Dienstag, 8. Mai 1928 Nr. 108 Erstes Matt 178. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnttk und Verlag: vrßhl'fche UnweTfitälr Buch. und Stetnörudcrei 8. Lange tu Gießen. Schristleitung und Gefchäflrftelle: Schulttraße 7 XanaitBt von Bnjeiacn für tzte Tagcsnummrr bis ;um Nachminag vorher. Preis für 1 tr.m Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ortlid) M, ansroärts IO Retchspfenmg- für Re- Iilamean-eigen von 70 m Breite 35 ‘Heichtpftnmg, fpiagoorkbnti 20 mehr. Cbtireboktcui Dt Fnedr Thlb Lange. Perantwerttich für Politik Dr 5-r Will) Lange für Feuilleton Di $ Tbtjuot, für Sen übrigen Teil Ernst Blumichein, für den An« zeigen,e>l Aurl hillmann, lämilid) in (Biepen Erich,,n> täglich, auhei Sonntags nnb tyetertogs Beilagen Lietzener Jamihenblättei heimoi im Bild Dir Scholle Olonais-Bejntsprets; 2 Retchsmark und 20 Betchepfenniq für Trüget» lohn, and) bei Richter- scheinen einzelnerNummem infolge höhere, (Bemalt Fernsprechanf chlüsse: 61, M anö 112 2n|d)dft füi Drahtnach» richten Anzeiger Oietze«. Pol|d)edtonto; grenfforl am Main 11688. Ein neues Abenteuer Carols von Rumänien. Ein Manifest des Exkronprinzen an den Bauernkongreß. — Mit dem Flugzeug von Englcnd nach Rumänien. — Die Rolle Isothermeres. — Carol zum Verlassen des britischen Bodens aufgefordert. Conbon, I. mal. (WIE.) Prinz Carol, Der stch jor Zell In Larrey aushäll, Hal nach den Berichten einzelner englischer Blätter an die Tagung der rumänischen Bauernpartei In Karlsburg ganz besondere Crroarlungen gefnüpft. Schon der „Sunöag Expretz" oerössenillchle ein 3 n t e r o I e m mll dem Prinzen, In dem Carol aussprach, er erwarte Innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden wichtige Depeschen aus Rumänien und werde, falls sie das enthielten, was et erwarte, auf dem politischen Kampfplatz erscheinen, um den letzten entscheidenden Schlag zu führen. Runrnehr schildert „Daily GtprefT den Prinzen als die Hauptfigur einer politischen Verschwörung, die feine Rückkehr auf den Königsthron und den Starz der gegenwärtigen rumänischen Regierung zum Ziel gehabt haben soll. Prinz Carol habe in England Flugzeuge gemietet, die ein von Ihm an das rumänische Volk gerichtetes THanlfeft In Massen über Rumänien abwerfen sollten. Vieser Teil des Planes fei gescheitert, während die Flugzeuge in Croydon warteten, hätten die britischen Behörden von dem Plan erfahren und den Abflug verboten. Carol habe daraus einen englischen Agenten In geheimer Mission nach dem Kontinent gesandt Angeblich sollte er versuchen, öle Unterstützung der ungarischen Regierung für Carol zu erhalten. Carol habe als Gegenleistung versprochen, für eine Revision des Tria- non-Vertrages zu wirken. Das Blakt oer- öfsentlicht eine Photographie desManIfests „An das rumänische Volk!", das aus London vom 5. Mal datiert ist, fein Bild trägt und u. a. aus- füljrt: „Ich will durch euren willen zurückkehren, um Rumänien z u seinem rechten Platz In derweil zu sühren. Ich wünsche zu meinem Kind zurückzukehren und es zu einem würdigen Rachfolger der Dynastie zu machen. 3ch erkläre, datz ich mein Land gegen meinen willen verlassen habe, gezwungen durch unglückliche Umstände. Frau Lupescu war nicht die Ursache meines Wegganges und sie wird mich nicht verhindern, meine Psticht gegenüber meinem Lande zu tun." Carol appelliert an alle Rumänen, sich um ihn zu scharen unter der Losung: Freie Wahlen, Freiheit der Presse, Reinigung des Heeres und des Gerichtswesens von politischen Einflüssen, Abschaffung der Monopole und Unterstützung der Bauern. Das britische Luftfahrtministeriurn veröffentlicht eine Erklärung, die bestätigend mitteilt, den britischen Behörden sei am Samstagnachmittag bekannt geworden, dah zwei Flugzeuge der 3mperial Alrway gemietet waren, um den Prinzen Carol nach Rumänien zu bringen. Da Prinz Carol nicht d i e notwendigen Papiere zur Landung In Rumänien besah, seien Mahnahmen zur Verhinderung des Fluges getroffen worden. Rach einem späteren Funkspruch aus London wurde Montag abend im Auschluh an eine Konferenz von Beamten des Ministeriums des Innern und des Foreign Office der Beschluß gefaxt, Prinz Carol von Rumänien ; u er- suchen, England z u verlassen. Der Prinz wurde hiervon gegen Mitternacht verständigt. Die englischen Hintermänner. Tn zreh der (Rationalen Bauernpartei haben Karlsburg und Umgebung i n guter Ordnung verlassen. Um daS Ab- ftrömen der Teilnehmergruppen zu erleichtern. Hal die Regierung einige Sond'rzüge zur Verfügung gestellt Stadt und Kreis Karlsburg bieten wieder den gewöhnlichen Anblick. M a n i u, der feine Abreise aufgeschoben hat, wird erst Montag abend oder Dienstag früh in Bukarest eintreffen. 3n unterrichteten Kreisen wird erklärt, dah die von Maniu nachgesuchte Audienz nach dem am 10. Mai stattsindenden Rationalfest gewährt werden wird. Der Minister des Innern Du c o erhärte der Agentur Orient Radio: Als ich von der Revolution in Rumänien sprechen Hörle und die Beunruhigung Iah, die in gewissen ausländischen Kreisen in dieser Hinsicht herrschte, konnte ich mich eines Lächeln nicht erwehren. Ich kenne mein Land und weih, dass es kein friedliebenderes und arbeitsfreubigeres Land gibt als Rumänien. Ich mutzte autzerdem, dah es kein ernstes soziales Problem gibt, bas einer revolutionären Agitation als Grundlage bienen könnte. (Es gibt offenbar eine Opposition, bie möglichst bald zur Macht gelangen möchte, aber ihre Agitation ist gant oberflächlich. Karlsburg konnte unter biefen Unjftänben nur bas sein, was es war, eine mehr ober weniger zahlreiche Derfammlung, bie in einer mehr ober roenigtr heftigen (Entltlic- tzung gipfelte. Die Greianiffe haben vollkommen bestätigt, was vorher gesagt worben ist. Die rumänische Regierung setzt ihre Arbeiten des Aas. baues unb des Fortschrittes fort, und es wäre ein für alle mal zu wünschen, bah man aufhorte. bie!cs Lanb, bas von allen es umgebenben Cärbern seit dem Kriege das ruhigste war. in regelrnätzioen Abständen vor der Weltöffentlichkeit als cherd der Unordnung und der Revolutionsgefahr hinzusleUen. rumänische Gesandtschasi verständigt. Es wird in vielen streifen als bedeutungsvoll angesehen, datz gewisse mit dieser Sensation in Verbindung flehende Leute energische Anhänger der Revision des Vertrages von Trianon find (also vermutlich Lord Rothermere. der Besitzer der .Daily Mail"). .TimeS" zitierte eine Stelle aus dem Manifest des Prinzen, wo es heiht, alle unerledigten Probleme mit den vormaligen Feinden Rumäniens müßten durch gemeinsame Vereinbarung liquidiert Verden, um ihre Freundschaft zu erhalten und einen langen und dauernden Frieden zu gewährleisten Auch das Arbeiterblatt .Daily Hera Id" schreibt: Die melodramatisch« Intrige, die die Thronbesteigung des Prinzen Carol zum Ziel hatte, steht in engem Zusammenhang mit dem Feldzug zur Rückgabe eines Teiles des im Friedensvertrag.' abgetretenen ungarischen Gebietes Der Prinz ist oeranlatzt worden, zu versprechen, dah er. wenn er zum König gemacht wird, all leinen Cinsluh auswenden wird, um eine Revision des Vertrages von Trianon zu Gunsten Ungarns zu sichern. Die Carol-Intrige hat dasselbe Ziel, wie die Pro-Ungarische Propaganda Lord Rothermeres und seiner Eiresemann spricht in Mainz. Sine Kundgebung des besetzten Gebiets. - Der Reichsaußenminister fordert Gleichberechtigung als Grundlage wahrer Friedensarbeit. » Mainz, 7. Mai. (Landespresiebienst.) In der mit mehreren tautenb Menschen gefüllten Stabt- Halle fanb am Tlontagabenb eine Runbgebung statt, in ber Reichsautzenmlnl ft erStr» fern a n n einen nationalen Appell an bie Bevölkerung bes besetzten Gebietes richtete. Am Anfang seiner Rebe stellte er für bas politische Leben im besetzten Gebiet bie Forberung auf, daß es im besetzten Gebiet keine poiltlfchen Kämpfe unb keine nationalen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien geben dürfe. Das Deutsche unb bas Datcrlanb habe im Dorbergrunb zu stehen. Er sagte bann u. a. folgenbes: ..Seien wir keine Toren, den Wahlkampf so zu führen, datz wir als Deutsche uns trennen. Der Aufstieg ist nicht von einer Partei abhängig. In der politischen Lage, bie in Deutschland immer von vielen Parteien beherrfcht fein wirb, ist eine gemeinsame Arbeit an ber nationalen Politik, gleichviel ob sie von rechts ober von links kommt, eine bringenbe Notwendigkeit." Zu den Fragen, die das besetzte Gebiet betreffen. äußerte fich Dr. ötrefemann ausführlich über die Locarnopolitik. -Der Sinn des Locarno-Dertrages ist die Stabilifier u n g deS Friedens am Rhein. Mir haben Dertrauen zu der internationalen Politik und ui dem Vertrag, der in Locarno geschlossen ist. Cs ist kein nutzloser Optimismus, mit dem wir unsere Hoffnung auf Locarno fetzen. Optimismus ist der Glaube an die Zukunft Wer den Glauben nicht hat. hat auch keine Zukunft. WaS wäre aus dem Rheinland geworden, wenn wir den Glauben an den allmählichen Aufstieg und auf ein langsames Dellerwerden im be'ehten Gebiet nicht gehabt hätten? England hat unS den Locarno-Dertrag garantiert und erklärt, datz es fich für den Frieden am Rhein verbürgt habe und alles tun werde und seinen letzten Mann dafür bereit halte, diesen Frieden zu verteidigen. Cs ist eine der schlimmsten Derdächtigungen die unS von den Hetzern jenseits deS Rheins vorgeworfen wird, datz Deutschland das Dolk der Revanche lei und ernsthaft nicht daran denke. die Derträge einzuhalten. Riern a n d in Deutschland aber denkt daran, eine Deränderung der Grenzen mit Gewalt herbeizuführen. Ja Deutschland ist eS gewe'en. das jahrzehntelang eine Friedenspolitik getrieben hat uni) Bismarck glaubte nach dem Krieg von 1870 dem Feinde Gelegenheit geben zu müssen, durch Gewährung von Freiheit wieder hoch zu kommen. Ist das vielleicht Revanche? Locarno ist keine Politik der Schwäche und deS Derzichts. sondern Politik des Friedens und der Freiheit am Rhein. Diese Politik war erst möglich durch den Eintritt Deutschlands in den Döllerbund. Politik des Döllerbundes ist Politik der Verständigung. Friedliche Derstandi- gung und ehrlicher Wettbewerb soll das Der- yälrnis zwischen Deutschland und Frankreich sein. Der Gedanke des Friedens ist inzwischen in Deutschland und Frankreich Allgemeingut geworden. An diesem Gedanken arbeiten alle em- ften und friedensbereiten Männer. Das Dertrauen muh jedoch auf Segenvertrauen begründet sein. Man kann jedoch nicht vom Döllerbund als dem grvhen Wenschheitszicl und dein idealen Gedanken der Dölkerversöhnung sprechen, solange noch ein DölkerbundS- ftaat seine Truppen auf dem Boden eines anderen hat. Ein Friede auf Dazonette aufgebaut und unter der Gewalt von Vertragen hochgehalten, währt nicht lange. Rur Gleichberechtigung lästi wahre Friedensarbeit z u.- Rach diesen autzerpolltischen Worten behandelte Dr. Ltrescma:m Fragen der inneren und Wirtschaftspolitik. Die Derfammlung, die einer gewaltigen vaterländischen Kundgebung gleichlam schlotz mit dem Deutschlandlied, in das eine viellausendiöpsige Menge einstimmte. Der Reichsautzenminister wurde unter tosenden Beifallsrufen auS der Etadthalle heraus durch die ©trauen der Stadt begleitet. Eine Wahlrede Wirths. Frankfurt a. M„ 7. Mai. (XU.) In einer Wahlkundgebung deS Zentrums im Schumann- Iheater sprach Reichslaizler a. D. Dr. Wirth: Cs ist (ein grober politischer Schwung in der diesmaligen Wahlbewegung. Wahlmüdigkeit und politische Trägheit drücken un erem Dolk wieder den Stempel aus, dab wir ein unpolitisches Dolk sind, ohne datz wir eS vielleicht sein wollen. 3m besonderen geht diese Feststellung an die Adresse deS Bürgertums. 3n einer Zeit der Auslösung des politischen SinneS in unserem Dolk, bei materiellen Gruppierungen deS Dolles ist es unsere Pflicht, a u f den Staat al« sittliche 3dee hinzuweisen. Das Thema des Staates hat in allen unseren Schulen und Hoch'chu'en das Hauptthema zu sein. Damit ist die Kirche und ihre Interessen nicht zurückgedrängt: denn wenn die Christen im Staat Gewicht haben, dann ist das Verhältnis von Kirche und Staat ein positives. Für unsere Politik ergibt sich d e Aufgabe, dem Menschen seine sittliche und wirt'chaft- liche Freih it wiederzugeben. Der grobe Gedanke des Christi eben schützt die Rationen, ordnet sie aber ein in den Gedanken der Solidarität alle« Dolkcs. Eine neue Ideologie mub die europäischen Dölker durchdringen: die Ideologie, den wahren Fried en wieder den Rationen zu schassen: die'e Ideologie lebendig zu machen, muh unsere Ausgabe sein. ZungdeulscherOrden undWahlen Seine Watzlenttzaliung Berlin, 7. Mai. (X1L) Da« Hochkapitel des Iunodeutschen OrdenS (die Derfammlung der jungdeuttchen Landesführer» erörterte auf einer Tagung in Berlin das Verhalten des Iungdeut- fchen OrdenS zur kommenden Wahl. Es wurde dabei ein Entschlich gesicht, in dem es u. a. hecht ES besteht keine Ho'fnung. dab Deutschland durch das gegen toärli'e Parte Nische Staat.fnftcm geundct. Die Beseitigung desParteiis- muß und die Ablösung des Interessenstaates durch den DolkSstaat ist das Hochziel des Iungdeutfchen OrdenS. Die durch den Iungdeutlchen Orden entfachte Erörterung der llnhaltbarkrit des porte isti'chen Systems hat in weitesten Kreisen aufrüttelnö gewirkt. Der Iungdeutfche Orden wird öiefe als seine nationale Pflicht erkannte Aufklärungsarbeit fortsetzen. Wahlenthaltung bedeutet Generalstreik der Ration gegen plutokratilche Dergewoltigung ihrer staatsbürgerlichen Rechte. Roch ist die Zeit der Anwendung dieses Kampfmittels nicht reif. Der Iungdeutfche Orden verwahrt sich gegen die Falschmeldung, dah er bereit« für diesen Wahlgang die Losung de« WahlstreikS ausgegeben habe. Der Iungdeutfche Orden verwehrt es seinen Angehörigen nicht, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Er hat Derständnis dafür, dah die Angehörigen de« schafienden Dolkes in Stadt und Land noch einmal den Derfuch machen, in diesem System ihre Belange zu vertreten. Angesichts des üblen Feilschen« privater Interessen tengruppen um den Besitz des Staate«, angesichts der Lüge und Derheyung protestiert der Iungdeutsche Orden gegen ein System, welches den Staat, daS höchste Gut aller, an private Dereine ausliefert und dadurch zum Werkzeug der jeweils geldkräftigsten Gruppen herabwürdigt. Der Iungdeutfche Orden entsendet keine Der- treter in die Parlamente des Reich« und der Länder. Sechzehn Wohlvorschläge in Hessen. Darmstadt, 7. Mai Am Montag trat der Wahlausschust deS Wahlkreises 33 (Hessen- Darmstadt) zur Prüsung der eingelaufenen Wahlvorschläge zusammen. Ministertalrat Bornemann. teilte mit, dab insgesamt 1 6 Wa bl» Vorschläge für Hessen eingegangen seien. Die Beratung deS Ausschusses ergab die Zulassung der nachfolgenden Wahlvorschläge: Wahlvor- schlag 1 Sozialdemokratische Partei, 2 Deutschnationale Dolkspartei, 3 Deutsche Zentrums- Partei, 4 Deutsche Dolkspartei, 5 Kommunistische Partei, 6 Deutsche Demokratische Partei, 8 Linke Kommunisten, 9 RcichSparlei deS Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei), 10 Rational- sozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hiller- Bewegung), 12 Dölkisch-Ratirnaler Block. 15 Christlich-nationale Bauern- u: d Landvolkpartci, 16 DolkSrechtLpartci en japanischen Hasen Kure ver- kasien werden, um sich nach Tsingtau zu begeben. Sieben Kanonenboote verlassen ebensalls heute den Hasen Maizuru, um nach Swatau und Kanton zu fahren. Die Entsendung der Kriegsschiffe soll lediglich dem Schutz der japanischen Interessen in China dienen. Für di« japanischen Landungstruppen sind 20 Millionen Ven bewilligt worden. Bisher sind 13 700 japanische Soldaten nach China entsandt worden. Oie Boylotibewegung gegen Japan. London, 7. Mai. (Tll.) Wie aus Schanghai gemeldet wird, wurde auf einer Zusammenkunft der leitenden Persönlichkeiten der Kuomintang von Groß-Schanghai ein Ausschuß eingesetzt, der dem Boykott gegen Japan überall Wirksamleit verleihen soll. Der Ausschuß soll dafür sorgen, daß kein Chinese japanische Waren kauft oder verlauft, Nahrungsmittel eingeschlossen. All« Geschäfte mit japanischen Banken sollen eingestellt werden und Angestellte in japanischen Diensten ihr Dienstverhältnis aufgeben. Für heute ist eine Massenversammlung angeseht. Alle Geschäftsleute in Schanghai haben auS Furcht, daß die Äommuniften di« gegenwärtige allgemeine Erregung ausnutzen könnten, ihre Geschäfte geschlossen. Oie Lage der Deutschen. Berlin, 7. Mai. (TU.) Wie der deutsche Konsul in Tsingtau mitteilt, befinden stchalleDeutschcn inTsinanfuinnerhalbderjapanischen Niederlassung. Davon, daß irgendwelche Deut- scheu verletzt oder geplündert worden sind, ist bisher nochnichtsbekannt, außer der bereits gemeldeten Tatsache, daß ein deutsches Hotel in den ersten Tagen der Unruhen geplündert wurde. Kundgebung der geschädigten Auölanddeuisch-n. Berlin, 7. Mai. (WTD) Einige Verbände der geschädigten Auslanddeutschen veranstalteten heute vormittag mehrere Versammlungen, um gegen die Haltung des Reichsentschadigungsamtes in den Fragen der Entschädigung und für die Freilassung des Farmers Heinrich Langkoop, der den Anschlag auf das Reichsentschädigungsamt verübt hatte, zu demonstrieren. Gegen 4 Uhr zogen dann mehrere Hundert Der» fammlungsteilnehmer vor das Gebäude des Rekchsentschädigungsamtesinder Rhein, straße in Friedenau, wo es zu erregten Auftritten fani, nachdem der Präsident des Reichs- entschädigungsamtes, Dr. Karpinski, den Empfang einer Abordnung adgelchnt hatte. Als die Deämten um 4.30 Uhr das Gebäude verließen, mußten sie allerlei Redensarten über sich er hen lassen Die Demonstranten zogen schli'ßlich noch gütlichem Zureden der Schutzpolizeibeamten *ie her ab. Die Anleihepoliü'k des Reiches. OerReichsfinanzminister empfiehlt den Gemeinden äußerste Sparsamkeit in der Aufnahme von Auslandanleihen und größtepublizität über ihre Zinanzwirtschast. Le r l i n , 7. Mai. (WB ) In einer Rede in Baden gab der Reichsminifter der Finanzen, Dr. K ö h l e r, folgende Erklärung ab: Der bevorstehende Abschluß der Arbeiten der Beratungsstelle über die Zulassung von A n l e i h e a n t r ä g e n der Gemeinden gibt Seranlaffung, noch einmal die leitenden Gesichtspunkte in der_ Politik der Reichs- regierung heroorzuheben, Hie für die Heranziehung von Auslandkapital zu Zwecken von Finanzierungs. bedurfnifsen, die im öffentlichen Interesse zu befriedigen sind, maßgebend sind. Wenn es auch in gewissem Umfange weiter erforderlich ist, im Rahmen der natürlichen Grenzen jeder Auslandverschuldung ausländisches Leihkapital für die deutsche Gesamtwirtschaft heranzuziehen, so gebieten doch die folgenden Erwägungen weitestgehende Zurückhaltung. Die rationelle Ausgabengebarung der öffentlichen Stellen unter strengster Beobachtung der Grundsätze der Sparsamkeit und Rentabilität ist wesentlicher Bestandteil der Berwaltungsresorm, die die gesamte deutsche Leffentlichlcit gebieterisch fordert. Sie ist auch unerläßlich, um über Deutschland hinaus zu bekunden, daß wir uns des Ernstes der Aufgaben bewußt sind, die uns die aus dem Kriege übernommenen Verpflichtungen und die Sorge um die Erhaltung des deutschen Kredites auferlegen. Auf den gegenwärtig mit Erfolg beschrittenen Wegen äußerster Svarsamkeit muh daher sortgesahren, zugleich muh die Kenntnis über die Finanzwirtschast der öffentlichen Körperschaften durch lausende Beschaffung geeigneten Zahlenmaterials und seine Veröffentlichung gesichert werden. Es kommt hinzu, daß der Umfang unserer Auslandverschuldung Vorsicht verlangt im Hinblick auf die nur langsamen Erfolge, die unsere Bemühungen um die Besserung unserer Handels- und Zahlungsbilanz gehabt haben. Die Ausnahme 6er Verhandlungen durch die zunächst für die Inanspruchnahme deS AuS» landmarlles in Betracht kommenden öffentlichen Körperschaften oder chre Krevitverbände wird daher in kürzester Zeit freigegeben werden. Planmäßiges Vorgehen ist im Interesse des deutschen Kredites im Auslände hierbei ebenso bei den Körperschaften, deren Anleihen noch folgen können, unerläßlich. Die Erledigung des jetzt durchzuführenden Programms wird allerdings nur dem dringendsten Bedarf der Gemeinden gerecht. Dennoch wird es dabei für einen längeren Zeitraum fein Bewenden haben müssen. Auslandanleihen des Reiches und der Länder sowie Auslandanleihen, die Reich ober Länder garantieren, erscheinen auch weiterhin nicht ratsam. Die Rotlage der Landwirtschaft macht auch auf dem Gebiete der Aus- landsfinanzierung außergewöhn iche Anstrengungen erforderlich. Insbesondere kann den Landwirten. die nach dem Rotprogramm der Reichsregierung llmschuldungshilfe erwarten, gegenwärtig im wesentlichen nur durch Inanspruchnahme ausländischen Leihkapitals die dringend gebotene und nicht aufschiebbare Unterstützung zuteil werden. Von der hierbei vorgesehenen Art der Finanzierung wird indessen nur im eng ft en Umfange Gebrauch gemacht werden. Die Innehaltung der von der Reichsregierung eingeschlagenen Politik bedeutet ohne Zweifel für einzelne Beteiligte große Härten. Die Reichsregierung vertraut aber weiter auf die Einsicht aller beteiligten Kreise in dieRotwendig k e i te n, die Deutschlands besondere Lage erfordert, und rechnet auf das Bewußtsein der gemeinsamen D e r a n t w o r t u n g, ohne das ein Erreichen des großen Zieles, dem die Anleihepolitik des Reiches untergeordnet ist, in einem allen Beteiligten g recht werdenden Sinne in absehbarer Zeit nicht gut denkbar ist. Präsidenten daher ersuchen, unserer Forderung Folge geben zu wollen." Madsen-Mygdal erklärte jedoch der ..Derlinske -i/ibenbe", es bestehe für ihn kein Grund, den Reichstag einzuberu en. Ebenso sei eine Stellungnahme zu diesem zweiten Schreiben der Sammlungsbewegung nicht erforderlich. Ihm scheine es, daß Die Presse dieser Bewegung e«<> lod$vdw<$i q -o'O-cji r»' mtet( chi.gie Antrag« s,nd hiernach umgehend zu stellen. Tatr* für Mittwoch 9 M«i. Sonnenaufgang 4 18 Uhr. Sonnenuntergang 1035 Uhr — Mondaufgang 0 Uhr. Aanduntergong 6.53 Uhr 1535 der italienische Kirchentompomst Giovanni Pierluig« da Paleftrina geboren (gestorben 1504). — 1796: Joie pH Mener, der Gründer de« Bitzliograptzt- schen ynstitlit». in Gotha geboren lgestorden 1856). — 1803: Friedrich von schiller in Weimar gcstorven (geboren 1759), — 1881: der Geograph Willi Ulf le Halle (Saale) geboren. Bor nötigen. — T a g e - k a l e n b e r für Dienstag. Dahlverlammlung der Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaitspartei). 8.15 Mbr Lase Leib. Redner vr. Rohde» Frankfurt a M. — Siebener Schwimmver.i.i 7.33 llbf. Abschwimmen Dotksbad. — Lichtspielhaus Dahnhosslrah«? Das weiße Stadion. Donna 3uana. 10.30 Uhr Nachtvorstellung: ... bis Ins dritte und viert« Glied? — Astoria-Lichtspiele: Der nächtlich« Kämpfer. Kubinke. — Die Deutsche Demokratisch« P«r- t«l, Ortsgruppe Diehen. erinnert noch einmal an den Vortrag des Staatspräsidenten a. D. Professor Dr. Hellpach am morgigen Mittwochabend 8 /, Uhr Im Lass Leib. 5n der gleichen Vcr'ammlung wird Frau Llara Drein- Ofknbad). die 3 Kandidatin der demokratischen Liste und langjährige Vorsihende des Verband«- hessischer Frauenverein«, sprechen. — Sine sozialdemokratische W ä h - lerversammlung sindet am Donnerstagabend S1/s Uhr auf der Liebigshbhe statt. Redner sind Dr. EiSler, Dien, und Professor Dr. Reinhold Strecker, Berlin. (Siehe heutige Anzeige.) •• Straßensperrungen. Der Vberhessisch« Automobilklub Gießen teilt une folgende Straßensperrungen mit Strecke L a u t e r b a ch—A n ae r *> bad) im Ctraßenzuge Gießen- Lauterbach—Yulda. vom 8 Mai bis auf weiteres für alle Fahrzeuge. Umleitung über Rudlos bzw. Schlitz: Okarben — Kloppenheim im Zuge der Straße Gießen— Franlfurt für alle Fahrzeuge oom 14. Mai ob bi» aus weiteres, Umleitung über Selzerbrunnen. Dahn« Hof Groß'orben; B e r ft a d t — Grund-Schwalheim im Zuge der Straße Berstadt—Nidda für alle Fahrzeuge vom 14 Mai ab bis auf weiteres, Umleitung über ikchzell bzw. Steinhesm—Unter- W'ddersheim •• Goldene Hochzeit. Gestern, am 7. Mal, feierten vekonomierat Kari Hoffmann in Hos Gull und Frau Margarethe, geb. Wolff. In noller körperlicher Frische dahier Im Kreise ihrer Familie das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubel- paare gingen sehr zahlreiche Glückwünsche zu. Ins« besondere aus den führenden Kreisen der deutschen Landwirtschaft, denen Defonomierat Hoffmann selbst angehört. In diesem Jahre werden 125 Jahre oer- flössen sein, daß sich Hof-Güll, ein ehemalige» Arnsburger Kloskergut. dos infolge der Soekularl- sation der Klöster Im Jahre 1803 an bas Fürstlich« Haus Solms-Braunfels fiel, im Pachtbesitz der Ra- iiiiliß sich befindet, ein Fall, wie er gewiß nur sehr selten ned) einmal in Deutschland zu verzeichnen sein dürfte. *• (Ein Adler über dem Gießener Stadtwald. Wie uns von einem Leser, der sich als sachverständig auf dem Gebiete der TMelhinbe bezeichnet, mitpeteilt wird, habe er am Sonntag- nachmittag gegen fünf Uhr In der Röhe von Annerod einen Adler kreisen sehen, der aus östlicher Richtung gekommen und in westlicher Rich- t ing davongeslogen sei. Der Beobachter schätzt die Flughöhe auf etwa 800 Meter, er erklärt, deutlich weiße Federn an der Unterseite des Bogels gesehen zu haben. Se-ner Meinung noch Hobe es sich um einen Seeadler gehandelt. Wie uns hierzu auf Anfrage von anderer sachverständiger Seit« mitgeteilt wird, ist es nicht ausgeschlossen, dost e» I ch in diesem Falle tatsächlich um einen Adler gehandelt bat jedoch spreche mancherlei, insbesondere das weiße Fcderkleid an der Unterseite dafür, daß hier ein Fischadler in Frage komme, dessen Spannweite 1,60 Meter betrage, während ein Seeadler keine weißen Federn an der Unterseite habe und eine Spannweite von 2.50 Meter aufweise. Bor Jahren sei ein Fischadler audj über dem Kah- köpf, dem bekannten Naturschutzgebiet am Rhein, beobachtet worden. Dielleicht können Beobachtungen anderer Naturfreunde zur Aufklärung dieser An» geiegenheit beitragen. •• Anlagcnkonzert findet morgen, Mittwoch 18 U5r durch daS Mulikkorps deS 1. (Hess.) Bataillons bei günstiger Witterung in bet Südanlage statt. Leitung ObermuUtmetfter L ö b c r. Die MuNkkolge ist: 1. Armeeinarsch 1, 1c: ,Der Hohenfriedberger". 2. Ouvertüre zur Oper: .Martha" (Der Markt zu Richmond), Franz von Flotow, 3. Melodien au8 der Oper: .Lärmen". G. Bizet. 4. Fantasie au- der Oper: .Faust" (Margarete), GH. Dounod, 5. Armeemarsch II, nationaler Mndolinen-WeWreii in Gießen vor ietz'gen sangen der ikum den atemloser Spannung folgte das Pudli halsbrecherischen Ucbungcn. Alsdann sc _ Bauersche Gesangverein und der G e - Liebe zur guten Sache, hingebungsvolle, ziel- bewußte Arbeit und mutiges Sagen verbürgen den Erfolg und fuhren zum erstrebten Ziel Das durste auch der Gießener Mandolinen- und Gitarrenverein Reapolita" erfahren, der am 5. und 6 Mai in der Volk-Halle einen gro- Al- große Neuigkeit bringt der Sommerfahrplan die 3nbelriebna:, ne des ersten Pull- man-Zuge« Z. F. D. 101 2. Der erste Pull- rnan-Wagen wird voraussichtlich am Tage der Srössnung der .Presto in Köln" laufen. Die neuen Pullman-Strecken find in den Storm- und Hendschel-AuSgaben unter .Fernverbindungen" ausgenommen. Dieser Abschnitt wird auf farbige- Papier gedruckt und Ist ein besonderer Vorzug der genannten Kursbücher. Die verschiedenen Storm-Ausgaben (sürS Reich 4 Mk., für Norddeutschland 2.50 Wk., für Ostdeutschland 1,80 Mark, für Südoeurschland 1,80 Mark, für Mitteldeutschland 1.83 Mk.. für Westdeutschland 2 Mark, für Berlin 1 Mk> und di« beiden Hendschel-Ausgaben (Hendschels Telegraph 6 Wk. Hendschel 3nter- national 350 Wk.) sowi« daS Llohd-KurSbuch zu 5 Wk. erscheinen vor Beginn des neuen Fahrplans und werden rechtzeitig überall zum Verkauf ausliegen. Ermäßigung der Landessieuern 1927 wegen llnlvetterschäden. Roch immer laufen bei den Finanzämtern vereinzelt 2Inträ;e auf Ermäßigung der Landessteuern sür ka« Rechnungsjahr 1 9 2 7 wegen der vorjährigen älnwetter- schäden ein. Di« Grschä'tsiührung bei den Finanzämtern erfordert dee Festsetzung eines Ab- schluhtageS, weil andernfalls die Arbeiten wegen der Ermäßigung der vorjährigen Landessteuern sich unabsehbar verzögern müssen. Der hessisch« Finanzminister hat daher die Finanzämter ermächtigt, solchen durch die vorjährigen Unweiterschäden veranlaßten Anträgen auf Ermäßigung der staatlichen Grund- oder Sondergebäudetzeuer für 1927 nicht (angoerein .Heiterkeit" gemeinsam bas Lied „Bleib deutsch, du herrlich Land am Rhein". Der wuchtige Chor schallte macht g durch den weiten Raum und zwang alle Zuhörer in leinen Bonn. Mit dem f'ott gespielten Marsch „Frühlings Einzug" von Blon fand ter in allen teilen wohlgelungene Komm rs fein Ende Das Publikum spendete allen Vorführungen lebhaften De fall. Am Sonntagmorg?n gegen 9 Uhr begann da- Wettspielen, da- in vier verschiedenen Klagen d rchgeführt wurde. D « Leistungen, die dabei geboten würben standen durchweg auf 'ehr hoher Stul«. Als Preisrichter waren die Herren F Adam-Hannover und Ger- nandt-Gießen tätig. Erst in später Rach- mittagSstunde fand da- Wettspielen sein Ende Während da- SchiebSgerlcht zu einer längeren Beratung zusammentrat, unterhielt bi« fleißig spielende Äa helle Weller das Publikum aus- beste. D'r Gesangverein ..Harmonie-Gemütlichkeit" trug un!«r Leitung seine- Chormcister« H. Sonntag ver- 'chiedene Lieder vor. Alle Darbietungen wurden sehr beifällig auf genommen. Um 7 Uhr kvnnte der B'rtreter der Stadt Gießen. Bürzer- meister Dr. Leib, die Preisverteilung vornehmen. SS erhielten Preise: Ehrenpreis«: Den Hauptrhren?rei« von He''en: die Man- dvfin-n-Ver inigung ..Harmonie" Köln- Mühlheim. Den Ehrenpreis der Stadt Gießen: daS Mandolinen-Orchester W i e l e ck. Den EhrenvreiS der Damen des Vereins: der Bvlenheimer Mandolinen-Elub. gegr. 1905, Frankfurt o. M. - B o cke n h e i m. Den Ehrenpreis deS Sängerkran',eS: der Man- dvlinrn-Club . TounuSblüte", Reuenhaini.T. Den Ehrenpreis der Sonderstasfe: der Wandervogel „Höhenflug" Dießen. A-Älaffe: 1. Preis: Mandvlinenklub 1924 Mühlheim am Main. 2. Preis: Bvckenheimer Mandolinenklub, gegr. 1905, Fransturt a. M.-Dockcnheim. 3. Preis: Mandolinen-Orchester „Moguntla" Mainz. 4. PreiS: Mandolinen-Derein Achtum-HildcS- heim. 8 - K l a f f e: 1 Preis Manboliren-Dereinigung .Harmonie" Köln-Möhlheim. 2. PreS Erstes iSanaucr Mandolinen-Orchester Hanau. 3. Preis Mandvlincn-Orchester Wieseck. 4. P.es Mando- linen-Gef« l'cha't ..Edelweiß" Kiedrich i. Rhg. 5. Trete Mandolinen ib ..Har non e" Langen- scheid 6. Preis Mandolinenklub „Edelweiß" Haarhausen. L-K lasse: 1. PreiS Mandolirenklub „Taunusblüte" Äeuenhain i. T. 2. Pre S Mandvlinen- llub „Wanderlust" Riei.erbrechen. 3. Preis Mandolinenklub 1924 Laurenburg. 4. PreiS Wanderklub „Frisch auf“ Eppertshausen. 5. PreiS Mandolinen- und GitarrrnaS^fnigung „Aurora" Fu da. 6. PreiZ M r rn-Orche iec 1926 Winkel a. Rh. 7. Preis W -berverein „Frisch auf" Herkersdorf. 8. Pre. Mandolinen-Orchester Hungen. 9. Preis Wandr.klub „Fidelio" Klein- Auheim a. M. 10. Pre '.•» Mandvlinenklub „Edelweiß" Vilbel. Sonderklasse: 1. PreiS Wandervogel Höhenflug" (Siefen. 2. Pre:s Echlitzer Mandolinen-Orchester 1926 Schlitz. 3. PreiS Wander- verein „Alpenrose" R ederschelden. Mit herzlichem Dank an di« Reapvlita" für die glänzende Durch ührung deS Wettstreites rnb mit den besten Wünschen für die 3vfunft i ieseS Te e n . schloß Bürgermeister Dr. Seid die PreiSvertrilung. ßen Mandolinen-Wett st reit veranstaltete. Aus kleinen Anfängen hat sich der Verein, der sieben Jahren gegründet wurde, zu feiner . _ _‘n Größe entwichest: er zählt heute über hundert Mitglieder. Im musikalischen Leben der Stadt Gießen spiest die Neopolita" ein« sehr beachtliche Rolle und gilt weit über die Grenzen de» Helsen- landes hinaus als einer der ersten und besten Vor- 40. Weißkraut 25 bi« 33, Rotkraut 45. gelbe Hüben 35 biS 60. rote Rüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 25, Spargel 83 bi« 110, Unter» Kohlrabi 10 bis 20. Tomaten 110. Zwiebeln 25 bis 30. Schwarzwurze n 63 bis 93. Rhabarber 20 biS 25. Kartof eln 4 bis 5, Aepsel 12 bi« 25. Suppenhühner 100 bis 123 Pf. das Pfund. Käse (10 Stück) »0 bi« 140 Pst: Gier 11 bi« 12. Blumenkohl 60 bte 100. Salat 25 bi« 35, Salat- gurken 100 bi« 130, Lauch 10 bi« 30. Rettich 20 bi« 35. Sellerie 23 bi« 150 Pf. daS Stück: Radieschen 20 bi« 30 Pf. das Bund. Der Sommerfabrplan 1928. Revolutionierung de» Fahrplan». — Der erste Pol man-Zug. — Die neuen Kursbücher. Auch dieses Lahr beginnt der Sommer» sahrpIan in der Nacht vom l 4. zum 15. Mai. oder, genauer gesprochen, am 15. Mai 0 Sein Hauptkennzeichen ist die Beschleunigrmg nahezu sämtlicher Schnell- und Personenzüge, die sich vor allem auf größere Strecken in sehr beträchtlichen Zeiten auswirkt. So braucht z. B. der l)-Zug München—Altona 102 Minuten weniger als bisher, von München nach BreSlau wird man in Zukunft 135 Minuten V-ZugS- Reisedauer sparen. Wichtig ist aber bei allen diesen größeren Aenderungen. daß ihre Folgeerscheinungen nahezu eine Revolutionierung des gesamten Fahrplans bedeuten. Deshalb ist man in den Redaktionen für die bekannten Kursbücher - .Storm . .Hendschei', .Llond" — schon feit Wochen eifrigst bemüht, das neue Fahrplanmaterial so durchzuarbeiten, daß der Benutzer nicht nur zuverlässig die Ab- sahrtS- und Ankunftszeiten aller Züge, sondern auch — übersichtlich geordnet — sämtliche An- schlußmögl ichkeilcn entnehmen kann. de- spielstarken Verein» kennenzulernen. Danach smelte die Kapelle Weller die „tkrte vom Ozean" eine Fantasie für Trompete van Hoch, in der Herr Schwarzlose da» Trompclensolo übernommen hatte Er entledigte sich seiner Ausgabe mit großem Geschick und bewältigte mühelos die schwierigsten Passagen. Der B a u e r f ch e Gesa na verein, geführt von seinem Ehor> mr ster O <8 örIach, trug hierauf in gewohnter Meisterschast die Tlönnerd)5rf „Volk" von H. Heinrichs und holländisches Fuhrmannslied" von F. Hanemann vor. Eine Abteilung des Radfahrer- verein» von 18 8 5 fuhr dann mit großer Geschicklichkeit und ohne Fehler einen Schulreigen. Eine Riege der Gießener Turnerschaft zeigte danach schwierige Uebungtn am Reck Die Vorführungen geschahen durchweg in bester Form Hieraus folgte bas Zweier-Kun st fahren der Herren C o n • ö i f f und Pfund. Unter Aus der prsvinzialhaupifiadt. Gießen, den 8. War 1928. Die obeichessische provinzstisinng. 3m Anschluß an unseren gestrigen Bcrrcht Über bte Sitzung de« Provinzi altage« der Provinz Oberhessen, der unter anderem am SamStag eine Stiftung der Provinz Oberhessen im Gesamtbeträge von 200 000 M k beschloß und dabel die erst« Rate von 50 003 Mk für den edlen StiftungSzweck bereitstellte, feien nächst« hend noch Einzelheiten über diese Stiftung mitgeteilt: D e Stiftung führt den Ramen: „Stiftung der Provinz Oberhessen zur Bekämpfung von DolkSfeuch« n." ®c« Ka- pital ist foiern e« nicht an di« Provinz Ober- hefsen al« Darlehen gegeben wird, in sicheren Wertpapieren oder bei einer DezirkSsparkasse oder einer Großbank anzulegen. D e hinten de« Kapital« find für Zwecke der Bekämpf n, von Voll «keuchen, in erster Linie tut Bekämpfung der Tuberkulose, in zweiter Linie zur Bekämpfung der KrebSkrankheU au verwenden An Tuberkulose- bzw. Krebskranke, denen Mittel und Hilfe au« eigenem Einkommen und au« der fozialen Derlicherung nicht oder nur ungenügend zur Verfügung stehen, werden ilnterftütjun-pn au« dieser Stiftung zu Heck- Atreden gewährt. Voraussetzung für solche Unterstützungen ist. daß die Erkrankten in Oberhesfen beheimatet sind und daß sie sich den Bedingungen. die der DerwaltungSauSkchuß stellt, unterwerfen. D.e Au-wahl der zu Unterstützenden svwie die Feststellung der ihnen zur Heilung zu- zuwendenden Mittel bestimmt der Verwaltung«- «uSschuß Beträge, bte in einem Jahr nicht verwendet werden, sind dem Kapital zuzuschlagen. Die Stiftung hat einen Vorstand und einen DenoaltungSauSschuh. Der Vorstand und seine Vertreter werden vom Ver-'altunaSauStchuß bestellt. Der Vorstand führt die lausenden Geschäfte, er vertritt die Stiftung aerlchtlich und außergerichtlich und hat die Stellung eine« gesetzlichen Vertreter«. DerwaltungSau-schuß ist der jeweils nach den Ge'eyen beratene ProvinzialauSschuh. Der Verwalt ing-au-schuß hat da« Recht, an seine Stelle einen anderen DerwaltungsauSschuß zu setzen, sei e« durch Ucbertragung der Desamtrechte auf eine andere Körperschaft, sei eS durch Berufung Einzelner: er kann sich auch durch 5u'.lg6I ergänzen. Der VerwaltungSauSschuß ist befugt, für die Erledigung einzelner Ge'chäfte Äommif- sionen zu bilden und diese au« seiner Reihe oder auch durch Berufungen zusammenzutetzen: er kann auch zur Erledigung einzelner Geschäfte Korn- mlffäre bestellen. Der Verwaltung-au-fchuß ist In seiner Entschließung an keine Richtlinien oder Anweisungen gebunden, sondern hak nach eigenem Ermessen »u entscheiden. Er ist in der ‘K-mx-nbung der tBm zur Verfügung stehenden Mittel, soweit sie sich im Rahmen de« DtistungSzweck« hallen, frei. Sr entfcheidet mit Stimmenmehrheit. Da« Stistung«kadital kann durch weitere Zuwendungen der Provinz oder Dritter erhöht werden. Sollte e« durch Zuwendungen von dritter Seite erweitert werden, so Ist per Ver- waltung«au«schuß berechtigt den oder die Stifter al« Mitglieder de« Verwaltung-au-fchusfes aufzunehmen oder auch sonst Wünsche de« Stifter« zu berücksichtigen, solange sie nicht gegen Zweck und Sinn der Provinzstiftung verstoßen. Oie Anleiheab'ösung der Provinz O-erbessen. Für die Ablösung der Anleihen der Provinz Oberhesfen. für de bekmnrt'ich «In« Ablöf ungSanlelhe au3ge.'.e5cn ©erben soll, hat der Provinzialtag in seiner Sitzung vom SamStag, über die wir gestern schon berichteten. folgende Regelung gutgeheißen: X. FürInhaberschuldverschreibungen. 1. An Stelle d - RomclsatzeS. näm.ich deS Fünffachen des Nennbeträge« — 12' , Proz. de« Gold- marftotrfc« soll für die Qlblofung de« AIt - besitze« da« Achtfache de« Qlcnnbctrage« — 20 Proz. de« Doldmarkwerte« gewährt werben. Zur Ablösung de« Altbefitze« wird eine Ab« lösungSanlcihe hcrauSgegeben. d.e dem Gläubiger eine 5prozentige Verzinsung ab 1. Januar 1926 zusichert, die zugleich mit den innerhalb 30 Jahren auszulotenden Teilbeträgen audec'.aNt wird Ein vorzeitige« Rückkauf«recht wird bean- fprucht 2. In gleicher Höhe sollen der Klein besitz unb die Spitzen betrüge abgesunden werden, obwohl da« Gesetz eine Ablösung diese« De- flhc« überhaupt nicht kennt: die Ablösung deS K'einbesives und der Svitzenbeträge erfolgt alsbald in bar. 3. Der Reubefitz. d. h. der Besitz, der erst nach dem 1. 3u!i 1920 erworben worden ist. wird, obwohl da« Gesetz eine Regelung der sich hter- au« ergebenden Verpflichtungen bi« zur Erledigung der Reparationsv-ervslichtungen hi'au-sge- schoben haben will, al-dald, und zwar ebenfalls in bar erfolgen nach Sätzen, die folqenbermafkn abgeftuft sind: Znh^bcrschuld «rschreibungen aus den Zähren 1902, 1939. 1913 und 1914 werden mit 2 Pro,, de« GoldmarkwerteS in bar abgefunden. Znhaberschuldver'chrelbungen von 1920 mit 5 Proz. und diejenigen von 1923 mit 12' , Pro^. B. Für Darleben auf Grund von Schuldscheinen. 1. In gleicher Weise wie der Altbetey auS Schuldverschreibungen (Dgl. A 1 u. 2) Wen öie Darleben der Be irkSspar'assen und anderer Kreditanstalten und Gemeinden, soweit Ne als Alt- besitz an^uiprechen sind, behandelt werden. 2. Soweit derartige Anleihen als R e u b e s i tz nmufeben sind, werden sie in der gleichen Weile bebandelb wie d:r Reubesitz auS Inhaberschuld- verschrsibungen (vgl. A 3). 3. Di« sogenannten Vtromabnehmerbar- lehen. d. h. diejenigen Darlehen, die die Provinz innerhalb der Monate Dezember 1922 bis Mai 1923 von ihren Stromabnehmern für Zwecke des Ausbaues ihrer llcberlanban'agc erhalten hat. sollen eine besondere Behandlung erfahren, weil sie unter einem gewissen Zwang zustande- gefommen sind. Abgesehen davon, daß sie. um den Goldmarkwert zu erhöhen, auf den 1. Dezember 1922 zurückdatiert werden sollen, erhalten sie eine lOOprozentige Aufwertung de« Gold- marftoerte«. Gießener Wochcnmarttpreise E« kosteten auf dem heutigen Wochermrarkt: Butter 190 bi« 200. Watte 30 bi« 35. Wirsing kampier für Sie gute Sache der Volksmusik. Die große Deransialtung in der Lolkshalle sollte in der Hauptsache auch eine Kundgebung und Werbung für die Zupfmusik Jein. Es kann gesagt werben, daß dem wackeren Verein dies« Aufgabe in vollem Umfang gelungen ift. Tautendc füllten am Samstag und feormtag die Volk?halte und lauschten mit großef Aufmerlternkeit Be i Darbietungen, Die durch- weg auf einer hohen Stufe standen. Dank der umfassenden und gründlichen Vorbereitungsarbeit der einzelnen Ausschüsse w ckelte sich di« Veranstaltung unter der Leitung des rührigen und verdienstvollen Vorsitzenden der „Tlcapolita", Fritz Brock- Müller, ohne Störung und reibungslos ab. Feststimmung lag über der mit Fahnen reich geschmückten Halle, als die mächtigen Klange des Krönungsmarjch?s aus der Oper „Der Prophet" von Meyertxer den weiten Raum durchbrausten und den Kommers am Samstagabend eröffneten. Rach weiteren Musikstücken, von der Kapelle Weller craft und eindrucksvoll oorgetro- gen, richtete der erste Vorsitzende der „Uleapolita“, Hritz Brock müller, herzliche Worte der ‘Begrüßung an die Gaste, wobei er allen Mithelfern an dem prosten Werte, weiter den Behörden, der Presse urb den Vereinen herzlichsten Dank aus- sprach, für die wertvolle Unterstützung, die sie auch hier wieder der „Reopolita" zuteil werden ließen. Ganz besonders begrüßte er die Mustifreunde aus dem besetzten Gebiet. Die gute, alte ßautentunft habe eine ruhmvolle Vergangenheit: sie sei die Vorläuferin der heute von uns gepflegten Mondo- (inenmufit, die eine Hous- und Volksmusik im wahren Sinne des Wortes geworden sei. Schon mehrfach habe die „Neaposita" die Beweise erbringen können, daß durch die Pflege dieser Musik der Volksbildung und Zagendpflege wertvolle Dienste geleistet wurden. Sie fei bestrebt, aud) weiterhin In diesem Sinne zu arbeiten zum Wohle unserer geklebten Heimat. Mit einem kräftigen „Gut Klang" ich'oß der Redner seine Ansprache, die lebhaften Be:fall fand. Hierauf sang der Gesangverein „Heiterkeit" unter der Leitung feines Ehormeisters Schöttler zwei Männerchöre: ..Eiselwind" von Baumann und „Zieh' mit" von Magerer. Beide Lleder wurden sehr frisch und flangld)5n vorgetragen Rach einem überleitenden Muslistück ergriff Oberbürgermeister D r. Keller bas Wort. (Er führte u. a. aus: „Es ist mir eine große Freude, die große Zahl der Fest- gäfte im Namen der Stadt zu begrüßen. Die „Neapolita", die sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut und größte Achtung genießt, hat den glücklichen Gedanken gehabt, einen Mondo- sinen Wettstreit in den Mauern unserer Stadt abzuhalten. Ein solcher Wettstreit hat n ii)t bloß den Zweck, die Kräfte zu messen, er bietet auch Gelegenheit, weite Kreise der Bevölkerung mit der Mandolinenmusik bekanntzumachen. Es ist sehr erfreulich, daß so viele Vereine von auswärts hier- hergefommen sind Ihnen allen gilt mein Gruß Besonders grütze ich die Dere ne aus dem h-'-'^ten Gebiet Wir danken ihnen alle für ihre treu stsche Gesinnung und dafür, daß sie ain-gehalten haben am Rhein, an der Mosel und an der Saar. M--ge bald der Tag kommen, wo diese Gebiete wieder frei werden! Die Instrumente, die hier gespielt werden, sind seit alter Zeit Ausdruckomittef guter Volksmusik. Daß sie mtch zu konzertllcher Derwen- düng geeignet sind, wollen die hier anwesenden Musikfreunde uns morgen im Wettstreit zeigen. Möge die gute, deutsch" Volksmusik immer nvhr (Gemeingut oster Deutschen werden." (Lebhafter Beifall ) Die Keulenübungen, die von Turnerinnen der Gießener Turnerschoft nun sorge- führt wurden, zeigten taMlofe Zusammenarbeit und gelangen vortrefflich M I großer Aufmerksam- teil folgte bas Bud"kum hierauf den schmier gen Ucbungcn eines Radfahrer-Quartetts, beftchrnb aus ben Domen G. .<71 i ff müller unb A Bfund unb ben Herren K Bfunb und ®. Don - Eiff vom k testaen Rabklub „Germania". 3m Anlch'uß daran trug der fest- gebende Verein unter b«*r Leitung feines (Thor- meifters H Sonntag die Ouvertüre au „Leichte Kavallerie" von Fr. v Supp« vor. Dabei hatte man Gelegenheit, die hervorragenden Leistungen rechen. Hot (ich rin «. aus einem ut abgeblenhetern Hritzer Mob- Plenen Dedeßuit- ch bts Tlonlagi W. tintn btt l)itnb bit Dtrtnb bretztn beteiligten )tr Uetljailtt«, btt Uten aemefen iäbchen Hobe füffen Hrt unb sei in tob efprungen. Tie i genauen latbe- lötf. i ».meiden fuhr Aebenslrahe unb )weg, wo zwei ihtrn Familien Lhesrau M Po« unb ihr einzige- getötet l?irt end grau Jrauh Lbrigen Kinder untn bii 1uU>, M versthi. > iS fe S 351» i «teng -.te: »am)®Ug, «n. KM fr •» Wi .Leiteten tei nÄ'»^rend, " Landung Ihanlslao. i an dn ‘ten ein ®anf- Präsitentz, iN Dorschall ^'weni von gen von MM unb Ti»» Dalzhnsfi "'kl zu tztr- tnf worden. 2o, ^Zeichnung en# t ,n„n i** GZs :n ^u ' r äiurche bet IiVerben -d fjn U f'* >er l0l° fomnA* 1U liege? ' Hi.» l“ hetoolteni „j Äderst * s>!.rK pwsessorSelhach SS Todes-Anzeige. Heute folgte nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser herzensguter Vater und Schwiegervater Herr Altbürgermeister Heinrich Löbrich IV. Im 55. Lebensjahre seiner vor wenigen Tagen verstorbenen Mutter in die Ewigkeit In tiefem Schmerz: Pauline Löbrich geb. Löbrich Elisabeth Müller geb. Löbrich Heinrich Müller, Studienrat Eberstadt, den 7. Mal 1928. Die Beerdigung findet Donnerstag, 10. Mai, mittags 1 Uhr, statt. __4716D Erbenaufruf. Der am 4. Dezember 1026 verst. Johann Hutimann, gew. Privatmann und Witwer in Lorenzenzimmcrn, Gde. Grobaltdorf, O/A. Hall, in Württemberg, hat unter anderen den ttcorg Heinrich Hager, geboren am 18. Oktober 1866 in Jngersheim, O/A. Crailsheim in Württemberg, als teftamentöerben eingesetzt. Nach den gemachten Ermittlungen soll Georg Heinrich Hager im Jahre 1888 in Jngesheim bei Frankfurt a.M. tödlich verunglückt sein und eine Witwe und einen Sohn hinterlassen haben: als letzter Aufenthalt der Witwe ist Cassenhcim, und zwar vom Jahre 1893 sestgestellt. Die Verwandten des Georg Heinrich Hager wissen über dessen Leben oder Tod nicht- anzugeben. Eü ergeht daher an die verwandten der Ehefrau deS Äcorg Heinrich Hager, nämlich die Marie Hager geb. Kreiling, geboren am 13. August 1874 in Gießen, Tochter des Konrad Marlin Kreiling und der Luise Kreiling geb. Lindcnstruth, welche beide verstorben sind, die Bitte, unS etwa vorhandene Anhaltspunkte über Leben oder Tod des Georg Heinrich Hager, seiner Ehefrau und dessen Abkömmlinge zukommen zu lassen. 4462D Jl-hofen, O/A. Hall, in Wüttternberg, den 18. April 1928. Nachlaßgericht Großaltdorf. ________Stv. Bezirk-Notar Fließ.________ Der Voranschlag der Gemeinde Oden- hausen für da- Rechnungsjahr 1928 liegt von Mittwoch, dem 8. Mai an eine Woche r lang auf dem Amtszimmer der Bürger- ,meisterei offen. Einwendungen sind inner* 'halb dieser Zeit oouubringcn. Es ist die Erhebung von Umlagen beschlossen, zu denen auch die AuSmürker beantragen haben. vdeuhausen, 6. Mai 1928. 4721D Hessische Bürgermeisterei. -____________Nachtigall._____________ MM, de» S. 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Der Weltkrieg mit seinen Kriegsschauplätzen in den verschiedensten Teilen Europa» und der Welt und der aus den militärischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch hin erfolgende langsame Wiederaufbau Deutschland» sowohl, wie die gleichfalls nach dem Kriege von Jahr zu Jahr stärker werdende deutsche Auswanderung haben nicht nur einen groben Teil de» deutschen Volke» über die Grenzen de» 'Batcrlanbei geführt. da» deutsche Volk hat auch durch Krieg und Snflation am eigenen Leibe erfahren, daß die wirtschaftliche Lage Deutschland» abhängig ist von der gesamten WeltwirtschastSlage. Diese Erkenntnis hat auch die Bedeutung de» Deutschtum» im Ausland« für den Wiederaufbau und die weltwirtschaftliche und weltpolit.sche Stellung Deutschland» mehr denn je erkennen lassen. So erklärt es sich, dab gerade nach dem Weltkriege, dank auch der intensiven Arbeit de» .Vereins für da» Deutschtum Im Au»lande" da» Interesse am Deutschtum im AuSlande immer stärker geworden und In die weitesten Schichten unsere» Volke» hineingedrungen ist. Und diese» Interesse erscheint noch um so begründeter und notwendiger. weil wir Deutsche eine so grobe Zahl von StammeSangehörigen und Volksgenossen haben, die aus der ganzen Welt zerstreut in kleinen oder gröberen Siedlungen unter fremden Volkern leben. Bund 40 Millionen sind c». die außerhalb der Grenzen de» Mutterlandes wohnen und Zusammen mit den 60 Millionen innerhalb der Grenzen de» Reiche» die grobe deutsche DolkS- und SchicksalSgemeinschast bilden. Diese Tatsache schlieht aber eine grobe Aufgabe in sich, die Deutschland gestellt ist, und an der alle Volksgenossen miizuarbeiten berufen sind. Im AuS- landdeutschtum sind nämlich die Eigenschaften deutschen Wesen», seine Licht- und Schattenseiten in stärkerem Mähe erkennbar. alS e» bei den gleichsörinigeren Verhältnissen de» Mutierlande» Der Fall ist. Glühendste Liebe zum Deutschtum und zäheste» Festhalten am deutschen Wesen unter schwierigen Derhültnifsen stehen neben kränkendster Gleichgültigkeit und raschestem Aus- gehcn im fremden Volkstum ebenso unvermittelt, wie die glühendste Vaterlandsliebe der Augusttage 1914 und die schmählichste Gleichgültigkeit im November 1918. Ausgabe ist e» darum, die in einer fremden Umgebung wohnenden und durch die mannigfachen Einflüsse einer fremden Sprache, eine» fremden Volkstum» und einer fremden Kultur in ihrem Deutschtum stark gefährdeten DolkSgenosien dem Deutschtum zu erhalten. sie an deutschem Kultur- und Geistesleben teilnehmen und sie au Kulturträgern und zu einem Kultursaktor im AuSlande werden zu lassen. DaS aber ist wesentlich und in erster Linie eine Frage der Erziehung. Deutschland wird diese grobe Kulturausgabe darum nur dann erfüllen können, wenn es auch der deutschen Erziehung im Auslande und den dieser Ausgabe im besonderen dienenden deutschen Schulen im AuSlande ein gröbere» Interesse al» bisher und feine materielle und moralische Unterstützung zukommen läßt. Sin kurzer Blick auf unsere deutschen Schulen im AuSlande. auf ihre geschichtliche Entwicklung bi» auf den heutigen Stand, mag un» die geleistete Arbeit und die bevorstehend« Aufgabe auf biefcm Gebiete zeigen. Ich verweise bei dieser Gelegenheit auf das kürzlich im Verlag IuliuS Beltz. Langensalza, erschienene zweibän- big« Werk .Aus deutscher Bildungsarbeit im AuSlande. Erlebnisse und Erfahrungen in Selbst- zeugnissen aus aller Welt", herausgegeben von Pros. Dr. Franz Schmidt und Staatsminister a. D. Dr. B o el i h. das uns in einer großen Zahl von Beiträgen auS den verschiedensten Teilen Europas und der Welt ein lebensvolles Bild dieser Arbeit gibt. Die Geschichte der Entwicklung unserer deut- schen Schulen im Auslande liegt vielfach noch Oer Vater des Roten Kreuzes. $u Henri Tunnute 100. (Geburtstag Da» Rote Krmz, dessen segensreiche» Wirken zur Linderung der Leiden der Menschheit sich tn Krieg und Frieden bewährt hat. gehört heute in allen zivilisierten Ländern zu den Einrichtungen. die wir un» nicht mehr fortdenken können, die un# als selbstver ländlich erscheinen. Die ganze Welt vcr inigt sich daher, um dem Schöpfer dieses internationalen Bundes der Menschen- liebe an seinem 100. Geburtstag den Dank ab- zustatten. Henri Dunant entstammte einer Genfer Patrizier!amilie und widmete sich schon früh menschen r undllchen und gemeinnützigen Ideen. Sein Plan war. einen großen internationalen Verein zur Linderung des Unglücks aller Art zu schassen. Aber durch ein ihn im Innersten aufwühlendes Erlebnis wurde er zunächst daraus hingelenkt, sich mit dem Schicksal d r Verwundeten im Kr ege zu beschädigen. Durch einen Zufall geriet er. auf einer Geschäftsreise durch Italien begriffen, am 24. Juni 1859 auf daS blutige Schlacht «Id von Sol erino. wo bei Einbruch der Rächt Taufende und aber Taufende von Verwundeten, ungelabt und unverpflegt unter den Toten lagen. D r junge Menschenfreund widmete sich, im Ini'.er'tcn erschüttert, ben Unglücklichen; in seiner weißen Kleidung weithin sichtbar, war et unermüdlich tätig, tränkte die Dürstenden, bettete die Unglücklichen und unterstützte die A:rzt:. Er wußte auch andere Reifende dazu zu bewegen, an diesem W.r. teilzunehmen, und errichtete mit ihrer Hilfe in einer Kirche ein Lazarrtt für 500 Kranke. Als der .Samariter von Golferin o" lebt Henri Dunant in der Geschichte fort, denn diese Tat wurde zum Ausgangspunkt seines ganzen W r en» und feint r weitweiten Wirkung. In dem heißen Drange, gegen diese unwürdige und graufame Behandlung d r Verwundeten im Kriege etwas zu tun, we id.t er sich an den französischen Korn- mandiere.iden MacMahon und dann an Ra- poleon III., der zunächst einmal die Freilassung der gefangenen österreichischen Aerzte befiehlt. lehr im Dunkeln Der Deutsche im Ausland« hatte nicht die Muse au geschichtlicher Betrachtung. die Heimat fein Interesse für das Schicksal der Hunderttausend« ihrer in die Fremde gezogenen Söhne. Erft gegen Ende des vorigen Jahrhundert» wurde die Bedeutung de» AuS- landdeutfchtum» für die weltpolitischen und weit- wirtlchaftlichen Beziehungen de» Deutschen Reiches erkannt und damit wurde auch die Heimat auf die BildungSarbeit im Ausland« aufmerksam. was u. a. auch daraus hervorgeht, daß im Jahre 1878 ein ReichSschulsondS zur Unterstützung und Förderung deutscher Schulen im Ausland« geschassen wurde. Der erste stärkere Anstoh zur Gründung deutscher Schulen im AuSlande wurde gegeben durch die Reformation. Luthers Bibel lesen und verstehen können, den Katechismus kennen, di« Kirchenlieder mitsingen können, das empfand der Deutsche im Auslande nun alS eine Überlegenheit seine» Wesens gegenüber dem Nichtdeutschen. Das wollte er auch seinen Kindern mitgeben, damit sie der Väter würdig seien. Die ältesten deutschen Schulen, die es. abgesehen von den deutsch-baltischen und den sieoenbürgi ch-sächsi- schen Schulen, gegeben hat. waren demgemäß Kirchenschulen, wie die in Stockholm (1569), Moskau (1626). Kopenhagen (1643), St. Petersburg 11710), London 117t-9), Warschau '1780'. Alle damaligen Schulgründungen waren Veranstaltungen evangelischer Kirchengemeinden. _ Es gab noch feine deutschen Schulen als GeschästS- untcmcbincn einzelner Schulmänner. Die religiösen. sittlichen und nationalen Kräfte der Reformation find so zu einem der stärksten Hebel der Erhaltung des Deutschtums im Auslande geworden. Darum kann auch das deutsche Auslandschulwesen nach seiner inneren Kraft und nationalen Bedeutung ohne volle Würdigung der Auswirkung de» reformatorischen Geistes überhaupt nicht verstanden werden. Die erste Gründung einer katholischen deutschen Schule im Auslande fällt In das Jahr 1846. Es war die Deutsche Schule in Santa Catharina da Felix, einem deutschen Ansiedlerdorf in Brasilien. Von der Mitte de» vorigen Jahrhundert- an ist dann in Süd- und Nordamerika sowie in den europäischen Staaten eine ganze Reihe deutscher katholischer Schuler, entstanden. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts etwa weicht die deutsch« Kirchenschule mehr und mehr der deutschen R a t i on alschule. In Chile werden die ersten nicht bekenntnismähigen deutschen Schulen gegründet. 1851 in Ofotno. 1858 in Valdivia und Valparaiso, 1859 in La Union. Ihr Träger ist feine evangelische oder katholische Kirche mehr, sondern ein deutscher Schul- verein. Auch in Europa vollzog sich an vielen Orten eine Umgestaltung in diesem Sinne. Aber auch wo die alte kirchliche Gemeindeverfassung erhalten blieb, streifte die Schule oft selber den konfessionellen Charakter ab und wurde zur allgemeinen deutschen Schule für Schüler aller Bekenntnisse. 3m 19. Jahrhundert stieg die Zahl der deutschen Schulen im Ausland« sehr rasch an. In den ersten drei Jahrzehnten traten nach einer Zählung von Pros. Dr. Schmidt nur 4 Schulen neu inS Geben, im 4. Jahrzehnt 5, im 5.: 12. im 6.: 21. im 7.: 44. im 8.: 74. im 9.: 89. Ihre Ursache haben diese vielen Schulgründungen in der starken Auswanderung seit den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts und dem dadurch bedingten Anwachsen des Auslanddeutschtums. Der besonders starke Aufschwung nach 1870 aber erklärt sich aus dem gewaltigen Eindruck, den der deutsch« Sieg und die Gründung des Deutschen Reiches in der garten Welt machten. Es war ja nun eine Ehre. Deutscher zu sein, und es wuchs darum auch das Bestreben, deutsch zu bleiben und seine Kinder dem Deutschtum zu erhalten. In diese Zeit fällt auch die Gründung der ersten höheren deutschen Auslandschulen. Mit dem Eintreten Deutschlands in die Reihe der Weltmächte nimmt auch das deutsch« Aus- landschulwesen wieher einen gewaltigen Aus- und damit den ersten Schritt zur Reutralisierung des Sanitätspcr onals tut Sein Ergebnis legte Dunant in dem ergreifenden Buch .Eine Gr.nnerung an Solserino" nieder in dem er fordert, daß .ein internationales Prinzip ausgestellt und durch einen Vertrag völlerrechtlich geheiligt werde". Da» Heine Buch, von dem Victor Hugo schrieb, daß es .die Menfchlichkeit b.waffne'. sand überall größte Beachtung und wurde die erste Anregung zur Begründung des Roten Kreuzes Auch die Königin A u g u ft a von Preußen la» e» und machte König Wilhelm daraus ausrnerkfarn. der sich tat räftig für die Durch ührung dieser Ideen einsetzte Dunant wußte durch sein eifrige» Wirken zahlr ich« Herrscher und Staatrn für seinen Plan zu gewinnen. König Johann von Sachsen sagte .Ein Volk, da» sich nicht an diesem men- scher, r undlichen Werk beteiligte, würde von der öffentlichen Meinung Europas in die Acht erklär. werden. Eo kam es 1864 zu den .Genfer Konvention", an der sich 16 Staaten beteiligten. und bei d r die Verwundeten und da» Sanitätspersonal krieg ührender Rationen unter den schuh und die Unoerletzlichfeit des Roten Kreuzes gestellt wurden. Dieser erste Sieg eines neuen milturm Geistes bewährte sich zum crftc-i- ma! bei dem Krieg von 1863. und König Wilhelm konnte, als er bald danach Dunant an seinen Hof lud. ihm mit Stolz sagen: -Ich habe jetzt Ihr Werk zur praktischen Ausführung gebracht." 'Der Gedanke wurd.' dann auch auf die Marinen ausgcdrhnt und zeigte seine Kra't im deutsch- ranzösischen Kriege. Auch während der langen Zriedrnszrit hat Dunant unablässig für seine Ideen weitcrzearbeitet und besonders für die Friedensbewegu ig aetoirft. Er opferte seinen Def.r bungen sein halbes Vermögen und Der- amte schließlich vollständig. Ein« furchtbare Zeit der Rot kam über den Greis, der in einem Ge- meindelrankenhaus Ausnahme fand. .Im Alter von 73 Jahren schrieb ich die schmerzlichste Seite meintr Erinnerung", erzählt er davon, .es war die Zeit da ich alle» v r'oren hatte und man mich zu Urrecht beschuldigte, ich hätte mich auf Kosten anderer bereichern wollen. Was ich nw» Ichwung. So sind in der Zeit von 1890 bi» zum Ausbruch de» Weltkrieges nicht weniger al» 450 Schulen neu gegründet worden, wie. um nur einige zu nennen: Antwerpen (1890). B rufet tlL2' Barcelona (1L9' Madrid (189t?). Rom (1901 Budapest (1908 London (1912) Um da» Jahr 1914 gab es kaum noch einen gröberen Ort in der Welt, in dem sich nicht eine deutsche Schule befunden hätte. Auch die Schülerzahl wuchs, namentlich auch durch den vermehrten Andrang fremdländischer Schüler. in diesen Jahren ganz gewaltig. Die deutsch« Schule in Antwerpen hatte im Jahre 1891 270 und im Jahr« 1913 813 Schüler, die deutschen Schulen in Bukarest und Konstantinopel in den gleichen Jahren entsprechend 637:2373 und 330: t42 Schüler Mit dem äußeren Aufschwung ging Hand in Hand auch eine bebeutenbe innere Entwick - l u n g. ber sich vor allem in dem Streben funb- gab. bi« Schulen zu höheren Schulen in Anlehnung an die deutschen Schulverhiiltnisse aus-ubaucn. Bereits vor dem Kriege halten sich so 13 Schulen zu Realschulen mit dem Recht zur Ausstellung be» Einjährig-Freiwilligen Zeugnisses entwickelt. Das waren die deutschen Schulen in: Antwerpen. Barcelona. Brüssel, Del- prano, Buenos Aires. Bukarest, Davos. Genua. Konstantinopel. Madrid. Mailand. Mexiko und Rom. Darunter waren vier Schulen, die zu CBollan ft alten mit dem Recht zur Erteilung d«S RciiezeuanisteS au»gebaut waren. Das waren die Oberr.alschulen in Antwerpen. Bukarest und Konstanlinopek und das Deutsche Realgtzmnasium in Brüssel. Als der deutsche Kaiser und die Kaiserin nebst dem Reichskanzler, Fürsten Bülow, im Jahre 1898 gelegentlid) der O t i e n t r c i f e die deutsche Schule in Konstantinopel besuchten und einen Eindruck bekamen von der kulturellen und politischen Bedeutung einer AuSlandschule. hatte das die Wirkung, daß der sogenannte ReichS- s ch u l s o n d S . ber bisher nur 150 000 Mk. betrug. auf das Doppelte erhöht und in ber Kulturpolitik des Auswärtigen Amts neue Wege eingeschlagen wurden. Der Reichsschulfonds wuchs bann in den Jahren 1904 auf 530 000 Mk. 1910 auf 900 000 Mk.. 1912 auf 1 030 000 Mk. DaS Auswärtige Amt nahm durch Berufung eines Schulmannes in di« Kulturabteilung die Förderung des Auslandschulwesens felber kräftig in Die Hand, sorgte vor allem für die Vermittlung von Lehrkräften sowie deren Sicherstellung und zweckmäßige Vorbereitung. Insgesamt hat da» Auswärtige Amt bis zum Kriegsausbruch rund 700 Lehrer auf Grund eigener Auswahl in» Ausland geschickt. Ein besonderes Gepräge erhielten die deutschen Auslandschulen durch den starken Andrang einheimischer Schüler zu den deutschen Schulen, der etwa um die Wende des Jahrhunderts einsetzte und von Jahr zu Jahr stärker anichwoll. So waren im Jahre 1912 von den 2373 Schülern und Schülerinnen ber beullchen Schule in Bukarest nicht weniger als 1399 Rumänen. Dazu kamen noch viele Kinder sonstiger fremder Staatsangehörigkeit und nicht deutscher Abstammung. Reben diese deutschen Schulen deutscher Kirchengemeinden und privater deutscher Schul- vereine, die auS dem Bedürfnis nach deutscher Crzicchung für die eigenen Kinder hervor- gingen, entstanden vom Jahre 1907 an auch deutsche Dropagandaschulen", namentlich in Ehina. die von der deutschen Reichsregierung errichtet und unterhalten wurden. Allmählich kamen auch andere Länder, wie Japan, Chile. Argentinien. Peru. Panama. Colurnbien, Persien, die Türkei. Afghanistan und Rord- amerila ganz von selbst darauf, deutsche Schulmänner und Gelehrte zur Um« Seftaltung ihres Schul- und Bildungswesens nach eufchem Muster zu berufen. Das deutsche Aus- landschulwescn war also vor hem Kriege auf einer beachtenswerten Höhe ber Entwicklung angelangt unb bot ein erfreuliches Bilb rastloser Arbeit und gesunden Fortschritts. Auch in der Heimat wuchs das Verständnis für die De- deutung der deutschen Schulen im Ausland« immer mehr, und es war zu hoffen, daß sie nachholte. was sie bisher versäumt hatte. Da kam der Krieg unb vernichtete mit einem Schlage den Erfolg jahrzehntelanger mühevoller Arbeit. In allen gcinbftaatcn war die deutsche Bildung»arbeit von 1914—1920 oder gar noch länger unterbrochen. In einigen ist sc« auch heute noch nicht wieder ausgenommen Fast überall aber, wo deutsche Schulen beute wieder in» Leben gerufen werben, muh wieder von vorn« und vielfach unter ganz anderen und weit schwierigeren Verhältnissen al» vor dem Kriege begannen werben, denn es haben sich burch ben Krieg nicht nur bie politischen und staatsrechtlichen Verhältnisse vieler Länder geändert, auch die Zusammensetzung unb die Zahl ber Deutschen ist wieber eine ga^i anbete wie vor bem Kriege Dennoch macht sich in ben letzten Jahren schon wieder ein« erfreulich« Aufwärtsentwicklung bei unteren deutschen Schulen im Ausland« bemerkbar. Richt nur. bah eine ganze Reihe ber alten Schulen ihre Pforten wieber geöffnet haben, e» sind auch weiter«, neue Schulen hinzugekom- men. hier unb ba haben sogar bie Schulen bie Be'uchsziffem der Vorkriegszeit wieber erreicht. Auch der deutsche Auslandlehrer strebt schon wieder au» seiner Isolierung heraus unb sucht nach einem Zusammenschluß, um die vielen 5ra- g.n. d e an ihn herantreten, gemeinsam zu lösen. Sv konnte im vorigen Jahr in Darmstadt ein .Weltverband deutscher Luslandlehrer" ins Leben gerufen werben ber alle an beutschen Schulen im 2[u»lanbe tätigen Lehrer umfaßt unb ihre Interessen vertreten tri L Gemeinsam Heben diele deutschen Lehrer auch eine Zeitschrift. Vie Deutlch« Schul« Im AuSlande' . heraus, r e allmonatlich er cheint iDerlag Heckner. Wolsen- büttel) und fortlaufend über bie Entwicklung des AuSlandschulwelen» in ber weiten Welt sowie über bie Erziehungsfragen beS Auslanddeutlch- tum» berichtet. Wenn auch ber Ansana zu einem Wieberauf- bau unserer beutschen Schuten im Ausland« gemacht ist. so bleibt doch noch viele» au tun. bie wir ben Stank) vor dem Kriege wieder erreicht haben werben. Unb biese Arbeit wirb noch manches Opfer kosten, an dem sich auch die Heimat beteiligen muß. indem sie bie Bestrebungen d«S V. D. A. und damit auch die Bestrebungen unserer deutschen Schulen unterstützt, nicht nur materiell, londern auch dadurch, daß da» Interesse an dieser Äulturaufgab« ständig wach gehalten und in bie weitesten Schichten unsere» Volke» hineingetragen wirb. Rur bann kann wieber ein beutfäK» Schulwesen im Ausland« erblühen, das der Bedeutung d«S deutschen Gedankens in ber Welt würdig ist. Oie Jagd im Mai. In frischem Grün prangen Forst unb Flur. Feier stimm ung burchzieht des Weidmannes Herz, wenn er sein Revier betritt, da» wie verjüngt erscheint. Zwar ruht die meiste Jagd, doch entschädigt manch guter Anblick den Heger und Pfleger seines WildeS. Die Jagd auf Rot- unb Damwild ist für ben Weidmann geschlossen, auch wenn da» Gesetz wie in Hessen den Hirsch freigibt. Der Rothirsch schiebt sein neue» Geweih, der Schaufler wirft ab. Da» Mutterwild setzt und muß vor allen unnötigen Störungen bewahrt werden. Schwarzwild hat keine gesetzliche Schonzeit, doch wird kein anständiger Jäger die führende Bache ahschießen. Das Hauptinteresse pflegt jetzt dem Rehwild zu gelten. Der Bock ist mit dem Ausbau seiner Krone fertig. Gute Böcke haben schon gelegt und verraten durch Fege- und Plähstellen ihre Wechsel, die sie noch fest einhalten. In der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juni beginnt denn auch in den meisten deutschen Ländern die Schuß- zeit des RehbockS. In Hessen ist der 16. Mai der erste Oagbtag, während in ben benachbarten preußischen Teilen der Tag alljährlich burch bie Bezirksausschüsse besonders festgesetzt wirb. So ist im Reg -Bez. Kassel ber 27. Mai als erster Tag und in der Rheinprovinz -f6 etc. 2 Tf4-f6 etc. 2. Tf4-f6 etc. Anderes einfach. Sine richtige Lösung *um Problem Rr. 156: stud. ing. W. Müller, Lang-GönS Schachbrkefkasten. Ehr. R., L. I. R., Münster: Bei Problem Ur. 156 setzen Sie einfach nach 1. Lf4, Ld4 durch 2. Ld5 matt, übersehen aber 2..., Lc5. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStifch. Au» grauer Vorzeit. Herr Kreischte besucht da« Museum für Ra- turfunbe unb läßt sich vom KustoS die Sehenswürdigkeiten erklären Tor dem Gerippe eine« JchchosauruS fragt er: „Wann mag wohl dieses Tier gelebt haben?" „Das ist mindestens hunderttausend Jahre her." „Gott, wie die Zeit verjeht!' (Luft. TL) Der grobe Meister. Szene: in Weimar. Franz Liszt war vor kurzem AbbL geworden unb saß nun in gehäufte Arbeit vertieft, alS ein ungebetener Besucher eintrat und ihn mit störender Unterhaltung anödete. Das war der normal« berühmte Weimaraner Komponist Eduard Lassen, der unter anderem wissen wollte, ob sich Liszt bei llebernahme der priesterlichen Weihen eine Tonsur hätte scheren lassen müssen. Liszt wandte dem Frager Lassen seine Kehrseite zu unb erläuterte nicht sehr höflich, aber um so deutlicher: „Lassen, sieh mich ungeschoren!" (Lust. TL) Kreis Büdingen. Ridda, 7. Mai. In bet hiesigen Gewerbeschule beginnt Mitte Mai ein sechswöchiger Koch- unb Handarbeits- kursus, dessen Kosten von der Stabt, getragen werden. Er ist vorwiegend für Die fortbilbung«- schuipflichtiae Jugend bestimmt, doch können auch ältere Mädchen unentgeltlich daran teilnehmen. nd. R i d d a. 7. Mai. Unter Dem Vorsitz deS KreisdirektorS Dr. Gähner sand heute eine gemeinsame Versammlung der Bürgermeister und Gemcinderäte der Kirchengemei nden des Kirchspiels Ridda statt, wozu auch der Kirchenvorstand und die Kirchengemeindcvertreter geladen waren. ES wurde über die wichtige Frage der Aufbringung der Kosten für b i e Renovierung unserer Stadtkirche verhandelt. Rach verschiedenen Vorschlägen kam man zu dem Beschluß, daß die erforderliche Summe von etwa 15 000 Mk. durch eine Anleihe bei der hiesigen BezirkSsparkasle gegen Bürgschaftsleistung der fünf Gemeinden des Kirchspiels beschosst und die Schuld durch Amortisation in 45 Jahren getilgt werden soll. Heber den VerteilungSplan der Bürgschaftsschuld wurde beschlossen, daß die Gemeinde Ridda 61 Pro-., die Gemeinde Hnter-Schmitten 16 Proz, die Gemeinde Kohden 10 Proz., die Gemeinde Michelnau Z1 . Proz. und die Gemeinde Tab Salzhausen 5l/i Proz. zu übernehmen hat. Die Versetzung der Orgel der Kanzel unb deS Altar« wird davon abhängig gemacht, baß die vom Denkmalspfleger in Aussicht gestellte staatliche Teibilfe von 2000 Mk. zu den Kosten auch gewährt wird. Schließlich wurde noch eine Tau- kommission bestimmt, die bei Ausführung der Arbeiten Dünsche und Vorschläge der Bauleitung unterbreiten kann g. Dauernheim. 6. Stau Vom herrlichsten FrühllngSwetter begünstigt sand beute unter großer Beteiligung die Einweihung der „Gemeinde Halle" statt. Die Halle rst 23 Meter lang und 17 Meter breit DaS Innere hat einen fast quadrattfchen Zuschauerraum, eine geräumige Empore, einen Küchen-, Aus'chank-, Musik-, Bühnen- und Ankleideraum. An den Wänden sind eingebaute Bänke, außerdem sind noch 400 Stühle und die nötigen Tische vorhanden. Die Hatte stand früher in Neckarzimmern alS Munitionsfabrik und mußte auf Befehl de» ZeindbundeS abgerissen-werden. Die Anregung zum Bau der Hatte gab Der Turnverein, dem eS an einem Lokal fehlte. AIS bann auch bet Gesangverein, der Kriegerverein. Die Schule unb viele Familienväter ihr lebhafte« Interesse bezeugten und einen Garantiefonds von 5000 Mk. zeichneten, griff Bürgermeister Herrnbrodt mit großer Energie unb Zähigkeit bte Sache an, unb ihm sowie dem ©emeinberat ist es zu danken, wenn trotz mancher Schwierigkeiten der Bau heute vollendet dasteht Alle Dauernheimer haben unentgeltlich an Dem Dau geholfen, die Fuhren wurden um'onst gemacht. Alle Handwerker haben ihre Arbeit auf die billigste Wetse berechnet. Der neue Jagdpächter ö. Bieber auS Frankfurt half besonder« aus den geldlichen Verlegenheiten unb stellte außerdem fein Lastauto frei zur Verfügung. Auch die StaatS- regicrung ist der Gemeinde sehr entgegcngHom- men unb hat ben vorgelegten Finanzplan genehmigt. Rur dank dieser Mithilfe von allen Seiten ist daS Werk gelungen. Unb Bürgermeister Herrnbrodt konnte deshalb heute aus innerer Befriedigung allen diesen Helfern im Tarnen der Gemeinde herzlich danken. Die Fest- unb Deiherede hielt Pfarrer Wolf- Ranstadt. Rachdem er auS der Geschichte Dauernhcims manches erwähnt hatte, knüpft« et an die drei Zeichen am Eingang der Halle an, um daran die hohe Bedeutung und Ausgabe b«r Halle zu schildern. KreiSdirektvr Dr. G a b n e r - Tübingen beglückwünschte die Gemeinde zu dem schönen Bau unb wünschte, daß alle Vereine, von echt deutschem Geiste be*eelt, nur vaterländische Arbeit in dieser Halle lei» ften mögen. Der MSnnergesangverein K*«l+ ra8~b8! Cn Angriffe. m Prsblrm Ht. 156: nfl-öoni. lastt». ister. *Bti Droblm iach l.Lfi Ld4 durch •t 2.... Lc5. »kappe. im Htbettionetild). Beryll lai Museum (üt Hain W die W* Ichchosaums frual ff s Zier gelebt fri^r »erttousrnd Jabreb.r tW- (MK' Meister. anz Liszt wr vor mb s--b nun m F ein ungcbelrn« nit störender Unt« der Domate berühm t duard Lallt". * Ito, ob Itö W.b« >cn Drihen eine ^Lassen leine Kthr- scht sehr höllich. •i» k, llnlleideraM 2 * KAp- notigen gaiS»* üher M Deal . ' b«ZiB bann seM j? fre Schule 3nlel<3? ^Aettnbtobt SLS “£ SA i»X •# c E. hatte. '"L Sx-,^'r >ÄsS. Da" unu Aste £ ’6-b5 b8>bZ ?'a< ua3 ytoenbifl um , £'6 ^->6 t4to'W^ Lf6xg5 ti6+ 56 tot8?n Ww Ti^bl + M-h7 P>l-al Lfu-c3 Ä duuh den 1* 4Stl» log« nft- ioj Talxel Tel-dl Qualitäten eint» derLinie. Tdl-g| p Th2-a2 17-15 einen st-Banern zu Ta2-b2+ J"Ü aeatbtn, ba die lm und Dtih vroni einen a-'Mtm nicht emi 2r.M. Krämer. 174-114 etc. 114*16 tlt 714-16 etc. 714-16 etc nsach. und dn Mädchenchor verschönten die Feier durch herrliche LiedervoctrLgc. Die flotte. 'chönc Musik wurde ausgesührt vom Mulilverei« TtleöcT-TIodfkiM- Mrcte Schotten. Y Schotten. I. Mal 21m Samstag sand hier eine Vorstandssitzung der O r t » k r a n k e n - faffe Schotten statt. Als wichtigster Punkt stand die Errichtung etneS eigenen Hauses. daS Durcauräume und zwei Wohnungen enthalten solle, aus der TagoSordmorg Der Vorstand, sowie der Ausschuß glaubten, in Rücksicht aus die schlechten Zeitverhättnisse es nicht verantworten zu können. Mittel zu einem Reubau zu bewilligen. Daraufhin wurde der von der Sektion Scholten gestellte Antrag zurückgenommen. I Gcdern. 7. Mai. Am 22. d. M. findet hier der alljährliche, weithin bekannte Prärniie - rungSmarkl statt, der von dem Landwirt- schastSlainmerauSschus, der Provinz Oberhessen unterstützt wird Es werden Fleckvieh und Vo- aelsberger Vieh prämiiert. Auch nicht ins Herdbuch eingetragene Tiere können an der Prämiierung teilnehmen. Der stattliche Betrag von 1200 Mark sieht zur Preisverteiluna zur Verfügung. Wie tm Vorjahre. Io verbindet auch diesmal der Landwirlschaflskamrnerausfchub mit dem Martte eine Zuchtviehversteigerung. »-Ober-Schmitten, 7. Mal Die Staffel- schePapierfobrik.die infolge Absatzschwierig, keilen fast 2XA Jahre ftillstand, wird Mitte Mai den Betrieb wieder eru f f n e n. Dorlausig Ift nur Kurzarbeit an okr Wochentagen vorgesehen. Buch die Belegschaft ersähet eine starke Einschrän- kung, da einzelne Abteilungen vorerst nicht bc|rfot werden So kommt es, dost die noch vorhandenen Arbeiter nicht alle eingestellt werden können, obwohl ein groster teil der ursprünglichen Arbeiterschaft in anderen Betrieben untergekommen ist. )—( Ruppertsburg. 7. Mai. Seit April ist die Zuchtbullenhaltung in unserer ®e- meindc in der Weise geregelt, daß die drei Dullen, die seither in Privatpflege waren, nunmehr in einem Gerneindesafelstall. der durch Umbau des StalleS der von der Gemeinde erworbenen früheren Portschen Hosreite hergerichtet worden ist. untergeb.acht sind. Zum Faselwärter toütbe Herr Hartmann ernannt. — Dem De.spie le vieler Gemeinden in unserem «reise solgend. hat d - Demeinderat b'schlossen. von diesem Rechnungsjahr ab keine Rachtwächter mehr zu besolden. Damit ist et ne uralte, historische, echt dörfliche Einrichtung gefallen. die in dem Leben unserer Dörfer in alter Zeit grobe Bedeutung hatte und darum der Poesie auf die verschiedenste Weise Stoss ge- llelert bat - Dieser Tage feierte Herr Otto Vöcher sein 25jährigeS Dienftjubi- läum als Polizeidlener unserer Gemeinde. Wehr re Glückwünsche aus der Gemeinde und auch von auswärts wurden ihm, dem allen Polizei diener, an seinem Ehrentage dargcbcacht. — ©in reger Güterverkehr herrscht in diesem Frühjahr an unserem Bahnhof. Droste Mengen Buch.nstammHolz aus den Wäldern der Gemeinde Ruppertsburg, Gonterskirchen und der Gräflich Laubachschen SlandeSherrschaft werden verladen. Wer diese prächtigen, schönen Stämme fiept, dem kommt deutlich zum Bewustt- sein, welch grcf*e Reichtümer der Wald unserer Gegend birgt. Brennholz wurde im Vergleich zu früheren Jahren biS jetzt etwas weniger verladen. — Urtiere Schulsparkaffe hat sich auch im abgelaufenen Schuljahr.' gut ent- Der Sternhimmel im Mai. Nachdruck verboten. Sonnenaufgang von 4.30 bis 3.45 Uhr. Sonnenuntergang von 19.25 biS 20.10 Uhr. Lichtgestalten deS Mondes Vollmond am 4. Mai um 21 Uhr 3. Viertel am 12. Mai um 22 Uhr. 1. Diene! am 26 Mai um 10 Ubr. mf. Wir wollen es schon gestehen: Mit dem Stenchimmel war es in diesem Frühjahr eine den letzten Tagen des MonatS, wo er links von dem Punkte, an dem die Sonne untergegangen ist. in der Abenddämmerung zu erblicken ist Er geht etwa zwci Stunden nach der Sonne unter, was für ihn immerhin schon eine ganz ansehnliche Leistung ist. Ob es freilich zu seiner 21uf- sindung mit blostem Auge ausretcht. wird von der Klarheit deS Horizontes abhängen. STEINBILDER STABEN (J Vollmond d J Vi ertöt I ^Vl»n*ur Venus ^Mer/ •^Jefum /ferne; Kleine ßvcb \ sieben Der die 24 StundcntoMen w» Mitter- mcIi he M-tterweAt ernte Taget ent- keilende Krre end die d»d funotierte Linie, der eogmonnte Hom tont. emd feet- etekmd eudrnhen. Der Sternhimmeldreht rek isr-4 der» auf M-UnucAl erfanden geraden Pfeil — drmZei- f«v dar HimmalnAr — in 2J Ständen nnd 56 M-nnten im Sinne de« gezogenen Pfeile emmo) n* »einen M'tta>#unlt. Der eingeeeiclwau Hemani nmrckmt die n der 5tvncr. auf die der gerade Pfeil er ft, uw die Monatemitte aiekt- 6jren Sterna. Untere Korte ea-gt alte den Zu.etand uw M'tter-nncXt dar Me- netamitte Will wen n einer anderen Stunde bedachten to denke wen eich den Sternhimmel eamt dem geraden Pfeil ee gedreht, dafl dieeer auf die Be- d-aAtungsKunde trift; dadurch werden die tu dieeer Zeit eiAtbaren Sterne m den nicht tuttudrehenden Hari tont hin- eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mc- naunutte iet der gerade Pfeil /3Stunde früher, für je S Tage nach der Monate- mitte */3 Stunde efiter tu Kellen. Man vergleiche die näekete Monetehartc. Der Mond nimmt die gerechneten Stellungen em. wenn er die angedeutete L'At- geetaJt reift. ziemUcye Pleite, denn von den Wandelsternen war am Abendhimmel bisher kein einziger zu sehen, so dast nichts anderes übrig blieb, als nur von dcn Fixsternen zu erzählen. Da dies natürlich auf die Dauer für den himmlischen Berichterstatter etwas langweilig ist. so habe ich mich mit einer entsprechenden Bittschrift an die hierfür zuständigen Stellen gewendet, und diese haben auch ein Einsehen gehabt. Wir sollen demimch in diesem Monat auch am Llbendhirnmel Wandelsterne zu sehen bekommen, und zwar gerade den sonnensernsten. den Saturn, und den sonnen- nächsteir. den Merkur, diesen allerdings nut in Der Fixstetnhimmel wird immer sommerlicher, was sich namentlich in dem immer höheren Stand der beiden Haupts ähnlichsten Sommersterne, deS Arctur und der Wega, ankündet. Auf ihrer Verbindungslinie erblickt man das zwar kleine aber fast genau halbkreisförmige und deshalb besonders hübsche Sternbild der Krone und weiterhin nach der Wege zu den Herkules. Am 19. d. M. ereignet sich eine vollständige Sonnenfinsternis, die indessen alS solche nur für die südlichsten Teile der ©rde sichtbar ist. während sie uns nicht einmal als eine unvollständige Dersinsterung erscheint. Äüftermann. wickelt. Die Zahl der Einleger betrug 69. Die Einlagen erreichten den Betrag von 1719,65 Mk. Zurückgezahlt wurden an Konfirmanden 480,40 Mark. Kreis Alsfeld. >* AlSfeld. 7. Mai. Am Samstagabend veranstaltete der Männergefangverein .Erheiterung" Altenburg im groben Saale des .Deutschen HauseS" dahier anlähllch seines sechzigjährigen Bestehens ein 3 u b i • läumskonzert, zugleich als Gedächtnisfeier des 100jähngen Todestages des groben Liederkomponisten Franz Schubert. DaS Programm deö Abends war dementsprechend gewählt und wurde eröffnet durch den Ehor .Sanktus" aus der deutschen Wesse von Franz Schubert. Die Leistungen des unter Leitung von Lehrer Z o 11 - Alsfeld stehenden Vereins zeigten eine weit über dem gewöhnlichen Durchschnitt ländlicher Gesangvereine fteheirdeS künstlerisches Können, wie auch die Erfolge des Verein- bei den letzten Gefangs- wettstreiten bewiesen haben. Sämtliche Gesangs- vorträge des ©Hots ernteten daher lebhaften, sich stets steigernden Beifall. 3n einer Ansprache feierte Lehrer Zoll den Komponisten Franz Schubert alS den größten musikalischen Lyriker, dem auch der deutsche Chorgesang die edelsten Tonperlen zu verdanken habe. Zur Abwechslung des Abends fang Frl. 31se Dingeldeh- Alsfeld einige Schubertlieder, und ein au« jugendlichen AlSfelder Kräften bestehendes Trio Paul Zoll (Klavier), Erwin V ö 1 f i n g (Getto). BinClin .vorlrag Fr^nklnrl e. ■. Bli wock, «en I. Iil Ittl, Ml Ufcr eleUn, Frei. Br. liinui: Das Kopf haar und Haarwecheel. Haarausfall naLevcnl nud eeinfl HHluna durch MdKry*O,e fiücfcfr. i. d. Phys. Leboral. Br. Slßnuind. Itnttlnrl Deierloch Hermann Fuchs (2)lohne) trug mit Verständnis und Feinheit zwei Schubert- und Handn- trios vor, tiud. Paul Zoll fpieite aus dem Fküacl mit groster Virtuosität ein Walzer» capnccio von Schubert-Liszt. Die zahlreichen Zuhörer. die den Laa! dis auf den letzten Platz füllten dankten für den aenustreichen Abend durch lebhaften Beifall. Der AlSfelder Gefangne r c > n . V ’ c h c r f t a n V überreichte durch feinen Präfidenten dem äubiiäumsverein eine fchön ausgestattete FahneMchieise. Preußen. Mrcio rvrylar. y Wetzlar, 7. Mai Die für den Spätherbst zu crwaNenden Stadtverordneten wählen werfen bereits ihre Schatten voraus Seiten» der Gruppe der sog ..ilhpol'tischcn Liste', die der ®irt- schastspartei nahcstcht, sind schon mehrere Sorbe- Iprrdiungen abgehallrn worden, in denen aud) die Manfcibalenfrafle erörtert wird 0» werden ichon Namen neuer Männer genannt, die die L.ste führen sl-" - - ft m zu r'"-T -'tlgcn E'N Hing noch nicht gekommen, vielmehr dürfte c» sich hier mehr uu« wv. . i.uu) ar einen ooei andern Nid)- tung bin gehandelt haben WSR. Wetzlar, 7. Wai. DaS Kuratorium der städtischen gewerblichen Berufsschule hat beschlossen, den Turn- und Sportunterricht als ordentliches Fach in den Lehrplan der Schule aulzu» nehmen. An dem Zustandekommen dieses Beschlusses, der austerordentlich begrüstenSwert ist und vorbildlich für alle aleichacartelen Schulsysteme lein sollte, haben die Wetzlarer Sport- kreise führend mitgewkrkt. Sie stellen der Schule auch, wenn die vorhandenen ßebrfrä'te nicht ausreichen sollten, gee.gne.e Perftnlichkeiten zur Durchsührung dcr MedungSstunden zur Verfügung. ~ Aus dem Hüttenberg. 7. Mai. Zn den Demeindewaldungen des Hüttenberges sind die Kulturarbeiten fest im Gange. Schon von jeher bilden diese Arbeiten eine Liebling-beschäftigung der Bauernmädchen, die alltäglich frühmorgens in den Wald gehen und dort die Arbeiten unter Aufsicht eines Vorarbeiters und des Försters auäfübten. 3n bezug aus ihre Bezahlung sind die Kulturarbeiter nicht lehr anspruchsvoll. 2lls Arbeitslöbne werden bezahlt: für weibliche Arbeiterinnen unter 16 Jahren 20-25 Pfg. von 16—18 Jahren 25—30 Psg. über 18 Jahren 30—35 Pfg Für männliche Arbeiter unter 16 Jahren 30— 35 Psg. von 16 biS 18 Jahren 35—45 Psg. über 18 Jahren 45—55 Pfg Vorarbeiter erhalten 50—60 Pfg. pro ©tunbe. Sprech stunde« der Aedaktton 12 bis I Uhr mittags. 5 dis 7 Uhr nachmittags $omtio^ nachmittag qefchfosteu____________________ Dr. Weinreichs MoHenäther H D sicherer Schutz gegen Mottenfraß Dfiugetalt TOarum Großmutter Sunlkht Seife schätzt Grossmutter kennt den wahren Wert wohb gepflegter Hauswäsche. Sie hat sie sorglich behandelt, all die Jahre hindurdi. Voll reifer Erfahrung sagt sie: „Seit 30 Jahr2n verwende ich nur die gute reine Sunhcht Seife; sie hat mir stets die Arbeit erleichtert, schäumt prächtig und gibt eine köstliche blütenreine Wäsche. Auch für mich selbst verwende ich nichts anderes“ Nehmen Sie Sunlichf Seife auch für alle anderen Reinigungszwecke in Haus und Küche. Ihre Reinheit und Ergiebigkeit macht sie für alles geeignet. Doppelstück 40 PIg.; grosser Würfel 35 Pfg- gemahlen InPapter» fäden sämtliche Sorten klINWWl rmpRcblt ab Luger o>er anneliefert z.ir yerroeiiöunfl0itrlle H. Trechsler Sieinftr.Z.i Tet.tü8l Holländer Anae^schellftsche fftr. 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Die erste der vorgelegten Fragen galt her schnellen Dorlage und Verabschiedung «ine- Reich-volk-schulgesetze- im neuen Aerch-tag durch da- der evangelischen Schule volle Entsaltung-freihett und Gleiarberech- tigung mit anderen Schularten — auch bei Fest- sedung des Eharakiers der bestehenden und bei Errichtung neuer Schulen — gewährleistet wird. Die weiteren Fragen hatten zum Gegenstand die gesetzliche Sicherung der Eigenart der evangelischen Schule durch Anpassung von Lepr- und Lernbüchcrn. einheitliche Zu- sammentetzung M Lehrkörper», keine Unterstellung evangelischer Schulen unter dissidentische Schulaufsicht-beamten, Ablehnung einer Fassung de- ..geordneten Schulbetriebe-'', die aus eine Verkürzung de- Elternrecht- hinau-läust. Abwehr einer .Rotlösung' durch «in Sondcrgesetz für die weltliche Schule und Gewährung des Recht- der kirck>lichcn Einsichtnahme in den Religion-unterricht Die De u t schn a ti onale Vol^-parte, teilt mit. bah sie der Stellungnahme de- Reichs» «Iternbunde- - u st i m m e und sämtliche Fragen mit j teren Fragen berührten geleye-technlsche Einzelbelten und mühten der Entscheidung durch die künftige Fraktion vorbehalten bleiben. Die Frage nach ihrer Stellung zu den sonstigen GetetzeS- orbeiten sozialethischer Art beantwortet die Deutsche Volk-Partei zustimmend. Die Deutsche Demokratische Par- t e i nimmt Dezug auf ihr« Stellungnahme bei den Verhandlungen über da- Reich-schulges-tz. Sie Der trete die Auffassung, dah die Gemein- s ch a s t » s ch u l « nach der Reich-versassung von Amt» wegen eingerichtet werde, während die Dekenntni-schul« einen Antrag der Erziehung-berechtigten erfordere. Rach dieser rechtlich unwiderleglichen Auffassung könne von einem gleichen Recht der durch die Verfassung ermöglichten Schularten nicht die Rede sein. Zur Frag« der gesetzlichen Sicherung der Eigenart der evangelischen Schule wird erklärt' ..Die Deutsche Demokratische Partei erkennt den Wert der in den Konfessionen sich auswirkenden religiö'en Kräfte für die Volk-- erzichung in hohem Mähe an. S.e hält jedoch die Dogma tif ierung de- weltlichen Unterricht- für eine geradezu schädl che Vergewaltigung dc- Stoffe-." Die Berücksichtigung der konfessionellen Verhältnisse bei der Zusammensetzung der Schulverwaltung sei eine Fraae deS Taktes der Regierungen. Eine grund'äyliche Konfefsionalisierung sei ledoch abzulehnen. Zur Frage der ..Rotlösung" durch ein Svnder- gefeö für die weltlichen Schulen sei die Demokratische Partei der Aufsassung. dah die Schulfragen der ReichSversassung in einer definitiven Form geregelt werden sollten. Die Verständigung zwischen Schulverwaltung. Lehrerschaft und Kirchen über den Inhalt deS Religion»- Die Ilir mit Den Wen SWWn. Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann. Verlag. Leipzig 2. Fortlegung. Nachdruck verboten. ..Gewiß ist da» ein Verbrechen." jagte sie ernst- ho|t, „ee wird nun leiorr nicht als folches bestraft. Uber qi/xyn feine» Buche» hat er nicht gesessen. Es war eVwas üiel Gräßlicheres. Ich glaube. Dioi- Jehien!" „Worüber handekt da» bud)?' Er reichte e» ihr zurück „lieber zweibeinige Wesen, so wie Sie und ich , sagte sic feierlich. ..Es steht darin, wieviel glücklicher die Menschen sein würden, wenn sie anstatt mit Latein und Algebra mit Wurzeln und Rüssen aufgezogen würden und frei und nackt im Wald herumliefen!" Dick erhob sich zu seiner ganzen imponierenden Größe. „Und wo wohnt dieser seltsame Rau^?" Sie nahm da» Buch auf und schlug die Seiten zurück. bis sie zur Fußnote unter dem Dorwon kam. .In Sussex — Galgenhof! Mein Gott, klingt da» gruselig!" „Der war noch hier außer Stoletti?" Sie zeigte ihm eine Liste von vier Namen. „Außer Stoletti steht wohl niemand in dem Verdacht, da» Buch gestohlen zu haben, außerdem find die anderen Historiker, und Biologie würde le schwerlich reizen. Es wäre auch in meiner Anwesenheit nicht vorgekommen. Ich passe höllisch auf." Eie hielt plötzlich inne und blickte auf den Tisch. Das Buch war verschwunden. ,,/jaben Sie es genommen?" fragte sie. „Haben Sie gesehen, wie ich es genommen habe?" forderte er sie heraus. «Gesehen habe ich es nicht. Ich hätte schwören mögen, daß das Buch eben noch da war." Er nahm es aus feinem Ueberzieher heraus und gab es ihr zurück. „Man findet selten Leute, die höllisch aufpassen!" „Aber wie war das möglich?" Sie war vollständig verblüfft. „Mein« Hand lag auf dem Buch. unterricht- und da- Zusammenwirken bei feiner Durchführung halte sie für selbstverständlich. lehne ledoch die in der Regierung»- potlagc zum Reichslchulgesetz dafür vorgesehene Form ab. Den Gesetzen zur Pflege der Volls- kultur und zum Schutz« der Jugend werde di« Parte', nach wie vor ihre lebhafte Anteilnahme D.e Sozialdemokratische Parte» verweist auf den Abschnitt ihre» Heidelberger Prvgra nmS über K rchen- und Schul'ragen. der lautet : . D.e öffentlichen Einrichtungen für Erziehung. Schulung Vildung und Fc-r'chung find weltlich Jede öffentl.ch-rechtliche Einfluß- r 2b-.. von Kirche Ndig ung-gemc.n'chaften auf diese Einrichtungen ist zu bekämpfen. Trennung von Staat und Kirche. Trennung von Schule und Kirche, weltliche Volk»-. Beruf-- und Hochschulen Keine Aufwendung au» öffentlichen Mitteln für kirchlich« und religiöse Zwecke." Europa in zehn Jahren! Don Joseph Eaillaux, ehcm. französischem premierminifler. II. Oer Weg ins Freie. Man hat oft genug behauptet, daß sich Eu- rvia im Lause des letzten Jahrhunderts zu einem riesigen Zabrikbetriebe entwickelt habe, der hundert Millionen Arbeiter mehr enthält, als er zu ernähren imstande ist und dem eS nur gelingt, diese- Arbeiterheer am Leben zu erhalten. indem eS feine Ferügsabrikate gegen die Rohstoffe und Lebensrnittel verhältnismäßig junger Länder wie der weiten Gebiete Rord- und Südamer.kaS sowie Australien- und der alten Gebiete Asien- eintauscht. Der Weltkrieg hat naturgemäß zu einer Verschiebung der internationalen Industriewirtschaft geführt. Er hat Rattonen, die von Eur pa bisher mit Fertig- fabrilatcn beliefert wurden, deren sie zur Aufrechterhaltung ihre- Leben- bedurften, dazu veranlaßt. entweder eine Sigenindustrie zu errichten oder ihre Vedürsnisse auf anderen Märkten — besonders in den Vereinigten Staaten — zu decken. Die alte Welt muß sich also vor allem xu helfen suchen, indem sie di« Derbraucherkraft ihrer eigenen Bevölkerung in einer We.'e erhöht. daß sie im Innern den Markt findet, den sie im AuSlande verloren hat. Zu dieser Konsumsteigerung bedarf eS vor allem einer Erweiterung der engen nationalen Märkte, um auf diese Weife bessere Absatzmöglichkeiten zu schaffen. Die Erweiterung der nationalen Märkte setzt eine frei- händlerisch orientiert« Handelspolitik und liberale Handelsverträge voraus, die allmählich zu einem großen freien europäischen Markt« führen. Durch solche Maßnahmen könnte ganz Europa zu einer großen Interessengemeinschaft z» sammengeschweiht und ein ZukunftSkrieg unmöglich gemacht werden. ES würde eine ähnliche Entwicklung eintreten, wie wir sie in den Vereinigten Staaten einst beobachten konnten, als sie anläßlich einet chwe» ren Streites zwischen zwei Staaten der amerikanischen Union, der unmittelbar in einen Wassen- kampf auszuarten drohte, di« Aushebung der Zollschranken in diesem ungeheuren Landgebiet gesetzlich festgelegt wurde. Di« unmittelbare Folg« dieser Destimmung war, daß von einem Krieg zwischen den beiden streitenden Staaten nicht mehr die Rede war. Eine Utopie für EuropaI werden viel« sagen. Die alte Welt wird nie eine Aushebung der Zollschranken gutheißen. Die protektionistischen CDorurteile. In denen die Handelspolitik Europa- stagniert, werden zu geschickt von privaten Interessen verteidigt. Ich gebe xu. daß e« schwierig sein würde, di« Gegnerschaft der großen Konzerne, der Stahl- und Kohlen.ndustriellen. zu überwinden, vorausgesetzt, daß sich dies« überhaupt der großen Reform widersetzen würden. Aber ist nicht auch die geistig« Einstellung der europäischen Industrieführer durchaus g ü n - st i g im Sinne einer europäischen Verständigung? Das internationale Stahllartell. der Ehemietrust, sind sie nicht di« Keimzellen einer ungeheuren europäischen Industrieententc? Und wenn dies« Entente sich noch weiter auSdehnt, werden dann nicht di« Zollschranken ganz von selbst fallen? ES bestehen heute um so mehr Ehancen für eine solche Entwicklung, al- eine außerordentlich interessante Bewegung di« wir heut« bereits am WirtschaftShorizvnt erblicken können, sich weiter au-dehnen wird, nämlich der Druck der amcr:fanild)cn Konkurrenz auf Europa. Die amerikanische Industrie verfügt zwar als sichere Kallulationsgruk'dtege »xber einen ungeheuren Inlandmarkt- |ie wird aber im Falle einer UeberfätHgung diese- Markte- — die Ge- 'abr besteht beute in stark. los versuchen, dte alte Welt unter einer Flut ihrer Waren xu ersticken, wenn Europa nicht dagegen antämpft, und zwar mit denselben Waffen, wie sie Amerika anwendet. ES wäre tatsächlich für Europa nicht ratsam und auch keineswegs wirkungsvoll, diese amerikan.sche Industrie- inva^ion mit der Einleitung einer Schutzzollpolitik zu bekämpfen. Das wäre nur ein Kinderspiel. wie etwa rifcnn ein kleiner Knabe am Strande einen winzigen Sandhügel aufrichtet, um der hereinbrechenden Flut abzuwehren. Wie die amerikanische Industrie, so bedarf auch die europäische Industrie eineSgroßen Tinnen- markte-, um die Gestehungskosten ihrer In- dustrieerzeugnisfe zu verringern. Rur eine allgemeine Industrieentente wird eS ermöglichen, diese- Ziel zu erreichen. Da eS in der Ratur des Menschen liegt, zu solchen weitgehenden Abkommen, deren Durchführung überdies sehr schwierig ist. nur bann zu greifen, wenn dte Rvtwendlgieit sie dazu zwingt, so kann Amerika durch den Druck seiner Konkurrenz, ohne es zu wollen, Europa einen großen Dienst erweisen Erwarte ich nicht etwa zu viel? Hege ich nicht zu große- Vertrauen in die menschlich« Vernunft. wenn ich innerhalb diese- Zeiträume- von zehn Jahren ein neue- geeintes Europa erwarte. da- sich allmählich zu einer großen einheitlichen Ration entwickelt? Ich wäre durchaus damit zufrieden, wenn in einem Zeitraum von zehn Jahren die alte Welt beginnen würde, sich im Sinne einer solchen wirtschaftlichen Solidarität zu orientieren Ob diese Hoffnung sich erfüllen wird, mutz allein die Zukunft lehren. Erfüllt si« sich nicht, verharrt Europa in seinem jetzigen Zustand, so gerät seine Ssistenz in schwere Gefahr. In sich getrennt, von Interessenkämpsen zerwühlt, wirtschaftlich aufS schwerste bedroht, wird e- langsam dahinslechen. GS wird versuchen, sich wie ein schwerkranker Mensch, der bei dem Gedanken an einen chirurgischen Eingriff zittert, trotz seiner immer größer werdenden Schwäch« dahinzu- schlepp«n. Hier hat die europäisch« Intelligenz. 61« ich. soweit sie für derartig« altruistisch« Gedanken- gängc überhaupt empfänglich ist. Immer als den wahren Träger deS Fortschritts In der Welt an- gesehen hab«, ein« große Aufgab« zu erfüllen. Ihr liegt eS ob, die schlummernd« Weltmeinung aufzurütteln, indem sie Europa über seinen wahren Zustand aufklärt. Sie darf nicht müde werden zu wiederholen, daß ein Zusammenschluß für Europa eine Lebensfrage ist. • Alle diejenigen, welche ernstlich und ehrlich wegen der Fehler und Schwächen der Fr.edenS- verttäge, besonders des Versailler Friedensschlusses. beunruhigt sind, müssen zeigen, dah «S nur eine Friedenssicherheit gibt, die darin besteht, dah sich die alte Welt ändert und so die Fehler unserer Diplomatte wieder gutmacht. Diese Erfolge lassen sich durch die Wiederholung der Methoden einer veralteten Diplomatie jedoch nicht erzielen. Man erreicht nicht allzu viel, wenn man die Grenzen einfach verschiebt: die großen Schwierigkeiten können nur überwunden werden, wenn man bic.Ot aalen organisch miteinander verknüpft und verbindet, indem man übergeordnete Or- überträgt, für die Sicherheit zu sorgen und für di« angestammten Rechte unterdrückter Minderheiten einzutreten. Helfen wir diesen au-sicht-reichen Weg zu bereiten, außerhalb dessen c» keine Sicherheit für Europa gibt. Suchen wir zu verhindern daß unterem gemeinsamen Vaterland Europa da- Schicksai DabvlonS ober Rinive- bereitet wtrdk Oeuffchnationale Wähterversammlung. Am Sam-tagabend trat im ftafl Veib die Gießener Ortsgruppe der Deutschnaliona- len VolkSpartei mit einer öffentlichen Wählerversammlung unter der V- iung de- hiesigen Ort-gruppenvorsitzenden Mehrer Kling hervor, Tiach den DegruhungSworien des Vorsitzenden sprach zunächü der deutsch- nationale S. Itzenkandidat In Hellen Mcncrai von Prenfchcn Tarmskadt. Der Redner begründete zunächst bi« Rieder- legung seine- Amte- als Präsident der Äritger- knncrabkbaft ..Hassia' . deren absolute politisch« Neutralität er durch sein Aus treten al- Deut'd)- naiionaler Reichötag-kandidat nicht g fährden wollte. Sodann sprach er sich für einen vornehmen. ritterlichen und sachlichen Wahlkampf auS. der unbedingt die Unantastbarkeit der Personen. auch der politischen Gegner, respektier«. Weiter hob er hervor, daß er sich früher eil aktiver Offizier ja nicht mit Politik befallen durste und infolgedessen erst in gereiften Iahven auf dieses Gebiet komme, daß er aber eine Politik vertrete, bi« getragen fei von hohem und berechtigtem Stolze auf die großartigen und ruhmreichen Leistungen deS deutschen Volkes im sriedlichen Wettbewerb Der Völler und auch in der schweren Zeit des Krieges. Bei den bevorstehenden Wahlen handelt es sich Darum, ob Die marxistisch-sozialistische« internationale Richtung, ober bie national» vaterländisch-bürgerliche Richtung in Deutsch!anb zum Siege kommen soll«. Der Redner lehnte alle Splitterparteien ab und warnte vor beten, da sie nur geeignet seien, bi« Front ber Dator«* länbitebcn Politik zu schwächen. Für unsere h.u- tige schwere Lage machte er die Revolution und bie Daran beteiligten Parteien, insbesondere d « Sozialdemokratie verantwortlich. Solange die'« Partei am Ruder sei, werde untere Lage sich nicht bessern. Die Ausgabe der Deutsch- nationalen VollSpartei sei es. da- deufiche Voll auS seiner beklagenswerten Lag« herau-zubringen. Der Rebner erinnerte u. a. weiter Daran, dah Die Deutschnationale Volkspartei sich stet- mit Eifer und Erfolg für bi« Landwirtschaft eingesetzt habe, die vor dem drohenden Zusammenbruch zu retten immer noch die wichtigst« Ausgabe deS deutschen Volke- sei. Dah die AufwertungSs rage in Fluß tarn, sei da- Verdienst der Deutschnationalen. Beim ReichSschulgesetz hätten di« Deutschnationalen daran sestgehalten. daß den christlichen Eitern da- Recht nicht genommen werden Dürfe, bei der Erziehung ihrer KinDer mitzusprechen. Unsere 3u» genD müsse zu vaterländischen unD christlichen Menschen herangezogen werden. Die Deustchna- banalen hielten sest an dem Kaiserge>anken> und blickten Stolz auf bie ruhmreichen Farben Schwarz-Weih-Rot. Trotzdem dienten sie dem Daterlanbe unter jeder StaatSform unb wiesen ben Gedanken einer gewaltsamen Aenderung der Verfassung weit von sich. Die Deutschnattonale Partei habe auch daS Verdienst, dah die Reichswehr intakt gehalten wurde. Der Redner übte bann Kritik an bet Außenpolitik Stresemann- unb betonte. Die Deutschnationalen hätten diese Politik bisher nicht mitgemacht: soweit st« staatsrechtlich sestgelegt war, hätten Die Deutschnatio- nalcn sie nicht verhindern können, sie hielten sie aber nach wie vor für falsch. Der Redner betonte weiter daS Festhalten der Deutschnationalen an dem Gedanken Der Wehrhaftigkeit, bei aller aufrichtigen Friedenslieb«, verlangte weiteren scharfen Kamps gegen die Kriegsschuldlüge. und ich habe nur höchstens eine Sekunde weg- gesehen!" „Ich komme eine» Tages her unb zeige es Ihnen", oerfprach er ernsthaft, und er stand bereits auf der Straße, als es ihm einfiel, daß es ihm nicht geglückt war, den Namen dieser sehr tüchtigen jungen Dame in Erfahrung zu bringen. cnbil Lansdown lief zum Fenster, das den Platz überschaute, und sah ihm nach, bi» er ihren Blicken entschwunden war. Um ihre Lippen irrlichterte ein Lächeln, und in ihren Augen stand das Licht des Triumphe». Ihre erste Regung war gewesen, ihn gründlich zu verabscheuen, selbstzufriedene Männer konnte sie auf den Tod nicht ausstehen. Dann aber war er ihr in einem andern Licht erschienen. Ob sie ihn jemals Wiedersehen würde? Es gab so roemg Menschen, mit denen man lachen konnte, unb Unterinspektor Dick Marlin — sie nahm feine Visitenkarte auf unb las halblaut feinen Namen — war einer jener wenigen, bei deren Anblick es einem warm ums Herz wurde. r. Es war am späten Nachmittag, als Dick vor der zerbröckelnden Mauer und der in rostigen Scharnieren hängenden Pforte de» „Galgenhofs" feinen Wagen bremste. Der unkrautuberwochsene Fahrwea enthüllte bei einer plötzlichen Biegung ein unscheinbare» Haus. Er fand fein« Klingel unb trommelte fünf Minuten lang an der verwitterten Tür. brs schlürfende Schritte und das Klirren einer zurückgeschobenen Kette sich hörbar machten. Di« Tür öffnete sich genau zwei Zentimeter. In dem schmalen Spalt erblickte er ein langes, gelbes Gesicht, von Runzeln durchfurcht wie ein eingetrockneter Apfel, einen schwarzen Bari, der [einem Besitzer bis zur Magengrube reichte, eine schmierige Kappe und ein Paar tückisch blickender, abgründig schwarzer Augen. „Doktor Stoletti?" fragte Dick. „Das ist mein Name." Seine Stimme war rauh und hatte einen fremden Klang. „Dollen Sie mich sprechen? Das ist ja phänomenal! Ich empfange sonst keine Besucher!" Er zögerte einen Moment, bann wandte er den Kopf und sprach mit jemand, der hinter ihm stand, unb bei dieser Denbung gab er Dem Detek- ttv Den Blick auf einen jungen, rotroangiaen, elegant gekleideten Mann frei. Bei Dicks Anblick trat dieser rasch zurück. „Guten Morgen, Tommy", begrüßte Dick Martin ihn höflich. „Das ist ein unerwartete» Vergnügen." Tommy Caroler bot in ber Tat einen vergnüglichen Anblick. Seine Wäsche war tabcUos, sein Anzug bas Kunftprobukt eine» erstrangigen i Schneiders. „Guten Morgen, Mr. Martin." Tommy ließ sich nicht so leicht aus der Fassung bringen. „Ich bin zufällig hier, um meinem allen Freund Stoletti guten lag zu sagen." Dick blickte ihn bewundernd an. .Donnerwetter! Sie Haden sich rausgemacht! Was treiben Sie denn jetzt?" Tommy schlug resigniert die Augen nieder. J)aben Sie keine Sorge. Ich fress« nicht» mehr ab». Ich habe einen Beruf ergriffen, der seinen I Mann ernährt! Also, aus Wiedersehen. Stoletti!" Er schüttelte dem bärtigen Mann mit etwa» übertriebener Herzlichkeit die Hand und schickte sich an, die Stufen hinabzugehen. .Halt, Tpmmy. Können Sie einen Augenblick auf mich warten? Ich möchte ein paar Worte mit . Ihnen reden!" Tommy Cawler zögerte unb warf einen flüchtigen. sich vergewissernden Blick auf bas bärtige Gesicht Doktor Stoletti». „Na schön", brummte er ungnädig. „Aber viel Zeit hab' ich nicht. Nochmal» besten Donk für die Medizin, Doktor, fügte er lauter hinzu. Allein Dick durchschaute da» Manöver sofort, und seine Lippen verzogen sich spöttisch. Er folgte 6ta- letti in die Halle. Wetter lud chn ber seltsame Monn nicht ein. „Sie sind von ber Polizei, nicht wahr?" fragte er. noch bevor Dick ihm seinen Ausweis gezeigt hatte. „Das ist phänomenal! Ich hatte schon eine lange Zeit nicht bie Ehre. Unb alles wegen eines kleinen Hunbes, mit dem man im Intereste der Wissenschaft erperimentiert! So viel Aufhebens um ein unvernünftiges Tier! Unb was wollen Sie jetzt von mir?" Dick beeilte sich, bie Ursache seines Besuches in wenigen Borten ausemanberzusetzen. Zu feinem Erstaunen gab Stoletti die Entwendung des Buche- unumwunden zu: „Do» Buch lag auf dem Tisch. Es interessiert« mich, darum nahm ich es mit!" „Aber mein Herr", wandte Dick, verblüfft über soviel Kaltschnäuzigkeit, ein. „Sie dürfen doch nicht jo nolens oolens mit einem Buch auf und baoon gehen, nur weil e» Sie interessiert!" „Aber warum denn nicht? E» war eine öffentliche Bibliothek, deren einziger Zweck es ist, Bucher auszuleihen. Ich wollte bas Buch ausleihen, clfo nahm ich es mit. Ich habe es nicht heimlich getan. Ich habe bas Buch ganz osten unter meinen Arm geklemmt, vor der jungen Signortna den Hut gelüftet und bin gcaangen. Ich habe es ausgelesen, und es kann an seinen Platz zuruckgehen. Haeckel ist ein Narr. Seine Schlüsse sind absurd, aber (eine Theorien find ohänomenal! Ihnen würden sie wahrscheinlich sehr langweilig Vorkommen, aber mir ..." er brach ab, zuckte die Achseln unb gab einen krächzenden Laut von sich, der bei ihm wahrscheinlich die Rolle de» Lachens spielte. Der Detektiv hielt einen kleinen belehrenden Dortrag über die Leseoorfchriften ber Bibliotheken. Dann schob er bas Buch unter ben Arm unb ging hinaus, um sich bem wartenden Tommy Cawler anzuschließen. Er hatte setzt einen Dorwand für einen zweiten Besuch in der Bibliothek, und da» erfüllte chn mit tief innerster Befriedigung. „Unb jetzt Tommy —" er begann ohne überflüssige Vorbereitung, unb feine Stimme hatte einen gebietenden Klang — „zu Ihnen! Ist Stoletti Ihr Freund?" „Er ist mein Arzt!" sagte Tommy Cawler kalt- blutig. Seine blauen Augen hatten einen fröhlichen Blick. Dick stand mit ihm auf gutem Fuße. Er war einer jener wenigen „Opfer seines Berufs", für die er eine ehrliche Sympathie hatte. Tommy Cawler mar ein berüchtigter Autodieb, ein Mei- fter in seinem Fach, der mit fröhlicher Selbstverständlichkeit und gelassenster Miene von jedem unbehüteten Auto Besitz nahm. Zwei von seinen Der- urteilungen waren Dicks Werk unb das Resultat mühevoller Arbeit. (Fortfetzung folgt.) feierte die Ozeanslieger Köhl unö v. Hünefelb als deutsche Rationalhelden und forderte schließ- lich auf, am 20. QUai Deutschnational zu Wahlen. ^Anhaltender lebhafter Beifall). Landeeqefchäflsführer Tr. Brehm oersicherte zunächst, daß die Deutschnationalen bei der Arbeit im Reichstage ihren Grundsätzen treu geblieben seien. Die Deutscynationale Bolkspartei tonne sich mit Recht eine Wahl Partei nennen, denn sie habe alle Volksschichten in ihren Rechen oertre ten. Der Redner forderte sodann eine Reform der Weimarer Verfassung im völkisch-nationalen Sinne. Dabei sei aiuufnüpfen an die in der Vergangenheit bewährten Grundlagen, und vorsichtig Schritt um Schritt sei das einzuverleiben, was die neue Zeit gebracht habe. Weiter trat der Redner für eine Stärkung der Rechte des Reichspräsidenten, insbesondere auch für eine Personalunion zwischen dem Reichspräsidentenamt und dem noch zu schaffenden vreußischen Staatspräsidentenamt ein. Sodann be- sprach der Redner die Finanz- und Steuerpolitik, wobei er insbesondere der Zeit des deutschnationa- len Reichsfinanzministers von Sdjlieben mit warmer Anerkennung gedachte. Der Redner forderte weiter, daß der deutsche Binnenmarkt durch genügende Schutzzö.'s für Landwirtschaft und Industrie geschützt und gestärkt werde, was auch im Interesse der Arbeiterschaft gelegen sei. Die Deutschnationalen hätten auch schon seit 1924 immer ein Rent- neroersorgungsgesetz gefordert, und sie würden sich in dieser Richtung weiterhin bemühen, bis die berechtigten Belange der Kleinrentner befriedigend berücksichtigt seien. Als Anhänger des Gedankens der Volksgemeinschaft und Todfeinde des Klassen- kampfs seien die Deutschnationalen auch immer für eine tatkräftige Sozialpolitik gewesen. Auch in der Aufwertungsgesetzgebung hätten die Deutsch- nationalen das Möglichste getan. Zum Schluß polemisierte der Redner lebhaft gegen die Deutsche Dolkspartei und die Demokraten, wobei er u. n. betonte, es könne keine Rede davon fein, daß die Deutschnationalen diese Außenpolitik mitgemocht hätten, auch nicht in den Richtlinien: die Außenpolitik Stresemanns könnten sie nicht gutheißen. Weiter behauptete er, die Deutsche Volkspartei sei für dos Scheitern des Reichsschulgesetzes und das Auseinanderfallen der Koalition verantwortlich. Zum Schluß forderte er ebenfalls auf, am 20. Mai für die Dei'tschnationale Dolkspartei einzutreten. In der Aussprache nahm ein sozialdemokratischer Redner das Wort, dem die beiden Referenten in ihren Schlußworten entgegentraten. Wirtschaft. Französische Brückenbauaufträge für die Dortmunder „Union". Die Dortmunder „Union" hat von Frankreich einen Auftrag aus Lieferung von 56 kleinen Drücken nach Indochina erhalten. * Gründung eines Lichtspieltheaterkonzerns in Frankfurt. Laut .Frankfurter Ze tung ' ist unter der Firma „Licht- spieltheatergeselllchaft Rhein-Main G. rn. b. H." in Frankfurt eine recht bedeutsame Gründung entstanden. Die Gesellschaft bezweckt den Erwerb und Bau moderner Lichtspieltheater. An der Spitze des Unternehmens steht Adolf Weiß, ein alter Verleih- und Theaterfachmann. * Großkraftwerk Mannheim 21.-®. Zum Ausgleich des Mißverhältnisses zwischen fremdem und eigenem Kapital wird daS Aktienkapital von 2 auf 4 Mill. Mark erhöht werden. Das neue Kapital soll mit 25 Prozent «inbezahlt werden. Die Aktien werden zu pari ausgcgeben unter Ausschluß des Bezugsrechtes. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bürgerausschusses werden 34,25 Prozent von der Stadt Thvnnheim übernommen werden, 34,25 Prozent vom Pfalzwerk, 26 Prozent vom Badenwerk und 5,50 Prozent vom Äeckarwerk A.-G. • Reue Anleihe derSladt Dresden. Ein unter Führung der Sächsischen Bank in Dresden stehendes Konsortium hat vom Rate der Stadt Dre-sden eine neue Anleihe übernommen. Die'e wird in den nächsten Tagen in Höhe von 15 Mill. Mk., und zwar in Form von 6proz. nur durch Auslosung tilgbaren Schuldverschreibungen zum Kurse von 94 Prozent und 6proz. nach fünf Jahren zu 108 Prozent rückzahlbaren Sckahanweisungen zu 98,75 Prozent zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden. Diese Schay- anweisungen können während der Laufzeit zu Kursen, die von 102.50 Prozent bis 109 Prozent ansteigen, in 7proz. langfristige Schuldverschreibungen zu 93 Prozent umgetauscht werden. Krankfurtcr Börse. Frankfurt, 8. Mai. Tendenz fester. Zu Be- ginn der heutigen Börse war die Stimmung allgemein zuversichtlich und fester. Gegen den etwas unsicheren Verlauf der gcftiigen Abend- börse waren auf allen Marktgebieten Kursbesserungenzu oerze.chnen. Die stärkere Beteil,gung der Bankenkundschaft und der etwas leichtere Geldmarkt gaben der Börse eine kräftige Stütze. Das Ausland beteiligte sich ebenfalls recht lebhaft am Geschäft, so daß, hauptsächlich in Spe- ziolpap eren, größere Umsätze zustande kamen. Das an den Markt kommende Material bereitete keinerlei Schwierigkeiten und wurde glatt aufgenoin- m e n. Auch nahm die Spekulation größere Deckungen vor. Besonders bevorzugt waren die in letzter Zeit sehr vernachlässigten Farbenaktien. Auch Z e l l st o f f w e r t e waren lebhafter verlangt. Die auf der gestrigen Abendbörse etwas vernachlässigten Elektrowerte konnten sich du chsetzen. Siemens plus 2,5 und Schuckert 2,25 Proz. I -G - Farben zogen 3, Scheideanstalt 1 Proz. an. Goldschmidt blieben dagegen knapp behauptet. Am Montanmarkt waren Rheinische Braunkohlen mit plus 4 und Harpener mit plus 2,25 Proz. stark verlangt. Auch für Ilse Bergbau bestand lebhaftes Interesse (plus 3 Proz.). Die übrigen Montanwerte waren gut behauptet. Don Ä a l i ro e r t e n waren Westeregeln plus 4 und Aschersleben plus 3,5 Proz. erhöht und auf den günstigen Kaliabschluh ver- langt. Zellstoff Waldhof plus 5,5 Proz. Am Banke n m a r k t konnten Banatbant 2,5 und Commerz bank 1 Proz. anziehen. Diskontogesellschaft und Dresdner Bank knapp behauptet. 5) a p a g plus 1,5 und Norddeutscher Lloyd plus 0,75 Proz. Am Automarki lagen Daim'er 3,5, Kleyer 3 und NSU. 1 Proz. höher auf die Gerüchte von einer Autofussion. Größeres Interesse bestand im Frei- verkehr für amerikanische Kunstseide- werte. Enka ca. 80 Dollar, Bemberg B.-Shaer 158 Dollar. Am Rentenmarkt blieben bei etwas schwächeren Kursen Neubesitzanleihen weiter gefragt. Ausländer still, nur Rumänen lebhaft. Im weiteren Verlaus beschränkte sich die Umsatztätigkeit auf ein Minimum Nur Spezialwerte waren weiter verlangt, und die Kurse konnten h'er weiter anziehen, während die übrigen Werte gut behauptet blieben. Der Satz für Tagesgeld war 6,5 Proz. Am Devisenmarkt hörte man wenig veränderte Kurse. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1807, gegen Pfund 20,406, London gegen Sabel 4,8810, Paris 124,02, Madrid 28,95, Mailand 92,60, Holland 12,0990. Berlin? Börse« Eigene Drahlmeldung des ..Gießener Anzeigers' Berlin. 8. Mai. Schon im heutigen Bor- m'.ttagsverkehr hat sich im Anschluß an die se - steren Auslandbörsen (besonders in Reu- hork hat eine neue Haussebewsgu.'g eingese'U) ein fester G r u n d t o n durchsetzen können. Auch zum offiziellen Beginn lagen die Kurse fester, es entwickelte sich aber nur zögernd ein reguläres Geschäft. Die Angst vor dem Medio scheint nicht mehr sehr groß zu sein. Man rechnet bei der heutigen Festsetzung des Report- geldes auf keinerlei Veränderungen. Bemerkenswert ist nur, daß der Kreis der. favorisierten Papiere fast täglich wechselt So sind heute Kunstseideaktien in fester Haltung, Autowerte, Rheinische Braunkohlen, Polyphon bevorzugt, während Waren- Hausaktien und Siemens etwas vernachlässigt bleiben. Am Dankenmarkt sind Braubank auf günstige Abschlüsse 5 Prozent höher. Schiffahrtsaktien haben etwas lebhafteres Geschäft. K a l i w e r t e . bei denen heute die führenden Gesellschaften ihre Generalversammlungen abhalten, freundlich und im Verlaufe 5 bts 7 Pvozent höher. 2. -G. - Farben setzten ziemlich fest ein und konnten später 3.5 Prozent gewinnen. 3m allgemeinen waren die Veränderungen nicht groß. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer still. Bosnier 1 Prozent ca. schwächer. Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war etwas leichter. TageSgeld 7 bis 8 5 Prozent und darunter. MonatSgeld 7,25 bis 8.50 Prozent. Warenwechsel 67/8 bis 7 Prozent. Die Tendenz war auch im weiteren Verlaufe bei ziemlich großem Geschäft in Spe-, zialwerten freundlich. Autowerke weiter steigend.' Srn.ilvitrtrr (ix'fvc S?börse (Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M., 8. Mai. Der heutige Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in sehr stiller Haltung. Die Umsätze sind sehr gering. Aus die etwas schwächeren Auslandnotierungen, konnte sich recht wenig Geschäft entwickeln und die Preise sind geringfügig abgeschwächt Gs wurden notiert; Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 27, Roggen 28,75 bis 29, Hafer, inländischer 27,75 bis 28,25. Mais (gelb) für Futterzwecke 25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38,25 bis 40, Roggenmehl 39,75 bis 41. Weizenkleie 15,75 bis 16, Roggenkleie 17,50 bis 17,75. Tendenz ruhig. Amtsgericht Gießen. • Dießen, 2. Mau Rach § 1 des 3mt>f- gesetzes sott jeder Zögling einer öffentlichen Lehranstalt oder einer Priratfchule innerhalb des Jahrs. in dem er das zwölfte Lebensjahr zurücklegt, der Impfung mit Schutzpocken unterworfen werden, sofern et nicht nach ärztlichem Zeugnis in den letzten fünf Jahren die natürliche Blattern überstanden hat oder mit ®r,o’.g geimpft worden ist. (Sin Bewohner von Alten- Buseck namens Z. hatte, als sein Sohi Horst im Schulimpfungstermin geimpft werden sollte, dem Impfarzt schri tlich erklärt. die Impfung lönne nicht erfolgen, weil er ein Leines un- geimpftes Kind im Hause habe. Er werde seinen Sohn privatim unpfen lassen. Da Z. trotz einer ihm bis zum 15. Februar L 3. gesetzten Frist w.der den Rachweis geführt hatte, daß sein Sohn geimpft worden, oder daß D:e Impfung aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben sei, noch die Impfung hatte nachholen lassen, erging auf Antrag des Kreisgesundheiteiamtcs ein Strafbefehl gegen ihn. gegen dm er rechtzeitig Einspruch einlegte. Diesen begründete er damit, daß Kinder, in deren Wohnung noch un- g:impfte Kinder seien, nicht geimpft werden sollten, und daß deshalb die Impfung unterblieben sei. Diese Meinung, die möglicherweise auch in and. ren Kreisen verbreitet ist, ist völlig unbegründet. da sie in den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen keinerlei Unterlage hat. Z. konnte also damit nicht gehört werden. Im übrigen mußte der Einspruch auch verwor en werden, weil Z. trotz ordnungsmäßiger Ladung im Termin nicht erschienen und auch nicht vertreten war. und weil er sein Ausbleiben auch nicht entschuldigt hatte. Ein Techni.er W. von hier versetzte einem m seinem Laboratorium beschä tigten jungen Mädchen in der Annahme, es habe dm Gashahn aufstehen lassen, in der Aufregung mit der flachem Ha d einen Schlag auf die Schulter. Das Mädchen nahm die Sache zunächst nicht sehr tragisch, blieb aber nach einiger Zeit, als es Schmerzen verspürte, aus dem Geschäft weg und begab sich in ärztliche Behandlung. Der Arzt hatte zuerst den Eindruck, als ob es sich um eine ernstliche Verletzung' handele, konnte jedoch bei der ^lntersuchu-g keinen Befund feststellen. Auch eine Röntgenaufnahme und ein? Untersuchung in der Chirurgischen Klinik führte zu keinem Ergeb ns. Das Mädchm vertagte dm W. wegen Beleidigung und Körperverletzung. Im heutigen Termin kam ein Vergleich zustande. W. b dauerte, daß er sich in per Aufregung dazu habe hinreißen lauen, die Privatklägerin zu schlagen, uii> zahlte ihr zur Abfindung aller ihrer Ansprüche den Betrag von 100 Mark. Außerdem übernahm er die Kosten des Verfahrens. • Gießen. 4. Mai. Ein Gastwirt von Heuchelheim hat vor seinem Wo')nhause einen Borgarten mit Zementrnauereinfri digung errichtet, ohne vorher die erforderliche kreisamtliche Genehmigung einzuholen. Es wurde deshalb ein Strafbefehl gegen ih i erlassen, gegen dm er jedoch Einspruch eingelegt hat. In der Hauvt- verhandlung behauptete er, er habe die Einfriedigung auf die Ausforf>erung eines Bau- inspeltors der Provinz in deren Interesse errichten lassen, damit das Pflaster der höher gelegten Provinzialstraße nicht zusammenrutsche. Da die Sache geeilt habe, habe er die Genehmigung, die nachträglich erteilt worden ist, erst später eingeholt. Die Hauptverhcrndiung ergab, daß die Angaben des Gastwirts unrichtig waren. Richt der Bauinspettor hat ihr zur Errichtung der Zementmauer aufgefordert. fordern er selbst hat mit Zustimmung der Provinzialbaubehörde aus eigener Veranlassung und in feinem eigenen Interesse den Vorgarte r ang legt und die Zementmauer errichtet, weil er a .dwnfalls infolge eines in früheren Jahren ausgestellten Reverses viel höhere Kosten hätte aufwe den müssen. Da die Genehm'gung nachträglich eingeholt und auch erteilt worden ist, sah das Gericht die Sache sehr milde an und ernannte lediglich auf eine Ordnungsstrafe von 1 Mark. Ein Dienstmädchen aus Hannover war im vorigen Jahr bei einem hiesigen Hochschulprofessor und entwendete während dieser Zeit dessen Tochter einen Geldbetrag von 150 Mark. Da letztere längere Zeit verreist war, kam der Diebstahl erst nach ihrer Rückkehr heraus, als das Mädchen schon weg war. Da es im Verdacht stand, auch noch weitere Diebstähle begangen zu habm, fa id eine Haussuchung in feiner Wohnung statt. Dab'i ga3 das Mädchen den Diebstahl der 150 Mart zu. Darauf wurde mit Rücksicht darauf, daß es in anderen Stellen ebenfalls schon Diebstähle begangen halt? und deshalb zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war. ein Strafbe^l über zwei Monate Gefängnis gegen die Angeklagte erlassen. Hier- g:gen legte sie Einspruch ein mit der Behauptung, sie habe die 150 Mark gar nicht gestoh'en und den Diebstahl nur zugegeben, weil ihr Bräutigam ihr zugeredet habe. Offenbar hat sie sich von dieser Ausred selbst nicht viel ver- sprochm, denn in der heutigen Hauntverhand- lur.fl blieb sie unentschuldigt auS, weshalb ihr Einspruch verworfen wurde Amtsgericht Wetzlar. 2 Diebstahl, begangen dadurch, daß er unbefugt aus einer Gasleitung, die nicht an einen Gasmesser anaefchlossen war. Vas verbrannte, »ährte einen Glasermeister aus Wetzlar auf die Anklagebank. Der Angeklagte, der die Tml zugab, aber nichts von der Unrechtmäßigkeit feines Tuns gewußt haben will, wurde zu 50Mark Geldstrafe verurteilt, an Stelle einer verwirkten De- Verkehrsordimng erfordert Rechts gehen! fängnisstrafe von fünf Tagen, da die Beweisaufnahme doch ein strafbare- Verschulden deS Angeklagten ergab. Ein Einwohner aus Wißmar hatte sich wegen U n t e r s ch l a g u ng zu verantworten. Der Angeklagte war Kassierer eines Berslche- rungsvereins in Wißmar. Gelegentlich der letzten Jahresabrechnung fand sich ein Fehlbetrag von etwa 330 Mark vor. Heber die Ursache biefeS Mankos äußerte der Angeklagte, baß er int vorigen Jahre krank in der Gießener Klinik gelegen habe und daß in dieser Zeit auch feine Frau plötzlich krank nach der Klinik verbracht worden fei. Zur Bezahlung dieser Kosten fei dann der Geldbetrag verwendet worden, während er abwesend war. Er will den angerichteten Schaden wieder gutmachen, sobald er ein von einer Kasse bereits bewilligtes Darlehen erhalten habe. Das Gericht verkennt nicht die Rotlaae deS Angeklagten, der bereits über 63 Jahre alt und noch unbestraft ist. Es ver.agte die Hauptver- Handlung, bis der vom AngeNagten angerichtete Schaden wieder gutgemacht ist, um danach der Frage einer evtl. Einstellung des Verfahrens gemäß Paragraph 153 St. P. O. näherzutreten. Kunst und Wissenschaft. (Eine deutsche Forschungsslätte auf Island. Nach einem Privattelegramm aus Reykjavik sind der isländischen Regierung von deutscher Seite Borschläge über die Errichtung eineS naturwissenschaftlichen Laboratoriums in Aku.evri aus deutschen Mitteln gemacht worden. Das Laboratorium soll der Untersuchung der meteorologischen Verhältnisse im nördlichen Gebiet dienen. GS werden dort fünf deutsche Gelehrte arbeiten. Ferner soll auch ein isländischer Gelehrter angestellt werden, wenn die isländische Regierung sich bereit erklärt, das Grundstück für da- Laboratorium unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und die Kosten dieses Gelehrten zu übernehmen. Auch andere Nationen können sich auf Wunsch an den Arbeiten dieses Laboratoriums beteiligen, wenn sie die dadurch auf die ent'allenden Kosten (ragen wollen. Die hiesige isländ sche Gesandtschaft teilt mit, daß vor einiaer Zeit eine deutsche w/'en- schastliche Kommission in Akureßri gewe'en sei, die die Ausgabe gehabt habe, Untersuchungen über die Einwirkungen des Lichtes auf die Vegetation und verschiedene meteorologische Forschungen anzustellen. Der Direktor des Kopenhagener meteorologischen Instituts erklärte, daß Dänemark sich an dem Laboratorium In Aku- reyri nicht beteiligen werde, da die Organisation dieses Laboratoriums von Deutschland ausgezeichnet durch geführt werden würde. Zur Zeit befindet sich der deutsche Gelehrte Dr. Georgi in Akurevri, der sich mit den Strömungen in den verschiedenen Luftschichten» beschäftigt. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ahne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Auch ein Jilmfrcanö. Anonyme Einsendungen werden grundsätzlich nicht berücksichtigt. 8?.s Sd> uh । wmang | Hur» Berlin 7 ». ! 8.» A'citum litt. 72 18.» 92 76.65 ! 169.75 202.75 I «2.25 ..41 26,4 26.1 13.4 13,4 18.8 151 151,25 20.5 20,13 Cberiet)Id 8Hcnb. yrdart 0 161.5 61.75 8 IM,5 6 ?iuo Tcittfdx tfrrMtanft.. iu 96.6 96,65 Banfnotm •63 . 162.75 108.4 100.5 29.25 die der Dividende an. — Relchsbankdiskonk 7 Drozent, LombardzinSfuß 8 Prozent. io9. r 103,75 146.5 «>6 14 13.5 136,75 166 5 1 17 10 10 to lu G r. -00.5 217 52 18.4 »6.6 • 7 ?a 199.. 415 33« 2 13.4 137 171.5 I4ti 277.5 124 5 14« 151.13 112.25 .65 75 159.9 <16 75 Ul 65 .6. 163.25 194.5 181.23 231.5 135 -95 168.7.5 157.75 140 25 I46.75 09.75 IM.5 137 5 170.« fn 193.75 182 230.5 135.75 291 167,5 104.1 93.7a 297,5 170 75 197 <13 331 480 IM 96.75 184 -M .65-75 160.75 ; 15«. < 141.» 146.75 .67 184. .67 166 IM 16? 75 26.5 «7.25 216 205 344 9 166.» 182.25 9< 135 169.ia 14«.omburo»yinienfa Pairt . 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