Ur. 5 Erster Blatt U8. Jahrgang Zrettag, 6. Januar 1928 Erich,in --tz" 5»«Ätaon|d)lt||<: 51, M und 112 l*|d)rtf1 fti vrohrnach» richten Anzeiger Oletze». Polfdfftflonto; grenltiirl cm Main 11636. GietzeimAilzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t>md enö Ptrlag: Vrühl'sche U«tversttLi»»v»ch. »nb Stetiiörnderti R. tauge in Stetzen. Sd^riftlelhmg und SefchäftrRelle: ZchilUratze Z. IiiMm ni lijdMi ftr bM Iag**neemcr btt p»m He^mittag vorder. Preis fir 1 em H4H« für Anzeigen von 27 mm Brett« Snlich 8, auttoärtt 10 Aetchopfennig^ für Re» Klam ran eigen von 70 irm Brette 35 Reichepfennig. Platzvorschttfl 20* , mehr. Chefredakteur Dr. Friede Dtlh Lange. Verantwortlich für Dohtih Dr Ft Will) Longe, für Feuilleton Dr tz I^gnot; rar den übrigen Ted Ernst Blumlchein; für den An» zeigenteil Äurt AiBmawn, • lämtltd) in Gieyen. Amerika und das TZeparationsprobkem. Ver plan des Bankiers Baruch einer Kommerzialisierung der deutschen Kriegsschuld wird erneui disputiert. - Eine internationale Konferenz zur Revision des Oawesplans. - Washington leugnet jede Jiritiative. Aeuyork. 5. Ian. (XU.) Der Plan deS be- fannicn amerikanischen Bankier- Baruch, d l e deutsche Reparation-schuld an die Alliierten durch eine Schuld an amerikanische Privatgläubiger a b a u - lösen, wird heute sowohl vom .Journal of Eommerce al» auch vom .Aeuyork Herald" erneut auf gegriffen. Während da- .Journal os •ommercc' o'-ne Baruch al» Autor zu nennen, nähere- über die Entstehungsgeschichte veröffentlicht, weid der .Aeuyork Herald" bereit» mit Einzelheiten de» Baruchschen Projekte» aufzuwarten. Dilbert, so berichtet da» .Journal os Tommerce", der bereit» gelegentlich einer früheren Reise sowohl mit Präsident Tvoll da e al» auch mit Handel-minister Hoover die Angelegenheit besprochen habe, sei die treibende Kraft hinter dem ganzen Projekt. Der Entwurf sei damals dem Staatsdepartement zur Prüfung weitergeleitet worden. Bei feinem jetzi- flen Befuch in Amerika habe Gilbert mit den mahgebenden Kreisen in Washington erneut übei den Plan gesprochen, aber man habe sich entschlossen, entscheidende Schritte nicht vor den sranzösischen Wahlen zu hm. Der Plan soll bann einer internationalen Konferenz unterbreitet werden Da» .Iournal of Tommerce" heg! Befürchtungen für da» Gelingen de» Plane» infofern, al» b l c englischen Ansprüche gegenüber Deutschland gestrlchen werden mühten, womit England da» gröfrtc Opfer zugetraut werde. Zum Schluh weist da» Blatt noch darauf hin, dah durch die Ausgabe von Obligationen d i« Transserschwlerlgkelten beseitigt ttxürben, für die vorläufig auSfc^iehlich dev Reparationsagent die Verantwortung zu tragen gehabt the» Vorschläge» wird angeführt, dah die Möglichkeit vorliege, dah Deutschland nach einigen Iahren überhaupt nicht mehr zahlen werde und dah diese Befürchtung die Alliierten der Festsetzung der Reparationsschuld geneigter machen werde. Da Deutschland die Zahlung von 33 Milliarden Dollar nicht leisten köime. so sollte die Festsetzung auf inS- gesamt höchsten» 14 Milliarden erfolgen. wovon zunächst etwa 2 bi» 4 Milliarden durch fünf- oder sechsprozentige Bond» zu fundieren seien. Die Dorteile eine» solchen Plane» lügen auf der Hand, namentlich für Frankreich. dessen Kredit fofort steigen werde. Sine neu zu bildende ReparationSkommission. in der auch ein amerikanische» Mitglied sitzen müsse, solle bestimmen, wann die Ausgabe der restlichen Obligationen zu erfolgen habe und zwar auf fünf- oder sech-prozentiger BasiS. vielleicht sogar niedriger. Diese Obligationen feien durchaus einwandfrei da sie eine erste Hypothek auf Deutschland darstellten. Sie mühten in Dollar, Pfund Sterling. Gulden, Kronen, Goldlire und Goldlranken ausgegeben werden. Frankreich und England würden genug erhalten, um einerseits die Währungzu stabilisieren und andererseits ihre Schulden an die Dereinigten Staaten zurückzahlen zu können. Die amerikanische Regierung würde alsdann mit der ganzen Reparationsfrage nichts zu tun haben, da ja die Obligationen von privater Seite ebenso wie jetzt die deutschen Anleihen gekauft würden. Oie Regierung dementiert. Mellon bezeichnet eine amerikanische Initiative als Nniinn. Washington, 5. San. (WB.) Schatzfekretär Mellon und Staatssekretär Kellogg dementieren die heutige Pressemeldung, dah die Vereinigten Staaten eine W e 11 k o n s e r e n z zur baldigen und vollständigen Losung der Reparations- und der Kriegsschuldenfrage einberufen würden. Mellon bezeichnete die Meldung als U n - f i n n. Einer der Verfasser des Dawesplancs gemährte der /.Associated Preß" ein Interview, in dem er u. a. erklärte: Die Festsetzung der deutschen Gesamtschuld ist im Dawesplan ausdrücklich ooraesehen. Kein Vernünftiger glaubt, dah Deutschland die 33 Milliarden Dollar» Kriegsschuld je aukbringen kann. Diese» Problem bedarf des Studiums zahlreicher internationaler Konferenzen und die Losung der Genehmsauna durch die Parlamente vieler Staaten. Wie Parker (Dilbert richtig ausgeführt hat, sind hierfür die alliierten Gläubiger allein zuständig; Amerika hat damit nichts zu tun. Reichstag und Wahlrechtsreform DasNrtcil deSStaatögerichtShofS inSachen der Landtagswahlcn. Berlin, 5. Fan. (Prfv.-Tel.) In Berliner politischen Kreisen beschäftigt man sich mit der Frage, welche Stellung der Reichstag nach seinem Die- derzdsammentntt zu der Situation einnohmen wird, die durch die Urteile des Staatsgerichts. Hofes über die Ungültigkeit de r Land» taaswahlen in Hessen, Hamburg und Meck- lenourg^trelitz aktuell geworden ist. Staatsrechtliche Sachverständige unter den Mitgliedern der graben Reichstagssraktionen erklären, dah die Urteile, so wenig sympathisch man der Bildung von Splitter- Parteien aegenuberstehen könne, juristisch jeden- fall» vollkommen zu treff en. Die Urteile werden damit begründet, dah eine Verletzung der fundamen- taten drei Grundsätze des Wahlrechts oorliegt. da» allgemein, gleich und geheim ist, und zwar werde der (Brunftfaß der Gleichheit und der Allgemeinheit durch die Kautionsgestellung und der der Geheimhaltung durch dleUnterschrists- bestimm un g verletzt. Bisher sind die Urteile noch nicht alle unterschrieben, also noch nicht rechtsgültig. Sobow der genaue Wortlaut oorliegt, werden sich mehrere Fraktionen de» Reichs- tage» mit dieser Frage befassen und prüfen, ob etwa durch Initiativanträge eine reichsgesetzliche Regeleung gesunden werden kann, die die Bildung weiterer Splitterparteien verhindert und dabei die Bedenken de» Staats- gerichtshafes ausschlieht. Hierfür ist allerdings eine versa s su ngsändernde Mehrheit notwendig Ob sie wjammenjubringen ist, wird immer noch bezweifelt. Bedenken bestehen auch insofern, al» diese Fragen zur allgemeinen Wahlrechtsreform binüberteiten, während man aleichzeilia in parlamentarischen Kreisen wenig Neigung Kit. diese» grobe Problem noch von diesem Reichstag hehandeln zu lassen. Aber gerade tue- gen dieser --chwienakeiten wird die tfrapr der Splitterparteien in Den kommenden Parteibespre» chungen einer genauen Prüfung unterzogen. ArbeiüSzeillonfliN in Bochum. Bochum, {>. Ian. (WTB) Die Bochumer Gewerkschaften hatten gegen den Bochumer Verein und die Deutschen Ldelsiahtwerke eine einftmei- (Ige Verfügung erwirkt, wonach die genannten Werke gehalten sein sollten, den für verbindlich erklärten Schiedsspruch in der nordwestlichen Eisenindustrie bezüglich der Arbeitszeit für gewisse 3rtett von Walzwerken Im Sinne der Gewerkschaften » u r Durchführung zu bringen. Der von den Werken gegen die einstweilige Verfügung eingdtegfe Widerspruch gelangte vor dem Arbeitsgericht Bochum heute zur Verhandlung. Das Gericht Erkannte auf Aufhebung Der einst- welligen Vechfügung, die somit gegen st an ds- l o s geworden sind. 48 Todesopfer der Berliner Explosionskatastrophe. Berlin, 5. Jan. (U3IB ) Bi» um 10 Uhr abends sind bei den unablässig fortgesetzten Aufräumungsarbeiten In den Trümmern der Stätte de» Explosionsungluckes In der Canbeberger Allee insgesamt 14 Leichen geborgen worben. Zu einem In den Trümmern Vorgefundenen abgerissenen Arm fehlt noch Immer der Körper. Ferner ist bie neunjährige Tochter Gertha des Gastwirlehepaar» Zeithauer, die — wie durch ein Wunder — wenn auch schwer verletzt mit dem Leben baoongt- kommen war. nun doch ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus am Friedrichshain erlegen. Außerdem ist noch in der zehnten Abendstunde die Leiche de» 12 Jahre alten Knaben Heinz Lorey geborgen worden. Jnsgesamt ist damit die Zahl der Tölen auf 17 geftiegen. Zehn davon sind identifiziert, 5 Erwachsene und ein Kind sind noch nicht rekognosziert. An der Unglücksstelle werden die Ausräumungsarbeiten von Feuerwehr und Polizei fieberhaft fort- gefeht. Drei Züge der Feuerwehr, die mit Ablösungen arbeiten, und zwei Hundertschaften der Polizei, zusammen etwa 200 wann, durchsuchen zur Zeit die Schuttmassen nach weiteren Opfern der Katastrophe. Aus Anordnung des Polizeipräsidenten sind in den Mittagsstunden noch weitere zwei Hundertschaften Schutzpolizei zu Ausräumungsarbeiten herangezogen worden, so datz aufjer der Feuerwehr noch 400 Mann Polizei an der Bergung mitarbeiten. Vie städtischen Behörden fomte Polizei und Feuerwehr haben Verhandlungen über die Unterbringung der durch die Katastrophe obdachlos Gewordenen eingeleitet. Vie Wohnungsämter find angewiesen, Notwohnungen bereitzustellen. Da» Bezirksamt hat einen Aufruf um Geld- und Sadjenfpenben für die so grauenhaft um hab und Gut gekommenen Bewohner des Hauses er taffen. Aus eigenen Mitteln hat das Bezirksamt 5000 Mk. jur Verfügung gestellt. Bürgermeister Scholz vom zentralen Magistrat hat die Verpflichtung übernommen, beim Magistrat und der wohlsahrtsdeputatton weitere Mittel zu beantragen und stellte für die erste Hilfe 25 000 Mk. in Aussicht. An Der Llnglücksstelle. Grauenhafter Anblick deö zertrümmerten Hauses. Berlin, 5. 3an. (WB.) Die EsplofionSkata- strvphe in der Landsberger Allee ist in ihren äußeren Wirkungen noch viel schwerer al» die Katastrophe, die vor etwa 1* 2 Jahren in Moabit in der Kirchstrahe ein Haus fast vollständig zerstörte. Das Haus gehört den Efha- Werkcn, die hinter dem Wohnhaus Kühlanlagen haben. Hier ist möglicherweise der Herd der Explosion zu suchen. Vorläufig kann noch nicht mit Bestimmtheit getagt werden, ob eine Gasexplosion die verheerende Wirkung bervorgeruien hat oder ob die Ammoniak-Anlage des Kühlhauses erplodierte und dann die Gasanlage zur Entzündung brachte. Richt nur das rechte Dorderhaus, sondern auch das ganze LIntergefchoh ist von der unerhörten Gewalt der Ervlo'ivn vernichtet. 3m Erdgeschoß stehen nur noch die starken eisernen Träger, sonst kann man durch die vollständig verwüsteten Räume völlig hindurchsehen. In dem am meisten beschädigten Flügel des Haufe», der rechts an das tief gelegene Dahngelände der Ringbahn grenzte, wohnte eine Anzahl Familien, die durch die Katastrophe Hab ^nd Gut vollständig verloren haben und deren Angehörige zum Teil getötet, zum Teilschwere Verletzungen davon- lrugen. Die breite Front de» Hause» bietet einen grauenvollen Anblick. Die gesamteGrenz- mauer ist weggerissen und bedeckt den Grund de» treten Felde» mit m-lerh^hem Schickt. Dom ersten oiS zum vierten Stockwerk hinauf sieht man die Zimmerwände und da» Gerippe der Fuhbüden, auf deren Reste noch vereinzelt wenig beschädigte Möbelstücke sieben. Die Tapeten hängen in Fetzen von den Wänden. Hie und da hängt ein Bild. Am schlimmsten hat die Explosion in dem Restaurant von Scheithauer gewütet. Hier ist auch nicht der kleinste Gegenstand heil und unverletzt geblieben. An der Decke der Gaststube hängt eine Llhr, die genauer als jeder andere den Zeitpunkt der Katastrophe angibt. Ihre Zeiger find auf 12.20 Uhr stehen geblieben. Die so grauenhaft au» ihrer Racht- ruhe gestörten Bewohner des Hause», die nur notdürftig bekleidet sich retten konnten, haben bei den Bewohnern der Aachbarchäuser Zuflucht gefunden. Trotz der geradezu übermenschlichen Anstrengungen der Feuerwehr ist e» bisher noch nicht gelungen, alle Verunglückten zu bergen; ba immer noch Einsturzgefahr besteht, muhten auch die Bewohner der anderen Seite de» Hause» ihre Wohnungen verlafsen. Das 18. Todesopfer. Berlin, 6 Jan. (WTB. Funkspruch.) Die Auf- räumungsarbeiten an der Unglücksstätte in der Landsberger Allee, die von der Feuerwehr und der Schupo ausgeführt werden, wurden in der oergange- nen Nacht ununterbrochen fortgesetzt. Heute früh gegen 4.30 Uhr wurde die Leiche eines etwa vier Monate alten Kindes geborgen. Man nimmt an, dah e» sich um den Bruder des gestern abend aus den Trümmern hervorgezogenen 12 Jahre alten Heinz Lorey handelt, doch bedarf es noch der Identifizierung, da ein gleichaltriges Kind ebenfalls noch vermißt wird. Die Zahl der Todesopfer ist damit auf 18 gestiegen. Es werden noch etwa sieben Personen vermlht. Oie Ursachen der Katastrophe. Leuchtgas, Ammoniak oder Benzin? Berlin, S. Ian. (HL) Der Berliner Ober- branbdirektor Gempp schreibt in der ..Boss. Ztg." zu der E?plofionSka:astrophe. Die Ursache de» nächtlichen ExplosionSunglückeS in der Landsberger Allee konnte noch nicht geklärt werden. Drei verschiedene Gefahrenstellen befanden sich in dem vierstöckigen Gebäude. In der Mitte de» Haufe» eine Ammoniak-Kühlanlage, hinten ein Benzin- d e p o t, in dem mehrere taufend Liter Benzin lagerten, und dazu kommt noch L e u ch t g a ». Eines von den dreien muh Schuld an der Ex- plofion gewesen sein, ob Leuchtgas. Ammoniak oder Benzin, das wird hoffentlich di« Unter» suchung ergeben. Die Direktion der Berliner Städtischen Gaswerke A-G. teilt mit: Unsere zuständige Dienststelle erhielt heute nacht die erste Mittellung von dem Erplottons- unglüd in der Landsberger Allee durch die Feuerwehr. Infolge der Explosion war der am Haus be'indlichs Hinwets auf den Abfperrtopf fortgeriffen und die Stelle, an der der Ab- fperrlopf sich befindet, durch Schutt verdeckt. Eine fo'ort abgesandte Kolorme machte den Abiperrtopf frei, sperrte durch UebetfüHung mit Wa s.r die Gaszufuhr ab und brachte damit das Feuer zum Erlöfchon. Da» zum Grundstück führenbe Anschluh-Gasrohr war infolge der Eplofion a u f g e r i f f e n. Die Ursache der Eplofion konnten wir bisher nicht feststellen. Wir haben mir ermittelt, daß in den gesamten Kellerräumen de» Grundstück», die sich nicht nur unter dem Borderhau». sondern auch unter, dem Hof und dem HiirtergebüudG ausbreiten. Die Kühlanlage einer Fleischerei- GenossenschM sich befindet, bie mit Ammoniak betrieben wirb. Soweit die Unglüdt» stelle eine Uebersichl erlaubt, scheint der Herd der EffplosDn in dem unter dem Hof und dem Hintergebäude liegenden Keller gewesen zu sein, wo dar Standort der Kühlanlage gewesen war. Hierfür spricht die Tatsache, datz der Hof Le» Iler ebenfalls elngeftür*t und die ail dieser Seite de» Haufe» frei stehende Giebelwana eingefallen ist, nachhem die nach dem unbebauten Rachbargrundstück hin liegende Kellermauer durtch bie Explosion herauSgcdruckt war. Die Mitlesüing, die ein Berliner Mittagsblatt heute verbpeuct. dah die Explosion aus bie Un* bichtigkVit eine» GaSrohre» zurückzu- führen ist, das in den letzten Tagen neu in da» Hau» hinechktgelegt wurde, ift jedenfalls unrich - t i g; denn Diese» GaSrohr ist bisher noch nicht in "Betrieb genommen worden und liegt, wie die fdprt heule morgen vorgenommene Untersuchung ergeben hat. noch jetzt völlig ge» schlos 1 «71 und intakt da. Weitere Untersuchungen werten erst nach Abräumung der Un- glück-stellq möglich fein. Oie Teilnahme deö I^eichSpi-äsidenten. DerkLm. 5. Ian. (WB.) Der ReichS- p r ä f i b « n t hat dem Oberbürgermeister von Berlin ttfme herzliche Teilnahme an dem schweren Ekplosionsunglück in der Landsberger Allee ausgesprochen und chn gebeten, diese auch den Hindi^rbliebenen der Tode-opfer und Verletzten zu übermitteln. ArgevchnischerBesuchinBerlin Ein^T^utschlandreise des argentinischen AtchenMinisters Tr. ttallardo. Berl.ttn, 5. Ian. (WB.) Der argentinische Minister de» Aeuhern Dr. G a l l a r b o traf heute votzmittag mit dem Rord-Stpreh von Parikommend« in Begleitung von LegationSsekretär Wagenmann vom Auswärtigen Amt, der Dr. Gallprdo von der deutschen Grenze ab beamtet lratte, in Berlin ein. Zum Empfang hatten stch der hiesige argentinische Ge'andte Qulntbna mit dem gesamten Personal der Gesandtsthaft sowie der Ches deS Protokoll», ®efanbtyc Köster und Graf Tattenbach vom AuNvärtigen Amt. auf dem Bahnsteig ein» gefunden. In einer Unterrebung, die der Minister tfcm Vertreter be« WTB. gewährt bat, erklärte er über den Anlah feine» Berliner Besuches. «r habe durch feine Höflichkeit-Visite in Berlin cher Tatsache Ausdruck verleihen wollen, dah bie Beziehunaen zwischen Argentinien und Deutschßand die herzlichsten und un g e» trübtieften feien. Irgendwelche besonderen Anlässe etloa zu Verhandlungen zwischen den beiden Xajierungen lägen zur Zeit nicht vor. Der Minisieic verwie» auf seine bereit» vor 32 Iahren durch gnnz Deutschland unternommene Reise und hob bie auherordentliche Entwickelung hervor. bi< da» Bild der deutschen Städte in jeder Beziehrang aufweife. Auf bie Frage des WTB.-Vertreter» bezüglich der eQneuten Mitarbeit Argentiniens in ®6 nf erwiderte ®atlarbo: Ich kann Sie verficharn, dah die argentinische Reg-erung leb» bah bte Regelung unserer Beziehungen zum Tö.'kerwund erstrebt. Zu -er wiederholt in der Presse geäußerten Absicht Argentiniens, seine Berliner Gesandtschaft tzu einer Botschaft zu erheben, äußerte der Minister, dah Argentinien e» aufrichtig be- ■rtfw warte, wer tratet Ber»ckfichtigung oller 5ted>tc anderer Drost Mächte von deutscher Sette berartige Anregungen ergehen würden. ,3mn Sch utz bat Dollar do seinen Dank für b;- Wannen Linvfang in 3erltn und seine au'rirh- ttgen Sympathien für Deutschland und bM be*f- sche Volk der Oeffentlufcfeit zu eenwtttel*. Empfang in der Kaiser - Wilhelm - Gesellschaft. Teutschlanvo Anteil am Aufbau einer argentinischen Kultur. Berlin, L 3an Die Kaiser DUHelm Gesellschaft ,yrr ßarberung der »tsienschasten oeronstaltele heule nachmittag tu Ehren de» argentinischen Auhenrnini- ftere Dr Oiallarbo einen Empfang. Der Bor- sitzende der 14ei,lltchaft, Exzellenz von -ar- nach, begrubt* den Gast, indem er au»suhrke, datz tr ein Land repräsentiere, dar im Verlause be» lebten Jahrhundert» outzerordentliche wif• senschostliche Lei st ungen vollbracht habe. An dieser Kulturarbeit sind, so führte Exz.llen; von Hornack weiter aus, Deutsche inhohemTOatze beteiligt gewesen, die dank einer gastfreien und fürsorglichen Negierung Argentinien» bort eine neue Heimat und einen groben Wirkungskreis gefunden haben Der TO i n i ft e r erwiderte in deutscher Sprache u. a.: Es Ift mir sehr angenehm, zum Ausbruch bringen zu können, bdb bei Argentinien» Einführung der Wissenschaften Deutschland eine wichtige Nolle yi- fällt. 6» genügt, daran zu erinnern, bab der erste wissenichastliche Direktor unsere» Moseum» für TLi- turgeschichtc, Dr. f) ermann Burmeister war. der die Leitung des Museum» dreibig Jahve hindurch innehatte. Auch bte Nationalakademie der Dissen- schäften in ttocbobo wurde in der Hauptsache durch deutsche Professoren in» Leben gerufen. Ebenso verdankt die Erforschung unserer R 1 o r a nie! den Serbien Deutscher. Auf dem Gebiete brr Technik find die erwähnenswerten Namen jo zahlreich, bah ich von ihrer Nennung Abstand nehmen mochte Auber diesen unmittelbaren Lehrern haben auch bie deutschen Bücher und Der Reichssparkommissar und die Länder. Eigener Drahrbericht de» .Siebener Anzeiger»' Berlin. S. 3an. Aach der Meldung eines 3erltner MargenblatteS feil sich die in der itof ten Häl te drS Januar ftattfmbenbc Konferenz zwischen den Ministerpräsidenten der Länder und der Relchtregie- rung über die Tertoalhmg«rtform auch mit der wn’ttgen Gestaltung der Beziehungen zwischen ReichSsparkommisfar und den Länderregierungen beschäftigen. Es wird sogar gesagt, bab man bindende Richtlinien festsetzen werde, bie es dem Rerchafpar- kommissariat ermöglichen. zur Derein'achung und Berbilligung der Verwaltung praktische und er» sokgreiche Arbeit zu leisten. Die Aotwendigkeit au solchen Maßnahmen, die die Stellung be« Reichssvartommif anat« gegenüber den Länderregierungen mit erweiterten Rechten anscheinend stabilisieren soll, wird in bie'em Blatte begründet mit der Behauptung, bab Regierungen einzelner Länder in verschiedenen Fällen die Bemühungen de-Reichss. arsvknm/sa.ia.s. Material über ihre Berwaltungsfragen zu bekommen zumindest recht dilatorisch behandelt hätten. S« werden weiter einige Fälle angeführt, wie z. B. die frühere Braunschweigische Regierung die Bayerische Regierung und Baden u. a. den notwendigen Arbeiten be» Reichssporkommisfariats angeblich mehr ober weniger absichtliche Schwierigkeiten bereitet haben sollen. Durch diese besonderen Mitteilungen wird der Eindruck erweckt, als ob der Reichssparkommissar im Berkehr mit den Ländern ständig auf Hindernisse und Hemmungen stoste. Dazu erfahren wir aber von gut unterricht tter Seite, bab diese Behauptungen nicht zutreffen, und geeignet sind, über da» ganze Derhäktm» des Aeichofpartmnmnfar» zu Neah und Landern ein» recht irngeBorfte lunp hervorzurufen In den Kreis« des Neichasparko nrmfiariats fei ber tit man durchweg der Ansicht bab d^ Stellung, bu Macht und der Erfolg dieser Organisation nur auf einem Der > traue »»verhält ni» nut den ander« Negierungen beruhen kann. Setb'i eine iormole Erweiterung der Rechte des Sparkommiflars, zum Beispiel Stimmberechtigung im Neichskaoi- nett mit voller Minister Verantwortlichkeit, würbe demnach den praktische" Jirbciecn nicht wesentlich nützen können. Ein Minister kann im Kabinett über- stimmt werten ober er Ht abhängig von parlamentarischen Zufälligkeiten. Schließlich ist auch er darauf angewiefen, wenn er mit einer Sache durch- dring.n will, die Mitglieder der Negierung durch (Brunbe zu überzeugen. Man must ihm eben glauben tmb in feine sachliche (Eignung Vertrauen setzen. Und dieses Vertrauen scheint ftch das epartommiffariat heute erworben zu haben. Die Verhandlungen mit den Ländern, die bisher von Seiten des Sparkommistar at« mit zurückhaltender Schonung ihrer Eigenart und ihres Prestiges ge ührt worden sind, haben bisher manch erfolgreiche Arbeit gebracht und sind keine-we^e an abs ch. tchrn llnfrejnblufo.'eitcn der 5!änderregierungen ge chri.'ert. So wirb eS auch auf der kommenden Qanuarkonlerrnz nicht fo fehr darauf ankommen, neue Prinzipien für die Stellung des SparkommifsariatS zu finden, als durch persönliche und freundschaftliche Fühlung- nähme die Möglichkeiten für eanen Austausch der Erfahrungen, die der Sparkommifsar gemacht hat. zu erweitern. Reichsschulgesetz und Koalition. Oie Möglichkeiten einer Reichstagsauflösung. Waldecks Anschluß an Preußen. W'llingen, « Ion (WTB. Funkspruch ) Ge- ftern wurde an den Reichsminister de, Innern ale zuständige Instanz der Antrag aus Zulassung eine» Volksentscheide» über bie Frage be» Anschlusses de» Freistaates Waldeck an Preutzen ab- gelanbt Dem Antrag waren 3927 Unterfchr ften von stimmberechtigten Walbecker Bürgern btigefügt. Bei etwa 33 000 stimmberechtigten Waldeckern ist die Zahl der Unterschriften mehrolsausreichend Zeitschriften ganz bedeutend zum Fortschritt her Argentinier beigetragen. Indem ich wünsche, bab bk wissenschaftliche Zusammenarbeit sich zum gegenteiligen Nutzen beider Lander täglich enger gestalten mögt, spreche ich erneut meinen Dank für die mir zuteil gewordene Ehre au». Unter den zahlreichen Gästen tc'anben sich neben zahlreichen Belehrten der LH es der He rr«> leitimq, General Heye, CManbt?r Frehtag, bk ehemaligen Minister Dr. B b l i tz und Dr. Hilserd Ina. 'Berlrctet des AuSw'tttgen Amtes imb Der Presseabteilung. Ans ' 'stend wurde In den SesellschaftSräuimm des Lch 'sseS ein Konzert veranstaltet. An einem Diner, da« die hiesigen diplomatischen Vertreter aller latem- ameritan lchen M-chte bem orgenttni'chen Auften- minlster gaben, nahmen aufter den Gklanöten bzw Defchäftskrägern aller lateinamerikanischen Staaten und einigen Mitgliedern ihrer Millionen al« Säfte, weiter der K.^l spanische Bockcha'ter Dr Espinoso be lo« Montero«, und der portugiesische ©cfanbtc. Batalha be Frei toS. ferner von deutscher Seite Staatssekretär v. Schubert. Deh. Rat B o b r i ck , VegattonSrat Graf Tattenbach. Gesavbt- scha'tSrat Holzhausen tmb LegationLsekretär Wagemann teil. Echähe in altem Papier. Sab man aus allen Papieren die Mögllchkrtt iytrtnn‘ acvste Detd'urnmrn zu erlangen ko-nmr bet uns sehr selten vor Hau ijer ist das aber ” Cnglonb too feit vielen Deneratconen eine areste B.-hlbdbnxbeit herrschte und zahlreiche -vermögen herrenlos bi« zu dem Tage aufbeiDabrt teerten, da resttmätzig- Rn prüche birauf erhoben teerten Xomantik^ ®ef Jtarteikicher Seit? als auch au« Kreisen des Zentrum- wird betont, dah keine dieser b.rden Parteien daran denke, in diesem Punl.e von ihren Prinz p.en abzugehen. Ebenjo schwierig li?g?n die D.nge boim § 16, der in seinem erst.n Absatz die Schulaufsicht und in seinem zweit en Absatz d e Einsicht der R e l i g i o n s g e s e l l f ch a s- len in den Schulbrlrteb behand.lt. Der Absatz 1 will eine Spezial-Schul uf ich! für den R I g cn«- unterrichl einführen. Gr w.rd von der Bolk«. Partei hrf.ig bekämpft, die auf dnn Standpunkt steht, dost er am besten überhaupt gestrichen werd«. Sagegen hält man auch in Kreisen der Deutschen BolkSpariei ein? Gin'ichtn chme durch die Religionsgesellschaften für d-Skutabel. Man verweist darauf, dast sie eine Sicherheit z. B. gegen Rigoro'i flten eine« kommunistisch n S abt- schulrates bilden könne. Hi er wird also der Gedanke von Schuleinfichlsdelegationen unterstützt. Die Bildung von Del-gatisnen. di? den Bischof oder den Generalsuperint nden'en zu vertreten hätten, soll b-r Forterung der Leh -er» schäft eMgegenkommm, die sich unter atl n Um« ständen gegen d i e Diebereinführung k*er lokalen geistlichen Schulaufsicht wehrt. Die weit »S gelingt, in d e.er Frage eine Dermilletnbe Form l zu find n, stcht noch dahin. Zu diesen beiden ftrittiym Purckten kommt nt>4>- dast ein Teil der biüher angenommenen Paragraphen mitwechselndenMehrhei- ten teil« gegen die Deuttchnationalen. teil« gegen daS Zentrum zustanbege.'ommrn ist.' In Kreisen der Deutschen BollSpartei scheint man nun zu be- fürchlen, dast beide Parteien veriuchen könnten, einze'.ne dieser Probleme wieder von vorn au zurollen. Man lästt durchblicken, dast die BollSpartei einen solchen Deriuch al« un rttäg- lich betrachten würde. Alle« in allem ist LL* weitere Behandlung deS Lchulge'etze z also ' wer a Rimmt man nun noch h.nzu. dast o en. ar alle brei Parteien, vor allem a-er sowohl da« Centrum al« auch die Deut che Bolkspariei im Mui- gesetz eine sehr an -stmbare Dahlp a r o l e cu schrn scht nen, so ti jt e ne Rn ,.tag«au lö- sung immerhin imBe.eich der Möa lstie t. Rie- mand. auch kein Partei übtet vermag im Augen- blick zu prophezeien. Aber sicher ist. dast die Au« der Hefligkeit der Landschaft. au3 Architektur unb Menschen, au« ura ten unb ga rz alltäglichen Dingen formte sich ein leuchtendes, lebendig durchglübte« Bild von Begrissen. die kaum ein anderes Buch unb keine Schule fo elementar unb we enba t in Anlchau'ichkeit um- zuptägen vermögen. Griechische Städte. Tempel. Ruinen. Re le « und Drabsammern. die Berge, der Himmel und da« Aussoringen der Lonne au« dem Meer werden zu ganz innerlich verbundenen Tei en der an a ".a« verfchwimmenden Borstellung von Griechen'and: im Anfchauen des Bildwerk« au« der Hand des Prackteles aber im GrlebniS ber in einfachster Anmut gestalteten Figur be« Herme« erfüllt sich nicht zwar da« Sricbni« ber Antike schlechthin, sondern daS Erlebnis der ewigen Jugendlichkeit aller wahre« Kuntz. Mit diesem Ausklang des Ka-ttefS kehrte der Dichter zu den Eingangsworten zurück: unb In ber fo gewönne, .n inneren Ru idung be« Bor- getragenen mag man einen gewissen AuSilelch dafür finden, dast Bindina im Rahmen des gefönten Programm« entschieden zu kur, kam das ubrtqtn« durch einige Ge'angsvorträge von Martha B rüttel (Karlsruhe» ergänzt wurde Zwanzig Millionen Defizit in Hamburg .Hamburg.» Jan. fPriv -Tel.) Nach einer Mel düng be» „Berliner Tageblatts" beträgt bn* einst wellen zu berechnende Defizit im Hamburger Staat»- hmi«bnlt für 1927 rund 19,5 Millionen Mark Werbeadend deSGoeihe-Vundes Die gestrige Tverbeveranstaltung be« Voctbe- Jnx^er ?5uei1 jlula- »u der bie Spitzen der Behörden. Bertreler der Alnitxr i &t. bet vtnbenlen'chast unb ber Prelle gc.aben unb er- ly'enen waren, wurde durch eine Ium Ansprache er Mag,.! Ueug de« Rektor« Prof. Dr. Rosen- d e r g einaeleitet. ber. gewils.-rmasten aI«Jhau<- berr. Mc Veranstalter willkommen dich uffb ber Arbeit be« Soeche-Bunde« guten ör osg wün ch:e ön einn nur wenigen geleien werben imb wie da- neben min^nocrUje litte.atur w Masfenautlagen aerelbl ®r lprach von der QLnetilcnib.erung un- ferer Spvche non brr durch Kmo Radio und AUm geMchteten Lbkehr vom »einigen und Entfremdung v«n Buch von ber kulturellen Ber- kommenden ber Lekiure i.nb Buch on'ums Sitzer ging des ferneren auf wichtige und kaum £rH ^*u*ip nart amedtarn wem Barb.tbe zur Rücktehr z m 3broli*nue. zum geistigen TBtebemu bau Deut ch- ®ute. wahre beher^gensu-erte Dorre, »le wider peute noch alhuk.tcn au«ge« rachen unb a^bbrt werben tedvch ®urt? ber au« her Eelamtc -‘ul. ung El ters abtu eitende fnm atdckche ®t ln;d der ftöt ernngernetnten Ansprüche durch iv-cherhotle Parteien bie Au'lötuug bete t« jetzt ro ihre Rechnung einst eilen. Vertagung der Koalftions- verhandlunqen in Hessen. Ein Vcichiust der «opalbcMotratir. Darmstadt 5.3cn. (IlL) Für den morgigen Tag war zwischen Sozialdemokraten Demo traten unb Deutscher vol kspar- tei eine Zusammenkunft •orgeteben. in ber über die Möglichkeit einer Koalition bcraie» werben »oUte Diese Zusammenkunft ist mrmnetzr h : n f a I l i g geworden da die heutigen Serbanblungen der faualbemokratifchen Danblagsüarnon. wie da» ..Darmstädter Tageblatt* meldet, utfo-em ergeb n i « l o » verlausen sind, al» bee (iragt der Regierungsbildung wiederum vertag i worden ist. mit ber Begründung datz man zunächst die Entscheidung be t Skaat»ger>cht»hosr» über die (RültKite-t der Sondtugxoahl vom B ab warten müsse. Dieser Beschlich — keinen Beschiitz zu fassen — ist insofern nicht unbedenklich, ab ,u "och keineswegs feststehr. bah brt Entscheidung des heffiirten Staatsgenchtibases alsbald erfolgt. Im Gegenteil Haden ja bie in den letzten Tagen erfolgten Einfprürte von verschiedenen Seiten gegen bie (Gültigkeit der Lanbtagswabl die Lage erheb Nch kompliziert, fo dich immerhin bie Möglichkeit best.ht. dast der Staat-gerichtshof zunächst ein gehende Erhebungen anstellen mutz In die fern Falle aber würde durch den negativen Cnllchlufi der Sozialdemokraten die Regierung-bilbung in He> fen ad ca len das graecas vertagt sein. Db da» aber im Interesse be» Lande» liegt dürste doch mehr wie fraglich fein, ganz abgesehen davon, datz e» schon mehr ab unerfreulich ist. datz nach dieser erneuten 'Lerzönerung Hessen auf ber Länderkonfe- renz am kV. Januar nicht durch feine eigenllutze Regierung vertreten fern wird Aus aller Welt. UnfrtalLig h.ngerich et* 3m Auftrage der Deutschen Liga für Menschenrechte hat der Rechtsanwalt Dr. Arthur Brandt an den Oberstaatsanwalt beim Landgericht Reustrelitz den Antrag aus Wiederaufnahme ber Strafsache gegen den Arbeiter Joseph Oakubowski gestellt der durch rechtSkrä^ltgeS Urteil des Schwurgerichtes Reustrelitz trom 26. März 1925 zum Lode verurteilt unb 6 i n g e r i rt t et worden war Der Anwalt erklärt, bah die (Probmutter des verstorbenen Ewald Rogen«, bei,en Lö'.ung bem Berurteilten zur Last gelegt worben war. die Witwe Dogen«, auf bem cterbebe tte gestanden habe, selbst bai Kind umgebracht zu haben. Hiernach wäre IakubowM unschuldig zum Lode verurteilt unb hingertcktrt wor den. DaS Wiederaufnahmeverfahren ist von der SraatSanwaltfchast Reustrelitz eingeleiiet werden QMarmtlirt handelte es sich um einen pv.mischen Drbri er Jakubow ki. der wegen angeblicher ®rmorbung seine« unehelichen vierjährigen Sohne« zmn Lobe verurteilt unb am 26. Februar 1926 bi.igerich'et worben war Die Grobmutter des Kinbes. die angeblich ae- standen haben soll, den KindeSmvrk» brgaNMi'. zu haben, ist von den Behörden ermittelt unb vernommen worden. Sie gibt an. ton ble'em angeblichen Geständnis nichts zu wissen. Sich selbst gerichtet. Der mürtlembergilrte Staatspräsident Dazille hat den wegen Morde» an dem Dienst madchen Berta Lochmann in Stuttgart zum Tode verurteilten Monteur Johann Schüller von Wehlhcim in Bayern xu ledenc länglichem Zucht bau» begnadigt. Wie jetzt von zuständiger Stelle mitgetcilt wirb. f:at sich Schuller in ber bar- arf folgenden Nacht in seiner Zelle im Gericht»- gefängnb erhängt. An fiobleno^pboerglflung gestorben. In Ansfelbrn bei ot. ulorion tat achlick) um einen Bor ähren handelte wodurch er tn den •Be iij von 60000 Mark gelangte (Sin Antiquar kaufte einmal mb einem Haufen alter Bücher auch eine alte Liste ber .ruhenden Vermögen", tr teoU’e sie schon als Makulatur Weite werten blätterte aber üorbn ein wenig darin herum, unb dabei stt.-s, er aus Angaben üäer einen ent- lernten Verwandten. Die'er zufällige Lesefund brachte chm ein hübsches Sümmchen ein das ihm vom Kanzleigertcht zuertannt wurde, «benso zufSUig sind andere Vermögen au« altem Pavier gewonnen to^rien. 3in Mann, der stch tn ft htm vxei'.n langweilte, nahm ein altes Buch au« feinem Bücherschrank, das er geerbt hatte: er blätterte es oaer^lachlich durch un) flieh habet auf eine Liste von Dividenden ber Staatspaptere tle nicht eingezogen Worten waren «s war eine Bekunntmachung der Dank von England aus bem 3a$re 1845. unter den 3nhadern ber Dtvideuden- Pupierr fand fit fein e g-ner Raine Br beauf- ttogte einen Rcchtsamv^att mit ber Rach ortchung unb erhielt mehrere taufend P'und von der Bank von England Auf nicht weniger seltsame Delle gelangen vtt Bekanntmachun-,en in den Zeitungen an den. den es angeht. Sines Tage« iaS ein Xut dxr tn Dub.m eine Zeitung auf. die in letnrm fragen sortgeworse-n war. Das edk JCTm LÄld kiel, war die Aufforderung^ vast Itrt «eben eines ent ernten DertvandSen von ihm melden sollten. Lurch kiese« glückliche .u'a nmen'recken wurde er der B-ittzer eine« Rermbgen« von 1,5 Mtlli.mten Mart, »in anderer, bet unter einem glücklichen Stern ge boten war.,las in einem e:üd ZeitungspaHier flg^umt er laS hi r dir 2lu-'- schreibuna ehret ÜrÄcha't. auf die er An'pruch 0104)^ lonnte. Mahl ber uun^erlichste Fund otejer Art wurde durch Zei ung«Papier gemacht, mtk dem ein Kleider'chtank seit 43 Zähren ans flrtejt toar Der Bc'ltzer de« Lck rankes hatte feine r.g bah ftch In blcol<1br Dos bunte:: Jahre olle WeSkora-Hotcl. in bem die Dflucher bei in der Aöhe gelegenen berühmten flieg-€:ng*(befänflnif|e» kn wahren »u wohnen pfleg ter Drei Gatte, darunter zwei Männer und tute Krau tarnen bei dem 'Bcanbe um# Leben. 35 weitere iptelgäfu würben baut der helben- edüigen Aottrengungen der Feuerwehr gerettet Ein mit Lxplofivstoffen beiabcner Lastwagen explodiert. Gin mit vier Tonnen Stplofivst offen Geladener flafHtJ'ttoagen verunglückte In der L2he von Cunftoblc (®ra||erte. -wen herdeigeeilten Feuerwehren von Hohn, Schonberg und Hahn gelang es, Mobiliar und Lieh vor Dem Feuer in Sicherheit zu dringen, wahrend Der Berfuch der Rettung Der Gebäulichkeiten infolge Wassermangels erfolglos blieb. Zur Verhütung einer weiteren Ausbreitung Des Brandes sahen fich die Wehren -um Lmreisten Der Brandstätte genötigt Der Besitzer war bei Ausbruch Des Brande» nicht zugegen und mutzte telephonisch von Der Schicht herbeigcrufen werden. Man nimmt an. Dah der Brand durch einen Fehler in der Lichtleitung entstanden ist. Der Schaden «oll nur zum Teil durch Versicherung gedeckt fein. Maiuftau. DSR. Bad Homburg, 5. Ian. In einem House in der einsam gelegenen Castilloftratzc fiel- I terte ein Einbrecher an Dem Balkon empor, nachdem er zuvor von Der Stratze aus Da» Balkonfen st er eingeworfen und sich so von der Abwesenheit Der Hausbewohner Überzeugt hatte. Im Hause durchwühlte er sämtliche Behältnisse und erbeutete eine gröbere Summe Bargeldes. Durch Hinzukommen eines Hausbewohners wurde er in feiner Tätigkeit gestört, vermochte aber in Der Dunkelheit zu entkommen Berliner Börse. Berlin, 6. Jan. (WTB Funkspruch.s Nach Dem festen Verlauf Der Frankfurter Abendborse bleibt es Im Bormitiagsoerkehr weiter freundlich Bevorzugt sinb wiedcr Montanwerte und I.-G.-Farben, hingegen treten Die Elektrowerte etwas in Den Hintergrund Man nennt I.-G.-Farben mit 287,5, Harpener mit 270 unD Phönix mit 106. Arn Devisenmarkt hört man Paris gegen London mit 124,02, Mailand 92,35, Madrid 28,10 und London gegen Kabel 4,8790. Der Mann hat recht wenn er von feinet Arau Wirtschaftlichkeit verlangt. Die denkende bauest, au nimmt fern scharfe» Waschmittel. sondern nur Naumann S weihe Stern fette »Ertrafelnc Qualität' erst rech«, ivenn fie nicht bleichen kann. Naumann S (Seite liefet: blendend weine Wäfche mit gutem Duft und zerstört nicht die Wäsche fafer. {H4ld Don neroton den SJühä 'flSftndi Die Wetterlage O***rw9i ORfflcr 3-n'e Kflrttt »vt i'c • t'dccei. e*ro x* itichir» Oh «umc leesuewtii h nordwcM b'k »l*-K Hicecn ein öt* wuxlc 0« OOM* M«bon IC* ottxn t‘t TeeM'«IW »* p-k tnuc* vcrO «des Orl* ciiI4Kk>(S tw' ncc/tiair««» uBovccencU" Ltirwcwt* ^ctrervorausfagc. Da immer noch TiesDruckstörungcn vorüber- zichen, so besteht noch keine Beruhigung der Wetterlage. Erneute Westluslzusuhr lässt zunächst Die Temperaturen wieder etwas ansteigen, Dabei sind weitere AieDersch äge zu erwarten. WellervoreluSsage für Samstag Aoch unbeständiges, wechselnd wolkige- Wetter, Temperaturen weiter über Aull, zeitweise Nieder- schläge, lebhaste um West drehende Winde. WllterungSauSslchten für Sonntag: Bei langsamen Zuruckgeben Der Temperaturen wolkiges Wetter mit vereinzelten TTieDet- sch'ägen. Lufttemperaturen am 5. Januar: mittags 8,9 Grad Celsius, abends 3,5 Grad Celsius: am 6 Januar morgens 3,1 Grad Celsius. Maximum 4,4 Krad Lei sius, Minimum 1,5 Grad Celsius — ttrbtempera turen in 10 Zentimeter liefe am 5. Januar: abend - — 0,5 Grad Celsius: am 8 Januar: morgens —0,3 Grad Celsius. — Niederschlag: 5,1 Millimeter JKein ■ beginnt Samstag, den 7. Januar Aus allen Abteilungen kommen eine Unmenge Waren zum Verkauf, die im Preise ganz bedeutend herabgesetzt sind: o.95 3.90 2.75 3.90 o.95 Qualität Mk. IS". o95 o6S verschiedene Muster. HÜ cm breit Mk. 150. (D.-3Cemdhosen 0.95 gewebte Qualm angestaubt. Restposten Mk ..Mk. 0.28 Größe 50x50 Größere (faßen Jfausfialtartifcel weit unter frei» TXn 1.75 tt.45 Herren-Hemden solide, gestreifte B.berqua!., Cä 100 cui lang Mk. Waschseiden zu»a n mengest eilte Posten, weil unter Preis, Mir. Mk. L35 (Bettücher gan/ schwere Köperqunlltat. wenig angestaubt, frühere Preislagen bis Mk. 6D0, jetzt 3C.-Cberhem.den zusammengest Poet, Zephir 0/1 Perkai, einfarb. u. ^estr. 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Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Iler VorMtiiiid Statt besonderer Anzeige. Heute vormittag 7% Uhr verschied nach Langem schweren Leiden mein unvergeßlicher Gatte, unser lieber treusorgender Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder. Schwager und Onkel Karl Schmidt Bahninvallde Fünfziger-Vereinigung 1863 — 1913 Unter lieber, treuer Altcrskollege Karl Volz l»t nach eintägigem Kranksein verschieden. Sein Andenken werden wir stets In Ehren halten. (»lullen, den u Januar 192N. Din Beeidigung findet Samstag, den 7. Jan, nach mittag» 3 Uhr. auf dem Neuen Friedhöfe statt Wir bitten n-u zahlreiche Beteiligung. (und m. 5 Zwetter Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Freitag, 6. Januar 1928 Oie rote Hand. 2km Dr Paul Rohrbach. 3n Moskau bat her kommunistische Parier- fcmtfrtfi mit einem ooUftänhigen Siege Der .Opportunisten' geendigt Stalin ist Diktator mit einer tatsächlichen Machtfüll«. die der. dir früher Lenin besäst, nicht viel nachzugeben scheint. Der Unterschied ist nur der. hast Centn* Autorität, wenn man da* Dort hier anwenden kann, bei aller Unbedingtheit doch .moralischer" Natur war, während Stalin darum gesiegt bat. weil die grohe Mehrheit der Partei einfeht. dah dt mit ihr zu Ende ist. wenn tne Opposition ihren Dillen durchsetzt oder Duldung erzwingt. .'Zugleich vollzieht sich mnerhalb des herrschen- den Sowjetismus in Ruhland eine eigentümliche Scheidung zwilchen Rationalrussen und. wie man früher in Russland sagte. Fremd- stämmigen In der von Slatin geführten Mehrheit setzt sich neben dem internationalen immer mehr der russische Gedanke durch. Das zeigt sich auch darin, dah die Opposition meist aus Fremdstämmigen besieht 3* ist eine viel zu selten b.ieuchtete Tatsache dast Don jeher die Führung in Ruhland überwiegend in nichtrussischen Händen lag. oder doch in solchen, die teütonfe nichtrusfischer Herkunft waren Schon die Gründung des russischen Staates im 9 und 10. Jahrhundert war eine tat der 'Hermannen. Die ursprünglich normannische Dynastie der Ajuriker starb am Ende des 18. Iahrhunder s aus Unter den Roma- nvws. die ihr folgten, hebt sich die einzigartige Gestalt Peters des Drosten hervor, den man «inen genialen Barbaren oder ein barbarisches Genie nennen kann. Mil seinen Töchtern Anna und dlifabetb starb das Haus der Roman?ins aus. Don 1782 bis zur grasten russischen Revolution haben dem Blute nach Deutsche über Ruhland regiert, bas HauS Holstein-Gottorp. dessen Angehörige kaum noch einen Dropsen russischen Blute* in ihren Adern halten Regiert und verwaltet werden könnt? das .europäisierte" ^uhlanb dem Drohen mir noch mit Hille der je weiter nach oben desto stärker mit Deutschen durchsetzten Bureaukrati? Die lei- lenden Männer in Ruhland hiesten im 18. Jahrhundert Biron. Oft ermann. Münnich. Sievers ufw.: tm 19. hichen sie Resselrode, Richelieu, dancrtn. Giers. Ditte. Dazwischen finden s ch auch russische Ramen. aber sie bedeuten nicht viel. Mit dein Aufkommen des rein russisch or en- tierten Panslawismus beginnt der russische Staat Bahnen einzuschlagen, die zum Welt- krieg unt> damit zu seinem Verderben führten. Denn man wissen will, wie innerlich unfähig die national-russische Oberschicht war. den Staa» zu führen, ja sich mit selbst im Bewußtsein ihrer Führerpflicht zu behaupten, bami lese man das Tagebuch des französischen Botschafters in Petersburg während der Kriegszeit, Paleolvgue! Auch die bolschewistische Revolution vom Ro- uember 1917 war nicht von Russen gemacht. Lenins Gesicht braucht inan nur im Bilde an- Auf eben, um seine tatarische Herkunft zu erkennen. Die ursprünglichen Führer- des Bolschewismus empfanden auch gar nicht in erster Linie russisch-revolutionär, sondern international- revolutionär. Bon Ruhland sollte nur der Anfang der Deltrevolutton kommen. Sin Mann wie Trotzki oder Sinowjew hat trotz des angenommenen russischen Ramen* zum Ausgangs D»n kl seines Denkens nicht Ruhland, sondern k^ Delt. Das galt auch für Lenin, und es hing nicht zuletzt auch damit zusaRunen. dah diese alten Führer Jahre und Jahrzehnt? ihres Lebens im A u s l a n d e im Exil zugebracht hatten: in der Schweiz, in Paris, in Amerika. Ihre weltrevolutionäre Einstellung habm die tieberlebcnbcn von ihnen für ihre Person behauptet. aber ihr Dille ist zerbrochen an der harten Tatsache, dast es dem bolschewistischen Regime nicht gelungen ist, den landwirischast- llchen und industriellen Produktronsapparal Ruh» Hermann Grimm. 3u seinem 100. Geburtstage am 6. Januar. Don Dr. Heinrich Taschner. Dem Lebenswerk Hermann Grimms, der der Sohn des Sprachforschers Wilhelm und der Resse des berühmten Begründers unserer Germanistik 3aiOD (Stimm war'), droht schon ein Dirrteljahi hundert nach dem Tod des Schöpfers bas Schicksal, im Grabgewölbe der Literaturgeschichte feierlich beigeseht zu werden. Schon in den letzten Lebensjahren fah sich dieser Rach'ahre GoetheS von der Zeit, die über ihn Hinwegschritt, überholt und als Rückwirkung gegen die Heber- schätzung die ihm auf der Höhe feines Lebens in so reichem Maste zuteil geworden war, in den Schatten gedrängt. Der Gegenwart aber fehlt es im Wirbel k Hertz erhielt 1926 zusammen mit ®ro?. Franck (Göttingen- den Nobelpreis für Pyysik. einer unterer aderftten 6d)au'ip*dcr. Öäbcrt Wassermann, den Wftvchen Schmle- rrnfttreftot .Strtef?“ In feinem Oaftftrtireper- tiXre Hier tft 4ur ö«ii eine f*r gute »eMun« des e~r aus gewertet haben, nun Teil über die gesetzliche Pflicht von 12.5 Prozent hinaus, hatte die hiesig? Spar- und Da rlehnS lasse sich ml: der Aufmunterung au dem gleichen Schritt bis jetzt erfolglos on die hiesige Gemeindevertretung gewendet. Der .Bad-Narch Ztg." zufolge führte die hier vielbesprochene Angelegenheit nun zu einer gemeinsamen Sitzung des Gemeinderats und des Vorstandes genannter Kasse. Der Direktor der Kasse bestand auf der baldigen Aufwertung, zumal diese die Konten von säst 1000 Personen bereits in Goldwert umgerechnet hab', während der Bürgermeister die finanzielle Belastung her Gemeinde ins Tressen zog Schließlich wurden Anträge aus 12.5prvz. und 15proz. Auswertung auS dein Gemeinderat gestellt. Die Mehrheit der Gemeinderätc stimmte für 12,5 Pros, mit welcher Negc-lung aber die Kaffe nicht zufrieden ist. weshalb fic sich weitere Schritte vorbehält. Insgesamt hat die Demrindr von der Kasse 83000 Goldmark entliehen und seinerzeit zum Dau der Wasserleitung und zweier Lehrerwohnhäuscr verwandt. — Das Wirtschaftslebenunserer aufstrebenden Gemeinde wird durch die nahe Welibadestadt stark im günstigen Sinne beeinflußt. Das zeigt sich auch in der regen Bautätigkeit der letzten Jahre. Auch in 1927 wurden wieder fünf Neubauten vollendet. # Reichelsheim, 5. Ian. Das neue Verwaltungsgebäude der hiesigen Spar - und Kreditkasse ist im Rohbau vollendet. In diesem Sommer fall der Innenausbau vorflenommen werden. Die Ausführung der Pläne und die Bauüberwachung liegt in den Händen des Dauamles der Landwirtfchastslammer. Der Neubau verspricht ein Schmuck unseres Dorfes zu werden. Kreis Büdingen. f. N a n st a d l, 5. Ian. Am Nloniagmorgen gegen 6 Uhr gab eS Feuerlärm. Cs brannte in dem Wohnhaus des Landwirt» Karl Seyf - fort. Der Durchzugsbalken am Kamin deS zweiten Stockes fing Feuer, welches auf den an der Wand deS Zimmers stehenden Waschtisch übersprang. der mit der gesamten darin besindlichen Wäscheausstattung der Tochter deS Haute« verbrannte. Zum Glück wurde die im Ncbcntzimm.'r schlafende Tochter durch daS Knistern deS Feuer« wach, und fo konnte man den Brand löschen, noch ehe er größeren Schaden getan hatte. — Am 1. Januar wurde der langjährige Ortsdiener unserer Gemeinde, Friedrich Dach ein KriegSveteran von 1870/71, der 42 Jahre lang seinen Dienst mH großer Pflichttreue verleben hatte, auf sein Nachsuchen wegen seines hohen Alters pensioniert. Ein halbes Dutzend Dewerber für das Polizeidieneramt ist vorhanden, doch will man von feiten der Gemeinde aus Sparsamkeitsgründen dem Feldfchützen dieses Amt mitübertragen. — Im Sommer hat Kaufmann Heinrich Fitzenberger jn der Hintergasse ein neues Geschäftshaus gebaut, oaS noch zum Weihnacht-fest eröffnet wurde. Ebenso hat der Installateur Heinrich Weiß In der Nähe de» DabnhofeS ein Spengler- und elektrische- InstallationSwerkhauS errichtet, ebendort erbaut der Gastwirt Otto Nuppel neben seiner Wirtschaft Im Frühjahr eine Metzgerei, ferner will ein auswärtiger Däcker noch eine Bäckerei errichten, die auS Mangel einer solchen im Dorfe einem dringenden Bedürfnis entspricht. — Zur Zeil werden viele Wagen Kleinpslaster an die Staatsstraße Nanstadt — Nidda gefahren, weil diese bis zum Hain halbwegs Nidda wegen deS aewaltig gesteigerten Autoverkehr» gepslastert werden soll. — Unser neugegründeter Musikverein Hal Es zogen drei Äurschen wohl über den Mein .... Roman von Erica Gr upe- Lärche r. 10 Fortsetzung Nachdruck verboten. Rings um die Empore und deren Sitze zog sich oneuwnberfdjilehenb eine Reihe kleiner Lauben hm. 8km hatte bkje kleinen .Logen', wie man sie nannte, für dielen Abend aus kleinen, roh gezimmer- '<•" " .; ' die mit dunkrirot,n leichten _ dvapierungen überzogen toann aufgefuhrt, um die Einnahmequellen des WohltStlgkeitsfefteo zu er- höhen. Denn jede Loge wurde als Buen Rellro für kleinere Gnipven, für befreundete Paare, vielleicht auch einwlne Lieb,»pärchen. gegen ein, Miete obge- neben. Es war nicht jeb,rn«nn» Sache, drunten in den RebenfkUen um bas Büfett der Reftaurativu im allaemelnen Tohuwabohu zu speisen unb sich aufzuholten. wenn man sich vom Tanze oueruben wollte. Melusine stellte feft, daß bk mclftrn der Logen Tings um die Emvore Ms jetzt fall noch vereintem, dalagen Die Shmibe war noch zu früh, um, erschöpft von, Tanzen, der Hitze, bem Lärm und dem llmfcvr uromenlrren. blcfe stillen »Intel aufzusuchen. die ab- seil» bes Festtrubel» tagen. Selbst Kellner liehen sich hier oben noch nicht blicken, da es noch nicht» zum Servieren gab. „Ich mochte eben gern in »ine von dkl en Lagen oehen und mir ben Holzt bssel ob nesteln den mir Jkrr Wenge, vorhin Z»,m Umiuü nnaeftetfi bit Dlriwari von Schvlze, n>anbie sich zurück Tewiß gern! Wenn ich Ihnen behilflich fein darf E, begann bereit», von einer Lva» zur anderen zu geben und bn jede, den stopf hin,in.zust,cken. Tw oUrnih-ifkn waren leer AVer mitten ,'ui bem fletnen. nwij,gedeckten Tisch stand n#b.n bei Örn telchen ein Hanfes Meirwv Gestell daß eine we ße Karte mit bem Ausdruck . Bestellt oder rffervkrt" trug. erft an der allerletzten der einen R,the tret Twi ineber bestellt noch reserviert zu lein' Skr-.n Sie okl- leicht hkr sich Ihrer Attribut, <ü» r- -,u> en unb Bänbern au» der Radel zu lösen. lind trogdeTn sie der Atem an$uballen sucht, Jublk er doch wk unmittelbar unter «einen Finger- r unter dem 'eichten weihen Batiftaewebe be» «iWrbemb#: ihre Brust fich hob und senkte ®te ein teuer süher gehe um »voller Raulch kaie * * ubrr « be — Mkr etwr in-? He t. ü wie auf einer kleinen Oase inmitten des Bolltrubels waren. Es kostete Ihm einige Mühe, äußerliche 5)armlosigkdt und Unbefangenheit zu zeigen, als ihm die Losimg des Straußes gelungen wgr unb er sich nun wieder aufrichtete. Aber er fühlte, auch sie ftaiw unter einer gleichen Besänaenheit. So unterließ er es, irgendein banal ablenkeiides Scherzwort zu suchen ... Sie reichte ihm die Hand: „vielen Dank, Herr von Scholzer! Es war für eine Herrenhand gewiß eine doppelt schwierige Sache, mit einer verwickelten Sicherheitsnadel hantieren zu müssen! Aber Sie ... Die Worte des begonnenen Satzes verflüchtigten sich in ihr, denn er hatte ihre Rechte an seine Lippen gezogen in* preßte einen Kuß auf sie. Nicht mehr mit solch offiüeUem Dank, wie vor ein paar Tagen zu Haufe. Aber wärmer, sehnsuchtsvoller ... unb doch wieder mit der dyannanten Ritterlichkeit, die Metirfine schon neulich beummgen hatte Darm richtete er sich wieder auf. Sie sahen sich in die Augen. „Nur hier bleiben können!" buchten sie im selben Herzfchtaa^ „Nur nicht wieder in das lärmende Meer fremder Tesichter!" Er zog mit einiger Hast bk Uhr, um durch irgenbeinf Bewegung aus dieser eigenartigen Situation, für die es feine Worte gab, heraus- zukommen. „(Es geht auf halb elf Uhr, Baronesse! Ich habe gloHid) einen Meinen Einfall befonnrwn! Schelten wie Ihn nicht wegen feiner Waghalsigkeit, wenn Ich Ihnen bie Frage verlege--V Nun?" ergänzte sie unb sie selbst spurte, rok Ihr bas Herz tlop’w. „Nun. wa» für ein win- halsiger Einfall ift's? Wagen Sie ibn mir nicht W sagen? Ober--ist er In feiner Ausführung waghalsig?" Nur das erste. Baroneß,' Ich möchte Ihnen den Vorschlag machen, ob wir beide — hkr oben in dieser Loge speilen wollen.' (Er machte eine stanz furze Pause, um bie Wirkung feines vor- ' Möget vj sehen Aber in Ihren Augen blitzt, cs leicht aut. War es Erskmmen. Ueberraschung — ober vtelldcht auch Freude? Du w irbe er feder: ..Sie hatten mir ja neu- Ich be beginfenbe Zusag. qrgeben. nut mir ge nnniam beu:# abend spe kn Z» wollen! Diese Loge Ift zweiscllo» noch frei! Wu» hindert M mud am Weihnachtsabend, dank der Leitung feines tüchtigen Dingenlcn HUst von Nieder-Mockstadt. mehrere Lieder heg'.eiten dürfen, ebenso hat er durch zahlreichen Besuch feiner Theakerausfüh- rung am Neujahrsabend eine willkommene Om« nähme zur Deckung der Unkosten bei seinen vielen Anschaffungen erzielt. — Im vergangenen Jahre 1927 muhten, in einer nie vorher gewesenen Zahl von 19. alt und jung Kliniken und Krankenhäuser auHucecn. meist zu Operationen. — Da» Jahr 1927 hat uni gebracht: 12 Geburten. 8 Konfirmanden. 4Trauungen unb 8 Beerdigungen. ow Ober-Widder »heim, 5. Jan. In der Psarrei Ober-Widtzersheim wurden im Jahre 1927 getau’t 29 Ätnber (17 in Ober-Diddrrscheim uno 12 im Mlial Dorsdors): konfirmiert wurden 29 Kinder (24 und 5). Kirchlich getraut wurden 14 Paare (10 und 4); verstorben sind 13 Personen (5 und 8). Die Gottes» dienste wurden an 61 Sonn- und Feiertagen in der Mult.rgemeinde von 3403 männlichen und 3258 weiblichen Personen besucht, im Filial von 2149 Männern und 2459 Frauen: am heil.gen Äi < .dmahl nahmen teil in Ober-Widdersde im 849 Personen, in Dorsdors 528. An Äo rieft en unb Liebesgaben wurden gespendet in Ober- Wlddersheim 548 Ml., in Dc-rSdvrf 357 Mk. Im Laufe des Iabres entstand in Ober-Widder»de:m au» den fcithcrigcn Frauenabenden ein evangelisch-kirchlicher Frauenverrm. und sowohl m der Multergemcinde tote im Filia, wurden Mädchenv.re.nigungen gegründet. Im neuen Jahre soll eine gründliche Renovierung der Kirche in Ober-Widder sch. irn erfolgen. Mvci# Schotten. Schotten, 5.Ian Im Einvernehmen mit dem Urelsamt ist der amtierende Kreisarzt Medizinalrat Dr. Best, als 6 dyu I n r st für ben Kreis bestell: worden. Damit Ht der Kreis dazu übergegangen, ein dringendes Bedürfnis au befrk« digcn Leider erftrerft fich bie schulärztliche Tätigkeit nicht auf alle Orte bes st reifes, sondern nur auf dk fünf größeren imb zwei in der Nah« Schottens gelegene kleinere. Wenn man auch bie auf finanziellem Gebiet liegenden Gründe zu würdigen weiß, die nur zu dieser Teillösung Anlaß gaben, fo mutz doch gewünscht und erstrebt werden, daß dk fegens- reiche Eiurichtung baldigst der gesamten Schuijugentz des Streifes zugute komme. □ Laubach, 5. Ian Gestern ereignete sich in der Nähe unserer Stadt ein ausregender Dorsal!. Leute bemerkten gegen 3 1lhr unweit der Haltestelle Wetterfeld an der Grenze der Laubacher und Nöthgefer Gemarkung einen unbekannten jungen Mann unruhig hin und her laufen. Als der Miltogszug Hungen- Laubach herankam, sahen sie. wie der Fvnnde gegen die Lokomotive vorstürmte, jedoch noch sm letzten Augenblick den Kops zurückbvg. Die Lvko- motive erfasste jedoch den Körper an d?r Schulter und schleuderte ihn heftig zurück. Der junge Mann blieb bewußtlos Hegen. Ob?rtoachtmeister Poth wurde fofort benachrichtigt und brachte den Schwerverletzten tm Auto de» ArzteS Dr. Phil-vdl in daß Krankenhaus des Iohaim-Fried- rich-StifteS. Erkundigungen ergaben, daß der junge Mann ein gewisser 9mtl Haggen- müller au» Oberbapem ist der als Hau»diener im .Deutschen Haus" in Duybach bedienst st war Der Vasthalter stellte ihm ein gut^ Zeugnis aus und teilte mit, daß er gestern morgen nvtdürlkig arkleidet, den Gasthvf plötzlich verlassen bebe ®r habe schwer an Liebeskummer (verschmähte Liebe) gelitten und offenbar da» seelische Gleichgewicht verloren. — Im verflossenen Jahre wurden innerhalb berevangelischenRirchc 6 Trauungpn, 30 Taufen und 21 Beerdigungen vollzogen. - Wie bereit» berichtet, beabsichtigt man, In unserer Stadt überall die Kanalisation durchzuführen. Zu dem Zweck dielt heute morgen Daurat Steinbach au» Gießen den Mitgliedern deS Gemcinderat» einen Dortrag über Zweckmäßigkeit unb die wichtigsten Einzelheiten einer solchen Anlage. In dem er sehr beachtenswerte Dorschläge machte. ttreiS tUefel». L Ober-Ohmen. 5. Ian. Der Gesangverein .S a n g e r l u st" veranstaltete Im Saale de» Gastwirt» Nud. Horst eine wohlgelungene Silvesterfeier. Zwei Theaterstücke wurden flott gespielt und sanden reichen Deisall. Gefangs- vvrträge de» Verein» wechselten mit heileren Svloszenen und mit Musikstücken der Kapelle daß ich noch bas Recht aus Ihren Besitz für bk- kn Abend erwerbe? Gerade ietzt, ehe der Schwarm ber anderen Gäste in dk Neoenlogen kommt, wirb unser Souper hier viel angenehmer und ruhiger ein als später. Oder — wünschen Sie nachher n einem der ReslaurationsfLl, zu Nacht zu spei- en, unten — ?" Da wehrte Ite temperamentvoll ab Zwischen all jenen lachenden, schnitzenden, zum aroßten teil fremden Menschen sitzen? Aber die llnbefannten waren schließlich noch anoenepnwr unb beouemer als dk vielen, bie man eben dach persönlich ober vom Sehen kannte! Und bann den Neckereien der Dorüberftrelienben Masken ausgesetzt zu jein, die unter der Flagae der Maskemreihest einem womöglich Konfetti schnitze! ins Deinaia- warfen, ober mit einer langstietigen Blume hinten in ben Ausschnitt des Kostüm- kitzelten, oder ähnlicher, meist plumper Scherz, mehr? So beschlossen sie den Plan ganz schnell unb ohne Bedenken. Melusine blieb gleich hter *tn. um nicht etwa ihrem Vetter In bie Arme zu geraten unb Dtetwart erwarb sich durch seiertlchtei Kaul einer numerierten Logenkarte da» Anrecht auf bie letzte noch freie Loge unten an der Kolk D, cs ging alles so platt und schnell, weil sie bewe derselben Meinung waren. Während sk oben auf feine Rückkebr wartete, He6 f»e sich auf einen der vier Stühle nteder. nachdem sie ihn an eine der drapierten Wände heron- gezogen hatte. 6k schloß die Auaen unb lehnt, den Koo» mit d,r großen 5d)lup(boub< zurück In die weichen Stoffoorbunw der Nebenloge. Wir da- ganze ein Traum? Over lebte fte bas olles In Wirtlichkeit durch* Köstlich das Leben! Hier oben so nahe der Lebensfreude jein unb doch fich wie auf einer kseinen Oos, fühlen können Aus dem großen Tank- lixH schwebten die Melodien heraus unb lullten |» ein. Und daß biete blühende, junge Männerkraft mit ihr jauchzend burch dtese Shmben der Leben-- freube ging, daß er nicht neufid) von der folgen Umarm:ng de, Rheinwosters für troig erstarrt ae- b! ' ,n war! War da» nicht dn Gluck? Oh |k wollte ihm bas nachher auch Ins Gedächtnis rufen! (Fortsetzung folgt.) ___ 192? l!" « 29 Äinj51 m toi» & Ja We& -.(10 unb 4i?!* 16 8). V»«»? •»« Ä >28. «WÄ- s?K J; Ä. I°w°r?m tourbm **ÄimS ten. ®'n«n*S mü JHcisonl, K»sr “J di'finan- 'S“Wn WIK JJ& flobtn, |o rmifj l^en' öaß bk fefleii. ^ornton CchchuM ereignete sich in aufregenbet 6^n 3 Uhr un- etterleid an bet ilDflefÄ ©marfung Mann unrHg hh, i!!ags,ug jungen - e, wie kN Fremd, ernte, jedoch noch Im iurüdbofl. Di? &fo, Körper an brr Schul» ig zurück. Der junge m. Obervachtmekftn iritylgt und brache ito bei Ärzte« Dr. 1 des Joham'Frird- ergaben, bah der Smil Hagarn» , der als Hausdiener )bach bedienst^ Var i gute- Zeugnis oui n morgen rrotMifHg ich oerlassen habe immer jverMWc da- le^jche Gleich» verflossenen Jahre geUschenLlrchr nd 21 DeerdiMgen berichtet, beabsichtigt ercÄ die Äanolt» dem Zveck hiell heute ch au- Sichen den ieratS einen lSor* und die wichtig^ tlane, in dem »sehr nayte. seid. Ian. Der Gesang» >eranftoIte5l7m^ eine vohlaelunaene .rsiücke t$urbn ftott n WLÄ g^s KM iS«» 8,e zu issachi zu ip*’ ■*» tjSfi >negn«‘ jsn< * oder “ttSSw* üf inn j«v. * sfenferlL »arfeiL is ®”^Lg In wn Seite", Wr w r? und Sion Ojl'Ij M- l »dU'chl-S ogenkarte W» ’ 9e <« Sil »schne»' -e>" «eine er leb'k I* . M [o iwhe « ffJl KD-tz 1«*,:;,% fi -rs PJ (r!L niirn! Biel • MeNsUNOE«. Ne ihr Bele« »um «Mingtn M Abend« beitrua. — Bäckermeister Philip Pi. der einen Teil der hiesigen Gemeinde- tagd gepachtet hat. gelang vor kurzem in Distrikt .Haarholz" der Abschuh eine« prächtigen Eoel- marders 3n den Waldungen in hiesiger Gegend sind in letzter Zeit noch mehrere Edelmarder beobachtet worden. Die Jäger erwarteten be«bolb sehnlichft Neuschnee, um das wertvolle Wild zu spüren. Bei den hohen Pachtpreisen und dem schlechten Dildbestand bedeutet die Sr- legwng eine« Edelmarder« eine willkommene Einnahme für den Iagdpächter. Doch wäre zu wünschen. dah das Tier nicht vollständig ausgc- rottet wird, sondern als Naturdenkmal erhalten bleibt (-) Lindhausen. 5. Ion. von einem U n • g I ü rf • f a II betroffen wurde der Cohn des Landwirts August B i n ö i n g von hier. Als der junge Wann eine störrische flalbln sestbtnden wollte, um ri melken, lieh sich das T i e r plötzlich aus ihn allen, wodurch er neben mancherlei Derlcflunaen auch einen schweren Beinbruch erlitt. Der verunglückte muhte dem Krankenhaus in Alsseld zugesuhrt werden Mrci« Lauterbach —Schlitz 5. Jan. Die Iahresrech- nung unserer Stadt sür 1 927 schriebt mit einer Einnahme von 191 784 Mk. und einer Ausgabe von 1C4 (*9 Mk. ob, so dah ein Hebe rf chust von 27 115 Mk. bleibt. Die Der» mbgensrechnung schlieht ob. Einnahme 1(9 9S9 Mark Ausgabe 151C21 Mk.. NechnungSrest 18 368 Mk ÖleAt günst.g ist auch die Iahres- rechnung des Elektrizitätswerks: Einnahme 105 545 Mk . Ausgabe 96 086 Mk.. Heber- schuh 9350 Mk Erzeugt wurden 488 000 Kilowattstunden davon 235 000 Gleichstrom und 253 000 Drehstrom Starkenburg. • Darmstadt, 5. Ian. Gin Liebespaar, der etwa 20j6hrige Wilhelm Gerdig und seine Braut, beide ouS Worfelden, be- schlossen gestern abend gemeinsam in den Tod zu gehen, da sich die Eltern des jungen Mannes dem Verhältnis widersetzten. Bei einem Stellwerk in der Nahe de« Darmstädter tzaupt- biibnhrf« legten sich Ne jungen Leute aus die Schienen, um sich von einem Zuge überfahren zu lassen. G e r b i g wurde sofort getötet, während das Mädchen zur Seite geschleudert wurde und dabei innere Verletzungen erlitt. — Ein hiesiger Kaufmann wurde wegen eine« Einbruchdieb st ahlS festgenvm- men. Er wohnte in einem Ge'chaftshause In der Ernst'Ludwigstrahc und öffnete nach Gefchäft«- schlust mit Nachschlüsseln die Lagerräume, dann entwendete er nach und nach eine große Menge Waren, wie Bettkolker. Gardinen und Vorhänge. Dberforftmcifler van der Hopp f- • Darmstadt, 5. Ian. Der langjährige Vorsitzende des Landesoercin» Hessen des Allgemeinen Deutschen Iagdfchutzvereinr, Oberjägcrineister i.R. und Oberforstmeifter 1.9t. Walther Freiherr van der Hoop Ift nm 3. Januar gelt erb en. dr Zählte zu den führenden Persönlichkeiten im hessischen Jagdwesen und war Mitbegründer und Ehren- Vorsitzender des Hess. Iagdklubs; bis 1918 war er Oberjägermeister des Grohherzogs und bis 1926 Vorstand des Forstamts Kranfchsteln bei Darm- stobt. Der Verstorbene entstammte einer alten, ober schon mehrere Generationen In Deutschland ansässi- gen Familie, die im 16. Iadrhunden der holländischen Armee einige bedeutende Führer und Kriegs- Helden gestellt hat. Tumen, Sport und Spiel. Fußball-Bundespokas. Die Pokalkämpse des Deutschen Fuhball-Bunbes. die feit 19C9 alljährlich die Auswahlmann schalten der Landesverdant-e im Komps sehen, lind tn der lausenden Spie zeit bis zur Z w i f ch e n r u n b e gediehen. 2m Oktober sand die Vorrunde statt. Westdeutsch and schlug Süddeutschlond 4 3. Südost deut^chland Berlin 2:0 und Mitteldeutschland die Balten mit 5: 2. Die Unterlegenen sch eben au- der Äon- kurrenz aus. während die Sieger mit dem spiel- fieien Aorddeutschland zur Zwischenrunde gepaart wurden. So stehen am kommenden Sonntag in Hamburg: Westdeutschland — Norddeutschland. In Ehemnih: Südostdeutschland — Mitteldeutschland gegenüber. Das Ent'cheidungSspiel ist noch nicht anae'eht. eS dürste im Februar stattenden. In den bUberigen Kämpfen trat die ilebtr» Icgenheit Sübdeutschlanbs sichtbar in die Erscheinung. Mit sechs Endspielsiegen führen die Süddeutschen die Tabelle an; Norddeutschiand Hot fünf. Mitteldeut ch'and drei und Westdeutsch- land zwei Pokolendfiege errungen. Berlin steht mit nur einem Stege am Ende der Siegerliste, während der Südosten und die Balten bisher erfolglos kämpften. In den beiden Sple'en der Zwischenrunde hoben Nord- und Mitteldeutschland die besseren Aussichten auf Sieg. Die spielerische Ucbcrlegenbeii bie’er beiden Verbände ihren Gegnern gegenüber kommt auch in den bisherigen Pokallä npsen zum Ausdruck. West- und Norddeut'ch'and begegne‘.en sich bisher dreizehnmal. Ach: Spiele gewanP der Norden, nur drei der Westen, während zwei Kämpfe unentschieden blieben. Norddeutfchland spielt den feineren Fustboll. Westdeutschland dagegen typischen Polalfuhball. so dast ein Sieg der west- heutlchen Els leine Ueberraschung bedeuten würde. Norddeutsch'and Hal in einem Auswahlspiel seine Pokalmannschast erprobt und legt dem Spiel erhöhte Bedeutung bei. Mitteldeutschland empsängt in seinem sübost- deutschen Gegner eine gut gerüstete Mannschaft. Auch der Südosten hat feine Vertretung durch ein Auswahlspiel erprobt und macht energische Anstrengungen, erstmals in das Endspiel um den Bundeöpokal zu kommen. Die Tatsache dah am gleichen Sonntag in Nürnberg das Otym- pia spiel de« Bunde« ftatifinbet, nimmt beiden Verbänden einen guten Spieler weg. Bei den Mitteldeutsche fehlt Hofmann, Meerane, bei den Südostdeutschen Heimchen, Äottbu«. In den bisherigen elf Begegnungen beider Verbandsmann cha ten blieb Mitteldeutschland siebenmal und Südostdeutschsond viermal siegreich. Auch diesmal gehen die Mitteldeutschen mit den besseren Aussichten in den Kampf; sie haben austerdem den Vorteil des eigenen Planes. Vom Turngau Hessen (V. T.) - Der Vorbereitung auf das Deutsche Turnfest in Köln gilt die Gouturnftunde für die geübteren Turner des Gaues, die am nächsten Sonntag In der Turnhalle des Männerturnvereins Gießen unter Leitung von Gauoberturnwart Will lGicßenl abgebalten wird. Wie schon bekannt, soll aus Den beften Turnern unseres 5)fimat« flaues eine Gau -Muste rriege für Köln zu- sammengestellt werden. Als Gerät wurde dos Reck gewählt, an bem In Stufen zu je vier Turnern geturnt un-rben soll. Die zwoü Turner werden durch ein Austcheidungsturnen crmutrlt Al» Uebungsstofs für die Turnstunde, an brr auch die ersten Bezirt»> turnwarle der sechs Vezirkr au» dem Gau teil- nehmen, sind neben den genannten Ausscheidung»- kämpfen für die Gaurieacn nach Röln noch die Frei Übungen für do» Deutsche Turnfest in Köln und bir Freiübungen für Köln vorgesehen Nachmittags findet eine Gauvorlurner- ft u n b e für do» Frauenturnen unter Leitung von Gau-Frauenturnwart Paul tGicßeni mit an- schliestenber Besprechung statt. Die Turnfolge der Turnstunde bietet Freiübungen, Keulenübungen und Dolkstän.;». 1. Bezisksllasse Hessen-Hannover. Bis aul ein rückständiges Spiel find fämtUch: Berbandstresfen im alten Jahre durch^eführt worden. Abstiegsfragen sind entschieden, ebenso die Gruppenmeister. Wer wird Bezirksmeister7 Die zuerst vorgesehene Feststellung der Be- z i r k S m e i st e t - E i' t s ch e l d u n g ist lalknge- lasten worden; eS sinden nunmehr zwei Spiele statt. Vor- und Rückspiel, jedesmal auf dem Platz eine« der beteiligten Vereine, S ö 03 Kassel und Altmeister Kurhessen Kassel, den zwei wirklich spietstärksten Vereinen deS Bezirks. Auch die Termine liegen bereits lest: 15. und 22 Januar. Soweit die Frage nach dem Meister. Am anderen Ende der Tabelle hat Germania Marburg tat'üch'.ich das K nst- stück sertiggel'.acht, den allen Kasseler V. § ..Sport" berelngulegen und sich damit endgültig den Verblei'.' In der ersten Bezirksklasse gesichert. Der Leidtragende ist der V. f. B. Gießen, der nun in der zweiten Bezirk«klasse sein Heil im kommenden Jahre suchen muh. Da« letzte noch ausstehende Spiel steigt am kommenden Sonntag in Kasscf. Tura und Germania Marbura sind die beiden Gegner, von denen Tura zunächst als der bessere erscheint. Der besonder« in den letzten Spielen hervor^etrctene Eifer der Germanen könnte jedoch auch diesmal, wie Im Spiel gegen Sport, diese Ansicht revidieren. Da aber alle Meister und Abstlegssragen geklärt find, ist der Ausgang de« Spiele« an sich belanglos. m. w. 2. Bezirksklasse Lahnkreis. In dieser Gruppe herrscht am kommenden Sonntag Hochbctrieb. Nicht weniger al« 8 Vereine sind beteiligt. Die Paarungen sind jrdoch meist ungleich. Die gröhte spielerische Bedeutung wird dem Lokalkamps V. s. B. Kurhessen Marburg gegen Ockershausen zukommen auf dem Platz der D. f. D er, die immer nur noch zwei Punkte vor dem nächsten, Diesten 1900, liegen. Da Lokaltreffen immerhin ost ilnrcgcl- Mäßigkeiten Im Spielverlauf und im Resultat ergeben, werden die führenden V. f. D er kaum mit weniger Sorgfalt, als zu entscheidenden Kämpfen nötig, an diese Ausgabe herantreten. Dennoch ist der Leistungsunterschied der beiden nicht so groß, al« dast der Sieger schon von vornherein seststände. Die Elf mit der größeren Kampfkraft wird sich burchfehen. ® f eben 1900 hat in Frohnhausen gegen die von Spiel zu Spiel besser werdenden Oranier anzutreten, die aber in ihrer Entwicklung doch noch nicht soweit fortgeschritten sein tnlrften, dah sie SiegrSauSflchten hätten. 1900 wird Wilsen, daß e« den Marburgern auf den Fersen bleiben muh, wenn e« noch auf Meisterehren reflektiert. Frankenberg gegen Sp V Wetzlar Auch hier ist der Gast eigentlich stärker au der PI atz verein Wetzlar zeigte in den letzten Spielen eine fe&r schwankende Form so das, man bester tut, den Spiel aus gang nicht Im voraus zu beurteilen, zumal Erankenberg auf eigenem Grund stets nur schrver zu me.stern war Die anscheinend gl.-ichmäst.gste Zuf.inmenstel- hing ist die Kirchhain gegen Herborn, anscheinend nur. denn auch hier ist her eigene Platz sür die auch sonst nicht schlechten Kirchhainer Immer ein besonderer Vorteil gewesen. D. f. B. Für den kommenden Sonntag ist dw L t Q a der bekannten Franksurler ..Germania" 94 zu einem Gesellschaftsspiel gegen die D. s V • Liga aus hiesigem Platz t>erpsl.chtet worden. Die Gäste, die vor Jahren einmal eint dominierende Nolle im Zranklurter Fustballsporl ein- nahmen, sind In der diesjährigen Vcrbandslpiel- salson von ungewöhnlichem Pech verfolgt wc-rden. Trotz ihrer anerkannt hohen Spielkultur verloren sie fast sämtliche Spiele und konnten erst am Schluß der Serie etwa» Terrain au'ho'.e i. ohne jedoch den Abstieg zur Kreisliga abwenden zu können. Trotz ihrer nunmehrigen Zugehörigkeit zur zweiten Ligaklasse bad man sie doch zu den ersten Frankfurter Mann'chasren zählen 3n weicher Ausstellung dir D. s.D.-Els antritt, steht noch nicht cmbgültig sest. da der Spielausschutz nur diejenigen Spieler anss'.e.lt und auch sür die Zukunft berücksichtigt, die sich den gestellten TrainingSbedingunge.i unterwerfen. Jedenfalls ist dadurch die Gewähr gegeben, dasi alle sich unter Einsetzung ihrer ganzen Kraft In da« Mannichastsganze einsügen Bel allem guten Willen wird es der P'.atzmann'chast nicht gelingen, den techuifch weit belferen Gegner auch nur knapp zu fchlagen; im besten Falle sollte sie ein Unentschieden herauShofe.t können. Die Ligareserve, zu deren Ausstellung dasselbe zu saacn ist wie vorher, hat die P r i v a t m a n n f ch a s t der „G e r m a n e n" zu Gast und wird ebenfalls Mühe haben, ein günstige« Resultat herauSzuholen Auch die neuausgestellte Dritte trägt ein Privatspiel au« und hat Klein-Linden« Erste zum Gegner. Handball in Hessen-Hannover. Nachdem schon seit geraumer Zelt die Glest e n c r S. Da. 19 00 al« Lahumeister auf die Nominierung des Kasseler Meister« wartet, ist im Kasseler Krei« noch immer keine Klärung erfolgt. Erst der kommende Sonntag könnte ein. solche herbeisühren Hessen-Preu he n gegen Ku rhessen-P ol. Kassel, die beide nur einen Punkt au«einanbcrllcge.i. und zwar zugunsten Kurhessen«, werden sich darüber zu einigen haben, wer von ihnen zunächst al« Meister in Frage kommt. Zuerst die He'sen- Vreuszen. die mit einer neuen Mannschaftsausstellung unter der Stunnführung deL alten Iunghenn herauskamen und Sotmtag für Sonntag mit Hohen Torergebnissen gar keinen ernsthaften Gegner mehr sanden. Man kann von den Kurhessen nicht dasselbe behaupten. Ta« lag aber zum Teil daran, dah bic Elf der Polizisten nur selten einmal komplett stand ff« Ist nicht daran zu zwelseln, dah beide am Sonntag ihre beste Besetzung auf die Beine bringen werden. Wenn bann Kurhessen sein Singefpieltseln nickt verloren hat, möchten wir zu bem Altmeister halten, als dem durchschlagSkrästigeren MannschastSgebllde. Da« kann aber wohl nur sehr knapp der Fall sein. Jnvenhir v -' \ d d I 1 GROH DIE LEISTUNGEN ■ \ GIESSEN Gegründet 1889 beginnt Samstag, den 7. 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Der Ausweis der Reich-bank per 31 Dezember 1927 weift, wie vorauszu- sehen war. eine Aekordanspannuna auS. die die lebhaste Hoch onjunltur widerspiegeu Die Anspannung aus der Ätlivseire des AuSwei es ' inert sich in . ne des Wech konroS um über 700 Millionen Marl. daS damit den Rekordstand von 3.128 Milliarden Mart, die Höch re Zahl seit der SrabUisierung. erreicht hat. Man kann allerdings darüber im Zweifel sein, ob diese Aelorbbeanspruchung in ihrem ganzen Um lange aus den tatsäch ich gesteigerten Te? ad der DirtsLast zurückzeyl Die- scheint nicht der Fall zu sein. Die Re.ch-bank ist. wie auch in den vorhergehenden Wochen des Dezember. stärker von öffentlichen 6-cden beanspruch, worden, uni) die Verminderung des Wech eibestandes bei der Gvlddiskontbank deutet daraus hin. das; diele, wie gewöhnlich, ihre Wechsel der Reich-bank zur 2'e. istontierung eingereich, hat. Die odgesto^enen Wechsel der GoldbiSlontbank betragen allein 200 Millionen Mark. Es ilt secnerh.n zu beachten, daß die ZweimonatSavise der Danken, die sur den 31. Dezember sällig geworden sind, auch ihren starken Einfluß aus die Anspannung des Wech'eUon v» der Reich 5bonk gehabt haben. Es liegt aus der Hand, bau die Danken gerade zum Iahre-ultimo au« Gründen der Liquidität Wechseleinreichunaen bei der Reich-bank über daS gewohnte Mast binau- Doracnommen haben, und daß ferner durch überstarke Dorversorgung eine weitere Ausweitung des Wech elporte'euilleS Platz gegriffen hat Derückstch.igt man diese Tatsachen, so kommt man -u dem Ergebnis, daß die essektive Mech elbea lpruchung der Reichsbank durch die Wirtschast weit unter der auSgewie'encn Ziffer von 711 8 Millionen Mark liegen dürste. r dem Gc'tchlopunkt der allgemeinen Gnt- Wicklung des ZahreS 1927 ergibt sich für die Deurletlung der Aekordinanlpruchnahme der Deiche bank ein durchaus günstiges Urteil, wenn man die Ultimoausweise der voranaegangenen Monate vergleicht. Der Vesamtruagriss zum 2ahreSultimo stellt sich, da der Zuwachs an Giroaeldem mit über 200 Millionen Mark auf Der Passivseite in Abzug gebracht werden muh, aus 534 Mi lionen Mark gegenüber 7C9 Millionen Mark am Dovcmberultimo. 606 Millionen Mart am Oktoberultimo. 687 Millionen Mark am Septemberultimo und 702 Millionen Mark am IahreSultimo. Au- dem . tuwachs anDiro- aelbern erklärt sich auch die Ausweitung deS Zahlungsmittelumlaufs um rund 524 Millionen Mark. Zwar weist der ZahlungS- miltelumlauf einen feit der Stabilisierung noch niemals verzeichnelen Dekordftand auf. Die Zu- -t ich jedoch für da- ganze Jahr auf 470 Millionen Mark gegenüber einer Gesamtzunahme von 630 Millionen Mark im 2ahre 1926. Die Höhe des ZahlungSmittelumlaufS, oder, besser gesagt, sein Niveau. entspricht der gesteigerten Konjunktur,' und es ist sogar ausfällig, dah sich das Tempo der Zunahme deS ZahlungS- mitlelundaufe im Zähre 1927 Dcrlanglamt Hal. Wenn wir in unferem gestrigen Dericht „Zur Lage de- deutschen Geldmärkte-" in Anbetracht der Derllüsligung. die während der ersten Tage de- Januar eingetreten ist. und die sogar zu einer Herabsetzung deS Sage- für PrivatdiSkon- ten geführt hat, von der Möglichkeit einer Dis- ko n t e r m ä h t g u n g geiprochcn haben, so kann die'e Ansicht trotz der zahlenmäßigen Dekord- anfpannuug der Reichsbank zum IahreSpltimo nicht umgemorien werden. Ginc Ermäßigung deS Diskontsatzes für Ende 3anuar bzw. Anfang Februar liegt auch weiter im Bereich der Möglichkeit Für die nächste Zeit hängt natürlich alles von den Rückflüssen bei der Re chobank ab. und die Reichsbank wird bereits nach Umfang und Tempo der Rückflüsse, die — wie wir erfahren — bereit- recht stark eingesetzt haben, ihre Entjcheidung in der Frage der DiS- kontermaßigung treffen können. Diese Entscheidung wird sie im Jahre 1928 unter anderen Umständen treffen alS im abgelaufenen. Zu Beginn des Jahres 1927 war die Reichsbank nicht Herr des Geldinarkies, während man heute ohne weitere- lagen kann, dast sie am Geldmarkt wieder die ihr zukommende vorherrschende Rolle einnimmt. e Ermäßigung der Geldsähe der Preußischen Staatsbank. Die Preußische Staatsbank (Verhandlung) kündigt unter -dem 5. Januar die Ermäßigung ihrer Geldsache um •/* diS 1 , Prozent an. Der Sah für täglich kündbare Einlagen wird von 4! ? auf 4 Prozent herabgesetzt Für denjenigen Teil der als tägliche Gelder eingezahlten Betrage, der über Monatsende hinaus bis zum dritten Werktag deS nächstfolgenden Monat- einfchließlich in Höhe von mindesten- 100 000 Rm. verbleibt, werden vom Tag der Einzahlung ab 6' , Prozent (61 , Proz.) vergütet. Einer vorherigen Festlegung bedarf eS dabei nach wie vor nicht. Für den Gelderkauf einen Monat fest beträgt der Sah jetzt 6‘- , (71 J Prozent, auf zwei Monate 61 , (71 Pro-., auf mindesten- drei Monate 7 (7* $) Prozent. Auf Sonderkonto H (Darlehen auf einen Monat fest» werden 81 . (8’/J Prozent berechnet, für Einlagen darauf 5’ . (61 ,) Prozent. Für Darlehen auf Sonderkonto J (vom 5. deS Monats oder einem der folgenden Tage ab fest bi- zum 27. de-'eiben Monatsj ist ein Sah von 6 Prozent Segen bisher 6’ . Prozent festgesetzt worden, für inzahlungen darauf em solcher von 5* » Prozent gegen bisher 5’ , Prozent. Die Sähe gelten nur gegenüber den Danken. Die Unüberjichtlichkeit deS Geldmärkte- macht eS zur Zeit unmöglich, ein- bis dreimonatige preußische Reichsmark- schahanweifungen abzugeben oder die G'lder auf Sonderkonto G hereinzunehmen. Das Konto kommt daher bi- auf weiteres In Fortfall. • D i e Spareinlagen Ende Rovem- b e r. Ende Rovember 1927 stellte sich der De- stand der S-arein'agen bei den deutschen Sparkassen auf 4543.1 Mill. Mk. gegen 4414.4 Mill. Mark Ende Oktober 1927, weist mithin eine Zunahme um 93. Mill. Mk. aus. Die Giro-, Scheck- und Kontokorrent-Einlagen stellten sich zum gleichen Zeitpunkt aus 1153,0 Mill. Mk. gegen 1141.1 Mill. Mk. Ende Oktober 1927. • Weitere Ermäßigung deS Privat- diSkontsatzes. Nachdem der Privatdiskont- sah erst am 2. d. M. von 7 auf 6.75 Prozent ermäßigt wurde, wurde er am 5. d. M. infolge sehr starker Rach rage erneut um ' \ Prozent aui 6.5 Prozent herabgesetzt * Deutsches K a I i s y n d i k a t. Der Absatz des Deutschen Kalisyndikats im Dezember 1927 betrug 1 004 756 Doppelzentner Reinkali gegen 958 861 Doppelzentner Reinkali im gleichen Monat des Vorjahres. Der Absatz in den ersten acht Monaten (Mai bis Dezember) des laufenden Düngejahres beträgt 6 504 334 Doppelzentner Reinkali gegen 6 230 951 Doppelzentner Reinkali in den ersten acht Monaten des Düngejahres 1926 27 und gegen 6 466 763 Doppelzentner Reinkali in den ersten acht Monaten des Düngejabres 1925 26. Der Absatz im Kalenderjahre 1927 beträgt 12 310 060 Doppelzentner Reinkali gegen 10 998 730 Doppelzentner Reinkali im Kalenderjahr 1926 und gegen 12 255 117 Doppelzentner Reinkali im Kalenderjahr 1925. • Verkürzte Arbeitszeit bei Salm- ler-Denz. Der Belegschaft der Mannheimer Daimler-Benzwerke wurde gestern durch Anschlag mitgeteilt, daß von der lausenden Woche ab statt 48 nur mehr 38 Stunden gearbeitet werden soll, außerdem wurde die Entlassung von zunächst 25 Arbeitern angekündigt. Dem 'Betriebsrat gegenüber wurde von der Direktion die Maßnahme damit begründet, daß den Werken von den Danken kein weiterer Kredit mehr eingeräumt werde. • Metallbank und Metallurgisch« Gesellschaft A. - G., Frankfurt a.M. Die Generalversammlung «rlebigte bic Regularien, Es gelangen wieder 8 Prozent Dividende zur Verteilung. • Metallgesellschaft Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte debattelos den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1926 27 mit 11 (i. 33.10) Pro^nt Dividende aus die Stammaktien. ' Metallbankgruppe — Stolberger Zink. Wie die „K. Z." berichtet, schweben zur Zeit Verhandlungen zwischen der Metllbankgruvpe und Stolberger Zink über ein industrielles Zusammen» gehen. Ob und wieweit dies« Pläne mit den befinn- len Plänen von Otto Wolfi, Mansfeld und Stolberg übereinftimmen, kann noch nicht gesagt werden. • Süddeutsche Zucker - A. - H. Mannheim. Die gestrige G.-B. der Süddeutschen Zucker-A.-G. Mannheim erledigte die Regularien. Danach wird antragsgemäß aus dem Reingewinn von 3 286 754 Mk. eine Dividende von 8 Prozent auf die im Umlauf befindlichen Stammaktien. 7 Prozent auf die Vorzugsaktien verteilt und 1 105 784 Mk. auf neue Rechnung vor getragen Die Kampagne deS laufenden ®e- schäflsjayres ist mit Ausnahme der Werke Sindelfingen und Heilbronn beendet. Die ‘Bearbeitung hat allgemein befriedigt DaS ganze Geschäftsjahr hat sich günstig entwickelt. Dor allem weist der deutsche Konsum in den letzten Monaten eine erhebliche Steigerung (13 Prozents auf. Der Vorsitzende teilte mit, daß die Derwa ning b«- schtolstn habe, den Stamm- und Dorzugsaknonären die in ihrem De iy befindlichen Vorrateakticn an einem noch zu bestimmenden, wahriche.nlich aber baldigen Termin anjubieten. Auf 9000 alte Aknen sollen 1000 neue Alt.en zu pari be^Ot^n werden können. Die Verwaltung soll einen B.- lanzrosten damit regulieren, der nicht mehr zest- gemah fei. Außerdem erhält die Gele.l'cha t eine Stärkung ihrer ftüfligen Mittel frankfurter Börse. Frankfurt, 6. Jan. Tendenz behauptet — Nachdem im Aorborsenoerkchr weiter erhöhte Kurse genannt worden waren, eröffnete die Börse |dbft in etwas gedruckter Haltung, da bi« Spekulation nach den gestrigen Kursgewinnen Realisationen vornahm, die in erster Linie durch das Dementi einer Kapitaler- Höhung bei Harpener veranlaßt wurden Die Grund st immung blieb (eboch freundlich, und die Kurse konnten sich im Vergleich zu der gestrigen Abendborse im allgemeinen knapp bc- ha pten, da von Publikumsseite wieder einige Kauf- ordcrs vorlagen. Das Geschäft blieb namentlich am Montan- und Farben markte zienilich lebhaft. Die allgemeine Stimmung für deutsche Anleihen und der verhältnismäßig leichte Geldmarkt wirllen anregend. Man verwies auch auf die Ermäßigung der Zinssätze bei der Seehandlung. Die Kursveränderungen an den Effektenmärkten waren im allgemeinen nur gering und gingen nur vereinzelt über 1 Prozent hinaus. 9. (9. Fa?ben eröffneten 1 Prozent schwacher, später konnte sich der Kurs leicht befefti- gen. Elektrowerte waren g t behauptet, nur Siemens minus 2 Prozent. Angeboten und bis 1 Prozent abgeschwächt waren von Montan- werten Harpener, Buderus, Mannesmann und Mansfelder. Rheinbrunn konnten dagegen 1,5 Prozent anziehen. Von M e t a (<• a n f iü c r t c n lagen Metallgesellschast 1,5 Prozent schwächer, dagegen Metallbank plus 1,25 Prozent. Süddeutsche Zucker zogen auf die Ausführungen in der gestrigen Generalversammlung 1 Prozent an. Heimische Anleihen hatten lebhaftes Geschäft. Ausländer ruhig. Türken eher etwas schwächer. Pfandbriefe tendierten in fester Stimm' ng. Im 23er- laufe wurde das G. schäft still und die Kurse bröckelten leicht ab. Am Geldmarkt wurde der Satz für Tagesgeld auf 5 Prozent ermäßigt. Im Devisenverkehr schwächte sich die Reichsmark weiter ab und stellte sich gegen Kabel auf 4,1950, gegen London auf 20.468, London gegen Kabel 4 8780, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,45, Madrid 28,20. Berlin- Börse. Berlin, 6. Ian. Zu Beginn des offiziellen 93er- kehrs war die Stimmung allgemein freu ab- lich, das Geschäft jedoch nicht fo lebhaft, da durch den katholischen Feiertag die rheinischen und süd deutschen Orders fehlten. Der Geldmarkt blieb weiter leicht. lagesgelb war zu 5 bis 7 v. Sy reichlich angeboten, Monatsgeld 8 bis 9 o. Sy, Waren wechsel ca. 7 v. H. Freundlich aufgenommen wurden die amerikanischen Diskussionen über dasRepara lions Problem. Die ersten Kurse lagen bei nicht ganz einheitlicher Haltung überwiegend 1 v H. höher. Wie schon in den letzten Tagen, standen Montanwerte weiter im Vordergründe Zarpener wurden trotz der Dementis einer Kapital- erhohung von guter Seite weiter gekauft Auch Phä- nix und Köln-Neuessen verkehrten lebhafter. Die Kursgewinne betrugen bis zu 3,5 o ch Nur Ilse lagen sehr schwach und verloren 8 p Sy Bankaktien, Schiffahrts - und Elektrowerte blieben vernachlässigt. Hervor traten noch Berliner Maschinen, Tietz, Glanzstoff und Zellstoff Waldhof. Deutsche Anleihen verkehrten in fester Haltung Pfandbriefe still. Ausländer unein heitlich, aber eher fester. Nach den ersten Kursen ge ftalteti sich die Tendenz infolge der großen Geschäfts stille überwiegend etwas nachgebend. Im Verlaufe betrugen die Kursrückgänge gegen den Anfang durchschnittlich 1 v H Glanzstoff minus 3 v. H Ablösung«- schuld weiter lebhaft gefragt und 0,25 v. Sy fester. Frankfurter Getreidebörse. F r a n f f u r t a M., 6. Ian. Die ermäßigten Aus- lanbpreife blieben ohne Einfluß auf die Marktlage. Diese ist unverändert. Mehl ist sehr ruhig, doch erwartet man in der zweiten Hälfte des Monats eine Belebung, da die Vorräte des Konsums nur noch gering fein dürften. Futtermittel liegen weiter fest. Es notierten: Weizen 1, gut, gesund und trocken, bis zu 1 o H Auswuchs, 25,25 Mark: Weizen 2, gut, gesund und trocken, bis zu 3 v. Sy Auswuchs, 23,75 bis 24; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 v H Feuchtigkeit, 22,25 bis 22,75; Roggen, in- lanbiicher, 25. teommergetftc für BrouZwecke 27 btt 28,50. Hafer, inländischer, 22^75 btt 24. Mait, gelb, 20,75 bis 21,50. Weizenmehl, inländisches (epe- jtal 0), 37,25 btt 37,50; Dboggenmebl 35 bis 38; Wetzenkleie 14 blt 14,25; Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Mark Berliner Produktenbörse. ‘Berlin, 5. Jan. Di« nvrdamerikanifchen Wei- zeno'ferten waren kaum oeobndert, bügegen waren di« billigsten argentinischen Offerten gegen gestern ermäßigt. Auch Roggen war In den ötfforberungen etwas entgegenkommender. Born Inlande lag eher etwas reittiicheres Angebot von Brotgetreide vor, die Provinz hielt »«doch auf Forderungen. Die Rach- Verkehrsordnung erfordert Mchts gehen! frage der Mühlen erstreckt sich bei Weizen nur auf gute Qualitäten, wädrend bei Roggen auch geringeres Material angesetzt worden könnt« Jin allgemeinen hielt sich das Preisniveau auf gestriger Höbe. Auch am Lieferung« varlte erfolgten keinerlei wesentliche Pveisoerändernngen. Weizenmehl war vcrichiedenllich int Preis« entgegenkommender; Ad- ichlüsj« waren jedoch nur gpnj ver«inzelt zu erzielen. 'Roggenmehl halt- bei unueränberten Prellen reguläres Konsumgesck)äft. Am Hafermarkle hat sich die feste Stimmung erhalten; es mangelt an Angebot namentlich von Schlesien, von wo gute djporimug- lichkeit nach der Tsck>echos9owakei und P len besl h' Hier gewinnt der Konsum wiederum die «rhoht.-n Forderungen. Gerste ist bi guten Qualitäten wenig offeriert und besser gesyigl. Auch sehr gute In dustrieaersten finden meh» Beachtung. Es nolierkm (1000 Kilogramm): Weizetn, märkischer. 237 bis 240, März 274,25, Mai 278,5(1 bis 279 (ruhig); Roggen, märkischer. 239 dis 242, März 264.75, Mai 268,50 (ruhig); Sommergerste 220 bis 266 (behaupt.!). Hafer, mürkifcher, 204 bis 215, März 232 bis 231,50 (Brief), Mai 239 (Br/es, etwas fester); Mais, prompt Berlin 22U bis 222 (ruhig); Raps 345 bis 350 (ruhiger). (100 Kilogramm) Weizenmehl 30,75 bis 34,25 (ruhig); Rc^genmehl 31,50 bis 34.23 Kunst und Wissenschaft. ttcßeimrat Prof. Dr. Philipp Zorn f Wie aus Ansbach gemeldet wird, ist dort her bekannte Staats- und ilZÄkerrechlslehrer Geh. Justiz rat Pros. Dr. Philivp Zorn nach längerer Kran!» heit im Alter von fast 78 Jahren g e ft o r b e n. Zorn, «in geborener Danreukher, studierte die Rechte In München und Leipzig, wurde 1875 in München Privatdozent. und im selben Jahre ak Kirchenrechtslehr«r nach Bern berufen, wo er dis 1877 tätig war. Don lo77 bis 1900 lehrt« er dann in Köniasberg Staat»« und Berwaltungsr«cht; tm Jahre 1900 folgte er «inem Ruf« nach Bonn, wo er bis zu feiner (Emeritierung im Jahre 1914 wirkt«. Geh Rat Zorn ist, auch außerhalb Deutschlands, hauptsächlich bekannt aeworden durch feine Tätigkeit als wissenschaftlicher Delegierter des Deutschen Rei- ches auf den beiden Haager Friedenskon ferenzen von 1899 und 1907 Irn Jahre 1899 hatte er schon aus Beilin Befehl, Deutschlands Wi- derjoruch zu verkündigen, als er sich für eine neue Nachprüfung des B^chluffes persönlich in einer Sitzung der Rät« des. Auswärtigen Amtes einfeyle und tatsächlich die Zustimmung des Amtes zur Errichtung des Ständigsn Schiedshofes erreichte. Als er dann aber 1907 a,-ch aus seiner Sympathie für die obligatorische Schietds-sprechung kein Hehl machte, wurde er von Berlin aus praltisch aus der Arbeit der Konferenz ausgefck-altet und durch den Geheimrat Kriege ersetzt. In fj.'iner Schrift „Deutschland und die beiden Haager Fttiedenskonserenzen" (1919) hat Zorn feine Erlebmsp- auf den Konferenzen geschildert. Die wichtigsten 2)«röffenttichungen Zorns find: „Staat und Kirch« in der Schweiz* (1877 bis 1878, zw«i Bände); „Staalsrccht des Deutschen Reiches" (1880 bis 1883, zwei Bände, 2. Auftage 1894 bis 1897); .Lehrbuch des Kirchenrechls" (1880); „Das Deutsche Reich und di« internal anale Schiedsgerichtsbarkeit" (1911]); „Die Deutsch« Reichsoersas- Jung" (2. Auflage 1913); „Die olle und di« neue Rcichsoerfasiung^ (19JJ4). Kurszettel der Berliner und Franksurler Börse. Die binter den Papieren angefübrten Zistern geben die Höbe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — ReichSbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfuh 8 Prozent. Jruntfuri a. x iPrrltn Schlich Aur» 1 Uljr. Aor» »Jlufe- Aurt Xnfang Äur» Datum: 5. 1. 6. 1. 5. 1. i « 1 9it D« S)ft(t)*aalritx o 1977 T' «nl Äblcf Schuld m.t - - 67.5 — «n-lot Rkchlrn — * 52 25 53.4 Tt#al- v) r «u«I s-Rechten T Rrai h t>op -»t. »o b»f 17 17.1 16 1 17.2 untü. ddar dl. i»32 4*/i « Rd-'i i'che 6dd -Bant 93.5 — — — Stqa -u»o dv' 1 t 4 odg iBoitntflS-Cb' 81,75 — — — lieationttL ruUiablfrar i>*rt 84 — • 1' Schweu tui.btib-.flnL 95 5 • — - — <*« Crfitrttcti'äjc (Vclbrtt 33.5 — C 119 - 15 15 4», Stunuiun concm R>c 4', . gtumänen Ootbanl 5.9 - von 1913 16-5 15.8 — ■(la Deunltx EUcndabn 4'.- — — • — Aambura-ilmmfa dalti. t -Sudam Damv tch > 152 152 151.25 152,25 — — 221 5 Danfa Tanu l L ft t — 317 217.5 Rorddeultch.r t Alla Deutsche 6rtbiiantt- K Bann r ibantDcrtin li 157 157.75 56,65 157,5 150 150.15 14?. t 150,4 152 — 152.25 153.5 kcrliner Haiideicä.'clllch. 12 — .-615 266 Commtrj- und Privat-Bk 1 iS) 75 ISO.75 179.25 !"v Tonnst, u ’^.rionak’ant 1. -hS 25 43S 27.75 23S.Z.-. Tkurlchk Pan: ic 169,5 169 169 170 $i5tontC'l?tltno s. g 4 146 65 147 144.25 117.9 Larven er .... rfr-fs ®ikn........ all« BergbLH....... 6 .5 307.25 206,5 203.5 157.75 207 159.75 8 255 • 453 215 «loiTHnofrtt ...... .5 136 136 5 135 136.75 Jtöl . 3Jeutnen . . . — — 158.73 161 . annrimann .f. V« 9 < 166 165,75 161.25 165 25 ‘ISan» dber - 126.5 127 12» 12* Ldcrfchlef frfrnb Std i'.'ontan « — — 163 163 < Cetnent Äarlftcbt . .8 Lr ovß k $Ritaa K Schuudns «aseodottr . 15 C ft wert» . . 12 ver »laniftoff......15 Bemtzerg ........6 StOfto Bortbof . . . . 12 Zellstoft Hftbaffrabnrn - 1<* Kbartoh-nbnrcR Salier * • esianer SaL t* taünlzr IRotartn.....0 Temas ...... Btlerroat« Kleve».....c Sntrr torin . .... 3 Ner SnunnoMI......t Cr-nfi-w k «ovvel. . . . < 8Ulke Ho-mann .... C ^eoadord Ties . . .. k Bamao- eovm ..... t ssranft Machines .... 0 «ritzner ..... *. lbevlcherraoebr ...... 0 ftrmaban« ...... t Lech werte ...... > ticwttattwette ...... > 17:c2 ...... 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Tschechoslowakische UZcteil . . 72.31 72.59 12,88 12,11 Ungarische Noten 73 05 73,35 Telegravd'sche Riszablong. 5. fT0,88. 61.015 S oa - tea • 72 55 72.69 72 62 Japan . . 1.961 1.965 1,98. 1.969 i<:o de Jan Aren In T-. 1.5025 0.5045 0.50X* 0.5054 Ctft abflt't -9.16 59.28 >9,172 59.292 Prao teilend 12,41- 12.43' 12.42 12.44 7.388 7.402 7,383 7.397 Vudavest. 73.23 73,37 73,23 73.27 «ul arten 3.022 3,028 3,Oz5 3,031 yRabon 20.64 20.6, 30,63 20,67 Ian,« 61.72 81,8« 61.77 81.93 Sonn nttn. 2.185 2,189 2,181 2,185 atixn. 7.614 5.62«, 5,569 5,581 Lanada 1,180 1,188 4,183 4,191 Um not) 4.328 4,334 4.316 4,324 im . . . 20.955 20.995 20.967 21, 007 wlh-c --h anf allr rrmllr» Wnrr 1 Prownl Haba — an. Dieter lUx -ulschrn und I «naurn «rbv prci»ivert. LeMeietolel von iHt. ttt- an I leeelelitil non 1/it. 1—— an neue rkuan e Seeru- I ■ Aeiten von IHt t< - an lereeHe Aeelee in allen I ■ .«ntben und 0h oben von IhL ÄL- an. Sport-Ao-tie I I von Äk L.- an. Buckecler Aua, in aue.i (Stoben I ■ von Ptl » an. Prieh- ul leoktig-Aiilge lebt | I bi ita, Ledoi|ipp«i u< «llcrai« Jeppee 'n a t Wtönen | I van Wt 14 an Wiellec.ee in uuen -Vreteiaqcn I Blau Arbeite-Aule« von k 7.- an. Wilibister- I Sulu 1NL io - fceeejeeter-luee oo > INt >L3o an. ■ Qeefreihe Heiee in aOrn ,allen und Iviönen ton W vik.a.- au. auch' koivulen c Herren Beewarie leewa ■ 'Ur Kellner von Mk M- an Haler-Aut«e, autb In ■ SiandAcftrx. e.-leeu, Olt -in *u 2