Nr. 153 (Elftes Blatt 178. Jahrgang Sreitag, 8. Juni 1928 ErfcheOl täglich, autzer Sonntags »mb 3*tertag<. Setlagen (Bießestr FamlüenblLttu Heimat im BUD Tie Scholle znonais-BejHflipreh; 2 Reichs marb und 20 Reichspfennig flr Ir4get» lohn, anch bei Richtet» scheinen einzelner Nummern infolge höherer (Bemalt Fernfprechanf chlüsse: 51, 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger tiefte«. Potfdfedtonto: elftert am Main 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dmtf Hüb Derlag: VrLhl'fche Uuiverßtttt-Vuch' und Steiibniderei L £angt tn Sietzen. Scheiftlettung nnö Seschäftrftelle: Zchulftratze 7. Annahme van Anzetae« für die lagesnammet vis juwi Nachmittag vorher. Preis ftir 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für R— klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Tlatzvorfchrift 20'. mehr. Thefredattteur Dr. Fnedr. Will). Lange. Verantwortlich für DohtiM Dr. Fr Wild Lange für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Diumschein: für den Anzeigenteil Kurt hillmann, sämtlich in Dietzen. Das Kabinett poincare vor der Kammer. »Die Regierungserklärung. Pari«, 7. Juni. (WTB.) Die heutige erste Arbeitssitzung der französischen Kammer fand in Anwesenheit fast sämtlicher Abgeordneten statt. (Z- waren rund 600 Abgeordnete anwesend und noch niemals hat man einen derartig starten Besuch feststellen können. 3n der Regierungserklärung, die in der Kammer vom Ministerpräsidenten und im Senat vom Iustiz- minister verlesen wurde, wirb zunächst auSge- führt, dah die Regierung gemäß dem Ergebnis der Kammerwahlen auf ihrem Posten geblieben fei. Die Regierungserklärung betont die Absicht deS unerschütterlichen Festhalten« an den republikanischen und parlamentarischen Einrichtungen. AIS wesentlicher Punkt der republikanischen Gesetzgebung wird die Aufrechterhaltung der Reutralität der Schulen und der Weltlichkeit de« Staate« hervorgehoben. In diesem Zusammenhang kommt die Regierungserklärung auch auf die Frage der Anwendung dieser Gesetzgebung auf Slsah-Lothringen zu sprechen. Diesen drei Departements, so wird auS- geführt, die an ihrer konfessionellen Schule fest- gehalten haben, die neben dem Französischen oder dem Deutschen ftetS einen besonderen Dialekt gesprochen haben, kann unter keinen Umständen eine Regelung ausgezwungcn werden, die sie niemals gekannt haben. Die Regierung belasse ihnen daS Recht, solange sie es wünschen, ihre bisherigen Schulen und Kirchen beizubehalten. Ais Bedingungen einer unerschütterlichen Grundlage der französischen Währung rocr- den erwähnt: Aufrechterhaltung des Bubget- gleichgewichts, Erfparnispolitik, Verwaltung»- Vereinfachung und eine andauernde Ueber- wachung des prdsmartles. 3m Rahmen der beschränkten finanziellen Mittel des Staates werde eine Politik der allmählichen Reform, insbesondere auf dem Gebiet der Staatseinnahmen, der Produktion und der sozialen Gesetzgebung betrieben werden. Die Regierungserklärung geht im einzelnen auf die Aufgaben, die sich auf diesen drei Gebieten stellen, ein und hebt dabei u. d. die Wichtigkeit der Sachlieferungen hervor, die in Frankreich und in den Kolonien die Pro- buftionsmittel verstärken und das Verkehrswesen Dcrbtffern sollen. Auch auf militärischem Gebiet dürften die Ausgaben nicht eingeschränkt werden. Für die Vorbereitung des einjährigen Mili- tardienstes seien bedeutende Kredite notwendig. „Wir können," so fuhr Poincars fort, „nicht vergessen, dost in einem noch beunruhigten Europa die sried- sertigstcn Rationen sich nicht der Pflicht entziehen können, an ihre ständige Sicherheit zu denken, und da die Grenzen von 1 87 0 auf Grund der internationalen Verträge und unserer unver- äußerlichen Rechte die endgültigen Grenzen eines unteilbaren Frankreich blei- ben werden, dürfen wir sie nicht offen und entblößt lassen. Niemand in der Welt könnte die Loyalität unserer friedlichen Absichten in Zweifel ziehen. Der Krieg ist vorbei. Wir sind als Sieger, aber hart mitgenommen, daraus hervorgegangen. Rach jedem blutigen Konflikt ist es Sache der Sieger, den Besiegten die Hand zu reichen, wenn diese bereit sind, ehrlich die Verträge zu beobachten, und wenn sie nicht die peinliche (Erinnerung an die Feindseligkeiten verewigen wollen. Aber außerdem ist es Sache sämtlicher geprüfter Völker, der Sieger wie der Besiegten, ja sogar der Neutralen, einzusehen, daß keines von ihnen sich vollkommen wieder erheben kann, wenn nicht alle sich gegenseitig durch eine progressive wirtschaftliche, intellektuelle und moralifche Verständigung helfen. Frankreich Hal keine Gelegenheit rorübergehen lassen zu zeigen, daß es den gewaltsamen Lösungen die schiedsgerichtliche Regelung vorzieht, und daß eS außerdem zu jeder Annäherung bereit ist, vorausgesetzt, dah kein Hintergedanke an eine Revision der Verträge die Rückkehr zu freundschaftlichen Beziehungen stören oder beeinträchtigen würde. Frankreich verlangt von niemandem etwas, es sei denn die Einhaltung der ihm gegenüber eingegangenen Verpflichtungen. Wir haben immer bei verschiedenen Gelegenheiten bewiesen, erst noch jüngst anläßlich der Tangeraffäre, daß wir xu einer wohlwollenden Prüfung und entgegenkommenden Lösung bereit find, wenn man von uns etwas verlangt, was weder unsere Sicherheit noch unser Recht auf Reparationen berührt. Weit davon entfernt, Frankreich zu isolieren, sind wir fest entschlossen, uns immer enger dem Leben der Welt anzu- schliehen. Erste Lärmszenen. ttm die Freilassung der in Colmar verurteilten Deputierten. Die Regierungserklärung wurde stellenweise m i t starkem Beifall aufgenommen, an anderen Stellen wurde Opposition seitens der links stehenden Parteien, besonders seitens der Kommunisten, laut. Kammerpräsident Bouisson schlägt vor, die Diskussion über die Politik der Regierung und die Diskussion über die vorliegenden Anträge der Abgeordneten Walter und Uhry, betreffend die F r e i • lassungderoerhaftetenAutonomisten und Kommunisten sowie über die Frage der voll- kommsnen Amnestie aller wegen politischer Derbrechen Serurtcilten auf kommenden Donnerstag zu vertagen. Gegen diesen Antrag wenden sich der sozialistische Abgeordnete Vincent A u r t o I, der Kommunist Barthon und schließlich der katholische elsässische Abgeordnete Michel Walter. Als dieser das Wort ergreifen will, entsteht ein solcher Lärm, daß es dem Vorsitzenden der Kammer nicht gelingt, dem Abgeordneten Gehör zu oerschaftcn. Es muß deshalb die Sitzung abgebrochen werden. Rach ‘3Dicbetbeginn der Sitzung fordert der Abg. Walter die sofortige Diskussion seiner Anträge, da über die Tätigkeit der Abgeordneten Dr. R i ckl in und Rossö nur in deren Gegenwart verhandelt werden könne. DaS gesamt« Elsaß erwarte, daß man den beiden vom Schwurgericht Verurteilten dies zubillige, da es einer Tradition der Kammer entspreche. Das Volk im Elsaß, so erflärt der Redner, will nicht die Lust der Gefängnisse und der Schwurgerichte. sondern die der vollen Freiheit atmen und seine selbständige Persönlichkeit behalten. Auch der lothringische kommunistisch« Abgeordnete Verron fordert die sofortig« Diskussion der Anträge auf Freilassung der T^rhafteten und schließlich auch der Abg. H 6 r t), der aber etwa fünf Minuten warten muß. ehe er sich Gehör verschaften kann, dermaßen nervö- und lärmend benahmen sich namentlich die neu gewählten Abgeordneten. Hierauf wirb der Antrag de« Kammerpräsidenten, der die Zusicherung gibt, daß an der Spitze der Tagesordnung der Donnerstag- Sitzung die Anträge Waller und Llhrv stehen würden, mit 42? gegen 169 Stimmen angenommen. Dor der Abstimmung kam es zu einer außerordentlich lärmenden Szene, da Llhry verlangte, daß die Diskussion seines Antrags und des Antrags Walter morgen stattsinden sollte. Als sich lärmender Widerspruch geltend machte, rief er: „Sie haben eS eilig, wieder zu Ihnen Maitressen zu kommen!" Gr wurde zur Ordnung gerufen, und der Ordnungsruf in das Protokoll aufgenommen. Die Beilegung der Szt. Gotthard-Affäre. Genf, 7. Juni. (IDB.) Der Bölferbunbsral ist heute nachmittag in die Beratung der beiden B e - richte des vreierkomilees über ben Zwischenfall von Szenl Gotthard und die evtt. (Erweiterung der Rechte des Ratspräfibenlen eingetreten. Zu dem Bericht über den Zwischenfall an der öfter- rcichifch-ungarischen Grenze liegt ein aero, des großen praktischen Landwirtes, den man mit Recht den Begründer der ratio n eilen Landwirtschaft nennt und der auf die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft, insbe- sondere auch der Landwirtschaftswissenschaft. einen gewaltigen Einfluß ausgeüvt yat. Die Gesellschaft für Geschichte und Literatur der Landwirtschaft, deren besondere Ausgabe es ist. die Erinnerung an die großen Förderer der Landwirtschaft zum An. Empfang der Parteiführer beim Reichspräsidenten. Berlin, 7.Juni. (TU.) Reichspräfident von Hindenburg wird am Freitag die Parteiführer zu einer Besprechung über die Regierungsneubildung empfangen. Die Besprechung trägt zunächst noch unverbindlichen Charakter. Für die Sozialdemokraten werden an den Be- sorechungen teilnehmen der Reichstagspräsident Loebe und der bisherige Vorsitzende der Reichstagsfraktion, Hermann Muller-Franken. Für das Zentrum find die Abgeordneten v. @ u 6 » r a r d und Stegerwald in Aussicht genommen, ür die Deutschnationalen Graf W e ft a r p , ür die Deut s ch e B o l k s p a r t e i soll der Dor- itzende der Reichstagsfraktion, der Abgeordnete Dr. Scholz, für die Demokraten der Führer Koch die Verhandlungen führen. Für die Wirtschaftspartei find zur Führung der Befpre- chungen die Abgeordneten D r e ro i fi, unö Mol- katy in Aussicht genommen. Die Besprechungen werden voraussichtlich am Samstag fortgesetzt werden. Der Reichspräsident wird die Herren in der R ei h e n f o Ige der Stärke der von ihnen vertretenen Funktionen empfangen, damit also denselben Weg einschkagen, den er bei früheren Regierungsbildungen gegangen ist. Zenirumssiimmungen. Zurückhaltung oder Aktivität? Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin. 8. Juni. ES ist kein Geheimnis, dah im Zentrum vor allem zwei Stimmungen in der Frage der Regierungsbildung vor Heimchen. Auf der einen Seite vertreten die den mittleren Gruppen angehörenden Abgeordneten, wie die Herren Schreiber, v. Guärard und Esser die Anschauung, dah das Zentrum an der Bildung der Regierung und ihrer späteren Führung durchaus aktiv und entsprechend den Koalitionsverhältnissen m i t a rbe i t en solle. Zweifellos spielen dabei in diesen Kreisen auch persönliche Wünsche und Aspirationen auf einen Ministerposten durchaus eine gewisse Rolle. Der andere Flügel, der aber in der Minderheit sein dürfte, Obgleich sich ihm aus mehr psychologischen als sachlichen Motiven eine Reihe von durch den Wahlausgang enttäuschter Zentrum sabgeordneter angeschlossen hat, gruppiert sich um den Abgeordneten Stegerwald, der die äußerste Zurückhaltung des Zentrums bei der Regierungsbildung verlangt Diese Stimmungen, denn nut um solche handelt es sich, haben aber, wie wir aus gut unterrichteter Quelle erfahren, bisher nrxh in keiner Weise die Form einer Debatte oder einer Auseinandersetzung innerhalb des Zentrums angenommen. Die Stellungnahme Stegerwalds, der von den Abgeordneten I m b u s ch und Decker- ArnSberg unterstützt wird, ist vor allem von der Erwägung bestimmt, dah Stegerwald dem neuen Reichstag nur eine sehr kurze Lebensdauer zubilligt. und daher dieSvzlaldemv- sporn und zur Mahnung für kommende Geschlechter L' pflegen, beabsichtigt an Thaers Wohnhaus in Celle und an feinem Grabe in Möglin Gedenktafeln anbringen zu lassen, die durch besondere kleine Feiern im Herbst enthüllt werden sollen. Eine weitere Gedenkfeier wird die Königlich Hannoversche Landwirtschasts-Gefellschast in Celle veranstalten, deren hervorragendes Mitglied Albrecht Daniel Thaer war. Weitere Feiern sind in der Landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin und auf der Herbst- togung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellfchaft in Heidelberg geplant. Signale der .Ltalia". Rom, 7. Juni. (Ager ca ©tefani. Funkspruch.) Am Donnerstag um 11.07 Uhr mittlerer Greenwicher Zeit hat die „6 it t a d i Milano" auf ihre regelmäßigen Rufe an die „Italia" Signale vernommen, die nach Annahme des Schiffes von der „3 tal t a“ herrühren. Die „(Eitta di Milano" versuchte alles, um sich mit dem Luftschiff in Verbindung zu setzen, indem sie dieses zunächst nach der Lage der „3talia“ fragte, darauf hat das Schiff erneut Signale gehört. Die „(Sitta di Milano" glaubt fast mit Sicherheit, unter den sehr schwachen Zeichen französische Worte vernommen zu haben. Auch die „H o b b h" habe ständig Signale gehört. Uni gegenseitige Störungen der beiden Stationen zu vermeiden, hat man in einer Hütte im Äorden von Kingsbah eine Kurzwellenstation errichtet. Schwere Folgen einer Explosion auf einem Minenleger. Kiel, 8. Juni. (WTB. Funkspruch.) Gestern abend explodierte bei einer llebung des Sperr- oerfuchskommandos im Scegebiet östlich Schftimünde aus bisher ungeklärter Ursache auf dem Minenleger C 12 ein Sprengtörper. Auf C 12 und dem neben ihm liegenden C 8 wurden sechs S o l - baten des Sperroerfuchskommandos tödlich, drei weitere Soldaten und ein Angestellter schwer verletzt. Erplofionsunglück in Hollywood. DaS in der Rahe deS Filmviertels gelegene und von bekannten Filmkünstlem viel besuchte 6 a f £ -um Russischen Adler ist durch eine schwere Explosion zerstört worden. Im Anschluß an die Explosion ging daS Erdgeschoß des Gebäudes t n Flammen auf. Zehn Personen wurden verletzt, davon zwei lebensgefähv- lich. Zur Zeit des Unglücks waren zahlreiche Berühmtheiten der Filmwell, Darunter auch Chaplin, in Dem Lokal anwesend, konnten sich aber noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Folgenschwere Ammoniakcxplosion. In den ÄeUerräumen einer Schlächterei in Lichterfelde-West explodierte auS bisher noch unaufgeklärter Ursache die Ammoniakanlaae. Durch den hervorgerufenen Druck wurden mehrere Wände zum Einsturz gebracht und die über dem Explosionsraum liegenden Wohn- und Verkaufsräume zum Teil schwer verwüstet. Der Fleischereibefitzer und eine Verkäuferin wurden durch bc rum fliegen De Glassplitter erheblich verletzt. Die Frau des Fleischers erlitt einen schweren Nervenschock. Sin Geselle mußte mit einer schweren Gasvergiftung in da» Krankenhaus übergeführt werden. Die «Zeuerwehr war mehrere Stunden lang mit Ausräumung-- und sMsteisungsarbeiten beschäftigt. traten, mit denen gerade fern gewerkschaftlicher Flügel in stärkster Konkurrenz liegt, mit aller Verantwortung belasten möchte. Von Seiten der Zentrumsführung wird aber dieser Pessimismus Stcgermaldö nicht geteilt und sogar für unangebracht gehalten, da bet einer etwaigen baldigen Wiederauflösung des Reichstages die Wahlen nur neue Zersplitterungen und Kräfteverluste gerade für die Mittelparteien bringen würden. Man hält es dagegen für dringend notwendig. dah diesem Reichstag eine längere Lebenszeit gegeben wird, damit angesichts kommender Wahlen der langsam einsetzende Klärungs- Prozeß in den Mittelparteien, wie er sich jetzt allenthalben bemerkbar macht, voll auswirken fann. Öas Preußenkabinett. DieLozialdemokratcn gegen eineNmbildung der Regierung Braun. Berlin, 8. Juni. (TU.) Das Berliner Zen- trumsorgan, die „G e r m a n i a", hat die Forderung aufgestellt, Dan preußische Kabinett müsse nach dem Ausgang der Wahlen sich einer Umbildung untergeben. Diese Forderung toL on dem sozialdemokratischen „V o r w ä r t s" energisch abgelehnt. Er schreibt in seiner Abendausgabe: ,Hn Preußen Han- dell es sich nicht darum, wie die „Germania" befürchtet, vollendete Tatsachen zu schaffen, sondern einfach darum, vollendete Tatsachen fest- z u st e l k e n. Das vom Zentrum mitgetragene preu- ßische Reoierungssystem ist durch das Votum des Volkes gutgeheihen worden. Das preußische Kabinett ist das einzige, das durch die Wahlen in feinem Amt bestätigt worden ist, während das Reichskabinett und das württembergifche Bazille-Regimenl gestürzt sind. Auch in Bayern ist alles ins Wan- kcn geraten. Infolgedessen ist die Regierungsfrage im Reich, in Bayern und Württemberg brennend. In Preußen ist sie es nicht. Angesichts dieser Tatsache kann wohl auch das Zentrum nicht meinen, daß man mit der Umbildung Der Regierung just in Preußen anfangen werde. Es liegt in wohlverstandenem Interesse des Ganzen, daß die preu- ßische Regierung ruhig weiter arbeitet, bis auch im Reiche wieder feste Verhättniss« herge- stellt sind, und daß preußische Regierungsftaaen, falls überhaupt das Bedürfnis besteht, sie auhu- werfen, bis zu diesem — hoffentlich nicht astzu fernen — Zeitpunkt vertagt werden." Wie der „Vorwärts" weiter meldet, war die f o z i a l d e m o- kratifche Fraktion des Preußischen Landtages, die am Donnerstag vormittag zu iyrer ersten Sitzung zusammentrat, einmütig der Austastung, daß die preußische Regierung in ihrerjetzigen Zusammensetzung im Amte bleiben und die bisher betriebene Politik fortsetzen soll. Auch das prußischeKabinett soll einstimmig der Austastung fein, daß nach dem vorliegenden Wahlergebnis ein Anlaß zum Rücktritt nicht vorlieg« und die Fortsetzung der bisherigen Po- litik dem Wunsche der preußischen Wählerschaft ent- spreche. In diesem Sinne dürfte auch die Regierungserklärung gehalten fein. Feuer im Vorführungsraum eines fiinos. In Hamborn entstand aus noch nicht aufgeklärter Ursache im Vorführungsraum eines Kinos während der Vorführung eines FilmeS ein Brand. Der Vorführer und drei andere im Raum anwesende Personen erlitten schwere Brandwunden und mußten mfl Krankenhaus gebracht werden. Zwei der Verletzten schweben in Lebensgefahr. Da der Dor- ft'chrungsraum feuersicher abgeschlossen und getrennt vom Zuschauerraum ist, wurde der Brand von dem anwesenden Publikum überhaupt nicht gemerkt, so daß eine Panik vermieden wurde. bleuer Erdstoß in Korinth. Wie Reuter aus Athen meldet, ist Korinch und Umgebung von einem neuen heftigen Erdstoß heim- gesucht worden. Eine Anzahl von Häusern, die schon bei dem Erdbeben im April beschädigt worden waren, sind eingestürzt. Der Einwohner bat sich eine Panik bemächtigt. Absturz im (Eoracra-IaL Nach Meldungen aus Disentis (Graubünden) hat sich im Taoetsch-Tal ein Bergunglück ereignet. Zwei Touristen aus Dresden im Alter von 22 und 20Iah- ren bestießen im sog. Cornera-Tal einen steilen Berg. Einiae Meter unterhalb der Höhe stürzte der ältere Bruder, W. Lommatzsch, etwa dreihun- dert Meter tief ab und blieb mit einem Schädel- brudj tot liegen. Der jüngere Bruder wurde sodann von zwei Einheimischen zu Tal geführt. Der Leichnam des älteren Bruders wurde von einer Rettungskolonne geborgen und nach Petron ae bracht. Dhv.-Tagung in Dresden. Vom 8. bis 11. Juni hält der Deustchnationale Handlungsgehilfen-Verband in Dresden feinen 21. Verbandstag in Verbindung mit dem '18. Deutschen Kaufmannsgehllfentag ab. lieber 5000 Mitglieder haben sich zur Tellnahme angemeldet. Die Reichsregierung wird durch den Reichswrrt» schaftsminister Dr. E u r t i u S und den Reichsverkehrsminister Dr. h. c. Koch vertreten sein. Auch das Reichsarbeitsministerium wird durch einen seiner leitenden Herren an der Tagung teilnehmen. Von der Verwaltung des Verbandes wird auf Grund der Anregungen aus den Mit- gliederkreisen ein Plan zur Schaffung von KaufmannSgeseHschaftShäusern für sämtliche Ortsgruppen des Verbandes im Deutschen Reiche und im Auslande zur Beschlußfassung vorgelegt werden. Daneben wird sich der DerbandStag in zwei Referaten der Reichstagsabgeordneten Walter Lambach und Otto Ge- rig mit der Stellung des Verbandes hn politischen Leben befaffen. Der 18. Deutsche Äauf- mannSgehilfentag sieht auf feiner Tagung einen Vortrag des Verwaltung sm itgliedes Georg Brost. Mitglied des Vorläufigen Reichswirt» schastsratS über die Einflüsse der Sozialpolitik auf den BerufSweg der Kaufmannsgehtlfen vor. Weiter toirb sich der Kaufmannsgehilfentag mit innenpolitischen Problemen beschäftigen. Der Der» bandsvorsteher Hans Dechly wird über die Führerpslicht im neuen DeutfÄand sprechen. 16-Milliouen-Erbschaft. Durch die Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentum8 in Amerika ist der in Königsberg (Reumarkt in äußerst einfachen Verhältnissen lebende Fuhrmann Jahrmarkt im späten Alter zum reichen Mann geworden. Okn Onkel von ihm. Pastor Jahrmarkt, der gleich nach den Freiheitskriegen nach Amerika auswanderte. hat ihm und feinen Brüdern, die gleichfalls im Kreise Königsberg wohnen, eine Erbschaft von 16 Millionen Mark binterlaffen. Einer der Brüder. Kustcher Jahrmarkt. arbeitet auf dem Gut Stemthal bei Mohrin, der andere auf dem Gute Blankenfcld: ?<^äft•aJ^>erc find^tn Vietnitz als Arbeiter be* Paten toerleßung beim Banknoten druck. Die Witwe deS verstorbenen EhemllerS Dr. L a m p e l kämpft bereits seit 8 Jahren gegen den deutschen ReichsfiSkus. um Schadenersatz für bw Verletzung der von ihr geerbten Patentrechte ihres Mannes bei der Herstellung von Banknoten zu erhalten. Bisher waren zwar alle Verfahren zu ihren Gunsten ausgegangen, aber eS war nicht abzusehen, wann endlich eine endgültige Entscheidung zustande kommen könnte, biS jetzt daS Reichs- pvstministerium cinaegriffen hat. um einen Vergleich mit der Klägerin zu erzielen. Ihr verstorbener Mann Halle ein Verfahren erfunden unb dieses auch patentieren lassen. weMes jede Banknotenfälschung unmöglich macht. Aber überraschenderweise erfuhr Frau Lampel. daß die Reichsdruckerei sich ohne Berechtigung dieses Verfahrens bediene, woraus sie eine Schadenersatzklage in der einstweiligen Höhe von einer Million Mark gegen den Fiskus anstrengte. Die Reichsdruckerei hat dann in einem ziemlich rücksichtslosen Kampf versucht, die Lampelschen Patente für nichtig erklären zu lasten, aber ohne Vrfolg. denn alle Instanzen des ReichS- patentamtes wiesen die Reichsdruckerei ab. Der Zivilprozeh aber hatte sich derartig im Instanzengang verfahren, und wäre in absehbarer Zeit kaum zu einem Ende gekommen, wem, nicht ein Abgeordneter, der gleichzeitig im Der- waltungsrat der Reichspost sitzt, sich den Klagen der Frau Lampel angenommen hätte. Auf seine Anregung hin hat sich das Reichspostministerium jetzt erfreulicherweife au einem Vergleich bereitgefunden und die Reichsdruckerei angewiesen, entsprechende Verhandlungen zu führen damit der Frau Lampel Gerechtigkeit widersäyrt und sich die Deichsdruckerei rechtmäßig dieses patentierten Verfahrens zum Rvtendruck bedienen kann. Gefährliche Petrolcumerplofion in Berlin. In der Dacht zum SonnerÄtag zwischen 10 und 11 Uhr explodierten auS bisher unaufgeklärter Ursache in einem Gebäude der Möckern- straße, in dem 6 0 0 0 Liter Petroleum lagern, im dritten Stockwerk mehrere Petroleum- f äff er. Durch die Detonation wurden sämtliche Fensterscheiben deS Stockwerkes zertrümmert, so daß die Stichflammen zu den Fensterhöhlen hinausschlugen, und an den im vierten Stockwerk lagernden Vorräten einer Filmkopieranstalt sowie im Dachstuhl reichlich Nahrung fanden. Mit Hilfe von Schaum» löschgerät konnte der gefährliche Brand gelöscht werden. Zusammenstoß zwischen Auto und 5 k .enbahu. Ein furchtbares Unglüd ereignete sich an einem Sisenbahnübergang in der Dähe der schwedischen Stadt Sala. Sin vollbesetztes Auto stieß mit einem in voller Geschwindigkeit fahrenden Personenzug zusammen. DaS Auto, das von der Lokomotive 200 Meter mitgeschleift wurde, wurde völlig zertrümmert. Zwei Personen wurden auf Der Stelle getötet, zwei weitere starben kurz nach der Einlieferung inS Krankenhaus. Sine fünfte ist lebensgefährlich und zwei weitere Personen sind leichter verletzt. Die Wetterlage. 7 * ötexds n Q 2L 0wwemti. ©ntne>.»rrem owett e *•«>«. e »<«cn • S'Snrt ä «riupcia • i-ettti xw ernte- Oi v f iiereotBc* Rordwui Oi« »Kiw fliegen ein dem wiM«. 0>« ««>-«» Mdhoetn iteHnde« la> en Qticn die Tempenivr m Ok Ulmen Orte eil amtlcM r<< 'v-«re$ni#r»e »ea<<«en nicht früher oder später zu Derdauungsbeschwerten führt. Her- «Listigerweise wird man sich zum Gslen vielmehr 'd viel Zeit nehme«, daß man gründlich kauen kann Denn auf dieses gründliche Kauen kommt e« sehr an. Einmal wird nämlich dadurch die Speichelabsonderung geiördert, und der Speichel dient al» Gleitmtttel. beginnt selbst einen Teil der Verdauung, diejenige der Stärke, und liefert einen Teil der für die Derdauung nötigen Flüsftgteii. Dann aber vor allen Dingen wird durch das Kauen auch die Oberfläche der zu verdauenden Massen vergröbert. Die Verdauung geschieht durch allerlei Sä'te. welche in Mund. Magen und Darm an die Speisen heran treten und sie zerlegen und chemisch zersetzen. Sie können dies um so leichter und rascher, je gröber die Oberfläche der Speiseteil«. also die Angrifss- flache, ist. Dieselbe Masse bat aber eine um so gröbere Oberslache. In je kleiner« Teile sie -er- legt ist. Sin Würfel Fleifch z. D. der nach ieder Richtung einen Zentimeter mißt, hat eine Oberfläche von 600 Quadratmillimetern. Zerlegt man diesen Würfel in' 1000 kleine Würfel von 1 Millimeter KantenlLnge. dann habe» diese 1000 Würielchen zusammen eine Oberfläche von 6000 Quadratmillimetern, also zehnmal so viel und damit auch die zehnfache AngrillSsläche. Das Kauen wird erleichtert, wenn man die Speisen, vor allem da» Fleisch, klein schneidet, und ein altes Sprüchelchen sagt deshalb .Klein geschnitten. ist halb gekaut, klein gekaut, ist halb verbaut“. Müssigkeit gehört zum Offen, da die Verdauung wie gesagt, ein chemischer Vorgang ist und jeder chemische Vorgang Wärme und Flüssigkeit verlangt. Die warme Suppe, die wir beim Mittagessen zu uns nehmen, ist daher sehr zweck- mäbig- Suppe ist ein Wort deutscher Abstam- niung. au« derselben Wurzel wie saufen, und bedeutet soviel wie Getränk. Zuviel Flüssigkeit kann nachteilig wirken, indem die Magensäfte zu sehr verdünnt werden: aber jedes Zuviel ist ja schädlich bedacht fein. Die nötig dies ist, zeigt ihr ängst- liches Rattern Rusen und Locken. Die Ursache ist leicht gesunden. Sine Katze umschleicht das Junge Gerade um di« Zeit des ersten Fluges 'allen viele Tierchen. d,c mit viel Liede und Sorgfalt gepflegt wurden den raubgierigen Katzen tum öfter Wer Nagende ängstliche Togelftimmen hort, sollte sofort die Katze aussuchen und verscheuchen. Tin Vogelliebhaber aber duldet keine Katz«, die den Vögeln nachstellt in feinem Hauset •• Dann ist ein Platz Im ä u a e belegt? Immer wieder zeigt es sich, dast das reifende Pudiikum nicht genau herüber unterrichtet ist. wann ein Platz im Abteil als belegt gilt, oder unter weichen Umständen der Reisende das Anrecht aus ben bereits innegetzabten Pia- verliert. Wer eine Reise antritt, der belege also seinen Platz - es ist in allen vier Wa- gcnklallen möglich — ordnungsgemäß. 8r lege em Kleidungsstück. Hut oder Mantel, oder auch ein Gepäckstück aus den Sitzplatz - nicht etwa in das über dem Platz besindliche Gepäcknetz, denn das gilt nicht . dann kann er getrost das Abteil für einige Zeit verlassen Zum Belegen deS Platzes genügen jedoch nickt Zeitungen. leere Zigarettenschachteln. Pappteller und dergleichen. In der gleicheii Art must auch ein Platz in den U-Zügen belegt werden Die an dee 'llummertafcl neben der Abteiltür als .belegt" kenntlich gemachten Plätze werden den Inhabern der dazu gehörigen Platzkarten nur bis zur Absahrt des Zuges sreigehalten Auch hier muh also der Reisende seinen Platz in ber oben beschriebenen Art belegen, um den Anspruch nicht zu verlieren. — Sonderzüge zum DeutfchenTurn- sest Von den etwa 200 Sonderzügen, die aus Aniast des Deutschen Turnfestes nach Köln gefahren werden, nehmen zwei G ieft e n als Ausgangspunkt In Verhandlungen mit der Reichsbahndirektion Frankfurt a M.. die dieser Tage zu Ende geführt wurden, find die Absabrzeiten endgültig sestgelegt worden. Der erste Gieftener Sonderzug fährt hier ab am 25. Juli (Mittwochs um 8 04 llhr Der Fahrpreis für einfache Fahrt 4. Klaffe beträgt ab Gieften 3.80 Mk., ab Wetzlar 3.50 Mk.. ab Herborn 3 Mk. ab Dillenburg 2.80 Mk Bei genügender Beteiligung (mindestens 380 Fahrkarten 4. Klaffe) fährt am 26. Juli um die gleiche Zeit und bei gleichen Preisen der zweite Sonderzug ab Gieften. Die Sonderzüge tommen In Köln um 12 Uhr mittags an. •• Regimentstag der ehemaligen 14 3er. Der diesjährige Reaimentstag, verbunden mit der Einweihung des Ehrenmals für die gefallenen Regimentskameraden, findet vom 4. bis 6. August in Buhl in Baden statt E» ist beabsichtigt, von Hagen—Siegen ab einen Sonderzug fahren zu lassen. Meldungen zur Teilnahme an dieser Fahrt sind umgehend aozugcben. Man beachte die heutige Anzeige. wohlriechenden und -schmeckenden sogenannten aro af.'chen Stowte Das frühere Borurtetl gegen das gekocht« Fle 'ch. das Suppenlleisch. dem man den Aähnoert absprach, hat sich längst als Irrtum erwiesen. Taicn für Lamstag. 9 Zunt Sonnenaufgang 3 44 Uhr, Sonnenuntergang 20.14 Uhr — IRonbaufgang 0.14 ihr. Sorbuntergang 9.06 Uhr 1672: Zar Peter der (Broftt in Moskau geboren (gestorben 1725); — 1843: bie Schriftstellerin Berta von Suttner in Prag «Vorei (gestorben 1914); — 1849: der MilitärschriftsteUcr ftarl lanera in Lands- Hut geboren (gestorben 1904); — 1870: ber englische Dichter Charles Dickens auf ©ab )iü Place bei Ro cheft.r gestorben (geboren 1812); — 1884: ®runb- teinlegung des Reichstagsgebäudes in Berlin. Pornotizeit. — Tageskaleuder für Freitag. Licht- pielhaus: Bahnhofltrafte: „Feme”. — Astoria Lichtspiele: „Harry Piel in falschem Verdacht” - Aus dem Stadtlheaterbureau wird uns geschrieben. Als nächste Rovität des Sommerspielplans bringt das Ensemble des Gieftener Stadttheater- Siiesmama", Lustspiel in drei Akten von Frank und Hirschfeld. Das zeitgemäße Stück hatte bei seinen Aufführungen in Leipzig, Stuttgart. Wiener Burgiheater und Staatsiyeaier Wiesbaden. Prager Landestheater. Züricher Schauspielhaus einen stürmischen Lach- erfolg. .Sliesmama ist erworben für England. Amerika, Italien, Holland. Skandinavien und Finnland. — Anmeldungen zum Sommerobonne- ment werden noch entgegengenommen — DeutjcherBundfürchristlich-eoan- gelische Erziehung. Nächsten Sonntag abend ~ von Bundesdirektor •• Die Fronleichnamsprozesslon ber Katholischen Gemeinde unserer Stadt sand gestern vormittag in der üblichen Weste statt Cfibcr Holle die Prozession unter dem erst schwachen, bann aber immer stärkeren Kegen zu den, jo duft der Zug ber OHaubigen. in besten Mille Geist! chrr Kat Dekan Beyer mit dem ÜUerbedighen unter fern Baldachin schritt, zwar die vorgesebenen Straften rsisierte, aber doch bald in bie festlich geschmückte träte zurückk.hrte Hier erfolgte dann die kirchliche cdjiufcfeier de» hohen katholischen Feiertages Hm Nachmittag vereinigte sich die Katholische Gemeinde aus der Hardt-Terrasse zu einem zwanglosen geselligen Zusammensein •• Warnung vor einem falschen K11- minalbeamten. Der Poli-eibertcht teilt mit: Aoi 5. 3uni ist in Hanau, sowie in den letzten lagen in Bad Homburg ein falscher Kriminalbeamter mit Erfolg ausgetreten, der sich dabei Geldbeträge aniucignen verstand. Der Mann ist etwa 30 Jahre all. 1.55 Meter grvft. kräftig, hak rundes, volles Gesicht, ist glatt rasiert, hat volles nach hinten gekämmtes Haar, trug grauen Anzug, grauen Hut, weiften Kragen mit bunter Krawatte, halle einen dicken hellen Rohrstock be: sich und spricht hochdeustch. Sollte diese Perfon. die sich Friedrich nannte, in unserer Stabt auf treten, fo wird erfucht. das Polizeiamt rechtzeittg zu verständigen, damit der Gauner unschädlich gemacht werden kann. Bei dieser Gelegenheit sei daraus hingewiesen. daft jeder Polizeibeamte in unserer Stadt einen vom Polizei amt ausgestellten Dienstausweis mit Lichtbild besitzen muh. Auswärtige Kriminalbeamte dürfen ohne Hinzuziehung eines hiesigen Kriminalbeamten keinerlei Amtshandlungen hier selbständig vornehmen. "DerBäckerverbandstagin am kommenden Sonntagvormittag im Saftf Leib wird sich mit bedeutsamen Fragen deS Däcker- handwerkS beschästigen. In Vorträgen sollen erörtert werden die wirlschaftluhen Verhältnisse in ber Bäckerei auf dem Lande. Berufsstands- . Propaganda und Reklame, das Lehrlingswesen, die DensionSkasse. die Gründung von Innungs- kranfenkassen. dringende Ausgaben der Hand- werkerorganisation und Handwerkskammern usw. Auch die Berichte über die Verbandskasse und die UnterstützungSkasse werden das besondere Interesse der Tagungsteilnehmer aus sich lenken. Ferner wird der Derbandstag Satzungsänderungen zu beschlieften und Reuwahlen vorzunehmen haben. Die Leitung des Verbandes und die Gieftener Bäckerinnung als örtliche Veranstalter erwarten einen starken Besuch der Berusskolle- Kasha-Mäntel! «°iIMNll!MWl>rei8! Position I: j co 0 Modehaus lj Carl Nowack Modehaus bis Mk. SO.-, Selters weg 85 Gicfedl Sämtl. Stücke sind zum Aussuchen ausgehängt! Wegen vorgerückter Saison verkaufen wir einen größeren UQ I Position II: I Wert bis Mk 28 -, zelne Stücke, aus unserem _ regulären Lager ausgesucht, zu nebensteh. Sonderpreisen. Posten Kasha-Mäntel und G VVpr* -Kleider, elegante, ein 5631a Sonder-Angebot 18781 Fünfzigjähriges Jubiläum jisss der Pilgermissionsarbeit in Hessen FESTEOL0E Sonntag, den IO. Juni: In der städtischen Festhalle auf dem Trieb 1O30 Uhr: Lob- und Dankgottesdienst.......Missionsinspektor Veiel, St. Chrischona 14 Uhr: Festversammlung, Pastor D. Michaelis, Bethel, Missionsinspektor Veiel, St. Chrischona, Pfarrer Eckardt, St. Chrischona, u. a. 20 Uhr: Evangelisationsversammlung...............Pastor D. Michaelis u. a. Unter Mitwirkung von 400 Sänger und Sängerinnen und 150 Posaunenbläser Eintritt f re i I Jedermann herzlich eingetadenl Eintritt f re i I Festschrift (52 Seiten) mit Festprogramm zu 50 Pf. in der Buchhandlung der Pilgermission, Plock- straße 4, und an den Festhallekassen erhältlich Montag, den 11. Juni: Im Stadtmissionssaal, Löberstraße 14 IO Uhr, 15 Uhr und 20 3 Uhr: Glaubenskonferenz Dienstag, den 12. Juni: Im Stadtmissionssaal, Löberstraße 14 15 Uhr und 20" Uhr: Glaubenskonferenz Redner: Missionsinspektor Veiel und Henrichs, Pfarrer Dr. Eichhorn, Eckardt u. a. Jedermann herzlich willkommen! Jedermann herzlich willkommen! ■ .................................................................................................................... 5544D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiin Koblenz a.Rh. Auf Ihrer Rhein-Reise finden Sie im Botel M wilden Schwein“ Am Plan 16 schöne preiswerte Fremdenzimmer und beste Verpflegung. Garage im Hause. Für Vereine, Klubs u. Wochenendgäste Vorzugspreise. 555 ID Inhaber: H.Isenbürger Restaurant und Caf6 I. Etage Höhenh au8-Bierstube im Parterre lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllH • Ausstellung „Das deutsche Porzellan“ in Wiesbaden Paulinenschlöfechen 5. Mai bis 1. Juli 1928 Die Ausstellung ist die bedeutendste, umfangreichste und Interessanteste Zusammenfassung neuer Porzellane, die je stattgefunden hat. Ihr Besuch ist lohnend und sehr zu empfehlen. Die zur Schau gestellten Gebrauchs- und Luxusporzellane werden auch durch meine Firma zu den von den Fabriken festgesetzten Preisen frachtfrei überallhin geliefert. Aufträge können in der Ausstellung für meine Firma erteilt werden. Hermann Mettenheimer, Giefeen Inhaber C. Kerber und W. Menges MW SWkN o.WWRlWl in prima Qualität anläßlich der 56350 Reh empfiehlt billigst V.Hankel, Neuen Baue 7. Teleph. 612. 4öd WWW Jubelfeier deS MmiMWMWUA am S., 10. und 11. Juni in Lich im Ausschnitt Poularde und frisch. Spargel empfiehlt *Hy‘ J. Zörb Wwe., Televbou 613. Spargel täglich frisch gestochen , empfiehlt billigst ""D Programm-AuSzug: SamSlag, 20 Uhr: Kommers in der Festhalle auf dem Festplah. Sonntag, 9 Uhr: Gesangswettstreit in der Festhalle, Turnhalle und Steins Saalbau. Sonntag, 14 LIHr: Abmarsch des Fefizuges (5 Musikkapellen, Festwagen). Sonntag, ab 15 Uhr: GesangSvorträge der Gastvereine in der Festhalle, Tanz, turnerische Aufführungen, Brillantfeuerwerk usw. Montag, 15 Uhr: Festzug durch die Stadt, anschließend Volks- fest, Konzert, Gesangsvorträge, Tanz usw. Männergesangverein ,Cacilia' Lich Leihgestern 9. bis 11. Juni Gesangswettstreit verbunden mit einem Volke- u. Trachten lag,anläßlich des b;>. Stiftungsfestes d. Gesangvereins Lieder k r an z. unter dem Protektorat des Herrn Provinzialdirektors d. Pro v. Oberhessen. Festfolge: 56320 Nam*tag, 9. Juni. Von 6 Uhr nachmittags ab: Empfang auswärtiger Gäste. Abends 9 Uhr: Fackelzug nach dem r estplatz. In der Festhalle: Gesangsvorträge der Leih- gesterner und der anwesenden westfälischen Gesangvereine (Hagen, biegen. Gelsenkirchen) — Konzert. „ ITX/ion.nt®6* 10. Juni. Vormittags 6 Uhr Weckruf. Von /Uhr ab: Empfang der wettstreitenden Vereine. 8.30 Uhr: Prelsrichtersitzung. ti Uhr: Beginn des Wettsingens in der Pesthalle und den Sälen 1 und 2. Von 12 Uhr ab: Empfang der Gastverelue. 13.5p Uhr: Aufstellung des Festzuges (teils historisch). 14 Uhr: Festzug durch die Ortsstraßen nach dein festplatZj daselbst Begrüßung. Gesangsvorträge der Gastvereine, v olksbelustigung und Tanz. 18 Uhr: Preisverteilung. "ontag, 11. Juni. Von vormittags 10 Uhr ab: Frühschoppen. Konzert. 14 Uhr: Festzug nach dem Festplatz, daselbst Volksfest. .Dl® heimatliche Ausstellung ist von Sonntagvormittag 9 Uhr ab den ganzen Tag über geöffnet Bin tritt «preise: Dauerfcstkarte (elnschL Eintritt zum Wettsingen) . Mk. 2.00 Dauerfestkarte (elnschL Eintr.z.Wettsing. L Saal 1 u. 2 Mk. 1.&) Eintritt zum Singen in der Festhalle .......... Mk IAO Eintritt zum Singen in Saal 1 und 2........... Mk' 100 Fest karte zum Festplatz.................' " \it,’ n'an Festbuch ....................Mk öS Eintritt zur Ausstellung .........................050 Günstige Zugverbindung Autobuspendelverkehr: Gießen (Gummifabrik) - Festplatz Sluw-Verbindung „ (Stetten—Leihgeftern Grfte Abfahrt 1243 Llhr Ludwigstraße am Restaurant „iRbeingolb*. Der Wagen fährt dauernd je nach Sedats. 5618s Borg SWiNg Nächsten Sonntag, de« 10. Juni Crate GvteikMztrt mil taz Eintritt 50 Pf.. Tanzgeld 50 Pf. W1D 10/30 P.S. Benz abnehmb. Pullmann-Limousine. maschinell tn allerbestem Zustand, elektr. Vldjt Anlasser. Boschborn, neu lädiert sechsfach bereist, roeil überzäbltg |5626ss sehr preiswert zu verkaufen. Karl Bünting, KohlengroDhändliing. Kassel. Heuen Däne 7, Telephon 612. Gemüsepflanzen preiswert zu haben Werei .WneMW' Warlweg 10. Zreidank. SamStag. den 9. Juni, von 8 Uhr ab 54030 Fleisch verkauf. Für die anläßlich unserer Diamanten.Hochzelt erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst Heinrich Keßler I. und $rau Steinbach, den 8. Funi 1928. ■ ..■rT,rt,,[....TrrrlTT,.....................T,, r9^7- Deutscher Sund für chnstl. ev. Erziehung in Haus und Schule / Ortsgruppe Gießen Sonntag, den 10. Juni, abends 9 Llhr, im Zohannessaal (nach der Slbelstnnbe) Boffiagooa6mnBunöe5ö!renorlBlnllet-3ranriurla.ö.D. Ein Geheimnis der Menschen- und Kindesseele und unser Dienst Gleichzeitig Sesprechung über die Ilieichsbundestagung Vollzähliges Erscheinen erwünscht — — Gesangbücher mitbringen Der Vorstand DAS MARKENRAD AB FABRIK Katalog gratis! Qualität setzt sich durch Den schweren Anforderungen von Bahn- und Strassenrennen über Hunderte von Kilometern sind nur hochwertige Marken- F ahrrtder gewachsen. Das Mifa- Rad reiht unaufhörlich Erfolg an Erfolg: Bond durch Schwaben 3. Jum Slefier: Manlhey, a. wey«-, 7. Berger aufMifa-Rad mit Torpedonabe tL Polack-Berelfung Mtfa - Hädtr KaMaprrit Wochen- r* grx raten von 2« «OxJ M an FABRIK-VERKAUFSTELLE Gießen, Neuenweg 4 Leiter: J. P. Mono Eigene Reparaturwerkstatt und groBes Ersatzteillager Alle Schweine, solche mit steifen Deinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echte» RASSOLM mengen. Verlangen Sie nur echtes Rastol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel, apotheste «iehen. gu Haden in allen Apotheken. | Kaufgesuche | Wachsamer Hund ie kaufe« gejucht. Gebr. Baer. Marklstrane _ [Verschiedenes! Dame Äc. 5000 Bll. an gutem Geschalt beteiligen ob. Filiale übernebmen.ttmlaoe muß stchergesteUi werden. Schr. Ang. u. 04341 an b. G.Auz. Volkshochschule. BilömöBIqe £onö- Wslsovoiogrooiste Eonntao, 1 Uhr vormiuagS, Treuen an der UnioersitaiS- bibhoibet au eiltet BormittagSwande» rung zum Lchlsten- berg. von dort nach Veibgeftern. 9?üd* fahrt; Mittagszeit von ®rohen«Vmben. Wur. wenn nichi Regen brobt. Teilnah- me unentgeltlich. 143er! Nachnc äalammenluolt Lonntag. lO.Qnni, nachm. 27t Uhr, in 413 c ul ar. Reu. -Bur Stabt Wetzlar" (am Babnbos'. WM8 6711 Verein M.'Zröhltchlett •V Ziehen SamStag. v. Cbini, abends 8.30 Ubt. austcrorbentliche «IcneralberiammL «m BereinSbeiiu. Tages-Orbnung: 47.5iiftunfl9left. öoüiäbL trrfctielnen bxtngrnb erioröcri. »im Dir Vintut SlktzMi stellv. Seoerweor. vvernessislver vro- olajiol-Seuerroelir- tag In IMiö. Ablahrt a. Lamctag 12.20 u. ISJföUbi. am Sonntag 8.31 Udr. Rottweiler. Alle Besttzer von Rottweiler u. freunde ber Raste machen rotr bietmli nochmal» auimerksam auf bie BeretnSschau am Sonntag v. 10 Juni, vm. 10 Uhr Keiner bars fehlen. =*"0 Der Vorstand. für *2 I üSS« l w ^onMung'n eritungM"l0Sen' einri^iungen, “ rign.t J» m* d)im tungsmafte zu ober ju betreten und Tiere mit ° bung gebracht w e) 5unWßunger «gen Brandgesa ooezunehmen. oi mirlfam gemach mäßiger Sicher f) an den hausa sicherungen sPa von Glühlamp langen irgend und faueanld ^^68# I .w6*' Das in § 1 aus erjtrcdt sich auch a ber Leitungen. Die j)0U6= und ocrpslichiet, von al Gegenstände mit d kommen oder die Derputzarbeiten, A von Lochern in i Bäumen in der Ni eleklrischen Ueberla menben Bau- und (eilig ^christliche A mebchornngen od> nmgen des Aelle Weisungen erieili' Nur die ausdi nehmungen ermä netze der belresfei aussühren, oeräni Soweit die Lei besten am Straße reichen, gleichfalls des Elektrizilätswe Zuwiderhandlui Mtimmungen eine 150 Reichsmark, in »t’Wuwioutu u, IO einen 5 Outet, ««Ä™ $o1 kennen, » anfteffen: qj SÄ ous das die wj, Irre s LO 'N in Wk ÄÄ«i8e, WM Äl0'en 3- b’n «»ipf-g t: Bränafle3initn »n i«\ .. 1 ter 3‘ N ln“Whfa 'AlHez «christlich ^rttib unb mii ir. s. K’d)lcr lü bie 0f. hejittemo^L- 143er! MWM Sta,bVh d ZL- 17 SlWUS^ll- M 100 05«* SÄ .eüS^dtoT irStz SH Stz Sreitag, 8. Juni (928 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. (33 Zweites Blatt Vie Türkei imllebergangszustand Bon unserem v. H.-'Bericfttcrftatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Konstantinopel, Sun. 1928. Da» fünfte Jahr der Führerschaft Mustafa Kemal Paschas ist für die Türkei ein ilcber- gangsjahr. Das zeigt auf das deutlichste nicht imr die innere, sondern auch die duftete Politik des Landes, da- ja nun wohl als konso - lidiert gelten kann und keinerlei Grund zu besondere', Befürchtungen vor Ucberfallen mifi- günfrifler Feinde bat. Di e Abschaffung des Islam als Staat-religivn. ein Akt. der noch vor zwei Sähren ungeheures Aufsehen erregt und zu schweren innerpolitischen Kümpfen geführt Hütte, ist in aller Stille vor sich gegangen, so daß selbst alte Leute, die die neue 3eil nicht recht verstehen und den Kops schütteln, sich mit Ergebenheit und echt alttürkischem Fatalismus in das Unvermeidliche fügen. Auch du» Urteil im Prvzeft gegen den früheren Marineminister Schsan Dey ist zweifellos ein Beweis für die Tatsache, daß sich daS gegenwärtige Regime gefestigt fühlt und innere Feinde nicht zu fürchten braucht. Denn, was tm Anfang als ein Korruptionsskandal Köftter Ordnung erschien, hat sich im Laufe - Prozesses für den Unbefangenen doch wohl auch als eine innerpoli t i f che Angelegenheit dargestellt, bei der eS durchaus nich. so ohne weiteres sicher war. ob die Anklagen. die erhoben wurden, auch den Tatsachen ennprachen Das Gericht hat den ehemaligen Warineminifter zu zwei Saftrcn Gefängnis verurteilt, aber angesichts der Schwere der Anklage. die erhoben wurde — Hochverrat und Schädigung der Wehrinteressen der Türkei — scheint daS Urteil, wenn das Gericht schon auf schuÜstg etfannte, doch in einem starken Mißverhältnis zur Anklage zu stehen. Sn früheren Fällen hätte man unter den gleichen Umständen sicher ein Todesurteil erwartet Daft das nicht geschehen ist. ist angesichts der scharfen Gegnerschaft. die zweifellos zwischen Schian Betz und dem Premierminister Ssmet Pascha besteht, shmpiomatisch für die Sicherheit der gegentoär- tigen Zustände in der Türkei. Diese Selbstgewißheit. die feil einiger Zeit fn der Türkei zu bemerken ist. ist zweifellos auch die Ursache der AuSlandreise. die der türkische Staatspräsident Mustafa Kemal antreten wird, und die ihm die sehr notwendige Kur in einigen europäischen Dadwrten ermöglichen soll Roch stärker aber alS in dieser Tatsache kommt der Wandel, der in der Türkei eingetreten ist. in der Außenpolitik zum Ausdruck. Rachdcm jahrelang ein grenzenloses, manchmal geradezu unverständliches M i ft t r a u e n das Gharakte- ristische für die türkische Außenpolitik gewesen war. scheint nunmehr doch immerhin eine Periode gemüßigten Bertrauens einzuseften. die die Türkei wieder stärker in die Reihe der Großmächte führen wird. Die Reise deS türkischen Außenministers R u s ch d j Dey nach Genf, der dort an den Arbeiten der Abrüstungskommission teilnahm, kann hierfür ebenso alS Vergleich genommen werden, wie auch daS Derhalten Ruschdi Beps in Genf selbst, wo er, nachdem er ursprünglich sehr scharf gegen die Westmächte cinacflcllt war. zuletzt sich doch völlig von Rußland emanzipierte, und mit den Weltmächten gegen die russischen Vorschläge stimmte. Das ist an der früheren Haltung der Türkei gemessen doch etwas grundsätzlich ReueS. da bisher die türkische Außenpolitik einen anderen Freund als Rußland nicht anerkennen wollte. Sa. der Gesinnungswechsel in der Türkei scheint noch weiter zu geben. Die Türkei ist offenbar sichtlich bestrebt, sich in den Völkerbund, dieses „Snftrumcnl angelsächsischer Politik tote man es früher nannte, aufnehmen zu lassen, wenn dies nur in einer Form geschieht, die es dem empfindlichen Ehrgefühl der neuen Türket gestattet, die Angelegenheit alS einen türkischen Erfolg anzusehen ____________ Mit diesem, für die praktische Politik deS Lande» ja aber wohl nicht ohne weiteres ausschlaggebenden Ereignissen ist die Umstellung der Türkei auf außenpolitischem Gebiete jedoch noch nicht erschöpft Die Reise deS türkischen AuftenministerS Ruschdi Dey nach Italien, wo er eine Zusammenkunft mit Mussolini hatte zeigt, daß die Türkei über eine blofje Beteiligung an den Geschäften der westeuropäischen Welt hinaus eine aktive Bündnis- Politik zu treiben beabsichtigt. Die türkische Presfe bewegt sich denn auch geradezu in einem BündntStaumel. Man spricht von einem groft angelegten System von Vertrügen, das die Türkei mit Italien. Italien wieder mit Polen und Rumänien, verbinden soll, und daS in seinem großen Zulammenbange diesen genannten tier Mächten b i e Vorherrschaft auf dem Balkan durch daS Mittel der politischen Einkreisung sichern «oll Die Türkei hofft angeblich, auf diese Wcise wieder eine große Rolle in der Weltpolitik spielen zu können, und manche der türkischen Blätter äußern sich geradezu enthusiastisch über die neue Periode der Außenpolitik, die für die Türkei eingefetzt habe. Diesen im großen und ganzen doch wohl phantastischen Ansichten der türkischen Presse gegenüber ist eine gewisse Reserve am Platze. WaS jedoch nicht bestritten werden kann, ist die Tatsache. daß der Besuch RuschdiS bei Mussolini zu einer weitgehenden Annäherung zwischen der Türkei und Italien geführt hak. Em Freund- schafts- unb Sicherheitsvertrag zwischen Italien und der Türkei ist bereits abgeschlossen toorben, der nur noch einer Genehmigung durch die gesetzgebenden Körperschaften bedarf, um in Kraft zu treten. Die Stimmung Italien gegenüber ist also heute so weit umgeschlagen, daft kein Türke noch länger einen Zaszistenüberfall befürchtet. Das ist wesentlich, da bekanntlich vor zwei Jahren die Rachricht. daß Italien in Kürze bei Adalia und Smyrna landen würde, ernsthaft geglaubt wurde, unb sogar zur Mobilisation einiger türkischer Jahrgänge führte. Heute sieht die Türkei in Italien einen zuverlässigen Bun besäe n o s s e n . bet nach türkischer Ansicht außer Rußland die einzige Macht int Bereiche der Interessen der Türket ist. die unter Umstünden auch gegen England türkische Interessen zu vertreten bereit fein würde. Das mag eine Illusion sein, da man in London zweifellos anders über die Frage denkt, unb Italien wohl nicht ohne Absicht gewiße Freiheiten gestattet. solange durch die italienische Aktion der Frieden auf dem Balkan nicht gestört wird. Gerade dieser Gesichtspunkt aber dürste auch zweifellos für d.e Türkei sehr verlockend sein, weil etwas Besseres als eine gewisse Reutralisierung des englischen Ginnflusses auf dem Wege über Italien für eine Wiederannäherung der Türkei an die Weltmächte kaum denkbar ist. Was man in Moskau allerdings zu diesen neuen türkischen Plänen sagen wird, muß man erst abwarten. Schwer genug wäre e8 für Moskau. sich in diese ihrige zu mischen, da der Kreml gegen den traditionellen Freund der Sowjet- Union. gegen Mussolini, kaum etwas unternehmen wird, solange dessen Pläne über die Herstellung eines freundschaftlichen Verhältnisses zur Türkei nicht hinausgehen werden. Hat doch zweifellos gerade auch das gute Verhältnis Italiens zu Moskau den polnischen Außenminister ver- anlaßt, sich nach Italien zu begeben. Daher wirb eS für die Moskowiter nicht ganz leicht fein, dieser neuen Intrige Englands im nahen Osten zu begegnen. Die Türkei wird daher von dieser Seite nur wenig zu fürchten haben, so daß. soweit man die Dinge bisher beurteilen kann, bie neue Richtung der türkischen Außenpolitik als durchaus glücklich angesehen werden muß. Immerhin wird es richtig fein, wenn man erst einmal abwartet, wie sich die Fäden weiter spinnen werden. Ist doch auch außenpolitisch die augenblickliche Periode, in der sich die Türkei befindet, erst ein Uebergangsstadium. Wie wird der Nordpol bestimmt? Don Professor Dr. Adolf Marcuse, Berlin. Der Rordpol ist der nördlichste Endpunkt unterer Erdachse, der genau um 90 Grab vorn Erdäquator absteht unb auf bem die Rotations- geschwindigkeit unseres Planeten, die am Ae- quator fast einen halben Kilometer in der Sekunde beträgt. Rull wird. Seine Aufsuchung hat allerdings in erster Linie nur ein „geographisches" und .sportliches" Interesse. Aber feine tatsächliche Feststellung, bie nur auf astronomischem Wege durch möglichst genaue Messung von Gest-rnsböhen erfolgen kann, hat auch ein allgemeines Interesse. . 5m für den Pol bie Derhaltinssc am Fimmel Car zu erkennen, muß man folgende Heber- legung anstellen: Beobachtet man vorn Po (punkt ber Erde aus das Firmament mit feiner scheinbaren. durch die wirkliche Grbdrehung (von West nach Ost) veranlaßten täglichen Umdrebung von Ost nach West, so erkennt man folgende merkwürdige Tatsachen. DaS Zenit des Beobachtungsortes. also der Punkt senkrecht über bem Beobachter am Firmament, fällt dort mit dem Himmelspol zusammen und der Horizont liegt dann alsdann am Himmelsäquator. Daher müssen sämtliche überhaupt sichtbaren Gestirne ohne stärkere Sigenbewegung. allo die Fixsterne, infolge der Erdrotation sich unaufhörlich nur in Horizon- tallrcifen am Himmel bewegen, also parallel dem Horizont, ohne Aenderung ihrer Höben. Es gibt daher am Pol für solche Gestirne keinen Aufgang im Osten, keine Kulmination im Süden oder Horben und keinen Untergang im Westen. Die durch Rotation der Erde alsdann nicht veränderte Höhe ber Gestirne ist dabei im Lause eines Tages stets gleich dem Abstand der Gestirne vom Aequatvr oder gleich ihrer sogenannten Deklination. Am Pol liegt eben ber Aequa- tot im Horizont, während er z.B. in Berlin entsprechend der geographischen Breite von etwa 52i o Grab um ungefähr 37i/t Grad ober um die Ergänzung von 52'/, Grad zu 90 Grab gegen den südlichen Horizont nach oben geneigt ist. Daraus folgt als .astronomisches Kennzeichen" für den Polpunkt der Erde zweierlei. Erstens: Gestirne ohne Eigenbewegung beschreiben in unveränderter Höhe am Firmament Horizontallreise. Zweitens: für den Polpunkt stoßen alle Meridiane am Himmel zusammen und jede Richtungsbestimmung am Firmament im azimutalen Sinne hört im allgemeinen auf. Das erste Kennzeichen des Polpunktes, also die tägsiche Bewegung der Gestirne in .konstanter Höhe über dem Horizont" kann mit Vorteil auch zur astronomischen Bestimmung jene- Endpunktes der Erdachse benutzt werden. Beobachtet man nämlich mit einem Höbentointelmcfser die Höhe eines Fixsternes zu beliebiger Rachtzeit. so darf sich dieselbe tm Verlauf von 24 Stunden, also für eine volle Erdrotation, nicht merklich ändern. Aber solche Sternbeobachtungen können an den Erdpolen nur während der betreffenden polaren Winterzeiten ausgeführt werden, alfo in Jahreszeiten, zu denen die Sonne dort überhaupt nicht fdxint, wo vielmehr Winter und ewige Rächt für den Beobachter zusammenfallen. Zur Zeit des Polarsommers baaegen, also für den Rordpol von Ende März biS Ende September. scheint stets die Sonne über dem Horizont. Der Sommer ist dort ein ewiger Tag. an dem die Sterne am Firmament verblassen, und nur Sonne und Mond, gelegentlich vielleicht auch ein heller Planet sichtbar sind. AlSdann liegt die Sache in solchem Polarsommer deS betreffenden Pols, wo bei stets sichtbarer Sonne ausschließlich der Zugang zu Tnefer SiSwüste möglich ist. etwas anders. Die Richtung dorthin findet man, da in hohen nördlichen oder südlichen Breiten der Magnetkompaß fast vollständig versagt, mit dem sogenannten .Sonnenkvmpah", der in diesem Falle sehr vorteilhaft sogar die Stelle eines Kreilel- kvmpasies vertreten kann. Aber den genauen Polpunkt selbst mit seiner geographischen Breite von 90 Grad 0 Bogenininuten muß man stets auS fortlaufenden Höhenmessungen der Sonne ermitteln. Unser Tagesgestirn ändert auch am Pol fortwährend seine Höhe über dem Horizont, da in Wirklichkeit die Erde, also das Observatorium. von dem aus wir die Sonne betrachten, bei ihrer Dahnbewegung auf der Ekliptik um das Zentralgestirn ihre Lage gegen den Himmels- äquator im Raume verschiebt. Daher muß bei jeder astronomischen Höhenmessung der 6orme auch am Pol zur Dreiwnbeftimmung ihre jeweilige Position nach dem betreffenden 'Abstande der Sonne vorn Himmelsäquator oder nach ber Deklination im astronomischen Jahrbuch in Rechnung gestellt werden. Wie sieht es nun aber, besonders vom Flugzeug oder vom Luftschiff, über dem Pol mit der wirklichen Praxis aus? Die Höhenmesiungen der Sonne mit bem bisher gebräuchlichen Dal- lonsextanten. der einen künstlichen Horizont trägt Oesterreich. Von Urne KrauS»Dicn. IP). Dre hero.'che Geste ist dem Oeftcrreufrcr. namentlich dem Wiener, nie recht gelegen. In der politischen Phraseologie d'.efe» Vanbei haben sich Worte wie: Durchs Viel 'Feind, viel Ehr!. Und wenn btc Welt voll Teufel wär ! . . niemals eingebürgert. Sv ist auch daS Heldentum des OesterreicherS von heute ein völlig unheroisches, ein sehr bürgerliches Heldentum. Es ist so gar nicht pompös, daß man leinen Träger gern ber Schlappheit verdächtigt Und dabei gar nicht weiß, w ieviel Mut und Ausdauer der tägliche Kleinkrieg erfordert, den er durchzutämpsen hat Am Anfang war die Zerreißung eine» ineftr ober weniger homogenen Wirtschaftsgebietes. Der politifche Größenwahn der Nachfolgestaaten wirkte sich auch in ihrem eifervollen Bestreben nach wirtschastlicher Autarkie auS. Und da die natürlichen Vorbedingungen für das Gedeihen der neuen Wirtschafts- unb Industriezweige, die fieberhaft inS Leben gerufen wurden, nicht gegeben waren, mußte em Softem von Hochfchutz- zöllen vor allem gegen die traditionelle österreichische Einfuhr künstlichen Schutz gewährleisten. Aachdem zehn Jahre Rachkriegszeit erwiesen haben, daß alles Gerede von mitteleuropäischer Union auf dem Gebiete der ehemaligen Monarchie immer wieder nur dem Versuch Vorschub leisten soll, den grvftdeutschen Zusammenschluß zu verhindern, und daß von toirt* schasilichem Entgegenkommen, mit dem argumentiert wird, tatsächlich nichts zu spüren ist, geht nun auch Oesterreich daran, fein Handelsver- tragsfystem im Sinne eines Schutzes des Binnenmarktes zu revidier-n. Zum geringeren Teil sind diese neuen Handelsverträge bereits abgeschlossen. Die Revision der Abkommen mit den meisten m Betracht kommenden Staaten befindet sich erst im Stadium der Verhandlungen. Polen blieb eS Vorbehalten, diese Verhandlungen durch die Ent- feffelung eines regelrechten Zollkrieges von Haus aus zu gefährden. Auch mit Jugoslawien unb Ungarn ziemen sich die Verhandlungen mühselig genug hin obwohl namentlich mit Ungarn die politischen Beziehungen durchaus freundschaftlich sind und obwohl von dieser Seite nicht der Versuch gemacht wird, für wirtschaftliche Abkommen politische Konzessionen zu verlangen, wie manche andere Staaten es sich dem machtlosen Oesterreich gegenüber zur lieben Gewohnheit gemacht haben. Hier liegen die Schwierigkeiten vielmehr in der Frage der landwirtschaftlichenEin- fuhr. Sowohl Jugoslawien als auch ganz besonders Ungarn sind auf den Qlbfaft ihrer Agrar- Produkte angewiesen. Dagegen ist der Schutz der heimischen Landwirtschaft eine Lebensnotwendigkeit für Oesterreich, die erfreulicherweise in den letzten Jahren durchaus verstanden wird Tatsächlich ist die Lage der österreichischen Landwirte im Vergleich zur Rot der reichsdeutschen Agrarier noch immer als recht günstig zu bezeichnen. obwohl die österreichische Landwirtschaft so gut wie gar keine nennenswerten Ausland- frebite zur Verfügung hat. Ein Gutes hat biefer Kreditmangel allerdings doch: daß er vor ber ilcberbelaftung mit unerträglich hohen Zinsen schützt, an denen die Landwirtschaft im Reiche so schwer leidet. Erfreulicherweife ist es auch gelungen, die landwirtschaftliche Produktion während der letzten Jahre quantitativ und qualitativ außerordentlich zu steigern. Die letzte Lösung des österreichischen AgrarproblernS liegt freilich in ber Zollunion mit bem Reiche. Die bäuerliche Probuktion ber beiden deutschen Staaten ergänzt einander in durchaus sinnvoller Weise. Ihr reger Güteraustausch wird sich in vollendeter wirtschaftlicher Harmonie vollziehen. •) Dgl. Ar. 130 des G. A. vom 5. Juni. Uebeckaupt macht ber AngleichungS- prozeß in allen 3trvl(frn der österreichischen W rsichaft erfreuliche Fortschritte. Die elektrische Industrie ist noHÜänbig .angeschlossen". Sie ist übrigen» einer brr wenigen Industriezweige, besten Beschäftigungsgrad zufriedenstellend ist. Die Schwerindustrie ist mit ber reichsdeutschen durch tauknbfältiac Bande verknüpft. Entscheidend ist aber die Tatsache, daß ber HairdelSvcr- kehr mit bem Deutschen Reich von Jahr zu Jahr sich steigert, während die Handelsbeziehungen mit bem sogenannten .Reuauslanb" immer mehr zu wünschen übrig lassen. Die Wirtschatt geht eben ifrrt eigenen Wege und zeigt das natürliche Bestreben, politische Diktate via facti zu überwinden TatfäO'ch vvllzi^t sich der Anschluß in der Wirtschaft mit logischer Zwangsläufigkeit. Allgemein ist bie Erkenntnis unterer wirtschaftlichen Zusammengehörigkeit. die die nationale SchicksalSverbunden- hc-.t ergänzt. Die Besorgnis mancher deutscher Wtrtschaftskreise. Oesterreich würbe ewig ein Zufchußgebiet bleiben, dessen .Kolonll.erung" immer wieder Geld kostet, betrachtet man in Oesterreich als geschwunden. Diese Besorgnis ist übrigens niemals berechtigt gewesen. "Reichsdeutsche Initiative, reich»deutsches Snvestitions- tapitel und der große deutsche Binnenmarkt würden die natürlichen Strafte Oesterreichs so fehl zur Entfaltung bringen, daß von Zuschüssen und Opfern welcher Art immer keine Re>: wäre Jenseits aller ökonomischen Erwägungen führt ber Anschlußgedanke zur natürlichen Erfüllung deS österreichischen Schicksals. AlS Schicksalsfrage und nicht als Polisikum wird ber Anschluß auch von ber österreichischen Bevölkerung einheitlich ausgefaßt. Falsch wäre eS. anzunehmen. daß diese ober jene Partei, dieser ober jener politische KreiS sich gegen den Anschluß stemmen wollten. Am allerunrichtigsten ist eS. Bundeskanzler Dr. Seipel derartige Intentionen unterzuschieben. Dr. Seipel versteht die tieferen Ges A sä® »/«Sä? n. d»U Ufe»''- I. T'l 3«. . Der in «’n «®T Di HkJ m» ft. **!'«£**■ ^chtr„ch »« «mMani ??Ä*. . Äh"«! teil- S frisch J! etrab« ur; -ffÄ *®&fe dichter- Ag «. & » W ^'gemacht, UA bt U« ^nw^jp.g >u nm ^che erwecken * TcmqerKrmd neben den hiesu» iflui 'Mjta an, ^Wtrdjen, Siegen, lt «xrftvnerung bei xn damit ihren Duck m allen ihren Men 'uslvärtigen Sängern nfl stellte. Der w I, der morgen- M reinen in zwei &sm affenben Sängechelle nach unserem Dorf Gelegenheit haben, und Schulung erster K wird ein schöner i Teil sehr wertvollen [gemein Aufsehen er« uch der Himmel mit 1 guten Gelingen bei tNsttlt. nger« und Trachter- tag, V). 2uni. hat de Beriehrtvvrschrr« erden in der Zeit von i der Gemarkung trahen für Jahr^c der an dm FeslWe gesperrte @8ni-@*«ßinbcn ihnhvfstkobt). M«Linden—Sternberg m-Leihaeftern iron Kilometerstein 5JI perruna unter 1 auf -i-Twven«Linden,sur linzialstrahe »«'M. ugen jeder Art, ndl Reuige teilnehmenden Asdurchsuhrt^' 15.30 Ahr verboten n nur an dem ►ei ÄilomdtiHM^ Leihgesterns Auftel z,'E äl-"£ -enS?S ^IVodienenile Wtidt ran und far- bcnfrlfiji möchten Sie Ihre Sportkleidung haben Nichts ift letdi- ter meiden Sie tharfe Wafchmitrd, reinigen Sie Sportkleider ohne zu reiben wn müden Schaum der Lux Sei- fenRedccn Spülen Sie gründlich. So behalren die Sportkleider Wekh- hett. Farbe und Form „6 SEI FEN FLOCKEN “SunlicM" Mannheim Ausstellung ^OaS deuffche Porzellan" in Wiesbaden. Die seit Anfang Mai in Wiesbaden aS- zeigte Ausstellung .DaS deutsche Porzellan" Hot sich andauernd eine* so starten Zuspruchs zu erfreuen, dast der Wie dadener Magistrat befchlolfen hat. die Ausstellung biS zum 1. Bull z u verlängern, »ine nicht hoch genug einzuschätzende kulturelle Tat ist mit dieser Ausstellung im besetzten Gebiet geleistet worden. In einheitlichem Nahmen, in künstlerisch hochwertiger Form, zeigt die Ausstellung die Leistungen der drei staatlichen Manufakturen ‘Berlin, Weihen, Ahmphenburg und der 40 gröh- len privaten Porzellanfabriken. Die Ausstellung ist durchgehend von 10 bis 7 älhr, auch an Sonntagen. geöffnet. Wer den edlen Werkstoff .Por- aeuem" in feinem Formen- und Farbenreichtum kennenlernen will, benutze diese Gelegenheit und unterstütze durch sein Kommen die Bestrebungen misst km im Vicht der 3enHotemftmf erena". Wenn man bedenkt, dah an der genannten Deltton- fewenz auch tührende Heidenchristen auS Japan und Shina. auS Indien und Afrika als gleichberechtigte Glieder tellgenommen haben, dann kann man sich denken, wir die evangelische Welt- Mission jetzt unter mancherlei kritischen Spannungen in eine neue Ieillage hinerMoächst dast eS ein ge'undeS Wachstum sei, das ist eben die grohe Sorge! Alle auswärtigen Gästc finden in der miMonSeifrigen Gemeinde Aierstein gute Ausnahme Sine neue Sustav Abols-Kirche • Ober-Roden, 1. Juni. Bei herrlichem Wetter wurde hier der Grundstein zu einer Gustav-Adols-Kirche gelegt AuS der weiteren und näheren Umgebung waren mehrere tausend Gvangotitche herbeigeeilt, um diesen Festtag mit der kleinen hiesigen evangelischen Gemeinde zu begehen Dekan Schuster lDuten- Hosen». olS zuständiger Psarrer. der Superintendent der Provinz, Geheimrat D. Dr. Flö - ring ,eitlg eine Revi- sionSwesen» vornehmen. Wan hofft mit diesem Gesetz den Teilhabern vieler BaiOpar- oraanifationen und Bausparkassen einen gewissen Schutz zu verschaffen, indem die Gesellschaften zu einer cinwandsreien und geregelten Geschäftsführung gezwungen werden. Große Strafkammer Gießen. • (Sieben, 6. Juni, öin hiesiger Techniker war der schweren Urkundenfälschung, ein Angestellter de» hicligcn HochbauamtS der Bei- hllse hierzu angeklagt Der Techniker hatte an einem schon dem Hochbauamt anläßlich einer Submission übergebenen Voranschlag für ein Gebäude der Klinik Aenderungen der in Ansatz gebrachten Preise vorgenommen, al» er zufällig Sa» Formular auf dem Bureau de» Angestellten vvrsand. Dellen Bedenken hatte er mit dem Hinweis beschwichtigt, dast die Abänderung nicht unerlaubt oder strafbar sei. DaS Gericht erster Instanz hatte beide Angellagten freigesprvchen. da e» die Angaben des Technikers, er habe sich zu der Aenderung für befugt gehalten, al» glaubhaft annahm. Die Strafkammer hob jedoch dieses Urteil auf und belegte den Techniker unter weitgehendster Zubilligung mildernder Umstände mit einer Gefängnisstrafe von einer Woche Die Freisprechung des Angestellten deS Hochvauamt» blieb aufrecht erhalten. da da» Gericht einen Schulde wer» in vieler Richtung nicht für erbracht ansah Wegen Vornahme unzüchtiger Hand.ungen an einem noch nicht 14 iabngen Mädchen war ein Geschäftsmann au# Gttin-»hau>en vom Gericht erster Instanz zu rner Gefängnisstrafe von einem Iaht verurteilt worden Aul leine Berufung bm hob die Strafkammer in nichtbflent- I.cher Sitzung vaS Urteil auf und sprach ihn frei. In her Urteilsbegründung wurde her- ivrgchoben. oast zwar starke Ü^rdachtSmomente für de Täterschaft de» Angeklagten bestünden, dast fie jedoch zu einer zweifelsfreien Verurteilung nicht auSreichten. so dast Freisprechung mangel» Beweise» erfolgen müsse Kunst und Wissenschaft. Tagung de» Rudolslädter Senioren Lonorut» Wie alljährlich trafen sich in der Woche noch Pfina» flcn die Bert der der 52 Storps de» '.st u d o 1- lt n b 1 c r c e n i o r e n G o n t> c :i t y sowie >>nc grohe Zahl von Alten Herren, inaktiven und aktiven Rudolstadter Korpsstudenten mit ihren Angehörigen inRudoIstad t zur ordentlichen Cmbrcdagung de» Verbände». Im Rahmen der festlichen (ireignifie Ingen die Sitzungen und Beratungen de- Derbonde». Don besonderer Bedeutung war u. a. die Stellungnahme zur Pflcae der Xletbc»ubungen im 9t6l*. Rach den non dem Kongreß angenommenen Richtlinien des Leiters des Amts für Leibesübungen, Studien- rats Riemann (Normanniae, Marburg), ist jedes Korps verpflichtet, die Leibesübungen als wesent- lichen Bestandteil des Korpslebens zu betrachten. Darüber hinaus finben alljährlich in Rudolstadt Korpswettkampfe statt, die über die Leistungen der einzelnen Korps Zeugnis ablegen sollen. Als weiterer wesentlicher Pcknkt wurde der Arbeitsplan de» Leiter» des Amte» für korpsstudentische Erziehung, Dr. 'Bernftorff lHolsoliae), angenommen, der neben der internen Erziehungsarbeit eine umfangreiche, eingehend gegliederte, staotspolitische Bil- dungsorbeit vorsieht und dessen Durchführung allen Korps zur Pflicht gemacht wird Ueber die vaterländische Tradition im RLE. sprach Generalveterinär a. D. Becker (Cimbriae), der besonders an die militärischen Tugenden der Unterordnung und Pflichterfüllung anknüpfte und für die (Erhaltung be» Geistes der Wahrhaftigkeit im deutschen Studenten- lum eintrat. Zur Deutschen Studentenschaft wurde in folgender Erklärung Stellung genommen: „Der RSE bekennt sich anläßlich der diesjährigen Tagung erneut zur Deutschen Studentenschaft und ist bereit, mit seinen Arohen für die Erhaltung der studentischen ®emnn1d>a ft »arbeit und Selbstverwaltung einzutreten. Gr fordert seine Korps aus, ihre Mitglieder zu reger Mitarbeit in der Deutschen Stu- dentenschou und deren örtlichen Drganifattonen an- zu halten.' — Dem Reich», rästdenten von Hindenburg wurde, wie alljährlich, ein Huldigungstele, gramm übersandt Berliner Vörsc. Btrlin.lt. Juni. IWTB Yunkspruch.i Im heutigen Iruhverkehr herrscht wieder eine größere lln- Sicherheit. Rach dem stauen hlust der gestrigen Reu- Dörfer Börse bleibt die Spekulation sehr i-e stchtig und abwartend Kursmastig ist e» daher bi» jes»t wenig verändert Farben taxiert man 277,*W bi» \50 und Siemens 360 zu 361 Am Devisenmarkt nennt man Pari» 124,17, Mailand 92,72, Spanien 29,35, das Pfund 4^.25, den Dollar 4,1 MO. Wert-Lotterie Gl* zum Besten der Penstensanslall der Genossenichflh DeotscherBühiienanfieliöriter 5. Juli Ziehung an. Covercoat» in allen Ein Wochen en ilhan* für nur 50 Pfennlir Ein Versuch lohnt I '*41» Kein Laden Eingang Ecke Volksbad W»i»a Er»>arnl» biitr L*»alatl 1 Tram hU ui Gießkannen Rosenstäbe Rasenmäher Edgar Borrmann,Gießen Büglerin Ä FriseurgBÄ 3637 D gesucht Nur »u haben bet: 84A Trogcric L. LLiuterbofs, ttrcuzvl.0 10 frinbenbure-Ttogcrle, belterSwes 68a Bernstrastc! StreckeTarmstadt- aewle »leHiebe Gartengerflte Immobilien, Bcn-bcim a.d.B. GieStarmen» Somenbaatiang Sitzeei. ütinshun 11 Iflunges. ürooes «a Wo liegt -er Vorteil? Erst proben, dann loben! Ceibelbera Villa bester Loge, 7 Berrenßarderobe-Haos L Roseazweifi MF Giehen. Seitenweg 58. 1 Treppe 1. Hauptgewinn EioW oebeneodhaus wird erbaut am Wohnsitz des Gewinners r. Hauptgewinn 1 Schlafzimmer und Küche gesucht 5G14D <>dicI Victoria. 3. IlaupticcwInn 1 Motorrad (D-Rad> 4. Hauptgewinn 1 Piano o. llanptgewlnn 1 komplette Küche ©Utes öeugros zu verlaufen. Olß? Barbari»r Str. Ij. £ieüioiir. 83 v. rccoaDoocoomce Buoetlän., eogl Stütze mit beft Emofeelg. sürAr»:-HauSh idret Ver' । eciucht. S^lfe vorhanden Lelbügeichriebene Angebote mtt Bild unier 5625D an den ®ten. An», erve en Ein lüngetcr Schmiedegeselie k so'ort gesucht eoa Walltorstr. 53. Lehrling ober Volontär für mein faufmänn. Bureau zu mögltdnt sofortigem Eintritt gc'uchi Bedingung: Gute Schulbildung, saubere Handichriit. Borcr't nur itbniiL Angebote a > > Oheriiefi. lloto- onO WrüöiDOulrie Dito (BdheL Lietzen. Schi'send 'JtJei S4. höher. Manchester-Anzüge von Mk. 35.- an. Sport-Anzüge. 4teil., in allen Preisl. Burschen und Knaben-Anzüge in allen Farben u Orößen -Mäntel, Paletots in Sim- Glasveranda. Bad, Zentral- beU- U00 qm Gart. Sol beziehb Breis 23 009 Mnaqbl. 100(K) *, au verkaufen durch ‘“"A WSMche Täglich ftische und geräucherte Seefische in großer Auswahl Fisch-Spezialhaus Cuxhaven Tel. 2117 Marktete. I I Tel. 2417 UHKHHHHflV Tet Plan über die Herstellung einet unterirdischen Telegraphenlinie (Äabcl- lanal) in der Süd- und Cftaidogc liegt bei dem Telegraphenamt in Gießen von heute ob 4 Wochen au». 6624D Gießen, den 8. Juni 1928 Telegraphenbauamt. Für die Reise empfiehlt Koffer-Bethge Gielen, inr Bähehofstrate 49. Fernruf 1656 sein reichhalt. Laßer In: Bartplatle- Vnlkanlihre Leder Bahn- Söirank- und Schills- holler Grobes Laßer i. Offenbadier Leder»aren Eigene Reparatur - Werkstatt im Hause j^ommersprossen mich in den hartnäckigsten »Fällen, iverden in einigen Tagen unter (Garantie durch das echte unIchädlichereinverfchönerungS- mittet ..l en um“ Starke B tges. gelch.l a«- beseitigt 7« Preis 2.75 Mk. Steine Schälkur. Ehrliches - steistiges Mädchen da» auch etwa» Gartenarbeit DcrftcbLHir sofort für tagsüber gesucht. 8u et fragen in der '.■>ür 60 ML zu verkaufen. 2dir. Ang. u. 04297 an den Vieh. Anz. Straßenspermng. Wegen flanalificuingeatbcitcn ist die Turd'gangsstratzc Aeylar — «Ziehen in Baldgirnic> vom 9. Juni bis 23.Juni 1928 gesperrt. Umleitung über Garbenheini. Waldgirmes, den 6. Juni 1928. Ter Bürgermeister. Schmidt. 6619D Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen heben Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater und Großvater Philipp Lenz im Alter von 65 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzu rufen. pulente Herren. Loden-Mäntel von Mk.16. - an Windjacken von Mk. 12.- an. Blaue Arbeit» Anzüge von Mk. 8 - an. Weißbinder-Anzüge von Mk. 10.- an. Lüsterjacken, blau und schwarz, von Mk. 10.- an Sommerjoppen von Mark 5 - an. Gestreifte Hosen in allen Farben und Orößen von Mark 6.50 an Hosen für korpulente Herren von Mk. 12. - an Schwarze Hosen für Kellner und Eisenbahner von Mark 12 - an. Hosen, eisenfest, Sport-, Manchester-, feldgraue, in allen Preislagen. Sportkostüme von Mk. 8. - an. Kinderanzüge auch in Manchester, und Kinderhöschen in allen Größen zu Schleuderpreisen. Gebrauchte Anzüge, noch sehr gut erhalten, von Mk. 12.- an; Frack-, Smoking-, Gehrock-, Cutaway-Anzüge sehr billig Hosen, sowie Kellner-Westen äußerst preiswert. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina Lenz geb. Schneider. Klein-Linden, den 7. Juni 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 9. Juni, vom Sterbehause, Wetzlarer Straße 29, aus statt 043*3 Motorrad Mabcco, 750 cein LupuSauSiührun.r, komvlen. mit elettr. Licht und Ersatzrad, günstig zu verkaufen. Zalrlunaserlcichte- rung. Zu erfragen bei Milicldeut'chc Annoneen'Ervedtiion, PlockKr fM3T0 |Wohniingataiisch| 4-Zimmer- Wohnung mit Küche und Kammer. ÜHoubrtdmtr- gegen solche Stadtmitte zu tauschen gesucht. Schriftliche Angebote uni. 04353 an den «test. Anz. [Stellenangebote) Bettstelle u Matratze, Walch- tijch.auS «aub Hause, gut erbv bitt, abzug. W»sagi d.Ve'chlrit»- stelle d. (M. Üln» 04:35 Diplomaten* Schreibtisch grost, massiv (5>che, für Büro geeignet, abzugcben. 04328 Wilbelmstr. 17 I. to6e®oio«6oireü Im Mittelpunkt der Ltadt 5 5lmmtr ml! fifldie, Boö Zentralheizung, Elektr^GaS, nur an rubige Mieter abzu« geben. Lchrntitche Angebote unter 56380 a. d. Giek. An». \ Vermietungen | Pens. Braoil Boa», elll. Ziemer, Moderne Herren-Anzüge, ein- und zweireihig, in allen Farben und nur guten Qualitäten, Mk. 23.-, 28.-, 35.-, 40.-, 45.-, 50 - und --»m; erbichrttzro qtnijtn tur ffmlritua» r. SntTd:una*rfT>e:b- ur.acn. C*t ist nnä Sir »uftra^atber untxfcmt unfr in Mc'mjdllm f#n- ntn tr f.lDicNrcrtängunci t-n TfDerSung« unterlag n Lietzener Anzeiger Jüngerer, fclbftanb. Schreiiiergeselle sofort gesucht. 04340 Karl Ctrob, Schreinernienter, (Orohrn Ytnbcn. sehr billig. Ucbergangs Marcngo von Mk. 35. - a Preislagen Schweden-Mäntel von Mk 25 - an. Gummi-Mäntel von Mk. 15. - an, auch für kor- Bekanntmachung Tie Lieferung der Brennstoffe (Lohten, Lok», BriketkS und Änfeuerhoizs für. Jinan,;-, Hauptzoll- und BcrsorgungSamt, sowie der Baugruppen bc» LandcSfinanz- amt», Reubauleitung I und II, Gießen, wird hiermit öffentlich auöacjchrrebcn. Tie für die einzelnen Dienststellen erforderlichen Mengen und Sorten, sowie die Liescrungsbedinaungen, sind unter Beifügung von Rückporto und 20 Pf. bei der unterzeichneten Stelle bis spätestens II. 3nni 1928 schriftlich zu erfragen. An geböte müssen ebenfalls bei dem unterzeichneten 2tmt portofrei und verschlossen bi* spätesten* 13. Juni 1928, vormittags II Uhr, cingegangen sein. f>64QD Rach dem 10. Juni 1928 bzw. dem 13. Juni 1928, vormittag* 10 Uhr, eingehende Anfragen bzw. Angebote können nicht mehr berücksichtigt werden. »Tinnnzamt Gießen [Stellengesuche | Junget monn 25 3nbtc. auf- allerbeiter Kamiite, sucht Verlrauensposien. Schr. Angev. u. Ü4346 an b. Giest Anz. erb Ferner: Süberkosten, Singer-Nähmaschinen. Opel-Fahrrüder. Sprechmaschinen. Photo-Apparate. WAschepakete usw. Ixise einzeln und in Glücksbriefen mit 0 und 10 Losen sortiert zum Preise von KM. 3.55 und 5HÖ inkl. Porto und Ziehungsliste sind zu bähen bei . Ziöarrenlians E. Renier (früher BocharRer) Neuen Baue 11 sowie in allen anderen bekannten Lose Verkaufsstellen. V.1VD Zwangsversteigerung K2s6 Donnerstag, den 5. Aull 192b, vormittag) 9 Uhr, wird durch da» Amtsgericht Äteßen, Zimmer 106, da» im Grundbuchc von Gießen den Innozenz Krack Eheleuten in Gießen zugeidiriebene Anwesen „Am Riegelpsad 66“, Flur ü Rr 1215/10 ° 514 qm Hojrcite, geschaht 11290 RM. und Flur 5 Rr. 122 --- am Hosreite, geschätzt ItzZtziP^M. versteigert Die amtsgerichtlickie Verfügung ist nix Einsicht an der Ortstafel, Bergstraße 20, aulgcbnngt. (tzießcn, den 27. April 192s. I. ?L de» Hess. Amtsgericht» Gießen Leo, Ortsgerichtsvorsteher. 4573D MWzMjii gute Pianistin, zur Aushilfe für die Dauer einer Ausstellung gesucht. DiQiiohüus B. 56öNu. seitersroeg 91. Werbedame für gut eingeführte, erstklassige Haushaltungsmaschinen bei gut Verdienst sofort gesucht Sehr. Angeb. u. 5617D an d. Gieß. Anz. | Mietgesuche | 3-5-Zimmer- Wohnung mit Bad. evtl, auch frei, möglichst bald gei. Tchr. Anaeb. u. 94.1:10 q. d. Gtek.Anz. 3-6l55-3lfflffl?r- iBoönung beschlagnabmeirei. zum I. August oder soater gesucht. Tchr.Angeb ».'043.38 an den Gien. Anz. sucht Stelle. Räb Tteiuttr.2711. 6ln iBßQoer- oefefle iuchl Arbeit. Rah. In d Geschäfttzsl. des Gien. Anz [ Verkäufe Glucke mit Kücken "'chw Itat» zu verL **** Becht hold. Lambach Br. 171. SltoBBItföemii billig abzuaeb. Tonnennraste 6. dauert vom 9.-16. Juni und zeigt Ihnen erneut Beweise meiner Leistungsfähigkeit. Eine Menge meiner Hochsommer-Artikel werden wegen der vorgerückten Saison schon heute zu fabelhaft billigen Preisen ausgezeichnet, sodaß Ihnen sofort der kleine Preis für die hochwertige Qualität auffällt. Während der Ausnahme-Woche ist Schmücker wieder unerhört billig. Förden Knaben Für die Dame Für den Herrn Kleider aus: Zefir und 3.80 rn Trachtenstoff m" 6 75 Waschhosen Stoffe Bw’mousseline 58 120 ■ Mk. Waschseide geblümt Tennishosen in ganz modernen Dessins 16.-, 10.- in blau und covercoatfarbig 3.25 95 Mk. aus: Voll-Voile Sporthemden in gestreift und uni 3.10, 2.50 in riesiger Auswahl 9.-, 6.70 Waschseide QR uni Pf. WW aus: Waschseide g50 mit kurzem Arm Mk. aus: Waschseide 050 mit langem Arm Mk. Lustersakkos in blau, schwarz u. grau 16.-, 12.- Gelbleinene Sakkos in ganz hervorragender Qualität 10.50, 8.50 Waschblusen in jeder Form 4.50, 3.25 Trachtenstoff 95 wasch- ----------------- anzüge Wasch- rn joppen in unglaublich großer ■HlMi |y||^ Auswahl 7.50, 5 80 Voll Voile 100 cm breit Schweizer Ware Mk. Waschrips in allen Farben Mk. 56091 Nr. 135 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berifefleii) Freitag, 8. Zuni 1928 Turnen, Sport und Spiel. Westdeutschland — Güddeutschland im Zuhball 5:2. Dor etwa 30 000 Zuschauern trafen Mittwoch abenb auf der Hauptkampsdahn im .Kölner o t a- b t o n die süddeutschen Olympiaspieler, von Amsterdam kommend, auf die durch Swa - losch verstärkte we st deutsche Pokalmannschaft. Die Süddeutschen erschienen ohne Ä a I b. Dir erste Viertelstunde gehörte klar den Süddeutschen. die auch gleich nach Beginn durch einen Hand- elfmeter xu einem billigen Erfolge kamen Dann aber wurde das Spiel durch die gute Arbeit der grünen Läuferreihe mehr und mehr ausgeglichen, jjnei Minuten vor Schluß der ersten f)alfic stellte (Euler durch Kopfstoß den Ausgleich her. Nach der Pause kamen die Bayern durch Hofmann wieder Sm Führungstor, aber die Ueberlegenheit der rünweißen war jetzt sehr deutlich. Ein prachtvoller Kopfstoß Sackenheims und ein flacher Schuß von S w a t o s ch brachten innerhalb einer Minute Ausgleich und Führungstreffer für die Westdeutschen. Die Süddeutschen ließen sich von nun an die Spielführung vollkommen aus der fianb nehmen. Eackenheim erzielte in der 6. Minute vor Schluß da» vierte Tor und (Euler stellte in der letzten Minute da» überraschende Siegesergebnis her. Olympia-Fußball in Amsterdam. Argentinien — Aegypten 6:0. Am Mittwochabend standen sich im Amsterdamer Olympischen Stadion in der Vorschlußrunde A r - gentinien und Aegypten gegenüber. Wie nicht anders zu erwarten war. blieben die Südamerikaner siegreich, doch brauchten sie geraume Zeit, um sich auf die (Eigenart der schnellen Aegyp. ter einzustellen. Die ägyptische Hintermannschaft arbeitete sehr genau und sicher. Bis zur Pause lagen die Argentinier mit 3.0 in Führung. In der zwetten Spie'bälfte kam die Ueberlegenheit der Süd- amerikaner mehr zum Ausdruck, da sich der Kampf meist in der Hälfte der Leute vom Nil abspielte. Trotzdem konnten die Südamerikaner nur noch Dreimal erfolgreich fein, während die Aegypter leer aus- gingen. Mit 6:0 endete das sehr schnell durchgeführte Tressen. Argentinien hat sich nunmehr für das Endspiel am Sonntag qualifiziert und erwartet den Sieger aus dem Kampf Italien-Uruguay. Uruguay schlägt Italien 3:2 (3:1). In der Vorschlußrunde des Olympischen Fußballturniers spielte gestern Uruguay gegen Italien. Italien überraschte durch die Art. in der sie ich gegenüber den gefürchteten Südamerikanern fielt Die äußerst kampffreudigen Italiener mußten Ich, nachdem sie zuerst mit 1:0 in Führung lagen, chließlich 3:2 geschlagen geben. Amerikas Olympiamannschaft siegt in Bremen. Dte Olhmptasußballmannschaft der 33« r« l n i g t en Staaten trat gestern abend In Bremen zu einem Spiel gegen Den S. D. Tderder-Bremen an. Hervorzuheben ist die außerordentlich faire Spielweise der Amerikaner. 3m ganzen Spiel wurde nicht ein einziger Strafstoß verhängt. DaS Tressen stand bis zur Pause 1:1. Aach dem Wechsel gelang es jeder Partei, noch ein Tor zu erzielen. Kurz vor Schluß schoß der Rechtsaußen der amerikanischen Gäste noch ein drittes Tor und verhalf somit seiner Mannschaft zu einem 3: 2-Siege. Neue Leichtathletikrekorde. Nicht nur In Deutschland, sondern auch im Aus- lande werden fast täglich die bestehenden Landesrekorde oerbeffert. Bei einem Sportfest in Wien blies der bekannte österreichische Sprinter Geißler den (eil 1913 bestehenden Rekord im 200- Meter-Laufen von Eassinon mit 22,3 Sekunden mit der neuen Zeit von 22 Sekunden, das Lebens- licht aus. Blödiy (Hakoah) unterbot im 1000- Meter-Laufen den Rekord von Friede (Graz) von 2:34 mit 2:33,8 und der Speerwerfer Umfaßter (Graz) übertraf seine eigene Höchstleistung von 56,94 Meier mit 57.51 Meter. In der Tschechoslowakei stellte der Brünner Bartl den 300-Meter-Rekord auf die immerhin noch mäßige Zeit von 36,5 Sekunden. Neuer 500 Metee Weltrekord im Radfahren. ^Nachdem es am vergangenen Sonntag Osz - nie 11 a gelungen war, mit 1 12-8 Minuten einen lOW-Meter-Weltrekord mit stehendem Start auszu- stellen, schlug 2 i n a r i (Italien) am Mittwochabend auf der Berliner Rütt Arena den 500 Meter-Weltrekord mit fliegendem Start. Der Italiener brauchte für die Strecke 32 Sekunden und unterbot den von seinem Landsmann M o r i gehaltenen Rekord um ’/»• Sekunden. Vorher hatte Cinari versucht, den 1000-Meter Rekord mit fliegendem Start des Schweizers E g g zu drücken. (Er legte die Strecke in 1:09,8 Minuten zurück und verfehlte den Rekord um genau eine Sekunde. Eine bessere Zeit erzielte E h m e r , dessen mehrmonatige Disqualifikation jetzt abgelaufen ist. Der Deutsche legte die 1000 Meier in 1:09 Minuten zurück und blieb also nur ’/u» Sek. hinter der Welthöchstleist ig. Äeutsch.and-Zrantreich im Schwimmen. Für den Schwimmländer - Wettkamps Deutschland-Frankreich am 10.Juni in Bielefeld hat der Deutsche Schwimmverband faltende Mannschaft aufgestellt: Staffel, 4 mal 200 Meter, beliebig: H. Heinrich, F. Berges. W. Neitzel. E. Derichs. — Wasserball: E. Rademacher . F. Gunst. O. Cordes. E. Benecke: M Amann. K. Bahre. I. Rademacher. Ersatzmann: H. Protze. Westdeutsche Wafferballmeisterschafi. In Köln kam am Dienstagabend ein Spiel um die westdeutsche Wasserballmeisterschaft zum Austrag. Sparta-Köln zeigte sich seinem Gegner Düsseldorf 09 klar überlegen und gewann mit 11:2 (5:1) Toren. Heinrichs neue Schwimmrekorde. Irn Freistilschwimmen über 300 Meter in 3:46, 400 Meter (5:07) und 500 Meter (6:29,1) wurden jetzt vom Deutschen Schwimmverband als neue deutsche Höchstleistungen amtlich anerkannt. Barany und Arne Borg in Form. Der Ungar Barany konnte in Wien mit einer neuen europäischen Rekordzeit im Freistilschwim- men über 100 Meter aufwarten. Er schwamm die Strecke in der glänzenden Zeit von 58,6 Sekunden, lieber 200 Meter benötigte der Ungar 2,27. Diese Leistung übertraf Arne B o r g ganz bedeutend. Der am Sonntag Die gleiche Strecke in 2:17,1 zurück- legte. Pferderennen in Frankfurt. Der bis kurz vor Beginn der gestrigen Frank- furt-Äiederräder Rennen niedergehende Regen beeinträchtigte den Besuch des zweiten Renntages erheblich. Sportlich verlief die Beranstal- tung überaus spannend. Die Qualität und Quantität deS aufgebotenen Tiermaterials beanspruchten größtes Interesse. Recht starke Felder. knappe Endkämpfe und ansehnliche Totvquo» ten hielten die Besucher ständig in Spannung. Der heimische Stall Schläfke erzielte mit Tarzan und Goldeise einen schönen Doppelerfolg. Der (3feg von Ancilla im Forsthaus-Iagdren- nen belohnte Der Toto mit 118:10 für Sieg. Auf den Sieg Originals im Preis von Erlenhof gab es neunfaches Geld. In beiden Fällen handelte es sich nicht einmal um Außenseiter. Preis vom Grafenbruch. 2700 Mk., 1800 Meter. 1. Schläfles Tarkan (Rarr), 2. Pom- peius (Kohl), 3. Balor (®öbl); ferner: Abend- wind. Lärche. Wollfrau. Martell. Zeit: 1.59V,: V/i, 2 L.: Tot. 17. 10. 10; 13:10. Logeisberg-Iagdrennen. 2700 Mk. 3600 Meter. 1. Kornblums Kätherl III (Seiffert). 2. Strumen (Roval), 3. Carla (Deschner); ferner: Countryside. Allah (gef.). Fruczi. Zeit: 4.30; 5,7, 4 L.; Tot. 21, 15, 31:10. Preis von Homburg 2700 Mk. 1200 Meter 1. Kandclhardts ©turmnije (Ludwig». 2. Fvnta (Harri; 3. ©trug (Gobi); ferner: Farmerin. Äraut;unler. Horeb Zeit: 1.16; 1. * i. 1 Tot 30. 15. 13:10. Forfthaus-Iagdrennen 3000 Mark. 3200 Meter 1. D Dewil» Ancilia (Schikowstv). 2. Feucrmahl (Machanl. 3 Sturm (v. Eglofs st ein. ferner Kontrahent. Iohannisfeuer. Amper. Mo- tis. Troja. Herenprinz. Aitpreuße Zeit: 3.52; Hals. 3. »/• L; Tot. NS. 33. 3b. 22:10. Preis vom Erlenhof. 5000 Mark, 2000 Met. 1. Silbernagels Original (Bleuler». 2. Avec Dieu (Tarras). 3 Hohenfels (Heidt); ferner: Hilf Dir selbst. Falkner. Lu». Ruisseau d or. Ru- 8ülo, Gvldelse, Erzcllenz. Zeit: 2.9; 1 . L.. Hais. Hals. Tot. 90, 26, 15. 21:10. Grüneburg-Iagdrennen. 4500 Mk., 4000 Meter. 1. v. Dewitz Tasso II (Schikows- ky). 2. Opanke (n. Mossner,. 3. Le ©erfaut (Deschner); ferner: Leistung. Ienoe. Szentes. Heber» läufer. Die Zuversicht Zeit: 4.58; 1*/,. Kopf. 3 L; Tot. 43. 20. 21. 24:10. Preis vom Romer. 2700 Mark. 1400Me- ter. 1. Schläfles Lichteste (Rarr). 2. Sans Atout (Kohl). 3. Mazcppa (Gltstch». ferner: Corps- geift. Mission. Arber. Rorfpol. Zeit: 1.29; 2, HalS. IV, L.. Tot. 28. 15. 24. 20:10. Spielvereinigung 1900 Gießen. Nur noch zwei Spielsonntagc trennen un» von der diesjährigen Sommerfußballpause, Die vom Westdeutschen Spielverband ausnahmsweise von zwei Monaten auf sechs Wochen ermäßigt wurde. Vom 18. Juni bis 3. August ruht also der Lederball, ausgenommen für die Jugend der 24. Juni, der zum Iugendspiel-Werbetag gewähtt ist. Die Spieloereinigung 1900 will in dieser kurzen Zeitspanne noch viele alte Verpslichtungen einlösen. Bereits am kommenden Samstag wird voraussichtlich Die Ligama nnlchaf t zum Rückspiel gegen Die zur 1. Bezirksklasse Südwestsalens gehörenDe IugenD 06 Betzdorf antreten, während Die Blauweißen am DarauffolgenDen Sonntag auf eigenem Platz Dem ^-Klassen Gruppenmeister von Der Dill, Sportvereinigung 1911 Dillenburg, entgegentreten. Bei Dem evtl. Spiel in BetzDorf kann man Den 1900cm wenig Gewinnchancen einräumen, Denn bereits im Vorfpiel auf eigenem Plag unterlag Gießen 2:4, Dazu käme noch, daß die Mannschaft am Samstag hl chstwahrscheinlich mit mehrfachem Ersatz reisen mußte. Gegen Dillenburg ist schon eher ein (Erfolg möglich, wenn auch nicht überfehen werden fall, daß Dillenburg von jeher eine schnelle Kampfmannschaft stellte. Die letzte Begegnung sah 1900 mit 6:2 (1:2) siegreich. Damals gehörte jedoch der Gastgeber Dillenburg noch der Kreisliga an. DieLigareseroe 1900s fährt zu einem Ge- sellschaftsspiSI nach Lollar; sie Dürfte auf dem kleinen ßoUarer Sportplatz gegen die zur A-Älaffe aufsteigende Lollarer 1. Mannschaft nicht viel zu bestellen haben. Die 3. Mannschaft spielt gegen Die 1. (Elf von Nanzenbach aus Dem oberen Dilltal. Der Ausgang ist ungewiß. Die A 11 c • f) e r r e n e l f weilt zu einem Freund- schaftstreffen beim Verein Rasenspiele 07 Limburg. In bester Ausstellung sollte es für die Gießener zumindest zu einem Unentschieden langen. Gleichfalls nach Limburg fährt die 1. Iu- gendmannschaft. Das Vorspiel in Gießen endete 0:0, ein Resultat, das auch dem Spielverlauf entsprach. Die Chancen werden auch diesmal wieder geteilt (ein. Die 1. Schülerelf steht'in Marburg Der 5. Jugend vorn D. f. B. Äurhessen gegenüber. Das Vorspiel an Pfingsten in Gießen endete nach beiderseits guten Leistungen 0:0. D. f. B. Der Verein für Be we a un g s s p iele begeht am kommenbrn Sonntag Die Feier seines 20jährigenDe stehens. Das sportliche Programm der schlichten Jubiläumsfeier sieht fvlgenbe Spiele vor: Di« Ligamannschast hat bie Liga des TD c 61 a r c t Sportvereins zum Gegner. Die Gäste find feit ihrem guten 'Abschmiden gegen den damaligen Lahnkreiemeister und nunmehrigen Bezirks!igaverein D. f.B Kurhessen Marburg. Dem sie nur knapp mit 4:5 unterlagen, fpieierifch nicht mehr hervorgetreten was der Spielstärke iek»och kaum Abtrag getan haben dürste. TDetzlars spielerisches Können sollte trov der Ruhepausen der letzten Machen hinreichend fein, der B. s B -Liga einen spannenden und harten Kamps zu liefern. Für diese besteht keinerlei Veranlassung, das Spiel etwa schon vorher als gewonnen zu betrachten, sondern sie wird gut tun. sich vor Ueberraschungen zu schützen und von vornherein alles daranzusetzen. das Spiel für sich zu entscheiden Für die Ligareserve ist die bisher der Lahnkreisliga angehörende und nun zur A-ÄIaffe abgeftiegene erste Mannschaft des Sportvereins Herborn als Gegner verpflichtet worden. Daß die in den Berbandfpielen vom Pech verfolgte Herborner Liga trotz ihres Abstiegs immer noch al« recht spielstark anxu- sprechen und mit ihrem Können vielleicht mancher der noch in der Liaaklassc verbliebenen Mannschaften überlegen ist. hat sie durch ihr Spiel an Pfingsten gegen die Ligareserve des Fußballsportverein- Frankfurt, das sie nur ganz knapp verlor, bewiesen. Die B. s. B -Mannschaft wird in Anbetracht der Stärke des Gegners kaum mit einem Sieg aufwarten können, im besten Fall sollte c-8 ihr möglich sein, ein Unentschieden zu erzwingen. Die erste Ligamannschast bat durch Umstellungen und Reueinstellungen von ihrer bisherigen Spielstärke ein gut Teil verloren. Ihr Gegner am kommenden Öotmtaq ist die erste Iugendels Herborn«, die ebenso wie die D. s. B.-Iugend sich an den Diplom» spielen den ersten Platz erkämpfte Denn die Platzmannschaft sich nur einigermaßen zusammenfindet. sollte es ihr doch möglich fein, einen knappen Sieg zu erringen. Die erste Schülerelf trägt gegen kne gleiche vom B.I.D. Friedberg ein fällige« Rückspiel au«. Da« Dorspiel endete mit einem 2:l-6ieg Friedberg«. Der Ausgang diese« Tressen« ist offen. Arbeiter-Turn un- (Sportbund Da Raunhei m wieder in die Bezirk-klasse ziirückg «kommen ist, muß e- alle Spiele der Dorrunde nachholen. Im ersten Spiel tritt es gegen Gießen Ib am kommenden Sonntag an, um sich hier die ersten Punkte zu boten. Wieseckl fährt nach Alsfeld, um danach ausstehende Spiel gegen di« dortig« erste Mannschaft au«duttagen. Besannen sich die Gäste auf sich selbst, fo dürst« ihnen der Sieg nicht zu nehmen sein. In der zweiten Klass« fährt Kinzenbach nach BeiIst «in, um da« erst« Spiel gegen diesen Renting auäAutragen. Der AuSgang de« Spiele« muß, da die vpielstärk« diese« Verein« noch unbekannt ist, offen gelassen werden. Hungen bat Fronhausen jum Gegner und wirb Wohl auf eigenem Platze Sieger bleiben. Oppenrod fährt nach Al «selb, um sich dort die Punkte zu holen. Großen-Lindenl hat DaubringenI zu Gast. Hier wird e« ein scharfes Spiel werden, dessen AuSgang offen zu lassen ist. In der Jugendklasse treffen sich Gießen gegen Raunheim, Trat« — Kleiw-Linben. Leun gegen Allen-Duseck, jeweil« auf dem Platze de« erstgenannten Vereins. Sprechstunden der Redaktion 12 bl» 1 Uhr mittags, 5 bi« 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen. Für unverlangt eingesanDte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wirb keine Gewähr übernommen. MMMSenWeMWern. Nomon von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm (BolDmann. Verlag, Leipzig 26 Fortsetzung Nachdruck verboten. Die in einem elektrischen Transparent flammten Buchstaben vor ihm auf und bildeten ein Wort: EodyI (Er war Der Pächter von South WealD House. (Er hatte mit ihm gesprochen. Er mußte gehofft haben, daß seine Verbindung mit Dem gefürchteten Detektiv Die Mörder von Dem Schlimmsten abhalten würde. Die Hosinung hatte ihn getrogen. Seine derbe- schreie legten davon ein grimmiges Zeugnis ab. (Es dauerte einige Sekunden, bis er sich gefaßt hotte. Dann bat er das Fernamt, unter Schilderung der näheren Umstände, die nächstgelegene Polizeiwache von dem UeberfaQ in Kenntnis zu setzen. Schließlich ließ er sich die Nummer Brixton 9007 geben. Eneed war sein erster Gedanke gewesen. (Er mußte helfen. Wenn nur das Klingelzeichen stark genug war, um seinen Bärenschlaf zu unterbrechen. Zu seinem Erstaunen meldete Sneed sich sofort. „Sie sind es. Dick Martin? Menschenskind, Sie stören meine schönste Bridgepartie. Ich nehme hier einigen Kollegen vom Hauptquartier scheffelweise bi Geld ab. Es sind die reinsten Säuglinge, sag' ich Ihnen —" Protestierende Stimmen wurden im Hintergrund laut — „Na, wollt ihr etwa behaupten, daß ihr mehr von Bridge versteht als ein schnul- lernbes Baby", brachte Sneed sie zur Ruhe. Jetzt riß Dick Die Gedull). „Aber so hören Sie Doch mit Dem Unsinn auf, Sneed. Ich habe Ihnen etwas unerhört Wichtiges zu sagen. Eody hat mich angerufen. Er ist überfallen worden — Mörder besinden sich in seinem Hause." (Er schilderte, auf wie sonderbare Weise ihn Die Kunde davon erreicht hatte „Das fflngt böse", sagte Sneed, plötzlich sehr ernst geworden. „Dir fahren hin. Ich rufe sofort ein Auto!" „2Rein Wagen fährt schneller. Ich hole Sie ab.- „Gut, Martin. Wir kommen Ihnen entgegen. Erwarten Sie uns unter dem Eisenbahnbogen. Inspektor (Elbert und Sergeant Staynes werden uns begleiten.- „Ausgezeichnet. Ich fürchte, wir brauchen jeden Arm!- Dick hängte an, froh über die Unterstützung, Die er sich gesichert hatte. Er riß Den Mantel vom Riegel unD stürzte zur Tür. Als er sie öffnete, fuhr er in höchstem Erstaunen zurück. Eine bleiche Frau hob Die HanD zur Türklingel. „Mrs. Lansdown!- stammelte er. Sybil! floß es eiskalt Durch seine Seele. „Ich weih mir keinen Rat mehr-, klagte sie. „Meine Tochter ist verschwunden!" „Bitte, kommen Sie doch herein-, sagte Dick, der plötzlich sein Herz schlagen hörte. „Erzählen Sie mir alles Der Reihe nach. IeDe Einzelheit ist von ®ert- Mrs. LansDowns Geschichte war rasch erzähtt. Als sie gegen acht Uhr nach Hause kam, war Sybll nicht Da. Bis um zehn Uhr machte sie sich Desroeocn noch keine Sorge. Dann rief sie bei ihrer Freundin an, bei Der Sybil oft Die AbenDe verbrachte. Sie hatte he seit Tagen nicht gesehen. Ein zweiter, ein Dritter Anruf bei anDcren Bekannten blieben ebenso erfolglos. Dann war es ihr geglückt. Sybils Kollegin zu erreichen. Das junge Mädchen gab endlich Den gewünschten Aufschluß. Eine fremDe Dame habe Sybil besucht unD sie zu einer Autofahrt ringe- laben. Der war Die Dame? Damit zergrübelte sich Die Mutter Den Kopf. Inzwischen wurde es Mitternacht, und von Sybil war noch immer keine Spur. Dick hörte aufmerksam zu. Mit eiserner Ruhe zwang er die tobende Unruhe feines Herzens nieder. „Hat Sybils Kollegin eine Beschreibung Der frem- Den Dame gegeben?^ Mrs. Lansdown nickte. „Die sah sie aus?- Mrs. Lansdown gab ein paar Anhaltspunkte. Sie mar noch nicht zu Ende, da setzte fein Herz Den Schlag aus. Er kannte Die grobknochige, penetrant Duftende Dame, Die er ursprünglich für eine einfältige Wirtschafterin gehalten hatte. Es war Mrs. Codv. Mrs. LansDown say ihn erbleichen. Das Dort zer- brach ihr im ThinDe, sie packte seinen Arm. „Mein Gott! Sie ahnen etwas! Ist es so schlimm^- Dick schüttelte mühsam den Kops. „In zwei Stunden habe ich Klarheit-, sagte er, äußerlich gefaßt. „Wollen Sie meinen Anruf hier erwarten? Mein« Bibliothek steht Ihnen-zur Ber- fügung'.- „Nein — nein —! Es ist besser, ich gehe heim. Es ist doch nicht ausgeschlossen, daß Sybils Verschwinden sich ganz harmlos auflöst. Dann kommt sie zurück und änaftigt sich zu Tode, wenn sie Die Wohnung leer finDet. Aber gehen Sie nur, Mr. Martin. Kümmern Sie sich nicht um mich. Ich finde meinen Weg schon allein, und mein Auto hält vor Der Tür.- Es war keine Minute zu verlieren. Dick befolgte ihren Ratschlag unD eilte vor ihr die Treppe herab. Er riß Die Tür zur Garage auf, schob Das Auto hinaus, sprang ans Steuer. (Es war ihm wohler, als er Das Rollen Der Räder unter Den Füßen spürte. IeDe SekunDe brachte ihn jetzt Dem Tatort näher. Unter Dem Eisenbahnbogen in Brixton RaaD standen Drei vermummte Gestalten. „Steigen Sie schnell ein-, rief Dick ihnen zu. SneeD wählte Den Platz an seiner Seite Dick starrte auf die menschenleere Straße, die sein Scheinwerfer verschlang. „Miß Lansdown ist verschwunden,- preßte er durch die Zähne hervor, „und ich fürchte ...- Er schwieg einen Moment. Der Winker flog heraus. Das Auto schwang um eine scharfe Kurve. Als die freie Bahn sich weithin im Mondlicht erstreckte. sprach Dick in dürren Worten leine furchtbare Vermutung aus. Dann schwieg er eine Weile, die Lippen hart auf- rinandergepreßt. Langsam stieg der Zeiger, der die Geschwindigkeit maß. .Letzt wird die Polizei von Suflex bereits in South Deald sein-, sagte er, und sein Ton drückte Wunsch und leisen Zweifel zu gleicher Zeit aus. Sneed schüttelte den Kops. „Glauben Sie nur Das nicht, Martin. Sie ahnen gar nicht, wie rücfftänDig Das ganze Posizeiwesen m der Provinz ist. Möglicherweise Hal Die nächste Dache gar kein Telephon ober, wenn sie es hat, ist es nicht im Betrieb, well Die Dermttttungsstelle ihren LaDen um zehn Uhr zumacht. Selbst angenommen, Der Fernruf hätte die Polizei erreicht, so wird sich Der Dorspolizist Deswegen noch lange nicht aus den Federn bemühen. (Er hält sich an ferne Instruktionen unD handelt nur, wenn rin beglaubigter Hilferuf oorliegt Dissen wir denn auch, ob Eody die Wahrheit sprach? Vielleicht wollte er Ihnen nur eine Falle stellen!" Dick konnte nicht gleich antworten. Er regulierte den Oe IDruck. „Nein,- sagte er endlich, „Die Schreie waren ed)L- Die nächste Viertelstunde verbrachten sie schweigend, jeder hing seinen Vermutungen noch. „Sind wir hier nicht in ber Nahe vom Galaen- Hof?- fragte Sneed plötzlich und beugte den Stopf hinaus. .Links-, erwiderte Dick und ließ den Scheinwerfer aufleuchten. Plötzlich ‘brach die zerbröckelnde Mauer aus der Dunkelheit hervor und trat grell ins Licht. Das Tor hing noch mehr windschief als sonst in Den Angeln. Die Baume ragten als dunkles Massiv tn Den Himmel, scharf umrissen vom Mondlicht. Das dauerte einen Moment. Dann sank alles in Den AbgrunD der Nacht. Das Auto raste vorüber. „Ein Scheinbild — diese ganze Affäre Selford-, sagte Sneed sinnend. „Wo man sie auch an packt, man greift ins Leere. Ich möchte wohl wisien, was er auf dem Kerbholz hat!- „Der?" fragte Dick aufschreckend. „Wer anders als Lord Selsord! Warum umkreist er als zweiter Ahasver unaufhörlich Den Globus? Um ein Buch zu schreiben? Um ßanb unD Leute zu sehen? Erzählen Sie mir Das nicht IeDer jung« Poir hat Den natürlichen Wunsch, zunächst in (Eng- lanD zu glänzen. Und was für ein Interesse könnte er als harmloser Globetrotter Daran haben, sich jeher Feststellung durch dauernde Ortsoeränderung zu entziehen? Denken Sie doch —! Acht Monate reisen Sie ihm nach und haben ihn niemals von Angesicht zu Angesicht gesehen!- ,Lhn selbst wohl nicht, aber seine Photographie", war Dicks überraschende Antwort. Sneed zuckte zusammen. Im Schein der Lampe sah Dick seinen auffunkelnden Blick. „Menschenskind, und das sagen Sie mir erst jetzt?- Dick ließ Den suchenden Blick Des Inspektors an seinem Profil abglriten. (Fortsetzung folgt) Wirtschafi. Sie ka-ital-Seschaffungfür vie Reichsbahn Tie Reichsregierung hat sich bei der Ablehnung der Tariserhöhungsanträge der Deutschen Reichsbahn - Gesellschaft bereit erklärt, . alsbald in Verhandlungen mit der Gesellschaft darüber einzutreten, wie Mittel und Wege gefunden werden können, um der Reuhs- bahn für den Rest des Geschättsjahres 1928 dir weitere Hereinnahme stärkerer Kapitalmittel zu sichern." Anderseits sollen besondere Vereinbarungen gegebenenfalls über die der Reichsbahn bereits gewähr'en Kredite und ihre Tilgung getrof'en werden, soweit sich die Verpflichtungen aus diesen Krediten über den 1. Januar 1965 hinaus erstrecken. Die Reichsbahn hat bekanntlich in ihrer zur Tariserhöhungssrage rerölfent- lichten Denkschrift ihren Kapitalbedarf füt das Jahr 1928 mit rund 650 Mill Mark berechnet, von denen bereits 200 Mill. Mark zu Beginn des Jahres durch Emission von Voi^ugsaktien gedeckt worben sind, während der gleiche Betrag im Herbst realisiert werden soll. Die Deckung des über diesen Betrag hinousgehenden Kapitalbedarfs in Höhe von 250 Mill. Mark sollte nach dem Vorschläge der Reichsbahn auS der durch die beabsichtigte Tariferhöhung gesteigerten Einnahme eintreten. Hm diese Summe handelt es sich allo. für die die Reichregierung sich gegenüber der Reichsbahn zur Sicherung der Beschaffung bereitertlärt hat. Aus der Antwort k^r Reichsregierung geht hervor, daß die Reichsbahn für die Monate Januar bis Mai dieses Jahres eine Einnahmesteigerung von 85 Mill. Mark aufzuweisen hat. Run kann allerdings damit gerechnet werden, dah sich d'ese Sinnahmesteiqc- runfl in Anbetracht der rüugingigen Entwicklung der inländischen Konjunktur nicht fortsehen wird, so dah bereits heute eben durch die Ablehnung des Tariferhöhungsantrages die Frage der Kapitalaufnahme seitens der Reichsbahn als akut bezeichnet werden muh. zumal da das Reich mit Rücksicht auf seine eigene finanzielle Lage nicht in der Lage sein dürfte, gröhere Kredite einzuräumen. Die Lösung dieser Frage liegt, worauf wir auch bereits hingedeutet haben, tm wesentlichen auf reparationspolitischem Gebiete, da eine Auslandemission der Reichsbahn nur möglich ist, wenn die Vorzugsaktien nicht hinter den Rcparationsverpflichtungen Im Range stehen. Aus diesem Gebiete muh das Reich verhandeln. Weitere Möglichkeiten der Beschaffung von Kapital liegen in Verwertung des Wertpapierkontos der Reichsbahn mit 172 Mill. Mark, welches hochwertige Pfandbriefe enthä't, und in der teilweisen Heranziehung der sogenannten Ausgleichrücklage. die sich auf rund 305 Mill. Mark, ein gewiß sehr hoher Betrag, beziffert. ' Die amtliche Großhandelsindex- zisfcr t m Monatsdurchschnitt Mai. Die für den Monatsdurchschnitt Mai berechnete GrohhandelSindexzisfer des Statistischen Reichs- amteS ist gegenüber dem Vormonat von 139,5 auf 141,2 oder um 1,2 angestiegen. Von den Hauptgruppen haben sich die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,8 v. H auf 135,9 (133,5) und für Kolonialwaren um 2,4 aus 139,6 (136,3) erhöht. Die Indexziffer für industriell« Rohstoffe und Halbwaren ist um 1,1 aus 135,3 (133,8), diejenige für industrielle Fertigwaren um 0,5 v. H. auf 158.4 (157,6) angezogen. • Der Saaten st and in Preußen Anfang 3uni. Für den Saatenstand in Preußen Anfang Iuni macht die Statistische Korrespon« l denz u. a. folgende Angaben: Die Begutachtungsziffern Wersen nur für Futterpflanzen und F Wiesen eine Verschlechterung gegenüber dem Vormonat aus, und zwar für Klee und Rieselwiesen '» um je einen Punkt: für Luzerne und gewöhnliche Wiesen um je zwei Punkte: Winterweizen hat sich um zwei, gegenüber Anfang April sogar um fünf Punkte verbessert, ebenso das Weng- Streide um vier bzw. sechs Punkte. nverändert bleiben die Degutachtungszis- fern für Spelz mit 2,8, Winterroggen mit 3.2, Wintergerste mit 3,1 und Rübsen mit 3,3. Das Sommergetreide steht, mit Ausnahme des Sommerroggens, der die Rote 3,0 (mittel) hat. über mittel. In drei von vier Füllen ist dio Rote besser als zu Ansang Iuni vorigen Jahres. Erbsen und Bohnen sind ebenfalls besser als mittel. Die Kartoffeln und Zuckerrüben sind zwar um je einen Punkt und die Futterrüben um zwei Punkte unter mittel beurteilt, aber dies« Roten haben keinen vollen Wert, weil die Hackfrüchte noch bei weitem nicht alle aufgegangen waren und dementsprechend wenig Begutachtungen für sie eingegangen sind. * Don der Waggonindustrie. In der deutschen Waggonbauvereinigung finden gegenwärtig Verhandlungen statt über die Frage der Syndizierung des Geschäftes, welches sich nicht aus den Aufträgen der Reichsbahn zu- sammenlctzt. Die Frage der Syndizierung im freien Geschäft ist besonders deshalb schwer zu lösen, weil die Auftraggeber, nämlich die Straßen- und Kleinbahnen. nicht fo einheitlich als geschlossener Ring auf treten, wie es der Auftragserteilung der Reichsbahn enttvrechen würde. • Sie Ferngaspläne des Saargebiet eß. Der Plan auf Schaffung einer vom Saatgebiet ausgehenden Ferngasversorgung im Saageviet selbst und im übrigen Deutschland hat nunmehr greifbare Gestalt angenommen. Die Gründung einer Ferngasgesellschaft .Saar' steht unmittelbar bevor. Beteiligt werben sein die saarländischen Kommunen, die Kommunalver- bände. die Hüttenwerke an der Saar und die Gasanstalt-Betriebsgesellschaft, davon die Kommunengruppe mit der Mehrheit. Als Gasliefe- rant treten die Hüttenwerke auf. die durch Um- Heilung ihrer Koksöfen ihre jährliche Gasabgabe nach dem übrigen Deutschland von zunächst 85 Millionen Kubikmeter auf 285 Kubikmeter steigern können. Rach Rückkauf der Saargruben durch Deutschland ist auch die Beteiligung des preußischen Bergfiskus zu erwarten. ' Betriebseinschränkungen auf Zeche Graf Bismarck. Die Absatzschwierigkeiten machten bei der zum Deutschen Grdöl- konzern gehörigen Zeche »Graf Bismarck' die Einlegung einer ungewöhnlich hohen Zahl von Feierschichten in der letzten Zeit erforderlich. So mußten im Monat Mai auf der Schachtanlage II. IV, IX sechs, auf der Schachtanlage VII. VIII fünf, auf der Schachtanlage I. IV vier und auf der Schachtanlage III, V drei Tage gefeiert werden. Hm die Feierschichten nach Möglichkeit einzuschränken, sieht sich die Verwaltung zur Einstellung des Betriebes auf der dritten Sohle der Schachtanlage II, VI, IX gezwungen. Von der beabsichtigten Stillegung ist der De- mobilmachungsbehörde Mitteilung gemacht worden. Die Betriebseinstellung wird die Entlassung von rund 800 Mann der Belegschaft einschließlich der zugehörigen Angestellten zur Folge haben. Die Entlassungen werden unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte vorgenommen. * Vollfufion im Metallbankenkonzern. Wie der LPD. zuverlässig erfährt, wird die Direktton der Metallgesellschaft den in der nächsten Woche stattfindenden Aussichtsrats- sihungen der Metallbank und der Metallaesell- schaft die Dollfuslon der beiden Gesellschaften Vorschlägen. Ausnehmende Gesellschaft wird die älteste Gesellschaft des Konzerns, die Metallgesellschaft. werden. Es ist zu vermuten, daß die Metallgesellschaft zu diesem Zwecke eine größere Kapitalerhöhung vornehmen wird. Das augenblickliche Kursverhältnis ist 206 Proz. für die Metallgesellschaft und 154 Prozent für die Metallbank. Hngesähr in diesem Verhältnis dürfte auch die Hmtauschrelation lauten. ‘ Tellus A. G. für Bergbau und Hüttenindustrie Frankfurt a. M. Die gestrige Generalversammlung erledigte die Regularien und genehmigte die Verteilung von je 8 Proz. Dividende auf die Stamm- und Vorzugsaktien. Dom Vorstand wurde auSaeführt, daß die ersten Monate des laufenden Gefchäfts- jahres sehr befriedigend verlaufen seien. Man hoffe, unter dem üblichen Vorbehalt mindesten- das gleiche Ergebnis wie für das abgelaufene Geschäftsjahr zu erzielen. «DeutschePetroleum A.-G., B e r l i n. Die Bilanz der Deutschen Petroleum A.-G^. Berlin, weist nach Abschreibungen von 2 016 470 Mark (im Vorjahre 2 021 119) unter Berücksichtigung des Vortrags aus dem Vorjahre von 548 604 Mark einen Gewinn von 1050 705 Mark aus, der, laut Aufsichtsrats' befchluh, vorgetragen werden soll. • Hermann Wronker 21.--®., Frankfurt am Main. Wie von Aufsichtsratsseite bestätigt wird, kann bei der Gesellschaft mit der Verteilung von wieder 8 o. H. Dividende gerechnet werden. Frankfurter Börse. F ra n k f u rt a. M., 8. Juni. Tendenz: schwächer. - Zu Beginn der heutigen Börse übte der flaue Schluß des gestrigen Neuyorker Börsenverkehrs einen starken Druck auf die Stimmung aus, und die Tendenz war allgemein schwächer. Don feiten des Auslandes lagen einige weitere Verkaufsausträge vor, und auch das private Publikum brachte Material an den Markt, so daß sich das Geschäft im wesentlichen auf die Kulisse beschränkte, die überwiegend zu Abgaben schritt. Ungünstig aufgenom» men wurde der Saatenstandsbericht von Preußen. Auf den meisten Marktgebieten traten etwa ein- bis dreiproze.ttige Kursrückgänge ein. Verschiedene Werte waren noch mehr gedrückt. So waren am Montanmarkt Rheinische Braunkohlen mit minus 6.5 o. H. stärker angeboten. Am Elektromarkt waren vor allem Chadeaktien mit minus 12,50 Mark an» geboten. Siemens eröffneten 4 v. f).. Berger und 5ändert je 3,5 v. H., Licht Ü- Kraft 2,75 und AEG. 1,75 d. f>. niedriger. I.-G-Forden gaben 2,5 o. S). nach, Scheideanstalt minus 1,5 v. H., Holzverkohlung jedoch wieder etwas gesucht und 2 v. H. fester. Am Bankenmarkt lagen Reichsbank mit minus 7 v. H. merklich schwacher. Commerz-Bank ncrloren 2,5 v. H. und Deutsche Bank 3,5 v. H. Trotz der Gerüchte über eine geplante Fusion war das Geichätt in Metallbau! (plus 0,25 o.H.) und Metallgesellschaft (minus 1,5 o.H.) nicht umfangreich. Don den Kaliwerten gaben Aschersleben mit mim s 7.5 v. H. stark nach. Am Markte der Autoaktien konnten Adlerwerke etwas anziehen, wäh- rerb Daimler gut behauptet blieben. Deutsche An- leihen lagen weiter flau. Don ausländischen Ren- ten Türken eher etwas schwächer. Im Verlause ergaben sich meistens Kursbröckelun^eu von 1 bis 2 v. f). Späterhin konnte sich die Stimmung etwas erholen, da die Spekulation verschiedentlich Deckungen vornahm. Der Geldmarkt blieb leicht. Tägliches Geld 5,5 v. f). Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1852, gegen Pfund 20,43-5, London gegen Kabel 4,8825, Pans 121,18, Mailand 92,7", Madrid 29,28 und Holland 12,0050. Berliner Börse Berlin, 8. Juni. Bedeutende Moment« lagen für die heutige Börse nicht vor. Die Neuyorker Börse hatte zwar in flauer Haltung geschlossen, der dortige Tagesgeldmarkt hat aber eine wesentliche Erleichterung auf 5,5 o.H. erfahren, und die befürchtete Diskonterhöhung in Chikago ist nicht eingetre- ten und vorläufig auch wohl nicht zu erwarten Die gestrige Rede Poincarss unterschied sich von früheren Reden dieser Art, ebenso wie die Rede Tluffo- linis von vorgestern, durch den schon seit langem nicht mehr gezeigten Ton. In der heutigen Dormittagsbörse war man denn auch sehr sicher, und man konnte verhältnismäßig Widerstands- f ä h i g e K u r s e hören, jedoch schon vor Festsetzung der ersten Kurse wurde die Tendenz auf stärkere Abgaben einer mittiefen Privatbank allgemein sehr schwach. Das Publikum, das sowieso durch die Schwankungen der letzten Zeit beunruhigt ist, legte so überhaupt nur Derkaussorders vor, und die dabei fjerausfommenbe Ware sand nur zu 1 bis 4 v. H. gedrückten Kursen Aufnahme. Heute begannen außerdem die Vorbereitungen zum Medio, verschiedentlich glaubt man mit einer Erhöhung des Reportgeldfatzes rechnen zu müßen. Aus den bereits gestern angegebenen Gründen lagen Gummiwerte weiter fest. Calmon-Asbest und Harburg- Gummi notierten sehr fest. Bei letzteren ftimmulierte außerdem der überraschend gekommene Dioidenden- vorschlag von 8 v. H. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer ruhig. Mexikaner etwas fester. Pfand- briesmarkt geschäftslos. Der Geldmarkt war sehr leicht. Wgliches Geld 5 bis 7 o. H. und darunter, sonst ganz unverändert. Im Verlaufe gingen die Kurie ziemlich einheitlich um weitere 1 bis 2 v. H. zuruck. Dabei wurden die heutigen Verhandlungen beim Reichspräsidenten über die Regierungsbildung und die Unsicherheit über den Ausgang derselben erwähnt, was zu einer starken Ausnahmelust beitrug. Frankfurter Gclrcidebörfc. Frankfurt a. M.. 8. Juni. Der hiesige Prvduktenmarkt verkehrte heute wieder in sehr flauer und lustloser Haltung und die Händler übten große Zurückhaltung. Weizenmehl verlor 0,25 Mark, wie überhaupt daS Geschäft in Mehl außerordentlich gering ist, da die Mühlen nur sehr geringen Absatz haben. Es wurden notiert: Weizen 26,50—26.75. Roggen 28-28,25, Hafer inländischer 28—28,50. Mais (gelb) für Futter- zwecke 25. WaiS (gelb) für andere Zwecke 25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,50 biS 38,25, Roggemnehl 39.50—40. Weizenkle-te 14.50, Roggenkleie 17 Mk. Tendenz: flau. Berliner Produktenbörse. Berlin, 7. Juni. Die Hausiemeldungen der amerikanischen Märkte blieben hier ohne jeden Eindruck, da die Begründung, Frostmeldungen aus Deutschland, angesichts des gegenwärtig herrschenden günfti- gen Wetters, als absurd angesehen werden. Eine Enttäuschung bereiteten auch die schwächeren Lioer- pooler Meldungen. Das Inlandangebot ist zwar in beiden Brotgetreidearten eher kleiner als an den Vortagen, das schwache Mehlgefchäft lähmt jedoch die Unternehmungslust. Auch die bisher reichlichen Zufuhren von mitteldeutfchem Weizen nehmen täglich ab. Roggen ist sowohl in Waggon- als auch in Kahnware knapp. Die Großmühlen sind in der Hauptsache auf die Ausmahlung ausländischen Roggens angewiesen. Die Preise für inländisches Brotgetreide wiesen trotzdem nur geringfügige Veränderungen auf. Die Forderungen für Ausland wäre lauten hoher: Umsätze konnten sich jedoch kaum entwickeln. Am Lieferungsmarkte war das Geschäft schleppend bei wenig veränderten Preisen. Das Mehlgeschäft war ruhig, Hafer ziemlich still, nur gute Qualitäten bleiben von dem Konsum weiter beachtet. In Gerste fanden kaum Umsätze statt. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer (74^kg hl- Gewicht, östliche Stationen über Notiz). 261 bis 264, Juli 281,50 bis 289, ceptember z71 bis 270L0 Brief, Oktober 270,75 Brief: Roggen, märkischer (69-kg Kl- Gewicht, öslliche Stationen über Notiz), 277 bis 279. Juli 272.75 bis 271,75, September 252,75. Oktober 254 bis 253; Sommergerste 248 bis 278; Hafer, märkischer, 261 bis 267, Juli 268 bis 267,50; Mais, zollbegunstigter Futtermais, 238 dis 241; (100 kg): DeJenmehk 32 25 bis 36.25; Roggenmehl 36,25 bis 39; Deizer.kleie 16.75; Roggenkleie 18,50; Viktoria- erbfen 50 bi» 62: kleine Erbsen 35 bis 40; Futtererbsen 24.50 bis 26; Peluschken 24 bis 24.50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 25 bis 27; Lupinen, blau, 14,25 bis 14,50; Lupinen, gelb, 16 bis 17; Serradelle, alt, 23 bis 28; Serradelle, neu, 18,80 bis 19. Bücheriifch. — Grundzüge der Finanz wissen- schaft. Von Professor Dr. P. Mombert. In Sammlung Wis enschast und Bildung. 150 Leiten. Gebunden 1 .SO Mk. Verlag von Quelle A Weher in Leipzig. Diese klare, übersichtlich»; Darstellung des Gelamtgebietes der FinanzwirttchäN auS der Feder des unseren Lesern durch zahlreiche Aussätze zur Wirtschaftspolitik bekannten Rationalökonomen 'unserer Ludoviciana gibt in den Abschnitten über den öffentlichen Haushalt, die öffentlichen Ausgaben und den öffentlichen Kredit eine instruktive Hebersicht über die verschiedenen Lehrmeinungen in einer knappen, leichtverständlichen Vehandlung der wichtigsten Fragenkomplexe Ein besonderer Prüfstein für die Brauchbarkeit des Dändchens ist in Anbetracht der grundstürzenden Hmwälzungen der letzten Jahre die Darstellung der ordenttichen öffentlichen Einnahmen. Erschöpfend und zuverlässig sind die einzelnen Steuergruppen dar- gestellt, wobei die Einteilung in Ertragssteuern, Subjektsteuern und Besteuerung deS Aufwandes zugrunde gelegt wird. Der Wert deS Bändchens wird erhöht durch die Beigabe von Tabellen^ die die Einnahmen aus indirekten Steuern und Zöllen in Großbritannien und Irland einerseits, dem Deutschen Reiche andererseits gegenüberstellen. die einen Vergleich der verschiedenen Höh« der steuerlichen Belastung oder die Entwicklung der Reichseinnahmen zeigen. Als erster Heberblick über das ganze Gebiet der Finanzwissenschast und als Grundlage für Repetitionen ist das Bändchen in gleicher Weise zu empfehlen. 243 — Die Kriegswassen und die Kriegsmunition beim chinesischen Rordheer und bei den 2Irmeen des nationalistischen Südens gelten in chinesischen Augen fälschlich als nr.tei deutsches Erzeugnis, während es sich nur um Beute - Waffen der Entente handelt, die der gewinnsüchtig« internationale Waffenhandel leit Kriegsende nach Ehina a'’',-,:hob»n hat. Darum ist es für das Ansehen D* - ' ands in Ehina nm besonderem politischen Wert, daß der verflossene Reichstag, um Deutschlands Reutralität gegenüber den chinesischen Wirren eindrucksvoll und vorbildlich zu bekunden, am letzten Tage seines Bestehens ein Gesetz annahm, das jede Waffenlieferung durch deutsches Gebiet nach China streng verbietet. Sinn und internationale Bedeutung dieser wichtigen außenpolitischen Maßnahme, die von der deutschen Oe ff Sittlichkeit bisher leider zu wenig beachtet wurde, arbeitet em sachkundiger Auffay Über ..Deutschland und der Waffenhandel nach China" tm Maiheft der ..E u - rvpäischen Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild, Berlin-Grunewald) sehr überzeugend heraus. - Klabund TV3- ®btel zu Dreien In drei Auszügen. 60 Seiten 8°. Reclams Mnioerfal- Bibliothek Rr. 6836. Heft 40 Pf. Reclam, Leipzig. — Ein geistvolles Lustspiel von der Liebe zu Dreien: Hochstapler. Komtesse und Graf. Den Rahmen der Handlung bildet ein dreimaliger Rollentausch zwischen Hochstapler und Graf alS Ehemann der Komtesse. Der eigene Reiz dieses Stückes beruht auf der Hnwirllichkeit und Hn- Wahrscheinlichkeit der Vorgänge, die da« Leben im Hohlspiegel der Parodie zeigen. Echtheit des Wesens und Echtheit des RamenS werden unaufdringlich miteinander verglichen. Der leichtbeschwingte Dialog und die prickelnden Situationen sind mit routinierter Sicherheit gestaltet. 109 kirchliche Nachrichten. Israelitische Rellglonsgemelnbt. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 9. Iuni. Borabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; abends 8.55 und 9.35. Israelitische Rellgionsgesellschaft. Sabbatfeier den 9. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr, Samstag vormittag 8; nachmittags 4.30; Sabbatausgang 9.35. Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15. TOT -Berlin Jrauhfurt a. M Schluß- l-Uhr- Schmh-> Anfang flur» flur» flur» j Nur» 7.6. ■ 8.6. 8.6. 10,3 19.4 92 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. HL 26,5 26,5 12.6 13.9 21,13 । 166,5 165 159 156.5 190 167 153 <77 | 147.75 192.5 i *h . 6 . n 10 . 6 10 10 12 U 10 10 . 9 . 8 18 166.13 209 213 158.5 143 146 178 193.75 182 171,75 166 168,5 210.5 155 87751 - 51.5 | 51,5 io: 12.65 166, 16* TOST 168,Sl U.Uii iir.23 M 'N) 2.602 113, M 80,71 64,74 12.41 7J.O5 165,25 2U8.25 1211,75 ■157,Zu 142 | 148 <74 190 170 165 107.5 <69.25 '153.75 I 770.5 281.6 1 778.75 173 | <69,5 Kurszettel -er Berliner und Franksurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSkuß 8 Vrvzeni^ «llg. friticbc eilenoata • • f-amburfl-Tlntenfa Palet . . Hawb.-Südam. Tampllch- - &in|a Tampiid)iff..... Norddeutscher Lloyd - - ttllg. SeutidieGrrbitann. - • <1 armer Bankverein . • • • Berliner HandelSgclcUfch. . Kommerz- und Prival-Banl . Tarmfl. u. Wattonalban! Tcutfdie Bank..... $Uhmtc«iJleleIllMt CUiL. . Dresdner Bank . . . Mitteldeutsche ErrdubarU . . flRciallbanl . ....... OieldHbant ....... 7 6. «7.25 | 51,4 । 19,5 . Datum 5% Dl. «rWanleihr d. 1987 . $L «nl-WISs.-Lchulb mit «ui- U>1.-lHrd)trn ......... $e4al. ohne Aullos.-Rechte . - - 7% Franks Hyv -Bl Soldpf. unkündbar 614 1032....... nischc Hyp.-Vank Siqu - 8.5.». aba. MSortncfl»-CWIfjatton , rüdjabftiar 1982 4% Schwei, BunbeSd-Anl.. . . 4% Cdte«d*ildK «olbde.. . . 4,.9 % Ceftcn. öütente. . j . . 4% Ccflerrrld). nuMti.Rte. . . 4% UngaNjchc SoldNe...... 4% Ungarische €taat»i. v. 1910 . 4’,% beifll. nun 1913..... 4% Unfiarildjc Ihoaenrtr..... 1% Turf. BoUanlrilK v 1911 . . 4% Türttkte Bagduddahn-Lnl., Grrtf I .... <% bc#al. Serie II • r”, Rumänen conwrt. Sne. . . . 414% Rumänen (Oolbanl.iron 1913 _______5- • ~ Urnmofil®? '/o cn Hollöndilche ‘Jlotell ...... Otc.ltenifdie '.'loten...... Nonveallche Toten ...... Tentkb’Cefterr , i 100 Leonen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ...... e<6h)tt«r Noten....... Ccaniftfr! Noten ....... Isch-chollow^kische Noten . . Unaarlftfie Noten • • - Frankfurt a. M Berlin Frankfurt a. M DerNn Schlub- Aurs 1-Uhrflur» Schach- flur. Anfang flur« Schiud- flur» l-Utjr. flur» S4-U8'! flur» Anfang flur» D«mn: 1 7.6. 8 6. 7.S. 8 6 Datum: 7.6. 8- 6. 7. 6. 8 6. ö 184 1X2 25 184.4 162,75 PHUipp Holzmann......7 b — 154.5 —• Vergtnann ..•••• tiletn. Lieferungen..... Licht und Ärah ...... 9 1 10 Ü4.75 206.6 232 210 178 r.15 206 174.5 231.13 Heidelberger Seinen! .... 10 Gement flaristadt......8 Dayß 4 Freitag......10 142.5 186.5 14» 5 148.5 — — Fellen flt «uilleaume.... chcs. I. Sleku. Untern.. ... 0 133 - 132.25 131.75 sdiullhetf Ba^enhofer . . . 15 — — 365.5 360 10 485 283 285 282 5 Cfttnerfe.........13 — * 325 320,6 Homo. (Jkltr. Werke .... 10 *• • — 162.13 ISO Ber. quinzftoff...... • -* 748 735 Rhein. (Heltr........ . 0 171 168 169 5 168 Senberg........." — M3 630 5 Schief. (Bette. ..... Schuckeet......... 10 . " — 206 2 6,5 209.65 248 205.5 Zellftoss Calbhd.....12 Zellstoff «f*afl«nbag ... 12 Ubarlottenburoer ©afler ... 7 — <06,75 305 205 .108 5 206.25 303 2- 205.5 Siemen« & yaUte ..... ir 360 156 »60.4 356 2 — — 134 129.V Iranirabio . . ...... . 8 163.25 163 tellaucr ®a«........8 — — 307.5 201 Lahmever 4 SS 55 95.5 54 9 *7 ffllener 6teintoMe..... . 6 — — 131 130.13 Luvw. Loewe.......10 - * 247.» 245 chclfenvechenee ... f. Vt 3- 4 143 5 141.5 142 141.5 Rat. Automobil.......0 *■ — 83 83.5 tzarvener ......... Voesch Eilen. ....... . 6 . 8 — 162,5 165 146.75 l6ü 146.5 Ltenftetn 4 floppe! ..... 5 Leonhard tret ....... 1 ZT - 125.5 810.5 125 813 31|c Bergbau....... . 8 . 7 134.4 irr 273 133,5 183 Barnag-Meguin.......0 Tranks. Maichine» ...... 6 72 - 25.13 72 — ftüln-Reueiien....... . 9 • — 142.5 141 Adener........U 140.5 — IN.25 Äiannelmann....... . 8 135 146 154.5 145.75 etaltoenftatM .......o 31.5 — ManSselder ----- - - Lderschlei. ürlenb. Bedarf . . Cbcrldilel. »c-Ureede ... . 7 . 5 . 6 122.75 Ul. 75 105.75 104.5 102.25 103.25 äunghans..........4 Lechwerke...... 8 Mainkraftwede.......8 >0 124 - 90 - LhSnir Beradau...... ^heimfche CrrnrntoWen . . . 5Vi * 99.13 ■J8.4 ...............10 152.75 152.5 153 152 10 311 304.5 310 305.24 Detail alma ........8 67 85 -E tHbelnftabl I- ’-i 3<*6r 4Vi 167 l65 167.5 U>4.7a ■ßeter» Union ....... S 117 H6 - 1,'tedeck Montan...... 7,1 ■ • 162 — Äebr. Boeder.......10 — - ■ Bereini -.'e Ltablo..... . 6 101,5 101 10! 101 Soifl! 4 Sac'ft«......» 104 206 - Ctaei Minen ...... 1 th — — 54.13 53,13 Südd. Zuchr........» 154 152 IM — Sait SscherUeben..... 10 221.5 214 241.5 — flott «estcreaeln...... flcltoert €aLibet|udl . . • 10 YB — 324.5 218.25 15 410 1 401.5 Bonhieten. I. 9 >>iuben.3nm*te . . . LvnarnU Nodei . . . • • • rditlbeanitalt ....... 11 . 5 :n 475,5 278.5 137.6 1176.13 -erlm. 7 ftani ♦eio | üner . 9 tu.5 218 ftmcnLimt<6e ‘Aorre ..... MgHcbe Voten ....... 47163 Jim . b • 01.5 100.75 101 100 58.26 4 8.50 StlifliTlmerfe ....... . 6 9fi %. 96.9 TLntiche iZotea . ....... 1 1,90 112.24 l*c:aUaeleL'1<68.83 12,3» 7,355 Cefl- abaeft He?jrab ! -8.785 12,384 7,153 72,85 38,95 12,41 7,369 Andavest. • 73, UV 72.17 71,11 tlnl arten ..Ul» 3.025 3,022 1.026 ^'stabon 18,15 18.17 18.33 18.37 Tandfl. . . Äonft. nttn- 81.5-J 61.65 81.55 81.71 2,151 2,155 2.148 2.152 Äiixn . . 5,415 5.425 5,415 5,425 Ian aba 1.167 4,175 4.170 4,178 llra aao 4.261 4,269 4,261 28.»37 4, Z69 latro - . . | * 1» M.962 «.»77