Nr. 7 Erstes Blatt 178. Jahrgang Montag, 9. Januar 1928 endetet täghd),aafef! Sowntaq* enb Beilegt!: »kBtnrr J«müunblätter Heimat tm Bild Vie Scholl«. Keeeti«Bf}igstrd$: 2 Reichs »ark und 20 Reich»pse,»ig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen anjdnerJlummmi mfolge höherer Gewalt. Fernsprechanlchlüsse: 61, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Iwjeiger Oletze«. potscheckkonto: granfturi am Main 11686. Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verla-: Vnihl'sche U»tverst1ül5-V»ch' und Stehiöniderei R. fange in Kietzen. SchriftleitANg und Geschäftzftelle: 5chnl»ratze 7. Init« pm Injeiqcn für bw Tages neem«r bis jem NachnnNag vorher. Preis fir 1 mm höhe ttr Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfenmg; für Rs- klomean eigen von 70 n.m Breite 35 Beichspfennig. Platzvorschrift 2V*, mehr. (Lbtfrtbaktrur Dr. Frredr Dilh. Lange. Verantwortlich für Doluik Dr. Fr DUH Lange, für Feuilleton Dr H Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den '.In- leigenteil flurt tzillmann. sämtlich in Gießen. Ein Bund zur Erneuerung des Reiches. Ein überparteilicher Zusammenschluß von Persönlichkeiten aller Berufsstände zur Ingangsetzung der Reichsresorm. Unter 6er persönlichen und geistigen Führung des shemaligen Reichskanzlers Dr. L u l he r hat sich ein neuer Bund gebildet, dessen Ziel durch den Namen gegeben ist: „Bund zur (Erneuerung de» Reichs". Unter dem Aufruf, mit den, sich die neue Gründung in der Defsentlichkeit einführt, stehen 200 Namen angesehener Manner aus allen Streifen und Schichten untere» Volkes mit Ausnahme von ganz rechtsradikalen (Elementen. Politisch gesehen, haben sich Sozialdemokraten vereinzelt daran beteiligt, ivahrend Führer der Gewerkschaften im Gegensatz zu anderen wirtschaftlichen Organisationen den Beitritt abgelehnt haben. Absichtlich hat der Leiter de» neuen Bunde», Dr. Luther, sowohl in dem Ausruf, wie in seiner kurzen Ansprache bei der Gründungsoersommlung es vermied e n , ganz b e ft i m m t e politische Ziele zu umreihen. (Er und der Bund begnügen sich oorläu- Hg mit der Ausstellung de» allgemeinen Ziel», Den Bestrebunen zur inneren Festigung des Reiches nad) den Stürmen des Ärieaes, des Zusammenbruch» und der Inflation einen festen Hall zu verleihen. Denn man au» dem weiter unten im Wortlaut wiedergegebenen Ausrus bestimmte Zwecke herauslesen will, so können e» nur die sein, daß Dr. Luther und seine Mitstreiter in überlegter, besonnener, nicht überstürzter Arbeit den Weg zu einem deutschen (Einheitsstaat bahnen wollen, in dem die (Eigenart der deutschen Stämme voll gewahrt und zu fruchtbringender (Bcltung gebracht werden kann. Unseres Erachtens kann diese Arbeit nur so geleistet werden, daß je nach Bedürf, ni» onsoorncnd und hemmend auf die großen politischen Parteien bei Erreichung des gesteckten Ziels eingewirkt wird. In den weitesten Streifen unseres Volkes (ft wohl heute die Erkenntnis verbreitet, daß wir der Bildung eine» Einheitsstaates entgegengehen. Hierzu sind schon so starke Ansänge vorhan- den, daß es ein vergebliches Bemühen wäre, das Rad der Zeil rückwärts drehen und den Bismarck- schen Föderalismus in unverfälschter Reinheit weher Herstellen zu wollen Man mag bas bedauern. Der Politiker, der mit offenen Augen durch die Welt geht, muß sich an Tatsachen halten und mit icgebenen Verhältnissen rechnen. Die Aufgabe un- erer heutigen Generation muß es sein, aus der chönen und stolzen Vergangenheit das in die Zu- funft hinüberzuretten, was nützlich und brauch- bar ist. Ballast aus sentimentalen Gründen mit- schleppen zu wollen, wäre verfehlt. (Eine (Erneuerung des Reiches im Sinne einer Ber inner» Eichung der politischen Ideen und Hiele in unserem Volke. Kampf gegen Oberiläch. lichtest und Hana zu Aeuherllchkcitcn tut uns bitter not. Zusammensassen oller nationalen Kräfte mit dem Blick auf das Ganze — das ist in der Tat ein Ziel, aufs innigste zu wünschen. Schon die nächste Zeit wird zeigen, ob der Bund der Erneuerung des Reichs die Hoffnung. die seine Gründer in ihn sehen, erfüllen und tapfere Arbeit zu leisten imstande sein wird oder ob wir nur zu den vielen anderen einen Bund mehr haben. Ansätze in dieser Richtung sind schon mehrfach unternommen worden, aber stet- auch bald im Sumps dcS ParteihaderS steckengeblieben. Vielleicht darf man e- als einen Vorzug betrachten, daß der neue Bund nicht mit tönenden Phrasen ins Leben tritt und sich als Retter des Vaterlandes geberdet, sondern stille Arbeit tun wiU. Leicht ist die gestellte Aufgabe bei der Zerfahrenheit unserer politischen 'Verhältnisse sicherlich nicht. Coviele verschiedenartige Stopfe unter einen Hut zu bringen, bedarf einer außerordentlich geschickten tüchtigen Führung. Der ehemalige Reichskanzler Dr. Luther, von dem wir erst in der letzten Rümmer unsere- Blattes einen ebenso klugen, wie warmherzigen und glücklich formulierten Aufsatz veröffentlichen konnten, bat sich in seiner in der beschichte der Rachkriegs- zeit einzigartig erfolgreichen Wirksamkeit an der Spitze der Reichsverwaltung als geschickter Taktiker. als ein Mann der Synthesen erwiesen, aber auch als ein Mann von Ideen und außerordentlicher WiUenskraft. sie durchzusetzen. Wir wollen ihm und und hoffen, daß ihm auch die Lösung der neuen gewaltigen Ausgabe glücken möge, die er nun übernommen hat. Der Zeitpunkt ist durch die im Anschluß an das Dilbert- memorandum entstandene osfentliche Erörterung deS Problems und durch die in den nächsten Tagen» in Berlin zusammcntretende Äonfcren) der Länder, die sich ebenfalls mit der Versa'- sungs- und VerwaltungSresorm beschäftigen soll, der denkbar günstigste. Das Programm des neuen Bundes. Berlin. 7. 3an. (WB.) 3n der Berliner Industrie- und Handelskammer sind heute vormittag etwa 100 führende Persönlichs ten aus Politik und Wirtschaft von allen Teilen des Reiches zur Konstituierung eines Bundes zup Erneuerung des Reiches zusammen getreten. Der Bund erließ folgenden Aufruf. Im harten Ringen müht sich das deutsche Volk um den Aufstieg auS der Tiefe feines Sturzes, schwer drücken die Lasten deS unglücklichen Krieges und des Versailler Diktats. Rur äußerste Kraftanspannung gewinnt der Ration ihre Stellung im Kreise der Voller zurück. Aber es fehlt an dem unerläßlichen Fundament für jeden Ausstieg: an der inneren Einigkeit. Die Oesfentlichkeit widerhallt vom Streit der Länder mit dem Reich über Fragen der Verwaltung und Staatsmacht. Kä mp se um die Zuständigkeit verzehren ein Llebermaß von Arbeitskraft. Aus geschichtlichem Werden erwuchsen Ausgaben des Reiches, für die m Sturmjahren eine verfassungsmäßige Formung nicht gelingen tonnte. An dieser Storung gesunden Wachstums krankt unser« Zeit. Der heiße Wille, endlich die volle Einheit des Reiches zu schassen, begegnet besorgter Abwehr, die gesunde Eigenart vor vermeintlicher Zerstörung schützen will. Diesen Streit gilt e S z u enden! AlS Ergebnis der ofsenilichen Erörterung steht heute fest, daß wirkliche Beilegung des Kampfes nur in umfassender Lösung zu finden ist. Die Last der Ausgaben droht, gebrechliche Teile des Reichs- gebäudes zu erdrücken. Durch eine klare Abgrenzung der strittigen Belange und durch organische Gliederung der Verwaltung ist daher eine (Erneuerung des Reiches herbeizufuhren, die heute als geschichtliche Forderung vor uns steht. In der Stunde der Gesahr kann es keine andere Losung geben als Stärkung de» Reiches. Dem Reich muß in allen für die volksgesamtheit wichtigen Fragen die Entscheidung zustehen. Reben der Führung in der Außenpolitik, der pflege des Rechts und dem Oberbefehl über die Wehrmacht gebührt ihm die Finanz- Hoheit und die Regelung aller Fragen, die für die deutsche Iv i r t s ch a s t s b i l a n z von Bedeutung sind. (Ein solches Reich muh die Staatskraft, die einst das alte Reich gebaut hat. entschlossen in den Dienst des Ganzen stellen. In einem Reich, das die Vormachtstellung für sich allein in Anspruch nimmt, kann auch bodenständige (Eigenart zum Segen Deutschlands sich neu bewähren. Dieser Festigung der Reichsgewalt muß eine hohe Selb st Verantwortlichkeit entsprechen, mit der die Glieder des Reiches die ihnen zufallenden Aufgaben erledigen. So erschließt sich dem einzelnen Staatsbürger wieder mehr al» bisher die Möglich- keil, seine Kräfte und Fähigkeiten an der Lösung öffentlicher Aufgaben auch außerhalb der Reichshauptstadt fruchtbar eimufeßen. Daneben wird die Erhaltung und bewußte Pflege der Stätten alter deutscher Kultur verhindern, daß ein Uebermaß von Zentralisation tu einer Verödung der übrigen Gebiete des Reiches fuhrt. Tritt so an Stelle von Kampf und Reibungen Klarheit und Einigkeit, bann werden für deutsche Gesamtausgaben politische Kräfte frei, die heute im Innern gebunden sind und aufgezehrt werden. Die auf dieser Grundlage durchführbare Der- e i n f a d) u n g der gesamten Verwaltung ermöglicht wesentliche Ersparnisic in den Ausgaben der öffentlichen Hand und damit eine Senkung der unerträglichen Steuern. Aber ihr wirtschaftlicher (Erfolg wirkt sich weit stärker noch In der Verringerung überflüssiger Arbeit au», die heute auf der gefamten Wirtschaft tastet. Es bedarf umfassender Vorarbeiten, um einen sicheren Weg zur Beseitigung der anerkannten Mißstände zu finden. Aber Sile tut n otl Es ist des deutschen Volkes nicht würdig, zu warten und die Hande in den Schoß zu legen, bis eines TageS die Vormundschaft fei(Eine neue Explosionskaiastrophe in Berlin. Explosion in einem chemischen £oboraforium in Dahlem. — Drei Tote, acht Schwerverletzte. Berlin, 8. Jan. (2DTB.) Während ganz Berlin noch unter dem tiefen Eindruck ber schrecklichen Cx- plosionskalastrophc in der Landsberger Allee stehl, hat sich bereits ein neues Unglück ereignet das nur deshalb nicht baefelbe Ausmaß angenommen Hal, weil es sich um ein Dlllengrunbffürf handelt, in dem nur wenige Personen wohn- ten. Die Unglücksstelle befindet sich aus dem Grundstück Park st raße 40—42 in Dahlem, das den beiden Chemikern, Dr. Weingärtner und S t a m m e r gehört, die sich mit ber f) e r ft e H u n g von Leben»elexleren, Magnesium,ackeln unb ähnlichen chemischen Präparaten befaßten, heute vormittag besanb sich der Chemiker Max Stammer in dem in den Kellerräumen des Seitenflügels der Villa befindlichen Caboratorium, um dort versuche zu machen. Plötzlich gegen 9.30 Uhr erfolgte eine furchtbare Explosion, durch welche das Seitengebäude sowie die sich anschließende Garage vollständig zerstört wurden. Auch der Garten, der mit hohen Tannen bestanden ist, bielel ein Bild der Verwüstung. Ueberall liegen Steine und sonstige Irüm- mermafjen umher. Deiche Gewalt die Explosion gehabt habt, ersieht man auch daraus, daß Betten und Möbelstücke in bie hohe geschleudert und um den Wipfeln der hohen Tannen Helgen geblieben sind. Die auf den Alarm herbeigeeilte Feuerwehr und Polizei konnten zunächst die fast oollifänbig jer- riffenc Leiche S I a m m e r s bergen, sowie die Leiche de» Hausmädchens Martha Schönseide r. Ferner sind in schwer verletzten Z u st a n d e geborgen worben der 62jährige Portier des Hauses Max De ter, der schwere Kopfverletzungen davon- getragen hat, seine drei Töchter, sowie das riausmädchen Anni Bagenda. der Hausdiener Walter Meinet, die Köchin Frieda Mu schert. Während der Aufräumungsarbeiten stieß man auf die Ehefrau des portier» (Emilie D c t e r . deren Unterkörper vollständig eingeklemmt war. Sie konnte gegen 1 Uhr befreit werden und wurde wie die übrigen verletzten nach dem Krankenhaus transportiert. Lin Untermieter der Villa, Dr. pbil. Blanke, besten Zimmer sich in dem vollständig zerstörten Seitengebäude betand. hat fein Leben nur dem glücklichen Zufall ^u verdanken, daß ihn gestern abend in Berlin geschäftliche Besprechungen solange aushietten. daß er es oortocr, nachts in Berlin zu bleiben. Auch der Mitbesitzer des Hauses, Dr. Weingärtner, ist unversehrt daoongekommen. Sehr fchn irig gestaltete sich die Bergung der 62jähriaen portierssrau DeIe r , bie im Souterrain des zusammengebrochenen Flügels im Bett lag. Während der Oberkörper durch einige Balken, bie sich im Sturze schräg gegen bie Wanb gelegt hatten. geschützt worden war, waren die Beine völlig unter den Trümmern begraben. (Em Sanitätsgehilfe wurde in die Höhlung hinabgelasten und versah sie mit Morphium und Stärkungsmitteln. Trotz fieberhafter Arbeit dauerte es mehr als anderthalb Stunden, bis die alte Frau, die schwer verletzt ist, vorsichtig befreit werden konnte. Die Ursache des itngtücks. Verbotener FabrikationSbetrieb von Explosivstoffen? Lieber die Ursache der ExploswnSkatastrophe gehen die Meinungen vorläuftg auseinander. Die Kriminalpolizei, die gleich nach der Feuerwehr^ erschien, hat eine Kommission von Sachverständigen herbeigerusen die sch auS Prozessor Lenz vom Eheinisch-technischen Reichs- inftilut und Professor Gernegroß von der Technischen Hochsiauie und ihren Assistenten zu- sammensetzl. Mil weichen Stossen Dr. Stam- mer sein Experiment vorgenommen hat, dem die Explosion folgte, laßt sich natürlich nicht mehr sestslellen. Die Explosion hätte noch wesi schrecklichere Folgen haben können, da noch weitere Raume ter Villa als Versuchs- und Vorratsräume für die chemischen Exverimeme eingerichtet worden waren. Das durch bie Expiolion entstandene Feuer hat jedoch zum Gmck nicht auf diese Raume überg. gri.sen. U. a. ist das Laboratorium in der Villa selbst, wo zahlreiche Fla- 'chen und Dehalier mit Chemikalien aller Art in Regalen und Schränken ausgestellt waren, intakt geblieben. Die beiden Inhaber der Chemischen Werke Weingärtner & Co. die haupt- sachsich kosmetische Mittel Herstellen und auch Fabrikationsräume in Reukölln besitzen, beschäs- t:glen sich u._a. mit der Erprobung ncuari.get Knallsignale für die Eisenbahn. Ohne Wissen der Polizei bewahrten sie größere Mengen hochexplosiver Stoffe m den Laboratorien und in der Vorratskammer auf. Hier lagerten außerdem zwei gefüllte Fliegerbomben. die j.tod) ohne Zünder waren. Die Firma Weingärtner & Co. hatte für das mit einem großen Garten umgebene Villen- antocsen nicht um eine gewerbliche Konzession. sondern nur um die Erlaubnis zum Betrieb eines Laboratoriums nachgesucht. Aus der sehr großen Anzahl noch un- erplodierler Sprengkapseln und auS der Tatsache, daß sich auch in den Räumen, in denen die Explosion geschah, zahlreiche Chemikalien aller Art befunden haben, schließt man. daß in den explodierten Raumen ohne eine für ein solches Villengrundstück sicher auch nicht genehmigte Erlaubnis, eine Art Fabrikationsbetrieb stallgefunden hat. Wie die städtische Baupolizei mitteih, welchen bei Laboratorien, die Feuerwerkskörper oder Explosivstoffe Herstellen oder verarbeiten, besondere baupolizeiliche Anforderungen gestellt. Z.D. müssen sie eine gewisse Entfernung von den ßlrahen und Aachbargren- zen haben, außerdem auch von bewohnbaren Räumen. Schließlich weichen in Dillengebieten in Dahlem Anlagen solcher Art überhaupt nicht zugelaffen. ner Gläubiger an die Tür pocht Darum rasen wir den Regierungen des Reiches und der Länder zu: Ans Wer kl Laßt kraftvoll weiterwirken, was Ihr begonnen, habt! Fort mit dem Streit über EinzelsragenI Stellt die Einheit des Reiches voran! Sucht die neue Form für daS alteReich, gebt dem Volk Hoffnung für fein schweres Ringen! Wegbereiter dieses Ziels zu sein, ist die Ausgabe aller Männer und Frauen, bie für sich die Pflicht der Mitarbeit am Staate bejahen Unter ihnen soll sich ein Bund schließen zur Erneuerung des Reiches. Ueberall im deutschen Volk muß ber Wilke auftlammen zur M c b c r to i n b u n g von Streit und Biel- regiererei. Da» dritte Rech gilt cs zu zimmern, das die ganze Ration in gesunder Glle- derung zusammenschiießt nach dein Worte des Freiherrn vom Stein: „Ich habe nur ein Vaterland, das heißt Deutschland N Oie Unterzeichner des Ausrufs gehören allen politischen Parteien und allen Lerussfchichten an. Von den mehr als zweihundert Namen nennen wir nur folgende aus den Kreisen her 3 n b u ft r i c . de » Handels unb derBanken: Ack-eli», Bremen; Bergmann, Berlin; Krupp von Bohlen und Halbach, Essen; Rob. Bosch. Stuttgart; W. Braun, Frankfurt o. M.; Busch. Bautzen; Dito Clemm, Mannheim Wolbhos; Colomann, Friedrichshafen; Chr. Diesel, Augsburg; Frowein, Elberfeld; Jakob Goldschmidt, Berlin; Louis Hagen, Köln; Heinccken, Bremen; Hillaer, Spiegelberg; Grün seid, Berlin; Keinath, Berlin; F. o. Mendelssohn, Berlin; O'Swalb Hamburg; Plate, Hannover; Pschorr, München; Reusch, Oberläufen, Weher, Berlin; Röchling, Völklingen; Scholz. Mainz; C. F. von Siemens, Berlin; E. von Sirnson, Berlin; F.Springorum», Dortmund; 3. K. «tim- mina, Bremen; F. Thyssen, Hamborn . Q. Urbig, Berlin; A. Bögler, Doisrund; Mar Warburg, Hamburg; Oskar Wassermann. Berlin; Ph. Wieland, Ulm; S. E. Wftchoest, Hamdura. Aus der Landwirtschaft: von Batockl, Blebau; Graf Behr, Behrenhoff; von Berg Mar- kienen; C. G. Gras o. Bcrnstorft, Iunkerwehninaen; Frhr. v. Gantz Königsberg; Hepo, Seelbach; Gras von Kalckreuih- Neusiegeräiors; ftrhr. o. Kerkering zur Borg; F. von Popen, Haus Merfeld; Rabbethge, Klein-Wanzleben; Frhr. Proetoriu» von Richthofen, Boouslawitz; Frhr. o. Schorlerner-Lieser, Trier. Aus Wissenschaft unbBrejfe : Brandt, Göttingen; Delbrück, Berlin; Max Fischer, Jena; Haller, Tübingen; von Harnock. Berlin; Herlner, Eharlottenburg; W. Iänecke, Hannover; Krumbhaar, Licgnitz; Neven Dumont, Köln; R. Schmidt, Leipzig; A. Weber, Heidelberg; I. F. Wolfs. Dresden. Aus der Äommunaloerroaltung : Adenauer, Köln; Beiruß, Magdeburg; Böß, Berlin; Bracht, Esten; Dominikus, Berlin; Eschenburg, Lübeck; Horion, Düsseldorf; Jarres, Duisburg; Land- mann, Frankfurt a. M., Lohme yer, Königsberg; Most, Duisburg; Petersen, Hamburg; Traum, Han- nooer. Von ehemaligen MInistern, Staatssekretären u. a.: Albert, Berlin; Noske, Hannover; Gras von Roedern, Hamburg; I. Busch, Berlin; W. Cuno, Hamburg; W. Groener, Berlin; Hamm, Berlin; Kröhne, Berlin; Luther, Berlin; A. Müller, Berlin; Schnee, Berlin; Hirsch, Berlin. Oie Gründungsversammlung Ter ehemalige Reichskanzler Luther erläutert die Ziele. In ber Dründungsversammlung des Bundes wurde der srühere Reichskanzler Dr. Hans Luther einftinunig zum Vorsitzenden gewählt Dr. Luch er faßte bie Au gäbe deS Bundes dahin zutamman. der Bund wolle der Verantwortung weder der RegierungSkräfte noch der politischen Pa-rteien irgendwie vorgreisen, sondern wolle sachliche Dorbereitungsarbeit leisten. Für alle Zweige der Wirttchast sei eine starke Entlastung notoenbig. um die Aussuhriätig- keit zu erhoben. Bei -der Landwirtschaft bedürfe « eines besonders bewußten Handeln-, um den deutschen Einfuhrbedarf herab- zusehen und gle:ch;ruig uns di? Rab- rungSmittelsreiheit zu verschaffen. Alle- dies sei rwtwendig. auch gerade im Interesse der Lebenshaltung und sozialen Betreuung der breiten Bevölkerungsschi ch t e n. Deshall» erstrebe der Bund bei seiner Arbeit ebenso w e die Beteiligung der Wcrtschaftsführer auch die Beteiligung der Arbeitnehmerschaft, die zum Teil durch die älnterschrsiten unter dem Aufruf schon gewährleistet sei. Die Gründung des Bunde- gehe von der Auffassung aus. daß es in der dringenden Rot des Vaterlandes besser ist. eine für möglichst alle Volksgenossen noch eben tragbare Lolung herbeizuführen, als durch den Kampf verschiedener Grundanschauungen das Volk auseinander zu reihen. Dr. Luther unterstrich besonders, wie wichtig es für die ruhige Entwicklung sei. daß die wohl unvermeidlich tief eingreifenden Entscheidungen nicht auf einem außerordentlichen Wege getroffen werden mühten. wie es einstmals bei der Währungsrettung durch die Ermäch- tigungsgefehe der Fall war Dr. Luther hatte, bevor er als Vorsitzender gÄvählt tourt* all feint persönliche Anschauung hftu- gugerügt: Derrn auch bas 3ul einer hinreichend starken Reichsgewalt in fe ner Welke beeintrd4:tflt werden dürfe, so komme es doch darauf an geschichtlich Geworbenes nlchl-u zerstören Vielmehr werbe nach aller Möglichkeit aus den bestehenden Grundlagen weiter aufaebaut werden müssen ®r sehe keinerlei Anlaß das Eigenleben der dem Deutschen Reiche e,i gegliedenen Länder in l^raae zu heilen, wo bat Bewußtsein solche > Eigenlebens vorhanden ist. und die Kraft es zu verwirklichen. Wohl aber sehe er die Äemaufgabe jeder Erneuerung des Reiches darin, bas anorganische und bte Staarskra't lahmlegende Rebeneinander der Zentralgewalten des Reiche- und Preußens durch eine andere Gestaltung zu Überwinden. Die von Dr Luther befarmtaegcbenc Absicht, in diesem Sinne die Bundesaroeit zu leiten, fand einhellige und lebhafte Zustimmung. Das Echo der Berliner presse. Berlin. 7. 3an. Die Gründung des Bundes xur Erneuerung des Reiches, unter dem Dorsitz des Reichskanzlers a. D Dr. Luther findet In der Presse eine abwartende, wenn auch nicht unsympathische Aufnahme. So heißt eS in der Deutschen Tageszeitung" dem Organ des Reichslanvbundes Wir zweifeln nicht an dem guten Willen aller ‘Beteiligten, für Staat und Volk das beste herauszuholen, und sind sicher, daß er in dieser Ziel'ehung auf die Zustimmung aller derer wird rechnen können, die in der Behebung offensichtlicher Mißstände und llnyulängltchkeiten in der organischen Entwicklung einer in der Stunde Der Rot geschaffenen und daher notwendig mit starken Mangeln behafteten Der- fassung eine dringliche Pflicht anerkennen. — 3n der konservativen .K r eu z zei t u n g". in der bas abwartende Moment besonder- deutlich in Erscheinung tritt, hecht es: Die deutschnationale Parteileitung dürfte im Lause deS Januar von sich aus zu dieser Reugründung Stellung nehmen. Sie wird au prüfen haben, inwieweit die Bestrebungen des Bundes mit ihrem Programm für Verfassung-- und DerwaltungLreform in Einklang zu bringen sind. — Die .D A Z" weist daraus hin, daß die Lifte der Unterzeichner Ra men aus allen Parteilagern enthält. von denen man voraussehen könne, daß sie über die Frage der Reichsrekorm sehr verschieden denken. Um so merkenswerter sei der in Deutschland u»i gewohnte Dor- gang. daß Leute her verschiedensten An schau- u n gen sich zusammensinden. um in praktischer Arbeit den Weg zu gemeinsamer Lbsuna einer lebenswichtigen Frage zu finden. — 3n Der volk-parteilich orientierten .Täal. Rundschau" wird au-gesübrt: Wie ein Blick auf die Unterschriften lehrt, gaben die Männer, die sich zu dem Ausruf bekennen, lediglich al- Persönlichkeiten unterzeichnet. Dadurch soll, wie in einer Konferenz des Bundes bargelcgt wurde, zum Ausdruck kommen, daß die Persönlichkeit allein In die Wagschale gelegt wird, nicht aber die Verbände, denen die betreffendem angehören oder bte Berufe, die fle vertreten. — Das Berliner ZentrumSorgan. die ..Germania". bedauert, daß die sehr allgemeinen Grundsätze des Bundes, die an sich nicht- Reue- darftellten. nicht näher konkretisiert worden seien, weil, wie Dr. Luther betonte, er .die Arbeit nicht von vornherein dadurch gefährden wolle, daß er sich selber zu konkret ausdrücke." — Auch die demokratische .Voss. Ztg." betont, bah für die konkrete Arbeit der Bund noch nicht gerüstet sei und faat: Um so mehr finden die Männer, die in ihm leitend tätig find, zu tun. Da- große Werk kann viele Hände brauchen. Wenn sie sich zweckvoll ein- ordnen, wird man sie gern erfassen. — Aehn- iich äußert sich das .B.T.": Wenn der Bund wirklich den deutschen ClnbcitSftaat anstrebt, so Mrblent er gewiß jede Unterstützung Sollte er aber etwa nur die Diskrepanz zwischen dem Reich und Dreußen zu Ungunsten Preußen- lösen wollen, dann müsse er unpolitischen Gründen scharf bekämpft werden. — Das christl. Gewerkichaftsblatt .Der Deut» I ch e" nennt den Bund eine in großen Linien an gerichtete Fassade, hinter der er da- Hau- zu bauen habe. Sachlicher Mitarbeit sollte man sich vorerst nicht versagen. — Am wenigstens gut kommt die Reugründung im .Vorwärts" ti eg. der in der Ueberlchrist sagt .Sine Ver- e.nsmeierei mehr" und auf die Wid.riprücbe hinweist, von denen die .wortreichen" Ausführungen des ehemaligen schwarz - weiß - roten Reichskanzlers strotzten. Die Lombardierung von Getreide. Berlin, 9 3an. (Eigene Drahtmeldung deS G A) Entgegen der bisbengen Gcp oienheit, den Landwirten durch Beleihung ihrer Getreidevorräte die nötigen Kreditmittel zu verschaffen ist in diesem Jahre über diese Frage seitens der Reichs bank, die dc v "ach dieser Rich ung hin die 3nitiative zu ergreifen hat. über Haupt noch nicht diskutiert worden. Ans diesem Grunde haben sich d e Länder, u a. PreuOcn. an die XeichSbank gewandt und um sofortige Ausnahme vnn Derhandlunaen ersucht, damit durch die Herstellung von chetreideioinbardkredilen die be- drohiiche Finanzlage in der deutschen Landwirt- scha't behoben werden kann. Die wir erfahren, ist bis jetzt noch kein Termin für diese Verhandlungen festgesetzt worden, doch sicht au erwarten. daß die Verhandlungen in Kürze aufgenommen werden, zumal eS sich ja auch nur um einen Teil von deutschen Gebieten handelt, in denen der Lombard von Getreide zur Zeit nicht möglich ist. da es. wie uns von feiten der Re.chsbank erklärt wird, anderrrfeit» Gebiete gibt. ,n denen ein. besonder- starke Rach,rage nach Getreide vorliegt, so daß 'ich hier kaum Schwierigkeiten für eine Lombardierung ergeben würden. Die Regienrng-bilbung in Danzig. Danzig, 7 3an (WB.) Die Verhandlungen zwilchen Sozialdemokraten. Zentrum und Liberalen haben au einer Einigung und Biidung einer Regrerungskoalit on geführt. Man Hof i. daß d e Wah. der Senatoren I in einer der nächsten Sitzungen des Volkstages ftatthnben kann, lieber die '$*rlonenf.ege ist bisher noch fein Beschluß gefaßt. Zwanzig Todesopfer der Lleberschwemmung in London. London, S. 3an. (WTB.) Das um Mitternacht Aum Samstag plötzlich ausgetretene Hochwasser Der Themse, das an verschiedenen Stellen m't großer Gewalt die Quaimauern durchbrach und sich in die anliegenden Straßen ergoß, bat wie bereits kurz gemeldet, mehrere Opfer gefordert. 3n den Kellerwohnungen in Den Straßen nahe des Mulles wurden zahlreiche Familien im Schlafe überrascht. Diele ^er'onen flüchteten, ohne sich an^ufleiben, auf Die Straße. Polizei und Feuerwehren beteil'gten sich in aufopfernder Weise an der Rettung vieler Men'ch.n vor dem sicheren Tode. 3n Vrovesnor Road sind vier Kinder einer Familie e r t ru n f en. ferner zwei Mädchen, die im Erdgeschoß eines Hau'eS m Pukney schliefen und zwei Mädchen in Hammer'mi'h. Am verhe rmß- ften wirkte die llcberfchwrmmung im Wcft- minsterbezirk und zwilchen der Laube!h- und Daurhallbrücke, wo die Zahl der Toten mindestens 17 beträgt. DaS Wasser drang ist eine elektrische Kraftanlage ein. wodurch der UiKrQrunDbafn» und Eisenbahnbetrieb stark in MitleiDenscha't gezogen wurde. DaS Wasser, das auch vor dem Parlamen'Sgebüude die Höhe von 30 Zentimeter erreicht Halle, trat nach einer Stunde zurück und hinterließ in den Straßen zahlreiche Trümmer der aus den Wohnungen weggelpülten Gegenstände. Besonderes Mitgefühl erregen die in den Erdgeschossen im Schlaf von der Flut überraschten Personen, die trotz der Bemühungen ihrer Angehörigen und der Polizei ertranken. Zahlreiche tapfere Ret- iungsversuche wurden unternommen. 3n einem Falle tauchte ein Vater in die Flut, um eins Tur zu erreichen und so feine vier Töchter zu befreien. Der Druck des Wasser- verhinderte ihn jedoch am Oeffnen der Tür. Alle vier Töchter ertranken. Die Zahl der Tode-- op fe r ist auf zwanzig gestiegen. Die Heber* schwemmungen werden al- die größten bezeichnet, bei. man sich erinnern kann. Auch die niedrigst gelegenen Telle von Ost-London haben gelitten, jedoch sind hier keine Todesopfer zu verzeichnen. Oie Rettungearbeften. Ten Behörden wird nngenugendc Vorsorge vorgeworfen. Alle Straßen in dem Gebiet, daS von der äLeoerschtoemmung bedroht ist, sind Samstag früh mit starken Lehm- und Erddämmen versehen worden. Die Bewohner wurden auf» gefordert, sich auf die Gefahr vorzubereiten. Während des ganzen Sonntags wurden die 2Uif- räumungsarbei ten un Heberichwemmung-gebiet fortgesetzt. Hilfsorganisationen haben der betroffenen Bevölkerung in Zusammenarbeit mit der Heilsarmee Obdach und warme Mahlzeiten verschafft. Den beteiligten Dehörd n werden die schwersten Dorwürfe gen ach: Sachverständiae sollen bereits vor einigen Tagen auf die drohenden Gefahren aufmerksam gemacht haben. Es Ist nicht unwahrscheinlich, daß nach dieser Katastrophe da- vor einigen 3ahren fallen gelassene K. d i e Themse auszubaagern und erwälle zu verstärken, nunmehr doch noch verwirklicht werden wird. Die durch die letzte lleberschwemmung angerichteten Schäden sind nicht viel geringer als die Ausführung des Projektes gekostet haben würde. 3n der Tategalerie sind zahlreiche wertvolle Zeichnung m und Aquarelle durch die lleberschwemmung vernichtet worden. Der anqcrichtete Schaden läßt sich tm Augenblick noch nicht annähernd überleben. Al- Folge der lleberschwemmung sind zahlreiche Gaszufuhr rohre zerstört worden, wodurch sich einige kleinere Explosionen ereignet haben. Man hofft aber, größere Störungen vermeiden zu können. Schwere Sturmschäden in Holland. Amsterdam, 8.3an. (TU.) Ein Südwestwind von ungeheurer Seschwmdiakeit hat am Freitag über Holland gewütet. 3m Hafen von Rotterdam und Amsterdam wurden o i e le Schiffe 1 o 9 g e r i f « f e n. Die Feuerwehr wurde andauernd wegen Hau- feri'chäden zur Hilfe gerufen. Der Sturm demolierte einen Teil der Elektrizitätswerke, wodurch die Pro- oinz Twente stundenlang ohne Strom blieb. Auch der Berfebr auf der elektrifizierten Strecke Rotterdam—Amsterdam erlitt durch Sturmschäden an der Leitung aroße Verzögerung. Zwischen 1 und 10,30 Uhr abends ist em einziger Zug des sonst viertelstündigen Verkehrs au» Amsterdam hn Haog angekommen. Auf der Schelde ist ein Kohlen- dampfer gesunken. Die sieben Mann starke Be- satzung konnte sich retten. Auch das mit Kohlen Oe- laden« Schiff „Poseidon" aus Antwerpen ist gc- strandet und gilt als verloren. Der Kapitän und die Bemannuna haben das Schiff verlassen. 3m Lek ist das Motorschiff „Willem M" mit 43 Tonnen Eisen gesunken. 3n verschiedenen Orten mußte der Fahrdienst eingestellt werden. — Schwere Sturmschäden werden weiter gemeldet cm'» Oberschlesien, Böhmen und Ungarn. Kunst und Wissenschaft. Minister Dr. Gallardo Ehrendoktor der Universität Bonn. Ter argentinische Minister deS Auswärtigen Tr. Gallardo. wurde von der llniversität Bonn feierlich zum Ehrendoktor promoviert. Rach einer Begrüßungsansprache deS Rektors. Geheimrat Meißner, würdigte der Dekan der Fakultät, Professor Konen. Die mannigfachen und freundschaftlichen Beziehunaen der llniversität Bonn zu Argentinien und die hervorragenden Verdienste Tr. Gallardo- um die argentinische Wissenschaft auf den verschiedensten Gebieten der Biologie, die zu dem Entschluß geführt hätten, ihm durch die Ernennung zum Ehrendoktor, die höchste Auszeichnung der deutschen Universitäten, zu ehren, llnvcrgesfen sei auch die Tatsache, daß in den dunkelsten SchicksalSiagen unseres Volkes die argentinische Ration und ihre Regierung die edle Haltung einer freundschaftlichen Unparteilichkeit eingenommen haben. Der Große Slaaispreis der Akademie der Künste. Der We; bewerb um die Großen Staatspreise der Aiademie der Künste für Malerei und B.ld- bauerei ist heute entschieden worden. Der Große Staat-Preis für Malerei ist dem Maler Ernst Fritsch i Berlin) und der für Bildhauerei dem Bildhauer Dipl.-3ng. Kur: Radtke verliehen worden. Deutsche» Tonkunstlerfest in Schwerin. 3n Schwerin wird im Mai dieses 3ahce- da- 56. deutsche Tonkünftlerseft stattfinden. Mit den Vorbereitungen zu den umfangreichen Beran« ftaltungen, die von dem Allgemeinen deutschen Musikverein ausgchen. hak man in diesen Tagen begonnen. Da- Fest soll mit 80 Musikern und ungefähr 300 E horst immen durchgesührt werden. Die Leitung der Veranstaltungen liegt in den Händen des General- musikmeisters Professor Kähler. Eröffnung der 6. Jiilernotionakn Prioatrcchlskonferenz. 3m Frieden-palast im Haag wurde dce Sechste 3ntema(ionale Privat rechts ans r nz vom hollän- discheu Außenminister in Anwesenheit von Konferenzteilnehmern au- 22 Ländern eröffnet. Als offizielle Derireter der deutschen Regierung nriimen an den Arbeiten der Konferenz teil: Ministerialrat im Ae ch-iust zministerum, Geh. Reg,erungsrat Dr. Folkmar. llniveriitäts- pre'ellor Dr. R e u m e y e r - Tlünch n und Ge- sandtsch..flsrat Dr. Töpke. Zum Vorsitzenden der Tagung wurde der frühere Präsident des S ündigen Znternationa'.en Gericht.h.fcs und sichi^rA Mitglied des G.-richt-Hof es. Dr. Loder Aus aller Well. Schwere Caroincnueiäüe im Allgäu und Vorarlberg. Hindelang (Allgäu». 9 3an. (WTB Funk- spruch > Am Samstag unternahmen drei Herren und eine Dame eine Skitour nach bem Schattwald. Der Weg im Tal war schneefrei. Als die Partie an die Schneegrenze gelangt war. beabsichtigte He. die Skier unterzuschnallen. 3n dem'e.ben Augenblick ging eine Lawine nie- de r und bearub fämtliax Teilnehmer, nur em »err konnte sich retten. Die Dame und ein Herr tornicn alsbald ausgegraben werden. Der anSerr. her einzige Sohn eines Stuttgarter Hotelbesitzers wurde erst spater ausgegraben und gab noch leichte Lebenszeichen von iich Der Verletzte wurde ins H ndelanger Krankenhaus ge- beacht, wo er seinen Verletzungen erlegen ist Bei Bregenz ("Borar! Steg1 unternahmen drei Herren von der Ulmer Hütte e Sfinorrie i*> M.nuten von der Hütt« ent- tsent. wurden he von einer niedergehenden Lawine ersaßt. Einer blieb noch außerhalb der Lawine, der zweite konnte sofort gerettet werden, wahrend der dritte, ein 27jah- riger Mann, noch nicht gefunden werden konnte. Eine RettungSexpedition von 50 Mann ist von Stuben aus zur Hilfe abgegangen. Die Lawine ist acht Meter tief und einige hundert Meter breit. Wölfe auf einem polnischen Bauernhof. 3n der vergangenen Rächt hat in Drocdvwv im Wilna er Land ein Rudel Wölfe einen Bauernhof überfallen. Die Wölfe zerrissen zwei Hofhunde, mehrere Schase und Kälber. Erst als die Rachbarn zusammenliesen gelang es mit Hacken die Bestien zu vertreiben. Ein Zug in ein Stationsgebäude gefahren. Bei einem auS Amsterdam kommenden Personenzug versagte bei der Einfahrt in den Bahnhof deS bekannten RordseebadeS Zand- v o o r t plötzlich daS BremSsystem. Der Zug fuhr infolgedessen mit einer Ltundenzeschwindig- keit von 35 Kilometer gegen den Prell- b o d. Dieser wurde umgerifien und die Lokomotive kam erst in dem dahinterliegenden Stationsgebäude zum Stehen. Das Gebäude, die Lokomotive unö der Tender wurden schwer beschädigt, während zwei Wagen leichtere Beschädigungen zeigen. Der Maschinist wurde schwer verletzt. Eine Frau in dem Zuge wurde getötet, vier andere Personen wurden leichter verletzt. Tragischer Tod eine» Arzte». Der praktische Arzt Dr. Mar Sohn in Berlin. der zu einer an KohlenofydgaSver- giftung erkrankten Frau gerufen wurde, die besinnungslos in ihrer Wohnung lag. brach, während er sich mit der Verunglückten beschäftigte plötzlich zusammen. Sin zweiter Arzt, der die Frau nach der nächsten Rettungsstelle transportieren lief), konnte bei Dr. Lohn nur noch den Tod infolge Herzschlages — vielleicht auch nach Einwirkung der Kohlenorvdgase — festste!le.-. Seine Leiche wurde dem Schau- Hause übergeben. Der JaH Kosen wieder aufgerollt. Der Verteidiger der Wirlschasterin Reumann, dev ermordeten Breslauer Unioersitätsprofessors Rosen, die bekannllich schon zweimal unter dem Verdachte de» Doppelmorde, lange Zeit In Unter- suchungshask war und dann wieder entlassen werden mußte, hat von der Breslauer Staatsanwaltschaft die Mitteilung erhallen daß die Voruntersuchung gegen die Dirtschasterin Reumann wieder aufgenommen worden sei. Unerhörte Roheit. Gin unglaubllcher Rohe-.cSakt wurde an einer Haltestelle der Straßenbahn Danzig — 6a ngf ub r verübt. Ein Direktor Da nnh o ff. der zwei iunge Damen an die Haltestelle begleitet hatte, wurde dort ohne jeden Anlaß von ernem etwa 22jäbr.gen Burschen tätlich angegriffen und unter die gerade ankommende Straßenbahn geschleu- bert. die nicht zum Hallen gebracht werden konnte und den llnglüclllchen überiuhr Er erlitt so schwere Verietzunaen. daß er gleich nach Ein- Leerung ins Krankenhaus starb. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werden Sin seltsamer Junb. 3n Edenkoben iP alzt sand em Winzer *J*"nein Wingert einen lleberzieher. Be, näherer llnteriuchuna entdeckte er In den Taschen etngewickelt 4 0 Goldstücke zu 20 Mk mehrere Goldstücke zu 10 Mk und einige Borkriegs- OUbermünien. zusammen 1040 Mk Der ehrliche Olabet brach.* den Mantel mit dem Geldbetrag »ur Pollze-.. die le»stellte, daß der Eigen- t ürner des Mantels und des Gelbcs ein blinder ist. der sch in rtnem Ansall von Verfolgungswahn des Mantels und des Geldes eetleMgte. Bei einer Haussuchung wurden weitere Zwan.zig-Mar?stücke in Gold aetuaben. Der bebaucrnsweNe Mann, der zunächst ia daS hiesige Krankenhaus ein- gdic‘eri wurde, mußte heute in bit Heil- und Pflegeanstall in Kl ngenmünster verbracht werden, da er im Krankenhaus alles demolierte. Oie Russen in China. Tie Vorgänge im Äantoeer Sowjetkonsnl« Moskau. 7 3an. (WB) Vor (einer Abreise nach Wladiwostok gab der Generalkonsul der Sowjetunion in Kanton dem Schanghaier Vertreter der Sotojetrulfi chcn Xrie- graphenageniur eine Srllärung ab. in der er sich gegen Meldungen englischer Blätter über eine Teilnahme sowjetruffischer Beamter am Kantoner Aufstand vom 11. Dezember wandte. Der wahre Sachverhall. < e •-(»»> • Ma« • -in xw On ö Nr««» •*' *•"«< »KM«*» **' »«><• »« ’«••*«*in w. lat* HrM«> Oetr e»i 4 <*hm "UrCM-fU !»• UA4TMI Wettervoraussage. Das Rordmeertief hat sich ostwärts nx .kr- betoegt und M.tteleuropa w eder R.ederschläge gebrach?. Die in seiner Beglellung folgenden kühleren LustmaNen brachten bereits die Temperaturen wieder »um Rückgang Sie lagen in West« und Mitteldeutschland heute morgen dis äu 5 Grad liefet als am Vortage, jedoch, mit Ausnahme bet Berge, allenthalben noch über Hüll. 3m Westen setzt erneuter Lulldruckfall ein. bet darauf bmbeukt. daß sich eine weitere Druck- hörung nähert, infolgedessen büritr der Wit- terungscharakter der vergangenen Tage zunächst wenig Aenderunq eriah^n. Wettervorhersage für Dienstag: Meist wolkig bis bedeckt, zunächst wieder etwas m^5T mlt einzelnen Regenfällen. Witterungsaussichten für Mitt- 6>,° Veränderliches Wetter, kühler, veretn- zrit Regenschauer. Lufttemperaturen am 8 Januar, mittag» 7 7 Grad GTelfiu», abend» 3^5 Grad ddfiu»; am 9. Januar: morgen» 3,2 Grad Eelsiu» Maximum 8,4 Grad ffefftus. Minimum 1,7 Grad Telsiu» — Erdtemperaturen in 10 .zentimeter liefe am 8. 3anuar abend» ^1 Oroo Ecisius. am 9 Januar: morgen» —04 ?rad - Millimeter — conneeidHinbauet: eine halbe Stunde. tDürtwn sich verpflichten diesen Pakt alle» Staaten zur Kenntnis zu bringen und fit aufAutotbtrn, ihm betzutreten. Die Legierung der sran-Lsilchen Republik ifl überzeugt. daß diese so proklamierten Grund'ätze nur mit Dankbarkeit von der ganzen Welt ausgenommen werden vnnen und die Legierung zweifelt nicht daran, daß die Bemühungen der anderen Legierungen für die Annahme diefer Grundsätze durch die ganze Welt zu sorgen, von volle» Oriolg gekrönt sein werden. In Washington erwartet man, Staatssekretär Kellogg werbe in seiner Antwort an Frankreich die außerordentliche Schwierigkeit hervorheben, den Begriff ..A n g r i f s Sk r i c □" zu definieren. Der Staat-fekre är werde hinzufügen, baß die Bereinigten Staaten niemals einen Ertrag unterzeichnen würden, der einen solchen Ausdruck enthalt«. Wan füge sogar hinzu, bad wenn Brianb nicht aus diese neue Lote Kellogg« antworten würde, die Dcrhand- lungen als beendet angesehen würden. Die Wirkung dieser Pessimistischen Auftastung sucht der Watin- durch eine offenbar inspirierte öt- kiärung obzuschwächen Gr schreibt: StoalSfekre- tär Kellogg Hot nach Auskunft an ossiziellcr Stelle biSyer dem französischen Botschafter k e i ne Erklärung dieser Art abgegeben. Gs scheint auch . zu lein, daß er die Preise über seine Absichten nicht Informiert pat Die omerila- ni che Legierung wird wahrscheinlich in dem Teft, kte:' hc Frankreich bet res send den LichtangrissS- pakt Vorsch auen dürfte, eine Fas ung wählen, die Frankreich nicht in eine peinliche Lage gegenüber dem Völkerbund bringt. Der König von Afghanistan in ^om. L o m. 8. San. (WB.) Der König von Asgha- nislan mit seiner Gemahlin und dem Kronprinzen ist heute nach ttag hier cingelrvssen und vom König, dem rhronsolger, Mussolini, den Ministern und den Spitzen der zivilen und mUt- türischeu Behörden am Bahnhof empfangen worden Der Gouverneur von Lom begrüßte die Gäste im Ramen der Stadt Anschließend hieran fuhren die Gäste in Begleitung de- italienischen KünigspaareS durch die beflaggten Straßen zum kl u i r i n a l, wo Truppen. Miliz und fosziftische Verbände Spalier bildeten. Während der Fahrt kreisten ein Luftschiff und eine Leihe von Flugzeugen über der Stadt. Die Bevöllerung brachte dem asghamstanischen Königspaar lebhafte Ovationen dar. Die italienische Presse würdigt den Besuch in warmen Degrühungsarttkeln. Mussolini stattete den Gästen am späten Lochmittag im Ouirinal einen Besuch ab. Die Länderlonserenz in Mn. Ihn ein Programm für die Uerwaltnngoreform. Eigene Drahtmeldung de» Gießener Anzeigers-. Berlin. 9. Ion. Die Regierung ist in Druck, in acht lagen werden die Ministerpräsidenten der Länder — wenn keine Dispositionsänderungen lommen — in Berlin zur Konferenz über die fßerronltungs- und Bersassungsrejorm eintreffen, aber noch scheint man bei den Berliner zuständigen Stellen nicht zu wissen, auf weiche Weise man zu einem Programm ür dies« Besprechungen kommen körmte. Man hat ich zwar zunächst damit bchoisen, einem intermini- ii-neUen Ausschuß unter der Leitung des steichssparkommissars die Vorbereitung der schwierigen Ausgabe zuzuschieben. Es sind auch i-or .iniger ^eit sogenannte Richtlinien und die Liste der Redner erschienen, aber die veröffentlichten Grundsätze sind so diplomatisch und ungewiß, daß sie keineswegs ein Programm abgeben und die Liste der Redner läßt schon jetzt erraten. wo die Meinungen sich trennen werden. Wer auf eine Konferenz geht, muß etwas erreichen mol- len und muß wissen, wa» er erreichen will. Map kann aber nicht annrhmen. daß die Regierung den Ministerpräsidenten der Länder nur ein paar BsamtensleUen abluchsen will, dazu brauchte man den großen Apparat nicht. Wenn man mehr will, ale nur ein paar Stellen einsparen, dann muß nan ein politisches Ziel und eine politische Linie verfolgen, dann muß man sich vorher entscheiden, ob man prinzipiell Unilariemu», Föderalismus, de- zentralisierten Unitarismus oder etwas anderes will. Dies« Entscheidung aber fällt der Reichsregierung schwer und man gewinnt beinahe den Eindruck, als ob man in ihren «reifen gar nicht an eine solch un- anoenehme Konferenz denken möchte, denn was passten, wenn eine der Länder die Reitbsregierung mit einem klaren Programm überrascht und übertrumpft? ZurAegienmgsbildung inSessen. Tie Demokraten protestieren gegen daS Verhallen der Sozialdemokraten Darmstadt. 7. Ion. (Hl.) Die demokratische Landtagsfraktion befaßte sich mit der durch den Beschluß der Sozialdemokraten geschaffenen Situation, stch an den weiteren Verhandlungen über die Regierungsbildung vor dem Spruch des Staatsgerichtshofes nicht zu beteiligen. Die demokratische Fraktion vertrat die Auf- ffiffung, daß diese Verschiebung der Regierungsbildung in Höch st em Maße bedauerlich sei. Sowohl das parlamentarische Softem, rote die hessischen Staatsnolroendigkeiten erforbem im Gegen- teil die beschleunigte Bildung einer arbeitssäyigen Regierung. Von diesem Standpunkt der demokratischen Fraktion ist der sozialdemokratischen Fraktion in einem Briefe Kennt- ris gegeben. Die demokratische Fraktion lehnt jede Verantwortung für den seitherigen schleppenden Gang der Verhandlungen, wie für die neue Der- f d) i e b u n g der Regierungsbildung ab. Der Bor- stand der Demokratischen Landespartei wird am nächsten Mittwoch zu einer Sitzung in Frankfurt am Main zusammentreten. Eine Sckadenei-sahfoi-deiimq der Dolksrecktspariei. Darmstadt, 8. Ian. (TU.) Die Volksrechtpartei hat gegenüber dem hessischen Staat eine Schadenersatzforderung geltend gemacht, die sich nach Mitteilung der Partei auf das Vorgehen des heffi- fchen Gesetzgebers bzw. die im Widerspruch mit der Reichs Verfassung stehende Wohlrechtsbe- s ch r ä n t u n g bei der hessischen Landtags wähl stützt. Als Kosten, deren Eri'ag beansprucht wird, werden angeführt: Aufbringungskosten für die Hin- terlegungsfumme. die Kosten für doppelte Sammlung' der Unterschriften, für die Drucklegung der Unterschriftslisten, die Offenlegung der Listen auf den Bürgermeistereien, für Porto, Bekanntmachungen und Zeitungsanzeigen. Aus der pwvinzialhaupistadi. Gießen, den 9. Januar 1928. Oie Giehener Markte im Jahre 1928. Die Rindvieh- bjro Schwei new ärtte sowie die übrigen Märkte und Messen finden in Gießen im Jahre 1928 wie folgt statt: Klndviehmarkt: 17. Januar 31. Januar 11 Februar 28. Februar 13. März 27. März 17, April l.Mai 15. Mai 29. Mai 12. Juni 26. Juni 10. Juli 24. Juli 7. August 21. August 4. September 18. September 9. Oktober 23. Oktober 6. Rooember 20. November 4. Dezember 18. Dezember Pferdetttärkte: 14. Mörz Schweinemarkt: 18. Januar 1. Februar 15. Februar 29. Februar 28 März 18 April 2. Mai 16 Mat 30. Mai 13. Juni 27. Juni 11. Juli 25. Iull R. August 22. August 5. September 19. September 10. Oktober 24. Oktober 7. November 21. November 5. Dezember 19. Dezember und 19. September. Krämermärkte: 14. Marz, 19. September, 21. November, 19. Dezember. Messen: vom 9. April bis 16. April; vom 30. September bi# 7. Oktober. Eichener Wochcnmarktprcise. ES kosteten aus Bein SamSlag - Wvchenmarkf. Butter 130 bis 150 Pfennig, Motte 30 biS 35, Käse (10 Stück) 60 bU 140, Wirsing 15 bin 20. Weißkraut 15 bis 20. Rotkraut 20 biS 30. gelbe Ruben 15, rote Rüben 15, Spinat 35 bis 40, Umerkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 25. Rosenlohl 50 bis 60. Feldsalat 150. Zwiebeln 15 bis 20, Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 5, Aepsel 12 bis 20. Birnen 10 bis 15, Hüffe 50 biS 90. Honig 45 bis 50. junac Hähne ICO biS 120, Suppenhühner 100 biS 120. Gänse 90 bis 120 pro Pfund; Sier 19 bis 21, Blumenkohl 60 biS 150, Endivien 10 bis 30, Lauch 5 biS 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 60 Pfennig pro Stück. Bornotizcn. — Tageskalender für Montag: Natur- Heilverein: 8 Uhr, Katholisches Vercinshaus, öffentlicher Vortrag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wochenendzauber". — Astoria-Lichtspiele: „Der Tcufelsjäger". — Au» d« m S t a d 11 he a t e r b u re a u wird uns geschrieben: Die außerordenllich spannende Kriminalkomödie „Der Hexer" von Edgar Wallace ist von Intendant Steingoetter schon seit einiger Zeit zur Aufführung erworben worden und wird am 14. Februar im Dienstag-Abonnement zum ersten Male hier gegeben werden. — Die Vortrags-Vereinigung bittet uns, nochmals an 1 :efer Stelle darauf hinzuweisen, daß der für heute, Montag, angefetzte Vortrags- abend von Ludwig Hardt infolge dringender Verhinderung des Künstlers auf Freitag, 20. 3a- nuar, verlegt werden mußte. (Siehe Anzeige vom Samstag.) — Das Rätsel von Konnersreuth. Im Rahmen der Volkshochschule spricht am Donnerstag, 12. Januar, abends 8 Uhr, im großen Hörsaal der Universität Prof. Dr. M es s e r über die merkwürdigen Erscheinungen an der Therese Neumann. Wer nicht über Tatsachen aus dem Gebiet der Parapsychologie irgendein sestes Vorurteil religiös-dogmatischer ober oufklärerisch-skeptischer Art parat hat, wird sicherlich die Gelegenheit ergreifen, sich von berufener Seite über die ro ienschaftlich begründeten Probleme und Deutungsmöglichkeltcn des sensationellen Falle» unterrichten |U lassen (Siche heutige Anzeige.) •• Zur Belebung der Dauwirtschaft im Jahre 1928 hat der hesti che Finanzminister die gleichen steuerlichen Begünstigungen wie in den Borjahren zugelassen. Danach bleiben Wohnungsneubauten. die im Kalenderjahr 1928 begonnen werden, für doS zur Zeit der Fertigstellung lausende und für die nächstfolgenden fünf Rechnungsjahre auf Antrag grundsteuer- frei; entsprechendes gilt für den verhältnismäßigen Teil der Grundsieuer von solchen Reubauten, die nur zum Teil Wohnzwecken dienen. Sin Bau gilt in diesem Sinne als begonnen, wenn mit der Aufführung des Mauerwerks angefangen wurde. Das bebaute Grundstück wird während der Dauer der Steuerfreiheit des Reu- bauet zur Grundsteuer so herangezogen als ob es unbebaut geblieben wäre. WSR Auflösung der Oberpost- direktion Darmstadt? Delanntlich tritt Oberpostdirektionsprä ident Lenha r d in Darmstadt am 1. April tpegen eineS Augenleidens von seinem Posten zurück. Rach einer bis jetzt unbestätigten Meldung soll diese Stelle nicht mehr neu besetzt, die Oberpoftdirektion Darmstadt vielmehr an die angrenzenden Oberpostdirektionen aufgeteilt werden. •• Die Jugendherberge Gießen hatte auch im vergangenen Jahre wiederum einen starken Besuch. Jnägefamt fanden 1537 Hebern ach- tungen statt, wovon 236 auf weibliche Wanderer entfielen. Gegenüber dem Vorjahr mit einer LiedernachtungSziffer von 1303 bedeutet dies eine wefenftiche 6.cig.rung. Durch das Entgegenkommen der städtischen Behörden konnte ein Schlaf- raum neu hergerichtet und der große Waschraum mit einer neuen Wasch- und Drauseeinrichtung versehen werden. Auch wurden Mittel zur Herrichtung der Mädchenherbcrge. die aus je einem Wasch-, Schlaf- und Tagesraum besteht, zur ‘Verfügung gestellt. Die Arbeit:n an diesen Räumen wurden von Mitgliedern des Bundes deutscher Zugendvereine ausgesühr:. Znsbefvndere machte sich Wilhelm List verdient, der mit künstlerischem Geschick die Ausmalung der Räume besorgte. GS ist beabsichtigt, in Derb.ndung mit dem Anfang März geplanten Iugendtag die Herberge einer öffentlichen Besichtigung zugänglich zu machen. " Winterobst-Ausstellung in Gießen. Am Freitag fand unter dem Dorsitz des Staatsrats Weber zur Herrichtung einer Winterobst-Ausstellung eine vorbere.tende Der- sammlung im Kreisanttsgebäude statt, in der beschlossen wurde, die Ausstellung schon Anfang Sebruar m Verbindung mit den OberheNikchen bstwerken-Büdngen in Greßen abzuhalten. " Aufgeklärter Einbruch Der in der Nach jum 8. Oktober o. 3. in dem Hause Liesen- st naße 2 verübte Einbruchsd>edstahl. bei dem der Spitzbube aus dem Schlafzimmer eines jungen Mannes besten Kleider und Wertgegenstände stibitzte ist letzt aufgeHort worden Als later kommt der berüchtigte Ein- und Ausbrecher Heinrich Kröger, geboren am 16.März 1901 in Ahrens- böck (Mecklenburg) in Betracht Kröger wurde in Dortmund festgenommen und befindet sich zur Zeit in Herford in -trafhaft Er bat den Diebstahl ein- gestanden ee t e b u n I e 6 t a b t* Am Samstagabend ist die Veranstaltung „Die bunte Stadt' in der Volks- Halle der veffentlichkeit übergeben worden Allerdings konnte die Hauptsache, die „Begrabung" des Fakir» El Rahly, nt jt vor sich gehen, da der gute Mann offensichtlich wegen zu schlechten Besuchs am Samstagnachmitigg seinen ..Sarg" abbestellte, das „Begräbnis" absagte und abreifte. Der Bestich war am Samstagabend und auch gestern nicht allzu zahlreich. ,e Die Kommandanten- und Führet» kurfe der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen und einiger benachbarter Wehren haben gestern im Saalbau Sauer ihren Anfang genommen. Um 9 , Ubr ei. ffne t ÄttiB- feuerwehrinfpcklor Sief orG di? Tagung mit einer Begrüßungsansprache. Der erste Dorirag über den Zweck und die Aufgabe der Führerkurse. die Kostentragung, die Landesseuerlösch- vrdnung mit den dazugehörigen Bestimmungen der Kreis'euerlcschordnung, inSb.sonderc die Verpflichtung der Gemeinden, unb aitdere Regeln des FeuerlöschwllenS wurde von Regierungsrat Güngerich-Gießen gehalten. Sodann sprach Regierungsbaurat Steinbach-Gießen über die Ausführungsverordnung zu den Bestimmungen der Kreissin^riöschordnung. tnSbe- fonbere über die Wall.rverfvrgung. Hydranten. Drandleiche und Feuerschieber in aiisführlicher Weise. KrciSseuerwehrinspeklvr Dickor^ referierte über die Diertstobliegenheiten der Kommandanten, Gcrä csührer und der Feuerwehrmitglieder unb gab dabei manche zweckdienliche Ausllärung, die für jeden Feuerwehrmann von 3ntcreffc sein dürste. Rach einer Mittagspause sanden Hebungen nach dem Handbuch und deren Ausführung an Geräten unter dem Kommando einiger Teilnehmer statt, lieber Derätekunde und die verschiedenartigen Shlauchkuppelungen, besonders aber über die fett einigen Zähren emgeführle S'orzluppelung. hicll Brandmeistme Betz-Gißen einen ausführlichen Dort rag Stadt »Branddirektor Braubach -Gießen sprach bann über 'Bau- konstrullioitslehre. insbesondere feucrbeftänbtac CBia*malten, das wichtigste über Decken und Dach- lonslruksionen, Treppen aus Holz. Stein und -Eisen ufto. Der Vortragende gab zahlreiche praktische Hinweise zur Bekämpfung von Dachstuhl- bränben usw. Rachdem KreiSfeuerwehrinsvektor D i ck o r 6 den Doriragenden für ihre Mühewaltung Dank gesagt hatte, wurde der erste Kuriustag geschl^sen mit dem Hinweis darauf, daß am kon.mendrn Sonntag der zweite Kurius- tao, von vormittags 9 biS nachmittags 5 Ahr ftattfinbet. An diesem Tage findet von 1 bis 3 Uhr eine größere Hebung der hiesigen Feuerwehren statt. •• Der Obst- und Garlendauverein Gießen hielt gestern eine Mitgliederversammlung im Saale des Kaufmännischen Deveins- hauses ab, in deren Mittelpunkt ein Vortrag des Kreisobstvauinspettors Kilp (Weilar) stand, mit dem Thema: .Düngung der Obstbäume und Beerensträucher^'. Der Redner schilderte in anschaulicher Weise die Wachstumsvorgänge bei den Pflanzen im allgemeinen, verbreitete sich dann eingehender über die Rährstosf geh alte der verschiedenen Düngemittel, wobei die Bedeutung von Kall und Torfmull für die Ausschließung schwerer Bodenarten besondere Derücksichttgung sand. Die Düngung der Obstbäume und Beerensträucher. die nach der reichen Ernte des letzten Jahres mehr als jemals einen Ersatz der verbrauchten Stoffe nötig haben, wurde an zahlreichen Bespielen aus dem praktischen Leben in llarer Weife erläutert. DaS .Wie", .Wann", .Wieviel' und .Wo" der Düngung auf Daum- ftüden. Wiesen und in Gärten fand aus der Praxis heraus eine eingehendere Besprechung. Eine lebhaft geführte AuS'prache förderte noch manchen guten Gedanken zutage. Der überaus lehrreiche und zeitgemäße Dortrag fand bei den zahlreich erschienenen Zuhörern ein überaus danlbares Publikum. •• Erhöhung der Bankbeamten- Penfionen. Wan schreibt uns. Die Bankangestellten gehören zum größten Teil bem im Jabrc 1909 vom Deuttchen Bankbeamten »Verein in Gemeinschaft mit dem Zentralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes geschaffenen Beamtenversicherungsverein des Deutschen Bank- und Daniiergewerbes an der heute übet 56 000 Mitglieder zählt. Dir Re k n dieser PensionSkaffe waren bisher schon nahezu doppelt so hoch wie die in der Angestelltenver- sicherung gezahlten Pensionen. Da die Bermö- genSentwictlung in der Banlbeamten-Penfions- kasse auch in dem letzten Jahre eine recht günstige war (daS Dermögen dürste bis Ende des vergangenen Jahres von 52 Millionen Mark Ende 1926 auf über 65 Millionen Mark an- gewachsen fern), so hat der AufsichtSrat der Kasse auf Antrag der Vertrete x des Deut chca Bank- beamten-Bereins in dieser Körper chasi vor einigen Tagen beschlossen, Vorbehalt ^ch der Zustimmung des Reichsaussichtsamtes, dir aber nicht zweifelhaft ist. mit dem 1. Januar 1928 bei den vor dem 31. Dezember 1923 gegifteten Beiträgen den noch bestehenden Ao;ug von 105 Mark fallen zu lassen und jeden vor diesem | Zeitpunkt gezahlten MonotSoeitrag mit 350 M:. , aufzuwerten! Sämtliche schon laufenden Renten und Hinterbliebenenbezüge erscchr.n daher mit dem neuen Jahre eine entsprechende Erhöhung, was sicherlich in den davon betroffenen Kreisen angesichts der Verteuerung der Lebenslage sehr begrüßt werden wird. ee Ungern einer Deutscher Frauen- verein. Man berichtet uns: In der Ianuarsitzung des Allgemeinen Deutschen Frauenoereins erfreute Profesior Goetze die sehr zahlreich erschienenen Zuhörerinnen durch einen äußerst anregenden Vortrag über „Märchenforschung" Es ist ganz besonders reizvoll, gerade über diese altoertrauten Dinge Näheres zu erfahren. Dor 115 Jahren, an Weihnach- ten 1812, veröffentlichten die jugendlichen Brüder Jakob und Wilhelm Grimm ihre erste Sammlung von Volksmärchen. In Deutschland waren lange Zeit hindurch das Volkslied und das Märchen nur gering geachtet worden Herder zuerst, nach chm Brentano und Arnim haben die Schätze des Volksliebe» allgemein nigänglich gemacht. Und doch — al. die Grimmschen Märchen erschienen, wurden sie von den Romantikern, vor allem von Arnim und Bren tano. sehr kühl ausgenommen Man tadelte mimenb sich da» wi'tenfchafttiche Vorgehen der Herausgeber die e» verschmähten, unllkursiche Aenderungen an dem Ufbcrhritnen vorzunedmen Desto n*ärmcr Creell de» Buche.' an, ,a daß der Sammlung bald ein zweiter Band ieigen konnte Tie Bruder Grimm arbeiteten unri :nub- sich an der Crroeiterung ihre» Werke». Die meisten Beiträge, dreißig Erzählungen, hat ihnen eine Marktbäuerin au» Niederzwehren bei Kastel geliefert. Jakob und Wilhelm Grimm haben den echten Erzählerton de» Volke» mit feiner einfachen Satz- gliederuna wundervoll wiedergegeden. Seit ihrem Werke sind zahlreiche Märchenlammlungen oer- of«entlieht worden. — In, Anschluß an diese A'-e- nihrungen behandelte Professor Goefte uxitcr bt< verschiedenen Aaffastungen von dem Ursprung bei Märchen». Die Brüder Grimm Hanen tu- Anstchi vertreten, daß da» Märchen eine LbaN der aller. Göller- und Heldensage sei. Dem stellte zuerst Th Deufeg die Aussastung entgegen alle March -,dich- tung habe einen gemeinsamen Ursprung nt Indien Heule neigt man zu der Anschauung, daß an allen Orten, ohne Wanderung unb ohne Emlchming Gleichartiges entstanden lei. Hier steht die Märchen sorschung noch vor ichwierigen Aufgaben iede< Märchen muß einzeln dntersuchl werden bevor man daran gehen kann, die Ausgaben zu lösen. Bi» tiei in die ersten Anfänge aller Kultur und über den Umkreis der ganzen beroohnten Welt müstci. roü hinübergreifen, wenn wir den Ursprung bc-j Mär chens ergründen wollen. R. M. e Auftrieb auf bembeutigen Frank furtcr Biehrnarkt: C*fcn 349 Bullen 52 Äübc 512 Färsen 340, Kalber 525. Schafe 255 Schweine 6047. Ainlsgenchi Gießen. Gießen, 6. 3an öinc Händlerin hatte chren Zuckerwaren st and eines Comuagt in einem benachbarten Dors ausgefchlagen. ohne die kreis- amtliche Erlaubnis zu haben, an Sonntagen ihr Gewerbe auszuüben. Da sich herausstesitc, daß sie. bereit» den Antrag aus Erteilung der Erlaubnis gestellt, auch die Erlaubnis drei Tage später erhalten halte, wurde die Strafe des Strafbefehls von 10 auf 5 Mk steradgesetzi Es ist für Diehhändler verboten, an Markttagen außerhalb de« Dich Marktes zu handeln. Sine Reihe von Diehbänd- lern hatte dem entgegengehandelt und Strafbefehle auf 15 Mk. erhalten. Don ifyncn halte einer Sinfpruch eingelegt, jedoch ohne Erfolg. SS blieb bei der «Strafe drS Straft.* ?HIS. Ein Lehrling hatte von seinem Lchr errn d.-n Auftrag erhalten, dessen sehr scharfe n D. - Hermann an der Leine spazieren zu führen. Auf dem rechten Lahnufer in d.m Wc-g zwischen den Gärten lieh der Lehrling den Hund lausen, ter eine ältere'Frau ansiel pnd so' übel zurichtete, daß sic lange Zeit damit zu tun hatte. Der Lehrling hatte einen Strafbefehl auf 100 Wk. w'egen Körperverletzung erhalten, weil er । eu Hund, wie die Derletzle behauptet, auf biek gehetzt habe. Die Haupt Verhandlung ergab jed ch in dieser Beziehung erhebliche Zweifel zngunl^a des Angellagtcn. Er kam deshalb mit mtcr Geldstrafe von 40 Ml. wegen sahrläiiigcr Körperverletzung davon. Die Fayrläfsiqkeit darin zu erblicken daß der Anaeklaate auf den Hund nicht genügend achtgegeöen hatte Zu zehn Tagen Haft wurde ein Kra't- wagenftll'rer uetui teilt, weil er, obwohl er dazt: in der Lage war, nicht für fein uneheliches Kind gesorgt hatte. Zum minheften hätte der Angellagte im Laus der Jahre : ’iren guten Willen zeigen müssen. DaS 0>er'cht wird eine bedingte Begnadigung ameqen mir der Bedingung, daß der Atrgeklagle küns.ig für baß Kind sorgt. Sin kausinänni'chrr Angestellter erhielt wegen Körperverletzung und q c o <> v a Un fug« eine Geldstrafe von 12 Ml. Sr hatte einen anderen jimgen Mann, mit dem er auf der Straße Streu bekommen hatte. <’< d).anrtr, f-> daß ein Menfchenausiaus entstand 6cm Gen off- wurde s^lgefprocher.. u.. ,c.a der dintr...... ier Rotwehr . .cj zu widerlegen war Ein Beamter Finanzamtes bemerkte wäß- tenb des Dienstes, da» an seinem im Dienstrauin des ObccgeschosseS stelendcn Fahrrad die Laterne entwendet war. Le.n De-dacht üel aus einen Wann, der gerade einen CH erbet rag g zahlt hatte A'S er auf dem Flur oaS Rähere fcftftellen wollte, lani der Mann aut- dem Mittelge choß bereits wieder herauf, um noch in einem anderen Zimmer des Finanzamtes eine Anaelegenheit zu <• r’coi , . 3m " K sand der Beamte feine Lampe am Rad j nc6 ManneS befestigt vor Als dieser wieder herunterkam, konnte er nicht erklären, wie bk Lampe an daS Rad gekommen ist. We^en D'"bstahls cn- geklagt, bestritt er einen solche-. Rra) Lage btt Sache konnte jedoch nur er alS Dieb in Frage kommen. Weil er noch nicht vorbestraft ist tne Laterne auch nicht alh.uoiel wert war erhielt er an Stelle einer an sich verwirk len Gefängnisstrafe von 5 Tagen eine Geldstrafe von 20 Mk. Zwei Burschen, die in A. einen ihnen bi dahin unbekannten jungen Mann gefch.'agcn hatten, er» beiten Geldstrafe» von je 20 Mk vt waren wegen ähnlicher Delikte noch nicht vorbestraft und bei dem Dorsal! angetrunken. Beniner BZrse. * Berlin, 9. Qan. Zum Wochcnbeginn ist die Stimmung ziemlich freundlich, da das Geld weiter anzog. Geschäfte sind bis jetzt noch nicht getätigt worden. Die letzten Samstagskurfe scheinen gut behauptet zu (ein Maa nennt Farben 282,5 bis 283. Am Devisenmarkt hort man London gegen Paris 124,42, London »egen Mailand 92,05 bis 92,15, Lon- bon Geld 25,2^ '• bis 25,2854, London gegen ttabel 487,20 bis 487,2-", London gegen Mark 20,47, London gegen Spar en 281,18 bis 281,28. rrerben in eintgen Tagen repariert Kunftstopferei Köm> 4Lalltor.'tra»e 12 Tr beim Bm QN "xi d't Ult »irtldyifl - Sanbwtr S l] S:-'rn | Dc 2U tnl Ha cnttn ^W. ' * ! iw",: *l*-‘ u !tn «Bi. tMi «ttßngeL |*n. fett! bta I» «inet !*■ .2« ?-•# 'm Bt N ■ .s-- M 'S**» * tret I***» r::tcQuno. a (lebiten In Cberbefjen. Zu eriraaen bei Herrn Konrad Paul In (Wroli • tfirbce ÜT meine kleine VanbrottHcfcalt luche ich einen l <-15jabr. ordentlichen Jungen rvitb Herd, Ober «Hre«, «reiö Brenn= nndNutzbolMrsteigerung Im Cidjer Stadtwatd. In dem Distrikt „Grotzhäusrr Berg' werden nach vorheriger Zusammenkunft am Watdeingang der Strotze wieder Bessingen- Langsdorf am Freitag, 13. Januar vormittag» 10 Uhr. versteigert 272D •) Brrnnboh: Scheiter rm Buche 320; Hainbuche 2; Eiche 4. Fichte 9 Knüppel rm: Buche 107 Reisig -Dellen Buche 3000; lliche 100 Stöcke rm: Buche 190; Eiche 4; Fichte 30. b) Nutzholz: Stamme (Jlsbcrr Ml 4 Stuck, 1,15Im. Ml I Stück, 0,3ä Im Nutzscheiter rm: Hainbuche 5. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich den 6. Januar 1V2K 5)ess Burgenneisierei Lich. I.V.: Heinrich f) 111 e r IV. Statt Karten. Es hat Oott gefallen, heute früh 5 Uhr meine liebe Mutter, unsere teure Großmutter und Urgroßmutter Emma Seipel geb. Kamm Pfarrerwitwe nach langem Leiden im 89. Lebensjahre zu sich zu rufen. Lina Schmidt geb. Seipel Karl Schmidt, P1arrcr Hedwig Heymann geb. Schmidt Ilse Schmidt geb. Lohde Heinrich Heymann, Professor und 5 Urenkel. Gießen (Südanlage 20), Wiesbaden, den 8. Januar 1928. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 11. Januar, nachmittags 3 Uhr, zu Waldgicmes bei Wetzlar. Ein üollgaller 50 cm Durchgau» billig tu verfaulen, füilb. Arnold VL, Damvtlagewerk. Beucrn. ^D bruar 1928“ bis spätestens Dienstag, den 14. februar 1928. vormittags 10 Uhr. bei dem Iorflamt Gletzen zu Gletzcn, WIL helmstratze 56, einzureichen. Gebote, die nach diesem Termin etnloufen, werden nicht berücksichtigt In den (geboten ist ausdrücklich anzu geben, ob bei dem Nadelholz der gebotene Preis für geschältes oder nlchtqeschältrs -olz gilt. Falls nichts bemerkt 'st, gelten die (Mote für nichlgrschältes bolz. In diesem Falle ist bei bereit» geschältem 5)ol, der Staufer verpflichtet, den Schälerlohn zu ersetzen. Für jede» Forstamt bjm. jede Gemeinde und jedes Co» IH ein besonderer Anqebols- vordruck zu benutzen Okssnen und Sortieren der Gebote: Dienstag, den 14. Jebruar 1928, vormittags 10 Uhr. iu Gießen, Hotel Restau- ranl Hindenburg. Seltersweg von 11 Uhr ab verlesen der hauptsächlichsten Gebote. Darmstadt, den 29. Dezember 1927. hessische» Ministerium der Finanzen. Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung. So|ltolo|e5eiittliefiflitioo ebne Wartezeit gegen Zahlung mätziger Tlonail- beitrage. Vargetdverucherung btd ÄVO RÄ. Potuilch und reltgid» neutral Rechtdanlvruck» «ein «ircheuaustritt'. ©tuetol-Btrirtloog für Giehen und Umgebung tu aünlttgeu Bedingungen tu vergeben. Kaution erforderlich. Zulchriften erbeten unter B. M. R- 5828 an 81a laaaaaa la * Vetter Hoiel.Bestaurani Hindenburg Telephon 145 Dienstag, den 10. Januar Mehelsuppe Ab 10 Llhr vormittags Wellfleisch mit Kraut Vertreter welche die 5®teiaeiei;n unO Hlöhellaörlleu in Stehen und Umaebuna regetmantg de« iuchen, bietet eine etnge'ührie themichetder Werkteugiabrlk. durch den Mltvertrteb von ethflaiflnen MaichinenWerkteuaen bet za* 0 Vrovisiou '"elegcnbett, den Ber- dienst bebeuienb »u Heinern. Jf» wallen sich nur Herren melden, welche mit den OoizbearbettungS • Werk»eugen öurdjau« vertraut finb. Angebote unt. K. >. 7831 an die -Innoncen-iLrvebtiton ttarl Uug. Rocbceratb, Jiemldietb. _______ Nach Gottes Ratschluß entschlief heute sanft unsere liebe treusorgende Mutter Frau Lina Fischbach geb. Schultheis im 82. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrubt an. Die trauernden Kinder. Verkäufe | ■aas leaiertsllker btU-A-oert. Anianga» itnnben gratis oiM flaiicraBfc 18 v. DerLhrifimid moderneSeilungen Betrifft: Das Ehrenzeichen des Hessischen Koten Kreuzes für Hausangestellte• 3430 Oie Dorsihenbe des Alireftauenvereins wohnt Ludwigeplati 1On (nicht 18n). Dienstag, den 10. Januar 1928, nachmittag» 2 Uhr, versteigere ich im „Cöroen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise geaen Barzahlung: 304 vier warcnschrankc, eine Schreibmaschine, verschiedene Ballen Stosse, eine Ladentheke, ein Herrenfahrrad (faft neuL zwei Büfett», eine kredenz, einen Diwan, einen Ausziehtisch, einen ovalen lisch, eine kommode, eine Ladenkasse, ein Klavier, ein Irumeanspiegel, eine Ehaiselongue, ein velgemälde und zwei In der XXII. Legion des alten Rom das Emser Wwer (Krineben). - ®dw natürliche Enwer Queltea*x die echten Emser Pastillen drei Vorbeugung»- Heilmittel roo Weltruf pien Katarrhe, Aathma, Husten Heiterkeit Verfehleimuag, Grippe o. Grippefolgen, MagenUure (bodbrennee-, Zucker u. ^«uX Dlith^. E^oilÄ’ lat Ihr Mu7dpflegemittel; es verhindert ZahnsteinanMtx. Jonathan Frcnaen. Kapitän a. D.. Gustav Rick eit Heinz Sattoriua sein Neffe.....Harry Liedtke Ll*e> Arna faolj|ii$lin fQi Abend t mben gesucht. 2tbtiiil. Angebote m Breid unter 3u7D 1 an den Gtetz An-1 »riaer erbetrn. Jede laaafraN mache einen ^erluch mtt Vollreis upellirt iid utlulert Das Reiskorn tn feiner nniltrlichen Betchatzenben »rat- ttger Wohtaelchmack und loarsam lm Gebrauch Zu haben im ReformhaoM rau etwa» *■ leiben oder «■ borgen, da ich 'ur nichts batte. 10157 Hari Orrnann 5fön (»Hetzen, Ällceitr. UH Ö'nierb. e *eh Hei. Wert '»nsatz. 'SSf* ,7» «hti* Un<*. ohne fljt( ” '°°b Ihr Kiad S* belmtn Men. 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Ai» Deutschland noch Kolonien besah, war für die Ueberfchüsie bester gesunder Wenlchen- krälte ein Ventil geschahen, eine neue Heimat au gründen Arbeitsam, zähe und aut- bauernd tote der Deutsche nun einmal ift, überwand der Kolonial-Deutsche selbst das widerwärtigste und für ihn unnatür tchste Klima und lieh ihn selbst dort da- Dasein erträglich gestalten wo et kaum einem anderen Menschen der weihen Halle erträglich ift zu leben und ;u arbeiten Gewiß haben viele Gesundheit und Leben eingebühl. aber der €tamm der Kolonial- deutschen zeigt sich doch als ungebrochen und möchte freudig von neuem seine Kolonialgediete bearbeiten. Da- ift eben Deutsch! Ader die Kolonien sind verloren. In meiner Studienzeit lernte ich au-ländische LunbtoiNssöhne kennen und darunter auch Deutsch-Lhilenen Manchmal spielt ja daneben Streiche, die auch der Wrftophgften Jlatur dat Auswachsen erleichtern So war für mich das Jahr 1919 dazu wie geschalten und trieb mich nach Südamerika Zunächst Argentinien Das Land, wo Milch und Honig flieht. sagen manche. Sinei. Monat benötigte ich dazu, um mich au unterrichten bah Klima. Landerwerbs- derhältnisfe und Verdienst Möglichkeiten doch nicht so sind, wie das dis dahin allgemein angenommen wurde Dann reifte ich durch die sich ins Unendliche hinziehenden slachen Landstrecken Argentiniens und übet die Kordilleren nach Chile. In Santiago de Ehile angelangt, fiel mir zunächst ba» Ktlma sehr angenehm auf; bann die Be- ftellung der Felder und Weinberge, die Obst- blunlaflcn und dazwischen die uns in Deutschland weniger bekannten Pflanzen des Südens, wie Palmen. Zitronen, Apfelsinen ufto. Am Abend ging ich bann nach bem großen Prome- Nadenplatz bet Stadt (Plaza genannti. Eine Militärkapelle spielte hier deutsche Märsche und Lieber, unter den vielen Hunderten von Menschen bewegen sich Träger der alten deutschen Friedensuniformen. Infanteristen, Jäger. Artilleristen. Dragoner. Ulanen. Bekanntlich ist baS chilenische Heer nach deutschem Muster ausgebildet und auch uniformiert. Einige Tage später reifte ich rund 1000 Kilometer südlich zu meinen Studienfreunden an den See Llanquihue. Dort liegen nebeneinander Itoci Provinzen. Llanquihue und Valdivia, in Denen sich vorzugsweise deutsche Landwirte niedergelassen haben In der Landwirtschaft herrscht Viehzucht. Kartoffel- und Deizendau vor. in der Industrie, die mit der Landwirtschaft verbundenen Gewerbe Fast die ganze Bevölkerung spricht deutsch Für mich ein Fehler, denn ich kam kaum zum Erlernen der spanischen Sprache, deren Beherrschung in Südamerika unerläßlich ist Nunmehr lernte ich Ehile kennen, von Puerto Montt im Süden, bi- nach Arica im Norden. Nacheinander war ch in meinem Beruse als Hofverwalter. Weinbau- und Kellerei-Verwalter General-Admini- trator von zwei Weingütern tätig und kaufte mir dann selbst ein Weingut. Im Juli b 3. ich nach Deutschland um ein Feld zu bearbeiten, bas (ür Edile unb Deutschland Interesse und Wert besitzt Schon 1921 machte ich brr chilenischen Neuerung den Vorschlag, das große Land mit leinen nur vier Millionen Einwohnern planmäßig mit Landwirten z u besiedeln. au kolonisieren. SS gibt kaum ein Land, das aber die verschiedensten Bodenarten und Klimata verfügt, die rür alle Zweige der Landwirtschaft geeignet sind, wie Chile. Einige Provinzen sind vorhanden deren Klima dem im Rheingau und in der Rheinplalz ähnlich ist. Flüsse und Bäche. Dege und Eisenbahnen durchwehen daS ganze Land, soweit die- der Landwirtschaft dient. Die Wege sind im allgemeinen schlecht an ihrem Ausbau wird aber eifrig gearbeitet. Wie bei allen Negierungen, dauert es auch bei der chilenischen ziemlich lange, dis ein Problem und wenn es noch Io gut fein mag. Boden faßt. Der anfänglichen Begeisterung für meinen Vorschlag stellten sich zunächst Bedenken entgegen die davon auSgingen. daß man die erwerbslosen Arbeiter in Chile ansiedeln wollte, demgegenüber ich betonte, bah man nur mit Berufslandwirten Bauemfiedlungen durchführen könne Dann ging man noch einmal mit Eifer an die Lache heran unb da warf die leibige Politik ihre Knüppel dazwischen Jetzt endlich, nach Erneuerung und Festigung der Regierung in Chile, ift der Weg frei, um die Kolonisation mit Landwirten durch- zuführen In großen Umrissen möchte ich ein Vild geben, wie die Kolonisation in Chile praktisch durchgelührt werden soll. Für ein Kolonielystem werden 10 0» Hektar Land in 100 Kolonistengehölle au’geteilt. Jedes Gehöft wird einer Landwirtsfamilie in Besitz gegeben. Jedes Koloniesyftem bildet die Grundorganisation zu einem neuen Dauerndorse Die Einzelbetriebe werden von ihren Besitzern selbst bearbeitet, die Erzeugnisse aller Einzelbetriebe werden in genossen!Östlich organisierten Einrichtungen weiter verarbeitet, z. B Molkereien. Mühlen. Fabriken ufw. Die Grundlage der Kolonisation ist an daS verfügbare Bauland gebunden. Nimmt man das Gelände das sich durchweg zu Zuckerrübenbau eignet so dominiert der Zuckerrübenbau. Ist das Gelände für den Äartoffelbau vorzugsweise geeignet, fo ist dieser der Hauptzweig mit Kartosselverwertung. Stärkefabrik ufto. Beim Weizenland ist eS der Weizen- bau mit Lagerhäusern. Mühlenbetrieb. Bei Viehzucht die Verwertung der Milch in Molkcrci- betrieben. Milch. Sahne. Butter. Käse ufto.. und die Verwertung bes Schlachtviehes Dort, wo Wasserwirtschaft in der Ausbeutung mit einbegriffen ift» sind Fischzucht. Fischfang. Verwertung der Fische mit Nebenerzeugnissen vorherrschend. Kurzum. Für jedes Sondergebiet ist ein Hauptbetrieb vorherrschend und darauf muh in der Gesamtanlage eine- Koloniesystems Rücksicht genommen werden. Sin weiterer Hauptgrund ist die zweckmäßige Mischung der verschiedenen Besitz- g r ö h e n. die in eine Landgemeinde zusammen- gefaht werden müssen. Wenn Klein-. Mittelund größere Besitzer m einer Gemeinde vereinigt sind, wirkt die Kräfteentfaltung belebend unb aufwärtsstrebend auf alle Beteiligten. DaS Wesentliche Der Kolonisation bars nicht lein, neue bisher unbebaute Landl lachen zu besiedeln, sondern eS bars auch nicht vergessen werden, die angesiedelten Landwirte in ihrem Besitz auch so zu festigen, daß fic alle Schwierigkeiten überstehen können. Dazu gehört vor allem, daß der Kolonist sofort baufertiges Land erhält und über einen gewisssen Prozentsatz an eigenem Kapital verfügt, der feinen Erwerb und fein Dorwärtskommen wert erscheinen läßt. Das zuzuteilende Land mit der ersten Einrichtung stellt die unter dem Protektorat der chilenischen Regierung sich aufbauende Kolonisations-Gesellschaft für Ehile. Die einzelnen Kolonistengehöste werden abgeteilt, eingezäunt. Wohnhaus. Stallungen. Scheune ufto. ausgestellt, die Wohnung eingerichtet. Tiere und Wirtschaftsgeräte beschafft unb daS Land des Kolonistengehöste- wird von der KolonifationS- Gesellschast in voller Bewirtschaftung gehalten biS zu dem Tage, an dem der Kolonist fein Gehöft übernimmt. Ob das nun in der Bestellung. der Ernte oder später ist. das bleibt sich ganz gleich Der Tag der Uebemahme des Gehöfts ist die Wirtschaftsübernahme des Kolonisten. Kaufpreis und alle Verpflichtungen stehen auf diesen Tag eingestellt ein für allemal fest. Der Kolonist erwirbt sein Gehöft gegen mäßige Zinsendeckung unb Amortisation in 25 Jahren. Der Grundpreis pro Hektar baufertige» Land richtet sich ganz nach den jeweiligen Qualitäten des Bodens und seiner Ausnutzungtsähigkcit wie dies in bet Landw.rtfchaft auch in Deutschland der Fall ift. Die Preise von baufertigem Kulturland für Kolonisationszweckc dür'tcn (ich zwilchen 1200 bis 3600 Mark pro Hektar bewegen Oberheffen. Landkreis ttietzen X Älein-L'inbcn, 8. Ian. Die Provinzial strasjenbaubehördc läßt jetzt eine kräftige Auflichtung der Vinbenbäume an ber Frankfurter strafte vornehmen. Hierdurch erhalten die Wohnungen bedeutend mehr Licht, dessen Zutritt durch das dichte Laubwerk im Sommer unmöglich war gr. Gröningen, 8. Ian. Der hiesige Metzger- meister und Schweinehändler Wilhelm Jager schlachtete in diesen lagen einen nahezu a ch t Zentner schweren Eber Die Höhe de» kapitalen Tieres soll ungefähr ein Meter betragen haben. Wegen der niedrigen Fleischpreise wurde ea )u Dauerware verarbeitet Ein zweiter ungefähr gleich großer Eber liegt bei dem Meister noch in Mast. } Cid), 9. Ian. Als Auftakt zu dem großen Gesangswettstreit. den der rühmlichst be kannte Männergesangverein „Cacilia" anläßlich seines 9 0jährigen Bestehens am 9., 10. und 11. Juni b. I. hier feiert, fanb gestern nachmittag in ber Turnhalle der Delegierten- t a g statt. Die Tagung wies einen überaus zahlreichen Besuch auf und nahm einen glänzenden Verlauf. An bem Wettstreit beteiligen sich 31 vereine mit runb 130 0 Sängern. Bg. Kroßen-Bus eck, K. Ian. Eine höchst unangenehme Ueberraschung erlebte ein Zimmermeister aus Beuern. Am Ausgang unseres Dorfes machte er bie Entdeckung, daß ihm seine Geldbörse mit taufend Mark In- £alt fehlte Diese war offenbar durch das Futter der Uederziehertafche hindurchgerutscht. In einer in der Nahe gelegenen Wirtschaft suchte er Hilfe, um mit Laternen nachzusuchen. Dort erfuhr er dann zu seiner lebhaften Freude, daß das 'verlorene bereits gefunden und beim Polizeidiener a b • geliefert fei. Die ehrliche Finderin, die Frau eines sich zur Zeit hier in einem Wohnwagen auf- haltenden Filmvorführers, erhielt eine Belohnung. Q®rünberg,8. Jan. Arn ersten Schultage des neuen Jahres wurde unser neu ernannter Rektor Bender von bem Vertreter des Kreisschulamts, Schulrat Fischer (Gießen), in den Dienst eingeführt und verpflichtet. Der Feier in der Klasse des Rektors wohnten der Stadtoorstand, der Schulvorstand und da-- gesamte Lehrerkollegium bei Schulrat Rif(6er erläuterte in seiner Ansprache Rechte und Pflichten eines Rektors und überbrachte die Glückwünsche der vorgesetzten Behörde. Bürgermeister Jockel sprach im Romen der Stadt und des Schulvorstandes. Ober- ftudiendirektor Angelberger übermittelte die Glückwünsche des Lehrerkollegiums der Oberrealschule und hob das gute Verhältnis zwischen Volks- unb Oberrealfchule besonders hervor. Lehrer Roth sprach die herzlichsten Wünsche des Lehrerkollegiums der Volksschule aus. Rektor Bender erläuterte in längeren Ausführungen, nach welchen Gesichtspunkten er das Amt eines Rektors auszuüben gedenke, und dankte für die in so reichem Maße erwiesenen Ehrungen Kreis Friedberg <^Dad-Rauheim,8. Jan. Unter dem Vorsitz von Pfarrer Knodt fand noch länge, er Zelt wieder eine Sitzung der eoange ischen Kirchen- gemeinbeoertretung statt, bie von etroa 50 Vertretern bes "cht war und das kirchliche Leben der evangelischen Gemeinde einer anregenden Aussprache unterzog. Wir machen nachstehend mit einigen Zahlen des vorn Vorsitzenden erstatteten Jahres berichtes des Jahres 1927 bekannt, in dem vor allem die Tatsache des starken Geburtenrückgangs zu Bedenken Veranlassung gibt. Wurden doch bei einer Beoölkerungszahl von runb 7 000 Evangelischen in unserer Stabt nur 64 flinber Die menschliche Bedeutung (Stefan Georges. Don JMfberf H. Rausch/Äerlin. AIS Ende August 1927 die Stadt Frankfurt zum erstenmal ihren Goethepreis verteilte und ihn Stefan George zuerkannte, nannte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache George den groben Dichter, den groben Lehrer und den großen Menkchenbildner Er sprach damit ouS, was alle, welche jemals in die Nähe des .außergewöhnlichen Mannes gelangt waren, wühlten. weil sie es an sich verspürt hatten — was laber den llnaäbltgcn 'remd war. die höchstens Im einer Literaturgeschichte einmal etwas über Iden .Aesthcten oder .Artisten George gelesen f unb dielen Unfmn auch geglaubt hatten, lieber- i denkt man heute, was vor etwa zwanzig Jahren I Eduard Engel in seiner deutschen Literotur- f geschichte (diese- Universalgenie hat u>- auch nut einer englischen und französische' r- | gelchichte bedacht» über George zu i) I unterstehen durste, fügt man diesem 1 ?as • für alle Zeiten denienigen btanbmav. cS gefällt hat, noch die Fülle ahn tcher Uncile der | tatificrenben Zeitgenossen zu: 'o wird man von einem brennenden Schamgefühl befallen. Denn cs 1 cAscheint ganz unfahliqj. bah es jemals einen ' irrnsthaften Leser selbst der fremdartigen frühen Georgeschen Gedichte gegeben l>abe. der nicht iuin mindesten die menschliche, die charakterliche Reinheit dieses Dichters hinter dem Werk getourt. erkannt — und sich auch zu ihr bekannt !yälte: mochte die ästt-eillche Wir ung zu- rächst auch noch so seltsam sein. Was aber soll nan überhauvt von einem kritisch-literarischen Handwerk hallen. da^> fo gänzlich versagt vor dem Allerwesentlichsten und sich in eine deber- hsblichkcit der Meinungsäußerung hineinsteigert, dir man entweder Größenwahn oder auch j Dummheit — oder Gesinnungslosigkeit nennen nutß? So wurde schon damals George zum - Prüfstein: wer sich für ihn entschied, mußte sich gleichzeitig entscheiden für die unbedingte Wahr- Sa tigteit auch in der belanglosesten menschlichen Zeuherung. für die Kamp anlage geg^n alles .literarische Getue und Gelüge und gegen das gesamte literarische Geschmeiß, dos ich an seinem beschreibe mästete und keine Ahnung von der Belanglosigkeit dieses ganzen Geschreibes hatte. Tit Selbstverständlichkeit, mit der George über die Mittelmäßigkeit und Wesenlosigkeit dieser »Zünftigen hinwegging, kam einer revolutionären Tat gleich, die nur aus lauterstem Wollen und unbedingtestem Glauben geboren werden konnte. Die Art allein, wie er sich abseits hielt, wie er ohne den kleinsten Kompromiß mit dem was .man" in den Zirkeln der .Literarischen" zu tun pflegte, seinen Weg begann und fortsetzte. bewies, wer er war und wer jene waren: bewies auch, welche Auslassung er von seiner dichterischen Berufung — und welche jene von ihrem literarischen Döruf hatten... Mit einem Male stand da vor den erstaunten Augen der sehnsüchtig wartenden Jugend, die schon lange des Getues und Getriebes müde war. der unerbittliche Künstler, welcher g'cichzeitig der Verkünder und Bekunder einer nicht minder unerbittlichen Sittlichkeit war Diele Sittlichkeit wurzelte ganz in der Wahrhaftig!, it Georges gegen sich selbst. Was .r zu si.gen. zu künden hatte, das war (ein unverfälschtes Ich. fein So-und- nicht-anders-sein. sein Da stehn und Nicht-anbers- können. Aber dieses Wirkenlassen des Ichs war nicht jenes Sichau.llcben ä tout prix wie es bürgerliche Vermessenheit zu ihren eignen Gunsten aus einem völlig mißverstandenen Nietzsche herleiten zu können glaubte: es war genau das Gegenteil! Nicht privates Slchausleben. sondern persönliches Lichauswirken hieß das große, neue Gesetz. Zu einem solchen. Stchauswirken gehört notgebrungenertoeife bei einem ganz von feiner Sendung überzeugten Künstler in allererster Linie der unermüdliche Dienst an dem ihm aufgetragenen Werke. Denn herrschen kann nur. wer vollkommen zu dienen we tz. Nur wo gänzliche Hingabe an die beseelende Idee vorhanden ift erwächst jene sichere unbeirrbare Haltung, welche als ncces-itas erscheint als .in: ere Notwendigkeit", und den wahren Ausdruck der Herrschernatur bildet Seinem ihn bewegenden Gotte gegenüber der widerspruchslos gehorchende Diener. dem zu gestaltenden Stoffe gegenüber ber absoluteste Herrscher, ein Bild von Hoheit. Vornehmheit und Wahrheit: so erschien George in einer Zeit des schlimmsten geistigen Libertinismus unb der widerwärtigsten literarischen Aufgeblasenheit. Seine Wirkung als Beispiel mußte außerordentlich sein. Sic konnte nicht laut, nicht plötzlich fein: denn ergriffen werden konnte wahrhaftig nicht die im breiten Strome des Gewöhnlichen gedankenlos mitfchwimmende Malle: ergriffen werden konnte nur. wer in sich selbst schon den Widerspruch zu einer verlogenen unb verpaotschten Gesellschaft trug, wer dem Geschwafel nicht mehr glaubte, das ihm da vorgemacht wurde und längst Larven erkannt hatte wo andre noch Gelichter zu sehen wähnten. So wurde George im Lause der Jahre — etwa von 1895 bis zum Ausbruch des Krieges — bie säst unsichtbar bleibcnbe Mitte einer heimlichen Gesellschaft, in ber sich edelste deutsche Kraft unb uneigennützigster Wille zu einem gereinigten Deutschland, wie er es immer leidenschaftlicher, immer unmittelbarer forderte, gläubig und hoff- nungssroh jufammenfanben. Wie nahe ein Zusammenbruch war — George halte nicht aufgehört, kommende Katastrophen zu prophezeien —. das ahnte allerdings am Anfang des Jahres 1914 niemand von all denen, die in dem 1911 erschienenen Werke Georges, dem .S em des Bundes", ihr Sein. Wollen und Sollen als Gedicht erkannten: erst als das namenlose ilnglüd des Krieges geschah, erschraken bie Menschen diese- Kreise- vor der ungeheuren prophetischen Gabe ihres Führer- — und verkündeten den Seher, nachdem sie bem Gestalter, dem Wegbereiter, bem unablässigen Ausrufer unb Ermahner zu edlerem Sein in ftumm:r Hin- gegebenhcit gefolgt waren Aber war dieser Krieg wirklich das Ende, das George vorausgesagt halt:? Dar er der große Reinigung-Prozeß, der die Schlacken ausscheiden und die reine Glut beiaffen sollte? Kein Halbwüchsiger möchte es glauben. Er würde auflachen, sagte man ihm. daß dieser Krieg eine neue Menfchh.i! h raufgeführt habe! Ein einzige- hat er allerdings vollbracht, was vielleicht wie ein nicht unwesentlicher Schrllt nach vorwärts erscheinen könnte auf bem Weg den George weift, er hat noch dicklicher den Weizen von der Spreu, das Gesicht von der Larve, den Sas: von dem Schleim geschieden. Aber damit hat er nur schon vorhandene Gegen'äye noch vertieft. Üeberbrüdungcn doppelt unb dreifach unmöglich gemacht. Mögen sie im sozialen unb politischen Leben noch aus praktischen Gründen erwüntch und auch streckenweise durchführbar fein: in den Reichen des V isteS haben fie keinen Sinn mehr Dort gibt es heute nur noch ein Entweder - Ober Geist oder Ungeist. Gott ober Maschine. Ich oder M sse, Kraft ober Funktion. Die^e Spaltung geh: durch alle heut? noch bestehenden ge’eUfd&ftlidjen S Dichtung n fie wirb am drastischsten sichtbar in den plutokratifchen Kreisen, wo gerat»' die Nachkriegszeit eine unaussprechliche geistige Plebs auf den vorderen Plan der Bühne gespült hat. Auf der ganzen ßinic — und fast in allen europäischen Ländern, ja schon in Amerika — ist längst der heiml che Kampf entbrannt. Noch wird er mit fast zivilen Waffen geführt. Aber die Z:it m^g kommen, rascher vielleicht, als es uns allen heul: glaub- Montag, 9. Januar (928 flftauft, wahrend in 1926 noch 94 Taufen zu Der- Zeichnen waren. In erfreulichem Maße zugenorninen tet der Kirchen und Sbendmah!»htsuch Im letzten der überfüllten Dankesktrche gezahlt werden, so daß sich also fast jeder fünfte evangelische Einwohner im Gockeshause ting.funben batte Bor dem Kriege erhob die Gemeinde 14 000 Mark an Ortskirchensteuer. Obwohl die Inflation fast da» ganze Kapitaloer mjgen, da» rund 156 0U0 Mark betrug, verschlungen bat. brauchen durch sparsame Haushaltsführung in 192S nicht mehr als 21 OOo Mark an örtlicher 5lir- chenfteuer erhoben zu werden Pb Butzbach. 8. Jan. Die nachgenanntvn Mitglieder der hiesigen Freiwilligen Co- nitatskolonnc vom Roten Streu \ Wilhelm Berg III Karl Wohllahrt Rudo! Thiele. August Schmidt. Adam Keil. Hcmrich Hilde- brand. Ehristian Morgen thaler und Hemrich Häuser erhielten anläßl-ch ihrer 10jährigen ununterbrochenen Kolonnen-Dienstzeit ba» vom He'- lifchen Landesverein vom Roten Kreuz gesti'tete Ehrenzeichen am rot-tociftcn Band nebst Besitz-Zeugni» — Ende Dezember vergangenen Jahres konnte Brauereibesitzer Ehr 31 c l £ ; o r auf eine 25jährige Tätigkeit alt Mitglied ber Handelskammer Fried- berg zurückblicken Die DorstanbSmitglieder ber Kammer überbrachten aus diesem Anlaß dem Jubilar Glückwünsche. — Im Jahre 1927 wurden in das hiesige StanbesamtSregi- fl e r 60 Geburten. 24 Trauungen und 23 Sterbc- fällc eingetragen. — Die bieftgen Schuhfabri- fen haben seit 23. Dezember bie Arbeit eingestellt. Infvlgcbcssen ist der Stand ber Arbeitslosen von 80 am 22. Dezember 1927 auf 185 gestiegen Mrciö Büdingen. Nibba . 8. Ian. Gestern feierte unferc stäbtische Krankcnfchwester Marte Abling ihren 60. Geburtstag. Sie übt ihren schweren Berus al» Krankenpslegerin bereit- 35 Jahre auS. Stet- hilssbereit und freund- llch hat fie fchon viele Nächte an Krankenlagern gewacht und gewissenhaft ihren Dienst versehen. Deshalb wurden ihr zahlreiche Ehrungen vom Derein Krankenpflege und vielen Privatpersonen in dankbarer Würdiaung ihrer Berdienste zuteil. — AI- Nachfolger für den in Ruhestand versetzten Lehrer Küfer ist Lchramtsasfeffor Di. Todt auS Gießen an bie hiesige Realschule i E pcricnt tooebtn. Vvi, bem l e i ch e n Obstsegcn bes vergangenen Herbste- lagern in ben benachbarten Obstorten Dor - dors und Ulfa noch große Vorräte von Taseläpseln Ta die Nachfrage sehr gering ist. wollen die Landwirte sie als Diehsulter verwerten. ):( Au- dem Dieichenbachtal. 7. Ian. Gestern abend gegen ' V llhr. »og in nördlicher Richtung unter einer gewaltigen Entladung ein Gewitter, begleitet von einem ungeheuren Sturm und Hagelwetter über unsere Gegend. .?*' AuS dem Niddatal. 8. Ian. Das erste Gewi tter i m neuen Jahre ging am Freitag abend 8 llhr über unser Tai. Ee war nur kur; unb von starkem S arm begleitet. Infolge ber anhaltenden Niederschläge ist bie Nidda rasch gestiegen unb führt Hochwasser Hrcis Schotten. • Schollen. Z. Ian. Vom Streif amt Schotten wirb uns zur Notiz über Schularzt in Nr 5 unsere- Blatte- berichtigen!» mitgctcili "er Schularzt ist für ben ganzen KreiS C. otten bestellt, für bas laufenbe Jahr werben zunächst 8 Schulen besucht Von Ostern ab kommen weitere hinzu, bis alle Schulen sich in regelmäßiger ärztlicher llcbeewachunz bc- finben." • Gebern. 8. Ian. Untere Stabtschwe - st er hat im Jahre 1 927 4139 Krankende uche, 5 Nachtwachen und 2 Tageplle^e i gemach!. Sehr viele Familien bürsten außerdem durch die Sladt- schwester in Krankheit und Not unentgeltliche haft erfcheiut, wo dieser Krieg härtere Formen annehmen wird, dieser äußerst - St lieg gegen die überwuchernde, überfchw mmend . in sich selbst schon entartete Materie: der Krieg den Ge rqeo Prophetie wirklich meinte. Wo ist t> r Führ-r unter den Führern? Wo ist das große D-rbild. das durch Anlage und Haltung, durch Willen und Leistung, den Glauben entfacht unb besiegelt? Es ist derselbe Mensch, ber vor bneißig Jahren zur Selbstbesinnung aufrief, d rfelb , ber dus erste Maß nach langer Derwilderung anfrichtete: Stefan George Es ist lächerlich wenn die Jungen unb Jüngsten unter den geiftiaen Arbeitern in ihrer Un- ausgegorenheit glauben, feiner entraten, ja ihn ablehnen zu können! ES fei erft einmal einer, was er ist! GS verkörpere erst einmal einer, was er verkörpert! S ine schwach m Nachbeter unb Nachplapperer, welche, mit feinem längst ausgemüi.z en Siammgut Wucher treibend, sich in den Vordergrund zu drängen wußten und die Welt mit allerlei Heilslehren versorgen, werdcn sein Bild auch nicht verdunkeln! Dieses B Id herrsch! — und wird herrschen: denn es birgt genau dieselbe Summ' menschlicher Grundquatt- täten, welche in dem L bcnäito rfe de- Dich'erS gebannt sind! Nicht auf bie Georgefche Lehre, fo wie fie etwa im »Stern des Bundes" enthalten ist. kommt es an (eine Lehre ist deutbar, auglegbar, anfechtbar, du sie ja immer mir als Projekuon in tausendmal abaeftuftc LebenSzu- stände hinein zur Wirkung gclangm kann), sondern auf da- gewaltige menfchliche Urbild, dem fie entfloh So zum eignen Gesetz, zum eignen Glauben stehn wie er: dus ist es, was not tut. Und untergehen können für diesen Glauben, wenn es gefordert wird: da- ist der letzte, der geheimste Sinn der ewigen Ermahnung welche Georges einfaches Dasein in dieser Zell ein- lchließ'. Das ist der Beweis dafür, daß ber Mensch wieder seiner höchsten W ihe fähig ist. feiner äußersten Erhebung in die Gott nähe vor dem Eingang in Gott selbst. Keinem heute Lebenden kann George nur ein Atom der äußeren Lasten abnehmen, die er zu tragen hat: aber sein Vorbild kann den dunkelsten Weg auflichten und dos bitterste Alleinsein verklären Es ist im Lause der Geschicke, die uns allen die letzten Jahre gebrach! haben, erneut erwiesen worden, daß der Weg b r Dollenbung der Weg der ununterbrochenen Verantwortung'n ift. Und nich's verpflichtet fo sehr, als bas Bekenntnis zum Geist Tt un» treue Pflege erfaßter Möge auch ht viesem Jafcte die selbstlo e, liebevolle und schwere Arbeit der Schwester Tina der Einwohnerschaft -um Segen gereichen. _ Babenhausen II, 8. Jan Die von dem Fahrunternehmer Jakob- Unterieibertenrob nach (Einftelluna der Postautollnie iyelblruifen—Loben Hausen—Muck, eröffnete P r i o a t a u t o l i n i e droh« jetzt einzuaehen. Der Besitzer hat den beteiligten Okmetnben den Vertrag gekündigt und oertongt einen höheren Zuschuß, ohne den das Un- ternchmen nicht rentabel wäre. Man dod Holsen, das, Im Interesse der beteiligten Gemeinden eine Einigung zustande kommt, damit die Autolinie, die für die abgelegenen Gemeinden von großer Bedeutung ist. erholten bleibt. Sollte dos aber nicht der Hall sein, so wäre zu wünschen, daß sofort mit der Po st Verwaltung Derhandlungen zwecks Beuerossnlmg der Strecke Lobenhausen II—Mücke emgelettet werden. Sicherem vernehmen nach ist die Postoerwoliung zu Verhandlungen bereit. Stornsel«. 8 3an. Ml ihrem 60 Geburtstage beging dieser Tage uns?r Hebamme Elise Dö11 ihr 40jährtges Dien st- jubiläum Seitens des Krelsallundheit-- amtes und der Abteilung für Gefundß-.t-pflege beim Mf Ministedum wurde die 3uWann durch Averkennungsichrriben ausgezeichnet. Die Gemeinde bekundete ihre Dankbarkeit durch lieber» rdchung eines Eichensessels mit emgeschn tzt«r TWfmrung. währerrd die Mütter mH praktischen Geschenken auswarteten. Ärcie Alsfeld. -er. Homberga.d. Ohm.8. 3an. 3*n einem Aus schrei den des Vorsitzenden des Obst - und Gartenbauoereins de- Kreises Alsfeld werden hie Baumbe'itzer im Kr ise gebeten, 'BJufflv nicht bewährter Obstsorten, die sie umpsropsen lassen wollen, bei den Bor- sihenden der '.tot-igDeretne alsbald anzumelden. Au« diesem Anlässe sand hier zunächst in einer Sitzung eine Vorbesprechung statt, die am folgenden Tage in Anwesenheit des Kreisdirettor« Dr Stammler ihren Abschluß sand. Ss haben sich 86 Baumbesitzer gemeldet, die ihre Baume umpfrovfen lassen wollen. Der Kreisdirektor drückte feine Freude über die große Zahl der Anmeldungen aus. Um diesem Unternehmen die größtmögliche Verbreitung angedeihen zu lassen, haben das "Reich die Landwirt schatt«- farnnrer und der Kreisobstbauverein au den Um- Pfropfarbeiten namhafte Zuschüsse in Aussicht gestellt. AufAnordnung des Krci-lchulamt«. das vorher mit dem Kreisgriundheitsamt Verhandlungen pflog, mußte hier die Volksschule wegen Masern gleich am ersten Schultage im neuen Jahre bis auf weiteres geschlossen werden. Die höhere Bürgerschule. deren Leitung dem Ministerium direkt unterstellt ist. schloß sich dieser Maßnahme in einsichtsvoller Weise auch an. da ihre von auswärts kommenden Schüler der Verbreidmg einer solchen Krankheit nur Vorschub leisten würden. - Die schon saft ein Vierteljahr im Gange befindliche heikle und viel Staub auf- wirbelnde Angelegenheit der Anstellung eines Gemein de schäsers hat endlich in Anwesenheit des Kreisdir^tors und durch dessen Vermittlung einen für die Mehrzahl der Schaf- bekitzer befriedigenden Abschluß gefunden. Der seitherige Schäfer Wirthwein gilt als fest gemietet. Kreis Lauterbach. la. Lauterbach. 8. Ion. Seit Herbst tritt in vielen Orten unseres Kreises jene leichtere Art von Typhus auf. die man al« Paratyphus bezeichnet Die Ursache dieser ansteckenden Krankheit hat noch nicht f e ft gef teilt werden können Der Genuß von schlechtem Trink- Wasser kann die Udoche nicht fein, da die Krank- beit sich bis InS S ch l i tz e r l a n d hinein verbreitet hat und die Orte somit räumlich weit auseinanderliegen. Bis jetzt Ist die Krankheit nicht bösartig ausgetreten, immerhin vergehen säst zwei Monate, bis der einzelne die Krankheit Überwunden hat. Zur Beunruhigung liegt für die Bevölkerung aber kein Grund vor. Starkenburg. ' D a r m st a d t, 8 Ian. Die nächste Schwurgerichtstagung wird am 7. Februar beginnen; es wird über eine Anklage wegen Mordversuchs und eine Reihe von M e inet d s s Ü I l e n nerbanbelt. — Dieser Tage verunglückte in dem Steinbruch der Gemeinde A s ch b a ch bei Waldmichelbach ein Steinbrucharbeiter tödlich durch einen her - abstürzenden Fel « block. Wie die Blatter Die Sonne als Langschläfer. Doti Professor Or. Rüfltrmann. Nachdruck verboten. ©♦it es Menschen gibt, die in den gen äßig'.en ober gar falten Gegenden unterer Erde uaufen. f° lange haben sich auch schon empfängliche Ge- mäler der Freude darüber bingegeben, wenn fid) die Tages bahn der Sonne nach Uebertoin- bung he9 kürzesten Tages allmählich wieder zu vergrößern beginnt, uns längere und immer längere Tage veryei,'»enh. Und dies wird «ärgerlich ander« werden, lo lange Menschen auf her Erde l&r Brot essen, wie der Vater Homer zu lagen legte. Aber wenn man das Lüngerwerden der Tage ein bißchen genauer beobachtet fo fillt Wort ein eigentümlicher Umstand auf: Im Lause her ersten Januarwoche verfrüht sich der Sonnen- ousgang nur um etwa 3 Minuten wahrend sich der Sonnenuntergang um 8 Minuten hinaus- kbiebt. Sn der ersten Hälfte des Sanuar wird der Sonnenaufgang nur etwa 7 Minuten früher. sich der Sonnenuntergang um beinahe J»a« Drei lach, nämlich um etwa 19 Minuten ver- TWiet E« scheint allo beinahe so als ob das frühere Ausdenfedernkriech n der Sonne cben'o schwer wird wie manchen M-nschenkindern. während sie das längere Aufbleiten des Abends um so mehr tu schätzen scheint Woher kommt Mete merkwürdige Erscheinung? .1 5* ’A 61 fr um keine wirkliche Himmel«, erlcheinung handelt, ist fiar. denn in unseren obigen 'Bemerkungen haben wir sa Aus- und Untergang der Sonne nach der Uhr bestimmt während e« doch oslenbar viel vernünftiger wäre aerahe umgekehrt hie Uhr nach dem Gang der Sonne einzustellen Sn der Tat wenn wir Sonnenaus- und -Untergang nich: durch untere W 'estlegen, sondern vom tüi.ich n Höchststand Ber Sonne rechnen, den die Astronomen den wahren Mittag nennen, so geht die Sonne an jedem folgenden Tag um fast genau diese! Zeitspanne eher auf. als sie später - ,-ter.r.' jetzt melden, soll die Fra» des Verunglückten in der vor angehenden Macht einen Traum gehabt hoben, wonach ihr Mann durch einen berabstürzenden Stein erschlagen wurde. Sie habe am Morgen ihren Wann inständig aber vergeblich gebeten, nicht zur Arbeit in den 5teinbruch zu gehen. Bheinheffen. Lptz. Mainz, 8. San Hm Samstagabend fand bi: e rft e Herren!itzung des Mainzer starneoalverein» im Jubeljahr 1928 im großen Stadchallesaal statt, an der etwa 7HOO Personen, 6 nunter viele auswärtige (Wfte, teilnahmen. Erschienen waren unter anderem Oberbürgermeister Dr. Ä u l b mit sämtlichen Beigeordneten, Oberbürgermeister a. D. Dr. ltzöttelmann, Provinzial- birektor Geheimerat Dr. Usinger, Bc-ichsbahn präflbent Lochte, LandgerichtsprSsident Dr. Sti« gell, Oberregieningsrat Damm vom Finanzamt, Oberregierungsrat Lanz vom Reichsoermögens, cmi, sowie zahlreiche andere Vertreter der staatlichen und kommunalen Behörden und fonftiae Ehrengäste. Außerdem hatten Abordnunaen entsandt die 1. Dresdner kornevalgeiellschaft ..Die vom Rhein' und die Karneoalsgesell- schäft Bad-Nauheim, die eigene gekommen waren, um dem veranstaltenden Verein Grüße und Glückwünsche zu [einem 90jährigen Bestehen auszusprechen. 3m Zeichen dieser seltenen Geburt» tagsfeier stand denn auch das ganze reichhaltige Programm de» Abends. Preußen. flrciö Wetzlar. S Wetzlar. 8. San. (Eine unangenehme Ueberrafchung trUb en die Inhaber der Hotels .Herzogliches Hau«" und »Gasthaus zum Dom" in der vergangenen Woche, indem ihnen durch die Stadtverwaltung als Besitzerin der Debaud? die Kündigung zum I. Juli d. 3. zugestellt wurde. Beide Gaststätten liegen nebeneinander auf dem Domplatz. Ersteres ist schon vor dem Kriege, letzteres während der Nachkriegszeit von der Stadt erworben worden. Wie verlautet, soll ein großer Um- und Ausbau in modernem Stile sttUtfinden. da die UnterkunftsverhAt- nisse in Wetzlar sehr zu wünschen übrig lassen. Man spricht von einer Aktiengesellschaft, die für dielen Zweck gegründet werden soll. - Da« frühere Vorstandsmitglied der hiesigen V o l k s b a n k, Karl Drescher, der gleichzeitig erster Geschäftsführer der Bank war. ist verhaftet und nach Limburg überführt worden. Die Verhaftung hängt zusammen mit den Unstimmigkeiten bei der Kassenführung und Kreditgewährung durch die Vanlleitung während der letzten Jahre. Bekanntlich war im Sommer v. I. in einer außerordentlichen Generalversammlung von den Derbandsrevisoren ein Verlust von über 80 000 Mark errechnet worden, für den die Mitglieder auszukvmmen hatten, wenn es nicht gelang, zweifelhafte Forderungen usw. wieder hereinzubringen. Hierbei wurde von feiten her Revisoren an der Geschäftsführung äußerst scharfe Äritif geübt. Durch das geschlossene Eintreten eines großen Teils der Mitglieder ist die Bank vor weiteren Erschütterungen bewahrt geblieben, doch müssen die Verfehlungen de« Drescher immerhin so groß gewesen sein, daß ein Einschreiten der Staatsanwaltschaft geboten erschien. cP Kleln-Aechtendach, 7. Jan. Gestern nachmittag sand im Beisein zahlreicher D hörden- vertreter und vieler Einwohner unseres Dorfe« die Einweihung deS neuerbauten Schulhause« unserer Gemeinde statt. Die Feier nahm einen eindrucksvollen Verlauf. In mehreren Ansprachen wurde die V.deutung diese« Werke« gewürdigt. Desangsvorträg? de« Gemischten Chors und ein gemeinsamer ®:fang der Festgcmeinde füllten das Ginwllhungsprogranun besten« aus. Der SchulhauSneubau toaroe im Herbst vorigen Jahre« begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 40 000 Mark Dilltrciv. Gufternhain (b. Schönbuch), 8. Jan. Unser Gesangverein hat sich nunmehr mit einer Sängerzahl von etwa 20 Mann neu gebildet. Als Dirigent fungiert der frühere Chorleiter Mehrer Weber bl. Beil stein b. Driedorf, 8. Jan. 'Die in unserer Gemarkung gelegene Tongrube ('Bereinigte Stahlwerke) hat den Betrieb st i l l - gelegt und die Belegschaft entlassen. Wie bekannt wird, beruht die Schließung de« Betriebe auf her schlechten Bahnverbindung, insbesondere des fehlenden Weiterbaues der Bchnlinie nach Warum besteht nun aber ein Unterschied zwi- M>en der Uhr und dem Sonnengang? Er rührt daher, daß die Bewegung der 'Sonnt, so ungeheuer groß ihre Bedeutung für da« menschliche Leben auch sein mag, doch nicht einfach genug ist, als daß wir so ohne weiteres unsere Uhren nach ihr stellen konnten Die Bewegung der Soime ist nämlich au« zwei Bewegungen zu- iammengefetz«: aus ihrer täglichen Bewegung, die da« Widerspiel her Drehung her Erde um ihre eigene Achte ist, und her Bewegung her Sonne durch den Sternhimmel hindurch, hie den Umlauf der Erde um die Sonne widerspiegelt. Diele beiden Bewegungen, von he ten her Umlauf bet Othe iun bk Sonne an sich nicht ganz gleich- müfng ist. setzen sich nicht immer in der gleichen Weise zusammen. Ss ist. um ein anschauliches Beispiel zu gebrauchen. ähnlich tote bei einem Wanderer, her jtoar immer gleich schnell gebt, aber nicht genau gleich aufenh mit her Straße sondern dauernd von einem Straßenrand auf den andern hinüder- venhelt. und zwar in versch eben schräger Aich- tuna. Ein solcher Wanderer wird, auch wenn er an f'ch gleich schnell geht, in gleichen Zeiten nicht die gleiche Zahl von Äilometcrftemen lewältigen sondern barm, wenn er hüd ch gleich'.aufenb mit der Straße gebt, mehr und wenn er «ch äg von einem zum andern Straßenrand hinüver.eht we- nt'er Ganz ähnlich steht die Sach.- auch beim Sonnenlauf, und e« wäre daher t.cher zu viel verlangt, trenn die Uhrmacher Mek m.-ritntirhi- gen Eigentü, ,lich>i:en her Mutter Sonne nach- abmen sollten Pte Astronomen denken sch ello neben der wahren Sonne eine In Wirll.chkeit Car nich: bestehende mittlere Sonne die unt- den Gdallen tut. 'ich ganz hubfch regelmäßig zu bewegen Aach ihr richten wir untere Uhren und nur trenn wir auf bie’c ettoa* künstlich: unsere >eit bet immer komm' es uns o Por. ale »ei die Sonne em '^rn 'H aler. jn Wtr5ch eit ist das gar n.cht der Fa und wit leisten tbr us die'em Grunde fc erlich Abbitte Driedorf Aussicht auf Wirderaufnohme des Betriebes bestehe noch nicht. Mreie Marburg. 3C Marburg^ 8. Jan. Gestern stürzte im nahen Dvde Marbach der 64 Jahre alte Landwirt Jakob Seibert so unglücklich vom Scheunenboden aus die Tenne, daß er das Genick brach und sofort verschied. C berweiterroa Ihfrcie. L Hohn, 7. Jan. Tie Geistesgegenwart eine» Lokomotivführer, verhinderte gestern auf der Strecke Westerburg — Herborn ein Eisenbahnunglück, das schwer- wiegende Folgen hätte haben können. Infolge de» starken sturme», der gestern orkanartig hier wütete, waren auf der Eifenbahnbrücke, di, bei Westerburg da» Elbtal überführt, einige Planken losgerissen und quer über d i e Schienen st ränge der Lrücke gewoden worden. Der Lokomotivführer de» Zuge» ob 20.03 Westerburg bemerkte im letzten Augenblicke, als schon eine Bohle sich in den Rädern der Maschine verfangen batte, da» Hindernt». und e» gelang ihm. den Zug zum Stehen zu bringen. Naturgemäß bemächtigte sich der Mitfahrenden, al» sie auf der Mitte der langen Brücke von dem Unfälle horten, ein nicht geringer Schrecken. Nachdem die Oinder- ntffe entfernt und ein großer Teil der Neisenden zu Fuß an da» ander, Ende der Drücke gelangt war. konnte der Zug mit einiger Verspätung wieder wei- tcrfahren. Zum Glück mar weder Perlon- noch Sachschaden zu beklagen. Stirnen, Spc Oie Wettkämpfe beim Deutschen Turnfest in Köln. In her ..Deutschen Turnzeitung" werden jetzt auch die Geräteübungen für die MchrkätTwfc beim 14. Deutschen Turnfest in Köln veröffentlicht, nachdem die vollstümlichen Uebungen für die Mehrkämpfe bereits vor einiger Zeit bekannt- gegeben worden sind. S« finden für^Männer ein Zwölfkampf (Sieger wird, wer rnindesken« 160 Punkte erreicht), ein Zehnkampf (mindestens 150 P.), ein Fünfkampf in volkstümlichen Hebungen «mindestens 75 P.) statt, ferner für Aelterc (in zwei Klassen) ein Acunkamps (mindesten« 120 P.) und ein Fünfkampf in volkstümlichen Uebungen (mindestens 75 P.). Die Frauen bestreiten einen Siedenkamps (mindestens 93 P.) und einen Dierkamps in volkstümlichen Uebun- aen (mindestens 60 P ). Außerdem gibt es noch folgende Sinzel- und Mannschafts- kämpfe alS Meisterschaft-kämpfe: Für Männer: 100-m-, 200-m-, 400-m-, 800-m-, 1500-m-, 5000-m-Laus, l 10-m-Hürdenlauf, Hoch- sprung. Weillprung. Stabhochsprung. Äugel ft oft. Steinstoh, Schleuderballwurf. Sveerwuri. Diskuswurf: «y'lOO-m-Ctaffel. 4>400-m-Staffel. 3x1000- m-Staffel. 10' Zweirundenstaffel al« Kreisstaffel. In jeder Uebungsart werden 20—25 Bewerber zugelassen, die die Windestleistung. wie fic für die Meisterschaften 1927 geworden war, erfüllt haben müllen. Für Frauen: 100-m-Lauf. Hochsprung. Wett- sprung. Kugrlstoß. Speerwurf (600 Gramm). Schlagballwurf. Diskuswurf (1 kg). 4X100-m- ötaffri. Gleiche Vorbedingung wie bei den Männern !?ußbattOlympia-Elf gegen Kombinierte Elf 4:3 (1:0). Aach durchweg interessantem Spielverlauf vor rund 23 000 Zuschauern blieb gestern beim zweiten AuSwahllpiel in Nürnberg die Fußball- Olympia-Llf über die Kombinierte Elf mit 4:3 (1:0) siegreich. Die Olympiaelf stand wie am Freilag beim ersten Spiel in München, doch hatte sie durch Einstellung Kutterers und Schmidt II eine gewichtige Verstärkung erfahren. Tie Kombinierte Elf in Hurnberg wurde durch Panzer- Hof angeführt, der eine gute Partie fieferte. Die erste Halbzeit verlies bet prächtigen Leistungen auf beiden Seiten bis knapp vor Halbzeit torlos. Beide Stürmerreihen kamen immer wieder vör das gegnerische Tor. und beide Hintermannschaften hatten harte Arbeit zu verrichten. In der 44. "Minute ging die Olyvipiaels durch Schmidt II überraschend mit 1:0 in Führung. Die kombinierte Elf lieferte dem Geg- ncr ein durchaus eoenbürtiges Spiel. Auch nach dem Wiederanstoß hielt sie der Olympiaelf stand und konnte sogar in der 52. Minute au-gleichen. Panzer hatte einen .Fehler der gegnerischen Geschichten von Wilhelm Busch. Zwei Jahrzehnte ist her Einsiedler von Wiehen- sahl und Mechtshausen, her Meister des nieder- deutschen Humor«. Wilhelm Busch, der irht- Icben Lust und Trübsal entrückt, aber feine einzigartige Kunst her Bilder und Heime ist lebendiger denn je. und er gehört zu den größten Lieblingen seine- Volkes. Immer tle'er ist die Erkenntnis in da« Publlkum gedrungen, daß man c« hier nicht mit einem harmlo'en Spaßmacher ..für hie Jugend" Su tun hat sondern mit einem jener großen Dellen, deren Humor die Träne im Wappen führt, und seine ha« Leid durch den Witz über- windende Persönlichkeit, wie sie uns au« seinen philosophischen Brie en und seinem Leden enl- ?egenlritt, ist un« immer teurer r.etoorhen. Aus em luftigen Treiben her Münchener Künstler- gesellfchaft um die Mitte de« vorigen Jahr- hundert», her Busch angehörte. ist sein Humor bervorgewach'en. Aus Kneip-Ze.tungen und Karlkaturen-Men entfaltete et sich zu seinen unsterblichen Werken. Schon damal- saß er still bei’eitc im Künft'.erverein -Jung-München", und nur ein lustiges Zwinkern her hellen Augen per riet, wie tchirs er beobachtete. Ein Stuck vom Eulentpiegel steckte in ihm. und einen dieser Streiche hat uns Theodor Piri« erzählt ..Wrr Jung-Münchner hat:en die Gepflogenheit daß. wenn einer von un« auf längere öeit verreiste, wir un« vollzählig beim Ablch ed auf hem Bahnhof einsanden So trafen wir auch einmal an einem rauben Frühlingsmorge" nach bur4>- kneipter Aach Lort zusammen, um un e.m Billch ka« Gelett zu geben E« wi nmel t von hunfit» übernäch igen Gestalten unh alle, suchte nach Bu'ch Die Lokoniotive p'isf zur Ab'ahrt. ober er war niroendS iu erblick.-n. Da ries plbtzl ch einer Ja ist nich: tc.tr der l 21;rdr und de ging uns allen ein L ch: auf. 21!« Busch *L feinen ersten Bilderge'ch chre« hervortrot 'ank er nut ichoer einte 'S« c »c r und e'om fü: s.-tne Sache i ie bijfcm Ta..' nbe und Aberta :>nd- einbrach.en nur geringe Honorare Auch Ijäter Mainaaii. Lpd. Frankfurt a. TL. 8. Jan. Sm grobe» Schadenfeuer entstand in der vergangenen Aacht in der Korkfabrik in her Hanauer Landstraße. Aus bisher noch unbekannter Ursache war im Kvrfiager dn Brand aungebrochen der sich schnell ausdehnte. Die Arbeit der Feuerwehr war durch starke Aauchfchwaden behindert. so daß sie nur mit Aauchapparaten i1 arbeiten formte. Aach mehrstündiger Tätigkeit war die Hauptoesahr beseitigt. WSA. Höchst a M 7 Jan. Vorgestern abend hat das Stadtverordnetenkollegium von Hdchsi in namentlldber 7:bstimmung mit 24 gegen 10 Stimmen be chlollen dnEngemein- dungsantrag zwischen Frankfurt a M und Höchst anzunebmen und damit der Eingemeindung von Höchst nach Frankfurt zuzu- stimmen. Aachdem der 5tabtve.-orhnetcntx>t- Heber über den Bertroa referiert hatte kam Bürgermeister Dr. Müller noch näher ans die Bedeutung der Eingemeindung 'echS dafür und einer dagegen und von her Bürgerlichen Bereinigung der größte Teil dafür und ein geringerer teil dangen war Die Kommunisten stimmten gegen die E.ngemelndung. Zum Schluß wurde noch eine Entschllehung angenommen. in der um beschleunigte Durchführung der Einaemeindung ersucht wirb rf und Spiel. Verteidigung ausgenutzt unh über den heraus- laufenden Stuhlsauth hinweg zu 1:1 dn- gelenkt. Zwei Minuten später holte die Olympia- cls durch H o f s m a n n-München auf 21 au* und wenige Minuten hierauf durch Schmidt II auf 3:1. Durch eine prächtige Leistung stellte Schmidt II sodann ha« SracbnÜ auf 4:1 Vun wurde der Kampf scharfer. Bei her Olympiaelf mußten Heger und Leinberger durch Verletzungen ausscheiden. während bei der Kombinierten «f Hagen vom Platz getrager wurde. Der Kampfgeist bd her Kombinierten ließ nicht nach. Don Pan-er ange'ührt, kam dann der Sturm immer wieder vors Olymptatoe. In der 68. Minute holte Panzer auf 4:2 aij unh zehn Minuten später stellte Sorg das Aesultat auf 4:3. Der Kampf flaute nunmehr stark ab. Die Olympiamannschaft kam stark auf und ihr Sturm setzte sich in der gegnerischen Hälfte f.ft, wo er aber an hem prachtvoll arbeitenden Kut t e r e r einen schwer zu überwindenden Gegner t>otf anb. Tte Olympiaelf zeigte diesmal ganz an her v I ßeiftunaen, als beim ersten Spiel in Münchei' Tie besten Leute waren Kutterer und SajnritH II und hie ganze Läuferreihe. Auch alle übrigen I Spieler führten sich gut ein unh besten bereif? | tigte Hoffnungen cxiftommen. Fußball Bunöespokal Zwischenrunde 3n Aamburg konnte gestern Im Spiele 1 Aorhbeutschland gegen Weftheutsch- land tröst zweimaliger Verlänqcrung kein I Entscheidung «Zielt werden. Das Spi. stand bd diesem Zeitpunkte 4. 4. als sich her # -3chlcd«richter Müller Karlsruhe, aenf-tigt lab I da« Spiel abzubrechen. Die westdeutsche E'.> war *■ im ganzen Spiel ldcht überlegen unh fand sich . mit hen schlechten Bodenverhältnissen bedeutend besser ab. Die Mannschaft des Aordens fand ? nie den richtigen Zusammenhang Westdeutschland ging kurz nach Beginn durch Schlösser 1 in Führung. Durch einen Elsmetcr. den Florn | verwandelte, konnte her Vörden noch vor her i Pause ausaleichen Der westdeutsche Torwächter - Pesch mußte wegen einer Daumenverletzung geraume Zeit aussetzen. Harder brachte nach j dem Wechsel Vorddeutschland erneut in Führung j aber Sackenheim konnte kurz vor der regieren Spielzeit das Aus^lcichstor für West- deutschland schießen. Mit 2: 2 endete die regulär. Spielzeit In her ersten Verlängerung war West- | deutschland fiar überlegen und erzielte im Anschluß an einen Eckball da« hrttte Tor. Aord- heutschlanh konnte aber durch Wiedmann abermals ausgleichen In her zweiten Verlängerung führte llLr. heutschlanh d «HHarher4:3. bis Sackenheim durch einen Kopfball ha« 4; 4-€4:ubeTgebni« Herstellen fonme. j3or 8000 Zuschauern standen sich am gestrigen Sonntag die Pokalmannschatten von Mittel- hat sein Verleger mit ihm da« beste Geschäft gemacht, und als er einmal mit ihm wieder emJw recht unc.fmftlgen Vertrag geschlossen und weick^V herzig meinte: „Du darfst dich aber nun nichj ärgern, wenn ich mit deinen Sachen viel Der4 hient,“ da erwiderte Busch überlegen .Wewck ick»'« tue. werde ich dir « nicht sagen". WütenkGM aber konnte er werden, trenn man den Sinn feint Afl Kunst verkannte. Ms sein Verleger die ..Fromm.- Helene" als ein Buch „mit 180 Illustrationen* 11 ankündlgte. schrieb ihm Busch Da« kommt mir R vor. tote toerm man In« Blättchen einrückte ■ -Cin Hausschlüssel ist zu verlauten mit einem R Auufe daran." Es ist doch wahrhattlg ein Unter- 1 'chied zwischen einem Buch, da« tn BUdern g<- ■ schrieben, und einem solchen, da« in Worten I geschrieben ist " Die Bilder waren ihm die W unh Me K J. .: er nur blreux. W -weil die meisten Menschen otn. bae r cht richtig ■ lefen können Böse tonnte er auch werden 8 trenn rin Bewunderer meinte, hie Ge'chich:en 1 •le er j ' nb rr.t: ir^f’.’ - , . , rb.-ch: und sorg'am 1 ^und in einem Briefe fügte er rinmal. 1 -Di-fr Dtnge muf en in ihrer Weise Schliss und Form haben. ttirnU sie geläufig in« Gedächtnis ll" , ■ vr 1 ’ .. '.h • i I otn. Unermüdlich zeichnete und beobach .efe!l'chaft vor bis A^rSste. me r 8« war r',xx • t ptinl ch unh ekelhatt ich • • m* w nn ich , eO1' tw; ? 'Wfßkfcoii Irtle mdi# J^T Sttcht» w Mi Es fobl ül ■Mw “ imtfj n Mio «ch, e JnJ i hetil »mstr Mt ®tie| ■rb CNortotlfl lilhi c - " f •’S San r » % Mm ä T < Mba ä ‘ O NNi tim Jcnt'l Ci Lch X 9t) bn 2. stöeater-ck A iltidt HEr iii r i.tll'. |t tfHj iu ■ i* = . zllsen bhnrfch» Js-X * J« Nr,3 ler.« U' -rt w Mi I» W.rIN't Xi d i s" V n 3 i n ÄJ1 * Z SranHurt . ®u' SHs eÄt SM Segen Unh yjtaßi * »Ht« xS^te 'Ven war », SfftS viel. t über d« btxiiu blnlveg iU 17^' k holte dir Olijnih,/ fÄ ,uf 2:1^ ßcilhinfl ftrfL-. Mrser. k-, >vKend bei fr, *«ÄÄt WeWrt. tarn bar >ort OIpmMt 3r auf 42 au) mrk öötflballtiutic, «M start ab, ®jf Jaul unb ihr Stunr > ^lste ft fr J arbeitenden flut bewindenden tojm Mtftnal ganz ander, n Spiel in München vierer und Samidt II 2. Auch affe übrige n und ließen berech n ,3Nri)enrutifrt gestern im Spie! Ien Westdeutsch- verlLngcnmg kein Verden. Das Spie e 4:4, a« sich fr- irlöruhe, gendttnl lat westdeutsche Gis wa- liegen und sand sich irhLltnissen 6tbtatoü t M HorbcrJ lant enhang. Dcstdeuisch- m dunh Schldsser Slsinetcr, den Fleet Horben noch vor der Meulsche Torwächte; Dauinenverlctzung g# arber bracht« nae ib erneut in Führung e kurz vor der reg', gleichslor für D-' -2 endete die reaular ilängcrung war Mr- und erzielte mi > i dritte Tor. Aord durch Wiedmar' >cr zweiten Aeriinze- > d.rch Harder 4^ einen Kopsball M m konnte. lden aftcii von Mittt^ i das best« Gr A mit ihm Wieberc^m geschlossen und «J® dich aber mm ,en Sachen 6 überlegen: stcht sagen, ^^ br eqer die -o. "L. J80 IllustratwM ch Das kommt, vnr iVis :n. " ihm die »ygS ^^dik S-l^ i^'^ meinte cr lä“!'8. gÄ»1-* , eine nig stoi- e ich."42ch ete ,nb ' SS '."»r orE^i- ^nn ift; lch k" Hb ee»otb«etf*Ta*B t* WeuH»r 96 5:1. B C Kaffel — bpieloerein Raffel Diszesallen. Schlechtes Zußballwetter. Destbeutschland halte am gestrigen (rnntag infolge schlechten Wetters einen großen ?Unfall von Berbandswett p eien zu beklagen. 3nt Aheinbezirk tonnte Vas Üntscheibungsfviel her ßiuppe 2 auf dem vorzüglichen Spielfeibe des tzachener Waldstadions zum (HuStrag gelangen. Ile Spiel Vereinigung Kdln-Sülz 07 tonnte vor KlX) Zuschauern einen erwarteten Sieg von 4:1 Irren Borussia München-Glabbach baoontragen. ?n Sülz 07 (teilt jetzt Köln neben dem ®. f. R. v ) dem B. f. X alle drei Gruppensieger im ItKinbejirt Mtttelbeutfchlanb Die Mitteldeutschen s. nktespiele muhten in Dresden und 2 e i p - B infolge Spielunfähigkeit der Plätze abewerben. Aber auch in dem übrigen 3er- isbezirksgebiet War her normale Spielbe- tr-.eb nicht vurchzuführen. Jn Berlin fein Gpielbeirieb. IDie s)andball ■ 2aft ihre Farben in ursprünglicher Frische erhalten haben. Um den Urlachen des „öaltnctonr- nachzugehen hat die Lrttifche Akademie einen Aus- M>uh eingesetzt, dessen Feststellungen nach einem Bericht von TL P Laurie in ver .Umschau' mit- geteilt werben .Da Ne modernen Maler " heistt es hier, .dasselbe Material und vielfach auch die gleichen Farben — ober befferen ärtaft her alten — benutzen, kann der Grun> der Ton- änderung nicht im Material selbst, sondern must in dessen untachgemäster Behandlung negrn. Aichtig gewählte Farbrö ändern sich unter den ständig gleichvleidenden Bedingungen. L men Bii- der in einer Gen^ldegalerie ausgeleyt sind, nicht: also must das Vcl verantwortlich gemacht werden." Die Oelhäutchen, die an d:r Luft Sauerstoff ausnehmen, werben mit der 3cit gelblich Durch dieses Gilben werden die roten und gelben Farben weniger beeinflußt als die vorn andern Ende des 6petltum*. Laurie beruhtet, dast j. B das Kobaltblau eines Oelgemäldes sich ln einem Arbeitszimmer fchon nach 40 Jahren in Schwarz verwandelte: als das Gemälde einige Wochen dem Sonnenlicht auügcfeN war. erschien die blaue Farbe wieder Werden Farbstoffe mit einem Oel verrieben, so hängt die Menge des an der Oberfläche her Farben reflektierten Lichter zum Teil von der Beziehung der Brechung des Farbswsfes zu der des Oelcs ab. Je geringer dieser Unterschied ist. desto geringer ist der reflektierte Anteil. Laurie verrieb eine Anzahl der üblichen Farben in Medien von hohem Licht- brcchungSverrnkgen: Blciweist erschien bann als graues, durchscheinendes Pulver: er tonnte mit Dem gleichen Farbstoff eine Reihe verschiedener Töne bilden, wenn er ihn mit farblosen Oelen von verschiedener Brechung an rieb. Auv bleien Untersuchungen läßt sich schlicstrn, dast bei den Malern zu van GpckS und späteren Feiten das Gilben des Mediums dadurck) vermieden wurde, dast man ein Ansteigen des Brochungslvessizirten verhinderte. .Die Maler jener Feit." schreibt er. -haben die Kräfte de» Oelhäulchens. da» Gilben und die Aendenmg des 'Lrechungsin-ercS. gemeistert: es ist leine Frage, daß die so oft beobachtete Xcnanbcrung an modernen Gemälden damit zu crTidtcn ist, dast jene beiden Faktoren nicht beachtet Werden." Der Sieg der Schweine über die Rtefenfchlange. Einen nurtroürbigen Kampf zwifchen milden Schweinen und einer Riesenschlange beschreibt Dr Tbarles f)ofc in seinem Buch „fünfzig Jahre Romantik und Forschung", die er in dem Sarawak Gebiet von IRorb Sarnco als englischer Beamter oerl'-ocht hat. Die wilden Schweine unternehmen in diesem Gebiet grobe Wanderungen, und wahrend einer solchen Wanderung hörte er im Urwald ganz nahe bei seinem Hause einen merkwürdigen Corrn, ein Grunzen, Oniesicheii und Schreien der Schweine, das ihm sehr auffiel Er lief fofort nach der Stelle und entdeckte dort, dast eine große Riesenschlange ein junges Schwein gepackt hatte, und es zu zerdrücken suchte. Die Schlange war von einer Anzahl ausgewachsener Schweine umgeben, bie mit ihren Hauern auf ihr herumhackten und mit den Fußen auf ihr herumtrampelten. Der Angriff war fo heftig, daß die Schlange ihre Beute fahren ließ. Die Schweine trotteten sich, als sie des Menschen ansichtig wurden, mit dem geretteten Schweinchen weiter, das nicht viel gelitten zu haben schien. Als Dr. Hose die Ricfenschlanae untersuchte, sand er sie so arg zerrissen und verletzt, dost sie unfähig war, von dem Schauplätze des Kampfes sortzuknechen. schließlich mit 8:4 (4:2) Toren sicher gewinnen tonnte. An hem Olampiatteksu» für Rückenschwimmen ! nahmen die beiden Magdeburger Amann und Schaumburg, sowie der deutsche Meister Küppers aus Biersen und T r c u s ch e l - Leipzig te'.L Küppers 'chwamrn bie 100 Meter n 1.12.6. Schaumburg- Magdeburg erzielte 200 Meier die Zeit von 2.53 Tulnerschwimm-Meiflerschasten 1929 vo. Der Schwimmausschuß der Deutschen Turner schast wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen be reite mit der Vergebung her Met st erschaffen 19 29 zu befassen haben. Bi» jetzt liegen Bewerbungen von Aitona, D a r m ft a d t und Hannover dafür vor. ten wallte, um ihr Platz zu machen und ihr einen breiteren Ueberblick zu gewahren, griff sie chnell •n die Falten der Borhänge. „Richt weiter öffnen!" bat sie: „ich möchte nicht von meinem Detter entdeckt werden'" Und dann, nachdem sie sekundenlang in das (Bewogt hinabgesehen: „Es wird mit einem un-glaublichen Fleiß getanzt." Er fürd)tete, ein Bedauern Heraushoren zu müssen, ^Wollen Sie sich auch lieber am Tanz beteiligen, Baronesse? Es ift vielleicht ein unverzeihlicher Egoismus oon mir. Sie den andern Tänzern zu entziehen — wenn Sie noch länger hier oben bleiben? .X). et ift hier oben viel, viel schöner!" Sie trat im nächsten Moment zurück und lief} die Ringer, bie beiden Verhänge wieder zusamrnen- ichließend, über d,e Draperie gleiten. Unwillkürlich ah lie ihm in die Augen. Et lag ein Glanz in ihnen, vielleicht war's her Abglanz ihrer eigenen Sorte eben: .£), hier oben ist cs viel — viel schöner!" । Da griff er nach ihrer Hand. „Ich danke Ihnen. ! Baronesse, daß sie mir das tagen!" Umsonst suchte er weiter nach Worten, umsonst wollte sie ihm mit irgendeiner Aeugerung antworten. Das Herz schlug ihr schwer und brausend bis Mim Halse hinauf, sonderbar, noch nie in ihrem 1 ungen Ledcn war sie durch eine ähnliche Stimmung gegangen. Alles war unklar in ihr. Nur eines empfand he mit Deutlichkeit, das jauch zevde Ge'ühl eines Glsickcs. Und ein inneres Leuchten und Z:enntn und Stchsehncn. Die Klänge de- valse bleu, diese sehnsüchtig-verliebte Weite, bte sich rings durch ben großen Raum ichwong, umschmeichelte auch die beiden jungen Herren und hüllte sie ein fn em Ningendes Meer von Sehnsucht, von Verheißung und Erfüllung. — Ja. es mar em Licbessrühking! Wie es geschah — Dietmar! wußte cs nicht. Er neigte sich plötzlich über sie. als cr unmittelbar hinter ihr gestanden. Ohne Ueberra'chung, ohne Se< stür.zony — und auch ohne Widerstreben hatte s-.c sich in seinen Arm geschmiegt, da er sie an sich ge- zogen. Ihre Sippen hauen sich gefunden. Es war so natürlich — es mar fast etwas 3elbH= oerftändsiches gewe'.n. Ohne einen Hauch oon Aufdringlichkeit seinerseits. Ohne einen Hauch oon allzu bereitem Entgegenkommen ihrer Seite: So zwanglos, so natürlich, — so ganz dem eigenen unbew ihren Empfinden enffpredjenb, das voll Entzücken seine Resonanz im Entzücken des andern sand! — Wortlos lehnten sie aneinander, beide innerlich mit ihrem Erlebnis ringend. Beide nach Klarheit, nach einem Pfade suchend, der nun die Brücke in jenes Land werben mußte, das sich ihnen eben so urplötzlich aufgetan. - Seine Hand strich weich über ihre zart geformte Schulter unter dem buntgeblümten Fichutuche — „Und es gibt doch eine Liebe auf den ersten Blick", sagte er aus feinen Gedanken heraus. „Sie find zum critenmol wirklich völlig in mein Leden getreten, als mein UnglütfefaU uns neulich zufaminenführte, Ba roneffe!" Ste hörte ihm mit geschlossenen Äugen zu, noch immer an feine Brust gelehnt, ba er sie in seiner hachgemachsenen Schlankheit um ein Stück über ragte. Rur nicht die Äugen wieder öffnen müssen! । dachte sie, nicht m den Alltag wieder eintauchen müh ! fen, und dar Gewirr so vieler gleichgültiger Men- : 'chen um mich sehen. — Denn war sie setzt eben I md>t dahingeglitten, eingehüllt wie in eine Atmo । iphöre von eroenentrückter Schönheit? Ja, neulich nn Schlosie ihrer Großmutter mar er wirklich zum erstenmal oöllig in ihr Leben getreten. Bei den Begegnungen früher waren sie m Einleitungskomps Wurde Fritz H lau» - Stuttgart ebenfalls in der dritten Hunde durcki Schuhmann-Stuttgart k. v. geschlagen Die Suniorbobmciflerfc^ofl von Deutschland im Zweierbob errang mit einer Fahrzeit non 2:7,2 und 2 12^ allo mit in »gesamt J.20 Mm. der Bob „örorbbfrg oom 5 o b f I ii b Schreiberhan oor 11 Teil i ehmern. Kleine Strafkammer Wehlar. Gegen ba» Urteil erster Instanz, da» wegen fahrlässiger Körperverletzung auf V Mark Geldstrafe und wegen Uebertretunp de. Krastlohrzeugoerordnung auf in Tlf Geldstrafe lautete, hotte ein Kraslwagensiihter aus Slraßebersbach Berusimg emaeleg! Der Angeklagte durchfuhr im Juli o. I. tirnnngfhäufen mit seinem mit Bohlen beladenen Krattivogen Du Bohlen ragten etwa 3 Meter über bo* Hintere Ende de» Wagens hinaus, tin cm/r Stroßenkrummun'i bemerkte der Angeklagte einen vor ihm recht» tob renber Radfohrer. 9m Begriss, diesen zu überholen drehte er etwas nach llnt» ab. Jnsolge de» femlsien Zustande» her Straße glitt her Wagen hinten ab und nitschte nach recht.-, wobei der Radsohrer durch die überragenden Bohlen einen Stoß erhielt und nom Rod slog, glücklicherweise ohne Verletzungen ichwererer Art daoonzutrogen Der Angeklagte will keine Schuld an diesem Unfall haben. Dav Gertchi gelangte aber, gestützt auf bas Gutachten bev Sach Dfrftänbiflen, boch zur Ansicht boß brn Angeklagten bie Schuld treffe nnb verurteilte Ihn. indem es eine einheitliche Handlung annahm, zu öO Mk. (Belb- strafe evtl. 10 lagen Gefängnis, sowie Auferlegung der Kosten des 93erfahrene. Ein Ehepaar aus Hermann st e,n war in erster wegen SRtft6fäl|<6una |U le 300 Mk Geldstrafe, hilfsweise je 30 Tagen ör fangnie verurteilt, auch war aus Uruib.prblifafion erkannt worben. Hiergegen legten beibe Berufung ein. Der Ehemann behauptete, er habe keine Sdjidb. ba er sich gar nicht um bas Milchgeschäft kümmere, sondern nur das Wegfahren besorge. Die Ehefrau will auch keine Fälschung der Milch vorgenommen hoben, dagegen aab fte zu, bas Wasser, bas sie zinn Spülen her Melkeimer benutzt habe, in bie Milch gegossen zu haben, bles fei in ganz kleinen Mengen geschehen. Ste habe sich nichts Unrechtes dabei gedacht. Das Gericht sah fahrlässige Handlung al- vorliegend an und erkannte auf ® e l b ft r a f t n oon j e 50 M k., Hilfs weife je 10 Tage (Befangnl- unter Auferlegung der Kosten. Amtsgericht Wetzlar. Ein früher In Wetzlar bei einer Holzfirma tätiger Fuhrmann hotte sich dadurch des Betrug, schuldig gemacht, daß er bei einer Reih,- oon Gastwirten in Wetzlar und Umgegend Zechen inacht«- unter dem Vorgebea, seine Firma bzrn deren Holzmeifter komme für die Zeche auf. Eli Gastwirt- ließen sich auf diele Ar! um kleiner. Beträge schädigen, bis sie schließlich hinter ben Schwindel kamen. Nunmehr unter Anklage gestelli erklärte der Rosselenker, damals aus Verzweislung gehandelt zu hoben, ba er von der Firma entlassen worden war. Er ift aber bereit, den Schaden miederguiziimochen. Das Gericht erkannte au« 30 Mark Geldstrafe. Hilfsweise 6 Tage G>- »ängnis. Dem Angeklagten wurden monatlich.- Ratenzahlungen von je 5 Mk. bewilligt. Ein Reisender aus Eberftadt der unbefugt im Preußischen Hatislerhanb'I betrieb, wurde bet wegen zu 20 Mart (Selb(träfe, hssssweite 4 Tagen Hast verurteilt. kicher Fürforq« mir mit Hngmonb die warme Bouillon etnflöhten! Damals — als Sie au» dem Bettranb so unmittelbar vor mir saßen — —" er hielt an, weil er nach Worten suchte. A,n liebsten hätte cr gesagt: „Damals schon habe ich Sie so ent Zückend gefunden!" Ader das erschien ,hm banal und oll jein augenblickliches Glücksgefühl schlug wirtter über ihm zusammen über jede seiner Erinnerungen, als sie seine Hand preßte, ihm in die Augen sah und dann wieder troumofrioren meinte: ,.Doß Sie damals toleber zum 2eben erwacht sind — (Bott, wie jchon ist das, Dtetwarl. Ist es nicht herrlich, da» Leben? Hören Sie, rote cs ring» inn uns jauchzt und brauft — Er bedeckte von neuem ihre Hand mit Küssen bin ein Sonntagskind im wahrsten Sinne des Wortes! Prächtige, liebe Eltern. Ein schönes Vater Hous. In der Schule ging alles glatt Das Jahr als Einiähriaer war famos. Und jetzt das Srubinm, cin- sach föftUd) bei solchen Kava Zitaten. Utber allem meine herrliche Heimat im Elsaß hier. —- Unb nun bas Allcrköftlichste: Sie, Melusine!" Ste hörte Ihm mit leuchtenden Augen zu. Im stillen ging sie in (Bebanlfn immer um eine ähnliche Etappe in ihrem Leben mit vora»ärts, wie er mit seiner Autzählung. Auch ihr hatte der Weg sich glatt unb sonnenbeschtenen zu Fußen gelegt. Auch sie roor immer auf einer goldig umflossenen Höhe dahln- gefchritten. Zwei Kinder der Sonne, zwei Kinder des Glückes hatten sich in dieser Stunde gefunden! Ob auch die Stunde des Unglücks sie gemeinsam und unzertrennbar fand. — die Stunde öe? Ur «lücks, bte keinem Mersschcnschickia! eripart blieb? Wie lange 'te so miteinander gesiüstert, g^achekt miteinander glückseUa yekchroatzt. — lie wußten er ’dbft N'cht Am Tische hatten hc sich niedergelassen und geplaudert, während ihre Hände auf dem Tisch tuch ruhten, nnb er immer wieder ihre zarten, ich? nen Anne streichelte. In ber Haupssache sprach roaht Dietwart. Sie wurde nicht müde, ihm zuzuhören. Alles, was er sagte, hatte Hand und Fuy. Ls war klar, männlich, enttchlossen, unb doch voller Verben? lichkeit Sie mußte selbst nicht, wos sie fo in feiner Art be.pDcnp: leine höre Männlichkeit, ober feine Art von ritterlicher Eleganz? (Forttetzunp folgt.) „reutfdK Schafe Schwein« Rinder 25-62 nt. Schweine 20-53 35-56 Publikum ge' am Darum 147.0 141 141.3 411 tn.s «7.» IC 4 Fünfte -Hut. 1X3.IS n s 0 91 3 lu3.9 C 177 ‘ racarf 4.19. i . >1 l».M3 144 B* i t« T k’ N i.'.rr.- t >,? » r.tfiti ili .jü Banfnotrn S4, M.97 A4 IC I • IU.» 141.3 4 73 *1 von Demetz. Bnekr und Stx in ft und Dekoration" i 4.194 4.371 21.917 II? G *.*; 75.1* n is 3d - 62 40-53 35-62 20-58 42-48 it 13 143 S ifl* IIS n IC SH.3 IW 2kr. km der 143 3 1*5.5 143 Over.ii. OBremcn Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsteldorf Elberfeld Ellen 3 rankf urt Rl. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kastel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau beleuckstung Wilhelmstraßt 3hfringftrnhc ro-irrn die Bewohner diefe9 Bezirks der S'adt sehr banlhar C i n Anwohner der Wilhelm ft rohe. 25-60 20-50 40-53 40-59 L971 9.401 18 61 24-63 20-56 20 -63 23-62 20-60 14-63 20-59 15-55 14-64 15-56 45-57 45-60 43-61 50-64 46-61 50-64 40-60 48-60 49-59 50-62 42-60 45-57 4H.73 »1.3 434 51-64 52-62 40-56 45-58 40-63 42-62 46-61 47-63 40-60 46-68 50-66 25-50 30-50 18 5V 43-55 49-74 50-63 36-81 52-110 40-73 40-80 44-74 58-80 35-82 50-75 50-80 24-60 15-57 22-62 23-62 25-63 20-66 20-62 26 -62 25 63 15-53 20-60 Rälbci 40-84 40-85 48-75 55-80 43-92 52-80 48-84 50-85 45-115 54-73 35-90 40-85 IX. 131 99.7.' »LH M.7» 3.(11 1.1*9 III.M T’n|jf fein, diesen Uedelftand städtischersest» bald abzufteuen. Auch für eine ausreichendere Straße«» 2) bringt u a. einen bemerkenswerten Ueberdlick über die euro« floern . . . SL.v^ier Rnrn..... Hott» ... . ’Ästta Unaonfib: 9iown 91.19 7146 79 49 Eingesandt. i Für Form und uiibali aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Devisenmarkt Derli» -Franks«» e. 1 Telegraphische Aus^ahtung per Pfund .•».es 2.193 3.SM Mib‘ . *G‘ !?•'! t*et an ytWeSri j e* sria. 9ita frewete Es wurden in Pie.tnig Lebendgewicht notiert in.73 »7.3 7» 91 3 Oie Kohleverflüssigung in England. Sir Artur AS h e e I e r von ber Low Tempera Iure Carbonifation machte auf der Londoner Jahresversammlung her genannten Gesellschaft Ausführungen übe< bedeutungsvolle Pläne auf dem ©ebitt der Kohieverslüffigung Er erfinde, die ©efellfchaft stehe mit bedeutenden Kohlenzechen in Verbindung wegen der Errichtung großer Anlagen der Kohleverflüssigung ©in Vertrag mit den ASkern-Druben über die Errichtung einer Anlage nut einem täglichen Verbrauch von 500 Tonnen sei brreitö abgeschlossen. Zeitschriften — Am 1. Januar d. I. feierte der bekannte lag Alexa-nder Koch in Darmstadt 40jähriges Verlagsjubiläum . I —r-r IM * a 137 hln • C«nvnt*i! iner'.e '> ant.port ung.fr wurden über Notiz bezahlt. Berliner Proonttcnbörse. Berlin. 7. Jan. Der Produktenmarkt zeigt heute das typische Wochenendaussehen. Das schlechte Mehl^schäst und das anhaltende Tauweuer, das eine Wiedereröffnuneg der Schiffahrt erhoffe, läßt, hemmten jegliche Unternehmungslust. Auch die fcfie rcn Meldungen von den ausländifi-en lerminirärf- len vermochten keinerlei Anregung zu ou-ten. Der kanadische jarmcrpool bat feine Außei »Herten erhöht. von Umsätzen in Auslandgetreide war bi-her nicht» au hören. Das Inlandangebot blieb mehr al» ausreichend, angesichts der nur sehr geringen Kauflust der Mühlen. Am Lieferungsmarkte roaren Ve Weizensichten je 0 50 Mark die Roggensichfen je 0,25 Mark abgeschwächt. Iuliroggen fen beute erstmals mit einem Depot von etwa 9 Mark g-.genüber Mai zur amtlichen Notiz. Mehl wurde zu unveränderten Preisen ingeboten und blieb fast umsatzlos. lichem Angebot auch gegenüb r den ermäßigt.-n Offerten zurückhaltend. Gerste still. Wirtschaft. Don den Schlachtviehmäi-tten. Die ersten Schlachtorehmärkte des neuen Jahres hatten durchweg einen sehr ruhigen Geschäftsgang zu verzeichnen Der wenig günstige Verlauf der Fleischgrohmärkte. die noch unter dem verminderten Bedarf der Feiertage litten, sowie der Umstand, daß der Versaw) sich nicht in dem erwarteten Umfange beteiligte, trugen zur Verminderung des Geschäfts bei Starke .Zurückhaltung übten zudem die Aufkäufer für die Durst- und Fleifchkonfervenfabriken. Der Auftrieb war in allen Klaffen dem Bedarf vollauf genügend Rinder waren etwas mehr angeboten <15 000 gegen 12 000), ebenso Kälber (6300 gegen 5300) und Schweine (88 000 gegen 82 OJOi. während S d) a f e in vorwöchiger Höhe (15 000) den Märkten zugefuhrt wurden. 6 49. 3ahrg., 2. und 3 Hest. — Die programmatischen. Ankündigungen gelegentlich der Umgcftaltu a ber i altbekannten Zeitschrift finden in den vorltegen- den Hesten ihre Erfüllung. Rur allererste Autoren kommen zum Wort und geben Einblicke in ihr» Sondergediete. So führt der jetzt nach Wien berufene Prof. Rudolf Ficker in da» Srilerlednis des mittelalterlichen Kunstwerkes ein und belegt feine fest gegründete Theorie mit einer praktischen Bearbeitung des dreistimmigen Organum „Alleluja Posui adjutorium-- von bem Hauptmeister der sogenannten Pariser Hotte Tamc-Schul« Perotinu» (um 1190 bis 1230) al» Rotenbeilage. Hans Brandenburg glossiert den Tänzerkvngrest gelegentlich der Magdeburger Tagung und entrollt ein anschauliches Zeitbild vorn heutigen Stande des modernen Tanzes Einen Längsschnitt aus der Geschichte des Salxc regma breitet Prof HanS 3 Moser aus. wohl mit der beste Kenner des deutschen Mittelalters. Brennende stilistische Probleme erörtert Dr. Robert Londheirner/Der- Z lin in »Musik der Vergangenheit und toir**. Ein bisher noch nicht veröffentlichter Brief Bufonis cntfd>eibet die Frage ob Pianist oder Komponist zugunsten de» letzteren. Das dritte Heft gibt als Sonderbeilage eigens für die Zeitschrllt eine kanonische Kurzmesse von Kurt Thomas für zwei Stimmen. .Das Theater^ (Verlag Bertin-Schöne» berg), bringt Im zweiten Dezember-Heft eine reichhaltige Umschau über die Theaterereignisse der letzten Zeit. Reben ^Irauffuhrungsberichte« an» Chemnitz, Königsberg. Lübeck, Brvunfchwrig, Bochum. Essen. Oberhausen. Änblens, Meißen. Leipzig. Kiel. Dresden und Halle haben sich u. a. eine amüsante Plauderet von Chariottze Köhn-Behrens über .Künstlerinnen in ihrem Heim", eine Besprechung der lebten Darmstädter und Prager Theaterereignisse und das Berliner Rotizbuch des Herausgebers Arthur Kürschner mit Bildern. Aambatj-in-.Kifa » i- . T ^rr? 1» komrNchu' wsrOcut't « «fleoe »Ue nl<6# ürcl-uea» «nn , *anrv#rrm lUttt b<:’r<'H.Iam» li .Nr Ä'rrtt >41X1» irlrfTT . 1< * , — ■ * i chlrl. ilrtrr . h l — • t ttudm . .7 l 'fnuitl 1 6a'.h . n _ Inn. r’bt,' ....... . » — 4.13 _ t?abmftxr t (o . . 9 d — — Fufrcx ii ... | 13.13 — S3.6 il 73 l 74.73 eflmrr c rmfobU . •« — «><:■ rtsfIraner . f. ) ' 14 4 14 M 14.» 1.73 14 C-arpc n .... V*«* fi' n ..... Fn »au wi* frrnwrft ..... 8 — ll.l 14 13.13 • 13 14 13 861 :'KrKc"cn 1 • *.» — * jnr.lmcnii f *. [> 4 11.» "tan* fOrr • 17 CGreif' * >#■» F » r — L d«rf-lk' Ä.'Kwrrff - ilr 134 1X7. .*3 433.73 •VÖC :• t*,M JU I *, 3 t —. rx» i r.t>3« Frovn'oS!«ri •17.73 ;ik 3 13#. IM 137.73 11' 3 Wrtottf IK'cnutt . . . 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