Samstag, 7. April 1928 178. Jahrgang * m. 85 Erstes Vlatt A pMsche oflergebanfen. : Parker Gilberts Informationsreise Don Gottfried Treviranus, __mu&,n»r 9fni<-in»r«e Stellt haben dürfte, von welcher Seite man ai Z. = "= e -1 c §?s* s.3 ftung befähigte, die je ein Doll überstanden hat, daS loht sich noch nicht entscheiden noch voraus- 2(P 0 - ~ = Z® - V h 5_- Z. 2 " 3? h ?! HZ und frischem Dlut zu erfüllen. Man kann nur etwas ändern, indem man in die Sache gestellt haben dürste, von welcher Seite man am Vesten das Reparationsproblem anpacken kann. Haupt bezog. Die Frage der verhafteten deutschen Ingenieure dürfte dabei wohl berührt worden, aber praktisch wohl nicht weitergebracht worden sein, da Litwinofs, der sich aus der Durchreise von Genf nach Moskau befindet, hierüber nicht näher im Bilde war. Oer Einspruch gegen Groß-Frankfurt. 5 r a n f f u r t a. 2TL, 5. April, (candespresse- dienst.) Zu der von der Rheinlandkommission verfügten Aufhebung der Llngemeindungspläne der Stadt Frankfurt a. IN. wird von maßgebender Seite mitgeieilt, daß der Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete, Dr. Frhr. Lang- werth von Simmern, gestern der Rhein- landkom Mission einen Besuch abge- st a t t e 1 hat, um sich näher über die Gründe dieser Verfügung der Kommission zu unterrichten. Langwerth von Simmern ist mitgcteitt worden, daß der preußische Innenminister zunächst die Mus- sührungsbeftimmungen für die Durchführung der Eingemeindungen erlassen soll. Die Rhcin- landkommission werde e r ft dann zu den Einge- meindungsplänen endgültig Stellung nehmen, wenn sie im Besitze aller Einzelheiten über die Ansführungsbeslimmungen sei. Aaual,«« von »nzetaen für die lagesnummer oi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für 'Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausroärt» 10 Neichopfennig- für N— Klomranzeigen von 70 mm Breit« 35 Reichopsennig, Platzvorschrist 20*, mehr. ThefredaKteur: Dr Friede. Wilh. Lange. Derantwonlich für Pohtih Dr. Fr. Will» Lange für Feuilleton Dr H.THyriol. für den übrigen Teil Ernst Dlumschein: für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Dießen. OerReparationsagentmRom Zusammentreffen mit Tr Köhler. H o m , 7. April, wie vom Finanzministerium mitgefeilt wird, ist Parker Gilbert hier eingetroffen, um Besprechungen mit dem italienischen Finanz- Minister Grasen Volpl zu führen. Die italie- nische presse weist auf die Bedeutung dieser Zu- fammenfunfl hin, die unmittelbar nach der Besprechung erfolge, die Parker Gilbert mit p o i n c o r L geführt fjat 2Han nimmt an, daß die Konferenz nur der Frage der deutschen Reparations- l eist un gen dient, wahrscheinlich beabsichtige der Reparationsagent, mit der italienischen Regierung über die Fixierung der Reparalionssumme zu verhandeln. Uebrigens wird der Reparationsagent in Rom an den Oslerseiertagen mit dem Reichssinanzminisler Dr. Köhler Zusammentreffen. Dabei handelt ee sich aber nicht um wirtschaftliche Verhandlungen, denn die könnten beide Herren in Berlin leichter führen, sondern um ein persönliches Z u - fammensein an den Feiertagen, wir fügen das als Beweis dafür an, daß die nicht besonders glücklichen Beziehungen zwischen dem Rcparalions- agentea und Dr. Köhler in der letzten Zeit eine Aenderung nach der angenehmeren Seite hin erfahren haben. Dr. Köhler, dessen bevorstehender Besuch von den ITlorgenblättem angekündigt wurde, befindet sich bereits feit mehreren Tagen in Rom, ohne daß seine Anwesenheit bekannt geworden ist. Die „Irlbuna“ nutzt dem Besuch Dr. Köhlers insofern besondere Bedeutung bei, als sie ihn nicht nur für den besten Kenner der deutschen Finanzlage hält, sondern ihm auch als Westdeutscher und Zentrumsmann das vertrauen Warr' und Strefemanns beilegt. Man sieht den bevorstehenden Verhandlungen mit Spannung entgegen. 3m allgemeinen hält mau den Bsden für die deutschen wünsche für nicht ungünstig und weist besonders I scharf den amerikanischen Standpunkt zurück, der gegen jede Verquickung der interalliierten Kriegsschulden und Reparationen ist. Erfch«tnl täglich,autzer Sonntag« und Feiertag« Beilagen: Lietzener FamUienblätte, Heimat >m Bild Die Schalle »onau.vezngrpret,: 2 Reichsmark und 20 Retchspsennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chtüss«: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Eietze«. vesifcheckkoitto: fianmtrt om Main 11686. Oer neue Hamburger Senat. Hamburg. 5. April iWB.) Der neugewählte Hamburger Senat setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. Bürgermeister Dr. Petersen (Demokrat), 2. Bürgermeister Rotz (Sozialdemokrat), Senatoren: Dr. Burchard, Hirsch, Dr. de Chapeaurouge, Witthoeft. (sämtlich Deutsche Bvlkspartei), Dr. Äöldele, Cohn, Dr. Mat- thaei (sämtlich Demokraten), Oleumann. Schönfcldrr. Stubbe, Mendel, Eisenbarth, Krause, Perner (alle Sozialdemokraten). ?' 3’ a s •5 is B“ poc Unter der Ueberschrift „Der Geist von Koblenz" äußert sich die „KAniskhe Zeitung" zu dem Einspruch der Rheinlandkoinmftsion gegen die Erweilerung des Stadtkreises Frankfurt wie folgt: „Der Einspruch beweist aufs neue, wie bitter notwendig es ist, daß endlich mit der 1925 so feierlich versprochenen Revision des Besatzungs- rechts in „Liberalem" Sinne begonnen jnirb. Ob es sich bei dem neuesten Fall nur mn eine Formsache handelt, ist gänzlich belanglos. Gerade diese formalen Schikanen kennzeichnen den ungebrochenen Machtwillen der Besatzung, der, jeder oer- nünstigLn Regelung abhold, plump dazwischenfährt, ohne nach den Folgen zu fragen. Was nützen alle Besprechungen, was nützt alle Bereitwilligkeit preu- ßifcher Regierungsorgane, wenn die Rheinlandkorn- mifsion sich schließlich doch an einen verstaubten Paragraphen des Ordonnanzenrechts klammert? Recht behalten um jeden Preis, selbst wenn dieses Recht zur glatten Sinnlosigkeit wird, das ist bis zur Stunde noch ein Wahlspruch der Koblenzer Desatzungsstellen. Man könnte ihrer Leitung entgegenhalten, daß schon 1918, also unter ganz anderen politischen Umständen, di« Besatzung keine Schwierigkeiten gemacht hat, als es sich darum handelte, die Verhältnisse in dem halbbesetzten Regierungsbezirk Düsseldorf zu regeln. Damals hat man ohne weiteres zugelassen, daß aus dem freien Düsseldorf in das besetzte Oberkassel ein Beigeordneter abtommanbiert wurde, um — unter Aufsicht der noch besatzungsfreien rechtsrheinischen Stadtzentrale! — die einschlägigen Fragen zu bearbeiten. 2Lber es dürste zwecklos sein, derartige Präzedenzfälle anzuführen. Man wird den Eindruck nicht los, daß es der Rheinlandkommission weniger auf Logik und gegebene Tatsachen an- kommt. Es geht wohl nur um das t o ft b a r e Prestige, das unter allen Umständen gewahrt werden soll. sagen. Denn Jugend ist Frühling und Hoffnung und Richtachtung kommender Gefahr. Aber es liegen Gefahren in unserer Zukunft. Der Staat wird immer mehr zu einer Dersorgungsanstalt. Richt ist er mehr eine Zusammenfassung aller jener, die sich auf einen großen Gedanken zum Dienste an einer Idee verpflichtet fühlen. Man mißt das Leben am Lohntarif oder an der De- soldungsskala. Unsere Freiheit ist eine Schem- freihcit. unsere Wohlfahrt ein Trug. Aber liegen nicht in den alten deutschen Lebensformen, wovon wir den Lehnsgedanken, den Gedanken der inneren Verpflichtung des Einzelnen auf die Allgemeinheit im politischen und wirtschaftlichen Sinne für wichtiger halten als die mechanische Scheinfreiheit unserer gegenwärtigen Form, größere Wahrheiten verborgen? Jenseits der politischen Pacteigruppierung. die kommen ist? _r, , . 3n den Lüften klingt der Lenz. 21ber auf den Lölkerfrühling, Jahr um Jahr von deutschen Träumern erhofft, fiel immer wieder tötend der Reif Hur in weltfremden Schreibstuben wird er alljährlich mit Feder und Tinte auf geduldigem Papier in zauberhafter Blütenpracht, gleichgültig, ob es in der Wirklichkeit draußen frostet oder schneit, wiederhergestellt. Aber wir fragen: sind wir denn in diesen Jahren quälerischer Selbsterforschung dem eigenen, dem deutschen Frühling auch nur einen einzigen kleinen Schritt nähergekommen? Stehen wir wirklich am Vorabend der Auferstehung einer deutschen Ra- Hon? Wohl wächst die Sehnsucht nach Ersül- lung, nach all den Stürmen und Gewittern der eben durchlebten Jahre Es ist kein Zweifel, daß unter schweren Enttäuschungen und Rück- fölägen ein neues knospendes Werden zum Lichte drängt: aber es ist ein vollkommenes Wachstum, das willlürlich gehemmt, willkürlich gefördert, noch keineswegs jene Züge hat, die zu großen Hoffnungen berechtigen. Wenn irgend, dann zeigt sich die Erkrankung des deutschen Vollstums nicht nur an dem cha- Osierglaube. Don Dr. Otto Boelih, ehem. preußischem Staatsminister. Wer des Frühlings Kommen heimlich still beobachtet. weiß, daß daS Leben immer wieder über Vergehen und Tod triumphiert, weiß, daß Ä cin- glaube und müde Resignation doch immer wieder von der Lebensfülle und dem Lebenswillen beiseite geschoben werden. Frühling ist Hoffnung: Ostern ist das Fest der Hoffnung. Das Leben triumphiert über den Tod: Kleinmut versinkt: Hoffnung wird zur Siegesstärke, die un- alle beseelt. . So ist Ostern mehr al» cm Symbol, das uns ergreifen, das uns aber auch falt lassen kann. Ostern ist Glaube. Ostern ist Gewißheit^ Glaube und Gewißheit für jeden einzelnen, daß das Leben den Tod überdauert: .Ich lebe, und ihr sollt auch lebenI" Glaube und Gewißheit auch für unser ganzes Volk: „®« wird nicht vergehen, sondern eS wird leben!" Wir feiern heute das zehnte Osterfest nad> Krieg und Zusammenbruch. Da wollen wir cs uns doch ganz klar machen, wie hoffnungslos wir damals nach jener Passionszeit waren, durch die wir in der schweren Zeit des Krieges und der wohl noch schwereren deS Umsturzes hindurch- qemußt haben: wie wir nicht glauben wollten, baß wir jemals wieder ganz frei fein würden aus fremder Verstrickung, in der uns unbatmlxrAtgc Feinde gefangen hielten, und auS eigener Verstrickung. in die wir uns selbst begeben hatten. Wo leuchtete uns damals ein Strahl der Öfter- sonne, der uns den Weg gewiefen hätte aus dem Dunkel zu neuem Licht? -- Trauer. Ungewißheit. Verzagtheit. Verzweiflung selbst bei denen, die immer unsere Besten gewesen waren! Die furchtbare Erschütterung, die unS fünf Jahre lang heimgesucht hatte, war zu stark gewesen: Ne hatte schließlich den Geist gehemmt. Verven und Muskeln gelähmt und bei Unzähligen auch das Gewissen verschüttet. Vernichtung. Tod. Untergang! — Wo blieb Ostern? Man sah zwar, daß auch nach dem dunllen Winter des JahreS 1918 19 schwellende Knospen neues Leben verhießen, man sah leuchtende Frühlingsblumen, aber an einen Frühling unseres Volksleben- wollte man nicht glauben. Die Stimme der wenigen, bie hofften und glaubten, und die unter unser Volk traten und. trotz Willkür der Feinde, trotz Kriegsnachblockade. trotz deS drohenden FricdenSdlktateS. das Gewissen der Qiationen auf rührten: .0. Ihr Kleingläubigen! Hosset. und ihr werdet leben, wurde nicht gehört. ss&S1* 31^5 c, > «2 crE » £ ; »S Unö nun sehe man, wie in den neun Jahren, die seitdem vergangen sind, von Tag zu Tag mehr die alte Lebenskraft im deutschen Volke wiederkehrte. Wiedas zehnte Osterfest doch für die meisten unter uns wieder ein Fest sieghaften Glaubens und unerfchütterlicher Gewißheit geworden ist: man kann unS fchlagen. aber man kann uns nicht vernichten: man kann uns verwunden, aber wir leben! Dann sieht man erst, wie wir Grund haben, dankbar zu fein. Gewiß ist die ganze Zeit, die neun langen Jahre, die hinter uns liegen, eine Leidenszeit gewesen, eine „via crucis“. Aber wir haben doch in diesen langen Jahren gelernt, uns wieder auf die Kräfte der Innerlichkeit zu besinnen und wieder Glauben an uns selbst zu gewinnen. Deutschland hat noch stets in den Zeiten der Rot seine besten Kräfte entfaltet, und was groß und stark am deutschen Volkstum ist. hat iroch immer seinen echtesten Ausdruck gesunden, wenn eS sich aus der Zeit der Trübsal emporkämpfte zu neuer Hoffnung. Eo müssen wir — trotz allen Tiebergang serschelnungen, trotz manchem, was uns auch heute noch in der Seele weh tut. die hinter uns liegenden Jahre der Leidenszeit unseres Volkes ansehen. Spreu scheidet sich von dem Weizen. Falsches vom Echten: wir schrei- tetvoran. , Wir haben auch erleben dürfen, wie der Haß der Welt gegen uns allmählich verstummt, seitdem man langsam einseheii lernt, daß der große Krieg nicht Deutschlands Schuld gewesen ist, sondern europäische Schicksalsverkettung. Dank fei denen, die ihre Lebenskraft an das mühselige Werk dieser letzten Jahre gewandt haben, die Fesseln z.u »ockern, die uns binden, und den Haß zu dämpfen, der uns den Atem nehmen sollte! Gewiß stehen wir erst in den Anfängen des großen Befreiungswerkes: noch harren schwierige Ausgaben der Lösung: noch gilt es für unser Volk, steile Pfade über Geröll und Schutt und durch wilde Dornen hindurch zu wandern. Aber Der Leidensweg, den unser Volk gehen muh. die „via crucis“, wird uns zum Heilsweg werden, zur „via salutis“. Doch nur, wenn wirglauben. Die Kleinmütigen und Derzagten unter uns sind zu schwach, diesen Wag zu gehen. Sie straucheln und fallen und reißen andere mit fich. Wir glauben an die Osterbotschast. Glaube gibt Kraft: Glaube gibt Hoffnung: Glaube gibt Gewißheit. Südtirol. Störung des deutschen Aadiodienftes. R o m, 5. April. (Priv.-Tel.) .Popolo d'Jtaliä' bringt eine Zuschrift aus Meran, in der daraus aufmerksam gemacht wird, daß die deutschen Rundfunkstationen mit ihrem Programm starken Einfluß auf das Deutschtum in S ü d t i r ol ausübten, was auch deswegen sehr toitifam sei, weil sehr viele Südtiroler kleine Empfangsapparate besitzssn. Das_ beste Mittel, diese deutsche Propaganda zu betämpfen. bestehe darin, in Bozen selbst eine radio telephonische Station von einer bestimmten Wellenlänge zu bauen, so dah Südtirol gezwungen fei, solange diese Bozener Station Dienst tue, ihre Darbietungen anzuhören, und damit zu verhindern, die deutschen Rundfuntstationen zu hören. Durch eine derartige Störung der deutschen Rundfunkpropaganda werde der italienischen Sache sehr gedient. 1 3 E3 " »5 : 89g ■ -ET” 2 ÜD'3rt.-v* immer mehr zu einer Interessenvertretung zu werden droht, Liegen die weltanschaulichen Kategorien, liegt die Scheidung der Geister in eine geistige Rechte und eine geistige Linke. Aber die Aufgabe der Ration als Ganzes verträgt nicht die Absonderung der geistigen Kräfte vom politischen Leben. Das könnte nur zur Gründung einer Partei der geistigen Arbeit führen. Wir haben genug an Zersplltterung. Es gilt, gerade den umgekehrten Weg zu beschreiten. Die Form der politischen Gruppierung ist eine Form des gemeinschaftlichen Lebens. Parteien und Parteiung sind die natürlichen Wege zur Verbindung. Wohl aber kommt es darauf an. diese alten Formen mit neuem Sinn 2.= ?' s-Z ■;3 a £, & ;■ 7 iS “. r‘ o A 5 0 2 r-’ *2 < 7 « "■ »sjj'i6' __- Ai»lS ift ” cf -"1- iSZ*™ SS cß 3 § (fi s S _ r. a < c- 0" । & Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oderhesfen vni« und Verla,- vrSHI'Iche UnIveifilSlr-vaq- inö SteiH&raderei R. Sange tn ««»en. Sd)riftlttt»ng und Seschästrjtele: SchaNtt-z« r = n n Je» c V- 6) * hineingeht, sich mit anderen für etwas einsetzt. -n -tu.--------- . Wir sind allesamt nur ein Glied einer Aschen, unausgeglichenen Wesen des politischen ewigen Kette. Wenn unsere Jugend und unsere Lebens viel deutlicher tritt sie an jenen Stellen geistig tätige Mitwelt in diesem Frühling und Autaac ’ too wir frisch sprudelnd die Quellen des in diesen Ostertugen erkennen lernt, daß sie nur L-istLn L^ns di- Gliche Sunil ,u als Sli-d-r di-,-- K-tt- -was sind und -Uvas llnden hoffen. Was nutzen uns Dürerseiern, bedeuten, und daß, toenn fie sich absondern. festliche Reden, wenn das deutsche künstlerische im Für-sich-sein sie nichts sind und mch^ wer- Leben völlig schematisiert wird. Die Derar- den können, dann Ware für unsere Zukunft mehr muna der Ration bringt die Ausgabe der Be- gewonnen, als es der einzelne ahnt. Die Mauern treuung der Kunst in allen ihren Formen immer der Knechtschaft und ^n^eiheit werden rncht mehr in die Hände der öffentlichen Gewalt. Lang- mit einem Posaunenstoß von Jericho, sondern fam aber unaufhaltsam wird der ursprüngliche nur n Saher Pf 1 i ch t e r f u 11 u n g im Kunstsinn und Geschmack verdorben. Die Der- Sinne des nationalen Kampfes für alles Gute, städterung des Volles verschlingt weitere Opfer. Schöne und Wertvolle mebergenffen werden. An den kommenden Kämpfen wird zum ersten- -------- mal die inzwischen in Hunger, Rot und Enge f, — , . / - früh gereifte R a ch k r i e g s z u g e n d teilneh- ^NWM0ff dkl VtreieMÜNN. ek"iü6felbftft^“OTaffc ^worden.^ Sie ist^ge- Ter Vottskommissar oift nicht im Bilde", nährt von Skepsis und Kritik. Sie ist reif Berlin,?. April. (IDIB.) Reichsauhenminiftcr und unreif zugleich. Sie hat viele Erfahrungen 5frcfcmann empfing am Donnerstag den hinter fich, und dennoch fehlt ihr d.,1 c Er- stellvertretenden vollskomrniffar für auswärtige An- ^^unflVn%^T“ob7' ^^(en »er Sowjetunion, Cilwinoff der in sich das Wissen und das Pflichtbewuhtsein von dem Botschafter der Sorojetumon In Berlin, hegt das die Aelteren zu der größten Lei- I Krestinski, begleitet war. Es fand eine längere " . —" 1 Aussprache statt, an der auch der Leiter der Ostab- teilung im Auswärtigen Amt, Dr. 0. D i r k s e n , teilnahm. In polUischen Kreisen verlautet, dah die Unterhaltung sich auf die aktuellen Fragen d« deutsch-russischen Politik und des Ostens über- Mitglied des Reichstags. ' Eigene Drahtmeldung des „Ttehener Anzeigers-. Kurze Tage festtägli^ St^ung lie^ mxh ^^^g' lin^ReiA" ^r^pätjcher ^..ptstäd^. Massen, die sonst stumm zur Seite Heben,t i 0 n i e r e n des Dawesplanes, dann aber den auS der p°^"s^ ^gefch'edenh^t m^ Reoisionsmöglichkeiten zu unterhalten. Bisher 'N da« Gedränge M Äamjfc* °IS Richter über * a unwidersprochen geblieben, dah er an Leben und Tod dec einzeliien Pa g v Gesamtlösuna des Reparattonsproblems aber traut^der Un^fa «Enhe^^id G^ arbcikt Aufgabe besteht eigentlich nur dann, d^^ ^ren^^steickünsten^der lleberredung. der die Aussühnung des Dawesplanes zu überwachen, Werbung ^derDernebelung. Der Zufall entscheidet dafür zu sorgen, daß wir regelmahig unser« 3ahlun- vo?itifche Willensbiwung. Die Laune der aen leisten und nur die Gläubigerstaaten aus Mih- Mass en^^ da SP 0 llti sche Wetten ja. vielleicht gibt stände oder auf eine etwaige Leistungsunfah.gkeit ein wtrllicher Regentag den AuSschlag, der em Deutschlands aufmerksam zu machen. Herr Parker paar hundert ober tausend Wähler von dem Gilbert, der sich allmählich zu einem auherordent ich Dana an die Wahlurne fernhält. Es ist wahr- guten Kenner unserer ymary- und Wirftchafts- haft Aschwer in diesem Blitz und Donner der Verhältnisse entwickell hat und der genau roeifc, bis Dahlpropaganda und der Wahlentscheidung einen zu welchem Grade wir zahlen können, ohne daß einen Funken göttlicher Vorsehung zu erkennen, darunter unsere Zahlungssähigkeit leidet, hat schon Die Frage ist. ob es uns diesmal besser ge- in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, daß er zu lingen wird, vor der Entscheidung dieses Volles, feinem Ausgabenkomplex die Behandlung des Re- dem sein Frühling immer noch versagt ist, dem parationsproblems von der hohen Warte des un- unvergängliche n Etaatsgedanken der überpersön- parteii[d)en Schiedsrichters herab betrachtet. Wie es lichen Verpflichtung zum Dienst am Ganzen f^cim, hat man auch in London, Paris, Rom, größere Scharen von Mitkämpfern zu gewinnen. Brüssel und auch in Washington ihm stillschweigend Liegt in den Zuckungen des Landvolks mehr y^cht ein geräumt, Vorarbeiten für Ausräumung als eine vorübergehende Auflehnung gegen &er internationalen Schulden im Zusammenhang Steuerdruck und Wirtschaftsnot, der mit dem mit Umwandlung der Reparationen in eine feste Mittel der Rothilfe bei aller Anerkennung ihrer Kriegsschuld zu leisten. Er ist schließlich auch der einfachlichen Bedeutung nicht grundlegend beizu- | ^ann der imstande ist, Vorschlä« zu machen, die Erfolg versprechen. Ehe er jedoch so weit ist, wird er noch mehr als einmal mit den verschiedenen Regierungen gesprochen haben, da schließlich das internationale Schuldenproblem noch eine politische Seite hat. Verfrüht ist es dagegen, heute schon irgend einen festen Zeftpunkt für Verhandlungen über die Reparationssumme und die damit zusammenhängenden Fragen zu nennen. Einmal müssen die Wahlen in Deutschland erst vorübergegangen fein, zum anderen wird man so lange warten müßen, bis der neue amerikanische Präsident sein Amt angetreten hat, weil er ein gewichtiges Wort mitsprechen wird. Die Wahlen in Nordamerika fnrden im Herbst statt and e r st im März nach st en Jahres zieht der neue Prösi- bent in das Weiße Haus in Washington ein. Von diesem Augenblick an kann man sich mit einem Termin beschäftigen, zumal fich bis dahin auch heraus- Die Oürerfeier. Zm Reichstag. Berlin, 6. April. (WT2.) 2m festlich geschmückten Plenarsitzungssaal deZ Reichstags fand heute mittag die von der Gesellschaft für Deutsches Schrifttum veranstaltete Dürer- feier anläßlich des 400. Todestages Dürers statt, an der sich etwa 3V Vereinigungen beteiligten. Vach einigen Chorgesängen schilderte Dr. Hermann Christians das Wirken und Schaffen des Künstlers, der die Stimme der Seele seines Volkes gewesen fei. Darauf hielt Dr. h. c. W i l- helm Schäfer die Festrede, in der er einen Lieberblick über den künstlerischen Werdegang und das Schaffen Dürers gab. Er schloß mit der Mahnung, den großen Meister, den Führer und Träger der deutschen Kunst, nicht nur zu feiern, sondern auch Hüter seines echt deutschen Wesens und seiner Schätze zu sein. Rezitationen von Dr. Gustav Manz und weitere Vorträge des Chores schlossen die Feier. An Dürers Grab. Nürnberg, 6. April. (WB.) Albrecht Dürers Grab auf dem alten Johannes-Friedhof war daS Fiel vieler Tausende von Verehrern seiner großen Kunst. Der bis in die späten Abendstunden dauernde Vorbeimarsch der langen Arche Vesucher Schritt für Schritt und in ehrfurchtsvollem Schweigen gab einen außerordentlichen Eindruck von der großen Verehrung des Meisters, an dessen mit Lorbeergewinden und Lorbeerkränzen reich geschmückten Ruhestätte sich alsbald Dlumenspende über Vlumen- spenüe als Zeichen dankbarer Gesinnung für Freunde und Erhebung durch Dürers Kunst häuften. Seine Vaterstadt hatte auf dem Rathaus halbmast geflaggt. Nachmittags um 3Llhr fand eint Gedeickfeier am Grabe statt. Volksbegehren gegen die mecklenburgische Regierung. Schwerin, 6. April. (Priv.-Tek.) Nach einer amtlichen Mitteilung ist das vom Landbund gegen die mecklenburgische Staatsregierung beantragte Volksbegehren auf Anklage beim Staatsgerichtshof wegen rechtswidriger Zueignung fremder Gelder nach eingehender Prüfung zugelassen. Der Landbund begründet feine Anklage damit, daß die mecklenburgische Regierung nicht berechtigt war, die ihr vom Reich überwiesenen Notstandsgelder erst nach drei Monaten auszuzahlen und diese auf noch rückständige Steuern anzurechnen. Die Ein- zeichnungslisten für das Volksbegehren werden am 22. April geschlossen. Gegen den Anschluß Waldecks an Preußen. Kassel. 6. April. (Landespressedienst) Der Kampf gegen den soeben beschlossenen Anschluß Waldecks an Preußen treibt sonderbare Blüten. Der Waldecker Wirtschafts - b u n d, der bereits früher dafür etngetreten war, daß der Anschluß nicht an Hessen-Nassau sondern an Westfalen erfolgte, hat beschlossen, beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Deich eine Nichtigkeitsklage gegen die letzten Daldecker Landtagswahlen vom 17. Mai 1925 etn-ureichen, um auf diese Weise gleichzeitig die Nichtigkeit des von dem Landtag beschlossenen Anschlußvertrages durchzusetzen. Die Klage stützt sich darauf, daß das l Wahlgesetz die Rechte der Splitterparteien beschränkt habe. Da die Hinausschiebung des An- ^fchlusses schwere wirtschaftliche Nachteile für , Waldeck mit sich bringen würde, so hat Landes- ' direkwr Dr. Schmieding dem Wirtschaftsbund mitgeteilt, daß man ihn für den Schaden haftbar machen würde, wenn durch seine Schuld das Inkrafttreten des Anschlußvertrages hinausgeschoben würde. Reinemachefrauen regieren im Reichstag. Berlin. 7. April. (Eigene Meldung.) Der Reichstag ist soeben auseinandergegangen und allsogleich hat daS große Reinemachen im Wallotbau seinen Anfang genommen. Vom Keller bis zum Dach wird gelehrt, geschrubbt und gefegt, Malerarbeiten werden ausgeführt und wo es notig war, Renovierungen vorgenommen. Die Büsten und Mauergesimse werden vom Staub bcr_ Arbeitsjahre des vergangenen Reichstages gesäubert. Statt des Heeres der Parlamentarier waltet einHeervon Scheuerfrauen, mit Schrubbern und Besen bewaffnet, ihres Amtes, und hantteren in dem Allerheiligsten der Volksvertreter. daß es nur so eine Art hat. Ganz ausgefegt von Parlamentariern ist freilich der Reichstag doch noch nicht, denn hin und wieder findet noch einmal irgendeine wichtige Besprechung in einem der gerade nicht von der Reine- mochewut betroffenen Fraktionszimmer statt. Auch im technischen Betriebe des Reichstages hat die Rationalisierung bedeutende Fortschritte gemacht: während früher die riesigen Teppiche der Wgndelgänge mit der Hand ausge- klopft werden muhten, sind heute mehrere große eingebaute Dacuummaschinen am Werke, die von 18 Wann bedient werden müssen. Während die jetzigen Reinigungsarbeiten gewissermaßen nur als Vorarbeiten angesehen werden, geht die eigentliche Säuberungsaktion aber erst nach Ostern vonstatten Aus aller Wett. Folgenschwerer Gasrohrbruch. — vier Tote. 3n Aachen platzte in der vergangenen Nacht gegen 4 Llhr. vermutlich durch Erdsenlung, ein großes Gasrohr. Das Gas drang durch den Keller in das Hails Wiesenstrahe 5 ein und versperrte den in den oberen Stockwerken wohnenden Familie den Ausweg. Lieber zwei i mechanische Leitern wurden mehrere Personen ' ins Freie geschafft. Vier Personen haben ' schwere Gasvergiftungen erlitten. Bei der An- i fahrt der Motorspritze brach das Erdreich plötz- > sich zusammen, und das ausströmende , Das entzündete sich. Die Flammen schlu- ' gen bis über den Nlotorkühler hinweg. Den an- • gestrengen Bemühungen der Feuerwehrleute gelang es im letzten Moment, eine Erplosion zu verhüten. Wie sich erst in den Morgenstunden herausstellte, ist bei dem Gasrohrbruch das GaS auch in ein Haus. daS dem zunächst betroffenen , Hause Wiesenstrahe 5 gegenübcrliegt ein- > gedrungen. Gegen ’ .11 Llhr wurde man auf hie I Ser Colmarer Auionoinijlenprozeß. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers'. Berlin. 7. April. 3n diesen Tagen wird endlich der von allen Seiten mit größter Spannung erwartete Prozeß gegen das elsässische Hochverratskomplott beginnen. Aus allen Teilen der Welt haben sich die Pressevertreter angemeldet. Die französischen Blätter, die darauf Hinweisen, daß der Prozeß gegen die 22 „Hochverräter" im gleichen Saale verhandell werden solle, in dem vor genau einem Jahre der große Sensattonsprozeß Haegy- S>elfei) stattgefunden hat. betonen schon jetzt, daß c'xrankreich mit diesem Prozeß im Elsaß reine Wirtschaft machen wolle. Für ben Prozeß, der im Colmarer Schwurgericht stattfindet, ist zunächst eine Dauer von 14 Tagen vorgesehen. Aus Amerika sollen die Berichterstatter bereits in der kommenden Woche abreifen, um den Verhandlungen beizuwohnen. Don den Elsässern, gegen die eine Anklage erhoben wurde, sind am Montag neun Pers onen aus der Haft entlassen worden. Unter ihnen ein Bäckermeister, der nach den Berichten der französischen Zettungen das Kommißbrot für die auio- nomistische Schutztruppe im Mobilmachungsfall hätte liefern sollen, weiter ein Straßburger Fuhrunternehmer. der seine Lastautomobile für die autonomistische Propaganda überlassen haben sollte und schließlich ein Schreiber, ein Ofensetzer, ein Bankangestellter usw. 15 Angeklagte befinden sich in Haft und sieben konnten nicht erfaßt werden, da fie im Auslande weilen. Die Anklage spricht von einem Komplott gegen die innere Sicherheit des Staates. -Unter den 15 Verhafteten befinden sich Dr. 2 i ck l i n, der frühere Präsident des elsaß- lothringischen Landtags, der jetzt die Führung des autvnomistischen elsaß-lothringischen Heimatbundes inne hat, Prof. R o s f der Führer der Lehrer- und Beamtenschaft, der seinerzeit wegen Unterzeichnung des Heimatbund-Manifestes seiner Stellung als Mtttelschul-Prvfessor enthoben wurde und seitdem Chefredakieuer des Elsässer Kuriers, des großen Oberelsässischen katholischen Tagblattes ist. Weiter ist der Abbe Fasyauer. Rosses Vorgänger in der Leitung des Elsässer Kuriers und einer der geistigen Führer der Heimatbewegung in Haft. Die Namen der übrigen Verhafteten sind Paul Schall, Karl Heil, Rene Hauß, der Sohn des ehemaligen reichsländischen Staatssekretärs. 2em? Schlegel. Charles Baumann, Joseph Kodier, H. R e i s a ch e r, Eugen Würtz, die Ruhe im Erdgeschoß des Hauses aufmerksam. Man drang ein und fand eine vierköpfige Familie, Vater, Mutter und zwei Töchter im Alter von 18 und 20 Jahren tot auf. Der Vater muß den eindrrngenden Gasgeruch noch toangenommen haben, denn er war in das Schlafzimmer seiner Kinder gegangen, um diese zu retten, und war dort mit einem Mädchen auf dem Arm zusammengebrochen. Brand im Hasen von Havanna. Donnerstagnacht um 10 Uhr ist in der Petroleumraffinerie her Standard Oil Company in Regla gegenüber Havanna ein Brand ausgebrochen. Dis jetzt sind 11 bet 102 Rohöltanks der Anlage, die mit einem Aufwand von 15 Millionen Dollars errichtet worden ist, von Feuer zerstört. Es erfolgten mehrere Explosionen. Die Einwohner flüchteten sich an Bord des im Hafen liegenden amerikanischen Schlachtschiffes „Wyoming" und des kubanischen Kriegsschiffes „Kuba". Da auch der Hafen von dichten Rauchmassen erfüllt war. setzten die Kriegsschiffe ihre Scheinwerfer in Tätigkeit, um den Booten Der Flüchtigen den Weg zu weisem Da weitere Explosionen drohten und die flammenden Oelmengen sich auf dem Wasserspiegel des Hafens auszubretten begannen, muhten die in der Nähe des Brandplatzes liegenden Schisse ihre Ankerplätze weiter hinaus verlegen. Da im Laufe des Morgens der Wind gedreht hat, hofft man eine Entzündung der übrigen Petroleumstanks, in denen noch etwa drei Millionen Gallonen Brenn st offe lagern, verhindern zu können. Es wurden 80 Personen verletzt, darunter elf Matrosen des Linienschiffes „Wyoming", dessen Mannschaft sich an der Belämpsung des Brandes beteiligt hatte. Der Sachschaden wird bis jetzt auf zwei Millionen Dollar gesetzt. Empfang deutscher Pädagogen in dec Lolumbia-llniversttök. Das internationale Institut für Lehrer höherer Schulen an der Columbia-Universität Neuyork veranstaltete einen Empfang für die auf einer Studienreise begriffenen deutschen Pädagogen. Präsident Butler, der die deutschen Gäste begrüßte. sprach sich für bessere internationale Zusammenarbeit der Pädagogen zur Förderung der Weltkultur aus. Professor D e w e y führte aus, daß die mangelnde Zentralisierung des amerifa- nischen Erziehungswesens den deutschen Pädago- gen das gewünschte Studium der amerikanischen Verhältnisse erschwere. Namens der deutschen Gäste danlte Dr. Franz H i l k e r - Berlin und kündigte die Ueberreichtlng einer Sammlung von 500 Werken über deutsches Erziehungs- Wesen als Gabe der deutschen Verleger an. Therese Neumann. Der ,Bayerische Kurier" in München bringt über Konnersreuth folgende Mitteilung. 3n der gegenwärtigen Fastenzeit treten bei Therese Neumann die Freitags-Leiden in höchstem Matze auf. Von Freitag zu Freitag steigerte sich die Blutabfonderung. Auch die Wundmale an Händen und Füßen bluten, jetzt im Gegensatz zu früheren Zeiten. Die absolute Nahrungslosigkett hält seit Weihnachten 1926 ununterbrochen an. während die Dlutabsonderung am Freitag sich fast verdoppelte. Der Bau der Zugspihenbahn. Das bayerische Handelsministerium hat die Gene h m i g u n 8 Zum Ban und Betrieb der Zugspitzbahn erteilt. Die Urtternehmecgruppe besteht aus der Allgemeinen Lokalbahn und Kraftwerke A.-G. in Berlin, der Bank elektrischer Werte A. G. in Berlin und der Süddeutschen Treuhand A.-G. in München. Die Bahn soll als Reibunas-und Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen auf die Platt und non dort als Standseilbahn elektrisch betrieben werden. Die Fahrgäste werden fonad) o b n e il m ft e t g c n von Garmnch-Parten- hrdxn über eibfee zur Station Platt befördert. -Bon hier aus fuhrt fie eine auf Schienen saufende Schwägerin des Abbe Fashauer. Frau 'Agnes Fashaue r. Marcrl Stürmet Henri S ol- veen, der Führer der elsaß-lothringischen Künstlergruppe umd schließlich der Geometer Friedrich Schweitzer. Die im Abwesenheitsverfahren engen egten Elsässer find der Landessekretär des Heimatbundes Dr. Roos, der evangelische Pfarrer Hirtzel, der ehemalige Postdirektvr Pincl, der wegen Komplotts gegen die Sicherheit des Staates zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilte, dann nach 28 Monaten des Landes verwiesene Elsässer Rene Cefar Ley. Dr. Ern st. der Herausgeber der Berliner Alt- Elsaß - Lothringischen Monatsschrift Elfah- Lothringen, der vor kurzem im besetzten Gebiet verhaftete, dann vom Mülhauser Llntersuchungs- richter wieder entlassene Eugen Z a d o ck und der Lehrer Joseph Schmidlin. Die Verteidigung der Angeklagten haben die vier elsässischen Rechtsanwälte 3 a e g l e, Zilliox, Klein und Peter, ferner der bekannte Pariser kommunistische Anwall B e rthon und der bretonische Advokat F e i 11 e t, eine führende Persönlichkeit in der Autonomiebewegung der Bretagne übernommen. Nach der bisherigen Art der Llntersuchung steht man mit größtem Mißtrauen den bevorstehenden Verhandlungen im Elsaß gegenüber. Ob Frankreich auf diese Weise zurecht lommen wird, ist sehr fraglich. Hier handelt es sich um einen Kampf, der vor Gericht nicht erledigt werden kann. Die Zeit wird stärker fern als Gerichtsurteile. Im Gefängnis von Mülhausen. Köln, 6. April. (TU.) Nach Berichten der „Äöln. Bolksztg." haben die von den Franzosen verhafteten Autonomisten eitdlich nach drei Monaten Näheres über den Grund ihrer Verhaftung erfahren. Die 50 Seiten umfassende Anklageschrift wurde ihnen vorgelesen. Hierbei kam es zu einem unliebsamen Zwischenfall, als der ehemalige Landtagspräsident Dr. Ricklin seine Mitgefangenen, die er noch nie gesehen hatte, in entsprechender freundlicher Weise begrüßte. Der Untersuchungsrichter bezeichnete sein Betragen als ungehörig und erteilte ihm eine Rüge. Es soll sich ferner herausgestellt haben, daß die Gefangenen während der ganzen Dauer ihrer Haft keinem Gottesdienst beiwohnen durften, obgleich sie mehrfach darum gebeten hatten und ein Geistlicher sich unter ihnen befindet. Seilbahn zum Gipfel der Zugspitze. Bei der Station Platt ist die Errichtung eines Gasthofes geplant. Mil , den Arbeiten soll noch in diesem Fahre begonnen' werden. Die Bauzeit ist auf etwa drei Fahre geschätzt. Slrasaussehung für einen zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilten. Das preußische Justizministerium hat den ehemaligen Hilfsgendarmen D u j a r d i n. der im Jahre 1919 unter der Anklage der Ermordung des Gutsbesitzers 3 a q u e t vor dem 3nsterburger Schwurgericht gestanden hatte, und zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden war, für die Dauer von einem 3ahr aus der Sttafhast beurlaubt, um ihm Gelegenheit zu geben, das Wiederaufnahmeverfahren frei und ungehindert zu betreiben. Dujardin hat sich während der neun Fahre, die er bis jetzt im Zuchthaus verbrachte. mit Hilfe seines Verteidigers, des Rechtsanwalts Schönberg-Tilsit, beständig bemüht, ein Wiederaufnahmerverfahren durchzusetz^n. Zwei dahingehende Anträge waren vom Landgericht abgelehnt worden, weil dieses die von der Strafprozehordnung hierzu geforderte ^Beibringung neuer Tatsachen" nicht als gegeben ansah. Der Verteidiger wandte sich an das preußische Innenministerium, das die Akten einforderte und sie durch den kriminalistischen Sachbearbeiter des Ministeriums, Regierungs- und Kriminalrat Dr. Kopp, bearbeiten lieh. Dr. Kopp legte in einem Gutachten dar. daß im Ermittlungsverfahren, das ohne Hinzuziehung eines Kriminalbeamten durch das zuständige ländliche Amtsgericht vorgenommen worden war, grobe Llnterlass ungen und Fehler begangen worden seien, und daß unzweifelhaft ein Fehlurteil vorliege. Auf Grund dieses Gutachtens hat das 3ustizministerium unter erstmaliger Abweichung von der bisherigen Praxis die Strafaussetzung verfugt. Schwere Folgen jugendlichen Htbermuteß. 3n Friedland iMecklenburg) brach der Maurer Dörnbach, als er aus einer Kammer Baugeräte holen wollte, beim Anlassen des Türdrückers plötzlich tot zusammen. Der Stellmacher Zimmermann und der Statthalter Johanns, die dem Verunglückten zu Hilfe eilen wollten, wurden beim Berühren des Drückers von einem elektrischen Schlag getroffen und trugen Verbrennungen an den Händen davon. Die an der Llnfallstelle erschienene Gerichtslvmmissum stellte fest, daß von einigen Knaben im Alter von 10 bis 14 Jahren die Lichtleitung mit dem Türdrücker verbunden worden war, nm den Maurer zu erschrecken. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und drei Kinder. Lin 14jähriges Mädchen von Einbrechern entführt. 3n der Nacht erschienen auf dem Berliner Grundstück Dadstraße 34 etwa 10 vermummte Gestalten und entführten die 14jährige Tochter des Portiers Wagner, die seither spurlos verschwunden ist. Die Tochter des Portiers soll schon seit längerer Zeit zu einer Sin- brecherbande enge Beziehungen unterhalten und erst kürzlich bei einem Villeneinbruch a 1S Aufpasserin gedient haben. Das Kind sollte vom Vater am Mittwoch in Fürsorgeerziehung gebracht werden und wurde streng bewacht, weil man wußte, daß sie sich mit Fluchtgedanken trua. Als die Männer, bei denen es sich vermutlich um die Einbrecherbande handelt, nachts auf bisher noch ungeklärte Weise in das Haus eingedrungen waren, stieg einer von ihnen auf das Dach und half dem Mädchen an einem Sell auf den Hof des Nachbargrund stückes hinabzu- Efetteni. 3nzwifchen war der Vater feiner Tochter nachgeeilt, muhte aber die Verfolgung einstellen, da die Verführer ihn mit Revolvern bedrohten. Die polizeilichen Srmitllungen nadf dem Verbleib des Mädchens find bisher ergebnislos oer laufen Aus der provinzialhoupistadl. Gießen, den 7. April 1928. Ostern. Es war ein Vortrag ungesagt worden über das Thema ,Das Leben nach dem Tode." Ser Redner hxtr als ein ernsthafter Mann bekannt, darum hatten sich diele in dem Versammlungsräume eingefunden. Feierliches Harmoniumspiel leitete die Veranstaltung ein. der Vorttagende entwickelte in ruhiger Weise feine Gedanken. Er ging von dem Gegensätze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits aus und stellte fest, daß es nach der Ansicht vieler zwischen diesen beiden Welten eine Scheidewand gäbe, die die Menschen gern durchdringen möchten. „Es sind viele", so führte er aus. „die hierbei zu dem modernen Aberglauben ihre Zuflucht nehmen und durch den Spiritismus oder das sogenannte Hellsehen ihr Ziel zu erreichen suchen Doch, das sind müßige und verwerfliche Spielereien. Die Wahrheit ist, daß es ein 3enseits überhaupt nicht gibt, der Glaube atueirte jenseitige Welt ist ans dem Wunsche des Nkenschen her- vorgegangen, der sich gegen die Vernichtung sträubt und aus feiner Phantasie heraus sich eine zukünftige Welt gestaltet, in der alle Erdenmängel aufgehoben sind. Wit dem Lode -ist alles aus. Für den. der sich zu dieser Erkenntnis vurchgerungen hat. ist die Scheidewand gefallen, ist der Vorhang weggezogen, denn hinter diesem steht einfach das Nichts. Es gibt ein Leben nach dem Tode, aber nur in dem Sinne, daß andere nach unserem Tode leben. Weil das der Fall ist, so muß es Aufgabe der jetzt noch im Sonnenlichte dahinfchrettenden Menschheit fein, alles auf Erden gut und weise einzurichten, die kommenden schönen Zeiten, gewissermaßen dos goldene Zeitalter, von dem dir Griechen geredet haben, vorzubereiten, damit einmal Friede. Liebe. Gerechtigkeit. Vollkommenheit auf der Erde sind und die zukünftigen Geschlechter daS Glück haben, das uns versagt ist." Harmoniumspiel folgte dem Vortrag, die Zuhörer gingen still und. wie es schien, bedrückt aufeinander. Was dieser Redner sagte, ist scheinbar sehr einfach und sonnenklar, gegen seine Ausführungen erheben sich aber sofort die stärksten Einwendungen. Gegen den Gedanken an das Nicht- im Jenseits tritt ein sehr bedeutungsvoller Zeuge auf. das ist die Geschichte. Sic bezeugt, daß Völker ohne Ewigkeitshoffnung keineswegs eine zukünftige goldene Zeit herauf führen, sondern daß sie untergeben. Die Römer waren in der Kaiser- zeit ein geistig hochentwickeltes Volk, sie beherrschten den damals bekannten Erdkreis. Alles war bei ihnen auf das Diesseits gegründet, übet den Glauben an das Jenseits lachte man. tn Dom, in Mantua und in Kalabrien. Die Folge war eine grenzenlose moralische Verwilderung. Der Historiker Ludwig Friedländer entwirft von dieser Verderbnis ein erschütterndes Bild. 3n allen italienischen Städten, vorab in Rom. ein Heer ovn Stellensäacrn, Bettlern. Erbschleichern. Astrologen. DaS Volk war nur zufrieden bei schwelgerischen Gostmahlern und bei Zirkusspielen. wo eine wilde taufendköpfige, essende, trinkende, lachende, rafende Menge zusah, wie unglückliche Kriegsgefangene gegeneinander kämv- fen mußten. Die Sittengeschichte Roms ist ein Kommentar zur Offenbarung Johannis, und zwar zu den Stellen dieses biblischen Buche», die von den sieben Engeln berichten, die tn die Posaune stoßen, woraus Haael, Feuer. Blut und Finsternis auf die Erde fallen und Hunger, Krieg und Pestilenz die Menschheit vernichten. 3n diese Welt trat das Christentum ein als eine alles überwindende, sieghafte Macht. WaS der jungen Bewegung den Sieg gab, sagt Paulus, der im 3ahre 61 nach Italien kam „Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, je find wir die elendesten unter allen Menfchc a. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten. . . . So die Toten nicht auferstehen, lasfet uns essen und trinken,- denn morgen sind wir tot. . . . Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, durch unseren Herrn Iesum Christum." Nur der Glaube an die Auferstehung Jesu ovn den Toten und die damit zusammenhängende Hoffnung des ewigen Lebens gab dem Christentum den gewaltigsten Impuls, den die Weltgeschichte kennt. Dieser Glaube hat die Jünger Jesu, denen seine Auferstehung zuerst ein .Märlein" dünkte, allmählich ergriffen. Aus den biblischen Berichten geht d utlich hervor, daß sich nach der Kreuzigung auf Golgatha etwas Großes zugetvagen hat. das die Junger gänzlich um- wandelte. eine Llmwandluna, die sie auf die Gewißheit zurückführten, dar ihr Meister nicht ohne den Glauben an eine Fortdauer der Seele im Tode geblieben sei. Ohne diese Gewißheit, nach dem Tode gibt es keinen wahren 'Fortschritt, gibt es kein selbstloses Streben auf der Welt. Ohne diesen Glauben wären die Menschen die elendesten Geschöpfe unter der Sonne: denn es gibt keinen größeren Schmerz als den um einen geliebten Toten, und kein stärkeres Grauen als das, im Tode wesenlos dahinzufähren. Der Vorhang zwischen Diesseits und Jenseits ist in der Tat weggczogen, aber nur durch Jesus und feine Auferstehung, die die Christen in den Tagen des beginnenden Frühlings, am Osterfeste mit Dank und Freude feiern. H. B. Internationales Schachturnier in Gießen. Karfreitag wurde die erste Runde im Meisterturnier zu Gießen gespielt. Sämtliche Partien fanden ihre Erledigung. Dr. Ära em er Der eine Vertreter deS Gießener Schachclubs brachte bereits nach zehn Zügen gegen Dr. Tarta- ko w e r in einer indischen Partie ein völlig Verfalles Figurenopfer, woraus er nach 31 Zügen die Waffen strecken mußte. Im Gegensätze hierzu konnte der andere Gießener Vertreter Dr. Bechstedt gegen Frhr. v. Holzhausen im 22. Zuge ein auf mehrere Züge ausgerechnetes glänzendes Figurenopser anbringen; bereits im 28. Zuge gab Herr v. Holzhausen die unhaltbare Position auf. Der Wie er Krnoch to:.lc gegen Orbach als Weißer die spanische Partte und erhielt einen äußerst starken Angriff; in beiderseitiger größter Zettnot brachte er icdvch ein verfehltes Figurenopfer. Nach einer lleinen Differenz wegen Zeitüberschreitung einigten sich beide Gegner auf Remis. Eine äußerst verwickelte Partie war die von S ä m i s ch gegen R i H 3n einer Damen-indischen Partte eroberte Eämisch einen Bauern; im weiteren Verlauf gewann Ritt die Qualität, konnte jedoch bei der nun einsetzenden umsichtigen Der- Mbbtrriit'gimj ÜbbaBuitg nor Qrfnutgtn Dienst Nachricht«*. Sauter *Ow Wetterlage WM 2*f Saat-Kartoffeln I Kalk 3722D Saat- und •Seo Braut auf Wunsch unverbindlich Modehaus Salomon 37530 -Kränze -Schleier - Seide -Handschuhe -WäSChe 33678 frühe und späte Sorten von nordd. Shatbaustationen, empfiehlt billigst H. TrechSler, Steinstr. 73 Grau- und Weiß-Stück von bester Qualität und größter Ergiebigkeit zu billigstemPreis gebraucht hat» durch dessen Gebrauch wird der Blutzustand verbessert, Körper und Geist gekräftigt, der Appetit gehoben. Leeiferrin schmeckt sehr angenehm, wird gut vertragen, macht nicht korpulent. Preis M. 1.75 Grosse Flasche M. 3.— Za haben in den Apotheken und Drogerien. GALENUS Chem. Industrie, Frankfurt-M. 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TBL und empfahl allen Kollegen, der Versicherungsanstalt für ge- meindliche Beamte begüterten Den Wald besitzenden Gemeinden empfahl er den Beitritt zum Hessischen Waldbefitzervervand. Ium Schluß wurde noch der (Snttoirrf der neuen Besoldunge- ordnung bei arm tgt geben. woran sich eine allge» meine Aussprache anschloß. " Der HubertuS. Verein toeib- gerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt am Mittwoch im Hessischen Hoi" seine lehr gut besuchte Aprilvcrfammlu7»g ab Tlad» einem turzen Bericht des ersten Vorsitzenden. Pascoe. Dutenhofen, über den Stand der Vorarbeiten für die Anlage jagdlicher Schieftstänte. sowie für die Verbandsjugendsuckte galt die HauptarbeU der Vorbereitung einer energischen Krähen- befämpfung. Die Iagdfcindlichleit der Krähen alS Feinde von Gelegen und Jungwild, sowie als Verschlepperm von Seuchenkeimen im Aevler, ist hinlänglich bekannt, um daraus ihren volkswirtschaftlichen Schaden zu ermessen. _ Hinzu kommen die Klagen der Landwirtschaft über di« starke Krähenzunahmc. ®in auf Veranlassung der hessischen Regierung durch die Kreisämter verschicktes Rundschreiben, daS zu energischerer Be- tämpsung auffordert und die Prämien wesentlich erhöht, ergänzte sich daher gut mit den Absichten, die der Verein befolgte. Als Be- kämpsungszeit ist die Doch« nach Ostern vvr- aesehcu. die Organisation übernimmt der Verein. Weiter wurden Maßnahmen besprochen, die geeignet erscheinen, den allgemeinen Fasanenbesatz m den nächsten Jahren rascher zu heben. Schließlich wurde bekanntgegeben, daß ein bekannter Wilddieb durch den von dem Verein bereits ausgezeichneten Jagdaufseher eines Mitgliedes wiederum erwischt und diesmal zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Zur Förderung der Deobachtungen über den Zusammenhang von Leh- alter und Dehörnenttvicklung wurde die Anschaffung einer Lehrmodellsammlung von der ..Gesellschaft siir Iagdkunde", der der Verein an- geschlossen ist. beschlossen. •• Don der Hniberfität Frankfurt. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil hervorgcht. ist daS Vorlesungsverzeichnis der Universität Frankfurt für das Sommer Halbjahr erschienen. Es umfaßt alle Vorlesungen aus der juristischen, medizinischen, philosophischen, naturwissenschaftlichen. Wirtschafts-- und sozialwissenschastlichen Fakultät. Hessischer AerlehrSverband Die auf Mittwoch nach Bensheim einberufene Vorstandssitzung des Hessischen Verkehrs-Verbandes hatte sich vornehmlich mit der Frage der Beteiligung des Verbandes an der gemeinsamen Werbearbeit für die besetzten Gebiete zu befassen. AlS Vertretung des Verbandes im ncw gegründeten „Arbeitsausschuß der Verkehr s v e r b ä n de der besetzten ®e- Bauhandwerker. Volontiere new. erhalten gute Ausbildung bis zum Architekten. Ingenieur od.Techniker in Hoch- han, Tiefbau, Statik, Eisenbeton. Staats Kommissare. Technikum Lage tLippe). Bauprogramm frei 17 «SW la Grau- W& und Weib- mIlUa** stückkalk laufend prompt lieferbar 37040 KarlÄrtaSi Co..6.ni.h.B., Kalkwerke. Bieber b. Giefeen. Telephon Rodheim a d. Bieber 14. Freilos, den *923. 8*vem. ■ ----- ft*«*. ■ti. *■«* N» ’ dem S01 feto™ & dirltz itMtA letz -hre tu bea Jen die Shantoii. DM kn6i”U, ÄnK? ' «nzurich^db $2 2?’. $ Dindar sch ök stärksten Qin&eiu ™ an das Mz beteiAnMoll« ZA.gr v« bezeugt, daß huing kemeSv.'gs eine raussuhren. sondern daß '^nind^r Kaiser. m Erdkreis. Alles uxn -W gegründet, über jcnteitö lachte man. hr n Kalabrien. Die $d!k oralische Drrlvilderrng riediänder enttoiiit von MuttmM Nid. 3n t vorab in Ao«, ein Bettlern, Erbschleichern, ar nur zufrieden bei m mb bei ZirsuS- taufcnMbDfiy, äsende, de Menge zusah, die ne gegen, man der kümv- rngeschichte Roms iS nb-arimg Occhamis, unü ieses Mischen 2M igeln berichten, die a auf Hagel, Jeuer. Aut irde fallen und Hunger, Menschheit vernichim. s Lhristentum ein als sieghasie Machl Das m Sieg gab, sagt Panich Italien kam.Hoi'en Zofen aus ShnstM. w unter allen Menlchc^:. userstanfen M den a.o- nicht.mserSefen, lasset tenn m-lgm lind mr i M dn un« fei , unseren Herrn 3efi® Sie Ruserstehung W mit susanmenfeMNde ens gab dem Ehnnen pMdendieDel^ * hat die Dünger ’bung zuerst em -Mch hervor, M f® ."Mr- •s&ä •Ä“H ynäWs fett im» i L w I, am Öfter , H.B. jfe ferern- Sch^t-rn'-r euer satt»* •LSgi ■Ä5S.« fi*6 , eil Uc Wettervoraussage. Deutschland liegt im Bereich hohen Druttef tiraü feine Windströmung brachte unter VewölkungV- ab nähme besonders »oährenv der vergangenen Rächt starten Tctnperuturrürfganfl. Unter dem Einfluß der aus dem Hoch ausfließenden tiuftmaflen bleibt zunächst noch da» vielfach aufheiterndc und trockene Wetter erhalten Da jedoch hn Raun« von Island ein neues Tiefdruckgebiet an Ausdehnung gewinnt dessen Warmluft bereite die britischen Inseln erreich, und Irland Niederschläge gebracht Hai, so dürften wahrscheinlich im Laufe des Öftermontag seine Rand Hörungen auch nnferm Gebie, Bewölkung Zufuhren Die Temperaturen steigen dabei erneut an und ver ein,feit sind auch Niederschläge zu erwarten. Wettervoraussage für Sonntag Grellen weise morgens neblig-wolkig, tagsüber vielfach aufheiternd, milde und trocken. Witterungsaussichtrnfür Montag Zeitweise stärker bewölkt, mit weiterer <$rtoär- mung keine oder später vereinzelte leichte Aieder- schläge. Lufttemperaturen am 6. April: mittags 10 Grad (telfius, abends 2,4 Grad Celsius: am 7. April morgens 1,9 Grad Celsius. Marimurn 10,6 Grad Celsius, Minimum —1,8 Grad Celsius. — E'dtcm peraturen in 10 Zentimeter Tiefe am 6. April: abends 8,2 Grad Celsius: am 7. April: morgen» 4,4 Grad Celsius. — Niederschläge: 0,2 Millimeter. — Sonnen» scheindauer: JK stunden. ksp”’”1 Ä, bei Erkaltungsan zeichn M rheumalischcn Schmerzen. In allen Apotheken erhfilllldL bei —Ltzndesarenze im Zuge der Landstraße Friedberg—Frankfurt a. M. ab 16. April (Umleitung über Friedberg—Lad Homburg—Frankfurt a M.). *• Kein Gießener G aS. Vom städtifcheu GaS- und Wasserwerk wird uns geschrieben. Sie brachten kürzlich in Ihrem Blatte eine Nachricht über eine VaSerPlosion im Gießener Bahnhof. die erfreulicherweise ohne schwere Folgen abgelaufcn ist. Wir erlauben uns. darauf hin- >uweisen. daß nicht SteinkohlengaS, wie es an hiesigen GaSwerk hergestellt wird, sondern Oel- gaS explodiert ist. Das OelgaS wird in Frankfurt in einem bahneigenen OelgaSwerk hergeftellt und mittels Sonderwaggons nach den Abfüfl- ftationen transportiert. •* Oberhessischer K u n st v e r e i n Oie Ausstellung K o ck st i e g e l ist am ersten F-iertag geschlosien, am zweiten jedoch geöffnet und in der derzeitigen Zusammenstellung noch bi« Montag, den 16. April, während der üblichen Besuchszeiten )u- |et Richtigstellung. 3n dem Artikel über Studienrat Professor Dr. Markert (Gieh. Anz. vom Mittwoch) hat sich ein Druckfehler eingeschlichen, den wir hiermit richtigstellen moch- ten. 3m 4. 2lbsatz mast eS bei der Beschreibung des Lebensgangs Pros. Dr. Markerts richtig heißen, daß Markert zeitweise Assistent am Zoologischen Institut lnicht Geologischen) war. " Verkehrssünder. In der Zeit vom 1. bis AI. März wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bzw. Straft- und Radfahrer gegen oertehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 19 wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hell brennende Laterne, 12 wegen Fahrens auf Bürger steigen, 13 wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 13 wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 14 wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, 72 wegen sonstiger Zuwiderhand hingen in verkebrspolizeilicher Hinsicht •• Roch glücklich d a v o n g e k o m m e n. Gestern abend 'uhren mehrere junge Leute mit ihren Fahrrädern vom Schifsenberg heimwärts. In einer Kurve der abschüssigen Straße kam ihnen ein Auto entgegen. Die Radfahrer konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhren auf bai Auto zu. Sie kamen dabei sämtlich zu Fall, und nur dem Umstand, daß der Führer deS Kraftwagens diesen bei der Bergfahrt sofort zum Stehen bringen konnte, ist es zuzu- fd)reiben, daß ein schweres Unglück vermieden wurde. Einige der jungen Leute erlitten lediglich Hautabschürfungen im Gesicht, während ein junger Mann, namens H. Müller aus Lollar, der direkt vor das Auto zu liegen kam, außer Gesichtsverleyungen auch eine starke Schlüssel- beinverleyung davontrug. Ein auf seinem Motorrad des Weges kommender Sanitäter legte einen Aotverband an. Die jungen Leute setzten dann ihren Weg fort Als sie tn der Bähe des 4afe Leib in .Diesten waren, brach der junge Mann, der die Schlüsselbeinverletzung davongetragen hatte, zusammen. Er wurde von Mitgliedern der Arbeiter-SanitätSkolonne erneut verbunden und in dem städtischen Krankenauto nach Lollar in feine Wohnung verbracht. " Don der Krastpostlinie Ulrich st, in — Mücke. Bom 8. April ab wird an der Straßenkreuzung Oder-Ohmen - Zeilbach eine D e d a r f s h a l t e st e l l e der Kraftoost Ulrichstein—Mücke eingerichtet. •* Der Kreisverein der Büraer- meister deS Kreise« Gießen hielt dieser Tage unter der Leitung senreS Vorsitzenden. Bürgermeister Fendt (Hungen), in Siesten eine Versammlung ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst deS verstorbenen Kollegen Bürgermefller Völker (Lich). dessen all.zufrühes Ableben allgemein bedauert wurde. Das Airdenfen an den Verewigten wurde in üblicher Weife geehrt. Ferner gedachte der Vorsitzende des 35 Jahre im Dienste stehenden Bürgermeisters Schmidt (Drohe, und des 25 Jahre im Bürgermeisteramt tätigen Kollegen Reitz (Inheiden), denen er für den ferneren Lebensweg alles Gute wünschte. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Völker tourbc Bürgermeister Qlumann (Londorf) alS Vorstandsmitglied in den Oberhessischen Landgemeindetag entsandt, als ztoeiter Vorsitzender des Kreisvereins wurde Bürgermeister Kreiling (Heuchelheim) gewählt, dessen bisheriges Amt als Protokollführer ging an Bürgermeister Jung (Klein-Linden) über. Vach dem Bericht deS Kassenwartes Aumann schließt die . Rechnung für 1927 mit einem ansehnlichen Uebrr- schuft ab. Dem Kassenwart wurde Sntlastung erteilt und ferner beschlossen, außer dem Beitrag zum Landesverband 1 Mk. Beitrag für den Krcisverein zu erheben. Der Vorsitzende. Bür- tettrigung Sämftchs hn Endspiel nicht wehr alS remis erreichen. Turnier um die hessische Meisterschaft. 3n der ersten Bunde siegte Dr. Herzberger !Dietzen) gegen Anthes (Offenbach a. M.). Siet gegen Flander (beide Darmstadt) mach- ten remis. Aothamel (Gieften, gewann gegen Dr Schweitzguth (Alsfeld). Dr. Orth .Darmstadt) gegen Dr. Wolff (Mainz) brachten ihre Partie nicht zu Snde. 9i gewannen in her »weiten Lunde Dr. Orth gegen LotHamel öi 11 gegen Dr. Her,berger. Dr. Schwei tz- giitb gegen AntheS. Die Partie Dr. W o kf f .ygen Flander wurde abgebrochen. Daten für Lonntag. 8. Avril. Sonnenaufgang 5.21 Uhr, Sonnenuntergang 16.44 Uhr. — Mondausgang 22.25 Uhr, Monduntergang 6.47 Uhr. Ohne besondere Daten Late« für Montag, S. April. Sonnenaufgang 5.18 Uhr, Sonnenuntergang 18.40 Uhr — Mondaufgang 23.33 Uhr, Monduntergang 7.00 Uhr „ „ , - 1553: der Satiriker Francois Xabelat» in Parte gestorben (gebaren 1483): — 1626: der PHUo fopb und Staatsmann Francis Bacon von Derukam lestorben (geboren 1561); — 1762: Generalfeld, marscha' Graf Kleist von Nollendorf in Berlin g< hören (gestorben 1823); — 1848: Dr. rer. pol. Helene Lange, bekannte Frauenrechtlerin, geboren: — 1865: General Erich Ludendorff in Kronsfewnia lPoienj geboren; — 1886: der Dichter Viktor von -chesiel in Karlsruhe gestorben (geboren 1826); — 1925: der Vertagst)uchhändler Fritz Baedeker in Leipzig ge starben (geboren 1844). Gictzener Wocheumarltpreise. kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter «Dfund) i Mark, Matte 30 bis 3ö Pf., Wirsing 40 bl» 45, Weißkraut 25 bis 30, Rotkraut 45 gelbe 'Hüben 20 bis 30, rote Ruben 15 bis 20, spinal 30 bi» 45, Unterkohlrabi 10 bis 20, Grünkohl 35 bis 45 Pf Feldsalat 1,50 bis 1,80 Mark, Tomaten k20, Meerrettich 1 Mark, Zwiebeln 25 bis 28 Pf, Schwarzwurzeln 60 bis 90, Kartoffeln 4 bis 5, Aepfet 10 bis 30, Honig 45, (Eier (Stück) 12 bis IS, Blumenkohl 0,60 bis 1,80 Mark, Salat 30 bis 45 Pf-, Salatgurken 0,70 bis 1,20 Mark, Lauch 8 bis 25 Ps, Sellerie 0,20 bis 1 Mark, Nadieschen 25 bis 35 Pf. Bornotizen. — Lageskalender für Samstag: Artillerfe-Derein: 8.30 Uhr, vereinslokal, Monats- oerfammiung. — Lichtspielhaus Bahnhosstraßc „Die Frau mit dem Weltrekord". — Astorm Lichtspiele: .Eine Heine Freundin braucht ein jeder Mann". — Tage,kaleader für Sonntag (Erster Dfterfeiertag): Stadtcheater: 2.30 Uhr nachm. ,,(£in Tonmiemachtsiraum" (Erche gegen 5.30 Uhr): ubenbj 7.30 Uhr: „Mrs. Cheneys Ende" (Ende 10 Uhr). — Gteßener Theater-Vereinigung: 8 Uhr. Saalbau Sauer, Theaterabend. — Lichftpieltheater: wie Samstag. — la gestaunter für Montaa (Zwei > t e r D ft e r f e i e r t a g): Stadtcheater 3 Uhr nachm. .,Peterchens Mondsahrf (Ende gegen 6.15 Uhr); abends 7.15 Uhr: „Madame Pompadour" (Ende 10.30 Uhr). — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Vie Geliebte des (Bounern-eurs*. — Astona-Lichtfpieke: „Ein Teufel sm adel". - Au» dem Stadttheaterbureau wird un» geschrieben: Am ersten Osterfeiertag adangt im Stadtthsater baß entzückende Lustspiel ,MrS. LheneyS Ende" von Lonsdale «rst- malia zur Aufführung. 3n den Hauptrollen sind die Damen Hey m, Baumann. Jüngling, M a r ck S und die Herren Goll,Daste, Gehre und Gannett beschäftigt. Spielleitung bat Hans I a n n e r t. Die Bühnenbilder entwarf Karl Löffler. Der Besuch dieser reizenden Aeuheit ist sehr zu empfehlen. — Die (Siebener I b e a t e r u c r e i n i • gu ng veranstaltet am ersten Osterfeiertaa, abends 8 Uhr, im Saalbau Sauer einen Theaterabend nun Besten des Arbeiter-Samariterbundes, Kolonne Gießen. Man beachte die heutige Anzeige. biete", der eine einheitliche grvftzügigc Propa-- gcmdatätigkeit der Verbände gewährleisten soll, wurden gewählt. Der Verbandsvorsihenbe LH. Stemmer bzw. der stellvertr. Dorsitzente Dr. L o e s e n e r (Darmstadt), sowie Freiherr Ludwig Hehl 8« Herrnsheim Worms) bzw. Dr. P r i ck e n (Mainz). Hessischerseits gehört dem Arbeitsausschuß weiterhin in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verbandes der Stadt- und Landkreise in den besetzten Gebieten Oberbürger- neister Dr. K ü l b (Mainz) an. Zur Vorbereitung der Sitzungen des Arbeitsausschusses wird der Vorstand Sonderbesprechungen im Kreise teS Vorstandes und der Mitglieder des Verbautes abhalten, um hierdurch die Grundlage zu einer nachdrücklichen 'Vertretung der hessischen Interessen im Arbeitsausschuß zu schaffen. Sinhellig wer der Vorstand der Auffassung, daß sich die Arbeit des Verbandes nach tote vor gleichmäßig auf die drei hessischen Provinzen zu erstrecken hat und daft namentlich die Publikatiouen des Verbandes allen Teilen des Landes zu gute kommen müssen. Geplant sind für die nächste Zeit insbesondere die Herausgabe eines Films, einer Relief- larte und nanentlich des „Hessen-Kalenders 19 29“. der, tote sein Vorgänger die Schönheiten des Hessenlandes weithin verbreiten soll und lebhaftesten Interesses weitester Kreise gewiß fein kann. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. 'Das2lmtsoerkündigungsblattNr.25 enthält: Besichtigung der Feuerloschemrichtungen und Zentralheizungen DampS- und Warmwasserheizungen sowie Küchenherdheizungen, als Etagen und vollständige Hausheizungen empfiehlt H. Fuchs, Scbiossenneister Lollar bei Giefeen .Angebote sowie Ingenieurbcsueb und fachgemäbc Beratung LI •fwenteeioi. eMitn. ow* Mt»i» womit. • > Sthnee a «reoptifL ■ «tx» X •t*tttrQ)W:ee3Utte.*O^ ntf(f1en< B, öle Stellung» i sind dankbar am man Ihre Demühunom »ur Erlangung tut. geeigneten Tätigkeit aus diese Welse unterstützt und sind aus diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen. 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ZreHag-M.-votsk. von 19*/. bio 22 Ubr MS.LyeneySSnde Komödie in 3 Akten «vier Bilderni von Lonödaie, detttfch von Berstl. [snJ> Sonntag, IS.Avril Auster Abonnement SremöenuorflellDna von 18 bi 5 geg. 21 Uhr Das Dreimäderlhaus Singspiel in 3 Akten von Schubert-Berte. da» Jieft«! Seit 36 Sabre«. Samstag, 7. April 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für OberhesseiP ttr. 85 Zweites Blatt Angesicht zu sehen, oel Hotel hotte zwei A Wallen des Vespensterreigens der Düster? Kein Maskenzug fürwahr, nein, eindrucksstarkes Geschehen, aus dem mystische Inbrunst spanischer Frömmigkeit aufstöhnt, einer Glaubensglut, ohne deren Verständnis die Seele dieses afrikanischen Landes ein mit sieben Siegeln verschlossenes Duch bleibt. Osterwoche in Granada. Don Or. Ludwig Halla. DaS einstige Königreich Granada, wo die Araber bis 1492 herrschten, bildet den äustersten Süden der spanischen Halbinsel, eine Welt ungeheuerer Gegensätze. Hier ein Fl«ck fruchtbarsten Edens, dort wieder leblos graue Mondlandschaft, hier sonnendurchglühter Dornbusch und Kaktusdickicht, dort eisige Hochgebirge der Sierra Revada. Schon als Kinder hörten wir vom maurischen Sultanfchlost der Alhambra, vom Spitzengeriesel ihres Löwen- und Myrthenhofes, lauschten blutiger Kunde vom Sagenkreise der Aasridenfürsten. Als 1240 Sevilla in die Hände des siegreichen Kastilierkönigs Ferdinand des Heiligen fiel, zogen wohl Tausende vornehmer und gelehrter Araber nach der wunderschönen Dergstadl Granada, wo nunmehr durch 250 Jahre eine Spätblüte aller Künste des Friedens anbrach. Düstere Lage von Glaubens- und Aasseverfvl- gung verhängte die Eroberung durch die „katholischen Könige" Fernando und Isabel. Trotz alledem mochte der Venezianer Gesandte Rava- gero am Hofe Karls V. die Herrlichkeiten dieses irdischen Paradieses Preisen. An der Stelle der zerstörten Hauptmoschee wuchs als Siegesdenkmal der Christenheit eine Kathedrale in zrervoller Silberschmied-Renaissance empor. Zwischen zerbröckelnden Maiirenpalästen fiedelten Mönche Md Rönnen. Granada wird zum Hauptsitz mystischer Inbrunst. Schon im 16. Iahrhundert gründete hier der Portugiese Iuan de Dios den Orden der barmherzigen Brüder und Frah Luis de Granada gelangte als Dichter unb tiefsinniger Gottesschauer über Spanien zu hohem Ruhme. Roch weit ins 18. Iahrhundert errang ein unheimlich von indischem und chinesischem Kräuselwerk überladenes Rokoko, der „Churniguerra- stil" in Granadas Kirchen bestricken!^ Triumphe. Der Dombaumeistcr von Toledo, Enrique de Egas, begann 1523 gotisch die Halle auch des hiesigen Doms, der Iungsrau Maria de la Encarnacion gewidmet. 2lber bereits sein Rachfolger, Diego de Siloe, schwenkte zum prachtüberladenen „römischen" Stile hinüber. Doch schon entbietet melodisches Spiel der Glocken zur G r ü n d o nm e r s t a g s f e i e r in die wahrhaft fürstlichen Hallen des Münsters. Korinthische Säulen mit vergoldeten Aposteln tragen die Capilla Mayor, wo die Domgeistlichtigen Kanzleiräume ber Mission Tag und Nacht bewach: wurden. Eines Tages meldet« sich eine Männerstimme am Telephon und verlangte die „Spionage Abteilung . Der Telephonist hätte zur „Nachrichtenabteilung" verbinden müssen, aber er übergab mir das Hörrohr. In schlechtem gebrochenem Deutsch meldete ich mich — als Offizier der Nachrichtenabteilung. Lin Deutscher, wirklich und wahrhaftig: dn Deutscher, bot sich der Entente zum Spionieren an. Er wollte zu mir in mein Bureau kommen, um wichtige, die Kontrollkommission interessierende Nachrichten zu überbringen. machte. Auch mit den deutschen Behörden war diese Hauptzentrale durch direkte Leitungen verbunden. Strenge Instrukl-.onen hatten uns gleich bei Antritt des Dienstes erwartet. Eine davon verbot uns, an den Apparaten mitzuhorche^n, wenn ein Gespräch im Gang war, denn da wir französisch und Englisch fehlerfrei verstanden, hätten wir uns zum Mitwisser manchen Staatsgeheimnisses machen können. Zuwiderhandelnden war sofortig« Entlassung als Strafe angedroht worden. Und ich gestehe freimütig, daß wir niemals einen Versuch unternommen Haden, auf diesem Weg in das Dienstgeheimnis der Ententekommission vorzudrin- gen. Üebrigens saßen in der ersten Zeit hinter unserem Rücken auch vier französische Soldaten in der Zell«, die uns beaufsichtigten, ,e einer als Kontrollorgan für die vier ausgestellten Telephonschränke. Wir hatten von früh bis abends zu tun und auch in der Nacht stand das Telephon nicht still. Bald rief Paris, bald eine deutsche Stadt an, denn das Netz der Interalliierten Kontrollkommission war von Hamburg bis München, von Köln bis Königsberg ausgespannt. Ein eigenes Telephonbuch orientierte uns über alle Filialen und Zweigstellen, mit denen ein dienstlicher Verkehr bestand. Und es klingelte und klingelte ... Und es meldeten sich Diplomaten, Politiker, auch deutsche Parlamentarier. Ls meldeten sich Publizisten und amtlid)« Regierungsstellen: es meldeten sich Namen, die einen guten gesell- schaftlichen klang und Im Tierqartenoierlel einen vornehmen Salon hatten. Wahrend die Offiziere der Kontrollkommission an dem Un- glück Deutschlands schmiedeten, wurden sie auch noch zum Tee eingeladen, zu Gastmählern und anderen Gesellschaftsfesten. Es war oft erstaunlich, zu sehen, wie weit diese Würdelosigkeit ging und wie intensiv sich manche Deutschen bemühten. Verkehr und Beziehungen zur Lntentekommission zu gewinnen. Es meldeten sich: Erfinder, die einen neuen Apparat, eine neue technische Waffe erfunden hatten. Einen Apparat, mit dem sich in trockenen Kriegsgegendcn Trinlwasser aus dem Sandboden holen liest: technische Waffen, die jedes Flugzeug m der Luft abschiesten konnten. Es meldeten sich: Frauen. Erst vereinbarten sie Rendezvous, dann später gab es telephonische Eifersuchtsszenen und mehr als einmal wurden solche Liebesaffären damit beendigt, daß der Geliebte an einen anderen Dienstplan versetzt worden war, und diese Transferierung erst durch uns Telephomsten bekanntgegeben wurde. Es meldeten sich Leute, die Landkarten zum Verkauf anboten, die irgendeine wichtige, doch streng vertrauliche Mitteilung xu machen hatten. Sie wollten die „Spionage-Abteilung" spre- Dieses „Nachrichlenbureau" der Interalliierten Kontrollkommission, wo der Spionagedienst aus und über ganz Deutschland zentralisiert war, hatte eine geschickte, doppelzüngige Organisation. Offiziell, — denn nicht einmal der Versailler Frie- tensoerlrag gab den Ententemächten das Recht zur Spionage — wurden hier die einlaufenden Nachrichten, Zeitungsmaterial und sonstige Informationen verarbeitet. Sieben oder acht Herren waren in dem Bureau beschäftigt, dessen Kommandant lange Zeit ein französischer Major war, ein Sprachengenie, wie es kaum nochmals zu entdecken sein wird, denn er beherrscht« nicht weniger als zehn Sprachen ohne Fehler und Akzent. Auch ein Professor, der vor dem Krieg Lektor der französi- schen Sprache an der Berliner Universität gewesen, dann als französischer Staatsbürger in sein Heimatland zurückgeflüchtet war, spielte in dem anrüchigen Bureau eine Roll«. Er falte, nach Berlin zurück- gekehrt, feine Vorkriegswohnung in tadelloser Ordnung wiedergefunden. Zum Dank dafür nützte er seine Kenntnisse und Beziehungen, die er hier unter ganz anderen Voraussetzungen erworben hatte, aus, um durch feine Spionagetätigkeit Deutschland zu schaden. Üebrigens waren nicht alle Mitarbeiter dieses Bureaus Berufsoffiziere. Man verlieh ihnen einfach, während sie hier tätig waren, einen militärischen Rang. Kehrten sie später stach Frankreich zurück, dann wurden sie wieder, was sie vordem gewesen, Sprachlehrer, Gutsbesitzer oder Automobil- agenten. Auffallend war, daß nur große, blond« Offizier«, die fast all« von der lothringischen (9r«n,3c stammten, im „Nachrichtendienst" verwendet wurden. Sie sollten, wenn sie in Zivil waren, ein typisch germanisches Aussehen zeigen und, da sie । ein einwandfreies Deutsch sprachen, konnten sie cs auch riskieren, selbst aus Kundschafterdienst zu gehen. Würden sie dabei doch erwischt werden, so waren sie überdies durch ihren diplomatischen Paß als exterritoriale Personen geschützt. * In der Interalliierten Kontrollkommission waren Dertreter von fünf Nationen beschäftigt, im „Nach richtenbureau" arbeiteten aber f a ft nur Franzosen. Während wir Telephonisten nach dem deutschen Tarif entlohnt wurden, bezogen die Entente leute fürstliche, in Goldvaluta berechnete Gagen, die natürlich letzten Endes von Deutschland bezahlt wurden. O Ironie des Friedensvertrages: Karfteiiagsfeier im Stadttheater. Zu einer ernsten und würdigen musikalisch- literarischen Feier des Karfreitages vereinigten sich gestern abend aus der Bühne des Theaters der Akademische Gesangverein unter Leitung seines Dirigenten Dr. Stefan Temesvary. Mitglieder des Solopersonals unserer Bühne, sowie als Pianist und Begleiter am Flügel Herr Eberhard Delp. Die getragenen Klänge des Gluck schen „De profundis“, vom Chor vortrefflich zu Gehör gebracht. bildeten den musikalischen Auftakt de« Abends. Dann hörte man eine leidenschaftliche, visionär gesteigerte Rovelle — „Sie Versuchung! am Kreuz" — des leider wenig Mannten elsässischen Dichters Eduard Reinacher. der übrigens auch als Lyriker und Dramatiker Ausgezeichnetes geleistet hat. Das Prosastück wurde von Fräulein Baumann in guter Gliederung und mit starkem Ausdruck gesprochen. Die innig- verhaltenen Akkorde des Chorals „Wenn ich einmal soll scheiden" nahmen die Stimmung der verklingenden Rovelle auf und beschlossen den ersten Teil der Feier. Rach der Pause hörte man zunächst die zarte und feierliche Musik der „Fantasia" Ferrucio B u s o n i s , die von Herrn Delp mit feinem Verständnis, klangschön und technisch beherrscht am Flügel wiedergegeben wurde. Hieran anschließend sprach Fräulein Hehm der Annetts von Drost e-Hüls Hof l fromme Dichtung „Gethsemane". Herr Do Ick zwei rhapsodisch- rhythmische Passionsszenen aus dem achten und zehnten Gesang des „Messias" von Klop stock. Die beiden Vortragenden wurden ihren Aufgaben in anerkennenswerter Form gerecht. Den Äusklang der Abendfeier bildete der unter Dr. Temesvarhs feinsinniger Führung untadelig gesungene, machtvolle Schlußchor aud der Bach schen „Matthäuspassion". Im Hinblick aus das gleichmäßig hohe künstlerische Riveau in Dortragsfolge und Darbietung wäre der Veranstaltung ein besserer Besuch durchaus zu wünschen gewesen. -y- 3* sollte Leiter des Telephondlen- stes bei der Interalliierten militärischen Aeberwachungskommis- fIon werden. Und nach einer kurzen Zwiesprache mit dem englischen Herrn ans der Vilheimstraßc war ich auch für diesen Posten engagiert. E, war getobt kein herrliches, berauschendes Gefühl, als Deutscher im Dienst der Entent« zu stehen. Aber was sollte ich anzangen, da es auch damals imendhch schwer war, eine Stellung zu finden? Daß ich später m die Lage kommen sollte, jogar die Vorteile meines Vaterlandes zu wahren und ihm indirekt Dienste zu erweisen, ahnte ich damals noch gar nicht. Wir machten Dienst in der Telephonzentralc, die im Hotel Bellevue untergebracht war. Sechs Mann hoch faßen wir vor dem geäftelten Apparat mit den taufend Löchern, den vielen Steckkontakten und Drähten. Im Hotel Bellevue war die Hauptzentrale, die nut den Filialen in der Dilhelmstraßc, Bellevue- strahe, Fasanenftraße durch direkte Leitungen ver- dunden war und 24 «tunden des Tages Dienst streng vertrauliche Mitteilung «i m< wollten die „Spionage-Abt „ .. d>en. Die existierte natürlich nicht unter diesem Namen, dafür gab es ein „bureau d’information , unter welchem Xitel alles verborgen war, was das korrekt« Tageslicht zu scheuen hatte. Diele meldeten sich auch unter falschem Namen, mit vereinbarten Erkennungszeichen. Das waren die im Dienst der Entente stehenden Spitzel und Spione, die mit der „Nach- richtenabteilung" und deren Offizieren bereits tm Kontakt waren. Gegen ihre schurkische Tätigkeit hatten wir kein Mittel in der Hand. Wir konnten ihre Gespräche nicht ableiten, weil wir die verabredeten Losungswort« nicht kannten, und so sehr wir uns auch bemühten, einen dieser Halunken einmal von Angesicht zu sehen, gelang uns dies nicht, denn das Hotel hatte Zwei Ausgänge, und wir hatten von der Telephonzelle aus keinen kontrollierenden Blick auf die Gänge, die zu den Kanzleien führten. leit in den historischen perlengestickten Weh- getoanöcm die liturgische Handlung vollzieht. Zuckender Sonnenstrahl spielt hoch droben über Alonso Canos Bilder aus dem Marienleben. tastet an den Meiheleien und Zieraten der Fenster. Rur im Domherrnchor. den nach spanischem Brauch eine Marmorbrüstung verdüstert, flackern verwirrend tausend Kerzen. Einförmiger Wechselgesang begleitet die umständliche Wethe des hl. Oeles für die Sterbenden. Dann aber trägt man es wie kostbaren Schatz in silbernen Krügen durch den Dom. Unter helljubelndem Gloria wallt die Feierschar der 26 Domherren zum Sagrario, der greife Kardinal unter purpurnen Thronhimmel. Dort flammt plötzlich bei überflutendem Orgelbrausen der abgedunkelte Kuppelraum von feuerwerksprächtigen Glüh- lampenkränzen auf. Goldener noch lockt mich Frühltngssonne in6 Freie. Ich klimme den Hügel gegenüber der Alhambra, den Albaicin, einst Adelsviertel der Mauren, empor. Steile Gassenschluchien. eher für Tragtiere als für Menschen, mißtrauisch verschlossene Häuser; da und dort lugt eine Gruppe Zypressen oder tiefgrüner Lorbeer aus einem Mauerfpalt. Erst von einem freien Platze auf halber Höhe öffnet sich entzückender ^Z> häufer rings auf den Höhen, erblüht. Sie besuchen die heiligen Gräber und d'.e wundertätigen Marienfiguren. Deren schönste ist die Virgen de la Soledad, ein Meisterwerk Alonso Eanos aus dem frühen 17. Iahrhundert. Das leidvvll- sühe Gesicht hat den matrblassen Hautton der Andalusierin. Milder Strahlenkranz des Heiligenscheins bricht über dem in den schwarzblauen Mantel gehüllten Haupte hervor. Sie gilt als Königin der spanischen Rönnen. Karfreitag nachmittags harrt halb Granada am Alfer des Rio Darro zu Fußen der trutzigen rostroten Türme des Alhambrahngrls der großen Dinge, von denen man seit Wochen erzählt. auf den Leichenzug Christi, El Santo En- Ich lehnt« diesen Besuch ab und verabredete mit ihm eine Begegnung an einem neutralen Ort Als ich das Hörrohr aus der Hand legte wußte ich noch nicht, wie sich dies« spontan und impulsiv begonnen« Geschichte sortsetzen werde. Nur bas war mir klar, daß cs meine patriotische Pflicht war, den skrupellosen Vaterlandsverrat, der da geplant wurde, zu verhindern. Meine Kollegen vom Telephon sahen mich gespannt an, was ich ihnen nun erzählen werde, denn sie hatten bemerkt, daß etwas Besonderes los war. Als ich ihnen aber berichtet hatte, worum es sich handle, und was ich getan habe, waren sie sofort mit mir solidarisch. Ein Kommunist war unter ihnen. Auch er war derselben Meinung, dem Burschen sein unsauberes Han>- werk zu legen. Wir brauchten uns gegenseitig kein Verbrechen zu geben, wir waren von Anfang an einig unb sind dies, als freiwillig« Kämpfer in der Spionageabwehr, bis zum Schluß unserer Tätigkeit geblieben. wir verabredeten untereinander eine Methode, wie diese Spione, die ihr Baterlandsgriühl gegen sran.ösische Francs verkaufen wollten, unschädlich zu machen wären, bevor sie noch ihren niederträchtigen Plan verwirklichen konnten. Wenn nun in Zukunst ein Telephonanruf erfolgte, der mehr oder minder geschickt auf das heikle Thema anspielte, übergab man mir das Gespräch, sofern keine Aufsichtsperson im Zimmer anrvcscnd axij, andernfalls antwortete der Telephonist ganz kurz: „Falsche Verbindung" oder „Kein Interesse". Trat ich jedoch in Aktion, so bekam ich z» hören: „Ich bin in der Sage, Ihnen wertvolle A u s - fünfte über deutsche Organisationen zu ober „Ich weiß etwas, dos Sie interessieren o Ich pflegte vorsichtig und zurückhaltend Pi ani.iorten, wie es sich eben für einen französischen Spionageoffizier geziemt. Ich trachtete, schon durch das Telephon einige konkret« Anhaltspunkte über bi« Art des Spionagetbern-s zu erfalten, wehrte jeden angekündigtrn Besuch energisch ab, indem, ich die Angst verbreitet«, unser A'xnts werde von deutschen Detektiven überwacht, und verabredete eine Zusammenkunft an einem neutralen 0 r t, bei ber ber Unbekannte ein Erkennungszeichen sichtbar tragen sollte, während ich, in Anbetracht meiner hohen und heiklen Stellung, in tiefstem Inkognito zum Rendezvous kommen würde. In eiger ebenso schwierigen Lage wie wir befanden sich auch die deutschen Behörden, denen die Abwehr und die Verfolgung des Hochverrates beziehungsweise des Landesverrats oblag. Denn mit ber Kontrollkommission war ein zweiter, höchst gefährlicher Tcinb ins Land gekommen: der amtlich zugelassene, unberührbare, unoerfolgbare, unbestrafbare ausländische Spion. Wenn er zur Kontrollkommission in einem auch nur losen Verhältnis stand, so galt er schon als „extern- terro. Wir ernsten Deutschen staunen freilich, wie der quecksilbrige Andalusier Weltlust und Frömmigkeit durcheinandermengt. Kichernd und scherzend verdichtet sich die Menge gegen die Plaza Rodriguez Bolivar. Bor der Kirche Sank Ana mit dem Moscheenminarett lungern die römischen Legionäre mit ihrem Eenturio in etwas lächerlichen Blechhelmen, zupsen an ihren falschen Bärten und wechseln Zigaretten mit dem Regi- mente Lusitania Caballeria. Limonadeverkäufer preisen plärrend ihre Ware. Iohlend klettern halbwüchsige Bengels über die Eifengitter zu den Simfen der Rathausfenster empor. Hübfch langsam und ratenweise sammeln sich die Pasos oder Leidensfiguren aus den Psarr« firchen. wo sie gestern so Hierafisch im Lichtzauber gethront. Aus die Gethsemanegruppe mit dem Engel des Leidenskelches und einem wirklichen Oelbäumchen folgt die erste der Druderschafien, der Hermandades sacramentales. die heute schwarze Seidenkutte angelegt hat und grellrote Spihgugeln mit Larven trägt. Daraus schwankt der Gegeißelte in dunlelveilchenem Samtgewande einher, die Gruppe der Kreuzschleppung sodann, umtrippelt von kleinen Knaben mit den Marterwerkzeugen in ihren Händchen. Künstlerisch vollendet ist der leicht bemalte Gekreuzigte, den die Römerwache umzingelt. Wie Oberammergauer Passionsspieler schreiten Iosel von Arimathia mit silbrigem Bart und Rikrdemus einher und tragen auf weißem Bahrtuch den Leichnam des Herrn. Würdevoll leidgesenkten HaupteS folgen die Marien, ihnen sodann ein langer Zug von Cosrades mit veilchensarbenen Zucker hüten auf dem Kopfe. Dann naht die hohe Schutzsrau Granadas, die Birgen de las Angustias (der Todesnähe) die sonst gnadenreich an der Carrera del Genil thront. Riedliche Mädels, als Flügelenge- lein verkleidet, geben ihr das Ehrengeleit«. Den Schluß bildet die Königin der spanischen Rönnen, La Virgen de la Soledad, Maria, einsam in ihrem Schmerze. Langsam, wie zögernd bewegt sich der Zug durch die Straßen. Dämmerung sinkt herab, als er sich endlich dem Dome nähert. Iäh schlägt nun. was immer an andalusischer Fastnachtslaune unter dem leichlbeweglichen Völkchen gescherzt, in erschütternden Feierernst um. Wie Gestalten aus dem Ienseits schwanken die Leidensfiguren im Glorienschimmer ihres Kerzenhaines! Dumpfer Trommelwirbel hallt durch das von Glühlampen wie mit Himmelssternen besäet« Kirchenschiff. Erwachen nicht Visionen von Geihlerzügen beim Der Verfasser dieser Artikelserie ist ein Deutscher, der Jahre bei der Interalliierten Kontrollkommission in Berlin als Ehef bes Dienstes in einer Telephonzentrale angestellt war. was er dort erlebt und gehört hat. schildert er hier in packender weise. Der Inhalt der Spionagegeschichten ist von maßgebenden deutschen Stellen als richtig anerkannt worden. Sic zeigen. ipelche weise die Kontrollkommission versucht hat. Beweismaterial für an- geblicheneue Rüstungen Deutschlands zu erhalten, und in welchem Umfange fie dabei leider auch von Deutschen u n t e r ft ü h t worden ist. I. Anfang Januar 1920 mürbe ich auf ein Zritungs- inferat aufmerksam gemacht, in dem He r r e n mit vorzüglichen franzö fisch en un de ng- lischen Sprachkenntn.sfen sonne mit Er- fahrung im Triephomoesen gesucht wurden D,« Be- werber sollten sich in Berlin in einem Haus der Wilhetmstrahe oorftetien. Als ich dort arrfam, roar teten bereits etwa hundert Personen. Emer nach dem andern wurde vom Korridor in em Zimmer aerufen fast olle tarnen sehr schnell wieder heraus. Von Zeit zu Zeit er,chien eine junge Dame und verkündet« mit eneraifch betontem Nachdruck, daß Vorstellung nur dann einen Zweck habe, wenn di« Stellungsaspiranten di« französische und die «ngfische Sprache vollkommen beherrschten. Zögernd entfernte sich daraufhin der eine oder der andere, doch die Mehrzahl blieb und wollte um jeden Preis ihr Glück versuchen. Doch keiner erreichte es, bis ich an di« Reihe kam. v .. Als ich das Zimmer betreten hatte, wurde ich von einem Herrn zwischen vierzig und Fünfzig auf Englisch in einer Weise angesprochen oder vielmehr „angebrummelt", daß nur ein echter Engländer oder Amerikaner diese Ansprache verstehen konnte. Ich aber hatte mehrere Jahre im englischen Sprachgebiet gelebt, daher war ich der Prüfung gewachsen. Uni) als mich dann die junge Dome in ein Kreuzverhör nahm, das meine französischen Kenntnisse feststellen sollte, blamiert« ich mich ibenfaUs nicht, denn ich beherrschte auch diese Sprache aus dem ff. Zwei Wochen später wurde ich ms Hotel „Bellevue" gerufen, wo ich erst richtig verstand, um was für eine Anstellung es sich handelte: sogar die Spione, die im eigenen Land, auf deutschem Boden herumfchnüffelten und ihr unsauberes Handwerk trieben, muhten aus dem Reparationskonto erhalten werden. Der Parteienverkehr, der ins Nachrichtenbureau führt«, ging sehr geheimnisvoll vor sich. Ich sagte bereits, daß vereinbart« Lofu-ngs- und Stichworte den Besuch dieser zweifelhaften Personen ankündigten, die bann auf dem zweiten Ausgang ebenso geheimnisvoll verschwanden, wie sie mit frecher Unschuldsmiene über di« Haupttreppe ins Haus gekommen waren. Hatten fie Briefe, Papiere, Aufzeichnungen mitgebracht, so wurden diese auf der Stelle, nachdem man Kopien ab geschrieben hatte, verbrannt. Wichtig« Dokumente wurden photo- graphiert. Vorsicht war die Dienstdeoise in dieser Abteilung. Man war um das Schicksal und die Sicherheit der Herren Spitzel sehr bedacht. Die Photographie aber spielte in dem zweideutigen Be- trieb ein« große Rolle. Zu diesem Zweck war unter dem Dach des Hotels Bellevue ein ganzes, richtiggehendes Atelier angelegt worden, mit Dunkelkammer und guten Apparaten. Was in diefem Atelier geschah, läßt sich am besten daraus vermuten, daß ständig, auch nachts, ein Wachtposten dort aufgestellt war, wie überhaupt alle wich- Als Telephonist im Dienst der Entente. Erlebnisse eines Deutschen bei der Interalliierten Konti oltlommission in Berlin. - Das „Nachrichtenbureau" als E-pronage abteilung. - Eine deutsche Abwehrgruppe im Hotel Bellevue. Geschichten aus aller Welt Lollar oer- hmg der Griver.schast (Siebener D r &v megrcre forderliche Steinematerial sann von feine bc- Hch. Schmidt XI., Lich: N 2a-Äl. 37,78 Gebr. Müller, Hungen: N 2b-Kl. 40,78 Schmidt, Laubach. Duchenstämme je Meter: A 2. Kl. 28,10 Mk„ N 2. Kl. 28,10 Christian Insel. Lich. Eichen stamme je Meter: F 3. Kl. 32 Mk., Karl Kambeih. ernt. Mk. eine Stelle wir in Zu- Geschenk zur öffentlichen Aufstellung an. geeigneten Platz dafür gab er selbst die un- im Als vier glänzend bewähren sollte. Es war dies des Berliner Polizeipräsidiums, mit der kunft zusammenarbeiteten. Fest- Ml.. Fest- Lich; Lich. steinöergwerke vormals Fernie, nördlichen Teile unserer Gemarkung (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Painlevs und das Kragenknöpfchen. (—) Paris. Ein Pariser Matt erzählt folgendes artige Geschichtchen, das wohl der Wiedergabe wert ist selbst dann, wenn cs — was nicht unmöglich ist! — etwas übertrieben oder gar erfunden sein sollte. Der französische Kriegsminister P a i n l e v s pflegt seinen ganzen Loilettenbedarf wie Hemdenleinen, Schuhe, Strümpfe, Hosenträger usw. an einem einzigen Tage im ganzen Sahre auf einmal einzukaufen. um auf diese Weise während der übrigen 364 Lage feinem vielgeplagten Haupte diese kleinlichen Sorgen zu ersparen. Kürzlich machte er wiederum, für das Sahr 1928, diesen seinen jährlichen Masseneinkauf in einem großen Boulevardgeschäft. Dabei bemerke er in einer Auslage ein Kragenknöpfchen nach dem neuesten Modell. Painleve, der ein großer Gelehrter ist, begriff sofort: dies da ist das wirklich «ideale Kragenknöpfchen! älnzerbrechlich, leicht zu knöpfen, handlich, hübsch, hält den Kragen vorn gut zusammen und den Schlipsknoten fest! Kurzum. ein Kragenknöpschen non plus ultra. Painleve war über diese Entdeckung erfreut wie über einen unertoarte.cn mathematischen Fund. Er kaufte sofort ein Dutzend dieser Knöpfe, ließ seine übrigen Einkäufe nach Hause schicken und begab sich unmittelbar ju dem an diesem Tage einberufenen Ministerror, wo er aber, do es noch früh war, nur einen einzigen Kollegen an* traf, Herrn Tardieu. Glücklicherweise ebenfalls ein Mann der Wissenschaft. Sogleich begann zwischen den beiden Gelehrten eine lebhafte Debatte über* die Kragenknöpfchen, die Painleve in der Rocktasche bei sich trug. Painleve ist mehr wissenschaftlicher Theoretiker, Tardieu dagegen ein Gelehrter dec Praxis. Seit Beginn der Welt Hegen sich bekanntlich Theorie und Praxis leidenschaftlich in den Haaren, und so konnte es auch nicht ausbleiben, daß das unschuldige Kragentnöpfchen des Kriegsministers Painleve sehr bald im Mittelpunkt einer äußerst bewegten Kontroverse stand. Schließlich nahm Painleve zum letzten Lieberzeugungsmittel seine Zuflucht, der Anschauung, knöpfte seinen Kragen los, steckte das neue Knöpfchen ins Hemden- Knopfloch und demonstrierte seinem wisfenschaft- lichen Widersacher Len Wert dieser Entdeckung. Er stellte sich vor Len Spiegel, wies mit beredten Worten und beschwörenden Gesten auf die handlichen Eigenschaften des Knöpfchens hin, ohne damit etwas anderes zu erreichen, als daß nunmehr auch Monsieur Lardieu seinen Kragen freimachte und seinen Gegner mit einer eingehenden Gegendemonstration unter die Augen ging. Beide waren derart in ihrem Meinungskampf über das Kragenknöpfchen vertieft, daß sie daraus erst erwachten, als dröhnendes Gelächter in ihren Disput brach: die Ministerkollegen, an ihrer Spitze Poincar6, waren inzwischen von ihnen unbemerkt eingetreten und schüttelten sich vor Lachen über dies köstliche Schauspiel, das wohl selten ein Ministerrat erlebt haben dürste. Berner Dicktöpfe. (d) Zürich. Sn feine Vaterstadt Bern feßrte auS Staken vor kurzem der Bildhauer ®urig zurück, und aus Freude über das Wiedersehen mit der Heimat bot er der Gemeinde Bern vier von ihm in Marmor ausgeführte überlebensgroße Köpfe als torial": er unterstand dann nicht der deutschen Gerichtsbarkeit und konnte nach Herzenslust schnüffeln und spionieren. Er durfte nicht oerhaftei werden, und war dies einmal versehentlich geschehen, so mußte er sofort, sogar noch mit der Bitte um Entschuldigung, freigelasfen werden. Gegen inländische Spione und Berräter aber konnten sich die deutschen Behörden wehren und sie unschädlich machen. Diese Taktik machten auch wir uns zu eigen: wir wollten verhindern, daß die deutschen Hochverräter mit dem französischen Spionagedienst zusammenkommen konnten. Es war eine selbstverständliche Pflicht für uns, daß wir mit der zuständigen deutschen Behörde, der die Abwehr der Spionage oblag, eine Verbindung hcrstelllen, die sich in Zukunft Oberheffen. Lar.r7.rLs Gießen. M DSL. Dagiftra! W Dur Juäftc' Völker' iS N 5 Levi unterzöge fr W w'dlungu 'm* N der Staat, ; lung e unb füi Kug! ■öurgerr von 18 38192$ turelle ' 'Sommer JofliRra D-e Abr . ^etenv »s gunn her wird in di und ägi kommen. < quartier au MMhene 'RuboOc IltTÜlft st! ein plö DSL Schlosser 24. Mäi fing üb von 135 fcRaer Drill nc daß mar konnte. 2 Kleidung! vollständi Vogelsberger Bullen, der das stattliche Gewicht von 2 0 Zentner aufwies. Das prächtige Tier stammte aus der Zucht von Soh. Keßlar in Großen-fiinden. von dem es die hiesige Gemeinde vor zwei Sahren gekauft hatte. Käufer toutbe mit Höchstgebot von 53 Mk. für den Zentner der Händler Siegmund L ö b in Gießen, von dem das Tier nach Leipzig weiterging. D Lich, 6. April. Bei der Rutzholz- submission der Stadt Lich wurden folgende Höchstgebote abgegeben, der Stadtvorstand hat den Höchstbietenden den Zuschlag erteilt: Buchen st ämme je Festmeter: A 3. Klasse 38,85 Mk. N 3. Kl. 35,10 Mk., A 4. Kl. 49,10 Mk., N 4. Kl. 45,65 Mk.. A 5. Kl. 63,10 Mk.. N 5. Kl. 56.75 Mk.. A 6. Kl. 68,70 Mk.. N 6. Kl. 59,55 Mark. Steigerer: Hermann Müller, Bellersheim. Eichen st ämme je Festmeter: N 1. Kl. 22,10 Mark, N 2. Kl. 28,10 Mk., A 3. Kl. 46 Mk. Steigeret: August Schäfer, Hungen: N 3. Kl. 41,15 Mk. Steigerer: Herrn. Müller, Bellersheim: A 4. Kl. 65,90 Mk., N 4. Kl. 52,80 Mk. Steigerer: Ohlemutz & Sung, Lich: N 5. Kl. 53 Mk. Steigerer: Wild. Menges, Lich. Hainbuchen st ämme je Festmeter: N 1. Kl. 32,10 Mark, N 2. Kl. 32,10 Mk., N 3. Kl. 32,10 Mk. Steigerer: Herrn. Müller, Bellersheim. Fichtenstämme je Festmeter: N la-Kl. 32,60 Mk., August Schäfer, Hungen: N Id-Kl. 35,63 Mk., Unabd Avin 1 Mito ta blU &•? » *• » Mi ft 2»6et! ÄwJ 1 4. Kl. 42,10 Mk., Ohlemutz & Sung, Kiefern st ämme je Festmeter: N 3a-Klasse Wegestrecke sehr steil ist und teilweise eine 30- prozentige Steigerung auszu.weifen hat. ist die Bewegung von großen Erdmassen erforderlich, so daß das Projekt immerhin beträchtliche Ausgaben seitens der Gemeinde nötig macht. Das er- - - ■ der Berg- ÜI Lollar, 6. April. Die Gemeinde kaufte dieser Tage einen 3 l/s Sah re alten stadt feit 1883 angehorte, hat sich um die Feuev- toehren des Kreises sehr große Verdienste erworben. Werksverwaltung in einem ganz in der Rahe gelegenen Bruche gebrochen werden, auch wird die Herbeischasfung des Decksandes k-'..- -2 sonderen Schwierigkeiten machen. Preußen. Kreis Wetzlar. J Wetzlar, 6.April. Zwischen der Stadt oerwallung und der Relchsfinanzver id a 11 u n g ist feit einiger Zeit ein Streit ausgebrochen. der sich um die Platzfragc des neu zu erbauenden Finanzamtes dreht. Durch den Reichsetat für 1928 find die Baukosten für ben Neubau des Finanzamtes genehmigt worden. Nach längerem Suchen hat nun die Flnanzoerwaltung einen ihr geeignet erscheinenden Bauplatz an der großen Promenade gegenüber dem Amtsgericht erworben. Da der Platz jedoch in der zweiten Bauzone liegt, so ist für den Bau eine 2lusnaymegenehmigung erforderlich, weil er zum Teil dreigeschossig gehallen werden soll. Diese Ausnahmegcnehmigung will die Stadt jedoch nicht befürworten, weil sie auf dem Standpunkt sicht, daß das Finanzamisgebäude nicht an diese Stelle gehört, sondern zwecknnlßig seinen Platz in einem Gebietsieil rechts der Lahn, also mehr nach der Fabrikgegend, zu finden habe. Auch in einer der letzten Stadtverordnetensitzungen ist länger darüber debattiert worden. Während auf der einen Seite Handelskammer und Handwerkskammer gegen den gewählten Platz keine Bedenken haben, hat der Verkehrsoercin in einer zwar sehr schwach besuchten Mitgliederversammlung hiergegen Stellung genommen. Ebenso haben sich auch weitere Verbände der Arbeitnehmer leßterem Vorgehen abgeschlossen. Da die Entscheidung über die Ausnahme- Genehmigung bei dem Regierungspräsidenten in Koblenz liegt, so haben auch bereits Deputationen der Gegner des Projekts bei diesem mündlich vorgesprochen. Ein Lokaltermin hat eine Lösung der Gegensätze nicht gebracht, da die Finanzverwaltung auf ihrem Plan bestehen bleibt und besonders günstig belegene Plätze als Ersatz anscheinend nicht in Frage kommen. Es ist daher damit zu rechnen, das; die Regierung in Koblenz die Ausnahinegenehmi- gung für den Bau an der Promenade erteilen wird. X Dutenhofen, 6. April. Da die Bautätigkeit hier sehr rege ist und gute Bruch- steine stets gesucht sind, hat ein hiesiger Uniernehmer an der Abzweigung Wetzlarer Straße*21ücnborf an der Lahn einen neuen Stein brueß eröffnet. Ein in der Richtung Dorlar liegender Bruch wurde wegen Abraumschwierigkeiten vorläufig stillgelegt. -o- Lützellinden, 6. April. Die Verwal- Heimatgeschichte und heimatlichen Naturkunde seit Sahren verdient macht, hielt dieser Tage eine sehr gut besuchte Versammlung. Der 1. Vorsitzende. Dr. Marti n, hielt einen Vortrag über „Rauheim in der Zeit vor 100 Sahren'. Seine Ausführungen waren im wesentlichen eine Wiedergabe von zwei topographischen Arbeiten, die zwei Lehrer in einem Konferenzprotokoll hinterlassen haben. An der regen Aussprache, die dem sehr interessanten und mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortragr folgten, beteiligten sich besonders die Beigeordneten Stahl, Kling und Kissel. Der 2. Vorsitzende, Lehrer Oß- wald, sprach anschließend über Ratur- und Heimatschuhbestrebungen und wies auf die vorbildliche Tätigkeit einiger preußischer Regierungen auf diesem Gebiete hin. Er regte unter allgemeiner Zustimmung an, daß der Heimatverein mit Unterstützung der Bad* und Kurverwaltung, der Stadt, des Verkehrsvereins und der San* desuniversität eine Eingabe an die hessische Regierung und den Landtag richten und darin um den staa11ichen Schuh der für Mitteldeutschland so seltenen Salzflora und Salzfauna von R a u h e i m und Wisselsheim bitten möge. Als Anregung wurde ein Vorschlag von Lehrer P 0 r t h auf Verschmelzung des Heimatvereins mit dem Bildungsverein ausgenommen. -z- Butzbach, 6. April. Die Weidig- Oberrealschule wurde im vergangenen Jahr von 210 Schülern besucht, darunter 50 Mädchen. 176 Schüler waren evangelisch, 21 katholisch, 13 israelitisch. Die Eltern von 81 Schülern haben ihren Wohnsitz außerhalb unserer Stabt. 19 Schüler sind in den benachbarten preußischen Landesteilen beheimatet. Die Reifeprüfung bestanden 10 Abiturienten, während die Reife für Obersekunda 21 Schülern zueriannt wurde. Hauptamtlich waren mit dem Leiter der Anstalt, Ober- studiendirektor Dr. Binzel. 15 Lehrkräfte tätig. Prof. Dr, F. Werner war als Reichs- und Land- tagsabgeordneter für die Dauer des Schuljahres beurlaubt. Als fremde Sprache wurde in zwei Klassen wahlfrei auch Spanisch unterrichtet. Reichelsheim, 6. April. Der hiesige Vorschuß - und Kreditverein hielt dieser Tage seine diesjährige ordentliche General- Versammlung ab, die gut besucht war. Direktor Schäfer erstattete den Sahresbe- r ich t. der als sehr gut bezeichnet toerben muß. Die Aktiva schließt mit der Summe von 545 895,97 Mark ab. Außerordentlich gestiegen sind die Spareinlagen, die in 1927 eine Höhe von 277 650,86 Mk. erreichten. Der Reservefonds beträgt 11 266,46 Mk.. bic D:triebsrücklage 8862,96 Mark Der Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr beläuft lich auf 6 181 075,60 Mk. Wäh- renb die Zahl der Mitglieder im vorletzten Geschäftsjahr 362 betrug, ist der Mitgliederbestand m 1927 auf 393 angestiegen mit einem Geschäftsguthaben von 27 939 Mk. und einer Haftsumme ^on 589 500 Mk. Aus dem Reingewinn von 7808.03 Mk tourt :ine Dividende von 10 ent genehmigt. Sm vergangenen Jahr 36,20 Mk., A 3b-Kl. 39,10 Mk., A 4a-Kl. 44,35 ^»Mark, Ohlemutz & Sung, Lich. D L i ch, 6. April. Die Firma GeorgSchiefer- . st e i n, Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, in ben achtziger Sahren aus kleinen Anfängen entstanden, ist heute zu einer der größten ihrer Art in Oberhessen herangetoachsen. Um auch dem neueren Zweig der Snbustrie, der Oluto» sch10 fserei, entgegenzukommen, läßt die Firma gegenwärtig auf ihrem Grundstück in der verlän- gerten (neuen) Bahnhofstraße, gegenüber dem Hauptgeschäft, Reuanlagen errichten. Die (Bauleitung liegt in ben Händen des Architekten Daurat Schumacher von Gießen. Die Vergrößerung des Werkes gibt sicher wieder zahlreichen Arbeitern aus Lich und Umgegend Gelegenheit, lohnenden Verdienst zu finden. * Eberstadt, 6. April. Dieser Tage sand auch in unserem Orte eine größere und schön verlaufene Schulentlassungsfeier unter Leitung des Lehrer« Bell im Saale des Gastwirts Webemann statt. Lehrer Bell wies in seiner Begrüßungsansprache auf ben Zweck der Veranstaltung hin. Die sehr reichhaltige Dor- tragsfolge, bestehend aus Liedern, Sprechchören und Theaterstücken wurde in allen Teilen gut abgctoidelt und fand mit Recht lebhaften Beifall. Der vor kurzem von Lehrer Bell gegründete Mädchenchor brachte einige Lieder wirkungsvoll zu Gehör und erntete dafür reiche Anerkennung. Mit einem Geleitwort an die zur Entlassung kommenden Schüler schloß Lehrer Bell die schön verlaufene Feier. Für die Anschaffung eines Lichtbildapparates für Schulztoecke wurde ein Betrag von 83 Mk. gesammelt. Kreis Friedberg. WSR. Friedberg, 6. April. Gelegentlich der Generalversammlung des Verkehrsver- eins wies Professor Dreher darauf hin. baß nicht nur die Weiterarbeit des Geschichts- vereinS, sondern auch der Bestand ber ft ä btifdjen Sammlungen ernstlich ge- f ä b r b e t sei. Dem Geschichtsverein stehen keine hochherzigen Macene wie vor dem Kriege zur Seite, und auch die Stadt muß an allen Ecken und Enden sparen. Unzureichende Mittel wirken lähmend auch auf die Wirksamkeit Der ehrenamtlich tätigen Leiter von Museum und Archiv. Sm Sntereffe des weiteren Ausbaues dieser heimatkundlich so wichtigen Snstitute wäre Unterftüßung von Staats wegen und aus Privat- freifen dringend erwünscht. --- Bad-Rau heim, 6. April. Die städtische Sagb wurde für 2550 Mk. auf 12 Jahre neu verpachtet. Pächter ist Hotelier Zorn, der Vorsitzende des ßiefigen Sport- und Schießklubs. Seither betrug der Pachtpreis rund 1900 Mark. Der neue Pachtvertrag enthält wichtige Schonbestiinmungm. Ganz als Schonbezirk crilärt und von der Forstbehörde in Regie übernommen wurde auf Grund einer Vereinbarung zwischen Stadt und Staat das zumeist staatliche Gelände der Reuanlagen, des Frauenwaldes und des Sohaunisbecges. Man will so die Möglichlen schassen, baß lich die Kurgäste wieder am Wild in der freien Ratur erfreuen können. — Der Heimat v e r e i n, der sich durch die Herausgabe deS Dad-Rauheimer SahrbuchS" um die Pflege bet N 3a-Kl. 42,58 Mk., Heinr. Schmibt XI., Lich. Kiefern st ämme (Langholz) je Festmeter: N Ib-Kl. 26,03 Mk., N 2r«Kl. 29,68 Mk.. N 2b- Klasse 34,18 Mk.. Heinr. Schmidt XI., Lich. Kiefern st ämme (Abschnitte) je Festmeter: N Ib-Äl. 21 Mk., August Schäfer. Hungen: N 2a-Kl. 38,65 Mk., N 2b-Kl. 42,30 Mk., Ohle- mutz & Sung, Lich. Fichten-Derb st angen je Festmeter: 1. Kl. 25,20 Mk., 2. Kl. 25,20 Mk., 3. Kl. 25,20 Mk., (Sehr. Schmidt, Kom.-Ees., Laubach. Fichten-Reis st angen je Festmeter: 4. Kl. 12.50 Mk.. 5. Kl. 9,52 Mk.. Heinr. Denner, Biedenkopf. Fichten-Bohnenstan- gen: Je 100 Stück ungepuht 6 Mark, Gebrüder Manganeisenerzbergwerke betreibt, ist vor kurzem an die Gemeinde zwecks gemeinfamen Ausbaues bzw. Ehaussierung des Weges am "Alten Holzburg' herargetreten. Di^er Weg ift für die hiesige Ge^eir de insofern von besonderem Sntereffe, als er einen wichtigen Holzabfuhrweg aus dem Mantoald barstellt, ferner ist er die kürzeste Verbindung mit der Gemeindesandgrube und wird auch täglich von zahlreichen Arbeitern von hier, wie auch aus der Rachbargemeinde Allendorf (Lahn) begangen. Die Bergwerksverwaltung ift dagegen lediglich an der Herstellung eines festen Verbindungsweges mit der am Fuße des Weges vorbeiführ enden Straße nach Klein- Linden interessiert. Der gemeinsame Ausbau deS Weges wird in der Weise durchgeführt, daß die Gemeinde Lützellinden die Kosten der Herstellung des Wegbettcs übernehmen muß. während die VergwercSverwaltung die Ehcrussieru >.g bomeßmen läßt Da die in Betracht kommende Kreis Bievenkops. V Crumbach, 6. April. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre unser altes, trautes Kirchlein ein Raub der Flammen geworden. Bor allem wäre daS schöne Gewölbe über dem Schiff, das von EichcnHolzrippen getragen wird und der ganzen Kirche einen traulichen Charakter verleiht, verloren gewesen. Zwei ineinandergesteckte Gußrohre zur Ableitung des Rauches (im Dachstuhl miteinander verbunden) hatten sich durch die Eigenführung des außenstehenden Schornsteins im Verlauf mehrerer Jahrzehnte gelockert, und der herunterfallende Ruß brachte nächtlicherweile mehrere Balken zum Verkohlen, bis die Schulkinder morgens beim Läuten den starken Rauch und die eben züngelnd umsichgreifenden Flammen bemetiten und im letzten Augenblick größeren Schaden durch Hilferufen vereitelten. — Unsere Kirche gehört zu den 64 ältesten Mutter- k i r ch c n der Diözefe Dietkirchen an der Lahn und hat im Verlauf der Jahrhunderte verschiedene bauliche Veränderungen erfahren. Durch bafl Wegnehmen bet Außentünche und Ausfügen deS Mauerwerks mit Zementmörtel lassen sich schon für den Laien verschiedene Bauzeiten feststellen: so an der Rordseite ein Stück Mauer im Fischgrätenmuster und am Turm bic offenbar ursprünglichen, romanischen Fenster (älteste Stücke). Auf der Ostseite b»s Turmes wurde später unter Zumaue- rung der beiden anderen romanischen Fenster ein spätgotisches Fenster eingesetzt, von dem aber nur der Rahmen den Zeiten zu trotzen vermochte. Sm Sahre 1744 erfolgte eine große Veränderung durch Um- und Anbau, der sich deutlich abhevt durch sein neuzeitliches Mauerwerk. Vermutlich stammt aus dieser Bauzeit das erwähnte Deckengewölbe. sicherlich aber der Haupt- etngang. der in diesem Sahre durch einen Vorbau zweckdienlicher und würdiger gestaltet werden soll. Eine weitere notwendige Verbesserung im Snnern der Kirche ist die Erstellung einer neuen Orgel, die von der Gemeinde in einer kirchlichen Gemeindeversammlung einmütig gewünscht unb nachgehends von den bereinigten kirchlichen Gemcindcorganen einstimmig beschlossen wurde. An Stelle der fast hundertjährigen, mehr alS ausgedienten Orgel soll eine solche mit zwei Manualen und 13 Registern eingebaut werden. Die Kosten sind zu ’/io von der Kirchen- und zu e/in von der zuschußpflichtigen Zivilgemeinde aufzubringen. Wir erhoffen von der neuen Orgel unb von dem kürzlich gegründeten 16 Hörner starken Posaunenchor eine Bereicherung unserer Gottesdienste in musikalischer und gesanglicher Beziehung, sowie eine weitgehende Förderung deS Verständnisses für das reiche und köstliche musikalische und gesangliche Gut unsere« evangelischen Kirche in unterer Gemeinde. leeren Statuensockel an beiden Enden der Deiner Kornhausbrücke an. Aber die schweizerische Bundeshauptstadt lehnte das großherzige Anerbieten kurzerhand ab. So machte sich denn Dürig eines Rachts mit einigen seiner Freunde auf unb setzte die vier Köpfe selbst auf die genannten lebigen Umerftüde. Am folgenden Abend jedoch erhielt er eine Anordnung der Polizei, die von der Stadtverwaltung nicht gewünschten Skulpiuren noch vor Mitternacht persönlich zu entfernen, ..ansonsten" — Dürig warf ben Wisch in den Ofen unb ließ seelenruhig ben Termin verstreichen. Am nächsten Morgen fand er fc :ie vier Kopfe zerschmettert an der KornhauSbrücte am Boden liegen: die Polizei hatte sie während der Rächt einfach unv werfen lassen. Was ein Berner Dickschädel eben einmal nicht will, das — will er nicht! Dürig fegte die Trümmern fernes Werkes zusammen, lud sie auf eine Schiebkarre und fuhr mit ihr zum Protest durch die Hauptstraßen Berns. Dann ging er zum Kadi unb verklagte die undankbare Gemeinde seiner Vaterstadt auf 75 000 Franken Schadenersatz, älnd nun soll sich zeigen, wessen Dickkopf wegen dieser zerbrochener. Köpfe Recht behalten wird! Zweikampf zwischen Hundertjährigen. (n) M 0 ska u. So ganz ist die bolschewistische Theorie doch noch nicht im weiten Rußland verbreitet, wie dies gewisse Statistiken unb deren Verfasser so gern wahr haben möchten. Sn vielen Gegenden des ehemaligen Zarenreiches hat man noch recht viel Sinne für ganz unkornmunistische Romantik übrig. An der Svitze steht hierbei wohl die Stadt Rikolsk im Gouvernement Wologda. Es ist bi eß nach der jüngsten Volkszählung die „Stadt der Hundertjährigen". Unb in der Tat enthält sie eine ungewöhnlich große Zahl von Menschen, die längst das biblische Alter überschritten haben und sogar längst ihren hundertsten Geburtstag zu feiern Gelegenheit hatten. Unb das Seltsamste ist, daß alle diese Menschen noch ziemlich srisch und rüstig, ja sogar noch richtiggehend verliebt sind. Alnb die Sowjetbehörden in Rikolsk drücken angesichts des fieberns dieser Greise beide Augen zu unb lassen sic- schalten unb walten, wie sie wollen. Das Originellste ist, daß vor kurzer Zeit zwei der erwähnten Hundertjährigen ein wirkliches Duell miteinander aussochten, unb zwar aus Eifersucht. Es handelte sich um zwei alte Kämpen, die noch Pletona erlebt, nämlich um ben hundert- einjöhrigen Knjas Sobc-tow. der vö'.ig zurückgezogen in Gesellschaft seiner Hausdame auf seiner Besitzung lebte, sowie um den achtund- neunzigjährigen Edelmann Garvn, einem Rach- bam Sobototos. Garyn war Der einzige, der bei Sobotow verkehrte, dem es in letzter Zeit ausgefallen war, daß seine Hausdame Garyn vor ihm zu bevorzugen schien. Die Folge war eine heftige Auseinandersetzung zwischen den beiden Greisen, die sich gegenseitig chr hohes Alter vorwarfen und schließlich nach alter Sitte zu ben Säbeln griffen, um die Sache auf hergebrachtem ehrenhaften Wege auszutragen, tote cs unter ©entfernen üblich ist. Aber die alten Säbel waren für die gichtigen Hände der Greise zu schwer, und so griffen sie denn zum Revolver unb schossen auch aufeinander, bis der eine, nämlich Garyn. leicht verwundet war. Dann aber erfolgte die Versöhnung, und Friede herrscht wieder in Rikolsk. konnte die Genossmrschaft ein neues Geschäftshaus errichten, dessen Innenausbau soweit fortgeschritten ist. daß es im Sommer dieses Söhres bezugsfertig dafteht. Sn den Aufsichtsrat wurden wiedergewählt Gustav Sprengel, Otto Scheibel und Adolf Keller. Kret Schotten. [J „ß a ubach. 6. April. Mit dem diesjährigen dreitägigen Ausschußfest, Dem Laubacher Rationalfest, soll auch in diesem Sahre wieder ein Bullenmarkt verbunden werden, wie er im vorigen Sahr zum erstenmal in unserer Stadt veranstaltet wurde und nach jeder Seite befriedigt hat. Gleichzeitig soll eine Prämiierung von Vogelsberger- und Simmentaler Zuchtvieh, sowie von Ziegen ftattfinben. Außerdem wird eine große Verlos ung von Haus- und landwirtschaftlichen ©cgenßänben hierbei veranstaltet werden. Am dritten Ostertag wird, wie seit Sahrhunderten, im „Schützeuhof" der Ausschuß-Ha uvtmann von der Laubacher Ausschuß-Geiettschaft gewählt werden. Hierzu gehören alle Laubacher vorn 17. Lebensjahr an. Rudingshain, 6. April. Die Staate* medailledesVolksstaatesHesscn wurde dem Altbürgermeister Deubel hier in Anerkennung seiner hervorragenden Erfolge auf dem Gebiete der R 0 t 0 i e h z ii ch t u n g verstehen. Deubel erkannte vor Jahren schon, daß nur eine rationell betriebene Viehzucht im Vogelsberg Aussicht auf fanbrnirt- schaftliche Rentabilität habe und stellte sich in diesem Sinne um. Die großen Erfolge, die er seither auf den Ausstellungen mit seinem Rotmeh erzielen konnte, bestätigen nur, daß die Umstellung lohnend unb ein Akt weitschauender Klugheit war. Y Gedern, 6. April. Sm vergangenen Sahre wurden in der „Seife" ettoa 15 Morgen Gelände melioriert. Diese Fläche soll jetzt eingezäunt werden. Man will den Versuch mit einer Sungbieljtoeibe machen. Die Meliorationsarbeiten für weitere 25 Morgen sollen im Lause dieses Sahres burchgeführt werden. Die Kosten für diese Arbeiten werden vom Staate vorgelegt unb die Hälfte später als Ersah von der Gemeinde angefordert. Man hofft, durch diese Maßnahme nicht mir Gelände nutzbar zu machen, sondern vor allem bic Viehzucht zu heben. — An der diesjährigen Gesellen- prüfung des hiesigen Ortsgetoerbever- eins nahmen insgesamt 37 Lehrlinge teil. Hiervon hatten vier die theoretische Prüfung nach Verlassen der gewerblichen Fortbildungsschule im Sahre 1927 abgelegt Don 33 Prüflingen haben 32 die Prüfung bestanden: infolge guter schrist- sicher Leistungen konnten 20 Schüler von der mündlichen Prüfung befreit werden. Starkenburg. LPD. Darmstadt. 6. April. Hier starb der Kreisfeuerwehrinspektor Wilhelm Schnell, der dieses Amt im Kreise Darmstadt feit dem Sahre 1922 innehatte, im Alter von 66 Sahren. Schnell, der der Freiwilligen Feuerwehr Darm W1 nlt"1 N erfl vcr ""-M o^gtiDor 5s s* sts ÄS unb E- jeM. { xÄ DU osi twgtn l»-gelckcn bo -ine D« 13 6t®®- Dem Dc von 20 mertanni Die Di des Deuts larmftobi der bff 8* wi, 8“0t fuhrung K Mc erreg« frag her g< Md) mit worden. Jn der 1 die elekt tiere.2i nxmb, <3 mc*)t ent; Emm' entspreche an das zu richten Zchlachtho s ch w e i n abend mH ORMS i E ST® E U. SR DWF 3RE ( 5 3 SEEL I 0 fi E B H © SEÄTESRaCFS en. hlar. Hfon bet Vidisfi J 6lobf. !it ein Tt^°«r. ■QMrage J 5QmtesLIu* neu ?‘?ÄS*S ^5nQwäm-3OM brei9ewttl^n!t !cn, u)«[ na ® U Oie ITdSS •ffisS »ss& XuJT(* im was? toäri §?äs* ' eine ßö|ZT ji“ ^yotioalhmn btutibefonbers^ QJ anscheinend nicht in Ä4U .*0, N oic AuLnahineaenedmi. romenabe erteilen mirb. prif. La die Va>. g e ist und gute Brud). n hlestger Hnicrneijnwr r Ltrojjc'AllenLors an ieinbruch eröffnet, liegender Bruch wurde ■ vorläufig stillgelegt. .W Die Derves. ic^ener Draun- '-als tzernir, iy.: m Grmattimg mehrere betreibt, ist vor kurzem gmeinswnen Aus- rung brs Deges am irrten. Dieser 'Leg ik ssirrn von besondercm 4iiQ^ hoizab'.uhnrrg eilt, ferner ist er die ter Qm'mbefmb(jnik i zahlreichen Arbeitern ter Iachbngvimnde c. Die "DerzveriSdn« ich cltfaitaiwtbere Zahnarzt: Dr. (Monter. standeS. Dabei muh betont werden, dah mit der Behauptung an einigen Postkrastwagen befänden sich GßtiefluttLix, dem Ucbclstande keineswegs ab- geholfen ist. denn nur ganz selten ist im Sommer für die Einwohnerschaft Zeit vorhanden, aus die Ankunft de» Postautos zu warten. Man dars wohl annchmen, dah die betriebsleitende Post- bcnpaltung in Gießen, wie sie es bisher in anerkennenswerter Weise getan bat. auch diesen berechtigten Wünschen der Kleebachtalbewohner entgegentommt. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 8. April. 1. Dftcrfeicrtafl. Staötttrche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: H: Kinder- klrchc für die Matthausaemcinde, Pfarrer Mahr; 6: Pfarrer Becker. — Johanneskirchc. 9.30: Pfarrer Ausfeld: 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde: Pfarrer Ausfelb; 6: Pfarrer Bcchtolshcimer; Beichte für die Konfirmanden der Lukasgcmeinde und deren Angehörigen. — Kapelle des Alten Jricdhof«. 9.30: Pfarrer Lenz. — Dieseck. 9.30: (Fraucnchor); Opfer für den Gemeindchausbau in Mörfelden: 11. Kinder- kirche: 1.30: Beichte für da» Konfirmationsabendmahl. — Watzenborn-Steinberg. 9.30: Predigt (Äir- I chenchor): 10.30: Kinderkirche: 1.30: Beichte zum Konfirmationsabendmahl. — Haufen-Garbenteich. 10.30: Haufen (Kirchenaesangoercin); 1: Garbenteich — Lich. Kollekte für die Chorschule: 6: Vstersruh- kirche: Stiftspfarrer Schorlemmer: 9.30: Pfarrer Weber (Trais-Horloff): 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. — Kirchberg. 10: Kirchberg, 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von Staufenberg; 1.30: Kirchberg . 1.30: Mainzlar , hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder. — Alken-Bufeck. 10; 1.30. Montag, den 9. April. 2. Dftcrfeiertag. Maingatt. WSN. Frankfurt a.M., 6. April. Zur Besichti- gunn der Werke der J.-G - F a r b c n i n d u ft r , e wird in diesem Sommer eine Anzahl türkischer und ägyptischer Aerzte nach Deutschland kommen. Sie werden in Bad Homburg ihr Standquartier aufschlagen. — Am Mittwoch uer ft a r b der angesehene Frankfurter Rechtsanwalt Justizrat Dr. Rudolf R o s e n t h a l. Der Schmerz über den herben Verlust setzte auch dem Leben seiner Gattin ein plötzlichesEnde. . WSR. Hanau. 5. April. Der 17jaf>nge Schlosserlehrling Walter Brill, der am 24 März hier einen 15jährigen Kausmannslehr- linq ü b e r s a l l e n und ihm Lohngelder in Hohe von 1350 Mk. geraubt hatte, ist jetzt m Ätcl sc st genommen worden. Bekanntlich hatte Brill nach dcr Tat die Flucht ergriffen, ohne dah man zunächst eine Spur von ihm finden konnte. Später sand man in Oberrad feine alten Kleidungsstücke, nachdem er sich in Offenbach vollständig neu eingekleidet hatte. Das Defizit der Frankfurter Musikausstettung. WSA. Frankfurt a. M.. 5. April. Die Magistrats-Pressestelle teilt mit: Die geschäftliche Durchführung der Internationalen Ausstellung ,Musik im Leben der Völker" und des „Sommers der Musik ist auf Anordnung des Magistrats einer alle «nzelbeiten dcS Gesamtunt.mchmens umfassenden Revision durch das städtische Revisionsmnt unterzogen worden. Aach Abschluß er Vision ist nunmehr die Abrechnung über Aus- stellung und ^Sommer der Musir dem Magistrat Dor gelegt worden. Danach ergibt sich imter Abzug der Einnahmen, der Zuschüsse von Aeich, Staat. Körperschaften usw. für die Ausstellung ein Fehlbetrag von 79838 6,6 6 Mk. und für den .Sommer der Musik" nach Abzug der Einnahmen und eines von Frankfurter Bürgern aufgebrachten Garantiefonds in Höhe von 181 000 Mk ein Fehlbetrag von 3 8 1 9 2 9,3 4 Mk. Im Hinblick auf die große kulturelle Bedeutung der Ausstellung und des Sommers der Musi5' wird der Abschluß vom Magistrat als durchaus befriedigend angesehen. Die Abrechnung wird nunmehr der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden. Montag, sondern (Aon am Sonntag in der Frühe ausgelaoen werden, damit diese Tiere nicht viele Stunden den Dualen des Hungers über- lalicn find. Auf Antrag des zweiten Vorsitzenden Haas wurden die fchadhaflcn Schutzschilder weiß angestnchen und ihre Aufschrift. Schonet die Zugtiere! I erneuert. Da dcr Verein bei feinen geringen Einnahmen vor allem auf seinen Bartell bedacht sein muh, beschloß der Lorstand dessen Austritt aus dem Verbände der Tierschutzvereine des Deutschen Reiches, zumal dieser statt des Mindest- beitrags von 10 Mark den satzungsgemaßen Beitrag von 21,25 Mart beansprucht, obwohl der Tterschutz- verein Gießen ein Zweig des Hauptvereins für Hessen ist. Der vom Verband der Tierschutzoereine des Deut- schen Reiches herausgegebene Kalender für 1 9 28 wurde in 3273 Exemplaren an die Mitglieder und die Schulen der Stadt verteilt. Jene erhielten ihn unentgeltlich, diese nur auf Bestellung und gegen Der'städtische Gärtner L. Diehl versah auch im verflossenen Winter die öffentlichen Futter- platze eifrig und reichlich mit Dogeifutter. Indesten war die hiesige Sogeiwelt nur kurze Zeit auf die Fürsorge des Vereins angewiesen, da der Winter außergewöhnlich mild war. Um die Sögel vor Schaden zu schützen, lieh das Stadtbauamt Gießen auf Ansuchen die Schnakengruben im Philosophenwald mit gemeinde. Feier der dl Abendmahls; 2. Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Johanne», gemeinde, Pfarrer Ausfeld; 6: Pfarrverwalter Dotzert. — üapelle de» Alten Friedhof». 9 30: Pfarrer «usfeld. — wieseck. 9: Konfirmationsseier: im Anschluß Feier de» hl. Abendmahl»; Opfer für den Kleinkinderschulfonds — Watzenborn-Stelnberg. 9: Konfirmation und hl. Abendmahl (Kollektei. — Haufru-Garbenteich. 8: Garbenteich; Konfirmation: 10.30: Haufen; Konfirmation. — Lich. 9.30 öfter- gottesbienft mit Konfirmandenprüfung; Stiftspfarrer Schorlemmer. — Der Nachmittagsgottesdienst fällt aus. — kirchbera. 10: Kirchberg; Konfirmation. >1 Offerte für das hessische Krüppelheim. — Affcn-Vufeck. nachmittags 8. Dftcrbicnstag, den 10. April. wiescck. 2.30 Uhr: Dftcrfeier der Kinderkirche (bei gutem Detter im Walde). katholische Gemeinden. Samstag, den 7. April. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Deichte. Sonntag, den 8. April, östersonntag. Gicßcn. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe: Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion, 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; nachmittags 2.30: Vesper mit Segen. 4.30 und 7: Deichte. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — {jungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt. Montag, den 9 April. Ostermontag Gießen. 6 30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt; 11: Messe; nachmittags 2.30: Andacht mit Segen. — Grünbern. 9 30: Messe mit Predigt. — Bungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Caubach 10: Messe mit Predigt. — Cid). 7.30: Hochanü._________________ sind neun Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: L umzäuntes Gebiet; 2. Stadt in West- preußen: 3. Provinz und Stadt in Spanien; 4. karthagischer Feldherr; 5. Teeart; 6. weiblicher Per- fonenname; 7. öffentliche Kundgebung; 8. asiatischer Herrscher; 9. afrikanischer Voltsstamm. — Sind d,e Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, zwei Stätten aus der Passionsgeschichte. Vor kurzem hielt derGießencrTierschutz- verein lerne ordentliche Hauptversammlung ab, m der man erneut feststellen konnte, daß der 9min auch im Jahre 1927 seinen Aufgckven in bester Weise gerecht geworden ist. Aus dem vom Schriftführer, Oberreallehrer i. R. G Straub, verfaßten eingehenden Jahresbericht fei folgendes milgeteilt: Die Mitgliederzahl des Vereins betrug Ende Dezember 362. Eifriger Werbearbeit ist es gelungen, sie so zu erhöhen, daß sie zur oreinsendung von 95 Pf. zu beziehen. äh'Mes WM HMklkUM MWt für Maturum. Latinum, Graecum, Primaretfe. 3585 D Blaßen, G‘oethostr.34, Dr. Roeue. Nachhilfe in Latein, Frauzöf. tinok n. Matbcm. für Schüler unterer Muffen wird billigst erteilt. Schr. Angeb. unter 02720 an den Gienener Anzeiger. Weißbinderarbeiten au vergeben. Christ. Dich, Lich, Wetterbrücke öeWkeiveu der GeWgslsdSAk Neueinricht.v. Buchhaltung^ Abschlüffe, Eingaben a.Behörd. ufro- geivtssenhast u. diskret. Schr. Angb. il02770 n. b. ® t e h. l’l n a . Aelchskurzschrist- unterricht 02727 'nBerkebrs-u.Rede- schrtft. Diktat stunden werd. jederA. erteilt Nordanlage 19 1. ttWHer dreisten Deutsche D. Hündin? 02728 Angebote an K Schneider Wieseck. Karlstr. 13. Garten erde kann angefahren werden. 3067V Gebr. Kahl. Televbon 87. Ölet erteilt Obertertianer MW? Schr.Angeb.u. 3672V an d.GieK.AnAeiger. Gießen, den 7. April 1928 02779 Wieseck. den 7. April 1928. 375 ID Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Vaters Herrn Heinridi Kümmel II. für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Sattler, den Mitarbeitern, sowie dem Turnverein für ihr letztes Geleit herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte, des Herrn Pfarrers bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank Heinridi Böcber nebst Angehörigen 02754 Gestern morgen 4 Uhr verschied nach schwerem Leiden meine liebe Frau, meine hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Kalbariia Schön geb. Krämer im 62. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Schön Familie Aug. Schön Ruttershausen, den 7. April 1928. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. April, nachmittags 3 Uhr statt. 3 Uhr statt. 02769 Gestern vormittag 11’/« Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, mein lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Annerod, den 7. April 1928. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. April, nachmittags Herr Frteßrtcb Braun im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Familie Karl Braun Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Frau Marie Groos Wwe. geb. Weller nebst 3 Kindern. Königsberg (Kreis Biedenkopf), den 7 April 1928. __________________________ <71 -)D 371 ID Danksagung. Für die vielen Beweise herrlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Carl Vogel. Gießen, den 5. April 1928. Rog> unter- Neue Kurse Oteben Herborn Institute. 3642V la»ftL 1 Stck. 0,20 fm Holzfubmiffion Kichtenstämme den: Kiefernabschnitte Los 1. .Kiefernstämme la-Kl. 4 JC Fichtenderbstangeu 1 an la-Kl. 31 Stck. An- sind getrennt nach Sortiment, 3692V Opper. im 3690V la-Klasse 31 Stück 1,30 0,74 1,45 1,35 1,27 Das geböte dem wer- beginnen am 16. April! Vogtsche Handelsschulen 3 1 1 2 1 Holzsortimente: Kiefcrnstämmc lb- 2a- 2d- 3a- 4,53 fm 9,17 „ 7,43 „ 2,80 „ 0,59 „ Ib-Klasse 2a. „ 2b- „ 3a- „ Kiefernstämme. 4 Stück = 1,22 Fstm. 3. Klasse 4. , 5. „ 2. Klasse 3. „ 4. „ Hessisches Kulturbauamt H. Steinbach, Negierungsbaurat. Nutz- und Holzfubmiffion. Die Gemeinde Ldenhauscn verkauft Wege schriftlichen Angebots folgende 1b- 2a- 2 b* 3a- 183 Stck. 77,74 fm Los 2. Fichten stamme Verlangen Sie ausführliche Druckschrift O 44 von der Sdiulleitung Gtefoen, Goethcetrabe 32 ________________________________________3574a Zwangsversteigerung Am Donnerstag, dem 26. April 1928, vormittags 0 Uhr, wird auf dem Amtsgericht Gießen, Zimmer 112, das im zeichneten Verwaltung eingesehen werden. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für die Hafer- unb Strohlieferung" mit dem Muster für Hafer bis zum 14. April 1928, vormittags 10 Uhr, einzureichen. In den Angeboten ind die Bedingungen anzuerkennen. Zuschlagsfrist fünf Tage. Das einzureichende Hafermuster, 1 kg enthaltend, muß getrennt von dem Angebot verpackt mit der Aufschrift „Muster zum Angebot für Haferlieferung" versehen sein. Gleichzeitig ist der im Rechnungsjahr 1928 zum Anfall kommende Dünger zu vergeben. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind ebenfalls bis zum 14. April 1928, vormittags 10 Uhr, einzureichen. Gießen, den 3. April 1928. Verwaltung der Veterinär-Kliniken und Bekanntmachung Tie Lieferung von Hofraiteverkauf Sn kleinem Landstädtchen mit Bahnverbindung in Bähe Gießen ist ein zweistöckiges Wohnhaus, Scheune, Stallung und kleiner Hausgarten inmitten der Stabt gelegen, alsbald zu verkaufen. Die Hof» raite eignet sich als Geschäftshaus oder als Erholungsheim, da gefundheitl. Lage u. waldreiche Gegend. Beflekt. wollen ihre Adr, u. 02652 an den Gieß. Änz einsenden. 14,44 24,36 3,04 1,73 6,45 32,29 52,19 28,91 16,00 1,33 2,04 2,72 3,24 1,08 0,81 0,72 0,12 74 Stck. 24,52 fm Los 3. Kichtcnstämme Holzsubmission. Die Gemeinde Ettingshausen verkauft im Wege schriftlichen Angebots folgende Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern soll folgendes Nutzholz auf Wege schriftlichen Angebots verkauft la- 1b- 2a- 2b- 3 a» 3b- 72 87 19 1 Bekanntmachung In unser Handelsregister Abteilung B wurde am 3. April 1928 bei der Firma Automobil-Verkaufsgesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 13. III. 1928 ist die Gesellschaft aufgelöst und in Liquidation getreten. Kaufmann Ludwig Schultheiß in Gießen ist zum Liquidator bestellt. 3768V Gießen, den 5. April 1928. __________Hessisches Amtsgericht._______ 140 Stck. 93,87 fm Holz ist mit Rinde gemessen. Holzsortimente: Fichienstämmc. 6,69 Fstm. 13,99 „ 6,85 „ 0,90 „ 4,20 „ Jb-„ 2a* „ 2d- „ 3a- „ 3b* „ la* „ lb*„ 2a- „ 2b- „ 3a* „ 2a-ÄI. 2b. „ 3a- „ 3b» „ 4a* „ 15 26 27 3 1 36 91 75 25 9 3 4 4 4 1 9 12 4 29 10 3 42 13 1 3 Fl. 4 Nr. 786/io = 483 qm Grab- garten, geschätzt auf ... . 1690 versteigert. lb* 2a» 2b- 3a* 9 57 45 25 3 1 Stck. 0,67 fm n 20,29 „ ,, 42,11 „ n 14,22 „ » 0,45 „ 300 Zentner Hafer und 200 Zentner drahtgepreßtem gen» und Weizenstroh ist zu vergeben. Bedingungen können bei der : llechnNym läge imenieuh-scbule \ ^rimmt%SA!lFronlnaus,rl* «•"•••'• Die amtsgerichtliche Verfügung ist , der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht Grundbuche von Gießen den Ludwig Ranft Eheleuten in Gießen zugeschriebene Anwesen am Nahrungsberg 29: Fl. 4 Nr. 78 — 144 qm Hof- reite, geschätzt auf..... 4580 Stck. 1,73 fm „ 20,70 „ „ 34,76 „ „ 28,84 „ „ 5,72 „ „ 2,12 „ Eichenstämme. 4 Stück = 1,56 Fstm. 3 „ = 2,02 „ 1 .. -- 1,58 „ Buchcnstämme. 6 Stück — 3,88 Fstm. vrenuholzversteigerungen der Stadt Gießen. Die Nutzholzvcrstcigerung für Hand, werter usw. Rr. 25 vom 22. März 1928 und die Brennholzvcrstcigerungen Nr. 24, 26, 27 und 28 vom 21., 23., 28. und 29. März 1928 wurden genehmigt. Die Abfuhrsäxme sind bis spätestens 15. d. M. in Empfang zu nehmen. In der Abt. 99 des GtadtwaldcS, Bezirk des Herrn Försters Geisel, Gießen, ist noch folgendes Brennholz angefallen: 6,6 rm Buchen-, Hambuchen-, Eichen- und Erlenknüppel, 340 Wellen Hainbuchen» und Erlenreisig. Dieses Holz soll am Donnerstag, dem 12. d. M., 10 Nhr, in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshöhe" zur Versteigerung kommen. Anschließend hieran findet die bereits bekanntgegebene Nadelnutzholz-Bersteige- rung statt, auf die nochmals hingewiesen wird. Gießen, den 5. April 1928 Der Oberbürgermeister F.B.: Dr. Rosenberg. 3730B Angebote sind pro Festmeter bis zum Freitag, 13. April 1928, nachmittags 2 Nhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, denen sich die Käufer bei Einreichung unterwerfen, eingesehen werden können. DaS Holz ist mit Rinde gemessen. vdenhanscn, 6. April 1928. 3756D Hess. Bürgermeisterei Odenhausen. Nachtigall. Freiwillige ortsgerichtliche Immobilien-Versteigerung. Freitag, den 13. April 1928, nachm. 31/« Uhr, wird das Anwesen des verstorbenen Altbürgermeisters Karl Flach III in Butzbach, Roßbrunnenstraße 5, bestehend aus geräumigem Wohnhaus mit Hofraum, großer Scheune und Stallungen, für Geschäftsbetrieb geeignet, ans dem Rathaus in Butzbach Zimmer 11 öffentlich meistbietend versteigert. Das Anwesen kann vorher besichtigt werden. Schlüssel: Butzbach, Weiseler Straße 57. Die Versteigerungsbedingungen werden int Termin bekanntgemacht. Butzbach, den 4. April 1928. Hessisches Drtsgericht. vr.Jansen. 3718V Das Holz ist im Anfang Februar angefallen. Angebote sind in Reichsmark pro Festmeter, getrennt nach Sortiment und Klassen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnerstag, de« 12. April 1928, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Die Eröffnung findet zu vorerwähnter Zeit auf dem Rathaus statt. Mit Einreichung der Angebote unterwerfen sich Käufer den 93er- kaufsbedingungen, welche bei uns eingesehen werden können. Man bittet, das Holz vorher anzusehen und wird auf Verlangen von Herrn Förster Keil vorgezeigt. Spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt. Ettingshausen, den 7. April 1928 Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen Holzfubmiffion. Das im Winter 1927/28 an den Provinzialstraßen der Provinz Oberhessen gefällte Nutz- und Stammholz soll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs verkauft werden. Holzverzeichnisse, nach den Grundsätzen der staatlichen Forstverwaltung ausgestellt, sind bei der Provinzialdirektton Oberhessen, Tiefbau, in Gießen, Johannesstraße 17, zum Preise von 3,00, 2,00 und 1,00 RM. zu erhalten. Schriftliche Angebote sind bis spätestens 20. April 1928, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle mit der Aufschrift „Verkauf von Nutzholz" einzu- reichen. 3755V Gieße«, den 5. April 1928. Hessische Provinzialdirektion Oberhessen, Tiefbau. ausgehängt. 3035V Gießen, den 17. März 1928. I. A. des Hess. Amtsgerichts Gießen: ________Leo, Ortsgerichtsvorsteher._______ Arbeitsvergebnng. Für die Feldbereinigung Lardenbach sollen am Freitag, dem 13. April 1928, 11% Nhr, auf der Bürgermeisterei Lardenbach die Arbeiten zur Regulierung der Seenbach, veranschlagt zu 20450,— Mark, in einem Los vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen mit entsprechender Aufschrift ver- sehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 2. April 1928 Klassen in den Losen bis Donnerstag, den 12. April, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung der Angebote erfolgt. Mit der Einreichung unterwirft sich der Käufer den Verkaufsbedingungen, welche bei uns eingesehen und vor dem Termin belanntgegcben werden. Das Holz ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksich- tigt werden und wird auf Verlangen von Forstwari Koch vorgezeigt. Beuern, den 5. April 1928. Hessische Bürgermeisterei Beuern ___________Lindenstruth.______3719V Nutz-und Vrennholzverfteigerung. Zm Gemeindewald Langsdorf werden nach vorheriger Zusammenkunft am Wald- eingang der Straße Langsdorf—Nieder- Bessingen am Mittwoch, dem 11. April 1928, vormittags 91/, Uhr, versteigert: Nutzholz: Stämme: Eiche 1. Kl. 40 St. 4,56 fm; 2. Kl. 10 GL 2,98 fm; 3. Kl. 4 St. 1,74 fm. Fichte la-ftl. 4 St. 0,41 fm; lb-Kl. 11 GL 3,34 frn;2a-Kl. 1 Gt.0,60fm; 3a»ÄL 2 GL 1,38 fm;3b»KL 2 GL 3,05 fm. Kirfchbaum2. KL 1 St. 0,49 fm. - Derb» langen: Buche 13 GL 0,47 fm; Fichte 9 Gt 1. KL, 18 GL 2. Kl. — Deichseln: Eiche 153 GL 7,26 fm. 3706D Brennholz: 10,5 rm Buchenscheiter; 8 rm Buchenknüppel; 40 rm Reiser. Langsdorf, den 4. April 1928. Hess. Bürgermeisterei Langsdorf Kneipp. Alsaiso' Sorgen f' AS te«<- ea v 1^3 li* hat y LV«»»-'"" , Dehandh" Ehe durch en Meilig. oft * Ml! grvtzen S 1 teob. als w U fcvr.äW ifrna in den 8 warten. I ilnb die K Lf Städte, i trennt j htieden iS- D« y,.. fahren ßi . ti durch 5 Km. in den< Sfoilt Dc fcü, öd Wreh fruchtbare l (öi§en. wo " I Kgulalorcn sir f Inmitten bt Iriweren Feldi 1 ab Oeyn 6 -ufcn". 2 I! Tegenschauer | h Mraft vc t feilende Änh Hafter und s. | dah sich PaM I bmng ermögli Xie größte t I ti^eil ersten i Mehr aU 8i/2 t Tbemaisvrude tiger Avhlensc buna mit gel \ s Heilerfolge ey Menschheit ge£ I M modern I W Aebrn ix Cdmidlen wr I2xrk, ^angv Lichtbddrr, 3i mngezogm. Die Packm den vom <5 Senne, gef k verständige j r'cr8 fottgese den Dlumenbi 'Veiten Lasen! | lauten des L lalle, die La Pol •"deren K/n fjjjjwenhi [$!!** >---- Btiitier 9®rÜi p ijion . und BeiM Frauei Ei^ 1927; i Samstag, 7. April 1928 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) |r. 83 Drittes Blatt Wandern und weisen Bäder und Sommerfrischen am £ Kurse tim Äot)knfäutereid)tum in glücklicher Dnbm- mit gelösten Salzen hat unvergleichliche » « . . fvt * _ — — — C* ■ ■■ X« a i M rt** ty no ielt. Sin Segen für die leidende t von ihm aus. '• । Marienburg durch - bis Andernach hi '• • unterbrochener Keil filäi tCHAOTf Pension Höhenluitkurort I Hote,1 ......» L'.l___________1 .1 Hospiz Bad-Nauheim 3488D als Ferienaufenthalt, zum Wochenende, f. Auto-Aus- flüge. alsTouristenstation 4 4 3 1 1b. „ 15 2a* „ 26 liegt bei Schotten ImVogelsberg a. der Kreisstraße Schotten — Gedern mitten in Wald u. Wiesen iilbmission. t Atiüqshauiev tcrlauji lichen Angebots jolgenbt ic la*$tl. 1 Lick. 0,20to 2b* 3a* 3b* 43*. flt”L " 5,47, 14,4k . 24,36 3,04 1,73 6,45 31,29 52,19 28,91 16,"0 1,33 2,04 2,72 3,24 1,08 0,81 0,72 0,12 i am 16. April! Handelsschulen Herbere itühriidie Drudiidirt/t 0 M inj (Heb«, Goethettrabe n 3574a Mtataäi'U «u verkaufen. Die ft0L als Geschäftshaus ober M,da gesundheiil.Lage rnd. Aeflekt. wollen ihn ^T>eh.Anz.einsend»n. und der Liebe, die einander ihre dunkeln Lieder zurusen. 2n den Anlagen des Wiesbadener Rur- S artens entfalten fich farbenstrahlcnd und üppig ic Beete, kunstreich verflochten', und in den Scitcntälchen, am Eingang des Wifpcrtales funkeln die großen, gelben Dotterblumen. Der Frühling trägt am Rhein^ den Retz und die Schwelgerei des südlichen Frühlings, doch zugleich das Erfrischende. Verhaltene des nordischen. . . „ - Der Rhein ist der Strom, den totr lieben, er ist unser, zugleich Wirklichkeit und Sinnbild. basalle. Als Im Vorjahre das Gestein restlos ausgcbeutet und ein häßliches Loch im grünen Berg gähnte, schob plötzlich gcheimnisvoll-blaue« Wasser aus der Diese. Der blaue Vergsee stellte die Schönheit der Qlatur wieder her So war eS auch vor einigen Jahren im Lausunger Wald südlich von Rafid geschehen — der zie g e I- r d t c See am Vilstein zählt zu den hundert Dergwundern Hessens! Seit dem letzten Sommer erschlieht ein aroh- zügiger Autodienst den stillen Frieden dieser verzauberten Gegend dem großen Fremdenverkehr. Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 88 Badeschriften durch die Kurverwaltuno Gutbürgerliche Küche, gepflegte Weine u. Biere, eigene Konditorei Fernruf Schotten Nr. 10 Besitzer; Paul Lehmann 3579 D Reisewinke. Bad Salzschlirf. Die Ruezeit in Scuzschlirf mit seinem Doni- faziusbrunnen beginnt wieder am 1. Mai. 3m Rurhaus spielt vom 1. bis 5. Mai die Hauskapelle: ab 6. Mai bereits beginnen die Konzerte des vollen Rurorchesters und von Mitte Mai ab wird mit den Vorstellungen des rühmlichst bekannten Rurtheaters begonnen. Salzschlirf hat auch in diesem 2ahre wieder ermäßigte PauschalkureN emgerichtct -u denen ein DermögensnachweiS nicht beigebracht zu werden braucht. Es Wird empsoh en diese Ruren vorteilshalber vor dem 5. Mal zu be- 2b* 3a* 3b* rfolge Ikenschheit Ostseebad Heiligenhafen Pension Seestern. bircL am Wasier. @ute Verpflegung. ^üben nt la* n 36 lb*M 91 2a* „ 75 2b* . 25 3a« „ 9 itt 2a*|f. 3 Wanderfahrten. Weidenhaufen — Weidbach — Bellersdorf — Horre — Herborn. Benekeetr. 6-8 Telephon 2096 Behagliches Heim für Kurgäste. Dauermieter. Passanten u. Wochenende. ,v L. 95 B. Beste Kurlage. neuzeitl. eingerich tet. vnrTiüzl. Verpflegung. Preis 8—12 M. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1927: 19300 Badegäste imiiiiiiiiiiiiniiiiiiiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiHiiii Sei W öHetouBflßg nur nadi der perle des LotzMies Miltg Kurhaus Luginsland empfiehlt sich: m gezogen. •Die Parkanlagen, über 400 Morgen grob, totreten vom Schöpfer des Parkes m Sanssouci. «»Lenne, geschaffen. Vach ihm hat manch kunst- verständige Hand das Werk des genialen Mei- ‘Ittsr« fortgesetzt. Hab zwischen all den Daumen Blumenbeeten, den springenden Wassern und ■traten Rasenmalten liegen die modernen Zweck- < bauten des Bades: das Kurhaus die Wände- halle die Badehauser, das Rurtheater, Musik- saal und Museum. Schönheit und Vühlichkeit sind in ihnen überall aufs beste vereint. Anmutige Landschaft ringsum. Waldige Hohen- rücken mit trutzigen Burgen umziehen den Horizont. 3m Vörden ist der Fels durchbrochen durch die Wacht des Stroms der Weser: die Porta Westfalica, dessen eine Dergseite das Kmserdenk- mal der Provinz Westfalen schmückt. Seit ura.ten Seiten eine Völkcrstrahe bildend, wichtiger strategischer Punkt. Statt ter Rampswagcn. der Romer und den Karren der Vandalen rollt heute die Eisenbahn durch die Kerbe. Die Schnellzuge Berlin—Köln und Dresden—Amsterdam fuhren hier hindurch. Sie sind es, die ncbm der Strecke Halle—Osnabrück die günstige Eisenbahnverbin- düng mit Bad Oeynhausen vermitteln. Zrühling am Rhein. Von Alfons paquel. Hessen, das Land der hundert I Bergwunder. Von Rudolf Heynemann Kassel. ADD. Man kann in Deutschland noch auf Entdeckerfahrten gehen! Zwischen Weser. Fulda und Werra ist das .Veuland' zu suchen. Einst war es heiliges Gebiet. Hier wohnten die alten Gotter Germaniens. Da sprangen hundert und mehr spitze und buckelige Berge aus lieblichen e-alern empor, bewaldet und kahl, mit gewaltigen Spuren frühgcschichtlicher Desestigungen. den lange Zeit unbeachtet gewesenen Vingwällen der Altvor- deren... , , . Aus dem Meihner bringt man heute noch Der »ur Märchengestalt gewordenen Frau Holle Blumenopfer dar. der Johannisberg bei.Fritzlar und der Gehülsensberg bei Wansried streiten sich um die Ehre der Stätte, an der Bonifatius Die Donncrciche fällte. Der Gudensberg war Wotan geweiht, der Odenberg nicht minder, und im Heiligenberg soll die berühmte blaue Blume zu ;Vaat'Wkh- S Vlr8inia U5W -- lahn lu»'K9U|Og fudyen sein. n .. Der Basalt dieser Berge erzählt von den Zeiten, da Deutschlands größter Vulkan noch in Tätigkeit war der Vogelsberg. 3n bizarren normen stehen die Berge da. gespalten, gehöhlt, geborsten und mit Moränenschutt an den Hängen. Ein Gebirge, raub und unwirtlich, dessen Dürre Hüten den Schafen eine karge Vahrung bieten, ist der Dörnberg bei Kassel, der Schauplatz iahr- hundertelangen VölkcrringenS zwischen Sachsen und Franken — seine Wälle reden eine deutliche Sprache. Der Hüter dieses „Brückenkopses der alten Franken aber ist der schlasende Riese — Die Basaltklippen der sogenannten „S>cnenjtcme gleichen, aus der Ferne gesehen, einem Sarkophag mit ausgestrecktem Recken darauf. Das größte Wunder aber offenbaren diese Steine dem. der sie von der Höhe des Arnbergs erblickt... da liegen sie als getreues 2n>buö Der Sphinx... Die Aehnlichkeit namentlich des Ropses mitsamt Dem Sonnen tu che ist überraschend. Wenige Minuten später grüht ein versteinerter Dom mit hohem Dach und stolzem Turm Wichtel-Kirche" nennt der Volksmund den Bin- , menftein. Ein Wichtelkönig zauberte in das dornige I Bergland eine prächtige Kirche, um einem Mädchen aus dem Dorfe Dörnberg christliche Trauung vorzutäuschen. Das Mädchen ahnte den Betrug — und als es das Kreuz verlangte, versank Der Spuk — die Kirche wurde zum starren Fels In verwunschenen Rächten reiten gespenst sche Heere auf diese Derae. Die Spuren Der riesigen Hufeisen leuchten hellgrün im dürren Gras. Es I sind Die Hexenringe, ein Naturwunder, Dessen Urheber ein besonderer Gcbirgspil; ist. Eins Der herrlichsten VaturwunDer in diesem engzusammengedrängten Bergwunderlande fiel. v^umu I einem Steinbruchbetrieb zum Opfer: Der Buhl Japan. | bei Weimar. Hier gab es die schönsten Säulen- ' ginnen. Aufgehobener Bifumzwang. Durch ein Abkommen zwischen der deutschen und Der t s ch e ch o s l o wa ki f chen Regierung wurde der Dtsumzwang für den Verkehr beider Länder mit Wirkung vom 5. April aufgehoben. Durch diese Masinahme gesellt sich di ^Tschechoslowakei zu der Reihe von Ländern, die bereit« vorher den Visumzwang aufgehoben haben Es sind dies Dänemark, Finnland. Englands die Vie- derlande, Oesterreich, Schweden, die Schweiz und Alle modernen Heilfaktoren sind zusammenge- laßt. Reben den sechs Thermal- und den beiden LolaueNen werden Trinkbrunnen und Gradier- i«rte, Fango- und Liegekuren, Massage und Lichtbäder, Inhalation und Zanderapparate her- B^..5flkhaufen Oberhefien I KohlcnsÄurehattige Solquellen. Lithium-, Stahl I, Sch weieq » • Ncrven|e|dcn. Rachitis und ' Sonnenbad. Altbewährt Del Herzleiden, Arte'*®na„n?üai. über 30 Morgen großer Kurpark, anderen Kinderkrankheiten. Angenehmer, ruhiger u. Maaten u“Cc'i'iU"d 3ed)lae,£4bmcngte, herz-, and graotnlzl^te eerten redhrtnö bt» gsnacn W* stadVeyrchausen PROSPEKTE DURCH ALLE REISEBÜRO» UND OIE BAOE•VERWALTUNG Diese sonnigen Tage, mit den noch kahlen, doch stärker blinkenden Zweigen der Bäume, in denen sich das Wesen des Kiwspens wie ein dünner grünlicher Schleier sängt, das sind Die Deilchentage. Ihre Luft ist wohltuend, und der letzte Duft in Den warmen Luftströmungen am FelDrain ist nirgends köstlicher als gerade Da wo wir wanDern. Aber wenn wir uns ein Ziel I dieses Wanderns im Frühling denken ein nahes Ziel, das Doch unendlich ist. so ist es der schein. Jetzt blühen die Veilchen im Schwehinger Park, im sonnigen Baumgarten von Brühl und tm stolzen Düsseldorfer Hofgarten. Hnb Das schwarzgraue, schtejergrune Wasser des starken Stromes trägt seinen frischesten Glanz durch die mild wehende Luft Dieser Tage. Der Frühling am Rhein ist ein euizigcs unendliches Fest, in das die Ereignisse Dc» Alltags, die kleinen Wanderungen, die Feiertage von Lichtmeh bis Pfingsten nur eingebettet sind wie ein fröhlicher Anstieg in das Jahr Rirgends entfaltet sich so Die Vielheit des Frühlings, wie in Der einzigen, langgestreckten Landschaft Des Rheines, mit ihren schmalen unD breiteren Ebenen. Die Die sonnigsten 'n Deutsch- lanD sind unD in ihren kühleren Seitentalchem von denen manche in ihren Fclsenschatten noch lang Die mürben Schneereste Des Winters be- Auf dem ganz sanften kleinen Hügel, Den der vulkanisch einsame Kaiserstuhl zum Rhein vor» streckt, liegt Die Ruine Sponeck. Man steht dort oben im herrlichsten Landschaftsrundbild De« südlichen Deutschland, man schaut weit tn Das grüne Elsaß hinüber: hier ist die Lieblichkeit in jedem klaren Tag. Den Das 2ahr spendet, doch am lieblichsten ist Der Frühling. Die weite, warme Gegend des Rheingaues mit seinen Hainen wohlgepflegter Kirschbäume füllt im Mai eine einzige rosenblasse Wolle, die zuweilen schmäler wird und abbncht und sich doch weiter fortseht, den Rhein hinab in Caub und Lorchhausen, bis Braubach und weiter bis Vallendar, bi« an den Fuß des dunklen Siebengebirges. Am anderen Ufer drüben vor dunkleren Hohen flechten die leichten Wipfel der Gärten, Die Kirschenalleen um Bacharach undBoppard Helle, schäumende BanD Der Bluten. Die stark besonnten Beete des hessischen Rheingaues zwi- schen Mainz unD Bingen tragen früh ihre faltig- grünen Reihen wie zehntausenD Schnüre: aus Der braunen gehäufelten Erde spriehen Die Spargelspitzen. UnD Des Rachts singen in den Buschen den ganzen Rhein entfang. von Der Kölner — ■ ' * die versteckten Llferwaldchen Die --in. Die Rachtigatten in ununterbrochener Kette, die Wächter deS Frühling« Heber Niederwalgern fahren wir nach Weiden- Hausen und benutzen hier die Herborner Strasie. die uns anfangs parallel mit der Bahn im Salz- böDctal auswärts um den Petersberg herumsuhrk und hübsche Blicke nach den Albergen und den hochgelegenen Orten Rachelshausenund D^n- bach bietet. Rachdem wir ein Wiesentälchen liberschritten haben, windet sich die ©träne über die waldbedeckten Echneeberge nach Oberweidbach, einem alten Dörfchen, in Dem noch viele Strohdächer zu sehen sind. An den Hängen der Alten» berge entlang geben wir nun Dem Wewbach- läld)cn abwärts nach dem malerisch gelegenen Rieder-Weidbach mit schöner Dorskirche, vor der wir einen reizenden Blick in Da« Aortal, nach Hohensolms, den Altenberg und der Sorte haben. Ummer auf guter ©trabe wandern wir weiter über Ahrdt und Altenkirchen nach Bellersdorf, wo wir auf die von Bieber kommende gelbe Kreuzniarkierung stosien. DaS Wegezeichen fu.)rt uns bald hinter dem Ort in sanfter Steigung au’ die bewaldete Hörte und hierauf den Renn- weg entlang nach unserem Endziel verhorn. | Dauer der Wanderung 5 Stunden. 6. bis 8 Mai Automobil-Wettbewerb und Winterberg-Bergrennen mm mim nm Maus Charlotte, Georg chultz. el. idda CP____ i-remdenheim Garman* Rud. Rdoer. t idda51 Schiefe Wildberg 1 1 1 für Frauenkrankheiten. Innere anatorium und Nerrenldden I psvdiothßrople (Coa6 a.a.) / Phjsik.-diäletisdie Behandlnnfi (Bohkoit) Gün.tificr Aufenthalt .ür Erholnng.bedörft,g« Besitzer und leitender Arzt- Dr. med. Paul Reinflhl • Sen 7. Apn!1928 iubiiiilf*1’11, . Mtiico verlaust * 6,85 * " 0,90 « " 2 4,20 - «rt« 51* " 0,74 " * 2(02 . " - l/S8 ' 51* ' ! ' - ijairti Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Gut bürgerliches Haus Gartenwirtschaft M,0D Touristen bestens empfohlen Vorsaison in Oeynhausen. I Von Sorgen frei nur muht du diesen Ort bt- bamit von Krankheit frei du ihn verlassen . Denn Heilung find't nur hier, wer keine «en hat." Ein Grundsatz der Alten. Inschrift den Antoninischen Bädern Roms. nsähe und doch Lebensweisheit. Wer Hei- m sucht weil er leidend ist. hat auch Sorgen. doch ist eine gewisse Sorglosigkeit Voraus- wig für die tünstige Gesundung. War aua) K lange Winterzeit zermürbend, einengend und ^derdrückend Der Lenz, der die Vatur wieder sErstehen läfit. muh den Glauben roicD:rbnngcn bie Befreiung von körperlichen Leiden, an Heilkraft deutscher Kurorte. riOft hat sich Zögern bitter gerächt. Herz-, 21«* und Gelenkleiden können zu jeder Iahreszeit er Behandlung unterzogen werden. Sie sind r«de durch eine Badereise im Frühling immer rteilhast behandelt. Verschleppung war immer Htcilig. ost verhängnisvoll. Siele ziehen Den Frühling dem geräuschvollen iergetriebe vor. Warum? Die Vorteile finD „„igfaltig lwenn man nicht Die Deranstaltun- h, großen Stils, vornehmlich aus die Hochsaison hllenb. als unbedingt ^r Kur gehörig betrach- t>: Srmäftiqt; «unaien. tjj in den Fremdenheimen grohere Ruhe. Vir irdS warten, nirgends äleberfullung. felnb die Otatur? Wo bieten sich in ?« J“ t landschaftliche Reize? Wir kennen m T^utsch- „d Städte, nur durch wenige Kilometer ge» Keimt deren Vegetation aber um Wochen ver- ’i Millionen Liter täglich schüttet ter thermal,prutel VI aus 700 Meter Tiefe. Gewal- 1 9 12 int nach Sortiment uni -Ä att. Mit 6iiirei*u g IN, welche b-' das !önnC"' s^rb dui Set' ^^Äe!seilvolüc;eigt. rv L__ ■ W MW Hw tz H im Wtirttemb. Schwariwaid. » y20m ü. d. M. zwischen Wildbad u. Baden Baden, in schöner, ruhiger Lage, inmitten herrl.Tannenhochwald., "'ll piücht. Fpr°'ic-h^ Heilkr. Gebirgsklima, bes. geebnet f. »«« •. ■tlbmilelilende. Kurarzt. Lesezimmer. Gute (-asthofi, zani P6Iche Privatwohnungen. Prospekte duicl> die Karvtrws tsni; 3471?$ ---- gtaatllch. Kumaus, tio Bau' garten. Tel, 'dda 99 -- —Jrle, Zentralheizung,Tel. Idda 2H Frühjabpam Fuße üesVogeisiierg,Wocheneii(ie KnrliausBaiiSelters,ßherli. T. Ortenberg 250 Das ganze Jahr geöffnet, moderner Neubau. vorzügliche Verpflegung bei mäßig. Preisen. 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E. 93 Hanau auf Spora Luxemburg, Fola Esch Luxemburg und Vunhead F. C. London trifft. Die Stuttgarter Sportfreunde fahren nach Belfort zum F. C., der Sp. El. Stuttgart nach Genf zu Servette. Sonst sind noch folgende Treffen bemerkenswert: Eisenacher F. C. gegen Kickers Offenbach, Sp. D. Wiesbaden gegen Victoria Hamburg. Borussia Veunkirchen gegen Sp. V. Meerane, Sportfreunde Saarbrücken gegen F. E. BischweUer, l. F. C. Bamberg gegen Sp. Vg. 80/94 Hanau, Rheydter S. V. gegen Wormatia Worms. Besondere Beachtung wird man dem Spiel deS F. V. Beuthen gegen den l. F. C. Nürnberg schenken. Eine Königsberger Städtcmannschaft will sich mit dem V. S. V. 92 Berlin messen, der Hamburger S. V. erwartet die Sp. Dgg. Fürth, Dortmund 1895 den D. f. D. Leipzig. Am Ostermontag spielt die Frank- surter Eintracht gegen den voraussichtlichen Berliner Meister. Tennis Borussia, auf dem Rieberwaldplohe in Frankfurt. Hier wird eS anscheinend wissenswerte Aufschlüsse über süddeutsche und Berliner Spielstärke geben. Von Begegnungen mit ausländischen Clubs sind zu vermerken: Freiburger F. C. gegen D. F. C. Prag. Sportfreunde Saarbrücken gegen A. S. Straßburg, Hertha D. S. E. Berlin gegen QL R.Ä. Gent, Bayern München gegen Cercle Sportif Brügge. Auch an diesem Tage sind wieder einige Mannschaften im Ausland, so die Stuttgarter Sportfreunde beim ,F. C. Dalcntigney und der Stuttgarter S. C. bei QJoung Boys Bern. Heb» rigens haben am gleichen Tage die Züricher Grashoppers die Londoner Corinthians bei sich. Außerdem treffen sich noch Turu Misseldorf und Crecket Victoria Magdeburg, F. V. Saarbrücken und S. V. Meerane. Sp. Vgg. 60/94 Hanau und Borussia Fulda. D. f. B. Düsseldorf und Wormatia Worms. D. f. R. Mannheim und V. f. V. Leipzig. Schlesien-Rapid Breslau und 1. F. C Nürnberg. Preußen Langensalza und Kickers Offenbach. Hannover 1896 und die Sp. Vgg. Fürth. Das bis jetzt bekannt gewordene Spielpro- gramm ist also rech! umfangreich und enthält gar manche beachtenswerte Paarung. Fußball in Hessen-Hannover. Das amtliche Spielprogramm ruht an den Osierfeiertagen auf der ganzen Linie. Dafür sind bedeutende Privatspielabschlüsse seitens der Vereine getätigt worden. Besonders Kassel wartet Mit einem reichhaltigen Programm aus, aus dem der Qlbschluß der Kurhesfen gegen eine der besten englischen Mannschaften, Dulwich Hamlet F. C., hervorragt. Hessen 09 und Jura spielen kombiniert gegen den ehemaligen deutschen Meister, V. f. V.. Leipzig. „Sport" hat sich zwei Spiele vorgenommen gegen Offenbacher Kickers und die Aachener Alemannia. — 2m Lahnkreiö gastiert in Wetzlar beim Svortv. die Lotasels der Frankfurter Eintracht. Spielverermguug 1900 Gießen. ö. Das Osterprogramm der Spielvereinigung 1900°Giehen ist diesmal nicht allzu reichlich. Die von der L i g a in a n n s ch o f t in das Rhein- und Rohetal geplante Wettspielreise ist nicht zustande gekommen. Die Ligareserve trägt am 1. Feiertag ein Gesellschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft von Steindvrf (Wetzlar» und am zweiten Feiertag in Leihgestern aus und dürste, an den seitherigen Leistungen gemessen, als sicherer Sieger heimkehren. wem: auch nicht verhehlt werden soll, daß Leihgesterns 1. Mannschaft in der 2. (B.) Gauklasse in der Ver- bandsspielferie 1927/28 beachtliches Können zeigte. Am ersten Feiertag hat die 1. Jugend 1900s die gleiche Elf vom Ballspiel- verein Remscheid als Gegner erwählt, die Tags darauf in Marburg gastiert, während am 2. Feiertage Rot-Weiß Barmen mit der 1. Jugend den Einheimischen entgegentritt. Seither zeigten die Jugendmannschaf- ten gus dem Rheinland schönes fußballerisches Können, und da auch diesen beiden verpflichteten Gegnern ein guter Ruf vorausgeht, so ist mit interessanten Begegnungen zu rechnen, da auch die „Blauweißen" Gießens infolge 51m» und Reueinstellung an Kampfkraft gewonnen haben und außerdem die seither disqualifizierten Spieler erstmals wieder mitwirken. Für die 2. Jugend hat 1900 für den zweiten Feiertag die Jugend von Weiß-Bl au Frankfurt a. OIL verpflichtet. Man dürfte damit keinen schlechten Griff gemacht haben, da die Gäste im Moinbezirk einen guten spielerischen Ruf genießen. Die 1. Schülerels fährt am 2. Feiertag nach Lauterbach, um dort alte Freundschaft aufzufrischen. Der Ausgang aller Spiele ist nicht voranszu- sagen, da jeglicher Kräftevergleich fehlt. zu aktiven Mannschaften der ersten Jugend des V. f. R. Limburg in einem Gesellschaftsspiel gegenüber. Limburg darf als spielstarker Gegner angesprochen werden. FweiteunddritteJugend haben ebenfalls auf eigenem Platz die gleichen des Wetzlarer Sport-Vereins zum Gegner und werden sich an strengen müssen, wenn sie gewinnen wollen. Am zweiten Feiertag hat die Liga-Mannschaft den der Kreis-Liga angehörenden Sportverein 09 Hofheim im Taunus zu Gast. Lieber die Spielstarke Hofheims, das zum ersten Male gegen einen Gießener Verein antritt, ist hier zu wenig bekannt, als daß eine Voraussage über den Ausgang des Spieles gemacht werden könnte. Die „Dritte" spielt auf eigenem Platz gegen die „Erste" von Steinberg und sollte als voraussichtlicher Sieger angesprochen werden könne-n. Die erste Schülerelf hat sich die gleiche des Wetzlarer Sportvereins zu einem Freundschaftsspiel nach hier eingeladen, und wird sich einen knappen Sieg nicht nehmen lassen, während die „I weite" gegen die hiesige Spielvereinigung auf Deren Platz antritt. Die A. - H. - M a n n s ch a s t empfängt voraussichtlich die ..Qllten Herrn" vom V. f. R. Limburg. Fußball in Großen-Buseck. F. C. 1926 Großen-Buseck I gegen Spo. 1920 Heuchelheim i. Am ersten Öfterfeiertag wird Heuchelheims 1. Mannschaft auf dem Sportplatz in Großen- Buseck ein Gesellschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft des F. C. 1926 Großen-Buseck austragen. Obwohl die Heuchelheimer Mannschaft mit Ersah antreten wird, dürfte sie doch über eine ansehnliche Spielstärke verfügen. Die Busecker Mannschaft hat sich in der letzten Zeit sehr verbessert. Die einheimische Mannschaft hat den Vorteil des eigenen Platzes, und man rechnet nur mit einem knappen Siege der Gäste. Ak'beüer-Tum- und SporLbund. Die Freie Turner schäft Gießen läßt am l.Dftetfetertag zunächst die Jugend gegen Darmstadt (Jugend) antreten. Die Gäste stellen eine körperlich starke Mannschaft, die in ihrem heimatlichen Bezirk dis Meisterschaft an sich bringen konnte. Anschließend spielt Gießen lb gegen Langen Ib. Eine Voraussage ist nicht möglich, ha die Güste- mannschast noch zu imbekannt ist. Das Hauptinteresse wird das Spiel der I. M a n n s ch a f t gegen F e - chcnheim I in Anspruch nehmen. Fechenheim ist als spielstarke Mannschaft im Frankfurter Bezirk bekannt. Gießen dürste es schwer fallen, sich gegen diese Mannschaft durchzusetzen. L o l l a r l hat sich zum ersten Feiertag Dietzenbach! verpflichtet. Die Gäste sind als eine der spiel- stärksten Mannschaften des 4. Bezirks bekannt. Lol- (ar wird alles aufbieten müssen, um den Gästen ein ebenbürtiges Spiel zu zeigen. Vorher wird die neu- erstandene IugendLollars gegen die Jugend Wiesecks antreten. Der Ausgang dieses Spiels wird die Jugend der Gäste in Front sehen. Heuchelheim hat die !.Mannschaft von Alsfeld zu Gast. Ob es den Gästen abermals gelingen wird, als Sieger den Platz zu verlassen, steht in Frage, da die Platzbesitzer alles aufbieten werden, die beim letzten Spiel erlittene Niederlage auszugleichen. Naunheim fährt zu einem Pflichtspiel nach Erbach im Odenwald. Ob es ihm gelingt, auch diesmal als Sieger den Platz zu verlassen, hängt von der Spielweise der Platzmannschaft ab, die auf eigenem Platze immer mit Ueberraschungen aufwartet. Treis hat die II. Mannschaft Neu-Isen- b u r g s zu Gast und wird wohl eine Niederlage hinnehmen müssen. Frohnhausen fährt zu einem Rückspiel nach Mainz Kostheim, zu dem es auch wenig Sie- gesaussichten mitnimmt. Handball in Hessen-Hannover. Der Bezirksmeister Kurh. Poll Kassel hat für den Karfreitag Preußen-Langensalza zu einem Privatspiel verpflichtet, das der weiteren Vorbereitung auf die noch ausstehenden Kämpfe um die westdeutsche Meisterschaft dienen soll, in denen die Kurhessen erst am Sonntag ihren ersten Sieg mit 2:3 Toren über Preußen Essen landen konnten. In Siegen spielt der Deutsche Meister Polizei Berlin am 2- Ostertaa ein Privatspiel gegen den Südwestfalenmeister Sportfreunde Siegen. B. f. B. Handball. Die Handballmannschaft hat sich für den ersten Feiertag den Turnverein Kinzenbach noch hier verpflichtet. Während sie dieses Spiel aller Voraussicht nach sür sich entscheiden sollte, wird es ihr am zweiten Feiertag wesentlich schwerer fallen, gegen die erste Handballelf des Alsfelder Turnvereins auf besten Platz ehrenvoll zu bestehen. Handball der O. T. Lpielabteilung des Turnvereins von 1846. Am zweiten Osterfeiertag spielt eine kombinierte Mannschaft gegen die erste des Turnvereins Heuchelheim. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Die Mannschaft ist in allen Teilen gut beseht und hat in letzter Zeit an Spielstarke ge« wonnen. Das beweisen ihre Siege über gute >-Klasse- Mannschaften. Die Deutsche Turnerschaft beendete am Dienstag einen Olympiakurfus, der in der Zeit vom 1. bis 3. April im Deutschen Stadion zu Berlin- Grunewald 33 der besten Turner aus Berlin und dem Reich unter Führung des bekannten Kölner Sport» lehrers Busch vereinte. Die Prüfungen ergaben reil- weise erfreuliche Leistungssteigerungen. So übersprang der Gäppinger Haag 1,85 Meter. Der Hannoveraner Sinanau kam im Kugelstoßen auf 14,52 Meter und im Diskuswerfen auf 42,50 Meter. Fast alle an diesem Kursus beteiligten Turner werden auch zu dein vom 16. bis 21. April in Ettlingen bei Karlsruhe stattfindenden DSB.- Kursus entsandt. Außerdem werden die Turner-Olympiakandidaten bei großen nationalen Wettkämpfen, die noch vor den Olympischen Spielen in Amsterdam stattfinden, gemeinsam mit den Olympiakandidaten der DSB. an den Start gehen. Oie Waldlaufmeisterschaften des Miilelrheinkreises der O. T. — Der Mittelrhein kreis der D. T. hatte seine diesjährigen Meisterschaften im Waldlauf zur Durchführung der Tgm. Sachfenhaufen übertragen. die feit Jahren auf dem Gebiete des Waldlaufs eine führende Stellung einnimmt. Es stellten sich in drei Klassen (Meisterllasse. Unterstufe und Jugend- 112 Läufer dem Starter. Der Lauf fand im Frankfurter Stadtwald statt. In der Meisterllasse, die 36 Läufer am Start seh. befanden sich neben dem zweimaligen Kreis- meister Schneider (Bretzenheim) der ehemalige Eintrachtmann Wied und die beiden bewährten Sachsenhäuser Kcllermann unb Router, die olle bei dem vorjährigen Kreiswaldlauf in Bad-Rauheim schon eine Rolle spielten. Es gelang dem Krcismeister Schneider zum dritten Male, die Kreismeisterschaft zu erringen. Am gefährlichsten war ihm der ehemalige D. S. B- Mann Wied. Im Mannschaftslauf kam die Tgm. Sachsenhausen knapp vor Bretzen- heim zu ihrer dritten Kreismeisterschaft. Rach folgend die Ergebnisse: Meisterllasse (36 Teilnehmer, 6,5 Kilometer): 1. Schneider, Tv. Bretzenheim, 20 Min. 50,6 Sek.: 2. Wied, Tv. Griesheim a. M.» 21 Min. 1,3 Sek.; 3. Kellermann. Tgm. Sachsenhausen, 21 Min. 15,9 Sek. Mannschaftslauf: 1. Tgm. Sachsenhausen, 20 Punkte. Unterstufe (36 Teilnehmer, 6 Kilometer): 1. Fornoff. Tgs. Darmstadt, 20 Win. 59,7 Sek.: 2. Röder. Tv. Groß-Gerau; 3. A. Koch, M t v. Gießen. Mannfchaftslauf: 1. Tgs. Darmstadt. 6 Punkte. Jugendklasse (50 Teilnehmer, 3 Kilometer): 1. Wagner, Tv. Hofheim; 2. Hartmann, Tgs. Darmstadt; 3. Allgeier. Tgm. Rödelheim. Mannfchaftslauf: 1. Tgm. Sachsenhausen. Aus dem Turngau Hessen (D. T.) Frauenturnen. —fr— Am Sonntag hielt der Gauwcrrt für das Frauenturnen. Rudolf Paul (Gießen), eine planmäßige Vorturnerstunde für die Leiter und Leiterinnen von Frauenabtcilungen der Gauvereine in der Turnhalle deS Tv. 1846 in Gießen ab. Vier neugegründete Abteilungen waren dabei zum erstenmal vertreten, und zwar von den Turnvereinen zu Geiß-Nidda, Ober-Ohmen, Freienseen und Weifenbach. Die Hebungsarbeit strebte naturgemäß nach den beiden nächsten Brenn- punkten^turnerischen Wettkampfes, dem 14. D e u b schen Turnfest in Köln und dem 8. ©au» Frauenwetturnen, dos am 26. August in L a u b a ch abgehalten wird. Rhythmisch lebhafte Freiübungsgruppen mit ihren neuzeitlichen Schwung- und Abprallbewegungen wechselten mit Keulenübungen, die mit ihren großen Schwungformen die Durcharbeitung des Körpers und seine Ausbildung vorteilhaft beeinflussen; die gemessenen Pflichtübungen, an den Geräten führten über zu den anmutigen, lebensfrohen Hüpf- und Tanz- forinen der Volkstänze. Eine Anzahl Turnerinnen hot sich für die Ginzelwettkämpse in Köln gemeldet. Sie werden zunächst an dem Ausscheidungsturnen des Mittelrheinkreises in Mainz teilnehmen. Das Gau-Frauenwetturnen in L a u b a ch wird in vier Stufen, je eine Ober- und Unterstufe für Turnerinnen und Jugend» hirner innen, Lurchgeführt; dcrbci müssen Turnerinnen, bie_ in ihrer Sinter ft afe bereits einen 1. bis 10. Sieg errungen haben, nunmehr in dor Oberstufe antreten. Schülerinnen, die nach 1916 geboren sind, dürfen unter keinen Umständen an den Wettkämpfen teilnehmen. Reben dem gemischten Mehrkampf (Zehnerkamvf). der Geräte« und volkstümliche Hebungen umfaßt ist noch ein Geräte- und Handaer- trwrttkcunpf (Siebenkampf) vorgesehen mit der Einschränkung, daß er nur für die beiden Lurnerinnenstusen offen sein und auch 6a nur als eine Ausnahme auftreten soll, damit die Ausbildung in den volkstümlichen Hebungen stets mitgefördert wird. Der volkstümliche Vierkampf, offen für alle Stuten, fordert die Leistungen der Turnerinnen-Overstuse im 57-Meter-Laus (15 biS 11 Sek ). Hochsprung über die Latte (0.75 bis 1,25 Meter). Kugelstoßen mit 4 Kilogramm bei kurzem Anlauf oder auch aus dem Kreise (4.50 bis 8,50 Meter) und fügt den Weitsprung ohne Brett (2,20 bis 4.20 Meter) hinzu Im Herbst dieses Jahres wird der Gau einen Lehrgang für Frauenturnen an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden in Gießen abhalten. Waldlauf detz 4. Bezirks. - Lauterbach, 3.April. Bei vorzüglicher Beteiligung wurde am Sonntag der Frühjahrs- Waldlauf des 4. Bezirks ausgetragen. Die Leistungen unserer Vogelsberger Lantwereine waren sehr befriedigend. Nachstehend die ersten Sieger: Aktive Turner: (5000 Meter, 20 Teilnehmer, 14 Sieger): 1. R. Vollmüller. Tumo. Schlitz. 19.44 Min.; 2. K. Hamel. To. Frischborn; 3. (5. Otto, Turnverein Niedcr-Ohmen. IugendOber stufe (3500 Meter, 25 Teil- irehmer, 18 Sieger): 1. K. Lana, Turnv. Brauer schwend. 13.43 Min.: 2. H ®nm, To Bemsteld. 3. K. Eckert. Tv. Schlitz- Jugend-Unterstuf« (1500 Meter, 36 Tetd nehmer. 26 Sieger): 1. Og. Hierommus, Tv. Frisch, born, 4.04 Min; 2. E. Erb, Turnv. Nieder-Ohmen; 3. H. Feick, Turnverein Schlitz. Schüler (1500 Meter): 1. H. Himmler, Turm». Frischborn; 2. H. Lippert, Turnv. Brauerschwend;j 3. H. Daum, Turnverein Frischborn. Die Mannschaftssiege errangen: Aktive Turner: Turnv. Frischborn; Jugend-Oberstufe: To. Berns, feld; Jugend-Unterstufc: Turnverein Frischborn. 15. Stüdielamps Hamburg - Leipzig - Berlin Im Turnen. Vor völlig auSverkauftem Hause ging am Karfreitag im Hamburger Zirkus Busch der 15. Turn-Städteka.npf zwischen Hamburg. Leipzig und Berlin bonftatien. Wie schon beim letzte» 14. Städtetreffen ging auch bieämq^toicber Ha m- b u r g als Sieger hervor, und zwar mit der höchsten bisher jemals erreichten Punktzahl vo» 2500. Auch die Placierung der übrigen Städte toar dieselbe wie bei der 14. Begegnung, und Zwar kam Berlin an die zweite Stelle- mit 2421 Punkten und Leipzig an die dritte Stelle mit 2403 Punkten. Neuer Höhenrekoi d für Segelflugzeuge.! Am Donnersiagvormittcrg erreichte Ferdinand Schulz, der unerreichte Rekordmann im Segel- fing, bei einem 65 Minuten-Ftug auf dem Gelände der Segelflugschule Orunau bei Hirschberg in Schlesien eine Höhe von 5 7 0 Meter über der Abflug stelle. Diese Leistung steht im In« und Auslande unerreicht da und ist deshalb so erstaur» lich, weil Schulz nicht mit einer eigens gebauten Rekord-Maschin« flog, sondern ein Schulrum pfftugzeuq der Segelflugschute Grunau benutzte. Miß Gleihe öurchfchwimmi die Meerenge von Gibraltar. Wie aus Gibraltar gemeldet wird, ist es der Londoner Stenotypistin Mercedes G l e i h e gelungen, die Meerenge von Gibraltar zu durchschwimmen. Fräulein Gleihe schwamm gestern vormittag 8.50 Hhr von der Insel Palomas bei Tarifa ab und traf um 9.20 Hhr abends in Puenta Leona bei Ceuta in ausgezeichneter Verfassung ein Sie kehrte zwei Stunden später an Bord eines Dampfers nach Tarifa zurück, wo ihr große Huldigungen bereitet wurden. ^undsuukprogramm. Sonntag, 8. Aprill 8 bis 9: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein E. V., Frankfurt a. M. 11 bis 11.30t Glternstunde. 11.30 bis 13: Von Kassel: Öfter* Matin^. 16 bis 17: Die Stunde der Jugend: 17 bis 18.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.30 biS 19.30: Stunde des Rhein-Mainifchen Verbandes für Vollsbildung. 19.30 bis 20: Sportnachrichten, 20.30: Oster-Konzert deS Rundfunkorchesters. Blontug, 9. April 8 bis 9; Morgenfeier. 12 bis 13; Militär* Märsche. 16 bis 17: Die Stunde der Jugend. 17 bis 18.30: Konzert des Rundfunkorchester-: Die Oper der Woche. 18.30 bis 19.30: Orgel- Konzert, Werke von Joh. Seb. Bach. 19.30 biS 20.30: Schallplatten-Konzert, Giuseppe Verdi. 20.30: Robert Koppel-Abend. Anschließend: Tanz-Programm. Dienstag, 10. April. 12.30 bis 13.30: Don Kassel: Mitlagsftändchen der Kasseler Hauskapelle. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: Von Kassel: Marie Wolf vom Kleinen Theater, Kassel, liest aus Werken von Viktor v. Scheffel. 19 bis 19.30: Die Schachstundc. 19.30 bis 19.45: Englische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15: Gastspiel, Han- Reimann. 21.45: Von Stuttgart: Konzert des Philharmonffchen Orchesters Stuttgart. Milkwoch, 11. Aprill 13.30 biS 14.30: Von Kassel: Mittagöständchen der Kasseler Hauskapelle. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundsunkorchestcrs. 17.15 bis 18.05: Die Bücherstunde. 18.30 bis 18.55: „Die Religion bei Sophoiles", Vortrag von Pfarrer Taesler. 18.55 bis 19.30: „Wahlsysteme", Vortrag von Ministerialrat Hans Goslar, Pressechef im Preußischen Ltaatsministerium. 1930 bis 20: Fran* zösischer Sprachunterricht. 20 bis 20.15: ©enden» berg-Diertelstunde: „Fortpflanzungsvorgänge im Pflanzenreich", Vortrag von Dr. W. Sittig. 20.15: Von Stuttgart: Zigeunerlieb«. Romantische Operette in drei Akten von QL M. Willner ! und Robert Dvdanzky. Musik von Franz Lehär. Donnerstag, 12. April. 13.30 bis 14.30: Don Kassel: Mittagsständchen der Kasseler HauSkapelle. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Konzert ' deS Rundsuntorchestecs: Operetten. 17.45 bis 18.05: Die Lefestundc. 18.30 bis 18.45: Von , Kassel. Die Stunde der Frau: Mathilde Meißel, j 18.45 bis 19.15: Von Kassel: , Die Bedeutung der Krankenversicherung für die Vollsgefund- \ bett“, Vortrag, gelesen von einem Beamten der Allgemeinen Ortskrankenkasse Kassel. 19.15 bis - 19.45: Vortrag zur vierten Jahresfeier des I Frankfurter Rundfunks von Profeffor Dr. Wichert. 20.15: Vrm Kassel: Holofernes. Oper in i zwei Akten frei nach Hcbbel von E. v. Rez- I nicek. 22.30 bis 23: Don Berlin: TanzkursuS ; Anschließend bis 0.30: Von BerNn: Tanzmusik. Freitag, 13. Aprill 13 bis 14: Sch allplatten-Konzert. Buntes Programm. 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Haussrauen-Rachmittag. veranstaltet vom Frantfurter HauSfrauerwerein E. V.: ..Heber tropfende Wasserhähne und ähnliche Sorgen". Vortrag von Dipl.-Jng. Max Mengeringhousen. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: Stunde deS Südwestdeut* 'chen Radio-Klubs. 19 bis 19.30: Von Wann- beim: „Die Entwicklung des Kunsttanzes.' Vortrag von Frl. Back. 19.30 bi« 19.50: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.50 bis 20:^ Film-Wvchenschau. 20: Vom | Großen Saal des Saalbaues: Konzert der Frank- Furrer MuseumSgefellschaft. Anschließend: Von Kassel: Spätkonzert der Kasseler Hauskapell«. V. f. B. Am ersten Feiertag fährt die Liga nach Marburg, um gegen „Germania" anzutreten. In Anbetracht des kürzlich errungenen 5:4-Sieges der „Germania" über Spiel-Verein Kassel, ein für „Germania" sehr gutes Resultat, wird man im besten Falle aus einen ganz knappen Sieg der V. f. V.-Elf hosfen können. Die Liga-Reserve fährt nach Herborn, um gegen die gleiche des dortigen Sportvereins ein fälliges Rückspiel auszutragen. Das Vorspiel endete hier 5:2 für V. f. D. Die erfte Jugend steht auf hiesigem Platz zum letzten Male in ihrer bewährten Aufstellung vor dem Hebergang einer Anzahl ihrer Sp.eler M.T.B Giesten - Tv. 1817 Mainz. Die erste Mannschaft des Männerturnvereins Gießen empfängt am ersten Osterfeiertag die Mannschaft des Turnvereins 1817 Mainz zu einem Gesellschaftsspiel. Die Mainzer Mannschaft spielt im Handball eine führende Rolle und hat ibre überragende Klasse schon des öfteren gegen namhafte Vereine bewiesen. Dem starken Gegner versucht der Männer- turnderein selbstverständlich sein bestes Material cmtgegenzustellen; mit aller Hmfkbt ist die Mann- schast der Einheimischen so ausgestellt, daß sie in Öer Lage ist. ihren Gegner zur Hingabe seines ganzen Könnens zu zwingen, um einen Sieg mit nad, Hause nehmen zu können. (Siebe Anzeigen - !*(n ju, „ Ludwigstraße 24 Leihgesterner Weg 7 Großen-Linden, Ostem 1928 Gießen, Ostern 1926 02733 Gießen, Ollem 1926 Statt Starten 3707D Statt besonderer Anzeige ClTCrn 1928 teihqeiTern Verlobte Gießen 02005 Verlobte Köln £idi 07707 Alber, Schauß und Frau Statt besonderer Äachnchl. 02761 Vermahlte Gießen, Ostern 1928 02766 62721 Gießen, den 6.April 1928 Statt Starten! - r 07719 02723 37725D Gießen, Ostern 1926 Gießen Wehsteingaste io Rohrbach Gnautnstraße 6 Ostern 1928 02705 02736 3740 D Oer Vorstand Gießen sLiebigstraße 97), Ostern 1926 Steinbrecher 02708 0633V 3730V mitaPRFITER/VORSCHL.UNVERBINDL./RATIONELLE FABRIKATION/NIEDERSTE KALKULATION -r • Unser Werner hat ein Ärüderchen bekommen r Emma Müller Erwin Wagner VERBÜRGEN QUALITÄT U GUTE FORM Gießen Liebigstraßc 91 3. Rechnungsablage 4. Vorstandswabl 5. Verschiedenes Die Dcrlobuag meiner Tochter Hanni mit tfcrrn IuliuS Ikatt- mann beehre ich mid» aazuzeigen Sad Lauchstädt b. Ulerfebura Gießen ^lcichstraße 26 I Marie Weber Karl Delten Verlobte Meine Verlobung mit Fräulein .Hanni Waldschmidt teige ich ergebenst an Julius Rattmann Lollar, Ostern 1926 Zu Hause 2. Osterfeiertag 4 I Gertrud Datz Ernst Marx Verlobte Gießen, den S.April 1926 •Un1».<5rsucnffln1fi Erika Schmidt Johann Ehnst Verlobte Else Becker Arthur Kreiling Verlobte Gießen, (Lrednerstraße 14 Ostern 1926 Oiplornvolkswin Or. Elisabeth Hardt Gerichtsastestor Walter Linhel Franz Götte Mwme Götte geb. Sohne Mittwoch, 11. April, 8 Uhr abends, im Postkeller Tagesordnung-. 1. Jahresbericht und Äericht über Straßenreinigung und Müllabfuhr 2. Vortrag über die Lockerung der Mieterschuhgesehe Langensalza Ostern 1M8 Karl Krauskopf, Lehrer Lina Krauskopf geb. Schaub Vermählte Georg Albold und Frau Leni geb. Löffert 02756 Ihre Verlobung beehren sie des Ahein-Wainischki Ibilöung. 19.30 bi» : Ofittrftou9nt MM* 9.fyril t. 12 bis 13. Töitiv >ie Stund« der Jugend des LundsinstorcheM 16.30 b\4 19.30: Orgel» ch Heb. Dach. 19.30 d:l el'Abend. ÄnschlirMk z, lO.tyril [ Kassel: Mllugsstündche fle. 1630 Kis 17.45: Ä» öftere: Acue TmM.u I LksesiimSe- 18.30 U l. Dom Ätmen W«. nm Ttttorü CW Wnde. 19.30 bii 19.45. “19.45 W 20.15: f» 20.15: SüMel. tzanl Stuttgart: Konzert tri Stuttgart. , ItüptlL Kasse!: :Ms snÄ* rlle. P'. )745; M» 1630 bis ’-h Bi» 18.30 bw , ^2le!bel ' 3r°u- »*** iS tur. J* meainten JJ Wrf MÄs Icm IX , 13. Hl"11. >^2' r&fesi Stunde^ Hin«*1 “»> in Cafe Ernst Ludwig Am 2 Feiert aß. abends TANZ Täglich Konzert der neuen Kapelle Kapellmeister H Rudolph ^Ergelflugzeugr 70 =* lnö rfl dechalb i| iwJ™ J1"*1 e>5 jrtouffj sajr3* ^rchslhvm«f »on 0iMtt. ar fiemeßti wird d “Win Mercedel -schwimmen, gria, Itetn Vvrmittaa 8.50 Hk ' P*1 Tarrsa ab und trs in Kenia Leona be Dersassma ein 6ii spater an 2ord emd juiüd, too ihr große Aul «n. St? 4*8 Ä « Stär° die Ä unt ’9 die bjft* Gießen, Lrednerstr. 46 II Groß-Altenstädten Ostern 1928 Günter Die glückliche Geburt eines kräftigen Stamm Halters zeigen in dankbarer Freude an Männertumerein Gießen Platz am Schiffenberger Weg OSTERSONNTAG Handball-Wettspiel gegen Turn-Verein 1817 Mainz Anfang 3 Uhr Samstagabend 8.15 Uhr im Faulstich gemütliches Beisammensein mit den Mainzern. 372ou VlkilNM ofenfertffl. Aumacb- boU, ilbicUUoh. Säßcmcbl auhüHqiv djern abzugeben. J. Wetlhöfer. Televü. 743. , .p | EeisDiefitoiter 1 ifltlerl roie mild DoriÜfllttheb. billiges Masi- ti. Milchluner für Mast-, Zucht- u .lungschiveine.tvltlch- tübe Geflügel, pro Tack, co. 15i) Bid. 10.50 Jt, 5 Sack üO.« : nb Station Bebra oerNachnabme.Tag- lich etnaebende Ätv erfennunnen bewet- sen Die Wil- bleh 38, u. GetSmar t(g. yuto-Dennieiuno Tag- u. Nackiibetrieb Tel. 1741. Stiern Zin, Statt Karten! Luise jung Albert Luh Verlobte Jagdschlöfechen Dutenhofen \n dem 1. Osterfeiertag. ab 4 Uhr nadimittags KONZERT An dem 2 Oster-Feieitag, ab 4 Uhr nachmittags Eintritt frei TANZ Eintritt frei SUttODD- MinMlueo Adler-, Diemut-, Presto-, Torpedo- Pahrrlder “• Triamub-MetorrMei (BrammoDhooe au flünfitnen Zab- lungöbedtngungeu Zakob Schupp SeNer-weg K3 U Heoornr werkstükke WS ii. Bart, erhalt, stia intfarbt ivted durch mein neuenHaarivur Aelfafi »Sonin". Kel* FärhemiUell Garant f. Ifrlnlfl u. Unftbäb« tichk.Sl.^L2l). Porto enra. PreuJ.Bioehe- rer, Augsburg C 117, «atferftrahe R». u,,u Autc-Heeh 1790. tn>D PrFvat Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Tanz •Institut Bäuike Wolletraße 21 Ecke Lieber Straße Teleph. 1055. " D Feldbahnen^ H. Ring, Dollar» Teleph. 80. aIjtcF Anruf 189 auch nadits 02628 02723 MHAD ALS LEICHTLAUFEND STABIL ELEGANT JST MARKE GOLD«RAD WELTBEKANNT & wirdfffühling! 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Etwaige Anträge gemäß S 31 der Satzung 6. Auszeichnungen Uniform: ArbettSanzug, Helm. 37ood Der Vorstand. Neu eröffnet! Neu eröffnet! Restauration Anneroder Mühle Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 02776 Karl WilL Grohen-Buseck 2. Osterfeiertag gut besetzte !«WM. bei Gastwirt Wilhelm Wagner Moderne Dieses reizende, allerliebste Wesen ist nur 50 cm groß und 7 kg schwer. Es ist entzückend für groß und Klein, dieses Wunderwesen zusehen. Aehn- licbes wurde noch nicht gezeigt. Der Schlager der lustigen Liliput - Revue mit täglich neuem Programm. - Tränen werden Sie lachen über Humor und Witz der kleinsten Damen und Hereen der Welt. -12 Personen. - Vorn kleinsten König der Zwerge bis zum größten Riesen. 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Der religiös deutende Mensch weist, dast Gott ihn mit Absicht in eine b e st irnm te Nation hineingestellt hat. Er freut sich dieser Fügung, er liebt um ihretwillen fein Volkstum. Das Erbgut des Volkes ist immer noch der Bereicherung. Verbesserung. Veredelung fähig. Dies gilt insbesondere von der Weltanschauung. die eS vermitteln Hilst. Die nach uns kommen, sollen es leichter haben, eine von Irrtümern möglichst gereinigte, in Wahrheiten ober vertiefte Weltanschauung zu gewinnen. Wer so über das Volkstum dcnlt. den fcksiitzt seine Weltanschauung vor zweierlei. Er kann erstens nicht ungerecht werden gegen andere Nationen. Die europäischen Völker haben so sehr die alten Volker, die ums Mittelmeer herum und in Vorderasien sahen, beerbt und seither auch gegenseitig von einander empfangen, dah sie in geistige Armut sich stürzen mühten, wenn sie sich jetzt etwa eine auch in ihrem Ursprung rein nationale Weltanschauung zurechtlegen wollten. Sine solche gibt es nicht, und eine solche braucht eS nicht. In Wahrheit unterscheiden sich unsere Weltanschauungen heutzutage nicht national im Grunde, sondern nur im Einschlag. Alle europäischen Nationen stehen auf dem Boden einer abendländischen Weltanschauung, die in ihren wichtigsten Elementen die christlich: ist. die sich auch über jene unter uns, die noch nicht oder nicht mehr Ehristen sind, er* weitern. Alles was es zwischen den curopaiiajcn Volkern an Verschiedenheit der Weltanschauung gibt und den Gegenstand des Kampfes unter den Weltanschauungen bildet, darf den Nahmen des gemeinsamen Abendländischen nicht sprengen. Innerhalb dieses NahmenS aber ist und bleibt das Bestimmende das Volkstum, das, was die Nation für die Ihrigen aus Eigenem und Zueiaengewonnenem verarbeitet hat. Dies auf* zugeben kann niemand verlangen, auch nicht eigene oder fremde Stacttsraison. Unsere Weltanschauung selbst verbietet, es gering zu schätz n.. Weil wir den Frieden wollen, verlangen wir von keinem anderen Volk einen Verzicht, weifen aber selbstverständlich eine jede derartige Forderung nach einem Verzicht unsererseits zurück. leichtsinnig zu so etwas und nehmen's auch leichtsinnig, die braucht man nicht zu beklagen, aber die Maria? Ach, arme Maria! Er fühlte, dah feine Liebe für sie noch lange nicht tot war. ncchm's wie eine Fügung.---,------- , grüßte, obgleich er ein wenig erstaunt war — „beste geahnt hätte: die Frau ng. Wie freundlich er sie be- Nation und Religion Von Or. Ignaz Seipel, österreichischem Sundeskanzler. Oie goldenen Serge. Vornan von (Llara Diebig. Copyright by Deutsche Verlags-Anstall Stuttgart. 33 Fortsetzung. Nachdruck verboten Nun konnte sie es doch nicht so grab heraus sagen, behaupten ja auch nicht, so sagte sie nur recht kleinlaut: „Sie is verzagt und unglücklich. Aber ich gab ihr gesagt, sie braucht sich nit so zu grämen, 3br seid doch ’n rechtlicher Mensch. Gelt, Kaspar? oie hob ihren Blick jetzt zu ihm, aber was sie zu fehen erwartet hatte, sah sie nicht: keine Zustimmung, kein sie verstehendes Nicken. Verständnislos, in einer gewissen erschrockenen Ratlosigkeit starrte er sie an: „Ich verstehen Euch nit — wat meint Ihr? Wat soll ich dann? Wat is mit der Maria? Verzagt, unglücklich? Herrgott ja, bat weist ich als lang — aber wat kann ich dabei machen?!^ , _ _ . „Wißt Ihr — Ihr — bann auch den Grund mt? Nu war es cm der Bremm, erstaunt und ratlos zu fein. . o . . Dreis seufzte: „Nein. Et war vor der Lese, da bin ich chr einmal begegnet; am liebsten wäre sie daoongelaufen. Ich hab sie gestellt, ich hab sie vielmals gefragt: .Warum biste traurig, wer hat dir wat getan, sag, sag doch, wer hat dir Leides getan, Maria?' Denn Leides hat ihr einer getan, bat könnt ihr glauben — ich fühlen ec. Aber sie gab mir nit Antwort darauf. Ach, Frau Bremm, sie will ja nix wissen von mir — da lest, lest et selber!" Er ging an seinen Schreibtisch, schloß em Schubfach auf, nahm einen Brief heraus und legte den vor die Frau hin: „Den bat sie mir geschrieben, am letzten Mai." m ,, , Die Mutter las. Erst ohne rechtes Verstehen, dann mit wachsendem Befremden, dann mit Erschrecken; las einmal, zweimal: „Komm bitte nicht mehr hierher, da du doch gar nicht mein Schatz bist und auch niemals nicht sein wirst." , . Unruhig geworden, ganz verängstigt sah die Frau den jungen'Mann an: was sollte das heißen? Kaspar lächelte traurig: ,JDat fie en andren hat. „Nein, o nein, bat glaube ich nit," wehrte die Bremm. . ........ „Man muß bat doch denken, wenn |ie so scyreivt. Und wenn sie mir auch gesagt hat: ,Nein< Herrgott. Herrgott, ich sein schon ganz irr! Kaspar Dreis fuhr sich wild durch die Haare. ,^rst denkt man, sie bat einen, dann: sie hat feinen, ober sie trauert einem noch nach. Und dann denkt man__ er hielt plötzlich inne und sah verlegen an der izrau vorbei in eine Ecke, seine Stimme wurde leiser — „denkt noch wat andres." Wirischasi. Ronjunfftirfragtn. Nach dem Wochenbericht des InstitutSfür Konjunkturforschung halt sich die wirtschaftliche Tätigkeit trotz der auf einzelnen Gebieten eingetretenen jahreszeitlichen Belebung unter dem im Oktober und November 1927 erreichten Höchststand. Die konjunkturellen Veränderungen des Beschäftigungsgrades sind jedoch bisher sehr gering, und man kann nach dem Untersuchungen des Instituts abschließend folgern. dah wir uns noch immer in der Phase der Hochkonjunktur befinben. Auch der Auftragseingang hat sich in den letzten Monaten nicht wesentlich verändert. Interessant ist für die Beurteilung der Äon* junktur in dem bezeichneten Sinne die Untersuchung des Instituts über die Bewegung d e s D a n k k r e d i t s. der eine weitere Ausdehnung aufweist, obwohl der Beschäftigungsgrad der Wirtschaft, ab Oktober 1927 betrachtet, gesunken ist. Besonders auffällig ist die ft arte Steigerung des Wechselbestandes der Großbanken seit Ende Dezember (um 5.6 Proz). in der das Institut eine konjunkturelle! troffen", meinte die Bremm. Der junge Mann führte sie in seine otube. pa stand ein Schreibtisch, über dem hingen die Brider seiner Eltern — große Photographien in vergolde- ten Rahmen — von den Stühle war kein einziger durchgesesfen, auf dem runden Tisch lag eine weiße Häkeldecke und mitten darauf stand eine Base mit ab geschnittenen Zweigen, die zu Weihnachten würden Blüten entfaUet haben. Es gefiel der Bremm so gut in dem freundlichen Zimmer. Und der junge Mann selber sah so nett und so sauber aus in seiner Ioppe, sein gebräuntes Gesicht sah sie so ehrlich an, ihr lief das Herz über. Mit ihren beiden Händen seine Hand fassend und sich so tief darüber beugend, daß er das Sichiagen von Rot und Blaß auf ihrem Gesicht nicht sehen konnte, sagte sie rasch: „Kaspar, kurz und ehrlich ge- svrochen: wie denkt Jbr et nu zu halten mit der Maria? Ich glauben saft — ich weiß ea nit genau, fie sagt et ja nit — aber ich fürchten, bat — bat — Aber als jetzt die Bremm vor dem Hause stand, in dem die Brüder Dreis wohnten, da fürchtete sie sich. Es war ihr doch schrecklich, von dem anzufcm- gen, was ihr nach und nach, nad)bcm sie es zehnmal für bestimmt angenommen und zehnmal wieder verworfen hatte, doch zur Gewißheit geworden schien. Wie sollte sie es nur sagen, wie von dem Malheur schicklich anfangen, wie fordern, wie Vorschlägen, damit der Dreis sich nun rasch zur Heirat entschloß?! Sie nahm wie immer ihre Zuflucht zum Gebet. Wenn sie auch jetzt nicht ihre Hände falten konnte, innerlich betete sie: „Jungfrau wir grüßen dich — O Maria hilf." Und dann ging sie stracks ins Haus hinein. Es war ein Haus, dem man es ansah, daß die Gebrüder Dreis keine armen Leute waren. Die zwei 21 eiteren hatten ja auch ganz gut geheiratet. Es war alles wohnlich und sauber gehalten. Die Bremm sah sich um mit Befriedigung: ihre Maria kam in keine oowre Wirtschaft. Der Kaspar trat jetzt gerade in den Flur, als ob er Die beste Weltanschauung hat nicht immer, wer am meisten von der Welt geschaut hat. Wan sagt z. B. von Immanuel Kant, daß er niemals über Königsberg Hinausgelommen sei. Eine Weltanschauung hat er dennoch gehabt und wie vielen hat er zu einer Weltanschauung in der höchsten Bedeutung des Wortes geholfen! Andererseits begegnen uns viele, denen es nicht an Gelegenheit gefehlt hat. die Welt zu sehen, aber an Weltanschauung haben sie weniger mttgcbracht als mancher schlechte Dauer besitzt. Woher empfängt nun der Mensch in der Negel die Weltanschauung? Geschichtlich betrachtet. vor allem aus zwei Quellen: von der Religion und vom Volkstum. Für jede von beiden Quellen kann es im besonderen Fall einen Ersatz geben. Für die Religion in ihrer Negation, der Irreligion. An Stelle des Volks* tums kann die Kaste oder die Klasse treten. An andere Begründer und Vermittler der Welt* anschauung ist kaum zu denken. Wenn jemand z. B. die Wissenschaft oder die Kunst nennen wollte, so könnte dies nur den Sinn haben, daß seine Wissenschaft oder feine Kunst zu einer die Rätsel der Welt deutenden religiösen oder irreligiösen Philosophie geworden ist oder aber, daß er über der Beschäftigung mit ihnen vergessen hat, sich eine bewußte Welta.ischauung zu bilden. Ebensowenig könnte der Staat als eine die Weltanschauung schaffende oder auch nur gebende Kraft gelten, es sei denn, der Staat hat das Volk so erfaßt, daß Nation und Staat sich vollständig decken. Dann hat aber der Staat ein Volkstum geschaffen und dieses ist eS, das die Weltanschauung beeinflußt. Versuchen wir nun, den Antell zu bestimmen, den die Religion und das Vvllstum an der Weltanschauung haben. Der Anteil der Religion ist so groß, daß die meisten, wenn sie von Weltanschauung spre* cheir. überhaupt nur an die Religion denken. Wahr ist, daß es keine Religion gibt, die nicht geradezu daraus ausginge, und davon ihren An* fang nähme, eine Weltanschauung zu geben. Eine Religion, die nicht eine Weltanschauung gibt, i st keine Religion, ilnb gerade darin wurzelt die Kraft der Religion, daß sie die Rätsel der Welt, vor allem aber das große Rätsel des Menschenlebens löst oder doch zu lösen verspricht. timgclehrt hat das Scheitern der Religion, oder richtiger gesagt, das Scheitern des Menschen an der Religion immer fernen Grund darin, dah ihm diese, wie er meint, die Rätsel der Welt und des Lebens nicht löst. Braucht der Mensch eine Weltanschauung? 3a. er braucht fie. All sein Wissen ist ein ihn quälendes Stückwerk, ein Chaos, wenn es nicht in eine Weltanschauung sinnvoll zusammenfließt. Das Chaos im Denken rächt sich durch ein Chaos im Leben. Sinnlos reihen sich die Stunden zu Tagen, die Tage zu Iahren. Deutschlands eigene Kraft.1 Die Zentralprobteme deutscher Wirtschaft Politik. Don Or. Hans Luther, ehem. Reichskanzler. Deutschland hatte neben der Reparationsbelastung und der Auslandverschuldung mit einer jährlichen Zinssumme von rund 500 Mill. Mk. in den Iahren 1925/26 auch noch mit einer durch- schnittlichen Passivität der Handelsbilanz von 2V, Milliarden und 1927 mit einer Passivität von */< Milliarde zu kämpsen. Ausgabe der Politik ist eS zunächst, die Festsetzung einer trag- fäfjtgcn Endsumme unsere» Auslandverpftichtun- »zu erreichen. Denn erst wenn diese Endsumme eht, kann die deutsche Wirtschaft großzügig finanziert werden. Wir erleichtern unS unfere notwendigen rc- parationspolitischen Verhandlungen natürlich un- gemein. wenn wir auS eigener Kraft tun. was zu tun ist. um die WirtschaftSverhältniffe zu beffetn. Wir haben schon bei der Währungs- ftabUlfierung, die im Ausland von Anfang an als „logisch undenkbar" bekrittelt wurde, die Erfahrung gemacht, dah nur die Selbst h l l f c zur Auslandhilse führt. Erst nachdem die Stabilisierung unserer Währung auS eigener Straft durchgeführt war. kamen wir zu den DaweS-Verhandlungen über die 'Befreiung Der Ruhr und der Rheinlande. So werden wir auch die Reparationsverhandlungen nur mit Erfolg führen können, wenn wir uns wirtschaftlich so weit wie möglich auf eigene Füße stellen. Auf eigene Füße stellen - der «urzig mögliche Weg. der zum Ziele fuhrt, ist die Bildung von Sigenkapital. Hier gibt e« Aw" Woglich- feiten: die Steigerung der Leistungsfähigkeit unferer Volkswirtschaft und die Herabsetzung unsere« Verbrauches. D a s e r st e G e b o t m u h natürlich lauten: sparen! Freilich ist es psychologisch sehr schwer, der deutschen Oeffent- lichkeit, deren Ersparnisse in der Inflation so vollständig dahingeschmolzen sind, die Notwendigkeit des Sparens wiederum klar zu machen. Daß es aber doch nicht ausgeschlossen ist, beweist das Ansteigen deS Sparkapitals in Deutschland, wie e« immerhin festzustellen ist. Vor allem müssen wir natürlich im Zusammenhang mit der öffentlichen Verwaltung sparen. Hier darf die Ausrede, daß es da und dort doch nur um ganz geringfügige Beträge geht, grundsätzlich niemals geltend gemacht werden. Man weist gerne darauf hin, daß die preußische Gerichtsbarkeit 320 Millionen kostet, während die Ausgaben für die Wirtschaft der Zentrale, also des Reichsjustizministeriums und des preußischen Iu- stizministeriums, an dem gespart werden sollte und könnte, nur 1.5 Millionen betragen. Trotzdem müssen auch hier Ersparungen vorgenommen werden, wie eben überall, wo dies möglich ist. Man muh sich immer wieder vor Augen hallen, dah die deutschen Derwallungskosten in Reich, Ländern und Gemeinden vor dem Kriege L Milliarden betrugen, während sie heute 13 Milliarden verschlingen. Die Selbstverwaltungskörper leisten sich vielfach Ausgaben für Veranstaltungen, deren soziale Bedeutung nicht bestritten werden soll, die aber in der Vorkriegszeit, in der e« unS doch besser ging alS heute, nicht möglich gewesen wäre. Dabei vergessen sie gelegentlich, dah ihre Wirtschaft für die gesamte Volkswirtschaft beispielgebend ist und — im guten Sinne — fein soll. Besonders wesentlich ist eine weitestgehende Rationalisierung. In der Industrie ist dieser Prozeß seit dem Mai 1925 schon weit fortgeschritten und hat sehr gute Erfolge gezeitigt. Ieht muß er in der Landw i r t - schäft energisch eingeleitet werden. Wir müssen eine nennenswerte Produktionssteigerung in unserer landwirtschaftlichen Erzeugung erzielen. Cs muh gelingen, die Einfuhr zu vermindern und die Ausfuhr zu steigern. Mit Handelsvertrags- Verhandlungen allein wird dieses Ziel nicht zu erreichen fein. Wir leben eben nicht auf einer Insel und müssen uns vor Augen halten, dah wir. wollten wir z. D. die Einfuhr von Südfrüchten unmöglich machen, mit manchen Vol- ..Wat dann, wat bann?!" „Laßt, laßt, Frau Bremm, fragt lieber nit!" Er wehrte die hastig und erregt Fragende ab. „Wat ich denken, bat mag ich nit sagen; am End beleidigen ich die Maria damit. Ich kann auch nit darüber sprechen, et geht mir zu nah. Aber ich denk, Ihr wißt wohl auch so Bescheid. Ihr denkt vielleicht bat- selbe wie ich." , „Ach, und ich," stammelte die Mutter — in tiefster Enttäuschung bcaunn ihre Stimme zu schwau- ken — „ich dachten, Ihr — Ihr wärt et!" Sie war ganz vernichte:. „Nein." Das Nein des Kaspar Dreis war jo ehr- sich und zugleich so aufrichtig traurig gesprochen, daß die Bremm keinen Augenblick daran zweifelte. Oh, die Maria, bas Unglücksmädchen! Ach, und dann mußte sie ja gehen, es war hier ganz umsonst gewesen! Sie stand rasch auf, aber ihre Knie wankten, und es war ihr, als drehe sich alles mit ihr herum. Ihr war elend zumute: wenn das nun aber mit der Maria doch so war, wie sie fürchtete?! Ach, der Dreis brauchte ihr's ja nicht deutlicher zu sagen, sie machte es sich selber klar genug. Jesus, die Maria — was würde ihr Mann dazu sagen?! Ihr armer Bremm! Jesus erbarme dich! Sie erstarrte vor Entsetzen. „Setzt Euch noch einen Augenblick," sprach der junge Mann und drückte sie wieder nieder, erholt Euch erst, oo geht Ihr nit heim. Wat soll Euer Mann dann wohl denken! Und wenn Euch Leut begegnen, Ihr seht ja aus wie der Tod. Seht, Frau Bremm," — er nahm ihre eiskalt gewordene Hand und hiell die mttleidig — „wat wir zwei heut mit- einander gesprochen hoben, bat muß auch Zwilchen uns zwei bleiben. Wir können der Maria doch Unrecht tun." , , . . „So meint Ihr, et könnt also doch mt so sein? Aufatmend Hämmerte die Mutter sich schnell an biete Hoffnung, ihr bleiches Gesicht belebte sich. „Et könnt nit so sein?!" Er nickte ernst. Die Bremm tat ihm lehr leid, er mochte ihr nicht sagen, daß sein „der Maria Un- I recht tun" anders gemeint war. Für ihn gab es kaum einen Zweifel mehr an dem, was mit der Maria war — aber wer weiß, wie sie dazu gekommen war? Sie war so harmlos, so unschuldig gewesen. Ach nein, man durste sie nicht verantwortlich machen. Er sah sie wieder vor sich stehen wie an jenem lag auf dem Weg vom Klosterberg und seufzte aus Herzensgrund: andere Mädchen kommen kern überhaupt nicht in Handelsbeziehungen stehen könnten Trotzdem ist die Ersetzung aus- ländsicher Produkte durch inländische unbedingt notwendig, soweit die^ irgendwie durchführbar ist. Besonders die deutsche Landwirtschaft muß zu einer solchen Standardisierung ihrer Erzeug- nisse gelangen, daß diele b.n ausländischen Spitzen rvduiten vollständig gleichwertig werden Die Genier WeltwirtfchaftS!on ercr.z ha> den War caaustaulch zwi'chc.i bei Nationen feierlich zum Prinzip erhoben. In Wirllichleit herrscht aber in der ganzen Well eine Hochblüte des Protektionismus, der durch die Tatsache, daß es heute in Europa 27 Währungen gibt — gegen 13 in der Vorkriegszeit wesentlich gefördert wird. Ccj s Land strebt die wirtschaftliche tinabhängigleit vom Austa b: an. Auch wir müssen sie, was unsere landwirtschaftliche Produktion betrifft so weit wie möglich zu erreichen suchen. tim aber zu einer zielbewußten Wirtschafts- pvlitik zu gelangen, braucht Deutschland eine einheitliche Reichsgewalt. Nur von ihr lann gerade das landwirtschaftliche Problem einer vernünftigen Lösung zugrführt werden. ■Sic -Nationalisierung im weitesten Sinne, die notwendig ist, erfordert auch eine vollständige Verwertung der deutschen Arbeitskraft. die ja beinahe unser ganzes Kapital ist. Die Frage ihrer zweckmäßigen Ausnutzung ist ui end ich wichttg. Gewi!; ist eine gro züg.ge o'ia..olitische Vergebung notwendig. wollen wir das Zusammenleben der Deutschen als einer einheitlichen Nation nicht gefährden. Die fozialpolitifche Gesetzgebung muh aber die Arbeitslust fördern und darf keine Be ;.r.;.nu:ig:n erhalte i. die geeignet wären, fie im C-ege tci! zu vermi id r:. Ernennen wir Deutschen die Arbeit als eines der höchsten wirtschaftlichen und ethischen Güter an und gelingt uns eine großzügige Rationalisierung, die ja nichts anderes ist als die Bändigung des Stosses durch den Geist, dann kann man. glaube ich. hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Wozu ein solches Leben mit dem unvermeidlichen Ringen, den unvermeidlichen Sorgen tragen? Das Zusammenleben mit den anderen, die Einordnung in die tatsächlich bestehenden Gemein- schasten, wozu? In der Tat ist die Frage., ob der Mensch eine Weltanschauung braucht, müßig. Er hat eben eine Weltanschauung, nur vielleicht eine falsche, unwürdige, lächerliche. Der Gegensatz ist gar nicht Weltanschauung oder keine Weltanschauung, sondern wahre, gute, sinnreiche, erhebende, zum Leben befähigende, das Leben lebenswert machende WeltanscAuung oder verkehrte, törichte, wertlose. schädliche, weil das Gute im Menschen unterdrückende Weltanschauung. Hat das Volkstum einen ebenso großen Anteil an der Weltanschauung? tieberall, wo in der Vergangenheit Religionsgemeinschaft .und Volkstum jufammenfielen. wo es Naturreligionen gab. war es das Volkstum, das die Wellan* schauung überlieferte. Aber diese starre Einheit von Religionsgemeinschaft und Volkstum erhielt sich nirgends. Das Christentum machte endgültig mit der Idee der Nationalreligionen Schluß, obwohl es nie den geschichtlichen Zusammenhang mit der einem einzigen Volke zur Bewahrung anvertrauten altteftamentlicben Offenbarung aufgab. ja diese ebenso wie der jüdische Glaube selbst als göttlich anerkannte. Freilich wurde vom Standpunkt der Einheit und Selbstständigkeit der Nationen aus ost genug auch dort noch, wo die ursprüngliche National* religivn bereits verschwunden toar. versucht, eine National- und Staatsreligion zu schassen., aber es war immer vergebens. Was in späteren Zeiten, wie eine Neubelebung de» Gedankens der Natwnalreliaion aussehen mochte, war gar keine solche, sondern nur mehr ein Bestreben, die Religionsgemeinschaft national zu organisieren, ohne daß damit grundsätzlich die Einheit des religiösen Gedankeninhalts zerstört werden sollte. In der Praxis erwies sich dieser Weg sreilich ohne Sektenbildung nicht gangbar. Daß eS zur Trennung von Religion und Nation kam. ist ein Sieg des Geistes über das Blut und des Gedankens über die Sprache, in der er zuerst ausgedrückt wurde. Wir können daher dem Bedeutungsverlust, den dadurch die Nation scheinbar erlitten hat. nicht nad)trauern, auch wenn wir den Wert der Nation noch so hoch stellen. Aber wir brauchen gar nicht zu trauern, es ist ja nur ein scheinbarer Verlust. In Wahrheit ist die Nation I erst recht der Vermittler der Weltanschauung geworden. Die Weltanschauungen gewinnen nur in vereinzelten Fällen ihre Anhänger von Person zu Person. Schon unsere Vorfahren sind nicht einzeln zum Christentum bekehrt worden, sondern die Völker haben es angenommen. Die Menschen werden fast durchaus als Kinder ihres Volkes in das Bekenntnis hinem- Unb es regnete weiter. Und die Tage im Dorf gingen hin gleich grau und eintönig. Aber auch in der Stabt waren fie nicht weniger grau unb eintönig. Herr Dousemont trank entschieden zuviel aber was sollte er machen? Er hatte so gar keine Abwechslung: morgens -um Frühschoppen, nachmit- tags zum Dämmerschoppen, abends zum Abend- schoppen. Unb es machte ihm nicht einmal Spitz, ins Gasthaus zu gehen, er hatte nur das dringende Bedürfnis, die matzgebenden Herren dort zu treffen unb sich mit ihnen über die .zur Zeit ihm immer berechtigter erscheinenden Klagen der Winzer zu besprechen, vielmehr zu verzanken. Gewiß, das gaben fie alle zu, daß es jetzt eine verteufelt schwere Zeit für den Weinbau upb den Weinhandel war, aber machte ganz Deutschland nicht eine gleich schwere Krise durch? Wo gingen Nenn überhaupt die Geschäfte? Wo war denn Geld? Nirgendwo. Was die Regierung tun konnte, tat sie ja; sie hatte Kredite gegeben und würde mit sich reden lassen wegen der Rückzahlung, sie hatte den Weinbaugebieten auch Gelber zugewiesen zur Der- teilung an die Bedürftigsten, unb mildtätige Frauen sammelten für Schuhe unb Kartoffeln. Was verlangte er beim eigentlich noch? Im Abgeordnetenhaus. war mehr als einmal die Rede von den not- leidenden Winzern; daß die Abgeordneten von Pommern, Schlesien, Ostpreußen und so weiter zu der Tagung nicht erschienen, war doch nicht Schuld der Regierung. Iene hatten eben andere Interessen unb auch ihre Sorgen, man konnte ihnen das gar nicht verdenken. „Der Teufel soll sie holen," schimpfte der alte Moselaner. Er regte sich so auf, daß er blaurot wurde. Wütend schlug er auf den Tisch: „Redensarten, belanglose Versprechungen! Unb Schuhe, Kartoffeln — bämsiche Weiber! Damit ist dem Weinbauer doch nit geholfen." „Mag fein." Der ßanbrat zuckte die Achtem. „Aber wissen Sie vielleicht besseren Rat, Herr Dousemont?" Nun mutzte ber Alte auch die Achseln zucken. Er schwieg. (Fortsetzung folgt.) Erscheinung erblicken zu müssen glaubt, tote sie sonst auch in Zeiten hochgespannter Wirtschaftstätigkeit zu beobachten war. Abgesehen von dieser Tatsache hängt diese Erscheinung unseres Erachtens vor allem wesentlich mit der höheren Liquidität der Banken zusammen, die sie in die Lage versetzt, mehr als bisher ohne die Inanspruchnahme der Reichsbank zu finanzieren. Das Wechselgeschäft ist mithin in der Betätigung der Banken in den Vordergrund getreten, seitdem die Börse stagniert. Betrachtet man die gegenwärtige Lage des Geldmarktes in konjunktureller Hinsicht, so muh festgestellt werden, dah die starke Inanspruchnahme des inländischen Geldmarktes durch die gerade in der letzten Zeit herausgekvmmenen städtischen Anleihen (Frankfurt a. Kl., München, Heidelberg usw.) ziemlich erbeblich ist, zu denen jetzt auch noch dte Ausgabe einer 50 Millionen-Anleihe des Deutschen Sparkassen- und Giroverband:s (Zinsfuß c Prozent bei dreijähriger Lauszeittritt. Diese Inanspruchnahme durch Inlandsanleihen kurzfristiger Art — bekanntlich stellen die Anleihen Frankfurts, Münchens und Heidelbergs einen neuen Typ dar, da sie zunächst kurzfristig ausaeaeben werden, aber später in langfristige Anleihen umaewandrlt werden können — wird für die nächste Zeit der Lage des Geldmarktes ihren Stempel aufdrücken, so dah der Dörsenoptimismus bezüglich der Geldmarktentwicklung uns nicht am Platze zu sein scheint. Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt. In der Woche vor Ostern blieb die Stimmung an der Börse allgemein f e st. Die bevorstehende mehrtägige älnterbrechung des Börsengeschäftes durch die Feiertage konnte kaum einen retardierenden Einfluh ausüben, und die Umsätze waren zeitweise merklich lebhafter, als man es die ganze Zeit vorher an der Börse gewohnt war. Veranlaßt wurde diese feste und lebhafte Tendenz durch das weitere rege Interesse des Auslandes, das an den deutschen Aktienmärkten mit ihrem augenblicklichen Kursstand Gewinnchancen erblickt und sich von der durch die nervösen Kursschwankungen der letzten Zeit gefährlich gewordenen Reuyorker Börse obzuwenden scheint. Bemerkenswert war es dann vor allem, daß, durch die festen Börsen der vergangenen Woche angeregt, nun auch das private Publikum sich von Tag zu Tag stärker am Börsengeschäft beteiligte. Dazu war sie in der Lage durch die Eingänge an Dividenden und Zinsen, wie überhaupt die guten Abschlüsse der verschiedensten Gesellschaften auf die Stimmung eine anregende Wirkung ausübten. Die Spekulation, die in manchen Werten offenbar noch Baissepositionen bestehen hatte, schritt zu Deckungen und nahm darüber hinaus neue -Käufe vor. Die lebhaftere Lkmsatztätigkeit beschränkte sich zwar wieder nur auf eine gewisse Anzahl von bevorzugten Papieren, doch hat sich der Kreis dieser Favoriten vergrößert bzw. etwas verschoben. Eine auherordentlich starke Anregung empfing die Börse durch die Vorschläge zur Neuregelung der Reparationsfrage. Veranlaßt wurde die Diskussion hierüber durch die Rede Poincar^s am vergangenen Sonntag, die an der Börse einen günstigen Eindruck machte. Als anregende Moment« . seien ferner angeführt die weitere Besserung der Arbeitsmorktlage und verschiedene Konjunkturberichte, nach denen im allgemeinen noch kein erheblicher Rückgang der Beschäftigung fest- * zustellen ist. Anderseits blieb die Tatsache, daß -am Geldmarkt namentlich für kurzfristiges Geld eine merkliche Versteifung eintrat, die die ganze Woche über anhielt, ohne größeren Einfluß auf die Stimmung. Der Satz für Tages- oeld wurde auf 8 Prozent erhöht, auf welchem Stand er verharrte, bis am letzten Tag der Derichtswoche eine geringfügige Ermäßigung auf 7,75 Prozent eintreten konnte. Monatsgeld war zu 7,25 bis 6,5 Prozent erhältlich, Warenwechsel zirka 7 Prozent. Auch der Reichs- Bankausweis, der die außerordentlich starke Anspannung des Zentralnoteninstituts zum Quartalsultimo anzeigt, übte keine ungünstige Wirkung aus. da man in Dörsenkreisen mit einer derartig starken Belastung gerechnet hotte. Es befriedigte, dah die R e i ch s p o st im April nicht mehr an die Auflegung einer Inlandanleihe in Höhe von 150 Millionen denke, anderseits traten jedoch Bedenken hinsichllich der Belastung des inländischen Kapitalmarktes auf durch die nach dem Muster der Frankfurter Inlandanleihe geplanten Anleihen der Städte Heidelberg. München und Berlin, da diese Kommunen durch das langsame Arbeiten der Beratungsstelle für Auslanbanleihen ihren notwendigsten Geldbedarf mm im Inland zu decken suchen. Lebhafte Amsähe verzeichnete vor allem der Elektromorkt. auf Dem besonders das Ausland als Käufer auftrat. AEG., Bergmann. Licht & Kraft, Gcsfürel. Lahmeyer, Schlickert und Siemens konnten 10 bis 20 Prozent im Kurse anziehen. Am Montanmarkt waren die reinen Kohlenwerte bevorzugt, von denen Ilse Bergbau 22 Prozent und Rhein. Braunkohlen 23 Prozent gewannen. Sonst betrugen die Kursbesserungen hier etwa 3 bis 10 Prozent. Zellst o f f w e r t e lagen 10 bis 15 Prozent. Kali- oktien bis 12 Prozent höher. Größeres Interesse bestand wieder für I.-G-Farben mit plus 9 Prozent, I.-D.-Bonds zirka 146 Prozent. Don weiteren Spezialwerten waren Karstadt bis 233,5 Prozent gesteigert. Deutsche Erdöl gewannen 11 Prozent. 3m übrigen ergaben sich meist 2- bis 8prozentige Kurserhöhungen. PH. Holzmann, die vorübergehend bis 165 Prozent erhöht waren, gaben auf die enttäuschende Dividende von 7 Prozent aus etwa 158 Prozent nach. Deutsche Anleihen zogen etwas an. auch ausländische Renten lagen meist höher, besonders Mexikaner Türken und Ungarn. Wochenbericht vom Frankfurter produklenmarkt. Angeregt durch die weiter höheren amerikanischen Notierungen und die günstig lautenden aus ländischen Meldungen war die Haltung am oraat- furter Produktenmarkt in dieser Woche weiter f e st. Anfangs war auch eine allgemeine Entspannung der Marktlage zu bemerken, die jedoch kein größeres Ausmaß annahm, da die bevorstehenden Osterfeiertage geschäfishemmend wirkten, und somit nur in Den dringendsten Fällen älmsähe getätigt wurden. Auch tonnten sich aus diesem Grunde Die höheren Preis« Des Auslandes nicht voll auswirlen. Die Preisforderungen Der Provinz wurDen im allgmeinen als zu hoch erachtet, Da auch die zweite SianD genügen!) und billigere Ware an den Markt brachte. Der Konsum beteiligte sich kaum am Geschält. Weizen war in besonders großen Posten an geboten; Da hier ebenfalls Die Forderungen zu hoch lauten, konnte das Material nur spärlich unter- gebracht werden. In Roggen wurden lebhaftere Umsätze getätigt, da hier Die Nachfrage des Auslandes und des inländischen Exportes Dem. Markte eine gewisse Stütze bot. Hafer lag fester, Da hier Der Konsum größeres Interesse zeigte, doch blieben Die Abschlüsse minimal, Da kaum Ware vorhanden war. Mais für beide Sorten lag vernachlässigt. 3m Laufe der Woche konnte sich recht lebhaftes Geschäft in Roggen- und Weizenmehl entwickeln, die höheren Preise wurden glatt bewilligt. Der Futtermittelmarkt war still. Am Kar- t o f f e l m a r k t war die Tendenz fest, die 51m» sätze aber klein. Zum Wochenschluß stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Der Börsenbesuch wurde kleiner, auch verstimmten die etwas schwächeren Auslandnotierungen, und die Händler übten wieder größere Zurückhaltung. Terminware wurde im allgemeinen billiger angeboten. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Weizen, Roggen, Weizen- und Roggenkleie gut behauptet. Mais für beide Zwecke gaben je 0,25 Mk. nach. Dagegen konnte sich Hafer 0,25 Wk. und Weizen- und Roggenmehl je 0,50 Mk. bessern. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen Weizen I 26,50, Roggen 27,50, Hafr (int.) 26.75 bis 27,25, Mais (für Futterzwecke) 24,25, MaiS (für andere Zwecke) 25, Weizenmehl 37,50 bis 38,50, Roggen- mehl 37,50 bis 38,50, Weizenkleie 14,75 und Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mk. Wochenbericht vom frankfurter Schlackiviehmarki. DaS Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche ruhig. Die bevorstehenden Osterfeiertage machten sich im allgemeinen bemerkbar, und die Händler bekundeten größere Zurückhaltung, so vaß sich das Geschäft nur langsam entwickeln konnte. Trotzdem der Auftrieb in Rindern kleiner war als in der vergangenen Woche, verblieb .Ueberstand. Bullen waren nur schwer zu verkaufen. Kalber standen in bedeutend größeren Posten zum Verkauf, und die Märkte wurden an beiden Schlachttagen vollständig geräumt. Hier konnte sich in: Verlaufe recht lebhaftes und reges Geschäft entwickeln, da der Konsum und Die Metzger größeren Bedarf belundeten. Obwohl sehr wenig Schafe zum Verkauf standen, kamen Umsätze hier nur knapp zustande. Der S chwe i n e markt war mäßig rege, doch wurde an beiden Warlttagen ausverkauft. Der Erport beteiligte sich fast kaum am Handel. Der Gesamt auftrieb bestand aus 1476 Rindern, (Darunter befanDen sich 292 Ochsen, 76 Bulkn. 720 Kühen rmd 376 Färsen), ferner aus 2440 Kälbern, 150 Schafen und 6J39 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb Der vorigen Woche waren 125 Rinder und 226 Schafe weniger auf getrieben; während 600 Kälber und 300 Schweine mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen Al 58 bis 62, 2 54 bis 57, Bl 50 bis 53, 2 43 bis 49. Bullen 50 bis 55. B 45 bis 49, C 40 biS 44; Kühe A 44 bis 49. B 40 bis 43, C 33 bis 39, D 25 bis 32; Färsen A 58 bis 63, B 53 bis 57, C 48 bis 52; Kälber B 81 biS 85. C 75 bis 80, D 67 bis 74; Schafe 52 bis 54; Schweine A 52 bis 55, B 52 bis 55, C 52 bis 55, D 52 bis 55, E 52 bis 55. 3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche zogen Rinder bis zu 2 Mark. Kälber bis zu 5 Mark, Schafe bis zu 4 Mark und bis zu 1 Mark im Preise an. * * Der Saaten stand in Preußen a n- fange April. Die Statistisch« Korrespondenz veröffentlicht di« Begutachmngsziffern für den Saatenstand in Preußen anfangs April, wobei zwei gut, drei mittel bedeutet: Mit AusnaHmc von Spelz (2.9) liegen alle Saatenzisfern über drei. Weizen wird mit 3.3, Roggen mit 3.4. Gerste mit 3.3, Gemenge mit 3.5, Rap? und Klee mit je 3.4, Luzern« mit 3.2, Ricselwiesen und ander« Wiesen mit 3.3 und 3.4 beurteilt. Wenn man wiederum von Spelz absieht, so wurde der Saatenstand zu Anfang April seit 1925 nicht so ungünstig wi« Diesmal bewertet; auch 1913 war er, abermals abgesehen vom Spelz, durch- gäng-ig besser. * Deutsche Bereinsbank K.-G. a. 21., Frankfurt a.M. Nach dem Bericht für 1927 konnte sich bas Kredit- und Kontokorrentgeschäft erfreulich entwickeln. Die Geschäfte konnten durch neue wertvolle Verbindungen erheblich ausgedehnt wer- den. Weniy günstig lag dagegen dos Börsengeschäft. Die Emisstonstätigkeit, die zu Beginn des Zahrcs lebhaft war, ruhte in der zweiten Jahreshälfte völlig. Die Zinseinnahmen erhöhten sich auf (alles in Millionen Mark) 0,94 (0,91), Prooisionsein- nahmcn auf 0,87 (0,61), dagegen ermäßigten sich die Esfektengewinne auf 0,29 (0,42). Die Unkosten erhöhten sich auf 1,38 (1,25) und Steuern auf 0,24 (0,19). Einschließlich Vortrag verbleibt demzufolge ein Reingewinn von 0,67 (0,59), woraus wieder 5 Proz. Dividende auf das voll dioidendenberech« ligte Kapital von 9 Mill. Mk. verteilt werden sollen. ♦50 Mill. 7proz. Deutsche Kommunal' Scha tz a n we is u n ge n des Deutschen Sparkassen - und Girooerbandes. Dem Deutschen Sparkaffen» und Girooerband wurde feiens der staatlichen Aufstchtob b rden die (9cnehmt, fiunfl zur Ausgabe von 50 Millionen 7prozentige Deutsche Kommunal-Schaßanweisungen erteilt. Die Anleihe ist auf Feingold-basir gestellt und am 1. April 1931 zum Nennwert rückzahlbar. * Sanierung t-e r .holexwerke A.- G., Homburg o. d. H. 9tad>Dem der Zwangsvergleich bestätigt ist. rvird numnehr eine Sanierung der cholex-S6)vkoladenwerke A.-G. geplant, und zwar derart, daß Das Aktienkapital von 500 000 auf 50000 Mark zusammengelcgt und danach auf 500000 Mark wieder erhöht werden ^oll. Dabei wird eine Gruppe, die sich zum großen Teil aus den Mitgliedern des seitherigen Aufsichtsrates zusammen setzt, die netten Aktien übernehmen. • Ha rpener Bergbau A.-G. Di« Generalversammlung Der Harpener Bergbau A.-G. erledigte Die Regulären und setzte Die Dividende auf 6 Droz., gegen 8 Proz. im Vorjahre, fest. Neu in Den Aufsichtsrat gewählt wurde an Stelle des verstorbenen Mitgliedes Geheimrat Müser Generaldirektor Dr. Vogler. Bei der Vorlage des Geschäftsberichtes führte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Dr. Silverbera über Den Abschluß Der Gesellschaft u. a. aus. daß Die Bilanz das Ergebnis des Jahres 1927 genau wiedergäbe. Sine Stärkung der Inneren Reserven konnte neben Den Abschreibungen und Rückstellungen nicht bewirkt werden. Auch irgendwelche Geldreserven seien nicht geschaffen oder verstärkt, noch seien Neubauten im Betrieb verbucht worden. Von einer Thesaurierungspolitik könne keine Rede fein. 3m Gegenteil, die Abschreibungen und Heber- Weisungen auf das Konto für Bergschäden seien unzulänglich. Die Rückstellung für Bergschäden sei niedriger wie Die tatsächlichen Aufwendungen im Berichtsjahr. Die Abschreibungen seien Der Höhe nach unzulänglich. 3m Berichtsjahr sei die Umlage des Syndikats von 0.55 auf 1.28 Mark per Tonne und im Durchschnitt um 0,80 Mark gestiegen. Dadurch sei allein bei 8 Millionen Tonnen Förderung ein Ausfall von 6 400 000 Mark entstanden. Ob und wann diese Umlage ermäßigt werden könne, fei nicht abzusehen. Der Kampf um die ausländischen 2Lbsahmärkte und Den Anteil an Deren Versorgung, auf den in erster Linie Die Höhe der SynDikalSumlage zurückzusühren sei. gehe zwischen England. Polen und Deutschland weiter. Es Dürfe nicht ins Auge gefaßt werden. aus dem Markt herauSzugehen. @bre empfindlich« Einschränkung Der Förderung oder eine noch empfind sichere Verringerung der Belegschaft wäre Die Folge. In Der Zwischenzeit müsse Der deutsche Steinkohlenbergbau Dem Druck. Der von allen Seiten auf ihn auSgeübt wird. Stand zu halten versuchen. Für das laufende Jahr könne für die Gesellschaft ein besseres Erträgnis wie für 1927 nicht in Aussicht gestellt und nur der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, das gleiche Ertr^niS aufrechtzuerhalten. 3m Anschluß an Die Ausführungen Dr. Silverbergs gab Generaldirektoe V ö g l e r einen kurzen Lieberblick über die Neubauten und über Die RationalisierungSlage bet Der Gesellschaft. 3m Vergleich zu seiner Förderung habe Harpen zu viele Förderanlagen, verbunden mit einer Vielheit Der Kokereianlagen und Der Anlagen zur Erzeugung der DetriebSkraft. Die Bestrebungen gingen daher seit mehreren Jahren dahin, die Anzahl der Echachtanlagen. Kokereien und Krastzentralen zu verringern. Statt der Kokereien auf 13 Schachtanlagen würden im Regelfälle nur noch 4 oder 5 Schachts nlaaen mit Kokereien versehen fein. Don 6en_ 21 Ächachi- anlagen, die Die Gesellschaft bei Dem Gesetzen der Rationalisierung hatte, seien bereits 6 stillgelegt worden, so daß die Zahl heute noch 15 betrage. In zwei Jahren werde Die Zahl auf 13 gesunken sein, und in weiteren drei Jahren nur noch 11 betragen. DaS sei eine Verringerung von 50 Projl Kunst und Wissenschaft. Helene Canges 80. Geburtstag. Am 9. April d. 3. begeht Frau Dr. h. c. Helene Lange, die ehrwürdige Führerin Der Deutschen Frauenbewegung, ihren 80. Geburtstag. 1848 in Oldenburg geboren, bestand sie 1872 bad Lehrerinnenexamen in Berlin, wurde Lehrerin an einer höheren Mädchenschule und trat 188? mit einer Denkschrift über „Sie höhere Mädchenschule und ihre Bestimmung" zuerst an die breitere Oeffent- lichkeit. Die Bemühungen der Frauenbewegung um die Zulassung zum Hochschulstudium biteben zunächst erfolglos; erst 1301 war in Baden der erste Erfolg zu verzeichnen. 3m Sinne Der unt die Mitte Der 90er Jahre in Fluß gekommenen Bestrebungen für das Frauenwahlrecht lieft Helene Lange 1896 ihre erste Schrift erscheinen. Die taktisch geschickt und sachlich gemäßigt war. Auch Der 1890 von ihr tnilgebrünDete Allgemeine deutsche ßebrerinncnbcrcin bedeutete eine wertvolle Grundlage Der Organisationen zur Erweiterung Der Rechte wie auch Der Pflichten Der weiblichen Bevölkerung. 1902 begründ t? Frau Dr. Lange endlich auch, gemeinsam r.ül Luise Otto und Auguste Schmidt Den ..A.-gemeinen Deutschen Frauenverein'. — Seit einigen Jahren lebt Die 3ubilarin zusammen mit ihrer jüngeren Mitarbeiterin Gertrud Baeumer in Hamburg, wo sie 1922 auf Der demokratischen UQe in Die Bürgerschaft gewählt wurde. Marburger Ferienkurs«. Die Universität 'Diarbarg veranstaltet auch in diesem Jahre Ferienkurs« für In- und Ausländer. Inr Hauptlehrgang, der vom 2. bis 22. August roäbrt, werden die wichtigsten Probleme der europäischen Gegenwart von Marburger imb auswärtigen Gelehrten urob Politikern behandelt. Daneben ftnden Htachmittagskurf« über Deutsche Literatur, Kunst, Pädagogik und Sprache statt. Im Anschluß an die Marburger Arbeitswochen erfolgt eine große Stu- Dienfatjrt unter sachkundiger Leitung ms Franken- Land. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 8. April, von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Montag, 9., von 19 bis nach 22 Ahr: Carmen. Dienstag, 10.. von 19 bis gegen 22,30 Uhr: Die Macht des Schicksals. Mittwoch. 11., von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Cosj fan tutte. Donnerstag, 12., von 19 bis nach 22 Uhr: Die Jüdin. Freitag, 13.: Geschlossen. Samstag, 14., von 19 bis nach 22 Uhr: Manon, Sonntag, 15., von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Montag, 16., von 19,30 bis 22,15 Uhr. Fidelio. — Schauspielhaus. Sonntag. 8. April., von 19,30 bis 22,30 Uhr: Reid Hardt von Gueisenan. Montag, 9„ von 15,30 bis 18 älhr: Alt-Frank- furt; von 20 bis nach 22 Uhr: Max der Prominente. Dienstag. 10., von 20 bis 23 Uhr. Neidhardt von Gneisenau. Mittwoch, 11., von 20 vis 22 lUjr: Gin Volksfeind. Donnerstag. 12., von 20 bis 23 Hbr Neidhardt von ®ne- fenau. Freitag. 13.. von 20 biS 22,30 Uhr: Schin- derhannes. Samstag. 14., von 19 bis 21,30 Uhr: Liliom; von 22 bis gegen 24 Uhr: Kabarett der Komiker. Sonntag, 15., von 15.30 Uhr biS gegen 17,30 Uhr: Kabarett der Komiker; von 19,30 vis 21,30 Uhr. Max der Prominente; von 22 bis □egen 24 Uhr. Kabarett Der Komiker. Montag. 16 " von 20 bis nach 22 Uhr: Max der Promr- nente. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse 159 )s; 8 «flauer öa« 92.5 98.6 8*.ß 6 0 1.37 litt M.25 87 104 131.5 Banfnoteu. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuh 8 Prozent. 182.6 136 10 7 X 0 0 0 6 n 15 «.:.•> 148.25 0 v Daimler Mooren Demag . . ÄbltriDcrft Biron 278.76 180 364.5 :;oo >47 177 137.5 74 .75 24 179.5 131.75 254.5 5 280 180 ■8 IC 16 12 i <«.5 25.25 75 136 ! .: -28.75 26 143 00 IW, ul2 276-5 180 131 107,75 UZ 53.25 87,75 264 6 93 5 137.25 86.5 120 116,5 139 138,5 i 60 103 i 0 6 k 8 10 8 8 Pl-lUpv Hol;mann . beidelderaer Lemem . . Temen, Sartftabi Davß A frrtftaa gSettbnS Vanenbeftt. fnp.-r:? Wer föiauftofi 25 76 .V 136 ?* Hu 120 119.9 14:; •58.5 IU4 132 75 xadw «otit< iRct. Hatomobil . Crrnftrtn A Sovva Linke Hofmann ‘JtonbnrD Ur» Bamaa- rffluin • . S-rontf M ch'ne» >^riyncr ExttUara1tati>: • . Fvngtxms > « 'jffflrocrtf - » » tPcrtnfrnftwerte . . -JÄiao • • 9lffarfBüiut - . , ikirr« llnitm ■ • . ®tbr Roeder . . 4‘oioi A Haelru» . enbb Sttdn Bernden; ■ S'T Saldbok. - . . 12 ff Llchassenbrrrv . htnbutatr Wasser itii 280 180 1133.25 199.5 93 9 51 25 88.t:: I 266.» 95 I 139.5 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. 2 Telegraphische Auszahlung Jia^Murta.S? Berlin S-lub- fiur» Schluhk -21ben6- bdrt« Schluß- Ritt 9 Schluhk Mittag- börf Datum 4 4- 5.<. 1 "■ | 64 p/, Dt Rrtd)8anletbf o 1927 Dl Lnl Ldlol Schuld mu 87/26 87 25 87.5 87.5 Auolol »Siechten 62 62 62 52.2 Deöol. ohne LuSlef -Rechten Arants Htw.-Bl. So dvt unkündbar bi« >032 16,7 16.15 15.6 16 — _ _ lV,e/e Rheinisch, 6öd -Bank Ütqo »Ho.dvl HG cl-g VortrieoS-Ob- UQduontn. rudiablbor 1V3' — — - - 4’ , Schwei, vundeSd.-Snl. — * — 4'7« Lefteretchllche ltzoldrte _ a Ceftrrr ich Silbern« 1.18 4.15 -- 4.5 Bank to 1647. 151.5 163.5 •Diiitclbruncbf ttrtbitbanf y 211.5 215 •> 1 ä K Dktallbcnr b 132.. 132.5 133 Weiaibazf i • 194.4 195 194 25 195 1 Jranfcfurta. M Berlin Schluß flur» | bLrle Schlub- flur» Schluhk Mittag- l>uxl< Darum: 1 6 4 I 4 .4. | 5 4 a.® »• ■ • .7 «ergmano .......e Elckn. yieftnragtn . , , ?o Licht onv Ärafr . ... 10 frflftn k Äuill-amne ... .6 ad f. Llekir Unter« . . 10 Hamb ttltftr Werk« . . 10 Rbetn Eleltr .... 8 Schlei. 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Serlm Rurs I bSrtc i?.chlutsfc Kur» I bfiyj Datum: 4.4. ! 5.4 4.4. 1 6.4 Berlin. 5 Avril Adb- «■ransöftftb: ’Jtoien . Holländische Loten i<Ä.5035 D.SUiÖ I.5V25 9.504* Lest, cbatfl -8,76 v8.8« -8.78 i>8 00 Prag 12.Ä.« 12.LIV 12,39« »rljmb 7,355 7.369 <.351 7.265 73,10 Budavess. 72.9« 73.10 ?2.9fl ^ul-arten '.919 .1.025 3,019 j.Uti ytrtobnn 17,8.1 17.87 17.73 17,77 Tant'g -1.53 81,68 11.54 it.70 Änrft .nrtn. :, IU3 .'.kJ 2.120 .124 Vltixu 5.594 '.»Yo '.544 3.556 ttanaße 4.180 4,1«8 1.180 4,188 Um nao 4.326 4,:>3i 4.321 4,020 20.925 20 965 20.92 20.96 Berim.6 «vrit | >»etd Ämcrrkanttche Mjotcn..... ^klatsche Noten...... Dänische Noten ...... Snalifrfcf ...... 4,16.5 M.24 111,78 80.362 58.48 112.22 20.442 766« Televbon 149. Lallen In allen Starken prompt llelerbar R^TTO 34 TD Aßmann & Schneider, Gießen, Kaiserallee 43 tags-Stunden zu benutzen. 02747 Rutscht Giehen ul. Maffei - Schnell - Zugwagen besichtigt zu haben. r?!M Generalvertreter« Hugo Dettmer Frankfurt a. M. 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