'lei. intern. 1 «önifltttu t, takelte», tn ^alleren Jfo*. ui h2* Ue. Dn fctn r otil im Dai^ *6elem 4 l^ung J** Vj nl*n A« *N®4» ??*■ °äch, tü”8«nT' y$S £ Ä '2uKri^j i- gesucht börse. iSt\3“ JW Vj1 22,15; eiT Lj»; 5T**a. inkspnch., -<-i 'g und acaokt' 2/rbriitr bt^' Bekämpfung ta und floil)< «n, VwWw 8öttä)ttn chzei dstiUung IV, durch Lersichnr, Jrou. Sunflpru^) 3e »neidmühl tourte xiteti fron ihm, Hödel und änm telunben Dtt )öhevvnZ0üM lutnbt Ufttbt. ßauenbutg ii Oflef tourten b< röder scheu ub ■ang vom Dog,' . jkr auf bett iteti erlitt gleich tit Wtbt vei Kehletir« tet tourte. polotgeblrl. |!i erfläric. einer Ige, dem 6m ter» nagtnlur ter coto- orschungen im >»t nichts »ehr Hauptarbeit wie )cstem abend vef m, um die Flug» Drzuberciten. totem Flugzeug w chien. i in Berlin. I jinffim*1 *" tn SB”*5 "7 ftt I. l"11’ «»a6l"£-- '^y0cüttinl<:___ rt.I* 111,00 M,18 i.W Hl.»» #0.» 0.« 11.** 71.N g 'J. 58.^ lll-l Ul.« lv-r io>? «.•8 30.3»» <.i^ । jjy 61.» $ 0,05* S« l.rtt ?J.e- Ä ?iS I «Ä | rs »' $.* ui.* Ä 5:S 11.« s>. 1,11' fc* 0,1* ?s Ä U.J i> ♦’S ‘■2 kj Ä Ä *! In Bkwn ör. 210 (totes Blatt 118. Jahrgang Vonnerstag, 6. September 1928 rrich«1>l lüglich,scher Soimtag* ul 5«i«lGg». 6etiefcn. Elche»« JaanBcaNitlej öetmai h* Dlld Die Schott». Kniii'BrpWHli; 2 Rnchoarli exb 20 9t,i*»ftnnriq für Trägt*, loh», auch bei Richter- Kernen ehqelR«5himmmi folg« höherer ®alL 3«rn|pttd)an|dblllhi 61. M »nö 112 WnHbrtf! fti Drohn,«ch- ri*ten Injriqer »Ich«. ptlWeflog»; gnnrtincm mein lim. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen ümd eet Dtrlaf: VrRHI'sch« U«w«rsilLls.B»ch. iwö Stetirtnutrrti B. taiy ti Stetzeiu Sdfrtftitthnig i»d AtschSftsftrle: 5chiU»ratzr Z. Im|»t m Injeiari fit die lagctnumn-tr t>x» ;u» RachmiLag vorher. Prell fir | ■« W< eSnjciacn von 27 mm rtte örtlich 8, aufwärts 10 Relchspsenmg. für Vf hlamtunitigtn von 70mm Bren, 35 Rrichspsrtmig. Platzvorschnfi 20*. mehr. LhefredalUt« Dr. Stiebt. Wilh Lange. Derantwcrüid) für Voknh Dr. Sc Wilh Lange für S«wiBeton Dr H.Thyrrot, fir ben übrigen Teil Ernst Blain schein, für den 3n» leigenittl Äurt ßiDmanx, sämtlich in Eichen. Wahlkampf und Wellpolitik. 3n der deutschen und eutovälschen Oeffentlichkett Ht die !Rei|e bee amtrifanl|cbtn Staatssekretär» Kellogg noch Dublin vor seiner Rückkehr nach Hmerifa ziemlich unbeachtet geblieben, obwohl da» ttreigni» seht viel flufmerffarntelt verdient Hütte. Die Rontrooerfe zwilchen den Bereinigten Staaten aus der einen, Frankreich und England auf der andern Seite über die M a - rineabrüfluna und do» zwischen den beiden Weskmächten getroffene Abkommen nimmt dauernd en Schärfe zu Man kann heute bereit» mit vollem Hecht von einer nicht unbeträchtlichen Spannung zwischen A m e ri t a und England sprechen. do man in den leitenden Kreisen der Der« einigten Staaten In England den Urheber de» Abkommen» mit Frankreich erblickt und sich in gewissem Sinne von England im Stich gelassen fühlt. 5n diesem Licht betrachtet, gewinnt die Reise Kel- loog» noch Dublin zur Betonung der Freund- schoft zwischen Irland und Amerika im Gegensatz zu England eine politlMx Demonstration, wie man sie bisher kaum se erlern hat, zumal sie noch dadurch verschärft wird, doh der amerikanische Staatsmann aesNssenllich an London vorbei- gefahren ist. E» must den Engländern w,e Hohn in die Ohren geklungen haben, als ihnen miigetcllt wurde, -toatssekretör Kellogg müsse auf den früher geplanten Besuch in London verzichten, da ihm der amerikanische Wahlkampf keine Zeit mehr übrig lasse. Hierdurch wird noch ein anderes Licht auf die Hiner Reise Kellogg* geworfen Es tft richtig, dost der Kamps um me amerikanische Präsident» Schaft ui den nächsten Tagen mit voller Schärfe tbrennen wird, und dast Kellogg Wie jeder andere republikanische .Führer notwendig sein wirb, len für den repudlckanifchen Kandidaten Hoover einzutreten Um die Bedeutung des Dubliner Besuchs voll zu würdigen, »ergegenwärtige man sich die augeildlickliche Situation in Amerika. Hoovers demokratischer (Stegner ist der Sohn .ndever, Smith Wie alle Südiren ft Smith überzeugter Kat hol ck und auf seiner Seite find daher me Liren, die in Amerika sehr ohlreich nicht mir, sondern auch sehr gut und eft organisiert sind, auf Smiths Gelte zu finden, zumal sie selbst auch durchweg katholisch sind. Ulan must allo in der Reise XcTtogg* einen nicht ungeschickten Versuch erblicken, für Die herrschende Partei, alfo für Hoover, auf dem Umweg über das Mutterland irische Sympathien zu werben. Ob dieser Versuch geglückt ist und ob sich ein nennenswerter Teil der Oven tn Amerika auf diese Weise zu Hoover hinüberziehen lallen wird, nrust abgewartet werden. Darüber wird wohl erst der Ausgang der Wahl am 6. November entscheiden. Dost die Republikaner durch die Stärke, die der demokratische Kandidat bisher cniwickett Hot. einiger- masten in Sorge versetzt sind und dast sie in der lat jeden einzelnen Heiser herbeiholen, geht aus einem anderen Umstande hervor. Soeben hat sich end) der amerikanische Botschafter in Berlin, Dr. Shu rin an, nach Neunork eingeschisft, um drüben Wahlreden yi halten. Wie Kellogg die Iren, fa soll Shurmann die deutschen Wähler be- . Weiten, und man must zugestehen, dast dafür kaum eine geeignetere Persönlichkeit zu finden wäre. Äotfchofter Shurman hat sich in Deutschland so ungeteilte, allseitige Verehrung und Hochachtung durch s«n zugleich warmherziges und taktvolles Eintreten für deutsches Wesen erworben, dast das notmen- digerweise auch noch drüben abfarben must. Man i-arf daher mit besonderer Spannung der Haltung der deutschamerikanischen Wähler entgegensehen, wobei von vornherein nachdrücklich betont werden fall, dast man in Deutschland auch nur den Schein thee Versuches, sich irgendwie in den amerikani •eben Wahlkampf einrnischen zu wollen, aus» peln- Hälfte vermeiden must. Die mutige Stellungnahme non Smith Legen die Prohibition bat ihm zweifellos grobe enmpothien bei den deutsch amerikani- •chen L^ahlern erworben, und Botschafter Shur- man steht vor der nicht leichten Aufgabe, dagegen avzukämpsen. Die Vertretung der deutsch-omerika- ivd)en Organisation, bc» Steuden-Bunde», bet an bc*c Präsidentschaftskandidaten bestimmte ttragen über ihre Stellungnahme zur Prohibition Jitb zur Einwanderungsbeschränkung gerichtet und tourtet die Antwort ab. 3m allgemeinen kümmert lich bi« groste Utaflc d«t amcei', iNischen Volles renweifdt Wenig um rihenpolittsche Fragen. Trotz der vielen 'Amerikaner, die alljährlich nach Europa kommen, ha! ren drüben von europäischen Drngen und Verhältnissen im besten Fall eine sehr oberllächliche "nd mangelhafte Kenntnis. Um so eifriger sind dann die Athver beider grosten Parteien bestrebt, tie verschiedenartigen Elemente aus allen Rationalitäten durch mehr oder minder geschickte Her- Erhebung der wirklichen oder angeblichen Verdienste dieser Teile des VöllergemilchS an der Entwicklung des Landes zu gewinnen Wie Kellogg mit seinem Veluch in Dublin also zwei Kte-gen mit einer Klappe zu schlagen versucht tet. ko soll Shurman die Deutsch-Amerikaner fir Hoover eirmetenen und so werden italic- "iche, llawifche. jüdische Führer vorgelchickt. um ii ähnlichem Sinne zu werben Hier spielt allo, fmn auch nur mittelbar unter Veiieirelallung nunter Fragen doch die allgemeine Welt- 20i:tit eine nicht unbeträchtliche Ärflc an ameri- knischen Wahlkampf. Das ArSeiisschutzgeseh. Berlin, 6. Sept. (Priv.-Tel. des WTV.l Jnt Reichsarbeitsministerium steht die Frage des Ärbeitsschutzgesetzes erneut im Vorder- Oie Genfer Rheinlandanssprache Hai begonnen. Oer Reichskanzler bei Vriand. - Weitere Besprechungen mit den Besahungsmächien. _ Es belteht immerhin die Möglichkeit, dast die Franzosen, um ihren guten Willen zu zeigen, bei den Derhcuidlunaen über die Rheinlanb- räumung die sofortige Räumung der zweiten Zone anbieten. Die Mögllchkeit. mehr noch nicht. Denn ter Rach richten auch auS der Umgebimq Poincari S widersprechen sich derartig, dast noch nicht zu übersehen rft. ob dahinter die ernsthafte Absicht, ober mehr ein taktisches Manöver stehl, daS nur darauf berechnet ist. Zeit au gewinnen, und bk ganzen Verhandlungen sich fchl restlich tot lauf en zu lassen. Mancherlei lprichl gerade vmn sranzöfrschen Standpunkt für ein derartiges Angebot. SS würbe die endgültige Räumung nur ein Zahr nach vorn schieben, würde auherdvii in Amerika einen ausgezeichnete Eindruck machen, well eS dort als ein Beweis für die Friedensliebe und den Derständigungswlllen Frankreichs sich interpretieren liehe. Und das macht lich dann später bezahlt, wenn Frankreich bet ter Rückgabe ter dritten Zone einen um so höheren Preis verlangt. Die zweite Zone ist ein eigenarttgeS Debilde. Sie beginnt an brr beutfcb-belgi eben Q>rerar, xmb wie er m ter Unterredung mtt Dr Strefemann in Paris zum Ausdruck gekommen ist, in keiner Weif« geändert hat. Driand wird diesen Standpunkt bei ten kommenden Besprechungen ter Besatzungsmächte mtt ten deutschen Delegierten voraussichtlich von neuem barlegen. In ter Angelegenheit ter Rteinlanbfraae erklärte im Lauf« des Abends Driand einigen französischen Journalisten^ 3m Gegensatz zu anderslautenden Derüchtcn hätte in seiner Unter- tvhung mit dem deutschen Reichskanzler Müller keineoffizielle Derhandlung über die Rhernlandfrage stattgefunten Deutschland hab« aber zweifellos nach den Bestimmungen des Dersalller Dertrages ein volles Recht, in Derhandlungen hierüber einzutreten. England passiv,aberwoh!wol!eud Landon, 5. Sept. (TU.) Der Genier Sonderkorrespondent des ,.E v c n I n g Standard" will van gutunterrichteter Seite erfahren Haden, dast sich Entwicklungen von großer Bedeutung im Zusammenhang mit ter Besatzungsfrage anbahnen. Auf englischer Seite fei man über ten Gang dieser Besprechungen genügend unterrichtet, und der britische Hauptdelegierte Lord C u s h e n • dun habe auch dem Ministerpräsidenten B a t b • id i n in Air-les-Boms informiert. Eine aktive Ralle werte die britische Delegation nicht spielen, sondern sich auf eine passive, aber wohl wollende Haltung gegenüber den deutschen Anstrengungen beschränken. Die sympathische Einstellung ter britischen Regie- rung für die (Befamträumung wird auch bei dieser Gelegenheit wieder betont, wobei allerdings zu beachten Ist. dah der „Goening Standard" ol» eine) der Organe des Beaverbrook • Konzern» stärkere faniinentale Bindungen brr englischen poüiif ablchnt und damit auch eine Llieruna n* sie da» Flottenabkommen repräsentiert, entschttden verwirft. Seipels Besuch beim Reichskanzler. G«ns. 8. Sept. lTU I Zu ter Untcrredung zwckchcri Bunteskanzler Dr. S« i p« l und Reichskanzler Müller verlautet von unkrr.4>:ctct Selle, dah Seipel dem Reichskanzler Mitteilungen über seme verschi«denen Unten c>ungen in den letzten Tagen gemacht, Hobe. Es sollen die Bedenken erörtert Worten sem. die von sranzösischer Seit« gegen die Propaganda für di« 2nschluftbew«gung geltend gemacht werten; w rtfchaftllche fragen dagegen sollen kaum berührt worden se n obwohl naturgemäh dos österreichische Anleihe- begchren mitbehantell Worten ist. Man erwartet, dast Dirnteskanzler Seipel am Donnerstag eine weitere Unterredung mit Staatssekretär v. Schub« r t haben wird. Seipels Problem m Gens. Eigene Drahtrneldung des ..(Siebener Anzeiger»". Berlin. 6. Sept. Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel ist diesmal pe^önllch zur DölkerbundStagung nach Gens gekommen. und er hat dort an einem ter ersten Tage bereits mit Driand konferiert. 'Dafi es nicht Reugier ober gar Die Freute an derartiger Konferenz ar beit ist, die den mit vielen und schwierigen Aufgaben belasteten Ehes der österreichischen Regierung zu einem Ab Deichen von ten bisherigen Gepflogenheiten veranlaßte, sich in Gens durch ten Derner Gesandten und allenfalls ein einziges Kabinettsnntglied vertreten zu lallen. Ikgt auf ter Aanb. Di« Kommentare, besonders in ter AuSIanopres e. haben daraus htngcwie'en. dast Oesterrvich feit zwei 3ahren eine Zusatz- a n le i 6« zu feiner DölkerbundSankeibe anstrebt, und dah im Zusammenhang damit Oetterreich Gewähr dafür geben müstte. daß es sich den DertragSbeflimmungen nicht widersetzen wolle, die ten Anschluh verhindern. Angesichts dieser Andeutungen ist es vielleicht zweckmäßig, auf die Ausführungen zurückzugreif» n, die Bundeskanzler Dr. Seipel selbst am 27. 3uni dieses Jahres im oftereichischen Nationalrat gemacht hat Damals war er von den Sozialisten wegen der wirtschaftspolitischen Pläne interpelliert worden, die auf der kurz zuvor abgehaltenen Bukarester Konferenz der Kleinen Ent-nie entwickelt worben waren. Dah diese wirtschaftlichen Plane letzten Endes auf eine Donaufoderation, und zwar unter Führung ihres Burldmpfcr j Dr. B e - nefch, hinauslaufen und in der Konfeaueuz bei ihrer Berwirklichung dem Anfchluhgcdanken verhängnisvoll würden, ist dabei als allgemein bekannt unterstellt worden, zumal es auch die Auhenminifter der Kleinen Entente absichtlich in einer Reibe von Preffeäuherungen klorgestellt haben. Dr Seipel hat sich nun feinerfeits bei dieser Gelegenheit in einer Form, die au» seiner früheren auherordentlich vorsichtigen Stellungnahme zur Anschlußfrage nicht immer Hervorging. für den An- fchluh ausgesprochen. Denn er hat erklärt: ..Rlemals werben wir glauben, dah die mitteleuropäische Frage gelöst ist, wenn der grohe Staat, der das eigculliche Nilleleuropa au»- Minister Grüner eine Antwort erteilt, in der es der „Voss. Ztg." zufolge u. a. hecht: Die bisherige Verteilung ter Truppen kann nicht als zweckmähig angesehen werden. Aus militärischen Grünten ist eine Zusammenlegung getrennt liegender Truppenteile unvermeidlich, die ihrerseits eine Verminderung der Standorte zur Folge hat. Ebenso wie kurz nach dem Kriege müsse daher auch in den nächsten Jahren aus einer Anzahl von Städten die Truppen gezogen werden Daß davon in der Mehrzahl kleine Städte betroffen werden, hat fernen Grund darin, dah die Kasernen den Anforderungen nicht g e • mäh sind. Die Härten sollen aber dadurch etwas gemildert werden, daß die Truppenzusammen Ziehungen auf mehrere Jahre verteilt werden. Oie englisch-französischen Herbstmanöver. WSR. Koblenz. 5. Sept Die Obe rm o- s e 1 und die Eitel stehen seit gestern ganz im Zeichen ter gemeinsamen englisch-sran- »Ssischeu Herbstmanöver. Die französischen Truppenteile ziehen in grosten und ausgedehnten Kolonnen auf daS in ter Westeitel sich befindliche Mansverfeld. Die Eifelbewohner leiden schwer unter den Ein- quartierungen. Belegungen mit 100 Marrn und mehr und Pserteo. für kleine und kleinste Dörfer find keine Lrltercheil DaS Manöver faxtet im Zusammenhang mit ten längs der französisch-deutfchen Grenze auf französilchvn Boten llch abfpiclenten großen französischen Herbftmanövern statt. Die eng- i-.’dxn Truppen, die an den Feldübungen ter Besatzung Sanne« tei Inehmen sollen, sind aus der Wiesbadener Besatzunaszone ab gerückt Sie Werten mit den sran.)öl.schen Truppen bis Mitte September gcmetnlamc Hebungen veranstalten und dann über Wiesbaden in das englische Manövergebiet im Taunus abtranspor fiert Werten. Abg. Oingeldey bleibt LandesvorsitzenderderO.D.P. Bon der Landesgefchäftsstell« ter Deutschen Dollspartex in Hessen wird unS geschrieben 5h« Mitteilung, daß Abg. D i n g e l d e h seinen Dorsitz in der LanbtagSfraktivn nieder gelegt hat, gab einem Teil ter Presse Veranlassung zu ter Aullassung, dah damit Abg. Drngesteh sich über kurz oder lang aus ter hessischen Politik zurückziehen wolle. Dkfe Ausfällung ist irrig; Abg. Dingelbet) bleibt, auch wenn er eines Tages das Landtagsmandat niederlegen wird, Landesoor- sitzender der D. D. P. und als solcher immer noch aufs engste mit der hessischen PoÄlik verbunden. zumal er in seiner Tätigkeit aiS Reichstagsabgeordneter ten größten Wert auf eng« unb dauernde Fühlungnahme mit ter Wählerschaft legt. Er denkt auch nicht daran, feinen Wohnsitz etwa nach Berlin zu verlegen, sondern wird nach wie vor in DManstadt wohnen. ffidL ber. Deutsche Reich, bei dieser CSfong nicht mit dabei ist." Er bat sich weiter dagegen verwahrt, daß Oesterreich einem wrtschaftuchrn System angehöre, das von der Kleinen Entente ausgehe. Hnb er hat im ganzen, in der chm eigenen diplomatischen Form doch unzweideutig für Oesterreich die Entschluhfretheit gefordert: di« Lösung seiner unhaltbaren Zustände an* zunehmen, die sich ihm bietet, also auch und vor allem die Lösung eine- Arrichlusse« an Deutschland, wenn auch m diesem Zusammenhang damals nur von wirtschaftlichen Dingen die Rede war. Dr. Seipel ist der Sprecher der Christlich-Sozialen Partei und sticht als solcher in einem gewissen Gegensatz zur großdeutschen unb zur sozio ldemotratrschen. die bÄde entschiedene Vorkämpfer deS Anschlusses sind. Wenn er trotzdem bei der erwähnten Gelegenheit gezeigt hat, bah nach seiner Ueberzeugung eine Lösung des österreichischen Problems ohne Deutschland gon; ausgeschlossen ist, so wird man darauf vertrauen dürfen, dah er auch in Genf einen Standpunkt vertritt, der diesem Gedankengang entspricht. Man wirb freilich gefaßt sein müssen daraus, dah die nicht- offiziellen Besprechungen. die zum Teil einen streng vertraulichen Scharotter tragen, in entstellter Form in einen Teil der großen Ausland- presse behandelt werden. Denn dos Wunschbild der Franzosen und der Klemen Entente ist nun einmal die dauernde Verhinderung deS Anschlusses. Zu diesem Zweck fälscht man spon- tcme Kundgebungen des Dolkswillens, wie beim Wiener Sängerbundes fest, in Veranstaltungen ber deutschen Propaganda um, und zu diesem Zweck wird man auch versuchen, die Anwesenheit Dr. SeipelS in Genf in einer Form auszunutzen, die amtlich nicht dementiert werden kann. llmLhamberlain und dirkenhead London, 5. Sept. (WTD.) Der Amtliche Britische Funkdienst teilt mit; .Daily Mail', .Daily Expreß" und verschiedene andere Zeitungen fahren fort, die Möglichkeit zu erörtern, dah Sir Austen Chamberlain aus Gesundheitsrücksichten z u r u ck t r i t t. 3n amtlichen Kreisen wird darauf hingewiesen, dah derartige Gerüchte keine Begründung haben, außer der Tatsache, dah Sir Austen Chamberlain kürzlich nach einer langen Periode angestrengter Ar- beit ernstlich erkrankt war und daß er noch außerordentlich schwach war, als er vor kurzem (Snglanb zu einer Seereise verlieh. Indessen erwartet man zuversichtlich, dah Chamberlain dank der vollständigen Ruhe und deS Wechsels, die ihm seine Reise verschafft, bei seiner Rückkehr im Spätherbst fähig sein wird, seine Tätige keit im Auswärtigen Amt wieder aufzunehmen. Zu den Zeitungsnachrichten, wonach der Staatssekretär für Indien, Lord Birkenhead, beabsichtige, zurückzutreten, um eine Stellung im Wirtsck^lftsleben zu übernehmen, erfährt der Amtliche Britische Funkdienst von der Leitung der Konservativen Partei, dach ihr von solchen Zukunftsabsichten Lord Birkenheads nicht« bekannt sei. „Morningpvst" rechnet aber nach wie vor damit, dah Lord Birkenhead bald nach Rückkehr des Königs von seinem Herbsturlaub zu- r u ck t r t t t und eine Stellung in einem großen Zeitungskonzern übernehmen wird. Sein Aach- folger werde vielleicht Lord Peel sein. » Internationaler i Buchdruckerkongreß. Köln. 5. Sept. (WTB.) Der Zweite Internationale Buchdruckerkongreh, der aus Einladung des Deutschen Buchdructerver- eins in der Zeit vom 5. bis 9. September im Rahmen der Internationalen Presseaussdellung hier stattfindcl. wurde beute vormittag mit einer Eröffnungsfeier in der Festhalle der Messe eingeleitet, lieber 20 Buchdruckcrorgani- sationen aus aller Welt, u. a. auS England, den Bereinigten Staaten, Belgien, Dänemark,' Italien, Iugoslawien, "Norwegen, Oesterreich, Polen, Schweden, der Tschechoslowakei, der Schweiz und aus Ungarn sind vertreten. Der Vorsitzende de« Deutschen Duchdruckerver- einS, Rudolph Zickfeld, hieh die Anwesen- den willkommen, u. a. namentlich den Vertreter der Reichsrcgierung, Reichsminister des 3nnem Scvering, die Vertreter der Länderregierungen und der Stadt Köln. ZReid^miniffer des Innern Severing dankte dem Dorsihenden für die freundlichen BegrühungSwvrte. Die Reich« regierung habe an den Verhandlungen des Kongresses großes Interesse. GS gelte zunächst der technischen und beruflichen Entwicklung de« Buchdrucker slandeS. Die ReichSregicrung hoffe, dah die ausländischen Gäste auch von der Internationalen PrelleauSstellung Anregungen mit nach Hause nehmen werden. Gelte e« aber lediglich. diese« Interesse zu bekunden, so fuhr der Minister fort, bann stände ich nicht hier, sondern mein .Kollege vom Reichswirtschastsministerium. Ich habe alS Vertreter eines politischen Ressorts besonderes Interesse an den Zielen der Vereinigung. die sich auf die Zusammenarbei t der Völker beziehen. Da muh ich sagen, dah die Rrichereglcrung cv auherordentlich begrüht. wenn möglichst oft und zahlreich Manner Zusammenkommen. um vom 3rieben zu sprechen, von dem man nie genug sprechen kann. Wenn in den letzten Tagen in Paris die hervor» ragendsten «taalomanner aller Nationen zusam» mengekommcn sind, um ihre Unterschrift unter einen Krieg sächtungspakt zu setzen, so darf ich auch heule w.edcr betonen, dah das ein Akt i'On allergrösster politischer und kultureller Beden hing war. '21 ber ein Werk der Staatsmänner ist Stückwerk, wenn es nicht getragen wird von den Völkern selbst, und deshalb begrüße ich cs, dah berufliche Vereinigungen auf nationalem Boden zusammenkommen, um sich international zu verständigen. Welcher Stand märt m dieser Einsicht in seiner Bedeutung für die Völkerverbrüderung wohl berufener al» da» Buch- und Z e i t u n g s • druckgcwcrbe. Die Jünger der schwarzen Kunst sind, wenn sie willen» sind, auch imstande Wegbereiter einer helleren, einer lichteren Zukunft zu sein. Das möge das (EraebM- Ihrer B.'-aiu, .ai jein und in diesem Sinne begrübe ich Sie Herst,chit Generaldebatte im Völkerbund. China und Europa. - Das Abrüstuogsproblem. Genf. 5. Sept. (DB.) In der heutigen Vormitta gsfitzung der DSlkerbuudsver- s a m m l u n g konnte nach dem geftrigai veraeb- kchen Versuch des Präsident« mit der Generaldebatte begonnen werden, die vovrus- fichtlich die ganze Woche ausfüllen wird. Die Debatte wurde von dem Führer der chinesischen Delegation, Wanaklngkh. dem Gesandten in Brüssel, eröffnet, dem der Holland sche Aichen- mrnister Beelaert« und der frühere fchwe- di/che Außenminister Linden folgten. Der Saal hatte sich nur langsam gefüllt, war aber beim Glockenzeichen des Präsidenten fast hoüftänbig besetzt. Der engllsche Dichter Bernhard Sb ato wohnte auf einem Ehrenplatz zum ersten Wal« einer Sitzung der Bö llerbundSvers ammlung bei. Oer chinesische Hauptdelegierie behandelte nach einer Würdigung der Arbeiten des Völkerbundes die Frage der Zusammenarbeit E h i n a s mit dem Völkerbund einerseits und mit den fremden Staaten andererseits. Gr erinnerte an die sympathischen Worte, die Ratspräsident Prvcope in seiner Eröffnungsrede an China gerichtet hatte und versicherte, dah diese Worte In seiner Heimat den besten Eindruck Hervorrufen, die Kritik beschwichtigen und die intellektuellen Klassen Ghina« enger an den Völkerbund anschliehen werden. Die chinesische Regierung habe keinen lebhafteren Wunsch, al» an ber stelbewuhlen Friedensarbeit des Völkerbundes immer enger mil- zuwirken. Allerdings, so führte er -um Schluß auS, mühten noch einige Aenderungen in unseren wirtschaftlichen Beziehungen mit gewissen ausländischen Mächten erfolgen. Die Schwierigkeiten, um die es sich hierbei han- delt, würden bei gutem Willen leicht überwunden sein. Dre westlichen Länder würden in Lhina ein ungeheures Tätigkeitsfeld finden. „Ich bleibe der Lleberzeu- gung, daß auf dem Wege über den Völkerbund zwischen dem Fernen Osten und dem Abendlande ein Boden der Verständigung und Zusammenarbeit gefunden werden fann. Darauf sprach unter gespannter Aufmerksamkeit der Versammlung ber holländische Minister des -leutzern Beelaeris. Bei der Behandlung de« Abrüstungsproblems begrüßte er die Unterzeichnung des Kelloggpaktes und erklärte, dah Holland ihm beitreten werde Auch das Zustandekommen de« englisch-französischen Kompromisses über die Seeabrüstung werde einen glücklichen Emfluh auf den Fortgang der Abrüstungsarbeiten ausüben. Rach einer kurzen Würdigung der Dirtschafts- aftion des Völkerbundes und der grundsätzlichen Bedeutung der Konvention für die Aufhebung der Ein- und Ausfuhrverbote zur Verwicklichung der wirtschaftlichen Abrüstung ging der holländische Außenminister auf das Minderheitenproblem ein. Bei aller Anerkennung der Tätigkeit der Minderheitenabteilung setzt« sich der Redner für die Errichtung eines Ständigen Völkerbundsausschusses für Minderheitenfragen ein. Oer frühere schwedische Außenminister Linden behandelte fast ausschließlich das Abrüstungsproblem. Im Romen der schwedischen Regierung begrüßte er di« Initiative, die zum Abschluß de« Kelloggpaktes führte. Dadurch könne mir das Ariedenswerk des Völkerbundes verstärkt werden. Der schwedische Delegierte unterstrich dann die Störung in den AbrüstungS- arbetteu. 3n jedem Jahre feien neue Hemmungen fest zustellen und in jedem Jahre höre man mehr Einwendungen gegen die vcrwirNichung der Mbrüftung. Die öffentliche Meinung erwarte mit Ungeduld ein Ergebnis der Abrüstungsarbeiten, daS nach feiner Meinung durch das Zustandekommen des englisch-französischen Flottenkompro- misfeS erleichtert werden könne. Die Völlerbundsverfanrmlung vertagte sich hierauf auf Donners tagvvrtnittag 10,30 Ähr. im Namen der Reichsregierung und wünsche Ihrer Tagung den besten (Erfolg. Der zurzeit amtierende Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsoerlegcr, Kommerzienrat Neven Dumont, überbrachte die Grüße unb Glückwünsche dieser Organisation und betonte das völkerverbindende Ziel der Presse, das heute schon in so hohem Maße crreicht sei. Er sprach die Hoffnung au», daß der hier ausgestreute Samen aufgehen und reiche Fruchte bringen möge. Ein französisches Lnstfahri- ministerium. Paris 5. Sept. (WTD.) Der Kabinett«- rat, der heute nachmittag im Finanzministerium unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Pvincars zusammentrat dauerte von 16 bis 18 Uhr. Er war der Prüfung der Fragen gewidmet, di« durch die Ernennung eines Rach- f v l g e r s de« verstorbenen Handelsministers Dokanowski aufgeworfen sind. Der Kabinettsrat hat beschlossen, im Laufe des nächsten Ministerrates, der am 14. September in Rambouillet stattfinden wird, dem Präsidenten der Republik ein Dekret zur Unterzeichnung vvrzu- legen, das die Schäftung eine« Luftfahrtmiuisteriums vvrsieht und die Befugnisse dieses neuen Ministeriums festlegt. Bis zu diesem Zeitpunkt werde Marineminister Leygues interimistisch das Luftfohrtwesen und Landwirtschastsminister Q ucuiHet das Handelsministerium leiten, wie sie das bereits getan haben. Der neue Handelsminister wird in dem gleichen Ministerrat vom l4. September ernannt werden. Bi- zum 14. September werden die verschiedenen Dienststellen in den einzelnen Ministerien die Fragen regeln, die durch die Zusammenfassung der Luftfahrtbehörden in das Luftfahrtministerium sich ergeben, und die gegenwärtig vom Kriegsministerium, vom Marine- und vom Handelsministerium abhängig sind. Der Kabinettsrat hat außerdem beschlossen, die fünf Opfer der Flugzeugkatastrvphe dadurch auSzuzeichnen, daß sie in einer amtlichen Erklärung als diejenigen bezeichnet werden, di« sich einen großen Dienst um das Vaterland erworben haben. Oie Beisetzung Bokanowskis. Paris, 5 Sept. (WTD.) Auf dem Friedhof Mont-Martr« sand heute vormittag die feierliche Beifetzung des bei der Flugzeugkatastrophe bei Toul ums Leben gekommenen Handelsminister Dokanowski statt. Die Daisetzung erfolgte auf Staatskosten. Zu Ehren deS Toten hatten alle öffentlichen Gebäude Halbmast geflaggt. Unter den Dlumenfpenden befand sich ein im Hamen der Reichsregierung und ein von Botschafter Hoesch persönlich nieder- gelegter Kranz. Ministerpräsident P oincarS und die Mitglieder der Regierung, mit Ausnahme der in Gens weilenden Minister D r i • and und Loucheur und des erCran!ten KriraS» ministers Pain!ev6. sowie di« Mitgl ed.r des Diplomatischen Korps, darunter Do.scha e • von Hoesch und der Leiter der WirtschaftSabtei- lung der deutschen Dotichaft. Gesandllchaftsrat Doehle. nahmen an der Beisetzung teil. Oas kommunistische Volksbegehren. Berlin, 5. Sept. (WTB) Das Zulafsungs- verfahren in dem von der K o m m u n i st i - f d) c n Partei gewünschten Volksbegehren ift im (Bunge. Ver Antrag dazu ist von 5000 ^timmbcrechtiaten gestellt worden. Weitere Stimmen sollen noch nachgedracht werden. Der Reich» m i n i ft c r des Innern bat zu entscheiden, ob der Antrag zuzulasien ist. Ls ift üblich, daß da» Reich»kabinett hiervon verständigt wird Da» ift geschehen Gestern erfolgte im Reichsministerium des Innern eine kommissarische Besprechung zwilchen dem Reichsministerium des Innern und den beteiligten Ressorts, nämlich dem Reichswebrministe- rium, dem Reichsfinanzministerium unb dem Reichs- justi-mintfterium. Alle Ressorts traten der Stellungnahme bei, welche der Reichsminister des Innern dem Kabinett vorzutragen beabsichtigt. Wird der Antrag auf ein Volksbegehren zuge- lassen, so fd)ließt sich das E i n t r a g u n g s v ersah r e n an. Bis zum Beginn des Verfahren» soll eine Frist von 14 lagen laufen, die Eintragung»- frist beträgt ebenfalls 14 Tage. (Erforbetfid) sind ein Zehntel der bei der letzten Reichstagswahl Stimm- berechtigten. Damals wurden 41 Millionen Stimm- beteiligte ermittelt, e» müßten also diesmal un- er 4 129 000 Stimmen abgegeben werden. Die nunistische Partei hat seinerzeit 3 262 000 Stimmen aufgebracht, es fehlen danach also etwa 766 000 Stimmen, welche Zahl aus anderen Kreisen aufgebracht werden müßte. Kommt da» Volksbegehren zustande, so hat die Reichsregierung unverzüglich einen entsprechenden Gesetzcntwurs beim Reichstag einzubringen. Nimmt der Reichstag diesen Gesetzentwurf nicht an, so ist darüber ber Volksentscheid anzuberaumen. Der Reichstag kann auch ein neue» Gesetz beschließen, etwa ein solches, welches den Bau de» Panzerkreuzer» aufgibt. Dann würden zwei Gesetzentwürfe zur Volksabstimmung durch den Volksentscheid kommen. Für den Reichstags- entrourf würde einfache Mehrheit genügen. Der kommunistische Entwurf könnte nur angenommen werden, wenn sich die Mehrheit der Stimmberechtigten an der Abstimmung beteiligt, also etwa 201 Millionen. Die K o st e n der Rüchskasse hei dem letzten Volksbegehren über die Fürstenenteignung betrugen 798000 Mark, die Kosten der Schlußabstimmung 1,9 Millionen Mark. Oie katholische Aktion. Magdeburg, 5. Sept. (WB.) Der Degrü- tzungsabend der Kat h o li ke n t a a u n g fand heute abend im großen Saal der hiesigen Stadl- Halle statt, der festlich geschmückt war. Am Ehrentisch sah man neben den geistlichen Würdenträgern u. a_ Reichskanzler a. D. Dr. Marx, die Reichs- tagyübgcorbneten Herold und Ioo st. den preußischen Wohlfahrtsminister Hirtsieser. sowie zahlreiche Vertreter der ZentrumSfrcrkttvnen deS Reichstage« und des Landtage«. Rach einem Orgefoortrag sprach Nuntius pacelli über .Die katholische Aktion". Er führte nach einem Hinweis darauf, daß die diesjährige Veranstaltung in ei nein der größten Zentren der deutschen kathvliichen Diaspora stattfinde. u. a. au«: Die »Katholische Aktion" soll nach ber Idee unseres Heiligen VcvterS sein: Teilnahme der Laien am hierarchischen Aposto- lat. Die Katholische Aktion kennt keine allgemein gültige äußere Form. Sie schafft sich Ihre Form nach der jeweiligen religiösen unb kirchlichen Lage der Lander und Völker, freilich immer in bewußter grundsätzlicher Einordiumy in die hierarchische Gliederung. Was die Kathvltfche Aktion vor allem anderen dem ganzen Zellenbau des katholischen Lebens geben will, das ist die Seele: lathollscheS 6ttbftIxtoußtf:in. kalholtsch« Grundsatztreue. einheitliches kathollsch«; De«. len. Wollen und Wirken. Di« katholistbc Aktwn wird also in (einer Weise wertvoll« unb lebend.gc katholische Organisationen mit religiösem Ziel zerstören oder beemträchti^en. Sie will auch nicht die relative Eigengesehlich- fert der Kulturgebktc leugnen. Sie beläßt daher den Organ sationen der Katholiken mit rein kul- turießent Ziel ihre Selbständigkeit Sie ist ebensowenig Poitttt. Sic wird allo den Katholiken nicht in rem politischen und rein wirtschaftlichen Fragen eine bestimmte Anschauung auszwingen. Aber eines will sie erreichen und muß sie erreichen' de« kathclischen Dolle FSbrer gebe», bi« überall da. wo Kultur, Wirtschaft und Politik das Gebiet des Religiösen und 6itt» ft<ß«n berührt«, klar u«d sicher aus dem Do- den btt katholische« Weiten chaunng stehe« Weit davon entfernt, die Katholiken zu trennen und zu spalten, wird fie deshalb vielmehr da. wo dir katholischen Interessen «S vecü»gen, Zo- lannnenschbutz und Sirchei: schaffen. Der Runttus schloß mit dem Wunsch« baß der gnoße Gottes- tempet der katholischen Kirche in der Dialpova sich weit« unb vervollkommne. Darauf fhenbett er der Betfannnllmg im Tarnen des Papste« den apostolischen Segen. Aus aller Welt. Oie Gtinnes-Affäre. Berlin, 6. Sept. (WB.) Dir Untersuchung gegen Hugo S l i n n e • fr. mtrb. einer fiorrr- sponbenzmeldung zufolge, noch mindesten» jedrs bis fieben Tage weitergeführt werden. Man hatte ursprünglich angenommen, baß das Verhör schon heule abgeschlossen werben könnte, doch ho-, jidi die Vernehmung weiterer Zeuge» als notwenbig erwiesen. Neben ber Untersuchung gegen Stinnes läuft jetzt als Zwischenfpiel «in zweite» Untersuchungsoerfahren. Es besteht nämlich ber 'Verdacht, baß ein bestimmter Per- fonenfreis von dem, wo» im Zimmer de» Unterfuchuna»richters Dr. Brühl.'znstßyen diesem >md dem Angeschuldigten gesprochen worden Ht. Renntni» erhalten hat. Die Behörden sind bemüht, alle Verdachtsmomente zusammenzutragen, um weitere Indiskretionen zu verhindern. Zu dem vermutliche« Vertrauensbruch teilt bic „Dost. Zt^.' mit. baß sich ber Verbacht gegen die bisherig« Sekretärin bei älnt«rsuchung«richteri richtet. S d ««W q Iterawae. -c-c-cM t„ nxwe r( ertettn M tr. eher Ttal QEmb beruh r.r:rf aa l Bei Ls brät ■ Äe/em : W -e. Eliten «cr-teflo« bie, Ör Sch-L« Wmboraen tu ncatlid) a buchen oder brl Metall Vbvttet. m ■rett unb |rea Ich 8*8^ m ach ei ftaung rrg Wjtobetnen a •Honbere kein »' ihr w i •n Men itz c AchXritm Ittm fi ■inr «°« ratet« *d> tötete: late t>i (ich •=to. bah b W ter 3h I?0 ihren Äi tron testet mfj S*2 | Jfwwr auf '^Dinger KA/ 5 e» gelang brr ÄrhnfnalboTtwi T ben Mter e* 5 0. Stil lungäf«ft be» Defang- Bereln» $eiter!eit. txmmwnls-.: Hamm. bu r«D ift ocn>flt*trt. l Mittenden. Bcigeocbnc ten flewertoebr bien' limcnt» übernommen. 3bni bem runi Sellerie 30 bi» 50; Ao bieschen chrn Äroafrn lchuyenk Die »kbdgfte Woh nähme ift o* die. bat) man feint schlechten Schnürt I tn Inbetriebnahme wirb nrr tintgegenniibme JHclbunacn cn Bord. Me von einem Verantwortlich für Politik: 3 B.: (Ernft Dlumschein. . . - . Nahrung bei! Brechdurchfall, ‘ Diarrhö», le auf Sportplätzen. In in tn Lich, sowie in Heuchelheim bi# 5; Atbwiea 10 bi» bte 15. Lauch 10 bi# *• dem Lamp« i 3ik über h btt eie« 1 unb durch bi bis bis 50; 25; 15; Hähne 1.00 b:<8 1,10; Suppenhühner 1.00 1.20; Sier Stück 14 bi# 15; Blumenkohl 20 1,30; Salat 20 bis 25; Salalgurfcn 20 bis chw nfretfl. Aldan tritt tet n Tlogci- unh f da .tranftri! Da 100 Pericmr von Paratyphus forgnifkn Irin« iic.Itm <0nnittlunq.ii eb konnte tn her wr* Snmachgucken 2 Obeo-Kohlrabi 5 Bett ich 10 bi-j 20: Bund 10 bte 15. ,>etä<0’x* bsflS* teVew «Hb btze ^oTbietm mn4^ ffex bei her Hebung an ®t>uuiarr öntlmdling einer. sehe guten •tarocud. Dr, August Oetker, Bielefeld. gegen 1 Uhr auf bem b c tgen rnnnen werden. 3t gab bc berliner Börse. Berlin. 6. Sept. au» den SdbbSrkn zu entwenden. Ss ferner dem Äamrrabcn Andreas Wagner das vom Ministercmm des Innem verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit unb bem Kameraden Frch Schmitz das oetn Oefamhnhu- steriurn verliehene 0 drenzeichen für 40jährige Deentzzeit überreicht. Oikfccnrv chvochcumarktpreise. Gs koftetrn auf bem heutigen Wvchenmartt: Butter Pfund 2.00 bis 2.10; Matte 30 bis 33. Ääfc SO bis 1.40 Wirsing 20; Weihkraut 20; Aotkraut 20 bis 30 gelbe Buben 20; rote Aübcn 10 bte 20; Spinat 80 bis 40; TUrnift-evhl 15; Bohnen (grüne) 30 bis 35; Bohnen igrlbel 40 bis 45; Unter-Äoblteb: 8 bis 10 Srbsen 40 dis 50 M^chgeMnile 10; Tomaten 20 bte 40; Zwiebeln 20. Rhabarber 15; Ämoffebx 5 bis S; Frühäpfel 25 bis 35; Falläpfel 8 ins 12; Bieren 15 bis 30; Brombeeren 50 bis SO. Pnntel- beepen 55 b s 60; Zwct'chen 20 dis 30; Mirabellen 30 bis 40; Reineclauden 20 bis 30; junge abteilung. " D.el letzter Zeit Bornotizen. — Tagestaienber für Donnerstag. Verein Bubedpert 1913 und Ak ad. Bube: Lung; 9 Uhr Btonal^vcdainnihmg tm Bootshaus. — Lichtspielhaus Bahn Hof st rohe: ..Zwei rote Aosen. — Astvdo-Licht spwi?: ..Der Kompagnon des 'Banbfcm** vorbildlichen Offizier bem ftrcngrn. aber gerechten imb treuen Berater und Freunde feiner Untergebenen, dem tapferen Führer, der mitten im feindlichen Äugdregen mit eiserner Aube feine stet» sachgemahen Anordnungen traf, der mit in vorderster Linie mit seinen Freiwilligen stürmte, schlagen heute die Herzen aller noch lebenden 222er in Liebe Dankbarkeit unb Verehrung entgegen. Mögen ihm noch lange Jahve In Desmridheit beschieden sein. Kcuerwehr-Alarmübung und Ernstfall. Sestern abend fand die vor einigen Tagen von uns angekünbigte Alarmübung ber Freiwilligen Feuerwehren statt. ist es richtig zu haben Ist, auch Näheres Ober den vorzüglichen Backapparat „Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflammc backen, braten und kochen können. — In völlig neuer Bearbeitung Ist Dr. Octker'3 Schulkoch- buch, Ausgabe C wieder erschienen. Es will für jede Hausfrau and besonders für die angehenden ein guter Ratgeber In der Haushaltführung sein. Zahlreiche farbige Tafeln vervollständigen die Sammlung von fast 500 Koch-, Back- und Ein mache-Rezepten. Das 150 Selten starke Buch Ist, wo nicht vorrätig, gegen Einsendung von 30 Pfennig in Marken von mir direkt zu beziehen. bann durch den anderen Arm über den Sern» Puvcher zur 3rbe Dieser Stromweg durch den ItSrber ist bdanders gefährlich» well et am .>nzen vorbei führt unb es läbmt Das Zusammen Indien solcher Fehler ift viel läx’iger als mar. beult Ich halte A. B., als Ich nrs dem Kriege zurückkom denselben Fehler • meiner Wohnung Als ch abends an gerufen bu.Tbe. bi« L'amoe am Schreibtisch andrehte unb kn Handapparat des Fernsprechers aufnahm, klim ich einen heftigen Schlag Natürlich habe «t ben Fehler tm Fernsprecher und den an ber Bet der am vergangenen Donnerstag stott- chobien Hauptübung der Gtehenrr Freiwilligen «urrwehr wurden wieder fechs neuetngetrvtene euerwehr eure von dem Dezernenten für Feuer- »t\4 V W» jÄtotetafca* Ä6iii' Iota eben Ift tpeil llt illig j&etmal * t Bcdügimg gr Kinder für eine gute Zensur zu belohnen. Am dankbarsten werden sie sein, wenn Sie diesen Tag zum Festtag machen und den Kindern vorsetzen, was sie so gerne essen. — Nahrhafte und wohlschmeckende Oetker-Puddings oder ein feiner Oetker-Kuchen bereiten große Freude und belohnen prächtig. Das neue farbig illustrierte Oetker-Rezept- buch, Ausgabe F, bietet Ihnen zahlreiche Anregungen zur Bereitung feiner Leckerbissen für solche Tage. Sie erfahren aus dem Buch, das für 15 Pfennig in allen einschlägigen Geschäften "HK- ?•*»« CS ’S V jid) atu... ß»f*£J»5F ^5 c «epi. E tJ *- f M. Insbesondere an den Austrittsstellen t Schnüre aus vietaflentn Lifchlampen unb t iibormen scheuern sich bk Schnüre oft durch, t amtlich wenn die schützende Isolierbuchse zer- jundere keinen fcllchen. bet an Erbe liegt ober »• ihr in Verbindung gekommen sein lönntc. I’i besten ist es natüdich, wenn man die Xcüe h Lichtleitung hi mehr als Armspannweite von fc-yn Tellen entfernt hält; immer läht sich dies K^tcrltänblKb nicht durchführen Ganz be- ft'Hers vodlchiig must man beim Baden in ■rat Badewanne fein, Denn es ist z. B. erst füt.v fc> wieder vor gewannen, daß 'ich eine Frau k Bade von einer d.ektmachen Hei^onnc an- ft jy«n Ctcb unb dadurch den elektrischen Tod <6.*. daß di» Heizsonne in bas Badewasser fiel •».' der Strom io den Weg durch bas Wasser Md ihren Körper in den g«er beten 3M auf nahm :tttde von Badewannen müllen deshalb alle ■ le, Me mtt der Lichtleitung Verbindung haben »> als Armspannweite entfernt fein; es ift Oki beste, wenn der Lichtschaltet für bas Babe- grmer auf dem Mur angebracht wird. Bor übercjt Dre 'ofor: waren von Grsvlg. 1 Sam#tag und Sonntag beg^t ber De'angverein He Leden bw Seiet 'croes 50. StifrungS'eites. vetdu- den mtt Fahnenweihe tn der Volkshalfe. Für beide Tage ift eine reichhaltige Feftfolge vorgesehen. Olahere» im heutigen JiwigenieH. w Sperrung b« t Ttarburgec Strabo Degen AohrveriegungOarbeltcn wirb die Marburger Straf* zwischen WalNorftrahe und Sleinstrahe vom Donnerstag, v. September, auf etwa fünf Tage für jeden Fährverkehr gesperrt. •* Kollekte fü r Bieber-Ham ft abt In ben nächsten Wochen la fit die Anstalt für Epileptische In Akber-Barnstädt die ministeriell oenehmigte Hauskollekte in Ziesten durch ihren ^ollektanten erheben. Da es sich um ein Llebes- werk handelt, werden die Einwohner gehrten, den Aolkrtanteu nicht leer von dec Tür gehen zu laskn. Der Äolkfiant ift nm ■ 4 unb lv- hbrdlich genehmigten Kvllcktenbuch vedehen. •• D l e roten Erkennungsnummern an Rraftfabrjeugen. 5? ach dem nuf (flrunb zahlreicher Strosan zeigtn srstgcstellt worden ist, daft die nur zu (Einfahrt-, yrobe» unb Lblleferungssahr- len von Araflfahrzeugen ouwgcbenen roten Er- frnminfl«nummrm auch zu tkdonen- unb Lasttransporten, sowie zu Vergnügungsfahrten an eonn- unb Feiertagen mißbraudjt morden sind, sinh au, steuerlichen Gründen die Pollzeiorgane flrcng angewiesen worden, die gesetzliche Vorschrift, wonach die venilgung von roten adcnnung->nummcrn an Sttnftfahneugen für Versonen- unb Cafltrgpiporle und zu Vergnügungsfahrten an Sonntagen streng verboten ist. zu überwachen unb Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Strafanzeige zu bringen. In einer Reihe von Füllen sind wegen verbotener Benutzung von roten Autamobilnummern an Sonntagen Durch gerichtliche Strafbefehle Geldstrafen in Höhe von |c 70 bis 100 Mark ergangen. Wiederholungsfälle haben die Entziehung ber roten Erkennungsnummern zur Folge. Eine Peilstation im Sranffurter Flughafen. WSA. Frankfurt a. M, 4. Sep. Schon vor länge' -! Zelt wurde auf dem hewn Gelände an ber Siedelung .Kuhwalbbaufen" ein 6 cn ber errichtet, der durch eine Kabelverbln- bung vorn Flugplah aus tcmgetaftcl werden sollte. Dk entfbredynbe Dellstelle Ist inzwischen im Aömerhvs fertig eingerichtet worden, womit der Frankfurter Stelle der Berliner Zentrale für Flugsicherung, eine Unter ab tri limg des Leichsvcr.'^rSmlnlstmlums, ihre Tätlgseit auf genommen hat Die Ohxrich- hmg bient dazu, den Droftslugzeugen, soweit fit ^0x1 gerate bcslhen. bei schlechtem, bk Orientierung erschwerenden Wetter den Stanborl anzugeben unb ihnen au Herdern mit Hilfe ber Jturt- angaben bk Aückkchr nach bem eigerwn ober Weiterflug nach einem fremben Hakn zu erleichtern. Der Uebermlttlung ber Aachrlchten bient der obengenannte 300 Watt-Sander. Die Frankfurter Dieiisl'tello der Zentrale für Flugsicherung befindet 'ich In dem ©efturm ber Flug- hasengedäulichkeiteii Hier ist auch ber Flugwetterdienst des Meteorologischen Instituts untergebtad>L die von ber xientcak zur Flugsicherung gleichfalls mit Wettermeldungen versorgt wirb, x^iun Zwecke dieses Aachrichtenaus- toufch^ hat die Zentrale zur Augiichnung ein eig.rneS, über baü ganze Aeich airtgei'reitete« Kabelnetz. Die Franstutter Einrichtung ber Zentrale zur Muz chierung Ist zwar schon fix und fettig 1;« gefüllt, befindet sich ,eboch noch im Versucdsstabium. Mit der pt-aktischen, reguläven (yvuv L f 111 l IK >4, ULM M41H u ' willige Feuerwehr und die Gailsche Feuerwrhr. sowie die Sanitätskolonuc mit grober Schndlia- kett an rückten. Uebunasvöiekt war bas Gebäude bes Gymnasiums in der Sübanlage. Als erster l.kdungsdrupp erschien bas Santtätsauto der Freiwilligen Sanität Mol om* vom Boten Kreuz mit einigen Mannschaften auf ber UebungSstolle. Unmittelbar darauf langten auch schon dk ersten «Feuer!ölchgerüte an. denen nun ht ununtetbrtxty ner schneller Folge alle übrigen Feuerwehrgeräk nachsvlgten. Als Brandidec war folgende Zachlogc an* genomnien: Während Die Lerussieuerwehr mit tlb- löschen fine» tkinrnen Brandt an der äuheren ctobtflrciuc beichölligt ift. bricht im Gyumalium an brr 5ubanhfle im Mittelbau des Obergcschofies Feuer aus. bas fehr rasch um sich greift unb bas ganze Irepprubout verqualmt. Da ber Ausbruch des Feuer, außerhalb der Schulzeit erfolgt, befinden sich kblglid) Im oingfaal einige Leute zur Probe. Diese ziehen sich rasch in den Ze.chensaal und in das neben dem olngfaal gelegene Zimmer zurück unb erwarten dort Rettung durch dir Feuerwehr. Da die Berussfeuerwehr beim Alarm außerhalb ist, werden sofort die beiden freiwilligen Feuerwehren alarmiert; diese finden beim Anrücken folgende Brandlaae vor: Dos Feuer Im Mittelbau de» Gymnasiums hat bereite bae Dach ergriffen unb schlügt nach ber öübanlage durch. Die Perfonen in bem Eckzimmer be* obedten Gcfchoftes nach der Sübanlape sind in hoher Gefahr und müssen vor allen Dingen geborgen werden. In ben nach dem Hose gelegenen Zimmern be» obersten Geschosse» be- finbrn tich roerlooUe Hondakten, deren Bergung durch die Feuerwehr von größter Wichtigkeit Ist. Da genug Mannschaften unb Geräte zur Verfügung stehen, letzt zugleich mit den Rdtungsorboiteu ber Löschongriff auf die cm tneiften nefäbrbeten Stellen von der ©übanlaqe au» ein. Ausgabe der Feuerwehr ist e»: •) sämtlichen gesährdcten Personen Rettung au bringen, b) ba» «yeuer auf seinen Jterb zu ''eschranken, c» die Handakten zu bergen unb d> die Nachbarpeböube zu schützen. Als bic Hebung gerade im Stabium der ersten Gntwicklmig (Kgriffcn war. wurde von der Feuerwache am DAoalbdigirlen auf telephonischem Wege an ben städtischen Branbbireftor Braubach. unter ddsen Äommanbo bk Llebung stand, bi« Meldung von einem Dachstuhlbranb in einem BetrieHgrbftube der Mrma Schaffst a e b t mitgeteilt. Darau-hin würbe btellcfning sofort abgebrochen, unb bi« beiben Wehren rückten tm Laufschritt mit ihren DerLten ,u ber Stätte des Srnstfalles Hier war aber mittler- weil« durch die ftftnbigc Feuerwache mit ber Motorspritze ber kleine Branb gelöscht unb bic Gefahr eine- Wei ter greifens beteiligt worden. so haft bie Freiwillig:n .Feuerwehren nicht mehr in Aktion zu treten brauchten. In bem Betr'cbjgebavbc war über einem Schmelzvsen bas DebLlk be» Dachstuhls angebrannt. das Feuer aber *um Gluck frühzeitig entdeckt worden Der Betrieb ber Firma Schaff- ftaebt erkibcl burch ben nur unbebeutenb gebliebenen Branb natürlich keinerlei Unter- brechung. Gegen > -S Uhr rückten bk Wehren mit ihren Geräten wieder ab. Mit besonderer Aneriennuna muh hervorgehoben öerben, bah bic Freiwilligen Feuerwehren, bk Sanität*- • Vas Schlimn»« beim Eintreten eine» Körper- stilles ift H, baß man Ihn nicht merh. wenn x.r. auf trockenem Beben stehl unb nur ben ttserhaften Gegenstand berührt Berührt man *er ateichzellig einen fehlerhaften Teil. z. B. t-n eine Lampe, emen Schalter ober irgendeinen oberen Teil einer Lichtleitung unb irgenberwas, M mit ber ®rbe verbunden ist. tote z. B. bic Masterteittoig, bi« Gasl«itung. bi« Sommelhei- L ig. einen Blitzableiter ober an solche leite e «xschlosten« Leitungen, tote z B. Beheltsanteu- * i für ben Funkempfäuger. Io toirb man in >< «n Fällen cr*d)laa«*n toerbim: ebenso natürlich bin man auf «allem Boden fleht ober Telle 1 > hrt, bi« durch irgendeinen Fehler Verbindung t der Erbe betommm Haven, tote eben ben sbe.ilprecher. etnt Ätnoelleihmg ukw Besonders s ichrlich llt auch das Wasser in Badewannen, bi. es cum leitende Verbindung mit dem getreten Ablauf bildet. Aber schon «in Aaucl t einer Aabitzwand. der da» Drahtnetz in dieser tanb berührt, kann bet gleichzeitiger Berührung riet an ber Lichtleitung hegenden Körper» fri Tob bringen Oie kann man sich nun vor ßoichen Unglück»- tn der Besten «me» ;.igenb!,chen Fd*curi«griing, oii» G ehen zu «rmuhc.n, bet die Diebstähle auch zugav. -- Am 5. September wurden am Boote- hau» des htesipen Aubrrfporwerrins ährlliche DMlllkÜHÜ aubgehHir!. D« Ve'chre^bung des ver- mutLchen Täter» ft rmmte aul den Friteuriehrhn^ X" Dorbtr' * luiotrn. '4 btt 3tt, WL abqebsM Daralh»». ■n (24,140 Ufo, Wien teo- ihftr öm 188 witoibe kam bem me Dd 5tg» r später eben. DierMter ÄÄÜT. • 8?fkm abttt. >ass«r qtip. ron ly 3ckr >tung eines Binder he lm» ftnb bauliche i’Ttociterungcn In ber Anstalt erforderlich gcwviden. Fiir diel« Zweck toirb bc< neben dem städtischen 5\oj>t>?bälter am ßutlxff- berg stehende, feithe: clnftoaige Gebäude auf- gdtOkft Aach der bereits erfolgten Abnahme des Dachwerks toirb ein neues Stockwerk mit dem erfmberltchen Dachtorrk aufgesetzt. Durch dos dringende Aaumbebürfnis bedingt werben bic Bauarbeiten mit Bddtkinugung durchgeführt. *• Gine Oelschaltereffploston ereignete sich gestern vormittag gegen l/810 Uhr tn dem Umspannwerk an der Landstvahe nach Krofdorf. Die hiesige Feuerwache würbe um 9 38 Uhr zur Hiiselerstung angerus« unb rückte sofort auS. Bet ihrer Ankunft war aber von ben Angestellten bes Betriebes bte FeuerSgesahr mit Handfeuerlöschern bereits beseitigt worb«, so bah bi« Feuerwache alsbald wieder zurückkchren konnte. Durch bic Gewalt der Erploswe. wurde bie Glngangstür zu bem Scholteroaum ziemlich beschädigt. •• Die Äaffenbolcn-2Ittentätcr. bk hier feine««ü ben AaubübersaU tn ber BUmatd- strahe verübten, haben neuer bin g< in ÄtcWb ein Bersonenaulo gestohlen und tn Bonn einen Äalfenboten überfallen, indem ste ibn nieber- schiugen und ein« Aktenmappe mit 25 030 Mk raubten Mit bem bereitstehenden Auto sind ste in Aichtung Koblenz entnommen. Der Kraft- wagen ist eine grüne Lünvustne I Opel wagen mit bem Kennzeichen IV 18 463) Bei Aulfinbung des Wagcn» wirb um Mitteilung an bte Polizei «sucht •* Sinotuchsversuch. Der Polrze'bericht meldet. In ber Aacht zum 2. b.BL wurde in ber Bahnhof strafte zum A achtell eine» Manus aktur- warom>e!chästs versucht «Kien Gtnbruchsbiebstahl aueiufütrm £er Dted hatte bereit» bte vom Hote au» erreichbare Haustür« unb d« Zugang»- türc zum Kontor mittels Aachfchlüsf«l geöffnet. Durch bic vorhandene Alarmoorrirchtung tourte et an Ictrwm Vorhaben gehindert unb ergriff eiltaft bte Flucht. •• Zwei Diebstähle. In ber Rächt zum 1. d. M. gegen 2 Uhr wurde in der Bahnhoffirahe ein vor etner Wiriichalt auf dem Bürgersteig stehendes Herrenfahrrad, Marke „Torpedo", entwendet. — Am 4. d. M. abend« wurden einem hiesigen Bürger. der dem Alkohol reichlich zvaesprochen batte, eine golden? Taschenuhr mit Rette, wtock und Porte, monnaie mit 15 Mark entwendet. — Sachdienliche Mitteilungen zur Anfklürung erbittet die Rrlmfnol- Aus der provinziashauptfiadi. Gießen, ben 6. September 192&. (fine Äamuefl für Stromverbrarrcher. Don Hat stifcher. Jturelxh bat «trw Frau Als« UN Sillenort tchrup bet Kopenhagen dadurch ben dekTrischen leb erlitten, daß sie mit einer Hand ben Hand- rnsp recher aufnabm unb mit bet an bereu gteich- •tig eine Aachtttjchlamp.' andrehte Wenn nun rrxbtet toirb .durch bte Berbtnbung teil bet Stellung des Fernsprecher» «ntdanb Wechfete -3«n. durch den Frau Alle tädilch gawffcn rttrfte". fo ist das natürlich Unllnn Dte Sach« ert vtelmehr fo: Die Lampe hott« K5tperfch»uh. »'ft hriftt. einer ber Darin geführten Drähte hotte 11 blank gescheuert und derührtt von innen bte ! «st tollte le ber Lampe, bte twbureb unter Gleuch- romsponnung standen, wenn bi« Achtteittmg chftrom tubrtc, ober mtt b«r Wechlellpannung titelten, wenn bte Stettun g von Wechteistrom rrchtsoffen war. Der Hanhopparal des Fetn- js.chevs hatte «benfaU» Kbrpertchllch und zwar l le cnrtD -ber das G«hä»lle und Damit bte Gabel an Siillegen des Handappavake» ober bte Sem- 1 -rbofe ober da» Mikrophongtbäufe Berbt»- ziq mit einem ber beiden zum Amt führenbew mpt«. Siner der beiden Drähte hatte Srd- tstuft Da» kann in brr Schaltung liegen, ber ^rSfchluh kann aber auch mfotg« eines Fehler» getreten lein 3n?olgebelkn ging Der Strom _____ erst Im Herbst begonnen. Unser« Graft’lugvugc haben meistens, bte bret- motor’gen Maschinen sämtlich, bie Ginrichtung der sanken telegraphischen Strickjveßen erhöht wirb 7WD Frdr.Teipel Praxis geschlossen Markt 16 Zahnarzt Dr.Petsch Bahnhofstr. 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Gelehrt werden sämtliche mod. Tänze in dem v. Deutschen Tanzlehrerkongreß in Bad Kissingen festgelegten vornehmen Tanzstil. — Uebemahme von Ball-Leitungen, Einübung von Aufführungs- und Volkstänzen. Privatunterricht zu jeder Tageszeit Gefl. Anmeldg. w. jederzeit entgegengenommen. Tanz-Lehr-Institut Bäulke Mitglied des „Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer-Verbandes e.V., Sitz Berlin*. Wolfstraße 21, Ecke Lieber Str., Tel. 1055. FESTFOLGE Samstag, den 8. September: 4 Uhr nachmittags: Totengedlchtnisfeier auf dem Neuen Friedhof. 71/, Uhr abends: Jubiläumskonzert In der Volkshalle. Leitung; Herr Chormeister W. Schattier, Gießen. Mitwirkung - Kapelle Weller. Gießen. Zum Vortrag kommen Chöre a cappella u. mitOrchesterbegleltung von Franz Schubert, Jos. Werth. Fr. Sllcher, Edg. Hansen, Ed. Surläuly und Th. Podbertskl sowie Orchesterstücke von Wagner, Thomas, Orieg und Radek. Anschließend Kommers mit Aufführungen der Gießener Turnerschaft, des Radfahrvereins 1885, Gesangsvorträge der Gastvereine und Konzert. Sonntag, den 9. September: 8*/, und 9*/>Uhr vorm.: Empfang der auswärtigen Vereine am Bahnhof. 10'/, Uhr: Massen Chorprobe des Lahngaues in der Volkshalle. 2 Uhr nachm.: Festzug vom Oswaldsgarten durch die Neustadt—Bahnhofstraße — Kaplansgasse - Seltersweg — Südanlage — Bleichstraße — Ludwigstraße —Kaiserallee nach der Volkshalle. Nach der Ankunft des Festzuges: Fahnenweihe (Weiherede Herr Schulrat Hasslnger, Darmstadt), Massenchor von Vereinen des Lahngaues, Gesangsvorträge der Gastvereine und Konzert. 81/, Uhr abends: Aufführungen der Gießener Turnerschaft, des Radfahrvereins 1885 sowie eines Ungar. Nationaltanzes von Mltgl. des G.-V. Heiterkeit unter Leitung des Herrn Tanzlehrers Bäulke, Gießen. Tanz Für Samstag (einschl. Festbuch) Mk. 1. — , dazu Emtni P ------ eine Beikarte (nur für Damen gültig) Mk. -.50. Für Sonntag: Tageskarte Mk. —.80, Abendkarte Mk. —.50, Festbuch Mk. —.50 extra. — Ab Mittwoch, dem 5. September, im Vorverkauf zu haben In den Zigarrengeschäften von Hans Sonntag, Seltersweg und Sonnenstraße, Adolf Deibel (Klee Nachfolger), Marktstraße und in dem Kurzwarengeschäft Jöckel, Plockstraße. — Die passiven Mitglieder erhalten ihre Karten bei den Mitgliedern Hansi Steinbach, Ludwigstr., L. Pfeil, Walltorstr., und im Vereinslokal (Schlpkapaß). Zu der heute abend im werden die pass. Mltgl. gebeten, Caf< Leib stattfindenden nach Möglichkeit zu erscheinen. Der geschäftsf ähr ende Ausschuh. 7804D mit aparten Manschetten £90 den 6. September 1928. Krofdorf Vertreter: Dr. Fischer Dr. Haubach 7834 D Für die UNS anläßlich unserer Vermählung so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sprechen wir auf diesem Wege allen unseren Freunden und Äekannten unseren herzlichsten Dank aus WMenz! SolidesShepaarmiteigenerWohnung gesucht z. Austragen bestellter Lebens- mittel. 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September (928 poincare und Elsaß-Lothringen. QLm 8. C-eiHtmbtr tmrb in Ctrafcburg ernt QHHkauÄftdlung eröffnet. Aul dtnkrfhing bet Orabtoenixiüung wird bet Tliniflerbtä’ibcnJ Poincarö persönlich bic (ImtDeibung über- ncVmcn Die eksah-iothrmgrsche *Drd1< pennutti. daß bei Dieter Gelegenheit gcir<,!< COlafraabmcn bHannlgegeben werben, mit Denen btt 3egi Balthasar an einem großen Kontorhauo vorbeizog. schienen irgendwelche Er- innerungstäaswunge-. im Gehirn »eines Begleiters vor (ich zu geben. Jedenfalls: Das Kamel riß sich Io« und lief im Galopp in bas Portal des Kontorhaufe». Balthasar galoppierte hinterher unb fand da« brave Tier im .Fahrstuhl für Lasten" wieder, bellen Tür wert offen stand, unb der ohne Frage eine gewisse Aehnllchkeit mit einen komfortablen Stall hatte. Erschrocken zog Balthasar an dem Lett seil, aber anstatt daß sich das Kamel rührte, batte er selbst ben Fahr - stuhlHebel berührt: sie fuhren nach oben. ^Hall!" schrie er. aber ber Fahrstuhl hiell nicht eher, als bts sie auf bem Boden waren. Dal- t hat ar öffnete bie Tür. Majestätifch unb ohne eine Spur von Widerstand verlieh ba» Kamel das Kabinett, stieb einen Sack mit Getreide um unb begann ruhig zu freffen. Balrhafar aber sauste wie gejagt bie Treppen hinunter. Wilbe Gedanken gingen durch fein Hirn: .Was kostet ein Kamel? Welchen Schaden kann rin Kamel anrichten? Wieviel Getreide kann ein Kamel pro Stunde fressen?" Irtzwischen nahm ba« Unheil bereit« seinen Lauf 3m fünften Stockwerk bes Kontorhaufes arbeitete das Personal ber Firma Br oder len & i-Linden, 6. Sept. Am voriger, ©onntag fanb hier ein« Kirchen Visitation durch Stefan Buhmann statt, bei der sich geigte, dah dos Kirchenleben in unserer Gemeind« recht rege ist Der Visitator und der OrtSgeist- liche sanden bei der gottesdienstlichen Feier eindruck-volle CBtertc über den großen Werl echten kirchlichen Gemeindeleben«. Der J)ofaun«n» ch or unter der Leitung M Dirigenten Germer verschönte bie Feier durch seine Darbietuw' gen In letzter Zeit ist unter den hiesigen Kindern der Keuchhusten ausgetreten. In zahlreichen Fällen rft fetn Verlaus sehr hart- nädtg. 00 Klein-Linden, 5. Sept. Bei der gestrigen Versteigerung de- Grummetgra- se« wurden infolge de« schlechten Stande« der Wiesen nur sehr niedrige Preis« erzielt. Der Morgen (2500 Quadratmeter) kam aus 4 bi« 5 Wk. — Aus der Versteigerung des wenigen Frühobst«-. Virnen waren gar keine vorhanden. wurde der Zentner Vepfel mit 8 bi« 9 Mk. bezahlt. Y D a u b r i n g e n. 5. Sept. Der hiesige K r i c- gerverein veranstaltete unter recht reger 'Beteiligung, auch von auSwärt«. fein diesjährige« PreiSschiehen. bei dem wiederum wie im vergangenen Jahr sehr gute Leistungen erzielt wurden. Vicht weniger alS 27 Preise konnten zur Verteilung gelangen: eine Küchengarnitur ein 'Baromet.T. eine Waschtisch«arnitur ein Schirm, ein Kasseegedeck und ander« praktische Artikel. Rachstchenb ein ÄuSzug au« der Preisliste: 1. Preis: Hch. Bi er au. Dau bringen, mit 36 Ringen, 2. Preis Hch Mohr II.. Daubringen. mit 36 K.; 3. Brei« Wilhelm Mohr II. mit 35 R; 4. Preis Karl Keller mit 35 X; 5. Pr. Johanne« Leif mit 35 L.; 6. Preis Ludwig M )hr I. mit 35 X; 7. Preis Ludwig M o h r II. mit 35 X; 8. Prei« Karl Grölz mit 35 X; 9 Preis Wilh. Wa genbach mit 34 X, 10. Preis Ludw. Grölz mit 34 X; 11. Preis Heinr. Liebel. Frohnhausen, mit 34 X; 12 Prei« Karl Weimer mit 34 L.: 13. Preis Katt V ? l te mit 34 L.; 14. Preis Hch. Thrift, Lollar, mit 34 L.: 15. Preis Martin Daubert, Lollar, mit 34 X; 16. Preis Karl Schneider mit 34 R.; 17. Preis Wilhelm Vierau mit 34 R.; 18. Preis Heinrich Mohr I. mit 33 L.; 19. Preis Konrad Dö lzing mit 33 21.; 20. Preis Konr. Pfeffer. Lollar, mit 33 R.; 21. Preis Ludwig Klingelhöfer mit 33 2t.; 22. Preis Friedr. Decker. Mainzlar, mit 33 2t.; 23 Preis Ludwig Weimer mit 33 2t.; 24 Pr. Wilhelm Gröl- mit 33 2t.; 25. Preis Wilhelm Erb mit 33 Lingen. ") Lich. 4. Sept. Der Stadtvorstand stimmlc in seiner jüngsten Sitzung einem Anträge des Turnvere ins Lich auf pachtweise lieber« lassung eines städtischen Geländezuschnittes in der Gröhe von etwa 2200 Quadratmeter zum Preise von jährlich 10 Mark zur vorläufigen Regelung dieser Angelegenheit zu. Der Bürger« meister wurde mit dem Abschluß eines entsprechenden Pachtvertrages beauftragt Die Heber» cignung diese« Geländ»uschnittes kann nach den Ausführungen de« Durgermeisters wegen der ausstehenden Genehmigung des neuen OriSbau- planentwurss noch nicht erfolgen. — Weiterhin genehmigte der Stadlvorstand die Verpachtung von 38 Quadratmeter zur Zeit noch nicht benutzten WcggeländeS an einen Anlieger in der Strafte am Wall. — Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daft in den Lechnungs- jobren 1926 und 1927 zu Lasten der Derrn ötzensrechnung eine ganze Leihe von ausserordentlichen Arbeiten, Lieferungen. Grund« jtücftcrtoerbungen ufw. ausgeführt worden sind, für die zum Ausgleich der DermögenSrechnung dieser Jahre eine Kapitalaufnahme von rund 40 000 Mark erforderlich sei. Der Stadtvorstand stimmte der Vorlage zu und beauftragte den Bürgermeister, mit der Bezirkskasse Diesten und der Licher Dank dahier wegen der beabsichtigten Kapitalausnahmc in Dcrhand- lungen einzulrcten. — Der Stadtvorstanb hat durch einen früheren Deschluft die Fortführung der Wasserleitung in der Hungener Strafte auf eine Länge von 100 Meter von einer geringen "Verzinsung des Anlagekapitals durch die Interessenten abhängig gemacht ■unb weiterhin beschlossen, die Fortführung der Kanolanlage der hohen Kosten wegen nicht zur Anssührung zu bringen. Daraufhin hat ein Interessent darum nachgesucht, sein Baugrund- stück nach rückwärts über ein anderes Daugrund- stück an die Kanal- und DassetteitungSanlage der Mengesgasse auf eigene Kosten anschlieften zu dürfen. Üm diesen Anschlust ausführen zu formen, ist eine kurze Verlängerung der städt. Wasserleitungsanlage in dieser Strafte mit einem Kostenaufwand von 400 Mark notwendig. Der Stadtvorstand erflärtc sich mit der Au-sührung einverstanden und bewilligte die erforderlichen Mittel. Tin weiterer Interessent will auf eine Strecke von 35 Meter die Fortführung der Wasserleitungsanlage m der Hungener Strafte mit 3 Prozent verzinsen. Der Kostenaufwand beläuft sich auf schätzungsweise 600 Mk. Die Ausführung wurde genehmigt und die Kosten zu Lasten der DermögenSrechnung übernommen. - - 2m Anschlust hieran stimmte der Stadtvorstand der läuflkbcn llebetlaffung eine« städtischen Bauplatzes in der Iahnstrafte an einen hiesigen Baulustigen, der noch im Laufe diese« Herbste« ein Wohnhaus im Lohbau errichten will, zum Preise von 1.50 Ml pro Quadratmeter zu. Von einem weiteren Gesuch eined Baulustigen um Hebertaffung eine« Bauplätze« dortjelost im Wege des Erbbaurechts wurde Vormettung genommen und beschlossen. kteS Gctuch bi« zum Frühjahr nächsten Jahres zurück-ustellen. - 3m Stadtwald lagern 8 bi« 10 Laummeter Fichten st ockhvlz. die entfernt werden müssen Das Aufarbeiten eines Laummelers erfordert einen Kostenaufwand von 2,75 Wk. Der Erlö« für da» aufgearbeilete Holz stellt fick, jedoch höchstens auf 1 blö 1,75 Mk. pro Laummeter Zwei Einwohner sind bereit, ba* Holz kostenlos zu Übernehmen. auszuarveiten und wegzuschassen. Der Stadtvorstand stimmte der kostenlosen Hcbcrlaffung zu. Die im S'.adtwald lagernden 18 bi« 20 Feftmeler Windfallholz sollen zur 6ubmtffh>n ausgeschrieben werden. - Sin Gesuch der Butzbach-Licher Eilen- bahn-A.-G um Erstattung der gemeindlichen Grunderwerbsteuer im Betrage von 342.83 Watt verfiel der Ablehnuiq Weiter befcbtc sich der Stadtvorstand mit fter siebernahm der geinerndI ichen Bürgschaft für Bau - da riehen im Gesamtbctrage no/ 20 ■<0 Mk. und beschloh die Uebernahme der Bürgschaften Vom IugendgerichtSgeseh. Bon Zllgendrichier Amtßgenchtsrat Franz Sros in Gießen. iv*) echiuft. Wenn ich von Erziehung spreche — Erz»ehuug im Gimte des Iugendfstraf rech iS - so muh ich immer wieder an einen Ausspruch meine« alten S trat recht slehrers 2Utnbarb von Frank, derzeit in München, denken, den er einst scherzweise im Kolleg tat .Wenn wir keine Erziehung hätten, so wären wir alle Zigeuner." Ja, ein Kind, da« in frühester Jugend in Zigeunerhand ferne, nähme ohne Zweifel eine ganze Menge von Zigeuner eia en schäften an. Es lernte stehlen, betrügen, weissagen und ein Leben im ttmherziehen führen, allerdings mit dem Unterschiede. dah dem Rassezigeuner vieles von dem. was tmr als feine Untugenden bettachten und mit Locht al« solche erkennen, bei» spielswei ie nur fein urrfteter Wandertrieb, nicht auszutreiben ist. während bei Menschen, denen anderes Blut in den Adern rollt, die Hoffnung besteht, dah sie sich wieder den Gesetzen be* Staates oder der Religion fügen oder den Forderungen beider, und sei es nur äußerlich unter- ordnen werden. Darum keimt auch das moderne Jugendstrafrecht eine Pädagogik und die Forderungen, die im pädagogischen Sinne an den gewissenhaften Jugendrichter gestellt werden, find äuherst verantwortungsvoll. Dabei steht dem Jugendrichter nicht, une bat in der Schule doch immerhin der Fall ist. .Material" monate- oder gar jahrelang zur Verfügung, nein, nur in wenigen Stunden mutz er oft über Wohl und Wehe, ja die gesamte Zukunft eine« jugendlichen Menschen entscheiden. AlS Hllfsmittel der Erziehung gibt ihm da« Gesetz jene sechs Maßregeln in Sie Hand, die ich in meinem letzten Aussatz (f. Ar. 204) im einzelnen bereit« aufgetührt habe. Hält da« ettennende Gericht diese Erziehungsmaftnahmen für ausreichend, so ist stet« von Sttase abzusehen. Da« Gesetz kennt zunächst dieVerwarnung. Sie kann erst erfolgen, wie dieses übrigen« auch bei allen anderen Mahvegeln der Fall ist, — nach Eintritt der Rechtskraft einer gerichtlichen Entscheidung. Die Q3ertoarnimg kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Die mündliche Form verdient stets den Vorzug, da nur das persönliche Verhältnis, in das der Jugendrichter zum Jugendlichen zu treten haben wird, und das Zweck und Ziel feiner Aufgabe fein muft, für da« künftige Wohlverhalten des Jugendlichen und feine soziale Einstellung bestimmend sein kann. Der Jugendrichter muh sich in die Lage des Menschenkindes, das vor ihm steht, hineindenken, muft wissen, aus welcher Familie es stammt, muh Interesse nehmen an seinen Leiden und 'Freuden, muft an Kopf unb Herz des Jugendlichen heran- kommen. beide ganz zu erfaffen suchen, darf ferne Seele nicht in den Staub ziehen, sondern muh sie wieder aufttchten, er muft dem Jugendlichen auch Hoffnung machen, die allein in« Leben hineinführt. Dabei bars selbstverständlich daS ernste Wort nicht fehlen. Wer da aber glauben wollte, mit einer glatten groben Abrüffelung zum Ziele zu kommen, möchte sich sehr irren. Der Jugendrichter muft auch wissen, in welche *) Dgl. die Aufsätze ht Ur. 200. 202 und 204 de« Gieft. Anz. Berbälttässe der Jugendlich« zurücllehrt und welche geistige Zehrung er ihm auf btefen oft so traurigen Weg mitzugcben hcll. Vielleicht reicht die Kost für ein ganzes lange« Leben auS. vielleicht wirft sie der törichte. unverbesserliche Tauge- nichts unter der Verführung oder der 3yfirnrnung Gleichgesinnter schon an der nächsten Str atze necke in den Rinnstein. 2lber wie die edle Leb« ohne Stab nicht gedeihen, nicht hochkommen kanr^so soll jedem jungen Menschen ein Stab fürs Leben in die Hand gegeben werden. Gs wird an chm liegen, wie er ihn führt und wohin er wandert. Unb hiernach richtet sich, wenn ichs richtig erfaffe, der Inhalt einer Warnung — wn Geiste be« Iugenbgerichtsgesetzes Dieses Inuit weiter .die 11 ebertoeif nn g in die Zucht der Erziehunasberech- tigten oder der Schule", d. h. der Eltern oder der Lehrer «auch Fortbildungsschullehrer). SS soll durch diese Wahregel der junge Missetäter ihrer besonderen Aufmerksamkeit empfohlen werden. Ohne Zweifel kann auch bei Schulcntlas'enen der kaufmännische oder «werbliche Lehrherr in Frage kommen, zumal dann, wenn er dem Wohlergehen des Jugendlichen ein vettönliche« Interesse entgegenbringen wird. An dritter Stelle keimt das Gesetz die Auferlegung besonderer Verpflichtungen, die der Jugendliche zu erfüllen haben wird. Der Lichter hat hier einen weiten Spielraum. Er wird sich dabei vor einem hüten müssen nämlich einem Iugmdsichen Verpflichtungen auf$uerlegen, deren Erfüllung er selbst nicht überwachen oder überwachen taffen kann. Lichts wäre aesehrlicher. als dem Jungen oder Mädchen eine Gelegenheit zur Heuchelei zu geben. Wa« im Dorfe oder bei' Kleinstadt mit Leichtigkeit überwacht werden kann — Wirtshaus- ober Kinobesuch, ist in der Groftstadt sehr schwer iDntroIlierbar. Aber Lohnablieferung, Entschädigung eine« Verletzten, rechtzeitige abendliche Hrimkebr ins Elternhaus und ähnliches lasten sich leicht fest stellen. ®« wird auch hier die praktische Erfahrung deS Jugendrichter« unb der Iuaendschöf en das Richtige .zu treffen haben. Dem Gericht steht al« weitere Srziehungsmaft- reget das Recht der Unterbringung zu. beispielsweise wenn der Jugendliche für kürzere oder längere Zeit kein Obdach hat. Hier wird daS Jugend- oder Wohlfahrtsamt d'.e praktifche Ausführung übernehmen. Lbttgenfalls find Zwangsmittel gegen den Jugendlichen anzu- wcndcn. solange er noch minderjährig ist, also bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres. lieber die weiter zulässigen Waftregeln der S ch u tz a u s s i ch t und der Fürsorgeerziehung wird besser bei der Besprechung be« Fugendwohl fahrtgesetzes zu retten sein, die der des Fugendgerichtsgesetzes folgen soll. Zweck und Ziel des letzteren habe ich auszuzeichnvn versucht. ohne mich mit feinen Sin^lvestimmungen weiter zu befassen, da die« zu weit führen würde. 2Zur das mochte ich noch zum Schlüsse erwähnen: Die moderne SttafvechtSpflege muh weit mehr al« bisher vom Fürsorgegedanken erfaßt werden. Strafe fei HeilungSstrase. wenn irgendwo, so gewift im Jugendstrafrecht. gegen Stellung von zwei zahlungsfähigen Lück- Pürgen. — Sodann gab der Bürgermeister bekannt. daft bk Bahnmeisterei Lich die bei Fleißarbeiten aufkommenden Apskof f erun gestern e zum Preise von 1 2EI. pro Kubikmeter an d ie Stadtverwaltung abgeben will. ES handele sich um eine Menge von etwa 100 Kubikmeter, die sich gut zur Sttahenunterhaltung eignen. Es wurde schlossen, die Steine auf die Stadt zu übernehmen und daS Material zur Ausbesserung der Ztegelgasfe und des Egelseeweges zu verwenden. — Evi Gesuch eine« hiesigen Einwohners um widerrufliche Erlaubnis zur An- bringung eines Schiebetores an seinem Lager in der Hintergasse wurde abschlägig beschieden. Die Fahrstrafte eft an der fraglichen Stelle sehr eav» geengt und würde durch das an der Außenwand des Gebäude« anzubringende Schiebetör eine weitere Einengung erfahren ch Lich, 5. Sept. Die Grummeternte in unseren großen Wiesengründen ist in vollem Gange. In tiefen Lqgen ist die 2na Auf den Borgtetefcn. bie rin I vor-üa« che« Heu lieferten st der GroswuchS 1 infolge her Trockcnhril lehr gering. Srei- W lltfelb, 5. Setzt. Drr gefürchtete lar» !eff.# «am Tefe» ml. kekmde K-r-i end 4h W /■*h-rr-t« Lm>». irr »jfrwwxü Wwiwm, mJ fei«. Hekmd m Jmim. Dm Stern!»mm«) dr.ki mA w-f «U* «*f Mnemmmkl eegmden fereden Pfeil — f«e-.«Hrem>m Jem Zei- •er Jr H»mm«)mkr — M 13 5fm4m vnd 56 m 5«w Ju ^bfmm Pfei. «mm«> -* .«mm M-tt.)funkt D«« em feer timet. He« ernt «mmUi d»e ee d>rr Stund» . elf X« irr frreJe Pfeil erft. tim 4h Mmetem-We «iekt- Stern«. Um««. Kerte trift «Hs 4m Zwtend em M'ttmneeXt 4er Me- mttmutt« W»T) man »■ einer endmm StwJe If4«llm »« 4ml« men rcl 4m Strrnkmnmil «ernt Jem feredm Pf«.) «« fjr.k- Jet Jn.er «ef 4». Bf • 1*41 mfMfv«Je reift: Jedere*> werden die ne'Jitter Ze-t ncktkarm Sterne in dm nick: mt in de tkmdcn Herieen t \-n- emftdrekt. Rr je J Tafe ter Je« Mo- netem.tte »et dm gmede Pfeil */3 Stund« frdJem. fit« je 5 Tage neck dm Menele- mitte 1 3 Stunde efater tu »teilen. Men em flock« die necket« MenetiVerte Der Mend nimmt di« feieiekneten Stellten, gen •m. vmn ' um feinem zu Besuch kommenden Bnider ein Geburtstagsgeschenk machen zu können. Hat er einen Betrag erhalten, verschwindet er und verlegt seine Tätigkeit In eine andere Stadt — Jn der Beed- straste stürzte ein hiesiger Kaufmann bewustlos zu Boden und verstaro auf dem Transport nach dem Krankenhaus, Derrn«tUd) an Herzschlag Geschäftliches. Mk. 20000 Bürgschafi bleiet die SiBllekt-Stialliekan Dafür, bnf; Sultckt-Belte rein und frei non fcdädlich. ck-enufcheu Bestandteilen lit. Iftnc stärkere <"ewähr für die Lchvnuna der Wasche nnb für öle Dtilbc und oöUtne ftietnyeti ber «uiilicht-belfe kann eo nicht neben. Tnrdi diese tkt.tett'chnit hat sich die Tun- lichi-Letfe einen sicheren Vlatz tn Millionen Haus- bnltunncn erworben: sie wird Mir Wnlche, «l.'rper- retntoung u. allen Oau»haUnng«»weerg; Irmgard Hoppe, Berlin; Johann Hösrbler, Kölo-Worrtugen; Marga Jsrotaen. Montabaur; Fr1ae^i»at.Ll,ir?,“rpV Drr*f”; Freiherr r.Ketielbodt, Stettin: Rolf Klernet. Hameln; Kortaaty-Plewntk Beethea; Boaei K6bler.Bodol.udt; rriMrt^KSbler. Kt!n Emanuel Georg Koaalc, Beuihen; Alfred K-ebe jr, Chemnlti; WiUy JLröfer. Berlin; K-rl Krona. Lackes. Poet Polacbeai •ir J.H: n, : Ku«2eT; kt,nberJ: Kbmeerle, Lnb-eb; Frits Lange. Docbow b. Jaaenits; Eugen Theodor Lehmann. Mar>u? ; Karl Dresden; Dr. von Ldwis of Mmar Letpai«; Charlotte Mahlow, gauiten; Anal Muhati: a Mrt Wl. ^rw?er« * Br-; Ge°rr Mendeh-ohn. Hellerau b Dresden; Kari Mengen Gera; Adolf Meyer, Halle I. Westf.; Anns Kur" .Mj2bae!*a- Bocke»; Heinrich MoH. Hamburg: Otto Müller. Berlin-Wilmeradort: A. Paliisscb. Du wMorf-O herbst sei; Reel, Brt?Be"b5tTL hosten; Liaei Rausch Heidelberg; Retb-Merta Re-cbenbacb, Berlto-Laakwita; tmwt Ratebi. Gers; Emst 6anort, KonaiTlX*^BodeoMt'n, Le'psig; Elfriede Roniehe, Dresden; H. Bacbe, Fraahfurt a M ; W|
  • d*r,«L*-: ÄrBold BehumaeD. Hamburg, Btudienrnt S*wabenbauer, WUnburg . Margarete rrtedr. WmiaedL kI^iL1 T#rSe* Rr^r ' o^Cbarlottenburg;U»e Wee«, Breslae; WeetbAselerTTrebnKx. Walter Westphal. Hamburg; W trinr, ®*roD Wrangen, Reval, Bergrei Dr. Wunsche, Meißen ; Ponze^Oberit. Wyneken, Berll o-Paakow; Herbert Eeuner. Dresden. hahL. tst^ sk* gräme sich nicht. Leer geht p schfiefihch keiner aus BafletL die neue 6-Pf -Zigareete kennen gelernt tu j daftkvr. etUn ““ Non wissen Sie, auf welche diarmanfe, genußreiche Art 6 Pfennige ausgegeben werden können. Wir fthmern ®n Wettbewerb für ihre Mühe, für ihre Anerkennung. Für v"* wird äa» Ergebnis ein Ansporn sein. der neuen Zigarette größte fachliche Liebe and Sorgfalt tu widmen m. Eckstein & Söhne, Deesöen-/l. 27 * Laden 6TUA Die neue Margarine der Rama \M>rke ist Ludwigsplatz 14 I. 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Erne alte Weibmannsregel aber bdag: „An Qlegibate tritt her Hirsch in die 'Brunft“ Aegidius ist her 1. September ein $ernr.u, der allerdings für unsere Gegend zu früh iß. Wenn aber b'.e Herbstnächte kalt werde: bann ballt gegen Ende des Monats her Schrei bes Bru-fch.rfi^es durch untere Wittel- gebngswälder, liebliche Musik für bai Weib« mamisohr. die bai 1Bexbtngramm Höchen, 205 000 Kilogramm Seeteufel unb riesige Massen Sprotten, Stein» butten, Weißlinge, Seehechte, Schollen, Hot- barsche. Rotzungen unb andere Fische. Ziemlich unbekannt ist es auch, daß im gleichen Jahr über 70 Millionen Äilogtamm Austern in der Horbfee gefischt wurden - unb das ist ein Fangergebnis, das weit hinter dem bes Jahves 1913 zurücksteht, da damals über 167 Millionen Kilogramm Austern erbeutet worden sind. Wan sieht also, dast in b?r Seefischerei sehr grobe Werl« liegen, und wenn es einem der wichtigsten Zweig« des Hochtee-Zlfch fangt, der Heringsfischerei, schlecht geht, so ist da» für die deutsche Wirtschaft (eßt bedenklich Tatsächlich hot sich bk Zahl bet Schiffe aller deutschen Heraigsfischereum von 204 im Jahre 1912 auf 135 im Iah« 1927 vermindert berücksichtigt man nur den Tonnenintzalt der Schiffe, so ist der Rückgang freilich nicht ganz so bebciitenb er beträgt bann etwa 20 Prozent Diese 135 Schiffe sind mit 2300 Matrosen bemannt. Man tonn sagen dast bk Betriebskosten für jeden Logger durchschnittlich etwa 40 000 Mk. betragen, nämlich für einen Segellogger etwa 28 000 kn» 34 000 Mk. für «inen TTott>dogger 40 000 bis 44 000 Mk. für einen Tom ff Logger sogar bis zu 48 000 Mk um bk Flotte der deutschen Heringsfischer in Betrieb zu hatte», werden von dem Vermögen Der deutschen Volkswirtschaft also ständig mindestens 5.5 Millionen Mark in Anspruch Genommen. Die Gesellschaften, die dieses Kapital bet geben, haben in den letzten Jahren saft ständig Verlust« erlitten; dies liegt in erster Linie Daran, dast nicht genug Fisch« gefangen werden Deutschland must deshalb jähr- lich ungefähr 90 000 Faß Hering« aus dem Ausland laufen und dafür etwa 40 bis 50 Tlillionen Mark bezahlen. W^ran liegt es nun, daß zu wenig Heringe gefischt teerten? Unter ben Sachverständigen herrschen darüber zwei verschiedene Ansichten: Einige Kenner der Verhältnisse sagen, baß bte T orbtcc .überfischt" sei, während anberc behaupten, das, nur Zufälle mitfpielen. Es unterliegt feinem Zweifel, dast ein zu intensiv getriebener Fischfang unter Umständen selbst di« gewaltigen Bestände des Meeres erschöpfen kann; man weist, dast bestimmte Wals i scharr«» auS Gegenden, in denen sie noch vor Jahrzehnten häufig getroffen wurden, verschwunden find, und es trifft sicherlich auch zu, dast in der Ostsee zu viel Schollen gefangen werden Das muh dem SchoHenfang an der ostpreußischen der pommerschen und der mecklenburgfichen Küste auf die Dauer schaden. Die Sachverständigen, die der Ansicht sind, daß in der Horbsee ein zu intensiver Heringsfang getrieben worden ist, begrünte» ihren Standpunkt damit, dast der Hering aus manchen Gebieten der Rordsee ganz verschwunden sei. Das Ucbel liege an der sogenannten Trawl-Fischerei. Die sehr fiesgehende Hetze verwende und dabei auch ganz junge Hering? vom Grund des Meeres emporhvle. Die'« Fisch« sind unverwendbar und werden in das Meer zurückgeworfen - find bann aber natürlich schon Lot. Unter den Gegnern dieser Theorie, zu denen der Hamburger Professor Ehrenbaum gehört, heb! man hervor daß der Hering ein Wanderfisch sei. so daß fein Auftreten nicht an einer bestimmten Stelle d.S Meeres durch zu intensiven Fang verbindet werden könne. Wenn die Heringe in den Herbstmonaten ihre Braut- fahrt untreten legen fk gewaltig« Strecken zurück und es ist nur ein besonders glücklicher Zufall teenn fit einige Iah« hintereinander tn« Rordsee nur in kleineren Schwärmen auf- fuchen. Man tarn sich auch nur Ichwer vvrstellen. dast kne Heringe durch zu inten'irc Fangmethodeu ausgerottet werten könnten; kam, doch ein einziges Herings Weibchen 30 000 Junge erzeugen. Wenn alb d « Henngsiogger di« Treib- netze verweisen, einige Jahre zu wenig gefangen haben, |o haben sie eben nicht btc richtigen Plätze ausgesucht Aber es gibt auch noch einen dritten Grund für das Zorückgeden der deutschen Herings- fischc«i' dis ist di« durch natürliche Umstände bcrpprg.'rufen» schwierige Lage im Berhältnis äut engIIfdben Konkurrenz. Die Heimat Do* Herings ist der nördliche Atlanttfche Ozean mit der Hortsee unb das Eismeer In den Tiefen de« Meeres lebt er dort tn ungeheuren Schaven, unb wenn die Laichzeit brr arm ab*., steigt er an die Oberfläche um den flachen Gewässern der Küste zuzustreben wo er feinen Laich ab- setzt. Tic Züge find manchmal 5 b I s 6 Meilen lang und 2 bis 3 Meilen breit, zuweilen kann bas Meer durch einen solchen -Heringszug einen leuchtenden Schistuner bekommen einen Widerschein, ben man den .Heringsblick' nennt. Dieses IcudyteiTbe Auftreten der Fischschwärme wird von deii Fischern mit größter Spannung erwartet, und wenn die Beobachlungsposten sein Herannahen melden, herrscht fieberhafte Aufregung und allacmeincr Jubel unter den Herings- fischcru. Die Heringslvagcr suchen diese Schwärme auf, die in großen Tiengen in Der Häbe von Island auf treten aber auch regelmäßig das britische Jirselrcich umkrei'e». Die deutschen Küsten sind nur selten das Ziel der Heringszüg« im allgemeinen muffen di« deutschen Filchdampfer weit von ihrem Standort entfernt den Sang auf nehmen und dann bic gefangene Beute auf dem Schiff gleich e i n f a l z e n. Wenn die Hetz'- emporgetounten werden, stehen Me ©ezleutc häufig bis zu den Knien in der silbrig glänzenden, zappelnden Mas'«, die aus den Hehcn geschüttet wird und dann eingefallen und in Fässer verstaut werten muß. Die Engländer haben es leichter, da die bnti- schen Fitchdampfer von ihrem Fangplatz aus schrxll bk Ku st« er«ichen können; sie smd also in der Lag«, die Fisch.- ungesalzen an Land au brngen. wo s« werterverarbeitet tDerOnt Wäy- renb ein deutscher Logger durchschnittlich vier bis sechs Wochen unterwegs sein muß. damit sich die Rück«isc lohnt, tobten bic eng lischci' Schiffe febt viel öfter an die Küftc zurück und arbeiten dadurch viel billiger. Der Schutzzoll, der bt Deutschland für jedes «in- geführte Fast Heringe drei Mark beträgt, ist kein en sprechender Ausgleich für die höheren Sang- koften. Han sind die deutschen Hcringsfifch««len von der deutschen Regierung in den letzten Jahie» häufig subventioniert worden, um eines der älteste» deutschen Gewerbe nicht kampflos ein- gehen za lassen Wie alt die Heringsfi schere ist. läßt sich nicht mit Sichorhrit sagen; doch ist durch Urkunden erwiesen, daß sie an den deutsch?» Küsten schon im elften I ahrhundert tn Blüte stand. Allerdings stellte man noch vor hundert Jah«n eigentlich nur dem Küstenhering nach, während bic Hochseefischerei neueren Datums ist. Kunst and Wiffenschast. Geheimrat Wilhelm Feußner f. 3m Aller von 86 3obren verschied an, Mittwoch früh der ordentliche Honorarprotelsor an der Marburger Philosophfichen Fakultät l)r. phil. Wilhelm Seufincr. Der Verstorbene, der am 25. Februar 1843 in Hanau geboren wurde promovierte in Marburg 1867 und habilitierte sich ebenfalls bortlelbft. Im April 1830 ward.' er zam außerordentlichen Prosefior ernannt. Für fein« hervorragenden wisfen!chattlichen Arbeiten auf dem Gebiete der Physik wurde ihm der Kronenorden 3. und 4 Klasse verliehen 3m 3ab« 1908 erfolgte feine Ernennung zum ordentlichen Honorarprofessor an der philosophischen Fakultät Der Universität Marburg 3m Jahre 1917 wurde ihm der Eharakter eines Geheimen Jahr aufgegeben worben, in dem bk Longevillc ermordet worden war. Die Marseiller Bank, nut her Frau Longcoille in Verbindung gestanden horte, ein« kleine, bescheidene Winkelbank, war inzwilchen in andere .ßände gekommen. Der Bankier hatte Frau Longevillc nie fuschen, aber dcr Prokurist erinnerte sich, sie einmal in Begleitung eines starken Herrn mit einem schwarzen Äncbelbart im Geschäft gesehen zu haben. Natt, der Beschreibung mußte es derselbe sein, der dem Dicnstmann den eingeschriebenen Bries am Bahnhof übergeben hatte. Wer der Herr war, (einen Namen oder in welcher Beziehung er zu Frau Longeville gestanden hatte, wußte der Prokurist nicht. Sie batte ein Konto auf dieser Bank gehabt, und hatte Aktien gekauft und wieder verkauft, die fonderdorsten Papisre, ganz ausgefallene Aktien, die sonst kaum jemand kaufte, (fr hatte den Ein druck, daß der Herr fie zu diesen Käufen oer aniahte. Aber als er sie damals auf die Unsicherheit dieser junaen Unternehmen aufmerksam machte, batte der große Herr ibn barsch unterbrochen und gemeint, dos müsse er beurteilen können, was die Fabriken wert seien oder nicht. Frau Longevillc war immer im „Faijan", einem deinen Hotel in der Rue de Nice, abgestiegen und hatte dort, wie der Patron aussagte, öfters Herren- besuche empfangen. Dem Patron schien aber, als ob das Händler gewesen feien. „Wußten Sie, daß Frau Longeville öfters Wert- gegenstände verkaufte?" fragte der Richter Odette. „Doch." Ihre Tante hatte ost davon gesprochen, daß sie bares Geld braucbe und ihre Aktien nicht losmerben könnte. „Sie bezog ja keine Pension." Odette bestätigte, daß das Silber, das ihre Tante befesie» hatte, tatsächlich alles verschwunden war. Es war olles mit einem lateinische» ,.L" pczeich- net. Unb von ihrem Schmuck mären nur noch ein paar bünne Ketten und ein roter Ko rollen schmuck da. Den Herrn mit dem fchrnarzen Mnebclbart hatte der Patron auch einmal gesehen. Er beschrieb ihn robust, mit breiten Schultern, ein Herkules. Er hotte ihn ziemlich grob abgefeNigt. als er ihn auf der Treppe gefragt hatte, mas er in feinem House wolle. ,Hch besuche jemand da oben", sagte der Unbe- kannte. Er hatte ein Paket unter dem firme und einen hellen Uebcrzieher an unb hatte es sehr eilig. Seine Frau hatte dann einen ziemlich lebhaft» Disput im Zimmer der Longeville gehört. Noch einer halben Stunde waren beide heruntergekommen, scheinbar hn besten Einvernehmen, und gingen zur Stadt. Netter mußte er nichts. Den Herrn hatte er nk mehr miedecgesehen Die Sour würbe weiter verfolgt. In dem Verbrecheralbum fand sich kein Bild, das auf die Beschreibung dieses Herrn gepaßt hätte, unb der neue Untersuchungsrichter schien auch nicht über- zeugt, daß dieser Unbekannte unbedingt mit dem verbrechen in Verbindung stand. Er verhörte Frau Odette scharf und unermüdlich. Er halte ihr den Borwurf gemacht, daß sie den Brief nicht sofort abgegeben hatte. .3d) hielt Ibn nicht für so wichtig", sagte sie. „Madame, das Gericht sucht seit Jahren noch einer Spur, und nun bringt man Ihnen diesen be lastenden Brief ins Haus, und Sie hatten es nicht einmal für nötig, ihn Ihrem Manne zu zeigen' Das ist mehr als sonderbar?" ,/terr Richter", sagt« Odette, „mein Mann ist derartig herunter mit feinen Nerven, daß er von dem Prozeß unb allem, was damit zusammen- hangt, nichts mehr hören kann. Ich habe es des- halb nicht gleich gesagt von dem Brief, um ihn zu schonen." „Es ist aber trotzdem merk würdig, denn dreier Brief kann uns doch auf die richtige Spur führen. Und alle», was Licht in diese 'Angelegenheit bringt, ist für Eie doch nur entlastend", sagte der Richter ernst. Er sah Odette an unb bemerkte, daß fie sich bei diesen letzten Dorten verfärbte. Ei' ichmieg, indem sie die Hand in die Falten ihres Kleides trumpfte. „Mir ist es gleich, mas man in diefer Sache bt* schließt", sagte sie tonlos. ,Zch kann nicht mehr aussagen, als ich weih." Die Polizei hotte einen Antiquar nm Hafen non Marseille entdeckt, .u dem Frau Longeville öfters in ben Laden gekommen mar, um Silber zu verkaufen. Er batte auch diesen Herrn bei ihr g? sehen, ben sie öfters mitbrachte und der die Händel abschloß. ..Ich habe mich über diesen Kerl schmor; geärgert", sagte der Anttguar, „metl er immer mehr haben wollte, als man für die alten Sachen geben konnte, und grob mürbe, roeim man die Preise, die er verlangte, nicht befahlen malltc." Dcr Alte hatte den Eindruck, baß die beiden in nahen B<- Meldungen zueinander standen. Er hatte sie erst für ein Ehepaar gehalten, ober bann einmal gesehen, daß Frau Longeville dem Unbekannten vor her Tür Geld einhondigte. und daraus geschlossen, daß sie Geschäftc miteinander machten. Mehr hatte diese» Berhor nicht ergeben. Die Akten mürben beiseite gelegt und die Kriminalpolizei anfleroiekn, bas Hafenviertel von Mar- feilte fcharf zu bewachen B. lag im Winterschlaf versunken in bet feuchten Ebene, zwischen abgeernteten, kohlen Wein, gärten unb leeren Aeckern. Der Regen trommelte vom frühen Morgen bis in bte finkende Rocht auf die Dächer der Stadt, die grotesken Wofferspieler der Kathedrale sprudelten das Regcnmafser aus weit geöffneten Mäulern und Brüsten auf die naffen verödeten Gassen. Es kamen keine Fremden mehr an, und bte Omnibusse des .Afion d'or" unb bes Arc aber" fuhren leer zum Bahnhof und kamen leer zuruck. Die meisten Heute gingen, um Licht zu sparen, früh schlafen, und die (stelchäsie schlossen früh ihre Läden. Don» lag bte Stabt schon um acht Uhr verlosten unb totenstill ba, mit ihren triften, engen Gasten, in denen sich nichts regte, und der leere Marktplatz, mo von allen Dächern und aus allen Dachrinnen das Regenwosser triefte, sah verlosten und troftlos aus. Nichts unterbrach die Eintönigkeit der Winter- tage. Es gab in B. fein Theater, feine Konzerte, noch auch sonst irgendwelche Zerstreuung. Es gab eine klein« Leihbibliothek oin Markte in einem Po piergeschäst, mit alten, zerleknen Romanen. Dbettr hatte einmal eine lebende Wanze in einem solchen Buche gesunden. Es gab ein kleines Kino mit ichiechten Bildern und elender Musik, in das abends die Eolbaten ftrömten. Zuweilen fanb eine Gefell schäft statt. Dann rollten die Wogen zur Abend stunde über den Markt. Die Ostiziers^men in B. batten ihren „Jour* und besuchte» sich zur Tee- stunde. unb mer kernen Jour auf seinen Visitenkarten hotte, gehörte nicht zur Gesellschaft in B. (Fortsetzung folgt) Leaierungsratcs verliehen. Seine Entlassung erfolgte am 1. Oktober 1918. Beleidigungsklage gegen Thomas Mann. Die das Berliner Tageblatt meldet, hat Pro- sessor Lohmann. Herausarber der .Lüddeut- scheu Monatshefte', gegen Thomas Wann die 'Beleidigungsklage erhoben, weil Mann im Verlaufe einer Pressefehde ir.it Lohmann von „routinierter Niederträchtig'eit" gesprochen habe. ________________ Wirtschaft. Oisconlo-Gesellschast zum Oawesplan. Tie Direktion der Disconto-Gcsekl- s ch a s t weist in ihrem neuesten Monatsbericht aus die einschneidende Bedeutung des 1. September 1928 als des Tages des Eintritts Deutschlands in das Normaljahr des Dawes p l a n e s für die deutsche Wirtschaft hin, mit dessen Beginn Deutschland auf eine bis heute noch völlig unbestimmte Zeit jährlich 2500 Millionen Reichsmark -- eine Summe, die dem jährlichen Produktions-Nettowert des gesamten deutschen Bergbaues entspricht ohne jede Degenleistung an die Reparationsgläubigcr entrichten soll. Die Folgen der Neparationsbe- lastung würden sich denn auch in Zukunft noch viel weitgehender bemerkbar machen als bisher. Bereits die Tariferhöhung der Reichs- bahn ergebe sich, abgesehen davon, dah die Dehalts- und Lohnerhöhungen wie auch die Preis st eigerung vieler Bedarfs- ftoffc der unmittelbare Nnlah zu dieser Maß- nahme gewesen seien, aus der Notwendigkeit, die Qlufbrinpung des Reparationsanteils der Eisenbahn auf olle Fhllc ficherzustellcn. Weit schwerer wiege indessen natürlich die Steigerung von 7 5 0 Millionen Mk., die auf den An- teil des Reichshaushalts an der Annuität entfalle. Gegrnnber der optimistischen Auffassung Les Reparotionsagenten über die Fähigkeit des Reichshaushalts zur Aufbringung des Rormal- beiträges auf Grund des Dawesplanes müsse betont Weichen, dah dem Wirtschaft sauf schwung der letzten Fahre ganz besondere Bedingungen zugrunde gelegen haben. Das Reich habe stark erhöhte Zolleinnahmen aus der Einfuhr- steigrrung bezogen, die nicht ohne den ununterbrochenen Zustrom ausländischen Kapitols möglich gewesen wären. Die fremde Kapitalhilfe habe die allgemeine wirtschaftliche Erholung der letzten Fahre ausgelöft. deren Folge erst vermehrte Steuererträge gewesen feien. Die jetzigen Steuererträge dürften daher nicht als Ausdruck der wirtschaftlichen Kraft und Leistungsfähigkeit Deutschlands angesehen werden. 3m Gegenteil habe die gegenwärtige, sehr weitgehend durch die Reparationen bestimmte Steuerbelastung eine außerordentliche Steigerung der Gestehungskosten und eine ebenso weitgehende Erschwerung der Kapitalbildung zur Folge. An diesen beiden Gefahrenmomenten für die Zukunft könnten die Reparationsgläubiger auf die Dauer nicht vorübergehen. sofern Ihnen an einer den wirklichen inneren Kräften entsprechenden Leistungsfähigkeit Deutschlands gelegen fei. Steuer- und Reparationszahlungen aus der Substanz seien eine wirtschaftliche Unmöglidjteit, sie widersprächen außerdem den Bestimmungen des Daweeplancs. wonach Deutschland nur aus wirtschaftlichen Lleberschüssen Zahlungen leisten solle. Auch könne nicht verschwiegen werden, daß der augenblickliche Stand der Reichsfinanzcn durchaus nicht zu übertriebenen Hoffnungen mit Bezug auf die glatte Aufbringung der Mehr- Uciftungen berechtige, um so mehr, als der Abschluß des ersten Quartals des lausenden Ctats- "johreS wenig günstig sei. und der monatliche ,Reparationsbeitrag aus der Reichs- 'lasse mit dem 1. September von 41.66 auf 104,16 Mill. Mk. monatlich steige. Bei vollswirtschaftlicher und nicht nur budgetmäßiger Betrachtung des Reparationsproblems sei für die Beurteilung der Repa rat ions last entscheidend. daß 'Deutschland noeh auf absehbare Zeit unter einem weitgehenden Mißverhältnis zwischen Kapitalbildung und Kapitalbedarf zu leiben haben werde. Es sei ein Unterschied, ob ein derartig hoher Ka- vitaltribut von einem ausgesprochenen Kapital» bedarfsland wie 'Deutschland oder einem reichen Lande verlangt werde. Die Reporationsverpflich- lungen bedeuteten daher für Deutschland eine potenzierte Belastung, deren Höhe in der 2l/,.Milliardenziffer nicht zum Ausdruck komme. 3m übrigen werde ein Beweis dafür, ob Deutschland bei dem heutigen Stande seiner Wirtschaft in der Lage fein werde. 2.5 Milliarden für Reparationen aufzubringen, wahrscheinlich überhaupt nicht zu führen sein, um lo weniger, als daS Ausland der privaten deutschen Wirtschaft die Wittel wieder zur Verfügung gestellt habe, die diese dem Staat für Reparationszahlungen abgeliefert habe. 3n tritt Jahren (1. &cj>tembcr 1924 bis 31. August 1928; habe Deutschland an Reparationen 5470 Mil Honen Mark gezahlt Da dem Deutschen Reich hiervon 800 Millionen Mark i n Gestalt der DaweS- anleihe 1924 zur Verfügung gestellt worden seien, habe Deutschland tatsächlich bisher 4670 Millionen Mark aufgebracht. Andererseits habe Deutschland in der gleichen 3cit 5800 Millionen Mark langfristige Auslandanleihen ausgenommen. Bei Abzug von 500 Millionen Mark für Tilgung. Rückzahlung und Rückkauf verb.eibe jedoch immer noch ein Betrag von 5300 Millionen Mark. Die deutschen Zahlungen in Ausführung d.s Dawes- planes se,en also für die ersten vier Fahre um 600 Millionen Mark geringer gewesen als die deutschen Auslandanleihen. Zu diesen 600 Millionen Mark seien außerdem die Beträge zuzurechnen, die das Ausland Deutschland kurzfristig in Gestalt von Krediten an Bankeii. Handel und Industrie zur Tersügung gestellt habe. Dabei sei die Summe der kurzfristigen Kredite nicht wesentlich geringer als die der langsristigen Auslandanlcihcn zu schätzen. Wenn man sie unter Berücksichtigung der umgekehrt auch von Deutsch land dein Ausland cingcräumten kurzfristigen Han delskredite nur mit 3,5 bis 4 Milliarden Mark an jctze, so ergebe sich für die gesamte Kapitalhilfe des Auslandes an Deutschland ein Gesamtbetrag von 8800 Millionen bis 9300 Millionen Mark, dem eine Reparationsleistung von 4700 Millionen Mark gegenüberstehe. Deutschland habe also annähernd doppelt soviel Geld vom Auslände erhalten wie cs selber für Reparationen hergegeben habe. Diese Tatsache sei auch die einzige Erklärung dafür, daß bisher nicht nur alle Zahlungen voll g c - l c i ft e t, sondern auch Transfers in einem Betrage hätten vorgenommen werden können, der den Iah* reseingöngen im wesentlichen gleichkomme. Wenn die Uebertragung der 2,5 Milliarden Mark des Rormaljahres sich reibungslos abwickeln soll, so werde eine starke Vermehrung der Sach^ leistungen, zu der von der Gegenseite alle Anstrengungen gemacht würden, daneben aber auch eine starke Bermehrung der Baruberweisungen, d. h. also der Devisenkäuse des Reparationsagenten, erforderlich sein. Es fei möglich, daß diese stattfinden könne wenn der Devisenzustrom aus Auslandkre- diten (welche die deutsche Wirtschaft weiter dringend braucht» nicht nachlasfe. Eine echte Lösung des Transferproblems werde damit ebensowenig erreicht fein, wie sie bisher erfolgt fei. Stand der Zeldfrüchie in Hessen. Anfang Lcplcmbcr. Rach den Angaben der Berichterstatter find durch die lang andauernde Trockenheit die Feldfrüchte wie auch die Wiesen in ihrer Entwicklung sehr zurückgeblieben; sic haben sich aber durch den in der letzten Zeit eingetretenen Regen wieder etwas erholt. Der Stand im allgemeinen ist befriedigend. Lieber Schaden durch Schädlinge wird nur in einigen Gemeinden Klage geführt. Der Stand der Reben ist gut bis mittel, soweit sie nicht durch Frühjahrsfrost und Hagel gelitten haben. Die Saaten st andsnoten betragen für Hafer 2.6; Kartoffeln 2,9; Zuckerrüben 2.9; Klee 3,4; Futterrüben 2,9; Luzerne 3,1; De-(Ent-) wässerungswiesen 3,3; andere Wiesen 3,7 und für Reben 2,6. Hierbei bedeutet 2 gut, 3 mittel und 4 gering. • Dom süddeutschen Ledermarkt. In der vergangenen Berichtsperiode war die Geschäftstätigkeit gegenüber der Borwoche wohl etwas lebhafter, und die Umsätze nahmen einen größeren Umfang an, doch machte sich das Fehlen Der Schuhindustrie weiterhin bemerfbar. Es scheint, daß die Beschäftigung in der Schuhindustrie trotz der vorgeschrittenen Saison nicht sehr befriedigend ist. Der Lederhandel selbst trug den Hauptanteil an der ilmfahfteigerunq. In der Preislage hat sich nur wenig geändert. • Angebot der Frankfurter Gasgc- sellschaft an die Stadt Köln. Wie WTB.- Handelsdienst erfahrt, hat die Stadtverwaltung Köln vor einigen Tagen die Direktion der Frankfurter Gasgesellschaft ersucht, ihr für das Angebot für den Ausbau der Kölner Gasversorgung eine Verlängerung der Zuschlagsfrist zu gewahren. Die Leitung der Frankfurter Gnsgesellschaft hat diesem Wunsche entsprochen und sich mit einer Fristver- längerung bis zum 30. September d. I. einverstanden erklärt. • Wormser Lederwerke. Der flaue Geschäftsgang in den Wormfer Lederwerken hält an. Cs wird in einer Reihe von 'Betrieben für« gearbeitet. Das erwartete Herdstgefchäft hat noch nicht eingesetzt, so daß man vorerst noch feine Aussicht auf baldig: Besserung des De- schäftigungsgradcs hat. ' Mc t a t l gc sc l l f cha f t A.-G.. Frankfurt a. M. Die auf dem Namen der neuen Firma ..Metallgesellschaft 2HtungefclH schwerverletzt. Der Fahrer ertrank. Seine Leiche ist geborgen. Drei weitere Soldaten, die im Wagen saßen, erlitten erhebliche Berlehu n gen. Zwei schweben in Lebensgefahr. Levines Flugzeug freigegeben. Das wegen Richterfüllung gewisser Formalitäten von den Behörden zurückgelialtene F l u q ; e u n L e o i n e s , der Junkers-Apparat .Königin bei Lüfte", ist jetzt freigegeben worden. Der Flieger Bert Acosta und feine Passagiere W i n ck h a in und M e n k e n können gegen eine Sicherheitsleistung von je 1000 Franken wieder frei über bas Flugzeug verfügen. Einbruch bei der Polizei. In der Nacht zum Dienstag wurde, wie erst jetzt bekannt wird, ein Einbruch in derPolizei- wache im Gelsenkirchener Stadtteil schalte Nord verübt. Ein Mann, der dringend Polizei lichen Schutz erbat, erschien auf dem Revier, in dem nur ein Beamter anwesend war. Der Schupo ging mit dem Manne weg. um nach dem Rechten zu sehen. Als er dann auf die Wache zurückkchrtc, erschrak er nicht wenig, denn inzwischen war die Geld kaffe erbrochen worden unb der In halt fehlte. Bis zur Stunde fehlt jede Spur von dem Gauner unb seinen Helfershelfern. Letzte Nachrichten. Kein deutsches Memorandum zur Häumungsfrage. Genf. 6. Sept. (WTB. Funkspruch.) In einem Genfer Morgenblatt, das den Kreisen der französischen Delegation sehr nah: steht, mirb von der Möglichkeit gesprochen, baß demnächst von der deutschen Delegation den hie- ligen Hauptdelegierten Frankreichs. Englands. Belgiens und Italiens ein Memorandum über den deutschen Standpunkt in der RäumnngSsrage mit konkreten B o r s ch I ä- gen überreicht werd?. In unterrichteten deutschen Kreisen wird erklärt, daß ein solches Borgehen nicht in Frage fonime. Gleichzeitig wird der weitere Versuch des erwähnten Blattes zur Derknüpfung des Räumungsprvbtems mit einer teilwellen Mobilisierung der Bonds aus dem DaweSplan zurückgewielen. da es sich hier um einen reinen Rechtsanspruch handelt, für den Deutschland alle Doraussetzungen erfüllt hat. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Frankfurt a. TI | ‘Berlin bmlufj- 1-Ubr. 1 Sd)iuh. Vlnfanq Mur» 1 Mur» 1 MUTS Rur» Datum S.». | 6.9. 5.9. 6. 9. 6% Dt. RtitMmilttfr.- 0. 1087 . Tl flnl .'.’lP.i'i -cdiulb ml! Slut 87. Zö — 87,5 | — lol.-Sirditfit 51.05 — 51 51 TewL vbiit . 7% Skonti Hvp.-M. »olbPl. UN- 17.4 d 17.5 17.4 tünbbar bU 1933 .... 4Vi% tHMnntfw ^vv.-Bant Liau auibpi. — — • - 75.05 — ■-«.*. abg. tpc-rfrltgl-Obligation.. tucUabUiax I9SJ - — — 4% edjoti». «Sunbf — — Ctfitretdit'-hf fllolMle.. . — — — Ceften. 6ilbetne. — 4 — * , Ceflettrtd). etr.Dem. RN — — — — Unganidw »orbete. ... — — 26.2 —— 4 „ Unganidx etaattr. 0. 1010 — —- • — von im..... 4% Üngtrnldw Ihrttenrte.. . 26 1.65 — 3.6 4% turt HoUonletbe d. 1011 . . 4°„ ZurftldN ©agbabbobn.Wnl, * — H.5 — -renr 1 * U.l 11.« 4% fefrif II ..... 4% Stumdnen totweu. Sil». . . . — — 11.3 11 4 9.:, — — 4H% tRumaren »otoanL von 1013 21.95 - 34.9 — HDg. Ttutläe lUknVitm — — * Ainiburg-iÄnienta ßotel . . . t» i'anwll* . . * 16.'. 5 163 16J.S 16? — 19b 196.75 Viiofo Ttunphdnil ... lo 154 I97.3i Piort>t54.5 154.2. 153.b euig. Ttutidw ürrntanll . . U Ul Ul Ul 141.3 »arm« 4ianto«rci: ... 10 U3 I4j.2ü 143 ettimei Handeltgeleltzch. • - " rSs.5 Lommeq- unb Pnuat-Banl . 11 lb7.2o 16? «b». । T«rmfL u. «atüinaibanl *- :75 — 474.75 :?4 .. Itutfdx von! .....lL Ttibni»dlcirni>8 IM y i'H.5 <66 16.. 7 J 06.4 IM.ZJ TtHbnet Ban! - - 10 171.45 «70 4 70 j 170 73 ■RtttflbfutidK liMbittwa! ... v — ■■ • 19» J tUflallbant 13!) — IJJ ................1 313 3^n K13.' *316.76 Ttranlifurt a. M. «Berlin Schluß« ftUTl 1 1-Uhr. Kur» Schluh 1 Anfang Rur» nur* Datum: 6. 9. 6 9. | 5.9. 6.9. ............* 184.76 IS4.5 164.9 184.9 Bergmann ......... V 199.5 202.25 260,4 liiefrr. t'icimingen.....10 — - 182.5 182 Std)l unb ftraft ..... 1° .'23. .1 «1 223.75 — ivflten » Sutllraume. .... 6 14'.' 147.5 149 148 25 i*ri. 1. Wtftr. Untern.. ... 10 ilt -‘70 872 270 5 r-amd. ijlcftr. Serie .... 10 — 160 160 Äbein. Clefrr..... 9 — 151.5 154.:i 154.75 3erte . ....... 1 .‘54 • 254 Zu 4 — 124.5 143 Äcln^Jruetien. ........ — — 137.7» 134.9 ötruiHmanr. . ....... 8 137 137..., — Mansfelber ........7 tu — 112 111.75 CberidüM. (hi-nh. Bebarl. . . b — * 106 106 CberitMci. StcMivetie . - " — — 112.26 Uf.U *8hdntr Bergbau. Nbeuttldie ©rauntob'en ... 10 94 93,75 V4 93.5 .'7#. 5 278 119 5 477.7, 1. *4 3* 4H — >47 145.5 •■'■■«d ’ik.'ntun . ... 14 •— — 15-i bereinigt» e-tablts. ..... 6 97.0 — 97.5 97.5 C:r.: • Danen . . . . . 1 th — • 53.65 53.9 . . . — 27» 268.7- fteft fc!«rr „Mn . ..... 1" — 418.7, 475 •altmed 604bettetÜ ... 16 4J7 - 46b. . 4 uv 3. • porb4,e4 p.» *67.75 ns.s .'15.5 • tu.' io! |IO6.7ft ui.?: 'btigewserft ..... 4 OvtnneeWi.iAeH......41 — — ^ronkiurt a. W. Berlin Scblufe«: 1-Ubr- Rur» Schlug Rur» Anfang Rur» Datum: 5.9. 6.9. | 5.». | 6. 9. t>ouu*D Hohmann...... 7 |4| 144.5 — Hetdelverger (Zement .... 10 — ■ Ctmrnt Karlstadt ...... “ 167 — E- «Satjfc 4 Freitag ...... 10 14 2 25 H3 — — SchultbeU ratzeuhoteR ... 1 • — — 341,75 341 Cftroerf».........* - — ■ HO -97.75 Ser. OHaiijfloff ...... 1® — 486 581 13 em berg..... ■ • • 1* 3.-UftziM S-Idb?'.....12 24« 505 2BÜ 1M.5 .•.rjfrnff Hia>aile>'b'jr 1'6 ■ 147 127,5 Ludw. Soewe ....... 10 * — 245 * 9?at antomotnl ...... 0 — — 82.4 — Crenftetn * »rt Pd.....6 — ■ 140 — Leondard im ....... 260 400,25 «4omng-q^etvJtn ....... 0 20 - 19 — ,3ranfl. INmdxmee......• ■ U. V ■ 70.5 * ' 127,0 — I2Ü — HenltaenOnedi 0 3umgfxnrt. - .••••••< 89.6 — 89 s?edi.T>erf*. - .......* 112 — 'Satr.hduvetfe ....... ' 117 — ..............’ 144.65 — * 112, r ................... • — 13.5 Sfr, vnt-m ....... 10; — 10-.5 _ iWehr. f.'fb'c ....... ’ ' 141 — * «mgt ft Otieffwet......’ — _ eubb. ...... U-5 - — — Sanf aoten. ikrloL«*. e5 W.» 5 111,-b 111,07 I1Z.ZI 10.55 41,055 40,344 l,IW" 16.17 40.705 6#,X> 1,91.4 1.499 -9,1/75 12.C« ij.Ui «1.32 1.179 6.42i 4,194 4.261 r».»4 164,1» 1.769 18.405 UZ.OT 112.09 IU.4: IO.6< Äl.Ml 4.2010 50.8'» 69.67 1.917 6.601 19.195 12.44 1 73.21 J.UI« 18.94 81,48 i. 1*3 5,435 4.20 4 4.2»S 20.904 ib>,| • 1.764 M.29 111,8:: 111.86 112.21 10.55 .1.95 40.314 1,193’1 16.M K).7.: 61.46 1,941 1 499 «9,07 13,«: 7,375 73.(6 4.U27 18.9. 81.34 4.174 4*196 4.274 20 864 6M,4b 1.70 59,41 13.a. 12, OH 12.43 10,67 41.99 a,3ti ..*01 u 16.40 69. <31 I.V.*. 9.501 •>». 19 '.'.41 :, re 5 73,20 3.033 18.97 61,50 2.17b 4. Li 4.27V 70.901