Prozent. Irenen ten ■ .1. " htlchr !?•£ j.i^ fcä fcg E. 7< ! ,S > 111, I UljJ , 10,15? 22,0^ 20424 s KZ öS 68,8» Ä Ä 17,8? 81-^ «•iS 4,# 118.44 SiS 68.« J,«5 IlS.g 6S (J, ’B- fe; ili£ r§ S.u 1,18g tfc* 5: S d-* ME M, 16L« 21.« UL« 68,70 2,595 111.78 80,31 69J" 12,3« 72 70 1,785 58,816 1U,«J 112,02 V.« 10,5« AW» 20,3? -ffi & !Z 12,75 7,355 rt.« M । 17'L I *a i 5,485 175 JO-«« achrichirn. '^er Ojtanflug. & die Bcrljanblungtti ubn 1 Jlug nach rimnika we le ^°schine wird eon bew t Dcroeti, und ab lmtjtR der jlugieugiüljtr mchen leilncfjmen. Btto jelmäbigen Cuflonfeljr ai- -Jlürnbetg. Vie JnllMfa islug gehk von der Wie« lillenz au», die berat» ^lotcnflug mllgr. lot’ ist der Jlugplal) K u d (Sdjroa^atat) in lu»|to ijinc wird in den nädflrr Dei jlug wird bann )uno4* neU (3ilanb) füllen, r, » stichlest von dori Jltnuff boneU wird vielleicht ot st an dem jlugc l*M ns in Beilin von h Ja- i) bestätig!, daß bit Urrtanb }ean|lug lalsM,tilril läßt sich übet kn Zeil och nicht» lagen, to et naht- ind von den ikchnstchen lot- 'st- fehlte in Sreßn, o ß M'/chen einem Äl< f n* ten 2?otorra6ereignete gen 10 Uhr in bet Wv )ot b« »W -V iet Sinti vchS! MtnDvtvrtad getabrer../ coet Deg zu gelangen. -. irte 'Beile geriet er auf Da ,t einem §anomag'vt ui' )urbe dabei von der Match Sei dem Zulammenpratl >- »ach Ä^aiSobr einf^ M UnÄ4^1,4 (***. rbeiter Heinrich So-, ^^erabfalte» durch Üblich« n Brette , ungen. ®wo *&&*> ffivvia ---- 6Dcrt4uft Allerlei, 5* s*<- ?9*nn des ung von LE?' ctt°nncn, bie fatLm n -b.°dL7^B zwlM 'lOi^L Nr. 105 Erster Blatt 178. Jahrgang Sreitag, 4. Mai 1928 8rfä)ci*i täglich, autzr- Sonntag» iwb ^«ierteg» Beilegen tBUßena ^amdtenbltoei Heimat >m Stlb Di» Scholl, Bleeai»*BejigiFiet«; 2 91,td)smarb and 20 9irtf bring über baS Thema: .Was ber evan- ‘ gellsche Wähler wissen mub “ Seine Ausführungen wandten sich in erster Linie gegen bie Stellungnahme des Evangelischen Bundes der bekanntlich In scharfer Form vor der Zersplitterung deS Bürgertums durch Gründung neuer Zwergparteien gewarnt hatte Wer wahrhaft am evangelifchen Glauben hange, der dürfe eS nicht mehr länger mit ansehen, wie seine Belange von den sogenannten groben Parteien in eine Shene mit allen politischen unb wirtschaftlichen Fragen gestellt würben unb bann auS irgendwelchen Rücksichten womöglich hinter diesen zurück stehen mühten. Tie Deutschnationalen hätten von vornherein in der letzten Koalition den KonkordatSfordcrungen deS Zentrum« ein klares .niemals" entgegensetzen müssen, bann hätte sich baS Zentrum auch tn ben Sinzclfragen des Schulgesetzes nachgiebiger gezeigt. Bei der Stellung der Deutschnationalen Volkspartei aber hätten die Katholiken kein sonderliches Interesse an einem Gesetz haben können, da« ihren Wünschen nicht genug entgegenkomme, da sie ja bei einem Konkordat viel besser fahren» würden. Die Deutsche Dolkspartei betone immer ihre konfesfionelle Neutralität; für einen rechten Protestanten gäbe eS aber In religiösen Fragen keine Reutralität, sondern nur eine ganz positive Stellungnahme. Die übrigen Parteien betonten entweder ganz einseitig wirtfchafUiche Interessen oder stünden dem Glauben feindlich gegenüber. So sei nicht« anderes übrig geblieben, al« aus ben alten Parteien auS- Autreten unb einen neuen Weg zu suchen indem man sich mit den Kreisen verbündete, bic auch der Meinung feien. Vast ber prolestan ifchc Glaube die Cr.iobläge eine, jeden LI deraufbauS unsere« Vaterlandes sei unb deshalb vor alle wirtschaftlichen u d fonstigenFragen gestellt werden müsse. Diele Kreise feien die Konservativen und die Völkischen, mit denen man sich zum Völkisch-Rationalen 2)1 o d zusammengefchlossen habe. Reichswahlvorschlag der Volksrecht-Partei. Berlin. 3. Mai. (XXL) Auf bem Re ich s- wahlvorfchlag ber Bollsrccht^urtci "dMMie.-O' UKhtf- Cm ö ius$i6<' soosweweii 'n***«' n6,dVt* rpr pitnf ihtflcn mn de» wmdt 0>e eooen Stationen ncncndcn Za* ten geotn j.t Teepe'itv« an 0.» Limen #erp-ndee Orte eit aiticfiCM U’ "eeresn-veau umoererhnrtr» Len*-« TScltcrvorausjage. Der hohe Druck über Skandinavien hat weiter abgenommen, aber an Umfang wenig etngebüht. Die aus dem Hoch stammenden kühleren kontinentalen Lustmasscn suhrten auch bei uns in der vergangenen Nacht die Temperaturen zurück unter dem Einsluß des aus Osten kommenden Winde», der zunächsr nachts kühleres, tagsüber vorwiegend trockenes und heiteres Wetter 'chofft. Noch dem Abilouen der Ostwinde und Umdrehen noch Süd- osten macht jedoch die Erwärmung wettere Fortschritte. Vorhersage für Samstag: Aachts kühler, taae- über meist heiter mit Erwärmung und trogen. Lufttemperaturen am 3. Mai: mittags 22 Grad Celsius, abends 12R Grad Celsius: am 4 Mai: morgens 12,1 Grad Celsius. Marimum 22 Grab Celsius, Minimum 6,8 Grad Celsius. — temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 3. Mal: abends 16,8 Grad Celsius, am 4. Mai: morgens 13.3 Grad Celsius. — Sonnenschemdauer: Hf Stunden. Mifchastsfragen im Hessischen Landtag. jnanti* 3»|W 1 richt II 1XQ7 i hielt e oenbtr tyn 3 fiir bi trW Der ki»r L_. M fcÜ.dfK fjeii, i° yldliot nun n- ü ÜM ' UM" biicllor jr ® 1 r .-üfttn- Achtson vichtal. WM 6« n>jr fii sernlag btn Ä Militär 8m» wurde Haupt erzählt aus ffi er Ipöfc 3n ® Brnrun edhrflal 6o roat in ben der ®i herovn SMku trtin grauen lidftn f terstügl (N der ftchM «erdie gründ tnlonr sigenb do; r jjänbi 2fn argow feiner Mülle «tgm WT Co btn un ende 7" U •U qjr }lut i ^eamtin L. &»*s% Ägtes heb erT^ l pti2 'hen blei? UnHS ‘XibfQ-pt, । en ob" itoite uich, h *f 2ftk- Ltoat- IW 1 tz4te u» r Kchuf, „J$3n «1| ^«iirngT^'to Mcauf im ; rc ’tr 1 25 bii Ä? *«e® 1 Homburg. < ’M >|l ein grober *»„ k '? Wmmi, t,U!. teu"nÄ e ”,fhi)Qd)tfr ^furrmA. ^•NoleeftSÄ 'hä’"9'*" jjn «tobt eine ar*, inmebr mürben bie Wb SAr5k t,onn^ Mf nber njktjnn | flnil) a^M Em Dertch an ®enidw.. nidjt zu beUngen, bo* *. lammen umqrtommen Jrr »rannten haustr war« runfl in CdlgaQn. atlotoa In Ltllg:> r- wühle eine Jertfrt arten DindeL t't a»> ftn lang toüfdt 21e dir Kreisstadt Losdni cinlr.l ereits einem filatn- u starb in|ok hnrltzln-t, Haus ergnfltn. fionffanlinoptl raten tördstohe am W.- ich/ in öe/rächliichkl rcn Don einem /»umffen Ken begleitet. M '• b Umgebung ma&': '• ng Mbar. 2n kutc: e unb besonders hef- Len, von denen der • ielunben anhielt. 3n h weile Mauerrille mb Lobeslalle foWtc «bc chichabens liegen Angabe, TlaiM Krttl * chuu,t in Uirßen an Öen ou»gtn einer lajuxun DpctuLon, ö mit der jloh „uhr gut" U.» iuigte oer ooigeiä)(ieüriie butiabi.gt, piail.|4)i !bu.uri< ilungebirift bei den Just Lvehuroen in W<, bui, sowie beim Mreiaaml unu oei Rechi»anu»aU Mussot m Darmstadt. Im Maij 1890 bcstand der nun Heimgegangene die Etaalsprusung für den höheren Just z und Hera>ailung»taenfi öoöann beichustigie er sich b.» ju seiner eiidguitigen Her- rot iioung un Staut»diensl bei .stccht»anwallen, u. a im Jrui-zuhr IbVU auch bei dem Damaligen Ncchls an wall v Brentano, dem spateren hessisiyen Jasti,; und Innenminister Nach längerer Hermenbung in seiner Tenchli^ astessoie>i-e>l al» all in Giesten und Hübingen leistete er richterliche Lushilse am Hmt-ge- richt II in Darmstadt, wurde im Jahre 1894 zum 2Imt»richter am 2imt»gerichi Butzbach und im Jahre I.S97 gum Lrnterichter in Diesten ernannt. 1903 erhielt er den Lharakter al» «mtogerichtsrat, im fol- genben Jahre wurde er Landgerichl»rat in Diesten Im Jahre 1913 trat er in den streidausschust ein für die Wohlzeit bi» W19. in letzterem ^hre erfolgte leine Beförderung zum Landgerichlsdirektor Der i)cimgcgangene erfreute sich nicht nur bei Ieinen Beruf »toll egen und in Anwaltskreisen wegen einer au.g, je.ch etcn richierlichen Eigenschaften, sondern auch in weiten -reisen der Bevölkerung äugen seiner besonderen menschlichen Vorzüge gro- st,n Vertrauen» und besanbercr Wertschätzung Er war ein Mann van vornehmer Gesinnung, dem ee fernlag, nach der Parteien Dunst zu streben und den Mantel nach dem Winde zu hangen ©einer militärischen Dienstpflicht genügte rr als Efn-ahrig- Freiwilliger bei dem Reg.ment llfi in Diesten: er wurde in der Aeserve bzw der Landwehr bis zum Hauptmann befördert Er war gerne Soldat und erzählte fpäler gor oft Erlebnlfse mannigfacher Art au» ferner militärischen v enstzelt. Kurze Zeit war er spater Vorsitzender des Giestener Äriegeroerdn». In wahrer Humanität erkannte er, daß die Pflege verwundeter und -ranker Aufgabe derer ist, die vom Lchtrksal mit solcher Heimsuchuna verschont bleiben So war e» eine seiner Lebensaufgaben, feine Kräfte in den Dienst bes Roten Kreuzes zu stellen. Al» der Weltkrieg auebrad), war die Stadt Diesten in hervorragendem Maste zur Aufnahme und Pflege zahlreicher Verwundeter und Kranker gerüstet. Im verein mit der damaligen Vorsitzenden des Alice- tzrauenoerelns vom ■nol/n Kreuz, der unermüdlichen ft rau Geh Justizrat Gebhardt, und unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern au» der gesamten Bürgerschaft, hat Karl Wiener sich um die verwundeten- und Krankenpflege hohe Verdienste erworben Zu Anfang de» Jahrhunderts gründete er in Gfesten die Freiwillige Sanität»- fnlonne vom Roten )ireuz: er wurde ihr 1. Vorsitzender und blieb e» bis zum Jahre 1928, um dann da» Amt nach bald 25jät)dger Tätigkeit in jüngere Hände zu legen. Qfn Freud und auch an Leid hat es dem Heimgegangenen im Geben nicht gefehlt Er teilt mit seiner Gattin da- 6d>i(faf so vieler Täter und Mütter, die während de« Weltkriege« ihren einzigen Sohn verloren. 2lls junger Stustent war der Sohn ins Feld gezogen, war verwundet wor- den und muffte in der Heimat kurz vor Kriegsende an einer Grippe die er sich im Felde zu- gezogen hatte ft erben. Kurz vor Ostern batte sich der verblichene au« einem kurzen Erholungsurlaub raschesten- nach Diesten begeben, um sich hier einer Blinddarm- vperativn zu unterziehen Mit ihm hofften feine Angehörigen, feine Anftslollegen und zahlreichen Freunde auf eine baldige Genesung Eine Lungenembolie machte diesen Hoffnungen ein jähes ®nbe Mit Ablauf dieses Jahres wäre der Heimgegangene nach dm bestehenden Bestimmungen in den Luheftand geinten. So starb er noch in den Sielen. An dusterei Au^ttchnungen Hal es Karl Wiener nicht gefehlt Am liebstm werben ihn die Role Krruzm.daille. III. und II. Klasse, u.id die Hestifche Weda Ile für Kneg-verdienste ec- wesen letn. welch letzt:re Au-zeichnu g er für seine tätigieit in verichi.d neu Wostt ohnsaus- schüsscn der L'.adt u ib de« Kre.se- Siesten, sowie in der Ratio aftii hing erhalten Hit. Diele, die Karl Wiener im Ceb.'i nLH.'rtrctrn buriten. trauen um den viel zu früh Dahin- g.gangenen. Zu d esen zäht n auch seine Bui des- brüder von der a a em foe Del lllcha t .Kioster- Da- Ard nken an bieten allezeit Ichoftcru«- froh n. aufredften Wann den tnu.n D ener b.s Rechl« und der Humanität wird in feiner Hei- mal immer sortleben. R. i. p. Unfer neuer Vornan. Wir (kginnen In der morgigen Au- abe mit :.d)u g eine« n un Üo.nan«. ha- d it ftch bxAinai u n ei en Htunir.a r»mcn von Edgar Wallace, belle i Bücher zu den b:achlei.»a)«rten Au-r.ahme^ rsch. nungen Ln g ge. wär: ge' Ricsenan .bot an Ue.xrdctiung«- liLratur gebären, u ib dessen Derbreilung auf d m emhei n.sche i Bücher i.arlt durch die Qualität seiner Arbeiten g r cht.e t.gi erfchrini. Wallace brauch! eige t'.ich nrchl mehr e.nplohlen zu werden der u g.-wöhnliche Sr.olg feiner Weric auch bei un- ist aus d?n weite tr.b r mit einem Zufall, noch mit einer Modr aunc, |onb?m mit ber Caubcne.t und Ge ieg 7>h.it feiner fch iit- ftellertschen üetftuig zu begründen. Wallace ist ja übrig-n« auch in Siesten seit einiger Zeit kein U:ibe'an-iter mehr, man wird sich an den .Frosch mit brr Wa^.e' eriMt-n ber früher im .Giestener Anzeiger erschien, und etwa an den .Herer", vo i dem man sich seinerzeit nicht nur im Theater, sondern in der ganzen Stadt unterhielt. WaNac.'s Erzählungen haben ihrem Autor den «wist nicht unehrenvollen Beinamen et ne« modernen (Sonan Doyle eing?trag m; der neue Roman. den wir von morgen ab veröffentlichen werden, „Tic Tür mit den sieben Schlössern", gehört zwn Besten, was Wa!la:e bisher geschrie- ben hat u -d vereinigt alle Vorzug.' in sich, die feine au.erordenllich. n Er olge und die 24n* ziehung/.raft seiner Schreibweise er.Ihren: schöp- sertlche Pyan'a.ie » d ErsindungLgabe. gepaart mit eine n ge|u b.m W'.rZichlcit^iinn und reicher 5rebenser,ahrung. klarer, gcpl legtet Stil und liebenswürdiger Humor: dieser neue Roman strotzt von Ha.-dlung. ist g-laben mit Spannungen und gespickt mit Ueberralchu.rgen, kurz gesagt |d beschallen, da , der Leser bis zu n Snde gefesselt und nicht mehr losgelassen wird, zumal auch ein romantische« Ciebeäa ?entnier in bie dramatisch sich steigernde Haupthanblung verwoben ist. Wir glauben daher mit dem neuen Werk allen unseren Leserinnen und Lesem eine besonders anregende und willkommene Lektüre zu bieten. Neue Mittel für Studentenhäuser. WSN. Nachdem der Reichstag für Errichtung und Ausbau von Stubentenbäusern an den deutschen Hochschulen eryebliche Mittel bereitgcftcUl hat, jsi jn einer gemeinsamen Sitzung von Vertretern des Reichsinnenminifteriums und der deutschen Hochschulverwoltungen nut Beauftragten ber Studentischen Wirtschaftshilfe über die Verwendung der 9t schule in Darmstadt soll an das Studentenheim in der ehemaligen Jnfanteriekaserne ein Serbinbuna»- bau zur Otto-Berndt-Halle gebaut werden Auster den Zuschüssen der Industrie und des Reiches werden noch 25 000 Mk. vom Staat Hessen verlangt. Der hessische Kultusminister hat nun im Landtag mit Zustimmung des Finanzminifters die Hälfte des gefamten Betrages angefordert. TlofurfAuügtbid im Dogeisberg. DSN Landtag, Abgeordnete und Ministerien, die Ministeriolsorstverwallung und bas fianbeeoim für da» Vilbung»wc|en haben em Schreiben de» Vorstandes des Gesamtoerein» „Vogel»- berger Hohenclub e. 8/ erhallen mit der Bitte, bie in ber 700 Meter Höhenlage beginnenden Oberhalb- und Hochmoor gebiete de» Vogelsberge» nie hessischen Naturschutz, park erklären zu lasten Au» dem Schreiben geht beroor, dost die Tier- und SflonynbefieMung dieser Geb et. gefabrbet sei. Die Eingabe findet besondere Unterstützung durch die fachwistenschaftlichen Beiträge namhafter He.matforscher, öie Dberforftmeifter Dr Baader, Professor Balser. Professor vr. E pilger und Kar! Rudolf Fischer Das vor- gcldngene Gebiet würde umfasten die Dberwald- rig on zwischen Breunge»hain, Feld k r ü rf t n und Rudingshain. ©er Mant>o'inen-AZ?ttftreit in der Do^shafle. CC.an shr.iät uni: ?er M a bolinen - unb Gitarrenverein .Tleapollta“ Diesten veranstaltet a n 5. unb ö Mai in b:r Bo11shaIIc zu Die en einen grosten Wettstreit. Sic*ent Wettstreit geht am Samstagabend ein Zestkommer- voraus bei dem die grdstten Bercine d?r Stadt Giesten Mitwirken. austerbrm ist b?r Orchester', ercIn mit ea 45 Mann n £« wird Hem Abend ein rcichAl ize- Programm g.-geben, und zwar In Mufft. G. ang. Aad vort. Xurn.m sowie leichtathletischen ‘lebungcn. Der Pr getperrt für alle Fahrzeuge. Umleitung über La^pcl A i. d? rhSr lei,—O.-er- börkn ber Strafe Aiedrr.fte Hausen-Dibels- haufen. für alle Fahrzeug? gesperrt bis 10. Mai, Umlcitu. g über A.ederh^>r.e —Obnb. ten: Oberdieten—O verhör le > b't St.asie Aiedereiscnhau- sen—Sibe'.ehause '. gZkern vom 11. dis 25 Mal für alle Fahrzeuge. Umleitung über Olt brr- u d Oberhörlen -Sim ners ach •• H e r I o n a 11 e. In den Ruhestand trat am 1. Mm auf Grund des Altersgrenzegesetze» der Lehrer an der Volksschule zu Gießen Michael Warner. •• Zusammenstoß zwischen einem Motorrad unb einem Auto. Hin 4um Glück noch glimpflich verlaufener BerkehrSun- fall ereignete sich gestern abend gegen 7 Uhr an der ®de Bahnhclstraße und Wühlstrahe Dort kam ein Auto bie Bahnhofstraße herunter in der Richtung nach der Reustadt zu. als im gleichen Augenblick ein Motorradler von der Äüdlstraße her die Bahnhofstraße passlcren wollte. Bon beiden Fahrz.-ugen ertönten War- nungssignalc. immerhin gerieten beide Infolge der Unübersichtlichkeit an dieser Ecke aneinander. 3m letzten Augenblick haben beide Kraftfahrer, die Gefahr ernennend, daö Tempo ihrer Fahrzeuge erheblich abgeschwächt, so daß der Zusammenprall zum Glück noch gftmpflich war. An dem Motorrad wurde da» Runnnemschild verbogen und sonst noch einige Abschursungen fcftgcftelll. am Auto wurde der Kotflügel am Hinterrad verbeult, außer >em ging eine Glasscheibe in Trümmer. B.ide Fahrzeuge blieben transportfähig und konnten nach wenigen Minuten ihre Fahrt fortsetzen. — •• Der Landesfachoerband des Dach« deckerhandwerk» Südwe ft deutsch- lands hält seinen diesjährigen 32. Landesoer- bandslag >n Frankfurt a. Uh um 5. und i> Mai ab. Reben den geschäftlichen Verhandlungen soll In 'Borträgen besonders das Problem de» Flachdach- baue» erörtert werden. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Kcllglonegemelnbe. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, Den 5. Mal. Vorabend 7.30 Uhr. morgen» 8JO Uhr; Predigt; abends 8 und 8.40 Uhr. Israelitische Religionsgesellschafl. Sabbatseier den 5. Mai. Freitag abend 7.15 Uhr; Samstag vor- mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.40. — Wochengottesdienst morgen» 6.30; abend» _Las Bullrich-Magen-Salz Aut e*t Iw blauer Packung mit brte tM(6< txi »rftiUxre. 100 Jade« unObtrirofltn geqtn folgen toltditcr Trrbauuno und Sorbueti*. Korbern SU g alt» unb franko Drob« mt ®tl>rau _____________IW. »C W. BuUrWi, »ariUi W — i ißanim ärgern Sie sich immer wieder, Voß Ihre Zahnpasta beim Gebrauch io spritzt und Ihnen lebewnal 3hre Sachen beschmutzt? Verbuchen Sie einmal die BiOX-ULTRA-3ahnpafta, sie besitzt bleien Fehler nicht, sie ist besser und dabei befeu'enb iparwmer. BiOX-ULTRA Die ifark schäum ende Sauerstoff-Zähn pest- wird von Dielen Zahnättten als beste tnjiierenDe Zab pafta bezeichnet u. ielb|t benutzt. Kleine Tube 50 ) PF. täglich benutzt und Ihre Haut wird schimmernden Perlen gleichen F. WOLFF & SOHN Zwangsversteigerung Tvnncretag, den Z. Juli 1928, vormittag» 9 Uly, wird durch da« Amt-gericht wiegen, Zimmer 106, da« im Grundbuche von Gießen den Innozenz Krack (Eheleuten in Gießen zuaefchricbene Äniveien „Äm ^icgelptab 56-, Flur 5 Ar. 1215,10 — 514 qm -ofteite, geschützt 11290 NM. unb ftlin 5 “Xr. 122 = 324 qm Hofteite, ge- ichätzt 18360 NM. Dcntcigert. Dre amtsgertchtUchc Verfügung ist zur Erniicht an der Ort«täfel, Bergstraße 20 auSgchängt. Gießen den 27. April 1928. I A. des Hess. Amtsgerichts Gwßen _______Leo, Crtdqcri(bt»Dornebet. 4573D Die Gemeinde Ltaufenberg verkauft au- dem EubmifsronSwege einen fetten Simmentaler vnllen. Schriftliche Angebote pro Zentner Lebend- oewicht sind bis zum Ticniteg, dem - Mai L3„ nachmittags 2 vhr, auf biefiaer Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen bekanntgegeben werden Staufenberg, den 3. Mai 1928. Bürgermeisterei Meyer. 4594D Vei Arterienverkalkung '(t roäcbeaefübL Dechketfabrbelchwerden. Üllietttdcbeinungen uIw. ist da» bewohne Knoblauch Konzentrat Älltum ve«e««m erfolgt ei (6. 4808?. Krünterhan» Jenr. ScholetreBe .» IAuDergewöhnlich vorteilhaftes Angebot Zirka 200 farbige Oberhemden engeferiiflt aus prima El- •isser Mako Zephir St. 8.75, 3 St. 25.- Friedrich Levermann Gieflen, Seltersweg 81 «MD Bielefelder Herren - Wische llllllllllllllllllllllllllllllllHIIOIIIIIIIIIIIIIIlIHnijlllllllll Atüi kommt cd e. 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Ner- venkrAltleungsmittd behandelt werden. Allein echt mit der Herzschwester. Ist am 2. Mai nach schwerem Leiden im 65. Lebensjahre verschieden. In tiefer Trauer: Clara Wiener geb. Heb Elisabeth Müller-Wiener geb. Wiener Dr. Heinz Müller-Wiener und zwei Enkelkinder Gießen, Derneburg, am 3. Mal 1928 Die Beerdigung findet am Samstag, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Blumenspenden und Beileidsbesuche im 33. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Nach langem, schweren Leiden starb unerwartet der langjährige Vorsitzende beider Organisationen Herr Landgerichtsdirektor Karl Wiener Wir bitten um zahlreiche Beteiligung unserer Mitglieder bei der Beerdigung auf dem Neuen Friedhöfe Samstag, den 5. Mai, nachmittags 3 Uhr. Die Vorstände beider Vereine. Antreten der Mitglieder der Sanitätskolonne in Uniform vor dem Hauptportal um 21/, Uhr. 4589D Kücken mit od. ohne Glucke, laufend abzugeben. H. Baler. 03511 Heuern. 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Mai (928 Nr. 105 Zweiter Blatt nt teu; jen itiiioo ie 7, 312. •) CBflL die Artikel in Rummcr 99, 100, 10!. 102, 103 und 104. t° fein blaue, ä 3lieben, bnll., )b. . von 46100 tauf. ) Qb Psiehlt ""0 >. Ml 'reis- 03528 ke flrr, vir). Green Harbour (Spitzbergen), 28. Aprir. ^orschunqtz.ARfgabcn für General Mobile. 5. * Waodrrn ‘ ”‘ü Ansahren^ S»"Muk »er in- nJ ir Liter niflt ulhof, ine 4. gratis. Wie wir den Nordpol überflogen Oie Erforschung der Arktis ist noch nicht abgeschloffen. Don Kapitän X A DUkins. e&“f Cl,n" bll« wjJ firunölidirn Nachhilfe, ' . unterricht W CuQAn1200 1"'. an tn ^OTflQniljtnbüiit ' lOIeisanlidillt abjngcdkn oder n {«bflrtiltn. 2^ «nftoflen untj&xj an. den gith. gnt f Vereine BK i'6h* Di«,, Zs, Deutschland und die Wahlen in Frankreich. Don unterem 1.. X.-Berichterstatter Rachdruck. auch mit Quellenangabe, xr boten! Pari«. l.Mai 1928 Die franzöfischen Wahlen sind zu Ende Denn man auch nach dem ersten Q'anp velleicht noch glauben konnte — die Radikals oziallsten halten 'cst daraus gebaut —. daß eine TBcdx später bei den Stichwahlen eine erhebliche Korrektur der notläufigcn Ergebnisse erfolgen und da« Gleichgewicht zugunsten der Linksparteien wieder hergestellt würde, so ist jetzt kein Zweitel mehr möglich der zweite Waylgang hat den Sieg der Mitteiparteien und die T c r n t cb - t u n g der Radikalsozialisten vollendet. Anderer'e.ts hatten die unparteiischen Beobachter des politischen LebenS in Iran!reich diesen Sieg der Mittelparteien vorausgesagt, und ich selbst habe schon lange vor den Wahlen an dieser Stelle geschrieben, dah die Konstellation der französischen Dahlen von 1928 eine Wieder- erstarkung de« rechten Flügel« der Kammer verbürge. Dor allem ist für da« parlamentarische Leben Frankreich« die schwache Disziplin der Fraktionen bezeichnend, jene Gruppenmoral m der Kammer, die die Bildung neuer Gruppen und den Uebergang von einer Fraktion zur anderen erleichtert. Daher fonnL man sehr wohl Aendcrungen erwarten, durch die sich bei verschiedenen Gruppen und Fraktionen neue Flügel btlöcn bzw. bereits bestehende verschwinden würden. Dor allem, und das ist auch ein charakteristischer Zug für die französische Kammer und die politischen Sitten, die dort herrschen, steht zu erwarten, dah jene Aenderungen die Stellung der Sieger, d. h de« Dl« Rational, auch qualitativ bessern werden. Mit anderen Worten, dieser Dloc Rational wird die Macht die er In der neuen Kammer besitzen wird, auch zu jenen ..Wohltaten" benutzen, die nun einmal an die Macht gebunden sind: Schaffung von Sinekuren. Dergcbung von Aemtern usw. Am besten haben es der ..Quotidien" und die übrigen sozialistischen und radikalsozialistischen Organe erkannt, waS es heißt, dah die Parteien, die den ehemaligen Dloc Rational bildeten, siegreich aus der Wahlschlacht hervorgegangen sind. 3n der Tat haben die Republikanisch-Demokratische Union (Gruppe Marin) und die Republikanische Linke zusammen 80 Sitze erobert und sic allein verfügen nunmehr über 278 Sitze an Stelle von 198. die die vier Gruppen dcS Dl« Rational in der voryehenden Kammer innehatten. Mit den radikalen Dissidenten (Gruppe Franklin-Douillon-Loucheur), die sich innerpolitisch und außenpolitisch gegenwärtig in nichts von der Gruppe Marm-Maginot unterscheiden. verfügt der Dl« Rational oder besser sein gemäßigter Teil von neuem über die absolute Mehrheit, so dah er sehr aut die Radikalsozialisten (Herriot-Daladier) und die Republikanischen Sozialisten lPainlevc) entbehren kann, die sich ihm zur Verfügung stellen möchten. Welches waren nun die Hauptursachen der Riederlage de- alten Kartell«, oder besser der Radikalsozialisten und der Republikanischen Sozialisten, die die ganze Zeche bezahlt haben, da ja die Sozialisten, wenigsten- zahlenmäßig, wenn auch nicht moralisch, ungefähr ihre Stellung behaupteten? Stellen wir zuerst fest, dah - wie 1924 — der Kampf um die Frage f ü r oder gegen forschten arktischen Gebiete« führen. Da- ist mehr, al« wir überflogen haben' auch dürfte diele Flugstrecke sich wahrscheinlich in bezug auf Entdeckung neuer 3nfeln ergiebiger erweisen Viel- leicht wird General R o o l l e. der Kommandeur de« italienischen Polar-Luftschifse«. bei seinem arktischen Unternehmen diese Strecke zu schaffen 'uchen. Wir hoffen, dah er e« tut und wünschen hm jeden Erfolg. Sollte er Mihgeschick haben, *o wäre das sehr au bedauern, beim eine Verzögerung würde bedeuten, dah es. wenn er zum Dorstoh bereit ist. im Hinblick auf den Sommer schon zu spät zum ertragreichen Cang- ‘tredenflufl in der Arktis sein wird. Ter Wert arktischer Luftfahrt Alle« in allem ist die Erforschung der Polar- weit mit Htlse der Lustsahrt nur al« Auf klä- rungSdienst zu werten. Immerhin aber sind manche Fundamente von starkem wissenschaftlichen Wert durch sie gelegt toorben. AuS den von un« gewonnenen Deobachtungen scheint hervorzu- izehen. dah gar feine Inseln im mittlercn arktischen Ozean existieren, dessen Tiefen bi« jetzt noch nicht gelotet worden sind. Da« kann auch in rationeller Weise mit Leichtigkeit oder Gründlichkeit durch da- Flugzeug nicht ge- 'chehen, ebensowenig durch da« altmodische Hun- bege'pann. Man wird andere Methoden finden uüssen. und ich glaube, wir haben sie bereits zu'. Hand. Dielleicht wird mir da- Glück zuteil vrben, sie bald anzuwenden. In den acht Jahren meiner Polarerfahrung habe ich gelernt, dah sie ohne die Düte und hochherzige Unterstützung r.clcr Freunde nicht hatte erworben werden tonnen. Um so mehr kommt mir zum Bewußtsein, dah der Wert solcher Erfahrung nicht leichtherzig vergeudet werden darf. Viet wäre mit dem Flugzeug von Grant-Land auS zu erreichen. Wir erblickten durch die Wolken in der Räbe von Kap Solumbia Sisslächen, die einen idealen Landungsplatz abgeben würden. Ich war tatsächlich versucht, dort niederzugehen. Meine meteorologische Schulung befähigte mich mdesscn. zu erkennen, dah wir bei Spitzbergen in einen heftigen Sturm geraten würden. erobern läßt, noch kann das Derk der Forschung ohne die unausgeietzte Hille vieler Freunde Doranaci rächt werben. SS sind viele, denen wir Dank schulden, allzuoiele, um jeden einzelnen zu erwähnen. Am t;elften aber lind wir in der Schuld der Amerikanischen Geographischen Se- 'ettschaft und der Detroit News. Denn diese beiden gaben un« da« Höchste Glauben. Selbstvertrauen und Ermutigung. *• Knnkhd- iut, Htrt* 6« Kopf- chUfim- lezustäntf» nlust iuf :rn. AP£ xttrvW hwcrdto x durch ilherx kiont. N'; ungsmlttti . wtrden. itjritder hwestif- _________ Lonayear City, den Ätz einer In Betrieb befindlichen Kohlengrube, anlaufen soll Longyear Lity ist etwa 50 Meilen von hier Entfernt. Da« Schiff dürfte un« in zehn oder mehr Tagen nach O«lo bringen. Unser Flugzeug beabsichtigen wir nach Reutzor» zu verschiffen, wir selbst werden da« freundliche Änaebvt der Norwegen Amerika-Linie. ihr: Gäste zu fein, annehmen und un« mit einem ihrer Dampfer nach Reuyork beerben. Inzwischen haben wir reichlich Zell. die Z w i - schenfälle unsere« Polarfluge « zu überbenlen. Detrachtungen über die arktisch: Fliegerei der Zukunst anzustellen und un« die Fragen vorzulegen was wir hätten tun können und wa» wir saktisch getan haben. Da« Duch der Erforschung der Arkti« ist längst noch nicht abgeschlossen, und noch manche« Kapitel wird geschrieben werden muffen. Der Flug z. D. von der Wrangel-Inlel nach Diffvn. der ruf- tischen meteorologischen Station bei Rowaja Semlja. würde mit feiner Distanz von rund 2000 Meilen über mehr al« 1500 Meilen uncr- Doi. Öb'i'j/V ?ttu'6'h316.uhl‘ fc10- sainS'aS. ll6t oben65 b ’ Jlonats- oersamm'u^ ««en Poincare ging. Aber wahrend 1-24 r.anxnl- . ch Fragen der äuheren Politik die Haupt- roile in der Wahilchlacht Ipielten, haben sie. zumurdest nach außen hin. bei den jetzigen Wahlen ‘all gar keine Bedeutung gehabt Alle Kand.baten. sowohl die der Grnippen Marin und Maginot wie auch die der Radikal- so, allsten un1» der Republikanischen Sozialisten erklären sich al« Anhänger der Politik von Locarno unb aU treue Mitarbeiter bc« Völle rbundeo Mit Ausnahme bet et tränen Rationalisten hat Nch kein einziger Äanbtbai gegen die Forfetzung bet Driandschen PoUtik gewandt. 3« besteht jedoch ein groher Unter- schieb In der 3u«legung der Politik von Locarno zwe'chen den Angehörigen der Gruppen Marin und Maginot auf bet einen, und der Radikalsozialisten auf der anderen Seite. Dieser llntcrkbieb dürfte bald fühlbar tn Erscheinung treten, und die deutsch-franzöftsche Annäherung, von der man in den letzten drei Jahren so viel gesprochen hat, wird auf proste Schwierigkeiten st osten und bei der neuen Mehrheit wenig begeisterte Parteigänger finden. Aber, wie td> öS bereit« während der Wahilchlacht 'agte. sprach man äußerst wenig von der Außen- poliiik. und nicht außenpolitische Fragen haben den AuSgang der Wahlen entschieden. Wa« die hauptsächliche und entscheidende Rolle in der Wahlschlacht spielte und den Sieg de« Dloc Rational bestimmte, da« war vor allen Dingen d i e Furcht vor einem neuen finanziellen Zus arnmenbruch und da« tiefe Vertrauen — ich möchte fast sagen die mhstische Treue — der gesamten französischen rgeo'.sie zu P o i n c a r e. Diele Vergötte- rung Poincar6S als bc« einzigen und alleinigen Retter« Frankreich« vor dem Dankerott. aU einzigen Rlenschen. der fähig wäre, die sranzösl- 'chen Finanzen wieder In Ordnung zu bringen. und der bei diesbezüglichen Vertrauen« würdig sei. hat sich in den Köpfen der Franzosen derart festgesetzt, dah die Furcht. Poin- careS Mehrheit zu schwächen oder zu Detringcrn, jum wahren Schreckgespenst wurde und die französischen Wähler zwang, für die rein poincaristi- schen Kandidaten zu stimmen. Die Radikalsozialisten konnten noch so oft beteuern, dast sie nicht im entferntesten beabsichtigen. Poincare zu stürzen, man glaubte ihnen einfach n i t. Man erinnerte sich, dast sie während der letzten Session gegen Poincare gestimmt hatten, unb man zog e« daher vor, bic, Anhänger bei gemäßigten Parteien zu wählen. Me Radikalsozialisten taten Unrecht daran, zu glauben, bic Wähler würben beim zweiten Wahlgang für bic von den Radikalsozialisten empfohlenen Äanbibaten stimmen. Die französischen Wähler haben in demselben Maste gegen bic Parteibisztplin rebelliert, wie es bk Deputierten gegen den Fraktionszwang taten. Und so wie verschiedene Sozial sten Im zweiten Wahlgang sich für die Kommunisten entsch eben, stimmten Rabikale für bic Gemästigten. und d eS trotz de« dringenden Appell« der Ä»mUd«. ®inc gewisse Rolle spielte auch da« bolschewl- stische Gespenst, aber man überschätze den Einflust der kommunistischen Drohung nicht. Die Franzosen haben keine Angst vor dem Kommunismus. Welche« werden nun die Folgen dieser ausgesprochenen Rechtsbewegung im Hinblick auf die ösfentliche Meinung Frankreich« fein? Vor allem spricht man bereit« heute in Eingeweihten Kreisen von einer starken Umbildung de« Kabinett« Poincarö«. Sicheilich wird D r i - a n b Im neuen Kabinett ba« Portefeuille bc« AustenministerS behalten. Rur wird er, persönlich geschwächt burch ben Mistersolg seine- Ai t - lriegspaktvvrschlages sowie durch die R-Verlage der Radikalsozialisten unb der Republi- lanisch-SoziaUstischen Gruppe, der er angeh^rle. künftighin dem Kabinett und der Kammer e.nc Politik nicht mehr aufzwingen können. ®« wird ihm um so schwerer fallen, eine Politik der Annäherung an Deutschland zu treiben, al« bic Mehrheit de« Kabinett« sicherlich nicht wie jetzt den Radikalen, sondern den Parteigängern von Hafter, zwingender Mannha'tigkelt. Alic seine iS;qen,piclct müssen dem entsagen, worin Siegfried zum Mann wird Mime fSugen D o g t). dem nur noch das triebhafte De gehren nach Macht geblieben ist. dem männliche Tackraft fehlt und der darum gezwungen ist. durch List und Tücke seinen Zielen nachzustreben, war ebenso «ffanglich charakteristisch unb plastisch tn der stimmlichen Gestaltung wie tn der scharfen Profilierung seiner Gebärde. In brr Gegenüberstellung mit Alberich, seinem Macht erheischenden Druder (Heinrich Kuhn, zeigten sich diefcbeiden Ribclungen in kralser. erbittertster Gier. Alberich in seiner Auswirkung gestützt durch die trefflich deklamierende Art seines eIngen«; Alfred Karen fand sich geschickt mit dem Fafner ab. Wotan (Johannes Dlschofs) niust sich zwar in die Rolle bc« (Sntlagcnben finden, erlebt aber MM Höhe des Glück- in dem Dcwusttscin. dast der .hn Ueberwindende seinem Dlut entsprossen ist. Wie schon in der .Walküre"- Aufführung, so auch hier erwie« er sich al« ein Wagnerfänger mit starkem Stilempsinden und seltener Gestal- tung«gabe. Er wuchs ebenso groh hinau« in der Räckelszene des ersten Aktes, wie in der Vrwar- tung Siegfrieds in der Szene mit Srda. die in Anna Jacob« eine stärkere Dcrtreterin fand als seinerzeit tn der .Rheingold"-Ausführung Rofc Merker al» Drslnhllde Ist noch au« dem dritten Akt der .Walküre" her in bester Erinnerung unb entwickelte sich auch hier wieder mit ihrer Wandlung von der erweckten Dunschmaib zur Raturhaftigkeit des in Liebe aufgehenden Weibe« zur Ekfkase des Schluhduett«. Der Stimme des Waldvogel« war Käthe Walter eine frische akzentfähige Künderin. Ucber da« Orchester kann man nur bc« Lobes voll sein; ihm ftnb in dem symphonischen Dc- gleitungSart eine Fülle schwierigster Ausgaben gestellt, die von all ben vielen Solostimmen in allertrcfslichster Weise durchgeführt wurden. Dem Ganzen gab sicheren Zusammenhalt unb feine Differenzierung die geistige Leitung durch Mas Rudolf. Karl Löffler hatte stimmungsreiche Dühncnbilber gestellt, die in ihrer Auswirkung durch die Deleuchtung Ludwig Keim« mit bewundernswerter (Geschicklichkeit verstärkt wurden. Zu der künstlerischen Tat bet Theoterintendanz, in Gießen ben Ring zu bieten, fehlt nur noch des Schlußstein; .Die Götterdämmerung". Möge sie sich würdig tn gleicher Weise zum Ringe fügen! Wie die Dingt gegenwärtig liegen, scheint für un« die erste Möglichkeit, in die Zivilisation zurückzukehren, in dem Schiss zu liegen, da« Mitte Mai 5$ S w 6"^ i «»•'* j efd «’Ä1* 0Öft sondern in der Handlung ein Gleichnis seines eigenen Lebens mit zu sehen. Beruhte in der „Walküre" die Triebkraft zum Handeln letzten Endes auf der Liebe des Weibes, die sich wandelnd auf den Mann auswirkt, so ist „Siegfried" dazu die innerliche Ergänzung, indem hier der Mann in seinem Werden und Erwachsen zur Tatkraft gezeigt unb der im Bewußtsein seines Vermögens zum Erwecker des Weibes wird. Dem Herauswachsen des MännNchen aus der Natarkroft bat Wagner die gleichen Züge gegeben, wie sie „derselbe junge Bursche tragt, der im Märchen vor- kommt und auszieht, um das Furchten zu lernen — was ihm nie gelingen will, weil er mit kräftigem Natursinn alles fo sieht, wie es ist". ES ist wohl cm nahezu einzig dastehender Fall in der Gefchichte der Oper, daß die Handlung zweier voller Akte nur von Männern bestritten wird, ihn so mehr muffte der Schaffende bedacht fein. Kontrastwirkungen herauStreten zu lallen, die einzelnen Gestalten in ihrer Gcgenfätzlichkert in der Handlung zur Einheit zu »erbinben. Mit der Ausschaltung der Perfon des Weibes muhte ein Ausgleich gefunden werden für den Träger des GcfühlSmahigen im Musikalischen. Dem im Tatendrang dahinstürmenden Manne ziemt es nicht, sich in weichen Kantilcncn zu ergeben; sein Handeln ist von wuchtigen Akzenten erfüllt, die sich in dem Erfassen und in der Stellungnahme zur Handlung erweifen. Seine stimmliche Aeuherung bedeutet Kraft unb lieber- legenheitsgefühl. Liegesgeist, der straff die Worte akzentuiert, ihnen rhythmifche, sprechen artige Energien zu verleihen vermag und die begrifftiche Drüike schlägt einmal zum szenischen Geschehen, zum andern aber zu dem. wie sich die Handlung im Musikalischen ausstrahlt. Denn zum Träger des Eigentlich-Mufikalischcn wird jetzt da« 3n- ftrumcnialc. das Orchester. In chm kommt das weibliche Element des Musikalischen zwar zur Geltung, wird aber dennoch stark beeinflußt vom ‘Banne der männlichen Kraft des Rhythmus, der besonders im ersten Akte zu großen Steigerungen sich entwickell und unter dessen Wacht sich die Leitmotive als motorische Impulse erweisen. Und dertnoch. die deutsche Wännlichkell ist nicht denkbar ohne das deutsche Gemüt. Richt Weichlichkeit. nicht Sentimentalität im welschen Sinne, sondern ein Gefühl der Hingegebenheit, oer Sinnigkeit im DechSltni« zur Ratur. Mag Earl Maria von Weber in seinem .Freischütz" den deutschen Wall» den deutschen Iägergcist bc- Gießener Siadttheaier. (Gastspiel deö Hejsijchcn Landcsthcakcr«: Richard Wagners „Siegfried". Ucber dem Schaffen des „S i e g f r i c b" lag ein Verhängnis wic über keinem Werke des Nibelungen-Ringes. Noch im Jahre der Vollendung der Partitur der „Walküre^ (1856) beginnt der Meister bk Komposition des „Siegfried". Wie sehr die arbeit ihn fesselte, dafür zeugt seine 2Ieufjerung cn Liszt. „Sonderbar! Erst beim Komponieren geht mir das eigentliche Wesen meiner Dichtung auf, überall entdecken sich mir Geheimnisse, bic mir selbst bi» dahin noch verborgen blieben. So wird mich alles viel heftiger und drängender." Wenn auch gesundheitliche Storungen die Schaffenskraft zeitweilig beeinflussen, so kann er doch im Mai des fol- genben Jahres die Vollendung des ersten Aktes melden als „wohl geraten unb schöner gelungen al- alles. Ich war selbst erftaunt dah ich das alles habe zustande bringen können." Noch im gleichen Monat nimmt der Meister den zweiten Akt in Angriff, da erfährt sein Schaffen eine jähe Unterbrechung. Verhandlungen mit dem Derlagshaus Breitkopi & Härtel zerschlagen sich, weil der Verlag an der Auftührdarkcit des Ringes zweifelte unb ihm die Honorarforderung Wagners zu hoch erscheink Da aber der Verlag bereit ist, eine „einfache" Oper zu übernehmen, so wendet sich Wagner dem Tristanstoft zu und bricht schweren Herzen» die begonnene Arbeit ab. ,Zch habe meinen jungen Sieg trieb noch in bic schöne Waldeinsamkeit geleitet, bon habe ich ihn unter der Linde gelassen und mit her; liehen tränen von ihm Abschied genommen — er ist dort besser dran al» anderswo " Erst acht Jahre später vermag Wagner sich wieder an das Werk begeben, und im Jahre 1869 kann er seinem Freunde Pusine 11 i aus der Sphäre des Irieb- ichener Liebesglückes mitteilen: „An dem Tage, an dem mir Ueberglückllchen ein schöner Sohn geboren wurde (Siegfried Wagner) vollendete ich die Komposition des „Siegfried". Ein unerhörter Fall! Keiner hat geglaubt, daß ich dazu noch kommen würde. Und nun mutzt du diesen letzten Akt hören, die Erweckung der Brünnhilde! Mein Schönste»!" Mögen bic äußeren Verhältnisse bei der Unterbrechung mitgesprochen haben, nicht zu übersehen sind aber die Hemmnisse und die fehlenden (Erfahrungen, die ihn erst reif machen mutzten, das Hand- Inngsgeschehcn nicht nur als Dorgang zu erleben. Während bc« Fiuge» teilte ich da« Leutnant Shelfon mit Ich schrieb ihm auf einen Zettel: .Zwei Richtungen stehen un« offen. Wir find letzt oberhalb bc« Sturme«. Dort unten können wir landen unb ab wart en. bi« er vorüber ist. Könnten wir bann aber wieder auf steigen? Fliegen wir weiter, bann werden wir auf den Sturm treffen unb vielleicht niemals wieder einen Landungsplatz finden. Wollen Sie allo jetzt landen?" Eyellon mit feinet stollchen Ruhe überlegte, auf feinem Sin hin- unb berrückend. Ich konnte feine Schultern ein paar Zoll über den Od- tonf« lich bewegen sehen. In weniger als einer Minute schrie er durch ba« Sprachrohr zurück^ .Ich bin bereit, weiter zu fliegen und e« zu versuchen' Das war auch mein Wunsch Dir w.'.rcn fchoic dreizehn Stunbcn in der Lust, lange genug, um müde unb steif zu werden. Der eigentliche Forschung-teil untere« Fluges war vorüber Das Wetter vor uns verbot stärkeren DctriebSstofsverbrauch. al« von bomberein festgesetzt. Meilen offenen Wallers waren am Ende unserer Flugreise noch zu überqueren. Au» der anderen Seite lag unter un« ein schöner Landung-Platz. Ta« nördliche Grant- Lond ist ein wahres Iägcrparadie«. Wir hätten dort unschwer leben fßnnen, unb wenn un« der Ausstieg nicht mehr geglückt wäre, fo hätten r einen vergleichsweise bequemen Marsch na<-. Rordwesten an treten können. Die berittene Polizeistation auf der Dachc-Halb- infel liegt gegenüber Stah. Don dort hätten toir notfalls mit dem Doot zurücklehren können. Aber ein wahrer Flieger hängt — wie der Seemann an seinem Schiff — an feiner Maschine. Wit zukünftige Nordpolslüge auHgeführt werden müssen. Ich bin jetzt sicher, datz erfahrene Männer den Flug von Grant-Land nach dem Rorch- pol au«fuhren könnten, indem sie ihn unter- weg« unterbrechen unb Lotungen vornehmen. Sic könnten bann von ©rant-Öanb nach Darrow auf dem Luftwege zurücüehren. abermals 500 Meiler vor Darrow unterbrechen unb loten unb sodann ohne allzu grafte« Risiko die Fahrt beenden. Aus diele Weise hätte man eine allgemeine Dorstelluirg von den Umrissen de« arktischen Ozeans gewonnen. Warum wir in diesem Jahre ben Flug nicht unterbrochen unb Lotungen vorgenommen haben, glaube ich klargelegt zu haben. Don Darrow au« führten wir eine für 2600 Meilen au« reichen de Last mit, also eine verdreifachte Rormallast. Um jenen Zeitpunkt. al« unsere Delastung nur noch die Hälfte der normalen ausmachtc, hatten wir ein Gebiet passiert, tn dem Lotungen besonder« wünschenswert ftnb. Dei den erwähnten künftigen Flügen wird es notwendig sein, für nicht mehr als 1300 Mellen Brennstoff mitzuführen. Dann würden sich Landungen nur mit der Hallte jener Last zu vollziehen brauchen. Wir haben bewiesen, haft niedrige Temperaturen nicht notwendig bic Flugzeugsübrung stören müssen unb dast Maschinen sehr wohl in ben arktischen Verhältnissen ohne autzergewöhnllche Erleichterungen sich bewegen können, wenn sie nur nicht bi« zur äuftetften Grenze ihrer DelastungS- fähigkeit in Anspruch genommen finb. Es darf noch gesagt werden, daft wir drei Jahre brauchten, um die notwendigen Erfahrungen zur Ausführung unseres jetzigen Fluge« zu sammeln Trotchew möge man nicht glauben, daft untere Ausrüstung nicht schon im Jahre 1926 alle« enthielt, was wir jetzt für nötig befanden In diesem Jahre waren auch bic Wetterverhältnille mindesten« die gleichen, wenn nicht sogar schlimmere Aber die Arktis ist eine Herrin, die sich nicht mit leeren Gesten 1825-1925. Sonntan,«. ®6V Auhllug tnülammnacbb« 5°« (Sicht, btt ftunnifttm fstun tlbmarld) ooret: 8 Uhr vüntiliib oe ecfaüuenbfln«. * Vtt.ils im. SlfüHte' MoM ' Deriwnq 1 GcmM likl-r KU frt Oorhub. Sonntag. 6. SUi- familiw Ausflug nach \üSS?nflWrd -Harmonik' Abmarlch 1' > Ur nad)in. vom 8«^ PerrinSbauSD: Aügler benütjen tr. Zug2.Edr.rl^ punkt gflfllbo» stader^. 03516 ick, ndlnna, ,rtl.M na Jungen haben: dieses stille Raunen, diese«. Lauschen auf den Pulsschlag Im Wald, dieses Offenhalten von Auge. Ohr und Herz gegenüber dem Weben In der Waldeseinsamk.'it. das hat Wagner im zweiten Akte bc« .Siegfried" erschlossen. Devbachtung der Ratur und H'.ngegcbcnheit an sie führt Siegfried auf die Frage nach seinem Woler. unb bei den Däumcn im Walde richtet sich fein Denken wieder auf Vater und Mutter. Unb nach der Vollbringung größter Taten im Vollgefühl der Kraft, da ift eS die Stimme der Ratur. die ihm ben Weg weist, zunächst im gefühlsmähigen Ahnen, ber Zug »um Weibe. Unb die Raturkraft der Liebe läßt chn jedes Hindernis überwinden, konventionelle GÄundenheiten werden )crld)lcgen wie der Speer Wotans, das Symbol der Verträge. Die wabernde Lohe wird durchschritten, denn im dunkeln Raturdrange, im unermeßlichen Sehnen kennt der Held keine Einschränkung. Und doch, es ist kein sinnlicher Trieb, sondern etwa« Heiliges, was chn bewegt. Und wie er der ..Wun'chmaid gegen übersteht, da ergreift ihn ein weihevolles Schauern, ein Gefühl, da- et in seiner dah in stürmen den Tatenkraft nicht kannte, fein Ahnen wird zur Gewißheit, er steht vor ber höchsten Erkenntnis feines Ich«, feiner Männlichkeit. Er hat ..bas Fürchten" gelernt, das innere Erbeben' nicht aus Kleinmütigkeit heraus, fonbetn auf der Höhe des menschlichen Daseins- aefüHls. Da wird er zum Löstet für Drünn- Hilde sie gibt ihre Gottheit auf und folgt mit ihm dem Rufe bet Ratur und wird zum Träger der höchsten Aufgabe der Ratur: zum Sv bcbcutet bic Darstellung der Titelrolle eine ungemein schwierige Aufgabe für ben Sänger, tiefstes Erleben ber Gründe des Mensch- unb Mannnleins. das nie durch schauspielerische Pofe und die raffinierteste Technik zu erfchliehen sein wird, sondern nur durch Hingabe der vollen Perfönlichkeit an das Werk. Der Stimmriefe, mag er technisch noch so geschult fein, wird nur ein Spieler bleiben, der feine Rolle durchsü^t, solange er nicht auch innerlich gestaltet, Harry Schürmann (vom Stadtthcatcr in Mainz, vermochte als Siegfried völlig zu überzeugen. Zu wuchtigsten, stärksten Akzenten In ben Schm'.edeliedrm fähig, war er im Waldweben des zweiten Aktes voller lyrischer Hingabe unb Weichheit unb erwuchs im letzten Akte zu fieg- |er Marin und WoginoL gehören wird. Nun ist aber der Blvc National 'blc Gruppen Marin-Ma- ginot) ein äußerst lauer Parteigänger dessen, was man diePoliiik von Locarno sowie die der Annäherung an Deutschland bezeichnet. 3m Gegenteil. Heute wie 1919 sind Marin und Maginot entschiedene Anhänger der militärischen Bündnisse mit den Gegnern Deutschlands und sind überzeugt, daß die ganze Auhen- politik Frankreichs auf dessen Zusammengehen mit Polen, der Tschechoslowakei und Südslawien beruhe^ muh. Daher irren sich jene Organe in Deutschland und jene deutschen Parteien, die offenbar glauben, die alleinige Tatsache des Derbleibens Driands im kommenden Kabinett Poincare würde dafür garantieren, bah Frankreich keine Aenderung seiner Außenpolttä vornähme. Damit täuschen diese Parteien aber auch die deutsche ösfektlliche Meinung. Wan wird nicht lange zu warten brauchen, um festzustellen. daß sich trotz der Anwesenheit Driands im Kabinett, und trotz der Deteuerungen, daß die Politik von Locarno fortgesetzt würde, so manches geändert hat. Dor allem wird sich diese Aenderung in der Frage der R h e , n - tanbräumung bemerkbar machen, sowie in der der Revision des Dawesplanes, d. h. in allen jenen Fragen, die Deutschland interessierien und berühren. Menn daher bis jetzt die Politik von Locarno leine besonderen Resultate gezeitigt hat, wird sie nach Lage der Dinge in Zukunst höchstens Ergebnisse hoben, die Deutschland sehr teuer wird bezahlen müssen. Oberheffen. Landkreis Gießen. • Großen-Linden. 4. Mai. Der Gesangverein Harmonie Droßen-Lin- den, der im vorigen 3ahre auf dem Gesangswettstreit in Schotten in der 1. Stadtklasse den 1. Preis, den Ehrenpreis und Dirigentenpreis errang, veranstaltet unter Leitung seines Dirigenten Wilh. Schüttler am Sonntag, 6. Mai. nachm. 3.30 llhr, ein Konzert mit auserlesenem Programm. Wir verweisen auf "die heutige Anzeige. • Alten-Duseck, 3. Mai. ilnfeve Gemeinde beabsichtigt zum kommenden Winter die Einrichtung einer Heizung in der Kirche. Die Heizung soll mittelst elektrischer Heizkörper erfolgen, die die einzelnen Plätze beheizen, wie dies bereits bei der Kirche in Watzenborn-Steinberg der Fall ist. Während es sich hier um eine Beheizung einzelner Plätze handelt, ist vor einigen Wochen die elektrische Beheizung der Kirche in Weitershain in Betrieb genommen worden, die jedoch im Gegensatz zu ben vorgenannten Heizarten als Raum- Heizung ausgeführt ist. I Lollar, 3. Mai. Lor dem Gesellenprüfungsausschuß des hiesigen Ortsgewerbevereins legten in diesem Frühjahr zwölf Lehrlinge ihre Gesellenprüfung ab. Alle bestanden die Prüfung, acyt davon mit der Note „gut bestanden . Unter den Prüflingen waren ein Schreiner, ein Weißbinder, zwei Maurer, zwei Friseure, zwei Zimmerleute und vier Schlosser. I Trete a. d. Lda., 3. Mai. Die Kirschbäume auf dem „Busch" stehen jetzt im herrlichsten Blütenschrnuck und bieten einen prächtigen Anblick. Allem Anschein nach ist eine gute Kirschenernte zu erwarten. Das Unwetter am Sonntag scheint der Blüte nicht gesä-adet zu haben. Hoffentlich geben auch die „Eisheiligen" - ohne Schaden anzuricyten, vorüber. ö" Allendorf a. d. Lda., 3. Mai. Heute ereitz- l nete sich hier ein c r n ft c r Unglücksfall. Als der Bäckermeister Kehr von Treis a. d. Lda. mit 1 seinem Fuhrwerk die im Bau begriffene neue Fried- hotsstraße bis zur Gärtnerei Opitz passiert hatte ' und hier eine Drehung des Wagens vornehmen wollte, stürzte dieser infolge der Unebenheit der Straße um. Kehr und feine beiden Kinder, sowie der Lehrling, die auf dem Wagen saßen, kamen beim Umfallen des Wagens teil- weiseunterdiescnzu liegen und trugen zum Teil schwere, zum Teil leichtere Verletzungen davon. Der Lehrling, sowie das Söhnchen erlitten Beinbrüche und Verletzungen an Armen und Beinen, während das etwa 6 Jahre alte Töchterchen und der Vater selbst mit Hautabschürfungen an Kopf und Händen davon kamen. Dr. Kunz hier leistete den Verletzten die erste Hilfe. — Ein Zusammen stoß zwischen einem M o • torrabfahret und einem größeren Lastauto aus Gießen, der aber glimpflich verlief, fand heute hier statt. Als das Lastauto der Firma Heine aus Gießen aus der Treiserstraße fommenb in die ßonoorfer Straße einbiegen wollte, kam im selben Moment ein Motorradfahrer die Bahnhofstraße entlang und fuhr dem Auto an der Nathausecke in die Flanke. Autoführer sowohl, als auch der Führer des Motorrades kamen mit dem Schrecken davon. Während das Auto unbeschädigt blieb, wurde das Motorrad ziemlich stark mitgenommen. Der Autoführer hatte rechtzeitig Warnungssignale gegeben, die der Motorradfahrer überhört haben dürfte. 4 Lich, 3.Mai. Die ftleinpflafterungs- arbeiten in der Oberstadt gehen Ihrem Ende entgegen. Das Kleinpflaster ist auf der ganzen Straße gelegt und ist nur noch an einzelnen «teilen einzuschwemmen und einzurammen. Auch die Bei- Pflasterungen der aufgebrochenen Zufahrtsstraßen und der Einfahrten in die angrenzenden Hosreiten dürften in den ersten Tagen beendet sein, so daß die Straße bald dem Verkehr wieder geöffnet wer- den kann. D L i ch, 3. Mai. Eine der ölte st en Frauen unserer Stadt wurde am Mittwoch z u Grabe getragen. Es war die im 88. Lebensjahre stehende Frau Margarete Schmidt in der Oberstadt. Die ältefte Frau unserer Stadt, Prinzeß Marie von Solms-Hohensolms Lich, hat im Februar das 91. Lebensjahr vollendet. T Langsdorf, 3. Mai. Unter seinem Vor- sitzenden, Kammerrat Ludwig Glomm Winnerod, veranstaltet der Bezirk Lich des Hessischen Artilleriebundes am 8.Juli in unserem Dorfe eine größere Wiedersehens feier her alten Kameraden. Außer dem Vorstand des Hessi- scheu Artilleriebundes in Darmstadt haben eine ganze Anzahl ehemaliger Offiziere der alten Armee, u. a. Seine Exzellenz Generalleutnant v. Klein- i 4 mit, ihre Teilnahme an bem Fest zugesagt Die Festmusik stellt die Kapelle ßiebau in Nieder- Weisel. Bellersheim, 3 Mai Die chemische Fabrik Lindenbaum 8-' von Essen, die 1924 stillgelegt wurde. Ist dieser läge zum Preise vo.l 23 000 Mark an Obermonteur KapeIler von hier, beschäftigt auf der Papierfabrik Ober, schmitten, übergegangen. Der Kaufpreis muß als billig bezeichnet werden, da neben einem großen, modern eingerichteten zweistöckigen Wohnhaus und , wei langen massiven Fabrikräumen noch ein gro- jer Garten zugehörig ist. Der Käufer beabsichtigt, in dem Anwesen eine Reparatur w e r k ft ä 11 c ür landwirtschaftliche M a s d)j n e n und Kraftwagen einzurichten. Die Fabrik- anlagc liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Obbornhofen-Bellersheim und besitzt Gleisanschluß. — Kaufmann Bocket von Friedberg hat feinen in unserer Gemarkung liegenden Grundbesitz, etwa vier Normalmorgen Ackerland und Wiesen nach zweimaliger öffentlicher Versteigerung frei- händig verkauft und dabei über 6000 Mk. gelöst. Ein Baumstück (Dreispitze) am Dors von 322 Quadratmeter Größe kam auf 500 Mark. Je nach Lage und Güte des Bodens kam das Quadratmeter auf 40 bis 75 Pfennig zu stehen. e Oberhörgern, 3. Mai. Anläßlich feines 19jährigen Bestehens gab der hiesige Gesangverein „Germania" unter Leitung seines Dirigenten G g. Sarnes aus Holzheim, und unter Mitwirkung eines Orchesters am Sonntag im Saale des Gastwirts Düringer ein Konzert, zu dem auch einige Dereine ander Nachbarschaft als Gäste erschienen waren. Der erste Dorsitzende, Weißbindermeister Düringer. forderte in seiner Begrüßungsansprache auf, immer für die Forderung des deutschen Liedes zu wirken, sodann sprach er dem Dirigenten Eames den Dam und die Anerkennung des Dereins für die ausgezeichnete Leitung des Chors aus. Die künstlerischen Darbietungen des Dereins wurden allenthalben mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Anschließend erfreuten die auswärtigen Vereine die Gäste noch mit einigen schön vorgetragenen Liedern. Der Abend war der Jugend zu geselliger Fröhlichkeit gewidmet. Ärcis Friedberg Zl Dad-Nauhcim, 3. Mai. Der Alice- Frauenverein I.at im vergangenen Winter einen Helferin nenkursus zu Ende ge- ührt, der sehr gut besucht war. Als Abschluß des Kursus wurde nun ein Ausflug nach Marburg unternommen, woselbst die UniöerfitätS- anctomie und die Kinderklinik besichtigt wurden. Anschließend waren die Teilnehmer Gäste der Behringwerke. — Der kleine Bühnensaal des Kurhauses, in dem das Kurtheater die Mehrzahl seiner Dorstellungen gibt, ist im Laufe des Winters neu hergerichtet worden. Die neu geschaffene Beleuchtung und die feine dekorative Ausstattung geben dem Ganzen eine treffliche Wirkung. Auch die akustischen Derhältnisse des Saales sind besser geworden. Kreis Büdingen. A Nidda, 3. Mai. Merkwürdig ist es, daß bei den gegenwärtig sehr niedrigen Preisen für fette Schweine in unserer Gegend die Preise für Schweinefleisch und Wurst waren hoher find als in den nächsten größeren Städten. Die Spanne von 80 Pro- xen t zwischen Ein- und Berkaus erscheint viel zu groß. Die Konsumenten haben durchaus nicht die entsprechenden Dorteile, toenn der Viehzüchter unter den GrwerbSkosten verkaufen muh. — Durch unsere Stadt geht ein so starker Autoverkehr, daß die Ortsdurchfahrten der Provinzialstraßen für die Fußgänger bei Nässe wegen des Desprihens mit Schmutz und bei Trockenheit wegen des unerträglichen Staubes kaum zu passieren sind. Der Straßenbau ist voller Locher und Mulden, die Lager von Schmutz und Staub bilden. Das teuere Walzen der Strecken hat sich schon nach kurzer Zeit als unzweckmäßig erwiesen. Um den Mißständen gründlich abzuhelfen, hat der hiesige Stadtvorstand beschlossen, 10000 Mark zu den Kosten beizutragen, wenn die Ortsdurchfahrten in unserer Stadt mit einem asphalthaltigen lleberzug versehen werden, der sich durch langjährige Haltbarkeit und sehr geringe Staubbildung auSzeichnen soll. Reben diesem wichtigen Beschluß beftinunte der Stadtvorstand ferner, daß zu beiden Seiten der neu en Brücke, die sich für den starken Verkehr von Kraftwagen, Pferdefuhrwerken und Fußgängern zu schmal erwiesen hat, Fußsteige von gleicher Breite, wie sie zu beiden Seiten der durch die Drücke unterbrochenen Straße ziehen, angebracht werden. Die beiden Beschlüsse unserer Gemeindevertretung sind sehr zu begrüßen. Kreis Schotten. S Laubach, 3.Mai. Wie wir berichteten, sichtigt die Firma Philipp Römheld (Eisengießerei) von der Friedrichshütte bei Ruppertsburg ihren Geschäftsbetrieb wegen der schwierigen Transportverhältnisse nach Laubach zu verlegen. 3n Ausführung dieser Absicht hat die Firma 200 Schritte westlich des Bahnhofs Lmibach, links des Weges nach Röthges (am Fuß der Anhohe „Raupen- fang"), ein ausgedehntes Gelände erworben. Hier werden jetzt die Fundamente zur neuen Fabrik, einem Hallenbau von 56 Meter Lange und 18 Meter Breite, ausgegraben. Diese Halle wird in drei Teile zerfallen, in die Schlosserei. die Gießerei und die Formerei. Zum Teil sind die Fundamente bereits aus- gemauert. An der Nordseite der Halle ist schon die Rampe errichtet, wo die Weiche für das Anschlußgleis an die Strecke Hungen—Mücke angebracht werden wird. — Der neue Fahrplan. der vom 15. M a i an gültig wirb, bringt für Laubach zwei seh r vorteilhafte Aenberungen. Erstens wird ein neuer Zug eingelegt, der von Hungen 17.25 injt abgehen und in Laubach 17.49 iUjr ankommen wirb. Zweitens werden vom 15. Mai ab sämtliche Züge in Station »Laubacher Wald" halten. Dies ist von größter Bedeutung für den Touristenverkehr in den Dogelsberg. Der wundervolle Weg Laubach—Schotten wird hierdurch sehr vorteilhaft erschlossen. Auch für die Gemeinde Gonter ski rchen, die f. Z. einen ansehnlichen Betrag für die Bahnlinie Mücke- Laubach bei- gesteuert hat (von allen Gemeinden kann man die- nicht berichten), wird jetzt durch die Station NCaubaa sie rechtmäßige Eigentümerin der Bahnhof- kraße fei, und erklärt weiter, bei Nichtzahlung dieses Betrages die Bahnhofstraße für den Durchgangsverkehr sperren zu wollen. Natürlich verweigert die Stadt die Zahlung obiger Summe trotz der in Aussicht gestellten Sperre. Alle zwischen Stadt und Bahn bis heute in dieser Angelegenheit gepflogenen Verhandlungen verliefen ergebnislos. Zur Lleberwachung und Durchführung der angedroh- ten Sperre wird schließlich ein Polizeiaufgebot in Tätigkeit treten müssen. Allenthalben wird der Standpunkt als unberechtigt abgelehnt. Letzten Endes wäre die Stadt gezwungen, eine P a r alle! st raße auf einem etwa 5 Meter höheren Terrain anzulegen, die mit einem Kostenaufwand von 4—5000 Mark den Stadtsäckel belasten würde. Hoffentlich ist in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen. —er. Durg-Niedergernünden, 3. Mai. Am Sonntagabend um 18.24 Uhr lief der P er - onenzug von Fulda in Burg-Niedergc« münden ein und zur selben Zeit geht Sonntags der Zug Tier Ohmtalbahn in der Richtung Kirchhain ab. Da der Gießener Zug dem abgehenden Zug gegenüber einfuhr, muhtensämt- liche Passanten (über 40) die vorderen Wagen übersteigen, um rechtzeitig auf der entgegengesetzten Seite einsteigen zu können. Die Errichtung einer Unterführung erwies sich schon längst als notwendig, denn dem reisenden Publikum ist das AuSsteigen auf der gegenüberliegenden Seite verboten. Wie leicht konnte ein Unglück beim Ueberklettern der Wagen entstehen: r. Ober-Ohmen. 3. Mai. Seit einem halben 3abrc mehren sich in unserem Dorf die Stimmen, welche die Durchführung der Feldbereinigung fordern. Diese Einstellung ist sehr zu begrüßen, da die wirtschaftlichen Schädigungen der alten Dreifelderwirtschaft mit Flur-wang, Ueber- wandlungsrecht und vielen anderen unangenehmen Begleiterscheinungen von einem Fachmann nach sehr vorsichtigen Berechnungen auf 63 000 Mark beziffert werden. Hoffentlich gelingt es. dem Erfordernis zum Siege zu verhelfen. Preußen. Oer Frankfurter Gtraßenbahnerstreik. WSN. Frankfurt a. M., 3. Mai. Der heutige dritte Streiktag brachte einen Der - mittlungsvors chl ag des Deutschen Der- kehrsbundes an den Magistrat, in dem die am Streik beteiligten Gewerkschaften für die Beendigung des Kampfes bei ihren Mitgliedern eintreten wollen, wenn der Magistrat bereit ist. folgendem Dorschlag seine Zustimmung zu geben: 1. Für die Schaffner kann ein Mankogeld örtlich vereinbart werden. 2. 3n Frankfurt a. M. und Offenbach a. M. werden Lohne in den Lohngruppen 1, la und 2 um je 6 Pf. für die Stunde erhöht. 3. 3n Frankfurt a. M. und Offenbach a. M. sind die Löhne für die Lohngruppen 1. la, 2, 3 und 4 vom vierten Dienst- jahr ab Monats lohne, errechnet nach der für den einzelnen Ort gültigen Zahl der normal zu leistenden Arbeitsstunden und abgerundet auf volle Mark. Sie werden vom vierten Dienstjahr ab nachträglich, gegebenenfalls mit vierzehntägig örtlich festzufetzenden Abschlagszahlungen, vom Beginn des zehnten Dienstjahres ab monatlich im voraus bezahlt. ES wird ausdrücklich bemerkt, daß damit eine Forderung zur ilebcr- sührung in ein Beamten- und Angestelltenverhältnis nicht verbunden ist. daß auch an dem jetzigen Arbeitsverhältnis nichts geändert wird. Auf Grund dieses DermittlungsvorfchlagcS hat der Magistrat in seiner heutigen Sitzung die Angelegenheit des StraßenbabnerstreikS in längeren Beratungen erörtert. Mit Rücksicht auf die morgigen Derhandlungen beim RelchSarbeits- rninister sah sich der Magistrat außerstande, bindende Beschlüsse zu fassen. 3n einer im Zoologischen Garten stattgefundenen Derfammlung nahmen die streikenden Straßenbahner zu diesem Magistratsbeschluß Stellung. Allgemein kam der Wille zum Ausdruck, unbedingt an den Forderungen dks-Dergleichs- vorfchlag« sestzuhalten und bei einer Derbind- lichkeitserklärung des Schiedsspruchs des Berliner Zentralausschusses dennoch im Streik zu verharren. Mreie Vicdcnkopf. * Königsberg, 3. Mai. Am Drens lag wurde der 2. Jagdbezirk der Königsberger 3 a g b infolge Ablebens des vorherigen Pächters für den Rest der Pachtzeit. auf 5 bzw. 8 3ahve. verpachtet. Der P a ch t p r e i s erfuhr eine große Steigerung, er ergab 625 Mk., während er im 3ahre vorher nur 232 Mk betrug. Trotzdem ist der Pachtpreis angesichts des Wildbestandes, der sehr gut ist. al» nicht übertrieben anzusehen. Pächter ist jetzt ein Kaufmann auS Wetzlar. Kirche und Schule. ri. Hungen, 2. Mai. 3m .Solmser Hof" tagte gestern die Konferenz der evangelischen Geistlichen des Dekanates Hungen unter dem Dorsitz des Dekans Engel von Obbornhofen. Außer der üblichen Besprechung amtlicher Anaelegenheiten brachte die Tagung, an der auch Der Superintendent von Oberhessen. Oberkirchenrat Wagner von Gießen, teilnahm, einen tief angelegten, begeisterten Dortrag des hessischen Landessugendpfarr- rers Lic. von der Au über die aus der Jugendbewegung hervorgegangene „Singebetoc- gun g", eine Bewegung, die einen kräftigen Vorstoß darstellt gegen die Hohlheit und innere An- Wahrhaftigkeit des Zeitgeistes, gegen die freien- lose Mechanisierung, die auch das Gebiet der Musik erfaßt hat. und gegen ben mangelnden Gemeinschaftsgeist des modernen Lebens ®r zeigte, was die Gruppen der Sinaebewegung. die „Musikantengilden" und der Finkensteiner- Bund" erstreben, und schilderte die von der Bewegung veranlaßten „Singewochen". Seinen Höhepunkt erreichte der Dortrag in der Darstellung des Anteils, den die evangelisch-ktech- liche Jugendbewegung an dieser Sache nimmt Die auf den Dortrag folgende Aussprache brachte wertvolle Ergänzungen und Anregungen. Turnen, Sport und Spiel. Die Lahnstaffel zum Deutschen Turnfest in Köln. —o— Die organisatorische Arbeit für die große Schwimm staffel, die sich über das Stromgebiet des Rheins von Basel bis Köln erstrecken und zur turnerischen Ausgestaltung deS 14. Deutschen Turnfestes beitragen wird, bildete den Gegenstand einer Tagung, die in Niederwalluf bei Wiesbaden unter der Leitung des Schwimmwartes der Deutschen Turnerschaft. Robert Braun (Frankfurt o. M.), stattfand und an der die Kreisschwinnnwarte des Rheins und seiner Nebenflüsse, sowie die Obmänner für die einzelnen Teilstrecken teilnahmen. Die Rhein st recke wird in vier Abschnitten bzw. Tagen durchschwommen, beginnend in Basel am Samstag, 21.3uli, und endigend am Dienstag. 24.3uu, abends in Köln. Dieser Haupt- staffel werden die Urfunben aus ben Gebieten der Nebenflüsse durch besondere Staffeln zugeleitet. Hierher gehört auch die L a h n st a s f e l, die von der Quelle bis zur Mündung durchgeführt wird und unter der Oberleitung des Schwimmwartes vom Gau Hessen, Franz Sauer (Gießen) steht. Die ganze Strecke wird in fünf Abschnitten bzw. Tagen zurückgelegt derart, daß die Staffel am Sonntag. 22.3uli. Oberlahnstein erreicht und dort anschlußbrreit liegen bleibt. Zur Sicherung der Schwimmstafseln müssen die Schwimmer von einem Doot begleitet sein, das von einem schiffahrtskundigen Manne gesteuert wird, der die Strecke genau kennt und über die für die Schiffahrt geltenden Dorschriften unterrichtet ist. Das Degleitbovt muh mit der Flagge der D. T. als Erkennungszeichen versehen sein, damit den begegnenden Schiffen angezeigt wird, daß fie mit verminderter Kraft vorbeizufahren haben. Die Schwimmstrecke der Lahn wird etwa 180 Kilometer betragen, so daß bei einer Sinzelleistung von 200 Meter im Durchschnitt mit etwa 900 Schwimmern und Schwimmerinnen zu rechnen ist. die vom Gau Hessen, dem Lahn-Dillgau und Aargau zu stellen sein werden: dazu wird noch eine größere Anzahl von Läufern kommen, die den Alriunben* kocher über die nicht schwimmbaren Strecken weitertragen. Dolksiurnen in der O. T. fireiioffene Wettkämpfe des Mtttelrhcinkrciser der D. T. in Frankfurt a. W.-Rödelheim. Unter sehr starker Beteiligung aus dem Kreisgebiet gaben die volkstümlichen Wettkämpfe am vorigen Sonntag in Frankfurt-Rödelheim den Auftakt des diesjährigen Schaffens. daS ganz unter dem Zeichen des Kölner Turnfestes stehen wirb. Die Beteiligung au» über 40 Terrinen mit nahezu 350 Meldungen läßt eine Ahnung von den Dorarbeiten au'kommen, die den aufstrebenden Tumzweig des DolksturnenS in das rechte Licht rücken. Aus dem Gau Hessen nahmen mit stärkster Besetzung teil: der Wänner- Turnvereln Gießen und mit einigen Turnern der Turnverein Bab-Nanheim. Die Leistungen waren in mehr al» einer Hinsicht beachtenswert. 100-Meter-Lauf Turner Helbig 1817 Mainz in 10,8 Sek. Kugelstoßen Turner Wengenroth 1860 Frankfurt 13,06 Meter Diskus Turner Arndt M.-T.-D. Gießen 37.47 Meter. Die Erfolge des Gießener Dereins sind unter diesem Gesichtswinkel betrachtet äußerst gute und vielversprechend für die Leistungen des kommenden 3ahreS. örgebniffe für den M- T.-D. Gießen: Turner: Arndt je 1. Sieger im Diskuswurf und Kugelstvh; Malkomes tu s 1. Sieger im Hochsprung und Kranzsieger im Dreikampf. Weigand 3. Sieger im 100-Meter-Lauf 3ugcnbturncr 4x 100- Meter-Staffel 3. Sieger Rothärmel. Schütz und Stremmel Sieger im Dreikampf. Schütz 3. Sieger im 100-Meter-Lauf. Turnerinnen: 4xl00-Meter-Stafsel 1.©leger in 54.8 Sek. mit 30 Meter Dorsprung vor Homburg Turnges. u. Tv. 1860 Frankfurt a. M. G. Bickelhaupt 1. Sieg im Hochsprung (1,45); 2. Sieg im 75-Meter-Lauf; 2. Sieg im Dreikamps; E. Althaus 2. Sieg im Weit- fprung (4.54). Eh Amend 3. Sieg im 75- Meter-Lauf. T Espach 4. Sieg im Dreikampf. 4. Bezirk im Turngau Hessen (O.T.) = Die Sommerspiel« wurden am Sonntag in Burg-Gemünden ausgetraaen. Mehrere Mannschaften nahmen daran teil. In die Faust- ballendrundc kamen In. Alsfeld und Io. Schlitz. Letzterer wurde mit dem Ergebnis 54 70 Bezirksmeister und nimmt als solcher am nächsten Sonntag an den ®aufpie( teä Ni» Schult. S, 3m v in fflBV '»«■!«• ?..?£* Dekanalki nf'fo Dekans ingt. luß-r der üblichen & ngelegmhnkn brachte Nr ! der Qu^ntrnbent «* )cntot Wagner **x neu tirsmgelntm. bn^ Gschrn ÖonHufltnWdn. Au über die aut der >. gegangene »Lingebttzf ng, die einen triftige ?■.-. ie Hohlheit und im» _■- eitgeistet, gegen te «tobte auch das Ur '- mb gegen den «ge sta mobemen tori k u-pen der Siytetotguiu; :n“ und der rlcnt'-r.- ib schilderte he von bn en „Singet*". 6»«« der Dortrag in bet Darben bic evanMch-kirch- an biefer Sadx ntiom rag folgenbc Lustoruchc ryungen und JtatjW 5M «hr als einer Hinsicht f» urner Helbig 1817 Sain na Wengenroth arn»t UM. pütmM MreW ,*J ^»2 »ÄMÄ. r ixlOO-Btto-e*1 ‘ w“"heÄ®S“* t*Frs3»Ä ,t 1.6itt ®. Ä t« thouv 2- im " ”* Un (DI) »rns-u Ä1**« 53st* wN**8 ü^i^yen Jfk fielt 'atS^5£ . ZM' » K «** Ä-KS Mit. ou 12$®* GM ’ k. * ■ y t^ I(jm. Friedberg, 4. H CBurt, To Ober-TIötlen; 5. tXuauh Brrgl. Tv. CanflABon*, 6. H 'BtÜ. Tv. Qficbcr-'IDeikl; 7. 3. Aä-Ier. Lv litte« Deisel: 8. Äonrab Huber. Tv. Stt.n'urth Den Mannschaf tskampf gewann Tgm. Friedberg mit 14 Punkten Handball in Heuchelheim Die erste Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim spielte am vergangenen Sonntag gegen die Erste vom To. Treis a d. Lumda unb gewann hoch 9:0. Die Heuchelheimer waren dem Gegner in feder Beziehung um eine Nias', überlegen Ihre besten Leute hatten sie im Innen sturm und in der Verteidigung Buch der Icrmonn war sehr gut Der Gegner war anscheinend noch Anfänger Meisterschaftsspiele des Gaues Hessen der D. T. im Faussball. infolge brt Deutschen Turnfestes linden alle 2d»sscheiduns4tämpfe wesentlich früher statt al» sonit Sv kommen auch die Meisterschafts- spiele in Fauftball schon am toatmenben Sonntag n Gichci zum Austrag. Insgesamt werden 12 Mannschaften in vier Klaffen ar treten. Da aber non den sechs Delirien des Gau« noch aus einem die Meldung fehlt, kann sich die Zahl noch erhöhen. 3n der Meifterklasse treten on Friedberg, Blddo Frankenau und T B. 1848 Gletzen. Die größten Aus'ichten hat drr alte ®aumrtfUr Friedberg. Doch werden ihm die Giesiener und Frankenauer Mannschaft den Sieg nicht leicht machen Ob m der A*Älafft die 2. Mannschaft des I D. 1646 ©iefjen aegen Detter, Butzbach und Holzhause:-. (3ber) öieber. wie Im letzten Jahre Steuer bleibt, ist noch offen. Da diese Mannschaft in tu wer Ausstellung spselt. 3n der Jugend-Klasse werden Wetzlar. AeUbeim und Haubvrn um den ersten Platz kämpsen. Die Turnerinnen des T. B 1846 Dieben haben auch bn Dau keinen Gegner gesunden. Alles In allem werden für den Freund des FavAballsf ieles recht spannende Kümpfe zu sehen fein. <-üdöeutsche Kußballmeisterschast. In der Bunde bet Meister würben am vergangenen Sonntag in Bayern München und Eintracht Frankfurt die beiden Ta- bellanersten ermittelt. Zwei Vereine haben die vorgesehene Anzahl Pflichispiele abgewickelt. die Übrigen sechs hoben nur noch ein Spiel auszutragen EineS davon findet am kommenden Sonntag in Fürth statt zwischen der Sp. Dg. Fürth und dem F. B. Saarbrücken. Au- Prestigegründen wird die Sp. Dg. ihren hohen Sieg aus dem Dorspiel, der 9:1 lautete, wieder- holen wollen Troy aller Formverbesserung, von der man zeitweilig kleine Proben wahmehmen konnte, werden sich die Saarbrückener in eine glatte Biederlage fügen müssen In der Bunde der Zweiten und Dritten trifft der höchst wahrscheinliche Sieger der Gruppe B o r b w e st, der I. Sp B. Frankfurt auf den einzigen Gegner, der ihm allenfalls noch gefährlich werben könnte. Dies ist die F. D. 1903 Ludwi gshafen. Die Aussichten der Ludwigshafener auf den Grupp en sieg find mehr theoretischer Art. denn man bars wohl annehmen, daß die Frankfurter in ihren beiden noch ausstehenden Treffen wenigstens bir beiden Punkte gewinnen werden die he aller Gefahr enthebe-. Man bid mit einem fieareichen Spiele der Frankfurter Mannschaft rechnen Ter B. f. L. Beckarau Hal gegen den 5. f. L Beu-Isenburg bei der ent en Begegnung 2:2 gespielt unb wird dieses Bc ultat diesmal iorrtflieren wollen Bennutlich Wird ihm dies gelingen, denn in letzter Zeit hat Beu- Isenburg durchaus keinen verbesserter. Einbruch gemacht Auch die Gruppe Südost bringt nur zwe Spiel« zum Auskrag Der D. f. R. Furth der vor Bxmam Tagen gegen Dächer München ein 0:0 erziclte. wird Union Bök - kingen vielleicht noch etwas deutlicher schienen wie im Vorspiel, da« 3:2 endete Immerhin bau nicht vergessen werden, das, sich Anion mit ihrem 0:1 gegen den 1. F i. Aümdera recht tapfer hielt. Der 6. 6. Freiburg wird gegen Pböniff Karlsruhe keinen allzu 'chwercn Stand haben und seinen früheren 2:0» Sieg mindestens wiederholen können. (5pieltxreiniguiiß 1900 Gießen. ö. Die L i g a m a n n f cha f t der ^Lereinigten' bat am kommenden Sonntag die Ligaelf de» Rafenfportverein» ..Germania 0 8" v f u n g • (labt bet Darmstadt zu ütaft. Die Piuugftabier Germanen geniehen in ihrem Mrei» smclertfch einen guten Ruf unb nehmen nach den fetzt beendeten Meisterfchastskämpfen in der Wertungs-Tabelle einen guten Mittelolatz ein. Pfungstadt tahlt mit dem Sporto. 1898 (Darmstadt) zu den dürften Fuh ballocreinen In der Darmstädter Gegend Gelingt es 1900 am kommenden Sonntag, die erste (flf komplett auf den Platz zu bringen, so dürfte, bei den zur Zeit anerkannt guten Leistungen der Einheimischen, ein spannendes Epiei zum Austrog lammen. 1900'» fligoreferoe folgt einer Einladung txs Sportverein» Rieder-Ohmen. Die erste Els des Plotzoereins wird den, höchstwahr- fcheinlich wieder stark geschwächt in den Komps gehenden Dlauweitzen ein starker Gegner sein, denn auch die nunmehr zur ersten Gaullosfe aufgcfticgcnc erste (Elf Lollars konnte am vergangenen Sonntag über Rieder-Ohmen» erste Mannschaft nur knapp 1:0 gewinnen Auch die Dritte der Spieloereinigung 1900 sieht sich in Großen -Hu leck vor einer schweren Ausgabe. Buserks erste Mannschaft sollte bc- stimmt in der Loge sein, dem Kost au» Gießen das Jladtleben zu geben. Die erste Jugend 1900'5 tritt inMorburg gegen v. s. V - Kurhessen 1. Jugend an. Ein Erfolg der Gießener liegt im Bereiche der Möglich feit, wenn man die beiderseits gegen die gleichen Gegner on Ostern erzielten Resultate in Betracht Zieht. Die zweite Jugend spielt vor der Liga in Gießen gegen Louboch » 1. Jugend, wahrend die erste Schülermannlchoft nach dem Ligaspiel einen voraussichtlichen Eieg gegen die Schüler Heuchelheims erzielen will. V. f. B Ligamannschaft empfängt am kam- inenden Sonntag auf hiesigem Platze die Liga des 5. ‘23. Sprendlingen. Die (Bäjte gehören der main hessischen Rreieligo (Kreis Starkenburg) on unb spielen dort, trotz ihres oerhäünismähig schlechten Abschneidens in der letzten Verbonb»ft>ielserie, durch ihre in letzter Zeit erzielten Resultate eine rcd)i gute Rolle. Die D. f. B Liga hat hier einen Gegner vor sich, besten Spui(ta;fc r~ als geboten erscheinen laßt, daß sie diesmal, im Gegensatz zum letzten Sonntag, das Ireffen non vomherlin ernsi nimmt und alle» bar* fetzt, durch Eifer und dnerg t da» auszuwiegen, wo» ihr der Gegner in fpietkultureller Hinsich, voraus hat. Auch die Ligor cserve Inti nach längerer Ruhepause wieder auf den Plan. Sie fährt nach Büdingen, um gegen die Erste de: tartigen Sportverein, ein cSesellschoftsspiei ouszutro- gen Die zum Süddeutschen verband gehörenden Büdmger sind gut. X-Klasse und werden die v s. B Elf vor eine schwere Aufgabe ftellen Die Dritte dürfte sich mit der Verpflichtung ter 1 Mannichoft Laubach» wohl etwas zuviel zugetraut hoben. Die al» sebr eifrig und energisch spielend bekannten Lauboch-r hatten sich am vergangenen Sonnten keinen geringeren Gegner al» Die Ligaeis der hiesigen Sp elnercinigung eingeladen, und vermochte dieser das achtunggebietende Halbzeitresuttat von 2 3 abjurinaen Auch da» Schlußresultat 2:8 dürfte für Laubach noch al» ehrenvoll bezeichnet werden. Die B- i D Dritte wird allo kaum mit einem Sieg rechnen können Die 1. 3 u g e n b e I f tritt, nunmehr in verjüng Ur Aufstellung, in (Brünberg gegen besten 1. Jugend an. Die Platzmannschaft ift nicht mehr der schwache Gegner, al» der er in den D plom- spielen beidemal gegen B. s. B. hoch verlor, sondern hat unter dem Training einet« Sportlehrer» ihre Spielstarke bedeutet verbessert. Der hohe Sieg Qrunbcrg» über die 1. Jugend der D s. R. Butzbach sollte v. f. B eine Mahnung sein, den Gegner nicht zu unterschätzen. Fußball in Heuchelheim Sportverein 201 — Sportverein herbom 0:2. Am vergangenen Sonntag weilte die erste Mann- schäft de» Sportvereins zu einem Geiellschaft». ipiei in Herborn. Tie Elf war gezwungen, mit drei Mann Ersatz anzutreten. Die» könnte al» Grund für die Niederlage gelten. Ader trotz des (Erfaßet hatte die Mannschaft gewinnen müssen, wenn nicht der Sturm und hier besonders der Rechtsaußen total versagt hätten. Da» Refultot entspricht unter diesen Umständen dem Spieloerlaus. Gk-oßen-Buseck. 5. C. 26 Großen-Duseik I — Spo. Burg I 2:1. am Sonntag meiste die 1. Mannschaft des F. L. 1926 Groüen-Vuseck aus einem Sponsest in Sinn, wo sie der Spv. Burg 1 gegenübertrat. Obwohl Grosien-Busetk der B-Rlafk angehört, gelang cs ihm doch. Burg als den ^-Meister der Dillgruppe mit 2:1 (Halbzeit 0:0) zu schlagen. Arbeiter-Turn- und Sporibund Der kommende Sonntag der Verband»- spiele sieht W i e s e ck 1. in Heuchelheim zu (Belt. Beide Gegner werden mit Ersatz antreten müssen. Trotzdem dürften die Gaste ein kleine» Plus haben. - ’2a< i tz l a r I fahrt Noch und wird gegen die dortige I Mannschaft einen schweren Stand hoben Der Ausgang de» Spiele» muß offengelossen ^werden. — Lollar I. tritt gegen Gießen I. (Kreisliga) zum Pflichtspiel in Gießen an. Hier werden die Einheimischen Sieger werden. In der 2. Klasse hat Rodheim I. Rou - hei m ll. zu Gast, und wird sich anftrengen muffen. wenn e» die Punkte behosten will. — Gießen II. hat ficun I. zum Gegner Hier werden die Loste Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen — Hungen I fahrt nach Oppenrod und d'. rfie Sieger >m Epui bleiben —Fronhaufen I. hat Burkhardsfelden zu Gast. Der Susoong dieses Spiele» muß olfenaelafien werden — r au t rin- flf n I. siebt 3 I » | e 1 b 11 bei sich und wird sich Sieg und Puntte nicht nehmen laben In der Jugendklasse treffen sich tret» und Wieseck Um die vondesmeisterfchost. Der Kreis meist er des neunten ft re i • je» Frankfurt-West end, dem e» gelungen ist. In einem ith.nen Spiele al» Süddeutscher Per- bandsmeister den Vertreter de» Westdeutschen Verbände» Preußen Äst Esten mit 5 1 niederzuringen, tritt am Sonntag zum Schlußipiel um die Bun - de»meifterschast in 3vrin gegen den Vertreter de» Ostdeutschen Verbandes, Sportverein hier 0 8" Berlin, an Sohl neigen di» meisten Aussichten nach Berlin, jedoch wird Lestcnd alle» daran setzen, um dem Gegner ein ebenbürtige» Spiel zu liefern. Kreistag in Jranffurt. Kommenden Sonntag tagt in Frankfurt o M. der ordentliche Kreistag Als höchste Instanz de» Kreises wird er Fragen zu erledigen haben, die bereit* die Sponentagungen ausgiebig beschäftigten. Im Vordergründe werden die Presie und Sparten- fragen stehen, auf die auch der vorliegende 6at- Aungoenimurf zugeschnitten ist Cin Referat de» Bunbesvertreter» wird die Ausgaben de» kommenden Bundestages klar beleuchten und rege Absprache Hervorrufen Kegelsport. Äommenbcn Sonntag hübet in Wiel eck das Kegeln um den Mondervveis des Kegler- bundes Labn-Buseckertol statt. Andern Kegeln beteilige:' sich die 11 Bundes vereine. Seitheriger Inhaber des Bundespveifes ist der Kegelklub .Gut Holz". Mieseck. Anerkannter (^eaelflugrekorö. Der deutsche Luftrat hot die von dem Segel- flieget Ferdinand Schulz auf dem Segelslua- gclände Grunau (Bicsengebiroe' mit dem Segelflugzeug ..Ferdinand" am 5. Avril 1928 erreichte Höbe von 620 Meter al- lokalen Segelslugrekord anerkannt. Sttlifl’ti feinste Kaffee Zusatz Essenz verleiht dem Bohnenkaffee erst den richtigen vollenMokkageschmack. Sin Versuch wird Sie überzeugen. Cdfihudbelc mU We Vwfloumrt 45 vt» .Stofce« CrtjtncUxtfrt aU be errtmearr mit IB »lamm 3eHU » chf». 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Nr. 105 Drittes Matt(Eigener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesteii)Zreltag, 4. Mai (928 Geschichten aus aller Welt. Nachdruck auch mit Quellenangabe, oerboten. Köhl und die Polen. (s) Warschau. Wer ist Hauptmann Köhl? Zunächst nur der Dollsührer eine» .unerhörten deutschen BluffS'. wie der .Kurier Poznansti' lernen Lesern zu verkünden wühle. Das «iserstarrte Greenty Island aber, aus dem die .Bremen" landete, muhte es sich gefallen lasten, von dem mehr gefinnungs- olü geographietüchrigen Blatt zu den Shetlondinfeln. also ganz in die Bähe Europa«, verlegt zu werden, und die Leserschaft Höhnte und frohlockte ob des grandiosen deutschen Mißerfolges. Als sich bann aber das ®egciilcU auch in Polen nicht mehr verheimlichen lieh, da wühle man auch in Krakau und in Lodz sofort, doh nicht Köhl, sondern Fitzmaurice den Erfolg errungen habe. Der Flug wäre mehr als problematisch gewesen, wenn nicht der mit den Witterung«!Verhältnissen des Atlantischen Ozeans so gut vertraute Irländer das Flugzeug gesteuert hätte. Aber schliehlich gelangen doch auch ausländische Blätter noch Polen. Unb das war in diesem Fall sehr schmerzlich. Denn was da schwarz aus weih in Spalten und Schlagzeilen der fremden Blätter stand — das hätte la nun eigentlich fatale Singcftändni'se oder resigniertes Stillfchweioen in der polnifchcn Presse zur Folge haben müssen. Aber der »Ilstr. Kurier Eodz" wars sich in die Bresche, er war auch jetzt um eine Auskunst nicht verlegen. Der Flug war keine sportlich« Tot. beileibe nichtI Sr war lediglich eine politische Mache und zwar — Europa schauderel — für Kaiser Wilhelm II.I Aber das zog wohl noch nicht genügend, und da man die Bremen -Flieger nun wirklich nicht mehr diskreditieren konnte, kam der Lodzer .Erpreß Wieczorny“ auf die glänzende Idee Köhl- Stammbaum zu untersuchens und siehe da. waS fand sich? Ackermann — da staunstel Köhl heiht gar nicht Köhl, londern Kiel und ist Pole. Lodzer Pole! Und seinen urpolnischen Damen hat Dorvater Köhl-Kiel, als er nach Preuhen auswanderte und wie alle feine LeidenSbrüder so grimmig unter der Germanisicrungswut preu- hischer Behörden zu leiden hatte, in Köhl u m g e t a ult. Jetzt aber werde der berühmt gewordene Dachlomme sich wohl offen al« Pole zu erkennen geben, denn .er spräche auch polnisch und habe sich während de« Krieges in seinen Briesen offen zum Polentum bekannt". Zum Schluh macht das Blatt die sehr richtige Bemerkung, wenn der amerikanische General Pulaskt und der englische Schriftsteller Eonrad Korzeniowski Polen gewesen seien warum denn auSgerechnet gerade dieser berühmte polnisch« Flieger als Deutscher gefeiert werden solle -?l Also da haben vir den Salat: Polen annektiert nicht nur deutsche Provinzen, sondern auch berühmt« deutsche Männer I ttln Liebling M Klückä. (h) Dom. Dor einigen Tagen brachte der Briefträger Herrn Bencdettv Ferrari ein Schreiben einer bekannten Geschäfts! irma, in dem ihm die freudige Mitteilung gemacht wurde, er Hobe bei einem von dieser Firma veranstalteten Preisausschreiben 10 Flaschen Ehiontiwein gewonnen, die er sofort gegen Dorzeigung dieses Schreibenabholen könne. Was sich Signore Dcnedettv nicht zweimal sagen lieh, denn er ist von jeder ein Freund eines guten Tropfen- gewesen. Freudestrahlend machte er sich auf den Weg, aber dicht vor der Haustür flieh er auf einen Depeschenboten. der ihm rin Telegramm überreichte. O»e goiöenen Berge. ZRoman von ttlara Biestig. Copyright bv Deutsche Derlags-Anstalt Stuttgart. 55. Fortsetzung Nachdruck verboten. Undewrglsch die Postenkette, eine starre Linie. Unbrroeulid) die Winzer, eine finster geballte, drohende Masse. Zehn Minuten sind kurz, und doch können sie lang fein. Zehn Minuten — 0 (Bott, jetzt sind sie vorbei! Eine Unruhe schon in der finster gebauten Masse — da, «in Schrei a.is unzähligen Kehlen, und doch nur «In Schrei: ..Sie kommen!" Aus der Tur de» Landratsanues kommen die Ab- geschickten heraus und mit ihnen die Verhastetgew«- firnen Blinzelnd, noch kaum alles Geschehenen br* wuht, treten sie in die Freiheit. Freier Platz vor Ihnen, frei« Lust — und da die Brüder! Sie er» Heden die Hände, sie nicken, sie winken. Jubelnder Zurufantwortet ihnen. Hunderte. Tau» tende reihen die Mützen, die Hüte 00m Kops. Es 1 rängt, es preßt es druckt sich näher heran — die Postenkette ist au»einandergesprengt. alle» überrannt, was im Wege steht, man will die Verhaltet- gewesenen sehen, begrüßen, die Hand ihnen drücken, sie umarmen. .Hoch. hoch, hoch! Sie sollen leben! Hoch, hoch, hoch!* Brausende Hochruse finden kein Ende, wie Donner schallt es gegen die Berge an, hallt es über die Mosel. Jubel, so groß, so gewaltig, wie ernst noch siegreichen Schlachten Frei, lie sind tj eder frei? Tausende sreuen sich, heute glückliche Kinder: leichter ,chlagen die Herzen. Leichter ist'» auch den 'Bemfaftelem zumute, und leichter vielleicht auch den Herren im Landratsamt. — „Gott sei Dank^ dat Ihr frei seid," sagte Kaspar Dreis. (Er hatte Simon Bremm den Arm um die Schulter gelegt. Der sah ihn dankbar an. ihm war's jetzt auch leichter: . Kommt nach Haus? Meine Anna, wat wird die so bang sein!" Aber so rasch, wie er sich das dachte und wünschte, ging es doch nicht, Aunbcite brannten um sie her um, ein wogendes Meer von Köpfen. ..Dir kommen nit durch.' Der ,unoe Winzer sah sich ver- gebens nach einem Durchichlupf um. Da sprang er, kurz entid)!open. aus ein Auto das vor dem Land- ratsamt hielt, und flieg auf den Sitz. So konnte man ihn sehen, und er rief mit mächtiger Lungenkraft: „Winzer. Brüder! Jetzt: Marsch, kehrt! Dir gehen nun nach Haus. Dieder an unsere Arbeit. Wir 2» kam von einem italienischen Konsul in Meri- ko und besagte klipp und klar, daß Herr Dcne- dettv Ferrari. Privatier in Pifa. der einzige Erbe bc< von feinem lange totgejlaubtcn Bruder hinterlassenen Vermög:ns von 220 003 Dollars und einer gutgehenden Veslüaelzüchterei fei. Vvr freubiaer Ueberrafchang rührte Bene- dettv beinahe der Schlag. Aber es kam noch besser es schien geradezu, al» habe da- Glück all seine Zärtlichkeiten für Ferrari für diesen einen Dormitlag 'eines an Aufregungen ziemlich armen Lebens aufgelpart denn noch hielt er tiefatmenb und tml ungläubigen Blicken das Telegramm in der Hand, als um die nächste Straßenecke ein Bekannt r von ihm mit einem wahren Freudengebrüll aa ihn Mftünrate und ihm schon von weitem zurief: »Du. wir haben beide jeder 12000 Lire in der Lotterte gewonnen f Das gab dem armen reichen Bene» dettv den Tieft; er fiel ohnmächtig um. Als er sich nach einer Stunde jedoch wieder erholt halle, nahm et seinen Freund unter den Arm und holte feine zehn Flaschen Chianti ab, denn man soll niemandem etwas schenken. In ganz Pisa aber ist Benedettv. der .Gesegnete", Tagesgespräch. DaS Grammophon alö Wolsbfalle. (f) London. In diesem Winter geriet die kanadische Re- gierung in nicht geringe Schwierigkeiten. D.e Farmer, die ihr ohnedies viel zu schassen machen, forderten kalegorisch Maßnahmen gegen die dauernd zunehmende Wolssplage in einigen Gegenden des Dominium- 3a, zu Weihnachten überreichte eine Dauerndel'gali?n in Montreal sogar eine Art Ultimatum, in dem bei Dichtachtung der Farmerforderungen mit Einstellung der Schafzucht gedroht wurde. Die Regierung war. wie gejagt, ratlos. Jetzt hat sich aber plötzlich ein Detter gefunden in der Dot. und zwar ein — Zahntechniker. Er halt» eine Grammophonplatte her- gestellt. die daS WolfSgebell täuschend ähnlich, sozusagen dreidimenfional, wiedergab. Zur Vor- führung seine- Versuchs erbat und bekam er eine Mafchinengewehrabteilung kanadischer Jäger. Der Apparat wurde in einer von der Wols-plage am schwersten heimgesuchten Gegend ausgestellt. — Der Erfolg war .durchschlagend". Dach den ersten künstlich erzeugten kläffenden Tönen erschien ein (Rubel der gefräßigen (Räuber In Starke von 50 bi- 60 Stück. Der betreffende M.-G.-Führer kommandierte .Feuer" und 47 Wölfe blieben am Platze. DaS kanadische Dominium-parlament wird die erforderliche AnschafsungSfumme für die neuartigen .WvlfSfallen" sicherlich bewilligen — und der Zahntechniker wird sich wohl zur Ruhe setzen können. Da» amerikanische Duell. so.) Budapest. Am Palmsonntag hat sich der in der ungarischen Hauptstadt als sehr vermögend bekannte Effektenmakler D. vor einen Schnellzug geworden, der ihn bis zur Unkenntlichkeit zermalmte. Die Verwandten und Bekannten des Selbstmörders ftanden vor einem Rätsel, da nicht der geringste Grund für diesen tragischen LebenSadschluß zu erkennen war. Die Vermögen-Verhältnisse V.- find in der besten Ordnung. Krankheit und Trübsinn hatte der säst 70jährige, kräftige Mann in seinem ganzen Leben kaum gekannt, unglückliche Lieb« oder gar Furcht vor irgenb.'iner Strafe kamen überhaupt nicht in Betracht. Bi- am selben Abend noch seine Haushälterin im Schreibtisch ein Paket mit Driesen auffanb, durch die dadunkle Deheimni- enträtselt wurde. Winzer haben zusammengehalten, unsere Brüder sind frei. Wir Winzer Haven dem Finanzamt gezeigt, wie man Deutsche im Deutschen Reich zu de- handeln Hal. Wir Winzer fürchten Gott, sonst aber nicht» auf der Welt. (Es lebt Deutschland! Es lebt unser Moselland!" Er nfj den Hut vorn Kopf und schwenkte ihn. Da fingen fie auf einmal alle an zu singen. Es fiatte keiner sührenden Stimme bedurft, es war so elbstoerftändlich, daß sie das, was sie immer sangen, bei jedem Fest, bei jeder Lest, bei jedem Zu» fammensein, in guter Zeil und in baser Zeit, daß sie bas auch jetzt heute, hier sangen. Aus aller Herzen heraus, (schön, klangvoll tönte es über den Platz ooim Landratsamt, wie von einem g Jungen und doch von Tausenden, das alte Bernkastel horchte auf, die Landshut oben, die Mosel unten und die Brücke, die hinüber fuhrt über den Strom. „Im weiten deutschen Lande, zieht mancher Strom dahin, von allen, die ich kannte, blieb einer mir im Sinn: D Moselland,^» selig Land, ihr goihnen Tfrgr, 0 Fluß im Tak, ich grüß euch von Herzen viel tausendmal!' Sie fangen es mit Begeisterung: bas ganze Lieb. Unb bann setzte sich Kolonne aus Kolonne in Marsch: Ich hott einen Kameraden, einen besjern fmbft du nit/ Gesänge zogen die Mosel entlang, Lieder, als ob alle froh wären — unb alle satt. Die aus dem Cröoer Reich, bie Winzer von Dintnch unb Filzen, von Dusemond. Mühlheim unb Andel, die jo glücklich waren. Ackerland zu besitzen, nicht nur Weinberge, hatten sich zusammengetan: am Tage nach Bernkastel waren schon hundert Zentner flartoffdn beisammen. Die wurden verteilt... Aus dem Grau und der Rot des Winters heraus wird brr Frühling geboren, unb der rührte sich jetzt überall. In den Weinbergen tränten die Reben, sie ichiugen ihre 2iug- n auf urC z- a ccaß Xiebri in ihnen war. Unb neues Leben schlug auch in Dorf unb Stadt feine Augen aus Hollr. c. r <-c; pre chungen für bie Zukunft. Es würde jetzt wieder besser werden, denn bie Weinsteuer, bie Deinsteuer war ja gefallen. Unb die im vergangenen Jahr ge» wähnen unb schon gekündigten Kredite wurden dem Weinbauer weiter beiaffen, unb neue Kredite noch ,ju den alten gegeben. Berkin merkte auf. Und bas Finanzamt auch: Steuerstundungen, Nachlaß der Reichssteuer für bie Winzer. Die Beamten, die rücksichtslos vorgegangen waren, mußten jetzt schonen- der sein, keine Pfändungen mehr, bem Winzer mür» Bor zwanzig Jahren war V. in den Vereinigten Staaten und geriet am Palmsonntag 19OS im Vestibül eine- Hotel- in Dcw Orleans mit einem (inhiimifchen Lehrer in Streit der ftch schliehlich fo zu'pitzte daß beide be chlosten, ihn durch ein amer kam'chas ?uc!l auszutragen Ss wurde brummt, daß der der die schwarze Äuge! ziehe, nach genau zwanzrg Jahren am Sonntag vor bem Osterfest feinem Leben ein Ende machen müf c. Beide uni .schrieben eine Ehrenerklärung in diesem Sinn«. Und das Unglück wollte, daß der Ungar bie Todeskugel zog. Von da ab meldete sich als dunkler Mahner alljährlich bet amer.lanische Lehrer mit einem Briefe der pünktlich am Sonntag vor Ostern in D.S Hände kam. und in dem er ihn an das Duell erinnerte, daß er wilder ein Jahr weniger zu leben habe. 3m Jahre 1)17 starb der Gegner drüben in Amerika, aber nichtsdestoweniger traf jedes Jahr auch weiterhin der ‘Mahnbrief von der Hand de- Toten ein. und der letzte, der das unheimliche Paket abfchloß. war am 31 Marz 1928 bei V. eingetroffen und enthielt nicht- al- den lakonischen Delehl .Dein Leben ist verwirkt! Töte bi4>r* Und V. vollzog den D.fchl eines Beworbenen. — Die Polizei Hal Nch nun der Angelegenheit angenommen Man glaubt, daß der amerikanische Lehrer feine Mahnbriefe .auf Vorrat ' geschrieben und einen Freund pebtten bat. he auch nach seinem Tode regelmäßig an feinen früheren Duellgegner zu versenden. Um diesen Miltel-mann ausfindig zu machen, hat sich die ungarische Polizeibebörde mit der amerikanischen in Verbindung gesetzt. ttin neuer Reiterrekord: 170H Meilen. (c) Tientsin. AuS Tokio wird gemeldet, daß drei waghalsige Reiter, und ^war ein Japaner ein Chinese und ein Mongole einen neuen Weltrekord ausgestellt haben: sie haben eine Reise au- Mantschuli über Simvnofeki (3ar*an) nach Tokio, volle 1706 Meilen. im Sattel zurückgelegt und kamen wohlbehalten in der japanischen Hauptstadt an. Der kleine Ausflug nahm 14 Wochen in Anspruch: die unternehmungslustigen Drei wollten sich lediglich von der Widerstandsfähigkeit des afiati- fchen Pferde- überzeugen und werden jetzt toiffen- schaftliche Vorträge über diese- neuartige Thema in Japan halten. Mrischast. Tlad) der Kohlenpreiserhöhung. Die Entscheidung in der Kohlenprei-frage ist in der Sitzung des ReichskohlenverbandeS und des Großen Ausschusses deS Reichskohlenrats gefallen. Dem Ruhrbergbau ist eine Erhöhung de- DurchfchnittSerlöfeS pro Tonne de- gesamten SyndikatsabfatzeS um 1 Mk. zugebilligt worden, und e- ist damit zu rechnen, daß der ReichS- wirtschaftSminister von seinem Vetorecht keinen Gebrauch machen wird. Gleichzeitig mit der Bewilligung der KohlenpreiSerhöhung tritt ein« neue 2 r t derPrei-festsetzung ein, die gegenüber dem bisherigen System der ZwangSbewivtschaftung al- ein Fortschritt bezeichnet werden muh. Allerdings ist in dieser Beziehung ein Kompromiß zwischen den Forderungen des Bergbau«- und den für die Kohlen- wirtschast maßgebenden gesetzlichen Stellen abgeschlossen worden insofern, als die in- einzeln« gehende Regelung der Preis«, die der Dergbau 1« nach Absatzlage vornehmen wird, der Genehmigung der KohlenwirtschaftSoraane bedarf. Wie notwendig eS war, dem Stofo Len berg bau dies« Preiserhöhung zurubilligen, geht wohl auch daraus hervor, daß die Beschlüsse der Kohlen- wirtschaftSorgane einstimmig-, d. h. mit den Stimmen der Arbeitnehmer gegen nur eine Stimm«, die von einem Vertreter der Kohlen Verbraucher ben feine paar Sachen nicht mehr gerichtlich versteigert werden. Das legte bie Regierung als kleines Pflaster auf bie Wunde, bie ihr Handelsvertrag mit Spanien dem Weinbau geschlagen hatte. Wenn der Winzer nun nicht mehr so belastet war, so gehetzt von Steuer zu Steuer, wenn er jetzt — zum erstenmal zinslos — einen Kredit hatte, den er verbrauchen konnte für feinen Weinberg, bann konnte er mit feinem Wein auch billiger (ein. Dann konnte sein Wein mit bem Preis des Auslandsweines kontur- rieren, unb daß bann jeber lieber den Wein, ben guten Wem trinken würde, der im Vaterland wächst, als den aus fremden Reben, von fremden Händen gezogenen, daran war doch fein Zweifel Dann brauchte man auch kein Schild. „Wo bleibt die Erwerb slosenuntersti'^ung für den Winzer?" bar allen Winzersloftes, hochzurecken, dann überliefe man das gern ben Armen ber großen Stabte, ber Winzer war bann roieber ein freier, ein selbstsicherer Mann. Er afe trocken Brot, aber er war zufrieden bam.t, denn er afe es in Ehren. So hoffte man. Unb nun nur viel Sonne, viel Sonne des Himmels, bafe bas neue Leben, bie neue Hoffnung, bie sich gezeigt hatte, auch weiter gedeih, n konnte! Unb die Sonne schien, so hell, so freudig, als schiene sie einem glorreichen Sieg. Sie schien auf ben Weinberg, bafe besten Schiefer heife prallte, sie sch.en auf bie Mosel, bafe bereu Spiegel erglänzte, sie schien auf bas Dörflein Porten, sie schien auf bie Kreisstadt, unb ba auch auf bas letzte Haus am Enbe ber Gaste Das Fenster in der Stube von Nettchen Schmitz stand weil offen, es liefe bie Frühlingsluft voll herein, denn da stand ein rumpliger Kinderwagen, unb hinter bem Vorhang lag ein neues Leben, bas auch eine Frühlingshoffnung war Unb ein Zu kunftsrersprcchcn Die bucklige Näherin hatte ein Kind. Sie hatte es meinenb angesehen: fie war fo sehr schwach ge wesen, darum liefen ihr Tränen, aber jetzt fühlte Tie nur Stolz, nur Freude des Sieges. Es war durchgerungen, errungen durch höchste Dual, durch Stunden la voller Not, bafe bie, die in Nettchens Stube kamen, es nicht mehr mit anfehen konnten unb flohen. Aber Nettchcn hatte burchgehalten. Der alte Doktor war ganz ergriffen, als er ihr fügte: „Na, da Haden Sie ja nun ihr Mädel — tapfer errungen — unb 'n ganz strammes, man sollt es wahrhaftig nicht glauben." Sein Blick glitt oergleichenb von ber armen verwachsenen Person im Bett zu bem kräftig schreienden Kinde, um das bie Hebamme eben bie Windel schlug^ Auch bie Frau von oben, die gratulieren kam, hotte sich nicht genugtun können mit Verwundern: abgegeben wurde, gefaßt worden ist. Infolge des abge'chlosfenen Kompromißes werden also bi« cnbgült.gcn Preis« In den nächsten Tagen nach Prüfung durch den Reichslohleiit^erband von diesem ;m Reichsan.zeiger verö'fentlicht werden. Bezüglich der Auswirkungen der Kob- lenpreiserböhung !ür den ciiemlob'.cn- Krgbau selbst mut zunächst se tg.'stellt werden, dost d.e Rentabil.läl des Bergbaues durch die Prerserböhung nicht wie derb«, gestellt wird W:t einer Preiserbößu.g. d..- die Derlustwr-Ilcha t beseitigt, featte der Ruhrloaienbergdau ja auch nicht gerechnet Es komi.t hinzu da > d e Preis- g ’ür bei Ab'atz .n >?. • ec tr.:tc - Id! des überhaupt nicht in Anwendung gebracht werden kann, so daß zunächst der Adsai in das ur.be ft ritte ne Gebiet br sich au' etwa 5j Prozent des gesamten moiat'.ichm Syndi alsadl .ye - stellt. der Ät mit 2 Mark pro Tonne, zu tragen hatte. Es ist bis zu diesem Momei.r noch nicht c .t- schieden, ob sich diese Belastung überhaupt durch- fübten läßt, da fie selbstverständlich zu einet erheblichen Verteuerung der Produktionskosten des Eisens und auch der Preise der Fertigfabrikate führen müßte, wodurch natürlich die Wettbewerbs Lhigleit dieser Industrien weiter perminbTt werden würde. Dun ist allerdings auf der anderen Seite eine Einschränkung des Absätze- in daS bestrittene Gebiet beabsichtigt, die zunächst nur schrittweise in Anbetracht der bestehenden Lieserungsvert aqe durchaesühri werden kann. Ein gewisser Ausgleich der Betriebsverluste bei diesen Absatzgebieten wird also eintreten, wenngleich andererseits dann Stillegungen unb 2Irbcitercntlü|- f u n g e n die Folge fein müssen. Auf jeden Fall muß eine Erhöhung der (Sifenprelfe vermieden werden, ba biefe für bie eifenoerarbcltenbe Inbustrie in der Selbst» kostenkalkulalion eine weit größere Rolle spielen, al- bie Kohlenprelle selbst. In ben Kreisen der Eisenindustrie scheint man sich im allgemeinen der Verantwortung gegenüber ber allgemeinen Wirtschaft bewußt zu sein, so baß mit ber Vermeidung einer GisenpreiSerhöhung wohl gerechnet werden kann, was wohl auch auf die gebesserten Ausfuhrmöglichkeiten infolge ber festen Weltmarktpreise für Eisen unb Cifenfabrilate zurück- zusühren fein bürste. Dachbem der Ruhrbergbau somit einen gewissen Ausgleich ber durch den LohnschiedSspruch geschaffenen Mehrbelastung erreicht hat. liegt es letzt an ihm. durch organisatorische und Rationatt- fierungSmaßnahmen. vor allem durch Ausschaltung der unrentablen Betriebe, $u einer PrvduktlonSbasi- zu kommen, die nicht in aufgeblähtem Verhältnis zu ben Absatzmöglichkeiten steht. Der Weg zur Wiedergefunbung beS Ruhrbergbaus führt über bie notwendige Einschränkung ber zweifellos beftefeenben UeberprobuMion. Kein Einspruch des ^eichswirtschaftsministers. Köln, 3. Mai. Wie bie .Kölnische Zig." Höri, wird der Reichswirlschaslsminister gegen den Beschluß des Reichskohlenoerbandes unb ors großen Ausschusses des Reichskohlenrotes, wonach das Rheinisch-Westfälische Kohlensynbikat bie Kohlenpreise ab 1. Mai burchschnittlich um 1 Markte Tonne des gesamten Synbikatadsatzes erhöhen bars, keinen Einspruch erheben. • Deutsche Effekten- unb Dech- selbank, Frankfurt a. M. Die Generalversammlung genehmigte bebattelo- ben bekannten Abschluß mit toieber 8 Prozent Dioi>enbe auf 7L Mitt. Mark alle unb 4 Prozent auf 2,5 Mill. Mark junge Aktien. Ferner würben einige Satzung Säuberungen Dorgenommcn, nach denen ba« Aktienkapital nur noch In Aktien „So 'n gesund Kind — na, Nettche, unb wat für 'n schön Kind! Dot hält ich Euch wahrhaftig nit jugetraut" „Unb keinen Buckel, nit wahr?" flüsterte Nett- chen garu leise „(Es is boch nit schies?" Aengstl.ch fragend sahen ihre Augen bie Hebamme an. „Es is ganz normal." Da stieß bte Schwache einen erlösten Seufzer aus, ihr Stopf fank beruhigt ins Kissen. Sie verlor sich in Träumen. Joseph — Joseph — so halte er geheißen — Josephine sollte das Kind getauft werden. Unb e i n Gedanke war ihn noch gekommen, aber sie konnte ihn nicht klar zu Ende mehr denken: ob Maria Bremm jetzt auch em Kind hatte, und ob bie sich freute? — Auch Maria Bremm hatte bas Kind, bas sie nicht mit so viel Freuden erwartet hatte wie ihre Frcun- bin Nettchen, aber etwas wie Freude war doch in ihr, wenn sie den Knaben an ihre Brust kegle. W.« er trank unb wie er kräftig war! Nun war er schon über sechs Wochen alt. Es war gegen Ende Avril, die Obstbäume standen in voller Llütenpracht Moria ging täglich m I ihrem Later zur Arbest in den Weinberg, denn sie war kräftig genug dazu. Die Mutter follle s.ch fdpr.en, über die war zu viel gekommen in letzter Zeit. Maria hätte es nicht gedacht, daß ihr die Arbeit im Berg einmal lieb fein könnte, sie hatte sich früher davor gegraut: freibch, da war fie noch unbedacht gewesen, hatte gemeint, nur bas fei Leben, was man ohne Mühe und mit Lachen genießt, was man ralch trinkt in durstigen Zügen aus einem Krug, der nie leer zu werden scheint. Jetzt lachte fie auch wie- der, aber es war ein anderes Lach n Bremm mußte oftmals wohlgefällig nach fei- ner Tochter sehen, wenn sie so dastand, den Rock knapp um die kräftigen Lenden, die Brust voll, die gebräunten Wangen schier rosenrot, wc n sie die Hacke mit hohem Schwung ins Unkraut sch'ug, daß das nur so aus dem Schiefer flog, unb der Boden um bie Stöcke halb blank und rein war. Jetzt war er wieder stolz auf seine Maria: die war doch r ch die Sch mste rundum und vielleicht auch die Bräofte, trotzdem sie das Kind hatte, von dem man nicht wußte, wer besten Vater war. Niemand wußte bas; seine Frau war oftmals vergeblich in Maria gedrungen, die war immer nur traurig geworden, gesagt hatte fie's richt. Sollte man ihr deswegen Vorwürfe machen? Wenn sie es denn durchaus n chk sagen wollte, war es bester, man schickte sich ohne weiteres darein. Maria war eine Kraft, bie der Toter schätzte, sie war ihm wert wie sein bester Sohn. „Ruh dich aus, Tater,“ sagte sie manchesmal; sie selber schien nicht müde zu werden. (Schluß folgt) vic f Winnen. Bürgersteig Sein ©in« Es erfolgte Strafe und Kunst und Wissenschaft. „Deutsche Kunst Düsseldorf 1928". obachtet, daß b:r 3u?.i:. der seine tote vor bestreitet, mitgcspielt hat. deshalb Freisprechung von Kosten. Ein Wetzgerlchrling ist auf dem des Asterw-gs in Gießen gefahren, sprach wurde verworfen, da er nicht rechtzeitig un Termin erschienen war. Eine Siebzehnjährige, bei ter besonders bedauerliche Verhältnisse vorliegen, ist beschuldigt, im Mai 1927 in Hochelheim sich der Hehlerei eines Handtäschchens und eines Halskettchens, ferner im 3u(: 1?27 sich d?s Zechbetrugs schuldig gemacht und einen Wirt hierdurch um den Betrag von etwa 5 Mark geschädigt zu haben. Sie ist ferner beschuldigt, in Wetzlar und Umgebung in nicht rcchtsverjährter Zeit zweck-, mittel' und ziellos umhergezogen zu sein und gebettelt zu haben. Die Verhandlung bot ein äußerst bedauerliches Bild. Das Mädchen, das bisher alle Warnungen in den Wind geschlagen hat. muhte durch ein größeres Ausg?bot answärliger Sicher- hcitsbeamten überfuhrt werden, da es sich aufs Leugnen verlegte und den Tatbestand in jedem einzelnen Falle zu verwirren suchte. Das Gericht erkannte wegen der Hehlerei und des Betrugs auf eine Gesamtgesängnisstrase von vier Wochen, wegen der Landstreicherei und des Bettelns auf eine Haststrase von je einer Woche, ordnete die Strafaussetzung der Freiheitsstrafen bei fünfjähriger Bewähr u n g s f r i st an und erkannte werter auf Zulässiaknt von Erziehungsmaßnahmen, deren Anordnung und Auswahl dem Borwund- schaftsrichter überlassen wurde. Die Verurteilte kann zur Zeit kein Zutrauen verdienen, daß sie aus sich selbst heraus sich zu einem ehrbaren Lebenswandel zurückfinden werde, da ihr bisher die häusliche Erziehung und offensichtlich der gute Wille zu ehrbarer Arbeit fehlte. nungsnot einen Aufschwung der architektontschoa Produktion ermöglicht, spüren Maler und Bildhauer nichts von frischen Impulsen aus den Bedürfnissen des Tagcs. Die Schuld hieran tst darin zu suchen, daß eine Snnremdung zwischen Kunst und Leben eing.'treten ist. Ich glaube, daß die notwendige engere Verbindung zwischen Kunst und Leaen nur dadurch gewonnen werden kann, daß den Künstlern Au träge zuteil werden. die unmittelbar mit dem Dasein, den Sorgen und Hoffnungen der Gegenwart verknüpft sind, wie dies bei den raum/chaf,enden Künsten der Fall ist. Ich richte einen Appell an diejenigen, die berufen sein könnten, auf dem anyedeuteten Wege Schritte zu tun, an Wirtschaft. Industrie. Handel uni) Vertehr. Wir haben in der staatlichen Verwaltung begonnen, geeignete Räu- me in Kirchen, Schulen und Di.'nstgebäuden einzelnen Künstlern zur Gesamtausstattung anzu- vertrauen. Wir wollen darin sortfahren. Ich bin der Reichsregi.rung be onders dankbar, daß sie sich mit uns vereint hat zur Eti'tung einer Reihe von Preisen im Gesamtbeträge von 12 000 Marl, die hervorragenden Lei- stungen als Auszeichnung gölten T>tf-iur Sortierung unserer deutschen Kunst, deren Wohl uns Allen am Herzen liegt. An der Sitzung des Gerichts nahmen als Iugendschössen teil: August Friedrich Rinn von Heuchelheim und Karl Vogt von Wieseck Immer wieder ist es das als .Straßenoeschal- tigung" bekanntlich verbotene Fußballspiel Jugendlicher, durch das Pasantrn belästigt und beschmutzt zu werden pflegen. Gar manche Mark wird unnötigerweise wegen Zutoiderhan- delns gegen das Verbot als Gclostca.c d er Staa.slasie zugcsührt. Diesmal hat ter Vater eines von auswärts stammenden Tachdcaerlehr- lings genen einen glicht ichrn Strafbe ehl Einspruch eingelegt, da fein Sohn am fraglichen Spiel nicht b:t?i igt gewesen sei. Der als Zeuge Dernomnicne Poli'eiwachtmcister hat nicht be- Schuld nach über je 1200 Mark mit je 20 Stimmen eingeteilt ist. .. , "FrankfurterLebensversicherungs. Aktiengesellschaft. Die zum Konzern der „Orunlfurler Allgemeine" gehörende Gesellschaft weist Ende 1927 mien Aerncherungsbesland von 477 05 (392.06) Mill Mk aus. Die Steigerung des Bestandes betraut 21.6S Proz Der mchtnormole Abgang in der Tvdesjallvcisicherung durch Verfall, Verzicht. iKrDnftion und 94, Mill. Mk. Verivallungskoslcn erforderten 8'67 ,7 64) Mill Mk. Von dem Gesamtüberjchuß von 2,23 (2.15) Mill. Ml. erhält die ©eroinnrurf. löge der Persich-rten eine Uebcrweisung von l,9o (1 Hß) Mill Mk. Die Gcwinnreserve der Versicherten er'huh, sich damit auf 5,08 M ll. Mk. Die Dividende für die tlhirn ist unverändert 12 Proz. Die Arbeiten für die Auswertung der alten Papiermark- Versicherungen stehen unmittelbar vor dem Ab- Irh'un Der Auswertungsstock hat sich von 13,93 Mü' Mk auf 19,08 M ll Mk erh >ht. Im Jahre 1928 verläuft dos Geschäft bis jetzt den Erwartungen eniiprechend. Der Versicherungsbestand hat eine halbe Milliarde Mark überschritten. ' Dyckerhoss & Widmann. Der Aus- sichtsrat Hal beschlossen bet auf Anfgzig 3unt einiubcrufcnben o. G.-V. bie JBetfct lang einer Div dmde von 6 Proz. für bas Geichack-iahr 1£2 vornischlagen. • «eiten & Guillaume Karlswerl 21© Köln. Der Aussichisrat beschloß, bet für ben 31. Mai 1923 emzuberufenden Ge- neraltierfammlung bie Ausschüttung einer L/wi- dende von 6 Prozent wie im Vorjahre vorzuschlagen Gegenstanb her Tagesordnung wird auch sein bie Erhöhung des Grundkapitals ber Gejellschast von 60 Mill. Mark auf 6o Mttl. Mark unter Ausschluß bes Bezugsrechtes ber Aktionäre Der Verlauf bes neuen Geschäftsjahres ist befriebigenb. Frankfurter Börse. Karstadt-L-G., die Klärung über die Maßnahmen an der Neuyorker Börse und die Nichterhöhung der Diskontrate der Neuyorker Federal Reserve- Bank, ein günstiger Bericht über die Lage des Stohlverbande-. die Abnahme der Konkurse im April usw. wurden als 8) a u f \ e m o m e n t e bewertet und beschleunigten die Wiederbefestigung. Da zu den ersten Kursen keine größeren Orders Vorlagen, bewegte sich das Geschäft in ruh.gen Bahnen. Die hohen Dorbörsenkurse bchauptetcn sich ;urn offiziellen Beginn nicht überall. Irogbem waren die Steigerungen gegen gestern mittag ganz beträchtlich. Bankaktien konnten unter Führung von Danatbank und Reichsbank bis 8,25 i) f) gewinnen, ft al i inerte und Spritwerte waren um 3.5 bis 5 o.H. erhöht. Glanzstoff plus 9 v.H., ftarffabt plus 7 v. H., Polyphon sogar plus 18 d. 8). usw. Stark zurückgegangen waren Kanada mit minus 3 v.H., Lahmener minus 4L-5 d. 8)., Feldmühle Papiere minus 3,5 o. H. A n - leihen durchweg freundlich. Ausländer nicht einheitlich. Anatolier schwächer, Bosnier plus 0.50 bis 0,75 o. 8). 13er Rumänen fester auf Stabili- sierungsverhandlungen mit Frankreich. Pfand- b r ie f e unverändert ruhig und eher anceboten. Der Geldmarkt war nur zögernd erleichtert. Tagesgeld 7 5 bis 9,5 v.H., Monatsgeld 7J5 bis 8,5 v. ß. Warenwechsel zirka 6.90 bis 7 v. H. Der Verlauf brachte kei. e einheitliche fturvcntwicklung. Im allgemeinen waren die Abweichungen nur gering. Eine Ausnahme machten Svenfka und besonders ftalia*tien unter Fi hrung von Salzdetfurth, letztere bewegten sich 15,5 v. H. über Anfang, während Aschersleben und Westeregeln zirka 5 o.H. Fahrstuhl sitzende Invalide herauSttvg und nicht uncrheb..che Derletzu g n davontrug. Der Fuh- rer des Kranwagens u?a. durch das Amt,geeicht Gießen toege i iahrkässigcr Körperverletzung zu einer Ge bstra'e veructült wocd^i. 2luf seine Berufung hin kam die Sache jetzt nochmals zur Verhör d.ung. Das Gericht Ian aber zu keiner CT.bgüIttge.i Enticheiduag. son.ern hielt in Anbetracht ber sich erheblich witecsprechendea Zeugenaussagen weitere Ermittelung en zwecks weiterer Ausliäru.ig d:s Sachoerha.ts für nötig. Zugendschöffengericht Gießen höher lagen. Frankfurt a. TL 4. Mai. Tendenz: abge- schwächt. — Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in schwacher Haltung. Abschlüsse wurden nur wenig getätigt. Kleie war bei behaupteten Preisen weiter etwas gebessert. Es notierten: Weizen 27 Mark: Roggen 28,75 bis 29; Hafer, irländischer, 27,75 bis 28,25; Mais (fldb) für Futterzwecke 24 , bis 21,25; Mais (gelb) für andere Zwecke 24,75 bis 25,25; Weizenmehl, füddeutfches (spezial 0), 38,25 bis 40; Roggenmehl 39,50 bis 41; Weizenkleie 15,75; Roggcnlleie 17,50 Mark. Strafkammer Gießen. • Gießen, 27. Avril. Durch bas Fi.anzamt Butzbach war g^gen einen Dresch -.a chin.nvesitzer wegen vorsätzlicher Hinterziehung ber Umsatz st euer ein Stra befchüd in Höhe tes breifachen Betrages ber hi Erzogenen (Steuer ergangen, außerdem war auf Veröffentlichung der Strafe erkannt toorben. Da der Steuerpflichtige gericht iche Entscheidung beantragte, mußten sich i.unmehr auch die ordentlichen Gerichte mit diesem Fall belassen. In dem Verfahren stellte sich heraus, daß die zur Feststellung Oer steuerpflichtigen E. igelte ge'ettich vorgeschriebenen Aufzeichnungen in einer derart lässigen Weise gemacht waren, daß sie keinesialls als Grund- lage einer orb:tungsmäßigen Steuererklärung angesehen werben konnten. Gegen das Urteil des Amtsgerichts, bas ben Angeklagten nur ber fahrlässigen Steuerverkürzung für schulbig erachtete. verfolgte bie Staatsanwaltschaft Berufung. In dem erneut aulgenommenen Ermittlungsverfahren zeigte es sich, baß ber Umsatz mindestens um die Hälfte verkürzt angegeben war. Wenn auch das Gericht einen zweifelsfreien Beweis für vorsätzliche Steuerhinterziehung nicht für erbracht ansah, so glaubte es doch mit Rücksicht auf das bei Abgabe der Voranmeldungen von dem Angeklagten geübte, nachlässige Verfahren auf eine Erhöhung der Geldstrafe erkennen zu müssen und verurteilte ihn daher unter Aushebung des erstinstanzlichen Urteils wegen Steuergefährdung zu einer Geldstrafe von 5 0 0 Mark, eventuell 50 Tage Gefängnis. Mehrere Arbeiter, Vater, Sohn u.id Onkel, waren durch das Amtsgericht Friedberg wegen Wider st ands bzw. Beleidigung zu Geldstrafen verurteilt worden. Der Sohn, ein verheirateter Arbeiter, hatte an jenem Tage dem Alkohol etwas zu stark zugesprochen und in dieser Verfassung Ortseinwohner belästigt. Als der Bürgermeister und Polizeidiener ihn von der Straße wegschassen und in ben Unterkunstsraum ber (Scmcinbe verbrinam wollten, kam es seitens brr Angeklagten zu Tätlichkeiten gegen bie Polizeiorgane. Während ber eine Angeklagte aus subjektiven Grünben sreigesprychen würbe, würbe bas Urteil gegen bie übrigen Angeklagten bestätigt. Rur mit Rücksicht auf bie schlechte Vermögenslage sah bas Gericht von einer Erhöhung ber Strafe ab. Im Oktober v. I. war Ecke Rordanlage-War- burgrr Straße ein Wiesecker Personenkraftwagen mit einem Kranke nfahr- st u h l zusammengestoßen, wobei ber in bem Frankfurt n M., 4. Mai. Tendenz: fester An der heutigen Börse war das Geschäft im ölige* meinen ruhig die -£■ uuenfl war -ad) freundlich. Gegen die gestrige Abendbörse tonnten sich aus den meisten Marktgebieten Kursbesserungen durchsetzen. Für Montan- werte brachte die ftohlenpreiserhöh u n g auch heute noch eine gewisse Anregung. Mit Bcsriedigung wurde auch der verhältnismägig günstige Bericht des Stahlwerkverbandes aufge- nommen. Anderseits mahnte der immer noch an- gespannte Geldmarkt zur Zurückhaltung. Man verwies weiter auf die uneinheitliche Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes. Es sollen wieder einige Käufe für ausländische Rech- nung zur Aussührung gekommen fein, so daß die Spekulation nach den gestrigen Abgaben zu Deckungen schritt. Die Publikumsbeteiligung war gering. Zu den ersten Notierungen waren überwiegend Kursbesserungen von 1 bis 3 v. 8). zu verzeichnen. Einige Spezialpapiere waren wieder lebhafter verlangt. Kaliwertc waren bevorzugt, Westeregeln kannten 11,5 und Aschersleben 7 v. 8). nnzichen, auf den günstigen Kaliabsatz im April. Am Bankenmarkt konnten nur Danatbank (plus 9,5 v. $).) wieder große Umsätze erzielen. ' Eommerzbank waren 2,75 o. 8). höher. Elektro- werte lagen stiller; Siemens konnten 3,75 v. 8). gewinnen, Fellen & Guilleaume waren auf die ent- täufchende Dividende von wieder nur 6 v. 8). angeboren und 4,25 v. 8). schwächer. I. - G. - F a r b e n waren 1,5 v. 8). und Rheinstahl 2,75 v. 8). erholt Don den Zellstoffwerten verzeichnete Waldhof eine Kurserh.ihung von 3,75 d. $)., Gelfenkirchen (laben 1.5 v. ,ß. nach. DeutfcheAnleihen still. Bon Auslandsrenten waren Goldrumänen auf die wahrscheinliche Wiederaufnahme des Rumänen-Schuldendienstes weiter verlangt und auf 21,75 v. 8). erhöht. Im weiteren Verlauf wurde bie Kursentwickelung unregelmäßig. I. G.-Farben blieben knapp behauptet. Rheinstahl und Siemens gaben je 1,5 bis 2,5 v. 8). nach, Karstadt waren auf dis 15'Millionen.Dvllar-Anleihe gefragt zu 257 d. 8). Am Geldmarkt war Tagesgeld im Verlaufe nur wenig zu 7 o. 8). etwas leichter. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,403, London gegen Kabel 4,88, Paris 124,02, Madrid 29,30, Mailand 92,65, Holland 12,10. Berlin«: Börse. Berlin, 4. Mai. Im heutigen Dormittagsverkehr hatten Deckungen und Käufe der Spekulation recht kräftige Kurserholungen zur Folge gehabt. Die neue 15-Millionen-Dollaranleihe der Eingesandt. ■ (Für Form und Inoa.i acker u.iier dieser Rubrik stch:ni.e:i Artikel über.iimmt die Redaktion bem Putk k m c.?-.e?v r'"r fert-r e V: i t ?a tunflr) Ein ernstes IDort an die Schulbehörde. Das neue Schuljahr hat nun se.t el.rer Woche begonr.cn. Die tkmen Mäbcks und Buoen sind voll guter Vorsätze in bie Kralle ei -g-rückt. Wir (51kn. bie wir i.i un erec Iugrnb bi: Kommenden, bie Zuiurst sehen, oeclolgen mit Interesse das Reue, bas ih^en entg:g tritt. Wir erwarten vo r ber Einheitsschu.e. bi: e i bc.üilig vorgeoildet werben, baß ih:en ber Uel>ntcitt in eine xce Schule, entspreche.-^) ber läng ren Zeit, bei einigermaßen bega-tem Material, leicht fällt Diejenigen ftinber, bie bie Dol.sschule bis zum Schluffe absolvieren solle i. müs en coenlal s über eine gute Ailgemeinbilbung &er ügen, um im späteren Berufe unb in ber ®>e Juedm weiteren Fortbi bung ii bemseleen so ausgerüstet zu (ein, daß sie im Kampfe mit bem Leben bestehen tonnen. Wien benlcnben Menschern ist es wohl klar, baß nur eine grunblichc. inbiDibuelle Aus- btibu .g der Fähig.eiten -u dem Ziele sührcn kann, bas zu erreichen totr mit allen Ära kn anstreben müssen, baß nämlich ber Einzelne eine Persönlichkeit wirb, bie mit aller Kraß und guten Kenntnissen sich in br.n Dienst b?t Gem.nn- schast stellt. Rur auf b.ejem Weg: ist es möglich, zum Wohle ber Wenschh.'it vorwärts zu ton- men. Daß neben brm eigmtlichen Zwecke bet Schule als Bilbungsa.nsta t. als Fördere inbt- viburller Begabung unb .Beranlaiunq auch noch bie Forderung ber Hygiene tritt, ist selvstver- stänblich. ilnferc Lehrer werbm heute gottlob berart ausgebilbet. daß sie neben der Dermitt- lung von Kenntnissen, Förderung ber Veinuchleck auch jedem einzelnen Schüler ein Freund sind. Run denke man sich eine Klasse von sag: und schreibe vierund.ünfzig Mädchen oder Jungens, die alle Anspruch auf individuelle Behandlung haben. Man denke an die von fünsrrndjünszig Lungen beanspruchte Luft eines Schulzimmer-, man denke an bie Rerven eine- Lehrers oder Lehrerin, an benen 54 grsunbr unb deshalb wilde Kinder während normal fünf Schulstunden reiben I Ist cs möglich, selbst für d:n allertüch- tigsten Pädagogen, nur annähernd bas vor- geschriebeire Pensum zu erreichen? Bedenken wir, baß eine Schulstunde nur 45 Minuten hat. daß also auf ben einzelnen Schüler noch nicht eine einzige Miaute kommt! Den.en wir an ungünstige Witterung, bei welcher bie Kinder nicht in ben Schulhof gehen können, ein: gründlich: Durchlüftung des Schulzimmers also auZgefchlosscn istl Was nützen uns alle hygienischen Maßnahmen, wenn bie Schule als solche nicht in allererflet Linie für wirkliches Bol.swohl Sorge trägt. Der Staat zwingt seinerseits ben Bürger, sich durch Schulzwang zu bilden. Ist damit seine Aufgabe erledigt? 3ft es gleichgültig, wie er feine kommenden Staatsbürger ausrastet. um nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft zu werden? Wir müssen uns mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln gegen eine derartige Behandlung wehren. unb ich hofse. daß obiger Hinweis genügen rnög:. Besserungen in den Uedelständen heroei- zusiihren. daß man es nicht zur Selbsthilfe der Eltern kommen läßt. Wir verlangen Einstellung von Lehrkräften, gesund: Räume für unsere Kinder. bie die Träger ber Kultur werden sotten. Frau Derth 3 e n tze n. S ch r e t he r. Bei ber Eröffnung ber Ausstellung .Deut- sche Kunst Düssclborf 1928", bie unter dem Protektorat des Deichspräsibenten steht, führte Oberbürgermeister Dr. Lehr aus: Düs- selborf schien in ben vergangenen schweren 3ähren aus ber Reihe ber beutschsn Kunststäbte fast ausgeschieben zu sein. Es wolle mit bet Ausstellung ben verlorenen Anschluß wieder ge- toinnen. Die Düssclborfer Ausstellung eröfsne eine Reihe, bie sich in anberen Kunststäbten Deutschlanbs fortsehen möge. Es feien beträchtliche Mittel ausgewynbt worben für biese Ausstellung, bie nicht nur eine örtliche Angelegenheit, sonbern eine beutsche Sache sei. Reichspräsibent v. Hinbcnburg hatte folgendes Telegramm gesandt: Zur Eröffnung der Düsseldorfer Kunstausstellung sende ich herzliche Grüße. Möge der Ausstellung, in der Werke von Künstlern aller Gaue des Reiches vereinigt sind, ein schöner Erfolg beschicben sein, und möge sic zur Fortentwicklung unb zur verbienten Anerkennung ber bcutschen bildenden Künste bas Ihre beitragen. Der preußische Kultusminister Dr, Becker führte in seiner Eröfsnungsrebe u. a. solgenbcs aus: Während bie architektonische, raumschafsei.de ober raumgeftaltenbe Tätigkeit. ihre Schöpfer einigermaßen ernährt, müssen Maler wie Bilbhauer so gut wie feiern. Währenb die Rach.riegszeit durch die Woh- Die hinter ben Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. gelübttcn Ziffern geben bie Höhe der zuletzt beschlossenen Divibcnbc an. — Rcichsbankbiskon! 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent, ^erbn. 3 Dia! 6(eld ’W"1’ Framöiiicve ittouii Holländische 'Jtottn...... ili'nllchr Violen...... Aonveallche 'JZoien ..... Ctfierr ,1100 Kronen Rumänische Roten...... Schwedische Roten...... Schron.er Roten....... Eoanllche Roten....... Tschechoilowakücht Roten . . Ungarische Roten . ... DevrfLNmarkt Berlin relegraphische ■filf 16' II 4t 01 111.GO 58,71 2.595 111,78 W.35 69.46 12.34« 72 77 —Franks»» *2 u 5 a a b icTB 168,79 «.09 117.04 58 95 2.415 112.22 m, r 89.74 12 41t 75.07 0. XL lang $raukfun a. M Berlin famikiurt a. M Berlin faaukfurt a. M 1 Berlin Schlutz- 1 Uhr- Sch ufj । tiniang Schlutz l'Uhr. Sch ul) *21n;ang Schlutz. l-Uhr. 1 Schutz 21n,ang Hut» ftur» ftur* 1 Rur* Rur» Äur» flure 1 Aur* nur» fiur» | Änr» 1 fiur< Datum 3. 6. 4.5. 3 5. 4.5. Damm: 3 5. <5 1 ’-5- 4 5 Dalum: 4.5. 3.5. 4 5 5°/0 Dl Relch-anleihe v. 1027 57. j5 — 87.5 Ä. E S....... .7 168.5 169 168.- 169 Bbiltvp Holzmann .... 12 162 163 161 75 163 Di Viiti yieiol Schuld mit . . 8 190.5 192.5 190 19! Heidelberger Gement . . 8 150 151 — — Auslol Rechten . . 51,9 — 62 62 ttlettr. Lieferungen • . • . 10 180 181.25 179.5 180.5 Lemeni Karlstadt......8 100 — — Deöal obre Nuül f .Rechten 17.13 17.2 17.25 17.4 Licht unb Hrait..... . 10 l.l • 485 227 B?avß L greiiaa ... 1« 150 151 — 1°!e ffrarti Hi>v.-Bk. tio dvl fallen A r-uiU'aume . . . .6 141 136,75 140 136.5 SchuUbetS Pavenhoker. . 15 — 368 362.75 UlllillibUnr bl5 '932 92,6 — * ee tief r Irb-tr Untern . . 10 .'91,0 —- ZOO. 5 Cftroerte.........i? — — 318 3:1 5 4'/i o Rheinische üvv Bonk Hamb, (ileflr- Werke . 10 — 162 75 — Bcc. @(an$floff ..... 15 — -• 741 753 3>au -wo vv> 76,4 — Fibein. Elektr..... . 8 — — 165 166 Bemd.ra .........8 — 1 — 563.15 569.75 <1 abg Borkriegü Ll) Schlei. Elekrr...... . 10 — — 223 — Zcll'io Valdbof.... 12 293 296,75 293 297.5 ligationen. rudtablbar 1V3.1 - — —1 Schultert . ..... . . 7 199 199.75 198.75 193 Zellslvl' Aschan'enburo - . 10 ZOO — 401.7a 402.45 4% SLivcu Buudeöb -Nnl — — — — Siemens A HalSke . . . . 16 . .8 321 324.7) 321 163.75 345 164.9 Cbarlott nbutfler Wasser. 7 enauer GoS......8 Daimler Motoren.....o Demag.........0 ütlerroerte Kleoer.....o - — 138 212 75 197 215.75 111.75 50 8S,25 <»/o Lelieeeichiiche Soldne Cefierr ich Stlderrte 4 o Ceiiermd) em eitt Nie 4% UiiQütiidje tioiorte 8,9 26,1 j 36,2 Illi Ladmevee k 6o...... Buder is....... Deutsche Hrdöl..... .9 . .0 . .6 93 137.9 I 8?» 184.75 98 137 92.5 139 109.6 90 111.13 90 110 5 46 13 89.75 4"/- UugnrtscheStaaur v 1910 26 — — Essener S einkodle . . . •« — — 140 189.5 Ludw Loeire ......1' Rat Nutomodil .... 6 * — 464 — <*;,<>/. desgl von l*J13 — —• — Gelsenkirchener . f. *4 I 4 140 138.5 139 — * 97 97.76 4J/,, ilngarilche »lroncnrte . . — e.05 — Harvener . . . 8 170.5 — ibU 170 Crenft in A Hoopel . ... a — — 128.5 129.72 *»l lurt .SoUüiikibe v 1911 13.55 W 13.4 13.6 voesch Ellen....... . .5 • — 14» 1486 Linke Ho wann . . . . 0 — — — 4°/, Zurt Bagdaddahn-Anl 14.25 13,5 14.13 13.4 14,8 hlle Bergbau...... • 18 187,6 '81 125.15 146 65 Z8O 1 ri Leondard Itey.....6 — — 879 45 83 183 L rie 1 4®/, de »gl. Serie 11 — Mldehi'rtuerfe ..... Koln Reuellen • . • 6*, 148 Bamag ' eg uni......c ssranif. M. idunen . ... C 83 — — 4°0 RumLuen convert R>e — — — — *U.anne6mann .f. '/, I 4 151.25 153 151 5 151.5 lunenci ..... 7 137.4 — 136.9 — 4*, Rumänen 04oldanl Man» elber . 7 117.75 117.5 ,16.75 118 5 Henlmenktaedl ......c 23 5 ■ * von 1913 19,2 — w — Oderschlel Lisenb Bedarf 0 — 112,5 112.5 I12.J JungbanS - ...... f Vedliverfe . ....... 8 i'iaintrflftwerte......5 Miaa .........ic Rekarkulmer....... . 8 BcterS Union.......8 Webr. Roeder ......ll Boigt k Haeskner .... 6 Südb .Äcker..... < Bat »7.9 — »8.9 HUa Dcmiche iLllendadn 4'/, Hamdura.Ruieritu Paket. 6 iviinl’•Zubern lamp fd) 8 6.11110 Taaiollchlst ■ • 6 v.orddeuuchcr Lloyd 6 Villa Deutsche ilreditanst.. U Bann r Bankverein >v Berliner Handeiogelellsch. 12 Goinmerj- unb Prival-Bk. H Tarmit. u Raitonakdank 17 156 153.75 142.5 179.25 54 157,5 154.5 113.5 181 163.5 •56.75 teU. 75 .'14.25 154.4 139 143 413.5 170.5 55.75 157 813 154,13 139.5 144.75 ICM.25 182 Cbtridilei KokSwerke Pbonu Beraoau t Rdemische Braunkob'.en Rbeiniia'jl Riedetk Montan..... Bereinigte Stabil», f. */e ClflDt 'llitne.i Kali Rschcr-lede i -iaU'üiiiterejein • ■ Kaliwerk Saüdetknrib .0 I 3 iuo.5 io rw .0 170 . .6 3 3 97 1 th 10 193 10 013.5 12 313 95,13 178,75 47 310 4OU -10 lüb.lJ IUI.13 l»l 171.. 161 >7,13 «6 195 311 5 107.4 95,. .'90.- 172.75 161.15 97.Zj «7 IM- ZU9.. 316.5 HO H7.85 141.85 67 102.5 191 147.75 fu olm 111'111$ 141.ti 64.5 402 191 146.75 11 s 111 11 TenUche Bank 10 164.5 itl 166.15 lf HO.75 «2.5 81.76 ZS3 167.5 Berlin 3 T?at Diskonto-Welcllichaii Anl u Dresduei Bank lü U6. • 'b.;. IS7. i. Timamii Rodet . . . ■ 134 IV, TTTCI 161.25 j 161.75 16» .5 IUI.Z5 Scheid annali .... . .6 IW.5 - AmerikanUche ‘.Qotew..... 4,158 CTts UNiitclbcutidK Crrdubank — 114 — oldichmibt . . . . IV9 IU9 5 ius.75 m belgische Roten ....... 21 M.48 MetaUdank ..... 133 132 U2 i ■■ Bul^ei.werke . . . . . 109.5 111 105,5 ui Daiii'che Vieten ....... 1 11.78 112,22 40.44 RcichSvank • • • 1 — <30 229.75 BletaugeteU chau . . . . 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SWenv.Veg Äur |.f>vaucn n.Mädchen über 16 Zähren. Evangel. Frauenverein Versammlung der Oberh. Arauenvereine Tirnfltiin. den 8. Mai. noetm. 8 Ubt. im (5als Vnb, ’iVnlltoriiranc 8h Boruofl ood Flau mmn. waiilv Slvnnon FESTFOLGE Samstag, den 5. Mai,abends 8Uhr: Feftkommers Mitwirkende: Orcheltei-verein 1908. Bauerfcher Gelangverein, Gefangverein Heiterkeit, Giebener Turnerschaft, Jugendabteil, des V. f. B, Radfahrerverein von 1886 und Radklub Germania Sonntag, den 6. Mai, vormittags 8 Uhr: Beginn des Mandolinen-Wett- ftreites in der Volkshalle Nachmittags 3 Uhr: Spiel um den ftauptehrenpreis von Helfen, Ge- fangsvorträge (Gelangverein Harmonie-Gemütlichkeit), Konzert Preievertellung lb" UL« M-i l. 3» lU.i «.tz Damen- stuäx:; Herren Tourenstielei 'LS i.iii »•fl i$.;i ii.i« u.i? 1,581 ili.w iUiS IlMS 10,5» ä.ü45 -V.« 1,1845 68.6» il.*6 58.685 li.»5 1,8 6' j.°f5 l?.z 6l.ö5 &. 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Karten zu 1.50 Mark bei Challier und abends an der Kasae. löZ Ai Ä (U.H* w-Ä U"? bi,* l.TlI Ä ts ll.» * Gesangverein Harmonie 6e?^de* Großen-Linden W.Schlttle? Mitglied des Deutschen, Hess. u. Oberhess. Sängerbundes Sonntag, 6. Mal, nachm.‘/24 Uhr, im Saalbau Faber, Or.-Linden Konzert Mitwirkende Marie Eckha'dt-6leßen, Klavier / Ernst Schneider-Gießen, Ceilo / Wiih. Schättler-Qießen, Violine Zum Vortrag gelangen Chöre von Schubert, R. Schumann, B-eu, Werth, Clarus, Schaaf und Richard Wagn-.r, das Klavier-Tno Es Dur v Schubert, Vioiinstücke v. Mendelssohn, Brahms und Sarasate. ww, Eintritt 1 Markt OberbelfUcher Knnltverein Von Sonntag, dem 6. Mal an Oelgemälde 33 MiincbenerKänftler Die vom Auaüeller-Verband Münchener Kftnltier veranstaltete Ausstellung Ist wieder Sonntags. Montags. Mitwochs. Freitags v.11-1 Uhr. Mittwochs auch von 3-5 Uhr gcötfneL Eintritt für Mitglieder tret für NkhtmitgUeder 30 Pig. Grober Manflolinenwelölreil am 5. u. 6. Mai 1928 in der Volkshalle zu Giefeen i "Ä rZ .'iA iS pü l-ti I l.lfl \& Hfcr seinen Garten iiekJiat, eoUlt nur «Derbeeie W«tau|c vez- w«t»4*n. Speien iui gut ScahL Oebelo. Serlw Irauendienst an der Gegenwart Klosler Arnsburg Eine Perle des Hessenlandes, beliebtester Aus z»o- Uugsort mit historischen SJ