geräumt ^*t>n H mit ltz {? ^nghs '< ÄS* Z?SKK -- - - K.V, derlei. L^81^ «wff■ "* • w 3 rnt D';1- äuber wlamrvn"*; r nffi /»«Ix-, • t. ' ne® Mm td xn.\ _ . T ht qrählichrn In'tfjal ln W mit «iT^ülkrz unb id)lcmkT. 2nbd I he. jen war. und in OkrI: uten lassen, wenn mir er gäbe unb acht I» den nMGt Gehend en ganz aussressen. » M Mahlzeit 20 Oe: de Quart Deins. Sr > ule ganz mit 5eJ[ '• tiner Halden Vierteiftc*. und Dranntwein. w geneigt ift; daher man 0 >eil sein Druder iVr i sich im SrunnttPfm < den 21. öffottr r vom Ohlouilchen h ib für M. w f^tr "l gab 1 SiLerMlchn Mensch von 20 3ahm von Heiner Perlrn unk wahren. ** Seltsamkeiten, die /»enschen aus il4) - J bm. tPai sich ^kXnJnlmr ** barge^m .menschlicher 'n Sen vm ihm hr- 'n Monatrhesten" tu« c nierftoütbige Lchiid A der Dreilauer Ur glichen Tagebuch -- lariser «achllokal er Wann* W *m dn W« 'S» MkS Lbm» ® “ -ofltamm W"1® lein Sown^.'T «mich j prang unb btt v ? QWfajW " ® , stürzten. Der «ich! ”bei y*Ii# " td entwischt-___ :tunfl 10,566 «•’S iO,87f iu ie szent^. ^-PTTji n 167,91 . / 8,00 1 't'.öO 59,05 2,5» 111,85 80,72 68,65 12,® 72.7° L-^tanlf^ 4 " ia.MjlUJfc- Nr. 184 Erster Blatt 178. Zahrgcmg Dienstag, 7. August 1928 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dorf cwtOtrlaj: vrihl'lch« Uwtrx^ttu.Bi» „» Strtitrxfcrti H. folge ti (Sieften. Sd)riftfethma tut» «eschästr»elle: ;chul*roße 7. Lr Ich «9,1 !aglt*,axfen Sowetage » d 3«icrtog». Mlegti: »leftener Jamffienblättei ßetmal zm Sttt vi- Scholl». BlMiaivBe jigipret«; 2 Ketch»»ark unb 30 Reich» Pfennig fttr Träger» lohn, auch bei Richter» Ichetnen einzelner Hummern infolge höherer (BeroalL Fernfprechanlchlllsfer 51, 54 anb 112. SwWjrtfl ftr Dmhtnach- rt*ten: Anzeiger Osetze». Postscheckko«»: grewfliirioeinaiwiim. Ml Anzeige, sitt bi« lagtermferner bti mm Nachmittag vorher. Preis f*r, mm hähe fix Anzeigen von 27 mm Stette örtlich 8, ansmärle 10 Keichrpsenmg- für -ie- klawteanjeigen von 70 mm Brette 35 Reich»pf«iimg, Platzvorfchrist 30*, mehr. Chefredakteur Dr. Anedr. Will). Lange. Deramwonlich für Polini Dr. Fr. TDiH) Lana«: für Feuilleton Dr H.IHynot. für den übrigen Teil Ernst Blnmldiein; für Ven An» jeigenteil Mnrt hiNmann, sämtlich tn Biehen Nach den lNevolverschüffen von Agram. nicht aufhören, denen die Belgrader Regierung gar keine Bedeutung beimiftt. Da ist es kein Wunder, daft seit dem Tage der Singliederung Kroatiens in do- jugoslawische Königreich das kroatische Dolk für die LoS- trennung von diesem Staate kämpft, und zwar mit einer solchen Leidenschaft, daß die Regierung im Jahre 1923 24 mit Waffengewalt gegen die kroatische Baueriwartei vorgegangcn ist. Der Führer dieser Partei, eben Stefan A a d i t s ch . wurde verhaftet und in- Gefängnis gesteckt. Trotzdem schloft der alte P a s i t s ch. der damals noch lebte und die Macht in der Hand hatte, ein Abkommen mit Raditsch, denn er wußte, daß man auf die Dauer die Kroaten nicht mit Gewalt zwingen konnte. 3n diesem Abkommen verpflichtete sich Raditsch. die Srhal- tung der Staatseinheit und die Dynastie Kara- georgewitsch anzuerkennen. während Pasitsch zusagte. die Verwaltung Kroatien- zu ändern und tn den Rordprovinzen eine lokaleSelbst- Verwaltung einzurichtei'.. als Voraussetzung für eine spätere, beschränkte Autonomie. Man bildete ein Kabinett auS vier Kroaten und zwölf radikalen Serben. DaS im Frühtzahr 1925 angestellte örixnmenl scheiterte nach 18 Monaten heftiger Auseinandersetzungen, weil die Kroaten sich enttäuscht fühlten: nicht- von dem. wo- die Serben versprochen batten, war erfüllt. Rin- schitsch. der Austenminister deS serbo-kroattschen Kabinett-, hatte den Vertrag von R e t t u n o mit Italien unterzeichnet, in dem er die wirt- schostlichen Interessen der kroatischen Bevölkerung in Dalmatien opferte. Zwischen den Kroaten und den Serben wurde vereinbart, dah dieser Vertrag erst nach der Durchführung der Agrarreform in Dalmatien ratifiziert werden sollte. Aber eS geschah gar nicht-, die Agrarreform ist noch heute nicht über da» Stadium der Pläne und Projekte hinau- gediehen. Sv lösten die Kroaten im Jahre 1927 die Vereinbarung vom März de- IahreS 1925 auf und kehrten zur intranstgenten Oppositton der früheiren Zeit zurück. Dieses Mal aber waren sie verstärkt von den orthodoxen Serben ■in Kroatien, die in der Skupschtina von den unabhängigen serbischen Demokraten, mit Pri- bitschewitsch an der Spitze, vertreten wurden. Die Serben KrattenS verbanden ihr Schicksal mit dem der Kroaten. Diese serbisch-kroatische Opposition gegen die ..S^rbaner" führte zu unglaublich heftigen Kämpfen in der Skupschtina und dem Lande. Wir wissen, wie der Kampf gegen die Regierung Wukitschewitsch mit den Revolverschüssen Ratschitschs beantwortet wurde. D.e Kroalc» erCnrcn jetzt, daß sie niemals mit den reg.erenden serbischen Kreisen zu einer Verständigung kommen könnten, dast der jugoslawische Staat in seiner heutigen Form. d. h. als S-.nheitSstaat. unmöglich geworden wäre, und zersallen mühte, wenn er nicht auf ganz neuer BasiS ausgebaut würde. D.e Opposition hat die Skupschtina verlassen, sie will auch nicht mehr in- Parlament zurück- kehren. S^.e sordevt die Bildung einer neutralen Reg.erung auS unabhängigen Männern, deren Ausgabe d'.e Auflösung der gegenwärtigen Skup» sch^ina und die Ausschreibung von durchaus freien und unbeeinfluhten Reuwahlen wäre. DiefeS neue Parlament soll dann di« Revi- s i o n der gegerrwärtiaen Verfassung vornehmen und da- Kön.greich der Serben. Kroaten und Slowenen aus neuer DasiS wieder ausrich- ten. E.n von Serbien völlig unabhängiges Kroatien soll nur durch Personalunion :n ?^er Person des Königs Alexander und durch die Dynastie Karageorgewitsch mit Serbien verbunden fein. Serbien und Kroatien sollen eine Doppelmonarchte bilden, deren beide Teile voneinander völlig unabhängig sind. Rach einigem Zögern haben die Serben die krx»a:ischen Forderungen mit einem kategorischen ..Rein" beantwortet, und der frühere Hottapian der Kaiserin Zitta, der Abbö Koroschetz. hat die traurige Ausgabe Übernommen, die frühere Regierung Wutttschewitsch etwa- zu Überkleistern und in veränderter Form aufs neue zu präsentieren. D esc Regierung wird auf den verzweifelten Widerstand deS gesamten kroattschen Volkes, ohne ^Interschied der Partei, stohen. 0;c wird eben* f o kläglich f cheitern wie di« vergangene Regierung. Richt einmal Pasitsch. der doch ein anderer Mann war und ein andere- Format bc- ’afj als der Abbe Koroschetz. hat di« Kroaten -u zähmen vermocht. — D efe beiden Völker können nicht in einem Staat zusammen leben. Früher oder später wird sich die Trennung doch al- notwendig Herausstellen, und je später das geschieht, um fo heftiger, um so vollständiger wird si« sein. Beratungen in Belgrad. Belgrad, 6 Aug (TU.) König Alexan. der ist Montag nachmittag von seinem Lommersttz in Bosnien plötzlich nach Belgrad zurück« gc k cyrt. In seiner Begleitung befand sich Außenminister Dr. M o r i n k o w i t s ch. sofort noch seinem Eintteffcn empfing der König Ministerpräsident K o r o s e t s ch zur Berichterstattung über die politische Lage. Die letzten Ereignisse in Agram halten Belgrad dauernd in Aufregung. Charakteristisch für die Stimmung ist die Tatsache, dah in Belgrad während des ganzen Tages das falsche Gerücht pon I dem bereits erfolgten Ableben Stefan Ra-j d i t f chc umging. Die jugoslawische Staatskrise. 7km unserem L dl -Berichterstatter (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Belgrad. August 1928. Die Krise, die Jugoslawien augenblicklich durchmacht, ist mehr als eine TlegterungSkrise. sie ist eine tt es gehende Krise deS Staat eS. die nicht durch eine Regierungsbildung gelöst werden kann, sondern ganz allein durch eine grundlegende Meuoraanlfatton des Königreiche- der Serben, Kroaten und Slowenen oder, wenn die- nicht gelingt, durch die Auslösung diese- Staate-. Dx wirklichen DrÜnde dieser Krise liegen nicht in dem Vertrag von Rettuno, auch nicht in den Tlevolverschüssen, die Ratschltsch in der Sitzung der Skuptschina am 20. Juni abfeuerte. Sie liegen viel tiefer, nämlich in dem unüberbrückbaren Qfbgrunb, der die Kroaten von den Serben trennt, der zwischen der Be- völlerung der früheren österreichisch-ungarischen Provinzen und des allen Serbiens gähnt. In einem Interview, da- dec jetzt in Agram aus den Tod barmeöcrliegenbe Stefan Raditsch der Führer der kroatischen Trauern- Partei und gleichzeitig der geistige Kops der ganzen Opposition mir gewährte, umrlß er diese Unterschiede sehr schars mit den Worten: .Wir Kroaten und jene Derben sind Menschen verschiedener Kulturen und verschiedener Rationalität. Linkere Mentalität ist eine andere al- die der Serben. 3n unserer ganzen Beschichte, unserer Kultur unb unteren Heber- hcfcrunflcn sind wir unlöslich verknüpft mit dem Westen, jene mit dem Osten, wir sind em Volk westlicher Kultur, die Serben haben eine byzan- finsch-öftllche Kultur." Die augenblicklich herrschende 7legicrung-form v< rfvigte da- Ziel, den S. H- S.-Staat z u einem einzigen Danzen zusammenzu- schmieden. da- zentral von Belgrad auS regiert wurde Do begann man denn mit der völligen Abschaffung der Atttonomie, die Kroatien in der ehentaligen Habsburgischen Monarchie besessen hatte. Der patische Landtag wurde aufgellst und ein serbischer Gouverneur wurde eingefetzt. Wenn man wenigsten- die Verwaltung Kroatien- in den Händen von Kroaten gelassen hätte, oder wenn mindesten- alle in Jugoslawien wohnenden Völker gleiche Rechte besessetr und alle tettgenommen hätten an den gemeinsamen SlaatSgeschäften. so wäre diese Ab- kbaffung der Autonomie, tue Wegnahme der Selbstverwaltung der einzelnen Länder, wohl zu ertragen gewesen. Aber die Serben des alten Königreichs (die Serbiancr. wie man sie in Kroatien zum älnterschied von den bort wohnenden Serben nennt), hatten bie gefpmtc Verwaltung einmal an sich gerissen und hielten nun alle Posten unb Aemter in ihren Hünden. angefangen vom Ihinister bi- zum ßanbgenbarmcn. Es waren bic Serben unb g a n a a 11 e i n bie Serben, bk die Herrschaft in Jugoslawien auSubten. Die Kroaten, die in der österreichisch-ungarischen Armee Generäle unb Korpekommanbanten besahen, paben In der jugoslawischen Armee augenblicklich nicht mal einen einzigen Oberst. Der Rang, zu bem ein Kroate günst.gstenfall- noch auf steigen kann, tft der des Hauptmanns. Die Serben haben sich gesichert und wollen für Gnlel und Urenkel bte Hegemonie in ihrem erweiterten Vaterland verankern. Wenn bann wenigstens noch bic fer- btlibe Verwaltung ehrenhaft, gut unb tauglich wäre, bann lteste sich das Liebel der Zentralisation immer noch rechtfertigen. Aber dieser ganze serbische Verwaltungsapparat stinkt geradezu nach Brutalität. Korruption und Unf üb t gleit. Gr iR einfach unfähig zu einer vernünftigen Regierung. da,zu noch unkultiviert weist viele Analphabeten auf und ist deshalb für ein Volk, das eine so tadellose Verwaltung wie die öfterretchllch-ungarische gewöhnt war. wirklich unerträglich. Vedentt man weiter, welch ein Unterschied zwischen den in Kroatien unb Serbien geltenden sDektzcn besteht, ein Unterschied, der trotz des Vorhandenseins eines speziellen M.ntstenums zu überbrücken überhaupt nicht versucht worden ist. bann kann man fich ein Bild von der Lage Kroatiens machen. Im Königreich S. H. S. find augenblicklich fünf verschiedene bürgerliche Gesetzbücher und zwei Strafgesetzbücher sowie zwei verschiedene Dro,zestordnungcn in Kratt!! Auster diesen politischen Gründen einer tiefen Unzufriedenheit in den neuerworbenen Provinzen lastet auf diesen unb insbesondere auf Kroatien £'n toirtfdxjftlicber und finanzieller Druck, der durch bie gänzlich ungerechte Der tei - -ungber Lasten unb der Steuern auf ne verschiedenen Lanbesteile '-vorgerufen ist. Kroatien und Wojwodine, bic beiden Provinzen. ?'S..Cinc Bevölkerung von nur uns Millionen f5 ’^Cn- -ahlen tatsächlich 4 , der in Iugo- awten überhaupt em kommenden Steuern. Wer 'Agram) Handel treibt, zahlt für ,cd>^al mehr Steuern ®S'CTn,c^n Reingewinn zahlt 'xV..hcI\ Dj^rr,l mitunter zehnmal mehr L-'-Mch.« iTwtkrbi^. u'üersck cdliche Behändtung hat natürlich rrcffinn^n ^^aUliche unk finanzielle S'c- nin en >„r ° W”*1 behandLten Pro- nn3cn zur Folge-und läht die heftigen Proteste Ernste Besorgnis um Äaditsch. ‘Wiener und Münchener Spezialisten am Krankenbett. — Keine Hoffnung der-lerzte. Agram. 6. August. (I2L) Trost aller abmildernden Mitteilungen muh feflgcftellt werden, dah jeden Augenblick mit dem Ableben von Stefan Radilsch gerechnet werden kann. Die Verschlechterung seine» Zustande» wird nicht nur durch die abnehmende Herztätigkeit gekennzeichnet, sondern auch durch die Störung ber herzfnnktlonen und vor allem dadurch, dah der Zucker in da» Blut eingetreten ist. Man betrachtet die Katastrophe al» stündlich bevorstehend. Am Montag ist auf die telephonische Bitte der Angehörigen Raditsch» Profesior Menckebach au» Wien an da» Krankenlager Radilsch» geeilt. Profestor Wenckebach stellte vor allem eine sehr geschwächte 5)erzlätigkeit fest, die er ja beleben versuchte. Die Aerjle haben feine Hoffnung mehr auf Rettung de» Patienten. Der Münchener Internist Professor von Romberg ist ebenfall» an da» Krankenlager Raditsch» nach Agram gerufen worden, um gemeinsam mit Wenkebach eine neue Untersuchung vorzunehmen. Die Beine de» Patten len sind stark angeschwollen. Aeußerste Spannung in Agram. Agram, 6. Aug. (T. TI.) Die Rachricht über den besorgniserregenden Zustand Stesan Ra- dllschS hat hier bereits starke Beunruhigung auSgelöst. Sin erfahrener Polittker bezeichnete e- al- besondere- Glück, bah ber Führer der tn Kroatien wohnenben Serben. P r l b lisch e Wit sch. mit der Rabltschpartci verbündet ist, sonst würbe Im Falle bes Ableben- beS Kroatensuhrers ber Bürgerkrieg vor b « r T ü r « sieben. Die Ermordung deS serbischen Journalisten Rlstvvitsch hat in Agram nieder- drückenb gewirkt. Die ohnehin fragliche Derstän- btgung zwischen Agram unb Delgrab bürste jetzt noch viel schwerer geworben sein. Man hat baS Gefühl, bah bie Häufung ber Anschläge unb Degenanschläge ein Zeichen bafür ist, bah nunmehr bie Strafte tn bie Politik eingreift. Weber bie Staatsmacht, noch bie Parleien fühlen sich stark genug, um diesem Gmfluft der Strafte wirksam entgegenzutreten. Infolgedessen wird das System, politische Konflikte mit dem Revolver auszutragen. zu einer groften Gefahr In Agram herrscht eine saft unheimliche Ruhe Weder die Bevölkerung, noch die Studenten haben irgendwelche Äunbgcbungen veranstaltet. Ausfällig ist nur. daft in den Fluren und Treppenhäusern der Gebäude, in denen sich Redaktionen befinden, Polizisten Wache I halten. Heute wird behauptet, daft der getötete Serbe Ristovitsch einen Anschlag auf | Pribitschewitsch geplant habe. Man hat beobachtet, daft er am Sam-tag vormittag wiederholt vor dem ^-ranb-Hoi«l auf unb abgegan- gen ist. in bem Pribitschewitsch wohnt Arn 2iach- mittag desselben Tages ging er In Begleitung einer unbekannten Dame zum Bahnhof, wo er fein Gepäck gelassen hatte unb einen schweren Gegenstanb auü feinem Koffer geholt bähen soll. Die Leiche Ristovitsch- wirb aus kosten der Agramer Sektion des jugoslawischen Journalist enverbanbe« heute mittag in aller Stille nach Belgrad Übergesührt unb bort beerdigt werden. Die Ermordung des Gerben Ristowitsch. Wir dah kroatifchc Volk provoziert wurde. Dien. 6. Aug. (XU.) Hebet die Ermordung deS Belgrader Journalisten Ristowittch lässt l.ch die „Stunde" au- Llgram folgenbe Emzelhesten melden: Ristowitsch war von mehreren Seiten gewarnt worden, nach Agram zu reisen: er war bei den Kroaten verhaftt. da er leit Monaten Radowitsch unb Pribitschewitsch bekämpfte. Man warf ihm von kroattscher Se.l« vor. er habe öffentlich zur Ermordung der beiden kroatischen Führer auf» gefordert und sei an dem Attentat in der Slupschttna vom 20. Juni schuld Die Artikel, die auch nach dem 20. Juni in ber Zeitung „Fedinswo" veröffentlicht wurden, waren m i t dem vollen Raman Ristowitsch gezeichnet. Ristowitsch hat tn Agram gesagt, er hoffte, daft man ihn nicht erkennen wurde, Gr wurde aber in dem Restaurant Kolo erkannt. und e- entstand «in Wortwechsel zwischen ihm und einem Herrn vom Rachbartisch. Um 1 Uhr nacht- erhob sich der Kroate vom Rachbartisch und versetzte Ristowitsch mehrere wuchtig« Hieb« mit einem Stock über den Kopf. *8« entstand ein Tumult ir.ib Ristowitschwurde veranlaftt. da- Lokal zu verlassen. (3r »eigene sich zuerst, aing bann aber schlieftlich mit ben Worten. „DaS werden Raditsch und Pribitschewitsch mit dem Kops« büft « n." Ristowitsch begann zu lausen und bie Menge folgt« ihm. Gin Polizist hielt ihn auf und führt« ihn zur Wache. Aus dem Wege rief ihm die Menge nach, daft er an dem Mord an Raditsch schuld sei. Von der Polizei ging Ristowitsch in- Krankenhau-, um seine ziemlich schweren Kopfverletzung«,i verbinden zu lassen Auf dem Wege nach dem Krankeirhaus, den er in Begleitung einet Kriminalschutzmanne^ zurück.'egte. kam es dann au der Bluttat. Der Attentäter Dchunltsch gab die Schüsse a u J allernächster Räh« ab. Gleich der erste Schuft streckte Ristowitsch nieder. Als Ristovitsch auf dem Boden lag. richtete Schunitsch ben Revolver gegen die Brust deS Liegenden unb gab zwei weitere Schüsse ab. Das Programm der Genfer Raislagung. Oos Ostproblem. — Minderheitsbeschwerden. — Oie Abrüstung. Gens, 6. Aug. (WB.) Die am 30. August beginnende 51 Ratstagung wirb von bem finnischen RatSrnrlglied. voraussichtlich bem Qluften- mmiTter Procope. eröffnet werden, ber in lernet Sigenschaft als neuer Ratspräsident auch die 9. Völkerbundsverlammlung am 3. September mit einer Eröfsnungsansprache einleiten wirb. Auf der vorläufigen TageSorbnu,stehen 28 Punkte, barunter al- wichtigste politische Frage em neuer Bericht des holländischen Auhenmini- sterS Beelaerts van Blockland über ben Cianb der Verhandlungen zwischen Polen und Litauen. Don Interesse sind ferner verschiedene Min - berheitSbeschwerbcn. darunter -olche deS Deuttchen VotkSbunbeS über bec Sicherheit-ver- hältmsle in Polnisch-Oberschlesien unb über Srnschulungsfragen, die wegen verspäteter Ginreu-unz vom Völlerbundsrat in feiner letzten Tagung rocht mehr geregelt werden konnten, ferner bic ebenfalls noch unerledigte Defchwerdr der Ittaui'chen Regierung über bic BehandluTuz litaurfcher Minderheiten im Wilnagebiet. 'JSeücrc Punkte bc rc(fen bie Schaffung bc5 in der Genfer Opium-., onvention vorgesehenen Zentralkomrollamies. bie DenehmiguTtg der Satzungen des Rönnlchen Institute - für Pri- vatrecht. deS Weltlehrsilm-Institu- t«s m Rom unb ber von bem Internationalen LufttahrtauSschuft vorgeschlagenen Verkehrs« ordnung und Signalisierung im Luftfahrt wesen sowie verfchiebene wirtschaftliche Arbeiten auS den letzten Monaten. Der Bericht des unter bem Dorfitz des Grafen Bernslorsf arbeitenden Sonderausschusses, ber am 27. August zu einer neuen Tagung zusammen- tritt unb bem Rat Vorschläge über die baldige Einberufung einer internationalen Konferenz für die Kvnt rolle der Rüstungsindustrien machen soll, bilbet den einzigen Punkt der Tagesordnung, ber sich auf das Abrüstungs- Problem bezieht. Die Behandlung dickes Problems bleibt zunächst ber Döllerbundsversamm- lunfl Vorbehalten Der VöllerbundSrat. der nach den Ergänzung-wahlen für bie biesmal tumu8- ntäftig auSscheidenden drei nichtständigen Mitglieder des Rate-, China. Eolumbia unb Holland, bereits Mitte September au feiner52. Tagung Aufammentritt. wird erst in ber zweiten Scptemberhälfte unb auf ®nmb ber Stellungnahme ber Völkerbundsversammlung sich mit bem AbrüstungSprvblem befassen Vermutlich wirb auch bie Entfcheibung über ben polnisch-Iitauischen Konflikt erst in biekr unter bem Vorsitz Eham- berlainÄ ftattfinbenben Tagung fallen. Die beutsche Regierung wird nach ben bishee in Gens vorliegenben Mitteilungen sowohl int Dölkerbundsrat als auch in ber Dollverfamm- lung des DölkerbunbeS burch ben Reichsauften- mlnifter Dr. Oirefemann vertreten sein Der deutschen Delegation werden ferner wie üblich Staatssekretär von Schubert. Ministerial- bireftor Dr. Dauft unb eine Reche von Parlamentariern angehören. Graf Bernstorff unb Staatssekretär von Sim son, die Deutsch- lanb tn ber Abrüstungvlommission und im Sicherheitsausschuft vertreten haben, werden vor- ausfichtltch gleichfalls ber beul schen Delegation angeboren Oie Ersatzwahl zum Haager Schiedsgerichishvf. Tic merkwürdigcdeutfcheToppclkandidatur . ®.€ n f - 6. 2ug. (DB.) Für bie Ersatzwahl m t>«n StäTldigen Internationalen Gerichtshof an Stelle des zurückgetretetten amerikan/chen MUg.iebes Moor« haben nach einer Rote deS Generalsekretärs an ben VöllerbundSrat und d'.e Vo.lerbunbsm-.tglieder bis zum 1. August d. I. 33 nationale Gruppen bes alten Haager SchiedS- g«rchtshoseS burch Vermittlung chrer Regierungen ihre Kandidaten be-eichttet. Jede nationale Gruppe kann nach bem Statut deS Gerichtshofes zwei Äanbibaten benennen Unter ben auf gestellten 33 Kand.baten haben 26 nationale Gruppen, darunter auch Deutschland, chre Stimmen für den früheren amerikanischen Staats- Tefretär Hugh«- aSgegeben. der damit voraussichtlich von der Völlerbunbsverfemmlung zum Nachfolger gewählt werden wird. Neun Gruppe« Haden als zweiten Kandidaten ReichsgerichtSpräsident Dr. Simons beze.chnct. Don der deutschen Gruppe wurde Professor Schücking als zweiter Kandidat benannt. Der aus der Ersatzwahl her- vorgegangcne Nachfolger wird nur ein zweijährige- Mandat erhalten, da satzmrgs- gemäß sämtliche Mitglieder des Gerichtshofes nach Ablauf ihres neunjährigen Mandates im Herbst 1930 neugewählt werden müssen. Der Generalsekretär machte übrigens in feiner Note darauf aufmerksam, daß der Völkerbunds- rat nur bedingt und unter Vorbehalt der Zustimmung der Dölkerbundsversammlung di« Demission deS amerikanischen Richters Moore angenommen hat. Die Betriebssicherheit der Reichsbahn. Kein Lystemfehler —sagt Generaldirektor Dorpmüller. München, 6. Aug. (MTB) Der Generaldirektor der Deutschen Neichsbcchngesellschaft. Dr. Dorpmüller, gab Vertretern der Münchener und auswärtigen Presse Gelegenheit zu einer persönlichen Aussprache über die Frage der Sicherheit der Reichsbahn. Dr. Dvcp« müller erklärte e'mleitend, daß die Deutsche Reichsbahn sich zur Aufrechter Haltung der Sicherheit in keiner Weise Beschränkungen auferlegen lasse und eher ein Defizit in Kauf nehm«, bevor hierin irgend etwas übersehen werde. Von einem Stzstemfehlerzu sprechen sei nicht möglich, wenn man berücksichtige, daß in zwanzig Monaten vor der Periode von Unfätten der letzten Zett keine größeren älnfolle vorgekommen seien. Auch könne man Vahern und Preußen aus dem Anlaß der letzten Unfälle nicht in Gegensatz stellen. Falsch wäre es auch, wenn zwischen Reparationszahlungen und DetriebSsicher- he i t irgendein Zusammenhang konstruiert werden sollte. Der Derwaltungsrat der Reichsbahn einschließlich der dort mitwirkenden Ausländer habe n i c versucht, Mittel abzulehnen, die für die Sicherheit des Betriebes erforderlich geworden sind. Fenenende des AeichSkabinetts. Am Freitag ülabinettssitzung. B c r l i n. 6. Aug. (Priv.Iel.) Reichskanzler M ü l l e r - F r a n t c n , der sich zur Erholung in Badenweiler oufhält, wird am Donnerstag wieder in Berlin sein, und mit ihm kehren die meisten Mitglieder des Reichskabinetts non ihren Fcrienrcisen zurück, um an der Feier des Ver - fasjungstage» teilzunehmen. Am Freitag wird eine Sitzung des Reichskabinetts statt- sindcn, in der vorwiegend Fragen der i n n e r e n Politik behandelt werden sollen, Gesetzesvorlagen, die in der Regierungserklärung angekündigt wurden, jetzt in den einzelnen Ministerien ausgearbeitet und im Kabinett reif fijr die Vorlage ans Parlament gemacht werden sollen. Unter anderem wird voraussichtlich auch über den Bau des Panzerkreuzers^ entschieden werden. Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird In den nächsten Tagen seinen Aufenthalt in Karlsbad cbUechen und sich zunächst erneut in einen deutschen Kurort begeben. Er hat die Absicht, um den 2 OfA u q u st wieder nach Berlin zurückzu- kehren. Für den 25. August ist eine Kabinetts- b c t a l u n fl in Aussicht genommen, die ausschließ- lichderVorberatungfürdie Septembertagung des Völkerbundes gewidmet sein soll. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch die Antwort auf die offizielle Einladung Dr. Stresemanns n a ch P a r i s zur Unterzeichnung des Kelloggpaktes erfolgt fein. Oie Vorarbeiten zum neuen Reichsetat. Die Pläne der Ministerien. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 7. Aug. Die Vorarbeiten des neuen .Haushaltsplans für das kommende Rechnungsjahr sind in den einzelnen Ministerien in vollem Gange. Die Ressort» legen ihre neuen Pläne vor, korrigieren alte Etatspositionen, und in gemeinsamen Sitzungen aller Ressorts der einzelnen Ministerien wird jeweils der Plan dieses Ministeriums festgesetzt. Die Arbeiten müssen nunmehr rasch vonstatten gehen, denn die Zeit de» Abschlusses rückt immer näher heran. Rach der Anordnung des Reichsfinanzministers müssen die einzelnen Ministerien ihre Vorschläge bis zum 2 0. A u g u st fertiggestellt und dem Reichsfinanz m I n i ft e r t u m überwiesen haben. Nach diesem Dalum können keinerlei neue Vorschläge mehr be- rücksichtigt werden. Denn von diesem Zeitpunkt an Hot dann der Reichsfinanzminister den Gesamt- plan im einzelnen sertigzustellcn, wobei er selbst auch schon zu weitgehende Vorschläge wieder zurück- stellen tarn. Bis zum November muß der Gesamtplan dann fertig und dem Reichsrat zügele i t e t sein, damit dieser seine Arbeiten noch so rechtzeitig abschliehen kann, daß der Entwurf des neuen Haushaltsplanes noch vor Beginn der Weih- nachlsserien des Parlaments dem Reichstag zugehen kann. Im allgemeinen dürften diesmal keinerlei sensationelle Ansorderungen oorliegen. Bon Interesse wird e» höchstens sein, wie der Panzerkreuzer diesmal im Plans figurieren wird. Um dies festzustellen, sind ja bekanntlich nach den ursprünglichen Dispositionen jetzt im gerbst noch eingehende Prüfungen der Finanzlage im allge meinen vorgesehen, davon ist ja der Bau des Panzerkreuzers seinerzeit abhängig gemacht worden. Für über hundert Millionen Geld- sirasen wegen Steuerhinterziehung. Eine interessante Statistik detz Reichofinanzministcriumtz. Berlin, 6. Aug (TU.) Dem Reichstage Ht jetzt eine Nachweisung über 'Festsetzung und Erlaß non Geldstrafen bei den Besitz und Verkehrsstcuern sowie bei den Zöllen und Verbrauchsabgaben für das Rechnungsjahr 1927 zu«gangen Danach find in diesem Jahre wegen Steuerhinterziehungen - n insgesamt 31 »80 Fällen Geld st rasen rechtskräftig festgesetzt worben Die Gelt strafen beliefen sich auf 1 3, h Millionen M k In etwa 2500 Fallen wurden Geldstrafen in Föhr Der Kampf zwischen Asien und Europa. (Lin Alarmruf des französischen Innenministers Sarraut. Genf, 6. Aug (TU.) Der französische Innenminister. frühere Generalgouoerneur von 3ndo» chino, Albert Sarraut. der als einer der besten Krnner ter farbigen Ras enpr ob lerne gilt, entwickelt im .Journal de Geneve" höchst beachtenswerte Efedankengänar über bi: Ve dro- hana der europäischen Kultur d u r ch die farbigen, insbesondere die asiatischen Rassen. Die Ausführungen des fron- zösiichen Staatsmannes erwecken im Hinblick auf die Rolle, die die farbigen Truppenteile in der französischen Armee in den letzten Jahren gespielt haben, besonderes Interesse. Sarraut betont zunächst, das gegen- wärtige Jahrhundert werd? der Zeitabschnitt des Kampfes zwischen der weißen und der farbiaen Rasse sein. Die Ereignisse im fernen Osten bildeten nur die eine Seit? dieser großen Frage. Die Frage der europäischen Souveränität fei gegenwärtig in aller Schärfe und mit allen sich daran anlnüpfenden weittragenden Folgerungen in Asien gestellt. DaS Ansehen Europas sei bereits durch den japanisch-russischen Krieg in Asien schwer erschüttert worden. Der TB c 11 f r i c a habe drn Asiaten die europäische Zivilisation in blutigem Hasse gespalten gezeigt und die farbigen Völker sogar zu Schiedsrichtern in europäischen Streitangelegenheiten eingesetzt. Das vom Präsidenten Wilfen gepredigte Evangelium des Selbstbestimmungsrechts der Volker habe tatsächlich den Nationalismus der asiatischen Völkerschaften wochgerufen. Diese Entwicklung sei später von der bolschewistischen Herr- fcha't planmäßig im Sinne des Halses gegen te« kapitalistische Ordnung toeiLr gefördert worden. Der französische Innenminister entwickelt dann den Gedanken eines kommenden großen Kampfes zwischen der weihen und der gelben Rasse im pazifischem Raum, wobei er auf ter einen Seite 3 a p a n als die führende Macht der gelben Rasten und die Vereinigten Staaten als die führende Macht des europäisch-amerikanischen Kulturtreises ansieht. Sarraut schildert dann eingehend die außerordentliche Entwicklung Japans m den Letzten 50 Jahren. Es wäre anzunehmen, daß Japan im Falle eines Kampfes mit den Vereinigten Staaten zu einem Bündnis mit China und Rußland schreiten wurde. Sarraut entwickelt sodann die Annahme, daß da- vereinigte Japan, China und Rußland im Kampfe gegen das englisch-französisch-amerikanische Bündnis, das auf den gleichartigen Interessen der weißen Rasse aufgebaut fei, zunächst auf dem Fcstlante Polen angreifen wurde, um die Entsendung von europäischen Hilfstruppen an die Vereinigten Staaten zu verhindern. Dieser Gedanke — Sarraut betont dies mit großem Nachdruck — verdiene die ernsteste Beachtung aller derjenigen. die heute berufen wären, die Dell zu regieren: Man müsse heute derartige Ereignisse in aller Deutlichkeit vorhersehen. um ihnen vor - beugen zu können. Es müßten die größten Anstrengungen gemacht wertem um eine derartige Katastrophe von ter Menschheit abzuwenden. Was will das sranko-brWche Wlenlompromiß? Auseinandergehende Kommentare. — 2Rücffelir zur Entente Cordiale oder nur der Wunsch der Vater des Gedankens? Die neuliche Ankündigung Eharnberlains im Unterlaufe, wonach ein Kompromiß in der Frage ter Floltenabrüstung zwischen England und Frankreich zustande gekommen sei, hat wegen ihrer Ünvollständigkett die Kommentatoren fast aller beteiligter Länder auf den Plan gerufen; und sie hat besonders in Amerika erhebliches Mißtrauen in die bei einem solchen zweiseitigen Abkommen verfolgten Ziele geweckt. Denn in Amerika erblickt man darin eine Bemühung, die Ergebnisse der Washingtoner Flotten abrüflungskonferrnz illusorisch zu machen und für die Revisionskonferenz von 1931. bis wohin das Abkommen von 1921 verlängert oder erweitert werden müßte, die Abschaffung ter Vereinbarungen vorzubereiten. Demgegenüber bemüht sich ncuertengÄ die englische Presse eifrig, die völlige Konformität des englisch-französischen Abkommen- mit den Zielen der Flottenabrüstung und ter Abrüstung überhaupt darzutun. Es handle sich nicht etwa um eine Allianz oder auch nur ein Sonder- abkommen der beiten europäischen Mächte, sondern um einen Konventtonsentwurf, der erst nach dem Beitritt ter Bereinigten Staaten, Japan» und Italiens wirken werte und keine zahlenmäßigen Angaben enthalte. Etwa- weniger präzise sind freilich diese englischen Kommentare gegenüber ter Behauptung. Frankreichs Zugeständnisse in bezug auf Marinerüstungen feien mit englis chen Zugeständnissen in ter Frage ter allgemeinen Rüstungsbe- schränkung, also insbesondere mit der Grklä- rung erkauft worden, London werte künftighin Paris fiele Hand in der Verfechtung seines Standpunkte- lassen, wonach die ausgebildeten Reserven und die allgemeinen RüstungSmöglichkeiten nicht in die Aufgabe der Abrüstung einzubeziehen seien. Denn das ist von französischer Seite etwas voreilig und indiskret als der vermutliche Hauptgegenstand der Vereinbarung bezeichnet Worten, die damit zu einem Sonterabkvmmen für oder vielmehr g e g e n die künftige allgemeine Genfer Abrüstungskonferenz würde. Immerhin weist ter im allgemeinen gut unterrichtete „Daily Telegraph" in diesem Zuvor, 1,5 Millionen Mark erlassen. Die meisten Straffälle kamen im Landesfinanzamtsbezirk Stuttgart vor, nämlich 2812. Es folgen Münster mit 2826 Fällen, Berlin mit 2551 Fällen, 'Breslau mit 2181 Fällen, Karlsruhe mit 2044 Fallen. Weaen Hinterziehung von Derbrauchsab- gaben wurden insgesamt 19 478 Fälle anhängig gemacht und Geldstrafen in Hohe von rund 132 Millionen ausgesetzt, von denen 9,1 Millionen er lassen wurden. Die meisten Falle entfallen hier auf den Landesfinanzamtsbezirk Köln, nämlich 5671. Es folgen Karlsruhe mit 1396 Fällen, Düsseldorf mit 1159 Fallen. Auch für die Hinterziehungen aus dem Gebiete der Zölle, sowie der (Sin- und Aus- suhroerbote, wofür an Geldstrafen rund 95,5 Millionen festgefetzt worden waren, sind 6,04 Mill, ge- strichen worden. Ferner wurden amnestiert: 303 Fälle von Vergehen gegen dos Branntweinmonopol eiuschl. der Efsigsäurcsteuer mit rund 1,8 Millionen und schließlich 1450 Fälle von Hinterziehungen von Verbrauchssteuern mit rund 1,2 Millionen. Insgesamt sind also den Sleuerhinterziehcrn im Jahre 1927 über 15 Millionen rechtskräftig festgesetzter Geldstrafen erlassen worden. Aus aller Wett. Lin italienisches Unterseeboot gesunken. Als bas ftüften-Unterfecbool F16 Montag srüh sieben Meilen westlich der 3 n f el Brioni ein Angrifssmanöver ausfühtte. tauchte c, plötzlich unter tem Bag des Torpedobootszer- ftdrers „Mifforl" auf, ter mit Ihm zusammen- st f e h. F 16 f an r alsbald 40 Bieter tief bis zum Grund. Die genaue Lage tes Unterseeboots ist noch nicht fcHgeftellt. 3ndesfen erklärte ter Führer eines Wasserflugzeuges, daß er das Unterseeboot nicht weit vom Ankerplatz des Kreuzers ..Brindisi" gesehen habe. auf dem sich Admiral F o f ch l u i benutzet Dieser wurde mit der Ceitung des Rel- tangsnxrfvs beauftragt. Das Detter Ist gegen wär- j lig nicht sehr günstig, doch haben sich be- I irits vier Taucher an Ort und Stelle begeben. I Außerdem wurden Anstalten getroffen, um bas sammenhang darauf hin. daß ein militärisches und MarinebündniS zwischen England und Frankreich — als das man die erwähnten angeblichen Rebenabreten diplomatischer Natur zunächst bezeichnen wollte — im Widerspruch mit dem doppelseitigen Charakter deS LvcarnovertrageS bestehen würde. Und daS ist auch in der Tat der Fall. Denn im Locarnovertrag hat Großbritannien die Rolle des Garanten nach beiden Seiten hin übernommen, also ebensowohl gegenüber Deutschland, wie gegenüber Frankreich. Diese Rolle könnte es aber nicht spielen, wenn eS durch irgendwelche Abmachungen, die auch nur entfernt den Charakter einer militärischen Allianz trügen, einseitig an Frankreich gebunden wäre. Die englischen Staatsmänner sind viel zu gut politisch und juristisch geschult, al» daß ihnen dieser wesentliche Gesichtspunkt entgangen sein könnte. Deshalb wird man mindestens dem vorerwähnten Hinweis ter englischen Presse Bedeutung beimessen können, obwohl andererseits ter »Manchester Guardian" sich durch seinen Pariser Korrespondenten melden laßt, daß es sich um eine wirkliche und vollständige Entente politischen und militärischen Charakters handle, die eine Art von Verschmelzung der beiden Flotten vorsehe und in mancher Hinsicht über die Entente Cvrdiale von 1906 noch hin- au Sgehe. Der betreffende Korrespondent stützt sich dabei freilich auf die Indiskretionen der französischen Blätter; und daß dort manchmal der Wunsch der Vater deS Gedankens ist, daß man also die Bekanntgabe deS Abkommens selbst abtoarlcn muß, bevor man derartig weitgehende Schlüsse zieht, liegt auf der Hand. Sicherlich wird sich ein derartige» Abkommen nicht ohne Einverständnis und Mitwirkung Washingtons vollziehen lassen, das in ter Frage der Marineabrüstung kraft seiner finanzielle',r ilcberlegcnteit seit 1921 die entscheidende Initiative hat. Deshalb ist e- nicht wahrscheinlich. daß die weitgehenden Pariser Kombi- natitmen dem Sinn des wirklichen Abkommens entsprechen. Unterseeboot mit Cuff z u versorgen und um es zu heben. Das Unterseeboot kann sich mil Hilfe eines besonderen akustischen Signalapparate» für Unterseeboote mit der Außenwelt In Verbindung setzen. Ei« Eisenbahnunglück bei Alfeld. Kassel, 7. Aug. (WTB. Funkspruch.) Hculc morgen gegen 3.10 Uhr entgleiste der Güterzua 8318 Nordstemmcn — Göttingen auf dem Bahnhof Alfeld an ter Leine in der Einsahrts- weiche mit der Lokomotive und den nachfolgenden vier Wagen. Die Lokomotive und der P.ickwagen sprangen aus nach unaufgeklärter Ursache aus dem Gleis und stürzten um, wodurch drei weitere leere Güterwagen ineinander gefcho den wurden. Der übrige Zugteil ist unbeschädigt geblieben. Die beiden Hauptgleise der Richtung Kreiensen-Clze und Elze—Kreiensen wurden sofort gefperrt, ter Zugverkehr wurde durch Um- steigen ausrechl erhalten. Bei hem Unfall wurde her auf den Bremsen fahrende Oderschaffner Schutze aus Northeim f ch w e r und her Schaffner Ferdi- nand aus Northeim leicht verletzt, beide find sofort in die Göttinger Klinik übergeführt Worten. Die Aufräumungsarbeiten waren heute morgen gegen 7 llbr soweit fortgeschritten, daß ein Gleis der Richtung Elze—Kreiensen um 7 Uhr ireiacgeben werden konnte. Die sofort eingeleiteie Untcrfuchung bat bis jetzt noch keinen Anhaltspunkt über die Ursache der Entgleisung ergeben. Ein deutsches Flugboot in Seenot. Während des ©türme» am Sonntag mußt« gegen 17 Uhr ein Do r ni c r-S u pc r w a l. ter sich mit neun Mann Besatzung auf einem Pro- beflug von Stettin nach Hamburg befand. wegen Motorschadens in der Brandung vor Boltenhagen n o 11 c n b e n. DaS Flugzeug tourte in bet Karlen Brandung furchrbar hin- und hergrwotten; trotzten: e» nur 200 Meter vom User entfernt lag. war es unmöglich, Hilfe zu bringen. Zwei Mann ter Besatzung sprangen über Bord und schwammen ans User, um zu veranlassen, daß ein Schiss zur HUselei- (hing geschickt werde Infolge tes Sturmes foniue aber weder aus WiSmar noch auS Travemünde ein Schilt auslaufen Die Besatzung hatte schwere Stunden durchzumachen, um fo mehr. alS alles an Bord seekrank war. Hunderte von Kurgästen standen trotz Sturm und Regen am User. Crst um Mitternacht traf das Lotfenboot aus Pvel ein. es konnte jedoch bei dem immer mxh tobenden Sturm nicht an das Flugzeug heraukommen. Erst alS gegen 3 Uhr vormittags ter Seeschlepper .Travemünte" mit dem Trave- münter Rettungsboot eintraf, gelang es die völlig erlchöpfie Mannschaft nach lOftünbigcm Äampf mit Sturm und Wellen in Sicherheit zu bringen. Das Flugboot wurde in ruhigeres Wasser geschleppt. Mißglückter Start zu einem Laropa Rundflug. Der Kunstfifeger Martens be^vnchttgle am Dienstag vorn Frankfurter Flugplatz aus zu einem Eurvpa-Runbfiug zu starten, testen Dauer auf Atoei Wochen an gefetzt war. Das Ziel feilte ebenfalls Frankfurt sein. Mattens wollte am Montag mit fernem Leichtflugzeug von Dar inst a d t nach Frankfurt fliegen. Bei den Vorbereitungen zum Statt kam ein Mechaniker mit einer Löüampe zu nahe an den Ben^kntehälter. der explodierte. Der Rumpf des Flugzeuges wurde ai^einantergeriTlen. die Tragflächen wurden stark beschädigt. 3nfelgcbeHcn kann daS Unternehmen zunächst nicht stattfinten. Lin Munllionstepot bei Bukarest In die tust geflogen. In dem Munitionslager, das in dem früheren Fort Cahelu an der Peripherie von Bukarest untergebracht ist. ereignete sich eine schwere Implosion. 4C0 Granaten schweren Kalibers flogen in die Luft. Die Löscharbeiten find infolge ter großen Hitze und Wassermangels sehr schwierig, lieber das Schicksal von sechs Soldaten, welche die Lagerwache bildeten, ist nichts bekannt. Die Ursache der Geplosion ist noch nicht festgestellt. Brand auf einem Segelschiff. Asuncion (Paraguay), 7. Aug. (WIL. Funk- sprach.) 17 Personen, davon Io Frauen wurden nach einem Brand vermißt, der auf einem Segelschiff ousgebrochen war. Das Schiff hatte 7 5 Passagiere an Bord, von denen die meisten durch Ruderboote in Sicherheit gebracht wurden. Lustmanöoer über London. London, 7. Aug. (WTB. Funkspruch.) Gestern abend begannen die Londoner Lustmanover, die bis zum 19. August fortgesetzt werden sollen. Eine Anzahl Bombenslugzcuye unternahm einen Angriff auf L o n ö o h. Sic zeigten statt der üblichen Färbung der britischen Heeresslugzeuge ein grünliches Grau, was den beinahe 100 an der Hebung beteiligten starken Scheinwerfern er- schwette, diese Flugzeuge am Rachthimmcl auszu- finden. Die „Manlc Lervaotes" auf der Heimreise Das Motorschiff „Monte Cervantes" ist in ter Nacht vom Sonntag auf Montag in Hammer- f e ft in Begleitung des Eisbrechers „Krassin" eingetroffen. Da» Schiff ist dort nochmals van den Tauchern des deutschen Bergungsdampfer» „See- falte" untersucht worden. Weitere schaden wurden nicht fcftgestellt, das Schiff hat darauf sein Secfähigkeitsattest erhalten. Die „Monte Cervantes" hat am Montagnachmittag mit den Passagieren an Board die Rückfahrt von Hammerfest direkt nach Hamburg in Begleitung des deutschen Bergungsdampfers „Seefalke" fertge- fetzt und ist voraussichtlich am Samstag, 11. August, in Homburg zu errpotten. Frelballonlanduug. In Heinersreuth bei Bayreuth ist am Sonn- lagobenb um 9 Uhr ein Freiballon nicbergegangen, der notlanden mußte. Von den drei Jnsasien brach einer den Arm und mußte Ins Krankenhaus gebracht werden. Der Ballon war nachmittags um 4 Uhr in Darmstadt aufgestiegen. Vie Weiterlage. TTtoRhxs, deft 6 Oogast K. Ja 1, f 'ewci*.rb nicht mehr von langer Dauer sein, ba di« im Westen liegende Störung sich weiter oertieft hat. lieber den britischen Fnseln sind bereits erhebliche Regenfälle niedergcgangcn. Das Tief wird sich oft- watts roeiterbemegen und unser (Bebtet beeinflußen. An feiner Vorderseite führt es warme Luft mit sich, die die Temperaturen zum Steigen bringt und Nieterschläge Hervorrufen wird. Wetkervorausfagc für Mittwoche Wolkig bis beteckt, Temperaturen ansteigend, vereinzelt Regcnsülle Witlerungs au »sichten für Donnerstag: Weiterhin trübe» Wetter mit Rieder- schlägcn. LusUemoerawren am 6. August: mittags 20,9 Grad Celsius, abends 15.4 Grad Celsius, am 7. August: morgen» 12,2 Grad Celsius Maximum 21,5 Grad Celsius. Minimum 8 Arad Celsius — Lrdtempera- turen in 10 Zentimeter liefe am 6 August, abend» 20,6 Grad Celsius; am 7. August: morgens 15,8 Grad Celsius. tmanbtr da» >i« durchschnittlich«n Mil von 10 872 eine 30 bindet &cn Half uM88 11. h '* a* Grundstück Flur I Nr. 822 bei •--------------------- taTfiSS ;^,non"nc': I DrucksachenallerArt »Mw'iXa.' I ’ss^essxassuzsi Mittwoch, Den 8. August 1928, uachm 2 Uhr, verstclgcrc ich Neuenweg 2h (im Teutral Drogerie, me» Schulstrahe 30 20. Loren; Ärä|jncr. ; Heinrich Bäh Posta straffe 13; 22. Kon Ziletarbeiten a Art. werd, aagen. tz»tza»eb,Ltch St.57l. Zprcchftundcn der Redaktion 12 bi» 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittags, bamstag nachmittag geschloffen. Mn jcl gen au (träge sind lediglich an die Dcschä s i» stelle zu richten. Geschlossen vom 7. bis 21. August Laboratorium Bierau & Müller Bestrahlungen, Massage und Bäder Südanlage 7 I. im LMaschkessef vernichtet 15 grt Seifet Oeshalb ist et sehr wichtig, daß (Sie bat kalkhaltige Leituagtwasl .r vor dem Waschen mit einigen Handooll Henko-Älcich-Doda weichmachen! Henkels tkasch und Bleichsoda und erzeugt die Deiche des Reqemvaffersl MkM Mittwoch trüb 9 Uhr eintteficnb: P«. Sckiellfilche, Seelachs und Cabliau im Ausschnitt irische Portious Schellfische Ariichc Buckliune ".Neue boll, il’ollhciinoe «t urte enal. Matje« Heringe. Neue Salzgurken Neue gelbe Kartoffeln 2 Pfand 15 Bi. Frische Eier 10 Stück 1.-5 Mk. A32S1 UMKMkMld Badnbolür. 27, Fcrnivr. 1631. r cgi ft er. LS berftarben ht der 3eit vom 16. bis 31. 3uü: 19. Katharine Heller, geb. Mar- kart, Witwe, 80 Jahre alt. Licher Straffe 74; 20. Karl HaaS. Botengänger, 47 3 . Licher Straffe 74; 21 Margarete Winther. geb. 3oft, Witwe, 77 3., 3n den ffichgärlen 23, Händler. 74 3.. Mühlftr. 4 _. , . aTfiftcnt o. D.. 63 3., Hamm- straffe 13; 22. Konrad ©erbig. Oberpost- schasfner. 47 3, Am Riege lpfad 46: 24. Otto Kölle, Schneiderns tster. 84 3 , LudwigSrl 14; 26. Sophie Damm, ohne Beruf, 61 3, Lichcr Straffe 74, 27. Heinrich Herzberger. Tisen- hobler, 63 3., Am Riegelpfad 70; Heinrich Hurtig, Schuhmacher. 62 3., Licher Straffe 74; Heinrich Hofmann, ohne Berus. 62 3., Licher Strafte 74; 29. Klara Helfrich, geb. Heinze, 41 3.. Wolfstrahe 8; 30. Heinrich Hart- Gar fliehen-/- Ballons Gär röhr en— Abfüh schlauch* prov.m&Vierka Weinhefen ecir. zur — , Weinbeneituna I Büchcrlchrank, 1 Verükv, 1 Irumcau ' icflcl, 1 eleftr. L lavier (Hupselds, iJiano, 4 sofaS, 6 5tänbetianipcii, tomylZ, 1 Schlafzimmer, 4 TrsLe, I Schrcibpult, 1 tL Schrank, 2 Dezimal- -’aagen, 1 (Sramrnophon, 2 große rbeitStische, ^ruchtvreneu, 1 Klavier, udl. «ähmaichinen, Schreibmaschinen, I eleftr. Cfen, 1 SchnellbohrmaschiriL, 1 große felgemälbe, 1 Flurgarderobe, -0 große Bilber, 2 «üchcnschränle. 1 staiienlchrank, Tarnen , Linder- uu? Herren-Haldschude, Lpielwareu, Herr > und Damenräder, 2 ttttbenberbc, 1 Mc. tallbett mit steil u. v. a. Versteigerung bestimmt. LudwigHartmetz Auktionator und Taxator 7185D Neuenweg 28 — Telephon 1414 doff nicht nur die gewerbsmäßigen, b. ff lohnfiihr- mäßigen, ionbern auch alle inchi gewerbsmäßig betriebenen Fahrzeug- und Reittier Haltungen der retd)>fle|eBlid)en llnsallo.rsicherung unterliegen, so- fern hierbei Ärbeitnebmer, wie Krall- wagenfudrer, Wagenrcmiger, Kutfchcr. Pserdcpjlcger. oder sonstige Ailfeperjonen, wenn auch nur gelegentlich oder wileeijr, beschasligi werden. Versichcrung». pflichtig fmb, ferner kaufmännische Angestellte, bi: ihnen zur versugung gestellte xrahfatneug# leibst fahren ober insianddalien Unter diele» Leie„ fallen demnach auch alle Kraftfahrzeuge fauch Motorräder, fojern sie von oersicherungspflichligen Personen selbst gefahren oder instondgehalten werden,, Lutsch Gespann eunb Äcittiere, die zu privaten. sportlich.-n, Qelchählithen, beruflichen oder u>inenid>afihd)cn Awecken Verwendung finden Die Haller solcher Fahrzeuge oder Pferde haben ihre Haltung binnen Schellfische Kabeljau Seelachs Schollen SluWte matriik empfieblt Mu ooch. Donnerstag u ,,rel* lag emireffcnd •*1> Hamburger Fischhandlung «. Noch Nachstar., MauSburg 15, Telephon 1012. nicht grober Xetl der Aerztelchafi hat sich scho» )»tzr bieten wir tüfti. Vanbreltenben. ff» banb sich um Dauervos». Bewerb, u. Chiffre A.W.1N1 an P«»tiUli«IL ttl, Brasn—bwi. Betantttmachung. luj Gründ bcJ z 42 der Berurdnung, die Anlegung de« Grundbuch« und d»e Ausführung der Grunbbuchoronuag bc- tithenb, vom IS. Januar 1900, hat bet stefliiche Herr )usti;minist«r bestimmt, tzoft da» Grundbuch und da» Beragrundbuch für bic Gemarkung Heuchelheim vom 25. August 1928 an al* angelegt anzu- iehcn ist Berliner Börse. Berlin 7. Aug. lWTB. Funkfpruch > 3m Anschluß an Reuyork zeigt der heutige F r ll I, v c r kehr weiter ein freundliche» Auslehcu Die Kurie liegen ohne Tclchast höher. Spezial werte scheinen wieder bevorzugt zu sein Tfan tariert Siemens 374, Farben 261. Schuckert 205 und Bergmann 203,50. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124,18 bis 21, Mailand 92 75 bis 79, Spanien 29,52 bis 54, do» Pfund 485 50 und den Dollar 4,1935 bis 50 Auto-Neeh 1790. „,D Mittwoch, den 8. August, 6e*'tr 1W0nfl*‘,,rii< Ver' I nacf)m. ab 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28: t.-" bei für oefudir. 71S8D Wolfram Pie ? O57JO Heuchelheim, den 6. August 1928. 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August verschied unser früheres aktives Mitglied Herr Theodor Schlitt Mit dem Entschlafenen ist uns ein lieber Freund verloren gegangen und werden wir sein Andenken Ehren halten. stets in Bauerscher Gesang-Verein e. V. 7022 F llr.184 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten) Dienstag, 7. August (928 Schweizer Brief. tloifebffldirrn und fremde Lrden Von unffrm Berner Mitarbeiter. Bern, un üugufi 1928. 8m 21.Juli wurde her eidginu'lisch-. Bunbce» tanzt«i In Bern rin neue» Vol!->v«^hren über» reicht, bo» mit 76IX«' Unlerfchriften versehen war. (l s verlangt Dir Ausnahme eine» neuen Her» sassungeorlikei». der (ehern Schweiz erdür- fl e r die Annahme eine» von einer fremden Begierunfl verliehenen Orden» verbietet. Damit ist eine Bewegung zu einem vorläufigen flb|d)luh gefommen, die die ichweizc rische Oeffentlichkeit schon seit Dohren beschösligt hat. Di Lchwiz Hai dem 16. bi» zum 18., ,a bi» ins 19. Jahrhundert hinein eine Zeit fi 6 r f fl e r ausländischer Einflüsse erlebt^ Dem lamen nach war die Schweiz unabhängig. Tatsächlich vermochte sie auch ihre inneren Angelegenheiten ziemlich selbständig \u regeln. Nach außen ledoch ivar sie zwar neutral, aber doch vor ollem mit Frankreich durch zahllose feste Bindungen verkettet, Da» Crgedni» war, bat) die Schwell dem nwfUid)en Nachbarn durch diese ganzen Jahrhun- Derte hindurch einen ansehnlichen und hochg.-icha« ten Teil seiner Armee lieferte. Aus allen Schlachtfeldern der französischen Eroberungskriege oerfprih- len Schweizer zu lausenden, ja Zehntausenden ihr Blut. Die Fortdauer dieses Verhältnisses aber wurde durch einen unaufhörlichen Segen von Auszeichnungen und hohen Geldzahlungen an alle einflußreichen Peiivnlichkeiten der vidgenossenschast gewährleistet. Und mit diesen Bestechungen von Frankreich her wetteiferten immer wieder von Zeit zu Zeit der Papst, Venedig, Spanien, chabcburg, die Niederlande usw.. die cb-nfaUe schweizerische Truppen gebrauchen konnten Diese» Bestechiingssystem im großen bildet «inen sehr trüben Abschnitt unserer Geschichle. 3m 19. Jahrhundert wurde mit allen diesen Dingen Schluß gemocht. Die fremden Kriegsdienste wurden verboten. Den eidgenössischen Behörden wurde es streng untersagt, irgenwelche Geschenke und Auszeichnungen vom Ausland onzunehmen. lind diese Verbote blieben nicht nur auf dem Papier, sondern sie wurden wirklich streng durchgeführt. So verschwand der unmittelbare Ein- fluß de» Auslandes auf unser politisches Leben. Die Erinnerung aber on die früheren Zustände ist geblieben, und sie ist im Volke so stark, daß jederzeit an diese Volksabstimmung appelliert werden kann, wenn neue Mißstände auszukommen drohen. Dazu aber zeigten sich in den I eßt en beiden Jahr- zehnten immer stärkere Ansätze. Wie in allen neutralen Kleinstaaten waren schon vor dem Krieg, besonders aber seit 1914 die Großmächte eifrig an der Arbeit, um ihren politischen Einfluß zu stärken. Da» hotte man In der Schweiz auf die verschiedene Weise merken können. Wohl am eifrigsten hat sich dabei Frankreich umgetan. Ein fjaupt- lockmittel bildete hierbei die Verleihung von Orden. Die Ehrenlegion wurde in freigebiger Weise an Schweizer verliehen. Heute gibt es in der Schweiz schon über ein halbe» Tausend Inhaber diese» Orden», davon auch eine Anzahl der höheren Grade. Dazu kommen die noch weit zahlreicher verteilten grünen, violetten usw. Bändchen der verschiedenen geringeren Auszeichnungen. Und schließlich stehen Frankreich ja auch die Orden de» Bei von Tunis und de» Sultan» von Marokko zur Verfügung. Bon dieser billigen Art der Propaganda Hot Frankreich, wie gesagt, in Immer steigen d e m Maße Gebrauch gemacht. Alle andern Staaten kommen dabei nur wenig in Frage. Von Pari» aus aber macht man aus den Ordensverleihungen ein förmliche» System. Man belohnte damit alle die Leute, die sich während de» Krieges und nachher der französischen Sache an- genommen hatten. Man bedachte mit den Orden auch die Kreise, die Einfluß auf die öffentliche Meinung haben, und die man also gerne gewinnen möchte. An zahlreiche Journalisten, Hochschullehrer, Persönlichkeiten de» politischen Leben», bekannte Künstler, Sportleute usw. wurden Orden verliehen Dabei blieb jedoch der französische Ordenssegen falt durchaus aus die welsche Schweiz beschränkt. Hier wurde die Annahme fremder und vor allem französischer Orden nach- gerade zur Selbstverständlichkeit. Bei allen möglichen öffentlichen Anlässen konnnte man die roten ‘Der Sieg her deuischen Krau. Von Kurt Hallberg. ttxmij die deutsche Stau der Amerikanerin heute noch nochsteht. wenn es gilt, im Wettkampf ..ihren Mann zu stehen' . geht aus dem Erfolg von Frau Radke-Batfchauer hervor, jener Breslauerin, die soeben in Amsterdam die Strecke von SAD Metern in 2 Minuten 18.6 Sekunden gelaufen ist und damit einen neuen Weltrekord ausgestellt hat. S.e hat sich mit ihrer hervorragenden Leistung die Goldene Medaille wohl verdient, die außer ihr auch der deutschen Florettmeisterin. Fräulein Helene Mayer, zuerkannt wurde. Den zweien Platz im Florettfechten der Damen konnte eine Engländerin. Als Freeman, belegen, während der dritte Platz wieder einer Deutschen zufiel, nämlich Frau Oe Ikers-, deren Leistung um so anerkennenswcrier ist. als sie nicht mehr zu den jüngsten Jahrgängen deutscher Sportlerinnen gehört. Sie ist nämlich Mutter eines vierzehnjährigen Knaben, der die Florettkllnge ebenfalls schon geschickt zu führen weist, wie sich daS bei einer solchen Mutter eigentlich von selbst versteht. Böswillige Kritiker haben früher behauptet. daß es der deutschen Frau, verglichen mit ihren romanischen Schwestern, an Dehcndig- fe-.t und Gewandtheit fehle: sie werden durch deutschen Florettmeisterinnen eines besseren belehrt, da auch der vierte Platz in den intev- ^cist^rfchastskämpfen von einer Deutschen. nämlich von Frau S o n d h e i m . errungen worden ist. Zum Sport gehört nicht nur Körperkraft. fon- oern Dor allen Dingen auch Mut. Daß es dem wewlichen Geschlecht an Mut und Glan nicht < staunende Welt erst vor sieben Wochen erfahren, als Miß S a r h a r t als erste S£aUoJt 2ü[ant.;f Orden juliebe auf jqweizerische Ehrenämter verzichtet warbt In onfcb .‘iiben v'tikn der welschen Schro z Li.b vor allem in her gdai.uen i an bleien Ordcn» unwesen so gut wie frei gebliebenen deutschen Schweiz erregte das Verhallen Frankreichs nach und nach immer größere Mißstimmung. Man iah immer deutlicher, daß offenbar mit dem ganzen Vorgehen fehl b e h i in in t < politische Ziele uci folgt wurden. Osten kam diese Stimmung jui t ersten Male zum Ausdruck im Jahre 1923. als in Genf mitten im Kampf mit Frankreich um d,e Genfer Zonen nn verschiedene Journalisten die (Ehrenlegion verliehen wurde. Damals wurden in den Straßen Plakate mit Protesten angeschlagen. Unb seither ist dann das Vorgehen nicht mehr zum Stillstand gekommen. Die Führung bei dieser Bewegung gegen die fremden Orden übernahm ichsteßlich der ..Volk» bund für die Unabhängigkeit der Schweiz". Er schlug als einziges Mittel gegen eine derartige Beeinflussung vom Ausland her das Verbot der Annahme aller fremden Orden und Auszeichnungen für jeden Schweizer vor. Und damit dieses Verbot nicht nur auf dem Papier stehen bleibe, schlug er vor, die Ucbertrehing mit dem Verlust des aktiven und paffioen Wahlrechts und des Stimmrecht» zu bestrafen. Dieser Vorschlag wii'de zu einem neuen Verf ifsungsartikel zusammen gefaßt und zu seiner Durchführung ein Volksbegehren emgeleiirt. Da» Zeichen zum r.o»sch?aaen gab ein Vorfall in d n eikgenötsilchen Bäten im vergangenen Dezi über. Da ruckte für ein verstorbene» Mitglied bi Uatior.alratc» aus dem Kanton Neuenburg ein techt»anwalt üu» Neuenburg nach, der zum Kreis der „Action Franpis .-* gehört und Ritter der Ehrenlegion ist. D.r Rat genehmigte zuerst die Wahl nicht, bi» e» sich dann heraus- stellte daß man dazu eigentlich keine gesetzliche .'-andhade hatte. Da» Volksbegehren wurde nun ir ort cmackilrt. Es l-anbeii sich tn einem solche,i Falle darum, 500iNi Unterschriften von stimmfähigen Burgern — die Schweiz keimt ja bas Frauenstimmrecht nicht — innerhalb sich» Monaten zufammenzubringen. Die Unterschriftensammlung verlief ruhig, ohne große Kundgebungen noch außen und ohne einen größeren Zeitung», kämpf. Trotzdem und trotz der Aufwendung ganz minimaler Mittel wurde die nötige Zahl der Unterschriften weit überschritten. So wurde bereits Die Einleitung de» Volksbegehrens zu einer wuchtigen Kundgebung gegen die fremden Orden und gegen das ganze Verhalten Frankreichs in dieser Frage. Ob man in Paris daraus eine Lehre ziehen wirb? Auf jeden Fall wird jetzt die ganze Angelegenheit in der Schweiz zur Behandlung in den Räten gclangegn und schließlich dem Doll zur Abstimmung unterbreitet werden. Die Frage wird also ihre Lösung finden. Die deutschen Ringer schneiden gut ab. Am Somttag wurden die Entscheidungen i m Ql i n g e n ähe unbedingt besseren Besuch verdient gehabt. Obwohl der heftige Wind sich sehr störend bemerkbar machte, standen die Leistungen beiderseits zeitweise aus hoher Stufe. Man kann mit Recht sagen, daß es biöjetzk da- beste Alle-Herren- Fußballspiel in (Silben war DaS Spiel, das bei dem Seitenwechsel erst 1:0 für 1900 stand, vnbebc mit 3:0 für die Dinheimischen. Der Platz- verein hatte m der ersten Spielhälfte, trotz (Degen- tDJiD. mehr Torchancen, war aber nur einmal durch einen wetten flachen Schuß des linken Läufers erfolgreich Bach der Pause machten die Gäste auS dem Bahetal. die ihre Dis am Sonn- tagvornrittag noch durch zwei nachgekommene Spieler der Ligamannschast verstärkt hatten verzweifelte Anstrengungen um den Ausgleich, der aber nicht glückte. Gegen Schluß tarnen die Blau- weißen aus Dießen, mit dem Bückenwind spielend, immer mehr auf und stellten durch zwei wertere schöne Tove, von Mittelstürmer und Halblinks erzielt, den Sieg sicher. DaS Spiel verlief, trotz des beiderseitigen rgieaufwundes. fair. Der Nnparteitsthe machte hin und wieder kleine Schmtzer, die aber für den Spiekausgang nicht von 'belang waren. Dor dem Alle-Herrenspiel trat 19006 neu- zusammengestellte 1. Jugend der angeblich 1. 3u- genb vom Sportverein 1922 Dkllingen bei Hungen entgegen und blieb mit 1:0 siegreich Das einzige Tor war ein Gigentor der Gäste. Bon der Platzclf hatte man von vornherein keine große Leistung erwartet, da ja bis jetzt jedes Zusammenspiel sohlte und auch noch Srsatz eingestellt war Ein Schluß läßt sich nach dieser Begegnung daher auch nicht ziehen, insbesondere, da der Gegner statt einer Jugendmannschast. Senioren gesandt hatte, die körperlich den Gießenern wert überlegen waren. Die 2. und 3. Jugend kombiniert, weilten in Großcn-Duseck und biteben dort nut 3. 1 über Grohen-DuseckS I. Jugend Sieger. DaS Spiel. daS sehr unter dem Wind und der Bodenbe- lchrssenhett litt, stand bei Halbzett bereits 2:0 für 1900. IX. Olympische Spiele in Amsterdam. Jleunfer Tag. — Unsere Ringer und Ruderer halten sich gut. Deutscher Wafferballsieg. Bach dem Abschluß der leichtathletischen Kämpfe und der B i n g k 2 m p f e im griechisch-römischen S.il beherrschten nunmehr am Montag die Bahnradrennen, das Schwimmen und daS Rudern das Programm der Olynwiade. Im Ringen konnte Deutschland, wie bereits gerneibet. durch Leucht in der Bantam-Klafsc eine weitere Goldene Medaille erobern. Ferner fielen unS noch durch Sperling im Leichtgewicht > nd Rieger im Halbschw.-r'.eMicht zwei zweite Plätze, sowie durch Gehring im Schwergewicht ein dritter Platz zu. 3m Schwimmstadion fielen die ersten Entscheidungen. Arne Borg gewann die lange Freistilstrecke über 1500 Meter unangefochten in der neuen olympischen R e- k o r d z e i t von 19.51,8 vor Charlton -Australien und (Srabbc- Amerika. Ebenso überlegen holte sich die Amerikanerin Martha Rore- liuS den Sieg im 400-Meter- Freistilschwimmen für Damen In der neuen Weltrekordzeit von 5.423. Zweite wurde die Holländerin Marie Braun und 3. Mac Äim- Amerika. In der zwe.ten Wafserballrunde fiegte Deutschland nach Verlängerung über Belg.en 5:3. Die deutsche Mannschaft kommt nunmehr in die Dorschlußrunde gegen England. Frankreich schlug Malta 16:0. England siegte über Holland 5:3. und Ungarn legte Amerika 5:0 hinein. In den olympischen Bahn-Radrennen konnte Deutschland im Tandemrennen durch Bernhardt-Köther nur einen dritten Platz besetzen. Olympia-Sieger wurden: der Däne Falk-Hansen im Zeitfahren, der Franzose Beaufrand im 1000-Meier-Hauptsahren. der Holländer van Dyk im Tandemsahren. und Italien tm 4000-Meter-Mannschaftsfahren. Die Ruderer trugen die Hofsnungs- laufe aus. Im Bierer mit Steuermann schlug der Berliner ..Sturmvogel" die ungarische Mannschaft und erkämpfte sich damit die weitere Teilnahme. Im Doppelskuller setzte sich das deutsche Paar D o i g t - H oe ck gegen Kanada erfolgreich durch. Ebenso konnten tm Zweier ohne Steuermann Wüller-Möschter Hollands Vertretern das Rachsehen geben. Im Vierer ohne Steuermann scheidet Deutschland aus. da der Dresdener Ruderverein durch Pech den sicheren Sieg gegen England vergab. Tsuruta beffer als Rademacher? Das Gchwimmprogramm des MontagS begann mit dem Kunstspringen, dessen Vorergebnisse jedoch nicht bekanntgegeben wurden. »Man hörte" nur. daß in der 1. Serie der Amerikaner DesjardinS vor dem Deutschen Plumanns führte Die Entscheidung fällt hierin erst am Mittwoch. Dqtzn folgten die Vorläufe für daS 200 QH c t e r • 09 tu ft - schwimmen. Im 1. qualifizierte sich der Hamburger Sietas durch einen 2. Platz hinter S pen c e-Kanada für die Entscheidung: der 2. Vor!auf brachte insofern eine Enttäuschung, als ► Budig zum Schluß abfiel und letzter wurde, somit also für die Entscheidung auLflel. Dafür schwamm Rademacher, ohne bedrängt zu werden, mit 2:52 im 3. Vorlaus einen neuen olympischen Rekord, der allerdings im 4. Laus von dem Japaner Tsuruta auf 2:50 herabgedrückt wurde! Das Duell Rademacher—Tsuruta wird sicherlich die Zuschauer in höchste Spannung versehen. Deutscher Wasserballsieg gegen Belgien 5:3. Deutschland» Start im oly maischen WasserbaHturnler gestattete sich äußerst erfolgreich. Zielbewutzte Aorbereitungsardeit hat hier die ersten Erfolge reifen lassen. Belgien, ein gefürchteter Gegner, wurde mit 5:3 geschlagen, obwohl der englische Schiedsrichter alles mögliche versuchte, um Deutschland nicht gewinnen zu lassen. Teilweise waren nur vier Deutsche im Kampf mit sieben Belgiern, da er wegen klein- ft e r Vergehen Deutsche heraus st eilte, Belgier aber in ähnlichen Fällen nicht bestrafte. Da» Spiel sah zunächst Belgien tm Vorteil, was sich auch im Pausenresultat von 2:0 für Belgien richtig ausdrückt. Aber dann kam Deut|ch- land auf. Bis Schluß der regulären Spielzeit wurde der Ausgleich erzielt. Im nächsten Spielabschnitt kam noch jede Partei zu einem Erfolg, im darauffolgenden aber nur Deutschland noch zu zweien, so daß unsere Vertreter mit 5:3 einen von den an- wesenden Deutschen vielbejubelten Erfolg herausge- holt hatten. — In der dritten Runde trifft nun Deutschland auf England. Richt mit unmittelbarer Lebensgefahr verbunden find zum Beispiel die Schwimmrekorde, die die kühnen Kanalschwimmerinnen ausgestellt haben ES sei nur an die Deutschamerikanerin Gertrud Eder le erinnert, die zu Ehren ihrer alten und ihrer neuen Heimat als erste Frau den Kanal durchschwömme:' ha', und an Miß Mercedes Gleitze, die durch ihre ge- toaltigen Schwirnnttelstungen ebenfalls berechtigtes Auflehen erregte, llebr.gens gab es auch schon vor zwei Jahrzehnien Meisterinnen der Schwimmkunst. die BewundemSwertes vollbrachten. Do hat Miß Rosa P i t o n o w auS Boston, ein athletilch gebautes Mädchen, das damals siebzehn Jahre zählte. 1912 die Strecke von 40 Kilometer schwimmend zurückgelegt. 3m Tennissport braucht man nur die Hamen der Oesterreicherin Eilly Äußern, der Französin 2en g (en unb der Spanierin d'A lvarez zu nennen, um zu zeigen, daß die Frauen auf diesem Gebiet ganz Hervorragendes leisten können. Ratürlich gibt es auch bedeutende Automobilistinnen, unter denen in Deutschland Elairenore St inne«, die Tochter des verstorbenen Jnbustrieführers, am bekanntesten ist. Von jeher hat es daS weibliche Geschlecht auch gereizt, sich unter den Alpinisten hervorzutun. G;ne Tat, die den kräftigsten Mann erschrecken kann, "t auf diesem Gebie! vor 23 3obren von einer jungen Amerikanerin, Miß Sbvtb Baker aur Chicago, vollbracht worden. Sie stieg nämlich im Jahre 1905 zweimal an einem Tage auf daS 3795 Meter hohe Dreithvm, flettertc also innerhalb von 24 Stunden 7590 Meter hoch und führte auch den entsprechenden Abstieg aus. Richt aus sportlichen Gründen, sondern um einen Beruf auszuüben. hat vor wenigen Wochen Frau Christine Böttcher als erste deutsche Frau daS Aapitänexamen abgelegt. Sie darf jetzt selbständig ein Schiff führen und hat damit gezeigt, daß nicht nur Männer für den Daflen'port geeignet sind. .Aus dem Sattel gehoben" wurde das mäirnliche Geschlecht — im wahrsten Sinne des Wortes — auch im Reitsport. Im vorigen Jahr gab es in Budapest ein großes .Herrenreiten", bei dem auch eine junge Dame in den Sattel stieg und den zweiten Platz Wegte. während zehn Herrenreiter im geschlafenen Feld endeten. Diese erfolgreiche Rennreiterin war Miß TonnlS Reeve S. die auS einer englischen Trainerfamille stammt und sozusagen mit den Rennpferden, großgeworden ,ft. AuS der jüngsten Geschichte der Reit- und Fahrturniere in Deutschland braucht man nur Hamen wie Frau v Franke Frau v. Dottberg. Frau Dr. Wiener' IVrau von der Decken, Fräulein van Lungen. Fräulein Sauermann und Lilly Fe i n d t zu nennen, um die Gewißheit zu haben, daß es den Kavalleristen nicht mehr leicht Ist, sich an der Spitze der Tumierliste zu behaupten. GS besteht kein Zweifel, daß die Sportleidenschast der Damenwelt der Volksgesundheit zugute kommen wird, und die Ausgaben, die für weiblichen Sport gemacht werden, sind sicherlich an Arzt- rechnungen zu sparen. Sin poilamt in Schweden vor 650 Zähren. Rach Feststellungen des bekannten schwedischen Historikers Dr. L.M. Daath hat es in Stockholm bereits vor 650 Jahren ein reguläres Postamt gegeben. Dr. Daath. der ausgedehnte Forschungen in der Vatikanflchen Bibliothek unternommen hat, tie rm besonderen mit der mittelalterlichen Geschichte Schwedens in Zusammenhang stehen ent- hedte eine päpstliche Dulle aus dem Jahre 1262, d-.e den päpstlichen Segen zur Errichtung eines neuen Stockholmer Postamtes enthielt. daS von dem großen schwedischen Staatsmann Birger gegründet wurde. Aus der Bulle war eintoanbirei zu entnehmen, daß zwischen der schwedischen Hauptstadt und Rom regelmäßig Driespost befördert wurde, und zwar in der Hauptsache durch reisende Mönche. Der Papst segnete diesen Trans- port von Postsachen mit den poetischen Worten: .Die Schwingen der Liebe mögen sie tragen/* Hochschulnachrichten. Dem Regierungsrat Dr. Auf ermann tn Darmstadt ist ein Lehrauftrag zur Vertretung deS Treuharrdwesens und der betriebswirflchast- lichen Steuerlehre in der wirflchafts- und sozial- wissenschaftlichen Fakultät der UntoetfttM Frankfurt a. M. erf’t'Tf toor^zTL den. Nachdruck verboten. 34 Sortierung. recht aufehen könnt«. mürbe, während der der von beredet, abgctar er sie verfügt? frag n Küsten, Oberheffen. La . )*reiS Gießen. Sw« * - Irodtr 3^" Brunft ein- Z btt 91 loben p54)t< bie 5 ftenb dem des co fuhr fu bcip lärmigen Lüden entgegen, und inil leber «tunde wurde es grüner da draußen, blühende Fruchldäuw säumten bte Feld weg«, qany Haine voll Apfel, und Birnbluten kamen dem Zug entgegen, an den Stationen fad man Möwe im Sturm Vornan von Sophie Kloerß. «Stil? .*? ki blgcn FrÜuleins zu Vorrede geleitete er Marlo tu einem Salomongcn Herrn Sieoerfen geöffnet wurde eie tr. < jiem rj'tfii beim Cumc ld. Log« weni Iah' Itai 2; ' md» iS« t und ten kurze nach Lehn lert ms: 'Dornt V I Fortt Sarir. Ii4e ftsft SaM für hoi entn^ff lichnv« gegen würbe, Ichljah '^uw 'Satt ilnb 1927. rmi UN (ant»1 der «rs t die« Dar »trff MU fflSJH WfUj «bellet Uil5' bmX kmhi detA fle'dm ginn 1 müge fceilit tin|i[ luflic $untt A>rsta Ichiebm Fran 3»nli mntwi 2onbbe tim । k« hridKt ML toneia CidHn ( nwn I tt'sch« dräng Octnbi unsere °uf 9?( einem toanjij «sande ^Psch <ßat1 Mu- (blau' in^ termg a1 sn & Mit kurzem Befahl miet- der Fürst die ganze ®c|eU|d)Qft hinaus, nur die Wirtin stand noch einen 2lugcnulkf neben dem Bett, murmelte einige beruhigende Worte, bann ging auch |te. „Was wollte sie noch?" fragte Elena müde. „Dummes Weib. Das kann nur von sich au» urteilen. Sie meint, deine Ohnmacht hätte einen zarten Grund." Berget Wladimirowitsch kehrte sich brüsk ab. „O nein," sagte Elena. „D nein. — ff» ist nur die Hitze. Sonst nichts. Um Gottes willen — nein, das wäre ja auch schrecklich." „In unserer Lage das Törichteste, was du an- stellen könntest. Aber reden wir nicht davon. Morgen werde ich sorgen, daß bu in eine anbere Umgebung kommst." Sie tat, als wollte sie schlafen. Aber nährend die Lider über den Augen lagen, sagten bie Gedanken. Da» war doch nicht möglich Daran hatte Ile doch nie mehr gedacht, seit vor acht Jahren ihr kleiner Sohn, kaum sieben Monate alt, von ihr genommen war. Da» wäre da» Schlimmste in ihrer jetzigen Lage! Und Sergei würde außer sich sein. Nein, alles — nur bas nicht! X A l l e n d 0 r f (Lahn), 6. Aug. Nachdem die Feldbereinigungsarbeiten in hiesiger Gemarkung beendet sind, läßt 'ich zusammen- fassend feststellen, daß diese einem Teil der Grundbesitzer erhebliche Dorteile gebracht hat. Durch die Zusammenlegung in größere Parzellen ist eine Bearbeitung mit landwirtschaftlichen Maschinen besser möglich, als bei den früher zerstreut liegenden kleinen Grundstücken. Der Bvr- teil, daß jede Parzelle jetzt von einem Zufahrt- weg erreicht werden kann, ist nicht zu unterschätzen, wenn auch nicht unerwähnt bleiben soll, daß verschiedene neue Wege, im «Gegensatz zu früher, wegen der großen Steigung mit Lasten nicht zu befahren sind imb Ilmwege nötig wer- 1 Die Aufschließung von Baugelände ergibt sine reichliche Auswahl in Bauplätzen in jeder beliebigen Größe und Güte, so daß Baulustige bei Erwerb eines Bauplatzes kaum in Berlegen- heit kommen. Dicht unerwähnt mag bleiben, daß die Ausweisung eines größeren Sportplatzes oberhalb der Triebstrahe an die Gemeinde, für dies« eine sehr kostspielige Sache wird. Die Herrichtung des im Gefälle liegenden Terrains zu einer ebenen Fläche verursachte schon durch größere Planierungsarbeiten einen Kostenaufwand von mehreren tausend Mark, während bis zur gebrauchsfähigen Herstellung noch ein ähnlicher Betrag erforderlich wird, welche Lasten für die Gemeinde kaum tragbar sind. Denjenigen Land- Ais Maria aus den Bahnhof Friebrlchstraße kam — Ihre Hoheit gab ihr da» Geleit —, ftanb dort Herr ÄoUmann und hatte neben sich einen mageren Herrn in mittleren Jahren, dem man es nicht ob er noch blonb ober schon „Germanen" in Betracht gezogen werden. 3m Rückspiel aus hiesigem Platz sollte es ihnen mag- lich sein, das Resultat zu korrigieren. Die Dritte überfuhr die Erste DaubringenS mit nicht weniger als 13:0. Das ungewöhnlich hohe Resultat entsprach insofern nicht ganz dem Spielverlauf, als Daubringen das Dressen einigermaßen offenzuhalten verstand. Die Angriffe der Platzmannschaft waren jedoch im Gegensatz zu dem planlosen Spiel der Gäste gut durchdacht und ließen die Erfolge als selbstverständlich erscheinen. 3n bezug auf Ballbehandlung und Stel- lungsspiel war zwilchen beiden Mannschaften ein bedeutender Klassenunterschied vorhanden. Gießener Tennisklub 1922 e. B. — Tennisklub Bad-Nauheim 12:11. Der Gießener Jttub hatte am Sonntag zu dem Klub-Wettkampf gegen Bad-Aauheim nur drei Herren der Sonderklasse, Ki . chner. Dr. Fischer und Dr. Schopp er aufgestellt, die übrigen fünf Stellen dagegen mit A- bzw. B- Klaftenfpielern besetzt sodaß der Sieg erklärlicher- weife etwas knapp aud,eilen mußte. Außer den genannten Herren der Sonderklasse waren noch S ch ü h l e r und Sngifch siegreich. «Fischer, v. G r o I m a n und Köttgen verloren ihre Einzelspiele. Bei den Damen schlug Frl. Ke m p f f. Gieren, ihre Gegnerin Frl. Schmidt nach hartem Kampf in drei Sähen, leichter erkämpfte Frl. Kuhlmann den Sieg, während Frl. Berg, Fr. v. Stockhausen, Fr. Lüttmann und Frl. Stuckrath sich geschlagen bekennen muhten. Das erste Herren-Doppel Kirchner Dr. Fischer wurde sicher, das erste Mixed Fr. v. Stockhausen -- Kirchner in drei Sätzen von Gießen gewonnen, die anderen Doppels gingen teils an Gießen, teils an QZau- heim. Ty. ann dürfen mir auch nb Pläne denken, an ein Meine» Segelboot sehen. Hier war es Wielcck, daß die größere Spielerfahrung besaß und sw das Spiel mit 4:1 für fid, entscheiden tonnte. Das für den Abschluß der Vor- anftaltung vorgesehene Fußballspiel Wieseck l. gegen Gießen L mußte ausfaUcn, da Gießen Unverstand- licherweije in letzter Minute abiagte. Wetzlar L — Naunheim L 0:5. Vie voraus gesagt, konnte Naunheim auch dieses spiel für sich enllcheiben unb so bie Spitze der Tabelle für sich erobern. Zum Spiel. ’Jtad) Anstoß entwickelt sich ein flottes spiel. Naunheim, mit dem Wind im Nucken, drückt stark, doch will es ihm nicht gelingen, die sich tapfer wehrenden ffinheimi- scheu zu überwinden. Nach 30 Minuten erst gelang es den Gästen, zum ersten ffrfolg zu kommen, dem sie bis Halbzeit noch drei weitere einfügten. Nach Seitenwechsel ist das Spiel oertcilt Einmal nur noch gelang es Naunheim zum Erfolg zu kommen und so mit 5:0 als Sieger den Platz zu verlassen. Jliebcrgkme» I. —Leun I. 4:4. Der Neuling Niedergirmes halt? fick Ceuns 1. Mannschaft verpflichtet Zwei gleichwertige Gegner treffen hier aufeinander. Abwechselnd liegen beide Gegner in Front. Als Niedergirmes das Resultat auf 4:4 stellt, fällt Leun auseinander und bncht unoerständlicherweile das Spiel ab. ©rohen-Cinben 1. Jugend — AUcndors Jugend 3:0 (1:0). Beide Mannschaften zeigten ein schönes Spiel, bei dem Großen-Linden Sieger blieb. Ein neuer Mön-Höhrnrekorö. Lpd. Fliegerlager Wasserkuppe, 6. Aug. Bei den Scgelf lügen am Montag gelang es dem in letzter Feit stark an bie Oessenllich- feit getretenen Diener Segelflieger Kron selb einen" neuen RhönHöhenrekord aufzustellen. Er blieb 3 Stunden 2 Minuten in der Lust und erreichte dabei eine Höhe von etwa 540 Meter. Das Spiel 1900 3. Sugenb aeaen Lechgestern 2 Jugend fiel den Ferien zum Opfer, da zur: Zeit säst die Hälfte aller Jugendlichen und Schuler der Spielvereinigung 1900 verreist ut. Sine kombinierte Schülermannschaft weckte ebenfalls in Droßen-Buseck. Unentschieden (1:1) gegen Großen-Busecks 1. Schülerrn^r in dem tiefgründigen vorzüglichen Lvßboden einen guten Stand. Auch die Zuckerrüben, die in den letzten Zähren immer mehr angebaut werden, stehen gut. wenn sie auch eines durchweichenden Regens bedürften. Die Obstausfichten find gering. Bon Aepfeln sind es nur einige ßotalionen. die etwa- Behang zeigen während Birnen etwas mehr tragen. 3c nach der Lage hängen die Zwetschenbäume zum Brechen voll oder baten keinerlei Fruchtansatz. Kreis Büdingen. * Aus dem oberen Niddatal, Ü. August Der Ausdrusch von Korn unb Gerste hat begonnen. Man ist mit bem Ausfall des zunächst im Freien stattfindenden Drusches 'ehr zufrieden, Kör- r.er und Stroh sind in Menge unb Güte ganz vorzüglich. Bei beiden genannten Fruchtarten laßt sich wiederum der Vorteil früher Aussaat klar fest- stellen, denn die einsetzende Trockenheit sand früh bestellte Aecker schon |o stark im Wachstum vorgeschritten, daß eine wesentliche ^Beeinträchtigung des Ernteergebnisses nicht mehr erfolgen tonnte Ebenso die durch Düngung erzielte Beschleunigung der Pftanzenentwicklung hat die verderbliche 'Wirkung der letzten Trockenperiode stark unterbunden. Schotiener (Sommermorft. .?• Schott en, 6. Aug. Dem Schvltener Somme r m a r k i war es teschieden. in der Bergangen- heit eine bedeutsamere Rolle zu spielen al» es heute unter gänzlich veränderten Zeitverhältnissen möglich ist. Damit teilt er das Schicksal oller größeren Märkte die durch die Gntwick- toidluna von Handel und Bsrtehr in bescheidenere Ausmaße za ruckgedämmt worden sind. Ater die lokale Anziehungskrast ist ihnen geHicben. Es ist höchst anerlennenswert. daß der S t a dl- vorstand und die Stadt Schotten in ihrer Gesamtheit nichts unversucht lassen, dem arähten ihrer Märkte, dem Sommermarkt, einen besonders wirkungsvollen Rahmen zu geben. Die» zeigte schon der gestrige Sonn lag. der den hier tägigen Markt ein leitet und erßfhwt. Bon 12 bis 13 Uhr sand auf dem Ballonplatz ein Platzkonzert statt, das von der Kapelle Groth bestens ausgeführt wurde. Gegen 1Z Uhr ordnete sich nahe der Turnhalle ein Feftzug, der eine große Menschenmeitge au» der näheren und weiteren Umgebung herbeilocktc. Dem malerischen, farbenprächtigen und äußerst geschmackvoll angeord- neten Zuge lag eine einheitliche Idee zugrunde: die Berh^rrlichung der Iahres-^'iten. Der Früh- lingswagen, dem der Osterhase mit seinem Sier- seaen den Weg bahnte, bot ein entzückendes Bm>. 3m goldgelben Halm- und Aehrengewaude dominierte der Sommer, von frischen Schnittern und Schnitterinnen eskortiert. Als Reprüfcniant deS Herbstes, von Weinlaub umrankt, ans Weinfaß gefesselt, stellte sich Gott Bacchus vor. Den Winter mit Schneemann und Eivzapsen flanierte ix Aodler. Skisahrer unb Schlittschuhläuler in kleidsamem Sportgewande Auch der .Rikolaus' war vertreten. Reiter und Radsahrer. Trommler und Musikkapelle stellten eine wirksame Berbindung zwischen den einzelnen Gruppen her. Aachiwächter und Tvr^lchließer in ihren überlieferten Trachten und AuSrüstungsftücken befchlo sen den Zug, der sich vor dem Rathaus auflöste. Hier zog die besitzern, welchen kein HauSoarten zur Verfügung stand wurden Gartengrundstücke in nächster Bähe des 6rtc6 zugetcilt, was als große Annehmlichkeit empfunden wird. Bemerkenswert ist die Regulierung des Kleebaches, da durch Beseitigung der vielen Krümmungen wcrwvlles Gelände für Kulturzwecke gewonnen wurde. f Treis a. d. Lda., 6. Aug. Dieser Tage fand im Beisein der beim Bau beschästiat gewesenen Handwerksmeister, der angemeldeten Arbeiter, des Gemeinberates und einigen dazu geladenen Persönlichkeiten die feierliche Inbetriebnahme ber hier neu erbauten 3 i g a r r e n f a b r i t von Rinn & Eloos statt. Noch einer Ansprache bes den Bau leitenden Architekten Klein, hier, die mit der Schlüfsclübergabe an den Bauherrn Rinn schloß, lud dieser die Anwesenden zur Besichtigung des mit allen Erfodernlssen der Neuzeit ousgejtat- teten Baues ein, der außer den nötigen Keller- räumen in den beiden Stockwerken zwei lustige bestürzt zurück. — „Das muß ein Irrtum -ein bireftor." Die Hoheit, bie üi den letzten Woche,' viel mir bem Bankbirektor zu telephoniere legte sich ins Mikttf. auf dem Strom an frohe Gesells b was Du haben willst, meine Königin. Bis bahin mußt Du mit Deinem langen, hölzernen ffheliebften als fla- meraben oorliebnehmen. — (Er polstert Dir Dein Nestchen, so gut es gebt. Alic Möbel von meinen (Eltern, die in Hamburg bei Verwandten stehen. Bilder unb Silber unb Kristall — alles, was ich gerettet hab' aus dem Zusammenbruch, das trag ich nun zusammen, unb schon seh' ich aus dem Chaos eine farbenbunte Ordnung wachsen, an Der mein geliebtes Mädchen Freude haben soll. Es ist nichts Großes und Reiches um bas Heim, bas ich Dir bieten kann, aber es ist echt unb warm. Wirb es Dir genügen?" 3brtn jauchzenden Antwonbrrei mußie er an diesem lag in Händen haben. Unb wielange noch, vier Wochen oder fünf — bann ftanb sie neben .hin hn bräutlichen Strang unb sprach ihr Ja wie all Die kleinen Bürgermäbchen vor irgenbeinem kleinen Beamten unb vor dem Pfarrer, und s»ihr mit ihm hinaus in das stille Leben, bas er ihr schuf. In bat stille, geborgene tieben. Herr Sieoerfen kam und fragte, ob bas gnädige Fraulein allein oder im Speif-wagen zu dinieren wünsche, unb ab Ienni. die Iungser, sich oorftcHen hülfe, die er auf Anordnung von Ihrer Hoheit für die Fahrt angenommen hatte. Da trat Maria endlich aus bem (Bang in ben kleinen Salon unb stand betroffen vor einem Blumen re ichtum. der ben ganzen Wogen mit seinem Duft erfüllte. Helle Rasen unb Maiglöckchen in allen Gefäßen auf bem Tisch, in schmalen Glas- kostchen vor ben Fenstern, auf bem Schreibtisch, in einer von ber Decke hängenden Ampel Alles Rinder bes Südens ober ber Treibhäuser, zart und schon ein wenig müde, nichts begehrend, als der Ichönen Frau eine Huldigung zu fein. Wenn er das wenigstens nicht aetan hätte. Zornig quoll es in ihr hoch. Wer hatte ihm das Recht gegeben, diesem Manne mit ben herrischen, for- heroben Augen? Das hacke er mit Ihrer Hoheit Kinber mit Korben voll Veilchen und Primeln — wieviel lieber ihr solch Sträußchen aus der Hand des Geliebten gewesen wäre als der ganze Ueber- fluß des Wagens! Herr Aristides Adossides mußte tief in feine Geldtasche gegriffen haben bem Herrn Baron zu De- lallen, benn zwei Tage vor Maria» Ankunft siedelte (Elena in das Hotel International über, wo bie Diener sich auf leisen Sohlen über bitte Teppiche bewegten wie englische Lords, wo sie umgeben war mit allem Luxus, den fk in alten Zeiten gewohnt aewefen, wo auch für Maria ein Zimmer bereit- stand, hart an dem ber Schwester gelegen. „Run wirst bu bich hier einige Tage erholen, meine Herrin", jagte Sergei Ltadimirowck|ch. „Unb dann fahrt ihr zufammen nordwärts, wo dich die Hiße nicht peinigt. Ich werbe schon heute meine Reije antreten." „Du läßt mich hier allein?" ,Zn dieser Umgebung9 Das ganz« Holet steht dir zur Verfügung, wenn bu nur bie Klinget brückst. 3wei Tage — ich bitte bich. Und für mich wirb et 3cit zu fahren, ich werbe in RoUerbam erwartet" ’löer dich wohl erwartet* dachte sie müde. Aber wozu fragen? Um neue Lugen zu hären? Und doch das heiße Weinen, als er abgefahren »ar. So einsam batte pe sich noch nie gesuhlt. Obgleich Maria in zwei Tagen ba sein würbe Ob- gkid) sie Geld genug behalten hatte, wochenlang ohne sorge den eigenen Wünschen zu leben. Ob- gleich fi# doch bitte zufrieden sein sollen ohne ihren Tyrannen. Wenn fle nur nicht so entsetzlich müde gewesen wäre Denn nur Die heimliche Angst eine einzige Stunde vergangen wäre. Wann kommst bu, Maria? Dann bringst du Frieden mit dir und reine Liebe unb Zärtlichkeit? — Mario erschrak, al» sie kam unb Elena ihr weinend in Ne Arme fiel. ,^ft es wieder so weit, mein Armes? Bist du wieder ganz verlaßen? Aber es kann euch dach nicht so schlimm gehen, wo du ia solchem Hotel —" Da lachte Eiena und trocknete hastig die Tränen und gab der Schwester einen Kuß. „Nun ist alles aut, alles. Nur nervös bin ich. Sn dumm. Ja, man mirb alt. mein Herzchen " (Fortsetzung folgt) - Warktwachr in ihrer historischen Uniform unter tem ID'.rt*! be» Trommlers auf. 4tn« Festjungsrau übergab bie neue Stabtfabne (biau-tocb. mit tem Wappen der Stadt Schallen in der Milte. die Bürgermeister Menget mit kernigen Worten de» -Hanfe*. der Mahnung unb bei Treugelobats'es w Stadt, Heimat ua- Baier- land übernabm. Ter ödang des Deutschland- hebe» beschloß bis einbitidiDDUc Feier, bie Musik unb Münnerchor mit ihren Darbietungen umrahmten. Mrcio 3d,ollen. ♦ Schotten. 6 Aug Infolge lang anhaltender Trockenheit stark oerspSiet. I<ßte in den meisten Jagden erst in den ersten August tagen die Brunstzeit de» Beste» ein, die sog Blaltzet 1. em. nah überall stal sich der ’Rehbefianb, der in der .'.Qd)trtfgegelt stark jurücfgegangen mar, gehoben Leider wird bk chegearbeit vieler Jagd- pichler durch Nachbarn, die alle» schießen, ma» vor die Flinte kommt, zunichte gemacht. E» wäre bringend erforderlich, daß auch endlich im Bogelebero, bcm Beispiel anderer Gegenden Deutschland» folgend, f) c g e r i n g e erstünden, die eine sachgemäße Pflege be» tRebbejlanbe» lohnend machten Der Bestand an Hasen ist im vergleich zu den Vorfahren Vtmtid) gui (fr wäre oder sicher »eil besser, wenn ich, die vielen Hirte nhunde die Feldsagden dauernd beunruhigten, und einen nicht geringen Teil der 3ungha|en vernichteten ___ Ib Schotten. 6. 'Zug. Die Lcoeerschaft bes Togelbbcra» ist aus naheliegenden Gründen wenig lebhaft Gang besonders macht sich in diesem 3abrt in Schotten unb Umgebung ein äu^erft (tarier Lehre rwechsel bemerkbar. Don den 27 Schulklassen be* Bezirks Schotten bekommen nicht weniger als 6 im Jahre 1928 neue Lehrer Ss mürben verletzt nach Gießen Rettor Kröll unb Lehrer 3 äger au» Schotten, nach Schot- t e n Lehrer U l r i ch aus W i che l b a ch. der vor kurzem 'Jteftor der Schottener DolkSschule wurde, nach Königftädten, KveiS Groß-Gerau, ße^ter Wcbel aus Breungeshain, nach D i l- Iert#baulen. Kreis AlSfsld. Lehrer Schaaf au» W.ngershaufen unb nach Roßdorf. KrriS Darmftabt. Lehrer A l t ans Gichelsachsrn > Gedern. 6. Äug. Unter Dorsitz von Forstwart Ferdinand Oberheiin hielt am Samstag abend die hiesige landwirtschaftliche Bezug»- und Absatzgenossen- schäft ihre diesjährige Generalversammlung ab. Rendant Bauer erstattete den Geschäftsbericht für das verflossene Jahr Aus diesem ist zu entnehmen, bah der getätigte Umsatz erfreu- licherweise größer geworden ist Bedauerlich dagegen ist. daß sehr viel auf Kredit aefauft wurde, was mit den vorhergegangenen Ernte» schljahren in Zusammenhang stehen dürfte AIS schlimm wird die Zinswirtschast bezeichnet. Die Wareneingänge der drei letzten Geschäftsjahre sind folgende 192.5: 22 778.86 1926 14011,11; 1927 19 228,09 Ml Dielen stehen folgende >■ renautgänge gegenüber 1925 24 757,55, 192e: 14 866 77. 1927 20 832.06 Mart Der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse war gering, da der Bedarf am eigenen Orte selbst xu groß ist E» wurden für 1.500 Mk Getreide ahgeleht, und dies hauptsächlich in Medl umgetauldit Der Warenbezug spiegelt sich in folgenden Zahlen wieder Düngemittel 4550,46. Futtermittel: 4041.80; Sämereien 825.75; Kohlen und Brikett» 2775.97. sonstige Artikel: 2863.10 Ml. Der Ge schift »gang hat sich gegen das Doriahr wesentlich gebessert Die Iahrearechnung schlicht ab mit 26 375 Ml Attiva unb 26 144 Ml. Passiva. Don dem Reingewinn werben je 50 Mk. bem Reservefonds und der Betriebsrücklage zugeführt, und der Rest von 131 Mk. von bem Inventar abgetrieben. Die Witgliederzahl betrug bei Beginn beS Geschäftsjahres 144. cingeteeten ist 1, ausgetreten lind 15 Mitglieder, so daß die jeweilige Zahl 130 beträgt Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt und dem Dorstand sowie AufsichtSrat Öntlaftung erteilt. 4in wichtiger Punkt der Tagesordnung war die Ersatzwahl des Vorstandes unb AufsichtSrates. SatzungSgemäß schieden aus bcm Vorstand aus: Karl Fran» HL, aus dem Aussichisrat Wilhelm 3unler II. unb Ludwig 'Sieger I. Alle drei wurden einstimmig durch Zurus wiedergewählt. '!' Au» dem lef- tor 1) u h [. Xe db hielt einen Vortrag über die geschichtliche unb wirt chalUiche t$nt- wickumg der Rhen. Bei gemeinsamen Liedern unb manchcrle humorvollen Darbietungen ver'logen ott toenigcn Abendstunden gar zu rasch. biS gegen LL Hausordnung des Kiskers in Während Aufstieg bei schönstem iry;"r erfolgte, versammelten sich die Teil- am andern Morgen bei einfetzendem Stimmung feinen Abbruch tat Bon Gersfeld auS wurde alsdann über Fulda. dessen ehrwürdige Baudenkmäler besichtigt wurden. bie Heimreife angetreten An bem Ausflug nahmen insgesamt te Per oven teil, darunter auch bie Beamten des Äretfei Alsfeld Die Teilnehmer trennten sich mit bcm Bewußtsein, nicht nur einigt schöne Stunden verlebt zu haben, sondern auch eine Menge neuer Eindrücke non Land und Leuten aus ber Rhön mitgenommen zu haben, die ihnen Anlaß gatei zu lehrreichen Dergleichen zwischen bcm bei.nut.ichen Dc-gelSbrrg und dem benachbarten Rhöngebirge. besonders auf landwirtscha tlichem Gebiete. Allgemein war die Meinung, daß derartige Ausflüge auch später wieder unternommen werben sollen U Ober-Ohmen. 6. Aug Die*er Tage kehrte unser Geistlicher. Psarrer Guhmann. mit feiner Gemahlin von feiner Hochzeitsrei c zurück. Die Einwohner unserer Gemeinde hatten sich säst vollzählig eingefunten. um das junge Paar zu begrüßen. Die Schulünder gaben mit Fackeln den Neuvermählten das Ehrengeleit. Rach einleitenden Liedern des Posaunena)ors Unter» Seibertenrod und ber Schul linder Ober-Ohmens unb Ruppertenrods lagrüßte Bürgermeister Euler da- junge Paar im Rarnen ber Gerneinbe und deS Kirchenvorstandes. Der Gesangverein Germania brachte das Lied ,Mut:ersegen xum Dortrag. Lehrer 3ung wendete sich besonder- an die junge PsarrHerrin unb zeichnete in kurzen Strichen ihren Wirkungskreis. Dann brachte er bie Glückwünsche ber Deeetne unb befenterS deS Schulvorstande- unb ber Schuljuaenb ^um Ausdruck. Weitere Darbietungen ber Vereine vorvoll - ftänbigtcn das Programm. Mit bowcaten Worten dankte Pfarrer Gußmann für aii die Liebe, die fich in dieser Ehrung kundtat. Cr gab dem Wunsche Ausdruck, daß das schöne Derhältn.S zwischen Pfarrhaus. Schulhaus und Elternhaus fortbestehen möge zum Wohle ber ganzen Gemeinde. v Nieder-Ohmen, 6. Aug. Da» schon lange vor bereitete Sportfest des hiesigen Sportvereins fand gestern und vorn? st em m unserem Dorfe statt. Trotz unfrermdlichen Wetter- nahm das Fest unter starker Beteiligung auswärtiger Vereine und reger Anteilnahme bet hiesigen Bevölkerung einen prvgrammäßigen Verlauf. Seinen eigentlichen Anfang nahm das Fest am SarnStagabend mit einem Fußballfreunte schaftsspies der ersten Mannschaft Rieder-Ohmens gegen die gleiche Mannschaft vom Fußballverein Steinbach bei Gießen. Ungeachtet be- RegenS halte sich aber eine stattliche Zuschauerzahl etn- Oefunbcu, die Zeuge emeS schöne:, Fußballspieles wurden, in welchem Rieder-Ohmen schließlich mit 3:1 Toren über den Vastverem triumphieren konnte. Bei Tanz und gemütlichem Deisammen- fetn fand der Abend bann einen harmonischen Abschluß Auch am Sonntag herrschte wieder schlechtes Wetter Trotzdem waren die gemeldeten Mannschaften mit einer Ausnahme »um Wettkamps schienen, so daß gegen 10 Uhr mit den Läufen begonnen toerten konnte Die Resultate sind folgende: 3m 100-Meter-Lauf floate Reh vom Sportverem Grünberg in 12,7 Sek 400- Meter-Sieger wurde Spahn, Altenburg. In ber 4 100-Mcter-Staftel siegte d.c Mannschaft bes Grünberaer Verein- ohne Konkurrenz. Die Fußball-Vorspiele m Klaffe t. brachten fvlgerck-es Ergebnis. Groh-Felda 1 — Ruppertenrod i 2:0 (Halbzeit 1:0), Flensungen I — Harbach I 0:0 (durch Los für Flensungen gewonnen), Geilshausen I — Laubach II 0:3 (0:2), Riedcr-Ge- münhcnll Hopfgarten Jugend 0:2 (0:2), Mersau 1 — Stangenrod I 0:1 (0:0) durch Elfmeter. 3n der zweiten Runde siegte Hopfgarten gegen Groß-Feldea mit 2:1, nachdem Groß-Felda in der ersten Hälfte mit 1:0 führte Laubach schlägt Flensungen mit 1:0 (1:0). Das Spiel Queckborn — Siangenrod steht nach Deendigung ber regulären Spielzeit noch 0: 0. Kurz nach De- ginn ber Verlängerung kann Stangenrod zwei Treffer emfenben. 3m voTletzlen Spiel bleibt Hopfgarten erst kurz vor Schluh des Svieles gcgc7i Stangenrod nach harter Gegenwehr mit 1:0 Sieger. Da* Endspiel Hopfgarten I — Laubach i I kommt nicht mehr zum AuStrag. da Hopfgarten freiwillig wegen der vorgeschrittenen Zeit verzichtet. Laubach wirb somit erster Sieger ber Klasse L, Hopfgarten ist zweiter Sieger 3n Klasse B beteiligen sich insgesamt vier Mannschaften. Ein schönes Spiel liefern sich Steinbach i Altenburg I. bei dem Altenburg nach überlegenem Sp^el mit 3:0 (2:0) Sieger oleibt. 3m zweiten Spie! liegt Bobenhausen I gegen Grünberg I mit 1:0 (0:0). 3m Entscheidungsspiel kämpft Bobenhausen Altenburg mit 1:0 nieder, und wird somit erster Sieger ber Klaffe B.. Altenburg muh mit bcm zweiten Platz Dorfkb nehmen. Die Klasse A ist belegt von Laubach l, Rieder- Gemünden I. Homberg Liga. Homberg- Liga, die durch drei Ersatzleute geschwächt ist sindet tn Laubach einen eheibünigen Gegner, doch gelingt es ihr schließlich, mit 1:0 zu ff egen 5m GntstheidungSfpteL verliert Rieber-Gemünden nach ehrenvollem Kamvf mit 2. 0 Loren. Homberg ist damit erster Preisträger. Rieder-Gemunden er hält den zweiten Preis. Als Schiedsrichter fungierten in korrekter Weise die Herren Geisel, AiSfeld, Boß Altenburg, unb Otterbein. Rieder-G rniünden — Am Wittag bewegte sch ein stattlicher Festzug durch die OriSftrahen nach dem günstig gelegenen Festpiatz am Ortsausgang nach Dernsfeid zu. wo bald ein reges Leben ein» fetzte RlleS in allem kann der hiclizc Sportverein auf das harmonisch verlaufene Spiel stolz sein. Preußen. Kreis Wetzlar. *8* Hörnsheim. 6. Aug. Dte Woh - nungehautätiflleit bewegt fich In den letzten 3ahren in unterem Orte nur in bescheidenen Grenzen. Während im vorigen 3ahre nur ein Wohnhaus am DoriauSgang nach Lützel!inhen erbaut wurde, hat man in diesem 3ahre hier auch nur einen Reubau errichtet, icdoch wird zur Zeil am Dodautgcng nach Hochelheim ein größeres Wohngebäude für den hiefigen Arzt. Dr. Erler. erstellt. — 3n der vorigen Woche wurden wiederholt aus bem Ganen eines hiesigen Einwohners nachts Wäschestücke gestohlen. Da auch in der Rachbargcmcind« Groh-2icchtenbach in letzter Zeit derartige Diebstähle vorgekvmmen Und. ist eS nicht auSgeschloffen. daß es fich um dieselben Personcn handelt. Die polizeilichen Rachfvrschuvgen über die Täterschaft sind im Gange. - Aus bcm Kreise Wetzlar. 6. Aug. Die Zahl der Erwerbslosen im Dez irre des Arbeitsamtes Wetzlar hi gefahren. jedoch erlitt er nut geringfügige Quetschungen. Sill freie. bl. Dillenburg. 5. Aug. Lui ber Scheider Laiidstraße stieß ein Wotorradfahrer gu* Sinn, der einen Beifahrer auf bem Soziussitz hatte gegen ben Wagen ber Drauerci Haubach iDillenburg). Der Fahrer würbe becmaßen schwer verletzt, daß er balo darauf verstarb Der Mitfahrer kam heil davon, da* Rad wurde starr demoliert. bl. Zwingenstein rAhrlal), 5. Aug. Am vergangenen Sonntag wurde da* den gefallenen Helden der Gemeinde errichtete Ehrenmal in feierlichster Weise enthüllt. Amtsgericht Gießen. Dießen, 31. 3uli. Wegen verschiedener Aeu- Iterungen. die auf bem älrnweg über den Ehemann ber Angeklagten im Ort bekannt geworden waren, stand eine Frau auS Lollar segcn Übler Rachrebe unb verleumderischer Beleidigungen vor Gericht. Die Angeklagte versuchte, den Wahrheitsbeweis zu führen, daß ihr die Ebe trau des Privatklägers, die baS energisch l^eftrltt. tat- sächlich bie erwähnten Mitteilungen gemacht hat Der Wahrheitsbeweis mißlang jedoch oollkvm- r. ciu Auf der anderen Seite erachtete das De- richt den Tatbestand der Verleumdung für nicht gegeken. Die Angeklagte würbe daher wegen üblerRachreb« zu einer Geldstrafe von 5 0 Dlark unb zu den Kosten des Verfaß- r < n e verurteilt. Don der Anklage der Verleumdung wurde sie freigefprochen. ® i <6 en , 3. Aug. Ein Provifimwvertreter halte Waren, bie et ahzuliefern hatte, nicht abgeliefert. foabtm anderweit darüber verfügt und den Erlös für sich verbraucht. Weiterhin hatte er. ohne »um Znkaffo ermächtigt zu fein, von Kunden Geldbeträge cmkassiert und nid>t abgeliefert. Er wurde wegen 11 n treue, Unterschlagung und Betrug- zu einer Ge - famtgtfängnltflrafe von einem M o» n a t verurteilt. Bncskasten der Xeuaffion. (Becht»gutachten sind ahn» LerbindNchkeit der Schrfstleitung ) Darf man zu rohem Vl»sl wasser irinken? Diele Frage wird auch von Aerzten nicht enchZtlich beantwortet. Es ist wohl so. daß bei ntebt fo großen Obftmengen und nicht 3" großen Wassermengen. — wenn man an beide Wengen gewöhnt ist. -- der gemeinsame Genuß keinen Schaden bringt. Rich: gut ist es aber überhaupt schon. wenn zuviel Obst auf einmal genoffen wird, ohne daß sich der Körper allmähl-ch daran gewöhnt Hai. Der Magrn kann dadurch eine lieber- dehnung edahren, h;c Dütigteit der Darmes überlastet werden. Man begeht der. Fehler zuweilen, wenn eine neue Obst an wieder auf den Markt kommt. Die meisten Verdauungsstörungen »ach Obstgenuß namentlid) bei Kindern beruhen nicht auf r^rborbenan ober unreifem Obst, sondern auf einem Uebermaß Wird nun dazu noch Wasser genossen, so steigt die Ueberdehmung des Mogens. Gerade Versuche ber neuesten Zeil haben erkennen la daß Obst bei Wasserzusatz eine hohe Oue big feit besitzt, allo bae WaNer aussaug: . abet noch mehr an Umfang zunmunt. Dos g; vor allem für Kidchen, in? bei rcuViche^n Wa,,erzusay um 70 diS 100 Pro -ent cm Umfang zunehmen, unb für Stachel - beeren, weniger iagcj?:'. für Aepfel unb ähnliche Obftarten. Zu Kirschen urtb Stachelbeere. wird man daher besonders keine große or t Wolter- mengen genießen. Mäßiger, auch gteia^eihger Genuß von Obst und Wasser kann jedoch be; sonst «sunden ‘Tettkiuungeorgancn fernen Schaden bringen. Dr. W. Sch. Äinctahitoficr unb Diätkuren. Es wird die Frage gestellt, oh durch d'e Fettenl hallung in ber Äarwbaber Diät bie an gestrebte Abmagerung beschleunigt werben soll, ober ob sich Fett physiologi'ch nicht mit den karlsbader Äurmüteln verträgt Letztrrcs ist nicht ber Fall Eine Äarlsbaber Trinkkur wird jedoch nur (Erfolg haben, wenn auch die Lebensweise auf ba» angeftrebt« Ziel Bedacht nimmt, unb so »st die ng in tkr Führung bei Ktumgirungskuren unbebingl «forderlich ä» gibt ander, Zwecke »on Irinlfuren, auch mit Äarl*aber tttefier, bie den Zusatz von Fett ebne Schaden zuiasien Unecrbürgten (ierudjlen zufolge lollcn auch manch« Äarlebabei Dulder, denen offiziell herum" oster schon Butter, Lchlagrahm und andere fehbaltlee Nahrungsmittel reichlich beschulst habe i Wenn sie bann auch zum Mummet chree Ärzte» unb zu ihrem eigenen Urstaunen nicht an Utewicht ab- genommen haben, |o sind sie deshalb doch nicht gestorben. sondern »echt sro'nich geivesen — kluch bei Mineralwätlern, die ab Tas.lwasser gelten, ist eine fettarme Diät nicht erforderlich. — e» sei denn, daß diese au» bestimmten anderen Gründen angeordnet ist Man kann sie auch bei fetthaltiger Kost dem Dürft entsprechend in beliebiger Menge trinken. Dr. W. Sch. B. R. Städtische Spielplätze. 2ßtr haben von Ihrer Einsendung mit Sntcreite Wennlnie genommen unb behalfen uns vor. In nächster Zeit von un» au» auf die Angelegenheit ausführlicher eingigchen y. 100. Rentenoerficherung Wir bedauern, aus anonyme Anfragen grulidsagttch keine Auskunft erteilen zu können TH. k. In S. 3brc Fraae kann generell von hier aus nicht beantwortet werden. Die irniftheibung kann nur von Fall zu Fall auf Grund be» $ 2 de» Beich» mietcngektic^ erfolgen 3m allgemeinen kann eine Erhöhung mit voraiiefichtlichem tfrjohi beantragt werden, menn die derzeitigen ’JÄktnrrbiUni||e von den Vorkriegsvcrhältnlssen erheblich abweich' i». Büchertisch. Der fülle K a m p f. Roman von 3o van Ammers-Küller. Deutsch von Elfe Otten. Verlag Grethlein ä Eo. Leipzia. geb. 5,50 Mark (278.). — Es ist der stille und aufopferung-volle Leidensweg einer Frau in der Obe. den die holländische Dichterin hier schildert, ein Buch au« dem Alltag, dessen Geschehen und heimliche Tragik eines der erschütterndsten Dokumente der Frauenpsyche ist. T ch dem schnell berühmt aewordenen Roman der ^ersasserin. „Die Frauen der Coorn- velts". gibt diese in dem jetzigen, mit starkem Temperament und großer Begeisterung geschriebenen Roman einen neuen, wichtigen Beitrag zu dem ernsten Thema der She Es ist ein lehr eindrucksvolles, aber doch wohl nicht in alle Tiefen der Ehe führendes Bild, ba-* man in diesem Rrman vor sich hat. Jedoch muß man Rn al» ein er'chatterndeS graue.. au* dessen Erzählung namentlich der Mann reiche Lehre ziehen kann unb muß. wenn er seine Frau neben sich nicht seelisch verkümmern lassen will. Ein kehr gute» Bud), bem man weiteste Verbreitung wünschen darf. Mi-ischafi. Auslandanleihen und BaweSplan. Die Aslgsnetne Deutsche Epedit-Anstalt schreibt m »hrem W<*chenbericht u. a.: GS bat sich erwiesen, daß der Versuch seh untg, für blc Beurteelung ber Untschen LeistungSi hifl- leit iin Sinne des DaweSplans eine einwand, reie wirtschaftliche Grundlage dadurch zu finden, daß man dte bisherige rechnerische Ausbringung ber Zahlungen lediglich durch Auslcmdanteihen mit Hilfe einer burd,jrdfenbeu Einschränkung wenigsten- der Sff rein wirtschaftlichen Vorgängen abhängig Mcibt Denn, wenn man auch vielfach die gegen- toärttge Geld'^erknappung m den 1102. in Verbindung mit den Bödeneceignissen und ücr Diskontpolitik der Federal Reserve-Banken in gewissem Sinne als künstlich hervorgeru'en ansehen möchte, so läßt doch andererseits die Bewegung der sogenannten monetären Goldvorräte während der ersten sechs Monate 19A erfennen. daß für fcie USA in theter Zeit mit 1.2 Milliarden Mark recht erhebliche Doldabslüffe zu verzeichnen waren. Vergegenwärtigt man sich weiter, daß nach den Atrnaben der amerffanl>chen Zahlungsbilanz im 3ahre 1927 bei einer auf nur etwa 2 Milliarden Dollar geschätzten zusätzlichen ameriteunschea Kapitalbeteiligung im Ausland gleich-eilig rund eine Milliarde Dollar auSländffchen Kapitals in den USA. neu investiert wurde,.. Io erscheint begreif- l-ch. baß die Kreditbereitschaft unb die Kredik- freudigkttt der USA. schon jetzt Grenzen f inten lönnten. Hiitzu kommt, daß bie Vereinigten Staaten sich immer stader nicht nur auf Fertigwaren- cxpori mnstellen. 1 erntem m gleicher Weise genötigt inb. ihre Rohstoffeinfuhr wesentlich zu steigern. Man kann sich nun sehr wohl vorstellen, daß rnöglteixrweis« in nicht zu ferner .zeit die Beziehungen RorbarnerUas zu Südamerika unter stärkerer Ausschaltung Europas einen noch weuergehenden Ausbau erfahren, weil hier die 2r- gäraung zwilchen Fertigwarenetportgebiet und Rohstoffübedchußlöndem am günstigsten ist DeS- v2fb muh man den gegenwärtig wiederholt »je* äußerlen Hoffnungen auf Abbau ter amerikanischen Hochschutzzoflpoiftik mit einer gewissen det^iä begegnen Entscheid end bleibt, wie lürz- U4> von amtlicher Stelle offen ausgesprochen tourte daß d' wichtige Ernfußr von Rohstoffen, bte heute rund 65 Prozent der amerikanischen GÄamteinsuhr '7usmacht, schon jetzt im wesentlichen zollfrei ist 1 Die Komm unen und bie A u S f p er- i ung in der Metallindustrie. Am Montag sand in Dillenburg eine Hart besuchte teoaserenz ber Buraermeister des Äreffes Dillenburg statt, die u o. auch Stellung zu der Aussperrung in der Me- tallindustrie nahm. Die Vertreter der Gemeinden hielten die oom Kreisausschuß beschlossene Belastung oer Kommunen durch Erhöhung der Kreissteuer um rund 50 v. f). zur Unterstützung hilfsbedürstiger Ar- beitsloser für untragbar. Es wurde beschlossen, den Kreistag zu ersuchen, bei dem Landrat wegen er neuler Verhandlungen im Interesse einer Verständigung vorstellig zu werden. 'Hermann Wronker A. Ä., Frankfurt a m M a i n. Nachdem die steuerlichen Schwierigkeiten auf Grund langer Verhandlungen mit dem Fiskus nunmehr behoben sind, kann die schon im Vorjahre beschlossene Fusion der Kaufhaus Hansa G. m. b. H-, Frankfurt a. M.. und der Warenhaus ?um Strauß G. m. b. H., Nürnberg, mit der Hermann Wronker A.-G., Frankfurt a. M., nunmehr endgültig zur Durchführung gelangen. Diese soll nunmehr erfolgen. ' Metallgesellschaft A.-G., O s k a r B o e r 8t C o, Frankfurt a M. Don der bisherigen Metallgesellschaft zu Frankfurt a. M. wird mitgeteilt, daß ihre Altmetall-Abteilung aus die Firma Oskar Baer Eo. in Frankfurt a. M. übergegangen ist, mit welcher in dieser Abteilung bisher schon zusammengearbeitet wurde. • Fusion Metallbank Metall- gesellschaft, Frankfurt a. M. Die a. o. G. V. der Metallgesellschaft, Frankfurt a. M., in der 15,794 Mill. Mark Stamm- und die 800 000 Mark Vorzugsaktien vertreten waren, genehmigt« einstimmig den Fusionsvertrag mit der Metallbank und Metallurgische Gesellschaft A. G , Frankfurt a. M. Darnach werden gegen 720 Mk. Stammaktien der Metallgesellschaft 1000 Mark neue Stammaktien der Metallbank mit Dividendenberechtigung ab 1. Oktober 1927 gewährt, und für 200 Mk. Vorzugsaktien der Metall- gesellschaft wird der gleiche Nennbetrag Vorzugsaktien der Metallbank zur Verfügung gestellt. Nach den Ausführungen des Aufsichtsrats- Vorsitzenden sei die Tatsache, daß zwei Gesellschaften nebeneinander bestehen, durch die Entwicklung der Unternehmen zu erklären. Dies sei heut« nicht mehr gerechtfertigt, und tatsächlich werde jetzt durch die Fusion nur ein schon bestehender Zustand legalisiert. Dem Fusionsvertrag war zu entnehmen daß das Vermögen der Metallgesellschaft auf 29,3 Mill. Mk. beziffert wird. Hierfür werden von der ausnehmenden Metallbank 800 000 Mark Vorzugsaktien und 25 Mill. Mk. Stammaktien zu 114 Prozent als Gegenwert bezahlt. flinbermarff in Gießen. Der heutige Rindermarkt mar mit 802 Stück Großvieh und 197 Kälbern beschickt. Gehandelt wurden Kühe 1. Qualität für 550 bis 650 Mk., 2. Quali- lat 350 bis 400Mk., 3. Qualität 200 bis 250 Mk.: Rinder, 1- bis 2jährig, 100 bis 180 Mk.: Kälber 55 bis 65 Pf. das Pfund Lebendgewicht. Bessere Tiere über Notiz. Sämtliche Tiere wurden gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Krantsurter Börse Frankfurt a. M., 7. Aug. Tendenz: behauptet. Fm vorbörslichen Verkehr konnte sich die am Schluß der gestrigen Abendbörse eingetretene Auf. wärtsbeweguna der Kurse, namentlich für Elektrowerte, fortsctzen, wobei man auf den festen Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und die Flüssigkeit des dortigen Geldmarktes verwies, wie man überhaupt die Geldmarktsituation im allgemeinen etwas günstiger beurteilte. Zu Beginn des offiziellen Verkehr trat jedoch in der Stimmung ein Umschwung ein und die vorbörslichen Kurse konnten sich nicht halten. Die Spekulation war offenbar enttäuscht darüber, daß der Orderseingana bei den Sanfen im Verhältnis zu den hierfür gehegten Erwar- fungen gering blieb und das 2luslandinteresse nach- zulassen schien. Das Geschäft war im allgemeinen nicht umfangreich und meistens wurden die Kurse durch kleinste Umsätze bestimmt. Bei nicht einheitlicher Kurscntwicklung waren die ersten Notierungen gegenüber der Abendbörse meist gut bestauntet bzw. weiter geringfügig bis zu 1 Proz. gebessert So lagen am Elektromarkt AEG., Bergmann, Licht und Kraft, Schuckert und Siemens bis zu 1 Proz. höher, nachdem vorbörslich merklich höhere Kurie genannt worden waren. I. - G. - Farben eröffneten vollkommen unverändert Ebenso Zell- stosf Waldhof, während Montanwerte überwiegend bis etwa 1 Proz. abbröckelten. Schifffahrtswerte waren behauptet. Don Bank- werten waren Barmer Bank und Danat- bank etwas erhöht. Am Markte der Auto- a k t i e n konnten Daimler weiter leicht an- ziehen, Adlerwerke waren unverändert. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländische Renten aeschäftslos. Im Verlaufe überwog bei kleinen Umsätzen die Abgabeneigung, und die Kurse gaben meist etwas nach. Von den Elektrowerten verloren AEG. 1 und Siemens 2 Proz. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas stärker gesucht zu 7 Proz. Am Devisenmarkt konnte sich der Markkurs leicht bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1934, gegen Pfund 20,361, London gegen Kobel 4,8550, Paris 124,19, Mailand 92,80, Madrid 29,37, Holland 12,0940 Berliner Börse. Berlin, 7. August. Fm heutigen Vormittags- verkehr und auch noch an der Sorbörfc war die Stimmung fest, bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen. Die hohen Auslandbörsen, besonders Neu- York, und die freundliche Haltung der frankfurter Abendbörse regten zu Käufen an. Man wollte am Elektromarkt, abgesehen von einigen Kundenorders der Großbanken, auch wieder Znteresfe des Auslandes bemerken. Zu den ersten Notierungen erlitt jedoch die Tendenz einen leichten Rückgang, da die Spekulation, die sich in den letzten lagen wohl etwas übernommen hatte, in einer Anzahl von Werten im Zusammenhang mit dem nahenden Medio zu Realisationen schritt, die verschiedentlich Verkehrsordnung erfordert Rechts gehen! Kursrückgänge zur Folge hatten. Die vorbörslichen Notierungen konnten sich auf keinem Markte halten. Namentlich wiesen die Werte, die mit der Schweiz im Zusammenhang stehen, Rückgänge auf. So verloren z. B. Deutsche Linoleum 7,75 v. H. Ebenfalls lagen Elektrowerte wieder etwas niedriger, obwohl die Aufträge der französischen Regierung an die Schuckertwerke anregend wirkten. M o n t a n w e rte waren trotz günstiger Eisenberichte vollkommen vernachlässigt und meist 0,5 bis 2 v. H. schwächer. Nur Laurahütte etwa 3 i>. H. höher Glanz st off verloren 4 v. H. A u t o w e r t e aus den bekannten Gründen lebhafter gefragt. Daimler und 91.21.®. zogen etwa 2 v. H. an. Zu erwähnen ist noch die Steige« riing der Deutschen Ton in Steinfeld, die bei kleiner Nachfrage 4,5 v. H. höher lagen. Deutsche Anleihen etwas freundlicher. Ausländer ruhig. M e x i k an er befestigt; bageaen Türken und Anatolier schwächer. Pfandbriefmarkt sehr still. Es scheint überwiegend Ware herauszukommen. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 5 bis 7 v. H. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel etwa 6,88 v. H. 9m Verlaufe wurde die Haltung überwiegend nachgebend, da die Spekulation weiter realisierte. Salzdetfurth verloren 4 o. H. Die durchschnittlichen Rückgänge gegen Anfang betrugen 1 bis 2 v. H. Nur A u t o • werte blieben ziemlich lebhaft. iyranffurtr G>ctve d-dörse. Frankfurt a. M.. 7. Aug. Am hiesigen Prvdultenmarkt war die Geschäftstätigkeit heute sehr gering. Die Preise blieben im allgemeinen gut behauptet, nur Sommergerste neuer Ernte gab 0.50 Mk. im Preise nach. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 25. Noggen 23.50. Sommergerste für Vrauzwecke 27,50 bis 28. Hafer, inländ. 26.75 bis 27. Mais (gelb) für Futterzwecke 24.25, Weizenmehl, südd. Spezial 0 34 bis 34.50, Rog- genmehl 33,50 bis 34,50, Wei-enkleie 14,25, Roggen kl eie 15,50 bis 15,75. Tendenz ruhig. Berliner Provukienhörse. Berlin. 6. Aug. Zu Beginn der neuen Börsenwoche kam das Geschäft nur langsam in Gang. Don Uebersee lauteten die Meldungen niedriger, und da in Liverpool noch Feiertag war, erhielt der Markt wenig Anregungen. Soweit Auslandofferten Vorlagen, waren sie in den Forderungen ermäßigt. Geschäft in Auslandbrotgetreide kam nur vereinzelt zustande. Bon Inlandgetreide hat deutscher Weizen neuer Emte. der frühestens Ende August geliefert werden könnte, vereinzelt Interesse zur Waggvn- verladung zu Preisen, die etwas unter der hiesigen Septembersicht am Lieferungsmarkt liegen. Roggen neuer Ernte wird nur noch vereinzelt ausreichend angeboten; aus den meisten Gegenden sind die Offerten angesichts der heftigen Regenfälle spärlicher geworden und im Preise eher etwas fester gehalten. Weizenmehl bat stilles Geschäft, Roggenmehl zur nahen Lieferung und auch per Herbst weiter gefragt und eher etwas fester. Gerste unverändert. In Neuhafer kommt stärkeres Angebot heraus: die Käufer halten deshalb mit Anschaffungen, auch in Hafer alter Ernte, sehr zurück. Am Lieferungsmarkt lag Weizen ruhig, Roggen in den vorderen Sichten bis 1.25 Mark befestigt. ES wurden notiert (1000 Kilo). Weizen, märkischer, Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen uiw. hab zu richten an die Schach- rebaftion deS ..G'.eßener Anzeigers- Problem Nr 173. Do« L Dull. Schwarz. Weiß: 6 Steine. Kb2; Dh6; Tc6, La4; Sa6: Bc3. Schwarz: 6 Steine. Kd5; La2; Sb7, d8; Be7. 6 6 3 4 2 7W- h h 8 7 6 5 3 4 2 a b «decke d e f Weih. Partie Nr. 111. Die folgende kombinationsvolle Partie wurde im Schachhauptturnier zu Bad Soden a. T. am 31. 3uli 1928 gespielt. Unregelmäßig. Weiß: Rellstab, Berlin. Schwarz: Wiedemann, Stuttgart. 8.Sb3 8. e6-e5 Besser war sofort 9. Lc2 der die Partie gewinnt, 18. Dd8-h4 19. Lh3xfl nebst 9. a3. 8. Lclxd2 9. d4xc5 1. 2. 3. 4. 15. Se5-f3 + 16. e4xf3 Schwarz verliert 20 21. Sf4xh3 22. Kgl —g2 23. Df3-g3 Erzwungen. d2-d4 c2-c4 Sbl-d2 e2 —e3 barem Matt. 18 19. Ddlxf3 20. h2-h3! Ein feiner Zug, nun ein« Figur. 20. Lflxh3 21. Tf8-c8 22. Sg4-e5 23. Dh4xg3 5. Sgl-f3 6. Lfl — d3 7. 0-0 7. Lb4>$d2 Offenbar erzwungen, denn es drohte 9 10. Ld3 - c2 11. Sf3-d4 12. Sd4-e2 13. b2-b3 14. Ddl-el In Frage kam Spiele. 15. Ld2-c3 16. g2xf3 17. Se2-f4 1. e7-e6 2. Lf8-b4-f- 3. Sg8-f6 4. 0-0 5. d7-d6 6. Sb8-d7 9. d6xe5 10. e5-e4 11. c7-c5 12. Sd7-e5 13. Lc8-g4 14. Lg4-h3? 14. Dc8 mit chancen reichern Dies gestattet Schwarz Remis durch folgende Variante: 17. .... Dc8 18. Khl, Lg2 -f-l 19. Sxg2, fXg2 4- 20. Kxg2, Dg4 + Remis. Weih lieh diese Variante zu, da ihm Remis für die Siegerrunde genügte. 17 17. Sf6-g4 18. Del-el Falsch wäre 18. Sxh3, wegen Dh4 mit undeck- 3n Betracht kam hier 6. ...» e5 7.dxe5, dxe5 8. Sxe5?, Tfe8! 24. Kg2xg3 25. Sh3-f4 26. Tal-hl 27. Sf4-d5 28. Tbl-gl 29. Kg3-g2 30. Lc2-g6 31. Lc3-el 24 Ta8-dS 26. K7-K6 27. Se5-R 28. Kg8-f8 29. Sl7-g5 30. Te3-eb Zur Vorbereitung von 32 f4 nebst 33. Kf3. 31 31. Te6-at> 32. a2-a4 32. Ta6-et> 33. f2 — f4 33. Sg5-H 34 Kg2-f3 34. b7-bo 35. Lg6-f5 • 35. Te6-d6 Ein Fehler wäre 35. Te c8, wegen 35. Sc7 nebft 36. Se6 +- 36. I e l - c3 36. Sf7 - h8 Schwarz ist hilflos. 37. e3-e4 37. Sh8-f7* 38. e4 -e5 33. f6xe5 39. Lc3xe5 30. Sf7xe5 40. f4xe5 40. Td6xd5 Auf 40 Tc6 entscheidet sofort 41. Tg6. 41. c4xd5 41. Id8xd5 42. Tel -el 42. Kf8-e7 43. Tel-e3 43. Td5-d4 44. Te3-d3! 44. Td4xd3 45. Lf5xd3 45. Ke7-e6 46. Kf3-e4 46. g7-g5 47. Ld3 - c4+ 47. Ke6-e7 48. Ke4-f5 48. Ke7-d7 49. Kf5-f6 49. g5-g4 50 e5-«6-t- Aufgegeben. Es war höchste Zeit. Lösung deS Endspiel- Nr. 59. Don A Trvitzki. I. Td3-b3+. Kb8-c8. 2. Tb3xB!, Tg3xf3. 3. KglXg2 (und der schwarze Turm ist verloren). 1 Kb8-a8. 2. Tb3^a3+, beliebig. 3. Ta3- al, Tg3-h3. 4. Kgl-f2, Th3-bl. 5 Tal-gl usv. (Unrichtig wäre: 1. Tdl?, Di3. 2. Kf2, Tbl. 3. Tgl, Sxc2. 4. Sf4, Se3 und gewinnt: ober 3. Se3, TxdL 4. Sxdl, Sxc2 und gewinnt). Lösung des Problems Nr. 170. Don 3. 3. Nietveld. 1. Le7-g5!, d5Xe4 2. Tel-dl + usw. 1 Le3Xg5 2. c5-c6+ usw 1 Kd4xe4 2. Da7-h7-t- usw. 1 a2-alD 2. Lg5xe3-f- usw. 1 Sa8-c7 2. Le4-c2! usw. 1 beliebig 2. Lg5xe3+ ulw. Taö Ergebnis der clympiaschachtnrntere. Haag, 6. Aug. (WTB. Funsspruch.) Dl« Olhmpiaschachturniere sind beendet worden. In dem Turnier um bie Ama teurwelt- Meisterschaft des Weltschachbundes siegte Dr. E u w «-Holland. Das Ergebnis des Turniers war: Dr. Euw«-Holland 12 Punkte. Prze- piorka - Polen 11 P., Mattison- Lettland 10 P.. Golmayo - Spanien, Dr. Trctzbal- Tschechoslowakei, W h i t a k e r - U.S.A. je 9’/_■ P, Carl-Deutschland 9 P., Becker- Oesterreich 7 P.. N i I f o n - Schweden. Roselli - Italien. ©beton- Frankreich je 6 P.. Araiza- Mexiko, Tschepurnoss- Finnland, Steiner- Ungarn je 5*/s P., Tnroler - Rumänen 5 P„ H« nne der g« r - Schweiz 3 P Pre.»- träger sind die ersten sieben des Turniers. Io daß also auch dem Deutschlandvertreter. Bankdirektor Carl auS Bremen, ein sehr achtbarer Erfolg beschieden war. 3m Mannschaftsturnier der N a - tionen siegt« erwartungsgemäß Ungarn. Die fünf Preisträger des Turmers find Ungarn mit 44 Punkten, U.S.A. 39. Polen 37, Oesterre ch 3k, Dänemark 34. Zwar haben auch die Schweiz und di« Tschechoslowakei 34 Punkte erreicht, doch wurde Dänemark der 5. Preis zuerkannt, weit es die größere Anzahl von Gewinnpartten zu verzeichnen hatte. Es folgen: Argentinien 33. Deutschland und Holland je 31' Frankreich. Belgien und Schweden je 31, Lettland 30, 3ta* lien 26. Rumänien 25. Spanien 13' 74,5-kg/h!-®«teicbt, östliche Stationen über Notiz, 237 bis 240, Sept. 252, Oft. 253, Dez. 255 (matter); Roggen, märkischer. 69-kg iü-Gewicht, östliche Stationen über Notiz, 234 bis 238, Sept. 248 bis 247,25, Oft 249 bi« 248.50 (Brief >. Dez. 249 bis 248.75 «stetig); neue Wintergerste 206 bis 215 (stetig); Hafer, märkischer, 247 bis 259, Dez. 227 (ruhig). Mais, zollbegünstigter Futtermois, 241 bis 243 (ruhig); Raps 320 bis 325 (stetig); (100 Kilo): Weizenmehl 29 biS 32.50 (ruhig), Roggenmehk 32 bi« 35 (ruhig). Weizen kleie 15,25 l behauptet); Weizenkleie- melaffe 16 bis 16,50; Roggenkleie 17,25 (behauptet); Viftoriaerbsen 44 bis 53. kleine Erbsen 35 bis 40; Futtererbsen 25 bi« 27; Peluschken 28 bi« 32. Ackerbohnen 26 bi« 28; Wicken 30 bis 32; Lupinen (blau) 15 bi« 16; Lupinen (gelb) 16,50 bis 17,50; Rapskuchen 19,50 bi« 20: Leinkuchen 24 bis 24.60; Trockenschnitzel 18,50 bi« 19; Svvaschrvt 21,50 bis 21,60. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. u 110.» 137 6 85 139 Beafwlra. '2 1« *98 -22 «7 150 55.25 127.5 8 0 6 10 0 345 31-8.5 tu:; 53U 29». 5 85.5 12 f 257 139 56 IU9 240 83.r5 122.75 257 -'1 । Val Di« hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividend« an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent. 346 308.5 607 5» 4'2 l!$,76 197 IW 56.5 128.5 198.3 3V8 222.5 DerTm—FranMr« a. N X < l e g r a phisch« 2u«zahlu»g. Sdiultbd« $aeenbo|ei . Lftroertf...... Ber. OHanjftofl • • • • «et* berg . ..... Btnftofl «albbol ■ > • flrUftofl flidx>ffenbuta . QbadotitnburotT Wmler 2t ff miet Ga< latmler Slottttn . Tema, • • • • «bletroerfe ÄUvex . Ludw Eoe»e . . . -77ÜT- ^ranjöiiidic ‘Jiotcu .... rot i l.iU »oHnnbtftht 'Qofen...... l6T.il 168,59 Atatirudcbe Violen...... 22.015 rr. NorweMche V?oten...... 111, M 112,02 Denifcb-Cdterr . 1100 eronm 59,07 69.Jl Rumanifcbe Noten...... 2,53'. 2,5*5 Schwedische Noten...... 11t.Kl 112,27 Schwier Nown....... NU. 70 81,02 €panHd>e Nown....... Tfchechonowakische Nown . . •>*.-! 12,3-6 «*.ni 12,416 Unaartfdn fRottu . . . • 7Z, 4.1 ir.o» grauhfurt a. M Berlin 5d)lub-, flure | l-Uhr- Rur« Sch»ud- Rur« »Mang Amt« Damm: 6. 8. 7.8. | 6.8. 1 7.8. PhUipp Holzmann......J 145.5 — 144,5 :47 Hrchelberger Gemenl .... 138 I3e — Gement Äarlftäbi .....® tBasi * Stdtaa......10 Um - - Frankfurt a. M Berlin grauhfurt a. M Berlin S4iu6-i i-ubt- Schluh I Mur» I flnjang Mur» Sd)ul6 mit 8Iu4- 4t.<5 • b7,5 1 — ete.e............t- öereimmn...... Bektr. eiefcrungen . . . • « 1° Ltcht und Uralt ..•••• 10 ildtert * (Butlleaume. . • . . 6 Äe|. f. Clettr. Untern.. ... 10 179 203 179.5 204 178 | 203..' 179.3 203 ^..Otedjien........ Ceiel. ohne »u4im..Ätd)U . . . 7X tzrantl. Our -Bt «olhpl. un- tünbbor 6i« 1932..... -! 00,76 17 7 61 1 17,66 61 17.5 220 132.5 265 , 180 220.5 178.25 319,80 135 264.75 179,6 220.9 135.6 265 Wbeiniid» Cup.-iBan! Liqu - li«arton cück»ahldor 19M 78,4 1 - 1 — Hamd. Ületn. Werte .... 10 Wtn.fflettr........9 -Schief. Meltr. ....... io Sdtudert...... 6 - 1 205 206.25 157.5 155 <43.75 104.75 158 155 245.5 306 *% Lchwetz. eunbett.-toi., . . 4% Ce. 1911 . . 4% Iürfti<6< Oagkitibcbn.flnl., tzede 1.......... 11 - 26,13 1,95 10,7 11.5 11 Geilenkirchener . . |. H 3- 4 (Hupenet ......... 6 Hoefch ®t(en.........8 Jlie Berg'uau ....... 8 RlSdnerrverte . ....... 7 119 151 269 125,75 126 129.25 154 135.75 269.75 127 152 133.5 267.5 126 4% be*(L Serie II. .... . 4% Rumänen cenvtit.RU. . . . 4',% 9him4nrn Ootoanl Bob 1919 10.6 ".9 21.76 1 I 1 10.75 23 10.3 Röln-Weueden. ....... 9 Manneimann . ....... 8 Manß leider...... 7 Cberidjiel. üilenb. Pebarf . . . 6 139.6 438,5 133 H9.5 113.75 132 2 5 m 112.25 — 106.5 106.75 4Ulg. LeuNch« dt!re»o6n , . *h fsimtnna4lmedTa Rofti . . 8 — Cberid-leL »otlroerfe ... 6 — — 118 118 166,8 IM.9 166.5 166.4 Wnü löetabau. . 6S Ndetntlcke Semmlvhicn. . 10 94.5 d »5 93 iumb.-eülhim. Üanurfld). . . 8 — * 2X3.5 .'82.5 285 283.5 iXinfa tjeipfldlift . . 10 157,76 2tki „03 146.75 IN.75 148 147 ^orbdeuricher Llovd . . 157.25 157.25 156 75 Riedeck Montan 7.» — — 1Ü) Mllfl. TeutOHitfl|<0«ll <■!.. . 1 tr.'fi'n« »Pan!.....11 tuUteRxundx aretxtknd . . . 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