenblätter... England filmt Coronel-Falkland. Au» Berlin wirb un» geschrieben: In einem Berliner Ufa-Theater wirb jetzt ber große englische Film ..'S) 1 e Seeschlacy- ten bei T 0 r 0 nel unb ben Fa lklanb- in fein“ gezeigt. Er tft burch bie British In- strucional Films Limited mit Unterstützung bet Britischen Admiralität unb unter Mitwirkung englischer unb beutschcr Sachverstänbiger hergestellt worden. Man bcbenle diese«: England dreht einen offiziellen Film einer Seeschlacht, bei der die große Armada der Bereinigten Königreiche nur in ihrem «reiten Teile unb auch ba nur deshalb siegreich war. well sich bie englischen Schiffe in einer offensichtlichen erdrückenden Uebermacht gegen ba« Geschwader des Grasen Svec und feine vier Schiffe Scharnhorst", „Seibyg“, „Nürnberg* unb „Gneisenau" befanben. welchen acht Engländer. darunter bie gewaltigen ..Inflerible" unb ..Invincible" gcgenülxrhanbcn. Die'e Dovpel- schlacht bedeutet kein Ruhmesblatt für England; bah fie dennoch, ohne Beschönigung der eng- nifchen Bieber läge, gefilmt wurde, tft eine kameradschaftliche Bcrbcugung vor der großen Tat ber deutschen Flotte, aber eine, bie jetzt auch nicht mehr schwer fallen konnte - denn die'e Flotte cf.fticrt nicht mehr. Aber wir sehen nun in diesem Fllm, wie England biete Schlachten „offiziell" — denn bie Admiralität hat mite gearbeitet — zu sehen wünscht. Zunächst — und ba« ist ba» Angenehme an diesem großen Derk — England ehrt den Gegner von 1914. indem e« seinem Hero^Smu« volle Anerkennung zollt — und ehrt damit sich fclbft. Ie heldenhafter ber Feind, um so größer ba« Berbicnft, ihn bezwungen zu haben. Wirklich, durch den ganzen Film gefct der seemännische Sport«geist, da» Etho« der ritterlichen Kampfführung. Der englische Bizcadmiral Sturdee w:ll bas Flagaschiss de« Grafen Spcc schonen, befiehlt Einstellung be« Feuer» und hofft, auf diese Weise den Gegner, der nur noch aus einem Geschütz zu feuern vermag, zur Ergebung zu bewegen. Jrrtum. Mit einem kämpfenden Ge'chutz und wehender Fahne versinkt das deutsche Schlachtschiff. In Balpareiso findet rtach dem deutschen Sieg bei Coronel ein Bankett bet beut- schen Kolonie statt, auf bem ein Trinkspruch: „Zur Höll« mit den englischen Schiffen!" auSgebracht toirb. Der Graf von Spce ändert diesen Wunsch in eine ehrende Anerkennung be« tapferen Feinde« um. Der englische Bijeabmtral schickt sich seine Rettungsboote den mit den Dellen kämpfenden deutschen Matrosen entgegen. So wird England sich unb dem Feinde gerecht, cd verschweigt nicht, wo es gentlcmanlike handelte, aber e« betont auch, wie die Deutschen mit wehenden Fahnen, unbesiegt im Herzen, mit einem breifachen Hoch auf die „Gneisenau" untergegangen sind. Aber auch was ba» Filnnsche anaeht, ift ba« ein Film, ben ttnglanb in Deutschland zeigen kann. Bilder von einer imposanten Monmncntalte tät. Geschwader rauschen durch die Fluten, immer toxber Bilder von Meer und Schiffen, aber immer wieder neu und überraschend gesehen. Mit einer grausamen Sachlichkeit, ganz unkntimenial, werden alle Schrecken der Seeschlachten gegeben: bie verqualmten Gänge, bie Einschläge ber Granaten, da- rasende Tempo der Maschinen, bic brennenden Kreuzer. l..Potcmkin". mögen e« die Engländer auch wohl icugnen. hat im Technischen zum Borbi.D gedient.) Da« alle« ist wuchtig im Bildlichen. hinreißend und fbannenb Im Dramatur- g schen. fabelhaft bi« zum Ende gesteigert, ohne einen leeren Augenblick. Aber nach dem Filmtechnischen kommt man doch wieder zu dem Moralischen des Schlachtenspiel« zurück: daß der Feind von 1914'sich heute in ehrender Anerkennung vor dem Gegner neigt, bah England es ist. bas bem Geschwader de» Grafen Spcc. fernem Führer und seinen Leuten einen späten Kranz über bem Grab im 2Ueere6i gründe tnrnbel • ticrf tootben" OZrin 2T6er brr Brief berichkele, Juliettchen «n jetzt als tüchtige Köchin bei Henry Ford. Das allein war schon des Staunens wert. Aber noch mehr die Schilderung, die Gic Schreiberin von ihrem Dienstherrn und seiner Lebensführung gab. Die Fords hatten, so hieß es da, ein schönes HauS. welches voll von 2lnti- uui täten sei. Henry Ford kaufe fortwährend alte Zachen ein and zahle dafür Unsummen. Für einen einzigen alten Sessel hätte er vor einiger Zeit viele tausend Dollar gegeben. Und dieser Geisel habe vorher eirem General in Washington gehört, der ihn seinerseits au- irgendeinem alten europäischen Schloß herübergebracht habe Henry Ford sei sehr vcrivöhnt und an manchen Tagen nähre er sich nur von den seltsamsten Leckerbissen, wie Froschschenkchln, Austern usw. Und jeden Tag zöge er sich ein neues Hemd an, ja manchmal sogar deren zwei .. Man Wirch sich nicht Wundern, daß dieser Brief m dem böhmischen Dorf und in der tschechischen Kreisstadt die größte Sensation hervorrief. Julie Mattl aber war nun die Heldin des Ortes. Denn, nicht wahr?! Wenn man die Köchin eines Menschen mit so kostspieligen Gewohnheiten ist. — wie der Herr, io's Gescherrl — dann muh doch auch an der Köchin etwas dran sein. Und so ist das Bauernmädchen und sein bedenklicher 2t u* durch Henry Ford glänzend in ihrer Heimat rehabilitiert worden. Thcaterkrieg in Amerika. (a) Reuyork. Ein«>r der größten Theaterkonzerne der U.S.Ll., b:a Reuyorker Shubcrt Theatricai Company hat jetzt sem-Nn gefährlichsten Konkurrenten den Krieg erklärt und bedient sich solcher Mittel, wie sie m der Thcatergeschühte bisher völlig unbekannt waren. Der Syndikus von ShübertS richtete nämlich eine (Eingabe an die Staatsanwaltschaft und bat diese, die neueste Produktion der Thcatre Cuiscl-Gesellschaft, dos angeblich unmoralische Drama des auch bei uns bekannten Schriftstellers O ' Rcill, zu verbieten. Der zuständige Staatsanwalt war zunächst klug genug, zu erklären, daß er diese drastische Methode eines Trusts, die Konkurrenz vor der Behörde zu denunzieren, nicht guchcihen könne, versprach aber, sich das genannte Stück ..demnächst" anzusehen. Er ordnete den Kauf von fünf Karten für sich und seine Begleiter an: die Billetts wurden sodann Anfang Juli für Ende Juli reserviert. Bis dahin ist Staatsanwalt Danton außerstande, das Theater zu besuchen, denn eS ist allabendlich ausverkauf! und Amerika ist eben (wenn auch nicht ai-s -,l;cn Gebieten) ein ..gesetzliebendes" Land. Di- Cnbe Juli mußten demgemäß täglich rund 1230 Theaterbesucher — das O'Äelllsche Sittendrama „Stvanae Jntedube“ unbeanstandet über sich ergehen lassen, dann aber wird sich die Obrigfcit ihr Urteil bilden uird unter Umständen kann da- Stück innerhalb von 24 Stunden verboten werden. Der Shubertsche Feldzug machte im den amerikanischen Theaterkreisen den denkbar schlechtesten Eindruck, denn er ist natürlich ausschließlich auf Brotneid zurückzuführen. Die Thcatre üuild-2kxeinigung hat sich nämlich aus ganz Heinen Anfängen in wenigen Jahren und angeblich mit — zumindest für amerikanische Begriffe — literarischen Mitteln zu einer angesehe- neai Firma emporgearbeitet und hatte bisher keinerlei Scherereien mit den Behörden, welche den Shuberts besonders in letzter Zeit häufig Schwierigkeiten machten. Der Syndikus war nun unvorsichtig genug, öffentlich ^uzugeben, daß er das beanstandete Stück nicht einmal gesehen hat, uqb dies gab den Rest: Shuberts möchten am It<5>ftcn eine Rückwärtskonzentrierung vornehmen, fcdin die Freigabe des O'Äeillfchen Werkes würde wahrscheinlich ihre Boykottierung zeitigen. So ell'üj wäre im alten Europa denn doch kaum möglich. Lchadcnersatz für eine falsche Auskunft. (r) Wien. Der Wiener Arzt Dr. Robert Schwarz- ma nn wurde für den 26. Juni als Sachverständiger. zu einer Gerichtsverhandlung nach Klagen- fui geladen. Die Angelegenheit war für ihn von größter moralischer und materieller Bedeutung. Er erkundigte sich also eingehend, ob der Rachlzug ab Wien 22 Uhr fahrplanmäßig um ' .8 Uhr in der Frühe in Klagenfurt einläult. Die 2luSlunftei der Staatsbahnen bejahte diese Frage, der Schallerbeamke am Bahnhof ebenfalls. Erst m Zuge erfuhr der Arzt, daß die Fahrpläne am selben Tage (vielmehr in der Rächt vom 15. zum 16.) einige Aenderunaen erfuhren und daß fern Zug erst gegen 11 Uhr vormittags das Ziel erreiche. Kuczentlckloflen ver- lieh Dr. Schwarzmann den Bummelzug in der nächsten größeren Stadt, mietete sich einen Kraftwagen und gelangte auf diese Weife rechtzeitig nach Klagenfurt. Rach Wien zurückgekehrt, verklagte er die Staatsbahndirektion und forderte Schadenersatz, vielmehr die Erstattung feiner Auto'pesen. Er gewann denn auch den sonderbaren Prozeß mit der Begründung, daß die amtliche Auskunftei der 25ahn für falsche Auskünfte unbedingt die volle Verantwortung trage. Die ..gemütliche-." Wiener Eisenbahner wurden mit Entlassung bestraft. Man sieht, daß es in Wien mitunter auch recht ungemütlich fein kann. Lauft wie die Affen! ff) London. W.r leben im Jahrhundert des Sports und der Körperpflege. Unzählig sind in den letzten Jahren die Rezepte meist angelsächsischer Herkunft, die uns dic merkwürdigsten Mittel vorschreiben, mit deren Hilfe wir alle. Männlein wie CSkib- lein, gesund und hübsch bleiben können. Der eine Gelehrte empfiehlt uns, mit den Ohren zu wackeln, damit die Stirnhaut und die Ge- sichtSmuskulatur immer geschmeidig bleiben, ein anderer wieder sieht das Heil der Menschheit in Kriechübungen aus der bloßen Erde. Der neueste Evangelist auf diesem Gebiete ist Capitaitz Lowrh. dem der Rus eines großen Osteolvgen. auf gut deutsch: Knochen- kundigen, vor an geht. Seine Lehre läßt sich in wenigen Worten erschöpfen: Wenn ihr mit einwärt-gebogenen Füßen lauft, werdet ihr niemaÖ mehr an — Derdauungsbeschwerden leiden! Zieht ihr es dagegen vor, wie es leider die Mehrheit der schlecht beratenen Menschheit zu tun pflegt, beim Gehen die Füße hübsch auswärts zu setzen, so werdet ihr aus den lästigen und oft gefährlichen Magen»Jndigestionen niemals mehr herauskom- men! Wenn ihr lauft wie die Assen, die sich ja einer notorischen Gesundheit erfreuen, wird das Hüftbein freier und ungelöster, das in einer automatischen Wechselwirkung zum Rückgrat steht. Wird dieses durch eine Zwangsstellung des Hüftbeins. wie sie unweigerlich beim Auswärts- laufen eintreten muß. ermüdet, so teilt sich dieses Gefühl durch das Rervensystem auch dem Magen mit, und die Derdauungsbeschwerden sind da! Eine sehr einfache und überzeugende Darstellung. nicht wahr? Ob aber insbesondere unsere Damen diese neue Heilbotschaft annehmen werden? Oberheffen. La» Dkreis Gietzeri. ]' Mainzlar. I. Aug. Während man sich zu Beginn der diesjährigen Bausaison noch fein klares Bild über die Ba utätigkeit in unserer Gemeinde machen konnte — denn die Staatszuschüsse waren seinerzeit stark eingeschränkt worden —. ist nun erfreulicherweise durch die nachträgliche Bewilligung einiger Zuschüsse die Tätigkeit außerordentlich lebhaft. Es werden nunmehr bis zum Herbst sechs Wohnhäuser unter Dach stehen: und einige hiervon sollen auch noch bis zum Eintritt deS Winters bezugsfertig sein. Sehr zu wünschen wäre eS jedoch, wenn in der Gemeinde nach einem einheitlichen Ortsbauplan gebaut würde, denn von den im Bau befindlichen Wohnhäusern kommt ein Teil auf Grundstücke zu stehen, wo noch keine Baufluchtlinie vorhanden ist. Aus diesem Grunde entstehen den Bauherren erhebliche Schwierigkeiten bei den Anschlüssen an das Lichtnetz sowie die Wasserleitung, so daß diese das Was er vorerst noch in Eimern holen müßen, was besonders im Winter nicht so sehr angenehm sein dürste. • Burkhardsfelden. 8. August. Ein Unglücksfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich heute nachmittag in unserem Orte. Der Handelsmann Hermann Katz aus Lich wollte mit seinem Rade nach Hause fahren: in- 3u Hilfe, Hilfe... Don 3. Braach. Filmregisseur Bagtoner sauste den Strom entlang. sah. wie rin ins Wasser springender Dauer etnen Knaben mit sich ritz, und hörte Hilseruse. Das Auto hielt. Bagtoner und fein Chauffeur strebten zum Ufer und versuchten zu retten. Die B?:> thung gelang, schien aber keinen Dank zu fin i. 5er Mann schimpfte, und der Knabe schi . ter — laß mich leben — ich bitte dich — ich ehr dich an — ich will zur Mutter — ich mr . nach Hause — laß mich leben — Baker — !ec.“ Bagtoner war erschüttert. »Mann," fvug er, „Warum sind Sie so verzweifelt, daß Sie glauben, einen nichtswürdigen Punkt hinter ihre Tage setzen zu müssen?“ w'Stegen lumpiger Groschen. Armseliger fünfzig Mark. Wenn ich sie bis zum Abend nicht habe — und woher soll ich sie nehmen — werde ich gepfändet. Die Unehre — die Scharche." ..Aber - Mensch — Kerl — wenn Sie wüßten. wie oft der Gerichtsvollzieher in meiner Wohnung war Das ist doch nicht schlimm. Jn der heutigen Zeit. Man nimmt sich zusammen und Ichasst um so stärker." .Ja — schaffen. Seit acht Monaten laufe ich umher und suche Arbeit. Umsonst Mit Muhe und mit den Erträgnissen einiger Felder hielten wir durch meine Frau, ich und vier Kinder. Sollen wir jetzt unser Land verlieren und zum Bettler werten? Eine Pfändung zieht alles hinter sich her Das ist ein altes, bäuerliches und rerbürgtes Wott. Der Himmel möge Jhnen ver- 3eiben, daß Sie es mir verwehrten, den richtigen Weg zu gehen. Jch mag nicht mehr Schluß. Das ewige Bangen habe ich satt." Er schüttelte die Fäuste, klagte und weinte. Und der Junge hörte nicht auf zu flehen: „Jch will zur Mutter - lob mich zur Mutter - wir wollen nach Hause — du und i$ — Barer, du darfst nicht in den Fluß — zu Htlle. ihr Herren — helft mir, ihr Herren — zu Hilfe Hwe " Unendliches Rlitlcid befiel 2? iotoner Er zog die Brieftasche und entnahm ihr einen Hunderter. „Hier — zugegriffen — bezahlen Sie Jhre Schulden und legen Sie den Rest auf die Sparkasse." sagte er und fuhr zufrieden davon. Er fühlte sich alS Wohltäter und steigerte die Selbstgefälligkeit so stark, daß er im nächsten Ort an» hielt und dein Vorsteher sein Erlebnis erzählte. Er wollte weiteres für den Bauern tun.“ .Herr, daS • ist nicht notwendig," mußte er vernehmen. »Sie siird hcreingefallen. Der scheinbare Bewerber um eine außer Tätigkeit gebrachte Kehle stürzt sich alle zwei Tage in die Wellen. Wenn ihm von seinem Hause — Sie haben die Billa int Wald bemerkt — jawohl, zu einem solchen Besitztum hat es der Kerl gebracht — ein Zeichen gegeben wird, daß ein für seine Zwecke hoffnungsvoll besetztes Auto naht, sprangt er in eine auch für Richtschwimmer ungefährliche Mulde und läßt sich herausziehen. Sich und den Knaben, dem er die Komödie eingedrillt hat. Rie geht er leer aus Er betreibt den Sturz als Geschäft. Verschiedentlich wurde gegen ihn corgegangen, aber es nützte nichts. Es tut mir leib. Jhnen nicht besser dienen zu können. Sehr leid." Rach dieser Erklärung machte Baatoner drei Zustände durch. Zunächst raste er. Darrn lachte und zuletzt überlegte er. Auf der Haltestelle des Rachsinncns gestand er sich .Dagtoner, hast du jemals einen Künstler gesehen, der diesen Selbftnwrber auf Kredit im Darstellen der Der- zweiflung übertraf? Olein. Rie. Bei feinem war die Ekstase der Riederge chmetterihctt so groß. Uebcrall biteben Schein, MaSfe und Schminke zu spüren. Aber heute — hier — bei Gott, das ging ans Herz, das ergriff und schlug ein. Wie Wahrheit. Wie kalte nüchterne Wahrheit. Er befahl dem Ehauffeur umzukehven und vor der Billa an Strom und Wald Halt zu machen. AlS Retter und Geretteter sich von neuem gegenüberstanden, meinte Bagtoner: .Jch drehe einen FLm. zu dem ich Jhoe Mitwirkung gewinnen möchte Sprung ms Wasser und die mir vorher aufgeti'chte Flunkerri sollen Jhre einzige Tätigkeit darstellen. Als Gehalt biete ich Jhnen 1200 Mark. Dauer des BerlrageS zwei Wochen, die Teilnahme Jhres Sohnes einbegriffen.“ »Danke, wurde erwidert. .Jch muß ablehnen." . Wegen dcS Honorare» M> verstehe Sie nicht.' folge GabelbruchS stürzte er To unglücklich vom Rade, daß er bewußtlos Hegenblieb. Obwohl gleich Hilfe zur Stelle war. so tonnten die herbeigerufenen Sanitäter sowie Dr. Echaad von Lich nur noch den Tod feststellen. Mrci» Ariedbcrg. DLR. Friedberg, st. Aug. (Eine auswärtige Gesellschaft plant in der Gemarkung Ober-Mörlen die Errichtung einer Seidenraupenzucht und stellte an die Gemeinde das Ersuchen um lieber- laffung eines größeren Geländekomplexes. Nach Zustimmung durch den Gemeinderal werden nunmehr mit der Gesellschaft nähere Verhandlungen gepflogen. = Ober-Mörlen. 8. Aug. D-e Provinzial- straßenverwaltung kommt gegenwärtig einem sehr dringenden Bedürfnis entgegen, indem sie die Hauplverbindungs- uni Durchgangs st ratze Bad-Rauheim—Bad Homburg in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen lätzt. Der Kraftwagenverkehr hatte auf genannter Straße ein so starkes Ausmaß angenommen, daß im Oberbau sich Loch an Loch bewnb und ein sicheres Fahren unmöglich war. Um nun möglichst rasch die Straße dem Derkehr wieder übergeben zu können, arbeiten nicht toeniger als drei Damps- stratzenwalzen bei ununterbrochener zehnstündiger Arbeitszeit. Damit der neue Oberbau eine kräftige Verbindung mit dem alten bekommt, wird letzterer zunächst aufgerissen, mit neuan gefahren em Schotter überdeckt und dann gewalzt. Bis jetzt ist die fast 7 Kilometer lange Strecke von hier bis zur Landesgrenze über Ziegenberg hinaus fertiggestellt worden. Jn den nächsten Tagen wird man auch die Provinzicrlstraße Ober» Mörlen—Rieder-Mörlen zu Ende bringen. Sofort soll mit dem Teeren der gewalzten Straßen begonnen werden, damit die schon längere Seif gesperrte Durchgangsstrecke rote bet dem Deriehr freigegebcn werden kann. Die Hilfsarbeiten werden hauptsächlich von Arbeitslosen von hier und den benachbarten Dörfern auSgesührt. Sie Postautoverbindung Bad-Rauheim—Usingen ist leider durch die Straßensperre unterbrochen. Sie wirb vorläufig nur bis hierher in der Umleitung über den Johannisberg aufrechterhallen. Kreiß Büdingen. Ridda, 8. Aug. Die Jnstand - setzungsarbeiten auf der Straße Bad Sa Iz ha us en—Ridda, die einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, veranlaßten den Zweckverband Ulfa-Ridda, die regeünäfoigen Autofahrten auf dieser Strecke einzustellen. Eine Umleitung des Verkehrs erwies sich nicht als zweckmäßig. Der Ausfall wird durch Ge- sellfchaftSfahrten, die eben große Anziehungskraft haben, aufgewogen. Die neue Straßendecke ist bereits vor dem Kurhaus fertig* gestellt, so daß der Kurbetrieb keine weitere Belästigung erfährt. Ob cs sich erreichen läßt, die Sttaßenerneueruna bis hierher durchzuführen, was überaus wünschenswert wäre, wird von Provinz und Staat abhängen. — Bei der zweiten Teerung des Straßenteils Ridda—Ober- Sch m i t t e n blieben die Ortsdurchfahrten, bei denen die Gemeinden sich nicht zu einem ttoch- maligem Zuschuß entschließen konnten, unberücksichtigt. Rur schadhafte Stellen wurden auS- gebessert. Die kleineren Orte sind eben nicht in der Lage, für gewisse Sttaßenteile, die fast ausschließlich durch den Durchgangsverkehr ruiniert werden, größere Aufwendungen zu machen, während die übrigen Ortsstraßen in der Unterhaltung stark vernachlässigt würden. Eine Aufteilung des Pflichtzuschusses an die angrenzenden Hausbesitzer ist ebenso abwegig, da diese ohnehin schon unter der Staubplage genug zu leiden haben. Kreis Schotte». f~l Laubach, 8. Juli. Die Ortskrankenkasse Offenbach hat die .Billa FriedensruHearn Fuße des ,Aotenberges" die Fabrikant S ch u n f vom Windhof bei Gießen aus dem Rachlah von Rentner Albers-Hamburg vor einigen Jahren erstanden hatte, angekauft. Sie beabsichtigt, her ein Erholungsheim für genesende Kinder herzurichten. Zwischen dem Wohnbau und dem Rebenbau der „Billa Friedensruhr" beabsichtigt man die Baulichkeiten zu erweitern. Die Zeit muß lehren, ob der vielfache Gewinn, den man sich in Lauoach von der neuen Bauanlage der Ortskrankenias e Offenbach verspricht, tatsächlich zu verzeichnen sein wird. ..1200 Mari sind mir zu wenig." „Zu wenig?" „Ja — Herr — glauben Sie Denn, daß alle Qtetrüberfobrenben. denen ich die Ehre gönne, mich aus Dem Wasser zu ziehen, so geizig sind wie Sie?" SprachS. zeigte dem Helfer einen breiten Rücken und machte sich daran, wahrscheinlich als Erholung von dem Bad in Kleidern, aus Wein, Zucker unb Pfirsichen ein« Bowle anzusetzen. Oer Weltkongreß der Krebsforschung. Rach dem erst vor einem Vierteljahr auf dem Kongreß der inneren Medizin in Wiesbaden das Krebsprobtem zur Erörterung stand, ift eben jetjt der ^Internationale KrebSkongreh in Loudon, an dem di« de- rühmtesten Gelehrten von 18 Ratwnen teil* nahmen, geschlossen worden. Die Londoner Tagung muh als die bedeutendste Konferenz, bi« zur Bekämpfung bie-fer Weltseuche abgehalten wurde, angesehen werden. Auf ihr hat eS sich herausgestellt, daß der Krebs heut« fein unheilbares Leiden mehr ist. wenn auch seine Ursachen noch immer umstritten find und sich zwei Gruppen von Gelehrten schars gegenüber» stehen, von denen die einen behaupten, daß der Krebs durch chemische oder mechanisch« Reizungen bestimmter Gewebegruppen hervorgerufen wird, während di« arideren auf Dem Standpunkt stehen, daß der KrebS eine reine Jnfekr Ions krau k- hett ist, die auf einen allerdings noch unbekannten Erreger zurückgeführt werden muh. Jn letzter Zett ist allerdings die Auflassung der letzteren Gruppe allgemeiner geworden Besonders der verstorbene Kopenhagener Forlcher F i e b i g e r, der mtt dem Robcl-PceiS ausgezeichnet ist. vertrat den Standpunkr, daß gewisse Parasiten durch giftige Absonderungen die erste Krebserscheinung ui einem Organismus Hervorrufen und er hat auch seine Zcheorien durch glänzend gelungene Derluche erhärten können. Den BazilluS selbst hat er freilich nicht festgestellt, genau so wenig wie zwei englische 2erz:e. die 1925 behaupteten, die Krankherteuriache entdeckt zu Haban unb Damit sehr großes Aufsehen erregten. Rach Flebiger hat der holländische Forscher Sa ! c a r m allen wg Gedern, 7. Aug Jn der fetzten Mtt- glieberveriammlung deS Kriegerverein» konnte bet Ehrung eines um die KrieaerverewA- fache sehr verdienten Mitgliedes erfolgen. Dem Landwirt Johann Friedrich Hof, welcher 42 Jabte lang mit größter Treue und ötetotflen» hattigkeit das Amt des Vereins rechn er» versehen hcrtte, wurde in Anerkennung seiner hingebungsvollen Tätigte ü bad Hassia-Ehrenkreuz verliehen, welches chm von dem Bccc ins Vorsitzenden Postschaffner Karl Diehl XII. nebst einem AnerfennungS'chreiven De» Präsidiums der Hassia mit ehrenden Worten überreicht wurde. Außerdem wurde der Ausgezeichnete zum Shrenmttglied des KrregervereinS ernannt. — Am letzten Sonntag unternahmen der hiesige Kirchen- gesangverein und der Mädchenbund ihren gemeinschaftlichen 2 u S s l u g nach Vad Salzschlirf. Rachdem man sich aut ber Hinfahrt die alte Kreisstadt Lauterbach kurz angricbcn hatte, wurden in Salzschlirf die Sturanlagei besichtigt sowie die eben in herrlichem Blumenschmuck prangenden. wohLgep siegt en ParkariagrTi. Die allgemeines Staunen erregten. Te* bem Mittagessen wurde die Fußwanderung angetreten, die über Landenhausen, wo die Verein« dem Ortspfarrer Layer (früher m MitteL-Seemen) ein Ständchen brachten, und Rudlos nach Eisenbach sührte, wo Der herrliche Park und haft Schloß der Freiherrn Riedesel, die hessisch« Wartburg, gebührend bewundert wurde. Von Ersenbach auS wurde wiederum dte Bahn zur Heimfahrt benutzt. Voll aus befriedigt schauten bte Vereine auf den wohlverlaufenen Ausflug zurück. —.— U l r i 4 ft e t n, 8. Aug. Ein« besondere Ehrung für vOjährigen Besuch de» Jakobi- Marktes wurde den beiden Handwerksmeistern Messerschrnied L. Kalbfleisch (Lauterbach) unb dem Seilermeister H. Gürtler (Lauterbach) zuteil. Unser Bürgermeister Appel ehrte die beiden Jubilar# durch Ueberrcichung einer Urkund« unb eines Stadtbildes. Starkenburg. WSR. Darmstadt, 8. Aug. Von heut« ab ist die obere Elisabethenstraß« alS Einbahnstraße bezeichnet worden. Der Fährverkehr ist also nur noch möglich von der Wühelminenskraße biS zum Ludwigsvlatz, während Die Elisabethen- straße in der Richtung vom LudwigSplatz bis zur Wilhelmrnenstraße für Fahrzeuge aller Art gesperrt ist. Rheinhessen. Lpd. Mainz. 8. Aug. Die n e u e n Feuermelder, die in Mainz aufgestellt worden sind, reizen natürlich viele unnütze Hande. So kommt es, daß fast t ä g l i ch A l a r m i e r u n g c n erfolgen, die darauf zurückzuführen find, daß unbefugte einen Melder in Bewegung gesetzt buben. Leider ift e» nicht immer möglich, die Unfugftifter seskzuftellen — Die LHährige Toni Momberger. Kapuziner- straße 10, geriet gestern nachmittag beim 'Wäsche- Hügeln mit ihren Kleidern den brennenben Holzkohlen im Bügelofen zu nahe. Die Kleider fingen Feuer, und im Nu stand das bedauernswerte Mädchen, laut um Hilfe rufend, lichterloh in Flammen. Ein gerade hinzukommender Brief* träger riß dem Mädchen die Kleider vom Leibe^ doch hatte es bereite fo schwer# Brandwund#n am ganzen Körper erlitten, daß der Tod bald darauf rintrat. Preußen. Kreis Wetzlar. Q dbersgön», 8. Aug. Am Sonntag fand hier das S y n o d a l-G u st a v - A d o l f - F e st der Kreisgemeinde Wetzlar statt, das au» der diesigen sowie au» den benachbarten Gemeinden zahlreich de- sucht war. Jn dem F#ftgotte»dienst hielt Psarrer Wa h l (Lang-Gönv) die Festpredigt über 1. Kor 13, 13. Der Redner schilderte den Zweck de» Gustüv- Adols-Bereins, hob die Notwendigkeit der Drrein». arbeit besonders hervor und forderte bi# Anwesenden zu einer regen Mitarbeit auf. Jn der Nochoersamm- lung richtete der Ortsaeiftlichc, Pfarrer Bier- mann, herzliche Begrühungsworte an die Festteil- nehrner, wobei er besonders heroorhob, daß es sich um das erste Gustav Adolf-Fest handle, welches in der Gemeinde Ebersgöns gefeiert werde. Pfarrer Wahl (Lang'Göns) erstattete sodann Bericht über das vorjährige groß Gustav-Adols.Fest in Graz, an welchem er teilgenommen hatte. Pfarrer Eappell Krebsgeschwülsten bei Tieren unb Menschen spul- förmige kleinste Lebewesen entdeckt, beten Herkommen er aber ebensowenig feststellen konnte« Aus b«m Deutschen Ehiru r g e n-Kon - greß in Berlin vor wenigen Monaten bat Der deutsche Gelehrt# Heidenhain nachweiseu können, bah ber Krebs von einem Erreger stammt unb auf Grund von Uebcrimbfungen in 2000 gälten von Menschen auf Tiere seine Theorie zu beweisen versucht. Bon bieten 2000 Fällen hatte bi« Aeberimpfung m 140 Fälten Erfolg, h- h. bie geimpften Tiere wurden krebskrank. Dre Derluche Der genannten drei Gelehrten haben nun freilich die Gegner ber Parasiten-Theorie noch nicht überzeugen können, um fo weniger, alS auf dem Londoner Jtongreß der Reuhorket Art Dr. Murphy bas Gegenteil gu beweisen versuchte. Er hat seit nahezu zwanzig Jahren bei Hühnern KrebSge!chwü.'r# durch Einspritzung erneS bestimmten Reizstoffes in die Abern erzeugt unb dadurch die Ansicht widerlegt, daß Bazill« nokwerrdlg find, um den Krebs hervvtzurufen. Die gleiche Ansicht vertritt auch der englische Arzt Rev« und der Direktor b«S pathologte schen JnstttutS ber Universität Frankfurt, Professor Bernhard Fischer - Wahl s. Reve yal r.efc hundert Fälle des sogenannten Stongri- Krebses behandelt, ein« Krankheit, die bei den 6ingebotenen in Tibet in ber kalten Jahreszeit durch Auflegen von glühenber Holzkohle m einem Tontopf aus den Leid entsteht Aus bem Weltkongreß ber Krebsforschung m London ist neben der Diskussion über die Äreb6errcget auch die Behandlung d«S Krebses zur Sprache gekommen. U eberemstimm en d ist bk Ansicht vertreten worden, baß früh erkannter Krebs gehettt werben kann, daß ei aber unbedingt notwendig iß. daß der GriundhettSzusumd deS Menschen bauernd vom Arzt überwacht werden muß. Leicht ist der KrebS bei äußeren Organen zu erftnnen, schwieriger Dagegen bei inneren und vor allem am Magen. Hervorvagenb« Dunste leisten die Bestrahlung mit Radium und die Anwendung von Röntgenstrahlen, und di« Äombinaticn herber Bestrahlung Sa rten soll geradezu ideale Erfolge gehabt Haven. Jn der letzten Zett hat auch Die Anwendung metallischer Heilstofle, be- «onders Blei, günftiae Heilerfolge erzielt Aller- dings ist bie chemische Verarbeitung deS Metall» noch nicht genügen b gelungen . ML L'K L ®lnt V? 3® \ lKuIerbach, un| r, (CauterbaA) w. e.1 ehrte bie btibte inet Urkund« und - '°l, UW QU?L42 rsZ SS • ■ setzst <*/” 11ün»ön& Me. °°^L LtzK ttliff> k. '«!- fl- Aon Hou, ad SinMv »ohrveckd, $ ^UHklminenKch, 'Die etifdMtu- LudwigSplotz bii aller 2tt tn. neuen Aeuer- Nt morbtn fmb. nbe. 60 fommi h, nSknerjolsen.d-, i Unbttuflie nwra ibcn. ßtibtt rtt w iftrr h Wetten. - rger, Äapuziner. littag beim Mich«. ■cnntnbenMitoblfn Kleider fingen das dcdauemweM ib, lichterloh in zukommender Brief- über vom Leibe, both anbmunbtn am r I od bald darauf Am Sonntag fand -AdoN-Jeft der >as aus der dieiigea meinben zahlreiL be- sbienfl hielt Pi-rrer -edigt über l.Äor.Jl i Zweck des öultJD- adigkeit der Lereins- bette bie SnoefeaM In ber Wadjoerww t, Pfarrer 91# r ■ orte an bie (Mtteü- rorhob, bah es M hanble, welchem m ert werbe. Ratter obann Beucht über PfarrerToppeu Md a* K si-äß biefe«^? & W’“t Aeuyolßer <5 beveV« SLs Ä»grsÄ Sf, jaL5 Vu sc* «sr* SV n^u'»n Iahker^ t ®®ii “1A. m L°»^ tij* ÄS Ä-S vor -6§ ieren E leisten d» s? 5*vw & irbeitw'S lLlein-Kechtendoch) überbrachte btt (»ruße ber »ree* gemein5« Letzlal und bend)Ute über bot bietjabrige grobe dyimßbc C*uf!oo-8bolf-fffft tu Wkn Tat tzchlnslwort fprod) ber Orttgeifiliere, Pfarrer Lierman» 3m ubnaen mürbe da» Fest durch gemein■ lame (Befänge, Posaunenvottröge und einen ®e- longtoortrjq de» 2Rannrrge(angoertint Groß-Kech tenbod) umrahmt j Hörnsheim. 8. nua ter HSesige Klein* tallder;-chutzenoerein begann am Sonntag fein bieejäbrige» Preisfchiefzen. Das Schlehen soll an den nächsten Sonntagen fortgesetzt merb* TiUtrcie. Tb&ll Dillenburg, 8. Ang. lei dem Versuch. t* alte Obertorbrücke zu fprcngen. ereignete sich geltem ein schwerer U n f o I L Als sich zwei Arbeiter von ber Wittuna des Schul'überzeugen wollten, bie anscheinend nur gering mar. stürzte ber Brückenbogen in sich zusammen und begrub die beiden Arbeiter unter sich Der Arbeiter $rt> Schneider aus Roch war bis auf bie Schuhe roll kommen verschüttet und ßjt schwere innere Serie 8 u n a e n ba von getragen Der andere Arbeiter Wagner aus Slraßcbertbach. ber durch tbnbau5 des Bergmanns Benner und dessen Stall zum Opfer. Die Bewohner konnten fich nur mit knapper Not vor dem verheerenden llienunt in Sicherheit brin- aen. Da» Vieh wurde gerettet. Die Lehren ber Umgebung konnten den Brand lokalisieren. Die Ent- ftehungsurfache must noch geflört werden. Maingau Lpb Frankfurt a. M 8. Aug Der Jall Wichmann hone de» fozialpolttifcheri Aus- 'chust der OlabttK'rorbnetent>crlammlunfl In seiner letzten Sitzung beschädigt. Es wurde folgender Defchlust gefaßt: .Aach dem brshertgen System Haven die betreffenden Pertonen, die sich mit dem Fall Wichmann bclcbäfhqi haben, nicht versagt: sie haben nach ihren 3n- hruftiriien völlig korrekt gehandelt, ebenso da« Amt Die 6tabtt>eT0tbnctmvcrfammIunfl wolle dagegen den Magistrat ersuchen, Sofort nach- «uprufen. ob das heutige Spftem auch für dringliche Fülle ausreicht, ober ob nicht gerade hier eingesetzt werden must, insbesondere im Hinblick auf raschere Feststellung ber Rotlagc und ber Verbesserung der Kreiöstellen" Aach unacfäbr zweistündiger Debatte, in der der Fall Wichmann nochmals behandelt wurde, wurde der Ausschustantrag angenommen. - eine Wissenschaft. Oer Hall perneffa. - OaS Saöenmifrometer als Kriminalkommissar. - Wie anonyme Brieffchreiber entlarvt werden. Don Di. Hugo Berliher. Inbi-ienbeweis nennt da» Gericht die Zula nunentragung von Verdachtsmomenten, durch die ein hartnäckig leugender Angeklagter einer Tat überführt werden soll: wenn bei einem solchen Verfahren alle belastenden Momente noch so obsektiv gewertet werden, so hat man doch gerade in den letzten Monaten gesehen, dast auch Unschuldigs einer Verkettung von unglücklichen Zufällen zum Opfer fallen können. 3n dielen Lagen ist im Fall Pe rne I t a eine Dvruntcr- »uchung abgeschlofsen worden, deren Mittelpunkt ein Abschiedsbrief des verstorbenen Pernetta bildet. Von dem Gutachten der Sachverständigen, die über die Echtheit des Briefes entscheiden sollen, wird es abhängen, ob eine Mordanklage gegen Frau Pernetta und Ihren (Beliebten erhoben wird, und die Feststcllunacn über daS Alter der Tinte und die Beschaffenheit i»er Schreibseder werden daS Schicksal zweier Menschen entscheidend beeinflussen. Aber nicht nur in unseren Togen, sondern in jedem Zeitalter haben mehr oder minder raffiniert auSgesührte Fälschungen die Gerichte beschäftigt hat doch vor einigen -3abnebnten ein oefälschteS Schriftstück über daS Schicksal des unalucklichen französischen OffitzterS Drehs us entschieden, und die gefälschte Königinhoser Handschrift, der zufolge die ll rein wohn er Böhmens Tschechen gewesen sein sollen, trug ihrem mutigen Bekämpf er Mala r y k. dem jetziaen Präsidenten der Tschechoslowakei. den Hoy und die Verachtung feiner Landsleute ein. Aicht nur mit frtmineUen Kombi Nationen, sondern mit dem Anstzeng der Wissenschaft geht man heute den Fälschungen au Leibe, und bekannte Fachleute wie Dennstedt. OSborn, S ch n e i ck e r t und Türkei haben bewiesen, dast man heute selbst den geschicktesten Fälschungen auf die Spur kommen kann. Wenn einem Sachverständigen ein verdächtige- Schriftstück »ur Untersuchung übergeben wird, so wird er dieses Dokument zunächst dadurch vor jeder Beschädigung oder Verwischung zu bewahren versuchen, dast er es zwischen zwei Glasplatten einrahmt. Von dem Verdächtigen, der einer Fälschung beschuldigt ist. wird er zunächst eine Schriftprobe ausnehmen, er wird dem Beschuldigten aber den Zweck dieser Schreibübung verheimlichen. damit der Geprüfte nicht daran denkt, feine Schrift zu verstellen. Zur Erleichterung feiner Arbeit stehen dem Sachverständiaen selbstverständlich eine Anzahl technischer Hilf-mittel bei der Prüfung der Schriftstücke zur Verfügung Sein bester Helfer ist die Photographie, die eS ermöglicht, das corpus delicti nicht nur zu ver- gröhern, sondern auch zu vervielfältigen und mehrere Ausschnitte zum Vergleich nebeneinander zu legen. Mit der Mikroskopie, besonder- der räumlich sehenden stereoskopischen Vergröherung. kann der Sachverständige ebenfalls wichtige Feststellungen machen Zunächst fallt bei all diesen Untersuchungen aus, dast alle Menschen ihre eigene Handschrift ohne ileber- legung und daher ungezwungen fchreiden Fäl- fcher dagegen müffen ihre ganze DeisteStätig- fcit auf die Form der Schriftzüge konzentrieren: sie schreiben deshalb zögernd und unsicher. Besonders deutlich nimmt man die- bei der vergröberten Schrift an den wiederholten unbegründeten älnterbrechungen wahr, an plötzlichen Aenderui'.gen in der Schriftstärke und an Oden in sonst runden Schritt teilen Austerdem geben die Gndstriche stumpf auS, während sie bei na türkt er Schrift spitz und fadenlörmig aussehen. Selbst daS Zittern in der Schrift alter Leute kann nicht naturgetreu nachgeahmt werden. ebensowenig die für jeden Menschen charakteristische Schattierung, die durch daS Ausem» anbergeben der Feberspine beim Aufdrücken entsteht. Aber nicht nur die Schritt, auch die Schreibwerkzeuge sind wichtige Beweismittel. Man kann durch daS Fadenm^krometer die Strichdicke auf Bruchteile von Millimetern auSmessen. und durch diese Messungen vermag man auf die angewandte Feder zu schliehen. So konnte durch daS Fadenmikrometer in einem Fall sestgestellt werden, daß sechs angeblich um Jahre auSeinanderliegende Buchungen mit derselben Feder geschrieben waren. Auch Bleistiftspuren sind verräterisch, denn sie erscheinen im Mikroskop als eine Reihe von ®ra- phitpünktchen. von denen beim Radieren die kleineren unlösbar in die Papierlaser eingebettet werden. Wie gehen nun die Fälscher bei ihrer verbrecherischen Tätigkeit vor? Zunächst können sie eine Schrift freihändig zu fälschen versuchen, und dieses Verfahren wird meist bei der Aach- afrmmp von Unterschriften angewandt. Wer aber ganze Teste fälschen will, muh schon geschickter Vorgehen, denn sogar daS beauemc Durchhausen hat seine Schattenseiten. Bei diesem "03er- fobren kommen nämlich au den Zeichen der Hemmung noch die verräterischen Verzeichnungen mit Bleistift. Vernichtend für den Beschuldigten ist es selbstverständlich, wenn es gelingt, mehrere gleiche durchgepauste Unterschritten bei ihm vor- zufinden. denn niemand ist imstande, zwei haargenau übettmtiimmenbf eigene ilitferf^rHten an- »ufenigen. Au<'>as durch das Mckrottop ttchl- bare Auksl'.cken Verbessern und Verstärken ein- -einer Schriftteile ist gelähttich. Völlig nutzlos »st eS. die durch daS Durchpausen entstandenen Vleististstriche durch Radieren befeitiaen zu wollen. denn man entdeckt bie Spuren stets in der Vergröberung. Oft find durch ezatte willen- 4* Untersuchungen Testarnentsfäl- 1 d) u n g e n nachgewicsen worden, bei denen eS sich um Wette von einigen Millionen Dollart banbeUt. Einen mcrttoürbigcn Vewei- ,einer Un- schuld wollte ein Angcsctzuldigter bcibnngen. der zum Bewei» der Echtheit fünf inrllia gleiche äln- :ed Zreitag, den 10. August 1925, nachmittags 2 Uhr versteigere üb im Löwen, Keuenweg 28 be» hier, rtoangswelfe gegen Barzahlung. 1. drei Tische, vier Sofas, brr Sestel. zwei Kredenzen, vier Diwans, eine Solibade- wanne, ein Klavier, drei V. fomplette Emaillier- und Vernicke!ungs- anlaac, 2 WtenroTIftbränfe, eine Schreib- maschine, zwei Aährnafchinen, einen Leber- feffd, einen Schreibbsch, einen Acker Koni, emeScheeibladcnkasse, einen Schrank, ernte Waschtisch mit (Svicgelaufsay. eint Strick- maschine, 25 Kilo Strickwolle, ein (Iboife- longue, einen Wagen, eine partie Spiel- Daren, eine Flurgarderobe, einen Spiegel, eine LederwaUe. drei Schweine, einen Bullen, brti Pferde. 7242D 2. Voraussichtlich bestimmt: (Mn Ott und Stelle, Bekanntgabe erfolgt im Versteige- rungslokaf): zwei Taffen unb Deffettteller, einen Dilbenatymen, ein Dorßangschloß, eine Kiste Feuerwerks!-rper, rwei Korb- stakchen, einen Leiterwagen. Aotifsof Sttichtsvoll,jeher in Siesten vammstr. 24 I, Lelepb. 2». NL^L^LLHerba-eetf« fa tabu all« esberei es» Müsia. «Seiet. tz>. m fOtr 6t. « -.65. 3O*e txrflArfl «L Qur ■a^tx^a-C^-g « ß«rbo-4r«e« b^er.ürl Zur Stoppelsaat!! Herbstrüben, Senfsaat, chines. Oel-I^ettich ^iesen-Spörgel, Sommersamen, Winter« Rübsen, Znkamatklee neuer(5rnfe empfiehlt greibant Bubikopfschneiden Ondoiieren. DaaerweUen. 20 Mark Wasserwellen, neuestes Verfahren. abtu Kamharil Kaplansüasse 27 Samenhaus Heinrich Hahn Äahnhofstr., öde Wollengaffe/Tel. 1403 7,811 Areitag, den 10. Ang., von » Uhr ab 70® D Neischverkans. lisenarM brlagt Gewinn Räumungs-Verkauf y gewähre ich während meines Geschäfts- Umbaues auf alle Waren, die noch nicht im Preise entsprechend ermäßigt sind. 1O% Rabatt der Ihnen in Bezug auf Preise im steten Gedenken bleiben wird. Gewaltige Warenmengen müssen geräumt werden, und habe ich mich entschlossen, große Posten Baumwollwaren, Kleiderstoffe,Weißwaren, Waschstoffe, Seide, Sammet, Wäsche und Gardinen sowie Damen-,Herren- u. Kinderkleidung aus meinen regulären Lägern herauszunehmen und zu selten günstigen Preisen zu verkaufen. Da ich durchweg nur erste Qualitäten führe, dürfte meine heutige Veranstaltung sicher große Vorteile für Sie bieten. Beachten Sie meine Schaufenster^ die eine deutliche Sprache meiner Preiswürdigkeit sprechen! 240 Quadratmeter neuer Räume werden an die alten Geschäftslokalitäten angesetzt. Die Läden der Firmen Schulhof u. Lang & Wiederstein werden meinem Geschäftshaus angegliedert und der erste Stock des Nachbarhauses wird ebenfalls zu einem neuzeitlich eingerichteten Geschäftslokal hergerichtet. Wegen dieses Umbaues veranstalte ich vom 10. August an einen '• CM nii '»"‘fcfs 1*0 bff T' ZW kann Mi 36 öortfef _,rr btnger Hfl in tjren Irust Lüh« Bars in den Dage jifl sich Stetf lauf im Vit i btt d mll 5:2 Heben renb jun |en noch in btt 1 wirken ß fltflK 3n btr Sortnff pttllilh fltfltn nun^m dn rw4 flül cftirrmüiw uni öamit 5m tea .oft Tau unb bm ? Höben Der D Aadem Meters kü lehr eine btt Nach ein in Führ feinen D bei der t dann Ac «nyifooUn. Jentimcftr « keimte t alt btn Vldv ruta»3( Nahem deforis Seutfd 6. Sper Zvische Ln I kcheniöi Ichvimn Arister R Kn SchL sich lauf für l 100 Ml L ÄojQc ?■ M: 1. ! uex n nu Doch werde ich Ihnen Vorteile beim Einkauf von Stoffen aller Art sowie Damen-, Herren- und Kinderkleidung bieten, die Sie bisher noch nicht gekannt haben. Das große Kaufhaus Gießens ist im Entstehen. Nr !86 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ©bcrfjcflein Donnerstag, 0. August 1928 IX. Olympische Spiele in Amsterdam. (Lister Tag. - Deutschlands siebente Goldmedaille: Sieg im Wasserballspiel. Rademacher geschlagen. — beginn der Boxkämpfe und des Reitturniers. Dal Programm bet AmsterdamerOlym- p fch< n ODitle wurde am Mittwoch von den Schwimm- und Nuderkämpsen autfle- 1uUt 3m Schwimmen ging eine große deutsche Hoffnung auf den einen o.: mpischcn Sieg nicht :n ®rfüllung. 3m Onbfampf bet 200-Tleter- Dru st schw t m men s wurde Rademacher- Lagdeburg hinter dem fabelhaften Oapancr Xfuruta, der in der olympischen Rekordzeit von 2.48.8 rDu auch, Elena. Mach' dir keine Torheiten vor. Eine Seele hat er nicht " „Wie du hart bist mit mir! 6o warst du sonst nie." „Weil ich dich retten will. Ich fühle es nur zu gut, es ist das letzte Mal, daß ich es versuchen kann. Gelingt es mir jetzt nicht, geyst du an dem Manne zugrunde Reiß dich los." „Ich kann nicht Jetzt weniger denn je — ich werde noch einmal Mutter, Maria.* „Du wirst — D meine herzliebe Schwester, und das sagst du mit lolch verzweifeltem Gesicht? Das Höchste und Herrlichste, was einer Frau gcjchrben kann, da» macht dich nicht glücklich? Siehst du, das wird dir forchelfcn über die Not „Er will da» Kind nicht. Die kann ,ch mich freuen!" „Um so besser. Tausendmal besser. Da nimmt er cs dir nicht. Was sollte er auch mit einem kleinen hilflosen Wesen anfangen in seiner Zerfahrenheit Und du wirst in dem Linde ein besseres Glück und eine höhere Liebe finden." „Du willst trösten, aber ich hab' ibn lieb und nicht bas Kind. Und wenn ich auch jetzt mit dir gehe nach Berlin, da- weiß ich ja, wenn er mich ruft — nichts kann mich halten, ich geh' doch wieder zu ihm." Maria schwieg. Mochte dies alle- unerwogen bleiben bis zu der Stunde, wo Elena selber einsehen mußte, daß sie nicht mehr reifen könnte. Vielleicht konnte die Hoheit durch chre Lerbindungen Sergei zum Verzicht auf die Frau bewegen, die ihm als Mutter doch nur unbequem sein würde. — 2(n dem gleichen Abend noch bekam Herr Gene- laldireklor ftollmann ein Telegramm aus Athen von Derrn Bankier Adossidcs, in dem angefragt mürbe, ob es mit einem Wechsel über sechziqtaufend Warf, ausgestellt für Ihre Hoheit die Großfürstin mergel, seine Richtigkeit habe. ftoUmann pfiff durch die Zähne, las zweimal, faltete das Papier sorglich zusammen und überlegte. Dann schrieb er ein Die beUxn Zwischenläufe des 400 Meter- Freistilschwimmens brachten die erwarteten lltgebniflc. erwartet auch das Ausscheiden des einzigen Deutschen, der sich für die Zwischenläufe hatte qualifizieren können, des Leipziger- Heinrich Er wurde im 2. Zwischenlauf 5. hinter Arne Borg, den Amerikanern «Srabb c und Elapp sowie dem 3apaner T a k a i s h i vor dem Zranzofen Jan« bcplande Die ersten brci Schwimmer der beiden Zwischenläufe qualifizierten sich für die Entscheidung: 400 Meter ^reiUU Herren: 1. Zwischenlauf f. 3o rille Argentinien 5:11,4; 2. Charlton Australien 5:13.6; 2. Nuddy UeOL 5:20.6. - 2. Zwischenlauf: 1. Arne Borg Schweden 5.5.4; 2 Lrabbc USA. 5:6.2; 3. Slapp USA. 5:6,8. Amerika gewinnt das Kunstspringen. Das Olympische Kunstspringen, das schon in den Borkämpten eine klare ileberlegen- hcit der Amerikaner etfennen lieh, endete miit einem Dvppelsiege der 73an!cts Die drei Deutschen Mundt. Niebschläger und Plu mann« belegten m dieser Neihenfolge den 5.. 6 und 7. Platz. Die Sprungrichter waren nicht gerade für Deutschland eingenommen (!) Zm Olympischen Segeln haben in der I o l I e n k I a f s e nach den Eraebnisscn des Dienstags Norwegen und Schweden die Führung inne vor Finnland und Deutsch- I a n b. 3n den Sechs-Meter- und Acht-Meter-Klasten gab e» Siege von Schweden bzw. Estland. (Eine Anzahl von Drotesten wird morgen zur Der« Handlung kommen. Oie ersten Boxkämpfe. Am Dienstag begann in Amsterdam daS olympische Borturnier mit einigen Vorentscheidungen. Dübbers formte dabei sein olympisches Debüt erfolgreich gestalten. Or fertigte den Norweger Lind sicher nach Punkten ab. 3D alter hingegen verlor knapp gegen den Nhodosier Hall. Sonst gab es nichts besonders Interessierende-. Bon den das olympische Amateur-Borturnier sortsetzclchen Begegnungen am Mittwvchvormittag interessierte deutscherseits am meisten die Begegnung Ausböck — Bohmann, in der es dem deutschen Meister gelang, den vorjährigen schwedischen Europameister nach Punkten zu schlagen. Sin schöner S r f o l g. OaS olympische JUiffurnier. Der Lhef der deutschen HeereSteitung, Deneral Heye, ist am Dienstag in Hilversum (Holland) etnge troff en, um dem am Mittwoch beginnenden Olympischen Neitturnler bei- -uwvhnen. 3n der Dressurprüfung, die tu Hilversum vor sich ging, Megte Major Neu mann auf ..Ilja" in ferner Gruppe den dritten Platz hmter einem Holländer und einem Bulgaren. Kölner Nacholympiade. ZnternationaleAonkurrcvz.—RcueRckordc Dor 12 000 Zuschauern fanden am Dienstag in Köln nacholvmpif che Wettkämpfe fiait, die zur Ucberaschung aller mit Ausnahme des Kugelstoßens ausländische Sieger ergaben. Hirschfeld aber nahm, wie bereit- gemeldet, Revanche an seinem 2c zwinget K u tf Uc2I. Er kam auf 15,64 Meter, wahrend der amerikanische Olympiasieger nur auf 15,14 Meter kam. In allen Konkurrenzen gab es hervorragende Kämpfe und neue — allerdings ausländische — Rekorde. Sogar ein Weltrekord wurde bekanntgegeben, an dessen Echtheit allerdings zu zweifeln erlaubt sei. Antworttelegramm: „ftomnw selber fragliche Angelegenheit zu ordnen" und fuhr mit dem Rächtzug der österreichischen Grenze entgegen. Zwei Rächte und einen langen Tag hatte sich Maria mit ihren Gedanken geplagt und keine Klarheit gewonnen. Was war das mit diesem alten Geldgeber' Hatte er wirklich nur geborgt, weil er sie für die Braut des Deutschamerikaners hielt? Dar sie bann verpflichtet, diese häßliche Zache in Ordnung zu bringen? Aber wie? — Lus eine bloße Rede hin sein Geld verleihen, war das nicht entsetzlich töricht? Denn sie nur einen Menschen hätte fragen können' Denn sie nur geahnt hätte, um welche Summe es sich handelte. Daren es nur chun- berte ober vielleicht gar Tausende? Sergei war ja von einer Gewissenlosigkeit — Mit Elena war nicht zu reden. Sie verweigerte, nachdem sic im ersten Schreck über die Lache gesprochen, jetzt jede Er« flärung. „3d) weiß da nicht. Er sagt, er hat Geld gegeben. Aber er will » ja gar nicht von mir wiederhaben ober gar von dir Sonst wäre er wohl wie- dergekommen. Laß ibn doch nut cerget ausli ffeln, was sie sich zusammen eingebrockt haben ' Sie sah so zart und leidend aus, daß Maria nicht den Mut hatte, viel in sie zu bringen. Sie beschloß enblich, ba sie Herrn Sicoersen nicht mit ihrem Vertrauen beehren wollte, zu warten, bis sie in Berlin wären, und bann mit Herrn Schulze zu reden. Der war ein praktischer Mann, der würde die Sache hostenttich in die fianb nehmen. Daß für Äottmann Unannehmlichkeiten damit verknüpft sein könnten, kam chr nicht in den Sinn Um so überraschter war sie, als am dritten Morgen — es war noch verhältnismäßig früh — ein Jäotctbiener ihr die Harte brachte Ernst ftoflmann. Was sollte das heißen? War er ihr nachgereist, um hier eine Antwort auf die Fraae zu erzwingen, die er längst durch Ihre Hoheit gestellt hatte'' Run, sie würde dem nicht aus dem Wege gehen. Mochte er kommen, früher ober später kam diese Aussprache doch. Aber ftollmann trat nicht ein wie ein Mann, der solche Entscheidung herbeiführen will. Er war duichaus der korrekte Besucher, der nur Grüße zu überbringen hat. „Und bann wäre ich Ihnen dank- Petters son gewann nämlich die 4 00 - TI e t e r- »Orden in '»2,4 (Weldrekordi vor AdeIheim 58,1 (srz Rekord» und Dr Weltzer 55 Sekunden (j Sek schlechter als deutscher Rekord » Diese Selten sind doch wirklich zu gut, als daß sie echt sein kennten! Alle Wettbewerbe waren, was das Ausland anbelangt, vortrefflich besetzt, von den deutschen Äornpboen fehlte allerdings so mancher. Die Ergebnisse: Stabhochsprung I. Mac Ginne».USA. 4,05 Meter: 2. 1? i n b b I a h • Schweden 3,9K Meter; 3. B e r l i n g e r - USA. 3,63 Meter, 4. Balte»- Dortmund 3,63 Meter d. St — 100-Die ter 1. Boroh-USA. 10,7. 2. Zonath - Dortmund 10,8; 3. Rüssel« USA. Brustbreite -- Diskuswerfen. 1 fioufer- USA 46,39 Meter: 2. ftrenz- USA 44,59 Meter; 3. Roel- Frankreich 44,49 Meter (frz. Rekord!). Paulus nicht am Start Hoffmeister verjagte — wie säst immer bei großen Gelegenheiten — erneut! — 400-Tleler: 1. Barsi« Ungarn 46,6 (ungarischer Rekord!); 2 Reumann- Berlin Brustbreite; 3. Spencer- USA 49,5. — Hoch- Iprung: 1 Sing« USA 1,96 Meter; 2 Mae Ginnes - USA. 1,93 Meter. 3. Stewart- USA. 1.85 Meter. — Kugelstoßen: 1. Hirsch seid« Allenstein 15,6-1 Meter. 2 Kuck- US«. 15,14 Bieter; 3 D a r a n p • Ungarn 14,70 Meter. — 1 lOMeter-Hürden 1. Dye USA. 15,1; 2. Tarter-USA. 1',2. 3 Wenström- Schweden 15,3. — Weitsprung: 1. ff a m • USA 7,51 Meter 2 Meier- Berlin 7:33,5; 3. Dobermann-Sol n 7 24.5 Meter. — RQO • Meter: 1 Lloyd Hahn-USA. 1:52,4. 2. B S - ch e r • Berlin 1:52,8 (I); 3. Wollmer - ftaffel 1:55,6. - 200-Meter: 1. Rusiel-USA 21,6; 2 Ionath - Dortmund 21,8; 3 Sämig- Berlin 21,8. — Speerwerfen. 1. Lindstrom- Schlveden 65,48 Meter; 2. PenttiIä - Finnland 64,86 Meter; 3. S'z cpes - Ungarn 64,66 Meter Der Olympiasieger Lundquist fiel bereits in den Dorkämpfen aus. Stoschett kam nur auf etwa 62 Meter — 1 5 0 0 - Meter. 1. Caboumcque- Frankreich 3:52,6; 2. ft r a u f e • Berlin 3:56,4; 3. "ioblnson - USA. .3 57.4 - 4 Z 4 0 0 T? H e r- Staffel: 1. Ungarn 3:16,6; 2. Teutonia- Berlin 3:18,2 (deutscher Rekord eingestellt!); 3. ftolner SE. 99 3,24 - 4X100-Meter-Staffel: J. USA. 41,2; 2. Ungarn 41,8: 3. SC. EharIOttenburg Brustbreite pirütf. — 4 00 Meter- Hürden. 1. Petters son - Schweden 52,4 (Weltrekord f?|); 2. Ahelheim - Frankreich 53,1 (srz. Rekord); 3 Dr. PeItzer - Stettin 55. Oer Rhön - Segelflugwettberverb WSR. Fliegerlager Wafserkuppc, den 8. Aug. Der Flieger Nehring hat heute auf der „Darmstadt" einen Streckenflug von 7 0 Sl i tarnet c r zuriickgeleat. Er landete in der Gegend von Eisenach. Dieser Flug bedeutet eine We11häch st - I c i ft u n g , ba der bisherige Rekord von Kegel über etwa 50 Kilometer weit überschritten ist. fteael flog heute 40 Kilometer und Schulz 20 Kilometer weit. Der Fuldaer Dittmar erzielte bei einem Höhenflug 630 Meter über der Abflug stelle und brach damit den erst vor einigen Tagen von ftr o nf elb aufgestellten Rekord von 540 Dieter. — Wie man hört, hat sich der Dam n flieget Köhl für den 11. August auf der Wasferkuppe angemetbet Die offizielle Entscheidung des Schied»- gerichts auf der Wasferkuppe stellte fest, daß Reh- ring 72 Kilometer weit geflogen und die genaue Zahl des Höhenrekords von Dittmar 775 Meter ist. Außerdem flog am Mittwochnachmittag noch Hirth (Arnshaufen) auf „Stuttgart“ 43 Kilometer. Auch er landete bei fti,fingen. Gin staatswiffenschastlicher ^ortbildungslehrgang. Dc Deutsche Bereinigung für Staatswiffen- schaftllchc Fortbildung, deren Dorli^zender Reichs- fparkommissar StaatSminister Dr. h. c. Saemisch ist. veranstaltet ihrem dtesjähriaen Hrrbstlehrgnng für höhere Justiz- und Berwaltungsbeamte unter der Leitung vpn Pros. Dr. Bernhard Harms- Kiel vom 26. August bis 15. September in Bad Neichenhall in Oberbayern. DaS endgültige Programm des Lehrganges, der das soziale bar, gnäbiaes Fräulein, wenn Sie Herrn Sieversen alle Dünsche, die Frau Baronin etwa für die Rückreise hegt, mitteilen mochten." Und nach einer kleinen weiteren Unterhaltung fragte er höfttch „3hr Herr Schwager ist abgereift?” „Mein Schwager ist jetzt in Holland und geht von dort nach London.” Als sie in sein Gesicht sah, fügte sie hinzu: „Sie wünschten ihn zu sprechen, Herr ftollmann?” „(Ts ist eine peinliche Angelegenheit, die auf irgendeine Weise geordnet werden muß. Man hat mir heute einen Wechsel präsentiert — von mir unterzeichnet — Und der Bankier, der ihn ausgekehlt hat, erklärt, ihn von dem Baron Biron erhalten zu^ haben, aber ich furchte, der Herr treibt ein falsches Spiel. Denn als (Empfänger des Geldes, es handeli sich um fechzigtausenb Mark, ist Ihre ,'vtau Schwester angegeben, die Großfürstin Sergei ” — Cr sprach ganz ruhig und geschäftsmäßig. Marios Augen wurden dunkel. Sie hatte nie mit Wechseln Zu tun gehabt — wie sollte sie — aber eine Ahnung kam ihr doch, was das hier bedeute. „Sech- zigtausend (BolbmarP An meine Schwester? Das fenn doch nicht sein." Dann die (Erinnerung an den alten Herrn, der vor zwei Tagen fortgegangen, als sie eben heunkom, der so wunderlich aufgeregt ausgesehen hatte — Elenas erloschenes Gesicht — Und nun diese Sache — „Diele Griechen sind unzuverlässige xantonrften. Der Herr Bankier wird sich zu verantworten haben, wie er zu dem Papier gekommen. Daß er es von Zhrem Herrn Schwager erhalten hat —" „Sagt er bas? Herr ftollmann! — Bitte — meine Schwester muß darum wissen, wenn ihr Name ba bin ei nge }ogcn ist. Lasten Sie mich mit ihr reden. Sie ist letbenb, sie liegt noch — Bitte nur fünf Minuten." Als sie nach wenig Augenblitten miederkehrte, war sie sehr blaß ..Meine Schwester hat um diesen Wechsel nicht oewußt bis vor zwei Tagen, ba ist ber Herr Ldossides bei chr gewesen. Sie ist aber doch nicht ohne Schuld an dieser — an dieser furchtbaren Sache." Ein jähes Rot über ihrem Gesicht, ein tapferes Fortsahren. „Sie hat den Herrn glauben lassen, daß Sie, Herr ftollmann, chr verwandt'chaftlich nahe stünden, da hat er wohl dieses Papier von dem Großfürsten und politisch« Leben im Deutschland ber Gegenwart \ur Darstellung bringen eill, 111 soeben Herau»gekommen Am 27. August b e Pro'e'soren Derner Lc-mbart, Zahn Zw.edmett-Sübenhor'i 3m 3 Teil werden Them« ..Au« der ph losophifchen, relrgidfen und politischen 3 b e e n - weit des deutschen Bvlkes behandelt, für b.< folgende Do-enten aewemnen Itnb Lttt. ftroner. €eeberg- ? F a r b e n blieben weiter vernachlässigt. Der Geldmarkt war unuerän- dert. Tägliches Geld 6,5 v. H. Am Devisen- markt nannte man Mark gegen Dollar 4,1964, gegen Pfund 20,370, Landon gegen Kabel 4,8.552, Paris 124,24, Madrid 29,05, Mailand 92.80, Holland 12,1025. Berliner B-rse. Berlin. 9. August. Auf die flaue Haltung an der Neuyorker Börse war man heule Vormittag überwiegend schwächer gestimmt. Man wollte wissen, daß in London eine Versteifung des Geldmarktes eingetreten fei, die in Neupork gestern auch zu spüren war. Die Kurse lagen dar- aufhin 1 bis 2 v H. niedriger. Zu Beginn des offi- zielten Verkehrs änderte sich das Bild. Entgegen den Befürchtungen l)atte London seinen Diskont nicht erhöht, so daß der Spekulation durch diese Tatsache ein anregendes Moment geboten wurde. Auch der hiesige Geldmarkt wies die Zeichen einer Erleichterung auf. Man nimmt an, daß genügend Reportgeld zum Medio herauskom- men wird, wenn auch die Kurse auf das kleine Geschäft sich meist etwas unter dein gestrigen Schlußniveau, bis auf einzelne favorisierte Werte, hielten, war die Tendenz doch im allgemeinen behauptet. Der E l e k t r o m a r k t hatte vor allen anderen Märkten Geschäft aufzuweisen. Siemens wurden ziemlich lebhaft umgesetzt. Der Montan markt mar weiter vernachlässigt, da abgesehen von den schon gestern gemeldeten neuen Entlassungen im Ruhrbergbau von einzelnen Gesellschaften einige nicht günftige Berichte vorlagen. (Stolberg Zink und Essener Steinkohle.) R h c i n st a h l büßten sogar 4 v. H. ein. Auf Holz mann blieb die Mitteilung von neuen sehr großen Auslandaufträgen ohne Einfluß. Kun st seiden werte waren wieder bei kleinem Angebot schwächer, obwohl die Aussichten nach dem gestern veröfentlichten Prospekt weiter günstig sind. Reichsbank blieben lebhafter gefragt und waren fester. Deutsche Anleihen etwas niedriger. Ausländer schwächer. Bosnier minus 0,75 v.H. Der Pfandbriefmarkt lag noch vollkommen unentwickelt. Tägliches Geld war mit 4 bis 6,5 v. H. leichter. Monatsgeld 8 bis 9 v. H.: Warenwechsel 6,9 v. H. 3m Verlaufe blieb die Stimmung ziemlich freundlich. Elektro- werte waren weiter lebhaft und bis 2 v. H. über Anfang gefragt. K u n ft s e i de n w e r t e 4 v. H. erhöht. Auch R h e i n st a h l 2 v. H. gebessert. Reichsbank erneut 2,5 o. H. höher. Frankfur:cv 0ctreiv-börse. Frankfurt a. M., 9. Aug. Bei kleinsten Um- fätzen neigte die Tendenz auch am heutigen Produktenmarkt eher zur Schwäche. Besonders der Mehl- markt lag abgeschwächt. Weizenmehl gab 0,25 Mark und Roggenmehl 0,50 Mark im Preise nach. Futtermittel lagen heute widerstandsfähig und gut behauptet. Es notierten (neue Ernte). Weizen 24,50 Mark: Roggen 23,50; Sommergerste für Brauzwecke 27,50 bis 28; Hafer, inländischer, 26,75 bis 27; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,75; Weizenmehl, siiddeut- sches (Spezial 0) 33,75 bis 34; Roggenmehl 33,50 bis 34; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15,50 Mark. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviestmarkt. Frankfurt a. M., 9. Aug. Auftrieb: 81 Rinder, 1213 Kälber, 183 Schafe, 550 Schweine. Es wurden notiert: Kälber, beste Mast, und Saugkälber 72 bis 77 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 67 bis 71; geringe Kälber 60 bis 66. — Schafe: Mast- lämmer, jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel, gut genährte Schafe 45 bis 49. — Schweine: voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 82; von etwa 200 bis 240 Pfund 80 bis 82; von etwa 160 bis 200 Pfund 80 bis 83; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 76 bis 80 Mark. — Marktverlauf: Schweine lebhaft geräumt. Kälber und Schafe mäßig rege, ausverkauft. Kunst und Wissenschaft. Tagung bts Wcllsludenlcnwerk« de, christlichen Studentenwellbunde,. Paris. 6. Aug. (TU.) 3n Chartres fin- tet zur Zeit unter dem Vorsitz dos Leiters der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft, Dr. Reinhold Schairer, die fiebente 3 a i) - restagung des We l t st u ben t»nwe r t« de« Ehrlftlichen Studenten-Welt- dun des statt. Sie befaßt sich nut txm Ausbau der studentischen Selbsthilfe und wirb u a. auch über Hilfsmaßnahmen für die notleidenden ctu- denten Bulgariens und Chinas Beschluß fassen. An der Tagung nehmen die 'Vertreter von 20 verschiedenen Rationen sowie die staatlicher und städtischer Behörden leit. Eröffnet wurde die Tagung durch eine Ansprache des französischen Kriegsministers P a i n l e v e . der da- Weltstudentenwerk als eine der großen Leistungen feierte, die aus der Rot der Nachkriegszeit hervorgegangen sind. - Derbandstagung der Vereine deutscher Studenten. Kelbra, 6. Aug. (TU.) Die BerbanbS- tagung der CBe reine deutsche r Studenten brachte m ihrem Verlaut einen Vortrag von Dr. Sckowfki, Dresden, über ..Studentische Wertarbeit unk» Eharakterbildung". Äm Abend land ein Festkommer« statt. 3n seiner Festrede wies Diplomingenieur 6 t c f a n f f i, Eharlottenburg, auf die in der Nachkriegszeit erhöh'«? Bedeutung der Korporationm für bi«? Erziehung des deutschen Akademiker« hin. An den Reichspräsidenten v.H in den bu rg, da« Ehrenmitglied des Kysshäuserverbandes, wurde ein Huldigungstelegramm a>fanht Am Sonntag fand die Tagung ihre Fortsetzung auf dem Ky fs häuf er. Dr. Stähler, Marburg, spracb- über „Die Bedeutung der nationalen Bewegung der Nachkriegszeit und her aus ihr hervvrge-- gangenen Verbände". Die Vortragsreihe schloß mit einem Vortrag von Pfarrer König: „Die 3ugendbewegung und her deutsche Akademiker". 2luf her abendlichen 5cicr am Bismarckinrm mahnte Lic. 6 i e b ol h, Hamburg, im Scheine heö lohenden Feuers unb her Fackeln an h:e Pflicht zur Treue, hie aus dem Erbe her QVttcr unb aus ben Opfern her Gefallenen erwüchse. Letzte Nachrichten. Vulkan-Katastrophe in Jliefrcrlonbifcn Zn-ien. Balaoia, 9. August. (WIP. Zunkfpruch.) Infolge des Ausdruck-cs de» Vulkans Rvkatinda auf brr Insel Paloeroer (Niederländisch-Indien) am 4. unb 5. August rourben f e chs Dörfer der 3 n f e l b u r d) Branb ; erstSrI, etwa taufend Personen lebenbig verbrannt unb fed)r- hunbcrl durch herabfallcnbe Steine oerletzl Durch bas Lrbbcben, bas ben Ausbruch be» Vulkans begleitete. finb bic Küsten ber 3nfel über- schwemmt roorben, wobei arbcrc Opfer zu beklagen finb. Die übriggcbliebcnc Bevölkerung, elwa fünftausend Seelen, zeigt sich ruhig. Ulan fürchtet, daß neun Llngebvrcnenfchifse ralt Ihrer TNannfchaft unfergegangen finb. Der Resident von Timor ist unferroege nach bem Schauplatz ber Katastrophe. Lundborg über die Rettung Mobiles. Berlin. 9. Aug. (WTB. Funkfpruch.) Der schwedische Flieger Lund borg hat sich in eener Unterredung mit einem Vertreter der Berliner Tageszeitung „Neue Zeil" ausführlich über die Rettung Nobile« geäußert. „Immer," so sagte Lunhborg u. a.. „hat Nobile auf mich den besten Eindruck gemacht. 3hm die Schuld an hem Mißlingen der Polarfahrt beizumessen. Kalte ich für vollkommen ungerecht. Daß Nobile über nicht genügenhe Polarersah- rungen verfügt, kann seine sonstigen Führer- Qualitäten niemals schmälern. 3ch beabs.ch.igte den am schwersten betroffenen Ceccioni zuerst aus- zunehmen. Die Verletzungen waren jedoch schwerer Natur, daß ich notgedrungen von meinem Vorhaben ablossen mußte. Vielmehr redete ich auf hen General ein. mich als ersten zu begleiten, toomit ich aber bei ihm auf heftigsten Wider st a n d stieß. Meine Absicht fand bei den übrigen Mitgliedern der Gruppe größte Unterstützung Erst als ich drohle, ohne Mami wieder aufzustcigen. gab her General dem unaufhörlichen Drängen seiner Kamercten nach Daß ich mit diesem Vorgehen das Richtige getroffen habe, Hot bie Zukunft gelehrt Möge dies« wahrheitsgetreue Schilderung ber Dinge um Robile," fo schloß Cunbborg. „bazu bei tragen, auch in Deutschland bas durchaus verdiente Ansehen be« tapferen General« wiederherzustellen." t^elb 130 84 165.5 164.75 164 1 1)19.5 ,197.75 - 155.75 I 138.75 106 143.5 IM.76 183.6 Lau knoten. u IM 469.5 14t.S 1*9 J. 5 155.4 136.75 143.25 121 252 141.5 I 2D0 io 0 , 6 A n , •' 11 236.5 «4.4 12* 254 164.75 196 56 108.5 . 10 . 10 . 10 . 19 . 11 . 12 . 10 . 10 . . 9 ■Vertin, x >ramcü'chc Noten . . . «olland.sche Noten . . . Italienische Noten . . . 20 71.25 Ul 20.25 83.9 112 120 IM 267 166 159.5 , 167.5 183.75 267 166.25 IbU 166.75 202 142 29t Ludw.yoec* . . . SRaL automcMl . . Crtnftetn 4 Ropvel Leon ha» 2iet . . Bamag-Meaum - • grants. Maschme» . äUtxnet..... HeollleLktaedl . « 3—.jöaa4..... diroerft. . • • • 51 .......... NetariiUwer . . . $ citri Unwn . . « Gebt. Kot btt . . . örtgi ck Hoestn« . 6063- Zucket . . . 131.25 57.9 108 183.5 «7.5 IM.75 15V.v 166.75 202 Mfl. Teut|d)e Ci|ea"zihn . gtbura-Ämertka ’öaltt . tb.-eibem. SamDfldj. fa TampfldilH . . ddcutsch« Slot)« . - . 811(1. TrutfAe (irtbUmriL . Bann« Bankverein . . . Berlin« Hanbett-esellsch. . Sommeri- unb Bnosr-Bant Darm ft. u. Naktonalbanl . Teutfdx Sank .... Drskonto-Setelllckialt InL. Treibner Boni..... Ktiittrbeutfdje Cxtbttfcod . ................... «eichöbanl....... Norwegische Noten..... Ctfttrr .5100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... fcd).c,u.T Noten....... kvanischc Noten....... rtchcchn'lowaklsche Noten . ■ Ungarifdic Noten Dcvtfcnrnarkl Der/ftr— L e 1 r g r o p htscki« Auszq h l u n g Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die binter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — ReichSbankdiskonl 7 Prozent, Lombardzinsfuh S Prozent. (Vrauhfurt a. M Berlin Schluß- Rurs l-Ubr- Rurs Sch.uh Rurs ilnfang Rurs Datum: 8.8. 9.8. | 8.8. \ 9.8. Hgilipp Hi^mann . . . • . . 7 115 — 145 :i5.5 Mbdbtrfl« Ct ment . . lement ÄadUabt . . . . . 10 137 137 — — . . 8 r.o — — — Bai)b 4 yttiiofl .... • . 10 — 145 — * Gdmltht« Patzcnhot« . • . 15 — - 341 - Cftmtik....... e . 12 — — 30-4.75 • Bcr. ^uuiHftoll .... . 18 — • 597 591 Bcmb«»....... ■ . 1* — 519 52) ZkUftoff Sälhbo! . . . Brllftolf Äldjaffenhn^ . ilbarlotlmbutfl« Sofia • . 12 . 12 218^5 293 194.25 2IS.5 126.5 292 125.4 ?eHau« flkl..... . . « ■ — in?.; 196.25 Tdrnl« Motoren . . . e . . 0 IU3.5 108.4 ms.- 107.5 D.-mog..... • • . . o — — 54.25 53,25 3b:crw«ft S:eoa . . • • . . 5 128 1'8 126,75 128 Frankfurt a.50l. Bulin Schlub- Rurs 1-Uhr- Rurs Schluh- Rurs Anfang Rurs Tamm: | 8. 8. 9 & 8.8. 9.8. oi.cr.s............8 177.7! — 178.25 177.5 Bergmann...... 0 201 201.5 201.75 200 175.75 Cleftx. Siefcrungen..... 1° — 175 177 Licht unb Ärafi ...... 10 214 219 220 218.25 Reiten & chuUlcaume..... 6 138.75 139 138 75 13« chel. t. tiettr. Untern.. ... 10 265 267 2b6 266 Öantb. (Hein. SBcrft . • • • 10 — — 157.5 - dibetn. ölettr.........9 — - • Echlei. Cieltr........io *■ 243.9 242.5 Sdjudcrt...... 6 2lVi 205 .'04.25 204.5 GtemcnJ 6 ..... 12 373 376 373.75 373 75 Irantrabto . ........ 8 — — 150 149 —— _ Badem.'...... 6 #5 * «4.65 84,5 TcatzLe trb.'l ...... 6 139 — 110.25 139,b Sflener Lkt.ntahls......8 — — 123 —■ S.'IIenftichen« ... t- 5» I 4 126.26 125.75 125.5 124.25 beaxn« ......... 6 toejä Wen. ........ « 152 d 151.5 119.25 — — 134 133.75 älk vergdou ........ 8 Rlpinerweife .....? 257 1.4 — 257 1'4.25 — »cln-Xeuefien. ....... 9 — 129.9 130.73 IVajtneSmann . ....... 8 — — 136.75 135 DtaiMelber....... . 7 Lbnto'n.Orienh. Beb ad . . . 6 111 * Hl — — — 105 — Cbttlcblr«. RoMioe:!; ... 6 • — 116.13 116.13 Ddüntx Bugbau . . • . 55i «tetniid:? idrauntoblte ... 10 93.25 !«3 24 93.: 274 — 279 276 «btüiftall I. % 3* 4H Shebed Biontan......7,2 144 — 141.5 140 5 — Bereinigt, Still.......6 47.5 — 98 97.25 Ciart SMirts . .... 1 sh — — 47.4 47.4 SaU S'cheU.eden ..... 10 252 — 253.Z5 252 IS Ralt BtOtrtge.: ..... 10 25.* — <59 359 ÄoltBerf SaUbethoA ... 15 465 — 448 446.5 3 ch. itart-!-• IU7 107.75 107 ItrtangeftifiAaft......U 195 194 * Frankfurt a. Ul. Sulin Schluh»! Rurs 1-Uhr- Rurs Schluß Rurs ’21n|ang Rurs Talmu 8 8. ' 9. 8. 8 8. ! 9-*- 6% ii «ctchsaiücihe o. 1927 . 87.lv - 87.5 — tu Unl.-Ablbi.-Lchulv mll Öut- lof.-Vtechten......... 50,9 51 61 61 Teig!, ohne Su4tif.-Rechte . . . 17.3 17.4 17.3 T% "i}tanfl. Hyp Bt. choldpl. nn- tünbbar btt 193.'..... 90,75 _ _ 4K% «hetnilche Hvp.-Bant 2lqu.. Wclbrl........... 75.5 _ R.S ch. abg. BorfriegfrCNlgation . rückzadld« 10M - - *% Schwel». Bunbcto.-anL. . . — — — < \, Oefterrclditld’f chvldrtt.. . . — —» — 4.20% Ceüen. Subeme. . . . — — — < Cefterdd). emheitl. We. . . — — — 4% llnganlcht dlolbae...... 4% Uugni!che Llaattr. v. 1910 4%% beifll. Den 1913..... .'6,25 — 26.25 26.5 — — — 23.5 26.13 — 26.4 4% Ungarische thonennr..... 4% Dirk. HoUanletlje v. 1911 . . 4% Ittrfutfre Bogdaddaün-rinl., «Serie 1 ...... • * — 2.05 — 10,58 10.7 10.7 11 - 4% be5g!. «Serie II....... 10.5 ' — — 10,5 4% Sumlntn trnptrt. 9br. . . . 10 — —- 4 Vj% Sumänen choldanl. von 1913 22.85 — 22.76 - lö.XU 16.4..I 167,rJ 16*.51 21.9*5 22.065 111.681 112.04 5'1,0. 59. 14 .'.535 2.555 111.93 112.37 80.64 “o.'-.r. 70.11 70,39 12.39» 12.446 72.85 73,13 fr an Mir a. UL 8. ÄUOH't 9 Angnft Swtliche «^lv Äottmma Bnt» smtuche Nonerung «*«elD 8bnfUlNo4t Butn-Ltre» Best. Antw ttbrtfttanifl ° ttn dapen M,4'«« i.fbö 58.27 111.82 111.85 U2.lv 16«,fe l.77o $8.39 113.04 114,07 112.38 168,13 1.766 u8.Z9 111.80 111.91 112.19 169,47 1.770 38.41 112.11 112,43 112.44 HeU ngkorl- 10.$42 l0,5i2 10,501 10.563 21.925 41.96» 41.925 ZI. .»5 Srnöon- . • 20.244 4O.i>4 40,149 JU. .'89 '.tcunort . . 1.190 »,1'J» 1.191$ t.r.'jj -pcn4.... 16,375 16,415 16.38 16,42 C-troett - - <0.65 «>.81 »0.69 80.85 evautea - 70 24 70 37 70,05 70. IV OaDon . .. *t io be 9ar 1.897 .'4985 1.901 V.50U.. 1,8.* 5.49t 5 1,900 O.bCÜ Vren in T - CeO- cboeft -9.115 »9.235 59.125 W.245 Prag .... ikljrab . . 13.419 12,4.<> U.423 U, 443 7.3bJ 7,379 7.367 7.381 «avaveft - . 73,04 73,1» 73.0« 73,ZU 8,930 PTikantn 4.024 3.030 -.044 : «raLon 19.18 19.2: 19,18 19.23 Xcndfl. . . »1.30 »1.46 2,16; 5,425 81.35 2,156 5,43$ 81,41 Z, IM) 5,445 ÜTtKU. . . -.415 laiatw . . 4.153 4,191 4,le6 4,194 Lira i tut) . 4,251 4,289 4.291 4.299 laue 30 365 20.90$ 20.87 eo.ei Serlrn. 8. Sufla i 1 4elt Sr»' Ämmtoiriax ..... 1 «.IC* 4.1»« Pelflriöe Noten . ....... 58.25 58.43 Danrickx ........ 111.61 111.05 cnsUftJte Ssta ....... 1 40.315 40 395 x-' 51, rW 1 po Oc Elger Be neuen kmizlei mit ei Vorst? lands wort i gen üi tat N Die Sual Heu, e un StcW vi»W> 41b. b kMß-'sch« rrcrrung afen D 5-ftarisch Daeini^ sichen 1 ^unüch! vciwüh Organ: bieieni( scheu C mental« einer n bunften W\ Torschlä sSdenml Stellt ju Bärbel t 'oriian DÄmh Rechtttt Die । nächst ( das & D2Z Dr. wasse ftigfeit, । Selich der Sink di« der । ichen Ge düraer die Tlög überschätz «sehen löt durch ch EiichriiS! wisse 3 3eitm und die für lüd( geringe: ganze 7 ober ui ^ölni nienigx iinien e bet Toi lamtverr ^r'önlichx Di 'cmlich- < U mal Minen l ®>6en s Wiebe i Mn de,M wet fe.* Sih Ä