Nr. 107 Erstes Blatt (78. Zahrgang Montag, 7. Mai 1928 Erich««»! lüg Uch, außer Sonntag* inb fteirrtags Beliefen. Tlegene« FamlliendUW« helmal im Bild thr Scholle !RtMts.B«}iespteti: 2 Rcid^marh und 20 fRrid)»p|centg ftr Irige» lohn, auch bei 91id)tet» scheinen rm|flner5himmmi tnfolflf höhere' Gewalt. 3ern|prtd)an)d)lü|le: 51. M und 112 ln|d)ritl für Drahtnach» richten lejelger Gietze». polfcheckkanro: $rant1uri am Dlain 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen ümtf en6 Verlag: vrühl'sche Unlvrrsttülr-vuch- und Sieinöruderet N. Lanze In Sietzen. Sdfriftldnmg und Sefchäftr'tele: 8chul»ttatze 7. 3niat}mc von InjeiacB für die lagtwnumtner Die zum Jlodimir.ug vorder. Preis 1er | mm höhe fix rinjeigen von 27 mm Brette örtlich 8, ausmarte 10 97etd)*pfenntg; für '.’»«• klomean zeigen von 70 ra Brette 35 ‘Beid)»pfenmg, Playvorschriit 20* mehr. dbanb in Hand gehen, welche unausführbar gewordene Verträge auf friedlichem Wege abzuöndern in der Lage find. Diele Wechlclverhältni'se spiegeln sich auch tatsächlich in der Geschichte der letzten Jahre deutlich wieder, in der die wirtschaftliche Verständigung durch das Londoner Protokoll am Anfang steht, die Vereinbarungen zur Kriegsverhütung von Locarno nebst Deutschlands Eintritt in den Völkerbund sich daranreihen und die Bemühungen zu ein r weiteren geistigen An- näheru a und zur Bereinig 'ng politischen Konflikt i.o'les im Gange cknd Ge- iadc jetzt find wir wiederum Zeuge eine: großen politischen Aktion, die beweis! wie d.e wirtschaftliche und geistige Annäherung dem Gedanken der Verbannung des Kriege- aus den Methoden internationaler Politik förderlich ist. Hat doch erst die Entpolitisierung deS Reparationsproblem-, wie fte unter entscheidender Mitwirkung der Vereinigten Staaten von Amerika in London zustandegekommen ist. vermocht, die Abneigung der Vereinigten Staaten gegen die vertragsmäßige Zusammenarbeit mit Europa im Dienste der Kriegöverhütung so weit zu überwinden. daß wir heute die amerikanische Regierung mit einem in großen und einfachen, klaren Linien gezeichneten Entwurf eineS W e l t p a k - tes zur Aechtung deS Kriege- hervortreten sehen. Deutschland nimmt seit bald zwei Jahren an den Arbeiten des Völkerbundes teil. Es ist eingetreten nicht in dem Glauben, daß nun mit einem Schlage das Ideal einer auf Gleichberechtigung und gegenseitige Achtung der nationalen Intereisen begründeten Völkergemeinschaft hundertprozentig verwirklicht würde. ES hat fich an allen Arbeiten beteiligt in einer Weise, die bestimmt war. durch die Erwägung, daß feine eigenen Interesien mit denen aller anderen Rationen ins o, em übereinftimmen, als ihnen am besten durch eine Lösung der bestehenden Kon- Hüte im Geiste sreundschackttcher Verständigung und im Zeichen des Rechtes gedient ist. Die well wird sich aber klar darüber werden müssen, daß auf die Dauer ein solche» yand-in- Hand-Arbeiten nur möglich ist ;wisä)cn Mächten, die einander ganj allgemein auf dem Jußc der Gleichberechtigung behandeln und die chruu) bestrebt sind, die zwischen ihnen »och bestehenden fionfliftfloffe im ID ege gegenseitigen Entgegenkommens zu beseitigen. Es hieße, die Institutionen de» Bölter.unbe» zu einem bloßen lech- nisch-admlnistralioen Apparat herabzuwürdigen, wollte man es al» einen erträglichen Zustand bezeichnen, daß eine Bölkerbundsmacht ans dem Territorium einer anderen Truppen unterhält. Die Dell wird sich auch darüber keiner Täuschung hingeben dürfen, daß der Bölkerbund gewertet werden wird nach seinen Erfolgen in der Frage der Abrüstung und der Beseitigung der ungeheuren Rüstungvungleichheit, wie sie heule noch besteht. Da» deutsche Boi? hat nicht viele Jahre hindurch die kaiserliche Regierung unter der Anklage des Wettrüstens und der „krlegsprooozie- renben Abrüstungssabotage" brandmarken sehen, um jetzt, da diese Regierung und Ihre militärische Macht nicht mehr bestehen, st.llschweigend und mit Gleichmut zuzusehen, wie andere Mächte sich eine Rüstungsüberleqenheit bewilligen, an die da» kaiserliche Deutschland nicht in den kühnsten Träumen jemals gedacht hat. Der Wille zur friedlichen Zusammenarbeit ist zweifellos bei einer großen Mehrheit der breiten Masse in den meisten Ländern Europas auch heute noch vorhanden. Ausgabe der verantwortungsbewußten Führer ist es, gerade in diesem Augenblick den breitesten Schichten klarzumachen, daß ein Erlahmen In dieser Friedensarbeit von unabsehbaren verhängnisvollen Folgen sein und die Entwicklung der Menschheit um Jahre zu- rückwerfen könnte. Ein solches Erlahmen könnte nur die Kräfte neu bewegen, die nicht einfehen wollen, daß eine Konslagration unseren Erdteil angesichts der erschreckenden Bereicherung der Zerstö- rungstechnik rettungslosem Ruin ausliefern würde, die Kräfte, die ein friedliches Ncbeneinanderleben der auf diesem Erdteil zusammengedrängten Bölkerschaften für eine Unmöglich- keit erklären und schon durch diesen Fatalismus einer neuen Katastrophe entgegentreiben. Roch nie in der Gefch chte hat man es verzeichnet, daß ein Volk mit solcher Vergangenheit, mit kriegerischen Lorbeeren bedeckt und in allen Werken der Wissenschaft, Kunst und Technik hoch geachtet, nachdem es von einer übermächtigen Koalition überwältigt und an Land und Volk, an Gut und Rus aufs schwerste getroffen worden, der kriegrischen Vergeltung a b f a g t und mit keinen anderen Mitteln als denen friedlicher Verständigung die Berichtigung unseliger Irrtümer und Mißgriffe anstrebt. Man darf nicht vergeßen, daß das Volk einen schweren inneren Kamps auskämpfen mußte, bevor es sich zu dieser. Würde und Besonnenheit paarenden, Haltung durchgerungen. Es hat damit ein Anrecht erworben auf da« Vertrauen der anderen Rationen in seinem Willen zu friedlichem Wiederaufbau und internationaler Verständigung. Anders als in den Zellen, in denen der Staatsmann nur das Vertrauen seines Königs oder feine Gleichgültigkeit gegenüber den großen Fragen der Auyenpolitll brauchte, um seine Ideen durchzufetzen. stehen wir heute in einer Situation, m der große neue Ideen zu einer Durchsetzung des mitfühlenden Verständnisses, der Mllarbeit und des Miikämpfens bereniqen bedürfen. die ein Voll leiten und beeinflussen. Es tff nicht richtig, daß Fortschreiten der Demokratie die Wirkung der Persönlichkeit gegenüber der Masse auefcb alten maste, itc Masse ist nicht ein Ding an sich, das irgendwie zur Führung und Le tung berufen Wäre. Rlemand ist mehr dazu berufen al* das kommen e Geschlecht selbst d r geistig Führ.mden in Deutschland. Der-Hald stellt die Zell, in der wie leben, die gebieterische Forderung an die akademische Jugend, sich nicht an alten Shlagworten zu berauschen. Die Erhaltung de» Frieden» und die darauf gerichteten BcHrcbungen sind nicht Falschheit, sind nicht Feigheit, sind nicht Schwäche, sie sind realpolitische Erkenntnisse unserer eigenen nationalen Interessen Möchten wir versteht", be- und Fleischpreisen. so daß auch dieser so wichtige wirtschaftliche Faktor des Innenmarktes außerordentlich geschwächt ist Trotz alledem hat sich die deutsche und die hessische Wirtschaft zähe Oie Wetterlage. 40 7;den6. Tflai1928 Osi d «UW 54tfluewt>: --o awai . , „ rrtZlin,I et* wmat 0-< oeflff* Mei-Oeer» umnotn t* L. XX«X- .. - — ------- «■« -■ ,ui wwnane«- n#werrca»nne vordcingen, lassen auch tagsüber fei:'« starke Erwärmung au tonmen. Wettervoraussage für Dienstag. Wolkiges Wetter, auch tagSüber frischer, meist t roden. Wettervoraussage f ü r Mittwoch: Weiterhin bewölkt, Temperaturen wenig verändert. Lufttemperaturen am 6. Mai: mittags 18 Grad Celsius, abends 11,3 Grad Celsius: am 7. Mai: mor- ar ns 9,5 Grad Celsius. Maximum 19 Grad Celsius, Minimum 2,2 Grad Celsius. — Crdlemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 6 Matt abends 17,7 Grad Celsius , am 7. Mai: morgens 13,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 14 Stunden. genauen. Da» iW ein Seuani» fto M* «ÄriHarn* ürtt, den Untern«hmergnst und die industrielle Otannilatian. deren tmr un- nicht zu Ichämen brauchen. TSon der H a t i » n a 11 f l e iu n g mir ein Dori. Die XiaefU'Uten- und WtM hat da bet schwere Opi er Bringen muffen tt*Mx Hdb in der hoben Lnoerbslolenziffer auSDnidter. L« ist fraglich. ob mir bet einer weiteren La. tumahlierung beim heutigen Stande der Dell, wirtschaft einen weiteren Zuwach« an xran erblicken dürfen, ob nicht ftelmebr erne weitere Einsparung von Unkosten an Lohn und Gehalt nur aus ein andere« Unkostenkonw. nämlich sodann mit Den Ausführungen he« Ministers über den Kommunismus auseinander. Die Kommunisten würden ihre geschichllich vorgezeichnete Entwicklung in den nächsten 3ab.e 1 geh n unabhängig toi guten oder schlechten Ministerauffassungen. Die Liebe der Kommunisten zu Rußland übersehe nicht Die Schwächen diese« ersten Arbeiterstaate«. Die heutige Rolle feiner Partei sei selbstverständlich eine prvvagandistische. Die Kommunisten verdankten ihre Stärke auch der Tatsache. daß sie nicht an einer einzelnen Persönlichkeit Dinge. Dienstag Fortsetzung der Statsberatung Oie Stuhlverstopfung. Au« Der PrariS eines Llntversitätsprofeffors. Wie man Sluhlverstopsuna am zweckmäßigsten bekämpst, interessiert jeden, d.'r an den peinlick^n Folgen unr:gelmäßigen und ungenügenden Stuhlganges oder an Darmträgheit leidet. Diese Frage hat vor kurzem einer unserer bedeutendsten Ani- versitätsprosessoren aus dem Gebiete ter Inneren Sc.ankhciten in einer ersten medizinischen Fachzeitschrift behandrlt. Sr empsiehlt d.-n an derartigen Beschwerden Leidenden längere Zeit hindurch Den regelmäßigen Gebrauch eine« Abführmittels und legt hierbei entscheidenDen Wert daraus, daß da« Mittel nur aus p'lanzlichen Bestandteilen zusammengesetzt ist. Tie'eS wird abends eingenommen und führt morgen« die gewünschte Wirkung herbei. Dabei gewöhnt sich der Patient nicht etwa an das Abführmittel, sondern infolge der fortges.-yten gleichmäßigen Anregung der Darmtätigkeit an regelmäßigen Stuhlgang. Zur Behebung von Darmträgheit und Stuhlver- stopfung gebraucht man daher am besten die unübertroffenen Apotheker Richard Brandt« Schweizerpillen, D:tcn rein pflanzliche Zusammensetzung eine vollständig rvl lose, milde und trotzdem sichere Wirkung verbürgt. Sie wirken, ohne Gewöhnung herbeizuführen, und ohne unangenehme Reoenerscheinungen, wie sie vielsach von chemischen Präparaten -um Schaden von Samt und Gesundheit hervorgerufen werdew Eine Schachtel in jeder Apotheke au einer Mark und fünf P ennigen erhält ich. Zusammensetzung auf der Packung. ______________ i«e'4 macht Sie zum \rpfiegemittels. ■10,50. Zwangsversteigerung 7^« \ Toanctoiafl, Dem 28. Iuui 1928. vor- nrittags SV, llhr, wird Durch Da» Amtsgericht Ließen, Zimmer 106, Das im Grundbuch von Gießen den Martin Dörr Eheleuten in Gießen zugeschriebene An- wesen, Nord-Anlage 18, Flur II, Nr. 3 ■ 688 qm Hofierte, geschätzt auf 39 185 Reichsmark, zum Zwecke der Auseinandersetzung versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung kann an der Ortstafel, Bergstraße 20, emgefeben werden. 4683D Ließem, den 27. Aprll 1928. I. A. des tzeff. Amtsgerichts Ließen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. ArbeitSvergebnitg. Lus Grund der RcichSverDingungSorD- nung werden nachstehende Arbeiten für Die Erweiterung de» Pal ho logischem Institut» in Gießen im öffentlichen Wett- bewerb ausgeschrieben: 1. Erd- und Maurerarbeiten etwa 100 cbm ErdauShub, 70 cbm Bruch sieinmauerwerk, 150 cbm Backsteinrnouer- wer', mit 260 qm Berblendung, 34 qm Verblendung mit Schichtfi einen aus Lung- ftein, 68 qm Verblendung aus Sandstein. 2. Lteinhaoerarbcitem ctroa 34 Ifdm Sockelgurt \ aus „ 34 qm Berblcndquader | Basaltlava B 34 Ifdm Sockelgurt \ aus „ 68 qm Berblendauader J Sandstein Tie Angebotsvordrucke, keine Zeichnungen, werden aus unserem Zweigbureau, Gatskystrabe 14, abgegeben, woselbst auch Die Zeichnungen unD Bedingun- gen zur Einsichtnahme offenliegen. Die Angebote jinb verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei, bis zum Lamdtag, dem 19. Mai d. I., vormittags 11 llhr, bei gen. Zweigburcao einzureichen, wo sie in Gegenwart etwa erschienener Bewerber geöffnet werden. Zuschlagsfrist 4 Docken. 4690D Gießen, Den 5. Mai 1923. Hessisches Hvchbauamt. Äublmann. Giebener Schwimm verein Dlenelne.b. Hai 18**.»bd-. \8lhr tmdet im \'o kebnd unser diesjähriges Abschwimmen glatt Wb" laden unsere litR-h- ler und deren Angehörige, >-owie Freun-le unsrer Sacne dazu herzlichst ein. El tritt frei!l’er Vorstand Gallensteine besetiigl der unickadliche luucrlnlüic au»- eipioute tont ‘Jicttidjcttrott „Raphanose“ beroähii auch genen Magensaure, chron. Berlckteimuna. Ltieratur und Gutackien graus. -iditj» Kräuterhaus Jung Heilmittel der Natur — Lchulilrastc 5. Diemviag, dem 8. Mai 1928, nachmu- rag» 2 Uhr, versteigere ich im „SbrotH", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Schreibtische, 1 Nähmaschine, 1 Büfett, 1 Glasausiay, 2 Ladenkassen, 2 Vaagen, 1 Kahrrad, 2 Lhaiielongue«, 1 Luchen- schrank, 1 Dauerbrenner, 1 Stahlst-' ze, 1 Lopierpresse mit Tisch, 1 Llavier, 1 Trurneau, 1 Lelgemalde, 3 Warenschränke, 1 Bilderstasfelei, 1 Büfett, 1 Lredcnz, 1 Lleiderschrank, 1 Bücherschrank, 14 Paar Schneeschuhe, 1 Schreib- maschine, 10 Paar Fußballstiesel, 16 Paar äugstiesel, 1 Rauchsermce, 1 Photo- •Apparat, 1 Schreibpult, 1 Soerz-Prismenglas, 1 Sofa, 1 Läuserschwem. Borauesichtlich bestimmt: 1 Büsett, 1 Ausziehtisch, 6 Stühle, 1 Lhaiielongue, 1 Serviertisch, 1 Soso, 1 »orbgamitur, bestehend au8 1 Tisch unb 2 Sessel, 1 Spiegel, 1 Regulator, 1 Lleiderschrank, 1 eisernes Bett, 1 ovaler Tisch, 1 Schreibtischsessel, 1 Rauchsisch, 2 Stühle mit Ledersitz, 8 Bilder, 9 Bor- Hänge. *6890 , «öll Gerichtsvollzieher k. A. in Gießen, Jheringstr. 7. — Telephon 1239. Diese Woche! —■| Ziehung t0.-t2. k/s |— Münchener Im Geld- Vie Lose »•79 Geidgew. u. 1 Primi» ■ Mk. 67000 125000 15000 10000 Lose fl | GTOcksbriefe mit zo | MM.| 6 Loten = 5 Mk. Ulte eed Porto SO Ptg extra. Zißarrenhaa» Reuter (trüber Buchacker), sowie Lotterie-Einnehmer Flimm, Legler. Zwei komplette toiitaier-Einrtfmp ie 1,75 Mir. breit unb tief mit 9flbentür, oanAe ,\iotu ca. 5 Dieter, 4 Nollrollo, 1 75X4 Meter. 3 nnt erhalt. Amerikaner ' Dauerdrandö en billig,, avzugeben. Brüder Schmidt Svezialgefchält für Hau«- u. ^»engeräte EelterSweg 83 SL091) Vermietungen ta. Brand! Sonn. mdhL Zimmer, inloKIche. TeLLftto. Laden in guter Vaje »u vermte en I. Baer, cnnnl.N. ifflM r große leere Zimmer au. Dem VanDe an tinbei i. Edevaar zu oeruneien Zu erlr. in Det Gkickaitsilelle Des Gieii.Ani». Mietgesuche | K43illllvel- Woönung möglichst Nabe befl Bnhnhoi« bei guter Lezahtiing ucucUt. 2ckr.Angeb. n.O^ll a. D Viest. Anv erd. 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Für die vielen Beweise h-rzllcher Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben Entschlafenen Frau Margarete Schmidt Wwe. in Lieh sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Karl Schmidt, Lehrer. Gießen, den 6. Mai 1928. VeAveiev mögl.m.Aiiio, für woll.Svortfirümvfe ter bereits mit äbnL 2ltt. nut elngc- fübrt ift, für Cberbcfjen ii. angrenz. Gebiete von erster Dveri il'abrik sofort nefitebt. Offerten u. SD 1711 nn die Invalidondank Ann.-Evred. Stetteert. 4091V Lichtspielhaus Bahnhofatrahe 34 Heute Premiere: Das weihe Stadion Sport Großfllrn der Olympisch.Spiele von 8t. Moritz. Rekordjagd im Schneeparadis des Engadtwa im Bann der weißen Bahn. Dio hohe Schale des Wintersports. Sportliche Gipfelleistungen von 25 Nationen In St. Moritz 1928. Die entschleierten Trieks der Sportkanonen. Das hohe Lied des weißen Sportes. Ferner: Dona Juana Gesellschaftsschauspiel in 6 Akten. In den Hauptrollen: Dona Juana............. Elisabeth Berger Don Ramon......................Walter Hlila Ines .. ................. H. v. Walter Clara, Ines Freundin................E. Neumann Don Alfonso....................H. von Meierinck Ihr Vater . .. ..............Max Schreck Die Duena, Juanas Erzieherin.......Lotte Stein Außerdem: Die neueste Ula-Wochenschau ■ailkalisehe UJastratloa Herr Kapellealster BL Stork. ?Tacon? Astoria-Lichtspiele Ab heute bi« elnechlleOllch Mittwoch: Der nächtliche Kampier 6 Akte aus dem Farmerleben des wilden Westen. I. d. H.: Fred Thomson mit seinem Wunderhengst Siiberkönfg. — Ferner: Kubinke Der Barbier und die drei Dienstmädchen Ein Stückchen Leben in 6 Akten, nach dem bekannten Roman von Georg Hermann. - In den Hauptrollen: W erner Ftitterer, Julius Falken- steln. KU;he Baak. Erika OlttBner. Bilde MarofT, Fritz Kämpers, Erich Kalser-Titz, Robert Garrison, Antonie JäekeL ----- -----4694c lLbrlicheS, stetHtgeS WWk» für etnme Taae in der Woche meutere Stunden für t>nu»= arbeit gesucht 03628 tODcrftW 19 L Daubringen, den 5. Mai 1928. 4701D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge meiner lieben Frau, ansei er gu ten Mutter, sowie für die irostreichen Worte des Herrn Dekan Gaßmann, und die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir aal diesem Wege allen herzlichen Dank. Ludwig Grölz, Schuhmachenneister L R. und Kinder. Gestern abend entschlief sanft unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Schwägerin Frau Margarethe Keßler geb. Wagen bach im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Klos II. und Familie Karl Inderthal Witwe und Familie. Rödgen, den 7. Mai 1928. Die Beerdigung findet Dienstag, den 8. Mai, nachmittags 2 Uhr statt 03626 Pferd tu verkaufen. •®aD Heuchelheim, Roddeirner Sir. 2. »tast neue- Domenfafitroö au verkaufen. 03014 Karl Schott, Sandgasse 22. IIUIHIIIIIIHIIIIIIIIWW Alle Sorten Die glückliche Geburt ihres zweiten Töchterchens zeigen hocherfreuten Studienrat Otto Heß und Frau Hedwig geb. Äuttron Gießen, den 6. Mai 1925 03615 Für eine grobe deutsche €ie*eli*ch»ft werden zum Vertrieb von .Xftnmaxrhlnen tüchtige Geschästssiihrer uni) Obemgenteu in auSstchiSreiche Von Ion Gesucht Sicherheit-- ftellung erwünscht Ausiüvrliche fchrifiliche Angebote mit Angabe der letzten täunfcti unter 4688V an den Gtestener Anzeiger erbcen. Wer seinen Garten Wer nimmt an einem Gesucht ein Mädchen von 18—20 Jahren zur Urlaubs • Ber- iretung, evtl, für dauernd für Hausarbeit und Hille bei der Wäsche. Perkönl. Borstellung eriv. ZSVfNllllkkf - SklMtkv- 1)005 nttinsmei bei Butzbnch. 44)4ID fleißige- faubereS Küchenmädchen für 15. Mat o. l.Juni gesucht. 46611) Fran Sohaidtaann, Marteuvorn. 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Meyerhof! von der Reise zurück ilechnikiiRlaae Ihsehieur-Schule "•scmnenoaiQtttr»- r:ciUUStrit tet.eeefe - Bon meinem lUoht finl in oertnnleu: 2 elfem Boimoen, 2,35 n Drell 3.00 m Ig. 1 , Boooöen. 1,17 moteil.3,35m Ig. 19olj Bonooen. 2.35 m Drell, 3.00 m ig. sowie dazu onsi. Schaufenster Nähme« und div. Türen, 1 Stock wcrkstrevve. 46«o Jiubro. Stern, Vahnhofftr. * (tt1 ich an tim DIMhtas'gn GröHte Auswahl Beachten Sie bitte meine 5 Schaufenster! Die bei mir gekauften Gardinen wrden auf Wunsch kostenlos zugeschnitten in Teppichen Gardinen Läuferstoffen Tisch- und Divandecken zu günstigen Preisen und Bedingungen bei Montag, 7. Mai 1928 Siegener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 10? Zweites Blatt provinziattag der Provinz Oberhessen. * * Gießen. 5. Mai 1928. Unter der ßeitung feine» Vorsitzenden. Pro- tHn^idli ireftor ® raef. trat bet Provinzial t a g der Provinz Oberhessen heute im 2Ugierung»gebäufe zu Diehen zu feiner diesjähriaen ordentlichen Tagung zusammen. Don den 35 Mitgliedern de» Prvrinzialparlament» waren 33 anwesend Provinzialdirektor Graes eröffnete die Sitzung mit einem herzlichen Nachruf für da» verstorbene ProvinzioltagSmitglied Bürgermeister Böller« Lich dessen Andenken von der Bet- fammlung durch Erheben von den Sih-n geehrt wurde Daraui folgte die Dienfteinweisung und Derpslichtung de» al» Nachfolger von Bürgermeister Böller neu in den Provinziattag einge- tretenen Kaufmann» Heinrich Weidner au» Herchenhain Der verwallungsberichl de» Drooinziaiausschuile» für 1926 wurde ohne Aussprache genehmigt. Die Rechnung für 1926 schließt wie folgt ab: Einnahmen 1 835 849 22 NN.. Ausgaben 1 628094.47 0m., Rest 207 754.75 Mk »Der Provin- zialausschuß hat im Kalenderjahr 1927 insgesamt 24 Sitzungen (gegen 21 im 3afrre 1926) abigebalten; verhandelt wurden 122 (115) Sachen mit kontradiktoriichern Verfahren, 359 (285) Sachen ohne kontradiktorische» Dersahren. Wahl in den Provinzialausfchuß. Für den verstorbenen Bürgermeister D ö I • ker-Lich wurde Kaufmann Heinr. Weidner- Herchenhain al» Srfatzmitglied für den Provin- zialausschuh gewählt. Beratung de, Voranschlags für 1928. Da» Hau» wandte sich nun dem Hauptpunkt bet Tagung^ der Beratung und Defchluhfafsung über den Boranschlag über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rechnungsjahr 1928 zu. Der Doranschlag schlieht. wie wir in Nummer 94 deS .Vieh. AnA." schon mitteilten, in Einnahme und Ausgaoe mit 5 775 024 Ml., gegen 4981 570 NN. im Rechnungsjahr 1927 ab. Davon entfallen auf den Betrieb 5 567 270 NN., gegen 4 981 570 NN. im Dorjahre, aus das 2er- mogen 207 754 NN., im Dorjahre nichts. Provinzialdirektor Graes leitete die Beratung mit einer allgemeinen Uebersicht ein. in der er u. a. aus die wichtigsten Einzelh.iten des Etat- und deren Summen yinwieZ, über die wir in Nr. 94 des ..Vieh. Anz." ebenfalls schon eingehend berichteten. Der Redner betonte bc- sonder». dah es trotz erheblicher Steigerung der Ausgaben möglich gewesen fei, die bisherige n AuSschlagSsätze bei den Provinzial- Umlagen beizuvohalten. Die Hauptrolle des Dor- amschlags ftetle wieder das Strahenwefen dar. Don den Canbftrajen unserer Provinz seien 475 Kilometer v-Straßen. das fei etwa 1 p des ganzen StvaßennetzeS. Zur Zeit fei keineNlöglichleit vorhanden, alle l>Straßen sofort den modernen Berkehrsans orderungen anzupassen. Ende 1927 waren 76.1 Kilometer der Landstraßen mit Kleinpslaster versehen, davon wurden allein 1927 37.02. 1926 - 10.18 Kilometer hergestellt, ftür das Rechnungsjahr 1928 feien etwa 26 Kilometer Kleinpslasterung und 10 Kilometer halb- schwere Ditunenpslasterung vorgesehen. Wenn dieses Dauprogramm durchgesühct sei, würden Ende 1 9 2 8 insgesamt rund 112 Kilometer feste Straßendecke vorhanden fein. An Straßen Walzungen feien für 1928 inSgefamt 34 Kilometer vorgesehen, gegen 33,6 Kilometer im Dorjahre. Die Derzins ung und Tilgung der Kapitalfchulden für Kleinpflasterungen criolge ausschließlich aus Mitteln der Kraftfahrzeugsteuer. Gs fei also falsch, wenn behauptet werde, die nördlichen Krrise der Provinz müßten an/den Kosten für die südlichen Streife mitbe- zcchlen. Aus Real steuern werde nicht c in einziger Pfennig für die Kleinpslasterun- gen verwendet. 3n Anbetracht des starken und ständig zunehmenden Auto-OmnibuSverkehr» habe der Provinzialausfchuß mehrfach darüber beraten, ob und inwieweit freiwillige WcgeunterhaltungSb ei träge einzuziehen ’ im. Weim man nur I Pf je Tonne rechne, würde das für die Provinz jährlich rund 40 0CC Ml au*mad>m. aber für die einzelnen Derkehr» betrieb. wären da» doch Betrage, die kaum tragbar feien. Daher h.bc der Provinzial- Äuh beschlossen, vorläufig von der ®r- g einer freiwilligen DvrauS- Icifluna für die Unterhaltung der Straßen abzufehen. Der AutoomniduSverlehr fei aber für die Dauer eine außerordentlich starke Belastung fer Provinz. Wenn der P.ovinzialaus- schuß zunächst auch von fer Erhebung von ‘Beiträgen abgesehen habe, weil kein 3nt?rc'fe baran bestehe, den Verkehr allzu stark zu drosseln, so solle man aber doch in den Anforderungen an die Provinz auch nicht zu weit gehen. Für den Bah bau Dir st ein--HartmannShain habe der Provinzialausschuß 25 003 Mk. als Beteiligung der Provinz Oberhessen am Aktienkapital vorgesehen. An der Durchführung dieses Dahnbauprvjektcs sei nun. da alle beteiligten Stellen ihre Zuschüsse geleistet haben, nicht mehr zu zweifeln. Für die Beteiligung der Provinz an der Hekoga (Hessische kommunale GaS- Dct'orgung) feien 48 000 Mk. vorgesehen. Da» Haus trat nunmehr in die Einzel- beratung der verschiedenen Etatkapilel ein. Dabei wurde zunächst ein Antrag des Abg. Schäfer (Komm). Bad-Nauheim, über Arbeitszeitsragen, 153 020 Mk. Deihilse zum Kleinwohnungsbau aus Mitteln deS Waferwerks 3nheiden, kostenlose elektrische ©tromlicferung an durch Unrocttcr geschädigte Kleinbauern. Erwerbslose. Rentner usw. nach kurzer Aussprache mit allen Stimmen gegen die Stimme des Antragstellers dem Prv- vinzialausschuß zur Prüfung überwiesen. Ein Antrag des Abg. Ottilie (Soz.). Dießen, den Austritt der Provinz Ober- Hessen alS Arbeitgeber auS dem Hessen- Nafsauischen W i r t s ch a f t s v e r b a n d und dafür den Beitritt zu dem Rhein- Malnlschen Arbeitgeberverband inS Auge au fassen, wurde auf Wunsch deS Antragstellers dem Provinzialausschuh einstimmig überwiesen, von dem nun entsprechende Beschlußfassung erwartet wird. Eine längere Aussprache entspann sich über den im Etat vorgesehenen Zuschuß von 30 00 Mark der Provinz an das Gießener Stadttheater. Einige Abgeordnete, und zwar S ch ä s e r (Komm.), Bad-Nauheim, Bürgermeister H i l d n e r (ßoA.), Büdingen, Bürgermeister 3 o st (Landbund). Bermuthshain und Landwirt Karl Schwalb (Landbund), Großen- Duseck, wandten sich energisch gegen diesen Zuschuß. Abg. H i l d n c r wollte ihn im weiteren Verlaufe der Aussprache dann noch für dieses 3ahr bewilligen. Die Gegner des Zuschusses betonten in ihren Ausführungen, daß die Provinz von dem Gießener Stadttheater nichts habe. Für die Bewilligung deS Zuschusses traten nachdrücklich ein die Abg. Kommerzienrat Langsdorf (Dem.), Friedberg, Bürgermeister Rech- t h i e n (Soz.), Vilbel, Landgerichtspräsident Neuenhagen (Dt. Dp.), Gießen, Gastwirt und Landtagsabg. Lux (Soz.) Nieder-Florstadt, Pro- vinzialauSschußmitglied Rechtsanwalt Aaron (Soz.), Gießen und Provinzialdirektor Graef. Diese Redner wiesen besonders auf die hohe Kulturmission des Gießener Stadttheaters hin und betonten, daß auch die Provinz die Verpflichtung habe, ein solches 3nftltut als einziges in der Provinz zu unterstützen. Werin man dem flachen Lande auf dem Gebiete deS Theaters etwas Wertvolles bieten wolle, so empfehle fich ein Abkommen mit dem Rhein-Mainischen Künstlertheater. Bei der Abstimmung wurde der Zuschuß von 3000 Mark schließlich ?;egcn 12 Stimmen, hauptsächlich der länd- ichen Vertreter, genehmigt. Auch der kommunistische Abg. Schäfer, der sich erst gegen Oberhessischer Kunstverein. Ausstellung Münchener Künstler. Die gestern in den Räumen des Kunstvereins am Brandplatz neueröffnete Ausstellung wird vorn AuSstellerverband Münchener Künstler bestritten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit guten und instruktiven Sammel- auSsteklungen für Kunst und Künstler fet bayeri- Hauptstadt zu werben und ein möglichst objektives Bild der vielfältigen Münchener Kunstbestrebungen zu vermitteln, was am besten dadurch gewährleistet erscheint, dah der Verband feiner der verschiedenen Gruppen und .Richtungen" verschworen ist, sondern, gewissermaßen überparteilich, stets das Gesamtbild im Auge behält, wie denn auch Mitglieder der unterschiedlichsten Kunstkreise, der Luitpoldgruppe. der Sezession, der .Bayern" unter feinen Mitgliedern zu finden find. So bietet, im ganzen gesehen, die Ausstellung der Münchener den bestimmenden Eindruck einer gemäßigten Malweife ohne Experimente und ohne extreme und radikale Ausdruckstendenzen. 3m einzelnen wären aus dem Rundgang durch die Ausstellung etwa die folgenden Arbeiten besonders hervorzuheben. Gleich am Eingang eine hochformatige, dekorativ und oiel'arbig behandelte. auf großzügige 3nnenraumtt>irfung berechnete .Wandfüllung" von Mühlen, der auch eine merkwürdig zwischen Expresfionismus und Sachlichkeit stehende Figurengruppe .Nach dem Bade" vorführt. Don Frank fei u. a. eine gutgemalte Tegernsee-Landschaft in blau und weih, von Müller-Wifchln die »Tiber- infeT (in stumpfen Farben, ein wenig an Trübner erinnernd) hervorgehoben. Don Schneider- Seenuß gefiel uns das sonnig aufgehe'.lte, lichtdurchbrochene ..Waldinnere', von Wimmer fei eine locker gemalte Land'cha't .Eurasburg" zur Beachtung empfohlen. Plenks ,3efus unb die Samariterin" ist etwa in der Art Steinhaufens gemalt, an den er auch motivisch erinnert; eine farbig kehr seine und kompo ition?ll überzeugend entwickelte Landschaft .Bei Berchtesgaden“ sieht man von G. 2. Hoffmann. S a p p e r ist mit einer „Südlichen Küstenlandschaft" in weicher, kreidiger Malerei zu notieren. Ein gutes Stück ist weiterhin der ..Pferdemarkt" von Ehrenberg, impresfiv gesehen, auf- gelockert und licht im Kolorit, ein wenig in Feldbauers Stil. Schräg bringt ein stimmungsvolles Interieur in Niederländermanier Statt- l e r ein Münchener Städtebild und die färben* frohe „"Volksbelustigung". Farbig und kompositionell interessiert der eigentümlich zum Dortrag gebrachte..Hasen von Brindisi" von 3enny Maron-Roth, die auch mit einem ganz pastös gemalten Blumenstück ausfällt. W. v. Friedrich zeigt eine im Nebel verfließende Herbstlandschaft. Kunz ein allegori- sierendes Figurenstück. De fta ein dekoratives „PariSurtell". Mühlen ist nochmals mit einer Landfchaftsstudie ..Das tote Dach im Gebirge" zu erwähnen: schmissig gemalt, in starken trockenen Farben, bei abgewogener Raumgliederung. Porträtmotive von Fehr (ein elegantes Darnen- bildnis) und Schultz (ein fräfhger Wädchen- kops) unterbrechen die Landschaftsmalereien von Schräg und B o l g i a n o . die beide sympathische Eindrücke hinterlassen. Drei sehr gute, grohangelegte Freilichtstücke von Kaiser findet man an der Rückwand; eine klare, unkomplizierte, technisch sichere Malerei, ein wenig an Haider erinnernd, und stellenweise von ganz eigenartigem koloristischen Reiz. Eine Landschaft von Daher- l e i n schließt sich hier vorteilhaft an. während ein zweites Stück des gleichen Künstlers leider viel zu hoch hängt und gar nicht zur Geltung kommt. Mit hübschen Seestücken find Hayek. Seyler, Brau mann und Schönchen vertreten. Don D o l g i a n o ist noch eine frische, gutbelichtete Hesfenlandschaft zu nennen, während Koeppels ..Herbstwald" durch sein starkes, leuchtkräftiges Kolorit den Beschauer fesselt und das Auge besticht. — Die ÄoUeltion der Münchener wird durch eine Anzahl graphischer Blätter aus dem Besitz des Kunftoereins ergänzt, die in mehreren Ditrinen zur Besichtigung auSgelegt sind. Der erste Dvrsihende des Kunstvereins. Land- gerichtsdirekwr Bücking, hieß am gestrigen Sonntagvormittag die zur Eröffnung Erschiene- den Zuschuß ausgesprochen hatte, stimmte zum Schluß f ü r die Gewährung. Bei der Beratung des Voranschlags für bas Straßenbau« es en entspann sich eine Sus- sprach, über die Durchführung des Straßen- Erneuerung» Programms Die Sbg Bürgermeister 3 o ft • teermutsbain (Lbd ) und Bür lermcifter Dalz - Lauterbach (Soz) traten warm tafür ein, daß auch in den Vogelsbergkrei- en d i e Kleinpflasterung der Landstraßen Mt glichst weitgehend durchgeführt werde. Pronin- zialdirektor Graef betonte, daß der Zustand unsrer Landstraßen der DerwMung außerordentliche Sorae bereite. Nicht der Uebrrgang der Landstraßen auf Die Provinz an sich sondern der Uebergang zu einem Zeitpunkte, wo die Straßen ganz außerordentlich stark heninter^ewirischaftet feien und der Autoverkehr sowohl an Zahl wie an Tonnengehalt ganz riesig anwachse, sei ein Unglück Zu beachten sei bei all den vorgebrachlen Wünschen, daß die Straßen in der Detterau infolge ihres leichteren Untergrundes, als bei den Straßen im Vogelsberg, sich schneller abnutzten und natürlich auch mehr lln- tcrhaltuna erforderten. Kleinpflaster könne nur dahin gelegt werden, wo es unbedingt notwendig sei. Der Kreisdirektor des Kreises Schot- t c n, Geh. Regierungsrat Boeckmann, sprach der Prooinzialverwaltung Dank und Anerkennung aus für das, was sie bisher schon für die Unterhaltung der Landstraßen im Vogelsberg getan habe, gleichzeitig unterstützte er aber auch den Standpunkt der beidsn Redner, die eine noch härtere Berücksichtigung der Dogelsbergkreise bei der Kleinpflasterung wünschten. Zur Frage der L a h n k a n a l i f i e r u n g bemerkte Provinzialdirektor Graef, daß er den bewährten Vorkämpfer auf diesem Gebiete, Direktor B a n s a - Limburg, bitten werde, doch dem neuen hessischen Ministerium einen Vortrag über den gegenwärtigen Stand dieser Angelegenheit au halten. Es gehe nicht an, daß man es etwa bei der Kanalisierung des ersten Abschnitts bewenden lasse. Dringend notwendig sei auch die Kanalisierung des zweiten Lahnabschnitts bis Gießen. Einstimmige Annahme fand ferner ein Antrag des Abg Ottilie- Gießen (Soz ), durch den der Provinzialausschuh um eine Prüfung der Frage ersucht wird, ob und in welcher Welse eine Erweiterung der Provinzialpflegeanftait speziell zum Zwecke der Aufnahme von alten Leuten in Einzelzittzmer möglich zu machen ist. Dein Antrag st eller schwebte bei seinem Antrag^ die Errichtung eines Neubaues vor. Aus der Stellungnahme des Prooinzialdirektors war die B e . jahung der Bedürfnisfrage zu entnehmen. Zum Kapitel Finanz- und Steuerwesen stellten Abg. Fenchel (Landbund)- Oberhörgern u. Gen. einen Antrag, den vorgesehenen Betrag der Provinzialumlagen in Hohe von 925 000 auf 700 000 Mark herabzusehen und diese Verringerung um 225 000 Mk. zur Deckung des Bedarfs auS Rückstellungen des Wasserwerks Inheiden, Kürzung an StiftungS- betrögen usw. wieder aufzubringen. Die Vertreter der Verwaltung, Provinzialdirektor Graef und Provinzialrat Wolf, sowie Dbg. L u x (Soz. l-Nieder»Florstadt und Provinzialausschußmitglied Amtsgerichtsdirektor Schm ah l (Dn.)- Gietzen bezeichneten trotz der Begründung durch den Abg. Fenchel den Antrag als undurchführbar. Die Ausschlagsätze, uni) das fei doch beachtenswert, feien trotz der Steigerung der Ausgabe unverändert wie im Vorjahre geblieben. Darauf wurde der Antrag der Verwaltung. Provinzialumlagen in Hohe von 925 000 Mark nach den vorjährigen Sähen zu erheben, mit 19 Stimmen gegen die Stimmen der Landbundverireler angenommen. Hierauf fand die Schlußabstimmung statt. Der gesamte Voranschlag für 1928 wurde dabei gegen 11 Stimmen genehmigt. Gegen den Voranschlag stimmten der Landbund und der Kommunist Schäfer. 3m Rahmen des Voranschlags wurden genehmigt: die beantragten Straßen- und Brückenumbauten; die Materiallieferung nen willkommen und gab eine kurze Einführung in die künstlerischen Bestrebungen der bayerischen Aussteller. hth. Das abgefeuerie Auto. Ein interessantes Gespräch mit dem Erfinder Max V a l i e r berichtet da- neue .Daheim" (Delhagen und Kiasing, Leipzig). Es heißt dort: »Die Welt hat Max Valier lange für einen Phantasten gehalten. Er sah mir vor zwei 3ahren gegenüber und sagte: .3edermann weih, daß der Revolver, das Gewehr, die Kanone beim Feuern einen Rückstoß erfahren. Dun ist aber auch die Rakete, bzw. das Raketenwellraumfchiff. nichts anderes alS eine Kanone, nur daß sie nicht eine einzelne schwere Granate, fonfem in ununterbrochener Folge einen Strom winziger Gas- moleküle aus ihrer Düse hinauSfeuert Und die Berechnung zeigt, dah dies sogar wesentlich günstiger ist." Valier wollte also in dem Hinteren Raum seines Raketenschiffs dauernd Explo ionen erzeugen, deren Rückstöße dann das Schiff vor- wärtstreiben. Er war im Glauben an feine Theorien unerschütterlich. .Es wird geben, es muß gehen," sagte er zu mir. .ich werde die Welt von der Richtigkeit meiner Sätze überzeugen. 3ch werde Versuche im fletnen machen, nur muß ich das Geld für diese Versuche haben. 3ch weiß, dah ich dann sehr bald ein Raketenflugzeug über den Ozean schießen kann — eine Stunde wird es von Europa nach Amerika fliegen, oder zwei. 3ch weiß, wie e» starten, ich weih, wie es landen muh 3ch habe auch schon genug Flug- Passagiere für den ersten Schuh, aber das Geld fehlt eben, das leidige Geld für die Versuche." Auch ich war damals ungläubig, trotzdem mir eine innere Stimme sagte: .Es ist etwas Wahres an dieser Sache, an dem Glauben die'es kühnen, (lugen Mannes. Darum auch nicht? Wer dir vor dreihig 3ahren gesagt hätte, dah du dir durch die Lust in feinem Zimmer die Meistersinger- Vorstellung au» fern Opernhause Herbeirusen könntest, den hättest du ebenso ungläubig angesehen." Ünb nun hat Dalier die Männer gesunden, die seinen Theorien den Weg in die Praxis geebnet haben: Das erste Raketenfahrzeug für die Unterhaltung der Provinz- st raßen im Ri. 1929 bereit» im Herbst 1928 au vergeben und die hierzu erforderlichen Mittel vereitzustellen, der Beitritt der Provinz Oberhessen zur H e k o g a. wofür 48 000 Mk. bewilligt wurden die Beteiligung der Provinz an fern Nebenbahnunternehmen Dtr - stein — Aartmann»bain mit 25 000 Mk. Kapital; Öle Ablösung der Anleihen der Provinz Oberhessen, deren norluu ige Ge- samfchuld einfchl. Zin en aus 2 853 605.70 Mk. angegeben ist. durch eine Ablösungsan 1 e i h e (die in 1928 fälligen Beträge machen mindestens 383 967,63 Mk aus) d e Erhebung der vom Provinzialausschuh oorge ebenen Pro - vinzialumlagen und Ausschläge. Der Rcchenschaskoberichi über bas Wa'lerrorrf Inheiden 1926 wurde glatt genehmigt. Nach diesem Bericht gleichen sich im Rechnungsjahre 1926 die Einnahmen und Ausgaben wie folgt au» Betrieb 856 636,75 Mk.. Vermögen 936 479.08 Mk. 3m Berichtsjahre bezog die Stadt Frankfurt a. M. von dem Wasserwerk 3nheiden 7 438813 Kubikmeter Waller für 836 363.47 Mk. die übrigen Abnehmer bezogen 161 032 Äublfmcter zu 16 088.71 Mk Der Voranschlag des Dasierwerks Dnfeiben für Ri 1928 schließt wie solgt ab: Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 835 200 Mk, Vermögen in Einnahme und Ausgabe mit 520 000 Mk Für die Stadt Frankfurt a M. ist eine Wasserlieferung von insgesamt 7 100 000 Kubikmeter zum Preise von 11,25 Pf. je 1 Kubikmeter vorgesehen, so daß sich die Einnahme von Frankfurt aus auf 798 750 Mk. belaufen würde Zur Abgabe an die übrigen Be- Aicljcr sind 350 000 Kubikmeter zu 10 Pf. je rin Kubikmeter =• 35 000 Mk vorgesehen. Aus M tt. In des Wasierwerksfonds soll eine Provinzftik - tung in Höhe von 200 000 Mk. errichtet rocricn, für die in diesem Voranschlag die erste Rate mit 50 000 Mk eingesetzt ist: die übrigen Raten mit je 50 000 Mk. sind in 1929, 1930 und 1931 aufzu- bringen. Der Voranschlag wurde gegen 10 Stimmen des Landbundes genehmigt. Stiftung der Provinz Oberheffen zur Befampfung von volksfeuchen. Mehrfachen Anregungen Rechnung tragenb, soll auf Grund eines Provinzialauvschußbeschlujfes rine Stiftung zur Bekämpfung von Volks- f e u ch e n , ganz besonders der Tuberkulose, errichtet werden. Die Aufnahme von Anleihemitteln für diesen Zweck kommt nicht in Frage, das Kapital wird vielmehr dem Dasserwerksfonds, der |eiti)er aus Ueberfdjüffen des fffia lerwcrks aesp-nst worden ist, entnommen. Das St! tungskapital bc^ trägt 200000 Mk., je 50 000 Mk. ollen am 1. Oktober 1928 bis 1931 aus dem Was erwerksfonds an die Stiftung abgeführt werden. Diele führt den Namen „Stiftung der Provinz Oberhcsien zur Be- fampfung von Volksfeuchen-. Die Zinsen des Kapitals sollen zur Bekämpfung von Volksseuchen, in erster Linie zur Bekämpfung der Tuberkulose, in Zweiter Linie zur Bekämpfung der Krebskrankheit, verwendet werden. Der ProoinAialtag ftimmte den Vorschlägen des Provinzialausschusfes einstimmig zu. Einige bemerkenswerte Einzelheiten über diese bedeutsame Stiftung werden wir morgen noch bringen. Meberlanbroerf Oberhessen in Friedberg. Der Rechnungsabschluß für das Rf. 19 26 wurde ohne Aussprache gutgeheißen. Er schließt ab mit 2 972 835,22 Mk. im Betriebsergeb- nis und mit 10 590 569,03 Mk. im Vermögen. Die Betriebsrechnung vereinnahmte aus dem Strom' verkauf 2 435 982,04 Mk., für den Strombezug hatte sie 855 922,93 Mk. ausgegeben. Der Voranschlag für daS Rj. 1928 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 3 100 000 Mark ab. Aus dem Stromverkauf werfen insgesamt 2 835 000 Mark erwartet, für den Strombezug sind 890 000 Mark vorgesehen. Es entspann sich bei dieser Beratung eine längere Ausist auf fer Opelrennbahn mit bestem Erfolge gestartet. Der Wagen erreichte nach acht Sekunden bereits eine Geschwindigkeit von mehr als einhundert Stundenkilometern. Was ist aber der Raketenwagen? Er ist fer erste sichere Schritt zum Raketenflugzeug." Was ein „Eintänzer^ verdieni. Der ^Gigolo", der Derusstänzer, fer in Tanz- lokalen die Damen engagiert, ist auch bei an» eine beliebte Erscheinung geworfen. Die Bezahlung erfolgt aber meist durch die Direktion des Lokal», während er in Frankreich darauf angewiesen ist, sich sein Geld bei seinen Kundinnen zu verdienen. 3n den eleganten Dallsälen fer Riviera fordert fer Gigolo eine Dame auf, und wenn fie mit ihm tanzt, so braucht sie zunächst nicht» zu bezahlen, wenn sie aber das zweite Wal seine Aufforderung annimmt, dann ist eS Sitte, dah sie ihm beim Weggehen 100 Frank für seine Dienste gibt Dies geschieht natürlich nicht immer, häufig au» llnfcnntntfl und fo sind die Einkünfte des Eintänzers schwankend. 3mmerhin kann es ein Derusstänzer in Monte Carlo auf 1630 Mark die Mache bringen. .ES ist ein gutes Geschäft, aber ein unsicheres", verrät ein solcher Gigolo. .An einem guten Tage gibt man zwei Tanzstunden, die Stunde zu 203 Frank, erhält beim Nachmittags-- tanz je 100 Frank von zwei Damen und vielleicht noch 303 Frank am Abend. Das macht an einem Tage 900 Frank oder 150 Mark. Aber es gibt auch Tage und Abende, an denen man nicht einen Pfennig einnimmt Gin sehr beliebter russischer Tänzer hat in der letzten Saison innerhalb von fünf Monaten 203 COO Frank, allo übet 32 000 Mark verdient Dazu muß man aber schon sehr gut eingeführt sein. Wan bekommt allmählich einen Blick ba*ür, ob eine Dame zahlen wirb oder nicht. Das sieht man schon am Gesicht Aber noch sprechender ist die Art und Weise, wie sie die Aufforderung annimmt, wenn sie mit freudigem Lächeln sich zum Tanz erhebt, bann ist alle» richtig und man kann auf eine gute Bezahlung hoffen. Denn sie aber mit gelangweiltem Ausdruck einem folgt, dann weih man schon, daß man seine Zeit umsonst verschwendet.^ Aus Oer Pnwmzialhaupisiadr. Dieben, den 7. Mai 1928. Hausweihe der Landsmannschaft »Merovingia". Am SamStagnachmittag beging die hiesige Landsmannschaft „M e r o v i n g i a" in einem Festakt die Einweihung ihres durch Umbau neuerstandcnen VerbinDungs- hauseS in der Wolsftraße/Ecke Kaiserallee. Aach dem feierlichen Einzug der Akttvitas wurde im großen Saale im Erdgeschoß vor einer stattlichen Versammlung geladener Gäste und in Anwesenheit zahlreicher Alter Herren „nd Ver- tretet befreundeter Korporationen der Festakt durch einen GesangSvortrag und einen Prolog cingeleitet. Hierauf erhob sich A. H. Prof. Dr. Krausmüller zu einer Ansprache, in der er di« Ehrengäste, zuvörderst die Vertreter der Lande-universität und des Herrn Rektors, so- wie der Stadtverwaltung und des Herrn Oberbürgermeisters, willkommen hieb: hierauf gedachte er in würdiger Form der zahlreichen, im Weltkriege gefallenen Angehörigen der Korporation und gab anschließend einen Rückblick auf die Entwicklung der studentischen Verhältnisse in Gießen und insbesondere seines Bundes: er schilderte des ferneren den Ausbau des im Lahre 1921 erworbenen Grundstück-, auf dem nunmehr nach den Plänen von Baurat Schumacher und seiner Mitarbeiter Architekt Schäfer, Baurat Kuhlmann und Dr.-Jng. Ackermann das stattliche neüe Heim fertiggestellt wurde, das der Redner im Ra men der Alten Herren und des Vereins Merotringerhaus mit den besten Wünschen an die Aktivitas übergab. Der Cr st chargierte begrüßte sodann die Festversommlung namens b:S aktiven Bundes, stattete den Dank ab an alle Freunde und Helfer am Hausbau und übernahm d.rs neue Heim mit dem Versprechen, es allezeit in Ehren zu halten. Der Merovingia überbrachten Glückwünsche im Ramen der Landesuniversität und in Vertretung Sr. Magnifizenz des Rektors Geh. Rat Prof. Dr. 3 tot d, der beherzigenswerte, ernste Worte an die Aktiven richtete, im Ranen der Stadtverwaltung und in Vertretung des Oberbürgermeisters Beigeordneter Dr. Hamm, der in seiner Ansprache auf das Wesen des Korpo- rationSstudrntentums und auf die sinnvolle Aufgabe des Hausbaues einging. Mit Glückwünschen und Angebinden waren ferner vertreten je ein Abgesandter der befreundeten Landsinannscha't n ^Darmstadtia" und „Thattia". für die Bereinigung alter Lands- mannschaftcr sprach Stadtbaudirektor Braubach, aus der Bürgerschaft Stadtverordneter, Libermeister L ö b e r. In weiteren Ansprachen taurbc der opferwilligen Altherrenschaft und zahlreicher Stiftungen d rch die Damen des Bundes dankbar gedacht. Auch der leitende Architekt Baurat Schumacher sprach dem feiernden Bunde unter Ueberreichung eines Geschenkes seine Glückwünsche auS. Mit einem weiteren Gesangsvortrag und ei,rem von QI. S>. Prof Helmke erstatteten Alcbctblid über die Geschichte des Hausbaues sand die Feier ihr Ende. Ein anschließender Rundgang gab Gelegenheit zu zwangloser Besichtigung des neuen Studentenhauses und seiner geschmackvoll, bequem und zweckentsprechend eing.richteten Räumlichkeiten. Am Abend fand eine Festkneipe auf dem Hause statt. u rache über die neue Stromtarifregelung, in der eine Anzahl Härten für die landwirtschaftlichen und Klein-Abnehmer enthalten seien. Es wurde gewünscht, die Verwaltung möge den landwirt- schaftlichen Qlbnehmern insbesondere bei der Berechnung für Kraftstrom entgegenlommen Von der Verwaltung wurde die Berücksichtigung bc- rechtigter Forderungen zugesagt. Die neuen Stromtarife, um die sich die Aussprache drehte, waren trotz Vervielfältigung der Presse nicht zugeaanqen. so daß wir hierüber leider nicht berichten können. Der Voranschlag wurde schließlich gegen 13 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten u. a. die Landbundvertreter und der Kommunist. Schluß der Sitzung. Tee bei einem Junggesellen. Don Sofie v. Uhde. Lee bei einem Junggesellen — aber nicht bei einem kapitalistischen oder einem Diveur, wo geschulte Diener die Gäste in luxuriöse und stimmungsvolle Räume geleiten, oh neinl Unter Freund Hans muß beides erst werden, und au ersterem schien ihm alle Voraussetzungen, während er zu letzterem immerhin einige Anlagen ausweist, die aber noch latent sind. Er ist zunächst noch, waS man so einen besseren möblierten Herrn nennt, sehr jung und von Mammon und UmgangSsormcn gleichermaßen unbeschwert. Mit einer Mark und fünfzig P ennig in der Tasche lädt cr uns drei Damen und zwei Herren unbekümmert in ein kleine-, ein sehr kleines Zimmer eines Hinterhauses von München-Schwabing, woselbst er bei einer alten Rotarswitwe sein fröhliches Iunggesellendasein führt. Er empfängt und m einem schmalen, dunklen Dang, wo es nach Sauerkraut und alten Akten riecht, und wo aus unbekannten Gründen das Licht versagt. Wir taumeln blind gegeneinander, stoßen unS an Schränken und schreien schmerzhaft, was unseren Gastgeber sehr belustigt. »Ja, das ist eine Saubeleuchtung hier!", bestätigt er laut unsere heimlichen Gedanken, und hilft un» beim Auskleiden, das heißt, er befördert unsere Mäntel, mit Schwung aus den nächsten Schrank, daß und bei dem Anblick das Herz blutet. Aber ihm scheint es eine willkommene Auswirkung seiner Kraft zu bedeuten, er steht prachtvoll Da und läßt seine MuSkeln spielen - he — bopp! — und Robby» schwerer Pelzmantel folgt den andern nach, wahrend eine Staub' wölke von dem Schranke auffliegt. Sr will auch unsere Hüte diesen Weg gehen lassen, aber wir fallen ihm in den Ann. und so stülpt er sie denn mit viel Rachdruck auf eine Reihe von Einmachgläsern, die auf einem Borde stehen, nicht ohne mißbilligend zu bemerken So ein Umstand wegen so ein paar Hütln!" Und bann schiebt er uns in sein Gemach. Ra. Gemach ist ein bißchen Üppig ausgedrückt HanS selbst bezeichnet sein Domizil als .Bruch bube' und wählt damit entschieden Den prägnanteren Ausdruck als ich. Er Hai zwar seinem altadligen Elternhause einige Gegenstände besten Stil» entführt, aber da cr ein Monstrum ist in Die Beisetzung Karl Wieners. Eine groß« Trauergcmeinde von Freunden, Kollegen und Kameraden hatte sich am Samstag- nachmillaa in der Kapelle des Reuen Friedhof- versammelr. um dem so plötzlich verschiedenen Landgerichtsdirektor Karl Wiener da» Geleit zur letzten Ruh? zu geben. Unter Zugrundelegung des Psalmwortes »Und ob ich schon wanderte im finstern Tal. rchte ich kein Unglück" sprach Pfarrer AuSfcld von der großen Pflichttreue des Verstorbenen, seiner Liebe zum Beruf, und dem tiefen Gefühl der Barmherzigkeit. das als Leitstern über seinem Leben stand und ihn trieb, seine Zeit und Kraft neben den schweren Berus Sa usgaben voll und ganz in den Dienst der Äächstenliebc zu stellen. Am offenen Grabe rühmte nach Gebet und Segen des Geistlichen Ministerialrat D o n - S ! f f vom Justizministerium die großen Verdienste. Die sich der Verstorbene um die hessische Justizverwaltung erworben hat. Landgerichtspräsident Reuen- Hagen sprach dem geschätzten Kollegen und lieben Freunde den Dank der Richter und Beamten des Landgerichts Der Provinz Obcrhessen, der StaatSanwaltschast und Anwaltschaft aus für seine unermüdliche treue Mitarbeit im Dienste des Rechts und für die große Hilfsbereitschaft und wahre Kollegialität. Die ihn über Drei Jahrzehnte hinaus mit den Beamten des Landgerichts und weiten Kreisen Der Bevölkerung Oberhessens verbunden hat. Warme Worte des DankeS fand Der Vorsitzende des Lanoesvereins Hessen des Roten Kreuzes. Geh. Regierungsrat v. Hahn, für die nie erlahmende Arbeit öcd Verstorbenen im Dienste Der großen gemeinsamen Sache, Wunden au hellen und Schmerzen zu stillen. Für den Zwcigverein Dießen vom Roten Kreuz sprach Professor Dr. Heuser. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Quoten Kreuz, die am Totenbett ihres verschiedenen Gründers die Ehrenwache übernommen hol und am Grabe die Trauerparade stellte, ließ durch ihren Vorsitzenden. Oberregierungsrat Dr. Heß, Dem zu früh Entschlafenen Dank sagen für fein auf- opfernDes. selbstloses Wirken in Kriegs- unb Friedenszeiten zum Wohle seiner leidenden Mitmenschen. Innige, von Herzen kommende Worte widmete Kammerdirektor Birnbaum im Ramen Der Alten Herren und der Aktiven des „Klosters" dem toten Freunde. Weitere Kränze wurden nieDergelegt von Frau Professor Ära» mer im Ramen des Alice-Frauenvereins, von Landgcrichtsrat Trümpert im Ramen Des Kriegervereins. Dessen 1. VorsitzenDer Der Verstorbene mehrere Jahre hindurch gewesen war, und von Major a. D. Wolf im Rainen Der OfflzierLvercinigung ehern. Ins -Rgt. 116. Tagung des D. H. V. Dieser Tage sand in dem neuen Ortsgruppenheim Der Ortsgruppe Gießen des Deutsch- nationalen Handlungsgehilfen- Verbandes eine Witarbeitertagung des Kreises Mittelhessen statt, Die von 12 Ortsgruppen gut beschickt war. Kreisgcschäfts- sührer S ch u l tz - Gießen berichtete über die gewerkschaftliche Lage und insbesondere über Den acgenwärtigen Stand Der Gehaltstarifverhandlungen, die nahezu als abgeschlossen gelten können. Gauvorsteher Auerbach- Frankfurt erörterte die Frage der jetzt zu schaffenden Arbeitsämter, die Betriebsratswahlen, Sonntagsruhe und Ladenschluß. Don den Ortsgruppen-- oerhetem wurde über zahlreiche llebcrtretungen der Sonntagsruhe- und Ladenschlußbestimmun- gen geklagt. Im werteren "Verlauf der Tagung wurden Die Vorbereitungen für Den im Juni in Dresden stattfindenden Derbandstag beschlossen. In den Sommermonaten sollen bezirksweise Wanderversammlungen der Iungkaufleute stattfinden. Die Bildunasveranstaltungen werden der Jahreszeit entsprechend von den Ortsgruppen durchgeführt werden. Der diesjährige Kreistag wird am 9. September in Gießen statt- finden. Schließlich wurde noch zu Der bevorstehenden Reichstagswahl Stellung genommen. Der D. H. D., Der bekanntlich parteipolitisch neutral ist und dessen Mitglieder in allen bürgerlichen Parteien vertreten sind, unterstützt demzufolge alle Parteien, die die Stärkung und Förderung des deutschen Volkstums zum Ziele haben und die für Die besonderen Belange Der Kaufmannsgehilfen einzutreten gewillt find. bezug auf Wohnungskultur — er hängt ohne Siebenten einen Spiegll und ein Bild an ein und denselben Haken —, so bleiben auch diese Verschönerungsversuche wirsungslos. Ueber seinem Bette aber hängt der gestickte Spruch: „Trautes Heim, Glück allein!“ Hans hat recht ausschweifend gedeckt. Da er zur Zeit mit feiner Wirtin ein wenig verzankt ist, vermutlich wegen rückständiger Miete — „die alte Bestie saugt mich aus!" sagt er selbst zu dem Falle — so hat sie ihm weder eine Tischdecke noch ein Teefcrvice zur Verfügung gestellt, und er hat alles aus eigenen Mitteln bestritten. Er hat einen Bademantel über den Tisch gebreitet und die Qlermcl ums Tischbein gebunden, was recht apart aussieht. Seine Trinkgefähe bieten Abwechselung und jeb?r kann sich seinen eigenen Stil auSsuchen. Da steht eine wundervolle Alt-Rymph.'nburger Tasse, die er aus d^ Sammlung seines alten Herrn geflaut hat. neben emaillierten Blechhä e i, Alluminiumteimbechern und einem Wasserglas, das vermutlich sein Zahnputzglas ist, das aber immerhin sauber geputzt erscheint. Aber was die Löffel betrifft, so ist da» eine vollendete Katastrophe: da er nur zwei im Besitze hat, wir aber immerhin unseren Zucker umrühren müssen, so hat cr Gabeln, Ragelf eile unb Federhalter zur Hilfe gezogen und sie auf Papierteller »»erteilt, die wohl ehemals Stehwürstchen mit Senf zum vorü Ergehen den Ausenthalt dienten, nun aber das Teeservice repräsentieren. Für die Kuchen, die wir mit- gebrarf)t Haden hat er seine Waschschüssel zur Verfügung gestellt. Tiber alles wird wieder autgemacht durch eine zauberhafte Alt-Meißner Teäanne von hoher Schönheit, die allerdings keine Schnauze und keinen Henkel mehr hat und deshalb etwas schwierig in der Bedienung ist. die aber doch immerhin recht nach gutem Hause aussieht Oh, dieser Hans, er wird doch noch einmal ein Viveur? 6r hat für jede der Damen ein Blumensiräußchen au' den Papierteller gelegt holde, kleine Märzveilchen, ersten Gruß kommender blauer Tage Unb daß er sie mit weißen Leinenbändchen aus einer alten ober vielleicht auch noch al hielten Unterhose zu'ammengcdrchr bat. kann man ihn nicht zum Vorwurf machen, denn woher soll etn junger Wann tarte Seiden- bandchen zur Hand haben? Talca für Dienstag, 8. Mai. Sonnenaufgang 4 20 Uhr, Sonnenuntergang 19.33 Uhr. — Mondausgang 23.33 Uhr, Monduntergang 6.10 Uhr 1429: Einzug der Scanne d'Arc in Orleans; — 1668: der französische Dichter 3ten£ Lesage in ear- zeou geboren (gestorben 1747); — 1794: der französische Chemiker Laurent Lavoisier in Paris ge- ftorben (geboren 1743); — 1828: der Philantrop ßenri Dunant, Begründer des Roten Kreuzes, in Genf geboren (gestorben 1910);— 1922: der Maler und Radierer Otto Ubbelohde in Goßfelden gestorben (geboren 1867). Bor notizen. — lageskalender für Montag. Deutscher Bund für christliche evangelische Erziehung in Haus und Schule: 8 Uhr, Familiei^ibend im Lo- honnessaal. — Gießener Freiwillige Feuerwehr: 8 Uhr Hauptübung — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dona Juana", „Das weiße Stadion". — Astoria- Lichtspiele: „Der nächtliche Kämpfer", „Äubinfe". 2.11. Von der LandeSuniverfität. Dr. rer. pol. Georg Mayer. Assistent am Institut für Wirtlcha tswillenchall. der sich für das Fach der wirtschaftlichen Staatswillen chasten zu habilitieren wüyscht, hält morgen. Dienstag. 8. Mai, 121/* Uhr. in der Kleinen Aula seine Probevorlesung über »Das Problem des Finanzausgleichs". *• Der Muttertag in Hessen. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen erläßt aus Anlaß der Feier des Muttertages im Volksstaat Hellen folgende Bekanntmachung an die unterstellten Behörden und Lehrer: ,2lm 13. Mai wird in Hessen, wie im ganzen Reich, der Muttertag gefeiert. Ich mache Sie daraus aufmerksam und empfehle den Lehrern, Die Sache in geeigneter Weise zu unterstützen und auch die Schuler darauf hinzuweisen." *• Personalien. Ernannt wurden der Lehrer Heinrich Wedel zu Breungeshain. Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Königsstädten. Kreis Groß-Gerau: Der Lehrer Karl Schaaf zu Wingershausen, Kr. Schotten, zum Lehrer an Der Volksschule zu Billertshausen, Kreis Alsfeld. — In den Ruhestand versetzt wurden die Handarbeits- und Hauswirtschasts- lehrerin an der Volksschule zu Gießen Regina Grünewald auf ihr Nachsuchen: der Lehrer an der Volksschule zu Schwarz, Kreis Alsfeld. Heinrich Lippert auf fein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit vom 1. Mai 1928; ferner aus Grund des Altersgrenzegesetzes der Direktor des Landwirtfchaftsamtes Lauterbach Adolf Glaser mit Wirkung vom 1. August ab. g. p. Borstandswahl der Gießener Studentenschaft für das S. S. 192 8. DerVorsta d d.r Gießener Studentenscha t wu de in der Kammrrsitzung vo.n 3. Mai folgende- maßen besetzt: 1. Vorsitze.der stud. theoL Erich Schmidt (Burschenschaft Alemannia), 2. Vorsitzender stud. mcd. Otto Henningsen (V. D. St.). 1. Schriftführer stud. rer. nat. Rud. Frehmann (Burschensch. Germania), 2. Schrift- fü^rer stud. iur. Armin Brehme (Korps Star- fenburgia), 1. Kassenwart stud. phil. Ehristian Kiefer (Turnerjchaft Hasso-Rassovia). als Amtsleiter wurden gewählt: Grenz- und Aus- landsamt stud. rer. nat. Rud. Frehmann (Burschenfch. Germania), Amt für pol. Bildung stud. iur. HanS Jürgen Brun» (Korps Teutonia), Presseamt stud. rer. nat. Ha is Heinrich Kümmel (Wingolf), Lesehallenamt und Rachrichtenblatt stud. med. Otto Henningsen (V. D. 6t.), Deraünstigungsamt stud. iur. Armin Drehme (Korps Starkenburgia). Aelteste der Studentenschaft wurden: Assessor Wilh. Wetzel, Offenbach a. M. unb cand. phil. Rgiser. •• Aus dem Gießener Standesamt S r e g i st e r. Es verstarben in der Zeit vom 15. bis 30. April: 16. Katharine Feuster. geb. Heller, Witwe, 58 Jahre, Neuenweg 31, Gertrude Margarete Kompf, Schneiderin, 21 Jahre, Schottstrahe 21; 20. Pauline Scheu, geb. Hümmerich, 68 Jahre, Liebigstraße 82; 22. Iofes Mänges, 2 Monate. Walltorstraße 25; 23. Katharine Hainer, geb. Deiß, Witwe, 72 Jahre. Bahnhofstraße 17, Konrad Henrich, ohne Beruf. 74 Jahre, Steinstratze 42. Margarete Elisabeth Auguste Zcerner, geb. Bat er, Witwe, 70 Jahre. Licher Straße 74; 25. Anna Scharmann, geb. Weicker. Witwe, 85 Jahre, Sberstraße 7, 27. Christine Wilke, geb. Schreiner. 77 Jahre. Wieseckcr Weg 25. Marie Suter, geb. Hirlco» seid, Witwe. 84 Jahre. Marburger Straße 30, Babette Mösingcr geb. Lehner. Witwe. 81 Jahre, Klinikstraßc 32 E. Gerd Gottlieb Schnei- der. 1 Woche, Liebigstraße 82 : 28. Elisabeth Wenze'. geb. Heß, Witwe. 62 Jahre. Selters- toeg 35; 29. Susanne Ficbig. geb. Nichciol, 65 Aahre. Roonstrahe 10. Deutschnationale Wählerver- f a m mlung. Am Samstagabend sand im Cafe Leib eine offentlidx Wählcrversammlung Der Deutschnationaten Vollspanei in Gießen statt, in Der der Spitzenkandidat dieser Partei. General von Preulchen. und hieraus LandesgeschäftS- sichrer Dr. B r e h m - Darmstadt in längeren Ausführungen sprachen. Beide Vorträge fanD'i lebhaften Beifall. Sine kurze Aussprache in der ein sozialdemokratischer Redner austrat, folgte Den Vorträgen der Referenten. Wegen Mangel an Raum muhten wir den Bericht über die Versammlung bis morgen zurückftellen. ** Grubenholzbrand im 03 e t"g tfTT r f 4- to a (b. Am SamStagnachmittag gegen 5 llhr geriet ein großer Stapel Grubenholz auf dem Sernieschm Dcrgwerksge'ände im Berqw:rkSwa d in Brand. Da für ein danebenliegendes Lagerhaus große Gefahr bestand, würd' alsbald Die Feuerwache alarmiert. Die ihre Arbeit zunächst Durch Wasferrnangel behindert sah und erst Dann wirksam gegen den Brand vor gehen konnte, als der große Spreng- und HilfSspritzenwagen mit seinem gewaltigen Wasservorrcll an der Brandstelle eingetroffen war. Immerhin hatte Die Wehr biS gegen 631 Ufrr angestrengt zu tun. ehe sie zur Feuerwache zurückkehren konnte. ** 6 i n ÄellerbranD in Dem Hause Kreuz- Platz 13 wurde gestern nachmittag gegen 6 Uhr von Straßenpassanten bemerkt. Dort stiegen au« dem Keller starke Rauchwolken empor, die Anlaß gaben, die Feuerwache fotort zu alarmieren Da die Türen des Hauses verschlossen waren, größerer Schaden durch Aufbrcchen der Türen aber verhütet werden sollte, Drang die Feuerwehr durch Einschlagen eines Fensters im ersten Stock in das Haus ein und ging von hier aus gegen die Brandstelle im Keller vor. Der Hausbesitzer hatte alte Lumpen und Packmate- rial unmittelbar vor dem Kellerfenster gelagert, so Daß angenommen wird, daß ein van Der Straße her fortgeworfenes brennendes Streichholz, ober eine brennende Zigarette durch das Kellerloch in den ßngerhaufen gefallen war unb Den Brand verursacht hatte. Die Gefahr für das Hau» konnte rasch beseit gt werden. '* Familienabend Der Iugendver - einigungen Der MatthäusgemeinDe. Um die Beziehungen Des Elternhauses und Der Familie zu Den Iugendvereinen immer lebendig aufrecht zu erhalten, veranstaltet seit längerer Zeit die MatthäusjugenD Eltern- und Fami'ien- abendc. Rachdem im April ein stileinheitlich Durchgeführter, von Gedichten, Kurrendeaesängen unD Sprechchören Durch'etzter und von Ansprachen umrahmter Abend insbesondere den Eltern der Reukonfirmierten Aufschluß zu geben versuchte über Den heiligen Ernst und die gewalttge Gröhe solcher Arbeit, die zwar im juaenDgernäßen Stil, aber nur im Geiste Jesu Christi getan werden will, kamen bei Dem jüngsten Fa- rnilienabenD, Der unter Dem Generalnenner ,H e s- s i s ch e Mundarten" stand, Humor und Fröhlichkeit, ohne die eine gesunde Jugend nicht zu leben vermag, zu ihrem Recht. Rach einer einführenden Ansprache Des Leiters, Psarrer f»ertel, wechselten in bunter Folge, unterrochen Durch Lied und Singsang, Gedichte und Erzählungen in Vogelsberger, CoSdorser. Gießener, Nassauer, Frankfurter, Darmstädter und Pfälzer Mundart ab, Denen ein kleines sächsi'che- Zwiegespräch folgte. Den Höhepunkt brachten einige Szenen aus Der bekannten Darmstädter Lokalposse von Ernst Elias Riebergalt .Datterich" und besonders die Gasthausszene auf dem »Spenglermeister Bimbächrr '. Der Posse auS Dem Gießener Volksleben von Asmus und Krön le in (1845). Die viel Lachen ausköste. Der nächste Elternabend Ende Mai wird einen Lichtbildervortrag über Albrecht Dürer bringen, der ©cmcinöetag am 3. Juni wird die Jugend wieder aus den Brettern sehen, um an ihrem bescheidenen Teil der Gesamtheit zu dienen. Aber für Sitzgelegenheit hat er schlecht gesorgt. Er hat den Teetisch anS Bett geschoben, aus dem ja immerhin einige Platz haben, und Ellinor hat einen etwas marodischen Stuhl errungen. Aber damit sind auch alle Möglichkeiten erschöpft, und ich ziehe mich auf das Kissen des Terriers Bob zurück, nehme ihn auf den Schoß und benütze seinen Kops als Stühe für meinen Tcehafen, waS eigentlich ganz bequem ist. Aber der vornehme Robby! Er ift außer sich und versucht Hans mit ernsten Worten klarzu nachen, daß man einer Dame, die man zu Gaste lädt, wahrhaftig nicht das Hundebett als Sltzgclegenhnt anbicten kann. Doch Hans meint frohgemut: .Ach was, die Evasosie sitzt ja doch immer bei den Viechern l" — Womit er recht hat — und indem er mir kniend wie der Page von Hoch- burgunD, die Waschschüssel mit den Kuchen an- bietet, flüstert er mir vergnügt zu: „öei froh, daß Du nicht auf Dem Stuhle fitzt, mit Dem wird die Ellinor bestimmt noch verunglücken!" UnD er prophezeit gut. Mitten in einem angeregten Gespräch tut es einen recht bedenklichen Krach, der Boden des Stuhles entweicht und die arme Ellinor rutscht durch Die offene Rundung, wo sie in wenig ansprechender Haltung stecken bleibt. Wir taugen alle nicht viel: unser anfänglicher Schrecken löst sich in wilde Freude: nur Hans, drr junge Sportsmann, wird tatkräftig und befördert die unselige Ellinor, mit mächtigem Anlauf von unten — he — hopp! - auS dem klemmenden ©tublc, daß sie wie auS der Pistole geschossen in unsere Arme fliegt. Wieder ist der vornehme Robby auS Herzensgrund indigniert, unb auch Frau Ellinor schwört, daß sie nie wieder bei einem möblierten Herrn Tcc trinken wolle. Aber HanS meint selig, es sei doch zu nett. Gäste zu haben, wir sollten nur recht oft wiederkommen; während der Terrier Boß und ich, friedlich und unaesährdet auf unserem Kissen sitzen und. den Kuchenbehälter zwischen unS, das Leben genießen. BiS die sinkende Dämmerung des lauen Frühlingstages ans Heim gehen mahnt. Der Abschied wird noch ziemlich turbulent und ereignisreich. Die Mäntel, in die Hans uns stopft, sind grau von Staub, unb mein Hut der auf einem angebrochenen Himbeerglase saß, klebt mir an der 6time fest. Der vornehme Robby schreit wild nach einer Kleiderbürste und verflucht angesichts seiner zartledernen Handschuhe, die cr an etwas vollletten Rahmkäse angeschmiegt vorfindet, unteren Gastgeber in die tiefste Holle. Aber schließlich und endlich schlichtet sich Doch alles, unb wir wandern nach toarmen DankeS- toorten durch den sansten Abend helmwärt», während Hans seine Ragelseile, sein <)ahnputz- glas unb seine Waschschüssel wieder ihrer gottgewollten Bestimmung zuführt. Hochschulnachnchtrn. Der durch Die Emeritierung deS Geheimen Äon» siftorialrats Prof. Dr. Reinhold Cccberg in Der theologischen Fakultät der Unloer ität Berlin erledigte Lehrstuhl der systematischen Theoloeie und neutestame.lllichen Wlilen chaft ist d.'m ordentlichen Professor D. Dr. HanS Emil Weber in Bonn angeboten worden. - Zur Wieder- besetzung des durch die Emeritierung des Geh. Medizinalrats Otto Lubarsch an der Universität Berlin erledigten Lehrftutzls der allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie ift ein Ruf an den ordentlichen Professor Dr. Werner Hueck in Leipzig ergangen. Professor Dr. Berthold Klatt in $) am bürg hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der Zoologie an Der Universität Halle als Rachfolger des verstorbenen Prof. Valentin Haecker erhallen und angenommen. — Das durch den Rücktritt des Prof. Eugen Wolff an der Universität Kiel erledigte Ordinariat der neueren deutschen Sprache und Literatur ist dem a. o. Professor Dr Wolfgang Licpe in Halle a. S. angebotrn. Der Stadtrat Dr.-Jng. Ludwia Wagner in Nürnberg ist zum ordentlichen Profestor für Bau- tunst an der Technischen Hochschule in D a r m st a d t berufen worden. — Es haben Rufe angenommen: der Direktorialassiftent am Römisch Germanischen Zen- tralmuseum in Mainz und Prioatdozent an der Universität Innsbruck Dr. Gero Merhart v Bern egg aus den neuerrichteten Lehrstuhl für Prähistorie in Marburg und Professor Dr. Hel« muth o. ® l a f e n a p p in Berlin auf den Lehrstuhl der indischen Philologie in Königsberg al» Nachfolger des oerftorbenen Professor» Otto Franke. idftct Snde die'es in- Nachdruck verboten. 1. Fartjetzung. jcheide nämlich morgen au» dem Dienst Es stand ein Stuhl In der Nähe. Dick zog ihn und ihre als 1*) Schiehstände sind «n, Monats feil bte 6 intoei am Du i jener Schlaf faft be Helder!" Vücher umgetauscht? Lprechsiunden her Mlchaftion 12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlossen. liflfeit. ..Ich au»!" legen Schwarz- 1, nachdem sie zur „Der war in Ihrer fragte er. „Meine Assistentin, Miß „Wurden zu dieser Zett Abwesenheit hier? machen?" Dick bog sich vor Lachen „Ich ergebe mich." (Er hielt die Hände hoch. „Sie haben ee mir gründlich gegeben. Wenn Sk nun noch halb so gründlich meine Frage beantworten wollten ... Wer ist dieser 6taleht?" „Das wissen Sie wirklich nicht? Meine tijfiften lin jagt, er ist der Polizei oefannt Dollen Sie sein Buch setzen^ „Er hat ein Buch geschrieben?" fragte Dick in aufrichtigem Erstaunen. Sie stand auf, ging aus dem Zimmer und tarn nach wenigen Augenblicken mit einem dünnen Band wieder (Er nahm ihn in die Hand und las den Titel; „Neue Gedanken über die konstruktive Biologie von Antonio StalettL* Er schlug die eng bedruckten Seiten aus, bk von Diagrammen und Tabellen oimmellen. „Und wegen so eines Schmöker» ist er mit der Polizei in Konflikt gekommen? Ich erfahre zum ersten Male, daß es ein Verbrechen ist, Bücher -u schreiben." (Fortsetzung folgt.) Leben abspielte, plastisch heraus und wurde eine klar umrissene Persönlichkeit. Ihre Augen waren grau und weit auseinander gestellt, ihre Nase gerade und klein, der Mund ein wenig grofo. Auch hatte sie tatsächlich goldbraune» Haar. „Ich bitte um Verzeihung", lochte er. „Ich must gestehen, daß mich dieser verteufelte Bucherdieb herzlich wenig interessiert." Dick hatte zuweilen eine gewinnende Aufrich Preußen unterlagen g< Weih Barmen mit 4:5 Paus» noch mst 2:1 geführt hatten. Dadurch ist nun Spielvereinigung 07 Köln-Sülz endgültig der westdeutsche Meistertitel zugefallen. Den -weiten Platz In der Tabelle nimmt jetzt Preußen Krefeld ein. In einem schmalen, hochgebauten Raum, bis zur Decke mit Regalen ausgefüllt, durchzogen von dem Geruch modernden Papiers und alten Leders, saß ein junges Mädchen an einem Tisch und schrieb Bücher karten au». „Ich komme von Scotland ’/Jarb," führt« Dick sich ein, „und zwar auf Grund einer von Ihnen er statteten Anzeige. (Es sollen Ihnen einige Bücher gestohlen worden jein!" Er blickte, während er sprach, auf die wohlgefull ten Facher; denn er interessierte sich im allgemeinen nicht für „weidlich« Wesen" Da» einzige, was er an diesem bemerkte, war ihr schwarzes «leid und die goldbraune Farbe ihres Hoares, das sie In einer Ponyfrisur trug. Er erinnerte sich dunkel, daß die Ponyfrisur augenblicklich bei berufstätigen Damen Mode war „3a," sagte sie, „ein Buch ist in meiner Abwe ienheit aus diesem Zimmer entwendet worden. (Ein Buch von Haeckel: Die generelle Morphologie" Sie öffnete ein Kortothekfoch, entnahm ihm eine Karte und legte sie vor ihn hin. Er las die Worte, ohne sich dadurch sonderlich erleuchtet zu f'ihlen. heran und nahm ungeheißen Platz. „Also, wer ist dieser Staletti?" Sie maß ihn mit ernsthaftem Blick, Lippen kauften sich spöttisch. „Und Sie wollen Detektiv fein, «in«» übermenschlichen Wesen, die unseren i Äreit Wetzlar. i Wetzlar. K. Mai Die Bautätigkeit m unserer Stadt Hot mit Besinn her Fruhiahrssatson wieder lebhaft eingesetzt. ti#itxr ift dte pn Düte Bautätigkeit icht in dem vorjahrcccn Umfange vorhanden, wo» wohl auf den teuren Geldstand zu- rückzi führen ist. Dagegen Hal der Spar- und Bauverein ein neue» Bauprogromm mll mehr al» 100 Wohnungen in Angriff genommen, die in verschiedenen Teilen b«r Stadt zu stehen lammen. Seiten» der Stadtverwaltung ist nun- Die XUt mit otn flehen Sffiiöfletn. Roman von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann, «erlag, Leipzig mehr auch der 'Baubeginn für den neuen 5 d) I a d> t h o f bestimmt morden, der für sich allein ein Odiekt von etwa 600 000 Mark ausmachen Dürfte. Die Schlachthofoniage kommt auf die sog. (Birmeier Wiesen, nach) be* Bahnhofes zu stehen, birelt hinter der Fabrik von Jung fr (Eo Die Wahl diese» Plane» dürste wohl in erster Linie uf die Rah« des ®ahr Hoss und der Lahn zu rück zu führen sein Weiter Dürfte, wie wir hören, auch der neue Gtoppelberg- türm noch im Laufe diese» Sommers zur Au*fuh Der andere blieb stehen und saßte ihn scharfer in» Auge. „Beim Jupiter —I Da fällt mir eben ein, wie Sie Ihre freie Zeit ausfüllen könnten .. Kennen Sie Rechtsanwalt Havelock?" Dick schüttelte den Kopf. „Er soll ein ausgezeichneter Anwalt jein. Sie finden feine Adresse im Telephonbuch Sein Bureau muh in der Nahe von Lincolns Inn Field sein. Er fragte mich, ob ich nicht einen zuverlässigen De- teltiD wüßte Ich sagte ihm, diese Leuchten eyiftier- ten nur in der Einbildung von Romanschreibern und Filmautoren, aber setzt, da ich Sie vor mir sehe, weiß ich, wen ich Mr. Havelock empfehlen könnte!" . ..... „Wozu braucht er einen Detektiv? fragte der junge Mann, wenig entzückt von der Aussicht, die sich ihm bot. „Ich weih es nicht," war Die (Entgegnung. ^Lehnen Sie Die Sache ab, wenn sie Ihnen keinen Spaß macht, aber gehen Sie bitte hin. Havelock ist ein angenehmer Tischgenosie, und ich habe ihm versprochen, mich für ihn umzutun. Ich glaube, e» handelt sich um die Beobachtung eines Klienten, Der ihm Sorge macht. Wirklich, Marlin, Sie würden mich sehr verpflichten, wenn Sie den Herrn aufsuchten!" Das letzte, was Dick Martin oorhatte, war Die Fonsetzung seiner DeteMiotätigleit in nichtamtlichem Charakter Aber der dritte Kommissar hatte ihm bei verschiedenen Gelegenheiten da» größte Wohlwollen gezeigt, und er konnte die Bitte nicht abschlagen, ohne unhöflich zu sein. Ein Besuch war überdies nicht verpflichtend. (Er sagte also zu. „Bortresslich", lobte ihn der Kommisiar. „3d) rufe Havelock heute nachmittag an und melde Ihren Besuch. Möglicherweise können Sie ihm wirklich von Nutzen seins" ,Hch hoffe, Sir", jagte Dick ohne innere ueoer zeugung. denn ganz andere Aukunftspläne schwebten ihm vor. John Bellingham, der gelehrte Gründer der gleichnamigen Bibliothek, die nur wenigen Auserwählten in London bekannt ist. hatte in seiner 6tif tungsurtunbe bestimmt, daß ,^wei intelligente weibliche Wesen in durstigen Lebensumständen" bas Ami einer Bibliothekarin verwalten sollten, und zu einem dieser weiblichen Wesen wurde Dick geführt. Rheinhessen. $i mexplosion im Mainzer Hauptbahnhos. WSN Mainz, 6 Mai. In der Gepäckaufbewahrungsstelle explodierte plötzlich auf bis fehl noch unaufgeklärte Weise ein 6 i d m i t gilmltrei f e n. Durch die Gewalt der Explosion wurden mehrere Fensterscheiben zertrümmert und zwei Gepackorbeiter zu Boden geschleudert. Gleich zeitig war eine mächtige Flamme entstanden, durch bie die beiden Gepäckarbeiter erhebliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen erlitten. Die Verbrannten wurden durch ein Auto In» Krankenhaus gebracht, wo sie verbunden und bann wieder entlassen wurden Der Brand konnte gelöscht werden, bevor die alarmierte Feuerwehr eintraf. preuhen. IvIahre Gefängnis für denMarburger Zrauenmörder. Berliner Börse. Berlin, 7. Mai. (WTB FunNpruch ) Während Kurse noch nicht genannt werden, scheint die Tendenz des ersten FrühverkehrS der neuen Woche weiter freundlich bleiben zu wollen. Besondere Anregungen liegen nicht vor. Das Ausland hat wieder für Speziaiwerte Interesse. Am Devisenmarkt nennt man: Pari- 124,02. Mailand 92.63, Spanien 29,35, da» Pfund 488.10 und den Dollar 4,18. rung kommen: die Mu Einreibungen sind bereit» an bie Bauhanbroerfer ergangen An Stelle be» bisherigen hölzernen Turme» soll, wie verlautet, ein steinerner Turm geplant sein O Hörnsheim. 6. Mai. Hier hat sich ein Geflügelzuchtverein gearüntet. der sich die Züchtung rassenrelnen Geflügels, forme die Förderung der Geflügelzucht im allgemeinen durch Schauen und Borträge zur Aufgabe gemacht bat. Zum ersten Dorkdenden wurde Wil- heim Friedrich, zum Deschasio'uhrer Wil- Helm Müller II und zum Kassierer Wilhelm Michel gewählt. w . O Oberkleen, 6 Mai. Jagdaufseher Qi gennetter von hier erlegte im Distrikt Wachholterberg" des hiesigen DemZndewaldes ein Wildschwein (Keiler), das aufgebrvchen ein Gewicht von 180 Pfund hatte Krc" M bürg. jl Marburg. 6. Mai. Auster dem Hallen- fwwimmbad. das in der Aähe de- Schlachthauses seinen Platz finden soll, wird zur Zeit unmittelbar hinter dem Sladion.zwischen dem Dahn- dämm der Main-Weserbahn am Fuße deS Tappeier Berges und der Oabn. ein grobes Sommerbad gebaut. Es soll aus einem 50 m langen und 20 m breiten Schwimmbecken, einem ebenso langen aber nur 10 m breiten Becken für Dichtschwimmer. einem Planschbecken für Kinder, einer TVielwiefe, Lustbad und Turnplatz bestehen. DaS Ganz: wird in modernster Weile und so eingerichtet. Vast für 3000 Besucher AuSkleide- gelegeahe t geschaffen wird. Die Gesamtkosten sind mit 93 000 Ml. veranschlagt. Bei den Ausschach' tungsarbeiten wurden eine Anzahl alter Baumstämme gesunden, die wohl schon jahrhundertelang dort gelegen haben und davon zeugen, dast sich hier in früherer Zeit ein Wald befunden hat. „Berschicdene. Ich habe die Slaimn der betret ftnben Herren notiert, aber sie sind über jeden Derbacht erhoben. Der einzige Besucher, ber nicht eingeschriebener Leser unserer Bibliothek ift, war ein Herr namens Staletti, rin italienischer Arzt, ber vorsprach, um sich nach den Leseoorschriften zu erkundigen." „Nannte er seinen Namen?" wunderte sich Dick. „Nein", tagte das Mädchen zu seiner lieber- raschung. ..Miß Helder kannte ihn. sie hatte fein Bild in einer Zeitung gesehen Ich dachte, der Nome wäre ihnen bekannt?^ „Darum sollt« er mir bekannt jein, mein gutes Kind?" fragte Dick ein wenig gereizt. „Und warum nicht, mein guter Herr?" erwiderte sie kaltblütig. In diesem Augenblick nahm Dick Martin sie zum ersten Male mit Bewußtsein wahr. Sie trat aus dem Hintergrund, in dem sich ihr artigen Iugendlehre trat er in Amt und Würben ein. Der Krieg führte ihn nach England. Scotland Hard reklamierte ihn. und da dem Jüngling ein vor trefflicher Ruf ooranging, wurde ihm bie Probezeit erlassen. J)allo, Martin! Sie wollen uns wirklich verlassen?" Der dritte Kommissar holte ihn auf ber Freitreppe ein. „Pech für uns — Schabe um Sie! Wa» werben Sie mit Ihrer freien Zeit anfangen?" Dick zuckte bie Achseln und lächelt« reumütig. Noch wußte er es selber nicht. Gerade gewachsen wie eine Junge Siele, klar igig, gesund an Körper und ceele, rechtfertigte ick das Vertrauen des Vaters. Rach der einzig- ° « flU 1 f a. b Ma, 3m Borjahre schritt uniert Gemeinde zur Anlage einer Jungvieh- weide im Alteberg Zu dieser Weide ift nun- mehr eine zweite am Westhange d^ A e i P er t • gekommen, der im kommenden Jahre dne Dritte in dtn Gaulswielen folgen soll Die betten vorhandenen Weideplätze sind mit über 50 Umbern und einigen Fohlen besetzt. 3n den letzten «Wochen wurde hier ein Transport Aieve- runasvieh mit einem Bullen eingesührl. denn man holst mit Diclern Schlage bei ter Weide- wirtschaft bessere Erfolge zu erzielen als mit dem seither hier gezüchteten Simmentaler dled- Au» dem Sichel tale. 6. Mai. Durch die beiden Hagelschläge des Bonahres war neben der Fruchternte auch di« Hacksrucht- ernte schwer beeinträchtigt worden. Die bäuerliche Bevölkerung ist nunmehr gezwungen, große Mengen Dickwurz und Kartoffeln zu kaufen, und in den letzten Wochen verging kein Tag. an dem nicht einheimische oder Wetler- auer Fuhrwerke Hackfrüchte hierher brachten. Starkenburg. Eröffnung der 1. süddeutschen GaffwirtSmeffe. DSN. D a r m ft a b t, 6. Mai. Gestern vormittag ist bie 1. Süddeutsche Gastwirt»messe mit einem akademischen Festakt eröffnet worden. Die (Eröffnung wurde von dem Protektor der Messe, Staolspräsibent *2lb c l u n g , vorgenommen. Ansprachen aus berufenem Munde zeugten von ber Bedeutung biefer ersten Veranstaltung ihrer Art in Darmstadt. Don 12 Uhr ab wurde die Meise bann dem allgemeinen Besuch zugänglich. Der feierliche (Eröffnungsalt fand vor der Festhalle statt. Briefkasten der Redaktion. (Nechtsgutachten sind ohne Lerbindlichkeit der 6d)rlftlrltung ) 6. Al. in Gießen. In ber von Ihnen mitaeteilten Sache ist zur Feit zwischen (Englanb und Amerika ein Streit im Gange, ber u. W. noch nicht ent- schieben ift Am besten wenden Sie sich an den Bund ber Auslanddeutschen, Abteilung Amerika, Berlin NW 6, Lonisenstraße 27/28. P O ft Nach cinaehenher Prüfung ber hier in Betracht tommenben Berhältnisie unb gesetzlichen Bestimmungen best-hl ur vielt keine Aussicht, baß eine Zulassung zur StoHenprafi», bie bie Voraussetzung für jeoe Ezistenz ift, genehmigt wirb. 5t. B. 18. Nach unseren (Ermittlungen können wir Ihnen nur empfehlen, sich mit einer Anfrage in biefer Sache an bie Försterskyule in Schotten zu wenden. Dick Martin kam aus Kanada, wo sein Vater ©efängnisbireltor gewesen war. Er hatte sich nicht sonderlich um seinen Sohn gekümmert, übrigens ebensowenig wie um feine (befangenen. Dick betrachtete bas ganze Gefängnis als feinen Spielplatz, unb schon langff, bevor er bie Geheimnisse ber Algebra gemeistert hatte, konnte er jede Ära- roattennabel unentbeckt entfernen. Peter bu Boi», ein Lebenslänglicher, lehrte ihn bic Kunst, fast jebe Tür mit einer gebogenen Haarnadel au öffnen. Lew Andrewski, ein häufiger Gast auf Fort du- art, zerschnitt bie Deckel der Gebetbücher zu einem winzigen Kartenspiel unb führte ben Jungen in bie Ansangsgründc des Falschspiel» ein. Bald konnte er in jeder Hand drei Karten verbergen. Wäre er nicht von jener klaren Ehrlichkeit gewesen, ber keine Lehre schadet, so hätte er ein fchl'mmes Ende genommen. „Dack hat bas Herz auf lern rechten Fleck — laßt ibn ruhig bas Dietesyandwert lernen", jagte Der trage Colonel Martin, wenn seine Verwandten ihm wegen ber Sittcnoerbcrbni» des mutterlosen Knaben entsetzte Dorhattungen machten. „Die Jun gens vergöttern ihn. (Er soll spater zur Polizei, unb ba ist die Erziehung, bie er hier gratis empfangt, Go Ide» wert." Turnen, (Sport unb (Spiel. AusscheidungSlämpse des Miiielrhein- lreises drr O.T. für Köln. Karl Reuter (Gießen) erster Sieger im Awölskampf der Männer In Mai n a fanben gestern die Ausscheibungs- tämpfe be» Mittelrheinkreise» ber D. T. für bas Deutsche Turnfest in Köln bei großer Beteiligung statt Sehr aut hat ber Turngau Hessen dabei ab- geschnitten. Turner Karl N e u I e r vorn Turnverein 1 8 4 6 Gießen, beim vorjährigen Streit- turnfeft In Darmstadt erster Sieger im Zwölfkampf, wurde wieder er st er Sieger mit 211 Punk ten, ein (Erfolg, auf ben Gießen unb ber ganze Gau Hessen stolz sein bürfen. lieber ben Verlaus ber Mainzer Veranstaltung unb bie weiteren schönen (Er folge be» (Baues Hessen berichten wir nod; ausführlicher. Oer Fußballmeister in Westdeutschland Das Ringen um die westdeutsche Fußball Meisterschaft brachte in Öen Spielen ter Meisterrunde am gestrigen Sonntag eine nicht erwartete Qlieterlagc. Die Kreselder Kurbeffen Kastel — Borussia Meine 5:3 (2:2) ^or chim 4000 Zuschauern iraltn sich gestern ter hcsiilch hannoverische unb ter westfälische DtAtrf*ineiücr in Staffel Beite Mannschaften spreiten ohne Ehrgeiz, man Iah leUen Kombinationen vter technischen Aufbau Der westfälische Meister enttäuschte auf ter ganzen Lin«. Der gestrige Iußbalttamps in (-üddeutschland. Hunte ter Meister: Wormatia toorm» — Karlsruher Fußbollv 8:0. Spiel-Bgg 3“rth — fußbollv. Saarbrücken 4 st. Kord west -1 rost runde: S. S B Frankfurt — F. Ges. 03 Ludwigshafen 7:1. v f L N,daran — B f. L Neu-Isenburg 3:1. Sudost Trostrunde. B. f N Furth — Union Bockingen IX). SportNuv Freiburg — Phönix Äarlerube 3:L GafferbalfLänderspiel Deustchland - Belgien Nachdem bi.- deutsche Mannschott am Samstag Hl Aachen 7 3 (.3:1) gewonnen hatte, konnte am gestrigen Sonntag im Nuckspiei die belgische Monn schatt in drei Minuten zwei Tore erzielen unb im weiteren Verlaus des Kampfes 6:3 (4 3) erfolgreich bleiben. Oänifcke Kechtmeisterfchasten. Caemlr geschlagen Die dänischen Fechtrncisterschaften brachten am Freitag in ftop nbapen bie Florettkonkurrenz en. Von ben deutschen Teilnehmern gelang cs (Eaemi r unb Thompson, sied bis zur Endrunde durchz»kämpfen, bie aus fünf Fechtern bestand Der mehrfache beut,ehe Meister ffaemir gewann hier gegen drei seiner Gegner, mußte je- hort) von dem vorjährigen deutschen Meister, Dr. 0 , i e r b , eine Weberlage hinnehmen, ber damit seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte (E a s « m i r wurde zweiter, Ihompsan belegte ten fünften Platz. Aeuer Weltrekord im Kugelstoßen. Bei tem Lcichtath'rtiklampf Baltenvcrdanst gegen Lüdost^eutschland. der am gestrigen Sonntag im Breslauer Stadion stattfand war das Sre.anis des Tages ein neuer Weltrekord, den ch r r s ch f 11 o • Asiens^ in im Kugelstoßen mit 15,79 Metern aufstellte. Der alte Weltrekord wurde 1909 von dem Amerikaner Aalph Hofe mit 15,54 Metern ausgestellt. Der deutsche Rekord Drechenmachers stand auf 14,72 Metern. || Marburg, 5. Mal. Das Jugendgericht beschäftigte sich heute in einer bis in die Nachmit- lagsftunben dauernden Sitzung mit ber grauenvollen Tat, bie in ter Nacht zum ersten Ostersonntag ber Iugenbliche Joses Weil von hier beging, intern er bie 68 Jahre alte Elise Ä r ä m e r in ihrem Häuschen in ter Nahe ber Schwangasse überfiel unb nach Vergewaltigung tötete. Damit verbunden war eine Anklage wegen verschiedener Diebstahlssachen. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Vessentlichkeit statt. Der Bursche, der ein dreistes Benehmen |ur Schau trug, wurde wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, Notzucht und wegen ber Dttbstahls- lachen zu insgesamt zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Wie man hört, sollen noch verschicbene □ Laubach, 6. Mar. Dieser Tage hielt der Festausschuß für die Xagung de« Gauschützenverbandes, der hrer, wie schon berichtet. vom 15. bis 17. 3ult abgehalten wird, im Gasthof .Zur Traube" unter Vorsitz des Schützenmeisters Kaufmann Ä reifet eine Sitzung ab. Die Siiuelhciten des Festes wurden eingehend beraten. Anwesend waren die Vorstände der hiesigen Vereine, die sich auch am Feste beteiligen wollen. Beschlossen wurde die Veranstaltung eines Fest-uges, der durch die Hauptstraßen der Stadt sich am 15. 3uli bewegen wird zur Srössnung ter Feier, die zu einem großen Volksfest ausgestaltet werden soll! Zehn Wagen sollen für ten Zug ausgerüstet werten. Hieran wetten srch folgende Laubacher Vereine beteiligen: ter Schützenverein, ter Turnverein, die beiten Gesangvereine („Cin- trachf und .Harmonie"), ber Krieger- und Militärverein. ter Aadsahterverein. der Fußballklub, ter Landjugendbund. Der Schützenvetem ist jetzt beim Amtsgericht eingetragen Für das Preis- fchießen teS DautagS find bis jetzt 20 Ghrenprere gestiftet. Die Kapelle teS hiesigen Musik- vereinS (Dirigent Diehl) ist für das , Jahren verstorben Der Hvs ist eigen Jahr auf seinen Sohn Audols Orth über- — Austrieb zum heutigen Frank- I surter Schlachtviehmarlt: 290 Ochsen, 82 Bullen, Ml stütze, »33 Färsen, 5M «älber, 30 Schate unb 5538 Schweine Oberheffen. Landkreis Wiefecn. r. 2u» dem Busecker Tal. 6. Mai Da die Grünbcrger Straße weaen Pflasterung stellenweise gesperrt »ft. nehmen die meisten Fahr- zeuge ihren Weg über Addgen unb Großen- tzuseck nach Aciskirchen Dadurch erleidet diese Straße eine Derkehrssteiaerungvon weit über 100 Pro^eni. 3n ten beiten Dörfern zeigen sich natürlich auch die Folgen des erhöhten Autoverkehr«: Unruhe Tag unb Aacht. Staub und Verkehrs- unsicherheit. Es ist kaum glaublich, mit welcher Aückfichtslosigkeit am späten Abend ober nachts einzelne Fahrer die Dörfer durchrasen und dauernd hupen Motorradfahrer treiben es häufig am schlimmsten Die Staubplage ist fo groß, besonders wenn Lastautos kommen, bat überhaupt leine Fenster gcösfnet werten fömwn. Die Verkehrsunsicherheit ist betonter# grob bei ter Durchfahrt in Aodaen Obwohl Warnungstafeln ausgestellt sind, ist das Tempo ' einzelner Fahrzeuge sehr rasch Wiederholt schon sind größere Ünglückssälle nut noch im letzten Augenblick vermieden worden. : Beuern, 6 Mai. Dieser Tage sand im Saale des .Holländischen Hoses" dahier ein Vortragsabend des hiesigen Volksbildungsvereins bei dicht gefülltem Saale statt Der Abend ter gewissermaßen den Abschluß ter Veranstaltungen des Winterhalbjahres 1927/28 barftellte. stand im Zeichen des Desan^s. Seitens des Vereins waren die Sängerin Frl Sehrt von Aötelheim. sowie die drei beimischen Gesangvereine elnf.elaten. Leiter Dar ter Ge'angverein .Bruderkette' an der Teil- nähme verhindert, da ein Dell seiner S< nqcr außerhalb war Sri Sehrt trug unter Klavierbegleitung von Lehrer Friedrich Funk dahier das Cargo, von Mäntel'' unb die Lieder .Gott- llcher Friede . .Der Frühling naht mit Brausen" und .Guten Abend, gute Aachf recht eindrucksvoll vor und erntete reichen Beifall. 3n ten Pausen brachten die beiten Gesangvcr eine Polhhhmnia" und _L i e d e r t r a n j“ ihre lieber und S-Höre in edlem Wettstreit ben andächtig Lauschenden vorzüglich zu Gehör # Hungen, 6. Mai. Die Arbeiten an tem Denkmal für die Gefallenen des Weltkrieges sind rüstig im Fortfchreiten begriffen, so daß noch im Laufe tes Sommers mit der Einweihung gerechnet werten kann. Das Denkmal stellt auf einem steinernen Unterbau einen in Bronze gegoltenen verwundeten, n ctet- gesunkenen Krieger bar, ter, ten Kops mit ter Hand beschattend, einer sonnig heraufsteigenden Zukunft seines Bolles entgegensieht. Zur Ausstellung gelangt das Shrenmal auf tem herrsich gelegenen unb durck fein« ruhkje Lage sehr geeigneten Platz vor dem neuen Schulhaufe. Kreitz Schotten. mit einer Ueberzeichnung der Anleihe gerechnet I freundlich. Ablöfungsschuld. für die grö* werden könne. ßer.-s Interesse herrschte, lagen 0L Pro- Lichtspielhäuser- (Finfll weiterhin stark vernachlässigt. 32-63 50-70 48-65 20-58 45-64 • Die amtliche 12,0975. Verlin JraiiMurt a. M fiurt < Kur, 5.6. | 7.5. | 5.5. j 7.5 Datum: lh IM 82,5 89 154 IM.75 147 147 . 148 Banfnotrn. Die hinter den Papieren 48-67 25-58 42-48 35-58 20-61 40-62 112 88 20-59 15-55 14-61 20-54 der neuen nicht vor. beschränkte 300 204 )6J 151 154 Die Antwort des Wir hoben dem ttr 89 aiissprach. enDjrocnjig tndnlra uni erwarte, o Dolf geriä alen obrer gescheit! öon wartel den von 12 8 . S 10 15 12 15 8 12 io 0 o 0 154 72 103 75 189,7*5 ta Schlag Lspreß" bei einer po seine Hudle Stnn d schrn Hei tzcinz tute 116 15f 72 303 204,75 3815 326 754 566.75 299 201.5 138 5 214.25 111.75 52 155 70.5 104 — Fettschweine Man notierte: Schale Schweine 18-61 22-61 20-58 23-64 25-60 20-59 44-51 37-49 42-52 42-53 47-58 39-52 45-59 40-56 46-58 42-57 38-51 40-52 8 - ( r ( 0 7 8 r I I v 8 K IC 6 83,9 137.25 88 40-62 50-66 Kälber 30-75 30-72 50-73 40-74 40-80 45-79 35-70 40-75 43-105 50-74 30-86 40-80 55-80 45-70 32-105 40-110 34-68 35-76 50-70 64-88 30-80 60-85 50-78 Rinder 18-56 25-59 18-55 22-56 26-62 23-59 20-64 18-62 28-62 24-62 14-62 20-61 43-60 45-51 35-49 40-58 40-50 40-54 52-57 40-58 38-51 39-57 45-52 Madrid 29,35, Mailand 92,65, Holland Berlins Börse. Berlin, 7. Mai. Zu Beginn Woche lagen besondere Anregungen Das Interesse des Auslandes 161 I 130.73 ; 189 151 | £0Ub0t sich,°r 3« Aerichieo < gung der । ganz dt 5d)on bei 384,13 I 3;9.5 I 760 | 570.6 300 203 137 209.25 112.75 62.5 87.75 264 89.23 i 1» 299 Berlin Bremen BreSlau Ehemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Essen Frankfurt M. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau Wirtschaft. Von den Gchlachtviehmärkten. Das Geschäft an den deutschen Schlachtviehmärkten hat In der verflossenen Berichtswvcye weiter nachgelassen. Dos warme Wetter veranlaßte die Käufer, äußerst vorsichtig zu sein. Bis auf Schafe waren alle Gattungen für den verkleinerten Bedarf zu reichlich angeboten, so daß die Märkte sich für die Einsender überwiegend verlustbringend gestalteten. Ein angeregter Handel kam nur selten zustande, zumal auch die Fleischgroßmärkte und die Kühlhäuser durchweg nicht geräumt waren. Die Auftriebszahlen stellen sich für Großvieh auf 16 250 (17 000). für Kälber auf 21 403 (21 200). für Schafe auf 6300 (8100) und für Schweine auf 89 900 (97 100). Die Preisgestaltung für Rinder war durchweg nach unten gerichtet. Alle Klassen, besonders Bullen, büßten etwas ein. Die Kälbermärkte verliefen ebenfalls nicht besonders. Alle Qualitäten ließen leicht nach. Mittlere und geringere Ware Kunst und Wissenschaft. ärenef-Uraufführung in Wiesbaden. Das Staotstheoter in Wiesbaden eröffnete die diesjährige Maifestwoche mit der U r a u f f ü b r u n g dreier Einakter von Ernst K r e n e k: „Der Diktator", „Das geheime Königreich" und „Die Ehre der Nation". Im Auditorium sah man eine ganze Reihe hervorragender Persönlichkeiten, u. a. den preußischen Kultusminister Professor Dr. Becker, Generalmusikdirektor Schuricht, die Intendanten Legal und Weichert, Kapellmeister Furtwängler, Dr. Alfons Poguet und Stadtrot Dr. Michel. Die Einakter sanden eine keineswegs unbestrittene Aufnahme. Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 2. Mai berech- 5k. B £12*; Beil Dir lohn. W rW‘n poM jrfiitfortar Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent. Sdjlufp1 1-Uhr- Sdpufe Anfang " Kur» I 4ur> ymt höh r Pfandbriefmarkt ruhig. Sine Tendenz war noch nicht erkennbar. Ausländer nichl einheitlich Anatolier etwaS schwächer. Bosnier fester. Merikaner leichter. Tagesgeld 7 bis 3.5 Prozent, Monatsgeld 7.5 bis 8.5 Pro- zent. Warenwechsel 6,93 bis 7 Prozent. 3m Der- laufe wurde die Tendenz uneinheitlich. Das Geschäft konnte sich unter Führung von Siemens und Karstadt im allgemeinen beleben. Schiffe Kgrnlen In gesandt. Ilm stühang für Carol y versprochen, non-Dfr össenlllchl ei' ba$ rnmdni 5. TRai ballt Wv nid) ro1 Kumänlt der D ntm fi würdige erkläre, Dille! onglütflh nldjt die wich nich meinem 1 Carol ap] J“ scharen i Freiheit der Terichismese hing ber Da» brllil össenlllch, e| den brifi|d)er betannl gem imperial Pkin;en Prinj Carol Piere ^n^nahmer »Kossen ro aui Conboi fionfei Jtinem an /°Mrlr '"chen, g ®Drbf Oie em E" Sfitui 6,6 VkspiÜ London Arning ff u^gten ri D sÄ-d D ber V l°eh y r i n ; bei kn^en e Bi« VdUlpp Holzmann . . . Heidelberger Cement . . Ctmn. flarlftabt .... Wanß A Freitag Schultheis Patzenbofer. Cftrotrft........ Ber. Glanz stoss Bem berg......... Befiiloir «akdbof.... Stüftofi Sllchasienbura . Charlottenburger Wasser »essauer Oo6...... Daimler Motoren.... Demag . Adler werke tklrv«. . . . Ludw. Loerre 9iat Automobil Qrenss in A Sovvel . . . Linke Hoimann . ... Leonhard Tiev Bamaa 1 egiikn .... Sranls. M..lchinen . . . rivner tzevliaeiissaedl ..... Ctungban8 techwerke . Mainkraftwerk« .... Miog . . 9kfnrlu1mer ...... Sctcrn Union ..... ebr. Reeder Voig, A Haessner .... Cüdd. Zocker...... 262.5 88 128.5 295 24 81.25 können gute Oualiläisfilme verlangen. Auch vom geschäftlichen Standpunkt betrachtet, dürste Ihr Programm verfehlt sein, denn Sie vertreiben sich damit eine große Besucherzahl — oft gerade die eifr.gsten — anstatt sich durch hochwertige Filme diejenigen Kreise zu erobern, die auch heute noch dem Film argwöhnisch gegenüberstehen. Mißachten Sie diese Zeilen nicht ganz, denn Sie sind nicht Aeußcrung eines einzelnen, sondern vielen Film- anbängern aus dem Herzen gesprochen. Hoffen wir aus Ihre geneigte Einsicht und auf Besserung. Ein eifriges Publikum wird Ihnen danken. Ein Filmfreund. und Danken hatten größere Umsätze. S lek t r o- werte waren bis 1,5 Prozent erholt. Glanzstoff zogen um weitere 5 Prozent an. Siemens gingen etwa 6 Prozent über Anfang hinaus, wobei wieder die mögliche Einführung in Reuyork als Grund genannt wurde. Zellstoff Waldhof waren 5 Prozent erholt. Doch schienen anderseits die ^Imsturzvorbereitungen des Prinzen Carol von Rumänien auf die Kursgestaltung zu wirken und die AllgemointendenA nach unten zu beeinflussen. Die im Freiverkehr gehandelten Kunstseidewerte wurden zu folgenden Kursen gehandelte Demberg 157 bis 158 Dollar, Enka Shares 78 bis 79. Arankfurtcr Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 7. Mai. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte bei kleinem Geschäft in ruhiger 5 al tu; g. Obwohl die amerikanischen Märkte höhere 2Lixcungen melden, blieb eine Auswirkung vollkommen aus. Futtermittel weiter stark begehrt. Ss wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trexfen, bis zu 1 Proz. Auswuchs 27; Roggen 28,75 bis 29; Hafer, inländ. 27,75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50 bis 25; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33,25 bis 40; Roggenmehl 39,75 bis 41; Weizenkleie 15,75 bis 16; Roggenkleie 17,50 bis 17,75; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60; Linsen, je nach Qualität für Speise-wecke 55 bis 105; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8,50 bis 9; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,75; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4; Treber, getrocknet 19,25 bis 19,75. Tendenz: ruhig. Futtermittel fest. Frankfurter Lchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Mai. Auftrieb: Rinder 1328 Stück; darunter 290 Ochsen, 62 Bullen, 631 Kühe, 335 Färsen; Kälber 588; Schafe 39; Schweine 5538. Rinder. Ochsen: vollsleischige, ausgemäftete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 59 bis 62, ältere 55 bis 58; sonstige oollfleischige: jüngere 51 bis 54, ältere 46 bis 50. Bullen: jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 54, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 45 bis 49, fleischige 35 bis 40; Kühe: jüngere, oollfleischige höchsten Schlachtwerts 43 bjs 48, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 37 bis 42, fleischige 32 bis 36, gering genährte 25 bis 31; Färsen: voll- fleischi;?, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 59 bis 63, oollfleischige 54 bis 58, fleischige 48 bis 53, Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 75, mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 69, geringe Kälber 52 bis 62. Schwein e. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 56, oollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 56, von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 56 bis 57, von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 55 bis 58, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bis 55, Sauen 43 bis 48. — Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Kälber ruhig, ausverkauft. Scyweine mäßig-rege, geräumt. nete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 140,2 gegenüber der Vorwoche (139,9) um 0,2 v. H. gestiegen. Bon den Hauptgruppen war die Indexziffer für Agrarstoffe mit 134,3 (134,1) nahezu unverändert, während diejenige für Kolonialwaren sich um 0,7 v. H. auf 136,3 (135,4) erhöht hat. Di« Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,2 v. H. auf 134,6 (134,3) gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Fertigivaren stellte sich auf 158,0 (167,8). * Dor neuen deutschen Ausland- anleihen in Reuyork. Rach einer Meldung des Vertreters des W. T. B. in Reuyork schwe- . den gegentoärtig Verhandlungen über die Auflegung einer ganzen Reihe von neuen deutschen Anleihen. Es handelt sich um Emissionen privater Gesellschaften, die also der Zustimmung der Beratungsstelle für Auslandanleihen nicht unterliegen, und um 20 Millionen Dollar-Roten des bayerischen Staates. Man schätzt die demnächst stattfindenden Emissionen auf insgesamt 70 bis 100 Millionen Dollars. Die aus diesen Anleihen fließenden Beträge werden zur Entlastung der Deldmarltlage beitragen, da man im allgemeinen damit rechnen kann, daß die Anleihenehmer die Beträge, die sie nicht unmittelbar sofort gebrauchen, kurzfristig anlegen. * Weitere Betriebsentlassungen im Ruhrbergbau. Die Zechen „Prosper", „Römisch I“ und „Römisch II", „Arenberg-Fortfetzung" in Bottrop und „Zentrum" in Wattenscheid der Rheinischen Stahlwerke A.-G. sehen sich gezwungen, zum 15. Mai insgesamt 244 Bergleuten zu kündigen. * Bon der neuen fünfpro3entigen Anke i h e der Stadt Dortmund. Wie WTB.-Handelsdienst aus Emissionsbankkreisen er- fahrt gehen die Zeichnungen auf die fünf Millio- nen Reichsmari 5prozentige Schatzanweisungen der -vtadt Dortmund in so reichlichem Maße ein, daß sich auf die alten Favoriten. Mit Ausnahme von Warenhausaktien, Spritwerten, Siemens und einigen Rebenwerten bewegte sich das Geschäft in sehr ruhigen Bahnen, und die Kurse zeigten überwiegend nur geringe Veränderungen. Die vorliegenden ungünstigen außenpolitischen Rachrichten hatten zunächst keinen Einfluß. Mit besonderen Veränderungen fielen auf Hansa, Schubert und Salzer, Braubank, Lorenz. Ostwerke. Schultheis. Leonhard Tietz, die 3 bis 4 Prozent höher lagen, Glanzstoff, die 6 Prozent gewinnen konnten. Deutsche Anleihen * A.-G. für Zellstoff- und Papier- fabrikation. Aschaffenburg. Rach dem Bericht für das Geschäftsjahr 1927 konnten die Fabrikate der Gesellschaft bei voller Beschäftigung gung des Unternehmens glatt abgeseht werden. Die starke Auslandskonkurrenz, besonders die der nordischen Länder, brachte für die Erzeug- nisse einen nicht unwesentlichen Preisrückgang. Es wird ein Reingewinn von rund 2 Mill. Mark auSgewielen. das sind zirka 0,3 Millionen Mark mehr als im Vorjahre. Hieraus wird die Verteilung einer Dividende von 12 (10) Prozent vorgeschlagen Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 0,28 (025) Mill. Mark. Die während des Geschäftsjahres eingeführten verschiedenen Reuerungen haben die erwarteten Vorteile gebracht und den erhöhten Anforderungen entsprochen. Die ülnkosten für Steuern und soziale Lasten liegen mit 2,3 Millionen Mark (ohne ^Imsahsteuer) um eine Millionn Mark höher als im Vorjahre. Heber den Geschäftsgang des laufenden Jahres werden keine Angaben gemacht. Generalversammlung 23. Mai. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 7. Mai. Zu Beginn der neuen Woche eröffnete die Börse in fester Haltung. Die weiteren Käufe des Auslandes übten einen günstigen Eindruck auf das Gesamtbild aus. Die Grundstimmung ist als f e ft zu bezeichnen, doch mahnte auf der anderen Seite der immer noch angespannte Geldmarkt zur Zurückhaltung, auch war von einer Beteiligung des privaten Publikums am Börsengeschäft nichts zu merken, so daß die K u r s g e ft a 11 u n g nicht einheitlich war. Rach einer vorüderaehenden kleinen Abschwächung, die durch größere Abgaben der Spekulation veranlaßt wurde, machte sich bei etwas ermäßigtem Kursnioeau Deckungsbegehr bemerkbar, und das Geschäft nahm in einigen Spezi a l w e r t e n oft ein größeres Ausmaß an. So waren, vor allem von Schweizer und amerikanischer Seite, Elektrowerte bevorzugt. Unter Führung von Siemens & Halske waren hier Kursgewinne von 1 bis 2,25 v. H. zu verzeichnen. Auch Schuckert lagen im Einklang damit 1,5 v. H., Lahmeyer 1 v. H., Rheag 1,4 und Licht 6- Kraft 1,25 v.H. gebessert. Am Chemiemarkt war die Kursgeftaltung nicht einheitlich. I. - G. - F a r - b e n lagen stark vernachlässigt und 1 v. H. schwächer. Scheideanstalt dagegen waren lebhafter verlangt und 2 0. H. gebessert. Th. Goldschmidt verloren 2,5 v. H. Montanwerte lagen im Angebot und meist bis 1 0. H. schwächer. Von K a l i - werten waren Aschersleben mit einem Gewinn von 1 v.H. gesucht. Am Bankenmarkt konnte sich unter Bevorzugung von Barmer Dank und Danat-Bank ein recht lebhaftes Geschäft entwickeln. Auch Discontogesellschast uno Dresdner Bank zogen bis 0,75 0.H. an. Don Schiffahrtswerten waren Norddeutscher Lloyd mit plus 1,5 v. H. verlangt. Bon Bauunternehmungen lagen Wayß 8- Freytag mit 3 v. H. stärker verlangt. Holzmann gut behauptet. Deutsche Erdöl mit minus 2 v. H. und Miog nach der starken Kurssteigerung vom Samstag mit minus 3 v. H. angeboten. Waldhof waren 1 0. H. gebessert. Bei regeren Umsätzen zogen Karstadt 3 v. H. an. Don Aut 0 aktien waren NSU. mit 1,5 0. H. lebhafter verlangt, Adlerwerke dagegen eher etwas schwächer. Am Rentenmarkt waren in Ablösung für Neubesitz ziemlich rege Umsätze. Der Kurs hierfür konnte im Verlaufe 0,75 0.H. gewinnen. Anleihen dagegen vernachlässigt und eher schwächer. Im weiteren Verlauf wurde das Geschäft im allgemeinen sehr still. Nur Siemens waren weiter bei einem erneuten Kursgewinn von 4 v. H. gesucht. — I.-G.-Farben weiter vernachlässigt. Auf Käufe für Berliner Rechnung konnten Daimler im Verlaufe bis 4,5 v. H. anzieyen. Tagesgeld unverändert, 7 v.H. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmark gegen Dollar 4,1795, gegen Pfund 20,405, London gegen Kabel 4,8810, Paris 124,02, „Oluf die hübschen Ausführungen de» Filmfreundes möchte ich folgendes erwidern. Solange die Welt besteht, wird es Geschmack geben, nicht nur bei Thea terstückeiz^. nicht nur bei Filmen, sondern auch bei Frauen und Gegenständen. Daher kommt es. daß bei jedem einzelnen Programm, das ich gespielt habe und auch in der Zukunft spielen werde, ein Teil der Besucher begeistert sein wird, der andere eiit- seht. Ich möchte gleich vorausschicken. daß der von Ihnen kritisierte Film .Mein Leben für das Deine' im gesamten Ausland die Marke eines sogenannten Spitzenfilms erhalten hat. Es ist noch gar nicht lange her, da brachte ich meinem lieben Gießener Publikum den Film „Metropolis". Es wird Ihnen nicht uninteressant sein, wenn ich Ihnen mitteile, daß auch über diesen Film, nicht nur in Gießen, sondern in der ganzen Welt, die Ansichten sehr geteilt waren, und es ist sehr aut. daß eS so ist, dem, sonst würde es keine Kritik mehr geben unä man könnte gute Filme von weniger guten überhaupt nicht mehr unterscheiden. Wenn ich zur Erö snurg meines Lichtspielhauses versprochen habe, nur die Spitzenfilme der Weltproduktion zu bringen, so kann ich Ihnen versickern, daß ich mein Programm durchaus durchführen werde. Selbstverständlich ist es der Filmindustrie nicht möglich, jeden Monat einen „Ben Hur" oder „Metropolis" zu fabrizieren, denn dafür sorgt die ungerechtfertigt zu hoch erhobene Vergnügungssteuer. In der kurzen Zeit, da das Lichtspielhaus wieder eröffnet ist, habe ich u. a. folgende Spitzenfilme gebracht: „Wolgaschisfer", „Metropolis". .Der Weltkrieg". „Der Kahensteg", „Königin Louise", „Der alte Fritz", „Das tanzende Wien", .Die Sache mit Schorrsiegel". Alle weiteren Filme von Bedeutung gelangen in Kürze in meinem Lichtspielhaus zur Aufführung. Sehr nett würde ich es von Ihnen, mein lieber Filmfreund und Kritiker, finden, wenn Sie mich einmal persönlich besuchen und Ihr Inkognito lüften würden. Denn nachdem ich bereits 20 2ahre mein Geschäft betreibe, kann ich Ihnen noch viel mehr Interessantes und NetteS mitteilen. Ich bin fest davon überzeugt, daß wir sehr gute Freunde werden. Anregungen auS dem Kreise des Publikums können nie schaden, und ich bin der letzte, der derartige Dinge mißachtet, oder der Ansicht ist, daß ein Laie sich in solche Sachen nicht zu mischen hat. Denn ich kann Ihnen ein altes Geheimnis gleich verraten: "Nicht die Fabrikanten, nicht die Theaterbefitzer. fonoem bai Publikum allein und nochmals da» Publikum bestimmt, was ein Film wert ist, und nur auf Grund dieser Stimme können wir verbessern. Darum wollen wir alle mithelfen, und unser unbekannter Filmfreund wird der glücklichste Mensch auf Erden fein. Hochachtungsvoll A. Henrich, Besitzer des Lichtspielhauses. 1. Vorsitzender deS Landesverbandes der Süddeutschen Lichtspieltheater-Besitzer von Hessen und Hessen-Nassau. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An die Direktion des Lichtspielhauses. Bei der Aufführung des Films „M ein Leben für das Deine“ hat Ihnen ja das Publikum sein Mißfallen an der Vorführung eines solchen Kitsches schon kundaetau. Wenn Sie bei Eröffnung Ihres Theaters versprachen, nur die Spitzenfilme der Weltproduktion zu bringen, und setzen Ihren Besuchern dann einen solchen Kitsch vor, so möchte ich doch einmal ein gutgemeintes Mahnwort an Sie richten. Die mei- sten Filme, die Sie in letzter Zeit brachten, waren übrigens minderwertig und erreichten kaum den Durchschnitt. Glauben Sie denn, mit solchen Stücken auf die Dauer aufwarten zu können? Glauben Sie, damit sich Ihr Publikum In der jetzt beginnenden flauen Geschäftszeit zu halten? Glauben Sie, das Kinopublitum wäre über die Filmproduktion so schlecht orientiert, daß es Ihre in letzter Zeit gebrachten Filme als Spitzenfilme ansieht? Es kann nicht jeder Film ein Spitzenfilm jein, aber wir war mehr gedrückt als bessere. Schafe behaupteten dank des geringeren Auftriebes die letzten Dotierungen. Am Schweinemarkt brachte dex müde Geschäftsgang durchgängig um einige Pfennig abgeschwächte Preise. ----- Besitzer des Lichtspiel- hau'es Gelegenheit gegeben, zu diesem Eingesandt sogleich Stellung zu nehmen. Gr übermittelt uns die nachstehenden AuS- führungen. D. Red. Frankfurt a M Ber Hn ^Taufcfurt a. M Berlin »rotuB* Äur» ''Uhr. Rur* Sd)iu(j Kur» Ansang Äur» Schluß- Schnitz Ütnfang ‘Datum 5. 6. 7.6. __ 5 5. 7. 5. Datum: 5. ü. | 7 6. | 5 . 5. | 7 5 Di 9UI4)«anUtl)< v. 1927 Dt Hnl «btof Schuld mit eueiof -Rechten . . . DrS^l. ohne «iiSlc's..Rrchttii til.it> — 87,5 — A. L G...........7 169.75 173 171.j 1 173,4 195 186 181 1 182 51,8 17,85 18,6 51,9 ;? 9 52 18.6 Bergmann ........... Elcktr. Lieferungen. ... 10 J/itht und .«traft......10 Helten A C*u:l(-aumf ... .6 Ges f. Eick . Untern . . 10 Hamb. Elckt hJerte ... 10 194 — 1*1« »ranss Go.dpi unkündbar blö 1932 ... 232.5 132.5 233.5 231 1 223.9 13665 136.13 *,/ä7inÄhl,fb< '®Qnt - 296 297 -95.75 296.9 167.5 168 «ES abg Porkriegs.Ob. 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Tschechoslowakische Roten . . 69,33 69.61 12,35 12,41 Ungarische Noten..... 72 75 73.05 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt o te Ian ».5027 0.5047 0.5028 0,5048 Sten in CeO. abg ess -8.755 58 875 -8,755 58,875 Prag .... 12,374 12.4'34 12,375 12,395 Belgrad . . '.458 7.372 7,358 7,372 «udavess • - 72.94 73.08 72.91 73,08 Bul c-nen 4.017 3.023 3,017 3.023 Lissabon 18.uK 18.12 18.11 18. Ü Tanpg. . . 81.50 31.66 81,50 81.66 Äonft:nnn. 4.128 3,132 2,148 3.132 Atutil. . . >.445 5.455 5.445 5.455 Esnada 4.175 4.183 4,176 4.184 Uru aan . . 4.316 4.324 4.341 4, Ö93 lazro . . . 10.905 20.945 36.905 *.94* ^irtm. i. Mai »etd Brre> Amerikonische V.'otee..... ns 4.178 Belgssch« Roten . ...... 58.18 58 42 T an,sch« Rotro ....... 111.7t 112,22 Eoglssch« ämö.......* 30.94 2V.4Z