Hr. 152 Erstes Blatt 178. Jahrgang Donnerstag, 7. Juni 1928 Erich««»» iäglich, aufott Sonntag« ,»d Tfciertag» Beilage» (BUßener 3-amillenbläiia Fjeimai im Vlld Die Scholle aoeais-BejBgsprets. Z Reichsmark und 20 71eid>«pfenntg für Träge» lohn, auch bei Richter- scheinen etnzelnerNummem infolge höhere» Gewalt. Fernsprechanschlüss«: 51, M and 112 Lnschrts» für Drahtnach» richten Bnjetger •iefcei. Pot1d}fdtonto. gianftorl am Blain 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Drntf inb Oerlag: Brühlsche UntverßtLu vvch> mi> Sieinörnderd R. Lange in Gieren. Zchristleitnng und Gefchastrftelle: 5chnlltraenwtrafen in der Deutschen Dolkspartei bedeuten würde. Man hat vor Jahr und Tag die Liberale Dereinigung gegründet. Eigentlich eigen» zu dem Zweck, um ein geistiges DersuchSfeld für die Der- ständigung zu werben. Sie hat aber so gut wie gar mchtS erreicht, sondern ein Schattendasein geführt. daS dem Ginschlafen sehr nahe war. Das soll jetzt ander- werden. Die Liberale Dereinigung nimmt einen neuen Anlauf, sie hat ihre Führer abgesägt, sie hat die Dorfitzenden der Deutschen Dolkspartei und der Demokraten zu eigenen Ehrenvorsitzenden ernannt, um sie so fester an sich zu fetten und einen Unterbau zu schaffen, in dem die weiteren "versuche fortgesetzt werden können. Aber man darf die Möglichkeiten praktischer Auswirkungen wenigstens für die nächste übersehbare Zett nicht überschätzen. In voll»- partellichen Kreisen kann man ziemlich allgemein die Ansicht vertreten hören, daß diese Maß- nabmc doch den Tatsachen weit vorauseile, und daß cj8 verfehlt sei, schon jetzt daraus einen Schluß auf die Schaffung einer neuen Partei der Mitte — wie sie zweifellos von verschiedener Seite angestrebt wird — ziehen zu wollen. Innerhalb der Dolkspartei scheint neben Dr. S t r e f e - mann Minister a. D. v. Raumer. der eng mit der deutschen Glektrizitätsindustrie liiert ist und in Berlin wiedergewählt wurde, die stärkste treibende Kraft in der Richtung eine- Zusammenschlusses zu sein. Aber so groß der Einfluß Herrn v. Räumers und vor allem der StresemannS auf die Partei sein mag. so läßt sich bis jetzt in biefer Frage des Parteizusammenschlusses auf feiten der Dolkspartei doch noch keine ganz einheitliche Linie beobachten. 3n den Kreisen der Liberalen "Bereinigung selber stellt die stärkste treibende Kraft in der Richtung deS Zusammengehens wohl der ehemalig« Reichsfinanzminister Dr. Schis- f e r dar. dem aber persönlich das notwendige Maß an Rückhalt in seiner Partei fehlen dürfte. Man wird sich in nächster Zeit erst sehr vorsichtig auf beiden Seiten an die praktische Gestaltung einer liberalen Arbeitsgemeinschaft weiter herantasten. Erkelenz zur Verschmelzung der Mitte. Berlin, 6. Juni. (TU.) Der Vorstandsvorsitzende der Demokratischen Partei, Anton Erke- lenz, nimmt in einem beachtlichen Artikel zu dem in der letzten Zeit viel erörterten Dorschlaa auf Der- schmelzung zwischen Demokraten und Dolkspartei Stellung. Erkelenz, den man bisher als einen Gegner der Verschmelzung bezeichnete, gibt der Mei- nung Ausdruck, daß wir uns unmißverständlich i n Sozialdemokratie und Regierungsbildung. Tas Ergebnis der Kölner Partcitagung Köln, 6.3uni. (WT2.) Heut« vormittag 10 ilbr wurde im DolkShauS di« Tagung deS sozialdemokratischen Parteiausschusses durch den Parte ivorsitzenden Otto WelS eröffnet. SS find etwa 100 "Vertreter au» allen Teilen Deutschlands anwesend, unter ihnen zahlreiche Mitglieder des Reichstag» und der Landtage. Sa» politische Referat erstattete der Frak» tionsvors ihende Hermann Müller-Fran len. Er soll sich für die Bildung der Großen Koalition ausgesprochen haben. Liebrigens vertrete die überwiegende Mehrheit deS ParteiauSfchufse» den gleichen Standpunkt. Man habe die Abficht, Hermann Müller al» Reichskanzler, Severing al» Reichsinnenminister. Hilferding a l S Finanzmini st er vorzu- fchlagen. Darüber hinaus beanspruche die Eo- zlaldemokratische Partei noch zwei weitere M , n i ft e r s i he. Heber die in Köln gefaßten Beschlüsse teilt der Sozialdemokratische Pressedienst u. a. noch mit: Der Parteiausschuß verzichte daraus, seinen erwählten Führern irgendwelche Bindungen mit aut den Weg zu geben. Er verzichte ebenso einmütig auf die Einberufung eines außerordentlichen Parteitages, und wenn Hermann Müller am SamStagvormittag dem Rufe deS Reichspräsidenten zur Erörterung der politischen Lage folgt, so geschieht dieS ohne gebundene Marschroute. Der "Verzicht auf eine gebundene Marschroute bedeutet für die Sozialdemokratie natürlich noch nicht, bafy sie ohne Doraussetzungen zu einer Koalitionsgemeinschaft mit anderen Parteien bereit ist. SS werden Erörterungen notwendig sein über die Frage der Arbeitszeit, der Reichswehr her Wahlreform. der Amnestie und viele aubere Dinge. Ihr Ergebnis wird -eigen, ob letzten Ende» ein gemeinsames Regierungsprogramm möglich ist und ob die Aussicht besteht, aus lange Sicht zu regieren. Aus diesem Programm muh unsere» Erachtens klar und deutlich hervorgehen, das) ein neuer Kurs eingeschlagen wird, und sich im "Vergleich zu dem. was gestern war, tatsächlich etwas geändert hat, unb für die Zukunft noch vieles ändern soll. An einer Regierung, die von vornherein auch nur zum geringsten Teil einen baldigen "Verfall in sich tragen würde, hat die Sozialdemokratie kein Interesse. Wie sich die Verhandlungen der Parteiführer im einzelnen gestalten und entwickeln werden, ist noch völlig unbestimmt. Weder über die parlamentarische Basis der neuen Regierung, noch über deren personelle Zusammensetzung steht im Augenblick etwas fest. Immerhin ist für die SozialkMnokratie die Große Koalition keineswegs die einzig gegebene Möglichkeit. Auch der Parteiausschuß hat keinen Augenblick daran gedacht, sich für die Große Koalition festzulegen. Wir werden im gegebenen Augenblick alle Möglichkeiten einer Regierungsbildung sachlich prüfen, und unsere Entscheidung davon abhänglg machen, ob eS möglich ist, dem am 20. Mai zum Ausdruck gekommenen Willen der Wählerschaft in ausreichendem Maße zu entsprechen oder nicht. Oie Zenirumspolttik nach den Wahlen. Erklärungen Llegcrwalds. Berlin. 7. Juni. (TU.) Der frühere preußische Ministerpräsident Dr. Stegerwald gewährte der . Ehristlich-Eozialen Rachrichten stelle" eine Unterredung, in der er sich über die Zentrumspolitik nach den Wahlen äußerte und über die gegenwärtige politische Lage und die Haltung des Zentrums in der nächsten Zeit u. a. erklärt«: Der Zentrumspartei falle es nicht ein, eine Koalition mitzumachen, in der sie als Anhängsel der Sozialdemokratie erscheinen mühte. Das Zentrum stehe auf dem Standpunkt, dah die Sozialdemokraten sich m i t voller "Verantwortung an der Regierung beteiligen müssen. Die Sozialdemokraten dürfen keineswegs auf die Regierung Einfluh bekommen und daneben in der Agitation sich ähnlich betätigen können wie die Kommunisten. Die Zentrumspartei habe feit der Rational- Derfammlung rund fünf Jahre den Kanzler gestellt. Das habe dahin geführt, dah die Parteien von rechts und links sich ständig um unbequeme Situationen herumdrückten. Ob sich da» Zentrum überhaupt an der Koalition beteiligen werde, hänge davon ab, welches Arbeitsprogramm die Sozialdemokraten den anderen Parteien unterbreiten werde und daneben von der gesamten Zusammensetzung deS Kabinetts. Vorfiandsfihung der Volkspattei Berlin, 6. Juni. (DDZ.) Der Parteivorstand der Deutschen Dolksvartei trat beute zu einer Sitzung zusammen. Auf Grund der Berichte der beiden bisherigen Fraktionsvvrsitzenden im Reichstag und im Preußischen Landtag erfolgte eine eingehende Aussprache über die politische Lage Es herrschte Einmütigkeit darüber, dah der Wahlausfall der Sozialdemokratie die Derpflichtung auferlegt. dieDer an twvr tung für di« Regierungsbildung zu übernehmen Di« Fraktionen des Reichstage» und deS Landtage» werden am nächsten Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung zu der weite en Entwicklung der Ding« Stellung nehmen Sie .T ä g l. Rundschau" bezeichnet eS al» >e» m er lenswert, dah die F a tonen der Deutschen Dolk»partet im Reichstag und im Landl ig ie Parlamentstagung mit einer gemeinsamen Sitzung eröffnen. Man werd? daraus folg.-nx können, daß die Deutsche Volkspartei im Hinblick auf die bevorstehenden Regierung-ve'-handlungen eine Fühlungnahme zwischen der Reichstags- und Landtagsfraktion für notwendig hu.«, entsprechend der Auffassung, daß die Regierungsbildung im Reich eine gleichartige Koalition In Preußen im Gefolge Haven müßte. Die „Times" zur Aegierungs- bildung in Deutschland London, 6. Juni. (MTB.) In einem Leuartikel über die Neubildung des kommenden deutschen Kabinetts sagt die „Times", c» gilt al» sicher, daß Dr. Gtrefcmann und General ® r o e n e r Minister des Aeußern bzw. Reichswehrminister bleiben werden. Bei einigen Mitgliedern des Zentrums besteht zwar der Wunsch, da» Portefeuille Strese- manns für die eigene Partei zu gewinnen, aber es ist nicht anzunehmen, daß die Staatsmänner, die das Zentrum führen, eine so flagrante lor- beit in Betracht ziehen und Deutschland der Dienste des Ministers berauben könnten, der ihm eine neue Stellung in Europa gewonnen hat. Die „Times" erwähnt dann die Stahlhelmkundgebung in Hamburg und das Anwachsen der kommunistischen Stimmen bei den Wahlen und fahrt fort, die deutschen Par teien und die deutschen Staatsmänner haben aber eine bemerkenswerte Geschicklichkeit, eine Poll- 1 i k des gesunden Menschenoer st an des zu betreiben, ohne sich durch die übertriebene Sprache der Extremisten der Rechten oder Linken beirren zu lassen. Der Mann, der in Locarno und in Genf die Verhandlungen geführt hat, während er von der Zustimmung der Nationalisten abhängig war, wird »chwerlich die Versuchung fühlen, von dieser Politik abzuwetchen, jetzt wo das Land diese Politik entschieden gebilligt hat und jedes Mitglied einer „Großen Koalition", das Ihn etwa ersetzen würde, würde genötigt fein, in feine Fuhtapfen zu treten Steinwürse aus die italienische Botschaft in Vertin. Tie Täter Kommunisten? Berlin, 6. Juni. (WB ) Um 9.26 Uhr wurden im Haufe der italienischen Botschaft In der Viktoria- ftrabe von unbekannten Personen, die in einem Auto vorfuhren, fünf Fensterscheiben e i n gern o r | e n. Schutz für die Botschaft und für das Konsulat ist sofort gestellt worden. Die polizeilichen (Ermittlungen sind eingeleitet; sie ergaben bisher folgendes: Gegen 9.30 Uhr kam ein Priootkraft- wagen, in dem sechs bis sieben junge Männer von südländischem Typus saßen, vom Tiergarten her und hielt vor dem Botschaftsgebäude. Im selben Augenblick sprangen die Insassen des Autos heraus und warfen mitgebrachte Steine gegen die Fenster des Botschaftsgebäudes, worauf das Auto davonfuhr. Nach der Bekundung eines Passanten soll sich auch eine Gruppe von fremdländischen Fußgängern, sämtlich mit grünen Hemden bekleidet, an den Steinwürfen o c • t e i l i g t haben. Auch die Fußgänger entfernten sich eiligst in der Richtung narfi dem Kemper Platz, so daß die inzwischen benachrichtigte Polizei feine Feststellungen machen konnte. Die „Rote Fahne" überschreibt ihren Bericht über den Anschlag: „Die Fenster der Mussolinibot- schast zum Protest zertrümmert!" Das kommunistische Organ, das den Anschlag mit der V e r u r t c i l u n g italienischer kommuni st ischer Führer zu langjährigen Zuchthausstrafen in Zusammenhang bringt, berichtet, daß man nach der Tat am Boden Flugze11el mit einem Aufruf „Nieder mit Mussolini" und der Auftorderung, sich om Freitag an der Amnestiekundgebung im Sportpalast zu beteiligen, fand. Belgische Lehren. ttehässigkeiten gegeu deutsche Besucher belgischer Lcebader. Aachen, 6. 3uni. (WTB.) Wie die Aachener Blätter melden, wurde ein Aachener, der sich als Rekonvaleszent mit seinem Kraftwagen auf dem Wege zu den belgischen Seebädern befand, das Opfer eines gemeinen Studenlen- ftreicheö in Löwen. Wahrend er im CafL des Brasseurs zu mittag speiste, durchstach ein wallonischer Student am Wagen sämtliche Schläuche und Decken auch an den Reserverädern. Die immer mehr anwach?ende Menschenmenge umstand den plattfüßigen Wagen und amüsierte sich stundenlang über die Bemühungen des Dagenbesitzers und des Lhauffeurs, das Fahrzeug wieder flott zu machen. Obwohl die Polizeiwache dem Eaf6 gegenüberliegt. war zunächst kein Polizeibeamter zu sehen. Ein von belgilchen Zeugen als Täter bezeichneter Student wurde f eftgenommen, aber s o - fort wieder freigelassen und von den Kommilitonen stürmisch gefeiert. Hunderte von Studenten gröhlten alle mit Offizieren besetzte Autos und Motorräder mit bart Rufe „Vive I’arm6e“ an und jüngere Offiziere schüttel- ten sich mit den demonstrierenden Studenten die Hände. Der Aachener Herr machte seine Ersatzansprüche an die belgische Regierung geltend und wandte sich dieserhalb an die deutsche Gesandtschaft in Brüssel. — Das „Echo der Gegenwart" in Aachen weist auf die geschäftlichen Beziehungen Deutschlands zu Belgien hin. Die belgischen Seebäder seien auf den deutschen Besuch geradezu angewiesen. Das Blatt fordert unter Hervorhebung zurückliegender ähnlicher Fälle, datz sich die an der Aufrechterhaltung der Beziehungen interessierten belgischen Kreise energisch für einen besseren Schütz der Person und des Eigentums der Deutschen in Belgien einsetzen, sonst würden die Deutschen nicht nur Löwen, sondern Belgien überhaupt meiden müssen. Tschangtsolin. Am Krankenbett des Marschalls in Mulden Tokio, 6. Juni. (TU.) Nach Telegrammen, die im Ministerium des Aeußeren einaegangen sind, trifft es nicht zu, datz Tschangtsolin seinen Verletzungen erlegen ist, vielmehr liege er in schwer verletztem Zustande darnieder. An seinem Aufkommen wird gezweifelt, da der Kräfteverfall ständig zunimmt. Der japanische Ratgeoer Oberst D i h a r a stattete dem Marschall am Dienstag einen Besuch ab. Nach dem Verlassen des Krankenzimmers erklärte er, daß der Marschall sehr schwach sei, aber Hoffnung auf seine Wiederherstellung habe. Tjchang- tsolin habe ihm erklärt: „Es ist alles in Ordnung mit mir. Erzählen Sie meinen Leuten, daß sie sich keine Sorge zu machen brauchen. Ich habe so oft Anschläge auf mein Leben erfahren, daß ich da- gegen gefeit bin." Die den Marschall behandelnden japanischen Aerzte sind in ihrer Hilfe dadurch stark hehindert, daß sowohl die mit zu Rate gezogenen chinesischen Aerzte der alten Schule als auch zahlreiche Anhänger Tschangtsolins offenbar aus religiösen Motiven darauf dringen, daß der Marschall nach alten chinesischen Heilmethoden behandelt wird. Oer Oonezprozeß. Neue Aussagen Badstiebertz. Moskau, 6. Juni. (WTB.) Während der Verhandlungen des Schachty-Prozesses hat sich der Angeklagte Kusma durchweg erfolgreich verteidigt. Bei einem Verhör zeigte sich ein absolutes Versagen der Arbeit der Sachverständigen des Gerichts. Das Gefängnisreglement, bei dem die anaeklagten Deutschen sich mit etwa fünf Stunden Schlaf begnügen müssen, ist bisher trotz der energischen Vorhaltungen der deutschen Botschaft nicht geändert worden. Ferner muß beanstandet wcrdim, daß die Deutschen immer noch nicht im Besitze einer Tlebersehung der Anklageschrift sind. Währeird der ance- klagte Kusma in ruhiger und bestimmter Weise die Anklage trotz eingehenden Kreuzverhörs widerlegte, macht dagegen der Monteur Badstieber von der Firma Knapp bei einigen Antworten in der gestrigen Mittwochsitzung einen verwirrten undüberreizten Eindrud. Seine Antworten widersprechen oft den bekannten Tatsachen. In der Angelegenheit der angeblichen Bestechung der Firma Knapp erklärte Badstieber, daß er einmal Direktor Köster in Wlasowsk gesehen habe und daß dieser ihn zweimal bewirtet Hobe. Bei der Abfahrt nach Deutschland habe ihm dieser seine Anschrift überlassen und ihn gebeten, ihn bei einer Reise ins Ausland besuchen zu wollen. . Badstieber sagte, wie in der Voruntersuchung. Koester habe ihm erklärt, daß er Kusma, den Vorsitzenden der Abnahmekommission der K app- schen Maschinen, 2500 Rubel geben wolle, damit die Maschinen abgenommen würden. Der Staatsanwalt fragte darauf, wann dieses Gespräch stattgesunden habe Badstieber erwiderte: 1926 in Kutowka bei Stalinow im Bezirke Llugo- stat. (Dieser Bezirk hat mit dem Donez-Rayon nichts zu tun.) Kusma bemerkte hierzu, offenbar liege ein Mißverständnis vor. da er niemals in Kutowla gewesen fei. Wahrscheinlich verwechselte Badstieber den Ramen Kusma mit Kusnezow. Badstieber erwiderte, der Rame Kusma sei ihm gut bekannt. Allerdings habe er Kusma nie persönlich gekannt noch gesehen. Als ihm während der Voruntersuchung eine Photographie gezeigt und er gefragt wurde, ob das Kusma sei, habe er geglaubt. Kusma zu erkennen. Jetzt aber sehe er, daß er Kusma n i e - mals gekannt habe, und die Photographie habe nicht Kusma dargestellt. Dann wurde Baschkin befragt, ob er seine Behauptung, ihm sei bekannt, daß Kusma von Koester Geld bekommen habe, aufrecht erhalte. Baschkin bejahte die Frage, indem er allerdings hcrvorhob, daß andere ihm das mitgeteilt hätten. Auch R i k i s ch i n hält die Behauptung aufrecht, er wisse, daß Koester an Kusma Geld gegeben habe. Dos fei ihm von Gawrjuschenko (der inzwischen durch Selbstmord geendet hat) gesagt worden. Größter Wahrscheinlichkeit nach verwechselt Badstieber den Ramen Kusma mit Kusnezow und den Schacht WlaSsowka im Dvngebiet mit Kutowka bei Stalinow, wo Kusma niemals gewesen sei. Oer Hessische Landtag besucht den Odenwald. D a r m st a d t. 6. Juni. Präsident Delp hatte zum Mittwoch die Mitglieder des Landtags zu einer Besichtigungsfahrt durch den Odenwald eingeladen. Etwa 150 Personen begaben sich in drei Omnibussen und verschiedenen Limousinen auf die Reise, die in dreistündiger Fahrt über Groß- älmstadt--Höchst—König nach Michelstadt führte, das reichen Flaggenschmuck angelegt hatte. Hier wurde die Haushaltungsschule der Hessischen Landwirtschaftskammer besichtigt. In dem herrlich gelegenen Stadion begrüßte Bürgermeister und Lanbtagsabgeordneter Ritzel den Landtag. Er erklärte, das Stadion sei au- der Rot der Zeit entstanden, um den ausgesteuerten Erwerbslosen Verdienst und EListenzmöglichkeiten zu geben. Darauf ging die Fahrt über Erbach-Morbach nach Lindenfels, der Perle des Odenwaldes. Hier wurde im »Hessischen Hau-" ein gemeinschaftliches Mittagessen eingenommen, wo die üblichen Reden gehalten wurden. Besonders hervorgehoben zu werden verdient der von dem Kreisdirektvr Reinhardt, dem Bürgermeister von Lindenfels und später auch dem Bürgermeister von BeirSheim ausgesprochene Wunsch, daß die seit Jahrzehnten gewünschte Bahnverbindung Lindenfels — Bensheim das Lau- I Böhringer bei Winterkasten besichtigt, die einen tertal dem Verkehr erschließen werde. Rach einem interessanten Einblick in eine der bedeutendsten Besuch der Burgruine in Lindenfels wurden die Industrien des Odenwaldes gab. Die Fahrt endete Granit- und Syenit-Werke der Firma Kreuzer & I mit einem geselligen Zusammensein in Bensheim. Die abgelehnte Tariferhöhung der Reichsbahn. Don unserer Berliner Redaktion Berlin, 7. Juni. Wie zu erwarten war, hat das Reichskabinett die Anträge der Reichsbahnoer- wollung auf eine Erhöhung der Eisenbahntarife a b- gelehnt. Diesen Standpunkt dürfte ohne Frage auch die kommende Regierung vertreten, hat sich doch bei der eingehenden Prüfung der Denkschrift, die die Reichsb.ahnoerwaltung zur Begründung ihres Antrages eingebracht hatte, ergeben, daß einmal keinerlei dringliche Notwendigkeit zu einer Erhöhung oorlag, und daß andererseits eine solche Erhöhung im Interesse der Wirtschaft nicht tragbar wäre. Ursprünglich hatte ja die Reichsbahn noch bei weitem höhere Absichten auf eine Erhöhung, und erst mit der Zeit war es gelungen, diese wenigstens auf ein Maß herabzuschrauben, das nach außen hin den Anschein einer einigermaßen akzeptablen Rechtfertigung trug. Es ist deshalb angebracht, doch noch einmal i m Prinzip auf die ganze Affäre einzugehen. Der firiegsausgang hat aus der Reichsbahn, die ursprünglich einen ftaatlicben Charakter trug, ein kaufmännisch aufgezogenes Unternehmen gemacht. Trotzdem ist die cheschästsgebarung der Reichsbahn nach wie vor bei demselben Schema geblieben, d. h. man hat es noch nicht fertig gebracht, aus ihr einen rein wirtschaftlichen Betrieb zu machen. Der gute Kaufmann wird doch immer von der Absicht geleitet, möglichst gute Geschäfte zu machen, d. h. also eine recht hohe Zahl von Kunde n zu erreichen. Um dies durchzuseßen, muß er natürlich eine Geschäftspolitik betreiben, die in erster Linie auf den Preisen basiert. Die Reichsbahn nun scheint dieser Erkenntnis nicht zuzuneigen. Sie steht auf dem Standpunkt, daß man möglich st viel von ei ne m einzelnen Kunden verdienen müsse, da ja ohnehin eine gewisse Zahl von Kunden durch die Notwendigkeit, zu reifen, garantiert wäre. Diese Ansicht aber trügt. Auch die Tarife der Reichsbahn können und müssen einmal dahin führen, daß das Publikum wegbleibt. Run hat die Reichsbahn allerdings ein Argument. das sie immer Vorbringen kann, ilni> das ist der Dawesvertrag. Es ist richtig, daß die Reichsbahn von dem Reparationsprvblem belastet ist. Sie ist aber gerade deshalb damit belastet worden, weil man wußte, daß die Reichsbahn einer der rentabelsten Betriebe war. Den Schluß, den jetzt die Reichsbahn in diesem Zusammenhänge zreht, muß man als Trugschluß jedoch glattweg ablehnen. Man kann nicht von der Wirtschaft über die Reichsbahn zur Dawes- zahlung kommen, man mutz vielmehr zu allererst dafür Sorge tragen, datz wir eine gesunde, in ihrer Entwicklung nicht gehemmte Wirtschaft Haden, bann wird die Reichsbahn am gesteigerten Verkehr gerade mit niedrigen Tarifen erhöhte Einnahmen aufzuweisen haben und die Daweszahlungen können im eng begrenzten Rahmen des Möglichen geleistet werden. Mit einem Worte also, die Reichsbahn darf auf keinen Fall zu einem Wirtschafts hemmenden Faktor werden. Sie ist eine Dienerin der Wirtschaft und nicht umgekehrt. Unb aus diesem Grunde ist auch die konsequente Haltung der Reichsregierung zu begrüßen. Roch ein Wort ganz allgemeinerer Art muß in diesem Zusammenhänge ausgesprochen werden. Es ist viel von volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten die Rede. Man spricht immer wieder von Wirtschaftsenqueten. Der Kampf um die Tariferhöhung bei der Reichsbahn hat aber erneut bewiesen, wie sehr es notwendig ist, den autoritatiren Charakter einzelner Betriebe um- zubiegen in ein organisches Zusammenarbeiten aller Betriebe zum Zwecke einer gesunden Fortentwicklung der Gesamtwirt- schaft Deutschlands überhaupt. Der Wüuakonflikt vor dem Völkerdundsrat. Genf, 6. Juni. (WTB.) Mit erheblicher Verspätung ist der Völkerbundsrat heute vormittag zu seiner "6. öffentlichen Sitzung zusammengetreten. Die Verspätung war darauf zurückzuführen, daß der Be- richt des holländischen Außenministers Beelaerts über den Stand der polnisch litauischen Beziehungen auf Wunsch Polens und anderer Ratsmitglieder heute vormittag in letzter Stunde noch umgearbeitet werden mußte. Der Bericht besagt im wesentlichen, daß trotz der erfreulichen Aufnahme direkter Verhandlungen leider feftgcstellt werden müsse, daß diese Verhandlungen noch z u keinem Ergebnis geführt haben und scyließt mit folgendem Satz: In der Erkenntnis der praktischen Schwierigkeiten bei der Durchführung der Befriedung ist der Rat der Meinung, daß er nicht der Meinung Ausdruck geben wollte, daß eine der Parteien die Freiheit habe, irgendeine Maßnahme zu ergreifen, die geeignet wäre, den Fortgang der Verhandlungen zu präjudizie» r e n, da die Partei, die derartige Maßnahmen ergreift, sich nicht nur am Ratstisch, sondern auch vor der Wettmeinung in Unrecht setzt. Zaleski verzichtete auf eine Stellungnahme zu dem Bericht Beelaerts, während Woldemaras erklärte, das von der polnischen Regierung oor- aelegte Protokoll über die Königsberger Verhandlungen sei korrekturbedürftig, und deswegen von Litauen noch nicht unterzeichnet worden. Wosdema- ras wies dann auf die Verhaftung verschiedener Mitglieder der sogenannten litauischen Ar- m e e auf den von der polnischen Regierung verwalteten Gebieten hin. Das Ziel dieser Banden sei der Sturz der litauischen Regierung und die Einsetzung einer Gegenregierung. Woldemaras schlug vor, daß bei einer Gerichtsverhandlung gegen diese Banden sich das Dölkerbundssekre- tariat vertreten lasse. Zaleski erklärte, daß derartige Banden an der polnisch-litauischen Grenze nicht bestehen. Eine ähnliche Meldung der Litauischen Telegraphenagentur während der Königsberger Verhandlungen habe von ihm als Phantasie nachgewiesen werden können. Zur Entgegnung zeigte Woldemaras Photographien vor mit dem Bemerken, daß Phantasien nicht photographiert werden könnten. Chamberlain bedauerte die Verzögerung in der Unterzeich- nung des Protokolls der Königsberger Verhandlungen durch die litauische Delegation. Zu den Angaben über das Bestehen non Banden an der litauisch-polnischen Grenze könne der Rat heute nicht Stellung nehmen. Wenn man sie als wahr hinnehme, so wäre das nur ein doppelter Grund, die direkten Verhandlungen zu beschleunigen. Es fei tief bedauerlich, daß trotz des feierlichen polnischen Versprechens, die Un- abhangigkcit und Gebietshoheit Litauens zu wahren, die direkten Verhandlungen nach sechs Mo^ naten noch zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt hätten. Der Berichterstatter gehe im letzten Absatz seine- Berichtes auf einen provozierenden Akt ein, der dem im Dezember v. I. vom Rat geäußerten Wunsch zürn i d e r l a u s e. (Litauen hat in seiner neuen Ver sassung das strittige Wilna als litauische Hauptstadt seslgelegt. D. Red.) Chamberlain richtete schließlich die dringende Aufforderung an Litauen, nicht auf dem Wege der Provokation fortzuschreiten. Es wäre äußerst enttäuschend, wenn der Rot nach drei Monaten abermals feftfteUen müßte, daß keine wesentlichen Fortschritte in den direkten Verhandlungen erzielt wurden. Der Friede in diesem Ge biet Europas sei unerläßlich. Poul-Boncour fragte den Berichterstatter, ob er es nicht für zweckmäßig halte, für die Feststellung des Ergebnisses der wetteren Der- handlungen einen Termin zu bestimmen, nach dessen 'Ablauf der Rat sich eventuell über weitere Maßnahmen schlüssig werden müßte. Auch das deutsche Ratsmitglied Staatssekretär v. Schubert stellte mit Bedauern fest, daß die Derhandlungen bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt haben. Persönlich sei er jedoch noch nicht so pessimistisch wie seine Vorredner, und er hvsfe. bah es in absehbarer Zeit gelingen werde, daß wenigstens ein Teil der Schwierigkeiten überwunden werde nnb vor allem, daß praktische Arbeit geleistet werde. Deutschland als Rach- bar Polens und Litauens habe em ganz besonderes Interesse an der Sicherstellung des Friedens in diesen Gebieten und hoffe, daß bis zur nächsten Ratstagung erfreulich« Arbett geleistet werden könne. Rach Ablehnung zweier EntschließungsanträHe des Ratspräsidenten unb des litauischen Ministerpräsidenten. die nicht die nötige Einstimmigkeit erhielten, wurde mit der litauischen Stimme ein Antrag des englischen Außenministers rein geschäftsmäßiger Art einstimmig angenommen, wonach die Frage der polnisch-litauischen Ve- ziehungen auf die Tagesordnung der nächsten Ratstagung gesetzt wird und der holländische Autzenminister Beelaert beauftragt wird, über den Stand der polnisch-litauischen Beziehungen für kommenden September dem Rat einen Bericht vorzulegen. In den Wandelgängen des Völkerbundes herrscht vielfach der Eindruck, daß durch die gesLästsordnungSmätzige Entschließung die Möglichkeit einer Wiederaufrollung der gesamten polnisch-litauischen Fragen geschaffen worden ist, während nach dem abgelehnten Antrag des Ratspräsidenten der Rat nächsten September im Falle der Feststellung „veraeblicher Gryeb- nisse" der polnisch-litauischen Verhandlungen einen unmittelbaren Anlaß zu weiterem Eingreifen nicht gehabt hätte. Oer Waffenschmuggel von St. Gotthard. Heftige Auseinandersetzungen in geheimer Ratssitzung. Genf, 6. Juni. (WTB.) Rach Schluß der öffentlichen Sitzung trat der Döllerbundsrat zu einer streng geheimen Sitzung zusammen, in der über die Berichte des Dreierlomilees zum Zwischenfall von Szt. Gotthard und über eine Erweiterung der Befugnisse des Ratspräsidenlen beraten wurde. Das „Journal de Genöve" hat auszugsweise den Bericht des Dreierkomitees verösfentlicht. Danach ergaben die Erhebungen der Rüstungssachverständigen, daß die Maschinen- gewehrbestanbteile der an der ungarischen Grenze beschlagnahmten Sendung von Maschinengewehren der Firma Schwarzlose herrühren, daß jedoch Wesenti ich e Bestandteile, wie Lause, Kühler usw. für di« vollständige Zusammensetzung fehlen. Es handelt sich um Material, das bereits vor oder während des Krieges hergesteklt wurde. Der Bericht stellt fest, daß die Zerstörung in ausreichendem Maße erfolgt und jedes praktische Risiko der Verwendung zu Kriegszwecken a u s geschaltet sei. Die ungarische Regierung hat sich bei ihrem Vorgehen streng nach den Vorschriften des Bahnverkehrs und der Verzollung gerichtet, jedoch anscheinend die Feststellung des wirklichen Empfängers des Materials nicht für notwendig gehalten. Die Erhebungen hätten nicht den Beweis dafür ergeben, daß das Material dazu bestimmt gewesen wäre, das ungarische Gebiet nicht wieder zu verlassen. Trotz des streng vertraulichen Charakters der geheimen Ratssitzung sickerten im Lause des Abend- doch einige Einzelheiten durch. Danach kam eS während der Sitzung zu recht lebhaften Auseinandersetzungen über die beiden Berichte. Unterstützt von Paul-Don- c o u r verlangte der rumänische Delegierte die moralische Verurteilung Ungarns in der Szt. Gotthard-Angelegenheit. Der rumänische Vertreter soll weiter mit der Weigerung gedroht baben. daß die Kleine Griten te nicht zur Herab'cyung der Rüstungen fchreiten könne, solange nicht die Anwendung de- Jn- vestigationsverfahrens durch Erweiterung der Desugnisse de- Rat-Präsidenten erleichtert würde. Der Holländer Bee- laerks, der vor der Beschreitung eines solchen Wepes war nte wurde von dem Italiener S c i a l o j a kräftig sekundiert, während Chamberlain. der grundsätzlich auf dem gleichen Standpunkt steht nah einem Ausgleich suchte. Daß Deutschland dieser von der ÄTet- nen Entente und Frankreich propagierten Iß« nicht beitreten kann, ist selbstverständlich. Die Auffindung einer Kornpromißformel erscheint recht schwierig, so daß die Vertagung der Angelegenheit zur Völkerbund-Versammlung im September bereits als sicher angenommen werden kann. Paul-Boncour versuchte noch, in diesen VertogungSbeschluh eine Formel auinehmen zu lassen, durch bk eine Derq uickung dieserFrage mit dem gesamten von der Völkerbund-Versammlung zu behandelnden Adt^üstungS- und Sicherheit-Problem ermöglicht würde. Aus aller Wett. Ergebnislose Nachforschungen nach der »Ltalia". Oslo, 5. Juni. (WTB.) Das Verteidigungs- miniftcrium tritt mit, daß Leutnant Lüyow - Holm im Flugzeug die Küste und die ihr benachbarten Abhänge zwischen der Norwcgen-Jnjcl und Gray Hook durchforscht hat, ohne irgend etwas von der .Italia" zu bemerken. Auch die Jäger und Bewohner dieftr Gegend haben nichts von der „Italia" gesehen. Dir Nachforschungen werden weiter östtich fortgesetzt. Di« ,^) o b b q" ist in der Liesde-Bay angekommcn. Sie hat bei ihren Erkundungen zwischen der Amsterdam-Insel und der Vijde-Boy keine Spuren von der .Ltalia" entdeckt. Das Schift' „Braganza" ist an der Nordküste von Spitzbergen vor Anker gegangen. Die italienischen Skiläufer, die an der Amsterdam-Insel an Land gegangen waren, sind in der Moßel-Bay angekommen. — Die schwedische Hilssexpe- b i t i o n zur Suche der „Italia" hot heute den Auftrag zum Antritt ihrer Reise erhalten. Die Expedition besteht aus drei Flugzeugen mit drei Piloten, drei Beobachtern, einem Arzt, einem Meteorologen, Bordfunker, Mechaniker und Monteur. Der Befehlshaber ist der Kapitän zur See I o r n • berg. Die Flugzeuge werden nach Gotenburg geflogen, von wo aus sie an Bord der „Tanja" nach Narvik gebracht werden, während der Dampfer „Dueft" di« Expeditionsteilvehmer und die Ausrüstung, soweit sie nicht nach Gotenburg mitgenommen werden, an Bord führt. Von Narvik werden die beiden Dampfer baldmöglichst nach Spitzbergen auslaufen. Reue Pläne des Polflleger» Dilkins. Die Polflieg«r Milkins und Cielfon lind, von Amsterdam kommend, im Flugzeug in London eingetroffen. Milkins erklärte, er beabsichtige, im November dieses Jahres einen Flug über den Südpol zu unternehmen, bei dem etwa viertausend Kilometer des Fluges über bisher unerforschtes Gebiet führen werden. Starke Schneefälle in Ostpreußen. Starke Schneefälle sind im ganzen Revier der Romintener Heide zu verzeichnen. Die Miesen, Bäume und Sträucher erwecken den Eindruck einer winterlichen Landschaft. Es ist ein eigenartige» Schauspiel „im Sommermonat" Juni die im Lenzes- schmuck prangende Natur unter einer Schneedecke lagern zu sehen. Aus den verschiedensten Orten Ost- preußens werden Schneefälle berichtet. Vandilenübersall auf ein Aeltungsgedände In Detroit Lechs Banditen, die mit Jagdgewehren, deren Lauf abgesägt war, ausgerüstet waren, übersielen ein Zcitungsqebäude. Sie hielten 150 Personen, meist Angestellte der Zeitung, in Schach und raubten 65 000 Dollar, woraus sie entslohen. Einen Teil des Geldes verloren sie auf der Flucht au- dem Gebäude und später während des FeuergefechteS mit der Polizei in der Straße. Bei bet Schießerei wurde ein Poli^eibeamter verletzt. Den Banditen gelang eS. m dem lebhaften Straßenverkehr AU verschwinden, ohne daß die von der Polizei chnen nachgeseuerten Schüsse sie erreicht hätten. Oie Wetterlage. /*#• « ird IW \ * Ulf f- T»- o ump- nmri 4l1 E 1 y- -x» 1J DA H \ re ne _ ->2a__XztvT'Xx -a: 09 Mitt«, o HK» Kfttn eototm eKtetw » 3<6n« t' 0>« li»k« «tfVMce Qrw *M «ukk» *b« netitsomae eMtrecweeue u,func» »H-ettervo rausjage. Ein Ausläufer des westlichen Tief» ist bereits nach Deutschland vorgedrungen, von dem sich ein Regen- fl-biet non Karlsruhe in nordwestlicher Richtung über Gießen nach dem Kanal erstreckt. Im Bereich be» Drucksallgebiete» dauert das wolkige Welter fort, wobei es noch gelegentlich zu oereinzetten Nie- derjchlagen kommt. Voraussage für Freitag. Wolkig, Temperaturen wenig verändert, vereinzelt Niederschläge. Voraussage für Samstag: Teils wolkiges, teils aufheilcrndes Wetter, Temperaturen schwankend, noch strichweise etwas Niederschlag. Lufttemperaturen am 6. Juni, mittag» 21,2 Grad Celsius, abends 14 Arad Celsius: am 7. Juni: mor- fiens 13,3 Grad Celsius. Marimum 21,5 Grad Cel- ius, Minimum 7,8 Grad Celsius. — Erdtempera- turen am S. Juni abends 20,6 Grad Celsius: am 7 Juni morgens 16,1 Grad Celsius — Sonnen- scheindauer Sri Stunden. gefallen unt> Nj“ J SÄ --Wnd I«1 ft, pffcft immer vird » Ser AM? flt doch gch İli un« Kommenden -en. die vor ans eine Srau wtrd aus sie n'edersch sagen, wns mell S zu^nd Dewch vervtt den dcnnmrie von dem siuchnS ,-mippe leuchtet Äff IWO -ie die Lose fufr lEseAitl 2" mükagSM lchn chcn. der mit in morgen? Man lol Wenn das Heute sein, wenn man man sicher sein t schauende Aachp' ntn nut lang, den Dust verstc Lang nur dehne hangen sind. D AüGchcu, die r tiefen Horizonte rate» Sonnenaufgang Uhr. Mondausganj 632: Mohamme um 570); — 176 Joachim üßinrfelm 1717); -1794: de in ©üttingen geftoi Komponist Rodert (gestorben 1856). Äon der Ar Tach dem Des alle Intoarl zember 1925 < sicht daraus, of oder kein Cöeit Oahre 1926 m schrillen Wh, 2. biS 11. Kc jährlich mindeste jährlich mindest, Haltung der 3n Ri Schlüsse te berusSsähige Der 1 Deitrogsmonat pslicht zurückgele Weber aufI< 1826 und 1927 erf nachentrichtet. Aach dem glei< ^Urage für m der dem jewei ä(< Tersicher, wnlonunen sind "atden Detrlg Durch dies^z a vM 1. April K Aus der Provinzialhauptstadt, (ließen, den 1. 3uni 1928. Aosenmonat Deiche Preislicher hat sich die Rose nicht schon «fallen lassen müssen? Gute und schlechte, über« schvengliche und -arte, schlichte und kunstvoll«, ilnb sie hat sich um keine gekümmert, sondern hat wie alle Jahre zu chrer Zeit die Knospen erschlossen und ihren Duft in die lau« Lust verströmt Und sie wird rt weiter tun. solang« sie Menschen pflegen gleichgültig, ob die Zeit mit Donnerge tös deS Raketenwagens Fortschritte erzielt. aus di« sie mit Stolz und ein wenig mit Ueberheblichleit blickt, gleichiülttg ob devttllen und Beschaulichen im Lande immer seltener wer- den und man lange suchen muh. um einen zu finden, der in bescheidener Selbstgenügsamkeit seiner Rosen im verträumten Garten acht hat. Und selbst wenn die Zeit darüber hinweagingc. wie sie über so viele* hinweggegangen ist, da- sie nicht schätzte und dann in den Staub trat, selbst wenn cd einst keinen mehr gäbe, der seine Muhe für Blumen verwendet«, so ent altete doch draußen am Rain die unscheinbare, schlichte, dürftig« 5^evd bes Präludium» erschöpfend gesprochen. Die Gründung eines DereinSblatte» wurde beschlossen. um die Mitglieder über Der- einsarbeit. StandeSangelegenheUen und Fragen der Kirchenmusik rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand blieb im Amt. Als Rechner wurde Heldmann-Trebur. al» Beisitzer für die Provinz Starkenburg H i tz e r o t y -Dreieichenhain neugewählt. Zum Schluß hielt der Vorsitzende einen Vortrag über .Kinderchor und Tonika-Do". In längeren klaren Ausführungen wie» et nach, wie man in Kinder-. Jungfrauen- unb Iüng- linaschören und dadurch die Gemeinde zum bewußten funktionellen Hören unb Singen bringen unb zum selbständigen Gebrauch de» Gesangbuches mit Roten im Gottesdienst ergeben könne. Am Rachmittage besichtigte man die elektrisch« Orgel bet neuen LukaSkirche. die über 70 Register unb ein prächtige- Fcrnwerk besitzt. Herr Rosen th al-Mainz ließ hier .Passacaglia" von D. FreScobaldi. .Präludium und Fuge" von I. S. Bach (Es-Dur) unb Fantasie über .Sin feste Burg ist unser Gott" von H. Schellenbera mit gewohnter Künstlerschaft erklingen unb gab so ber Tagung einen erbaulichen Abschluß. Von der Kriegergräber ürsorge. Da» soeben erschienene Iunihest der .Krieas- gräbersüisorge", bet Bundrsxeitschriit b«S Volls- bunde« Deutsche KriegSgrädersürsorge, Berlin, bringt eine anschauliche Schilderung bei Sol- datengräberfürsorge im Weltkrieg. G« geht daraus hervor, mit welcher Sorg' alt sich die maßgebenden Stellen ber letzten Ruhestätten unserer Gefallenen annahmen, und wie sie alle» taten, wa« bazu beittagen konnte, diese Ghrenstätten de« deutschen Volkes vor dem Vergessen werden zu bewahren So wurde die Grundlage geschaffen, auf ber nach Bändigung be» Kriege« die maßgebenden Behörden und ber Vol'svund weiterarbeiteten. Letzterer machte es zu einer feiner Hauptaufgaben, die deutschen Krieg?rsriebhöse in fremden Ländern nicht nur vor dem endgültigen Verfall zu schützen, sondern auch schlicht unb würdig nach deutschem Gmpfinden au»yi- gestalten Wie der Volksbund dabei vorgcht. zeigt u. a. ein Bericht über die AuSgestaltungs- arveitcn an dem deutschen Kriegersriedhof St. Martin in St. Quentin, der alcichsalls in der Iuninummer der eÄricg«gräbertür1orge“ enthalten ist. Allen denen. Die einen lieben Toten aus diesem Friedhof zur ewigen Ruhe gebettet wissen, wird das Bewußtsein, daß jener auf einem würdigen und mit 2'tebe gepflegten Gottesacker den lichten Schlaf schläft, zum Trost gereichen. Daran miteuarbeitrn, bin alle deutschen Kriegerfriedhöfe ebenso Zeugnis ab leg en von der viebe und Dankbarkeit des deutschen Volkes gegenüber feinen gefallenen Söhnen, ist Pflicht nicht nur aller jetzt Lebenden, sondern auch ber künftigen Generationen. Darum helfe jeder tatkräftig mit an dem Merke be» Dolksbunbes Deutsche ÄriegSgräberfürforgel (Siebener Wochen Marktpreise S» kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 bis ISO, Matte 30 bi» 35. Käse (10 Stück) 60 bi» 140. Mirsing 25 bis 30. gelbe Rüben 30 bi« 40. Spinat 20 bi« 25. Römischkohl 20 bis 25. Spargel 63 bi« 100. Erbsen 70, Tomaten 110 bi» 120, Zwiebeln 20, Rhabarber 20, Kartoffeln 5 bi» 6. Aepfel 20 bis 60. Kirschen 70 bi» 120. Stachelbeeren 40. Erdbeeren 240 Suppenhühner 1ä) bi» 120 Pf. da» Pfund Gier 11 fr» 12. Blumenkohl 30 bis 150. Salat 10 bis 20. fialatflurten 50 bt» 60. Ober-Kohlrabi 20 bl» 36. Rettich 20 bi« 30 Pf. ba» Stück; Radieschen Bd. 10 bi« 20 Ps. Bornotizen. — Taoeskalender für Donnerstag Gießener Konzertverein VoUstonzert des verstärkten Landestdealerorchesters aus Darmstadt: 19.30 Uhr in ber Dolkshalle — Gewerbeverein Gießen: Hauot- Derfommlung 8.15 Uhr im Gewerdehaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Feme". — Astoria Licht- spiele: „^ar^) Piel in falschem Derdacht". " Hessische Zustizperfonalien. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, wurde Kmts- gerichtsdireklor Schmahl in Gießen zum Landge- richt^birettor beim Landgericht der Provinz Ober- besten in Gießen als Nachfolger des verstorbenen Londgcrichtsdirektors Wiener ernannt. Lmtsgerichts- direktor in Gießen wurde Landgerichtsrat Keller, der bis vor kurzem beim Oberhefsischen Landgericht in Gießen tätig war und bann an das Landaericht in Tarmftabt versetzt wurde Amtspcrichtsdirektor Keller gehört bekanntlich feit einiger Zeit als Nachfolger des zum hessischen Gesandten in Berlin ernannten Zentrumsabgcordneten Nuß als Mit- Jüeb der Zentrumsfraktion dem Hessischen Land- igr an. *• Don ber Historischen Kommifsion für Hessen. Zum Mitglied der Historischen Kom- Mission für den Dolksstaat Hetzen wurde u. Dr. Corneliu* Freiherr von Heyl zu Hernsheim ernannt. •• Ursprungszeugnisse für di e Kir- schenausfuhr nach England. Wie daS Hell. Ministerium für Arbeit und Wirtschaft. Abt für Ernährung unb Landwirtschaft, bekanntgibt. hat die englische Regierung ber Reichsregterung mitgeteilt, daß $ur 3erbinbe- rung der Einschleppung der Ktrschfruchtlliege Kirschen, welche au« Deutschland nach dem 5. Juni nach England eingesührt werden, von einem Ur- Iprungszeugnis begleitet sein müssen, da» von den Lokalbehörden be» Ursprungslanbes beglaubigt unb in bem angegeben fein muß, in welchem Lande unb an welchen Plätzen bie Rohkirschen gewachsen sind Für ben Volksstaat Hessen sinb die Ursprunaszeugnifse von den Gemeindebehörden auszustellen. Diese haben strengstens darüber zu wachen, daß nur gesunde, mähen» freie Kirschen zur Ausfuhr kommen, da dieselben in England auf Befall mit der Kirschfruchtfliege untersucht werden und bei Feststellung befallener Sendungen der Erlaß eine» Einfuhrverbotes gegenüber deutschen Kirschen zu befürchten ist. • • Helft der B a hn hof «m i ss i on! Am nächsten LamStag und Sonntag finbet im Bahnhof Gießen und seiner Umgebung eine Sammlung zugunsten ber hiesigen BahnhofSmission statt. Jedermann ttage dazu bei, diese» segensreiche Merk zu unterstätzen. das in dieser Zeit der wirtschaftlichen Rot Tausenden von Heimat- und Erwerbslosen, Kindern, Jugendlichen, Kranken und Alten mit Hilfe und Rat beisteht. Jede Gabe ist willkommen! * • Reu Herstellung von Straßen. Seit einigen Tagen ist eine Erneuerung ber Rovn- ftraße im Gange. Dort werden die Bürgersteige durch Setzen von Bordsteinen und Verlegen von Zementplatten befestigt, außerdem ist noch vorgesehen. daß die Fahrbahn gewalzt und barm mit Oberflächenteerung versehen wtrd. Die Arbeiten dürften noch etwa vier Wochen in Anspruch nehmen Rach dem Abschluß dieser 6trabenerneu erung wird die Schvttstrahe zwischen Rordanlage unb Steinstrahe ebenfalls eine Befestigung ber Bürgersteige in der gleichen Weise wie die Rovnstrahe erfahren. Im Zusammenhang mit der Erneuerung ber Kirchstraße wird auch die Marktlaubenstraße einen neuen Asphaltbelag auf dem Bürgersteig sowohl, wie auf der Fahrbahn erhalten, da der jetzige Belag infolge seines hohen Alters als vollkommen necbrau<$t anzusehen ist. Die Marktlaubenstrahe war die erste Strobe unserer Stadt, die einen Asphaltbelag der Fahrbahn erhielt. • • Sonderzug Gießen — Großen-Lin- den. Aus Anlaß des Sangcrfefte» in Leihgestern verkehrt am nächsten Sonntag, 10. Juni, ein Verwob tungssonderzug mit 2. bis 4. Klasse von Gießen nach Großen Linden. Der Eonderzug sahtt um 8 05 Uhr in Gießen ab und trifft um 8.16 Uhr in Großen- Linden ein. (Er ist für den allgemeinen Verkehr frei- •• Einbruchsdieb st ähle. Wie der heutige Polizeibericht mitteilt, wurde nach den Wohnungseinbrüchen am Sonntagnachmittag, über die wir bereits berichteten, in der Nacht zum Moutaa noch ein Einbruch > im Bi.rtunnel bes Bahnhofs Gießen ausgefübrt unb dort Bargeld entwendet. Bet särmstchcn Einbrüchen am Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag kommen offenbar dieselben Täter in Betracht, die in letzter Zett auch in andere» Städten — u. a. in Marburg unb Darmstadt — gleichartige Einbrüche verübt haben. Wi der Polizei gemeldet worden ist, wurd am Sonntagnachmittag in unserer Stadt an verschiedenen Wohnungen von Unbekannten geflingeli Beim Deffnen der Korridortür wurde bann regelmäßig eine belanglose Auskunft erbeten ober ein ähnlicher Vorwand gebraucht. Da» ist bie übliche Methode der sog .KUngelsahrer" Personen, die eine genaue Beschreibung der Verdächtig« geben können, werden ersucht, sich mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. •• Fe st genommen wurden in unserer Stadt wegen verschiedener Sttaftaten vier Personen. — Dom Hessischen Tiers chutzver- ein. Der Hessische Tierschutzoerein hält seine diesjährige Hauptversammlung in Oberhessen, und zwar am 6. Juli in Bad-Rauhcim ab. •• Sendungen mit der Bezeichnung .bahnpostlage r n d". Um zu erreichen, daß Sendungen mit der Dttcichnung .bahnpostla- gemb" oder einer ähnlichen Angabe unmittelbar der in Betracht kommenden BahnhosSpost- anftalt zugeführt werden, wird den Postkunden. namentlich ben Deschästsreisenden, empfohlen, die Bezeichnung .bahndc>fspostlagernd" usw. in die Augen fallend farbig zu unterstreichen. Diele Ketmzeichnung ist nötig, um die Verteilbeamten, die sich bei her Eile, mit der sie den Dienst wahrnehmen müssen, im allgemeinen daraus beschränken. den Bestimmung-orl zu lesen, auf die besondere Behandlung der Sendung aufmerksam zu machen. •• Bund für Hau» und Schule In der letzten Monatsversammlung sprach Amtsge- richtSrat Dro» im IohanneSsaal über .Ober- hessische« Volkstum". Redner ist ein feinsinniger Beobachter und darum ein gründlicher Kenner der Sitten und Gebräuche unlerer oberhessischen Devölterung. In äußerst humorvoller Weise schilderte er Land und Leute unterer heimatlichen Provinz Zunächst führte er feine Zuhörer nach Alsfeld, jenem altertümlichen KreiSstädt- chen mit feinen romantischen Gebäuden und seinen schönen väterlichen Sitten und Gebräuchen, von denen ba» Maienblasen auch in unserer Stadt Eingang gesunden. Die Schwälmer in ihrer schönen Tracht ließ er an unserem geistigen Auge vorüberziehen. Des weiteren schilderte er das Leben im oberhessischen Dorfe. Die Gut«- Übergabe, die Dürgermeifterwahl. die Brautwerbung, der ‘Srauttoagen, der Hochzeitszug. da» Schlachtest und die Kirchweihe, ba« Afrmbmahl und das Leichenbegängnis waren heitere und ernste Bilder au« dem Dors- und Dauernleben. Rachdem er auch noch der in Ober Hessen hci- mtschen Spinnstube gedacht, schloß er seinen von inniger Liebe zur Heimat getragenen Vortrag mit dem Wunsche, daß ein in Gießen früher geübter Brauch, ba» Läuten vom Turm zur Morgen-. Wittag- und Abendzeit, wieder aufleben möge. So war der 'Vvrttag ein Stück wahrer und echter Heimatpflege. Er wurde umrahmt von Musikvorträgen, auSgesührt von Mitgliedern unserer Militärkapelle. •• Der Bund deutscher hirnverletz- tcr Ärieger, der die Interessen der im Kriege schwer hirnverletzt oder organisch nervenkrank gewordenen Kriegsteilnehmer verttitt, hält in der Zeit vom 8. bis 10. Juni seinen ersten Bundestag in Frankfurt a. M. ab. On der Hauptversammlung am Sonntag, 10. Juni, werden Universität-Professor Dr. Goldstein-Frank url a. M. über .Die Versorgung der Hirnverletzten" und Rervenarzt Dr. Feuchtwanger au» München über „Die Arbeit»fürsorge für hirnver- letzte Kriegsbeschädigte" sprechen. Seeliys feinste KaffeeEssenz löst die aromatischen Bestandteile der Kafiee- S pbl 3 bohne restlos; somit 1 ^k'lltge Auenützung, Der- bifltgung des Getränks und Ihr Kaffe« schmeckt 1 _ I necbmal so gut. J I Ortete alb* ■* brt JL •tofcmunn •rojci CTlflhulpetei mü ber - Oitobmatter mit 129 Gram« Iahalt 35 Pfg. SINDBAD 9 DER Zwei Tage schwamm ich, an ein Holz geklammert, auf den Wellen, bis ich an den Strand einer lieblichen Insel trieb. Die Bewohner führten mich zu ihrem König Mihrd- schan, dem ich meine traurige Geschichte erzählte. Der König nahm mich liebevoll auf und gab mir das Amt eines obersten Aufsehers der Haremsgirten. Dort fand ich eines Tages eine wundervolle Tabakstaude, deren Nutzen auf der Insel noch unbekannt war. Ich zeigte sie dem guten König und erzihlte ihm von meinen Mischungsversuchen, so daß er meinen Plinen zur Anlegung von Tabakkulturen mit Begeisterung zustimmte* Damals glaubte ich mit dem edlen Tabak das höchste Glück und alle Zufriedenheit finden zu können, aber auch der beste Tabak ergibt noch keine richtige Mischung. Ich sollte noch viel leiden und erdulden, bis ich die Vollkommenheit erreichte. Heute lobe und preise ich Allah, der unsere Wege wunderbar leitet; denn jene Tabakart brachte den schönsten Teil an Aroma in meine gebebte Cigarette (FerteeaHng fotgfl Heotc ia Deutschland te allen Spextelgeschiftcn für 3 P/.erMltlich SALEM-RAUCHER erzählt weiter i SALEM AUSLESE gegen Äarzahlung: 56-/2 D Luhend ßanbtutfv Lieh, den 5. Juni 1928. Gießen (Walltorstr. 32), Frankfurt-Rödelheim, 7. Juni 1928. 5597D 04328 Gießen, den 6. Juni 1928. 0431« 5549D qesuchl. 04326 [Stellengesuche! Lehrzeit nm Billigste Preise! Große Auswahl! Für empfindliche Füße: o Irluoku. (60920 Zablreich.Erschcinen dringend erroünfebt. Wollen Sie begehrenswert bleiben, so erhalten Sie Ihrem Haar seine natürliche Schönheit: waschen Sie es jede Woche mit dem kräftig schäumenden Schwartkopf-Schaumpon! 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Schmidt II. il Frau Elisabeth geb.Vogt Karl Rau il Frau Johannette geb. Schmidt Karl Eberhardt il Frau Elise geb. Schmidt Ludwig Schmidt ll Orchester- Verein. Heute: keine Probe. Nächste Probe: Donnerstag, 14. VI. Nach der Probe: Wtchi. Besorechung. WD Der Verilaid. Im Namen der Hinterbliebenen: Apotheker W. Mettenheimer, Vilbel. Romrod, den 6. Juni 1928. Danksagung. Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir hiermit allen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Sturm geb. Keller. Eine Pariie Tüncher MM«. Die Proben für den Damenchor lalle» vorläufig aus. Näbere» folat Mges MA« ob. Frau U*D für einige Stunden ob. für tagsüber aes. Franks. Str. 31. Heute wurde unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter u. Schwägerin Fran Ioh.Hennann Scbmidt I.Ww. durch einen sanlten Tod 1m 79. Lebensjahr in ein besseres Jenseits abgerufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Nathan Günther Schwarzkopf; Schaumpon Auf Schaum ”kommt es an! Todes-Anzeige. Am 5. Juni entschlief sanft nach schwerem Leiden unser Bruder, Schwager und Onkel, der Hess.Forstm.i.R.EnistMetteaheinier im fast vollendeten 60. Lebensjahre. Mietgesuche | 34 Zlimll m. Küchenbenutzung, möbL, auch unmöbl., van rnhigem Dauer- Mieter (2 Personen) sofort gesucht. Schr. Angeb. unter 04330 an den Gieß. An». Orthopädisdie Sdiuhe / Reformsdiuhe Alleinverkauf: Dr* mecL LofflersSdiuhe 5604 D ein Harmonium, ein Äüfeir, eine «reden z, einen Ausziehtisch, sechs Stühle, eine Diauch« tischlampe, ein Grammopdonschränkchen, vier Mio Doste, eine Strickmaschine, eine Kommode, 1 Diwan, 7 Pferde, 2 Schweine. Serichtsvollziehek^sn Sieben JPCPPVI Dammstr. 2-4 I., Tcleph. 239. Todes-Anzeige. Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Großmutter Frau Johanna Günther geb. Schönthal ist heute früh im 63. 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Rur wäre der letztgenannten Sammlung wm Ruhen der vielen Besucher eine klare Gliederung durch übersichtliche Plakate zu wünschen. Um zu zeigen, wie Dürer die Künstler seiner Seit überragt, aus welcher geistigen Umgebung er herausgewachsen ist, und wie er in den uxt* fen seiner Schüler weiterlebt, ist mit der Dürer- ausstellung eine Ausstellung der Rürnberger Malerei seiner Seit (vor allem Altarwerke feine« Lehrmeisters Wichael Wohlgemut, und Werke seiner Schüler mit ein&wogcn. Die Durer-Allste (lang in der jetzigen Form dauert bis Witte 3uni. dann gehen eine Anzahl Werke in ihre jetzige Heimat zurück. hätte den Franken schon vor Iahr und Tag auf den Kure von 125 festlcgen können, wenn die franzö'ilche Schwerindustric einer solchen Maß- nähme zugestimmt hätte. Allein diese wollte die Konjunktur, die der Scrgatbciterftrcil in Ong- land bot durch das Franken-Dumping btgumu.'.'. erst gründlich auenüren. Poincare selbst aber ga? das Veranlassung, die Wührungsbesestigung als Trumpfkane bei den Reuwahlen auS;u'p»elen. Da« ist wohl lein größter Erfolg. denn Die Wahlen brachten ihm eine Mehrheit, die auch dann nicht aueeinandersallen wird, wenn Poin- carc die Befestigung des Franken durchgcfuhrt hat Dann wird 'ich offenbaren, das, er wirklich kein f inan? politischer Hexenmeister ist. wohl aber ein erfahrener parlamentarischer Taktiker, der eS meisterhaft versteht. Kräfte und Parteien gegeneinander au -ufvielen. Die Ruhanwendung sur Deutschland liegt nahe wie der Italiener teat «in Stück Mittelalter, ein onenta'.i'chee Bilderbuch in dem sich mit linderha ur Ausdauer blättern läßt Erstaunlich die Ordnung in hei Gaillr». wo jedes Hous seine Rümmer in unterer und a.a- 'chen Sis'ern trägt, auf Ma olikaplättchm ge- - jlt. verdlüf end die Reinlich.e,t. Sinmal v. in welchem ZustanDe sie Dürr, hager und hart sind Die süße Klebrigkeit, die Maikasersa.de kriegen sie «st durch« Lagern - eine 3ungcn- schnalzerei für die entarteten Rumi. nichts für die- stolzen Wüstensöhne. Liebrigens essen ic eingeborenen jetzt auch Makkaroni, die Datteln werden zu Alkohol gebrannt Tripolis Will eine moderne Stadt fein. So liegt sie am Strand, kokett, etwas Rot und Violett auf Die weiße Haut aufgelegt, mit Drolligen giftgrünen Minaretspihen aufgepuht. ©e^r sauber, sehr gepflegt, sehr verwohnt. Sie weiß, daß sie geliebt wird, wie man eben eine Frau liebt, die man erst kürzlich erobert, mit tausend Schmerzen verloren und soeben wieder zuruck- gewonnen hat Rom legt ihr zu Füßen, w aS sie tollt Und si« will viel, sie will mit Tunis und Algi« revalisieren können, obwohl Die doch bald ein Jahrhundert voraus haben. DaS muß bedenken, wer aus Den französischen Kolonien kommt, sonst gibt es eine kleine Enttäuschung. Immerhin findet Der Besuch« im Boudoir Libyens schon heute allen Komfort. Den « mm ein« afrikanischen Riviera verlangen kann. Da« eben verdient unsere Bewunderung, daß Die Italiener binnen wenigen 3obren aus einem Noch jetzt mit Stacheldraht Durchsetzten und mit Schießscharten umgürteten Richt«, oder fagen wir: einem elenden türkischen Provinznest diese schöne, verkehrsreiche Hauptstadt gemacht haben, die bereits zum zweitenmal eine Mustermesse abhatten kann. Wenn man ins alte Kastell hinaufgeht. die unter spanisch« Herrschaft er- richtete. von Den Malteserrittern befestigte Burg auf römischen Grundmauern. Deren wie Kettenhunde verdummte Kanonen von Den modernen italienischen SchifsSgrichützen mit em Paar Schüssen zum Schweigen gebracht wurden, wenn man von den Zinnen aus über Die lange Rnwrn- mi«Promenade schaut, deren sich Rizza nicht zu schämen brauchte, und den Gouverneur aufsucht. den alten Haudegen De B vn v. einer Der QuaDrumvirn. Die Den saszistischen Marsch au Rom leiteten. Dann sagt « mit berechtigtem Stolz, « wolle gar nicht, daß man Propaganda mache, Reklame schon gar nicht, es genüge vollständig. wenn Der Ioumalist einfach schreibe, Denselben Leitgedanken wie Die DürerauSstel- lung Des Germanischen Museums zeigt auch Die Ausstellung in Der Stadtbibliothek auf Dem Gebiete der Buchkunst. Ausgewählte Stücke Der RümbCTg« Buchmal«ei unD Schrcibkunst Des 15 Iahrhunderts. Der eingeklebte Holzschnitt als Buchillustration, Der mit den Lettern zugleich ge- Druckte Holzschnitt biS zur vchedelschen Wel.- chronik laus D« Werkstatt Mich. Wohlgemut) zeigen Die Vorgeschichte Der Buchkunst bi8 zu Dürer, auf ihr fußt Der Buchkünstl« Dürer und führt sie in sein« Apokalyp'e. den Passirmen, dem Marienleben und Marimilians Gebetbuch zu einer Höhe, wie lle nie wieder erreicht worden ist. Diese Rebenausstellung ist bis Mitte Septemb« zu sehen. Mit diesen wenigen Zellen kann nur anDeutenD auf hie Bedeutung der Dürerausftellung hinge- wa« « gesehen habe. M ist schade, daß die Zeitung«,palten Da,ur nicht ausreichm. Denn in Tripoli« kommt man au« De n Schauen unD Knipsen nicht herau« Selbst irn Faulenz« auf Der Terrasse De« Giand Hotel« fuhtt man sich immer auf Der Iagd nach Motiven und dann sind sie plötzlich so schnell Da und io hWU verschwunden, daß Die Kamera Da« Rachsehen hat. Orient unD OkziDent platzen hier auSein- anDcr wie Die unversehens auf Den - ag herem- brechcnDe Rächt. Der Tag ist empfinDlich kürz« al« im QlorDen, Heller und laut«, die Rächt von ein« unheimlich weichen, aus reizen Den. snmlichen Schwüle die Europa unwiderstchlich in Die Arme Fatmes zieht. Heber Die Dachten alsen hinweg, an« unbekannten Winkeln und Gassen heraus, über kalkweiße Etüybogen hinüber gluckern unD flackern seltsame Töne unD Melodien, wie Lockrufe aus dem Walde. Man läßt feinen Espresso stehen. Die ungelesene Zeitung liegen unD fangt an zu schlcnDem. zu bummeln, zu laufen... ins ilnbeftimmtc. ins Abenteuer, in Den Orient hinein. Keine Furcht kann aufkommen, auf Schritt unD Tritt hat man tagsüber Militär gesehen, SvlDaten aller Wafsengattungcm. Eingeborene. Italiener. SchwarzhrmDen. sogar Verkehrspolizisten. Die an einte nen Straßenlreuzungen sehnsüchtig nach irgenDeinem Vehikel AuSschau hielten. Oie Oase am Meer Don unserem römischen S-Zrorrespondenten. (tmerte. . • „ , , Poincar« zeichnet sich von allen französischen Staatsmännern d« Gegenwart dadurch auS daß er weiß, wa« er will. Er hat sich sehr oft in den Mitteln vergriffen, er hat aber doch immer wieder seinen Willen Durchgesetzt. DerRuhrkrieg war eine Ried«lage. die das französische Volk in der Entwertung De« Franken zu spuren bekommen hat. Die Maiwahlen von 1924 zertrümmerten den Rationalen Block, sie waren auch die Quittung der Franzsen für Den Verfall des Franken. Rach menschlichem Ermessen war d»e politische Rolle PoincarüS eigentlich auSaespiett, Denn auch der Ruhm. Franlreich in den Krieg geführt zu haben. Den Dann Die angelsächsischen Waffen und Finanzen zugunsten Frankreichs entschieden reichte nicht au«, um Den srankensturz nur als unvermeiDliche Schlappe empfrnDen zu Ia-SHe französischen Sozia 1 isten haben Da« Verdienst. Daß PoincarS .zurück gerufen wurde. Das Kartell war unfähig, die Finanzen Frankreich« zu ordnen, well die Soziattsten, darauf bestanden, diese Ordnung durch einen gründ- Erst im Jahre 1830 wurde dem Komponisten eine oeripätete Rehabilitation zuteil, als Wilhelmine Schröder-Deorient vor dem Dichter den „Erlkönig" sang. „Obgleich Goethe", so lesen mir in dem Tagebuch des Schauspielers Eduard Genast, „kein Freund von durchkornponierten Strophen- liebem war, so ergriff ihn der hochdramatische Dor- trag der unvergleichlichen Wilhelmine so gewaltig, daß er ihr Haupt in beide Hände nahm und sie mit den Worten: .5)aben Sie tausend Dank für diese großartige künstlerische Leistung!' auf die Stirn küßte, bann fuhr er fort: .Ich habe diese Kompo- fition früher einmal gehört, wo sie mir gar nicht zusagen wollte, aber io oorgetragen, gestaltet sich das Ganze zu einem sichtbaren Bild'.- Für Schubert kam diese Anerkennung zu spät: er war am 9. November 1828,31 Jahre all, gestorben. F. A. H. nach seiner Rückkehr, erzählen. Manche werden sich in Paris mit ihm anfreunden, denn er ist ein biederer und aufrechter Mann. Lind toerm er in seiner schlichten Art sein Stück deutscher Geschichte, das er repräsentiert, auch jenen Vertretern französischer offizieller Stellen, die ihn sprechen werden, vortragen wird, dann wird auch er eine Arbeit leisten, die nur vaterländisch genannt werden kann. Diesen Gedanken sollte man unterstreichen, wenn man den Kommentaren dieser originellen Angelegenheit Raum gibt. Obrrheffen. prämiiepungsmartt in Homberg. <- Homberg a.d. Ohm, 6.Juni. Der heutige Prämienmarkt erfreute sich bei prachtvollem Wetter eines starken Besuchs und zeigte einen guten Auftrieb von ausgezeichnetem Zuchtmaterial: etwa 90 bis 100 Pferde, 140 Rinder, 20 Ziegen und 40 Schweine waren zur Preiebewertung aufgetrieben. Außerdem fand ein Ferkelmarkt mit einem Auftrieb von über 200 Tieren statt, hier wurde flott gehandelt, die Preise waren infolge der erhöhten Fleischpreisc etwas angezogen. Bei der Prämiierung wirkten als Preisrichter mit: 1. für Pferde: Oberlandstallmeister i. R. Schörke, Landstallmelster Hertel und R. Wolter (Reichelsheim): für Fleckvieh: K. Hahn (Bellersheim) und Techniker B ü x l e r (Gießen): für Vogelsberger Bieh: H. Velten (Göbelnrod) und H. v o n (k i f f (Grünberg): für Ziegen: I. Jäger (Queckborn) und Hch. Scheid (Großen-Buseck); für Schweine: R Weiß (Hof Graß) und Otto Koch (Aulen Diebach). Dos Prämiierungscrgebnis war folgendes: A. Oldenburger Pferde: 1. gedeckte Stuten: Ehrenpreis Hch. Bock (Schadenbach): Erste Preise K. Dörr (Bleidenrod) und K. Röcker (Wei- tershain): 2. Preise: L. Eisenbach (Rieder-Ohmen) und Adolf Dörr (Weitershain); 2. Familien: Ehrenpreis Franz Steubitz (Wittelsberg): 1. Preis Aug. Specht (Maulbach): 3. 2jährige Oldenburger: Erster Preis Hch. Kirchner II (Oberkleen), 2. Preis Julius Beck (Schadenbach): 4. 3jährige Oldenburger: Erster Preis Job. Wevpler (Reibertenrod), 2. Preise Wilh. Weigel (Heidelbach) und Franz Steubitz (Wittelsberg). B. Belgier Pferde: 1. gedeckte Stuten: 1. Preis Wilhelm Erb (Schadenbach) und Otto Kohler (Ober-Breidenbach), 2. Preis K. Friedrich (Erbenhausen): 2. Stuten mit Fohlen: 1. Preis K. Friedrich (Erbenhausen), 2. Preis W. Seim (Erbenhausen): 3. Familien: Ehrenpreis K. Friedrich (Erbenhausen), 1. Preis Hch. Rispel (Ober-Ofleiden), 2. Preis W. Erb (Schadenbach): 4. zweijährige Fohlen: 1. Preis K. Friedrich (Erbenhausen), 2. Preis Ludwig Mohr (Rülfenrod): 5. dreijährige Fohlen: 1. Preis Th. Eerth (Bernsfeld), 2. Preis Hch. Rispel (Ober- Ofleiden) und Ad. Werner (Dieder-Breidenbach). C. Rinder der F l e ckvi e h r a sse: 1. Bullen über 18 Monate: 1. Preis Gemeinde Deckenbach, 2. Preis Homberg: 2. Bullen bis 18 Monate: 1. Preis Karl Stein (Elpenrod), 2. Preis Wilh. Fey (Büßfeld) und Hch. Pfaff (Weitershain), Aug. Martin (Gonterskirchen): 3. Kühe mit 2 Kälbern: 1. Preis Fr. Herbenor (Kirchhain), 2. Preis Hch. Anders llf (Appenrod), Julius Weiß (Rieder-Gemünden), Hch. Weh (Ausmühle), 3. Preis. Karl Weitzel (Hom- bera), Hch. Pfaff (Weitershain): 4. Aeltere Kühe. 1. Preis Aug. Jung (Windhausen) und Hch. Woh II (Auhmühle), 2. Preis Jul. Weih (Rieder-Gemün )en), Hch. Pfaff (Weitershain), K. Christ (Homberg), 3. Preis. Jul. Weih . (Rieder-Gemünden), Joh. Becker II (Bleiben- 1 rod), Aug Seim (Bleidenrod), Deeg (Homberg), r-W. Schweißguth (Dühfeld), Karl Christ (Homberg): 5. Familien: Ehrenpreis Jul. Weiß (Rie- der-Gemünden) und Hch. Pfaff (Weiterhain), 1. Preis W. Jung (Windhausen): 6. Kalbinnen: Ehrenpreis Aug. Weh (Wahlen), 1. Preis Karl Keller (Weitershain), 2. Preise Aug. Meß (Wahlen). Aug. Jung (Windhausen), Hch. Weber 111 Dühfeld, Otto Hisserich (Homberg), Peter Rik- las (Ober-Ofleiden), 3. Preis Aug. Seim (Bleidenrod und K. Hisserich IV (Homberg). D. Rinder der Vogelsberger Rasse: 1. Bullen: Ehrenpreis Gemeinde Homberg: 2. Preise Gemeinde Weitershain, Schenk zu SchweinSberg in Kirtorf und Hch. W. Lang (Ehringshausen): 2. Rinder: 1. Preis Joh. Fey (Durg-Genründen): 2. Preis L. Wiesner (Wei- terShain): 3. Preis Hch. Jäger (Schweinsberg); 3. junge Kühe: Ehrenpreis Förster Kehl (Wäldershausen): 1. Preis Hch. Jäger (Schweinsberg); 2. Preis W. Fett (Homberg) und Schenk zu Schweinsberg in Kirtorf; 4. ältere Kühe: 1. Preis Schenk zu SchweinSberg; 2. Preise Aug. Schlosser (Lehrbuch), Joh Moos (Homberg); 5. Familien: 1. Förster Kehl (Wäldershausen); 2. Preise Franz Wolf (Homberg), Hch. Jäger (Schweinsberg) und Chr. Dehnert (Windhausen). E. Ziegen der Saanenrasse: 1. Böcke: 1. Preis Stadt Homberg; 2. Preis Deckenbach; 2. Ziegen: 1. Preis Konrad Löchel (Deckenbach) und Otto Köhler (Ober-Breidenbach); 1. und zwei 2. Preise Hch. Gontrum (Homberg). F- Schweine: Hesse (Otterbach) einen 1. Preis und einen 2. Preis; Mohr (Rülfenrod) einen Sammlunc^preis; Stark (Wirrberg) einen 1. und einen 2. Preis; Schweinezuchtverem Schadenbach 1. und 2. Preis. Bei der Prcisverteilung hielten Ansprachen: Bürgermeister- S ch w e i k e r, Kreisdirektor Dr. Stammler und Oekonomierat K o r e l l (Angenrod). An dem Reiter fest beteiligten sich die Vereine aus Geilshausen, Rieder-Ohmen, Bühfeld und Obergleen unter Leitung des Grafen Bredow. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg. 6. Juni. Am Sonntag errang der hiesige Männergesang v e r e in „Sangerkranz" unter der vorzüglichen Leitung seines Dirigenten. Chor- meister Heinrich Blaß, Gießen, auf dem Ge- sangswettstrert in Donbaden bei Braunfels den 1. Preis in der ersten Land klasse ferner dxn Ehrenpreis und den Hauptehrenpreis. Dem Dirigenten wurde von den Preisrichtern gleichzeitig der Dirigentenpreis zuerkannt. unter besonderer Anerkenung seiner Fähigkeiten. Im Klassensingen sang der Verein als selbst- gewählten Chor „Sie beiden Särge" von Friedrich Hegar, ein Chor, der als einer der schwersten deutschen Männerchöre bekannt ist. AIS Preisrichter fungierten die bekannten Komponisten Werth und Schaaf. Schon seit 15 Jahren steht der hiesige Gesangverein .Sänger- kranz" unter der bewährten Leitung von Cyor- meister Blaß, dessen Verdienst eS ist. daß der Verein ausgezeichnete Preise bei vielen Wett- Lebensmittel aus der Retorte. Jucker aus Lumpen.—Oie Chemie „auf dem Holzweg". Von Dr. Siegfried Kurih. Prosessor 2 e r g i u S, bekannt durch sein Der'ahren der Kohleverflüssigung, hielt auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker einen Vortrag, in dem er aufsehenerregende Mitteilungen über die künstlich" Herstellung von Rahrungs- mitteln macht?. Um die Jahrhundertwende schilderte ein deutsches Witzblatt das Wirtshaus der Zukunft recht ergötzlich. Da standen Behätter mit komprimiertem Sauerstoff, Wasserstoff. Stickstoff und Kohlenstoff; bestellte nun ein Gast ein saftiges Beefsteak, so wurden nur ein paar Liier dieser komprimierten Gase miteinander gemischt, einige Ingredienzien hinzugetan, und die verlangte Speise stand vor dem Besteller. Diese verheißungsvolle Zukunstsküche ist bisher freilich nicht erstanden und wird sich — zum Trost der Feinschmecker und Eurrogatseinde — wohl nie verwirklichen lassen. Zwar sind unsere Rahrungs- mittel, ja alle lebenden Organismen, nur aus wenigen, reichlich zu Gebote stehenden Elementen ausgcbaut, nämlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauer st off, Stick st off und geringeren Mengen Phosphor, Calcium, Eisen, Ratrium und Magnesium> — doch ist es bisher nicht geglückt, auf künstlichem Wege aus diesen Elementen Stoffe zu erzeugen, die den von der Ratur gebotenen Röhrn,itteln entsprechen, obwohl das natürlich vielfach versucht worden ist. Das „weiße Pulver", von dem der große Chemiker B e r t h e l o t geträumt hat, sollte in kleinster Dosis die ganze für einen Menschen erforderliche Tagesration enthalten; aber bisher ist es nicht möglich gewesen, unsere Rahrungsaufnahme so zu vereinfachen. Vor einem Jahrhundert glaubte man noch, daß die organischen Verbindungen nur im Organismus selbst mit Hilfe der sog. „Lebenskraft" entstehen könnten. Da fand der große Chemiker Friedrich Wöhler in Berlin die künstliche Herstellung des Harnstoffs; damit vollzog sich eine Umwälzung in dem gesamten Gebiet der chemischen Wissenschaft, die von nun ab ihre Aufmerksamkeit der organischen Synthese zu- wandte. Die organische Chemie nahn bald einen ungeheuren Aufschwung. Aus wenigen Elementen. unter denen der Kohlenstoff eine hervor- ragenbe Stellung einnimmt, baut sie nach wunderbaren Methoden die mannigfaltigsten Kombinationen aus, ähnlich wie der Architekt aus demselben Backstein die verschiedenartigsten Gebilde erstehen läßt. Wohl an 200 000 organische Verbindungen können wir durch die organische Synthese Herstellen, die nicht nur deutschen LIrsprungs ist, sondern auch in Deutschland am meisten gepflegt wurde. Heute schreckt man vor der künstlichen Erzeugung der kompliziertesten Bestandteile des lebenden Organismus nicht mehr zurück. Vor ungefähr drei Menschenaltern hat Berthelot in Paris die Synthese der Fette verwirklicht. Dor etwa fünf Jahrzehnten sind dank der genialen Kunst eines Emil Fi s cher die ersten künstliche Kohlenhydrate, wieTrauben- zucker und Fruchtzucker, in Würzburg in der Retorte hergestellt worden. Derselbe Forscher unternahm es. auch Methoden zum künstlichen Ausbau eiweißartiger Stoffe auszuarbeiten. Schon im Jahre 1911 konnte er einen solchen künstlich erzeugten, im Laboratorium des Chemikers entstandenen Stoff vorweisen; bei der Konstituierung der Kaiser-Wilhelm-Gcsellschaft zur Förderung der Wissenschaften, am 11. Januar 1911 konnte man das erste künstliche Eiweiß bewundern — aber die Rohmaterialien für diesen synthetischen Stoff mit dem unaussprechlichen, 21 Silben langen Rainen kosteten rund 1000 Mk.. und die darauf verwandte Arbeit war sicherlich noch höher zu veranschlagen. Dennoch füllte das so erhaltene Präparat nur ein winziges Glas. Zum Verfüttern eignete es sich kaum; aber phan- tafiebegabte Zeitgenossen knüpften an diese Darstellung die allerkühnsten Hoffnungen. Schon glaubte man sehen zu können, wie das pflanzliche uird tierische Eiweiß vor dem synthetischen den Rückzug antreten mühten. Der geniale Emil Fischer jedoch meinte lächelnd: „Der Ochs macht's halt besser." Er glaubte nicht daran, daß Pflanze und Tier jemals aus unserm Ernährungsplan gestrichen werden könnten. Fast scheint es. als ob die B e r g i u s s ch e n Betrachtungen auf der Chemikertagung in Dresden über Holz und Kohle ähnlich überschwengliche Hoffnungen erwecken — doch liegt das durchaus nicht in der Absicht von Dergins selbst. Er ist keineswegs „auf dem Holzweg", wenn er auf die Verschleuderung der im Holz rufjenöen Schätze warnend hinweist. Vergessen wir nicht, daß vor dem 19. Jahrhundert das Holz allein bestimmend für die Wirtschaftskultur aller Völker war. Obwohl die Steinkohle zum großen Teil an feine Stelle getreten ist, werden noch jetzt 30 Millionen Raummeter Holz jährlich in Deutschland in verschwenderischer Weise verfeuert, zu denen für Deutschlands Zeitungsgewerbe in normalen Zeiten ein Verbrauch von vier Millionen Doppelzentner Holzpapier jährlich kommen. Der Raubbau, der am deutschen und europäischen Walde getrieben wird, ist also ganz gewaltig. Die deutsche Papierfabrikation verschlingt allein jährlich den 12 Teil der regelmäßigen Abholzung des bayerischen Staatswaldes oder einet Wald- fläche von 62 000 Hektar. Eine Zeituna von 100 000 Auflage verbraucht täglich das Holz, das in einem Jahr auf einem Hektar wächst. E s genügt nicht, daß immer nachdrücklicher die Mahnung erschallt, mit unseren Kohlenvorräten schonend umzugehen und die verwendete Kohle restlos auszu nutzen; man beginnt sich feit einigen Jahren auch zu fragen, ob nicht dem verschwenderischen Verbrauch des Holzes gleichfalls Einhalt geboten werden müßte. Run hat man Methoden ausgearbeitet, um all die Reben- erzeugnisse, die bei der Verkohlung des Holzes entstehen, zu gewinnen. Aber solche modernen Holzverkohlungsanlagen erfordern gewaltige An- lagelapitalien. Verschiedene Technologen, namentlich Gas-Techniker, entwarfen Verfahren, um Brennholz, minderwertige Sträucher usw. in vollwertige Kohle umzuwandeln. Reben die schwarze Kohle trat die „grüne Kohle". Run eröffnet Dergius wieder eine andere Der» wertungsmöglichkeit. Der Holzstoff, die unverdauliche Zellulose, soll in verdauliches Kohlehydrat, in Zucker und Stärke, umgewandelt werden. Schon vor einem halben Jahrhundert hat der geistvolle A. W. Hofmann, der bas Reich der Teerfarben erschloß, in seiner Vorlesung über die Kohlehydrate darauf hingewie- fen, daß die Zellulose und der Zucker sich m ihrem Aufbau eigentlich nur durch ein Molekül Wasser unterscheiden. In seiner witzigen Art schloß er: „Also, meine Herren, verwandeln Sie die Lumpen, die ia auch zum größten Teil auS Zellulose bestehen, durch Einfügen eines Moleküls Wasser in Zucker." Aber nur langsam ist die „Verzuckern n g des Holzes" tatsächlich auf verschiedeäen Wegen verwirklicht worden. Technisch läßt sich aus dem Holz Zucker gewinnen. Vielleicht werden wir allmählich dahin kommen, uns von den ausländischen Kraftfuttermitteln freimachen zu können. Wird man aber deswegen auf die landwirtschaftliche Erzeugung der Nahrungsmittel ganz verzichten können? Der Chemiker hat zwar Eiweiß, Zucker, Gerste und Pflanzenfqrbstoffe in ihre Bestandteile zerlegt, und er vermag auch die einzelnen Baustoffe zuweilen wieder kunstvoll zusammenzusehen. Aber nur mit einem riesigen Aufwand an Hilfsmitteln kann er das leisten, was die lebende Ratur ständig spielend erzeugt. Sonne, Erde, Wasser und Lust schmiegen sich in dem grünen Leib der Pflanze zusammen, und in wundersamer, lebendiger Wandlung wird die Frucht. Es ist eine gewaltige Arbeit, die da auf den Feldern geleistet wird. Kein Chemiker, kein Jngeyieur kann aus diesen Bestandtellen, die die Pflanze verbindet, bauen, was in der reifen Frucht später vor uns liegt. Stoffe der Erde, Stoffe des Wassers und der Luft, Stoffe im Innern der grünen Pflanze werden mit der Kraft des Lichts zusarnmenge- schweißt, im zartesten Gefüge zusammengebunben und zeigen sich uns als etwas ganz Reues. Haber schenkte uns das „Brot aus der Luft", als er zeigte, wie man den Stickstoff der Atmosphäre an den Wasserstoff binden und dadurch den Acker ertragreicher machen könnte. Erhöhung der Ertragfähigkeit unserer Accker — das ist vor allen Dingen das Ziel, das der Chemie unserer Tage vorschwebt. Schädlingsbekämpfung durch chemische Mittel, richtige Sortenauswahl, zweckmäßige Düngung — das sind die Mittel, mit denen wir den Vorrat und die Güte unserer Rahrungsmittel stetig steigern werden. Die Retorte des Chemikers wird den Acker nie ersehen, wohl aber wird des Chemikers Arbeit dem rationellen Ackerbau ein willkommener Helfer und Bundesgenosse fein. streiten gewann. Der „Sängerkranz" errang während dieser Zeit nur erste Preise, mit einer Ausnahme, wo der Gesangverein nur durch Unter- legenheit des Stimmenmaterials sich mit d em zweiten Preis begnügen mußte. Chormeister Blaß erfreut sich in weiten Kreisen größter Beliebtheit und Anerkennung wegen seines Könnens und feiner Gerechtigkeit. In letzter Zeit war er wiederholt als Preisrichter bei Wettsingen tätig. s. Utphe, 6. Juni. Ein hiesiger Landwirt war in feiner Scheune mit Schneiden von Knüppelbolz an feiner eigenen Kreissägeanlage beschäftigt. Auf bisher unaufgeflärte Weise flog ihm ein Knüppel mit derartiger Wucht gegen den Kopf, daß das eine Auge schwer verletzt wurde und er län- geme Zeit bewußtlos liegen blieb. Der Arzt erklärte feine Verbringung in die Gießener Klinik für notwendig, um nicht auch das andere Auge zu gefährden. Mrcuf Friedberg 4- Bad-Rauheim. 6. Juni. Der Zweig- verein vom Roten Kreuz hielt feine diesjährige Hauptversammlung unter dem Vorsitz von SanitätSrat Dr. Hahn im Restaurant „Gaudes" ab. Der Jahresbericht zeiate. daß der Verein eine rege Tätigkeit entfaltet hat. Weitgehend wurde die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unterstützt, aber auch auf dem Gebiete der Veteranen- und 5a- milicnuntcrftütjung konnte wieder manches gute getan werden. Die Jahresrechnung schließt mit 2211.65 Mk. Einnahme und Ausgabe ab. Die Mitgliederzahl beträgt 172 Beschossen wurde, ben Rote-Kreuztag am 17. Juni zu veranstalten. da der auf den Herbst festgesetzte Sonntag für unsere Badestadt ein nicht so günstiges finanzielles Ergebnis erwarten läßt. Eingehend besprochen wurde die Jugend-Rote- Kreuz-Bewegung. deren Organifalion auch für unsere Stadt ins Auge gefaßt werden soll. Einstimmig wiedergewählt wurde der seitherige Vorstand, dem außer den Vorsitzenden Sanitätsrat Dr. Hahn und Beigeordneter Kissel und dem Geschäftsführer Th. Stamm nodj Bürgermeister Dr. Ahl. Beigeordneter Kling. Sanitätsrat Dr. Hirsch. Lehrer O ß w a l d. Kolonnenführer H. Stamm, Stadtverordneter Schäfer und Kaufmann G. Horn angehören. — Die Südwestdeutsche Konferenz für Innere Mission hält vom nächsten Sonntag bis Montag hier ihre diesjährige Sommertagung ab. Eine Jugendversammlung auf dem Johannisberg ist damit verbunden. Kreis Büdingen. • L iß be rg, 5. Juni. In der Rächt gegen 21 h Uhr brach in der modern eingerichteten Handelsmühle Ringshausen auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus. Die Mühle brannte bis auf die Umf aff ungä- mauern ab. Rur durch daS fchnelle. wirkungsvolle Eingreifen der Ortsseuerwehr und durch das Riederlegen von Anbauten konnte ein ileber- greifen der Flammen auf WohnhauS und Rebengebäude verhindert werden. Rach Hilfeleistung der Wehren von Eckartsborn und Orten berg konnte der Brand gegen 5 il&r morgens als gelöscht betrachtet werden. Kreis Schotten. | Gedern, 6. Juni. Der erste Teil der Gederner Jung Viehweide in der Selle ist nun fertigacstclll. Ss werden noch im Laufe dieser Woche die ersten Jungtiere aufgetrieben werden. Um die Gewichtszrmahme genau feft- ftellen zu können, werden die Tiere vorher erst gewogen. 3n diesem Jahre kann aber nur eine beschränkte Anzahl von Tieren auf die Weide getrieben werden. BIS zum nächsten Frühjcchr hasst man. die gesamte, zur Melioration vorgesehene Fläche derart instand gesetzt zu haben, daß die Weide dem Bedürfnis der ganzen hiesigen Landwirtschaft genügt — Die hiesige Schafherde hat. wie in den meisten Gemeinden deS Landes, feit Kriegsfchluh bedeutend abgenommen. Während in früheren Jahren die Herde durchschnlltlich aus 700 Tieren bestand, sind eS heute nur noch etwa 300. Kreis Alsfeld. r. Ober-Ohmen. 6. Juni. Die hiesige Schulfparkafse hat dank der Bestrebungen des Lehrers Jung im letzten Schuljahr au< Sparpfennigen der Schüler über 2000 Mk zusammengebracht. also durchschnittlich jede Woche SO Mk. Die Beträge werden verzinslich angelegt. Mrcie Lauterbach. Lpd. Lauterbach. 6. Juni. Heber den bei den Ausgrabungsarbeiten für daS Gebäude der Sparkasse gemachten Münzenfund wird un8 mitgeteilt, daß die von verschiedenen Blättern gebrachte Wertangabe deS Funde« weit überschätzt ist. Die wenigen Goldstücke, die bei dem Funde vorhanden sind, habenvie Größe von Zwanziamarkstücken. sie sind zwar au« Feingold hergestellt, aber wie alle Münzen auS jener Zeit, nur auS dünnem Goldblech geprägt. Die gesamten Münzen stammen aus der Zeit vor und aus dem Anfang deS Dreißigjährigen Krieges und sind zum größten Teil nicht gut erhalten, also für Sammler feine begehrenswerten Objekte. Seltenheiten befinden sich nach vorläufiger Schätzung unter den Münzen nicht. Die Bauarbeiter, die den Fund gemacht haben, machen Eigentumsansprüche geltend, aber auch der Grundbesitzer will den Schatz für sich haben, und so droht ein Prozeß um die Münzen, die vorläufig vom KreiSamt verwahrt werden. P. Schlitz, 6. Juni. Dor einigen Jahven wurde in unserem altersgrauen, mit lauschigen Winkeln bedachten Städtchen von der Äfa-Fiun- aesellschaft der reizende Film: Tischlein deck dich" ausgenommen. Dieser Tage wellten nun wieder einige Filmoperateure derselben Gesellschaft hier, um einen neuen Film „DaS deutsche Volkslied" in unserer Stadt aufzunehmen. welche für die einzelnen Motive zahlreiche stimmungsvolle Bilder darbietet. Es ist keine Frage, daß durch diese Filme unser malerisches Städtchen weithin bekannt wird. — Um eine bessere Verbindung mit Bad Salzschlirf während der Saison herzustellen, läßt der hiesige Derkehrsverein von jetzt an vorläufig dreimal wöchentlich ein Poftauto -wischen den beiden Orten laufen. Giarkenburg. Lpd. Darmstadt, 6. Juni. Dieser Tage war der Landwirt Wambold aus Bessungen mit dem Abfahren eines Baumes aus dem Orangeriegarten beschäftigt. Als der Wagen mit dem Baum auf der Straße fuhr, ft reiften die Aeste des Baumes die Hochspannung, der Baum kam ins Rutschen und durchschlug W. die Wirbelsäule. Rur mit Mühe konnte der Schwerverletzte aus seiner gräßlichen Lage befreit werden. Er starb am folgenden Tage unter den größten Schmerzen bei vollem Bewußtsein. Preußen. Kreis Wetzlar. i Wetzlar 6. Juni. Nach längerer Pause versammelte sich das Stadtoerordnetentot- l e g i u m wieder zu einer Sitzung, beten Tagesordnung durch mehrere Punkte noch erweitert wurde. Zur Beratung stand ein Antrag der Verwaltung, den im vorigen Jahre gebildeten zweiten HypothekenfondS um weitere 100 000 Mark auf 400 000 Mark zu erhöhen, um den Wünschen von Baulustigen mehr entgegenkommen zu können, besonders well die bisher bewilligten Mittel nahezu ausgebraucht sind. Der Betrag soll in Zchrm einer Anleihe bei der städtischen Sparkasse, deren Einlagebestand auf 1 600 000 Mark angewachsen ist, ausgenommen werden. Das Stadtparlament ist mit der Anleihe einverstanden und stimmt einem weitergehenden Antrag zu. gegebenenfalls den Betrag bis auf 500 000 Mark zu erhöhen. Einen breiten Raum der Erörterungen nahm ein Punkt der Tagesordnung ein, der sich mit dem Zu stand der sogenannten eisernen Brücke über d i e Lahn am Hausertor befaßte. Die Brücke ist im Jahre 1873 durch eine Interessentengruppe, bestehend aus den Firmen BuderuS, Gewerkschaft Raab, 3. QL Waldschmidt usw. zum Zwecke der 6r0befßtberung erbaut und vor einigen Jahren in den Besitz der Stadt übernommen worden. Dem früheren Verkehr vvlllommen gewachsen, ist sie heute, da sie die Lahn ohne Pseller überspannt und ihre Verstrebungen auch nicht verbessert werden können, zu schwach, um dem neuzeitlichen starken Lastkraftwagenverkehr usw. ausreichende Stütze zu geben. Die an gestellten Berechnungen haben gezeigt, daß die Gefahr deS Einsturzes bei zu großer Belastung sei es durch Fuhrwerke, fei eS infolge von Menschenansammlungen, eine große ist Die Verwaltung ist daher nicht in der Lage, die weitere Verantwortung für die Sicherheit bei Verkehrs zu übernehmen, und schlägt der Stadtverordnetenversammlung den Bau einer neuen Drücke im Zuge der alten vor. Die Pläne wurden noch durch Daurat Golder näher erläutert. QLad) Verhandlungen mit Vertretern der Regierung zu Koblenz besteht die Hoffnung, daß aus einem Fonds der Ätafl» wagensteuer ein nicht unbeträchtlicher Zuschuß xu den Baukosten erwartet werden kann, lieber die Art der Drücke, ob auS Eisen oder Beton, gingen die Meinungen auseinander. Während die erstere Bauart auf 220 000 Mark geschätzt wird, soll die zweite Bauart etwa 80 bis 100 000 Mark mehr kosten. Bei der De ton brücke muß außerdem daS Ettahenvifier um etwa einen halben Meter gehoben werden. Interessant waren auch die Mitteilungen über den täglichen Verkehr auf der Drücke, der mit rund 590 Kraftfahrzeugen, 255 Fuhrwerken und 1200 Fahrrädern ganz erheblich erscheint. Die Stadtverordneten erklärten sich mit dem Reubau der Drücke grundsätzlich einoerftanben und stellten fürs erste einen Bettag von 200 000 Mark auS Anleihemitteln zur Verfügung, die Frage der AuSlührung einer späteren DÄchlußsasfuna Vorbehalten. Im weiteren Verlause der Sitzung berichtete bann noch der Vorsitzende über den Stand der Arbeiten an der Ruine Ka lS - m u n t. Die Ausgrabungen, die allerhand ReueS über die Geschichte dieses alten Bauwerkes zutage gefördert haben, ftnb beendet, und man ii Warb einberufenen hausbefi eine Sing Protest Schlohca teln und MMew * -w»Ä gewerbe des Sine werte Hausfrauen den neue, nxrti, den Vereins der SeitcnS des, bat) der fiel ningSarbeite Hotelbau (ei süs «SS tpet de" U 2lu- hcit 1 W @ini 5- T D-'dS SanaU' § ,Denigst"^ ' Herba waren aufg Schweine. Binder 1. i 80 bis 90 2lus dem । 50 Ult., Lä DSA. Q die Spätfu Schaden rni dürste die I auSiallen * mittel bis sehr gut, St vorzüglich, Haselnüsse ( Lyd. Ku in boft« ? im 6mm gleitende Stoische zu liegen, um nicht Arm- unt eine Stu, musste iu> vorbeiposs dos Derscl die Strecke Aettuna a Man brac haus. Die lchluh der b. 3uiti st deS Mogif am SBont sich für 2 xum Aus der Wagi Stellungn «teitungi »troffen, werden, 1 der Stab wird. ,0»ie liii tzl Wann bindet eine Vertragsimterschrift? al» | sehr wohlschmeckend 1 »1 Qz-m. ^~°^neruach Schram's Eiernudeln Don der Lahnkanalisierung. WSN. AlS Termin für bi« Inbetriebnahme der Sch' ff afort auf der f anali- iertcn Lahn war der 1.3uli 1928 vorg^ ch«n. Durch mancherlei Umstände haben sich aber die Fettigstellungsarbeiten. besonders bei Dausenau, verwert, so daß die Eröffnung der kanalisierten 70 Kilometer langen Lahnstrccke von ihrer Mündung bis -um Dorse Steeden ober* halb Limburg im Ober.ahnkreis voraussichtlich erst im Lau!« des September 1 928 erfolgen und damit die Schüsahtt für eine Reihe wichtiger Wirtschaftsgebiete der unteren Lahn erschlossen wird. oberen Ausbau der neuen Friedrichs! raffe Maurermeister Friedrich KlaS von hier Bekanntmachung. Der Doranichlag der Gemeinde Wei- terSdain für Rj 'S28 liegt vom 7. dis einschl. 13. d. MtS. auf unserem Bureau »ur Einsicht der 3ntmffenten offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen. zu der auch die Ausmärker beu zutragen haben. 56150 WeiterLhain. den 6. Juni 1928. Bürgermeisterei Detter-Hain. Reichert Berliner Börse. Berlin. 7. Iuni. (WTD. Funkspruch.) Rach- dem gestern abend noch ziemlich viel gedeckt worden ist und die Kurse allgemein ein« Erholung erfahren konnten, ist eS im heutiger« Frühveckehr wieder sehr still. Die Tendenz ist abwartend. Selbst Kurstaien sind noch nicht au hören. Der heutige katholische Feiertag dürfte die Umsatztätigkeit ebenfalls beeinflussen. Am Devisenmarkt nennt man; Putt» 124.17. Mailand 92.70. Spanien 29.26. daS Pfund 488.25 und den Dollar 4.184250. Mv-MGillleuWWe sowie iamtiiche landwirtschaftliche Geräte Göflflt Botrmann. Sieben Elöschranke Eismaschinen / Eisbüchsen empfehlen Dvüdev Schmidt Auf aste GinMufe wahrend des Umbaues 10'/. Rabatt Nicht jede* Kind verträgt frische Kuhmilch, alle aber gedeihen hervorragend mit der erprobten Kindernahrung, die alle leben*wichtigen Nährstoffe enthält, nämlich NESTLE8 Don Friedrich Schauer, Rechtsanwalt in Freiburg L B. Täuschung mit dem Zeitpunkt in welchem der AnsechtungSbcrechtigte die Täuschung entdeckt, im ?jallc der Drohung mit dem Zeitpunkt, in welchem die Zwangslage aufhdrt. Die Ansechtung überhaupt (1 und 2) ist ausgeschlossen wenn seit der Unterschrift 30 3ahre verstrichen sind. _ Eine im Einverständnis raü dem tragSteU nur zum Schein geleistete Unterschrift ist ebenso nichtig, wie eine nicht ernstlich geleistete Unterschrifr. die in der Erwartung geleistet wurde, der Mangel der Ernstlichkeit werde mcht verkannt werden (jum Scherz abgegebene Unterschrift). (Sine zum Schein und eine zum Scherz gegebene Unterschrift bindet daher nicht Ebenso bindet die Unterschrift nicht daS Kind (b. h. e»ne werson. welche daS 7. LebcnSiahr nicht vollendet Hal), den wegen Geisteskrankheit Entmündigten und denjenigen, der sich in eil Beim oi. Dame oerkaufSaewaiidt. m. gut. organisat.Taleot ündErfai-rung .Umgang mn Ber.re.ern. btel-lreeae.>a.zeitOema,eS«i»t0WMe«. LS bandelt ntb um ein. konkurrenzlot. lagt. Gebrauchsartikel. der blret*. a.Berbraucher abgelevt werden soll. Auslieferungslager wird gestellt. Schritt!. Angebote mu Ste- ferenzen unter 5612D a. b. Gteh. Anzeiger Wenigst nehm en der erhielt. Kreis Marburg. ) I Marburg. 6. Iuni. Zu der gestern abend einberufenen Stadtverordnetenversammlung hatten die Marburger Kaffee- Hausbesitzer und der Gastwirteveretn eine Eingabe eingereicht. in der scharfer Protest gegen die Erweiterung des SchloffcafS» auS städtischen Mit- kein und den Bau cineS Schloffh 0 tel - aus städtischem Gelände, von dem auch schon die Rede sei eingelegt wurde. DaS Marburger Gastwirt»- gewerbe befinde sich ohnebieS in dedräugter Lage. Sin« weitere Eingabe selten- de- Marburger HauSsrauenverein» betraf einen P r o t e st gegen den neuen Stromtarif de- Elektrizität-- Werks, den eine Versammlung de- genannten OJereln« bereit- al» unhaltbar bezeichnet hatte. Seiten» deS Wagistralsvettreter» wurde betont, bah der steigende Fremdenverkehr die örweite- rungSarbcilen im edjlcfv bedinge, von einem Hotelbau fei noch keine Rede. Tilttreitz. 'Herborn. 8. Iuni. Aus dem jüngsten Markt waren ausgetrieben 70 Stück Rindvieh und 150 Schweine ES wurden be,ahlt für Kühe und Rinder 1. Qualität 220 bis 210 Mk. 2. Qualität 80 bis 90 Mk. per 50 Kilo Schlachtgewicht 2lus dem Schweinemarlt kosteten Ferkel 40 bis 50 Mk.. Läufer 60 bi» 70 Mk. da» Paar. Lbcrwestcrwaldtretd. MSR. Bom Westerwald, 6. Iuni. Da bie Spätfröste im allgemeinen keinen groben Schoden auf dem Westerwald angerichtet haben, dürste die Obsternte sehr befriedigend auSsallen Der Fruchtansatz ist bei den Aepseln mittel biS sehr gut. Dirnen stehen gut bis sehr gut. Kirschen »war etwa» knapp. Zwetschgen vorzüglich. Deerenobst durchweg gut, Wal- und Haselnüsse gering. Lberlahnkrei». Lpd Runkel (Lahn). 6. Iuni. Don einem in voller Fahrt befindlichen Güterzug stürzte im D m m e r i ch e r Tunnel der den Zug be- gleitende Zugführer Wirae» ab. Er kam zwischen Tunnelwand und Schienen zu liegen wo er sich an den Boden anschmiegte, um nicht übers ähren zu werden. Mit einem Arm- und Beinbruch blieb der Derungluckte über eine Stunde in dieser gefährlichen Lage und muhte noch zwei weitere Züge hilslo» an sich vorbeipassieren lassen. Erst al» da» «zahrpersonal da» Derschwinden de» Zugfichrer» bemerkte und die Strecke absuchte, wurde dem 03ebaucm»Werten Rettung aus seiner ausgestandenen Todesangst. Man brachte ihn in da» Limburger Krankenhaus. Oie $ranffurfer Herbstmesse. -Allzuoft wird geglaubt, man sei an seine, insbesondere unter einen Dertrag gesetzte Unterschrift nicht gebunden, man brauche Die unter» 'chricbenen Verpflichtungen nicht zu erfüllen, wobei alS Grund alle möglichen Einwendungen ge- macht werden. DaS ist eine durchaus falsche Meinung, die verhängnisvoll wirken kann, da man trotz aller Anstrengungen schließlich doch alle» Da» erfüllen muff, unter da» man einen Flamen gesetzt hat, und obendrein eventuell noch bedeutende Deryas- AnwaUS- und Gerichts- Kunst und Wissenschaft. 45. Bundestag de» allgemeinen Deutschen Durschenbunde». Der 45 Bundestag des Allgemeinen Deutschen Durschenbundes (tn Frankenhausen nahm bei herrlichsiein Wetter einen glänzenden Verlauf. Au» allen Zellen deS Reiche» waren junge und alte ADB.er nach der alten Salzstadt gekommen, um in ernsten Verhandlungen, die unter Leitung bei Vor- sitzenden de» Geschästssührenden Ausschüsse- De» ADV Recht-anwalt Dr. Valentin. Berlin (Reogermania. Berlin AH.) ftanbem über Die Durchführung Der Aufgaben de» ADD. für Den Wiederaufbau des Vaterlandes zu beraten. Zwei öffentliche Vorträge über .Die Zerstückelung des deutschen Osten» und der polnische Staat (Res.: Dr Ruschke. Dothia-Berlin 2lH.) und .Die Erhaltung ostdeutschen Dolksbodens durch Siedlung' (Res.: Beigeordneter Dr. Gräbert. Reo- germania-Berlin AH.) sanden lebhaften Anllang. Die Beratungen über innere Angelegenheiten befahlen fich vor allem mit dem weiteren Ausbau der Ortsgruppen. Die möglichst an allen gröberen Orten zur Ausbreitung De» ADD -Ge- dankens gegründet werden sollen AlS Renoncen wurden ausgenommen die Burschenschaften Pa- lat i a. Diesten, und Roter Löwe. Leipzig. Da» Präsidium ging an 6ugambna. Bonn. über. An festlichen Veranstaltungen sand neben dem KommerS und DefellschastSabend. woran sich die Bürgerschaft FranlenhausenS in stattlicher Zahl beteiligte, ein gemeinsamer AuSflug nach Dem Kysshäuser statt, wo am Denkmal Obettchulrat Dr. Sch epp (Drandenburgia-Berlin AH.) eine begeisterte Llnsprache auf Da» deutsche Vaterland hielt. Die sportlichen Wettkämpse g ben wir Sie 1 «Ni sprechen konnten 1 »irden vir Sie lieber de- roe ubentygea. dui Sie 7\ derch reo um bezogene 6 Hein i. PaaH-Stoffe hofft, durch Besichtigungen namhafter Forscher auf diesem Gebiete weiteren Ausschlub über Die Art der frühere, Anlage zu erhalten Die früher beabsichtigte Ausgestaltung Dc« Berge», besonder- die Anlage eine Freilichttheaters soll geändert werden dergestalt hast letztere» nicht zur AuSsührung gebracht und anstelle de» weiter vorgesehenen Dlockhssu'e» für Erfrischungen eine Art von kleinerem Restaurant errichtet wird, um Den Besuchern Der Ruine eine bessere Gelegen- fjeit für Aussicht und Erfrischung zu geben. Degen der Mehrkosten, die au» Ueberfchüssen Der ft ätzt Sparkasse genommen werden tollten war eine Einigung nicht zu erzielen, da hiergegen von verschiedener Seile Bedenken vorgebracht wurden Die Sache wurde Dann dem Mnanzausschuff zurückverwiesen. Der sie nochmal» überprüfen soll. titele Biedenkopf. Eine Geschmacksstatistik über Filme. Welche Filme liebt da- Publikum? Um für diese Frage wenigsten» irgendwelche Andalt»- punkte zu gewinnen. Hot sich eine führende Filmzeitschrift kürzlich an Die deutschen Kinobefitzer gewandt, mit der Bitte, die fünf Filme an»ur geben, die in der letzten Dinterfaifon und im vergangenen Sommer den gröfften Ä a IJ e n» erfolg gebracht haben. Da» Ergebnis ist äufferst interessant. Die Spitze hält B e n H u r mit 174 Stimmen, dem ..Der Katzen st eg' mit 146 folgt. Am seltsamsten ist aber nun die weitere Reihenfolge. Denn hier werden die Filme namhaft gemacht, die man beim besten Willen und nach den Urteilen Der zünftigen Kritiker soweit sic sich übersehen lassen, wirklich nicht alS die Perlen der vergangenen Saison bezeichnen kann. An dritter Stelle nämlich erscheint mit 116 Stimmen Der reichlich südlich« Film »Data n z e n D e Wie n". Weiter folgen dann Melropoli»'. ..Der Weltkrieg'' unD ,,D i e Wolgaschiffer", während erst an siebenter Stelle erstaunlicherweise Lhaplin» Zirkus" genannt wird. Auch Der wirklich schöne und wertvolle Dschungel-Film ..Thong erreicht erst Die dreizehnte Stelle, während z. B. „W ochenendzauber" noch vor diesem guten Werk rangiert. Danz am Ende wird dagegen der IanningS-Film .,D e r W e g a 11 e n Fletsche»" mit 22 Stimmen an der 37. Stelle genannt. . ... . Ueberfall auf einen Kraftfahrer. 3n der Rähe von Winningen bei Halle wurde ein Kaufmann aus Ballenstedt. Der mü feinem 2[utD dahergesahren kam. abend» auf der Lhausfee von drei maskierten Räubern Überfallen Sr batte plötzlich einen Knaben oor >em Wagen stehen leben und stoppt«. In diesem Augenblick stürzten Die Danditen hervor. raubten ihm die Brieftasche mit 8000 Mark und flüchteten. - Bademantel Stoffe Badetter Frottierhandtücher In erlesener Auswahl erstaunlich billig L Bernard Plockstrafoe 16 56061 diäten und denjenigen, der ftcp in einem die freie WillenSbcstimmung auSfchliedenden Zustand per Bewubtlofigkeil oder Störung Der DcisteStatigkelt befindet. Ein wegen Geistesschwäche, wegen Verschwendung oder wegen Trunksucht Entmündigter, ein Minderjähriger, d h. eine Person zwischen dem 7 und 21. Lebensjahr, kann durch seine Un- terschrist nicht verpflichtet werden, wohl aber ist die Unterschrift rechtlich gültig, insoweit er dadurch lediglich einen rechtlichen Vorteil erlangt, i 2. durch Annahme einer Schenkung. Die Unterschrift bindet dann nicht, wenn Die rechtliche Willenserklärung, unter welche sie ae- seht wurde, nach dem Gesetz gerichtlicher ober notarieller Beurkundung bedarf (wie a. D. die Auflassung eine» Grundstücks, der Erbverzicht), diese aber nicht hat. — Befreiung von der Bin- düng an die Unterschrift findet aber nur Dann statt wenn Der Anfechtende die von ihm geltend gemachten AnfechtungSgründe beweisen kann wa» in den Fällen de» Irrtum» (1). der argllstiaen Täuschung unD Drohung 12). de» Scheine», de» Scherze» ost schwierig sein wird. Deshalb ist dringend anzuraten, nichts zu unterschreiben. waS man nicht etn- g-hend gelesen und aus seine Tragweite geprüft hat. Gesucht: 500« M. messen erhe Sicherheti. (ScbriitL Mnaeb. an jJltuelbcuifdje «nnoncen-Ero- Vlocknr. 5. ein erfreuliche- Bild von Der körperlichen Er- füchtlgung Der ADD -Iugend. Lisenach ceipziger karlcll evangelisch-theologifcher Verbindungen. Die seit einigen Iahren zwischen dem Eisenacher Kartell akademisch-theologilcher Vereine (derzeitiger Vorort Gieffen» und dem Leipziger Kartell theologischer Stucentenvereine schweben- Den Verhandlungen führten am 31. Ttai In Schmalkalden zur Vereinigung beider Kartelle zum _E i s e n a ch - Le i p z i g« r Kartell evangellsch-theolo gischer V e r» binbungen an deutschen Hochs djulcn . Da» neue Kartell umfaßt 17 Verbindungen mit 3500 Alten Herren (fast nur Pfarrern'. Seine Prinzipien sind: Erziehung zur Wis.enschastllch- fett auf dem Boden de- theologischen Fach- prinzip». Pflege der Freundschast undGeselllg- feit in ernster Verantwortung vor dem logenberus und seine Ausgaben und unter besonderer Betonung der inneren und dufferen Zucht. Uraufführung Der ..Aegnptlschen Helena" von Richard Strauff. Die Dresdener Opernfestspiele 1928 wurden am Mittwoch mit der U r a ufs ü ff r u n g De» neuesten mufikbramatifchen TDerfe« oon Richard Strauß. Der .A eg HP 1 ischen Helena" eröffnet Die glänzende Ausführung ipi Der Die hervorragendsten Vertreter der Mufik- welt erschienen waren, stellt einen Markstein in Der Geschichte Der Dresdener und der getarnten deutschen Over dar Die Zuhörer waren so begeistert. Daff sie die Mitwirkenden und den Autor mehr alS 30maI hervorriesen Sie beruhigten sich nicht eher. alS bis Richard Sttauff allein auf Der Bühne erschien. vermischtes. Lpd. Frankfurt a. M.. 6. Iuni Wie die XU. erfährt, wird Der Magistrat zu Dem Be- f (bluff der S tadtverordnetenver! amm! ung vom 5 Iuni keine Stellung nehmen. D,e Einftellung de- Magistrats zu Der Mes c rage kommt in Dem am Montag gesafften ^agistratsbefchluy. btt sich für Abhaltung der Messe au-spricht. »um AuSbruck. SS ist nicht anzunehmen baff der Magistrat nach erfolgter Reuwahl an seiner Stellungnahme etwas ändern wird. Die Vorbereitungen für die Herbstmesse werden weiter «trollen, und e» Darf al» sicher angenommen werden. Daff Die Herbstmesse trotz Dc» Beschlüsse» Der Stadtvcrordnetenverfammlung sta11sinDen wird. __________________ kosten tragen muff Rechtliche Derpslichtungcn werden Dur® Wil- lenScrklärungen eingegangen. Die Unterfchn'l Nt aber nicht» andere» al» Die Erklärung dahin- OfbcnD. daff alle», wa» vor Der Unterschrift steht Der Wllle De» die Unterschrift Abgebenöcn tfl; deshalb ist er Daran rechtlich gebunden Rur mit wenigen Ausnahmen kann Du Unterschrift angefochten unD dadurch die Daraus entstandene Bindung aufgehoben werden. Derienige. der die Unterschrift abgab. kann sie durch Rn- sechtungSerÜärung gegenüber der anderen Ver» tragSperson ansechten. wenn 1. er sich über ben Inhalt (d. h. irgendeinen Bestandteil) dessen, wa» er unterschrieb geirrt hat - al» ein solcher Irrtum gilt auch Der Irrtum über solche Eigenschaften der Person ober der Sache, die im Verkehr al» wesentlich angesehen werden —. oder er eine Erklärung diese» Inhalt» überhaupt nicht abgeben wollke (Verschreiben, 2)ersprechen. Miffverstandnis. Unterschreiben einer Urkunde im Irrtum über Den wahren Inhalt), und anzunehmen ist. Daff er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verstanDiaer Würdigung be» Falle» nicht abgegeben haben bei Dem nicht weniger al« elf Menschen i^ Leben lallen mufften Beabsichtigt war. ein Geschwader von der amerikanischen Kutze nag Den Hawai-Inseln aufsteigen zu lassen. Einige Apparate gingen Dabei aber sosort zu Bruch, andere mufften umkehren, während von den übdgw Flugzeugen nur zwei Da« Ziel erreichten Me anderen dUeben verschollen, ebenso auch ein Hils»- slugzeug. da» au»gefchictt worden war. um Dir Bermifften zu suchen ES wäre au4> Diesmal beinahe nicht alle» gut gegangen, da im ersten Teil Dc» Fluge» Der Radio-Apparat auSseyte und die Flieger in die Gefahr gerieten. sich zu verirren, während sie au« Der zweiten Strecke mit einem schweren Wirbel- sturm zu kämpfen batten. Der He Flu^etchvin- digkett nicht unerheblich berabbrüdte Aufferdem waren He Venzinvorräte sowohl bet der Landung in Honolulu aU auch in Suva vollftänHg erschöpft. so Daff sie verloren gewesen wären hatten sie tffTx: Bestimmungsorte nicht zeitig erreicht Bei dieser Ozeanüberquerung hat sich übrigen» gezeigt, wie vortcilhast e« lur He Stieger war Daff sic einen Funkapparat in,!genommen batten Sie bli.ben stänHg In Verbind.»'-) mit Der ^luffenwelt und konnten, abgesehen von der ersten Etappe, stet» ihren Standort sehr räsch seststellMi. Vedeutende vevfichekmugs-Gesellstzv^ßt mit sämtlichen Lranchen sucht für Haban und an-renzende Streife ein. eingefübnen Reisebeamien gegen Gehalt. Soefen und VrovistM. Snt- wicklung-reiche Dauerstellung. — Offernen unter F.n. 10906 an ALA Haafenftein 8t Bögler. Frenhfart a. M. Cin gelungener Oieanflug. Die Sorge um Die .Italia" hat Die Aufmerksamkeit von einer Flugleistung abgelenkt. Der eine hervorragenDe Stellung unter Den Ozeanslügen eingeräumt werDen muff. In zwei Etappen ist es Den Australiern Eharles U I m. KingSsorD Smith unD Den Amerikanern HenN) 2 t) on» und IameS Warner gelungen, mit ihrem . 4.60 M. 4.00 „ 3.40 , 2.60 , i unübertroffen, hocharo- -Pak. 85 Pf. , , ^Extrafein" „ - , .Sein" , W ■ .prima" . tinfert %et4 sind in den einzelnen Vrcislager mansch und blumig. Darjeeling-Mischung 710 pfd. Englische , !/10 „ Haushalt. , 7.. , KeShffnss -Kaffee und Fvdhttng's Tee verwenden. - Unsere Kaffees sind von auserlesener Qualität, sodaß auch der verwöhnteste Kaffeetrlnker voll befriedigt wird. Machen Sie bitte einen Versuch, sicherlich werden Sie daraufhin zu unseren ständigen ffunben. - Ole Zusammenstellung der einzelnen Qualitäten er* CI. 11. Bahnhofstr. 49 Telephon 1656 / Weserstr. 1 werben auch <8U sein, wenn Sie Kriegs vor- int ^^rblieb M S , Sem> & °rt)< k Tal zu unt! st Ö Sm» o'ä® Ä jhr. 2n 2b Zcleinsiubiläei' Der 2eM d« schritt M immer mci)r sind die N ftützungen c 97 und 1924J0 bereits 401 > Jahr 1926 ®ej letzten 6a-re s soll es auch Kt und der Demi" smtzungen, nachc fltn gewahrt Mchstctikbe j wesen sand v< Qung. Don D 300 Dorträge Angelegenheiten vurdc in rund bei besonders, Vergütungen a zum Teil die 2 Ariegervaisen tag sand am Don DedeutM schlutz über die Haftpflicht band abschliehe vertrna ist inzw .Zürich" abgefi gänzungslv der zweite Pr Dr. logt, D seinen KO.Tebw dm Dvckande Hchsia iBrgrür derer der Be< Vereines anyit Stelle wieder« gruppen mach tember 1927 treffen auf finden. Jnim IugendaLtellu! schießen. 2 Dersicherungsg 2ahr fruchtbar Vermögen der beantragte ®i rcntc für die 337 Daifenkinl Unterstützungen Kindern warer deren Mutter heben ist, daß »MA Rom Copyright by' Fortsetzung, erwacht j** Herzens zu ihr schlurfenden k .^Nör, in Jftr Gehirn üb ,.er' um sie zu !e l?or gerüstc " ihn empfan ousen. SlL 'AZ-itbliei Mttte durch d. Dr Zrr ton#6?tÄ Q ej 64, 8,!ÄlNr <«Ä* *• t 'Ä SSt W« totS ’n d send» ßu*1.11 hö> Für sonnige Tage Vermahlte leichte, bequeme, praktische Unterwäsche 5-96D Liselotte Heil Herren-Netzjacken 0.85 Gießen / Lampertheim a. Rh., den 1. Juni 1926 04319 Herren-Hosen Oer Vorsitzende 5547D Herren-Jacken 2.95 porös, kräftige Qualität, weiß und gelb, Größe 4 bis 6 3.90 5.90 Größe 4 bis 6 zusammen Konzert und Ball 8594D fitrmtmnwfroibhtim Seltersweg 31 GIESSEN Bahnhofstr. 14 5570a Volkshochschule Drucksachen aller Art fsW KA'VWL die vrllhl'sche Unioerfitats Prudtrei, 8. Lange. Gießen. $ et er Zeit eicktkaren Sterne in den nicht enittudrekonden Horitant kin- Da Snipettor Svced Dicks Meinung teilte, daß - ------—leites Attentat au. Nachdruck verboten. Der ©onnenaufgang verfrüht sich von 3.46 Uhr bi» 3 3^ Mbr und verspätet sich bann toieber bis 3.42 Hbr. Sonnenuntergang von 20.10 bis 20-2» -ihr Lichtgcft alten be« MonbeS: Vollmond am 3 6. um 13 Uhr 3 Viertel am 11. 6. um 7 llbr. 1. Viertel am 24. 6. um 24 Uhr Da» grohe Ereignis de« Mai war bte borfett beS Hierfür. Sie bauert in ben ersten Stern- Stern- ®***r Bei dieser Wirtschaft. Die Areditversorgung. natemitte Will tu wette */3 Stunde epäter tu tteilen. Man werf] ei ehe die nach etc Montukarte. Der .Moted nimmt die geieichnetm Stellungen ein, wenn er die ans «deutete Lieht- iwrjonna Vcht a* hängigen Sällc dort eine Aenderung erforderlich machen, dauert es doch bi6 zu einem Jahre, bi» dort eine Lache zur Verhandlung gelangt. waS immerhin für die Kriegsopfer Unannehn»' lichkeiten mit sich bringt. 6m großer XeU ber Arbcu galt der Siedlung. Es war möglich, im VerichtSjadie nahezu ISO Wohnungen mit Hilfe der WohnungSiürsorgegesellschaft. her der Verband alS Sesellschafter angehört, zu errichten. Diele lurze Zusammenstellung geigt die Arbeit, die für eine gerechte und würdige Dersorgung her Kriegsopfer geleistet wurde. An diesem Ziele weiterzuarbeiten erachtet der Verband, her behördlicherseits al« unpolitische Organisation an* erfaimt ist. für seine vornehmste Aufgabe. Der am 10. Juni b. 3. in Wimpfen statt* finbende orbentliche VerbandStag wirb sich mit den Sin^lheiten deS Bericht« zu befassen haben und Wege für den weiteren Ausbau ber ®danit» organifation suchen, wofür zahlreiche Anträge vvrliegen. seine unbefannten ©eaner ein -weites Attentat auf sein Leden nicht versuchen wurden, nähern das erste fo schmählich mißglückt war, batte_er die Dache aus Dicks Löhnung zurückgezogen, sie Ambern jungen Mann daher bei ferner spaten Hennkehr befanden, deren Väter im Kriege gefallen ober > an Kriegsverletzungen gestorben waren. Die ©«• f amtlumme der Aufwertung des alten Derbandsvermögens wird mit etwa 70 000 Mk. angenommen. Das neue VerbandS vermv* gen beträgt 65 800 Mk. Die Jahresbilanz für 1927 schließt in Einnahme mit 142 906 NU in Ausgabe mit 142 620 NU. ab. Don den Siv nahmeposten sind nennenswert 42 936,10 Wk. als Gewinnanteil aus den Verträgen mit den em* zelnen VersicherungSgeseUschafren und IllO.U Mk. aus dem Lammelwerf. Bei den Ausgaben stehen 9390 Mk. für allgemeine Lin i erst ützungen. 4930 Marl für AUveteranenzulagen cinschl Weih- nachtSsPende, 3370 Wk. an Waisen-Unlerstützun- gen, 16 673.53 Mk. an Nückzahlungen an die Vereine als anteilmäßiger Gewinn aus den Ver- ficherungsverträgcn. Der Voranschlag für da« Jahr 1928 schließt ab in Einnahme nut 132 300 Mark, in Ausgabe mit 133 047 Mk.. wobei erhöhte Untcrstützungsbeträge erscheinen. Für den Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen der Hassia war da« Geschäftsjahr 1927 ein Jahr angestrengter Arbeit für die Altvetevanen. Altrentner. Kriegsopfer. Unfall und Invaliden- rentner und deren Witwen und Waisen, aber MmenimsWto. Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig. Sie erwachte jäh mit einem wilden Hämmern ihre» Herzens. Ein Laut war au» der liefe des Haufe» zu ihr emporgedrungen, ein Laut wie von fchlürfenden Schrillen, ben ihr getreuer «achter das Gehör, im tiefsten Schlaf ausgesangen und auf ihr Gehirn übertragen hatte, «am ssody etwa wie- ber um sie zu quälen und zu drängen? Nun wobt, sie 'war gerüstet: mit dem Stuhl in der Hand wurde sie ihn empfangen. Sie würde ihr Leben teuer verkaufen. Aber das Geräusch war verstummt. Eine lange Zeit blieb alle» totenstill. Doch dann pwtzl.ch zitierte durch das Haus ein dumpfer -chtag als ob irgendein schwerer Körper zu Boden gefallen wäre. u>e der Industrie daraus zuruckgeht. daß diese bei der gegenwärtigen 3m*- laac langfristige Okddjulbuna scheut, oder Wie Weit dieS aus die geschmälerte Kapitalversorgung zurüchuführen ist. Für Ende April 1928 berechnet das Institut die Höhe der Gesamtverschulduna der öffenllichen und privaten Wirtschaft, die durch die langfristige Kveditnahme feit der Stabilisierung entstanden ist, auf 16,9 Milliarden Mark, an der die öffentliche Wirtschaft mit 6.6 Milliarden Warf den größten Anteil hat. Ss entfallen im einzelnen auf öffentlich-rechtliche Körperschaften rund 5,3 Milliarden Mark, auf öffentliche Unter Warnungen 12, aus Industrie. Handel und Verkehr 2,3, auf städtischen Grundbesitz 5. auf die Landwirtschaft 3 Milliarden Mark. AuSlandanlcihen machen bei den drei ersten Gruppen einen Betrag von 3.5 Milliarden Warf aus. Der getarnte lang» und kurzfristige Kredit hat sich m den letzten Monaten weiter ausgedehnt, aber nicht warten Sie doch ... Wie soll ich Ihnen sonst Helsen," «eine Antwort. Unb doch ... Die Antwort war ein Schrei — ein dumpfer Schlag, ein langgezoaenes Stöhnen. „Wer finb Sie?" schrie Dick, ben bie Aufregung schüttelte „Wer find Sie? Bon wo telephonieren Sie?" Plötzlich mar micber bie Stimme da. Sie lallte ein Wort Das Wort wurde zum Schrei, wie von letz ter Todesnot hcroorgepreßt, ber in schrillem Aufschluchzen enbete. Dann entfernte sich die Stimme, als würbe sie gewaltsam vom Apparat getrennt. Nur erstickt Hong sie an Dicks Ohr: Rührt mich nicht an! Ich war — mit ber Po üael — verbunden. — Ich liefere Luch aus! H-i—l—f-e' H-i-I-f-c!" (Ein Knall burchschnitt bie «chreie. Danach war alles still wie im Grob. Dick trommelte aus bie Gabel. Nach einigen Se- kunbcn, bie ihm wie Ewigkeiten oorkamen, melbete sich das Fernamt. , e „Können Sie feststellen, woher der Fernru, tarn' „Ich glaube aus Süsser", erwiderte die Beamtin. „Haben Sie besonbere Gründe, eine solche Feststellung zu wünschen?" „Die bringendstcn — cs war cm Hilferuf. Jemand, der mich kennt, muh überfallen worben fein!" ,Zhr Name, bitte!" „Dick Martin von Scotland Pard. ,Lhr Amt unb Ihre Nummer?" Dick nannte sie. „Danke sehr. Sie können anhängen. Wir rufen an." Dick Martin legte ben Hörer nieder unb iprang aus bem Bctt. Er hatte ein feines Untericheidunas- vermögen für Trug unb Wahrheit. Er wühle, hier hätte ein Mensch in höchster Tobesnot zu ihm gesprochen Die Stimme konnte er nicht unterbringen, unb doch kam sie ihm bekannt vor. Er schnürte gerade an seinen Halbschuhen, als sich bas Telephon meldete. jyter Fernamt. Der Anruf kam aus South Weald, Susier!" __ Dick stand einen Moment wie versteinert. (Fortsetzung folgt.) Gelegenheit tonnen Wir uns auch den Antares näher ansehen. Er gehört zu den Fissiemen, die wir verhältnismäßig gut kennen. Er ist ein Vasball von ungeheurer Ausdehnung, aber nicht sehr heiß, woher denn auch sein rötliches Aussehen stammt, dem er feinen Namen verdankt. Antares heißt .Gcgenmars": denn auch der Mars hat. freilich au« gänzlich anderen Gründen, eine rötliche Farbe. Uebrigen« ist dieser Name der einzige Nest, den die alte griechische Bezeichnung der Wandelsterne, die ja ursprünglich nicht Saturn, Jupiter. Mar«. Venu« und Merkur, sondern EhronoS. Zeus. Ares. Aphrodite und Herme» hießen, in unsere Gegenwart hinüber gerettet hat Küstermann. Das neue Vierteljahrshest des Instituts für Konjuntturforschung. indem es zur derzeitigen Lage der Äoninntlur bie Diagnose einer Atem- pause in ber Entwicklung gibt, bringt m etnesn Wonbeten Teil auch interessante Untersuchungen über ben Stand der Kre d i t ve rs or gu n g und den Umfang des gegenwärtigen Ärcbit- Dolumen» ber Wirtscha L Die Harfe ^wAne des kurzfristigen Kredit» (Summe des Wechsel- mnlaufs und der Bankdebitoren) ermebte zum Teil unter Saifoneinflüsfcn bis Ende März 1927 toten höchsten Stand Nach einer starken Verringerung bat sich erst seit Jahresbeginn beikurzfristige Kredit wiebci etwas stärker ausge- behnt. Andererseits hat sich der W e ch f e l u m - lauf insgesamt stark erhöht. Dabei ist augew- fällig die Zunahme der im freien Vervehr befind- lieben Wechsel, welches zunächst daraus binbeutd. daß auch in den letzten Monaten in echeblichem Umfange ßieferemtenfrebite in Anspruch gatrnn- men worben finb. Am stärksten bat lelttbm ber Bankkredit zugenommen, was insbesondere für TV-ecbfcl unb Watenvorschusse gilt. Was ben auch ein Jahr von Erfolgen. Das Vertrauen zu bem Verbände der Kriegsbeschädigten ua® Kriegerhinterbiiebencn hat sich wesentlich gehoben, was die vielen Vertretungen Har beweisen. Die Organisation hat an Stärke --genommen, inzwischen sind viele neue Eintritte wie auch Neubildung von Ortsgruppen zu verzeichnen, so daß die jetzige Stärke mit 14 002 Dersorgungs- berechtigten nicht zu hoch gegriffen ist. In allen amtlichen Stellen ist ber Verband durch geeignete Witglicder vertreten. Die Gröhe der Arbeit, die von der Fürsorgeabteilung (Sitz Darmstadt) geleistet wurde, ertennt man. wenn man bedenkt, daß täglich durchschnittlich nicht weniger als 80 Ein- und Ausgänge zu verzeichnen waren und daß im verstossenen Jahre von ben Vertretern des Verbandes bei den drei Spruchkammern des Derforgungsgerichts Darmstadt 1040 Fälle vertreten wurden. Für die Provinzen Nheinh^ en und Ober Hessen sind in Mainz bzw. in Gießen ProvinzgeschäftSstellen eingerichtet worden. Alle Vertretungen erfolgen für die Mitglieder unentgeltlich. Deim NeichSver- forgungSaericht Berlin vertrat der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Neichskriegerbundes ..Khffhäufer" monatlich 35 bis 40 Fälle aus Hessen. Am l.Mat 1928 nwrtroürbig leer unb unbewohnt vor. Er war am Nachmittag in ber Bibliothek gewesen als Leser, wie er vorgab, in Wahrheit aber, weil cs ihn brängte, Sybil wiederzusehen. Eine Enttäuschung harrte seiner. Sie war fortgegangen. Eine Dame habe sie in einem Auto abgeholt, erzählte ihm ihre Kollegin. , v , . Als er nun bie Küche betrat, m ber sie so froh> sich unb tatkräftig als Hausfrau gcwallet hatte, wurde ihm bie Brust zu eng für das heftig klopfende Herz. Er nahm ein Buch aus dem Schrank und ver- iuebte zu lesen. Aber feine Aufmerksamkeit haftete nicht au den Worten. Alle Buchstaben formten sich zu Sybils Namen, unb feine Gedanken liefen fort während im Streife um das Geheimnis ber sieben Zchlöffer, in bas Sybil oerftrieft war. Endlich be fiel ihn eine sanfte Müdigkeit, so daß er auf einen erquickenden Schlaf hoffen durfte. Er stellte wieder das Telephon in fein Schlafzimmer durch und begab sich zu Bett. Einen Moment fiel ihm bas Ungetüm ein, das ihn beinahe in seinen Kissen erwürgt hätte, unb ein kalter Schauer riefelte an ihm herab. Er hob seine Hand zur Lampe, aber er zog sic öieber zurück. Keinesfalls bürste er seine Rer oen zu Herren seiner Vernunft werden lassen. Er schloß bie Augen unb überließ sich einem Zustand zwischen Wachen und Dämmern. Da fuhr er hach. Das Telephon Hingelte in raschem Stakkato dicht neben seinem Ohr. (Er griff zum Hörer und fchal- tele mit der andern Hand bas Licht ein Hallo!" rief er in ben Sprechtrichter hinein „Fernruf! Bitte, bleiben Sie am Apparat", er- widerte eine bünne Stimme. Er wartete. (Ein Knacken ging durch bic Leitung. Dann wurde alles still. Doch da .. ö— r—b—c-r . . H-i—l—f-« • ■ • - M__ö—r—b—e—r," schrie es auf, unb wieder i—l—f—e ... er ist da ... er ist da ... er läßt mich ermorden ..." , . Dicks Hand, in der er den Hörer hielt, bebte. Sem Wesen drängte zum Beistand. Hier lag er 5, viele Mellen vom Schreckensort entfernt, mußte alles mit anhören. „Der ist am Apparat?" fragte er Heyer. Keine Antwort. „Der spricht?" rief er lauter „Mein Gott, antworten Sie doch ... Wie ßov ich Ihnen sonst m Der Jahresbericht über die Arbeit in der Kriegerkameradschaft Hassia im 54. Derbandsjahre 1927 liegt nunmehr in einer sorgfältig ausgearbeiteten 40 Seiten umfasienden Dn: sichrist vor. In einem besonderen achlselli- gen Bericht wird über den Stand und die Tätigkeit des Verbandes der Kriegsbefchädigien und Äfieaer&i nicrbl leben t n n der Krirkamerad- fchast Hafsia im gleichen Zeitraum all-S Defent- liche aefagl. Demnach betrug die M i t g l i e d e r- -ahl der Hassia in 38 Bezirken und 753 Vereinen 48 937 ordentliche und 2116 außerordentliche Mitglieder (manche Vereine sind mit ihren Meldungen noch im Äückstand) Die Zunahme an Mitgliedern beträgt gegen das Vorjahr etwa 6 Prozent Die schweren Jahre der Nachlr:cgs- zeil haben es mit sich gebracht, daß die verantwortlichen Leiter des Verbandes chr besonderes Augenmerk auf ben Ausbau der Wohlfahrt S c i n ri ch t u n g e n gerichtet haben. Zu- .rächst galt es, alle diejenigen, die durch den großen Krieg geschädigt worden finb, mit Nat und Tat zu unterstütz, n. damit ihnen die gefeb- lid) zustchenden Enlfchädigungen auch wirklich -u- lomen. Die dafür gZchaiseiie, in ben letzten Jahren start entwickeüe unb immer mehr auszw bauende Organisation ber Knegsbefchäbigten und Kriegerhinterbliebenen betreut 13186 Kriegsopfer (7646 Kriegsbeschädigte und 5540 Äricgcr* Hinterbliebene). Die Tätigkeit in den war im allgemeinen eine normale Wie im Vorjahr An 26 Vereine konnten anläßlich von VereinSjublläen Fahnennägel verliehen werden. Der Bezug der Verbands-Halbmonats- f ch r i f l ..Hessischer Kamerad" erlitt keine Storung. Die eommcllätiflleÜ machte erfreulicherweise immer mehr Fortschritte. Besonder« lehrreich find bie Zahle, der gewährten Unterst ü b u n a e n ber letzten Jahre. Daren eS 1923 97 und 1924 100 Fälle, fo bringt daS Jahr 1925 bereit« 401 AoNälle. bic unterstützt würben. Da« Jahr 1926 weist 539 Unterstützungen auf. 3m fehlen Jahre stieg bie Zahl auf 573. Darum fall c» auch fernerhin Aufgabe des VerbandeS unb ber Vereine (der Verband zahlt nur Unten« stützungen, nachdem die Vereine Dormiterstützun- flcn gewahrt haben) sein, kameradschaftliche Nächstenliebe zu üben. DaS Dort rag s- w e f e n fand bei den Vereinen die nötige Würdigung. Von Derband«rednern wurden tnsgesamt 300 Vorträge gehallen, davon 140 in Sütlorge* angelegenheiten. Der Hassiakalender wurde in rund 54 000 Exemplaren abgeseyt. wobei besonders zu bemerken ist, daß durch Nück- Vergütungen au« dem Verlauf der Kalender zum Teil die Mittel für die Unterstützungen an Kriegerwaifen aufkommen Der DerbandS- tafl sand am 19. Juni 1927 in Schlitz statt. Von Bedeutung für alle Vereine War der Beschluß über die Einführung einer Kollektiv- Haftpflichtversicherung, die ber Verband abfchließen sollte. Dieser Versichermig^- vertrag ist inzwischen mit der Vertraysgesellsckaft „Zurich" abgeschlossen worden. Bei ber 8t* gänzungswahl zum Vorstand wurde dec zweite Präsident, Kamerad Med.zincllrat Dr Vogt, Butzbach, der am 16. Mai b. I. feinen 80. ®eburl«laa begehen konnte, seit 1874 bem Dorstanbe angeyört und alS ber Vater bet Hassia (Vegrünber ber Hassia und eifriger Förderer der Bestrebungen der deutschen Kriegev- otreine) anzusprechen ist. auf Lebenszeit in feine Stelle wiedergewählt. Die Bildung von Ougenb- gruppen machte weitere Fortschritte. 3m September 1927 konnte erstmals ein 3ugend- treffen auf dem Felsberg (Startenburg) ftatt- sinden. 3mmer mehr Anklang, auch bei den Jugcndabteilungen. findet das K le in la 11 b e c* schießen. Die laufenden Verträge mit den Derficherungsgesellschaften haben fich auch dieses Jahr fruchtbar für ben Verband erwiesen. DaS Vermögen der Stiftungen ist auffltiDedet. Die beantragte Gewährung der Woblfahrts- r c n t c hir die Stiftungen wurde genehmigt. An 337 Waisenkinder wurden zu chrer Konfirmation Unterstützungen gezahlt. Don den unterstützten Kindern waren 34 Ganzwalsen, 24 Halbwaisen, deren Mutter noch lebte. Besonders heroorzu- heben ist, daß unter den Waisenkindern sich 85 Bankkredit zugeiromiiien. wae nw Wechsel unb Darenvorschüsse güt lanasristigen Kredit anbelangt fo bat der Rückgang in der Versorgung mit ibm wab- reiid des Jahres 1927 in erster Linie die öffentliche Wirtschaft, weniger dagegen bie ^Industrie getroffen. Da» Bilb bat sich mll BegiMi 1928 umaekehrt. Die Zunahme tn ber Jlcuaufnubmc Irngfriftigcr Kredite beschränkt sich hauptsächlich auf bie öffentliche Wirtschaft unb daneben auf die Landwirtschaft, bei der Industrie dagegen zeigt fich erst in bin letzten Wochen wieder eme Belebung. Dabei muh hervorgehoben werden, daß die AktienunterncHmimgen mit Chnifficmcn bem AntareS. bem hellsten Stern im bilde des Skorpion, vergleicht. Diese« bild steht zu Beginn des WonatS bei Eintritt ber Dunkelheit tief im Süd-Süb-Osten. bann wandert cS immer mehr noch Süden hinunter. 5\i der Saturn rückläufig iß. nähert er sich diesem Antares. dem er im Vorjahre nabeftanb. nun- mehr wieder mehr und mehr, um bann Um ter» ' einen Abschied für fast 30 Jahre ■ff in dem Umfange, wie während des Aufschwungs und der beginnenden Hochspannung. * Bon der Frankfurter Börse. Dom 27. Juni ab werden Metallbank. und Metallurgische- Gesellschast-Aktien im Terminhandel statt wie bisher in Abschlüssen von 4000 Mark in Abschlüssen von 3000 Mark und einem Mehrfachen hiervon gehandelt. * Zunahme der Feierschichten im Ruhrbergbau. Infolge zunehmender Absatzschwierigkeiten hat die Zahl der Feierschichten im Ruhrbergbau eine starke Steigerung erfahren. Sie betrug im Januar 27 719 (arbeitstäglich 1050), im Februar 25 364 (1015), im März 21065 (780). Nach vorläufigen Feststellungen stell! sich die Zahl, der Feierschichten im April auf 7483 (325) und im 'Mai auf 304 375 (12175). 'StillegungderZeche^agenbeck. Der Mühlheimer Bergwerksverein sieht sich gezwungen, die im Stadtteil Essen-West liegende Zeche Hagenbeck infolge der heutigen Wirtschaftspolitik und infolge der Wirkung der stark bebauten Oberfläche stillzu- legen, sobald es die gegenwärtigen Abbruchsverhält- ntffe zulassen. Ein Teil brr Belegschaft soll bei den in Mühlheim gelegenen und dem Konzern gehörenden Zechen Humboldt, Rosenblumendclle und Wiesch beschäftigt werden. * Zus ammenschluh von Eisenwerken. Wie der WTB.-Handelsdienst von zuverlässiger Stelle erfährt, beabsichtigt der Mehr- heitsbesihcr, nämlich die Neunkirchener Eisenwerke AG , die Justus Stahlschmidtschen Werke m Kreuztal, das Walzwerk Steinseifer in Eifer- feld, die Firma Bonzel & Eo. in Olpe, und dos Heggener Walzwerk in Finnentrop i. W. aus Aationalisierungs- und Ersparnisgründen durch die Gründung einer Aktiengesellschaft zu einer Betriebsaemeinschaft zusammenzuschlie» ßen. Zentralwerk soll das Heggener Walzwerk werden, auf dem die Platinen ausgewalzt und dann zur Verarbeitung an die übrigen Werke weitergegeben werden sollen. Aach erfolgtem Weiterausbau der Werke soll die Belegschaft von 700 auf etwa 1500 Mann verstärkt werden. Das Kapital der neuen Aktiengesellschaft wird voraussichtlich etwa 2 Millionen Mk. betragen. Die Gründung wird voraussichtlich in einigen Wochen erfolgen. Die Mehrheit von etwa 60 Proz. des Aktienkapitals der Neunkirchener Eisenwerke befindet sich in den Händen eines Konsortiums unter Führung der Bankengruppe Taxeira de Na- tos in Amsterdam. An diesem Konsortium ist auch die Deutsche Bank und die Firma Otto Wolsf in Köln beteiligt. Den Nest der Aktien von Neunkirchen besitzt von früher her die Stummgruppe. * Frankfurter Allgemeine Der» sicherungs-A. -G. Die Generalversammlung genehmigte debattelos den bekannten Abschluß mit 12,5 (t. D. 8) Prozent Dividende und beschloß Kapitalerhohung um 5 Millionen auf 25 Mill. Mk. Die neuen ab l.Juli 1928 dividendeberechtigten Aktien werden von einem Bankenkonsortium übernommen, dos sie den alten Aktionären in vollem Betrage im Derhältnis 4:1 zum Kurse von 187,5 Proz. zum Bezüge onbietet. Dom Borstand wurde die Notwendigkeit der Kapitalerhöhung einmal mit dem stark vergrößerten Geschästsumfang begründet — im 2lahre 1927 hätten die Prämien mit rund 63 Millionen Mark die zweieinhalbfache Höhe des Jahres 1913 erreicht — und dann mit der geplanten Wiederoufnahme des Auslandgeschäftes, wozu auch Kapitalien nötig seien. Ferner wurde die Aufnahme der Regenversicherung beschlossen. Nach den Mitteilungen des Borstandes hat bereits der Allianzkonzern die Regenversicherung, die namentlich ifl England betrieben werde, ausgenommen. Es handle sich bei der Regenver- sicherung entweder um Vergütung der bei fport- 1 lichen Veranstaltungen, Freilichtaufführungen y-ufto. entstandenen Unkosten, oder um Erstattung des Einnahmeausfalles. Das Reichsaufsichtsamt habe bereits seine grundsätzliche Zustimmung zur Aufnahme dieses neuen Zweiges gegeben. Die Verwaltung verspreche sich hiervon keine sonderlich großen Einnahmen, doch habe die Frankfurter Allgemeine als großer Konzern diesen Zweig aufnehmen müssen, schon um dadurch die Möglichkeit zu neuen Einnahmen zu schaffen. .* Frankfurter Getreidebank A.-G. Der auf den 26. Juni einzuberusenden Generalversarnm- lung wird die Verteilung einer Dividende von 5 v. H. (im Vorjahre 8 v. H.) auf das um 200 000 auf eine Million Mark erhöhte Aktienkapital vorgeschlagen. * Mannesmann-Röhrenwerke A.-G. Die G.-V. setzte die Dividende auf 8 Proz. für die Stammaktien fest. Lieber das laufende Geschäftsjahr führte die Verwaltung aus: Die ersten vier Monate sind im Hüttenbetrieb befriedigend verlausen. Der Versand an Röhren betrug rund 15 Proz. mehr als in den gleichen Monaten des Vorjahres. Aber auch mit der erhöhten Erzeugung sind die Anlagen noch immer nicht voll beschäftigt. Die Jnlandpreise waren die gleichen wie 1927. Dagegen sind die Exportpreise für die einzelnen Fabrikate der Gesellschaft andauernd zurückgegangen, so daß bei einigen Spezialprodukten auf Aufträge verzichtet werden mußte. Die Herstellungskosten sind derart hoch, daß die Gesellschaft nach und nach aus ihren Erportgebieten verdrängt wird, weil die ausländische Konkurrenz beträchtlich billiger liefern kann. Die Lage des Ruhrkohlenbergbaus hat durch dir Lohnerhöhung eine verhängnisvolle Verschärfung erfahren. Der Preiskampf gegenüber ausländischen Kohlen besteht unvermindert fort, so daß sich das unbestrittene Gebiet, in dem v allein eine Kohlenpreiserhöhung durchgeführt "werden kann, immer mehr verkleinert. Es läßt sich heute noch nicht übersetzen, welchen Einfluß die Preiserhöhung auf die tatsächlichen Erlöse haben wird. ' Deutsche Kabelwerke A.-G. Berlin. Die Generalversammlung der Deutsche Kabel- werke A.-G, Berlin, genehmigte den dividenden- losen Abschluß für das Geschäftsjahr 1927, wonach der verbleibende Reingewinn von 30 621 Mark auf neue Rechnung vorgetragen wird. Lieber das laufende Geschäftsjahr führte die Verwaltung aus, daß die Limsätze bis Ende Mai etwa 20 Prozent mehr waren, als zur gleichen Zeit des Vorjahres, während der P. »- zentsah der Linkosten gegenüber dem Vorjahre gesenkt werden konnte. Zwecks Hebung des Preisniveaus seien Bestrebungen im Gange, die — wie die Verwaltung hofft — allmählich zum Erfolg führen werden Zur Zeit sei das Unter- nehmen noch für längere Zeit gut beschäftigt. Wenn nicht unvorhergesehene Limstände ein- treten, sei für 1928 wieder mit besseren Resultaten zu rechnen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M.. 7. Juni. Tendenz: Schwächer. — Nachdem gestern abend auf Deckungen eine merkliche Erholung eingetreten war, eröffnete die heutige Börse sehr schwach und in ziemlich unsicherer Haltung. Angeblich sollen auch von selten des Auslandes Verkäufe vorgenommen worden fein, wahrscheinlich jedoch nicht in größerem Umfange. Ale Baissespekulation suchte durch Dlankoabgaben Die Abwärtsbewegung zu beschleunigen. Auf die Stimmung drückten die wachsenden Absatzschwierigkeiten im Ruhrbergbau, die zu weiterer Einlegung von Feier- fchichten und verschiedentlich zu Zechenstillegungen geführt haben. Dabei verwies man auch auf die ungünstigen Ausführungen auf der gestrigen Gene ralverfammlung der Mannesmann-Röhrenmerke. Zu den ersten Kursen traten durchweg Kursrückgänge von 1 bis 3 Proz. gegen die gestrige Abendbörse ein. Stärker abgeschwächt waren am Clektromarkt Chadeoktien 7 Mk.. Gesfürel mit 5 und Siemens mit minus 3ch P'roz. Don Montan- werten waren Rheinstahl minus 3,5 Proz. stärker angeboten. Am Chemiemarkt eröffneten J.-G.- Farben 3 Prozent niedriger, Schrideanstalt waren gut behauptet, während Holzverkohlung 1,5 Prozent anziehen konnten. Metallgesellschaft lagen geringfügig höher. Zellstoff Waldhof verloren nach dem Dividendenabzug 4,5 Prozent. Deutsche Anleihen lagen still. Auch ausländische Renten fast ohne Geschäft. Nach den ersten Notierungen uneinheitlich, wurde es später allgc- mein etwas f e ft c r. Man verwies dabei auf den leichten Geldmarkt. Die Spekulation schritt zu Rückkäufen, -und es ergaben sich meist kstnne Kursbesferungen von etwa 1 Prozent. Tägliches Geld war zum ermäßigten Satz von 5,5 Prozent reichlich angeboten. 2lm Devisenmarkt lag der Dollar merklich schwächer. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,1822, gegen Pfund 20,420, London Kabel 4,882750, Paris 124,18, Mailand 92,70. Madrid 29.25, Holland ^2^950. Berliner Börse. Berlin, 7. Juni. Im heutigen Vormittagsver- kehr hat sich bereits nach einer Kurserholung gestern Abend wieder eine stärkere Ner oofttat bemerkbar gemacht, die in dem unregelmäßigen Verlauf der Neuyorker Börse ihre Unterstützung sand. Befürchtungen betreffend einer Diskonterhöhung in Chikago erhielten sich. Das Ausland war nicht erheblich am Geschäft beteiligt. Die Regierungsbildung ist im Gange, und für die Börse die Frage des Finanzministers noch nicht entschieden. Zu Den ersten Kursen war die Abgabeneigung der Spekulation noch recht beträchtlich, inwieweit es sich dabei um Blankoabgaben handelte, kann man natürlich nicht feststellen. Die Kurse gingen ziemlich einheitlich 1 bis 3 v. H. zurück, vereinzelt bis 5 v. H. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Mazedonier bis 1 v. H. schwächer. Psandbriefmarkt till. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tages- eld 5,5 bis 7 v. H., Monatsgeld 7,5 bis 8,5 v. $).; Warenwechsel etwa 6,88 v. H. Gleich nach den ersten Kursen trat ein Umschwung ein, es kam zu einer allgemeinen Erholung, und vorher eingetretene Verluste wurden schnell wieder eingeholt. Man verwies auf die schwächere Haltung des Dollars, 4,1820 nach 4,1855 gestern, und auf die leichte Verfassung des hiesigen Geldmarktes. Spezialbewegungen hauen Konti Kautschuk plus 5,5 v. H. auf die Annäherungsbestrebungen in der Reifenindustrie und angebliche Jnteressennahme der General Motor-Compagnie. Danatbank plus 8 v. H., Polyphon plus 6, Berger plus 5, Kunstseidenwene ebenfalls plus 5 v. H. Frankfurter Lchlachtvichmarkt. F r a n k f u r t a. M., 7. Juni. Auftrieb. Rinder 77 Stück, Kälber 965, Schafe 105, Schweine 951. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 77 bis 82, mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 76, geringe Kälber 60 bis 71. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 65. vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 65, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 65 bis 68, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 64 bis 68, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 60 bis 64. Marktverkauf: Sperrmarkt. Kalber lebhaft, ausoerkauft. Schweine schleppend und Ueberstand. Schafe wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Frankfurter Getrciv^dörfe. Frankfurt a. M, 7. Juni. Der hiesige Produttenmarkt verkehrte heute in etwas gebesserter Haltung. Das Geschäft ist eine Kleinigkeit lebhafter geworden, jedoch ist die Llmsatztätigkeit im großen und ganzen sehr gering. Weizen konnte 0,25 Mk. anziehen, ebenso Roggen lag 0,50 Mk. erhöht, während Weizenkleie 0,25 Mk. niedriger gehalten war. Es wurden notiert: Weizen 26,75 bis 27 Mk.: Roggen 28,25 bis 28,50; Hafer (inl.) 28 bis 28,50; Mais (gelb, für Futter- und andere Zwecke) 25; Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 37,50 bis 38,50; Roggenmehl 39,50 bis 40; Weizenkleie 14.50; Roggenkleie 17 Mk. — Tendenz: stetig. Berliner Produktenbörse. Berlin, 6. Juni. Der hiesige Markt vermochte sich dem verflauenden Einfluß der überseeischen Marktmeldungen nicht gan» zu entziehen, obgleich das Angebot von inländischem Brotgetreide nach wie vor nur recht gering war. Der kanadische Farmerpool war mit Weizenofferten heute nicht im Markt, die kleinen Ablader haben ihre Forderungen um bis zu einem halben Gulden je hundert Tonnen herabgesetzt. Auf dem niedrigeren Preisniveau zeigten sich etwas bessere Geschästsansätze. Auch Roggen war vom Auslande in den Forderungen ermäßigt. Jnlandweizen ist nur ziemlich wenig osseriert, auch die Nachfrage hielt sich in engen Grenzen; soweit Llmsähe stattfanden, erfolgten sie zu etwa 2 Mk. niedrigeren Preisen als gestern. Roggen ist in Kahn- und Waggvnware knapp angeboten, bei dem erneut stockenden Mehlabsatz besteht auch nur geringe Kaufneigung. Soweit Nachfrage von Privatmühlen vorliegt, werden 1 bis 2 Wk. niedrigere Preise geboten. Liefe- rungspreise für beide Brotgetreidearten 1 bis 1,50 Mk. abgeschwächt. Am Mehlmarkte hat die gestern zu beobachtende leichte Besserung erneuter Stagnation des Geschäftes weichen müssen. Die Mühlen find zu Preiskonzessionen geneigt. Gute und mittlere Hafergualitäten vom Äonfum weiter gefragt, geringe vernachlässigt. Gersten still. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, mär?., (74'<- kg/bi-Gewicht. östliche Stationen über Notiz), 261 bis 264, Juli 281,50, Sept. 270,50, Ott. 270,75 (matter); Roggen, märt, (69-kg/bl-Ge- wicht, östliche Stationen über Notiz). 277 bis 279, Juli 272.50 bis 272,75, Sept. 253. Oft 253,50 (schwächer); Sommergerste 250 bis 278; Hafer, märt. 261 bis 267, Juli 268; Mais, zollbegünstigter Futtermais, 238 bis 241 (fest); für je 100 kg: Weizenmehl 32,25 bis 36,25 (ruhig); Roggenmehl 36,25 bis 39 (ruhig); Weizenkleie 16,75 biS 17 (still); Weizenmelasse 16,75 bis 17,25 (still); Roggenkleie 18.50 (still); Diktvriaerbsen 50 bis 60; kleine Erbsen 35 bis 40; Futtererbsen 24,50 bis 26; Peluschken 24 bis 24,25; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 25 bis 27; Lupinen, blau. 14.25 bis 15,25; Lupinen, gelb, 16 bis 17; Serradelle, neu. 23 bis 28; Rapskuchen 18,80 bis 19; Leinkuchen 23 bis 23,60; Trockenschnihel 15,20 bis 15,40; Sohaschrot 20,60 bis 21,20; Kar toff elf locken 26,50 bis 27 Mark. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 6. Juni. Bei der Beratung des Allendorfer (Lda.) Gemeinderats im Februar 1928 äußerte ein Mitglied, als über die Anschaffung einer Fahne mit den Reichs- sarben verhandelt wurde: „Heute morgen sind Säcke versteigert worden, das hätte eine gegeben." Der Beschimpfung der Reichsfarben angeklagt wurde das Gemeinderats- Mitglied freigesprochen; feine Angabe, er hätte sagen wollen, daß man aus dem Erlös der Säcke die Fahne kaufen könne, hielt das Gericht nicht für toiberlegt. Eine Taglöhnerin aus Rödgen bei Bad- Nauheim hatte eine Anzeige mit falschem Namen bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Wegen Llrkundenfälfchung wurde sie zu 2 0 Mk. Geldstrafe an Stelle einer Woche Gefängnis verurteilt. Ebenfalls wegen Llrkundenfälfchung wurde ein Arbeiter zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt; er hatte eine ArbeitS- beschelnlgung gefälscht, um Arbeitslosenunterstützung zu erhalten. Arn 2Ö./27. Februar 1928 war es zwischen jungen Leuten von Michelbach und Busen - born zu einer Schlägerei und Messer- stecherei gekommen. Die Angeklagten wurden freigesprochen. da sie möglicherweise in Notwehr gehandelt hatten. Büchertisch. - _ — Mensch und Erde, Der Leuchter bestes Buch 1 92 7. (Otto Reichl. Verlag. Darmstadt.) 18 Mk. Vorträge und Wissätze von: Graf H. Kahserling. Hans Much, E. G. Jung. Lev Frobenius, Max Scheier, Hans Prinzhorn. Richard Wilhelm. Wilhelm Salomon, Levine von Llngern-Sternberg. Egenolf Roeder von Diersburg. Karl Welkisch. — Das Buch vereinigt unter dem Generalthema „Mensch und Erde" die auf der vorjährigen Tagung der „Gesellschaft für freie Philosophie" in Darmstadt gehaltenen Vorträge, ergänzt durch einige, dem erörterten Gedankenkreis zugehörige „freie Aufsätze". Vorzügliche und eigenartige Persönlich feiten geben hier ihre intimsten Lieberzeugungen und wecken ehrfürchtigen Schauder vor den dunklen Gewalten, die hinter unseren im Alltagsleben sich so nüchtern darstellenden Lebensabläufen stehen. Fesselnd und staunenswert ist die Spannweite des Themas, das auf den ersten Anschein eng gefaßt, in der Behandlung immer neue Seiten und Probleme darbietet. Dies Buch kann keiner lesen, ohne angeregt zu werden und — mag et auch manchmal skeptisch den Kops schütteln — sich für die Deutung der Erscheinungen um neue wertvolle Gesichtspunkte bereichert zu wissen. 637 — Siegfried Ochs. Lieber die Art, Musik zu hören. Werk-Verlag. BerlinW57. 1928. 6. bis 8. Tausend. Preis kart. 1.60 Mk — Die vorliegende Schrift des nunmehr 70jährigen Berliner Dirigenten enthält Anregungen die in Gestalt eines Vortrags einer Zuhörerschaft unterbreitet wurden, unter denen sich fein einziger Musiker von Fach befand, und ist so vorwiegend für Leser bestimmt, die nichts von den Techniken der Kunst wissen. Dadurch aber, daß fachtechnische Erörterungen ausgeschaltet bleiben, wird diese Schrift in ihrer klaren, geistvollen Art gerade dem Musikfreund recht wisikommen sein. Die Auswirkung der Musik unterscheidet sich nach dem Verfasser von den andern Künsten, daß sie auch solche Herzen erfüllen kann, die nichts wissen von der Tabulatur. Dem begeisternden Moment steht das Erkennen des technischen Aufbaues, der konstruktiven Arbeit bei einem musikalischen Kunstwerk gegenüber. Da ist es ein Genuß, zu lesen, wie der erfahrene Musiker hineinführt in alle die Grundlagen der musikalischen Form. Interessant ist es, was er vom Wandern von Melodien („Steffen von musikalischen Einfällen") zu lagen weiß. Lind der Komponist der so originellen Dariattonen über „Kommt ein Vogel geflogen" kann hier nicht an dem Humor in bet Musik vorübergehsn. Der Verfasser läßt seine Ausführungen darin gipfeln, daß das „Hören von Musik, wie jeder Kunstgenuß, zum großen, ja, wenn nicht zum allergrößten Teil eine Sache der Veranlagung ist." „Kennen und Beherrschen musikalischer Formen und Ausdrucksmöglichkeiten kann viel zum Verständnis beitragen, aber nur bei solchen, denen, um mit Beethoven zu reden, die Musik Feuer au8 der Seele schlägt." „Das Getue, Heucheln von Begeisterung für musikalische Gebilde, auch der schwierigsten, die selbst den Fachleuten alle möglichen Hindernisse bieten, müssen wir in seiner ganzen Lächerlichkeit erkennen und demgemäß behandeln. In der Kunst soll jeder willkommen fein, der sie liebt." 205 Sprechstunden der Redaktion. 12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen. Für unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Frankfurt a. M Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schtuh- fiurs l-Uhr- stur. Schluh- Rur» Ansang «ur» Schluh stur» |Ä- Schluß >s Anfang kur» i stur. Datum 6 6. 7.6. 6 G. | 7.6. Datura: 6. 6. I 7 6. I 6.6. ' 7 6 B% DL 9leich«anleihe v. 1937 . . Dt. «nI.-ÄdlSs.-Schuld mit 3ut. los.-Rechtrn......... Detfll. ohne AuUos ^Rechte . . . 7% prumtl Hyp.-Bk. Goldps. inv kündbar bU 1932....... 4%% Rheinische Hyp.-Bank Liqu.- (Hotovi............ 87.Z5 51.6 19.6 92 77 26,25 13.35 12,5 21,4 167,5 159,9 149 191 281 .71 167.5 168,5 154 ;79 x ß 1 5 »5^*2! III । i » 1 I Illi 1 I 1 1 | | | | ) 1 | || | 87.5 51,5 19,3 30.13 3.5 26.3 13 13.4 12,8 31,5 167 210,75 211 158,75 272.5 IVO .5 478 171 166.75 168 214 153 278.5 - 51.6 19,25 13.4 12,9 166.4 209,35 211,2. 157.13 142,5 113 470.5 18* <79 170 165,5 167.1- 210.5 153 *74,75 a.e.®............s Bergmann..... 9 Weht. Lieferungen..... 10 Licht und Straft......10 gelten 4 Guilleaume..... 6 Ges. f. Elellr. Untern.....10 Hamb. Sickte. Werke .... 10 Rhein. LIekn.........9 Schief. SIrkn........10 Schuckert...... 8 Siemen« 4 Halske ..... 12 DranSrodto..... 8 Lahmeyer 4 tto...... . 10 Buberu»...... 5 Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle......8 Gelsenkirchener . . . f. «■', I i Harpener.......... fi Heejch Eisen. ......... mit Bergbau ........ 8 jtwckncrwerke ...... .7 «öln-Reucssen........9 Mannesmann........8 Mwllfelder....... . 7 le berschles. Eisend. Bedarf. . . 5 ^berschles. Sollwerte.....6 Phönir Bergbau......5% Rheinische Braunkohlen... 10 Rbemltahi . . s. »/. 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