I 1 Ur. (06 Erster Blatt 178. Jahrgang Samstag, 5. Mai 1928 VrvS vN- Verlag: vrüdl'lchc Uvloerßlüir-Vvch. ovd Sietnörudcret R. £ame in Gießen. Sdfrihleitung und 6efd|jftsftcfle: Schnvtrctße 7. f d) e n QJCt Außerdem Hütten die Japaner die Soldaten am Passieren der Straßen und sie verschiedentlich sogar ent» den seien, chinesischen verhindert ging, daß auch dieser gaiz Deutschnationalen 'Regierung die juristische Begründung mangelhaft erschien. Dir sechzehn and ren Landesregierungen hoben abgeleh it und die Entscheidung des Reichsgerichtes angerusen. Diese ist nun erfolgt und nun muß man sich toobl oder übel damit ao- sinden. Schwere Kämpfe in Aor-chma. Kritische Lage der japanischen Landungstruppen in Tsinanfu. — Die nationalistische Südarmee bedrängt die Konzessionszone. vv» Seineci für die 2age,numrner bi« zum -j;ad)minag vorder. Preis inr l am Hobe für Anzeigen von 27 mm Dreu« erlli* H, auta-ort» 10 R»»chsp enn,g |üi *.«• hlnmean eigen con 70 m Breue Re.chspiennig, Dlayoorlc ;t'i 20* mehr. Chesredakreur Dt Fried» Dlth Lange, veramworil'ch für Tol tth Dr Fr 2Dilb Lange für Feuilleton Di H ubqi.oi, für den übrigen led üt st Dlumichem, tür den An- zeigenieil nun hillmann. lämthd) in Oiieie" mpf enden Parteien ge- Leich, iNl iäglid),aiBet Sonntag» nnd Zeierrag» Vellage« Bietzener FamiliendtüNe, Heimat >m Bild Di* scholl« aonais.Ftjefsnrli: 2 Reichsmark und 20 Reichaptrnnrg für Trüge» lohn, auch bei Richter» Semen einzetnerRummern folge höhere» idewall. AernsprechanlchlSlle: 61, M und 112 Meschnsi tti Drahtnach. richten Snzelgrr Lietze». podscheckkonto. fraeflan am Mal« 1168« 3m chinesischen Hexenkessel. Aus dem chinesischen Kampsgebiet liegen Rachrichten vor. die von schweren Zusammenstößen -wischen chinesischen und japanischen Truppen, von der Ermordung japanischer Staatsbürger. Plünderung TsinansuS durch SüDchlnefen, Gntiraffnung ganzer chinesischer Regimenter durch japanische Truppen und Besetzung Tsinansus und Tsingtau- durch Javaner sprechen. Alles in allem muß eS in der Provinz Schantung wie In einem Hexenkessel au- gehen. Da sich alle diese Meldungen aus ihre Richtigkeit hin nicht sofort nachprüsen lassen, wird man gut tun. sie mit ewiger Reserve ausAunehmen. Soviel dürste allerdings seststchcn. daß sich die Japaner genau so Vie im vorigen Jahre z w t - Massen und Munition. D;e Japaner Hütten dieses Angebot mit der Erllürung zurückgew.e'cn, s.« hätten die Absicht, die Gewaltakte ohne Hilfe Dritter zu bestrafen. Der Kampf um die japanische Konzession. Paris. 4. Mai (tzavas.) Die japanische De- sandtschast in Pari- teilt mit. daß aus Gründ eines Abkommens die Chinesen die japanische Konzessionszone von TIlnansu um 7 Llhr morgens hätten räumen sollen. Sie hätten aber ihre Truppen zusammen- gezogen und um 11 Uhr versucht. bi< versa le- t-enen Zugänge zu der Ko: zes ionöz . e a c w a ! t- f a m z u erAwingen. Der Kamt s i«i wieder entbrannt und hab« noch um 2 Llhr nachmittags angedauert. D.e durch einen Rachtmarsch ermüdeten javanischen Truppen, die zahlenmäßig unterlegen leien, kämpften mit Grbitlcrurg. Man glaub«, daß die militärische Sendestation zerstört und die Xe!« Honleitungen unterbrochen seien. Jnsolge Zerstörung der über den Gelben Fluß führenden Vrüdc h .en dl« aus Tientsin «intrelsenden japanischen Verstärkungen ihren Kameraden nicht zu Hilfe kommen können. Eine chinesische Darstellung. London. 4. Mai. (Reuter.) In Schanahai wird eine von chinesischer Seite stammende Darstellung der Totgänge in Tsinanfu verbreitet, in der es u. a. heißt, es seien im Lause dev vorangegangenen Tage eine ganze Reihe von Zwischenfällen in Tsinanfu vorgekommen, der Gipfelpunkt sei aber am Mittwoch erreicht worden, wo ein, den national! st ifchen (süd- chinesischen) Truppen angehörender chinesischer Ofsizter von Japanern erschossen und andere Osfiziere verhaftet wor- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen nachgelassen. Vie Lage ist sehr ernst, von japanischer Seite werden die Verluste mit fünf Offizieren und 30 Mannschaften angegeben. Huf chinesischer Seile sollen 800 lote und 1000 Gefangene zu oer zeichnen sein. Vie Chinesen bestreiten die Richtigkeit dieser Angaben. Vie japanischen Truppen sind in drei Abteilungen gespalten und haben die gegenseitige Verbindung verloren, ver Kommandeur der japanischen Slrettkräsie in Tsinanfu forderte dringend Verstärkungen an. Rach dem Eintreffen der unterwegs befindlichen japanischen Slrellkräfle wird Japan in Ifinglau e I n ganzes Armeekorps zufammenge- zogen haben. Jn füdchinesifchen Kreisen ist die Erregung stark gestiegen. Die Rankingregierung will sich In allerkürzester Zeil über Gegenmaßnahmen schlüssig werden. Man spricht von einer Boykotterklärung gegen Japan und einem Appell an b I e Mächte. Ls muß herrorge- hoben werden, daß die vewegung bisher keinesfalls einen fremdenfeindlichen Eharakler trägt, sondern sich nut gegrn öle Japaner richtet Japanische Verstärkungen im Anmarsch. Rach Rachrichten auS Tsinanfu getana eS den chinesischen Truppen so leicht, in da- japanische Viertel einzudringen, weil die Drahtsperren wegen des ruhigen Verhaltens der chinesischen Truppen am Tage vorher wegge- n o m m e n worden waren. Japanische Zunk- sprüche melden, daß die japanischen Behörden und der Kommandant der chinesischen Rationaltruppen sich bemühen, die Kümpfe zwischen den chinesischen und spanischen Truppen zu un> ferbrüden Infolge der Unterbrechung der Schantung - Eisenbahn waren die japanischen Truppen unter General Fukuda gezwungen, die ganze Rächt hindurch 50 Meilen weit zu marschieren, um nach Tsinanfu au gelangen. Die Truppen, die sehr ermüdet In der Stadt ankamen, mußten danach 36 Stunden hindurch den Angriffen außerordentlich überlegener chinesischer Str ei t- fräfte standhalten, die durch ihre Siege über die nordchinesischen Truppen angeseuert wurden und die von Haß gegen die Japaner erfüllt find. Die Japaner stehen isoliert in zwei Abteilungen In Tsinanfu. Rur durch di« geschickteste Derteidigung gelang es ihnen unter größten Schwierigkeiten. Den chinesischen Angriff abzuschlagen. 3n Tokio herrscht große Besorgnis wegen deS MunifionS- mangelS. General Jwakupa rückt mit 2000 Mann Truppen von Tsingtau In Eilmärschen an der Schantung-Eisenbahn nach Tsinanfu vor. Die nationalistischen Streitkräfte in Tsinanfu wurden zuletzt mit 60 000 Mann angegeben. Wenn daher Tschiankaischek. der persönlich dort sein soll, seine Mannschaften nicht in der Hand hat. so kann eine Tragödie mit unabsehbaren Folgen eintreten. Rach einer Havasnachricht auS Tientsin senden die japanischen militärischen Behörden nach Tsinanfu Panzerwagen und Verstärkung. Tschangtsolin habe den Japanern Hilfe angeboten durch Lieferung von In Colmar rollt sich augenblicklich der Prozeß gegen die elsässischen Autonomisten ab, die angeklagt sind, eine Verschwö- rung gegen die Sicherheit bei Staate- bedangen zu haben. 15 Angeklagte stehen vor Gericht, gegen 7 andere wird nach dem in Frankreich b« anders rigorosen Contumazversahren verhandelt. Das letztere ist besonders deshalb wichtig, weil der nichtvertretene Angeklagte immer, und zwar ohne Mitwirkung der Geschworenen, nur durch Beschluß der Richter verurteilt wird, weil also immerhin die Verhängung von 7 h:hen Strafen sicher ist, auch wenn der Prozeßvcrlauf trotz aller politischen und psychologischen Vordere, tungen den Zwang zur Freisprechung aller übrigen, der wirklichen Angellagten bartun sollte. Da- wird nun freilich nicht der Fall fein. Denn es ist ein politischer Prozeß, mit großen Regiemitteln in S;en« gesetzt, und er soll zu einer Verdammung der Autonomiebewegung als einer staatsfeindlichen führen. Das, trotzdem gerade im Augenblick die Mehrheit deS elsässischen Volkes unter den erschwerendsten Um- ständen durch bie Wahl von 4 Auto- nomisten in baS französische Parlament biefe Bewegung und ihre Führer legitimiert hat. Ratürlich ist es für jeden Staat unangenehm, wenn feine Staatsbürger anderer Sprache oder w a s f n e t. Infolgedessen sei eS zu Schießereien gekommen, bei denen zehn chinesische Soldaten getötet oder verwundet wurden. Die chinesische Bevölkerung habe darauf die Läden geschlossen. Die Japaner hätten sich hinter ihre Barrikaden zurückgezogen und auf jeden Chinesen, der sich blicken ließ, gefeuert. Auf diese Art seien eine beträchtliche Anzahl von chinesischen Soldaten und Stadteinwohnern getötet worden. Die chinesischen Truppen bäum da- Feuer erwidert, bi- Dschiangkeischeck die Einstellung des Schießen- besohlen habe. Oie Lage der Fremden. London. 5. Mai. (WTD. Funsspruch.) Chi- kago Tribüne meldet aus Peking, da- Schicksal bet Fremden in Tsinanfu sei äußerst ungewiß. da die Riederlassung unter dem Ar- tiUcriefeuer der Südtruppen stehe. Die Konsuln seien seit mehreren Tagen nicht in der Lage, Berichte abzusenden, weil die Japaner bie militärische drahtlose Station für sich benutzten. In Tsinanfu befinden sich zahlreiche Engländer. Amerikaner und Deutsche. stellt, nämlich die bayerische. Württemberg hatte zwar ebenfalls grundsätzlich zugestimmt, gleich erklärt, daß es die Eutscheidun, schildert hatte. Man konnte sehr verschiedener Ansicht darüber fein, ob der Zeitpunkt für den von Minister v. Keudell unternommenen Schritt richtig und glücklich gewählt war. Bekanntlich waren sowohl der ReichSlanzler wie bie Mehrzahl der Mitglieder Des Reichskabi- netts auS politischen Gründen mit dem gewählte Zeitpunkt nicht einverstanden. Um so mehr mußte eine sehr sorgfältige Vorbereitung mit sicherer Aussicht auf Erfolg geboten erscheinen. Dun werden Folgen nach zwei Richtungen ein- treten. Der Rote Frontkämpferbund mit seinen Anhängseln und b e Kommunistische Partei werden ein Triumphgeb.-ul ausstoßen unb einen neuen Austrieb erhalten. Ferner wirb bas Ansehen Des Reichsinnenministers durch diese Rieberlage vor bem höchsten Gerichts^ des Deutschen Reiches nicht gerab? gestärkt werden. Wahltalf.sch? Erwägungen sollen in bie em Augenblick vollständig beiseite gelassen werden. Abrr man kann sich doch nicht verhehlen, daß diese Entscheidung des ReichsgnnchtZ und die Umstände, durch bie sie herbei gerührt worden ist, von nun an biS zum Schluß in bet Wahlbewegung eine große Rolle spielen werden. Am bedauerlichsten ist es vielleicht, daß sich m Zukunft ein Rach'olger deS Ministers v. Keudell schwer hüten wird, nochmals eine solche Aktion au unternehmen, wenn et nicht Material zur Ber'üaung hat. das nach jeder Richtung hin hieb- und stichle st ist unb eine ungünstige Entscheibung des Reichsgerichts aus- schließt. Wenn aber so überzeug mdes Material vorhanden ist. dann kann man auch Darauf rechnen, daß wenigstens einige Länderregierungen die nicht durch Patteirücksichten verblendet find, sich bem Vorgehen des Reichsinnenministers an- schließen würden. Hier aber halt? nur eine einzige Landesregierung grundsätzlich zugestimmt und Erlaß des Verbotes in Aussicht ge- entkräften. Daß der zuständige Senat des ReichS- grrichtS nicht der UelxrAeugung geworden ist. Die Voraussetzungen des tz 129 lägen vor. wird durch die Entscheidung Har. Vielleicht fühlt sich nunmehr der Reichsinnen- Minister veranlaßt, der Oe sentlich.teit das Material bekanntzugeben, auf das er sich gestützt hat. als er die Landesregierungrn um Erlaß des Verbotes anging und Da3 er dem Reichsgericht vorgelegt hat. Man mu';te schon stutzig werden, als d e preußische Staatsreg.erung mitteilte, sie hätte sich auf eine Wiederlegung der vorn ReichSinnenministerium vorgebracyten De- arünbung gar nicht erst eingelassen, denn sie halte das gesamte Material für unzureichend und ungenügend. Wan konnte das noch als ein politisches Manöver aus fassen, als die Mitteilung erging. Run aber hat sich das Reichsgericht, soweit sich bis jetzt die Ding: u.nirteilen lassen, dieser Ansicht wohl angeschlossen. Da drängt sich doch der Gedanke auf, daß Die ganze Aktion nicht so sorgfältig und gründlich durch- beraten und vorbereitet worden ist, wie eS die Wichtigkeit der Angelegenheit verlangt hätte. Wenn man einen Schritt von fo großer politischer und versassungsrechtiicher Bedeutung unternimmt, muß man deS Er olgrS sicher sein. Don dieser Erwägung find wohl auch noch am Tage vor der Entscheidung des Reichsgerichts verschiedene juristische Stellen ausgrgangen. als sie der Erwartung Ausdruck gaben, daß daS Reichsgericht aus formal-juristifchen Gründen im Sinne des Keudellschen Antrages entscheiden würde. Der Ausgang Dieter Aktion ist auS verschiedenen Drünoen höchst bedauerlich. Ss kann lein Zweifel bestehen, daß der Rote Frvnttämpfer- bund und feine Zweigorganisaiionen in ihren Tendenzen und in ihrem Wirten tatsächlich Dem entsprechen, wie Minister v. Keudell e& ge- Gloffen. Der Beschluß DH ReichskohlenratS über die Erhöhung der Kohlenpreife trägt alle Anzeichen deS KomvromiffeS aus der Stirn. Er ist aber doch vielleicht unter den gegebenen Um- ständen noch die beste Lösung, nachdem einmal die Lobnerhöhung Der Bergarlxiter für verbindlich erklärt war. konnte eS sich nur noch Darum handeln, zu vermeiden, daß von hier aus eine allgemeine Preis st cigerungS- welle durch die ganze Wirtschast geht, die für den Arbeiter den Dorteil deS MeprverbiensteS wieder aufhebt, eben weil sie sich in allen Waren auSwtrkt. für die Industrie aber nach draußen hin die Zronkurrenzbedtnaunyen erschwert. Die Gefahr einer solchen Welle tft naturgemäß bei den Schlüsselindustrien besonders groß. Aus der Kohle baut mehr oder minder jede Arbeit aus. und die BeweiSsübrung. daß dadurch di« Herstellung entsprechend verteuert wird, ist zwingend. Daher mußte der Dersuch gemacht werden, die Erhöhung Der Koh'.enpreise t n möglichst engen Grenzen zu halten, eben um allen weiteren StclgerungstenDenzen von vornherein einen Riegel vorzuschieben. Der ReichSkohlenrat hat sich deshalb auch damit begnügt. Den rechnerischen Betrag Der neuen Lohnsätze und bie erhöhte SyndikatSumlage zusammei.zuwerfen und ist damit aus einen DurchschnittSsatz von einer Mark auf die Tom e gekommen. Er hat die Ergebnisse Des Schmalenbachgutachten- nicht berücksichtigt. da- ohnehin schon ein Desizit DeS Bergbau- herau-gerechnet hatte. Dieser ZustanD, Der sich sreilich im wesentlichen daraus entwickelt hat. daß die Abschreibungen zu gering sind, bleibt also weiterhin j: ft eben; da- Desizit tritt in den Jahre-bllanjzen unmittelbar nicht in die Erscheinung. eS wird sich erst mittelbar auSwirken, trenn später sich zeigt, daß bie Abnutzung In rascherem Tempo vor sich geht, alS die Abschreibungen Trotzdem ist die Prei-steigerung von einer Mark doch wieder nicht so gering, wie die Zahl selbst sich ansieht, weil eine gleichmäßige Steigerung nicht möglich ist. Für den gesamten E , p o r t von Kohle fällt jede Möglichkeit eine- Ausschläge- weg. weil die Engländer und Polen unS Dann unterbieten und wir auf unteren Kohlen sitzen bleiben; ja. da- bestrittene Gebiet erstreckt sich auch schon auf das deutsche Inland, weil bie Engländer mit Den billigen Wasserfrachten günstiger an Die Küste heran- kommen, als die Ruhrkohle. Die wesentliche Last der Verteuerung wird also Der Teil Der Industrie zu trogen haben, her ziemlich nahe an Der Kohle sitzt und Der englischen Konkurrenz nicht erreichbar ist. so daß hier mit einer Preiserhöhung von mindesten- zwei Mark auf die Tonne gerechnet werden muß. Da- ist für einzelne Zweige auSzuhalten. andere werden trotzdem bi« günstige Gelegenheit zu einem Aufschlag benutzen wollen. Hier kann und muß bas Reichs- wirtschast-ministerium e.ngreifen. In erster Linie bei Der Eisenbahn, bie ohnehin schon mit einer Tariserhöhung beim Reichsverkehr-minister vorstellig geworden ist. Für sie bedeutet aller- binaS die Verteuerung der Kohle nur reichlich 25 Millionen im Jahr, was bei Dem Gesamtetat von süns Milliarden kaum zu Buch schlägt. Daraus allem laßt sich also eine Steigerung Der Tarife nicht rechtfertigen. In zweiter Linie werden die Gas- und Elektrizitätswerke kommen, zumal soweit sie in öffentlicher Hand find. Don ihren Lieberschüssen leben die Gemeinden. die mit jedem Pfennig rechnen müssen, den sie sonst anderweitig durch die Steuern auszubringen hätten. Schwierigkeiten genug bleiben also auch letzt noch bestehen, unb bie Gefahr einer Verteuerung ist noch keineswegs bezwun- aen. Immerhin wird der ReichSwirtschaftSmini- 6er nicht umhin können. Dem Beschluß DeS Reich-kohlenrates zuzu stimmen, inDcm er gleichzeitig Dafür sorgt. Daß alle Wünsch«, die aus der Erhöhung Der Kohlenpreife entstehen, gekappt werden. Die Entscheidung des Reichsgerichts, wonach daS Verlangen deS Reich-innenministerS von Keudell auf Verbot unb Auflösung DeS Roten Frontkümpferbundes der Roten Warin« u.iD Der Roten Jungs ront mit sämtlichen Ortsgruppen unbegründet ist. wirb in weiten Kreisen große Lleberrafchung. vielleicht Bestürzung Hervorrufen. Die Begründung der Entscheidung soll erst später erfolgen, zunächst ist nur Im Telegrammstil mltgetcUt. daß Der Senat Die Voraussetzung Des 8 129 Des Reichsstras- aesetzbucheS für den ganzen Roten Frvntlämpser- bund und sämtliche Ortsgruppen nicht für er« totefen hält. In Frage lammen nur Einzelverbote für bestimmt« Ortsgruppen oder Dauer, bei Denen jener Beweis vorlicgt. Solche Verbote {heben heute nicht zur Entscheidung des Gerichts. Zur juristischen Beurteilung der Entscheidung. Aussicht ge|teilte Begründung un Wortlaut abtoarten müssen. Vorläufig muß es genügen zu betonen, daß Der § 129 des Stra" gescybucheS .die Teilnahme an einer Verbindung, ux deren Zwecken ober Beschäftigungen gehört, Maßregeln der Verwaltung ober Die Vollziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel »u verhindern ober ju entkräften", jnit Strafe bedroht. Ss würde sich Danach also barum gehandelt haben, sestzustellen. oä Der Rote jrontfämpferbunD in seiner Gesamtheit als eine VerbinDung auszu'assen ist. zu Deren Zwecken »er Beschäftigungen es gehört. Maßregeln Der Verwaltung ober die Vollztehu ig von Gesetzen !wrch ungesetzliche Mittel zu verhindern oder zu schoben haben und mit Den Vorhuten Der SÜbchinesen in ein Gefeckt geraten find. Da man über einen weiteren Vormarsch der Truppen TschiangkaischekS und seiner Verbünbeten nichts mehr hört, scheint es ben Japanern gelungen au sein, rechtzeitig bie Bahnlinien zu besetzen. Den Zufamwcnstößen bars man wohl keine allzu große Bedeutung beimefsen, sosern nicht hinter ihnen eine Aktion der Südchinesen aut Sprengung Der japansschen Kette zu suchen ist. Japan hat aber Den Vorstoß TschiangkaischekS nach Rorden benutzt, um sich wieder in ben Besitz von Tsingtau zu setzen. daS eS 1921 nach Der Washingtoner AbruftungSkommission hatte aufgeben müssen. Vorläufig liegt über Den Vorgängen In Rordchlna noch ein starkes Dunkel. baS sich so rasch nicht aushellen wirb. Da Die Rachrichten, die auS Peking. Ranking oder Tokio kommen, nicht den Anspruch auf Objektivität erbeben können. Tsinanfu, Erbitterte Kümpfe. — Bedrängte Lage der Japaner. Tokio. 4. Mal. (XU.) Da» japanifche Außenministerium veröffentlicht über Den Zwischenfall bei Der Stabt Tsinanfu eine Verlautbarung, In der festgestellt wird, daß japanisch« Staatsbürger von Ehi- nefen angegriffen unb japanifche Patrouillen von chinesischen Solbatcn beschossen worben feien. Fünf japanische Solbaten sollen getötet und 20 schwer verletzt worden fein, jerner werde eine Patrouille mit einem Offizier unb 16 Mann vermißt. Diese» Verhalten der chinesischen Militärbehörden zwinge die Regierung zur Durchführung von Schutzmaßnahmen. Der Ministerpräsident, Baron Tanaka, hatte heute eine Unterredung mit dem Kriegs- Minister. der berichtete, daß er weitere 2 300 Mann nach Tsinanfu entsandt habe. Rach einer Reulermelbung au» Tokio haben Die südchlne- sischen Truppen in Tsinanfu Freitag früh um zwei Uhr den Angriff wieder ausgenommen, indem sie in die japansschen Dcrteibigungilinlen einjnbringen versuchten. Die außerhalb der Stadt wohnenden Japaner und anderen Ausländer sollen ermordet worden fein. Bei der gegenwärtigen tage fei er jedoch schwierig, ihre Zahl anzngeben. Der Kampf habe drei Stunden gedauert und bann gleich erklärt. Daß es Die Entscheidung DeS Reichsgerichtes abtoatten wolle, woran) A-rvor- relft.. ousseiineOt rt nstoffe ■m ,IIe mit Seide edruckt, reine Seide. a denstoft reime I ir ältere Damer..tn ide ende Muster w - .- hine Seide, in viel Farben breit 425 ir Rohseide I 1-B-woUe ................... I *seline von Stoffe gg ite Qualität Seide w I ictte *45 lodeme Sommerge- 4 m v edruckt, 120 embreit itunß............. I I ieline I) ageo ß 8BC .Ausführungen.^« tragen J$ r Besatz JQ 250 an Kultur mit ter Handhabung ihrer natürlichen Minderheitrnrechte durch die Zentralbehörden unzufrieden sind, und das durch eine Massenbewegung zum Ausdruck bringen. Wir haben selbst dergleichen in Elsoh-Lothringen, wie in ter Ostmark und in Schleswig erlebt. Aber mittlerweile hat sich das natürlich« Winterheiten- recht soweit zu einem international anerkannten entwickelt, daß eS mit den Methoden einer zwangswcisen Zentralisierung und Entnationalisierung ter Minderheiten nicht mehr geht. Gerade die Franzosen haben in überragendem Maße an der Schaffung und Auferlegung ter Bestim» mungen eines solchen Winderheitenrechtes andern Mächten gegenüber während ter Pariser FriedenSverhandlunaen m i t g e w i r k t. Und wenn man die Kundgebungen in Elsah-Lvthringen in den Tagen nach dem Waffenstillstand selbst als durchaus echt und unverfälscht ansehen will, und wenn man überzeugt ist, daß die überwiegende Mehrheit ter elsaß-lothringischen Bevölkerung damals eine Rückkehr nach Frankreich begrüßt haben sollte (für die objektiver Urteilenden. die dabei die Röte Elsah-Lothringens in der Kriegszeit in Betracht ziehen, ist daS mindestens zweifelhaft!), so wird man beim besten Willen nicht umhin können, dem alemannr- schen Stamme ter deutsch sprechenden Elsässer die Eigenschaft einer kulturell selbständigen Minderheit gegenüber den Franzosen zuzu- erkennen. Deshalb hat ter Colmarer Prozeß eine wett über die innersranzösischen Angelegenheiten hinausgchrnte Bedeutung. Frankreich ist der am stärksten und längsten z e n t r a l i st i s ch organisierte Staat. Er hat also am wenigsten natürliches Verständnis für die Minderheiten- Bedürfnisse. Aber er hat solche Minderheiten auch schon vor der Einverleibung Elsaß-Lothrin- gens gehabt. Die Korsen, die ein eigenes Italienisch sprechen und schreiben, die Basken, die an der Südwestgrenze eine Einheit mit dem größeren Bevölkerungsteil gleicher Sprach« und Basse in Spanien bilden, die Flamen im Bord- osten Frankreichs. Und selbst die Bretonen, die ja ihre eigene Sprache haben und pflegen und die Provenzalen, die sich mit den Katalanen zu einer ethnischen Familie rechnen, sind im strengsten Sinne Minderheiten. Es ist bez«ichnend, daß unter den 7 Verteidigern der in Colmar Angeklagten ein Korse und ein Dretone sind. Frankreich steht augenblicklich in Colmar selbst vor einem Weltgerichtshof. Und das Urteil, das seine Richter dort fällen werten, wird ein Urteil über sein eigene« Maß von Befähigung zu einer modernen und gerechten Humanitären Regierungsführung sein. Oas besetzte Rheinhessen. Besprechungen mit dem Rßeinministerium. D a r m st a d t, 4. Mai. Die Hessische Amtliche Pressestelle teilt mit: Staatssekretär Schmid vom Reichsministerium für die besetzten Gebiete traf auf Einladung des Staatspräsidenten Adelung am Mittwoch in Bealei- tung des Ministerialdirektors Dr. D i l t y e y und des Oberregierungsrats H a a f« r zu einem Besuch der hessischen Regierung in Darmstadt ein. Die Besprechungen teh indelten zahlreiche laufende Angelegenhe.ten des hessischen besetzten Gebiets, deren Klärung der hessischen Regierung am Herzen lag. ES ergab sich hierbei die Bereitschaft deS Ryeinministeriums. den besonderen SchwieriVeiten des hessischen befetten , Gebiets nach Möglichkeit gerecht zu werden. ®ic Besprechungen bezogen sich u. a. auf folgende Punkt«: Verbreiterung der Rheinbrücke in Mainz, kulturelle Maßnahmen für das besetzte Gebiet, Ordonnanz 64 über die Musterungen für die Besatzungs- Mächte im besetzten Gebiet, die Möglichkeit, für die Wirt-schaft deS besetzten Gebiets Hilfsmaßnahmen zu ergreifen u. a. m. Hessischersetts wurde besonders aus die Tatsache hingewiesen, daß die hessischen Wünsch« auf Beteiligung an den Mitteln des sogenannten Grenzfonds nach den Beschlüssen des Reichstags und ReichS- rats nicht erfüllt worden sind. Wieweit hierfür .ein Ausgleich gefunden werden kann, wird sich auS den weiteren Verhandlungen, die in Berlin zu führen sind, ergeben. Die Verfassungsreform. Die -ludichußdittung der Länderkonscrenz Berlin, 4. Mai. (WTB.) Amtlich, heute vormittag trat im Pfeilersoal des Reichskanzter- hauscs der im Januar von der Länderkonferen; beschlossene Ausschuß für Verfassung»- und verwallungsresorm zu seiner ersten Sitzung zusammen. Den Vorsitz führte infolge Behinderung des auf Erholungsurlaub befindlichen Reichskanzler» Dr. Marx fein Stellvertreter, Rcichsjustizminifter hergt. An der Sitzung nahmen die neun von der Reichsregierung berufenen Mitglieder teil, nämlich: Die Rclchsminister Dr. o. fteubell, Dr. Köhler, Dr. Curllu» und Dr. SchäheI, Rcichsminister a. D. Hamm, die Universttätsprofessoren Geheimräte Dr. Anschütz und Dr. 11 i c p e I, Unterstaatssekretär a. D. Rusch und Reichstagsabgeordneter Dr. Brüning sowie die nenn Ländervertreter, Ministerialdirektor Dr. Brecht (Preußen), Ministerpräsident Dr. Held (Bayern), Ministerialdirektor Dr. p o e h s ch - h e s s- 1er (Sachsen), Staatsminifler Bolz (Württemberg), Gesandter h o n o I d (Baden), Staatsminister Dr. Leutheußer (Thüringen), Staatspräsident Adelung (Hessen), Bürgermeister Dr. Peter- s e n (Hamburg) und Ministerpräsident Deist (Anhalt). Staatsminister a. D. Reichssparkommifsar Saemisch nahm als Generalsachverständiger an der Sitzung teil. Rach kurzen Regrühungsworten erstattete der Reichsminister de» Innern, Dr. von ft c u ö e II, ein Sachreferat über das Arbeit»- Programm, an das sich eine Aussprache an- schloh. Abschließend stellte der Ausschuß al» zunächst zu behandelnde Probleme folgende fest: 1. die Frage de» Verhältnisse» von Reich zu Cantern, insbesondere ter Ausgaben- und Z u - ständigkeitsoerteitung-, 2. die Frage der Heineren und der leistungsschwachen Länder und ter territorialen Flurbereinigung: 3. die sich unbeschadet von Ziffer ein» und zwei ergebenden allgemeinen Fragen ter Verwaltungsreform. Zu Ziffer eins und zwei betraute ter Au»fchnß ten Reichsminister des Innern, den Reichsminister ter Finanzen, Ministerialdirektor Dr. Brecht (Preußen), Ministerpräsident Dr. Held (Bayern), Ministerialdirektor Dr. Poetzsch-Heff'.er (Sachsen) und ten Reichsminister a. D. Hamm mit ter Ausgabe, mit möglichster Beschleunigung, spätestens bis Ende Juni 1928 durch Sammlung von Material und auf andere geeignet erscheinende Meise di »kussion »- reise Unterlagen für die nächste Sitzung des Ausschusses zusammenzustellen. Zn Ziffer drei beauftragte ter Ausschuß den Reichsminister der Finanzen, Ministerialdirektor Dr. Brecht (Preußen), Staatsminifler Dr. Stütze! (Bayern), Staatsminister Dr. Apelt (Sachsen), Staatspräsident Bazille (Württemberg) und Staatspräsident Adelung (Hessen), in Verbindung mit dem Reichsfparkommissar, Staatsm.nlstcr a. D. Saemisch, mit der entsprechenden Aufgabe. Für beide Aufgaben werden die Reichsregierung und die Länderregierungen die Mitarbeit ihrer zuständigen Behörden zur Verfügung stellen. Wie in politischen Kreisen verlautet, hatte die Reichsregierung den Ausschuß für Verfassungsund Verwaltungsresorm jetzt noch einberufen um die Arbeiten nicht in den He ro sr y i n ein zu verzögern, sondern die Zwische.rz.'it bis zur Bildung einer neuen Regierung für die daß die ersten Monate dieses Jahres der Reichsbahn schon eine solche Steigerung der Ein- nahmen gebracht hat, daß allein mit dem Mehrertrag dieser wenigen Monate ein beträchtlicher Teil ter Mehrbelastung für diese- Jahr gebedt wäre Unter diesen Umständen ist man der Ansicht, daß auch die Kohlenpreis- erhöhung. nachdem schon die Erhöhung ter Löhne und Gehälter im Reichsbahnetat untergebracht ist, keine neue Wirtfchastsiage und damit keine Rechtfertigung der Preiserhöhung ge- bracht hat. Oie Kandidaten der Wirischastspariei. Berlin. 4. Mai. (TU.) Auf ter Reichs- liste der Wirtschaftspartei sind u. a. folgende Kandidaten ausgestellt: Hermann Drewitz, Bäclenneister, Parteivorsi^enter, Berlin: Victor Bredt, Universitä's^ro'essor. Marburg: Emil K ö st e r, Präsident des Deutschen GastwirtSver- bandes, Altona: Dr. 2 ö rissen, Führer des rheinischen Haus- und Grundbesitzes, Köln: Fritz Borrmann. Generaldirektor der Edeka, Berlin: Jakob M o l l a t h, Gewerbetreibender, Mitglied der Topezierinnung, Berlin: O. Strauß, Präsident des Verbandes der Gast- und Schankwirte, Berlin: Petz old, Drogist, Vorsitzender des Deutschen Drogisten-Deroandrs, Berlin: Wahlkampf iiüb Gießener Anzeiger Oie Werbearbeit der Parteien für die Reichslagswahl im Verbreitungsgebiet des Gießener Anzeigers Hal eingesetzt. 3m Anzeigenteil ist bereits zu einer Reihe von Wählewersammlungen eingeladen worden. 3e näher der 20. Mal heranrückt, um so eindringlicher werden alte und neue Parteien und Gruppen (Einfluß aus die Wählerschaff zu gewinnen suchen und auch in der Tagespreise ein Wittel sehen zur Herausstellung ihrer seitherigen Leistungen und ihrer Absichten für die Zukunst. Ohne Kamps in Wort und Schrift wird es nicht abgehen. Welche Stellung hat nun der Gießener Anzeiger einzunehmen, und wie kann er seine Pflichten als großes Heimatblatt erfüllen gegenüber feinen Lesern, die sich aus Angehörigen aller Parteien in ziemlich gleichem Ausmaße zusammensetzen? Der Gießener Anzeiger hat als überparteiliche, unabhängige Tageszeitung ein« zutreten für einen sachlich und in guter Form geführten Wahlkampf unter Ausschaltung aller Bestrebungen, die die vorherrschende Zersplitterung im politischen Leben verstärken könnten. Der Gießener Anzeiger hat seine Leserschaft zu unterrichten über die politischen Ziele der pafteien im Wahlkamps durch Veröffentlichung des wesentlichen Zn- haltes der Wahlprogramme aller zentralen Parteileitungen. Der Gießener Anzeiger hat seine Leser auf dem Laufenden zu halten über die örtlichen Wahlversammlungen durch unbeeinflußte Berichterstattung, sowie über die Äußerungen hervorragender politischer Persönlichkeiten. Oer Gießener Anzeiger hat alles zu vermelden, was trennend auf die Volks« genoffen einwirken und das Parteileben noch mehr zerklüsten könnte. Oer Gießener Anzeiger hat sich demgemäß auch in seinem Anzeigenteil zu beschränken aus die sachliche Ankündigung von Wahlversammlungen und sonstige Bekanntgaben der Parteien und Vereinigungen, die lediglich der Unterrichtung über jdrtlichkeit und Zeit dienen. Oer Gießener Anzeiger hat trotz wiftschaftlicher Nachteile Anzeigen und Flugblätter abzulehnen, die sich irgendwie mit anderen Parteien oder den Bestrebungen der eigenen auseinandersehen. Auf diese Weise soll der Leserschast des Gießener Anzeigers ebenso gedient werden wie den Parteien und politischen Vereinigungen. Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers fachlichen Arbeiten bz8 Ausschusses aus- nützen zu können. Von I.tteresi« ist aus drn heutigen Verhandlungen, daß der Reichskanzler darauf verzichtet hat, in politischen Fragen durch seine Stimme den Ausschlag zu g:ben. 2IuWertem wurde vereinbart, daß auch ter Stellvertreter des Reichskanzlers ständiy an den Sitzungen teilnehmen kann, ebenso bie Stellvertreter anderer Minister, um es ihne 1 zu ermögiich.'n, dag sie ständig üter die Fortschritte der Untersuchungen im Bilde sind. Es wird übrigens betont, dasi «3 sich um ein Gremium von Persönlichkeiten handelt, so daß also di« Stellungnahme eines Ministers in diesem Ausschuß keineswegs für sein Resiort bindend ist. Auf der anderen Seite bedeutet aber die Entsendung von Ministern in die hrute neu gebildeten Unlergremien keineswegs, daß nach ter Reub ldu.ig der Regierung nach ten Wahlen dieselben Herren weiter in dieser Funktion bleiben. Vielmehr werten dann ihre Rachsolger aus der neuen Regierung die Ausgabe übernehmen. Wenn in dem amtlichen Bericht über die heutige Sitzung gesagt wird, daß die Länder die Mitarbeit ihrer Behörden zur Verfügung stellen we.drn, so hat das den Sinn, daß auf diese Weise auch die kleineren Länder bei den weiteren Arbeiten beteiligt werden sollen, so daß alle wichtigen und wertvollen Kräfte auSgenutzt werden. Das Reichskabinett gegen eine Erhöhung der Bahntarife Berlin. 5. Mai. Wie wir erfahren, ist in der letzten Kabinettssihung im Zusammenhang mit der Frage ter Kohlen Preiserhöhung anscheinend auch die Stellungnahme des Reichs- verkehrsministers zu den Wünschen ter Reichsbahn auf Tari'erhöhung gestrebt worden. ES ist wohl mit Bestimmtheit zu erwarten, daß noch dieses Kabinett vor ten Wahlen über ten Tarif - erhöhungSantrag ter Reichsbahn eine Entscheidung fällen wird, in der ter Antrag ter Reichsbahn von feilen teS ReichsverkehrS- minifteri eine Ablehnung erfahren dürfte. Auch die Erhöhung ter Kohlenpreise scheint nach Ansicht ter zuständigen Stellen der Regierung kein Grund zur Rechtfertigung ter Eisenbahnpreiserböhung zu sein, da man nur eine Mehrbelastung von rund zehn Millionen Mark für ten Haus Hali der Reichsbahn berechnet hat. Dazu kommt noch. Siegfried. 2. Präsident des Reichsverbandes Deutscher Lichlllitt.heatcrbcsi.er, Berlin: S ch ü- michen, 2. Dor Ulender des ZentralverbandeS Deutscher Hausbejiyervereine, Dresden: Frau Weber, Schneiderobermcisterin, Zever-Olten- burg, Drednow, Vorsitzender des Verbandes deutscher Fleischergesellen. Berlin. Die Liste für ten Preußischen Land- tag beginnt mit den Namen: Ladendorff. Führer des preußischen Äausbesihes, Berlin: Drewitz, Bäckermeister und Parteioorsitzem-er, Berlin: Dannenberg, <,andelsgärtner und Vorstandsmitglied des Verbandes ter Blumengeschäftsinhaber und Handelsgärtner Deutschlands. Berlin: Perschke, Vorsitzender des Reichsverbandes der Lebensmittelhändler. Berlin: C 0 I 0 s s e r. Maurermeister und Architekt, Vorstandsmitglied des deutschen Handwerkerbundes, Berlin: Dr. Rhode, Rechtsanwalt, Frankfurt a. M. Für den 33 Wahlkreis (Hessen-Darmstadt) ist folgende Kandidaten-Liste auigestellt: Dr. Werner Rhode, Rechtsanwalt und Rotar, Frankfurt a. M: Adolf Schmidt, Ä auf mann, Gießen: Zoh. Friedr. R a g e l, Bauunternehmer. Offenbach: 3. D. M e r t e s, Architekt, Weisenau-Mainz: Chr. Steuernagel, Maurermeister, Dad-Rauheim: Oswald Meißner, Buchdruckereibe-itzer. Reu-Zsinburg: Karl Gehres, Schuhmachermeister, Mainz: Willy Ulrich. Kaufmann, Friedberg: Heinz Quillt n g. Steuerberater und Buchsachverständiger, Bieber (Kr. Offenbach): Karl Schäfer, Bildhauer. Langen (Hessen). Oie ,3fatia' am Rande des Eismeers Vadso«, 4. Mai. (WB.) Die ,3ta!ia- [ante te heute vormittag 9,10 Hfcr in Vadso« am Barangcr Fjord. 6ic toucte zuerst Über den Varanger Bergen gesichtet. Si? kam sehr schnell näher und kreuzte zweimal so niedrig über ter Stadt, daß eS aussah, als ob sie landen wolle. Sie ging dann aber wieder höher und nahm Kurs auf den hohen Ankermast. Um 9,10 Uhr ließ sie einen Teil tes Gases auZströmen. war dann Ballast ab und machte unmittelbar darau am Ankermast fest. 3n ter Stadt, wo alles auf ten Beinen ist. wehen zur Begrüßung ter Lu»»schiller d e Flaggen. Da die W tterung-ver- hältnisfe zw schen Vadfoe und Sp tzbergen nicht günstig sind und ei in Green Harbour schneit, wird ter Aufenthalt ter .Italia" hier sich über einen längeren Zeitraum alS berechnet erstrecken. Vielleicht wird cs sich um einige Tage hanteln. Abgesehen von tem letzten Teil ter Fahrt, wo eS schneite und ziemlich stürmte, hatte die .Italia" aus ter Reise gutes Wetter. Tleues Attentat aus einen Gowjetemiffär in Warschau. Ein russischer Emigrant schießt aus den Handeisdclcgicrlcn der Sowjetunion Warschau, 4. Mai. (TU.) heute nachmittag ist auf den Leiter der sowjetrussischen handel»delega- lion in Warschau, Lizarew, von einem russischen Emigranten ein Revolveranschtag verübt worden. Lizarew erhielt einen Slrriischuh an der Hand und Schwellungen am ftop e infolge der lllassplitler. Lizarew begab sich in demselben Auto ofort zum Arzt. Der Anschlag erfolgte in dem Augenblick, als Lizarew in einem os.cnen Auto im Zentrum der Stadt die um diese Zett recht belebte Martzalkowska-Strahe^ kreuzte. Al» das Auto in eine Seitengasse einbog, irttt der Täter an den wagen heran und gab au» nächster Rähe zwei Reootoerschüsse ab. Rach Berichten von Augenzeugen sank Lizarew hinten über und blieb kurze Zeil bewußtlos. Dem Lhauf- cur, der sofort da» Auto anhiell, gelang e» jedoch, ihn bald wieder zum Bewußtsein zu bringen, woraus das Auto in rascher Fahrt In die In der Nähe gelegene Sowjetgesandtschatt fuhr. Nach einer Mitteilung ter Sowictgesandschast soll Lizarew edoch nicht durch die Schüsie, sondern nur durch Gta»sptitter verletzt worden sein. Sofort nach dem Attentat begaben sich Vertreter de» pol- Nischen Außenministerium» In die sowjetrussische Gesandischa t und sprachen namens ter polnischen Regierung ihr Bedauern über da» Attentat au«. Gleichzeitig versicherten sie, daß die polnischen Behörden eine strenge Untersuchung vornehmen und )en Täter mit der ganzen Strenge te» Straf- Gesetzes bestrafen würden. Der Attentäter ist der Mannle Führer ter russischen Emigrantenbewe- gung in polen, Wojcik lyowvti, ein Brütet de» Herausgeber» der fcmigrantenagenlur Ruß- Dreß. Bei seiner Bernehmung wurde festaestelli. daß er au» ftiero ohne Erlaubnis nach polen gekommen ist und sich in polen ohne patz aufgehallen Hal. Er erklärte, daß er da» Attentat elbständig vorbereitet habe, ohne sich mit irgend semand in Derh'nbung zu sttzen und dah seine Tat einen Protest gegen d I e Sowjet- Herrschaft in Ruhland bilden sollte. Brandkatastrophe an der holländisch-deutschen Grenze. Dor einigen Tagen ist in den Veit ausgedehnt n Mooren der osthollandllchen Provinz D r e n t h e em Brand auSgebrochen, der allmählich infolge ter parfen winde eine autzer- ordentliche Ausdehnung annahm. Ter Brand entstand augenscheinlich in dem bei der Ortschaft Borger gelegenen Moor und breitete sich von dort au» schnell auf die angrenzenden Moore au», so datz zur Zeit ein große» Gebiet, da» ungefähr zwischen den Städten Assen und Emmen und dem an die Provinz Groningen und die dcutsche Grcnee anstoßenden Teile der Provinz Drenlhe liegt, in Mitleidenschaft gezogen ist. Bach den letzten au» ten betroffenen Gebieten vorliegenden Bachrichlcn haben die Brände den Eharakter einet Katastrophe angenommen. An verschiedenen Stellen ausgetretene Wirbelwinde haben die Brandherde schnell nach allen Bichlungen auvge- dehnt. Line ganze Anzahl von vrlschaslcn Ist von den Flammen umringt, und zahlreiche Häuser sind vom Feuer ergriffen worden. Am schlimmsten ist die Lage in den Ortschaften Pla- jienaoeen und Lmmcnersscheiterveen, wo zahlreiche Häuser in Jlammen stehen. D'e Lage läßt sich jeöodi noch nicht übersehen, weil die Ortschaften in dichte Rauchwolken einge- hüllt sind- In ten Kanälen wurden zahlreiche Schiffe, die von tem Feuer bedroht wurden, unter Wasser gesetzt. Der Minister de» Innern hat sich In die Provinz Drenlhe begeben. Die In der Umgebung der Stadl Emmen wütenden Moorbrände haben heule nachmittag eine solche hefligkeit angenommen, daß nunmehr etwa 1 0 0 0 Häuser vom Feuer bedroht sind. Die über der Stadl lagernden Rauchwolken sind so dicht, daß man sich In eine Sonnenslnster- n I» versetzt denken könnte. Die Bevölkerung hak ihre Wohnungen auf einer rn hrere Kilometer langen Strecke verkästen. Fünf Arbeiter, die in tem brennenden Moor arbeiteten, werden vermißt. Infolge der starken Rauchenlwickiung ist e» unmöglich, Nachforschungen nach ihnen anzustcllen. Bei der großen Ausdehnung te» Brande» sind Löschverfuche so gut wie ausstchtclo«. Man erwartet, datz ter Brand erst bei Windstille oder bei Eintritt von Regenwetter bezwungen werden kann. Oer sozialdemokratische Wahlvorschlag. Berlin. 4. Mai. (Wolll.) $i« aus Mitgliedern des Part.'ivorstanLeS und des Partei- ausschusses ter Sozialdemokratischen Partei zusammengesetzte Kommistion hat für bie Wahlen »um Reichstag den Reichswahlvorschlag ausgestellt. An den ersten Stellen stehen Hermann Müller-Franken, Otto Wels, Arthur E r i f p i c n . Rudolf Hilferbi na. 3m Wahlvorschlag der Sozialdemokratischen Partei für den preußischen Landtag stehen an der Spitze Otto Braun, Karl S e v e r i n g , Albert G r z e • finfIL Aus aller Wett. Die Weltkonferenz der Pfadfinder. vom 6. bis 18. Mai wird in Budapest und in Parad die Welttagung der Pfadfinder ftattfmben. Das Oberhaupt der Pfadfinder, der englische General Sir Robert Baden-Powel ist au» 5B.cn in Begleitung oon Pfadfinderinnen in Budapest eingetroffen. An ter Tagung werden Pfadfinder aus Südafrika, den Bereinigten Staaten von Amerika, Oesterreich, Belgien, der Tschechoslowakei, Dänemark, Aegypten, Frankreich, Indien, Irland, Kanada, Jugoslawien, Litauen, Luxemburg, China. Deutschland, Norwegen und Palästina, ten- nehmen. »ätten tisch fl« -Wllen t red au-r rininnflt ®< geben« wenn Id habe ich Auch verschv) Jogclsb wunden vundrrb Dal-, < Abrech'l ten W Lafalvio Auch b alle fiaui ten alten ter sind dir getobt '■ und ßecl mäßige1 tagg, nx durch bi HiLe lass jian । ter 6in( duhtfüg küntz'.ichr noii tem Leitet dir Im hingen ten Hrc leerten. Lri-k f IcM (t teijen. d txtetm Bit stngrn-, hr-rn , „Tenn jfenfl 1 V* ton ' »AI -tenen '-rn gro SU» täfritn S- .. Luten Delch J u> W ^aen öv 2atttniaU tote ®fl! viele Di lärcn $ Ich M lailfl; -1 UngejitK1 Darum Sonn, Uhr. - 5.12 Uhr 1757: Oefterreh Masimili ter Bo!ai -W: in Berlin Äfmmtrii Munter Horten. Bonner Ul)r. ' 5 Uhr. 1833:6 bürg geb, ytttnaei ^eltr T\ ter bek *kHles a «t c teitw BE !oi«"fdn„ S8®Ä! Lttrg'Z -m Jo»,'W« b« > .ft lk‘s'4 * M> » ver chgss. Kftig äät,« b-° rL:^ sütsfi VS m* tilUnlal aut . L,^ ble PaloildHn Bt- Mutung oomtljmtn ent J“ Strenge de, siüS- Jyihntäln Ifl bet fuffifdxn (Emigrantenbroe- iecporoiti, em dniber kmlgranlenagenlar Rui Wng wurde leffgeM Erlaubnis nach Polen «. Mn ohne pah aatze. rle, dah a bat Attentat zeltet habe, ohne |l» zrh’nbunq |^tn. unb lo? efl gegen bie $oe|tf mb bilden foUle. strophe an mischen 0wjt. A ist in de» k.i 4* er oslholiandil^i nb auögedtt^ kt ili« rfen IDinbedne anhtt- Idrhllunz anaahn. iy cheinlich In dem bei ber Ort- Moor und breitete sich m ? angttnjtnbfn Ifloort aut oßes töfblcl, tat -ngeiähr ll'cn unb (Emmen unb bctu m unb die beurt^e Ptov^ T)xeW N**1 ^.•n^btnW^tnfluito norrteynbtn IlachiiWt den Lharotter ei»et rnommen. iln verschrdrm Ölrbelwinbe haben m .ach allen Hid)lungen anH< nahl von Ottilien st «• umringt, unb zahlte^ icr «grilfeo »atben. B« aqe in den 0rl,cha|lti> W enerlid’elben.een mo i0^ a stammen stehen, ve not e BanchwoUen einge i ftanälen bem Teuer bebrot)! mutxt «Uht Der Minister bet **2 im der Stadt fimmen m- fjaben beule nachmM" ffl \ itauchwosten st^ I* Äsanlenf^er- t-fesss harten jungen ^'%flnbet H nsbeEjnung (rwift. "lküuELbe'r'» Getier beengen ff ai Df^a^ Uff“"1, u »0»°'!^ toi ®iri> »* 100" “mui® ”=1,1«* !? •&»*** jaldeuiüffo# steftrsf *rt Aus der Pwvinzialhaupifiadi. I Sieber», den 5. Ma« 1925 Oie Hecke. Denn ich euren großen Garten hätte ^irm pffanzte ich ringsum eine Hecke. Deitz- und Schwarzdorn. filieber. Haselnuss«. Tannen, wilde Roten und viele andere Lüsche würden so dicht gesetzt, datz niemand hindurch tonnte. Denn auch von Zeit zu Zeit ein Huhn meine« Hach- bars in meinen Garten käme.fo träte da- lein Unglück. Selbst böte Duden dürsten manchmal garn unten durchkriechen. Auch daS wäre kein Unglück. Ich wüßte dann, datz eS auch noch richtige Jungen gibt, die sich nicht vor zerrissenen Hosen fürchten. Außerdem hätte ich ja einen großen Garten, und da wäre der kleine Raub schon zu ertragen. Hur meine Dlu m« n müßten geschont werden- aber bekanntlich haben ja Duden dafür kein Interesse. Delch stolzen, wohlhabenden Anblick böte eben im Srübling so eine breite, gut gepflegte Hecke! Gegen Diele lebendige Grenze kämen weder ein Lattenzaun, noch em Draytgltter. noch kalte, tote Mauern aus. In der Hecke fänden viele, viele Döael ihren Anterschlupf. ihre Hefter wären gesichert vor Katzen und Raubvögeln. Ich hätte aber eine klingende Miete: Sen Gesang Unb im Garten vertilgten sie mix das Ungeziefer Darum sieht man so selten Hecken um den D ä r t e nt Liegt eS daran, daß wir au praktisch geworden sind, daß vir zu viel rechnens Dollen wir nicht jedes Fleckchen unseres ©arten« ausnutzens Holl nicht auch Licht und Därme einbringen? Ist da der Drahtzaun nicht da« Gegebene? Und doch nähme ich eine Hecke, wenn ich einen großen Garten hättet Leider habe ich ihn noch nicht. Auch draußen in den Feldern sind viele Hecken verschwunden. Man muß schon hinaus in den DogclSberg wenn man die grünen Grenzen bewundern will. 3a. d a sind sie noch. Da führen wunderbare Dege auf der einen Seite ter Dald. auf der andern die £t *e. Und welche Abwechslung bringen die Sträucher drüben an den Abhängen in die Landschaft. Cinmal trockene Dasaltmauern dann wieder lebendig« Zäune. Auch bei un- waren früher mehr Hecken. Fast alle HauSgärten hatten sie. und forscht man in den alten Flurnamen, bann heißt e« ost: »An der Hecke". ..Unter der Hecke" usw. 3m Felde sind die Aecker xulammengelcgt worden. Schnurgerade Dege, schnurgerade Furchen. Abhänge und Hecken sind verschwunden, eine große, gleichmäßige Cbcne breitet sich au«. Geht man Sonntag«. wenn kein Landwirt an seiner Arbeit ist. durch da« Feld, dann ist eS still, ja öde. Die Singvögel sind verschwunden. Hur drückende Hitze lastet auf dem Land. Man hat bald erkannt, daß da« Ausbleiben der Singvögel auf da- Fehlen der Hecken xu- rückxuführen ist. und hat an den Krei«strayen künstliche Hecken neu angelegt. Sie sehen me.ft noch ärmlich auS. Auch müßten eS viel mehr fein. Leider gibt eS immer noch fchlimme Düben, die Im Frühjahr daS dürre DraS an den Abhängen anzünden und dabei auch oft die schönsten Hecken vernichten. Da« müßte hart bestraft werden. Denn aber irgendwo auf nutzlosem Lande sich Brombeeren und wilde Rosen von selbst enisbreitrn. da lass« man diese Düsche stehen, denn sie schützen unsere Singvögel, unb erfreuen unser Auge da« ganz« Iahr. Dir können Im Frühling mit Freiligrath fingen: „Hun werden grün die Drombeer- Hecken ..und im Sommer da« bekannt« Lied: „Denn am Dulde die Heckenrosen blüh'n ..." M. Daten für Lonnkag. C» Mai Sonnenaufgang 4.24 Uhr, Sonnenuntergang 19.22 Uhr. — Mondausgang 21 24 Uhr. Monduntergang 5.12 Uhr. 1757: Friedrich der Große siegt bei Prag über die vesterreicher: — 1758: der französische Revolutionär Maximilian Robespierre In Arras geboren, — 1856. der Polarforscher Robert Peary In Cresson geboren; — 1859. der Raturforscher Alexander van Humboldt in ‘Berlin gestorben; — 1876: der Echristfteller Max Remmerid) in Koblenz geboren, — 1926 der Agrl tulturchemiker Franz von Soxhtet in München geworben. Daten für Montag, 7. Mai Sonnenaufgang 4 22 Uhr: Sonnenuntergang 19.23 Uhr — Mondaufgang 22 31 Uhr, Monduntergang 5.38 Uhr. 1833: der Komponist Johannes Brahms in Hamburg geboren; — 1835: der Dichter Albert Moser in Döttingen geboren. — 1840 der russische Komponist Peter Tschaikowsky in Wotkinsk geboren; — 1879: der belgische Schriftsteller dharles de Coster in Ixelle» gestorben (9ief,encr Vochcnmarktpreise. G« kosteten auf dem hrutigea Wochm-narkt daS Pfund Duttrr 1«? brS 20J. Matte 3D bl« 35. Ääf« 60 bi» 140. Wirsing 35 bi« 45. Weißkraut 25 bis 33. Hotkraut 40 bi« 53. arlbe Hüben 33 bi» 50. rote Hüben 15 bi« 20. Spinat 25. Ttbmifchkohl 20. Spargel 103 bl« HO. Unter- Kohlrabi 10 bi» 20. Felßsa'at 120. Zwiebeln 25 bi» 30 Schwarzwurzen 60 bi« 90. Ahalarber 20 bi» 30. Äartoiteln 4 bU 5. Aepiei 12 bis 25. Dörrobst 20. Suppenhüh er 103 bi.« 120. da« Stück Sier 10 bi« 12. Blumenkohl 63 bl« ISO. Salat 15 bi» 35. Salatgurken 93 bi» 103. Liuch 5 b'.S 25 Sellerie 23 bi» 130; da« Bund Äo- dtetzchen 10 bi» 25 Pfennig. Bolnotizen. — TageSkalendet für C a m 61 a g Deutfchnaiionale Dolklpartei: 8,15 Ahr C-asö Leib Wahlversammlung Redner: General von Preu- fchen. — Mandolinen-- und Gllarrcnveriin .Hea- polita* Dießen: Großer MandoNnenweltstreit; 3 Ahr Zestkommer«. - Gießener Hubetgefell- schäft 9 älhr Generalversammlung. — Gießener Ruderklub: Mitgliederoer'ammlung 8.33 Uhr. — Herein vertriebener Slfaß-Lothringer: WonalS- versammlung 8.15 ckldr im Hotel Köhler — Freiwillige Feuerwehr MonatSversammlung. abend» 8.30 Uhr — Leibdragoner: Versammlung. 8.30 Übt HereinSlolal. - LichtlplelhauS Dahn- hofstraße. Der Orlow. - Astorio-Lichlsviele: Tie Tochter de« Kunstreiter». Die Verdorbenen. — — Tageskalender für Sonntag. Gesellschaft Liebig-Museum: Horm. 11.15 Ußr im Clcbigmufeum Vortrag von Professor Dr. Sommer. — Oberhessischer Kunftverein: Ausstellung von Denialden Münchener Künstler, vorm. 11 bl» 1 älhr nachm. 3 bl« 5 Ahr. — Mandolinen- und Gltarrenvercin .Hcapolita" Gießen; Großer Mandolinenwettstreit in der VolkLhalle. Vorm. 9 Ahr Beginn de« Dett- streite». Hachm 3 Ahr Spiel um die Ehrenpreise. — Die Wanderer: nachm. 2 Ahr Anfahren. Vorm 8 Ahr. SchützenhauS: Vereins- rennen. — Lichtspielhaus Dahnbosstraße: Der Orlow. — Astoria-Lichtlpiele: Die Tochter deS KunstreiterS. Die Verdorbenen. — DeutscherBundsürchristlicheeoan- gellsche Erziehu n g. Montagabend im Johan- nessaat Familienabend. Nähere» in der heutigen Anzeige. — Deutschnationale DolkSpartei. Man schreibt un«: E» sei nochmals auf die heute a'xnb 8*/* Ahr Un Lafä Leib ftaltiinbenöe Versammlung hingewiefen. In der General von P r e u s ch e n über die kommende HelchSiagS- wähl spricht. •• Malenblasen. Dei dem heutigen Maienblasen. das im Anschluß an daS Einläuten deS Sonntag- um 7.10 Ahr nachm. stattfindet, gelangen xum Vortrag: 1. Lobe den Herren, o meine Seele! 2. Die Motette .Preis und Anbetung." 3. Geh au«, mein Herz, und suche Freud in dieser Heben Gornmeraelt — Dei dieser Gelegenheit möchten wir in Drantwortuna von Anfragen au« unserem Leserkreise daraus binweisen, Daß Spenden zur Förderung dl.'ser oantenswerten Einrichtung an AmtSgerichtSrat DroS. An der IopanniSNrche 4, zu richten find. •• Falsche Fünfmarkstücke. In der letzten Zett tauchen wieder Fälschungen von Füns- markftücken auf. die jedoch leicht an Ihrer plumpen und unsauberen Ausführung zu erkennen sind. Anstatt auS Silber sind die Falsifikate au« Messing im Dußversahren ßergeftcLt, während die echten Stücke g'prägt sind. AuS diesem Grund« sind auch die Konturen der Zeichnung und der Antergrund nicht glatt und glänzend, sondern verwi cht und leicht granuliert. An manchen Stücken sind sogar einzelne Gußbla en noch sestzustellen. Der Hand ist unsauber beteilt, die "Riffelung nachträglich mit einem Meißel unregelmäßig cingeschlagen. Tie Falschstücke sind nut leicht versilbert, so daß sie bald abgegriffen sind und bann da« gelbe Gußmetack durchscheinen lassen. •• Oberhesslscher Kunstverein. Die Ausstellung, die morgen. Sonntag. 6. Mai. vormittags 11 Ahr. im Turmhaus am Drardplatz neu eröffnet wird, ist eine Veranstaltung de« .AuSstellerverbanhe« Münchener Künstler". Detciligt find 33 ang fehene Münchener Meist er mit 62 Werken größeren und kleineren Formate, darunter insbesondere ein gro'te« Landscha tSgemälde von Richard Kaiser Da die erst kürzlich neu zus an mengest eilte Kollektion auf Ißrer Ru.d: durch größere Städte Dcutschla. dS bereit« Gude de« Monat- nach Stuttgart weitergela d: werden muß, also nur kurze Zeit zur Schau gebracht werden kann, so sei ein baldiger Desuch dieser besonders reichhaltigen Ausstellung wann empfohlen. Sie ist wieder Sonntag«. Montag-. Mittwochs und Wettervoraussage. 3m "Bereich kontinentaler Luftwaffen hielt in ganz Deutschland daS heitere und trockene Wetter an. Die Temperaturen find In der vergangenen Rächt In unserem Gebiet noch etwa« weiter xurüdgegangen. Im östlichen Deutschland setzte dagegen geringer Temperaturanstieg ein. Wenn auch drr Luftdruck ansteigt und zur Zeit noch aus dem Osten kommende Winde vorherrschen. Io sind schwache StörungSbildungen nicht ausgeschlossen. die später etwa- Dewölkung aufkommen lassen. Wettervoraussage für Sonntag: Heiter, zeitweise etwa- bewölkt, weitere (3t- wärmung. trocken. WltterungSauSsichten für Montag: Hu'er auf kommender Gewitterneigung wenig Aenderung deS herrschenden WitterungS- charalterS. tiufUcmperaturrn am 4. Mai: mittags 18,5 Grad Celsius, abends 12,4 Grad Celsius, am 5. Mai: mor- Freitag» von 11 bi» 1 Ahr Mittwoch» auch von 3 b S 5 Ahr gebffneL *g M gMttMn e»rUfrrwrtU> iMtrnunta un«in • • • SCfioxle., YA&U1& däß Sie nicht mal versuchen, Ihren Bohnenkaffee rnit Kathreiners Malzkaffee zu mischen. . Sie wurden - wie viele vorher unbelehrbare Bohnenkaffectrinker-----bald auf den Geschmack kommen und schließlich sogar nur noch Kathreiner „rein" trinken. Äann bleiben Sie gesund und sparen, denn Künstliche Augen P. Ad. KUler SSiine, VVirsbndnn. Ah I Tlal Filiale k-'rnnklai t 1. Wessritra»« 41, Este Tiniisilral«. AnirriiguiiK nach Nmur und Musu-r. SprechBiundeu von 10 bi» 4 Unr. Sonn- und Felertelffo au*Keno nrnen. Piarrer Heumanns Heilmittel itett votrltlg in der NirderUge Hirsch-Apotheke Oießen, Frukfurter Straße Nr. 4 Das Pfarrer Heamann-Bach 272 Seiten. ISO Abb Idunren, er» hiil jeder Leier volletlndl< umeonet und portofrei von Ludwig Meumann 6 Co- Nürnberg M 613. I2ID S Modehaus alomon Auswahl 467ta Autolinie QieBen-trumbaiti Fr ankenbacb Kioisr - f.Bd. Gaitenmöbel • Verkehren nur Mittwochs und Samstags. Ä t-ZlMtt-MSMS 'aa'.'«oiddilch..fo>v. mil imh mit Küche unb Bad per L 6. ober später 3566 -fcaffia-'ot.vbab.bei tteter €±epu, y.inbe»öToöutte Saun (Kr. Gle3ea). zu den billigen Originalpretsen In reichhaltiger A. Barmanc In Ltibere Hof 9 p. besonders Friedhof - Bänke. Sessel etc. Edgar Borrmann • (Ziehen Für das ganze Leben eines Menschen ist es von grundlegender Bedeutung, wie er im ersten Kindeeatter gebettet wird. Abfahrt in Gießen: Hammstraße, bei Gastwirt Sieck. Abfahrt in Frankenbach: An der Dünsberg-Haltestelle. Autovcrmietong Ernst Walldorf 1., Telephon 988. Gießen........... „ 8.00 Gießen............ 17 J0 • Verkehren bestimmt xu mieten «etocht. DringlichkeitSschein Dotbanbrn. Schrtftl. Angeboi« um. (0583 an den Gtetzener Lnzelger erbeten. KINDERWAGEN und KLAPPWAGEN sind nach dem maßgeblichen Urteil von Millionen Müttern für die gesunde Entwicklung eines Kindes das zweckmä3 gste Geführt Hüten Sie s»ch vor dem Ankauf minderwertiger Nachahmungen, die Sie nur enttäuschen. Reiche Auswahl in vielen Modellen finden Sie bei BERTHOLD KÜHNE, Seltersweg 26 3M3D Familienbad Die Anstalt Ist eröffnet xmtd Den verehrten Einwohnern von C leben und Umgegend hierdurch zur gelälligeo Kenntnis, daß Ich mich mit heutigem Tage als Privat-Mnsiklehrer für Laute-, Gitarre-u Mandollnen-Unter-' richt niedergelassen habe. Anmeldung zu jeder Zeit Um regen Zuspruch bittet SAWMM erhoffen Fachleute sowie Herren jeden Standes durch Uebernahme einer Vertretung des Allgemeinen Vereins für Grt>> undZeuerbe- staitung e. 53., Berlin C 2, Breiiestraße 25 bei höchster preoifion evtl, fester Anstellung. Angebote an die Äezirksdirektion LdUN Verkäufe | Dr. Unblutigs Erlebnisse toftitttuni folgt I Aufheben I Kaufgesuche"] WeiDlii* Jlun bin ich über lOOHahre alt derlei gesucht. 03589 Gesucht ein Verschiedenes! mit Michels Wacholderextrakt tf. Vetter, StatfcraUee 15. über 20 JnorciL tn flroücr Auswahl. Wichen Aller wen 3. Vertreter sucht P. Hollier, Er • slaaA.488 jeder, derd. Zerkaut nt Slriitcl anPrivateuber- lnmmt.AuchatS Nebcnbelchäsig. BndollKlSekner Erbach.'iveftrro. ÜUbl. Zimmer im Zentrum d'. Stadt fofort gesucht. Schr. Angeb. mit. 03546 an den <6. Anz. erbeten. V. Rinn,Schreineret Heuckeldeim. H. Mitblick, IVaflnermcnter. Damen unö 9enen d. INI erk.an Prt- vaikunbich. Erfahr bab, z.Lerir. bei. Krlnter-Tee’i ges lOOiOJÄnnb.DOib. IXtnarb. drch. uns. 2lnqeb.exb.an Jox. Heller, Leipzig 80, SHatnctür. 5. «u* tUeifnncd sauberes Küchenmädchen für 15. Mat o. IJuni Wir jucken noch an einigen Platzen unter günstigen Bedingungen M Mk. dtc Wocke u. inebr verdient jeder, d. d.Bertr. mein, wetlerlest. Schilder übern. 8V O. Siebrecht, Därmen. Rechner Schnur«. Tors Will. Bunt sosortigen Eintritt werden sür Freileitungen u. OrtSnetzbaulen tüchtige, selbständige Monteure gesucht. Schrisiltche Angebote unter 4552V an den Gien. Anz. Wer erteilt «rundlichen franz. Sprachunterricht? Schrifli. Angebote mit Preis unt. 03560 an den Gteh. Arn. Schreiner- lehrling von 18-20 fahren zur Urlaubs » Per- iretung, evtl. füt dauernd für Hausarbeit und Hilie bei brr 2üäf(6e. Perfönl. Vorstellung erw. 3onannlier - firanfrn- hm nieoei-ffleiffl bei Butzbach. 4641V Kl. möbl. 3-mmer blüh an berufotat. Herrn z. oeriu. Bleich,tr. 9 II 2 615 3 jüngere iWige Zuchteber vered. öandschwein 1. Sliafie. von der Vanöiu.«Kammer au? Hannover eingelilbrt zu öertanlcn ob. auf abgängigen zu Der- zu vermieten 4675D Rodheimer Stroke 41. Sonntag, 0. Mai. Familien - Ausflug zum Hangelstciu. Treffpunkt und Ab- fabtt ucrtlmo Sonntag mittag 2 Ubr Steinitrabe 84. ,yu,t Gießener frei®. Feuenvehr. Montag, 7. Mai, abends 8 Ubr: Haupt-Liebling, Voll». Ersch. etlor- derl. Unis. Arbeit-- bl-fe. Helm. 4633V TaS Kommando. Wagnerlehrling Suche zum sofortigen Eintritt ein Fräulein als Hütte aus guter tyaiivlic. Selbige nnm die Hausfrau vertreten können und überall mit tätiq fein. Es wollen fich Damen melden, die schon einen solchen Posten inne batten, ftami- Uenaiischlun- Offerte mit Bild ii. Gehalts- anivr. eibcicn an Hotel Den,scheiHano Alsfeld. O.-H. Inh.: Hermann Sc" mall. Junges Ehepaar, feitbefoidc er Be- Laden für I.Juni ob. spater zu vermieten 03600 Vtömarckitr. 10. Photo- 2Reifcfamcro 13X18, mit Stativ. 3Dopoelk.xssett., Lot. Laak Normal. Polo- lyt sür 6,8 biüig zu verlau'en. t>. Zimmer, Photo-Zentrale Krcuzvlatz 1. ["3587 Stühle i werden geflochten <9r. Steioweg 3 L NbU. 500ccm„ ge- neralnberh., garani. gut. VäuL m. komol. AuSrüst. svonb, auch geg.Tetlzahl. z. verk. Emil Althoft, Auto-^lcht-Zentrale Hießen, Sol t er iwg.13. Laden für Vebeni'miitel- u. .»eintoftbranche an verkehrsreicher 2age foiori oder fvater gesucht. SchriitUche Angeb. unter 03545 an den Gleiten. Anz. Wir suchen für unser kaufmännilckeö Bureau tu Wetzlar einen Central-Drogerie Schulsrr. Heute Abend 21 Ujr Zusammen' kniiit bei Bö», RmleraQee. OOO Klavier an Privat zu vermieten sowie gras;. 2liir. ßleiöerltUiünl zu verkanten. Bleichftrahe 2 II. Umtausch aller Res erklingen Näheres aurch Wnto - Wen, Saline. Intelligenter ©fitlaerlflirllno gesucht. Wo? sagt die GefchaslSfi. des Gteff. Anz. 03549 Oekonomie- wagen unter zweien die Wahl, zu veik. '*“♦ Hermann Stein, Metzgerei Lick. fVernlutedier 140. Ein amllenhaos 8 Zim^ Bud, Küche ii. aroh. Garten bei 801.0 Mk. Anzahl, zu i erfaufen u. gegen Tausch schöne 4—5- Zini.'Wobn. be debb. Nähere- durch 0:0,1 5diaum,jnQer&5ohn, ViidroiaitTane 3". Montag, 7. Mat. abend--'/, Uhr. An- tteien 8'. Uhr- 1-hWl-MlM Anzug: Arbeit.'rock und Helm. 4619D DaS Kommando. 3 Bienenroobauny. 1 MlgWeMr biüig abzugeben. A. Müller. Alten1 Buiect, 'M») Sicingasse 14. nicht unter 18 3b für kleinen HanSbalt znm 1». Mai nach »Vranffuri a. M. gesucht. Zu ertrag, in rkang-GönS, Nieverholen 4. ’**n QrdentlickeS Mädchen für kleinen 'Bnoat- Haushalt gesucht. Bo zuft. zw. 2u.3U. Näheres i. d. Gelchst. d Gien. Anz. (-3512 Bestimmt au haben bei: 2?. Klidinger. 9lut6L Drogerie. St. Seibel, Drogerie. Frankfurter Strafte, Drogerie Wtntei- boff. d* (tirunbero: E. Schott, Drogerie. 721 Einen SAelllkkgkselleii und einen £eötiing Junge Dame nut ^yzeumSreife, Höhere HandeiS- schulb'.lbung, beroan- deitinSieuographie u. Schreibmafchiue, sucht vaffenbc Stellung. Schriftliche Angeb. linier 03473 an d. Gien.Anz. erb Wärterin zum 16. Mai gesucht. Provinzial- Pflegeanstalt Licker Str. 74. 4MäD in gut elnaefübrie Kolonialwaren- und Futterkalktouren geg. hohe Proviflon gesucht. Schrtftl. Angeb. unt. 46631) an den Gien. Anzeiger erbeten. MHcta welches in Cteno- gravdie und Ma- fckineusckreibcnbe» roanbert Ist. sucht Stellung. Schr. Angebote unt. 03219 a.d.G,en. Anz. la Gartenerde abzugeben. Auf Wunsch Ansuhr. Gebrüder Kahl. Tel. 87. !,h»D verkaufe Umhaube halber sieben gute Bleraittt auch einzeln. Näh. Cuvcnrob, sicher QrdentlicheS Mädchen gegen guten Lohn gesucht (8548 Plockllrake 9, im Vabcn. Bimsöteien (Btisöieien Sius maimotifinzni potliüLÖieineiit iSundikatsmarkeni Bauiciiall bette Qualitäten u. biütnft ab Vaaer; oro.uvte Anfuur tret Vcrwendungsftelle. Gebe. Kahl Tele-hon 87 434-D schwarz mit b aun iHündinla.d.Naiurn -Here' bor., entlauf. Wteberbr.eib.Beloh» nung.PorAnkf.nrge- tuarnt. J. tebene-, Gl-Ben, Schalstr. 11 iStabtvont. (03546 Alte leiitunussäh. Tcigwareuiabr.k inckt für GJie.cn u d weitere Umgebung einen tüchtigen 4620V SeviveLev welcher regelmänig bie einschlägige Kundschaft besucht. Angcb. m. ?Hefer. erb. unt. 8 P 1090 an die Jnvalideu- dank-Ann.-^rved. Stuttgart. und noch ältere, bat lausend abzugeben Hofgut Winnerod IKreiS Giehenl Tel. Gr.-Buseck 57. -»U Auto-Neeh 1790. Gröger Laden drei Schaufenfler, in Hauvtverkehrsstr^ Mittelpunkt d.Stadt, für 1. Juli zu v.rm. Näheres In der Geschäftsstelle d. Gteh. Anzeigers. 035.5- Eins güle Existenz gründen Sie sich ohne Kapital, abei mit 51113 u.Encrg o bei llcbcinabme meiner Vertretung HolzroKo u. Jaoisien Tüchtige Berireter b.höchster'45100. u. aiinit. Bed. tos. ges. Bcw. n. d. Br. bevorzugt. 9teiuehl„ retchh., nnübertr. Musterkoll. franko geg. franko. 4M7ss Fritz UM« llofxölcnaa Bezirk BreSlau. Gszkals Pflicht der Aufgeber v. Stell en- angeboten Ift U.ble ein- geganflenJSetocrbur.gel» unterlagen (3tugni|Je, Zeugnisabschrift.. Lichtbilder u.bgl.) Ichnellsims »urüchzus. Oie Stellung- suchenden sind bantbar bafür, wenn man ihre Zemübunaen jur Erlangung ein. geeigneten Tätigten auf diese Weise unlersiäht und sind auf diese scibsiversiändliche pflicht auch angewiesen. Gketzenev Anzeisev LNavgavine Zur Erricht, von PerteilnngSftcllcn mit selbständigen WirknngSkreis zuverlässige Personen gesucht. Eriabrenc Persönlickk. Kinnen dadnrck (5 nfommen n. Ilmlatte wesentlich erhöbet«. Sicherheit mirbt bar) muh gestellt werben können. Ha-nharger P.lansenbniter-Ges.m.b. ß. Bamhnrn 8.Ang. find z. rtch en an d. BeUrksl.: Ant. Stand r, Frankfurta. H.-Hledorrad, Waldstr.4J.*V sucht *. 15. 5. ob. 1. 6. 2 ZWM mit Küche in nur gitiem Hause. Schr.Anaev. unter 03554 a. d. Gteh. Anz. Auswärts ou^t6 i Ausklärende Broschüre gratis durch Erd'nann & Co., Berlin. Kleinbeerenstr.26 Wer bc uckt Picrverleger, Mincral- toaffer-Sobrifcn und Branereieu? Eingef. Seviveiev kauf von Gummlwaren, wie Flaicheufcheiben nt'w. gesucht. Augeboie unter H. D. 139 an Ala- Haaseusttln & Voller, Hannover. 462l A. hmmei 3Q laofen gefndjt Gebrüder Nicolaus, Am nahnmgsöetg 2. beste Qualität za billigem Preis C.Rübsamen,Gießen Vereine | Volks- l Hochschule Morren Sonntag Beginn oesKnrie- Die Pflanzen der Heimat l.AnSflug. Abmarsch 1 Ubr Tlorb. ?tr.- WteselkerWeg Rück kehr aegen 12 Uhr. 200 Mk. kurzfristig, gegen In Sicherheit v. Selbst- qcber gesucht. Schr. An geb. unt. 03593 an den Gteh- Anzeiger. a.b.NodHeimer S«r- mit 78 Tafel - Cbii- bäumen, als Aeosel. Sorniuer-. Herbst- il Win erbtrnen. Ktr» scheu. Mtrabeüen, veischiedene mitten Pflaumen, ßrub- u. Lvätzwetschen. .ferner dobannio-, Stachel- unb Htmbcer- sträuchernebftBrun' neu n. Gartenhausz. vervachien cod. zu verkauf. Schr. Ang. it. 03605 a. d. G Anz. Drellähr^ Deutsche Schälerhündifl mit eingetr. Stammbaum. zu verk. Bod einer Str. 83. MNger. Hottet WM f. sofort gesucht, Gail SIMM Möbelfabrik. Gehilfe perfekt in Steno- giavdie u. Schielb- maschtne, znm 1. 6. aut Anwaltsbüro gesucht. Schr. Angeb. mit Gehaltoansprü- eben unter 03547 an den Gteh. Anzeiger. Gut erhaltener Kindefwagen 30 Mk- »u verk. WaUtorftrakk 63, Ärbeüer f. unsere TiensleSunsähi iketiS- iPenftonS- iaU-l Berficherung, Erlebens- u. TvdesfaO- Berftcherung, Kniberversichernna. Es rooüen sich rui solche Herren meiden.denen daran gelegen tit, sich eine Existenz oder dauernden 'Jiebenüerbicnft zu schaffen. Geslg. Zuschriften etbeien unter 46-9u an den Gtenener Anzeiger. TüchiigeS. solides StiBleii ans guter ßamilie für Büfett gesucht. Eintritt baldigst. *“*• Cm 16 llettlor. 508t- KOitOW frühe unö späte aller gangbaren Sorten, anö norbden scheut Sanbbod. noch gröh. Mengen preiswert abzugeben. s. Soner & (Jo.. Bureau unb Vaaer rPalltorstrafre 48 Ecke Braugosfe Tel. 1154. ,46650 Ecköne 3-Ziinm.-to.np. mit Küche In b.9iäüe eichen» an anftän- bige Leute zu verm. Wo? sagt b. Geschit. b. igieft. Anz. "3-544 Einiamilienhaus 5 Ztm^ Zubehör n. Gart. fo'. beziehbar, für 15 000 ihL Anzahl. 7-8000 Mk^ zu verkai.fen btirch 0M*’ 5ifianmüe[rer&5ohn. Immobilien. Gienen Einen neuen einsp. filonoinleroaflea iMeisiernück) hat au verk. 4364D Schmiedeinelster Ludwig Frank flZrünberg WWW gesucht. 4667D Huhn, Posthalter. Nitterg. Junger Sieinmetz kann sof. eintreten. eo.l. s. dauernd, asm Karl Kling, Stetn- und Bilb- Hauerei. Wieieck. Biilsirttr gesucht. 03577 Will». Zimmer. G. in. b. t>„ (Ziehen, Bahnhofstr. 12. Zitverlatsiger geitungs- träger (in) für sofort gesucht. Agoatar der Fraifclnrier Xoliaig. Bahnhofstrabe 52 a. W. Becker Alten Vufeck Jugendliche Pferd zu verkaiifen. ‘“•D Heuckclbcim, Rodheimer Sir. 2. Gröi.e.e Partie 6 bis 8 Wochen alte Reichel s Wacholdrr-Ertrnlil Mark« -IBfbicu*1, btn ich mit b*R em Sr> fol o e genommen bab». bann ich nur al» gant hervorragend zur Cirbaltung der Setundbeil und 0-denHlirafi. uir 66 Pent. Brandl Som. mÖbL Zimutr, fltoKttoha. To1. Ht3. ®'mäbnLM- Slmiüfr in freier Haue mh voller Bervfleguna an nur bess. Herrn ob. Dame zu verm. Zu erfr. I. d. Geichst. d Gien. An». 45701) SQiiöer mann 20 I. alt. loerh.l sucht eine dauernde leichte Beschäftig.ingSniög- lichkeit irgend welch. Art. Schr.Angeb.u. 03552 a. d. Gteh. An». Jg. abgebauter Beamter sucht Befißäfiionng irgend welcveeArt Schriftl. Angeb. uni. 03564 a. d. Gieh.Anz. Erfahrener Baute* ». Nachrechnen von Kontokorreni - Auszügen geiuchi. Schriftl. Angebote unter 03586 an den Gietz. Anz. erbeten. seseüeii welche perfekt ar- heuen kännen, stellt sofort bei gutem Vobn ein 4656D Sakfabrik 9hltmu6&3cng Vitb (Cberb.) WM mit guten Sckul- zcugnifscn. Schriftl. Bewer- bungeu unter 45901» a. d. Sieh. Anz. erb. ( Mietgesuche BefthiagnaümeReie 4-Zimmer'Wolme. nebst Zubehör z. baldigem Bezug von ruhiger Familie ges. Schrlstl. Angeb. unt. 0W45a.d. Gtes,. Anz. Der gibt einer veuf. Krankenschwester tu gut.Hause ii.gut.llgge iSüdv.l pari. o. l.St- 'i Ztmmer, Küche n. 11 Zimmer mit Klavier gesucht. Schitftl Angeb. mit PteiSangabe>t.O3565 an den Gteh. Anz. Student inckt sreunsl.mödl. Zimmer für fofort. Schriftl. Angebote unt. 03557 an den Gien. Anz. Junge Krau mit grösteremKlndc sucht für fofort möbl.Zimmer Schr. Angebote unt. 03551 an d. Gtes,. Anz. Bestens bekannter fubrrndcr Perfickerungs-Konzern sucht geg. feste Pergiituna u. Provision für Gtehen u. Oberhessen lülitei (Seneralanrnien ober Zufvektor1, der befähigt ist. durch Anstellung neuer Vertreter »oto'c durch eigene Werbetätigkeit ein guteSNenge ckäit insbesondere in der Lebensversicherung au erzielen Aunerordentlich gunulge Tarife für Gros;- und Sldniebcn sowie alle übrigen Personen-und SachverfichernngS- zweige elnschlieülich Krankenversicherung sind vorhanden. Auch uebenberuflid) tätiocn Pertrctern und stillen Vermittlern werden hohe Beznge gewährt. Schriftliche Angcboie unter 462515 an den (Siebener Anzeiger. ZKW sehr geräumig. Oft» anlage zu vermieten Schriftl Anfragen unter 46541» an den Gtes;ener Anzeiger erb. len. Indian- Motorrad 1000 ccm, zuverlässige Toureitmaschine, mit ober ohne Beiwagen. wegen Anschaffung eines Wagens für 850^< gegen Stoffe zu verk. lSi6‘ Ruft, Dauing., Srünberner Sir. 44. Gut erhaltene Korbmöbel 2 Seffel 1 Sofa rot gestrichen, billig abzugeben. 03575 Frankflirt. Str. 4 IL Gni erbaliene Küche zu verkaufen 6b. Hofmann, Bondorf. |(KL~»73 V»i nflirt et. Imme* In der Verganttnhdl brrumruifodtero » Idf will lukOnftlg In die Zukunft blicken und r»or Id rne ebento ehren- wie Tcidlrnitvolle. Meine Domen und Herren I Weder mit den knum drei DuUend Parteien die «rtr heben, noch mit ihren tonlbundrri Vertretern Imponieren wir der Well »dangt die -lArkite Poriel Im Keitag no* nicht rertreten bi Kur* und gut । l«t> weit em heilen wo dem deutidien Volke der Sdiuh drückt und laue mich deihoib ob Relchitag*- Kandidaten aufilellen um den hohen Relchitag endlich aul ein höher ei Niveau iv bringen ’elb durch die Parole Die grobe Kloppe machti feilt dadurch, dafc ich einmal olle Abgeordneten durch den Antrag einige. Ihre Di »len ugh nicht befriedigen Sie mich einen Namen und die Sie mir nur in ist", drängte der Mörderei die natur- sei. denn i n 31 a • Gärung schasse sich zynisch selben tatsächlich verdient und öle Kichste Sache von der Welt 11 e n gäre e S und die eben Lust. Schade, bah weitaus die „Triumphieren Sie nicht zu früh, noch sind Sie Iso zur Bellingham-Bi- mulfolinischen Zeit genau so sinnlos und aersetzt wie die Frauen und Kinder im Mailand unter dem Lrktorcnbündel einen, der mir vertraut hat." „So verschweigen Sie seinen näheren Umstände und erzählen groben Umrissen, was geschehen Detektiv. sondern dem Duce gegolten, und flugS Wurde ein Mussoliniattentat noch hinzugedich.et. Merkwürdig unbeholfene Leute, diele Herren 3u ihrer Entschuldigung führen dir Internationalen an. der Schlag habe nicht dem König. Zusammenschluß oder Untergang Der Politiker verdient den Ehrentitel Staatsmann erst dann, wenn er befähigt ist. die politische Zukunft vorauSzulühlen und wenn er den Mut aufbringt, unbeirrt von den TageSrneinungen seine Zeitgenossen vor etwaigen von ihm erkannten Zutuns t-gefahren zu warnen. .Man dient nur seiner Zeit, wenn man ihr vorau-eilt". schrieb ich einmal in einem meiner Werke Allere dingS ist die Rolle deS Propheten stets ebenso undankbar wie schwierig gewesen. Wir brauchen nur in den Seiten der Weltgeschichte zu blättern, um genügend Belege dafür zu finden, dah Männer, die sich der Ausgabe unterzogen, ihre Zeitgenossen vor ZutunstSgelahren zu warnen, in schwere Bedrängnis gerieten, ja. dah sie diesen Bedrängnissen oft genug unterlagen. Wie wird Europa in zehn Jahren auSsehen? Zehn Jahre! in der Menschheitsgeschichte für- wahr nur ein kurzer Zeitabschnitt, tm Leben deS einzelnen eine ziemliche Spanne Ich fürchte, dah nach Ablauf dieser zehn Jahre die alte Welt sich noch nicht von der Betäubung, in die sie durch den Weltkrieg verseht wurde, völlig erholt haben wird. Die hervorstechende Eigenschaft deS heutigen Europa ist die Schwerfälligkeit der D ö l k e r. Sie gleichen einem Menschen, der lange geschkasen hat, im Schlaf von bösen Träumen gequält wurde und bet nun langsam erwacht und unter den Nachwirkungen dieser bösen Träume leidet. Man kann nicht verlangen, dah ein solcher Mensch in seiner dumpfen Benommenheit sich bereits im Vollbesitz seiner geistigen und Drpere lichen Kräfte befindet. Die quä'ende Unruhe der schaurigen Nacht ftedt noch in ihm. die Traumbilder schrecken ihn' sie werden rhn auch weiterhin beschweren, biS er voll erwacht ist und der böse Traum durch die Eindrücke deS neuen Tageallmählich in das ilnterbewu^tfein sinkt. Noch aber ist der Schläfer schwach, er möchte ausstehen, wagt eS aber nicht. Nur die Zeit kann ihn beruhigen: sie allein kann ihm da- Selbstvertrauen „Nein, Mr. Martin, ich kann Ihre Neugierde ", saate Lew gut gelaunt „Denn Flausehammkl schelten, weih Golt, danke ihr ein erstklassiges Alibi. Ich kann beweisen, dah ich die fragliche Nacht im Gasthof „Zur Post in Chichester verbrachte, dah ich dort um acht Uhr geteuft habe und um elf Uhr schlafen gegangen bin. Ich täte Ihnen ja gern den Gefallen. Mr. Martin — aber den Urheber des Einbruchs von fielborough muffen Sie woanders suchen." Man behielt Lew die Nacht über in der Zelle, während Telegraph und Telephon spielten. Seine Angaben bestätigten sich, er mar sogar unter (einem eigenen Namen in Chichester aug«.fliegen, und am anderen Morgen muhte man Lew Phee- ney entlassen. Dick lud ihn zum Frühstück cm; denn zwischen dem berufsmäßigen Dieb und feinem beamteter. Fänger herrscht kein wirklicher Groll, und der UnterinspeUor Dick Martin war in der Verbrecherwelt ebenso beliebt wie bei seinen Kollegen von Scotland Parb. leben? Dann kam Viktor Emanuel, ruhig und beiter, wie Immer, mit jener ernsten Gelassen- jelt, die ibi ~ wnb die stolzen Wüstensöhne auf dem Gebe!, in und brachte mich in sein fiaus — brrr! Eine Räuberhöhle —!“ Er schauderte noch in der Erinnerung daran. „Martin, ein Dieb ist gewisser- mähen ein ehrlicher Verbrecher, er spielt ein offenes Spiel. Sein Einsatz ist die Freiheit, sein Gegenspieler die Polizei; geht der Einsatz Hopps, nun schön, er grollt niemand und sitzt (feine Strafe ab — aber es gibt Verbrechen, die zwischen den Paragraphen liegen, und Schmutz, der einem zünftigen Dieb den Magen umstülpen kann. Als mein Auftraggeber mit seinem Anliegen hereusrückte, gla 'Die ich, er wollte sich einen böien Scherz mit mir erlauben, und als ich sah, dah es ihm ernst war. wäre ich am liebsten auf der Stelle daoon- gdaufen. Über ich bin von Natur aus netzgierig, und fo sagte ich nach längerer Ueberlegung zu. Bitte, halten Sie sich vor Augen, daß es kein verbrecherisches Ansinnen war. Dihbegierde trieb ihn, etwas zu öffnen, das verschlossen war. Nun, er wird sich weiter den Äopf zerbrechen müssen; denn die Schlösier knackt niemand aus!" „Schlösier, zu was?" fragte Dick voller Spannung. Aber Pheeney schüttelte den Kops und lieh vlötzlich den Gegenstand fallen. Er sprach van feinen Zukünfte planen. Auch er wollte „den DieiLt quittieren". Sein Bruder war Architekt jenseits des grohen Teiches. Er wollte zu ihm gehen imb sich auf ehrliche Weife hocharbeiten. Dick verabschiedete sich von ihm und begab sich nach Scotland Pard, um seinem unmittelbaren Dorgesetzten zum letztenmal Bericht zu erstatten. Inipettor Sneed, der mit seines Leibes Fülle den Lederfesiel dis zum Bersten ausfüllte, hob die Augen vorwurfsvoll zu ihm auf. „Es ist also wahr! Sie kehren dem besten aller Berufe den Rücken, werben sich ein Landhaus kaufen und im Glück schwimmen, wenn Sie eine fienogin ju Tisch führen dürfen! Das für ein fiöllendasem für einen ausgewachsenen Menschen!" Dick Martin grinste *u ihm hinüber. Im geheimen bereute er langst sein Abschiedsgesuch. „Merkwürdig, wie der Besitz des Geldes den Charakter verdirbt", fuhr Kapitän Srreeb melancholisch fort. „Denn ich zum Beifpiel eine Erbschaft mit sechs Nullen aemacht hatte, würde ich einfach ins Richt» hineindösen!" bliothek und klären Sie diese Anzeige auf. E» sollen dort Bücher entwendet worden fein!" Unterinspektor Martin stöhnte laut „Ich gebe zu, es sind keine Lorbeeren dabei zu verdienen", leiste fein Vorgesetzter mit breitem, schadenfrohem Lächeln. .Kleptomanie ist für den Detektiv, was für eine fiausfrau das Staubwischen ist. Aber es wird Ihr Mütchen kühlen und Sie, wenn Sie sich dem Schlendrian hingeben, daran erinnern, dah Tausende Ihrer unglücklichen Kollegen sich mit Untersuchungen dieser Art die Deine in den Leib rennen!" Dick, auch Slick gerufen, er hatte wie jeder De- «eftio einen Spitznamen, ging gesenkten Blickes an ben verschlossenen Türen des endlosen Korridor» vorbei und dachte daran, dah feine kurze, aber glanzende Laufbahn im Polizeidienst so gut wie abgeschlossen war. Er war ein Spezialist für Dieb- stähle gewesen, her geschickteste . Schlargengreiser", den Scotland Pard je befeflen hatte. Sneed saate oft yon chm, dah er selbst die Anlage zum Dieb haben müsse, und hielt das für ein Kompliment. Tatsächlich hatte er einmal im Verlaus einer Wette die Tasche eines Staatssekretärs geleert, und feioft die erfahrensten Beobachter konnten nicht angeben, wann und wie er die Tat oollflchrt hatte. (Fortsetzung folgt) dessen Flanken noch Stacheldraht und Granaten- Iplitter hängen, führten die Hand zum Gru^e an die Lippen. Sogar ein Scheit der Tuareg» Dar erschienen. Wie fern lagen jetzt wieder dir Schatten de» Attentats! Hier, auf dem wilden Sarian, Wo Erregung und Auflehnung verständlich wären, hier hob sich kein Finger gegen den Gröberer, und aulgerechnet in der modernsten Stadt seines Königreiches, die ihm ihren Aufschwung verdankt, sollte man fein Leben als verwirft betrachten? Ich Hobe in linksgerichteten europäischen Zeitungen gelesen, dah diese» Urteil tischen Chemiker auf ihrem Schreibtisch herum- tlperirnentiercn. statt eine Fahrkarte nach Italien |U lösen. Sie würden sonst, wenn sie sich auch »och dazu verstehen könnten, die Augen auszu- nachen. bald merken, dah der GärungSprozeh »och lange nicht l o weit vorgeschritten ist, um daS Sicherheitsventil herauSschlagen zu können. Noch kennen wir die Helden von Mailand nicht, aber gerade dieser llmftanö läfjt angesichts der scharfen Uebcrroacbung aller »owersivi, ter umstürzlerischen Elemente, den Schluh za. dah wir eS mit einer Tat jene» Dcrbrect-ertrun» iu tun haben. daS allen Böllern kommun Ist und daher durchaus zutreffend alS Kommunismus tezeichnet wird. Innerhalb dieser Internationalen Organisation gibt eS. und daS unterscheidet sie ?on der straff disziplinierten Walia, Elemente »nd Kreise, die nach dem l'art pour I'art-Stand- ?unft da- Derbrechen um deS Verbrechens Willen zurückgeben. daS notwendig ist. ihn wieher zu einem vollwertigen Men'chen zu machen. Dieser temboli'che Schläfer ho: mbdten danach unbestimmte Gefühl dah b .• jetzt in ihm steckende Ära ttehgtelt allmählich von t h m weichen wirb. Er ahnt dah er sich einem Wendepunkte seine- Cebcn# nähert, hast er sozu- faaen vor einen Kreuzweg steht und nun zwischen zwei Wegen zuwahlen hat. Welchen Weg lol! er einschlagen? Un'ch'.ufftg zaudert er. .fiter ist der Weg zum Frieden." Dort führt der Weg zum Kriege, sagt man ihm. Sicherlich würde er mit Freudei. den ersten Weg einschlagen. wenn er sicher wäre, hast man ihn nicht täuscht. Da aber tönt eS in seinem Innern warnend: .Dorsicht. Dorsicht, man sucht dich zu hintere geben! Die Wegweiser an der Wegekreu^ung sind falsch. Der Weg. der zum Frieden führen soll, endet genau so wie der andere an einem Abgrund. den du fürchtest: quer über die Straf,« aber ist ein Drahtverhau errichtet mit spitzen Stacheln, an denen du dein Fleisch blutig ritzen wirft, auf dem P ade beiinden sich LumpUöcher. in die du versinken wirst, andere Weg b»legen, den man den Weg zum Kriege nennt t't breit und eben. Auf ihm wirst du unbehindert, im vollen Besitz deiner Freiheit und aufrechten Gange» da- ' nnen Bl ft du aufmerksam genug, so wirft du den Abgrund, der sich auch an seiner Seite befindet zu vermeiden wissen." Diese- ®:c chni» wird meine DorauS'agen ctira» verständlicher machen. DS gibt tm heutigen Europa kaum einen gebildeten Menschen, der nicht da» Sch'agwort gehört hätte: Für Europa gibt e8 nur eine Wahl, entweder Zusammenschluh oder Untergang. Ziifammenschluh! Leicht ge'agt. aber schwer gctanl Man must zunächst bedenken, dast alle» poli- ttsche Geschwätz völlig nu .loS ist. ja dast selbst von den Regicrunzen unterschr ebene Dokumente, welche öle Versicherung gegenseitiger Zu ammcn- arbeit enthalten und nach deren Wortlaut alle Konflikte nach Möglichkeit ausgeschaltet werden sollen. ebe»salls nur von geringem Wert sind. Sie würden wie Stroh 'alme von dem Sturm der Leidenschaft und de» Bölkerhal eS hinweg'e egt werden, wenn ein solcher Sturm wieder einmal auSbricht. Um eine solche Katastrophe zu vermeiden. müs'en die Abkommen, welche zwi ch n den einzelnen Nationen bestehen — und über die ich mit Vorbedacht nichts Böse» sagen will, denen ich auch einen gewißen Wert nicht absprechen will, und zwar weniger l')re» Inhalt ' al» vielmehr ihre» Ziele» wegen — in doppelter Weise ergänzt werden, nämlich einmal durch psvchologische und zweiten- durch wirtschaftliche Momente. Wan hat während deS Weltkriege» ost behauptet. dast, wenn die Soldaten, die sich in den Unterständen gegenüber*legen. dieselbe Sprache sprechen würben, der Krieg bald beendet lein würbe. Die Nationen der alten Welt werden indessen niemals ihre Mutter'prache ausgeben, wir können sie aber vielleicht mit der Zeit dazu bringen, eine gemein'amc. übergeordnete Sprache äu verstehen. Wir müssen, um mich bet etwa» bizarren AuSdruckSweise Brianb» zu bedienen, e» ihnen beibringen, .europäisch zu sprechen und zu verstehen. Eine Weile gemeinsamer Id en muh sich über Europa ergiesten. welche die natio- na'en Austastungen überschwemmt und a lnählich sämtliche Nationen mit der gleichen Ideologie durchdringt, sie beherrschend, ohne die nationale Ideclogie zu zerstören ober zu verletzen. Die Lösung biefer Ausgabe ist austerordenllich schwierig. Dte Intellektuellen ber einxclren Nationen müssen sie jeboch zu lö'en versuchen. Ich habe baS Gefühl, daft der überragende Tell der europäischen Int l igenz eS bereits eingelehen hat, bah e» sich hier um eine kulturelle Wie - bergeburt, eine Renaistanre, handelt, um nicht- geringere» al« um eine Erneuerung ber Zivilisation unter Völkern, ble sich ben Gedanken- gängen biefer Zivilisation bisher ver'chsie'un. Wirb die Intelligenz Europa» In ben näd ften Jahren biefer grasten Au'gabe gewachsen fein? Ein Professoren- und Et ib ntena rStausch, Ken'e- renzen in Berlin unb Wien über französifche und englische Fragen. Besprechungen in Lonbon und Pari« über beutsche Probleme, Deröf'entlichungcn Lew stürzte eine Taste brühheihen Kaffees hinunter und wischte sich über den Mund. .Lch kannte den Mann nicht, der mir ben Auftrag erteilte, das heißt nicht persönlich, gehört hatte ich schon von ihm. Er hat schon mal ein paar Monate gesessen. Eines Nachts suchte er mich auf „Da# tun Sie auch ohne Erbschaft. Ihre Trägheit ist sprichwörtlich", sagte Dick unehrerbiettg. „Subordination", murmelte Sneed. „Noch gehören Sie zum Stab' Nennen Sie mich .Sir4 und feien Sie etwas respektvoller, wenn ich bitten darf. Ich bin nicht träne, ich bin lethargisch, unb Lethargie ist genau |o gut eine Krankheit wie Fettleibigkeit!" „Sie sind fett, weil Sie faul sind und faul, weil Sie fett sind", beharrte ber junge Mann mit btm fiochrnut ber besitzlosen Klasse; benn er war sehnig unb schlank wie eine Weibengerte. Kapitän Sneeb strich sich nachbenllich das Kinn. Er hatte bie Schultern eines Dopers, ben Wuchs eines Grenabiers unb ben lätigfeitebrang einer Anakonda unmittelbar nach ber Fütterung Er seufzte schwer, wühlte in einem Drieskorb unb brachte ein blaues Papier zum Vorschein. Dir freuen unS. unseren Lesern heute erneut einen Aufsatz von grundsätzlicher Bedeutung auS ber Feder von Joseph C a i 11 a u , vorleaen zu können, eine» ManneS. der, während de» Krieges al» .Defaitist" zu schweren Strafen verurteilt, nach seiner Rückkehr au» der Berbannung von der Regierung bet Linken mit der .Rettung beS Franken" beauftragt wurde, jedoch an ber Aufgabe scheiterte, weil da» Parlament ihm bte Dollmachten verweigerte, die sie wenig später P o i n c a r 6. feinem Gegenspieler im nationalen Block, gewährte. Trotz diele» unausbleiblichen MiherfolgeS muh Caillauff auch heute noch al» einer bet hervortagenbften Staatsmänner unb befähigsten Finanzpolitiker Frankreich» gelten, bei en mit gtoster fchrift- stcl erifcher Gewa dtheit vorgebrachte Darlegungen zur politischen Lage Europas bie gröstte Beachtung verdienen, mag man im einzelnen auch zu ihnen stchen wie man Will. fremden Zeitungen, wie früher daS Ausland 'chaudernd von den Räubergeschichten in den Abruzzen la6. Ab und zu tauchen, ja noch tm Dinier Wölfe in der Umgebung ber Dörfer auf, wenigst en» in ben aufgeregten Briefen bet Lokalberichterstatter, aber dast Kommunistenhorden die Landstraften unsicher machen, wie sogar au» preußischen Gegenden alter Polizeiiradition gemeldet wird, nein, fo etwa» wäre in Italien nicht mehr nöglich. Der Höllenschlag von Mailand, der bie Welt tusswrchen machte und an der Echtheit einer so •amiliären Ruhe zweifeln lieft, drang natürlich iuch nach Tripolis. In die festliche Erregung Iber den ersten Besuch deS König» in der jungen Kolonie mischte sich begtelslichetweife Sorge. Die Araber, die ich weit tm Innern, in der erst vor wenigen Iahten zutücketoberten Gebelgegend 'prach. glaubten nun ihre fioffnuna auf Amnestierung ihrer al» Rebellen abgesührten Brüder wieder begraben )u müllen, und von meinem fiotelfenfter in Tripoli» au» konnte ich zusehen. Die Schub auf Schub mit Ketten aneinander gefehlte Gefangene. Eingeborene und Italiener, linier Weiften Mauern verschwanden. Schutzhaft! Wie also mochte t» erst In Italien zu- Tytannenrelet! Der König wie der Duce zeigen sich so häufig in der breitesten Oeffentlichkeit, e» ist so leicht. an sie heranzukommen (wie ja auch die verschiedenen Anschläge auf Mussolini gezeigt haben», daft sich die schlechten Schützen Die Ausrede mit dem schlechten Gewehr wirklich ersparen könnten ^on gleichet Güte ist freilich ihre Logik: beteiligt man den König, fo beteiligt man da» System! Bisher ist e» immer noch umgekehrt gekommen. Jede» Attentat rift Mussolini raketenhaft höhet in der DollSgunst und die Liebe zum König flammte nie so hell auf wie in diesen Tagen. Selbst wenn man sich auf den faszistensci.-dlichen Standpunkt stellt, kommt man zu der liebere legung, daft die Figur deS König» Im Sck>ach falsch eingesetzt wurde. Der König bildet ja nach Ausfasfunfl dieser Spieler ein Hindere ni» für die Aufrichtung der Dynastie Mussolini, der Kronprinz ist noch zu jung, um ihr im ängst nicht mehr!" „Dho. mein Freundchens Das taten Sie zum Beifpiel Dienstag nacht?" Ein breites Lächeln verschob die Mundwinkel n btm gemütlichen Gesicht des Einbrechers. „Denn ich es Ihnen sagt, lachen Sie mich tob- sicher aus'" „Versuchen Sie es immerhin mit mir", bat Dick, und feine Augen funkelten vor Vergnügen. Lew antwortete nicht sogleich. Et schätzte inner- ich die Gefahren einer allzu großen Aufrichtigkeit ab. ,Lch hatte einen Auftrag auszuführen, über den ch nicht gern sprechen möchte", sagte er endlich. .Einen furchtbaren Auftrag — aber nichts, wofür nan mich belangen könnte", setzte er hastig hinzu. Hflich, wenn auch ungläubig. „Glänzend' Ich bekam einen Vorschuß von ein» jundertfünfzig Pfund. Ja. nun sperren Sic die lugen auf, verehrter fiert Detektiv, aber es ist sie blanke Wahrheit. Ich lallte Schlösser auf- knacken — Sie miffcn. es ist mein Fach, aber kiese Schlösier widerstanden aller meiner Kunst, mb ber Ort. an den idj geführt wurde, war frauenhaft Nicht für eine Wagenladung von Gold Dürbt ich diese Arbeit wiederholen. Aber ich oer- ich trag s Ihnen nicht nach. Ich habe hundert- fünfzig Pfund bar ausgezahlt erhalten, unb tausend Pfund wären es geworben, wenn mir bas Ding geglückt wäre. Raten Sie, soviel Sie wollen, bas Richtige raten Sie doch niemals." Dick beobachtete ihn scharf. „2ew — ich sehe es Ihnen an. bas Schweinen fällt Ihnen schwer, schütten Sie Ihr fier» aus! Er sah ihn erwartungsvoll an, aber Lew schüttelte ben Kopf. „Wollte ich alles erzählen, fo müßte ich jemand bloßstellen, der kein angenehmer Zeitgenosie ist, und der mir hoffentlich kein zweites Mal über den Weg läuft, aber verpfiffen habe ich noch nie Gärt es in Italien? Don unterem römischen L-Korrespondenten. Rom. Ende April. Au» dem libyschen Wüstensand, au» dem oie «Wattigen Säulen de» Septimiu» Severu» wieder zum Lichte streben, nach Tripoli» zurück- kehrend. wo man eben die Fahnenmaste für den Besuch de» römischen Herrscher» aufrichtete, er- uhr ich von dem Mailänder Attentat. So stand ich einmal dem iialiensichcn Schauplatz 'o fern wie der ZeitungSleser nördlich der Alpen und konnte vielleicht eyer den Cmn der immer wieder gehörten Frage, Wie e» eigentlich in Italien stehe, begreifen. In Rom selber kommt einem nämlich die Frage etwa» überflüssig vor. begehen, nicht nur al» Mittel zum Zweck. Besten'all» 'chwebt ihnen dunkel die Erzielung jene» Jftaa» vor. da» al» die Dorauösetzung für die Umwertung aller Werte gilt, für die Beraubung ter Besitzenden durch die Besitzlosen, der Sparer durch die Verschwender und so weiter. Solche Seiten, wo die Lauheit der Bürger den Anarchismus ermuntert, bic fasich verstandene Freiheit de» Lusscr faire, laisscr aller ihm Spielraum gibt und ein vertrottelte» Literatentum ihn sogar hätschelt, weil e» zwischen wirklicher Mannhaftigkeit und knaben romantischer Wordspielerei nicht mehr zu unter'chciden vermag, wie d.e Verherrlichung der Leiserder Ci'cnbahnattentätcr durch snobistische Skribenten, die bei dem Un- fllüd kein Bern verloren haben, gezeigt hat, olcbe Zeiten hatte Italien schon öfter» erlebt. König Humbert ist Dlu^cuge dafür, ebenso wie ber Hause jener unschuldigen Kleinbürger und Arbeiter, die bei dem Domvenanschlag auf da» Dianatheater tm Jahre 1921 um» Leben kamen Sie wurden in jener überliberalen, vor- kritsichen Augenblick den Weg versperren zu können Da» alte teil der Unhnn? Bitebe die Dertegcnheitservärung mit einem .Aufbruch der allgemeinen Unzufriedenheit", lieber Unzufriedenheit läftt sich immer reden, in Italien so gut wie andertwv. Mussolini hat viele Schlachten gewonnen, aber eine bedeutungsvolle verloren- d.e gegen die Teuerung. Die Hausfrauen find verbittert über die trotz der Viraftabütfierung nicht zurückgegangeneN Preise, ja. da» Brot ist ebenso wie da» Benzin teurer geworden. Manche Industrien ächzen vor Rot. Tie Kunstseide Ichemt bereit» überrannt, die blühendeir Autofabriken würden cn dem Tage zusammenbrechen Wo die phantastische Schutzzollmauer. die zum Beifpicl keinen deutschen Wagen bercinläftt. wohl aber italienische hinan», nicht mehr gehalten Werben könnte. Die Intellektuellen finden die nur faftsitische Kost auf die Dauer eintönig, da» ganze politische Leben leidet je länaer je mehr an Einengung. Inzucht. Lustmangel. Man muh sich nur den italienischen Sonntag mit seiner frohen Weinpolitik von ehedem m» Gedächtnis rufen, um zu begreifen, wa» eS heiftt. wenn jeder Barbier und jeder Schinkenhandlcr alle» auf einmal schön und in bester Ordnung finden muft. Dazu der harte Steuerdruck unb die Vorzugsstellung der falzi- stsichen Gewerkschaften. DaS fiandwcrk und die nicht in den Fabriken beschäftigten Arbeiter fordern, wa» sie wollen 3n Rom einen Handlanger unter 30 Lire tm Tag zu finden, ist 'unmöglich, während 600 Lire für die dattilografa schon em erstrebenswertes Monatsgehalt bedeuten. Don der häuslichen Unzufriedenhett bi» zu einer den Zusammensturz der Grundmauern her- beisehnenden DcrzweiflungSstimmung ist aber immer noch ein Schritt. Gewift würden Weite Schichten der Bevölkerung eine Lockerung der eisernen Mannszucht begruben, auf Schritt und Tritt nur Ruten und Teile zu sehen, ist kein reine» Vergnügen, bi» heute jedoch sieht die Ration in ihrer Gesamtheit in Mussolini immer noch die verkörperte Reaktion der segensreichen Ordnung aus jenen Terror, der mit Blut und Eisen russische Zustände herbciführen möchte. Die Matländer Tollheit hat sie in diesem Glauben bestärkt. und auch dte zahlreichen Frühlingsreisenben, die diplomatischen Ofterpilger nicht ausgenommen, werden bestätigen, daft «S kein zweite» Land von einer derartigen Inneren Ruhe geben kann. 3ft doch läng'! jeder Wahllärm, jede Prcssefehde. ;eber Kathederstreit verstummt. Bon Ueberfäilen luf politische Gegner liest Ole lör mit öen flehen 5Ärn. Roman von Edgar Wallace. Cop)right by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig. Nachdruck verboten. L Dick Mortim letzte Tat als beamteter Detektiv von Scotland Bord mar die Verhaftung Lew Phec. leys, der In dem Verdacht stand, an dem großen Sankeinbruch in fielborough beteiligt zu fein. Er «and ihn in einem kleinen Kaffeehaus in Soho. „Was gibt's, Colonel? Wo fehlt s bei der hohen Obrigkeit?" fragte er fast heiter, indem er nach einem fiut griff. „Fragen Sie lieber, woran es in fielborough ehft", sagte Dick und machte die Bewegung des üitat zu bilii; isem Prtj, SS**. ‘Ch ibetaui hnbauö Lchatz. i fltflen Alniuiifl ichi.Lü. an den meldet. In. CH. mieten iHOdtn nti öen weißet Heute Abend 21 Ujr: dnijBnrr mit bei (fo RmlttnOet ä» d)t M? k.lnng. noiee- Aue biiiinf • tnr« ÜNß.U. L Vereine ] "^oihsT! Hochschule A^kn SonntH te-ä SSM** stdr aegen 12 Ubr *&&&* ’n Ard DK DH ton’*'8 Wundl«“1^ ksinen. >md'1 dem ur,d„fi* if rnUnde.ii‘n,lhLl Kr l»P' .UW«, ber Schwein on der niet qu? ifleiübri i ob. aui zu ticr* 03435 narz, iU. F.G.F. Mo»,«, 7. «Ä. abetttp1, Uhr. t» tmi 8*, Wtx. l.W-W'l Anmi Htbtiri.l und fielm. OiV'D Da» -omnind». Aeviel. etbiv w n. Siir* sbeQen, Arien ß-rüh* u. ien. -ter- 1-5'. ©IQ' iumbcep bilÄruw enbaui*. coil. . 2liir. ÜiOfll i uicm ie 2 IL Sonntag, 6. M- MieD-Mii 3um Hangrliici» iieffounft und Ht- iabiivcrtlinosenn- tan mm« 2 M StclniltaBt 84. _ Siebener frti» jeuermetir. aiieno» 8 UJt w Etsch. «55 detl Unii.«« bl"te- Dir Wahlkampf-Eröffnung der Dolkspartei in li Fran Dr. Matz bn73 des Schi im i Einigung im Frankfurter Straßenbahnerstreik. Fun? Pimi Puni Fiel s den 4. 0 3 Uhr Oedul Hier, gfetttib ftS& SJgtttW ■ 13.30 bt» nm Opern M.30 bis 1< lobtrnt T M biSlS urb ffortöT inamimr urb W flQdllpIdilm 2015 8am lull unb ® ln’d)V'4«nt Runbfunkproaramm des 5tan! Nachrichten. 23.30: Heiterer Abend Senff-GeorsR Anschließend bi- 0.30: Tanzprograrmn. Montag. 7. Mat. 16.30 bi- 17.45 Uhr: Konzert dr- RundfuiS orchesiers: Die Oper der Woche. 17.45 bi- 18.05»: Die Lesestunde. 18.30 bi- 19: .Don der 9tegtf> DSD. Frankfurt a. M., 4. Mai. heute in Berlin Im DeichsarbeitSministerium geführten Verhandlungen über den Frankfurter Strahenbahnerstreik haben zu einer Derständtgung geführt. Hiernach wird die Arbeit in Frankfurt, und Offenbach 12.30 bis ' U-33 S % bi * ir ^ .1 8 s o efpitl vor ‘■i Hunblur 1130 bi» 1 ®u lu’JsrWJ n>ralvo v. « cHt’bcor. ■* Ws (.rj-W M Lande» W 20: F 3* Tad । 2 an MW 40 beträgt. ar. Göbelnrod 4. Mai. Am zweiten Pfingst- feiertag findet, wie schon berichtet, das 25 j ä h r t g e Iubiläumsfest des Gesangvereins „Eintracht" statt. Die Aorbcreitunaen hierzu sind In vollem Gange und schreiten rüstig voran. Der Chattia-Sängerbund nimmt, da der Jubelverein diesem Bunde angehört, geschlossen an dem Feste teil. Außerdem haben sich eine Reihe Gastvereine der näheren und weiteren Umgebung angemeldet. Im ganzen haben zwanzig Vereine mit durchschnittlich je vierzig Sängern ihr Erscheinen 13 bl» U fvhn - Die Stund« , i Hüu-srauen' MfLlcr •KTctirag do ■flß bi» 18. ’ "Scntag mi V Lllhclm t)t * flüttEthbmt1 L Zvaiuig T l urb Iie Provinzialstraßenverwaitung ist festgestellt worden, daß sich die Ortsdurchfahrten zum iroßen Teil In einem unhaltbaren Zustande befinden. Die Provinz bat die Anwendung des anderwärts wiederholt durchgeführten. Tcerver- ahrenS. das für die Stadt mit einem Zuschuß von etwa 10 000 Mark verbunden wäre, in Vorschlag gebracht. Der Gemeinderat vertritt jedoch die Ansicht, daß dieser Kostenaufwand nicht im Verhältnis zu dem zu erwartenden Vorteil steht, da diese Art der Straßenh-r- tellung selten eine Lebensdauer über 1 Jahr hat. SS sott deshalb bei der Provinz Antrag auf gründliche Ausbesserung der OriS- durchfahrten gestellt werden. am Samstag im Laufe des RachKlltagS wieder ausgenommen. Die Lohnregelung ist in Angleichung an den vorliegenden Schiedsspruch für die Gemeindearbeiter erfolgt. Maßregelungen sollen nicht stattsinden: alle Arbeiter werden wieder eingestellt. Kirche und Schule. Euperintendcnturtonserenz iu Bietzen. )( Unter dem Vorsitz de» Superintendenten von Oberheffen, Dberfirmenrat Wagner Meßen), traten am Mittwoch im Gemcindciaal der Gießener Zohanneskirche die evangelischen Geist- lichen Oberheffen» zu ihrer diesjährige» Superintendenturkonserenz zusammen. Die außerordentlich stark besuchte Tagung wurde mit Schriftlesung und Gebet, gesprochen von Deka» Schlösser (Lauterbach) eröffnet. Der DorsiNende gedachte darauf der im vergangenen Fahre heim- gegangenen Geistlichen Overhesjen» und begrüßte bann insbesondere die anwesenden Vertreter der theologischen Fakultät und der medizinischen Dis- Badearzt Dr. Haberltn (Bad - Nauheim) svrach hierauf als erster in fesselndem Vortrag über das Thema: „21 r 31 und Seels 0 rg e", und zwar zunächst über die gegenwärtige Lage der ärztlichen Seelenbehandlung (Psychoiherapiej und bann über „Da» Problem ber Angst". Unter ärztlicher Seelsorge ist bie Führung des Menschen zu seiner eigenen Persönlichkeit zu verstehen, es geht habet um tiefstes Verlangen nach Seelenhastiakeit. die dem urelaensten Verlangen be» Menschsetns ent- spricht. 2>ie am häufigsten oorkommende seelische Störungsforrn beim Menschen ist bie Anast, (vgl. Jesu Wort: „in ber Welt habt ihr Angst ) und zwar nicht nur Todesangst, wie beim Tier, sondern Lebensangst, ja Angst vor sich selbst. Die Welt ist von fortschreitender Entseelung ergriffen, die Leben»- angst wächst heraus aus der Entwurzelung und der Loslösung au» ewigem Zusammenhang. Deshalb ist nicht nur diese ober jene organische Spezial- behanblung das Heilmittel. Der Mensch muß wieder Vertrauen fassen lernen, und zu diesem Zweck muß die Wiederverblndung des Menschen an dcn schöpferischen Weltengrund wiedererstrebt mer-e-i, nur in der Heimfindung und Heimkehr seiner Eeele ist Heilung möglich. Pfarrer Müller (Gießen), der al» Seelsoraer an den Kliniken In Gießen ganz besonder» dazu berufen war, sprach dann in äußerst klarer Weise über die Seelsorge an den Kranken von selten der Geistlichen, und zwar über die Fragen „Warum ist Seelsorge erforderlich, an wem ist sie erforderlich und wie ist die Krankenseelsorge au»- zuüben?" Beide Vorträge wurden mit größtem Beifall ausgenommen. Es schloß sich eine ausführliche Aussprache an, an ber sich u. a. Medizinalrat Dr. Walger und Dr. med. Neumann beteiligten. Die auf der Konferenz behandelten Fragen fallen tueaen ihrer W chtigkeit in kleinerem Kreis auf den Dekanatskonferenzen zur weiteren Behandlung kommen. beschäftigte sich in Ihrer Rede zunächst mit einigen Fragen der Außenpolitik, die ber Grunbion ei, von bem alle innerpolitischen, wirtschastspoli- tischen und bis zu einem gewissen Ausmaß auch die kulturpolitischen Fragen abhängen. In bezug auf die Außenpolitik habe sich die bisherige Koa- lition in weitem Ausmaß bewährt. Die Deutsche Volkspartei begrüße es außerordentlich, daß in dieser Koalition bie Deutschnatianalea zur verant- wörtlichen Mitarbeit herangezogen wurden. Aber um so mehr sei es zu bedauern, wenn jetzt von deutschnationalen Zeitungen die Außenpolitik Strese- mannß in Grund und Boden heruntergerissen werde, obwohl die Deutschnationale Volkspartei ......... -----«... dies-- Außenpolitik Schritt für Schritt und Zug um zugesagt. Som t darf schon jetzt mit einer Besucher- Zug mitgemacht und nie eine Aenderung nach von 600 Gängern gerechnet werden. Im Dorfe irgendeiner Richtung hin verlangt habe. Es sei wird für das Fest gerüstet. So sieht man in vielen klas, daß große außenpolitische Erfolge nicht von Häusern die Weißbinder an der Arbeit. Es wäre heute auf morgen, sondern nur auf dem Wege nun zu wünschen, daß gutes Wetter zum Gelingen langsamen Fortschreitens au erringen seien. Auch des Festes beiträgt. — An den beiden letzten Sonn- die Reichstags-Opposition der Demokraten und So- lagcn veranstaltete ber hiesige Äriegcroerein zialdemokroten habe sich in der Frage der Außen- ein Scheibenschießen. Es war bas erste nach Politik durchaus loyal verhalten und sie immer dem Kriege. Da die Witterung einigermaßen gün- unterstützt. Zu einigen Einzelheiten übergehend hob ftlg blieb, war die Beteiligung gut. Den 1. Preis die Rednerin zunächst hervor, daß das Ergebnis erhielt Heinr. S a u e r (Reiskirchen) mit 35 Ringen: der französischen Wahlen für uns durchaus nicht den 2. Preis Hch. Wilh. Weber (Göbelnrod), den erfreulich sei, denn Poincars, der dadurch eine be- 3. Preis Uhrmacher Köcher (Grünberg). sondere Stärkung erfahren habe, bleib« der alte j Lich, 4.Mai. Endlich beginnt der Storch geschworene Nattonalist und sei nach wie vor gegen wieder helmisu, zu werden, nachdem er lange die frühere Räumung des Rheinlandes. Demgegen- Jahre hindurch völlig ausgeblieben war. Eine über mühten wir aber immer wieder auf unser Storchenfarnilie baut sich auf bem früheren Gerb- Recht auf beschleunigte Räumung des Rheinlandes ^aufc in ber Schäfergasse (Besitzer Geschw. Fischer) Hinweisen. Wenn Deutschland als gleichberechtigte ein Nest. Das auf dem Dach der Marienstiftskirche Macht im Völkerbund sitzen solle, bann müsse es durch Unterstützung bes hiesigen Verkehrs- und auch endlich die fremden Truppen am Rhein los- Verschönerungsvereins vor mehreren Fahren ge» werden und seine volle Souveränität über die schaffene Storchennest hat die Familie Langbein Rheinlande zurückverlangen. Die Rednerin recht- unbeachtet gelaßen. fertigte bann im weiteren Verlause Ihrer außen- ar. Bellersheim, 4. Mai. Markrechner politischen Betrachtungen den Eintritt Deutschlaichs Kammer unb Ehefrau, geb. Müller, feierten bie« in den Völkerbund, in dem wir unsere nationalen (er Tage das Fest der Goldenen Hochzeit. Belange wahrzunehmen hätten. - 9n ber Minber- Beide sind noch sehr rüstig unb gehen ihrer täglichen heitenkommission bes Völkerbunbes habe Deutsch- Arbeit in Hau) unb Felb nach, obwohl der Jubilar land für die deutschen Minderheiten in anderen 80 Jahre, die Jubilarin 77 Jahre alt ist. Ländern schon manches durchsetzen können, und * Muschenheim, 4 Mai. Dieser Tage feierte auch in der Mandatskommission des Völkerbundes der L a n d w K 0 n f u m 0 e r e i n fein 25 i ä h r i « sei die Mitarbeit eines deutschen Vertreters außer- geo Bestehen. Es waren etwa 200 Personen ordentlich wichtia. Erforderlich und möglich sei nur anwesend. Im Msttelvunkt stand ein Vortrag des eine Außenpolitik der ruhigen, nüchternen und Vertreters vom hessischen landw. Genosienschafts- klaren Ueberlegung, die sich nur von den Erforder- verband (Oberreoisor Hartmann), ber aussühr- nissen der nationalen deutschen Znteresien leiten lich über die bisherigen Leistungen ber~ ländlichen lasse. Genossenschaft «'n und beren Anfaab'"' für die Zu- Zn der Innen-, Wirtschafts - und Kul- funft sprach. 9 Herren, die seit der Grilnduna dem t u r p 0 i i t i k habe sich die bisherige Koalition nicht Vorstand unb Aufsichtsrat angehören, erhielten so bewährt, wie in der Außenpolitik. Die Reb- öhrenurfunben* Der Gesangverein trug ncrln griff hier zwei besonbers bedeutsame Punkte i'in'ne Clrnre do*- Rack Meernach» mi>nr’e l'ck heraus: Das Reichsschulgesetz und das Rentneroer- die Jugend dem Tanz. Der Verein ist der Nachsol- sorgungegesetz. An dem Scheitern des R e i ch s - aer des auf Veranlassung Dr. B ö ck e l s gegründeten schulgesetzes habe die Deutsche Volkspartei Bauernvereins. Er wurde nahezu 20 Jahre keine Schuld. Sie habe in den absolut reaktionären von dem früheren Büraermeister Eifer, unb Keudellschen Schulgesetzentwurf ihre von liberalem wird jetzt von Bürgermeister Becker geführt Geiste geleiteten Verbesserungsoorschläge hineinge- Rechner ist ber Landwirt Karl Eller I. Im Jahre bracht, das hätten aber schließlich Zentrum und 1927 wurden für rund 60 000 Mark Waren verkauft Mar drr Prominente. 22 bl- 21: Gastspiel bef Kabaretts ber Komiker. Berlin. Montag. H» 19 bis gegen 27%; Othello. 22 bl« 24; GastspiL Kabaretts b?r Komiker, Berlin. Linden plati Lang-Göns, Pohl-Göns, 4. Mai 1928. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Mai, nachmittags IV, Uhr statt. «55 ID bauten tm T rmtr’ortncd und zur fMklcmng der gttate nach TteUI’.ito-"» rüg: zur Bennch- rur.g bei titbell btt Xi trotten r-. Soqra giot cd nun dEch den lebha'^n Aut: crkehr bet* artige (Staubt ölten Ix ber ÄalltraUee. bah jeder, der es tann, die'r Otre'< meldet Tie Creg durch dl.- Vd'gjrtn um nach brr Lieb'gshöhe. bim Phloiot h.iwaid oder dem Fiu^ate -u gelangen al» >.ch den L taubwollen in der rtailra- allee auSzu'etzer.. TDt i aber zur 2UbcUÄf:äUe der Wea durch die Aaiteraflt» sührt ber bat keine 3au5trauen ununterbrochen In Bewegung gehalten werdet, um die Staubschichten von Möbeln und Buden au ent enwn Und erft das Vergnügen des Senitrrretnigenil Das nimmt überhaupt kein Ende! Wiederholt muh der Familienvater die vorwurfsvolle Frag.- bbrvn, zu welchem >$wede er an bie Siadt Strahenrelnigungsgebührra bei ab t wcnn solcher Schmutz - der Straften staub dürste auch dazu gehören — sich In der Äolterallee abiagem kann. Ha', bie Stadl nicht auch für teueres Held Kehrmaschinen beschafft? Warum werden diese nicht in dr fiailcralter benutit? vium ®lüd für dcn (Befragten kann er die Unmutig? fetzt damit trösten, bah bie Ltraftenrein.gung in diesem Oahr besser Werbe nachdem er für den Quadratmeter statt 25 Pf. deren 32 Pf. zahlen muh Doch er must versprechen, Strafen e.nigungsgedührrn nut entsprechend ber erfolgtrn ötraftenreinigung zu zahlen I Ss sei doch sonst im Leben auch so: wie bie ßeiftunng, so bie Bezahlung. Doch Wo find die schönen teuren Sprenawagcn? Täglich zweimal, vormittags gegen 11 Uhr und nachmittag- gegen 2 Uhr zeigen sie sich In arofctcr Eile in der Kaiser attee. nur die Fahrbahn besprengend Warum werden bie Fuhsteige nicht auch bespritzt: muh doch für sie auch Ltraftenreinigungsgebühr gezahlt werden. Schiech- ter haben in früheren Iahren bie Sprengwagen alten System- ihre Sache auch nicht gemacht. Warum wird mit dem Wasser gar so gegeizt? Merkwürdigerweise müssen erst bie asphaltierten und gepflasterten Strahen ber Innenstadt so reichlich gesprengt werben, bah die FuftgÜnger Fuftbäder nehmen können oder in die Deiaht des Ausgle.tenS kommen. W2r? es nicht richtiger, die Sprengwagen zuerst da fahren zu lassen, wo der meiste Staub vorhanden ist. und zwar schon morgens vor 7 Uhr, ebz das Wittscha t3leben mit seinem lebhaften Lastautoverkehr einsetzt. Der städtische Svrciigbetrieb mühte aber nicht nur in der Kaiseralle- fein Tagewerk beginnen, sondern auch dort beenden. Wenn den Spaziergängern am Abend diese Strafte nicht durch bie glücklicheren Svazierfahrer im Auto verekelt werben soll. Tagsüber wäre so ost zu sprengen, daft keine Staubwolken sich bilden. An den schattigen Stellen können die Sprengwagen rascher fahren und an den baumlosen ihre Geschwindigkeit vermindern, um das köstliche Aaft zwedmafttg au verwenden. Der grobe Vorzug der automatischen Wagen rliM Siesten. 4.30 und 7 Uhr: Beichte. 7i"hlteft«nd Tan-mufik. HinterblJ ebenen: Gießen, den 5. Mai 1928. fJ3M3 Gießen, den 4. Mai 1928. 03574 Verbuchen Sie bei Breonbob - Saute. 085*8 Familie Familie Familie Familie recht oft d e Äadera'.l* z» ban: hab.-n ihre Anwohner VERBÜRGEN QUALITÄT U. GUTE FORM Marie Dftnsüöofer. Wolkengasse 13. Carmol tut wohl, Hadert Schmenea. tmt-hM. Mein det) Kalwer-Dro4ff>aar Wachstum, DrnÜhrung und Haat- Sonntaasdientt b.Aerste n. hpotdeken nmti. r. 28 Oran Dr. Marr l'r. Cdiäfter. Hirlchapotbeke. fiabnnrzt. Dr. Metz *D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unsem herzlichsten Dank , Familie Wilhelm Wilke. ’te hre ^rraftenreintaungsgebühren nicht au ferne rhin umsonst zah'.en Sch Nach kurzem Krankenlager ist unser lieber guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Bruder Johannes Wagner IX. im Alter von 78 Jahren in dem Herrn entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Kuhl Familie Bernhard Wllh. Wagner. KIRSCHENALLEE',88 MÖBELFABRIK Heute nachmittag entschlief sanft nach langem Leiden meine Hebe Frau, meine liebe Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester. Schwägerin und Tante Marie Anna Dori geb. Ranft im Alter von 32 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Dort und Kind Familie Wllh. Ranft, Sdireinermelster und alle Angehörigen. Beuern. Düsseldorf, den 4. Mal 1928. Die Beerdigung findet Montag, den 7. Mal 1928. nachmittags 2' , Uhr. in Beuern statt ___ 0W7 Im 73. Lebensjahr Die trauernd Familie Heinrich Eberhard Haas famil.e Bahh. Jakob Haas Familie Gurtav Seip Familie Heinrich Keßler IL hm Herstelluna', Bortrag von Dr K Brauer tT der Oestentlichen chemischen Untersuchung«- Ion Kastel 19.15 bi« 19.45 .Die Geschichte c« Boten Kreuzes'. Bortrag von Geh. Justiz- ! Dr Schulz 19.45 bi« 20.15: .Die Önttoldlung r homöopathischen Hetlmilieltehre . Bortrag .ia Apotheker H Hummel. 20.15 Dlctorla Ispiel von Maugham. Anlchlieftend Konzert II Aundsunkorchesters Schubert. Mittmoch. 9. TTlaL 1.1,30 bl« 1430 Schallplation-Konzert, .Botts- |-rliche Musif. 15,30 bl« 16: Dir Stunde der ^jenb 16.30 bi« 17,45 Konzert de« Aund- orch.fter« Beue Tanzschlager. 17,45 bl« 18,05: tu* Bucherstunde. 18,30 bl« 18,45: .Porza eine EA.GIRLVE8® FRANKFURT *k SANDWK6 toHIMU TEL£AR0LU5 445 6b ■ad 17 Enkelkinder Steinbach, Reiskirchen, Qarbenteidi, Dieburg, Trais-Münzenberg den 4. Mai 1928. Die Beerdigung findet am Montag, den 7. Mai, nachmittags 3 Ubr statt Gestern Abend */, 11 Uhr entschlief nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden unser Leber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Haas HL Ziegeleibesitzer ^rchrei!. 111 0. Hl MurfttTu i$S5 fSjS&Wt * E rchscl. Haarausfall und seine Heilung durch lilrblor. Bortrag von Pros Dr. F Sigmund, Mtn w kurt gart-Degerloch 19,15 bl« 19^: Senden- (®itlxi l^EBierlelstunde: .Hebungen und Senkungen "" M Landes", Bortrag von Dr Jt Leuch» 19,30 i 20 Französischer Sprachunterricht 20.15: Iota Bad Soden a. X.: Konzert. Anschlichend: Ixe Kassel Ball («in Saison-Austtang) Sonntag, den 6. Mai. 4 Sonntag n Giesten. 6.30 Ubr: Beichte: 7: Mess, der Manner: R: Kommunion: 9: Hochamt mit Pre btgt; 11: Messc mit Predigt: 2: Chnflfnltbrt und Vndacht — (Brünbrrg. 9^0: Mess« mit Predigt. — üunqcn. 18: Andacht. — Laubach 10: Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt ramstag. 12. »al. 11JC Ubt Don Aam Iahannessaai: Pfarrer Benx. — fiapcNe des Ulten Friedhofs. 9.3C' Pfarrer Lenz. Chrisicnlehr» für die Neukonsirmierten aus der tiuthfrgrmhnb#. 11: «indertirche. Pfarrer Husfclb — Wickcf. 9 30. 10.45: Kinderflrche, 8.30 grauen- abend. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 11: bLBbriib- mahl für die Jugend von Mainzlar. 1J0: Mainzlar. Hausen-Garlnnteich 8.30: Garbenteich, hi Abend- mahi: 10.30: fauten. hi. «bendmahi. — rvatzrabora. Steinberg 9J0: Kinderfirthe. 1; Predigt — tich 9oüeft, für die evangelischen Gemeinden im ttus- lanb 9.15 Deichte. 9."0: Stistspfarrer Echoriemmer. hi Abendmahl (besonders für die fugend). 12.45 Slinbergottesbtenft; 2: Etistsdethank Kahn Katholische Gemeinden Samstag, den 6. Mai. Eingesandt. (Für Form und Juba.i aller uutzr dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bl« Redaktion dem Publikum gegen üb ?r keinerlei Verantwortung.) Staubplage, Strafjrarelnlmmg und Sprengwagen io ber tta serallee. Zur Bekümpfung bei Straftenstaube« wurde vor mehr al« Iahresjrlst die Anschaffung zweier automatischer Sprengwagen beschlossen, ncd>bein man sich durch Probefahrten von ihrer 3n>?(f- mähigkeit überzeugt hatte Die Zeitungen berichteten ausführlich über di« Leistungen dieser Wagen und erweckten überall die Hoffnung, nun keinen Strabenstaub im Weichbild der Stadt schlucken zu müssen Wiederholi konnte man auf Klagen über die Staubplage lesen: .Aoch etwas Heduld. lieber Leser, sobald die beiden Wagen elngctrofftn sind, but alle Bot ein Endel" Doch man hat vorig.s Jahr. bi. wo wirklich Straften- staub entsteht von einer Dessrrung wenig gemerkt. und diese« 3ahr zeigen sich die schönen Wag.n da wo ©taub tn Masse ist. noch seltener. Die Strafte, die zur Zeit in Diehen den meisten Staub ausweist, dürste wohl die Kaiserallee sein, Bor einigen Wochen wurde sie durch die Aohr- perlcguna ausgerlssen Die ausgeworsenen Erden assen liegen xum Teil setzt noch und Verden allmählich durch die sich ausweichenden Fuhrwerke auf die eigentliche Fahrbabn gebracht und dort zu Staub zerfahren. Durch die rege Abluhr von Sand und Kies au« der städtischen Drude an der Liebigshöhe wird di« Strafte dauernd mit Sand bestreut und dl« Staubplage vermehrt. Auch die Anfuhr von Baustoffen zu den Beu- 'm.. b»» q t’j -MS «S'° ■SStk Jrellag, 11. TTlaL :Zl bl« 14 Uhr: Schallplattenkonzert. Mendels- Vir. — Schumann — Brahms. 15 ö0 bl« Iti Uhr: >t Stunde der Jugend 16.30 bl« 17.45 Uhr . ) msfrauen-Bachmlktag. veranstaltet vom Frank- ir:- uti eeangsi, wie btir litt, \tnbert p(t vor sich W Int Din Ä Tntseclung erMn,i>uLedn> nus der lSnh)ur\tluni usb ta gern jufarnmen^ing. TnkL' oder jene organisch« (mittel. Dir Äen/ch muh ■> lernen, unb W bit/em N inbung bts Menschen an tr jrund wiedcrechredi mrt in% unb f)t'\tnW \nnnk : V8W. dn al« Seeiirx Lirften fianj besonder» bautr bann in äuberft klarer v1 rge an den Krankten, und zwar über bi« irae erforderlich, an wem in • iit ist die Kranlcnsttlsorze «u wurden mit ?6i«,:uÄ b Dr. med. Neumann bf» ikrtnt behandelten Fragen en zur welleren SW"6* otentextla. Bnmach bol«, tlbfellboU, eaocmcblAumSfdu' cvrrn adzugeden. • J. Welihöfer. Teleph. 743. ieD ;flrbiflac. ?ont% i', L Zigcunerbaron. v , . §er innert' ai|l™22n6ar»»- 8"“?} w.ft® K ' 151/, bis^ .L u। GS" $Ite» äiiloriCn Aonzeri des L $#• A Str“» januel zum Aundfun^. populSr bllturgeschicht- I cher Streifzug durch die Geschichte der Mufik ■ .a Dr Paul Amadeus P'sk. 19 bi« 19 30 le Schachstunde. 19.30 bis 19.45 Snglrsche Lite- utzrproben. 19.45 bl« 20.15 dngiischer Sprach- -tzru erricht. 20 15 bi« 21.15: Klavterabend Theo- sftzil Temetr.eku. 21.15 bis 22 vchaiipIonen- tratet .Dirtuos« Inst rum. Ntal-Svliften". 22 :: i Stuttgart -ollündischer Abend vtenstog. 8. Dlai Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Martha für die vielen Kranz und Blumenepen den. sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer* Becker am Grabe sagen wir allen herzlichen Dank. Familie Heinrich Spengler. Allendort a. d. Lahn, den 4. Mal 1928. ________________________________________46»D nn6 tzchuir. -„•-ass S?"S' f6ebe?eÄ Donnerstag, 10. Mai. m* ^ lpro^cn Don 2«Ja 12.30 bl« 14.30 Mtltagsftändchen: Au« moder- in?L?ruf,nct Soritfiiri Hm Opern. 15,30 bis 16 Die Stunde der Iua.md. n f!CftQI!?enen N« 13V bie 17.45 Konzert de« Aundlunkorchcster« n Vvechssens und bmch It^cme Musik. 17,45 bis 18,05: Die Leseltunde. le anwesenden 3trlr«er k 15) bis 18.45 Bon Kastel: Die Stund« .Ha^ UM der rneduinischen £• sb«®arten*'. .Borgürten , Bortrag von Garten- . ijcnitur Karl Hinze. 18,45 bi« 19,45: .Liebks- laberlln ($ab.5Uui Goftmann. Musll von Hermann Jumpe. Mv iPsychoiherapik, und ' der 2lng|r, linier äruhAc iljrung bts Menschen p II zu verstehen, es gehr len nach Seelcnhasij^ erlangen der c. |lJ.30 bis 13-30 Uhr Bon Kastel Konzert. l A bis 17.45 Konzert des Aundsunkorchesters l,H* l.,-retten. 17.45 bis 18.05 Dl« Lefestunde 1830 I 18.45 Boa Kastel: JDte Stunde der Frau bie 19.15: Bon Kastel. .Kunstseide und ÄS ORIGINALFABRIKPREISEN TÄT Deutscher Muttertag 1928 Hessischer Photogvapherr-Vuud Zwm>q^?mnur- |flr btn XMNfttat Ml«e 0t»38 Aaü Wjsl jl««® ßü fl* Ä fjfldtr v 5> 7 kki 2j IoNort brau-dl . sahrrr. 1 Dellers bichieS ( Doores dir 3ru ®erdD birgt >h im ^flb1 flott Pt” lenlchl^g ober I borübe günstig Übt ! diarn I lul lomtr Zrrude । bleiben. 9i '« die quem c Lahnstt voll 8 Drau kann r da» 2 zur 3' e®M beliebt Jjbrl TBonn petbinb Morl sorglose In bet von ®: 9.33 U Xabrhr Und 6d)leu lange pwsMSEach ““ 9. Mi im Lase Leib ttiphe Mai 1926 Statt Starten! Verlobie Äersrod Friedberg 6. Mai 1928 Vormerken! Vormerken! 03461 Vermählte Gießen, den 5. Mai 1928 Eintritt frei! Eintritt frei! 4642 D ltchst einoelaben. 4622D 4638 D 03561 CafeAstoria Statt Starten! Heute Tanz-Abend beehren sich, ihre Vermählung anzuzeigen 03290 Aus. Die Mitglieder werden hierzu freundlichst 03367 467 ID Grünberg. ................................................................................................................................... Elisabeth Walz / Julius 3f?rmg Lich, den 5. Mai 1928 nNiimimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiniiiiimiiiiiuiiiiitiiiminMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimir GIESSEN QUALITÄTSMÖBEL, JEDE AUSFÜHRUNG U. PREISLAGE TELEPHON Nr 2 4 5 6 Marie Damm Karl Häuser Für die anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichen Dank Oarmsiadt Heibelbergerstr. 34 Gießen Destanlage 27 e. G. m. b. H. Sommeriad, Direktor. Hofmann, Vors. des Aufsichtsrats. Stein, Rechner. ^i^giiiiiinnniiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiinmiminniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniinHnnnniiiniigi^in: c. G. m. b. H., zu Beuern statt. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage für 1927 2. Wahl des Vorstandes und des sichtsrats 3. Verschiedenes. Ludwig Sommer und Frau Klothilde geb. Kaiser eingeladen. Beuern, den 3. Mai 1928. Spar- und Borschußkasse 1 zu Beuern Heinz Neumann Martha Neumann geb. Loh Zhre Verlobung geben bekannt £ma Weygand Willy £oh Heinrich Schöck Elisabeth Schöck geb. Hübner Vermählte Deutsche Dolkspartei Arbeitsgemeinschaft Wetzlar. Graue Haare u. Bar«, erhall. Na- nirtarbe mied, durch mein, neuenvaarwur Aebofi »Sonia ". Kein FärDemittell Garam. f. Erlolg u. Unfchäd- licht. Fl. ^2.29. Vor, o extra. Freu J. Bloche- rar, Angsbarg C 117, »a'serslrane 35. “'■*** Slflöiere 1 glllAOlliüM werd, iachgemäst u. vreiSweri ge- ttmnu u- revar (B.GÖeilm"™.- OleBen,Blo(mtJl Telephon 2403. Ankaalflbt. Klav u. Harmoniums Wanderer Motorrad, fast fabrikneu, mit elektrischem Licht verkauft gegen bar Drogean.Farbeniiaus Aug.Röhm CafeErnstLudwig Heute abend 8 Uhr TANZ Sonntag, den 6. Mai ab 11 Chr: FrQbsdioDDenkoazeH 4640V gehalten von Herrn Ingenieur W. Sürth, Dresden mit praktischen Vorführungen. 200 Lichtbilder, zum Teil in Naturfarben. Donnerstag, den 10. Mai, abends 8 Uhr im Saalbau Cafe Leib Karten zum freien Eintritt zu haben in den Photo-Handlungen: E. Guth, Marktstr. 5, E.Xarn, Sonnenstr. 8, A. Noll, Bahnhofstr. 51, H. Noll, Neustadt und Ludwigsplatz, C. Seibel, Frankfurter Str. 39, O. Wlnterhoft. Kreuzplatz 9, F. Magnus, Marktplatz 19. (onöiuiite in hillmeks! Sonntag, den 6. Mai, abends 8 Ubr, svrichr in der Gastwirtschaft Karl ^ung in Hochelheim der an sicherer Stelle unserer NeichStapSliste nufflefteliie Kandidat Landwirt und Bürgermerster Chr. Günther über die: Not der Landwirtschaft u. die Agrarpolitik der Deutschen Volkspartei. Zu dieser Berlammlung ünb alle Wähler, ganz besonders aber die Landwirte, bera= BRENNABOR DAS HERVORRAGEND AUSGESTATTETE PREISWERTE Nur allerbestes Material verwenden QUALITÄTSRAD die Brennabor-Werke bei Herstellung ihrer seit nahezu SOJahren an der Spitze stehenden Markenräder. Konstruktion, Emaillierung, Vernickelung sowie die ebenfalls in der Fabrik hergestellten Zubehörteile sind unübertroffen. Wer daher vorteilhaft kaufen will, wähle das millionenfach bewährte BRENNABOR-RAD Bequeme Teilzahlung Reichhaltiges Lager der neuesten Modelle finden Sie bei: H. Kümmel, Wieseck, Inh. A. Kümmel 4I39D Lichtspielhaus Bahnhofstrabe 34 Unserer Mutter als Dan! für ihre Liebe und Güte Ist das schönste Geschenk zum Muttertag am 13. Mal 1928 Deine Photographie AuS diesem Anlaß veranstalten alle deutschen Photographen vom 6. Mal bis 13. Mal 1924 elne Werbewoche und liefern alle Aufträge In dieser Zelt mit 10*;n Rabatt Gießen Wilsonsiraße 8 Landgraf.philipp.plah 5 5. Mal 1928 Neichöpartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei). Dienstag, den 8. Mai, abends 81/* Llhr, findet im Saale des „Cafe Leib" eine öffentliche Versammlung statt, wozu wir alle Volkskreise des Mittelstandes besonders einladen. — Tagesordnung: Der Existenzkampf des Mittelstandes und die bevorstehenden ^eichstagswahlen Vedner: Dr. Rohde, Rechtsanwalt und Notar, Frankfurt am Main. Ortsgruppe Gießen. Jul. Niebling / Gärtnerei Goethestrafee 19 Leihgesterner Weg 40 empfiehlt als Fensterschmuck Geranien Petunien Cobea Stdc 65 und 80 Pfg. 10 Stdc. 250 Mk. Stck. 65 Pf* Gesamtanzucht 5000 Geranien. 3000 Petunien cnsri Dienstag. Donnerstag und Samstag auf dem Wochtnmadd Aufruf zur Hilfe! Line Unwetter-Katastrophe von ungeheurer Schwere hat am Sonntay, dem 29. April 1928, unsere Heimat betroffen. Besonders gelitten haben die Orte an der hessischen Bergstraße. Die noch zum Teil in voller Blüte stehenden Obstbäume sind durch Hagel ihrer Blüten und Blätter vollständig beraubt, ebenso stark sind auch die Weinberge geschädigt. Die Aussichten auf Erträge auS der Obst- und Weinernte — die hauptsächlichste Einnahmequelle der Landwirte an der Bergstraße — sind vollkommen zunichte gemacht. DaS gleiche güt auch für die Feldfrüchte. Winter- und Sommergetreidefelder sind zerschlagen und müssen zum großen Teil neu bestellt werden. BereltgelegteS Saatgut an Kartoffeln ist durch die Wucht der Wasser- und Hagelmassen weggeschwemmt oder unbrauchbar gemacht worden. Die erste Grünsutterernte ist vollkommen vernichtet, so daß die Aufrechterhaltung deS Vieh- standeS in Frage gestellt ist. Weite Strecken fruchtbaren Ackergeländes sind mit Geröll und Sandmassen bedeckt. Um der schweren Not der Betroffenen rasch und zweckmäßig zu helfen, muß die Hilfe der Landwirte untereinander einsetzen. Wir rufen darum alle unsere Mitglieder und BerufSgenossen auf, nach Kräften beizusteuern, um die ungeheuere Notlage zu lindern. Großer Mangel ist vor allen Dingen an Futtermitteln und Saatgut vorhanden. Die Vertrauensmänner des Landbundes werden ZcichnungS- listen herumgehen lassen. Zeichnet in diese Listen ein, was und wieviel Ihr an Naturalien oder Geld geben könnt. Der Erfolg dieses Aufrufes muß zeigen, daß die Landwirte, die nie vor dem gleichen Unhell sicher sind, gerne zur Unterstützung ihrer Berufsgenossen bereit und deren Notlage eiligst zu lindern bestrebt sind. Es ist Pflicht aller derjenigen^ die daS Unwetter verschont hat, Mitgefühl und Standesbewußtiein zu zeigen. Gebt von dem, was Erich das Schicksal erhalten hat. 4682D Hessischer Landbund: Dr. von HclmoU, Rieder-Wöllstadt, Lanvcsvorsitzcndcr. (4lascr, Nordheim, Provinzial-Vorsttzender für Ltarkenborg. Fenchel, Cber-Hörgern, Proviazial-Vorsitzender f. Lberhesseu. DeotWrBnoölWflLeimiig. EMM in tznns nnö Wie Montag, den 7. Mal, abends 8 Ubr, im IobanneSiaal MilieMM Gesangbücher mttbringen. Gatte sind willkommen. <.15 Uhr. Ab Schiffenberg um 3.30. 6 und 7.30 Uhr. Besond. Fahrten auf telephon. Anruf erb. Bekanntmachung. Samstag, den 12. Mai, nachmittags 3 Uhr, findet im „Holländischen Hof" zu Beuern die ordentlick)e Generalversammlung der Spar -und Borschußkasse 1, Marmeskrraktrrud Ärarmesfchwöche das Thema von beute abend 8* t Uhr in der JeuoolksLnrfsron am Lchtffenberger Weg. Nur für Männer und junge Männer über 16 Iabren. 03550 Samstag, 5. Mal 1928 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 106 Drittes Blatt Wandern und Reisen • Bäoer und Sommerfrischen 26 >K ■* mann ■ 'M 1928 ct> 20420 .............. tartenl Berchtesgadener Land 4010a all Wenmenn und KOeltww Pension Hotel •O4ACNT (D6C! 3488D llttri 1918 Jahrasschau Dresden Solbad Qmm »ufer Bitte.lewen Sie eich uniert Kunehriften ediicken. Stadt ßadeverwaltung Westerland i* Hlanlagtrr «n geb. Loh htte Sommer ,ilde geb. MihlWU^ ien inbgrdf-WpW 5 928 Schö-l geb. Mer Me Hospiz Bad-Nauheim BtilNti Die Beile öes tatznliüs Empfehlen Sie 3bre Gaststätte in unserer Ääder-Äellage Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden. Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1827: 19300 Badegäste Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 86 Badeschrrften durch die Kurverwaltung 'Wnm Wnb , Ultimi eneto* u/r berjUd)«" D«nl Das Nordseebad Westerland modern, verjüngend, preiswert Die Brandung bei Westerland die rtadule der Nordsee-Bäder Der Strand bei Westerland der schönste der N ordeee-Bäder Die Landschaft Westerlands grwelinig. herb, mxnmgfdl Die Reise nach Westerland Schnellzug. Schi8, Flugzeug Die schönste Sommerfreude: Beden am Strand. Graben an Sand Van Hinterland/ Das Paradies der bayerischen Alpen Alpine« Solabad / Höhenluft end Terra Inkuren / Bergsport Auskar.lt» u Prospekte durdi Kurdirektion Berchtesgaden. Frcmdenverkehj»- «wiine Berchtesgaden land u Sdiellenberg v -wie alle Welse- u VerkehrshOroe Nach einer «rahmen Zeck. naLdrm wir die Dist- marer Landstrahe und die gdbr Punktmarkicrung ul'rrldjuttrn huren, ntmmi uns der st . - . !• dnrser Jxorft auf. Auf oerschwiesrnrn Waldpsaden gelanger, wir in da» liebliche Witzmardachtai. wo ■mr die schmal >«n Punkt' rerlo".n. I!" u m ar fchworzen ctridun zu folgen Dem melgewunde- nen Tale abmärt» folgend lammen wir nach Wist- mar. wo gute (Mtroirtld-ohtn zur Rast einladen, von D'ßmar führt un» die Lands! raste minder nach Gießen. Au der Dandeninr die für die br he Iahreezeit besonders zu empfehlen ist. brauchen wir flmo viereinhalb Stunden für ff?re 1925 Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Gut bürgerliches Haus Gartenwirtschaft Touristen bestens empfohlen •ssr* ** Bcnekenl r. 6—tt Telephon 2096 B-bauliches Hehn für Kurgäste. Dauer- mieten Passanten u. Wochenende. 76 Z. Uj B Beste hurlHge. neuzeitL eingerichtet. vorztigl. Verpflegung Preis K—12 M. Reisewinke. Taö schönc Tal brr Licg Sine stille Walbqucllc am Jb?r.'opi im ©aucr- la-.be iit d.e IDuge vieles eijent ich b ei zu toer.lj qcu. ur. i ten 2Ie.‘ nflu fc< b.s JUet.tA Kun uc IDiefcn und herrliche. mit 2a ab- und Radclwal- bungen belrand.ne Lerghänge. zu Denen Ian t Kennzeichen h.r Lieglanb'chait Zücht zu schwln- de'.r der Höhe erheben sich die Berge/ und doch enthüllt bas Lai in vielen IsMnbunaen Tiltcr von grober Pra^-i Bald lind e» Berg- und .jcL;hi i| er., bei? Ichatl.ge Iva b.r unb fruchtbare Seiber Zahlreiche öeitent .ler locken ir.it ihren verschwiegenen Reizen zu einem Besuch. Die Ort; de» ib )l l'chen Liegtal-. beiten Ao tut Ich. nhe.ten lich mit der anb.rer Rebentüler des Rhein- sicherlich mei cn können, ’inb Sommer- Irischen die in b.-n letzten Jahren sich einer stets wachlenden Belicb'.hrit erfreuen. bfCpärfitttdr müssen ausreichend qelennzeichnei sein! ES kommt imm:r wieder vor. bas) Reisegepäck- stücke bei der Beorderung Ten? icrungcn erleiden. die dadurch verursacht werden, daß die Gepäckstücke mangeihast gekennzeichnet lind. Um diesem Uebelftanbe abiuoeLen, hat die Deutsche Reich-badn-^e c scha'i Ihre Gcpä.kann hmefie len cn.cat angewiesen, nur solche Gepäckstücke zur Beförderung onzunehmen. die mit der genauen ^'ntchrist de- Reisenden (Rame. ständiger Wohn- ort unb Wohnung). den Hamen der Bersanb» uno der BesiimmungSslarion sowie dem Lage der 2Iuflieicrung versehen sind. Die Reisenden, deren Gepäck nicht so gekennzeichnet ist, können bei den ©epädabi er tiguna6ftcl.cn Anhänger oder gummierte Ausklebezcilel käuflich erhalten, um die Ana oben nachträglich anzubringen. Gepäck, da- nicht in dieser Art gekennzeichnet ist. wird in Zukunft nicht zur Beförderung angenommen werden. Sübrer durch Friedberg. Der Derkehr-verein Friedberg h.ii locbcn einen .Ä leinen Führer durch Friedberg in der goldenen Wrticrau er« ichcinen lassen, der von dem Mannten Heimat- gc ch cht-schreiber Pro'e'sor F.«rd Dreher nach neuesten amtlichen Unterlag n der städtischen unb staatlichen Behörden bearbeitet wor en 11. Da» aus chlustreiche Buch ist mit 30 schönen Abbildungen der verschiedensten Seh nSwüvdigi'eiten Friedberg- und mit einem farbigen Sta)tp. '.n cu-gestattet Der Friedberger Lokal ichier Wil- beim Philipp- lei.et dielen Zübr.r mit einem Dialeklgedichi .Fribberg' ein. Anfch festen> l '.'k der Herausgeber Pro ellor Dreher eine instruktive Ucberficht über die wichkigsten Din« richtungen. die Behörden, wirtschaftliche Faktoren ufto der Ötabt folgen Hieran reiht ich eine feflclnb geschriebene Führung durch 'ie Stadt, bei der der Lc|cr in knapper aber dadurch um |o vorteilhafterer Uederlichtlichleit mit allem WilfcnSwerten von Friedberg vertraut gemacht wird Den Abschlust >e» redaktionellen Teils bllden ein Auszug auS der Sladt» gefchichte und eine Anzahl von Vorschlägen üb.»2 Wanderungen von Friedberg au.< bi« den 1k« luchern diel er schönen alten Rnch-sta t in oer Wetterau sicherlich ebenso nuhbtinaend un > w i- kommen sein werden, wie die Angaben über die Stadt selbst. Professor Dreher und der Friedberger Derkehr-verein haben sich mit ber Herausgabe diese- instruktiven, aus Kunstdruckpa er von der Druckerei Bindernagel gut gedruckten Führer- ein besondere- Derdienst um ihre Stadt unb um die Fremdenverkehr»! örderung unserer Provinz erworben. Man kann diesem Zrieüb vr Führer, der nach auöwärtS kostenlos un. in Friedberg für 30 Mennig abgegeben wird, nur die weiteste Verbreitung wünschen. Sr wird sicherlich nicht verfehlen, bet schönen und sehenswerten Stabt Friedberg zahlreiche neue Freunde zu den vielen alten hinzu zu gewinnen. Frühjahr am Faße iei Vogelsiierg.Wochenende Karhans Bad Seilers,Oberh. T. Ortenberg 250 Das ganze Jahr yeöffnet, moderner Neubau. voizügliche Verp'lt-g .na bei in&dig. Preisen. Bciie-ilktusMuella. tOidfoaktiver Sprud -I. für Galin und Leber kohlensaur«* Bäder. JM9D 8 Stunden über Weilburg bi- Runkel. Auf dieser vtel gewundenen Lahnstrecke kann man fich an all dem erfreuen, woran da- Herz beS Wasserwanderer- gerne denkt. 2S geht vorbei an den guellenreichen Gelilben von Selter» unb Bistirchenl Die massige Schlrhruine von Löhnbera grübt al- erste von vielen 3n Weilburg fayre man zunächst link- in den interessanten Lahntunnel hinein, bet von A o pH von Rassau gebaut, au einige IW Meter in mystischem Halbdunkel die Lahn untrem Berg h ndurchleitet Am andern Ende beS TunnelS ist eine Schleuse SS lohnt sich icboch. wi.-e>er umzukehren unb dem Lauf brr Lahn um Weilburg herum zu folgen Die Mühe, an ben zwei Wehren umzutragen gereut nicht Wir geniesten auf der Fahrt link- da- stolze Stäbte- oild Weilburg-, recht- FelS unb Wald Unterhalb Weilburg- beginnt daS Raturidyll Beim hvchliegenden Oder-bach prangen die Wielen schon im vollen Grün Die scharfe Älublrur.imung führt um da- lahnumfloslene ZzirIchhofen herum Dann nehmen und felsige, zum Teil steile unb wnldhewach'ene User auf. Wir lassen un- treiben. Sine träumerische SÜile liegt über dem Land An unter Ohr bringt nur Dogelsang unb dann und wann da- pset» sende Tonen deS WildentenstugS So trägt un- die Lahn weiter an Gräveneck. ZürfurIh. dem romantisch auf steilem Ufer gelegenen Falte n b a ch. an Aumenau, Erfurt und Billmar vorbei. Industrie- und Brrgw.'r'e unterbrechen hier und da da- Raturbild und künden vom Induslrielleist im Lahntal. Kaum ist die Lahnbiegung bei Dillmar genommen. da tauchen auch schon die Türme von Runkel unb Schadeck auf In Runkel schlagen wir baS Doot ab und stellen cS im Bahnhof ein. Bald schreiten wir über die altertümliche Reiner c Lahnbrücke, am schau- menben Wehr vorbei Die Schönh.üen un) Reize RunlelS find genügend bekannt. Zwar würden wir beim Ausstieg zum Schl ost diesen und jenen Reubau. vor allem daS blendstein- gebaute Amtsgericht im Strastenbild gerne missen. Aber es bleibt noch genug deS Zauber-, der über Schlost und Städtchen liegt. Im geschützten Schlosthof hat der Frühling leinen Sin- uig gehalten. Blühende Bäume, Büsche unb Beete überall Lohnend ist auch ein Gang zur Burg Schadeck hinüber auf« rechte Lahnmer Ort unb Burg selbst bieten zwar weniger alS Runkel. Aber ber Blick hinüber nach Runkel unb über die weitgestreckten Lahnhöhen entschädigt für die zahlreichen Treppenstufen, die man eS sich zuvor hat kosten lassen. Dr. W. <ßoiftum (Sn andhoteb Pension von 8.HO Mk. an Prospekte i.d. Gescbftftsatelle d. Blattes. 1928 Wafferwandern auf der Lahn Kaum sind die ersten Dorfrühlingstage in- Land gegangen, ba lockt schon untere heimatliche Lahn die Aajaksahrer. die noch vor nicht allzu langer Zeit auf ben S!i dir winterliche Welt int Gebirge durchstreiften Der .Sommerski', wie man da» Faltboot bisweilen nennt, ruft zu neuen Taten Dorweg sei bemerft: Rheuma ober Schnup'en braucht niemand zu fürchten Den F'.ltbsot- fahrer. der unter der Spritzdecke und in ber Wetterjacke mit feinem Fahrzeug ein wasserdichte- Ganze» bildet umfängt im Innern de» Bvote- behagliche Wärme, auch dann, wenn die Frühltng»!l-nne einmal au-bleibt. Gerade solche FrühlingS-Wallerwanderung birgt ihre belonderen Reize Bor allem ist der Wafserstand gut. Man Ikit Strömung wie selten im Jahr Ohne grobe Anstrengung kommt man flott voran Die Wehre brauten, und ihr Wellenschlag bringt Abwechslung Mag auch gelegentlich einmal vor dem Wehr eine Delle üoer daS Boot hinweglchlagen. DaS hebt die Freude an der sröhlichen Fahrt und am Trockenbleiben. SS fei heute nur von SintagSfahrten hie Rede, lpie man sie von Giesten auS bequem an einem Sonntag vornehmen kann. Die Lahnftrecke Giesten- Wetzlar ist weniger reiz- voll SS empfiehlt sich, mindesten- bi- Station Braunsei- mit der Bahn zu fahren. Dort kann man unmittelbar beim Bahnhof am Fluh da- Boot aulschlagcn. Die Strömung ist dort zur Zeit flott Hat man da- Doot zu Wasser gebracht. dann fährt man. solange e- einem beliebt Bei irgendeiner Bahnstation wird die Fahrt abgebrochen, und die Reichsbahn bringt Wann und Boot wieder nach Haufe. Die Zugverbindungen könnten nicht besser lein lSonntagS- sahrtarte). Wer eS liebt, einen möglichst langen sorglosen Tag vor sich zu haben, fährt bereits in der Frühe 5.13 Uhr lWerktag» 5.35 Uhr) von Giesten ab Rückkunft: Abend- 8.25 oder 9.33 Uhr Dazwischen liegt eine Reihe weiterer Fahrtmöglichkeiten Und nun zu ben Wehren: 2» lind überall Schleusen vorhanden. Wem da- Schleusen zu lange dauert — manche Kajakfahrer schleusen sich selbst —. der steigt auS und trägt ba» leichte Boot einige Schritte um da» Wehr herum ober treidelt eS. wenn möglich, ohne Insassen darüber hinweg, sosern nicht ein ganz besonder- günstiger Wasierstand zu einer Wehrfahrt einlädt Aber nur Ort»-. Sach- unb Wasserkun- bioen sei letztere empfohlen. Auf biele Weise gelangt man. bet geruhsamer Fahrt, von 6tAlton Braunscl» in etwa 'M 51* 0=0 i"6 nALa1 Höhenluftkurort I ■ I I MM P I in würitrtnb. hfbwsriwald. . 72Qm ü. d. >L zwischen Wildbad o. Baden baden, in schöner, ruhiger Lage, inmitten herrl.Tannenhochwald.. mit prächt. Fernsicht. Heiikr. Gebirgsklima, bei. geeignet f. Isrvtss, Herz-, Nleres- a. £stk«alei4tiu'e < ostnöfe. zahl reiche Privatwohnangen. Prospekte durch die lerrsrwa tuag. ätaZt'ich'"Kur. e .Oda V, I Mau» Cnanotte, 3eo>p cn^u, e, aoa 03 Fr- md un eim J ie. Zanneibe tun j. Te .dda | ‘ rairxfnntim Oerman a, Rud ROpec ei idda5l Wanderfahrten. Giesten — W tknberg — firofborfer Torfl — Wihmarbachtal — Wlfjmar — Giestrn. Unsere Wanderung beginnt an ber flrofborfer straste. die wir entlang gehen. Am Wegweiser nach Launsbach treffen wir schwarte Punkte, denen wir nunmehr nach rechts folgen. Wir überschreiten die Wetziar-LoUarer Bahn und gelangen zum Wettenberg, von dessen höchster Erhebung, der sog. Rapoleonsnase, die von einem Ringwall umgeben ist. wir einen überaus schönen Rundblick geniesten. Bad Sauhaufen Oberböllen Ir Ine stunde Bahnfahrt von OleBen I Kohienslureheitige Somueiien. l träum- Stehl-, Schwe'e'que en. Inhalator.. m. HOh- rsonne ’ -onneroad A.'.bewSm bs> Herz e-den, Arte en.erkatkurö, licr-as. Nervenleiden, -ach.tis una anderen -.Inderkrarkhel-en Angenehmer, ruh.ger g pre^seaner Kureu'enlha' . übe- X orgen grc„er -rpar, ___________Wer-beachrtften durch Koaslache BadodireXtlon. BAD TOLZ m den Bayer. Alpen 31V3 Deutschlands gröütes Jod-Bad bei Arten en Verkalkung, Nerven-, S toM wechsel- und Frauenleiden Auskunft Verkehr- bureau Östseedad ^eiligen o.en Pension Leesteen. biret. am Waller. Wuie Prrvsteating. Segen Sicht, Stein, und StoffwechseNeiben! / Ermäßigte pauschalturen (mindestens) 3 Wochen: Pauschalpreis Mk. 189,-. 3m Kurhaus: Wochenpauschalpreis Ml. 80,50; im Badehof: Wochenpauschale Mk. 105,-. Auskunst auch über Hausturen durch die Badeverwaltung. Quellen natutwarmt, kohlen sLurrreicheThermalsol- 6prudtl4v0olbädtt sevir Kalzium-Trinkkur gegenRheuma,^5chias, Sicht, Heleok - Nervea- hrrz - unö Zrcuu kürLöro badVeynhausen Die StaSt ohne Stufe»Vas saazrZahr ge-ffoet» PROSPEKTE DURCH ALLE REISEBOROS UND DIE BADE-VERWALTUNG Kurhaus Luginsland liegt bei Schotten ■ emptlchlt sldi: UnVogelsberß a der Kreis- I als Ferienaufenthalt, zum strabe Schotten—Gedern H Wochenende.!.Auto-Ausmitten In Wald u. Wiesen flüße. als Touristenstation Gutbürßerllche Küche. ßepOegte Weine u. Biere, eigene Konditorei Fernruf: Schotten Nr. 10 Besitzer: Paul Lehmann _________________3379 D MIO TTr BOfflffli BI 61 KI Ql Krembenverkchrspoliiik Don Dr. Krebs, Regierungsrat in Darmstadt. Der Fremden oe rkchr nimmt innerhalb der modernen verkehrswlrtschast im ganzen eine besondere Stellung ein. Während man bei dem Verkehrs- wesen zunächst an die Funktionen der Gütervertei- lung denkt, an die Aufgabe des Verkehrs, alle (fr- Zeugnisse der Wirtschaft auf möglichst rationellem Wege an die Stellen der Weiterverarbeitung und des Verbrauchs zu befördern, liegt cs im Wesen des Fremdenverkehrs, daß die Menschen veranlaßt werden, anderwärts zu konsumieren. Das führt zu der Frage nach der wirtschaftspolitischen Bedeutung des Fremdenverkehrs Dom Stand punkt eines eng begrenzten Wirtschaftsgebietes wird jeder Fremdenzuftrom, soweit es sich nicht gerade um Fursorgebedurftigs und -berechtigte handelt, meist als produktiv anzusehen sein. Das wirtschaftliche Gewicht des Fremdenverkehrs hängt dann von der Kauf- und Konsumtionskraft des Fremden und der Dauer seines Aufenthalts ab, sowie von seinem persönlichen Einfluß auf andere, die er zu gleichen oder ähnlichen Reisen veranlaßt. Don der Warte des Staates gesehen, erscheint der Fremden- und Reiseverkehr der Inländer volkswirtschaftlich dagegen nicht ohne weiteres produktiv, denn er bedeutet zunächst nur eine andere Schaltung des Zahlungsmittelumlaufs, einen Konsum nationalen Einkommens oder Dermögens an anderem Orte. Immerhin kann der inländische Fremdenverkehr auch vom höheren Standpunkt aus nicht ohne weiteres als unproduktiv bezeichnet werden Produktiv ist bis zu einem gewissen Grad der Geschäfts- und Erholungsreiseverkehr, der eine als unentbehrlicher Faktor des Handels, der andere als Faktor zur Erhaltung und Erhöhung der Arbeitskraft und der Volksgesundheit Der Fremdenverkehr darf aber überhaupt nicht nur unter dem engen wirtschaftlichen Gesichtspunkten der unmittelbaren wirtschaft- lichen Rentabilität betrachtet werden. Seine Bedeu- tung für die geistig kulturelle Entwicklung eines Gebiets ist gewiß nicht geringer, wie seine wirtschaftliche Bedeutung. Unmittelbar wirtschaftlich produktiv ist der in das Inland hereinkommende internationale Verkehr. E>ne planmäß ge Fremdenverkehrswerbung muß anftreben, die Reiseverkehrsbilanz aktiv zu gestalten. Italien exportierte 1923 über 70 Millionen Seiten Propaqandalchriften ins Ausland, es wurde 1924 von 835 000 Ausländern besucht, deren Verbrauch auf etwa 500 Millionen Mk. geschätzt wurde. In Deutschland setzte eine zentral- geleitete, planmäßige Auslandverkehrswerbung im Jahre 1920, geleitet von der Reichszentrale für Deutsche Derkenr«werbung, ein, die mtt Unter- ftühv'g des Reiches van der Reichsbahngesellschaft errichtet wurde. Die Re^chszenirale für Deutsche Derkehrswerbung (RDV.) oertneb im Jahre 1927 an eigenen Werbeschriften, forme an Schriften der ihr angeschlossenen Stellen nahezu 11 Millionen Stt'ick. Von den bekannten Deutschen Verkehrs- büchern her RDV wurden von 1925 bis 1927 3,2 M llionen Stuck verbreitet. Im Dienste einer großzügigen Fremdenverkehrswerbung steht auch der Bund Deutscher Derkehrsvereine. Individualisierung der Verkehrswerbung. Jede Derkehrswerbung muß von der richtigen Erkenntnis der spezifischen Vorzüge einer Stadt, Landschaft oder eines Kurortes getragen fein und sich demgemäß nach ihren Mitteln, ihrer Form und ihrem Inhalt an denjenigen Personenkreis wenden, von dem anzunehmen ist, daß er gerade diese (Eigen- schäften sucht Ein mondänes Weltbad wendet sich -mit seiner Werbung an andere Personenkreise, Juie ein soezif sches Heilbad. Die Werbung eines ^Kurorts Ist eine andere, wie die eines Platzes mit Sehenswürdigkeiten m ttelalterlichen Baustils oder mit berühmten Kunstsammlungen. Wieder anders wird eine Industrie- oder Handels-Groß- oder Kleinstadt werben müssen. (Es ist ein Unterschied, ob ein Platz Vergnügen und Sensation, oder Ruhe und Erholung versprechen roll ob mehr auf die Belebung des allgemeinen Geschäftsverkehrs gerechnet wird, ober ob es sich überhaupt nicht so (ehr um eine nachhalt ge Frem^enverkehrswerbung handelt, als vielmehr um eine Werbung für eine besondere 23er- a'-ftaftung, Kongreß. Messe, Ausstellung, Verbands- fest, b:c nun allerdings wiederum Mittel zu einer nachhaltigen allgemeinen Derkehrswerbung sein können. Werbemittel. Als Werbemittel allgemeiner Art kommen vor allem Plakat, Groß-Photo und Werde- schrift in Betracht. Ueberragenbe Baudenkmäler al? Wahrzeichen einer Stadt oder Stadtgelchichte erleichtern die Plakatwerbuna Eine Stadt, die mehrere g'eichwert ge oder gl"ich wirkungsvolle Charakteristika besitzt, sollte Wert darauf legen, eines davon in der Plakatroerbung zu ihrem alleinigen Wahrzeichen, gewissermaßen zu ihrer Schutzmarke zu machen. Denn eine Plakatwerbung ist bekanntlich stärker, wenn sie Bekanntes ober 'Berühmtes nur zu unterstreichen und dem Publikum in bir Erinnerung zurückzusühren braucht Sehr viel hängt davon ab, ob ein ^lakat unter vielen anderen, neben denen es um Beachtung wirbt, z. B. auf Bahnhöfen, die besondere SlufmcrHamfeit für sich erzwingen kann. Plakate unh Groß Photo müssen auch in die Schn- len einzudringen versuchen. Die Deutschlandpsa'ate der RDV. sind in holländischen und lch-nekttlchen Schulen als Anschauungsmaterial eingeführt. Auch die Wirkung des Films ist nicht zu unterschätzen. Ein Deilviel hierfür ist der Schlitze rMärchen- film ..Tischlein deck bl ch , der allerdings viel zu wenig bekannt Ist Bei den Werbeschriften sind die äußere Form, die Dertriebsart und der Inhalt von Be- deutli"g Ein handliches bequeme« Format, wie es die Schriften der RDV. und die amerikanischen Jaltprolpekte haben, fördert erfahrungsgemäß den Vertrieb der Schriften. Ihre Wirkung hängt auch wesentlich von der Vertriebsort ab. Sammel|cnbun- gen werden mit Aussicht auf Erfolg im allgemeinen nur an Reise- und Verkehrsbureaus, Schlsfahrts- agenturen u. dgl. geschickt werden können. Wie man heute im Gesch.istsleben mehr und mehr die Wichtigkeit der Kundenpsgchologie erkennt, so setzt auch Fremdenverkehrswerbung. wenn sie wirken soll, psnchologisches Verständnis voraus. Die Werb c- schrift wendet sich zweckmäß-gerweise nach einem planmäßigen Streuprogramm an eine große Zahl von Einzelempfängern. Der prozentuale (Erfolg'her persönlich gehaltenen Briefsendung wird soviel größer fein, als der der Drucksache, daß die Mehrkosten der einzelnen. ®enburq an höherem Porto und der Aufmachung in 23riefform fieredjtfert gt sein werden. Der Briefempfänger fühlt Ich geehrt, beachtet und gehoben Er ist n;el ehe' geneigt, wie der Druckfachenempfänger, die Werde- schrift zu lesen. Er spricht dann unwillkürlich davon und wird so unbewußt rum Förderer. Auch der Renner, der die persönliche Werbung nur als gute Reklame bewertet, wird aufmerksam und schließt aus einer guten Vorbereitung, daß man in der betreffenden Stadt oder Gegend auch sonst rege ist und daß eine aufmerksame Behandlung zu erwarten ist. Wichtig ist für jede mit Fremdenverkehrswerbung befaßte stelle die Schaffung einer guten '21 b r elfe n l i ft e. Unter den öffentlichen Stellen, die mit Werbeschriften zu beliefern sind, sollten mit an erster Stelle, die Auslandstellen der Reichszentrale für Derkehrswerbung stehen, insbesondere die German railroad information-office in Neuyork und das German railway information-bureau in London. Daneben wird eine Stadt ober Landschaft, die ent- sprechendes zu bieten haben, die Schiffahrtsbienfte der großen deutschen Reedereien (Hapaa, Lloyd, Hamburg-Süd u. a.), in ihren Werbedienst einzu- stellen versuchen. Schließlich kommt die Ueberrelchung von Werbeschriften an Reisende der großen internationalen Luxus- und F-D-^üge auf Bahnhöfen in Betracht. Eine solche Werbeschrift wird die Anregung zu geben haben, auf der Rückreife halt ober einen Abstecher zu machen. Der Inhalt der Werbeschrift soll in knapper, Übersicht! cher Form über die Schenswür- bigfeiten, auch in brr weiteren Umgebung, über die historische Bedeutung eines Platzes, seine Beziehung zu berühmten Persönlichkeiten und über landschaftlich sch me Aussichtspunkte unterrichten, die Fahrpläne aller lokalen Verkehrsmittel, die Hauvtlern- oerbinbungen, einen Stabtplan evtl, auch Umgebungskarte enthalten und bie Preislage der Hotels, sowie d-" Art ihrer Ausstattung in der im Hotelgewerbe o'gemein üblichen Weise angeben. Dor allem dürfen Werbeschriften und Führer nicht mit R e f la m e verletzen fein, die den Fremden nicht unnvttelbar interessiert. Ausländische Reise- bureaus haben es wiederholt abgelehnt, solche Werbeschriften zu verbreiten, weil sie keine Porto- aufroenbungen für bie Reklame von Einzelinserenten machen wollen. Eine besonders wirksame Form der Werbeschrift für ein größeres Gebiet sind die R e - (I cf f arten mit knappen Erläuterungen auf her Rückseite. Sie dürfen keine Phantaslegcmälde fein, sondern müssen das Wesentliche so zeigen, wie es tatsächlich in der Natur wirkt. Dann sind sie auch als Unterrichtsmaterial verwertbar und gesucht. Don Druckschriften kommen weiter die Reise- b ti d) e r vor allem diejenigen her dem Reisepublikum allgemein bekannten eingeführten Verlage in Betracht. Gerade bei diesen sollten sich bie an einer Gegenb interessierten Derkehrsvereine durch sachgemäße Belieferung mit neuem Material entsprechenden Einfluß sichern. Auch die literarische Behänd- lung non Kunst und Geschichte einer Gegend und der Milleuroman können der Fremdenverkehrswerbung wertvolle Dienste leisten Neben der Werbung durch Schrift und Bild ist besonderer Wert auf das persönliche Werben zu legen. Jeder Auslandrelsende sollte im D'erste her deutschen Fremdenverkehrswerbung stehen. Der Deutsche muß sich im Ausland, besonders auf Reisen, noch vielmehr als Repräsentant seines Landes betrachten. Auch die Im Ausland wohnenden Deutschen sind mehr zu interessieren. Bei Stubienfahrten von Fachvereini- gungen in bas Auslanb sollten sich die Der- kehrsvereine in einer solchen Reisegesellschaft ihre Vertrauensleute sichern, bie für b-e engere Heimat werben. Ganz selbstverstänblich ist bics bei Reisen von Städtevertretern. Bürg- mei- ftern usw Auch der umgekehrte Weg, berühmte Persönlichkeiten für eine Stadt, einen Kurort ober eine Gegenb zu interessieren, dient der Werbung. Mit jeder Derkehrswerbung muß eine entfpre* chende Derkehrserschließung Hand in Hand gehen. Hierzu aehört einmal Verbesserung der Verbindungen (Anschlüsse an Durchgangszüge, Sonntagsfahrkarten, Veranstaltung von Sondergesellschaftsfahrten der Reichsbahn ober von Autobus- Unternehmungen, Errichtung von Kraftfahrlinien, regelmäßige Sonntagsrundfahrten, Verbesserung der Straßen für den Autoverkehr, Anlage von Rad- fahrroegen, staubfreien Fußgängerwegen, Markierung für Wanderungen), zum anderen gehört hierzu vor allem auch werftänbnis der Frem - denverkehrsgewerbe für die Bedürfnisse dieses Verkehrs. Gewisse Mindestanforderungen in hygienischer Beziehung müssen auch in einfachen Gasttzöfen ländlicher Som- merfrischen erfüllt fein, wenn sie einem weiteren Kreis von Reisenden genügen sollen. Jede Gemeinde muß sich darüber klar sein, daß ein sch'echt geleiteter und für seine Leistungen zu teuerer Gasthof, vor allem wenn er Anspruch darauf erhebt, bas führende Haus zu fein, ein gemeinschädliches Unternehmen ist. Der Hebung des Frem- denoerkehrs kann nur eine Preispolitik bienen, die den Vergleich mit bevorzugteren Gegenden aushä11. Jede Ausnutzung von Konjunkturen bei zufällig verstärktem Frem- denzustrom. die nicht durch entsprechende L e i ft u n- gen gerech'fertigt ist, wird sich rächen und dazu führen, daß vor einer solchen Gegend gewarnt wird. Was eine Gegend anziehend macht, sind nicht nur die landschaftlichen Reize, Kunstdensm'ler und eine Interessante Vergangenheit, sondern vor allem auch bie Menschen, die in ihr wohnen. Es gibt Landschaften, beren befonbere Anziehungskraft In dem freundlich en und aufmerksamen Verhalten der Einwohner gegenüber dem Fremden liegt. Schule und Derkehrsvereine können in dieser Beziehung noch wertvolle Erziehungsarbeit 'kls neuer Zweig des Fremdenverkehrs gewinnt besonders in der weiteren Umgebung der Groß- ftäbte her Wochenendverkehr zunehmend an Bedeutung Sein Radius wird mit dem wachsenden Automobilismus immer größer werden. Das magnetische Kraftteld der großen Verkehrszentren ge- winnt damit gleichzeitig an Ausdehnung, wie überhaupt jede Derkehrsverbesserung sich nicht nur einseitig auswirkt. Deshalb ist auch jede Verkehrs- feindliche Politik kurzsichtig. (Eine nvtt- fere ober kleinere Stadt kann ihre wirtschaftl'chen Beziehungen (ländlicher Kundenkreis) nicht dadurch halten oder gar verbessern, daß sie sich möglichst vom Großverkehr abschsießt ober fernhält, um der Saugmirfung der Großstädte zu entgehen Sie muß sich vielmehr rühren und dafür sorgen baß sie mit Ihren besonderen Vorzügen bekannt w cd und im Austausch an der allgemeinen Beschleunigung de» Umsatzes teilnimmt. Die Deutsch- landbücherderRDV. enthalten viel zu wnig über Hessen, insbesondere über Oberhelfen C - >st deshalb besonders erfreulich und eine sehr Kopyrig^ Dann l heroufl*1 frei, die kur) ro der ten a*”, M e- 1 mW Ae dM audi, fej. 5rjd biDJ tifl ans ,-jch hier m ,tonnt - steckte, doch. t»e ■ Ätz, ©artb ein und hie 6 hell. Volle aoßxn. ei Druck, ai'ck NH Ml Segen und waren vou chen setzten fahr, do» Soll gebet Der Mo um-nw Duck, M sch hoffte weg tum heute im chen gebei Er Hobe t allein Stil rung aus l Heller, Ich Sonne tag Mana hem schon Nele fort Wei Kreuz und betete sie? vor fch fe gnWt* ui Oben »i Vera gelt' gestützt, ftc war mcr,i fairen woff wos er nor .Liebe m Sie verdienstvolle Leistung des Verkehrsbundes Oberhefsen, baß er nunmehr einen Io schönen wirkungsvollen Führer durch Oberhessen herausgebracht hat, der in außerordentlich anziehender Weile das Interesse für die ölten Stähle, für das oberhessische Dolk-tum und für die prächtige Landschaft zu wecken weiß. Für die Auswertung des Fremdenverkehrs in einer Gegend ist die Fremdenverkehrs- statistik besonders wertvoll. Sie zeigt, daß manche Gegend einen weit über bie eigene Beoölke- rungsjiffer hinausgehenden Verkehr aufzuweisen hat Betrachtet man insbesondere unsere hessischen Verhältnisse, so ist vor allem der Verkehr von Frankfurt beachtlich, das mit 600 000 Fremden im Jahre 1925 hinter 'Berlin und München an dritter Stelle in Deutschland stand. Daneben weisen in der weiteren Umgebung Plätze wie Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Heidelberg einen ganz besonders erheblichen Fremdenverkehr auf. Es liegt nahe, daß ein leit dieses Verkehrs beim An- und Abfließen auch der weiteren Umgebung zugeführt werden kann, wenn ec durch entsprechende Werbung geleitet wird, wie dies z B. am Rhein während der Ausstellung der Gesolei in Düsseldorf geschehen «st. (Ein besonderes Kapitel in dem Fremdenverkehr bilden bie großen Massenansammluvgen, wie sie bei Ausstellungen lGesolei, Pressa, Dürerjahr), großen Sänger- unb Turnfesten, Meßen, historischen Jahrmärkten, Jahrhundertfeiern u. bgl. zu verzeichnen sind Ob auch ihnen die Bedeutung unmittelbar wirtschaftlicher Produktivität zugemesien werben kann, ist noch nicht genügend geklärt unb zum minbeften zweifelhaft Hier stehen einem wirtschaftlichen Plus naturgemäß auch negative Werte gegenüber Bei her Entwicklung des gesamten staatlichen und kulturellen Lebens muß bam t gerechnet werben, daß die Verd'chtuvsi der gesellschaftlichen, nei- st-gen, wirtschaftlichen, innerpolitischen und internationalen Beziehungen zu einem Ivcinanberwirken aufbauender unb zersetzender wirtschaftlich fördernder unb geworbene Wirtschaftssysteme gefährdender Momente führen muß. Kulturell unb wirtschaft! ch wertvoller wie bie Massenansammlungen werden jedenfalls besonders für kleinere Städte Versammlungen, Ta- gungen unb Kongresse wirtschaftlicher, wissenschaftlicher unb sonstiger Organisationen fein. Es gibt im Reich etwa 2000 bebeutenbere Reichs- unb Lanbeeverband'Organisationen, um deren Jahresversammlungen sich rührige Städte unb Kurorte bemühen. Auch Universitntsferien- t u r f e, wie sie in biefetn Jahr In Gießen vor- gesehen sind, können zu einem wertvollen Glied tn der Fremdenverkehrswerbung werden. Wichtig ist endlich die Mitwirkung der Presse, die aber ihrerseits nur helfen kann, wenn sie selbst au« der Bevölkerung heraus, besonder» aus den Kreisen, die an der Derkehrsförderung ideell oder materiell interessiert sind, Verständnis, volle Unterstützung findet. Für bie Verkehrswerbuna gilt das gleiche, wie für jedes wirtschaftliche Unternehmen. Stabte unb Kurorte von bedeutendem Ruf können es sich, wie ein gut eingeführtes in seiner Art einzig dastehen- des kaufmännisches Unternehmen leisten, auf dem Gebiet der Werbung gerade nur das zu tun, was der Fremde füglich erwarten kann, ja sie können sogar unter Umständen auf eine besondere Werbung oder entgegenfommenbe «unbenbehanblung verzichten. Stabte und Landschaften, die vom Der- kehr gewinnen wollen, muffen sich dagegen regen. Nur Der Kaufmann der mehr tut. a!» der Kunde von ihm erwartet, kann auf Erfolg und Ausstieg rechnen. Es kommt dabei nicht so sehr aus die materiellen Aufwendungen für die Werbung an. V el- mehr kann eine krampfhafte kostspielige ^Beflame sogar eher da» Gegenteil bewirken. Eine F r e m- denoerkehrswerbung. bie es versteht, mit geistigen unb ideellen Mitteln den Frem- den zu interessieren, wird vor der rein materiell orientierten immer einen Vorsprung haben Sie erfaßt von vornherein einen viel wetteren Kreis. Sie wird auch eher davor bewahrt bleiben, uferlose Pläne und unerreichbare Z-ele zu verfolgen. Ruhend auf einer wirtschaftlich gesunden Grundlage wird eine solche Verkehrswerbung nicht nur den Beweis liefern, daß Derkehrspolitik und gerade auch Fremdenoerkehrspolitik ein gut Stück produktiver Arbeit ist, sondern sie wird mehr fein, sie wird zum Mittler und Schöpfer vielfacher Beziehungen, sie wird die geistige und künstlerische Entwicklung eines Gebiet» befruchten, sie hilft den Gesichtskreis der Menschen erweitern, ihren Sinn für die Vielgestaltigkeit de» Lebens und der Lebensaewotzntzetten schärfen Sie wird das Verständnis dafür vert efen, daß die Menschen durch ihre enge Verbundenheit mit flf'ma, Gesch chte unb Erwerb »Verhältnissen verschieden sein müssen, sie wird dazu beitragen, daß sich die Stämme eines Volkes in ihrer besonderen E genark besser würdigen unb einander gerecht werden lernen, sie w'rd so auch ein Stück wertvoller Kulturpolitik leisten können. Rätsel-Ette. Silbenrätsel. Aus den 27 Silben: al — an — dein — bin — den — bres — eis — en — ent — ge. — nat — neun — no — not — or — oy — sche — si — sin — ti — für — wen — win — zel — zi — zig — zwei finb zwölf Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. deutsche Hauptstadt: 2. Erzeugnis der Kochkunst: 3. Musikstück. 4. Berg unb Dorf bei Zittau: 5. Steinobst: 6. Alpenpflanze: 7. männlicher Personenname: 8. Zahl: 9. Amtstracht: 10. Abkür- Hungszc.chen: 11. Hafenstadt in China: 12. Karten- blatt. — Nach richtiger Bildung der Wörter ergeben deren erste und dritte Buchstabenreihe, beide- male von vorn nach hinten gelesen, die neueste Heldentat deutscher Flieger. Kreuzworträtsel. Kehlaufgabe Unter Hinzufügung der Silbe „ge" als zweiter In jedem Worce lallen aus nachstehenden tt Silben elf Wörter gebildet werden, deren Ansangsbuch- staben ein beliebtes Frühlingspflänzchen nennen. Wie lauten bie elf Wörter und wie das Frützling»- pflänzchen? al — borg — bra — bung — bung — Dieb — bro — ein — er — In — la — lei — lein — mo — rei — rich — rie — rin — rung — stet — ta — we Auflösungen. Silbenrätsel. 1. Warmbrunn: 2. Eberesche: 3. Reinick; 4 An- berjen; 5. Regatta, 6. Berthold, 7. Egge: 8.Irving: 9. Termin: 10. Eibe: 11. Teplitz, 12. Dynam.t; 13. (Eintagsfliege; 14. Moskau; 15. Vogesen; 16. Engadin; 17. Ramsau; 18. Gavotte, 19. (Eli; 20. Holland, 21. Esdragon. Wer arbeitet, dem vergehen die unnuetzen Gedanken. Magische Quadrate. Kohl = Hase. Heer = Bann. Kehl - Kops. Roß = Wein. Anagramme. 1. Meineid; 2. Pelerine; 3. Termite; 4. (Hau»- thal; 5. Nimrod. Scharade. Hochzeit. Ären toor rät'ef. a) Son links nach rechts: 1. Genußmittel; 3. amerikanischer Schrifsteller; 5. Farbe; 8. Gattungsbegriff; 9. Bewohner eines europäischen Staates; 10. Schwimmvogel, 11. Wno; 13. Jahrmarkt, 17. Bestandteil des Körpers; 20. ge- börrtes Gras; 21. Hochwild; 22. Titel, 23. nordische Münze; 24. Gebirgszug beim Harz. b) Don oben nach unten: 1. Spitze eines Truppenkörpers; 2. See in den Vereinigten Staaten; 3 Hirtengott; 4. geographische Bezeichnung; 6. Lab in Hessen, 7. wie i. roagcrecfat, 10. feierliche Bekräftigung. 12. wie 22. wagerecht; 14. Zeitmesser; 15. biblischer Frauenname: 16. ein- faches Blasinstrument; 17. Element; 18. seemännische Beze ch ung; 19. wie 14. senkrecht; Diagonal: A—B deutscher Schriftsteller. — C—D Rückstand beim Auspressen von Früchten. Rätsel. Ich bin ein brummiger Geselle Und geh' im schlichten, braunen Frack, Tag sind unb Sonne mir zu helle, verhaßt ist mir das Menschenpack. Ich glaub’, ber Haß ist gegenseitig, Man wünscht zu allen Teufeln m.ch; Gar vieles von den Menschen leid' ich, Und sie, sie leiden viel durch mich! Die Kinder haben mich sehr gerne. Doch dank' ich für bie Freundlichkeit, Ich seh' sie lieber aus ber Ferne, Denn sie tun mir gar viel zu leid'. Ich bin bekannt al» starker Fresser Unb bin doch Vegetarier nur, Rur roen'gen Wesen schmeckt es bester. Ich schnabelier' in einer Tour. Mag nichts als schlafen ober fressen Unb mich erfreu'n Im Dämmerlicht; Mein Leben ist ja kurz demesten, s' Ist nur ein kleines Lenzgedicht . Ltreichrätsel. Bruder — Halma — Graus — Samum — Beule — Plage — Mauser — Marke — Stand Hoerde In vorstehenden zehn Wörtern Ist durch Streichen je eines Buchstab, is ein neues Dort zu bilden, während die aeftrlchenen Buchstaben aneinander - gereiht, uns einen Vorgang in der Ratur nennen. Synonym. 1. arbeitsam; 2. pfiffig; 3. ruppig; 4. Inständig; 5. launig; 6. widerwillig: 7. einsam, 8. taktlos; 9. traurig; 10. erkenntlich, 11. rüstig. Mprilroctter. Die Narrenkappe. Splitter unb Sparren vorn Nedaktlonstisch. Börm Karussell auf dem Leipziger Rummelplatz. Kinderreiche Jllutkr: ,22Zar~e. -dank, (vaoe, ®arl un Gurtchen. jetzt macht atocc. daß r endlich 'runtergommt! Das is ja fürchterlich mit eich Rasselbandel Mr genn doch nich unfern gaben Sabba sei ganzes WärttchaltSgeld verfahr n." Vier der Kinder krabbeln t»erab; die sechsjährige Käthe fährt weiter. Die Mutter (zum Karussell hinauf schreiend): .Dädchen! Äa warte nur. du bei'es Gindl WaS fällt n dir Wärchcl eechentlich ein?" Küthchen gondelt quietschvergnügt weiter. Paul (achtjährig): .Au bis nur schttll«, Mudder brauchst wärklich nich so zu bctllX De muht nämlich wissen: unsre Däde. die hat ä Dawalier gesunden, där fier se bezahl n but Willstcn sahn? Da mußte warten, bis or Slefante wieder 'rumgommt; da hockt ’r druff." Aus dem Elefanten aber sitzt mit blasierter Miene ein Dreikälehvch. und blickt gönnerhaft zu Käthchen. die auf dem Schwein vor ihm thront. Kindliche OffenfrdL Dle Mutter begrüßt liebenswürdig den Freund ihres kleinen SohneS: .Du bist also der Werner. der Freund meines kleinen Hans. 21un, ba seid nur recht brav, ihr beiden, und du, 2verner, kannst dich hier bei uns wie zu Haufe ssthlenl" Darauf die prompte Antwort: .2vie zu Hause will ich mich aber nich fühlen, ich will mich hier bei euch amüsieren I" (Lust. 23L) Oie goldenen Berge. Vornan von (Hara Biebtg. Cobbrtübt 6t) DeuHd** '^ -Taq«-2nftalt Ctuttgart. (Schluß) Dann ließ Simon Brtmm roohl einmal das Mist- herauffdjleppen sein, machte sich van den Tragriemen frei, bte ihm die Schullern bedrückten, flanb, für kurz rastend, und sah sich um. Sein, Äugen, die der beißende Dunst des Spritzen, so zeitig Im Früh, fahr noch nicht schmerzhaft entzündet hatten, blick- ten weit in die Kunde. Ueberall waren Leute im Berg, überall fleißige Arbeit. Selbst im Berg vom allen Ohm Jakob sah es setzt nicht mehr so wüst aus, Gatt sei Dank, daß der Schandfleck bald fortfam Der Äalpar, der war doch ein tüchtiger Kerl! Der hatte gesagt „Dal is ja en Schänd. Und dumm auch, bat man bat nit ausnützt" Er bekam das Stück billig. Die brei Brüder hatten sich schon tuch tig ans Derk gemacht. Der weiß, wenn junge Straft sich hier nun einsetzte — der Alte hatte ja nicht mehr gekonnt — und wenn man auch sonst war hinein- steckte, dann lohnte der Zuckerberg am Ende sich doch, die Lage war gar nicht so schlecht Ah, wo» war die Mosel so blau, so blau, sie wand ein leuchtende, Band unten durchs liefe Tal, und die Sonne war so warm schon, sie strahlte sa hell Boller Glanz auf den Bergen die schimmerten golden Simon Bremm Holle t>ef Lust, befreit vom Druck, auch in seine Augen kam etwas wie Glanz: dies Frühjahr ließ sich aut an, ein April ohne Kegen und flagcl Die Weinst ck, im Warmenberg waren voll schwellender Augen, zarthaarige Blättchen setzten schon an: ein frühe» und marme, Frühjahr, da» verspricht einen guten Herbst. Den wolle (Sott geben Der Mann Im Berg flanb unb sah sich befriebigt um — nun hoffte er einmal roleber Auch Warta Bremm hoffte — auf was sie eigentlich hoffte1 Aus wen* Sie ging heute ben otot-on»- weg zum Mrchleln hinaus Äafpar Drei» arbeitete heute im Älofterberg, er hatte sie in einem Brieschen gebeten. Ihn dort zu treffen nach Feierabenb. Er habe etwas mit ihr zu besprechen, mit ihr ganz allein Still war es ringsum, es senkte sich Dämmerung auf die Mosel Im Tal, hier oben war es noch Heller, letzte» Nachleuchten schon untergeganaener Sonne lag noch auf ben Ceibenoftationen nm Weg Maria hemmte bei Ihnen ben raschen Schritt: wie schon niete Frauen unb Mädchen vor ihr, seil hun- bfrt Jahren und mehr schon, schlug auch sie da» Kreuz unb murmelte ein paar Gebetmorte Um was betete He? Ach, bae getraute sie sich nicht einmal vor sch selber zu lagen; sie betete nur das „®e- grüßet" und nelate sich Oben wartete schon brr Kasuar Er mar aus hem Vera gekommen von seiner Arbeit: auf seine Hacke gestützt, flanb er setzt vor Ihr Sein braune» Gesicht war merkwürdig bleich das, was er heute hier sagen wollte, fiel ihm schwerer zu sagen, al» alle», was er vor all ben vielen geredet hatte zuvor. „Liehe Maria'" Er bot ihr begrüßend bie Hand Sie hatten sich lange, lange nicht mehr gesehen. Wenigstens in ©irrtWeit nicht, im Traum halte der Mann sie oftmals gesehen Unb an sie gedacht alle Tage Ob Maria auch an ihn gedacht hatte? öte war sehr verletzen ein helles Bot flammte in ihr Ge- sicht Sie nickte nur, sie konnte n,cht laut sagen: „Guten Abend." Aber sie sah ihn jetzt bittend an, in ihren Augen lag ein: „verzeih mir* unb viel, oiei Dank. Er räusperte sich, bie Stehle war ihm nicht klar, er sprach ganz heiser: „Dante, bat bu gekommen bist, liebe Maria. Darf ich dich wat fragen?" „Gewiß — frag nur,' stieß sie heraus „Bon wem haft bu bat Rinb9 Deine Estern wissen et nU — gar niemanb — w:llste m i r el nit sagen, Maria?" Sie schüttelte ftummoernelnenb, sie zitterte Nein, da» konnte sie ihm nicht sagen, ihm am allerwenigsten, benn vor ihm, gerabc vor ihm schämte sie sich ja so sehr. Am liebsten wäre sie (orlgelaufen Aber er vertrat ihr ben Weg: „Du mußt hierbleiben, Maria. Sag —" er faßte sie fest ums Handgelenk — ,,i» der ein Lump, der der Baler von deinem Kind is?" 0 nein!" Das rief sie rasch Lin Lump war der nicht gewesen. Ihr 65crcd)iiqfcil»gefühl halte ihr schon früher yesagl bu trägst ebenso Schulb, heute war die» Gefühl noch stärker. Einem Toten Ueble» nachreben, nein, bas tut man nicht. Unb her Doktor war ein rechter Doktor gewesen, er hatte vielen armen Stranfen geholfen, er war auch zuletzt verunglückt auf solch einem Weg der Barmherzigkeit Die Hänbe vors Gesicht hastenb, um ihre Scham zu verbergen, bie immer hoher unb Hetzer stieg, stammelte sie: „34 — >ch hab selber ebenso Schulb — ber Sohn vom Herrn Dusemont, der junge Herr Doktor — nä, ber war wahrhaftig kein Lump, bu kannst et mir glauben. Ach Jesu», der Berg — bie Nacht — unb er gefiel mir auch gut — unb so en Gefühl, ach, Stafpar" — sie ließ ihre Hönde vom Gesicht unb erfaßte bie seinen — „ich weiß el noch heut nit, wat mit mir war. Und wie bat gekommen is. Ich war et nit selber, ich war wie verliert. Bei Gott, bat fannfte mir glanzen!" Unb er glaubte es ihr. Sie hatte ihm noch nie so gut gefallen, war ihm noch nie so begehrenswert erschienen wie heute: ein ehrliches Mädchen, unb eine, trotz allem eine, auf bie ein Mann stolz sein kann Der Doktor Dousemonl — ach Jesus, der war ja jetzt lot' Ein Seufzer ber Erleichterung hob seine Brust er hätte dem Mann ja noch gern ba» Leben gegönnt, aber für ihn unb bie Maria war » besser so. Unb mochten die Leute, bie sich darum scherten, doch henken das lebiac Hinb her Ma-jo hns sei von ihm. Da» bann, wenn er bie Maria heiratete, bann war ber 3unge eben sein Sohn uni: würbe auch angesehen für einen solchen. (Eine hoffnungsvolle, fubelnbe Freude stieg plötzlich bem Mann zu Slops — endlich, endlich! (Er zog da» Mädchen an beiden Händen nahe gegen sich hin, er wollte sie in die Arme schließen, sie fest an sich brücken. Aber Maria Bremm mochte sich noch einmal wieder frei, au» ihren Blicken sprach Liebe, dankbare Liebe — unb verlangen nach ihm war auch dabei — unb hoch sagte i e entschlossen unb fest „Caspar, noch nU. Du mußt noch warten Ich will et dir erst beweisen dat ich et wert bin, dem (jrau zu werben lieber I Jahr. Rofper. bann machen wir Hochzeit Gest?!" Und ste drückte Ihm so fest die flanb und sah ihn so liebevoll zärtlich an, baß er ee auch so zufrieden war. Alle hofften wieder einmal. Darum sollte Herr Dousemoni denn nicht auch hoffen, obgleich er alt war unb leidend, unb e» eigentlich für ihn nicht» zu hassen mehr gab. Die Lena mußte ihm jetzt immer bie Beine wickeln, bie waren geschwollen, sie waren umfangreich wie ein paar Wasicrkannen — DoNee war so auch brln Richttne Stiefel konnte Herr Daufemant nicht mehr anziehen, ein Paar ganz weite weiche j1L5W.hr mu hohen Schäften hatte er sich beim Schuhmacher schustern lassen, in denen konnte er zur Not noch voran. Denn er mußte voran, er Netz jetzt bauen auf dem Herren» berg, unb da» beaufsichtigte er selber. An jebem guten Tag, ben er noch hatte, stieg er hinauf. Langlam. lehr langsam, auf einen Stock gestützt und schwer atmend, oft mußte er stehen bleuen, nach Luft ringen, aber fein Wunsch, fein Wille waren noch stark „Die Neisestiebel habe ich ja ai» an," sagte er zur Lena, die ihn m l Grummeln Näso"ieren abhalten wollte, auf seinen Berg zu gehen, „ich muß mich beeilen." Sie konnte e» iaum mehr mu ar. sehen, wie ihr Herr mit dem Gehen sich quäste, unter Schelten und Zetern verbarg sie ihren Schmer), aber Herr Dousemonl bestand auf feinem Stopf; so betete sie denn für ihren Herrn unb erhoffte vom Frühjahr Best, es für ihn. Er hoffte, daß er "och so lange aushalten würde, bis er fein letztes flau» oben schon fert.g gebaut hatte , Gleich nach seines Sohnes Tob hatte Herr Dause- mont es oben in Angriff genommen, sowie das Wasser unten verlausen war, unb man Baumaterialien heranschaffen konnte. Nun flanb schon die Halle, die sich ans Kapellchen schließt, c» fehlte nur noch bie Mauerdekronung unb innen ber Ausputz Wie ein Mausoleum und wie ein Aussicht stempel zugleich, wunderschön, ganz wunderschsn, fo jäh er es nun von unten. Er schaute von seinem Garten hinauf. Ah, unb noch viel herrlicher würde es sein, da oben zu liegen unb so weit zu schauen! Er fühlte eine große Sehnsucht, hinauf, hinauf! — Heute fühlte er s ch recht leidlich Da, kümmerte ihn das Schelten der Lena, deren Stimme hörte er schon längst nicht mehr, für bie war er taub, er hörte andere, liebere Stimmen. Seine Frau, sein Sohn, die Doraufgegangenen riefen nach ihm Er schlich aus dem flau», eine Wegzehrung nahm er sich nut, eine Flasche vom Besten. Die Lena brauchte nichts davon zu wissen, er steckte bie Flasche in die tiefe Tasche be» Schlafrocks. In dem ging er fort, der war warm und leicht, einen Ueberzieher brauchte man nicht mehr. fla, wie war das so hell unb so schön! (Eine wunderbare weiche Frühlingsluft. Aber die mochte recht müde. (Er kam Immer langsamer und langsamer toran. Wer doch noch so tanzen konnte wie die lustigen Mücken, die vor «hm her sich im Wirbel drehten! Da, ein Schmetterling gaukelte auch schon, und Bienen, viele Bienen lummten. Ober waren e» die Glocken unten im Tal? Ihm war, al» läuteten Glocken. Aber „Friede, Friede," nicht Sturm wie normal,. E» rauschte ihm in ben Ohren, und bie Glocken» töne, die jetzt wie Schläge fielen — dumm, bumm — unb |o rasch, erlchütternb hintereinander, die tat sein Herz. Da» ichiug wie mit einem Hammer an dröhnende» Er,. Unb bie Beine, die wurden so lahm — faule Gesellen — oh. wie war er so froh, daß er endlich jetzt oben war! Niemand war ua. Die Bauleute waren zum Mittag geaangen Langsam umschlich er sein Mausoleum — nun konnten he ihn bald h er begraben, die Stätte gefiel ihm sehr gut. E» konnte nirgendwo schöner sein. Mit einem Seufzer der Befriedigung ließ er sich auf der Bank unterm großen kreuz nieder, er war wirklich sehr müde geworden Aber nun stärkte er sich Er zog die Flasche au» ber Tasche de» Schlaf» rvcks unb lächelte wie ein Schalk da, hatte der alte Drache doch mal nicht gemertt' Die Lena kam ihm imnvr dornst „Der T ktor hot auch erlaßt: .Vater, nit soviel Wein'" — ja. was sein Heinrich alle» gesagt hatte, das wußte er noch sehr gut, aber bie», gerabe die» wußte er n eht mehr Und er entkorkte lächelnd bie Flasche, setzte sie an ben Mund, ein alter erprobter 3ed)?r: „Prost Rest!" unb hob sie gegen die Berge, ba» Tal, unb schleuderte sie bann von sich in weitem Bogen. Bi» zum letzten Trnnfcn geteert, au,gekostet bie zur Neige — ben Wein unb da» Leden! Jetzt war es genug. Es ftr. mte ihm noch einmal warm durch die Abern, durch da» schon alterskühl geworbene Blut: Wein machte Ihn jung. Mit einer Gebärde voll heißer Liebe streckte der Alte vom Berge feine Hände aus, seine Augen wurden ganz groß noch einmal alles sehen, alles umsossen. Weit glänzende Aussicht im Sonnenschein. Ihr goldenen Berge, du Fluß im Tal, cetiebleo Land. Land m iner Heimat, gesegnet seist du! Deine Berge sind golden, golden ist deine Sonne unb golden auch Ist dein Herz E» mirfr, c» *ann hie So^ne nicht u"'e>meh^n über dir, darum fahre ich hin so ganz mit Frieden! (fine Buckausgabe des in di-ler Numn er zum gelangten No» man» „Die goldenen Berge" von Clara D i e b i g ist bei der Deutschen V e r 1 a g » o n » ft a 11 In Stuttgart zum Preise von 6,50 Mark für den drucktechnisch forgf iltlg auegeftatteten und geschmackvoll gebundenen Leinenband erschienen Wir sind überzeugt, daß In unserem Leser'rel», der. wie mir zahlreichen Acußerungen entnehmen durs'en, mit größter Anteilnahme den spannenden Sch"de- ningen der Dichterin au» ihrer Moselheimat geso'gt ist, auch für diese Buchausgabe de, wertvoll n Romans großes Interesse Mkht (555) KRAFT« LICHT- ZENTRALEN MIT DOPPELKOLBEN DIESELMOTOREN JUNKERS JUNKERS - MOTORENBAU G.M.B.K. DESSAU 2ii»a Kronen - Konserven von C Th. Lampe, Braunschweig die bekannte erstklass. Marke verkaufe mit 10% Preisermäßigung Heinrich Driesch Seltersweg 70 Telephon 781 4543a National BION 1>1\O. GIF,! Lindenplatt 1 Küize Aus'teUun -sra Bahnhofskolonnade. Carilas-Slßrüßvorsorge, Mainz Aufnahmen bis zu 80 Jahren! Keme nml. lln erli ch! Stein* War e eitI RechiSa svriikb nm das Sterbegeld! Monatsbeitrag 50 Pfennig. Bel mebrfadier Bettragelelstung mehr» fartje - Stci beoclb bis 1200 Mk Das Ster ur aelo steigt nad) dn \Ker fitberun ifluebtnaimaen um die Gewinn- amei e unö öe«en Hinten. flinber vo n 2.-16. VeUciioiabr lind in tue tkrfidjcruna ber (Ei ern kostenlos ciiiacidjloflcu. Bel Tod durch Unfall dovv. Sterbegeld. Das Lteruekaviiat ift garan ten durch da» kirchlich Ucuent rmmo.Heue unb aut tunbterir BerstcheruugS - Unictnebmen Neuer 'M la;*, Vrbcn'ueifldKrunalW' nk Akttengesellichal In 'uöioiaebafen a. Rh. Anträgen und An tclbimn beim Far tnS- verband, Main»»Eai staobaus. oder dessen r-et tretet: Herr A. Schönhaber, Gießen Bleich 'raste 44.•*" Apfelwein in Flaschen unb Gebinden liefert in g u t e r Qualität 41 "D S. Berker ApfeiwetnkeUerei, Keffelbach Fernruf Amt Lonbork 28 leb bringe meine defekten Reifen nur zur *»»d VulkanOieranllalt Göbel Gieben. Schiffen bergen Weg 24 Pfuhl-Pumpen 2900 __erhfL mit 5 Jahr Garantie u. r 11 Tag ’tirobeifh, leniai unb U liet. in verleb.Grö i.u.Aueiübr. Karl Germer, Wampen bau Heuchelheim b. <• ieüen Preisliste grast» und «ranfo. Einvlehle gleichzeitig meine IjBjl Jabr. 1. aenr.Vrbei manlcheiirn Är A •üraüf Stonür. o.l*«0 veniach einichL Reparaturen Kräutertee! 1 Crgamlaior. ev«l. mit Äolonne. von Groh- oraantfa ton fofort gesucht. Aniangsverd. Lik. 600.—. irür «Vachkräne nie wieder- kehrende Gelegenheii! Cnerten n F. 1.1216 an ÄnaoBCtaanaid, Leiprij, Simfonhr. 3. Bckanntuiachiiug. In unser flanbeldrcgiflet Abteilung A wurde eingetragen: Am 24. April 1928: a) bezüglich bet Firma Hessische Lehrrnittelanstalt L)r. Wy- nelen 4 Eo. in Gießen: Die Firma ist erloschen, b) bezüglich der Firma Hermann Stern in Gießen: Da» Geschäft nebst Firma ist aus Hermann Stern Witwe, Fanny geb. Heß und Kaufmann Isidor Stern, beide in Gießen, übergegangen. Der Isidor Stern Ehefrau Gertrud geb. Mecklenburg in Gießen ist Prokura erteilt. Die offene Handelsgesellschaft hat am 29. Juli 1925 begonnen. Am 26. April 1928: Die Firma Syenit- und Granitwcrk Martin Schmall in Gießen. Inhaber ist der Bildhauer Martiti Schmal! in Gießen. 4637 D Gießen, ben 1. Mai 1928. __________Hessische» Amtsgericht.__________ 9lrbcif(tX)crqebiiiiq. Erd- und Maurer-, Zimmer-, Dachdecker- unb Älempnetatbeiten für die Herstellung । von 8 Einsamilien- = 4 Doppelhäuser werden zum äsfentlichen Wettbewerb aus- I geschrieben. | Angebotsvordrucke sind bei dem Vorsitzenden (tedm. Neichsbahninsp. Schmidt, ReichSbahn-BetriebSaml 1, hier) gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich, woselbst auch die Zeichnungen und Bedingungen eingesehen werden-können. Tie Angebote sind bi- spätestens 14. Mai 1928, 12 Uhr mittags, an die Adreile bei 1. Schriftführers, Herrn Wilhelm Weber, hier, Wetzlarer Weg Rr. 61II, mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen. 46820 i Oefsnung der Angebote am 14. Mai 1928, G Uhr abend», im Sitzungszimmer des Reichsbahn-Betnebsamis I, hier. Zuschlagsfrist 2 Wochen, freie Auswahl bleibt vorbehalten. Eisenbahner-Heimstätten-Berein e. V. m. b. H. Gießen. ______Weber.___________Schmidt. Bullenverkauf. Tie Gemeinde Rödgen verlauft auf dem Submissionswege einen fetten Simmental« Lullen. Angebote mit pro Zentner Lebendgewicht smd bi5 »um Montag, dem 7. Mai, nachmittags 2 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichen. Nähere Bedingungen sind dort einzusehen. Rödgen, den ö. Mai 1928. Hess. Bürgermeisterei. ____________Wagner._______4644 D MMWW Montag, bea 7. Mai, nachmittag» ab 2 llhr, »ersteigere ich im ,^öwev", Neuenweg 28: 1 Partie Schuhe, 1 Speisezimmer, 2 -leiderlchränke, 1 Tisch, 1 Sofa mit 6 Stühlen, 1 Chaiselongue, 1 Sekretär, 2 Luchenichränke, 1 Kommode, 1 Sic- line, 1 Staubsauger, 1 Kinderschreibpult, Betten (neu und gebraucht), Nähma- schinen, Federbetten, Herren- u. Damenräder u. v. a. 4670D Versteigerung bestimmt, g Ludwig Hartmcy Auktionator und Tarator Neuenweg 28, Telephon 1414. Flecktabelle J 1 In allen Fachgeeohllten erhältlich. Originalflaschen zu 0.50, 0.80,1.40 Mk. 8«»rjder Iraner. Eei-Werke. Berlle vnd Daexif. Sleinliredier Siebtrommeln Feldbahnen" H. Ring, Lollar. Teleph.SU. la Portland Zement bester Qualität, unter Syndikatspreis C. Rübsamen, Gießen S97D Fernsprecher 1059 HAUSRAT? GIESSEN, LMe*Fleij I MÖBEL— GUT - PREISWERT • Bequeme Teilzahlung l «wu Stein Stäben und kein Stursten mehr. Sersii wäscht allein durch kurzes Stochen. Mein großer Tolal-Aiisverkauf wegen Geschäftsaufgabe tisäinnl Monlad, 7. Mai! Ich gewähre auf meine sämtlichen Waren, wie Kleiderstoffe, Damenkonfektion Weißwaren. Herrenartikel 10,20lind307Äft Sammel, Baholiofstr. 8 4647D KuxmannrHüdet leicht und schnell! Ihasdiinenfalicik Kux mann s Co.Biclefeld Walltorstrahe 33 3I7SD WM WACHS in der 7CU53IS Jjnzvi 1 r'JT5 tun Miet- und Verkäuflichen! 3638D sich seit zehnten hat Jahr- Wilh.Carl Schmidt, Elektro-installationsgeachäft Oiehen. Goethestrahe 23 Ingenieur H.Brinkmann, l-lektro-Install -Geschäft Oiefaen, Bahnhofstraße 56 und Neuen Blue 17 Georg Appel, Elektro-Inatall.-Oesrhält. Gieken, Seltersweg 56 Heinrich Oer lach, Wetzlar, Sielhöferstraße 32. Generalvertretung und Fabrikniederlage: Fritz Sdiebaum, Giefeen Verbrauchen Sie nicht unnötig Ihre Kraft! Bohnern Sie Ihre Fußböden, Linoleum und Parkette bequem, rasch und elektrisch mit einer JOHNSON elektrischen Bohnermaschine Mieten Sie sie im nächsten Laden aui einen ganzen oder halben Tag gegen geringe Gebühr. JOHNSON’S ganzen Weit vorzüglich bewährt. Verlangen Sie darum ausdrücklich Johnson*! Wachs. Deutsche Racine-Gesellschaft Berlin Alleinvertrieb für Regierungsbezirk Kassel. Freistaat Hessen und Waldeck Landwehr*Schultx,Eiektr - ■■ Gesellschaft, Kassel, Operustraße 9. MW ohne Operation, ohne Derufssrörung wurt« bur* un|«r« Behandlungsart |ogar in |d)to«fitl. Institut ,llr orthopädische Srud)bebanblung, •- m. b. H., Hamburg, Esplanade 6 (fielt, r,t: Dr. H. fi. Meyer). Mltcstr» uno grdtzte» ärztliches Institut dicser Art. FLÜSSIGES WACHS § = ! 4624» holung 4467a empfiehlt m»d 4653a r* V' Singer Nähmaschinen Aktiengessllschaft Gießen, Marklplalz 22. Telephon 204. Eigene Werkstätte. Fachgeschäfte und Städtische Elektrizitäts werke, Kietzen Hierfür als vorteilhaft und wirtschaftlich zu empfehleni Elektro-Oekonomapparate Kochplatten, Herde und Backhauben Kochtöpfe und TischgerAte Heißwasserspeicher für Küchen und Badezwecka Bügeleisen, Waschautomat« und Maschinen, Ventilatoren Staubsauger und Bohner Heizöfen, FubwAnner Sanitäre Apparate, Höhensonnen Kostenlose Beratung / Teilzahlung Will. Kohlennann, Stüfcrci, Reparaturen von Nähmaschinen schnell und billig, Auf Wunsch Ab- SartODD- nflümofdilnen Adler-, Diamant-, Presto-, Torpedo- PaarrAder Triompb-Moiorrtder Grammophone au flünitinen .Hab* lunn»bebinaunflen 3atob Schupp LelierSwea K4 H Heporoi -lverMülle ^eldUllc7eher?ei7^ prima naturreinen ich!« Zur Photo-Saifon empfehle ich mein reichhaltiges Lager in PM-Aiwaien führender Firmen Wir bieten Ihnen Gelegenheit, fleh einen Apparat in jeder Preislage anzulegen. Bel Kaut eines Apparates erlernen Sie kostenlos fachgemäßes Photographieren.--Platten, Filme, Papiere In allen Fabrikaten kauten Sie in nur stets frfleber Ware. — — Entwickeln, Kopieren zu herabgesetzten Prellen, trotz bester Behandlung Ihrer Arbeiten, die Ihnen nur ein Fachmann bieten kann. - — Vergröberungen in Schwarz oder Sepia bei billigster Berechnung, ✓ Viele Anerkennungen. Spezial-Photo-Fachgefchäft Karl Berit Gießen, Batinloölraße 61 Jeder Stromabnehmer mit Doppeltarifzähler Muster (Beb 4659D billigst abzugeben. Bahnhofstr. IM APOTHEKEN von hervorragender Schönheit in Riesenauswahl erstaunlich billig L« Bernard, Plodcstr» 16 Größtes Spezialstoffgeschäft am Platze 4«v» HASS1A- Dhümasdinei Hackmaschinen Scbroimühlen Back o-ÄauMplitite ferner; Ulmer Pflüge. Deering^läh- maschf nen. alle landw. Match inen A. J. Tröster / Butzbach i”j Sperrholz a incj trtif Waboon n. Slicicr 3-2->inm « i » ° Breuer unö Dielen aller ’stärfen, • ftüiDcbilcte unö bauetifdje brenfortcn. bei denen eine Preiserhöhung von 4 Mk. ober etwas darunter nicht vorgenommen worden ist. ein ziemlich großer Spielraum für weitere Preissteigerungen. die nach den getroffenen Vereinbarungen je nach Lage beschloßen werden können. In den nächsten Tagen werden auch die Sommerrabatte für Händler mit Gültigkeit ab 1. Mai bekanntgegeben werden, die jedoch, da sie sich nicht auf alle Kohlensorten. die von der Preiserhöhung betrof'cm wurden, sondern nur auf BrechkoiS und einzelne Hausbrand'orten erstrecken. auf die Wirkung tet Preiserhöhung an sich nur geringen Einfluß haben werden. Vor einer Eisenpre serhöhung? Die „Boss. Ztg." meldet auS Essen: 3n Kreisen der deutschen Eisenindustrie werden zur Zeit umfangreiche Erhebungen über die Auswirkung des Lohnschiedsspruchs im Ruhrbergbau auf die Selbstkosten der eisenschaffenden Industrie angestellt, die offenbar der Vorbereitung eines PreiserhohungS- a n t r a g 6 für Eisen dienen. Zur Wirtschaftslage. Die Direktion der Disconto-Gesekl- schuft schreibt In ihrem Monatsbericht zur Wirtschaftslage u. a.: 3m Monat März hat die deutsche Ausfuhr erstmalig die Mtlliardengrenze überschritten und damit der nominellen Wertziffer nach einen noch nicht bagetoefenen Rekord erreicht. Legt man allerdings die DvrkriegSwerte zugrunde. so bleibt die MärzauSsuhr in Höhe von 1022 Millionen Mk. immer noch um etwa 25 Prozent hinter dem monatlichen AusfuhrdurchfchnittS- wert deS 3ahres 1913 zurück, der sich auf 840 Mill. Mk. belief. Wenn auch nicht alle Vlüten- lräume gereift sind, so ift doch eine zwarlangsame, aber stetige Aufwärtsentwicklung al« Gewinn zu buchen, die dafür spricht, daß Tn steigendem Maße bisher nicht vorhandene bzw. unauSgenutzt gebliebene Ausfuhrmog- lichkeitLn erschlossen werden konnten. Die Kriegs» Zerrüttung der Weltwirtschaft hat wieder normaleren Verhältnissen Platz gemacht, und in einer Reihe von Ländern, die als Exnortziele für uns besonders in Betracht kommen, ist ein Konjunkturanstieg oder wenigstens ein Rachlassen der Depression zu verzeichnen. Davon Hal auch der deutsche Erpvrt profitiert. Auf zwei andere Momente kann in diesem Zusammenhang noch verwiesen werde»: einmal die Tatsache der feit der Stabilisierung im ganzen doch ständig for:gc!chrtltenen Verdes- ’crung der deut schen Wirts chaft«- bebingungen überhaupt, die in vermehrter Produktion und in gesteigertem Jnlandabfay in Erscheinung tritt. Wenn auch der Jnlandmarkt für die meisten Industrien weitaus der größte Kunde ist. so wird er andererseits in dem Maste, wie er sich verbreitert und durch die damit mögliche Produktionserhöhung die Gestehungskosten senkt, zu einer nicht hoch genug e>nzu schätzenden Slüyc für die Srportfähigkeit. Ein weiteres Moment, das den deutschen Export gefördert hat. ist psychologischer Art D.e Vereittoil- 11g f e i t b q« Auslandes, deutsche Ware n z u laufen, die unter den Rachwirkungen des Krieges und der antideutschen Propaganda sehr gelitten hatte, ist wiederhergestclll. An die Stelle politischer Sentiments find wieder wirtschaftliche Hcberlogungcn getreten, und die Qualität der deutschen Ware bewährt sich alS Werbemittel. 3mmerhin schllcßl da« erste Quartal des lausenden Jahre« mit einem Einfuhrüberschuß von einer runden Milliarde ab. Dem stehen im Auslände langfristig auf genommene Anleihen in Höh« von nur einem Drittel diese« Betrage« gegenüber. E« ist wenig wahrscheinlich, nicht zuletzt wegen der Haltung der zuständigen Stellen in der Frage der Öffentlichen Auslandanlerhen. baß eine neue Periode starken langfristigen Kapital- zustromS bevorsteht. In der Privatwirtschaft ift die Zahl der Unlerncbmungen. die für ausländische« Anleih.kapital aufnahmefähig sind, beschränkt. Rach alledem ist vorn Standpunkt de« Ausgleichs der Zahlungsbilanz, deren Passivseite ja außerdem durch die Transser- beöürfntffe bei Reparationsagenten zunehmend belastet wird, di« dringliche Ro!wend'.gleit einer fortgesetzten Besserung unterer Handelsbilanz unabweisbar. Es hat den Anschein, daß diese Besserung für die nächsten Monate eher durch A u S fuhrst e i g e r u n g . als durch Einfuhrbeschränkung zu erwarten ist. Zwar dürften im Verlaufe des 3ahreS 1927 und namentlich auch noch in den ersten Monaten die'es JahreS sehr cift bliche Boreindeckungen in Rohstoffen borgenommen worden sein. Hiernach ist für die nächsten Monate eine gewisse Entlastung der Handelsbilanz möglich, jedenfalls eine Erhöhung de« Rohstoffbedarfs nicht wahrscheinlich. Eiire Steigerung der Brotaetreideeinfuhr. die al« Saison- erscheinung in jedem 3ahre in den le: ten Monaten vor der neuen Ernte eintritt, wird allerdings nicht ausbleiben. Es ist unter dem (.'Gesichtspunkt der oben betonten Rrtwendigle t der Verbesserung der Handelsbilanz eine Frage von weittragender Bedeutung, ob und wie weit bei der jüngsten Steigerung der Ausfuhr mit einer dauerhaften Entwicklungstendenz gerechnet werden kann. Jedenfalls ist es unverkennbar, daß die Abschwächung der inländischen Konjunktur den Anstoß zur Efportsteige- rung gegeben hat. Ob diese gehalten oder gor noch höher getrieben werden kann, ist aber vor allem eine Frage der Preis« unb damit der Selbstkosten. Wochenbericht vom $ranffurfer Effektenmarkt. Auch In dieser Woche blieb die Stimmung an der Börse f e ft. Gekennzeichnet war die allgemeine Börsensituation wieder durch aniaueinbe und verschiedentlich sehr lebha te Rach rage nach Spezialwerten. Wieder einmal zeigte sich hierbei der starke Einfluß, der vo i (eiten >eS AuSlandeS auf d.e Te ikenzges.altung der deutschen Börsen auggeübt wird. DaS anhaltend lebhafte Interesse d s Auslandes für verschiedene deutsche Werte war der Hauptgrund für die Festigkeit der Börse. Zunächst, als die heimische Spekulation starke Abga ee.reigung bekundete. wir.ten die Kau e, die namentlich für englische ur.b amerikanische Rechnung vorgenommen wurden, kursstützend, späterhin anregend zu neuen Engagements der Kulisse Wenn «bie Spekulation auch später stark mitgezogen wurde und größere 11 iternehmungslust an Den Tag legte, so bekundete sie doch stets Reiguig, ihre Engagements bald wieder alatlzustellen. Schließlich trat jedoch eine Beschleunigung in geschichte der verwöhnten Hetäre Marguerite, in deren Leben auf einmal nach tausend Tändeleien und Abenteuerchen die große, einzige und wahre Liebe tritt in dem Augenblick, wo Armand, der Sohn deS Generaldirektors Duval, Öjr begegnet. Unb deren kurzes Liebesglück zerbrechen muh snach dem puolikumSsicheren Ratschluß Dumas' des EohneS) an der „Vergangenheit“, an allerlei Mißverständnissen und böten Briefen, an der Eifersucht unb an falschen Schwüren an der Hartherzigkeit des alten Duval und an der unheilbaren Krankheit, der Marguerite erliegen muß. alS endlich alles gut werden könnte, und als Armand reuig zu ihr zurückgckchrt ift Aber wir wollten ja nicht von diesem Stück sprechen über das eS nichts mehr zu sagen gibt. ES kommt nicht daraus an. was alles geschieht. Wie es geschieht, wie die Schauspielerin Asta Rielsen es geschehen läßt — daraus kommt es an. Man kann es mit wiederholen: Leidenschaft. Erregtheit des Herzens im Glück des Besitzes und in der Verzweiflung des Verlieren« und Verzichtenmüssens — ohne alle Pose, ohne Tbeater ohne Mätzchen, ohne große Gesten, ja ohne ein einzige« lautes Wort. Alles gana verhalten, halblaut, nach innen getrieben. Und tn dieser Gedämpftheit der Gestaltung, diesem „Con Sordino“ der Stimme liegt wohl ein großer Teil des Geheimnisses, ter ganz außerordentlichen Wirkung beschlossen. Den Höhepunkt bildete unserem Empfinden nach nicht die berühmte Sterbeszene, sondern die große Auseinandersetzung mit dem alten Duval und der Abschied von Armand im dritten Akt: vir wissen unter den deutschen Schauspielerinnen nur eine. Der hier eine ebenbürtige Leistung zuzutrauen ift: Käthe Dorsch. — Das Ensemble, mit dem die Rielsen reift, ift guter Durchschnitt: nicht mehr, nicht weniger. Den Armand gab Hans Karl Magnus mit Geschmack und einem wohltuend beherrschten Temperament: der alte Duval, der schrecklich wirken kann, wurde von Rudolf Z e i f e l mit taktvoller Zurüährliung behandelt. Von den übrigen. Keller-Rebri (Vanille) und Gustel Hansen (Prudence). Für die Regie, zu der kaum etwas zu bemerken ift, die aber jedenfalls nichts verdarb, zeichnete Gregory E h m a r a. (Der vierte All war einen Augenblick durch den zu früh kommenden Vorhang gefährdet.) Die Rielsen wurde zum Schluß nach Gebühr gefeiert. Hnb es wurden — nicht nur auf dec Bühne — viele heimliche Tränen gemeint. Dr. Th. Hochschulnachrichten. Der o. Professor an b?r bulgarischen Universität in Sofia Dr. med. vet. Heinrich Bittner ist zum ordentlichen Professor für Anatomie und Gewerbelehre an der tierärztlichen Hochschule in Berlin alS Rachfolger von Geheimrat Schmalh ernannt Word em Der ordentliche Professor für neuteftament- liH« Wis eifdbait D. Dr. Erich Klostermann in Königsberg Hal ei.iai Ruf an die Universität Halle als Rachfolger von Prof. P. Feine erhalten und zum 1. Oktober 1923 angenommen — Prof. Dr. Gerhard Hoffmann in Königsberg hat den an ihn ergangenen Rui auf das Ordinariat der Phyfik an der Universität Halle alS Rachfolger von ©. Hery angenommen. — Der durch die Emeritierung de« Geh. Rats Prof. Brir an der Technischen Hochschule inEharlottenburg erledigte Lehrstuhl für Städtebau und städtischen Straßenbau ist dem Stadtbaurat H. Ehkgöy in Essen angeboten worden. — Auf den Lehrstuhl für Raumkunst und Ornamentik an der Technischen Hochschule in Hannover als Rachfolger von Geheimrat G. Halmhuber ist der Direktor der Kunftgewerbe- schule in Halle, T h i e r s ch. berufen worden. Thiersch hat den Rus angenommen. — Auf den an der Technischen Hochschule in Breslau neuerrichteten Lehrstuhl für Markscheidekunde und Geophysik ist Direktor Dr. L. Mintrop in Hannover berufen Worten. Für dos Fach der Kunstgeschichte habllitierte sich in der Marburger philosophischen Fakultät Dr. phiL Hans Weigert, Assistent am kunstgeschichtlichen Seminar, mit einer Schrift „Die Entwicklung des deutschen Ornaments, ein Beitrag zum Problem der Periodif. Seit Juli 1926 ist Weigert Assistent Prosesior Hamanns am Marburger kunstgeschichtlichen Seminar. Er ist Heraus- pber^bed „Marburger Jahrbuchs für ftunftroiffen* drr AufwärtSbewegung mehrerer bevorzugter Werte ein, die vielen Dörsenbesuchrrn ai- zu stark und nicht ganz gerechtfertigt erschien. Die vorliegenden ungünstigen Momente wurden kaum beachtet. Lo veranlaßter die Verhandlungen zwecks KoylenpreiSerhShung zwar zunächst für Montanwerke eine gewisse Zuruckhaltung, svätrr aber. al- die Koh'e:rpreiSer- höhurg beschlossen wurde, wirkte dies eher anregend, und über die damit verbundenen ungünstigen Erscheinungen sür daS Wirtscha tsleben machte sich die Börse wieder wenig Sorgen. Andererseits konnte jedoch auch der günstige Geschäftsbericht der I.-G.-Jarbenindustrie zunächst keine stärkere Wirkung aus die Börse ausüben. Wenig beachtet tourt».n auch dir verschiedenen HanoelSkammerberichte. nah denen zwar dis Desamtlage wenig verändert ist, aber doch fast überall ein Rückgang in der Kon- junkturentwicklung eintrat. Die vorlie- a'.nden WirtschaltSberichte verschiedener Droß- oanken, so der Commerzbank, der Dresdener Bank und der DiScontogesellschast. die a le auf einen optimistischeren Ton abgestimmt sind, wurden von der Börse günstig ausgenommen. Man nahm an, das; die Banklundschaft, durch diese Berichte angeregt, verschiedentlich mit Kaus- vrdrrS an den Markt kommen werde. Die Beteiligung beS privaten Publikum- dürfte jedoch im allgemeinen nicht erheblich gewesen fein. Al- günstige Momente führte man ferner die große Festigkeit der Auslandbörsen und die glatte Llcberwindung de- Ultimo- an Der Zahltag bereitete keinerlei Schwierigkeiten. Am Geldmarkt trat iedoch. wie die- immer kurz nach dem Ultimo der Fall $u sein pflegt, eine anhaltende Versteifung ein. Tagesgeld war zu 7J5O Prozent gesucht. Die starke Anspannung der Reichsbank nach dem Ultimoausweis entsprach den Erwartungen der Börse. 3m Vordergründe de- Interesses standen In dieser Woche I.-G.- Farben, die für englische und amerikanische Rechnung in großen Posten aus dem Markte genommen wurden und 16 Prozent gewonnen. 3m Zusammenhang damit waren Rheinstahl stark verlangt und 14 Prozent gesteigert. Ilse Bergbau waren vorübergehend bis 320 Prozent gesteigert. Lebhafte Umsätze verzeichneten ferner Elektrowerte unter Führung von Siemen-, die 18 Prozent anzogen. Sonst gab es an diesem Markte 4- bis i2prozentige KursoesserungLn. Auf angeblich günstigen Kaliabsatz lagen die Kalitoerte bis 20 Prozent fester. Scheideanstalt konnten sich 11 Prozent erholen. 3m übrigen konnten sich zumeist Kurserhöhungen von 3 bis zu 10 Prozent durchsetzen. Deutsche Anleihen und ausländische Renten lagen still und eher schwächer. 3m Freiverkehr ließ das Geschäft in den amerikanischen Kunstseidewerten stärker noch. Enka mit 76' 2 und Gla izstoff com- mon shares mit 110 Dollar waren abgeschwächt. Rur Agfa Ansco lagen fest. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Am Frankfurter Produktenmarkt trat in der neuen Woche größere Unlust zu Tage, da vom Auslände schwächere Votierungen und ungünstig lautende Meldungen eintrafen. Auch die günstigen Wetterberichte übten einen gewissen Druck auf die allgemeine Tendenz auS. Aus diesen Gründen verhielten sich die Käufer reserviert, so daß daS Geschäft nur lang« sarn in Gang kommen konnte. Die Beteiligung des Auslandes an den deutschen Produkten» Märkten hat ebenfalls stark nachgelassen, doch traten noch vereinzelt der Export und die 3n- dustrie als Käufer auf, was dem Markte aber kedfl besonderes Gepräge gab, da die zweite Hand auf Gewinnmitnahmen genügend Ware an den Markt brachte, so daß der Nachfrage immer schnellsten- Rechnung getragen werden konnte. Von den Mühlen wurden verschiedentlich, aber nur in den dringendsten Fällen, Deckungen vvrgenommen. Weizen war zu billigeren Preisen stark angeboten Die Umsätze blieben begrenzt. Rur Weizen für Futterztoecke fand Unterkunft. Roggen, der in letzter Zett immer lebhaft begehrt war, lag am stärksten vernachlässigt. Etwas größeres Geschäft konnte sich nur am Futtermittelmarkt auf Deckungen der Landwirtschaft entwickeln. Hauptsächlich Mais' für Futterzwecke war stark begehrt, die höheren Preise wurden glatt bewilligt. Auch Mais für Industriezwecke war im Zusammenhang damit lebhafter gesucht. Von Kleie hatte Roggen- kleie größere Umsätze zu verzeichnen. Auch Weizenmehl war bevorzugt. Sonst blieben die Umsätze klein. Vorübergehend trat eine Besserung der Marktlage ein. Die Tendenz wurde fest, doch trat plötzlich auf die wieder erneut schwächeren Rotierungen ein T-mdenzumschwung ein. Daraufhin wurde zum Wochenschluß das f Geschäft stiller, und die Umsätze beschränkten sich au» ein Minimum, da die Käufer allgemein mit einem weiteren Sinken der Preise, rechnen. 3m Vergleich zu den Rotierungen der vergangenen Wochr gab Weizen 0.25 Mark, Roggen 0.50 Mark nach. Hafer blieb gut bc- hauptet. Mais für Futterztoecke konnte 050 Mark und Mais für andere Zwecke 0L5 Mark anziehen. Weizenmehl getoann 0.25 Mark, Roggenmehl blieb behauptet und Roggenkleie konnte 050 Mark gewinnen Die Woche schloß zu folgr.iden Votierungen Weizen 1 27-27.25. Roggen 29. Hafer int. 27.75—28.25. Mais für Futterztoecke 24.25 2450. Mais für andere Zwecke 25 bis 25,50. Weizenmehl 38.50 - 40, Roggenmehl 15.75, Roggenlleie 1750. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Das Gefchäft am Frankfurter Schlacht- v i e h m a r k t konnte sich in der verflossenen Woche nur zögernd entwickeln. Die Metzger schritten nur langsam zu Ab'chlü len. auch die auswärtige Kundschaft beteilizte sich kaum am Geschäft. Am Hauptmorit wurden Schweine lebhafter gehandelt, was mit dem Mangel an Qualitätsware in Zusammenhang zu bringen ist. Die Preise konnten daher am Montagsmarkt vorübergehend beträchtlich anziehrn. Rinder verblieben in größerem Maße, da drr Bedarf der Metzger sehr gering war. obwohl gute und billigere Ware genügend vorhanden war. Der Gesamtaustrieb bestand auS 1533 Rindrrn. darunter 306 Ochsen. 70 Bullen. 722 Kühen. 390 Färsen, ferner au- 1553 Kälbern, 175 Schafen und 6356 Schweinen. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 58 bis 62, ll 54 bis 57, BI 50 bis 53. II 46 bis 49. C 42 bis 45, Bullen A 50 bis 55. B 45 bis 49. Kühe A 43 bis 48. B 37 bis 42, C 32 biS 36, D 24 bis 31. Färsen A 58 bis 62. B 54 bis 57, C 48 bis 53. Kälber B 70 bis 74, C 63 bis 69, D 52 big 62. Schafe A 55 biS 58, C 35 bis 44, SchweineB 50 bis 52. C 51 bi- 53, D 51 bis 53, E 46 bis 50. Verglichen mit den Rotierungen drr vergangenen Woche, gaben Rinder eine Mark, Schafe bi- zu zwei Mart und Schweine bis zu einer Mark nach. • • Ueberzeichnung der Hessischen Staatsanleihe. Wie WTB. erfahrt, ist die 8proz. Hessische Staatsanleihe über 6 Mill. Mark bereits gestern überzeichnet worden. Die ZeichnungSfrist, Die bis einschl. 5. d. M. lief, ist demzufolge sofort geschlossen worden. ■* Der Eisenerzbergbau im Lahn- Dillgebiet und Oberhessen im April. Der 1. April hat neue Belastungen sür den Eisensteinbergbau gebracht. Die Arveitszeit über Tage ist um 21/» Stunden verkürzt worben, trotz anerkannter Notlage. Man gewährt dem Eisensteinbergbau nicht die für notwendig erachteten Erleichterungen und Hilfen, sondern erschwert weiter seine Daseinsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach Eisenerzen hat nachgelassen. • Auslandanleihe der Stadt Darm- stad t. Gin Bankenkonsortium, dem u. a. die Danat-Bank, die Deutsche Bank, die Disconto- Gesellschaft, die Hessische Staatsbank und verschiedene ander« Banken angehören, hat mit der Stadt Darmstadt eine achtprozentige Anleihe im Betrage von 4 MiN. Mk. abgeschlossen. Die Anleihe wird bis 1934 unkündbar sein und alS- dann innerhalb von 20 3ähren durch Auslosung getilgt. Die Auflegung der Zeichnungslisten wird bereits Anfang nächster Woche erfolgen. Der Emifsionskurs beträgt voraussichtlich 93,50 Proz. • Frankfurter Bank. Die Generalversammlung genehmigte den bekannten Abschluß mit 7 Prozent Dividende auf die Stammaktien. * Voigt & Hciesfner A. - G., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht hatte der starke Bestellungseingang namentlich in der zweiten Jahreshälfte 1927 wesentlich höhere Umsätze zur Folge, sowie auch die Herübernahme eines beträchtlichen Auftragsbestandes in daS neue Jahr. Es wurde ein Rohgetoinn von (alleS in Mill. Mark).4.21 (3.56) erzielt. Unkosten und Steuern beanspruchten 2.98 (2.70), Abschreibungen 0.55 (0.38). Es verbleibt ein Reingewinn von 0.731 (0.521), woraus bekanntlich 8 (6) Prozent Dividende auf die Stamm- und wieder 7 Prozent auf die Vorzugsaktien verteilt werden sollen. Dem Wohlfahrtsfonds sollen 0.050 (0.040) überwiesen und die restlichen 0.067 (0.050) -vorgetragen werden. Für bas neue Jahr wird wieder ein befriedigender Abschluß erhofft. (G. D. 18. Mai.) * ©mag Elektrizitäts A -G., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung erledigte die Regularien. Danach gelangen 7 Prozent Dividende für dcS Geschäftsjahr 1927 zur Verteilung. Von Verwaltungsseite wurde ausgeführt, die vorliegenden Aufträge, die nach einem gewissen Stillsten- in den ersten IahreSmonaten jetzt wieder ttrr.n^t einsetzen, ließen eine toeit>?rc günstige Entwicklung öti Unternehmens im laufenden Jahre erwarten. 3m neuen 3 .hr K der Zugang an Aufträgen um 405 P rezent und der Versand km 313 Prozent gest eg * Wahtz & Frey tag A.-G.. Front- f u r t a. M. Wie WTB. erfährt, werden der auf End« Mai einzuberufenden Gencralveria-nm- lung wieder 10 Prozent Dividende au- das von 8 auf 12 Millionen Mark erhöhte Aktienlaoi-ai vorgeschlagen werden. Der gegenwärtige Auftragseingang sei erheblich höher gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres. • LH. Goldschmidt A. - G. Essen. Dem Bericht ist folgendes -u entnehmen: Der süddeutsch« Werlsbesitz ist im Jahr« 1927 an die der A.-G. nah flehende Chemisch« Fabrik Buckau in Ammendocs zu einem günstigen Kaufpreis übertragen worden. Di« Zweigniederlassung Mannheim Rheinau ist aufgehoben worden. Der amerikanische Kredit ist um 800 000 Wk. getilgt worden und beträgt roch 2*/t Millionen. Die Anleiheschuld beträgt jetzt noch 300 000 Mk. Di« Hypothekenschulden sind auf 109 000 Mk. herabgesetzt worden. Auf dein Gebiete der Weiß- blech-Lntzinnung konnte der Mengenumsatz etwa- erhöht werden. Die olumino.hermlsu c Abteilung ist gut beschäftigt. Die Cinsuhruns trr hochdifpecsen Mennige hat die Geiellschafl l.r erfolgreich brlchäftigt. Die Tariflöhne, die (51..' em und die sozialen Lasten sind erheblich gestiegen. Die stetig« Erhöhung dieier Kosten ohne Rücksicht auf dis Leistungsfähigkeit der Werl« erfüllt die Firma mit Sorge, da sie die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt gefährdet. Trotz gesteigerter Rachfrage konnten die Preise nicht aufgebessert werden. Der Bruttogewinn beläuft sich auf 21/, Mill. Mk., der Rein- gewinn auf 1,15 Mill. Mk. Auf die Vorzugsaktien sollen 6 Prozent, auf die Stammaktien 5 Prozent Dividende verteilt werden, während 50 000 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen werden. • RütgerSwerke A.-G., Berlin. Die G.-V. setzte die Dividende auf 6 Prozent fest. DaS laufende Geschäftsjahr hat sich nach Mitteilung deS Vorstandes bisher im Rahnen deS VorajhreS befriedigend entwickelt. Der Umsatz der Betriebe im ersten Quartal wac etwas größer als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Das Gesamtergebnis der ersten drei Monate entspricht dem in der gleichen Zeit des Vorjahres, wobei die aus den letzten Transaktionen sich ergebenden Duchgewinne nicht berücksichtigt sind. Die weiteren Aussichten des Unternehmens können als nicht ungünstig bezeichnet werden, zumal sich die durchge.ührten Ratio alisirrungs- mahnahmen noch stärler auStoinen dürften. • ©in vstelbisches Braunkohlensyndikat. Die TergwerkSbesitzer deS ostelbischen Draunkohlenreviers haben sich nach langwierigen schwierigen Verhandlungen freiwillig zu einem Syndikat für die Dauer von fünf 3ahren zufammengeschlossen. Die Einigung erfolgte mit der starken Mehrheit von rund 98 Prozent. Frankfurter Börse. Frankfurt, 5. Mai. Tendenz behauptet. Nach der J e ft e r e n und lebhafteren gestrigen Abendbörse eröffnete die heutige Samstagsborse in stiller und zurückhaltender Tendenz. Der immer noch angespannte Geldmarkt löste grqfte Vorsicht aus. Das an den Markt kommende Material fand verschiedentlich nur schwer Aufnahme. Don einer Beteiligung des privaten Publikums war kaum etwas zu merken. Auch blieb das Ausland dem Geschäft fast vollkommen fern. Die Spekula t i o n jchritt ebenfalls verschiedentlich zu Realisationen, so daß die Kursgestaltung nicht einheii- lich war. Der Grundton der Tendenz blieb jedoch freundlich. Bevorzugt waren wieder einige Spezialwerle. So konnten von Z e l l ft o s s w e r - ten Waldhof 2 ProH. gewinnen. Am Elektromarkt war nur in Licht und Kraft (plus 1 Proz.) einiges Geschäft. Am Themiemarkt lagen I.-G.-Farben und Schsldeanstalt vernachlässigt und nur knapv behauptet. Goldschmidt zogen 0,75 Proz. an, auf die gesteigerte Umsatztätigke.t. Im Angebot lagen am Montanmarkt Rhcinstahl mit minus 2,25 Proz., Rheinische Braunkohlen und Mannesmann waren leicht abgeschwächt: dagegen konnten Phönix etwas anziehen. Kaliwerke lagen angeboten und etwas stiller. In Bankwerten war das Geschäft lebhafter. Bevorzugt waren Danatbank mit plus 1 Proz., Metallbonk mit 1,25 Proz. stärker begehrt. Von B a u Unternehmungen konnten Wayß & Freytag und Zement Hechelberg 1 Proz. anziehen. RSU. hatten einen Kursgewinn von 1,5 Pro;, zu verzeichnen. Am Rentenmarkt war das Geschäft still. Deutsche Anleihen lagen weiter etwas höher. Ausländer ruhig. Im Freioerkehr waren von amerikanischen Kunftseidewerken Enka mit cn. 78 Dollar und Glonzftoff Lommon Shares ftür'er verlangt. Im Verlaute konnte sich eine Ge ichäsrsbelebung auf Deckung», n der Spekulation durchsetzen Bevorzugt sind Spezialwerte: die Kurs- grwin.ie betragen neuerdings zirka 1 bi» 3 Proz. Be sonders bc; erjugt sind wieder die Elektro- wert«. Tägliches Geld unverändert 7 Proz. Äm Devisenmarkt ist die Mark weiter fest. Man ncnm Reichsmark gtq.’n Dollar 4,1790, gegen Tfa.ib 2^,402, London gti\n Kal^' 1.8510, Paris 124,0*2, Mailand 92,65, Madrid 29,33 Holland 12,0975. drrlittc ‘^örie. ^Berlin, 5. Mai Zu Bemnn der heutigen oamM.igborte tnaf das Geich in noch s-ör ruhig Die Drv-'r:- logen gröh»rn Teils n.ch, rechtzeitig vor, um schon zu den ersten Kursen gur Ausführung Zu kommen rcitene d.s Auslandes Hali In teresse anscheinc- k on, nährend das Publitum, durch die unruhiu^n Ic^en Börsenbeeinflußt^ eher mit Berkaufsordc • »cur-ur- ist. Besondere Anregungen logen n'ch nor Der Geldniarki ist Immer noch reichlich anoeivann- 'lirf-'Ug- meinen waren di« veränderu. q. n a -g-r geftem Mittag nicht groß. Die Tendenz ist at-j hehaupisi zu bezeichnen. Spezialpapier.- erreichlc.- 'war nicht Immer die höchsten Notierungen der . "-'n-n Adenddörse, lagen aber doch noch bk "•> Proz. höher, von den einzelnen Marita? b.*ti. ? :näre zu faaen: Banken und Schiss« (int be.>..iptet, Montane eher angeboten. Maxlmikianshütke und Rheinisch« Braunkohlen bis 3 Proz. schwächer. Daaenen bcstand großes Interesse für Zinkwerte (Schle- sischs Zink, Schlesische Bcuthen, Stollwerker Zink), oei denen die Verhandlungen über ein internationales Zinkkartell anregten und die auch Im Per. hältnis zu der vorgcschlagenen Dividende als billig angesehen werden Elektrowerte recht fest und bis zu 5 Proz. höher. S p r i t a 11 i e n bei grö< beten Umsätzen um 5 bis 7 Prozent gesteigert. Warenhauswechsel hatten wieder etwas lebhafteres Geschäft als in den letzten Tagen (plus zirka 5 Pro,;.). Dagegen Polyphon vollständig oernach. lässtgt. Soitft fielen mit starken Veränderungen noch auf Mannesmann 47 Pro-., Lorenz plus 8,2o Proz.. Schlesische Texiil plus .3 Pro; Dagegen RAG. minus 4,25 Proz. und Eisenbahnverkehr minus 5 Proz. Deutsche Anleihen fester. Ausländer uneinheitlich. Merikaner schwach. Mazedonier und Anatolier plus 0,25 bis 0,50 Proz. Pfandbriefmarkt noch unentwickelt. Der Geldmarkt war unverändert Im Verlaufe erzielten Spezialwerte neue 1- bis -pro- zentige Steigerungen, ohne daß es -u bedeuten- den Umsätzen gekommen wäre. Besonders fest Deutsche Atlanten plus 4 Proz. Karstadt plus 3,5 und Miag plus 6,5 Proz. Ein Grund für die Steigerung der letzteren war nicht zu erfahren. Auffallend schwach Polyphon mit minus 5 Proz. Kunst und Wissenschaft. Ausstellung „Das Deutsch« Porzellan- Wiesbaden 1928. Der große Saal im Paullnenschlößchen wird für die Ausstellung »Das Deutsche Porzellan- Wiesbaben 1928 vollkommen umgestaltet, insbesondere ist eine wesentliche Erweiterung bet Galerie zur Gewinnung eine- neuen Au-stel- lungssaals vorgenommen worden, der naturgemäß dem ganzen Saal auch ein völlig neue« Gepräge gibt. 3m Saal selbst werden ringt unter den Galerien Glasvitrinen eingebaut. In denen vorwiegend bl« Staatlichen Manufakturen Berlin, Meißen, Rymphenburg, sowie die Historische Abteilung untergrbracht. Eine besonder« Seßenswürdigkeit wird auf der Ausstellung Berlin das sogenannte ,Hindenburg-PorzellMv' bar- stellen, dessen Service für 36 Personen die Staatliche Manufaktur Berlin im Auftrag der Reichsregierung als Geschenk für den Reichspräsidenten zu dessen 80. GeburiStag angefertigt hat. Vermischtes. Dootsunglück auf dem Starnberger See Auf dem Starnberger See kenterte ein Segelboot infolge einer plötzlich auftretenden Döe. Don den drei ynfaffen sind der 21 Jahre alte Groß« Händlersohn Simon Schmitt und der 22 Jahre alte Kausmannssohn Hans Gleichner, beide aus München, ertrunken. Ein löjähriges Mädchen wurde nach zwei Stunden in bewußtlosem Zustande von einem Dampfer gerettet. 3m Sleinbruch verschüttet. Infolge Rachrutschen von Gestein-masfen in einem Steinbruch bei Cagoubran in bet Rähe von Toulon sind mehrere Arbeiter ums Leben gekommen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse 3r' aufc’urt a. M D-rlin Daium 4 6. ♦ 5 I 5.5. 5.5. 8?.5 6Z.6 l«!t| 130 .-5 150.75 «61 76 8 17.7 15« 877 <97. 71 55 169 - 2iS. 7 901 16 336 5.85 4 119,76 112 110.4 90 8o < 11,1 188 18.4 S.55 83,t 153 91,4 21 87.9 0 M.Z5 89 96.9 150 174 48 ti . 104.6 149 Banknoten. 84 »94.*! ne 5 110,6 110 4 10 1774 Die hinter den Papieren angelübrten Dividende an. — die der , Lombarb;inSttiß 8 Prozent. 7 8,05 »,» 153 85 117.75 f 0 2.05 13.4 QlöJn ritxrfc Söl,'N-ursien nn nee mann 10 8 R 12 1< 89.75 129 17(1 litt l«.' <82 6 IM •.*97 ll 16 890 : I« 204.85 336 > 0 ( o i 190.6 '48.» sh 10 10 30, I -'M.36 I All.» 3W <81 Tö 135 116.5 144 103 .'88 4 ».♦5 8i 136.9 tt.9 86 899 404.5 1,05 13.15 58 1.75 48 89. Zo 96.5 r»9 178.25 97.85 1 47 73 TW 5.-6 897 roll 137 814.5 171 195.25 n 136.75 ISO 146.76 182.25 | 94 156 70.5 52 17.2 I6'J 3 147.5 883 185.65 148 151.5 117 25 IU.j io, 95.7 j töV 1*0.«5 161.85 141 70 102.75 '7.4 «8 o <01.7» , JI-» I H« 04.85 1*8' ISO, DlUpp Holjmann . . Scidelvericr Lcmenl . Temen- Acrthabt - . . vi aöB 4 strcikaa SchultdklS Tatxnbofer 200 5 330 , 166.5 .78.85 93 5 139.85 HO 107.5 Vu iW.o 17».. 94 121.23 139 85 1,0 .7 . 8 10 10 6 10 10 . 8 10 IflH.'J 191.85 l»0 tt4.25 135.76 89.i 160 h >67.5 166 16* 83' 170 181.75 Cüroerfe....... vcr. LlanzOoft ... Btmdrrg ....... HcUfto öatbbof . . Jrllhoff Hfdjafrenburo . übatlot: nburccr Waste» ~ cstauk» (3o8 . . i 479 *• 386 510 .100 : 808.6 138 5 815 110 76 19 5 I 88.85 ... .9 . . . 0 • - . .6 < Ö 5 . . . .8 . . . 5 . . . 8 . . . .5 i'frtinlatr S'adlw f. l/»O 3 Otdüt Ain« । 140 137 83 । U-8.5 i 171.5 147.75 »84.5 12V ; I48.i ' 152 5 117 25 Di W-Iduanl::^ p. iw TI Wut #10161 S-duld m.t Hi'- lof -IXcrtjitn oduk «um f .>Xcd)len 7°/« itrai (| Hvv . <»o dv' unkündbar bi» >932 4'/,*.', r>ihetuiich, Hyp.*Bqu( L'0u .i»o dpi « E U» adv «orlrlrgS-Ot llaattontu. rudwoibor iv3’ 4% ectrotu «U: V.60 nm 4•/» Cfftrrttd)lf<)r Wolbrte. 4.91F/, Cefttrr Ich eUbtrrtt < k CtiKtitld) rin chl 91it 4% Uiiiiarllchr C6ol6rte 4°/ llngnrlllif eieoti'r v I9ii *' r bkSgl von 1913 4'/, Ungarilch« .Oroncnrit . . 4»/ lurt xoilnnifibf v isn 4°/. luvt Vaaöeobcbn-Wnt e rtf l 4®/. besät. Cfrit ll . . . 4®e RunuinkN convtrt !Rtt. . r>omb -Suvam kamv ich Hansa Lamliichlti Viorddruilwrr Llcvd Hfl Dknitchr Ürrblisnst Barm i t'oiifvtrfiii Hanerivra lrllich. tfominfn- und t>rwai.««k. STanniu u SkallonalkXMk Deulich^ Boni Ti»soiuo-l"kUulchosi Int DrrSdnei Ban! Mitiildrunche SrtMtSanf Mc lall dank......... StcichSdaut ...... . '169 7- 195 161 m ' 187 ' -97,4 A- E Ä..... Bergmann . . . . Elcür. Hitlernnacn . Hitht und Hrart Setten A fruid aumt tStl ' ttlet.r Umtnt öamd. (Eiettr. Werte "Jiixin. itlcrtr. . . 2dblel. Etektr. . . . 3d>uc1trt ... «Siemens A HalSte Irin radi' . . . . tiebmeuer & Co. . . Buder 4..... Teuf!®- Erdöl . . . Offener L emkobte . Oklfciiflrdxner . f. Harvener . vor ich Eiten..... Jlft Dera bau .... .... 6*, M_________________ • .f. V. ö 4 Man^' cldcr..... 7 Cbcrfdjtel Eilend- V bart 0 CbcdQlci KotSwerke , n 'Ühbiiu Bera an f •/, j) ;; .Hhemudie Brounkcolen iu 'Hbttn a)l o SiielxU vornan... f ynimict ikotonn . lentag..... Äbltrrotrfe Äleoet Vnbw. Loewr . ’JIqi SlutomobH . Crenfi In s ttoppet Vinte Ho mann Uconborb Tietz. . Bamaa- egrin . . Uran-' M. Ich.nur '^rttzne, . . . Hecllaenftexvi . . . (imtgbänl . .. Lechwerte . . . , Diatntratnverke . . Miag . . , ‘Jlefatlulmer .... Beters Union ■ . . ^ebr Noe der . . 7*0191 » Ocehnet . 6übb Buder . . stall «Ich- rslede i stall wc'kercae'U st.ütwerl <6oUbeWimW S » Rat en Onouftrn I vnami« '.Kobel ... öcherv Mi!.all . . , . Nmoerewerte ffleiaGeelea chatt . . . ^chlutz- I-Uhr- sch üb tm^ana stne, s st r« s stur' F'M't'url a. M Berlin Sch'.utz- |.Ut)i. R'irs ft"re Sch utz Viniong st >r» ' flur- Datum: 4. S. f 5. 5 1 4.5. | 5.5 tz.ai k'uri o. M Berlin Schluh- st r« I-Uhr. flure »niong stur- __________ Totnm. 4 5. 6 5. | 4. 6. | 6 5 flerftn 4 Jiai 'Heio ’JHZ ■JrraniöTi'ffl.- moi .. volländilche Violen .... rrn 164 II i*.Ji 166.79 3t lienifrtx Diolen...... 42 0! rr.19 Vlonotjitfdie Holen. ... 111 30 11t.06 Lemlch Cefterr,6ioofronen 58.67 'HumcnildR Violen...... :.An -'.61 111.»0 €.5 1.176 4.1,1 f.’ri« ... 16.445 16.165 16.445 16. 6» kchweu . . '•>. 4x- W.6o3 SU.ol Wl.M Pra i n . CI.'M 64 64 C9 16 69.66 'Javan . . . l.97i 1.975 1.978 1.-1 *i» d< «fan .5€X5 U.5c<5 >.5047 U.5V47 kS"i In T.- l eh. abaeh '9JG J3.SS -S.756 J» 875 Pro« . 14.377 18,697 18.5.4 U.2V4 t5ef irnb <.5.8 7,<«7z 7..'58 <.17| vndar st . <4.055 78.093 H.'A «3.118 1?ul arten J.UI» l.VÜ e.'Hi 6.WU >'stabon !».«* 16.14 16. »6 18.11 Tonjta. ■>1.50 51.66 ,1.5V Bi .64 •onh nrln. -.184 4.114 4,12b in 8tu#n. . . 5.476 5.4!i 5.415 5.45.4 Senate 4,171 4.1« 4.176 1,163 Ura aao 4.3'6 4.834 4.5,6 4.644 iätre . . . ro.903 40,948 ».905 46.946 7» 0 .18.25 168,16 117.5 •68.5 1 147.5 0 155.SS <14.25 u 165.9 14.5 155.5 ll 140 14 146 IU 76 131.7o IV >;« il'.H 144 12 273 134.5 JO 2« ll • 85 183.6 184,V ir t* bc ‘0 • 133.75 184 131 5 lll 1» 429 229 »7.5 229.5 t'eeim. 4 Mal »eist fflr Smrrtkanfch, stmr»..... I.U8 n?ü ^elftUtbe Aotrn ....... 51 Ist 56.40 TanUche y?ctni ....... 111.74 112.18 knqitzch« stören ...... 26.342 «.422