Vr. 6 Lrsier Blatt (78. Jahrgang Samstag, 7. Januar (928 •titelet Sowirtogs enb 5«eeart enb 30 2Ui*ep|nietg ftr Trüg er- lo^R. au4> bei KUH Irr- Benm eiiij einer Stimmen« folgt höherer ®t»atL Fernfprtchanl chlüffe: 61, M enb 112. Umschrift ftr Drahtnachrichten li)djtr •Irl«. PetHKfleite: SranMnrt am Blain 11688. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vniik BBd Verlag: vrühl'sche Uirti>trfiMt$-Bertftfettwng unb Sefchäftrftele: rchnllttaße 7. lii<|i( »ei Injeiarn ftr bte legrenumierr oti Jia Slachmtnag vorher Preis fir l em hü he ftr Injeiqen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Rrlchspfrnnig, für Re» hlameanjetgen von 70 mm Brette 35 Nrichepfennig, Platzvorfchrift 20*. mehr atxfrebahteur Dt. Jnebr Will) Lange. Derannoonlich für Dohhk Dr Fr tBlfi) Lange, für FeurNeton l)r Jr> Ibonot; für ben übrigen Teil Ernst Slumfcbfin, für ben Anzeigenteil Aurt QiDmann. lämtlid) in öiefeen. Wahlen. ür die republikanische Kandidatur scheint um so schwerer, als eine ganze Reihe von Männern mit klangvollen Rainen für die Nachfolge des Prä- pdenten LooUdgc in Betracht kommen. Die meisten Uussichlcn h ~ im Augenblick der bisherige L)andclsminifter im ilnbinelt Coolidge, Hoover, zu haben, der auch Zum Jahreswechsel pflegt die deutsche Presse in alter guter Tradition Rückschau und Ausschau zu halten. Rückschau auf die politische Entwicklung des vergangenen Jahre. Ausschau auf die kommenden Dinge des neuen, dessen Schwelle wir soeben über- fchlkiten. Wenn in diesen oorfühlenden Aufsätzen diesmal eine Reihe von Blättern die Wahlen in den Vordergrund ihrer Betrachtung geruckt haben, |o hat da» natürlich seinen guten Grund in der Tatsache, bah neben weltpolitisch weniger bedeutenden Ländern wie Argentinien und Polen in den Bereinigten Staaten von Nordamerika sowohl wie in den bedeutendsten europäischen Staaten, nämlich in England, Frankreich und Deutschland da» Jahr 1928 verfassungsmäßig Wahlen bringt. 3n Amerika sind es die Prasidentschasts- wählen, in den europäischen Staaten die Wahlen zum Parlament: zum Unterhaus, zur Deputierten- kammer oder zum Reichstag Für Amerika eine auch nur annähernd sichere Prognose zu hellen, ist ein mißliches Ding. Der gegenwärtige Präsident, der Republikaner (talmin Coolidge, hat mehrsach entschieden erklärt, daß er sich für eine Wiederwahl — über deren Der- falsungsmoßigkeit man sich übrigen» nicht einmal im Klaren ist — auf keinen Füll wieder zur Der- fügung stellen würde. So mußten die Republikaner aus Die Suche nach einem andern zugkräftigen Präsidentschaftskandidaten gehen. Die Auswahl ist bei den sich von der republikanischen Regierung vernachlässigt suhlenden agrarisch eingestellten Be- volkerungbschichten des mittleren Westens und der Sübftaatcn — die übrigen» stets eine Domäne der Demokraten gewesen sind — durch seine großzügige und entschlossen durchgefuhrte Hilfsaktion bei der Ehen Ueberfchwemmungskatastrophe im Mifsts- 'ibecken zweifellos stark an Boden gewonnen hat. ß die Demokraten, die Partei Wilsons, Ijt noch nicht zur endgültigen Nominierung ihres Präsidentschaft, kandidaten geschritten, io daß also, wie schon gesagt, über den künftigen Kur» in Amerika, der ja ander», wie in den europäischen Ländern von dem Ausgang der Präsldentschaftswahlen maßgebend beeinflußt wird, heute noch nichts angedeutet werden Hann. Webt viel ander» liegen die Dinge in Eng- lond. Da» gegenwärtige konservative Kabinett Baldwin ist die parlamentarisch stärkst sundierte Regierung, die England seit Jahrzehnten gesehen hat. Zweifellos bat das konservative Regime in ben Dohren seiner Herrschaft manches an Sympathie r der Bevölkerung ringebüht. Da» ist ein ganz natürlicher Vorgang, der sich stets und überall wieder- holt, wenn eine mächtige Partei eine lange Zeit hindurch die Geschicke eines Landes lenkt. Die Opposition ruht sich aus und sammelt ihre Kräfte, Wahrend in den eigenen Reihen der Regierungs- Partei nicht immer jedes nach Wunsch aller An- Hänger zu gehen pflegt; Enttäuschungen, Mißverständnisse und Meinungsverschiedenheiten bleiben richt aus, Fronden bilden sich, man ruft noch Der- lingung der Führer, nach einer entschiedeneren Lei- ting, kurzum die Geschlossenheit der Partei wird um t stärker gelockert, ie näher der Tag der Abrechnung mit dem Wöhler heranrückt und man im Lande Morgenlust wittert Ton diesem Schicksal sind audi die engli'chen Konservativen nicht verschont geblieben, und das ■am so weniger, als ihr Regiment in eine Zeit fiel, die weder außen- noch innerpolitisch für England gerade rosig genannt werden konnte. Der Abbruch der Beziehungen Aur russischen Sowjetunion das Zurückpflocken deS Union Jack in China, schließlich die gescheiterte 6e c - abrüftung-konferenz und die sich daraus vielleicht ergebende Rotwendigkeit neuer Rü- fdmg-ausgaben und erhöhter Steuern belasten das konservative Kabinett in den Augen großer Dählermassen zweifellos erheblich, während die geniale Balioursche ReichsverfassungS- reform. die neue Konstituierung des brittschen 3nt>cnum» al« Bund freier Länder gewiß ein gewaltiges Plus für die Regierung Baldwin bedeutet. Innervoütifch springt vor allem die Ä r i- f i t im englischen Kohlenbergbau in die Augen, die mit der Beendigung des großen Bergarbeiterstreiks keineswegs gelöst ist.^ Sin anderer Konflikt, der gerade in den letzten Tagen viel von sich reden machte, entfpann sich um die Reform des prayerbook, des Gebetbuches der anglikanischen StaatSkirche. Der Streit ist deshalb besonders merkwürdig, weil er Parlament und Land ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit mitten hindurch spaltete. Der Riß machte nicht einmal vor dem Kabinett selbst halt, da z. D. Bridgeman, der Erste Lord der Ab- itiralität. heftige Angrif e gegen den Kabinettschef richtete und andere Kabinettmitglieder gegen die Regierungsvorlage Stellung nahmen. Diesen Streit wird man als ein besonders erfreuliches Zeugnis dafür werten dürfen, daß auch in England. dem Land einer starken religiösen Tradition, wieder das Intereste für kulturpolitische Fragen wach wird, und man wird eS weiter bsnerkenswert und für uns Deutsche vorbildlich finden müffen, in welch höflicher und rücksichtsvoller Form für den kulturpolitisch Anders denkenden oder gar konfessionell Andersgläubigen dieser Streit nach dem Zeugnis eines so urteilsfähigen Mannes, wie Lloyd George, duägctragen wurde. Für die Dahlen selbst wird chm aus dem oben angedeuteten Grunde wohl kaum besondere Bedeutung zukvmmen. Oie deuffch-argeniinische Freundschaft. Oer argentinische Außenminister in der Reichshauptstadt. — Neuregelung der diplomatischen Vertretungen. Der argentinische Außenminister G a l l a r d o, der in diesen Tagen als willkommener Gast in der Reichshauptstabt weilte, hat in einer Mitteilung an die Presse auch Wert auf die Feststellung gelegt, daß von seiner Seite keine Anregung, die deutsche Gesandtschaft in Argentinien i n eine Botschaft umzuwandeln gegeben worden fei. Da- ist zweifellos richtig. Derartige Fragen werden offiziell solange nicht behandelt, als eine Einigung darüber nicht feftsteht. Aber ebenso sicher ist. daß schon seil längerer Zeit -wi'chen DeutsHland und Argentinien Besprechungen darüber schwebten, ob nicht die beiderseitigen Desandstchaften In Botschaften um- gewandelt werden sollen. Wenn wir recht unterrichtet sind, ist auch Deutschlands Bereitwilligkeit dazu vorhanden. Schon im vorigen Jahre Tag ein entsprechender Vorschlag vor, der nur aut finanziellen Gründen nicht mehr in den Reichstag gebracht toerben konnte. Wir möchten aber annehmen, daß vom Auswärtigen Amt in diesen Tagen noch eine ent- sprecherdc Rachforderung gestellt wird, da wir doch daran Herangehen, das gairzc System unserer Auslandvertretungen umzubauen und der modernen Krästeverschiebung entsprechend anzu- pafsen. Die Unterscheidung zwischen Dostchaft und Desandstchast war ursprünglich eine Frage des diplomatischen Zeremoniells. Sie ist nach unserer Kenntnis aus dem Wiener Kongreß fcftgclegt worden und war darauf aufgebaut. daß eigentlich nur die Großmächte untereinander daS Recht hatten, sich Botschafter zu schicken, während im übrigen der diplomatische Verkehr durch Gesandte und Ministerresidenten geführt wurde. Dabei waren die Botschafter nicht nur Vertreter eineS Staates, sondern auch persönliche Vertreter ihrer Herrscher, wourch sich in dem Verkehr mit Monarchen besondere Vorschriften ergaben, wodurch aber auch bestimmte älnterfcheidungen im höfischen Leben bedingt waren, die teilweise sehr seltsame Formen annahmen. So war eS beispielsweise der Frau eines BotfchaftcrS gestattet, in Gegenwart deS Souverän« sitzen zu bleiben, während die Frau des Gesandten auf stehen mußte. Darüber hinaus hatte der Bottchafter das Recht deS Vortrages bei dem Herrscher, bei dem er akkreditiert war, während der Gesandte den ilmtoeg über den Außenminister wählen mußte. Diese Unterscheidungen find durch die Llmwäl- Aungen der Nachkriegszeit im wesentlichen gegenstandslos geworden. Drei große Herrscherhäuser sind verschwunden, und in der Republik fallen naturgemäß zeremonielle Vorzüge, die der persönlichen Stellung der Botschafter anhaften, im wesentlichen weg. Geblieben ist eigentlich nur bas ungeschriebene Gesetz, daß Botschafter nur von Groß mäch ten allrebitiert werden können, während die Gesandten gegebenen Vertreter der Mittelstaaten sind. Kein Wunder, daß dadurch^ die Droßmannsucht einiger der neugebildeten Staaten in der Errichtung von Botschaften sich auszutoben suchten, womit sie teilweise auch Erfolg hatten. So ist eS den Polen gelungen, ihre Beziehungen zu Frankreich auf den Botfchaiterfuß zu stellen. So läßt sich auch Belgien bei den ehemaligen Ententestaaten durch Botschalter vertreten. Wer das find Ausnahmen. die lediglich die Regel bestätigen. Etwas ganz anderes aber ist. daß die Größen- Ordnung, die in der Dorkriegszeit in der Mächtegruppierung stichweife oorgenommen war. sich heute nicht mehr aufrecht erhalten läßt. Nach dem russisch-japanischen Kriege wurde allgemein der Anspruch Japans aus eine Großmachtstellung anerkannt. und dementsprechend wurde die japanische Gesandtschaft in eine Botschaft um gewandelt. Der Standpunkt, den beute Argentinien und mit ihm andere amerikanische Staaten vertreten, basiert also darauf, daß sie nach ihrer politischen und wirtschaftlichen Seite hin das Recht gellend machen fön- nen. ebenfalls in den Kreis der Größter Grabmc'fer für die politische Stimmung in bcc briti'chen ^Irwähleeschaft pflegen die Rachwahl e n zum Unterhaus in den einzelnen Distrikten zu sein. Sowohl Liberale, wie namentlich auch dir Arbeiterpartei haben dabei manche überraschenden Siege in Bezirken davongetragen, die bisher als gesicherte Domänen der Konser- vatiren gegolten patten. Aber es wäre voreilig, daraus heute schon bestimmte Schlüffe auf ben Ausgang der ParlamentSwablcn ziehen zu wollen, die übrigens regulär erst im folgenden Jahve stattzufinden brauchen, mit denen aber bei der politischen Stimmung in England und namentlich auch in der Konservatrven Partei mit Sicherheit schon für 1928 zu rechnen ist. Wie auch immer das neue britische Kabinett ausfehen möge, seine Hand.ungssreiheit nach außen ist durch die weltpolitische Lage wie sie die Pari er Zciedenssch üffe mit der Konstituierung der finanziellen Weltvorherr'chaft Amerikas und der mllitäri'chen Franko.chs in Kontinentaleuropa geschahen haben, zwangsläufig stark beschränkt. Jedenfalls werden wir gut daran tun. an einen etwaigen Kurswechsel in England nicht allzugrohe Hoffnungen auf eine beschleunigte Räumung der Rheinland«, heute mSchteeingereiht zu werden Geht man allein von der Einwohnerzahl aus. so Ist diese Forderung vielleicht nicht berechtigt, aber ein solches Kriterium kann heute allein auch wohl kaum ausschlaggebend fein, ebensowenig wie allein das territoriale Prinzip, weil die exotischen Staaten einen Länder- umfang aufweisen, der die europäischen Derhältnlsse um ein vielfaches übertrifft E» muß also schon der Durchschnitt gezogen werden aus einer ganzen Reihe von Faktoren, die ein Gesamtbild der internationalen Stellung der einzelnen Staaten ergeben und da ist zuzugestehen, daß durch die Entwicklung der Nachkriegszeit das Schwergewicht der internationalen Politik sich von Europa verschoben hat, daß dementsprechend auch die amerikanischen Staaten eine ganz andere Holle spielen als noch vor zwanzig Jahren. Sie haben sich als selbständige Gruppie- rungen entwickelt nicht nur im Gegensatz zu den europäischen, sondern auch im Gegensatz zu den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Man kann mit Recht darauf Hinweisen, daß die Zullmftsaussichten, die in ihrer Entwicklung vorhanden find, auch in der Gegenwart schon Berücksichtigung oerlangen. Wenn daher Argentinien, Brasllien und Ehlle ben Wunsch haben, auf gleichberechtigtem Fuße mit den historischen Großmächten durlomattlch zu verkehren, so liegt von deutschem Seite kein Grund vor, dein entgegen zu arbeiten, zumal unsere Wirtschaftsbeziehungen nach Südamerika im Laufe der Jahre sich sehr eng gestalteten. Der deutsche Handel sh^ell auf der südlich n Hälfte des amerikanischen Kontinents eine hervorragende Rolle, und gerade weil wir politisch in einem gewissen Gegensatz zu den Staaten der ehemaligen Gntente stehen, müssen wir Wert darauf legen, neue Freundschaften zu suchen, die unS in Südamerika willig entgegen- gebracht werden. Wenn daher das Auswärtige Amt mit einer entsprechenden Forderung an den Reichstag heran tret en sollte, bann darf man annehmen, dgß die deutschen Volksvertreter dafür Verständnis haben \iub die erforderlichen Mittel bewilligen werden, um dadurch zu zeigen, daß Deutschland als einer der ersten Staaten die neu geschaffenen Tatsachen anerkennt und bereit ist, freundschaftlich mit Südamerika zusammen yu arbeiten. Als Gast her Reichsregierung. Berlin, 6. 3a n. (WD.) Die Reichsregierung gab heute anläßlich der Anwesenheit des argentinischen Außenministers Dr. G a 11 a r d o ein Frühstück, an dem auch der argentinische Gesandte Dr. Quintana keilnahm. Den Vorsitz an der Tafel führte wegen der Abwesenheit des Reichskanzlers der bicnftaUdftc Rcichsministcr, Rcichspoft- Minister Dr. Schätz!. Mit ihm waren u. a. erschienen Reichsminister o. Keudc11, Ministerpräsident Dr. B r a u n, die Staatssekretäre Dr. o. S ch u - b e r t, Dr. Pu nver, Dr. Weismann, Reichskanzler a. D Dr. Luther, der Vizepräsident des Reichstags, Profefßor Dr. R i e ß e r, und der Reichs- Pressechef Dr. Zcchlin. Im Verlaufe des Esiens hielt AeichSpostminister Dr. Sckähl eine Ansprache, in der er ausführte: Der Herr Reichskanzler Hal mich beauftragt. Sie im Ramm der Reichsregie'herzlich willkommen zu heißen und unserer lebhaften Genugtuung über die Anwesenheit Sw. Erzellenz in der Reichsyaupt- stadt Ausdruck zu verleihen Seit den ruhmvollen Tagen, in denen Argentinien sich die Freiheit erkämpfte, hat Deutschland die beispiellose Entwicklung Argentiniens mit der auf- ridjhgften Sympathie verfolgt Aus dielen Gefühlen der Sympathie hat sich lehr bald eine wahre Freundschaft zwilchen unseren b i- den Ländern entwickel, ein: Freund chaft welche auch durch Sic Stürme der letzten Jahre nicht erschüttert werden konnte. Dieser gegenfeiftgen Sympathie. D :tbunbcn mit ber ihrem Lande eigentümlichen großzügigen Gastlichkeit ist es zu verdanken, daß im Lause der Jahrzehnte soviel Deutsche, die sich In Argentinien niederllehen, dort eine zweite Heimat sanden Dem Austausch materieller Güter folgte bald derjenige kultureller Wechsei- beziehungen. SS ist unser aufrichttger Wunsch, daß diese politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen sich immer mehr und mehr vertiefen und verstärken und daß wir berufen sein mögen gemeinschaftlich an den großen Ausgaben zu arbeiten, die eine endgültige Befriedung der Welt zum Ziele Haven. Don gamem Herzen entbiete tch Ihnen deshalb den WlllkommenSgruß der ReichSregie- rung. Der Minister bat laüicfjlidj dem Präsidenten der argentinischen Ration die Gefühl: aufrichtigster Verehrung zu übermitteln und trank auf daS Wohl de» argentinischen Gaste». Minister Gallardo dankte darauf mit tiefer Bewegung für die Worte des RcichSpoftminifteis und jur ben WilllommenSgruh in ber Reichshauptstabt. Der Minister fuhr fort: GS war mir im voraus bekannt, wie tiesgehenb bie Sympathiegefühle sink», bic Obre mächtige Ration meinem Lande gegenüber hegt und bie ihren Widerhall finden in ber aufrichtigen Bewunderung. die da» argeirtinische Doll für ben hohen Kulturgrab und die hervorragenden Eigenschaften des deutschen Dolles enrpf indet. Die imtoanbelbare Freundschaft zwischen Deutschland und Argentinien begrüubet sich nicht allgemein auf bie Interessen wissenschaftlicher Ra kur, sondern auf ein Gefühl gegenseitiger Hochachtung, auf eine innige Wertschätzung all jener Eigenschaften, die ben nationalen Eha ratter ber betreff en ben Völker blEbcn. Die zur Befriedung ber Welt von Ihren Staatsmännern geleisteten Vorarbeiten. bie In so nachdrücklicher Weife vermöge ihres Talentes unb ihrer Aufrichtigkeil »ur Klärung ber Stimmung be» europäischen Panoramas bei getragen haben, genieben vollkommene ÜebereürfHm.mmg mh ber internationalen ilebertleferung Argentiniens Gestatten Cie mir gleichzeitig, ben hohen Wert zu anlerstreichen. ben für unser Vaterland ber dl rette unb häufige Kontakt mit Ihren Gelehrten unb wissenschaftlichen Einrichtungen auf weist, ebenfo auch wie all ba» gut aufgenommen unb gefordert wirb, was ben Prof ef svren- unb Studentenaustausch zwischen Deutschland unb Argentinien inniger zu gestalten trachtet. Garn besonder» erinnere ich daran, daß für ben Lleberschuß Ihrer arbeitsamen und gtb'.nben Bevölkerung kein Land ber Welt bessere Aussichten al» unser au-acdchntes unb reiches Gebiet darbietet, wo ba» Klima, die LebenS- gewohnheitm, die unermeßlichen noch uvgehobe- nen Schätze, die gerechte ®c?e.3flebimg allen denjenigen die Segnungen de» Friedens bietet, bie guten Willens sind und sich in unserem Lande niederlassen wollen. Gestatten Sie mir. daß ich mein GlaS erhebe aus das Wohl Sw. Exz^lenz, aus eine glückliche Zukunft dieser großen Ration und auf bie Gesundheit ber hervorragenden Persönlichkeit, bie mit so großer Umsicht die Geschicke berfeiben leitet, be» Gene ra l s el bm a r scha l l S v. Hinbenburg. — Racb Abschluß be» Frühstücks entwickelte sich ein lebhafter Gedankenaustausch ber deutschen Teilnehmer mit ben argentinischen Gästen. Empfang beim Reichspräsidenten. Der Herr Reich-Präsident empfing heute nachmittag den argenttnischen Außenminister. Dr. Gallardo. zum Tee. An dem Empfang nahmen außer der Umgebung des Reichspräsidenten u. a. teil ber argentinische Gesanbte unb Frau Quintana, ber Sohn de- Min.sterS. Lcga- ttonSfekrelär Lui- Gallardo. Frau RelchS- rninifter Ctrefemann, ber Staatsletretur de- Auswärttgen Amte- unb Frau v. Schubert. Der Herr Reich-präsibeTtt überreichte Minister Dallarbv beim Wschleb fein B i l b mtt ilnter- schrift in silbernem Rahmen. wie gestern bas Zentralproblem ber beutschen Außenpolitik, au. knüpfen. In Frankreich sinb die Aussichten nicht viel günstiger. Im April werden dort die Wahlen aut xammer der Deputiert?n ftattfinben. Ob bas Kabinett Poincarö in seiner seitherigen Zusammensetzung, die Leute ber Rechten wie Marin urtb Tardieu neben einem Herriot zeigt, zurückkehren wirb, erscheint zweifelhaft, trt>b_ ber starken Stellung, bie brr Kabinettschef persönlich burch das Abstoppen der Franken- inflation und die rücksichtslose Sanierung ber Staatsfinanzen sich erobert hat Mein rechnet mit einiger Bestimmtheit mit einem Ruck nach links, ohne eigentlich hierfür sichere Anha'ts- punkte zu haben, glaubt jedoch nicht, daß der Wahlsieg der Linken so groß lein wird, daß er genügen werde, die Gruppe um Poinearö auszuschalten unb z. D. ein Kabinett Driand ober Painleve auf bie Deine zu stellen Iebenfalls find bie Hoffnungen auf eine verstärkte Stellung auch nur des Außenministers Brianb innerhalb eines Wiederkehr?nd n Kabimttz Po.n- care nicht sehr groß. Eine ent'chiedene Wendung zu neuer Aktivität in der französischen Lv - carnopolitik dürste wohl kaum zu erwarten sein. Größte Skepsis erscheint angebracht, will man unangenehmen Enttäuschungen aus dem Dege gehen. Run will uns unsere beutsche Linkspresse ä tout prix bavon überzeugen, wie nützlich es für bic Gestaltung ber künftigen Weltlage werben müsse, wenn bic Wahlen zum Deutschen Reichstag, beffen letzte Stimbe normalerweise erst im Spä'.herbst bieses Jahre- schlagen würbe, vor bm Dahlen in Franlrftch ftert inben würben. Allen voran vertritt bi?fc Auffassung natürlich Herr Theobor Dolsf vom ^Berliner Tageblatt^, ber ja bekanntlich schon in ber Dil- helminischen Aera in P ris bas Gros ax»chsen Hörle und nun ben deutschm Wählern mit bet Dcsohr eines Rechtskur'es in Frankrnch gruseln machen möchte. Zwar meüti auch er gleich darauf etwas Neinlaut, baß bie Möglichkeit, durch b-os beu:fchc Dahlresultat bic Entschnbung in Frankreich zu beeinflufsen, beschränkt sei. Aber er glaubt, .es würbe boch ein himmlischer Reis in b r Frühlingsnacht auf bie Blaublümel in bes nati: ...len Blocks fallen, wenn ungefähr acht ober vierzehn Tage vor ben Kammerwahlen bie Rieberlage bes b utschen Rationalismus, di' wir alle erwarten, sich zeigen unb bet auf geplusterte KTfrarj^’K^cn *W« I^- jL*£2 sSgfcSg» iJ&tfonnui-* an mir On^crrfl tm ma4r. b«. txru ja bd unS ltchem 2Hü(k nach inner pvUU ch^ Deslchts- pm^n «W ’ft Wir Rauben jeM. dahbte ^laublumelein“ ^rrn W«*6i tajf ‘0 ^ fu-n nx-rixn unab&G.iflifl davon, vv 0« ■n® *•* otx-r 110 3exH*rmttorviK in ben dnAtebcn unb deshalb f«hen tetr ftiWi^n ®runb. um **• ft> W" mOm, heften Erreichen H«rr 'Xftätor W°M MH *«»* j’L’Ü/L baft ed*tnt. unter Parlament JWWjg fchickrn. rooäri bnnflenMk a^va^ertfche 2r « * bis 3um Gommer unerl^g- N e a e n b l niü'u? Unb bas um fo memaer. alA bet uns me T.chrrlafl« brf bcutfdbm ^",vnaliSmu»^ womit S^rr Tbeobor D-ltt wobl bre 'S r-mmaefodH’ton geschmackvoll aponrvpyrr«. ali.-rbira« nicht so unbebtnflt f rftft ht. wie fie ba B ^ffmbor «rtvartei. Dessenungeachtet ftnb jebvch auch wir ber >■' pung Zk>6 »er l>eutfer u* Ltrotrecht-resorm. « eich s ® u l aclen und Rriegsfchädenfchluhgesetz. um nur «m„ m.^r 3u'gnbrn ^«ui»uer^ fcn vertragen keinen längeren Aufschub. Uno dann dar» bas Volk doch wohl nach den urigen är.Hbntl’.m der verschiedenen Larchtagswahlen m t Recht erwart en. dah ihm nicht jugtmutet w rd km Wahlrecht für den «-uhstag «- neu noch einem MobuS ausHUuben der allseitig als in höchstem Mähe unbrauchbar und re'ormbedürftig angesprochen w'rd^Drr wollen nicht soweit gehen, von dem Reichstag auch noch dre Dersassung« und R e?w a 1 t u n g » r e f v r M V w r ?war so dringend nötig haben. tote das täg. Uch« Brot. weil sich auf ihr allem eme Steuer- umaclt iltung und eine fühlbare Senkung der «entluden Lasten aufbauen läht. «ber für bie Lnlunq dieser Ausgabe bedarf der Reichstag cVctbW der Autorität, die ihm nur cm neuer Appell an den UrwZhler gewahren kann Das c t der Auflösung des Reichstags steht allem 7vm Reichspräsidenten zu. Es ist tem Schacher ber Parteien entzogen. und weder Die Opposition noch der Reichskanzler als OTt« ber Rcgierungskoalition haben es in chrem Delleben, d. u Reichstag nach Hause zu lacken, wennes ihnen bäht. Wird das amtierenbe Reichs abmett in ollen et Zeldschlacht gestürzt oder sind d^ geletigeberischen Aufgaben er l eib ifl t, dem Parlament vorliegen, dann lst es Zeit, die Frage nach der Auflösung des Reichstag« zu entscheiden. Um den Jnedenspatt. LZafhtnglonÜbervrlMtdMnIwort enttäuscht washiugto», s. Dau. (TDIB.) Brianb» Sd)reiben an Kellogg. Io be* er Kellogg» Entwurf eine» Vertrag« )ut Uechtaag b« »riegt* aus A ngrIff»krI« ße zu beschränken wünscht, ivurde heute mittag dem Slaaletefrefär vom srrmzö- f.i.hcn votfchaster Liaude überreicht. Die Ausnahme biefr» Gegenvorschlag« im Staatsdepartement war durchau» u n g ü n st i g. Man wies darauf hin. datz Brianb seht plötzlich seinen eigenen Vorschlag vom 6. April erheblich rinenge und dnh. wie in Washington betont worden sei. bisher eine d e s r i r d i g c n d e Definition de» Bear l s s » ..Angriffskrieg- nicht gesunden nxrden konnte, wenn Brianb. dessen Vorschlag von bem Kellogg» wesentlich abweiche, sein Anerbieten i n r ü ck , i e h e und sich aus da» oerschwominene Gebiet der Angrissvkriege beschränken wolle, so sehe man hier wenig Anssichl für den Abschluß eine» brauchbaren vertrage» zur Aechtung bet ktriegcv. Der ArbeitSzeitlonflikt invochum ri'trttlungdchRttchäarvcttSminisierininL Bochum. 6. Ian. (DB.) Der gestern am Arleiisgericht in Bochum gesadlc Beschiuh. die erlassene einstweilige Bersügung Über 'Durchführung des Schiedsspruches In der Eisen- und Stahlindustrie aufzubeben, erfolgte au« formal-rechtlichen Gründen. Der Christliche und auch der Deutsche Metallarbeiter - nerband batten gegen bie einzelnen 8ir» men geklagt, wahrend die eingereichte Klage gegen den Arbeitgeberverband gerichtet werden muhte. In eine sachliche Beratung wurde nicht einnetreten. Rach einem einstimmig qe ahten Beschluß der Arbeiter verlieben am beut gen Rachmittag die Arbeiter der Deutschen E delsiahiwerte unb der Bochumer Eisen- und Hüttenwerke nach Ablauf der tariflichen Arbeitszeit laut Schiedsspruch die Betriebe. Zur Klärung der neuen Spannungen in der Schwerindustrie. die durch den Widerstand des Bochumer Vereins und der Deutschen Edelstcrhi- g der ^rbcitvu-u- befrtmmungcn des Schiedsspruchs entstanden hnb. bat das Reichsarbeitsministerium einen be’onbcrcn Vertreter in das Grvtz- cilcmflebtet Rvrdwest cnt’onbl. Dieser wird mit den Gewerbeaufsichtsbeamten in Verbindung treten, um vor allem den Tatbestand der Differenzen festzuftellen. Die Lage der älteren Angestellten. Eine Trntidirifl drs 3tct<6barbritbminiflrriumi. Berlin, b Ian Dem Reichstage Ist vom Reichs.'r'.'eitsininilter.um auf Stund ein t Reichs- tag-enttchlicstung eine Denkschrif t über die Lage ber klteren Angestellten zug gingen Gezen vlahnahinen. wie die vteid.pliicht die Ve- fchäfttgungsverptlichtung und die Schattung eines Adlc r .e.'es für »ntla lln Rn- gestellte wird auf zahlreiche Bedenken txr- iptekn. 2 ne ungünstigere L-g- hrn'lchfib des llmfange» der Srwerbslot,gkeit fri zwar gegenüber den jüngeren Angestellten (Line Leuchigaserploslon Ltrsache der Berliner (Linfiurzkatastrophe eötofion kann nun sehr verschieden er Art sem. Sa» «plofiLle LeuchtgasiuttgernUch kann sich durch Ausströmen des Leuchtgases aus de» festen Rovtlellungen. durch Bruch eines Rohrs miolg« Lrd'enkuna ob« durch O e f f - Eigene Dratzaneldung bes ..Siebener Anzeiger» Berlin 7. Ian. Das grauenvolle l^pio- stonsunglück in der Landso«g« 2111« in Derlm hat tetne restlose Aufklärung noch immer nicht gefunden, ba bie Untersuchungen mfo.ge *r auherordentllchen Derheerunge». bie bie »«Jto- fion angenchtet hat. sich naturgemäb a u de r st 'chwierig gestalten. Immer mehr vernichte: ich jedoch bie Annahme, dah es sich um eine Gasexplosion han>elt. ba nur eine solche von f o verheerenden Folgen wie in ber Landsberger Llllce frtn lärm. Durch die rastlose Arbeit der Feuerwehr an der Unfallstelle war es möglich, gestern früh so weit vorzudnnge^ dah die Sachverständigen sich jetzt ein ziemlich klares Bild der Ursache des Unglücks zu machen imstande ftnb. L'ertenbe Beamte bet Der Baupolizei unb auch Vertreter der Staats- anlval: schäft sowie der Dewerbeinspektion haben Unt«'uchungen Über die Ursachen der Grplos'ion vorgenvmmen. Zunächst würbe bie A m m o n i a f- Kühlanlage durch Baupolizei unb Dewerl^- Inspektion eingehend Untersucht. Dabei ist fest- gestellt worden, bah Öfae Ammvniakmaschine. Die von einem Rlotvr «igetrieben .Wird, vollkommen unbeschäbigt geblieben ist. Das Ammoniak selbst ist nicht explodiert. Rach Anficht der Sachverständigen wäre eine Ammontak- etplosion auch nur bann möglich gewesen, wenn die Aühlflüssigkei: Zusatz von reinem S a u e t st o s s gehabt hätte, um ein DrilanzgaS zu bilden. Dagegen -eigen bie angerichteten Verwüstungen das typische Bilb der Leuchtgas- e»ploston. fo wie die Feuerwehr eS aus der Kirchstrahe unb zahlreichen and«en Fällen kennt. Die Sachverständigen gkhen bei ihrer Annahme von der Voraussetzung au», dah Leuch tgaS in Verbinduna mit Lust bet einer 6f- plosion in ihren Folgen Erplosionen anderer Art gewöhnlich übertreffen. DieUtfache einer Da»- hahne» bilden. 3« EntzündunE kommt es ab« erst dann, wenn «ine Flamme oder ein elektrifcher Funke durch biete» Gemisch htndurchgeht. *$)x »erstörrnden Folgen ein« solchen Ett>lofion liegen bann »oeniger m der G»- vlosron selbst als m dem Luftd ruck, den biete nach allen Setten hrn ausstrahlt Dieter Druck ist in d« Regel so stark, bah er vor den dicksten Waucrwänden nicht Halt macht unb He er»fach zerdrückt. Ohne Frage hatte bei dem Unglück in der Landsberger Allee dir Verheerung noch gröber sein können, wenn sich dem Luftdruck noch mehr Diderstände ent- aeaengeTeht hätten. Glücklicherweise aber brach er f.ch durch b i< Schaaf ekster des Rachbarhai, e Bahn und verhinderte auf diese Weise auch em Zusammenstürzen diele» Gebäude» Die Staa.s.anwaltschast hat ein 8 r m i 11- lungöversahren üb« d e Schuldfrage ern- gdeitet. Es wird genau nachgeprüst, ob die Aussage der zuständigen Reoierinspektion derltzaswerke richtig war. daß die n e u e Gasleitung noch nicht unter Druck gestanden habe, von verschiedenen Setten wird behauptet, dah das neue Gasryhr bereits am Mittwochoormtttog an die Hauptleitung angeschlossen worden sei. Die Untersuchung wird seitens der Staatsanwaltschaft mit aller Energie durchgesührt, da vor allem verhütet werden foU. bah wichtige Spuren verwischt werden. Sic wird auch darauf ausgedehnt, ob bie Gaswerke durch geeignete ÄontroU- beamte sich davon überzeugt haben, dah die neuen Leitungsanfchlüsic mit der ersorderlichen Sorgfalt abgedttytet waren. Aus aller Veli. aber nicht gegenüber de» älteren Arbeitern gegeben. Ob unter diesen Ukiständcn erweiterte Sondermahnahrne^ zugunsten der älteren Angestellten gerechtfertigt sind, werde der Reichstag zu entscheDen haben. Der Zweck der Denkschrift sei. den gesetzgebenden Rörper- schasten da- Material füc ihre Entscheidungen zu liefern. Eine Milderung dc« Rotstandes hätten '.wellellos die bld&erigen Dlahnahmen der ReichS- regicrung gebrachte dir Um.chulungsmahnah- men, der Kündigungsschlich, die Ausdehnung der Srwerbslosenfürsorge und der Arbeitslosenversicherung. die Beschästiguag bei Rotstandsarbeiten ufto. Mit neuen 3töangsmahnahmen ein* 3ugreifen würde erst gewchtsertiat fein, toenn alle übrigen Mittel verlogen. Hierzu gehören vor allem berufSpolrtische Mahnahme». unt« denen der Ausbau der Ange stell- tenvermittlung durch die neue ReichS- anstolt an erst« Stelle steht Zugunsten der älteren Krälte werd« sich auch die Tatsache auswirken, dah der Rach wuchs in den Angestell- tenberufen erheblich geringer geworden lei. Die Bemühungen der Verbände auf dem Gebiete der AlterSverlorgung und in anderen Fragen vermeiden dte Gefahren, die mit neuen gesetzlichen Sonderbestibimungen notwendig verbunden ftnb. Di« ReichS«gierung ist bemüht, di« bestehenden Einrichtung»n in jed« Hinsicht weiter auSzubauen. Um die Landtagswohl in Seffen. Tic Behandlung der 2l^fcchtungöklage. Darmstadt, 7. Ian. Die Pressestelle de» Hes- sischen otaatdminifterium» teil solgendes mit; In »erschiedcnen Blattern de» LaE)e» finden sich Auslassungen, die eine beschleunigte CE n t f d) e l- düng de» H e s s if ci) e n &A aatvgerlcht»- Hose» über die Anfechtungsklagen gegen die Landlagvwahl 1927 forben. Um etwaigen Mihdeutungen zu begegnen, dass folgende» feftge- stellt werden: Die dem Hessischen StaotsgerHhtshos vorliegenden Ringen auf Ungültigkeit der Landtagswahl 1927 gründen sich sämtlich auf das bekannte Urteil de» Staat»geri27 beim Helft- •eben Smatcgertchtsdof eingereicht «worden ist. Danach ist allo von den j flänbigen Selsilchen Stellen .lle» getan um rasche li en» die t' ntlcheidunp de» Jiflliirbcn etactsgtnd'i bofe» berbchskibren zu fön- runbung vorliegt: vorn «»gesetzt, baf« durch das Ur- <•11 von Leipzig nicht weitere iFrmittelimgen notwendig werden. Iebenfalls kann zur Zeit von einer Termlnebdlimmung, wie er kpirch bie Treffe gebt, noch nicht geredet werden. (fine neue ÖafilcnfcdUuna. Schwerin, s Ian. Selens des Ber- trrter» der RationalfozialistUfchen Arbeiterpartei für MecklendirrgSchme- rtn. Reehi.onwalt Dr. tlrcnf iMülAben). ist nun- ' <' Äl f we^en rerlaffur ” "« des Verbandes der Hessischen Imker hat « «nch auf bem Gebiete der B cnenWicht außerordentlich befruchtend und oeganisatvrifch erfolgreich gewirkt. Eine Erklärung de» 0berKaal»aMvalI, znm Jafl Dafubewfn. Wie Berliner Blätter berichten, hat der Oberstaatsanwalt beim Landgericht Reustrrlltz zu bem Fall Jakubowski folgend« Erklärung abgegrben .DaS Schwurgericht hat am 2s. März 1925 auf Grund lückenloser Inbiztendewetfe den Angellogten Jakubowski wegen Ermordung feines unehelichen Kindes Ewald Rogens verurteilt. Gegen die Richtigkeit biete« Urteil» bestehen noch heute keine Bebenirn." Das hessische polizeibeamiengeseh. Tie Regicrungyvorlaqc im Landtag c»ngcbracht. Darmstadt, 6.Ian. (TU.) Der Entwurf «ine» Poltzeibeamtesgelctzes nebst Begründung ist jetzt dem Landtag von bem Innenminister zur Beratung unb Beschluhfassung unterbreitet wordcn. Er enthalt m drei Teilen: 1. Allgemein« Rechtsverhaltniss«; 2. Brr- sorguna und 3. Iterforgungs- unb Schlutzoorschnf. len, in&gefamt 61 Artikel. Im ollgememen Teil der Begründung wird gesagt: Für das, belsische Gesetz für die Schutzpolizei vorn 20. Juli 1923 bildete do» Reichsgcsetz über die Schutzpolizei der Länder vom 17. Skili 1922 di« Grundlag«. Nachdem nunmehr bas Reichsgesetz aufgehoben ist, ist bi« Nechtsstel- lunfl der hessischen Schutzpolizei neu zu regeln; bähet sind die zwischen den Landern ^vereinbarten einheitlichen Richtlinien zu berücksichtigen und die Rechte-oerhaltnisse der bisherigen Schutz- polizeibeamten nicht mehr für sich allein, sondern im Nahmen d« r G «'s a m t p o l i ze i zu regeln, womit ein« einheitliche Staatspolizei ges k Freitag, den 6 Jan Es Uabtndf. /*0 » ewtret—>1 ouw* owetiwrn ch -m» • »<*♦”' •■*** • V»W tVlWtK e R«H* » fcf «O» W «wem Oii «mm«* q mrww ***» w »Km twec« e«e w.*m 0* eew» Uirww» >um«m l* ■ ?ih- nachtSfest gelten. Die DtlcUigung an di?fem Feste war. wie früher, auch jetzt wieder außerordentlich groß nid)! nur die Dereinsm tglieder mi? ihren Angehörigen, sondern auch zahlreiche Gäste hatten sich cingiunben. Das Musillvrps unseres Grenadier-Bataillons unter Gütung des Obermusikmcisters Löher sorgte durch feine au«» QCÄcidmeten und. wie ftsts. unermüdlichen musikalischen Darbietungen dafür, daß überall die rechte Feststimmung harschte; ein gut gewähltes Programm, das Abwechslung tn Hülle und Fülle brachte und das noch erweitert wurde durch zahlreiche Einlagen, machte untere Militärmusiker im‘er der schneidigen Stabführung ihres Obcr- mufikmeisters natürlich zum Haupttrumpf des Abends. Daneben brachten noch ein Singspiel und eine köstliche Pantomime, sowie eine hübsche Tanzdarbietung in die Dortragsfolge eine mr- genehme Färbiing. Daß alle Darbi'tungen mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet wurdm, versteht ftch Dem selbst Bon den Ansprachen des Abends ift außer der obenerwähnten 2te^ d^ Ikrcü* vorfttzenden noch ein Appall des Bervo: t-over- trclcrt unb -Ti:: j11edeB IaskowSkt - Lösenbach, früher tn Gießen. zu erwähnen, der ferne S^and«»g.noss«n eindringlich ermahnte, üumer treu und fest zusammLNZ ^ft^hen im Kampfe für die Interessen des Standes, und drc bisher noch Abseits st ehenben der Crganb •ahoit zu-uführm. damit deren Führer beim Ringen um eine bessere Eristenz der Gastwirte auch wtrllich die Gesamtheit des Standes h.nter Nch wüßten Gin werterer Redner fdette noch die Gastwir:Sfr -.uen als treue und nie rastende Gehilfen das Mann. S 3m V rlause deS Abends nahm der Vereins dotI i D enbe Köhler eine Reihe von Ehrungen vor. In Ansprachen ge- feiert und mit einem Diplom ausg z ichn.k wurden: Karl Kobel anläßlich seines 2^jähr.gen Geschäflsjubtläums und gleichzeitig Lätähr.ger VereinSmrtgliedschast. Adolf Sauer ’ur fein* sechsjährige Schrift führertäiigkeit. Gustav Schneider für dreißigiLhr-g.- M tglteb'chas» zugleich auch Ehrenmitglied. Selma Spuck und Heinrich Henkel anläßlich ihres 35- b»w Ljährigen Berufsjubiläums; ferner von ben An- geUeUten. Mar.e Schnccko. 40 Jahre bii Boller. Josef Ohlenschläger. 6 Jahre bei Boller Otto Schäfer, 7 Jahre bei Elg . Ludwig Werner, 5 Jahre bet Hopfcld. Konrad Liebermann, 5 Jahre bei L. K -tl. Ad.lin Brombach, 11 Jahre bei Harnickel. Herman' Hauswald. 15 Jahre im Hotel Cbün. Wilhelm FallieS. 13 Jahre im H- Wilhelm Wasmuth. Alfred Streubiger Hermann S iS. je 5 Jahre im Hotel Schütz Der Abend nahm m allen Teilen einen sttminmig- vollen, genußreichen V rlauf. ••„Die bunte 61 a b t*. Die Veranstaltung unter diesem Motto wird heute abend um 6 llht in der Dolkshalle eröffnet Um 9 Uhr soll die „Be grabung” des Fakirs tfl Rahli) vor sich gehen. Für den weiteren Verlauf des heutigen Abends, wie auch für morgen und die folgenden Tage ist ein sehr ab ivechslungoreiches Unterhaltungsprogramm vor,'' sehen Man beachte die heutige Anzeige. Bernner Äörse. Berlin, 7. Jan. lWTB. Funkspruch.) Im Heuti gen Dormittagsverkehr hat sich eine ansgesoroche >» Tendenz noch nicht entwickeln können. Pie Spekula tion legt eine ziemlich große Zurückhaltung an den Tag. Das Geschäft ift infolgedessen sehr still Ma- spricht Frankfurter Abendkurse. Anlosungsschuld 17, Siemens 296,50 bis 297,50, I G Farbe» 283,50 bis 284,50, Haroener 204,50 bis 205, ivkannesmanii 164,50 bis 165, Gesfürel 283. Am Devisenmarkt hört man Paris gegen London mit 124,02, London gegen Kabel 4,8765. Mailand gegen London 92,15, Brüssel 34,925, Madrid 28,29, Reichsmark gegen Kabel 4,1918 dchlüs'el. Migränin. und i, «ch eppt noch genug an notwendigem Kleinst ani mit Unb sehen wir une gar erft im Haushalt ober i rängen sich vor, stellen sich aufeinanber unb türmen .) aus zu einem ungeheueren Bauwerk, ba» sich btr uns zu stürzen drohl. Wie ein Heerwurm ift r luel befnniii iVa Lchüiielaar Gouda orte Desieiu oei i flmi Lohn achtbarer eitern kann in girer l>entl»ten- Praxt* (tBeulnri sofort oder Cuern die Technik erlernen. Dchriftl. Angebote unter 0111 a. d Gieß. Anzeiaer erbeten. Laden mit l-Jim Wohn, ne-ien 5 3immcr Wohnung pari, au tauschen gcf. Schr. Anaeboie unter 0107 au h <'iien. AnA erb (Stellenangebote! i: unübersehbar. Jetzt sammeln sich die Massen ;;ri (Benerofangriff auf uns, sie werden zur Ppra- n de, die sich über unt erhebt Dom Kartoftelfchaber In zur stohlenscha fei, vom Decker bi» zur :^muckschal^ uom Korkzieher bis zur Srtefflam nr, alle marschieren sie. Sie sind unsere willfähri- un Diener, imn er bereit und gefällig, wenn man |i in Schach hüll' aber das kann man nur, wenn ein peb selbst Fesseln auferlegt unb auf strenge Mnung hält einmal die Zügel lockerer gelassen, b Üurjfn sie über uns her, stall uns Diener zu jein, bl fle Hindernisse Quälgeister. Man braucht eine Bmefflanuner. touhli alle Kästen durch, fällt über l benb Dinge, die man nicht braucht, aber gerade 1.9 eine, das man braucht, entzieht sich uns Wir wettern, werben nervös unb werfen alles burdj- ckionber, bi» wir lebe liebersicht verloren haben rl uns zusammenreißen müssen, aufs neue Orb- s.»g zu schassen Dann werden bie kleinen Soldaten rfer» Alltags wieder auf ihre Posten geschickt, wo st ihre Pflicht erfüllen, bis eine neue Revolution sisdricht und wir wieder im stampf gegen sie sthen. Im Grunde Ift es ein ständiger Kleinkrieg, b dem wir so stehen, immer auf dem Posten, im- Brr darauf bedockst, al» Feldherren das Heer der Innen Alltäglichkeitsdiener zu beherrschen. Os gebt nicht anders: wir brauchen diele ictnigLiicn sind von ihnen abhängig. Wohl bin man sich in dem Glauben wiegen, daß wir fteie Menschen seien, aber diele Freiheit ist rfauft mit all den Heinen Teufeleien, die wir ter uns ergehen lassen müssen. Unb fast an Pens. Brandl L'.'L Som. eiojL Zinirar, gelt Klebe. Te!.131i, lüßöl. ZiMill »u oermt’icn 0103 Ncuitade 411. Etirlioo zu Lstern aef. 0122 Heinrich Bechtold KleiN Linden Etektriiche Licht und Kraftanlagen. bafur. tpmn men ihn yrmubunptn lur Ör» ■.cnauoa ein. wfrmrttn l^nptrii auf Mdc 2Petfc umerrtüm unb f-.nb «I blrk *tlbft»«rtMnbHit>e oeO1 anecip't tn. OLetzeuer Änrrigce GöbbRibi m. beiten Zeukinisien f.;r Lastwagen ac- sui't. Tchr Angeb U.Ü32 et d.l^ieß. Anz. Angeleh Tadakwnren Mrohbanbhine stellt intellmen en leifenerlreler *h«, pwerfässiae Kraft, von hiesiger Groß- ‘j*Mung per sofort oder 15. 1 gesucht. •Brrifli. Angebote mit Zeugnisabschriften •Wir 340 D an bie Geschäfts, d. Gieß. Anz. echlllf'el, Uligräntn. und geaebenenfalte sogar i i Scheckbuch — wenn man « hat. Bei der Dame |t bu Anforderung etwas geringer, aber auch Drillmafcbinen Hackmafchlnen Schrotmühlen itmer Ulmer Pflüße, Deerinß Mäb- Daschlnen, alle Inndw Mafchtnen A. J. Tröster / Butzbach welche die Ueiükiki n noö A^eMkilkv i eßen unb Umaebum reieimästt« be- »be«. biet ei eine emiKuibite Otemfcheider AtvfAe-.igiabiit durch den Miivenrieb J- erWriafugen Ma'chinen-^erkAeugen jt. 40', Provision Gelegenheit, den Ber« ynfc bedeniend zu fteiaern. Es wollen k mr Herren meiden, welche ml? den eN zvearbetiungs-Werkzeugen durchaus 3K:iaut find flnoebote unt. S. V. 7et.31 >' bte Annoncen Expedition Karl Äug. Mcheuratd. Nemicheid.____________ übtS der Provinzialhauptsiadt. Gießen, den 7. 3amtar 1928 Der $eerwurm. •hi Wann, dem man nachsagte, daß er weise wtxtea fei, hat behauptet nur der fei reich, kt tocrHj brauch« Darum müssen wir Kultur- »enschen sehr arm lern. Schon was wir in den Taschen herumschleppen. U nn Rarllä enlabineti: W.sfer Uhr Bleistift, iällsederHalter, Ztgarrenad chneil er. Streich- 1 4»r. Lafchen ampe Brie lasche Rotitzbuch. Zi- « ^remo ch .igaretteniafche Spiegel. Geldbörse. 2-3 Zinimcr, Müd e uftD. (and) im Neu bau) von fr .r an* ftanötgen Mietern fofort^HCht Lchrti l Angebo:e erbeten uniet 2usD an den Gieß. Anz L^er übertönt alt. kinderlosen Ehepaar 1 bis 2 leere Zimmer ober Küche n. 3im wer »nm 1. IL eniL i. ater'- Lwr.Angeb. n 076 a d Gieß. An». •äft Zimmer niögl.^kabeBahnhos- irra .e. eoil. m. Koch- gcle lenüeit a. 15. 1.2s nef 2d)r. Angel' ul ^reidang. u.0H6 au den Gteß. Anz. erbet. da. Uricauieiebner wünicht neues mödi. Zimmer in ruhiger Lage znm ■d»H. äimmer au vermieten »140 Ludwiastr. p • Möbl. Zimmer »u vermieten 0134 '.•icucutucn 30 m. I NmMWtiiM in beiter Vage der Ttadi (Mieiien unweit deS Güterbahnhofs, mit großem Hofraum und Autogarage steht preioiveit sofort zu vermieten SchriftI. 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Januar IfltÄ 3360 •i« J doL le Buk tmdr fcnttal Mil fiW brr P M * hc « ttn bCRÜL te eta kr bn tej*. rdxl"t4 |4e< M I nkiatr bn hrfTt bnL hnv ' Daitr e*nt hrrfm Jtoiarnl 0 Sr 4 Np t * ta t* htf C- xs ■’ tert - M* es.^ Meine Sprechstunden beginnen am Dienstag, dem 10Januar 1928, wieder. Ich bitte zn beachten, daß die Sprechstundenzeiten sich geändert haben: von 9—12 und 3—6 Uhr. Dentist Zutt Bahnhofstraße 76 :: Fernsprecher 347 Statt besonderer Anzeige. Nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden entschlief sanft gestern abend 71/, Uhr mein lieber Mann, Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Karl Steul, Landwirt im blühenden Alter von 39 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ottilie Steul geb. Pauly und Tochter. Bettenhausen, den 6. Januar 1928. *‘D Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. Januar 1928, nachmittags 2 Uhr, statt. Im Namen der Hinterbliebenen: Dtc Kinder: Am 5. Januar, 81/. Uhr, entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine bebe, gute Frau, meine unvergeßliche Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine MargareteJunkergeh.Diehl im Alter von 42 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gustav Junker, Lademeister Ludwig Junker. Gießen (Am Kugelberg 57), den 5. Januar 1928. Die Beerdigung findet Montag, den 9. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 7780 Montag, 9. Januar, abends 8 Uhr, im htth. Drreins-avs öffentlicher Vorfrag 50 pf. erhoben. Raturheilvereia. Redner: Herr Or. med. Friedrich Nah Stuttgart. Thema: „Verjüngung im Lichte der Naturheillehre" Zur Deckung der Unkosten wird ein (Eintrittsgeld non Margareta Pfaff geb. Barth Gießen (Steinstr. 71), 6. Januar 1928 Die Beisetzung findet Montag. 9. Januar, 2*/, Uhr. auf dem Alten Friedhof statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Heute abend 6 Uhr entschlief im 82 Lebensjahr unsere treue Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Lina Schwöbei geb. Pfaff Oberstudiendircktor Eduard Pfaff Lniv.-ProL Dr. Wilhelm Pfaff Zahnarzt Dr. Carl Pfaff Klein & Stiefel Fulda G. A. laodtigei Hobel mudlm MW. einzeln und kombiniert Möbel wie Schlafzimmer J. Jttmann Inh. A. Brumlik Beamtenlieferant Bahnhofstraße Nr. 19. Küchen. Langfristige Zahlung weise bei 01* Größte deutschePebentzoerficherungSgesellschatt lucht für sofort tüchiiae, Im Berfehr mu Mittel- ftanddkreifen erprobte Platzvertreter für die Grob- und Äletnlebenloerfldxruna. Be äitgung in der Eachschadenoerficherung in milfll-tb Hauptberuflich tätige Vertreter er- balicn frltc Bezüge vom Beginn an, sowie reichliche ichnellfalUge Vroviflonen. Einwandfreie u. itrebsarne Bewerber werden gebeten. miSiübrliche Angeboteeiniurelchen uet. L. 1.43 an Als, laassistsla * Veiler, Illa. erbeten. 48D »Nr: tin Pufpcuk® Schaulotel l 3fltiee von von Job. Birautz, Mittwoch. I l.JgU. 14 minroom ».-NI. o. 19*,, b narb 22 0. Oer Saab der Labinertnnev , Lchwant in 4 flfint oen Jrotu u. ttanl o. SchSntbon. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme beim Heimgange und bei der Beerdigung meiner lieben Frau Frieda Wleeeck, den ft. Januar 19K< 1 ür dir vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim ileirntfimgn unseres lieben Entschlafenen, sowie für «Ile vielen Krane- und Blnmcmpenden. fUr die tröst reichen Worte des Herrn Pf irren Sattler, der Kapelle Mauk und dem Tum Verein für die Ehrung, »affen wir honllchen Dank. Frau Elisabeth«' Herker Wwe. Familie Adolf Herker. TBir haben grtherr und Heinere Mengen Korbweiden äußerst drei «wert ab,ugeben. — Großabnehmer erhalten Borzug-preife. Hofgut Winnerodz Dahn- und ^oftftatton Aeisktrchen. Frau Wollt Mieteleio Wilwe geh. Jung Gießen, Cleeberg, den 7. Januar 1928. (Jestern abend */ß Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Haas geb. Burk im 65. Lebensjahre. In tiefer Heinrich Haas III. Familie H. Eb. Haas Familie B.J. Haas Familie Gustav Seipp Familie H. Keßler Trauer; Familie W. Damm VII. Familie L. Haas V. Familie Fr. Haas III. Familie K. Haas and 15 Enkelkinder. Treis-Münzenberg, 9. Januar, nachmit- 0151 Steinbach, Reiskirchen, Qarbenteich, dBn 7. Januar 1928. Die Beerdigung findet Montag, den < tags 21/, Uhr, statt. Lie-ener freiv.zeuerwebr "Uioitio x. den 0 Jan abend» s Ubr Honate- vmammlnig bet Kamerad Techert cNruen tttaue» AU lelttge» (< rirtjfincn tü rrlorbrrl. .«. ?>v aetr Kleidung»- hucke iWfbrodüiuue Cutawov Liratzen- Qiiiiitr pp.i Vastend 1ürÄpn«th.Wf 4L« v 6retzuerltr 1 . Händler oerbeten. Steiio. (nairne Seuetroeöt Montag. dL Januar, abends 5'. Uhr Monat». veriammlung bet Samerad 2ir» ,>an |!W adend» 7 Ubr Ufiiiilcuv icbHln 2iaMhiQiri> schulen ^ordaniagr einen 177 Jlnlinger - Lehrgang in bet Bibeh-lomdinll unter Leitung eine» iiaatlich geprüften rfedrerö derLtcno gravbie. Unirr- richisgedubr 12 Milt, einmeldungen wer der, von Oertn Bier flarnbort). flut Nu acibcra <3. oder »u Drucksachen aller Art Me ßribridbf UglperHtlri vraSrrei. 8 tawge. «letze». $*aftr 7 Für die überaus vielen Beweise herzlichster Anteil nähme beim Hcimganffe unserer lieben Entschlafenen »affen wir Innigsten Dank. Karl Stein, Creuzburg-Werra Dip om - Landwirtschaft«lehrer Familie Lehrer Groh. Albach Familie Lehrer Stein, Lieh. Gießen, den 7. Januar 1928. 3100 Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter und Großmutter, für die Bluinenspcndcn sowie für die trostreichen Worte am Grabe sagen wir allen herzlichen Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Rlngenwnld. Wlescck, den 7. Januar 1928. 323D Für die vielen Bewelso herzlicher Anteilnahme bei dem Heiuixange unserer lieben Entschlafenen, sowie für die Kranzspenden, für die wohltuende Behandlung des Herrn Dr. Katz und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler sage ich herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Daniel OUwald II. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolf Caspary. Gießen, den 7. Januar 1928. •** «ginnen l928» Wiede,. ^denzeittt tt ’echer 347 Or8«riiche, - ublH|een^ wimmer 'en. Bamtenlleferint "aeUhiu, «»gekllschasi r mii Mtnel- e eter ^verst-rruna. rrncheruos tft öermier er- an an, sowie 'n. «ber weiden mrildenmtt. »Iler, I1U. n 5f Stadttheater >gen oh- S ID d ), An SonWbnapv' «cbrgang Warn ------«der.» in ch It Montan. 9. (len.. Qbbl.7 Uhr. eröfirfn wir In der Äoetbr fcbnle, Selianlegt einen Anfänger. Lehrgang In d. demtchrn (fn bcttblntWft: tarnen u. Okur. unter Letiang rmr: iioflil. geirt. "edrerr der fluriltbrüt Ur lerrlchisgeib 12 Si am flleicben «orr« um 8 Udr. - Meldung an €*rr« Lran» Hanann. eiltielmitt.b Ji.« Unietii*lwflf” erbeten. sadeisv.-SkE Beteln ooo INI ODÖ DöölfBDflJI .SllMkM Sonntag, 8.0>®; Ander ist IN« °»'K WWilNff Märidenl»»^ ln7 «ilbein nrt'* Gerdt o. SON -Ss "■ 's« A° der 6*,'$ «SU »s 019 ’ BM« w ,kr:»Ä vonte ersten Meldungen au« Wittelamerika von einer Schlacht zwischen Truppen der Union und reb -titschen Nikaraguanern sprechen, so ist da« zwe >llo« übertrieben, und c« handelt sich nur um einen Guerillakrieg, tote er in den mittel- amerikanischen Republiken zu den ailtägli-chen 6r- rignifkn gehört DemerlemSwert und außer- ordentkich wichtig im weltpolitischen Sinn ist nur ter Umstand, das) sich diesmal nicht zwei Präsidentschaftskandidaten um die Herrschaft streiten, sondern ein fremder Staat, die arötzte amerikanische Macht angegriffen wird und damit die Möglichkeit gegeben ist. dah au« einem kleinen Gefecht der Dorwand «ntsteht. einem kleinen Staat-Wesen den Gar- c u« ju machen und ein größere« Land, nämlich Merikv. durch eine solche Maßnahme schwer zu treffen. ®« Ware seltsam, wenn der Ausgangspunkt de« Konflikte« nicht dennoch ein Kampf um die Präsidentschaft wäre 3n Ricaragua herrscht zur Zeit der Präsides Diaz, Führer der konservativen Partei, Freund der Nkreinigten Staaten und erbitterter Feind feine« Rivalen, de« liberalen Präsidentschaftskandidaten Sacasa. Der Vater diese« liberalen Führer« wurde vor ungefähr fünfzig Jahren In Ricaragua zum Präsidenten gewählt Cr war ein sehr kultivierter und gebildeter Mann, jedoch kein routinierter Politiker, der sich mit Intrigen durchzusetzen versteht — und da« ist in mittelamerikanischen Republiken noch nbtiner al« sonst in der Well. Sein Rachfolger, der liberale General Selava. wurde von dem for.prtntlren Prätende ,tm 6 f a m r r c o g stürmt, bet Rückhalt in der materiellen und moralischen Hilfe der Deveinigten Staaten sand. Gr machte seinen Reffen zum Oberbefehlshaber der Armee: aber der junge General Lhamorev mißbrauchte ball» seine Gewalt, um seinen Onkel sowie den liberalen Vizepräsidenten und jetzigen Revolutionär Sacasa abzusetzen. Mit Hilfe de« ©cneral« Diaz, der glänzende geschäftliche De- zicchungen zur noeddinerikanischen Union unterhält. versuchte er. von den Bereinigten Staaten seine Anerkennung al« StaatSchef zu erhalten Da« mißlang; der jüngere Ehamorco wurde nur Desartdter von Nikaragua in Paris, und fein Helfershelfer, der General Diaz, wurde Präsident. Aber diese Regelung ließen sich die Bereinigten Staaten teuer bezahlen. Sie ernannten General Diaz erst al- Präsidenten an, nachdem Nikaragua im Jahre 1916 mit den Derenrig- ten Staaten einen Vertrag geschlossen hatte, der der Union auf 99 Zähre da« Recht zusichert. den schon vor der Erbauung de« Pa na ma-Kanal« geplanten Nlicaragua-Äanal zu bauen. Der kleine mittelamerikanische Staat mußte ferner rimoilliacn. gegen eine Entschädigung von 3 Millionen Dollar« die Ducht von Fonseca an der Pazifischen Küste als Flottenstation zu verpachten. Die beiden Staaten Honduras und San Salvador, deren Küsten ebenfalls zur Fvnfcrabuchr gehören, haben im Jahre 1917. natürlich vergeblich, gegen b den Vertrag Einspruch erhoben. Der liberale Führer Sacasa konnte diese Entwicklung nicht verhindern, will sich ihr aber auch nicht unterwerfen, da er mit Recht fürchtet, daß Nikaragua auf diese Weile bald den Rest seiner Souveränität eingebüßt haben wird. Sacasa hätte niemals an einen ernstlichen Widerstand denken können, weim er nicht Unter- ein zweiter Kanal gebaut werden muß. der nach der Ansicht der meisten Fachleute nur im Gebiet bei S aale« Nikaragua liegen kann. Besonder« wichtig wird der Bau eine- neuen Kanal« werden, wenn da« Fluhsystem de« Missis- sippi und de« Missouri erst völlig au-gebaut fein wird. Die Stadl Rew Orleans ist der natürliche UmschligSort für den Außenhandel der riesigen Gebiete. die von diesem größten Flutzfystem der NBelt durchströmt werden. Wird der Hafen dieser Stadt, der ständig erweitert Wirb, sich Im bisher gen Umfang weiter entwickeln, fo maß der Schiffsverkehr durch den NICARAGUA Mo KL 8. fT#OB * (Mtnirrcfr 9 L 3 X» ■|pC 'rydri* Vrtan; stühung bei einer anderen Wacht, bei NH c r i f o, gefunden hätte Unmittelbar nachdem Sacasa feine Kandidatur ausstellte, hat Präsident (SaHed die Erklärung abgegeben, daß NHcrilo mit diesem liberalen Präsidenten f.hr zufrieden wäre, und er hat ferner den Truppen, die zu Sacafa hielten. Waffen und Munition geliefert. Wahrscheinlich find sogar eine gan$c Anzahl mexikanischer Freiwilliger den liberalen Nllcara- guanem zu Hilfe gekommen, tun sie in ihrem Kampf gegen U. S. 2L zu unterstützen und den Vereinigten Staaten, die ja schon lange in einem ernsten Gegensatz zu Mexiko stehen, in Mittelamerika Schwierigkeiten yu machen. Tatsächlich hatte der Widerstand Sacafa« und feiner Anhänger gegen die imperialistische Politik, die zur Zeit im Weihen Hause getrieben wird, immerhin den Erfolg, daß sich die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten gegen das aggressive Vorgehen der nordamerikanischen Truppen gewendet hat. inzwischen war jedoch eine gewisse Beruhigung ring, treten. und e« ist nicht ausgeschlossen, dah die amerikanischen Politiker wieder einen neuen Vorstoß unternehmen, um sich Nikaragua vollends au unterwerfen, in der Hoffnung, dah die öffentlich: Meinung diesmal weniger Schwierigkeiten machen würde. Für die Union ist es allerdings außerordentlich wichtig, den Vertrag von 1916 über den Nlicatagua-Äanal aufrechtzuerhallen. Seit dem im Jahre 1914 der Panama-Kanal dem Nkrr- kehr übergeben wurde, ist diese Verbindung zwischen dem Atlantischen und dem Stillen Ozean für die Schiffahrt immer unentbefir- sicher geworden. NH an kann berechnen, daß der Panama-Kanal bald den Ansprüchen des Schiff- fahrtSverkehr« nicht mdjr genügen wird, fo dah Panama-Kanal dadurch immer stärker belastet und der Bau des Nlicaragua-Äonal« notwendiger werden. E« ist also ziemlich sicher, daß die Vereinigten Staaten in nächster Zeit Nikaragua in eine ähnliche Abhängigkeit zwingen werden wie sie es früher bei Panama gemacht hoben. Was können die Heinen Republiken, toa« kann selbst NHejrifo auf die Dauer gegen Uncle Sam unternehmen? Die Vereinigten Staaten würden auf diese Weise nicht nur einen neuen wichtigen Schifsahrlsweg in ihre Hand bekommen, sondern auch einen wertvollen Flottenstützpunkt in dem Nlicara gua -See erhallen, der augenblicklich noch ein Binnen-See ist, aber zweifellos durch den neuen Kanal mit den beiden Weltmeeren verbunden werden soll. Don der Gröhe diese« Sees macht man sich in Europa meist falsche Vorstellungen. Gr ist 7700 Quadratkilometer groß, 163 Kilometer lang und bi« zu 80 Meter tief. Man will ihn durch einen Kanal, der nach dem Hafen San 3uan del Rvrte führt, mit dem Atlantischen Ozean verbinden, ist sich aber noch nicht einig, wie der Schifffahrtsweg dann toeitcrlaufcn, ob er nämlich an der Salinasbucht ober bei Puerto (Sonnte in den Stillen Ozean münden fort. Gin anderes Projekt schlägt vor, den Nikaragua-See mit dem ebenfalls recht großen Managua-See zu verbinden, an dessen Südufer die Hauptstadt NHanagua mit 70 000 Einwohnern liegt, und den Schifsahrlsweg dann bis zum Golf von Fon- feca zu verlängern, also eine unmittelbare Verbindung zu der amerikanischen Flottenstation au schaffen. Für daS Projekt besteht nut eine große Gefahr: Nikaragua ist vulkanischer Boden, in feinem Gebiet gibt e« noch heule eine Reihe tätiger Vulkane, und ba« kann dem K in il verhängnisvoll werden. Denn bei d: kn Niaiur- kräften mutz die Macht bei Dollar und die Gewalt de« Union«beere« versagen, fte find schwerer au bändigen al« der Freiheitsdrang eine« in feiner Unabhängigkeit g -führtet cn Volle«. Fred E Dillinger. Zum Landesmissionsfest. Don Hofprediger Widmann, Pfarrer zu Gedern. Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntnis der Dührh.-il kommen. 1. TimotheuSbrief Kap 2. D. 4. Da« LandeSmiffivnSfeft, welch?« nach altem Herkommen in den evangelifchen Gemeinden de« Hcffmlande« am 1. Sonntag nach Epiphanias gefeiert wird, richtet unfern Bi ck auf da« Glauben«- und ÖiebeSwerk der Heiden- miffion, auf jene« Werk, dessen Nlrbrit und Ziel steht unter dem großen, v>n-pslichtmden .Gott will c«I" Ueberblidt man die G- chichte der evangelischen HeideTUnissiva, so muß man lagen, dah die Mission den kvnventikclhaften Eharakter der Anfangszeit mit seiner Beschränkung auf flcine Kreise ernst gerichteter Eh.fften ab gestreift hat unb zu einer lebenSNotw nIngen Betätigung der Gesamtkirche gewortem ist Unsere Kirchen lei tun gen und unsere Kircheng meinden sind durchweg von der Erkenntnis des großen Werte« und der g toalitgcn B Deutung der Mission nicht nur für die Heidenwelt selbst, sond-rm vor allem auch für das heimatkirchlich- Leihen durchdrungeTi. Und e« darf wohl heute al« N1U- gemeinaui kirchlich-sortschrlttlichen Dmlen« an- gesprochen werden, toa« ein MissionSmann sagt: .Die Miffivn i st die verlängerte Front der Heimatktrche, fielst Flankendeckung für die Kirche." In dr Tat. die tapferen, glaub.msstark.n und lieb.sw mnen Gotte«boten, die in den heidnischen Land n auf Vorposten stehen, al« Helle Lichter in der Finsternis. haben die Front der HTimalkirch? to.it hin- auSgctragen in alle Well, eingedenk der großen Aufgabe: .Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntnis der NDahrhcil kommen." Am LandeSmissionSsest gedenken Wir besonders der seit über 100 Jahren ena mit unserer Evangelischen Landeskirche verbundenen Basler Mission, die in einer großen Anzahl evangelischer Gemeinden unsere« Lande« bodenständig ist und deren Reiseprediger jahraus jahrein in treuer Arbeit an die MissionSpflicht erinnern und von der WissionSarbeit berichten. E« darf daher Wohl allgemeine« Inte reffe beanspruchen, wenn mit einigen kurzen Sätzen daS Basler MissionStoerk Im Jahre 1927 skizziert wird. Da« vergangene Jahr ist gekennzeichnet durch die beiden Tatsachen de« unaufhaltsamen Fortschritte« unb de« raschen Ausbaues. In den Basler Mission«gek>ieten sind etwa 200 missionarische Arbeiter, Brüder und Schwestern tätig, die sich auf 58 Haupt- und ungefähr 300 Nlcben- ftatlonen verteilen. Den Unterricht in den Missionsschulen besuchen 25 000 Schüler. Die Zahl der Taufbetoerber beträgt 10 000. Durch die Dafler NHissionare wird das Evangelium tn 14 verschiedenen Sprachen verkündigt. Die Arbeit auf den einzelnen MfffionSfeldem ist in erfreulichem Aufblühen begrillen. 3n 3 n » dien ist seit 1927 fast auf dem ganzen Gebiet die durch den Weltkrieg empfindlich gestörte Tätigkeit in vollem Umfange wieder ausgenommen worden: zwölf neue Stationen wurden gegründet. Aus der G o 1 d k ü st e wurde im Asank- Qtebiet eine Station neu besetzt: die Berichte von Gießener Stadttheater. Franz und Paul von Lchönthan: „Der Raub der Labincriunen " Wa« NHaff Pallenberg für die . Familie StbimeT bedeutet, da« ist Albert Baff ermann für den .Raub der Sabinennnen". Ohne Pallen- berg unb ohne N5af1 ermann, die die Laune batten, den Iohann Repomuk Zavadil und den Emanuel Striefe zu spielen, wären diese beiden Schwänke zusammen mit vielen andern Mach- Werken da. wo sie läügst hrngehörten: in der Mottenkiste, wo sie am tiefsten ist. und wo man den Blödsinn ausbewahn. auch den mit der Patina der Klassizität behafteten Blödsinn, wie er in den vier Akten der Herren von Schön- t b a n hemmungslos entfesselt wird. Ost e« nötig, davon zu erzählen? Don den ergreifenden Schicksalen einer P ros ess v ren-Röm er - tragobk. die einem reisenden Schrn.erenkvm.o- biairten tn die Hände fällt? Don Ditzen, bte bem ältesten Sayrgang der Fliegenden Blätter ent flammen und im Laufe der Jahre nicht« von ihrer Fäulnis eingebüßt haben? Don der bösen Schwiegermutter, von der eifersüchtigen Gattin, von der tbeaterbegeifterten Köchin, von hundert Verwechslungen. Ausflüchten, Lügen und Verlegenbelten? Von dem unaus'prech^ichen Kleidungsstück. daS am dritten Aktschluß mit brausendem Beifall, mit tobendem Gelächter unb Getrampel begrüßt wirb? Dom 'Papagei mit dem Küßchen unb von der Verlobung zum Schluß? E« ist nicht nötig. ® oll mar. wo nicht Baffennann, so doch «triefe, Emanuel otriefe aus Leipzig Thcatcrdircktor. Ihm I« ötsagt, dah der sächsische Dialekt nur dann wirkt, wenn er beherrscht wird. Ein laienhaftes Sächsisch erweckt stets die immerhin unerwünschte Dorstcl- lung einer Liebhaberaufführung bei internen Festlichkeiten. Er sollte sich ein Beispiel nehmen an dem handfesten und untabeiigen Hannoverschen, welches das Dienstmädchen Luise Jüngling zum Besten gab, unb von dem manche unbegreiflicher- weise immer noch behaupten, daß es die schönste und reinste Mundatt unserer lieben Muttersprack'e fei. Aber freilich: G o 11 yat es gar nicht nötig, sich mit solchen Aeußerlichkeiten abzugeben: er braucht nur aufgutreten und einen Satz zu sagen, dann bat er schon gewonnen: und wenn er gar in Unterhosen erscheint, dann ist des Jubels kein Ende. Zu nennen wäre drittens noch Lolck, der den bedauernswerten Gymnasialprofeffor aus uralten Zeiten spielte, einen Hängebart, eine prachtvoll gelötete Krawatte und Rölla>en zur Schau trug, deren eines er im höchsten Affekt über die aufgeregte Bühne hüpfen ließ. Man muß es gesehen haben. Von den übrigen: Marcks, Scherer, Tanne r t. Baumann, Gehre. Baste. Goll hatte auch die Spielleitung, verzichtete auf jede Kürzung unb Raffung unb sorgte bafür, daß auch die abgebroschenfte Pointe nicht unter den Tisch fiel. — Der Erfolg war groß. Dr. Th. Herschel und das Gespenst. (Sine Spukgeschichte von Albrecht Schaeffer. Der folgende Bericht möge ein einfaches unb doch, scheint mir. schätzbare» Zeugnis ablegen von der besonderen Gei st es ar! Sir William Herschels, des Astronomen. Da« Mitgeteilte ereignete sich zu der Zeit, da der NSierunbbrr.ftig- jährige sich — 1772 war da« 3ahr — als Musiklehrer in Bath in Sommerset niedergelassen hatte. Gleichzeitig war er Organist der sogenannten Oktagon-Kapelle: cr komponierte Motetten unb Gesänge, ja ganze Kirchenmusiken, ftubirrtc sie ein und führte sie auf; und er dirigierte öffentliche Konzerte. Doch diente all biek aufreibende Tätigkeit ihm nur zum Broterwerb, um nämlich in den Mußestunden seiner eigentlichen Leidenschaft und Berufung, der Himmelserforschung, sich hingeben zu können. Auch das fordert' von chm neben der geistigen eine schwere körperliche Qciftung. indem alle nötigen Instrumente noch fehlten, so daß er feine Teleskope, das erste zwanzigfüßige wie das große vier, g'üfj'ge später, ganz und gar selber erbaute, selber bi: Spiegel schiff i unb mit der Hilfe der sein Haus betreuenden. vom Strickstruntps bis zum 5?vgarithmus alles erlernenden Schwester Eeroc'ine jeden Einzelteil an der Drehbank selber Herst?llte. 3n dieser arbeitfiebernd 771. für unendliche Fruchtbarkeit den Grund feurig wirkenden Zeit klagte er einmal in einem kleinen Kreis freund- gesinnter. das Beste von ihm erwartender Männer über ein Rachlassen seiner Kräfte, und dah ihm nur wenige Wochen einsamer Hingabe an eine gewisse Arbeit fehlten, um sie zu Ende zu bringen. Wenn er auch den nötigen Urlaub von seiner sonstigen Tätigkeit sich aneignen forme, so mangle ihm doch eine Stätte, too er nicht, wie im belebten Dach, beständigen Störungen audgelicfcrt bleibe. Einer b?t Anwesenden, ein begüterter Aristokrat, äußerte, da die übrigen schwiegen, nach einer Welle, halb verlegen und halb tm Scherz: cr wisse vielleicht eine solche Stätte, doch würde fte Herschel kaum zufagen. Dies sei, erklärte er auf Befragen, ein unfern, am AuSgange eines Dorfes gelegenes Schlößchen, das im Besitz feiner Familie, jedoch unbewohnt. nämlich unbewohnbar fei, well es darinnen spuke. Sin Vetter hatte sich dort da« öeben genommen; jahrelang blieb es leer; dann vertrieb der Ungeist bi? toi ?brr Wohnung Versuchenden; nun war es wohl tief im Verfall. E« läßt sich in Äüne fag?n. dah Herschel einige Wochen später das Spuiyaus bezog; auch ferne — damals fechSundzwanzigjahrige — Schwester begleitete ihn ohne Anstand — vielmehr, um es genau zu Tagen, sie folgte ihm einige Tage, nachdem er sich Quartier in dem Haufe yurecht- gemacht hatte. Er fand für sich selbst in dem allerdings sich schon auflösenben Gebäude einen großen Raum mit drei Fenstern, den er M zwei Dritteln als Nvcrkstätte herrichtetc. Da« letzte Drittel wurde al« Schlafkabinett durch einen billigen, über einer Stange laufenden Vorhang abgeteilt; unb anders al« durch diese Wand von Kattun hatte es keinen Zugang. Für feine Schwester fand er bewohnbar nur ein? Kammer, die am Ende eines vielleicht zwanzig Schritt langen Ganges lag. Unholdes nahm er in den Tagen der Vorbereitung nicht wahr. Don den Dorfbewohnern aber war nicht einer zum Betreten des Grundstücks zu bewegen, unb das Mädchen, das all- niorgettblich während des Aufenthalts der Geschwister mit der Milchkanne kam, fetzte sie nut an der Gartentür nieder unb entfloh. Freilich, als Earvline, die Schwester, das erste Mal den xu ihrem Zimmer führenden Gang betreten folue, ba fuhr sie ihn nach einem Zusammenzucken in vollem Lauf hinunter unb so in die Kammer hinein, deren Tür sie hinter sich zuschlug. Aber dies bsieb. wie bk Geschwister erzählten, alles Schrecknis: daß sie den Flur nur im 2auf überwinden konnte, atem- und herzbeklommen von etwa« grausig Unnennbarem in der Luft. Unb sie begannen ein j 'bet seine Arbeit und wohntenfich ein. Run saß eines Abend« Herschel an feinem Tisch, den er vor ba« eine Fmster gerückt hatte, das letzte Licht über den Gartenräumen aus- nützend für feine Tabellen und Rechnungen, als er die Ringe des oben beschriebenen Vorhangs leise erklirren hörte. Sich wendend, sah er eine Person darin stehen, einen NHann in jungen Jahren, fein, als Stutzer gekleidet, Spitzen an Hal« und Nlermetn, eine Hand am Degengefäß den Hut unter« Arm und gepudert. Gleich machte cr einige Schritte, kam vis zum Tisch und setzte sich, übrigens stumm, auf einen davorstehen den Stuhl. Herschel ariMkfcnö, ließ er ihn in der Dämmerung, ein bleiches, etwas gedunsene« Antlitz und schwarze, rin wenig traurige Augen sehen. Herschel, die Feder in der Hand, hier — der aus dem unbeirrbaren Raum Gekommene ba — fo saßen sie, beide worlloS, eine Zrillcmg. Und da. Wie der Astronom später erzählte, stieg ein tiefer Widerwille in ihm auf gegen dies unnütze, dies schauderhaft unfnotige Wesen, ba« nur so d-aher- k am. ein bsiches Regcttiv des Leben«, in seinem erbärmllchen Unvermögen. — Ueberbem aber geschah s — da« Phantom verlor seine Hallbarkei t, seine Umritte verschoben sich, lösten sich aus. durch feine Kleider wurde der Vorhang sichtbar, und fo verschwand «S Sarottne ihrerseits tonnte, obschon brr Bruder ihr erst viel später von dem Begebnis NHittei- lurtg machte, an diesem Abend zu Kammer unb Schcnf in ihrer gewöhnlichen Gangart gefangen. habe dieses Srlebnis meines Urgwßvnkels der Aufzeichnung für wert gehalten, weil es sich zutrug in jenen eifrigsten Jahren, wo der eigentlich Düchteme. Phantasielose, nur eine einzige Bewegung seines 3nnem kannte: feinen Geist an die wahren Bewohner unseres Zrnseits, die Sterne, näher heranzuschwingen. Unb totil unter vielen Berichten von Geistern und Geisteroertrei- Bungen einzig fein dürste diese — mit ihrer geraden Verneinung eines der Unge^torbenen durch einen, nur von der Würde seines Ruhens und freilich anbeter Unsterblichkeit überzeugten Menschen. ■ l«r $ t*rWnl )*<« vor 20 bii anbttbun 6h® fdutciS und lotte. jung« S- er Damm, und bas TB o f I e r b i n Kn lau1 m d n n und Gross ( Port Waren Schüler Bf Jübrung ihrer ße( mii Hi Ur Iti hmben des 5Hri» iftcltum unter Urt und Stu- 28 3nmribur Beweis dafür, •Bl uns «tlt lang poc ein Kammer mit ber & S- * Nebenstelle Friebbera tag auch fn Für bie Rh- des Vogelsberges ist das Inte reffe an bic rtisfl* irtt*1 Bahnlinie außervrbentlich grob, bie der auf gegriffenen Pläne, bie schon 30 Jahren die Gemeinden beschäftigt hatten, haben überall gröbten Anklang gefunden und finden nachhaltigste Unlerftügung. Sie find ein 6lüd des Generalkulturplanes des To- und .guckt fich Imm". Da gehen zwei junge Herren vorbei, anceian mit bunt- farbenen Äpottst rümpfen, auf Dem Kopse den halb des Bahnhv's Lauterbach wurde die Lau- ter abgegraben und der groben Beekehrs- ft raste nach Fulda entlang bis zur R.edefelfche» Ziegelei ein neuer Wasserlauf geführt ! Um an dem Werl das nötige Gefälle au haben. lauft das Wasser in feinem unteren Teil zwischen Mu- IttPOt Haltung des Kursus ist seitens der Gemeinde der SchulIaal bet Oberflafle unserer Schule zur Verfügung gestellt worden Die örtlichen Bvr» arbd en leitete Schmiebemeister Pabst Gs liegen Gründliche t und Vielseitigkeit nicht alle für den Abend vorgesehenen Fragen und Anregungen behandeln konnte und deshalb tn allernächster Zeit fortgesetzt werden soll. Erwähnung verdient noch, hast Altbürgermeister Dr Kayser zum Ehrenmitglied des Berkehrsvereins ernannt worden ist. Er dankte für bleie Auszeichnung und versprach weitere Mitarbeit. ' Münzender g. 6. 3an Lebhaft begrübt trnrb es. doch dir Handwerkskammer- rrgj im Laufe der werden u a tn m. Hekbembergen neu ausgenommen wurde Die Türen find offen. Eindringlich erklingt au« her heidnischen Völkerwelt der Auf an btc Ehristenheit: .Komm herüber und hilf unsl" Der moderne Weltverkehr der in der Gegenwart rusch Länder. Völker und Meere verbindet, must als Zeichen der Zett verstanden und ausgenuht werden, die wichtigen rnistionar fchen Ausgaben zu erfüllen. Dabei mitzuhelfen ist Christenpflicht und Christensreude. 3ü beibem wolle uns der Landesmlisionsfonntag am 8. Januar stärken und die Herzen warm und weit machen für das Gotteswerk der Ausbreitung des Evangeliums unter den Heidenl ergoß sich zum Teil auf die Straße Alle Versuche, den Schaden zu beheben, tonnten bei dieser Witterung zu keinem 2r'->Ig führen. Sv ist es rin Glück für die Gemeinde, daß ste vor einigen Jahren m.t der Provinz einen Vertrag zur gegenseitigen Beliderung rnst Strom ab'chlvst. Aunmehr bezieht die Gemeinde ihren Strom folanae von derüeberlandzentrale Wölfersheim, bis der Damm ausgrbessert ist und das eigene Derk wieder tn Kraft treten kann " istentennachiahlung für Ämai beschädigt« usw Vom Ihrforgungsamt Eiest, wird uns geschrieben Die Hochzahl aus Anlotz des 5. Gesetzes u;r ' Kreist Schotte». d. Schotten, 6. Jan. Eine aus Kreisen des Handels und Gewerbes gut besuchte Versammlung beschäftigte lich gestern etng.benb mit der wirtschaftlichen Erschließung des Vogelsberges und der eng damit in Verbindung stehenden Bahnlinie Schotten — Alsfeld In allen iniereflirrten Gemeinden ilung der Renten bening de» Kelch-verlorgungsgeietz,» wird den Beschädigten bis Mitte Januar 192d Int haue zugestellt: die Mntfrt>lubrn#n. sowie die ehemaligen flapitulanten erhalten die Nachzahlung linde Januar IW mit der Februar-Kent, wie bisher ausgezahlt Beträgt die Nachzahlung für Beschädigte unter 5 Ml Io wird diese ebenfalls erst mit der Februar- Bente — Ende Januar — gezahlt. Bom 1. Februar 1Ü2N an erhalten sämtliche Berlorgnungsderechtigt. laufend die neuen BerforgungsgedlidmiNe Gleich ze'tig bittet bas Berforgnungaamt. für b rbst da« sur 1 sti schs Staats- ttamtn und stand unter 25 Teilnehmern an erster Stelle. Durch Entschließung des Ministers des Innern wurde er zum 'Regierung*- assessor ernannt und mit der Dienstleistung bei dem Staatsministerium . Rob- >eim a. d Horloff. Robert«hau'en. Eichelsdvrf unb Schotten in Anspruch genommen werden müfeten. haben bis jetzt die Einnahmen bte Ausgaben nicht nur gedeckt, sondern es ist noch ein lleberichuh verblieben. Wohl hat mit bem Einsetzen befler« Witterung und bem Beginn b« landwirtschaftlichen Arbeiten b« Verkehr etwas nachgelassen, die Morgen- unh Abendfahrten wiesen aber nach wie vor eine verhältnismähig gute Besetzung auf. während bie Fahrt zu den Wittagszügen in dem mittleren Teil der Strecke weniger benutzt wird Be anders starker Verkehr herrscht auf dem Teil stück Langd — Hungen, wo fast täglich eine doppelte Fahrt au^ufübren ist. indem erst die Reisenden zum Zug befördert und dann solche Fahrgäste, die geschäftlich hier zu tun haben, gefahren werden. Weniger in Anspruch genommen wird der Autobetrieb auf der Strecke Vodheim—Rabertshausen—Tllsa. Dieser Einnahmeausfall wird durch die Gesellfchafts- sahrten an Sonntagen ausgeglichen. Wie man hört, beabsichtigt die Leitung des Zweckverbandes die Anschaffung eine- weiteren Wage n S, damit dem Wunsche der Bevölkerung entsprechend der Verkehr auch zu den Früh- Aügen ausgenommen werden kann, um bem Arbeiter- und Schülerverkehr Rechnung zu tragen. Allgemein wird über den auherordentlich schlechten Zustand der befahrenen Provinzialstrahen geklagt. Troy der damit verbundenen Unannehmlichkeiten hat sich die Bevölkerung immer mehr an das neue Verkehrsmittel gewöhnt, unb niemand möchte es missen. • Oder-Hörgern, 6. Jan Seltenes Jagdglück hatte ein Teilhaber der hiesigen Jagd. Gar manchen Gang hatte er schon zugunsten Meister Reineckes gemacht, leider aber ohne Er.olg. Ain Mittwochabend konnte er nun einen kapitalen Fuchs auf seinem Speicher im Wohnhaus erlegen, wohin der Rotrock, nachdem er eine'Pfote im Tellereisen eines anderen Jägers zurück- gelassen hatte, geflüchtet war. Weidmanns- benten, Vollsschül«. Kunstgewerbefchül«. Technische Hochschüler. Besucher von Handelshochschulen LandeserziehungSh imen, Tllchlersach- schulen, Volkshochschulen usw. r. Ober-Ohmen, 6. Jan. Der jüngste heftige Sturm hat in den Waldungen unserer Gegend starken Schaden ungerichtet. 3- B. find In einem Fichtenbestand bis au 150 Festmeter Bäume unn..wor en worden. Die Holzhaue rarbeiten in den Demetnbetoal- oungen nehmen jetzt ihren Anfang. Kreitz Lauterdach. p. Schlitz, 6. Jan Aus der kirchlichen Statistik Des letzten Jahre» sei folgenbt» mitflfteUl E» wurden getauft 43 Kinder und 52 konfirmiert, kirchlich getraut 20 Paare unb de- erbigt 50 Personen, fln den drei offiziellen Zähl- sonntagen wurden an Kirchendes chem gezählt. An Ostern 902 Erwachsene, 131 Kinder, am 1t n. Ir. 312 Erwachsene und 172 Kinder, am 3. Advent 241 Erwachsene unb 60 Kinder. Am hl. Abendmahl nahmen teil 1285 Personen. An milden Gaben und Kollekten für kirchliche Zwecke unb christliche Anstalten gingen ein über 1600 Mk, an allgemein erhobenen Kirchrnkollekten 716 Mk Da» Leben In den kirchlichen Bereinigungen, wie bem Frauen-, Jungfrauen-, Jugend- und Männerverein unb Dlau- kreuzoerein war sehr rege. la. Angersbach. 6. Jan. Ein Jahr nach dem Kriege erbaute unsere Gemeinde ein eigenes Elektrizität »werk, in bem mtt Hille der Wasserkraft der Strom erzeugt wird Untre» — Auszeichnung eines eerttenren Landwirtes Dem Canboirt vilhelm Weil m Lang-Göns. Mitglied der chellnchen Land- wirf chastskammer und Borftanbwnttglieb be» Lano- wir^cha'tskammerau»ichusses für Lderhefsen, mürbe von der Landwirstchoftskammer Darmstadt für ferne beroonagenben Perdienste um die oderhellnche Uanb- wirtschaft bie silberne Medaille verliehen •• Verkehrssünder. In der Zeit vom 1. bis 31 Dezember 1927 wurden folgende Anzeigen wegen Zuw'drrhandlungen durch !eahr- zeugführer bzw Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspollze l.che Vorschriften erhoben: 3 An- zeigen wegen Fahrens zur Vachtzeit ohne hell- brennenbe Laterne, 2 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgerstetgen 4 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Strasten und 46 Anzeiaen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkchrspolizei- licher Hinsicht " Da- Ehrenzeichen des Bolen Kreuze» bezieht sich aus männliche unb weibliche Hausangestellte, die zwanzia Jahre ununterbrochen in einer m Hessen wohnhaften Familie gebient haben unb denen feine Dtenstauszeichnung von anderer Seite aus gleichem Anlaß verliehen wurde. •• Die Maul- unb Älauenfeudye ist in Harheim lstrei» Friedberg) ausgebrochen. Oberheffen. Schaufenster-Wettbewerb in Lich D Lich, 6. Jan. Der Schaufensterwettbewerb in unserer Stadt währmd der Zeit vom 10. di« 24. Deze.tber 1927 kannals wohlgelungen bezeichnrt werden. In erster Linie bewies das bi? geschmackvolle Dekoration sämtlicher Ladengeschäfte und weiterhin di' Fülle der abgegebnen Stimmzettel. Grsreulichrrweise hat auch die Umgegenb reichen Antell an der Abstimmung genommen und tonnte mit einer Reihe von Preisen ausg z'ichnck werden. Jeder Mstimrnende hatte die Möglichkeit, auf feinem Stimmzettel 12 Dekorationen in der Reihenfolge ihrer Bewertung zu benennen. Die Kommission des Verkehrs- und Vers chöne- rungsvereins hat in einer össentlichen Sitzung am Mittwoch daS Ergebnis des Wettbewerbes f.stg-stellt. Die Bewertung erstreckte sich im wesentlichm auf 23 Ladengeschäfte. deren D.korationen in nachstehender Reihenfolge bewertet wurden: Hermann Schmidt IV., Metzgerei, Emst Pommert. M tzgevei, Karl Insel, Friseur. Willi Hahn Kaufmann, Ferdinand Zimmer, K usmann, Mtt i5 ambrö I.. Kaufmann, Hermann S ein, Metzger i. Wilhelm Kraus, Kaufmann, Sophie Loh. Puhgeschäft. Gebrüder Goldfchmid:, Eduard Windecker. Schuh- Haus, Heinrich Dietz. Metzgerei. Emil Bust. 3i- qarrenbiuS. Ferdinand Zimmer (Flli'le). Karl Heller HL. Kaufmann, Joh. Hermann Sch nidt l.. Kaufmann, Heinrich Faffauer. Schuhhaus. Heinrich Walz. Spengler und Installateur. Hermann Bolkmann, Buchhandlung, Friedrich Walz. Uhrmacher, Ludwig Fischer Wtw., Kvloniatwaren, Konsumverein, und Georg Lotz, Friseur Für die besten Bewertungen seitens der an der Abstimmung beteiligten Personen standen 26wertvvllePreisezur Verfügung. Infolge der hohen Zahl der mit .gut“ bezeichneten Bewertungen muhte die Entscheidung über die Zuerkennung eines Prckses dem Los überladen toerbeiL Bei der Verlosung erhielten je einen Preis in Serie I: Heinrich Storch. Münzenberg. Frau Sophie Keil, Ober-Desfingcn. Georg Staudt^-Lich. Gottfrced Lind-L.ch, He.nr. Drotesendt-Lich, Hermine Eise-Ach, Frau Rück- Vieder- Bessing.it, Karl M-rle I -Lich Katharine Braun-Lich. Minna Thom-Villingen. Frau Drv- inerShausen-Vieh'n, Adoll Alles-Lich, Heinrich .K.ller-Lich in Serie II: Hermann Schwarz. Lstristtan Sstrle, Georg Heinrich Lotz. K id Sauer. Christoph Krebs-Lich. Phllipp Haas IV -S e:n- ba; in Serie III: Hch. Hofmann-Vieder-Bes- singen, Georg Schmied r-Ltch: in Serie IV: Heinrich Karl Fuhr. Elise Schwarzhaupl. Margarete Hart mann-Ach. Hermann Römer-Ober- BelNngen und Wilhelm Schepp-Burkhordsfelden. Landkreis Wiegen. H Steinberg, 6.3an Zu dem Artikel vorn wahren Grüben" in Vr. 3 des..Dieh. Anz." sei folgendes wahre Gefchichtchen milgc- teilt: Steht da an einem schönen Sonntagmorgen ein Bauersmann am offenen Fenster feines Sck- Mrcie Friedberg - Friedberg, 6.Jan. Die folgenden standesamtlichen Eintragungen hat unsere rund 12000 Einwohner zcchtende Kreisstadt für bas vergangene Jahr aufzuweisen: 152 Geburten; 163 oterbefätte, 62 Eheschließungen. Der Geburtenrückgang ist wie anderenorts auch hier erheblich, er beträgt gegenüber 1914 b rei tzig Prozent. 4 Bab-Vauh«ire, 6. Jan Eine recht gut besuchte Sitzung bet D e r k e h r s k o m in i f f i o n sand unter dem Vorsitz von Rechts anwalt und Rotor Stahl statt. Gegenstand reger Aussprache war die Werbearbeit für 1928. Der Vorsitzende gab zu den einzelnen Punkten jeweils kurze, sachkundige Einführungen. Zunächst fand feine Anregung, den bekannten .roten Führer" von Vad-Vauheim für 1928 In einet Auflage von 16 000 Stück (vergangenes Jahr 12 000 Stück) drucken zu lassen, allseits Zustimmung. außerdem soll eine englische Ausgabe In Höhe von 3000 Stück herauSkvmmen. Im Zusammenhang damit kam der Vorsitzende auch auf den .Führer durch Oberhelsen" zu sprechen, den der Verkehrsbuno Oderbes f e n zur Zeit bearbeite und der auch für das daran beteiligte Bad-Vauheim eine wertvolle Propaganda bedeutung habe. Bedauert wurde, daß die angekündigte zweite Prefse- fahrt durch Oberheffen. die auch Bad Nauheim berühren sollte, nicht stattgefunden habe. Eine längere AuSfprache. in deren Verlauf vor allem Bürgermeister Dr. A h l wertvolle Anregungen gab. befaßte sich mit dem Thema .Heilbad und Rerfepr“. Ohne daß irgendwie verkehr-- feindliche Gedankengänge unterstützt wurden, war man sich doch allgemein darin einig, bah alle das Kurleben störenden Auswüchse zu mildem feien. Vach dem Beispiele Wiesbadens tollen große Schilder, bie währenb ber Rächt leuchtend find, an dm Hauvtdurchgangsstraßen angebracht werden unb bie Fahrer daraus aufmerksam machen, daß Bad-Vauheim eine Karstadt ist. Für Auto- gedenkt man das Vormaltempo von 30 Kilometer nicht einzufchrünken. Für die besonders störenden Motorräder hofft man verfuchSwe, t für die Vachtzeit eine Sperr- bestimmung für das Stadtgebiet erlösten zu können, allerdings unter Aufrechterhaltung des HauptdurchgangsverkehrS Oinmühgfelt herrschte auch bezüglich der Schritte, bie man bei bet Reichsbahn zwecks Zuleitung von Sonber- Bügen nach Bab-Raudeim einleiten will. Reit» Aus ber Provinzialhauptstaöt. Gießen, den 7. Januar 1928. Zweckmäßige Wintersüitefunq der Vögel. DSV Immer wieder vrnden fich Me Frermde des Vogelschutz«» an ihre Mitmenschen mit ber Bitte Gedenket ber hungernden Vögel! Erfreulicherweise fällt diese Mahnung bei vielen auf fruchtbaren Boden. An fast jedem Haus sieht man irgendeine Futterstell.-, oder es werden auch nur ein paar Krumm vor das Fenster gestreut. Titan tut jedenfalls etwas, um den Vögeln in ber schweren Jahreszeit Vahrung «u geben. Diele Tierfreunde aber betreiben diese Fütterung unzweckmäßig, indem sie entweder zu früh, oder ungeeignete Vahrung geben. Beides schädig: die Vogelwelt, beim sie to’rö einerseits von ihrer natürlichen Bestimmuna ber Insektenvertilgung abg>lenkt und verweichlicht. E» muh daher aus wirtschaftlichen Gründen in rationeller Deise Vogelschutz getrl ben werden, für den die folgenden Punkte zu beachten sind: Es ist wichtig, daß die ben Vögeln baraebotenc Vahrung vor WitterunaSeinflüssen (Regen. Schnee und Eis) geschützt Ist. Viele ber FutteryäuSchen. die zum Kauf ang.'boten werden, leben zwar hübsch auS. taugen aber häufig nichts, da fit bte genannten Bed ngungen nicht erfüllen. Deffer ist es schon, die Vögel auf gedeckten Veranden. G rtendäusch n, in offenen Schuppen zu fü'tem Das Futter soll möglichst auS einer Mischung von Hanf, Mohn Hafer. Hirfe. getrockneten Holunderbeeren S nnm- blummterncn. Ameifeneiern. getrocknet gemahlenem Weißbrot und getrockneten Feichstückchen bestehen Sehr empfehlenswert lind sogenannte -Autterfleine", die auS obengenannt n Futter- ttoffen zusammengesetzt sind und etwas Fett ent- bah#n Titan gienl mit dieser Maste eine halbe Schake einer KokoSnuß aus. bohrt ein Holzstäb- eben senkrecht al# Sitzstrnge In die Maste und Mngt M< Rust mit der Schale nach oben vor bem Fen ft er auf; in gleicher Weife kann man auch Vußfchalen ufw ausgietzen. Der Gattendesitzer gießt die Masse am besten über die Zweige e nes Radeibaumes, den er dann im Freien aufstellen tonn. Unsere nach Ikeujahr unbenutzt berum- stehenden Weihnacht-bäume eignen sich sehr gut zu Metern Zweck, soweit sie noch nicht ihr Radeln verloren haben Brot oder ähnliche Stosse tollten nur mit der greflten Vorsicht verfuttett werden, beim sie säuern leicht unb werden durch Hervorrufen von Koliken ben Vögeln leicht zum Verderben Wer Mele Ratschläge befolgt, kann Md Geld tparen. das er bester einem anderen Zweige des Bogelfchutze#. der Schafiuna von Vistge 1 cgen- bclien. zuwrndet Ohne leinen Erat zu Uder- M>rvlicn. tonn ber Tierfreund auf biete W-ife Md für bie Erhaltung unterer heimlichen Vogel- weit tun SPD Darmkadi. 6. Gen. 2kn 25. De^m- der grrtetcn die Brüder Hieronymus unb «Peter Roth in Streit, wobei Hieronymus «einem Bruder eine Bißwunde am Dau- een beibrächte 94 Mitt sich Blutver- ilftung ein. di« jetzt den L o d des Lvttz gut oly batte. Rheinhessen. WSN. Mainz, »Jan. Jin Werk Gustas«, bürg der öaidNntmobhr Augsburg Nürnberg Ä.4B. ereignete |id> vergangene Ra Oberkleen. 6. Gan. Der Tod hat in der hiesigen Gemeinde in der letzten Zeit öfter»» Ginkehr gehalten. Nacktem er erst not Iur*em zwei grauen im jungen AI er dahm- taffte. tortete er dieser Lage zwei weitere Opfer unter den älteren Ginwvhnrrn der Gemeinde. 94 starben der AushLlter Peter Glaum III. im Alter non 80 Jahren und der Au«HLlter Johannes Rühl VI., der ein Atter von 77 Jahren erreichte Die beiden Derstorbenen Ahlten tu den öltesten Einwohnern des Maikgau. DSA. Fechenheim, 6 Gan. Gestern abend wurde der 57 Jahre alte Arbeiter D i l b e l m Grimm von hier von einem Auto onaefabren und getötet. 3r war durch da« Licht »ine« Autos geblendet und wurde von einem anbtrn, ihn überholenden Auto erlaßt. Der Sbouffeut wurde zur Zetzstellung des Sachverhalt« in Gewahrsam genommen. Der Gelötete ist Baler von sieben Kindern. , 2Ö69L Sah Homburg, 6. Gin. In der ver gangenen Nacht brachen Diebe in den Hot des hiesigen Allgemeinen Krankenhauses ein uni stahlen aus dem staninchenftaU einige Bel- gier Hasen. Di» Diebe hatten bat Seth, ausgerechnet die Iw« zu erwischen, die mit Typhus- Bakterien, und zwar mit Erfolg, geimpft touren. Nicht nur, daß die Diebe ihre Unehrlichkeit nun rech, teuer bezahlen müssen — sie gefährden auch ihre Familienangehörigen und ihre Nachbarn mit der Ueoertragung ber gefährlichen Seuche Aus dem Amisverkündigungsblatt. • Das Arntsverkündigungvblait Nr. 2 vom 6. Januar enthält: Die Bestellung eines Sach- verständigen für WeinkontroUe im Hauptamt. — Die Behandlung der Zugtiere im Winter. — Einsendung der tage- und Handduchsauspige — Kontrolle der Bierdruckvorrichtungen. — Diensrnachnchtev Oer Mord bei Marburg. j( Marburg, Gan. Gestern abend wurde wie bereits gemeldet, am Waldrand« bet Lahn- berge hinter der Vandesheilanstalt die etwa fünf- zig Jahre alte Che'rau Anna Müller in bet Dorstadt Derdenhaulen wohnha't. mit schweren Derletzunaen tot aulgclunhrn. Di« Stau hatte sich am Aachm.ttog mit ihrer Hausgen oslin Elisabeth Müller Aum Holz'am- meln in den Wald begeben. Don patten sich kn« beiden getrennt mit der Absicht, sich mit ihren gefüllten Holzlücken später wieder zu treffen und gemeinsam nach Hause zu gehen. Al« die Elisabeth Müller ihre Arbeit beendet hatte und nach ihrer Hausgenossin ries, erhielt ftc keine Ant- won. eie begab sich nach Staute in ber Annahme, daß diese schon den Heimweg angetreten habe. Zuhause musste sie aber leststellen. baß die Vermißte noch nicht angefvmmen war Co’ort be« gab fie sich mit deren Mann aus die Suche, die aber ergebnislos verliess Eine Mannschaft bet Detdenhäuser Zeuerwebr hie nunmehr den Duld in bei Dunkelheit mit Fackeln absuchte, land die Frau gegen 8 Uhr abends nicht weit vom Daldrano hinter der Landesheilanssalt entfernt ermordet aus. Etwa zehn Meter davon lag bet halbgefüllte Holzsack. daS Laub an her Wordssellc war arg zerwühlt. Die bald darauf am Tatort eingeftoiienc Behörde mußte die Unterluchuna ber Angelegenheit weaen der Dunkelheit aul heute morgen verschieben. Heute bei Tagesanbruch stellte sich heraus, daß der .Körper ber Jnnotbeten schwere Verletzungen aui»trt Den Bemühungen der Kriminalpolizei ist H bereit« heute mittag gelungen, den mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen. 94 bandelt k.ch um einen älteren Mann, dir schon schwere Schädel- opetationen hinter sich hat und die Tat ottenbar ht einem Anlall geistiger Umnachtung verübt bet 94 ist ein Insasse der Üanb«s-Heil- und Pflegeanstalt kn Marburg, namens Ze ns Amtsgericht Wehlar. Gegen einen (Rrrid)terefcil)leiiicn denen ausreichende Mine! für den An'b.iu einer aiou. Beruisoraanilaiton tut Peiiüguna ne :eUi weifen wird bterburrt) ®e- lenenheu aut Eilannuna einer angenehmen und mit höchsten leiten Vezllgen. Lvelen u Vrovlsioue« auöaeitn'ieten Pviuon geboten AnStllbiliche Ang-bote unter L. K 20 an Ala Gnaienstetti * Vogler. Hamburg 36. 199A Vertreter mit Sachkenntnissen in der 3I2A Heiz- undLustiechnik von bekannter Maschinenfabrik für den Vertrieb von Lustheizapparaten, Ventilatoren, Kleindampfturbinen und Gtahlrippenrohren gegen Provision für den hiesigen Bezirk gesucht. Angebote mit Leben», lauf unter E so an Slla »aasenstein & Vogler A.-S., Leipzig. Älusstchtsveiche Stellung! Tüchtiger Inspektor der die Adstcht dai. nch aünitia zu verbessern, findet angenehmen IVivkungSkrels mit fe lein Gevali. a iSkömm'ichcn Soe'en und hohen tkovin»ncn. Die Austabe befteot darin, mit den vorhandenen Bei:re ern c.emeinfam zu arbeiten, neue Bernet, i auuiieUen u. diele vrakt cmguarbetien. Bewerb, die streng vertraulich behandelt werden, lind an ble ßeneralüitettion der Sranffnrtcr Allgemeinen Serficherungs-Mtien-Sesellschast Frankfurt am Main, TaunuSonlnge IS au richten. Lo» ist, 3. 3. Buch nslammbrlz. 4. 6 Stück, 5,43 Im 8. 9. 'llrUcitduerqebiiiifl 2 3. 1,15 rm Nadsl Brennscheil in Rollen 4 5. 6. 4 5. 6. 1. r. 1. 2. 1. Klasse: 83 Stück, 28,95 fm 2 Klasse: 14 Stück, 1,99 fm. nur eine Vorschlagsliste eingegangen als gewählt: Gießen, den 2. Januar 1928. Der Oberbürgermeister. I. V.: Or. Frey. rung für den Stadtbezirk Gießen zur Kenntnis gebracht Aon selten der Arbeitgeber gelten, da 1: 26 279 Isd. Meter Draingraben- Herstellung in sechs Abteilungen, 5. Schmidt, Jakob, Gießen Welerstr 12, 6. Hauck, August, Gießen, Mühlstr. 28: e: 10 Stück, 12,09 fm e: 9 Stück, 11,81 Im e: 1 Sluck, 1,36 fm e: 20 Stück, 6,23 fm e. 23 Stück, 26,58 fm e: 8 Stück, 10,90 fm e: 1 Stück, 1,36 fm Schwellenhofz. Sa-Äla 4s-Kla Sa-Rla ßa.flla 3n-Slal 4n Klaf 5n-Klas Kn-Klak c) als zweite Ersatzmänner: Bar, Emil. Gießen, Gestanlage 28, Frischmann, Emil, Gleßen, Friedrichstraße 55, Ohr, Hch, Gießen, Wetzlarer Weg 55. 66 rm Nadel Drennfnüopel. 38 rm Nadel Reiser 1 Kl. (Reiserknüppel). rat, Gießen: c) al» zweite Ersatzmänner 7. Schudt, Richard, Landgerichtsdirektor, Gießen, 8. Weimer ven, Heinrich, Bauunternehmer, Gießen, 9. Sauer, Joh. Joses, Kaufmann, Gießen. Don feiten der versicherten Angestellten wurden am 27. November 1927 gewählt: a) als Vertrauensmänner: Deralasung. Delßblnderarbeiten: 370 qm Fassa denputz, 200 qm Rappuß, 300 qm Deckenputz, 870 qm Wand putz, 360 qm Leimsarben- und 250 qm Ocliarben- anftrlch». Schreinerarbeiten: 28 Türen, 11 qm Glasabschlüfse, 235 qm Holzsußboden, .33 qm Fensterläden Zimmertüren, 2 Glasabschlüssen, 14 Zimmertüren, 2 Glasabschlüsiel, 14 Paar Fensterläden lapcverarbeiten: 160 Rollen Tapeten Elektrische Lichtanlage: 21 Brenn- stellen. Mo hau pt, Geora, Gießen, Schottstr. 7, Eichholz, August, Gießen, Bismarck- sttaße 28, Zecher, Ludwig, Gießen, Steinstr. 55; d) al» erste Ersatzmänner: Stimmer, Heinrich, Gießen, Nordan- läge 18, Nutz- und Brennbob - Derfteiaerung Oöersörstcrei vrandobemdors. Montag, den 16. Januar, 10 Uhr, Gast baue „Deutsche» Hau»*, Cleeberg, kommen aus Försterei Cleeberg, Distrikte 7, 8a — Triebachsheck —, 9 — Einhäuserseld —, 13a — Streitwald —, 24b — Kleebaum — zum Berkaus: 247D Eichenstämme. Kl. 2, 30 Stück, 8 fm (Wag- nerholzs. 12 rm Cichen-Brennsche-.t in Rollen. 179 rm Eichcn Brennknüppel. 122 Hdt Eichen Wellen 3. Kl. i schritt .Holzjubmission' bi» spätestens den ' 13. Zannar, nachmittags 4 UHr, einzureichen bei ber unterzeichneten ctelfe, woselbst die Eröffnung erfolgt. Villingen, den 5. Januar 1928. Hessische Büraermeisterei Billingen Pauli. a) al» Vertrauensmänner Thomä, Peter, Direktor Gießen, Rinn, Hch. Wilh., Bauunternehmer, Gießen, Horn, Wilhelm, Kaufmann, Gießen; b) al» erste Ersatzmänner: Munch, Paul, Syndikus, Gießen, Winterhofs, Otto, Drogist, Gießen, Dr. Gretschmann, Emil, Regiernngs Das Holz ist mit der Rinde gemessen, an fahrbare Wege gerückt und lagert etwa Bahnhof Billingen. b) Nutzholz: Stämme: 2 Elbeer 2. Kl., 4 Stück, fm, 3. «1., 1 Stück, 0,36 fm. Nutzicheiier: rm: Hainbuche 5. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich, den 6. Januar 1928. Hess. Bürgermeisterei Lich. I. B.: Heinrich H e l l e r lV. Zasidverrachlunsi. Dienstag, den 10. Januar 1928, noch- miltaae 1 Uhr, wird dir Gcmeindeiagd Hoch-weisel im hiesigen Nathausiaa.' aus weitere sechs bzw neun Jahre öffentlich meistbietend verpachtet. 660 Die Jagd umfaßt 600 Hektar Wald und 550 Hektar Feld. Sie ist als gute Hochwild jagd bekannt, liegt vier Kilometer von der Station Bussbach und ist durch »ine gute Autolinle de- Autoverkehrs Butzbach und Umgegend leicht zu erreichen. Hoch-Weisel, den 22. Dezember 1927. Hessische Bürgermeisterei. Diehl. 7. wasser-Zu- und Ableitung, Abart- anlage: 57 m Wasserleitungsrohr, 31 m D. N. ^.-Rohre, 2 Stück Por- zellanklosette. 8. Iccppcnlitfcrung: 34 Stufen, 13 m Geländer. Abgabe der Angebotsvordrucke und Einsichtnahme in Zeichnungen und Bedingun- Sen vom 9 Januar ab auf unserem Amte, ließen, Stephanftraße 18, Zimmer 4. Die Angebot« sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, pofifrei, bis zum Erösfnungstermin, 21. Januar, vormittags 11 Uhr. einzureichen. Zum Er- Öffnungstermin hoben die Bewerber Zutritt. 309D Zuschlagsfrift: drei Wochen Gießen, den 6. Januar 192o. Hessisches Hochbauamt Gießen. B e r t h. vrenn- und Nutzholzversteigerung im Licher Stadtwald. In dem Distrikt „Großhäuser Berg" werden nach vorheriger Zusammenkunft am Woldetngang der Straße Nieder-Bes singen—Langsdors am Freitag. 13. Januar a) Brennholz: Scheiter: rm: Buche 320, Hainbuche 2; Eiche 4: Fichte 9. Knüppel: rm: Buche 107. Reisig: Wellen: Buche 3000; Eiche 100. Stöcke rm: Buche 130; Eiche 4; Fichte 30. veranschlagt zu 8495,20 Nm. Lo» 2: Drainrohrlieferung, veranschlagt ui 6111,80 Rm. Lo» 3: Zementrohrlieferung, veranschlagt )u 323^50 Nm. Los 4: Lieferung von Dralnageausmün- dungsstücken, oeranlchl. zu 124 Rm. Der Vergebung liegt die Reichsverdin- gungsordnung, welche auf unserem Dienst- zimmer eingesehen werden kann, zugrunde. Pläne, Kostenanschlag und besondere Be bingungen liegen bei uns und bei der Hessisch, n Bürgermeisterei Kirchgön» während der Dienststunden zur Einsicht offen Angebote In Prozenten des Voranschlags sind bis zum obigen Termin verschlossen und mit der Aufschrift „Drainageausführung für die Felvbereinlgung Kirchgöns" ver- sehen, der Hessischen Bürgermeisterei Äirchgöns einzureichen. 324D Friedberg, den 6. Januar 1928. ________Hessisches Kulturbauamt _____ Holzfiibuiifsiou. Die Gemeind« villingen verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebot» folgende Holzsortimente: 306D dür den Neubau eine» Beamlenmid- zwei Kilometer "vom Bahnhof Billingen. wohuhause» in Grünberg sollen aus Grund Das Holz ist vorher einzusehen; spätere der Reichsverdingungsordnung im offen! Reklamationen werden nicht angenommen lichen Wettbewerb vergeben werden: > Zahlungsbedingungen können auf der Bur- 1. Glaferarbeltcn. 50 qm Fenster, 10 qra germcifterei einges.hcn werden. Angebote I sind getrennt noch Klassen mit der Aus- Bekanntmachung. W.H- o. Eleteninfl^ergetnag. Betr.: Die Wahl der Vertrauensmänner, detr : Feldbereinigung Kirchgons. und Ersatzmänner in der Angestell ^an“aJ lq^8- oormil tenversicherung 230B la9* Uhr, sollen aus dem Rathaus zu Nachstehend wird da» endgültige Ergeb ^'kchgöns die nachoerzeichneten Arbeiten nis der Wahl der Vertrauensmänner und “nb. Uftrungen jur AuZuhrung von Ersatzmänner in der Angestelltenversiche ?rainogen vergeben werden, und zwar: Verkäufe Große Versleigemiig liberzabllgei Maichinen. Moiore». blarbrrobr.iidiräufc, IVrrfbdnfc ufw Ti«n#tan, den 10. Jnnnar 19iN, 10 llbr bramiirnb, n ;raukinr»n.M., Heiiiokreuzaassc 26 16 Schnell» unb Säulen-Bohrmaschinen, Leistung 10-50 mm Trcbbänfc: 2 Bittler Revolver 8 Revolver 3 Piidnm Vc'tlDinbfl 6 Vflllpi'ibel i.Unttibettcni U vnnböifbi-anfc <üi Biechaniker unb Ar- maiuiendieher. banniut mit Bannen- fonnnunn I Wanderer llniverfol-Werkzeug-Lchleff- maidime Haft neui.biunle tlcinc Lchlris- malrtjliieii «i.QaliV3h 289c linmifltiaule» 10 In Gießen Im öffentlichen Wettbewerb vergeben: 34ID ütt®6ebalbtia.*8rw. 1. Walferleilungsanlage; 2. Gasleitung» ;'** Qn*u’ anlage, 3. Lnlwässerung»anlage; 4. Ko UieB8D,WeSlUlfllß56 nalifalion, Erd- und Maurerarbeit. । 2«hr aut eihal enei Die Bedingungen und Zeichnungen lie wr tu r gen bei unserer Zweigstelle, fircisamb I ■ 11 w)L/ gebäude, Zimmer 20, zur Einsicht offen . • Angebotsvordrucke werden, solange der Moiorrad Vorrat reicht, von Dienstag, den 10. d M , ’ Ob Dort tofl.nlo« abg,geben. I °«k Die Angebote sind verschlossen, mit ent- lt(U ^n(Jeb sprechender Aufschrift versehen, postfrei bis < 0,24 nn den Zuschlagsfrift. 14 Lag». Gießen, den 6. Januar 1928. Hessisches Hochbauamt I. B.: Kuhlmann. (ßrünberger Pferde«Verficherungs ■ Verein zu (Brünberg (Hessen). d. beschlaqiabmettet. Sdirbl Yiageb. u. 098an n Gtev An«. „Hansa" koinvleii labilerit«, gr. l. IZA Abendkasse *Wf. 2.—. Cffenrr Siiivlav: Bor- verlaus 70 M. Abendk ille Mk.l.—. Bor- oerkaul: Ldallier. Mltalleder (nur <*»el4j(ift6helle und Abendkasse« «es. ‘Vlau Mk. 1—; offener Eiuvlaß $)*8f. 2 i üben len (bet Herrn Witter): 50 Ps Vortrags-Bereinigung Dt^förlRontafl, den 0. Januarl92A^ngcfe^e 2)ortroqädbenb des großen Hortraadnidller» Ludwig Hardt wirb Infolge dringender Verhinderung bed RönffUrd verlegt aus z„v Freitag, den 20. Januar 1928. Waldsportplatz des V. f. B. (Endstation Straßenbahn Rots LInIe) Sonntag, den 8. Jan., nachm.2.30 Uhr Fußball- Gesellschaftsspiel F. C. Germania 1894 Frankfurt a. M., Liga gegen V. f. B., Liga _________ Der Spielautschuß. Cafe„Astoria“ Heute Tanz-Abend _ GieffenerTlieater Vereinigung tiegründet 1920 Lonniaa. den8.(Januar \»2s Baaibae ßaeer Theater-Abend Hur Ausführung gelang! Ole Liebe höret nimmer aut BtbaufDlrl In 4 Akten und einem Vorspiel Am Tage des Gerichts Eintritt BO Vfft Ott Aniana R Uhr Rutnratlia Znm Schwarzen Walfisch Seitenweg 50 Sonntag, den 6 Januar, ab 16 Ubr Famülenlfonzert Um freundlichen Zuapruch bittet Franz So Id an VereinS4lmmer noch für einige Tage in der Woche frei iUD 3» suidk au# privaldksitz tu taufen Gemälde aller Meister! antik« Möbel, Vvrzestan« Miniaturen dum« RupferM«. Glider, Oolen und Slik. Kreien, tks kommen nur Geamstdnd« in^raj- velck»« Aber hundert Jalyrt all sind. GchrssNiche Angebot« unter 353D an den <^>eßen«r Anzeiger • ♦•♦»♦»♦» Ofatt Karlen! Oie Verlobung ihrer Tochter Gertrud mit Herrn Dr.med. Gustav Stammler zeigen ergebens an 6an.*2Rot Dr. Schiele und Zrau Pauline geb. Hoernecke Westeregeln, im Zanuar 1928 (Äejlrf Magdeburg) Meine Verlobung mit Fräulein Gertrud Schiele beehre ich mich anzuzeigen Dr. med. Gustav Stammler (§geln, im Januar 1925 (Sezirk Magdeburg) 2670 Glatt Rorten I Willy Keller Anny Keller geb. Alffen Vermählte Gießen. 6. Januar 1928. Oia ' Paulme Fiedler Wilhelm Mahnke Verlobte Nieber-Gemünden Gießen im Januar 1934 ............. an Goethe-Bund Donnerstag. 12.Januar 1928, abends 8 bhr, in der Neuen Aula der Universität Jakob Schaffner liest aus eigenen Werken. Mitglieder auf 2 Plätzen I. Platz Eintritt frei (grüne Karte). Nlchtmltßlieder numerierte Karten zu Mark 2 — und Mark 1.50. Studentenkarten zu Mark 1- bei Herrn Sekretär Ritter. Mitgliederbeitrag: vierteljährlich Mark 5.-. I83D DRUCKSACHEN ALLER ART liefert ie jeder Aeeeteneeg etnrein eed preiswert •reurwAe URlverenate-Orwceetw« R. Lange, Weae* Astoria Lichtspiele Bia rlnerhlloOllch Monntag: DIE BESTE TANZMUSIK ->-v bringt in jedes Heim ,,ELECTROLÄ' und die besten | TANZ- ORCHESTER Paul Whiteman Jack Hyiton Marek Weber Savoy Orpheans - AVTORBavn E L£erg«s. wo di« Poftautos vollkommen die Plsenbahn ersetzen müslen, der Betrieb unter allen Umständen aufrechterhalten wird Gerade die Strecke Ulrichstein Mücke, die doch so glänzend rentiert, mühte wegen ihrer Bedeutung von der Postverwaituna mehr berücksichtigt und mit «rstklafligen gröberen Wagen ausae- stattet werben Sollte man es überhaupt für möglich halten, bat) bei dem «normen Derkebr kurz vor 'Weihnachten an manchen Tagen gerade der kleinste Wagen, der in Ulrichstein stationiert ist. auf der Strecke Ulrichstein- Mucke lief? Bel einer Fahrt waren in diesem Wagen, der kaum 16 Sitzplätze hat. 3 8 Personen zu- lammengevlercht. Gs wäre endlich an der Zeit, ball gerade aus der Strecke Ulrichstein—Mücke die schon ost gerügten Mibflünde abgestellt würden Besonders wäre auch zu wünschen, bah an Samstagen, wo der Bertebr von Mücke ned) Ulrichstein lebt stark ist. größere Wagen verkehren Vielleicht schenkt die Oberpostdirektion Darmstadt dem Vogelsberg endlich einmal etwas mehr Interesse! Turnen, (Sport und Spiel. Olympia'^uhballauswablspiel. vimupsa-vuewahlmannschast gegen südbayerlschc Kombination 3:1 (2:1). Vor rund 85 000 Zuschauern standen sich gestern ' dem IMQOer Stadion In München di« Olnin- r .'tueiuuhinmnnschasl und eine sübban.rllche lioinbinaltoneeis zum ersten Dlompia-lMu»roabl|picl gegenüber. Dao optcl hat sehr enttäuscht Fast keine einzige Phase während be» ganzen Spielverlaufs i'l.ichte mehr als ein Durchschnitts Bezirksligaspiel Zu dem mäßigen Spielverlauf trug nicht unwesent I'ch die Ungunst der Witterung bei Bein, opielb.- ii'nn Schneegestöber und heniach starker Wind arotzdem muh gesagt werden dah man von einer uuiiiipiaelf gary andere Leistungen erwarten kann und muh Findest sich die eluswahlmannschast bei bem spiel am Sonntag in Nürnberg nicht besser .zusammen, so wird eine unangenehme Ueberraschung sehr wohl möglich sein. lieber den Spielverlauf ist zu sagen: Da« Spiel begann eigentlich sehr vielversprechend Der Anstoß i»e Olympia.Mannschaft wird abgefangen und fd-on in der vierten Minute kommt die fützhayerische Sls zu einem Treffer. Doch Ichon In der nächsten Minute kann der Mittelstürmer der Olymptn-Mann. fchaf«. Zeil selber, der einen Fehler der gegne- ri| Tze.antwo lung.) Wlebet eine Klage vom Sd)lffenberget weg. Mit Freuden lieft man, dah die Stadt den Lud- wigsplatz gärtnerisch neu anlcgen will. Den Anwohnern des Schissenberger Wege» drängt sich da jedoch bic Frage auf, ob es nicht angebrachter wäre, endlich einmal den Schissenberger Wea in Drbnuna gu brinaen. Dielen bei Äxn- kelhelt zu passieren, ist mit Gefahr oerounden; kam es doch neulich vor, dah ein Auto bic Böschung her- unterrutschte. und vor einigen Tagen fippte ein Wagen Mist um und fiel direkt auf den Bürgersteig- * Hg. wann wird der weg nach dem Llektrszitstswerk hergerichtet? Für das neue Jahr find bereit» mehrere Wünsche für die Verschönerung unferee Stratzenblldev und der städtischen Anlagen, für die Heizung von Stra- henbohnwagen usw. laut geworden. Zu hoffen wäre aber, das; in biejem Jahre ein wirklich dringlicher Wunsch seine Erfüllung fände, und zwar eine Derbesserung de» Zugangswege» nach dem Elektrizitätswerk unb der €tra- h e n b a h n. Bereits vor Jahresfrist wurden bi» gleichen Klagen über den schauderhaften Zustanb des bei Regenwctter unpassierbaren Weges erhoben. Man kann der Bevölkerung bei Tauwetter ober schlechtem Wetter unmöglich einen Gang nach dem Elektrizitätswerk zumuten, trotz lebhaftem Interesse der Allgemeinheit an dem Gedeihen der städtischen Werke. Bielleicht sieht sich einmal einer der mahgebenben Herren bet Stabtoerwaltung ble skandalösen Zugongsverhättnisse nach genanntem Orte an. Bon der Unterführung bei Gellfufe bis zur Wirtschaft Bönsel ein einziger Schlammweg. Don da. auf einem versumpften Feldweg, ein schmaler Plattensteg, welcher bei dem augenblicklichen Regen- wettet an verschiedenen Stellen total überschwemmt ist Zur Vermeidung völliger Dutchnästung und De- Idimufoimg feinet Bekleidung kehrt man am besten wieder um. Die letzten Tage vor den Feiertagen war es besonder» schlimm. Auch erscheint mir die im westlichen Viertel mit Basaltsplitt oorgenommene Trockenlegung -inzelner fiufjfteiqe ohne genügenbe öanbabbed’tng sehr ungeeignet. Die Pflasterung bet an bem Bahnbamm entlang führenden Bürger- iteiae in der Hamms«ratze vom Reustäbter Viadukt btt zum Qüterbabnhof wäre notwendig, da auch sie bei Regenwettet völlig unwegsam sind Man darf sich wohl der Erwartung hin geben batz diese Zellen genügen imi einen der Universität» unb Provin- ualhaiiptltabl unroürbipen Stratzenzustand In einem rech« verkehrsreichen Viertel zu beseitigen. Einer für Biele. Rundsunkprogramm des Frank,arter Senders. (Aus her „Radio-Umschau".) Sonntag, 8. Januar 8.30 bis 9.30. Morgen'eier. veranstaltet vom Wartburgverein Frankfurt a M. 9 30 Führuna durch die Möllere: Ostba'en. II bt» 11.80 Di« Slternstunb«. 12 bis 13 Vortragsstunde. Programm: „Die Rückkehr des verlorenen Sohnes" von Andrs Gide. Ins Deutsche übertragen von Rainer Maria RTke 13 bis 14 Konzert des Frankfurter Bolkschvrs 15 bis 16 D e Stund« bet Fugend 16.15 bul 17.30 Änni.-rt des Haus- orchester« 17.30 18 30 Stund« des Rhem- Matntlchen Verbandes für Volksdtlbuna: „Aus dem ßutmburaer Land' Tertrag mit Vorlesungen aus ßuremburger Hctmatd.chtung von Clement 18.30 bis 19 VortrogsAvklus Gsanken zur Zeit". 2 Dell Reue Fragen der OeekT.frftnntniir*. Ornistbrungsvortrag von Dr Aanl Prinzhorn 20. st mo-thungskr-zett bet Crgel des .^ranfurkrr Genoer» Antchlltstenb: Heber raguna von Äflln ^arntvalssrtzung der 72j?r‘ rLÄ6fner «orne'^lgefell'chatt G B. gegr »9K Darauf bis 0 30 TanwiuML Rätsel-Ecke. tllbmrätkl a — chat — be — bu — er — «rf — ae — sei — geni — hm — kl ad — tat — «t — sa — sta — st en — ter — ter — un — ot Äui oorftebenben zwanzig Silben sind zehn zweisilbige Wörter zu bilden mit folgender Bedeutung: 1. Name aus der rmmfchen Mochowg»«. 2. Anhänger einer indi'chen Religion: 3. Äanenblatt; 4. Wann mit lauter Stimme; 5. Demüicglanze, 6. Geschäft»- Vermittler; 7. kaufmännische» Geschäftsbuch; 8. Staub- oogri. 9. Du.istgrad: 10. Berliner Soren. — Hat man die Wörter richtig gebildet, ergeben die poeite unb oierte Buchstadenreih«. beidemal non vorn nach hinten gekfen, ein Sprichwort. 11 18 10 10 32 Sreuzworirätsel. 27 35 57 1. Son links nach rechts: 2. geistliches L*Kb; 8. Schickfalsgöttin; 11. Stabt in der Schweiz; 12. französische Münze; 14. Schallinftrurnent; 16. künstitchc Hohle; 18. Hoherpriester; 19 unfertige» Gebäude; 2<>. gute Auskunft; 21. Küchenostanze; ö. Heilmittel; 26. mit Daumen bepflanzte strotze. 27. leÜ der Finger unb Zehen; 31. schmale Strafe«. 36. Kampfplatz: 36. Vorbild; 37. EdelstSngewicht; 33. Name aus der römischen Mtzchologi«. 2. Don oben nach unten: 1. Beleuchtung»- mittel; 2. Gott des Waldes; 3. Waffe; 4. Flächen- matz; 5. Äüftenfumpf; 6. Nebenfiufe der Drau; 7. französischer Schriststeller; 9. Lebewesen; 10. Birken- gewachs; 12. Zugvogel; 13. männlicher Personen- name. 15. Nachspeise; 17. geographischer Begriff; 21. orientalisches Schlafe; 22. Gemüsepflanze; 24. nordische Gottheit; 25. nordischer Personenname; 28. fiktteroogel; 29. Wursspiefe; 30. weiblicher Personenname; 32. Abschiedswort; 33. biblische Figur; 34. Neben stufe der Donau. Herschml-lzungö'Aufqabe Au» den nachstehend auf geführten se y»ei Wörtern soll durch Umstellen der Buchstaben )e ein neue» Wort gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben, aneinandergereiht, eine Iahreseinteiluna ergeben: Kai, Reval: ritterlicher Mann; Erie, Uoma: Kir- schenari; Gwaib, 2nn: Gewebe; Eid, Pose: eingeschaltete Nebenhandlung; Essen, Lob: vornehmes ^Benehmen; Met, Neid: Widerruf; Rad, Reh: männ- llcher Personenname; leer, Tor: Deftilliergefätz. Vildcrrätsel. Rätsel. Sie treffen ein von fern und nab. Kaum, b-afe Neujahr vorüber; Auch sind sie wenig angenehm. Drum meidet man sie lieber. Doch wer sie hat, der merke wohl, Dafe man sie schnell crleb’gtn soll. Crbanng89UtfeL B D HLM PRSSTTW R O ATA A E A T A E I I C CVC D I M I X X C SKKiHDSUNUAM EEEAFEEMTSST Wenn man die vorstehenden «Ct Wörter richttg umjiear. ergibt die Ungerechte Mittelrtttz« etiwe Zeitabschnitt, zu dem wir unfern Freunden alles Gute wünschen. A«slöf,«gcn. MtM. Netter. Verb in düng» röstet. Aeuftlber, Travestie. Zitteraal. r>arpuwier, Türtchild SilDefterpunfd). Magisch« Gleichena. •: Jost; b: Oft; c: Ahrweiler; d Wetter; e Ufata». I: Atzt»; g Waal, h: Aat. i: Maie k: Mai; I: Schnecke; m Schecke; n Bande, o: Ban X: Zuhreswend« Ärtaitoenr^ffeL IE'dIe Buafl Q®(lf3 unini 0im arwn _____„nam aapiDaoii VK lüQrätWL 1. Alarm; 2. (Blaß; 3. Hulda. 4. Spiet; 5. Atta». 6. Beige; 7 Sound; 8. Stall; S Ulla». Alles Gute Die Narrenkappe. Splitter anb Sparren bew Redaftlsnsttfch. Wenn ... Denn ich das Go? noch hätte, da? ich vor zwei Jahren in der Sächsischen Lotterie spielte, und bW beiden letzten Zistern 23 statt 48 aewesen wären, unb dies Go» ein preutzische» gewesen wäre, barw batte ich beute In der Preutzischen Gotten« da» grotze Los gewonnen. Ansprache. Bei der Richtfeier eine» Hause» Hütt der Maurer- •olier folgend« Ansprache an die oersannnetten >r »eiter: „wehn Se, meine Herren, bei so eene» rofeen Bau sind dreierlei Sorten Menschen beschäftigt! Da i» zuerst eener, der versteht et aber er kann et nid) — bet le der Herr Da um erster; dar» find een« «anze Menge, die können et, aber fit verstehen et nid), bet seih ihr, bi« Arve«»er; un fchtietz- lid) jidt et noch eenen, der oerstcht et und kann et ooch — bet bin ick, der Herr Maurerpolier!" ttaninchenjagb. Der Durchschnttlssranzose ist ein fchtechter Schütze Da» ist nicht» Neues. Aber manche scheinen von bw- ]«r Eiaenschaft doch zu flrofeen Gebrauch «i machen War ba ein (inglänber in Wests rankreich |ur 9a- nimhensagd «ingdaben. Zu brüt streifte man durch di« Fe4der, bi» plötzlich au» bem Kartoffelkraut «in Wanin auftaud)te wchon hotte der Engtänber angelegt, al» Ihm einer der Franzosen die Flinte Hochs chlug. „Nicht schiefe en. da» ist Bella, aus die schietzen wir nie.“ Man ging weiter. Plötzlich wieder ein sianmche«. Der Engländer läfef die Flinte im Arm bängte, doch schon schrei«, die beiden Fran^»sen: .41o»! Schiefeen Sie! Da» ist Alfon»! Auf den schieben wir immer." Frechheit. ,^d) brauche Ihren Äram nicht!" schnatterte fw bem Hausierer bi« Tür mit Donnertzall vor der Rase zu. Nach ein paar Minuten Mingelf»; er steht wieder brau feen: „Brauchens« vielleicht «Inen geräuschlosen Tür- fdHiefeer, junge ßrou?fc Montag, 9. Januar 13.30 bis 14.30: ile6erttagung von Kassel Mittagsftändchen der Kasseler HauSkapell«. 1530 bis 16: Die Stund« der Jugend 16.30 bis 17.45 Äoiuert des Rundfunkorchesters Di« Oper der Woche. 17.45 bis 18.05. Die Lefestund«. 18.30 bis 18.45: Uebertragung von Kassel Die Stunde der Frau: ..Rarnevalskostüm« ', Vortrag von Mathilde Meissel. 18.45 bis 19 15; „Annett« von Drvste-Hülshofs. der Mensch und das Werk (geb. 10. Januar 1797)". Vortrag von Friedrich- » ■ reu er und Dielen oder Statten 2=25 kldwedtiche i-nd bäuerliche Hovel •£**■ breiter Lvalierlaiten, trieben* u 2 a ae tiutten- 2d)nuimaTcn hetern ui allen Starten I^D Eozkü Mn & 69.. EikW Tetevbon 149. 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Tnbei muh vor allem die ar au berudficbilai und ibre flvbru erleichteri werden kaS llt da» Ticftvun und 9iübcnfcralenen. eine Arbeit, die ulet Auckfchmerucn vciurfacht. und wie letcht kann man fich diele n'p.ircn' Ü6 aelditebt die» durch Kn- Ichaffnna einer Rübendtvvelmalchine. die in pollkorn'i ciifter flnClUbriinrt Mk tu - fahrt tftne aut benmbne flrt tft die da« man auf bcinSfitbmQtfer kämme aufineicht. diele etwa» adfchleilt oder ivat*f. bannt eine kleine Aabrbnbn auf den kämmen enthebt Hirn Ichiebt man die k voeimafchtne auf den kämmen, und emvhebt es lirU noch einen «hinnen mit einem 2iotf etwa» miisieben m lallen kie Malchine ieat den ^ubenfilmen In Cduliben ober finaen Ättcilrn In allen praknich rr orderltchen Adhündrn Auch die Kninbi der Motnet pro ha.ifchen iaht sich ciuhetlen Tie >amen werden ateichiema umehrttben nnb fcftoeioaUt. kad bibber lo nutbeooiie ^üi >. nfernteaen ih ieut tintVuii uub berArn । ivtib l-elonbet» diele louteflrbeit avaenommen ilorifchriiittchel'andwirie bezeichnen diele M.ifchinc als eine der notivenbln’ien Tie Geiidmanno bieler Mafchinc ae faite die -a. 11. Z. Trdttcr. Gunbach. auf ihrem 1 aaer aerne obne »oiiUw.in.i - tcheim 2ti GRACO —— PRÄZISION!WIRK FRANKFURT FRANK FURT-M LIIF1IGIRSTR. NR. 30 FWSMIOiti m 7VM1 Schleifen roe tgOnflirn. NartefwiUen e * und Nockenwellen «euenl-rliauna von Ädhn-undKeoei- -Idern. auch mit Booenverxehnonfl. Fnhrlkntlon von KöTbenrlhtfeusawiaM, Lelchtmetefl k Oraugub Aeoeraluron von UchHneechlnen und Anieewn. LdetunqetihgwteeLio* erwerb f. Reparatur* werketAtten u. Garagen. Wiederbeginn des Gesangunterrichts Am Montag, dem 9. Januar 1928. nehme Ich meine Stunden wieder auf IDA STAMMLER Konzertsängerin und Gesanglehrertn Neuanmeldungen Ludwigstrabe 6II. 063 Verfangt f/e/s I23D bilden<. le EkHe. G.60e 41x41x31 Eielederwerk. PrUieioa! 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Ada Blacksack. die en Männern auf einer em! am en steht, sondern für ganqe Wirtschaftszweige Cän6 ergreifen birwneg einheitliche Lei und Beherrsch schrieb täglich ihre Gedanken und Erlebnisse mit Bleistift auf, verzeichnete die Beute, die fit machte, die Spuren, die sie im Schnee sand, und die Sollen, die sie aus stellte. Sie berichtet, wenn sie die Teller aufwusch oder neue Sohlen an ihren Pantoffeln anbpachte. Am 24. April 1923 schreibt sie: „Sonntag. Ich bin heute nicht ausgegangen. Ich wusch mein Haar, las in der Biber und bente an die Leute, die heut in der Kivche sind, und schreibe dies um 11 U^rr abends, nachdem andern Staaten findet Bor allem aber kommt es mir hier, wo ich von den seelischen Bedingungen de» deutschen Menschen spreche, auf folgendes Ganz allgemein an: tne Fortschritte der Wirtschaft, insonderheit der Technik, und der märchenhafte Aufschwung bes Per- kehrswriens machen die Erde immer kleiner und führen auch unser Volk in ein noch unabsehbares internationale» (foricbeben hinein. Zwar erleben wir, troh der Beschlüsse der Weltwirtschaftskonserenz als große EntwikNungsrichtung die Herausbildung nationaler volkswirischailen über die ganze Erde hinweg. Gerade auf dieser laffadx beruhen so die Hemmungen unserer Ausfuhr. Gleichzeitig sind ober entstanden und entfallen sich mehr und mehr internationale wirtschaftliche Beziehungen durch Kartelle und andere Zufammenschlüste verschiedenster 21 rt. E» gibt schon beute ein internationales Wirtschastsgeevebe, das nicht mdbr wie früher nur im Austausch der Waren von Land zu Land be- zurückaelassvN worden, und sie pflegte ihn so zärtlich und aufopfernb, wie wenn er ihr Gatte gewesen wäre. Sie lernte, die Flinte zu gebrauchen und Fallen zu stellen, tötete Bären, fing Füchse und andere kleine Tiere, schlug Löcher ins Sis. um Fische zu gewinnen, und ernährte den Todkranken, der trotz ihrer Pflege starb. Boice sand die Leiche Krrights in seinen Schlafsack aus fXemrtierfeÜ gehüllt, in dem er sechs Monate vorher gestorben war. Ada halte nicht den ausgeprägt in seinen grohen Leiftungen Wenn ich in die Zukunft schaue, weih ich. wie viele» noch fehlt, damit wir stark genug sind, um un» al» zu behaupten. Blicke ich aber virürf in die ganaenhcst. so sehe ich Gewaltige». da» mir macht- 34 sehe sogar, daß bat deutsche Bott Wut gehabt, ihn zu beerdigen. Aus seine Der- anlassung hotte sie ein Tagebuch geführt, und dieses einzige Tagebuch, das je eine Eskimofrau in Englisch geschrieben hat. ist ein ergreifendes heldenhaften Ausdauer. Sie stunden vollbracht Hot, M» ob sein einheitliches volksgesühl schon ganz stark aewesen wäre Der Anfang war damals, al» das staatliche Gesäß im Bi»marckschen Reich geschaffen war, und in der Zett Der Horberritung de» Volkes w dieser arosten Tat. Der Aufbau der deutschen Wirtschaft und Macht seit 1870 ist eine Leistung, wie die Weltgeschichte sie nur selten ausweist. Der Schmied, der das Reich geschasten, führte den Hammer nicht mehr in der Zett de» grössten wirtschastttchen Aus- schwunas. Sind nach seinem Ausscheiden Führer hancmcicn, stark genug, um in diesem ungestümen Anschwellen der Flut festen Kurv zu steuern? Das Fragen führt zu nichts, aber die Tatsache besteht: das Volk. Kops- und Handarbeiter, Hat sein große» Werk. Und dann kam der Krieg. Erst rückschauende Geschichtsschreibung wird, glaubt ich, in vollem Matze zur Erkenntnis bringen, wie groß das Heldentum von Heer und Heimat in diesem Kriege war, handelnd und duldend Und: entscheidend sind. Deutschland mutz mit allem Fle,ß trachten, sich nach den Fähigkeiten und Anlagen feine» Beste« in dieser werdenden Überstaatlichen Wirt- schuftsweit Ansehen und Einfluß zu oer- f(bähen. Wir müssen mit ganzer Bereitschaft mit- arbeiten, wo die andern un» gegenüber guten Dillen» find Aber auch hier würbe unsere Lage nicht mir fachlich, sondern oft auch ieettsch leid)- I« r sein, hätten wir unsere natürliche politische Macht. Wir dürfen deshalb nicht der Versuchung erliegen, im» seelisch einfangen au lassen von diesem weltweiten Werden, das den Reiz der jungen Äraftentfaltiinfl hat Gerade wir in unserer Ohnmacht müßen uns zu diesen Dingen, so ernstlich und aufridytig wir an ihnen arbeiten, a u 4 i n n c r • lid) nur al« Deutsche einstellen. Und die andere Seite de» (Befamtlebene der Völker, die weltpolitische, bietet für uns ein ähnliche» Bild. Allgemeine Gedanken, wie die eines Tagebuch beenden sich Gebete, die ihr Gon- Der trauer, offenbaren. Ihr Glaube wurde auch nicht getäuscht: Itc wurde gerettet und von Dolce nach Rome gebracht. Stefan firm veranstaltete eine Tournee mit ihr durch die Berelmgten Staaten, um sie über die furchtbaren GriednUse aus der Wrangelinsel b mteeayrbringen. Aber im Frühl.ng 1924 wurde ihre Sehnsucht nach dem Borden so grvtz. daß sie nach Borne zurück- kehrte. CTn Alaska wurde ihre Gesundheit immer schlechter, sie konnte nicht mehr arbeiten und ist jetzt mittellos nach der Heimat zurückgekehrt, um dort ihr Leben zu bektfieften. Die man Krokodile dressiert. Der französische Kapitän Watt ist wohl der einzige Tierdresseur, der mit einer Schar gezähmter Krokodile auftritt. Heber die Schwierig- icit bei der Behandlung dieser Tiere weih er allerlei Interessantes zu erzählen: ..Sine vollständige Dressur der Krokodile läßt sich nicht durchluhren. Der einzige Weg. aus dem man sie gefügig machen kann, fft der. dah man ständig mit ihnen arbeitet und sie niemals aus den Augen läßt. Aber selbst dann vergessen sie einen in sehr kurzer Zeit. Wenn ich sie in ihrer Umzäunung zu Hause in Freiheit gelassen habe, so wäre eS sehr gefährlich, sich ihnen zu nähern, wenn sie eine Wette in der Sonne gelegen haben Erst dann wenn ihre Haut vor Hitze zu krachen an’ängt, und sie gezwungen sind, sich an geschütztere Stellen zuruckzuztehen. sind sie so wett, datz ich mit ihnen üben kann. Wenn man von einem Krokodil angegriffen wird, so ist die wirksamste Berteidigung. das Tier kräftig auf die Base zn sch agen, denn dort ist seine empfindlichste Stelle. 3n jenen vergange.-.en Zeiten, da die Flüsse Amerikas und Indiens mit diesen hässlichen Ungeheuern angefüllt waren gestaltete sich die Jagd auf sie zu einem höchst gefährlichen Unternehmen. Jetzt hat man Methoden gefunden, um sie ohne firohes Risiko zu fangen. Man benutzt dazu einen angen und starken Stock, der etwa zehn Fuß lang ist und an dessen Ende sich ein Haken befindet. Wenn das Krokodil sich mit feinen Zähnen in dem Haken festgebissen hat, wird es herausgezogen und gefesselt. Sin Krokodil verspeist häufig 50 Pfund Fleisch auf einem Sitz, kann aber dann auch zwei bis drei Monate ohne Bahrung auSkommen. Seine Hauptspeise besteht in Lunge und Leber von Pferden und Rindvieh, und manchmal in Zischen. Obgleich sie von Balur Fleischfresser sind, verichmähen die Krokodile auch vegetarische Kost nicht. DaS Weibchen legt etwa 50 bis 60 verhältnismäbig kleine weihe Sier, immer eins in etwa einer Minute: dann ver- Säbt es die Sier unter einer leichten Schicht von rnd und Laub, und kümmert sich rJdu mehr darum, bis sie ausaebrütet sind. Merkwürdigerweise halten die Krokodile, wenn sie wild gefangen sind, stets einen Winterschlaf; werden sie aber in der Gefangenschaft geboren, so bleiben fte den Winter hindurch wach. KrokodUe erreichen ein sehr hohes Alter. Sin Krokodil- Methusalem, der auf einer Farm In den amerikanischen Südslaaten lebt, soll es aus über 100 Jahre gebracht haben: man schätzt daS Alter der Krokodile nach der Breite ihrer Schnauze, die sich alle 50 Jahre um einen viertel Zoll verbreitert. Die Haut eines Krokodils ist heute je nach dem Alter zwischen 60 und 100 Mark teert: man verwendet aber nur die Haut über dem Magen." Insel des arktischen Ozeans lebte und den letzten Uebetlebenben bis zu seinem Tode pflegte, befind« sich im größten Skend und Kt von Borne auf einem Handelsschiff nach tfrrcr Heimat, der Kodiak-Insel in der Alaska-Gruppe, abgesegelt, um hier zu sterben. In der Beu Yorker World erscheint ein Aufruf, der zur Rettung dieser vergessenen Heldin der Polarwelt aus fordert und i^r ergreifende» Schicksal erzählt. Ada. die in einer dunklen Schneehütte zu Kvdtak au" a.-wach- sen war. lernte in der christlichen Mi'sion zu Rome lesen und schreiben, nähen und kochen unb heiratete dann mit 16 Jahren den SSkimv Black- jack. dem Re drei Kinder gebar. AIS jteci ihrer Kleinen starben, ertrug Re nicht langer die brutale Behandlung ihres ManneS. sondern trennte sich von ihm und lebte mit ihrem Sohne Bennett als Bähe rin auf Borne. Als nun im Juli 1921 vier Männer auf Veranlassung von Stesanffon aufbrachen, um die Wrängel-Insel für die britische Regierung m Besitz zu nehmen. da war es ihnen sehr teittkommen. eine Sskimo rau, die nähen und kochen formte, mitzunehmcn. und so schickte die damals 23jäfyriae Ada ihren Sohn zur Mutter nach Kodiak und fuhr mit ihnen auf der ..Silberwelle" nach der einsamen Infel. Die Männer hatten Dorrat und Munition für wenigsten- ein Jahr mitgenommen und hofften, im folgenden Jahr neue Zufuhr zu erhalten, eine Hoffnung, in der sie furchtbar getäuscht wurden. Als die „Silbcrteellc" wieder abfuhr, blieben sie mit der Sskirnofrau auf der Insel. Aber im nächsten Jahr formte das Rettungsschiff infolge der Tis Verhältnisse nicht durchkommen. und so verflossen zwei Jahre, bi- eine Rettungserpedi- tion wieder auf der Wrangelinsel landete. Der junge Schotte Harald Boice, der biS zu der eihaen Küste vordrang, sah die Zelte noch aus- gerichtet und hoffte, aut rechten Zeit zu kommen. Aber keine Weitzen kamen ihm entgegen, sondern daS einzige Wesen, das halb lachend. £alb weinend sich herbei schleppte, war Ada Black- lack. die Sskimo'rau. Drei der Männer waren acht Monate vorher ausgebrochen, um über das wußte» Bokksaesühl beranwuchs, alle Schichten umfassend. Unser deutscher Staat aber, unser Bismarck-Staat, wurde nach knapp einem halben Jahrhundert Reichsherrlichkcit zerschlagen. Zwar ist die Reichseinheit geblieben als echte Leistung des Volkes selbst. Darüber hinaus sind wir Deutschen nun vor die Aufgabe gestellt, ein Volk im wahren Wortsinne zu werden, ohne das stark- wandige Gesäß, in dem andere Völker die innere Einheit erworben haben. Dis zum Zusammenbruch war es so, dah, wer die Macht im Staate besaß, damit hn gewissen Sinne auch das Volk hatte. Jetzt ist der starke Staat nicht mehr, an dem unser Volks- gefühl sich einstmals emporrichtete. Diele beste deutsche Menschen kommen sich deshalb wie verwaist vor. Aber nicht mit solchen Empfindungen werden wir die Zukunst zwingen, sondern wir müssen ganz klar die Aufgabe vor uns erkennen, nun doch im wahrsten Sinne ein einheitliches Volk zu werden, auch wenn kein starker Staat uns stützt. Die Ausgabe ist so groß, daß es nur zweierlei gibt: entweder unter ihr erliegen und dann politisch und kulturell zermahlen werden, ober an der Schwere der Ausgabe wachsen und das Wort sprechen: „Run erst recht." Da ist das erste, daß wir den Glauben an u n s e r B o l k in uns mit aller Macht entwickeln. Wenn ich sage, ich glaube an das deutsche Volk als Ganzes, so kenne ich selbstverständlich allen Zwist und alle Zweifel. Ich meine damit gor nicht die Parteikämpfe als solche. Parteien und Partei- kämpse gibt es in anderen Völkern auch, und die großen weltanschaulichen Gegensätze in der Politik sind nun einmal mit dem Wesen unseres Volkes tief verbunden oder aus dem wirtschaftlichen Werden der Gegenwart geboren. Was dagegen bei uns im allgemeinen nicht hinreichend entwickell ist, das ist die schlechthinnige Hingabe an das Volk als Ganzes, gleichgüllig, wie der einzelne parteipolitisch denkt. Auch Angehörige anderer Völker sprechen sich in der Unterhaltung mit Deutschen offen über die Verhältnisse ihres Vaterlandes aus und halten nicht etwa grundsätzlich zurück mit ihrem ich euw Xafle Xe« getrunken." Am 11. Juni, bem Tag. btoot Knight starb. Drichnct Re auf. .Knighi geht e* sehr schlecht. Tr sieht auS. wie Reiches nach dem Zusammenbruch nicht ein Beweis bafür, daß bas Bewußtsein ab Volk schon kraftvoll ist? Zweimal hat das Volk bie Gefahr des Auseinanbersallen» beftanben, in den Zeiten größten politischen Jammer» nach dem Abschluß der Kampfhandlungen und bann roieber, al» der Ruhrkamps zu Ende war. Ist schließlich nicht auch der Anfang ber Wieberausbauarbeit eine Ruhmestat bes beutschen Volkes, so Schwere» ba gcrabe noch vor uns liegt? Wir dürfen uns In keiner Weife verheimlichen, wie weiü wir noch vom Ziele entfernt sind. Aber, um ba», was bereits geschehen ist, richtig zu würdigen, ist es trieb leicht gut, einmal fern von ber Heimat gewesen zu En. Dann hat man bas kopsschuttelnde E r • tunen gesehen, mit bem andere Völker den ieberaufftieg Deutschlands begleiten. Das deutsche Volk hat vor, in und nach bem Kriege Leistungen vollbracht, bie wohl f a st ohne Ebenbild in der Geschichte ber Menschen sind. Haben wir den (Stauben an unser Bott, fo bürten unb müssen wir at» Zweites auch bie Hoffnung auf die deutsche Zukunft hegen Diese Auch mit seinem kulturellen Leben hat ber Deutsche feinen Stanborl auf (Erben zwischen West und Ost. Ein ganz falscher Gedanke wäre es, sich bas Deutschsein als eine Abkapselung von anderen Kulturen vorzustellen. Auch burch verdrossenen Groll über viel uns wibersahrenes Unrecht darf keiner sich auf diesen Irrweg treiben lasten. Wir bleiben unserer Lage als Volk der Mitte nur treu unb folgen bem Vorbild unserer Besten, wenn wir das Menschsein stets als verschlungen in das Deut schsein empfinden. Wir sind stolz dar- auf, daß wir im Laufe ber Geschichte an geistigen und seelischen Gütern viel ben anderen Volkern geben konnten, unb sprechen gern aus, dah wir den anberen Völkern für unsere Entwicklung viel verdanken. Aber wer als Deutscher bei der großen Arbeit im Dienste der Menschheit ben deutschen Wurzel st ock verliert, der ist nur noch ein tönendes Erz. Diese Ueberiaft schwerster innerer unb äußerer Ausgaben ist nun auf unser Volk gefallen unter ge • schich11ich ungünstigen Voraussetzungen. (Ein großer Unterschieb besteht ja zwischen unserem geschichtlichen Werdegang und ber Geschichte anderer Völker, z. B. der Franzosen ober ber Briten. Diese beiden Volker sind schon seit langer Zeit in bewußter Weise Volk, unb ber Staat ist bei ihnen bevbalb, auch wenn er stark ist, doch nur dasGe - fäß. in dem bas Volk seine Selbstbehauptung unb Selbstentwicklung vollzieht. Wir Deutschen waren gerabe in der Zeit, als diese Nachbarvölker zur Reise kamen, oft nicht mehr als eine Kultur- ober Sprachgemeinschaft, von unserem Land ist bamafs das böse, aber nicht unrichtige Wort gefallen, Deutschland fei ein geographischer Begriff. Den Uebergang aus diesem Zustand der Formlosigkeit zu einem festen Reichsgedttde hat bann, so heiß bas Volk auch bie Einheit ersehnte, führend doch die Staats kraft verwirklicht, besonders bie Kraft bes preußischen Staates. Auch in Frankreich und England hat einstmals die Staatsgewalt das Gefäß geschossen. Aber diese Völker hatten danach eine johr- nunbenlangc glückliche Entwicklung, in ber ein b e» Deutsch sein! D ber Hoffnung auf deutsche Zukunft leitet sie uns, unb sie muß bie größte unter ihnen fein. Die Schatten, die auch wir sehen dürfen in uns nicht mächtig werden. Das Licht der Liebe, bem wir nachschreiten, muß urfferen Schritten Flügel geben. Die Liebe zum Vaterland quillt aus bem Innersten jedes deutschen Herzen» als ein Ausdruck unseres hebens fewft. Sie foll unser festester Anker sein durch alle Rot hindurch und was auch kommen möge. Wirtschaft. Wochenbericht vom frranffurfer Effektenmarkt. 3n der ., Kulisse wandte lrch in erber -mir wieder einigen Sv«zialmärkt«n |u, auf denen st« eine recht tebhalte 14hgfeii entfaltete 3m« Stütz« fand sie dabei btszu einem «willen Arad« in einer -um ersten Wale seit längerer Zert regeren Beteiligung der zweiten ftanb. Bei den Banken sollen verschiedentlich Kauforder» Vorgelegen haben, wobei dre vernachlässigt gebliebenen Werte bevorzugt waren. Am Ein- h e t t » m a r 11 konnten daher nennenswerte Kursbesserungen erzielt werden. Die zuversichtlichere Beurteilung der allgemeinen Börsenlag« sand vor ollem «ine Stütz« in der Entwicklung des Geldmarktes, an dem gleich nach dem alart verlaufenen Zahltag sich eine merkliche Gr- leichlerung bemerkbar machte die dann von Laa tu Xafl «friedigend forrschrNt Ja Tagesgelb war da» Angebot besonder» reichlich, bei einem bis auf 5* Prozent ermäßigten Sa«. Auch Monatsgeld war nicht mehr so stark gesucht, wie in der Borwoche. Starte» Angebot herrschte in ?srivatdiskonten, fo bah der Berliner Satz dafür i» auf «•, (um Ve Prozent- gesenkt werden konnte 3m dufanimrnbang mit dieser Erleichterung am Geldmarkt traten Hoffnungen auf eine baldige D i » k o n t e r m S h 1 g u n g bei der Aeichsbank auf. die jedoch unbedingt al» verfrüht und nicht berechtigt zu bezeichnen find. Der A«ich»bankausweis für den Iahresultimo brachte die erwartet« Aekordbeanspruchung de» Instituts. Unter seinem Gindruck erfuhr die Ten- denz eine vorübergehende Abschwächung, später fedoch setzte sich fine ruhigere Beurteilung durch: die 311,rm de« Ausweise» seien nicht über da» erwartete Maß hinau»gegangen. Gegenüber den ziemlich haltlosen Hoffnungen auf eine Dislont- ermäftiaung der Aeichsbank erscheinen dte Aussichten für eine Diskontherabsetzung der BankvonGngland günstig. Line anregende Wirkung ging von verschiedenen Wirtschaft»- berichten aus: Der Aöhrenverband berichtet über starke Beschäftigung, in der Metallindustrie fei der Beschätigung-grad ziemlich unverändert, der Stahlwerksverbanb ist noch für längere Zeit beschäftigt Auch dte Berichte der Industrie- und Handelskammern bezeichnen die Gesamtlaqe noch al» gut. Der Montanmarkt wurde angeregt durch dte Möglichkeit einer Eisen- Preiserhöhung. der Markt der Kalipaviere durch höhere Dividendenschätzungen im Salzdet- furth-Westeregelnkonzern Eine günstig-.- Wirkung ging ferner von der stärkeren Kur-steige- rung für die deutschen An leiben au». Gegen die Kurse der vergangenen Woche ergaben sich überwiegend neue Besserungen von 2 bi» 10 Prozent unter Bevorzugung der Montanwerke Hier hatten Harpener und Mannesmann die Füdruno Auch die Braunkohlenwerte waren stärker verlangt. Ilse Bergbau ersuhren eine starke Kurssteigerung um 20 Prozent. Am Anleihemarkt zoaen Ablösung für Aeu- desitz, Vie schon erwähnt, vorübergehend bi» 17 — an. Auch Altbesitzanleihe und Schutzgebiete lagen fester. Ausländische Aenten waren über- ViegeTib etwa» höher. In Xiirten entwickelte sich «temlich lebhafte» Geschäft auf die Hoffnung eine» baldigen Abschlusses der türkischen Schuldende rh--Hungen. — Am Devisenmarkt konnte sich b« Dollar weiter erholen. Das Pfund lag merklich abgeschwächt. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. 3m Gegensatz zur Borwvche eröffnete der ZraiiksurtrrProduktenmarklim neuen 3abr in freundlicherer S iminima. Die Dendenz wurde im allgemeinen fest, da verschiedene stimulierende Nloment.- vorlagen. Die wieder ge- sperrte SchissahN regte den Markt gcmz besonder» an. kl au» diesem Grunde die Beschickung der Börse ziemlich spärlich wurde Auch v.-rsehlten die steigenden Au»landnoti rungen ihre Wirkung nicht, doch konnten die hiesigen Preise mit baten de» Auslandes nicht Schritt, Eilten, da die Käufer nach wie vor immer noch lehr zurück- haliend sind. Die Umsätze beschränkten sich nur aus verschiedene Getreidesorten, in denen mangelnde» Angebot vorhanden trat. Weizen und Bvggen wurden in besseren Qualitäten etwa» gesucht, da» vorhandene Angebot In gerin- Crtr Quali ät konnte kaum untergebracht wer- n. 3m Mai» ist da» Geschäft weiter l bhaft, da bi« Landwirtschaft hier immer noch Begehr wtgt. Avggenmehl ht dem mit gara bescheidenes Angebot vorlag. dem gröberer Bedarl von fetten de» Konsum» - aber nur in den dringendsten Fällen geacnüberstand. hatte kleinere Umsätze im Verlaufe der Woche zu verzeichnen. Gerste war reger angeboten, ohne dcch gröbere» Geschäft zustande gcromm-n wäre. Am Sutlermit telma rtte ist beonder» Wnzm- Neie fest und gesuchter. Hauptsächlich brstand Aachsrage von seilen der Canötinrte. Stärkere» Interesse machte »ich für Kartoffeln bemerkbar. die Preife konnten steigen Zmn Wochen- tchlub wurde di« Haltung allgemein stiller. Die schwächeren L o rpocl r M ldunaen verstimm- len etwa» Auch übten dte Händler gröbere Zurückhaltung al» anfanqö der Woche. Die Umsätze wurden wieder bescheidener. Bur für We-i-enNeie b: ft and weiter lebhaftere» Interesse, da da» Angebot immer spärlicher wurde Weizen und Aoggen für spätere Lieferung hatte etwa» Geschäft aufzuweifen. Die übriaen Marktgebiete waren vollkommen vernachlässigt. Im Bergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche traten Weizen 1. Weizen 2. Weizen 3. Aoggen, Sommergerste. Hafer inländ, Mai» für Fulterzweck«. Mai» für andere Zwecke, Weizenmehl und Noggnklä? nur b Haupt et während Weizenkleir und Aoggenm.'bl einen PreiS- aewinn von je einer viertel Mark zu verzeichnen halten. Die Woche lchlost zu folgenden Notierungen Weizen I 25.25. Wnzen 2 23,75 bi» 24, Weizen 3 22,25 di» 22,75. Aoggen 25 So mm er- aerfte 27 bi» 28.50, Hafer, inländ. 22.75 bi» 24. ZBai» für »futterzwecke 20,75, Mil» für andere ;3toede 21,50, Weizcnmehl 3725 bis 37,50. Rog- genmehl 35 bi» 36. Weizenkleie 14 bi» 14.25. Aoggenkleie 1525 bi» 15.50. Wochenbericht vom ftranffurter Gchlachtviehmarkt. Da» Geschäft am Frankfurter Schlachtvieh m a r k t war in dieser Woche sehr still. Der gröbere Antrieb veranlahle die Metzger zur Zurückhaltung. Am Hauptmarkt War da» Geschäft nur in Schweinen etwas lebhafter, die Wälkte muhten alle geräumt werten, da Sperrmarkt war. Am Nebenmarkt waren Kälber und Schafe mäßig rege, dagegen der Handel in Schweinen schleppend, was sich auch auf die allgemeine Preisgestaltung auöwirfte. Der Gesa m t a n t r i e b be land auö: 1188 Aindern ldarunter 269 Och'en, 25 Bullen, 509 Kühen, 297 Färseni. ferner au» 1062 Kälbern, 418 Schafen und 5357 Schveii.en. Im Berg.eich zu dem Auftrieb 'er vergangenen Woche waren 360 Binder, 15 Lcha e und 1930 Schweine mehr anaetr.eaen. während 223 Kälber weniger zum Berkaus standen Bezahlt wurde pro Zen ner Lebendgewicht Och en A I 60 bi« 63 Mk._ B I 52 bi» 54, B II 49 bis 51, C 40 bl» 46; Bullen A 55 bi» 58. B 52 bi» 54; Kühe A 46 bi» 51, B 40 bi« 45, C 34 bi« 39. D 25 bi« 33; Färsen A 60 bi» 63. B 54 bi» 59. C 46 bi» 53; Kalber B 75 bi» 78. C 68 bi» 74. D 54 bi» 67; Schafe A 45 bi» 49. B 37 bis 44. Ü 30 bi« 35; Schweine A 56 bi« 58. B 55 bi» 57, C 55 bi« 57, D 55 bi« 57, E 52 bis 54. Berglichen mit den Notierungen des Hauptrnarkles der vergangenen Woche waren A i n ö e t im Preise behauptet Gegenüber den Notierungen des Nebemnarkte« der vorigen Woche halten Kälber einen Gewinn von 4 Ml. und Scbafe von 1 Mk zu verzeichnen. Schweine blieben dagegen unverändert. • Harpener Bergbau-A. G In bezug auf bi« an der gestrigen Frankfurter Abcndborfe im Umlauf gewesenen Gerücht« von einer bevorstehenden Kapitalcrhöhuna der Harpener Bergbou-A.-G erfährt WTB - Hondelsbicnst, dah weder in vor- stonbs- noch in Berwallunqskreisen des Unternehmens Besprechungen über eine derartige Mastnahme stattgefunden haben. * Emog, Elektrizitäts-A.-G. Frankfurt a. M. Wie wir erfahren, war der Geschäfts- gang bei dem Unternehmen fo günstig, dast die nach dem letzten Börsenprofoekt noch abzubuchenden 130000 Mark au, dem Reingewinn von 1927 bereits voll adacdeckt werben konnten. Darüber hinaus könne mindestens wieder mit der Dorjahrsdioidende von 6 Prozent gerechnet werden. • Deutsche Schiff- nnb Maschinenbau- A. G. Wie WIB. - Handelsdienst erfährt, verhandelt die Deutsch« Schiss- und Moschinciibo'i '^1 G.. Abteilung Homburg, mit dem Rorddeuts-Hen Vlopb über Reubauausträge. doch befinden sich die Bcichanblungen noch nn Aniangesiadium. Ucber 2In- fahl. Typ und Groben Verhältnisse der Schiffe steht noch nichts endgültiges fest. 'Metallbankgruppe — Stolberger 3 i n f. Zu den Meldungen über ein inbuftrltile» Zusnmmenschluh der Metollbankgrupve und Stolberger Zink erfahren wir von zuständiger Seite, bah derartige Behandlungen zwar geführt werden, obre roch nicht te ton: fütlge- 'chatten ’eim dah schon etwas Dekmirives getagt werden tonn# Jeden talls handle e» llch nur um eine geplante Zusammenfassung der gleichaNigen Produktion der beiden Gruppen, die Gerüchte über damit verbundene etwaige Kapte taUran«afi Ionen seien nicht zutreffend • Daimler-Benzwerke. Uebtr dte Gründe hir die Arbeiiszeitverkürzung bei Daimler-Benz wird mitgeteilt. Die Direktion hat al« Grund für Einschränkung der Arbeitszeit angegeben bah die derzeitige Produktion de« Werkes mit dem Absatz in den Wintermonaten nicht im Einklang stehe, und deshalb die Monatsproduktion bi« auf weitere« etwa» eingeschränkt werden müsse um nicht zu grobe Borräte fertiger Daren iu bekommen, eine Wahregel welch« al« porubergebenb anzufehen fei und nicht bloh von den Konzern-Werken der Daimler-Benz A.-G. sondern auch von vielen anderen deutschen Automobilfabriken ergriffen werden muhte und sogar vielfach vor Monaten fchon ergriffen worden fei. Auf die Gegenfrage de« Betriebsrates, ob nicht die Banken zur unveränderten Durchführung der gesteigerten Produktion Kapital bergeben würden, erklärte bie Direktion, dah man den Banken nicht zumuten könne, Geld in die Fabrikation von Borräten zu stecken. Die Mahnahme der Daimlcr-Benz-Werke fei alfo eine natürliche und wirtschaftlich notwendige frankfurter Börse. Frankfurt, 7. Jan. Tendenz freundlich. — Zum Wochenschiuh war die Stimmung weiter freundlich. Da» Geschärt blieb, wie an Sams tagen, klein Bon privater Seite war di« Beteiligung sehr gering. Auch die Spekulation verharrte in Zurückhaltung Gröbere Abgaben wurden jedoch auf keinem Markte vorgenommen, so dah sich die Kurse gegen die gestrige Abend- börfe wenig veränderten und Im allgemeinen b e - beugtet blieben. Rur auf einigen Spezialgebieten war die Umsatztätigkeit etwas lebhafter. Die gestrige Herabsetzung de» Berliner Prioatdiskontes regte etwas an, mährend der bevorstehende Äonfurren.p komof zwilchen der Standard-Oil-llvmpany und der I. G. Farben auf dem Benzinmarkte zur Zurückhaltung mahnt«. Für Freigabewerte zeigte sich etwas Intereste, so dah bk Kurse um 2 Proz. anziehen konnten. Scheideanftalt plus 4 Proz. Stär fere Nachfrage zeigte sich nach Daimler auf die Erklärung der Verwaltung, dah di« Produktions- Einschränkung nur saifonmähig bedingt fei. Der Kur» von Daimler zog um 1,5 Proz. an. Montan- werte blieben überwiegend gut behauptet. Rur Mannesmann lagen auf Realisationen 1,5 Prozent schwächer. Elektrowerte blieben vernachlässigt, lagen aber überwiegend fester Am b e I m i • sch » n Rentenmarkt war da« Gefmöft still. Deutsche Anleihen etwas behauptet. Im weiteren Verlaufe fchruinpfte die (tzefchöftstätigkeit zu- lammen und bi« Kurse bröckelten um Bruchteile eines Prozentes ab. Für Daimler und Schiss- fahrtswerte zeigte sich weiter Interesse. Am Geldmarkt stellte sich Iaae»gelb aus 4,5 Proz. bei weiter reichlichem Angebot. Im Devisen- verkehr gab die Reichsmark weiter nach, der Kurs stellte sich «gen Kabel auf 4,1995, gegen London auf 20,482, London gegen Kabel 4,8750, Pari» gegen London 124,08, Mailand 92,45 Madrid 2835. Berltnc. Börse. Berlin, 7. Ian. Die heutige Börse tft eine ausgesprochene Samstogsbors«. Wie schon im VarmtUag»oerkehr, lagen auch zu Beginn der Börse bei den Banken kaum Order» vor. Man vermihte heute auch Destdeutschland am Markte. Die Stimmung war zwar nicht unsreund- lich, doch zeigte sich eine unverkennbare Z u - rürfbaltung. Anregende Momente lagen mcht vor. Die gestrige Aufsichtsratssitzuna bes «tahlver- ems brachte nichts Positives über die Ausschüttung filier Divibenbe, doch rechnet man in gut unterrichteten Ärcifen bestimmt damit. Die Nachricht, dah die neuen Emissionen von Klcckner und Köln Neuejjen vollkommen plaziert feien, blieb ohne leben Einfluh Der nahende Medio machte sich schon bemerkbar. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4,5 bis 7 Pro zem reichlich angeboten, Monalsgeld 7 bi» 9 Proz. Warcnwechfel 7 Proz. Die * ersten Kurf« zeigten gegen acfiern Schluh feine gröberen Deränderun gen. Schwankungen nach beiden Seiten konnten sich im Rahmen von 1 Proz. halten, doch überwogen die Abschwächunaen. Stärker gedruckt waren Bem- dero, niinu» 9 Proz., und Berliner Handel, mlnu» 2 Proz. Ilse konnten 3 Proz. anziehen. Daimler trotz der Meldung über eine Produktionseinschran- kung plu» 2 Proz. Deutsche Anleihen ruhig und freimblid). Ausländer, vor allem Türken, weiter besestigt. Pfandbriese ruhig. Im Verlaufe wurde die Tendenz, ausgehend von Freigabe- werten, etwa» fester. Gegen Ansang konnte sich da» Kursniveau um 1 Proz. heben. Berliner Handel plu» 8A Prvz. Polyphon plu» 5 Drev Später war die Halnmq wieder etwas adgefchwächt und teichi nachaebend. Berliner Produktenbörse. 8e r l ie , tz. Ion IN« SueUnöoftenen für Bei- z«n und Roggen lauteten wieder etwas entgegen- kommender doch war bi» |ur Bcnchlabfafjung von Abfchlüsien nicht» yi hören, vom In lande iwert reich, lidtew» Ängtbot von Vrotgetveid« vor, bie Offerten u»ren «richedenUich eine Mark ermäßigt, trotzdem bekundeten bi« Muhten aber nur für gute Durch jchniuowave und auch *ür beste re» Matenal mir Sange» Kaufmtereste. da dte Klagen über den Rechten Mehladjatz anhaUen. Auch am Lxferuna»- morfte bestand wenig Untemehouingslust. die Pre<>< bröckelten leicht ab. »«izenmebl ist »ersch»«- deutlich von den Mühten 25 Pfennig biüiger an«, boten, bas Stichäft erfuhr aber dadurch kein« Be- tebung. Roggenmehl ist w gestrigen Preifen eameni- von den Prootnzmüylen reichlicher offeriert. Das Haferangebot rft zwar mahia grbiieöen bie Kauflust des Kon'umr hat sich aber beträchtlich wrd* Einige Um,ätz« erfolgten in Geibdaser Nir Rech rrung der Proviantämter. Utedte hat fitUe» Gafchäte. Bneskasten der Redaktion. iRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) DJ. C. Hl. Die Adreste einer solchen Versicherung ist un» nicht bekannt. Letzt« Nachrichten. Zum Marburger Morb. Marburg, 7. Ian. (DSR. Drahtmeldung.) Der an der jährigen Frau Anna Müller au» der Deidenhauter Strahc verübte Mord scheint sich aufaeflärt zu haben. Al» der Tat dringend verdächtig ist ein Insasse der hiesigen Landesheilonstalt, namens Alois Z e n s, ein älterer Monn, der schon mehrer.' Schadeloperationcn hinter sich hat, s e st g e n o m men worden. Die Staatsanwaltschaft hat folgend«- Feststellungen gemacht Die Leiche wie, bei der gestrigen Betrachtung jurchtbore vertetzunaen an Äil», Unterleib und Schädel aus In der Rah« des lab orte» wurde eine Gartenschere ausgefunden, die aus dem Bestand der äonbe»be. katholische Gemeinden. SomslaL den 7. Januar. Giesten. 1.30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, den 8. Januar 1 Sonntag noch Epiphanie. Giehen. 6.30 Uhr Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9 Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 2 30 Feier de» Kindheit Jesu-vcrein»; 5 30: Vesper mit Segen. — Gründers 9 30. Messe mit Predigt — Hungen. 17.30: Andacht — Caubad). 10; Messe mit Predigt.— Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt. Eo'nian»n-, .ft >. !i«r-u *. *1p0(b-f«n 1 n K 1 W. Frau Dt. TI(irr. Mr. Neumann. -Itelifnnnoothrft. 'nhnnnt: l‘r. '»«ertbelm ***D Sei Korpulenz oder Veranlagung IUM «Fettansatz roten wir in der flroibrte G»amm Toi da Ätrne ui la iten. bl« unldjätihite. bnbn w,i k- la ine. den «Xcitanloü reduzierend« Ltoite enihalien Datum: t’ *»Kb*ontfite v inr 11 Im 16U< «lull mu ■ u*4»l -tetxtun «•.‘Ä.T’ÄütlW unhunter >U itn •*y • «tetnii* 6»0 -ftent 9ieu .do dpi IDE «» ipl-ftu.i;e.C6 '•eenoiirn nidutita« ie. «m «iii Hft r . Untfjti'it« ®ot»tlt A.llneaiUitf e«04i#t u Itlv *** M«jl con-ini Mi»u«i tit luit e l»|| *t lu<< FaaMPHin-lMi » «w I <* MMl tert« 11 *. 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