Nr. 182 Erster Blaff 178. Jahrgang Samstag, 4. August 1928 Erich«,»,ra-l'ch, ®*b»’ Sonntags i»h Vertag». Ttetzeen fitinuti tm Bllb Die Scholle moneii-BriDqsutU: 2 Rnchsmar^ unb 20 ReichspseN-lg ftr Trüge» lohn, and) bei 7hd)ter* schemrn ctaqelnerThimmem infolge HSHrrei Gewalt. Ferefprechanf chlüffe: 61, M enb 112 Anschrift für Drahtnach- richten: awjdger ckietze». poRschrckkonto: Srewfhirt cm mein 1168«. GietzenerAnzeign General-Anzeiger für Oberhessen vrick >md Verla-: Brfil)IW UawerßlLts-vllch. enö Stetwöniderei S. Lange in Sieben. Schnftkttnng und SefchästrlteSe: 5chulffraße Z. Znrahme oon Injeiacn für die lägetnemmtr bi« jovi Nachmittag vorher. Preis ftr l mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig. für 9te« Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Retchspsennig, Platzvorschnst 20*, mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr TBtlh. Lange. Verantwortlich für Pollük Dr. Fr Wild Lange für Feuilleton Dr H.THyr.ot, für den übrigen Teil Ernst Diumschein; für den An« zetgenieU Nur, LZillmann, färnllld) in Gieren iglano fid) aut cm ft geeinigt hätten. Saboteure des Friedens Tor vielen, vielen Jahren soll e« auch in der Teltrif |o etwa» ähnliche« Wie HundStage gegeben Haden, eauregurfen^ett nannte man sic mit zunstmüftigem QIuBbrud unb dachte mit ctm- gem Dangen M Augenblick«, wo einem ber Stoff ausgehen könnte, dem geehrten Publikum das gewohnte Quantum Politik au« aller Welt -u servieren. .6« war einmal", steht al« fette Schlagzeile mit wehmütigem Unterton auch über bietet paradiesischen Epoche politischer 3ourna- liftiL 3uminbeft seit den verhängnisvollen Augusttagen de« Fahre« 1914 faust ba« Rad ber Geschichte in verzehnfachtem Tempo um den Erdball unb hinter ihm her keuchen atcmlo« die Männer ber Feder, um rasch noch einen Zipfel hon «Ito« Gewände zu erhaschen, ehe neue Ereignisse, neue Eindrücke die eben Gewonnenen unerbittlich in den Qrku« be« Vergessen« hinab- fchleudern. Unb doch scheint e« unserer stürmisch vorwärt-drüngenden Zeit noch immer nicht schnell genug zu geben. Drohen, kräftebewegen- den Gedanken im Leben der Völker, die einst Jahrzehnte zur Reise brauchten, billigt man heute kaum ebensoviel Jahre $u. um fruchtbar JV werden unb praktische Auswirkungen zu bringen. Aber «Ito Iaht sich nicht schulmeistern. Mag auch ber Film der Tagespolitik auf unendlichem Streifen Bild um Bild vor unS ab- roilen. mögen auch die Spalten ber Presse täglich eine neue Konstellation am politischen Himmel zeigen, die grafte, weltbehcrrschenbe Idee rückt doch nur Schritt um Schritt vor. oft UebereilteÄ. noch nicht AuSgereiftes zurücknehmend. oft sich Wiederholend, langsam vorfühlend und Toben be- reitenb, um endlich, „nach ewigen, ehernen, groben Gesetzen" ihres DaseinS Kreise zu vollenden. QBar c« nicht so mit dem groben und schönen Debanlen einer für die Geschicke deS europäischen Kontinents vielleicht einmal ausschlaggebenden Aussöhnung be« beutfchen und fran- zösischen VolkeS nach dem furchtbarsten aller Kriege tm Lause de« jahrhundcrte alten Kampfe« um den Rhein? Kräfte unb Gegenkräfte in stetem Wechsel: Eompllgne unb Versailles. Spa, da« Londoner Ultimatum, Sanne« unb Genua. Ruhrkamps unb Separatistenspuk. London. Locarno unb Gens. Rouzierprozeft und Landauer Urteil, eindrucksvolle Stationen in 10 Jahren teutsch-sranzösischer Geschichte, die in ihrem nüchternen Hintereinander am besten das ewige Aus unb Ab der Welle deS DölkerdasseS. politischer Engstirnigkeit und brutaler Machtgier zeigt. Unb doch darf man heute trotz allem mit dem Vlick auf« Ganze fest stellen, bafi der Wille zur Verständigung, politische Einsicht und Unvoreingenommen beit schon gewaltige Dämme aufgeworfen haben. Wenn in ihrem Schutz die blaue Vlume der Versöhnung immer noch kümmerlich genug um Lust und Licht ringen muh. so ist cs getoif) nicht unsere Schuld, wenn sie nicht besser gedeiht. Don Edouard Herr io t. dem auf der Kölner Pressa zu Besuch weilenden französischen Kultusminister — dem wir nicht vergessen wollen, dah er cs war. der 1924 das Steuer des Pariser Regierungsschisses mit energischem Ruck umlegte —. von ihm hat der Reichsminister Külz alS Beweis für den aufrichtigen Der- ständigungswillen Frankreich« verlangt, nun endgültig den Schluhstrich unter Maftnahrncn zu setzen, die aus einer anderen Zeit stammen als der kommenden gemeinsamen Derständigungs- arbeit. Und Kölns Oberbürgermeister hat seine Begrüssungsansprache in dem Wunsch ausklingen lassen, daft Frankreich die ihm gegebene Möglichkeit nützen möge, Deutschlands Herz zu gewinnen. Gelegenheit dazu bietet ihm in kurzem die Pariser Zusammentunst der Staatsmänner zur Unterzeichnung des Kelloggpak- t c S Wir wissen nicht, ob Strcsemann sich entschlichen teirb, nach Pari« zu gehen. Es wäre zweifellos eine neue grobe Friedensgeste Deutschlands. die man von unS unmöglich erwarten kann, sollen nicht mit ihr ganz konkrete Zugeständnisse der anderen Seite parallel gehen. Unserem Gefühl widerspricht es. den deutschen Auhenminister einen Schritt tun zu sehen, der in der gegebenen Situation einer besonderen Huldigung Frankreichs gleichkvmrnt. in einem Augenblick, wo es nur dem gewaltigen Sturm der Empörung einer — ach leider nur so selten einigen öffentlichen Meinung in Deutschland gelang. daS brutal-höhnische Auslieferungstege h- ren der Koblenzer Rheinlandkvmm ffion in das ruhigere Fahrwasser diplomatischer Verhandlungen mit Paris abzuletten. Richt anders, fast schlimmer als dem Locamo- gedanken. ist es dem Abrüstungsproblem ergangen, das — um von unserem Rundblick wieder in den politischen Alltag unterzutauchen — grab? jetzt eben wicde r eine aktuelle Phafc feiner wechfelvollen Geschichte durchläuft. Dem briti'chen Unterhaus hat Sir Austen Chamberlain mit- geteilt, dah Frankreich und England sich auf ein neue« SlottcnfOmpr°mi: »21- - ihe Genfer Der Handlungen über die Abrüstung 3ur See scheiterten bekanntlich an dem Verlangen Englands, statt für jete Ration die Gefamt- tonnege ter Kriegsflotte festzulegen. den einzelnen Machten d.e Anzahl der einzelnen Typen, ihre ^oirnage und Bestückung vorzuschreiben. Amerika drohte darauf mit einer gewaltigen Flottcn- nermebrung. der England finan ,ic l auf die Dauer kaum gewachsen gewesen wäre. Trotz starker Mei- nungsverfchietenheiten auch mit Frankreich, na- menllich in der Ubootfrage, hat England es nun doch vorgezogen, zu einem Kompromiß mit dem schwächeren europäischen Rivalen die Hand zu Bieten, um auf her kommenden Seeabrüst ungs- Amerika und das Floüenkompwmiß. Zurückhaltung in Washington. — Eine Grundlage für weitere Erörterungen. London. 3. Mug. (XU.) Dos amerikanische Staatsdepartement hat in den letzten 24 Stunden die Linzelheitenheiten des englisch-französischen Uebereinkommens über gewisse Flottenabrüstungs' fragen eingehend geprüft. Die Tatsache, daft im An- schluft an diese Prüfung die Entsendung einer weiteren amerikanischen Abordnung zu der vorbereitenden Abrüstungskommission nach Genf ange- kündigt wurde, wird als Beweis für eine g ü n • ft i g e Aufnahme des englifch-französifchen Abkommens ausgelegt. Wie Reuter berichtet, wird im amerikanischen Marineministerium die Ansicht vertreten, dah ein grundlegender Wandel geschaffen werde, wenn die im englisch-französischen lieber- einkommen vorgesehenen Möglichkeiten für die Begrenzung des Baues oon Unterseebooten durchgeführt würden. Der Washingtoner Korrespondent der „Times" spricht dagegen etwas zurückhaltender, nur davon, daß das eng- Usch-französische Uebereinkommen keinenStreit über die Flottenabrüstung auslosen dürfte, und daß die Bereinigten Staaten bereit seien, das Abkom- men als eine Grundlage für weitere (Erörterungen auf der vorbereitenden Ibrüftungs- kommission in Genf anzunehmen. Amerikanische Marinekreise seien der Auffassung, daft das cng> lisch-französische Abkommen England begün- ft i g e. Deshalb sei bei Wiederaufnahme der Genfer Derhandlungen mit einem weiteren Beharren Amerikas auf einer gleich graften Anzahl oon 10 000 Tonnen-Kreuzern für England und die Bereinigten Staaten zu rechnen. Staatssekretär Kellogg hat eine korrigierte Abschrift der ursprünglich verstümmelt einge- troffenen englischen Rote über daS Kompromiß mit Frankreich erhalten. Pressevertretern gegenüber bemerkte er. bie Rote bedürf« lediglich einer Empfangsbestätigung. doch werde er vielleicht später einige Bemerkungen dazu zu machen haben. Er sagte, wenn auch daS englisch-französische Abkommen sich auf Streitfragen, bie von dem britischen und französischen Delegierten während zweier Jahre auf der vorbereitenden Abrüstungskonferenz erörtert wurden, beziehen, handele es sich nur um Tatsachen der Einschränkung ihrer Rüstungen. Kellogg betont zum Schluft, daft das englifch-sranzösische Abkommen und ter Kriegs- verzichtpakt nichts miteinander zu tun haben. , Herriots Kölner Besuch. Nnsreundliche Kritik in Paris. Paris. 3. Aug. (WB.) 'Das ..Journal des Dubais" beschäftigt sich mit ter Reife des Untcr- richtsmrnisters Herriot nach Köln und schreibt, wenn man die in Köln gehaltenen Reden lese, sei man erstaunt darüber, daft die deutschen Redner ständig zu verstehen gegeben hätten, daft alle Schwi erigkeiten, die einer Annäherung im Wege frönten, von Frankreich ausgingen, unb daft dieses mithin die gesamten Kosten für die Annäherung zu tragen habe. Oberbürgermeister Adenauer habe herzlichst aufgefordert, das Rheinland zu räumen. Aber habe denn Deutschland seinerseits nichts zu unternehmen, um das Herz Frankreichs zu gewinnen. Man hätte gewünscht, daft Herriot, ter die ganze Zeit über in schwindelnder Höhe geschwebt habe, sich die Mühe gegeben hätte, seine Zuhörer daran zu erinnern, daft es keinerlei gutes Verstehen o hne gegenseitige Zuge st ändnifse und ohne gegenseitige Vorteile gebe. Herriot hätte, ohne tattloS zu sein, darauf Hinweisen können, dah Frankreich auch etwas von Deutschland zu erwarten habe. — Man sollte nach diesen naiven Auslassungen meinen. daS , Journal des Debats" hätte niemals etwas vo-m DaweSplan unb Locarno gehört. Deutschland hat den Versailler Vertrag erfüllt, es bat darüber hinaus weitgehende Sicherheiten gegeben, nun verlangt es weiter nichts, als daft konserenz sich einen Sekundanten gegen das über- mächtige Amerika zu sichern Das Kompromift legt Frankreich den Verzicht auf den uneingeschränkten bisher stark formierten und nur für den Kamps gegen die britische' Küste gedachten Ubootbau auf. Frankreich stimmt nämlich dem englischen Verlangen zu. nicht nur die Gefarnt- tonnage ter Kriegsflotte zu begrenzen, sondern auch ihre einzelnen Schiffskategaricn genau festzu- legen England hat sich bahir bereitgefunden, daft für die Demef ung ter Landstreitkräfte nur der jeweilige Friedensstand des stehenden Heeres, nicht ater die ausgebildeten Reserven berücksichtigt werden sollen. Das entspricht im Ziel voll und ganz ter grandiosen Heeresresorm Pain- leves. die zwar die Esse'.ttvfrarten der Armee herabgesetzt hat. durch d e groftc Zahl der ausgebildeten Reserven aber, wie durch die Einbeziehung ter gesamten Industrie und aller Bevöl- kerungskreilc in de bis ins Detail festgelegten Moo.lmachungspläne für den Kriegsfall ta.sächlich das „CBoll in Waffen' geschaffen hat Das Rüstungskompromift läuft allo 'm Entef cki darauf hinaus. Frankreichs militärische Hegemoniestellung aus tem Kontinent auch für d.e Zukunft zu garantieren, wofür England für feine Flotten- pläne von Paris her mit keinem weiteren Widerstand zu rechnen braucht, sondern Frankreichs Unterstützung bei ter Bekämpfung amerikanischer Abrüstungswünsche sicher ist. auch die Dcgen'ettc zur restlosen Erfüllung ter Verträge Anstalten macht. DaS bedeutet allerdings nach Auslegung gewift erftflaffiger Sachverständiger. wie Lloyd George, die unverzügliche Räumung des Rheinlantes Don Vorleistungen oder Kompensationen, wie 'Frankreich sie offenbar wüirscht. taim dabei jedoch lerne Rete sein. Rückversicherung Kelloggs. Weder Lchulden- noch PeparationSdebatte in Paris. London, 3. Aug. (WB.) 'Der Pariser Korrespondent der „Morning Post" erfährt von unterrichteter Sette, dem amerikanischen Staatssekretär Kellogg seien durch das französische Auftcn- mrntfrerium Zusi cheru ngen gegeben worden, daft bei seiner Anwesenheit in Parts nur Fragen berührt werten sollen, die mit der Unter- zcichmung des Kriegsverzichtpaktcs zu- sainrnenhängen. Lediglich auf diese Zusicherung hin sei Kellogg in der Lage gewesen, die Pariser Einladung anzunehmen. Die amerikanische De- forgmd htbe sich daraus bezogen, daft die Anwesenheit des Staatssekretärs dazu benutz: werten könnte, die Frage der Reparationen und der interalliierten Schulden auszuwerfen. Oeuischnationale Rückfragen in der Wilhelmstraße. Auölieferungöbegehrcn und Pariser Ministerbcsuch. Berlin, 3. Mag. (121.) Der TDRZ. teilt mit: „heule hatte der ftellocrtrelenöc vorfihenbe der dealschnalionalen Retchstagssraktion, Mdg. von Clnbeiner-IDilbau, eine längere offizielle Unterredung mit dem Vertreter de» erkrankten Staatssekretärs von Schubert, Ulinlfrerialbirettor 6 röpke, über auftcnpolilische Fragen, hinsichtlich bes Muslleferungsbegehrens der Bc- sahongsbehörben aus Mnfaft ber Zweibrücker Vorkommnisse würbe ihm erklärt, daft begrünbetc Aussicht auf bef rlebigenbe Beilegung dieses Zwischenfalles In naher Zeit, jedenfalls noch vor einem etwaigen Besuch des deutschen Muftenmlniflers in Paris bestände. 2HII Rücksicht aus diese Mitteilungen erklärte Mbg. oon Linbeiner-Dilbau, den seilens ber beuischnallonalen Reichslagssrakiion beabsichiiglen Antrag auf B e - faffung parlamentarischer Instanzen mit bet Angelegenheit zunächst noch zurückstelle n zu wollen. Vie Fraktion behält sich vor, je nach ber weiteren Entwicklung ber schwebenben Verhandlungen auf einen Antrag auf Einberufung des Auswärtigen ober bes Ucberwachungsausfchufses zurückzukommen. Zu ben Fragen ber Ostpolitik würbe Herrn v. Cinbciner-Öllbau erklärt, haft bie slattgehable beuIsche Demarche in stowno keineswegs als Anzeichen einer oeränbcrlen Einstellung ber teutfchen Ostpoiilik zu werten sei. Vies gehe schon baraus hervor, baft in ben letzten lagen enlsprechenbe Schritte aud) gegenüber den in Betracht kommenben polnischen Stellen erfolgt roären." Oie Rheinlandräumung. Frankreich verlangt neue LicherheitSkautelen. Paris, 3. Aug (WTB.) Im Leilartlkel ihrer letzten Rümmer beschältigt sich die Zeilschrist ..L'Europe Rouvelle' mdt ter Frage ter Räumung des Rheinlandes. Schon die Urheber des Frtetensoerlrages. so wird in tem Aussatz aus- geführt, crfcmnlen, daft die Besetzung ein ailer- diinas vorläufig notwendiges Uebel har- stettc, dessen Beseit igung die beiden Parteien möglichst zu beschleunigen ein Interesse baten. Die Rhcin'landbcsetznng ist ein kfrteralliiertes Psand, dessen Preisgabe die Zustimmung aller Regierungen der ehemals verbündeten Mächte und vorherige Verhandlungen zwischen diesen Mächten zur Voraussetzung hat. Ein« teutsch-französische Ause'm- antepsetzung kann also nur im Rahmen von Verhandlungen erfolgen, an denen alle Unterze.ch- ncr des Rhe.nlandpaktes unzweifelloS teilnehmen irtüftlen. Diese Verhandlungen könnten antercr- sertS nur dann ersprieftlich sein, wenn ihr Gegenstand für den Augenblick unbedingt auf die Räumung ber zweiten Rheinlandzone beschränkt würde. SS hantelt sich dabei weder um eine von Frankreich zu unlernch- mente schöne Geste, noch um ein Tauschgeschäft, bei dem von Deutschland für eine Gefälligkeit ein möglich st hoher Preis gesortert werten soll. ES hantelt sich darum, zwischen Deutschland einerseits und Frankreich und seinen Verbündeten andererseits die schon im Versailler Vertrag stillschweigend im gemeinsamen Interesse vorgesehene Zusammenar- b e il herzustellen. Es handelt sich um ein« mit Locarno verwandte Verständigung zu dem Zwecke der Erhöhung der Sicherheit in Eu- Reue Versuche mit dem Opelmketenwagen. Auch Rak 4 explodiert. — Keine Menschen verletzt. Hannover, 4. Aug. (Dolfs Funkspruch.) heule fand in ben frühen IHorgenfhmben a a f ber Eisenbahn strecke bei Bargroebel bei Hannover ein neuer Slarl be» Opeischen Raketenwagens stall. Das 2HobeU ist inzwischen oer- schlebenen vcränberungen unterworfen worben, bei beiten bie Erfahrungen bei ben letzten Startversuchen nutzbar gemacht worben finb. 3n aller Stille waren bie Vorbereitungen für bie neuen versuche getroffen worben. Rak 4 unb 5 waren etwa drei Meter lange rof lackierte Fahrzeuge, bie 800 Kilogramm wogen unb oon denen Rak 4 mit 29, Rak 5 mit 30 Raketen bestückt waren. Um 4 Uhr sollte Rak 4 statten, aber bie Arbeiten vetzögetlen sich, so baft erst kur, nach 4.30 Uhr bas Signal gegeben Cin regelrechter Kuhhandel also, ter um so be- tenklrchcr stimmt, als er in dem Augenblick zu- ftarttegefommen ist, in dem Kellogg sich anschickt. zur Unterzeichnung des Kriegsächtungspakts, ter seinen Hamen träjt. nach Europa sich einzuschts- fcn. Schvn cinmai fand sich «in amerikanischer Staatsmann, als er als Missionar des Ftlcbens über das Moor kam, einer geschlossenen Phalant ter beiten europäischen Weltmächte gegenüber, an ter (cate Ideale zerbrachen. Als geschlagener Mann lehrte er ia seine amerikanische Heimat zurück, die .hn dasavoui-sr!«. sein Werk abiehnte. Die gegeravärtige Situatton zeigt peinliche Parallelen. Hoffen wir. daft Kellogg, ter vor tem un- seinen Willon die genaue Kenntnis europäischer Verhältnilsc voraus hat. sich von seinem ursprünglichen Plan nicktt noch weiter ab treiben läftt. w.c cs durch die zweite amerikanische Rote auf die Einwände Briaobs hin ohnehin schon geschehen ist. Hoffen wir weiter, daft die franko- bririfche Einheitsfront ihn nicht Dinge billigen läfrt die der graten Linie amerikanischer De- sriedungspolttik konträr zuwiderlaufen. Hollen wir fchliehlich. daß er in ui.'.brgreifllchet Schwäche geschehen Läftt, w'.e die Saboteure des Friedens den Kriegsächttrngspakt in f ei n ® e » g ent e i I umdrehen, m einen Garanttevertrag »ur Aufrechterhaltung der Rüstungen näml'-ch, veren Abbau ter Pakt als selbstverständliche moralische Verpflichtung für alle Vertrags- wurde. Grofte Feuersäulen schien bie Maschine unter Zischen unb Fauchen in Bewegung. Roch nach kaum 200 Meter war bie Fahrt an berfclben Strecke, wo früher Rak 3 explodierte, zu (Ente, auch Rak 4 explobietle. Etliche Raketen unb zwei Räber würben weit fortgeschleubert; Menschen würben nicht verletzt. Rach Ansicht ber Konstrukteure Fritz o. Opel unb Sanbcr jünbefen 5 Raketen, von benen sich eine nach I <• i e n enllub, wodurch bie Explosion unb bas hinauswersen aus ben Schienen erfolgle. Der versuch mit Ra? 5 konnte nicht gemacht werben, weil ber anroefenbe Reich»- bahnpräfibenl sie u n l e r s a g l e. Es würben bes- halb bie weiteren versuche auf unbestimmte Zeil vertagt. loittrahenten in sich schlieftt. Wir fürchten allerdings. daft die Slcptiker Recht behalten teerten, die der amerikanischen Initiative nicht genügend Schteungkraft zutrauen, sich gegenüber den europäischen Mächten durchzusetzrn: um fo weniger, als d.e Präsidentenwahl in Amerika m den, tommerken Monaten noch mehr alS sonst alles Interesse von Reg.erung, Parteien und össent- licher Meinung auf sich ItxwcntTicrcn dürste. Deutschlands Lage wird dadurch noch schwieriger, als sich allem Anschein nach der in London getätigte Kuhhandel auch auf das Rhcinland- p rvb l«m erstreckt hat. Sollten bislang unverbürgte Meldungen sich bewahrheiten, fo würde England fich bereit erklärt haben, einer vollständigen Räumung des besetzten Gebiets am Rhein nur nach wesentlichen finanziellen Zugeständnissen Deutschlands zustiimnen zu wollen. Also auch Deutschland gegenüber in ter Rheinlandfrage die gleiche franlo-britifche Entente cor- biale wie gegen Amerika mit Vezug auf bas Abrüstungsproblem. So öffnet fich wiril'-ch kein Hundstagsmäftig strahlend-blauer Himmel über Deutschlands nächster Zukunft. Es wird f'.ch rüsten müssen, auch nach tem neuen Kriegsächtungspakt, um fern Recht au- den Verträgen einen bitterernsten Kampf durchzufechtcn. Hiöge das deutsche Voll seine Staatsmänner dazu stark machen, ihn mit Ehren zu bestehen. fre/faa, den 3 .August 7'aöends. r o b a in den Fommenöcn Jahren. Wo tooCIen Mir die bescheidene Gegenteistung suchen, die wir k-vn D. u.icyiand oerkmigen könnten? Auf dem Dnfel und in der Rähe der norwegischen Küste werden forgfältig abgefucht. Hitzewelle in Italien. Seit einigen Tagen hat die große Hitze wieder von neuem ^genommen. AuS Pavia und Mantua worden 39 Grad gemeldet, eine Hche, dte seit 1 902 n,i ch t mehrerreicht wurde. 3n ‘Bergamo hat Me Hitze in der Sonn« foaar 47 Grad erreicht. Aus mehreren Städten weroen Falle von Sonnenstich unb Hitzschlag gemeldet. Schwerer Zyklon über der Tschechoslowakei. Rach der schrecklichen Hitze der letzten Tage wütete Freitagnachmittag über Karpathen- ruhland «in heftiger Zvklon. der zunächst in der Gegend von 11 n g ü a r einfegte. Hierbei wurden mehrer« Personen schwer verletzt. Viele BüuTne wurden umgebrochen und entwurzelt. Zahlreiche Fuhrwerke wurden um- gewvrfen, viele Häuser abgedeckt und beschädigt. Der Zyklon setzte sich dann in norb.oestlicheu Richtung fort. Die Ztzkkonsänl« von 20 Meter Durchmesier bewegte sich mit aller Kraft im Tale des Turja-Flusses weiter und vernichtete alles, rvas ihr in den Weg kam Am meisten geschädigt wurde di« Gemeinde Turja-Ramete im Bezirk Peretschin. Von dem staatlichen Sägewerk wurde das Dach a bgehoben wobei ein zwölfjähriger Knabe getötet wurde Gine Reihe von Personen trugen Verletzungen davon Die Telephon- und Teiegrapherrleitungen frnb zerrissen und unterbrochen Während des Sturmes fielen in der ®emembe Turja-Ramete and} nuhgrohe Schloßen, bte url t Steinen vermischt waren. Zwei jungt Mädchen im Mai» ertrunken. Beim Baden rm Main ertranken in VteveH bei Bamberg ein ITjährizes K^oftcrmädchen aus Viereth unb eine bri chr zu Besuch roeilenbe Studierende aus Nürnberg. Obwohl des Schwimmens kundig, geriet das junge Mädchen i n einen Strubel und rih bte ihr zu Hilfe eilende Freunbin eben'alls mit in die Tiefe. 6m Lehrerseminar ist sprang den Mädchen sofort nach und konnte beide ans liier bringen. Di« ange- stcltten Wieder beleb ungsoerfuchc waren jedoch erfolglos. Uebler Trick eines Artisten. In der Berliner Wannseebatzn bot sich den Fahrgästen ein schrecklicher Anblick. In einem Abteil dritter ftlaffe fand man einen jungen Hann an einem Holzkreuz festgenagelt. Durch beide Hande und Füße waren gewöhnliche, schmiedeeiserne 'Jläacl, sogenannte Bierzoller, y schlagen. Ms dte Bahnbenmien sich anschicktgr, bes Kreuz zu zersägen, um den Gekreuzigten zu befreien, stieg er zur größten Verwunderung aller selbst vom Kreuz herunter. Die Untersuchung ergab, brft er sich um einen Artisten handelt, der diesen Trick schon öfter ausgc'uhn hau«. Seine Hönde wieien von früheren Experimenten noch dte alten Löcher aus. Das Kreuz war zusammen- klappbar. Der stellungslose Artist, über deffen üblen Trick Bte Reifenden mit Recht entsetzt und empört waren, wurde in Haft genommen. Tödlicher Absturz eine» Seiltänzer». 3n 3 m ft (Tirol) stürzte wahrend der Bvr- führuna einer Seiltänzer trupp« der Artist Sikora, Der mit dem neunjährigen Sohn feinest Kompagnons das hohe Drahtfetl bestiegen hatte, mit dem Kinde in di« Tiefe. Währeick» das Kind von dem Vater aufgefangen wurde unb leichtere Verletzungen erlitt, war Sikora auf Bef Stelle tot Straßenränder in Marseille. 3n Marseille wurde der Kassierer einer Eisenbahngesellschaft von einer Gruppe von fünf Hennern, die ihm In einem Straßenbahnwagen gefolgt war. in bem sich sonst keine Fahrgäste befanden, in einer belebten Straß« der Stadt überfallen. D« Angreifer nahmen bem Äaffieret den Betrag von etwa 8000 Franks ab unb verletzten ihn, als er sich zur Wehr seht«, durch einen Revolver- schuß in die Schulter. Ss gelang den Tätern, z» eatttommen. Das Räubernnrocfen in den Pyrenäen. Trotz schärfster Ueberwnchung der spanisch-französischen Grenzbezirke nimmt dort das 'Jtänberun- roejen eher zu als ab. Se wurde jetzt wieder ein mit fünf Personen besetzter Kraft wagen in der Nähe eines französischen Grenzdorfcs von Räubern an geha I ten, die mit erhobenen Gewehr ren die Auslieferung der Wertsachen der Reisenden verlangten. Ms ihnen dreitausend Franken Bar- getd zugeworfen wurden, sießen sie die Weitersahrt zu und verschwanden. Nachforschungen der kurz daraus alarmierten Grenzwache blieben ergebnislos. Einer von den Derbrechern scheint der übel berüchtigte Gimenez zu fein, der feine Raubzüge immer auf französischem Boden unternimmt unb dann sofort nach Spanien entweicht. Heberschwemmungen In Sibirien. Zufolge der wochenlang en Regengüsse sind in den Provinzen Wladiwostok unb Priamur groß« Verheerungen angerichtet worden. Di« Kohlenbergwerke von Lut schon sind überschwemmt, ebenso die Cisenbahnstrecke Sutschon-Wladiwvftock. Alle telephonischen und telegraphischen Verbindungen sind unterbrochen. Hunderte von Dörfern stehen unter Wasser. Zahlreich« Personen sind ums Leben gekommen. Oie Wetterlage.____ g ernm ö -wv etwn # 5jft und die ärztliche Erfahrung lehren, daß hit den gesunden ®n»aäbtenen gewöh"i ch 6—8 Stunden »olUommen genügen. Doch ift diele Dauer vielen Schwanlungen unterworfen: dte Jugend ichläst länger, das Alter kommt mit weniger Schlaf aus Der Stadt« verlangt oft nach mehr Schlaf als der Landbewohner, da« w« bliche De- 'chsecht schläft länger als das mmmNche schwere 'örperlche. anstrengende geistig« Tätigkeit »eon- ipruchen ein gröberes Mast nachfolgender Ruhe, unbtm Din ter b taten wir länger zu Bett als im Oornmer. . , . ... . Srühaufstehen - je nach der 3a^eit zwi» leben 5 und 6 Uhr — beschert dem Ausgeruhten toftbare Zeit und Arteitsfrifche. erspart auch dem Städter Diel -asten und Zagen, um zur Stunde im Beruf »u sein. Allerdings UM sich dies mit dem Spa Zubettgehen nicht gut vereinen. zumal der beste, t.esste Schlaf stch vor Mitternacht einstellt. Hierzu kommen noch die Schädlichteit-n der Nachtarbeit überhaupt, die Aervenreiznnttel. um wach zu bleiben, wie Äaflee lee. Täte:. die Nachteile für di« Augen, welche' künstliche Beleuchtung mit sich bringt, und das erschwerte Einschlafen. besonders noch der späten Heimkehr von nächtlichen Unterhaltungen Den Verlust von Schlaf lucht mancher durch das beliebte MltlaaSschlLfchen hereinzu- bringen., doch -st dieser Schlaf keineswegs so tief als der nächtliche und auch nicht so stärkend und erquickend. Man seht dabei mehr Fett an, was den Damen heutzutage unwillkommen sein dürfte — und verliert mitunter mühevoll ein- zubr ngende Zeit. Zu einem gesunden Schlaf gehört auch eine gesunde Wohnung. e.n Heller, genügen- groher, gut lüfLarer Schlafraum. ein reines, nicht mit Federbetten und -tüten überladenes Bett, und ein zweckmäßiges Verhalten vor dem Schlafengehen: lerne zu reichliche Mahlzeit unmittelbar vorher, besser ein kleiner Spaziergang nach dem Nachtmahl »der die Einschaltung einer längeren Pause. Man sagt Atoar: ..Sin voller Bauch studiert nicht gern", aber er schläft auch nicht immer gut. Man hat Schwierigkeiten mit dem 3in- 'chasen. und etwaig: Diätfehler machen sich nachts unangenehm bemerkbar. Desgleichen empfiehlt es <:d> nicht, im Bett zu rauchen, die Schlas- zimmerlnft wird hierdurch verschlechtert und Feuersgefahr kann entstehen. Sott man vor dem Schlafen Men? Der schlafen Witt, lese nicht allzu lange, feine aufregenden Bücher, sondern Belletristik. Ne, lebe schrei dun gen und dergleichen. Sine mit Schirm versehene Lampe teleudjte von der Seite her den Lesestoff. Zweckmäßig ist hierbei Halbsitzente Stellung oder bequeme Seitenlage mit erhöhtem Oberkörper. 3n welcher Laue man am besten schläft, ist Gewohnheit. Nachteilig ist die Nückenloge. welche Alpdrücken ober andere Störungen Hervorrufen kann, ferner das Unterschlagen der Arme unter dem Kops, wodurch der Blutkreislauf gehindert und Der» anlaKung zu Nervenerkrankungen an den oberen Gliedmaßen gegeben werden kann. Das Gesicht fahre man nicht ganz nahe der Wand zn. um den Luftzulr ll nicht zu behindern. Dies gtlt auch für den Schlaf im Sisenbohnwagen. wo unter Umständen noch die Gefahr der lieferte agung von Krankheiten besteht Das macht man. wenn man nicht einschlafen kann? Das richtet sich einmal nach der Air» 'achö. die man zu beheben trachten must, z. B. ein schlechte« Bett, grelle Beleuchtung, unruhige Umgebung, unzweckmäßige Lebensweise. Sonst ist Selbsterziehung das Wichtigste. Man trachte, mit den Kleibern auch die Sorgen de« Tages abzulegen. und sage sch. wenn immer wieder Gedanken kommen, energisch: Ich will schlafen und nscht nachtenkc-i; dazu ist morgen Zeit. So must man Me Pedanten verjagen, dost sie nicht fort» spinnen können Nachhelsen fann man durch erntSniues Bortetenlassen. Lesen eines gleichgik- krgon Buches. 1—2 mal in der Woche durch an warmes Bad unmittelbar vor dem Zubette gehen, ein allabendliches warmes Fußbad, einen Prießni-umschlaq um die Brust, hüte sich aber vor dem rezelmSß gen Gebrauch von Schlasmite tefn, sondern befrage in hartnäckigen Fällen lieber den Arzt. Oer letzte Backenzahn. Gr ift heraus — ein Nuck — es ist vollbracht. Der ist«? Mein letzter rechter Hinterer Backenzahn: der einstige Hüne, der Niese, der gute treue Freund und Terprttter schönster kulinarischer Genüfie. Ach, er ist nicht mehr, er steht nicht mehr im Gehege meiner Zähne. Heute singe ich ihm den Schtöanengeiang. Mit allen Wurzeln seiner vierfachen Kraft Hämmerte er sich noch tes zum letzten Wtoenblicke seiner irdifchrn Dafein-berechtigung an die Stätte 'eines Werdens, er. der einst bet stärkste und lebenskräftigste war tn seiner großen Brüderlchar Ja, welche ungeheure Ara*! belaß er doch vor Zeiten —! Als einst fein Vorgänger, da« Hebe kleine, so zimperliche Mttchzahnchen vor ihm gewichen war, trat er als starker Kämpe an seine Stelle. Und wie habe ich auf ihm da« erste Stuck Süßholz getaut, das ich bei der alten Höker- frau auf dem Marktplatz für 3 Pfennig crftanÖ und — leider, jetzt sage ich leider — habe ich auch die ersten Wellch» und Haselnülle mit Um geknackt. Mit ihm, dem Backenzahne, habe ich auch sa manchen Schmerz im Dasein heldenhaft verbissen. Soll ich Kummer und Wehnnit empfinden, wenn ich zurückdenke an die Wellch» und Halelnuftzeit? Wie ost hatte mich doch der wißende Vater unb die sorgende Mutter vor dem verderblichen Hüffe- knacken gewarnt. Ez hals nichts. Ich lachte nur barüber und wußte ja alles viel besser als die ^ttken. Und als ch nun gar tm großen Zirkus neben dressierten Elefanten und Löwen einen mächngen, Drei t j djuf tragen, krauS gelockt en Heger der mit fernen Fletfchgähnen freihändig ein Rielenfaft umhertrug, auf dem der luftige Freund Jfuguft, der 6Iottm. in stolzer buntbemalter Selbst- verton sah — ich seh? noch, wie dabei die bunte Pfauenfeder auf ternrt platten roten Nase tunkte, imb wie betagter Neger hinterher noch einen echten Dattelkern als Dretngabe unh Höchstleistung zerteß 0. da war es um alle Warnungen der altfränki chen Eltern gänzlich ge* lched-7' unb wein Ehrgeiz kannte feine Grenzen niefcr. 3a den Schulpaufei' bist ich. ein fabelhafter Erfolg ror der ganzen Klasse, meinen sämtlichen M ttchülern sämtliche eigens dmm mitgebta*er Nulle dutzendweise hintereinander auf. ohne nur mit '*t Wimper zm zocken Darm erschteu eines Titzes .Miß Wanda" aus dem Plan, so cm« Art Kollegin, weltberühmt und länast - verunglückt. Sie liest vom Kirchturme nach der Tiefe ein Seil spannen. Daran hing ein Ning, den sie mit den Zähnen erfaßte, und an dem lle sich aus der ichw^krl.lden Höhe 11t die Tiefe gleiten liest. Das war ein Heldenstück! Und ich fostte den stillen Vorfatz. ihr diesen Nuhrn dereinstens össentlich streitig zu machen. Kurz, meinen Zahnen traute ich alles zu. sie waren mein Stolz. Mein Leben wollte ich ihnen anvertraueu. Einmal entschloft ich mich auch. Zahnarzt zu werben. Meine duldenden Patienten sollten während ihrer Behandlung meine ,-sätzne bewundern. 3ch liest den Gedanfen wieder fallen, denn dieser Hrund meiner Berufswahl war hästlich und inih- siel mrr. Kurz, uh war stolz auf meine Zäh«. 3n ihrem Gehege gab es feine Lücke Aber wie man - treibt, so geht ö Auch meine mamutstarlen. schlohweißen Miiller. wie der selige weife Äönig Salomo vor Zeiten seine Zähne poetisch nannte, standen eines Tages stille. Es zeigten sich Me Folgen jugendlichen Liebermuts. Denn als ich sie einstenS wiederum mit der morgendlichen Dürste begrüßte, legte einer von ihnen, eS war der linke obere Augenzahn, lern Haupt zur Sette, wackelte und sprach m den ®cnoffen: ..Hier Metfce sch nicht mehr lang, der schlechte Mensch, der sich unser Herr nennt, der ohne uns gar nicht leben könnte, hat mit und Such Kameraden m seiner Jugend zuviel zugemutet. Ich mache jetzt, dast ich fort komme Ich mache mich — aus dem Slaub'!" Die andern hörten's, nickten unb toadclteit auch mit den Köpfen, unb auf ihren Standplätzen, den hermailichen Alveosen, revolutionierte die gesamte Heerschar 3n den Zahnhöhlen arbeitete und rumorte es fürchterlich. Tränenden Auges, voller Schmerzen, lief ich oft znm Doktor, dem Zahnarzt. Aber der schüttelte auch Den Kopf und lieft sich die Geschichte meiner Heldentragll erzählen. Noch half er mir für etliche Zeit mit seiner Kunst dann aber kam er mit der g rosten Zange und lekesmal, wenn wieder eine schadhafte, schmerzende Planke auS dem Gehege der Zähne gezogen worden war, atmete ich beglückt auf und ftef fast meinem Helfer in den graften Nöten, die mich betroffen hatten. anS Dankbarfett um den HalS 3a, ich schwor Es gibt feinen besseren Menschen, feinen gr öfter en I Helfer auf der ganzen Eide als den Zahnarzt, und ich murrte auch nicht, als einst unrerft'heus ein Stück der Zahnleiste in echter Freundschaft ihrem alten 3nfaffen, dem zweiten Auge.1 zahne, freue Gefolgschaft leistete. Die tragische Schuld trug ja ich. — Heute wanderte besagter letzter, rechter hinterer Backenzahn von brnmen. Gepriesen sei mein Helfer m Der Not, ich ernannte den Doktor zum Gbrenmitglied meiner Familie. Wie alt ich bin? Das verrate ich niemanden. 3ch bin ja wieder wie jung, bin schmerzbefreit, bin wieder genieftbar und kann wieder genießen Der Doktor sprach zu mir lächelnd: „Derehrtester, wenn Sie jetzt -um brrttenmal -ahnen, dann geht es am leichtesten, ich bürge bafür!“ Mit diesem Tröste ging ich heimwärts. 3n btt rechten Westentasche trug ich meinen starken Backenzahn, in Seidenpapier eingewickelt. Meine Kinder begehrten den letzten der Mohikaner zu sehen. 3ch erfüllte ihren Wunsch, und da es gerade um die Zett war, da die Buben mit allen möglichen Gegenständen m Die reisen Nüsse zu werfen pflegen, ging ich hin und kaufte einen neuen Nuftknacker. Vorsichlshalber. Mein Jüngster aber rie als er ihn sah, laut und vernehmbar: »Vater, mit den Zähnen knackt man die Nüsse doch am besten!'* --— Sv ist die Jugend. F. Tafrn für Sonntag, 5. August Sonnenaufgang 4.29 Uhr. Sonnenuntergang 19.42 Uhr. — Mcmdaufgang 21.41 llhr, lÄrmbuntergang S.42 llhr. 1772: Erste Teilung Polen«, — 1850: her fron« zöfische Schriftsteller (Buy de Maupassanl auf Schloß Mirowesnil geboren; — 1895: der Sozialist Friedrich Engels in London gestorben; — 1915: die Deutschen besetzen Warschau; Taten für Montag, 6 August Sonnenaufgang 4.31 Uhr, Sonnenuntergang 19.40 Uhr. — Mondaufgang 21.58 Uhr, Monduntergang 10 01 llhr 1789: Volkswirt nr. fiiht in Reutlingen geboren , — 1806: Fran; 11. (I. von Oesterreich) legt die Kaiser frone des Römischen Reiches deutscher Ration nieder; — 1870: Sieg der Deutschen bei Würth unb Spichern ttiestcncr Wochrnmarktpreise Ss kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfund 1.93 bis 2,00; Matte 30 bis 35; Käte 00 b-.s 1 40; Wirsing 18 bis 25: Weiftkr.-iut 20 bis 25; CRotfrant 30 bis 35: ge-Cb? Nstben 23 bis 30; rote Nüben 15 bi» 20; Spinat 25 bi« 30; Nömifchlohl 15 bi» 23; Bohnen, arünc, 35 bi« 40; Bohnen, gelbe. 45 bis 50; Erbten 30 bis 40: Mlchgemüfc 20; Tomo.en 20 bis 50; Zwiebeln 17 bis 20: Nhabarber 15 bi« 20: Pilze 50; Kar- •ottefn 6 bis 8: Frühäpfel 50; Follapfel 10. Birnen 20 bis 50; Walderdbeeren 1.20; Himbeeren 50 bis 70; Heidelbeeren 65 bis 70; Stachelbeeren 23 b4 35; Johann.«beeren 40 bis 50; Pllaumen 60: Honig 40: sun^e Hähne 1.00 bs 1.30; Suppenhühner 1.00 b:S 1 33 Eier Stück 13 bis 14; Blumenkohl 20 bi« SO; Salat 10 bis 20; Salatguricn 20 bA 60; Einmacdgurlen 4 bis S; 0b«ckohlrabi 5 bt« 12; Rettich 5 bis 20; Na- dieschen Bund 10 bis 15. Äonrotizen. — Taaeskalender für Samstag. Giehener Nudergefellichaft 1877 e. V.: Generalversammlung. S Uhr. rm Bootshaus. — Kavalle- ristenverein: MonatZverfammlung. 3'/. U^r. im Bereinslokal. — Giestener Nu^rklub .Hakiia" 1-36 e. D.: Mttgliedcrversammlung. 3'/, Dhr. im Bootshaus. - Lichtspietäaus. Bahnho^strafte: .Heut tanzt Mariett . — Astoria-Lichtsp eie. .Die Geheimagentin von Neuycrf'. — Taaeskalender für Sonntag. Bauerkcher Tekangv.'r'ein e. B. Sommerfest. nach- j mittags 4 Uhr. auf der Lievigshöhe. — Gewerkschaft deut'cher Lokomotivführer Ortsgrupre ®urftcn: Sommerfest, nachm. 3 Uhr. anf der * Karlsruhe. — LichtfPiel-Theater wie Samstag. •• Entwertete Bries marken. Es kommt ab und tzu vor daft einzelne Freimarfen auf de« mit der Poft beförderten Driekfendungen nur geringfügige oder schwache EnVr-ertungsHeichen. oftmals nur 3triebe oder schwärzliche Fleck n trogen, weil fw beim Abstempein in der Eile nicht getroffen worden 'mb. Selbstverständlich ist es verboten und auch straffällig, folche unvollständig enttverlete Frtimaeken. nachdem si« von den limlchlägeu abgelöst Worte.» lind, nochmals ur Freimachung von anderen Post'end^.ngen zu beinitzen. Trotzdem geschieht dies sehr oft m der falschen VorauS'ctzun^ Der Betrug würde nicht bemerkt. 3n bei» meisten Fällen werden dies« Gebühren hinterziehenden aber bei den Pvst- anftaiten. de angewiesen sind, b.erauf besonders zu achten, entdeckt; gegen die Ablender werden dann von der oberrn Pvstbehörde dir Dafür in dem Postaefey vorgefehenen Geldstrafen verhängt. Allem Anfchein nach werden brrarlige schwach entwertete ,freimarfen auch vielfach in betrügerischer Ab icht als Erfay für K eingeld in Verkehr gefetzt. Darum tut jedermann Der sich Hnannefcmhd)kueii ersparen will, gut Freimarken. die er n-.cht selbst am Poitschalter gekauft hat. vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Bei verdächtigen Wabrnebinun^en insbesondere auch beim Fehlen deS Klebstoffe« auf Der Rückfeite, empfiehlt sich eine Anfrage über ihre Gültigkeit am Postschalter. e* Absenderaufdrucke auf Briefumschlägen. Die Deutsche Reichsvost macht erneut darauf anfmtrtfam. dasz nach den Bestimmrmgen der Postordnung Die AbsenDerangaben sowie die Rellomen des Abfenders nur auf bet Rückfeite und dem linken Drittel ber Vorderfeite der Briefumschläge angebradyt fein dürfen. Ferner müfien Umschläge. Deren Rückseite zu Aufdrucken benutzt wird, am oberen Rande der Rückseite einen mindestens 21/» Zentimeter breiten, freien Raum haben, der zur Niederschrift poftdienstlicher Der- merfc benötigt wird. Für Den Aufbrauch von Umschlägen, die über das zulässige Maft mit Aufdrucken auf der Vorder- ober Rückfeite versehen sind, ift eine Frist von 21/, Jahren gewährt worden. Diese Frist läuft am 30. September 1928 ab. Mit einer Berlängerung über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht zu rechnen. Die Versender werden daher gut tun. sich nur auf den Aufbrauch vorhandener Brstände an unzulässigen Umschlägen zu bescyränlcn und nicht — wie von den "Postanftalten vielfach wahrgenommen worden ist — Neudrucke Herstellen zu lassen, Die bis -um 30. September nicht aufgebraucht werden fönnen. Rach diesem Zeitpunkt muffen Briefumschläge, die den Postordnungsbeftimniun- gen nicht genügen, von der Postbeförderung aus- gefchlosfen werden. " Wascht da« Obst, Eigenllich sollte sich diese Mahnung erübrigen, denn für viele wird es eine Selbstverständlichkeit bedeuten. Obst, besonder« das was man nicht selbst ernten rann, sondern erst taufen mnft. vor dem Genuß zu säubern. Dennoch kann man es in der Hochsaison der Kirschen oft genug sehen, haft Leute mit einer frisch erstandenen Tute durch die Straften schlendern, eine Kirsche nach der anderen daraus verzehren, es also nicht abwarten können. bis sie die Möglichleil haben, die Früchte zu waschen. Ganz abgesehen davon ift auch mit dem sofortigen Verzehren De« Obstes auf der Straße die älnmanier verbunden. Obstreste auf die Strafte zu werfen, so daft das eilige Verzehren nicht nur dem Genieftenden, sondern auch tüt die Mitmenschen eine Gefahr in sich birgt. •• Kein Wasser auf Gurken trinkenl Gleich noch dem Genuh von Gurken Wasser zn trinken, ist lebensgefährlich. Wer aber die Lebensgefahr übersteht, ri-kierl lebenslange Magenbeschwerden. Erst etwa zwei Stunden nach dem Gurkengenuß darf man unbedenklich Wasser trinken, ’• Krankenscheine müssen pünktlich vorgelegtwerben. Sin kaufmännischer An- fjcftcltler meldete sich trank. Di« Firma verlangte Vorlage eines Krankenscheines, und al« frieter nach einigen Tagen nicht einlraf, ward« ber AngeNagle fristlos entlassen (3r klagte beim Kölner Arbeitsgericht auf KünblgungL-mtichadi- gung. da er nach dem HanbelSgefc-tzbuch im Krankheitsfälle noch Anspruch auf Zahlung des ®o halte- für sechs Wochen Hobe 8r habe zweimal sein« kleineren Geschwister mit dem Kranken- scheu, zürn Geschäft geschickt, aber die Kinder feien erst nach Geschäfl-schllch dort erngetrollen. DaS Geruht wies dce Klage ab. Die fristlose Entlassung sei berechtigt, wenn der Kläger nccht dafür forge, daß der Ktankenftlrein pünltUch dem Ar- beitgeber vorgelegt werd«. Gs müsse den Eindruck erwecken, daft der Kläger abfuhtlich die Vcwlage des KrcrnkenlcheweS phiferftitoen habe. •• WaS f ü r Versicherungsarten gibt eS? ES gibt Mußverlicherungen: 2In- gestelllenverlicherung, JnvalideTwetticherung. Krankenversicherung; unb freiwillige Versichert^, gen: Lebensversicherungen. Feuerversicherungen. Haftpslichlversicherunaen, bann solche gegen Eingehen von Vieh. Hagelschlag. Verregnen von Festfonntegen und Ferien. Bei allen Versicherungen form man die Höhe der Leistungen bestimmen durch HinauSgehen über den Mindest- betrag. wobei Me Höhetleiftung an Bett rügen bei den Muftverttcherungen nattirlich ganz zu Lasten des Arbeitnehmers, also des Versicherten, geht. ••Ceirfjcnlänbung. (Sestern morgen poischcn 9 nnh 10 Übr wurde eine weibliche Leiche im Alter non etwa 17 Jahren am städtischen Schwimmbad aus der Lahn gezogen, (fs Handeft sich um eine junge Arbeiterin aus Annerod. Das Mädchen war feit dem 31.0 M als vermißt gemeldet Am Donnerstag waren ihre Dberfleiber in einem Gebüsch am Lchn- ufer gegenüber ben Babeanstalten gefunben worben. "DieMuseen sind am Smmtag. 5. August, bei kleinen ZutrittSpreifen geöffnet. “ Sfabtifteater Sie ft en. Aus dem Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Die Aufführung der Äomobic „Finden Sie, daß Constance sich richtig oerhäll?" von B. S. Maugham (zweites Gastspiel von Frau Prasch-Greoenberg- beginnt am Dienstag um 8 Uhr. Regie führt bas erstemal der Dramaturg Dr. Äarf Ritter. Bühnenbild Karl Löffler. Inspektion 2 i n t m a n n. " Die nä chste n Blehmärkte in Gießen linden statt am Dienstag, 7 August (Rindvieh- markt), und am Mittwoch. 8. August (Schweinemarkt) Austriebs-eit an den Markttagen non 7 bis 9 Uhr vormittags. Dgl. bi«, Mutige Bekanntmachung. " Ql 6 kf - und Fahrturnier in Bad- Nauheim. Da« große Rett-und Fahrturnier hat mit feinen 350 Unterschriften in den öffentlichen Prüfungen nicht nur einen glänzenden Aennungs» ichllrß gehabt, sondern es werkten, nach den Stall- beftefhirgen zu ort eiten, auch unsere bekanntesten Turnl«retter und -reiterttmen erscheinen. Heben bif’cn 6f1cni(idXT Prüfung« nehmen in diesem Jahre eine Anzahl Rennen einen breiteten Raum ein 9k Rennen smkten an beiden Tagen je- wetts hn Arstchlich an die öttenllichen Grüsungen statt. Lui« ganze Qtnzahi gute.' QZalldluier ift u. a genmntt. Om m Metern .labte bereu« auf großen öltenrr-.chen Bahnen gestartet sind Von den fünf Reimen ist eins ken Qbnazonen Vorbehalten, und Dürfte ferne Armtehungskraft nicht oer'ehlen. «QlähereL in der heurigen AnzeigeZ " Straßensperrungen, mitoetrilt vom Dberbe,fi|d)in Automobilklub e D. (A.v D.), Gießen. l£s werden gesperrt firr alle Fahr-evae Strafte Blas- ba*—Aobenfolms im Straßen zua Westlar—Rüder- Weid'.'ach bis 16. August, Umleitung über Aßlar- Dber-Veinp. Wenlar—Groß Rechtenbach im Straßen- zug Wetzlar— Butzbach vorn h August bis 31. Dezember 1928, Umleitung über Weikenhausen; km 8,7 bis 2,5 im Straftenpig (Urtftcn—Wetzlat 00m . tember, Umleitung übet .ftcu- ch lheim—Dorlar ; km 5^ bis Iß Im St raßen zug Gießen—Lich vom 13. August bis auf weiteres, Umleitung über Annerod oder Gardenteich. Beginn des 9. Hhön.E>egc1sir!a'WettbewerbS. Die nach Dau o i Ile Mitte Juli entianMe Sonder-iLfpedtnon tft nunmehr anf der Wasser- kuppe eingetroffen, die Maschinen allerdings noch nkt;t; sie sind aber von (fherbourg im *21 nrollen. Betrachtet inan die Meldeliste, so fällt bei ben Maschinen auf, daft der Eindecker, mit zwei Ausnahmen (unter 1U5). restlos vorherrscht, unter rieten roteber der bodigebaute hn Gegensatz zum liefen- D«cker. Maa auch die stonstruktionsbeschrctdung hier kleine Abweichungen vermerken, hn Gninöe genommen hat sich der Rögling"* unb der .Prüfling". Typ der Rhön-Rassitten- Gesellschaft mid^ dem Marten schen Muster durchgerungen. Der ^lächeniuhall zeigt dementsprechend auch keine großen Unterschiede um 14 bis 13 Quadratmeter, über 20 Quadratmeter enthalten nur ganz wenige Maschinen. Die liauptzahl der Segelslugzeuae. bient dem reinen Gleit-. Schulungs-, und Uebungs-Wett« bewerb, für ben Veiirirngs - Wettbewerb kommen etwa zwanzig hochwertige Maschinen in Betracht, bei deren Monftruhion der altbewährte „C 0 nsul" . Typ der Darmstädter mehr ober weniger Pale gestanden hat. Hier sind auch vier Doppelsitzer gemeldet, also Seaelfiugzeuge, die sich besonders ni Lehr- und A"^'ldungszwecken erg- nen. Der Rostocker Aeroklub ift mit der einzigen ans Stahlrohr gebauten Maschine zu Stelle. Die (Eigentümer verteilen sich anf etwa 60 verschiedene. darunter zwölf akademische und Tech- nllums-Hochichüler, rund 25 am L'uftfport inter« essierte Vereine unb 20 Einzelpersonen. Zum ersten Male fehlt diesmal Espenlaub, der allerdings in ben letzten Jahren zu wirNuhen (Erfolgen und irortschritten kaum gekommen war. Wenn nun in ben ersten Jahren icbcr Segelslug. bericht inehr ober weniger damit ansangt, ime aas Wetter war, non dem die Tätigkeit abhmg, fo sind die Forschritte im Segelfliegen in den letzten Iah. ren doch derart gewesen, daß man bei Winbflautr, aber auch im Gcwltterfturm segelfiiegen kann. Die Abhängigkeit heute gilt nur noch für Rebel unb Wolken. Sie mögen also die Wasserkuppe in ben lammenden lagen verschonen. Der Technisch« Ausschuß hat brsfter etwa dreißig glugjeuge ubgenmn* men. die übrigen haben noch die vorgeschricbenen Prüfungen (Zulassunqssluge) zu erledigen. Bon den ausländischen Teilnehmern hat der junge Wiener .Qronfclö bereit* einen schonen Flug aus- geführt. Düchsriisch. Melchior. Ein Hanfeatenroman von Jof. K a stein. Friesen-Verlag A.-G., Bremer geb. 6 Mk. (114). — Ein prächtiges Gegenstück zu Herzogs Hansealenromon auS Hamburg Mit stärksten' Jntereffc lieft man Diese Dichtung des Leb«nsfch:ckfalS eines Bremer Bürgersohnes und Angehörigen emer allen Bremer Patrizier*amilte. Man lernt Den jugettDlichen Wirbelwind, bann ben reifenden Jüngling mit allem Sturmgebraus DieteS Lebens unb schließlich ben im harten Daseinskämpfe gereiften Mann in lehr eindrucksvoller Weife keimen. Em wundcrfames Bild samllienftol-en Patriziertums, welttonfpoimenden Kaufmannsgcrftes unb verantwortungsbewußten Berpflichtetfeius gegen Familie unb bremisch« Heimat wird m diefern Buche in packender Dichterischer Gestaltungskraft gegeben. Denn der Verlag dresr« Buch bescheiden al« neuen hanlea i- lchen Kaufmannsroman Der Gegenwart bezeichnrk, so möchten wir hinzusügen, Daft er eines Der bcst- gelchri«denen und feingcftaltetften Bücher ist, die Nch mit Dem kernigen Stamme her Hanseaten unD ihren schönen Städten unb ehrwürDiaen Tradi- honen beschäftigen. Das Buch verdient beste Empfehlung. — D i e Maul - unb Klauenfeuche, ihre Verhütung und Heilung. Bon szran; ft u r R c, Danzig, Rittergutsbesitzer. Verlag Rein- Huld 5tubn '21 G., Berlin -W. 68. Broich. 3,50 Mk , geb. 4,50 Mk. (140.) — Ein nützliches Buch für den praktischen Landwirt Mehr- und einfarbige Bilder veranschaulichen rie besonderen Merkmale der einzelnen ftrantheitsabschnitte. Auch die übrigen Bilder geben nützliche Ratschläge und zeigen, wie matt sich helfen kann, z. v. durch SellislhersleUung von ft lauen Verbanden unb Schuhen. An dem Buch hat Pros. Dr. Waldmann, der verdienstvolle Leiter der ftaatlichen Korschungsanftallen auf der Insel Ricrn^, hervorragenden Anteil. Daher sollte es möglichst weit verbreitet unb besonders beherzigt werben — Die Taxation von Wiesenlände- reien auf Grund des Pflanzend« ft ander. Von Diplomlandwirt Dr. Asmus Petersen. Verlag Reinhold Kühn A.-G . Berlin S'W» 68. Brosch! 4 Mk.. geb 5 Mk. (113). Reben Grundsätzlichem über die Art der Wirsentypen und Bestandaufnahme der Wie^enpflanzen werden in dem Buche die natürlichen Wielenkla'ien ein» geteilt in Tvpen der nassen, der feuchten, der teischen. der trocknen imb der dürren Lage und fchlieftlich Sal^toiefen JÄte dieser Lagen hat ihre Unterklasfen, die bis zu Linkraut- und Hungerwle'en heruntergehen. Daran schlieht fich ein Vergleich dieses Systems mit der bisher gebräuchlichen Taxationslehre und einer Schluß» zufammenfa'fung an. Dr. Petersen, einem Schüler Aerebves, des Begründers unserer modernen Tarationslehrc. ist die schwierige Arbeit, di« ein langes Studium mit endlosen Dergleichen veranstetzk. glänzend gelungen. Man kann diesem Buche in der lkniÄwdttfchaftllchen Praxis weite Verbreitung imb Beherzigung wünschen. Sanitätsrat rez. 1872 7I44D Gießen fWolfatraßeS), 4. August 1928. 6997D 7009D Unterfertigter C. C. betrauert tief das Ableben seines lieben A. H. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme, bei dem schmerzlichen Verluste meiner teuren Gattin und treubesorgten Mutter, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe, dem Kavallerieverein für die Kranzniederlegung, insbesondere dem 1. Versitzenden, HerraSoldan, für dieüberaus lieben Worte sowie die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege Innigsten Dank. Ph. Helfrich und Sohn Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dörr, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank Familie Ludwig Lenz Hl. Heuchelheim, den 4. August 1928. Wilhelm sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. Familie Heinrich Balthasar Wagner. Wieseck, den 4. August 1928. Der C. C. der Hassia I. A. Fischer (XXX) 71070 Dösserba auch M Toden v M Jnctei -§ch heute 1 ferfortn h tu: 'Skut\t Dabn n täumun verlangt Kontrolle vsr allem flen ftnor u nanne ist. tote < volikfche bet 3urü( uns vir-, unter der: wr-eitzen mi einem IW. #rc 2 «ferne,*» rme \v. bitt) IdrLchen t lncht au4 dnterzc.ch herausfon in 5ra: Befeftigun feilen Lei fh Thoin) vas der Deutfchian- jungen, j W gerade - br lins i fltntfter Claris vc Nnan, ? Anwescr nigt. V Zuge» imf, v» befnnk 3nti>ergi s-wencr Meder < keitve SßirfS Mc lunger Ext M Ach wer tüt den Edcntl; jranfrei XfX nwrt «’S der iS> „Ritte \ ner?* „■Sm 81 -Dars jc w kommen No Aui *r tfir en ■ 7* ^fongn Mauch t uni Rn Ion nSreiw. tr«iicrrotbr Wetzlar. Sonntag. 5. Aua. Abfahrt IIP*. Anzug: Tuchrock u. Helm. Montag, 6. August: 5. Hauptubuna. Dee Knaul«. Zuverlässiges Mädchen welches gut kochen, bügeln und etwas nahen kann.ntcht um. 22Fahrern geg.hohen Lohn anfangs Sevt. zu deutscher Kamille n Anifterdam gesucht «,>rete Netfe». 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Familie Philipp Schäfer XVI. Familie Wilhelm Leyerer. Annerod, Glimbach, den 4. August 1928. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. August, nachm. 4 Uhr, statt. Inspektoren und Oberinspektoren gegen hohe feste Bezüge. Erstklassige Lebens-Fachleute wollen sich umgehend melden. Gruppen - Akquisiteure verbeten. Offerten unt F. G.F. 176 an Rudolf Mosse, Frankfurt am Main. 7120»» Tüchtiges Mädchen nickt unter 17 zum 16. August in kinderlosen Haushalt gesucht 05590 SrankinrterStr.9. Zu sprechen ab DienStag d. 7. Aug i>ür junges »uchtigeS Mädel wird besserer Bosten gesucht «Bureau. QiHoUcitertn ufro.1. Einem soliden Ge- schall könnten 5000 Mark gegen Stcher- beit zur Berfutzung gestellt werd, rechr. Angebote untrtO563S a. d. Gieh. Anzeiger. Leichte- Pferd . 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U gerschTe1! e nes] !sStz Vkl B»k> Handarbeit' - gebeie F^ an ; Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) !tr.t82 Zweites Blatt Samstag, 4- August (928 Spiel mit dem Steuer. Außenpolitische Umschau: ttnegsächtunqspakt und )rheinlandräumung. Mlnalonfiiki und Völkerbund. Don Dr. Otto L»oehjch, o. Prof, der Geschichte an der UniDcrfifdt Serlin, M. d. X ÄeÜMa^tt Zwischenfall zwischen fronzö- sischer 'latlitärht-työröc untz Ttcid>ercgicrung toe^cn Qbithcfcrung her im belebten (lebtet "Beruft eilt en pvlnllch-litautsche Spannung — DKfuflinn über bk ^ernlanbräumung überbaust: bei ftnb bic fragen beS Xuflcnbluf« unb ihre Spannungen, bk zugleich schon hinbeutrn auf bieBe rhanb- lun g c n de-Bölkerbunde- im September. Dir fbnnm an nehmen, bah biete ernst unb !rt- tttch werden, aber wir nehmen nicht an. bah Ite für den Frieden Europa« unb die Entspannung Wesenttichc- zustande bringen werden. Dazu tft .frankre.ch AU mächttg. England zu schwach unb her moralische Druck auf Europa, ben der Kellogg- raft mit sich bringen fall, noch zu sehr m den ersten Ansätzen. ., Un- tnärc lieber aewefen. her deutsche Außen- mtnifter hatte Hnc Form gesunden, nicht nach Pari« zur Unterzeichnung des Pakte- zu gehen. Da* war nicht leicht, gewiß. Denn Amerika liegt daran dah Deutschland dabei ist und durch ferne Anwesenheit dir "Dichtigkeit de< Pakte- bescheinet Ader e- ist für Deutschland ein grohe- 3 u g e ft d n b n i e. weil dach damit Frankreich imb wo- un* die Hauptsache ist. Frankreichs besondere Ausfassung oom 'Hakt in den Bothergninb genidt wird. Q* wird noch viel schwerer eben durch jenen Zwischenfall am Rhein. Wieher rtiun.il ist die ganze Unmöglichkeit der Situation, der "Besatzung, auf da- qrenfte beleuchtet worden. .Zehn Jahre nach dem Enke bc* Kriege*, nach DaweS-Plan- Locarno. Bölterbunds-ugehorigkeii Deutschland- unb nun auch Kelloggpatt. werben Deutsche auf deutschem TZoden bom französischen Militärgericht wegen eine- Dwnmenjungen st reich- zu schweren Zucht - hau-strafen verurteilt und wird, da sie geflüchtet frnb, ihre Auslieferung verlangt. Und bas Hchsimme. da- Unbegreifliche ist ja, dah da- nicht französische Willkür ist. sondern ausgemachte* Recht, da- sog. Recht de- Rheinlanbaokommen* des Sriebenehertrage#. das al* Buchstabenrechi noch heute gilt, obwohl e- moralisch jeden Boden verloren hat. Kann e* einen stärkeren Bewcis für Deutschland* Richtgleichberechtigung geben? Dabei nun bk Diskussion der Rheinland- räumung in Frantrerch! Selbst die Linkspresie rx-rlangt deutsche Gegenleistungen: die bekannte Kontrolle über da* Rheinland, da* Osllocarno vor allem, oder man verlangt deutsche Borleistungen finanzieller "Art. Da* sind für Deutschland unannehmbare Forderungen, und erfreulich ist. wie einig im groben und ganzen doch die polttrsche öffentliche Meinung Deutschlands in der Zurückweisung dieser Pläne ist. So schwer c* uns wird, im Interesse des Rheinlandes. bas? unter der Besatzung leibet, unser Interesse an bet vorzeitigen Räumung des Rhein lande* nimmt non einem Monat zum anderen abl SS ist nicht ui rechtfertigen, bah irgendwelche schwerwiegenden Gegen- und Borleistungen von deutscher Seite für eine frühere Räumung gebracht werden. 3n Gens wird tm September die Frage in den Gesprächen der Minister eine Rolle spielen, vielleicht auch in Paris, wenn man sich dort zur Unterzeichnung des Paktes trifft. Dah etwas herauskommt, glauben wir nicht. Man will in Frankreich einfach nicht! Rach der Befestigung des Franken hat man die finanziellen Leistungen nicht mehr nötig, an die Briand in Thoiry dachte und in der Qhiffaflung dessen, was der .Frieden" zwischen Frankreich und Deutschland bedeuten soll, unter welchen Voraus - feftungen. Forderungen usw. ist man sich — wie jetzt gerade wieder die französische Linkspresse zeigt. drüben ganz einig. Man will die Un» erschütterlichkeir der Friedensverlräge. bereu Revision mit friedlichen Mitteln eine Zentralforde- rung Deutschlands ist Man will die Sicherheit in der Kontrolle der Rheinlanbzcne unb die freiwillige Garantie der deutschen Ostgrenze durch Deupchland und gar manche- mehr So ist diese Frage trotz allen Reden- von deuttOranzösischer Verständigung heute hoffnungslos feft gefroren. Die Auseinandersetzung zwilchen Polen und Litauen nimmt in der gleichen Zeit immer bedrohlichere Folgen an. Die grobe Mehrzahl der Leser wird es. wie wir fürchten, bald aufgeben, in diesem Krieg der Roten sich einen Standpunkt zu bilden. Und die Art. wir der Böllcrbund versteht. in seinen umständlichen Erörterungen und Entschließungen eine klare Frage unklar zu machen, um damit die eigene Unfähigkeit zu verbergen. findet noch weitere Bestärkung. "Aber wir muffen einen Standpunkt nehmen unb ihn zu gewinnen ist wirklich nicht zu schwer. Man scheide alles Innenpolitische aus! Ob in Litauen ein Diktator herrscht, der schwierig zu behandeln und unangenehm in der Form der Derhandlun- gen, starr eigensinnig usw. ist, ob in Polen ein Diktator herrscht, von dem man nicht recht weih, ob er noch ganz im Vollbesitz seiner Kräfte ist. da- spielt gar keine Rolle. Oder mir in der Besorgnis. bah daran- etne weitere Verschärfung entstehen könne, die Reigung zu plötzlichen Env- schlüssen. zu vollendeten Tatsachen usw. Wer hat Recht in diesem Streit unb wer Unrecht? Riemand kann bestreiten, dah Litauen einen Anspruch auf Wilna hätte ober hat Ob er geschichtlich und national vollberechtigt ist. kann streitig sein, lieber diese Streitigkeiten soll aber im Zeitalter des .RechtS- gebanfen*". der die Staatenbeziehungcn beherrschen soll, ein geordnete- Verfahren entscheiden, über dem steht das Selbstbestimmung-recht der Rationalitäten. Riemand kann weiter bestreiten, dah gegen diese Gedanken und Prinzipien die Wilnafrage entschieden worben ift: durch polnischen Gewalt st reich und feine Sanktion, durch die Botichafterionserenz unb den Völkerbund. Hier ist doch die schwache Stelle! Hier must mit dem Versuch einer Lösung eingesetzt werden. Dah bas nicht geschieht, man sich in Genf vielmehr um die Wilna-Frage herum- drückt, das steht ja in einem schreienden Widerspruch zu dem. was der Völkerbund zu fein behauptet. und schwächt von oomberem, wie sich gezeigt hat. die Kratt feiner Entschließungen unb Mahnungen an bic Streitenden ab. Vernäh dieser Mahnung vorn letzten Dezember haben Litauen und Polen miteinander verhandelt, unb Deutschland, auch Rußland, haben dahin gewirkt, bah beide sich miteinander verständigten. Die Aussichten dafür waren nicht groß. Auch wenn man die Wilnafrage zunächst einmal übersah, Litauen sträubte sich auch gegen die Einzel- verhandlungen. wie Eröffnung des Verkehrs über die Grenze. Telephon und Telegraph und dgl. mehr. Tatsächlich ist diese Grenze heute noch gesperrt, tatsächlich ist heutenochKriegs- zu st and. Hatte nicht Polen Recht, wenn es sich bereit erflärte, zunächst einmal über diese kleinen Vorfragen des Verkehr* zu verhandeln? Ratürlich hatte es Recht. Ebenso Recht hat Litauen. da* Reine, schwache Dauemvolk. ohne Freunde unb Verbündete, wenn es Bedenken trägt in solchen Verhandlungen dem Gegner den kleinen Finger zu reichen, der dann die ganze Harrd nimmt und mit Unterstützung von Freunden im Lande vielleicht mit cinemmalc die Macht in Kowno selbst an sich risse. Das muh man doch vor Augen halten: diese Ungleichheit der Machtverhältnisse in den Verhandlungen zwischen Polen unb Litauen, um zu begreifen, warum WolbemaraS so starr unb eigensinnig unb Jilchner plaudert am Teetisch... Don Hubert. Nachdruck verboten. * „Bitte Psalzburg 738 ... Ist dort Doktor Filch- ner?“ „Am Apparat .. „Darf ich Sie ein paar Minuten in Ihrer Wohnung belästigen, vielleicht eine Viertelstunde am Tee- tisch?" Kommen bie her Allo Auto und hin. Dr. Filchner kommt mir bis zur Tür entgegen, die schwer verriegelt ist. „3a, ja,"* lacht er, „hier ist alles zuacschlossen, wie im Gefängnis, ich bin wie ein alter Bar im Käfig, laufe auch den ganzen Tag auf einem Teppich hin und her, und überlege, was ich den Leuten alles er zählen soll ... Setzen Sie sich, ja, mit der viertel stunde am Teetisch tm eigenen Heim wird da» wohl nicht» werden: erstens habe ich gar keine Bleibe, sondern bin bei Freunden zu Gast, und bann trinke ich überhaupt keinen Tee. Auch keinen Kaffee und keinen Rotwein, weil ich nach diesen Getränken Fieber bekomme. Wahrscheinlich nur eine Idiosynkrasie ... Uebrigcns rede ich da so los, was wollen Sic denn eigentlich wißen?' „Ach, bitte, erzählen Sie ruhig weiter, gerade das wollen die Leser ja wissen.' „Na, schön, da will ich Ihnen mal sagen, was meine Leidenschaft ist. Sie raten es nicht Malen' Ich male für mein Leden gern, habe schon als Schulbub immer gemalt. Mein Onkel Knorr in München führte ein grohes Haus, und dort verkehrten Len- bad), Böcklin und Stuck. Einmal habe ich mit haften etwas gezeichnet, unb da sagte einer der drei: Per Lausbub hat Talent. Da gab mich mein Onkel zu einem Schweizer Meister in die Malschule: aber später muhte ich aufhören, weil mein Vormund wollte, daß ich etwas Ordentliches lerne. Von Stuck habe ich mal ein Bild: .Reiter am Abend' kopiert: unb ment Onkel lieh den gleichen Rahmen Herstellen, io dah ehuf nicht mehr muhte, welches Bild von ihm und welches non mir sei. In Berlin hängen qaryc ssale von meinen Bildern, und ich darf wohl be- *,aUmCn' manches gute Stück darunter ist.' „Was waren eiaenttich die ersten .." „Passen >^ie auf, ich muh Ihnen noch was sagen. Als «chustunge habe ich meinen Körper ständig in der größten Hitze trainiert, so dah mir heute keine Wärmegrade mehr etwas anhaben können.' Tatsächlich sitzt Dr. Filchner in einem für die Hitze außerordentlich dicken Wollanzug am Schreibtisch und läßt sich durch die unabgeblenbeten Fenster von der prallen Sonne, „30 Grad im Schatten', bescheinen. „Aber auch die größte stalle kann mir nichts anhaben ... Doch, Sie wollten vorhin eine Frage an mich richten?' „Was waren Ihre ersten Eindrücke in Deutschland?' „fturj gesagt, ungeheures Anschwellen des Verkehrs ist mir ausgefallen, ferner die Höflichkeit der Beamten auf den Verkehrsmitteln, und bann, daß die Frauen und Mädchen viel eleganter und geschmackvoller angezogen sind als vor drei Jahren. Was mir nicht gefällt, ist, daß die teuersten Restau- rants immer voll sind, und daß anscheinend viele Menschen weit über ihre Verhältnisse leben. Auch hört man viel schlecht wiedergegebene Musik, und das stört mich sehr . .' „Was gedenken ...' „Was ich in Zukunft zu tun gedenke Das haben mich schon hunderttausend Leute gefragt ... Zuerst muß ich mal die 3675 Briese beantworten, die ich bekommen habe: ich beantworte täglich 200^ aber jeder erhält ferne Antwort. Es sind reizende Dachen darunter, die einen direkt rühren können. Bon Arbeitern, die zwei Mark in Briefmarken beilegen, als Zuschuß zu meiner Expedition, begeisterte Briefe von unbekannten Verehrerinnen, von Hinbern und ganzen Schul klaffen .. Wenn ich damit fertig hin, dann kommen meine drei Bücher heraus, das erste heißt -Hui-Hui', auf deutsch: Mohammedaner, rin Islambuch: das zweite führt den Titel.Wetterleuchten in Asien' und idiitbert in Form eines Romans die moderne politische Geschichte dieses Erdteils: das dritte behandell meine Expedition, aber wie es heißen wird, weiß ich selber noch nicht. Uebrigens habe ich auch Bettelbriefe bekommen, denn manche glauben, ich sei als Millionär zurückgekehrt, dabei hatte ich nicht mal Geld zum Sammeln ...“ „Das sammeln Sie eigentlich?" „Briefmarken! Leidenschaslsich" .^Haben Sie denn Zeit bajir-' „Leider nein.“ „Trinken Sie Alkohol?“ „Rie! Das heißt, eine Berliner Weiße ober ein Humpen schönen leichten Weißweins wird außerhalb meiner Expeditionen nicht unbedingt abgelebt«. Und das eine noch: Denn ich meine nächste Expedition hinter mir habe, dann fetze ich mich zur Ruhe und lebe nur der Kunst und sammle Briefmarken. Sonst noch was?“ „Rein, danke?“ „Ä-s Wiedersehen ...- mißtrauisch auftritt. Mit Recht fragt er was denn cm gutes Zureden der anderen auf Ihn wert sei. wenn er der Hilfe dieser anderen Polen gegenüber in feiner Weise sicher ist. Run ift die Spannung aUmädlich doch etwas tu sehr gestiegen. Wan klirrt mit dem Säbel. Zwischenfälle an der Grenze, Manövervvrberei - hingen, bet denen jeder dem anderen vorwirft, er habe angefangen und führe Bedrohliche* im Schilde uff. Selbst wenn Litauen mit solchen Manövervorbereitun^eii angefangen hätte, hinter denen man schon die Mobilisierung wittert, kann sich denn Polen im Ernst burt» Litauen unb einen litauischen Angriff bedroht fühlen? Soll wirklich die Welt glauben, daß c* Polen mit solchen Besorgnissen ernst ist? Das glaubt man auch in Polen nicht. Die Gefahr ist eben, daß weniger der Marschall und die polnische Politik, als ehrgeizige jüngere Offizier*freife um den Marschall herum, die um so mehr da- Heft in der Hand haben, je frenfer der Marschall ift. glauben unb hoffen mit einem Handstreich, wie Wilna, auch Kowno nehmen und so Polen weiter ausdehnen zu können. Bestimmt wünscht das polnische Volk im ganzen keine solche Verwicklung. Wir wüßten ci-icntlid) auch keine politische Partei, die das ernftbaft wünschte. Polen würde sich selbst in die größte Gefahr stürzen, wenn cS einen solchen Streit wagte, der unabsehbare Folgen nach sich ziehen toürte. Es sind diese Krei'e. die es für richtig hielten, jetzt große Manöver bei Wilna abhalten zu lasten, zu den militärischen Kräften dort, die an sich heute schon reichlich groß sind (3 5tnfanlerie-Dtvi- sionen. eine Kavoftene^Division. eine selbständige Kavallerie-Brigade,, iwch schwere Artillerie. Flieger. Santo ulw. hingegen zu lassen. Da- ist c i n Spiel mit dem Feuer und immer wieder ein Beweis dafür, wie labil und unsicher die Verhältnisse im Osten sind, obwohl da- wirklich nicht nötig wäre Was wäre denn nötig? Etwas mehr Besonnenheit und Mäßigung in Warschau und etwa- mehr entschlossenrn Druck nicht des Völkerbundes, der nicht- kann, sondern Frankreichs unb England- zusammen, die beide, auch Frankreich, ja nun allmählich in diesem Jahrzehnt gesehen haben müssen, daß sie selber für ihre Interessen au* diesen unsicheren Ostverhältnifsen rein gar nichts haben. Die ganze Kombination englischer Ein- slußpunkte in Riga und Reval, französischer in Warfchci,'. und wo sonst, sie sind nichts! Es ist sehr leicht, im Umsehen dort einen Krieg zum Ausbruch zu bringen. Aber daß Frankreich davon irgendetwas hätte, wird man tn Pari- bei einiger Ruhe selber bestreiten. Auch in dieser Frage, die im September in Genf sehr ernsthaft behandelt werden wird, und die die deutsche Politik mit Recht sehr ernst auffaßt und bearbeitet, wird der Völkerbund wesentliches nicht zustairde bringen. Wir glauben einfach nicht mehr an feine Kraft, eine Frage, wie die Wilnafrage von Grund auf zu lösen und beruhigen zu können. Ein Einfluß Rordamerikas darauf wird aber direkt nicht genommen. Indirekt allerdings! Der moralische Druck auö dem Kelloggpakt muß sich da allmählich wirksam machen. Und er wird fefjrr wesentlich ergänzt, ja verstärkt dadurch, daß Polen unterließt — amerikanischer Fi nanzkon- trolle. Die amerikanisch-englische Anleihe hat ermöglicht, was Polen in seiner Sanierung heute überhaupt erreicht hat. Der Berater der Bank, Polski (etwas anderes ist formal Mister Dewey ja nicht), ist tatsächlich nicht- andere- als ein polnischer Mister Gilbert. Denn will Polen völlig in Ordnung kommen, so braucht es Kapital auS Amerika, und dessen Bereitstellung hat zur Voraussetzung. daß kein Krieg tm Offen entsteht. Amerika und England haben heute einen gewissen Glauben an Polens Konsolidation. Die Gefahr aber ift (in Chamberlains Verhalten zur litauisch-polnischen Frage ift das zur Genüge schon zum Ausdruck gekommen i, daß beide Mächte die Spannmrg im Osten schließlich durch die polnische Brille sehen. Uns scheint auch eine Aufgabe der deutschen Polittk zu sein, da die Deutschland gewinnt den Olympischen ^unstwettbewerb. Der anläßlich der Olympischen Spiele zu Amsterdam veranstaltete große Internationale Olympische Kun st Wettbewerb war. wie schon kurz gemeldet wurde, für die deutschen Teilnehmer, die die meisten Preise erzielen tonnten (nämlich einen ersten, zwei zweite und fünf drifte Preise) ein großer Erfolg. Wie am Donner-ragnach- mittag im Olympischen Stadion bekannt gegeben wurde, erhielt in der ersten Abteilung (Architektur) der deutsche Baumeister Hensel den ersten Preis, und zwar in der Gruppe Stadt 7- bau für feinen Entwurf des Stadions der Stadt Rürnberg. In derfelben Gruppe erhielt M. Länger den dritten Preis für seinen Entwurf des Hamburger Stadtparke-, in der zweiten Abteilung (Literatur» war Rudolf B i n - ding zweiter Preisträger in der Gruppe der lyrischen Werfe für feine R e i t v o r l ch r i s t für eine Geliebte' geworden. In der Gruppe der epischen Werke wurde Ernst Weih für feinen ..2 oetius von Orlamünde" nut dem zwe iten Preis ausgezeichnet. In der o erten Abteilung (Ma lerer) erhielten Walter Klemm in der Gruppe der Gemälde und War Feldbauer in der Gruppe der Graphik je einen driften Preis. In der fünften Abteilung (Bildhauerei, Reliefs und Medaillen) wurde der deuftchen Bildhauerin Renee 6inten i * und dem deutschen Bildhauer E. Scharf je cm dritter Preis zu- gesprochen. Deutschland ftefct mit der Zahl bet von ihm errungenen Prelle lachtj von allen teilnehmenden siebzehn Rationen weitaus an erster Stelle. An zweiter Stelle folgt Ho lland mit vier Preisen (zwei ersten, einem zweiten und einem dritten Preis), dann Frankreich mit einem ersten, zwei zweiten und einem dritten, hierauf England mit einem ersten und einem zwetten und Dänemark mit einem -wetten und zwei dritten Preisen. Von den übrigen teilnehmenden Rationen haben Oesterreich, die Schweiz. Ungarn, Luremburg Italien und Polen nur einen oder zwei zweite oder brüte Preise erringen können. Die Bekanntgabe der Ergebnisse des Kunstwettbewerbes, die in Form der Olympischen Stegevehrung im Beisein von etwa 25 000 Zuri ch t i g e Beleuchtung zu schaffen Wir gehen gar nicht durch dick und dünn mit Litauen und haben untere erheblichen Betchwerden gegen es. Aber es ift cm wesentliche- Interesse für Deutschland, daß Litauen in feiner Unabhängigkeit erhalten bleibt und in Ruhe an eine wirkliche Ordnung seiner Verhältnisse gehen kann. 3n Deutschland hat niemand einen Zweifel daran, bah ein Polerr, das Kowno in der Hand bat. dann au ch auf Oft preußen losgehen wird. Aber die anderen draußen, denen diele verzwickte Karte unbequem oder gleichgültig ift. die willen da- nicht! So hat die deutsche Pollttk (was sie tut und weiterhin tun soll», nicht nur in Kowno zu drücken, daß man dort Ruhe und Besonnenheit behält und in die Bahn verständiger Verhandlung lenkt, nicht nur bat sie zufqprmen mit Rußland dafür zu arbeiten, sondern sie soll auch alles tun. um auf der anderen Seite zunächst einmal die Vorauvsetzuirgen einer Bearbeitung des Konflikte- zu fchasien. von denen au- allein eine wirkliche Beruhigung denkbar ist. Schon daran fehlt eS in Genf. weil, wie getagt, die allermeisten dort die .Frage au-fchlteßlich durch die polnische Brille anfeben* Der Danziger Siudenientag. Der großdeutsche Gedanke ist mehr al- cm« Idee. In Danzi a, im außer re ich*deutschen ..Siaalsgedilde" fand soeben der Cmbentcntag der m der Deutschen Studentenschaft zu- sainmengefaßten Iungakadennker aller deutschen Hochschulen im deutschen Sprachgebiet statt Seit 1919 in Würzburg Fronfftudenten diesen nicht nur organisatorischen und formalen, sondern blul- vollen und lebendigen akademischen Staat deuf- fcher Jugend schufen, ist diese Sinhettsorgm'llation Jahre hindurch Trägerin deutschen Emheits- bewustlseins und jugendlichen Tatwlllen- für Hochschule. Volk und Staat tm Reich, in Deutschösterreich, in Sudetenland und in Danzig gewesen. Tragende Grundlage war einmal d c au* dem Krieg erwachsene Wille, alle Kräfte für dia lebendige Geltendmachung der deutschen Hochschule und ihres Rachwuchses für den Reu bau deutschen Volkes und Staate* zur Verfügung zu stellen: die societas acadcmica al« kleines, aber starkes Beispiol volksgemeinschaftlicher Tat. Zum andern war, schon äußerlich kermtlich in der Zusammenfassung der Kräste, der g r o ß - deutsche Gedanke Richtschnur, der noch nie so lebendig und echt in einer ganzen Schicht eines fast zerbrochenerr Volkes zutage trat: das Bewußtsein vom Grenz- und Auslanddeulschtum, die Erkenntnis von der Rotwendigkeit de- Wach- werdenS deutscher Art weit über das Reich hinaus. Anfechtungen und Kämpfe find auch der Studentenschaft nicht erspart geblieben. Mancher Studententag. und nicht zum wenigsten auch dec letzte in Danzig, weiß zu erzählen von den« ernsten Ringen um den Sinn der Studentenschaft, ihr Beltes, den ihr noch immer innewohnenden urburschenschaftlichen Gedanken von Freiheit, Ehre und Vaterland, für das größere Deutschland nutzbar zu machen. DaS Verhältnis von Professoren und Studenten, die Beziehungen und die Wechsellonckirngen zwischen Hochschule und Staat, Probleme, die man etwa tn den Begriff der Hochschulreform einschließen kann, der Gedanke der Leibesübungen und ihrer praktischeir Ausdeutung für eine vaterländische Erziehungsarbeit, die Fragen der voll»- unb ftaatobürger- lichen Erziehung sind Arbeitsgebiete auS dem ®ef am trab men der Studentenschaft. Ein weiter Raum rft der Auslandarbett Vorbehalten, der Wiederanknüpfung und dem Ausbau der "Verbindung cn zu den ausländischen Hochschulen und Kommilitonen. AuSlandarbeit als solche im besten Sinne des Wortes, ein Stück außenpolitischer Arbeit unter dem Gesichtspunkt größerer Ver- antwortllchkeit. wie sie schon so manches Mal in ben letzten Jahren Bresche geschlagen hat in die Mauer, die Dersallles um Deutschland gezogen. Reichsdeutsche Studenten sind unermüdlich in bic schauem im Stadion durch das Hochziehen der betreffenden Landesfarben an den Olympischen Fahnenmasten und da* gleichzeitige Abspielen der betreffenden Rationachymne erfolgte, gestattete sich zu einer eindrucksvollen Zeremonie. Oorfsommernotizen. Don Max Sungnirfel. Von meinen Büchern zerrte mich der Sommer und jagte mich in ein Nest mit flatternden Windeln im Winde und braunbemoosten Häusern von roter, flammender Blütenflut umschmeichelt. Bei jedem Glockenschlage beben diese Häuser wie alte, oer- runzelte Brautjungfern, die auf bas Hochzeitsläuten warten. Der Srirdjturm guckt wie rin großmäuliger, prahlender Veteran über die Schindeldächer. Im oer- rußten Dorsschmiedesenster liegt ganz bleich der Mond. Die trübe, trübe Muhle steht fern am Horizont. Aus dem Gafthausgiebelsenfter hänge ich und luge in das Fenster gegenüber. Da sehe ich ein keckes, spitzbärtiges Gesicht bei flackernder Lampe. Ein Maler ist es, rin ganz fideler Malerkerl. Das Skiz- Zenbuch hält er in der H.ind unb strichelt und schmim- zell und deklamiert Serie, lauter regenfrische, blumen- durchflattertt Verse, die der alle Trojan aus dem Lermel schüttelte, als er mit Pflanzenpresie und Schmetterlingsnetz durch Sommerflurrn kroch. Dor dem Malerkerl aber steht ein kleines, splitternacktes Dorftnädchen. Ganz goldig blond die Locken. Wie ein Engel, der den Himmelskranz abwars, sein Gefieder abstreifte unb hernieberhuschte in eine rumpelige Bauernstube. Unb schüchtern, so schüchtern ift bas Dorsengelchen! Manchmal steckt es beibe Hänbe -w'schen bie Beine, macht einen Buckel und lacht, daß ihr bie Ringellocken bis über die Augen fallen. Traumhell unb nicht nachtwächterdurchbummell liegt das Dorf. Meine Lampe lösche ich aus. Wie das Bett knarrt! Rach Aepfeln riechen bie schreiend rot- karierten Ueberzüge. Doch ich habe meinen Eichendorfs, meinen Eichen- dorff oergeffen. Noch einmal springe ich aus dem Nest und suche den schimmernden Erbenburichkn zwischen Zeitungen und Feldblumen unb Notenblättern. Dann lege ich ihn unter bas Kopfkissen. Meine Hände liegen ganz still im Mondschein Unb nun rinnen durch meine Träume die Quellen, murmeln die Bäche, rauschen bie Wälder, und mein alter Dan« berftab fängt an zu blühen. grenz- und auÄonbbeutfchen Gebiete gSzogen, um Land und Leute kennen zu lernen und. wo es einer Studentenschaft gegeben ift, Hbfjüf« zu schaden und sich selber für deutsches Hilsswerk in bedrängten Gebieten emzusetzen. QLu6lanZ)* deutsche Studenten wurden pfleglich an reich-- deutschen Hochschulen den binnendeutschrn Kommilitonen gleichgestellt. Wertvolle Angleichung-- arbeit wurde geleistet. Die Deutsche Studentenschaft mit ihren Llntergliederungen und Verzweigungen fehlte nie, wenn die Forderung des Tages dos mannhafte Bekenntnis mit Wort und Tat verlangte. Auch die Tagung in Danzig ist Symbol solcher Volkhaften Haltung gewesen Die Beziehungen zum deutschen Osten wurden hier in sichtbarer Weise zum Ausdruck gebracht; die Anteilnahme der Behörden hat dos gemeinsame Bekenntnis deutscher Art erneut erhärtet. Wenn anschließend an dielen Studententag mit seiner Lösung der praktischen Aufgaben die Kommilitonen den deutschen Osten durchwandern, um sich mit feiner Eigenart, seinen LebenSnolwendigkeiten und seinen Gefährdungen vertraut zu machen, dann dürste wiederum eine Kämpferschar ouS der jungen Generation gefunden sein, die für die kommende (-seit mit Ernst und Verantwortung das groh- bexitfche und volkliche Danner der jungen Studierenden hochhält, im grvhen Rahmen einer freien studentischen Selbstverwaltung. Hier liegt eme deutsche Hoffnung und die Gewißheit, daß daS Erbe deS großen Krieges nicht vertan wird. Oberheffen. Landkreis Gießen. g. Klein-Linden. 3 Aug 2luf der Frank- surter Straße zwischen Klein-Linden und Großen- Linden ereignete sich am Donnerstagabend ein schwerer Autounfall. Der Führer eine» Hanomag-Wagens verlor in d.r Kurve am Waldrand vor K ein-Linden infolge Achsenbruches die Gewalt über dos Steuer, was zur Folge hatte, daß sich der Wagen überschlug und die zwei Insassen, einen Kaufmann nebst seiner Braut au» Gießen, unter sich begrub Sin gerade des Weg» kommender andrr?r Wogen verbrachte die beiden Verunglückten, welche am Ä o p f starke Verletzungen aufwiesen, n dir Ehirurgische Klinik nach Gießen. D Lollar, 3. August. Sine öffentliche 0 c • meinderatSsitzung fand gestern abend statt. ES standen nur 'wenige Punkte zur Beratung. Dte Sitzung war jedoch wegen Eiichaltung eines Termin- notwendig geworden. Die Preußische Slektri« zrtätS-Aktien-Gesellschaft, Abteilung Kassel, plant den Bau einer 20000 -Doltleitung vom ^Imspainxwerk Gießen durch die Gemarkungen Lollar und Ruttershausen nach den Duderusschen Eisenwerken Lollar. ES ist die Aufstellung von sech- großen Masten in der „Schmau" vorgesehen. Der Gemeinderat bemängelt zunächst, daß keine Zeichnung vorlregt, der Plan darüber vielmehr bei dem KreiLamt Gießen zur Offenlegung gelangt ist, so daß den Grundeigentümern in der jetzigen Erntezeit keine Möglichkeit gegeben ist, darin Erttficht zu nehmen. Der Gemeinderat erklärt sich mit der Führung durch di? Gemarkung Lollar einverstanden, wenn zuvor mrrt den Grundeigentümern. auf deren Gelände Masten zur Aufstellung konunen sollen, über die an diese zu zahlende Entschädigung eine ilebcreinhmft erzielt ist iinh die Antragstellerin sich verpflichtet, die Dege in den gleichen Zustand zu versehen, der vor dem Baubegrnn vorhanden ist Diese einschränkenden Bedingungen wurden ausgenommen, um den in f-llheren Fällen gemachten (Befahrungen vorzubeugen. Weiterhin soll die Preußische Elektrizi- tät«-A.-D. um ihr Einverständnis ersucht werden, daß diese Leitung gegebenenfalls zur Stromliefe- rung an die Gemeinde Lollar benutzt werden kann bzw. hierzu zur Verfügung steht. — Mit der Errichtung einer Benzinzapsstelle auf dem Eigentum des Ludwig Klinket VII im Anschluß an eine bereits vorhandene^ Tankstelle ist der Gemeinderat einverstanden. — Für den Verkauf eine- Gemeindebullens liegen zwei Angebote vor. Es wird beschlossen, dem Vleistbietenden. Händler Siegmund L ö b ((Sieben), mit 51,25 Mark pro Zentner Lebendgewicht den Zuschlag zu erteilen. Krcih Friedberg. | Steinfurth, 3. Aug Alle Eltern, die Äin- der in der Schule haben, werden es dem Äe- mtlnbcrat danken, daß er den Beschluß gefaßt hat. Möwe im Sturm. Roman von Sophie Kloerst. 32. Fortsetzung Nachdruck verboten. „Ich Habs ja nichts, und sie gibt nichts. Oder ich soll Kollmann heiraten. Du weißt, ich sprach Dir früher von ihm. Da» kann ich nicht. Elena. So bleibt nur das eine, Du mußt Dich trennen von Deinem Manne. Du weißt ja selber, daß Du nie wieder hochkommst mit ihm. Dann will sie Dich Herkommen lasten und Dich versorgen. Und wenn Du zu elend bilt, allein zu reisen — ich traue mir zu, daß ich Dich holen kann. Da» wird sie mir nicht abschlagen. Schreibe gleich. Jo? Oder telegraphiere, wenn ich eilig kommen soll. Jede otunbe bin ich für Dich bereit." Al» sie den Brief abgesandt hatte, war sie etwa» ruhiger. Elena mochte vielleicht nicht die Energie besitzen, einen Entschluß zu fassen, aber Sergei Wladimirowitsch war kaum daran gelegen, eine leidend« Frau mit sich durch das Land zu führen. Er half sich leichter allein. Nachdem Elenas IRolte in Men ausaesvielt war. ließ er sie gehen. Und war sie einmal hier in Berlin, in den Händen der Durchlaucht, von Schwesternliebe umhegt, bann mußte sie doch zum Entschluß kommen. Maria hoffte ganz sicher darauf E» uxn ein Heiner, wenig sauberer Gasthof, in dem Baro» und Baronin Biron abgestiegen waren 'Was half»? Man muß sich zu helfen wissen und man brauchte ja tagsüber so wenig in den elenden Zimmern zu bleiben. Kaffeehäuser und Klub« sind den ganzen Tag offen, und wenn die Gemahlin nicht ausgehen kann — mein Gott. Frauen Und immer am besten In den vier Wänden versorgt. Elena lag in der Mauernische, die vor ihrem Hinterzimmer, roeinumranft, auf den Hoi hinabj. i Es stieg dunstig von unten auf, Ställe öffnet. • l,ch nach dem Aof, Küche ixgeriiche. 0c(. und Fiichdunß quollen non dort her — fic mußte an V Bi klopfe in Leoni denken, und wie tausendmal be». c» dort gewesen. Noch kein Jahr vergangei* seit lenen Wochen. das Schulhaus in der Södeler straße mit Warmwasserheizung zu versehen Zwei Säle, sowie der untere und obere Flur sollen mit Heizkörpern versehen werden. Mit der Ai^suhning der Arbeiten ist die Firma Imhof m Bad-Nou- hem beauftragt worden. Voraussichtlich werden die wichtigsten 'Arbeiten noch wahrend der commer- serien ausgeführt. — Die (5 r n t e o r b e i t e n sind hier in vollem Gonge. Korn und Gerste sind zum größten Teil schon eingcsohrcn. Die Ersohrungen der letzten Jahre zeigen, daß ein baldige» Einfahren von Vorteil war. Die Ernte verspricht allgemein einen reichen Körncrertrag. Mrei* Büdingen. A Ridda, 3. Aug. Mitten in un.fmr Stadt, am^ Kreuzungspunkt der Schiller-, Aeuen- und Bahnhofstraße, steht ein einstöckiges Wohnhaus, das ein lehr großes Verkehrshindernis bildet Wiederholt sind an dieser Stelle schon Verkehrsunsälle vorgekommen. So rannte kürzlich wieder ein aus der Aeuen Straße kommendes Auto mit einem Motorradfahrer aus der Bahnhofstraße zusammen, wobei Deterinärarzt Lind aus Echzell vom Aad gerissen und an Hand und Arm verletzt wurre Die Stadtverwaltung hat das Haus für 4500 Mark von den Erben des verstorbenen Briefträgers Sänger gekauft und wird es wahrscheinlich niebetlcgen lassen, um eine bessere Acberücht des fahrenden Publikum- zu ermöglichen. Auch für den Wagenoerkchr mit Langholz, der zum Himmelsbachschen Sägewerk und zum Bahnhof die gefährliche Straszenecke benutzen muß. wird dadurch die Möglichkeit ge- schossev, direkt aus der Aeuen Straße in die Bahnhofstraße einzubiegen, während derartige Fuhrwerke bis jetzt immer durch die ganze Schi Herst raße fahren müssen, um sich aus dem freien Playc vor dem alten Kriegerdenkmal drehen zu können, wodurch stets ein bedeutender Zeitverlust entsteht. Vom hiesigen Turnverein errang der Bäcker Adolf R o ths chl o g auf dem Deutschen Turnfest in Köln den 43. Preis mit 162 Punkten. Der Sieger wurde von den hiesigen Turnern und Turnerinnen feierlich am Bahnhof abgeholt und mit einer herzlichen Ansprache begrüßt. „ ?u Aus dem Aidbata 1. 3. Aug. 'Nachdem lokale Anordnungen den hemmungslosen Wasserverbrauch einge däm mt, haben sich die Wasserschwierigkeiten in der Genossenschaft Ulfa Ober-Schmitten Rainrod einigermaßen gebessert. D-i nicht übermäßigem Verbrauche ist jetzt soviel Wasser vorhanden, daß die Leitungen nicht abgestellt zu werden brauchen. 11m den Gesamtwasserverbrauch der einzelnen Gemeinden kontrollieren zu können, sollen jetzt Wassermesser an den Abzweigstellen des Hauptstrangs eingebaut werden. Dadurch wird es möglich sein, jeder Gemeinde die ihr vertraglich zustehende Wasjermenge zuzu- weisen, so daß Eigenmächtigkeiten in Der Entnahme. wie sie seither öfters vorkamen, ein für allemal beseitigt find. — Die Traubenstöcke. die noch viele Häuser unseres Tales mit ihrem freundlichen Grün umkränzen, zeigen in diesem Jahre einen prächtigen Wuchs und reichen Behang. Don Pilzkrankheiten, die in den verflossenen Jahren Blätter und Früchte zerstörten, ist so gut wie nichts zu merken. Unter Der Einwirkung der Sonne sind die Trauben groß, die Beeren gut entwickelt, so daß bei einigermaßen günstiger Witterung im Früh- berbst die Früchte nicht allem zur Reife kommen, sondern auch genügende Süße aufweisen werden waS seit etwa sieben wahren nicht mehr vorkam. Die günstige klimatische Lage unseres Tales läßt die HauSreben gut gedeihen. Schon ihres sommerlichen Schmuckes wegen sollten sie noch weit mehr gezogen werden, zumal, ihre Anzucht leicht und fast mühelos ist. Mrete Schotten. (.) Meiches. 3. Aug. Der Junglehrer Körber von hier. Sohn unseres Försters, wurde in diesen Tagen zum erstenmal seit seinem Seminar-Abgang dienstlich verwendet. Zwei Jahr- lang führte er bie beiden Männergesangvereine Stvrndorf und Dirlammen, welche beide nun den Weggang ihres seitherigen tüchtigen imö beliebten Dirigenten beklagen. * Dom Hohervdsk opf. 3. Aua. Am 1. Septonrber erfolgt die U e b e r g a b e des vom V. H.E. erworbenen Landhauses des Zah'narztoS Jäger in Gießen Die schönen Räumo lo'nnan im ganzen und geteilt den Er- holungfuchendein vermietet werden. Da das nahe Ihr wurde übel von dem Geruch, von der heißen Lust, die, eingesperrt zwischen Hausmauern, von keinem Windhauch bewegt wurde. Der Hafen war nicht fern, doch nur die unangenehmen Seiten der Wassernähe waren zu spüren. Was hätte es geholfen, wenn jie hinaus gegangen wäre! Der junge Mai, der droben in der Heimat letufrifd) und lebensfroh durch die Buchenwälder ftp ritt, hatte hier ein staubiges Kleid an. und das erste junge Grün war schlaff von dor glutheißen Sonne. Wann würden sie fortkönnen von hier? Die Tür lnarrte. Sie wandte den Kopf nicht. Am Tritt hörte sie. daß Sergei Wladimirowitsch ein- trat, und so sehr sie sich nach seinem Kommen gesehnt — jie mar wie ein launisches Kind, das jein Gefühl trotzig versteckt. Fast den ganzen Tag hatte er sie alleingelassen. ,.Eh bien, chärie? Immer allein? Und mit solch verdrossenem Ausdruck? — Wo ist die liebenswür. bige Gattin, bie früher tagte: Ich mache nie Szenen? Szenen sind vulgär und verderben bl# Schönheit? „Ich bin ja ohnehin nicht mehr schon, wenn man nicht einmal mehr ein bißchen Körperkultur treiben kann —" Sie schluckte, sah unverwandt in den Hof und hoffte auf Widerspruch. Aber der Großfürst konstatierte im stillen, daß die liebliche blonde Frau in den letzten Wochen wirklich merkwürdig verloren habe und seine Stimme war nur Höflichkeit, al« er antwortete: Da» findet sich wieder, wenn wir drüben an den fußen Wassern von Konstantinopel unsere Zelte aufgejchlagcn haben. Hat Ihre Hobest Herzogin Maria noch immer nicht zu schreiben geruhte" Da." tu wies kurz auf den Brief der neben ihr lag. .Auch nicht» Ich batte es dir oorher- flefagt. Der Fürst las und pfiff durch die Zähne. „Denn die Leute nicht geben wallen, find sie immer be- anders bereit nut Erklärungen ihrer opferwilligen Viebe. — Uebrigen» hat fie ganz recht Du solltest bi« Aufforderung an nehmen und na* Berlin mu ihrer Abwechslung nur gut tun Hier ift do» Älima augenscheinlich nicht vorteilhaft für dich." b-n Klubhäusern liegende, behaglich cingc- r'chtete Landheim «in« Küche mit vollständiger Einrichtung bafitz». eignet es sich vortrefflich zu längerem Familienautenthalt. Di« deiden Klubhäuser des D.H. E. erhalten «ine Zentralheizung, die einen Wivterausent- hait auf dem Hohcrod-fvpi v «I angenehmer gestalten wird als seither. Mrcte Alsfeld. (.) Groß-Felda. 3. Aug. Der hiesige Äü* ferei-Ob-rmei'ter Efscnwangcr wollt? einen guten Freund mit seinem Alotorrad nach der Dahnstatton Mücke fahren. Auf dem Wege dort- hm stürzte er und brach den linken Arm. (.) Ermenrod. 3. Aug. Benn Preis- Scheibenschießen des hiesigen Klein-Ka- liber-Schützenvereinö ging Lehrer Müller von hier als bester Schütze des Tages alS 1. Preisträger hervor. (.) Kestrich. 3. Aug. Unser Dorf, welche- in den heißen Juli tagen sehr unter Woffernot zu leiden hatte, ist nun infolge Zukaufs neuer und ergiebiger Quellen jetzt mit Wasser reichlich versorgt. Kreis Lautervach. WSA. Schlitz. 3. Aug. Dom Forsthausneu- bau am Wege nach dem Ellenberg stürzte der Maurer Martin Strittmatter vom Gerüst und erlitt dabei schwere Quetschungen an der Brust Der Schwerverletzte wurde mit dem Kraftwagen abtranSportiert. Starkenburg. WSA Darmstadt. 3. August. Ein Handlungsgehilfe von hier hatte am 1. August eine Bierreife unternommen und legte fich in der Aacht in bezechtem Zustand unter einen Baum auf den Wooasplah. Aach kurzer Zeit erschienen drei in Darmstadt wohnhafte junge Leute, die den Bezechten feiner Barschaft beraub» en. Darüber erwachte dieser und rief zwei des Weg- kommende Radfahrer um Hilfe an. Bei der Verfolgung der Täler konnte der eine von ihnen eingeholt und der Polizei it bergeben werden. Seine Vernehmung ergab auch die Fest- stellung und Festnahme feiner beiden Komplizen. WSA. Walldorf. 3 Aug. Frau v. Dei n- b ct g in Frankfurt a W hat hier «ine m n • bernc Geflügelfarm anlegen laffen. in der bis zum 1. Oktober 3000 Legehennen unter- gebracht werden sollen. Die Farm soll so aus- gestaltet werden, daß sie im nächsten Jahr täglich 500 0 Eier liefern kann. Preußen. RevoLverattentat im $ronffurfer Arbeitsamt. Lpd. Frankfurt n. 2)1., 3 Aug. Gegen dreizehn Uhr wurde heute von dem Arbeitslosen Josef W i 11 c o m in , geboren 1908, auf den Bermitt- lungsfckretär Peter Ennenbach beim A r • b e i f 9 a m t mit einem Revolver ein Schuß abgegeben, der den Beamten in die Wange traf. Es handelt fich um einen Arbeitslosen, der seitens des Arbeitsamtes wiederholt in Arbeit vermittelt wurde, und der in vier Fallen nach kurzer Zeit wegen Faulheit aus seiner Arbeitsstelle ent- lassen wurde, oder sie sreiwilllg verließ Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen wurde er wiederholt mit der üblichen Unter st ützungs- sperre belegt. Neuerdings Hatte er wiederum eine Arbeitsstelle nach 10 Tagen verlassen. Nachdem ihm daraufhin heute morgen die Arbeils- lofenunterstützung abgelehnt wurde, begab er sich an den Schalter oes Sekretärs Ennenbach und zoo, nachdem er dem Beamten den Dorwurf gemacht hatte, an der Ablehnung der Unterstützung schuld zu fein, den milgeführten Revolver. Der Verletzte, als ruhiger pflichtgetreuer Beamter geschätzt, wurde in das Heiliggeist-Hospital gebracht, wo die Äugel entfernt wurde. Lebensgefahr besteht nicht. Der Täter ist flüchtig und unbekannten Aufenthalts, obwohl er sofort von anderen Arbeitslosen verfolgt wurde. Äreis rüetzlar. -Z- Wetzlar. 3. Aug Die piefige Freiwillige Feuerwehr gedenkt ihr 65jäh- riges Bestehen am kommenden Sonntag hx besonderer Welle festlich zu begeben. Sieben dem Fackelzug und nachfolgendem Dezrüßungsab«nd am Samstag dürfte die Groß« Schulübung am Sonntagmorgen auf Nrm Haarplitz im WHfrf# punkt beä öffentlichen Jnteres'es stehe« Wißmar 2 Aug. Die Älexnlteblung*- gesell ck alt W?t Irr beabsichtigt, in unterem Ort« 6 Einfamilienhäuser und ein Doppel- wöhnhous zu erbauen Tie Bauarbeiten sind durch das baulcitentw Kr :sbouamt zu Wetzlar in verschiedenen Lo en ber.i's vf'entlich ausgeschrieben und werden in aller Kürze vergeben. Durch diese» Bauvorhaben hot t man her Wohnungsnot wirftam zu begegnen. Die Lahn brücke bei unterem Orte ist im Mai b e'cs Jahres in bie Llnt rhaltuna bes Kr.'ife» üb-rgegangen. Die mit der 11-ehernahme der Brücke in die KreiSunterhal- tung sich ergebende Frage ob Per Unterhaltung-- pflichttg« ein» etwaig« Erweiterung ober einen Aeubau vorlunehmen bat ist noch nicht geflärt. si« liegt vielmehr bem Kvei-au-fchuß zur endgültigen Befchluftfasfung vor. - Gardenheim. 2. Aug. Da nach erfolgtem Erweiterungsbau de» neuen Bolk - - schulaebäubcs ix unterem Orte bietet nun iiber d.e erforber!ii>en Räumlichkeiten ^erlügt, wird bas alte Schulhaus am Goelßrplatz zum Verkauf gestellt. Da« Hau» eignet sich «och lehr gut alS Wohn- ober Ge'chäftshauS uixb dürfte recht viele Liebhaber finden. Bei Ge egcxxheii b r Straßenbouarb eiten a n sübweftliche« Ortsausgmxg nach Wetzlar wird auch bie im Zuge b:r Straße von b'er nach Dorlar befinbltix Kurve am Block Dorlar geradegelegt und auch anfchl eßend gepflastert wvourch einem schon lange empfundenen Bedürfnis Rechnuxxg getragen wird. Während der Dauer der Umbau- arbeiten ist bie Straß, für den öffentliche« Verkehr gefperrt dieser wird über Dorlar Wald- girw.ee Wetzlar und umgekehrt umgeleitet Aus dem Kreise Wetzlar. 3. Aua. Der Bezirksausschuß zu Koblenz Hot den Schlug der Schonzeit für Birk-. Hafel- und Faf a n en bä bne. fowir für Birk-. Hafel- und Falanenheixnen auf be« 2«. September festgesetzt. so kzah ber 30. September ber erst« Jagdtag ist. Die Schoixzeit für R«b*älber wurde aus das ganze Jahr ausgedehnt. Tillkrei». Lpd. Dillenburg. 3. August In Oberwarnsbach, Kreis Siegen, nahm ein löjähnger Bursch# das väterliche Jagdgewehr und legte ,m Scherz auf die Mutter an, die mit einem kleinen Kind auf dem Arm in der Küche faß. Plötzlich ging ein Schuß los. Die cochrotladung drang der Frau in Brust und Kopf, der Tod trat auf ber Stelle «in. Das Kind blieb unverletzt. — In der Dunkelheit fuhr ein Kaufmann aus Herborn mit feinem felbstgesteuerten Wagen vor Dillenburg in einer Kurve in i t voller Wucht gegen di# B r ü ck e n nx a u e r der DIU. Der Wagen wurde vollständig z e r I r ü m m c r t und die vier Iniajjen in hohem Bogen auf die Straße geworfen. Dabei erlitt «in junger BaixkleHrling derart schwer« Verletzungen, daß er st o r b . bevor Hilfe zur Stelle war. Alle anderen Infafsen kamen mit ^leijch- wunden davon Angeblich ift der Magen in der Kurve ins Rutschen geraten, wodurch die Bremswirkung nicht voll in Erscheinung trat. Mrcie Marburg. WSA. Marburg. 3. Aug Der Kurhef - sischc Verein für Luftfahrt hat außer den bereite genannten vier Segelflugzeugen noch em werteres „®egaju»'* genannte» Flugzeug nach ber Rhön verladen, auf bem u. a in>t> Mar - burger Studenten am Schulungswet t- b c toe rb auf der Wafferkupp« texlrcb-^ men. unter ihnen ber Sohn be» verstorbenen. Frankfurter und bann Marburger Oberbürger- meister- Boigt. Maingau Lpd. Frankfurt a M, .3. Aug Ein aewljser Artur S., am 4 Dezember 1900 in Frankfurt geboren, zuletzt in der Obermainstroße wohnhaft, wurde am Freitag bei einem Psanderfamrnler in dem Augenblick fe ft genommen, al» er ein g e stohlene » Fahrrad versetzen wollte Bei feiner Vernehmung im Polizeipräsidium aab er* noch neun weitere 3) i e b ft ä h I e zu AI, er nach der Vernehmung von zwei Beamten in» Polizeigefängni» eingeliefert werden fallt# und die Beamten sich mit ihm auf der Trepoe be» zweiten Stockwerks befanden, stürzte er sich in einem unbewachten Augenblick über da» Treppen- gelänber in ben Parterrestock Er Irua schwcre innere Verletzungen davon und kam durch die Reltungsxvache in» Krankenhaus. Sie fuhr herum. Ihre Augen blitzten ihn an. „Du willst also Schluß machen? Erst Hast du mich fortgeholt aus München, als ich eben ansing, wieder ein bißchen froh und sicher zu werden, hast mich bis hierher gebracht und nun — ich bin dir schon wieder ein# Lost. Jawohl- Do, ist d#«n# Siebe." „Wenn du dich vor den Leute« auf bem Hof nicht genierst — Mir kann e» gleichgültig fein. Aber deine Nerven muffen wirklich stark gelitten haben. — Ueberlege doch mit Ruhe. 4vas soll werden? Wenn hier nichts zu machen ift, und es lieht sich sehr wenig danach an, bann muß ich versuche«, nach London zu kommen, wo sich augenblicklich alles aufhält, was noch von ben Romanows vor- hanben und in einigermaßen günstiger Position ist. Aber die Reife kostet auch Geld. Ich allein — mein Gott, man jchläat sich durch. Mit feiner Gemahlin reifen, legt Verpflichtungen auf." „Du haft dir diese Verpflichtungen bisher ietzr leichtgemacht. Do sah sie in feinen Augen bas bo|e Funkeln, da, warnte. Ihr mühsamer Trotz schlug in Furcht um. Es war ja dos Verzweifelte daß ji, ihn liebte, immer noch und trotz ollem liebte. Daß jie ihn nicht verlieren wollte, mochte er jie auch tausendmal peinigen und wie ein Spielzeug behandeln. ,.ö» nutzt nicht», da, Streiten, sagt, f|# leise. Was soll also werden"" „Siehst du, nun kommst du selber zur Emsicht.- Er setzte sich «eben ihr Ruhelager, ein paar Au|am- mengefieate und mit Ziegenfellen bedeckte Stühle, und strich mit ber feinhngerigen Hand kosend über das Blondhaar. Die» Haar halt« immer noch Reiz für ihn, so viele blonde Frauen er auch schon im Ann gehalten hatte. Und Elena wurde weich unter ber schmeichelnden 'Berührung, fühlte, wie ihre heimliche Sehnsucht wieder zu seinem Herzen flog, ließ sich streicheln, und als er sich näherneigte und leise hx ihr Otzrjipfelchen biß. eine Berührung, bie sie al» blutjung# Frau immer zu hellem Lachen gereizt, war sie wieder bie willenlose Geliebte „Wir brauchen um doch nicht zu trennen. Teuerste Wir tun nur |o Wenn diese gräßlichen Leute so wahnsinniae Bedingungen stellen, hat man jie zum Narren, ras verdienen sie nicht anber». Du läßt Mario kommen, ihr fahrt zusammen nach Berlin, ich gehe nach Xlonbon, und wenn dort alle» nach Wunsch geordnet ist, kommst du mir noch Wie lange kann das mähren? Zwei, drei Monat# —" .Ich weiß nicht, Sergei, ich bin doch nicht schwarz- teherifd) Aber vor mir steht e, wie eine hohe, dunkle Mauer, durch die kein Tor geht. Und recht» und Unk» kein Weg —" „Die Hitze, mein Kind Deine Nerven versagen —' Er war schon mit seinen Gedanken bei einer aon,z anderen Sache. „Do» schreibt die Maria bot von einem Herrn, den sie noch Wunsch der Dome Schulze betraten soll? Ein Bürgerlicher?, Ist bo, auch cm Leberhondler ober so etwo»?" „Nein, der große Kollmann Der Direktor der Amerikanischrn Bonk Der Moria damals über die Grenze brachte, als sie zu uns noch Venedig kam. Du weißt doch." „Ter! — Hm — Dorum nicht? Die Amerikonm scheinen es jetzt al» Sport zu betrachten, sich mit den europäischen Fürstenfomilien zu verschwägern. Warum greift Jie nicht zu' Soviel Mammon entschuldigt jebe ÖfewiUiancc " „Er ist bald ein alter Herr " „Um so besser Dann ift sie bald eine reiche Witwe " Er bekam eine tiefe Furche auf ber Stirn, bie Augen starrten in bie fernste Ztmmerecke, al» fohen sie dort plötzlich Möglichkeiten — „Dieser vergoldete Schwager konnte eine größere Chance fein al» London Wann kann Mana hier „Wie weiß ich das? Da stnb doch immer bi« Paß geschuhten —' „Ja. la. — Hnr -- Und wieder Schweigen und Grübeln. Elena axagte nicht, ihn zu stören. Odaleich sie do» unheimlich# Gefühl hotte, etwa. Gute» überlegte er nicht Ader st# war so Hein geworden Am Abend schrieb sie, st# und ihr G#mahl sexen au ollen Ztiaeftändnissen bereit, und wenn Maria sic holcn !?nnte — Allein zu reifen, fei ihr allerdings unmöglich. Ader langer als drei Wochen dürfe dos Komme» de 3diroefier nicht auf sich warten laffen. Athen fei bereit» unerträglich heiß K.« “<*rbelttn* tirb umj fe **5 SWfe r Dorlar $a$, : umgtleiui Äafel. Mn> r Thtf-, faw Seht«b«M . der erste Oazd- l'lber ivurste auf |t Odttwanch. V^Myx »urfot eßte imLcherz nii einem Dtmtn l°6. WM ging | drang -er Zrau aus der Stelle 3u der Dwff(. born mit seinem tnhutg in «„er t mt» U» « Da-rn mM i bit vier Wi» ,t ywftn. tabu derart Ich«,re b, bevor M|< zur n kamen mit ^Itiifr der 'Laven in der »oburd) die 8rtmf ng tret. "g. i. Der Aurhel« 'afrri stak außer Ä fugen nrti Mtug na- , a. au- Max• )ulUU4itDrt V- x\w< wtv M DtrftoibeM utyr Oberbüryh? . / 4 *•» *fJ5 I. 0ug 6in afDÜlir [ifl in (Hanfrurt y* rainstraße jmIw- ^QRbtdotnml” *" tn, oll tretee« egen «lkst ** [Präsidium xt> er ätzte zu. «1* w «i 8tarnten in» den sollte unb btt ;repve de» J©»’1»" er sich in einem dasTrtPP'N' itftock Er 'r°S nflen davon und m^Aronktnbau^ mir noch. ®'f w Monate - >eht. Unb rtch" anfe A J- fern äU'j’ Cin A,r Direktor ber •rsJT" -SZJ auf iirnn« <*■“ ’tön»l< ,a . L 6e*W**,ke ui6. fS*«*” Nätsel-^cke. ^Hbcneinfrfcraifrl. — fut| — re — — bii — ne* — ren — ui* - lyat — te — Hf, - mach — ficht — ihm — ha hi. — tnnft — fic — lei —! Sn eteUf der striche sind bir nachstehenden Silben JI jftzen Gesthah bif» richtig, erhalt man ein Schiiodohupsl al — bei — berg — der — dich — et — er — gel — flu — haft — her — ne — rer — so — tonst — oer — wet — wenn. Kreuzworträtsel. 10 et Bon lln fe nach rechte und b) onn oben noch unten : 1 Russischer Strom, 2 Odelwilb. 3. bestimmte (Äaftftaitt 4. weiblicher Personenname. 5. a) arabischer Stamm, bl roeihlid)er Personenname: fl. besonder, Sri de» fliegen». 7. Ggngoogel, 8. ariechi- scher (Hott; 9. Gangoogel: 10 wie 8. 11. Säugetier 1t muftkaiische Form: 13. Stadt In Böhmen Mckgische» Quadrat. Tie Buchstaben Id 4 e < । 5m in 2 n 1 r — 2e such m die freien Felder vorstehenden Quadrat» so einzustellen, daß die senkrechien wie mogerechien Reihen gleiche Dorter ergeben. Diese bedeuten. 1 Slnanagel. t. Berivandter. 3. andere Bezeichnung für Mundart. 4. Nebenfluß der Rhone. 5. Gc treibeart. -elegrammratsrl . — . — — Priestergewand — — . . — oecooflel — . — — — . Windort --. . — — Gewürz — .--— . ländliche» Aeft . . .----Tuchort Punkte unb 6trid>e stehen an Stelle von Buchstaben. Sind die angedeuteten Wörter gesunden und die auf die Punkte entfallenden Buchstaben onein- nnbergereiht. so ergeben diese do, Ziel vieler Tausende während der heißen Zeit im Jahre SrqLnzunghaufgabc. Schnitt — Schaft — fies, — Bond — Pilz — Sport — Monn — Tal — Bieh — Strom — Schelm. tfinem jeden der porftebenben einsilbigen Wörter ist eine, der nachsolgenden oaronzusegen, so daß neue, und zwar zweisilbige Wörter dorou, entstehen Sie Bnjangrbuchftrche" dieser ergeben dann, anein- -indergesugt, «in beliebte» Reiseziel pteler. Berg — Shnft — Ci, — Crj — ®ih — Golf — Hols — Hut — Inn — Ort — Rind Glcichklane,. Die Bucher werden'», der Vertrag. Die Ture und das Jade, so mancher lebt'» — du glaubst es nicht — 's ist ganz gewißlich wahr. Auflösungen. Silbenrätsel. 1. ÄeflflMub; 2. Urania. 3. Roulade 4. Lina ragd: 5. Begonie. 6. Uckermark, 7. Chinese. 8. Honorar Kursbuch — Baedeker Sprichworlrälsel Reisen kostet (Bclb, doch siebt man die Welt Besuch»lorienrotse> Rordpolsahrer. Kreuzworträtsel. A DiElR M R D Esa lJ F. sTÄ u n T RA 6 r1 UUlJ A a|f * B s o F A H K F R 0 R L A L V L L F L U k t L L S V A A R E F 5. Lruchslückausgabe. Aga — Mtis — Ath — ffes — See — Ort — Uhr — Sod — Ulf — Bug — Inn — Egg. Gute Erholung. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren bnm Rebakttvnsttsch. D.af. ..Ad beute dürfen Sie wieder essen unh ein leichte» Such leien ' tagte ber Arzt zu dem He- konvalelzenten Dampfnudel Äusgehungert wie er ist. bestellt sich Damps- nubel Suppe Fisch, Gänsebraten, Gurtensalat und Pudding Er bekommt aber nur eine dünne Suppe ..DaS ist olles?" ..Sie müssen sich allmählich wieder gewöhnen." bedauert ber Arzt. ..aber dafür dürfen Sie lesen." Dampfnudel möchte am liebsten einen dicken Roman. 2Ülit Mord unb Totschlag. Aber gewitzigt durch den Retnsail mit der Suppe sagt er: ..Wissen Sie. Herr Doktor, für daS erftemal — um mich wieder daran zu gewöhnen — geben Sie mir eine Briefmarke." 2o Hanns Röslar. Presso. Beim Hebeschmaus zur Fertigstellung einer der prächtigen Bauten, die die Kölner Pressa zieren, erhob lich nach den mancherlei Toasten auf Bauherrin. Architekt und TÖerkleute auch der Maurer-Polier: „Meine Herren!" begann er. „Bei der Einweihung von dem neue Sie» bäude hie?. iS et doch nit mehr al$ rech un billig, bat mer auch an bä Wann denk, bä doch eigentlich de Seel vom Ianze ist. Demi, worum? Hier, der Herr Baumeister, der Thioretiker. — der versteht et. aber dä kann et nit. lln hier die Praktiker. de Maurer. — die können et. aber die verstehen et nit Meine Herren!! Dagegen hier, — der praktische Thioretiker, — der kann et un ber versteht et auch, lln bat is bet Maurerbolier. -- bat bin ich, — er lebe hoch! hoch! hoch!" Aus der Bureaukür ber „Presfaleikung" hat ein mit Kölner BerhältnOftn offenbar vertrauter Tvihdold folgendes Schild befestigt: ..Pieferantcn dreimal flingcln!“ Bundfunkproqramm bei Frankfurter Sender« l2us der >Aadi»-lltUschau-I Sonntag, 5. August 8 b s 9 TRorfl anfeier. 11 b.S II 30 6Uem- ftur.be, 12 bis 13: Aus den Werken von "Peier H'.lle. 13 Zehnminutend'.cnft d.'r Lanbwirttcha'rs- fammer 3>'.e*baben. 15 b » 16: Stunde der Jugend. 16 b.s 17 Konzert des Runds unk orchc stets. 17 b» IS Stunde des Ahein-Mamischen Tier- bandes für Bolksbilbung 19 bis 20: Orgel- Konzert. 20 b:S 20.30 Lftueller Sportbericht von der Rm'lerdamer Olympiads. 20.30: Konzert des Rundfunlovchelters. Rnschtießend: Saft- spiel der Rellon-Revue llioniofl, 6. August. 15 bis 15.30 Studien.Musik 15.40 bis 16.05 Lesestunde 16.35 b t 18.05 Konzert X e Rund- sunlorcheftcvs: Rite Taiizmuf.k. IS 30 biS 19: Der Rhönscaelslug-B>ettbewerb 1928 Dortrag von Dr Malier Shrhardt. 19 b:S 19 30: Tc- amten-Forid.d'ingsfursus: ..Die wirtschaftliche Iufammenschluhbewegung, 2. Teil'. Bortrag von Privatdozcnt Dr. Fritz Reumark 19 30 dis 19.45: Gnglifchr IQ i*- b S 20 15- Englischer Unterricht 20.15 Bon Stuttgart Bunter Abend Fahrendes Boll. Änschliehend: Bon Kassel: Floten-Koi^ert. Dienstag. 7. August 12.30 b s 13.30 WittagSkonzert des Rundfunkorchesters. 15.40 bis 16.05: Ucfeftuabc 16.35 bis 18 05: Konzert des RundfunkorchefierS Französische Opern. 18 30 biS 19.15 Dichterstunde Fritz Michel. 19.15 bis 19.45: Funibochschule: - Was soll die HauSfrgu beim Lebensmittelemkauf beachten?" Bortrag von Dr. Rissahrt. 19.45 bi« 20.15 Schachstunde 20.15 Bon Bad Soden Sinsmiie-Konzert deS Kurorchesters. Antchlieftend: Gelangs-Konzert. 'Daraus Schallplatten-Kon- -ert, Walzer-Abend. Mittwoch. 8. August. 12.15 bis 12.45: Schulfunk — Französisch 15 bis 15.25: Stunde der 3ugenb 15.40 bis 16.05 Bucherstunde. 16.35 bis 18.05: Konzert des Rundfunkorchesters: Operetten. 18.30 bi# 18 45 Bor- trog zum 150. Geburtstag von Friedrich Ludwig John, gehalten von Rektor H Sch.ller. 1915 bis 19.30: Genckenberg-Biertelstunde ..Onige deutsche Eisenerzlagerstatten". 19.30 bis 19 45: FranMische Literaturproben. 19 45 bis 20.15. Französischer Unterricht. 20.15 Das lüfte Mädel. Operette in 3 Akten von H. Reinhard Donnerstag, 9. August. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert des Rundfunkorchesters Aus neueren französischen Opern 15 dis 15.25: Stunde der Jugend. 15.40 vis 16.05: Lesestunde. 16.35 dis 18.05: Konzert des Rundfunkorchesters: Italienische Opern 18.30 bis 18.45 .. Fünfzehn Minuten Ratschläge für Mutter und Kind". 18.45 bis 19.15: „Blltzlichtaufnahmen aus dem parlamentarischen Geben unb Treiben". Bortrag von Ehesredakteur <5. Pagu n. 19.45 bi- 20.15: Esperanto-Unterricht. 20.15 Ucber die Kraft. 1. Xeiil. Drama von Bjömstierne Biörn- son. Spielleitung: Ben Spanier Anschliehend: Mi llstär-Konzert. Jreitafl, 10. August. 13 bis 14: Schallplatten-Konzert Märsche 15 bis 15.25: ;3uaenbftunbc. 15.40 biS 16 05: Cefeftunbe. 16.35 bis 18.05: HauSfrauen-Rach- nrittag. 18.30 bis 19: ..Zum 150. Todestag von Fr. Ludwig Zahn", Dortrag von Turnrat W. Buchenau. 19 bis 19.15: ..Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund'. 19.15 bi« 19.45: Stunde des Sübwestdeukschen Rodio-TlubS. 19.45 bis 20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wisfeiilchaft und Technik. 20.05 bi« 20.15: F:lm-Wochenschau. 20.15 5iS 21.15: Marsch-Kon- -ert. 21.15: Bvrtraasstunde Seltsame Briefe. Anschilehend von Kassel: Späckonzert des Rund- sunkorchesters. Einblicke 7!achnchien. üoaogetischc Gemeinden. Senntng, dea 5. August Sonntag noch Irimtah». SteMMrdir 8 Uhr P' irrer Becker, v hiistenlehre für die 'Reukanfirmirrten au« ber Marku «gemeinde. 9.30 Vtnrrer Wahr. — 3ohanne«klrche. 8 Pfarrer Cent, ^bnfleniehre für die 'steukonsirm erten au* der Besprechung im 3obannc«taal Piarrr»erwalter Dotiert. — ftopedr de» Allen sriechas». 9J0: Psarrer Lein, llhrisienlehre für die "teukansirmterten au« der Luthergemeind. — ühHibellxn - stleinkinderschule (Wetzlarer Weg» K Vtarrivrmaller DStzert — Dllescck. '< in, 10.45 dbrihenlehre. — Alten Suseck. 10; 1. Christenlehre. 1.45 Zugendgolteedienst — stirchverg. 10: Uirchderg; 11 Christenlehre für die weibliche kansirmierle Tugend. 1.30 Lollai — Mahendarn-Steinl»era 1 ftausen Gnrdrnlelch. 9: Hausen; 10.30 t^arventeich (Psarrer ölauhach Watzenborn). Cid). 9.1 S Beiwte. 9.30: Stift«- psarrer Lic. Schorlemmer. hl Adendmahl s.30; Adendgatte-dienst. statholtstdc Gemeinden Samstag, den 4? August. Gicßciu 4.30 und 7 Uhr: Beichte conntag^ den 5. August. Gießen, ti 30 Uhr: Beichte: 7 Welfe; Kommunion der Manner. 8: Kommunion. M Hochamt mit Predigt. Bezirk »tag der Deutschen Ziigendkrasl. 11: Messe mit predig«. 2: ?!ndacht. — Griinderg '».30: Mesü mit Predigt. — Hungen. 18: Andacht. -- faubad). 10 Messe mit Trebnu — Cid). 7.3>i Hochamt mit Pred"i« - Nidda, s 30 Hochamt mit Predigt — S«holten 1<130: Hochamt mit Predigt Sonnlansvienit S. ikler rrc n.ttvordeken nm 5.8. S Dr. (flencr Dr. Wall Cirlchavaiheke. Sthiatit: Dr Pkl D Lprcchstnndcn brr 'Redaktion 12 bi« 1 Uhr mittag», 5 bii 7 Uhr nachmittag«. Sometofl nachmittag geschlossen. Jc9ionc/ifl waschen - -c darauf hemmt es an f Ihrr clepntr XTlerfr. Du» «pertm KM«» imd bunt«n Som« trwiedwn »rifai in nlda Lai S-ifmlodtrn-Lliang em wj>6c- MT« f* urnt Mdban Togal-Tabletten sind ein hervorragendes Mittel gegen Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Nerven- u. Kopfschmerz, Erkältungskrankheiten! Schädigen Sie sich nicht durch minderwertige Mittel- lieber 5000 Aerzte anerkennen di» hervorragende Wirkung des Togal. Fragen Sie Ihren Arzt- 3n allen Apotheken Mark 1 40 AM ' hin. U4 Lfth. 74.) Acht irrt. „I. «4 106 Aeyl Bekanntmachung. Der nächste Biehmarkt in Netzen findet statt: 7100R Dteaslaa, bei 7. August t®2-i Kinbvieh. (Nutzvieh-» Markt: «tttwoch, vea 8. Augast IMm Schweinemark» AustriebsAeit an den Marfttageu von 7-9 llht vormittags Gießen, den 4. August 1928 Der Cberbürgeitneifter Z. 9 : Klingspor. Arbeitsvergebung- Für btt fieldbereinigung Großen-Lrnoen selten auf dem Ratbaus zu Großen-Landen nachstehende 71I3D Chaussierungsarbeiten . . .zu 8000 RM. Pflasterarbetten......, 13600 , Berschleisungsarbarten . . . r 3000 Drainagearbeiten....., 210 n Beilegen von Zementrohren „ 240 -iefent von Zementtöhren. , 1360 „ Deaplanierungsarbeiten . .,, 64 Liefern von Uebergrün- dungsmaterial.....„ 1000 veranschlagt, in einzelnen Losen vergeben werden. . ^crdinguug->unterlagcn liegen auf hL •6t^rmei^l?rf 1 wohin die In- « ln Prozenten des Voranschlags, Der- mlDffen, mit entsprechender «ufichrist Der- feben, vonftej dis ;um cftchffnungsterniin am Donnerstag, dem 9. August 1928, von». Itzl. nur einzureichen sind. Gießen, den 28. Zuli 1928. Hessisches Äulturbauami. H- Steinbach, Aeg.-Baurat. Pflasterarbeiten. Zn der Gemeinde Lerdgestem sollen ca. 100 qm Kleinpflaster tjcraeudlt werden unb auf dem Wege des schriftlichen Sn- aebots vergeben werden. Angebote, per- fchlossen und mit Aufschrift versehen, sind drs zum 8. d. Mts., nachrrnNags 6 Uhr, de, unterzeichneter Stelle ein;ureichen. Leihgestern, den 1. August 1928. Bürgermeisterei. ____Heß^_____7077 D Bergrtnig öflQ Bonaröeiten. Fnr das Mietpostgeväu>e m Alsfeld Klien auf Grund der Neichsverdingungs- ordnung über du Ansfüdrung von Baulebungen (DIN 1962--19851 im öffentlichen Wettbewerb nachfolgende Arbeiten vergeben werden: 7126V 1. Maurerarbeiten, 2. Cisenbetonarbeiten, 3. Zimmerarbeiten, 4. Slenwneratbciten. 5. Tachdeckerardriren. Die Unterlagen für em Angebot können ab Montag, den 6. August 1928, bet dem stadtbauamt Alsfeld eingesebcn rder gegen eine festgesetzte Gebühr käuflich erworben werden. Angebote sind in verschlossenem Umschläge, mit der enfipredrenden Aufschrift pcrieben, bis Mvntaa, de« 13. August 1928, vormittags 11 Udr bei dem Stadtbauamt AlsfeU) emzureicke«, woselbst die Berdingungsverhandlung statt- findet. Altzscld, den 3. August 1928. Hessische Büraernieisterel Alsfeld. S-s.: Seitz. Geld*>- Teitler muß ich tu aller Kürze frei bekommen. Deshalb gewähre Ich auf nebenstehende u auch alle anderen Artikel trott der sehr niedrigen Preise einen Sonderrabatt von [10%! 2 Bsltiedern ! Inletts • Damaste J ; Haastadie • • Halbleinen • I Rohnessel ? ; Kretonne ; • Hanälntiislone • • Frelflerwistiie * Dammstraßc 25. part gegen über der Höheren Mädchenschule Kein Laden Ein kleines Geschäft das große Vorteile bietet! Biompt MM ßüjogeöeü! Za ieder (ÄrSße habe billigst anzudieien: watterbichte, iowtc wollene Dlerbe- berfen, wanerbichle LPascavlanca, Ltrobiäcke, Eraretücher o. Säcke aller An inr Laabwirrichait Bl. Th. Mühlstein Sackei'abrik 6422D An ber Margareteubütte 24. Laden 30—40 qm gro^ in erstttaffiger Ge- 'chäilSiage, für saubere Branche ver halb gesucht. Cn. uni. 0. J. 4M an die Ala, Haasanstsli ck Vogler, Bag 4«6srg iiy Sperrholz ■ in Eiche. (Moboon u. 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Verschiedenes Großes Reit Spring- und Kahrtumier mit Nennen auf dem Nenngelande in Bad-Nauheim Samstag, 4. und Sonntag, 5. August, nachmittags ab 3 llhr Preise der Plätze: Tribüne 8, 6 und 5 Mark (Vorverkauf 6, 5 und 4 Mark) Dagenplatz 3 Mark, Sattelplah 3 Mark, Stehplatz 1 Mark. Vorverkauf: Verkehrsbureau Seltersweg 93, / Näheres siehe auch im lokalen Teil 69960 im Philosophenwal- Wir laden unsere Mitglieder-Frauen zu den ab Montag, den 13., bis Samstag, den 18. August 1928, nachmittags von 3 bis 7 llhr, im Restaurant Philosophenwald stattfindenden Hausfrauen-Nachmittagen höfiichst ein. Diese Veranstaltungen sind mit Musik und Gesang verbunden. Nednerin: Frau Niedermeier, München Bei den Veranstaltungen wird aus unserer neu eingerichteten Konditorei Gebäck verabfolgt. Oie Portion kostet so Pfennig. Oie Karten hierzu müssen jeweilig 4 Tage vor der Veranstaltung in der betreffenden Verteilungsstelle eingelöst sein. — Mit dieser Veranstaltung ist eine Waren-Ausstellung verbunden die am Sonntag, 12. August 1928, für jedermann geöffnet ist. Für folgende Bezirke finden die Hausfrauen-Nachmittage statt: In Wolle und Tannen werden angc« fertigt und aiifflcarbeitct nur in eigner Werkstätte. Lager in fertigen preiswerten Steppdecken in allen modernen Farben mit guter Wollfüllung und bestem Satin. Augenarzt Dr. Gros Südanlage 11 von der Reise zurück Kamera - Modelle sÄmtt. Photo Bedarf Auswahl im Pbotohaus Seltersweg 79a W.Kilbinger, Löwen-Drogerie Nachf. ?aehm8nr>isehe Ausführung sfimtl. Photo-Arbeiten "WÄir Lajos 2Ugo weltberühmte Geiger ... ...... Sonntag, 5. und Montag, 6. August Kirmes im Burggarten zu!rohe Es laden ein: Die Burschen von Trohe und Frau Karl Schwarz Witwe Gastwirtschaft zum Burgkeller Für 1005Rm. ab Köln (einschließlich Bahn, Dampfer, Hotels und Verpflegung) können Sie eine vierwöchige Vergnügungsreise nach AMERIKA und zurück machen mit gleichzeitiger Besichtigung von London und Paris WHITE STAR LINIE Gabr. J all mann, BleBen, Bahnholstr. 15, Tel. 1542 und Hage Schi eil er, Mdlagea A. Eeller'tcbe Bachhendling, Bahnholalraße B, Telephon II und lerana 14b, Bntibaeh, Malier Straß» 9, Telephon 311. 7re6A Hausfrauen- Tlachmittage Jür die uns anläßlich unserer Silberhotbzeit und meines 23jährigen Diensijubiläums erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Ludwig Klein, Lok.-Führer, und Frau Gießen (Hammstr. 12), den 4. August 1928 7136D Detektiv-Büro von Steinle Bad-Nauheim Karlstrafae 10 Telephon 2305 Geheime Beobachtungen und Ermittlungen Heirate- sowie alle Arten andere Auskünfte • On perle frencale • Sprechxelt »oo Uhr • FnflUeb epoken 'T 05530 Konsumverein Gießen u. Ltnrsegend Der Dovftand. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Nur noch heute und morgen: Heut tanzt Marlett Genie "(Stritte sowie iämtLlandwirtichastLBedarfsaritkel ßogat Borrmonn. »aus- n SWkogkritte beeeebMimmn— Bausand ab hteitger Wegeub laufenb abiuaeben Anträgen erberen. nTOßD Philipp Hers, «einhausen.Tel. 45 4 —19. August Dr. med. G. Scheerbarth homöopathischer Arzt Gießen. Bahnhofstr. 64 neben Caf< Am end 7034 D Dr.oieil.Nm Gürtler prakt. Aerztin . . 05623 verreist Vertretung: Frau Dr. Marx Dr. Schäffer verreist Vertreter: Dr. Klewitz Dr. & Klein. 11330 Möbel In reicher Auswahl Out und preiswert Langfristige Teilzahlung n<7a Gießen, Lindenplatz 1 E !S 3 3 0 »S-Ä ■Sc, »2 - > r 'S-* ‘ J 0 2.tr 3 < 5-L ! 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Und doch kann man den Wert der Pfalz nur ermessen, wenn man die Lieblichkeit der Landschaft #ennl, die mit ihren abwechselung-reichen Reizen ihresgleichen in Deutschland sucht Richt umsonst hat man die Pfalz einen ..Garten Gottes" genannt und mH humorvollem ©um, der den Pfälzer noch nie verlassen hat. das Paradie« hierher verlegt. 3a, im Garten Gotte- glaubt man wirklich zu seui. wenn man im Frühling durch die blühenden Obstgemarkungen um FretnSheim uird Wc t s e n he im am Sand herumwandert, wenn die Mandeialleen bei Reustandt an der Haardt duften, wenn der Wem an den Hängen der blauen Haardt zu grünen beginnt. Kein Wunder, daß sich fremde Hände immer wieder nach diesem von der Ratur gesegneten Land am Rhein auSgestreckt haben. Wenn auch auf der Mannheimer Seite der Rheinbrücke, die nach Ludwigshafen führt, noch kne französischen Posten patrouillieren, un- belästigt unb unbehindert kann man pfälzischen Boden betreten, seitdem die Paßkontrolle aus» gehoben wurde. Wie das gesamte besetzte Gebiet hat die Pfalz Anspruch aus das Vertrauen der deutschen Reiscmden, denen jeder Besuch durch die Gastfreundlichkeit und die heitere Lebensart der Pfälzer und durch die anmutigsten und idyllischsten Eindrücke vergolten wird. 3n Ludwig-Hasen, der jungen Großstadt am Rhein, tönt dem Fremden zuerst die Symphonie der Arbeit entgegen. 75 Jahre alt ist dies« Stadt, die rasch und heftig mit amerikanischem Tempo ausgewachsen ist, ein Kind der Industrie. Doch allmählich kommt Ordnung in da- städtebauliche Chaoa. grvße Projekte suchen > di« Fehler der Gründungszeit gutzumachen. Ludwigshafen, das bisher nur dem Werktag Iributpslichtig war, vertauscht seit den letzten Jahren fein Arbeitsgewand mit einem schöneren und moderneren Kleid und besinnt sich auch auf seine kulturellen Aufgaben — im Herbst eröffnet e- seinen eigenen Theaterbau. Aber die ..schöne Pfalz" beginnt erst mit der Rheinebene, die sich wie ein weiter, fruchtbarer' Schost öffnet. Räher und naher schieben sich, wenn man mit der Rhein-Haardt-Bahn Bad Dürkheim, dem einzigen Arsensolbad Deutschland-, zusährt. die sanften Linien der Haardt, dichter und dichter rücken die Kolonnen der Reben, die Winaerte (Weingärten) heran, aus deren Trauben sich Wein mit klingendem Ramen klärt Don Bad Dürkheim, da- seinen Kurgästen alle Annehmlichkeiten bietet, besucht man mit der mci^nen Reisekutfch«, dem Po staut 0, di« Gebiete bes Qualitätsweinbaues, in dem edelste Spitzen weine gekeltert werden — Deidesheim. Forst, Gimmeldingen. Kallstadt, Ruppertsberg, Wochenheim. Ungftcin, KönigS- bach und wie sie alle heißen, Ramen. die auf jeder guten Weinkarte wiederkehren. 3m Schef s« lzimmer ReustadtS aber hebt man da- GlaS dem weinseligen Sänger zu Ehren. 3hm floh mit dem Rcktar der Mund über zum Preis« der Pfalz, der Johanne- 3ost. al- er auf der ehrwürdigen Ruine des Klosters Limburg bei Dürkheim alle Schönheiten des Psälzerwaldes in sich eintrank. daS Rationallied schenkte: ,.O Pfälzer Land, wie schön bist dul" Diese Melodie summt man unbewußt vor sich hin, wenn man von einem der reizvollsten AuS- sichtSpunkle aus, und deren gibt es nicht wenige, da- pfälzische Panorama betrachtet, sei es von der Kalmlt oder dem mächtigen Massiv des Donner-berges aus, der höchsten Erhebung de- PfälzerwaldeS, sei es im pfälzischen WaSgau, vom Trifels, vom R e h b e r g oder von der Madenburg aus. Berge und Burgen, Zeugen alter Kaiser- und Ritterzcit, Blick« In lachende Teiler und lockende Ortschaften, Wege durch den wundervollsten Wald. Sattel und Kegel und steil aufraqenfcc kahle ZelS- nadeln und Felsspihen wie Im Dahner Gebiet, dem sich die liebliche Landschaft deS Kurortes Berazabern anreiht mit dem nahen B e r w a r 1 st e in. der einzigen wiederhergestellten Burg in der P^alz. Was viele nicht wissen! Haben 'Sie nichts vergessen? — Oie Annehmlichkeiten beS Heisebureau*». OaS Tnnkgelb eine leidige ftragc. Rein. Sic haben nidjl» vergessen? Wirklich nicht? — Sie sitzen da zwischen acht Schachteln, die Fahrkarte in der Rechten und den Schirm im Gepäcknetz, und etwas haben Sx doch nicht bei sich: 3hren Reisepaß. Der Reisepaß ist daS wichtigste, was Sie mitnehmen mü'sen! Denn fehlt 3bnen irgend etwas anderes, und Sie reisen nicht gerade ins Ausland, so kann man dies ohne alle Umstände nachschicken und Sie werden es mit Hilfe 3hrer AuSweispapiere ohne weiteres ausgehändigt bekommen. Aber das ist es eben: auSweilen müssen Sie sich! Und dazu brauchen Sie 3hren Reisepaß. Sie benötigen ihn selbst verständlich beim Grenzübergang inS Ausland: Sie brauchen ihn aber auch im 3n- land bei Gepäck-. Brief- und Geldannahme. Und wichtig ist er — obwohl wir eS 3hnen nicht wünschen — bei der Feststellung 3hrer Personalien im Falle eines Unglücks. Aber es gibt tatsächlich heutzutage noch viele, ober wieder viele, die die Lehren auS der Zeit der Besetzung und Debietsabtrenmmg heute nicht mehr für gültig halten. Und doch ist es so einfach, sich alle Unannehmlichkeiten in dieser Beziehung zu ersparen. Mit ein paar Gängen und geringen Kosten kann man sich zur rechten Zeit seines Reisepasses vergewissern. DaS heimatliche Einwohnermeldeamt stellt zu den jetzt herabgesetzten Gebühren von 5 Mk. auf 3 Mk. für die Dauer von fünf 3ahren den allerorts gültigen braunen deutschen Reisepaß aus. Denn Sie auch den nicht vergessen haben, dann: gute Reise! Zu den Dingen, die viele Reisende noch nicht wissen, gehört such die Einrichtung und Arbeit der Relfebureaus. Sie sind besonder- denjenigen Reisenden zu empfehlen, die ein wenig ungewandt und unsicher, sich den Genuß ihrer Reise durch die kleinen dazu nötigen Umstände verderben lassem Man braucht aber einem solchen Reisebureau, das es in jeder größeren Stadt gibt, nur seine Wünsche und den Umfang seines Geldbeutel- bekanntzugeben und erhält dafür reichhaltige Vorschläge. Die Zeitdauer seiner Reise und das Gebiet zu bestimmen, wird bet Reisende selbst übernehmen. Auf Grund der von ihm gewünschten Art der Berpslegung und Unterkunft erhält er dann einen Reiseplan mit der genauen Angabe der Kosten. SÄb st verständlich werden die Züge mit ihren genauen Adfahrt- unb Ankunft-eiten, mit Anschlüssen an Umstetge- ftattonen ober an Schisse. Vorort- ober Berg- und Seilbahnen angegeben. Auch die Gepäckbeförderung geschieht ohne weiteres Zutun durch den Reisenden, direkt vom Reisebureau aus. Gr kann selbst die Brieftasche zu Hause lassen, wenn er nicht gern mit großem Gelbe reist und steckt dafür nur das vom Reisebureau au-gestellte Gutscheinheftchen em. in dem einzelne Kupon« zum Qlbtrennen, ihm die Möglichkeit des bargeldlosen Zahluna-vertehr- aus allen Beförderungsmitteln und in den angegebenen Hotel- ermöglicht. Die Fürsorge des Relledureaus geht sogar so weit, Hinweise auf besondere Sehenswürdigkeiten anzusügen und barauf aufmerksam zu machen, bei weichen Stellen weitere Auskunft über biese eingeh oll werden kann. Wahrscheinlich liegt es daran, daß diese Einrichtung noch zu wenig bekannt ist, sonst könnte man nicht recht begreifen, warum sie nicht stärket in Anspruch genommen wird. Ramenllich sollten gerade Damen rechlich davon Gebrauch machen, denen b.e geschäftliche Seite ihrer Reise, - trotz aller modernen Einstellung immer noch un- svmpathisch ist. Selbstverständlich kommt aber eine Unterstützung durch bas Rei'ebuteau nur in den Fällen in Frage, in denen Ziel unb Dauer der Reise vorher schon feftgelcgt ist. Eine leidige Seile hat das Reisen auch heute noch für jedermann: das ist die Trinkgeld- frage. Sie ist deshalb so besonder- unbequem für den Reisenden, weil sie nicht nut in den einzelnen Ländern verschieden ist, sondern sogar noch mnerhalb eines Gebietes häufig eine andersartige Regelung erfährt. Danz allgemein ist darüber zu sagen, daß die Art des Trinkgeld- gebens international sein soll, d. h. es ist wohl au unterscheiden, ob das Trinkgeld als eine Entlohnung ober als freies Geschenk des Reisenden an den Bediensteten zu gelten hat. Es ist Sache des Taktes, diesen feinen Unterschied jeweils hervorzuheben. Leider ist es aber eine allgemeine Feststellung, daß darin nicht sehr scharf gradiert wird. Ueber die Gröhe der Gabe läßt sich keine Rorm ausstellen, es sei denn, daß man sich an die jetzt immer mehr gültigen 10 Prozent bet Rechnung hält. Ein Zuviel beweist ebensosehr wie ein zuwenig, daß der Reisende nicht allzuviel Erfahrung in dieser Beziehung gesammelt hc>t. Die besondere Hochachtung, die er durch eine reichliche Gabe zu erringen hofft, löst hinter seinem Rücken meist ein höhnisches Lächeln aus, da- seine Unkenntnis über die Bewertung einer Leinen Dienstleistung keim zeichnet. Dienstmännem und Chauffeuren besondere Trinkgelder zu geben, erübrigt sich, wenn mit ihrer Hilfe nicht besondere Stiftungen verbunden waren, bi« sie aber übrigens meistens in ihre Forderungen einkalkulieren. Mögen diese Fingerzeige dazu beitragen, manchen Serienreifenben von seinem Reisefieber zu befreien unb ihm ein paar fröhliche Ferienwochen zu gewährleisten. Geschichte wird überall lebendig — die Herrlichkeit des Deutschen Reiches römischer Ration steigt herauf, wenn man über der gepflegten alten Garnisonstadt Landau, die nach der Besatzung immer noch ein besseres Los gezogen hat als das als Festung geschleifte Germersheim. von Ann weilet auS die einstige Reichsfeste T t i f e l S besucht, die von Scheffel besungene Durgdreisaltigkeit mit der Münz und dem Annebos. 3m Kerker des Trifels, in dem au Barbarossas Zeiten die Reichskleinodien auf- bewahrt wurden, schmachtete Richard Löwen- herz al- Gefangener Heinrichs VI. Und noch sieht man in der Reinen Kaifetkapelle die aus Stein ausgehauenen Sitzbänke, auf denen sich Kaiser und feine Edlen dem Gotteswort beugten. Heinrich IV. soll vom Trifels aus den Gang nach Canossa angetreten haben... Von der Turmfläche der Reich-feste aus, deren Schicksal so bewegt war wie das der ganzen Pfalz, schweift der Blick über die prachtvolle Landschaft. die wie ein buntes Bilderbuch vor den Augen aufgeschlagen liegt 3n der Ferne tauchen die Kuliflen des Schwarzwaldes auf. bei klaret Sicht erkennt man die Türme von Karlsruhe. Wie bewaldete Wellen drängen sich mit fünftem Rhythmus die Kuppeln der Berge heran, durch die tiefen Taleinschnitte um so höher empor- gewuchtet Von der nahen Madenburg au- kann man bei durchsichtiger Atmosphäre Erwin von Steinbachs Münster im verlorenen Elsaß sehen. 3n der vorderpfälzischen Ebene kniet S p e h e r S monumentaler Kaiserdom am Rhein, für die Kaiser und Könige betend, die in den kühlen Doge wölben unter Rudolf des Habsburgers Obhut den letzten Schlaf tun. Immer wieder blickt durch die Lieblichkeit das tragische Gesicht deS deutschen Geschickes. 3n der Westpfalz, in Kaiserslautern, daS sich moderne Ausstellungsbauten und einen architektonisch eigenartigen Stadtteil geschaffen hat, toirt- schaftlich aber unter der Abschnürung der Pfalz leidet, fucht man vergebens nach der alten Kaiserpfalz Barbarossa-. Rapolecn noch soll in dem an vier Ketten aufgehängten Bett Rotbarts geschlafen haben und am andern Morgen verstört vor seinen Generälen erschienen fein Doch schon reckt sich, wenn man in den Westrich hinein- sährt. eine andere Gestalt auf: Franz von <5 i dingen, das edle Blut, besten Burg Mannstein sich über dem Landstuhler Bruch auf der Sickinger Höhe erhebt. Roch steht der wuchtige Turm, auf dem Franz bei der Belagerung tödlich verwundet wurde, noch las en sich die Kurgäste des heilkräftigen Moorbade» Landstuhl in das kugelsichere Gewölbe führen, in dem der Vorkämpfer deutscher Einigkeit starb. Richt nur der Ranstein verwaiste, sondern auch die pfälzische Ebernburg, Huttens Herberge der Gerechtigkeit. Zur Gegenwart wieder wird die deutsche Trag' die in d to c i b r ü d c n. her alten Herzogstadt. der Residenz des Rokokos, an beben aal ante Zeiten man auf Schritt unb Tritt cnnnci: wird. Aber es ist fltll geworten in dieser reizvollen Stadt mit ihrem herrlichen Rosengarten feitbem min die Saarpfalz wilt < 1 getrennt hat und damit die Wirtfchall de» Westrichs labmlegle. Der Pul-schfag Zw.i nück ns llt leise unb langsam geworben, während sich die pfälzische Schuhmetropole P i r m a f e n -, die unter der Departstenherrfchaft besonders schwer zu leiden hatte, mit industriellem Eifer wieder zu erholen beginnt. 2Iber die Pfalz ist Rhein- unb Weinlandl Wieder prüft der Win»,er letzt da- Barometer unb liest besorgt d e 21 ad 1 l tc auf der ÄalmiL Denn Wein ist e ngefangener Sonnenschein, unb daran fehlte es bisher wenn ei aber ein guter Herbst wirb, bann schall < wieder die Lieber der Winzer unb Winzerinnen über die Wingerte. unb später probt man schmunzelnd den Wein unb feine köstliche Süße, den Wein, dem das Historische Museum der Pfalz in Speyer daS erste interessante Museum gewidmet hat. Wenn auch kein wehrhafter Roland die pfälzi- schen Rathäuser beschützt, d e Pfalz selbst ist ein treuer unb zuverlässiger Schilbträgek an der deutschen Südwestgrenze — Land der Berge und Burgen des RheineS und Weines! IBeffcrlänber Festtage. 3n einen luftigen und originellen Hiah: -n waren diesmal die Veranstaltungen gefügt, die als Westerländer Festwoche alljährlich in den 3ulÜagen einen Höhepunkt im mondänen Babeleben darstellen. 3n her 3bee, baß das Publikum auch in den geselligen Veranstaltungen eine Dosis von Heiterkeit und Frohsinn finden solle, hie im Verein mit dem frischen Hauch der Ql ort-fee den Erfolg des Kuraufenthaltes zu einem sicheren machen, Lag die Festwoche begründet, die eine Woche Humor, Spaß unb Ulk brachte. Und diese 3bce war nicht nur originell, sie war auch gut, wie der Erfolg schlagend banat. Lustige Wettbewerben, wie Ervsenra.en Karikaturen - Cnlrät- seln — auf einer Riesentafel waren die gut getroffenen, scherzhaften Konterfei- von Charlie Chaplin, Rapolevn. Asta Rielsen, Briand, dem „Süßen Heinrich" (Westerländer Original), 'JJat und Chamberlain friedlich vereinigt —, dazu humoristische und andere Sonderkonzerte der ausgezeichneten KurkapÄle, Auftreten einer famosen CLowntruppe usw. gaben den Ton dieser Melodei an, in der barm eine ganze Reihe weiterer, unterhaltsamer, sportlicher und gesellschaftlicher Veranstaltungen miteinander abwechfelten. Als da waren: Tagfeuerwerke und Dünenbeleuchtung, Ballonwetlfllegen, scherzhafte Strandseste in den Bädern, 3ugendbälle und ein wunderschönes Märchenkinderfest, Durgenwetlbewerb und ein Hoffest beim Meergvtl „Elle Rekkepenn", daS in den weiten Räumen des Kurhauses, die eine sinnvolle Dekoration schmückte. 700 Menschen vereinte und einen glänzenden Verlauf nahm. Das sportliche Gebiet vertraten Weltschießen, leichtathletische Weitkampfe unb da- Tennisturnier, das viele Hemumgen aufwies. Gute Millelllas c gab sich hier ein Stelldichein unb lieferte sich harte Kämpfe. Erstmalig wurde bieses Turnier im Rahmen deS deutschen Tennisbundes ausgeschrieben um die Meisterschaft der Rordfeebäder. Ein gesellschaftliche- Ereignis ersten Ranges tnac das Tanzturnier um die RorbseebäberMeisterschaft, das von der Da de Verwaltung Westerland veranstaltet war und ausgezeichnete Leistungen aufwies. — Diese in buntem Wechsel ancinanberw gereihten Veranstaltungen gaben zugleich eine treffende Charakteristik des über bic ganze 6ommerfaifon verteilten Unterhaltungs- Programmes, wÄcheS da- Weltbad Westerland seinen Besuchern bietet und das von dem Wunsche diktiert ist, in Ergänzung der klimatischen und landschaftlichen Vorzüge des Bades auch bas gesellschaftliche Leben so zu gestalten, baß die Besucher sich gern des Ausenlhalles in Westerland erinnern Und — wiederkommen ba-Oeynhausen 3*4iw,Ub*8oe«e, eet $ieeteUi*ee werden isdbttad te» S«z» Mr« PROSPEKTE DURCH ALLE REISEBÜROS UND OIE 8 ADE-VERWALT UNO Sanatorium Hohenwaldau Degerloch-Stuttgart KtÜEÄ Fasten-, Schrot- and Rohkostkurt Vorzügliche Bade- und Luftbadeetartdi- tungen. Idyllisch« Höhenwaldlage. 60 Betten. 2 Aerste. 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Gute Gasthöfe, zahl* reiehe Prfratwohnungen. Prospekte durch die Kerverwalhmg. Wanderfahrten. Mücke — Petershainer Hof — Schotten Eine hübsche Bogelsbergwanderung, die etwa fünf Stunden beansprucht, ist die folgendem Bon Mucke, unserem Ausgangspunkt, folgen wir auf der ganzen Wanderftrecke weißen Dreiecken. Die Zeichen lecken uns abwechselnd durch Feld und Wald durch «lein Eichen, über den bewaldeten Judenkopf, an Alten Hain vorbei zu dem gastlichen Petershainer Hof, der uns zur Rast einladet. Der weitere Weg fuhrt über Götzen, immer prächtige Ausblicke auf die Hohen des Vogelsbergs und später in das Niddatal bietend, noch unserem Endziel Schotten. Bieber — Dünsbachtol — helshoiz — Dieber. Eine wenig bekannte, genußreiche Wanderfahrt in der näheren Umgebung Gießens, die höchstens VA Stunden beansprucht, ilt die folgende: Wir fahren mit Sonntagskarte nach Bieber und durchwandern das Biebertal bis zur Obermühle. Hinter der Mühle, am Wegweiser, verlassen wir die Straße, die liirks ab nach KSnigsberc führt, gehen geradeaus und kommen alsbald in das liebliche Dunsbachtal, das ringsum von hohen Bergen emgefchloffen und von eigenartiger Schönheit ist. Do nach geraumer Zeit zu unserer Linken der Wald zu Ende ist, kommt von links ein idyllisches Seitentälchen, das wir nunmehr aufwörtsyehen, und das alsbald in einen breiten Waldweg mündet. In stetem Anstieg fuhrt dieser Weg in die Höhe, und nach einiger Zeit stoßen wir auf einen großen Fuchsbau, der sich wohl nahezu ein Kilometer hinzicht. Hier endigt der Weg, mir überschreiten eine Waldschneise und gehen gerade aus ohne Weg weiter. Nun noch ein kurzer, kräftiger Anstieg, und mir sind auf der Höhe des Helshol; an= gelangt, um dessen bewaldeten Gipfel sich ein Gras- meg windet, der uns entzückende Ausblicke bietet. Namentlich der Blick auf Hohensolms, auf Königs- berg und unsere Nachbarburgen ist ungemein schön. Der Weg führt uns in südwestlicher Richtung abwärts, und nach wenigen Minuten treffen wir die schwarze Punktmarkierung Dünsberg—Hohensolms. Wir wenden uns nach links, durchwandern den Wald, an dessen Ende wir wieder einen überraschenden Blick auf den Dünsberg und das malerisch gelegene Königsberg genießen, überschreiten ein Stück Feld, um wieder in schönen Hochwald zu kommen. Gegenüber der Oberförsterei Strupbach erreichen wir ein Tal, in dem wir, jetzt ohne Wegzeichen, weitergehen. Nach einer Weile kommen wir auf die Königsberger Landstraße und bald darauf zur Obermühle, an der vorüber wir durch das Biebertal nach unserem Endziel Bieber gelangen. Wirtschaft. Wochenbericht vom $rnnffurfer Effektenmarkt. "Nach wie not war frrc allgemeine Börsenlage zunächst durch eine fast vollkommene Geschäftslosigkeit gekennzeichnet, und bei recht unsicherer und lustloser Stimmung gfitfen die Kurse weiter ab. Ungünstig beeinflußt wurde die Tendenz in starkem Maße auch weiterhin von der andauernd schwachen Haltung der Polyphonaktie, die auch am hiesigen Markt im Freiverkehr gehandelt wurde und zeitweise auf den niedrige" Kursstand von 420 Proz. herabsank. Das Bezugsrecht, das endlich bekannt- gegeben wurde, enttäuschte in Börsenkreisen stark. Gleichzeitig mit der Polyphonbaisse drückte die international schwache Haltung der Kun st - setjdeaktien auf die «Stimmung. Man vermutete verschiedentlich Abgaben aus Löwenstein- schim Besitz, obwohl sich Beweise dafür nicht erbringen ließen. Die Ansicht, daß der Markt bet Kunstseideaktien von Kreisen, die an den Löwcnsteinschen Paketen Interesse genommen hätten, manipuliert worden seien, um zu niedrigeren Kursen m den Besitz dieser Pakete zu gelangen. stieß auf berechttgste Zweifel. Am hiesigen Markt bewegte sich die llmsahtätigkeit wieder in engsten Grenzen. Das Angebot war niemals groß, doch genügten bei der herrschenden Auf- nahineunlust schon geringe Abgaben, um das Kursniveau merklicher nach unten zu beeinflussen. Sodann war die Börse- auch in dieser Woche von den alten Geldmarktsorgen und Betrachtungen beherrscht. Aach dem Zahltag, der keine besonderen Schwierigkeiten bereitete, trat am helmisckien T a geS ge tdm ar k t eine stärkere Versteifung ein, die erst zum Schluß der Woche etwa- nachließ. 3m Zusammenhang damit war naturgemäß eine Erhöhung der Devisenkurse zu verzeichnen. Außerdem verstimmten verschiedene ungünstige Konjunkturberichte. So stellt der Bericht der preußischen Industrie- und Handelskammern einen langsamen Fortgang in der Abwärtsbewegung der Wirtschaftslage fest. Ebenso berichtet die Metallwarenindustrie über einen weiteren ÄonrunfhiTTÜdgmrg. Im übrigen stand die Börse wieder unter den Einwirkungen der wechselnden Tendenz am Reuyorker Markt. Später trat eine Wendung zum Bei eren ein. Ausgehend von Deckung-käusen am Polyphon- und Kunstseidenmarkt, konnte sich eine allgemeine Befestigung durchsetzen, verbunden mit einer gewis'en Geschäf tsbelebung. Zum ersten Male feit langer Zeit machte sich wieder einiges Interesse außenstehender Kreise bemerkbar. So waren am Montanmarkt Käufe des Rhrin- landes zu beobachten. Verschiedentlich soll auch das Ausland wieder als Käufer ausgetreten sein, vor allem für Reichsbank anteile, die besonders für holländische Rechnung aus dem Markte genommen wurden. Eine Anregung bot auch die Tatsache, daß die Dank von England auch in dieser Woche ihren Diskont atz uruyeränbert ließ. Daneben verwies man auf die neuerlichen günstigeren Berichte über die Arbeitsmarktlage. Das Kursniveau erfuhr ehre merkliche Hebung, so daß sich schließlich gegen die Vorwoche meist noch 2—Sprozenttge Besserungen ergaben. Stärkere Kurssteigerungen bis zu 20 Proz. erzielten die K a 11 a 11 i e n auf den guten Kaliabsatz im Juli. I.-G.- Farben gewannen 7 Proz., am Montanmarkt war:n Mannesmann mit plus 7 Proz. und R he i n st a hl mit plus 6 Proz. bevorzugt. Reichsbank waren andauernd stark begehrt und schließlich 25 Prozent erhöht. Deutsche Anleihen lagen still und etwas behauptet. Schutzgebiete schwächer, ausländische Renten waren stark vernachlässigt, nur Türken zeitweise etwas beachtet. Wochenbericht vom frankfurter produktenmarkt. Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung am Frankfurter Produktenmarkt etwas freundlicher, da die erhöhten Auslandnotte- rungen eine gewisse Anregung boten. Die Preisgestaltung wurde davon aber kaum berührt, da die Enge des Marktes ein Anziehen der Preise nicht zuließ. Doch machte sich bald wieder eine größere Unsicherheit und Lustlosigkeit bemerkbar. da die erneut gemeldeten schwachen Kurse von Chikago und Liverpool allgemein auf die Stimmung drückten, und die Händler übten aus diesem Grunde wieder größere Zurückhaltung und zeigten nur sehr geringe Unternehmungslust, so daß Preisnotierungen an manchen Tagen nur zögernd zustande kamen. Das in nur geringem Maße an den Markt kommende Material fand bei entgegenkommenden Forderungen nur teilweise Unterkunft. Etwas Interes c machte sich nur für Roggen neuer Ernte und Fu i ter mittel bemerkbar. Hier nahmen die Umsätze zeitweise bei behaupteten Preisen ein etwas größeres Ausmaß an, und gaben somit dem Produktenmarkt das Gepräge. In den anderen ©ctreiöeforten blieb das Geschäft klein. Stark vernachlässigt war der Mehlmarkt, und die Preise hierfür muhten um ein Beträchtliches ermäßigt werden. Aber auch Roggen lag erheblich niedriger, dabei muß berücksichtigt werden, daß nur neue Ernte, die an sich schon billiger zu haben war, gehandelt wurde. Bei dem billigeren Roggenpreis bestand aber verschiedentlich Kaufneigung. Am Futtermittelmarkt war besonders Mais und Weizenkleie gesucht. 'SHe Landwirtschaft schritt hier immer noch verschiedentlich zu Deckungen. 3um Wochenschluß war die Tendenz unverändert. Das Geschäft war äußerst ruhig. Die weiter schwächeren Auslandnotterungen blieben unbeachtet und konnten kaum einen Einfluß ausüben. Mehr beachtet und größere Sorge bereitet das immer spärlicher werdende Geschäft, da die Preisgestaltung in der Hauptsache doch von der Große drL Geschäftes unter der Unternehmungslust der Händler abhängig ist. Im Vergleich zu den Rotterungen der vergangenen Woche war Roggen neuer Ernte 1,75 Mk. billiger. Weizen, Hafer, inländ., gaben je eine viertel Mark nach. Weizen- und Roggen mehl lagen je dreiviertel Mark niedriger. Mais-, Weizen- und Roggen kleie blieben dagegen gut behauptet Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen I 25. Roggen neue Ernte 23,50 bis 23,75, Hafer, inläixo. 26,75 bis 27. Mais für Futtermittel 24,75 bis 25. Weizenmehl 34,25 bis 34,50, Roggenmehl 34,50 bis 35, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 15,75. Wochenbericht vsm Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Das Geschätt am Großvichnx arkt bewegte sich in ruhigen Bahnen. Trotz des größeren Auftriebes wurde der Markt hier geräumt. Es waren durchweg gute Qualitäten vertreten, die aber nur bei etwas billigerem Preis Olbnahme sanden. Kälber und Schafe wurden ebenfalls bei ruhigem Geschäft ausvsrkau-t. Am Schweinemarkt gestaltete sich dagegen daS Geschätt an beiden Markttagen recht lebhaft. Obwohl die Auswahl lehr groß war. fchntten die Metzger zu rasch entlief’enen Käufen. Auch geringere Qualitäten fanden gute Aufnahme. Der Konfum beteiligte sich ziemlich lebhaft um Geschäft. Der Gesamtaustrieb bestand aus 1700 Rindern, darunter befanden ttch 360 Ochsen. 98 Bullen. 771 Kühe und 430 Färsen, ferner aus 1753 Kälbern, 162 Schafen und 5805 Schweinen. Im Vergleich zum Oluf trieb der vergangenen Woche waren 420 Rinder, 300 Kälber. 55 Schafe und 570 Schweine mehr angetrieben Bezahlt wurde pro Zentner L^endgewicht: Ochsen AI 57 bis 60. II 53 bis 56. Bi 47 bi» 52. Bullen A 49 bis 52. B 44 bis 48. Kühe A 45 biS 50. B 40 bt» 44. C 34 6te 39. D 28 bis 33. Färsen A 57 bis 60, B 53 bis 56. C 46 bis 52. Kälber B 68 bi» 73. C 63 bid 67, D 55 bis 62. Schafe AI 48 bi» 52. Schweine B 72 biS 74. C 73 bis 75. D 73 bis 75. E 70 biS 72 Verglichen mit den Rotterungen der vergangenen Woche gaben Rinder <5ine Mark nach. Kälber und Schafe blieben gut behauptet. Schweine formten dagegen bis zu vier Mark anziehen. * ReichsbankauSweis vom 31. Juli. Rach dem Ausweis der Reichsvank vom 31. Juli hat sich die gesamte Kapitalanlage der Dank hx Wechseln und Schecks, Lombards und Sssekten um 477.7 Mill, auf 2389,1 Mlll. Mark erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks für sich allein ft.egen um 433.3 Mill, auf 2516,5 Will. Mark, diejenigen an Reichsschatzwechseln um 15 Mill, auf 1,7 Mrll. Mk. und die Lombard- bestände um 42.9 Mill auf 76.9 Mitt. Mark. Die Effektenbestände blieben mit 94,0 Mill. Mark weiterhin unverändert. An Rexchsbank- nvten und Rentenbanllcheinen sind 608,9 Mill. Mark neu in den Verkehr abgeflossen: im einzelnen hat sich der Umlauf an Reichsöankrxsten um 581,8 Mill, auf 4569,3 Mitt. Mk.. derjenige an Rentenbankscheinen um 27.1 Mill, auf 560.5 Mitt. Wk. erhöht. Denxznsolge bat sich der Bestand der AeichSbank an Rentenoanttcheinen auf 20,5 Mill. Mark vermindert. Die fremden Gelder zeigen einen Rückgang um 126.8 Mill. Mark auf 541.5 Mitt. Mk. Die Bestände an- Gold und deckungsfähigen Devisen zusammen sind mit 2383,3 Mitt. Mk., im einzelnen die Goldbestände mit 2199,7 Mill. Mk., die deckungsfähigen Devisen mit 183,7 Mill. Mk. aus gewiesen. Die Deckung der Roten durch Dold allein betrug 48,1 Proz. gegen 53.9 Proz. in der Vorwoche, diejenige durch Gold und öeckxmgSfähige Devisen 52,2 Pro^ gegen 58,8 Pro-, in der Vorwoche. * Lebhafte Entwicklung des landwirtschaftlichen (Genossenschaftswesens. Nach der Statistik des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften waren am 1. August 1928 vorhanden: 110 Zentral genossenschasten, 20 609 Spar und Darlehn Kassen, 4659 Bezugs und Absatzgenossenschaften, 4254 Mol kereigenojsenschaften, 10670 sonstige Genossenschaften, zusammen 40 302 landwirtschaftliche Genossenschaften. Der seit Beginn dieses Jahres erfolgte eftektivc Zuwachs an Genossenschaften hat damit die Zahl von 200 überschritten. Der Gesamtbestand erhöhte sich im vergangenen Monat um 32 Genossenschaften. Fast in allen Gruppen überwiegen die Zugänge bei weitem die Abgänge, insbesondere bei den Molkereigenossenschaften (23 Neugründungen bei nur drei Auslösungen) und bei den „sonstigen Genossenschaften' (45 bzw. 24). * Die Lage im Dill ae biet und Siege r l a n d. Der Landrat des Kreises Dillenburg hat den Kreistag zu einer am 8. d. M. stattfindcnden dringlichen Sitzung nach Dillenburg einberufen. Auf der Tagesordnung steht die Fürsorge für die seit 25. Juli ausgesperrten Metallarbeiter, die bekanntlich auf Grund der neuen Rechtsprechung eine Erwerbslosenunterstützung nicht beanspruchen können. Zur Aussperrung der Metallarbeiter im Dillkrers- qeßfet nimmt nunmehr auch die Verwaltungsstelle Siegen des Christlichen Metallarb'eiterverbandes Stellung. In einem Bericht heißt es u. a., daß zunächst abgewartet werden müsse, wie sich die Vor- hältniffe m Dillenburg gestalten. Wenn aber die Aussperrung von 100 Betrieben mit insgesamt 25 000 Arbeitern im Siegerlande Tatsache werden sollte, bann hatte der Christliche Metallarbeiteroer' band dies für ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. * E i n deutsch-rumänisches Petro- le umunternehmen. Die ..Redeventzau So ci£t< Anonyme pour ^Exploitation et le Commerce des Prodmts du Sous-Sol, Bukarest, die nach dem Kriege als erste rumänische Pettoleumgesellschaft das Exportgeschäft nach Deutschland wieder aufgenommen und durch Errichtung größerer Lager in Hamburg das deutsche Geschäft stetig ausgedaut hat, hat jetzt unter der Firma „Redeventza" Derttsch-Rumänische Pettoleum Berkmifsgesellschast m. b. H. in Berlin ein besonderes Unternehmen gegründet. Aufgabe btr neuen Gesellschaft ift die erweiterte Telirierung des deuttchen Marktes mit rumänischen Erdölprodukte^ insbesondere mH Leuzin. "Bamberger, Leroi & So., A. -G. 3tm Unmcrfatoerfammlung beschloß Kavft.alzusammen- (egung wm 3 Millionen auf 1,5 Millionen Mark und D.edererhöhmxg aus 3 Millionen Mark, wobei die neuen Mtien von ten bisherigen 2flta>nargruppen gegen Barzahlung voll übernommen wurden. Der Abschluß »ür 1927 sei dieser Tage zu erwarten. Im larfaxbcn Jahre sei da» Geschäft wesenllxch günstiger gewesen und man erwartet für 1928 ent befriedigendes Ergebnis. frankfurter A^rndvörse. Frankfurt a. M 3. Aug. An der Abendbörse war das Geschätt lehr still und die 6thn- mung zurückhaltend, da die unregelmäßigen Reu» potter Ansangslurte verstimmten. Die Kur»vev- änberxmgen gegen den Berliner Schluß waren werft nur gering. Einige» Interesse bestand für Scherdeanstal., bi« 1.5 Prozent anzogen. 23oxt den Zellstoftwerten waren 2ttchafrenburgcf-ettoa» gefragt und 1 Prozent fester. I.-G.-Farben. Glekttolverte unb Schiff ahrtsaktien waren bei klein st en Umsätzen knapp behauptet. Anleihen lagen still. 3m Verlaufe kamen kaum Umsätze Sultanbv. Ablbsung»fchuld 17,50, Barmer Bank 142,75. Danatbank 268. Deutsche Bank 166.25, DÄconw 160, Buderus 86.50. Geilenkirchen 137. Harpen«r 152. Weste regeln 258,50, Mannesmann 138. Phönix 94.75. Rheinische Braunkohlen 280, Rhernstahl 145, Stahlverein 97,25. Adler- Werke 121, AGG. 175. Bergmann 196. Daimler 105, Scheide anstatt 208.50, ö-olzrnann 143, Karstadt 214, Rütaerswerke 108 Sternen» 368.25, Zellstoff Aschaffenburg 166 biS 221. Waldhof 295,50, Hapag 166L5, Vvrddeuttcher Lloyd 156,25. Berliner ti-ru. ittc.rbörje. Berlin .3. August. Unter dem Eindruck der nachgiebiger, Meldungen vom Derlauf der Liverpooler Börte eröffnete der Marit in ruhiger Haftung. Geschäft in Auslondweizen kam heute kaum zustande, da die Tifofferten für Ablader höher lauteten. Auch das Angebot aus zweiter Hand, bas sich für Roggen im Preise niedriger stellte als die ersthändigen Forderungen, fand wenig Beachtun». Don Inlandgetteide wird neuer Roggen zur schnellen Liesenmg ziemlich laufend gehandelt, die Gebote lauten heute etwa 1 bis 2 Mark niedriger. und September-Lieferung hat ruhigeres Geschäft, da Roggenmehl per später erneut weniger beachtet wird. Hafer alter Ernte weiter wenig angeboten, Preise stetig. Dmtergerstc unverändert ruhig. Am Lieferungsmarkt gab Weizen durch- schnittlich 1,25 Mark nach, auch Roggen lag in allen Sichten im Preise niedriger. Es normten (1000 leg,: Weizen, märkischer, 237 bis 24u, September 2M bis 253, Oktober 253,75 bis 253, Dezember 255,50 bis 255,25 (matt): Roggen, märkischer, 240 bis 243, September 248,25 bis 218, Offob; r 248.50, ber 249HO bis 248,50 (jdyroädjcr). Eingesairdi. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Pubkikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Szene auf dem Gießener Wochenmarkt. Eine Witwe hält verschiedenes Gemüse im Gesamtwerte von acht bis zehn Mark feil. Sie geht schott längere Zeit, seit dem Tode ihres Mannes, auf den Wochenmarkt. Im vorigen Jahr konnte sie wegen Krankheit nicht hingehen und versäumte darum das Nacheichen ihrer Waage. Lin Herr in Zivil tritt an die Frau heran und sagt kurzerhand: „Zeigen Sie mal Ihre Waage" Die Frau gibt ihre Waage hin Der Herr betrachtet sie und sagt: „Die Waage ist beschlagnahmt, sie ist nicht geeicht." Die Frau ist erschrocken. Ich stehe daneben imh frage den Herrn m ruhigem Tone: „Smd Sic nom Eichamt?' Der Herr. ,,3d) bin von der Polizei." Ich frage: „Haben Sie einen Auswci- Der Herr: „Ist die Waage Ihnen*" Ich: „Nein!" Der Herr: „Dann geht S,e da, gor nichts an." Und zu der Frau: „Nun wird die Dange erst recht beschlagnahmt, weikSiesoeinen Nachbar habe n." Ich frage: War dies recht von dem Herrn? In ollen Zeitungen wird darauf hrngewiesen, Personen, welche angeben, in amUicher Eigenschaft zu handeln, nach ihrem Ausweis zu fragen, und hier wird einem auf die ruhige Frage danach, geantwortet: „Das fleht Sie flor nichts an?" Gewiß, es ging mich gor nichts an. Ich kannte ja auch zusehen, wenn irgendein Gauner der Frau ihre Waage wegnahm. Jedes weitere Wort roäre in obigem Faste überflüssig gewesen, wenn der Herr sofort gesagt hätte- „Hier ist mein Ausweisl" W. V. Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zissern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombarbziusfuß 8 Prozent. $ranMfurta. M Berlin 94H16.! Aar* WufcD übtnö- Mrfe Schlus,- Xure | Mtolubh mittag- bör[< Damm 3 -8. | 8.8. 1 8. 9.8. 6% 1*L edthfinldte o. 1997 . Tt «nL-flU-'.1 . rtittiö mit «uS ”1 87.25 67.5 io|..9ted)trn ..... — i 61 51 61 TeflaL otjnr Lulo^NeL« . . . 7% öt-Btfl. pw.-et en- tünnfi« Ml 1983....... ÄlrhrlW tt)P..«art 9tqn • »olBpf......... — 1 17 5 90 17.8 17.5 — 75,35 — fl-ö.a. a6y. ODrtdffl«-CBflearton. rüdKÄlS« 1983 . . - — * 4% »tfiroetj. — — — — Cetttrrrlrfrttoe »oltrte.. . . — 4,-0% Ctlirtt öiltrrrtE. . , . . 4% Ctflrrrrldi. cinftrttl. «tt. . . 3.35 3.13 3.3 — ■ — — 1.9 4% Uiioartliftc Goldnr...... 35.7 35.73 25.7 4% Un^-.nlrtw 2 'c.Jtrt. e. 1910 . — OMfll. oon 1918 .... — * — 4% UnaonlAt fhvnenrtr.. . . . — — — 1.9 4% Züxt SoUarlety v. 1911 . . 4% I artliche ülaoOat&a&n^Lrt. — — 10.5 10.6 trfrtr 1 ........ tt 11 tt 11.4 4% Mfll ,- erte II ..... 10.25 10.5 10.2 4% »tu m»neu coneert. We. . . - ».75 3.3 — 4H% eotoanL eoe 1913 .3.35 22.65 33.4 38.5 «D». Tninfi« Wien Mm . *¥i — <64.25 165.75 201.6 pamdura-SuittUa dakrt ... 8 T-amplf». . . 9 166 168.4 Tamp .................. . - • Ittt^Äael ...... 18 1 — 144.75 288.5 i14« 'jrranirfiirt a. M Berltir . J Schluß- «ur, | 3d} lug* Abend- b6rfe Datum : | 2 8. S 8. 3.8 S.8.»............9 Bergmann ........ 9 Crletir. Ltesrnmge«..... io Lüte unv er.nt......io gelten » »utHeamne. .... 6 »H. f. «ekn. hntrnu. ... 10 Äamb. uäfhr. Lcrte .... K> Ätehi-tirfn........9 .....1" odwfen ...... e e e. 8 Siemens * HaM» ..... 12 Ir.mftatrto ........ B Saömeoet Ada.......10 Buaenrs . . ....... 6 reursche Srd»!.......6 (tfientr Skrinkvhl» ...... 8 dknrnertSfnrr ... f. H 9-4 I IIII II 8 ÄXfe Bergbau .•••••■•8 eidcfn*rw5 173.5 :i: 175 196 176 218 174 196 174 217.25 178 196.75 175.75 818 132 239,5 197.5 J63 176 84.5 139.5 132 261 368.25 177 86.5 141.25 132 257 -5 157 131.6 239.25 197 364 5 145.75 175.5 85.13 140 132 261.75 157.75 151.5 241.5 198 ’ 368.65 148.5 177 25 «6.5 1,0.75 135.75 149,5 124.5 136 .1 .'7> 143.25 137 158 255 138 — M.75 280 145 124 135.25 150 138.5 242 73 1.5 143.5 136 112.25 104.3 117.75 93 271 144 124.76 137 151.5 137 889.1 12b 133 7a 138 113.5 1*5 118.1.1 »4 6. -81 146 33 Stfbrd Stwrnni .... 7,2 ftexetaiat,- .....6 CtntH Siner . ..... •* i «afi 'AyrfKtfl'txn .... 10 S^^ hfz» ... 15 e artw-:- Jn <#B9 ... U • ......li 75.75 Ä 445 | 288.5 I-" 27.36 iM KW 96.75 47.5 232.25 256.5 444 «1.26 tbu 9, 65 49 ■1 359 450.25 «7 KO. 13 Jrcmlfurt a ® Balin SOlufc»; Am Sdilußh bflrfe 5 Ahi». Tatmn: 1. 8- 3. 8. 3.8. 8.8. X>h41lpv t- ;.:iann . ..•••! Heibelberver '!cm-nt.... 10 dement Sarlllavt ..... . 8 eanfc 4 Freitag......10 5d)uIiteH Datzenteter ... 15 Cftwertr ........n «er. OManstof!......18 . »•••• SSEIISSKU^::: « Cfrn.ottrnhitgrr Sana . . • 7 Tei'auer «a4..... • • 8 Salmler <5h>totee ...... 0 Demag ..... 0 «New* Knet......» Laow. Lvewe . ...... 10 Rat. «tntonwW ...... 0 CrenOetB 4 ..........6 Le.-n-ard ............• gamati-jRejpm ■ ...... o ."xtcnfl. ieufeitiiea •••••• ® .ittynrt 11 teulUenßaeM .......® ...................8 ....... 1'^ ■J.'ctanulma ....... .6 ■fc'etrri Ueton ..... 4r-,r. 10 •erp: » H«tr«r......f LüLd. Z-cker........8 B«xi 141 137 167 144 293 218 tiW.5 121 — 20.5 130 ZI r3.1 114 ne IW 306 149.5 uvtra. i i i 2 ■ yt’-u. । । i .iii a । ä । । au । । । । uZÄL r40 M3 ytn.25 578 496 493 129.5 IM.76 108.23 56 122 236 132.75 263 31.25 70,72 127.5 85.5 - 139.75 58 tut 207 149 I-.1" s:-3l*551 :■1 «3 ,c5 8 5 rertm. 3 hsa . fnr -immlastttte Xm ..... -kigäche F-nea ..... . injhSfc «Kl IICC’II » u fl .166 ». J5 I.M J.30 ’ f.lRv ■ M. 5m 112.13 20, M tterfm t flaqufi mcio ■ .rrant ' '•je iacen . . . boilartDrfche 9h)ten .... 14,41 167,91 16.47 IM.59 ^taltanldr 'Jiotat...... 33. m 22. Nonvecrdche Noten..... 111 40 113.04 7 ent<(t Ceiterr . i too Krone» V4.fi'. 59.29 Rumänische Noten ...... Echwevtsche Noten...... 3.6 3 3,55 in.» llS.rj Lchweucr Noten ....... Lvauisttze Noten....... 90.72 41.01 r-8/,-3 TlcdechoncwEchc Ntern . . llnoarvche Noxen K.3X 13.14 78.05 DevFeumartt Derim—Frankfurt a. 1 Telegraphische lohalil nnf. 2. ffe«irt 3- ttugutt Ätmitdx No» ran.' -innttche dk(6 Oomruna 8nef SrtP 1.767 169. W) uhi 168,14 1. 7t>5 168.46 1.769 •8.1» 5»,» 58,25 58.37 111.79 l13.01 111.79 113,01 Qcpenixiflcn 111.64 H2-* 111.82 111,04 € Tt^lbOl iv 112.04 11».Ä 112.Oj 112.-7 brinnoiort- iU.Ä4h .1.905 IO.6M) 11, MS 10,511 21,9«. 10,501 21.946 -■fl. »,^78 M.M 20.373 1.1125 4. IM., 1.1590 4.19.0 Trrrtl.... IU.J8 le. n 16.47 10. M 5 50.765 88,01 ».70 ’ranen . »".M iS 06 si n 6".»5 1.591 1.895 I.B91 1.695 Adelte». 1.4« V.A-jO >497 0.49» Sten tn ® - Cdt tiwft 4»,O7S <0,195 -9,055 M.173 froa >2.412 U.432 12, *01 12.433 bthreö ■ 7.371 7.32^8 7.373 Sa?»e.028 Äfadon '9, 13 19.17 19.M 19.43 7c-ra S1.» 91.46 ■<1.30 51.4« »0: rf mht. 2.136 4.16, 2.143 2.147 Rrterf 5,113 >.125 .41, »,4Ü »Ai.cyi 1.1« 4.191 4.183 1.190 Uns • T3 4-V1 4.:.-v< 4.25-1 4,380 Cairo . . . 20.85 20,90 . 20.898 Schwedin führt jetzt mit 12 Punkten vor Lr Kahl Deutschland 21 P, Dbtrll. f) 61 ter liegt mn VP. an fünfter, DbertL Hox mit 37 $. an tz Aelle 3än>incrk$tnn(anb führt im Zelmlamp s Sm Freitag begann der Olymp l s ch e Zehn kämpf mit Den -onlArren;en 100 1Rder, Kugel stotzen. Seiffprung, j)edWprung und 4tX) Meter. Noch Austragung der 10l>Meter, de» Äugriftofwi» und de» WeiNprunyes liegt der yntne 3d r oi n e n oor bcm Schweden Ianjfon , S tewar t-USA . PrjöIa - Finnland, Meier- Schweiz und W e I felg - Oesterreich Körnig ist Dritter im 200dXetcr£auf. Der nun doch noch angesetzte Entscheidung», la u f für den dritten Platz der 200 Meter zwischen KSrnig und dem Amerikaner Scholz kam nicht zustande, da scholznicht antrat, somit erhielt allo Körnig die Bronzene Medaille Deutschlands Ruderer in Front. Die öorläufe der Nutzerer brachten mit Ausnahme von § linsch » 'Jtieberftrge nur deut sch e Erfolge. 6o gewannen hn Riem en-Zweier ohne Steuermann Deutschland in 8.14,2 vor Frankreich, USA. vor Lelaien, Italien vor Hol land. Im Vierer mit Steuermann siegten Deutschland vor USA. in 7:19,8, Schweiz oor Frankreich, Ungarn vor England, Japan vor Polen, Belgien vor Monako und schstetzstch Italien im Alleingang. Im Achter war Deutschland vor Frankreich (kn 6:33), Kanada vor Dänemark, Polen oor Holland, USA. oor Belgien, Italien vor England. Argentinien ging allein über die Sahn. Die endgültige Placierung im Segeln. Die bet den oly m p sichen Segelwetk- führten in den drei Stassen erzielten Zetten und sich daraus ergebenden Placierungen sind nun mehr bekanntgegeben worden. Ts ergibt sich dar aus, dah in der 8-Meter Klasse Holland vor Norwegen, Schweden, wrohbritannien, Argentinien, USA. und Frankreich liegt. In der 6 Meter Klasse placiert» sich Norweaen oor Schweden, USA, Frankreich und Deutschland. In der 12-Fuß Iollen-Klassc ist die Punktplacierung, in beiden Abteilungen Zusammen genommen, folgende: Norwegen und Finnland je 1 Punkt, Belgien und Dänemark je 2 Punkte, Deutschland und USA. je drei IX. Olympische Spiele in Amsterdam. (sechster Tag. - Büchner Dritter über 400 Meter. - Unsere öderer in Frsrtt, nur Flinsch scheidet aus. Dtr MW-Meter-Endlous brachte dem Sternenbanner den ersten Sieg in den CanfWreVen der Olympischen Spiele «28. Jör Deutschland brachte riefe Enlschridung eine neue Enkidu schnnß, denn der Magdeburger Büchner konnte, nachdem et al» Erster in die Zielgerade ein gebogen war, den dritten Platz nur mit Mühe und Tlol gegen den Engländer Linke! hall«1- Born halte sich nutet bellen der Favorit B a t b u 111 (US#.) Öen ersten Platz oor dem Kanadier Ball jlrmfld) ßchrr erkämpft Ster) gelang e» noch, den Amerikaner Philip» abzuhängea. Da» Lrgcbnl»: 1. Bot- bnttl (USA.) 47Z. 2. Ball (Kanada) 48: 3. vuchner (Deutschland) 48.4; 4 Vinkel (England) 48,0: 5. Stör, (Deutschland); 6. Philip» (MS#). - vüchner halle seinen Z w i s ch e n 1 a ■ | in 48,6 oor Philip» and Linket gewonnen, mährend Stör, in feinem Zwischenlauf Dritter hinter Baü (48,6) und Barbutti geworden mar. Kurz vorder war auch die Entscheidung im 5000-JBcltr-ßaufen erfolgt. Erst nach Z Kilometer hatte sich eine Spitzengruppe «b-.ldri der A u r m i. Aitola. Wide und der Amerikaner Qermonb angehörten. AbS dann di« beiden Finnen noch mehr auf das To brudten. hatten auch Wide und Ler- mono nicht« mrbr xa bestellen und fielen eben- lall« ,ytüd. Al« die letzte Runde angdäutet wurde lagen Ailola und A u r m i etwa sechs Titrier vor ® l & e und Lermond Auf den letzten 100 Meter begann dann Aitvla zu spurten, ohne dast Aurmi ihm folgte. Al« dann auch Wide verzweifelt zu kämpfen begann, achtete lurml nur darauf, bah der SdHucbe nicht an ihm vorbeikam. Sobald Wide auf gleicher Höhe mit ihm war, legte sich lurml wieder in« Zeug und gewann dann gleich etwa« Bvriprung. So kam e«. dah er nur einen halben Meter vor Wide cinlief. Da« Irgebn:« 1. Rikola (Zinnland- 14:38: 2 Hur mi (Finnland) 10 Meter; 1 W de Schweden» »/, Meter. 4. Lermond (USA.' 50 Meter: 5. Äagnuffew (Schweden). 6. Äinnnnen (Smnlanbj. 3m Zehnkampf erziriten untere vier XeiL* nehmer Ladewig. Barth. Lämperle und Huber in den 100-Blricr- und 400-Bteter- Häufen recht gute Leistungen, fielen aber im Hoch- spruna, Äugeiflofwn und Weilsprung zurück, lv dast fte sich im Sriamtergebni« am ersten Tage nicht unter den ersten sechs Teilnehmern zu placieren vermochten. Zur Zeit führt der Schwede Iansson vor Iervinnen (SrnnlanR), Steward (Amerika), 3 rjöla (Finnland). Doughirten (Amerika« und Wessely (Oesterreich). Auch in der vorletzten Hebung de« modernen Aünfkampf«. dem Drost-Country-Lauf, konnten stch die deutschen Vertreter nicht zurGeltung bringen. Oberst. Hölter wurde 13., ßt. Kahl 19. und Oberlt. Hax 20. Die Olympische Auderregatta wurde mit den Hoffnungsläufen der am Bortage Unterlegenen fortgesetzt. Der deutsche Sinermeister Ftinsch wurde von dem Dänen Schwartz geschlagen und scheidet damit vom Wettbewerb au«. 3m Borlauf zum Bieter o.St. mußte sich die Mannschaft de« Dresdner Auderverein« von dem mnerikanllchen Boot mit einer Länge geschlagen bekennen. Am zweiten Wettfahrlag der Olympischen Segelregatta belegte da« deutsche 6-Meter- Boot „Pan" nur den vorletzten Platz. Der Schwede Thofeli führt im Fünfkampf. Im Modernen Fünfkampf wurde am Donnerstag der Fechtwettbewerb erledigt. Hinter dem Dänen Jensen erwies sich Lt. Koh V Deutschland al» bester Fechter. Lt. T h o s e l t - Punkte, Holland und Ungarn je 4 Punkte, England und 3ialwn k <5 Punkte Co folgen Spanien, Schweden, Sübofrtta, Lettland, Polen, Schweiz, Frankreich, Oesterreich. Tschechoslowakei und Monako Äierabend der deutschen Dlimipia-eabor-mmg. Amsterdam, 3 August. Dir deutsche Olnrnpiadeadordnung nerfammelte am Donnerstagabend die Mitglieder der anderen Abordnungen zu einem Bierabend. Rechtsanwalt Lang von der deut,wen Sportbehörde begrüßte die Gaste. Darauf huldigte Dberbürgermeiiier rr. Jarres (Duisburg« den deutschen Teilnehmern, die durch ihr ritterluye» Auftreten wahren sportlichen Geist gezeigt und zur Annäherung der Völker beige tragen hotten. Mit wannen Worten würdigte animiiestrnd Ezzellenz Lewa Id die Leistungen der deutschen Mannschaft Wenn sie auch nicht überall den ersten Prei» emmaen habe, (et hoch Me deutsche Flagge wiederholt gehistt worden. Man dürfe nicht nrrgeffen, datz m einem Weltkamps zwischen 45 Nationen auch der dritte, otertc oder fünfte Platz ein Sieg sei. Darmträgheit und Stuh^verfiopsung. #u» der Prnris eine» Unloersiläl»prosrisor» Sruhloerstopfung wird in der Regel dadurch ver- ursacht, dah der Darm zu träge ist, um genügende (Entleerung herbetzuführen, üs ist daher unbedingt erforderlich, den Darm allmählich wieder zu regel- mästiger Tätigkeit zu erziehen. Hierzu empfiehlt sich nach dem Urteil eines bekannten Universität»- Professors die längere Anwendung eine» ausschliest- trch aus pflanzlichen Dcstandteilen zusammengesetzten Absührmtttel». Dabei gewöhnt man sich nicht etwa an da» Mittel, sondern Infolge der fortgesetzten gleichmätzigen 'Anregung der Darmtätigkeil an regelmäßigen Stuhlgang. Diese Erfahrung wird jeder bestätigen, der die rein pflanzlichen Apotheker Richard Brandt'» Schweizerpillen gebraucht Sie wirken mild und doch unbedingt zuverlässig abführend und gewöhnen den Darm an pünktliches Arbeiten. Der Preis für die Schachtel betrögt eine Mark und fünfzig Pfennnige. Illöss nen Ballen-Allstate für die Kleinen!! Mk. 2.90 Mk. 0.90 1.90 2.90 1.90 0.90 Modefarben . .. Mk. Mit. Schritt • Mk. patte 2.90 1.90 0.90 Mk. Einsatzhemden 2.90 1.90 0.90 4-6 Mk. 2.90 0.90 2.90 1.90 Mk. Kneter. 3.90 Herrenhosen !■ Trikri, GröBe 4-6 Unterziehhosen la Trikot Paatelifarben Damenstrümpfe feinste künstliche Seide, fehle**- frei neueste Farben . Mk Herr .'Einsatzhemden extra starker Trikot, mit mod. waschecht. Einsatz., Gr. *6 Mk. Selbstbinder reine Seide letzte Neuheiten .. Herren-Socken kräftiger Seldenflor, moderne Damenschlüpfer la Kunstseide, mit verstärktem Hosenträger starkes Gummiband mit Leder- Kinderstrümpfe kräftige Qualität, schwane und farbig, Nr. 4 1 Paar Mk. 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