•Htt ). k Tlunbf?'1 e. t JS**« ira»«« fcy- leÄ 8«:.' ’ b* Ä iff ’wJm Ä£ »Ä L?L *135^. ' nut 9t Monatrgeld ^lnhen waren jWnft scher, ■et' vlandbriese Tendenz au' T »4vLcher und m 1 bU 2 Pro- Prozent unter- idcbörse. 'N. Die erhöhten "Folge, M die W etwas scher 4en Aotierungen l Mi Mbtud ch nach wie vor i Deizenlleie be- ■: Weizen 1, gut. DMt Auswuchs i, troden, bis zu is 24; Weizen 3 23 ^w-ent Zeuch, in, int, 25; 6om- bis 28,50; Haser, , 20,75; für andere ., Spttial 0,37.50 eizemeie 14 bis 5,50. lnbSrft. luslanbe norluß.. loggen lauteten b<- Samstag, und oudi Brotgetreide waren Ovinz Hot sich gegen ngerl, die Mithin ende Nachfrage, ba i nicht beleben will ety aus alten Ron ; geführt. Am Liefe für Weizen und i Ausfandmeldungc" ft ist da» Snaebot nieder höhere vrc:'. [e Nachfrage feilen it zeigt, höhere For- Immer noch ziemlich Weizen, markifche' 19 Mark, Mr, 271, kifcher (69'kgW; ,50 bis 2Ä Mo ergerfte 220 bis>2*5 203 bis 213, Marz KL'S-V» 1^5* 70 bl» 1S.80.Le-' -KLS i 3 5 SS fc« !| 58,55 Lzj L.0 m.e w.r i.ii tu.* a.» Ö । «'S 71,25 ,96? 0,503» 22,05 111,16 M97 Ä8 Z.06 ti.3ti 78 07 AxAtlstÜ 1««*^ Vr. 4 Erster Blatt 178. Zahrgang Donnerstag, 5. Januar 1928 triftet«! tfl|lift,aebet Sonntag» iü 5m BUb Oie SftoCt »•eets-Beiigiyrtü: r Helft*narb und 20 Hrtftsptmutq ftr Trüge» lohn, auch bei Diftter- Schemen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. Jernfpreftanlftlülle: 51, 54 und 112 Anschrift für Vrahmach. richten Inniger 4 letze». potffterftonto: jrenttnrt am Blain 1168». Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen thmtf MHb Deriog: vrühl'sche Untversilüls-Vuch. und Steinöniderei B. Lange in Gießen. Sdfriftlettnng und Geschäftrstelle: ZchnlNraße 7. lnna)me oou Snjelatn für die lagrtnnmmer ois jun ‘Jiaftmiltag vorher. Prell für 1 mm HL he ftr Hnjed ee mit den anderen Parteien unterhandelte, so war man nunmehr wohl allgemein von vornherein der Ucberjeugung, bah eS die Forderun- gen der Sozialdemokratie onnehmen werde 6o ist es denn auch geschehen; aus den letzten Besprechungen der Zentrumsfraktion im alten Jahre Hl bekannt geworden, öafj das Zentrum denMin - deftforberunflen jugtftimml hat. 3m wc- sctitltchen bedeutet dies einen Verzicht auf das bnncnmtnftcrlum und das Einverständnis mit der Dem okratifterung der Verwaltung, worunter in erster Linie die Besetzung der strelsrat» st eilen durch politische Persönlichkeiten zu verstehen ist. Da» Zen- Irum hat mit der Aufgabe des Innenministeriums auch den M i n i ft e r Rirnbcrger fallen g e - lassen. Dieser ist aus dem Beamtenstand hervor- gegangen, und man kann annehmen, daß er nicht l.lne ftanb zu den Maßnahmen bieten wollte, die Idne Partei bereit ist, der Sozialdemokratie zuzu- gestehen. Der linke Flügel des Zentrum» hat sich nieder einmal stärker al» der rechne erwiesen. Innerhalb der Sozialdemokratie — wa» bei einer groben Partei erklärlich ist — ringen auch Gegensätze miteinander, sonst hätte sie nicht immer die Entscheidung hinauSgeschoben. ,rür die Sozialdemokratie wäre ja daS nächst- Hegende gewesen, sich wieder mit dem Zentrum zur Weimarer Koalition zusammenzu- schlieben. AlS sich dann Schwierigkeiten ergaben, hätten die Sozialdemokraten der sogenannten Proben Koalition zustimmen können (Zentrum, Deutsche Dolksparlci. Demokratie und Sozialdemokratie). allein sie wollten nicht recht, wenn auch nach allem, was verlautet, es das Zentrum war. das die Grobe Koalition vereitelt hat. Wie die Dinge gegenwärtig stehen, kamen das Zentrum und die D e u t s ch e Volks- Partei, von dem Gesichtspunkt der Sozialdemokratie gesehen, als gleiche Partner für die "Bildung einer Regierungskoalition in Betracht; die Freiheit der Wahl lag durchaus bei der Sozialdemokratie und doch ging die Fraktion am 29. Dezember nach einer mehrstündigen Beratung auseinander, ohne sich entschlossen zu haben. Die Entscheidung wurde auf Anfang Januar vertagt. Wäre die Meinungsbildung innerhalb der Sozialdemokratie einheitlich, so hätte die Partei sich zwetsettoS schon längst entschieden. Bemerkenswert in dieser Hinsicht waren Verlautbarungen in der sozialdemokratischen Bresse, die fest- stellten und betonten, daß sich öu Sozialdemokratie noch nach keiner Seite hin gebunden habe, al o auch nicht dem Zentrum gegenüber, was einige Meldungen behauptet halten. GS scheint dieS auch richtig zu sein, denn die ZeiUrumsprcste emp'iehlt sich allzu dringend der Sozialdemokratie zur Berücksichtigung. So wird im .Mainzer Journal' u. a. daraus hin- gewiesen, daß bei einem Eintritt der Deutschen Äolkspartei in die Regierung, die Opposition nicht geschwächt, sondern gestärkt werde, wett nun das Zentrum in die Opposition kommt. Die Regierungsba iS werde um sechs S immen [Liner, die Opposition aber um sechs Stimmen gröber. So einfach liegen die Dinge nun doch nicht, denn das Zentrum hat mit den anderen Oppositionsparteien sehr wenige Berührungspunkte und eS wird nicht Opposition um der Opposition willen treiben können. Als OppositionS partri kommt daS Zentrum sicher in manche schwierige Lage; deshalb ist es verständlich, datz rs stark danach strebt, wieder die Weimarer Koalition in Hessen zur Herrschaft zu bringen. Derwaliungsresomi in Thüringen. Thüringens neue Ltcuerverwaltung geht auf das Reich über. Weimar. 5. Ian. (Wolff.) Die Verhandlungen zwischen der thüringischen Regierung und dem Reichssinanzministerium über die Hebe r - tragung der Landessteuerverwaltung auf das Reich sind soweit gefordert worden, bab man nunmehr damit rechnen kann, dah die Reichssteuerbehvrden die Verwaltung Amerika und der Knedenspaki Briandö. Eine höfliche Absage. Zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich in den letzten Wochen ein recht interessantes und zugleich amüsantes Zwischenspiel ereignet, in dem die französische Regierung nicht attzu glücklich abgeschniiten hat. Der amerikanische 61*116- fcfrelär Kellogg hat, selbstverständlich mit Zustimmung der franzosi chen Regierung den daraus bezüglichen Rotenwechsel nach dessen Abschluß der Oefsentlichkeit übergeben, so daß man nunmehr In der Lage ist, die Entwicklung voll übersehen zu können. Schon im Jahre 1908 hatte Frankreich mit den Vereinigten Staaten von Amerika einen Schiedsgerichtsvertrag abgeschlossen auf Grund eines von dem bekannten VölDrrcchts- lehrer und damaligen amerikanischen SutS- sekretär Elihu Rovt verfaßten Entwurfs. Rebenbei sei bemerkt, daß eS einer der größten Fehler der deutschen Politik in der Zeit vor dem Kriege gewesen ist. nicht sofort dem Bnsp.el Frankreichs zu folgen und einen ebensolchen Vertrag ch bei b * stoben bee von ihnen -rtaßt.n I Vertrages Deut'chtund < •• ,-r' lKitte» Recht au» bte f. ort, ge . I u r u «f trüge* über ihn verhängte ®tfänqnl*ftrafe von 14 Jahren weiter ab^ubünen. 9x war bereit* zwei Jahre im Gc'ängnis. war aber kürzlich mit BcwüKrungs'rist aus freien Fuß gesetzt worben. Qlid) l ' _ muh er in* Gefängnis zurückkehren Auskünfte an Private und Oer Wolf im Schafspelz. Don unterem 8 .Korrespondenten. (Rachdruck. auch mü Quellenangabe, verboten?) Straßburg. 3. Oan. 1928. TTlittnocfi. den t-Jan 25 E 7'a6enl> bmemroidt. Rerchsprai-dent und Die Revision des DaiveSplans. -rankretchs vcdinqungen Paris. 4. Jan. (WIB) 3n Kommentierung eines Artikels brr ..Deutschen BergmerkszeUung". in dem von der Tlolroenblgfeil einer Neuregelung der Reparatlonsfrage die Rede ist. schreibt „tyceiflor“. offenbar beeinflußt: Zur die französische Regierung bleibt die juristische Basis der Reparationen der Londoner Zahlungsplan in Höhe von 132 Milliarden Gold- marf. Z weiset »ohne weiß man in Frankreich sehr gut. baß bet Daroe»plan nur provisorisch ist. 3n der lat müßte der Baroes plan mehr als ein 3ahrhundert In Kraft bleiben, damit Deutschland seine ganze Schuld begleichen kann: aber die sranzSsische Regierung, die durch den Daroesplan mehr erhält, als sie an England und die vereinigten Staaten schuldet. hat kein 3n ter esse an feiner Revision. Sie roird also nurderFestsetzong der Lesamtschuld durch die Rcparationskom- mlffion zustimmen, wenn sie Frankreich gleiche Larantlen und gleichwertige Vorteile bietet. Niemand kann Im Augenblick von der sranzSsischen Regierung veriangen. daß sie bk 3nltlatloe zu einer Revision ergreife oder baß sie bie 3nltlatioc aoberer Mächte unterstütze. Sie wird nur den Konzessionen, die man In London, in Washington und natürlich auch in Berlin wünscht, zustimmen, wenn Frankreich die Gewähr hat: 1. daß die späteren Zahlungen Deutschlands restlos die sranzSsischen Zahlungen gegenüber England und die vereinigten Staaten decken: 2. baß bas französische Schatzamt die genügende Summe überweisen wird, um den Zinsendienst | i r die Inneren Anleihen, die Frankreich für seine Reparation ausgenommen Hal. zu bestreiten. Zeder Dian, der dieser doppelten Notwen- blgfelt nicht Rechnung trägt, wäre für Frankreich eine Enttäuschung, und bas Parlament und die öffentliche Meinung müßten Ihm energisch die Zustimmung versagen. Fort mit der Besatzung! Tie nennt Zwischenfälle im besetzten Rheinland, eigener Brahtberichi des (Siebener Anzeigers" Berlin, 5. San. Die sranzSsischen Offiziere, bie in Üanbou unb Kaiserslautern gerade in diesen Tagen wieder unliebsam von sich reden machten, indem sie als rücksichtslose Eroberer den deutschen ilinroobnem gegen üb ertrn len. haben ihrem tiunbe und kann nicht vor März 1930 mit Bewährungsfrist srcigelallen werden. Schweres Automobilunglück In Amerika. Aus Cobalt (Ontario) wird gemeldet, daß ein Automobil In den Timtskamingvee stürzte und daß hierbei die sechs Insassen, darunter ein Farmer mit seiner firau und seinen drei Kindern ertranken. Die Sprache verloren. Aus vad Kreuznach wird gemeldet: Einem Suhrmann au» Morbach traf bei seinem Gefährt ein Holzstamm so unglücklich an Hai» und Äopf. haß er bewußtlos zu Boden sank. Als der verunglückte das Bewußtsein wiedererlangte, hatte er die spräche verloren Lin Flugzeug in bet syrischen Wüste vermißt Lin aus Kairo lommvnbe* Flugzeug mitSOcf a* gieren und Post mußte, wie aus Bagdad ge- ctbet wirb, rn der Düste 230 Meilen Vest- eder gech TN Wncm au#qe*anteen Flugzeug g-lang c* n-.chl d-m Apparat avfeuh-bm 3kunmehr haben sich brr. haben in Widerspruch hing.wiesen bet in der Fort- bauer der Besetzung liegt. In Gens sitzen tun al» gieichdenrchtigte Großmacht im *Xate mit den an- O woifn 9 •» nn o im «nm s • US*« Al'llMH ■«Hi X •- «•<-roei Kaufleute wurden ebenfalls Aum Tode verurteilt. Sieben weitere AngeNaMe erhielten verschiedene Freiheitsstrafen. Sechs Anpeklaote wurden freiaefprochen. Das Gericht beschloß, für voisakofs und lelefnln die Nichtanwendung schwachen Füßen eine solche Theorie steht E» ist ichtießtich piychoivgsich verständlich, daß diese Militär» keine Diplomaten sind unb s i ch als Sieger fühlen — obwohl Frankreich aus eigener Kraft ja gar nicht den Krieg gewon- gegenüber glauben austreten zu können •Iber eben deshalb ist bie Fortdauer der Besetzung ein Unding. Zeder «ugenobck kann einen 3u*,d)«nfaU größeren Unrange» bringen. der die L'unu- in bas ganze künstliche Gebilde können. Oer Mexikoskandal in Washington. Hearst widerruft seine Anklagen gegen die amerikanischen Lenatoren. ®a|bln0len,4. Ian. (®B.) Der frühere amerikanische Botschafter in Mexiko. Sheffield, der diesen Poften bi» vor kurzer Zeit bekleidete.wurde im Zusammenhang mit der Untersuchung über die sog Meriko-Dokumente, in denen schwere Anklagen gegen vier amerikanische Senatoren enthalten waren, vor den Senotsausschuß geloben. Der amerikanische Zeitung,könig Rondolph f) e a r st . gegen den in den legten Wochen zahlreiche Dorwürfe wegen der Der- üssentllchung diese» wahrscheinlich nicht aut h e n • tifdien Material» erhoben wurden, und der nach Ansicht einiger Senatoren nunmehr gejroungen werden sollte, feinerfeit» feine gesamte briefliche und telegraphische Korrespondenz in dieser Angelegenheit dem Senoteousschuß oorzulegen. veröffentlicht heute In allen seinen Zeitungen eine lange Erklärung. In der er sein Bedauern ou»spricht. daß die vier Senatoren durch die Veröffentlichungen oer dachtigt wurden, chearst faak zu. die Entscheidung des 6enat»Qu»|d)u||e» al» endgültig und richtig anzunehmen und gibt die Möglichkeit ju, baß öle Do- tu mente unecht sind als thtei Buge« SchrM |« viche- um des Srtdxn*. unb zwar mit bem eutopät- schen Äonrtntni durch Frankreich, mit bem britischen Imperium durch England unb mit den Gebieten bei Pacific durch Japan Ttan gtauK baß selbst, wenn Frankrr ch zögern sollte, diesen Dor'ch'ag anzunehmen, bie a oberen TH a 4 t e doch da» aroßzüg ge Anerl r:en der Dercimglen Staaten sympathisch aufnehmen und ernsthaft erwägen würden. 3m Ctantlbcpartemenl wurde erneut oetom. baß die Legierung der Verein.gten floaten «tanfrr Verfemung der Elsässischen Dolkspartei" tZeMrtmt). deren Führer es um des 5.*i<>cn< unb den katholischen Einheit willen bis zum hmlligen Tage versuchen, jedes Mißtrauen rn ihre Loyalität zu zerstreuen. Mas hilft es? Sre find doch schlech e Franzosen". .Deutschenfreunde-. .Pan- germanisren'. .Hetfershelfer des Heimatdienstes . Da* Verhängnisvollste aber ist e*. daß sich heute der Kampf gegen die ellaß-lothring.'chen K-imdttreuen in* Dewand der Gerechtigkeit, der Justiz Neidet. Die Vorläufer dtefer Kampf- weise zeigten sich schon vor Jahren, als man bie Gerichte mobil machte, um den autonomtßt- fchen Blättern „auf der Laiche zu liegen-. Die neuen Verfolgungen gehen unter der Flagge: ..Gefährdung de* Staatskredits" (so bei Prof. «Rosst, dem Ehefredakteur de* ..(JAMrer Kurier*-). ..Spionage in fremdem Sold" (so bei den Mitarbeitern Bulachs) oder „Angriff auf die innere Sicherheit de* Staates" (bet den 14 Verhaftungen vom Stlvestertag). Da* Vertrauen in die französische Rechtsprechung ist aber durch zahlreiche Er ahrungen derart erschüttert, daß kaum jemand daran glauben will, daß e* hier wirklich um Schutz von Recht unb Gesetz geht. Unb bie Iubellieder der ausgehaltenen französischen Propagandablätter tönen viel zu schrill, als daß man ihnen glaubt. Daß e* ihnen um Recht und Ruhe geht. «Wie man e* auch als blutigen Hohn empiindet, daß Po.n- cars in einem Schreiben an Den Präsidenten der ..Elsässischen Dvlkspartei" sich für die ver- fassungswidrige AuSnahmebrhandlung der deutschsprachigen Presse auf feine Sorge um bie deutfch-'ranMfare Versöhnung berultl) Die Diktatur, die heute hier herrscht zum Leidwesen des e3ournal d Tllface" müssen wir bei dieser Kennzeichnung bleiben —. wirkt auch deshalb so mittelallerlich. weil die Franzosen in allem Ernst annehmen, auf diese Weife, einen .guten" Ausfall der bevorstehenden Wahlen zur franzv'ifchen Kammer za erzwingen. Wir wollen nicht bestreiten, daß Diefe Aa'- peitfchuna der chauvinistifchen Instinkte In Innerfrankreich dem Poincore-KurS nützen wird, aber hier zulande, wo zwar Zivil- tourage nicht ein selbstverständliche* Gut des Bürger* ist. aber der Sinn für saubere Verwalt nngSmethoden stark entwickelt ist. Dürfte die Wirkung ganz anders sein. AuS den bombastischen Sieaesaerichten der Pariser Blätter hört man ebenso wie auS den krampfhaft glüajeügcn Artikeln der .France de l'Sst'. De* „Journal d'Alsace" und De* .Ioumal de l'Sst" die bange Frage: Wenn die Sache aber diesmal schief geht...? Schiedsvertrag überreicht ocr nicht an Stelle de* immer noch geltenden, erft ein Iahr nach der Äünbigunfl ablaufenden Bryanoertrage* von 1914 treten falle. eine moderne zur Sch.ichtuirn von St rett tg ketten geeignce Form vorfehe Rach Ansicht des Staatsoeparternent* würden die übrigen floaten unbedenNich einem solchen Vertrage zufttmmen ziehung der Truppen hat. Sie wollen nicht hören, weif natürlich für ihr Heer bie Fortdauer der Besetzung ein billiger Triumph ist. Leider hat sich die deutsche Diplomatie damit abgefunden, daß irgendwelaze diplomatischen Schritte keinen Erfolg haben, solange die französischen Dahlen nicht vorbei sind. Wir entnehmen aber mit Befriedigung aus der starken Geste de» Reichspräsidenten, daß das Fahr 1928 nicht vor« übergehen wird, ohne daß wir unser Recht zu erzwingen suchen. Unb von dem Ergebnis dieses Versuches wird es abhängen, wie künftighin die Temperatur zwischen Pari» und Berlin ist. Wenn Frankreich an seinem Standpunkt feftßält, dann besteht für uns keine Möglichkeit, eine Politik fortzusetzen, die auf eine Befried ung Europas abzielt. Wie den Blättern mitgeteilt wird, ist sranzösi- scherseitv über die Vorfälle in Kaiserslautern eine Untersuchung zugesagt worden. Wegen der Vorkommnisse in Zweibrücken, wo französische Offizier« öffentliche Anlagen beschädigten, haben bie Franzosen sich entschuldigt unb eine B c« strafung der Schuldigen zugesagt. Aus aller Well. Todesstrafe für Unterschlagungen In Moskau. Der Oberste Gerichtshof verurteilte den kaufmännischen Direktor der Getreideabteilung der Staatsbank Poljakosf und leinen Gehilsen leie« •nin wegen Erteilung geheimer kom - ber Amnestie nachzusuchen Für die beiden Kaufleute wurde bie Todesstrafe In zehnjährige (Belängnlsbaft um gewandelt. Die Begnadigung de» Mörder» Böttcher abgelehnt. In Mebereinflim.nung ml: fämt ichen Gnaden- tnstan.zen hat nunmehr auch der Iuftiz- Minister sich gegen das Gnadengesuch für den wegen der Raub- und Lustmorde an der Gräfin Lambsdorf und der Njährigen Senta Eckert zweimal »um Tode frmirtdlten Karl Böttcher gutachtlich entschieden. Die Akten find setzt an das preußische CtaatömtniRcmnn abqegangen. das In einer Kablnett*litzung die nitsiuUige Entscheidung über die Vollstreckung der Todesstrafe fällen wird. Die V-rteidiger haben, um einen Aufschub der Hinrichtung herbetzusührrn, in einer Eingabe ben Rechts- ausschuß des Landtag* angerufen. F» sie eine nochmalige Untersuchung Vüt ch r* au* feinen Geisteszustand t^antragen wollen. Berlin ohne Rinder. Ais Protest gegen die deabs.cht gtt Erhöhung ber Der Lerung»<.ebührm fue R:nder. die von j b *n Drehe gen:en für notwendig gehalten werden, j 'rnd au dem S:abt 'chen Schlacht- und V.ehhc*' die R r nbe r s ch l 2 ch ter ; n ben Streik ae trete- Die c ^ro--Schlachter bxe den tag* '. .hen 2uftr ab abz»:o hmen p* Leger, haben s.ch abfltmmung soviel Qlnfl.'ng g; Rein. Frankreichs Verhängn . Augen und Obren verschlossen Hal gegenüber dem natürlichen Verlangen ferner .lieben elsaß-lochringischen Brüder". Sinern neuzeitlich emp indenden Menschen erscheint es fast unbegreiflich, daß man mit berart tollbcm Aaß über OKunner hersällt. die nichts anderes fordern. als das. was nach dem .Minderhetten- recht" völli'chen Minoritäten zu steht. Die französischen Patrioten haben nichts anderes erreicht, als die ehrlich unb loyal Denkenden immer mehr zurückzustoßen. Der eben bekannt gewordene Rücktrttt eine* Manne* wie Georg W o I_f vorn parteipolrtilchen Leben ist ein Be spiel für die tragische Verkennung der Wirklichkeit auf französischer Seite. Man darf wohl daran erinnern. daß Geora Wels versucht hatte, zunächst einmal bie H e r r i o t Pa r t e i von ih.er zentralisttschen Engherzigkeit abzubringen, ihr zu zeigen, daß es durchaus zum Besten Gesamtfrankreichs-wäre. wenn dem elsasz-loth ingifchen Volke kulturell und verwal'ungsmäßig eine seinen lleberlieferrungen entsprechende Mög lichkeit freier Entfaltung gewk.hrt wü 'r. tikirmlifft de» nordearopattchen Ttejdnickgediere» hat ganz Deutschtand überflutet unb weiteren Temperaturanstieg gebracht. Rur auf den Bergen Militärflugzeuge auf bie Sache nach dem vermißten Flugzeug gemacht. ®roßfrurr am Niederrhein. Au» Dinslaken (Reg.-Bez. Düfklbori) wird gemeldet: Am Donnerstag vormittag brach au» noch nicht reftaditIller Ursache in ben ctaUungen einer hiefigen Ve'itzung 5euer au», ba» an den großen J)m Feuer ergriffen und stark in Mitteidenschatt gezogen. Da» Dachgeschoß di^er Gebäude brannte aus und die Wände ftürjien zum Teil ein. Die Feuerwehr mußte sich infolge de» etürme» in der Hauptsache auf die Sicherung der benachbarten näu- et beschränken, ma» ihr auch gelang. Der Schaden ist beträchtlich: Wenschenleden sirch glückttcherweife nicht zu schaden gekommen. Absturz eine» französischen Militärflugzeuge». Rach einer Havasweldung aus Dieben- hvf e n ist ein Militärflugzeug bet D edeaho^en aus 100 Meter Höhe abgestÜrzt. Der Pilot, ein Sergeant, fanb dabei den Tob. fein Begleiter. ein Unteroffizier, erlag nach feiner Einlieferung in da* Wikttärhospital feinen Verletzungen. Hotelbrand Im Riefengebirge. Aus Spindelmühle im Kiefengebirge wird gemeldet: In dem bekannten Spott- und lourißen orte St Beter, in der Kähe von Spindelmuhle, ist am Donnrrelag bas Hotel „ÄlpenoUIo* b I s a u f dieGrundmauern nledergebrannt. Da» chotel hatte 20 Fremdenttmmer und war zur Feit de» Brandes von etwa 20 Gästen befetzt. Bisher konnte nicht feftgeftellt werden, ob jemand einen Unfall erlitten hat. Mit dem Auto in die Gastroirtfchaft. In ber Reujahrsnacht fuhr In Hamburg ein Autoomnibus. helfen Führer einer Kraftdroschke ausweichen wollte, in das Schaufenster einer Gastwirtschaft in ber Wllhelminen- flraße hinein unb wurde erst durch den zwischen i'en Schau enstern befindlichen Mittelpfeiler, dessen Kem ein schwerer eiserner Träger bildet, aufgehalten. Von den zahlreichen Gästen tn i er Wirtschaft erlitten sechs mehr ober weniger schwere Verletzungen, ^wei Frauen mußten mit Bein-. Kopf- und Inneren Verletzungen dem Hospital zuge ü$rt werden. Ein russischer Naphthazug verunglückt. Bei B n t u m (Kaukasien) ist ein aus Tiflis kommender Eisenbahnzug mit Naphthaprodukten in folge eines Bergsturzes verunglückt. Die Lokomotive stürzte um und 27 Tankwagen mit Naphtha unb Benzin verbrannten. (Eine Person kam habet um» Leben, außerdem trugen mehrere Mitglieder des Zugpersonals Brandwunden davon. Fünf Todesopfer eine» Autounglück». In den QHoraenüunvcn des Sonntag* ereignete stch einige Kilometer vor der Stadt Mantua (Oben:alten) ein schweres Automobilunglück. Ein 2lutomobil mit fünf Männern, die die Reusahrs- nacht auf dem Lande verbracht hatten unb nach ber Stadt zurückkehrten. stürzte in eine Grube. Vier Inf affen wurden auf der Stelle getötet; auch der Shaufseur wurde tödlich verletzt. Engros-Schlächter in den Streik. 1670 Rinder fanden Mittwoch morgen keine Käufer. Fräulein Strafrichter. Rachdem im letzten Jahre mehrfach Frauen nach Ablegung der zweiten Prüfung zu Ge- richt*asfefforinnen ernannt worden waren und rich'.erliche Befugnis an Berliner Zivilgerichten ausgeübt hatten, ist jetzt eine Gerichlsaf.e.forin zum ersten Male in Berlin auch mit dein Amte eines Strafrichters betraut worden. Die Gerichisafse Ioan, Fräulein Büß. ist vom 2. Januar 1928 ao als Mitglied der 1. Großen 6tra lammet be3 Landgetich.es l im Kriminalgeticht Moabit tätig. Cntmünbigungeantraa gegen den Erzherzog von Anhalt. Nach Slättcrmclbungcn aus Dessau Haden dir Schwester des früheren Herzogs Joachim Ernst, die Freifrau Marie Auguste von Lorn, verwitwete Prinzessin Joachim von Dreußen und sein Bruder Prinz Eugen von Anhalt, gegen Joachim Ernst den Antrag auf Entmündigung yestellt. Die Grunde zu diesem Schritt werden geheim gehalten. Auch die herzogliche Bermö^ensoerwaltung in Dessau ist nicht informiert. Ein ^iifammenßang mit dem bekannten Prozeß de» Berliner Kunsthändler» Gurlitt wegen der Provision von einer halben Million Mark für den verkauf von Kunstschätzen wird in Abrede gestellt. Offenbar handelt es sich um Streitigkeiten über die Apanage, die Joachim Ernst aue dem herzoglichen vermögen an seine Ge schwister zahlen soll. Drei Opfer de» Plöner Set». Am Dienstag sind vier Personen, die bie Eisdecke des großen Plöner Sees In Holstein betreten hatten, eingebrochen. Der Schulleiter. Direktor Windenbeck, und zwei Knaben sind dabei ertrunken. Look muß wieder in» Gefängni». Look, der f. 3- behauptet hatte den Aorbpol erreicht zu haben, hat einer Entscheidung des Obersten Gcttchtsho'e* zufolge die wegen Ve- Ntdenchtagen. öte meist in Form von Regen niedergingen. Das umfangreiche Tief zieht oftroart» weiter. infolge dessen gelangen wir mehr unter den Ümftuß seiner Ruckseltenwirkung. Die vor- dringende maritime Polarlust gestaltet zunächst den Witterungscharakter unbeständig, außerdem wer« Den bte Temperaturen wieder langsam etwas zu- rückgehen. Riederfchtäge treten ebenfalls noch oer«! einzelt auf. Wettervoraussage für Freitag: Veränderliches wechselnd wolkiges Wetter. Temperaturen zunächst wenig heränbert. doch später zurückgehend, noch vereinzelt Riederkchläge. lebhafte westlich*: bl* nordwestliche Winde. Wttterungsaussichten für Samstag: Ruhige* Wetter, wolkig mit Au'hetterung. kälter, metl trocken. Lusttemperaturen am 4. Januar: mittag» 2,9 Grad Celstu». abend» 1,!5 Grad Telsiu»: am 5 Januar: morgen» 3,8 Grad Celsius Mar.mum 3,2 Grad Cel» siu». Minimum 0.8 Grad Celsius. — Erdtempera- türm in 10 Zentimeter Tiefe am 4. Januar: abend — 1,2 Grab Celsius: am 5. Januar morgen» —0,1 Grob Celsius — Niederschläge 4,5 Millimeter Em ftmuöflfAe* Blatt unterer Stadt Hai e* in feiner ‘Äruj ibt*nuramcr so h.ng-ftrM. als tat ber gegenwärtig entbrannt: Kampf de* Staatsapparats gegen die ellaß-lothringischen Auto- nomiften auf eine .allzu lang« großmütiger Zoleranx gefolgt. .Dreta Herrtchasten getrauten sich alle* au verlangen, und bie Behörden bedlten sich, ihnen alles zu gewähren, was sie sorbetten." Im Ausland unb in der innertranzöstfchen Oeftentlichtett. de mtt unverantwortlichem Zynismus von ben Korre- fponbenlen bet französischem Presse über bte (ziele der H-imukbewrgung getäuscht toirb. sich dos sehr plausibel an, aber c* ist eben ettttach nicht wahr! Wie würbe e* sich sonst erklären, baß bic treuen Gefolgsmänn r Porn- car^s. die Tlbgevrbneten Frey unb Alt ors- s e r. vor etwa breiDiertd Iahrcn slrhentltch beim Minifterprälibenten wenigstens auf dem ® IP-KU. ischlä^' -tzchigck MeUekUNv' @rj :SM DK" chliige k ’“4 •* °n. ^rhein. Ä*> *» dar an h?„ h*: "fr- fenb^ *rte- -ub rum iei[ }tQny< rb^nne^L "lli,ä'h!tU8n Hn b’ ,hn tfr ^gebitgt ? ^Itngebirge wir -, 3P°rt' unb Xourihfn ’LD°n 6pinbtlm!it)U, ^Ipenvffla* di, auj ^gebrannt, v« und war zur Zni d.. b,y bisher tonnt? wnb einen Unfall n Vastwirtfchost. inSamburgtin ' einei Kraftdrofchte ° Schaufenster n der Mlhelmino,. > durch den zwischen 'MrttelpfelUV, erner Träger bildet. reiöM »äfltn in mehr oder weniger Zwei Frauen muhten en Leriehungen dein c .0 Vs Nus der Prvvinzialhcmpistadi. Dietzen, den 5. 3anuar 1928 Heilige Drei Könige. Dai morgige Fett der Heiligen Drei «otuqc. da« tn Degen den mit überwiegend fatfcolifdyn- Bevölkerung ein gesetzlr-r>?r FeieNag ist, führ! gurüd aut die Ueberlieferung von den drei Weilen a.u» dem Morgerrlmrde. die dem Stern folgend da« Jeluskinb nn 6talle von Bechlehem fanden, ei anbeteten und rhm ®ab.*n darb rache en. Der 8. Januar ist aber zugleich auch bat Fest der Drichennrng de« Herrn, weil Thriftus während leines Seberts an diesem Tage mcb-r.al» in besonderer Wefe feine Gottheit geoffenbart bat. Mehrfach findet man auch tn Betrachtungen über den Dreikönigsrag den Gedanken. bah dieses Fest von der katholischen Kirche auch deshalb so feierlich begangen werde, weil das Sridx-n'.cm der Weisen auS dem Morgenlande der K-qmn der Erleuchtung der Heiden fei, an dem ihr Eintritt in die Kirche feinen Anfang genommen habe. THtt dem Fest Heilige Drei Könige, das die weihnachtliche Fei: abfchlieht, ift e.ne Anzahl al'er Dosksbräuche verbunden. Zu ihnen gehören die auf eine jahrhundertalte Hebung zurück- gehenden Krippen- und Weihnachts- f Pie le, tn denen in bald ernst-religiöfer, bald naiv-volkstümlicher, zuweilen auch komischer Form die Reize der drei Könige dargeftellt wurde und die nicht selten auch in mundartliche urwüchfiae Form gebracht worden fhxb. Man- «Vos dieser Königsspiele wird aus Liebe zum AI'überkommenen auch heute noch aufgcführt. Am Dreikönigstage ging früher auf dem Lande der Geistliche von Haus zu HauS. um Wohnungen und 6tAlle zu segnen und auSzurLuchern. Unter frommem Gebet der Hausbewohner ging man von Raum zu Raum, und überall wurde Weih- toaffer gesprengt, Königs rauch und Königskerzen ungebrannt. deren schwerer Myrrhenduft das ganze Haus durchzog und mit geweihter Kreide »wischen die Jahreszahl da« altherkömmliche C M B geschrieben, ein Symbol, das die menschlichen Behausungen vor Ungemach und Heim- suchung schützen und sie getotffermaben christlichem Geiste weihen sollte. Der alte Brauch ist tn 6taM und Land auch beute noch in vielen christlichen Familien in der Form erhalten, das; der Hausvater oder die Hausmutter mit dem in glühende Asche gestreuten KönigSrauch die Wohnraume ausräuchern, sie betend mit Weihwasser besprengen und an die Türen die erwähnten Zeichen anschreiben. Der Dreikönigstag ist in vielen Familien auch der Tag, an dem zum letztenmal der Ehrift- baum cmgezündet Wb tn* fang und aÜ um bt« alt vertraut, Krippe stehen. Dm paar Tage darauf wird meist der Weihnach'sbaurn abgenommen und die Krippe abgebaut. Damit verschwinden denn die am längsten sichtbaren Zeichen einer Zen, die für die deutsche Seele die schönste und veichste des ganzen Jahres ist. Lietzener Wochentnarktpreise. Ds kosteten auf dem heutigen Wochenmarkr Butter 130 bis 150. Malle 30 bis 35. Ääfe (106t) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 30. Weißkraut 15 b s 20. Rotkraut 20 bis 30. gelbe Rüben 15. rote Rüben 15. Spinat 35 bis 40. Unter-Kohlrabi 10 bis 12. Grünkohl 25. Rosenkohl 40 bis 60 Feldsalat 150. Zwiebeln 20. Meerrettich 40 bi« 80. Schwarzwurzeln 40 bis 60. Kartoffeln 41, bis 5. Llepfel 12 bis 20. D.rncm 10 bis 15. Honig 45 bis 50. Hüffe 50 bis SO. junge Hähne 90 bis 100. Suppenhühner ISO bis 120. ®än»c 90 bis 120 Ps. das Pfund Eier 19 bi« 21. Blumenkohl SO bis 140. Endivien 10 bis 25. Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis SO Pf. das Stück Wornotnen. Za gesfalenber für Donnerstag. Goethe-Bund: 8 Uhr, Neue Aula der Unioerfität, ^ßortragsabenb. — Skiklud: 8.30 Uhr, Tas« Astoria, Mitgliederversammlung. — Frauen Altersoereini- gung 1877/78: 8 Uhr, „Stadt Mainz", Weihnachtsfeier. — Singsaal de» Realgymnasiums: 8 Uhr, Bor- trag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kinder- eelcn klagen eu' an". — Astoria Lichtspiele: „Der Mann ohne Kopf". - Uortrag über .Verjüngung im Ltchte der Ra t urbei lleh re". Dem hiesigen Raiurheilverein ist es gelungen, den vom Doriahr bekannten Dr. med. Fnedr. Katz OCbiibännic viel Beerenobst, Nutzbäume Mühlbach u. Teich geeig. für (Yrslügel und Aifchzucht. Kaulvreia 16 (*X) Dlf. Das elbe (Mmnötiürf kann evtl, geoachiek werden bei Abireiung von 4 Maumc-n der Wohnung. Iho Dionai 100 Mk Vachi. Eufori beziehbar Znhlungsiätiige Käufer bevor»uqi. ?chr>ftttLe Vmgcboic unter 216L) an ben Glei-ener Anzeiger erbeten. Teciinikum Jlmenau l Thür. Ingenleurechule 10r Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissenschaftliche Betdeb'.führung. Werkmeie • rabte lung Auto | Telephon Nr. 1730. / Kleine / Oeleo b. Herde billigst l\ Schön \ Mirww Ur leppteb« - Läufer •kn Hx n IIMesatn M Tmlftlim Afev a oiack.ttuMnrtM. küreilei *?.i taten! 741 Sohlleder Gummi- abfätze Schuhpuh Einlegesohlen emosiehlt Köhler Neustadt 79 am Os®aU>$' garten. I0675D VMge Vaumaterialien Durch Verleg: n । mcineSWcftbaf 16 nad) VonborL direkt am tiabnboL früher Hell Sietnbrüche Von boxt verkaufe ich ab Vager Allendorf. Bahnhoffttatze. untev Preis ca. 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Täglich finden große Oderlandlerkonzerte und Tanz statt. Schuhplattler, Jodler, Karikaturen- Duos wetteifern, um auch den größten Hypochonder zum Lachen zu dringen. Schaustellungen verschiedener Art, wie Nusfische Schaukel, Ghetlanb-Ponnybahn, die Mumie von Barada und vieles andere mehr Haden in der Volkshalle ihre Zette aufgeschlagen. Die größte Attraktton dilbet Gl Nahly, das Rätsel des 20. Jahrhunderts. Der- selbe läßt sich 144 Stunden ohne Luft- und Nahrungszufuhr in die einenCxruf- . balt auein fuhren | Schri'tl Anaed uni. IllMMUttülllNffWW» rächn e». brave» Mädchen s»cht Ltellumg tn aBtera Oxue «ah rtchrr Etr.UKI. L* Llnierricht WkWl SOI« iui O6ef1efDi0ottile ? moiinti loröenöD abenbJ H . Uhr. (Verschiedenes DRUCKSACHEN v-L.fi Druckt’• chr. Ang m. ’üret» 066a. d «ieh.«n». Wer erteilt Ban gewerkfchul Ad solvent im VootSdau» T L 1. Eingänge. LVinteroergnugen X t9 der tUerflenb. Aoch gut erhaltene» neberbetfbett «a fauttn ael Anged Nastoo-U. A. I. 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Untere vor dem Kriege führende Wirtschaft muh heute mühsam um ihre Bc- baut hing und Forlentw ck ung lämpsen Alle Erfolge der t>o.i ihr mit grober Energie betriebenen Rationalisierung wcrlei immer wieder In .3rage gestellt durch d e |t ä n b t g e Steigerung der öffentlichen Lasten. Die Zusammenhänge sind nachgerade so oh beleuchtet worden, das) nur hemmungslose Partei- demogc-gie behaupten kann, die ‘Saiionahlicrang der öffentlichen Wirtschaft sei eine Maßnahme Aum au-sch. festlichen Dorteil der bcs.henden Schichten. Trctz en ober ist prak.i ch bisher ni u fle chehen Der Reichstag hat zwar vor Jahren einen Svarkommiffar ernaiml. ihm aber nur daS Recht ei., .äumt. die Etat» der einzelnen Ministerien nachzuprüfen und über die Zweck- dienlichkeit einzelner Te.'toa Lungen Gutachten abAUftejen. Irgend^ c chc elgc.en ÄnorbnungS- befugnisse hat er nichr. Er hat zwar im Reichs- lobtncti Sih. aber keine Stimme Mi: Reid und Beschämung sieht man auf die reichen Bereinigten Staaten. Trotzdem sie Gläubiger der ganzen Welt sind, ist es ihrem Prä identen (Tool löge gelungen, den Spar- a e d a n k e n in der öffentlichen Verwaltung lebendig zu machen und daraus entsprechend der auierikanifchen Einstellung zwischen den einzelnen Abtellungei: direkt einen Sport zu entwickeln, durch den sie einander in möglichst hohen Leistungen bei möglichst geringen Ausgaben zu überbieten suchen Wiederholte Herabsetzung der Steuern und dauernde Ueberschüsie sind die Folgen. Die Ursache hierzu liegt nichr in einer beHc- ren Qualität der amerikanischen Dcamten ES steigt sich hier vielmehr klar die Bedeutung eines einheitlichen zielbcwustten Willen-. In den Bereinigten Staaten tragt der vom Voll erwählte Mann allein die volle persönliche Derantwor- hing für fein Tun und Lassen, in Deutsch.and ist die Verantwortung dagegen aus die Parteien, also auf eine Dtelheit. d. h. in der Praxis auf niemanden übertragen worden. >5 > ist im Hinblick aus kmS amerikanische Dei- H .ci naheliegend, zu erkennen, dast eine ersolg- re che Derwaltunaeresorm ein ausschliehlich hierfür verantwortliches, von der unmittelbaren Partei errlchah unabhängiges Willenszentrum vorausseht Jedem derartigen Dorschlag aber tönt von links her da- Geschrei entgegen, man plane >reaktionäre" Maßnahmen, man wolle die politische Allgewalt des DolkeS und seiner 6t- wähllen beschranken. Es zeigt sich immer deutlicher, daß in diesen Kreisen die Weimarer Der- fassung unantaftbar ist, und bah man bereits in Krämpfe verfällt, wenn man nachzuprüfen wagt, ob offensichtliche Mängel nicht in ihr begründet sind. Jede Kritik der Weimarer Der- falfung wird als Sünde wider den helligen Geist, als Verbrechen gegen die Republik gebrandmartt. Die politischen Rollen finb völlig vertauscht: Was sich früher fortschrittlich nannte, ist heute in Wirklichkeit sturste Reaktion und verwehrt jede gesunde Weiterentwicklung mit gehässigster Dersolgung der ernsthaft fortschrittlich Gesinnten. Nachdem durch den Schriftwechsel zwischen Rcichvfinanzminifter und Reparationsagent das sensationelle Stichwort gefallen ist und die Gr- örierung über VerwaltungSresormen auch in der TageSptefse nicht mehr auizuhalten war. hat man in den Linkskrcisen sofort den Versuch gemacht, die sachliche Erörterung auf das parteipolitische Gebiet abzulenken durch das Kampsgefchret ..Unitarismus gegen FöderaliSmu 6". Man weih, dast in weitesten Kreisen des Volle- daS Verlangen nach einer Senkung der öffentlichen Lasten so stark ist, dast es in irgendeiner Form befriedigt werden muh. Man behauptet infolgedefen. dast der Unitarismus tke erhoffte Ersparnis b tage, wobei gc lillentlich vermieden wird, eine genaue Rechnung au'zumachen. Man übersieht adstchrltch, die unschätzbaren Vorteile, die eine Dezentralisation des poliri'chm. kulturellen und wirtschaftlichen Lebens für Deut'chfand mit sich gebrach: hat und erkennt nicht einmal, dast es doch das Eingeständnis einer erschreckenden Ideenlosigkeit der Revolution von 1918 ist, wenn man erst jetzt, neun Jahre nach dieser Revolution und von der bereits wieder erreich en Oppolltion-stellung auS. endlich bas politische Fiel entdeckt, für das man damals eigentlich die Mafien hatte mobifi- sieren wollen. Wer konsequent und mit unerbittlicher Sachlichkeit die finanziellen Vorteil« des absoluten UnitariZmus nachprüst, wird zu dem Ergebnis kommen, dast die hierdurch ermöglichten Ersparnisse iich in lehr engen Grenzen halten und infolgedef en nicht der Kern der Derwal- tungsreform sein können, die wir brauchen. Man wird vielmehr bedenken müisen, dast ein derart radikaler Umlaa unseres S a'.les ein Experiment darstellt. dessen Kosten unüber ehbar sind und daS zweiselloS manche peinliche Ucbcrra- schungen bri • c.i .a in Kl st . mente können wir uns in unserer heutigen Lage und nach den zahlreichen trüben Erfahrungen auf diesem Gebiete nicht mehr leisten. Will man ernst.ich eine ‘Betmaliungereform auS sachlichen wirtschaftlichen Gründen, dann wird man bestrebt fein müf en, gröbere Erschütterungen zu vermeiden Auch i m Rahmen unseres heutigen staatlichen Aufbaus lästt sich bei vernünftiger Handhabung der staatlichen Macht sehr wohl eine durchgrei ende DerwaltungLreform benl. Man wird allerdings den heule noch üblichen einzel staatlichen Machtegoismus a u f g e b e n müssen. Man wird auf eine Verteidigung der innerstaatlichen, mit Rücksicht auf ehemalige, inzwischen erloschene dynastische Interessen gezogenen, der wir:schaftlichen Entwicklung häufig zuwiderlaufenden Grenzen verzichten müssen. Man denke nur daran, dast wir heute noch weit über hundert Enklaven einzelner Länder besitzen und dast dadurch jede einheitliche wirtschaftliche Maßnahme schwer gehemmt ist. Dabei spielet» nicht nur die Verwaltungsausgaben im engeren Sinne eine Rolle, sondern ebenso auch die Entwicklung unserer Wirtschaft, insbesondere die elektrische Kraftwirtschaft. die Fragen der Gasfernversorgung, die Derkehrssragen usw. Freiherr von Wilmowsl» hat mit vollem Recht im preußischen Landtag daraus hingewiesen. dast es heute noch einfacher sei, den direkten transkontinentalen Personenverkehr von ‘Berlin durch Rußland nach Sibirien zu führen als von Merseburg nach Leipzig. Die Herren im demokratischen und sozialdemokratischen Lager, die sich jetzt als die begeistertsten Anhänger des Unitarismus ausgeben, hatten im preußischen. Hess ischen. sächsischen.braunschwei- Sschen und anderen Landtagen genügend Ge- genheil. ihrem Ideal unter Zustimmung jedes realpolirisch Denkenden einen Schritt näher zu flammen, indem sie diese unselige Enklaven - wirtschaft beseitigten ui'.d damit eine wesentliche Vereinfachung unserer Verwaltung herbeiführten. Wie wenig sie aber in der Praxis ihren rein agitatorischen Ruf nach dem Einheitsstaat zu verwirklichen gedenken, zeigt der unselige Kampf zwischen Groß-Hamburg und Preußen. In beiden Regierungen sitzen führende Männer der »unitarischen Parteien". Die Auseinandersetzungen über UnitarismuS und Föderalismus lenken vom eigentlichen Problem ab. Die praktische Verwaltung-re!orm kann nicht mit ganz großen Problemen beginnen. Ioniern sie muß von den kleinen und klein st en Dingen, angefangen von der Dureauresorm bis zur Begrenzung der Aufgaben der öffentlichen Wirtschaft, auSgehen. Auch dabei muß man sich bei der praktischen Durchführung von trombereia auf große Wider st ände einstellen. Soll z. D eine Verwaltungsbehörde mit einer anderen zusaminengelegt werden, so werden aus den Kreisen der davon unmittelbar De- EdgarWallacewird interviewt Edgar Wallace ist ein berühmter Mann: er ist einer der zur Zeit bei uns in Deutschland populärsten englischen Autoren, dessen 5tnminala>;nanc durch zahlreiche angesehene deutsche Zeitungen gehen: während fein Kriminal stück _D e r Hexer" wochenlang an vielen führenden Bühnen vor einem ausverkauften und in atemloser Spannung erstarren Parkett gegeben wurde und noch ausgeführt wird. (Vielleicht ' interessiert sich auch die Gießener Theatcr- kitung einmal dafür: es lohnt sich!) Untere Leser werden sich gewiß noch der abenteuerlichen und aufregenden B.gebenheiten erinnern. von denen der im Gießener Anzeiger erschienene Roman »Der Frosch mit der Maske" zu erzählen weiß: wir glauben ihnen daher die im folgenden Wiedergegebene Unterredung eines englische»» Zeitungsmanne- mit Wallace nicht dvrenlhalten zu sollen. ®*gar Wallace, der bekannte Äriminal- Schrislstellet. läßt sich nicht gern interviewen Ein englischer Journalist, dem das Äimftftüd vor kurzem doch gelang, schildert den merkwürdigen Mann wie er in feinem luxuriösen Arbeitszimmer am Schreibtisch sitzt und eine Zigarette nach der andern raucht. Seine Gesichtszüge sind scharf geschnitten, er hat eine breit ? Stirn und ein energisches Kinn. W?r ihn nicht kennt, hält ihn für einen Diplomaten, einen Kr.mrnallom- miffar oder — einen Verbrecher. Wallace erzählt oft, daß er selbst von Verb rech nm besucht wird, die ihre Strafe abgefeffen haben Dieser elegante Maim ist ein Freund der Verbrecher. der m Derbrecherkreisen gut bekannt ist. entlassenen Sträflingen Hilst, ihnen Geld gibt und Arbeit verschafft. »Ich könnte selbst ein tüchtiger Verbrecher fein.“ sagte der Schriftsteller lächelnd. .Am leichtesten wäre es mir, als Betrüg-r Geld ru verdienen Ich muß sagen, dast es heute feine großen Verbrecher mehr gibt Es gibt natürlich erfahrene Leute, die mit großer Leichtigkeit einen Geld chrank aufknacken und dabei mit vollendeter Technik vorgeben Doch fehlt es diesen Leuten an echter Begabung, an geistreicher Erfindung." Dieser Schriftsteller ist durch seine ständige Beschäftigung mit kriminalistischcm Problemen zu einet merkwürdigen Art .Snob" geworden. Er behauptete tatsächlich, daß er g:m ein genialer Verbrecher geworden wäre. Vichts ist Wallace fremd, was zu dem Verbrecher und seinem Leben Beziehungen hat. Manche bemerkenswerte Einzelheit über die Orgamfat-on von Verbrechen, die man sonst nicht kennenlctnen würde, kann man von ihm erfahren Wer weiß z. B., daß ein Hehlet, wenn ein Einbruch geplant wird, zuweilen einen Besuch am Ott des geplanten Verbrechens abstattet, um sich zu überzeugen daß die Sache lohnt. Wird ein Einbruch in einen Juwelierladen des Londoner Westends geplant, so sieht sich ein elegant gelleidetet Herr vorher den Laden mit seinen Kostbarkeiten an. Er macht einen Voranschlag und teilt der Bande mit, wieviel er ungefähr für die Beute bieten kann DaS Angebot wird bei einer Konferenz tkr Bande eingehend geprüft, und erst dann wird der Eoup ausgeführt, wenn die Bedingungen günstig sind. Der Hehler ist übrig m3 eine Person die in der Verbrecherwelt keine Achtung genießt. Wallace selbst zählt keine Hehler in seinem Bekanntenkreise. Dafür aber, so behauptet er. ist er mit sehr viel Schecksälschern .befreundet". »Diese Verbrecher müssen sehr geschickt fein und einen starken Willen haben," meint Wallace, »älebrigend kann ein Mann, der sich diesen .Beruf“ «wählt hat. niemals von ihm lassen. Ich besuchte einmal eine Derbrecher- kneipe, um Studien zu machen Dort traf ich einen Mann, der soeben eine längere Strafe wegen Scheckfälschung verbüßt halte. Gr ging auf mich zu und bot mir einen Scheck auf eine sichr große Summe an, den er soeben au3gefertigt hatte und den er mir schenken wollte, weil ich ein Freund der Aus gestoßenen bin.“ Der Besucher fragte Wallace, ob er nicht den unwiderstehlichen Drang fühle, wenigstens einmal ein Verbrechen zu begehen nur aus Sensationslust und um den Kampf mit der Polizei aufzunehmen .Das würde ich vicll.icht tun,“ erwiderte der Schriftsteller, tomn England einen Sherlock Holmes hätte! Die heutigen Krimina- llsten find aber einerseits viel uninteressanter, anbererfeitd viel gefährlicher als ein richtiger Sherlock Holmes. Sie sind unglaublich prakisch »mb vernünftig Sie kennen keine phantastischen Konstruktionen und p'ychologi chen Feinheiten, wie es einem Sherlock Holmes ziemt. Detektive arbeite» heute ebenso wie energische Zeitungstroffenen und aus den davon berührten Städten W.öersprüche laut, die mit einer gewissen Berechtigung die Wahrung der bdon.-ercn totalen 5n:ercrkn beanspruchen. Die enifcheidende Borau£kbung für die praktische Durchführung einer Verwalt ungsresorm liegt in dem Verhalten der Parlamente, d. y. der politischen Parteien VerwaltungS- reformmaßnahmen sind nur theoretisch populär, ihre Durchführung verlangt Mut zur 11 n • Popularität. Werden unsere Parlamente diesen Mut auf bringen? Der ReichstagSabgeord- netc Pro'essor L). Dr. Brebt führt in seiner ausgezeichneten Broschüre .Etatrecht und Finanzwirtschaft“ klar aus. warum der Paria- meniariSmus zu immer neuen Ausgaben Veranlassung gibt. Die Parteien müssen ihre Wähler bei guter Laune erhalten, Unpopularität ist für sie Selbstmord. Da aber der Wider'pruch einzelner Kreise sich stets lauter äußert alS die Zustimmung der 31. gern einbett, ist für die Parteien cm großzügiges Reformwerk fast unmöglich, zumal tie Opfer einer derartigen Reform sofort in die Erscheinung treten, während sich ihr Rutzen erst langsam und allmählich au»- wirkl. Daraus ergibt sich als erste Voraussetzung einer Rationalisierung der öffentlichen Wirtschaft. daß die Parteien in Erkenntnis der Schwäche des parlamentarischen Systems ihre in der Weimarer Verfassung verankerten Rechte selbst eingrenzen und ein WillenSze^ttrum schaffen. daS unabhängig von der Popularität der Masten der Bcwilligungsfreudiglcit der Parlamente eruacgcntnit und den Gedanken der Verwaltungsreform mit der notwendigen staatlichen Autorität gegen alle Widerstände durchsetzt. Parallel dazu müßte es außerhalb des Parlaments eine Stile geben, die ohne Rückfich: auf Beifall oder Miß allen durch Ausarberiung einzelner positiver Bon* schlüge die notwendige ö'»entliche Debatte immer wieder anzuregen versteht und den egoistisch n Bestrebungen einzelner die Rotwendigkeit für die Allgemeinheit entgegen stellt. Als ich im Vorjahre daS »Kuratorium für Spar- und Ber- einfachungsmaßnahmen'' gründete, hoffte id'. daß des VerwaltungSresvrmged^tnl«tS werden könne. Pie parteipolitische Zerrissenheit des deutschen Volkes hat sich aber stark r enri.fcn aS dr Gedanke gemeinschas licher 'Arbeit auf rein fachlicher Balls. Das Kuratorium hat fich bi.chcr noch nicht dazu verstehen können, einen gemeinschaftlichen von der Autorität teiner Mitglleder getragenen Reformvorlchlag zu machen und für seine Durch'etzuna einzu.reten. Trotzdem hoffe ich zuverllch lich. daß es gelt..gen wird, die bort begoimenen sehr wertvollen Arbeiten fonzufetzen. Die wlrtfchaftlichen Snordcr- daß sie auf die Dauer nicht ungehvrt blc.ben könnem Halfen.lich hört sie unser Boll, solange es noch in der Lage ist, nach eigenem Ermessen seinen Weg in eine bessere Zukunft zu finden. Vom KreideWck zum Auerstrumpf. Von Dr. Robert Kahn. Im Jahre 1886, also vor jetzt rund 40 Jahren, erfand Auer von Welsbach das nach ihm benannte Glühlicht. Qkele von uns erinnern sich noch der außerordentlichen Wirkung, welche die neue BrleuchtungSart am AuSgang der achtziger und Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts auf Ne Gerreration ausübte, die mit den Schnittbrennern und Argandbrennern deS Leuchtgases oder mit den Petroleumlampen groß geworden war. Denn auch die elektrische 'Beleuchtung befand sich noch in den ersten Entw.ck- lungsjayrcn. Unb wir erinnern uns auch mit einem gewissen Staunen dcS einzigartigen Siegeslaufs. den die neue Erfinduna an trat, indem |ie in unglaublich kurzer Zeit sich an die Stelle der älteren Formen setzte. In der Tat wird es wohl wenige Fälle geben, m denen sich eine neue Erfindung so rasch und so vollständig durchsetzte. Es war ein Erfolg allerersten Ranges, so groß, daß er in der Geschichte der Erfindungen nicht viele seinesgleichen hat. Den meisten Zeitgenossen erl^ as neue Licht auch als etwas grunöfaßliö : j i i bei seiner Anwendung an Stelle t aw-nten Leuchtkraft einer Flamme d -) ■, I r a H einer Flamme zur Lichterzeugung t wurde. «Tit deren Hilfe man einen ur.. :r lich.n. mineralischen Körper auf so hohe 2"?ni ?:rcluc erhitzte, daß er zu glühen und hell zu uch.en anfing. Die Fachleute freilich wußten, daß auch diese Errungenschaft nicht'auf einmal, gewissermaßen aus dem leeren Raum entstanden war, sondern daß sie ihre weniger vollkommenen Vorgängerinnen hatte. Letztlich ist sie auf daS von dem Engländer Drummond im Jahre 1826 erfundene Kalklicht zurückzuführen, das allo in dem Jahre, in welchem sein erfolgreiches Enkelkind 40 Jahre alt wurde, feinen hundertsten Geburtstag feiern durfte. Das Kalilicht verdanlt feine Entstehung den Bedürfnissen der Geodäsie, welche für nächtliche Landesaufnahmen eine sehr Helle und schar! begre.izte Lichtquelle benötigte. Zum erstenmal ist es beschrieben in den Londoner Anna les as Philosophtz des Jahres 1826. Poggendorfs Annalen der Physik und Chemie berichten im selben Jahre darüber. ......Dahingegen sand Drummond, daß das Licht welches gewisse Erden und Metallc»xyde bei ihrem Glühen in der durch SäuerstofsgaS unterhaltenen Alloholslainme 6er- Vorbringen, völlig jenem Zweck der Landesausnahme entspricht......Unter den günstigsten Uinständen leuchtete der Kalk 83mal stärker als der grellste Teil der Flamme einer ?lrganbfä)cn Lampe und. In den Brennpunkt c n *» parabolischen ReslektorS gebracht, war er aus 40 Zuß Entfernung noch zu blendend, um ihn ansehen zu können? In der Tat ist daS Kalllicht so intensiv, daß es dem Auge unerträglich ist. Wenn man die Flamme einer Kerze damit beleuchtet, so wird diese an einer weißen Fläche alS Schatten sichtbar. Es hat natürlich in einer Zeit, in der die Technik der Beleuchtung noch so unvollkommen war. daß Goethe es schon als einen großen Fortschritt ansah, toerm eine Erfindung gemacht würde, daß man die Kerzen nicht mehr schneuzen brauchte, nicht an Versuchen gefehlt, die neue Lichtquelle, die sich der Sonne an Helligkeit vergleichen läßt, einer allgemeinen Verwendung zuzusührem ‘2ß>cr alle Bemühungen scheiterten, von andern Ursachen abgesehen, an dem hoben Preis deS Sauerstoffs. Immerhin wurde das Kalllicht lange Zeu zu befanderen Zwecken, welche eine fehr große Helligkeit verlangten, angewandt. bis eS allmählich durch neuauffom- mendc bequemere Beleuchtungsarten verdrängt wurde. So leistete eS bi5 in die neue Zelt hinein gute Dienste als Signallicht in Leuchttürmen, für Rebelbilder und alS Lichtquelle beim Betrieb von Bildwerfern (Projektionsapparaten). Auch für die Zwecke der medizinischen Diagnostik wurde cS vielfach benutzt. Selbstverständlich war man auch bemüht, da- Verfahren zu vervollkommnen und rationeller zu gestalten, so daß von seinem ersten Erscheinen bis zu seiner durch Auerlicht erreichten Vollendung eine ununterbrochene Kette von Verbesserungen sestzustellen ist. Drummond hatte Kreidestücke benützt. Später ging man mit Vorteil dazu über. Stifte anzuwenden, welche auS gebranntem Marmor herauSge|ägt waren. Diese waren freilich unbeständig, da sie auS der Luft Feuchtigkeit anzogen und allmählich verfielen. (Jaron führte deshalb Magnesia- stifte ein. die nicht mit vielem Fehler behaftet find. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts ersetzte Tessi 6 du Motay diese durch Stifte auS Zirkonerde, welche neben dem Vorteil reparier; ich fc'ofl war neun Jahr? Kriminal- Reporter. bin cs eigentlich heute noch und werde wahrscheinlich nie etwas anderes werden." Hyazinthen. Don Rudolf v. D e! i u S. Die Luft ist noch trübe, der Garten grau und öde, die Zimmer find noch geheizt, fest der- fchlofsen die Fenster, aber dort stehen nun schon in langer Reche die Hyazinthen. Und aus der Zwiebel, im klaren Wasser sichtbar, entwickelt sich das uralte, herrliche Wunder; der Stengel schießt auf, prall und fällig, die Knospe öffnet sich; leuchtend steigt der Blütcnquitl empor. Gibt es etwas ReinereS alS srisch aufgeblähte Hyazinthen? ES ist eine feine Glätte um diese Blumen, etwas so sauber 5!eichteS wie Porzellan. Und zart und zierlich gemeißelt jedes Blatt. Und dieser Zarbenschimmer: eine herbe Frische und Kühle geht von ihm auS, wundervoll zusammenstimmend mit dem säuerlich-süßen Duft, der wie schwerer Tokayer die Seele säst betäubt. Und vieler Reichtum an Tönungen! Da sind ganz weiße, unnahbar rn ihrer Klarheit, wie Schneekristalle, gelöst von jedem Erdhaften, Da sind rötliche, in denen mattweißlich die Rippe noch schimmert, aber nach den Zipfeln hin steigt das Rot an wie ein starker, pulsender Wein. Da sind die blauen, traumhaft hell wie Frühlingshimmel. Jede Pflanze ist eine Kompofttion von intimsten Wirkungen, fest in sich zusammen geschlossen als Sinzeipersönlichkeit. Jede sprüht chr We en auS, eine Welt für sich, es ist daS Geheimnis des Individuellen. Irgendwo muh in jeder Blume ein geheimer Werkmeister stecken, der alle Zügel lenkt, der das Ganze yJamrncnf)äLt und den Eharakler gerade dieses Wesens sicher bewahrt. So stehen sie nun in der Stube am Fenster und schauen hinaus m das dämmernde Land, ein Signal für bis, was einmal kommen wird, erste Propheten des brausenden Garrenglücks, toerm es im Frühling überall drängt und sprießt. Ehren wir die Blume! Wie ist unser Zimmer so erstarrt, da herrscht der Verstand des Menschen; alle Linien sind scharf geschnitten, gerade: es ist alles mathematisch gemessen und bestimmt: die Schrcibiischplatte als Quadrat, der kre-s- runde Tisch, der praktisch geformte Stuhl, die Bücher in wohlgeordneter Leihe. Als Gegensatz nun die Hyazinthe: da- Leben selber, daS weiche, sich schwingende, singende jubelnde Leben I Die Blume ist ewig hx Verwandlung, da steht nichts still. Wie daS Zusammengepreßte sich entfaltet, wie die Farbe wächst, wie triumphierend dann daS Ganze leuchtet: ein Symbol der Freuden. Sehr -weckvoll ist unser ganze- AlltagSdascin. Aber die Hyazinthe ist zwecklos. „Sie blühet, weil die blühet", lagt der Mystiker. „Selbstzweck', sagt der Philosoph. Das magische, unfaßbare Geheimnis deS Lebendigen steht vor unS. Wie ein Fest, eine unbändige Heiterkeit, lacht unS die Dvllerblühte an. Gibt es hier ein Gesetz? Rach welcher Rot- wendigkell formt sich dies alles? Aber kein Avßenzwang bestimmt dies Geschehen. Leben ist Freiheit, ein Deist waltet da. der mit sich offenbaren will. GS ist itgenbeme tiefe innere Kraft, die sich öffnet, die heraustritt, und nun still da« steht: ihr eigenes Ziel. ' Derehtt Die Blume I Sie erlöst unS immer wieder von der Rot der Abhängigkeit. Auch unser Geist soll zum Blühen kommen, zum reinen, seligen Dasein, zur Entfaltung aller feiner Keime, zum Jubel der Erfüllung. Reben allen Sorgen deS TageS soll jeder Mensch auch ein Leuchtender fein, ein AuSstrahlender für alle anderen. In jeder Menschenstube feien Blumen. Und selbst im härtesten Winter bleibe unS immer dies Symbol des Leben- nahe. Wie erquickt Forde die Seele, wie atmet der Deist auf bei Anblick reiner, vollkommener Form. Je höhet eine Kultur steht, je erhabener sie übet das Riedrige ist, um so inniger pslegt ber Mensch die Blume. Eine ganz* Psychologie der Völker könnte man schreiben nach ihrer Bjrr.cn- liebe. Die raffgierigen, hastigen, feclenlo'en eiten, die nichts wollen als das Geld, die haben keine Zell für Blumen. Aber die Künstlerin enschen, denen immer wieder das Leben zur Feier wird, die stellen diese liebsten Freünde neben sich: Schwesterseelen der eigenen Schöpfrr- kraft. Das ist älteste ^Überlieferung deS germanischer Menschen. Er braucht die Blume In jeder Ro: bleibt sie ihm treu: stille Kameradin und Trödc rin, die ihn sanft hinleitet zu reiner, klarer Freude. Darum, ihr Deutschen, vergeßt euer Innerstes nicht: ehrt und pflegt und liebt das Blühende. Damit auch in euch selber immer ein Teil der Seele bunter» hellerer Garten bleibt. bet Unbednflutbarfeit durch AtmofphärMen auch einen bessere« Lichteffekt gaben. Ungefähr um btefelbe 3eit setzten Versuch« ein, den loftlptelicen 6auerftoff auszuschalten und befriedig enLe L^chtwirkungen unter Anwendung von atmosphärischer Lust zu eryelen. Für tiefen Zweck erwiesen sich aber die bisher angewandten Stifte aus Oxyden der Erbmelalle als unaetia- net. Sie hatten den Fehler, dah thrc^ Dalle iu grob war. um die Temperatur der Flamme anzunehmen. Folgerichtig aing man dazu über, unter Vergröberung der Oberfläche be« Gluh- körvers seine Masse zu verringern. Zuerft Wan» berte man aber hinsichtlich der Hatur des Dlüh- körper» nach einer unteren Richtung. So wandte Gillarb im Jahre 1B46 Körbchen aus Platin» draht an. die er in der Wasfergasflamme zum Glühen brachte. Bei der Kostbarkeit bei» Materials mutet es uns sonderbar an. zu hören day zwei Städte. Harbonne und Passy. eine zeitlang mit diesem „Platinlicht" beleuchtet waren. D e Bewohner dieser Städte müssen ehrliche Leute gewesen sein. Hier begegnen wir also dem Prototyp des AuerftrumpseS und gleichzeitig der ersten praktischenAn- wendungdes Dlühlichtes zu all gemeinen Beleuchtung szwe den. ES war Dor 80 Jahren, genau 20 Jahre nach Drummonbs Erfindung des Kalklichts und genau 40 Jahre vor der Vollendung der Erfindung durch Auer von Welsbach. 30 bis 40 Jahre später, in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begegnen wir einem bedeutenden Fortschritt, in dem der beim Platinlicht In Erscheinung getretene Grundsatz geringer Masse bei großer Oberfläche aus das viel billigere und als ..Strahler" geeignetere Material der früher benutzten Glüh- körper Anwendung sand. 3m Jahre 1881 schlugen (XIamont. später Svmz 6 e. Körbchen au» Magnesia vor. welche mit Blatindrahtnetz umgeben waren. Die erforderliche hohe Temperatur wurde durch Einführen von Lust in die Leucht- gasslamme erzeugt, welche in dem von Elamont ersonnenen Brenner voraewärmt wurde. Auf die Fachleute der damaligen Zeit machte da- Elamontscde Licht einen solchen Eindruck, daß es in einer Versammlung von Dasingenieuren als ..Anfang einer Revolution in der Gasindustrie" gefeiert wurde Da» war e» auch zweifellos: denn tas Gmnd'ätzliche des modernen Gasglühkörpern lag hier bereits sie und fertig vor. immerhin bedeutete der Schritt )um .Auer- st rümpf' eine ganze Anzahl gewalt.ger. technischer Verbefsungen Diese lagen in zwei Hauptrichtungen : E.nmal wurden von Auer v. Welsbach noch bessere .Strahler" ausgesunden, als sie bis ha bin zur Anwendung gelangt waren, und zweitens wurden diese in noch viel feinerer Verteilung als vorher der Flamme bargeboten. Auer von DelSbach kam aber auch nicht auf einmal zum vollen Erfolge. Zuerst wandte er Gemische der Oxyde de» Lanthans. Zirkons. Ptt- hum» und Magnesiums, später des Thorium». Eerfums und Didyms an. Die besten Ergebnisse erhielt er. al» er eine Mischung von Thoroxyd und Eeroxyd in ganz bestimmten Mengenver- tzältnissen (99 v. H Thoroxyd und 1 v. H. Eoroxyb) anwandte die den heute q -wohnten Leuchteffekt ergab, von 1891 an dauernd b ibchalten Wurde und unter dem Handelsnamen .Au er- Mischung" bekannt ist. Aber ohne die im Äuerstrumpf gegebene äußere Form wäre der Effekt auch mit Hilfe der günstigsten Mifchungen nicht zu erreichen. Der Glühst rümpf stellt ein besonders intereffantes Kapitel In der Geschichte der Erfindungen dar. Aus die Tatsache nämlich, bah man die Oxyde der Erdmetalle in sehr sein verteilter Form erhalten kann, wenn man vollkommen Derbrennbare (organische) Substanz mit den Lösungen ihrer Salze tränkt, und diese dann verascht, hatten schon B r e w st e r 1820 und Tal- b o t 1825 ausmerksam gemacht. Die Erfindung war also grundsätzlich schon gemacht, sechs Jahre Dar der ersten Anwendung de» KaikgluhiichtS. und Drummond und seine Rachfolger hätten sich ihrer ohne we teres bedienen können. Aber niemand dachte daran, sie zu verwerten. Erst Auer von Welsbach kam darauf zurück. Aber — und das ist das zweite merkwürdige Moment — als er den ent,'cheid Mar/ ^ySetum /ferne ■ Meme Buch- \/feben <•)'Jonne 'S, Y)f. Werfe! @ Vc/fawnd d J fierte! Der die 94 Stundensahlen MitW- nacht Iw Mitt «macht ernte Tagte *1- iahende Kreit und die diel funkt, «rte Linie, der >09mannte Hortet*il, eind feet- Hehend rw denken. Der Sternhimmel dreht Ach lernt dem auf Mitternacht engenden geraden Pfeil — gemiesermaRen dem Teiger der H’mmelruhr — in 93 Stunden and 56 Minuten im Sinne dee gezogenen Pfeile emmal «»* innen M'ttilfunk Der eingescchnete Her, ernt umrahmt die «n der Stunde, auf die der gerade Pfeil eeigt. um die MenaUm.tte Acht- koren Sterne Untere Karte teig« alte den Zuetand um Mitternacht der Mo- natemitte Will man m einer anderen Stunde beobachten. 00 denke man eich den Sternhimmel tarn 1 dem geraden Pfeil eo gedreht. daR dioeer auf die Be- ebechtungenunde geigt; dadurch morden die tu dieeer Zeit Achtbaren Sterne m den nicht m>ttudrehendm Homtan» hin- emgedreht. Für je 5 Tage wer der Mo- natemitte iet der gerade Pfeil */j Stunde früher, für io 5 Tage nach der Monats - mitte Ml Stunde tfäter re Hellem. Men ter gl Ache die nächste Monatskarte. Deo Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein. wenn er die angedeutete [acht- gestalt zeigt auf VenuS. MacS. Jupiter und Saturn anzu- wenden. hat uns aber nicht be.riebigi. weil sich diese Zeichen — besonders wenn man Vie Karte dreht — teilweise sehr ähnlich sehen und verwechselt werden. Also haben wir nach einem anderen Weg gesucht: Für den Saturn war er ohne weitere» gegeben: Wir haben al» Zeichen für ihn seine bezeichnende Gestalt mit t>cm Ring gewählt, der ihn ja vor allen anderen ©fernen auszeichnet. Den anderen drei in Betracht kommenden Planeten haben wir Zeichen gegeben, die sofort auf ihren Rainen Hinweisen, indem wir der Venus, der Göttin der Liebe, ein flammendes Herz, dem Kriegsgott Mars gekreuzte Schwerter und dem Donnergott Jupiter den gezackten Blitz verliehen Haven. Der Sonne aber haben wir Strahlen angesetzt, so dah sie wohl nun niemand mehr mit dem Mond verwechseln wird. Dg nun bei den Lesern, die sich auS unserer monatlichen Sternkarte eine drehbare Karte gemacht haben, die daraus stehenden Bezeichnungen nicht mehr stimmen, geben wir ihnen einen neuen Ueberzug für ihren Sternbimmel. Für die :> noch keinen solchen drehbaren Himmel gemacht Haven, bemerken wir. day man sich hierzu eine Pappe von 9 Zentimeter Durchmesser mit den Lappen a auSschneidet unb bann fügung stehende Zeit so beträchtlich, dah bie Veränderungen während eines einzigen Abends selbst dem flüchtigsten Blick auffallen. Da» ftfln- hige Auftauchen neuer Sternbilder im Osten hat auch die Folge, bat) bie Gesamtzahl ber beobachtbaren Sterne verhältnismäyig groß ist. Dazu kommt, day unS der Wintersternhimmel gerade die schönsten unb glanzvollsten Stembilbet bringt. Beim Eintritt der Dunkelheit sehen wir im Osten den Orion, links von ihm nach Rorden zu die Zwillinge mit Kastor und Pollux. Beide Sternbilder steigen im Lause deS Abends höher und höher, unb bald wirb in ber Verlängerung des Oriongürtel» ber hellste aller Fixsterne, der Sirius, sichtbar. Roch weiter link«, im Borden. sehen wir den Groben Bären, auch Himmelswagen genannt, wie er sich aus seinem spätherbstlichen Tiefstand immer weiter in die Höhe reckt unb sich sozusagen auf bie al» .Deichsel" des Wagens bezeichneten Sterne stellt. Auf ber südlichen Himmelsseite sehen wir den einzigen deS Abends sichtbaren Wandelstern, nämlich den Jupiter, der unter dem au« einem Andromedastern unb brei Pegalusstemen gebildeten sogenannten Himmelsguadrat als bei weitem hellster Stern deS Abendhimmels erstrahlt. Sehr lohnend ist indessen auch ein Blick auf den Morgenhimmel, an dem wir drei Wan- Rätsel um Kolumbus. Von Dr Emil E a r t b a u « Ein Wellumschwung schien in der Tat durch Kolumbus dcrdeigesührt, als mit Amerika aus de» Ozean» Fluten .ein Weltwunder, eine ganz neue Welt vor den Bewohnern der alten aussfieg. wie Heine fressend sagt. Selbst die roten Menschen, die darin lebten, schienen so verschieden von den bl*.xr bekannten zu lein, day die Theologen ernstlich barübcc stritten, ob aua) sie in die Erlösung durch 2esuS Christus mit einbegriffen seien. Man kann sich wohl denken, wie der Mann gefeiert, um nicht zu sagen In den Himmel gehoben wurde, dem allein so viele seiner Zeltgenos en. geblendet durch den glänzenden Erfolg, das grobe Snideckungswerk »u|l-.eben können, dast Kolumbus ein Mc'«ch von niedriger Gesinnung war. und dast er feinen Erfolg als Entdecker viel weniger feinem Willen unb .können als Seemann, denn der schlauen Ausnutzung der von anderen Seefahrern gesammelten Erfahrungen verdankte Es er' heint uns geradezu naiv, wenn Kolumbus in einem Briefe an den König von Spanien aller Ernstes behauptet dast die Erde die Gestalt clnt4 Balles habe, worauf fich eine Erchi n.. : von der Form einer 5rrmen eingeführt werden. Die Awifchen den einzelnen Linien noch bestehenden starken Unterschiede tn der Fahrpreisberechnung machen es erforderlich, auf eine Pr et-kalkulation nach einheitlichen Richtlinien btnzuwirken. Der Verband betrachtet es dah.n als ein? besondere Aufgabe, die Prelskalkulatton ds Omnibusgewerbes in gesunde Bahnen zu bringen. Wichtig ist auch die Stellungnahme zur rung berabgegebenen Festschrift .El centenario" geschehen ist. dürfte doch nichts weniger als angebracht erscheinen. Hessisches Landestheater. Das Hessische Landestheater in Darmstadt ist in der letzten Zeit mit einer Reihe von Heu* aufführungen unb Reueinstudierungen hervov- getreten, die vom Publikum sehr beifällig ausgenommen wurden. So erlebte Molnars .Spiel im Schisst", das In der vergangenen Spielzeit einen starken Erfolg hatte, mehrere Wiederholungen. In der Oper folgten .51 bell o". .Die Meistersinger" unb Verdis .Maskenball": bie Operette war durch Sullivans ,M i k a d o" vertreten. Bei der Oper waren durchweg sehr hochstehende Gesangsleistungen au verzeichnen, namentlich auch bei dem lä: gere Zeit nicht mehr gegebenen .Maskenball". Der .Mikado", der am Silvesterabend ausgesührt wurde, stand unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Böhm: neben den künstlerischen Darbietungen aller Mittvirfen- ben verdient die geschmackvolle Ausstattung dieser Reuin'Zenierung besonders hervorgehcben zu werden. Der geaenöär.igen Geschmacksrichtung vieler Theaterbesucher, die Kriminal stücke bevorzugt, hat auch bas Landestheader Rechnung getragen, indem es Bayard-Bell- lers Kriminalstück .Der dreizehnte CtubP tn ben Sptelplan aufnahm. Gleich dem vor einiger Zeit hter viel gegebenen .H:,er" beruht die starke Wirkung auf mm mellen Spannungen unb auf einem gewissen Rätselraten über bk Rolle, die ein In dem Stück aus tretender Mörder spielt. Durch ein allmähliches Ausbecken der Fäden wird die Spannung beim Publikum stä ntigtoa chgehai t en. Das Stück hat auch hier seine Wtrftmg nicht vertehll unb es oer pricht der Theaterkas'e gute En nahmen zu- |uführen. Zum Schtust fei noch ein Gastspiel russischer Tänzer unb Urnerinnen, ber Diag - h Iless -Gruppe, erwährn. Es war eine XanAfur.ft. bk sich auf ber Kunst des allen Ballett» als Grundlage aufbaut, aber einen starkem nationalen EinfckLag auttveist. E» waren Tanzleistungen, namen lich ber männllchen Mitglieder. wie man fk hier kaum je gesehen ^at. Ek«tch»pvT <* Tc* 6«f Steuer auigabe nicht baju benuOvii, den privaten hDorunter -uch die aemifchtwirtlchattlichen und bi« städtischen CBrtncfx perHanbrn werden) Jtraf locrrmbu»' Uni rrnehrnungen Konkurrenz au Machen. Dreien Betrieben muh die Mögllch- fett gegeben sein. ihr Äapttal txrrynt zu sehen Der privat« Grvtzkraftvertchr muh d,e gebührende Pachtung m der Rmchsge'etzgebung finden Die Reichspost muh k> behandel! werden, dah auch de privaten Äroft* tnxnibu»«Unterrnehrnungen bfe EriffenzmLalichtett auf gesunder ®runMage haben, chktstchmch der Pnnrbcrcchnung bei der Reichspost sind oft so harte Mängel vorhanden, dah die Regierung von sich au- «ngreilen muh. Da» Reichsvok- miniftcrium Hal auf di« Vorstellungen des 'Verbände- »ugdagl, dah Auswüchfe aus dem Pre^^- gebid mch« mehr Vorkommen sollen. Rcbrn der Leich-post be'chLftigt sich neuerdings auch Mr Reichsbahn mit dem Rrastomn.busverfehr. 3m Augenblick schweben zwischen der Rdchspvst und der Reichsbahn Verhandlungen darüber, inwieweit der Personenverkehr mit Kraftomni- fniHen zwischen beiden oennrnsam geiührt werden kann. Dis jetzt ist aber noch keine »iniflunfl »wischen ihnen erzielt worden. Hiniichrl.ch der Steuers ra g« ist zu sagen, dah der Verband all« S:euererh.>hungeii ablelmt, die dazu angetan sind, das Großkraftverteh.sgewerbe noch weiter zu belasten und damit auch zu «tuet Last sur- weitere BevolVerungskvei!« zu werden. Die Regierung muh einlehkn. dah für den Drohlrasl- verkehr Lteuererhbbunaen nicht mehr tragbar sind, auch von den vonberbesleuerungen muh dieses Gewerbe befreit werden, es geht z. V. nidx: an. dah Rundsahr1«i als Lustbarkeiten angesehen werden und infolgedessen Lustbarkeit»- steuer echoben wird. Wichtig ist auch eine einheitliche Dersicherungsregelung. bei der >m Interesse d?s Vrohkrastvcrl.hrsgewerbes die VersicherungSprämien he abgesetzt und die Dersichei^i igsbedtngungen ve.b.fsert werden. Der Verband verhandelt zur Zeit mit einer Der- sicherungSgesellschast. In Kürze dürste ein be- frtrt)igcnder Abschluh zu erwarten sein. Hinficht- tich des ReichshaftpflichtgcsehcS ist davor zu warnen, allen Kraftverkehr nach einheitlichen Maßstäben zu wertens ein« Xrennung zwischen Reichsbahn. Krastomnibusverkehr, Krast- radverkchr ist notwendig. In Fahrplan- Ir a g e n will der Verband fortschrittlich tätig lein. Er erstrebt einen Reichsfahrplan. ein Reichs- tursbuch für den Krastomnibusverkehr ör will auch versuchen, den Aushang der Fahrpläne der privaten Kraftomnibuslinien in den Bahnhöfen iu erlangen. Für die deutschen Rundfahrt- lnternchmckngen besorgt der Verband die Werbung im In- und Ausland. Die reisenden Ausländer sollen nicht nur ein Paar Städte kenneniernen. sondern mit Hilfe de» Kraft- reiseomnibus - Uebcrlandverkehrs die Schönheiten Deutschland» voll geniesten. Ferner unterstützt der Verband feine Mitglieder durch Rechtsberatung, durch Richtlinien für eine gesunde Lohn- und Gehaltsre- gclung, für ein« nach produktiven Gesichts- Punkten eingerichtete Betriebskontrolle. Wichtig ist auch ein gedeihliche» Zusammenarbeiten mit den örtlichen Verkehr,.organen, den Verkehr»vercinen und Reiseburcau». sehr weitvoll und dringend wünschenswert eine ver- tiauen-volle Zusammenarbeit zwischen den Behörden. insbesondere der Polizei, und dem Krast- omnibusgewerbe. Bei der Gestaltung deSK r a s t- fahrzeuggesetzeS wollen wir dafür sorgen, vast den Interessen der KraftomnibuSbesiher in gebührender Weise Rechnung getragen wird. Die KrastfahrzeugverkehrSvorschristen mässen unbedingt vereinheitlicht werden. EngeS Zusammenarbeiten mit der deutschen Autoindustrie ist notwendig, um alle Kräfte anzu- strengen für die Ausgestaltung de» deutschen Trost-Kraftverkehr». Auch mit der Reiche- p o ft wollen wir sachlich zusammenarbeiten, aber nicht dulden, dah unzulässige Mahnahmen der Reichspost aus Kosten der privaten Äraftomni- busunternehmunaen Platz greifen. Zum Schluffe forderte der Redner zu engem Zusammenschlust der Kraftomnibusunternehmer im Rahmen dos undes auf. Der Vortrag fand allseitigen lebhaften Beifall. Im Anschlust an die Darlegungen des Redner» wurden in einer umfangreichen Aussprache die mancherlei Gesichtspunkte, die für den Zu- sammenfchluh der oberheffischen KcastomnibuS- linien in eine B e z l r k s g r u p p e Diesten des Verbandes sprechen, eingehend behandelt und Übereinstimmend al» dringend notwendig anerkannt, dast dieser Zusammenschlust restlos und baldigst verwirklicht werde. Dafür sprachen sich nicht nur die am KraftomnibuSgewcrbe unmittelbar interessierten Persönlichkeit:n au», sondern auch vom Standpunkte der BerkehrSvereinS- arbeit wurde es begrübt, dast man dm Rahmen des Verbandes zu einer einheitlichen Organisation de» privaten Kras tomnibuSwesenS gelangen wolle. In einer anschliebenden nichtöffentlichen Versammlung der KrastomnibuSinteressen- ten wurde bann die BezirkSgruppe Diesten deS VerbandeS gegründet und Autobesiher Schneider (L Fa. Ässmann & Schneider) zum Dorsihenden der BezirkSgruppe bestimmt. Oberheffen. Landkreis Mienen. • Alten-Duseck. 4. Ian. Das Evangelisch« Pfarramt Altcn-Buseck schreibt uns: Auf die durchaus berechtigte Kritik in der Rotiz in Rr. 4 de» .Gieß. Anzeigers' betr. Reujahr» Qcläute in Alten-Buseck möchten wir bemerken. dast die Unterlassung des Reujahrge- läutes weder auf Veranlassung noch auch nur mit Wissen deS ev. Pfarramtes geschehen ist. Es wird da ür gesorgt werden, dast. Dem allgemeinen Wunsch der Gemeinde entsprechend, das Geläute in der nächsten Reujahrsnacht wieder ftattfinbeL • Lollar. 4. Ian. Rach mehr als 44jähriger Tätigkeit ist unsere Geme.m «Hebamme grau Katharina Zaubert in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Während ihrer Dienstzeit hat sie mit größer Pflichttreue und Dewis enhastig» feit bei über 1533 Geburten mancher Mutter In schwerer Stunde mit Rat und Tat beigestanden und fic vor Schaden an ihrer Gesundheit bewahrt. Manches Kind, dessen erste Lebenslage sie betreut. hat sie zu einem gesunden Menschen heran» wach en sehen Für die gcwis enhafte Ausübung ihres Deranttooriungdro'fen Berufes wurde Frau Zaubert bereits nach 4üjähriger Berufstätigkeit, im Januar 1925. von dem Hessischen Ministerium des Innern mit einer Urkund« alS Dankschreiben ausgezeichnet. Auch bi« Bürgermeisterei Dollar kpooch khr schon bemetl chee giWte Rv- erieraiung aus Reinhardshain. 4. Ian Rach einer Lannen Reih« von Jahren hatten totr diesmal mittet eine Deihnachtsfeter derSchule Lehrer Müller hielt dabei eine Ansprache mit dem Leiksptuch .Weihnachten — das Fest der Liebe" Di« Kinder sühnen das Krippen'viel >Der Stern und die Weisen" auf. im trt er en Verlaufe des Abends wurde noch «in Weih- nachtsstück gegeben. Diese Darbietungen sowohl, wie die von den Kindern gelungenen Lieder und die vorgetragenen Gedich e fanden reichen Beifall. Am Schluffe der Feier wies Lehrer Mul - ler in einer kurzen Ansprache noch auf die hohe Bedeutung des Zusammena rbeitens von Schule und Elternhaus hin. Hieraus sprach Bürgermeister Dieb dem Lehrer, als dem Veranstalter der Feier, den herzlichen Dank der Gemeind« aus. Die Feier war so stark von den Gemeind« Gebern besucht, dah sie am folgenden Tage wiederholt werden muhte, um allen Einwohnern Gelegenheit zur Teilnahme zu geben — Gestern abend vielt im Saale der Wirtschaft Roth bet frühere Lultschisser Hahn aus B«.:ershain «inen Lichtbildervortrag über feine Erlebnisse auf dem Zeppelinluftschifs .2.3.59“, das bekanntlich während des Weltkriege» von bet bulgari chen Küste aus zum Fluge nach Deutsch» OflaitUa auf gestiegen war, halbwegs aber auf Zunkbosehl der Admiralität zum Hafen in Jam- voll (Bulgarien) zurückkehren muhte. Die Eezäh- Ädes Vortragenden und die intereifaulen fanden mit Recht lebhaften Bei lall. od Qrünberg, 4.Jan. Gestern mittag um die Essenszeit lief ein Sextaner der hiesigen Oder- realfdjule über die Eisdecke der log. Hase- tränke, die zur Zeit „geeifl" wird. An der Stellt zwischen neuer und alter Eisdecke brach der o u n g e ein und verschwand in dem etwa zwei Meter tiefen Wasfer. Zwei gerade vorübergehende Primaner. Rudolf Schmitz und Erich Frank, bemerkten die Bewegungen des Jungen, sich aus dem Wasser berausjuarbeiten und sprangen sofort über die Böschung der Höfetränke. Ihrem beberyen Zu- greifen gelang e», unter eigener Lebensgefahr ihren jungen Kameraden vor dem Tode bei Ertrinkens z u retten. Das mutige, entschlossene Handeln dieser beiden Primaner verdient öffentliche Anerkennung, denn ohne ihr Zugreifen hatte, da um die Essenszeit wenig Verkehr an dieser Stelle ist, der Schüler den sicheren Tod gesunden. (Ein in der Röhe wohnender Geschäftsmann, Zin - her, der dieselben Beobachtungen wie die beiden Schüler machte, eilte ebenfalls an die Unglücksstelle, um dem Schüler mit einer Stange aus dem Walser zu helfen Der gerettete Junge befindet sich wohl und munter. h Gründer g, 4. Jan. A is bet jüngsten Demeinberatssihung ist folgendes za berichten: Die Gebrüder Fatum w rden ersucht, bei der Auflassung ihres Bauplatzes in der Bahnhof st raste die Verpflichtung «inzugrhen. dem Nachbar die B:bairung bet Drmz? ohn' V. 'nd- mauer und die Anbringung von Frnst.m zu gestatten. Die Auflassung wirb genehmigt, vorbehaltlich der Einwilligung der Forderung des Gemeinderaks. — Das früher von Bauinsp.'ktor Seim bewohnte städtische HauS w.rd nach vorherg^ender Rücksprache mit Dr. W der für 11000 Mk verkauft. Die Auslassung soll am 1. Februar getätigt werdm. — Veigeordn tev Keller, der die letzt« Sitzung im Jahre 1927 leitete, sprach den Gemeinderatsmltgliedern herzlichen Dank für ihre eifrig? Tätigkeit aus und wünschte ein sorgenfreies, glückliches n:ues Jahr. • Lang-Göns, 4 Iaru Die am Sonntagabend statt gehabte Weihnachtsfeier (n«t Wintervergnügen) de» Turnvereins stand besonder» unter dem Zeichen der Werbung für den t urner i s chen Gedanken in unserer Gemeinde. Auster den bereits erwähnten Vorführungen an P'erd unb Barren von den aktiven Turnern und den Schülern fand ganz besondere Anerkennung das Weihnacht^tück ..Thriftrosen", daS von vier Mädchen und sechs Turnern sehr gut au'gesührt wurde GZ kann gesagt werden, dast dies die beste Dor'ührung war. die in diesem Winter von den hiesigen Vereinen g?g?bcn wurde. Alrcie Uricdbcrg WSR. Dad-Rauheim, 4. Jan. In der nächsten Zeit wird mit der Reuherrichtung De» kleinen Bühnensaales im Kurhaus begonnen. Der Saal soll neben verschiedenen DerschSnerungen auch eine bessere Akustik erhalten. Ober-Mörlen. 4. Jan. Ende Juni diese» Jahres werden es 200 Jahre, dast die hiesige katholische Kirche ihre feierliche Weihe fand. Der Tag soll festlich begangen werden. Man hofft bis dahin vielleicht auch den Erweiterungsbau der Kirche, über dessen Pro.ektierung wir schon vor Monaten berichten konnten, zu vollenden. Da unsere Gemeinde in den letzten Jahrzehnten einen starken Bevölkerungszuwachs erfuhr und heute mit 2300 Einwohnern, die in ihrer überwiegenden Mehrheit dem katholischen Glauben zugetan sind, zu den größten Dörfern OberhessenS zählt, genügte die Kirche schon lange nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen. Die Erweiterung war schon vor dem Krieg beschloßene Sache. Die Inflation entwertete aber die für den Zweck auf» gesparten Mittel. Der Kirchenbauverein ging vor Jahren wieder mit neuem Mute an die Arbeit: er hat in eifriger Sammeltätigkeit wieder 30 030 Luarf für den schönen Zweck aufgebracht, so dah mit dem Bau jetzt begonnen werden kann. In Erinnerung dürste es noch sein, dah auch die hiesige kleine evangelische Diasporagemeinde, die von Bad-Rauheim aus seelsorgerisch versehen wird, fett zwei Jahren ihr eigenes schmuckes Kirchlein besitzt, das in der Hauptsache aus Mitteln dos Gustav-Adols-Der- eins errichtet wurde. Zwischen beiden Bekenntnissen besteht hier das beste Einvernehmen. — DaS zahlenmäßige Verhältnis beider Bekenntnisse wird durch die ftandesamtlichenEin- tragungen des verflossenen Jahres deutlich auegebrüat. An ben 42 Geburten (23 Knaben und 19 Mädchen) und 20 Sterbefällen (von den Gestorbnen hatten 14 das .biblisch« Alter" überschritten) ist die evangelische Gemeinde nur je mit der Zahl eins beteiligt, während unter den 32 Eheschließungen des Jahres zu einer rein evangelischen noch drei Mischehen kommen. 5 Oppershofen, 4. Jan. Bei einer Deoölke- rungszahl von 700 Seelen hatte unsere Gemeinde imIahre 1927 insgesamt 17 Geburten (6Knaben und 11 Mädchen) zu verzeichnen. Gestorben sind im hinter uns liegenden Jahre 13 Personen gegenüber 7 Personen in 1926. Eheschließungen sanden nur 4 statt. — Der 93jährige Kaspar Sulzbach (ft zur Zeil der älteste Einwohner unseres Dorfes. △ Bübingen. 4 Ian. Der Obst- und Gartenbauverein unseres Äretk» will zur Förderung des Vogelschutzes durch gemeinsamen Bezug für leine Mitglieder 2 lst - Höhlen für tnleficnfreflenbe Singvögel besor- ?l«n. Auch sonstig« Interessenten können Befreiungen abgeben. Weiter beabsichtigt der Verein, in diesem Jab re mit einer Motor baum- spritz« die Obflbäumr allgemein mit Karbo- tineum auf Kosten der beteiligten Baumbefttzer bespritzen zu lassen. Dies« beiden Mafsnah-^-n find wegen ihres großen Ruhens für den Obft» und Gartenbau sehr' zu begrüßen. Hoffentlich machen recht viele Obstzüchter davon Gebrauch Krcto Schotten. -*• Schot t en, 4. 3an. In den Revieren des Vogelsbergs ist ein ausfälliger Rückgang des Fuchses fe stzustell en. Rur in. den höheren Lagen ist «r noch etwa» zahlreicher vertreten. Di« Ausrottung wird durch die vielen Geinevcn Jagdrevier« bedingt, deren Pächter schon seit Jahren durch Fallen und Gift die Vernichtung ausnahmen Dabei verendeten viel« Tiere in irgendeinem Waldwinkel, ohne dast st« g künden und da» Fell verwertet werden konnte. — Die Basaltindustri« wird zur Zeit durch den Frost und Absatzmangel stark beeinträchtigt. Sine Anzahl Steinbrüche ruht eben ganz, die Arbeiter find vorübergehend entlassen Grösiere Betriebe di« itoch im Gange sind, müssen auf Lager arbeiten, da in»b:sondere die Rachsrage nach Schotterst einen start 8urü cf gegangen ist. — Stumpertenrod. 4. Ian Cfleftem mittag wurde der Landwirt Wilhelm Fuch» . der im 60. Lebensjahre stand, tn seiner Scheune von seinen Angehörigen tot aufgefunden Er war einige Zeit vorher in di« Scheune gegangen. um Stroh vom Gerüst herabzuwerfen. Als er zur Mittagszeit nicht zum Vorschein kam, stellte man Rachforschungen nach ihm an und land ihn zwischen zwei herabgewor- lenen Strohbündeln tot auf der Tenne liegend. Die sofort eingdeitet« ärztliche und gerichtliche Untersuchung ergab, dast der bedauernswerte Mann beim Herabwe^fen des Strohes oben auf dem Gerüst ausgeglit- t cn und in d ie Tenne herabgestürzt ist. und zwar so unglücklich das) er das Genick brach und sofort tot war. Der Verstorbene war einer unserer tüchtigsten Landwirte, der stets cinen vorbildlichen Diehstand au'zuweisett hatte. wciS weichin bekannt war. Seinem tragischen Tod« wird allgemein« Teilnahme entgegengebracht. Ävci» Lauterbach. WSR Lauterbach. 4. Ian. Die hiesige Bezirks-Sparkasse verzeichnete im Monat Dezember neue Spareinlagen von 196 630 Mark. 3m Jahre 1927 stieg der Ilm- fatz des Instituts insgesamt von etwa 39 auf über 45 Millionen Mark. Starkenburg. LPD Darmflabt, 4. Jan. DaS von dem Bund ehern. Leibgardisten in Darmstadt zu errichtende Denkmal für die gefallenen Kameraden des Weltlrieas soll am 18. Aug. d. 2.. dem Tage von Gravelotte, einem für bi« hessische Division besonders denkwürdigen Tag«, enthüllt werden. Das Denkmal, einen hessischen Löwen in wuchtigem Ausmasick darstellend, soll aus dem Paradeplatz, auf der Schlohseite, zur Aufstellung kommen. WSR. Groh-Gerau, 4 Ian. Ein schwerer Autounfall ereignete sich vorgestern mittag aus der Griesheimer Ehau sce an der Kurve nach Groh-Gerau. Ein Dankdirektor auS Mainz, der mit feiner Familie aus der Richtung von Darmstadt kam, steuerte den Personenwagen, konnte die Kurve aber nicht recht nehmen und fuhr gegen einenBaum. Die Insas en wurden aus dem Wa?,en geschleudert. Während der Banklirektor und seine Tochter mit dem Schrecken davonlamen, muhte die Mutter des Vantdireltors mii Kopfverletzungen nach dem Eiädttschen Kran enhaus in Darmstadt überge ührt werden. Das Auto ist schwer beschädigt worden. WSR. Aus dem Odenwald. 4. Ian. Eine Windhose rich.eie in mehreren Waldungen deS mittleren Odenwald-» bedeutende Derheerungen an. So wurden in de n Wald des Hofautes „Hohenstein" bei Reichenbach, das dem Grafen von Srbach-Schönberg gehört, beinahe 1000 Festmeter Buchen, Eichen und Fichten umgelegt. Ebenso richtete der Sturm im veldenbacher Wald und in Privatwäldern in Knoden, Breitenwiesen und Umgebung größeren Schaden an, zumal auch jüngere Wälder dem Sturm zum Opfer fielen. Rheinhessen. WSR. Mainz. 4. Jan. dn der Kasse einer hiesigen gröberen Fabrik in der Oberen Ausstriche wurden Fehlbeträge in der Hohe von mehreren Taufend Mark festgestellt. Die Veruntreuungen datieren bis in das Jahr 1926 zurück. Der ungetreue Kassierer, ein verheirateter Kaufmann aus Mainz-Mombach. wurde vorläufig in Untersuchungshaft genommen. — Ein Autoführer auS Wörrstadt, der auf der Finther Landstrasse einem Auto der Be- fatzuna ausweichen wollte, kam mit feinem Fahrzeug der Böschung zu nahe. Er wurde gegen einen Baum geschleudert und bheb bewusstlos liegen. DaS sranzösische Auto brachte den Schwerverletzten inS Städtische Krankenhaus. Preußen. Kreis Wetzlar. O Klein-Rechtenbach. 4 Ian. Die Einweihung des neuen Lchulhauses der bieiigen Gemeinde findet nicht, wie in Dr. 306 des .Gichener Anzeigers berichtet-am nächsten Samstag, sondern am Freitag statt. — Dem Waisenhaus Zoar yierselbst ist durch Sr- lass des Oberprä! identen der Rheinprovinz die Erlaubnis Aur Veranstaltung einer einmaligen Hauskollekt e bei ben evangelischen Bewohnern der Rheinprovirrz erteilt worden. Kreis Marburg. ]f Marburg, 4. Jan. 3m 3ahre 1927 übernachteten in Marbur g s Gasthöfen insgesamt 37 406 Fremde. Der größte 5rembcntxrt.br fiel in M; Monate der studentischen S.iftungsfeste ui* des Kniversitätsjubi- läums. und zwar stehen der 3uni mit 3939 und der 3uli mit 4466 Rebernachrungen obenan. Statistisch nicht erfaßt tonnte die große Frrmden- zahl toerben, die in Privatquartiere unter gebracht war. — Siner der ältesten Marburger, 2Htt>ba> 6Ärg«iiiidflei Schüler begeht am 6 Oknnior seinen 91 Geburtstag. — Die Landgemeinden des Kreises Marburg erzielten im verflossenen 3aßre au» dem Ikrtaui bei ® ci< inbeobfle» insgesamt 32 618.7C Mart, geoen 19 086,34 Mk. im Jahre 1926 An erster Stelle stand diesmal die G.-meinde kalbern mit 2612 Mk. Die Stadt Marburg nahm 1500 D2. für Gemeindeobst «In, gegen 1 ICC Ms m 1926. sch Marbukg, 4. Jan. 3n der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde zunächst der kürzlich zum Bürgermeister geuxthue seitherig« Magistratsrat Boß für fein Ami verpflichtet. Ferner lag dn Antrag des Magistrats vor, daß die hiesige Oberreal- schule zu dner besonders anerkannien Lehranstalt erflärt wird. Die Stadtverordneten waren damit einverstanden, dast bd b#m zuständigen Wtnistertum dn dle«bezüglicher Antrag gestellt wirb — Für die Anbringufü neuer Verkehrszeichen wurden, 1400 Mk dewllligt. Desgleichen erklärte man sich e-.nver- standen mit dem Beitritt der Stadt zu dem tn der Gründung begrilfenen Museums- verband s ü r Hessen und Waldeck mit einem Jahresbeitrag von 4 Pf. je Kopf de. Devöllerung unter der Voraussetzung, dass die Stabt nicht noch zu den Beiträgen des Kreises herangezogen wirb. tlreis Bicdcttkops. # Königsberg, 4 Ian. grau Schlaud raff Witwe von hier erlitt «Inen schweren Unfall, als fie auf dem Heuboden Heu zum Füttern holen wollte. Die bedauernswerte alte Frau fiel mit dem Hinterkopf auf einen Balken und erlitt einen Schädel bruch mit einer tiefen Wunde. — Die Holz bauerarbelten im hiesigen Gemeindewald nahmen gestern Ihren Anfang. Sie dürften schon in 14 Tagen beendet sein. WSR. Wallau, 4. 3an. Don dem Kreisarzt ist amtlich das Vorkommen von Scharlach unter den Kindern unsere» Orte» festgestellt worden. Bisher sind 15 Erkrankungen gemeldet worden. Die Krankheit nimmt zwar einen gutartigen Verlaus, jedoch sind alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um die Autdess nung zu verhüten. Maingau. WSR. Frankfurt a. DT, 4. Jan. Dienstag nachmittag fließen tn der Offenbacher Landstraße zwei Straßenbahnwagen der Linie 16 zusammen. Beide Motorwagen wurden auf den Geleisen geschleudert und stark beschädigt Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt und nach dem Krankenhaus verbracht, wo einer der Verletzten al»balb wieder entlassen werben konnte Ter Malerialfchaben ist erheblich: der Verkehi war l1 . Stunden gesperrt. — 3m Alter von 70 3ahren verstarb am Dienstag Geheimer 3ustizrat Louis Maquet, der Mitglied und stellvertretender Vorsitzender de» vierten Zivilsenats war. Geheimrat Maquet gehörte dem evangelischen Konsistorium an und war Äon- siftorralral. LPD. Frankfurt a M.. 4 3an 3m April vergangenen 3ahre» wurde von txm Frankfurter Wafferwerk mit dem Erweit« - rung-bau de» Wasserwerks In Hattersheim begonnen. Die beiden alten Dampspumpen wurden durch eine neue ergänzt, die «Ine täglich« Leistung von 45 000 Kubikmeter Wasser haben wird, während die beiden alten Pumpen zusammen nur 33 030 Kubikmeter täglich leisteten. Gleichzeitig wurde die Zahl der Brunnenaniagen um zehn neue Brunnen vermehrt; weitere sollen tm Saufe de» nächsten 3ahre» noch angelegt werden. Die Ge'aw.tkosten für die Anlage belaufen sich auf 1,5 Millionen Mark. Di« «r- weilerte Anlage wird bis Ende dieses Monat» betriebsfertig fein. WSR. Hanau, 4.3an. 3m Anschluß an eine gerichtliche Vernehmung vor dem Unter- suchungSrichter ist am Montagnachmittag auch der zweite Direktor der In Konkurs Geratenen Gewerbebank. Schnitzer, in IntersuchungShaft genommen worden. Hk reis Art lda. LPD. Fulda, 4. 3an. 3n den Abendstunden drang in ein von einer ledigen Dame gesühr- teS Kvlonialwarengeschäst am Abtstor ein maskierter Räuver mit vor gehaltenem Revolver, um die Ladenkasse zu rauben. Da die Labeninhaberin laut um Hilse schrie, flüchtete der Räuber, ohne etwas, mitgenommen zu haben. Berliner- Börse. Berlin, 5. Ian. (WTB. Funkspruch.) Bis letzt ruht Im heutigen Vonnlttagvoerkehr das Geschäft vollkommen. Bel abwartender Haltung der Spekula lion scheinen die letzten Frankfurter Kurse Geldkurse zu sein. Die Entspannung am Geldmarkt macht weitere Fortschritte Man nennt I.-Ä Farben mit 283,5 Geld. Am Devisenmarkt hört man Paris gegen London mit 124,02, Mailand 92,35, Madrid weiter fest mit 28,10, London gegen Kabel unverändert schwach 4,8790. Vermischtes. Ein halbe» Tausend Hotel» in Ver in. Da» Jahr 1927 ist für den Berliner fjrem- deiverkehr ein grosser Erfolg gewesen, zum ersten Male werden seit 1918 die Dorkriegszahlen an auswärtigen Besuchern der Reichshauptstadt übertroffen. Man ahnt vielfach garnicht, was für ein großer wirtschaftlicher Faktor die Hotels für Berlin bedeuten. Dazu muh man sich einmal klarmachen, dah nach den neuesten Zufammenstellun gen allein 541 Gasthöfe unö Hotels in Berlin ßf jäßlt werben. Zu dieser grohen Zahl kommen bann noch die 6535 Pensionen unö Fremdenheime, die ja auch meistenteils wie die Hotels in Öen inneren Bezirken der Weltstadt gelegen sind. Aber bi« Statistik verrät noch ganz andere unö überras chenöe Grossen Verhältnisse, co ergibt sich, bah in Berlin 19 478 Gast und Schankwirtschaften einschliesslich Hotels vorhanden sind. In diesen Betrieben wird beinahe die Bevölkerung einer mittleren Stadl beschäftigt, denn man zahlt für sie 63 628 Angestcllic. Natürlich nehmen unter den Schalk- und Speise- wirtschaften den grössten Anteil die ein, öie alkoholische Getränke geben dürfen. Es sind 11 494 B: triebe, also rund 59 Prozent. Dann folgen Öle Pensionen und Heime mit 35 Prozent unö 8581 Ange stellten, schliesslich die Gasthöfe mit 7718 Personcri unö bann die 512 Kaffeehäuser. Zu diesen beacht lichen ?^chlen kommen bann noch di« Mittagstische, die alkoholfreien Wirtschaften uno 29 Kabaretts mit Sariet18.- Qualitäten Nr. 4 Drittes Blatt Sietzener Anzeiger ISeneral-Anzeiger fist Gberheflen) Donnerstag, 5 janear 1928 ■ 1 ~ ' 1 9er Deutsche Landkreistag und die Landkreise. Vaa 1>t. dtQnann. ‘Serltn. Der Deutsch« Landkreistag Ist in der £rifrntiichkeit naturgemäß deshalb weniger be- nnt weil o Jonft bei den tlasfischen Ibonn ementsfonyrten der Stabt die Orchestermttgiieder faßen, hatte man vor der im proonterten Bauerrsichente einen hohen Baum errichtet, unter dessen Zwe-.gen setzt der Mesttihüter mit feinem steil aufgerichteten Gewehr den eserstchen Schuß als Eröffnung der Kirchweih abgab. Die vier Musikanten lietterten ge'chw.nd die kleine Treppe zur cholzgalerie hinauf, bte man um den Stamm des Baumes angebracht, und intonierten nun den ersten ländlichen Walzer, nach denen Mangen das Meßti paar sich im ichleücndeu Hopsa gleichalls zur Eröftnung des allgemein nun folgenden Tanzes pi drehen hatte. Dietwart von Schätzer stand ziemlich im Hintergrund des Saales, wo ein guter Ueberbärf auf das Podium möglich war, und ’at) unverwandt mH brw= find find durch den Deutsche« Landkreistag Wt itt CanMreifen 38 417 OCX? Anwt» KT tufaeimen- g«4aht In Preschen allein entfallen auf 418 öanbfreite 22.8 Äklllivnen Einwokmer und tn Bayern auf 164 Bezirke 4,9 *ntot*ner Dte«e Tatsache führt Ich restlich zu einer für unter Volk lebenswicht «gen ftekihSpoIuifthen Huf- gäbe, nämlich dast Ne Verwaltungen her ländlichen Selb ftverwolrungskörper der ®ig <-na rt ihrer Einwohnerschaft ana?t>af>t. alles tun müssen, diese Bevölkerungsmaste auf dem Lande nxb Möglichkeit Irituihalten Schon beuten Zeichen Darauf hsn. hast die Landflucht, die vorübergehend zum Stillstand gekommen war oder doch stark nact getaflcn hatte, wieder zunimmt Jür unser Doli wäre ein Verhängnis, wenn die Quelle der Kraft, die auf dem Land? liegt immer mehr veriieget^ wärd Reden Reich und Staat kann nicht zuletzt auch der Landkreis hier mikheften. indem er durch die Güte feiner Verwaltung«-, Wirtschaft«- und Wohls ahriseinrich- ttmgen dafür Ir-rgt k^rst da« Landvolk land froh und heimfest bleibt. Di? ländlich? Bevölkerung must sich unter ihren Verwaltungen ebenso wohl- fühlen wie die der Städter unter der Stadtverwaltung Diele Aufgabe in kvmmunalwirtfchaft- licher und wobffahrlspvlltifcher Richtung hm können aber die Landkreise nur dann richtig er- fttllen. wenn Regi- rungen und Parlamente ihnen die finanzielle und organisatorische Bewegungsfreiheit lallen und lie möglichst in ihrem Gebietsstande erhalten 3nfof:m ist es die Aufgabe des noch jungen Landkreistag?«. mit den städtischen Spitzenverbänden in der allgemeinen Forderung der ihm angelchlvssenen. in ihrer Bedeutung wachsenden V:rwaltungen einen edlen Wettbewerb zu führen. Wirtschaft. Zur Lage des deutschen Geldmarktes. Dec Jahres ultimo ist am deut scheu Geldmarkt verhältnismäbig leicht überwunden worden. Die Vorbercitungen, die seitens der Wirtschaft für die Abwicklung getrofsen wurden, find vornehmlich von der Retchsbant getragen worden, und. wenn sich auch der Grldsatz vorübergehend stark erhöht hat, so hat das neu« Jahr doch eine wesentliche Erleichterung gebracht, die deswegen Beachtung verdient weil gleichzeitig mit der Aendecung in der Lage des beutfchen Geldmarktes sich auch eine Aende- runfl Le: iniernalionalen Geldmärkte vollzogen hat Obgleich die Gesamtlage deS deutschen Geldmarktes sich noch nicht übermäßig hoffnung-voll zu gestalten scheint, Io steht die gegenwärtige Situation doch unter den (.eichen von Erwartungen auf weitere internationale Diskontermästigungen, z.i denen die Herabsetzung des französischen Tislontsatzes auf 4 Prozent und de- schwedischen Diskontsatzes auf 3 5 Prozent Berech.igung geben 3n Holland, welches als Geldgeber für den deutschen Markt eine groste Rolle spielt, erwartet man eine Er> mästigung der Diskontraten. Alle diese Mast- nahmen ausländischer Kreditinstitute deuten daraus hin, dast die grundsätzlichen Aussprachen der Rotenbanlleitcr währetrd des vergangenen 3abreS jetzt zur Auswirkung kommen B.-i diesen Vefprechungen drehte «3 sich bekannt!, tz i i erster Linie um die Festsetzung von Richtlinien zur Herstellung einer elnheitl chen Gelddistontpolitik Wenn die an diese letz'.en Diskontherabsetzungen Sefnüpften Folgerungen richtig sind. Io liegt eine irmäsiigung des Diskontsatzes der Deutschen Reichsbank für die nächste Zeit durchaus Im Bereich der Möglichkeit. DieRelchS- bank wird selbstverständlich eine solche Mastnahme vor allem von der Srmästigung der Londoner Diskontrate abhängig machen. Betrachtet man die damit in ein neue# 6:aötum getretene Welt- diskontpoliük unter den'. G:s chtspunkt der Konjunktur, Io scheinen sich in allen Ländern Tendenzen zu zeigen, die auf einen Rückgang der Koajun '' ur hindeulen. mit dem gerade auch Deutschland zu rechnen hat. E,ne Derbilli- gung der Geldsätze trägt selbstverständlich dazu bei, die sich auS einem Rückgang der Konjunktur ergebenden Spannungen wesentlich zu mildern. nenben Blicken auf das tanzende Mesttipaar dort auf dem Podium. Was war doch das Menicheicherz für ein sonderbares, unberechenbares Dmg! 3-.il) r und Tag lang war er in der seamilie von Welzin-Hammerschlag als u r.mnb des einzigen Sohites aekommen, und hatte sich nicht um die junge Schwester des freundes viel bekümmert' Und letzt tot ihm das Her; fast weh. »der war's ein test« brennendes Geiühl von auffieigenber Eitersucht, als er sah rmt welch stcah kendem Lächeln Frist Wenger feine junge Partnerin iuhrte und sich mit ihr im Tanz drehte? Mit seinem Ähnen fühlte Dietwart sofort, öast bei der Urwüch' sigkeit und Ursprünglichkeit von Wengers aanzer Art dieses Läch.tn mehr war und tiefer satz als die tochelndc Höflichkeit des ÄaDalters ober die durchschnittliche Festesfreude des Abends! Tin noch unklares Gefühl drängte sich in Diet wart vor, sich bald die Boroneste für heute abend sichern zu muffen. — vielleicht schwang auch in ihr ein ähnlicher Klang Leim mit Wiidxrflidjfeit und Umsicht brachte sie es bald nach btefem Tanze fertig, von der Seite Jrtfe Wengers zu verschwinden. Alle mögiichen anderen Herren des Komitees wandten sich immer von neuem mit Anfragen an Wenger, um über das äußere Arrangement des Abend.- seine Meinung ein.zuholen Dusttc man doch, daß kaum einer von ihnen so vertraut war mit ollen Sitten und Gebrauchen, mit Steigungen und Stetigeben des el'äisiichen Volkes, als Fritz Senger es in ferner glühenden Heimat- liebe mar! Baroneste Melunne pirschte sich vom Podium auf einem kleinen Umweg in den großen Tanzjaal ber unter und sttich durch di« Zuschauer hindurch, die am Bande Spalier für die tanzenden Paare bildeten. Erst muttert.' sie einige der Borübertanzenden und 'ah mit stiller Genugtuung, dast DielwaN von Schäl zer nicht unter ihnen w fein schien. Aber wie schwer würde es tein, ihn nun unter diesen 5>un- berten von Mewchen wiederzufinden, die jetzt nicht nur den Tanzsaal. ''andern auch alte Kebensöle füllten? Plötzlich stand er neben ihr. Sie erschreck zuerst fast ein wenig, weis ihre Gedanken chn so gebucht hatten. ..Ich hadc sie eben vom Podium herab,teigen 'chen uttd behielt Sie tm Luge, B-oronefie! Ader bei >em Gedränge im Saal war es mir erst jetzt möglich, Sie einyitiolen!* — Oie He.chsbank Gnöt Januar Rach dem Ausweis btt A« tchsbank vom 31. Dezember 1927 hat btt gesamte Kapitalanlage ber Bant in Wechseln und Scheck* V.-xnbarM und Offeften um 74«? Äiil. aut 3 300.4 IHüL Mk tugerammen. $>ic Zu- napme enriallt mit 711.8 Mill Mk. aut h:c Bestände an Wechseln und Scheck» die auf 3128 7 Mill. Mk. angewach'e« sind. Dte Vom- bardbestände haben sich um 34.2 Mill, auf 76.3 MUl. Mk. erpöht mabrenb bic Anlage m 91- ‘eften mit 93 4 Mtll IRL annäfcetnb unverändert geblieben ist. An Reichsbanknvten und Renten- bankfcheinen zusammen sind 524 I M.U. Mk in den Verkehr abgeftoffen; Im einzelnen erhöhte sich der Umkiu( an Rcichsbanknvten um 5177 M.U. auf 4564.0 Mill. Mk. dersenige an Rentenbanllcheinen um 6.4 Mill, auf 716.2 Mill. Mark Dementsprechend sind bte Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 23.6 Mill Man zurückgegangen. Der gesamte Zah- lunasmittelumlauf stellt« sich unter Einbeziehung von co. 830 Will. Mk. Scheidemünzen und co. 190 Mill. Mk. Privatbanknoten auf rund 6300 Will. Mk gegen rund 5830 M»ll. Mk Ende 1926. Die fremden Gelder zeigen mit 779,1 Mill. Mk. einen Zuwachs um 211,7 Will Mk Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen msgefamt stiegen um 6.6 Will, auf 2146 6 Mtll. Mk.. enb zwar der Bestand an Gold um 4.1 Will, auf 1864.6 MM. Mark. Die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2.5 Mill, auf 282,0 Mlll. Mk. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 40.9 Prozent gegen 46.0 Prozent in der Vorwoche und 49.0 Prozent Ende 1926. die durch Go'.d und bcdungi . r zent gegen 52.9 Prozent tn der Vorwoche imb 62,9 Prozent Ende 1926. Um die Erhöhung der Eisenpreise. Der Stahlwerksverband beschäftigt sich gegenwärtig mit der Frage einer Etlen- preiserhöhung. Verhandlungen über diese haben allerdings noch nicht stattgefunden, jedoch scheint man m Äreifen des Stahltoerksverbandes der Ansicht zu fein, dast die durch bk Reuregelung der Arbeitszeit xtpb die Lohnerhöhungen eingelrefeiwn Lasten nur durch eine Heraufsetzung der Vechßusspveife ausg>?gllchen werden fbrmen. In diese zweifellos demnächst einfetzen- ben Verhandlungen spielt natürlich auch der Streit im westdeutschen Eisenhandel hinein, insofern. als hier ein vertrag-loser Zustand durch die Aufhebung des gesamten Kartelloertrag.S eingelreten ist. Die Preise sind augenblicklich für den Handel, wie für den Verbraucher einheitlich festgesetzt. ®4 besteht also an sich Die Möglichkeit, bah der freie Handei in verstärktem Matze ausländische« Eisen einführt, das in Anbetracht der medrigen Weltmarttpreis« trotz Fracht und Eifenzoll zu einem billigeren Preis, als da- deutsche Eilen kostet, etngefuhrt werden farm. Die Spanne zwischen Weltmarfteisen und deutschem Inlandeifeir ist mithin so grotz, dah sie vom Handel vorteilhaft ausgenutzt werden kann. Von der Bereinigung der Verhältnisse Im westdeutschen Eilenhandel hängt daher in erheblichem Matze auch die Gntkchcidung in der Frage einer Eisenpreiserhöhung ab. 6teintoi)lent)erfl6i1iflunfl im a«6r«ei>itL Die Gesellschaft für Teerverwertung G. tn. b. H in Duisburg-Meiderich baut, tote WrB.-Han- delSdienst meldet, zur Zeit auf ihrem Gelände eine Fabrik für Steinkohlenoerflüsfigung nach dem Bergin-Dersahren und schafft damit das gleiche für die Steinkohle, wie die I.-G- (Sarbeninbuftrie in Leuna für die Braunkohlen. (?« handelt sich um die erste Stetnkohlenver- flüssigungsanlage in Deutschland. Wenn der Erfolg der Versuche rentabel ist. sollen auch in anderen Dellen des Ruhrgebietes derartige Fabriken errichtet toeroen. Die Anlage, die etwa vier bis fünf Millionen Mark kostet, wird Ende des Jahre« in Betrieb genommen werden • Zusammenschluß auf dem Gebiete der Bleifarben. Die Th. Goldschmidt A.-G. Ti« sah ihm in die leuchtenden Augen. Damals, als er ihr bewußtlos nach dem Unfall Beim Schlitt- schuh fahren auf den Steinfliden des großmütterlichen Schlosst, zu Mützen gelegen, waren diese Augen fest geichj^ssen gewefen. Wie anders heute der Ausdruck dieses Geftchtes durch biete bläuen Aug.'n, die mit ihren leuchtenden Strahlen feinem Gesichte immer den Ausdruck verliehen, als blickte er in kni- e ter Sonnenlanb! Ihre junge Eitelkeit fühlte sich geschmeichelt, als sie aus feinen Worten heraushorte, dast er sie bereits gesucht. Schnell nahm sie feinen dargebotenen 2frm und lenfte chn aus dem (tzewirr des Tanz- faates heraus, „ftommen Sie, Herr van Schätzer! Es ist mir hier im Saale zu eng. Zum Tanzen vor- läufig b:ret< ungemütlich. Wohin wollen nur? Lasten Sie uns ein wenig plaudern!* Sie warf einen Wick über ihre Umgebung. Es war im Augenblick weder Alcefte, nach Fritz Wenger -u sehen. Aber bei ledern Schritt konnte sie dem Vetter begegnen, urto dann awr es mit dem ungezwungenen Bei farnmentein mit Schöfzer vorbei! „Wie wär's Baronesse, wenn wir oben von der Empore aus uns das i^eft eine Zeittang arttehen mürben?“ „Sie fand den Vorschlag ausgezeichnet. Nach wen, gen Schritten hatten f:e eine der kleineren Seitentreppen erreicht, die zu der oberen Galerie hin ruf- sichnen. Auch hier immer auf und ab flutende Paare 'JÄeiufme empfand zum ersten Male die Anrvetenhe!t io vieler Menschen als lästig. Nirgends schien em ruhiges Plätzchen zu fein! Ueberall Menschen. Lachen, slleckereien in Zivil und Markierung Lärm der Tanzmusik, das Schwirren der lebhaften Unterhaltung. Gott, wie sehnte fit sich nach einem netten Wmkelchen! Mi: zälter, weiblicher Ausdauer hielt sie im stillen unter hie {em ihr irr. Grunde noch selbst nicht ^>nz klaren Wunsche Umschau, auch, als sie, neben Diet war: 'ich über die rotsamtne Brüstung der Empore lehnte, in das farbenprächtige Bild des saales her> abiah. Er machte fie auf allerlei aufmerksam, was man drunten im Gewühl nicht io gut überfah. Sie lochten 3ufammen heiler über dieses und jenes. Und doch wünschten fie beide — unausgesprochen — d-is- ielbe nur irgendwo efn stilles Winkelchen Haden, um sich unbeobachtet, ungezwungen ausploubern — und 'ich em wenig näher kennenlernen zu fönnenl (TZorttegung folgt., tn Wien und Mt tfrma Aron Hirsch Söhne hi Halberstadt «jetzt in Berl«) nls Befttzerra bet Metallocherm'chen Werte Rottleben X4.. bie beide nach einem beftmber« patentier,en Ber- fahr.n hächdUperse Bleimennige der-eilen, hoben 'ich tu einer Gemeinschaft auf dem Geb eie ber Bleifarben -usammengeschloften, tnobei der LH ®olbr4.nibt A-G die .Führung überlassen würbe S« würbe beschlossen, zwecks Rationali- fterung ber Erzeugung nut (Ulen zu betreiben. • 3ufammenf*luhbeftrebungen in her Velberter SchloßinduSrie. Die 3ufammcnf<$luhbeHrebungen in bet Velberier Schlohindustne nehmen einen starken Fortgang. Reuerbing» Hot sich bie Möbelschloßbranche über bie Preise geeinigt und eine generelle Preis- erhöhung von 10 Prozent beschlossen Auch bie Fabrikanten von Schatullenschl-ssern haben ben Zusammenschluß unter Festsetzung von Mindest- preisen vollzogen. Der Bereinigung geböten neben sämtlichen Velberter Produzenten auch ou«wär- tige Fabrikanten an, sie umsaht allo sämtliche Interessen. * Sanierung ber Schuhsabrik Herz '2L Frankfurt o.M Die außerordentliche Generalversammlung bie über die bekannte Sanierung zu beschließen hat. wirb aus den 28 Januar einberufen. Ferner sind Wahlen zum Aussichttrat vorgesehen ' Philipp- A.-G.. Franksurt a. M. Aach dem Bericht war der Auftragseingang in dem am 30. Juni abgeschlossenen GeschäftSiahr 1020 27 sür Klaviere und Kunftspielinhrumente befriedigend Wie bereit« gemeldet, ergibt sich noch 10 <87 736) Ulf. Abschreibungen einRein- gewinn von 23 525 Mk der vorgetrogen werden soll lIm Vorjahr wurde der Verlust von 129 271 Mark aut der Reserve gedeckt.) 3m lausenden Iohr habe die Steigerung de« Umsatzes bi« jetzt angehalten on etwa 160 bi« 300 Pfund Lebendgewicht 55 bi« 57: fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bi« 54 Mk Marktverkauf: Kälber und Schafe mäßig rege: Schweine schleppend, ausverkaust Berliner Produtkenbörfc. Berlin, 4. Jan. Bon ben überseeischen Termin markten lagen festere Meldungen vor, bie schwächeren Liverpooler (Eröffnungemelbungen wirkten baber hier einigermaßen enttäuschend. Die Auslanbsorbe rungen für Weizen unb Roggen waren roieberum nicht unwesentlich erhöht, ber Konsum bekundet regere Nachfrage für bereits im Lanbe definbliche Partien. Da» Znlanbangebot beider Brotgetreide- arten, auch bessere Qualitäten, war völlig ausreichend,, die Forderungen lauteten jedoch hoher. unb bie Mühlen bewilligten auch für aut.. M.ne al von Leizen unb loggen eine Marl Inder - Preitz als gestern Geringe Qualitäten sind dagegen rch wie vor schwierig abzufetzen. Der Lieferung-marlt eröffnete für Weizen fester, für Roggen gut b. - bouptet. Mehl liegt zu gelingen Prcne- rngd aten, bas Geschäft beschrankt lich w-iter aut bie D.ckung bes bringenbften Konsum» vereinzelt härt man von besserer Nachfrage, Abfchluve scheitern aber zu meist an der Preisfrage. Hafer liegt weiter feft bei sehr kleinem Angebot und guter Uonuimaadijraqf. Gerste hat in guten Mitte lau. Brau zwecke eignen, heilere» Gesck» .-: Zndusi rie- .. > Futtergersten lauten jedoch brir.aenb angeboten. Gchöffcngerichi Gießen. * Gießen. 4. 3an Ein Landw rt aut- Gelnhaar war auf UnterhaltSleistung für ein außereheliche« Ä.nb in Anspruch genc worden Um nicht verurteilt zu werden, redet er einem anderen jungen Mann zu. er solle doch vor Gericht bei seiner Vernehmung al* Zeuge angeben, er habe auch mit der Rmbeimutt.r verkehrt, er wußte ganz genau, daß Gas nicht wahr fei. Der junge Dnann gab aber dem Amtsgericht Gelenberg die Wahrheit an und erzählte auch von dielen BeeinslusungSveriuchen durch den Beklagten. Wegen versuchter Verleitung zum Meineid wurde der Landwirt heute zu 1 3 ahr Zuchthau « verurteilt Der Schwager eine» hieslgen Einwohner« hatte in mehreren Fällen Bekannte von diesem burd?. Täuschungen veranlaßt, ihm Geldbeträge angeblich für seinen Schwager auszuhändigen Unte Einbeziehung einer anderen Strafe erhielt »r 8 Monate Gefängnis wegen Betrug« und Urkundenfälschung. Kirche und Schule. 8 Babenhausen, 4. 3an. Am Reujabtr tag verabschiedete f i ch im Gottesdienst der seitherige Ortögeiftlichc. Bfarrtr B r i e g • leb. in einer zu Herzen gehenden Abschtcde- predigt. der der Tert Matth. 9. V 35 38 zu» gründe lag. von feiner Gemeinde. Die .Kirch- war dicht gefüllt. Pfarrer Br; eg leb, ein direkter Rachkonnne de« bekannten BoNSdichter« Wart Brieg ach König im Obenwald verletzt. Die Gemeinde lieht den eifrigen, pllicht- treuen Seelsorger mit g oßem dauern schön nach so kurzer Zeit, nach knapp fünf 3ahren von hier scheiden. Er hat sich in der schweren Zeil nach dem Kriege mit Ersoig für 0. Neuerung der Prospektpseifen an unterer Orgel eingesetzt io daß diese nun wieder ihren alten schön.» 5tlang bat. Die vier Filialorte untere« großen KirchlPiel« verdanken ihm die Emführung rege! mäßiger VredigtgotteSdienste. auch der Jugend war er stets ein wurme. Freund und gute Seelsorger und hat ihr mit du au | 1,3 1 •HU.riklf »teenl^n io 234.5 m.73 314 131.35 WS.» 171 IW.3 107 3 n 71.73 ITT EP pol,mann . 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