Nr. 18’ Erster Blatt 178. Jahrgang Freitag. 3. August (928 (tritt!*! iützoed.avhe-. Scxalaq* **i 5«itrtag* brUeici •ithtiur 3e*UirHbiat1ci strirxai hn BUb TU 5d)0Üt »•■eU«8<)egspttU; 2 KflttearM unb 20 9id$tpfeeelg für Trüge» lohn, awt bei Nichler- scheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernjprechanl chlüsse: 61, 54 anb 112 Anschrtst fta Drahtnach- richten: Anzeiger Oietze». vsstschristoiUo: freeTtirl am Mat» 1168«. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk »Ad Verlag: vrLhl'lche U«toerfi1L1r'vvch' and Stdibriderd L Lange hi Siezen. Zchriftlettnng und SeschSftrftele: SchuIUraßr 7. L»vahW« cee Anje»gea für bte Tageenummer bis znm Nach »mag vorher. Pull für 1 mm HSHe fit Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, avswörts 10 Brtchspfennig für Ne. ülameanzeigen von 70;i m Breit, 35 Neichspfennig. Platzvorfchnst 20e . mehr. LhefredaKtrnr Dr. Fnebr Dill) Longe. BerantwonUch firTohnk Dr. Fr Dill) Lange für Feuilleton Dr tz Thyrwt, für ven übrigen Teil Ernst Dlumfchein' für b4 Stunden. jahr - in diesem Herbst nur Trupp e n u bun - gen kleineren Ausmaßes geplant sind. An den diesjährigen Herbstmanooern, die sich tm September in der Gegend südlich von Trier biszur Grenze des Saargebiets abspielen sollen, wird außer einigen Spezialtruppen nur eine kaoallerieDivision teilnehmen. Die Entwlck- lung der Angelegenheit wird von den zuständigen Stellen dauernd mit Aufmerksamkeit verfolgt. Gtresemanns pariser Reise. Botschafter von Hösch bei Briand Paris, 2. Aug. (XU3 Der deutsche Botschafter von Hösch hatte am Mittwoch mit dem Generalsekretär des französischen Außenministeriums, B e r - l h e l o t, und am Donnerstag mit B r i a n d längere Unterhaltungen, die verschiedene zwischen Deutschland und Frankreich und auf dem Gebiete der internationalen Politik schwebende Fragen zum Gegenstand hatten. Don französischer Seite verlautet, daß Briand und von Hösch sich über die 3 w «sch en fälle in Landau und über die P a r is e r R e i s e S t r e s e- manns unterhielten. In Pariser diplomatischen : < reifen verlautet, daß Dr. St re se mann und Primo de Rivera bei ihrer Pariser Anwesen, beit zuGroßofsiziercnderEhrenlegion ernannt werden. Inangriffnahme der Reichsbahnreform. Die Konstituierung des Arbeitsausschusses. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers-. Berlin, 3. Aug. Wenige OH muten nach dem Abschluß der parlamentarischen Konferenz hat das ReichSverkehrSmlnisterium sofort mit Der Konstituierung des beschlvfJen en A r- beltSauSschusseS begonnen dessen Aufgabe «S sein soll, Die gesamte Sicherheitsfrage der Reichsbrchn eingehend zu prüfen- Dieser Ar- beitsausschuh wird ziemlich ähnlich dem sein, Der semerzcit nach dem Leilerder Unglück eingesetzt wurde. Cs ist beabsichtigt, zehn Persönlich ketten zu Mitgliedern dieses Ausschusses zu ernennen. Sowohl Reichsbahn, wie Reich sver- kehrsministerium werden durch je ein Mtt« glich vertreten sein, während sich die übrigen acht zur Hälfte auS technischen, völlig un- parteiischen Fachleuten und zur anderen Hälfte auS parlamentarischen Ver- tretern, die der ReichSverkehrSmmister ohne Rücksicht auf die Parteien lediglich unter dem G^'chlspunkt der fachlichen Qualifikation auswählen wird, zusammensetzen. Es M zu rwarien, daß der Ausschuß schon in diesen Tagen seine allerdings auhero-rdentlich umfangreiche Arbeit aufnehmen wird, die er nach den getroffenen Dispositionen schon m wenigen Wochen zu beenden hat. DaS Bereich seiner Aufgaben erstreckt sich auf die Fragen der Sichern n g s a n l a g e n, der Dienstein tetlung, sowie der Vereinfachung derDetriebS- vorschr iften. 3m wesentlichen wird der Ausschuß seine Prüfungen an Ort und Stelle vornehmen. — Auch die Reichsbahn ist bereits jetzt dabei, die femeryU zwischen dem ReichS- Verkehrsminister und Dr. Dorpmüller vereis- barten Maßnahmen durchzuführen, und es steht zu erwarten, daß schon in den nächsten Tagen die wichtigsten Schritte dazu vollzogen werden. Bayern und die Reichsbahn. 'Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeiger»-. ^Berlin, 3. Aug. 3n Bayern herrscht Helle Empörung über die Reichsbahn, die in der schar- fen Kritik aller Blätter ohne Parteiunterschied beredten Ausdruck findet. Leider muß diese Kritik aber wirkungslos verpuffen, da Jte an die falsche Adresse gerichtet wird. Alle Vorwürfe werden gegen die Zentrale ober gegen den ReichSbahndirektor Dorpmüller erhoben, waS vollkommen sinnlos ist, da für das in Bayern herrschende System ausschließlich die fast unabhängige bayerische Grupprnverwal- tunfi zuständig ist. Aber Wie so oft, hat man sich in Bayern dadurch auS der Fällung bringen laten, daß irgendwelchen bayerischen Vorrechten ein Ende bereitet werden soll, Die sich unter keinen Umständen mehr aufrechtervalten lall«", durch Deren Beseitigung aber auch Die bal)erische Eigenstaatlichkeit nicht im geringsten berührt wird. Dennoch scheint man in Bayern völlig den Kopf verloren zu haben, wes auS einigen sehr ungeschickten Bemerkungen Münchener Zeitungen hervorgeht, die bereits damit broljen. aus dieser reinen Verwaltungsange- legenheit der Reichsbahn eine innerpvli- tische Streitfrage zu machen. Wenn man von Bayern auS die Dinge so anpackt, Dann müssen wir das aufrichtig bedauern. Gerade Bayern war durch feine Kritik berufen, am ehesten an einer AuSmeczung der im bayerischen Betriebssystem vorhandenen Fehler mit- zuarbeiten. Alle Angriffe auf die ReichSbahn- zentrale vorn Standpunkt der Eigenstaatlichkeit auS sind nutzlos und führen nicht zum Ziel. GS wäre besser, wenn man sich in Bayern bemüht, die Äri'til Dort anzusetzen, wo eS notwendig ist, nicht aber die gegen die Reichsbahn aufgerichtete Front durch Angriffe zu schwächen, die fast ausschließlich parttkuiaristischen Mvttven entspringen. Auf dle'e Weise leistet Bayern seinen Interessen wirklich keine guten Dienste. (Sin neues Eisenbahnunglück in Bayern in letzter Minute verhütet. Berlin, 3. Aug. CPrfo.-IeL) Durch die Auf. merksamkeU eine» Lokomotivführer» ist gestern abend auf dem Hauptbahnhof Würz bürg ein neues Eisenbahnunglück verhütet worden. Der vor- zug de» beschleunigten Perfoneuzuge» Frankfurt—Würzburg muhte, weil alle «Steife auhergewöhnlich dicht beseht waren, i n e i n sonst von ihm nicht benuhtesGIei» ein- fahren. Dabei bemerfle der Lokomotivführer tz o - ferer aus Frankfurt gerade noch rechtzeitig, daß auf diesem Gleis bereits eine Wagengruppe abgestetlt war. 6s gelang ihm zum Glück, feinen Fug noch etwa 100 Meter vor diesen wagen zum Halten zu bringen. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Oie Llntersuchung der Ointelscherbener Katastrophe. Oer Berus der Reichsboten. Eine interessante Statistik. lieber den Beruf der Reichstagsabgeordneten findet sich eine interessante Zusammenstellung in dem vortrefflichen Büchlein „KürschnersDeutscher Reichstag 192 8" (Herausgeber Hermann Hillger in Berlin W 9), das mit den Bildern und Lebens- befchreibungen aller 490 Abgeordneten und einer Fülle von wichtigen Zusammenstellungen zu dem Prelle von 1 Mark soeben zur Ausgabe gelangt. Man ersieht daraus, daß immer mehr die Vertretung der Wähler im Reichstag zu einem Beruf wird. Der Berufspolitiker spiett in allen Parteien, auch in den Mittel- und Rechtsparteien, eine große Rolle. Die größte freilich in den Linksparteien. Hu den Berufspolitikern find vor allem die Geschäftsführer der Parteien mit der Menge der Geschäftsführer von politisch eingestellten Verbänden, sind die Gauleiter und Sekretäre der Verbände und Gewerkschaften anzusehen. Aber auch sehr viele Abgeordnete, die sich als Schriftsteller bezeichnen, find als Berufspolit-ker zu bewerten, denn sie agitieren berufsmäßig für ihre Partei unb bekleiden zeitweise Parteistellungen. Sie sind also als „Funktionär", wie der Ausdruck lautet, zu betrachten. In der folgenden Tabelle sind die Zahlen ersichtlich, aus denen hervorgeht, wie sich die M. d. R. nach ihren Berufen gliedern, und aus welchen Kreisen sich die einzelnen Fraktionen rekru- tteren. Bei der Durchsicht muß man berücksichtigen, daß die Grenzen fließend sind. Ebenso, wie die katholischen liniversitätsprofessoren vielfach Geistliche sind, so sind ehemalige Offiziere zu richtigen Industriellen oder Landwirten geworden. Viele ehemalige Handwerker oder Arbeiter sind jetzt Parteiangestellte oder Schriftsteller und Schriftleiter- unter denen, die sich als Arbeiter bezeichnen, sind die meisten Kommu- Aue aller Welt. waldbrond bei üapcllen-Ltolzeafels. Di« erste Meldung eines Riesenwaldbrandes kam von den Patres des Riederlahnsteiner 3o» hannisklosterv. das genau gegenüber Der Brandstätte liegt. Das Kloster telephonierte nach Koblenz, die Brandwache auf dem Plan schickte sofort einen 3ug hinaus, der nach einigen Minuten schon an Ort und Stelle war. Die Brandstelle liegt im SiechhauStal. der grüßte Teil des Brandgeländes gehört der Gemeinde Kapellen- Stvlzenfels. ein kleines Stück ist Eigentum der Stadt Koblenz. 3m 2u stand der untere Teil des stellen Hanges in Flammen. Die Befürchtung, daß ein sog. „HHpfelfeuet“, das von Wipfel zu Wipfel überspringt und dadurch nicht gelöscht werden kann, ausbrechen wurde, hat sich glücklicherweise nicht erfüllt. Jedoch das umfangreiche und außerordentlich dichte Riederholz, sowie Der der Ausbreitung des FeuerS günstige Wind, dazu die große Hitze machten die Sachlage zu einer sehr ernten. Das trockene Laub und das verdörrte Gras zischen auf wie Zunder. Die Rauchbildung war so stark, daß man zeitweise nichts mehr erkennen konnte. Durch Einschneiden einer fünf Meter breiten Schneise wurde rundherum das Feuer abgesperrt. Das Erklimmen der steilen Höhen. Die RauchschwaDenbilDung und Das Glühen Des Bodens brachten Die Feuerwehrleute in erhöhte Gefahr. Leider ist ein Koblenzer Feuerwehrmann schwer verletzt worden. Bis zum Lahnsteiner Ufer zogen dichte Rauchwolken, selbst in Oberlahnstein roch alle« nach Holzbrand. RachDem Die Koblenzer Wehren heimgefahren waren, mußten die Ortsfeuerwehrleute noch Die ganze Rächt wachen: es glimmt immer noch, so Daß Die Gefahr noch nicht vollständig beseitigt ist. Insgesamt sind 30 Morgen Waldgelände von Dem Feuer berührt worden. 2llS Brandursache wird entweder Funkenflug von der Lokomotive eines vorbeifahrenden Zuges (Die Bahn fahrt ganz dicht an Der Brandstelle vorbei) oder daS Wegwerfen eines glimmenden Zigarren- oder Zigaretten st ummelS angenommen. Lin sranzSsisch-ilaNenifcher Grenzzwischenfall. Der „Matln" berichtet aus Annecy. Daß zwei französische Touristen, ein Hotelbesitzer und ein Postbeamter, Die einen Ausflug nach Dem großen St BernharD machten, beim Heberschceiten Der italienischen Grenze von zwei italienischen Mllizsoldaten angehalten wurden, Die Dem Postbeamten erklärten, daß er mit einem Photoapparctt Die Grenze nicht betreten dürfe. Der Hotelbesitzer griff ein und soll Bemerkungen gemacht haben, die von Den Miliz- foIDaten als Beleidigungen Mussolinis auf gefaßt wurden. Beide Franzosen wurden festgenommen und nach 2losta geführt. Rach Der Vernehmung konnte der Postbeamte wieder über Die Grenze zurückkehren, während Der Hotelbesitzer trotz Der Interventton DeS französischen Konsuls in Hast behalten wurde. Notlandung Des Majors Franco. Das Wasserflugzeug „Numancia" mit dem Major Franco an Bord, das zu einem Fluge um die Welt aufgestiegen ist, hat im südlichen Portugal in Der Nähe Der Mündung Des Guadiana auf das Wasser nicdergehen müssen. Obwohl Der Motor nicht beschädigt ist, konnte Das Flugzeug bisher nicht wieder hochkommen. Nach Prioatmel- düngen scheint es, daß Die „Numancia" infolge M o t o r e n D e f e k t s auf die Erreichung Der Azoren verzichtete. Die Besatzung Des Flugzeuges wurde an Land gebracht unb begab sich in ein Hotel. Es geht Das Gerücht, Daß Die Flieger am Freitag von neuem nach Den Azoren starten werten; bte Besatzung weigerte sich aber, irgendwelche Erklärungen abzugeben. 31 Personen bei einer Feuersbrunst ums Leben gekommen. Das Dorf Eonturella in Süditalien wurde durch eine Feuersbrunst schwer helmgesucht. Etwa 100 Häuser sind vollständig nieder- gebrannt und mehrere hundert Personen obdachlos. Soweit bisher feftsteht, sind 31 Personen in den Flammen umgekommen. Die Zahl Der Verletzten ist sehr groß. Den Feuerwehren aus Den umliegenden Ortschaften gelang es, noch mehrstündiger Tätigkeit ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Das Feuer ist, wie man vermutet, durch Selbstzündung infolge der gegenwärtigen Hitzwelle entstanden. Mit dem Automobil verbrannt. Sn der Rühe von Hall« fuhr daS Person«i- auto des Mobeisabrilanten Dechmann auS Hall« gegen einen Lastwagenzug. Der eine Panne gehabt hatte und schlecht beleuchtet war. Bei Dem Zusammenstoß wurden Dem Ehauf. feur Leopold des Personenwagens beide Beine weggelchnitten. Das Auto geriet in Brand, und Leopold verbrannte. Der Fabr.kant Beth- mann und seine Frau konnten sich nur mühsam, indem sie das Fenster «infchlugen. aus dem Wagen retten. Bechmann wurde schwer verletzt, seine Frau leichter. 400 Schaf« verbrannt. Das mecklenburgische Gut L e p p i n wurde von einer Drandkatastrophe schwer betroffen. Das Feuer, das in einem Schafstall, wahrscheinlich infolge Kurzschlusses, entstand, legte fünf Wirtschaftsgebäude In Asche Etwa 400 Schafe kamen in Den Flammen um; außerdem wurden beträchtliche Vorräte und viele landwittschastliche Maschinen vernichtet. Die Untersuchung Des Falles Jacobowskl. Der Berliner Ärrmlnalrat ® e n n a t, der im Auftrag« deS Untersuchungsrichters beim Landgericht Reu-Strelch Die neuen Ermittelungen tm tfälle 3ocubotDe flehende» Auto zusprangen Der Kassenbckte lief den beiden nach und tonnte, ehe die Täter da» Auto erreichten, dem einen eine Aktentasche wieder entreißen. Der bis dahin untätig < 'wej.-ue Taler drehte sich boraushin um und hielt b*-n ftai rnbottn mit vorgehal- lenem Revolver im Schach, bis fein Komptize im Auto war und den AI »tot in Bewegung gesetzt hatte. Ruv sprang ber imeilc Täter auch in den Wagen, worauf He in rat*, m Tempo in südlicher Rid>- tung die BismardH a.ze dovonfuheen. Der eine Täter »if t 70 bis 1.10 Meier grofj, bat zurückgekämmlr '' d.- haare, blasses, ovales Ge- ficht und trug I. tlrn Anzug, ohne Kopfbedeckung. Der zweite ist 1,6» vis 1.70 Meter grofz, hat dunkle haare und war rrit dunklem Anzug bekleidet, ohne ftopfbrbcdnng. Beide liier find etwa 30 Jahre rM Der Kraftwagen rojr ein allerer, offener, schwarzer Adlerwagen. Da» polizeiliche Kennzeichen Ist n.cht bekannt. Personen, die sachdienliche Mitteilungen zur läler- ermittlung machen können, werden gebeten, der Ari- minalablrilunfl umgehend Nachricht zu geben. AeNbenz bet römischen ÄaUcr einen Eindruck von ber Pracht antiut Städte erhalten. Dazu tonunt bie Anmut ber Landlchaft unb für tkn Freund eines guten Trop'rns bau Produkt Den von den Aömern eingesührien 'Drinbaues! Die leilnetsner an der S Indiens ah rt wurden ganz shstemattsch In bie Herrlichteilen des alten Trier cingefübrt. Ein Tortrag des Mufeums» dircktors Prosesior Krüger belehrte sie über die historische Entwicklung der von Kaiser Augustus gegrünbeten Kolonie ber Ireverer. eines germanischen Stammes, der allerdings früh Sprache unb Kultur der gallischen Kelten, bann ber Römer angenommen bat Daß aber der Untergrund ihrer Kultur immer germanisch geblieben ist, haben die neuen Ausgrabungen von Prosessor Locschcke erwiesen, ber einen groben Heiligen Bezirk aufgebedt hat, in dem In etwa 40 Tempeln unb Kapellen einheimische Götter verehrt wurden, die bereite vor bem Eindringen der römischen Kultur aus Holz errichtete Heiligtümer gehabt haben. Diese wurden unter bem Einfluß ber entwickelten römischen Baukunst in Stein erneuert, behielten aber bie einheimische Form des Quabrat/ mit um lausender Halle im Gegensatz zu btn gestreckten römischen Tempeln bei. alcu gesunden sind ein Heiligtum des orientalischen Älrthra», des größten Äonfurrenlen des Christen- tums. bas in Troer bereits 337 n. Ehr. vollständig geiicgt hatte, ein Theater unb das älteste deutsche Tvohnhaus aus ’ränfifdxr Feit Mes bieses wurde am Nachmittag des ersten Tages durch Borlrag unb Führung von Professor Loeschcke erläutert Am zweiten Tag wurden das Amphitheater durch Professor Äeunt, die Dillen durch Professor Steiner erklärt Nachmittags wurde die Prachtvilla von Hennig besucht, deren Mosaik Szenen zeigt, wie sie sich Im Trierer Amphitheater bei den Kämpfen zwischen Tier und Tier. Mensch und Tier. Mensch und Mensch abgespielt haben. DiÄe Dilla, mit ursprünglich 602 Meter Säulenhallen an der Front, kann uns zeigen, tote es im Altertum an den Abhängen der Mosel aus- gesehen haben must, als sich nach der Schilderung des Ausonius Billa an Billa rechte Dazwischen erläuterte Prosessor Kruger die fva. 3geter Säule, einen schon von Goethe besucyten urtb erklärten Gradpf etter von 24 Meter Höhe, der mit der je 16 € jenen an- der Mythologie und aus bem täglichen Leben der Treuerer geschmückt ist. Weitere Bilder dieses Lebens der reichen Handelsleute, die durch Moselwein und Tuchfabrikation große Derinögrn und Landsitze sich erwerben konnten, zeigen die Denkmäler aus QTewnagen. Diese waren in ein schon ganz in der Form einer deutschen Burg errichtetes Kastell ko nstanttni scher Zeit verbaut gesunden unb im Museum geborgen toorben. Eine sranzösische Fliegerbombe hat sie ün Weltkrieg zerschmetleri. was den Gelehrten m Trier Deranlassung gegeben hat. auf Drunb weiterer Forschung sie neu unb richtiger ali vorher nneber zusammen- zusetzen. Den brüten Tag waren tue gewaltigsten ®in- brücke Vorbehalten, bie Bettachtung der allen Homer bauten. An den aus dem 2. Jahrhundert n Ehr stammenden Barbarathermcn erläuterte Prosessor Krüger aus Grund von neuen Forschungen, die er gemeinsam mit Professor Krencker in Hom und Afrika angestellt Hal, Baulorm und Gebrauch ber römischen Bader 5>te KMlerlHermen gaben bann den Cinbrud eines Prunkraums biefer Babepaläste, wie ihn nicht einmal bie berühmten Thermen bes C-aracalla in Hom zu bieten vermögen. Nachmittags bekam man burch die ungeheure Derbe und Höhe der Basilika, den Kemoau des Doms, die Liebfrauenkirche und die trotzt« Porta Nigra Aaumetn- brude, die nicht mehr zu überbieten find. Sie können sich getrost denen der PeterSkirche und von Santa Maria degli Angel» in Hom, d h. einem von Michelangelo auügebautcn Thermenbau, an bie Sette stellen. Taten für Lamotag, 4. August Sonnenaufgang 4 28 Uhr, Sonnenuntergang 19.43 Uhr — Tlonbaufgang 21.25 Uhr, Mondunterggng 7.21 Uhr 1792: der Dichter Percy Shelley in Ficldplacc geboren (gestorben 1822); — 1848. General Otto von ttinmid), Eroberer von Lüttich, 7. August 1914, geboren (gestorben 1915); — 1870: Sieg der Preußen und Bayern über die Franzosen bei Weißenburg; — 1915: die Oesterreicher erobern Iwangorod LZornottzen. — Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Jjeut tanzt Tlarietf". — Astoria-Llchtsptelc „Die Geheimagentin von Neu- york". " Der Bauersche Gesangverein t. 2k hatte am letzten Dienstag seine Mitglieder zu einer Zusammenkunft in da» Drretnsheim „3um Onkek Franz" etngekaden, wöbe» der 1. Vorsitzende, L. Bellos, über da» 10 Deutsche Sängerbunbc^feU in Wien Bericht erstattete. Von den „dauern" be- telligten sich an diesem Bundessest 21 aktive San- Ser, Chormeister und weitere 12 passive Mitglieder, □ runter 3 Domen. Der Vortragende schilderte zunächst die eindrucksvolle Fahrt zur Fcslskadt, die ab Würzburg im Sonderzug erfolgte, lchilberte die Begeisterung, mit welcher die österreichische Vevölke- rung vom Grenzübertritt an bi» zum Neisezlel die deutschen Sänger begrüßte. Ueber die Unterbringung in Wien war er mit allen übrigen Teilneh- niern de» Lobe» voll Die gastfreundlichen, lieben» würdigen Wiener hatten olle» aufgeboten, ihren Gästen den Aufenthalt in Wien so angenehm wie nur möglich zu machen. Unter Führung eine» Wiener Herrn wurden die Hauptsehenswürdigkeiten besichtigt. Die aktiven Sanger wirkten an der überwältigenden dritten fiauptauffübrung mit, die dem Anschlußgedanken galt unb bie in der riesigen Sängerhalle etwa 40 000 Sänger aus dem Podium unb mehr al« boppelt so viel« Zuhörer in ber Halle sah In bem großen Fcstzua, dessen Teilnehmer zahl auf 220 000 Sänger mit 9000 Fahnen geschätzt mürbe, unb ber etwa 9 Stunben dauerte, wurden die „Bauern", die daran mit der Fahne teilnahmen, stürmisch begrüßt unb immer wicber erscholl ber Stuf „Heil Gießen, Heil Oberhesten?" Dir miige- führte Fahne wurde im Anschluß an ben Fesljug mit ber E(f)ubert-TtebaiIIe oeschmückl Das schone Dien, in dem man unoergeßfiche Stunden verlebt unb erhebende Eindrücke empfangen hatte, wurde am Montag, 23. Juli, verlassen unb im Anschluß daran eine Sängerfahrt nach Salzburg, Berchtes- gaben mit Königsee, Chiemsee mit Herrenchiemsee unb München unternommen. In Wien sowohl als auch auf ber anschließenden Sänger,ahn ertönte von ber stimmlich gut zusammengetttztcn Sä narr- schar manch srohe» Lieb, unb den Sangern, befon- ber» Ihrem ausgezeichneten Tenor. (Tun dichter * eil! btt •tetenim «SDtS- •rn»rt C-rtglnalMlrt eu krt •tp»eiutm teil 125 »im 3nMt> » Vs- 10) 5INDBAD• der A L/ E/ M • R A U 011 , •rx&hlt weiteri Während der Riese schlief, suchte ich in der Höhle nach einem Werkzeug, um das Ungeheuer im Schlafe zu töten. Dabei fand ich mit größtem Erstaunen einige Ballen wertvollster Tabake von einer Schönheit, wie ich sie nie vorher gesehen hatte. Durch die Hoffnung auf den seltenen Schatz angefeuert, ergriffen wir zwei Bratspieße, machten die Spitzen in dem Feuer rotglühend und stachen sie dem schlafenden Riesen in die Augen. Er tobte und brüllte vor Schmerzen und stürzte ins Freie. Heimlich benutzten wir, mit den Tabakballen beladen, den geöffneten Ausgang und erreichten unversehrt das verlassene Schiff. Laßt uns Allah loben und preisen fflr die Genüsse, die uns schon auf Erden beseligen. Wiederum, liebe Freunde, fühlte ich mich für meine Leiden überreichlich belohnt; denn der kostbare Tabak’ ergab das edelste Aroma meiner innig geliebten CIGARETTE SAJLEM AUSLESE Heute io Deuttchiend m aJlo Spcz,i!ge»chihe» erhältlich nr.iy PrefI5: RM. 2.20und 375, Wer 6. 1/i Liter 10.50 Dr. med. vet. Ernst Fleischhauer Stfriigdberg in Ostpr. Gießen 4. August 1928 zopod Wieseck, Gießen, Bischofsheim, den 2. August 1928. Die Beerdigung findet statt: Samstag, 4. August, nachm. 4 Uhr. 7084 7093 Dj Das Kommando 7j6ID Weg 7 v. (6597 Gießen (LRoonfTr. 16 p.), den 3. August 1928 05598 Jlr.5 OITfo besonders auch kränkliche, zurückgebliebene und wenden an u559fi 7U92 D 163D OKW SchillingGießen Statt Karten! RASSOL 05600 Preis 2.75 Mk. Keine Schälkur. Nur au baden bet: MA Vereine .3.75. 3.25, 2.50, . .4.25, 3.50, 2.85, Herren-Kniehosen makofarbig und weiß.. .. 3.25. 2.95, 5.25 5.25 niedrigen Preisen bei 881 lulius Schulze Gegr. 1859 Kreuzplatz (2tccfi. 05012 1 >91» Der Poritand Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben, unvergeßlichen Drogerie Q. Winterboff, Krcuzpl.v io Hindenburg-Drogerie. SelterSwea 08a Familie August Kümmel Familie Adolf Kümmel Familie Adolf Sdiroth vom 13. Umlei Die t Tie .Inhalt Dauer! 1 ar. QrL MK. 1.75 $ftr.: 6 Degen DRUCKSACHEN aller Art liefert die BrOhl'eche Druckerei Am 2. August 1928 wurde unserer Ursula ein gesundes Schwesterchen geschenkt; es soll Helga heißen Gewerkschaft deut- scherLokomolizhihrer Ortsgruppe Bieten, Am Sonntag, dem 5. 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Schlitt Theo Schlitt, Ludwig Schlitt, Karl Schlitt Gießen (Braugasse 2), Frankfurt a. M., Kranichstein, Offenbach, den 1. August 1928. Die Beerdigung findet am Montag, dem 6. August, nachmittags 2 Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofs aus statt. 8dr: L. Die ? Iid)tigt de. •laufen an Rmlershai Temäh ipdnnunoe 3<). Mn 8fid)ttibt scheinet xreis ®i, dn 3niti _.Eiwa ^ifetiegi ausfdjlu T runde Tie b.Slaineraöl. Block, Hnnnnitrnbe Oöon.j Der Vorstand. solche mit steifen Deinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echte» Käthe Oingeldein geb. Schröter Rudolf Oingeldein Derkagsredakteur, Hauptmann a. D. Samstag. 4. Aug., abends 8',, Ubr: Monatsversammlung tm Vcreinslokal. 7^D Der Vorstand. Billig zu verkaufen I Eisickrauk, eine Wäschemangel, 2 LofaS. 2 b bfliie- longucS, 1 Kücken einricktg^ 3 Klei- dcrickräuke.Tiscke. Stühle. 2 Kinderwagen. 3 Betten ui tu. H. Benner 11., 9tordanlage 7. “** Todes-Anzeige. Am 1. 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Von Tirana nach (Sfutori. - Siel und Auto. - Albanische Poesie. Hörige Bauern. - Oie Krau als Arbeitstier. - Ailitos Daffengeschäst. Don unserem L. K.-Berichterstatter'). 6f u tart. 3ult ’9 8 Di« Strafte von Tirana nach Skutari «Schlo- dral aus alban.sch, ift in gutem Zustande, man könnte also sehr schnell sahren. wenn di« ®]el. Ä ü b e und Schafe I ch nicht ausgerechnet die Strafte ali Promenaden- und Siefta-Platz ausgesucht hätten 34 g bl in Albanien «in Ge'etz das bi« Chauffeure schwer für da» U«>ersabren von Vieh bcftrast. Ich weift nicht ob di« al- dänischen 3kl und Kühe iraende.ne Kenntnis von diesem Gesetz haben, aber me albanischen Ä'rten kennen es ganz genau und lassen ihre Herden ruhig aus der 3hau"ee spazieren gehen ^ch hab« in meiner Jugend in ..Brehms Tierleben «ine heftige Verteibigung der Oki gelesen. Brehm versichert daft d,e »kl keineswegs Io ttumps- 1-nmg sind wie man im allgemeinen fllaubl; -r findet sie 'm (Gegenteil intelligent und boshaft Ich kann nicht sagen, ob das aus all« Oki d«r Welt zutrisst. aber die albanischen Osei sind wenn auch nicht intelligent, so doch wenigstens dickköpfig und boshast! Die Kühe entfernen sich langsam bei der Annäherung des Automobil« und bewahren ihre Würde, während di« 0f«i ruhig stehen bleiben und aus die ver» ,we-.selten Hupentöne und Schreie der wütenden Chauffeur« mit Ironischen Blicken und Schwan», wedeln antworten. Manchmal legen sich di« Siel auch quer über die Chaussee, und es bleibt dann dem Chauffeur nicht« andere- übrig, als sie langsam. ohne ihnen wehe zu tun. vom Wege fotl- zutreiben Denn der Esel vom Auto angefahren wird, zieht er sich ein wenig zurück und drückt leine Unzufriedenheit und sein Miftvergnügen durch ein langes und lautes Gähnen aus Mich belustigte die« Derhalten der Esel. aber mein Chauffeur ereiferte sich und meinte, daft die Hirten aufhören würden, ihre Herden aus der Chaussee herumlaufen zu lassen, wenn die albanische Regierung einige Ssel opserte ... Die Straft« nach Skutari ist gut unterhalten und führt durch eine einförmige, aber recht hübsche Landschaft. Zur Rechten dehnt sich «ine Kette von trockenen und von der Sonne auSgedörrten Bergen bis ins Onblok; zur Linken bewaldete Hügel. Wo das Tal nicht sumpsig ist. wird es ivrgsältig bebaut. Leider sind aber die meisten Täler zwischen Tirana und Skutari über hunderte von Quadratkilometern hinweg sumpsig. Di« kultivierten Strecken bilden eine Ausnahme Sine Wegstunde von Tirana zeigt« mir mein Chauff«ur mit Stolz zur Rechten in der Ferne «in« ganz kleine Stadt, an das Gebirge anae» schmiegt und aus einem schwer zugänglichen Plateau. 04 ift das berühmt« Kroja, jetzt in einem rnäftigen Zustand, aber in der ersten Hälst« des 15. Jahrhundert- war es die Residenz des albanischen Rationalhelden Kastrioto Skanderbeg. Also ein nationales Heiligtum! Don Kroja aus machte Skanderbeg seine Sin- säll«. beherrschte ganz Rordalbanien und hielt den Türken stand, bis ihn die Denezianer. denen er «in treuer Bundesgenosse war. verrieten. Trotz- dem ist er in Lesch lAlessio) am Drin als freier Aloanersürst und nicht als türkischer Ba- lall gestorben. Die Legenden und Lieder von den Kriegslagen Skanderbeg» sind die Grundlage der albanischen Volkspoesie. und man erzählt und singt sie noch heut« im ganzen Land. Mein Chauffeur, der ein erfahrener Mann ist ler war während de» Krieges bei einem österreichischen General und einem französischen Ober ft), singt, wahrscheinlich, um mir Freud« zu J) Dgl. Rr. 176 des ,.®. A." vom 28. Juli. machen die Warselllaif«: doch di« Hymne der tranzöl.scheu Revolution wird in feinem Munde ein orientaliicher Schmachtgesang Es solgt eine Hymne zu Ehren de» jey.gen Diktator« Achmed Zogu. der mit Skanderbeg verglichen wird Auf mein Drängen läftt er sich bewegen auch einig« Dolk»li«der von Skanderbeg vvrzuftngen Ich hab« kein Dort verstanden — es sollen Kriegs- gelänge sein aber die Motiv« hatten nichts Kriegerisches an sich, sie waren im Gegenteil traurig und erinnerten an orientalische Weilen. Der Weg sührl durch wenige Felder und endlose Sümpfe Don Zeit zu xjeit fahren wir an einem Dorf vorbei die Häuser oder vielmehr Hütten der Bauern sind schmutzig, unordentlich und zur Hälfte verfallen. Ringsum aus den "Bergen und Hügeln ’tnb die Hauser und gut gebaut Sic gehören den albanischen Adeligen, den „Begs". die heute noch den gröftten Teil von Rord- und Mittelalbanien besitzen Der Bauer, der auf dem Land« des Beg wohnt, hat juristisch fein Eigentum. Wie der Hörige des Mittelalter» ift er an di« Scholle gebunden und zahlt dem Deg in Naturalien für alle»: für da» Feld, das er bebaut, für da» Haus in dem er wohnt und für das Dich, das er besitzt Alle Versuche dies« Verhältnisse abzuändern, sind an dem hartnäckigen Widerstand Der BegS gescheitert. Sine der wichtigsten Ursachen für den Sturz der früheren Regierung Fanoti war da» Bestreben Zanoiis, die Agrarreform vorwärtszubringen und die McberbleibM de» Feudalismus und der Sklaverei zu beseitigen. Die Regierung Achmed Zogu stützt sich hauptsächlich auf bk Begs und wagt keine so tübne Reform, aber sie bereitet doch einig« Verbesserungen in den ländlichen Verhältnissen vor. Wenn schon bk Lag« des albanischen Bauern nicht beneidenswert ist, — die Sage bet albanischen Frau ist wahrhaft schrecklich. Die Frau besorgt nicht nur alle häuslichen, knbem auch alte Selbarbettcn; und überall sah ch auf den Feldern unter einer brennenden Sonne fast auSlchlieftlich Frauen arbeiten. Auf zehn arbeitende Frauen kam höchstens ein Wann und dieser üble noch meistens em Aufseheramk aus. Das ist auch eine der Erbschaften bc« Orient»: bet Mann ist der Herr, die Frau eine Sklavin, btc für ihren Herrn arbeiten unb ihn bebienen muh Die Arbeitslast, bi« auf den Frauen liegt, erklärt auch di« Tatsache, daft die albanischen Männer viel schöner als die Frauen sind und eine stolze unb unabhängige Haltung zur Schau tragen. Ich habe in biekn Dörfern viel entzückenbe unb hübsche Mädchen gesehen, aber nicht eine hübsche 5 rau. Sie altern zu schnell. Alle Albanier, di« wir auf unterem Wege getroffen ober auf den Feldern gesehen haben, waren ohne AuSnahrnebewafsnet. Man muft zu Ehren der jetzigen Regierung anerkennen, daft heute vollständige Sicherheit im Lande herrscht. Wan kann ruh.g im gangen Lande bei Tag und Rächt auf den einsamen Straften reifen. 'Aber der Albanier ist an sein Gewehr gewöhnt und trennt sich niemals von ihm. Selbst roerm er sein Land bearbeitet ober das Heu mäht, träqt er bic Flinte auf bem Rücken Ich konnte mit gewissem Erstaunen fest stellen, baft bic Mehrzahl Der Gewehre, mit denen die Albanier in der Umgegend von Skutari bewaffnet sind, russischen Ursprung» sind und aus der Fabrik von Tula stammen. Manche von chnen zeigen noch eben Fabrckstempel: den Adler und die Inschrift ..Kaiserlich« Wassensabrck in Tula". Die Herkunft der russischen Gewehr« ist einfach zu erklären. Reisevorbereitung. Von Max Brod. Es hat zwar jedermann di« Derechtigung, in rin Aeisedureau zu gehen, sich dort das CooNche Reifeprogramm „ Aegypten, Ril, Palästina" geben zu lassen und es zu studieren. Aber wenn man diele Reife wirklich vor sich hat, sei eS auch nur im entferntesten, der Realität noch ganz entrückten Entwurf, dann lieft man das Büchlein '»och mit einer ganz anderen Aufmerksamkeit. 3» handelt sich schon um di« eigene Sache unb Nment sprechend lebt man sich ein, nimmt Partei kür oder gegen bie Ratschläge be» Führers Es gibt also «so erfährt man) eine zwanzig- tägige, vierzehntägige und siebentägige Rilreif«. lvohlorganlliert. kein Abenteuer mehr wie zur Zeit, ba 5 l a u b e 11 auf seiner ..Tanja ' ben Rll hinauffuhr. In ben Preis ist alle» miteinberech- net, sogar filtrierte» Dabewaller Rur das Trinkgeld zu organisieren — bas ist selbst bem Cook- schen ateifebureüu nicht gelungen. Kleinlaut vermerkt es zum Schluh ber Preisliste: ..Di« Reisen» Nn wollen freundlichst zur Kenntnis nehmen, fraft das Schiftspersonal, bic Eseltreiber und die Führer, obwohl ftc einen festen Taglohn er- balten, dennoch ein übliche» „Bakschisch" von dem Secfenben erwarten." Freilich nicht ohne in nntm besonderen, kleinen Essai unter dem Titel Wichtige Mitteilung' vor eben diesem Bakschisch ju Warnen. Da heiftt es: „Tatsächlich leben gegenwärtig eine groft« Anzahl von Bewohnern solcher Plätze am Ril, v^che eine grofte Fremdenfreguenz aufweifen, non dem Daftchisch, ben sie während des Wmters erhallen. Diele leichte Art des Verdienens hält fte davon ab. etwa» zu arbeiten. Schon die Kinder werden dazu erzogen, während der Fremdenfaifon durch lärmendes Betteln für sich unb die Eltern ein Faulenz erleben für das ganze übrige Jahr zu ermöglichen. Die ungesunde Tendenz eine» solchen System» ist augenfällig" Die Wahnahmen der Regierung, der fcmst so energischen englischen Regierung sind unwirksam geblieben. Run werden die Reisenden zur Selbsthilfe aufgefordert, wobei e» allerdings auf Sitten und Reizungen die'er Reisenden ein besondere» Licht wirft, daft sie ersucht werden müffen, „vor allem kein «Geld vom Bord de» Dampfers auf den Landungsplatz oder an das Ufer zu werfen, um Zeuge be» Balgens um die Kupfermünzen zu fern, eine Schaustellung die ebenso verderblich als erniedrigend ist". Werk- vürdig, wie schon durch diese wenigen Recke- nottzen da» Bild Aegyptens, wie man e» im Kopf trägt, verändert wird. In den Abbildungen der Schulbücher, der Kunstgeschichten, ftefct einem eine alte Kullur vor Augen, völlig in sich ge- schlossen und von allem andern wie durch den Ablauf und die Grabesruhe ber Iahrtaufenb« isoliert. Ss ist, al» ob zwischen diesen Säulen und Pvlonen noch dieselbe Luft stockte wie zur Zeit ber Pharaonen. Aber nur aus Bildern ist es so. Fährt man bin, in unmittelbare Gegenwart dieser Wunderwerke. Io wird einen ber Lärm betäuben unb man wirb nichts sehen al» einheimische Bevölkerung von heute, bie sich um Kupfermünzen balgt, die einem das unlösbare P reck'em. „Trinkgeld oder nicht", hart vor die Rase hall, während hinten, im wesenlosen Hintergrund. eine Sphinx ober eine Pyramide verdämmert. der unmittelbaren Anschauung viel ferner gerückt als an phantastischen Traum. Man kann Aegypten durchqueren unb ben Sudan noch bazunehmcn. Di» Chartum geht bie Dahn 370 Kilometer der Strecke führen durch bi« Wüste und Cook vergiftt nützt hinzuzufetzen. daft bte Züge ..speziell für eine Durchquerung der Wüste emgertrbiet sind", mit Speise-. Schlafwagen, elektrischem Licht und elektrischer Ventilation. In Chartum gibt cs selbstverständlich europäisch em* gerichtete Hotels Doch die Vergnügungsreise muft da noch nicht enben. Regierung»dampfer fahren zweimal monatlich ben Weiften Ril aufwärts. Und Cook rühmt, was man da alles zu sehen bekommt, durchaus noch im Schutze der Zivilisation, eines regelmäßigen Damp'erfahr- plans unb kulanten Tarifs Wan steht „bie das Wasser des Flusses fast überdeckenben Algen unb Schlingpflanzen. — bie diverien Antilopen- arten, Fluftpferde unb Elefanten, hie und da auch einen Löwen". Wan kann nicht verlangen, daft noch mehr in ben Fahrpreis in begriffen ist Wir befinden un» mitten in der Wildnis. Rur alle fünfzig Kilometer eine Station der Regierung. ..Eine gleicht der anderen, jede nett und ordentlich, mit ben öffentlichen Gebäuden. Steinhäusern, bienenkorbartigen Hütten der Eingeborenen". Statt der Araber sind nun Reger Anrainer des Flusses. Zuerst bie Shilluks, dann der Stamm Bari. In Rejaf wird di« Reif« beendet. — Dieser Ort oder dieser geometrisch« Punkt „Re- jas^ verdient Beachtung. Hier endet offenbar bi« Sinfluftsphär« europäischer Oraanisarisn, reprä* sentiert durch bas allmächtige Reisebureau. Unb nur noch eine schüchterne Bemerkung beleuchtet ganz matt und verichwimmenb ben Weg in ben afrikanischen Urwald. „Rejaf ist Ausgangspunft für Reifende nach Uganda unb in bte Kenya- Dor dem Baltenknag liefert« Ruftland Gewehr« unb Munition umsonst an ben Fürsten Rikita von Montenegro, um d e Montenegriner zu bewaftnei. Da der Fürst «nach dem Tdllan- krieg König", Rckolau» von W.'nienegro. den Zar Ale,ander 111 fernen einzigen Freund genannt hat, ein fehr guter Geschäft »mann war. der mit allem Handel trieb, fo machte Fürst Rckolaus nun auch einen heimlichen Waffenhandel unb verkaufte d« Gewehre die «r umknft au» Ruft'.and bekam, für gute ..Rapo.eons" als KontreNnN ar die Albanier. Daft bte Alban »er mit Mricn Gewehren den russischen Konsul in Sluiari getötet Haden und während bc» Krieges mit Nn'^.ixn Gewehren auf bie Montenegriner schollen. störte die Ruh« de» guten Kon.g» llcko. war gut und gewinnbringend gctrc'en Der König Rikokaus ist tot. das unabhängige Montenegro ist auch verschwunden, aber die russischen Gewehre sind in Albanien geblieben, unb erinnern an e:ne merkwürdige Seite in der Geschichte der Dakkanhalbinsel. Wir fahren über den Mati-,^uft auf eurer Zogu-Brücke aus Beton tmr passieren aus einer Brücke, die von den Oeftcrrekbem während des Krieges gebaut wurde den Drin unb sind in Lefch. dem venezianischen Aleftio — wo Skanderbeg gestorben ist. Die Venezianer haben auf dem Gebirge, da» da» Driidal bebet richt, eine Festmrg erbaut Jetzt find nur noch bie Ruinen übrig unb Alessio. hn Mittelalter ein« recht wichtig« Handelsstadt, ist eine Kleinstadt geworden die durch einen Schmutz gekennzeichnet wirb, bet selbst für Albanien auftergewöhnlich ist. unb deren Einwohner samt unb sonders matariakrank sind Roch em« österreichisch« Kriegsbrücke und nur '.nd vor Nm Toren von Skutari. Cm albanischer Pvlizeltemmillar betrachtet mich lang« und autmerftent wende: menen Paft von allen 6er.cn unb fraat mich au» mein Chauffeur, ber all« rnögl.chen europäischen Sprachen radebrech:. macht ben Dolmei'cher. Sch! eftlich Werbe ich aufgcforden meinen Paft bei Nr Präfektur von vkuteri abzuholen. Wir wenben und lacken da» mächtige Massiv bc» Berge» Tarabv'ch se-.wärts liegen, durch das Albanien von bem siühere.i Mon en gro unb Heu- l.gen Sübstawien geschieden wird Wir kommen über ben Mark: für die Bewohner von Skutart, Nr sich nicht in der Witte Nr Stadt befinNt, lonNrn zu>e. Kilometer von ihr entfernt. Die kluge?, Mönche von Skutan hal»en mir erzählt, daft Nr Markt für de LandNwodner auf Nm- felNn Platz geblteNn ist. wie zu den Zeiten Nr Denezianer. die es vorzogen den Handel tm Schutz ihrer Festung abzuwickeln. OeraN über un» erkennen wir denn auch in großer HöN bi« Ruinen, bte noch heute eine Festung von einem Ausmaft und von einer S.ärke anzetgen. wie ich sie sonst nie im Orient gesehen habe Die Kausleute. di« di« hochedle Republik von Dettedig deherrich:«n. verstanden Nch auf ba» Waisen Handwerk Don die'er unzuaäi, glichen unb uneinnehmbaren Stelle aus beherrschten sie Sku- tari unb Ns 'Tal be» Fluss«»llNofanadis nach San Giovanni di Medoa Die Denezianer sind verschwunNn. aber Nr Warft ist auf Nm,elfen Fleck geblieben: die Menschen sind fonkrva iv und man wechselt nicht so leicht die Gewohn- betten. Roch einige Minuten unb wir sind in Skutari. Berlin—Harbin in vier Tagen. Wie man heute fährt und wie man bald wird fahren können. Don Hrithjof Melzer. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. A. d. Red Der Derlasser N» vorliegenden Aufsatzes ist in diesen Tagen zur <5i- pedition de» Asiensorscher» Stötzner gc- stoften. an Nren weiteren Derlaus er teil- ncQrmen unb über bie er an biefer Stelle lausend berichten wird. Manchuria, Juli 1928. Eigentlich ist da» in Nr Ueberschrist falsch auSgedrückt Denn fahren kann man nach Ansicht Nr Fachleute nur auf Nr Erde und auf dem Wasser: jeder Flieger wirb einen schön zu- rechtweifen, wenn man vom , Fahren" im Flugzeug spricht, — und ich meine mit Nr Reise in vier Tagen natürlich die Flugverbindung. die im Werden ist. Dielleicht kann man bat dem Urnstanb zugute halten, daft ich ein etwa» rückständiger Mensch bin - oder vielmehr War. Ich hatte nämlich bisher — warum. Weift ich aus Hochachtung vor mir selber nicht zu sagen — noch nie im Flugzeug gesessen obwohl schliehlich die Luftdrvschke in Nr Verkehrssicherheit heute schon lange mit den altvorderlichen Beförderungsmitteln konkurrieren kann. 0» ist halt doch iwch nicht ganz billig, unb auf» Schnorren verstehe ich mich nicht im ausreichenden Master auch NS ist wohl ein Zeichen von Rückstände ateit... Jedenfalls NN ich es jetzt also gewagt und bin wenigstens al» bescheidenen Anfang die Strecke von Berlin nach Moskau geflogen. Weiter Nl man mir S leider nicht erlaubt: NS gibt» nur für besonders bevollmächtigte SoWfetbeamte. So muft ich Nn von Nn Wagon» lit» stammenden internationalen Wagen sieben Tage von Moskau bis Manchuria benutzen, Nrch ganz Ruftland unb Sibirien, über den Ural, den Baikalsee nach der russisch-mandschurischen Grenze. Bon ba bi» Harbin, dem Hauptort der Rord-Mandschu- rei, sind noch einmal eineinhalb Tage aus der chinesischen Cftbabn, bie gemeinsam von Ruf en und Chinesen betrieben wirb. Ich selbst steige sechs StunNn trüber au», in Tz i Vikar, um von dort aus über Ns trüber« M « rgen , das jetzige Rünkiangshien nach Rorden in Nn groben 21 murbogen zu gehen, wo ich Nn trotz feiner hervorragenden Verdienste in Deutschland immer noch verhältnismätzig wenig bekannten Asien- forscher Waltber Stötzner Ni seinen Forschungen unter den Solonen, CNngchuzen ufw. bei ber geographischen, geologischen. t>ölL riunb- lichen. sprachlichen unb zoologischen Erforschung und Festlegung dieser Fläche von rund 100Ö zu 400 Kilometer bie bisher auf allen Karten nur mit punktierten Linien eingetragen ist, also eigentlich als Weiher, unerforschter Fleck erscheinen müftte — unterstützen will, um bann gemeinsam mit ihm, Nr daS Lanb kennt und die in Betracht kornn,enden Sprachen Nherrscht Nn Vorgang der ständig sich steigernden Massen- urnsieblung aus Innerchina in die Rvrd-Mandschurei zu studieren. Aus bie schnellst mögliche Weise, bie ich gewählt hab«, braucht man heute von Berlin nach Harbin 9'., Tage, d h einen Tag für den Flug Berlin Moskau, sieben Tage sibirische Bahn unb V/i Tage chinesische Lstbahn. Auch Berlin Moskau bn Zug dauert noch einen Tag länger. Unb 10 bis 11 Tage auf Nr Eisenbahn, auch wenn die Abteile noch so gut eingerichtet sind, wa» ja auch auf die Erschwinglichkeit N» Fahrpreises ankommt. unb selbst Wenn man mit Glück ein Abteil 1. Klass« ohne Nn eigentlich zuständigen zweiten Passagier erwischt hat. ist kein reine» Vergnügen. Ich habe Nbei jcden- sallS eine sonst in Europa unbekannte Krankheit entdeckt, die Gifenbahnkrankheit, unter der Wir wenigen Deutschen im Zug alle zu IciNn hatten: sie ist Wohl am eNften Nm An- Kolonie." Fahrpläne unb Fahrpreise werden aber nicht mehr angegeben. Der Luxusbampfer fährt stromab zurück der Mensch ist einsam Nn Tropen ausgeliefert. Ein« gute Aeisevorbereitung ist auch bie Lektüre be» Buche« von Lawrence, „Aufstanb in der Wüste". Uebrigen« ein«» Buche» von unerträglichem Rassenhochmut. Einmal wunNrt unb ärgert sich Nr Autor, ein englischer Oberst, allen Ernstes Nrüber, daft er bieselben Organ« besitzt Wie ein Reger. „Daft all« ihr« Gliebmaften NS getreue Ebenbild der unseren waren, darin lag etwa« Verletzendes " Der ein« Satz genügt Wcchl Aber davon unNrüfort bleibt, daft bet Verfasser ein tapferer Wann ist unb Nh man sich ihn als Reifekameraben wünschen möchte, wenn man jetzt schon vor Nn Heinen, aber sich massierenNn Un* bequem llchkeilen bet Reis«, vor ungewohnter Kost. Ungeziefer, hartem Boden, Hitze unb Seekrankheit eine gelinde Angst veripürt Lawrence also kommt während Ns Weltkrieges von Aegypten nach Arabien, um Nn Angrift Faisals gegen bte Türken Dorjut ragen. Gleich NS Kapitel „Ritt zu Faftal" ist bewunberur.gSwürdig. 6m Schetkh schickt Nn Engländer mit zwei Leuten inS Inner« Ns Lande» zu SaifaL Kein Lurus- Nmvfer — for.Nm Kamele find Ns Transportmittel. Der Ritt geht Nrch bi« Wüste. Wenn die beiden Fremden über ihn herfielen? Denn sie ihm wegritten, ihn alleinliehen? Daran Nntt offenbar Cawraue nicht. Er hat keine Angst. Gegessen wird f oi gen derma ften „Tafas (Nr eine Nr Begleiter) trat in eine der zwanzig elenden Hütten, unb unter Geftüster. unterbrochen von langen Pausen be» Schweigen», erhandelte er Wehl, woraus er mtt Wasser einen Teigkuchen knetet, zwei Zoll bick und acht Zoll im Durchmesser Diesen vergrub er in di« Asch« eine» R eckig feuer», da» ihm eine Frau der Subh. bie ihn zu kennen schien, angefachl hatte. Als ber Kuchen durchwärmt war, zog er ihn vom Feuer fort und klopfte bie Asche ab, Wo teuf wir chn untereinander teilten.“ Und was NS Schlafen anbelangt, so genügt Nm Obersten Lawrenc« ganz einfach «ine Sandkuhle mitten in der Wüste, eint ..höchst konckvrtable Sandkuhle", wie er sie nennt. Wan begreift. Nft ihm nach anstrengenden Erped'.lionen in Zentralarabien jeneS Chartum, das wir alS eiotk: JieW iter. !ne 6 lüt'.n W >< Lunte» nerlaryt, & ter Li Ki -ix. wi faiw ß M 'atz ■ rr.-tr&Hen r- ?" s.tomo ;t r-rtlti ft* vt Lüonri r. nun 5 w wohl tül li- afel fi ujjepreiR : ,-dmc errc ' : MN l x »njt 1». Schott 1 Muiu ein« tn Ünitzr-rn cuiftrilu' uflung btt nttlbtto« f«t Bienent S cs ulen iriaer eewi ttW Truk (ulariui i 1t Aus : ett, Sich 'bauet. C hingÄetii 16 M* rtr 2 Duft otmittmer 2 - mb Bi i । loten 2, I BdMtm i, tibi -'ai:n ewig 'iwbkfoatt ' - h es'.L- Sagen, fe , '-nb auf ö Jrauei ; M sich to tfoan. um ai 1» boku. Ob lfe ein« 6 I w täl 0 ■9er 'Bayn n"t Sterben »fttbe unb ter Tßagen wer. § Ulri chonem D, ^feckönnn OTallen.,; ^trecht- ferenörtl, ersten mcht oorb. wenigen ix &*>• t. ■ lnb w*1 und £’M men, Jnb Ls^^ f* M 3?it7 Meuh tx bei afltn, Ä- 2s ortet* hundert Jahre entanj" u m» ml« $tnM» •*äL* SÄ* ?T ^lorgrt* r^fünh *WI ihr j- «*□** ° toutbfll Vr M Me 3^ «rrte d bm* N ari k 'ich all? n. Dettera», W ftnefl her* Doch Aor, irlchoitten mit, 5)thx lnb tim btt lagt achlll. i| rwötziilich kurzer ha« btt -ater en, da fein Kern mig Mehtachrl! n da kviMtit* st'lleWtisr nicht I ©erben tamtt und so geht sein Berttti sind die ‘lt gttrtitn. ®l der KSrner und tr&efrtibt* t Hal, it dal gut gibt bi» kv Morgen noch hin eigentlicher i» wn 23 M lenaratt — sind in «veitmm werden hon den nb Lebendaer^ jtixineprti't sind M bit Wr M M Md 15 M » ®» odint ftwntef zu den aulge* ehören, wo in Wiesenblumen nn der Dienender rote niet Ä‘ÄW:.f’- *’ÄUä J OHn »ort '»<« 3urg« ii «inen mit Steinen beladenen RrafüDagen ih kam al* er absprimaen wollte, »u Sali, "obet do» fAmerbe.abi.i« Gefährt über bnt Tc- juCTTrtireckn 6^x^ng un6 -bnt 6 t lich r« lebte. — 9n Der Bähe des RreitecM -leidxnbad) tarn ein Auto t n • Schlau» ' etn und stürzte. feinen Führer unter sich probend, n den Straßengraben Der Fahrer c.n Handelsvertreter. ßogllchfchwereBrust- nuatfchunqan zu und mußte mach Büb.ngen «s Hospilal verbracht werden „r B dda. 1. Aug. Wie schon berichtet, eigt f>4> da« Ueberlandwerk Wölfers» 'tim mit der Absicht. die noch oorbanbenrn Ortsnetze mt einer Stromstärke von 127 Boltin L.che von 220 Bolt Lpannuna umzuwandeln. XU L bftverstündiich wurde dabei Dotauijcfebl daß den Stromabnehmern durch di« UmwaltunQ 'c nerlei Rotten erwachten. Aumal die Umänderung >r Stromstärke für fie ohne feglf*e* OnttTeflt i Bun erklärt aber das Uaderlandwerk. bah M wohl für die schriftlich bet l&m selbst oder der ckurgerme.sterci gemeldeten Anschlußapparate. cjic Bügeleisen, Rteinmotoic ufw.. Ona» teilte, ■ 4>t aber für Glüh lampen. Vie e* aber »um Bor» z igSpreise von I Bll. Ogebe Diese Stellung» Mbm« erregt allgemein Befremden und Rops- oütteln und er.nnert an eine vor xiaöufir 1t < Offene Ikrorbnimg. bte den Sema "den die x-iil'd>ib:gung«pfi«bt für die m ^ren Gemor» langsgrenzcn uu»ae|lemen V4>bn®hen ber ©«®» L-aimung»teitunfl aufzubürden suchte. Die Ctrom- i mebmer haben sowohl Glühlampen als An- ^.ustai'parate für hl« Stromstärke erworben )» chnen vom Meber(anbtt*erf geliefert wurde *4t diese« nun au« eigenen Erwägungen duzu . er. die Spannung zu erhöhen, so werden nicht 1cm Bügeleisen und Rleinmotore. sondern auch >-< Sampan unbrauchbar. Da« Rechtsempfinden erlangt bah der für den Schaden aufkommt. Mr h.n verursacht SeWährung von Borzum». .'»isen kann nicht in Frage kommen. Entweder *i das Ueberlandvark rechtlich verpflichte«, Er- L» zu leisten, oder aber es fiept keine ^rpflich- ung dazu vor bann tragen die Ltromudnehmcr 'i, Rosten. Gin -alb und -alb kann es in dieser »tage nicht geben. Jedenfalls werden bi« De» linbet. Ne mngefchaltet werden sollen., erst ann dazu ih« Zustimmung geben, wenn bi« An» c^m-ei t durch Me Provinztalbehörden und ■ ttperschaften vollkommen geklart ist. Mrcie Lchotkcn. lb. Lchott « n , 2 August. Am letzten Montag ehKbte eine groste Anzahl VoUsschulllallen aus «et Umgegenb die hier stattfindende Bienen» »sftellung. Unmittelbar nach der Bas ich» igung der Ausstellung wurde ein Ausfatz» , 111 bewerb mit dem Thema .Unser Ba'uch ‘t?r Bienenausstellung" veranstaltet, an dem sich s Schule« belangten. Dem denen 32 als Preis» isaer ermittelt wurden. 1. Preis <7 Ulf.) Glisa» !eto Trupp Gichalfachten, und -ermann Ai» . ul a r i u « . Schotten. 2. Preis (4 Mk - Ottilie 5« tz . Busenborn, und Minna S ch m i 11 b e r • • r. «icheisdott 3 Preis (3 All ) Barta 5 i u e r. Ober-Schmitten und Rarl Bost, Ru» i -q«bain Der 4. Preis (2 Mk.) wurde von t» Teilnehmern errungen unb siel an 6 Schotte» rt. 2 Busenborner. 4 öicbeleborfer. 2 Ober- 4niiitener Schüler unb je einmal nach Budings» !an unb Wingershausen. Der 5. Preis (1 Pfd. nienhonig) kam an 11 Rinder zur Barteilung ?tzen 2. Schotten 4. Audingshain 1, Ober- 'Cmilten 2. Gicheisdvrs 2). R 6 ddinaan, 2 Aug 3n den letzten "« n ereignete sich hier ein Unfall, der leicht ubfebbare Aolaen hätte nach sich ziehen tonnen. i«r hiesiae Üandwirt Braun fuhr mit einem 52igen, Der mit zwei Pferden bespannt war -d aus dem sich austcr dem lZuhrmann noch ;ni grauen befanden, den steilen «erpentin» t ig sich windenden Weg nach Stumpertenrod ,teon, um auf einem dort liegenden 3der Rice -il holen. Oben auf dem Berge, an einer Stelle. .« die eine Seite des Wage« in einem sehr hohen l ;inc steil abfällt, scheute ein» der Pferde. \vattzhesten) Die Teilnahme mit der schwer .roru st en Familie, besonder» mit den noch unoer- r gten Ambern, ist allgemein. - ?• ? “ n V "1 ? 0 3 e.1 5 b c 19 c , 2. Äug Auch Isollen wiederum dem aufmerksamen k-tobachter Beranberungen im Bog «lbe - •Unbe unteres Gebirges auf. Der Fasän. der ° dem strengen Winter 1923 24 fast a.intlid) oer n^tet wurde, ist heute wieder bis jur 400-Meter- mn# anjutrtfffn. Die «ilbente, Heren i Ulrichstein, 2. Aug Begünstigt von ckfönem Wetter wurde biet in den letzten Tagen rjkrerkdmmlicher Weise der 3alobimartt ab* «holden. Dicket uralte seil Berkihung des i idtrechts an Mrichstein hn Jahre 1347 behebende Markt ist so recht ein BvUssest für un» •♦Tn Ort selbst, sowie für die nähere Umgebung. Un ersten Markttag ist vom festltch.m Treiben nch nicht viel zu verspüren, er ist dem Hieb- i^rft Vorbehalten, hier war da« Seichäft. da« n wenigen Stunden des Dvrnnttag« abaewickeli - werden bflcgt. Leiber nicht sonderlich gut. Ä/geven iBe'chäslsgang brachte schon der zweite K^g mit dem Schweinerna rk t. Zahlreich re:ren Händler unb Räufet aus bet Rahe aus (wn oberen Bogel «berg, zu l ammengetommen. da» -«den aber auch viele weiter cntfentic. au« dem n* Du uiaüt Un- er WR* ich muh!« "g bie- bet 2t^ 1 jfV*48*' jtgen. - in fen« S85* ssS Si« et d der * AM i Die drohende Katastrophe auf dem internationalen Kohlenmarkt. M ist hier nicht bet Platz, im einzelnen bie 2L,rtschastslaga auf dem internationalen Rohien» merft zu anolysiaren Trotzdem veranlotzt bi« der» jetige Lag. im Hinblick auf die anglifche Sub» oenttonspolitik doch einmal auf die prinzipielle politische Seite der Rohlenjrag^ einzagrhen. Denn, und da« mutz vorausgenommen werden bie bet» zeitige Lage Hai und muhte sich mit Boiwenbig- frt so merkwürdig bas klingt, aus bem Ber- faillcr 5ncben«t»ertTag ergeben. Man muh nämlich jetzt den unerhört wicht.gen Faktor in Rechnung stellen, dah die TedaUlet Mächtrkvnftella- tion zwei neue koblenfbrdernde Länder schul, bie nun mit den alkingekffenen Rnb» Icmlönbcrn in Ronfurmu getreten lind und dabei tocil die RobU eine ihrer wichtigsten Lebensgebiet« ist, in jeher Beziehung fühlbar konkurrieren. indem sie nämlich in größtem Umfange Hohle effporticrcn und damit auf dem internationalen Markte aufheten. Diele Entwicklung werden bk Schöpft von Bcdalllcs. wie fo manches andere auch, «icher nicht vorausgefehen haben. Denn fönst hatte England, das ja in anderen Jollen fo vor^ualich« Fühler in der internationalen Wirtschaft bei IM. nicht seinerzeit trotz manniafaliiger Warnungc.i die Zerstückelung Oberf et ist hielt Entwicklung noch keineswegs abgeschlossen, denn einmal lind bie durch den Baut» von Versailles an Polen geschlagenen ostoberschle ischen Rohlengruden noch auhervrdent- lich kohlenrcich und zum anderen wird Polen Dir Rpbknfftrbcrung noch viel mehr steigern, um damit seine ©döinttmrtldw klage, so gut es aeht. sanieren zu können. Aehnlich verhält es sich In der Tschechoslowakei nur dah hier die Robknmenge nicht ganz so erheblich ist wie in Polen. Aun muh aber auch noch ein anderer Gesichtspunkt in Rechnung gezogen werden. Unb bas ist her. daß hi« ÄohfCTiförbmmfl noch dem Räege f t> stark zuaenommen hat. und zwar in ganz Europa, dah bi« geförderten Mengen gar picht a uf g# bra u4) t werden können. Deutschland allein sördert heute mit 153 Millionen Tonnen bereits 12 Mill. Tonnen Steinkohle mehr als vor bem Rri'd MERCEDES-BENZ 3-LITER ■ Typ 320 (12/55 PS) schäft HUBERT HAAi MACHE GIESSEN* SELTERSWEG 18 e b Auf WonsA bcqctrnt Zehlanpherfingungcn I DAIMLER'BENZ A.-G. 3239 Inserieren bringt Gewinn Heß- 7077 D ^so besser für den Fährbetrieb. Reibung zu vermeiden, ist der Zweck derSchmierungl Ohne Schmierung fressen sich die Kolben des Motors Psd. 1.05 STANDARD MOTOR Oll I Offener Toarenwngen, e/B Azfg . RM to Ma— Offener Tourenwegen. 6/? eitrig . RM fl KXX— 5 Verkaufstelle Frankfurt am Main. Abt. 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Man darf auf den Verlaut und den 2.u»;a ’.g dieses Treffens Um den zweiten und dntten plan im Hingen. Am TMttwoch fanden im 'Hingen (freier 6tüi bie .Kämpfe um den zweiten und dritten Plan statt, nachdem bereit» die Sieger an den Vor: .gen fest gestellt worden waren. Tie tirgebniffe waren Vantamgewicht. 2. Spapön lVetg.enj: 3 Xrifonu (Äanabai; Federgewichte 2. Tühlajamäki (Finnland): 3. ßinbcr (Schwer- , L,nchtgew,cht: 2. Pacome (Frankreich': 3. Seine (Finnlands Leicht-Vkitte!gewicht: 2. Appleton (X16X): 3. Lethf ord (Kanada): Mittelgewicht: 2. Stockton (Kanada): 3. Rabin i ffnglanb i: Halbschwergewicht: 2. Veegs: (Schwei,t: Z Leph^dre (Front- rcut»; Schwergewicht: 2 Fi hvola (Finnland): 3. Dame (Frankreich«. Hurmi, Aide und die Amerikaner kommen! Die wir soeben aus Amsterdam erfahren, unternimmt eine Anzahl bester ausländisch.'!: Olympiontten im Anschluss an die Spiele eine Deutschland-Veile. die sie u. a. am 7. Aug. in Köln am Start sehen wird. ®enamti haben bisher: 4 Finnen, darunter Vurmi. 4 Schweden mit Di de. 4 Franzosen, sowie eine komplette amerikanische Mannschaft mit Paddock und Scholz Spencer. Varbutti, Lloyd Hahn, Anderson. Dtze. King, Vates. Ham, Harlos. Haine». Krenz und Houser. Möwe im Sturm Zrtomgn von Lophie Nlloerß. ter Platz insofern von Bedeutung ist. al» er mit einem Turf von 63.40 Meter den Welt- rckvrdhalter P e n t t i l ä-Finnland (6320 Meter» distanzierte. Die Vorentschc.düngen wurden in den Endkämpfen nicht mehr verbes ert. Erfreulich war. dast im Speerwerfen Europa unter fich war! Sa» Ergebnis: 1. Lundquist- Schweden 66.60 Meter. 2. Szepcs - Ungarn 6526 Meter: 3. Sunde- Vorweg en v3L7 Meter. 4. L i e 11 u- Finrrland 63,86 Meter: 5. Schloka t-Deutsch- land 63.40 Meier 6. Penttilä - Finnland 6320 Meter Deutschland im Gesamtklaffernent an zweiter Stelle. Amsterdam, 3. Mug. Der Donnerstag war ein recht erfolgreicher lag für Deutsch- land. Die Vorentscheidungen im Rudern, Segeln und Ringen fielen günstig aus. 3m Florettfechten der Damen, In dem die Frankfurterin Helene Mayer sicher über die Engländerin Freeman siegte, belegten die Deutschen Oetkers und Sondhelm den dritten und vierten Platz- 3m Florett der Herren belegte La » mir einen sehr ehrenvollen zweiten Platz hinter G a n d i n - Frankreich und vor G a u d i n i - Italien sowie dessen Landsmann Pullt i. 3m Gesamtklasse- m c n t liegt nunmehr Deutschland mit 20 Punkten an zweiter Stelle hinter USA. (36) und vor Finland (18) und Schweden (16). Deutschland die erfolgreichste Nation im Olympischen Kunstturnier. Amsterdam, 2. Aug. Das olympische ftunft- furnier, der Wettbewerb im Rahmen der Olympischen Spiele, der nicht auf dem Gebiet de» ftör- perfport», sondern auf dem Gebiet der Kunst aue- getragen wurde, endete mit einem glänzenden Erfolge Deutschland», da» allein sieben Preise einheimste. Als nächstbeste Rationen folgen Holland und Frankreich mit je vier Preisen vor Dänemark drei, England zwei und Polen zwei und Oesterreich. 3ta1ien, Luxemburg und Ungarn je einen Preis, Körnig und Scholz muffen noch einmal laufen. Körnig und der Amerikaner Scholz, die im 200-Meter-Lndlauf als im toten Rennen emge- tomnwn vom Zielgericht ausgerufen wurden, (eine Zielpdoiographie lässt klar erkennen, daß der Deutsche vor Scholz liegt) müssen noch eene Entscheidung um den dritten Platz des 200-Meter-Oaufes austragen. DieMederlagedeesIrankfurterMeisters Flinsch. Der deutsche Skullermeister OB alter Flinsch auS Frankfurt a.M. ist am Donnerstag schon gleich im D o r ka mp f geschlagen worden. Diese Aachricht hat besonders in seiner Heimatstadt Frankfurt schmerzliches Bedauern ausgelöst, hatte man doch auf ein besseres Abschneiden des viele Jahre ungeschlagenen deutschen Meisters gehofft. Allerdings hatte Flinsch das Pech, gleich bei seinen, erfteir Olympiastart mit seinem stärksten Gegner, dem australischen Meisterruderer Pearce, zusammen- zutreffen. Flinsch scheidet durch diese Rieder- laqc noch nicht auS dem Wettbewerb aus. Er wird morgen noch einmal in einem HoffnungSlauf an den Start kommen, wobei er einen anderen Verlierer der ersten Vorläuse zum Gegner haben wird. Die Sieger aus diesen HoffnungSläusen werden dann aut drillen Tage mit den Siegern des ersten Tages zu neuen Läufen ausgclost. so daß es noch nicht auSgeschlosfen ist, daß Flinsch in die Endrunde gelangt. Aufenthalt mehr für uns war. find wir hierher- gefahren. Sergei hat hier Berbinvungen mit Poli- utem, und in diesem Lande, wo eine ^Revolution die andere jagt, mögen seine Freunde vielleicht bald cm Ruder sein. Dann kann er etwas für unsere Aussichten in Rußland tun. Zeit würde es. Und nun — ach, Maria — ich möchte es nicht schreiben, wenn ich nicht müßte — tonn die Tante Hoheit uns nicht ein bißchen helfen? Nur ein bißchen, bis wir die nächsten Wochen hinter uns haben? Ich bin so sehr elend. Ich weiß selber nicht, was das mit mir ist. So schrecklich matt und müde. Und der April ist hier schon heiß, und Hitze kann IX. Olympische Spiele in Amsterdam. Fünfter Tag. — Zwei deutsche Oiege. ftrou Hadke gewinnt hie 800 Dieter in LeltrelorLzeil. - Helene Mayers Sieg irn Zloreft.Turnier. - Ainsch geschlagen. ich gar nicht vertragen — Es wird mir sauer. Dir das zu schreiben. Aber Sergei drängt. Er ist am Ende seiner Ressourcen. — Denn Du mich lieb hast — alles hoffe ich von Deiner Schwesternliebe. Verlaß mich nicht. Deine Elena." Dreimal, viermal Holle Maria die Worte gelesen — immer ohne einen Ausweg zu sehen. Das sie Halle, war nichts, als was Styrc Hoheit Frau Schulze chr schenkte. Die bitten? — Sie wußte, daß es nutzlos war. Und ging doch zu ihr. Daß sie ein- mal sagen konnte: Ich hab' es wenigstens versucht. Ohne lange Vorrede legte sie den Brief vor sie hin. ..Willst du ihn lesen? Bon (Elena.- Die hohci: war schnell mit der Lektüre fertig. „Wie ich gesagt hab'. Solange sie sich nicht freivorausgesagi, als eine, die wieder einmal Schiffbruch erlitten Holle. „Vergib mir, Du mein Goldenes. Ich Hobe wirklich an Dich gedacht, als ich mit Sergei nach Wien fuhr. Und die Advokaten machten uns soviel Mut. Man schoß uns so große Summen vor — ich war ganz sicher, wir würden diesen Mai in Erdmanns- darf beginnen, mit Dir al» der süßen Schloßherrin. — Es ist olles anders gekommen. Man hat nicht einmal den Prozeß begonnen, den Sergei anstren- gen ließ. — Ich verstehe ja von all solchen Dingen so wenig, aber ich glaube, er hat wirklich viel versucht, Dir zu Seinem Recht zu verhelfen. Dann wurden die Leute so unangenehm, die uns Geld geliehen. Mein Gott, als wenn es unsere Schuld wäre, daß die Sache nicht vorwärts ging. Und als Wien — es ist wirklich nichts mehr an macht von ihrem Manne, solange wird sie immer tiefer sinken. Von mir haben die beiden nicht» zu erwarten. Schreib ihr das nur ganz bestimmt. Was man dahin gibt, das ist verloren. Da bin ich mit meinem Manne vollkommen einig.“ Jtannft du sie verurteilen, weil sie ihm Treue hält?" „Ta ta ta, Treue, hält er ihr die Treue? Sie ist einfach verhext von ihm. Er ist solch ein Damen- mann. Diese Art Männer mit den verschleierten, plötzlich ausspruhcnden Blicken, mit den weichen, schmeichelnden Stimmen, die mit einemmal brutal werden können, die sind gerade dos, was hysterische Weiber anzieht. So unheimlich interessant. — Aber ich Hobe nichts für sie übrig. Mir ist Anton Eduard lieber. Ich gehöre noch zu den unmodernen Menschen, die festen Grund unter den Füßen Haden wollen." Maria spürte, daß jede Bitte unnütz war. Sl» ging. Ehe sie aber zu einer Antwort kam, erschien die Hoheit, der ihr scharfes Vorgehen doch leid geroor den war, in ihrem Zimmer und sagte: „Also, noch einmal — für ihn keinen Pfennig. Nie. Wenn sie sich aber entschließen will, Schluß zu machen, dann kann sie hierherkommen. Es wird sich etwas für sie finden. Eine Stellung als Repräsentantin zum Beispiel bei Kommerzienrat Hüttener ober Generalkonsul Klüver — die suchen beide solche vornehme Frau und möchten sich nicht durch eine Heirat Din* den. Ich würde ihr das verschaffen. Aber ftrengfter Befehl: Ohne ihn. Sonst rühre ich keinen Finger. Ich will nicht, daß er nachher den Leuten Unannehmlichkeiten in pekuniärer Hinsicht bereitet." „Und wenn sie es nicht tut?" .Leder liegt so, wie er sich bettet —- Es gibt ja noch einen Weg —" Ein Zögern. Maria hob den «topf, .heirate Äottmann. Er ist wahnsinnig in did) verliebt. Ganz bürgerlich verliebt. Mit fünfzig Iienen die Männer viel heftiger als mit fünfundzwanzig, sie spüren, daß es das letzte Erlebnis ist. Der ist reich genug, auch dem Großfürsten aus der Klemme zu helfen." „Du weißt, daß ich das nicht tu’.* „3a, einen anderen Rat hab' ich nicht" — —♦ Moria setzte fich und schrieb. (Fortsetzung folgt.) Als ich nach Deutschland kam, setzte ich ihr ein Jahr gelb aus, das etwa dos Doppelte von ihrer einstigen Mitgift war." ..Bierzigtausend Dollar — hundertsechzigtausend Mark,' rechnete die Hohctt in oller Geschwindigkeit. — Himmel, der Mann war ja noch viel reicher, als man hier annahm „Vor sechs Wochen bekam ich die sichere Roch» richt, daß meine Frau bei einem Eisenbahnunglück um das Leben gekommen ist." „Bor sechs —" Allerdings ein bißchen schnell war er bei dem Gedanken einer neuen Ehe „Es scheint Euer Hoheit unpasicnd, daß ich jetzt bereits an eine neue Werbung denke?" „O nein — oh, wenn es so gestanden hot wie in Ihrem Fall —" „Das Unglück ist Anfang Januar geschehen, es * sind fast vier Monate seitdem vergangen. Hier in Dcullchland weiß kein Mensch, daß ich drüben oer- heiratet war. Es ist darum auch von mir keine Anzeige in hiesigen Blättern veröffentlicht worden. — Sollte aber Fräulein von Erdmannsdorf daran Anstoß nehmen — ich bin bereit zu warten, bis das Trauerjahr abgelaufen ist. Rur wüßte ich gern, was ich zu erwarten habe." ..Ach Gott, lieber Äollmonn. man braucht meiner Nichte den Zeitpunkt ja gar nicht anzugeben. Do- zu? — Was war. das war. Und wo Ihre Ehe schon lange nur noch dem Namen nach bestanden hot —" tSin kaum merklicher Spott in Kollmanns Augen. ,.3d) hatte — als ich heute hierherkam, gleich die noffnung. daß Euer Hoheit Verständnis siir die ^oche haben würden. — Und so darf ich meine Wünsche und Hoffnungen geruhig in die Hände Eurer Hoheit legen?" .2)as können Sie. — Dos können Sie zuversichtlich tun. — Ich bin ganz sicher. Ihnen bald eine yifagenbc Arnwort geben zu können." Untersteh dich, Mana, und sog nein, ging es ihr durch den StoPf- Trotz wieder trüben 2D eiter» wohnten den leichtathletischen Wettkämpfen im ülouipia- Ctabion wieder 10 000 Zuschauer bei. Aach der "Reibe von Mißerfolge tonnte sich Deutschland zum dritten Male in die Liste der Olympia-Sieger eintragen. Der erste deutsche Leichtathletik sieg, nicht nur der Olympischen Spiele in Amsterdam, sondern der modernen Olnmpischen Spiele überhaupt, gelang am Donnerstag Fran Radke-vatschaner, indem sie den 800- m e let- C a a f der Damen in der ganz überragenden, neuen wettrekordzeit von 2:16,8 Miauten vor der 3apanerin hitomi gewann. Die beiden anderen deutschen Teilnehmerinnen konnten fich nicht placieren. Leider wurde unsere Hoftnung auf einen Erfolg nn iroo-Meter-Lausen nicht erfüllt. Der Finne Larva siegle in 3:52,8 vor Ladoumdguel Frankretch) und feinem Landsmann Pur) e. Von Den im önblauf stehenden drei deutschen Deilne-mern wurde Wichmann vierter, Krause siebenter, während Vöcher aufgab. „ , , . 3m Speerwerfen kam nur Schlolat in bie Entscheidung, während der Turner S t o s ch e k ausfiel. Olympia-Sieger wurde Lundquist «Schweden) mit 66,60 Meter vor Szepes (Ungarn, mit 65.26 Meier und Sunde (Olortoegen) intl 63.97 Meter. Japan errang feinen ersten olympüch^n Sieg hn Dreisprung durch Oda mit 15,21 Meter vor Corson (2lmerifa) mit 15,17 Weier und X u u l o 6 (Finnland) mit 15,11 Meier. 3n den Vor- und Zwischenläufen über 400 Weier qualifizierten sich Stortz und *2$ ü dj n c r für die Entscheidung. Büchner tzef mit 48,6 die beste Zeit des TaqeS. Reumann und Schmidt endeten in diesen Läusen im geschlagenen Feld. Die Wassersport-Olympiade nahm heute rhren Anfang. Auf dem Ölmen-Äanal trugen die Ruderer ihre Dvrkämpfe auS. Auf dem Zuider-See begannen die olympischen Seaelwettbewerbe. Im Siner unterlag der deutsche Meister DaUer Flinsch gegen den Favoriten in dieser blasse Pearce t Australien). Dagegen schlug im Zwe ier ohne Steuermann die Mannschaft des Berliner R. T. Hellas Möschter-Müller den französischen Zweier überlegen. Sin prächtiges Rennen, wohl tki» spannendste des Tages, fuhr im Vierer mrt Steuermann die deutsche Mannschaft. Sie schlug die Amerikaner nach erbittertem Kampfe um ffne Viertellänge. 3m Achter errang die Mannschaft der Mannheimer .Amicitia" einen glatten Sieg über Frankreich. 3n bai Kun st Wettbewerben konnten bie Deutschen vier weitere dritte Preise erringen, und zwar in der Malerei, tn der Keramik, in der Bildhauerei und tn der Abteilung: Medaillen und Veiiess. Helene Mayer erringt Deutschlands vierten Sieg. Am Donnerstagnachmittag begannen die E n d - kämpfe Im Florettfechten sowohl für die Damen al» auch für die Herren. Die deutsche Fechtmeisterin Helene Mayer-Offenbach ging vor der englischen Meisterin F r e e m a n und vor Frau Olga 0 c l f e r • -Offenbad) als Otympiasiegerin hervor und sicherte damit Deutschland die vierte goldene Medaille. — 3n der Endrunde der Herren wurde der beutfdie Meister Erwin € a » m l r hinter dem Olympiasieger G a n d i n - Frankreich ehrenvoller Zweiter. Entscheidung im Speerwerfen. 3m Speerwarf en blieb unS ein großer tirfolg versagt, wenn auch Schlokats fünf- Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Entgegen allen anderen Landesverbänden hat der Westdeutsche Epieiverband die diesjährige Fuß ballfperrc strikt durchgeführt, die nunmehr mit dem heutigen lag beendet ist. Für die Durchführung dieser Maßnahme muß man dein Verbandsvorstand nur Anerkennung zollen, denn cs war wahrlich kein Vergnügen, für Spieler und Zuschauer bei dieser Tropenhitze einem Fußballspiel beizuwohnen, oder gar daran teilzunehmcn, nicht zu errechnen die großen finanziellen Mißerfolge, die sich naturgemäß cinstcllten. Der Beginn der neuen Saison fallt bei der Spiel Vereinigung 1900 Gießen mit der Feier des 28jährigen Bestehens zusammen, das man in Form eines SomnZernachtsballes am «amstag- abend begehen wird. Aus diesem Anlaß finden am kommenden Sonntag keine Spiele der Senioren- mannschasten statt. Die Iugendfußballabicilung 1900s betätigt sich mit vier Mannschaften Die 1. Jugend hat in letzter Stunde für die ab- sagenden Grünberger den Sporterein 1922 Willingen bei Hungen verpflichtet, dessen 1. Jugend spielerisch hier noch nicht aufgetreten ist und deren Spielstarke daher auch nicht bekannt ist, um dar- aus Schlüsse zu ziehen. Die 2. Jugend reift nach Großen Buseck und mißt sich mit der 1. Jugend de» dortigen Fußballklubs 1926. Ebendahin reift auch eine kombinierte Schülereis, um ein Spiel mit Großen-Dusecks Schülern aus- zutragen. Man kann den auswärtsspielenden Dlauweißen wenig Gewinnchancen einräumen, denn erstens spielen die Leute samt und sonder» erstmals zu- fammen und zweitens ist der Großen-Busecker Sportplatz ein tückisches unebenes Gelände, wo sich selbst gute Fußballkünstler nicht gleich zurechtfinden würden. 1900s 3. Jugend spielt vor der 1. Jugend auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe gegen Leih geisterns 2. Jugend. Durch die Ferienzeit sind die Gießener Mannschaften zu sehr geschwächt, als daß man irgend etwas über den Spielausgang Voraussagen konnte. Als letztes Spiel ist das Rückspiel der Alten Herren gegen den 1. F. C. 02 Kreuznach vorgesehen. In Kreuznach blieb 1900 mit 7:4 Toren siegreich. V. f. B. Die Ligamannschaft eröffnet am kommenden «Sonntag die Saison mit einem Gesellschaftsspiel gegen die Ligaeis des FußballvereinS von ‘Rücfin- gen-CangenÖÄ'bad). Die Gäste gehören der Streik» iigü an und verfügen über ein recht gutes Können. Ob es der V. f.D.-Glf gelingt, über den „Es ist mir allerdings einmal so vorgekommen, als hätte das gnädige Fräulein ein kleines Empfinden für einen jungen Monn, der auch hier ins Haus kommen darf." „Ach? Rein? Wer sollte das sein?" — Muß der Mann auch olles beobachten. „Ein angehender junger Künstler, ehemaliger Offizier. Er brachte sie in München an den Zug." ..Godesheim?" — Ein herzliches Lachen. „Bester ÄoUmann, etwas Harmloseres kann es nicht geben. Solche kleine Neigungen — wenn sie wirklich einmal austauchen, di« vergehen wie Schnee in der Sonne." „Es dürfte auch für bas gnädige Fräulein eine ganz aussichtslose Sache fein. Fräulein Maria —" es war das erstemal, daß er sie so nannte — „braucht eine glänzende Umgebung. Braucht — da sie schon die hohe Herkunft nicht mehr zu betonen wünscht, wenigstens den Glan;, zu dem sie berechtigt ist. Und" — da kam zum erstenmal ein Lächeln in seine Züge — „Ihrer Herrschaft würde ich mich bereitwillig beugen." Er stand auf. „Dollen Sie meine Nichte nicht erwarten? Sie nwß jeden Augenblick kommen." „Die Börse märtet Ich weih mein Schicksal ja jetzt in den besten Händen." Ein Handkuß — Draußen hörte die Hoheit das Auto mit kurzem Signal aus dem Parktor saufen. .Ln den besten Händen. Der gute Herr denkt sich bas leichter als es ist." Maria stand in ihrem Zimmer und sah in den frühlingsjungen (Barten, wo alles bunt war von Hyazinthen und Rrolus, wo die Amseln sich zwischen den sunggrünen Buschen jagten, und sah und sah all das Sonnengold aus den Steigen, die noch feucht waren vom letzten Regenschauer, iah vor dem Parktor die Sonntagsreiter traben, die Autos flitzen, die vielen Pärchen kichernd in dcn ersten Maitag hineinwandern, und sah doch nichts von all bem, und wenn sie angerufen worden wäre, hätten ihre Augen den Ausdruck eines Menschen gezeigt, der aus dumpfem, schwerem Traum mühsam zu sich selber kommt. Ein Bries lag au£ der Fensterbank. Raum ein 'Brief. Ein Wisch. Schlechtes Papier, ein grober Umschlag. „Athen" war er abgeftempelt. (Sena meldete fich. Und meldete sich, wie die Hoheit in ihrem nüchternen Verstände cs längst ihm von unserem alten Wien — ja, als das kein sind wir hierher- imoungen mit Poli- Die ■Dritte bat ebenfalls auf eigenem Platz die Erste Daub ringen» 5um Gegner u:vb wird fich anstrengen müssen, wenn sw gegen ihren alten Verbandsgegner nicht unterliegen will D.f.B. Leichtathletik. Die Leichtathletikabteilung folgt einer öm« labung be» Pviizeifpvrtvereins .vnebberg und wird mit etwa 12 Mann an beücn leichtathletischen Wettkämpfen teilnehu^a die im Rahmen eines großen Sportfestes flott)mbett Gemeldet sind für die 10) Meter S a I z. S t a n g. M 0 h 1, und Sternes: 400 Meter Fischer. Schä - f e r und Radetzky: 800 Ale ter Fischer, Müller u,rd Der>rchardt: 3000 Meter: Wankel und Müller: Hoch'prung Steines. Seiler. Kreß und Wohl: Äugelftoflen: Mob! und Steines: Handgranatenweitwurs: Mohl. SteineS Vernbardt und Schä- f c r: Dreikampf: Wohl und Steines. 'Außerdem beteiligen sich am Preisschießen Mohs. Bernhardt, Stang, Steines und Schä- fer. Sine Voraussage über das Abschneider der einzelnen zu geben, ist nicht möglich da übet bie Stärke der übrigen Teilnehmer nichts bekannt ist. BezirkSsporttag der Deutschen Zugendkrast. Am kommenden Sonntag findet aus dem Um- versitätssportplotz der achte leichtathletische Lport- tag des Vezirkes Oberbcffen der Deutschen Iugendkrast ('Reichsoerband für Leibesübungen in katholischen Vereinen) statt. Die Deutsche Iugendkraft wurde im Jahre P20 durch Vertreter der drei großen katholischen, deutschen Standesoraanisationen (Jugend- und Jungmännerverband. Dus clborf, Gesellenverband, Köln und Verband der kath. laufni. Vereine, Elfen) gegründet und ersaßt alle sporttreibenden Abteilungen dieser Verbände. Mit der Zeit traten noch andere kath. Verbände der D3Ä. als Stammver- bände bei, so daß die D3K. heute in 16 Kreisen über 700 000 Mitglieder zählt Die Deutsche Jugendkraft Gießen gehört 3um Kreis Hessen und Vassau, der seinen Sih in Frayfturt hat. Hauptzweck der DJK. ist die Pflege geordneter Leibcs- ubungen in kath. Vereinen als Mittel zur Kräftigung des Körpers und Stählung deS Ehoratters im Rahmen des kath. Erziehungsideals. Außer den VezirkSvereinen haben eine "Reibe Gäste ihr Erscheinen am nächsten Sonntag zuge'agt. so daß mit spannenden Kämpfen und aotrechslungsreichem Programm gerechnet werden kann. Arbeiter-Turn- und (Zpoetbunö. Zu feinem letzten VerbandSspiel der Vocruirde gebt Vaunheim am kommenden Sonntag nach Metzlar, um gegen die dortige erste Mannschaft anzutreten. Auch dieses Spiel wird Raunheim für sich entscheiden, und sich so mit einem Punkte Vorsprung an die Spitze der Tabelle vor Tvieseck stellen. Am kommenden Sonntag findet das diesjährige Kinderturnen in Wicseck statt. Vormittags treffen sich die Kinder In Wieseck. um geschlossen nach dem Sportplatz im Philosophenwald zu ziehen. Dori toerben sie ihre Kräfte in einem sportlichen Vierkampf (75-Melcr auf. Weitsprung. Kugelstoßen (bxto. Vallwerfen) und einer Pslicht- freiübung) messen. Vach der Mittagspause werden die Kinder unter Führung des Vezirks- Trvmmler- und Pfeiferkorps durch den Ort nach dem Sportplatz ziehen. Dort angekommen, werden Massenfreiübungen ausgesührc. Weiter werden Ling- und Tanzspiele zur Ausführung kommen. Ein Fußballspiel Wieseck-Schüler gegen Fellingshausen-Schüler wird als Schluß der Äin- derveranstallung gelten. AI» Abschluß findet ein Fußballspiel Mieseck I gegen Gießen I statt. Hier toirf) Gießen ein kleine» Plus für sich in Anspruch nehmen und wohl als Sieger das Feld verlassen. Trotzdem dürste ein ntteressantes Spiel geboten werden. bsra“ 6 QoW laW ^3.75 Mark Wh »rungt lotor8 tftder )cbster an ait • •.»••• - • • • . । Wirtschaft. Staatliche Hilfsmaßnahmen für den Kohlenbergbau? Die amttichrn Stellen verfolgen die Entwick- lung, die der Ruhrkohlenbergbau in letzter Zeit genommen hat, mit größter Aufmerksamkeit. Der Gedanke, auf grundsätzliche staatliche Unterstützung der Zechen scheint bereits feste Formen angenommen zu haben. Der Zeitpunkt und die Art der Unterstützung läßt sich noch nicht übersehen. Eine SubDentionierung, wie sie von feiten der englischen Negierung gewährt wird, kommt nicht in Frage. Di? Erwägungen gehen in erster Linie in der Richtung auf Gewährung von frachtlichen Erleichterungen, deonderS für jene Bezirke, wo die Ruhäohle mit der fremden, namentlich mit der englischen Kohle, stark zu konkurrieren hat. Bei den amtlichen Beratungen spielt auch bk Frage der Gestaltung deS Arbeitsmari t«S zum Herbst und zum Winter eine groß« Rolle. Bisher war es möglich, bei den Zechmsti-llegungen größere Prozentsätze der Beleg! chast und der Beamten auf andere Zechen zu übernehmen. Auch daS Dauhandwerk und die Landwirtichust nehmen im Bergwerk sreiwerdende Arbeitskräfte auf. Das sind aber nur faifon- mäbtoc Grschernungen, die nur vorübergehend die Verschlechterung des Arbeitsmarttes mildern die durch die Einstellung von Bergbauhüttenbe- trieben e itsteht. 3n den übrigen 3nbuftricn würde es jedoch kaum möglich sein, durch Hereinnahme von im Steinkohlenbergbau sreiwerdenden Arbeitskräfte eine Entlastung des Arbeitsmarktes zu leisten. Besserung in der landwirtschaftlichen Maschinenindustrie. Der auf Veranlassung deS Deichslandbundes zu Beginn des 3ahres eingetretene Käuferstreik, der die Umsätze in der Landmaschinenindustrie stark beeinträchtigt hatte, kann als beendet angesehen werden. Angesichts des günstigen ßrnte- ausfallS steht die deutsche Landmaschinenindustrie vor einer erheblichen Besserung ihres Absatzes und ihrer gesamten Geschäftslage. Da die durch den Krieg und 3nslation notwendig gewordene Verwendung von schlechterem Material au einer Bevorzugung von hauptsächlich amerikanischen Fabrikaten geführt hatte, ging die deutsche Land- maschineninduftr.e dazu über, ihre Fabrikate durch die Landwirtschaftsgcscllschaft in Berlin sowohl auf Qualität und praktische Verwendbarkeit ihrer Fabrikate prüfen zu lassen. Seit langem werden wieder nur erste Qualitätsrohstosse wie vor dem Kriege zur Herstellung der deutschen Fabrikate verprendet, so daß diesbezüglich die amerikanische Konkurrenz kaum noch ins Gewicht fällt. Qienn auch augenblicklich der Absatz in Landmaschinen noch zu wünschen übrig läßt, so verzeichnet er doch einen allgemeinen Aufstieg. Angesichts der Steigerung der Gestehungskosten wurden vor einiger Zeit die Preise für landwirtschaftliche Maschinen durch die deutsche Landmaschinenindustrie um durchweg 3—5 Prozent erhöht. Starker Rückgang der (LmissionSiätigkeit im Juli. Der Anlechemarkt zeigte im 3uli sowohl im 3nlanb als auch im Ausland eine fast völlig« Geschäftsstille. Dach der Emissionsstatistik des B. T. sind im 3uli nur zwei Inlandanleihen im Gesamtbeträge von 10 Mill. Mk. öffentlich zpr Zeichnung aufgelegt worden. Es handelt sich um die 4-Mitlionen-Anleihe der Stadt Hagen und um die 6-Millionen-Anleihe der Stadt Mainz. Der Inlandabsah von Pfandbriefen und Kommunalobligationen dürfte im Monat 3uh einen Rückgang erfahren haben. Für die ersten sieben Monate des laufenden 3ahres ergibt sich ein G«'amtvfandbriefabsah einschließlich Kom- munaloetigationen von schätzungsweise etwa 1,1 Milliarde Mk. 3m Zusammenhang mit der bereits rddeutschland und Süd- deutlchland mit Bauaufträgen zurückgehalten wird, ist eine merkliche Belebung im Westen und Südwesten des Reiches eingetreten. Immer- hin kann gesagt werden, daß sich der Baumarkt in Süddeutschland günstig entwickelt. Vornehmlich sind es Industriea ul träge, die den Wohnungsbau etwas beleben werden. Vor allen Dingen handelt es sich bei den vorliegenden Projekten um Mehrfamilienhäuser. Ein- und Zweifamilienhäuser werden von Privaten bevorzugt. Im Zusammenhang mit der ruhigen Lage am Bauinartt steht auch die Geschäfts stille amGrund- stücksmarkt. Die Preise halten sich in annehmbaren Grenzen: ein Anziehen der Preise ist auch für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Angesichts der ruhigen Bautätigkeit ist der Bau» stoffabsah flau. * Der Norddeutsche Lloyd erwartet das Eintreffen der er st en Freigabe- r ü ct 3 a h (u n g e n. Wie der DHD. erfährt, erwartet der Norddeutsche Lloyd von Alliera Property Gustodian in der nächsten Zeit einen Teilbetrag seines Freigabeguthabens. Es dürfte sich um eine Summe non etwa 2 Millionen Dollar handeln. Diese Zahl- lung aus den Depotgeldern der feindlichen Ser- mögensverroaltung kommt auf die Entschädigung für die Hobokcnpier des Lloyd zur Verrechnung. Die An iprüdic aus der Schiffsenteignung werden zur Zeit vom Schiedsrichter Parker behandelt. Ihre Erledigung ist vorläufig aber noch nicht abzusehen.. • tfr m ä fri g « n g des Privatdiskont». Der Prioatdiskont wurde heute auf 6% v. H. für beide Sichten ermäßigt. * Die Fabrikation non Segeltuchen in der Fuldaer Industrie. Der Auftragseingang hat weiterhin nachgelassen, so daß eine Scherung der Lag? vorläufig noch nicht erwartet werden rann. Zwar liegt noch Beschäftigung vor, aber sofern die rückläufige Bewegung anhalten sollte, ist eine Einschränkung des Betriebes nicht ausgeschlossen. • D i e Hanauer Schmuckwarenindu- strie im Iuli. Der Geschäftsgang in der Schmuckwarenindustrie war im Monat Iuli ruhig, wie die- in den Sommermonaten die Regel ist. Trotzdem konnte zumeist mit voller Belegschaft und unverkürzt gearbeitet werden. Der Auftrags- eingang aus Dem Inland hat sich im allgemeinen etwas gehoben, infolge der Lagerergänzungen der Grossisten für die demnächst beginnende Herbstrersetätigkeit. Aus dem Ausland gehen zur Zeit, da keine Reisetätigkeit stattfindet, nur wenige Aufträge ein, bei einer Anzahl non Firmen jedoch ist der Auftragseingang aus dem Ausland mit Rücksicht auf die Iahreszeit als recht befriedigend zu bezeichnen. Hinsichtlich der Preisverhältnisse und des Zahlungseingangs sowie hinsichtlich der andauernd sehr scharfen Wettbewerbsverhältnisse im Inland und Ausland hat sich gegenüber den Vormonaten nichts wesentliches geändert. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 3. Aua. Tendenz: fester. Trotz des schwachen Verlaufes der gestrigen Reu- yorker Börse war di« Stimmung zum heutigen Börsenbeginn weiter s e ft. Auf einzelnen Marktgebieten konnte sich wieder eine gewisse Geschäftsbelebung durchsetzen. Reue Orders von außen her dürften jedoch nur in geringem Umfang« Vorgelegen haben, und in der Hauptsache wurden die Umsätze wieder von der Kulisse vorgenommen. Der heute erschienene R« i ch s b ankau s w e i S , nach dem die Anspannung der Reichsbank zum Ultimo mäßig war, befriedigt«, ebenso der Marktbericht des Stahlwerksverbandes. Auherdem verwies man auf bi« weitere Zunahme der Spareinlagen im Iuli und auf di« Zunahm « der Konkurse. Bei der ersten Dotierung lag das Gros der Papier« 1 bis 3 Prozent eichöht. Spezialwerte erzielten stärkere Kurssteigerungen. So konnten am Elektromarkt Chade-Aktien 7 Mk. und Siemens 4 Prozent anziehen. Von den Kali werten waren Salz- detfurch weiter lebhaft gefragt und 5 Prozent höher. 2lm Montanmarkt machte sich für Ilse Bergbau lebhaftes Interesse bemerkbar. Der KurS, der schließlich zustande kam, lag 13 Prozent fester. Qün Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben 3,25 Prozent erhöht. Scheide- anstcüt plus 4 Prozent. Danken waren wieder vernachlässigt und nur gut behauptet. Dur Reichsbank weiter verlangt und 2,75 Prozent gebessert. Schiff ahrtswerie waren weiter beachtet und recht fest. Deutsche Anleihen lagen still. Von Auslandrenten bestand für Türken und besonders für Anatolier einiges Interesse. Im Verlaufe konnten die Kurse auf den meisten Marktgebieten weiter etwas anziehen, wenn auch das Geschäft stiller wurde. Interesse bestand vor allem für färben mit erneut 1,5 Prozent und für Scheideanstalt, die 2,5 Prozent gewannen. Am Montanmarkt waren Ilse ‘Bergbau und Rheinstahl weiter gefragt. Der Geldmarkt war weiter entspannt. Tagesgeld 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt waren Devisen weiter etwas verlangt. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1920, gegen Pfund 20.356. Lvndom- Kabel 4,8550. Paris 124.13. Malland 92,82, Madrid 29,52. Holland 12,0950/ Berliner Börse. Berlin, 3. Muguft. Im Gegensatz zu dem gestrigen schwächeren Nachmiltagsoerkehr und dem schwachen Verlaus der Neuyorker Börse, konnte man schon im heutigen Vormittagsverkehr eine weiter zuversichtliche Stimmung feststellen. Anregungen lagen zwar nicht allzuviel vor: ein im Widerspruch z» den Handelskammern stehender günstiger Stahlwerksbericht, der von keinem Nachlassen des Geschäftes am Inlandmarkt und von einem besseren Export spricht, die Hcrriot- rede in Köln und ein nicht als normal zu bezeichnender Reichsbankausweis: der Hauptgrund war aber, daß die Börse selbst nach oben eingestellt ist und die Banken diese Bewegung unterstützen. Schon vorbörslich etwas bester, entwickelte sich w den Anfanqskurlcn besonders in Spezial- roerten rege Umsatztätigkeit. Die Spekulation ichriU zu weiteren Deckungen und nahm vereinzelt auch Meinungskäufe vor. Luch außenstehende Krey'c zeigten wieder Kaufneigung. Es letzten sich auf fast allen Marktgebieten 1- bis 3-0.5). Kurserholungen durch. Einige Papiere erzielten Gewinne bi» 311 5 0.H. Soenjka plus 10,50 Mark, Polyphon plus 15 v. H. und G l a n z st 0 f f und B e m b e r g etnn 20 v. H. höher. S a r ft,a b t und Sa rott i notierten beute einschließlich Bevorrecht. Deutsche Anleihen freundlich: A u s l 0 n b e r behauptet. Anatolier bis 0.5 0. H. fester. Pfandbrief- markt ebenfalls eher freundlicher, aber sehr still. Der Reichsbankausweis mit Inner Ultimo- anspannung und Dechlelzunahme um 4X3 Millionen, zuzüglich 42 Millionen Lombard und eine* Notenumlaufs, der lich um 580 Millionen vergrößert hat (die Golddeckung ift aber durch Zuflüsse von (tzold von ctma 50 Millionen relativ gunHig geblieben und mir etwa Ö v. A. e-ecljhledtteni. hinterließ keinen allzustarken Eindruck, zumal der Geldmarkt «ine weitere Entspannung erfuhren hat und Tagesgeld mit 5 bis 7,75 v. H. zu haben war. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel etwa 7 0. H. (tzant entziehen konnte sich die Börte diesem Reichsbankaiiswcise im Verlaufe aber nicht Die Tendenz wurde uneinheitlich und die Kurse gaben zum Teil 1 bis 2 v. H. nach. Besonder» lebhaft gefragt waren Rutgerswerk«, Mannesmann und Ilse Bergbau. Letztere lagen etwa 6 v. H. über Villang. Später wurde diese Schwächewelle an einigen Märkten wieder überrannten, und auf allen Marktgebieten entwickelte sich eine recht lebhafte Umsatztätigkeit und eine weiter« Aufwärtsbewegung. jyrnnffurtcr Getreidebörse. Frankfurt a. M., 3. Aug. Der hiesige Prv- duktenmarkt verkehrt« zum Wochenschluh be ruhiger Tendenz und behaupteten Kursen in stiller Haltung. Di« Preis« blieben ganz unverändert. Es ttnirteu notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken. biS zu 1 Prozent Auswuchs 25; Roggen 23.50 bis 23,75; Hafer, inländischer 26,75 bis 27; Mais lgelb) für Futterzwecke 24.75 bis 25. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34.25 bis 34,50; Roggenmehl 34,50 biS 35; Weizenklei« 14,25; Roggen- kleie 14,75. Tendenz: ruhig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 2. Aug. Die Cif Offerten für Aus- landweizen waren trotz der schwächeren Haltung der überseeischen Terminbörsen kaum verändert. Roggen wesentlich im Preise erhöht. Bei lebhaften Umsätzen in Manitolwei»en eröffnete bie Börse in fester Haltung. Auch West Hern-Roggen wurde wieder vereinzelt abgefetzt. Vom Inland« war dos Angebot angesichts des regnerischen Wetters sehr klein, die Forderungen lauteten für Roggen neuer Ernte etwa 1 biS 2 Mark höher, Geschäft hielt sich in engen Grenzen. Für Roggenmehl zeigt sich etwa- bessere Frage für sofortige Lieferung, auch per Herbst sind die Käufer eher zu Anschaffungen zu bewegen. Hafer hat weiter kleine- Angebot und liegt fester. Wintergerste weiter noch ruhig. Am Lieferung-markt wurde zu morgen noch ein gröbere* Quantum Roggen zur Besichtigung an gekündigt, für den ein« Rachfrist zur Erfüllung der Iulwerflich- tungen beantragt und zugestanden worden war. Weizen lag etwa 0.75 Mark fester, auch Roggen war durchschnittlich 1 biS 2 Mark Im Prelle erhöht. GS notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer. 238 biS 241. Sept. 255,75 bis 255, Oft 255,75 bis 255, Dez. 258 biS 257 (abgeschwächt); Roggen, märkischer. 243 bi» 246, Sept. 250 bis 249, Ott 250.50 bi» 250, Dez. 251 bi» 250.25 (fester); neue Wintergerste 205 biS 215 (ruhig); Hafer, märkischer, 247 bis 258. Sept. 223,50 biS 223. Dez. 228,50 bis 228 (ruhig); MaiS i zollte - günstigter FuttermaiS) 243 oi» 245 (willig); Rap» 320 bis 325 (stetig): (100 Kilo): Welzen- mehl 29,25 bis 32,75 (behauptet): Roggenmehl 32.50 bis 35,50 (behauptet): Weizenklei« 15; Weizenkleiemelasse 15,90 bi» 16.10 (behauptet); Roggenkleie 17,25 (behauptet); Viktoriaerbsen 44 dis 53; kleine Erbsen 35 bis 40; Futbererbsen 25 bis 27; Peluschken 28 biS 32. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrift leitung.) ITT. C. in G. Wenn zwischen Mieter und Vermieter Differenzen irgendwelcher Art über die Festsetzung des Mietbetrags bestehen, fo ist für die Entscheidung ausschließlich das Mieteinigungsamt zuständta'. hier können sowohl Mieter wie Vermieter die Festsetzung der Mietsumme beantragen. Sollte sich also in Ihrem Fall keine vertraglich' Regelung ermöglichen lassen, so durfte es sich empfehlen, die Angelegenheit dem Mieteinigungsamt zu unterbreiten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. D,e bin ter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh S Prozent. Banhwtei. .Vniiuo-.'ttt ütfn . rm «d.if fcaänftifdjt Noien ...... 117. K. ISX.el jTtcHmtftbe Toten ...... tt.ux Norwegilküc Noten..... TcaVA-Ceten. 1100 Ärontn iRnrnSritlifte Noten ...... LLwedllch« Noten...... 11!. M 3.42) US,*3 se.ii 2.M5 111.M) 112.1» e<6n?rurr Noten....... 60.71 Hi M eoartttt: ............. M.ei Ischcchottowatrsch- Noten . . U.M I2. W Soltwt. 1 1 — 87.3 51 17,8 61 17.6 «Ä®...........8 Bergmann ......... 9 Ceftr. 8h.''tr::ngen . . • • . 10 Licht un5 traft ..*••• V1 feiten ch ®uW.-au«e . .... 6 173 J 317 133 175.7» 176.75 IM 174 IN 174 417.4Ä 1'2 175 b 197 173.5 813 131.5 4H% Ri-nntche Stau QielPVl . . 0.9 Oba B 0 rfrttfl»- C Nlyatton eLlNadlb« 1911 ... - »ef. 1. Siehr. UntnL. ... 10 fcair». USert» .... 10 259,3 - 260.5 257.« 137 260.5 157.5 - — — Ubein. Cleht. . ....... 9 Schlei. Siek«........10 Schocken...... 8 — 197. L 196.5 131.5 -•59.25 197 131.3 W.9 r0 Lcotaet». vu'ikefd -Lnl . . . - — • lernens ch tzotlk».....12 583 367 3<54.5 56. 4% Ce'W-a5 t- % W 4S 143..*5 143 '41 115.5 137.23 156.3 IM Btehfd®wrtajt......7,- * eu.’fl. rcutidyf . w — — 1J7.3 137 vrtdnidt* «taM». . .... 8 Ctavi yrbtn . . , . . . 1 sb *5.75 ft. 75 98-1. 0eM» • . 1$ -'76.15 • r.t 53 450. ti •aH Ä ü-rC-t«i.....io 331 — 453.23 kommen- und Dnrct-'äaif U lbJ.23 IN KaN SHtireerln . , • • • 10 . 18 — 436.5 458.75 44? Tanntl. u. Nationuldont . . 1t «6 — «6t Ä. 445 144 t 167 — — Baue 3 .....10 144 144 * * Tchulthets ««»nWa - - . 15 .................H ■* 343 -03.23 M6 3M Ser. «lanjfton......« — — 570 5 t« .....* ^eMosi flltfiailcnburfl . . . 19 63dtloltetil>uifl« Sali« • • • 7 ÄJ U8 8M IV6 t« 520 — — 129.5 130.73 Teisauer O'a«..... • • • — — 143.75 1'15.75 TattNter VL trrt* ...... 0 100.3 104.3 103. 3 101.75 Tteae .........” — 5.. 58.6 HMemeifc tift« •••••• 6 121 IW,3 IZ3 1.1 Ludw. Loewk ..••••• io * — -3« — 97af. B^tnciabti . .••••• 0 — d 61 80.5 Cienftetn 4 «ci4M4.....6 — 133.75 1X1 Le-u-ard $tt» .......• — - 2.2 351 B«naO-«ean.-.......® »«tot*«....... 30.6 e*. 11.25 7V.7; — .............. • *1 129 • 127.5 * 0 erte# AnA.»ec . . . *10 dr ^an 1.891 I.ÖUI 1.1ZL J.4« u.X<> U. 407 U.4U9 Sten tn 1 ■ 56.075 ».19- C«ft adacu. 59.035 39.175 8Srnb ' 12. 412 ?. 5«» 12,622 7.J7Z 12.401 7,358 ti.441 7,374 BadaoeS . . 72.95 73,09 TU.IO IPaltanto . 3.04J l.t^ 3,0-22 &.U 19. 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