Nr. 212 Erft« Blatt 178. Jahrgang Samstag, 8. September 1928 Sonntags i*h 5«rtoge. Bttleoce: CBlthrxcr J«nnfienblitia fifteat tm Bild Tie Scholle. * Reichsmark anö 20 HH Don ber Rave, die her deutsche •Held)*tangier bei her allgemeinen Aussprache in her VölkerbundSversammlung halten wollte, eine Sensation versprochen, weil eS allgemein alt selbstverständlich galt, bah Deutschland die Gelegenheit benutzen mürbe. um daS Stocken der 2 b r ü ft u ng S ve r h an d langen zur Sprache zu bringen und auf die Diskrepanz hinzuweisen, die zwischen den fachen*- triefenden Heben und den Taten der Machte deS Bundes besieht. DaS ist beim auch geschehen, und zwar mit einer Deutlichkeit, die doch vielleicht niemanb erwartet hat. Herr Müller ist Sozialdemokrat. Sr braucht nicht erst zu versichern das, er aufrichtig an die menschhftt«- beglüd'enben Ziele des Völkerbünde« glaubt, und baft ihn deshalb nicht nur politisch, sondern auch menschlich die Art. wie der Abrüftungs- gebante sabotiert wirb, mit schwerer Sorge erfüllt Sr hat seine Hebe sehr geschickt ausgezogen. intern er auSging von bem Äcllogg- Pakt unb ben Erwartungen, die sich daran knüpfen, aber auch gleichzeitig in wirksamen Gegensatz dazu die rauhe Gegenwart stellte. Und eS war mehr als eine diplomatische Feinheit. •* # war eine sehr deutliche War - nun , . wenn er im Gegensatz zu anderen Stimmen ben Kellogg-Pakt al« günstige« Moment für die Entwicklung der Qfbrüftung in Anspruch nahm, während er für da« englisch-französische Marineabkommen nur die Hoffnung auSsprechen konnte, bah e« in der gleichen Hichtung wirke. Der deutsche Kanzler hat sich damit zum Sprechrohr der Sorgen gemacht, die ohne Unter- schied her Parteien durch da« ganze deutsche Holk hinburchgehen. @r hat auf die innere Unwahrhastigleit hingewiesen. die darin i^steht. das) da« entwaffnete deutsche Volk bei dem geringfügigsten Anlast mit den schwersten Herbaebtigungen überschüttet und al« Feind de« Weltfrieden« hingeslellt wird, während gleichzri- tig andere Staaten ihre militärischen Machtmittel bi« an die Grenzen de« Möglichen au«bauen, ohne irgendeiner Kritik zu begegnen. Gr hat daran« bm Anspruch abgeleitet bah bet Völ - ferbunb fetzt endlich zur Erfüllung beS vertraglichen Versprechen« kommen müsse, der Entwaifnung Deutschland« die allgemeine Abrüstung nach-oigen zu lassen, nachdem Deutschland feit drei Saferen vergeblich aus den geringsten Fortschritt wartet. Er feit schlicstlich auf den Tisch de« Hause« ben formellen Antrag deponiert, dah die BnnbeSversamm- '.ung sich endgültig über die Einberufung der EntwaffnungSkonserenz schlüssig wird, so hast die technftchen Arbeiten be« Vor- hereitenben Ausschüsse« unverzsglich zum Ab- 'chlust gebracht werden. Diesei, Antrag im Poft erlorb verlchwinden zu lassen, wird ein Äunft- 'lück sein, das leibt Herrn Paul-Bvncour nicht gelingt. Es ist also verständlich, bah die Franzosen über die deutliche Sprache teS Kanzler« einigermaßen entgeistert sind. Die Diplomaten vermeiden gern Drohrrngen. Acrr Mül - l er hat deshalb auch leine Drodung au«ge- fprochen, aber er Hit doch erkennen lassen, bah. wenn die Durchsührung der Abrüstung nicht gelingt, damit auch der Völkerbund sich selbst ein Todesurteil spricht. Er ist auch nicht so unhöflich gewesen, von der Räumung de« Rhetnlande« zu sprechen. 3m- merfein, wenn er daraus aufmerksam machte, dah das Vertrauen die Voraussetzung be« Völkerbundes sei. dah aber eine Reihe von Mächten dieses Vertrauen ans Ende stellten unb vorher ihre Machtposition bi« zum letzten auSzu- i’ouen suchten, so wirb jeder verstanden haben, hast dieser Pfeil auf die Des atzungSmächte gezielt war. Er hat auch getroffen, wenn wir auch nicht gl iuben. dah die Wirkungen diese« Schusses sich äuherlid? gleich irgendwie bemerk- bar machen werden. Oie Vonnitiagssitzung. Dens. 7. Sept. (MB.) Die Dölkerbunds- ncrfammlung ivibmetc sich heute vormittag u a. ter Beratung des vom Präsidrum aus Veranlassung Deutschlands. England« unb Frankreichs gestellten Antrages auf ausnahmsweise nochmalige Anwendung der Ucbergang«beftim- mungen für die Rats wählen vom 3ahve 1926 auch auf die bevorstehenden Neuwahlen. Der ctmed dieses Antrages ist. Spanien rm Falle feiner Wahl in ben Hat als nichtständiges Hotemitglieb auch gleidfeieitig durch einen werteren QDablaft ausnahmsweise sofort auch da« Prädikat der Wiederwählbgrkeit zu- zuerkeirnen. Sin solcher Beschluß bedeutet da« schon zu Beginn des dreijährigen Ratsmandats ausgesprochene Privileg, nach seinem Ablauf sofort für ein weiteres dreijähriges Mandat kandidieren zu tonnen, während Imft bis zur Aufstellung einer neuen Kandidatur im Interesse des Turnus drei Jahre gewartet werden muh. Der Antrag wurde nach längerer Aussprache mit 44 Stimmen gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Dagegen ftimmten Norwegen, Schweden. Holland unb Persien. Südafrika enthielt sich der Stimme. 5X1 rauf setzte das Haus die Generaldebatte fort. Der indische Delegierte. Mohammed Kahn, befahte sich hauptsächlich mit bat Arbeitsgebieten be« Völkerbunde«, wie Hh- gienc- unb Opiumfragen. die für die fernöstlichen Länder besondere Bedeutung hoben. Der nächste Hcbner, Adatei-3apan, verlangte u. a. insbesondere zur liebe nm nbung wirft chastlicher Schwierigkeiten, soweit sie au« dem Hattenkamps entstehen, ein Eingreifen des Völkerbünde«. Danach verbreitete i*ch der griechische Gesandte tn Paris. PolitiS, üter die Bedeutung be« Kellvgg-PakteS. Reichskanzler Müller sprach in feiner etwa halbstündigen Hebe tn der heutigen VachmittagSi ihung der Dölker- bundSversammlung zuerst sein Bedauern darüber au«, dah Heichsminister be« Auswärtigen Dr. Str'esemann nicht auch diesmal wieder Wortlührer Deutschlands sein kann und führte bann au«: „Menn ich in diesem Jahre hier die Auffassung de« deutschen Volkes vet- mttfle, so geschieht daS in dem gleichen Geist unb in dem festen Millen, in bet Organisation be« Völkerbundes durch offene und aufrichtige Zusammenarbeit mit den anderen Nationen auf die Erhaltung de« Welt- frieden« hinzuwirken. Die Bedeutung be« in Pari« unterzeichneten Pakte« zur A echt ung de« Krieges ist von verschiedenen Vorrednern bereit« tn heile« Licht gerückt worden. Ich kann mich ihren Ausführungen nur au« vollster Ueterzeugung anschliehen. Die Welt sucht heute nach neuen Formen be« internationalen Geben«, toeK sie sieht, bah wir die •Dinge nicht mehr allein mit ben Methoden zu meistern vermögen, auf deren Anwendung the frühere Politik tm wesentlichen beruhte. Die Aufgabe des Staatsmannes fordert, bafj er, im engsten Kontakt mit dem Jütten bet Völker stehend, die hindernistc beseitigt, die sich der lebendigen Entwicklung entgegensetzen, und dah er vor allem dieser Entwicklung nicht seinerseits Hindernisse bereitet. Sv erwarten den Staatsmann auch aus bem Pakte aut Aechtung be« Krieges von selbst neue Ausgaben. Ist e« uns ernst mit bem Verzicht auf eine gewaltsame Lösung von Gegensätzen zwischen den Staaten, so sind wir auch gezwungen, immer mehr daraus Bedacht zu nehmen, die Mittel für einen anderweitigen, friedtichenAuS- Briand beim Reichskanzler. 7lun auch Besprechungen mit den anderen Besatzungsmächten. Genf, 7. Sept. (IDIB.) In Fortführung der vorgestrigen Besprechung zwischen dem Heichskanzler und dem französischen Außenminister über die Deutschland und Jranfreid) Interessierenden Probleme stattete heute abend nach Schluß der völkerbundsoersammtung B r i a n b dem Reichskanzler im Hotel .Metropol" einen Besuch ab. 3m Anschluß an die heutige Unterhaltung werden im Lause der nächsten Tage zwischen dem Heich»- kanzter und den Vertretern der anderen Besatzungsmächte Besprechungen übet das gleiche Thema stattfinden, welche bie g e m e I n - f a m e Besprechung oorbereiten sollen. Bach Abschluß der Besprechung trat die deutsche Delegation zu einer D e l e g a t i o n s s i h u n g zusammen Eine offiziöse deutsche Mitteilung Genf. 7. Sept. (211.) Aach der Besprechung wurde von feiten der deutschen Abordnung mit» geteilt, bah Gegenstand der ilntcrrebung bie gleichen Fragen waren, die bereits am Mittwoch zwilchen dem Heichskanzler unb dem sranzö'.schen Auhenminister zur Sprache gekommen seien. Man habe sich im Laufe der Freitag- Unterredung daraus geeinigt. daß vor ben Besprechungen zwischen den vier Besatzungsmächten und bem deutschen Heichskanzler zunächst Sinze Ibesprechungen zwischen den einzelnen Vertretern bet Besatzungsmächte und bem deutschen Reichskanzler ftattfinben sollten. Wann diele Unterredungen vor sich gehen würden. stehe bisher noch nicht fest. Da jedoch Lord L u s h e n d u n erst am Sonntag früh sein Weekend antrete und auch Senator Scialoja ben Samstag über in Genf bleibe, kann angenommen werden, dah He.chskanzler Müller im Lause de« Samstage» mit Tuihendum unb Scialoja zusammen treffen werde. Erst nach biefen Einzelbesprechungen werde dann voraussichtlich zu Anfang oder Mitte der nächsten Woche bie erste Zusammenkunft zwischen ben vier Besatzungsmächten und 'Deutschland ftattfinben. Ministerkonferenzen der Gegenseite. Genf. 7. Sept (DTB.) Lord E u I fee nb u n. der heute eine Unterredung mit Driand hatte, empfängt fxutc abend den belgischen Auhenminister Hymans. Es wird angenommen, dah diele Hnterrebungen im Zusammenhang stehen mit ben feit vorgestern abgehaltenen Besprechungen zwischen bem deutschen He ichSkanz- ler unb bem französilchen Auhenminister B r i a n d. Der polnische Auhenminister Z a l e s k i stattete heute bem französilchen Auhenminister D r iand einen Belach ab. bei bem der polnilch-litauilche Streitfall unb bie zurzeit bem Hat unterbreiteten Beschwerten des Deutschen Volksbunbes in Polnisch-Oberschlesien besprochen wurden. Conbon, 8. Sept. lWTD. Funklpruch., P e r t i n a x meidet im ..Daily Telegraph" aus Genf, m der gestrigen langen Besprechung, die zwischen Brian b. Eushendun unb Hymans stattfand, fei die Sage erörtert worden, bte durch das Ersuchen des Heichskanzler« um bieHheinlandräumung entstanden ist. Die genannten Delegierten wünscht n anfch inend alle, dah Verhandlungen mit der deutschen Delegation in naher Zukunft beginnen, feien jedoch — so sagt Per ft na? — entschlossen, weder privat, noch In Qhrtocfenpeit be« Heichskanzler« ?usammenzukommen, solange der Stander nicht ormefi seine Anregungen unb Vorschläge zu ihrer Kenntnis gebracht habe. pariser Rätselraten. Paris. 8. Sept. (WTD. Funkspruch) Der Donberberichterftatter be« .Pritt Paristen" berichtet au« Genf, dah Lord Eushendun am Sonntag bem tn Air-leS-Dain« weilenden englischen Premierminister Baldwin über bie Frage derH heinlanbräumung und kt? Unterredungen B r i a n b « mir Hermann Muller Bericht erstatten wirb. Der gleiche Berichterstatter spricht von einer Konferenz in ber Frage ber Hbeinlanöraumung zu Fünfen, die aber nicht vor Montag ftattfinben könne. Der Berichterstatter des »Petit Journal" dagegen ist der Ansicht, dah ber Gedanke der Fünser -X on f ere nz aufgegeben worden sei unb bah man jetzt plane, dah der Heichskanzler getrennt Eushendun, Hymans und S z i a l v j a über seine Forderungen unterrichten werde. Der Sonderberichterstatter be« .Oeuvre" will erfahren haben, dah Driand aus feiner Unterredung mit Müller, Hymans und Scialoja den Eindruck gewonnen habe, dah niemand der beteiligten Mächte den Verhandlungen über die ‘Räumung des HheinlandeS Widerstand entzegensetzm werde, sondern dah im Gegenteil jeder davon überzeugt sei, dah alle interessierten «Mächte sich beteiligen werden, aber die vier Mächte seien der Ansicht, dah Deutschland durch entsprechende Angebote hierzu die Grundlage bieten müsse. Rheinlandkonferenz in Paris? London. 8. Sept. lWTB. Funkspruch.) Reuter berichtet au« Genf. Dort herrsche allgemein bie Ansicht, dah die Genfer Rheinlandbespre- chungen nicht enbgültiger Art seien und nur zur Schaffung einer gemeinsamen Grundlage für friedliche V.erHandlungen führen werden, die wahrscheinlich in Pari« ftattfinben werden. Das englisch-französische Flottenabkommen fallt? London, 8. Sept. (DIB. Junffprutfe.) „Daily Herold" meldet: Die Regierung hol beschlossen, das französisch - britische Jloltenabfom- men fallen ; u lassen. Dies wird noch einer endgültigen Besprechung, die wahrend des kvochen- ends zwischen Dremietminiflet Baldwin und Lord Eushendun ftattfinben wird, mitgeteilt werden. Der diplomatische Berichterstatter des Blattes bemerkt dazu, die formelle Zurückziehung des Abkommens werde die erzeugte Verstimmung nicht beseitigen, do allgemein angenommen werde, doh das Abkommen nur ein Zeil einer gröberen Abmachung sei, die auf Wiederherstellung einer Aalten. Militär- und diplomatischen Entente, der Vorkriegsentente entsprechend, hinanslicse. Auch „Daiig Telegraph" nimmt cn, dah das französisch-britische Jlottenabtoramrn „t o I“ sei und rechnet nicht damit, dah es je vor die Mbrüftungsfom- mifsion kommt. Der Hauptgrund für die Preisgabe des Abkommens sei die Erkenntnis der Feindseligkeit, die es in den Bereinigten Staaten und in Italien erzeugt Hot. gleich solcher Gegensätze zu finben 3ft es un« ernft mit bem Verzicht auf ben Äcieg so kann bas auch auf unsere Auffassung über b e militärischen Machtmittel, die für ben Krieg bestimmt find, nicht ohne entscheitentei, (Sinfiufi bleiben. Da« Komitee für Schiedsgerichtsbarkeit unb S icherhe i t hat da« ihm zu- gewiefene wette Gebiet sorgsam durchfurcht und den Staaten mancherlei Wege gewielen. auf denen sie neue Friedensgarantien finden können. Deutschland kann mit Genugtuung feststellen, dah e« zu seinem Teil die Empfetzlun- gen be« Komitee« bereit« vorher durch die Verträge von Loearno. durch da« System feinet Sch ie d « ve r t r ä ge und durch die Unterzeichnung der Fakultativklausel in die Wirklichkeit umge’eQt hat. ES hat versucht, ein neue« Element in die Verhandlungen hinein- zubringen. Da« ist der Gedanke, bah. um die Kriegsgesahr zu beseitigen, e« nicht darauf ankommt, den Krieg gegen den Krieg vorzubereiten, sondern dem Ausbruch von Feindseligkeiten vor- zubeugen. Dieser Teil der Arbeiten de« Komitee« dürfte auch deute noch die Aufmerksam- ke.t der Bundesversammlung verdienen. So lebhaft fich die letztjährige VölkerbundSarbeit dieser einen Seite be« Prob.em« der Frieden»'iche ng zuwandte, so kann doch nicht daSfelbe gesagt werden von der anderen Seite de« Drob.em«, die die Unterdrückung ber Kriegs» mittel betrifft. 3d) mache kein hehl daraus, dah mich der Stand der Abrüstungsfrage mit ernster Sorge erfüllt. Wir stehen vor der unleugbaren Tatsache. dah die langen Beratungen bisher zu keinem positiven Ergebnis geführt haben. Sett nahezu drei Zähren tagt immer wieder die vorbereitende AbrüstungSkvinmission. Es tft aber dabei nicht gelungen, bie ber Kommission über» wiesenen Arbeiten ernsthaft tn Angriff zu nehmen. geschweige denn zu erledigen Wir waren nach den wichtigen Beschlüssen der vorjährigen Tagung zu der Erwartung bered)tigt, dah sie endlich ben Weg für bie aKbalbigc Srzielung praktischer Ergebnisse sveimachen wurden. Für ein lange umstrittenes Problem, das Verhältnis der Sicherheit zur Abrüstung, war eine Lösung gesunden, die zwischen zwei entgegengesetzten Thesen einen Au-gleich schasst und so bie Gewähr für bie Erzielung prakttscl-er Resultate zu bleien schielt. Auch diese Erwartung ist wieder enttäuscht worden. Wa« da« lieberetnkommen zwilchen Grohbritan» n i e n und Frankreich angeht, so werde ich e« begrüben, wenn es sich als ein geeignet.-« Mittel zur Förderung des Abrüstungsproblems crtociU. Aber die Bundesversammlung darf sich heute nicht mit ber Konstatierung blofjcr Hoffnungen zufriedengeben. Ich Halle es für ihre dringendste Aufgabe, biejenigei’. Beschlüsse zu sassen, bie geeignet sinb, derartige Hoffnungen zu verwirklichen. Wir haben gestern unmittelbar nacheinander zwei sehr bedeutsame Reden gehört, die in der Frage der Abrüstung einen Kontrast der Auffassungen zutage treten liehen, wie er schärfer kaum gedacht werden kann. Ich gestehe, das, e« mich dv-ft tief betroffen hat. von der einen Sette in ergreifend n. unmittelbar aus dem lieben genommenen Worten die Anzeichen und Gefahren einer ungehemmten HüstungSpolitik geschildert zu hören, und von der anderen Seite, wenn ich recht verstanden habe, den Standpunkt vertreten zu schen, daß dem Abrüstungsproblem vielfach eine übertriebene Bedeutung beigemessen werde, dah es also sozusagen eine Frage zwei ten Hange« Jet. dah eS verfrüht wäre, unmittelbar praktische Resultate feerbeiführen zu wollen unb dah man mit solchen Resultaten erst rechnen dürfe, wenn bie einzelnen Staaten das ihnen noch fehlende Gefühl Der Sicherheit gewonnen hätten. Ich hoffe, aiuiefemen zu können, dah dieser letztere Standpunkt in Völkerbund nicht btc Oberhand gewinnt. Da« würde nicht möglich sein, ohne die ganzen Deschlüste der Bundesversammlungen der letzten Jahre zu verleugnen. Iedensalls Halle ich mich als Vertreter Deutschlands für berechtigt und verpflichtet, einer solchen Auffassung mit der gleichen 0sfenheit die entgegengesetzte gegenüberzustellen. Ls liegt auf der Hand, dah ein Land wie Deutschland, dos völlig entwaffnet worden ist, den bisherigen 7Nih- crfolg der Abrüstungsdebatten befonbers stark empfindet. Man vergegenwärtige sich doch einmal die Sachlage. Ein Volk hat durch seine völlige Entwaffnung eine Leistung ganz auherordenllicher Art vollbracht. Es sieht, daß es trotzdem aber aus dem gering- ptgigften Anlaß von gewissen Stimmen dc- Auslandes mit den schwersten Lerdachtigun- gen und Vorwürfen überschüttet und womöglich als Feind des Weltfriedens hkngcstellt wird. Und gleichzeittg muß es feststellen, daß a n • bere Länder den Ausbau ihrer mtlitä- rischen Machtmittel ungehemmt fort- setzen, ohne dabei einer Kritik zu begegnen Die Entwaffnung Deutschlands darf n'cht länger dasteben als der einseitige Akt der den Siegern des Weltkrieges in die bände gegebenen Ge- MS ien Red? beo 'Belgiers uller hin« Namen. mit ft I dem •• gemeinen Immunfl der Berliner Presse 0;, etwa |er» statt i g -i in 8 d) t sugeständniss 'L n f e ft b 1 e I b i und nicht macht, die in Widerspruch mit Nach dem Reichskanzler sprach heute nachmittag der Saag Mt-ckj gld&n. Mn ftilfl Ml uni in die m frW fflitttUi tm ei MUH berg st men. c Seide edel g< Sin stück ob -um Si toci A ein siL chen. L f4ofl er. S.'nc-en, Wefr w »dtal iMtft. Dn feilen denen «i heute t öeulen den, sei. Cfrnn huschet oder K Psnsron wenig na dbren fet bunt« ®e K git '■r' W mk den. 6 gak rti cingefd ft-rr;'!: ÄetflW if Wn Bernis Koken entfulti seiner zeichne, rung v Ais ihren i Ler Lbcrzahlmeister Martin, mm der Kommandantur Berlin, der Unterschlagungen tn Höhe von 4 6 0 000 Mark beim Wirtschaftsamt der Kommandantur begangen haben soll, bat sich gestern dem Untersuchungsrichter gestellt und ist in da« Untersuchungsgefängnis Moabit eingeliesert worden. Oie Gtinnes-Affäre. Wie die ..B. Z." erführt, ist in der Be- trugSafsäre mit A 11 b « s i tz - K r I e g « - an leihe tn dem für Freitag vormittag angesetzten Haftprüfungstermin der angeschuldigte Direktor Rothmann auf Antrag seines Verteidigers. Iustizrat Dr. D a v i d s o h n. gegen Sicherheitsleistung von 20 000 Mk. au« Der Haft entlassen worden. Die Untersuchung gegen die Sekretärin deS Untersuchungsrichters LandgerichtSrat Dr. Grün hat noch Nicht zu einem bestimmten Ergebnis geführt. Der Verdacht, daß sich die Sekretärin tnkorrekt benommen Hal, indem sie Mitteilungen von Vorgängen während der richterlichen Der- nehmunaen machte, ist noch nicht geschwunden, aber andererseits hat sich auch bisher noch nicht« weiter Belastendes festftellen lassen. Eine elsköpsigc Linbrecherbande feflgenommen. Der oon ter Kasseler Kriminalpolizei sest- genommene Steinsetzer Franz Lieh au« © ten - dal hat nach einer Meldung aus Kassel finge panten, mit verschiedenen Helfershelfern seit Februar d. 3. allein in Kassel 45 schwere Einbrüche, 28 Laubeneinbrüche und 18 Fahrraddiebstähle begingen zu haben. Lietz hat weiter eiNgestanten, einen Einbruch mit versuchtem Raub auf dem Bahnbol Zierenberg weitere Einbrüche in Homberg und Llchwege, einen Straßenraub bei Tangermünde. 20 Einbrüche in Göttingen. Rordhauseu. Berlin. Königäwusterbausen. Elimmitschru. Leipzig. 6tcn- dal, Staßfurty, Weihensee und Bad Pyrmont begangen au haben. Im ganzen sind von ter von Lietz geführten Sinbrecherbande seit An- sang d. 3/ 96 Einbrüche und Diebstähle auSgeführt worden. Durch da« Geständnis tes Lietz. der im Iahre 1927 wegen eines In Stendal b< ging men Raube« zu 12 Iahren Zuchthaus verurteilt und dann au« dem Zuchthaus Brandenbulg entwichen war. konnten elf Personen al« Mittäter oder Hehler festgenommen werten. Die Jranjofen geben bic Ofcanflugpldae auf. Wie Havas berichtet, sind alle französischen Projekte, ten Ozean zu überqueren, aufgegeben ro orten. Die atmosphärischen Bedingungen Über dem Atlantik lägen nicht günstig Ss werte ein starke« Xidteudgebtet gemeldet Rur ein Flug werte wahrscheinlich von Le Bourget au« durchqeftihrt werden, der von Bert Acosta mit tem von Levine gekauften IunkerS-Flugzeua Urteil im Pro,eß dcs Exkaiser» gegen die südafrikanische Regierung. Bei ter .G e m a", Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte in Berlin, tourte vor etwa sechs Wochen scstgestellt. daß die Sekretärin ter Gesellschaft, eine Stau Krüger, Unterschlagungen in Höhe von 80 000 Mark begangen hatte. Frau Krüger beging seinerzeit Selbstmord und in ihrer Hinterlassenschaft sand inan einen Brief, in tem sie dem Präsidenten ter Gesellschaft, tem Hof rat Hugo Brtzk. den Borrours machte, er habe an den Unter- schlcchungen teilgenommen. Laut .D. T" ist Hofrat Bryk außerordentlich schwer belastet, und es ist gegen ihn die Voruntersuchung wegen Unterschlagung zum Schaden der .®ema" -ein- geleitet worden Beschuldigungen gegen Bryk gehen dahin, daß er sich in ten letzten Iahren 1 2 0 000 Mark Tantiemen aus ter Kaste der „(Sema" habe auSzahlen lassen, die er nicht entnehmen durste. Der Fehlbetrag, ter bisher in >. - .f.af e der Gesellschaft sestgestellt ist, beziffert ' c . ‘.:t 350 000 Mark. die Reichskanzler Müller sand, um die skandalöse Hinausschiebung der Abrüstungskonferenz zu verurteilen, ließen an Deutlichkeit kaum z u wünschen übrig. Don besonderer Schärfe war feine Zurückweisung der gestriger " ' ' " Hyman». Freilich nannte M aber jeder verstand sosort, gegen wen sich diese Polemik richtete. Am stärksten aber war der Schluß* teil von Müller» Rede, der eine unzweideu- ti g e Anspielung auf d i e foridau- erndc Besetzung deutschen Bodens bildete. Er gebrauchte dabei den in diesem Saal sehr gewagten Ausdruck von dem „doppelten (B e • sicht" ter internationalen Politik. Diese Dinge muhten einmal in Genf gesagt werden. Es war das erste Mal. daß ein Deutscher sie auefprod), und hie- fer Deutsche konnte nur ein Sozialdemokrat fein. Das Echo in England. London. 8. Sept. (WTB. Funkfpruch.1 Die Hauptblätter veröffentlichen ausführliche Auszüge aus der Rede de« Reichskanzler«. So bringt an erster Stelle »Daily Ehronicl«" ein Telegramm mit ter ileter- schrift »De utschland fordert die Welt auf, abzurü st en". Das Blatt bezeichnet die Kanzlerrete als wichtig. Der Genfer Sonderberichterstatter der .D a i l v Rew« and Westminster Gazette^ schreibt. Me Bemerkungen tes Reichskanzlers über die Abrüstungsfrage waren gemäßigt, aber eindrucksvoll. ,.M o r n i n g p o ft" berichtet aus Genf: Da« Erscheinen teS deutschen Reichskanzler« auf ter Tribüne tes Weltparlaments erregte beträchtliches Interefse. Die Rete wurde überzeugend und g u t vorgetragen. Die Bezugnahme des Kanzlers auf die ..fortdaucrn de 11 n- Würdigkeit" der Besetzung war kurz, ater nachdrücklich. „Time s" berichtet aus Gens: Die Verhandlungen der Völkerbundsverfammlung wurden durch die Rede tes deutschen Reichskanzlers und teS kanadischen Ministerpräsidenten in eine interessante Sphäre erhoben. Der Kanzler hielt sich von rein akademischen Gefühlen fern. Gr hat durch seine kraftvollen Darlegungen b«r deutschen Haltung gegenüber ter Abrüstung wahrscheinlich eine lebhafte Erörterung im 3. Ausschuß ter Versammlung, sobald dieser Aufammentritt, eingeleitei. Der Sonderberichterstatter deS .DailhTele- ?r a ph" betont die Aufmerksamkeit, mit er die Kanzlerrede verfolgt wurde. wirtschaftlichen Jragen hinrufügen. Die im Iuli d. 3. in Genf von zahlreichen Staaten gezeichneten Kollektivabkom- «Hen bildeten ten Beweis, daß durch internationale Konferenzen von Sachverständigen vieler Staaten selbst auf so schwierigen Gebieten wie denen der Zolltarife Vereinbarungen erzielt werten können. Die deutsche Regierung begrüßt die erzielten Erfolge auf daS lebhafteste und wird auch in Zukunft an ter weiteren Förderung dieser Bestrebungen des Völkerbundes nach besten Kräften arbeiten. Sie hat bereits die nötigen Vorbereitungen getroffen, um die Ratifizierung ter erwähnten Abkommen in die Wege zu feilen und gibt der aufrichtigen Hoffnung Ausdruck, daß nicht nur diese Abkommen durch Ratifizierung von einer genügenden Anzahl von Staaten in Kraft treten werten, sondern daß auch weitere wesentliche Fortschritte auf tem Wege internationaler wirtschaftlicher Verständigung in ten nächsten Iahren erreicht werden. Wenn man die gesamte Tätigkeit de« Völker- bunte« überblickt und wenn man sich ernsthaft Rechnung darüber zu geben sucht. waS wir von ihm erhoffen können, fo wird man immer wieder auf ein und denselben Punkt zurückgesührt. das ist die Rotwendigkeit deS gegenseitigen Vertrauen«. Das gegenteilige vertrauen darf nicht erst das in Zukunft anzustrcbende Ergebnis unserer Arbeit fein, es Ist vielmehr von vornherein die wichtigste Voraussetzung für die Erzielung glücklicher Erfolge. Wie kann ter vielfach in ter O c f s e n t l i ch - seit laut werdenden Skepsis begegnet werten. wenn die Regierungen selbst in der Handhabung ihrer Politik so verfahren, al« ob alle jene Friedensgarantien nicht beständen? Der Mann aus tem Volke lieft, daß die Regierungen sich feierlich auf die Erhaltung des Friedens verpflichtet haben und er sieht antererseilS. daß diese Regerungen gleichwohl an ihren alten Machtpositionen f e ft b a 11 e n und neue zu gewinnen suchen ®r lieft, daß tel internationalen Verhandlungen in beredten Worten bat* gegenseitige Vertrauen ter Staaten zueinander proklamiert und die g?g:nf:lt!gc Verständigung icr Völker als Ereignis gefe i e r t wird, und er sieht anderer eit», daß in ter Praris die Pinge beim alten bleiben, daß es nicht einmal gdungtn iß. die aus dem Weltkrieg her- rührenden Schranken völlig zu tefciltqen. So ist c« nicht verwunderlich wenn er schließlich dazu kommt. ein doppeltes Gesicht der Internationalen Politik äu konstatieren. In ter Tat, cs ist unmöglich, tn der Politik auf beiden Wegen zugleich zu wandeln. Die Regierungen müssen c« über sich ne IV innen. sich für einen der Wege zu ent- scheiten, und es kann nicht zto.ifelha't lein, auf welchen die Wahl fallen muß, wenn di.' Mensch, teit und ihre Kultur g'ücklich fortf oIi11sche Lage gesprochen wurde. Wie Der* autet, tritt am 7. Oktober in Berlin der Reichs* parteioorstand tes Zentrums zusammen, um zu prüfen, ob anläßlich des Wiederbeginns ter Reichs* tagoarbeiten am 12. November und mit Rücksicht auf Die bevorstehenden Kommunal* und Kreistags* wählen Der für Anfang November vorgesehene Parteitag auf einen späteren Termin verschoben werden soll oder nicht. Handelsvettragsverdandlungen mit Estland. Reval, 1. Oept. (WTB. Funllpruch - Der teutfdw Ge'andte Dr. Schr 0 11er teilte tem Ministerium tee* Leu Hern mit. die Reich «- regieruna sei bereit, die Handelsver- trag«b ganz nebenbei: .Vorige Woche wie wir In 6p*.»bergen waren" oder .Letzten Monat, grade als ich von Kalkutta ab* M)f. — wie e „Freiwild". — Aftoria-Lichtspiele: „Der Kompagnon des Banditen". — Tageskalender für Sonntag. Gesangverein „Heiterkeit": Feier de# 50 Stiftungsfestes. 2 Uhr nachmittags. Bvikshalle — LukaS- und PetruSgemeinde Samilientag, 3 Uhr. Lteblgshöh« '. - D. H B: K elstag des Kreises II. Nliüelhefsen, im Kaufm. Vereins Haus. an- schlletzend Oberh. Heimalabend im Kath Vereins hauS. Tanz — Arlllleristen-Derein: Zusammenkunft 1.30 Uhr >m De re»n»lokal. - Lichtspielhäuser. Samstag-Programm. * Gletzener Ferienkurse Als Bor- tragende werden bei den fltefxr.er Ferienkursen nttwirlm di« Professoren Aubin. Debrghrl, Solltn ®bel. Frick, iTmelin. Götze. Harrafsotr.tz. Helmke Klute. Fr Kbtckg. Küster Rauchs Rota". Sebous. TemeSvarv. BanfeloD und Bietoe. Tu Teilnehmerkarten «erhältlich bei bem Karslener. 'Jjrr’^'nr Dr Küster. Brandplatz 4. und her Geschäftsstelle brr Kur für dieser ist bic -..-»gezeichnefe in Giesten wohl* bekannte Klamervirtuofin Frau China Hoff- mann-Behr ndt Berlin gewonnen worben •• Fertig st «llung des Kulissenhau* sesbeim Stadttheater Nach Beendigung des Auhenpuyes und des Smbaues einer ÄaPen- stelle für bei S:adtthea1er ist das Kulckfenhaus ‘err -’.K It ? *r-.!?x-r im vtadttheater aus. bewahrten Kulissen sind bereite seit einigen Wochen im Crb- und im ersten Obergefchotz des Neubaues untergebracht, ferner ist im aweiten Obergefchotz eine geraum lat Wvhrnmg für den Bühnenme.ster erstellt während Im Dachstock «in stimmungsvoll eingerichteter Probefaal mit den nbllgen Nebenräumen cingerMjtet ist Das Gebäude ist mit Warrmvallerheizung versehen. Das Bauwesen reiht sich harmontsch an die tn der 2lohannesstratz« stehenden Gebäude und bildet hort eine wertvolle Verbesserung des Stratzen- bildes. Z vom südlichen Stadtviertel, tln dem groben ei'enbahnv.adutt der Ma in.Weser-Bahn. daS d-.e Strafte nach Älein-Omben zu überdrückt, werben gegenwärtig durch die AeichsbahnvcNval- lung umsangreich« Ausbellerungs- und Stütz- arbeiten vorgenommen. D^r Verkehr auf der Dahn und auf der baruntcr führenden Strotze wird nicht gestört. • • Morgen kein Gottesdienst In der O ta l>t f t rd>e Da die Heizungsanlage in der Stadtkirche erneuert wirb, was einige Wochen dauern wirb, findet morgen tn der Stadlkirche kein Gottesdienst statt. • • Sperrung her mittleren Bahn- ko f st r a ft e. Wegen Vornahme von Straften- vauarbeittn Wirb di« Bahnhvfstraft« zwischen Westanlag. und Alicestratze vom Montag, 10. September, ab bis auf weiteres für allen Fährverkehr gesperrt. " Eigentümer gesucht Das Pvli-eiamt tcillmit: Bei einer In ntehreren Fällen d^S Diebstahls auf t>erfd)icbencn Sportplätzen und Nutzer- fportoercincn überführten junendlichen Perlon wurde ein silberne- Kettenarmband mit Anhänger. auf welchem sich ein Frauenkops befindet, vor gesunden Der Eigentümer, welcher nicht bekannt ift. wird gebeten, bei der Krinnnalpvlizei vorstellig zu werden. ’* Personalien. Ernannt würben die De* terinärärzfe Dr. Frih Lbrift in Heppenheim zum KreiSveterinärarzt bei KreiSveterinäramts Alzey. Dr. Gustav Marlin in Grünberg zum Kreisveterinärarzt bes Krciöveierinäramts Grotz- Gerau. Dr. Karl Seitz in Grbach L O. zum KrefSveterinärarzt tz?S Kreisveterinäramts Die- bürg, ber Amtsveterinärarzt Veterinarrat Dr. Wilhelm Klump in Alzey zum Amtsveterinär- arzt in Gründerg — sämtlich unter Delassung ihrer Amtsbezeichnung .Vcterinärrat", unh ber praktisch? Tierarzt Dr. Karl Ohly in Altenstadt zum Amtsveterinäcarzt mit der Amtsbezeichnung .Deterinärraf — sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober 1928. " Ein Vchlzigjähriger. Seinen ftti.fl«. burtdtag begeht am Montag, 10. September, Herr Christoph Rinn, wohnhaft ßanbgrafenftrafee 8, in voller geistiger und kärpenicher Frisch«. ee Abonnements-Einladung deS Stadtlheaters 3m heutigen Anzeigenteil ergebt «in« Einladung zu den 32 Abonnements. Vorstellungen im Stadltheater für bi? neue Spiel* zeit, welche vorn 2 Oktober d. 3 bis zum Mai 1929 läuft. Die näheren Dedingungen sind aufl ber Dekanntmachung zu ersehen. ■ * D i« Museen sind am Sonntag. 9. Sept, von 11 bis 1 älhr geöffnet. sDeiiere takalnachrichten im 2. Flatt.) Dir ^ctfertage. G*ent»«ct »»ne etecm. e veiti* ®»#e«n «»'jh ♦ MHI e Ret- evtl. Drei- .jimmerwohng., i.Gtaae. m.QT. Küche i ;3uöeböt, el. Licht. bJofferL, tm Neubau Jiäbe GiefeenS (Idyll, am Waid geleg.i, ab ]. 10. 28 an vermiet-, am liebsten an ru- 4tQC, ältere Leute. Tchristl. 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Bleichstr.L abAuoeb Hr.212 droeites Blatt Giehener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Gberhesien) Samrtag, 8. September 1928 Die Lage der Reichsfilianzen. Don Or. Grtmtr, M. d. K Tie Loge her Reichsfinairzen ift im gegen- man gen 2ugenb.uk in boppdler Hinsicht auf» ft d c f ft e angespannt unb besorgnis- erregend Einmal sind die Dctfügborcn Geld- mittel stark zusammengetchrumpft. die au» der frühere, Seit bestandenen Ausgabereste in Abc* sondere des Außerordentlichen Etat». sind in grostem Ilmsang aus gezehrt während bit zu chrer Deckung bestimm!.' An'.elhe bis zum Augenblick nicht untergcbracht werben könnt.- Id bast der Kassendestond zusehends zutammenschmeizen mutzte unb ba» Rc.ch nunmehr genötigt ist. aus bw Ausgabe von Schaywechfcln zurückzuareisen. beren zulässige Höchstsumme beträgt 400 Millionen, von denen 250 Millionen bereit* begeben sink) Autzerbem kann bas Reich noch einen Betriebskredit von 100 Millionen bei ber ReichS- bonf m Anspruch nehmen- Damit ober sind bic Möglichkeiten ber Beschatt ang von Kassenmitteln erschöpft E« müssen baher in kurzer Frist ®nt* scheibungen getroffen werben, um Die Reichs- falk ftufsig zu erhallen unb bie pünktliche Erfüllung ber 4krbinblichlerten de» Reichs sicher* zust eklen Aus ber anderen Helle ist bie Lage bc* Iahreshausboltsbebenklich. Bei einer Reihe wichtiger Steuern ist ber Doranschlag in ben ersten vier Monaten bes Jahves nicht erreicht worben. Io msbesonbere bei ber Vermögen»- unb Erbschaftssteuer. bei ber Umsatzsteuer unb ben KapitalverkehrSsteuern. wäyrenb für andere Einnahmequellen angesichts ber WirtschaftSent- wirLung eine rückläufige Entwicklung in ber nächsten Fell mehr als wahrscheinlich ist. Der günstige Ernte auslall wird gewist bas Ertragnis der 3Mie erheblich beeinflussen, ber eingetretene Konjunkturrückgang sich aus bic Umsatzsteuer, aber auch auf Die Lohnsteuer unb die Einkommensteuer ungünstig auswirken. so bah es höchst zweifelhaft ist. ob bie Einnahmen in ihrer Gesamtsten bic Ziffern bes Voranschlags erreichen werden. Demgegenüber bürsten bic Ausgaben ebenfalls un Zusammenhang mit der rückläufigen Konsunkturentwick.ung in den nächsten Monaten über bie HauShattSichäyungen hinausaehen Die Ausdehnung ber Ktisensürsorge hat bereit* un- veranschlagte Erhöhungen im Gesolge, ein stärkeres Anwachsen Der Arbeitslosigkeit läftt bie Möglichkeit gröherer Vorschüsse des Deichs an bie Arbeitslosenversicherung am Horizont erscheinen Es wirb daher gröhter Vorsicht bet der Abwicklung des lausenden IahreshauShalts bebürfen, um bessen Gleichgewicht nicht zu zerstören Doch gröbere Sorget freilich muh bie Finanzierung bes Hausha lts für 1 9 2 9 bereiten. In diesem Haushalt werben etwa 300 Millionen Mark Einnahmen fehlen, die das laufende Iabr noch aufwerst, anderersells ober mit Vestimmtheit 300 Millionen Mark Ausgaben mehr au bewirken sein, um welche bie RepavafionSlast im nächsten Haushaltsjahr noch anwächft Im ganzen ist also für 600 Millionen im Jahre 1 929 eine Deckung noch erst zu suchen Diese nüchternen Tatsachen müssen unterstrichen werden, um bie Meinung zu beseitigen, bie noch immer lli manchen Köpfen spult, als ki jetzt ber Augenblick zu Steuersenkungen auf ben verschiedensten Gebieten gekommen Es wirb im Gegenteil jetzt vor allem barauf ankvmmen. zu verhindern, dah zur Deckung des vorauszusehen- den Defizits aus bas bequeme Mittel der Einführung neuer Steuern zurückgegrisfen wird. Die Steuererfrnder sind eifrig an der Arbeit mit Vorschlägen für Steuern, die angeblich die Wirtschaft nicht belasten sollen. Jede Steuer belastet aber bie Wirtschaft so ober so, und wenn man schon tragfähigere Steuern glaubt empfehlen E" en, so muh man eine Entlastung in ber s mutmahlichen Ertrag- an anderer Stelle hren Hinsichtlich des mutmahlichen Defizits wftd man mit aller Bestimmtheit an der Forderung fest zuhalten Haden, bah es durch Einsparungen im Haushalt des 'Reichs, der Klemens Brentano. 3om 150. cburt*fofl am 6. (September. Don Dr. Hedwig Aischmaan. Als btc klugen, mütterlich gütigen Augen Der grau Rat Goethe auf dem Knaben Siemens Brentano geruht hatten, ba lasen fie. Lebensschicksal kündend, die Worte von feiner Stirn .Dein Reich ist in den Wollen und nicht von dieser Erde, und so oft es fich mit dieser berührt, wird es Tränen regnen" 3a, als ein fremder, heimatloser Vast war er über diese Erde geschritten, immer eine hei he. verzehrende Sehnsucht nährend und hätschelnd, viellaicht mehr um ihrer selbst als des ersehnten Traumbildes willen lind wenn Frau Aja ihm einen .gesegneten Regenbogen" gewünscht, so wölbte er fich, wunderfam schillernd aus Ironie und Witz, aus Gertz und Phantasie gewoben, über seinem tränenschweren Dasein, dem er selbst auf ber Höhe des Lebens bie trostlose lieber- schrist: Vergeblich! gegeben hat War es wirklich vergeblich gewesen? Als ein sorgloser, anmutsvoller Verschwender hat er sich selbst, hat er die reichen Gaben, die ihm das Geschick allzu freigebig in die Wiege gelegt, verströmt, vergeudet. Ansatz unb Stückwerk blieb, was er gelebt und geschaffen. Aber zwischen dem wilden Geröll ‘unfeit es von -^überglänzendem Gesiei.i. von Mävchengold. von Perlen der Lyrik, eigenem und Dem Dunkel der Vergessenheit cninffenem Volksgut. von den nur Halo aus dem Stein gemeihelten unb doch so lebendigen Zügen des fahrenden Schülers unb seiner mittelalterlichen Umwelt und von des braven Kasperl und des schönen Anneri hoch auf ragen dem Monument Wahrlich, reiches Gold barg, was wie in tändelndem Spiel von der LebenS täfel dieses Verschwenders fiel. Drei Rationen hatten an ber Wiege des Knaben gestanden, ihn mit überreicher Gabentülle segnend unb verfluchend' rtalicnikfcee deutsches und französisches Blut mi'chten und bekämpften sich in feinen Adern, durch keines zügelnden Willens Kraft zur Harmonie gebändigt Durch das alte Kauftnannsgeschlecht der Brentano war er verwurzelt in der Geistes- und fühlsw." Italiens. Sei'» Mutter aber war bic schöne Mari- rtfiane Laroche um derer vanllen Augen willen einst der junge Goethe bitterste Qualen ßäibf und Gern co den -u bereinigen ist. soweit nicht bic eigenen Einnahmequellen der öffentlichen Betriebe durch Steigerung des Ertrags teilweise bie Deckung ermöglichen Darüber hinaus ober werben biejenigen Parteien, die wie bic Deutsche Dolkspartei. die an vorderster Stelle steht, bei brr Beratung beS Fmanzausgleichs für 1927 an die Erhöhung der llcberwetfuiigm an bie ßänber bie Bedingung Der fühlbaren Senkung der Realsteuern knüpften, jetzt mit Rachdruck barauf zu bestehen Horden, dast bie bamale geschaffenen Gech Chamber Iain. der am 30 Juli bic erste lcrni Frieden! Wir tef.cn durchaus das unbe da gliche und mißtrauische und das ö oolidgc veran'.aßrc zur Regelung der Sprache", wie man in der Diplomolie sagt, für Kellogg m Pari» bic. 3rage fehr gründlich mit der amerckanllchen Admiralität zu de- fprechen Er spün ja am stärksten daran bie Rieder läge in Genf hn August 1927. und bic Weit fpürt daran die Eni'remdMig ber deiben angelsächfichen Weltrnächic Es soll kein Bündnis sein Auch jener Bricf- wechfei war kein» Aber es ist zimächst ein gemeinsames Flottenabrüstungs- besser Flotten- Richtab rüstungsprogramm. die Verständigung bi der Differenz Berechnung der Rüstungsstärke nach Schilf Stvpen i englischer Standpimkti oder nach der Gefamtlonnagc i französischer Standpunkt ]. Wie auch da» Kompro- miß lautet, es führt weiter und die beiden europätschen Großmächte zufainmen England gegen 6 e e a b r ü ft u n g. Frankreich g e - gen Landabrüstung Geht da» nicht kehr fest zusammen und weiter zur Verständigung über gemeinsame Aktion im KricgSsalle, über gemeinsame Olftion in G.mf und gegm Amerika? Fehlschlag in Gens für Loolidges Abrüstungs- Politik unb vorsichttg reservierte, s i ch f e lvst isolierende Außenpolitik in bet Führung Kellogg», der jetzt mit seinem Pakt unb der Energ e m China doch nichts mehr aufholen kann — die anderen waren eifriger unb nutzten daS aus Wer ein Gefühl für große Welt- politifche Verschiebungen hat. fühlt hier die An'ayc dazu' Die Folgerungen für bic Abrüftungsbcwegung unb alles andere brouxfc'i gir nicht ausgematt zu werden. Wieder fühlt Ourova. w i e zielbewußt die franzö- fifchc Politti auf deren Aktivkonto wir bielc enalifch-franzöfifche Verständigung schreiben, vor- geyt. Wieder sicht man. wie tvciiig im Ernst von einer englischen aktiven und konstruktiven Fric- denspokitti in Europa zu erwarten unb wie wenig auf sic zu rechnen ist. Unb toieber spürt man. wohin die gewollte amerikanische ..Lelbst- ifvtteruiigspokittk", diese starre, beinahe huste- rllche Sorge vor „verwickeln den 'Zlllionzen" schließlich für Europa führt Was kann f ie denn tun gegen ober mit einer Erneuerung bet „Entente cotbiale'? S; c soil die seste Garantie für ben Weltfrieden fein? Sie will gewiß ebensowenig ober noch weniger b rekl ben Krieg, wie ihn Grey unb Cambon bireft wollten. Aber fie tvägt bie Keime dazu in sich, weil fie genau ben entgegenge'ehtxrn Weg en sch lägt, als ber, der zum curev'iischen Frcd.-n fahr’. Denn fo kommt man sicher nicht zur Abrüstung und nicht zur friedlichen Revision ber Friedensverträge. Do soil nut bc Ordnung von 1919 für Europa erneut befestigt werden :m Ginne Frankreich- unb seiner Vasallen. und England hat b e Hänbe frei, zur Sicherung seines Weltteich- draußen. Wan begreift, daß ein Schatten auch hier auf die Kellogg-Aktion fällt und bic Erinnerung immer fataler wirkt, daß Kellogg bei bem großen Rai neben Brianb saß. wie Wilson seinerzeit neben Clemeneeau Aber deshalb verliert ber Äelloggpakt nichts von feiner g»hen Bedeutung. Denn die Well ist anders 1928. als fie 1919 war! Aber die Dölkerbundskrise kann über derart gen poll fischen Vorgängen wie sic jetzt mit der enalifch-sranzösischen Vcr'tön- digunq deutlich wurden schneller kommen ais die Herren in Genf denken mögen. ursprünglichen Plan zurückblieb Unb auch da- inS Maßlose au-einanbcrsl e^enbe Drama .Die Gründung Prags" ist nur ein Glied einer nie gestalteten Dramentrilogie aus ber böhmischen Geschichte Ern fieberhaftes Suchen, ein gieriges Trinken an allen Quellen und ern ew'g ver- schmach tendeS Dursten mi» kaum halb gelerfem Reche r! Dann trat, lange innerlich vorbereitet, bic große Wanblung in Brentaivs Leben Ter strahlende geist- unb witzfpruhence Romantiker, ber einst mtt ber Gitarre am blauen Band singend, liebend und alle Herzen in Sturm erobernd durch die Lande gezogen war. halte sich zum stillen .Pilger" gewanoelt. der in gläubiger, selbstvergessener Hingabe fünf Jahre seines Lebens an bem Krankenbett eines leidenden unglücklichen Wesen-, der Dielumflritenen stigmatisierten Rönne Anna Katharina Emmerich saß unb ihre Visionen auszeichnete Im Glauben, im Ausgchen in ber katholischen Kirche in deren Schoß sich ein Schleac! gi Zacharias Werner in romantischer Seyn'ucht geflüchtet hatten, fachte Brentano ben Halt de'sen er. ber cwiq Haltlvse. in tiefster Seele bedürftig war. Langsam, nicht zuletzt unter dem Einflu^ f i 'er zur b ttersten Entfagung ver- urteilten i.i "< zu ber frommen Dichterin Luise Hensel, hatte fich seine Fluch' in ben Glauben vollzogen Um di? Glaubwürdigkeit Brentano- in den ^Ru'Zeichnungen der Visionen ist in ben letzten Jahren ein leidenschaftlicher Karnpf entbrannt. bei der t ie heftigsten Angriffe gegen seine objektive unb lubjefttx- Zuverlässigkeit erhoben worden fir-b Aber er selbst hat ja im Vorwort ouSdruckii ch bete " dah fd.ie Darstellungen .nicht ber. in besten Anspruch auf ben Charcckder historischer Wahrh. v" erheben wollten WaS er erstrebt hatte war nichts, .als sich demütig den unzählig verschiedenen Darstellungen des bitteren Leiden» durch bildende Künstler und fromme Schriftsteller anzuschließen", wie er ben Stab über lein e.geneS Leben»werk brechend schließlich olle Kunst verurteilt Hot, die sich selbst und nicht Gott 'piegeft. 2lls Clemens Brentano, ein müder Erden- fuget SZiähria inS Grab sank, da war der Dichter. war ber Romantiker Brentano schon längst gestorben. Einstmals aber war in ihm. reiner aJ» ic in einer an beten Gestalt, bie wundersam lol- fenbe. widetspt-achsvolle Seele der Roman fi/ Mensch geworden Das Reich der Reichsbank. Großzügige Baupläne. — Sin ^eichsbank-Baufonbs von 21 Millionen Mark. - Jahresumsatz 1927: 730 Milliarden Mark. Von Ttuhülf Bier. Äschen fyst, Vie 2teup6f>gnf füftf. in utt» flntfpfbcirt'r Aachbarfchalt ihre, T^ertlnet Päldstes liegbnDe Häuser gefduft um in nächster 36it mit der Dorkvitklichürtg ihrer Baupläne beginnen zu können Äeit Monaten wollten besonders gut informierte Finanzkreise von groben Aus «ieh - nunasplänen der Deutschen Reichs- bank wissen. Diese Gerüchte erb elien nSlle Adh- ruftg, als di? Aktien der Beichsvank in den letzten Tagen fpruiiohast fliegen. ohne daß der gehoi-n- nisvolle Kauter der Aeichsbonkanteile ermittelt metben konnte 21 un wird die OtzffeniltchkeN von ter Mitteilung übeptascht, bah die Aeichsbank in Berlin eine Bei he ihk benachbarter Grundstücke hekauft hat. Aicht weniger als fürlf große Geschäftshäuser sollen in den Besitz Dieses Institutes i'bergeqongcn sein, und Noch immer ek- h dgt man in ter Aeichsbankdirtktion neue Aüs- tehnungspläne. Durch großzügige lliibaülen sollen neue Geschäftsräume gewonnen werden: wän tfill den Verkehr mit dem Publikum dadurch erleichtern, daß di? bssenilichen Kassen ilnö alle anderen vielten, die mit dkm Publi'um iiflmittel» Pilt zü tun haben, in einem Gebäudesomples bet* einigt werden Hat doch die Aöicösbank bi-her die EinlösUNgsslellen für Schaywechsel Und ändere wichtige Kassesi auS ihrem Hauptgebäude verlegen müssen. Allerdings dürste noch beträchtliche n tgehen, bevor die geplaUken orgctnifatokischon Äeuerungtzn in Kkast treten. Ddß sich die Aelchs- l'änk aber mit umfangreichen Bauplänen trügt, beweist ihre letzte Iöhresvilonz, in bet sie einem besonderen BaUlonto 10 Millionen Makk übet- wies, so daß nunmehr über 21 Millionen ' M a r l f ü r D o u z w e ck e ^Ut DetfügUßo stehen. Ursprünglich beabsichtigte die Aelchsbänk, einen neuen, riesenhaften Dau aufzllsühren, der Nbch weit größer alS dek alte Deichsbaükpalast Werden sollte. Ob dieses großzügige Bauprojekt schon iw nächsten Jahre in Angriff genommen werden kann, steht noch Uscht fest, da die außeftBltdIlc6e Baukvnjunktllr Und die statt gestiegenen Preise für Baumaterialien nicht zu großen Arbeiten 61- muntern. Man kann sich zunächst kaum vorstellen., daß das von Hitzig gebaut« wuchtige AeichAvartkgo- bäude im Herzen Berlins den Allsbrderungen des Instituts nicht mehr genügt. Wer aber däs Innere deS Gebäudes betritt Und di? mit großzügiger AatimverschwSgdüng gebauten, kiesigen Cale betrachtet, wird dos eher begreifen. Roch verständlicher wirb die AaUwnot, Werin sttan sich die ungeheure Leistung vekgegenwärtlat, kle dieses nichtigste deutsche Bankinstitut jährlich zu vollbringen hat. Einen Begkiss böh der Bolle, die die BeichSbank im deutschen Wirtschaftsleben spielt, bekommt man nicht nur durch das Studieren der trockenen Bilanzen und Monatsberichte. Praktisch wird die QHadjt der DeichSbaitk demjenigen vor Augen geführt, dem es vergönnt ist, tie riesigen Lresorkgume am HauS- vogteiplatz zu besichtigen Eine enge Wendeltreppe führt in die Schatzkammern hinunter, tie durch gewaltige Türen von der Außenwelt abgeschlossen sind. Mächtige Stahlgittertüren. deren Schlüssel von Mehreren Beamten verwahrt werden, trennen den Besucher von den Goldbarren. Die unscheinbaren gelben Metallklöye. 'die dort ausgestapelt liegen, haben einen Wert von etwa 100 'Millionen Mark; einen Vielleicht noch größere» Eindruck wacht aus dkn Besucher ein Schrank mit Metallklbtzen, die etwas h-ller leuchten, da sie aus Feingold bestehen. In riesigen Stahlschränten befindest sich viele kleine Pakete, von denen jedes eiste halbe M i l l i ö n In neuen Tausend- Ina vffdj einen enthält Selbstverständlich Menen die modernsten Sich?rh?ltseiürichtürigon Ustd Llpparalo dazu, diese Schätze zu hüten, und befh- lenigeh, bvr versuchen sollte. unbelnerTt in Vie Tresorräume elrtfiubriltfte», dürfte so etwas übel reforttmeiT. Vor zwei fahren konnte die Reichtzbank ihr slistf zlajähriges Bestehen frierst: denn uin 1. ^anilaf 1H70 flog sie in das (tzelütube ein, in dem bis dahin Mr Preußische Bästk residiert halte, deren Nach- Verhängnisse. Vornan von iiedbd Dill. Copyrl >> • unter deinem weißen. duftenden ctfikier. wie « kleine Braut ... * fölgerift die Reichsddnk Wurde Dor der Gründung des neuert Instituts Herrichten im deutschen ktzeld wesen gertibHH anarchistische Zustände. nicht wertl' ger als 31 Notenbanken hatten vis dahin das Recht, eigene Banknoten in Umlauf zu bringen AVer Nicht nur Viele pTlmieglcrten Bankert gaben Raten aus, sondern allch ftömmuiten UNd Ipgar ElsenbahngestU. schäften pumpten immer neue ArthlUngsMlttel in den Verkehr Aengstiich hütete ieder Bundesstaat sein Recht auf Ausgabe non Bonkribten; zugleich schützten sich die Länder buftf) besondere (Beieße gegen die Einfuhr und Zirkulation ftemben Papiergeldes. Als zuerst dek Plan auftauchke, eine Deutsche Reichsbänk zu schalten, bekämpfte der damalige preußische Fi- NaNzmiNlster Eamphauseft diesen Plast erbittert, ustd selbst Bismarck, der doch über ptilb tischest Weitblick verfügte stand der ReUfltündurig ftienia sympathisch gegenüber. Rach mühseligen Bor. arbeiten wurde Bahn endlich bkr Weletztntwürf, der die ßtrlchtung der RSichsbastk erMähiichte^nNgenom- men, und sofort wirkte sich diele neue Mahstghnie praktisch aUtz Nicht weniger äl? 12 NbtenbSftfen oet- zichietest freiwillig ntif ihr Privileg, weitere fünfzehn folgten schon in den nächsten Äahreä,, Und nur vier blieben »och bestehen, die sich ihre Selbständigkeit bis heute bewahrt haben. Mit schweren JDpfern müßte damals Preußen die Liguidntion der Preußi- schen Bank abgekauft werden: es erhielt nicht nur [eine Kapitaleinlage von 3MillibsteN UNd seinen Anteil flifl ReservesanSs ist Hähk da» P Mlllibstert Mark zurückgeznhlt, sondern Preußert kassierte außerdem noch eine Entschädigung von 15 Millionen Mark ein. Die Reichsbank mußte ferner eirte lier» pflichtuna ihrer Dorgänaerin übernehmen; sie mußte nämlich fünfzig (fahre hindurch eirte JnhresreNte von 1,865 Milliane» Mark an Preußen entrichten. Das Neue hnstiiui war in einem äußerst günstigen Zeitpunkt gegriinbet töbrden, den» die beul che Wirtschaft erlebte damals einen Ustgeahntest ustd fast lintinterbtb feilen zwischen Den schlanke«. Hochstehenden Pfel- lern flammten In allen Farben. Obettc hing an den Beichtstühlen entlang, neben den steinernen (tzrüberrt der Bischöfe und bek Herzöge deS Landes, dereii Wäppkn. in Steiß gehauen, an den 'Wänden prangte» Bsn der hohen Decke hingen die rdi-n KärbiNalsIsüte an langen Schnüren herab. Ein Hauch von Weihgeruch lägekie fahft wie elfte Wolke Über der stillen Näthedrole, Und die steiner. ne« (tzkiichtek der toien sv.'r,dge schäüten zu Ihr Herüber, eic waxen loflac schoo begraben, llnb bad) loben sie oft so foüPerbar lebend aus. D6 Tote wiedekkamest uflb reden Bilrbeh’ Uhler her weichen Leide ihres Kleides klapste das arme, geiftarierk rj. Sie toariete auf den yrieffer. Er hatte eine fo wiindekbarc Art, zu kälten tmb zu verstehen Es war ein Oeiuiten- pater. z er junge elegante Priester kam durch däs O-rHin-ldtiff, ,> koloi PPn b#m mageren «llft#r. der ihm mit einer Eairrve folgte. ^Ir trat ihm In den W?g ..Herr Eues, einen Augenblick ... Sie trfll'n zur Seite in das D 'vk»l mo bk B?lchtsti,h!e stauben, urtb fprrtchkn kife ein paar Work zusammen. Mit tufnmm#nbängenben Rechen«rbeiten viel Größere Umstände: dazu kamen Die Schwierigkeiten bei der Ausgabe immer neuerer und immer Utftwrt-rsicheker Banknoten, sowie vielerlei andere, an und für sich ziemlich sinnlose und dennoch unentbehrliche Arbeit. Die Reichsbank bfitbähigte im Zahre 1923 feit 23OOQ Beamte, Angestellte und Arbeiter, gehen 11 000 im Jahre 1921. Durch umfangreiche Rationa lisierungsmoßnahmen ist es nün der Reichsbank gelungen, ttzre» PerföNa bestand iM Jähre 1027 aus Ungefähr 1Ö0Ö0 heräbzusßgen. Aus der Provinziashaupksta0t. Gießen, k^n 6. ^edt*mbek 1928. VolkShochschulkUfse in C6trf;efTen unb obrrkftfftfcher Hvlk-dochfchuitafi Die Lehrkrälte der Kiehener Bolksk)0ch- schule frihen sich für den kvmmeüden Herbst Und Winter bereiterklärt, auch in her Provinz L>b?rh?slen Kurse unb Ginzelveränstaltung^n zu übernehmen. €ie wollen damit den Bok^bst- rmngsvereinigungen unb anderen inttzrel titriert Kreilen auch in abgelegerrtn und tloinere» ^rteft Oberhessens den Aulvau eine- bodenständigen unb mdnpigfditiäertn Biidungolebens erleichtern Helsen. Beben Kursen von verlchishPNtzr Dauer Über verschiedene Lebensgeb'efe (z. B ..Di" Ke- helMnilse Unieter Ärrvev.atbeit", ^Lchwer sr- ziehbare Kinder und ihre 'Sehirt6tung‘. Menschenkenntnis". ^Bdm Wesen der Kultur '. Her IlrMensch im Bilde beh BolksNärchbäs", „ÖM- thes Fäult". „Cfäat und Wirtschaft" u. a ) sind literarische unb musikalische Qlbenbe und volkstümlich? §eictn (a. B. ^Äszitetirm-- und Bor- trag-äbend zUr Menlch?nkenntstl»" Mit der Erzählung n5)ef Bkrtzrecher aUS M-rtEftbr Ehre" von Fr. v. Schiller, „6onat?n für Klavier und Bioline", ^Bachieierstund?" des Münchener Organisten Aöwötny, Aufführung des Lchel- menspiels ^Der Fremde" hon Lienhard. „Lieder- und Märchrnatzrnde'' für Erwachsene» vorgesehen. Die materiellen Bviäuösehungen sind so gedacht, biß je nach Äriseoauer Kurse schon pcm 20—40 Teilnehmern an, und Ginzelveran- st^iunaen von 50—60 Deilneh nerst einen tnctent- licßtit Teil der Kosten selbst trägen: im übrigen ist aftzuneh'Nen, datz Diele Bol'SbUdungsarveit in Obethessen aus bereitstehenden staatlich«» Mitteln äusteichenb unterstützt werden wird. Bkm der Äolkstzochschule GietzeN ist außerdem für dsn 2t. und 28. Oktdber ein „Otzerhesssscher DölkshochlchUltag" gepl iftt. Er soll In erster Cinto sine Einführung in bie Probleme und Methoden Det Neuere» städtischen Und läftdlichsü Ddl'sbildUng Permitteln: dafür ist eine Fachsihvng uritot Leitung eines fülltendtzn 'Ddfks- hächschülüäDägogen Pbrgesehen. Außerdem witd ein öffentlicher Dortragstibonb stattfindön. Don her KriegSgräbeffüfsorge Denn auch bie Bot Der Zeit manchen sich in erfror Linie mit sich selbst UNd seinem eftyste» ilmfreid beschälUste» laßt, so foEfte jeder aber doch so viel Gemeinsinn besitzen. Paß er sich in treuer Liebe uftd Dänlbarkeit derer erinnert, die im Weltkriege für daS deutsche Daterlarid ihr Lebe» ließe» unb ift fremden Landen ihre letzte AUhestätie fanden. Diese in engster Zu- fammenarbeit mit den deutschen Dehörbon schlicht und doch würdig auszugestalten, hat sich der Dvlksbund Deutsche KriegSgräber- iürsorge zur Ausgabe gemacht. 3n dem Heft 9 seiner Dundeszeitschrift „Ktiegsgräbersürsorge" gibt der Dolksbutid einen ausführlichen Bericht über seine Tätigkeit im SVatyro 1927. jedermann hat hier die Möglichkeit, sich über bte Arbeiten des BdlksbuiMs zu unterrichten. Dicht allzu lange fltit ireitnt ußS mehr von den Tolengodtzstkiggen im Adveniber. Der Dolksbustd ermöglicht es jedem Anaehörigen. das Grrib eines teure». Toten in ffefttb'c Elbe dft kiese» Tagen mit (‘•hem Kt8»z zu schmücken. Aähere Angaben hlebübbr enthält ebsftfällS das Sepwmberheft brr ,Kri°gSßräbeisürsörge' Mbch- ten brxf) recht viele Angehörige von dieser Gelegenheit Gebrauch mache»! - Auch der übrige «th9llf kS8 Hhftes^ Berichte übet Beilen zu d?ut- sHÄi KkioqorfrledhöfbN In i^ranfreich. Belgien. Lettland und Norwegen sowie über den Zustand zahlreicher Frfedßbse In dwsen und arideren freffl- peri Cärtcbm dürstbn für die Letek bdft Kkbßkem unferrlfe sei«. Reichsbahn und Alkohol. Aach Belprechungrn mit dem Hauv'.betiisbsra: ßit Die BoichsbebnverDgltung einen Erlaß brr- ausgegeben in dem cS u. a. hnßt. Rcichsbahnpersonal mtrft von bei Etleftfttfti- butchvrungtn seift, daß Mr völlige Enthaltsamkeit in der Dienstbereitschaft unb im Dienst an Bedeutung gewinnt, je mehr die Reichsbahn dazu übergsht. die Betriebsleistungen, inebeionbcro b-ie Zugäelchwindigkeiten Au erhöhen Dee WnärüriftiäfMt über bk Bachteils be- Ve» Uffes geistiatt Getränke VI Nachdrücklichst zu fördern Demnächst soll ein ausgemusterler v-ZuqSwge» etjen# für Die MäßigkeilsbeWegunq mit reichstMigeM W\- schauUtigsmäterial ousgestatlet werde» uftd fm Re-chsbahnbeirisb umlaufen. * ift erwünscht Paß dem Peksprigl ifti Dstentz mehr 6\i b^be- Gelegentzeik -wn ®eftuß bvn Milch geqen*'- Pird. Sb Ist zu prüfen DB in bett AaftHfttn der Ausschgftk geistiger Gektöäke vlchi bePrr ganz zu ü ft t(? tlä|f en ist. Taten für Lonntaq, 9. September Sortnenälifgang 5.26 ilftr. €onnertuntef|eng 1* 2^ Ußr. — 9Rönbuftlergong 16.48 Uhr. 9 n. Ehr.. Schlach, Im Teutoburger Wolde: - 17.17: der Nntürioklcher Luigi Äolftftn! in lvtzna gehdtert; — 18-v der k»lllsche Schriftsteller Gkaf Vso Tolstoi lh zKisnasa Poljoha geboren Taten für Mvsttay Ist. Sevtember. Sonnenaufgang 6.27 Uhr. SonnenunterOantz 1* 16 Uhr: — Mdftdsusgaftg 22.11 Uhr. MShduntekgafta 17 28 Uhr. 1890 Der Dichter Ftaftz Werfel In Ptag -ebottn: -- 1WR: Ermatdung der Kätsetm Elisabeth iHm Oesterreich irt Genf: — 1914: Sieg fiirtbenburg-. über die Rusten on den Maiurtsthen Seth: kchiachr dn Der Mathe Urtb bei Bervun (° M* 11. Sept > — 1918: der Asrikareiseftde und Koionioipviitiker Ädrl Perets in Woltorf gestorben. •• Ämnestieergellnis in Hessen 3ut (S'ruftb M BeichsaeleheS über «btrtf frei Seif Wn 14 (Tutt 1928 wurde a) das bei Dem Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft anhängige Bersoh«» erngeliellt gegen 29 Personen: b) völlizer Gtral efldn aewahkt 16 Vertonen; c) die Strafe br Berbrechen aegen das Leben ftcfhilbirt in xt»ri Fällen, so Paß bis jetzt in Heilen in#fle\> Gießen derlängerl Mit her Kabellegung wird bie Ginrichtung pes kchnellverkshts mit den gc- nortnten Otten Hand in Haftd gehen und bor- aUs'ichtlich im nächsten Frühjahr eröffnet werden. “ Der Derband hessischer Ge- schichiS- und ÄltektumSder'eine der betgvngefteS Jdbr in Büdingen tagte hält feine diesjährige LlahresversaMmlurta am 8 unb9.6ct>* tember in Dffeiwad) a. M. üb. Ausier den geschäftlichen Verhau.dlmigen bringt Mo Tagung einen Lichtbildetvortrag von Bros Brock- m a n n liwr Alt Ossenbach, BefichtlIuna des Heimafmufeums. des LederMuseumS. des d'Orvstl- schen Maihgartens u, o. ' H« ffifche Schulgeographen Der Derbanb hesfischer Schulgeographei' dem Lehrer [iHer 6d)ulgatiungen angehsten hält feine dies- ährigo Hauviyeriammlung am 27. urtb 18. Grober rt Bab'Äouheim ak • • S t ab 11 heä t er ® ießen Aus i»m Dtadti Satori uttau wird uns ge- jfu^r fern y- I/ Wc Zagurq Prof. Ürtirf- äx tüphrn hrn. fern 9$rr '**> frtt*n ffliiithb»* vr> ert!il#T kple'Mr fe ö- in Srutoe W nb lifiwn"'- S unb, nb"# *,n tri it ö'h Triowph McierrMn (SklMMMlie «u flimntnen Bob* iitnnebebinQimgen Zalod Echuvv zelterfrocfi ffl fi. LeolkNN -BJerffffliie. WlisetafaM.lsta Aum Besuch von schulen nnb Vcbr- nnftaltcn für konkurrenzlose Vcbr* mittel gesucht. Offerten unter ffl. 17686 an ALA Haa senile In ft Bögler. Clfrunffurt a. M. 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(Ünfüflungsmiigdbr. Weiche. Makler Westfalen: 10. Insekt: 11 Personenname: 13. Stadt In Griechenland: 14. bfl- Nische Insel: 15. Vorstadt Von Danzig: 16. Reben- 8altet am kommenden Sonntag für seinen kreis II Regln to M» nach 22 21 bl t«en Attz Ist 18 30 stlß nach 22 30 Uhl 1 ®khrn, tger. j)frborn. Hirzenhain Lauterbach, Lich. Marburg. Schlitz unb Detzlar gebären, in chie hen seinen diesjährigen »rdenilichen Kreistag. Näheres in der gestrigen Anpllae. '• (Ein reiches f) d n tf f$ | e b r Nachdem bas Jahr 1927 geradezu ein Rekordjahr in der chofelnuhernte war, steht uberrolchenverweile Such In diesem Jahr eine reidye /laselnutzernfe bevor. Zu bedauern ist, dab Jahr sur Jahr die Erntezeit nicht odgewartet wird, und die Fruchte meist halbreif, oftmals in sinnloier Weise unter Beschädigung der 6lräutfjrr, abgeristln werben Picknick. Orbnungsräticl. (Rlmüsegarten. 'Miw gram in. in ,^entralasien. 8. Roinäfl, 10. lertifdfl, H 19.30 bis 23 Uhr. Don Karlos. Sonntag, 16., 20 bis 22 30 Uhr Alt-Heidelberg. Montag, 17., >0 bi» 23 11 br Othello Lein, g: Schatz, h: f)aft, i: Mähre, k: Seine, m: See, x: Sonnenschein. >en, zu dem die Ortsgruppen Hlsfelb, B>e* «udingeti. Butzbach, DUlenbitrß, Nriedbera. cm japanische» Bassagierstugs aßgehürfit. B'.cr Passagiere und der wurden ge tätet. Die Ursache de» Ung ist noch nicht festgestellt. Der Flugzeugoskkehr -wischen Fusan und Söul ist unterbrochen. Mit. Sonntag. 16 . 18 bi» 23 Uhr ilnger non 'lluntberg Montag. 17., 19.30 bi» Nach 22.30 Uhr. Die Macht de» Schicksals. Schauspielhaus. Sptmfag, 9A6tptemkr. i6..3O bi- 23 1 D bis 22 30 Ul t9.3O bl» 23 1 D bis 22.30 2 Äcug Pilot iglstclS Wilna. Edgar, Rede. Halter. Urne. Nestor. Diner. 2llwin, (Harde. Elbe. chundsfage. Kreuzworträtsel. Thermometer erreicht nicht selten 50 Grad Lelsius im Schatten. Die Lust ist feucht und die Durch- schnittStemporatur für da» Jahr ist 30 Grad Celsius, in manchen Jahren hat sie auch schon 32 Grad betragen. 3m Januar, dem kältesten Monat, Ist die dunhschnltlllche Höchstlempkratnr 29,4 ®rab. Der Durchschnilt der täglichen Mindesttemperatur 22,5 Vrad, der Dronatsdurchlchnitt demnach 29,8 Eclslu-grade. 3m 3uli ist die durch schnitt llche tägliche Höchsttemperatur 40 Grad und der Monatsdurchschnitt der täglichen Min- destlemperalur 31 Grad. 6le tägliche Durch- schniftStemperotttr daher 35.2 Dvad. Alassava Ist der wichtigste Seehafen der Kolonie Lrnthrda. Wer willen toHI, was Hitze hetstt. der btaebc litft nach Massaua, einer Stadt mit 10 00P®in- wtchiiertt In dek tttkiensscheit Kolonie Srhthräa am leer. 3h Mas'aua kann man ein CI aus ........ _»tcln in der Scmne kochen, denn da» MaSkcnball Mittwvd». 12., 19.30 bis 22.30 Uhr Eins --lacht in Venedig Donnerstag. 13,. 20 bis 1'3 Uhr -gmsdn vnh Tdiiln. ,twilee. !♦., kos Doch* eet ubn anderersiehun« in her Hamill W*»1 wild (TgL >uHflc ^elflft) " «»usm»HH»ß»hilf«htaßutts. Der 5)Mthfunß-stetzlls»n.Velto,ntz mmh« IE-1L11 1SH IK1O iS I Magische Gleichung, ostdin, b: Dom. c: Tenne, a: Tee, e Leinen, Die Narrenkappe. Splitter und Sparren b»wt Nrdaktlonstlsch. Nachdenkliches. Wär und Otto sähen Melhanber »Man soll die Gprichwörterweisheir nicht verachten." sagt Max, „für jeden Menschen gibt es ein», da» paht." „Auch für mich?" fragt Otto. „Aatätlich: Wem Ddtt ein Mnt gibt, den! gibt er auch Verstand." .3st schon Unsiim. 3ch habe gar fein Amt." „ÄA du ^tst ja auch Mhht Vktlssind!" Abkürzung. 3n einem Berliner Matt lieft nun folgendes: 2lls Ernst Poff art im 3ahre 1885 am Stadt- theater in Düsseldorf in hem Stück „3ofephine" gastierte, ordnete er an, dvst dUf ritte Kiste gemalt werden fortte: „N. II. Ktznig non Adm" Posfart, der in allem von einer peinlichen ®v wissenbastigkett war, revid'erte abends alle Requisiten und fand zu seinem Entsetzen folgende Rufschrift auf der Kiste: „Entzwei. Ä&nig tnfll Rom." Epiclplan her Svnnffurter THeoter. Opernhaus, Sonntag. 9. September, 20 bis gegen 23 Uhr Samson und Dallla Montag. 10. 20 bi» g.'gen 22.30 Uhr Eardillac Dienstag. 11 . 20 bi» 22.45 Uhr Ämelia oder Sin Berliner Börse. » f r 11 n , 8 Sept lttTV. yttnkfpruch.» Auch Mt heutige eiDiiniilaflsnerhbr fianb noch, ebenso mie die gestrige 3ninlfurtcr Abendborse, gan| nftlft bfni lrlnbru(f des 'Nuckganoes her Relch»k>ankiinttife. Vie SpekUläklvn fitzte -roste ^IltOifhfihund nnb wagte Murn Kurse zu nennen 3" beiuckstchügen wate noch, hast heute erster Schiebunastag ist uhb hier unb bn (»lallffdlMngen zum Medio erfolgen könn* ten Lu tzn/>en börl man: Q.*(M »(rllrben Stz4 bis ^4.30, Nklch°Imnl .304 bis .307 «Hl Devisenmarkt Nknttt man Paris 1?4,22, Mailand W/V\ Spanien 29.2« Amsterdam 1,210, Schweiz 2.5,1925, dy, Pfund 1MJ3, den Vvllar 4,lWw» zu 1970 Uhb Wh Pen stutz der Clbc. — Durden die Wörter richtig gebildet. musten sie in ihren Ansanrs und stndbuch. stoben, beidemal von oorfl nach hinten gelesen, ein Schillersches Zitat ergeben. Äremtvorträlfti. Sprachkenner. MeierS fahren nach Pari». Auf dem (Äare du Rord geht Meiers Handtasche auf. MleS purzelt heraus. „Schrecklicher Anfang!" schimpft er. Frau Meier, stolz auf ihre Sprachkennttrtsse, korrigiert ihn laut: Anfang tcrribJe!" Vruchftückaufgabt. —ag —Oh. —w, —4if, —eh. —ms. — eV —et. —ja, —hm, -Mte. kste -»orstetzenden Wdrtbnichstistb >»llen durch chinzusugen je eines Buchstabens am Aniang ui Sortem umgeftoltet werden, die alsdann ein weid* männischer vergnügen ergeben. Auflösungen Silbenrätsel. 1. Benjamin: 2. Vamirte; 3. Zngwer, 4. Iriumpl); 5. Zanella: tz Diesterweg. 7. Dale; R. chachkiqall. Blitz. Donner, chogel. Pilbrrrälkl Wot Ist Not. oder lltot ohne Brot Ist wohtr Not. -ilbenrätfel. a — chow — de — die — dort — el — rm — hilf - be - I - 1 — rnr — ff - fe - lan — land — lang — tl fna — men — mund — ne — ner — hör — os — per — ichle — schon — smi — tWn — un — vi Hus »orstebenden 32 Sstdrn stillen 16 zweisilbige Wörter gebildet werden, die folgende Bedeutung haben- 1. Amphibie; 2. WihirrkurvN an der Ri- riftn; 3. (Getreideschober: 4. Qltlnfnidtt; 5. mann* sicher Personenname: 6. Stadt Ih Bödmen; 7. Zinst Bon links nach rkchf» unb von oben nach unten: 1. lemperoturftvigerung; 2 Schilfrohr: 3. iiorft* rlkflPl T dltbfff Bezfichmmg für Gedanke: *i vfrrbe.) .Daily Aew»' und „Destminster Dazettc' b*- richten. daft drei lSzöllige R , e s e n Geschütze nach Singapore für die FlotfcnbaliS oerschisst wurden. Sie seien 60 5uf» lang, wiegen je 851 Domren, und ihre ungeheure Reichweite und Zerstönmgsgewalt genfhte. um jeden leint» abz«wehren. Jünf lote bei einem Flugzeugabsturz. W.e au» Tokio gemeldet wird, ist in F Ü s a n schuf tot trel loto soll leist der 8« gen fei fen oder urti nicht Ust» ge gen bifl flblt ter al den freu ü Itvfig rttftt wir freu de und do la uni lot al» gra ren gan herz trflu da» be da» gen 5 ruft find'! find her tnafl bah kuNsi stern den »ur Nicht fit beit fat S« der lab doch Art^esehe he NdhruMßdmittel - Fabrik sucht zuverlässige Vertreter für die Erarbeitung des Hotel- u. ßastwlrtsgewerbes Hohe Provision und bei Geeignetheit fealer Zuschuß! SchrtfO. 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September (928 Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen Feiner Regen beginnt nicderzuaehen llnterlaft Aber d e Floftsahrt Ift schön z> Tage«- und Jahreszeit: schön am Morgen ohne zu jeder Tu- vielen mit einer farbenprächtigen Kräuter- und Staudenslora fehlen nicht (m MandM&t, wie auch zur Rast einladende Schuhhütten trefflich dem :> - • 3n i vanr hnt» Don unbe- fchreiblichen, 3anber lind die berrlichen Durch- bilde, die der Spa wenn er auf Kreuz ict .entdecken" wird, u er mögen die Anlagen durchftreift. Die mit Bedacht und Sorgfalt angelegten Wege der Neuanlagen schlängeln tich in müftiger Steigung die Berglehnen hinan und .nehmen" so selbst mit Leichtigkeit den Johannisberg, der non der Stadt aus so manchem Kurgast wohl al« .unerreichbar" erscheinen mag. ES gibt wohl kaum Morgen, wenn die Berge in Nebel gehüllt sind, schön am Mit- - - Der DcrlehrSverband München und Süd- Hähern gibt alljährlich eine Infor mation«- schrift über da« boyerifchc Aeifege b i e t südlich der Donau herau«. Die Schrift ift in diesem Jahre vollständig neu überarbeitet worden und gibt eingehende 3nforinatu>ncn üb.r alle Dinge, die den Besucher SübbaVern« interessieren lönnten. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1927: 19300 Badegäste Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 88 Badeschriften durch die Kurverwaltung tag. wenn strahlende« Blau über den Bergen steht, schön am Abend, wenn der Main wie Feuer leuchtet. Da der Negen stärker wird. Hullen sich die Flöher in ihre schweren, grauen Flöfter- mdntel. Wir fahren durch die weiten Dogen roher Drücken, grüben Kloster Engelsberg und Schloft Klein-Heubach mit seinem herrlichen Park. DiS Aschaffenburg werden die Flöher heute kommen. Ich habe bei Wörth von ihnen Abschied genommen. Durch Frankfurts alte Dassen bin ich am Abend noch gewandert. In der Dämmerung machte ich einen Gang durch die Räume jene« Haufe« am Hirschgraben, in welchen Deuischlando gröstt rCe iu« geboren wurde. Ich weilte in jenem Zimmer, in welchem die erten Derse de« ..Faust" nieder geschrieben wurden. Am nächsten Tage stand ich vor Han« Thoma« wundervollen Dildern im Städelschen Bilderhau« am Main, vor Steinhaufen« blauen deutschen Landschaften, vor Fritz Döhle« herben Dildern. Sah den silbern schimmernden Zeppelin stolz kreisen über Frankfurt« Dom. Schaute in den folgenden Tagen herrliche deutsche Städte: Marburg, die Stadt der heiligen Elisabeth. Hildesheim, die Stadt des lvorjährigen RosenstockS. Goslar, die alte Kaiserpfalz: sah in Galerien herrliche Werke der Kunst: in Kassel und Derlln und Dresden, sah in Naumburg- Dom da« Gewaltigste, was deutsche Drldnerkunst je geschafsen. Aber unvergeßlich über all dem ist mit die herbstliche Floftsahrt auf dem Main. jReifetoinfe. Tic erste Vogelwarte am Vodcnfee. Mit grohem Interelle verfolgt man in willen- tchaftlichen Kreisen die Einrichtung der Süddeutschen Vogelwarte auf der Mettnau am Bodenfee Die Bestrebungen der Vogelwarte zielen einerseits auf einen einheitlichen Zulam- menschlust aller Vogelliebhaber hin, andererseits sollen sie der Vertiefung der Vogelkunde tm deutschen Volke dienen. Die planmäsnge Erforschung de» Vogelzuges, ein Gebiet, da« bieder in Südbeutschlano wenig berück'ichiial wurde, soll eine Hauvtaufgabe dieser Beodaa>tung»stel'.e bilden. Die Voraussetzung besteht in einer sorgfältigen Besetzung der neuen Beobachtung»- station. die tn vorbildlicher Weile auf der Mett- nau eingerichtet wird Im ^Zusammenhang mit brr Vogelzugesorschung stehen Probleme der W-ettervorausfage usw Weitere Gebiete bilden der Vogelschutz und die Naturfchutzvewogung, die dank der Unterstützung der badischen Regierung in Süddeutschland eine groste Förderung durch die Anlage von Naturschutzpark« ulw eriabreit. Die wissenschaftliche Sammlung der Süddeutschen Vogelwarte umfastt bereit« 6000 Balge und 4000 Sier Vie park und Waldanlagen Bad-Rauheims. Don Heinrich Ostwald. Wenn inan von den mannigfachen Heilfaktvren der hcs'i'chen Budestadt spricht, dann darl man die einzigartigen Anlagen nich: vergessen, die sich um da« weiträumige Bad in einem grünen Kranze breiten und Nirn Leidenden und Erholung- suchenden würzige Waldlust zur Genesung spenden Kaum ein anderer Badeort bietet soviel an wunderschönen Anlagen wie Bad-Nauheim. her Teich und Park vor allem dursten an Gröfte und malerischen Qualitäten ihresgleichen suchen. Der alte Park, die ewig junge Meisterschöpfung de« Frankfurter Garten künstlet« Heinrich Sie«- matte r (1817 bi« 1900). ist 41 Hektar grost und tm englischen Stile auSgeführt. Mit seinen ausgedehnten Fahr- und Fustwegen. Alleen, freien Plätzen und mit dem rund 36 Morgen grosten Teich bietet er dem Kranken, der sich nicht weit von der Stadt entfernen kann, einen angenehmen Aufenthalt: vor allem an beißen Sommertagen, wenn drausten vom großen .See" eine kühle Brife weht und säuselnd in die Dkätter der Baumkronen fährt. Lauschige Ruheplätze unter altehrwürdigen Baumgruppen laden zum Derweilen ein. Gefiederte Sanger, hie den Park in auffallend groster Zahl bevölkern, erfreuen durch vielstimmige« Konzert llnb wenn man weitergeht kann man sich nicht satt sehen an der auster- ordentlichen Blumenpracht des schön gepflegten GraCtepplchS oder der besonderen Beete, deren sich die kunstsinnige Leitung der staatlichen Gärtnerei mit besonderer Fürsorge zu allen Jahreszeiten annimmt. An hundert Sotten der verschiedensten Bäume und Sträucher gewähren eine unerschöpfliche Fundgrube der Betrachtung, bald der einzelnen Individuen, bald der Gruppen oder der Effekte durch Licht, Schatten, Daumschlag und Kronenfülle. Manche Seltenheit begegnet dem Kenner der Gehölze, manche biologisch bemerken «werte Vertreterin der heimischen und ausländischen Pflanzenwelt. Und lassen wir den alten, ehrwürdigen Park al« Ganze« auf uns wirken, dann bezeichnen wir ihn gern al« eine Idylle im wahrsten Sinne deS Worte«, eine Idylle, die alle Dedingungen finer für ein Heilbad geschaffenen Anlage in gart-mtechnischer und künstlerischer Hinsicht trefflich erfüllt. ein Stück ursprünglicherer Landschaft bieten. Der Stadtwald, ausgezeichnet durch feine fast 200jährigen Sichenbestände. und der Frauenwald. den man mit Recht dem Schäl betriebe entzogen hat. um feiner Entwicklung freien Lauf zu laffen. sind vom Zentrum de« Dades in knapp einhalbstündigem Spaziergange zu erreichen. Sie stehen unmittelbar mit den groben TaunuSwäl- dern am Winterst ein In Verbindung, die mit ihren Erinnerungen an die Römerzeit (Pfahlgraben. Römerturm: EaperSburg) zu lohnenden gröberen Wanderungen einladen. Die jüngere Zelt Hai zwischen allem Park einerseits und Dem aussichtsreichen, geschichtlich denkwürdigen Johannisberg und dem Frauenwald anderseits eine bewundernswerte Verbindung her gestellt. Forst- oslellor Dr. Weber hat die'e Neuanlagen geschallen und darf sich ihre« fröhlichen Wachstum« erfreuen, für daS hier die günstigsten Vorbedingungen gegeben sind. Sie tragen dem Land- schastScharakter In kunstvoller Ausfassung insofern besonder« Rechnung, al« die Anpflanzungen die Mitte halten zwischen forst- und parkartiger Anordnung. Durch den romantischen Donner«- graben gelangen wir vom Teiche au« ganz unvermittelt in diesen neuen Park, der seinen älteren Bruder mit seinen 50 Hektaren Gesamtfläche nicht nur an Gröhe übertrifft, sondern auch an stimmungsvollen, abwechslung-reichen Dtldern ihm nicht« nachgibt. Treten im alten Park bläherbeiaubte Daumriefen mehr in den Vordergrund, so werden die Neuanlagen starker von Nadelhölzern beherrscht, die in schön gewählten Gruppen auch dem einstigen Eichen- bestand de« Frauenwalde« eingestreut sind. Berg- Für den Kurgast, der gröbere Spaziergänge chte. standen früher nur die Wälder zur Verfügung. die brausten vor den Toren der Stadt Herbstliche Flußfahrt auf dem Main Von Emil Baader. Wanderfahrten. Bieber-Haina -Dicke Eiche—Bubenrod- Bieder. Eine schöne Familienwanderung von knapp 3 Stunden ist die folgende: Wir fahren nut 0onn- tagSkarte nach Bieber. Mitten im Ort. wo sich der Weg teilt, schlagen wir den zur linken ein. ebenso eine kleine Weile später und gelangen so auf guter Strafte an dem stattlichen Gutshof Haina und später an dem anmutig gelegenen Forsch au« Haina vorüber zum Waid. Hier treffen wir alsbald schwarze Dreieck.', bie von Kinzenbach kommen und unS in da« liebliche Schwalbenbachtal führen. Mitten un Tal weist unS cm Schild und ein weiftet Strich hinauf zur Dicken Eiche. Der Daum, der trotz seiner 1000 Jahre immer noch grünt, hat einen Umfang von ca. 10 Meter: doch werden leine Haupt äste mit Eilenklammern zusammengehalten. Von hier leiten un« gelbe Striche nach Hof Bubenrod, dessen Wirtschaft vor einigen Jahren eingegangen ist. Kurz vorher stoften wir wieder auf daschwarze Dreieck, da« un« durch da« Anwesen führt und un« zunächst in da« Tal und später wieder zur Höhe auf die Königsberger Strafte bringt. An tnefer Stelle geniefkn wir eine prächtige Au-schau auf den DunSberg mit den benachbarten Höhen und Königsberg. Wir verla'sen jetzt da« seitherige Wegzeichen imö folgen gelben Kreuzen, die un« durch Feld und Wald, Immer m t reizenden Ausblicken, nach Bieber zurück- bringen. Giehen—NciSklrchen-Wlnaervb—Dirberg— Evbelnrod. Wir gehen die Drünberger Strafte entlang zur Ganseburg mit guter Einlehr. Unterwegs genieften wir beim Wasserbehälter einen prächtigen Blick nach Westen. Hinter der Ganseburg leben wir die Höhen des Vogelsberg« Die Strafte führt un« an einigen Häusern von Reiskirchen vorbei nach Winnerod mit feinem .. :er- esfanten. epheuumsponnenen K rchlein. Hier .reifen wir blaue Dreiecke, die un« durch Wa!d und Feld, bei hübschen Ausblicken, über Bollnbach b.nauf zum Kirchspiel Wirberg. führen, wo unlere Wieseck entspringt Don den spärlichen Resten Mauerwerk diese« ehemaligen Nonnen!lolterv haben wir einen hervorragend schön-n Fernblick. Zum Abstieg benutzen totr einen hübschen Fuft- weg. der un« in Windungen mit schönem Rückblick aus den Wirberg nach jn«Qclamt vierstündiger Wanderung zu unserem Endziel Göbelnrod bringt. Floftzug voraus fährt auf einem Kahn, der mit schwarzroter Flagge geschmückt tft. der ..Wabr- schouer". Er muftte erkunden, ob keine Hindernisse im Weg sind. Wertheim und Freudenberg und Miltenberg: Weinberge und Wälder: rote Steinbrüche und grüne Matten: Fischreiher und Wildenten: Wasserhühner und stolze Weihe vom Floft au« zu schauen, da« ist unsagbar schön. Da sich der Abend über da« Tal senkt, landet der Floftzug Die Flohe werden mit starken Tauen am Ufer fest gebunden. Die ganze Flöher- schar versammelt sich zur abendlichen Mohl- ACit, zum frohen abendlichen Trank und zur wohlverdienten Ruhe in der wohnlichen Baracke, die sich auf dem ersten Floh befindet. Ich war hier bei den Flöftem zu Gast. Da herrscht eine heitere Kameradschaft. Da wird erzählt und gelungen. Zwei Hamburger Wandervögel waren auch da. Sie fuhren schon seit Kitzingen mit. Einer hat da« Flohen schon richtig gelernt. Der and.re malt schöne Aquarelle den lieben langen Tag und singt den F löste rn am Abe ich alte Volkslieder zur Laute. Die Flöher schlafen auf dem Floh. Ich fmbe Quartier in einem DorfwirtShauS am Main. In der Morgen frühe fetzen wir die Fahrt fort. Wie die Stämme schimmern! Wie die Raben auS den roten Steinbrüchen und au« den nebelt euch ten Wäldern kreischen! einen schöneren Abschluh eine« Bad-Nauheimer Spaziergang«. Wenn man von der Höhe des alten s a gen umwobenen Turme« ober von der Terralle der Johannisberg-Restauration ou« über die zu Füften liegende Badestadt nach der ge- segneten Kornkammer der Wetterau und darüber btnau« zu den blauen Höhen de« Vogelsberg.» de« Spellart- und de» Odenwalde« hinlchau- dami empfindet man erst fo recht, wie herrlich da« Fleckchen Erde ist. da« fich um die fegen- spendenden Quellen Bad-Nauheim« breitet, und dem man mit Recht den Beinamen .Perle der Wetterau" beigelegt hat. Nachdruck verboten. Nebel überm Dorf. Zart wie Schleier Man ahnt die Sonne, ahnt die Bläue, ahnt die goldenen Walder, die weiten Ebenen im Norden, bie märkischen Seen, die Fontane- und Lei- ftikowlondschaften. Berlin ist da» Ziel einer herbstlichen Fahrt. Ich sehe Potsdam mit SanS- louci im Glanz der milden fühen Herbstsonne. Sehe die Dome von Naumburg und Merseburg im MittogSblau Schon ist die Sonne durchgebrochen. Schon schimmern wundervoll die weiften Astern in den Dauerngärten. Eine späte Lerche jubiliert überm Kartoffel eld. Mais steht fett imb grün im Hori- Aont Federwollen stehen hoch über fränkischer Landlch'.st. Dauemwetber Ichleppen sich grau und mühsam mit leeren Säcken, mit Körben und Kärsten, aus« F?ld Mittt gsglocken läuten in der Seme. Ein Tal, schön wie nur Hans Thoma e« malen konnte, führt mich, am brunnenreidien, alt- mainzischen Städtchen Külsheim vorbei, zum Kloster Dronnbach im Taubergrund. Mit einem weift getoanbeten Eisterzienserm^nch wandere ich durch de« Kloster« traumschönen Kreuzgang und lasse mir aus d.-r Geschichte des 700 Jahre alten Kloster« erzählen. Ich komme nach Wertheim, dem lieben alten Nest an Tauber und Main Stehe vor dem Eng. Iffbrunnen. diesem Wunderwerk der Renaissance. Desud>r die Kilian-kapelle. eine der zauber vollsten gotischen Kapellen Deutschlands. Schaue in der Stadtkirche die prunkvollen Grabmäler der Wertheimer Grasen au« vielen Jahrhunderten Dom Berg'ried der herrlichen Durg auS schaue ich die weite schöne Mainlandschaft. Durch bie alte Stadt wandere ich zurück -um Main. Schöne Gallen und Plätze laden zum. Derweilen. Mächtige Mainslosse aber, die bi versäumten. Der September ist noch ganz sommerlich. Ea herrscht voller Kurbetrieb bei billigen Naeb- ixieoa- Preisen. Oktober, November haben zumeist wundervolles, warn»«, mildes Wetter und Sonnenschein. Wenn die Heide blüht, zieht der „nordische Mai"* ein. Bis Ende Oktober, Anfang November kann in der See gebadet werden. Das Wann- Badehaus ist ganzjährig in Betrieb. Wenn der Trubel der Haupt-Kurzat verrauscht, wenn es still und ruhig geworden ist. dann ist so recht die Zat gekommen für alle jene, denen an Menschengewühl. an rauschenden Festen, an lauten Vergnügungen nichts liegt. Gehören Sie zu diesen, so kommen Sie irn September. Oktober, November! Eisenbahn und Schiffe verkehren. Bitte, fordern Sie unsere Kurschriften. Stadt. Badeverwaltung Westerland X------------------------ Sanatorium Hohenwaldau Degerloch-Stuttgart LÜL^LL! Pesten-. Schrot- un1) Rohkmlkur) \ orzdgUdie Bede- und Luftbedeclnndi- tunfen. Idyllische Hflbtnweldlage 60 Betten. 2 Acrrta Seb wettern pflege - Aerztllcher Leiter: Dr. med. Fr. Kate . Bcrchtesgadenerland Oberheffen. Landkreis Gießen. a. Klein-Linden, 7. Sept. Die VolkS- schule von Allendorf an der Lahn unb die £i«lige Volksschule trafen sich heute auf dem hiesigen Sportplatz zur Austragung der AeichS- ^ugendwettkämpfo. In der Obcrftufc (7. jnb 6. Schuljahr) traten 27 Knaben zu einem Fünfkampf an. Dieser setzte sich zusammen aus einer Pflichtübung am Darren und Reck, bei der je 20 Punkte erzielt werden konnten An volkstümlichen Hebungen waren vorgeschrieben: Weitsprung 2.50 Meter bis 4,50 Meter. 100- Meter-Lauf 18 diS 14 Sekunden und Schlaaball- weitwurf, dessen Grenzen wegen des herrschenden Gegenwindes und der ungünstigen Abwurf- fteile zwischen 22,50 Meter und 52.50 Meter fest gelegt worden waven. Reun der Teilnehmer erreichten die zu einem Siege nötige Punktzahl von 67 Punkten. ES sind t)ic8 1. Willi Jung (Klein-Linden) 84 Punkte. 2. Erwin Watz fKlein- Linden- 85 P.. 3. Wilhelm Frey (Klein-Linden) 80 P.. 4. Walter Speier «Klein-Linden- 79 P.. 5. Ernst Schimmel (Klein-Linden) 78 P. 6. Heinrich Schimmel (Kirin-Linden) 76 P. 7. Heinrich Reuschling (Klein-Linden) 74 P. 8. Rudolf Adolph (Klein-Linden, 73 P.. 9. Erwin Volk (Allendorf a. d. Lahn) 70 P In der Unterstufe, vom 6. Schuljahr abwärts, wurde ein volkstümlicher Dreilampf ausgetragen, bestehend aus Weitsprung 2,20 bis 4,20 Meter. Schlogball- weitwurf und 75-Meter-Lauf. Don 48 Schülern. die in der Unterstufe turnten, erreichten 22 die Punktzahl 40. die zu einem Siege berechtigt. Die Sieger sind 1. Walter Weber (Klein- Linden) 66 P.. 2. Willi Gärtner (Klein-Linden) 59 P.. 3. Hans Volk (Klein-Linden, 58 P., 4 Willi Volk (Allendorf a. d Lahn, 55 P. 5. Walter Schmidt (Klein-Linden, 54 P., 6. Eberhard Kopp (Klein-Linden) 53 P., 7 Wilhelm Steinmuller (Klein-Linden). Erich Weisel (Klein- Linden) und Ernst Weigel (Klein-Lmden, je 52 P. 8. Walter Lang (Klein-Linden) 51 P.. 9. Gottlieb Müller (Klein-Linden) 50 P.. 10. Wilhelm Weigel (Klein-Linden). Ludwig Glaum (Klein-Linden) je 45 P„ 11. Mberl Jung (Klein- Linden) und Wilhelm Müller «Klein-Linden) je 44 P.. 12. Hermann Stein (Klein-Linden) und Wilhelm Zorb (Klein-Linden) je 42 P., 13. Willi Ulm (Allendorf a. d. Lahn. Erich Jung (Klein- Linden) und Willi Kissel (Klein-Linden) je 41 P., 14. Ernst Henlelmann (Allendorf a. d Lohn) und Rudolf Franke (Klein-Linden) je 40 P. o Drosten-Linden. 8. Sept. Gestern wurden die Reichsjugendwettkämpse an unserer Schule ausgetragen. In der Gruppe I (Jahrgänge 1915 und 1914) beteiligten sicy am Fünfkampf (Reck. Darren, Weilsprung. Schlag- ballweitwurs, 100-Meter-Lauf) 23 Knaben, von denen 11 Sieger wurden: die Ehrenurkunde d^s Sjcrrn RAchspräsidenten cnang AlberI CD c:- ga nd mit 112 P. (Mindestleistung 67 P.) Die Dorklasse (Jahrgänge 1916 und 1917) umfaßte einen volkstümlichen Dreikmnps (Weitsprnng. Schlagballwcitwurf, 75-Meter-Lauf) mit 36 Teilnehmern. davon 10 Sieger, die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräsidenten errang Aarl ÄI a u ni mit 61 Punkten (Mindestleistung 40 P.) Del der Siegerverkündung ccmabnh? Rektor Dach die Schuler, auch nach Deendigung der Schulzeit sich den namentlich von den Vereinen für Leibesübungen gepflegten Bestrebungen zu widmen, imb dankte insbesondere dem Obmann der Wettkämpfe. Schulverwalter Robert D e ck e r. für die gute Vorbereitung der turnerischen Arbeit. Bg. Grvhen-Duseck. 7. Sept. Wohl nur wegige Gemeinden des KreiseS dürften in der Rachkriegszeit eine so rege 'Bautätigfeit etztsaltet haben, wie die unsrige. So entstehen in diesem Jahre wieder neun Wohnhäuser, und ?fcar vier ein- und fünf zweistöckige. Austerdem wurden eine Anzahl Erweiterungsbauten und Scheunen errichtet. Don einer eigentlichen Wohnungsnot in der schlimmen Dedeutung der Rach- kriegSjahre kann in unserer Gemeinde nicht mehr gesprochen werden. Einige der Reubauten sind mit Balkon und Erker bzw. Zentralheizung recht modern ausgestattet. gck. Grosten-Duseck. 7. Sept. Auf dem hiesigen Sportplatz sanden gestern die Reichs- jugendwettkämpfe der Schulen zu Gro- ßcn-Buseck, Alten-Duseck. Burkhardsfelden und Trohe statt. Die Leitung hatte Rektor Inder- t h a l. Da gegenüber dem Vorjahre die Anforderungen nicht rmwesentlich erhöht worden waren, konnten weit weniger Schüler die notwendige Punktzahl erreichen, um atS Preisträger anerkannt zu werdm Es ist sehr fraglich, ob durch dieses Hinaufschrauben her Forderungen dem Grundgedanken gedient wird. Es wurden Kugelstvsten, Schlagbaliweitwurf. Weitsprung und 75- bzw. 100-Meter-Lauf ausgetragen. An Preisen erhielten: Karl Hahn, GroßenDuseck, mit 128 Punkten den 1.; Otto Balser. Gr.-Duseck, mit 118 Punkten den 2.: Fritz Wagner, Gr.-Bulcck. mit 111 P. den 3.; Th Häuser. DurkhardSfelden, mit 110 P. den 4.: L Schäfer, DurkhardSfelden, mit 100 P. den 5.; O. Kaust, DurlhardSfelden, mit 99 P. den 6.; W Lepper, Alten-Duseck, mit 93 P. den 7.; Fr. Vogel. Trohe, mit 92 P. den 8.; E. Schwalb, Gr -Buseck. und K. Hofmann, Trohe, mit 88 P. den 9.; K. Dinhäuser, Alten- Duseck. mit 87 P den 10.. Fr Müller. Alten- Duseck mit 86 P den 11.; W Hof unb ß. Hofmann. Alt.-Duseck, mit 84 P den 12.; H. Schäfer. Gr.-Duieck und Ang Rau. Alt.-Duseck. mit 80 P. den 13.: W Äörb.r. Alten-Duieck, mit 77 P. den 14.; L. Rau. Trohe, mit 75 P den 15.. W. Kimmel. Gr.-Duseck. mit 70 P. den 16.; Karl Vogel. Alten-Duseck. mit 69 Punkten den 17. In der Vvrilasse erhielten E. Drück. Trohe, drn 1., und Ernst Hofmann. Gr.-Duscck, den 2. Preis. Unter den Mädchen wurde Gretchen Pfeiffer. Gr-Duseck. erste Siegerin. Auch eine 4xl00-Me- ter-Staffel wurde wieder grlauien. Gr.-Duseck erzielte mit 61 Sek. die beste 3cit. SS folgten DurkhardSfelden mit 61’A und Mten-Duleck mit 61*/s Sekunden. Grünberg 7. Sept. Da» neue Fi- nanzamtSgebäube wurde im vergangenen Winter in den Rohbau gestellt. Ain inneren Aus- bau ist daaegen wenig geschehen, so dast es in diesem Jahr nicht vollendet wird. Insolge deS beißen Sommers konnte jedoch der Dau gut aus- trocknen. Sagegen wurden zur Auffüllung des Geländes rings um das Gebäude gro*e Erd bcwegungen auSgeftlhrt. In Deroindung damit wurde auch daß Endstück d.r e h:o Koch-Straste an der Gießener Straste planiert, |o dast die neue Strafte alS Durchfahrt strafte bald in Benutzung genommen werden kann. * WatzenbornSieinderg. 7 cept 3m fommenben Jahre blldi der Gesa na verein „Eintracht' zu Steinberg, der Zweitälteste Der Oie Haftung des Tierhalters. Don D. Kranz, Amtsgerichterat i. X Gegen den Tierhalter können auf Grund der gesetzlichen Hastungsbestimmungen (§ 833 Satz 1 BGB.) LchadcnSe^atzaniprüche geltend gemacht werden, welche das Tierhalten erschweren. Tierhalter ist derjenige, der in eigenem Interesse durch Gewährung vov Unterhalt die Sorge für daS Tier übernommen hat, und zwar nicht bloß zu einem vorübergehenden Iweck. sondern auf einen Zeitraum von gewilier Dauer. In der Regel ist also z. D. der Jäger Tierhalter. Die Erfatzvflichl des Tierhalters kommt aber in Wegfall (§ 833 Satz 2). wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, da» dem Beruf, der Erwerbstä'.igkeit oder dem Unterhalt zu dienen bestimmt ist und wenn der Tierhalter bei der Deaussichtigung des $ict ?5 die im Der- kehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt cing^ treten wäre. Da es daraus antommt. ob die Ausübung der Berufstätigkeit die regelmäßige Benutzung des Tieres erforderlich maQt. wird der DerufS- jäger. allo z. D der Förster bezüglich seines Jagdhundes von der Ersahpslicht des § 833 frei, nicht aber der Sportjäger, weil dessen Hund als Luxushund angesehen wird. Der Sporljäger unterliegt also der strengen Haftung des § 833 Satz 1, welcher den Tierhalter zum Schadensersatz verpslichict. wenn der Schaden die Folge einer willkürlichen selbständigen Handlung des Tieres ist. Ob der Tierhalter unter die befreiende Dvr- schrift des § 833 Sah 2 fällt, ist manchmal zweifelhaft. brsonders dann, wenn der Hund nicht ausschlleftlich einem bestimmten Zweck (Beruf, Erwerbstätigkeit. Unterhalt dsS Besitzers) dient. Kläger wurde von dem Hund deS Detlagten, den letzterer unter der Aufsicht seines Verwalters aus seinem einzelstehenden Hof hielt, auf der Strafte angefallrn und in den Arm g„ biff en. Der Hund Diente gleichzeitig verschiedenen Zwecken, er war Hofhund, begleitete feinen Herrn aus die Jagd uno diente hon Kindern zur Belustigung. Kläger verlangte von dem Beklagten Schmerzensgeld und Kurkostenersatz. Kommt Diesem Hund Die Eigenschaft eines Haustieres und Damit feinem Herrn die Begünstigung deS § 833 Satz 2 zu? Dient er Der Önoerbetätigtett seines Herrn? Grundsätzlich können die zur Bewachung und Sicherheit gehaltenen Hunde, z. D. der Hofhund des Landwirts, der Wachhund auf einem einsamen Betrieb der Erwerbstätigkeit deS Eigentümers zu dienen bestimmt fein. Der fragliche Hund hat wohl zur Rachtzeit den Hof bewacht, er wurde aber zu verschiedenen Zwecken verwendet. und während seiner sonstigen Deschäs- t'.gung (Begleitung deS Herrn auf die Jagd u-w.) war er Der Bewachung des Anwesens vollständig entzogen. Daraus ergibt sich aber, dah er — und darauf kommt e« an — die überwie- a e n b « Eigenschaft eines Wachhundes erkennbar nicht an sich trägt. Denn wenn auch die wichtigste Wachzeit die Rächt bildet, so ist die Bewachung eines «infamen HvfeS auch bei Tag nicht vollständig entbehrlich, wenn die Leute fern dem Hos« auf dem Felde arbeiten. Gefetzlich ist zwar nicht «rforderUch. dah daS Tier ausschließlich dem Beruf oder Erwerb oder Unterhalt dient. «S kommt auch nicht darauf an, dah der Hund gerade im Augenblick der Schädigung seiner ZwecLestimmung diente, es bleibt aber immerhin di« «igentliche. allgemeine Zwe Abstimmung. die erkennbare, vorwiegende Verwendung zur Ze. t der SchadenSverursachung überhaupt maßgebend. Der Beklagte konnte nicht nachweisen, dah sein Hund die Zweckbestimmung hatte, ihm bei Deaussichtigung seiner SrwerbStätigkeit als Wachhund zu dienen. DaS hatte Beklagter behauptet, um von der Haftung frei zu werden. Selbst wenn ihm aber der Hund zu diesem Zwecke gedient hätte, wäre er doch ersatzpflichtig, weil er den Sorgsaltsbewei» nicht führen konnte. Um frei zu werden nach § 833 Sah 2 müftte er beweisen, daft er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt zur Verhütung des Schadens beobachtet hat. Da er wußte, dah fein Hund bvSartig war, hatte er begründete Veranlassung, entweder daS Freilaufenlossen deS Hunde- zu verhindern, oder wenigstens di« Deschädigung von Tier und Menschen durch Anlegung eines DeihkorbS zu verhüten. Beide- hat er nicht getan. Er hat allerdings hie Deaussichtigung feinem Verwalter, der alS tauglicher Tierhalter gelten konnte, übertragen. DaS genügt aber nach Anschauung des Reichsgerichts nicht. Mit der Aufstellung eines Tierhalter- ist di« Deaufsich- tigung-vslicht nicht erschöpft; verschiede ne Entscheidungen legen dar, daft der Degrifs der Deaussichtigung nicht zu enge gefaßt werden darf: d i e Eigenschaft deS Tieres und die Art seiner Verwendung beeinflussen den Umfang der Aufsichtspflicht; bei einer Verwendung eine- Tieres, die erhöhte Gefahr zur Folge hat (was beim Jagdhund selten vorkommen Dürfte), soll der Tierhalter selbst eingreifen durch entsprechende Anordnungen. zumal er neben dem Tierhüter für Sorgsaltsverletzung bei der Deaufsichtigung selbst einzu stehen hat. Hiernach hat das Derusungsgericht mit Recht die Eigenschaft des fraglichen HundeS als eines Haustieres im Sinne des § 833 Satz 2 verneint und den Klagsanspruch auf Grund bei § 833 Satz 1 für gerechtfertigt erklärt. Der Beklagte würde auch bann verurteilt worden fein, wenn er, zu dessen Beruf die Iagd- auSübung nicht gehörte, der hieraus auch feinen Erwerb machte, den Hund ausschließlich für feine Iagdliebhaberei verwandt hätte. ein innerhalb unserer Gemeinde, auf sein 6V jähriger Bcstehen zurück. In seiner Generalversammlung wurde beschlossen, dieses Jubiläum mit einem großen Gesa ngswett st reit zu oerbin- Den. Als Festtage wurden Der 1., 2. und 3. Juni 1929 bestimmt. Der Verein steht unter der bewährten Leitung des Chormeisters Harnisch von Steinberg. Der Delegiertentag findet am 27. Januar 1929 statt. -st- Hungc n, 7. Sept. Da erfahrungsgemäß in den arbeitsreichen Sommermonaten der Verkehr auf der Kraftwagenlinie Hungen Schotten nachlaht. hit die Leitung DeS Zweckverbandes eine Einschränkung des Fahrplans einaclührt, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes sicherzustellen. Montags, Mittwochs und Freitags fällt die letzte Fahrt von GichelSdorf nach Hungen und zurück zu den Abendzügen ans. während an den übrigen Wochentagen die RachmittagSfahrt wohl von GichelSdorf bis Hungen geführt wird, Hungen an 14,20, die Rückfahrt jedoch nur bis RodhÄrn erfolgt, von wo au» die Abendfahrt nach Hungen und Aiirüd nach Eichelsdorf ausgeführt wird. Es hat sich heransgestelll, daß Die große ISagcn- bzw. Reifenobnutzung auf der verhUlniSmaftig geringen Derkehrsstrecke Rodheim—Ulfa die Rentabilität der Einrichtung ungünstig bee nflutzt. Sonntags erfolgen keine Fahrten, da der Autobus Darrn zu Gesellschaftsfahrten Verwendung findet. r 6 teinhetm, 7. Sept. Die hiesige G r u m- metgrasversteigerung der Gemelndewlesen erbrachte gute Preise. Im ganzen kamen rund sechzig Morgen zum Ausgebot. Die besten kleinen Morgen 52000 Quadratmeter) kamen auf 25 bis 34 Mark, olche mittleren Grasstandes wurden mit 15 bi« !5 Mark bezahlt, während saures Futter, bas nur als Pferbefulter Verwendung finden kann, je Morgen auf 5 bis 10 Mark kam. Das finanzielle Ergebnis erreichte das Doppelte der durch den Wiesen« Vorstand vorgenommenen Schätzung. — In diesen lagen fand eine öffentliche Guteroerpach- t u n g statt, wobei gute Preise erzielt wurden. Da auch ber nicht grundbesitzende Arbeitsmann darauf nue ist, die im Haushalt benötigten Kartoffeln und Gemüse selbst zu ziehen, ist immer Nachfrage nach Ackerland. Cs kam ein Grundstück von 1900 Quadratmeter auf 60 Mk., ein solches von 1008 Quadratmeter auf 43 Mark, 1400 Quadratmeter auf 41 Mark, wobei zu bemerken ist, daß es sich nicht um Gelände erstklassiger Lage handelt. Grundstücke mittlerer Güte in weiterer Gemarkunasloge tarnen pro Quadratmeter auf 2 Pf. Ein mmberroertiger Acker von 2450 Quadratmeter mürbe mit 35 Mk. Pacht versteigert. Zu berücksichtigen «st noch, daß sämtliche Steuern und Abgaben vom Pächter zu tragen sind, woburch der Pachtsumme noch 10 bis 15 v. H. zugeschlagcn werden müssen. - BeNerSbelm. 7. Sept. Dic Verladung von Obst hit in diesen Tagen auf Dem Bahnhof Obbornhosen-DellerSheim begonnen. In veraangener Woche tarnen mehrere Zentner Mirabellen, die in den geschützt liegenden Gärten viel angebaut werden und auch gut gedeihen, zum Versand. Den Erzeugern würben 25 PI. ie Pfund bezahlt Gegenwärtig werden Ne ersten Zwetlchon eingelaben und hauvt'ächlich ins Industriegebiet verfrachtet. Der Preis beträgt 8 Mark pro Zentner. Die Zweischcnernte •äKt hier sehr gut au». Die meisten Säume hängen xum Drechen voll, so daft sie gestützt Werden muficn. Auch d.e Dirn en ernte ist zusrieden- ftellenb, wenn auch einige bellere Talelso-ten 'N hie’ent Jahr ganz au^aHrn. D'r Verland l "Nttelsrüv 'S irren hat in htckm T 7 g' . pegon- j neu. Je n -ch Gröhe imb Güte deS Obste» mer- I ben pro Pfund 5 8 Pfennig bezahlt Kreis Friedberg. WSR. Dab-Rauheirn. 7. Sept. Gegen einen Deonrten einer hiesigen staatlichen Behörde. dem Unterschlagungen von einkassierten Geldern ^ur Last gelegt werden und der flüchtig ist, ist ein Haftbefehl erlassen worden. Alrciö Büdingcn. 11 Büdingen, 7. Sept. Sie Marktkvmmis- sion unserer Stadt verhandelte in ihrer letzten Sitzung über die Vorbereitungen zum diesjährigen G a l l u s in a r k t. Dürgeinneister H l l d n e r hat den Vorsitz übernommen. Zunächst wurde die von KommissionSmitgliek» Höhrath geprüfte vorläufige Marktabrechnung für Den Petrimarkt 192 8 zur Kenntnis genommen. Die Kommisfion beschloß sodann, den diesjährigen GalluSmarkt am 21., 22. und 23. Oktober abzuhalten. Für Sonntag. 21. Oktober, sollen nur Schausteller, sowie Zucker- und Spielwaron- iände zugelassen werden. Am Montag, 22. Oft., oll der Pferde- und Ärämermarft tattfindcn. Der Reit- und Fahrverein wird Dann am Montag Reit- und Fahrubungen vorsühren. Am Dien-tag, 23. Oktober, findet der Pferde-, Rindvieh-. Schweine- und Krämer- markt statt. Gleichzeitig wird am Qltontag ein« Prämiierung der Pferde und am DionSiag eine Rindviehprämiierung abgehalten. ld. R l d d a, 7. Sept. Die geringen Ertrage der diesjährigen Apfelernte werden von Baumstücken gebracht, die sich an dem nach Westen abfallenden Hange der auf dem linken Riddaufor. der sog. W i n t e r s e i t e, liegenden Höhen befinden. £iefc Obstanlagen waren zur Blütezeit vor dem hier im Frühjahre öfter» so großen Schaden anrichtenden Ostwinde geschützt, während die Blüten in Baumstücken anderer Lagen vernichtet wurden. Die Erfahrungen de» Obstjahres 1923 sollten beherzigt und bei R e u- anpflanzung von Obst bäumen auch die sehr wohl zu Obstbau geeigneten Hänge der 2D inte r f c 11 e bedacht werden. # Echzell, 7. Sept Dieser Tage konnte die ölte sic Einwohnerin unseres Dorfes, Witwe Marie Herzberger, ihren 8 5 Geburtstag im Kreise Ihrer Kinder. Enkel und Urenkel feiern. Obwohl sie auf ein Leben voll harter Arbeit und Sorge ums Dasein zurückblickt, erfreut sie sich noch einer seltenen körperlichen und geistigen Nüstiakeit. — Die R a f f e g e f l ü g e l z u ch t steht hier au) be- achtenswerter Hohe. Diele Züchter haben schon auf großen nationalen und internationalen Ausstellun- gen mit ihren Tieren erste und Ehrenpreise errun- Sen. In diesem Monat konnte der Züchter Philipp st h e i m auf eine 2 3jährige Rassezu cht der rebbuhnfarbigen Wyandottes zurückblicken. Der Gcflügeizuchwerein von Echzell und Umgegend, der größte und rührigste der ganzen Wetrerau. hält im Herbst eine Lokolsck» au mit Prämiierung ab Kreis Schotten. ld. Schotten, 7. Sept. Die durch Beeren- sammeln erzielten Einnahmen bedeuten für die ärmere Bevölkerung vieler Dogelsbergdörfer eine willkommene Vermehrung des Arbeitsoerdienftes. Nachdem die HlMbeerernie infolge der Trockenheit nur geringe Ertrage bracht-, versagt nunmehr auch oie Brombeerernle au« dem gleichen Grund« Di« im Felde wachsenden Brombecrhecken. dl« sonst Masienerlröge brachten, tragen nur verkümmerte Beeren, die da» eammcln nicht lohnen. Nur tue im Swatten be- Wold-s befindlichen Sträuche.' sind mit dicken Heeren bedangen, die ortskundigen 5ammfednnen einer, guten Tageverdienst einbringen, da Infolge der Beerenknappheit 50 Pi. für da» Pfund bezahlt werden. V Gedern. 7. Sept. TRorgrr. find 25 3a6re verflossen, ’eitbem der RcllgionSlebrer und Kantor der hiesigen ifraelittschen Gemcir.de. Adolf Dauer, tn letne-n Beruf «ingerührt toMtbc- Al» Sohn eine» Äauhnann» wurde er am 3. Februar 1883 In Schotten geboren. Rach- dem er dic Volksschule verlassen hatte, trat er tn die Präparandenanstalt zu Durgoreppach in Datzern und barm in da» Lehrerseminar zu Köln ein. da» er rm Herbst 1903 verlieft. Damals war gerade Me freftfle 5teile eines israelitischen ReligionSlehrer» und Kantor» frei. Dauer bewarb sich darum und erhielt sic. Seit dieker Zeit übt der Jubilar in treu öfter und gewissenhaftester Welse fernen Beruf bter au» Durch sein stet» tteundl'che». g.-gen jedermann turwrkommonde- Wesen unb durch leine vorbildliche Pflichterfüllung hat er Hd> hie volle Anerkennung und Wert'chänung nicht nur feiner Religion-gemeinde und kein« vvrgee ich ihm zu seinem Ehrenabend gelchick! hatte ff» sind mcrwolle Bilder besGc kort »hause - unseres Adolf Spieß i.-nb der <5 pik h t u r n b a 11 e. Das Eichenholz ber Nahmen stammt au« hem Geburtshause und ist von dem & mbt- 'FL B»; -rlietz. ÄfiÄ- e- ■SflUer ► uF «Ul '•"Wb. S*?"- Ä*t ?n‘"'k>- ’wwnbt. ** rt ’ t* In*. A>> bn ' »JIÄ ' V ultDj txr, :n Mt aüm elle", ,s^, ft* die 3»tt. ten. - Jür Jonne soll hall» Unter. * 6tmtn. W» Iiti te Wb, ba n ^uhrtand 2eutc um bit sollen togf. ^IchrSLa. vährrnd brr itutmbet untnwiytn ick arbeitete, e Ras-irie Verbau} bk ZclSblörk«. tn davon, btt kschabiPn^tn, M unb muhte tätet 5?J« :ti)en?2n tunt* iufvel' es * fietje0' • l?lin Vr ort drcnab^ ««" ms®“” ?• *6“' tbt Da nu. i. ‘baßen flärf» tpprbrn ist, iMichM \m bt* b bttthl lut bk bei birtm t mad)t. Tki irb trjrdi trie ns! am Dorigm jährigen Son* ü!isaenomnf7 l?n SoW.t duk. frttrc Unterricht im oenommer - Itter 1U* 1 ©ottdbm'c t Lhor trug Meinhard rt)t. Die *• itgelbcMung llenbotltt *!«N* Lachselcr statt, Ittlin 3uln:t berge arieflewt rchcidbaukr A o" W iinbttlW ’n D'-edrn Ä nges^r l»®’ !ndick°^ dah IW1 Srif* ?Dl' Kctunflcn -reicht ac Zwerg- Dornröschen' eBatoctW* in. 2m gl« ilgiy £ ichiossen. »«?*£! r mehreren Jahren bei Erneuerung beben worden Die beiden Bilder werden Schenker vor der Landw.rtschaftskammer WieSdoden. 14 Bechtolsheimer Wirfetf. 9.80: Kandidat V)clb- Jnbnlt gratis oboeneben 7W2V des 12.30 bi« - 15.55 bi« leier. - bi» 18: brr auf Nachrichten 20 30. Hunter Abend fchiietzenb bi« 0.30: Tanzmusik. Dienstag, 11. Sept. 13.30: Bon Kassel: Mittagskonzeri 16.05: HauSsrauendienst. - 16.35 bl« - 1505 b\* 15 35: 15 56 W 16 05. bis 18 05 31K Cp<- Le'cstundc - 18.30 10 bi« 19 30: .Dasser- ausgenommen werden. 3m übngen wurde Haushaltplan tn Otnnafrmt und Ausgabe 113 000 Mark feflgeftcdt. 4 Au, bim Kleebachtal. 7. Sept (Brummeternte ist In den (Bemelnbcn Konzert Stunde der Jugend HauSfrausndcnft. — 16 35 rerten. — 1810 bi« 11.30: b » 19: Dcr HrieHaften 18 b>Ü 10: Stunde de, Jthem-Mainischen Verbände« tüt freie Volksbildung . Tolstoi(»um Lprcchstunden brr Ardaltion. 12 bi, t Uhr mittag,, 5 bi» 7 Uhr nachmittag,. Sam,tag nachmittag geschlossen. Aus dem Amtsverkündiqungsblaii. ' Das AmtSvsrkündigungSblott Ql r 65, vom 7. Gebt., enthält: falsche Reichs- bantnoten. Aelbberernigung QDiefed und Dr.- Linden. Dienstnachrichten. CRunbfunfprogramm de« Sreifhirttr Veader«. (3ei bet .Aadu»-Umschau".) 6»«11K. 9. 6tpt 8 tr* 0. TZc-rgmtei«. - 11 30 bi« 12: Eitern- stunde. — 12 tr« 13 Von Xa'kl: Mittag« onzert deck Aundfunkorcheltet« — 13: Zehntrnnutendienst Bricffoflcn der Redaktion lVechlsguiachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrift leitung) 9 W Leider nicht möglich Hause, erworben worden.----------------- der Deutschen lurnf d)ule ab Wandschmuck überwiesen Dank auch an dieser Stelle " Wir freuen un» über diese schöne, finnige Werbung für unsere pflanzen". Dortrag von PaUnenganendrekwr O. Kraust — 10 30: Dom frankfurter Opernhaus: -Higarv« Hcxdie.t". Dlu'ik ton QU A Mozart — Anlch: etzcnb bi« 0 30 Tanzmusik. Otnlage tw 1 TRatf als Geschenk erchakken Die Lpare .c-y'. Vollen vom Schulleiter bis sechs Wochen vor der •ntlaflung au« der Schule qe- fperrr ©erben. Zwecks Prüfung der Stage der Errichtung einet etefteifchen Heizanlage m be Kirche wurde eine au« dem Demein>'^?rst^^er unb brr QZttgltebern de» ®tmeinberat« bestehende Kommiss.n gewählt Ml Ne m bet Kirche in Watzen bvi-. Anschliestend: Schallplattenkonzert. 100. Geburtstag'. Vortrag unb Vorletuna von Dr. 6. Gebhardt 20 b:«_20 30: SpvN- An- SonutaaSdienst b.-irrste u. Avotdekeu am9. 9.28 Dr (Meoer. Prof Dr. Oontamann. Velikanapotheke Zahnarzt: Ur. sfilcher. D' «SeschSMiMest Vcdrnsmittel immer in der Dockung bewährter .ritmen faufen! Tann haben Ete hei« die Ttcher- beu. um t)br gutes Geld auch die enilprftbenbe CualliAt ru erhalten. Tie bekannten bayerischen Margarinemarkcn gibt es allerori, in gleicher Otütc und au gleichem Preis: .Niest" zu 50 Psg, .Tust" zu 48 da» Halbvfund In den bekannten vergament* ludrfcln. Pro Piund wird ein liilbiche» Hau»duch der Viest-Werke mit anregendem, stet« wechselnden bi« 15: Stund? der Jugend — 15 bis 16; Vom Flugplatz .^unfckfugvettbewerb Mbct-Wef * 16 bi« 17: Unterbaihmgimu'iL — 17 1 Don Mamz Huldigung am Dhein antädllch der Hulb'.gungssahrt zum deutschen Rhein, veranstaltet vom Wa'.n^r Automob».-Siub iADAL>. — Äleebadjtale», beaiinftigt von dein guten Wetter, in vollem Gange. iAegenubcr den Vorjahren ist die diesjährige (irnte eine sehr geringe. Dem vernehmen nach soll sie nicht einmal die Halste der vorsährtgen Ernte bartteUen. Don einem Ertrag tonnte eigentlich nur aus feuchten Wiesen die Rede fein; auf trockenen Dlesenböden ist infolge der lang« anhaltenden Trockenheit fast nicht, gewachsen. — Die Getreideernte Ist als beendet anzufehen. Die Dreschmaschinen haben Ihre Tätigkeit auf den DreschplSsien Im freien beendet und setzen sie nunmehr in den Dörfern von Haus w Haus fort. Wie allgemein verlautet, ist bei sämtlichen Fruchtarten der Körnerertrag ein guter, dasselbe kann man mich vorn Stroh sagen. Kreid Biedenkop?. D Ob«rweidbach, 7. Sepl. Gestern verunglückt« ein tunacr Mann von hier dadurch, dast er mit feinem Aade InS Rutschen kam unb tn btt Sense fiel. Mc er mit sich führte Die Sense verletzte ihn an der Hand so stark, bafj er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. <*> Viederweiddach, 7. Sept. Wie an ibelle chvn bericht et, reicht unsere Wasserleitung nicht au«. Vie Gemeindevertretung hat beedalb beschlossen, ernt neue Quelle zu suchen. Die Ärkuitcn werben demnächst beginnen. j AuS dem Ahrtal, 7. Sept. Korn und Hafer sind gut eingebracht, unb in den Dörfern brummen die Dre | chma 1 (bi ntn. Die (8 rummele rn t e ist tn vollem Gange unb wird bei dem sommerlichen Detter in einigen tagen beendet sein. Ta« DrummetgraS kst durch den It^gen tn den vergangenen Dcxhen noch recht gut geworden, so daß die Grumnictemte als eine befriedigende anzufehen ist. Dillkrci«. O Ttllenburg, 7. 6cbt Der Chefarzt des hiesigen Krankenhauses, vr. Kayser, verunglückte auf der 3agb. Indem er beim Verlassen setneS HvchsiyeS abftür^te unb einen vierfachen Beinbruch davontrug. Der Verunglückte muhte Dom Abend bi« Blutern acht in seinen Schmerzen liegen, bis er gefunden wurde. Erst in den frühen Morgenstunden tonnte schm ärztliche Hilfe zuteil werden. Heilung etnes Brunnen« auf dem Friedhof« or- 'chlotten AvrtbUdungsfchulunterr cht 'oll wie im vorigen, io auch m bielem Din ter gehalten werden Der restliche Teil de« elektrischen Orts- nette« der hiesigen Gemeinde soll noch in bieiem Herbst umgebaut werden, die Arbeiten find bereit« öffentlich ausgeschrieben. Zur Bestreitung der nicht durch eigene Einnahmen gedeckten laufenden Gemeinbebedürfnisic wird auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen, sowie auf btt Gewerbeertrag- unb die Vewerbekapitalsteuer ein Zuschlag von 200 Prozent erhoben Zur Bestreitung der Äoften de« BullenstaNneubaueS soll eine kurzfristige Anleihe von 13000 Mark bei der LandeSbank der Aheinprovinz zu Düsseldorf Rheinhessen. DSV. Ma nz. 7. Sept Auf bet Haupt- Versammlung des Verein« deutscherBuch» dr ucker in Rbln wurde Im Auftrag de« Obtr- bürgermetfeM Dr stülb im Tarnen bet Stabt Ma nz bx Einladung überreicht, die nächst« Hauptversammlung de« Buchdrucker- verein« im Jahre 1 9 20 in Mainz, brr Gründungsstadt b ete« Verein«, abzuhalten. Die öiniabung »urb< von bet Hauptversammlung mit Beifall auigcnommen. DLA Dorrn«. 7. Sept. Gesten, nachmittag kentert« nad>- einen, Pfeiler bet Sttasten- brüde ein mit drei P--,tonen besetzte« Paddelboot. Gin Insasse konnte überhaupt nicht Ichwimmen. währ-md ein Mädchen gleich vor Schrecken toi« gelähmt war Von der Fürstschen Badeanstalt wurde bet Vorfall beobachtet unb sogleich sprangen bl« Herren 3 a bc r g . Preist unb Becker in den Sttom unb «» g.lang ifmen, die mit dem Tode Itingenben zu retten. preuhen. Mrcio Wetzlar. DSV De tzlar, 7. Sept. Al« ein Lastauto der Mineralquelle Selter« den Bahn- überaana bei Lahnbahn Giesten -Limburg bei Di«kirch«n vor dem anrollenden Schüler- zug überqueren wellte, wurde es von der Maschine ersaht unb vollständ'.g zertrümmert Durch bei- Iusarnmenstost crplodieiten die Lelterswasfertlalchen. so dah die Splitter über den Zug slogen D«, Führer de« Auto«, Heinrich Bangert au« Bi«Urchen, erlitt einen Beinbruch und Schnittwunden. Der 18jährige Karl Hein au« BiSkirchen. der mit lebensgefährlichen Ve rletzungen unter dem Auto hervorgezogen wurde, muhte nach dem Rranfen&au« naa> tzlar geschasst werden, wo ihm ein Bein abgenommen wurde Lützellinden, 7. Sept. Der Gern e i n de r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Beratung de« HauShalt- planeS für 1 92 8 und s atzte dabei u. a. folgende Beschlüsse: Die stürchturmuhr soll einer Aeparatur unterzogen werden. Die Gemeinbe- wasterpumpe im llntcrlänbctborf soll eine 3n- ftanMcnung erfahren Qhn Distrikt .Suhrdach' der hiesigen Gemarkung sollen nach Angaben deS Ärei«tictbäume,ftert in B>etzlar Schürfungen nach Daster für die Schaffung einer zentralen Dasser- leitungSanlage vorgenommen werden Zweck« Bildung einer Dchulsparkasse soll jedeS in die Schule neu aufgenommene Äinb von feiten ber Gemeinde ein auf die Spar- unb DarlehnSkasie Lützellmden lautende« Sparkassenbuch mit einer 18.05: Alte Tanzmu'ik. - 18.10 bi« 18.30: Lese- stunde. — 18 30 diS 19: Von Kassel: Oberspiel- iciter Erich Ziich lieft aus Werten Karl Hauptmann«. — 19 bi« 10 30. Aunkhochschul«: „Wege unb Ziele der privaten AasienbDgiene". Vortrag von Dr. Derum. — 19.30 bi« ZO: Han« Philipp Deitz: Vortrag au# eigenen Derlen. — 20 bi« 21.30: Der Dorfbarbier. Kornische Ober In einem Akt von 2os. We.bemann. Musik von Johann Schenk. — 21 30 b.S 23: Konzert de« Frankfurter Harmonie-Orchester». Mittwoch, 12. Sept. 12.15 b.S 12.45: Schulfunk: Gngllfch - 15.05 bi« 15.35: Stunde der Iugenb - 16.35 bt« 18.05: Opern-Musik. - 18 10 bis 18.30: Bücherstunde — 18.30 bi» 19: ..Griechisch-römischer Humor." Vortrag von Dr. Ludwig Hartad Schütz — 19 bi« 1915: Senckenberg-Viertelstunde. — 1915 bi» 19.30: Franzdsische Literalurproben. erteilt von Vektor 3. Stehling. — 19.30 bi« 20: FranzSsischer Sprachunterricht — 20: Schweizer Abend. Donnerstag, 13. Sept. 13.30 bis 14.30: MittagSkonzert bei Rundfunkorchesters. — 15.05 b.S 15.35: Stunde der Jugend. — 15.55 bi« 16 05: HauSfrauendienft — 16.35 bis 18.05: Veue Tanzschlager. — 18.10 bi« 18.30: Lasestunde - 18.30 bis 18.45: „Fünfzehn Minuten Aatschläge für Mutter unb Älnb". — 18.45 bis 19.15: „DaS Antlitz deS heutigen Paris', Vortrag von Psarrer HanS D'tttner — 18 45 bis 19.15: Schachstunde. 20.15: .Mth Dudelsack'. Operette tn brei Akten von F. Grünbaum unb H. Veichert. Musik von Vudols Vels«,. Freitag, 14. Sept. 13 bis 14 Schallplatten.Konzert auS Operetten und Vevuen. — 15 05 bi» 15.35: 3ugenoftunbe. 15JJ5 bi« 16.05: Haussrauenbienst — 16.35 bis 18.05 HauSsrauen-Vachmiftag. — 18.10 bi-18.30: mann; 10.45: Kinberkirche — Hltrn-Bu|c(f. 10. — Hausen Garbenteich. 10: (Barbcnteld). 1: Hausen, üollefte. — Kirchberg. 10: Iugendsonntag, 11: Chri stenlehre für die konfirmierte männliche unb weibliche Iugenb; Kollekte für bic kirchliche Jugendarbeit. — Mainzlar. 1.30: — Cid). 9 30: Christenlehre für die männliche Jugend; Stift,bedjanl Mahn; 12.45: Hin- dergoltesdienst: H tlbciibgottef-blcnfi; Stiftpfarrer Cic. Schorlemmer. — Watzenborn-Steinberg 9 30: Kinderkirche; 1: Predigt. Katholische Gemeinden. Samstag R. September. Giesten. I 30 und 7 Uhr: Beichte Sonntag, 9. September. 15. Sonntag nach Pfingsten. Glehen. 6 30 Uhr: Beichte; 1 Uhr: Mess. Kommunion der Iungliiiae; 8 Uhr: Kommunion; 9 Uhr: Hochamt mit Predigt: 11 Uhr: Messe mit Predigt; 2 Uhr Andacht. — Grünberg. 9.45 Uhr. Messe mit Predigt. — f)ungrn. 9.80 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Cid). 7..30 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Vidda. 8.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vogelsbergstadt x vchl,tz. 7 Sept D»e Seiet seine« 40)8 6- rigen Bestehen« t*ging In seht würdiaet Weite der hsestge Blilitärvetein. der der z^«gerkamrradschaft .Haft»" angeschloften ist. Die 5cftrcbc htelt der 1 Vorsitzende dc« Verein«, G. H abermcbl bet vor allem auch der Orün- bet gedachte von denen 13 n»ch am Leben sind Der Hauptteil beu schön verlautenen Festabend« wurde au «gefüllt vem bem Singspiel .Der Leib- kutschet deS Friedericu« 2tei*'. das vom Salzschlirf er Kurlheater lehr gut gespielt wurde Starkenburg. DSA Darmstadt. 7. Sept. Getegentl.ch einer Be'ichtigung de« hiesigen Gaswerke« wurde rmtgeteilt, dah Die Verwaltung einen neuen Wohnungsiaris vorbereitet. Vach diesem wird al«bann neben einer GrurGgebüht der Äu- Mmcter Ga« nur noch 7 Pf. kosten, während et heute für die Hau^aitungen nod) etwa 18 Pi. koste: Kirchliche Tiachrichien. Evangelische Gemeinden Sonntag. W. September. 14 Sonntag nach Trinitatis. Slablflrdte. Mein Gottesdienst wegen Ei Neuerung ber Heizung — Iohanneskirche. 8: Pfarrer Stdjlol» Heimer; Thrrstenlehre für die ‘Reufonfirmiericn aus der Lufasaemelnde. 9.30: Pfarrer Üu»|el0; 11 Nin- derkirche für die Iohanncsg.melnd«; Pwrrer Ausfeld; R: Bidelbefprechung im Iohannessaal; Pfarrer Bechtolshelmer. — üapelle de» Alten Zriedhofs. 9 30: Pfarrer Lenz; Thriftenlehre für die Neukonfirmierten aus brr Luthergemeindc — Elifobeth üleln- kinderfchule fWetzlarer Leg 59). 9 45 Pfarrer v^estund« - 18» W 18.45: Sünfwbn TSV.- nuten Aalschläge für den Gartens reu,— 18 45 p« 19.15: »D e geietzlichen Grundlagen der Jugendfürsorge". Vortrag von Dr. Otto Wehn 1915 b« 19 45 G'peratUo-^lnterricht - 19.45 d:S 20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Lechnik. - 20.05 b'S 20.15: v .m-Lochen'chau. — 20.15: Genoveva". Lra- gbbi« ut fünf Akten und einem Vach«piei >on frtebtid) Hebbel. — Anschlrestend: Spätkonzert. Samstag 15. Sept. 12.15 bis 12 45: Schulfunk Deur'ch 13 bi« „Wiflst Du efie Wäscße schonen, wird Sun ficht Seif sich höhnen Günstiger Mdhel-Einkaufl Möbelfabrik C. Stückrath Asterweg 47 60591 nySperrholz • ä*. ’S tn (Siebe. Gaboon u. Kiefer 3-Smm \£äW* Pretier und Itelen aller Störten. I r - 2,2 ichwedilche unb daverrfche Hobel- I£ -• breiter. Svaiterlatten. (5ichen- u. « Suchen-Lchnrr.waren liefern in W aIHh I KUak 1 T\ allen Störten l*D Schubrad (Ober- und UnterauelauO 83 JOD trink' Embeha- Sehr preisgünstig In der Anschaffung la ScJilactairä la Ausföhrung und Bauart Einfachste Entleerung (ohne Umkippen des Kasten,) Umtausch »Mer Reslertillngen Angebot Nr. IM trratis und franko, hlaln-fert Mim Mehrere polierte Schlafzimmer Speisezimmer, Herrenzimmer nur aparte Modelle in erstklassiger Arbeit zu ganz besonders billigen Preisen 10000 Anerlwe gen in Gießen: Apotheken. 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Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle Topp. Ab */,3 Uhr Omnibus- Pendelverkehr. 06396 In allen Preislagen / Aul Teilzahlung Bel Barzahlung 10 Prozent Rabatt Rud. Leisler Oegr. 1886 Neuenweg 23 Tel. 1573 Adreßbuch Siesten mit—Sladlplan und ainwohner- und Geschäftsverzelchnissen von 7 Städten und 74 Ortsgemeinden mit etwa 100000 Einwohnern nebst wertvollem Wirtschaft^ und kulturgeschichtlichen Sonderabschnitt/prei« 10 Aeichemark Sberhessislder Adreßbuckverlaa. Gießen, Schulftr 7. Ihre Dermahlung geben bekannt Rudolf Ernst Lahr und Frau Hansi geb. Stiefvater Gießen, den s. September 1928 06397 Annerod Sonntag, 9., u. Montag, 10. Sept. Kirchweih (Sff ladet freundlichst ein: Gastwirt PH. Wächter la Speisen und Getränke 06370 Autoverbindung je nach Äedarf Domäne Gchiffenberg Telephon 183 Schönster Ausflugsort Gießens. Deraessen Sie nicht b. dem herrlichen Herbstwetter die prächtig gelegene Schiffenberger Terrasse zu besuchen. Täglich frischer Apfelmost 8052D unb ÄwetschenLuchen Staubfreier Walbfußweg (Alt. Schiffenberger Weg). Oer Autoomnibus verkehrt täglich ab Lubwlgsplah (Weinstube Seibel) um 3 und 4 Uhr,- v. Schiffenberg 6,15 Uhr und nach Äedarf. Sonntag, 9. September Nachkirmes (Sei ladet freundlichst ein: os3so GuWucMigMekV. Die Barfdenifljoilra leatonia u.flöelio Von der Reife zurück Prol. Dr. Walther Liebigftrafae 43 t Eberhard Schwarz Gartenarchitekt — Gartengestaltung Beratung, pflege, Neuanlagen, üm- gestaltuna Äinterhart.Slütenstauben Ostanlage 3«i c«s6 Cafe Am end jeden Samstag bis 4 Uhr nachts geöffnet 8044 D MMsefa-Frötag. Montag, den 24. Sept. 1928, vormittags V.9 Uhr, findet unsere diesjährige Herbst- Gesell en-prüfung im Städtischen Schlachthof zu Gießen statt. Anmeldungen zu dieser Prüfung find bis längstens 15. Sept. b. d. Mischer-Innungs- Sefchäst^lelle, Liebigstraste 5, vorzunehmen. Dort wirb auch alle sonst noch gewünschte Auskunft erteilt. Der Lchrlings-prüfungs-Ausschuh Z. Dogt, Dorsihender. Gießen, den 8. Sept. 1928.gMflp Schneidern an eigenen Sachen können altere und jüngere Damen gründlich und gut erlernen bei Aelly Katz, Stephanflr. 43 Schneider-Meisterin. C64I5 Statt Karten! Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Marie Brecht Berthold Maser, Pfarrer Gießen Mendorf b. Schwarzburg (Tbür. Wald) ........ 1*6328 ZhreDermahlung beehren sich ergebenstanzuzeigen Fritz Pfeil Maria Pfeil geb. Rohrbach Gießen (Äismarckstr. 20), den s. September 1928 8012D Ihre Vermählung geben bekannt Reinhard Seibel Elly Seibel geb. Otte Gießen Neustadt (O.-Gchl.) s. September 1925 ................ae» «MWWWMMMUMMVMWWNM«» NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN CANADA Regelmäßige direkte Abfahrten " ^HaliSax Quebec Montreal Nähere Auikanfi über Einreisebedinggngen u. Abfahrten erteilt Gieren: Theodor Loos. Kirchennlalz 13 b'8A Welzlar: Oornhnsdi & Binder, Laiinstraöe 12/14 Ht 2325 gerst« 22.-, 33.25 Diz< 4 trr ' fir ff» iJrtii flniüt fjnn und da d getol toirt wvh eilt' ein« rüd vor Pur den Ab. ticr sich Äai rin( in rtg bei tert lau; tonn und fer ten. len mad Qua Der M ■ (tat, i tommt kn d grmah genro umgeh Jutt Lande Tcdui log ttoai halt' den ®ek jchlü raun, Jur was Mar täten täten war ®eiji 3m zanger tayix Nqj Hart vl Tie tingeln trachtsn nunga au I i i on t u l ie Wül len durchweg über einen oclfeica Abgang der gemahlenen Ware berichten. Belonbei» Äog- gcnmehl war bei anziehendem Preise reger umgesetzt. We izenmehl gut behauptet. Am Futtermittelmarkt bestand von seilen der für Wc, zenIIcie gröberer Tedurgi'bxflcbr. Mais für Futterzwerte und Aoggenklcie lagen bapegen vernachlässigt unb etwas schwächer Zum Wvchenschluh war die Haltung im Stnklang mit ben weiter nachgeb.n- ben Auslandsnotierui.gen »echt lustloS. Das Geschäft bewegte sich in engstem Rahmen '2Q>- schlükse waren infolge der geringen Unternehmungslust der Händler kaum noch festzustellen. 3ui Weizen- und Rvggenkleie bestand weiter etwas Interesse. Auch war die Beschicku, a des Maries etwas lebhafter. Weizen für gute Qualitäten blieb behauptet, während geringere Qualitäten etwas nachgeben muhten. Am Mehlmarkt war Roggeiiiiiehl vernachlässigt und schwächer. Weizenmehl war teilweise noch etwas gefragt bei behauptetem Preise Im Vergleich zu den Dotierungen der vergangenen Woche gaben Weizen. Mais für Fut- Mrz wecke unb Rvggenkleie |e 0.50 Mark nach. Doggen verlor 0 10 Mark, und Weizenkleie 0.35 Warf Dagegen blieben Sommergerste, Hafer, Roggenmehl und Weizenmehl gut behauptet. Die 'Doche kchlos, zu folgenden Dotierungen Weizen 23.25 bi» 23,50 Roggen 22 50 dis 22 15. Sommer- gerfte 25.50 bis 26-, Hafer. inL, 21.75 bis 22. . Mai», für Zutterzwecke Ä)ch0, Weizenmehl 33.25 hi» 3375 Roggenmehl 31.25 bis 31.75, Weizen leie 13.25, und Rvggenkleie 15.— . Wochenbericht vom grmiffurfer LLffekienmarkt. Die Belebung, die in der vergangenen Woche eingetreten war. machte halb wieder einer beträchtlichen Geschäfts st ille Play. Die Hoffnungen. bafi da» private Publi'urn angeregt durch die zeitweise etwas festere und lebhaftere Stimmung, sich etwas reger am Geschäft beteiligen ttkree erfüllten sich nich.. und der Orders- eingang bei den Ranken war nach tri? vor gering. Die ilmfaOtätigfcit war nur auf einigen bevorzugten Mür t.n für b c dis Ausland wieder gröberes Intcres c bekundet haben soll, rennen#- toert. Gestützt aus diele Sond'raewegun^en. war I bie Stimmung zu Beginn der Berichtswoche überwiegend etwas fester. Stimulierend wirkte I wieder die weiter feste Haltung an der Reuvorker Vörie, obwohl der dortige Tageögdbmarh wieder recht angespannt war Die euch hier herrschende Ungewißheit über di- *u.ünflifc v m- wick.ung bet Ee.dmarkirerhält.il e leranfaß:« später gröbere Zuräckhaltun i. Zwar ist bie Landwirtschaft bis jetzt nicht m.t grofkren Ansprüchen für die Srnteftnanzicrung hervorgerre- ten. doch blieb der Teuningeldinarkl unverändert angespannt tMonatsgelb 8: . bis 9* 4 Prozent). Am Tages geldmarkt trat nur zrgernd eine Grleichterung ein und der Satz ging auf b - Proi zurück. Dazu kam die Verstimmung über den lebten Rcichsdankaus- weis dcr d e fahr starke Bea.i pruchung des Zentralnoten.ns.itutes zum Mit mn er? n en läßt. Verfchiebene günstige Wirt'chafdeb r L c bhe.cn dages.cn obre gröberen Einfluß. So konnten der befricligcnbe Marktbericht des Stahl- werksverbande». sowie der über bie Lage am Röhren markt und b e preußischen HanbelSkammerbeiichte, die eine Verlangsamung des Konj un .t.in öd gangeZ und eine faifonmäf ige Ve'.ebung auf einigen Gebieten est- ftclfcn, fick» auf d,e Tendenz nicht voll ais- wirlen. Auch b.*r Rückgang der Konkurs- Ziffer und die wettere Zunahme der Spareinlagen wurden zwar besprochen, bieten aber ohne erficht.iche Einwirkung. 'S obere r- leit# wurde aber auch der Rückgang der Ruhrkohlcnförderung und bie 3 u • nähme der Zcierschichten nicht stärker beachtet. (Sire gerrb c 3urüdtahung wurde »edoch fccrrorgerulcn durch a ustenpolitifche Betrachtungen. namentlich über bie Genfer Verhandlungen. Reges Geschäft konnte sich wieder am Slektromarit entwickeln, da hier das Ausland neue Kaufe vornahm. Anregend wirkte auch die Nachricht, dast der SiemenSkon- ac r n an fetrer rühercn englischen Tochterse ell- schast. der Siemens Bros. Ltd., wieder Interesse genommen hat. In erster Linie gefragt waren A E G Gesfürel und Siemens, aber auch Licht und Kraft und S ch u ck e r t konnten etwas anziehen. Lebhaftere# Interesse wandte sich ferner dem Banken markte zu in (St- Wartung günstiger Halbjahresabschlüsie Berliner HandelSgefellfchalt. bei denen auch die Hoffnungen auf Eingänge von Frei- gabegcldcrn anregten. unb ReichSbank waren bevorzugt. Für letztere befunbeie auch das Ausland wieder Kaufneigung. Zcitweite etwas lebhafter gefragt waren ferner bie Äa I i a f t i en auf bie stark erhöhten Absatz-if ern. Ehemi e- werte waren dagegen vernachläs igt. Auch bet Montanmarkt lag seht still bei nachgebenden Aurfcn. Di? Äletjeraftic zog bei einiger Nachfrage bis etwa 133 Proz. an. später jedoch fetzte eine rückläufige Bewegung ein. und der Kurs sank wieder bis auf 127 Prvz.. ohne bah das Angebot sonderlich grob war lieber Haupt tour?« die Stimmung zum Wochenschlust all- fiemcm etwa- schwächet unb unsicher, da bet tarle OtdctSmangel auf die Stimmung drückte. Deutsche Anleihen lagen bei stillstem Geschäft etwa- frcunblidxr. Am Ausland- rentenmarft vet.eichnelen Anatolier lebhafte Umsätze bei steigenden Kursen. Interesse l estand ferner für Goldtumänen mit dem Sck)tö der stempel, die zunächst zu 35 Proz. gesucht waren, später aber auf 32 , Proz. nachgaben. • D i e amtliche Großhandelsindex- .Ziffer im Monatsdurchschnitt August. Die für den Monatsdurchschnitt August bewd>ncte Großhandels'ndexzisser des Statistischen Reichs- nnitrs ist mit 141,5 (Vormonat 141,6) nahezu unverändert. • Weitere Verschlechterung i in F a - brifationsbetricb für Bauhcfchlägc. Der Cr in gang an Aufträgen in den letzten Wochen war sehr |d)kd)t. Nur mit grösster Mühe und durch angestrengte Reisetätigkeit war es möglich, einige Auftrage hereinzubekommcn, wodurch die Werke wenigstens noch vor Stillegungen bewahrt wurden. Alle Hoffnungen, dost sich der Doumarkt beleben wurde, haben sich nicht erfüllt. Auch sind bie weiteren Aussichten nach Lage der Dinge lehr pessimistisch zu beurteilen. Hinzu kommt noch, dast bie Zahlungsweise der Kundschaft sehr schleppend ist. Io dast die Werke öfters in grobe Verlegenheit geraten. zumal..Kredite für die mittleren und kleinen Betriebe nur sehr schwer zu beschaffen sind. • Zrankfi, rter Hypothekenbank. In der jüngsten cifoung der Verwaltung der Frankfur- nr Hypothekenbank wurde dos als recht günstig zu bezeickmende Ergebnis der Banktätigkeit wahrend des ersten Halbjahres 1Ä28 besprochen Zugleich mürbe über den weiteren Verlaus des Geschäfts- I ihres beruhtet, io auch aber den Absatz an Schuld Verschreibungen, der seit Iahresdeginn über 34 Mtl- lianen Mark betragt Da durch dx zu^ire Teikius- lchuitnng der Pfanbdricstcilung-M >C IN töoh. von wiederum Ist o. H. etwa 47 Millionen Mark an Liqu,dation»pfandbriefen in Umlauf Iommer belauft sich der Schuldoerschreibungkumlaul der Bank aus rund 175 Millionen Mark bet einem Darlehens- t'estand von rund 182 Millionen Mark. * Ärbeiterenflaf,ungen bei HenlcheI ft Lohn K. m. b. H.. Dassel. Wie WTB. non- belsbienft hört, sind in der Abteilung Lokomotio- k.sselbou in Rothenditmold und in ben drei Abtei langen Lokomotiobau der Lokomotiofabnk Henschel & cobn in Maffei wegen der unzureichenden Be- ichaftigung der Betrubsanlagen etwa 200 Arbeiter entlassen worden Die Firma bat sich dem Demobil machungskommisfar gegenüber vorbehalten, bis Df- tobcr-'Jionember eine weitere Anzahl von Arbeitern zu cntlailcn, wenn sich die Betriebslage nicht in günstigem rinne ändern sollte In ix rage kommen burf tui in diesem Ialle insgesamt 800 bis 850 Arbeiter aus allen Abteilungen des Lotomotivbaues. Die (Hefdi.iftelage im Lokomotivbon, die zur Zeit ungünstig ist. durfte sich mit Rücksicht auf den vcr schärfsten Wettbewerb auf den Auslandsmärkten auch in absehbarer Zeit kaum beleben. Gewerkschaft „Ä ö n i g 2 u b m i g" Recklinghausen Die Gewerkschaft „König Ludwig" ist Zur Zeit mit den Abteuiungsarbeiten für zivei neue Schachtanlagen im Recklinghausener Gebiet beschäftigt. Die Bohrungen haben bis letzt erst eine liefe von ungefähr zehn Meter erreicht, mc.hrrnb man erwartet, in sechzig Meter liefe auf Kohle zu stoßen. trraiifhirtcr Börse. Frankfurt a.M., 8. Eept. Tendenz: zurückhaltend. — Raturgemöst stand die Borfe heute weiter unter dem Eindruck des an der gestrigen Abendbörse plötzlich eingetretenen flurseinbrudies her Reichsbankanteile, der durch eine Ausführung Dr. Schachts in einem Berliner Blatt heroorgerufcn worden war, wonach eine D i • oidendenerhöhung de r Reichs bank nicht wahrscheinlich sei. Zum offiziellen Beginn bestand zunächst eher Angebot, unb der Kurs der Reichsbankanteile ging gigen den Abend- börfenkurs erneut um 5 o. H. auf 300,5 o. H. zu- rück. Dadurch wurde zwar größere Zurückhaltung heroorgerufcn, doch erwies sich die Börse im Grund- ton als recht widerstandsfähig und die ersten Kurse blieben infolgedessen meist behauptet. Sine Stütze bot die neue Hausse an der gestrigen Reuyorker Börse, austerdem wirkte die sich für einige Spezial- werte erhaltende Nachfrage anregend. So bestand weiter für Siemens einiges Interesse, angeblich auch aus dem Auslände, bei allerdings unveränderten Kursen. Auch die übrigen Elektrowerte waren gut behauptet. Am Montanmarkt waren Mannesmann wieder etwas gefragt und geringfügig derhöht. I-G.-Farben waren Cug-aen angeboten und 1,13 o. H. niedriger. Scheideanftast waren unoeränbert. Banken eröffneten weiter recht abgeschwächt. Iw übrigen traten nennenswerte Kurssteigerungen kaum ein. Deutsche Anleihen waren etwa behauptet. Don ausländischen Renten Anatolier wieder lebhafter verlangt und fester. Nach den elften Kurien wurde die etimmuna eher etwas freundlicher. Farben waren 0,75 o. H. erholt. Das Geschäft schnimpfte auf ein Minimum .zusammen. Reich... bank gingen zu etwa 301, später erneut ab. «fchvächt zu 292 o. H. um. Am Geldmarkt waren flrfne Veränderungen festzustellen. Tägliches Gelb ck.o o. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.196.5, gegen Pfunb 20,3.575, Vonbon gegen .‘tobet 4,85125«, Paris 124,62, Mailanb 92,70, M >brib 29.25, Holland 12,1013. Berliner Börse. Berlin, 8. Sept. Der Beginn der Ijcutigen Sarnstagbörse hatte noch geringere Umsatz, tätigten aufzuweisen, als bie letzten Tage. Infolge des Drbermangcls unb unter bem Einbriick bes Reichsbankabfchlages üble die Spekulation äußerste Zurückhaltung, so baß ein großer Teil der ersten Notierungen ausgesetzt werben mußte. Die Erklärung Dr. Schachts mürbe oiel besprochen, die Meinung über sie war jedoch stark geteilt. Die erwartete Anregung non der gestrigen Reichskan zierrcde in Genf blieb ebenfalls aus. man wollte hier erst die Kommentare bes Auslanbcs abwarten. Dagegen hätte natürlicher- weife bie Haulfe an der gestrigen Neuyorkcr Börse und die Nachricht über eine Besserung des do rügen Geldmarktes günstig wirken müssen, und in der Tat mar es wohl dielen Momenten zu verdanken, baß ein stärkeres Abgleiten der Kurse oermieben werben koniiie. Reichsbank verloren geg.n den geüngen Schluß 2" o. H. d h mc logen noch 6 o. .«V unter bei gestrigen tzdenb'chli.stnou .>ng in Bei hu. Dcudax Anleihen unembeiihd, Ausländei fast ge» -hostslo Jn.iiohrr etwas 'est.i Xuntancn eh.r ichwacher. Pfanddr»iel etwa 6.X5 v J). und darüber, flutb hei Verlaus butte kaum Veränderungen suwei'en. Die Markt« lagen last ohne leben Un 'atz. mit Ausnahme oon Deifauer G-i.. die regr llmmpe auszuweilen hallen. Reichsbankanteile konnte« sich um ? o H. erholen. Auch imnotifrie Aahtixne .«eder her unb ziemlich gefragt. In» weiteren Balaule konnten ich bi« flntangvfurlc nicht behaupten Es traien Adschwe»- jungen bi» zu 1 v. H. ein Rclchsbank gingen auf 30« v. H. unb Dessauer (Bat aus etwa 196 d. ft. zurück. Berliner Produktenbörse. Berlin. 7. September. Die heutige Produkten- borfe crosinrie nach den geftngin Icharsen Preisrückgängen in etwas stetigerer ftollung D,e Mel- bungtn von Ueberfee lauteten Tcffer. und ebenso «igle Liverpool eine leichte Reaktion. Inländi'chet Weizen unb Roggen roaicn weiter ausreichend an- geboten, vereinzelt verbuchten btc Eigner höher« ttorberungen durchzusetzen. Da» Exportaeschöst von Roggen hat sich noch nicht wieder beleben können, bagege» zeigte sich jetz! svr Weizen an der Ku st, -'kochstage zu Erportzwecken. Die hiesigen Mühlen nehmen nur zögernd Material aus. da bas Mehl gcichast sich no.H nicht gebessert Hai Selbst bei d - ermäßigten Miihlensorderimgen ivird nur für r laufcnbin Bedarf Weizen- und Roggenmehl . lauft. Hafer ift weiter matt, und auf gehn. Preisbafis nicht mehr zu kaufen Die Vage Gerstenmarkt ist unverändert. Der Viefcningema für Wei.,en und Roggen zeigte eine steiige ftaltu. die Septemberfichten fonnirr. im Pteife efroa» o Ziehen. Die Notierungen für die fpöiercn Mona!, lagen 0^« Mark unter den gestrigen, ö» wurben notiert: (1000 kg): Weizen, märkischer (74,5-kg hl- Gewicht, östliche Stationen über Notiz), 210 bis 214 September 226 bis 225 Brief, Oktober 228 f- 227,50 Brief, Dezember 232L0 bis 231.50, M 238,75 bis 237,50 (matt). Roggen, märkilcher < kg H|-Gcwicht, östliche Stationen über Notizi. bis 217L0, September 229,25 bis 227.50. Dfto 230,75 bis 228L0, Dezember 232 bie 230. Iuntes Allerlei. Richlrauchcn verboten. (k) Bukarcft Kürzlich erließ die rumänische Aisenbabuverwal- tung eine Verordnung, die selbst ^ierz».la,ibe wo man in dieser Hinsicht an allerhand gc wöhnt ist. Tlufsehen erregt hat Ss handelt siä um eine Dorlchrist. durch di« verhindert Werder soll, daß d-c Raucherabteil aul den Bahnen ständig überfüllt sind Daft-r wurde an befohlen, daß in ilz'cn Abteilen der Rufenthall nur solchen Per'en'n ^stattet lein füll, bh wirklich rauchen Denn also ffinftigbln li einem Dagrn „für Rzuber'^ eine Person an- gelt offen wird, Me feine Ziaarettc. Zigarre odei Pfeife im Wund ha t, so must diese 'Berfttn auacru blicklich 30 Lei Geldislrafc berappen Patzzwang sür Atihe. (V) Budapest. Einen geu-ilfen 'Beitrag zum berühmlen .Toe> penwitz der Weltgeschichte bilden die VerhäU- nisfe, ksi« sich aus den Trianvn-Dertrag bei den ungarischen Dors Susa entwickelt haben. Dor geht die neue Grenze mitten zwischen >cn Weide grünt» der Gemeinde, der nunmehr also zu zwe verschiedenen Staaten gehört. Und da es sich nut mal gehört, daß ein Lebewesen bei Ueberschreitei einer Granze mit einem ordnungsmäßigen Pas versehen ist. so muß nun jede Kuh aus Susa wenn sie sich ungestört der Aahrungssuche uni bem beschaulichen Gelchäst deS Wide^äuens hin. geben will, einen Pah ausgestellt erhallen, dessei Rumm?r auf ihrem Huf eingebrannt ist Aber d, nun die Kühe nicht so zweckentsprechend toi Känguruhs eingerichtet sind unb über keil» Taschen Aur Aufbewahrung von Wertgegenstän den verfügen, fo muß der Hirt dic Pätfe der ihn anvertrauten Tiere stets bei «ich führen unb _a u Verlangen vor zeigen' So manches Tie, berichtet man au» Susa, soll nun wegen .Paß vergehens- aifi ber Grenze sestgehalten und .vev hastet- worden fein. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Pavieren angdübricn Ziffern geben die Höbe der »uletzt befchlostenen Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. ^veiifchiri d. W Srrfhi $rei»fwi o. 9t Berlin Union 9 £aram S. ». 7., »7 51,3 l^Xtortnr*« trp..»sn! Vteu. 75.9 I »9 -33 II 74.75 •H 111 143, 7S3.5 Banfnotrn. IM., i*e.» 171.r. u i: 11.4 139 >83 139 5 34U 3 1,0.3 in 35.13 1,1 u II IC 10 thiiDrf* -Siti.. 4% C#f:rrTti*i'dx •oiMtt.. 164.9 135.5 141.4 14,. J .’S, • • 11 «% Mac-im Nie. . . . ftrrr. 4 iw trtma die f?mrn...... LLwebNkdr Voten...... €rortirr ....... eranHdK flöten....... 2fd»ed>.-'loro’-<-l)t flöten . . UnoartUbt flöten . . . Rorte-rutli-e; sJlrti . . tfüi-1* ilrrt-.tere. . B^r-rrex flsntwre4: Betitret • tommerf ar.t trrai-Beti Tarn« u flattrnaliwa! t«rwSe 9 a-.* TiÄ8eio-v»e:.5 r« • • • etelcnrofruqitx Gciia . . 11 ZI3 25 l?l,?3 818.9 Ir'T^er »si ...... . f- — E» 193..4 TatmJrr D: toten..... . 0 — — 104 10?.5 7 ...... . 0 — 51 53.1 a*n»e* tleve* . • • • • . 6 ia.75 -117 117.75 Vce» Lsen-r ..... 10 — * 845 Z4? 5tcL WntsKflM...... . 0 * — * — Crestes 4 tcrod .... . 1 * — 150 119.7. i?w.^rrt Zie, . . • ■ • . 4 n: Al. . ?-----...... . 0 — — 19 3rir-f‘ ....... . f C 'J.' 70 11 U6. . — 121 — ; ' ...... — _ f - - - - . 4 * — — _ ...... . i 11? — ■ i'.r-.&r'noeri»...... . * 116 — Wo? ....... F- 139.5 - 140.75 140 >eka0- -et ...... ■» £3 :3 5.-.: ...... . - l'-j. — 146.5 — Mr. ..... i 1.4 — — 9rig: 4 Ha-Ntr..... ZI? — 314.75 — Eset ftüin ...... . * 144- ti — 146 — WM . e 184 1-54.5 18J.V 183.6 - 51.5 f ergmaan . . . . ■ . » 199 21-0.25 rtxj »lehr. Stelerup^i. . e • 10 — 181 18! • 6 9 Mi enb tra-i . . e ■ e 10 .71 :2t 220..- — rCfa 4 HuU'-ervce. f*e< f elrte. Untere^ • ■ e . « 146 5 — 4 .75 * 10 868.5 — .-8 L -'b«.5 - tasb. (Eefn tiäU . €*.«en . . . e . k * — 8-5.75 0.5 - irc-.e- l i . • u 381 384 4?6 3-4.5 _ e ■ . t — — L'äbBrrn tl».. . . • • • 10 174.5 174.5 175 173.86 tiuSenu . . e - - . 6 84 — »4.o •1 75 — trub*r &tl. . . . • e . 6 — —■ I Ä.75 1-9 75 — Cflran c . . . 6 — — — — 3.53 . t- H 3- « 126 • 185 75 1A . #• 153 — 1.8 Ul — p7 . . . . . 8 — 1.9.5 13, — ,V‘r - btitrtu ir -t-5.4 865 eti.U ISS -3 |6< £flrbe. . 5 — — 170.4 ■ ■ ■ . 9 .14 814.5 - - • ■ 5 ISS 104.4 I‘ 1.6 5. - -T-1 . . . • e . • - I 104.13 I 302 «Krt^yVCHMl. . . • e • U -i - 7. 2*t-temb.r 8. 2, Wen be : Amt Hebt » bt 1.923 J. 4 »i i.9t; u.ytr, 1.984 1. 49t5 1.99« 4.5005 St'n tn T - Ce*L cbaeft »9.07 >9,19 -3,07 >». 1'3 Fefftab . 18.481 7.371 12.413 7,285 18,»z7 7,375 18.447 7.885 Scr 7S71.38 11.1- 1. 1 ,1.50 .174 8,178 8.174 1,1-0 >.IZl .135 ..485 5.435 I-rrsM 1.1- 4 l.tts 4.-04 Gen md 1.271 4.87» 4.871 1,879 larrt 0.8» <9.90 86 *1 80.101 t*<-rltn. 7 ercirmt-: r rrt- ÄmmfcD'taf flyew..... ftlerldw Votrr ....... Tcnt<±t Setra ...... LngtisLx Haue........ <171 *.Z2 III.i? •4 297 '.1-1 >1.46 112.UZ .0.377 ■e -.1». | Wäsche für die Dame den Herrn nach Maß 8043a Reichste Auswahl in Wäschestoffen gaffe 18: 8001D C.Röhr&Co (0 Dersteigerung. 7997V in acht Raten, r Ratenzahlung verpflichtet zur HugnftWotf Qanöig ©lesen Ieiephon2i5 statt. 7908 D ich. des besten Pferi verbunden, wo- Mogefoll 8O44D *1 billigsten Tagespreisen 78770 Gesunde, tierärztlich untersuchte Holländische Blumenzwiebeln Heinrich Klesener / Ferkel-Versand Gchloß^Holte in Westfalen 6800V Mein Samenhaus Heinrich Hahn ZfcTTrtzT. 8) < < Neue Preisliste, auch über Pflanzenschutzmittel, Vogelfutter usw. auf Wunsch kostenl. an kauilonsfähigeWirisleuie zu verpachten. Schriftliche Angebote unf. 7960D an den Gießener Anzeiger erbeten Gemahlenen gebrannten Wechkalk in Papiersackpockung, entsprechend den Tkormenvorschriften derLanvwirtschost«- kammern, sowie Weißstückkalk t^ingosenware) liefert zu Hauptgewinn ein Pferd im Werte von 1200 JLK Gießen, den 1. September 1928. Die städtische Pferdemarlt-Deputotion. Klingspor, Beigeordneter. ijl Hemdentuche, Mako, Linon, Nessel Sportflanelle, Finnette, Zephir Kleider, Schürzenzeuge, Bettdamast, Bettuchleinen, Handtücher, Inlett, Federn, Daunen Tisch- u. Bettwäsche, Unterkleidung Große Auswahl! Reelle Bedienung! < < 4 Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse, Tel.1403 _____ 8/Ma *3=1 Die Dersteigerung findet in der Hof- reite selbst statt. Die Besichtigung der Hofreile ist am Tage der Dersteigerung von 2 Uhr nachmittags an gestattet. Die Dersteigerungsbedingungen liegen bei dem unterzeichneten Dvtar während der ®c- schaftsstunden 9-12 Uhr vormittags und 2 — 5 Uhr nachmittags zur Einsicht offen. ES findet nur eine einmalige Dersteigerung statt. DaS Grundstück ist im Grundbuch von ÄlSfelb Band XIV Blatt Ur. 1102 auf den Damen deS inzwischen verstorbenen Dorerben Wilhelm Btnbe- walb eingetragen. Das Recht der Dacherben ist daselbst in Lbteilung II verzeichnet. DIsfelb, den 6. September 1928. Der Hessische Dotar: Wachtel. Bezüglich der in der Nähe de« Marktplatzes vorhandenen Stallungen erteilt Herr Hoflohnkntscher Luhn Auskunft. Mit dem Pferbemarkt ist eine Zwangsversteigerung Am Mittwoch, den 10. Lktober 1928, vormittags st Nhr wird durch das Amis- gericht Gießen, Zimmer 107, bat im Grundbuche von Gießen dem August Marx in Gießen zugeschriebene Anwesen Wolken- Münsterländer und Ermeländer einzeln sowie egale Gespanne habe ab heute, den ft. Sept., zum Verlaus zur Herbstpflanzung wie Hyazinthen, Tulpen, Narzissen, Krokus, Schneeglöckchen, Scilla, Gartenlilien usw. in gesunden, bIGhbaren Knollen 111 Freiwillige Versteigerung eines Grundstücks. Auf Grund der Dachcrben der Heinrich Karl Koch I. Witwe, Katharine Friederike geborene Specht in Alsfeld kommt Samstag, den 15. September 1928, 3 Uhr nachmittag-, bas in der Stadt DlSfelb, Ecke Dlarburger 6trabe und Dlainzertor gelegene Grundstück Flur I Dr. 205 Hosreite vor dem Mainzertor rechts, 333 qm, in dem seither Metzgerei und Gastwirtschaft betrieben wurde, zur freiwilligen restlosen Abnahme deS bestellten Abonnement«. Anmeldungen zum Abonnement sind bis spätestens 14. Sev- tember 1928 nur schriftlich bei der Berwaltung deS Stadttsteaters — Theatergebäude — unter Angabe de« AbonnementS- tageS einzureichen. Die letztfährigcn Abonnenten haben An- Gießen, den 8. September 1928 Der Oberbürgermeister. 3- B.: Klingspor. Hühneraugen- SL Vertilger Totsicher“ wirksamstes Radikalmittel! «irv -kreuz Drogerie vabobofftraste 61. fpruch auf Beibehaltung Ihrer Plätze an ihrem AbonnementS- taqe, wenn sie die Vefiesiung bis zum R. September bewirkt hab. kköke kkizktgff, ahbewdkrh ^5hm Sck/a 'cJie.ökne Dullen-Gubmifsion. Die Gemeinde Dißmar hat einen schlachtreifen Limmcntaler Vollen zu verkaufen. Angebote sind bis zum Dientztag, dem 11. d». Mts., nachmittag- 6 Nhr bei dem llnterzeichneten schriftlich einzureichen, woselbst auch die Berkaufsbedin- gungen bekanntgegeben werden. 8045 D Der Gemeindevorsteher. «33 5 r. - (Jt ils1- Herbst-Pferdemarkt zu Wietzen. Am Mittwoch, den 19. September 1928, vormittag- von iy2 Uhr ab findet auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimcr Straße Pferdemarkt Beste Qualitäten zu billigsten Preisen!! fist. 1 Nr. 772 - 216 qm Hofreite, „ 1 „ 793 = 28 „ Grabgarten, „ 1 „ *94 — 86 „ Hofraum mit Scheuer, geschätzt auf 31 210 .'R.K, versteigert. Tie amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20 zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 6. September 1928. I. A.: bas Amtsgericht Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. pflege dwltäiAcfie/ Die Persil-Wäsche ist derJnbe U 1hl Wirtschaft und Metzgerei (Stadttheater Gießen. Abonnements-Einladung. In der Spielzeit 1928/39, die vom 2. Oktober 1928 bis Mai 1921 dauert, werden an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Freitag je 32 Abonnement-Vorstellungen stattfinden. Die Abonncmentskarten sind gegenüber den Tageskarten wesentlich bissiger; bei Nichtbenutzung der Abonnementskarten können, wie bisher, für Schauspiel und Operette Gutscheine gegen Entrichtung einer GedÜbr gelöst werden, die für die ganre Spielzeit, auch für die Sonntagsvorstellungcn. Gültigkeit haben. Durch die Verlängerung der Spielzeit bedingt — :<2 Abonnementsvorstellungen gegen 28 seither — ist eine klein'- Prri Veränderung notwendig geworden, so daß sich der Preis für die 32 Vorstellungen einschließlich der Odern- und C-perettcn- gastspiele wie folgt stellt: 8000R Proszeniumsloge, Rangloge, I. Rang Reibe 1 und 2 126 Am Mittwoch, dem 12. September 1928, vormittag» 9'/. Uhr sollen die Gemeindc- zwetschen von der Straße Langsdorf- Bettenhausen öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft südlicher Dorfausgang Langsdorf. 8048 B Langsdorf, den 8. September 1928. Hess. Bürgermeisterei. Kneipp. — 2 - ■eäo ; — d u u 2 lÜi Logenrückplatz, I. Rang Reihe 3 und 4, Sperrsitz Reihe 1—11...............100 Sperrsitz Reihe 12—14, l. Rang Reibe 6 und fl 80 Sperrsitz Reihe 16—18, II. Rang Reih« für Über 2000 JMt zur Verfügung stehen. Der LandwirtschaftSkammer-Auöschuß für Oberhessen §at 300 3LK und der Hessische Landespferdezucktverein 100 5Ut für die Prämiierungen oei den Gießener Pferde- märkten gestiftet. Der PrämiierungSplan ist von Herrn Rentner August Schwan in Gießen erhältlich. Die Prämienverteilung erfolgt nad) Beendigung der Prämiierung. Tie Ziehung der Pferdemarktlotterie mit lvertvollen lebenden Gewinnen sowie Einrichtungs- und Gebraud)sgegenständen aller Art findet am 20. September 1928 statt. ee Älbsap -Mevket der berühmten schweren westfalischen, sowie Hannov. Ifiaffe, seuchenfrei, langgestreckt, mit (Schlappohren, die besten zur Zucht u. Mast. Liefere hiervon jeden posten, reell unter Nachnahme Offeriere freibleibend 6-b-wöchige Mark 8-12, 8-10-wöchige Mark 12-16, 10 -12-wöchige Mark 16 - 20, 12 - 15-wöchige Mark 20-24, größere nach Gewicht billigst. Garantie für prima Tiere, sowie völlig gesunde Ankunft, noch 21 Tage nach (Impfang. Verpackung nehme zurück. Langjährige Hachkenntnissc. Diele Dankschreiben. ftür die isiecllilüt bürgt meine Besitzung. 60 „ II. Rang Reihe 2 und 3...........40 „ II. Rang Reiye 4 und 6...........30 Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten erfolgt Tanz-Unterricht beginnt Dienstag, 2. Oki., abend« 8 Uhr. Oefl.lnmeldongen nehme Ich eb heute entgegen Karl Schmidt, Tanzlehrer Wetziteingaise S1 WIMüUMMüllMskll Kempfs & Hilf Albshausen bei Wetzlar Ttchntkimlace inbenieur-schul e MesehmentteuEttttre. tecnniLMocuntfiiB, Tanintfusine. i.u.e.t. Etagengeschäft Sonneborn 11 Älicenstraße 11 e Wasch mit/js Zahlungserleichterungen